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E_1939_Zeitung_Nr.047

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\KTUELLES Um dfe Vereinheitlichung unserer Verkehrswerbung. Der Ständerat stimmt der Vorlage über die « Schweizerische Zentrale für Verkehrsförderung» zu und kleidet sie in die Form eines Bundesgesetzes. Am vergangenen Montag nahm der Ständerat sein Arbeitsprogramm der diesjährigen Sommersession mit der Behandlung des Entwurfs zur Schaffung einer Schweizerischen Zentrale für Verkehrsfördefung in Angriff, wobei der Kommissionsreferent Keller ein umfassendes Bild des Werdeganges und des bisherigen Standes unserer Verkehrspropaganda entwarf. Die neue Vorlage, wonach der Bund an die Gesamtaufwendungen von 4,4 Millionen einen festen Betrag von 2,5 Millionen und eine variable Quote von höchstens 500.000 Fr. leistet, -währenddem der Rest von den SBB, der Post, Hotellerie, Transportanstalten, Kantonen, Verkehrsverbänden usw. aufzubringen ist, beseitigt den Dualismus zwischen SBB und SVZ und stellt unsere Verkehrswerbung auf eine einheitliche Basis. Legte der Bundesrat seinen Entwurf in Gestalt eines nicht allgemein verbindlichen Bundesbeschlusses vor, so hat sich die Kommission für die rechtliche Form eines Bundesgesetzes entschieden, und zwar aus der Erwägung heraus, dass es sich dabei doch um eine Materie handle, die es rechtfertige, das Mitspracherecht des Volkes nicht auszuschliessen. Zur Frage des Sitzes der neuen Organisation machte Schöpfer (Solothurn), gestützt auf ein Gutachten eines Verkehrsfachmannes geltend, die Zentrale gehöre nach Bern, weil sich hier die Mehrzahl jener Organe befinde, die mit dem Verkehr zu tun haben. Einen Antrag stellte der Redner jedoch nicht, ebensowenig wie Mouttet (Bern), der erklärte, dass zwar verschiedene objektive Gründe für die Sitzverlegung nach der Bundesstadt sprächen, dass er jedoch von einem formellen Antrag absehe, um nicht eine Fehde zwischen den Städten herauf züb eschwö ren. Bundesrat Pilet verteidigte die Beibehaltung Zürichs als Sitz mit dem Hinweis darauf, dass die Limmatstadt das wirtschaftliche Zentrum des Landes bilde und dass sich der Verkehr mit Bern, der sich übrigens auf wenige Instanzen beschränke, ohne Schwierigkeiten erledigen lasse. Dieser Auffassung schloss sich der Rat stillschweigend an; im übrigen folgte er, was die Form der Vorlage anbelangt, den Anträgen seiner Kommission und wandelte den Bundesbeschluss in ein dem Referendum unterstehendes Bundesgesetz um (wobei zu erwähnen wäre, dass die nationalrätliche Kommission an der ursprünglichen Form des Bundesbeschlusses festhält). Zur Frage des Personalbestandes gab Bosset (Waadt) dem Wunsch Ausdruck, dass Neueinstellungen unter allen Umständen vermieden werden; daneben kritisierte er die ungleiche rechtliche Stellung der Beamten. Demgegenüber hoben der Kommissionspräsident und Bundesrat Pilet hervor, man habe erworbene Rechte nicht beeinträchtigen und durch Schematismus keine unnötigen Kosten verursachen wollen. In der Schlussabstimmung — die Diskussion wurde nicht weiter benützt — erteilte die Ständekammer der Vorlage mit 28 Stimmen ohne Gegenmehr ihre Genehmigung. Das nächste Wort wird nun der Nationalrat haben, auf dessen Traktandenliste das Geschäft ebenfalls figuriert. Zeit, die sie hier warten, dazu benutzen, um seine Beute noch mehr in Sicherheit zu bringen ? Aber dann müsste Muriel mitschuldig sein. « Sie sehen zu schwarz, gnädige Frau», beantwortet Sir Andrew mehr die erratener! Gedanken als die Frage seiner Partnerin. Dann schweigen sie beide wieder. Sie fahren erschrocken zusammen, als nach kurzem Klopfen die Tür geöffnet wird. Ist es schon Charles ? Nach Figur und Qrösse zu urteilen, könnte er es sein. Aber Lady Constanza erkennt auf den zweiten Blick, dass es ein Fremder ist. Wenigstens für sie. Major Law dagegen springt zornrot hoch. Wie kann es dieser Kerl, dieser Aguillar wagen, nach den Vorgängen des heutigen Abends in dieses Appartement zu kommen, dessen augenblickliche Inhaberin er in Lebensgefahr gebracht hat? Don Aguillar seinerseits befürchtet beim Anblick Lady Troys und des Majors, dass er das Zimmer verfehlt hat. < Ist dies nicht der Salon Mister d'Andrades ? > fragt er französisch. < Doch ! » erwidert Sir Andrew schroff. « Eben deswegen wundere ich mich, was Sie hier zu suchen haben ? Ich war heut im Zirkus, Don Aguillar. Sie sollten längst verhaftet sein.» Schwefeedsche Parkleren an der Landesausstellung bereitet einstweilen keine Sorgen. Heute, da mehr als ein Monat verstrichen ist, seitdem die Landesausstellung ihre Pforten geöffnet hat, darf festgestellt werden, dass trotz der hohen Besucherzahlen der Zustrom auswärtiger Automobilisten noch nicht besonders stark •war. Bas gleiche gilt übrigens auch bei den Bahnen, wo sich die Zahl der Extrazüge noch stark unter den yorgesehenen Höchstgrenzen bewegt. Diese Erscheinungen dürften darauf zurückzuführen sein, dass sich die Groesaah] der Ausstellungsbesucher bis annin aus der Stadt oder dem Kanton Zürich rekrutierte, denn die Zürcher wollten eben möglichst • rasch ihren «Gwunder» stillen. Der auswärtige Automobilist braucht daher nicht zu befürchten, dass er beim Parkieren «eines Fahrzeuges in Zürich etwa Schwierigkeiten zu gewärtigen hätte. Er kann mit seinem Wagen auch ziemlich nähe an die Ausstellung heranfahren, wenigstens haben die weiter abgelegenen Parkplätze und Parkstrassen bis heute nur eine ganz Unbedeutende Frequenz aufzuweisen, ja sogar der an sich sehr zentral gelegene Bellevueplatz war bis anhin nie allzu stark benützt. Weniger erbaut sind die von Basel und Frauenfeld kommenden Automobilisten ob den immer noch andauernden Strassensperren zwischen Brugg und Baden einerseits und Frauenfeld und Winterthur anderseits. Es sollte doch möglich sein, dass diesen Sommer hindurch an den wichtigeren nach Zürich führenden Durchgangsstrassen keine Sperren mehr vorgenommen werden. • V Vorfvä^e Ein Vortrag über die Autotransportordnung. Im Schosse der Interessengemeinschaft der Ghauffeurvereine Zürichs hielt am Samstag Dr. Raaflaub, Direktor des Treuhandverbandes des Autotransportgewerb&s, einen Einführ-ungsvortrag in das System der gegenwärtig in Einführung begriffenen Autotransportordnung; Der Vortragende verstand es ausgezeichnet, die Entwicklungsgeschichte de« BundesbescWusses vom 30. September 1938 und den durch diesen geschaffenen Rechtszüstand dem Verständnis seiner Hörer nahezubringen. Die Versammlung, durch kollegialen Zuzug aus Luzern, Winterthur und Schaffhausen auf rund 200 Mann verstärkt, folgte denn auch seinen Ausführungen mit einem wachen Interesse, das sich nachher bei der Diskussion in verschiedenen Anfragen aus dem Kreise der Anwesenden noch besonders deutlich" kündtat:' ' " "' Dr. Raaflaub erschöpfte seine Ausführungen nicht in formalistischer Juristerei, sondern machte die Interessenlage «eines Auditorium« zum Ausgangspunkt und Zentrum seine« Vortrage», «o dass sich der letzte Versammlungsteilnehmer darüber Rechenschaft geben konnte, wieweit die durch die ATO ange*trebte Ordnung de« sch-weizerisöhen Straasentraneportwesen« in sich und «eines Verhältnisses zu den Eisenbahnen auch seine eigene wirtschaftliche Lage und «eine 1 Zukunftfaüsaichtefr im Kampf um die erhoffte eigene Selbständigkeit als Transportunternehmer auf eigen« Rechnung mitbestimmen wird, wie weit sie aber auch für den einfachen Chauffeur eine« «olchen Betriebes von Bedeutung ist. Die entwicklungsgeschichtlichen wie die systematischen Grundzüge der neuen Ordnung traten in dem auegezeichneten Referat sehr prägnant hervor, «owohl was die verfassungemässig bedingte Art und Weise ihres Zustandekommens-in Form de» dringlichen Bundenbeschlussee, als was ihre verkehre-, wirtschafte- und sozialpolitischen" Richtlinien und den politisch-rechtlichen Aufhau di&seg zum erstenmal als Ganzes organisierten wichtigen Gliedes des schweizerischen Personen- und Güterverkehr« anbetrifft. " •'••' ' v :' Der Vortragende, selber aus dem Stabe der ASPA stammend, hob den maßgebenden Einfluss, den der Verband schweizerischer Mötörlaitwagenbesitzer auf die EntwieblU/ng der Dinge .genommen hat. gebührend, hervor. Die Funktionen, des eidgenössischen Amte« für Verkehr als Abteilung des eidgenössischen Post- und Eisenbahndepartewentes (das Dr. Raaflaub richtig mit den Verkehrsministerien der übrigen Länder verglich), der eidgenössischen Transportkommissjon und vor,allem des TAG (Treuhandverband für das Auttjtranftpart- Gewerbe) traten weiter aus seinen Ausführungen mit aller Klarheit hervor. Bedürfnisklausel, Konzessionserteilung und Tarifbildung wurden nach ihrer Tragweite und ihren Äüsiwifkungen auf die Verkehrswirtschaft im allgemeinen und auf die Existenz des einzelnen Unternehmers klar geschildert. Die persönlichen und finanziellen Bedingungen als subjektive Voraussetzungen der Konzessionserteilung wurden gründlich beleuchtet, wobei Fragen aus dem Publikum dem Referenten Gelegenheit gaben, gewisse Befürchtungen hinsichtlich der Bevorzugung der Groseunternebmungen zu zerstreuen, gleich wie bei der Darlegung "der Bedürfnisfrage der Mechanismus der Abfindung derjenigen Transportführer dargelegt wurde, die keine Konzession erhalten werden. In diesen Zusammenhang gehört auch die Beruhigung der heute vielleicht noch im. Anstellungsverhältnis stehenden Nachwuchsfleneration. von Transportunternehmern über den Sinn der Bevorzugung der schon vor dem 1. Januar 1937 tätig gewesenen Geschäfte. Die betreffende Bestimmung der Autotransport-Ordnühg bedeutete nur eine Sicherung gegen die spekulative NeugründunK von Unternehmungen allein «uin Zwecke de? Erlangung einer Konzession, verlegt aber initiativen 'jungen Kräften keineswegs die Möglichkeit, sich zu machen I selbständig Das Leichtflugzeug Aeronca «Chief» mit Continen taI-50-PS-Motor, das erste und bisher einzige amerikanische Kleinflugzeug, das «erienmässig hergestellt wirdr? •' - • .- «Ah!» macht Don Aguillar. < Ich erinnere mich. Wir hatten einen Zusammenstoss im Peau d'Ours, aber heute sind Sie zu mir und Mistress d'Andrade itl den Käfig gedrungen. Ich bin Ihnen Dank schuldig.» « Ich verzichte ! » antwortet Sie Andrew kühl. •'.-:• « Auch gut! > Don Aguillar legt offenbar keinen besondern Wert auf die Pflege seiner Beziehungen zum britischen Adel. « Aber können Sie mir sagen, wo Mister d'Andrade jetzt zu finden ist ? > < Das kann ich nicht.» Major Law schenkt sich jedes Wort gesellschaftlichen Bedauerns. «Schade. Aber Sie sprechen ihn heute noch ?» < Möglich.» « Wenn es nicht gewiss ist, werde ich lieber eine Botschaft hierlassen.» Don Aguillar reisst eine Seite aus seinem Taschenbuch und schreibt ein paar Zeilen. Dann legt er das Blatt offen auf den Tisch. < Das wird in Mister d'Andrades Hände kommen ? » fragt er noch argwöhnisch. « Glauben Sie, dass wir Briefe unterschlagen ? » Sir Andrews Stimme klingt kalt wie flüssige Luft. Don Aguillar zieht die Schultern hoch und verlässt wortlos den Raum. AUTOMOBIL-REVUE FREITAG, 9. JUNI 1939 — N° 47 Das Leichtflugzeug Aeronca „Chief" in Bern < Wer war dieser ungehobelte Mensch ? » fragt Lady Constanza. - «Ein Zirkusartist >, gibt Sir Andrew Auskunft. « Er bändigt Tiger und lehrt sie, durch Reifen springen und ähnlichen Unsinn.» «Er sollte lieber selbst lernen, sich zu benehmen»,, urteilt die Lady. Das Telephon klingelt. Lady Constanza presst die Hand aufs Herz. Sir Andrew hält sich so sehr im Zauni/däss er fast zu langsam den Hörer abnimmt. Aber es ist nicht die:erhoffte Nachricht :.von Muriel und Peggy. Artus Farroll meldet "sich. Auch er bedauert ungemein weder Mr. noch Mrs. d'Andrade persönlich sprechen zu können, auch er bittet, eine Nachricht: weiterzugeben, allerdings im höflichsten Ton. «.Würden Sie die grosse Liebenswürdigkeit haben, eine Botschaft freundlichst zu übermitteln ?» sagt er in seinem akzentlosen Englisch. « Ja ? — Auch wenn sie Ihnen unverständlich scheint ? — Vielen herzlichen Dank! Wollen Sie bitte notieren? Die Tiger kennen den Platz am Wasser. Da sie heutiger Radiobotschaft zufolge, das Futter nicht bekommen sollen, werden sie sehr gefährlich werden. — Raben Sie ? — Ja, es ist eine Warnung, mein Herr. Nochmals verbindlichsten Dank ! » (Fortsetzung folgt.) fflil£t£&»i s «k«*s Vollzugsbestimmungen der Armee-Motorisierung. Gestützt auf Art. 8 des Bundesratsbeschlusses vom 30. Mai 1939 betreffend die Vermehrung der armeetauglichen Motorlastwagen, hat das E. M. D. folgende Verfügung erlassen: Art. 1. Wer einen Motorlastwagen schweizerischer Herkunft anzukaufen oder auf feste einheimische Treibstoffe umzubauen und dafür die Ausrichtung von Beiträgen gemäss Bundesratsbeschluss vom 30. Mai 1039 nachzusuchen beabsichtigt» hat bei der Kriegstechnischen Abteilung ein entsprechendes Gesuch auf dem dafür vorgesehenen Formular einzureichen. Art. 2. .Die Kriegstechnische Abteilung teilt dem Gesuchsteller nach Prüfung des Gesuches mit, ob er voraussichtlich nach Ankauf des im Gesuch näher umschriebenen Motorlastwagens oder nach dessen Umbau a.uf feste einheimische Treibstoffe gemäss den Ausführungsvorschriften vom Bundesbeschluse vom 5: April 1939 auf einen Beitrag rechnen kann. Art. 3. Voraussetzung für die Gewährung der Beiträge ist der Abschluss eines Vertrages zwischen dem eidgenössischen Militäirdepartement, vertreten durch die Kriegstechnische Abteilung und dem Halter des Motorlastwagens. Der Halter hat hiezu folgende Ausweise beizubringen: 1. für einen während der Geltungsdauer des Bundesbeschlusses vom 5. April 1939 betreffend die Vermehrung der armeetauglichen Motorlastwägen fabrikneu angeschafften Motorlastwagen: a) eine Bescheinigung der schweizerischen Herstellerfirma, dass der Motorlastwagen innerhalb eines Zeitraumes von 5 Jahren seit Inkrafttreten des genannten Bundesbeschlusses vom 5. April 1939 fabrikneu gekauft worden ist; b) eine Bescheinigung der Herstellerfirma, dass das Chassis in allen Teilen einer von der Kriegst'echniscben Abteilung im Einvernehmen mit der Generalstabsabteilung genehmigten Ausführung entspricht, unter Angabe des TypeS und des Genehmigungsdatums desselben; c) eine Verpflichtung der Herstellerfirma, dass diese die Lieferung von allfällig erforderlich werdenden Ersatzteilen aus den in der Fabrik oder deren in der Schweiz befindlichen Lagern während zehn Jahren garantiert; d) eine Bescheinigung der kantonalen Autömobllkontrollstelle, dass der Motorlastwagen in allen Teilen den Vorschriften betreffend die technischen Anforderungen für armeetaugliche Motorlastwagen des betreffenden Jahrganges entspricht; 2. für einen alten, während der Geltungsdauer des •. Bundesbeschlusees vom 5. April 1939 auf feste einheimische Treibstoffe umgebauten Moforlastvrageii: a) efne Bescheinigung der schweizerischen Herstellerfirma über das Alter des Motorlast- - wagens; b) eine, Verpflichtung der Herstellerfirma, dass diese die_,Lieferung. von allfällig erforderlich werdenden Ersatzteilen aus den in der 'Fabrik oder deren In der Schweiz befindlichen Ligern .. während zehn Jahren garantiert; c) eine Bescheinigung der kantonalen Automobilkontrollstelle, dass sich der Motorlastwasen in einwandfreiem, revidiertem Zustand befindet und allen gesetzlichen Verkehrsvorschriften entspricht. Die unter Ziff. 1, lit. a und d, und Ziff. 2, lit. a und c, erwähnten Bescheinigungen müssen enthalten: a) genaue Bezeichnung (Name und Adresse) de» .Halters; b) kantonale Polizeinummer und Standort des Wagens; c) Datum des Erwerbes; d) Betriebsart des Wagens (Benzin, Diesel, Holzgas); e) Karosserieart; f) Hersteller des Chassis und der Karosserie, Chassistype und Erstellungsjahr; g) Nutzlastkategorie; h) Motornummer; i) Chassisnummer; k) Zylinderzahl, Bohrung, Hub, PS nach Steuer« fdrmel; I) Leergewicht und Nutzlast. Art. 4. Die Auszahlung des einmaligen Beitrages für militärische Auerüstung erfolgt in der Regel innert 30 Tagen nach Inkrafttreten des Vertrages. Art. 5. Die Auszahlung der jährlichen Beiträge erfolgt auf Ende des Kalenderjahres nach Vorlegung des Ausweises über die bezahlten kantonalen Automobilsteuern, wenn die letzte Inspektion ergehen hat, dass der Zustand des Wagens und sämtlicher Ausrüstungs-, Zubehör- und Reserveteile den Vorschriften entspricht. Art. 6. Unter aus-serordentlichen Verhältnissen kann die Kriegstechnische Abteilung im Einvernehmen mit der Generalstabsahteilung auf begründetes Gesuch hin den Halter von seinen Verpflichtungenentbinden. Damit wird der Vertrag mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Art. 7. Die Kriegstechnische Abteilung gibt von allen Abschlüssen und Aufhebungen von Verträgen der Generalstabsabteilung Kenntnis. Art. 8. Die Durchführung der in Art. 5 des Bundesratsbeschlusses vom 30. Mai 1939 vorgesehenen Inspektionen liegt der Generalstabsabteilung im Einvernehmen mit der Kriegstechnischen Abteilung ob. Art 9. Für die Ansetzung von Fristen und die Anordnung von Instandstellungen von Motorlastwagen auf Kosten des Halters gemäss Art. 6 des Bundesratsbeschlusses vom 30. Mai 1939 ist die Kriegstechniche Abteilung zuständig. Art. 10. Alle auf den Bundesbesehluss betreffend die Vermehrung der armeetauglichen Motorlastwagen und dessen Ausführungsvorschriften bezüglichen Gesuche und Anfragen sind an die Kriegstechnische Abteilung des eidgenössischen Militärdepartements in Bern zu richten. Die Anmeldungsformulare, sowie die in den technischen Vorschriften erwähnten Zeichnungen, können bei dieser Abteilung bezogen werden. Art 11. Die Verfügung tritt am 1. Juni 1939 in Kraft

N0 47 _ FREITAG, 9. JUNI 1939 Höchsten Sonntag.: Bergrennen Valangin—Vue des Alpes Glänzendes Nenn-Ergebnis: 62 Konkurrenten am Start, wovon 44 auf Tourenwagen, 10 auf Sportwagen und 8 auf Rennwagen. Nach einer Pause von drei Monaten seit der noch in bester Erinnerung stehenden Schnee- Sternfahrt zum Genfer Salon wird die Serie der im Rahmen der diesjährigen Schweizermeisterschaft veranstalteten automobilsport- •lichen Anlässe am kommenden Sonntag mit dem 1. Bergrennen Valangin-Vue des Alpes fortgesetzt. Die organisierende Sektion Montagnes Neuchäteloise des A.C.S. kana sich ob dem imponierenden Nennerfolg, der ihr beschieden ist, ins Fäustchen lachen, sind doch für die in zwei Läufen auszutragenden Kämpfe 62 Konkurrenten gemeldet, von denen 44 auf die Tourenwagen, 10 auf die Sportwagen und 8 auf die Rennwagen entfallen; Amateure und Experten halten sich mit dem Verhältnis Stoeckenptan Course de cöte Valangin -Vue des Alpes Lon£ueur • 9850^ Difference daltitude • 654 Pente mqyenne • 6.44% Pente maximum • 10% .sJvHioudevilliers. Vamn^in. 32 :30 fast mathematisch genau die Stange. Hatte es wohl eines eklatanteren Beweises bedurft, um zu zeigen, wie beliebt Bergrennen bei unsern sporttreibenden Automobilisten nach wie vor sind? Wohl kaum. Und es ist nur zu hoffen, dass sich zu diesem erfreulichen .Nennergebnis am Sonntag auch noch der er- : wünschte Publikumserfolg gesellt, mit dem um so eher gerechnet werden darf, als das Rennen in einem prachtvollen landschaftlichen .Rahmen ausgetragen wird. Die Strecke, die bei einer Länge von 9,85 Kilometer und einer mittleren bzw. maximalen Steigung von 6,44 %, bzw. 10 % eine Höhendifferenz von 634 Meter überwindet, weist verhältnismässig wenige Kurven auf und fast durchwegs solche, die von den Konkurrenten ohne wesentliche Geschwindigkeitsherabminderung durehfegt werden können, so dass man in der Annahme kaum fehlt, wenn man ein sehr schnelles Rennen erwartet. Man wird unter solchen Umstän- den interessanten, spannenden Sport serviert bekommen, zumal die Klassen sozusagen ausnahmslos hervorragend besetzt sind. Für eine ausgezeichnet klappende sportliche Regie ist gesorgt — bleibt zu wünschen, dass Sankt Petrus das seinige zum Gelingen dieser Erstlingsveranstaltung beitrage und sich diese ohne Unfälle abwickle. a) Tourenwagen. ihnaÜste 1. Klasse 1100 ccm: . 1. G. Gramer, Zürich, Fiat 1080 ccm, A. 2. H. R. Morel, Zürich, Fiat-Balilla 1090 ccm, A. 3. «Arret», Zürich, Fiat 1090 ccm, A. 4. A. Dattner, Zürich, Fiat 1089 ccm, E. 5. H. Stich, Chaux-de-Fonds. Fiat 1089 ccm, E. 2. Klasse 1500 ccm: 6. G. Mergy, Chaux-de-Fonds, Lancia 1352 ccm, E. 7. E'. Handschin, Basel, Fiat 1493 ccm, A. 8. P. Seitz, Ghaux-de-Fonds, Lancia 1352 ccm, A. 9. P. Niklaufi, Bern, Riley 1496 ccm, A. ' 10. A. Panly, Chaux-de-Fohds, Lancia 1352 ccm, E. 11. A. Kaiser, Zug, Opel 1488 ccm, E. 12. F. Delmarco, Yverdon, Lancia 1352 ccm, E. 3. Klasse 2000 ccm: 14. R. Bloch, Chaux-de-Fonds, Citroen 1911 ccm, A. 15. M. Wermeille, Neuenburg, B.M.W. 1971 ccm, A. 16. H. J. Wuilleumier, T.C.S., Citroen 1911 ccm, E 17. Dr. H. Pfosi, Zürich, Peugeot 1991 ccm, A. 18. A. Bachler, Genf, Citroen 1910 ccm, E. 19. F. Meyer, T.C.S., B.M.W. 2000 ccm, E. 20. A. Scherer, Basel, Citroen 190Q.ccin, A. 21. J. Heininger, Chaux-de-Fds, B.M.W. 2000 ccm, A 22. W. Bernat, Chaux-de-Fds, B.M.W. 2000 ccm. E. 23. H. Waeffler, Basel, B.M.W. 1970 ccm, A. 24. W. Santschi, Chaux-de-Fonds, Peugeot 1991 ccm, E. 4. Klasse 3000 ccm: 25. R. Dellsperger, Bern, Peugeot 2140 ccm, A. 26. J L. Quartier, Biel, Lancia 2570 ccm, A. 27 A. Sandoz, Neuenburg, Renault 2400 ccm, E'. 28. H. S.authier, Martigny, Citroen 2867 ccm, A. 29. H. Weber, Suhr, Bugatti 2995 ccm, E. 30. Mme J. Meier, Chaux-de-Fonds, Peugeot 2140 ccm, A. 31. A. Maradan, Fribourg, Citroen 2867 ccm, E. 32. P Straumann, Basel, Alfa Romeo 2309 ccm, A. 33. Dr. R. Suter, Basel, Citroen 2867 ccm, E. 34. H. Pfäffli, Bern, Bugatti 2300 ccm, E. 5. Klasse über 3C00 ccm: 35. H. Portmann, Basel, Ford 360O ccm. E. 36. J Büttikofer, Chaux-de-Fds, Talbot 3996 ccm. A. 37. M. Zimmermann, Zürich, Buick 3820 ccm, E. 38. «H. Aryll», Bern, Graham 3600 ccm, A. 39. W. Locher, Zürich, Ford 3600 ccm, A. 40. H. Eggler, Zürich, Delahaye 3557 ccm, E. 41. K. Schäfer, Bern, Dodge. 3569 ccm, A. 42. H. Helblinsr. Rapperswil. Ford 3600 ccm, E. 43. G. Rossetti, .T.C.S.. Buick 4032 ccm, A. 44. E. Schäfer, Bern, Dodge 3569 ccm, A. 45. L. de Montfort, Lausanne, Bugatti 3257 ccm, A. bi Sportwagen. 1. Klasse 1100 ccm: 46. K. Häffner, Zürich, Fiat Baliila 998 ccm. A. 47. H. Patthey, Neuenburg. M.G. Morris 847 ccm, E. 2. Klasse 1500 ccm: 48. H. Fehr. Zürich. B.M.W. 1490 ccm, A. 49. Dr. C. Dold, Zürich, B.M.W. 1490 ccm, A. 3. Klasse 2000 ccm: 50. A. Duval, Lausanne, Peugeot 1991 ccm, A. 51. H. Kessler, Zürich, B.M.W. 2000 ccm, E. 4. Klasse 3000 ccm: 52. H. Trümpy, Glarus, Bugatti 2300 ccm, A. 53. E. CampoloDgo, Zürich, Hanomag, E. 5. Klasse: über 3000 ccm: 54. L. de Montfort, Lausanne. Bugatti 3257 ccm, A. 55. H. K. von Tscharner, Beim, S. S. Jaguar 3485 ccm, A 1. Klasse 1500 ccm: 56. F. Blaettler, Basel, Maserati 1500 ccm, E. 57. B. Blancpain, Fribourg. Maserati 1496 ccm, A. 58. H. Kessler, Zürich, Maserati 1500 ccm, E. 2. Klasse. 2000 ccm: 59. K. Hahn, Luzern, Bugatti 1990 ccm, E. 60. M. Christen, Zürich, Maserati 2000 ccm, E. 61. Frau L. Stürzinger, St. Gallen, Bugatti 1990 ccm, E. 3. Klasse über 2000 ccm: 82. L. Noverra, Genf. Bugatti 2300 ccm, E. 63. A. Mandirola, Genf, Maserati 2992 ccm. E. CHAMPION vous conseille de faire verifier periodiquement vos bougies. Plus de 1000 garages en Suisse possedent le contröleur Champion et peuvent donc vous dire si vos bougies sont encore bonnes ou s'il y a lieu de les remplacer par un jeu de nouvelles bougies CHAMPION afm de redonner ä votre moteur le maximum de puissance, souplesse et econoxnie AUTOMOBIL-REVUE 3 c) Rennwagen. ,,, A..= Amateure; E = Experten. CHAMPION gibt Ihnen den Rat, Ihre Kerzen regelmässig prüfen zu lassen. 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Zweiter Lauf: 13.00 Uhr: Sperrung der Rennstrecke und geschlossene Fahrt nach Valangin. 13.45 Uhr: Erster Start. 17.30 Uhr: Preisverteilung im Hotel Fleur de Lys in Chaux-de-Fonds. $•»«»••4 kmtm Am» IN ENGLAND Zum Shelsley-Walsh-Bergrennen vom letzten Samstag tvird uns von einem Korrespondenten ergänzend folgendes mitgeteilt : Die Frage, warum Raymond Mays schon geradezu ein Monopol auf den ersten Platz (12mal, wovon 9mal auf E.R.A.) hat, lässt »ich mit dem Vorhandensein des automatischen Sperrdifferentials an seinem E.R.A. (seit 1935) beantworten. Diese schweizerische, von der Zahnradfabrik in Friedrichshafen in Lizenz erzeugte und an allen Rennwagen der Auto-Union sowie von Mercedes-Benz vorhandene Konstruktion ist zweifellos die Ursache, warum es Mays gelang, die von den cAustin-Special> erreichte Zeit von 40 Sekunden noch um 2 bis 3 Sekunden zu unterbieten. Dass beim Start, auf den es bei der kurzen Strecke hauptsächlich 'ankommt, ein normales Differential nur hinderlich ist, hat auch Fane eingesehen, der auf ein solches an seine Frazer-Nash-Special überhaupt ganz ver-y ziehtet. Die ideale Kombination liefert aber zweifellos das automatische Differential, das von selbst in der Geraden «nicht da» ist, dafür aber in den Kurven zur Verfügung steht. Hans Ruesch, dessen grosser Alfa Romeo für Shelseley-Walsh noch weniger geeignet ist, als für den Crystal-Palace-Kurs, hatte keinen guten Tag. Er verlor beim Start zum ersten Lauf 2 Sekunden und war beim Versuch, diese im zweiten Lauf auf Biegen oder Brechen aufzuholen, abermals vom Pech verfolgt, so dass es nur zu einem 2. Platz in der Klasse 5 Liter reichte. ERA contra Maserati im Nuffield Trophy Race. Im Rennen um die Nuffield Trophäe für 1,5- Liter-Boliden, das morsen Samstag im Donington- Park über 64 Runden ä 3,125 Meilen = 200 Meilen = 320 Kilometer gefahren wird, soll sich der neue 1,5-Liter-ERA-Rennwagen, mit Arthur Dobson am Steuer, zur Feuertaufe begeben. Er wird bei dieser Gelegenheit auf eine zähe Gegnerschaft s-toesen, auf zwei neue Werk-Maserati nämlich, die im letzten Moment gemeldet wurden, deren Fahrer aber noch nicht bekanntgegeben sind. Das übrige Feld setzt sich vorwiegend aus altem Modellen dieser beiden Marken zusammen, wobei vor allem interessiert, dass Prinz Bira und Maye den Vorjahre-ERA in den Kampf führen und wohl alles daran setzen, um den Fabrikmaschinen ein Schnippchen zu schlagen. Auf ERA starten ferner u. a. Whitehead, Aitken, Lord Howe, Rolt, Wilson. Pollock und Hanson. während die Farben von Maserati ausser von den Stallpiloten auch von Loyer, Dodson und Tongue verteidigt werden. IN FRANKREICH Hug und Graffenried im G.P. der Picardie. Am Grossen Preis der Picardie, der auf der Rundstrecke von Peronne am nächsten Sonntag steigt, werden auch unsere Landsleute Hug und de Graffenried auf Maserati ihr Glück versuchen. Auf dem Papier besehen, haben sie ausgezeichnete Chancen, da ihre Konkurrenz nicht sehr stark ins Gewicht fallen dürfte. Die ERA fehlen, im Gegensatz zu den Vorjahren, ganz, da sie im Nuffield Trophy Race engagiert sind und von den gemeldeten Piloten sind einzig Sommer auf Alfa Romeo und event. Dipper und Joa von der SRG auf Maserati ernst zu nehmen. Ueberräschungen vorbehalten, werden Tremoulet (Salmson), Trintignant (Bugatti), Delorme (Bugatti), De Caroli (Bugatti), Guetin (Bugatti), Roumane (Bugatti), Herkuleyns (M. G.), de Burnay (Riley) und Grignard (Amilcar) aus den ihnen zukommenden Statistenrollen wohl kaum herauswachsen. Ve*l«^liB* «and Julierfrequenz wieder Im Steigen. Wie die von behördlicher Seite angeordneten Zählungen ergeben, haben im Mai 1939 insgesamt 2923 Motorfahrzeuge den Julier passiert. Davon entfallen 1028 auf Fahrzeuge mit Bündner Nummer, 943 auf solche aus der übrigen Schweiz, währenddem 952 ausländische Nationalitätenschilder trugen. Blieben im ersten Quartal des laufenden Jahres die Frequenzziffern hinter denjenigen des Vorjahres teilweise nicht unerheblich zurück, so ist, wie aus diesen Zahlen hervorgeht, die rückläufige Entwicklung während des vergangenen Monats nicht bloss zum Stillstand gekommen, sondern sie hat sogar in ihr Gegenteil umgeschlagen. Verglichen mit dem Fazit des entsprechenden Monats 1938 stellt sich die Zunahme auf 606 Wagen oder 26 %.