Aufrufe
vor 7 Monaten

E_1949_Zeitung_Nr.013

E_1949_Zeitung_Nr.013

AUTOMOBIL REVUE MONTAG,

AUTOMOBIL REVUE MONTAG, 21. MÄRZ 1949 - Nr. l'i Gang durch die Nutzfahrzeugstände SCHWEIZERISCHE NUTZFAHRZEUGE AEBI Ein wahres Arsenal an modernen Arbeijsmaschinen für das gesamte Transportwesen wird von dieser Firma gezeigt. Aus Raumgründen müssen wir uns hier auf eine kurze Charakterisierung dieser Erzeugnisse beschränken, die aber jedem technisch interessierten Salonbesucher zum Studium empfohlen seien. Beginnen wir mit einem Kranwagen mit einem, nach Art der bekannten Löffelbagger konstruierten, drehbaren Aufbau auf einem mit Riesenpneus versehenen Chassis. Die maximale Hublast beträgt 5 Tonnen,-alle Bewegungen, wie Heben, Drehen, Fahren, werden durch Elektromotoren besorgt, die von einer Generatorgruppe gespiesen werden. Die in der Nachkriegszeit bekannt gewordenen Hubtransportwagen sind durch ein Modell von «Towmotor» mit Benzinmotor und ein solches der « Steel Engineering Products» mit elektrischem Antrieb vertreten. Eine interessante Neuerscheinung ist in der Kleinschneefräse, System Peter, zu erblicken, die in der handlichen Grosse eines Rasenmähers ausgeführt ist Die für rasche Materialverschiebungen im Baugelände konstruierten Hubschaufeln werden in der Ausführungsart « Muir-Hill » und « Cletrac » gezeigt. Von letzterer Firma stammt auch ein grosser Schneeräumer mit hydraulischer Hubvorrichtung und ein Raupenschlepper mit 60-PS- Dieselmotor. An stationären Anlagen werden diverse Ingersoll-Rand-Luftkompressoren und Pressluftwerkzeuge vorgeführt. Abschliessend sei noch auf die Niederdruck-Farbspritzanlage hingewiesen, die neben vielen anderen Werkstattausrüstungen von der Aussteller-Firma in der Schweiz vertreten werden. BERNA Die drei ausgestellten Fahrzeugtypen, ein Stadt-Omnibus mit insgesamt 100 Plätzen, ein 6,5-Tonnen-Kipper mit Frontlenkung und ein als Spezialfahrzeug karossiertes Chassis lassen erkennen, wie zweckmässig das Fabrikationsprogramm der Firma den verschiedenartigen Bedürfnissen unserer Wirtschaft angepasst ist. Die Umstellung der öffentlichen Verkehrsbetriebe auf schienenlose Grossraumfahrzeuge hat die Firma veranlasst, sich auch diesem Spezialgebiet zuzuwenden. Der Berna-Omnibus, der für die Stadt Thun bestimmt ist, sieht eine seitlich in der Rahmenmitte, von aussen gut zugängliche, aber wenig Innenraum beanspruchende Maschinengruppe vor, die mit einer Flüssigkeitskupplung und dem elektropneumatisch betätigten Vierganggetriebe wesentlich von der herkömmlichen Bauweise abweicht. Am Chassis sind insbesondere die Bremsen, Federn und die Lenkung den erhöhten Sicherheitsanforderungen des öffentlichen Verkehrs angepasst. Das von der Neuen Gangloff AG. karossierte Grossraumfahrzeug bietet 34 Sitzplätze und 50 bis 60 Stehplätze. Der Fahrgastfluss wird durch drei pneumatisch bediente Klapptüren geleitet Einen sehr fortschrittlichen Eindruck erweckt der mächtige Dreiseitenkipper auf dem « 5 U»- Chassis mit Frontlenkerkabine. Dieser Wagen ist mit einem Sechszylinder-100-PS-Dieselmotor ausgerüstet und besitzt ein Achtganggetriebe mit vier synchronisierten und sechs geräuscharmen Gängen. Dank der vorgerückten Kabine wird bei einem kleinen hintern Ueberhang der Radstand von nur 3,4 m gut ausgenützt, und das Fahrzeug weist denn auch bei einer Ladebrücke von 4,1 m Länge einen günstigen'Lenkradius von nur 6 m auf. Ein weiteres Beispiel für die Eignung der Berna-Chassis für schwerste Spezialaufbauten wird auf dem Fahrgestell der, Serie 4 U gezeigt. Die grosse Apparatur von 5,5 Tonnen B.etriebsgewicht dient zur Reinigung von öffentlichen Kanalisationsanlagen vermittelst eines Saugapparates, dessen Pumpe über, ein spezielles Getriebe angetrieben wird.- Weitere Berna, insbesondere vom Typ 2 U mit 65-PS-Yierzylindermotor und Fünfganggetriebe sind auf den Ständen verschiedener Karosseriefirmen zu finden. FBW Die Fabrikationsmethoden dieser Firma waren immer darauf eingerichtet, den Wünschen der Kundschaft bis ins Detail gerecht zu werden. FBW verwendet zwei Motortypen, die sich als sehr fortschrittliche Eigenkonstruktionen erwiesen haben. Es handelt sich bei den Vier- und Sechszylindermodellen um Dieselmotoren mit direkter Einspritzung und halbkugelförmigen Verbrennungsräumen in den Kolben. In Abweichung von der üblichen Bauart verwendet FBW eine Mehrscheibenkupplung, die den -Anspruch einer weichen Arbeitsweise erhebt. Auch in der Getriebekonstruktion verwendet FBW eigene Entwürfe, baut sowohl ein Fünfgang-Schaltmuffehgetriebe wie auch ein solches mit vier Gängen, das in Verbindung mit einem zusätzlichen Schnellgang eine achtfache Abstufung ermöglicht. Weitere besondere Eigenschaften dieser Erzeugnisse sind die sehr sorgfältig durchkonstruierten Einzelteile wie Kreuzgelenke, Bremsanlage, Federlaschen und der in der Mitte geschweisste Rahmen. Die FBW-Modelle entsprechen den Normen für armeetaügliche Lastwagen und sind daher subventionsberechtigt. Am Salon werden drei Fahrzeuge von fünf bis sechs Tonnen Nutzlast ausgestellt, die alle einen individuellen Charakter tragen. Von der Leistungsfähigkeit der Firma, auf dem Gebiete des Karosseriebaues zeugt besonders der für Milchtransporte bestimmte Lastwagen. Sehr robust nimmt sich daneben der schwere Kipper auf kurzem Chassis aus, dessen Ladebrücke in leichter Stahlbauweise ausgeführt ist. Als drittes Ausführungsbeispiel wird ein Postautobüs mit 55 Sitz- und Stehplätzen (Karosserie Neue Gangloff AG.) gezeigt. OEHLER Die Elektrofahrzeuge haben seit Kriegsende als Transportmittel über längere Distanzen zwar nicht gänzlich ausgespielt, aber ihr Hauptanwendungsgebiet hat sich jedoch auf das innerbetriebliche Transportwesen verlagert. Auf .diesem Sektor sind in letzter Zeit diesen Fahrzeugen neue Transportaufgaben zugefallen» die, wie die Produkte der Firma Oeler zeigen, auf originelle Art gelöst werden können. Der Elektro-Handkarren dient zum Transport von Lasten bis zu einer Tonne und ersetzt demzufolge auf rationelle Art den Handschubkarren. Er wird an einer Deichsel geführt und ist als Plattformwagen oder mit einer mechanischen Hubvorrichtung lieferbar. Dem Bedürfnis, Waren aller Art unter erheblichem Zeitgewinn so hoch wie möglich aufzustapeln, kommt der von dieser Firma gebaute Hochstapelwagen entgegen. Die Hubvorrichtung wird bei den ausgestellten Modellen elektro-hydraulisch betätigt; die Nutzlast der wendigen und robust gebauten Fahrzeuge beträgt 300 und 600 kg. SAURER Der Weltruf der Saurer-Produkte beruht im wesentlichen auf der Betriebssicherheit, der Wirtschaftlichkeit und der grossen Lebensdauer, welche diese Fahrzeuge auch unter schwersten Betriebsbedingungen auszeichnen. Die Saurer- Dieselmotoren überragen dank dem patentierten Doppelwirbelungsverfahren wohl alle ausländischen Dieselmötorsysteme an Sparsamkeit im Brennstoffverbrauch. Am Salon werden auch dieses Jahr wieder neue Fahrzeugtypen und Ausführungsbeispiele gezeigt. Im Vordergrund steht ein neuer Omnibus für die Stadt Genf. Dieses Fahrzeug besitzt einen Sechszylinder- Dieselmotor mit Abgasturboaufladung und 120 PS, der gut zugänglich und raumsparend auf der linken Chassisseite in leichter Schräglage eingebaut ist. Die Kraftübertragung wurde eigens für solche Grossraumfahrzeuge von Saurer entwickelt und ist nun noch durch die in der ersten « AR »-Salonnummer erwähnte zusätzliche hydraulische Kupplung verbessert worden. Das CHEVROLET , , i. Auf dem stark beschickten Stand werden typische Ausführungsbeispiele aus der umfange reichen Typenreihe gezeigt. Die von der General Motors in die Schweiz importierten Chevrolet-Lastwagen sind in der Nutzlastkategorie bis 500 kg mit Werkkarosserien versehen, die mittlern und halbschweren Einheiten zwischen 1,5. und 4 Tonnen Nutzlast werden dagegen nur als Fahrgestelle mit Kabinen eingeführt und nach Wunsch der Käufer in der Schweiz karossiert Lieferwagen und leichte Lastwagen sind mit dem 18-PS-Thriftmaster-Motor (91 Brems-PS) ausgerüstet. Die schweren Modelle über 3,5 Tonnen Nutzlast können wahlweise mit dem 20-PS- Loadmaster-Motor (94 Brems-PS) oder aber mit dem Vierzylinder-Hercules-Vork-.mmer-Diesel vom Typ DOOD geliefert werden. Den Chevrolet- Benzinmotoren, die alle — ähnlich dem Personenwagenmotor — hängende Ventile besitzen, ist eine sehr flache Drehmomentkurve eigen. Bei den Loadmaster-;Typen wird auf Wunsch eine Hinterachse mit zwei Untersetzungen, von denen eine als Schongang dient, versehen. •; DIAMOND i Die Diamond T Motor Car Company in Chicago befasst sich schon seit dem Jahre 1911 mit dem Bau von Lastwagen aller Nutzlastkategorien und, ist führend in der Entwicklung von einfach konstruierten, aber mit bemerkenswerten Details ausgestatteten Lastwagen-Benzinmotoren. Auf dem schweizerischen Markte sind nur einige -Typen aus dem sehr umfangreichen Fabrikationsprogramm erhältlich. Diese Fahrzeuge, welche als Chassis mit oder ohne Führerkabine in die Schweiz kommen, werden vom Importeur entsprechend den Kundenwünschen, mit verschiedenen Radstand- und Chassisdirrtensi,onen geliefert. Das ausgestellte Chassis, Modell 306,. ist ein gutes Beispiel für ein normales amerikanisches Fahrgestell, das durch viele, nicht sehr auffällige technische Details grosse Dauerhaftigkeit verbürgt. Das Chassis trägt, je nach Karosseriegewicht eine Nutzlast von zirka 2,8 Tonnen. Das grössere Objekt ist mit einem Hercules-Dieselmotor ausgerüstet, der in der Schweiz gegen Mehrpreis in allen grössern Diamond-Chassis eingesetzt werden kann. Der ausgestellte 4iTonneh-Dreiseitenkipper> System Wirz, entspricht dem Modell 404 H, mit einer Hinterachse mit zwei Untersetzungen, die über einen Vorwählhebel geschaltet werden. DODGE Diese« heute dem Chrysler-Konzern angehörende Marke ist am Salon durch das kleinste und das grösste in der Schweiz erhältliche Modell «vertreten. Alle Dodge-Lastwagen fällen äusserlich durch die vom Personenwagenbau beeinflusste Gestaltung der Vorderpartie und die sehr zweckmässig und komfortabel ausgestatteten Führerkabinen — mit dem praktischen Eckfenster nach hinten — auf. Im übrigen sind die Dodge-Lastwagen nach üblichen, auf der Verwendung von ausgesucht hochwertigem Material basierenden Prinzipien gebaut. Die Fahrzeuge werden als Chassis mit Motorhaube und Windschutzscheibe oder mit Originalkabine importiert. Das ausgestellte Modell B-l-D hat einen 19-PS-Sechszylinder-Benzinmotor mit seitlichen Ventilen, der 112 PS leistet. Doppeltbereift beträgt die Nutzlast dieses mit schweizerischer Ladebrücke karossierten Fahrzeuges 1,3 Tonnen. Das grosse, als Dreiseitenkipper karossierte Modell B-l-J gehört mit seiner Nutzlast von etwa Vierganggetriebe mit Zwangssynchronisierung wird hydraulisch mit elektrischer Fernsteuerung betätigt. Aussergewöhnlich ist auch die Verwendung von je einem Ritzelantrieb pro Hinterrad. Die Karosserie dieses Omnibusses wurde nach Entwurf der Firma Hess in den Werkstätten der Genfer Trambahnverwaltung hergestellt. Die Zahl der Sitzplätze ist zugunsten des Stehplatzraumes stark vermindert, damit der Wagen bei Stossverkehr bis zur Grenze der Tragfähigkeit ausgenützt werden kann. Ein Ausführungsbeispiel einer Saurer-Fabrikkarosserie —• speziell für voluminöse Transportgüter geschaffen — wird auf dem Chassis L 4 C demonstriert Die Bodenflache dieses Kastenwagens beträgt 12,3 m 2 . Das Chassis ist-mit-dem CT-l-D- Sechszylinder-Dieselmotor mit 40,6 Steuer- und 100 Brems-PS versehen. Das Achtganggetriebe setzt sich aus-einem ;synchronisierten Vierganggetriebe und einem davor eingebauten Schnellgang zusammen, der mit -Hilfe von zwei verschiedenen Kupplungen selbst unter schwierigen Betriebsverhältnissen ohne besondere Kunstgriffe rasch und sicher ein- oder ausgeschaltet werden kann. Ein Diesellastwagen vom Typ N2C, für 4—4,5 Tonnen Nutzlast zeigt,die normale Ausführung des bewährten,' mitteischwereii Lastwagens für kleine bis mittlere Transportyolumen. Der 4-Zylinder-Dieselmotor mit 27,1 Steuer-PS entwickelt 65 PS bei 1800 T/min. Dieses Modell ist mit einem Fünfganggetriebe, mit yier'geräuschlosen und drei synchronisierten Gärigen versehen. Sehr instruktiv ist das schwere Kipper T Chassis mit dem 8-Zylinder-V-Motor, der bei 54,2 Steuer-PS 140 PS leistet und damit eines der grössten Triebwerke darstellt, die am Salon zu sehen sind. Die übrigen Bauteile entsprechen dem normalen S4C-Modell, das mit Radständen von 4,5 und 5 m für ein maximales Gesamtgewicht von 13 Tonnen berechnet ist, ftattlMi Die Vevey-Traktoren/verraten in vielen mechanischen Details ihre Abstammung aus einer im allgemeinen Maschinenbau führenden Firma. Am Salon sind die beiden Varianten des Modells 560, als Strassenschlepper mit Führerkabine und als Landwirtschaftstraktor, ausgestellt Beide Modelle sind, unter Verwendung vieler gemeinsamer Bauteile, verschiedenartigen Verwendungszwecken angepasst. Sie werden in zwei Modellen, mit kurzem oder längerem Radstand, geliefert Als Motor wird bei beiden Modellen der amerikanische Buda - Sechszylinder - Diesel verwendet, der mit relativ niedriger Verdichtung arbeitet und 52 PS leistet Besondere Aufmerksamkeit wurde den Filteranlagen für Luft, Treibstoff und Schmieröl gewidmet Die Getriebe weisen fünf Vorwärtsgänge auf, denen beim Landwirtschaftstraktor eine durch Regler begrenzte Höchstgeschwindigkeit zwischen 2,8 km/h im ersten Gang und 20 km/h im 5. Gang entspricht. Der Strassenschlepper erreicht eine Maximalgeschwindigkeit • von 30 km/h. Eine Zapfwelle ist sowohl seitlich wie in der Längsachse vorhanden. Besondere Beachtung verdienen der Lenkmechanismus und die sehr einfache und kräftige Ausführung der Vorderachse. Zur Verkleinerung des Lenkeinschlages lassen sich die Hinterräder einzeln abbremsen. Beide Modelle können auf Wunsch mit verschiedenen Zusatzgeräten geliefert werden^ so beispielsweise einer kompletten Seilwinde, Zusatzgewichten und einer grossen Auswahl "an landwirtschaftlichen Geräten eigener Konstruktion. AMERIKANISCHE NUTZFAHRZEUGE 4,5 Tonnet 2dd,eri--schweren, Lastwagen. Seine technischen Daten lauten: 21 Steuer-PS, Sechszylinder-Benzinmotor, 115 PS, Fünf ganggetriebe, Räästarid 386 cm, Breite 221 cm, höchstzulässiges Gesamtgewicht bei Bereifung 7.50—20, ca. 7500 kg. FAROO Die in der Schweiz erhältlichen Fargo-Lastwagen sind urn ein neues, interessantes und am Salon ausgestelltes Modell, den « Route Van », bereichert worden. Es handelt sich um einen Kastenwagen, ohne Motorhaube, von 1,8 Tonnen Nutzlast, mit einer hintern und zwei seitlichen Falltüren, die guten Zugang zum Laderaum und Führerstand ermöglichen. Das Fahrzeug ist speziell für den Haus-zu-Haüs-Dienst entworfen und der Fahrer kann den Wagen auch stehend lenken. Daneben sind die im Detail verbesserten Lastwagen von 1,5 bis 3,5 Tonnen Nutzlast in verschiedenen Varianten ausgestellt, so als Hochsitzer, mit doppelter Hinterachsuntersetzung oder mit Dieselmotor. Grosser Laderaum, gute Fahrsicht und zweckgemässe Anordnung der Bedienungsorgane wurden vom Konstrukteur offenbar in den Vordergrund geschoben. Immerhin stellt beispielsweise die Kraftübertragung mit dem Flüssigkeitsgetriebe und achsloser Hinterradaufhähgung eine interessante Neuheit dar. FEDERAL Im laufenden Jahr ist der Federal-Lastwagen in drei Hauptmodellen, 16 M, 18 M, und n *> M, mit je drei verschiedenen Radständen * der Schweiz erhältlich. Die Erzeugnisse dieser grossen und altrenommierten Fabrik, die in Amerika Lastwagen bis zu 13 Tonnen auf den Markt bringt, weisen an Motor und Chassis beachtenswerte Details auf, so beispielsweise eine mechanische Ventilation des Kurbelgehäuses, Luftfilter am Oeleinfüllstutzen, kaltgenietete Chassisverstrebungen und Hinterachsen mit Schnellgangvorgelege. Am Salon wird das kleinste von Federal hergestellte Chassis, der Typ 16 M mit 424 cm Radstand, 3,5 Tonnen Nutzlast und einer in der Schweiz hergestellten Kabine und der Wirz-Dreiseiten-Kipperbrücke gezeigt. Die Fahrzeuge können wahlweise entweder mit einem Sechszylinder-Benzin- oder Vorkammer-Dieselmotor Hercules JXCF, bzw. DJXCF geliefert werden. Beim ausgestellten M" 16 ist ein Benzinmotor mit 20 Steuer -PS und einer Dauerleistimg von 62 PS eingebaut. FORD Ford zeigt am Salon, mit Ausnahme eines Modells, die komplette Reihe der für 1949 aufgelegten «Bonus-Built»-Serie. Die leichtern Typen tragen die Bezeichnung Fl, F2, F3 und F4; ihre Gesamttragfähigkeit steigert sich vom kleinen einfachbereiften 0,6-Tonnen-Lieferwagenchassis von Modell zu Modell um ca. 500 kg. Die Typen F5 und F6 gehören mit ihrer approximativen Nutzlast von 4, bzw. 4,5 Tonnen und dem zulässigen Gesamtgewicht von 6575 und 7257 kg zu den schweren Einheiten. Der grösste, in der Schweiz auf Grund seiner Abmessungen noch zulässige Fort-Lastwagen F7, ist wegen seines neu entwickelten 145-PS-V-8- Motors und des 5-Ganggetriebes (5. Gang als Schnellgang) als Neuerscheinung sehr beachtlich. Alle andern Modelle können wahlweise mit einem 95-PS-Sechszylinder-Reihenmotor oder dem 100-PS-V-8 geliefert werden. F4, F5 und F6 sind in der Schweiz mit Vierzylinder-Hercu- les-Dieselmotoren von 79 PS erhältlich. Die neuen Modelle weisen viele Konstruktionsänderungen und Verbesserungen, insbesondere an Lenkung, Bremsen, Getriebe auf. Interessant ist die Lagerung der Kabine auf einem isolierten Hilfsrahmen. Die Ford-Lastwagen werden als Chassis mit normaler oder Hochsitzerkabine importiert Weitere interessante Objekte auf diesem Stand sind die beiden Lieferwagen Fordson- Prefect (500 kg Nutzlast) und Fordson-Anglia (250 kg), die nun mit dem gleichen 6-PS-Vierzylindermotor ausgerüstet sind. Die beiden Fordson-Landwirtschaftstraktoren begegnen wegen der äusserst einfachen und robusten Bauart und dem zweckmässigen Zubehör grossem Interesse. INTERNATIONAL Die ausgestellten Objekte vermitteln ein gutes Bild vom umfangreichen Typenprogramm dieser Firma, die auf allen Gebieten des Nutzfahrzeugbaues zu Hause ist Der 1-Tonnen- Kastenwagen KB-2 fällt durch die ästhetisch einwandfreie Vorderpartie seiner Karosserie auf. Die übrigen als Chassis importierten Typen sind wenig verändert Die Modelle KB 5, KB 6 und KB 7 sind für eine Nutzlast von etwa 3K. 4>» und 5 Tonnen reichlich dimensioniert, und werden mit verschiedenen Radständen und Pneudimensionen geliefert Die Modelle von KB-5 an aufwärts werden, wie die ausgestellten Chassis zeigen, mit Sechszylinder-Wirbelkammer-Dieselmotoren von 74 bis 100 PS ausgerüstet Der grosse KB-7 von 5 Tonnen Nutzlast besitzt eine doppelte Hinterachsuntersetzung mit Flanetengetriebe und Vorwählschaltung. Als wichtige Neuerscheinung ist bei International ein Indüstrietraktor mit Vierzylinder-Vorkammer-Dieselmotor zu verzeichnen. Der ausgestellte Raupentraktor — übrigens das kleinste Modell solcher von International gebauten Typen — erscheint als ein sehr robustes und bewegliches Zugfahrzeug für Wald- und Feldarbeiten. NASH Dieses Jahr wird erstmals der vom schweizerischen Generalvertreter in Einzelteilen importierte, montierte und mit schweizerischer Karosserie (Kabine und Brücke) versehene 4- Tonnen-Lastwagen gezeigt Der Anteil an Inlandarbeit ist verhältnismässig hoch, rechtfertigt sich aber in preislicher Hinsicht, da dieses dauerhafte und sehr fortschrittlich konstruierte Chassis ein gutes Fundament bildet für eine Brücke nach Mass, eine nach Wunsch ausgestattete Kabine oder eine Kippvorrichtung. Das Chassis folgt der konventionellen amerikanischen Bauart Als Motor dient der vom Nash- Ambassador »-Personenwagen her bekannte obengesteuerte Sechszylinder mit 19,6 Steuerund 113 Brems-PS. Auf Wunsch wird eine doppelte Hinterachsuntersetzung mit Vorwählschaltung sowie eine Unterdruck-Bremshilfe eingebaut Die Hinterachse besitzt Zusatzfedern, die besonders beim schweren Kipperbetrieb eine weitgehende Sicherheit bedeuten. Recht günstig für schweizerische Verhältnisse ist auch der Lenkradius von nur 7,8 m. STUDEBAKER Studebaker hat seit Kriegsende seine Produktionskapazität an Nutzfahrzeugen stark erweitert. Das Bauprogramm basiert auf 5 Grundmodellen, von denen die grössern Typen wieder in drei bis vier verschiedenen Radständen lieferbar sind. In der Nutzlastkategorie von 700 bis 2700 kg wird der 14-Steuer-PS-Sechszylindermotor mit 80 Brems-PS und in den schweren Typen ein grösserer Sechszylinder mit 19 Steuerund 94 Brems-PS verwendet. Alle Studebaker Lastwagen sind in ihrer Vorderpartie in Anlehnung an die herrschende Geschmacksrichtung mit breitausladenden Motorhauben und dreiplätzigen Kabinen karossiert Die Ausstattung dieser Kabinen ist schlechthin vorbildlich, Heizung, Lüftung, Radioeinbaumöglichkeit, grosse Fensterflächen, ausgezeichnete Polsterung, bei kleinern Modellen Lenkradschaltung, kurz alles ist vorhanden, was als Fahrkomfort auf langen Strecken benötigt wird. Am Salon ist eine Spezialausführung für Haus-zu-Haus-Dienst auf einem 2-R-15-Chassis mit hintern Zwillingsreifen und 2.5 Tonnen Nutzlast ausgestellt. Ferner wird das Chassis für einen leichten und schnellen Lieferwagen von 1,2 Tonnen Nutzlast gezeigt An den kleinern Modellen aller Studebaker-Lastwagen werden möglichst viele typische Personenwagenbauteile (Stossdämpfer, Lenkung, Bremsen) verwendet, TWIN COACH • Diese Firma befasst sich ausschliesslich mit dem Bau von Autobussen für Stadt und Ueberlandverkehr, und hat ihre Fahrzeuge auf eine hohe Stufe der Entwicklung gebracht. Die Twin- Coach-Omnibusse sind erstmals am Salon vertreten, sie werden aber seit einigen Monaten durch die Verkehrsbetriebe der Stadt Luzern verwendet Die Konstruktion ist durch einige bemerkenswerte Merkmale, die sehr in die Zukunft weisen, gekennzeichnet. Der Motor ist seitlich im Rahmen montiert und treibt über einen vollautomatischen hydraulischen Drehmomentwandler die Hinterräder an. Es werden bei allen Modellen starke Benzin- oder Dieseimotorpji mit liegenden Zylindern und weit über 100-PS- Leistung eingebaut. Die Karosserie ist selbsttragend und besteht aus einem mit Leichtmetallplatten verkleideten Fachwerk. Vorne und hinten sind Gummitorsionsfedern angebracht. Sehr zu beachten sind die komfortable Einrichtung des Passagierraumes und die ausgezeichneten Sichtverhältnisse vom Führersitz aus. WILLYS-OVERLAND Die Produkte von Willys-Overland nehmen unter den leichten Nutzfahrzeugen eine Sonderstellung ein, da sie in jeder Bauform durch ihre Abstammung vom Universal-Jeep gekennzeichnet sind. Zur Zeit sind folgende Ausführüngsarten bekannt: Der Universal-Jeep als ausgesprochenes Mehrzwedkfahrzeug mit einer Nutzlast von ca. 500 kg, ferner zwei Lastwagenchassis mit 900 kg Nutzlast, von denen das Modell 4 WD mit ausschaltbarem Vierradantrieb und der am Salon gezeigte 2 WD mit Hinterradantrieb versehen ist und schliesslich den ebenfalls ausgestellten «Panel-Delivery • als Schnellieferwagen mit serienmässiger Ganzstahl- Kastenwagenkarosserie. Die gezeigten Modelle sind mit dem normalen Vierzylinder-Jeep-Motor ausgerüstet, der bei 4000 T/min dauernd 63 FS leistet und den wendigen Fahrzeugen eine gute Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit verleiht. Die Wagen besitzen serienmässig einen Schnellgang.

Nr. 13 - MONTAG, 21. MÄRZ 1949 AUTOMOBIL REVUE AUSTIN Diese Firma beliefert seit Kriegsende in zunehmendem Masse den schweizerischen Markt auch mit Nutzfahrzeugen. Die Fahrgestelle der kleinern Modelle von 550 bis 800 kg Nutzlast weisen die gleichen technischen Merkmale auf wie der A-40-Personenwagen; sie besitzen einen 6-PS-Vierzylindermotor mit hängenden Ventilen und einer Leistung von 40 PS, ferner ein Vierganggetriebe mit drei synchronisierten Gängen und eine dem Nutzfahrzeugbetrieb angepasste Hinterachsuntersetzung. Ausgestellt werden der normale Kastenwagen mit einer Ladefläche von 156X185 cm, eine Ausführung als « Pick-up » mit offenem, tiefliegendem Ladebehälter und ein in der Schweiz karossierter Brückenwagen. Sehr gefällig und praktisch ist die Karosserie des Kombinationsfahrzeuges « Countryman» mit fünfplätzigem Station-Wagon-Aufbau. Die 2—3- Tonnen-Lastwagen sind mit einem 20-PS-Sechszylinder-Benzinmotor ausgerüstet. Dank der vorgerückten Kabine steht eine karossable Länge von 3,06 m bei einem Radstand von nur 3,4 m für den Brückenaufbau zur Verfügung. Ein Novum am Salon ist das mit einem 70-PS-Vierzylinder-Perkins-Vorkammer-Dieselmotor ausgerüstete 5-Tonnen-Chassis. BEDFORD Diese durch die General Motors in die Schweiz importierte Marke ist durch einen Lieferwagen mit Fabrikkarosserie und einen Kipper nach System Wirz vertreten. Der kleine Kastenwagen ist in seiner Konstruktion stark an die Personenwagenbauweise angelehnt und hat Fahreigenschaften, die sehr zur Schonung des Transportgutes beitragen. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang die Vorderradfederung mit Torsionsstäben. Das Fahrzeug ist mit einem obengesteuerten Vierzylindermotor von 7,34 Steuer-PS ausgerüstet und leistet 35 PS. Bei einem Gesamtgewicht von 938 kg befördert der geräumig und zweckmässig karcssierte Wagen eine Nutzlast von 600 kg. In der 5-Tonnen- Klasse ist Bedford durch den Typ OLB vertreten, der mit einer Kipperbrücke nach System Wirz verseilen ist. Als Kraftquelle dient ein obengesteuerter Sechszylindermotor von 18 Steuer- und 73 Brems-PS. Das Chassis ist hinten mit Zusatzfedern ausgerüstet und speziell für schweren Kipperbetrieb berechnet. Im übrigen entspricht die Konstruktion der konventionellen Form; ihre Vorteile liegen in der sorgfältigen Detailbehandlung. COMMER Auf dem "Nutzfahrzeugstand von Rootes sind besonders schöne Beispiele des englischen Fahrzeugbaues zu sehen. Im Vordergrund steht das 5,6-Tonnen-Chassis mit Frontlenkung und schräg eingebautem Unterflurmotor. Die Antriebslängsachse ist leicht nach rechts verschoben und ergibt eine grosse Bodenfreiheit unter der Hinterachse. An einem Schnittmodell werden die technischen Einzelheiten des Sechszylinder-Benzinmotors mit geneigtem Zylinderblock und hängenden Ventilen gezeigt Der Motor entwickelt bei einem Zylinderinhalt von 4,7 Liter eine Leistung von 110 PS. Besondere Sorgfalt wurde der Schmierung und Kühlung sowie der leichten Zugänglichkeit aller Organe gewidmet. Das Chassis weist einen Radstand von 358 cm und eine karossable Länge von 4,5 m auf. Einen besondern Anziehungspunkt bildet zweifellos der mächtige Reisewagen mit 32 individuellen Polstersitzen und äusserst luxuriös ausgestattetem Innenraum. Daneben wird auch der aus dem Hillman « Minx » entwickelte Kastenwagen gezeigt, einer der schönsten serienmässig hergestellten Schnellieferungswagen, mit einer Nutzlast von 400 kg. FERGUSON Der Ferguson-Traktor — nach dem Konstrukteur so benannt und von der bekannten Standard Motor Company Coventry gebaut — ist berufen, dank seiner sinnreichen Hilfsgeräte die landwirtschaftliche Produktion durch neue Arbeitsmethoden zu intensivieren. Die Längsachse des Motor- und Getriebeblocks ist stark nach rechts versetzt, damit die Arbeitsgeräte innerhalb der Spurweite der Hinterräder angebracht werden können. Sehr zu beachten ist die hydraulische Hebevorrichtung für die Pflugschar und die Ausnutzung des Zugwiderstandes zur proportionalen Vergrösserung der Bodenhaftung. Die Ferguson- Traktoren werden mit dem vom Standard-Personenwagen her bekannten Vierzylindermotor und einem Viergang-Getriebe ausgerüstet. Am hintern Ende des Traktors kann eine kleine Ladebrücke befestigt werden, oder an der Zapfwelle eine Riemenscheibe angebracht werden. LAND-ROVER Die Kategorie der leichten, geländegängigen Universalfahrzeuge, die besonders in Landwirtschaft und Industrie grossen Anklang gefunden haben, hat im Land-Rover eine beachtenswerte Bereicherung erfahren. Das erstmals in Genf ausgestellte Fahrzeug besitzt einen kräftigen und verwindungssteifen Kastenrahmen mit Starrachsen und Halbelliptikfedern und Teleskopstossdämpfer. Die Kraftübertragung erfolgt über eine grosse Einscheibenkupplung, ein synchronisiertes Viergang-Getriebe auf die Vorder- und Hinterräder. Der Kraftfluss zum Vorderradantrieb enthält einen Freilauf. Auffallend kräftig ist die bis zum hintern Chassisende geführte Zapfwelle, an deren Ende eine Riemenscheibe montiert ist. Der Betrieb solcher Fahrzeuge stellt hohe Ansprüche an die Dauerleistung der Motoren. Bei Rover ist der Vierzylinder mit hängenden Auspuff- und stehenden Ansaugventilen vorgesehen, der 50 PS leistet und durch gute Zugkraft auch im untern Drehzahlbereich gekennzeichnet ist. Vergaser, Luftfilter, Zündverteiler und Oeleinfüllstutzen sind so angeordnet, dass auch die Watfreiheit den übrigen Geländeeigenschaften entspricht. Die Abmessungen betragen: Radstand 203 cm, Spurweite 127 cm, Bodenfreiheit 22 cm, Spurkreisdurchmesser 11 m. Ausser dem Chassis ist auch ein als Brückenwagen karossiertes Fahrzeug mit Verdeck und Seitenverglasung ausgestellt. ENGLISCHE NÜTZFAHRZEUGE MORRIS-COMMERCIAL Die Erzeugnisse des Nuffield-Konzerns sind in der leichten Lastwagenkategorie in mannigfaltiger Aufmachung am Salon vertreten. Darunter befindet sich ein erstmals in die Schweiz importierter 0,5-Tonnen-Frontlenkerkastenwagen mit grosser hinterer Doppeltüre und zwei seitlichen Schiebetüren, die am Führersitz vorbei den Zugang zum Laderaum ermöglichen. Das Chassis mit Starrachsen und Teleskopstossdämpfern ist normal gebaut, der Motor befindet sich £a der Führerkabine in einem sehr kleinen Gehäuse und weist eine gute Zugänglichkeit auf. Das Chassis entspricht der modernen Standardbauweise mit unabhängig gefederten Vorderrädern. Für Käufer, die sich mit der Vorderpartie der Frontlenkerwagen nicht befreunden können, steht ein normaler Lieferwagen mit Personenwagenkabine zur Verfügung, der bei kleiner Kabine die gleiche Nutzlast aulweist. Ferner Der Land-Rover als gelängegangiger 7plätziger Personenwagen. CITROEN Als Neuerscheinung wird das Modell c Traction Avant», eines der modernsten Nutzfahrzeuge der Klassen 850 und 1200 kg, gezeigt. Aeusserlich fällt dieser Kastenwagen durch seine durchaus auf Zweckmässigkeit eingestellte Ka- Der Reifen für schwerste Beanspruchung Besonders geeignet im Strassenbau und für Aushubarbeiten wird ein 1,5-Tonnen-Lastwagen mit normaler Kabine und Ladebrücke gezeigt, der durch seine einfache, leichte Konstruktion auffällt und mit einem obengesteuerten Vierzylinder-Motor mit 42 Brems-PS und Viergang-Getriebe ausgerüstet ist. Das 5-Tonnen-Chassis ist wegen der ungewöhnlichen Art der Dreieckverstrebung, insbesondere aber wegen des in der Schweiz eingebauten 70-PS-Sechszylinder-Dieselmotors Oerlikon-Villinger beachtenswert. SEDDON Die Produkte dieser Firma imponieren durch die ungemein starke Ausführung ihrer Chassisrahmen, Federn und Hinterachsen und auf der andern Seite durch die sorgfältige Konstruktion aller Details wie Lenkung, Bremsen, Kreuzgelenke. Sie gehören alle in die Nutzlastkategorie über 5 Tonnen; bei den ausgestellten Typen handelt es sich um die leichtern Einheiten, die von dieser Firma hergestellt werden. Die Marke ist mit zwei Modellen, einem schweren Lastwagenchassis mit schweizerischer Karosserie und einem doppeltgekröpften Niederrahmenfahrgestell für Autobusse vertreten. Das Lastwagenchassis weist folgende Abmessungen auf: Radstand 411 cm, karossable Länge hinter der Kabine 487 cm, Wendekreisdurchmesser 17 m. Das Autobusfahrgestell hat einen um 50 cm längern Radstand, und die Aufbaulänge beträgt 6 m bei einem hintern Ueberhang von ca. 2 m. Beide Fahrgestelle sind mit einem 24-Steuer-PS-Sechszylinder-Perkins-Dieselmotor von 70 PS und einem Vierganggetriebe ausgerüstet. Auf Wunsch ist eine Hinterachse mit zwei Uebersetzungen lieferbar. STANDARD Der in der Schweiz gut eingeführte Standard Vanguard ist nun auch unter den Nutzfahrzeugen vertreten. Am Salon wird er in zwei Ausführungsformen, nämlich als Kastenwagen mit hinterer Türe und als c Pick-up» mit offenem Ladebehälter und Kabine gezeigt Vorderfront und Kabine sind unverändert vom Personenwagen übernommen und bieten deshalb den gleichen Fahrkomfort wie dieser. Der starke Vierzylindermotor von 68 PS und die durch die gute Chassiskonstruktion verbürgten hohen Fahrleistungen kommen dem als Schnellieferungswagen bestimmten Fahrzeug sehr zustatten. FRANZOSISCHE NUTZFAHRZEUGE rosserie mit Wellblech-Seitenwänden, Hochsitzerkabine und eine weit vorspringende eckige Motorhaube auf. Das ganze Antriebsaggregat, bestehend aus 10-PS-Vierzylindermptor, Dreiganggetriebe und Vorderradantrieb, ist vor der Vorderachse konzentriert, dafür bleibt der übrige Teil gänzlich als Nutzraum mit tiefem, flachem Boden zur Verfügung. Links ist eine seitliche Schiebetüre angebracht. Der obere Teil der hintern, sehr breiten Türe lässt sich als Vordach nach oben klappen und die Seitenwände sind teilweise mit Rollblachen versehen. Die Gesamtlänge des Fahrzeuges beträgt 4,26 m und die Breite 2 Meter. In unveränderter Form wird daneben auch das Modell T 23 ausgestellt Es handelt sich dabei um einen genügsamen 2-Tonnen- Lastwagen üblicher Bauart, ausgerüstet mit dem, vom Personenwagen her bekannten 4-Zylinder- 10-PS-Motor und einem Vierganggetriebe. CHAUSSON Diese, in der Schweiz wenig bekannte, in Frankreich jedoch zu den grösseren Spezialfirmen der Autobusherstellung gehörende Firma stellt dieses Jahr erstmals einen 45plätzigen Omnibus mit Frontlenkung aus. Dieses Fahrzeug ist wegen seiner selbsttragenden Karosserie, die auf einem Stahlgerippe aufgebaut ist, bemerkenswert Die Innenausstattung ist sehr einfach und zweckmässig. Zu erwähnen sind speziell die grossen Fensterflächen und die Verglasung der Dachkante. Das Chassis verfügt über einen 85-PS-Dieselmotor. Die Hinterräder sind einfach bereift, aus Sicherheitsgründen aber mit einer FABRIK FÜR FIRESTONE- PRODUKTE A.G., PRATTELN Anlage zur Ueberwachung des Pneudruckes auch während der Fahrt versehen. Das zulässige Gesamtgewicht beträgt 12 Tonnen. CHENARD & WALCKER Die Vorteile des Frontantriebes bei Kastenlieferungswagen treten beim ausgestellten Modell sehr deutlich in Erscheinung. Der 1,5-Tonnen- Lastwagen weist einen sehr grossen Nutzraum mit tiefgelegtem, flachem Boden und grosser Ladehöhe auf. Das Fahrzeug wird auch mit einer zwölfplätzigen Omnibuskarosserie gezeigt. Der ganze maschinelle Teil befindet sich in der Führerkabine, die ohne Separation gegen den Laderaum gänzlich vor der Vorderachse liegt Bei einer Spurweite von 151 cm und einem Radstand von nur 230 cm konnte eine Laderaumfläche von 3 m Länge und 1,6 m Breite gewonnen werden. Die Karosserie ist selbsttragend und die Vorder- und Hinterräder sind einzeln mit Torsionsstäben abgefedert. Im Gegensatz zum früher verwendeten Zweitaktmotor wird der Peugeot-202-Vierzylindermotor von 26 PS eingebaut. BERLIET Diese Firma befasst sich mit den Schwergewichten unter den Lastwagen. Das ausgestellte Frontlenker-Autobuschassis vom Typ PCK ist mit einem 120-PS-Sechszylinder-Dieselmotor mit einem Ricardo-Zylinderkopf — dessen innerer Aufbau an einem Schnittmodell gezeigt wird — ausgerüstet. Das Chassis fällt durch seine grosse Spurweite und den langen hintern Ueberhang, der für die Aufnahme einer sehr geräumigen Autobuskarosserie notwendig ist, besonders auf. Der Radstand beträgt 500 cm und die karossable Länge 7,2 m. Die approximative Nutzlast dürfte über 5 Tonnen liegen. An ausserordentlichen Merkmalen sind die Bremsanlage mit den Luftdruckzylindern an den Rädern und die Spindellenkung mit Kugelkreislauf — ebenfalls an Schnittmodellen erläutert — sowie die Konstruktion der Hinterachse zu erwähnen. Ferner wird ein von Berliet nach Lizenz Ricardo gebauter stationärer Dieselmotor von 10 Liter Zylinderinhalt gezeigt LATIL Diese Firma gilt seit Jahrzehnten als Spezialist auf dem Gebiete des Traktorenbaues. Die technische Grundkonzeption dieser geländegängigen Modelle ist unverändert geblieben und durch folgende Merkmale gekennzeichnet: Vierradantrieb und Allradlenkung, sehr grosse Bodenfreiheit durch Verwendung des Ritzelantriebes an. jedem Rad, schmale Spur und geringer Radstand. Vierradantrieb und Hinterradlenkung sind ausschaltbar. Als Kraftquelle dient ein Gardner-Vierzylinder-Dieselmotor mit direkter Einspritzung und einer Leistung von 75 PS. Dem vielseitigen Verwendungszweck entsprechend, wurden ein Vierganggetriebe und ein zusätzliches Reduktionsgetriebe vorgesehen. Die 8 Fahrstufen ergeben Untersetzungsverhältnisse, die zwischen 8,6 :1 und 88,8 :1 liegen und dem Fahrzeug eine ausserordentliche Anfahrzugkraft und eine Höchstgeschwindigkeit von 40 km/Std. verleihen. Das ausgestellte Modell ist mit einer kompletten Seilwinde versehen, und der hochaufgerichtete Doppelsporn dient zur Verankerung des Fahrzeuges bei Verwendung dieser Winde. Daneben wird von Latil auch ein Lastwagenchassis von 5 Tonnen Nutzlast ausgestellt, das mit dem obenbeschriebenen Motor und einem Fünfganggetriebe sowie Frontlenkung ausgerüstet ist. PEUGEOT Als Neuerscheinung am Salon wird hier der Frontlenker-Lastwagen Q 3 A vorgestellt, dessen Nutzlast, je nach Bereifung, 1,2 bis 1,4 Tonnen beträgt. Das Chassis weist vorne Einzelradfederung sowie vordere und hintere Stossdämpfer auf. Die Kardanwelle verläuft, wie üblich bei Peugeot, in einem Schubrohr, und die Hinterachse wird über ein Schneckengetriebe angetrieben. Als Motor dient der Typ 203, ein Vierzylinder mit hängenden Ventilen und einer Leistung als Lastwagenmotor von 36 PS. Der in der Schweiz sehr verbreitete kleinere Typ 202 UH ist besonders wegen seinem günstigen Verhältnis zwischen Eigengewicht und Nutzlast von 800 kg beachtenswert Im übrigen handelt es sich hier um eine bewährte, einfache Konstruktion, die entweder in Originalkarosserie oder in verschiedenen Ausführungsarten mit der etwas schwereren und geräumigeren schweizerischen Karosserie auf den Markt kommt. RENAULT Die ausgestellten Fahrzeuge gehören alle zu den leichteren Modellen, die von Renault für alle möglichen Transportaufgaben hergestellt werden. Das kleinste Modell entspricht dem 4-PS-Personenwagen mit Heckmotor. Der Nutzraum ist bei diesem Fahrzeug durch beide hintern Seitentüren, die ohne Fenster ausgeführt sind, zugänglich. Die Nutzlast beträgt 200 kg. Der frühere Renault Juvaquatre wird jetzt als Nutzfahrzeug hergestellt und als normaler Kastenwagen von 300 kg Nutzlast oder als Stationwagen mit fünf demontierbaren Sitzplätzen karossiert. Unter den Wagen mit 1 Tonne Nutzlast fällt der kleine Frontlenker-Autobus auf, dessen Passagierraum 13 Plätze auf zwei Längssitzreihen bietet Dieses Modell, das auch als Kastenwagen gezeigt wird, besitzt einen 12-PS- Vierzylindermotor von 46 Brems-PS und ein Dreiganggetriebe. Die Fahrgestelle für 2,5 Tonnen Nutzlast sind durchwegs mit Frontlenkerkabinen versehen und ermöglichen daher bei kurzem Radstand von 244 cm den Aufbau verschiedener Spezialkarosserien für sperrige Güter, wie dies am Salon durch einen Möbelwagen und einen mit grosser Plattform versehenen Milchtransportwagen gezeigt wird. VETRA Diese franzosische Spezialfirma für Elektrofahrzeuge stellt einen ihrer neuesten Trolleybusse aus, die in Frankreich sehr verbreitet sind, und auch in der Schweiz, in Fribourg, zirkulieren, Der ausgestellte, wohlproportionierte Grossraumwagen bietet 23 Sitzplätze und kann bei Stossverkehr insgesamt 100 Personen aufnehmen. Sein Eigengewicht beträgt 9,5 Tonnen und der 600-Volt-Compoundmotor entwickelt 130 PS und verleiht dem Fahrzeug eine Höchstgeschwindigkeit von 60 km/Std. Bemerkenswert ist der Aufbau der Karosserie auf einem elektrisch geschweissten Stahlgerippe. Seine Abmessungen sind: Länge 10 m, Breite 2,5 m, Höhe des Innenraumes 2,1 m.