Aufrufe
vor 1 Woche

s'Magazin usm Ländle, 15. April 2018

GESELLSCHAFT Die

GESELLSCHAFT Die nächste Claudia Arthur-Flatz UNO-Diplomatin •••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••• „Das Leben ist leichter mit einer gewissen Gelassenheit“,erklärt meine Interviewpartnerin Claudia Arthur-Flatz.Diese Einstellung braucht sie auch für ihreanspruchsvolle Aufgabe als Senior External Relations Officer bei der UNO und damit als Bindeglied zwischen multilateralen Botschaftern und den Vereinten Nationen. Bereiche wie Terrorismusbekämpfung,Drogenschmuggel, Kriminalität inklusive Menschenhandel sind Claudias „dailybusiness“. Aufgewachsen ist die heute 48-Jährige in Lochau. Nach der MaturaamGallusstift entschied sie sich für das exotische Studium der Ethnologie und Skandinavistik und wollte eigentlich Arktis-Forscherin werden. Aber ein Job im Europäischen Parlament lenkte die sechssprachige Frau in eine ganz andere Richtung: Zuerst ins Außenministerium, dann zur UNO in New York in die Abteilung für Abrüstung : „Seither kann ich jede konventionelle Waffeerkennen und in ihreBestandteile zerlegen“. Eine Zwischenstation in der Pharmaindustrie brachte die Mutter vonzwei Söhnen für einige Jahrenach Basel. Seit 2006 unterstützt Claudia wieder vonWien aus operativ das Mandat der UNO „making the world safer from drugs, crime and terrorism“mit Missionen. So oft wie möglich ist Claudia im Ländle, dabei zählt Skifahren am Arlberg zu den Highlights. Die Vorarlberger Kommunikationsberaterin Carola Purtscher (PR-Agentur Purtscher Relations) lebt seit über 30 Jahren in Wien. Als Netzwerkerin lädt sie regelmäßig zu ihrer exklusiven „Tafelrunde“. twitter.com/ CarolaPurtscher Ihr Selfie: Claudia Arthur-Flatz auf dem Weg zu einem Ball in der ungarischen Botschaft. Lyrisch-verstörende Texte, eine unverwechselbare Stimme und ein androgynes Auftreten –die junge Sängerin findet nicht nur im Web immer mehr Anhänger. Mit kargen, aber mitreißenden Solo-Auftritten und eigenwilligen Musikvideos auf YouTube hat sich Mona Ida schon vor ihrer ersten CD-Veröffentlichung als spannendste heimische Vertreterin einer neuen Musiker-Generation etabliert. Mona Ida hat das gewisse Etwas. Man merkt es auf der Bühne, sieht es bei ihren YouTube-Videos („Mirrors“, „I hon dano nochgschot“ und „Poltergeist Pussygrabbing“) und spürt es auch imGespräch mit der Senkrechtstarterin, die vor gerade einem Jahr erstmals (!) auf der Bühne stand und mittlerweile Tausende Follower auf sozialen und Video- Plattformen hat. Von ungefähr kommt ihre künstlerische Ader nicht: Vater Christian stellt als Mitglied der Künstlervereinigung u.a. im Palais Thurnund Taxis aus; Mutter Irmiwar Mitglied des B-52-Ripp-offs Fräulein Jäger und ihr Sopran ist auf mehreren CDs zu hören. Kein Wunder also, dass Mona Ida bereits mit 13 Jahren erste Songtexte verfasste. „In dem Alter handeln viele Lieder natürlich von Liebe. Aber ich schrieb auch schon früh reine Nonsens-Texte, einfach weil die Worte gut klangen –mein Beitrag zum Dadaismus, sozusagen“, so die Studentin, die mit Normen, Schubladen und vorgefertigten Meinungen überhaupt wenig anzufangen weiß. „Wenn ich etwas hasse, dann ist es die Frage nach dem Genre meiner Musik. Ich mache mein eigenes Ding: Musik, die mir Spaß machtund sicheinen Pfiffer- 12 s’Magazin

ORIGINAL Generation ling um Trends oder Charts schert“, erklärtsie selbstbewusst. Alles außerrechts Dass Mona Ida nach nur wenigen Konzerten –darunter auch beim renommierten poolbar-Festival –derart bekannt wurde, liegt neben der unverwechselbaren Stimme auch an ihrem Aussehen. Mit 1,80 Meter, strahlend blauen Augen und punkto Länge und Farbe stets variierender Haarpracht unterscheidet sich die 21- jährige auch optisch vom Gros der heimischen Liedermacher. Und als genau das, allerdings in moderner Version, sieht sich die bei Konzerten alleineund ohnetechnische Hilfsmittel auftretende Sängerin. Berührungsängste kennt sie nicht: „Mein Freund Nunu,auf dessenCDich mitsingen werde, ist Rapper. Und im Kollektiv Sandgasse, einer Künstler- Plattform, der ich angehöre, werden unterschiedlichste Produkte, auch auf dem Gebiet der elektronischen Musik, kreiert“, so Mona Ida, die Pattie Smith und Element of Crime als Inspiration bezeichnet, von manchen mit Björk verglichen wird und auch punkto eigener Tonträger spezielleAnsichten hat.„EineCDist geplant;aber ich möchtenicht gleich alle Songs verbraten – die erste CD wird mit 5oder 6Titeln auskommen müssen“, meint die weibliche Speerspitze einer neuen Musikergeneration. Eine, der Inhalte(„alles ist möglich – außer rechts!“) wichtig sind, die –auch punktoEngagements –via Web längst neue Wege beschritten hat und bei der Zusammenhalt die Norm ist. Wie individuell Mona Ida dennoch oder deshalb klingt, kann man am 9. Mai in der Bregenzer Wunderbar live erleben. Wir sind gespannt... Raimund Jäger Foto: lisamathis.at s’Magazin 13