Biographisches Lexikon der frühen Promovenden der TU Dresden (1900-1945)

elvago

Veröffentlichung des Universitätsarchivs

der Technischen Universität Dresden

Herausgegeben von Matthias Lienert

Alle Rechte vorbehalten. All rights reserved

Satz: Mike Heubner


Waltraud Voss und Anja Musiol

Biographisches Lexikon

der frühen Promovenden der TU Dresden

(19001945)


Zum Geleit

Mit dem vorliegenden Lexikon wird ein langjähriges Projekt des

Universitätsarchivs, das unter Federführung von Frau Dr. Waltraud

Voss stand, abgeschlossen. Vorgestellt werden alle Promovenden

und Promovendinnen, die nach 1900, dem Jahr der Verleihung des

Promotionsrechts an die Technische Hochschule Dresden (ab 1961

Technische Universität), und bis 1945 an dieser Hochschule promoviert

hatten.

Frau Voss hatte bereits 2007 und 2010 Bände mit ausgewählten

Kurzbiographien herausgegeben. Mit dem nun vorliegenden voluminösen

Buch liegt erstmals eine weitestgehend vollständige

Sammlung von Kurzbiografien von Promovenden und Promovendinnen

für den so ambivalenten Zeitraum von 1900, dem Jahr der

Verleihung des Promotionsrechts, bis zum desaströsen Jahr 1945

vor. Damit reihen sich diese Biografien in eine Zeit vom raketenhaften

Aufstieg der Hochschule bis zu ihrem Tiefpunkt ein.

Das Lexikon entstand neben anderen Projekten von Frau Voss in

einer fast zehnjährigen mühevollen und äußerst aufwändigen Recherchearbeit

im Universitätsarchiv mit seinem großen Bestand an

Studenten- und Promotionsakten, in anderen Staats- und Universitätsarchiven

und Bibliotheken, insbesondere in der Sächsischen

Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek (SLUB) sowie

bei ehemaligen Promovenden und deren Nachfahren. In ihrer

– seit fünf Jahren ehrenamtlich erbrachten – Forschungsarbeit

wurde Frau Voss unterstützt von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

des TU-Archivs sowie zeitweilig beschäftigtem Personal

der Dienstleistungen für Struktur- und Arbeitsmarktanpassungen

GmbH Dresden (DSA).

Insgesamt 2288 Personen konnten so ermittelt werden, darunter

mehrere Promovenden jüdischer Herkunft. Nach der Machtübertragung

an die Nationalsozialisten wurden jüdische Studierende

und Promovenden schwer diskriminiert, bald nicht mehr zum Studium

oder zur Promotion zugelassen und von den Hochschulen

und Universitäten verwiesen. So wurde einem Promovenden nach

dem bestandenen Examen aufgrund seiner Herkunft die Doktor-

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Urkunde verweigert. Die weiteren Schicksale von mehreren jüdischen

Promovenden konnten aufgrund der vorliegenden Quellenlage

bisher noch nicht geklärt werden. Hier sind weitere intensive

Forschungen erforderlich. Das Lexikon hat dafür eine wichtige

Grundlage geliefert. Wie das Hochschulstudium war die Promotion

zwischen 1900 und 1945 überwiegend eine Männerdomäne und

in Bezug auf die Frauen eher die Ausnahme denn die Regel. Erst ab

1907 wurden an der TH Dresden regulär Studentinnen zugelassen.

Trotzdem konnten für diesen Zeitraum fünfzig promovierte Frauen

nachgewiesen werden, die vor allem in Mathematik und Physik

oder in Pädagogik und Volkswirtschaftslehre den Doktorgrad erworben

hatten.

Die Promovenden hatten in einem Zeitraum an der Dresdner Hochschule

ihr wissenschaftliches Rüstzeug erworben, der geprägt war

von Innovation und Aufstieg, vom Ersten Weltkrieg mit Kriegsbegeisterung,

großen Opfern sowie Desillusionierung, von Revolution

und mühevollem Wiederaufstieg und zuletzt vom Sturz in

den Nationalsozialismus mit vielfältigen Verstrickungen auch der

Promovenden als Angehörige einer letztlich bewusst oder unbewusst

auch diese Staatform stützenden akademischen Führungsschicht.

Die vorliegenden Kurzbiografien sind wegen der quantitativ

und qualitativ unterschiedlichen Quellenlage inhomogen.

Dennoch bieten die zumeist aufwändig ermittelten Angaben von

der sozialen Herkunft bis zum Lebensende interessante Einblicke

in Lebensläufe einer akademisch gebildeten Elite, die nach der

Promotion in Dresden in Wirtschaft, Wissenschaft, Verkehrsinfrastruktur

und Staat tragende Funktionen unter den Bedingungen

von Diktatur und Demokratie ausübte. Sie waren aber auch beteiligt

an der Ingangsetzung und der Sicherung der wirtschaftlichen

und militärtechnischen Basis für einen Vernichtungskrieg ohnegleichen.

Nicht wenige spätere Dresdner Promovenden hatten bereits

hier ihr Studium absolviert und nach dem Einsatz im Ersten

Weltkrieg an ihrer alten Hochschule erfolgreich promoviert. Die

Teilung der Welt nach 1945 in Ost und West hatte wesentlichen

Einfluss auf die weiteren Lebensentwürfe und Biographen dieser

Promovenden, von denen einige bis in die 1970er, mitunter sogar

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is in die 1980er Jahre in unterschiedlichen Stellungen vor allem in

beiden deutschen Staaten, mitunter auch weltweit, tätig waren. Dabei

waren sie beteiligt am deutschen Wirtschaftswunder nicht nur

im westdeutschen Teilstaat. Sie gehörten zu der Generation von

Akademikern, die Fundamente gelegt hatte für die heutige moderne

Wirtschaft unter dem Kennzeichen „Indus trie 4.0“.

Die vorliegenden Biografien sollen anregen zu einer weiteren Beschäftigung

mit interessanten Biografien von Menschen, die ihr

Leben zeitweise oder zeitlebens in den Dienst vor allem der angewandten

Wissenschaft gestellt hatten. Es bleibt zu hoffen, dass

der vorliegende Band Interesse findet bei derzeitigen und künftigen

Promovenden, aber auch bei Schülerinnen und Schülern im

Geschichtsunterricht, die anhand dieser Biografien interessante

Einblicke erhalten in Lebenswege von Menschen, die als Akademiker

mit ihrem Spezialwissen wesentlichen Einfluss auf die Gesellschaft

nahmen, dabei Erfolge erzielten, aber auch an Grenzen

stießen. Nicht zuletzt bleibt zu hoffen, dass der Band von der Wissenschaft

und Publizistik rege genutzt und vielleicht weiter vervollständigt

wird.

Im Februar 2015

Dr. Matthias Lienert

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Waltraud Voss und Anja Musiol

Biographisches Lexikon der frühen Promovenden der TU

Dresden (19001945)

Einleitende Bemerkungen

Um die Wende zum 20. Jahrhundert erhielten die deutschen technischen

Hochschulen das Promotionsrecht. An der Technischen

Hochschule Dresden wurden zwischen 1900 und 1945 mindestens

2288 Promotionsverfahren erfolgreich abgeschlossen. Natürlich

kamen die meisten dieser Promovenden aus den Technischen Abteilungen

(bzw. Fakultäten), aber auch die Allgemeine Abteilung

– die „Lehrerabteilung“ – und die beiden in den 1920er Jahren

daraus hervorgegangenen Abteilungen, die Mathematisch-Naturwissenschaftliche

und die Kulturwissenschaftliche, hatten ihren

Anteil an der Promovendenzahl.

Die Dresdner Lehrerabteilung war, nach viel früheren Anfängen,

1862 institutionalisiert worden, erhielt jedoch erst 1912 – nun in die

Allgemeine Abteilung integriert – das Promotionsrecht. Seit den

1920er Jahren konnte an der TH Dresden das gesamte Spektrum

der Mathematik und Naturwissenschaften auf das höhere Schulamt

studiert und mit der Promotion gekrönt werden. Dieses breite

naturwissenschaftliche Spektrum, das Botanik und Zoologie einschloss,

gab es bis 1945 an keiner anderen deutschen technischen

Hochschule. Immerhin 197 der frühen Promovenden (8,6 %) hatten

die Prüfung für das höhere Schulamt abgelegt. Die Themen ihrer

Dissertationen stammten aus der Mathematik (62), der Biologie

(44), der Physik (29), der Chemie (27), der Geographie (25), der

Rest kam aus Geologie/Mineralogie, Hygiene und Arbeitswissenschaft.

Die höheren Lehrer erhielten, ebenso wie die Nahrungsmittelchemiker,

den Dr. rer. techn. (doctor rerum technicarum).

Seit den 1920er Jahren wurden in der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen

Abteilung der TH Dresden auch technische Physiker

und angewandte Mathematiker ausgebildet, die das Studium als

„Dipl.-Ing.“ abschlossen und den „Dr.-Ing.“ erwerben konnten. In

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der Kulturwissenschaftlichen Abteilung wurden Diplom-Volkswirte

und akademisch gebildete Volksschullehrer ausgebildet, die

zum Dr. rer. oec. und Dr. rer. cult. promovieren konnten. Zum

Dr.-Ing. forest. promovierte die Abteilung Forstliche Hochschule

Tharandt, die seit 1930 zur TH Dresden gehörte. Nach der Bildung

von Fakultäten 1940/41 wurde an der TH Dresden durchweg zum

Dr.-Ing., Dr.-Ing. forest., Dr. rer. nat. (gelegentlich bereits ab 1938

nach einer der reichseinheitlichen vorgreifenden Regelung des

Sächsischen Volksbildungsministeriums), Dr. rer. pol., Dr. phil.

promoviert.

14 % der frühen Promovenden der TH Dresden wurden im Ausland

geboren. Sie stammten aus 27 Ländern und kamen aus allen

Erdteilen: 120 aus dem Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn, ein

Teil dessen ja geradezu im Einzugsbereich der TH Dresden lag,

41 kamen aus dem Russischen Reich, das damals auch große Teile

des Baltikums und der jetzigen Republik Polen umfasste, 20 aus

Norwegen, 19 aus der Türkei, 18 aus der Schweiz, 14 aus Indien,

je 13 aus China und Rumänien, 10 aus den USA, alle anderen aus

Bulgarien, den Niederlanden, aus Großbritannien, Dänemark, Belgien,

Brasilien, Frankreich, Südafrika, Griechenland, aus Ägypten,

Italien, Japan, Chile, aus Iran, Argentinien, Schweden, Australien,

Spanien. Nach dem 1. Weltkrieg änderte sich das Staatengefüge,

so waren bei ihrer Immatrikulation etwa etliche der in Österreich-

Ungarn Geborenen nun Staatsbürger der Tschechoslowakei.

Erst seit 1907 war für Frauen der Zugang zu den Universitäten

und Hochschulen gesetzlich geregelt. Bis 1945 wurden von der

TH Dresden 50 Frauen promoviert, davon kamen 5 aus dem Ausland.

Mehr als 75 % dieser Promovendinnen bearbeiteten in ihrer

Dissertation mathematisch-naturwissenschaftliche Themen. Dazu

zählt auch die forstwissenschaftliche Promotion einer Frau im Jahr

1930, die erste an der TH Dresden und eine der ersten in der Welt.

Die meisten der damals elf deutschen technischen Hochschulen

erhielten erst Anfang der 1920er Jahre das Promotionsrecht für

ihre Allgemeine Abteilung, deutlich später als die TH Dresden

(der wiederum die TH München zeitlich vorausging). Trotzdem

ist es bemerkenswert, dass von den zwölf Promovendinnen der

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Mathematik, die bis 1945 aus einer technischen Hochschule hervorgingen,

sieben von der TH Dresden kamen (Tobies, 2006, S.

17), darunter zwei spätere Dozentinnen und eine in den USA sehr

erfolgreich forschende angewandte Mathematikerin. Zwei Architektinnen

sind unter den frühen Promovendinnen der TH Dresden.

Die anderen Frauen – etwas über 20 % – bearbeiteten wirtschaftswissenschaftliche,

philosophische und historische Themen.

Ein großer Teil der im Ausland geborenen Dresdner frühen

Promovenden brachte es in der Wissenschaft zu hohem Ansehen.

Das „Lexikon früher Promovenden der TU Dresden (19001945)“

ist ein Ergebnis der Arbeit am „Alumniprojekt“ des Universitätsarchivs

der TU Dresden, das zunächst vorsah, alle Studenten der

TU Dresden und ihrer Vorgängereinrichtungen elektronisch mit

ihren Hauptdaten zu erfassen. Dieses Projekt wurde zusätzlich

und neben den laufenden Arbeitsaufgaben der Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter des Universitätsarchivs in Angriff genommen. In

mannigfacher Weise haben Beschäftigte der „Dienstleistungen für

Struktur- und Arbeitsmarktentwicklung GmbH“ (DSA) daran mitgewirkt,

in kleinen Gruppen nacheinander und mit unterschiedlicher

Dauer für den einzelnen. In das Netz gestellt wurden vom

Universitätsarchiv bisher die „Liste der Alumni der Jahre 1828

bis 1890“, die alphabetische „Liste der frühen Promovenden der

TU Dresden (19001945)“ mit 2288 Einträgen, die lediglich den

Namen, das Jahr, in dem die Doktorprüfung stattfand, das Jahr,

in dem die Doktorurkunde ausgefertigt wurde – beide Angaben

stimmen meist, aber nicht immer überein – und die promovierende

Abteilung enthält, und einige Lebensläufe von Absolventen und

frühen Promovenden. Außerdem erschienen zwei Bücher „Von

Dresden in die Welt. Frühe Promovenden der TU Dresden in Wirtschaft,

Wissenschaft und Gesellschaft“ (2007, 2010) mit insgesamt

103 Lebensläufen. Das nun vorliegende „Lexikon“ bildet einen gewissen

Abschluss der Arbeiten zu den frühen Promovenden der

TU Dresden, der jedoch offen ist für Ergänzungen und Korrekturen,

konnten doch bisher viele Lebenswege nicht einmal in ihren

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Grundzügen erschlossen werden, und bei einigen Promovenden

blieb es sogar bei der Angabe des Titels der Dissertation.

Die beiden Weltkriege hatten starken Einfluss auf die Lebensgestaltung

der Promovenden, das wird auch durch die Lexikoneinträge

belegt. Viele verloren ihr Leben, blieben vermisst oder kamen

versehrt aus dem Felde zurück. Sicher sind bei weitem nicht alle

Gefallenen im Lexikon als solche ausgewiesen.

Das Lexikon dürfte manch Anregung zum Weiterforschen geben.

Die in der NS-Zeit rassisch und politisch Verfolgten sollten

Gegenstand umfassender – und sicher zeitaufwendiger und mühsamer

– Untersuchungen sein. Die Angaben zur Herkunft des

Promovenden, zu seinen Eltern und Geschwistern, bieten sich

als Ausgangspunkt sozialökonomischer und politischer Fragestellungen

an. Frauenforscher(innen) werden womöglich die frühen

Promovendinnen der TU Dresden in den Blick nehmen, sind doch

bisher nur bei etwas mehr als einem Viertel von Ihnen die – bei einigen

sehr bemerkenswerten und beruflich überaus erfolgreichen

– Lebenswege ausreichend erschlossen. Sicher hat bei etlichen der

Frauen die Familiengründung zum Abbruch der beruflichen Tätigkeit

geführt, aber wohl nicht bei allen.

Alle Hinweise zur Vervollständigung der Lebenswege sind sehr

willkommen. Es ist auch durchaus möglich, dass einzelne (wenige)

Promovenden noch nicht aufgefunden wurden.

Die Erfassung der frühen Promovenden war nicht einfach und

sehr zeitaufwendig, da im Universitätsarchiv der TU Dresden

zwar alle Promovenden für die Zeit nach dem 2. Weltkrieg lückenlos

erfasst sind, nicht jedoch die „frühen Promovenden“. Für das

Lexikon der frühen Promovenden der TU Dresden (19001945)“

wurden drei Hauptquellen erschlossen. Zunächst wurde natürlich

das „Jahresverzeichnis der an den Deutschen Universitäten und

Technischen Hochschulen erschienenen Schriften“ gesichtet, dann

wurden Akten des Sächsischen Staatsarchivs Dresden, Bestand

Ministerium für Kultus und öffentlichen Unterricht, auf Promotionseinträge

durchgesehen, die dritte Hauptquelle bildeten die Dissertationen

selbst. Rund 1700 Dissertationen aus dem Altbestand

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der Sächsischen Landesbibliothek, Staats- und Universitätsbibliothek

Dresden (SLUB) wurden ausgeliehen; von jeder Dissertation

wurde zumindest das Deckblatt kopiert, aber auch Danksagungen

und Widmungen und, wenn enthalten, der Lebenslauf. Nach biographischen

Angaben wurde in „Poggendorff“, „Kürschner“, in

wissenschaftlichen Zeitschriften und Dresdner Zeitungen, in den

Dresdner Lehrerbüchern, in vielen die Abteilungen und Lehrstühle

der TH Dresden betreffenden Akten des Sächsischen Staatsarchivs

Dresden und des Universitätsarchivs der TU Dresden und

natürlich auch im Internet gesucht. Einen besonderen Schatz

stellen die im Universitätsarchiv vorhandenen Altstudentenakten

dar; von 882 der frühen Promovenden, d. h. von mehr als jedem

dritten (38,7 %) besitzt das Archiv eine solche Akte, die den Studienablauf

dokumentiert und biographische Daten enthält, jedoch

in der Regel keinen Hinweis auf die Promotion gibt. All diese

Akten wurden eingesehen. An dieser Stelle soll aller Mitarbeiter

der DSA gedacht werden und auch des Ansprechpartners Herrn

Heinig. Von Februar 2004 bis August 2008 arbeiteten am „Alumniprojekt“

– teils nur kurze Zeit, teils länger, aber immer engagiert

– mit: Berthold, Romy; Born, Heidrun, Dipl.-Ing.; Dienel, Anja;

Farack, Jens; Förster, Heiko; Gerlach, Sven, Diplom-Wirtschaftsingenieur;

Gierth, Elke; Görlitz, Madlen; Grimmer, Gisela; Heinrich,

Daniela (†); Lenkardt, Ingeburg; Lorenz; Menzel, Angelika,

Betriebsökonomin; Musiol, Anja, Betriebswirtin; Simeonow, Irina;

Sommerschuh, René, Diplom-Betriebswirt; Weber, Regine,

Diplom-Wirtschaftsingenieurin. Sofern sich ihre Tätigkeit auf die

frühen Promovenden“ bezog, wurden sie von Frau Dr. Waltraud

Voss angeleitet. Allen sei für ihre Tätigkeit ganz herzlich gedankt.

Ganz besonderer Dank gilt Anja Musiol, die an der ersten Fassung

dieses Lexikons arbeitete, René Sommerschuh für die elektronische

Fassung der Liste der frühen Promovenden und Sven Gerlach

für das Überarbeiten und elektronische Fassen der „Staatsarchivliste“.

Gedankt sei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Universitätsarchivs

der TU Dresden, des Sächsischen Staatsarchivs

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Dresden und der SLUB für das bereitwillige Eingehen auf alle

Wünsche und den vielen Archiven von Städten und Gemeinden,

Hochschulen und Universitäten, wie auch den Angehörigen von

Promovenden, die biographische Angaben beisteuerten. Herr Matthias

Teichgräber (Archiv der TU Dresden) stellte in kurzer Zeit

die vielen (882) Studentenakten der frühen Promovenden zur Einsicht

bereit. Herr Mike Heubner (Archiv der TU Dresden) erarbeitete

das Layout des Lexikons. Der Direktor des Universitätsarchivs

der TU Dresden, Herr Dr. Matthias Lienert, beförderte das

Lexikon“ durch sein stetes Interesse daran; er sorgte auch für die

Herausgabe. Ihnen sei herzlich gedankt.

Bemerkungen zum Lesen des „Alphabetischen Lexikons“:

Es wird der Nachname angegeben, gefolgt von dem Hauptvornamen

und allen weiteren Vornamen, die in Klammern stehen. Von

den Professoren, auch von den Referenten und Korreferenten, die

die Dissertationen begutachtet haben, werden in der Regel nur die

Nachnamen ohne Titel genannt. Die Lebensläufe der „Doktorväter“

sind im „Dresdner Professorenlexikon“ (Petschel, 2003) zu

finden. Jedem biographischen Text ist ein Quellenverzeichnis angefügt.

Zur besseren Lesbarkeit dienen die vier im Anhang befindlichen

Listen (A, B, C, D).

Dresden, August 2014

Dr. Waltraud Voss

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Aarflot, Harald (Brinchmann)

*8. Dezember 1899 Aalesund (Norwegen); Eltern: Johannes A.,

Buchhändler in Aalesund, und Johanne geb. Brinchmann; Schulbildung

in Aalesund: Vorschule und Mittelschule bis zum 15. Lebensjahr,

dann Gymnasialzeit, unterbrochen durch eineinhalb Jahre

Tätigkeit im elterlichen Geschäft, Reifezeugnis; stud. Chemie

an der TH Dresden seit WS 1920/21, Vorprüfung im Nov. 1923 gut,

Hauptprüfung im März 1925 sehr gut bestanden (Di plomarbeit bei

Heiduschka), Dipl.-Ing. (Chemiker) März 1925; 1924 Publikation:

Müller, Erich und Aarflot, Harald: Potentiometrische Bestimmungen

mit Mercurosalzen, in „Recueil des Travaux Chimiques des

Pays-Bas“, 43, S. 874–878; Diss.: „Über die Leitfähigkeit und

katalytische Wirkung einiger Säuren in methylalkoholischer Lösung“

(Borna-Leipzig 1928: Noske, 65 S.); Ref./Korref.: E. Müller

/ Foerster; Dr.-Di plom vom 14. Sept. 1928, Dr.-Ing.; tätig bei „Norwegen-Milch“

(Oslo); A. war nach dem 2. WK an der Vorbereitung

des Internationalen Abkommens vom 27. Juli 1946 beteiligt, das

den Umgang mit den in deutschem Besitz befindlichen Patenten

regelte; 1947 Mitbegründer einer Firma (BAA), die zu den Rechten

am geistigen Eigentum berät und diese durchzusetzen hilft.

Quellen: J 1928; SLUB – Diss.; Studentenakte Nr. 1932; online: zu BAA und seiner

Geschichte; Veröffentlichungen von H. Aarflot; Internationales Abkommen

(mit Schlussakte) betreffend die Behandlung der in deutschem Besitz befindlichen

Patente. London, 27. Juli 1946; Norwegisches Staatsmuseum (Materialien

zur Firma Norwegen-Milch)

Abdoh, Jahia

*15. Januar 1912 Teheran (Iran); 1933 Abi tur an der Iranisch-Deutschen

Schule in Teheran; Studium: Iranisch-Deutsche Schule (6

Sem.), TH Karlsruhe (5 Sem.), TH Dresden (3 Sem., als Hospitant),

Dipl.-Ing. (Chemiker) 18. Juli 1940 TH Karlsruhe; Diss.: „Studien

über den Nachweis, die Ermittlung und die Verbreitung von

Nicotinsäure und Nicotinsäureamid in tierischen und pflanzlichen

Stoffen“ (o. O. 1942, 76 Bl.); Ref./Korref.: Täufel/Langenbeck; Dr.-

Prüfung an der TH Dresden am 05. Juni 1942 mit „Gut“ bestanden,

Dr.-Di plom vom 09. Juni 1942, Dr.-Ing.

Quellen: J 1942; Staatsarchivliste

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Acatay, Abdulgafur

*10. Juli 1903 Denigli (Türkei), †10. Mai 1993 Istanbul; 25. Febr.

1932 Abi tur am Gymnasium in Denigli; Studium an der Forstl.

Hochschule Stambul (6 Sem.), Abschluss 1926; 5 Jahre Forstdienst

in verschiedenen Forstbezirken der Türkei, Delegierung durch den

türkischen Staat zu aufbauendem Auslandsstudium: Abteilung

Forstl. Hochschule Tharandt der TH Dresden (8 Sem.), hier Forstl.

Di plomprüfung am 27. Febr. 1936; Diss.: „Untersuchungen über

Menge und Güte des Samenansatzes in verschiedenen Kronenteilen

einheimischer Waldbäume“ (Berlin: Parey 1938; auch: Tharandter

Forstliches Jahrbuch, 1938, Mai, S. 265–364); Ref./Korref.:

Huber/Rubner; Dr.-Prüfung an der TH Dresden am 22. Nov. 1937

mit „Sehr gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 13. Mai 1938, Dr.-Ing.;

1937 bis 1939 Ass. am Institut für Forstentomologie, Forstschutz,

Wildkunde und Jagd der Forstl. Hochschule Istanbul, Leiter des

Instituts seit Winter 1939, 1941 Habil., seit 1946 ord. Prof. und Direktor

bis zur Emeritierung 1973; umfangreiche Forschungs- und

Lehrtätigkeit, neben zahlreichen Publikationen in türkischen Fachzeitschriften

rund 50 in deutschen; darunter die Bücher: „Leitfaden

für den Forstschutz“ (1946), „Forstschutz“ (1. Auflage 1959,

2. 1966), „Bestimmungsschlüssel der wichtigsten forstlichen Insekten“

(3. Aufl. 1968), „Angewandte Forstentomologie“ (2. Aufl.

1968); A. prägte zwei Generationen türkischer Forstwirtschaftler

und Forstwissenschaftler.

Quellen: J 1938; Staatsarchivliste; Kiziroglu, Ilhami: „Prof. Dr. Abdulgafur

Acatay in memoriam“, in : Anzeiger für Schädlingskunde, Vol. 67, Nr. 5, S. 111;

Schimitschek, Erwin: „Prof. Dr. Abdulgafur Acatay zum 70. Geburtstag“, in:

ebenda, Vol. 46, Nr. 7, S. 109

Ackermann, Erhard (Joachim)

*31. Oktober 1901 Schladitz (Kreis Delitzsch); Mutter Hedwig A.,

Gutsbesitzerin in Schladitz; Ostern 1922 Reifezeugnis des König-

Albert-Gymnasiums zu Leipzig; danach praktische Tätigkeit in

der Leipziger Schnellpressenfa brik; stud. Maschinenbau an der

TH Dresden seit WS 1922/23, Vorprüfung im Juli 1925 bestanden,

Hauptprüfung im Nov. 1927 sehr gut bestanden (Di plomarbeit bei

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Sachsenberg zu Zeitstudien bei Kleinserienfertigung), Dipl.-Ing.

(Betriebs-Ingenieur) Nov. 1927; Diss.: „Das Ziehen von Hohlkörpern

aus Feinblechen unter besonderer Berücksichtigung der

Blechhaltereinflüsse“ (Borna-Leipzig: Noske 1930, 41 S.); Ref./

Korref.: Sachsenberg/Schwinning; Dr.-Di plom der TH Dresden

vom 10. Januar 1930, Dr.-Ing.

Quellen: J 1930; SLUB – Diss.; Studentenakte Nr. 1950

Adam, Alfred

stud. Chemie an der TH Dresden von WS 1918 bis SS 1921; Dipl.-

Ing.; Diss.: „Ueber die elektrometrische Titration von Zink, Kadmium,

Blei und Kupfer mit Cyankalium und Silbernitrat“ (wurde

von Januar bis Juli 1922 im Institut für Elek trochemie und physikalische

Chemie ausgeführt, besonderer Dank an Professor Erich

Müller); Ref.: E. Müller; Dr.-Di plom der TH Dresden von (1922),

Dr.-Ing.

Quellen: SLUB – Diss.; Alumnidatei

Adam, (Felix) Richard

*7. A pril 1879 Chemnitz; Eltern: Bankdirektor Carl August

A. (1839–1918), und Adeline Auguste geb. Bretschneider

(1850–1932); 6 Geschwister; Schulbildung: Höhere Knabenschule

und Städt. Realschule zu Chemnitz bis Ostern 1897, dann Gewerbeakademie

Chemnitz, hier 22. Sept. 1900 Reifezeugnis; Einjährig-Freiwilligen-Dienstzeit;

stud. Chemie an der TH Dresden seit

WS 1901/02, Vorprüfung im Okt. 1903, Hauptprüfung im Mai

1905 jeweils gut bestanden, Dipl.-Ing. (Chemiker) 17. März 1905;

Diss.: „Über den Einfluß der Kohlenstoffverbindungen auf die Farbe

von Azomethinverbindungen“ (Dresden: Buchdruckerei Gebr.

Adolph & Co. 1906); Ref./Korref.: Möhlau / v. Meyer; Dr.-Prüfung

am 5. März 1906 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 7. März

1906, Dr.-Ing.; heiratete 1908 in Chemnitz Louise Thekla geb. Uhlig

(†1943 Dresden)

Quellen: SLUB – Diss.; Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 1959; Stadtarchiv

Chemnitz (Frau G. Viertel, Frau Reum): Brief vom 26.04.2011 mit Angaben zu

Eltern, Geschwistern, Ehefrau

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Adelsberger, Alfred (Edmund)

*30. A pril 1909 Wien, † nicht vor 1984; 5. Okt. 1927 Abi tur an

der Bundes-Oberrealschule in Baden (Niederösterreich) (anerkannt

durch VO des Sächs. Ministeriums für Volksbildung vom

24.11.1934); Studium: TH Berlin (3 Sem.), TH Dresden (9 Sem.),

hier Dipl.-Ing. (Chemiker) 17. Mai 1933; Diss.: „Über die Reaktion

zwischen Eisen und Ferrichloridlösungen“ (Dresden: Dünki

1934, 66 S.); Ref./Korref.: E. Müller / Simon; Dr.-Prüfung an der

TH Dresden am 13. Dez. 1934 mit „Sehr gut“ bestanden, Dr.-Diplom

vom 17. A pril 1935, Dr.-Ing.; tätig bei Rheinelbe Bergbau

AG, Dortmund-Ering; Mitglied der GDCh; Patente: u. a. (mit Otto

Grosskinsky und Walter Klempt, Dortmund-Ering) „Purification

of coal distillation gases“, 1959

Quellen: J 1935; SLUB – Diss.; Staatsarchivliste; Alumnidatei; Nachrichten aus

der Chemie, Zeitschrift der GDCh: „Personalnachrichten“: 70., 75. Geburtstag

von A.; Internet: U. S. Patent Office

Adler, Leo

*8. Oktober 1891 Kertsch (Rußland), †6. August 1962 Kibbutz Ein-

Charod (Israel); 1909 bis 1914 Studium der Architektur an den THs

Berlin und München, Dipl.-Ing.; 1914 bis 1916 freiwilliger Kriegsdienst

bis zu schwerer Verwundung; Diss.: „Beiträge zu einer Entwicklungsgeschichte

der Baukunst“; Ref./Korref.: Gurlitt/Bühler;

Dr.-Ing. der TH Dresden von 1920; bis 1926 zeitweise in Dresden,

Leipzig, Berlin; bis 1930 Schriftleiter von Wasmuths „Lexikon der

Baukunst“, 1932 Gründung der Zeitschrift für Geschichte und Ästhetik

der Baukunst „Architectura“, bis 1933 Veröffentlichungen in

verschiedenen Fachzeitschriften; 1933 Emigration nach Tel Aviv,

1937/38 Redakteur der hebräischen Zeitschrift „Habinjan Bamisrach

Hakarov. A Palestine Periodical for Architecture in the Near

East“; nach 1945: Tätigkeit als Architekturpreisrichter (bis 1952),

1952 Eintritt in den Kibbutz Ein-Charod, bis 1958 Zeichenlehrer

an der Schule des Kibbutz, 1955 bis 1958 Hauptingenieur der Region

Gilboa-Izrael; Bauten/Projekte: in Tel Aviv Haus Romanow

(1924), Haus Schlagmann (1936), Fa brik für Porzellanzähne, mehrere

Mehrfamilienhäuser; in Tomsk und Moskau: Generalbebau-

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ungsplan Tomsk (1945), Ausbau von Produktionsstätten, Wohnsiedlungen

und technischen Anlagen in Tomsk und Moskau (1945

bis 1950); in Berlin: Gestaltung von Naherholungsbereichen, Entwurf

für das Marx-Engels-Forum mit zentralem Gebäude (1958),

Teilnahme am Wettbewerb Stadtzentrum Berlin (1959); Schriften

u. a.: „Vom Wesen der Baukunst“, Leipzig 1926; „Wasmuths Lexikon

der Baukunst, Band I-V“ (Schriftleiter), Berlin 1929 bis 1932;

„Neuzeitliche Mietshäuser und Siedlungen“, Berlin 1931; „Analytische

Perspektive“, Berlin 1948

Quellen: SLUB – Diss.; http://www.ikg.uni-karlsruhe.de/projekte/exilarchitekten/architekten/...

Agsten, Ursula geb. Seidel

*06. Mai 1913 Dresden, † nicht vor 2011; 11. März 1932 Abi tur

an der Freiherrlich von Fletcherschen Deutschen Oberschule in

Dresden; Studium an der TH Dresden (9 Sem., davon 1 Sem. beurlaubt),

Abschluss als Berufsschullehrerin 26. Juni 1936; ab 1936

Berufsschullehrerin bei Riesa, ab 1938 in Dresden; Diss.: „Untersuchungen

von Wässern Dresdner Schwimmbäder“ (o. O. 1942, 36

Bl.); Ref./Korref.: Hofmann/Täufel; Dr.-Prüfung am 11. Dez. 1941

„bestanden“, Dr.-Di plom vom 25. März 1942, Dr. rer. nat.; 1940

Heirat, zwei Söhne (*1942, 1944); am 13. Febr. 1945 in Dresden

ausgebombt; A. blieb auch nach der Geburt der Kinder berufstätig:

ab 1945 an verschiedenen Berufsschulen Dresdens, ab 1947 Direktorin

der Berufsschule Dresden Nord; 1955 Umsiedlung nach

Frankfurt/Main (Ehemann hatte an der Handelshochschule Leipzig

studiert, war kurz vor der Verteidigung der Dissertation an der

Univ. Leipzig zum Kriegsdienst einberufen worden; er ging auf

Anregung eines früheren Studienkollegen nach Frankfurt/Main,

die Familie folgte 1955); ab 1955 Teilzeitbeschäftigung an der

Hedwig-Heil-Schule in Frankfurt/Main; seit 1973 im Ruhestand

(1977 Witwe); beide Söhne studierten und arbeiteten in akademischen

Berufen.

Quellen: J 1942, SLUB – Diss.; Staatsarchivliste; zwei Telefongespräche mit

Frau Dr. Agsten, zuletzt am 29. Mai 2011; Email des Sohnes Job Agsten mit

Kurzlebenslauf seiner Mutter Dr. Ursula Agsten vom 3. Mai 2011.

20


Albrecht, Charlotte (Johanne)

*17. A pril 1904 Dresden, †22. A pril 1969 (unerwartet nach einer

Operation); Eltern: Oswald A. (*20. A pril 1875), Bankbeamter, und

Johanna geb. Uhlmann (*22. Dez. 1880); Bruder: Dr. Wolfgang A.;

Schulbildung in Dresden: Bürgerschule, Höhere Mädchenschule,

Städt. Studienanstalt, hier 27. A pril 1923 Abi tur; stud. Chemie an

der TH Dresden seit SS 1923, Di plomarbeit bei Heiduschka: „Untersuchungen

über die Wirksamkeit des Nickelkatalysators beim

Fetthärtungsprozess“, Dipl.-Ing. (Chemikerin) 30. Nov. 1928; Diss.:

„Über die Dielektrizitätskonstante kolloider, biologischer Substrate“

(den lieben Eltern in Dankbarkeit gewidmet) (Dresden: Herr 1931,

60 S.); Ref./Korref.: Heiduschka/Lottermoser; Dr. Prüfung am 9.

Dez. 1931 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 24. Dez. 1931,

Dr.-Ing.; 1931/32 Leiterin des physiologisch-chem. Laboratoriums

in Lahmanns Sanatorium in Dresden, 1933 bis 1945 wiss. Mitarbeiterin

bei Zeiss-Ikon Dresden, seit Juni 1946 TH Dresden: plm.

wiss. Ass. am Institut für Lebensmittel- und Gärungschemie, 1948

staatl. Lebensmittelchemikerexamen, seit Mai 1949 Oberass., seit

Juni 1959 wiss. Mitarbeiterin, Lehraufträge „Lebensmittelchemie

und Warenkunde des Nahrungsgewerbes“, „Technologie der Lebensmittel“,

verbunden mit Übungen und Praktika, kommissarische

Leiterin des Instituts 1950 bis 1953; Auszeichnungen: 1964

Aktivist des Siebenjahrplanes, 1965 Theodor-Neubauer-Medaille;

nicht verheiratet, kinderlos

Quellen: J 1931; SLUB – Diss.; Staatsarchivliste; TUArch: PA Albrecht, Charlotte;

PV SS 1925, S. 51; Müller, Paul-Heinz: Rückblick auf 50 Jahre Mathematik

und Naturwissenschaften. – In: 50 Jahre Fakultät Mathematik und Nawi. Festkolloquium

am 24. November 1999, S. 34; Zachmann, 2004, S. 34

Albrecht, Jürgen (Gustav Friedrich Ludwig)

*08. A pril 1905 Stavenhagen (Mecklenburg), †19. Mai 1962

(Braunschweig); 25. Sept. 1926 Abi tur an der Akademie für Technik

in Chemnitz; stud. Bauingenieurwesen an der TH Berlin (8

Sem.), hier Dipl.-Ing.; Regierungsbaurat; Diss.: „Kulturaufgaben

des Wasserbauingenieurs an den Reichsgewässern“ (Berlin 1940:

Funk, 99 S.); Ref./Korref.: Heiser/Neuffer; Dr.-Prüfung an der

21


TH Dresden am 11. Juni 1940 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom

vom 21. Sept. 1940, Dr.-Ing.; seit 1954 ord. Prof. an der TH Braunschweig,

Direktor des Instituts für Stadtbauwesen, Inhaber des

Lehrstuhls für Städtebau, städt. Straßen- und Tiefbau; Mitglied

der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung

Quellen: J 1940; SLUB – Diss.; Staatsarchivliste; K 1966; Stadtchronik Braunschweig

– Einträge für das Jahr 1962 (Tod Albrechts)

Alfthan, Bertil (Otto Gustav) Freiherr von

*02. November 1884 Helsingfors (heute: Helsinki); Eltern: Baron

Anton (Reinhold) von A., und Bertha geb. Frenckell; einziger Sohn;

07. Mai 1903 Reifezeugnis der gemischten Schule für Knaben und

Mädchen Helsingfors (anerkannt durch VO des Sächs. Ministeriums

des Kultus und öffentlichen Unterrichts vom 23. März 1912);

Studium: Univ. Helsingfors (2 Sem.), Polytechnikum Zürich (2

Sem.), TH Dresden (10 Sem., ab WS 1905 – zunächst Mechanische

Abt., ab Ostern 1907 Bauingenieurabt.), im A pril 1908 Vorprüfung

gut bestanden, im Juni 1910 Hauptprüfung bestanden, Dipl.-Ing.

(Bau-Ingenieur) 23. Juni 1910; Diss.: „Über die Bestimmung der

wirtschaftlich günstigsten Durchmesser bei Wasser-Druckrohr-

Leitungen“ (Dresden: Akademische Buchhandlung A. Dressel

1912, 128 S.); Ref./Korref.: Engels/Genzmer; Dr.-Prüfung an der

TH Dresden am 22. Juli 1912 „mit Auszeichnung“ bestanden, Dr.-

Di plom vom 24. Juli 1912, Dr.-Ing.

Quellen: SLUB – Diss.; Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 2011

Ali, Syed Anwar

*14. Juli 1904 Benares (Indien); Immatrikulationsprüfung an der

Univ. Calcutta vom 8. Juni 1921 (entspricht Hochschulreife; anerkannt

durch VO des Sächs. Ministeriums für Volksbildung vom

12. A pril 1935); Studium: Univ. Calcutta (1921 bis 1924), Muslim

Univ. von Aligarh (1924/25), Forstl. Hochschule Madras in Coimbatore

(1926 bis 1928), hier Abschlussprüfung am 30. Juni 1928

(anerkannt durch VO des Sächs. Ministeriums für Volksbildung

vom 12. A pril 1935); stud. von WS 32/33 bis SS 1934 an der TH

Dresden, Abt. Forstl. Hochschule Tharandt; Diss.: „Vergleichende

22


Untersuchungen über den Zuwachsgang der Fichte im Natur- und

Kulturwald. Ein Beitrag zur Bedeutung nachhaltig forsttechnischer

Naturauswertung und zur Technik lebender Objekte überhaupt“

(Bückeburg 1936: Prinz, 25 S.); Ref./Korref.: Heske/Röhrl;

Dr.-Prüfung an der TH Dresden am 7. Febr. 1935 „bestanden“, Dr.-

Di plom vom 10. Sept. 1936

Quellen: J 1936; Staatsarchivliste

Ali Khan, Dost

aus Hyderabad; Diss.: „Die Forstwirtschaft in Hyderabad (Deccan)

mit Vorschlägen zu ihrer Weiterentwicklung“ (Komotau 1931:

Butter, 62 S.); Dr.-Di plom der TH Dresden vom 16. Sept. 1931

Quellen: J 1932

Allemand (l’Allemand), Fritz

Diss.: „Beitrag zur Ermittlung des Einflusses steifer Knotenpunktsverbindungen

auf die Bogenkraft von Fachwerkzweigelenkbogen“

(Dresden: 1921, 115 S.); Dr.-Di plom der TH Dresden

von (1921)

Quellen: SLUB – Dissertation

Allemann, Albert

*06. März 1889 Tschappina (Graubünden, Schweiz); Vater: Kaufmann,

zur Zeit des Studiums von A. in Alexandria (Ägyten); 1.

Okt. 1907 Maturitätszeugnis der Indus trieschule in Winterthur

(Schweiz) (anerkannt durch VO des Sächs. Ministeriums des

Kultus und öffentlichen Unterrichts vom 19. Mai 1913); Studium

der Chemie: ETH Zürich (7 Sem.), hier Dipl.-Chemiker 20. März

1911, seit SS 1911 TH Dresden, jedoch im WS 1911/12 zu Studien

über Düngeranwendung in Ägypten beurlaubt; Diss.: „Über die

Konzentrierung von Schwefelsäure durch Überführung“ (Borna-

Leipzig: Noske 1913, 59 S.); Ref./Korref.: E. Müller / Fritz Foerster;

Dr.-Prüfung am 14. Juli 1913 „mit Auszeichnung“ bestanden,

Dr.-Di plom vom 14. Juli 1913, Dr.-Ing.

Quellen: SLUB – Diss.; Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 2015

23


Alt, Hermann (Martin)

*02. A pril 1889 Dresden, †15. Januar 1954 Doberlug-Kirchhain;

Eltern: Gustav A., Kaufmann, später auch Inhaber einer Strickerei,

und Pauline geb. Alt; 3 Schwestern; Schulbildung in Dresden:

Ostern 1895 bis Ostern 1899 Übungsschule des Lehrerseminars

Dresden-Friedrichstadt, danach Annenschule (Realgymnasium),

dort 7. März 1908 Abi tur; stud. an der TH Dresden seit SS 1908,

zunächst Mathematik und Physik in der Allg. Abt., ab SS 1909 ET

in der Mech. Abt., Vorprüfung im A pril 1910 mit Auszeichnung,

Hauptprüfung im Juli 1912 gut bestanden, Dipl.-Ing. (Maschinen-

Ingenieur) 19. Juli 1912; Diss.: „Zur Theorie der Geschwindigkeitsund

Beschleunigungspläne einer komplan bewegten Ebene“ (Borna-Leipzig:

Noske 1914); Ref./Korref.: Grübler/Mollier; Dr.-Prüfung

am 11. Juli 1914 „mit Auszeichnung“ bestanden, Dr.-Di plom

vom 15. Juli 1914, Dr.-Ing. (Die Diss. „entstand aus den theoretisch

kinematischen Arbeiten“, die Alt „im Mathematischen Seminar

des Herrn Geheimen Hofrates Professor Dr. Krause ausführte“.

„Herrn Geheimen Hofrat Staatsrat Professor Grübler“ dankte A.

„für seine steten Anregungen, besonders bezüglich der Anwendungen

der mathematischen Ergebnisse auf mechanisch-technische

Probleme“.); wiss. Ass. bei Grübler (Mechanik) und Mollier

(Thermodynamik), danach fünfjährige Praxis als Betriebsleiter

und Konstrukteur; 1916 Leiter einer Artilleriewerkstatt in Dresden;

TH Dresden: 1919 Oberass. für Technische Mechanik, 1921

Habilitation aufgrund der Schrift: „Zur Synthese der ebenen Mechanismen“,

10. Mai 1921 Antrittsrede als PD über „Die geschichtliche

Entwicklung und die heutige Bedeutung der Kinematik“, seit

1923 ao. Prof.; 1939 Berufung zum ord. Prof. für Getriebelehre

und Konstruktionslehre an der TH Berlin-Charlottenburg, Direktor

des Instituts für Getriebetechnik und Konstruktionslehre und

Leiter der Reuleaux-Sammlung, in den letzten Jahren des 2. WK

Gründung des Forschungsinstituts und der Prüfstelle für künstliche

Glieder

Quellen: SLUB – Diss. und Habilitationsschrift; Staatsarchivliste; Nr. 15266, Bl.

54; Nr. 15914, Bl. 140 R.; Dresdner Professorenlexikon; Studentenakte Nr. 2020;

W. Lichtenheldt: Hermann Alt † (Nachruf), in: Zeitschr. d. Vereins Deutscher

Ingenieure 96 (1954), S. 244

24


Alt, Wolfgang (Josef)

*07. August 1910 München; 28. Febr. 1928 Abi tur am Städt. Realgymnasium

Annenschule in Dresden-Neustadt; stud. Chemie

an der TH Dresden (12 Sem.), Dipl.-Ing. (Chemiker) 8. Juni 1932;

Diss.: „Versuche zur Herstellung von Farbstoffen „höherer Ordnung“

in der Reihe der Cyanine“ (wurde von Sept. 1932 bis Okt.

1933 im Institut für Farben- und Textilchemie ausgeführt, besonderer

Dank an Prof. Dr.-Ing. Walter König, an PD Dr. rer. techn. R.

Fleischer vom Physikalischen Institut, an den Direktor des Röntgenographischen

Instituts, Prof. Dr. rer. nat G. Wiedmann, und an

PD Dr.-Ing. M. Boetius vom organisch-chemischen Institut) (Dresden

1934: Herr, 75 Bl.); Ref./Korref.: König/Scholl; Dr.-Prüfung an

der TH Dresden am 21. Dez. 1933 „mit Auszeichnung“ bestanden,

Dr.-Di plom vom 20. Okt. 1934, Dr.-Ing.

Quellen: J 1934; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste

Althoff, Hugo

*18. Juni 1884 Ostbevern (Kreis Warendorf, Preußen), †06. Juni

1960 Bad Reichenhall; Eltern: Landwirte; A. war das 7. von 10

Kindern; 14. März 1906 Abi tur am Gymnasium in Warendorf;

Studium: TH Hannover (5 Sem.), TH Danzig (4 Sem.), Dipl.-Ing.

(Bauingenieur) TH Danzig 26. Okt. 1910; tätig im Tiefbauamt

der Stadt Erfurt; Diss.: „Die Strassenbreite in ihrer Abhängigkeit

vom Verkehr“ (Berlin: Carl Heymanns Verlag 1916, 80 S.; auch:

Technisches Gemeindeblatt, 19. Jg.); Ref./Korref.: Genzmer/Lucas;

Dr.-Prüfung an der TH Dresden am 3. Febr. 1915 „bestanden“,

Dr.-Di plom vom 3. Febr. 1915, Dr.-Ing.; seit 1914 Kriegsdienst,

zuletzt Ordonnanzoffizier, in den letzten Kriegstagen

schwere Kopfverletzung, die zum Verlust eines Auges führte und

schwierige plastisch-chirurgische Operationen nötig machte; seit

1919 Stadtbaurat: bis 1923 in Marienburg (hier auch 2. Bürgermeister),

bis 1927 in Frankfurt/Oder, 1928 in Breslau, danach bis

1933 Senator für Bauen, dann für öffentliche Arbeiten und Handel

im Senat der Freien Stadt Danzig; 1933 nach Rücktritt des Senats

Zwangspensionierung; hinfort fachfremde Tätigkeit: A. beteiligte

sich am Kunsthandwerksgeschäft einer guten Freundin, übernahm

25


Überseevertretungen und gründete 1935 ein eigenes Geschäft für

den Vertrieb von Überseeprodukten; 1944 vorübergehende Inhaftierung

im KZ Stutthoff; nach dem 2. WK zunächst in Bad

Freienwalde als Pächter eines kleinen Bauernhofs und beteiligt am

Einzelhandelsgeschäft seiner Lebensgefährtin; A. zog später nach

Ostbevern, von dort 1951 nach St. Mauritz-Sprakel (Münster) und

1958 nach Berlin-Zehlendorf; unter dem Pseudonym Felix Pöhler

verfasste er Artikel und Schriften, in denen er seine Nachkriegserfahrungen

verarbeitete; seit 1912 verheiratet mit Margarete geb.

Kling, 3 Söhne; 1 Tochter (mit der späteren Lebensgefährtin)

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; 1. Promovendenbroschüre, S.

17–21

Altmann, Ernst

Diss.: „Die indus trielle Verwertung der textilen Abfälle“ (182 S.);

Dr.-Di plom der TH Dresden vom 8. August 1925; Neudorf/Spree,

heutige „Spreemühle Pappen- und Kartonagefa brik GmbH“: 1842

begründet, mehrfacher Besitzerwechsel, 1930 Umwandlung der

GmbH in AG, 1938 Konkurs: Konkursverwalter Dr.-Ing. Ernst

Altmann gründete nach Abwicklung die „Spreemühle“ GmbH, die

selbstentwickelte Spezialpappen für die Auto- und Radioindus trie

lieferte, insbesondere für die Adam Opel AG in Rüsselsheim; A.

war „Jude“ und musste Ende 1944 seinen Betrieb aufgeben, der

unter neuer Leitung weiterlief

Quellen: J 1926; online: „Spreemühle Pappen- und Kartonagefa brik GmbH“ in

Neudorf/Spree

Altmann, Fritz (Gerhard)

*4. A pril 1899 Zittau, †19. August 1973; Eltern: Reichsbahn-Sekretär

Friedrich August A. und Minna geb. Schaf; ab Ostern 1909

Realgymnasium Zittau, Kriegsdienst vom 21. Juli 1917 bis zum

3. A pril 1919, Reifeprüfung nach Rückkehr aus dem Feld; stud.

Maschinenbau an der TH Dresden 1919 bis 1922, Dipl.-Ing; Tätigkeit

in Dresden: 1922/23 Betriebsingenieur bei Ica, 1923 bis

1938 Ass. an der TH Dresden bei Prof. Kutzbach; Diss.: „Zahnform

und Schmierung“ (Berlin: VDI-Verlag 1932, Teildruck unter

26


dem Titel: „Schraubgetriebe, ihre mögliche und zweckmäßigste

Ausbildung“, unter anderem Titel in: Maschinenbau, 1928/29); Dr.-

Prüfung an der TH Dresden am 14. Mai 1927, Dr.-Di plom vom

5. Juli 1927, Dr.-Ing.; 1937 Habil. an der TH Dresden aufgrund

der Schrift „Bestimmung des Zahnflankeneingriffs bei allgemeinen

Schraubgetrieben“; 1938 bis 1945 Leiter der Forschungs- und

Entwicklungsabteilung für Getriebebau der Firma Rheinmetall-

Borsig AG in Düsseldorf, gleichzeitig 1943 bis 1945 Prof. an der

Staatl. Akademie für Technik Chemnitz; 1945 bis 1949 Oberingenieur

in der „Thüringer Metallwerke AG“ Münchenberndorf; 1949

Braunschweig: wiss. Mitarbeiter bei der Physikalisch-Technischen

Bundesanstalt, Leiter des Laboratoriums für Längen- und Flächenmessmaschinen;

1950 bis 1964 TH Hannover: erst Doz., dann

Prof. für Getriebetechnik; Schriften u. a.: „Schraubgetriebe, ihre

mögliche und ihre zweckmäßigste Ausbildung“ (1932), „Werkstoffsparen

im Zahnradgetriebebau“ (1942)

Quellen: J 1932; J 1937; SLUB – Dissertation; Nr. 15869; P 1956; K 1961

Anacker, Franz (Georg)

*20. A pril 1885 Leipzig-Volkmarsdorf; Eltern: Franz A., Dampfziegeleibesitzer,

und Hedwig geb. Fölgner; Schulbildung: in Leipzig

Bürgerschule und Realschule bis zum Einjährig-Freiwilligen-

Zeugnis, dann in Halle Städtische Oberrealschule; Praxistätigkeit;

Gewerbeakademie in Chemnitz, hier Sept. 1906 Reifezeugnis;

stud. Hochbau an der TH Dresden von WS 1906/07 bis SS 1910,

Vorprüfung Okt. 1909 bestanden, Hauptprüfung Okt. 1910 gut

bestanden, Dipl.-Ing. (Architekt) 29. Okt. 1910; Diss.: „Die städtebauliche

Entwicklung der Stadt Leipzig“; Ref./Korref.: Gurlitt/

Schneegans; Dr.-Prüfung an der TH Dresden am 16. A pril 1917

„bestanden“, Dr.-Di plom vom 28. A pril 1917, Dr.-Ing.; tätig in

Leipzig 1929, 1936, Büro/Arbeitsgemeinschaft „Anacker und Ladewig“;

BDA

Quellen: Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 2037; online: Ulrich Bücholdt:

Historisches Architektenregister für den deutschsprachigen Raum (etwa

1890–1965).

27


Anders, Guido (Bernhard)

*31. Januar 1895 Dresden; Eltern: Bernhard A., kaufmännischer

Angestellter bei der Firma Gehe&Co, und Helene geb. Kade;

1 jüngerer Bruder, erwerbsunfähig; 1914 Reifezeugnis an der

Dreikönig schule; Kriegsteilnehmer bei Telegrafentruppen von

August 1914 bis Sept. 1917 in Belgien, Tirol, Serbien, Mazedonien,

Frankreich, Rumänien, beim Telegrafenbau verunglückt, als

Kriegsbeschädigter aus dem Heer entlassen; stud. ET in der Mech.

Abt. der TH Dresden von WS 1917 bis SS 1921, Vorprüfung im

Febr. 1919 mit Auszeichnung, Hauptprüfung im Dez. 1920 gut

bestanden, Di plomarbeit bei Barkhausen: „Untersuchung eines

Paulsen-Generators“ (1b), Dipl.-Ing. 23. Dez. 1920; seit 1921 tätig

am Telegrafen-Technischen Reichsamt in Berlin, Versuchsabteilung;

Diss.: „Quantitative Empfangsmessungen in der Funktelegraphie“

(96 S.); Ref./Korref.: Barkhausen/Görges; Dr.-Di plom der

TH Dresden vom 23. A pril 1925, Dr.-Ing.; Mitbearbeiter am „Taschenbuch

der drahtlosen Telegraphie und Telephonie“ (hrg. von

Fritz Banneitz), 1927

Quellen: J 1926; SLUB – Dissertation; Studentenakte Nr. 2043

Anders, Karl (Friedrich)

*09. Januar 1886 Schlunzig bei Zwickau; Eltern: Bruno A., Betriebssekretär

an den Kgl. Sächs. Staatseisenbahnen, und Marie

geb. Starke; einziger Sohn; durch Versetzungen des Vaters bedingt

mehrfacher Umzug der Familie: nach Annaberg, nach Geyer (Erzgebirge),

nach Dresden; Schulbildung: 6 Jahre höhere Volksschule

in Plauen bei Dresden, ab Ostern 1897 Annenschule, dort am 10.

März 1906 Abi tur (der Lehrer Dr. Thallwitz hatte sein Interesse

für Chemie gestärkt); stud. Chemie an der TH Dresden seit SS

1906, Vorprüfung im Mai 1908 gut bestanden, Hauptprüfung im

März 1911 bestanden, Dipl.-Ing. (Chemiker) 10. März 1911; Diss.:

„Über die Gewinnung von Wasserstoffsuperoxyd aus Überschwefelsäure

und ihren Salzen“ (wurde von Januar 1911 bis März 1912

im Laboratorium für Elek trochemie und physikalische Chemie der

TH Dresden ausgeführt, besonderer Dank an Professor Dr. Fritz

Foerster) (Dresden: Schönfeld 1913, 128 S.); Ref./Korref.: F. Foers-

28


ter / E. Müller; Dr.-Prüfung am 17. Juli 1913 mit „Gut“ bestanden,

Dr.-Di plom vom 17. Juli 1913, Dr.-Ing.

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 2045

Andrae, Walter (Ernst)

*18. Februar 1875 Anger bei Leipzig, †28. Juli 1956 Berlin; Eltern:

Karl Hermann A., Kgl. Eisenbahnbauinspektor, dann Geheimer

Ober-Baurat, und Sidonie geb. Schmidt; 4 jüngere Geschwister: 1

Bruder, 3 Schwestern; 16. März 1893 Abi tur an der Fürsten- und

Landesschule Grimma; stud. Hochbau an der TH Dresden seit SS

1894, Frühjahr 1898 1. Staatsprüfung; 1899 Ass. bei den deutschen

Ausgrabungen von Babylon unter Robert Koldewey; Dipl.-Ing. (Architekt)

20. Juli 1903 TH Dresden; 1903 bis 1914 Leitung der Ausgrabungen

in Assur; Diss.: „Der Anu-Adad-Tempel in Assur. Die

ältere Anlage“ (Leipzig: August Pries, 1909); Ref./Korref.: Gurlitt/

Bruck; Dr.-Prüfung am 6. Nov. 1908 „mit Auszeichnung“ bestanden,

Dr.-Di plom vom 23. Nov. 1908, Dr.-Ing.; von 1914 bis 1919

als Hauptmann der Reserve Kriegsteilnahme in Frankreich, Mesopotamien,

Persien und Palästina; seit 1921 Kustos für auswärtige

Unternehmungen bei den Staatl. Museen Berlin (als Nachfolger

von Koldewey), 1928 Direktor der Vorderasiatischen Abteilung der

Berliner Museen, 1930 eröffnete A. dort die neu eingerichteten Babylon-Säle,

zugleich seit 1923 apl. Prof., seit 1946 Ordinarius für

Baugeschichte und Bauaufnahme an der TU Berlin; seit 1952 im

Ruhestand; 1953 Großes Verdienstkreuz der BRD; Publikationen

insbesondere über die Ergebnisse seiner Ausgrabungen in Babylon

und Assur; verheiratet mit Emma A., 3 Söhne, 1 Tochter;

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; K 1954; Studentenakte Nr.

2059; Wikipedia: Walter Andrae

Andreas, Herbert (Kurt)

*13. Dezember 1904 Dresden; Vater: Kaufmann Kurt A.; Schulbildung:

Volksschule, Realschule zu Dresden-Seevorstadt, sprachliche

Abteilung der Oberrealschule zu Dresden-Johannstadt, dort

Reifezeugnis; stud. Volkswirtschaft an der TH Dresden seit SS

1924, zugleich von A pril 1924 bis Januar 1925 Volontariat im Bank-

29


haus Grieshammer & Söder in Dresden, Vorprüfung im Jan. 1928,

Hauptprüfung im Mai 1928 jeweils bestanden, Di plom-Volkswirt

Mai 1928; Sept. 1928 Gewerbereferendar beim Sächs. Arbeits- und

Wohlfahrtsministerium in Dresden; Diss.: „Die Verschmelzung

von Genossenschaften, insbesondere von Kreditgenossenschaften“

(o. O. 1943, 144 Bl.); Ref./Korref.: Schultz/Hertlein; Dr.-Prüfung

an der TH Dresden am 14. Dez. 1943, Dr.-Di plom vom 7. Febr.

1944, Dr. rer. pol.

Quellen: J 1944/45; SLUB – Dissertation; Studentenakte Nr. 2062

Angelieff, Georg

*28. September 1896 Pasartjik (Bulgarien); Vater: Oberst Peter

A.; 1914 Abi tur in Bulgarien; ab 1915 in der bulgarischen Armee,

zuletzt Oberleutnant; nach dem 1. WK Studium der ET an

der TH Berlin, ab 1921 an der TH Darmstadt, hier Vorprüfung

1922, Hauptprüfung 1923, Dipl.-Ing.; 1924/25 an der TH Dresden

zwecks Promotion immatrikuliert; Diss.: „Elek trolytische Oxydation

des Formaldehyds in alkalischer Lösung“ (wurde 1924 im Institut

für Elek trochemie und physikalische Chemie der TH Dresden

ausgeführt, besonderer Dank an Prof. Dr. phil. Erich Müller) (124

S.); Ref./Korref.: E. Müller / F. Foerster; Dr.-Di plom der TH Dresden

vom 13. Febr. 1925, Dr.-Ing.

Quellen: J 1926; SLUB – Diss.; Studentenakte Nr. 2073

Appuhn, Walter (Franz Otto Friedrich)

*28. A pril 1903 Kassel; 25. Sept. 1926 Abi tur an der Staatl. Gewerbeakademie

Chemnitz; Studium an der TH Dresden (12 Sem.),

Dipl.-Ing. (Elek troingenieur) 22. Mai 1933; Diss.: „Einrichtung

zur Verminderung der Lichtwelligkeit bei wechselstrom-betriebenenen

Metalldampf-Leuchtröhren“ (Dresden 1936: Franke, 24

S.); Ref./Korref.: Sewig/Güntherschulze; Dr.-Prüfung am 27. Juni

1936 mit „Sehr gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 11. März 1937,

Dr.-Ing.

Quellen: J 1937; SLUB – Diss.; Staatsarchivliste

30


Arendt, Rudolf (Leopold)

*6. Juli 1908 Campina (Rumänien); 8. März 1927 Abi tur an der

Sachsenhäuser-Oberrealschule in Frankfurt/Main; Studium: TH

Hannover (4 Sem.), TH Dresden (8 Sem.), hier Dipl.-Ing. (Bauingenieur)

9. Juni 1933; Diss.: „Die angenäherte Berechnung von

Fachwerkschwingungen bei gelenkigen und biegungssteifen Stabverbindungen“

(Borna-Leipzig 1939: Noske, 23 S.); Ref./Korref.:

Beyer/Lagally; Dr.-Prüfung am 5. Nov. 1938 mit „Sehr gut“ bestanden,

Dr.-Di plom vom 21. A pril 1939, Dr.-Ing.

Quellen: J 1939; Staatsarchivliste

Arlt, (Johann) Willy

*21. Dezember 1879 Görlitz; Eltern: Waldemar A., Sergant und Bataillonssekretär,

und Martha A.; 24. März 1899 Abi tur am Realgymnasium

in Chemnitz; Studium an der TH Dresden (10 Sem.),

Dipl.-Ing. (Maschineningenieur) 16. Dez. 1905; Diss.: „Untersuchungen

über Wetterführung mittels Lutten“ (besonderer Dank an

Professor Dr. Mollier, an Prof. Dr.-Ing. Nägel, an den Direktor des

Zwickauer-Oberhohndorfer Steinkohlenbauvereines M. Däbritz,

an die Angestellten des Maschinenlaboratoriums, namentlich

Hienzsch und Linke, und an den Techniker Jacob) (Berlin 1910,

in: Mitteilungen über Forschungsarbeiten auf dem Gebiete des Ingenieurwesens,

H. 115); Ref./Korref.: Mollier/Nägel; Dr.-Prüfung

am 23. Juli 1909 „mit Auszeichnung“ bestanden, Dr.-Di plom vom

23. Juli 1910, Dr.-Ing.

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Ratsarchiv Görlitz, Kathrin

Reimann, Mitteilung vom 22. Mai 2014

Arndt, Martin (Friedrich)

*10. November 1883 Dresden, †11. Februar 1948; 04. März 1904

Abi tur an der Dreikönig schule in Dresden-Neustadt; Studium

an der TH Dresden (11 Sem.), Dipl.-Ing. (Bauingenieur) 12. Nov.

1910; Diss.: „Untersuchungen über die Entwicklung des Hamburger

Hafens“ (Berlin: Krayn 1913, 75 S.; unter dem Titel: „Seehafenentwicklung

unter besonderer Berücksichtigung des Hamburger

Hafens“ in den „Schriften des Verbandes Deutscher Di plom-

31


Ingenieure“, 10); Ref./Korref.: Engels/Lucas; Dr.-Prüfung am 11.

Januar 1913 „mit Auszeichnung“ bestanden, Dr.-Di plom vom 14.

Januar 1913, Dr.-Ing.; tätig lange Zeit bei der Firma Holzmann, zuletzt

Vorstandsmitglied, ab Herbst 1945 lag die Verantwortung für

die Firma im wesentlichen auf seinen Schultern

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; online: (Firmengeschichte);

Handbuch Akt.-Ges. (1943), 3489 (Holzmann-Vorstand u. a.)

Arnold, Hans (Karl Richard)

*21. Juni 1900 Kamenz; Eltern: Richard A., Fa brikbesitzer, Tuchfabrikant,

und Elfriede geb. Heinrich; Schulbildung: in Kamenz

Städt. Bürgerschule von Ostern 1906 bis Ostern 1910, dann bis

Ostern 1913 Progymnasium und von Ostern 1913 bis Februar 1916

Lessingschule, dort Einjährig-Freiwilligen-Zeugnis, von März

1916 bis Januar 1918 Oberrealschule in Bautzen, hier Notreife

am 19. Jan. 1918; seit 16. Febr. Heeresdienst als Fahnenjunker des

Infanterie-Reg. 178, seit Mai 1918 an der Westfront, hier am 13.

Sept. 1918 schwer verwundet; stud. Chemie seit SS 1919 an der

Univ. Jena, unterbrochen durch Lazarettaufenthalte in Jena und

Freiburg i. B. von Juli 1919 bis Okt. 1920, zum WS 1921/22 Wechsel

an die TH Dresden, in den Semesterferien praktische Tätigkeit

in Indus trie-Laboratorien (Gaswerk Reick, Deutsche Erdöl AG

Rositz, IG Farbenfa brikriken Leverkusen), Vorprüfung im Mai

1927, Hauptprüfung im Dez. 1927 bestanden (Di plomarbeit bei

Prof. König – 1b), Dipl.-Ing. (Chemiker) Dez. 1927; seit Febr. 1928

im Deutschen Forschungsinstitut für Textilindus trie in Dresden

tätig; Diss.: „Beiträge zur Theorie des Filzprozesses“ (besonderer

Dank an den hochverehrten Lehrer Professor Dr. Krais, Direktor

des Deutschen Forschungsinstituts für Textilindus trie, an die Firma

Gebrüder Marthaus, Filzfa briken, Oschatz i. S., an die Guben-

Rastatter Hutstoffwerke AG, Guben, an die Berlin-Gubener Hutfabrik

AG., Abteilung Berthold Lissner, Guben, an die Lederfa brik

Louis Bierling, Dresden und an die Firma Hentschel & Pönisch,

Friseurgeschäft, Dresden) (Leipzig 1929: Edelmann, 78 S; auch

32


in: Leipziger Monatsschrift für Textilindus trie); Dr.-Di plom vom

9. August 1929, Dr.-Ing.

Quellen: J 1930; SLUB – Dissertation; Studentenakte Nr. 2088

Arnold, Martin (Ernst)

*18. A pril 1912 Dresden; 13. März 1931 Abi tur an der Dreikönigschule

(Realgymnasium) in Dresden; Studium: Universität Graz (1

Sem.), TH Dresden (9 Sem.), hier Kandidat des höheren Schulamts

24. Nov. 1936; Diss.: „Einfluß von Funkenart (Länge) und Elektrodenmaterial

auf die Schlagweitenvergrößerung durch Ultraviolettbelichtung

mit dem Stoßfunken“ (Leipzig: Hirzel 1939; auch:

Physikalische Zeitschrift, Jg. 40, Nr. 22, S. 687–695); Ref./Korref.:

Falkenhagen/Tomaschek; Dr.-Prüfung an der TH Dresden am 16.

März 1939 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 16. Dez. 1939,

Dr. rer. nat.

Quellen: J 1939; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste

Arnold, Rudolf (Alwin Gerhard)

*23. A pril 1908 Oschatz (Sachsen), †8. Januar 1994 Frankfurt/

Main; am 21. Febr. 1924 Abschluss der Realschule in Oschatz; Besuch

der Staatl. Akademie für Technik Chemnitz, hier 28. Sept.

1929 Abi tur; stud. Volkswirtschaft an der TH Dresden (10 Sem.),

Di plom-Volkswirt 24. Juli 1934; Diss.: „Fürsorgepflicht und Arbeitsschutz

in ihren gegenseitigen Beziehungen. Eine historischsystematische

Betrachtung“ (Dresden: Dittert 1938, 121 S.); Ref./

Korref.: Nikisch/Wilken; Dr.-Prüfung am 1. Juli 1938 mit „Sehr

gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 24. August 1938, Dr. rer. oec.

Quellen: J 1938; Staatsarchivliste; Stadtarchiv Oschatz, Marcus Büttler, Nachricht

vom 15. Juli 2014 (Sterbeeintrag)

Asmanow, Assen

aus Stara Zagora (Bulgarien); stud. Chemie an der TH Dresden

von 1912 bis 1920; Dipl.-Ing. (Fa brikingenieur); Diss.: „Ueber die

Oxydation des zweiwertigen Chroms unter Wasserstoffentwicklung

in wässriger Lösung“ (78 S.) (Publikation 1927 unter glei-

33


chem Titel in: Zeitschrift für anorganische und allgemeine Chemie,

Vol. 160, H. 1, S. 209–221); Ref./Korref.: F. Foerster / E. Müller;

Dr.-Prüfung am 6. März 1924, Dr.-Di plom der TH Dresden vom

18. März 1924, Dr.-Ing;

Quellen: J 1926; SLUB – Dissertation

Assmann, Adolf

*15. März 1904 Dresden, †Juli 1962 (Autounfall); 15. März 1923

Abi tur am König-Georg-Gymnasium; stud. ET an der TH Dresden

(13 Sem.), Dipl.-Ing. (Elek troingenieur) 14. Januar 1930; Diss.:

„Studien zur Messung der Platzhelligkeit bei Tagesbeleuchtung mit

besonderer Berücksichtigung der Tageslichtquotienten“ (Dresden

1932: Menzel, 23 S.); Ref./Korref.: Süpfle/Hofmann; Dr.-Prüfung

am 21. Juli 1932 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 10. August

1932, Dr.-Ing; Bühnentechniker, langjähriger Ass. und Mitarbeiter

von Adolf Linnebach in Dresden und München; Technische Direktor

der Württembergischen Staatstheater

Quellen: J 1932; SLUB – Dissertation; online: Chronik der DTHG, Bd. 2–1962

Augestad-Jensen, Halvard

*13. Juni 1895 Larvik (Norwegen); Vater: Dr. Augestadt; Reifeprüfung

der sprachlich-geschichtlichen Linie der Larvik-Schule für

höhere allgemeine Bildung; von Sept. 1904 bis Juni 1905 Arbeit

im Chemischen Laboratorium der Univ. Christiania; stud. Chemie

an der TH Dresden seit WS 1915, Vorprüfung im Mai 1920,

Hauptprüfung im Juni 1920 jeweils gut bestanden, Dipl.-Ing.

(Chemiker) 24. Juni 1920; Diss.: „Studien in der Thiophenreihe.

I. Ueber die Kondensation von Diazoessigester und Thiophen. II.

Ueber die Einwirkung von Sublimat auf Thiophenhomologe und

die Bildung quecksilberhaltiger Ringsysteme“ (wurde in der Zeit

von Nov. 1920 bis Juni 1922 im organisch-chemischen Institut der

TH Dresden ausgeführt, besonderer Dank an seinen Lehrer, Prof.

Dr.-Ing. W. Steinkopf); Dr.-Di plom der TH Dresden von (1922),

Dr.-Ing.

Quellen: SLUB – Dissertation; Studentenakte Nr. 2116

34


Aurich, Hans (Otto)

*08. August 1911 Plauen (Vogtland), †nicht vor 1996; 7. März 1931

Abi tur am Städt. Realgymnasium Plauen; Studium: Univ. Wien (2

Sem.), TH Dresden (8 Sem.), hier Dipl.-Ing. (Chemiker) 20. Dez.

1935; Diss.: „Der Einfluß der Fällungsbedingungen auf die Eigenschaften

von Blanc fixe und seine Gütebeurteilung für die Verwendung

in der Papierindus trie“ (Dresden 1938: Pilling, 47 S.); Ref./

Korref.: F. Müller / Manegold; Dr.-Prüfung an der TH Dresden am

27. Mai 1938 mit „Sehr gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 11. Nov.

1938, Dr.-Ing.; arbeitete bei der Firma Hoechst AG, Frankfurt-

Hoechst, als Rentner in Hofheim wohnend

Quellen: J 1938; SLUB – Diss.; Staatsarchivliste; online: „Nachrichten aus der

Chemie“, 1996 (85. Geburtstag)

Avenarius, Richard (Friedrich Hans)

*27. Juli 1899 Charlottenburg; Vater: Chemiker Dr. phil. Curt A.;

von Mai 1917 bis Dez. 1918 als Einjährig-Freiwilliger im Feldheer;

Dez. 1919 Abi tur am Kaiser-Wilhelm-Realgymnasium Berlin nach

Kriegsteilnehmerkurs; stud. Chemie seit WS 1919/20 an den THs

Charlottenburg, München, wieder Charlottenburg und ab SS 1926

Dresden, hier Vorprüfung im Okt. 1927 gut bestanden, Schlussprüfung

im Juli 1928 bestanden (Di plomarbeit bei Scholl: „Synthesen

hochmolekularer Kohlenwasserstoffe durch Ringschlüsse an

di-ortho-methylierten Di-alpha-naphtoylbenzolen und Versuche

zur Darstellung des Anthraceno-(1,2)-1,2-anthracens“ – 1b); Dipl.-

Ing. (Chemiker) 13. Juli 1928; ab März 1929 Ass. am Organischchemischen

Institut der TH Dresden; Diss.: „Über die Oxydation

von Paraffin zu Fettsäuren“ (besonderer Dank an Professor Dr.-

Ing. Wilhelm Steinkopf) (Libau: Meyer 1931, 43 S.); Ref./Korref.:

Steinkopf/Heiduschka; Dr.-Di plom vom 9. Januar 1931, Dr.-Ing.

Quellen: J 1931, SLUB – Dissertation; Studentenakte Nr. 2133

Avramescu, Aurel (Flaviu Sabin)

*17. Juni 1903 Radna (Rumänien), †29. Oktober 1985 Bukarest;

Eltern: Vasile A., Dr. jur., später Gerichtspräsident in Arad, und

Victoria A.; ein Bruder; am 27. Juni 1921 Abi tur am Staats-Lyze-

35


um „Moise Nicvara“ in Arad (Rumänien) (anerkannt durch VO

des Sächs. Ministeriums für Volksbildung vom 12. März 1932);

stud. seit WS 1924/25 ET an der TH Dresden (10 Sem.), Dipl.-Ing.

(Elek troingenieur) 5. Juli 1928; in Bukarest tätig in der Generaldirektion

der Post; 1937 zur weiteren Qualifikation nach Deutschland,

Einreichen der Dissertation an der TH Dresden; Diss.: „Beiträge

zur Berechnung der Kurzschlusserwärmung“ (Bucuresti

1937: Monitorul Oficial Si Imprimeriile Statului, 74 S.); Ref./Korref.:

Binder/Lagally; Dr.-Prüfung am 3. Mai 1937 mit „Sehr gut“

bestanden“, Dr.-Di plom vom 22. Sept. 1937, Dr.-Ing.; von 1939 bis

1952 bei der Rumänischen Gas- und Elektrizitätsgesellschaft; seit

1952 beim Elek trotechnischen Forschungsinstitut in Bukarest; seit

den 1930er Jahren nebenamtlich Lehre an der TH Bukarest, dort

1943 Habil. und 1946 Prof.; seit 1939 korrespondierendes, seit 1947

ord. Mitglied der Rumänischen Akademie der Wissenschaften; A.

sprach Rumänisch, Russisch, Deutsch, Englisch und Französisch

und publizierte in diesen Sprachen etwa 150 wiss. Arbeiten u. a.

zu den Themenkreisen Hochspannung, Überspannung und partielle

Entladung, Automation, in seinen späteren Jahren war er einer

der Pioniere der wiss. Bibliographie; Buch: „Quantifying Scientific

Information Diffusion“, 2003 (posthum); Hobbies seit der frühen

Jugend: Musizieren (Geige) und Zeichnen; seit 1933 verheiratet

mit der Frauenärztin Dr. med. Maria Alexiu (1905–1995)

Quellen: J 1937; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; 2. Promovendenbroschüre,

S. 177–185

Axhausen, Bernhard (Albert Gustav)

*28. August 1906 Landsberg/Warthe, † Januar 1967 Berlin; Vater:

Fa brikbesitzer Alfred A.; 3. März 1926 Abi tur am Staatl. Gymnasium

in Landsberg; zweieinhalbjährige praktische Tätigkeit in

einer Bastfaserspinnerei; Studium: TH München (4 Sem.), TH

Dresden (5 Sem.), hier Dipl.-Ing. (Textiltechnik) 9. März 1933; bis

Sept. 1936 Betriebsingenieur in der Bastfaserspinnerei, danach

wiss. Ass. am Institut für Textil- und Papiertechnik der TH Dresden;

Diss.: „Die elektrische Leitfähigkeit von Spinnstoffen und

ihre Auswirkung auf die elektrostatische Aufladung“ (Leipzig:

36


Klepzig 1940, 36 S.); Ref./Korref.: Meister/Stuart; Dr.-Prüfung am

27. Juli 1939 „mit Auszeichnung“ bestanden, Dr.-Di plom vom 27.

Febr. 1940, Dr.-Ing.

Quellen: J 1940; SLUB – Dissertation (mit Lebenslauf); Staatsarchivliste

Ay, Herbert

aus Mittweida (Sachsen); Dipl.-Ing.; Diss.: „Ueber Vorkommen

und Wirkung von Phosphatase und Phosphatese während der Keimung

des Hafers“ (Nürnberg-Zirndorf 1930: Bollmann & Co., 22

S.); Ref./Korref.: Heiduschka/Scholl; Dr.-Di plom der TH Dresden

vom 21. Juli 1930, Dr.-Ing.; bis 15. Sept. 1933 Ass. von Heiduschka

(verließ die TH auf eigenen Wunsch, um eine andere Stelle anzutreten)

Quellen: J 1930; SLUB – Dissertation; Nr. 15667, Bl. 1–3

Baatz, Ernst

stud. Bauingenieurwesen an der TH Dresden von WS 1931/32 bis

SS 1938 (mit Unterbrechung); Diss.: „Bodenphysikalische Untersuchungen

der Plänermergel“ (o. O. 1944, 50 Bl.); Dr.-Di plom der

TH Dresden vom 8. A pril 1944

Quellen: J 1944/45; Alumnidatei

Bachl, Herbert

*8. August 1907 Klagenfurth (Kärnten, Österreich), †1. Juli 1979

„in seinen geliebten Bergen“; Vater: Ing. Dr. iur. Béla B., Oberstleutnant

d. R., Außig (Berufsoffizier im österreichischen Geniestab,

studierte nach seinem Abschied 1919 Jura); Schulbildung: Deutsche

Militärschule in Przemysl, Volksschule und Realgymnasium

in Graz, Übersiedlung in die Heimatstadt Außig, 17. Juni 1925

Abi tur an der Staatsrealschule in Außig; Studium des Maschinenbaus:

TH Dresden (4 Sem.), hier Vorprüfung im Juli 1927 gut bestanden,

TH Berlin (4 Sem.), hier Dipl.-Ing. (Maschineningenieur)

11. Dez. 1929; Diss.: „Untersuchungen an einer mengengesteuerten

Speisewasserregelung“ (Charlottenburg 1938: Studentenwerk, 29

S.); Ref./Korref.: Pauer/Mehlig; Dr.-Prüfung an der TH Dresden

37


am 29. Juni 1938 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 20. Sept.

1938, Dr.-Ing.; Schrift: Energiebilanz und Rentabilität von Heizkraftwerken,

1961 Springer-Verlag (78 Seiten, 20 Abb.) u. a.; Prof.,

Direktor der Städt. Werke München

Quellen: J 1938; Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 2144; online: Veröffentlichung

vom Hilfsverein Außig e. V.: Gedenken an die Verstorbenen, darunter

Prof. Dr.-Ing. Herbert Bachl

Bachmann, Erich (Hellmuth)

*3. Oktober 1900 Somsdorf (bei Dresden); Vater: Gutsbesitzer Max

B., Somsdorf; Reifezeugnis der Oberrealschule zu Dresden; studierte

an der TH Dresden seit WS 1921/22, Vorprüfung im März

1924, Schlussprüfung im Juli 1925 bestanden (Di plomarbeit bei

Prof. Wawrziniak), 16. Juli 1925 Dipl.-Ing.; Diss.: „Beiträge zur

Kenntnis der Zerspanung von Gußeisen und Stahl auf der Innenschleifmaschine“

(Dresden-Neustadt 1929: Päßler, 61 S.); Dr.-

Di plom der TH Dresden vom 28. Nov. 1928, Dr.-Ing.

Quellen: J 1929; Studentenakte Nr. 2145

Bachmann, Herbert (Ernst)

*25. Februar 1900 Dohna (Sachsen); 1. August 1918 Abi tur am

Realgymnasium Annenschule Dresden; Studium: Univ. Jena (2

Sem.), TH Dresden (22 Sem.), hier Dipl.-Ing. (Chemiker) 22. Dez.

1930; Diss.: „Über den Einfluß des Anions auf die elektrolytische

Abscheidung und Auflösung von Cadmium und Zink“; Ref./Korref.:

E. Müller / Lottermoser; Dr.-Prüfung am 1. Febr. 1933 mit

„Sehr gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 6. März 1933, Dr.-Ing.

Quellen: Staatsarchivliste

Bachmann, Richard (Friedrich August)

*05. August 1883 Dresden, †11. Februar 1946 Falkensee; Eltern:

Friedrich August B., Büroassistent, Eisenbahnsekretär († vor 1903),

und Agnes Clara Marie geb. Fichte, Vormund bei Studienbeginn:

Frl. Gertrud Bachmann, Dresden; 10. März 1903 Abi tur an der

Dreikönig schule in Dresden (Realgymnasium); stud. ET an der

TH Dresden (12 Sem.), Vorprüfung im A pril 1906 gut, Hauptprü-

38


fung im Febr. 1910 mit Auszeichnung bestanden, Dipl.-Ing. (Elektroingenieur)

4. Febr. 1910; Diss.: „Die thermischen Grundlagen

der Ölkühlung elektrischer Apparate insbesondere von Transformatoren“

(Borna-Leipzig: Noske); Ref./Korref.: Görges/Kübler;

Dr.-Prüfung am 9. Febr. 1914 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom

vom 11. Febr. 1914, Dr.-Ing.

Quellen: Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 2153; Stadtarchiv Dresden, 6.4.25

– 3.2.2-18, Nr. 1263 (Sterbevermerk)

Bachmann, Walther (Ernst)

*08. Mai 1883 Leipzig, †1958; Vater: Postdirektor Friedrich B., zuletzt

Dresden; Schulbildung: ab Ostern 1889 erst Bürgerschule,

dann Realschule zu Grimma, ab Herbst 1898 Realgymnasium in

Plauen (Vogtland), hier am 17. März 1902 Abi tur; stud. Hochbau

an der TH Dresden (9 Sem.), Vorprüfung im Mai 1907, Hauptprüfung

im Juli 1907 jeweils gut bestanden, Dipl.-Ing. (Architekt) 17.

Juli 1907; Diss.: „Kirchen und Moscheen in Armenien und Kurdistan“

(Leipzig: Pries); Ref./Korref.: Gurlitt/Bruck; Dr.-Prüfung am

27. Febr. 1912 „mit Auszeichnung“ bestanden, Dr.-Di plom vom 21.

Mai 1912, Dr.-Ing.; habilitiert, PD an der Hochbauabteilung der

TH Dresden bis Sommer 1923; Architekturhistoriker in Dresden

Quellen: Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 2155; Nr. 15266, Bl. 90; online:

EMAGINES-Projekt des Deutschen Archäologischen Instituts und der Universität

Köln zur Sicherung der auf historischen Glasplatten befindlichen Informationen

durch Digitalisierung (Archäologie der Mittelmeerländer betreffend,

darunter rund 1000 Glasplatten und Positive aus dem Nachlass von Walther

Bachmann)

Bachmann, Willi (Willy)

aus Mügeln, stud. von WS 1918/19 bis WS 1920 Chemie an der TH

Dresden (und von SS 1931 bis SS 1932 noch einmal auf höheres

Schulamt); Diss.: „Über die Entgasungswärme von Steinkohlen“

(54 S.); Dr.-Di plom der TH Dresden vom 14. Juli 1924, Dr.-Ing.

Quellen: J 1926; Alumnidatei

39


Bader, Friedrich (Leopold Gustav)

*24. März 1877 Dessau; Eltern: Fleischermeister Gustav B. und

Adelheid geb. Perl; 26. Febr. 1897 Abi tur am Realgymnasium in

Dessau; Studium: Univ. Marburg (1 Sem.), TH Berlin (16 Sem.),

hier Dipl.-Ing. (Bauingenieur) 23. Januar 1906; Diss.: „Vortrieb

und Ausbolzung von Gebirgstunneln“ (Berlin: Springer); Ref./

Korref.: Lucas/Mehrtens; Dr.-Prüfung am 26. Juli 1911 mit „Gut“

bestanden, Dr.-Di plom vom 26. Juli 1911, Dr.-Ing.

Quellen: Staatsarchivliste; Stadtarchiv Dessau-Roßlau, Frank Kreißler, Mitteilung

vom 26. Mai 2014

Bader, Hans (Georg)

*01. Oktober 1887 Geithain (Sachsen), †1969 Göttingen; Eltern:

Otto Camillo B., Premierlieutnant, Rittmeister, und Elisabeth geb.

Zschille; Schulbildung: seit Frühjahr 1894 Bürgerschule in Bautzen,

Leipzig und Baden-Baden, ab Herbst 1897 Gymnasium zu

Baden-Baden, dort am 13. Juli 1906 Abi tur; Studium des Maschinenbaus:

TH München (4 Sem.), hier Vorprüfung Ende SS 1909,

TH Dresden (5 Sem., seit WS 1909), hier Hauptprüfung im März

1912 gut bestanden, Dipl.-Ing. (Maschineningenieur) 15. März

1912; Diss.: „Einführung in die Dynamik der Flugzeuge mit besonderer

Berücksichtigung der mechanischen Aehnlichkeit“ (Berlin:

Schade 1915, 50 S.); Ref./Korref.: Mollier/Nußelt; Dr.-Prüfung

am 14. Juli 1914 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 15. Juli

1914, Dr.-Ing.; Buch: Flugzeugbaukunde. Eine Einführung in die

Flugtechnik, 1924

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 2158; online:

Hans Sarkowski, Hans-Dietrich Kaiser: Der Springer-Verlag: Katalog

seiner Veröffentlichungen 1842–1945, Bd. 2; Geithain, Bürgermeisterin Romy

Bauer, Nachricht vom 23. Mai und 3. Juni 2014 (Sterbeangaben); Geithainer

Heimatverein e. V. – Bernd Richter, Ralf Niemann, Mitteilung vom 20. Juni 2014:

Kirchenbuch Geithain, Nr. 12, S. 163

Baer, Otto

aus Dresden; stud. Hochbau an der TH Dresden von WS 1932/33

bis WS 1937/38; Diss.: „Die Befestigungsanlagen von Altendresden

(Dresden-Neustadt)“ (o. O. 1943, 42 Bl.); Dr.-Di plom vom 19.

40


August 1943, Dr.-Ing.; Buch: Peiner Kastenspundwand, Handbuch,

Peine 1960 (Eigenverlag Stahlwerke Peine; Nachdruck 1968, 264

Seiten)

Quellen: J 1943

Bahl, Artur

Diss.: „Über optisch-aktive Polymethinfarbstoffe aus sekundären

Basen“ (111 S.); Dr.-Di plom vom 5. A pril 1929; Dr.-Ing.

Quellen: J 1929

Bähr, Hans

aus Klotzsche (bei Dresden); stud. Volkswirtschaft an der TH

Dresden seit 2. Tri. 1940; Di plom-Volkswirt; Diss.: „Die Bedeutung

des Zusammenwirkens der Allgemeinen Volkswirtschaftslehre

und Betriebswirtschaftslehre für die theoretische Klärung

des Gewinnproblems“ (o. O. 1943, 105 Bl.); Dr.-Di plom vom 30.

Juni 1943, Dr. rer. pol.

Quellen: J 1943; Alumnidatei

Baluscheff, Balusch

*8. Dezember 1901 Lom (Bulgarien); 29. Juni 1920 Abi tur am Realgymnasium

zu Widin (Bulgarien); Studium: TH Dresden (8 Sem.),

Univ. Agram (Technische Fakultät, 4 Sem.), Dipl.-Ing. (Elektroingenieur)

TH Dresden 30. Okt. 1925; Diss.: „Bestimmung der

Spannungs- und der Bodendruck-Verteilung bei Fahrbahnplatten

aus Beton durch spannungsoptische Messung“ (Dresden 1941:

Dresdner Fotokopie, 28 Bl.); Ref./Korref.: Gehler/Neuffer; Dr.-

Prüfung am 12. Febr. 1941 „mit Auszeichnung“ bestanden, Dr.-

Di plom vom 30. A pril 1941, Dr.-Ing.; B. war Professor, 1950 bis

1958 Präsident der 1948 begründeten Bulgarischen Gesellschaft

für Bodenmechanik und Grundbau

Quellen: J 1941; Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 2210; online: Geschichte

der bulgarischen Gesellschaft für Bodenmechanik und Grundbau (SMGE)

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Bamberg, Raimund (Heinrich Franz)

*14. März 1878 Strehlen (Schlesien, Preußen), †7. März 1944 Langenbielau;

Eltern: Dr. phil. Alfred B. (1844–1923), Fa brikbesitzer

in Strehlen, und Emilie Bertha Anna geb. Storch; 29. März 1897

Abi tur am Johannes-Gymnasium in Breslau; Okt. 1897 bis Okt.

1898 Einjährig-Freiwilligendienst; Studium der Chemie: Univ. Heidelberg

(1 Sem.), TH Dresden (8 Sem., ab SS 1900), hier Vorprüfung

im A pril 1902, Hauptprüfung im März 1903 jeweils mit Auszeichnung

bestanden, Dipl.-Ing. (Fa brikingenieur) 6. März 1903;

Diss.: „Über Chinazoline aus Ortho-Amido-meta-Hylyl-para-Toluidin“

(Dresden: Lehmann); Ref./Korref.: v. Meyer / Möhlau; Dr.-

Prüfung an der TH Dresden am 15. Juli 1904 „mit Auszeichnung“

bestanden, Dr.-Di plom vom 20. Juli 1904, Dr.-Ing.; heiratete am 5.

Juli 1909 Johanna Charlotte Dierig, eine Tochter (Ursula, *1910);

Fa brikteilhaber in Langenbielau (Schlesien)

Quellen: Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 2214; online: Ahnenstammdatei

des Deutschen Volkes 1962, Leipzig

Bansen, Werner

*13. März 1905, †1994; Diss.: „Beitrag zur Statik der mechanischen

Balkengleisbremsen“ (o. O. 1931); Dr.-Di plom der TH Dresden

vom 6. August 1931, Dr.-Ing.; 1948 Eintritt als Geschäftsführer in

die Firma Hüser, ein 1870 in Oberkassel begründetes Unternehmen,

das vor allem Betonwaren für die Kanalisation produzierte;

B. schuf die Grundlagen für die Herstellung vorgefertigter Bauteile;

Vorstandsvorsitzender der Grün & Bilfinger AG, später deren

stellv. Aufsichtsratsvorsitzender; Dr.-Ing. E. h.; seit 1977 Ehrensenator

der TH Karlsruhe; Ehrenmitglied des Deutschen Beton- und

Bautechniker-Vereins e. V. (DBV)

Quellen: J 1933; ZeitOnline: Chronik 1970; Chronik/Wirtschaft/ZEITONLINE

1975; DBV-Mitgliederverzeichnis, Stand: A pril 2010 (Ehrenmitglieder); Heimatverein

Bonn-Oberkassel e. V.: Archiv: 30 Jahre Heimatverein Bonn-Oberkassel

(zu Firma Hüser & Co., Betonwerk)

Bär, Werner (Otto)

*8. September 1912 Schkölen-Räpitz (Kreis Merseburg); 7. März

42


1930 Abi tur am Domgymnasium in Merseburg; Studium an der

TH Dresden (11 Sem.), Dipl.-Ing. (Technische Physik) 9. Mai 1936;

Diss.: „Lichtelektrische Erscheinungen an elektrolytisch hergestellten

dünnen Tantaloxydschichten“ (Berlin: J. Springer 1940;

Zeitschrift für Physik, Bd. 115, H. 11/12, S. 658–677); Ref./Korref.:

Güntherschulze/Stuart; Dr.-Prüfung am 30. Januar 1940 mit „Gut“

bestanden, Dr.-Di plom vom 17. Juli 1940, Dr.-Ing.

Quellen: J 1940; Staatsarchivliste

Bärisch, Johannes (Fritz)

*15. Mai 1905 Niederhäslich (jetzt Freital); 15. März 1929 Abi tur

an der Oberrealschule Dresden-Seevorstadt; Studium an der TH

Dresden (9 Sem.), Kandidat des höheren Schulamtes 6. Nov. 1931;

Ass. an der Math.-Nat. Abt. der TH Dresden; Diss.: „Die spektrale

Verteilung und die Temperaturabhängigkeit des Kristallphotoeffektes

an Pyrargyrit- und Stephaniteinkristallen“ (Leipzig: Barth

1935; auch: Annalen der Physik, F. 5, Bd. 21, S. 804–812); Ref./

Korref.: Tomaschek/Toepler; Dr.-Prüfung am 31. Juli 1934 mit

„Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 2. Febr. 1935, Dr. rer. techn.;

1938 Assessor am Realgymnasium Blasewitz, dort aber nicht unter

den Lehrenden aufgeführt, wohnhaft zu der Zeit in Blankenfelde

bei Mahlow

Quellen: J 1935; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; LB 1934; LB 1938

Barth, Alfred

*15. Juni 1875 Marienberg (Sachsen); Vater: Amtsgerichtssekretär

Adolf B.; zwei jüngere Geschwister: Rudolf (*1876) und Elise

(*1880); 6. März 1894 Abi tur an der Fürsten- und Landesschule

Grimma; Studium des Hochbaus: TH Stuttgart (SS 1897), TH

Dresden (11 Sem.), hier Dipl.-Ing. (Architekt) 11. Nov. 1905; Regierungsbauführer;

Diss.: „Zur Baugeschichte der Dresdener

Kreuzkirche“ (Dresden: Meinhold); Ref./Korref.: Gurlitt/Sponsel;

Dr.-Prüfung am 23. Dez. 1905 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom

43


vom 23. Dez. 1905, Dr.-Ing.; heiratete Jan. 1903 in Dresden Dorothea

geb. Schwabe

Quellen: Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 2241; Stadtverwaltung Marienberg,

Stadtarchiv, Regine Kolditz, Mitteilung vom 27. Mai 2014

Barth, Gustav (Adolf)

*7. A pril 1901 Altenbuch bei Trautenau (Böhmen); Vater starb 1918,

Vormund: Fanni Woska, Doktorsgattin, Tilnikau bei Trautenau; 1

Bruder, geb. 1903, der an der Technischen Lehranstalt in Bodenbach

studierte und von seiner Mutter, in Pilnikau bei Trautenau

lebend, unterhalten wurde; Reifezeugnis der Staatsrealschule

in Trautenau; stud. an der Deutschen TH Prag, seit SS 1922 an

der TH Dresden, hier zunächst ET, seit WS 1923/24 Technische

Physik, Dipl.-Ing. (Technischer Physiker) 20. Dez. 1926 (mit Auszeichnung,

Thema der Di plomarbeit: „Einfluss der Entgasung der

Kathode auf das Kathodengefälle an Kupfer“); 1926 Hilfsass. am

Physikalischen Institut; Diss. (unter Harry Dember): „Einfluß

der Entgasung der Kathode auf den Kathodenfall“ (Leipzig: J. A.

Barth 1929; auch: Annalen der Physik, F. 5, Bd. 3); Dr.-Di plom

vom 9. August 1929, Dr.-Ing.

Quellen: J 1930; Studentenakte Nr. 2245

Barth, Herbert

aus Dresden; SS 1925 und WS 1925/26 Zuhörer an der TH Dresden,

am 17. Mai 1926 Immaturenprüfung beim Sächs. Ministerium

für Volksbildung, seit SS 1926 Student der Volkswirtschaft,

Di plom-Volkswirt; Diss.: „Die Einschränkung des Rechts, den eigenen

Familiennamen im geschäftlichen Verkehr zu gebrauchen in

der neuesten Rechtsprechung des Reichsgerichtes“ (91 S.); Dr.-Diplom

vom 5. A pril 1929, Dr. rer. oec.

Quellen: J 1929; Nr. 15844, Bl. 95–96

Bartsch, Georg

aus Aschersleben; stud. Maschinenbau an der TH Dresden von SS

1926 bis WS 1930/31; Dipl.-Ing.; Diss.: „Untersuchungen über den

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Gehalt an Kohlenoxyd, Kohlenwasserstoffen und Kohlensäure in

der Luft von Straßen, Autobussen, Garagen und Betrieben Dresdens“

(Dresden 1931: Menzel, 35 S.); Ref./Korref.: Süpfle/Wawrziniok;

Dr.-Di plom vom 06. August 1931, Dr.-Ing.

Quellen: J 1931; SLUB – Dissertation; Staatsarchivauflistung; Alumnidatei

Bartsch, Hans (Paul Moritz)

*24. Mai 1901 Leipzig; Vater: Dr. Max B., Geheimer Regierungsrat

im Sächs. Ministerium des Innern; Schulbildung: Bürgerschule in

Dresden, seit Ostern 1911 Realgymnasium in Dresden-Blasewitz,

dann wegen Versetzung des Vaters seit Januar 1913 Petrischule

(Realgymnasium) in Leipzig, hier Mai 1919 Not-Abi tur; Eintritt in

die Reichswehr, in einem Zeitfreiwilligen-Regiment im Frühjahr

1920 Teilnahme an den Straßenkämpfen in Leipzig; stud. seit SS

1920 Bauingenieurwesen an der TH Dresden, Vorprüfung im Mai

1924, Hauptprüfung im Mai 1927 abgelegt, Dipl.-Ing. (Bauingenieur)

Mai 1927; Diss.: „Beiträge zur Betriebsführung auf Spurwechselstationen

unter besonderer Berücksichtigung der sächsischen

Verhältnisse“ (Dresden 1930: Große, 56 S.); Dr.-Di plom

vom 26. März 1930, Dr.-Ing.

Quellen: J 1930; Studentenakte Nr. 2265

Bartunek, Richard

aus Neiße (Schlesien); 1918 Abi tur am Realgymnasium Neiße;

Diss.: „Über die Unterschiede beim Färben von Baumwolle, Flachs

und Hanf“ (52 S.); Dr.-Di plom vom 21. Dez. 1923, Dr.-Ing.; nach

dem 2. WK tätig u.a. in der Forschung der Vereinigten Glanzstoff-

Fa briken AG, Oberbruch/Aachen; Patente (auch zusammen mit

anderen); Schriften u. a.: Viskositätsanomalien bei Zelluloselösungen,

in: Kolloid-Zeitschrift 159 (1958) 2, S. 147–149; mit Willi

Jancke: Untersuchungen über die Struktur nativer Cellulosefasern,

in: Holzforschung 7 (1953) 2/3, S. 71–78 („Zum XIII. Intern. Kongress

für reine und angewandte Chemie – Symposium über die

Chemie des Holzes und seiner Bestandteile – Stockholm 1953“);

Über die Viskosierbarkeit der Kalicellulose, in: ebenda, 16 (1962)

1, S. 17–26; nahm noch bis weit in die 1970er Jahre an wiss. Fach-

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tagungen teil; lebte in seinen späten Jahren in Mechenhard, jetzt

Stadtteil von Erlenbach am Main

Quellen: J 1926; online: Paul Tischbier: 100 Jahre Realgymnasium Neiße – mit

Anhang: Die Lehrer und Schüler der Anstalt von 1907 – 1932, zusammengestellt

von Studienrat Paul Jung, Neiße 1932 (Nr. 441: Abi tur 1918, Richard Bartunek,

Dr.-Ing., Chemiker); Internet: Publikationen und Patente von Bartunek; online:

Weiss: Progress in Colloid and Polymer Science (Bericht über die 27. Hauptversammlung

der Kolloid-Gesellschaft e. V. vom 30. Sept. bis 3. Okt. 1975 in

Darmstadt) (unter den Teilnehmern: Dr. Richard Bartunek, Mechenhard)

Bartusch, Hildegard

*19. Juli 1904 Dresden; beendete 1925 ein Seminar in Dresden;

stud. von SS 1925 bis 1930 an der TH Dresden, Prüfung für das

höhere Schulamt; Studienassessorin an der Höheren Mädchenschule

in Blasewitz, unterrichtete Biologie und Erdkunde; Diss.:

„Beiträge zur Kenntnis der Lebensgeschichte des Xanthoriapilzes“

(Berlin: Springer 1931; auch: Archiv für Mikrobiologie, Bd. 3, S.

122–157); Ref./Korref.: Tobler/Schwede; Dr.-Di plom vom 6. August

1931, Dr. rer. techn.

Quellen: J 1931; SLUB – Dissertation; Staatsarchivauflistung; LB 1934; LB

1938; Alumnidatei

Bartusch, Werner

*7. A pril 1917 Groß-Marzehns; mündliche Doktorprüfung am 22.

Sept. 1945 an der TH Dresden; Dr.-Ing.

Quellen: TU-Archiv: Signatur XI/66

Baseler, Johannes

*18. Januar 1901 Didderse (Kreis Gifhorn); 24. Febr. 1920 Abi tur

am Staatl. Gymnasium Elbing; Studium: Forstl. Hochschule Hannoversch-Münden

(4 Sem.), Univ. Freiburg (4 Sem.), Forstl. Hochschule

Eberswalde (2 Sem.); 2. Preußische Forstl. Staatsprüfung

Okt. 1924; Diss.: „Urwaldprobleme in Nordanatolien“ (Osterholz-

Scharmbeck 1932: Saade, 104 S.; auch: Mitteilungen aus dem Institut

für ausländische und koloniale Forstwirtschaft an der Forstl.

Hochschule Tharandt, 2); Ref./Korref.: Heske/Bernhard; Dr. Prü-

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fung an der TH Dresden, Abt. Forstl. Hochschule Tharandt, am 16.

Juni 1932 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 10. August 1932

Quellen: J 1932; Staatsarchivliste

Basiner, Viktor

*1893 Moskau, †1943 München; 6. Dez. 1918: Leutnant der baltischen

Landwehr unter deutscher Führung, 7. August 1919 Entlassung

wegen einer Kriegsverletzung; stud. Hochbau an der TH

Dresden seit WS 1919/20, am 11. März 1920 Bitte um Ablegung

der Di plomprüfung an der TH Dresden, genehmigt; Dipl.-Ing. (Architekt);

Diss.: „Altrussische Holzarchitektur mit besonderer Berücksichtigung

des nördlichen Rußlands. Grundlagen, Ursprung

und Einfluss auf die Steinarchitektur“ (187 S.); Dr.-Di plom vom

11. Januar 1927, Dr.-Ing.; 1929 in Düsseldorf; Gesellschafter der

Baugesellschaft Gebrüder Rank GmbH & Co.

Quellen: J 1927; Nr. 15914, Bl. 177; Alumnidatei; online: Ulrich Bücholdt: www.

A RC H T H EK . d e: Viktor Basiner, Düsseldorf, 1929; Biographie und zeichnerisches

Werk Viktor Basiners, in: „Viktor Basiner. Moskau 1893 – München 1943“

(Eine Dokumentation zur Geschichte der Baugesellschaft Gebrüder Rank GmbH

& Co. Leben und Werk des Gesellschafters Dr.-Ing. Viktor Basiner), München

2008, S. 7–112 (ISBN 978-3-00-024183-3)

Bauer, (Albert) August-Heinrich

*9. März 1906 Plauen (Vogtland), †16. Juli 1980 Bonn; 6. März

1928 Abi tur am Städt. Reformrealgymnasium Helmholtzschule in

Leipzig; Studium: Univ. Bonn (2 Sem. Medizin), Univ. Marburg (2

Sem. Pharmazie), Univ. München (2 Sem. Pharmazie), TH Dresden

(3 Sem. Nahrungsmittelchemie), hier Abschluss als Nahrungsmittelchemiker

11. Febr. 1935; Diss.: „Über den Alkoholnachweis

in Blut, Harn und Speichel“ (Dresden & Leipzig: Steinkopff 1935,

38 S.); Ref./Korref.: Heiduschka/Süpfle; Dr.-Prüfung am 18. Febr.

1935 mit „Sehr gut“ bestanden, Dr.-Di plom der TH Dresden vom

27. Juni 1935, Dr. rer. techn.; Apotheker und Lebensmittelchemiker;

1954 in Plauen wohnhaft; verheiratet mit Elfriede geb. Dreß

Quellen: J 1935; Staatsarchivliste; Stadt Plauen, Zentrale Dienste – Fachbereich

Archiv, Frau Kramer, Brief vom 2. Juni 2014

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Baumgürtel, Bernhard (Oskar)

*12. Februar 1909 Dresden; 14. März 1929 Abi tur an der Dreikönigschule

(Städt. Realgymnasium) Dresden-Neustadt; Studium an der

TH Dresden (10 Sem.), Dipl.-Ing. (Papierchemiker) 22. Juli 1933;

Diss.: „Über den Einfluß der Luftkohlensäure auf die Oberflächenspannung

wässeriger Lösungen fettsaurer Natriumsalze“ (Dresden

& Leipzig: Steinkopff 1935; auch: Kolloid-Beihefte, 41); Ref./

Korref.: Lottermoser / E. Müller; Dr.-Prüfung am 17. Juli 1934 mit

„Sehr gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 4. Februar 1935, Dr.-Ing.

Quellen: J 1935; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste

Bausch, Sigfrid

*23. Juni 1898 Dresden; Eltern: Richard B., Kaufmann, später Fabrikdirektor,

und Martha geb. Morgenstern; Schulbildung: Bürgerschule

und Realgymnasium in Blasewitz, im Dez. 1916 zum

Militär eingezogen mit Reifezeugnis für Oberprima, während eines

Urlaubs im Frühjahr 1917 Not-Abi tur, ab Ende A pril 1917 im

Felde, am 6. Febr. 1919 als Vize-Feldwebel aus dem Militärdienst

entlassen, gehörte seit 1919 einem Zeitfreiwilligen-Regiment

an; stud. Chemie an der TH Dresden seit ZS 1919, Vorprüfung

im A pril 1922, Hauptprüfung im Dez. 1923 jeweils gut bestanden

(Di plomarbeit: Herstellung kolloider Silberlösung), Dipl.-Ing.

(Chemiker) 20. Dez. 1923; Diss.: „Versuche zur elektrolytischen

Darstellung von kolloidem Silber“ (156 S.); Ref./Korref.: Foerster/

Lottermoser; Dr.-Di plom der TH Dresden vom 29. A pril 1925, Dr.-

Ing.

Quellen: J 1926; Studentenakte Nr. 2290

Bayer, Fritz

*31. Mai 1892 Berlin; 27. Sept. 1912 Abi tur an der Gewerbeakademie

Chemnitz; stud. Chemie an der TH Dresden (6 Sem.), Dipl.-

Ing. (Fa brikingenieur) 20. Juli 1915; Diss.: „Beiträge zur Kenntnis

der technologischen Eigenschaften von Asbest“ (Borna-Leipzig:

Noske 1916, 47 S.); Ref./Korref.: E. Müller / Freiherr v. Walther;

48


Dr.-Prüfung am 17. Dez. 1915 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom

vom 22. Dez. 1915, Dr.-Ing.

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste

Bayer, Richard

*29. Juli 1883 Elberfeld, †9. Juni 1972; Vater: Geheimer Kommerzienrat

Friedrich B., Mitbegründer der Bayer-Werke; 18. Febr. 1903

Abi tur am Realgymnasium Elberfeld; Studium: Univ. Bonn (4

Sem.), TH Dresden (12 Sem.), hier Dipl.-Ing. (Chemiker) 12. Januar

1910; Diss.: „Über die Aufspaltung des Pyridins“; Ref./Korref.:

v. Meyer / König; Dr.-Prüfung am 19. Dez. 1911 mit „Gut“

bestanden, Dr.-Di plom der TH Dresden vom 21. Dez. 1911, Dr.-

Ing.; B. hat sich als Student um den Akademischen Sport-Verein

Dresden (ASV) besonders verdient gemacht und förderte auch den

ASV München; Direktor der Bayer-Werke Elberfeld; Ehefrau von

B. seit 1912: Erna geb. Schniewind, verstorben 1995 im Alter von

102 Jahren

Quellen: Staatsarchivliste; Alumnidatei (keine Studentenakte); online: Herbert

Baude, Schriftführer des Bürgervereins Hochdahl e. V.: „Die Bayer-Villa: das

Landhaus des Kommerzienrates und seine Ländereien“ (August 2007); „Die

Geschichte des ASV. Chronik des ASV Dresden.“

Bechdoldt, Heinz

Diss.: „Verhalten von Prüftransformatoren hoher Eigenkapazität“

(Berlin: Springer 1930; auch: Archiv für Elek trotechnik, Bd. 24, S.

833–862); Dr.-Di plom vom 5. A pril 1929

Quellen: J 1930

Becher, Udo

*13. August 1905 Leipzig, †10. Februar 1981 Leipzig; 07. März 1925

Abi tur an der Nikolaischule Leipzig (Städt. Reformgymnasium);

Studium an der TH Dresden, Dipl.-Ing.; Diss.: „Vergleichende Untersuchungen

über die hygienischen Eigenschaften der Kunstseide“

(Dresden 1932: Grünberg, 40 S.); Ref./Korref.: Süpfle/Hofmann;

Dr.-Prüfung am 18. Juli 1932, Dr.-Di plom vom 10. August 1932,

Dr.-Ing; 1932 bis 1937 Abteilungsleiter im Gaswerk Leipzig; 1937

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is 1946 Dezernent in der Deutsch-Continental-Gas-Gesellschaft

Dessau, daneben 1940 bis 1945 Dozent für Gastechnik und Leiter

des Gastechnischen Instituts Köthen; 1946 bis 1956 Leiter des

Instituts für Wärmewirtschaft und Gasmesswesen, Abteilung des

Instituts für Energetik Dessau; seit 1953 Professor an der BA Freiberg

und 1953 dort Direktor des Instituts für Gasverteilung und

Gasanwendung, 1958 bis 1963 Prorektor für Forschung und Fernstudium,

1970 emeritiert; Begründer und Leiter des Zentralausschusses

„Gas“ der KdT; 1958 Verdienter Techniker des Volkes,

1970 Medaille für ausgezeichnete Leistungen; Mitglied im Verband

Brennstofftechnische Gesellschaft der DDR; Forschungsgebiete:

Gasverteilung, Gasanwendung; Autor oder Mitautor vieler

Veröffentlichungen, darunter die Bücher: „Der Gasbrenner“, 1957

Berlin; „Technologie indus trieller und gewerblicher Produktionsprozesse“

in drei Bänden, 1958 Freiberg; „Gasanwendungstechnik.

Kompendium“, 1961 Freiberg

Quellen: J 1932; SLUB – Diss.; Staatsarchivliste; K 1961; P 1932–1953; P 1999

Bechler, Hermann

aus Schreiersgrün (Sachsen, jetzt Ortsteil von Treuen); stud. Chemie

an der TH Dresden von WS 1918/19 bis SS 1921; Dr.-Ing.;

Diss.: „Beiträge zur Kenntnis der Natur der in Laugen gelösten

Metallhydroxyde“ (80 S.); Dr.-Di plom vom 19. Mai 1923

Quellen: J 1926; Alumniliste (keine Studentenakte)

Becker, Ernst

*17. März 1880 Schinditz (Sachsen-Meiningen); 22. März 1898

Abi tur am Gymnasium in Zwickau; Studium an der TH Dresden

(8 Sem.), Dipl.-Ing. (Maschinen-Ingenieur) 27. Juli 1904; Diss.:

„Strömungsvorgänge in ringförmigen Spalten und ihre Beziehungen

zum Poiseuilleschen Gesetz“ (Mitteilung aus dem Maschinenlaboratorium

B der TH Dresden) (Berlin: Schade 1906); Ref./

Korref.: Mollier / L. Lewicki; Dr.-Prüfung am 9. Dez. 1905 „mit

Auszeichnung“ bestanden, Dr.-Di plom vom 13. Dez. 1906, Dr.-Ing.

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste

50


Becker, Georg (Albert)

*17. August 1884 Offenbach/Main, †nicht vor 1960; 12. März 1903

Abi tur an der Oberrealschule in Offenbach; Studium: Univ. München

(1 Sem.), TH Darmstadt (4 Sem.), Univ. London (1 Sem.), TH

Dresden (3 Sem.), hier Dipl.-Ing. (Chemiker) 19. Juli 1909; Diss.:

„Über den Zusammenhang zwischen Farbe und Konstitution der

Pyridinfarbstoffe aus sekundären Aminen“ (Weida in Thür.: Thomas

& Hubert); Ref./Korref.: v. Meyer / Möhlau; Dr.-Prüfung am

23. Juli 1910 „mit Auszeichnung“ bestanden, Dr.-Di plom vom 23.

Juli 1910, Dr.-Ing.; arbeitete bei der Firma Gehe in Dresden und

baute sie nach dem 2. WK wieder mit auf (das spätere Arzneimittelwerk

Dresden); danach bei der Firma Schering, (Ost-) Berlin;

nach dem Eintritt in den Ruhestand siedelte er nach Heidelberg

über; Goldene Doktor-Urkunde der TH Dresden 1960

Quellen: Staatsarchivliste; TUArch: Fak. f. Math. und Nawi., Dekanat, XI/77

Beer, (Hans) Benno

*21. Juli 1900 Hohenkirchen, †24. Oktober 1977; stud. Maschinenbau

an der TH Dresden von SS 1920 bis SS 1921; Diss.: „Ein

Beitrag zur Untersuchung der Gasdurchlässigkeit von Gußeisen

bei hohen Drücken“ (Düsseldorf: Gießerei-Verlag 1930; auch: Die

Gießerei, 1930, H. 17–19); Dr.-Di plom vom 6. März 1929; Berufspädagoge

u. a. in Dresden und Wilsdruff; Buch: (Hrg. mit anderen)

Kleine Enzyklopädie Technik, 1957 Leipzig (6. Auflage 1970,

VEB Bibliographisches Institut)

Quellen: J 1930; Alumnidatei; online: Berufspädagogisches Institut Dresden

(Geburts- und Sterbedatum, Lehrertätigkeit)

Beér, Franz (Nikolaus)

*08. Juni 1903 Budapest; 27. Juni 1921 Abi tur am Reformierten

Obergymnasium in Budapest; Studium: TH Danzig (1 Sem.), TH

Aachen (2 Sem.), TH Dresden (8 Sem.), hier Dipl.-Ing. (Maschinen-Ingenieur)

13. Febr. 1928; Diss.: „Untersuchungen über die

Festigkeit von ungeschweißtem und geschweißtem Duralumin

und Lautal bei statischer und wechselnder Beanspruchung“ (o. O.

1932, 104 S.); Ref./Korref.: Schwimming/Weber; Dr.-Prüfung am

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19. Juli 1932 mit „Sehr gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 31. August

1932, Dr.-Ing.

Quellen: J 1932; Staatsarchivliste; Alumnidatei

Behrendt, Walter (Curt)

*16. Dezember 1884 Metz, †26. A pril 1945 Norwich (Vermont,

USA); 13. März 1903 Abi tur am Gymnasium in Wiesbaden; Studium:

TH Berlin (8 Sem.), TH München (1 Sem.), Dipl.-Ing. (Architekt)

TH Berlin 3. A pril 1908; Diss.: „Die einheitliche Blockfront

als Raumelement im Städtebau“ (Berlin: Cassierer); Ref./Korref.:

Diestel/Genzmer; Dr.-Prüfung am 22. Juli 1911 mit „Gut“ bestanden,

Dr.-Di plom vom 26. Juli 1911, Dr.-Ing.; 1912 bis 1933 im

preußischen Staatsdienst in mehreren Ministerien in verantwortlicher

Stellung; Schriftleiter und Herausgeber von Fachzeitschriften

und Zeitungen („Die Volkswohnung“, „Die Form“), Publizist; seit

1912 Mitglied im „Deutschen Werkbund“, seit 1926 in der Architektenvereinigung

„Der Ring“; 1934 Emigration in die USA, tätig

in Praxis und Lehre, von 1937 bis 1941 Professor für Städte- und

Wohnungsbau an der Universität Buffalo; Anhänger der von Frank

L. Wright vertretenen organischen Tendenz in der modernen Architektur,

Verfasser richtungsweisender architekturtheoretischer

Werke

Quellen: Staatsarchivliste; Wikipedia (16.12.11); archINFORM (dort verwiesen

auf Christine Rohrschneider in: Allgemeines Künstlerlexikon (AKL))

Behrisch, Kurt

Diss.: „Zur katalytischen Zersetzung des Formaldehyds“ (94 S.);

Dr.-Di plom vom 22. Juni 1923

Quellen: J 1926

Beisel, Edmund

*09. Januar 1885 Sexau (bei Emmendingen, Baden); Eltern: Pfarrer

Robert B., war 1904 bereits verstorben, und Luise B., später in

Freiburg i. B., Vormund: Friedrich Beisel, Karlsruhe; 14. Juli 1903

Abi tur am Gymnasium in Freiburg i. B.; Studium: TH Dresden

52


(SS 1904), TH Karlsruhe (7 Sem.), hier Dipl.-Ing. (Architekt) 14.

Dez. 1907; Diss.: „Ritter Peter Anton von Verschaffelt als Architekt“

(Berlin: Der Zirkel, 1920, 84 S.; auch: Bauwissenschaftliche

Beiträge, Bd. 5); Ref./Korref.: Gurlitt/Dülfer; Dr.-Prüfung am 21.

Juni 1915 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom Juni 1915, Dr.-

Ing.; Wirkungsort zur Zeit der Promotion: Berlin-Schöneberg; Beteiligung

an mehreren Ausschreibungen 1916 (Aula, Bankgebäude,

Brückenwärterhaus)

Quellen: J 1920; Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 2320; online: TU Berlin,

Architekturmuseum in der Universitätsbibliothek (Edmund Beisel: Projekte im

Bestand des Architekturmuseums)

Beitlich, Alfred (Ernst Hugo)

*5. Oktober 1904 Wengerohr (Kreis Wittlich, Rheinprovinz); Vater:

Eisenbahn-Oberinspektor Hugo B.; 1 Schwester (*1900);

Schulbildung: ab 1914 städt. Reformrealgymnasium Saarbrücken,

Ostern 1920 bis Michaelis 1923 Staatl. Gewerbeakademie Chemnitz

(Hochschulreife); stud. Chemie an der TH Dresden seit WS

1923/24, Vorprüfung im Mai 1925, Hauptprüfung im März 1926

bestanden, Dipl.-Ing. (Chemiker) 26. März 1926; Diss.: „Über die

Einwirkung von Halogen auf ungesättigte Fettsäuren“ (73 S.); Dr.-

Di plom vom 05. A pril 1928, Dr.-Ing.

Quellen: J 1928; Studentenakte Nr. 2322

Belian, Wolfgang (Rudolf Oskar Alfred)

*2. Januar 1904 Wittenberge/Elbe (Preußen); Vater: Dr. B., Bürgermeister

in Wittenberge, 1905 Übersiedlung der Familie nach

Eilenburg; Schulbildung in Eilenburg: Bürgerschule, dann städt.

Realgymnasium; im Juni 1920 mit der Mutter nach deren Scheidung

und Wiederverheiratung nach Cottbus übergesiedelt, Ostern

1922 Reifeprüfung an der Oberrealschule Cottbus, ergänzt durch

Ablegen des Latinums; kaufmännischer Lehrling bei der Firma

C. G. Jäger in Cottbus; stud. Maschinenbau an der TH Dresden

seit WS 1922/23, in den Ferien jeweils praktische Tätigkeit, Vorprüfung

1925 bestanden, Hauptprüfung im März 1928 gut bestanden

(Di plomarbeit bei Pauer: Experimentelle Untersuchung des

53


Vermessungsvorganges), Dipl.-Ing. (Maschinen-Ingenieur) März

1928; Diss. (bei Karl Süpfle): „Untersuchungen über die Beziehungen

zwischen Phagozytose und Leukinproduktion“ (Dresden

1928: Liepsch & Reichardt, 14 S.); Dr.-Di plom der TH Dresden

vom 22. Dez. 1928, Dr.-Ing.

Quellen: J 1929; Studentenakte Nr. 2325

Bellmann, Karl (Heinrich)

*01. Januar 1887 Zwickau, †31. Oktober 1976 Dresden; Vater: Hugo

B., Oberamtsrichter in Zwickau; 13. März 1906 Abi tur am Gymnasium

in Zwickau; Studium: insgesamt 8 Sem. TH Stuttgart und TH

Dresden (SS 1906 bis WS 1907/08), hier Vorprüfung 1908 bestanden,

Hauptprüfung im Juli 1910 gut bestanden (Di plomarbeit bei

Dülfer: Fürstengruft), Dipl.-Ing. (Architekt) TH Dresden 23. Juli

1910; Diss.: „Das Submissionsverfahren. Eine Untersuchung seines

Wesens und seiner Wirkungen unter besonderer Berücksichtigung

seiner Anwendung beim Hochbau innerhalb des Königreichs

Sachsen“; Ref./Korref.: Schäfer/Dülfer; Dr.-Prüfung am 25. Juli

1918 „mit Auszeichnung“ bestanden, Dr.-Di plom vom 25. Juli 1918,

Dr.-Ing.; Architekt und Maler, wirkte in Dresden

Quellen: Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 2329; Ulrich Bücholdt (Wirtschafts-,

Bau- und Architekturhistoriker): www.ARCH THEK.de – historisches

Architektenregister für den deutschsprachigen Raum ca 1890–1965

Benkert, Curt (Richard)

*15. Mai 1887 Annaberg (Erzgebirge, Sachsen); Vater: Richard B.,

Kaufmann; 12. März 1906 Abi tur am Realgymnasium Annaberg;

Militärdienst als Einjährig-Freiwilliger; Studium: TH Dresden (8

Sem.), TH München (1 Sem., WS 1909/10), an der TH Dresden

Vorprüfung im Mai 1909, Hauptprüfung im Juni 1911 jeweils gut

bestanden (Di plomarbeit bei Dülfer: Geschäfts- und Wohnhaus),

Dipl.-Ing. (Architekt) 1. Juni 1911; Diss.: „Studie über die Entwicklung

des Dresdner Wohnhauses bis zum Ausgang des 18. Jahrhunderts“

(Leipzig: Duncker & Humblot); Ref./Korref.: Wuttke/Gurlitt;

Dr.-Prüfung am 18. Juli 1913 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom

vom 18. Juli 1913, Dr.-Ing.

54


Quellen: Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 2347; Annaberg-Buchholz, Fachbereich

Innere Verwaltung – Archiv, Frau Senger: Geburtseintrag, aber kein

Sterbeeintrag für Curt Benkert (Email vom 16. Mai 2014)

Bennewitz, Fritz

*Wien (Österreich); stud. Volkswirtschaft an der TH Dresden von

SS 1923 bis SS 1926; Diss.: „Die volkswirtschaftliche Bedeutung

der technischen Entwicklung der sächsischen Wirkerei- und

Stickerei-Indus trie und ihre heutige Lage“ (Dresden 1930: Welzel,

148 S.); Dr.-Di plom der TH Dresden vom 26. März 1930

Quellen: J 1930; Alumnidatei

Bennewitz, Willy (Otto)

*06. Februar 1891 Raden (bei Großenhain); Eltern: Oswald B., Vertreter

in Nossen, Gutsbesitzer, und Therese geb. Gabriel; ein älterer

Bruder; 1906 bis 1912 Lehrerseminar Nossen, 1912 bis 1915 Hilfslehrer

in Zehren und Leuben, dann ständiger Lehrer in Chemnitz

und seit Michaelis 1919 in Dresden; Ostern 1919 Reifezeugnis der

Oberrealschule Chemnitz; von Nov. 1915 bis Ende A pril 1916 Militärdienst;

SS 1920 bis WS 1924/25 Studium der Physik und Mathematik

in der Allg. Abt., seit 1921 in der Math.-Nat. Abt. der TH

Dresden (zunächst als Hörer, seit SS 1922 als Studierender), gab

zugleich Mathematikstunden an der Gewerbeschule Dresden und

nahm dort an einem Kursus für Gewerbelehrer teil, Vorprüfung

für Technische Physiker im Mai 1924, Hauptprüfung im Juni 1925

jeweils gut bestanden, Dipl.-Ing. (Technischer Physiker) 4. Juni

1925; von Juni 1925 bis A pril 1927 Ass. (halbe Stelle) am Physikalischen

Institut der TH Dresden; nebenamtlich ein Jahr Hauslehrer

und zeitweilig Lehrer an einer privaten Handelsschule, legte

die „Prüfung für die Berechtigung zur Vorführung von Laufbildstreifen

in Schulen und Hochschulen“ ab; Diss.: „Die Variation

der Geschwindigkeitsverteilung lichtelektrischer Elek tronen beim

Entgasungs- und Gasbeladungsprozeß bei Palladium und Platin“

(Leipzig: J. A. Barth 1927, 32 S; auch: Annalen der Physik, Bd. 83,

1927, S. 913–940); Dr.-Di plom vom 21. Dez. 1926, Dr.-Ing.; seit

SS 1926 wieder an der TH Dresden immatrikuliert, im Nov. 1928

55


Prüfung für das höhere Schulamt mit „Sehr gut“ abgelegt unter

Zuerkennung der Lehrbefähigung je 1. Stufe in Reiner Mathematik,

Angewandter Mathematik, Physik; als schriftliche Prüfungs-

Hausarbeit in Physik war von Dember die Dissertation akzeptiert

worden, in Reiner Mathematik gab Kowalewski das Thema „Das

Fouriersche Integraltheorem. Kritik der hauptsächlichsten älteren

Beweise und nachprüfende Darlegung der neueren“ (gut) und in

Pädagogik schrieb B. bei Curt Schmidt über „Die Bedeutung des

Interesses im mathematischen Unterricht“ (sehr gut); B. unterrichtete

(1938) Mathematik und Physik am Louisenstift in Radebeul;

Schriften: 5 Lehrbriefe für das Fachschul-Fernstudium Mathematik

I: Arithmetik-Algebra, 1953; Lehr- und Übungsbuch der Mathematik

für Ingenieur- und Fachschulen. Bd. 1. Arithmetik, Algebra

u. elementare Funktionenlehre, 1966, 1968 (alles Verlag Harri

Deutsch)

Quellen: J 1927; Nr. 15269, Bl. 38; Studentenakte Nr. 1388; LB 1938

Berg, Günther (Georg August)

*05. August 1905 Dresden; 29. Febr. 1924 Abi tur am Vitzthumschen

Gymnasium in Dresden; Studium an der TH Dresden (13

Sem.), Dipl.-Ing. (Maschinen-Ingenieur) 9. Juli 1930; Diss.: „Ueber

die Vorgänge an elektrischen Zentrifugalreglern“ (Dresden: Risse-

Verlag 1933, 36 S.); Ref./Korref.: Binder/Barkhausen; Dr.-Prüfung

am 17. Juli 1933 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 9. Sept.

1933, Dr.-Ing.

Quellen: J 1933; Staatsarchivliste

Bergander, Emil (Julius Johann)

*24. September 1894 Dresden; Eltern: Paul B., Kaufmann und

Restaurateur, später Privatus in Langebrück, und Katharina geb.

Hellbach; ein Bruder (*1909, später Bankangestellter); Schulbildung:

Bürgerschule, Gymnasium zum Heiligen Kreuz in Dresden,

hier Ostern 1914 Abi tur; stud. Hochbau an der TH Dresden im SS

1914; Aug. 1914 Kriegsfreiwilliger, seit Okt. 1914 dauernd an der

Westfront, Jan. 1916 Leutnant der Reserve, seit Juli 1916 zu einer

Luftschiffereinheit kommandiert, hier zuerst als Beobachter, dann

56


als Ballonzugführer und zuletzt als Abteilungsadjutant tätig, da

ihm eine Verwundung den Aufenthalt im Fesselballon nicht mehr

erlaubte, mehrere sächs. und preuß. Kriegsauszeichnungen und

eine „Allerhöchste Anerkennungsurkunde“; stud. Chemie an der

TH Dresden seit ZS 1919, Vorprüfung im Febr. 1921, Hauptprüfung

im Juni 1922 jeweils gut bestanden, Dipl.-Ing. (Chemiker) 16.

Juni 1922; Diss.: „Beiträge zur chemischen und elektrochemischen

Reduktion des Formaldehyds“ (83 S.); Dr.-Di plom vom 22. Juni

1923; arbeitete in der „Dresdner Presshefen- und Kornspiritusfabrik,

vormals J. L. Bramsch“; zur Kirchenwahl am 23. Juli 1933

in Langebrück auf dem Wahlvorschlag „Deutsche Christen“ und

gewählt; nach dem 2. WK Prof. in Berlin; Schriften: Mitarbeit an

dem zweibändigen Handbuch „Die Kartoffel“, 1962 Berlin (VEB

Deutscher Landwirtschaftsverlag); Biologie der Hefen, 1967 Leipzig

(Fachbuchverlag) (eine Einführung im Auftrage des Institutes

für Gärungs- und Getränkeindus trie der DDR); Biochemie und

Technologie der Hefe, 1959 (Steinkopff)

Quellen: J 1926; Studentenakte Nr. 2368; siehe Eintrag Otto Roick in diesem Lexikon;

Heide-Bote. Lokalanzeiger für Langebrück und Umgebung, Januar 2010-

11-14, S. 12: Historisches vom Heide-Boten. Aus der Geschichte Langebrücks;

Zentralblatt der Bauverwaltung, Berlin, 14. Juli 1917, Nr. 57, 37. Jahrgang

Berge, Paul

*18. August 1886 Cöslin (Preußen); 6. März 1907 Abi tur an der Annenschule

in Dresden; stud. Chemie an der TH Dresden (10 Sem.),

Dipl.-Ing. (Chemiker) 10. Febr. 1911; Diss.: „Beiträge zur Kenntnis

der Dinitrile“ (Weida in Thür.: Thomas & Hubert); Ref./Korref.: v.

Meyer / Bucherer; Dr.-Prüfung am 25. Juli 1912 mit „Gut“ bestanden,

Dr.-Di plom vom 25. Juli 1912, Dr.-Ing.

Quellen: Staatsarchivliste; Alumnidatei (keine Studentenakte)

Berger, Horst

*09. Mai 1905 Döbeln; 19. Februar 1924 Abi tur am Staatsrealgymnasium

in Annaberg (Erzgebirge); Studium an der TH Dresden

(9 Sem.), Di plom-Volkswirt 22. Juli 1931; Diss.: „Der Teilwert im

Steuerrecht“ (Leipzig: Gloeckner 1935, 42 S.; auch: Zeitschrift

57


für handelswissenschaftliche Forschung, 29); Ref./Korref.: Beste/

Schiersand; Dr.-Prüfung am 14. Febr. 1935 mit „Gut“ bestanden,

Dr.-Di plom vom 30. Okt. 1935, Dr. rer. oec.; heiratete 1933 in

Buchholz (Sachsen)

Quellen: J 1935; Staatsarchivliste; Alumnidatei; Stadtverwaltung Döbeln, Standesamt,

Irina Schädlich, Mitteilung vom 22. Mai. 2014

Bergmann, Ernst

*17. März 1882 Stadthagen (Schaumburg-Lippe); Vater starb 1904,

Mutter Auguste B. lebte in Stadthagen; 19. Febr. 1901 Abi tur an

der Leibnizschule in Hannover (Realgymnasium); Studium des

Hochbaus: an den THs Stuttgart (WS 1902/03) und Hannover, hier

Vorprüfung im Mai 1903, und an der TH Dresden, hier Hauptprüfung

im Okt. 1904 bestanden, Dipl.-Ing. (Architekt) TH Dresden

12. Okt. 1904; Regierungsbauführer in Bautzen am Kgl. Landbauamt;

ab A pril 1905 Einjährig-Freiwilligen-Dienst; legte im März

1906 an der TH Dresden bei Prof. Arwed Fuhrmann erfolgreich

die Prüfung in „Elemente der Höheren Mathematik in ihrer Anwendung

auf analytische Geometrie“ ab, die von ihm als Bedingung

für seine Aufnahme in den Staatsdienst gefordert wurde;

Diss.: „Die Städte des Sächsischen Erzgebirges“; Ref./Korreferenten:

Diestel/Gurlitt und Genzmer; Dr.-Prüfung am 25. Juli 1918

mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 25. Juli 1918, Dr.-Ing.

Quellen: Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 2398

Bergmann, Friedrich (Otto)

*5. März 1890 Chemnitz, †15. November 1960 Leipzig; Eltern: Robert

B., Baumeister, und Maria Alma geb. Köckeritz; 4 Geschwister,

2 Brüder (beide später Architekten und als Bauführer tätig),

2 Schwestern; Vorbildung: in Chemnitz höhere Knabenschule

und Realschule, ab 1904, nach Umzug der Eltern, Realschule in

Glauchau, hier 1906 Einjährig-Freiwilligen-Zeugnis; ein halbes

Jahr praktische Tätigkeit als Maurer in Chemnitz; ab 1906 Studium

an der Gewerbeakademie Chemnitz, hier Michaelis 1910 Reifezeugnis;

tätig in einem Berliner Architektenbüro; stud. Hochbau

an der TH Dresden seit SS 1911, im Sept. 1912 als Reisebegleiter

58


Fachstudien in oberitalienischen Orten wie Mailand, Genua, Pisa,

Florenz, Sienna, Bologna, Venedig, Vorprüfung im Mai 1913,

Hauptprüfung im Nov. 1914 jeweils gut bestanden, Dipl.-Ing. (Architekt)

10. Nov. 1914; Diss.: „Alte sächsische Gasthöfe“ (149 S.),

Dr.-Di plom vom 12. A pril 1924; TH Dresden: 1913 bis 1934 Ass.

bei der Sammlung für Landwirtschaftliches Bauwesen, unterbrochen

durch Kriegsdienst 1915 bis 1918, 1935 Habilitation, Dozent,

seit 1942 aplm. Prof.; 1946 bis 1949 Landesbausachverständiger

für Landwirtschaft bei der Landesregierung Sachsen; 1950 bis

1958 Prof. mit vollem Lehrauftrag für Landwirtschaftliches Bauwesen

und Dorfgestaltung sowie Direktor des gleichnamigen Instituts

an der Univ. Leipzig

Quellen: J 1926; Nr. 15916, Bl. 4–8; Dresdner Professorenlexikon; Studentenakte

Nr. 2400; Nr. 15299, Bl. 19

Bergmann, Karl

Diss.: „Über die Gewinnung von Fettsäuren aus Kohlenwasserstoffen“

(144 S.); Dr.-Di plom der TH Dresden vom 23. A pril 1925

Quellen: J 1926

Berthold, Walter (Hans Gerhard)

*5. A pril 1903 Meerane (Sachsen), †1992; 3. März 1922 Abi tur

am Gymnasium zum Heiligen Kreuz in Dresden; Studium an der

TH Dresden (14 Sem.), Dipl.-Ing. (Maschinen-Ingenieur) 20. Dez.

1928; Diss.: „Beiträge zur Frage einer Tolerierung der einschraubenden

zylindrischer Stiftschrauben“ (Köln 1933: Borowsky, 69

S.); Ref./Korref.: Berndt/Kutzbach; Dr.-Prüfung am 22. Juli 1933

mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 9. Sept. 1933, Dr.-Ing.

Quellen: J 1933; Staatsarchivliste; Alumnidatei

Bertl, Edgar

*30. Dezember 1901 Saaz (Böhmen, Österreich-Ungarn); bei Beginn

des Studiums: Vater verstorben, Mutter Anna Süßner, Vormund

Karl Süßner, städt. Oberwachkommandant in Saaz; keine

Geschwister; Abi tur 1920 am Deutschen Realgymnasium in Saaz;

59


stud. seit WS 1920 Chemie an der TH Dresden, Vorprüfung im

Jan. 1924 sehr gut, Hauptprüfung im Mai 1925 gut bestanden (Diplomarbeit

bei Heiduschka: Die quantitative Bestimmung mehrerer

Zuckerarten nebeneinander – 1b), Dipl.-Ing. (Chemiker) Mai

1925; im WS 1925/26 bei Heiduschka Arbeit an der Doktorarbeit;

Diss.: „Studien über Sauerteiggärung“ (89 S.); Dr.-Di plom vom 09.

März 1927; Schrift: Die Hefe, ein Heil- und Nahrungsmittel, 1935

(DAZ-Verlag Richard Parske)

Quellen: J 1927; Studentenakte Nr. 2448

Bessaritsch, Rista

Diss.: „Über Molekülverbindungen von Jodoform und quartären

Salzen“ (191 S.); Dr.-Di plom der TH Dresden vom 08. August

1924; Publikation mit Wilhelm Steinkopf unter demselben Titel

in: Journal für Praktische Chemie, Band 109, Heft 1, S. 230–264,

A pril 1925 (aus dem Organisch-chemischen Institut der TH Dresden,

eingegangen am 8. Dez.1924)

Quellen: J 1926

Betz, Hans

*2. November 1903 Frankfurt/Main; ohne Reifezeugnis zugelassen;

Studium an der TH Dresden (9 Sem.), Dipl.-Ing. (Technischer

Physiker) Sept. 1939; Diss.: „Die Diffusion von Wasserstoff

durch Eisen in Abhängigkeit von der Oberflächenbeschaffenheit

und ihre Beziehung zur Katalyse“ (Berlin: J. Springer 1940; auch:

Zeitschrift für Physik, Bd. 117, H. 1/2, S. 100–118); Ref./Korref.:

Güntherschulze/Barkhausen; Dr.-Prüfung am 22. Okt. 1940 mit

„Sehr gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 7. Febr. 1941, Dr.-Ing.

Quellen: J 1941; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei

Betz, Kurt (Phillip Wilhelm)

*07. A pril 1910 Lambsheim (Rheinpfalz); 22. März 1930 Abi tur an

der Tulla-Oberrealschule in Mannheim; Studium an der TH München

(9 Sem.), Dipl.-Ing. (Maschinen-Ingenieur) 10. A pril 1935;

Diss.: „Der innerbetriebliche Auftrag, Planung, Durchführung und

60


Abrechnung in einem Werk der Kraftfahrzeugindus trie“ (o. O. 1941,

77 Bl.); Ref./Korref.: Hintner/Heidebroek; Dr.-Prüfung am 12. Juli

1941 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 26. Juli 1941, Dr.-Ing.

Quellen: J 1941; Staatsarchivliste

Beyer, Alfred (Kurt)

*07. A pril 1910 Görlitz; Eltern: Leutnant Alfred B. und Margarete

geb. Herbst; 5. März 1929 Abi tur am Städt. Gymnasium Augustinum

Görlitz (Realgymnasium); zwei Jahre Praktikant in der

Adler-Apotheke Görlitz, am 22. März 1931 pharmazeutisches Vorexamen

in Liegnitz, Assistentenjahr in derselben Apotheke; Studium

der Pharmazie an der Univ. Breslau seit Ostern 1932, hier

am 3. Mai 1934 Pharmazeutisches Staatsexamen (gut); Kandidatenzeit

in der Hofapotheke Kolberg, ab Okt. 1934 in Dresden, erst

in der Schwanenapotheke, dann in der Kronprinzenapotheke, am

10. Mai 1936 Approbation als Apotheker; Studium der Nahrungsmittelchemie

an der TH Dresden (5 Sem.), hier am 22. Dez. 1936

nahrungsmittelchemisches Vorexamen („sehr gut“) und am 27.

Juni 1938 Staatsexamen als Lebensmittelchemiker; Diss.: „Beiträge

zur Bleianalyse mit Hilfe von Dithizon“ (Dresden: Dittert 1938,

61 S.); Ref./Korref.: Heiduschka/Komm; Dr.-Prüfung am 06. Juli

1938 mit „Sehr gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 20. Sept. 1938; Dr.

rer. techn.; seit 15. Febr. 1937 Halbass. und von Jan. bis Ende Sept.

1938 Vollass. bei Heiduschka

Quellen: J 1938; Staatsarchivliste; Nr. 15667, unnummeriert

Beyer, Arthur (Ernst)

*15. November 1882 Dresden; Vater: Victor Franz B., Obersekretär

beim Oberverwaltungsgericht; 12. März 1902 Abi tur am Kgl.

Gymnasium in Dresden-Neustadt; stud. Chemie an der TH Dresden

seit SS 1902, Vorprüfung im A pril 1904 gut, Hauptprüfung im

Mai 1905 mit Auszeichnung bestanden (Di plomarbeit bei v. Meyer:

Über Chinone und Chinonderivate – 1a), Dipl.-Ing. (Chemiker)

17. Mai 1905; Diss.: „Über die elektrolytische Trennung von Cadmium

und Zink“ (Borna-Leipzig: Noske); Ref./Korref.: Foerster/

61


Hempel; Dr.-Prüfung am 18. Juli 1906 „mit Auszeichnung“ bestanden,

Dr.-Di plom vom 18. Juli 1906, Dr.-Ing.

Quellen: Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 2472

Beyer, Joachim (Paul)

*17. Januar 1914 Oberwinkel (Sachsen); 20. Febr. 1933 Abi tur an

der Oberrealschule in Schwarzenberg (Sachsen); ein halbes Jahr

Arbeit in einem Exportgeschäft; Studium an der TH Dresden seit

WS 1933/34 mit Beurlaubung im SS 1935 (zur Ableistung des Arbeitsdienstes),

Vorprüfung im A pril 1936, Di plom-Volkswirt 19.

Nov. 1937; Diss.: „Der Produktionsablauf in der Blechwarenindustrie.

Grundfragen einer systematischen und wirtschaftlichen Produktionsregelung“

(o. O. 1942, 90 Bl.); Ref./Korref.: Beste/Schultz;

Dr.-Prüfung am 02. A pril 1940 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom

vom 6. August 1942, Dr. rer. pol.

Quellen: J 1942; Staatsarchivliste; Nr. 15844, lose Anlagen

Beyer, Kurt (Friedrich August)

*27. Dezember 1881 Dresden, †09. Mai 1952 Dresden; Eltern: Alfred

B., Tatterfallbesitzer, und Anna geb. Roßberg, seit 1889 geschieden,

Anna B. unterhielt den Sohn auch während des Studiums

allein; 23. März 1901 Abi tur an der Dreikönig schule in Dresden-

Neustadt; Studium an der TH Dresden seit SS 1901, Vorprüfung

im Okt. 1903 bestanden, Hauptprüfung im Dez. 1905 mit Auszeichnung

bestanden (Di plomarbeit bei Max Foerster: Zweistöckige

Steuerbrücke, Preisarbeit der Abteilung), Dipl.-Ing. (Bauingenieur)

14. Dez. 1905; Diss.: „Eigengewicht, günstige Grundmaße

und geschichtliche Entwicklung des Auslegeträgers“ (Leipzig:

Engelmann); Ref./Korref.: Mehrtens / M. Foerster; Dr.-Prüfung

an der TH Dresden am 7. Dez. 1907 „mit Auszeichnung“ bestanden,

Dr.-Di plom vom 7. Dez. 1907, Dr.-Ing.; ab 16. A pril 1906 Ass.

für Festigkeitslehre, Statik der Baukonstruktion und Eisenbahnbrückenbau

an der TH Dresden; 1908 technischer Berater und

leitender Ingenieur beim Ausbau des staatl. Eisenbahnnetzes in

Siam (heute Thailand); 1914 Regierungsbaumeister bei der sächs.

Wasserbauverwaltung; 1915 bis 1918 Kriegsdienst; TH Dresden:

62


1919 bis 1951 ord. Prof. für technische Mechanik und Festigkeitslehre

(auch für Statik und Stahlhochbau), Institutsdirektor, 1920

Vorstand der Bauingenierabteilung, ab 1927 zugleich Tätigkeit im

eigenen Ingenieurbüro in Dresden, 1945 bis 1950 zugleich Leiter

der Hauptabteilung Bauwesen bei der Landesregierung Sachsen

Quellen: Staatsarchivliste; Dresdner Professorenlexikon; Studentenakte Nr.

2483; Todesanzeige: SZ, Nr. 110 vom 13.5.1952

Beyrich, Rudolf (Erich)

*26. Juli 1894 Leipzig, †9. August 1981; Eltern: Ernst B., Kaufmann,

und Clara geb. Löser; Reifezeugnis der Gewerbeakademie

Chemnitz; stud. Chemie an der TH Dresden seit SS 1919, Vorprüfung

im Juli 1920, Hauptprüfung im März 1923 jeweils gut

bestanden, Dipl.-Ing. (Chemiker) 21. März 1923; zusätzlich am 24.

Juli 1924 Hauptprüfung für Nahrungsmittelchemiker, approbierter

Nahrungsmittelchemiker; Diss.: „Beiträge zur Kenntnis der

Fetthärtung“ (120 S.); Dr.-Di plom vom 21. Febr. 1924; war 1937

als Referent für Wirtschaftsfragen bei der Wehrwirtschaftsstelle

Leipzig in einer etatmäßigen Stelle im Angestelltenverhältnis

tätig; Tyla-Werke Dr. Rudolf Beyrich & Co. KG: Chem.-pharm.

Fa brik, Winterberg/Sauerland; B. war langjähriges Mitglied der

GDCh bzw. des VDCh

Quellen: J 1926; Studentenakte Nr. 2491; online: Sterbedatum; Physikalische

Medizin und Rehabilitation, 8. Jg., Heft 7, Juli 1967, S. 165 (Venenmittelliste)

Beythien, Kurt (Adolf Ernst)

*12. September 1897 Dresden, †1974; Vater: Prof. Dr. Adolf B.

(1867–1949), Direktor des Chemischen Untersuchungsamtes der

Stadt Dresden; Reifezeugnis der Dreikönig schule (Realgymnasium)

Dresden 1915; von August 1914 bis Jan. 1919 Heeresdienst,

davon eineinhalb Jahre Garnisonsdienst, sonst immer an der Front;

stud. Chemie zunächst an den Univ. Heidelberg und Göttingen,

hier Ostern 1922 Chemische Verbandsprüfung, seit SS 1923 an

der TH Dresden, hier Vorprüfung im Mai 1926 durch Ergänzung

der Verbandsprüfung, Hauptprüfung im Mai 1927 gut bestanden

(Di plomarbeit bei Steinkopf: Über Salizylsäuresulfofluorid – 2a),

63


Dipl.-Ing. (Chemiker) Mai 1927; Diss.: „Über die Zusammensetzung

des Pistazienöles (Pistacia vera)“ (Dresden & Leipzig:

Steinkopff 1929, 12 S.); Ref./Korref.: Heiduschka/Scholl; Dr.-Diplom

der TH Dresden vom 5. Juli 1929, Dr.-Ing.; Schriften u. a.:

(Bearb., mit G. Wagner): Die Geschmackstoffe der menschlichen

Nahrung, 1952 Dresden und Leipzig (Steinkopff, 2. Auflage, 220

S.); Wilhelm Steinkopf: Über aromatische Sulfofluoride (mitbearbeitet

u. a. von Kurt Beythien), in: Journal für praktische Chemie,

Band 117, Heft 1–3, S. 1–82 (1927); B. trat auch als Komponist in

Erscheinung: Volksliedvariationen und eine Sonate für Viola und

Piano

Quellen: J 1930; SLUB – Dissertation; Studentenakte Nr. 2493; H. Müller (Hrg.):

Deutsches Musiker-Lexikon, 1929 Dresden (Verlag Wilhelm Limpert); Wikipedia:

List of compositions for viola: A – E

Bickel, Erich

*05. März 1895 Göttingen, †1963; 21. Juni 1913 Abi tur am Eberhard-Ludwigs-Gymnasium

in Stuttgart; Studium an der TH Berlin

(8 Sem.), Dipl.-Ing. (Maschinen-Ingenieur) 17. Mai 1919; Diss.:

„Die Bewirtschaftung von Werkstätten und Lagern“ (o. O. 1934,

61 S.); Ref./Korref.: Sachsenberg/Heidebroeck; Dr.-Prüfung an der

TH Dresden am 22. Dez. 1933 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom

vom 28. A pril 1934, Dr.-Ing.; seit 1943 Prof. für Werkzeugmaschinen

und Fertigungstechnik an der ETH Zürich; Buch: Die metallischen

Werkstoffe des Maschinenbaues, 1953 (Springer-Verlag)

Quellen: J 1934; Staatsarchivliste; online: Dresdner Schule der Betriebswissenschaften,

Sachsenberg und seine Schüler

Bickhardt (geb. Fischer), Charlotte (Julie Luise Marie)

*19. November 1879 Berlin; Vater: Leiter der Berliner Zweigniederlassung

der Textilwerke Jung und Simons, Elberfeld; Ehemann:

Regierungs-Medizinalrat Dr. med. Justus Bickhardt, Klotzsche

bei Dresden; Schulbildung: Victoria-Schule und Victoria-Lyceum

Berlin; Teilnahme an einem Kursus für christliche, weibliche Liebestätigkeit,

der auf Veranlassung der Kaiserin eingerichtet wurde,

darauf drei Jahre ehrenamtliche Tätigkeit in der Armenpflege des

64


Berliner Nordens; einhalbjähriger Aufenthalt in England; Eintritt

als Lehrschwester in den Johanniter-Orden, erhielt nach erfolgter

Ausbildung im Diakonissenhaus zu Dresden das Patent als Schwester

des Ordens, in Ausübung der damit verbundenen Pflichten längere

Zeit als Leiterin der medizinischen Frauenabteilung im Stadtkrankenhaus

zu Chemnitz freiwillig tätig; Entschluss zum Medizinstudium,

dazu durch Privatunterricht Vorbereitung auf die

Reifeprüfung, mit Erlaubnis des preußischen Unterrichtsministeriums

Reifeprüfung am Friedrich-Realgymnasiums Berlin; 6 Sem.

Studium der Medizin an der Kgl. Friedrich-Wilhelms-Universität

Berlin, das sie abbrach, als sie sich 1910 mit dem Oberstabsarzt

Dr. med. Bickhardt verheiratete und dieser in das Leibregiment

Dresden versetzt wurde; Geburt eines Kindes; im 1. WK in der

Fürsorge für die Kriegerfamilien von Klotzsche tätig; vollkommener

Vermögensverlust infolge der Inflation und die Krankheit des

Ehemannes erforderten ihre Berufstätigkeit, daher Studium der

Volkswirtschaft an der TH Dresden seit SS 1922, Vorprüfung im

Nov. 1924 gut bestanden, Hauptprüfung im Febr. 1926 bestanden,

Di plom-Volkswirtin Febr. 1926; Diss.: „Wandlungen und Erweiterungen

des Begriffes „Betriebs-Unfall“. Ein Beitrag zur inneren

Entwicklungsgeschichte der Sozialpolitik“ (Dresden-Altstadt

1928: H. B. Schulze, 52 S.); Dr.-Di plom vom 05. A pril 1928, Dr.

rer. oec.

Quellen: J 1929; Studentenakte Nr. 2497

Biebrach, Kurt (Moritz)

*27. Mai 1882 Dresden-Striesen; Eltern: Lehrer August B. und

Emma Ernestine geb. Große; 23. Sept. 1904 Abi tur an der Gewerbeakademie

Chemnitz; Studium des Hochbaus: TH Dresden (8

Sem.), TH München (1 Sem.), Dipl.-Ing. (Architekt) 24. Nov. 1906

TH Dresden; Diss.: „Die holzgedeckten Franziskaner- und Dominikanerkirchen

in Umbrien und Toskana“ (Berlin: Wasmuth); Ref./

Korref.: Gurlitt/Bruck; Dr.-Prüfung an der TH Dresden am 4. Juli

1908 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 9. Juli 1908, Dr.-Ing.;

Ass. und Mitarbeiter des Reichskunstwarts Edwin Redslob, der

von 1920 bis 1933 für alle staatlichen Kunst- und Kulturfragen

65


des Deutschen Reiches zuständig war; später Regierungsrat, dann

Oberregierungsrat im Reichsministerium für Volksaufklärung

und Propaganda, seit 1. Febr. 1940 Leiter der Abteilung „Bildende

Kunst“; die Gestaltung der Kunstolympiade, die der Olympiade

1936 in Berlin vorausging, lag in den Händen eines achtzehnköpfigen

Kunstausschusses, dessen Vorsitzender B. war; Bücher und

Schriften u. a.: Die Kunst im Leben des Kaufmanns, 1924 Leipzig

(Gloeckner); Bühne und Film in ihrem Verhältnis zur Wirklichkeit,

in: Karl Scheffler (Red.): Kunst und Künstler, Jg. XXXI, Heft 12,

Dez. 1932, Berlin; Handwerkliche Keramik, in: Velhagen & Klasings

Monatshefte 39 (1924/1925) 1, S. 114 ff

Quellen: Staatsarchivliste; online: Akten der Parteikanzlei der NSDAP, Teil 1, S.

596 (24.5.-21.6.1940, RMfVuP); Albrecht Dümling: „Von Weltoffenheit zur Idee

der NS-Volksgemeinschaft. Werner Egk, Carl Orff und das Festspiel Olympische

Jugend“, in: Schläder, Jürgen (Hrg.): Werner Egk: Eine Debatte zwischen

Ästhetik und Politik, 2008 (Hubert Utz Verlag), S. 22, dort Fußnote 60; Christian

Fuhrmeister (Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München): „Führerauftrag

Monumentalmalerei“: eine Fotokampagne 1943–1945, S. 90, 111, 113; Stadtarchiv

Dresden: 6.4.25 – 75.2.2-7, Nr. 160 (Eltern)

Biederbick, Friedrich (Heinrich Georg Hans)

*2. A pril 1908 Burgsteinfurt/Westfalen; Eltern: Haushofmeister

Heinrich B. und Elisabeth geb. Schröder; seit 1911 mit den Eltern

wohnhaft in Schönfeld bei Großenhain; Schulbildung: in Großenhain

Volksschule und Realschule, von 1921 bis 1927 Landesschule

(Realgymnasium) in Dresden, hier Abi tur 16. März 1927; stud.

Volkswirtschaft und Pädagogik an der TH Dresden von 1927 bis

1931 und 1936, Di plom-Berufsschullehrer, am 5. Mai 1937 auch

Di plom-Volkswirt; seit 1931 als Lehrer an landwirtschaftl. Berufsschulen

des Kreises Großenhain; Kriegsdienst: als Unteroffizier

in einer Artillerie-Abteilung im Feldzug gegen Polen, dann zunächst

Ruhestellung und Fertigstellung der Doktorarbeit; Diss.:

„Agrarstatistische Untersuchungen über die Entwicklung der landwirtschaftlichen

Produktion in dem Gebiet der heutigen Kreisbauernschaft

Großenhain, im Vergleich mit den Kreisbauernschaften

Meißen und Kamenz und dem Land Sachsen“ (Großenhain 1939:

Plasnick, 235 S.); Ref./Korref.: Burkhardt/Schultz; Dr.-Prüfung

66


am 2. Dez. 1939 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 7. A pril

1941, Dr. rer. pol.; 1964 Dr. phil. der Univ. Köln mit der Diss. „Die

pädagogische Situation der in der Landwirtschaft tätigen berufsschulpflichtigen

männlichen Jugend auf Grund von Untersuchungen

in acht westfälschen Landkreisen“ (1964 Köln, Wasmund)

Quellen: J 1941; SLUB – Dissertation (mit Lebenslauf); Staatsarchivliste

Biedermann, Helmut (Hans Ludwig)

*22. Juli 1895 Lodz; Vater: Dr. Alfred B., Großindus trieller in

Lodz; seit 1905 in Dresden; seit 1906 König-Georg-Gymnasium in

Dresden, hier 1914 Reifezeugnis der realistischen Abteilung (1b);

in Moskau Nachprüfungen in Russisch, russischer Geschichte und

Geografie; stud. von WS 1914/15 bis WS 1915/16 in der phys.-math.

Abt. erst an der Univ. Moskau, dann an der Univ. Petersburg; 1916

in die russische Armee eingezogen, hier bis Anfang 1918, dann

über die Grenze nach Lodz, hier Mitte 1919 zur polnischen Armee

einberufen; Ende Febr. 1921 nach Deutschland ausgereist;

stud. seit SS 1921 ET in der Mech. Abt. der TH Dresden, Vorprüfung

im Juni 1923, Hauptprüfung im Nov. 1924 jeweils sehr

gut bestanden (Di plomarbeit bei Ernst Müller auf dem Gebiet der

Spinnerei – 1a), Dipl.-Ing. (Elek troingenieur) 1. Nov. 1924; Diss.:

„Beitrag zum Verständnis der Streckwerke für hohe Verzüge in

der Baumwoll-Spinnerei, bearbeitet im Zusammenhang mit Versuchen

an einer mit Casablancasschem Durchschlupf-Streckwerk

versehenen Ringspinnmaschine“ (Dresden 1925: Teubner, 142 S.);

Dr.-Di plom von 1925, Dr.-Ing.

Quellen: J 1925; Studentenakte Nr. 2504

Bielitz, Friedrich (Karl Gotthold)

*30. Mai 1901 Dresden; Ostern 1921 Abi tur am Realgymnasium

Annenschule in Dresden; Studium an der TH Dresden (9 Sem.),

Dipl.-Ing. (Maschinen-Ingenieur) 17. März 1926; Diss.: „Die Umkehrung

der linearen mechanischen Schwingungsgebilde“ (Berlin:

VDI-Verlag 1934, 16 S.) (Friedrich Bielitz, Ludwig Maduschka:

Mechanische Schwingungen im Maschinenbau: Die Umkehrung

der linearen mechanischen Schwingungsgebilde, VDI-Verlag,

67


1934 (30 Seiten)); Ref./Korref.: Weber/Trefftz; Dr.-Prüfung am

14. Juni 1934 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 7. Nov. 1934,

Dr.-Ing.; Abteilungsleiter (Motorenwerk/Schwingungen) im Neuen

Motorenentwicklungswerk („Otto-Mader-Werk“) der Junkers-

Werke Dessau, die 1933 unter Reichsverwaltung gestellt wurden;

dann Messerschmidt AG, für diese mehrere Patente (1940, 1941);

nach 1945 Forschung in den USA, zunächst im Forschungszentrum

der US-Airforce in Dayton, dann zu Lycoming USA (Turbinenentwicklung)

Quellen: J 1934; Staatsarchivliste; online: Holger Lorenz: Koppenberg-Bericht

vom Januar 1935 über das Junkers-Neuwerk; Patente von Friedrich Bielitz;

Chet-Eintrag von 2004 zum Thema „Deutsche Triebwerksspezialisten nach dem

Krieg“; Kyrill v. Gersdorff, Helmut Schubert, Kurt Grasmann: Flugmotoren und

Strahltriebwerke, 4. Auflage 2007 (Bernard&Graefe Verlag), S. 100, 352

Bienert, Berthold

aus Niemes (Sudetenland); stud. Chemie an der TH Dresden von

WS 1921/22 bis SS 1925, Dipl.-Ing. (Chemiker) 1925; Juni bis Dez.

1925 Hilfsass. am Chemischen Institut der TH Dresden; Diss.:

„Beiträge zur Kenntnis des Kakaorotes“ (95 S.); Dr.-Di plom vom

5. A pril 1928, Dr.-Ing.; Publikation: (mit Baumann, Fritz; Rösch,

Georg; Vollmann, Heinrich und Wolf, Walther) Isoindolenine als

Zwischenprodukte der Phthalocyanin-Synthese, in: Angewandte

Chemie, 68, 1956, S. 133–150; weit über 20 Patente zwischen 1932

und 1961, allein oder mit anderen, für Farbenfa briken Bayer AG,

Leverkusen, und für Gen. Aniline Film Corp., darunter mehrere,

die sich auf Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen der Phthalocyaninreihe

beziehen

Quellen: J 1928; Nr. 15269, Bl. 39; Angewandte Chemie, 68, 1956, S. 133–150;

online: Patente

Biethan, Walter

aus Hallendorf; Dipl.-Ing.; Diss.: „Über Zuckerbestimmung“ (Reichenberg

1930: Stiepel, 30 S.); Ref./Korref.: Heiduschka/Scholl;

Dr.-Di plom vom 16. Nov. 1929; bis 1934 Ass. von Heiduschka; in

dieser Zeit heiratete B. und wurde Vater eines Kindes; B. erlangte

68


im März 1934 eine gute Stellung in der Indus trie; nach dem 2. WK

Direktor in den Chlorodont-Werken in Obertshausen bei Offenbach/Main

Quellen: J 1930; SLUB – Dissertation; Nr. 15378, Bl. 55/56, 59, 60, 61, 62, 63, 64,

66; Nr. 15667, Bl. 11, 13, 21; online: Der Spiegel 9/1953 (Kosmetik/Chlorophyll:

Ein guter grüner Spaß)

Bijlevelt, Johannes S. van

*08. November 1885 Nymwegen (Holland); 16. Juli 1904 Abi tur an

der Höheren Bürgerschule in Leyden; Studium: Cornell Univ. New

York (6 Sem.), Harvard Univ. Cambridge (2 Sem.), TH Dresden (7

Sem.), Master Electrical Engineer der Harvard Univ. Cambridge

20. Juni 1909 (anerkannt durch VO des Sächs. Ministeriums des

Kultus und öffentlichen Unterrichts vom 1. Nov. 1909); Diss.: „Die

künstliche Konvektion am elektrischen Hitzdrahte“ (wurde im

Elek trotechnischen Institut der TH Dresden ausgeführt, besonderer

Dank an Professor Görges) (Borna-Leipzig: Noske 1915); Ref./

Korref.: Görges/Barkhausen; Dr.-Prüfung an der TH Dresden am

18. Dez. 1914 „bestanden“, Dr.-Di plom vom 21. Dez. 1914, Dr.-Ing.

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste

Binark, Hikmet

*1918 Ankara (Türkei), †August 1996; stud. in der Mech. Abt. der

TH Dresden von SS 1939 bis WS 1941/42; Diss.: „Abgaszusatz als

Klopfbremse zur Verbrauchssenkung“ (o. O. 1944, 43 Bl.); Dr.-Diplom

vom 14. Okt. 1944, Dr.-Ing.; Prof. an der ITU Istanbul, 1954

jüngster Dekan, 1963 Präsident der ITU

Quellen: J 1944/45; Alumnidatei; online: Interview mit einem Sohn von B.

Binder, Hermann

Diss.: „Über Gesetzmäßigkeiten im stofflichen und gestaltlichen

Aufbau einiger Nadelhölzer“ (Langensalza o. J.: Beyer, 51 S.; auch

in: Mitteilungen der Forstlichen Versuchsanstalt zu Tharandt); Dr.-

Di plom der TH Dresden vom 18. Juli 1928

Quellen: J 1929

69


Bischoff, Elisabeth (Dora Antonie)

*30. März 1909 Wieda (Südharz); 13. März 1929 Abi tur an der

Städt. Dreistufigen Studienanstalt Dresden-Neustadt; Studium an

der TH Dresden (8 Sem.), Dipl.-Ing. (Chemikerin) 28. Febr. 1933;

Diss.: „Beiträge zur Analyse des Weines“ (Dresden: Risse-Verlag

1934, 32 S.); Ref./Korref.: Heiduschka/Scholl; Dr.-Prüfung am 9.

Febr. 1934 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 28. Juni 1934,

Dr.-Ing.

Quellen: J 1934; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste

Bittmann, Hans

*10. August 1905 Tullnerbach bei Wien; Vater: Kommerzialrat

Rudolf B.; 1924 Abi tur am Akademischen Gymnasium Wien; ab

1924 Studium der ET an der ETH Zürich, hier Frühjahr 1928 Dipl.-

Ing. (Elek tro-Ingenieur); 1928 bis 1930 Besuch von Vorlesungen

und Übungen im Schwachstromtechnischen Institut der TH Dresden;

Diss.: „Der Einfluß der Sekundäremission auf die Röhrenkennlinien“

(Leipzig: J. A. Barth 1931; auch: Annalen der Physik,

F. 5, Bd. 8); Ref./Korref.: Barkhausen/Güntherschulze; Dr.-Di plom

vom 9. Jan. 1931, Dr.-Ing.

Quellen: J 1931; SLUB – Dissertation (mit Lebenslauf); Staatsarchivauflistung

Blanckmeister, Johannes (Ludwig)

*04. Dezember 1898 in Lohmen (bei Pirna, Sachsen), †05. A pril

1982 Dresden; Vater: Dr. med. Otto B., praktischer Arzt; Schulbildung:

Volksschule Lohmen, ab Ostern 1908 Realgymnasium Pirna,

hier Nov. 1916 Not-Abi tur; Kriegsfreiwilliger, von A pril 1917

bis Nov. 1918 im Sächs. Fußartillerie-Bataillon Nr. 19, Teilnahme

am Feldzug in Rußland und Frankreich, im Nov. 1918 als Leutnant

der Reserve aus dem Heeresdienst entlassen; als Anwärter für den

sächs. höheren Forstdienst angenommen, studierte er zunächst an

der Univ. Leipzig Volkswirtschaftslehre und Verwaltungsrecht

und seit SS 1919 Forstwissenschaften an der Forstl. Hochschule

Tharandt, hier 1922 Di plom, 1924 Anstellungsprüfung für den

höheren Staatsforstdienst; seit 1. Juni 1925 Oberförster im Staatl.

70


Forsteinrichtungsamt; Diss.: „Über die Entwicklung der Humusauflage

in Nadelholzbeständen im Laufe des Bestandslebens“

(Königsbrück 1931: Pabst, 77 S.); Ref./Korref.: Krauß/Rubner;

Dr.-Di plom vom 10. Okt. 1930, Dr.-Ing. forest.; 1931 Amtsvorstand

des Forstamtes Wermsdorf, 1938 Leiter der Forstwartschule

in Wermsdorf, 1940 Tätigkeit im Forstamt Hubertusburg, 1944

Waldreferent der Landesforstverwaltung Sachsen; 1946 selbständiger

Landwirt; 1947 wiss. Mitarbeiter der forstl. Versuchsstation

Graupa; 1948 wiss. Mitarbeiter der Versuchsabteilung Tharandt

des Ministeriums für Land- und Forstwirtschaft Berlin; 1950/51

Referent im Sächs. Ministerium für Land und Forst; 1951 Wahrnehmung

einer Professur, 1956 bis 1958 Prof. mit Lehrstuhl für

Forsteinrichtung an der Fakultät Forstwirtschaft der TH Dresden,

1955 Habil.; 1958 Leiter der Abteilung Waldbau am Institut

für Forstwissenschaften Tharandt der Deutschen Akademie der

Landwirtschaftswissenschaften Berlin, 1958 bis 1964 nebenamtlich

Prof. für Waldbau und bis 1966 Leiter des gleichnamigen Instituts

der TH/TU Dresden; 1966 Heinrich-Cotta-Medaille, 1978

Dr.agr.h.c. der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften der

DDR; Veröffentlichungen u.a.: „Der Flächenbedarf im forstlichen

Pflanzenzuchtbetrieb“,1950; „Mathematischer und Physikalischer

Grundriss für Forstwirte“, 1957

Quellen: J 1935; SLUB – Dissertation; Dresdner Professorenlexikon; 1. Promovendenbroschüre,

S. 55–59

Blank, Georg

*11. Juli 1906 Eichstätt (Bayern); 25. März 1926 Abi tur am Alten

Gymnasium Würzburg; Studium: TH München (4 Sem.), TH

Dresden (4 Sem.), hier Dipl.-Ing. (Maschinen-Ingenieur) 29. Okt.

1930; Diss.: „Die methodischen Voraussetzungen der diagnostischen

Brauchbarkeit der Reaktionsmessungen bei psychotechnischen

Kraftfahrerprüfungen“ (Dresden 1933: Dittert, 91 S.); Ref./

Korref.: Sachsenberg/Wawrziniok; Dr.-Prüfung am 13. März 1933

mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 17. Mai 1933, Dr.-Ing.

Quellen: J 1933; Staatsarchivliste

71


Blankenberg, Ferdinand

*1. Oktober 1884 Nagy-Kanizsa (Österreich-Ungarn); 1902 Abi tur

am Obergymnasium in Nagy-Kanizsa (anerkannt durch VO des

Sächs. Ministeriums des Kultus und öffentlichen Unterrichts vom

29. A pril 1907); Studium der Chemie an der TH Dresden (9 Sem.),

Dipl.-Ing. (Chemiker) 27. Nov. 1905; Diss.: „Über die elektrolytische

Abscheidung von Zink, Nickel und Kupfer aus ammoniakalischer

Lösung“ (Budapest: Weiß); Ref./Korref.: Foerster/Hempel;

Dr.-Prüfung am 15. Juli 1907 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom

vom 17. Juli 1907, Dr.-Ing.

Quellen: Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 2528

Blaum, Eddo (Woldemar Rudolf)

*12. März 1909 Emden, †1981 (beigesetzt Friedhof Bremen-Riensberg);

04. März 1927 Abi tur am Alten Gymnasium in Bremen;

Studium: TH München (4 Sem.), TH Dresden (7 Sem.), hier Dipl.-

Ing. (Maschinen-Ingenieur) 18. Dez. 1933; Diss.: „Vorgänge in Einspritzsystemen

schnellaufender Dieselmotoren“ (Berlin: VDI-Verlag

1936; auch: Forschung auf dem Gebiete des Ingenieurwesens,

Bd. 7, 1936, Nr. 2); Ref./Korref.: Nägel/Sörensen; Dr.-Prüfung

an der TH Dresden am 20. Febr. 1936 mit „Sehr gut“ bestanden,

Dr.-Di plom vom 23. März 1936, Dr.-Ing.; gehörte 1962 zur Atlas-

Werke AG und war 1974 Vorstandsmitglied der Balcke-Dürr AG.

Quellen: J 1936; Staatsarchivliste; online: „Schaffermahlzeit“ (Teilnehmer 1962

Dr.-Ing. Eddo Blaum, Atlas-Werke AG); Zeit Online 13/1974: Wirtschaft/Chronik

(65. Geburtstag von Blaum); Grabsteine Friedhof Bremen-Riensberg

Bleyl, Friedrich („Fritz“) (Hilmar Wilhelm)

*08. Oktober 1880 Zwickau, †19. August 1966 Bad Ilberg; Eltern:

Hilmar Heinrich B., Kaufmann und Buchhalter, und Alma Fanny

geb. Falk; ein Bruder; Schulbildung: Bürgerschule in Stollberg

(Erzgebirge), Realgymnasium in Zwickau, hier 15. März 1901 Abitur;

stud. Hochbau an der TH Dresden (8 Sem.), Dipl.-Ing. (Architekt)

1. Juli 1905; am 7. Juni 1905 mit den Dresdner Hochbaustudenten

Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel und Karl Schmidt-

Rottluff Begründer der für den deutschen Expressionismus bedeu-

72


tenden Künstlergruppe „Brücke“; 1906 bis 1910 in Freiberg: Lehrer

für Freihandzeichnen und Ornamententwerfen an der Bauschule

und an der Kunstgewerblichen Tischlerfachschule; 1910 Rückkehr

nach Dresden, Tätigkeit im Büro des Architekten Ernst Kühn;

ab 1912 Architekt im Landbüro Korff in Laage (Mecklenburg);

1915/16 zwecks Promotion an der TH Dresden; Diss.: „Baulich und

volkskundlich Beachtenswertes aus dem Kulturgebiete des Silberbergbaues

zu Freiberg, Schneeberg und Johanngeorgenstadt im

sächsischen Erzgebirge“ (Dresden-Neustadt: Lehmann 1917, 180

S.); Ref./Korref.: Schneegans/Müller; Dr.-Prüfung am 5. Februar

1916 „mit Auszeichnung“ bestanden, Dr.-Di plom vom 8. Februar

1916, Dr.-Ing.; Kriegsdienst in Sensburg (Ostpreußen) und Leitung

der Kriegsbeschädigten-Werkstätten im Reservelazarett Görden

bei Brandenburg; 1919 Studienrat (und seit 1940 Baurat) an der

Baugewerkeschule Berlin-Neukölln, der späteren Staatsbauschule;

in den 1920er und 1930er Jahren Studienreisen innerhalb Deutschlands

und nach Böhmen, Italien und in die Schweiz; seit 1907 verheiratet

mit Gertrud geb. Tannert, ein Sohn; 1945 lebte B. in Calbe/

Saale, 1946 bis 1948 bei seinem Bruder Herbert in Zwickau und

seit 1948 in der Nähe von Köln bei seinem Sohn; 1959 zog er nach

Lugano (Schweiz)

Quellen: J 1918; Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 2539; Konstanze Rudert

(2003): Bleyl, Hilmar Friedrich Wilhelm (Fritz), in: Sächs. Biografie; online:

Stadt Zwickau

Blich, (Christian) Julius

*11. Mai 1885 Arendal (Norwegen); Eltern: Paul Fredrik B.

(1847–1901) und Marianne geb. Eyde (*1853); 2. Juli 1903 Abi tur

an der Otto-Anderssens-Schule in Christiania (anerkannt durch

VO des Sächs. Ministeriums des Kultus und öffentlichen Unterrichts

vom 16. Nov. 1909); Studium: Kriegsschule Christiania (1

Sem.), TH Berlin (3 Sem.), TH Dresden (5 Sem.), hier Dipl.-Ing.

(Chemiker) 24. Juli 1908; Diss.: „Oxydation von Stickoxyd-Luft-

Gemischen und ihre Löslichkeit in Alkalilauge“ (Borna-Leipzig:

Noske); Ref./Korref.: Foerster/Hempel; Dr.-Prüfung an der TH

73


Dresden am 20. Dez. 1909 „bestanden“, Dr.-Di plom vom 21. Dez.

1909, Dr.-Ing.; verheiratet mit Milly geb. Strom (*1892), ein Kind

Quellen: Staatsarchivliste; online: Stammbaum

Blicks, (Anton Sophus) Ferdinand

*28. März 1902 Altona bei Hamburg; Vater: Ferdinand B., Generaldirektor

der Vereinigten Metallwarenfa briken AG, vormals

Haller & Co., mit Werken in Altona, Ottensen, Berlin, Torgelow

und Dresden Cossebaude (Eisenwerke G. Meurer AG, angeschlossen

Meurer GmbH Tetschen); Schulbildung in Altona: Oberrealschule

und Reformrealgymnasium, hier Ostern 1921 Abi tur (von

der mündlichen Prüfung befreit); bis August 1921 Lehrling in

der Reparaturabt. und Druckerei der Vereinigten Metallwarenfabriken

AG, Altonaer Werk, dann bis Ende 1921 Maschinenfa brik

A. Gutmann, Altona (Montageabt., Kompressorenbau) und bis

Mai 1922 Eisenwerk G. Meurer, Dresden-Cossebaude (in der Betriebsleitung,

in der Werkzeugschlosserei und in der Gießerei), seit

Juni 1922 kaufmännisch tätig wiederum bei „Haller & Co.“; stud.

Volkswirtschaft an der TH Dresden seit WS 1922/23, 1924 wegen

Erkrankung des Vaters mehrere Monate unter seiner Leitung

halbtags tätig, Vorprüfung im Nov. 1924, Hauptprüfung im Febr.

1926 jeweils sehr gut bestanden, Di plom-Volkswirt 25. Febr. 1926;

Diss.: „Beiträge und Leistungen der deutschen Gewerkschaften in

ihrer Entwicklung 1913–1926“ (Borna-Leipzig: Noske 1929, 134

S.); Ref./Korref.: Schippel/Beste; Dr.-Di plom vom 16. Juni 1928,

Dr. rer. oec.

Quellen: J 1929; SLUB – Dissertation; Studentenakte Nr. 2543

Block, Fritz

*13. Januar 1889 Marburg, †23. Januar 1955 Hollywood; 28. Febr.

1908 Abi tur am Gymnasium in Marburg; Studium: TH Karlsruhe

(5 Sem.), TH München (1 Sem.), TH Darmstadt (1 Sem.), TH

Dresden (3 Sem.), hier Dipl.-Ing. (Architekt) 10. Mai 1913; Diss.:

„Die kirchliche Baukunst im alten Bistum Comminges (Pyrenäen)“

(Berlin 1917: Ernst, 41 S.); Ref./Korref.: Gurlitt/Högg; Dr.-Prüfung

an der TH Dresden am 22. Okt. 1915 „mit Auszeichnung“ bestan-

74


den, Dr.-Di plom vom 22. Okt. 1915, Dr.-Ing.; tätig vor allem in

Hamburg, Architektur-Büro Block und Hochfeld

Quellen: J 1918; Staatsarchivliste; online: archINFORM (5.11.2010)

Bloss, Adolf (Walter)

*18. Januar 1876 Fleißen (Böhmen), †15. Februar 1949 Dresden; 15.

Juli 1895 Abi tur am Staatsgymnasium in Eger (anerkannt durch

VO vom 14. Dez. 1911); Studium des Bauingenieurwesens an der

TH München (8 Sem.); 1900 Regierungsbauführer beim Eisenbahnbau

in Dresden, 1903 stellvertretender Sächs. Regierungskommissar

für elektrische Bahnen; Zweite Staatshauptprüfung

für den sächs. Staatsdienst im Ingenieurbaufach am 8. Nov. 1904;

Regierungsbaumeister, Bauamtmann, 1908 Bauingenieur für elektrische

Bahnen im Sächs. Finanzministerium; TH Dresden: 1909

Ass. am Lehrstuhl für Eisenbahnbau; Diss.: „Das Eisenbahngleis

auf starrem Unterbau“ (Dresden: A. Dressel 1912, 70 S.); Ref./

Korref.: Lucas/Mehrtens; Dr.-Prüfung am 25. Jan. 1912 „mit Auszeichnung“

bestanden, Dr.-Di plom vom 31. Jan. 1912, Dr.-Ing.; TH

Dresden: 1916 Habilitation, PD für Eisenbahnwesen und Wirtschaftslehre

für Bauingenieure, auch Tätigkeiten bei der Reichsbahn

und der Sächs. Staatseisenbahnverwaltung, 1924 aplm., 1930

bis 1945 plm. ao. Prof. für Eisenbahnwesen und Wirtschaftslehre

für Bauingenieure, zugl. Reichsbahnoberrat bei der Reichsbahndirektion

Dresden

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Dresdner Professorenlexikon;

Todesanzeige SZ, 43 vom 21.2.1949

Blume, Kurt (Otto Walter)

*25. Juni 1909 Leipzig; 1. März 1929 Abi tur an der Städt. Oberrealschule

in Leipzig; Studium an der TH Dresden (9 Sem., davon

1 Sem. beurlaubt), Dipl.-Ing. (Maschinen-Ingenieur) 22. Okt.

1936; Di plomarbeit bei Adolf Nägel über den „Einfluß der physikalischen

Kraftstoffeigenschaften auf den Einspritzvorgang“, deren

grundlegende Ergebnisse führten auch zu Blumes Promotion;

Diss.: „Das Aufspritzen des Brennstoffes im Dieselmotor“ (Berlin:

VDI-Verlag 1939, 30 S.; auch: Deutsche Kraftfahrtforschung, Heft

75


53); Ref./Korref.: Mehlig/Beck; Dr.-Prüfung am 21. Dez. 1939 mit

„Sehr gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 10. Mai 1941, Dr.-Ing.; uk-

Stellung wegen Mitarbeit an einem Auftrag des RLM, B.s Diss.

gehörte zu den Arbeiten, die das Dresdner Institut von Adolf Nägel

als „Zentrum der deutschen Dieselmotorenforschung (auswiesen)

und bildeten die Grundlage für die künftige Konstruktion der

Motorenindus trie“; Schrift: Zweitakt-Gemischspülung mit Spülvorlage,

in: Motortechnische Zeitschrift (MTZ) 74 (1972) 12, S.

475–479

Quellen: J 1941; Staatsarchivliste; Seherr-Thoß, Hans-Christoph Graf von:

„Nägel, Adolf“, in: NDB-Neue Deutsche Biografie 18 (1997), S. 696–697; Nr.

15296, lose Einlagen

Blumrich, Karl (Ferdinand)

*10. Januar 1888 Reichenberg (Böhmen); 30. Juni 1906 Abi tur an

der Staatsoberrealschule in Reichenberg (anerkannt durch VO

vom 5. März 1912); Studium: Deutsche TH Prag (4 Sem.), TH

Dresden (3 Sem.), hier Dipl.-Ing. (Chemiker) 12. Mai 1911; Diss.:

„Über den Zusammenhang zwischen Farbe und Konstitution der

gemischten Pyridinfarbstoffe aus sekundären Aminen“ (Weida in

Thür.: Thomas & Hubert); Ref./Korref.: v. Meyer / König; Dr.-Prüfung

am 4. Juni 1912 „mit Auszeichnung“ bestanden, Dr.-Di plom

vom 12. Juni 1912, Dr.-Ing.; an der TH Danzig Ass. von Alfred

Wohl, Prof. für Organische Chemie und Technologie; später tätig

bei der Hoechst AG (Farbwerke Hoechst), bei der IG Farbenindustrie

AG; mehrere Patente; Schriften u. a.: Zusammenstellung von

explosiblen Stoffen und Gemischen (1958, Farbwerke Hoechst);

(mit Herbert Schwarz und August Wingler): Unfallverhütung im

chemischen Laboratorium, 1961 (Verlag Thieme, 56 Seiten)

Quellen: Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 2563; Angewandte Chemie, Vol.

48, Issue 29 (30. Juli 1935), S. 463 (48. Hauptversammlung des VDCh in Königsberg,

Abschnitt „Fachgruppensitzungen“); online: Patente

Bobbe, Paul Gustav (Carl)

*14. November 1897 Dessau; Eltern: Kaufmann Gustav Heinrich

Karl B. und Marie Adolfine Margarethe geb. Olberg; stud. in der

76


Mech. Abt. der TH Dresden von SS 1920 bis SS 1925, Dipl.-Ing.;

Diss.: „Untersuchungen über die bei Hobelmaschinen mit umlaufenden

Messern auftretenden Komponenten“ (Berlin: VDI-Verlag

1929, 21 S.; auch: Berichte über betriebswissenschaftliche Arbeiten,

Bd. 1); Dr.-Di plom vom 16. Juni 1928; Firma „Dr.-Ing. Carl

Bobbe“ in Leipzig, Unternehmen für Feld-, Forst- und Industriebahnen,

Baugeräte, Baumaschinen

Quellen: J 1930; Studentenakte Nr. 2568; online: Historische Adressbücher –

Leipzig (1949); Stadtarchiv Dessau-Roßlau, Frank Kreißler, Mitteilung vom 26.

Mai 2014

Bobeth, Erich

*7. März 1882 Leipzig; 25. Sept. 1903 Abi tur an der Gewerbeakademie

Chemnitz; Studium an der TH Dresden (7 Sem.), Dipl.-Ing.

(Maschinen-Ingenieur) 30. A pril 1907; Diss.: „Die Leistungsverluste

und die Abfederung von Kraftfahrzeugen“ (Berlin: Krayn);

Ref./Korref.: Scheit / E. Müller; Dr.-Prüfung am 3. März 1913 „mit

Auszeichnung“ bestanden, Dr.-Di plom vom 5. März 1913, Dr.-Ing.;

Buch: (mit Dr. Siegfried Bostram): Kautschuk-Handbuch Band 3,

1958

Quellen: Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 2571

Bobeth, Wolfgang

*15. Februar 1918 Löbau (Sachsen), †02. A pril 1996 Dresden; 1937

Abi tur an der Deutschen Oberschule in Löbau; ab 1937 Studium

des Maschinenbaus, Fachrichtung Textiltechnik, an den THs Breslau,

Aachen, Dresden; Dipl.-Ing.; Diss.: „Elastizitätsuntersuchungen

am laufenden Faden und am Fadenstück“ (o. O. 1943, 93 Bl.);

Dr.-Di plom vom 2. Juni 1943; 1941 Ass. und wiss. Mitarbeiter am

Lehrstuhl für Faserstoffkunde der TH Dresden, Mitarbeit an einem

Forschungsauftrag des Reichsamtes für Wirtschaftsausbau;

1945 Indus trietätigkeit als Betriebsass., Betriebslaborleiter und

Leiter eines Zentrallaboratoriums bei der Löbauer Stückfärberei

bzw. ab 1949 bei der VVB Weberei II, Bautzen; 1950 wiss. Mitarbeiter,

1952 Leiter der Abt. Textilprüfung der DAW zu Berlin;

1955/56 wiss. Mitarbeiter im Ministerium für Leichtindus trie der

77


DDR; TH/TU Dresden: 1956 Habilitation, 1957 Prof. mit Lehrauftrag,

1960 Prof. mit Lehrstuhl für Textilrohstoffe und Textilprüfung

und bis 1968 Direktor des Instituts für Textiltechnik,

1960/61 Dekan der Fakultät für Technologie, 1969 ord. Prof., nach

der Emeritierung 1971 bis 1988 Honorarprof. an der Sektion Verarbeitungs-

und Verfahrenstechnik, Wissenschaftsbereich Textiltechnik;

1959 bis 1981 nebenamtlicher Direktor des Instituts für

Technologie der Fasern in Dresden bei der DAW zu Berlin (bzw.

der AdW der DDR)

Quellen: J 1943; Dresdner Professorenlexikon; Nr. 15526, unnummeriert (Brief

vom 24.09.1942: Koch an Rentmeister der TH Dresden)

Bochmann, Gerhard

aus Deutschenbora (Sachsen); stud. in der Mech. Abt. der TH

Dresden von WS 1922/23 bis SS 1926; Dipl.-Ing.; Diss.: „Der Einfluß

von Gelenklagerungen auf die Genauigkeit von Fühlhebeln“

(Leipzig: Akademische Verlagsgesellschaft 1931, 31 S.; zusammen

mit G. Berndt unter dem Titel: „Präzisionsfühlhebel und Hebelgelenke“

in: Zeitschrift für Feinmechanik, Jg. 39); Dr.-Di plom

vom 16. März 1931, Dr.-Ing.

Quellen: J 1931; Alumnidatei

Bochmann, Hellmuth (Gerhard)

*23. März 1901 Deutschenbora bei Meißen; Vater: Hugo B. († vor

1921), Rittergutspächter in Deutschenbora, Vormund: Frau Johanna

Bochmann, Rittergut Deutschenbora; Bruder Werner B., Landwirt,

im A pril 1925 plötzlich verstorben; Schulbildung: in Nossen

Bürgerschule und Seminarschule, Realschule Riesa, hier Ostern

1917 Einjährig-Freiwilligen-Zeugnis, Realgymnasium Meißen,

hier Michaelis 1920 Abi tur; praktisch tätig in den Hillewerken,

Abt. Lastwagenbau, Jacobiwerke Meißen; stud. seit SS 1921 in der

Mech. Abt. der TH Dresden, in den Hochschulferien 10 Wochen in

der Eisengießerei der Hillewerke in Dresden und 2 Monate in den

Automobilwerkstätten von O. Richter, Dresden, Vorprüfung im

Sept. 1923 bestanden, Hauptprüfung im Mai 1925 gut bestanden

(Di plomarbeit bei Sachsenberg 3a, Kolloqium dazu 2b), Dipl.-Ing.

78


(Maschinen-Ingenieur) 19. Mai 1925; Diss.: „Die Abplattung von

Stahlkugeln und Zylindern durch den Meßdruck“ (Erfurt 1927, 28

S.; auch: Zeitschrift für Feinmechanik und Präzision, Jg. 35); Dr.-

Di plom der TH Dresden vom 11. Jan. 1927, Dr.-Ing.

Quellen: J 1927; Studentenakte Nr. 2574; Hans-Christoph Seherr-Thoss, Friedrich

Schmelz, Erich Aucktor: Gelenke und Gelenkwellen: Berechnung, Gestaltung,

Anwendungen, 2002

Bock, (Karl Wilhelm) Eberhard

*13. Mai 1902 Leipzig; Eltern: Carl B., Oberjustizinspektor, Gerichtsbeamter,

und Martha geb. Wagner; keine Geschwister;

Schulbildung in Leipzig: Bürgerschule, Oberrealschule, hier Ostern

1921 Reifezeugnis; danach Volontär in einer Leipziger Fa brik;

2 Sem. Studium an der Univ. Leipzig; stud. in der Mech. Abt. der

TH Dresden von seit WS 1922/23, Vorprüfung im März 1926 gut,

Hauptprüfung im Juli 1927 sehr gut bestanden (Di plomarbeit bei

Berndt auf dem Gebiet der Messtechnik – 1a), Dipl.-Ing. (Maschinen-Ingenieur)

16. Juli 1927; stud. im SS 1927 und WS 1927/28

Pädagogik in der Kuwi. Abt. der TH Dresden, Ergänzungsprüfung

für Berufsschullehrer; Diss.: „Das Verhalten der Schraubenverbindung

beim Anziehen und Lösen in Abhängigkeit von den Gewindetoleranzen“

(Bückeburg 1933: Prinz, 67 S.); Dr.-Di plom der TH

Dresden vom 16. März 1931, Dr.-Ing.

Quellen: J 1931; Studentenakte Nr. 2577

Bode, (Wilhelm) Helmut (Ludwig)

*26. Juni 1905 Halle/Saale; Vater: Wilhelm B., Architekt und Baumeister

in Halle; 7. März 1924 Abi tur am Reformrealgymnasium

Halle; in den Sommerferien der letzten Schuljahre und vor Beginn

des Studiums Arbeit als Maurer und Zimmermann; stud. Hochbau

an der TH Dresden seit SS 1924, Vorprüfung im Juli 1926,

Hauptprüfung im Dez. 1927 jeweils gut bestanden (Di plomarbeit

bei Dülfer: Kunstgewerbeschule und freistehendes Ateliergebäude

– 2b), Dipl.-Ing. (Architekt) 19. Dez. 1927; Diss.: „Die Kirchenbauten

der Jesuiten in Schlesien“ (Halle 1935: Waisenhaus, 58 S.);

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Ref./Korref.: Reuther/Becker; Dr.-Prüfung am 3. Februar 1934 mit

„Sehr gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 15. August 1935, Dr.-Ing.

Quellen: J 1935; Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 2585

Bodemann, Emil (Nicolaus)

*9. September 1904 Börger (Emsland); Vater: Ernst B., Förster,

später Revierförster in Clemenswerth-Sögel (Bezirk Osnabrück);

6 Geschwister, die alle höhere Schulen besuchten; Schulbildung:

Volksschulen in Börger und Haselünne, in Haselünne Rektoratsschule,

Gymnasium Georgianum in Lingen/Ems, hier Ostern 1924

Abi tur; in den Ferien und vor Studienbeginn Arbeit im Bergbau,

in Forstbetrieben, in einer Zuckerfa brik – zur Fortbildung und um

den Eltern wirtschaftlich behilflich zu sein; stud. seit WS 1924/25

an der TH Dresden, zunächst 2 Sem. in der Mech. Abt., dann in

der Math.-Nat. Abt., Vorprüfung im Dez. 1926 gut, Hauptprüfung

im A pril 1928 sehr gut bestanden (Di plomarbeit bei Dember: Über

die Absorption von Kathodenstrahlen beim Durchdringen dünner

Metallfolien – 1b), Dipl.-Ing. (Technischer Physiker) 16. A pril

1928; Diss.: „Über eine Steuerung des glühelektrischen Stromes

oxydbedeckter Metallfolien durch Bestrahlung mit ultraviolettem

Licht“ (Leipzig: J. A. Barth 1929; auch: Annalen der Physik, Band

395, Heft 5, S. 614–628, 1929); Dr.-Di plom vom 9. August 1929,

Dr.-Ing.; tätig u.a. bei der Firma Felten & Guilleaume Carlswerk

(Köln), in der Fernsprechkabel und elektrotechnische Geräte entwickelt

und hergestellt wurden, Patente für diese Firma allein und

mit Mitarbeitern

Quellen: J 1930; SLUB – Dissertation; Studentenakte Nr. 2587

Boden, Gertrud

*3. September 1913 Freiberg, † nicht vor 2003; stud. an der TH

Dresden auf das Berufsschullehramt der volkswirtschaftlichen

Richtung von WS 1934/35 bis SS 1938; Diss.: „Untersuchung über

die Voraussetzungen zur Besserung der Lebensverhältnisse unehelicher

Kinder und ihrer Mütter ohne zusätzliche Inanspruchnahme

öffentlicher Mittel“ (o. O. 1943, 116 Bl.); Dr.-Di plom vom 7.

August 1943; Dr. rer. pol.

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Quellen: J 1943; Alumnidatei; online: „Hausmitteilung. Mitgliederzeitschrift

der Sächs. Wohnungsgenossenschaft Dresden e. G.“, 3. 2003, S. 20: „Geburtstagsgrüße“:

Dr. Gertrud Boden, 90 Jahre am 3. September 2003, See-West

(Seevorstadt-West)

Boduroglu, Turgut

†5. März 2006; Türkischer Staatsbürger; nach dem Abi tur Ingenieurausbildung

in Istanbul; kam 1938 mit einem Stipendium an die

TH Dresden, um ET zu studieren; B. legte die Di plomprüfung mit

ausgezeichnetem Erfolg ab und arbeitete danach als Ass. von Prof.

Binder; Diss.: „Beiträge zur Frage der Erwärmung von Lufttransformatoren

auf Grund von Modellversuchen“ (o. O. 1944, 77 Bl.);

Dr.-Di plom der TH Dresden vom 6. Januar 1945, Dr.-Ing.; Anfang

1945 an die Technischen Universität Istanbul: dort Ass., ao. und

seit 1951 ord. Prof. für elektrische Maschinen und Anlagen; B.

verfasste neun Bücher über die Theorie, die Berechnung und Konstruktion

elektrischer Maschinen und hielt mehrere Patente; einige

Jahre war er Dekan der Fakultät für Elek trotechnik und Elek tronik.

Quellen: J 1944/45; Internet: http://www.elk.itu.edu.tr/...

Boericke (auch: Böricke), (Julius) Felix

*17. Juni 1880 Schönau bei Chemnitz, †3. Juni 1961 Zwickau; Eltern:

Färbereibesitzer Isidor Cecil B. und Helene geb. Schädlich;

28. Juni 1899 Abi tur am Gymnasium in Baden; Studium der Chemie

an der TH Dresden (9 Sem.), Dipl.-Ing. (Chemiker) 18. Dez.

1902; Diss.: „Über das elektromotorische Verhalten des Broms und

das Anodenpotential bei der Elek trolyse neutraler Bromkaliumlösungen“

(Halle/Saale: Knapp); Ref./Korref.: Foerster/Hempel; Dr.-

Prüfung am 29. Juli 1904 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom

29. Juli 1904, Dr.-Ing.; lange Zeit tätig im „Wiss. Laboratorium der

zolltechnischen Prüfungsanstalt der Reichsfinanzverwaltung“ in

Dresden, Prof.; wiss. Publikationen bis in die 1920er Jahre; Goldenes

Doktor-Di plom der TH Dresden 1954; verheiratet mit Charlotte

geb. Spindler seit 1942

Quellen: Staatsarchivliste; Alumniliste; TUArch: Fak. f. Math. und Nawi., Dekanat,

XI/77; Stadt Chemnitz – Stadtarchiv, Mitteilung von Monika Reum 2014

81


Boetius, Max (Franz)

*7. Dezember 1889 Tetschen/Elbe, †3. Juli 1972 Dresden; Vater:

Max B., Kaufmann in Tetschen; im Juli 1909 Abi tur am K. K.

Staats-Oberrealgymnasium in Tetschen; Arbeit in einem Chemie-

Laboratorium in Tetschen; seit WS 1909/10 Studium der Chemie

an der TH Dresden, 1 Sem. durch langwieriges Augenleiden an

Laborarbeit verhindert, Vorprüfung im A pril 1912 gut, Hauptprüfung

im Juni 1914 mit Auszeichnung bestanden (Di plomarbeit bei

v. Meyer über synthetische Arzneimittel, Note: 1b – 1a), Dipl.-Ing.

(Chemiker) 22. Juni 1914; TH Dresden: 1914 bis 1936 Ass. bzw.

Oberass. und PD am Institut für Organische Chemie, 1922 Promotion,

1929 Habil., 1937 nichtplm., 1941 bis 1945 plm. ao. Prof.

für Organische Chemie/Mikrochemie, 1946 bis 1956 Prof. mit

Lehrstuhl für Organische Chemie, Direktor des Instituts für Chemie

und Leiter der Abteilung für Chemie und Biologie an der TH

Dresden

Quellen: Dresdner Professorenlexikon; Studentenakte Nr. 2652

Boettner, Alfred (Hugo)

*28. August 1909 München; 31. März 1929 Abi tur an der Luitpold-

Oberrealschule in München; Studium an der TH Dresden (10 Sem.),

Dipl.-Ing. (Chemie) 28. Febr. 1933; Diss.: „Beiträge zur Kenntnis

der hydroxylierten Diphenylmethanfarbstoffe und ihrer Vinylenhomologen“

(Dresden: Risse-Verlag 1934, 54 S.); Ref./Korref.: König/Steinkopf;

Dr.-Prüfung am 26. Juli 1934 mit „Gut“ bestanden,

Dr.-Di plom vom 2. Okt. 1934, Dr.-Ing.; 1945 Abteilungsleiter im

KWI für Kohleforschung Mülheim/Ruhr, dessen Direktor Prof. Dr.

Karl Ziegler war

Quellen: J 1934; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; online: Bericht vom 15.

Juni 1945 von Vladimir Haensel (US) im Auftrag des United States Technical

Industrial Intelligence Committee und des Britischen Ministeriums für Brennstoffe

und Energie über das KWI für Kohleforschung in Mülheim/Ruhr

Bohl, Bernhard

*23. September 1907 Nürnberg; 07. A pril 1927 Abi tur an der Oberrealschule

in Nürnberg; Studium an der TH Dresden (13 Sem.),

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Dipl.-Ing. (Technischer Physiker) 11. Juli 1933; Diss.: „Vergleich

der fovealen und parafovealen Helligkeitsempfindung von Spektralfarben

bei verschiedener Farbstimmung“ (Bückeburg 1936:

Grimme, 32 S.); Ref./Korref.: Luther/Klughardt; Dr.-Prüfung am

30. A pril 1936 „bestanden“, Dr.-Di plom vom 2. Nov. 1936, Dr.-Ing.

Quellen: J 1936; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste

Böhme, Hans-Werner

*17. Dezember 1907 Oberlichtenau bei Chemnitz; Herbst 1927 Abitur

an der Staatl. Gewerbeakademie Chemnitz; Studium: TH Stuttgart

(6 Sem.), TH Dresden (4 Sem.), hier Dipl.-Ing. (Chemiker) 8.

Juni 1932; Diss.: „Ueber den Zusammenhang zwischen molekularem

Aufbau eines Fettalkoholsulfonats und seinem Verhalten in

der Lösung und an der Oberfläche“ (Dresden: Dittert 1937, 66 S.);

Ref./Korref.: König/Wiedmann; Dr.-Prüfung am 21. Dez. 1934 mit

„Sehr gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 11. August 1937, Dr.-Ing.

Quellen: J 1937; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste

Böhme, (Friedrich) Heinz

*30. März 1910 Dresden; Vater: Postassistent Hermann Max B.;

Ostern 1929 Abi tur an der Oberrealschule Dresden-Seevorstadt

(eine Klasse übersprungen, Note 1b); ein halbes Jahr praktische

Tätigkeit; stud. ET an der TH Dresden seit WS 1929/30, Diplomarbeit

bei Barkhausen, Dr.-Ing. (Elek tro-Ingenieur) 1933;

danach beschäftigt mit der Forschungsarbeit „Untersuchung der

dynamischen Konstanten an Schalldämmstoffen“, die zur Promotion

führte; seit Okt. 1933 in der Marine-Funktruppe; Mai 1933

Hilfsass., März bis Okt. 1936 Ass. am Institut für Schwachstromtechnik;

Diss.: „Dynamisches Verhalten von Schalldämmstoffen“

(Gräfenhainichen 1937: Heine; auch: Akustische Zeitschrift, Jg. 2);

Ref./Korref.: Barkhausen/Kluge; Dr.-Prüfung am 13. Febr. 1937

mit „Sehr gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 17. Dez. 1937, Dr.-Ing.

Quellen: J 1937; Staatsarchivliste; Nr. 15700, Bl. 92–97, 161–162

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Böhme, (Wolfgang) Martin

*4. Juni 1906 Dresden, †21. November 1986 Dresden; Eltern: Johannes

B. (1865–1945), Fachlehrer für Französische Sprache am „Ehrlichschen

Gestift“, in dem unbemittelte Schüler und Waisen zum

Abi tur geführt wurden, und Hedwig geb. Walther (1877–1939);

eine ein Jahr jüngere Schwester, später Fachlehrerin für Nadelarbeit,

Kochen und Sport; Ostern 1925 Abi tur am König-Georg-

Gymnasium Dresden; seit SS 1925 Studium an der TH Dresden (9

Sem.) und der Staatl. Turnlehrerbildungsanstalt in Dresden, 1927

Prüfung für Kurzschriftlehrer am Stenographischen Landesamt

Sachsen, Kandidat des höheren Schulamts der turnerisch-wissenschaftlichen

Richtung 27. Nov. 1929, mit sehr gutem Ergebnis in

Mathematik und Sport und gutem in Physik; Probejahr erst am

Staatsgymnasium in Dresden, dann an der Deutschen Oberschule

in Lichtenstein-Callnberg, hier Festanstellung (Mathematik,

Physik, Jungen-Sport); Diss.: „Beiträge zur natürlichen Geometrie“

(Dresden 1934: Heinrich, 32 S.) (in Dankbarkeit den Eltern

gewidmet); Ref./Korref.: Kowalewski/Naetsch; Dr.-Prüfung am

12. März 1934 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 12. A pril

1934, Dr. rer. techn.; Kriegsdienst, zuletzt Hauptmann der Reserve,

Knieverletzung, von Mai 1945 bis Anfang 1949 in russischer

Gefangenschaft, Arbeit in einem Sägewerk und einem Traktorenwerk,

Besuch der Antifaschule in Zarizin; Arbeit bei der SDAG

„Wismut“ in Oberschlema: Lampenwärter, Lampenmeister; seit

Ende 1951 Mathematikdozent an der ABF der TH Dresden, seit

1952 dort Studiendirektor für Naturwissenschaften; seit Sept. 1954

in gleicher Eigenschaft an der ABF der BA Freiberg; seit Sept.

1961 an PI/PH „Karl Friedrich Wilhelm Wander“ in Dresden: Leitung

des Lehrstuhls „Mathematik“, ab 1962 des Lehrstuhls für

„Mathematik und Methodik des Mathematikunterrichts“; daneben

seit 1965 Mathematikdozent und Leiter der Außenstelle Dresden

für das Fernstudium an der Wirtschaftswiss. Fakultät der Univ.

Leipzig; Mitglied der Fachkommission Mathematik und der „Arbeitsgruppe

für Spezialklassen der math.-nat. Richtung“ beim

Ministerium für Volksbildung; 1967/68 Direktor des Instituts für

Mathematik und Methodik des Mathematikunterrichts der neuge-

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gründeten PH, seit 1967 Mitglied des Akademischen Senats der

PH, seit 1969 Mitglied des Gesellschaftlichen Rates der PH und ao.

Prof.; 1971 Eintritt in den Ruhestand; Träger der „Artur-Becker-

Medaille“ (1970) und der „Ehrennadel der PH Dresden“ (1983);

1934 erste Heirat, 1950 zweite Heirat, 2 Töchter, 1 Sohn

Quellen: J 1934; Staatsarchivliste; 2. Promovendenbroschüre, S. 108–115

Böhme, Walter (Richard)

*24. Mai 1909 Gröba bei Riesa; 21. März 1928 Abi tur an der Oberrealschule

in Riesa; Studium an der TH Dresden (13 Sem.), Dipl.-

Ing. (Chemiker) 27. Febr. 1936; Diss.: „Versuche zu einer elektrolytischen

Entschwefelung des Leuchtgases“ (Dresden: Dünki 1937,

30 S.); Ref./Korref.: E. Müller / Simon; Dr.-Prüfung am 27. Mai

1936 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 20. Mai 1937, Dr.-Ing.

Quellen: J 1937; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste

Böhme, Wolfgang (Karl)

*29. Juli 1908 Zittau, †31. Juli 2002 Berlin; 6. März 1928 Abi tur

am Staatsrealgymnasium in Zittau; Studium: TH Berlin (1 Sem.

Luftfahrzeugbau), TH Dresden (10 Sem. Chemie), hier Dipl.-Ing.

(Chemiker) 16. A pril 1934; Diss.: „Über die Löslichkeitsverhältnisse

von festen Fettsäuren in Äthylalkohol unter besonderer Berücksichtigung

der quantitativen Bestimmung von Stearinsäure“

(Dresden 1936: Herr, 54 Bl.); Ref./Korref.: Heiduschka / Fr. Müller;

Dr.-Prüfung am 9. A pril 1936 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Diplom

vom 27. Mai 1936, Dr.-Ing.; Heirat 1941 in Dresden

Quellen: J 1936; Staatsarchivliste; Standesamt Zittau, Georg Schönrock, Mitteilung

vom 30. Juni 2014

Böhmländer, Hans (Karl Georg)

*31. Oktober 1903 Memmingen (Schwaben); 11. A pril 1922 Abitur

am Realgymnasium in Nürnberg; Studium: Univ. Erlangen (2

Sem.), TH Dresden (12 Sem.), hier Dipl.-Ing. (Chemiker) 10. März

1928; Diss.: „Zur Theorie und Praxis der Dreifarbenprojektion“

(Berlin [1935]: Pfau, 46 S.); Ref./Korref.: Luther/Klughardt; Dr.-

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Prüfung an der TH Dresden am 29. Nov. 1933 mit „Sehr gut“ bestanden,

Dr.-Di plom vom 12. Dez. 1933, Dr.-Ing.

Quellen: J 1936; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste

Böhringer, Eberhard (Gotthelf Johann Rudolf)

*5. Februar 1900 Oschatz; Eltern: Gotthelf Friedemann B., Rechtsanwalt

und Notar, später in Burgstädt, und Frieda geb. Kießling;

1 jüngerer Bruder, Scholar der Landwirtschaft; am 17. Mai 1918

Abi tur am Reformrealgymnasium mit Realschule in Chemnitz, danach

bis 12. Dez. 1918 Angehöriger des 6. Kgl. Sächs. Feldart.-Reg.

Nr. 78; Studium der Chemie: Univ. Leipzig (SS 1919), TH Dresden

seit WS 1919/20, unterbrochen von SS 1921 und WS 1921/22 an der

Univ. Freiburg, Vorprüfung im März 1921 bestanden, Hauptprüfung

im Januar 1923 gut bestanden (Di plomarbeit bei Heiduschka:

Über das Tryptophan und seine Bestimmungsmethoden – 2a),

Dipl.-Ing. (Chemiker) 5. Januar 1923; Diss.: „Beitrag zur Kenntnis

der gemischten Heterocyclo-Polymethinfarbstoffe“ (102 S.); Dr.-

Di plom vom 8. August 1925, Dr.-Ing.; Heirat 1930 in Berlin

Quellen: J 1926; Studentenakte Nr. 2630; Stadtarchiv Oschatz, Marcus Büttler,

Nachricht vom 15. Juli 2014

Böhringer, Hans

aus Offenburg; Dipl.-Ing.; Diss.: „Über die mechanisch-technologische

Beurteilung von Kunstseidenschlichten“ (wurde in der

Zeit von Okt. 1926 bis Juli 1928 im Deutschen Forschungsinstitut

für Textilindus trie zu Dresden ausgeführt, besonderer Dank an

Dr. Krais) (Leipzig 1929: Edelmann, 114 S.; auch: Forschungsheft

des Deutschen Forschungsinstituts für Textilindus trie in Dresden);

Ref./Korref.: Krais/Herzog; Dr.-Di plom der TH Dresden vom 11.

Januar 1929, Dr.-Ing.; Veröffentlichung u. a.: „Textile Gebrauchswertprüfung“,

1955

Quellen: J 1929; SLUB – Dissertation

Boie, Werner

*26. September 1901 Dresden, †6. Oktober 1978 Dresden; 19. Febr.

86


1921 Abi tur am Realgymnasium Annenschule in Dresden; Studium

an der TH Dresden (10 Sem.), Dipl.-Ing. (Maschinen-Ingenieur)

5. Juli 1926; Diss.: „Berechnung eines I-H-t-Diagramms der

Brennstoffe aus neuen statistischen Gleichungen“ (Berlin: Buch-

& Tiefdruck Gesellschaft 1935; auch in: Die Wärme, 1935); Ref./

Korref.: Pauer/Nägel; Dr.-Prüfung am 28. Febr. 1935 mit „Sehr

gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 21. Okt. 1935, Dr.-Ing.; 1926 Versuchsingenieur,

1929 bis 1939 Ingenieur für Planung, Bau- und Betriebsüberwachung

von Dampfkraftanlagen in der AG Sächsische

Werke, Kraftwerk Böhlen; 1939 Bauleiter und stellvertretender

Betriebsdirektor des Kraftwerkes Espenhain der AG Sächsische

Werke, 1945 Oberingenieur, 1948 Betriebsdirektor, 1949 Hauptdirektor

des SAG Toplino Kraftwerkes Böhlen; TH/TU Dresden:

1950 bis 1967 Prof. mit Lehrstuhl für Wärmetechnik und Wärmewirtschaft

und Direktor des gleichnamigen Instituts, 1959 bis 1961

Dekan der Fakultät für Maschinenwesen und Elek trotechnik; 1969

Dr.-Ing. E. h. der TH Magdeburg

Quellen: J 1935; Staatsarchivliste; Dresdner Professorenlexikon; Studentenakte

Nr. 2683

Bopp, (Karl) Alfred

*10. Dezember 1902 Schönau bei Chemnitz, †24. Mai 1983 Bitterfeld;

Eltern: Carl Alois B. († A pril 1925), Färbereibesitzer, und

Margarete geb. Enzmann (†20. Jan. 1934); Schulbildung: Volksschule

in Schönau, Oberrealschule Chemnitz, hier Ostern 1919

Obersekundareife; SS 1919 bis SS 1922 Staatliche Akademie für

Technik Chemnitz, Chemische Abt.; danach gründliche kaufmännische

und technische Ausbildung in allen Abteilungen der väterlichen

Firma „Carl A. Bopp, Schönau bei Chemnitz“, welche sich u.

a. sowohl mit Kleiderfärberei und chemischer Reinigung als auch

mit der Lohnveredelung von Strümpfen und Garnen beschäftigte;

nach dem Tod des Vaters Aufnahme in die Geschäftsleitung der

Firma, 1928 Einzelprokura; stud. Chemie an der TH Dresden von

SS 1927 bis WS 1928/29, im WS 1930/31 und von WS 1933/34

bis WS 1935/36, die Unterbrechungen erfolgten im Interesse der

Firma, die aber im Sept. 1932 nach weiterer Verschärfung der

87


Wirtschaftskrise stillgelegt werden musste; Vorprüfung im Herbst

1934, Hauptprüfung im Mai 1936 jeweils sehr gut bestanden (Diplomarbeit

am Institut für Kolloidchemie bei Lottermoser: „Untersuchungen

über die konduktometrische Titration von sauren

und basischen Farbstoffen“); danach im Institut für Kolloidchemie

Anfertigung der Doktorarbeit; Diss.: „Über die Reindarstellung

von Methylenblau für kolloidchemische Untersuchungen nach einer

Synthese von Kehrmann“ (Dresden 1939: Pilling, 26 S.); Ref./

Korref.: Lottermoser/König; Dr.-Prüfung an der TH Dresden am

4. Mai 1938 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 20. Febr. 1939,

Dr.-Ing.; ab 1920 Mitglied des Deutschvölkischen Schutz- und

Trutzbundes bis zu seinem Verbot Mitte 1922, ab Frühjahr 1933

Mitglied der NSDAP, Politischer Leiter in einer Dresdner Ortsgruppe,

Zellenleiter; am 31. Jan. 1934 Heirat mit Margarete geb.

Müller (*1907 Chemnitz), Kontoristin

Quellen: J 1939; Staatsarchivliste; Nr. 15299, Bl. 120, 135/36; Stadt Chemnitz –

Stadtarchiv, Mitteilung von Monika Reum 2014

Borchers, Richard

*14. Februar 1883 Kiel; 19. Febr. 1902 Abi tur an der Oberrealschule

in Kiel; Studium: Univ. Kiel (1 Sem.), TH Hannover (4 Sem.), TH

Berlin (4 Sem.), Staatsprüfung für den Preußischen Staatsdienst

im Wasser- und Straßenbaufach am 23. Dez. 1912; Diss.: „Beiträge

zur Berechnung von Schleusen großen Gefälles“ (Borna-Leipzig:

Noske); Ref./Korref.: Mehrtens/Engels; Dr.-Prüfung am 9. März

1912 „mit Auszeichnung“ bestanden, Dr.-Di plom vom 13. März

1912, Dr.-Ing.; Regierungsbaumeister; Schriften u. a.: „Starrgeführte

Greifer, ihre Vorteile und Entwicklungsmöglichkeiten.

Eine Studie über Massentransport und Massenumschlag nach dem

Kriege“, in: Jahrbuch der Hafenbautechnischen Gesellschaft, 2.

Band, 1919; Patent vom 31. Januar 1920: Hohlwand und Plattenbalkendecke

aus Formplatten beliebigen Baustoffes (von Dr.-Ing.

Richard Borchers in Dortmund)

Quellen: Staatsarchivliste; Internet: Patent

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Bormann, Sigrun

*26. Februar 1918 Bremen; Diss.: „Der Einfluß sportlichen Trainings

auf Blutstatus, Erythrozyten-Resistenz, Blutzucker und

Abwehrstoffe des Blutes“, 1944 (1948 veröffentlicht), mündliche

Doktorprüfung an der TH Dresden am 4. August 1944; Dr. rer. nat.

Quellen: TU-Archiv: Signatur XI/66

Born, Walther

Diss.: „Die Entwicklung der deutschen Großbäckerei“ (Leipzig:

Günther, Kirsten & Wendler, 141 S.); Dr.-Di plom der TH Dresden

vom 31. Juli 1926

Quellen: J 1926; Zentralblatt der Bauverwaltung 47(1927)24, S. 301

Bornemann, Alfred

von WS 1927/28 bis SS 1930 Studium des Maschinenbaus an der

TH Dresden; Diss.: „Prüfung und Beurteilung von Schleifscheiben

auf Grund ihres Verhaltens bei verschiedenen Geschwindigkeiten“

(Leipzig 1931: Frommhold & Wendler, 107 S.); Dr.-Di plom

vom 4. Dez. 1930, Dr.-Ing.

Quellen: J 1931; Alumni-Datei; Staatsarchivauflistung; Literaturverzeichnis der

Diss. von Walter Czygan

Bose, Kalyan (Kumar)

*10. Oktober 1913 Ihalda (Provinz Bihar, Indien); Eltern: Suresh

Chandra B. und Ihalda B.; 3. Mai 1930 Hochschulreife an der Univ.

in Patra (Indien) und zwei Jahre dort Studium; stud. ET am College

of Engineering und Technology Kalkutta (10 Sem.), August

1937 Schlussprüfung für Elek troingenieure mit Auszeichnung;

ebenfalls 1937 Schlussexamen in ET am „City & Guild Institute“,

London; ein Jahr praktische Tätigkeit in einigen Fa briken; für

weitere Studien im Febr. 1939 nach Deutschland: TH München (2

Sem.), hier Dipl.-Ing. (Schwachstromtechnik) 20. März 1940, TH

Dresden (4 Sem.), hier Doktorarbeit bei Barkhausen; Diss.: „Untersuchung

über die Stabilität eines Röhrensenders mit Gitteraudionschaltung“

(o. O. 1942, 30 Bl.); Ref./Korref.: Barkhausen/

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Wolman; Dr.-Prüfung am 8. Juni 1942 mit „Gut“ bestanden, Dr.-

Di plom vom 9. Juni 1942, Dr.-Ing.

Quellen: J 1942; Staatsarchivliste; Nr. 15857, Gesuch um Zulassung zur Promotion

vom 20. Nov. 1941

Bosnjakovic, Franjo (Fran)

*12. Januar 1902 Zagreb, †1. Oktober 1993 Stuttgart; Vater Prof.

der Chemie; 1919 Reifeprüfung am Realgymnasium Zagreb; stud.

Maschinenbau seit 1919 erst in Zagreb, ab 1922 an der TH Dresden,

Di plomarbeit bei Richard Mollier: „Theorie der Verbrennung

unter Berücksichtigung des unverbrannten Kohlenstoffs“, Dipl.-

Ing. (Maschinen-Ingenieur) 1925 (sehr gut); praktische Berufsarbeit

in Zagreb; Ass. im Maschinenlaboratorium der Technischen

Fakultät der Univ. Zagreb; Ass. in der Mech. Abt. der TH Dresden,

zunächst bei Friedrich Merkel, dann bei Richard Mollier; Diss.:

„Brennstoffanalyse mit Bombe, Manometer und Orsatapparat“

(Berlin 1928: Triasdruck; auch: Archiv für Wärmewirtschaft und

Dampfkesselwesen, Jg. 9.1928); Dr.-Di plom vom 5. A pril 1928,

Dr.-Ing.; 1931 Habil. an der TH Dresden mit der Arbeit „Stoff- und

Wärmeaustausch zwischen Dampf und Flüssigkeit“, PD für das

Gebiet „Theoretische Maschinenlehre, insbesondere Thermodynamik“;

Technischen Fakultät der Univ. Belgrad: 1933 ao. Prof., 1936

bis 1953 Prof. für Thermodynamik, unterbrochen durch eine Inhaftierung

von Ende 1945 bis Anfang 1947, die jedoch mit der vollkommenen

politischen Rehabilitierung endete; TH Braunschweig:

seit 1953 auf dem Lehrstuhl für Wärmelehre; TH Stuttgart: 1961

bis zur Emeritierung 1969 auf dem Lehrstuhl für Thermodynamik

der Flugtriebwerke, Begründer und Leiter des Instituts für Luftund

Raumforschung und Thermodynamik; mehrere Gastprofessuren

an amerikanischen und europäischen Universitäten, zeitweise

Tätigkeit für die US-Weltraumbehörde NASA und die Badische

Anilin- und Sodafa brik (BASF); Ehrungen u. a.: Ehrendoktor der

Univ. Zagreb und der TH Aachen, Grashof-Denkmünze des VDI;

Ehrenkolloquia der TH Stuttgart zum 80. und 85. Geburtstag,

„Fran-Bosnjakovic-Preis“, gestiftet durch die Univ. Zagreb; Lehrbuch

„Technische Thermodynamik I. Teil“, 1935 Dresden (erschie-

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nen in der von W. Pauer mitherausgegebenen traditionsreichen

Monographienreihe „Wärmelehre und Wärmewirtschaft“ beim

Verlag Theodor Steinkopff in Dresden, vielfach aufgelegt und in

mehrere Sprachen übersetzt)

Quellen: J 1929; 1. Promovendenbroschüre, S. 190–196; Studentenakte Nr. 2740

Bossel, Gustav (Nicolaus)

*05. Dezember 1881 Bukarest, † nicht vor 1959; Vater Fa brikant,

bei Studienbeginn in Dresden waren beide Eltern tot; 30. Juni 1903

Abi tur am Lyceum St. Sava in Bukarest (anerkannt durch VO vom

26. Juni 1909); stud. Chemie an der TH Dresden (10 Sem., ab WS

1903/04), Vorprüfung im März 1906, Hauptprüfung im Nov. 1907

jeweils gut bestanden (Di plomarbeit: „Vergleichende Untersuchungen

der rumänischen und deutschen Erdöle“), Dipl.-Ing. (Chemiker)

5. Nov. 1907; Diss.: „Zur Kenntnis der o-Amidosalicylsäure“

(Borna-Leipzig: Noske); Ref./Korref.: v. Meyer / Möhlau; Dr.-

Prüfung am 15. Nov. 1909 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom

24. Nov. 1909, Dr.-Ing.; kurzzeitig berufstätig in Campina (Rumänien);

von Sept. 1910 bis zur Stilllegung des Werkes 1935 Leitung

der Mineralöl-, Paraffin- und Kerzenfa brik in Waldau (Kreis

Zeitz), die zuletzt zum Konzern „Anhaltinische Kohlenwerke“

gehörte, danach Forschungstätigkeit in Waldau, 1938 in den Ruhestand

versetzt; Umzug nach Zeitz, hier von 1943 bis 1949 Lehrer

für Chemie und Physik an der Mädchenoberschule; von Juli

1949 bis zum Eintritt in den Ruhestand im Sept. 1952 bei der VVB

Pharma als Abteilungsleiter in Bernburg tätig (Dentalabteilung);

Goldenes Doktor-Di plom der TH Dresden 1959; verheiratet, Kinder

und Enkel (Enkelsohn studierte in den 1950er Jahren Physik

an der TH Dresden)

Quellen: Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 2741; TUArch: Fak. f. Math. und

Nawi., Dekanat, XI/77

Böttcher, Friedrich (Johannes)

*25. Dezember 1902 Hohnstein (bei Pirna, Sachsen), †13. A pril

1993; Eltern: Medizinalrat Dr. Otto B., Anstaltsarzt der Korrektionsanstalt

Hohnstein, dann stellv. Direktor der Heilanstalt Un-

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tergöltzsch bei Rodewisch i. V. (war 1924 bereits verstorben) und

Charlotte geb. Kaphahn; drei Geschwister: Ilse (*1898), verheiratet

mit dem Lehrer Spank in Neustädtel, Adolf B. (*1900), wurde

Lehrer, Eva B. (*1904), lernte Schneiderin; Schulbildung: Volksschule

Hohnstein, ab Ostern 1913 Realgymnasium in Meißen,

nach drei Jahren Aufnahme in die Fürsten-und Landesschule St.

Afra in Meißen, hier 3. März 1922 Abi tur; ein halbes Jahr praktische

Arbeit als Volontär in einer Maschinenfa brik in Rodewisch,

spätere praktische Tätigkeit in den Semesterferien; stud. ET an der

TH Dresden seit WS 1922/23, Vorprüfung im Febr. 1926, Hauptprüfung

im März 1928 jeweils gut bestanden (Di plomarbeit bei

Binder zur Berechnung von Elek tromagneten), Dipl.-Ing. (Elektroingenieur)

10. März 1928; Diss.: „Die maximale Feldstärke und

die Kapazität der Drehstromkabel“ (Berlin, VDI-Verlag 1934;

auch: ZAMM, 14); Ref./Korref.: Trefftz/Görges; Dr.-Prüfung am

11. März 1928 mit „Sehr gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 5. A pril

1933, Dr.-Ing.

Quellen: J 1934; Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 2656; Bote von St. Afra,

Augustiner Blätter, Sapereaude, Heft 37, August 1993 (Todestag)

Böttcher, Friedrich

aus Zittau; wurde zum SS 1923 an der TH Dresden immatrikuliert;

Diss.: „Über den Verlauf der elektrolytischen Reduktion von

Vanadiumlösungen“ (Leipzig: Akademische Verlagsgesellschaft

1930; auch: Zeitschrift für physikalische Chemie, Abt. A, Bd. 151,

S. 321–400); Dr.-Di plom der TH Dresden vom 10. Januar 1930,

Dr.-Ing.

Quellen: J 1930; Staatsarchivauflistung; Alumnidatei

Böttcher, Hans (Rudolf)

*5. November 1875 Chemnitz; Vater: Carl Rudolf B., Fa brikbesitzer

in Plauen bei Dresden, und Emma geb. Baumgärtel; 2 Brüder:

Karl B. und Martin B. (siehe unten); 1881 Umzug der Familie nach

Dresden-Plauen; 27. März 1895 Abi tur am Wettiner Gymnasium

in Dresden; ein halbes Jahr Arbeit in der Chamottefa brik des Vaters

in Zittau; seit Nov. 1895 Einjährig-Freiwilligen-Militärdienst

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in Dresden; stud. Chemie an der TH Dresden seit WS 1896/97,

Vorprüfung im A pril 1898 „ziemlich gut“, Hauptprüfung im Jan.

1900 sehr gut bestanden, Dipl.-Ing. (Chemiker) 30. Januar 1900;

Diss.: „Dissotiationstemperaturen der Kohlensäure und Schwefelsäurehydrites“

(Dresden: Teubner); Ref./Korref.: Hempel/Foerster;

Dr.-Prüfung am 19. Dez. 1900 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom

vom 19. Dez. 1900, Dr.-Ing.; später Fa brikbesitzer; im Weltkrieg

verstorben

Quellen: Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 2657; Alte Wettiner

Böttcher, Heinrich (Martin)

*25. Juni 1912 Dresden; 13. März 1931 Abi tur am Wettiner Gymnasium

in Dresden; stud. Chemie an der TH Dresden (9 Sem.),

Dipl.-Ing. (Chemiker) 5. Nov. 1935; Diss.: „Über das Verhalten

des Bariumkarbonats als Zusatz in Ziegelmassen zur Verhütung

von Ausblühungen“ (Dresden: Dittert 1938, 95 S.); Ref./Korref.:

Simon/Menzel; Dr.-Prüfung am 27. Mai 1938 mit „Sehr gut“ bestanden,

Dr.-Di plom vom 26. Nov. 1938, Dr.-Ing.

Quellen: J 1938; Staatsarchivliste; Alumnidatei

Böttcher, Karl (Hermann)

*6. März 1879 Chemnitz; Eltern: Carl Rudolph B., Fa brikbesitzer

in Plauen bei Dresden, und Emma geb. Baumgärtel.; zwei Brüder:

Hans (siehe oben), Martin (siehe unten); 1881 Umzug der Familie

nach Dresden-Plauen; Schulbildung: Bürgerschule, Wettiner

Gymnasium, wegen langer Krankheit Wechsel zur Realschule,

dort Ostern 1896 Einjährig-Freiwilligen-Zeugnis; in Zittau im

Baufach praktisch tätig; zum WS 1896/97 Eintritt in die Bauabteilung

der Kgl. Höheren Gewerbeschule zu Chemnitz, hier am 6.

A pril 1900 Absolutorialzeugnis (damit Hochschulreife); Arbeit in

einem Chemnitzer Baugeschäft; stud. Hochbau an der TH Dresden

seit SS 1902, Vorprüfung im Juli 1904, Hauptprüfung im Juli

1906 jeweils mit Auszeichnung bestanden, Dipl.-Ing. (Architekt)

7. Juli 1906; Diss.: „Altsächsische Wendeltreppen, nebst einem

Überblick über die Entwicklung des Wendeltreppenbaues im allgemeinen“

(Dresden: Kühtmann); Ref./Korref.: Hartung/Böhm;

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Dr.-Prüfung am 21. Nov. 1908 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom

vom 25. Nov. 1908, Dr.-Ing.

Quellen: Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 2659

Böttcher, (Curt) Martin

*28. Oktober 1883 Dresden-Plauen; Eltern: Carl Rudolph B., Fabrikbesitzer

in Dresden-Plauen, und Emma geb. Baumgärtel; zwei

Brüder, Hans und Karl (siehe oben); 24. März 1903 Abi tur am

Wettiner Gymnasium in Dresden; stud. Chemie an der TH Dresden

seit SS 1903, Vorprüfung im Mai 1905, Hauptprüfung im Nov.

1906 jeweils gut bestanden, Dipl.-Ing. (Chemiker) 5. Nov. 1906;

Diss.: „Über die Verflüssigung des Tones durch Alkali“ (Weida i.

Thür.: Thomas & Hubert); Ref./Korref.: Foerster / v. Meyer; Dr.-

Prüfung am 16. Juli 1908 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom

17. Juli 1908, Dr.-Ing.

Quellen: Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 2661; Stadtarchiv Dresden: 6.4.25

- 70.2.2-8, Nr. 185 (Geburtseintrag)

Böttger, Johannes (Emil)

*12. Mai 1912 Chemnitz; 7. März 1931 Abi tur am Reformrealgymnasium

in Chemniz; stud. Chemie an der TH Dresden (10 Sem.),

Dipl.-Ing. (Chemiker) 30. Mai 1936; Diss.: „Über neue Derivate

des Furfurols und seiner Vinylenhomologen und die bei ihnen

beobachteten Farberscheinungen“ (wurde von Okt. 1936 bis Dez.

1938 im Institut für Farben- und Textilchemie der TH Dresden

ausgeführt, besonderer Dank an Professor Walter König und an

die Jahrhundertstiftung der TH Dresden für die Gewährung eines

Stipendiums) (Bückeburg 1939: Prinz, 103 S.); Ref./Korref.:

König/Steinkopf; Dr.-Prüfung am 19. A pril 1939 mit „Sehr gut“

bestanden, Dr.-Di plom vom 29. August 1939, Dr.-Ing.

Quellen: J 1939; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei

Böttger, Oskar

aus Guben; stud. Chemie an der TH Dresden seit SS 1923; Diss.:

„Über tieffarbige Abkömmlinge des Anthrahydrochinons und über

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einige Anthranol-carbonsäure-Derivate“ (Berlin: Chemie 1930;

auch mit Roland Scholl in: Berichte der Deutschen Chemischen

Gesellschaft, Jg. 62, 1929 u. 63, 1930); Dr.-Di plom der TH Dresden

vom 13. August 1930, Dr.-Ing.

Quellen: J 1930; Alumnidatei

Bötticher, (Robert Gustav Wilhelm) Werner

*25. März 1900 Zwickau, †1984 Stuttgart; Eltern: Dr. phil. Friedrich

Robert Wilhelm B., Apothekenbesitzer, Nahrungsmittelchemiker,

Dresden (war 1921 bereits verstorben), und Clara Margarethe geb.

Pöhl; Reifezeugnis des König-Georg-Gymnasiums; stud. Chemie

an der TH Dresden von Mai 1918 bis Mai 1919, wechselte dann an

die Univ. Erlangen und trat zum SS 1921 wieder in die TH Dresden

ein, hier 1923 Staatsexamen für Lebensmittelchemiker; Diss.:

„Beiträge zur Analyse des Kakaos“ (82 S.); Ref.: Heiduschka; Dr.-

Di plom der TH Dresden vom 13. Febr. 1925; Leiter der „Vereinigten

chemischen Laboratorien Dr. Filsinger und Dr. Bötticher“ und

der „Chemischen Lehranstalt Dr. Bötticher“ in Dresden: Durchführung

von Handelsanalysen, Ausbildung von Chemotechnikern,

chemischen und technischen Assistentinnen, seit 1934 Leiter des

Chemischen Untersuchungsamtes der Stadt Dresden; 1938 Mitbegründer

der „Forschungsgemeinschaft Pilzverwertung“, dazu

1943 in der Nachfolge von Heiduschka Leitung der „Staatl. Chemischen

Untersuchungsanstalt Dresden“, die für die Lebensmittelüberwachung

zuständig war; seit 1951 Leiter der „Zentralstelle für

Pilzforschung und Pilzverwertung“ in München; Schriften u. a.:

(mit Paul Pannwitz und Ehrich Nier) „Die Pilzverwertung und ihre

Zukunftsaufgaben. Ratgeber für Pilzfreunde, Großküchen, Industrie

und Handel“, 1943 Leipzig (Verlag Arnd); „Pilzverwertung

und Pilzkonservierung“, 1950 (Verlag Oldenbourg); „Wildfrüchte“,

1963 (Bundesausschuss für Volkswirtschaftl. Aufklärung e.

V.); „Technologie der Pilzverwertung“, 1974

Quellen: J 1926; Studentenakte Nr. 2673; online: „Werner Bötticher 65 Jahre

alt“, in: European Food Research and Technology, Vol. 127 (1), Springer Journals

– 1. May 1965 (Seite 39); Stadtverwaltung Zwickau, Stadtarchiv, Sylvia

Reinhardt, Mitteilung vom 3. Juni 2014

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Brand, (Friedrich Hermann) Erich

*18. Oktober 1901 Chemnitz; Vater: Prokurist Oskar B.; Schulbildung

in Chemnitz: 1908 bis 1912 Höhere Knabenschule, dann

Realgymnasium, hier Ostern 1921 Reifeprüfung; stud. Chemie an

der TH Dresden seit SS 1921, Vorprüfung im Juli 1923, Schlussprüfung

im Juni 1925 abgelegt, Dipl.-Ing. (Chemiker); Diss.: „Beiträge

zur Kenntnis der Baumwollmercerisation mit Alkalien und

Säuren“ (166 S.); Ref./Korref.: König/Steinkopf; Dr.-Prüfung am

25. Mai 1927, Dr.-Di plom vom 5. Juli 1927, Dr.-Ing.; seit 1942 Leiter

der Zyklon-Produktion in der Dessauer Zuckerraffinerie (DZR);

Patente (auch zusammen mit anderen) für die Farbenfa brik Wolfen

Quellen: J 1927; SLUB – Dissertation (Lebenslauf); Alumnidatei; online: Patente;

www.zyklon-b.info/dessau/bilder/zyklon_b_in_dessau_99_103.pdf

Branscombe, Douglas John

*24. Juli 1907 Exeter (England); 1926 Higher School Certificate

der Hele´s Schule in Exeter; Studium: University College Exeter

(8 Sem.), TH Dresden (6 Sem.), Bachelor of Science am University

College Exeter 24. Okt. 1928, Master of Science in Chemie der

Univ. London 16. Juli 1930 (alle Abschlüsse für die Promotion anerkannt

durch VO des Sächs. Ministeriums für Volksbildung vom

31. Juli 1931); Diss.: „Versuche zur Synthese von Thioindigo- und

Thiocyanin-Farbstoffen aus p-Amino-dyphenyl“ (Dresden [1935]:

Herr, 40 Bl.); Ref./Korref.: König/Scholl; Dr.-Prüfung an der TH

Dresden am 27. Juli 1933 „mit Auszeichnung“ bestanden, Dr.-Diplom

vom 24. August 1933, Dr.-Ing.; etliche Patente

Quellen: J 1935; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei; online:

Patente

Bräter, Rudolf (Carl Franz)

*25. Januar 1885 Dresden; Vater: Edmund B., Landbauinspektor,

dann Stadtbaurat; 1. März 1904 Abi tur an der Annenschule in

Dresden; ein Jahr praktische Tätigkeit, zunächst in der Eisengießerei

und Maschinenfa brik Rudolph Meißner (Eving-Dortmund),

dann in der Maschinenfa brik Vogel und Schlegel in Dresden-Plauen;

stud. Maschinenbau an der TH Dresden (9 Sem., seit SS 1905),

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Vorprüfung im A pril 1907, Hauptprüfung im Juli 1909 jeweils

mit Auszeichnung bestanden (Di plomarbeit bei Nägel: „Dampfmaschine“),

Dipl.-Ing. (Maschinen-Ingenieur) 14. Juli 1909; Diss.:

„Über den Einfluß der Mechanisierung indus trieller Betriebe auf

Unfallgefahr und hygienische Verhältnisse“ (Borna-Leipzig: Noske

1914, 104 S.); Ref./Korref.: Krantz / E. Müller; Dr.-Prüfung am

20. Dez. 1913 „bestanden“, Dr.-Di plom vom 14. Januar 1914, Dr.-

Ing.; Wohnort zur Zeit der Promotion: Jena

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 2765

Brauer, Peter (Sven)

*16. Februar 1911 Leipzig; †09. Januar 1995 Emmendingen; Großvater:

Wilhelm Ostwald (Chemie-Nobelpreisträger), Vater: Eberhard

Brauer; 26. Febr. 1929 Abi tur an der Leibniz-Schule (Oberrealschule)

in Leipzig; 1930 bis 1934 Studium der Physik an der

TH Dresden, Dipl.-Ing. (Technischer Physiker) 18. Dez. 1933;

Diss.: „Zum elektrischen Verhalten von Cupritkristallen“ (Leipzig:

J. A. Barth, 1936; auch: Annalen der Physik, F. 5, Bd. 25, H.

7, S. 609–624); Ref./Korref.: Tomaschek/Toepler; Dr.-Prüfung am

19. Juni 1936 mit „Sehr gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 23. A pril

1936, Dr.-Ing.; TH München: 1939 Ass., Habil., 1940 Dozent; 1946

Mitarbeiter im Physikalischen Labor der Optischen Werke C. A.

Steinheil in München; 1948 Mitarbeiter bei der Osram Studiengesellschaft

für elektrische Beleuchtung in Mosbach; TH Karlsruhe:

1950 PD für Strahlungsumwandlung in festen und flüssigen

Körpern, 1955/56 aplm. Prof.; Univ. Freiburg: 1956 bis 1976 aplm.

Prof., 1962/63 Gastprofessor an der Univ. de Neuchatel; seit 1976

Privatlabor in Gundelfingen; zahlreiche Veröffentlichungen u. a.

in den Zeitschriften „Annalen der Physik“, „Kolloid-Zeitschrift“,

„Naturforschung“

Quellen: J 1936; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; P 1932–53; P 1999; K

1954; Alumnidatei

Braune, (Kurt) Walter

*13. Dezember 1894 Dresden; Eltern: Buchbindermeister Wilhelm

Braune, verstarb während des 1. WK, und Clara geb. Mühe;

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zwei Schwestern: Irmgard (*1896, Haustochter), Liesbeth (*1898,

Kontoristin); Reifezeugnis der Dreikönig schule (städt. Realgymnasium)

26. August 1914; Heeresdienst von Okt. 1914 bis Januar

1919, im Okt. 1916 als Dolmetscher zum Oberkommando der

Heeresgruppe von Mackensen nach Rumänien versetzt; stud. Bauingenieurwesen

an der TH Dresden seit SS 1919, Vorprüfung im

Sept. 1920, Hauptprüfung im Febr. 1922 jeweils gut bestanden

(Di plomarbeit aus dem Gebiet des Massivbrückenbaus), Dipl.-Ing.

(Bauingenieur) Febr. 1922; Diss.: „Menschliche und maschinelle

Arbeitskräfte und Kostenelemente in Zeitungsgroßdruckereien“

(Meißen 1927: Krauße, 136 S.); Ref./Korref.: Gehrig/Kutzbach;

Dr.-Di plom vom 1. August 1927, Dr.-Ing.; war 1929 im Reichspatentamt

in Berlin-Lichterfelde tätig und stand vor der Übernahme

in das Beamtenverhältnis

Quellen: J 1928; SLUB – Dissertation; Studentenakte Nr. 2798

Bräuniger, Harald (Walter)

*27. August 1911 Pakosch (Provinz Posen), †24. Januar 1988; 25.

Febr. 1930 Abi tur am Staatl. Gymnasium in Schneidemühl; Studium:

Univ. Leipzig (4 Sem.), TH Dresden (5 Sem.), hier Abschluss

als Nahrungsmittelchemiker 27. Juni 1938; Diss.: „Stufenphotometrische

Bestimmungen von Magnesium im Blute“ (Dresden:

Dittert 1938, 55 S.); Ref./Korref.: Heiduschka/Komm; Dr.-Prüfung

am 6. Juli 1938 mit „Sehr gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 23.

Sept. 1938, Dr. rer. nat.; seit 1951 an der Univ. Rostock, Prof. für

Pharmazie bzw. Pharmazeutische Chemie 1953 bis 1966 und 1969

bis 1976, leitete die Ausbildung von Pharmazeuten bis zu deren

Aufhebung 1968; Prof. für Pharmazie an der Univ. Jena 1966 bis

1969; Buch: Grundlagen und allgemeine Fragen der Papierchromatographie,

1955 Berlin (Verl. Volk u. Gesundheit)

Quellen: J 1938; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei; Auskunft

des Archivs der Universität Rostock; http://d-nb.info/gnd/142502200; online:

Entwicklung der chem. Institute der Univ. Rostock

Breitkopf, Arnold (Franz)

*30. Dezember 1907 Berlin; 23. Sept. 1926 Abi tur am Köllnischen

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Gymasium in Berlin; Studium der Mathematik und Physik an der

Friedrich-Wilhelm-Univ. Berlin (10 Sem., davon 2 beurlaubt), Kandidat

des höheren Lehramts 5. Mai 1931 („Gut“); seit 1. Okt. 1931

in der Psychologischen Prüfstelle der damaligen Reichswehr in

Dresden: Hilfspsychologe, seit A pril 1934 Heerespsychologe, seit

August 1936 Regierungsrat und Wehrmachtspsychologe; B.s Promotion

wurde von der vorgesetzten Dienststelle (nun „Psychologisches

Laboratorium des Reichskriegsministeriums“) unterstützt

und gefördert; Diss.: „Großbewegungen und Kleinbewegungen.

Ein Beitrag zu einer vergleichenden Ausdruckslehre“ (Leipzig: J.

A. Barth 1939, 92 S.; auch: Zeitschrift für angewandte Psychologie

und Charakterkunde, Bd. 58, H. 1–3); Ref./Korref.: Lersch/Straub;

Dr.-Prüfung an der TH Dresden am 27. Nov. 1937 „bestanden“,

Dr.-Di plom vom 23. Nov. 1939, Dr. der Kulturwissenschaften;

Schriften: „Der Kerl“, „Der Pechvogel“, 1941 (zwei der „volkstümlichen

Typen“, die 1941 in der Deutschen Wehrmachtspsychologie

erarbeitet wurden; aus Dresden waren daneben Dr. Gniza mit

„Der Spießbürger“ und Dr. Walter Kröber mit „Der Einzelgänger“

beteiligt)

Quellen: J 1939; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Rudolf Sponsel: Kritisches

zur Deutschen Wehrmachtspsychologie. Inspektion des Personalprüfwesens

des Heeres (1941, Hrg.). Menschenformen. Volkstümliche Typen. Teil III,

Band 1: Die Lehre von der praktischen Menschenkenntnis (Praktische Charakterologie),

1941 Berlin (Bernard&Graefe); Nr. 15858: Promotions-Gesuch an

die Kulturwissenschaftliche Abteilung der TH Dresden vom 7. November 1936

Bremser, Horst

*17. Oktober 1908 Zwickau; Vater: Lehrer Kurt B.; 10. März 1928

Abi tur am Realgymnasium Zwickau; Studium: TH Dresden (1

Sem.), Univ. München (1 Sem.), Univ. Greifswald (1 Sem.), Univ.

Leipzig (6 Sem.), hier Kandidat des höheren Schulamts 19. Mai

1933; Diss.: „Die Entwicklung des Siedlungsbildes von Planitz. Ein

Beitrag zur Siedlungsgeographie und zur Raumforschung“ (Dresden

1939: Welzel, 87 S.; auch: Dresdner Geographische Studien);

Ref./Korref.: Creutzburg/Schultz; Dr.-Prüfung an der TH Dresden

am 21. Febr. 1939 mit „Sehr gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 29.

A pril 1940, Dr. rer. nat.; 1938 an der Handelslehranstalt der Dresd-

99


ner Kaufmannschaft

Quellen: J 1940; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Studentenakte Nr.

2826; LB 1938

Bretschneider, Alfred (Eduard)

*6. März 1885 Bautzen; Eltern: Eduard B., Bäckermeister, und

Amalie geb. Zimmermann; 2 Geschwister: Bruder (geb. 1893, im

Betrieb des Vaters tätig), Schwester (geb. 1894); Schulbildung

in Bautzen: höhere evangelische Knabenschule, dann Städt. Realschule,

hier Abschluss Ostern 1901; praktische Ausbildung als

Maurerlehrling im Baugeschäft von Baumeister Mörbitz in Bautzen;

im WS 1901/02 Baugewerkenschule Zittau; dann wieder Maurerlehrling,

im Sommer 1903 Gesellenprüfung; ab WS 1902/03

Bauabteilung der Kgl. Gewebeakademie Chemnitz, hier 21. Sept.

1906 Reifezeugnis; ein Jahr im Atelier von Architekt W. Kempe in

Bautzen; stud. Hochbau an der TH Dresden seit WS 1907/08, Vorprüfung

im Nov. 1909 gut, Hauptprüfung im Febr. 1911 mit Auszeichnung

bestanden (Di plomarbeit bei Hugo Hartung: Entwurf

zu einem Realgymnasium mit Direktorwohnung – 1b), Dipl.-Ing.

(Architekt) 25. Febr. 1911; Diss.: „Ein Beitrag zum Bauschaffen

der landständischen Stifte Oberösterreichs im 17. und 18. Jahrhundert“

(Weida: Thomas & Hubert 1914, 149 S.); Ref./Korref.: Gurlitt/Hartung;

Dr.-Prüfung am 22. Febr. 1912 mit „Gut“ bestanden,

Dr.-Di plom vom 28. Febr. 1912, Dr.-Ing.; Diss. fand Interesse, wie

ein Brief der Druckerei Thomas & Hubert, Weida in Thür., von

1918 an die TH Dresden zeigt; wegen eines Herzklappenfehlers

militärdienstuntauglich

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 2831

Briling, Nikolai („Nikolaus“) Romanowitsch

*13. (1.) Oktober 1876 Moskau, †15. März 1961 Moskau; Vater: der

Mittauer Bürger Ernst Robert B.; 4. Juni 1897 Abi tur in der Ergänzungsklasse

der Realschule an der evangelisch-lutherischen

Kirche des Heiligen Michael in Moskau; Studium des Maschinenbaus:

TH Moskau von Sept. 1897 bis März 1902, hier „Di plom-

Ingenieur-Mechaniker“, TH Karlsruhe SS 1905, TH Dresden seit

100


WS 1905/06, hier Dipl.-Ing. (Maschinen-Ingenieur) 25. August

1906; Diss.: „Verluste in den Schaufeln von Freistrahldampfturbinen“

(Berlin: Schade, 1908); Ref./Korref.: Lewicki/Mollier; Dr.-

Prüfung am 15. Febr. 1908 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom

19. Febr. 1908, Dr.-Ing.; ab 1908 an der TH Moskau, Spezialist

für die Konstruktion von Motorfahrzeugen, Verbrennungsmotoren

und Wärmemaschinenbau; seit 1932 Prof. am Moskauer Straßenverkehrs-Institut;

Schriften u. a.: Verbrennungsmotoren, 1911

(mehrfach aufgelegt), Untersuchung über die Arbeit von Dieselmotoren

und Wärmeübertragung, 1931 (mit neuen Berechnungsmethoden

und neuen Formeln); Träger des Leninordens und des

Roten Banners der Arbeit, seit 1953 korrespondierendes Mitglied

der Akademie der Wissenschaften der UdSSR

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 2842; Große

Sowjetenzyklopädie, 3. Auflage (1970–1979)

Brion, Herbert (Ludwig August)

*21. Oktober 1902 Dresden; 10. März 1921 Abi tur am Gymnasium

Albertinum in Freiberg; Studium: TH München (4 Sem.), TH

Dresden (15 Sem.), hier Dipl.-Ing. (Elek troingenieur) 12. März

1931; Diss.: „Über Drehmagnetisierung“ (Leipzig: Barth 1932;

auch: Annalen der Physik, F. 5, Bd. 15, S. 167–197); Ref./Korref.:

Barkhausen/Güntherschulze; Dr.-Prüfung am 7. Juni 1932 mit

„Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 6. Okt. 1932, Dr.-Ing.

Quellen: J 1932; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei

Brockel, Ernst (Richard)

*14. August 1903 Dresden; 15. März 1923 Abi tur am König-Georg-

Gymnasium in Dresden-Johannstadt; Studium an der TH Dresden

(8 Sem.), Abschluss als Volksschullehrer 20. Okt. 1926; Diss.:

„Die Moral in La Fontaines Fabelwerk, pädagogisch gesehen“ (o.

O. 1942, 88 Bl.); Ref./Korref.: Straub/Janentzky; Dr.-Prüfung am

10. Mai 1941 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 16. Febr. 1942,

Dr. phil.

Quellen: J 1942; Staatsarchivliste; Alumnidatei

101


Brüchner, Rudolf

aus Großenhain (Sachsen); stud. Chemie an der TH Dresden von

WS 1926/27 bis SS 1931; Diss.: „Über quantitative Beziehungen

zwischen Hefewachstum und Hefenahrung“ (119 S.; gekürzt in:

Zeitschrift für das gesamte Brauwesen, Jg. 54); Dr.-Di plom der TH

Dresden vom 04. Juni 1931

Quellen: J 1931; Staatsarchivauflistung; Alumnidatei

Brückner, Arndt

aus Pulsnitz (Sachsen); stud. Chemie an der TH Dresden von SS

1919 bis SS 1921; Diss.: „Über Carbonate des Magnesiums“ (143

S.); Dr.-Di plom der TH Dresden vom 10. August 1927

Quellen: J 1928; Alumnidatei

Brückner, (Karl) Horst

*3. Oktober 1903 Dresden; Vater: Carl B., Oberrechnungs-Inspektor,

dann -Direktor an der Landesversicherungsanstalt Sachsen;

Ostern 1923 Reifezeugnis des König-Georg-Gymnasiums Dresden;

stud. Chemie an der TH Dresden seit SS 1923, Vorprüfung im

Mai 1925 gut, Hauptprüfung im Juni 1926 sehr gut bestanden (Diplomarbeit

bei Fritz Foerster: Untersuchung einiger Braunkohlen

– 1b), Dipl.-Ing. (Chemiker) Juni 1926; Diss.: „Zur Kenntnis der

Phenole des Steinkohlenteers“ (117 S.; auch: Zeitschrift für praktische

Chemie); Dr.-Di plom der TH Dresden vom 30. Nov. 1927;

Schriften: (Hrg.) „Handbuch der Gasindus trie“, 1937 München/

Berlin (R. Oldenbourg); Katalytische Reaktionen in der organischchemischen

Indus trie, 1930 Dresden (Steinkopff); Untersuchungsverfahren

für feste Brennstoffe, 1943 München (Oldenbourg);

Gastafeln. Physikalische, thermodynamische und brenntechnische

Eigenschaften der Gase und sonstigen Brennstoffe, 1952 München

(R. Oldenbourg); 1957 war Dr.-Ing. habil. Horst Brückner öffentlich

bestellter und beeid. Sachverständiger in Trostberg (Obb.)

Quellen: J 1928; Studentenakte Nr. 2859

102


Bruder, Bernhard

*3. Mai 1903 Meißen, †6. September 1944 (gefallen); beendete

1922 das Realgymnasium und 1927 das Studium in der Lehrerabteilung

der TH Dresden; Diss.: „Beiträge zur Affingeometrie“

(Borna-Leipzig: Noske 1930, 35 S.) („Meinen Eltern gewidmet“);

Ref./Korref.: Kowalewski/Naetsch; Dr.-Di plom vom 26. März

1930, Dr. rer. techn.; Studienrat am Dresdner Gymnasium zum

heiligen Kreuz, unterrichtete reine Mathematik, angewandte Mathematik,

Physik und Werken; verheiratet mit Barbara geb. Nahr

Quellen: J 1930; Todesanzeige „Dresdner Zeitung“ vom 23.10.44; Alumnidatei;

LB 1934; LB 1938

Brüne, Herbert (Karl)

*14. November 1902 Radeberg; Eltern: Conrad Benno B. (*1853

Glashütte, †1931 Langebrück), Brauereidirektor, später Kommerzienrat,

und Eugenia geb. Haude (*1863 Christburg, †1945 Langebrück);

4 Geschwister; Ostern 1922 Reifezeugnis der Dreikönigschule

Dresden; stud. Maschinenbau an der TH Dresden seit WS

1922/23, Vorprüfung im Mai 1925, Hauptprüfung im Nov. 1927

jeweils gut bestanden (Di plomarbeit bei Wawrziniok zum Entwurf

eines Motors – 1b), Dipl.-Ing. (Maschinen-Ingenieur) 14.

Dez. 1927; Diss.: „Untersuchungen über den Einfluss der Faserrichtung

auf die zur Holzbearbeitung erforderliche Zerspanungsarbeit“

(Dresden-Altstadt 1930: Mehlhorn, 36 S.); Dr.-Di plom vom

13. August 1930; 1942 Direktor der „Gebr. Eibenstein Glashütte

GmbH“ in Bischofswerda, bekannt als „Brüneglas Bischofswerda“,

die 1946 enteignet, aber von Herbert B. bis 1948 weiter geleitet

wurde (über 150 Mitarbeiter, dann „VEB Gebr. Eibenstein Bischofswerda“);

die Brüder von Herbert B. hatten nach dem 2. WK

in Porz bei Köln die Firma „Brüne Glas“ gegründet, die bis 1971

bestand, auch Herbert B. war dort tätig, sein Patent „Glasleuchte“

datiert vom 21. Jan. 1952

Quellen: J 1930; Studentenakte Nr. 2864; online: Stammbaum Familie Brüne

und Firmengeschichte (von einem Enkel von Conrad Brüne); online: Patente

103


Brunner, Max

*28. März 1882 Bern (Schweiz); 21. Sept. 1901 Matura am Städt.

Gymnasium in Bern; Studium: ETH Zürich (3 Sem.), TH Dresden

(7 Sem.), hier Dipl.-Ing. (Bauingenieur) 16. Mai 1907; Diss.:

„Dichtungsarbeiten an Schiffahrtskanälen in Verbindung mit

Durchlässigkeitsversuchen“ (Borna-Leipzig 1917: Noske, 123 S.);

Ref./Korref.: Engels/Lucas; Dr.-Prüfung an der TH Dresden am

20. Juli 1916 „bestanden“, Dr.-Di plom vom 26. Juli 1916, Dr.-Ing.;

Wohnort zur Zeit der Promotion: Düsseldorf

Quellen: J 1918; Staatsarchivliste; Alumnidatei

Brunner, Rudolf

*16. Dezember 1889 Zürich; 6. Okt. 1909 Matura am Realgymnasium

in Zürich; Studium: ETH Zürich (3 Sem.), TH Dresden

(6 Sem.), hier Dipl.-Ing. (Chemiker) 1. Mai 1914; Diss.: „Studien

über die Bindung von Luftstickstoff durch Magnesium“ (Borna-

Leipzig 1917: Noske, 109 S.); Ref./Korref.: Foerster/Hempel; Dr.-

Prüfung am 28. Juli 1916 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom

28. Juli 1916, Dr.-Ing.

Quellen: J 1918; Staatsarchivliste

Buchbinder, Hans (Theodor)

*10. Mai 1906 Leipzig; 7. März 1925 Abi tur an der Thomasschule

(Gymnasium ) in Leipzig; Studium an der TH Dresden (12 Sem.),

Dipl.-Ing. (Elek troingenieur) 23. Juni 1932; Diss.: „Die medizinischen

Messgeräte zur Kreislaufbestimmung und Entwicklung

eines neuen Gerätes zur Blutdruckmessung“ (o. O. 1936, 73 Bl.);

Ref./Korref.: Kniehahn/Güntherschulze; Dr.-Prüfung am 4. Dez.

1936 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 19. Juli 1937, Dr.-Ing.

Quellen: J 1937; Staatsarchivliste; Alumnidatei

Bucher, Willy

*10. Mai 1881 Schneppendorf bei Zwickau; Ostern 1902 Abi tur am

Realgymnasium in Zwickau; Studium an der TH Dresden (8 Sem.),

Dipl.-Ing. (Maschinen-Ingenieur) 1. Febr. 1908; Diss.: „Untersu-

104


chung über die Verbrennung methanhaltiger Gasgemische“ (Berlin

1910; auch: Mitteilungen über Forschungsarbeiten auf dem Gebiete

des Ingenieurwesens, H. 117); Ref./Korref.: Nägel/Mollier;

Dr.-Prüfung am 19. Juli 1910 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom

vom 20. Juli 1910, Dr.-Ing.

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei

Buchheim, Rudolf

*12. November 1900 Leipzig; stud. Chemie an der TH Dresden von

SS 1920 bis SS 1927; Dipl.-Ing. (Chemiker); Diss.: „Über Di- und

Triarylstibinverbindungen“ (52 S.); Dr.-Di plom vom 23. A pril 1927,

Dr.-Ing.

Quellen: J 1927; Alumnidatei

Buchhold, Ludwig (Theodor Hermann)

*26. A pril 1903 Alzey (Rheinland); 4. März 1921 Abi tur am Ludwig-Georg-Gymnasium

in Darmstadt; Studium an der TH Darmstadt

(11 Sem.), Dipl.-Ing. (Maschinen-Ingenieur) 13. Okt. 1927;

Diss.: „Druckdifferenz- und Druckschwankungs-Messungen an

trockenen Gasmessern“ (München 1937: Oldenbourg; auch: Das

Gas- und Wasserfach, 1937, H. 24/25); Ref./Korref.: Weber/Pauer;

Dr.-Prüfung an der TH Dresden am 13. Febr. 1937 mit „Sehr gut“

bestanden, Dr.-Di plom vom 21. Juli 1937, Dr.-Ing.

Quellen: J 1937; Staatsarchivliste

Buchholz, Erich

*9. Dezember 1901 Krone (Preußen); stud. Chemie an der TH

Dresden von WS 1919/20 bis SS 1926; Dipl.-Ing.; Diss.: „Physikalisch-chemische

Untersuchungen an der Antimonsäure“ (86 S.);

Dr.-Di plom vom 10. August 1927, Dr.-Ing.; Ass. am Institut für

Kolloidchemie der TH Dresden, 1940 Habil.; Schrift: Versuche

zur Herstellung von Fließkohle aus Braunkohlenstaub und Braunkohlenteeröl,

in: Angewandte Chemie, Band 49, 16. Mai 1936, S.

307–310

Quellen: J 1928; J 1940; Nr. 15916, Bl. 12–17; Alumnidatei

105


Büchner, Karl

*1. Februar 1875 Leipzig; 18. März 1893 Abi tur am Städt. Realgymnasium

in Leipzig; stud. Maschinenbau an der TH Dresden

(10 Sem.), Dipl.-Ing. (Maschinen-Ingenieur) 8. März 1901; Diss.:

„Zur Frage der Lavalschen Turbinendüsen“ (wurde im Maschinenlaboratorium

II der TH Dresden ausgeführt, besonderer Dank geht

an die Professoren Lewicki, Mollier, Grübler und an Regierungsbauführer

Fritz Neumann) (Berlin: Schade, 1904); Ref./Korref.:

Mollier/Lewicki; Dr.-Prüfung am 23. Juli 1903 „mit Auszeichnung“

bestanden, Dr.-Di plom vom 24. Juli 1903, Dr.-Ing.; arbeitete

zur Zeit der Promotion in Berlin

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei

Buday-Goldberger, Anton von

*13. Januar 1902 Budapest; Vater: Kgl. Ungarischer Oberregierungsrat

Dr. Leo v. B.-G., Fa brikant; studierte an der TH Zürich

von WS 1919/20 bis WS 1922/23 zunächst in der Landwirtschaftl.,

dann in der Chemischen Abt., hier Di plom als Ingenieur-Chemiker

vom 25. A pril 1923; stud. Chemie an der TH Dresden von SS 1924

bis SS 1925, hier Promotion; Diss.: „Darstellung und Charakterisierung

der Amide, Phenylhydrazide und Methylanilide einiger

wichtigen Fettsäuren“ (117 S.); Dr.-Di plom vom 27. Juni 1925; in

den 1950er Jahren Direktor einer Textilgesellschaft in Ungarn mit

Geschäftsverbindungen nach London (B.-G. ist bekannt auch unter

den Namen Antal Goldberger und Antony de Buday-Goldberger)

Quellen: J 1926; Studentenakte Nr. 2887; online: The London Gazette, 10. Mai

1955, S. 2731

Budnick, Arno (August)

*17. September 1892 Leipzig-Reudnitz, † nicht vor 1960; Eltern:

Postsekretär August Ferdinand B. (†1915) und Ehefrau geb. Horn

(†1905), Leipzig-Schleußig; 2 Brüder (1912): Richard Hedler, 36

Jahre, Intendantursekretär im Kriegsministerium, Herbert August

B., 3 Jahre; 1903 bis 1912 Petrischule Leipzig (städt. Realgymnasium),

Reifezeugnis Ostern 1912; stud. in der Mech. Abt. der TH

Dresden seit SS 1912; Aug. 1913 bis Juli 1914 Ingenieurpraktikant

106


in der Fa. Gebr. Hirzel GmbH in Leipzig-Plagwitz; Okt. 1914 bis

Dez. 1918 Heeresdienst im Inf.-Reg. 107, fast ständig an der Front;

Wiederaufnahme des Studiums noch im WS 1918/19, Vorprüfung

im Juni 1919 gut, Hauptprüfung im Sept. 1920 mit Auszeichnung

bestanden (Di plomarbeit bei Hundhausen – 1a), Dipl.-Ing.

(Maschinen-Ingenieur) Sept. 1920; bis 1923 Ass. am Lehrstuhl

für Maschinenelemente der TH Dresden; Diss.: „Versuche mit

langsam laufenden Riemen“ (122 S.); Dr.-Prüfung am 26. März

1923 sehr gut bestanden, Dr.-Di plom vom 27. März 1923, Dr.-Ing.;

drei Jahre in der Fa. Zimmermann-Werke AG Chemnitz: Leitung

des Messwesens, Aufbau und Leitung des Maschinenprüfstandes,

Leitung der Patentabteilung; Juli 1926 bis März 1927 in der

Fa. Tischendorf & Wachsmuth Chemnitz: Betrieb und Konstruktion;

danach Einzelaufträge für Firmen bearbeitet; ab Okt. 1927

Ass. an der Sammlung für Maschinenelemente der TH Dresden,

1937 Habil. aufgrund der Schrift „Die zeichnerische Behandlung

von Kräften und Momenten in Koppel- und Rädertrieben“ (VDI-

Forschungsheft 388, Beilage zu „Forschung auf dem Gebiete des

Ingenieurwesens“, Ausgabe B, Bd. 9, Jan./Febr. 1938); seit Jan.

1930 NSDAP, verschiedene lokale Ämter; nach dem 2. WK tätig

bei der Firma Pfauter & Hermann, die 1900 in Chemnitz als

Wälzfräsmaschinenfa brik gegründet worden war, sich zu einem

bedeutenden Exportunternehmen entwickelt hatte und die 1949

nach Kornwestheim in der Nähe von Stuttgart verlegt wurde; Patente

für genannte Firma: (mit Franz Franke) Hobbing machine

(1960), (mit Werner Poske) Schneckenförmiger Wälzfräser mit geraden

oder schraubigen Span-Nuten zum Fräsen von Zahnrädern

mit in Längsrichtung der Zähne balligen Zahnflanken (1964); seit

1960 Mitglied des Waldemar-Hellmich-Kreises, lebte zu dieser

Zeit in Ludwigsburg; verheiratet seit 1923 mit Irmgard geb. Bellmann

(*13. Juni 1899), drei Kinder

Quellen: J 1926; Studentenakte Nr. 2898; Nr. 15870; online (24.07.2010): Waldemar-Hellmich-Kreis,

Mitgliederverzeichnis, Stand Juni 2009; online: Patente;

online: Von Chemnitz nach Ludwigsburg. Firmengeschichte von Gleason-Pfauter;

ZAMM 18(1938)2

107


Bühler, Georg (Valentin)

*31. Dezember 1897 Zittau, †30. Dezember 1982 Zittau; Eltern:

Gustav B., Drechslermeister, und Anna geb. Müller; Schulbildung

in Zittau: Bürgerschule, Städt. Gymnasium, hier Mai 1916 Not-

Abi tur; im Juni 1916 als Einjährig-Freiwilliger zum I. Ersatz-Bataillon

des Inf.-Reg. 102 Zittau, von Sept. 1916 bis zur Entlassung

am 20. Dez. 1918 mit dem Schützenreg. Nr. 108 im Feld, unterbrochen

durch Offiziers-Aspirantenkurs in Liebau von Juni bis Sept.

1918.; stud. Chemie an der TH Dresden seit ZS 1919, Vorprüfung

im Nov. 1920 gut, Hauptprüfung im Dez. 1922 sehr gut bestanden

(Di plomarbeit bei W. König: Beiträge zur Kenntnis der Pyridinfarbstoffe

– 2a), Dipl.-Ing. (Chemiker) Dez. 1922; Diss.: „Über

Nickel- und Kobaltferrocyanide“ (80 S.); Ref./Korref.: E. Müller /

Foerster; Dr.-Prüfung am 12. Dez. 1923, Dr.-Di plom vom 21. Dez.

1923, Dr.-Ing.

Quellen: J 1926; SLUB – Dissertation; Studentenakte Nr. 2900; Standesamt Zittau,

Georg Schönrock, Mitteilung vom 30. Juni 2014

Bültemann, August

*7. November 1877 Uelzen (Preußen); Vater: Eisenwerkbesitzer

Karl B.; Schulbildung: Realprogymnasium in Uelzen, dann drei

Jahre Realgymnasium in Bremen, hier 30. Sept. 1897 Abi tur; stud.

2 Sem. an der TH Hannover; Praxistätigkeit; stud. Chemie an der

TH Dresden (9 Sem.), Dipl.-Ing. (Chemiker) 16. Dez. 1903; Diss.:

„Über den Einfluss des Anodenmaterials auf Anodenvorgänge“

(wurde im Elek trochemischen Laboratorium der TH Dresden

ausgeführt, besonderer Dank an Professor F. Foerster) (Dresden:

Gebr. Adolph & Co., 1905); Ref./Korref.: Foerster/Hempel; Dr.-

Di plom vom 20. Dez. 1904, Dr.-Ing.; ab Sept. 1904 Ass. im Elektrochemischen

Laboratorium der TH Dresden; von Nov. 1905 bis

Juni 1916 Direktor der Rhadonit-Werke, schied wegen schwerer

Gaserkrankung aus; seit 1916 Privatmann und vorwiegend wiss.

tätig, B.s neue patentierte Verfahren lagen auf dem Gebiete der

elektrischen Isolierstoffe und wurden von den Isola-Werken AG in

Düren, der Porzellanfa brik Ph. Rosenthal & Co AG in Selb und der

AEG Porzellanfa brik in Hennigsdorf verwertet; seit Frühjahr 1927

108


wurden unter B.s Leitung chemisch-technologische Untersuchungen

auf dem Gebiet der elektrischen Hochspannungsisolierstoffe

angestellt, an denen die Landesenergieversorgungen und die Gesellschaften,

die elektrische Isolierstoffe und elektrische Anlagen

fabrizieren, interessiert waren; Schriften u. a.: Dielektrisches Material,

1923; Pressstoffe, plastische Stoffe, Papier und Gespinste,

in: „Die Isolierstoffe der Elek trotechnik. Vortragsreihe, veranstaltet

von dem Elek trotechnischen Verein e. V. und der TH Berlin“,

Berlin 1924; am 18. Juli 1930 Habil. an der TH Dresden zum PD

für das Lehrgebiet „Chemie und Isolierstoffe“

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Nr. 15869; Alumnidatei

Burawoy, Onissim

aus Jekaterinoslaw (Rußland); geboren im vorrevolutionären Rußland,

kam im Kleinkindalter mit der Familie nach Deutschland,

um antisemitischen Pogromen zu entgehen; B. studierte ET, u. a.

an der TH Dresden von SS 1920 bis SS 1921, hier Dipl.-Ing.; Diss.:

„Die Funkenverzögerung bei sehr kurz andauernden Spannungsstößen“

(wurde im Institut für Elek tromaschinenbau und Elektrische

Anlagen der TH Dresden ausgeführt, besonderer Dank an

Professor Dr.-Ing. L. Binder) (124 S.); Ref./Korref.: Binder/Görges;

Dr.-Di plom der TH Dresden vom 23. A pril 1925, Dr.-Ing.; in den

1930er Jahren an der Installation von Großturbinen in der SU beteiligt,

von dort Ausreise nach England; Patente u. a. für The Renold

and Coventry Chain: Flexible couplings (1954), Tensioners for

Chains, belts and the like (1955), Chain wheels or sprockets (1956);

verheiratet, Kinder und Enkel

Quellen: J 1926; SLUB – Dissertation; Alumnidatei; online: Patente; online:

Stephen D. (Steve) Reicher (Enkel von Onissim Burawoy): Studying Psychologie.

Studying Racism, in: Martha Augoustinos, Katherine J. Reynolds (eds.): Understanding

prejudice, racism, and social conflict, 2001

Burchardt, Thomas

*03. August 1884 Norderhov (Norwegen); 1902 Abi tur an der Realschule

in Kristiania; Studium: Univ. Kristiania (2 Sem.), TH Berlin

(4 Sem.), TH Dresden (8 Sem.), hier Dipl.-Ing. (Fa brik-Ingenieur)

109


17. Dez. 1908; Diss.: „Über die Darstellung hochprozentiger Salpetersäure

aus nitrosen Gasen“ (Borna-Leipzig: Noske 1915, 87 S.);

Ref./Korref.: F. Foerster / W. Hempel; Dr.-Prüfung am 03. Juni

1915 „mit Auszeichnung“ bestanden, Dr.-Di plom vom 16. Juni

1915, Dr.-Ing.

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei

Bürckner, Erika (Maria Mathilde)

*16. Dezember 1906 Dresden; 13. März 1926 Abi tur am Reformgymnasium

für Mädchen Dresden-Neustadt (Städt. Sechsstufige

Studienanstalt); Studium an der TH Dresden (10 Sem.), Kandidatin

des höheren Schulamts der turnerisch-wissenschaftlichen

Richtung 8. Juli 1931; Diss.: „Über Stecklingsversuche an Zebrina

pendula Schnizlein und Zebrina Purpusii Brückner“ (Breslau

1934: Nischkowsky; auch: Beiträge zur Biologie der Pflanzen, 22,

S. 103–138); Ref./Korref.: Tobler/Söding; Dr.-Prüfung am 24. Juli

1933 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 24. August 1933, Dr.

rer. techn.

Quellen: J 1934; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei

Burdack, Heinz (Paul)

*8. A pril 1915 Limbach (Sachsen), †1945; Eltern: Paul Leopold

Hermann B., Metzger, und Frieda Ella geb. Lindner; 2. März 1934

Abi tur an der Deutschen Oberschule in Waldenburg (Sachsen);

Studium an der TH Dresden (8 Sem.), Dipl.-Ing. (Vermessungs-

Ingenieur) 18. Mai 1938; Ass. am Geodätischen Institut der TH

Dresden; Diss.: „Die tägliche Variation der magnetischen Deklination

in Abhängigkeit von der geomagnetischen Lage des Beobachtungsortes“

(Borna-Leipzig: Noske 1940, 76 S.); Ref./Korref.:

Hugershoff/Goldschmidt; Dr.-Prüfung am 12. Juli 1940 mit „Sehr

gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 25. Sept. 1940, Dr.-Ing.; Kriegsdienst,

seit 1. Febr. 1945 im Raum Baldenburg/Bublitz/Groß Kuedde

vermisst, am 28. Okt. 1969 für tot erklärt

Quellen: J 1940; SLUB – Dissertation; Alumnidatei; Staatsarchivliste; Nr. 15916,

Bl. 9–11 und Nr. 15296, lose Anlagen; Stadtverwaltung Limbach-Oberfrohna,

Stadtarchiv, Christian Kirchner, Mitteilung vom 10. Juli 2014

110


Bürger, Karl (Erhard)

*5. Dezember 1906 Waldenburg (Sachsen); 03. März 1926 Abi tur am

Staatl. Friedrichs-Gymnasium in Altenburg; Studium: TH München

(4 Sem.), TH Dresden (6 Sem.), hier Dipl.-Ing. (Maschinen-

Ingenieur) 15. Juli 1931; Diss.: „Beiträge zur Messung von Stirnrädern

mit geraden Evolventenzähnen“ (Leipzig 1935: Frommhold

& Wendler, 111 S.); („Meinen lieben Eltern gewidmet“; Dank u. a.

an die Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft und an die

Firmen Hille-Werke AG Dresden, Ludwig Loewe AG Berlin, R.

Stock&Co. Berlin-Marienfelde, Fritz Werner AG Berlin-Marienfelde,

Zahnradfa brik Friedrichshafen AG, Carl Zeiss Jena); Ref./

Korref.: Berndt/Kutzbach; Dr.-Prüfung am 18. A pril 1935 „mit

Auszeichnung“ bestanden, Dr.-Di plom vom 13. Dez. 1935, Dr.-

Ing.; Schriften: zwischen 1937 und 1942 fünf Publikationen, darunter:

Ein neues Einflanken-Abrollprüfgerät für Zahnräder, in:

Werkstattstechnik und Werksleiter 36 (1942), S. 54ff

Quellen: J 1935; Dissertation (überlassen von Herrn Dr. Rainer Hultzsch, Jena);

Staatsarchivliste; Alumnidatei; Schriften in: Heinz Zill: Messen und Lehren im

Maschinenbau und in der Feingerätetechnik, Berlin 1974 (3. Auflage, Verlag

Technik)

Bürger, Kurt (Walther)

*22. Juni 1898 Tharandt; 22. A pril 1921 Abi tur an der Städt. Oberrealschule

in Dresden-Johannstadt; Studium: Univ. Hamburg (1

Sem.), TH Dresden (10 Sem.), hier Kandidat des höheren Schulamts

der math.-nat. Richtung 25. Mai 1928; Diss.: „Der Landschaftsbegriff.

Ein Beitrag zur geographischen Erdraumauffassung“

(besonderer Dank an Professor Dr. Hassert) (Dresden 1935,

131 S.; auch als: Dresdner geographische Studien, 7); Ref./Korref.:

Hassert/Papenhusen; Dr.-Prüfung am 5. Febr. 1935 „mit Auszeichnung“

bestanden, Dr.-Di plom vom 20. März 1935, Dr. rer. techn.

Quellen: J 1935; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei

Burghardt, Artur (Eduard)

*27. A pril 1904 Dresden; 1927 Immaturenprüfung am Ministerium

für Volksbildung; Studium: TH Dresden (2 Sem.), Univ. Leipzig

111


(6 Sem.), Di plom-Volkswirt Univ. Leipzig; Diss.: „Die Bedeutung

der Persönlichkeit in der kapitalistischen Wirtschaft und im System

des marxistischen Sozialismus“ (Dresden: Zetzsche 1933, 63

S.); Ref./Korref.: Stepun/Gehrig; Dr.-Prüfung an der TH Dresden

am 15. Nov. 1933 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 12. Dez.

1933, Dr. rer. oec.; später Direktor der Deutschen Meisterschule für

Bekleidungsgewerbe

Quellen: J 1934; Staatsarchivliste; Internet

Burkhardt, Kurt (Richard)

aus Plauen (Vogtland); stud. Bauingenieurwesen an der TH Dresden

ab SS 1907, hier Di plomvorprüfung Michaelis 1909; Dipl.-

Ing.; Diss.: „Ueber die Beziehungen zwischen dem Hafenausbau

und der Eisenbahntarifpolitik in Sachsen. Beitrag zur technischen

und wirtschaftlichen Erkenntnis der Verkehrsentwicklung in den

deutschen Binnenhäfen“ (Berlin [1928]: Merkur, 95 S.); Dr.-Diplom

der TH Dresden vom 18. Juli 1928, Dr.-Ing.

Quellen: J 1928; Alumnidatei

Bussmeyer, Hans

aus München; Dipl.-Ing.; Diss.: „Wärmewirtschaft in der

Zementindus trie“ (Dresden und Leipzig: Steinkopff 1931, 78 S.;

auch: Wärmelehre und Wärmewirtschaft in Einzeldarstellungen,

10); Ref./Korref.: Pauer/Mollier; Dr.-Di plom der TH Dresden vom

9. Juli 1931, Dr.-Ing.; Buch: Wärmewirtschaft in der Zementindustrie,

1931 Dresden und Leipzig (Steinkopff); nach dem 2. WK tätig

bei der SAG Maschinenfa brik Polysius Dessau (seit 1954 VEB

Maschinenfa brik Polysius Dessau, seit 1957 VEB Zementanlagenbau

Dessau); Schrift: Erzeugung von Zement nach dem Nassverfahren

mit dem langen Drehofen, 1946 (für Polysius Dessau)

Quellen: J 1931; SLUB – Dissertation; Staatsarchivauflistung; online: Landeshauptarchiv

Sachsen-Anhalt: I 419 SAG Maschinenfa brik Polysius Dessau

– Akte Nr. 204

Buttmann, Heinrich

*21. Juni 1883 Rudolstadt; 3. Sept. 1903 Abi tur am Gymnasium in

112


Rudolstadt; Studium: Univ. Grenoble (1 Sem.), BA Freiberg (10

Sem.), hier Di plom am 12. Dez. 1908, Bergingenieur und Markscheider;

Diss.: „Die Kupferkieslagerstätten von Mitterberg“ (Freiberg:

1913, 76 S., Craz&Gerlach); Ref./Korref.: Beck – Freiberg /

Kalkowsky – Dresden; Dr.-Prüfung an der TH Dresden am 19. Juli

1913 „bestanden“, Dr.-Di plom der TH Dresden in Verbindung mit

der BA Freiberg vom 25. Juli 1913, Dr.-Ing.

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste

Büttner, Georg

*20. Juni 1884 Gera, †1967 Klein-Krotzenburg; Eltern: Bildhauer

Georg B. und Emma geb. Horst; 18. März 1904 Abi tur am Gymnasium

zum Heiligen Kreuz in Dresden; stud. Chemie an der TH

Dresden (6 Sem.), Dipl.-Ing. (Chemiker) 11. Juni 1907; Diss.: „Versuche

zur Destillation des Holzes mit überhitztem Wasserdampf“

(wurde im Chemischen Institut der Forstakademie zu Tharandt

ausgeführt, besonderer Dank an Professor Dr. phil. H. Wislicenus)

(Leipzig: J. A. Barth, 1909); Ref./Korref.: v. Meyer / Hempel; Dr.-

Prüfung an der TH Dresden am 5. Febr. 1909 mit „Gut“ bestanden,

Dr.-Di plom vom 5. Febr. 1909, Dr.-Ing.; Gratulant zum 100. Geburtstag

der TH Dresden 1928

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei; Stadtverwaltung

Gera, Klaus Brodale, Leiter des Stadtarchivs, Mitteilung vom 11. Juni 2014

Büttner, (Max) Rolf

*24. November 1903 Pirna-Copitz; Eltern: Max B., Gärtnereibesitzer

in Pirna-Copitz, und Martha B.; Schulbildung: Volksschule in

Copitz, Realgymnasium mit Oberrealschule in Pirna, hier Ostern

1922 Einjährig-Freiwilligen-Zeugnis; eineinhalb Jahre praktische

Tätigkeit in sämtlichen Abteilungen der Schiffswerft Übigau und

der Dresdner Maschinenfa brik, weitere eineinhalb Jahre tätig in

der Reußischen Elektrizitätsgesellschaft Gera und als Lokomotivheizer

und -führer, auch als Schiffsmaschinist, daneben Vorbereitung

auf das Abi tur, das B. an der Oberrealschule Dresden-Johannstadt

erwarb; stud. an der TH Dresden 9 Sem. Maschinenbau und

Betriebswissenschaften, Dipl.-Ing. (Betriebsingenieur) Juli 1927;

113


Diss.: „Untersuchungen über den Holzzerspanungsvorgang mittels

zwangsläufigen Vorschubs unter besonderer Berücksichtigung der

Schneidhaltigkeit der Holzbohrer“ (Borna-Leipzig: Noske 1930,

31 S.); Ref./Korref.: Sachsenberg/Berndt; Dr.-Prüfung am 20. Juli

1929, Dr.-Di plom vom 9. August 1929, Dr.-Ing.

Quellen: J 1930; SLUB – Dissertation (Lebenslauf); Alumnidatei

Cahn, Erich

Vater: David C., starb 1937 im 73. Lebensjahr; Geschwister; Diss.:

„Untersuchungen über das Verhalten von Parallelendmaßnahmen“

(Berlin 1928: Deyhle, 63 S.); Dr.-Di plom der TH Dresden vom 05.

A pril 1928, Dr.-Ing.

Quellen: J 1928; Traueranzeige für David C. in „C.V.-Zeitung“ (Zentral-Verein-

Zeitung. Allgemeine Zeitung des Judentums), Nr. 18 vom 6. Mai 1937

Camin, Erika (Vera Emmi)

*8. Dezember 1910 Santos (Brasilien); 11. März 1930 Abi tur an

der Oberrealschule in Meißen; Studium: Universitäten Leipzig (1

Sem.), Hamburg (1 Sem.), Würzburg (1 Sem.), Innsbruck (1 Sem.),

TH Dresden (6 Sem.), hier Kandidatin des höheren Schulamts 28.

Mai 1936 (schriftl. Arbeit u. a.: „Die Verschiedenheit der Auswanderungsstärke

und der Auswanderungsziele bei den hauptsächlich

für die Übersee-Auswanderung in Betracht kommenden Staaten“);

Diss.: „Beiträge zur Anatomie der Yucca und zur Kenntnis ihrer

Aufbereitungsmöglichkeiten“ (Leipzig: Hirzel 1938; auch: Faserforschung,

Bd. 13, H. 4, S. 214–240); Ref./Korref.: Tobler/Söding;

Dr.-Prüfung am 15. Juni 1938 mit „Sehr gut“ bestanden, Dr.-Diplom

vom 25. Okt. 1938, Dr. rer. techn.

Quellen: J 1938; Staatsarchivliste; Alumnidatei

Carl, Albert

aus Halle/Saale, † Anfang Januar 1972; stud. Bauingenieurwesen

an der TH Dresden von SS 1924 bis SS 1926; Dipl.-Ing.; Diss.:

„Mechanische Abwasserreinigung in Braunkohlenbergbaubetrieben.

Versuchstechnisch und kritisch behandelt.“ (Dresden: Otto

114


Pfütze [1929], 40 S.); Ref./Korref.: Geißler/Heiser; Dr.-Di plom

der TH Dresden vom 26. Juni 1929, Dr.-Ing.; nach dem 2. WK

namhafter Experte in der Wasserwirtschaft, C. gründete 1948 das

„Ingenieurbüro für Wasserbau und Wasserwirtschaft“, zunächst in

Karlsruhe, dann in Freiburg ansässig, die heutige Firma UNGER

Ingenieure

Quellen: J 1930; Alumnidatei; online: Joachim Kilian, Stefan Knoll: UNGER

Ingenieure – seit 60 Jahren Experte in Wasser und Abfall!; Zentralblatt der Bauverwaltung

50(1930)33, S. 591

Carl, Alexander

*6. Juni 1888 Chemnitz; Vater: Kaufmann Oscar C.; Schulbildung

in Chemnitz: höhere Knabenschule, Realgymnasium, hier Ostern

1907 Abi tur; stud. Mathematik und Physik: Univ. Jena 3 Sem.,

Univ. und TH München 2 Sem., TH Dresden 5 Sem.; Diss. (im

Math. Seminar der TH Dresden unter Anleitung von Martin Krause

entstanden und an der Univ. Jena eingereicht): „Über höhere

Rückkehr- und Wendepole“, 24. Juni 1911 mündlichen Doktorprüfung,

Dr. phil. der Univ. Jena; am 2. Nov. 1911 an der TH Dresden

Meldung zur „Prüfung für das Lehramt an höheren Schulen“, C.

erhielt zur schriftlichen Bearbeitung die Themen: „Die Verschiedenart

der Veranlagung und ihre pädagogische Behandlung“ (Elsenhans

– Philosophie) und „Über Poggendorffs Fallmaschine und

verwandte Apparate“ (Helm – Physik), die Dissertationsschrift

wurde als schriftliche Mathematik-Hausarbeit anerkannt, am 24.

Febr. 1912 an der TH Dresden Kandidat des höheren Schulamts

(Gesamtergebnis: Gut) unter Zuerkennung der Lehrbefähigungen

je 1. Stufe für Physik, Reine Mathematik und Angewandte Mathematik;

Vorbereitungsdienst von Ostern 1912 bis Ostern 1913 an

der Oberrealschule Chemnitz und am Gymnasium Freiberg; danach

ein Jahr Lehrer am Realgymnasium Chemnitz, eingeschlossen

eine sechswöchige Vertretung am Realgymnasium mit Realschule

in Meißen; seit Ostern 1914 Oberlehrer an der städtischen

zehnstufigen höheren Mädchenschule zu Neubrandenburg; zweite

Promotion an der TH Dresden, Diss.: „Zur Theorie der ebenen

ähnlich veränderlichen Systeme“ (Weida i. Th.: Thomas & Hu-

115


ert 1914, 125 S.); Ref./Korref.: Krause/Ludwig; Dr.-Prüfung an

der TH Dresden am 2. Mai 1914 „mit Auszeichnung“ bestanden,

Dr.-Di plom vom 6. Mai 1914, Dr. rer. techn.; Erweiterungsprüfung

für das Fach Chemie (2. Stufe) am 10. Mai 1921 an der TH Dresden;

seit 1918 in Leisnig (Sachsen) als Studienrat und von 1923 bis

1945 als Oberstudiendirektor; seit 1945 dort im Ruhestand; diverse

Publikationen

Quellen: SLUB – Dissertation (Lebenslauf); Staatsarchivliste; Studentenakte Nr.

1400; P 1932–53

Carnatz, Wilhelm

aus Moskau; Vater: Wilhelm Christian Georg C. (1836 Rostock–1909

Moskau), Fa brikant in Moskau; stud. Chemie an der

TH Dresden von SS 1910 bis SS 1921 mit langer kriegsbedingter

Unterbrechung; Dipl.-Ing.; Diss.: „Studien über die Verwendung

von Chlorsilber und Silberoxyd in galvanischen Elementen“ (wurde

im Laboratorium für Elek trochemie und physikalische Chemie

der TH Dresden ausgeführt, besonderer Dank an seinen lieben

verstorbenen Vater, an seine zurzeit in Riga lebende Pflegemutter,

Fräulein Helene Neumann, und an Professor Dr. E. Müller); Dr.-

Di plom der TH Dresden vom Juli 1921, Dr.-Ing.

Quellen: SLUB – Dissertation; Alumnidatei; http://dokumente.ios-regensburg.

de/amburger/tabellen/C.htm

Carstensen, Jens (Gotthard Karl Hugo)

*5. Mai 1897 Osterode (Ostpreußen), nach dem 2. WK vermisst;

Vater: Hugo C., Lichtbildmeister (†1958 im 89. Lebensjahr);

Schwester; 18. A pril 1919 Abi tur am Humanistischen Kaiser-Wilhelm-Gymnasium

in Osterode; Studium: TH Danzig (7 Sem.), TH

Breslau (1 Sem.), Dipl.-Ing. (Architekt) 28. A pril 1923 TH Danzig-Langfuhr;

Regierungsbaumeister in Danzig; Diss.: „Die Holzschindel,

ihre geschichtliche Entwicklung, Herstellung und Verwendung,

zur Hauptsache dargestellt an Beispielen aus dem Iser-,

Riesen- und Erzgebirge“ (Schwarzenberg i. Erzg. 1937: Gärtner,

144 S.; im Buchhandel unter dem Titel: „Schindeldach und Schindelgiebel“

im Glückauf-Verlag Schwarzenberg); Ref./Korref.: Jost/

116


Rüth; Dr.-Prüfung an der TH Dresden am 1. Sept. 1937 mit „Sehr

gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 19. A pril 1938, Dr.-Ing.; verheiratet,

Kinder

Quellen: J 1938; Staatsarchivliste; ARCH THEK; Traueranzeige für Hugo C. in:

Das Ostpreußenblatt, Jg. 9, Folge 6, Hamburg, 8. Febr. 1958, S. 15

Cedighian, Suren

*30. März 1902 Constantza (Rumänien), †9. März 1995; Vater:

Avedis C., Kaufmann; C. war das 10. Kind seiner armenisch-orthodoxen

Eltern; 1916 Flucht der Familie vor den türkischen Truppen

nach Nachitschewan/Don (bei Rostow am Don), dort bis zum

Ende des 1. WK; Schulbildung: in Constantza armenische Volksschule

und zwei Jahre Deutsche Evangelische Schule, in Nachitschewan

zwei Jahre armenisches Seminar, Privatunterricht bei

Fachlehrern des rumänischen Lyzeums in Constantza, 1921 nach

Dresden, nach weiterer Vorbereitung Ostern 1923 Abi tur an der

Oberrealschule Dresden-Johannstadt; stud. ET an der TH Dresden

ab WS 1923/24, Vorprüfung im Juli 1926 bestanden, Hauptprüfung

im März 1928 gut bestanden (Di plomarbeit bei Binder: Entwurf

von elektrischen Einrichtungen für die Petroleum-Indus trie),

Dipl.-Ing. (Elek troingenieur) März 1928; Diss.: „Schutzumfang

und Auslegung von Patenten im Verletzungsstreit“ (Borna-Leipzig:

Noske 1929, 74 S.); Ref./Korref.: Holldack/Binder; Dr.-Di plom

vom 9. August 1929; in Rumänien Wehrdienst bei der Marine

1929 bis 1931, eingesetzt als Dozent an der Marineoffiziersschule;

1931 Gründung der eigenen kleinen Firma in Constantza, „Birou

Technice Instalatiuni de Lumina si Forta, Constantza“, in der u.

a. kleine Radioempfänger und elektrische Messgeräte gefertigt

wurden; 1932 Schulungsleiter für europäische Niederlassungen

von ITT Corporation England; Mitglied von wiss. Vereinen: VDI

1931, „General Association of Engineers in Rumänien“ (AGIR)

1936, VDE 1941; 1941 bis 1949 Mitarbeiter der rumänischen Firma

„Standard“, in der Funkgeräte für die Armee hergestellt wurden,

zuletzt als Technischer Direktor; ab 1947 am Institut für Mechanik

und Elek trotechnik der TH Bukarest (?); 1970 in den Ruhestand

getreten; Autor von Fachbüchern, darunter: Die magnetischen

117


Werkstoffe: Grundlagen, Eigenschaften, Anwendungen, Düsseldorf

1973; C. war eine Autorität auf dem Gebiet der Dauermagnete

und der magnetische Materialien; Musikliebhaber (besonders

Bach), spielte Violine

Quellen: J 1930; Studentenakte Nr. 2935; online: Garabet Kumbetlian (Reporter):

„Suren Cedighian (1902 – 1995) – Reprezentant de marcă al ştiinţei

româneşti“ (2. A pril 2009)

Centner, (Richard) Karl

*29. Oktober 1899 Dohna bei Pirna (Sachsen); Eltern: Fleischermeister

Richard C., und Anna geb. Dietel; ein jüngerer, erwerbsunfähiger

Bruder; Schulbildung: Bürgerschule Dohna, Realgymnasium

Pirna, hier Ostern 1916 Einjährig-Freiwilligen-Zeugnis,

nach Reife für Oberprima im Juni 1917 zum 1. Kgl. Sächs. Pionier-

Bataillon Nr. 12 in Pirna, nach acht Wochen Vorbereitungsurlaub

im Winter 1917/18 Not-Abi tur am Realgymnasium Pirna, im Juli

1918 an die Front, als Unteroffizier aus dem Heeresdienst entlassen;

stud. Chemie an der TH Dresden seit ZS 1919, Vorprüfung

im Juni 1921 gut, Hauptprüfung im Dez. 1922 sehr gut bestanden

(Di plomarbeit bei W. König), Dipl.-Ing. (Chemiker) Dez. 1922;

Diss.: „Ueber die Einwirkung von Sulfit und Bisulfit auf Tetraund

Pentathionat“ (wurde im Anorganisch-chemischen Institut der

TH Dresden von Dez. 1922 bis Sept. 1924 ausgeführt, besonderer

Dank an Professor F. Förster) (115 S.); Ref./Korref.: Foerster / E.

Müller; Dr.-Prüfung am 28. Okt. 1924, Dr.-Di plom vom 28. Nov.

1924, Dr.-Ing.; war nach dem 2. WK in Leipzig als Chemiker tätig

Quellen: J 1926; SLUB – Dissertation; Studentenakte Nr. 2933; Leipziger Adressbuch

1949

Chang, Ta-Yü

*12. Januar 1905 Kiangyin (China); Absolvent der Vorbereitungsabteilung

der TH Kiangsu im Juli 1923 (anerkannt durch VO des

Sächs. Ministeriums für Volksbildung vom 29. Nov. 1930); Studium:

Tsing-Hua-Univ. Peking (4 Jahre), hier Di plom eines Chemikers

am 21. Juni 1929, danach TH Dresden (5 Sem.); Diss.: „Physikalisch-chemische

Untersuchungen an Eisenoxydsolen. Über die

118


Ladung von Eisenoxydsolen beim Verdünnen und bei unregelmäßigen

Reihen“ (Dresden & Leipzig: Steinkopff 1933, 26 S.; auch:

Kolloid-Zeitschrift, 64, 65); Ref./Korref.: Lottermoser / E. Müller;

Dr.-Prüfung an der TH Dresden am 27. Febr. 1933 mit „Sehr gut“

bestanden, Dr.-Di plom vom 11. März 1933, Dr.-Ing.

Quellen: J 1933; Staatsarchivliste; Alumnidatei

Chang, Yung-Hui

*17. August 1903 Tschienan (Provinz Hopeh, China); 2. Juni 1919

Abi tur am Wie-Wen-Gymnasium Peking (anerkannt durch VO des

Sächs. Ministeriums für Volksbildung vom 10. Juli 1934); Studium:

Universität Peking (8 Sem.), TH Berlin (3 Sem.), TH Dresden

(4 Sem.), hier Dipl.-Ing. (Chemiker) 23. Okt. 1935, erworben

durch Bachelor of Science der Univ. Peking vom 23. Juni 1924

und Ergänzungsprüfung an der TH Dresden; Diss.: „Phytochemische

Untersuchungen der Papiermaulbeerbaumrinde (Broussonetia

papyrifera)“ (wurde im Laboratorium für Lebensmittel- und

Gärungschemie der TH Dresden von WS 1934/35 bis WS 1935/36

ausgeführt, besonderer Dank an Professor Heiduschka) (o. O. 1936,

26 S.); Ref./Korref.: Heiduschka/Steinkopf; Dr.-Prüfung an der TH

Dresden am 07. A pril 1936 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom

11. Mai 1936, Dr.-Ing.

Quellen: J 1936; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei

Chaussette, Gerhard (Richard August)

*3. November 1907 Berlin-Wilmersdorf; 4. März 1926 Abi tur am

Realgymnasium in Hannover; Studium an der TH Hannover (9

Sem.), hier Dipl.-Ing. (Bauingenieur) 19. Dez. 1931; Diss.: „Die

Fortentwicklung der deutschen Wechselstrombahnhofsblockung“

(Borna-Leipzig 1938: Noske, 21 S.); Ref./Korref.: Reingruber/

Kirschmer; Dr.-Prüfung an der TH Dresden am 11. Mai 1938 „mit

Auszeichnung“ bestanden, Dr.-Di plom vom 10. Juni 1938, Dr.-Ing.;

Schriften: „Grundprobleme der Fahrplangestaltung, insbesondere

ihre Ziele und Grenzen“, 1954 Essen (Wissenschaftlicher Verein

für Verkehrswesen; Vortrag, als Manuskript gedruckt); Vollauslas-

119


tung und Lasterhöhung der Durchgangsgüterzüge – eine wichtige

Rationalisierungsaufgabe, in: Bb., Jg. 34 (1960), S. 160–165

Quellen: J 1938; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste

Chechbech, Tourhan A.

*17. Januar 1899 Saloniki; Staatsangehörigkeit: Türkei; 9. Sept.

1924 Abi tur am Französischem Gymnasium in Saloniki (anerkannt

durch VO des Sächs. Ministeriums für Volksbildung); Studium:

Univ. Stambul (6 Sem.), hier Di plom als Chemiker am 30.

Juni 1928, TH Dresden (5 Sem.); Diss.: „Über Feigen, Feigenmoste,

-Weine und -Weinbrände“ (Prag 1932: Smolík, 52 S.); Ref./Korref.:

Heiduschka/Scholl; Dr.-Prüfung an der TH Dresden am 16. Nov.

„bestanden“, Dr.-Di plom vom 14. Jan. 1933

Quellen: J 1933; Staatsarchivliste; Alumnidatei

Chen, Shu-Sheng

aus Szechuan (China); 1924 Schlussexamen an der Oberrealschule

in Foochow; stud. vier Jahre Chemie an der Universität Peking,

dort 1928 Di plomarbeit „An Analytical Study of Different Grades

of Chinese Soy“ (Untersuchungen der verschiedenen Sorten

von Chinesischen Sojabohnensaucen) und Schlussprüfung, Grad

B. Sc., der gleichwertig dem Dipl.-Ing. nach deutschem System

ist; stud. Chemie an der TH Dresden von WS 1929/30 bis SS 1931;

Promotion am Institut für Nahrungsmittel- und Gärungschemie

der Math.-Nat. Abt.; Diss.: „Über Teesamenöl“ (Dresden und

Leipzig: Steinkopff 1931, 48 S.); Dr.-Di plom der TH Dresden vom

04. Juni 1931; Dr. rer. techn.

Quellen: J 1931; Staatsarchivauflistung; Alumnidatei; Nr. 15857, Gesuch um Zulassung

zur Promotion vom 11. Juni 1929

Christoph, Heinrich (Volker)

*06. A pril 1905 Klotzsche bei Dresden; 23. Febr. 1924 Abi tur an der

Dreikönig schule (Realgymnasium) in Dresden-Neustadt; Studium

an der TH Dresden (11 Sem.), Dipl.-Ing. (Textil-Chemiker) 26. Okt.

1935; Diss.: „Die Löslichkeit von Zellwollen in Ätzna tronlaugen

120


und ihre Abhängigkeit vom Faserfeinbau“ (Dresden und Leipzig:

Steinkopff 1938; auch: Kolloid-Beihefte, Bd. 48, H. 4–12); Ref./

Korref.: König/Schramek; Dr.-Prüfung am 1. Juli 1938 „mit Auszeichnung“

bestanden, Dr.-Di plom vom 22. Dez. 1938, Dr.-Ing.

Quellen: J 1938; Staatsarchivliste; Alumnidatei

Chü, Peh-Chuan

*16. November 1909 Su-schien (China); Juni 1926 Abi tur am Jungchang-Gymnasium

in Szeehuan (China); Studium: National-Zentral-Univ.

in Nanking 1928 bis 1932, Univ. München (1 Sem.), TH

Dresden (4 Sem.), TH Berlin (1 Sem.), Dipl.-Ing. (Chemiker) 20.

Nov. 1937 TH Dresden auf der Grundlage des Bachelor of Science,

erworben im Juli 1932 an der National-Zentral-Univ. Nanking,

und einer Ergänzungsprüfung an der TH Dresden; Diss.: „Einige

Beiträge zur Bestimmung und Kenntnis pflanzlicher Gerbstoffe“

(Dresden: Dittert 1937, 50 S.); Ref./Korref.: Wolfgang Graßmann/

Heiduschka; Dr.-Prüfung an der TH Dresden am 21. Dez. 1937

mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 17. Febr. 1938, Dr.-Ing.;

Schrift: (mit Alfred Lottermoser und Richard Schmied) Versuche

zur Verölung einiger Chromsalze, in Kolloid-Zeitschrift (1940) 92,

S. 129–136

Quellen: J 1938; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei

Cicekdagi, Fahrettin (Mehmet)

*22. A pril 1910 Mecidiye (Türkei); Abschluss der Höheren Landwirtschafts-Schule

in Ankara; am 6. A pril 1933 Immatrikulationsprüfung

an der Univ. Berlin; Studium: TH Berlin (2 Sem.), TH

Dresden (11 Sem.), hier Abschluss als Nahrungsmittelchemiker

27. Jan. 1939; Diss.: „Beiträge zur Kenntnis des türkischen Büffelmilchfettes“

(wurde im Institut für Lebensmittel- und Gärungschemie

der TH Dresden in der Zeit von SS 1937 bis WS 1938/39

ausgeführt, besonderer Dank an Professor Heiduschka) (Dresden:

Dittert 1939, 64 S.); Ref./Korref.: Heiduschka/Hofmann; Dr.-Prüfung

an der TH Dresden am 6. Mai 1939 „bestanden“, Dr.-Di plom

vom 17. Mai 1939, Dr. rer. nat.

Quellen: J 1939; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei

121


Clar, Erich

*23. August 1902 Herrnskretschen/Elbe (Nordböhmen, Österreich-Ungarn),

†27. März 1987 Estepona (Spanien); Vater: Carl C.,

Holzgroßhändler; Schulbildung: Volksschule und Bürgerschule in

Herrnskretschen, Staatsrealschule in Reichenberg, hier Juni 1921

Matura; seit WS 1921/22 Studium an der TH Dresden, zunächst in

der Lehrerabteilung, dann in der Chem. Abt., Vorprüfung Anfang

1926 sehr gut, Hauptprüfung im Mai 1926 mit Auszeichnung bestanden

(Di plomarbeit bei Roland Scholl: „Beiträge zur Chemie

der heteronuclearen Dimethylantrachinone und ihrer Abkömmlinge“),

Dipl.-Ing. (Chemiker) Mai 1926; Diss.: „Synthesen von Kohlenwasserstoffen

mit mehreren kondensierten Benzolkernen“ (72

S.); Ref./Korref.: Scholl/König; Dr.-Prüfung am 24. Nov. 1927 „mit

Auszeichnung“, Dr.-Di plom vom 23. Dez. 1927, Dr.-Ing.; Ass. bei

Prof. Scholl am Organisch-Chemischen Laboratorium; 1929 Universität

Cambridge, danach Chefchemiker im Instituto Ronzoni in

Mailand; seit 1933 im eigenen Laboratorium in Herrnskretschen

Forschung über aromatische Kohlenwasserstoffe: übersichtliche

Darstellung dieses Gebiets aufgrund einer neuartigen Einteilung

und einer vereinfachten Nomenklatur, erschienen als Buch: „Aromatische

Kohlenwasserstoffe“, 1941 Berlin; 1934 bis 1940 zwei

Deutsche Reichspatente und drei amerikanische Patente; 1942 Habil.

für organische Chemie an der TH Prag, dort Dozent von 1943

bis 1945; nach dem 2. WK zunächst wieder Forschung im eigenen

Laboratorium in Herrnskretschen; seit 1946 in Glasgow, von

1953 bis 1972 Lehrstuhlinhaber in der Chemischen Fakultät der

Universität Glasgow; C. gilt als der “Vater der modernen Chemie

aromatischer und polycyclischer Kohlenwasserstoffe“, mehr als

120 wiss. Publikationen; Mitglied der Chemical Society und der

Faraday Society; 1949 in Barcelona Preis der Spanischen Regierung

für die Arbeiten über die Tieftemperatur-UV-Spektren von

Aromaten; 1965 in Dresden August-Kekulé-Medaille der Chemischen

Gesellschaft der DDR „in Anerkennung seiner bedeutenden

wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet aromatischer und

polycyclischer Kohlenwasserstoffe“; ausgleichendes Hobby: das

Sammeln und Restaurieren alter französischer Möbel, Porzellane,

122


Uhren und Gemälde; nach der Emeritierung weilte C. häufig in

seinem Haus im spanischen Esteponia, wo er auch starb; posthum

Sept. 1987 Ehrung mit dem ersten “Polycyclic Aromatic Hydrocarbon

Research Award”

Quellen: J 1928; SLUB – Dissertation; Studentenakte Nr. 2979; 2. Promovendenbroschüre,

S. 306–314

Clauss, Max

aus Chemnitz; stud. Chemie an der TH Dresden ab SS 1919; Dipl.-

Ing. (Chemiker); Diss.: „Beiträge zur Löslichkeit von Chromhydroxyd

in starken Na tronlaugen“ (71 S.); Ref./Korref.: E. Müller /

Foerster; Dr.-Prüfung an der TH Dresden am 10. März 1924, Dr.-

Di plom vom 12. A pril 1924, Dr.-Ing.

Quellen: J 1926; SLUB – Dissertation; Alumnidatei

Claußnitzer, Johannes (Hermann Hugo)

*3. Dezember 1906 Dresden; 8. März 1926 Abi tur am Realgymnasium

Meißen; Studium an der TH Dresden (11 Sem.), Dipl.-Ing.

(Technischer Physiker) 3. Febr. 1921; Diss.: „Über die Wirkung der

ultravioletten Belichtung auf den elektrischen Funken“ (Leipzig:

Hirzel 1933, 19 S.; auch: Physikalische Zeitschrift, 34); Ref./Korref.:

Toepler/Binder; Dr.-Prüfung am 14. Juni 1933 mit „Sehr gut“

bestanden, Dr.-Di plom vom 26. Juni 1933, Dr.-Ing.

Quellen: J 1933; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei

Colditz, (Armin) Walter

*5. November 1884 Döbeln, †29. Mai 1946 Heepen bei Bielefeld;

1905 Abi tur am Realgymnasium Döbeln; Studium an der TH

Dresden (9 Sem.), Dipl.-Ing. (Textil-Chemiker); Diss.: „Die mittlere

Faserlänge und die Faserlage in Fasergebilden“ (Dresden 1920:

Teubner, 33 S.; auch: Textile Forschung, Jg. 1 (1919), Jg. 2 (1920);

auch als: Forschungsarbeiten, hrsg. vom Deutschen Forschungsinstitut

für Textilindus trie in Dresden, H. 6); Ref./Korref.: Ernst

Müller / König; Dr.-Prüfung am 19. Jan. 1919, Dr.-Di plom vom 19.

Dez. 1919, Dr.-Ing.

123


Quellen: J 1920; SLUB – Dissertation; Alumnidatei; Stadtverwaltung Döbeln,

Standesamt, Irina Schädlich, Mitteilung vom 22. Mai. 2014

Conert, Herbert

*8. September 1886 Magdeburg, †7. Juni 1946 Dresden; 24. März

1905 Abi tur am Wettiner Gymnasium in Dresden; stud. Hochbau

an der TH Dresden (8 Sem.), Dipl.-Ing. (Architekt) 24. Okt. 1908;

Diss.: „Die sächsischen Terraingesellschaften und ihr Einfluß auf

die Stadterweiterung“ (Leipzig: Dunker & Humblot); Ref./Korref.:

Dülfer/Wuttke; Dr.-Prüfung am 24. Febr. 1911 mit „Gut“ bestanden,

Dr.-Di plom vom 8. März 1911, Dr.-Ing.; tätig in verschiedenen

Bauämtern der Stadt Dresden; Kriegseinsatz; nach dem 1. WK

Bausachverständiger der Kreishauptmannschaft Dresden; Leiter

des Neubauamtes für die chemischen Institute der TH Dresden;

in Dresden seit Juli 1922 Stadtbaudirektor und Technischer Leiter

des Polizeibauamtes, seit 1930 Leiter des Stadtplanungs- und

Hochbauamtes unter Stadtbaurat Paul Wolf (1879–1957); seit 11.

Mai 1945 Leiter der Städtischen Bauverwaltung in Dresden, unter

seiner Regie entstand 1946 der erste „Große Dresdner Aufbauplan“;

Mitbegründer des Landesverbandes Sachsen der CDU; ein

Platz in Dresden trägt seinen Namen

Quellen: Staatsarchivliste; Alumnidatei; Die Nordwest Rundschau, 5. Jg. Nr. 6

(Dez. 2010/Jan. 2011), S. 13 (mit Foto); Dr. Fritz Löffler (1899–1988): Unsere

Ziele aber können nicht weit genug gesteckt sein, in: UNION vom 6./7. September

1986, S. 3

Contius, Eberhard

aus Dresden; stud. ET an der TH Dresden seit WS 1915/1916

mit kriegsbedingter Unterbrechung, Vorprüfung 1920; Dipl.-Ing.

(Elek troingenieur); Diss.: „Der Einfluß der Größe des Druckes

und der Fläche auf den Kontaktwiderstand“ (Berlin [1929]: Deyle,

14 S.); Ref./Korref.: Binder/Berndt; Dr.-Di plom der TH Dresden

vom 5. Juli 1929, Dr.-Ing.

Quellen: J 1930; SLUB – Dissertation; Alumnidatei

124


Cowan, James (Macmillan)

*13. August 1914 Kalkutta (Indien), † nicht vor 2005; Vater war

Ingenieur in Indien; zwei Brüder; Schulausbildung in Schottland:

Scottish Leaving Certificate; Studium: Univ. Glasgow (Schottland)

(8 Sem.), hier Di plom in ET am 18. A pril 1936, TH Dresden

(4 Sem., ET) (ermöglicht durch «Sir James Caird Travelling

Scholarship» für leistungsstarke Studenten); Diss.: „Das Verhalten

des Quecksilberlichtbogens in einem transversalen Magnetfeld“;

Ref./Korref.: Güntherschulze/Barkhausen; Dr.-Prüfung an der TH

Dresden am 12. Juli 1939 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 4.

A pril 1940, Dr.-Ing.; nach dem 2. WK bis 1979: Elek troingenieur

bei MANWEB (Merseyside and North Wales Electricity Board)

in Liverpool, in leitenden Stellungen mit häufigen Auslandsaufenthalten

(auch in Deutschland); verheiratet, eine Tochter, zwei

Enkel; Hobby: Deutsche Literatur, Wanderungen in den Schweizer

Bergen

Quellen: Staatsarchivliste; Alumnidatei; online: Universitätsarchiv der TU

Dresden: Dr. Matthias Lienert in Zusammenarbeit mit Cowans Tochter Rosemary

Smeets und deren Sohn Alexander Smeets (beide Zürich)

Credè, Otto

*6. Oktober 1887 Dresden, †1918 (gefallen); 23. März 1908 Abitur

an der Dreikönig schule in Dresden; Studium: TH München (4

Sem.), TH Berlin (4 Sem.), hier Dipl.-Ing. (Maschinen-Ingenieur)

13. Nov. 1913; Diss.: „Untersuchung über den Verspanungsvorgang

bei Holzhobelmaschinen mit umlaufenden Messern“ (Berlin: Emil

Ebering 1914, 62 S.); Ref./Korref.: E. Müller / Scheit; Dr.-Prüfung

an der TH Dresden am 26. Sept. 1914 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Diplom

vom 30. Sept. 1914, Dr.-Ing.; tätig in Berlin

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Deutsche Bauzeitung, 52. Jg.,

Berlin, 2. Nov. 1918, Deckblatt

Crienitz, Fritz Christian

aus Erfurt; stud. Volkswirtschaft an der TH Dresden von SS 1922

bis SS 1926; Di plom-Volkswirt; Diss.: „Lohnämter und gesetzli-

125


che Lohnregelung“ (223 S.); Ref./Korref.: Schippel/Holldack; Dr.-

Di plom vom 31. Juli 1926, Dr. rer. oec.

Quellen: J 1928; SLUB – Dissertation; Alumnidatei

Crisan, Silvius

aus Neu-Arad (Rumänien); stud. Maschinenbau an der TH Dresden

von SS 1924 bis SS 1926; Dipl.-Ing.; Diss.: „Untersuchung des

Trennens von Stahl mittels dünner Schleifscheiben“ (26 S.); Ref./

Korref.: Sachsenberg/Berndt; Dr.-Di plom der TH Dresden vom 13.

August 1930, Dr.-Ing.

Quellen: J 1930; SLUB – Dissertation; Alumnidatei

Cüppers, Hellmuth

aus Dresden; stud. Chemie an der TH Dresden von WS 1919/20

bis SS 1921; Dipl.-Ing.; Diss.: „Elek trometrische Bromometrie und

Chlorometrie“ (108 S.); Dr.-Di plom der TH Dresden vom 26. Juli

1924, Dr.-Ing.

Quellen: J 1926; Alumnidatei

Czimatis, Albrecht (Adolf Heinrich Peter)

*18. A pril 1897 Kattowitz (Oberschlesien), †22. Dezember 1984

Freiburg; ab 1915 Kriegsteilnehmer, später Reichswehr: Leutnant,

Oberleutnant, Hauptmann; Dipl.-Ing.; Diss.: „Rohstoffprobleme

der deutschen Aluminium-Indus trie im Rahmen ihrer wirtschaftlichen

Entwicklung“ (Dresden-Lockwitz 1930: Welzel, 126 S.);

Ref./Korref.: Gehrig / E. Müller; Dr.-Di plom der TH Dresden

vom 10. Jan. 1930, Dr.-Ing.; militärische Laufbahn: zwischen 1931

und 1934 Batteriechef, 1935 zum Major befördert, im Januar 1939

zum Reichsministerium für Wirtschaft kommandiert, Leiter der

Reichsstelle für Wirtschaftsausbau; im 2. WK: Oberstleutnant,

Oberst, zuletzt Divisionskommandeur, mehrfach ausgezeichnet,

Februar 1943 sowjetische Gefangenschaft; nach dem 2. WK hohe

Position in der Indus trie der BRD; Schrift: Czimatis, Albrecht:

Energiewirtschaft als Grundlage der Kriegswirtschaft. Schriften

126


zur kriegswirtschaftlichen Forschung und Schulung, 1936 Hamburg

(Hanseatische Verlagsgesellschaft)

Quellen: J 1930; SLUB – Dissertation; Alumnidatei; http://www.50-infanteriedivision.de/Personen/Czimatis-Albrecht.htm;

Nr. 15267, hinten innen lose inliegende

Blätter

Czygan, Walter (Heinrich Michael)

*18. Juli 1900 Oberschöneweide bei Berlin; 16. Sept. 1927 Abi tur

an der Oberrealschule Dresden-Johannstadt; Studium an der TH

Dresden (12 Sem.), Dipl.-Ing. (Maschinen-Ingenieur) 19. Juli 1932;

Diss.: „Untersuchungen über das Schneiden von Graniten mit Silizium-Karbid-Scheiben“

(Berlin 1934: VDI-Verlag, 31 S.); Ref./

Korref.: Sachsenberg/Berndt; Dr.-Prüfung am 17. Mai 1934 mit

„Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 19. Juli 1935, Dr.-Ing.

Quellen: J 1935; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei

Dachselt, Ernst (Rudolph)

*2. Januar 1903 Trichinopoly (Britisch-Indien); Eltern: Missionar

Ernst D., später Pfarrer in Nauwalde (bei Großenhain), und Elisabeth

geb. Gehring; 6 ältere Geschwister, von den drei Brüdern fielen

zwei im 1. WK; 1907 Rückkehr der Familie nach Deutschland;

Schulbildung: ab Ostern 1909 Dorfschule in Nauwalde und Privatunterricht

zu Hause, ab Mich. 1913 Progymnasium in Rochlitz,

ab Mich. 1914 Gymnasium zum Heiligen Kreuz in Dresden, ab

Ostern 1916 Bezug der Fürsten- und Landesschule Grimma, dort

Abi tur am 1. März 1921; stud. Chemie an der TH Dresden seit

SS 1921, Werkstudent in einer Zuckerfa brik, Vorprüfung Ostern

1923 sehr gut bestanden, Hauptprüfung Michaelis 1924, Dipl.-Ing.

(Chemiker); Diss.: „Potentiometrische Endpunktsbestimmung einiger

organischer Reaktionen“ (wurde im Laboratorium für Elektrochemie

und physikalische Chemie der TH Dresden von Beginn

des WS 1924/25 bis Ende des WS 1925/26 ausgeführt, besonderer

Dank an Professor Erich Müller) (130 S.); Ref./Korref.: Erich

Müller / Foerster; Dr.-Prüfung an der TH Dresden am 4. März

1926, Dr.-Di plom vom 14. A pril 1926, Dr.-Ing.; für die Dauer einer

Campagne Chemiker und Nachtbetriebsleiter in einer Zuckerfa-

127


ik; wegen schlechter Berufsaussichten Orientierung auf das höhere

Schulamt: seit SS 1927 Studium der Biologie, Mineralogie

und Mathematik an der TH Dresden, daneben wiss. Hilfsarbeiter

in der Staatl. Hauptstelle für Pflanzenschutz, Dresden; als Student:

Hilfssportlehrer im studentischen Amt für Leibesübungen, Lehrgang

an der Preuß. Hochschule für Leibesübungen in Spandau, in

den Semesterferien an der Hanseatischen Jachtschule zu Naustadt

in Holstein, hier Abschlussprüfung in „Navigation, Segelsport,

Seemannschaft“; Prüfung für das Höhere Schulamt an der TH

Dresden im Nov. 1928, dabei wurde die Diss. als schriftliche Arbeit

im Fach Chemie anerkannt, die in praktischer Pädagogik fertigte

D. bei Curt Schmidt zum Thema „Stöckhardt als Didaktiker

der Chemie“ an (gut), die Lehrprobe über „Das Knochengerüst

des Menschen“ legte er mit Auszeichnung ab, mit Zeugnis vom

12. Nov. 1928 („mit Auszeichnung bestanden“) wurde ihm die

Lehrbefähigung je erster Stufe für die Fächer Chemie, Zoologie

und Botanik zugesprochen; Studienassessor am Zittauer „Staatsrealgymnasium

mit höherer Handelsschule“, seit 1933 Staatsrealgymnasium

Schneeberg; nach dem 2. WK in Greiz, leitete die

Fachgruppe Ornithologie des Deutschen Kulturbundes in Greiz

bis 1965; verheiratet seit 1931 mit einer Tochter des Zittauer Oberbürgermeisters

Walter Zwingenberger; Schriften: Die Löslichkeit

von Tonerdehydrat in verdünnter Na tronlauge verschiedener Konzentrationen

bei 45–90 °C, in: Journal für Praktische Chemie/Chemiker-Zeitung,

Band 2, 1955, Heft 5/6, S. 324–328; (mit Kurt Pätz)

Untersuchungen über die Umwandlung von Hydrargillit in Böhmit

bei erhöhtem Druck, in: Zeitschrift für anorg. Chemie, Band 292,

1957, Heft 5/6, S. 262–274

Quellen: J 1926; SLUB – Dissertation; Studentenakte Nr. 1403; http://pmneugebauer.homepage.t-online.de:

„Wie Feo nach Zittau kam“; Ornithologische

Berichte aus dem mittleren Elstertal, 5. Bd., 1. Heft, Sept. 2012

Dahll, Peter (Jörgen)

*25. Juni 1892 Kristiania (Norwegen); Reifezeugnis der Trogner-

Schule für die höhere Bildung Kristiania vom 10. Okt. 1911, arbeitete

2 Sem. im Laboratorium der Univ. Kristiania unter Leitung

128


von Prof. Goldschmidt; stud. Chemie an der TH Dresden seit WS

1912/13, Vorprüfung im Okt. 1914, Hauptprüfung im Dez. 1916

jeweils gut bestanden, Dipl.-Ing. (Chemiker); Diss.: „I. Oxydation

von Oxyanthrachinonen mittels Kaliumferricyanidin alkalischer

Lösung. II. Über die Einwirkung von Ammoniak und Aminen auf

Oxyanthrachinon“ (wurde im Organisch-chemischen Laboratorium

der TH Dresden ausgeführt, besonderer Dank an Professor

Roland Scholl) (83 S.); Ref./Korref.: Scholl/König; Dr.-Di plom

der TH Dresden von [1922], Dr.-Ing.; Schrift: (mit Roland Scholl

und Fritz Hansgirg) Über die Einwirkung von Ferricyankalium

auf Chinizarin in alkalischer Lösung, in: Berichte der deutschen

chemischen Gesellschaft (A und B), 56 (1923) 11, S. 2548–2555

Quellen: SLUB – Dissertation; Studentenakte Nr. 3019

Dähne, Thilo (Waldemar)

*5. Februar 1891 Waldheim (Sachsen); Eltern: Kgl. Sächs. Forstassessor

Waldemar D., später Oberförster und Verwalter des sächs.

Staatsforstreviers Steinbach im Isergebirge (†1914), und Mathilde

geb. Behrisch, bei Studienbeginn von D. in Neusalza-Spremberg

lebend; keine Geschwister; die Jugend verlebte D. im elterlichen

Forsthaus in Oberleitensdorf (Böhmen), in Schweigermühle

(Sächs. Schweiz) und in Plauen bei Flöha; Vorbildung: Volksschule,

ab 1902 Hoffmannsches Privatinstitut in Niederlößnitz, wo er im

Haus seiner Großeltern, Oberregierungsrat a. D. Behrisch, lebte;

seit 1904 Kadettenkorps in Dresden, dort im Frühjahr 1909 Fähnrichsexamen

mit Allerhöchster Belobigung und 1911 Reifeprüfung;

im März 1911 als Fähnrich in das Feldartillerieregiment Nr. 64 in

Pirna; 1912 Kriegsschule in Potsdam, Offiziersexamen, Leutnant

im Feldart. Reg. Nr. 64 in Pirna; vom 2. August 1914 bis 17. Dez.

1918 an der Front, 1916 Schulterverletzung bei einem Absprung

aus dem Flugzeug, schied Ende Dez. 1920 aus der Reichswehr aus,

als Hauptmann und felddienstunfähig pensioniert; Eintritt als Beamtenanwärter

in die im Aufbau begriffene Reichsfinanzverwaltung,

Beamter, im Dez. 1922 zum Obersteuersekretär ernannt; seit

SS 1921 nebenberuflich Studium der Volkswirtschaft an der TH

Dresden mit Billigung des Vorgesetzten und des Ministeriums für

129


Kultus und öff. Unterricht als vorgesetzter Behörde der TH Dresden;

Vorprüfung im Dez. 1923, Hauptprüfung im Juli 1924 jeweils

sehr gut bestanden (SS 1924: Semesterarbeit für das juristische

Seminar), Di plom-Volkswirt; Diss.: „Die Elektrizitätswirtschaft

in Sachsen“ (Bückeburg 1934: Prinz, 186 S.); Dr.-Di plom der TH

Dresden vom 9. Juli 1931; 1938 Major, März 1945 Oberst (im Stab

des 4. Armee-Korps); heiratete am 19. Juni 1919 die Tochter des

verst. Stadtrats und Fa brikbesitzers Julius Hermann Hünlich aus

Neusalza-Spremberg

Quellen: J 1935; SLUB – Dissertation; Studentenakte Nr. 3007; online: Offiziersliste

Dankmeier, Heinz (Johannes)

*2. August 1909 Dresden; 13. März 1928 Abi tur am Staatsgymnasium

Dresden; Studium an der TH Dresden (16 Sem., davon 2

Sem. beurlaubt), Di plom-Volkswirt 9. A pril 1936; Diss.: „Bilanzfälschung

und Bilanzverschleierung“ (Leipzig 1937: Teubner, 54

S.; auch: Zeitschrift für handelswissenschaftliche Forschung, Jg.

1937, H. 11 u. 12); Ref./Korref.: Beste/Nikisch; Dr.-Prüfung am 22.

Dez. 1937 mit „Sehr gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 14. Januar

1938, Dr. rer. oec.

Quellen: J 1938; Staatsarchivliste; Alumnidatei

Datschefski, Norman (Hartlef)

*14. Juni 1906 Chicago; Vater: Fred D.; die Familie kam 1908 von

Chicago nach Cuxhaven; 22. März 1924 Abi tur an der Höheren

Staatsschule in Cuxhaven; Studium: TH Darmstadt (7 Sem.), TH

Dresden (9 Sem.), hier Dipl.-Ing. (Maschinen-Ingenieur) 18. Juli

1931; Diss.: „Untersuchungen über das maschinelle Schleifen von

Marmor“ (Berlin [1936]: VDI-Verlag, 71 S.); Ref./Korref.: Sachsenberg/Berndt;

Dr.-Prüfung am 17. Dez. 1935 mit „Gut“ bestanden,

Dr.-Di plom vom 22. A pril 1936, Dr.-Ing.

Quellen: J 1936; Staatsarchivliste; Alumnidatei; online: The Ellis Island Ship

Database

130


Deckert, Herbert

aus Dresden; stud. Chemie an der TH Dresden von WS 1922/23

bis SS 1926, Dipl.-Ing.; Diss.: „Über kathodische Abscheidungsformen

des Zinns“ (Berlin: Chemie, 1930, 23 S.; auch: Zeitschrift

für Elek trochemie, 1930); Ref./Korref.: Foerster / Erich Müller;

Dr.-Di plom der TH Dresden vom 26. März 1930, Dr.-Ing.; Schrift:

(mit Heinrich Menzel und Hans Schulz): Zur Kenntnis der Borsäuren

und borsauren Alkalisalze. VIII., in: Zeitschrift für anorganische

und allgemeine Chemie 220 (1934) 1, S. 49–68

Quellen: J 1930; SLUB – Dissertation; Alumnidatei; Zeitschrift für anorganische

und allgemeine Chemie, 1934 (8. Okt.), Band 220, Heft 1

Dehlinger, Armand (Hubert)

*2. Januar 1907 Dresden, †nicht vor 1981; 8. März 1927 Abi tur am

König-Georg-Gymnasium in Dresden-Johannstadt; Studium: TH

München (1 Sem.), TH Dresden (12 Sem.), hier Dipl.-Ing. (Architekt)

31. Mai 1933; Diss.: „Die Ordensgesetzgebung der Benediktiner

und ihre Auswirkung auf die Grundrißgestaltung des benediktinischen

Klosterbaues in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung

der Reform von Hirsau“ (Borna-Leipzig 1936: Noske,

59 S.); Ref./Korref.: Reuther/Muesmann; Dr.-Prüfung an der TH

Dresden am 21. Dez. 1935 mit „Sehr gut“ bestanden, Dr.-Di plom

vom 24. Juli 1936, Dr.-Ing.; in den 1950er Jahren Forschungsauftrag

am Institut für Zeitgeschichte zur kritischen Untersuchung

der NS Parteiarchitektur; Schrift: Architektur der Superlative:

Eine kritische Betrachtung der NS Bauprogramme von München

und Nürnberg; lebte 1981 in München

Quellen: J 1936; Staatsarchivliste; Alumnidatei; online: Udo Wingst, Horst Möller:

50 Jahre Institut für Zeitgeschichte, 1999

Dehnert, Friedrich

aus Mittweida (Sachsen); stud. Chemie an der TH Dresden von

SS 1918 bis SS 1921, Dipl.-Ing. (Fa brik-Ingenieur); Diss.: „Beiträge

zur Kenntnis des Mercerisationsprozesses“ (91 S.); Ref./

Korref.: König/Steinkopf; Dr.-Di plom der TH Dresden vom 12.

A pril 1924, Dr.-Ing.; Elberfelder Papierfa brik AG, Fa brikdirektor,

131


Vorstandsvorsitzender (1943); nach dem 2. WK: Forschungsstelle

Chemischreinigung e. V., Krefeld (FCR), von der Gründung 1956

(nach früheren Anfängen) bis 1967 Leiter der FCR; Schriften: (mit

Harald Hedenetz) „Vergrauungsfaktoren in der Chemischen Reinigung“,

1963; (mit Dietrich Lenz und Harald Hedenetz, ebenfalls

FCR) „Untersuchungen zur Chemischreinigungs-Beständigkeit

von Pigmentfarbstoff-Applikationen“, 1964; (mit denselben) „Untersuchungen

zur Chemischreinigungs-Beständigkeit von Färbungen

auf Wolle und Seide“, 1966

Quellen: http://www.albert-gieseler.de/dampf _de/firmen1/firmadet11509.shtml

Dehnert, Heinrich

aus Reuden (Sachsen); stud. Chemie an der TH Dresden von SS

1919 bis SS 1921; Dipl.-Ing.; Diss.: „Beitrag zur Kenntnis der

meso-Laktone der Anthracenreihe“ (105 S.); Dr.-Di plom der TH

Dresden vom 23. Dez. 1927, Dr.-Ing.

Quellen: J 1928; Alumnidatei

Deil, Erich

*9. März 1887 Dresden, †15. August 1915 (gefallen); 13. März 1906

Abi tur am Kgl. Gymnasium in Dresden-Neustadt; Studium: TH

München (1 Sem.), TH Dresden (8 Sem.), Univ. Kiel (1 Sem.),

Dipl.-Ing. (Architek) TH Dresden 18. Nov. 1911; Diss.: „Die Baugeschichte

der alten Meißner Elbbrücke und Entwicklung der hölzernen

Häng- und Sprengwerke“; Ref./Korref.: Gurlitt / R. Müller;

Dr.-Prüfung an der TH Dresden am 24. Sept. 1914 mit „Gut“ bestanden,

Dr.-Di plom vom 24. Sept. 1914, Dr.-Ing.

Quellen: Staatsarchivliste; Alumnidatei; http://www.denkmalprojekt.org/dkm_

deutschland/arnsdorf _wk1_sachs.htm

Delden, Willy van

*30. Oktober 1890 Ahaus (Westfalen); Eltern: Jan van D. und Julia

geb. van Heek; 15. März 1909 Abi tur am Gymnasium in Leer; Studium

an der TH Dresden (7 Sem.), Dipl.-Ing. (Fa brik-Ingenieur) 22.

Juli 1913; Diss.: „Studien über die indische Juteindus trie“ (Mün-

132


chen und Leipzig: Duncker & Humblot 1915, 182 S.; auch: Abhandlungen

aus dem volkswirtschaftlichen Seminar der TH zu

Dresden, H. 9); Ref./Korref.: Schäfer / Ernst Müller; Dr.-Prüfung

am 4. Sept. 1914 „mit Auszeichnung“ bestanden, Dr.-Di plom vom

4. Sept. 1914, Dr.-Ing.; während des Krieges Leutnant der Reserve

bei der Feldartillerie; Fa brikant, Vorstandsmitglied der Firma

Westfälische Jute-Spinnerei und -Weberei in Ahaus, Vorstandsmitglied

der Ahaus-Enscheder Eisenbahngesellschaft und des Verbandes

Münsterländischer Textilindus trieller, außerdem Aufsichtsratmitglied

verschiedener Unternehmen; bekleidete Stellung eines

Brandmeisters der Stadt Ahaus und war Stadtverordneter; 1943 im

Aufsichtsrat der Jute-Spinnerei und -Weberei Kassel; verheiratet

mit Bertha, geb. Haasemann, Kinder: Gerharda, Julia, Friederike

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Reichshandbuch der Deutschen

Gesellschaft (Bd. 1, 1930); online: Albert Gieseler (Mannheim): Jute-

Spinnerei und Weberei Kassel, 2009

Demisch, Reinhard

*10. A pril 1907 Dresden; 5. März 1927 Abi tur an der Oberrealschule

Dresden-Johannstadt; Studium: TH München (1 Sem.), TH

Dresden (11 Sem.), hier Dipl.-Ing. (Chemiker) 10. Mai 1933; Diss.:

„Zur Kenntnis der Kokseigenschaften“ (Bückeburg 1936: Prinz, 18

S.); Ref./Korref.: Menzel/Simon; Dr.-Prüfung am 1. Juni 1933 „mit

Auszeichnung“ bestanden, Dr.-Di plom vom 26. Juni 1933, Dr.-Ing.;

tätig bei der IG Farbenindus trie AG, für diese mehrere Patente allein

oder mit anderen

Quellen: J 1936; Staatsarchivliste; Alumnidatei; online: Patente

Demmelmeyer, Karl

*15. Juli 1885 Thalmäßing (Bayern); 14. Juli 1905 Abi tur an der

Indus trieschule in Nürnberg; Studium der Chemie an der TH

München (8 Sem.), hier Dipl.-Ing. 4. August 1909; Diss.: „Beiträge

zur Kenntnis des Parachlor- und Parabrommetakresols“ (ausgeführt

im Organisch-chemischen Institut der TH Dresden, besonderer

Dank an die Professoren Freiherr v. Walther und v. Meyer)

(Borna-Leipzig: Noske 1914, 40 S.); Ref./Korref.: v. Walther / v.

133


Meyer; Dr.-Prüfung an der TH Dresden am 22. Juli 1914 mit „Gut“

bestanden, Dr.-Di plom vom 22. Juli 1914, Dr.-Ing.

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei

Demuth, Siegfried

*23. August 1917 Politz/Elbe; 15. Juni 1936 Abi tur an der Handelsakademie

in Außig/Elbe; Studium: Tschechische Handelshochschule

Prag (4 Sem.), Wirtschaftshochschule Berlin (2 Sem.),

hier Di plom-Kaufmann 12. Sept. 1940, TH Dresden (2 Sem., als

Hörer); Diss.: „Indus triepolitik im Sudetenland vor und nach dem

Anschluss. Die wichtigsten sudetendeutschen Indus trien, ihre

Entstehung und ihre Entwicklung bis zur Gegenwart“ (o. O. 1942,

151 Bl.); Ref./Korref.: Weddigen/Schultz; Dr.-Prüfung am 9. März

1942 „bestanden“, Dr.-Di plom vom 23. März 1942, Dr. rer. pol.

Quellen: J 1942; Staatsarchivliste

Dernoscheck, Eberhard (Heinz)

*19. A pril 1911 Pirna-Copitz, † Februar 1942 (gefallen); 12. März

1930 Abi tur am Realgymnasium mit Oberschule in Pirna; Studium

an der TH Dresden (12 Sem.), Kandidat des höheren Schulamts

11. Juni 1936, Prüfung als Versicherungstechniker 25. A pril 1938;

Diss.: „Untersuchung der alternierenden Folgen mit Hilfe zugeordneter

Potenzreihen“ (Dresden: Dittert 1939, 60 S.); Ref./Korref.:

Böhmer/Schilling; Dr.-Prüfung am 24. Juli 1939 mit „Sehr gut“

bestanden, Dr.-Di plom vom 18. Nov. 1939, Dr. rer. nat.; Schütze in

einem Infanterie-Ersatz-Bataillon

Quellen: J 1939; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Todesanzeige „Dresdner

Anzeiger“ vom 4. März 1942

Detzner, Herbert

*1905 Außig (Böhmen), †7. Januar 1962 Leverkusen; stud. Chemie

an der TH Dresden von SS 1924 bis SS 1926, Dipl.-Ing.; Diss.:

„Art der Bindung basischer Farbstoffe auf natürlich vorkommenden

Tonen und Versuche über die Lichtechtheitserhöhung der Auffärbungen“

(wurde im Laboratorium für Kolloidchemie der TH

134


Dresden von SS 1927 bis WS 1928/29 durchgeführt, besonderer

Dank an Professor Lottermoser) (Außig 1928: Tietze, 66 S.); Ref./

Korref.: Lottermoser/König; Dr.-Prüfung an der TH Dresden am

22. Nov. 1928, Dr.-Di plom vom 28. Dez. 1928, Dr.-Ing.; tätig bei

den Farbenfa briken Bayer in Leverkusen, für diese Firma mit anderen

zwischen 1938 und 1960 mehrere Patente; bis 1945 Inhaber

der Firma Louis Hessel & Co. in Außig (Farbenerzeugung)

Quellen: J 1929; SLUB – Dissertation; Alumnidatei; online: Patente; online:

Veröffentlichung vom Hilfsverein Außig e. V., München: Wir gedenken unserer

Verstorbenen … (1962): Sterbedatum und Angaben zur Firma

Dewitz, Hans

*30. Oktober 1873 Linden (Hannover, Preußen); 18. Febr. 1907 Abitur

an der Guericke-Oberrealschule in Magdeburg; Studium: TH

Hannover (6 Sem., Schüler von Conrad Wilhelm Hase und Karl

Mohrmann), TH München (2 Sem.), TH Dresden (2 Sem.), hier

Dipl.-Ing. (Architekt) 5. Juni 1908; Diss.: „Baupolizeiliche Konstruktionsvorschriften

des In- und Auslandes und ihre Anwendung

auf Kleinwohnungsbauten“ (Hannover: Göhmannsche Buchdruckerei

[1909]); Ref./Korref.: Wuttke/Böhm; Dr.-Prüfung an der

TH Dresden am 13. Febr. 1909 „bestanden“, Dr.-Di plom vom 17.

Febr. 1909, Dr.-Ing.; Stadtbaumeister in Schwerin, errichtete hier

u. a. die spätere Erich-Weinert-Schule (1912), Abteilungsleiter im

Stadtbauamt Schwerin (Stadtbaurat) 1909 bis 1919

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei; Mundhenke,

Herbert: Die Matrikel der Höheren Gewerbeschule, der Polytechnischen

Schule und der Technischen Hochschule zu Hannover, Hildesheim 1988–1992

(3 Bände) (Matrikel 9106); online: ARCH THEK; Stadtbauamt Schwerin (zum

Archivbestand); http://archiv.schwerin-news.de/version2004/artikel367-erichweinert-schule-schwerin.php

Dhar, Alakh (Narayan)

*20. Dezember 1912 Bhagalpore (Indien); 1929 Matrikulationsexamen

an der Patna-Univ.; Studium: Univ. Kalkutta, hier Abschluss

als Chemiker 1935, Univ. Osaka und Univ. Tokio (Japan), TH

Dresden (2 Sem.); Diss.: „Die Herstellung von Leitfähigkeitswasser

und die Leitfähigkeit der mit diesem Wasser hergestellten Lö-

135


sungen“; Ref./Korref.: Manegold / Fr. Müller; Dr.-Prüfung an der

TH Dresden am 12. A pril 1940 „bestanden“, Dr.-Di plom vom 29.

A pril 1940, Dr.-Ing.

Quellen: Staatsarchivliste; Alumnidatei

Dieckmann, Walter

*08. Juli 1882 Hamburg; 7. Sept. 1901 Abi tur am Realgymnasium

des Johanneums in Hamburg; Studium: BA Berlin (2 Sem.), TH

Aachen (2 Sem.), BA Freiberg (4 Sem.), hier Dipl.-Ing. (Bergingenieur)

16. Dez. 1909; Diss.: „Die geologischen Verhältnisse der

Umgebung von Melilla unter besonderer Berücksichtigung der

Eisenerz-Lagerstätten des Gebietes von Beni-Bu-Ifrur im marokkanischen

Rif“ (Berlin: Max Krahmann, 1912); Ref./Korref.: Beck

– Freiberg / Kalkowsky – Dresden; Dr.-Prüfung am 18. Mai 1912

„bestanden“, Dr.-Di plom der TH Dresden in Verbindung mit der

BA Freiberg vom 12. Juni 1912, Dr.-Ing.

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste

Dienemann, Franz (Georg Adolf)

*10. März 1900 Dresden, †16. November 1944; Eltern: Dr. med. F.

Dienemann, Stadtarzt, Dresden, und Käthe geb. Bessell; 21. Febr.

1920 Abi tur am Wettiner Gymnasium Dresden; Lehrzeit im Buchhandel

in der Fa. Holze und Pahl, Dresden, im A pril 1922 als Gehilfe

nach Erlangen in die Firma Th. Krische, Universitäts-Buchhandel,

hier durch die Bekanntschaft mit Dozenten der staatswiss.

Fakultät Hinwendung zu volkswirtschaftlichen Fragen; Studium:

Univ. Erlangen (1 Sem.), TH Dresden seit WS 1923/24: Volkswirtschaftslehre,

daneben aus finanziellen Gründen tätig im Bankhaus

Grieshammer & Söder, Vorprüfung im Dez. 1926, Hauptprüfung

im Juli 1927 jeweils gut bestanden (Di plomarbeit bei Gehrig – 2a),

Di plom-Volkswirt 23. Juli 1927; Diss.: „Die Organisation des deutschen

Buchhandels im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts“ (Dresden:

Holze & Pahl 1931, 85 S.); Ref./Korref.: Gehrig/Wilbrandt;

Dr.-Prüfung an der TH Dresden am 26. Nov. 1931 „bestanden“,

Dr.-Di plom vom 24. Dez. 1931, Dr. rer. oec.; Febr. 1934 Brief an

TH Dresden mit der Bitte, ihm zum Zwecke der Angestelltenversi-

136


cherung seinen Hochschulbesuch zu bestätigen

Quellen: J 1932; Staatsarchivliste; Todesanzeige „Dresdner Zeitung“ vom

22.11.44; Studentenakte Nr. 3076

Dieterlen, Friedrich

aus Nürnberg; Dipl.-Ing.; Diss.: „Versuche über die Zündgrenzen

von Wasserstoffluftgemischen in der Explosionsbombe“ (Berlin:

VDI-Verlag 1930; auch: Technische Mechanik und Thermodynamik,

1930); Ref./Korref.: Mollier/Nägel; Dr.-Di plom der TH Dresden

vom 13. August 1930, Dr.-Ing.

Quellen: J 1930; SLUB – Dissertation

Diethelm, John

*25. Januar 1881 Aucona (Schweiz), †1954; Eltern: Kaufmann und

Konsul Leopold D. (1841–1917) und Karolina (Lilly) geb. Simon

(1855–1923); 2. Okt. 1900 Abi tur an der Kantonschule in Frauenfeld;

Studium: Eidgenössisches Polytechnikum Zürich (4 Sem.),

TH Darmstadt (10 Sem.), hier Dipl.-Ing. (Architekt) 1. Juni 1908;

TH Dresden SS 1910 bis SS 1911, Hochbauabteilung, 1912 einer

der Preisträger für einen Schulhausentwurf in Treuen (Sachsen);

Diss.: „Wirtschaftlich-technische Fragen des schweizerischen Hotelbaues“

(Zürich: Rascher & Co. 1920, 216 S.; im Buchhandel unter

dem Titel: Handbuch des schweizerischen Hotelbaues); Ref./

Korref.: Schneegans/Dülfer; Dr.-Prüfung an der TH Dresden am

11. Juli 1917 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom Okt. 1917, Dr.-

Ing.; bis 1929 als in Dresden tätiger Architekt nachgewiesen; verheiratet

mit Erna geb. Adams (1905 Dresden–1949)

Quellen: J 1920; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Studentenakte Nr.

3089; Zentralblatt der Bauverwaltung, Nr. 99, XXXII. Jg., Berlin, 7. Dez. 1912:

Vermischtes; online: Historisches Architektenregister; Stammbaum, Ast Bernhard

Simon

Dietmann, Hans (Karl)

*23. Dezember 1904 Eßlingen/Neckar; Vater: Wilhelm D., Professor,

Eßlingen; stud. Chemie an den THs Stuttgart – hier Dipl.-

Ing. 20. Juli 1926 – und Dresden (hier von WS 1926/27 bis WS

137


1927/28); Diss.: „Beiträge zur Herstellung und zum Verhalten von

Hypochlorit, zu seiner Bestimmung allein und neben Chlorit“ (83

S.); Dr.-Di plom der TH Dresden vom 2. März 1928, Dr.-Ing.

Quellen: J 1928; Studentenakte Nr. 3090

Dietrich, Georg (Arno)

*27. Oktober 1909 Mochau bei Döbeln; 6. März 1929 Abi tur am

Staatsrealgymnasium in Döbeln; Studium an der TH Dresden

(11 Sem.), Dipl.-Ing. (Maschinen-Ingenieur) 26. A pril 1935; Diss.:

„Reibungskräfte, Laufunruhe und Geräuschbildung an Zahnrädern“

(Berlin: VDI-Verlag 1939; auch: Deutsche Kraftfahrtforschung,

H. 25); Ref./Korref.: Heidebroeck/Kutzbach; Dr.-Prüfung

am 22. Dez. 1938 „mit Auszeichnung“ bestanden, Dr.-Di plom

vom 16. Juni 1939, Dr.-Ing.

Quellen: J 1939; Staatsarchivliste; Alumnidatei

Dietrich, (Oskar) Robert

*30. November 1887 Hartmannsdorf bei Leipzig; Vater: (Heinrich)

Robert D., Architekt, Hartmannsdorf; Vorbildung: Volksschule

Hartmannsdorf, Realschule Chemnitz bis Ostern 1905; Sommer

1905 und 1906 Maurerlehrling im Geschäft des Vaters, Gesellenprüfung;

seit Mich. 1905 Kgl. Gewerbeakademie Chemnitz, Abt.

für Architekten, hier Mich. 1909 Abschluss; stud. seit WS 1909/10

Hochbau an der TH Dresden, Vorprüfung im Nov. 1911 bestanden,

Hauptprüfung im Mai 1913 gut bestanden (Di plomarbeit: „Konsulat

mit Wohnung“ bei Dülfer – 1b), Dipl.-Ing. (Architekt) 9. Mai

1913; Diss.: „Die Bauten Sterzings“ (Borna-Leipzig: Noske 1914);

Ref./Korref.: Schneegans/Gurlitt; Dr.-Prüfung am 23. Febr. 1914

„bestanden“, Dr.-Di plom vom 25. Februar 1914, Dr.-Ing.; Kriegsdienst,

Offiziersaspirant

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 3101

Dietrich, Richard

aus Tautewalde bei Bautzen (Sachsen); stud. Volkswirtschaft in

der Allg. bzw. Kulturwiss. Abt. der TH Dresden von SS 1920 bis

138


SS 1926, Di plom-Volkswirt; Diss.: „Die Entwicklung des Dresdner

Speditionsgewerbes“ (Leipzig 1929: Werkgemeinschaft, 98 S.;

im Buchhandel erschienen bei Vieweg in Leipzig); Dr.-Di plom der

TH Dresden vom 14. Sept. 1928, Dr. rer. oec.

Quellen: J 1929; SLUB – Dissertation; Alumnidatei

Dietrich, (Paul) Rudolf

*3. März 1908 Brand-Erbisdorf, † Mai 1945; 9. März 1929 Abitur

am Realgymnasium Freiberg; Studium an der TH Dresden (9

Sem.), Kandidat des Höheren Schulamts der math.-nat. Richtung

20. Juni 1934; Diss.: „Exakte Abschätzung der Knicksicherheit

einer eingespannten, gedrückten, quadratischen Platte“ (Leipzig

1935: Frommhold & Wendler, 14 S.); Ref./Korref.: Trefftz/Lagally;

Dr.-Prüfung am 21. Dez. 1934 mit „Sehr gut“ bestanden, Dr.-Diplom

vom 4. März 1935, Dr. rer. techn.; arbeitete bei Junkers in

Dessau in einer Entwicklungsabteilung; Schriften: (mit Boris v.

Schlippe) Zur Stabilität der Hubschrauber, 1939 (Mitteilungen der

Deutschen Akademie der Luftfahrtforschung); (mit demselben)

Zur Mechanik des Luftreifens, 1942 (Zentrale für wiss. Berichtswesen

über Luftfahrtforschung)

Quellen: J 1935; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei; www.

forum-der-wehrmacht.de/index.php/Thread/36119-Junkerswerke-in-Dessau-1936-1945

(Todesjahr)

Dietrich, Walther

*1. Dezember 1873 Dresden; 7. März 1893 Abi tur am Annenrealgymnasium

Dresden; stud. Hochbau an der TH Dresden (10 Sem.),

Dipl.-Ing. (Architekt) 18. Dez. 1901; Diss.: „Beiträge zur Entwicklung

des bürgerlichen Wohnhauses in Sachsen im 17. und 18.

Jahrhundert“ (Leipzig: Trenkler & Co. 1903); Ref./Korref.: Böhm/

Schumacher; Dr.-Prüfung am 27. Mai 1903 „bestanden“, Dr.-Diplom

vom 27. Mai 1903, Dr.-Ing.; Architekt in Leipzig (1929)

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei; online: ArchIN-

Form

139


Dietsch, (Adolf) Werner

*4. Dezember 1892 Leipzig; Eltern: Rechtsanwalt Justizrat Dr. Rudolf

D., Leipzig, und Gertrud geb. Maeser (aus Dresden); 3 Geschwister,

2 Schwestern, 1 Bruder (studierte Jura); Reifezeugnis

der Thomasschule Leipzig (Städt. Gymnasium) vom 5. März 1912;

ab März 1912 Seekadett in der Kaiserl. Marine, ein Jahr auf SMS

„Hansa“ (bis Nordamerika), ab Ostern 1913 für ein Jahr Marineschule

Flensburg-Mürwik, im August 1914 zum 4. Kreuzergeschwader,

nach dem überstandenen Untergang der SMS „York“

am 4. Nov. 1914 zur Marineluftschiffabteilung, Ausbildung auf

Luftschiffschulen in Leipzig und Dresden, danach ab Juli 1915 auf

Frontluftschiff „L 5“, bis Nov. 1918 zum Stabe des Führers der

Marineluftschiffe kommandiert und auf mehreren Luftschiffen als

Wachoffizier, zuletzt als Kommandant gefahren, ab 2. Nov. 1918

längerer Urlaub zur Wiederherstellung der Gesundheit (als militärdienstuntauglich

und mit Pension entlassen); zunächst Studium der

Chemie und der allgemeinen Wissenschaften an der Univ. Leipzig,

ab WS 1919/20 Studium der Chemie an der TH Dresden, Vorprüfung

im Mai 1921 gut, Hauptprüfung im Jan. 1923 bestanden,

Dipl.-Ing. (Chemiker) Jan. 1923; Diss.: „Beitrag zur Untersuchung

des Verhaltens organischer Kolloide bei der elektrolytischen Metallfällung:

Gelatine in Kupfersulfatlösungen“ (60 S.); Dr.-Di plom

der TH Dresden vom 18. März 1924, Dipl.-Ing.; tätig im Laboratorium

für physiologische Chemie und Ernährungsforschung an

Dr. Lahmanns Sanatorium, Dresden-Weißer Hirsch; Schrift (mit

Ernst Komm, Mitteilung aus dem genannten Laboratorium): Über

den Gehalt einiger Nährpräparate an Vitasterin A und Vitamin C,

in: Zeitschrift für Lebensmitteluntersuchung und -forschung A, 53

(1927) 5, S. 307–310; A pril 1920 Verlobung mit Hildegard Maeser

(aus Dresden), hatte 1922 Familie

Quellen: J 1926; SLUB – Dissertation; Studentenakte Nr. 3113

Dietz, Otto

*15. August 1880 Leipzig; 21. März 1902 Abi tur an der Gewerbeakademie

Chemnitz; Studium an der TH Dresden (9 Sem.), Dipl.-

Ing. (Fa brik-Ingenieur) 10. Mai 1910; Diss.: „Über die spezifische

140


Wärme von Faserstoffen“ (wurde im Mechanisch-technologischen

Institut der TH Dresden ausgeführt, besonderer Dank an Professor

Ernst Müller) (Weida in Th.: Thomas & Hubert, 1911); Ref./

Korref.: E. Müller / Fischer; Dr.-Prüfung am 22. Juli 1911 „mit

Auszeichnung“ bestanden, Dr.-Di plom vom 26. Juli 1911, Dr.-Ing.

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei

Dietze, Heinz (Eberhard)

*10. Juni 1911 Dresden; 7. März 1930 Abi tur am Realgymnasium

Dresden-Blasewitz.; Studium: Univ. Rostock (1 Sem.), TH Dresden

(9 Sem.), hier Kandidat des höheren Schulamts 29. Okt. 1935;

Diss.: „Neue Beiträge zur natürlichen Affingeometrie“ (Dresden

1940: Großkopf, 34 S.); Ref./Korref.: Rellich/Schilling; Dr.-Prüfung

am 27. Nov. 1939 „bestanden“, Dr.-Di plom vom 21. Mai 1940,

Dr. rer. nat.

Quellen: J 1940; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei

Dietze, (Karl Friedrich) Reinhold

*10. Dezember 1906 Radebeul, †15. Januar 1978 Dresden; Eltern:

Richard D. (1879–1917, gefallen), gelernter Maurer, dann Rathausmeister,

damit Beamter, in Dresden, und Elisabeth geb. Fickert

(1881–1959), gelernte Köchin, berufstätig; eine drei Jahre

jüngere Schwester; 1907 Umzug der Familie nach Dresden; nach

dem Tod des Vaters unterstützte die Großmutter die Mutter bei

der Betreuung und Erziehung der Kinder; Schulbildung: Annenrealgymnasium,

seit 1920 Freistelle an der Landesschule (Realgymnasium)

in Dresden, hier 1. März 1926 Abi tur; seit SS 1926

Studium in der Kulturwiss. Abt. der TH Dresden (9 Sem.), in den

Semesterferien praktische Tätigkeit in der Landesversicherungsanstalt

Sachsen, in der Dresdner Indus trie- und Handelskammer,

in der Gewerbekammer und in den Dresdner Filialen verschiedener

Banken, Mitarbeit in den Gremien der Studentenschaft der

TH Dresden: u. a. 1928 bis 1930 Vorsitzender der Fachschaft der

Studierenden der Wirtschaftswissenschaften, Di plom-Volkswirt

23. Juli 1930 („Gut“); Diss.: „Lohnzahlungspflicht des Arbeitgebers

in Fällen unverschuldeter Dienstverhinderung des Arbeit-

141


nehmers“ (Dresden 1933: Haufe, 163 S.); Ref./Korref.: Nikisch/

Wilbrandt; Dr.-Prüfung am 19. Okt. 1932 mit „Gut“ bestanden,

Dr.-Di plom vom 1. Dez. 1932, Dr. rer. oec.; berufliche Tätigkeit

in der Versicherungsanstalt der Sächsischen Gewerbekammer:

Erarbeitung von Versicherungstarifen für private Krankenkassen;

im 2. WK in verschiedenen Flak-Abteilungen, zuletzt als Oberleutnant;

seit Anfang 1947 Bilanzrevisor der Indus trieverwaltung

Maschinenbau der Landesregierung Sachsen und Hauptbuchhalter

des Landes-Erfassungs-Kontors für Baubedarf Sachsen; seit

Juni 1948 für zwei Jahre in der Betriebswirtschaftsabteilung der

„Weigang Organisation GmbH“ (WO) in Freital bei Dresden tätig,

einem in den dreißiger Jahren gegründeten Unternehmen, das zur

Gestaltung von Betriebs- und Ablauforganisationen fundiert beriet;

1949/50 in der Abteilung „Organisationsberatung für Rechnungswesen“

im Ministerium der Finanzen der DDR; seit Januar

1951 Tätigkeit in der Generaldirektion der Deutschen Reichsbahn

(DR) in Berlin bzw. im Ministerium für Eisenbahnwesen; seit Januar

1954 Wahrnehmung einer Professur mit Lehrauftrag für das

Fach „Kostenrechnung im Verkehr“ an der jungen Hochschule für

Verkehrswesen (HfV) in Dresden; D. las in verschiedenen Fachrichtungen

u. a. über „Finanz- und Kreditwesen der DDR“, „Rechnungs-

und Finanzwesen“, „Grundlagen des Rechnungswesens“,

„Rechnungswesen des Transportwesens“, „Kalkulation und Analyse

der Transportselbstkosten“ und führte dazu Kolloquien und

Seminare durch, wie das „Verkehrswirtschaftliche Seminar“, das

„Verkehrswirtschaftliche Kolloquium“ und das „Betriebsökonomische

Seminar“; 1967 vorzeitige Entpflichtung wegen schwerer

Erkrankung, aber weiterhin wiss. Untersuchungen; seit 1947 auch

gesellschaftlich aktiv: in der CDU, in der Nationalen Front und im

FDGB, von 1956 bis 1963 Erster Vorsitzender der DSF-Hochschulgruppe

an der HfV; wichtige Publikationen auf allen beruflichen

Stationen; seit 1934 verheiratet mit Gerda geb. Rauda, drei Söhne,

eine Tochter

Quellen: J 1933; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; 2. Promovendenbroschüre,

S. 331–335

142


Dischinger, Franz (Anton)

*8. Oktober 1887 Heidelberg, †9. Januar 1953 Berlin; Vater badischer

Oberbaukontrolleur; Gymnasialabitur in Karlsruhe; stud.

Bauingenieurwesen an der TH Karlsruhe von 1907 bis 1911, hier

Dipl.-Ing.; praktische Tätigkeit und Einjährig-Freiwilligen-Dienst;

1913 bis 1933 Statiker und Konstrukteur bei der Bauunternehmung

Dyckerhoff & Widmann in Wiesbaden-Biebrich; Diss.: „Die Theorie

der Vieleckkuppeln und die Zusammenhänge mit den einbeschriebenen

Rotationsschalen“ (Berlin: Ernst 1929, 24 S.; auch in:

Beton und Eisen, Jg. 1929); Ref.: Kurt Beyer; Dr.-Di plom der TH

Dresden vom 6. März 1929; 1933 bis 1951 Prof. für Massivbau an

der TH Berlin; D. war theoretisch und praktisch wegweisend auf

dem Gebiet des Stahlbeton-Schalenbaus (Kuppeln der Großmarkthalle

in Leipzig) und der Spannbetonbauweise, seine Konstruktionsmethode

von Spannbetonbrücken wurde 1934 patentiert und

beim Bau der Bahnhofsbrücke in Aue erstmals umgesetzt; Schriften

u. a.: „Untersuchungen über die Knicksicherheit, die elastische

Verformung und das Kriechen des Betons bei Bogenbrücken“, in:

Der Bauingenieur, 18. Jahrgang 1937 (die „Differentialgleichung

nach Dischinger“ beschreibt das Kriechen von Beton); „Elastische

und plastische Verformungen der Eisenbetontragwerke und insbesondere

der Bogenbrücken“, in: ebenda, 20. Jahrgang 1939; „Hängebrücken

für schwerste Verkehrslasten“, in: ebenda, Jahrgang

1949, Nr. 24 (März und A pril)

Quellen: J 1929; Wikipedia: Franz Dischinger

Dischreit, (Eduard Robert) Wilhelm

*16. März 1904 Plauen (Vogtland); Vater: Fa brikbesitzer Robert

D.; Ostern 1921 Abi tur am Realgymnasium Plauen; seit SS 1921

Staatliche Akademie für Technik Chemnitz, Abt. für Chemie, dort

Juli 1924 Reifezeugnis; von WS 1924 bis WS 1926/27 Studium der

Chemie an der TH Stuttgart (hier Vorprüfung im August 1926),

seit WS 1927 Studium an der TH Dresden, hier Dipl.-Ing. (Textil-

Chemiker) 18. Dez. 1928; Diss.: „Über den Einfluß einiger organischer

Lösungsmittel auf die Substantivität gewisser Baumwollfarbstoffe“

(wurde von Januar 1929 bis Januar 1930 im Institut für

143


Farben- und Textilchemie der TH Dresden ausgeführt, besonderer

Dank an Professor Walter König und an Dr.-Ing. W. Schramek)

(Borna-Leipzig: Noske 1930, 64 S.); Ref./Korref.: König/Lottermoser;

Dr.-Di plom vom 26. März 1930, Dr.-Ing.; 1945 bis 1951 in

Plauen, Firmeninhaber; 1952 nach Coburg verzogen; verheiratet

mit Marianne Elisabeth geb. Anlauft; Patente: Trockenvorrichtung

für auf Rahmen gespannte Gewebe und dergl. (1930); Verfahren

zur Herstellung poröser Appreturen (1962)

Quellen: J 1930; SLUB – Dissertation (mit Lebenslauf); online: Historische

Adressbücher: Einträge für den Ort Plauen (Vogtland); Stadt Plauen, Zentrale

Dienste – Fachbereich Archiv, Frau Kramer, Brief vom 2. Juni 2014

Dittert, Hellmuth

*10. Juni 1902 Leipzig, †7. März 1980 Weinheim; stud. Maschinenbau

an der TH Dresden von WS 1924/25 bis SS 1926; Dipl.-Ing.;

gehörte dem Corps Marcomannia an; Diss.: „Über die elektrische

Durchschlagfestigkeit von festen Isolierstoffen bei kurzzeitiger

Beanspruchung unter besonderer Berücksichtigung des Einflusses

von Füllstoff, Elek trodenform und Temperatur“ (Leipzig 1930:

Frommhold & Wendler, 74 S.); Ref./Korref.: Binder/Barkhausen;

Dr.-Di plom der TH Dresden vom 26. März 1930, Dr.-Ing.; verheiratet

mit Hildegard geb. Blobelt, eine Tochter

Quellen: J 1930; SLUB – Dissertation; Alumnidatei; online: Chronik der Saxo-

Montania zu Freiberg und Dresden in Aachen, Teil III: Corps Marcomannia

Dresden 1860–1936, 1984; Geneologische Datei der Fa brikanten-, Kaufmannsund

Bankiersfamilien an Rhein und Ruhr (von Oliver Rost) (Geburts- und Sterbedatum);

http://forum.ahnenforschung.net/

Dittrich, Walter (Carl Friedrich Hans)

*4. A pril 1906 Dresden; 16. Sept. 1925 Abi tur am Vitzthumschen

Gymnasium in Dresden; Studium an der TH Dresden (16 Sem.),

Dipl.-Ing. (Maschinen-Ingenieur) 29. Nov. 1933; Diss.: „Statische

und dynamische Untersuchung von Schraubensicherungen“ (Borna-Leipzig

1938: Noske, 124 S.); Ref./Korref.: Berndt/Kutzbach;

Dr.-Prüfung am 22. Juni 1938 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom

vom 23. Dez. 1938, Dr.-Ing.

Quellen: J 1938; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei

144


Döbele, (Friedrich) Eugen

*27. Novemer 1909 Murg/Rhein (Baden); 22. Febr. 1929 Abi tur am

Badischen Realgymnasium in Säckingen; Studium: Univ. Heidelberg

(2 Sem.), Univ. Freiburg (6 Sem.), TH Dresden (4 Sem.), hier

Dipl.-Ing. (Forstwesen) 15. Febr. 1935; Diss.: „Der mitteldeutsche

private Großwaldbesitz. Seine Wirtschaft und deren weltforstwirtschaftlich

beispielgebende Gestaltung besonders in sozialökonomischer

Hinsicht“ (Neudamm 1937: Neumann, 144 S.; Band 1

von Mitteilungen des Institutes für Forstpolitik an der Forstlichen

Hochschule Tharandt); Ref./Korref.: Heske/Mantel; Dr.-Prüfung

an der TH Dresden am 24. Febr. 1936 mit „Gut“bestanden, Dr.-

Di plom vom 1. Juni 1937, Dr.-Ing. forest.; Schrift: Die Rauhreifbruchzone

im Erzgebirge, 1935 (272 S.)

Quellen: J 1937; Staatsarchivliste; Alumnidatei

Doblhoff, Walther (Heinrich Arthur) Freiherr von

*16. Juni 1885 Triebuswinkel (Nieder-Österreich); Eltern: Rudolf

Fr. v. D., Gutsbesitzer in Triebuswinkel, und Dorothea geb. von

Sittrow; 8. Juli 1903 Abi tur am Schottengymnasium in Wien;

stud. ab WS 1903/04 in der Mech. Abt. der TH Dresden (8 Sem.),

Vorprüfung im Okt. 1905, Hauptprüfung im Juli 1908 jeweils mit

Auszeichnung bestanden (Di plomarbeit bei Scheit: „Es ist ein

4-Zylinder-Benzinmotor für ein Kraftfahrzeug von 30 PS Leistung

mit n=1000 zu konstruieren. Anzustreben ist ein möglichst wirtschaftlicher

Betrieb, hohe Gleichförmigkeit und Ruhe des Ganges,

und gute Regulierfähigkeit“), Dipl.-Ing. (Maschinen-Ingenieur)

16. Juli 1908; Diss.: „Untersuchung von Automobilkühlern“ (Berlin

1910, Julius Springer, Mitteilungen über Forschungsarbeiten

auf dem Gebiete des Ingenieurwesens insbesondere aus den Laboratorien

der technischen Hochschulen, Heft 93); Ref./Korref.:

Mollier/Nägel; Dr.-Prüfung am 23. Juli 1909 „mit Auszeichnung“

bestanden, Dr.-Di plom vom 23. Juli 1909, Dr.-Ing.; tätig bei der

Imperator Motorenwerke AG, für diese Patente (etwa „Schubrädergetriebe

für Kraftfahrzeuge“, 1921); war Ende 1935 in Wien

wohnhaft und wollte sich hier als Zivilingenieur etablieren

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 3148

145


Doerffel, Friedrich (Julius Otto) („Fritz“)

*6. Dezember 1891 Glauchau (Sachsen), †5. Juni 1947 Bad Lausick;

Eltern: Otto D., Kaufmann, Prokurist, und Therese Marie geb.

Wenke; Schulbildung in Glauchau: Bürgerschule, Realgymnasium

(Reifezeugnis); Praktische Tätigkeit in Zwickauer Maschinenfabrik

und Eisengießerei; ab Okt. 1912 Einjährig-Freiwilligen-Militärdienst

beim 12. Kgl. Sächs. Inf.-Reg. Nr. 177; stud. in der Mech.

Abt. der TH Dresden seit SS 1914, im Herbst 1914 zum Kriegsdienst

einberufen, Febr. 1915 durch Kopfschuss schwer verletzt

und daher im Nov. 1915 aus dem Militär entlassen, Fortsetzung

des Studiums, Vorprüfung im Juni 1917 bestanden, Hauptprüfung

im Juni 1920 gut bestanden (Di plomarbeit bei E. Müller –

2b), Dipl.-Ing. (Betriebs-Ingenieur) am 8. Juni 1920; Diss.: „Über

Versuche zur Verkürzung der Anheizzeit von Steilrohrkesseln mit

Rohbraunkohlenfeuerung“ (106 S.); Ref./Korref.: Lewicki/Pauer;

Dr.-Di plom vom 8. August 1925, Dr.-Ing.; zur Zeit der Promotion

tätig in Hirschfelde; Schriften: (mit Paul Rosin und Erich Rammler)

Die Asche im Braunkohlenrostbetrieb, 1933 (VDI-Verlag); Die

alte Weinpresse vom Wilden Mann (Dresden), in: Sächsische Heimat

(Monatsblätter für Mitteldeutschland, Jahrbuch für volkstümliche

Kunst und Wissenschaft in den obersächsischen Ländern), 8.

Jg., 1925 Dresden (Verlag Oscar Laube); 1946 Heirat in Schönau

bei Löbau

Quellen: J 1926; SLUB – Dissertation; Studentenakte Nr. 3161; Landratsamt

Zwickau, Kreisarchiv, Frau Dressel: Glau PR 17

Döhring, Karl (Siegfried)

*14. August 1879 Köln, †1. Juni 1941 Darmstadt; Eltern: Pfarrer

Carl August D. und Ottilie geb. Müller-Arns; Schulbildung: Realgymnasium

in Köln, Königl. Fürstin-Hedwig-Gymnasium Neustettin,

hier 20. März 1899 Abi tur; Studium der Architektur an der

TH Berlin (13 Sem.) und an der Univ. Berlin (1 Sem.), Dipl.-Ing.

(Architekt) 15. Juli 1905; Tätigkeit bei der Eisenbahndirektion I in

Berlin; von 1906 bis 1913 in Siam (dem heutigen Thailand) tätig:

im Kgl. Siamesischen Staatsdienst in Bangkok, Sektionsingenieur

bei den Staatsbahnen, entwarf u. a. ein Eisenbahndirektionsgebäu-

146


de, Beamtenwohnhäuser, eine Empfangshalle für den König, eine

Festhalle zur Eröffnung mehrerer Eisenbahnlinien und Provinzbahnhofsgebäude,

seit 1909 im Innenministerium Siams als Oberintendant,

Architekt und Ingenieur des Innenministers, zum Ersten

Kgl. Architekten ernannt, Aufträge zu Palastbauten, daneben

Studium der siamesischen Kunst und Kultur, mit eigener Werkstatt

in Bangkok, in der die Schwarz-Gold-Arbeiten an den Portalen

und Fenstern der alten Tempel analysiert und kopiert wurden,

für Proben seiner Lackarbeiten und Zeichnungen erhielt D. auf der

Weltausstellung 1911 in Turin die Große Goldene Medaille und

die Goldene Ehrenplakette; einjähriger Heimaturlaub, erste Promotion;

Diss.: „Das Phrächedi in Siam“ (Berlin: Behrend & Co.;

Sonderabdruck aus der Zeitschrift für Ethnologie, Jg. 1912, H. 5);

Ref./Korref.: Gurlitt/Bestelmeyer; Dr.-Prüfung an der TH Dresden

am 29. Juli 1911 „mit Auszeichnung“ bestanden, Dr.-Di plom

vom 29. Juli 1911, Dr.-Ing.; zwei weitere Promotionen: 1914 Univ.

Erlangen Dr. phil. (Diss.: „Der Bot (Haupttempel) in den siamesischen

Tempelanlagen“), 1916 Univ. Greifswald Dr.iur. (Diss.: „Der

Verzicht im öffentlichen Recht. Eine dogmatische konstruktive

Untersuchung“); Studien in Berlin und Verhandlungen im Auftrag

des Königreichs Siam: D. klärte in mehreren europäischen Ländern

die Voraussetzungen für die Anerkennung des siamesischen

Abi turs bei der Immatrikulation von Studenten aus Siam in diesen

Ländern; im Sommer 1912 Rückkehr nach Siam und Wiederaufnahme

seiner dortigen Tätigkeit: Entwürfe und Baupläne für die

erste Univ. Siams, für die TH in Bangkok, für ein Marinehospital

und das Verwaltungsgebäude der Admiralität, Übernahme der

Aufsicht über das Museum siamesischer Altertümer und Leitung

einer Expeditions- und Ausgrabungsreise in alte Ruinenstädte Siams;

wegen schwerer Erkrankung im Okt. 1913 Heil- und Erholungsreise

nach Deutschland, Arbeit an der Drucklegung seiner

Werke „Buddhistische Tempelanlagen in Siam“ und „Kunst und

Kunstgewerbe in Siam“; ab Sept. 1915 Kriegsdienst beim Luftschifferbataillon

Nr. 1 in Berlin-Reinickendorf, mehrfach verwundet;

nach dem 1. WK Selbständigkeit als kunstgewerblicher

Entwerfer für Teppiche, Tapeten, Bronzen, Stoffe und Porzellane;

147


Herausgeber von wiss. Werken über Architektur, Kunstgeschichte

und Ethnographie; Ehrungen: im Juli 1919 durch das Preußische

Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung zum Prof.

ernannt in Anerkennung seiner wiss. Leistungen, 1912 Bayerischer

Sankt Michaelsorden mit der Krone, 1913 Ritterkreuz des

Herzoglich braunschweigischen Hausordens „Heinrich des Löwen“

und Ritterkreuz des Kgl. sächsischen Albrechtsordens; dreimal

verheiratet (einmal Witwer, einmal geschieden); 1932 Umzug von

Nürnberg nach Seeheim bei Darmstadt; D.s Name ist unauslöschlich

verknüpft mit den von ihm geschriebenen oder übersetzten

und herausgegebenen kunstgeschichtlichen Werken über Thailand

(Siam) und mit den Bauten, die er in diesem Land geschaffen hat.

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; 1. Promovendenbroschüre, S.

219–223

Doiwa, Rudolf (Georg)

*11. Juni 1906 Tarnowitz (Oberschlesien), †1991; Vater Lehrer in

Baitzen; 5. März 1925 Abi tur am Realgymnasium in Lüben (Schlesien);

Studium: Univ. Breslau (4 Sem.), TH Dresden (2 Sem., dazu

1 Sem. Hörer); Abschluss als Pharmazeut 28. A pril 1930 Univ.

Breslau; Diss.: „Untersuchungen über Bau und Entwicklung der

Epidermis einiger Früchte“ (o. O. 1942, 66 Bl.); Ref./Korref.: Tobler/Schneider;

Dr.-Prüfung am 28. Febr. 1942 mit „Gut“ bestanden,

Dr.-Di plom vom 7. A pril 1942, Dr. rer. nat.; verheiratet mit Irene

Henriette Elisabeth Emilie D. (1909–1993), drei Kinder

Quellen: J 1942; Staatsarchivliste; Alumnidatei; online: Städt. Realgymnasium

i. U. zu Lüben in Schlesien. Bericht über das Schuljahr 1924/25; online: Stammbaum

Doiwa

Dolch, (Carl Josef) Moritz

*16. A pril 1885 Linz/Donau, †6. September 1931 Engelhartszell;

Vater: Moritz D., Beamter in Linz; 4 Geschwister, 3 Brüder (darunter

Paul D., siehe unten); 10. Juli 1903 Abi tur an der Staats-

Oberrealschule in Linz (anerkannt durch VO des Sächs. Ministeriums

des Kultus und öffentlichen Unterrichts vom 19. Juli 1909);

Studium: TH Wien (6 Sem.), hier 1. Staatsprüfung, TH Dresden

148


(3 Sem.), hier unter Erlass der Vorprüfung Hauptprüfung im Juli

1908 gut bestanden, Dipl.-Ing. (Chemiker) 24. Juli 1908; Diss.:

„Das Verhalten von Zinnanoden in Na tronlauge“ (Borna-Leipzig:

Noske); Ref./Korref.: Foerster/Hempel; Dr.-Prüfung an der TH

Dresden am 10. März 1910 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom

10. März 1910, Dr.-Ing.; Heirat mit Marie Weidenbach (*1886) am

19. März 1910; D. arbeitete (1917) in der Versuchsanstalt für Gasbeleuchtung,

Brennstoffe und Feuerungsindus trie an der TH Wien;

Schrift: Entwicklungstendenzen unserer Brennstoffwirtschaft, in:

Zeitschrift für Elek trochemie und angewandte physikalische Chemie

32 (1926) 2 (Fritz Foerster zum 60. Geburtstag), S. 63–67

Quellen: Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 3177; Archiv der Stadt Linz, Johannes

Krachler, Mitteilung vom 22. Juli 2014

Dolch, Paul

*8. Juni 1887 Linz/Donau, †9. September 1960 Linz; Vater: Moritz

D., Beamter in Linz; 4 Geschwister, 3 Brüder (darunter Moritz,

siehe oben); 9. Juli 1906 Abi tur am Staatsgymnasium in Linz

(anerkannt durch VO vom 10. Juni 1912); Studium: Univ. Wien (1

Sem.), Univ. Graz (1 Sem.), TH Wien (2 Sem.), hier 1. Staatsprüfung,

TH Graz (2 Sem.), TH Dresden (4 Sem.), hier nach erlassener

Vorprüfung Hauptprüfung im Mai 1911 „mit Auszeichnung“

bestanden (Di plomarbeit bei F. Foerster), Dipl.-Ing. (Chemiker)

12. Mai 1911; Diss.: „Über die Bedeutung der chlorigsauren Salze

bei der Umwandlung von Hypochloriten in Chlorate“ (wurde im

Laboratorium für Elek trochemie und physikalische Chemie der

TH Dresden in der Zeit von Juni 1911 bis Ostern 1912 ausgeführt,

besonderer Dank an Professor F. Förster) (Borna-Leipzig: Noske

1912); Ref./Korref.: Förster / E. Müller; Dr.-Prüfung an der TH

Dresden am 26. Juni 1912 „mit Auszeichnung“ bestanden, Dr.-Diplom

vom 26. Juni 1912, Dr.-Ing.; Schriften u. a.: Über die Einwirkung

von Wasserdampf auf Kohle. Zur Kenntnis überlagerter

Gleichgewichte, in: Zeitschrift für Elek trochemie und angewandte

physikalische Chemie 38 (1926) 8a, S. 596–601; Zur Technologie

des Kalkstickstoffs, in: ebenda 32 (1926) 2, S. 68–70 (Fritz

Foerster zum 60. Geburtstag); Wassergas. Chemie und Technik

149


der Wassergasverfahren, 1936 Leipzig (Verlag Johann Ambrosius

Barth); Grundsätzliches zur Gaswäsche, in: Wilhelm Gumz

(Hrg.): Feuerungstechnik – Zeitschrift für den Bau und Betrieb

feuerungstechnischer Anlagen vereinigt mit Feuerfest-Ofenbau,

Band 30, 1942; Fuel Gasification Processes and Their Expression

in the Terbeck Diagram, in: Brennstoff-Chemie, Band 32, S.

193–198; Entwicklung und Stand der Stickstoffdüngerindus trie in

Österreich, in: Blätter für Technikgeschichte Band 13 (1951); seit

1948 Mitglied des Oberösterreichischen Musealvereins – Gesellschaft

für Landeskunde; seit Mai 1914 verheiratet mit Anna geb.

Weber (*1888 Leipzig);

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 3178; Jahrbuch

des Oberösterreichischen Musealvereins, 1959, 1960; Archiv der Stadt

Linz, Johannes Krachler, Mitteilung vom 22. Juli 2014

Dölitzsch, (Karl) Fritz

*10. Dezember 1887 Großenhain, †1975 Seiffen; Vater: Oberlehrer

Emil D.; Schulbildung: Bürgerschule und Realgymnasium in

Großenhain; 1902 bis 1908 Ausbildung zum Volksschullehrer

am Seminar Dresden-Plauen; 3 Jahre Hilfslehrer an der Bürgerschule

in Meißen, ab Ostern 1911 ständiger Lehrer im Dresdner

Schuldienst, zugleich von SS 1911 bis WS 1913/14 als Zuhörer an

der TH immatrikuliert; regelmäßige Ferientätigkeit in der Dresdner

Bohrmaschinenfa brik; seit Februar 1914 nebenamtlich an der

I. Städtischen Berufsschule tätig; Kriegsdienst: am 3. Mobilmachungstage

einer Funkerabteilung zugeteilt und am 24. Dez. 1918

als Reserveoffizier der Nachrichtenabteilung Hannover aus dem

Heeresdienst entlassen, Inhaber des Eisernen Kreuzes I. und II.

Klasse und dreier Ritterkreuze mit Schwertern, litt an den Folgen

von Verwundungen und einer Gasvergiftung; seit Ostern 1919

hauptamtlich an der I. Städtischen Berufsschule in Dresden, am

1. Okt. 1920 vom Rat der Stadt Dresden zum Leiter dieser Berufsschule

gewählt und 1923 wiedergewählt (Verantwortung für

einen großen Lehrkörper und 2000 Lehrlinge); zur Festigung der

beruflichen Stellung seit SS 1924 wieder an der TH Dresden, immatrikuliert

für Volkswirtschaft (nebenberuflich, mit Genehmi-

150


gung des Ministeriums für Volksbildung); im Juni 1924 Ablegung

der Ergänzungsreifeprüfung als Voraussetzung der Zulassung zu

den Di plomprüfungen; Vorprüfung im Dez. 1925, Hauptprüfung

im Juli 1926 bestanden, Dipl.-Volkswirt; Diss.: „Die Entwicklung

der sächsischen Patentpraxis in ihrer Beziehung zur Wirtschaft“

(Dresden-Lockwitz 1930: Welzel, 160 S.); Ref./Korref.: Holldack/

Breit; Dr.-Di plom vom 16. Nov. 1929, Dr. rer. oec.; am 27. Dez.

1917 Heirat mit Kläre geb. Pietzsch, Tochter des Kaufmanns Ludwig

Pietzsch aus der Firma Pietzsch u. Berndt, Tabakgroßhandlung,

zwei Söhne

Quellen: J 1930; SLUB – Dissertation; Studentenakte Nr. 3154; Nr. 15844, Bl.

80–83; Stadtverwaltung Großenhain, Standesamt, Undine Braunger, Mitteilung

vom 14. August 2014

Domschke, Heinz (Karl)

*19. Mai 1910 Bischofswerda; 4. März 1929 Abi tur an der Deutschen

Oberschule Bischofswerda; Studium an der TH Dresden (8

Sem.), Kandidat des höheren Schulamts der math.-nat. Richtung

12. Dez. 1933; Diss.: „Über das elektrochemische Verhalten des

Eisens in Abhängigkeit von dessen mechanischer und thermischer

Vorbehandlung“ (Berlin: Verlag Chemie 1934, S. 261–268; auch:

Korrosion und Metallschutz, 9, 1933); Ref./Korref.: E. Müller /

Simon; Dr.-Prüfung am 5. Febr. 1934 mit „Sehr gut“ bestanden,

Dr.-Di plom vom 6. März 1934, Dr. rer. techn.; unterrichtete 1954

am Tilman-Riemenschneider-Gymnasium Osterode/Harz Mathematik,

Physik und Chemie

Quellen: J 1934; Staatsarchivliste; Alumnidatei; Onlineauftritt des Tilmann-

Riemenschneider-Gymnasiums Osterode (ehemalige Lehrer)

Donat, Joachim

aus Sönitz (Sachsen); stud. Chemie an der TH Dresden von SS

1921 bis SS 1926; Diss.: „Über das Coeranthren und seine Derivate

und Beitrag zur Kenntnis der meso-Laktone der Anthracenreihe“

(106 Bl.); Dr.-Di plom der TH Dresden vom 8. Dez. 1928,

Dr.-Ing.; Schriften: Beiträge zur Kenntnis der Sulfane, 1962 (24

Seiten); (mit Friedrich von Tischendorf): Lärmprobleme der Ge-

151


genwart. Bericht über die Arbeits- u. Diskussionstagung des Deutschen

Arbeitsringes für Lärmbekämpfung am 2./3. Dez. 1955 in

Bad Godesberg, 1957; (mit demselben): Praxis der behördlichen

Lärmbekämpfung in der Ortsinstanz: Bericht über die Arbeitsund

Diskussionstagung des Deutschen Arbeitsringes für Lärmbekämpfung

am 4. Dez. 1957 in Bad Godesberg, in: Band 6 der

Schriftenreihe „Deutscher Arbeitsring für Lärmbekämpfung“,

1958 (99 Seiten)

Quellen: J 1933; Alumnidatei

Donath, Werner (Friedrich)

*9. Oktober 1906 Schmölln; 6. März 1926 Abi tur an der Oberrealschule

in Meerane; Studium an der TH Dresden (16 Sem.),

Dipl.-Ing. (Maschinen-Ingenieur) 20. Juni 1932; Diss.: „Beiträge

zur Bestimmung des Maßes von Rachenlehren“ (Leipzig 1935:

Frommhold & Wendler, 88 S.); Ref./Korref.: Berndt/Sachsenberg;

Dr.-Prüfung am 16. Febr. 1935 mit „Sehr gut“ bestanden, Dr.-Diplom

vom 12. Juni 1935, Dr.-Ing.

Quellen: J 1935; Staatsarchivliste; Alumnidatei

Donau, Maxhugo

*4. Juni 1903 Dresden, †24. Juni 1996 Weinböhla; Eltern: Dr. med.

Max D. (†21. A pril 1906) und Margarete D.; 2 Schwestern; Reifezeugnis

des Wettiner Gymnasiums Ostern 1922; einhalbjährige

praktische Tätigkeit; stud. in der Mech. Abt. der TH Dresden seit

WS 1922/23, Vorprüfung im Okt. 1925 bestanden, Hauptprüfung

im Mai 1927 gut bestanden (Di plomarbeit bei Wawrziniok: Berechnung

eines 14/75-Personenkraftwagens – 1b), Dipl.-Ing. (Betriebs-Ingenieur)

Okt. 1925; prom. bei K. Süpfle in der Math.-Nat.

Abt. mit einem betriebshygienischen Thema; Diss.: „Hygienische

Untersuchungen über die klimatischen Faktoren und den Ruß- und

Staubgehalt der Luft in verschiedenen Stadtteilen Groß-Dresdens“

(Leipzig 1931: Frommhold & Wendler, 41 S.); Dr.-Di plom der TH

152


Dresden vom 26. März 1930; lebte 1982 in Weinböhla bei Dresden,

sammelte Medaillen und Plaketten aus Böttgersteinzeug

Quellen: J 1931; Studentenakte Nr. 3190; ND-Archiv, 6. Febr. 1982; Gemeindeverwaltung

Weinböhla, Rita Berger, Mitteilung vom 12. Juni 2014 (Sterbeangaben)

Dörfelt, Christoph (Paul)

*26. Dezember 1907 Waldkirchen (Vogtland); 9. März 1927 Abitur

am Realgymnasium in Zwickau; Studium: TH Karlsruhe (4

Sem.), TH Dresden (6 Sem.), hier Dipl.-Ing. (Chemiker) 28. Febr.

1933; Diss.: „Die Zersetzung des Wasserstoffsuperoxyds in alkalischer

Lösung und ihre Bedeutung für die Bleiche der Baumwolle“

(Leipzig 1935: Edelmann, 51 S.); Ref./Korref.: König / E. Müller;

Dr.-Prüfung am 18. Juli 1934 mit „Sehr gut“ bestanden, Dr.-Diplom

vom 11. Juli 1935, Dr.-Ing.; mehrere Patente: (mit Dr. Wilhelm

Fitzky) für IG Farbenindus trie AG 1936: „Verfahren zur Herstellung

von monohalogensubstituierten Homologen der Essigsäure“,

(mit Dr. Werner Wolff) für Hoechst AG 1957: „Verfahren zum

Herstellen zinnhaltiger Überzüge“, (mit Dr. Hans Helmut Frey) für

Hoechst AG 1958: „Stabilisierte Formmassen auf der Grundlage

von polymere Organozinnverbindungen enthaltenden Vinylchloridpolymerisaten

oder -mischpolymerisaten“

Quellen: J 1935; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei; online:

Patente

Dörffel, Ernst (Friedrich)

*20. Januar 1880 Brüssel; Vater: Gottfried D., war 1899 Privatus

in Dresden; 8. März 1899 Abi tur am Annenrealgymnasium

in Dresden; Studium an der TH Dresden seit SS 1899, beurlaubt

zur Ableistung des Einjährig-Freiwilligen-Militärdienstes im WS

1902/03 und im SS 1903, Vorprüfung im Mai 1902, Hauptprüfung

im Juli 1905 jeweils mit Auszeichnung bestanden (Di plomarbeit

bei L. Lewicki), Dipl.-Ing. (Maschinen-Ingenieur) 15. Juli 1905;

Diss.: „Untersuchungen an einer Kompressions-Kältemaschine an

Hand der Messung der umlaufenden Ammoniakmengen“ (München:

Oldenbourg); Ref./Korref.: Mollier/Lewicki; Dr.-Prüfung am

153


20. Dez. 1907 „mit Auszeichnung“ bestanden, Dr.-Di plom vom 20.

Dez. 1907, Dr.-Ing.; Patent: Elastische Kontaktbürste für elektrische

Maximalschalter (1920), D. arbeitete zu der Zeit in Bernburg

Quellen: Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 3160; online: Patent

Dorgerloh, (Arthur Bruno Hugo) Erhart

*30. September 1898 Gera, †18. Oktober 1945 Landshut; Eltern:

Kaufmann Hugo D. und Wally geb. von Rohr; Schulbildung in

Gera: Vorschule, Realschule, hier Einjährig-Freiwilligen-Zeugnis;

ab A pril 1914 zwei Jahre praktische Tätigkeit als Volontär in der

Maschinenfa brik und Eisengießerei von Gebr. Reinhold in Gera

und als Lehrling im väterlichen Geschäft; ab SS 1916 Gewerbeakademie

Chemnitz, Abt. Maschineningenieure; Kriegsdienst

von Nov. 1916 bis Jan. 1919 (Ausbildung in Riesa, dann an der

Front in Frankreich beim Reserve-Feldartillerie-Reg. Nr. 24); ab

Jan. 1919 Fortsetzung des Studiums an der Gewerbeakademie

Chemnitz, hier Reifezeugnis Ostern 1921; stud. Maschinenbau an

der TH Dresden seit SS 1921, Vorprüfung im Sept. 1923 bestanden,

Hauptprüfung im Mai 1925 gut bestanden (Di plomarbeit bei

Schwinning: Kritische Betrachtungen über die Wechselfestigkeit

von Metallen), Dipl.-Ing.; Ass. an der TH Dresden (Mech. Abt.,

Prof. Schwinning) von Mai 1925 bis Febr. 1934; Diss.: „Eine neue

Prüfmaschine zur Untersuchung der Werkstoffe bei wechselnden,

oftmals wiederholten Biegebeanspruchungen“ (Berlin: NEM-Verlag

[1929], 10 S.; auch: Metallwirtschaft, VIII, Nr. 41 und IX, Nr.

18); Dr.-Di plom vom 6. März 1929, Dr.-Ing; war 1935 Regierungsbaurat

in Berlin-Lichterfelde (beim Reichskriegsministerium), arbeitete

ab 1. A pril 1942 als Untergruppenleiter an der Heeresfeuerwerkerschule

I in Berlin-Lichterfelde

Quellen: J 1930; Studentenakte Nr. 3294; online: Axis History Forum (Schulen

der Wehrmacht, Personal); Zentralblatt der Bauverwaltung 1930: an deutschen

Hochschulen verteidigte Dissertationen, S. 906f; Marcus Wendel: Schools of

the Wehrmacht: Feuerwerker/Waffenmeister: Heeresfeuerwerkerschule I, Berlin-Lichterfelde;

Stadtverwaltung Gera, Klaus Brodale, Leiter des Stadtarchivs,

Mitteilung vom 11. Juni 2014

154


Döring, (Bruno) Alfred

*2. Oktober 1888 Oberneukirch (Lausitz); Eltern: Gustav D., Eisenbahnsekretär

der Kgl. Sächs. Staatsbahnen, und Ernestine geb.

Berndt; eine jüngere Schwester; 1890 verzog die Familie nach

Dresden, wohin der Vater versetzt worden war; Reifezeugnis des

Annenrealgymnasiums vom 7. März 1908; stud. Hochbau an der

TH Dresden seit SS 1908 mit Beurlaubung zum Einjährig-Freiwilligen-Militärdienst

1911/12, Dipl.-Ing. (Architekt) 17. Juli 1913;

Regierungsbauführer, Regierungsbaumeister; Diss.: „Der Aufbau

von Alten-Dresden nach dem Brande von 1685“ (besonderer Dank

an die Professoren Gurlitt, Friedrich Schäfer und an Rektor Dülfer)

(Dresden 1920: Schulze, 89 S.); Ref./Korref.: Dülfer/Schäfer;

Dr.-Di plom vom 16. August 1919, Dr.-Ing.; hörte im WS 1921/22

nochmals Vorlesungen an der TH Dresden, neben Hochbau-Fachvorlesungen

auch „Fotografisches Praktikum“ und „Bau und Betrieb

der Kraftfahrzeuge“; Schrift: „Matthes Daniel Pöppelmann.

Der Meister des Dresdner Zwingers“, 1930

Quellen: J 1922; SLUB – Dissertation; Studentenakte Nr. 3162

Döring, Arno (Gustav)

*16. Juli 1905 Oberoderwitz (Sachsen); Vater: Gustav D., Fabrikweber;

Bildungsgang: 1912 bis 1920 Volksschule in Oberoderwitz,

Schlosserlehre, mit drei Jahren Berufsschule in Oberoderwitz,

Berufstätigkeit bis 1930: Vorarbeiter, später Werkmeister,

als Autodidakt Vorbereitung auf die Reifeprüfung, die am 25. Juli

1932 vor dem Ministerium für Volksbildung in Dresden erfolgte;

erfüllte „numerus clausus“ für das Berufsschullehrerstudium;

stud. seit WS 1932/33 an der TH Dresden Maschinenbau, Elektrotechnik

und Pädagogik, fachtechnische Hauptprüfung in der

maschinenbau- und elektrotechnischen Richtung Mai/Juni 1936,

pädagogische Prüfung Okt. 1936; Berufsschullehrer; seit 1. Nov.

1936 Ass. am Lehrstuhl für Maschinenkunde und Fördertechnik

der TH Dresden (bei Heidebroek); Diss.: „Voraussetzungen und

Aufbau einer technischen Propädeutik“ (besonderer Dank an die

Professoren Heidebroek und Straub) (Dresden: Dittert 1940, 84 S.);

Ref./Korref.: Straub/Heidebroek; Dr.-Prüfung an der TH Dresden

155


am 17. A pril 1940 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 27. Mai

1940, Dr. phil.; Schrift (mit Enno Heidebroek): Vergleichende Untersuchungen

an Lagerschalenwerkstoffen, in: Deutsche Kraftfahrtforschung,

Heft 52, 1941 (VDI-Verlag)

Quellen: J 1940; SLUB – Dissertation (Lebenslauf); Staatsarchivliste; Alumnidatei

Döring, (Eduard) Werner

*21. Juli 1903 Deutschenbora (Sachsen); Eltern: Paul Robert D.,

Gutsbesitzer, und Lina geb. Kießling; Schulbildung: 5 Jahre Volksschule

Deutschenbora, ab Ostern 1915 Realschule mit Realgymnasium

„Franciscaneum“ in Meißen, hier Ostern 1920 Einjährig-

Freiwilligen-Zeugnis, dann Oberrealschule in Dresden-Johannstadt,

hier Reifeprüfung Ostern 1923; stud. an der TH Dresden

ET, Dipl.-Ing. (Elek tro-Ingenieur) A pril 1928; nach drei Monaten

im Institut für Elek tromaschinenbau und Elektrische Anlagen der

TH Dresden in der Elek tro-Indus trie als Projektierungs-Ingenieur

tätig bis Ende 1929; Diss.: „Anzeige- und Zählgeräte für mechanische

Arbeit und Versuche mit einem lichtelektrischen Arbeitszähler“

(wurde im Institut für Werkzeugmaschinen-Untersuchungen

und Fertigungsverfahren der TH Dresden durchgeführt, besonderer

Dank an die Professoren Kutzbach und Barkhausen und an

das Nürnberger Werk der Siemens-Schuckertwerke) (Berlin 1933:

VDI-Verlag, 69 S.); Ref./Korref.: Kutzbach/Barkhausen; Dr.-Prüfung

an der TH Dresden am 18. Juli 1933 „bestanden“, Dr.-Di plom

vom 9. Sept. 1933, Dr.-Ing.

Quellen: J 1934; SLUB – Dissertation (Lebenslauf); Staatsarchivliste; Alumnidatei

Dorsch, Karl

*7. August 1901 Schernau (Unterfranken); Vater: Landwirt Friedrich

D.; acht Geschwister; Reifezeugnis der Kreisoberrealschule

Würzburg; stud. Chemie an der TH Danzig, hier Dipl.-Ing. (Chemiker),

und an der TH Dresden von SS 1926 bis SS 1927; Diss.:

„Potentiometrische Alkalimetrie mit Indikatorelektroden aus Metalloxyden“

(wurde im Elek trochemischen Laboratorium der TH

156


Dresden von Juni 1926 bis Juli 1927 ausgeführt, besonderer Dank

an Professor Erich Müller) (89 S.); Ref./Korref.: E. Müller / Foerster;

Dr.-Prüfung an der TH Dresden am 6. Dez. 1927, Dr.-Di plom

vom 23. Dez. 1927, Dr.-Ing.; PD an der TH Karlsruhe (1932); Buch:

Chemie der Zemente, Berlin 1932 (Julius Springer)

Quellen: J 1928; SLUB – Dissertation; Studentenakte Nr. 3197

Draeger, Herbert (Hans Bernhard)

*13. Juli 1898 Landsberg/Warthe; Vater: Fa brikbesitzer Bernhard

D., Landsberg; Geschwister; Schulbildung in Landsberg: Vorschule

des Gymnasiums und Gymnasium, dann Realschule, dort Abschluss;

1915/16 praktische Arbeit bei der Firma Pauksch AG in

Landsberg; Ostern 1916 bis Juni 1917 und Ostern 1919 bis Ostern

1921 Gewerbe-Akademie Chemnitz, dort Reifezeugnis; Kriegsdienst

vom 1. Juni 1917 bis Febr. 1919; stud. Maschinenbau an

der TH Dresden seit SS 1921, Vorprüfung Juni 1923 bestanden,

Hauptprüfung Jan. 1926 gut bestanden (Di plomarbeit bei Alt: Die

Kon struktion einer Verpackungsmaschine), Dipl.-Ing. (Maschinen-Ingenieur)

Jan. 1926; Diss.: „Einfluß der Abrundung beim

Ziehen von Hohlkörpern aus dünnen Blechen“ (Berlin: VDI-Verl.

1929, 19 S.; auch in: Berichte über betriebswiss. Arbeiten, Bd. 2);

Ref./Korref.: Sachsenberg/Berndt; Dr.-Di plom vom 15. Febr. 1928,

Dr.-Ing.

Quellen: J 1929; SLUB – Dissertation; Studentenakte Nr. 3209

Draeger, (Hermann) Kurt

*7. September 1897 Bladersbach (Kreis Waldbröl, Rheinprovinz),

†23. Februar 1994 Waldbröl; Eltern: Lehrer Hermann D., und Marie

geb. Elstermann; ein Bruder, drei Schwestern; Schulbildung:

Volksschule Bladersbach, Gemeinde-Rektoratsschule Waldbröl,

Reformrealgymnasium Barmen, dort bei Kriegsbeginn Not-Abitur;

ab 2. Aug. 1914 Kriegsfreiwilliger beim Bergischen Feldart.-

Reg. Nr. 59 zu Köln, von Dez. 1914 bis Kriegsende an der Front,

unterbrochen durch zwei Lazarettaufenthalte, Aug. 1917 Leutnant

der Reserve der Feldartillerie; stud. ET an der TH Dresden seit ZS

1919, Vorprüfung im Juli 1920 gut, Hauptprüfung im Dez. 1921

157


sehr gut bestanden (Di plomarbeit bei Binder), Dipl.-Ing. (Elektroingenieur)

Dez. 1921; Diss.: „Über die Leitfähigkeit und die dielektrische

Festigkeit von Transformatorenöl“ (75 S.); Ref./Korref.:

Görges/Binder; Dr.-Di plom vom 12. A pril 1924, Dr.-Ing.; 1930 bis

1937 PD an der TH Darmstadt; bis 1945 Vorstandsmitglied der

Firma Philipp Rosenthal AG in Selb; Inhaber der Rheinisch-Westfälischen

Isolatoren GmbH in Siegburg; Schriften: Über Zerstörung-

und Alterungserscheinungen an Porzellanisolatoren, 1926

Berlin; Das Rosenthal-Hochvolthaus für 2 Millionen Volt gegen

Erde, 1930 Berlin; Lichtbogenüberschläge hoher Leistung an Freileitungsisolatoren

mit Schutzvorrichtungen, 1930 Berlin u. a.

Quellen: J 1926; SLUB – Dissertation; Studentenakte Nr. 3210; P; online:

Verzeichnis der Hochschullehrer der TH Darmstadt, Teil 1: Kurzbiographien,

Darmstadt 1977 (Darmstädter Archivschriften)

Drechsel, Herbert (Gotthold)

*4. Oktober 1909 Schönbach (Oberlausitz); 30. Sept. 1931 Reifeprüfung

an der Staatl. Akademie für Technik in Chemnitz; Studium

an der TH Dresden (9 Sem.), Dipl.-Ing. (Chemiker) 24. Jan. 1935;

Diss.: „Beiträge zur technischen Kobalt-Nickel-Trennung“ (Dresden

1936: Dünki, 100 S.); Ref./Korref.: E. Müller / Fr. Müller; Dr.-

Prüfung am 10. Febr. 1936 „mit Auszeichnung“ bestanden, Dr.-Diplom

vom 9. Sept. 1936, Dr.-Ing.

Quellen: J 1936; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei

Drechsel, (Karl) Walther

*12. November 1894 Netzschkau (Vogtland), †12. August 1976

München; Eltern: Baumeister Karl Bruno D. (war 1919 bereits verstorben)

und Hulda Martha geb. Schneider; Schulbildung: Bürgerschule

Netzschkau, Realschule und Realgymnasium Reichenbach

(Vogtland), Reifezeugnis vom 14. März 1914; stud. ab SS 1914 Mathematik

und Physik an der Univ. Leipzig; Heeresdienst von Juni

1915 bis Dez. 1918; stud. Bauingenieurwesen an der TH Dresden

ab ZS 1919, Vorprüfung im Okt. 1920 mit Auszeichnung, Hauptprüfung

im Juli 1922 sehr gut bestanden (Di plomarbeit bei Max

Foerster: Eisenbeton-Brücke), Dipl.-Ing. (Bauingenieur) Juli 1922;

158


Diss.: „Die Beurteilung der Eigenschaften von Zementmörtel und

Beton auf Grund der mathematischen Beziehungen innerhalb der

Versuchsergebnisse“ (Dresden: Dressel 1928, 108 S.); Ref./Korref.:

Beyer/Gehler; Dr.-Di plom der TH Dresden vom 15. Juni 1927, Dr.-

Ing.; Honorarprof. an der TU Berlin, Generalbevollmächtigter bei

Dyckerhoff & Widmann KG, tätig in nationalen und internationalen

Vereinen und Ausschüssen, etwa im Fachnormenausschuss

Wasserwesen und im Deutschen Beton-Verein; Forschungsgebiet:

Baustoffkunde; Schrift u. a.: „Der Baustoff Beton“, 1948

Quellen: J 1928; SLUB – Dissertation; Studentenakte Nr. 3214; K 1961, K 1976

Drechsel, Walter (Erich)

*7. A pril 1902 Pirna (Sachsen), †20. Dezember 1977 Baden-Baden;

Vater: Dr. iur. M. Drechsel, Regierungsassessor in Pirna, dann

Amtshauptmann in Döbeln; Schulbildung: Bürgerschule in Dresden

und Zwickau, Gymnasium in Zwickau, Staatsrealgymnasium

in Döbeln, hier Ostern 1921 Abi tur; stud. Chemie an der TH Dresden

seit SS 1921, Vorprüfung im Februar 1925, Hauptprüfung im

Nov. 1925 bestanden (Di plomarbeit bei Heiduschka: Herstellung

von Buttersäure aus Melasse und Untersuchung des Gärprozesses

– sehr gut), Dipl.-Ing. (Chemiker) Nov. 1925; seit 1926 tätig

in Kriebstein bei Waldheim bei der Firma Kübler & Niethammer

(Papierindus trie); 1929 bis 1932 Ass. bei Prof. Meister am Institut

für Textil- und Papiertechnik der TH Dresden, arbeitet mit

dessen Erlaubnis in seiner Freizeit im Laboratorium für Lebensmittel-

und Gärungschemie an seiner Doktorarbeit; Diss.: „Über

Schimmelpilzbildung auf Sulfitzellstoff, die dadurch bedingte

Faserschädigung und Cellulosezersetzung“ (Berlin: Elsner 1930,

25 S.; auch: Der Papier-Fa brikant); Dr.-Di plom der TH Dresden

vom 23. Juni 1930; Technischer Gutachter für die Papierindus trie,

ab 1935 an der Überwachungsstelle für Papier in Berlin; 1938 bis

1945 Geschäftsführer der Fachgruppe Papiererzeugung; seit 1946

Geschäftsführer und Fa brikdirektor der Firma R. Rube & Co.

GmbH, einer Pergamentfa brik mit Druckerei und Papierverarbei-

159


tung in Weende; seit 1948 parteipolitisch aktiv, u. a. von 1953 bis

1957 Mitglied des Deutschen Bundestages (FDP).

Quellen: J 1930; Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 3215; Wikipedia: Walter

Drechsel

Dreyhaupt, Fritz (Richard)

*5. Dezember 1905 Leipzig; 9. März 1925 Abi tur am Schiller-Realgymnasium

in Leipzig; Studium an der TH Dresden (14 Sem.),

Dipl.-Ing. (Maschinen-Ingenieur) 25. Juli 1932; Diss.: „Vorgänge

im Verbrennungsraum beim Lanova-Dieselmotor“ (Berlin: VDI-

Verlag 1937, 13 S.); Ref./Korref.: Nägel/Mehlig; Dr.-Prüfung am

25. August 1937 mit „Sehr gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 4. Febr.

1938, Dr.-Ing.; TH Dresden: wiss. Mitarbeiter am Maschinenlaboratorium

der TH Dresden, uk-gestellt für DVL, 1940 Habil. mit der

Arbeit „Versuch einer allgemeinen Theorie der motorischen Zündvorgänge“,

1943 bis 1945 Dozent; später: Dozent an der Bau- und

Ingenieurschule Bremen; Schriften u.a.: „Beschreibende Darstellung

einer Theorie der Vorgänge an kalten Brennstofftropfen und

-strahlen in heißer Luft oder heißem Sauerstoff bis zum Einsetzen

der Zündung (Dieselzündung)“, in: Deutsche Kraftfahrtforschung,

Bd. 51, 1938; „Versuche zur Verwendung von Treibgas im reinen

Dieselverfahren“, in: ebenda, Bd. 96, 1941

Quellen: J 1938; J 1941; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei;

Nr. 15296, lose Einlagen; P 1956

Drossbach, Otto (Georg Ferdinand)

*27. Januar 1894 Troppau (Schlesien); Eltern: Dr. phil. Georg Paul

D. (1866–1903) und Felicitas geb. Wendt (*1870 Hermannstadt,

verheiratet seit 1891); 1896 Übersiedlung der Familie nach Sachsen;

Vater gründete 1896 in Deuben bei Freital eine Chemische

Fa brik, die 1899 nach Freiberg verlegt wurde; nach Tod des Vaters

war die Mutter Betriebsleiterin und Vormund der sechs unmündigen

Kinder, darunter Paul D. (siehe unten); Schulbildung in

Freiberg: städt. Bürgerschule und städt. Realgymnasium, Abi tur

am 3. März 1913; stud. Chemie an der TH Dresden ab SS 1913,

im August 1914 als Einjährig-Kriegsfreiwilliger in das aktive Heer,

160


ab Okt. 1914 im Feld, seit Sept. 1915 in französischer Kriegsgefangenschaft,

wegen Fluchtversuchs zu Straßenbauarbeiten nach

Afrika verlegt, wegen Malariaerkrankung nach 20-monatiger Gefangenschaft

in die Schweiz ausgetauscht und dort interniert – mit

der Möglichkeit, an der ETH Zürich Fachvorlesungen zu hören

(2 Sem.), dort im A pril 1918 1. Vordiplomprüfung für Chemiker

abgelegt, am 17. Juli 1918 nach Deutschland ausgetauscht und

seitdem vom Militärdienst beurlaubt; Wiederaufnahme des Studiums

an der TH Dresden im WS 1918/19, Vorprüfung im Dez.

1918 mit Auszeichnung, Hauptprüfung im Okt. 1919 gut bestanden

(Di plomarbeit bei Scholl: Nacharbeitung der Synthese des Pyranthrons

aus 2-Methyl-anthrachinon), Dipl.-Ing. (Chemiker) Okt.

1919; Diss.: „Ueber den Zerfall der Bisulfite in wässriger Lösung“

(wurde in den Jahren 1919 bis 1921 im Anorganisch-chemischen

Laboratorium der TH Dresden ausgeführt, besonderer Dank an

Professor Foerster) (Dresden 1921); Dr.-Di plom der TH Dresden

von (1921); tätig bei der IG Farbenindus trie AG, Gen Aniline &

Film Corp., Du Pont; mehrere Patente, u. a.: Production of Maleic

Acid and its Anhy dride, 1930; Production of Maleic Acid, 1940;

Production of Maleic Acid from Succing Acid, 1941; Oxidation of

Cyclohexanol, 1942

Quellen: SLUB – Dissertation; Studentenakte Nr. 3238; online: Patente

Drossbach, Paul (Ferdinand)

*12. August 1900 Freiberg (Sachsen); Vater: Chemiker und Fabrikbesitzer

Dr. Georg Paul Drossbach (1866–1903) und Clara

Felicitas geb. Wendt (*1870 Hermannstadt, verheiratet seit 1891);

1896 Übersiedlung der Familie nach Sachsen; Vater gründete 1896

in Deuben bei Freital eine Chemische Fa brik, die 1899 nach Freiberg

verlegt wurde; die verwitwete Mutter ließ sich mit den sechs

zwischen 1892 und 1900 geborenen Kindern in Freiberg nieder;

Bruder des vorhergehenden Otto D.; Schulbildung: 1907 bis 1910

Erste Knabenbürgerschule zu Freiberg, 1910 bis 1916 Oberrealschule

zu Bautzen, dann Oberrealschule zu Erfurt; Juni bis Dez.

1918 Heeresdienst beim Jäg. Reg. zu Pferde 2, Langensalza; Abi tur

Juni 1919; stud. Hüttenwesen an der BA Freiberg seit WS 1919,

161


1925 Dipl.-Ing.; Aug. 1925 bis Jan. 1932 Anstellung in den Vereinigten

Aluminium-Werken, Lautawerk, 1930 für das Lautawerk

Inbetriebnahme der Aufbereitungsanlage der Tonerdefa brik in

Porto Marghera bei Venedig; Diss.: „Titrimetrische Bestimmung

des Aluminiums und Eisens mittels Basen auf der Grundlage der

Messung der Wasserstoffionenkonzentration“ (118 S.); Dr.-Prüfung

an der TH Dresden 1926, Dr.-Di plom vom 31. Juli 1926; Dr.-Ing.;

am 20. Januar 1932 Entlassung aus den Aluminium-Werken „aus

politischen Gründen“; Mitglied der NSDAP seit Mai 1931: Amtverwalter,

seit Jan. 1932 Ortsgruppenleiter Lautawerk, dann auch

Kreispropagandaleiter des Kreises Calau; März 1933 bis 15. Okt.

1933 kommissarischer Amts- und Gemeindevorsteher von Lauta;

danach bis zum 1. Juli 1936 bei den Aluminium-Werken als beratender

Ingenieur und an der TH Stuttgart im Laboratorium für physikalische

Chemie und Elek trochemie tätig; ab Nov. 1936 im Institut

für Elek trochemie der TH Dresden mit Versuchen zur Klärung

der Vorgänge bei der Schmelzflusselektrolyse beschäftigt, 1938

Habil. aufgrund der Schrift „Beitrag zur Kenntnis der Elek trolyse

geschmolzener Salze“; TH Berlin: seit Juli 1938 Ass., 1944/45 Dozent

in der Fakultät für Allgemeine Wissenschaften, Institut für

Technische Elek trochemie; zahlreiche Veröffentlichungen in Fachzeitschriften

wie „Metall und Erz“, „Elek trochemie“ u.a.; Buch:

„Elek trochemie geschmolzener Salze“, 1938 (Springer); verheiratet

seit 1926 mit Johanna Magdalene von Müllenheim-Rechberg

Quellen: J 1928; J 1941; Nr. 15299, Bl. 87–119, 204, 215–223, 225–229, 234–235;

Nr. 15870; TH Berlin, Vorlesungsverzeichnis für WS 1944/45 und SS 1945

Dudek, Hermann

aus Bernsdorf (Sachsen); aus der Familie Dudek, die die Zinkweißhütte

(J. H. Dudek Söhne) in Bernsdorf besaß, Firmenhauptsitz seit

1911 in Dresden-Blasewitz, Zweigfirmen im In- und Ausland, bedeutendes

Exportunternehmen; stud. Chemie an der TH Dresden

von ZS 1919 bis SS 1921; Dipl.-Ing.; Diss.: „Beiträge zur Kenntnis

162


der organischen Arsenverbindungen“ (Borna-Leipzig: Noske 1929,

47 S.); Dr.-Di plom der TH Dresden vom 22. Mai 1928

Quellen: J 1929; Alumnidatei; Meusel, G.: Geschichte der Stadt Bernsdorf

– Bernsdorf in der Zeit der Weimarer Republik II., 2003 Cottbus (Lausitz-Druck)

Dunkel, Wilhelm (William)

*26. März 1893 New York (USA), †10. September 1980 Kilchberg

bei Zürich; 10. Juli 1912 Abi tur am Gymnasium in Lausanne;

Studium des Hochbaus an der TH Dresden (6 Sem.), Dipl.-Ing.

(Architekt) 29. Nov. 1915; Diss.: „Beiträge zur Entwickelung des

Städtebaues in den Vereinigten Staaten von Amerika“ (Dresden

1917: Meinhold, 109 S.); Ref./Korref.: Gurlitt/Diestel; Dr.-Prüfung

am 26. Jan. 1917 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 30. Jan.

1917, Dr.-Ing.; tätig zunächst als Reklamezeichner, Maler; seit

1923 eigenes Architekturbüro in Düsseldorf; ab 1929 Ordinarius

für Architektur an der ETH Zürich; D. war wie Walter Gropius

ein Vertreter des Neuen Bauens und setzte diesen Architekturstil

in der Schweiz um, insbesondere 1929 mit den Orion-Autowerken

in Zürich

Quellen: J 1918; Staatsarchivliste; Wikipedia

Dürichen, Walter (Max)

*15. August 1908 Radeberg, †24. März 1942 (gefallen); Vater war

Hutmacher; 17. März 1928 Abi tur an der Freiherrlich von Fletscherschen

Aufbauschule in Dresden; Studium an der TH Dresden

(14 Sem.), Kandidat des höheren Schulamtes 18. Mai 1936;

Ass. an der TH Dresden; Diss.: „Untersuchungen über die Bedeutung

und Meßmethodik elektromotorischer Kräfte mit Hilfe von

Elek trometerröhren“ (Dresden 1938: Pilling, 53 S.); Ref./Korref.: F.

Müller / Manegold; Dr.-Prüfung am 18. Febr. 1938 mit „Sehr gut“

bestanden, Dr.-Di plom vom 10. Nov. 1938, Dr. rer. techn.; Unteroffizier

und Offiziersanwärter, Infanterie-Pionier

Quellen: J 1938; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; LB 1938; Todesanzeige

„Dresdner Anzeiger“ vom 22. A pril 1942; www.h-conrad.de/fletcher/flet27as.

htm: Aufbauschule. Die Klasse U I der Aufbauschule

163


Dutschke, Walther

aus Dresden; stud. Maschinenbau an der TH Dresden seit SS

1922; Dipl.-Ing.; Diss.: „Versuche über Anwendung belüfteter

biologischer Körper bei der Reinigung häuslicher Abwässer und

Farbwässer“ (wurde im Hygienischen Institut der TH Dresden ausgeführt,

besonderer Dank an die Professoren Kuhn, Heiduschka,

Buhle) (114 S.); Ref./Korref.: Heiduschka/Buhle; Dr.-Di plom der

TH Dresden vom 31. Juli 1926, Dr.-Ing.; übergangsweise führte D.

1945/46 die Funktion des Branddirektors von Dresden aus; Schriften:

Die Löschwasserversorgung, 1951, mit M. Gebhardt u. L.

Timmer unter demselben Titel 1970 (jeweils Verlag Kohlhammer)

Quellen: J 1928; SLUB – Dissertation; Alumnidatei; Schrift; online: Arbeitsgruppe:

„Geschichte der Feuerwehr Dresden

Dyhr, Erich

*28. Mai 1886 Reichenbach (Schlesien); 24. Febr. 1904 Abi tur am

Realgymnasium in Reichenbach; Studium der ET an der TH Dresden

(9 Sem.), Dipl.-Ing. (Elek troingenieur) 19. Nov. 1909; Diss.:

„Die Entwicklung der Kommutator-Motoren für Einphasen-Wechselstrom

auf Grund der deutschen Patentliteratur“ (Berlin: Springer

1912); Ref./Korref.: Görges/Kübler; Dr.-Prüfung am 18. Nov.

1911 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 29. Nov. 1911, Dr.-Ing.;

Schrift: Die Einphasen-Motoren nach den deutschen Patentschriften,

mit Sachverzeichnissen der deutschen Reichs-Patente über

Einphasen- und Mehrphasen-Kommutator-Motoren, 1912 (Verlag

J. Springer, 190 Seiten)

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei

Eberan von Eberhorst, Robert (Emmerich Manfred)

*4. A pril 1902 Wien, †14. März 1982 Wien; 1. Juli 1921 Abi tur am

Staatsrealgymnasium Wien III; stud. Maschinenbau an der TH

Wien (10 Sem.), in den Semesterferien praktische Tätigkeit: 1922

bei der Firma Puch in Graz, 1924 bei der Firma Elite im sächsischen

Brand-Erbisdorf, 1927 selbständiger Fahrlehrer in Wien,

Dipl.-Ing. (Maschinen-Ingenieur) 25. Juni 1928; 1928 bis 1933 Ass.

am Institut für Kraftfahrwesen der TH Dresden; 1933 bis 1941

164


ei der Auto Union AG, zunächst Versuchsingenieur in Chemnitz,

dann Leiter der Versuchsabteilung in Zwickau, der Auto-Union-

Rennabteilung, 1938/39 Konstruktion des Silberpfeils Typ D;

Diss.: „Beitrag zu der Frage der Füllung des Ladermotors“ (Stuttgart,

Berlin: Deutsche Verlags-Anstalt 1940, 8 S.; auch: Motortechnische

Zeitschrift, Jg. 3, H. 6); Ref./Korref.: Beck/Kutzbach;

Dr.-Prüfung an der TH Dresden am 24. Sept. 1940 mit „Sehr gut“

bestanden, Dr.-Di plom vom 4. Juni 1941, Dr.-Ing.; 1941 bis 1945

ord. Prof. für Kraftfahrwesen und Kraftfahrzeugtechnik an der

TH Dresden und Direktor des gleichnamigen Instituts, zugleich

Direktor der Dresdner Prüfstelle für den Kraftfahrzeugverkehr;

1947 bis 1953 Mitarbeiter bei Porsche in Österreich, danach Chefkonstrukteur

bei den Britischen Rennsportlegenden ERA, Lagonda

und Aston Martin; seit 1953 Geschäftsführer und technischer

Direktor bei der Auto Union GmbH in Düsseldorf und Ingolstadt;

seit 1958/59 Leiter der Abt. Maschinenbau im Bathelle-Institut in

Frankfurt/Main; 1960 bis 1965 ord. Prof. für Verbrennungsmotoren

und Kraftfahrwesen und Direktor des gleichnamigen Instituts

an der TH Wien

Quellen: J 1941; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Dresdner Professorenlexikon;

1. Promovendenbroschüre, S. 173–176

Ebert, Georg

*11. Dezember 1887 Schneeberg (Sachsen), †1970 Klingenmünster

(Rheinland-Pfalz); 27. Sept. 1907 Abi tur an der Gewerbeakademie

Chemnitz; Studium: TH Stuttgart (2 Sem.), TH Dresden (4 Sem.),

hier Dipl.-Ing. (Chemiker) 2. Dez. 1910; Diss.: „Über im Pyridinskelett

substituierte Pyridinfarbstoffe“ (Weida in Th.: Thomas &

Hubert 1913, 81 S.); Ref./Korref.: v. Meyer / König; Dr.-Prüfung

am 29. Jan. 1913 „mit Auszeichnung“ bestanden, Dr.-Di plom vom

29. Januar 1913, Dr.-Ing.

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei; Stadtarchiv

Schneeberg, Jan Metschke, 2. Juni 2014 (Sterbejahr/Sterbeort)

165


Eccardt, Rudolf

aus Reichenbach (Oberlausitz); stud. Chemie an der TH Dresden

von SS 1919 bis SS 1921; Dipl.-Ing.; Diss.: „Neue Beiträge zur

Aufklärung des Mechanismus der Diazokupplung“ (wurde in der

Zeit von Okt. 1922 bis Juli 1923 im Laboratorium für Farbenchemie

und Färbereitechnik der TH Dresden ausgeführt, besonderer

Dank an Professor König) (52 S.); Ref./Korref.: König/Scholl; Dr.-

Prüfung am 18. Juli 1923, Dr.-Di plom vom 28. Juli 1923, Dr.-Ing.

Quellen: J 1926; SLUB – Dissertation; Alumnidatei

Eckardt, (Friedrich) August

*6. A pril 1871 Lößnitz (Erzgebirge), †27. Juli 1938 Stralsund;

Vater: Pfarrer Karl Moritz E. (1834–1897); 7. März 1889 Abi tur

an der Fürstenschule Grimma; Studium an der BA Freiberg (8

Sem.), Dipl.-Ing. (Bergingenieur) 8. Dez. 1893; leitete nach einem

Arbeitsaufenthalt in Russland verschiedene Kohlebergwerke in

Sachsen; Diss.: „Das Trocknen der Braunkohle und seine Wirtschaftlichkeit“

(am Organisch-chemischen Institut der TH Dresden

ausgeführt, besonderer Dank an Professor von Meyer und PD

W. König) (Halle a. S.: Knapp 1913, 147 S.); Ref./Korref.: Treptow

– BA Freiberg / Mollier – TH Dresden; Dr.-Prüfung am 29. Juni

1912 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom der TH Dresden in Verbindung

mit der BA Freiberg vom 10. Juli 1912, Dr.-Ing.; seit 1911

Geschäftsführer beim Bergbaulichen Verein Zwickau; 1919 bis

1933 als Vertreter der Deutsch-Nationalen Volks-Partei (DNVP)

im Sächsischen Landtag; verheiratet, Töchter

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei; Josef Matzerath:

„Eckardt, Friedrich August“, in Sächsische Biografie

Eckardt, Fritz

aus Dresden; Dipl.-Ing.; Regierungsbaumeister in Hirschfelde

(Sachsen); Diss.: „Die Einstellung der sächsischen Indus trie auf

die Fa brikation der Ersatz-Feldpatronenhülse (Fertigung Artillerie-Werkstatt

Dresden) und die Umstellung der beteiligten Fa-

166


iken auf die Kriegsfa brikation“ [1921]; Dr.-Di plom der TH Dresden

von (1921), Dr.-Ing.

Quellen: SLUB – Dissertation; Alumnidatei

Eckardt, Karl

*02. Mai 1904 Plauen (Vogtland); Vater: Kaufmann Alfred E.;

1923 Abi tur am Realgymnasium in Plauen; ab SS 1923 Studium

der Textilchemie an der TH Dresden, Dipl.-Ing. 26. Juli 1927; Aug.

bis Dez. 1927 Färbepraktikant in der Bleicherei, Färberei und Appreturanstalt

von C. C. Münzing in Plauen; Diss.: „Untersuchungen

über die basische Baumwollfärbung“ (wurde in der Zeit von

Januar 1928 bis Mai 1929 im Privatlaboratorium von Professor P.

Ruggli an der Univ. Basel ausgeführt, besonderer Dank an Professor

R. Haller aus Zürich, an Professor P. Ruggli und an Professor

W. König) (Dresden & Leipzig: Steinkopff 1929, 82 S.; auch: Kolloidchemische

Beihefte, Bd. 30); Ref./Korref.: König/Lottermoser;

Dr.-Di plom vom 09. August 1929, Dr.-Ing.

Quellen: J 1930; SLUB – Dissertation (mit Lebenslauf); Alumnidatei

Eckardt, Oscar (Franz Günther)

*11. Mai 1900 Chemnitz; Eltern: Amtsbaurat Franz E. und Margarethe

geb. Ufert; Schulbesuch in Chemnitz: Bürgerschule, dann

Oberrealschule, ab 1916 Realgymnasium; Heeresdienst von Juni

bis Dez. 1918; Febr. 1921 Abi tur als Externer am König-Georg-

Gymnasium Dresden; stud. Chemie an der TH Dresden ab WS

1920, Dipl.-Ing. (Chemiker) 1926 (Di plomarbeit bei Erich Müller

im Laboratorium für Elek trochemie und physikalische Chemie);

Diss.: „Über das Ranzigwerden von Fetten“ (99 S.); Ref./Korref.:

Heiduschka/Scholl; Dr.-Prüfung am 22. Dez. 1927, Dr.-Di plom

vom 13. Januar 1928, Dr.-Ing.; Schriften: Das Mikroskop: Handhabung

u. Anwendung im Mühlenlaboratorium, 1953 (16 Seiten,

Verlag Deutsche Müllerzeitung); Getreidekunde, 2. neubearbeitete

Auflage, 1969 (Verlag Moritz Schäfer); Das Wissen ums Brot.

Lehrbuch für Bäcker, Müller und Fachschulen, 1972 Leipzig (Verlag

Moritz Schäfer)

Quellen: J 1928; SLUB – Dissertation (mit Lebenslauf); Alumnidatei

167


Edelmann, (Carl) Fritz

*7. August 1886 Buchholz (bei Annaberg); Eltern: Franz E., Kaufmann

in Buchholz, und Marie geb. Fiedler; 6 Geschwister – 5 Brüder

(angestellte Kaufleute), 1 Schwester (verh. mit dem Chemiker

Dr. Preßprich); 12. März 1906 Abi tur am Realgymnasium Annaberg;

Studium der Chemie: Univ. Leipzig (SS 1906), TH Dresden

(9 Sem., seit WS 1906/07), Vorprüfung im Okt. 1908, Hauptprüfung

im Juli 1911 jeweils gut bestanden (Di plomarbeit bei v. Meyer:

Über Verbindungen mit basischem Sauerstoff – 1b), Dipl.-Ing.

(Chemiker) 24. Juli 1911; wegen beabsichtigter Promotion zum

SS 1914 erneut immatrikuliert; Diss.: „Beiträge zur Kenntnis der

volumetrischen Bestimmung von Metallen mit KCN“ (wurde im

anorganisch-chemischen Institut der TH Dresden ausgeführt, besonderer

Dank an Professor Fritz Foerster) (Borna-Leipzig: Noske

1915, 82 S.); Ref./Korref.: Foerster/Hempel; Dr.-Prüfung an der TH

Dresden am 17. Mai 1915 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom

21. Mai 1915, Dr.-Ing.

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 3248

Edelmann, Kurt (Rudolf)

*6. Mai 1911 Marienberg (Sachsen), †9. Juni 1997 Domat/Ems

(Schweiz); Eltern: Kurt E., Unterzahlmeister, und Margarethe geb.

Dennhardt; Schwester Hildegard E. (*1910); im A pril 1913 Umzug

der Familie nach Dresden; 13. März 1931 Abi tur an der Dreikönigschule

in Dresden; Studium an der TH Dresden (10 Sem.), Dipl.-

Ing. (Chemiker) 30. Mai 1936; Diss.: „Über die Adsorption von

aliphatischen Aminen und von Eiweißspaltprodukten an Aluminiumoxyd

aus wäßriger Lösung“ (Dresden und Leipzig: Steinkopff

1938, 23 S.; auch: Kolloid-Zeitschrift, Bd. 83, H. 3); Ref./Korref.:

Lottermoser/Müller; Dr.-Prüfung an der TH Dresden am 20. Dez.

1937 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 24. Juni 1938, Dr.-Ing.;

Buch: Kolloidchemie, Darmstadt 1975

Quellen: J 1938; Staatsarchivliste; Alumnidatei; Stadtverwaltung Marienberg,

Stadtarchiv, Regine Kolditz, Mitteilung vom 27. Mai 2014

168


Eger, Georg

*23. September 1883 Dresden; 13. März 1903 Abi tur am Realgymnasium

Freiberg; Studium an der BA Freiberg (10 Sem.), Di plom

als Hütten-Ingenieur 17. Dez. 1907 und als Eisenhütten-Ingenieur

17. Dez. 1908; Diss.: „Studie über die Konstitution der ternären

Magnesium-Aluminium-Zink-Legierungen“ (besonderer Dank an

Dr. W. Lexis) (Berlin: Bornträger 1913, 102 S.; auch: Internationale

Zeitschrift für Metallographie, Bd. 3); Ref./Korref.: Heike – BA

Freiberg / Foerster – TH Dresden; Dr.-Prüfung am 26. Juli 1912

mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom der TH Dresden in Verbindung

mit der BA Freiberg vom 19. Sept. 1912, Dr.-Ing.; Schriften: Das

Scheiden der Edelmetalle durch Elek trolyse, 1929 Halle/Saale

(Verlag W. Knapp); (mit Gerhard Elssner): Die technische Elektrolyse

wässriger Lösungen: theoretischer und allgemeiner technischer

Teil, 1931 Leipzig; Dynamomaschine und Elek trochemie.

Zum 75. Jahrestage der Erfindung der Dynamomaschine durch

Werner von Siemens, in: Zeitschrift für Elek trochemie und angewandte

Physikalische Chemie 48 (1942) 1, S. 1–6; Handbuch

der technischen Elek trochemie, 2. Auflage, Band 3, 1955 Leipzig

(Akademische Verlagsgesellschaft)

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei

Eger, Hans

aus Harburg-Wilhelmsburg; Dipl.-Ing.; Diss.: „Beiträge zur

Kenntnis der Fetthärtung mit Nickelformiat als Katalysator“ (wurde

im Laboratorium für Lebensmittel- und Gärungschemie der TH

Dresden in der Zeit von SS 1930 bis SS 1931 ausgeführt, besonderer

Dank an Professor Heiduschka und an die Ölfa briken Noblee

und Thörl in Harburg-Wilhelmsburg) (1931, 58 S.); Ref./Korref.:

Heiduschka/Scholl; Dr.-Di plom der TH Dresden vom 27. Juli 1931,

Dr.-Ing.

Quellen: J 1931; Alumnidatei

Eggersglüß, Hans (Heinrich Carsten)

*11. November 1895 Dresden; Eltern: Heinrich E., Prokurist in

169


Dresden (war 1920 bereits verstorben), und Emma geb. Sperk;

Not-Abi tur des Gymnasiums zum Heiligen Kreuz in Dresden vom

10. August 1914; ab 17. Sept. 1914 als Einjährig-Freiwilliger zum

4. Kgl. Sächs. Feldart.-Reg. Nr. 48, im Juli 1915 ins Feld zum Reserve-Feldart.-Reg.

Nr. 32, dort bis zum Ende des Krieges (Bronzene

und Silberne Friedrich-August-Medaille, EK II); stud. Chemie

an der TH Dresden seit ZS 1919, Vorprüfung im Nov. 1920,

Hauptprüfung im März 1922 jeweils gut bestanden (Di plomarbeit

bei Erich Müller – 1b), Dipl.-Ing. (Chemiker) März 1922; Diss.:

„Die Qxydation des Ammoniaks zu Nitrit in ammoniakalischen

Kupferlösungen“ (wurde im Laboratorium für Elek trochemie und

physikalische Chemie der TH Dresden im WS 1921/22 begonnen,

besonderer Dank an Professor Erich Müller) (80 S.); Ref./Korref.:

E. Müller / Foerster; Dr.-Di plom der TH Dresden vom 12. Febr.

1923, Dr.-Ing.

Quellen: J 1926; SLUB – Dissertation; Studentenakte Nr. 3269

Ehlert, (Heinrich) Hermann

*12. Juni 1884 Dresden, †1912; Eltern: Heinrich E., Kaufmann, Fabrikbesitzer,

und Katharina geb. Meyer; 9. März 1903 Abi tur an

der Dreikönig schule Dresden; Studium der Chemie an der TH

Dresden (10 Sem.) ab SS 1903, Okt. 1903 bis Okt. 1904 beurlaubt

zur Ableistung des Militärjahres, Vorprüfung im A pril 1907 gut

bestanden, Hauptprüfung im Juli 1908 bestanden (Di plomarbeit

bei v. Meyer – 2a), Dipl.-Ing. (Chemiker) 24. Juli 1908; Diss.: „Studien

über Salzlösungen“ (wurde in der Zeit von Okt. 1908 bis Okt.

1909 im anorganisch-chemischen Laboratorium der TH Dresden

ausgeführt, besonderer Dank an Professor Walter Hempel) (Borna-

Leipzig: Noske 1909); Ref./Korref.: Hempel/Foerster; Dr.-Prüfung

am 16. Nov. 1909 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 24. Nov.

1909, Dr.-Ing.; Schrift (mit Walther Hempel): Über die Löslichkeit

einiger Salze, in: Zeitschrift für Elek trochemie und angewandte

physikalische Chemie 18(1912)16, S. 727–729 (5. Aug. 1912)

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 3275

170


Ehnert, Günther (Hermann)

*9. Mai 1898 Charlottenburg; Vater: Hermann E., Ober-Postinspektor,

dann Ober-Postdirektor, und Ida geb. Hüller; ein älterer Bruder;

Schulbildung durch Versetzung des Vaters an verschiedenen Orten:

in Dresden Bürgerschule und kurzzeitig König-Georg-Gymnasium,

bis Michaelis 1912 Hufengymnasium in Königsberg, dann

bis Ende Nov. 1916 Petrischule in Leipzig, wegen Einberufung

zum Heeresdienst mit Vollreife für Unterprima abgegangen, aber

Not-Abi tur im März 1917 während der militärischen Ausbildungszeit;

ab Dez. 1918 als Fahnenjunker beim 2. kgl. Sächs. Fußart.-

Reg. Nr. 19 in Dresden, Ende A pril 1917 ins Feld, im Febr. 1918

Leutnant; stud. Bauingenieurwesen an der TH Dresden seit ZS

1919, Vorprüfung im Aug. 1920 bestanden, Hauptprüfung im Juli

1922 sehr gut bestanden (Di plomarbeit bei Engels: Sperrschleuse

– 1b), Dipl.-Ing. (Bauingenieur) Juli 1922; Diss.: „Die Entsandung

städtischer Abwässer, bzw. die Geschiebebewegung in Abwässerkanälen

in Bezug auf die Ausbildung von Sandfängen, mit besonderer

Berücksichtigung des Dresden-Altstädter Abfangkanals“ (87

S.; Auszug in: Gesundheits-Ingenieur, 1927); Dr.-Di plom vom 19.

August 1926, Dr.-Ing.; war (1936) Regierungsbaurat in Glauchau

und Vorstand der Bauabteilung Glauchau der Reichsautobahnen

Quellen: J 1928; Studentenakte Nr. 3278; Historische Adressbücher: Günther

Ehnert, Glauchau, 1936

Ehrlich, Kurt (Hermann)

*20. A pril 1889 Dessau, †1965 Ballenstedt; Eltern: Max E., Schneidemühlenbesitzer,

Kaufmann, und Margarete geb. Becker; 2

Geschwister; 11. Sept. 1908 Abi tur am Friedrichs-Gymnasium

in Dessau; stud. Hochbau an der TH Dresden seit WS 1908/09,

Vorprüfung im Okt. 1910, Hauptprüfung im Mai 1913 jeweils gut

bestanden (Di plomarbeit bei Dülfer: Herrenhaus), Dipl.-Ing. (Architekt)

9. Mai 1913; Diss.: „Die Dessauer Schloßbauten bis zum

Ausgange des 16. Jahrhunderts“ (Berlin: Der Zirkel, 1914); Ref./

Korref.: Schneegans / R. Müller; Dr.-Prüfung am 23. Febr. 1914

mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 25. Febr. 1914, Dr.-Ing.; für

171


die Dessauer Baugeschichte ist die Doktorarbeit Ehrlichs nach wie

vor grundlegend

Quellen: Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 3290; online: Wertung der Diss.

für die Dessauer Baugeschichte; Stadtarchiv Dessau-Roßlau, Frank Kreißler,

Mitteilung vom 26. Mai 2014

Eibes, Carl (Heribert Bernhard)

*05. Februar 1899 Dresden; 12. März 1917 Abi tur am Vitzthumschen

Gymnasium; Kriegseinsatz; TH Dresden: SS 1920 bis SS

1921 in der Allg. Abt., seit SS 1928 Studium der Volkswirtschaft,

Di plom-Volkswirt 27. Juli 1933; Diss.: „Probleme und deren Lösung

bei der Organisation der Werbung einer Großunternehmung

mit Fa brikation eines patentrechtlich geschützten Kleineisenmassenartikels“

(Dresden 1936: Irmisch, 115 S.); Ref./Korref.: Sachsenberg/Beste;

Dr.-Prüfung am 12. Juni 1936 mit „Gut“ bestanden,

Dr.-Di plom vom 10. August 1936, Dr. rer. oec.; gründete 1925 in

Dresden die Firma KERB-KONUS zur Auswertung eines Patents

für gekerbte Verbindungselemente, deren Funktionsweise keine

eng tolerierten, kostspieligen Passungen voraussetzte und die anstelle

von Kegelstiften, Schrauben, Keilen, Zylinderstiften, Splinten,

Nieten, Bolzen etc. Verwendung finden sollten; E. gründete

1946 die Kerb-Konus-Vertriebs-GmbH in Bielefeld, die 1949 nach

Schnaittenbach und 1974 nach Amberg verlegt wurde und heute

über mehrere Zweigwerke im In- und Ausland verfügt; eine Straße

in Schnaittenbach trägt den Namen „Dr. Carl Eibes“; Patente mit

Familienangehörigen für die Firma (bis in die 70er Jahre)

Quellen: J 1936; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei; online:

Firmengeschichte KERB-KONUS Schnaittenbach; online: Patente

Eichel, Curt

*22. September 1881 Calbe/Saale; 26. Febr. 1902 Abi tur am Gymnasium

in Höxter; Studium der Chemie an der TH Dresden (8

Sem.), Dipl.-Ing. (Chemiker) 27. Juli 1908; Diss.: „Über das Verhalten

des Stickstoffs gegen Silicide“ (wurde in der Zeit von A pril

1908 bis März 1909 im Anorganisch-chemischen Laboratorium

der TH Dresden ausgeführt, besonderer Dank an Professor Hem-

172


pel) (Weida in Th.: Thomas & Hubert, 1909); Ref./Korref.: Hempel/Foerster;

Dr.-Prüfung am 19. Mai 1909 mit „Gut“ bestanden,

Dr.-Di plom vom 22. Mai 1909, Dr.-Ing.; Kgl. Preußischer Leutnant

a. D.

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste

Eichler, Wolfgang (Friedrich-Wilhelm Hermann)

*19. September 1906 Cottbus, †19. Juni 1991 Leverkusen; Vater

Justizinspektor; 1923 Mitbegründer einer Ortsgruppe der Jungdemokraten

in Cottbus; 17. März 1925 Abi tur am Staatl. Friedrich-

Wilhelms-Gymnasium in Cottbus; Studium an der TH Dresden

(14 Sem.), Stipendiat der „Studienstiftung des deutschen Volkes“,

1926 Mitbegründer und Vorsitzender des Freiheitlichen Studentenbundes

an der TH Dresden, Dipl.-Ing. (Chemiker) 7. Juni 1929;

Diss.: „Studien über Sensitometrie“ (Berlin 1932: Ebering, 28 S.);

Ref./Korref.: Luther/Goldberg; Dr.-Prüfung am 19. Dez. 1932 mit

„Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 14. Januar 1933, Dr.-Ing.; 1933

bis 1945 Fotochemiker bei der Kodak AG in Berlin-Köpenick: Abteilungsleiter,

leitender „Emulsionär“, Produktionsleiter, zuletzt

Werkleiter; wegen Wirtschaftsvergehens (Transferieren von betrieblichen

Unterlagen in die westlichen Besatzungszonen) Inhaftierung

durch die SMAD bis 1950; während der Haft verstärkte

Hinwendung zum christlichen Glauben; von 1951 bis zum Eintritt

in den Ruhestand 1968 bei der Agfa-Photofa brik der Bayer AG

in Leverkusen (der späteren Agfa-Gevaert AG): Neuaufbau der

Fototechnischen Zentrale, ab 1957 Leiter der Magnettonbandfabrik,

der Photochemikalienfa brik und der Filterabteilung; seit

1956 Vorstandsmitglied und einige Jahre Vizepräsident der Deutschen

Gesellschaft für Photographie (DGPh), seit 1968 Ehrenmitglied;

parteipolitisches Engagement: 1970 bis 1975 Vorsitzender

des Kreisverbands Leverkusen der FDP, 1975 Ehrenvorsitzender,

E. plädierte für die Gesamtschule, noch in fortgeschrittenem Alter

rühriger Vorsitzender des „Fördervereins Jugendkunstgruppen“,

Goldene Ehrennadel der FDP; seit Anfang der 1950er Jahre

in der evangelischen Kirche engagiert: bis 1968 Presbyter in der

Kirchengemeinde Leverkusen-Wiesdorf, Liturg in der Kirchenge-

173


meinde Leverkusen-Küppersteg-Bürrig, 1967 Leiter des Evangelischen

Vortragsdienstes Leverkusen, 1970 Synodalbeauftragter für

Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Leverkusen und 1972 Mitglied

der Kreissynode; 1979 Bundesverdienstkreuz am Bande für

besondere Verdienste im kulturellen, kirchlichen und politischen

Bereich; Schriften: „Gefahren für die Fotowirtschaft durch radioaktiven

Atomzerfall“, 1956; (mit Pfarrer Peter Kamp) „Naturwissenschaft

und Glaube“, 1975

Quellen: J 1933; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei; 1. Promovendenbroschüre,

S. 95–101

Eifler, (Johannes) Kurt

*20. Juni 1879 Chemnitz; Eltern: Fa brikbesitzer Ferdinand E. und

Adele geb. Schanze, Vormund nach Tod des Vaters: Richard Eifler,

Chemnitz; 1. A pril 1898 Abi tur am Realgymnasium Chemnitz;

stud. Bauingenieurwesen an der TH Dresden seit SS 1898

(12 Sem.), unterbrochen vom Einjährig-Freiwilligen-Militärdienst

1898/1899 in Pirna, Vorprüfung im Okt. 1902, Hauptprüfung im

Dez. 1905 bestanden (Di plomarbeit zum Eisenbrückenbau bei

Mehrtens), Dipl.-Ing. (Bauingenieur) 14. Dez. 1905; Diss.: „Über

die Eisenarmierung kreisrunder Betonplatten“ (Borna-Leipzig:

Noske 1911); Ref./Korref.: Mehrtens/Foerster; Dr.-Prüfung am 18.

Juli 1910 „mit Auszeichnung“ bestanden, Dr.-Di plom vom 20. Juli

1910, Dr.-Ing.; war 1921 als Regierungsrat und Baurat im Reichsministerium

für Wiederaufbau in der Kolonialzentralverwaltung

tätig

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 3301

Eilers, Hans-Joachim

aus Nordhausen; Dipl.-Ing.; Diss.: „Dämpfung und Entdämpfung

in gekoppelten Kreisen“ (besonderer Dank an Professor Barkhausen

und an die Heinrich-Hertz-Gesellschaft ) (Borna-Leipzig: Noske

1931, 28 S.); Ref./Korref.: Barkhausen/Binder; Dr.-Di plom der

TH Dresden vom 26. März 1930, Dr.-Ing.

Quellen: J 1931; SLUB – Dissertation; Alumnidatei

174


Eisenreich, (Otto) Kurt

*7. A pril 1885 Riesa; Eltern: Otto E. (†1908), Prokurist der Speicher-

und Speditionsgesellschaft in Riesa, und Alma Clementine

geb. Günther; fünf Geschwister: 3 Brüder, 2 Schwestern; 22. Sept.

1905 Abi tur an der Gewerbeakademie Chemnitz; Studium der

Chemie an der TH Dresden (7 Sem.), Vorprüfung im Mai 1908,

Hauptprüfung im Juni 1909 jeweils mit Auszeichnung bestanden

(Di plomarbeit bei v. Meyer: Zur Kenntnis des Montanwachses),

Dipl.-Ing. (Chemiker) 11. Juni 1909; Diss.: „Über die Verwendung

von Silberfluoridlösungen im Silbercoulometer“ (Leipzig:

Engelmann 1911); Ref./Korref.: Foerster/Hempel; Dr.-Prüfung am

25. Juli 1910 „mit Auszeichnung“ bestanden, Dr.-Di plom vom 25.

Juli 1910, Dr.-Ing.; tätig in Halsbrücke; Schrift: Beitrag zur Kenntnis

des Montanwachses, in: Chemische Revue über die Fett- und

Harz-Indus trie, Band 16, Heft 9, S. 211–213

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 3313

Elsner, (Georg) Alexander

*22. Juli 1881 Mitteloderwitz (bei Zittau), †19. März 1945 Jena

(während eines Bombenangriffs); Eltern: Rittergutsbesitzer Theodor

E. und Johanna E.; Schulbildung: Volksschule Mitteloderwitz,

Gymnasium Zittau, hier 16. März 1901 Abi tur; Studium im SS

1901 an der TH Stuttgart; Einjährig-Freiwilligen-Militärdienst;

Studium an der TH Dresden (9 Sem.), Hauptprüfung im Febr. 1907

„mit Auszeichnung“ bestanden (Di plomarbeit bei Prof. Engels zu

einem Wasserbau-Thema, Note 1a), Dipl.-Ing. (Bauingenieur) 19.

Febr. 1907; Regierungsbauführer; Diss.: „Die Behandlung und

Verwertung von Klärschlamm“ (Leipzig: Engelmann, 1910); Ref./

Korref.: Frühling/Engels; Dr.-Prüfung am 7. Mai 1910 „mit Auszeichnung“

bestanden, Dr.-Di plom vom 11. Mai 1910, Dr.-Ing.; seit

Mai 1913 in Jena: Stadtbaumeister, zunächst im Tiefbaubereich:

Planung der Saaleregulierung und Oberaufsicht darüber, seit Okt.

1922 Stadtdirektor, seit 1925 Oberbürgermeister: 1927/28 Einrichtung

der Paradiesbrücke, Bau der Südschule, der Talschule und

des Brauerei-Verwaltungsgebäudes, Umbau des Stadtheaters; im

Mai 1933 auf Betreiben der NSDAP-Fraktion im Stadtrat aufgrund

175


von fadenscheinigen Vorwürfen vom Amt des Oberbürgermeisters

entbunden; von 1933 bis 1945 in der Carl-Zeiss-Stiftung tätig; verheiratet

seit 1911 mit Charlotte geb. Schlein, 3 Kinder

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 3387; 1.

Promovendenbroschüre, S. 12–16

Elßner, Ernst (Theodor)

*09. Mai 1909 Dresden; 12. März 1928 Abi tur am Wettiner Gymnasium

(Realgymnasium) in Dresden; Studium an der TH Dresden

(9 Sem.), Kandidat des höheren Schulamts der math.-nat. Richtung

16. Dez. 1932; Diss.: „Die Mobilisierung des Schalenkalkes für die

Reaktionsregulation der Muscheln (Anodonta cygnea L.)“ (Leipzig

1935: Haag-Drugulin, 28 S.); Ref./Korref.: Brandes/Dotterweich;

Dr.-Prüfung am 23. Juni 1934 mit „Sehr gut“ bestanden,

Dr.-Di plom vom 10. A pril 1935, Dr. rer. techn.

Quellen: J 1935; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei

Elßner, (Karl) Gerhard

*27. A pril 1898 Dresden; Eltern: Karl E., Seminaroberlehrer, Professor,

und Theodore geb. Bräter; 3 jüngere Brüder; Schulbildung:

Seminarschule Dresden-Plauen, Realschule Dresden-Seevorstadt

bis zum Einjährig-Freiwilligen-Zeugnis, Oberrealschule Dresden-

Johannstadt bis zum Not-Abi tur am 26. Okt. 1916; kam im Nov.

1916 zum Feldartillerieregiment 64 und mit ihm Weihnachten

1916 ins Feld, nach der Rückkehr der Fronttruppen am 3. Jan. 1919

aus dem Militärdienst entlassen; besuchte die Vorbereitungs- und

Wiederholungskurse der TH Dresden für Kriegsteilnehmer und

nahm zum ZS 1919 das Studium der Chemie auf; Vorprüfung im

Juli 1920 mit Auszeichnung, Hauptprüfung im Februar 1922 sehr

gut bestanden (Di plomarbeit bei Fritz Foerster: Gewinnung von

Zink aus Hüttenflußstäben des Mansfelder Kupferschiefers auf

elektrolytischem Wege), Dipl.-Ing. (Chemiker) Febr. 1922; Diss.:

„Beiträge zur Kenntnis des elektrochemischen Verhaltens des Arsens“

(wurde in der Zeit von Febr. 1922 bis Juli 1923 im Laboratorium

für anorganische Chemie ausgeführt, besonderer Dank an

Professor Foerster); Dr.-Di plom der TH Dresden vom 28. Juli 1923,

176


Dr.-Ing.; arbeitete in der Langbein-Pfanhauser-Werke AG (LPW)

in Leipzig, einem weltbekannten Betrieb für Geräte und Anlagen

der Galvanotechnik und Elek trochemie; Schriften: Bearbeiter von

Viktor Engelhardts „Handbuch der technischen Elek trochemie“ 1,

Teil 1 (Galvanotechnik), 1933 Leipzig; Mitverfasser von (Hrg.:) E.

Preger und R. Reindl: „Klingenberg Technisches Hilfsbuch“ (10.

überarbeitete Auflage von Schuchardt&Schüttes Techn. Hilfsbuch),

1940 Berlin; Mitherausgeber von „An den Fachtagungen

1957 der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für Galvanotechnik

gehaltene Vorträge“, 1958 (Verlag Hallwag); Aussichten für

die Entwicklung technisch nutzbarer faserverstärkter Hochtemperaturwerkstoffe,

in: Materialwissenschaft und Werkstofftechnik,

Band 2, Heft 7 (Okt. 1971), S. 337–345

Quellen: J 1926; SLUB – Dissertation; Studentenakte Nr. 3341

Endler, Alfred (Hermann Josef Eduard Otto)

*13. August 1903 Reichenberg (Böhmen); Eltern: Alfred E.,

Seifenfa brikant, und Rosa geb. Bayer; Schulbildung in Reichenberg:

5 Jahre Volksschule, 7 Jahre Staatsrealschule, hier 1921 Reifezeugnis;

stud. Chemie im WS 1921/22 an der TH München und

ab SS 1922 an der TH Dresden, hier Vorprüfung und im März

1927 Hauptprüfung abgelegt, Dipl.-Ing. (Chemiker) März 1927;

Diss.: „Beiträge zur Chemie des Palmöls“ (wurde von Dez. 1926

bis März 1928 im Institut für Lebensmittel- und Gärungschemie

der TH Dresden ausgeführt, besonderer Dank an Prof. Heiduschka)

(Maffersdorf: Scholz 1928, 49 S.); Ref./Korref.: Heiduschka/

Scholl; Dr.-Di plom vom 18. Juli 1928, Dr.-Ing.

Quellen: J 1929; SLUB – Dissertation (Lebenslauf); Alumnidatei

Endler, Alfred

aus Warnsdorf (Böhmen); stud. Chemie an der TH Dresden von

SS 1920 bis SS 1926, Dipl.-Ing. (Fa brik-Ingenieur); Diss.: „Über

die qualitative Bestimmung wichtiger Küpenfarbstoffe auf optischem

Wege“ (wurde im Frühjahr 1924 begonnen und im Laboratorium

für Farbenchemie und Färbereitechnik der TH Dresden

ausgeführt, besonderer Dank an Prof. Walter König) (80 S.); Ref./

177


Korref.: König/Steinkopf; Dr.-Prüfung am 30. Juli 1926, Dr.-Diplom

vom 19. August 1926, Dr.-Ing.

Quellen: J 1928; SLUB – Dissertation; Alumnidatei

Engelmann, Alfred (Max Wilhelm)

*19. Mai 1908 Dresden; 05. März 1927 Abi tur an der Oberrealschule

Dresden-Seevorstadt; Studium an der TH Dresden (10 Sem.),

Dipl.-Ing. (Technischer Physiker) 2. Juli 1931; Diss.: „Über die Bestimmung

der lichtelektrischen Grenzwellenlänge am Rhenium“

(Leipzig: Barth, 1933; auch: Annalen der Physik, F. 5, Bd. 17, S.

185–208); Ref./Korref.: Dember/Toepler; Dr.-Prüfung am 22. Febr.

1933 mit „Sehr gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 11. März 1933,

Dr.-Ing.

Quellen: J 1933; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei

Engelmann, (Friedrich) Ernst

*26. Mai 1899 Klostermansfeld bei Eisleben; Vater: Ernst E., Gastwirt;

1917 bis 1921 als Freiwilliger im Dienste der Kriegsmarine;

praktische Tätigkeit u. a. bei der IG Farbenindus trie; Immaturenprüfung

Ostern 1928 in Leipzig; stud. Chemie an der Univ. Leipzig,

hier 2. Verbandsprüfung im Januar 1935; Hilfsass. im am Institut

für Pflanzenchemie und Holzforschung der Abt. Forstl. Hochschule

Tharandt der TH Dresden; Dipl.-Ing. (Chemiker) 30. Okt.

1936 TH Dresden nach Ergänzungsprüfung; Diss.: „Animol, ein

neuer Sesquiterpenalkohol aus dem Oel des Holzes von Myoporum

crassifolium (Animeöl)“ (Dresden: Dittert 1937, 80 S.); Ref./

Korref.: Wienhaus/Steinkopf; Dr.-Prüfung am 15. Januar 1937 mit

„Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 9. Juni 1937, Dr.-Ing.

Quellen: J 1937; SLUB – Dissertation (Lebenslauf); Staatsarchivliste; Alumnidatei

Engelmann, Helmut

*16. November 1914 Dresden; Dipl.-Ing.; Diss.: „Über die katalytische

Wirkung von Metallsalzen auf die Esterbildung“ (o. O. 1945,

46 Bl.); Ref./Korref.: Boetius/König; Dr.-Prüfung an der TH Dres-

178


den am 17. Juli 1945, Dr.-Di plom von 1945, Dr.-Ing.; später im

VEB Arzneimittelwerke Dresden tätig, unter seiner Leitung wurde

das Längstzeit-Depot-Penicillin „Penduran“ entwickelt, dessen

Produktion 1963 aufgenommen wurde

Quellen: SLUB – Dissertation; Alumnidatei; TUArchiv: Signatur XI/66; ND (online)

vom 14. Nov. 1963

Engemann, Karl (Rudolf)

*15. März 1886 Reichenau bei Zittau; Vater: Carl Julius E., Gutsbesitzer

in Reichenau; Schulbildung: Privatschule in Reichenau,

dann Realgymnasium Zittau, hier 25. März 1905 Abi tur; stud.

Chemie an der TH Dresden seit SS 1905, Vorprüfung im A pril

1907, Hauptprüfung im Juli 1908 jeweils mit Auszeichnung bestanden

(Di plomarbeit bei v. Meyer: Darstellung und Reaktionen

der Ketone), Dipl.-Ing. (Chemiker) 24. Juli 1908; Okt. 1908 bis Okt.

1909 Einjährig-Freiwilligen-Militärdienst; Diss.: „Über das Abblättern

des Elek trolytnickels“ (Weida in Th.: Thomas & Hubert,

1911); Ref./Korref.: Foerster/Hempel; Dr.-Prüfung am 9. März 1911

„mit Auszeichnung“ bestanden, Dr.-Di plom vom 9. März 1911, Dr.-

Ing.; tätig in Bitterfeld, Salzbergwerk Neustaßfurt

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 3357

Engler, Johannes (Edmund)

*15. Mai 1903 Chemnitz; Eltern: Kaufmann Edmund E. und Hulda

geb. Eifler; Schulbildung: Ostern 1913 bis August 1914 in Srodulka

bei Sosnowice (im damaligen Russisch-Polen), Hum. Gymnasium

zu Myslowitz (Oberschlesien), seit August 1914 Hum. Gymnasium

in Zittau (Sachsen), hier Abi tur im März 1922; ein halbes Jahr

praktische Tätigkeit in der Königshütte in Oberschlesien; stud. ab

WS 1922 erst Eisenhüttenkunde, dann Chemie an der TH Breslau

und an der TH Dresden, hier Mai 1930 Dipl.-Ing. (Chemiker); ab

Juni 1930 am KWI für Lederforschung in Dresden; Diss.: „Neuentdeckung

des Urglucals und Strukturbeweis des Urglucals und

des Isoglucals“ (Berlin: Verlag Chemie, 1933, 14 S.; auch: Liebigs

Annalen der Chemie, 508); Ref./Korref.: Prof. Dr. Max Bergmann

– KWI / Scholl; Dr.-Prüfung an der TH Dresden am 22. Juli 1932

179


mit „Sehr gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 13. August 1932, Dr.-

Ing.; Schrift (mit M. Bergmann und L. Zervas, aus dem KWI für

Lederforschung Dresden) „Über Isoglucal, Isolactal und Protoglucal“,

in: Justus Liebigs Annalen der Chemie 508 (1934) 1, S. 25–38

Quellen: J 1933; SLUB – Dissertation (mit Lebenslauf); Staatsarchivliste; Alumnidatei

Enßlinger, Joachim (Ottomar August)

*03. Mai 1909 Lindenthal (bei Leipzig); 28. Febr. 1929 Abi tur am

Schiller-Realgymnasium Leipzig; Studium an der TH Dresden

(10 Sem.), Dipl.-Ing. (Maschinen-Ingenieur) 28. Nov. 1934; Diss.:

„Der Einfluß der Verpackung auf den Feuchtigkeitsaustausch zwischen

Zigaretten und der Außenluft verschiedenen Wassergehaltes“

(Bremen 1937: Schünemann, 24 S.); Ref./Korref.: Sachsenberg/

Pauer; Dr.-Prüfung am 17. Febr. 1937 mit „Sehr gut“ bestanden,

Dr.-Di plom vom 6. August 1937, Dr.-Ing.

Quellen: J 1937; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei

Erdem, Refik (Mehmed)

*11. A pril 1912 Istanbul (Türkei), †1998; 1. Juli 1931 Abi tur am

Lyzeum Kabatas in Istanbul; Studium: Forstl. Hochschule in

Büyükdere (Türkei) (6 Sem.), Abschluss; 1935 durch das türkische

Ministerium für Landwirtschaft zur weiteren Ausbildung nach

Deutschland geschickt; Abteilung Forstl. Hochschule Tharandt der

TH Dresden (12 Sem., davon 1 Sem. beurlaubt); Diss.: „Versuche

über die Einwirkung von Berührungsgiften auf die Raupen des

Kiefernprozessionsspinners als Grundlage zur Bekämpfung der

Prozessionsspinner in der Türkei“ (Dresden: Dittert 1940, 71 S.);

Ref./Korref.: Prell/Sachse; Dr.-Prüfung an der TH Dresden am 22.

Juli 1940 „bestanden“, Dr.-Di plom vom 20. Dez. 1940, Dr.-Ing. forest.;

tätig an der Forstwiss. Fakultät der TH Istanbul: Assistent, ao.

Prof., seit 1958 ord. Prof., 1962 bis 1964 Dekan

Quellen: J 1940; Staatsarchivliste; Alumnidatei; online: Prof. Refik Erdem (mit

Foto)

180


Erhard, Friedrich

*16. A pril 1910 Mügeln (Bezirk Dresden); 13. März 1929 Abi tur

am Gymnasium zum Heiligen Kreuz in Dresden; Studium an

der TH Dresden (8 Sem.), Di plom-Volkswirt 15. Febr. 1935; Diss.:

„Die einkommensteuerliche Behandlung der Betriebsveräußerung“

(Leipzig 1939: Teubner, 57 S.); Ref./Korref.: Beste/Schultz; Dr.-

Prüfung am 28. A pril 1939 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom

28. Okt. 1939, Dr. rer. oec.

Quellen: J 1939; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Nr. 15844, Bl. 180–183

Ermisch, Hubert (Georg Karl Rudolf Wilhelm)

*21. September 1883 Dresden, †11. November 1951; Vater: Hubert

Max E., Direktor des Sächsischen Hauptstaatsarchivs und

Verfasser zahlreicher Schriften zur sächsischen Geschichte und

Altertumskunde; 16. März 1904 Abi tur am Kgl. Gymnasium in

Dresden-Neustadt; Studium des Hochbaus: TH Dresden (6 Sem.),

TH München (1 Sem.), Dipl.-Ing. (Architekt) TH Dresden 30. Okt.

1907; Baubeamter, der Denkmalpflege und dem Heimatschutz verbunden;

Diss.: „Beiträge zur Baugeschichte der Sächsischen Ratund

Kaufhäuser der Spätgotik und Renaissance“ (Borna-Leipzig

1920: Noske, 64 S.); Ref./Korref.: Gurlitt/Schneegans; Dr.-Prüfung

am 14. Januar 1915 „mit Auszeichnung“ bestanden, Dr.-Di plom

vom 14. Januar 1915, Dr.-Ing.; Buch: „Sächsische Rathäuser. Beiträge

zur Baugeschichte der Rat- und Kaufhausbauten aus dem

Gebiet zwischen Saale und Neiße“, 1929 Borna (Verlag Robert

Noske) (die Abschnitte IV und V hatten die Diss. gebildet); nach

dem 1. WK Bau mehrerer Universitätsgebäude in Leipzig, seit 1924

technischer Leiter der Zwingerhütte in Dresden, vierte Restaurierung

des Zwingers bis 1936, E. leitete den Umbau des Japanischen

Palais für die Aufnahme der sächsischen Landesbibliothek; im

Febr. 1945 Sichtung des zerstörten Zwingers mit Mitarbeitern der

Baufirma Ullrich, nachdem Soldaten der Roten Armee ihn nach

dem Ende des 2. WK von Minen gesäubert hatten, mit den Kulturbefehlen

der SMAD Beginn der komplizierten und langdauernden

Wiederaufbau- und Restaurierungsarbeiten des Zwingers unter E.,

erst nach seinem Tod beendet; Ehrung: 1951 Nationalpreis

181


Quellen: J 1920; Staatsarchivliste; Alumnidatei; 1. Promovendenbroschüre, S.

226–229; Todesanzeige: SZ, Nr. 265 vom 14.11.51

Ermisch, (Gerhard) Martin

*08. Juli 1910 Caminau (bei Königswartha), †31. Juli 1991; Eltern:

Ludwig E., Obersteiger, im 1. WK kriegsbeschädigt, und Ida E.;

zwei Geschwister: Bruder später Kaufmann, Schwester Verkäuferin;

13. März 1931 Abi tur an der Dreikönig schule Dresden; 1931/32

praktische Arbeit, teils kaufmännisch, teils im Baugewerbe; seit

SS 1932 Studium in der Kuwi. Abt. der TH Dresden, Abschluss als

Volksschullehrer 29. Juni 1935 nach mit der Gesamtnote „gut“ bestandener

Prüfung, schriftliche Hausarbeiten zur Prüfung hatte E.

in praktischer Pädagogik und englischer Literatur angefertigt zu

den Themen „Die Personennamen im Unterrichte der Volksschule“

(Franz Exner – 1), „Dickens und Amerika“ (Leo von Hibler – noch

genügend); Diss.: „Karl Justus Blochmann, sein Leben und Wirken“

(Dresden 1940: Brummer, 152 S.); Ref./Korref.: Straub/Kühn;

Dr.-Prüfung am 13. A pril 1940 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom

vom 12. Juni 1941, Dr. phil.; verheiratet mit Marga E. (†1975)

Quellen: J 1941; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 197;

online: Internetfriedhof

Eschebach, (Joachim Konrad) Alfred

*12. März 1900 Plauen (Vogtland); Eltern: Arno E., Bürgerschullehrer,

dann Oberlehrer an der Städt. Gewerbeschule in Plauen,

und Liddy geb. Roßner; zwei Brüder (*1905 und 1917); Schulbildung

in Plauen: Höhere Bürgerschule, Humanistisches Kgl. Gymnasium,

Not-Abi tur Weihnachten 1917; vaterländischer Hilfsdienst

in der Vogtländischen Maschinenfa brik AG in Plauen bis zum

freiwilligen Eintritt ins Heer am 21. Mai 1918 beim 3. Kgl. Sächs.

Feldart.-Reg. Nr. 32 Riesa, im August 1918 ins Feld, am 4. Dez.

1918 als Fahnenjunker entlassen; zum SS 1919 an der TH Dresden

immatrikuliert, aber um Urlaub für 2 Sem. zur Ableistung

prakt. Tätigkeit gebeten; von Jan. 1919 bis A pril 1920 Arbeit in der

Vogtländischen Maschinenfa brik AG Plauen, daneben Kurs für

Maschinenbau-Volontäre und Kurs für Kesselheizer an der Städt.

182


Gewerbeschule Plauen; stud. Maschinenbau an der TH Dresden

seit SS 1920, Vorprüfung im Juni 1923 bestanden, Hauptprüfung

im Dez. 1923 gut bestanden (Di plomarbeit bei Ernst Müller – 2a),

Dipl.-Ing. (Maschinen-Ingenieur) 19. Dez. 1923; aktiv in der Turnerschaft

„Germania“; Diss.: „Die Fa brikation des Knüpfteppichs“

(278 S.); Ref./Korref.: Ernst Müller/Kutzbach; Dr.-Di plom der TH

Dresden vom 8. August 1925, Dr.-Ing.; 1928 in Berlin-Charlottenburg

tätig; wurde 1932 von der Universität Leipzig zum Dr.iur.

promoviert aufgrund der Diss.: „Urheberrechtsschutz im Rundfunk“

(66 Seiten); lebte 1959 in München, wohin die Mutter von

Plauen aus übersiedelte; 1965 Dieselmedaille

Quellen: J 1926; SLUB – Dissertation; Studentenakte Nr. 3380; online: Dieselmedaillenträger;

online: Liste aller Promovenden der Univ. Leipzig von 1810

bis 1990; online: Deutsches Institut für Erfindungswesen e. V.: Alle Träger der

Dieselmedaille von 1961 bis 2010; Stadt Plauen, Zentrale Dienste – Fachbereich

Archiv, Frau Kramer, Brief vom 2. Juni 2014 (Übersiedlung der Mutter)

Eschebach, Hans (Friedrich)

*24. A pril 1909 Badeborn (Kreis Ballenstedt), †10. A pril 1982

Magdeburg (Autounfall auf der Transitstrecke von Berlin-West in

die BRD); Eltern: Friedrich Franz E., Pastor in Dessau-Törten, und

Marie geb. Liebe; 3. März 1927 Abi tur am Realgymnasium Dessau;

Studium des Hochbaus: TH Stuttgart (5 Sem.), TH Dresden

(7 Sem.), hier Dipl.-Ing. (Architekt) 22. Juli 1933 (Di plomarbeit:

Schullandheim in Verbindung mit Kleinsiedlung im Erzgebirge);

1937 2. Staatsexamen zum Regierungsbaumeister; Bauassessor, ab

1940 städtischer Baurat im Stadtplanungsamt Dresden; Diss.: „Die

städtebauliche Entwicklung Pompejis in vorrömischer Zeit“ (o. O.

1942, 72 Bl.); Ref./Korref.: Sulze/Muesmann; Dr.-Prüfung am 11.

März 1942 „mit Auszeichnung“ bestanden, Dr.-Di plom vom 18.

Mai 1942, Dr.-Ing.; seit 1931 Mitglied der NSDAP, wegen eines

Ohrleidens kein Kriegsdienst, 1942 von Innenminister Wilhelm

Frick nach Emden dienstverpflichtet, dort Leiter des Amtes für

Wiederaufbau und Stadtplanung (E. entwarf u. a. ein Kulturzentrum

nach pompejanischem Vorbild); wegen ungewünschter Kontakte

1943 als Zeichner in ein Baubataillon der Waffen-SS nach

Ohrdruf strafversetzt; 1945/46 Kriegsgefangenschaft; seit 1947

183


Architekt in Friesland, mit eigenem Architekturbüro in Lohne und

Emden, maßgeblich am Neuaufbau und an der Raumordnung Ostfrieslands

beteiligt (Flächennutzungs-, Orts- und Bebauungsplänen

für ostfriesische Gemeinden); seit 1938 verheiratet mit Wiltraut

geb. Stippich, nach deren Tod mit der Lehrerin und Archäologin

Liselotte geb. Bliesner; Tochter: Erika Eschebach; Hobbies: Bratschespielen

(seit der Kindheit), Hören von Kammermusik; Buch:

Pompeji. Erlebte antike Welt, Leipzig 1978 (Verlag Seemann), drei

Auflagen bis 1984

Quellen: J 1942; Staatsarchivliste; Alumnidatei; Internet: Wikipedia

Escher, (Artur Franz) Walter von

*15. Juni 1885 Berndorf (Niederösterreich); Staatsangehörigkeit:

Schweiz; Vater: Artur v. E., Fa brikdirektor, Berndorf; Schulbildung:

Privatunterricht, Volksschule, Aufnahmeprüfung für das

Realgymnasium in Baden bei Wien, danach Privatschüler dieser

Anstalt, Besuch der Obergymnasialklassen des Staatsgymnasiums

in Wiener Neustadt (als öffentlicher Schüler), hier Matura am 24.

Sept. 1904; Studium der technischen Chemie, unterbrochen vom

Militärdienst im Frühjahr und Herbst 1906: Univ. Zürich (2 Sem.,

ab WS 1904/05), Polytechnikum Zürich (2 Sem., ab WS 1905/06),

TH Dresden (10 Sem., ab WS 1906/07), hier Vorprüfung im Mai

1908 bestanden, Hauptprüfung im Dez. 1910 gut bestanden (Diplomarbeit

bei F. Foerster: Elek trolytische gemischte Lösungen

von Zink- und Eisensulfat), Dipl.-Ing. (Chemiker) 16. Dez. 1910;

Diss.: „Kathodische Vorgänge bei der Elek trolyse gemischter Lösungen

von Zink- und Eisensulfat“ (wurde im Laboratorium für

physikalische Chemie und Elek trochemie der TH Dresden von

Januar bis Dez. 1911 ausgeführt, besonderer Dank an Professor

Foerster) (Weida in Th.: Thomas & Hubert, 1912); Ref./Korref.:

Foerster/Hempel; Dr.-Prüfung am 18. Dez. 1911 „bestanden“, Dr.-

Di plom vom 21. Dez. 1911, Dr.-Ing.

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 3383

Esser, Paul Johan Arnout

*11. Januar 1884 Haarlem (Holland); zwei Geschwister; 3. August

184


1904 Abi tur an der Höheren Bürgerschule (Oberrealschule) in Alkmaar

(anerkannt durch VO des Sächs. Ministeriums des Kultus

und öffentlichen Unterrichts vom 25. Okt. 1910); Studium der Chemie

an der TH Aachen (10 Sem.), hier Dipl.-Ing. 25. Okt. 1909;

Diss.: „Über die Kondensation von Säureestern mit Dinitrilen“

(Weida in Th.: Thomas & Hubert, 1912); Ref./Korref.: von Meyer

/ Bucherer; Dr.-Prüfung an der TH Dresden am 8. März 1912 mit

„Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 13. März 1912, Dr.-Ing.; am 24.

Mai 1916 in Meppel verheiratet mit Johanna Margaretha Stheeman

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; online: A. Pondes, 2004 (eine

Genealogie holländischer Familien)

Ettl, Walter

aus Zwittau (Mähren); stud. Chemie an der TH Dresden von WS

1922/23 bis SS 1926; Dipl.-Ing.; Diss.: „Beitrag zur Kenntnis des

sauren Charakters der Wolle und dessen Bedeutung für die Wollfärberei“

(Stuttgart 1929: Deutsche Verlagsanstalt; verkürzt in:

Melliand Textilberichte); Ref./Korref.: Lottermoser/König; Dr.-

Prüfung an der TH Dresden am 26. Juli 1929, Dr.-Di plom vom 9.

August 1929, Dr.-Ing.

Quellen: J 1930; SLUB – Dissertation; Alumnidatei

Ewers, Nikolai

*31. Juli 1900 Charkow (Südrußland), †7. A pril 1988 Magdeburg;

Vater Jurist, dessen Familie schon seit mehreren Generationen in

Rußland lebte, Mutter lehrte bis zu ihrer Heirat Französisch am

berühmten Smolny-Institut in St. Petersburg; bereits im Elternhaus

gewann E. Geläufigkeit in drei Sprachen: Deutsch, Russisch,

Französisch; 14. Mai 1918 Abi tur am Zweiten Gymnasium zu Kischinjow

(für die Zulassung zur Promotion anerkannt durch VO

des Sächs. Ministeriums für Volksbildung vom 12. A pril 1935);

seit 1923 Studium an der TH Dresden (15 Sem.), arbeitete neben

dem Studium für den Lebensunterhalt: bautechnische Zuarbeiten

für das städtische Notbauamt in Berggießhübel, Klavierspielen

in Gaststätten, Dipl.-Ing. (Bauingenieur) 22. Januar 1933 (Diplomarbeit

bei Neuffer über Stahlbetonbau); von Ende 1932 bis

185


1945 im Institut für Straßenbau der TH Dresden; Diss.: „Die Konstruktionsgrundlagen

der hochwertigen bituminösen Straßendecken“

(Berlin-Lichterfelde 1935: Allgemeiner Indus trie-Verlag, 79

S.; auch: Asphalt und Teer, Straßenbautechnik, 1935); Ref./Korref.:

Geißler/Gehler; Dr.-Prüfung am 16. A pril 1935 mit „Sehr gut“

bestanden, Dr.-Di plom vom 19. August 1935, Dr.-Ing.; in seiner

Diss. entwickelte E. auch den „Deckenprüfer“, der später nach ihm

benannt wurde; 1936 berufen in die Forschungsgesellschaft für

das Straßenwesen (FGS) als Mitarbeiter der Arbeitsgruppe „Teerstraßen“;

seit 1943 Laboratoriumsleiter im Institut für Straßenbau;

seit 1938 verheiratet mit der Sopranistin Irina Pirany (1909–2000),

einer gebürtigen Moskauerin, die Engagements nach Deutschland

geführt hatten; nach dem 2. WK lebte das Ehepaar in Jena,

E. begleitete seine Frau zu ihren Auftritten als Konzertsängerin

nach Weimar, Berlin und Dresden, und trat dabei selbst als Pianist

auf; seit 1950 war E. wieder in seinem Beruf tätig: er baute die

Baustoffprüfstelle Magdeburg beim Deutschen Amt für Materialund

Warenprüfung (DAMW) auf und leitete sie sehr engagiert;

seit 1955 Prof. für Straßenbau an der neugegründeten Hochschule

für Bauwesen in Leipzig, seit 1958 dort Leiter des Lehrstuhls für

Verkehrsbauwesen, unter Beibehaltung der Tätigkeit beim DAMW,

bis er 1958 neben seiner Leipziger Professur mit dem Aufbau und

der Leitung des Zentralen Straßenbaulaboratoriums Magdeburg

betraut wurde, aus dem später die „Versuchs- und Entwicklungsstelle

des Straßenwesens Magdeburg und Berlin“ und 1970 das

„Zentrallaboratorium des Straßenwesens der DDR“ hervorging; im

Alter von 65 Jahren trat Nikolai Ewers als Leipziger Hochschullehrer

in den Ruhestand, behielt aber alle anderen Tätigkeitsbereiche

weitere zehn Jahre bei; seit den 1960er Jahren organisierte E. jährliche

Straßenbau-Fachtagungen und internationale wiss. Kolloquien;

Autor oder Mitautor von rund 150 Veröffentlichungen, darunter:

„Eine neue Methode zur Prüfung bituminöser Straßenbaugemische“

(1940; Band 24 der Schriftenreihe der FGS), „Über den

Zusatz von Bitumen zu Straßenteer“ (Berlin 1950), „Die Schwebstoffkennzahl

oder das Sandäquivalent – eine neue Kennzahl für

Zuschlag- und Erdstoffe“ (1968; Baustoffindus trie 7), „Über die

186


Bewertung des Straßenbaubitumens auf Grund von Laboratoriumsprüfungen“

(1970; Freiberger Forschungshefte, A 481); 1996

„Nikolai-Ewers-Erinnerungsheft“ der Zeitschrift „Archiv für die

Geschichte des Straßenwesens“ (Heft 9) mit Nachdruck der Diss.;

1965 Dr.-Ing. E. h. der HfV „Friedrich List“ in Dresden „in Würdigung

seiner hervorragenden wissenschaftlichen Leistungen zur

Entwicklung der Straßenbautechnik, seiner großen Verdienste als

Hochschullehrer und als Leiter der Versuchs- und Entwicklungsstelle

des Straßenwesens sowie seiner Verdienste um die ständige

Förderung der internationalen Zusammenarbeit auf dem Gebiet

des Straßenwesens“; die Eheleute Ewers verbrachten ihren Lebensabend

in Magdeburg, beide wurden mit dem Zeremoniell der

Russisch-Orthodoxen Kirche auf dem Johannisfriedhof in Dresden

beigesetzt

Quellen: J 1935; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei; 2. Promovendenbroschüre,

S. 376–384

Faber, Herbert

aus Radebeul bei Dresden; stud. Volkswirtschaft an der TH Dresden

von SS 1924 bis SS 1926, Di plom-Volkswirt; Diss.: „Leistungssteigerung

beim Maschineschreiben durch Platzgestaltung“

(Dresden 1930: Franke, 62 S.); Ref./Korref.: Sachsenberg/Beste;

Dr.-Di plom der TH Dresden vom 21. Juli 1930, Dr. rer. oec.

Quellen: J 1930; SLUB – Dissertation; Alumnidatei

Falck, Werner (Otto)

*12. Mai 1903 Dresden; Vater: Reichsbahnoberbaurat Otto F.; 3.

März 1922 Abi tur am Gymnasium zum Heiligen Kreuz; einhalbjährige

praktische Tätigkeit in den Eisenbahnreparaturwerkstätten

Dresden-Friedrichstadt; Studium an der TH Dresden (11 Sem.),

Dipl.-Ing. (Maschinen-Ingenieur) 10. März 1928; anschließend bis

Nov. 1928 beim Rat zu Dresden im Betriebsamt der Gas-, Wasserund

Elektrizitätswerke tätig, seit Dez. 1928 im Nürnberger Werk

der Siemens-Schuckert-Werke angestellt; Diss.: „Wirtschaftlichkeitsuntersuchung

des Dresdner Heizkraftwerkes“ (o. O. 1933, 30

Bl.); Ref./Korref.: Pauer/Rachel; Dr.-Prüfung am 8. Mai 1933 mit

187


„Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 24. Mai 1933, Dr.-Ing.; Schrift:

Erfahrungen und Neuerungen an Drehstrom-Schleifringläufer-

Motoren für Aussetzbetrieb, 1956 (Verlag Stahleisen, 3 S.)

Quellen: J 1933; SLUB – Dissertation (Lebenslauf); Staatsarchiviste; Alumnidatei

Falta, Heinz (Werner)

*29. Oktober 1910 Dresden; 14. März 1930 Abi tur an der Dreikönigschule

(Realgymnasium) in Dresden; Studium an der TH Dresden

(8 Sem.), Dipl.-Ing. (Chemiker) 6. März 1934; Diss.: „Über

Gamma-Derivate des Pyridins“ (wurde im wiss. Laboratorium

der Chemischen Fa brik von Heyden AG Radebeul-Dresden ausgeführt,

besonderer Dank an Professor C. Räth und an die Chemische

Fa brik von Heyden AG) (Berlin 1936: Bäcker, 42 S.); Ref./

Korref.: König/Steinkopf; Dr.-Prüfung am 19. Febr. 1936 mit „Sehr

gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 7. A pril 1936, Dr.-Ing.; arbeitete

in der Chem. Fa brik von Heyden AG in Radebeul; Patent (mit Dr.

Rudolf Gebauer, Dr. Curt Raeth): Verfahren zur Herstellung von

(gewissen) Pyridyl-alkylcarbonsäureestern, 1936

Quellen: J 1936; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei; online:

Patent

Faulhaber, Fritz

*17. Juni 1909 Czernowitz (Bukowina); 14. August 1928 dort Abitur

am Deutschen Staatsgymnasium; Studium an der TH Danzig

(12 Sem.), Dipl.-Ing. (Elek tro-Ingenieur) 28. Nov. 1936; Diss.: „Gerät

zur Aufschreibung schnellverlaufender grosser Kräfte“ (o. O.

1941, 45 Bl.); Ref./Korref.: Kiekebusch/Wolmann; Dr.-Prüfung an

der TH Dresden am 8. Nov. 1941 „mit Auszeichnung“ bestanden,

Dr.-Di plom vom 19. Nov. 1941, Dr.-Ing.; F. entwickelte die freitragende

eisenlose Schrägwicklung, Dr. Fritz Faulhaber GmbH &

Co. KG (Deutschland, Zentrale in Schönaich) und Standorte der

FAULHABER-Gruppe im Ausland: stehen für hochwertige Antriebslösungen

in unterschiedlichsten Einsatzbereichen (Medizin-

188


technik, Bestückungsautomaten, Präzisionsoptik, Telekommunikation,

Luft- und Raumfahrt, Robotik)

Quellen: J 1941; Staatsarchivliste; www.faulhaber.com: „Von der Vision zur Innovation“

Fauvel, (Friedrich) Albert

*15. Dezember 1893 Dresden, †23. August 1983 Planegg; Eltern:

Hermann F. (1848–1920), Schneidermeister, und Hulda geb. Noack

(1872–1953, 2. Ehefrau); mehrere Geschwister und Halbgeschwister;

seit 1914 Militärdienst; stud. Chemie an der TH Dresden

seit SS 1917; Dipl.-Ing. (Chemiker); Diss.: „Über das System

Zinkhydroxyd-Zinkoxyd-Zinkat-Na tronlauge. Ein Beitrag zur

Kenntnis amphoterer Metallhydroxyde“ (wurde im Laboratorium

für Elek trochemie und Physikalische Chemie der TH Dresden von

Okt. 1924 bis A pril 1926 ausgeführt, besonderer Dank an Professor

Erich Müller) (134 S.); Ref./Korref.: E. Müller / Foerster;

Dr.-Prüfung am 8. Juni 1926, Dr.-Di plom vom 29. Juni 1926, Dr.-

Ing.; später in Barth an der Ostsee tätig, F.s Aufgabe bestand in

der Isolierung seltener Metalle aus geeigneten Erzen, die für die

Rüstungsindus trie (insbesondere für den Raketenbau) von Bedeutung

waren;

Quellen: J 1928; SLUB – Dissertation; Alumnidatei;

Fehre, (Alwin Karl) Horst

*30. Dezember 1908 Dresden, †26. Januar 2000 Bonn; Eltern: Steuerinspektor

Karl F. und Frieda geb. Vielnf; 1928 Abi tur am Wettiner

Gymnasium, Realgymnasiale Abteilung; stud. seit SS 1928

auf das höhere Schulamt in der Math.-Nat. Abt. der TH Dresden,

unterbrochen vom SS 1929 an der Univ. Königsberg, eine schrift-

189


liche Prüfungshausaufgabe fertigte F. in Mathematik bei Gerhard

Kowalewski an („Cauchys Residuentheorie und ihre hauptsächlichsten

Anwendungen“ – gut), nach mündlicher Prüfung und

Lehrprobe erzielte er die Gesamtnote „Gut“ unter Zuerkennung

der Lehrbefähigung je 1. Stufe für Mathematik, Physik und Mineralogie/Geologie,

die er im Juni 1936 durch Erweiterungsprüfung

auf die 1. Stufe für das Fach Erdkunde ausdehnte, Kandidat des

höheren Schulamts der math.-nat. Richtung Juli 1934; Nov. 1934

bis Okt. 1935 Vorbereitungsdienst an der Deutschen Oberschule

in Dresden-Plauen; Lehrer an der Mochmann-Grudeschen Lehranstalt

in Dresden; Tätigkeit am Thüringer Statistischen Landesamt

in Erfurt; Diss.: „Dresden 1834–1933. Entwicklung und

Wirkungen einer deutschen Großstadt, bevölkerungsgeographisch

gesehen“ (Dresden: Dittert 1944, 234 S.); Ref./Korref.: Burkhardt/

Hassert; Dr.-Prüfung an der TH Dresden am 25. Febr. 1944, Dr.-

Di plom vom 9. März 1944, Dr. rer. nat.; Kriegsdienst und britische

Gefangenschaft; von Herbst 1946 bis 1971 Erster Fachstatistiker

bei der Bonner Stadtverwaltung: Organisation der Volkszählung

des Jahres 1946, dabei führte F. erstmals flächendeckend

das Blockgliederungssystem ein, das 1967 seinen Niederschlag

in den Empfehlungen der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für

Verwaltungsvereinfachung (KGSt) fand; F. war Mitglied der Deutschen

Akademie für Bevölkerungswissenschaft und auch in fortgeschrittenem

Alter aktiv im Verband Deutscher Städtestatistiker

(Ehrenmitglied seit 1980), im Deutschen Verein für Angewandte

Geographie, in der Deutschen Statistischen Gesellschaft; Autor

oder Mitautor mehrerer Schriften des Bonner Heimat- und Geschichtsvereins;

1950 Mitbegründer der Schriftenreihe „Bonner

Zahlen“ (später „Bonner Monatszahlen“); „Neues Verfahren der

kartenmäßigen Darstellung der Bevölkerungsentwicklung. Angewandt

auf die Ortschaften des Erfurter Beckens.“, in „Petermanns

Geographische Mitteilungen“ 1933, Heft 7/8 (1. Teil) und Heft 9/10

(2. Teil)

Quellen: J 1944/45; SLUB – Dissertation; Studentenakte Nr. 1412; 1. Promovendenbroschüre,

S. 157–162

190


Fehse, Wilhelm

Diss.: „Grenze der Wirtschaftlichkeit bei der Vorkalkulation im

Maschinenbau“ (46 S.); Dr.-Di plom der TH Dresden vom 18. Juli

1923; tätig in der Leipziger Firma „Pittler Werkzeugmaschinen

AG“, die Ende der 1930er Jahre die größte Spezialfa brik des Kontinents

für die Herstellung von Revolverdrehbänken und Automaten

war, 1943 ist F. Vorstandsvorsitzender dieser Firma, die ihren

Sitz 1945 nach Langen (Hessen) verlagert; F. ist seit Juni 1953 im

Vorstandsrat der Vereinigung von Freunden und Förderern der TH

Darmstadt e. V.; Dr.-Ing. E. h.

Quellen: J 1926; Alumnidatei; online: Niederschrift über die 28. Hauptversammlung

der Vereinigung von Freunden und Förderern der TH zu Darmstad e.

V. am 12. Juni 1953; online: „Pittler Werkzeugmaschinenfa brik AG“ (Geschichte)

– Copyright © Albert Gieseler, Mannheim, Germany 2009

Feil, Hans

*4. November 1893 Oststeinbek, †1. Januar 1982 Hamburg; 16.

A pril 1931 Bescheinigung über die Zulassung zum Studium an

den preußischen technischen Hochschulen vom Preußischen Ministerium

für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung; Studium:

TH Hannover (4 Sem.), TH Wien (1 Sem.), TH München (3 Sem.),

hier Dipl.-Ing. (Bauingenieur) 3. Nov. 1933; Diss.: „Rollfeldverbesserungen

durch Fräsrillen“ (geheim, nicht gedruckt); Ref./Korref.:

Heiser/Neuffer; Dr.-Prüfung an der TH Dresden am 15. Juni

1938 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 15. Juni 1938, Dr.-Ing.;

BDA; wirkte nach dem 2. WK in Hamburg

Quellen: Staatsarchivliste; online: ARCH THEK

Fein, Friedrich („Fritz“)

aus Hartha; stud. Chemie an der TH Dresden von SS 1917 bis SS

1922, Dipl.-Ing. (Fa brik-Ingenieur); Diss.: „Beiträge zur Kenntnis

des Einflusses des Äscherns auf die physischen und chemischen

Eigenschaften von Rinderhaaren“ (besonderer Dank an Professor

Ernst Müller, an Professor Trautmann von der Tierärztlichen Hochschule

Leipzig, an Professor Paeßler von der Deutschen Versuchsanstalt

für die Lederindus trie und an Betriebsleiter W. Mensing

191


von der Lehrgerberei der Deutschen Gerberschule zu Freiberg) (62

S.); Ref./Korref.: Ernst Müller / Herzog; Dr.-Prüfung am 6. Dez.

1924, Dr.-Di plom von [1924], Dr.-Ing.; Fa brikbesitzer in Hartha

Quellen: J 1926; SLUB – Dissertation; online: Historische Adressbücher: Alle

Einträge für Adreßbuch der Stadt Hartha 1931

Ferber, Horst von

*15. Februar 1882 Priborn (Mecklenburg), † nach 1945; Eltern:

Ernst von F. (*1850, Besitzer des Gutes Priborn) und Vally geb.

von Bornstedt; zwei Brüder; 1902 Abi tur am Gymnasium in Parchim;

Studium: Univ. Genf (1 Sem.), Univ. Leipzig (2 Sem.), TH

Hannover (4 Sem.), TH Dresden (9 Sem.), hier Dipl.-Ing. (Chemiker)

20. Dez. 1911; Diss.: „Einfluß der Stromkonzentration auf die

Bildung der Überschwefelsäure und der Caroschen Säure“ (wurde

im elektrochemischen Laboratorium der TH Dresden im SS

1912 und WS 1912/13 ausgeführt, besonderer Dank an Professor

E. Müller) (Weida in Th.: Thomas & Hubert 1913, 61 S.); Ref./

Korref.: Erich Müller / Foerster; Dr.-Prüfung am 26. Juni 1913 mit

„Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 2. Juli 1913, Dr.-Ing.; F. war bis

zur Bodenreform letzter Besitzer des Gutes Priborn mit 1200 ha

Grundbesitz, er verzog alleinstehend nach Waren

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei; http://www.gutshaus-priborn.de/geschichte/

Ferchland, Heinz (Eduard Andreas)

*29. A pril 1899 Dresden, †13. September 1979 Wuppertal; Eltern:

Regierungsbaumeister Emil Wilhelm F. und Mathilde geb. Böwe;

19. Mai 1919 Abi tur am Sächsischen Kadettenkorps in Dresden;

Studium: TH Dresden (5 Sem.), TH Berlin (4 Sem.), hier Dipl.-Ing.

(Maschinen-Ingenieur) 7. Dez. 1923; Diss.: „Ein Beitrag zum Problem

der Bearbeitung von Kunstharz-Hartpapier und Hartgewebe

auf der Kreissäge“ (für die Ausführungen standen Einrichtungen

des Versuchsfeldes für Werkzeugmaschinen, -untersuchungen

und Fertigungsverfahren des Prof. Sachsenberg zur Verfügung,

besonderer Dank an ihn und an die Notgemeinschaft der Deutschen

Wissenschaft) (o. O. 1934, 34 S.); Ref./Korref.: Sachsenberg/

192


Berndt; Dr.-Prüfung an der TH Dresden am 24. Juli 1934 mit „Gut“

bestanden, Dr.-Di plom vom 18. Dezember 1935, Dr.-Ing.

Quellen: J 1936; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumniliste; Stadtarchiv

Dresden: 6.4.25 – 1.2.2-67, Nr. 1608 (Geburtseintrag mit Sterbevermerk)

Fichte, Erich

*26. Mai 1898 Mühlberg/Elbe, †nicht vor 1978; Vater: Kaufmann

Robert F., Mühlberg; Geschwister; Schulbildung: Volksschule in

Mühlberg und daneben Privatunterricht, Realgymnasium Eilenburg,

dort Abi tur am 31. Jan. 1917; im Herbst 1917 nach kurzer militärischer

Ausbildung ins Feld, nach Verdun, später nach Lyon, im

Dez. 1917 Gefreiter, im A pril 1918 Unteroffizier, dann Vizefeldwebel,

Teilnahme an den deutschen Offensiven, Eisernes Kreuz,

bei Cambrai im Sept. 1918 in englische Gefangenschaft; im Nov.

1919 Rückkehr nach Deutschland; stud. seit WS 1919/20 Chemie

an der TH Dresden, Hauptprüfung im Mai 1924 (Di plomarbeit bei

Heiduschka: „Einfluss von Säure und Salz auf die Backfähigkeit

von Mehl“ – 1b), Dipl.-Ing. (Chemiker) Mai 1924; 1927/28 Arbeit

im Botanischen Institut der TH Dresden bei Prof. Tobler; Diss.:

„Strukturveränderungen am toten Holze durch technische Einflüsse

und ihre Sichtbarmachung durch Färbungen“ (Berlin: Borntraeger

1929; auch: Angewandte Botanik, Bd. 11, S. 77–112); Ref./Korref.:

Tobler/Schwede; Dr.-Di plom vom 11. Januar 1929, Dr.-Ing.;

seit Okt. 1953 beim Bezirks-Hygiene-Institut Dresden tätig, Abt.

Lebensmittelchemie, nach eineinhalbjährigem Studium (neben

der Berufstätigkeit) 1955 Prüfung als Lebensmittelchemiker; 1978

Übergabe der „Chronik der Familie Fichte, Mühlberg/Elbe“ an die

SLUB, Abt. Handschriften, Autographen, Nachlässe

Quellen: J 1929; SLUB – Dissertation; Studentenakte Nr. 3435

Fichtner, (Friedrich Ferdinand) Kurt

*22. A pril 1895 Dresden-Plauen, †10. September 1979; Eltern: Baumeister

William („Wilhelm“) F. (1865–1937) und Lina geb. Köhler;

Bruder Johannes F., Dipl.-Ing. (1897–1930); Schulbildung: Bürgerschule

Plauen, dann Annenschule, hier Abi tur Ostern 1914, bis

August 1914 in Genf zur Erholung und Erweiterung der franzö-

193


sischen Sprachkenntnisse, auch Hörer in der Allg. Abt. der Univ.

Genf; Kriegsdienst: ab Jan. 1915 freiwillig zum Feldart.-Reg. 48

in Dresden, im Aug. 1915 ins Feld zum Reserve-Feldart.-Reg. 32,

dort bis Ende Dez. 1918; stud. Hochbau an der TH Dresden: im

WS 1914/15 und ab ZS 1919, Vorprüfung im Febr. 1920 gut, Hauptprüfung

im Mai 1924 sehr gut bestanden (Di plomarbeit bei Dülfer:

Freistehendes Landhaus für einen Wohlhabenden), Dipl.-Ing.

(Architekt) Mai 1924; Diss.: „Die Geschichte des Fußbodenbelages

in Deutschland und in seinen Grenzgebieten“ (Dresden 1929:

Teubner, 99 S.); Ref./Korref.: Högg/Reuther; Dr.-Di plom der TH

Dresden vom 16. Juni 1928, Dr.-Ing.

Quellen: J 1929; SLUB – Dissertation; Studentenakte Nr. 3442; Grabstein auf

einem Dresdner Friedhof

Fickert, Richard

aus Frankenberg; stud. Bauingenieurwesen an der TH Dresden

seit 1899; 1904 1. Staatshauptprüfung; Regierungsbaurat, im

Sächs. Amt für Gewässerkunde; Diss.: „Der Wasserhaushalt des

sächsischen Muldengebietes vom 1. November 1909 bis 31. Oktober

1919“ (Dresden 1921); Dr.-Di plom der TH Dresden von

(1922); Bücher und Schriften: Das Landstraßenwesen im Königreiche

Sachsen bis um das Jahr 1800, auch in seiner Bedeutung

für den Postverkehr, 1913 Berlin (Reichsdruckerei); Das Katastrophenhochwasser

im Osterzgebirge im Juli 1927, 1934 Dresden (V.

Baensch Stiftung); im Jahrbuch des Sächs. Amtes für Gewässerkunde

erschienen: Mittlere fünf- und zehnjährige Jahres-Niederschlags-,

Abfluß- und Verlusthöhen, 1923; (mit Karl Schmidt) Die

größten Sommerhochwässer des sächsischen Muldengebietes in

den letzten Jahrzehnten, 1934; Der Mengenschreiber, 1934; Über

Trockenwetter- und Niederwasserzeiten im Lande Sachsen, 1936;

Das Hochwasser im Pließnitzgebiet am 14. Juli 1932, 1936; Die

zwanzigjährigen Niederschlags- und Abflußverhältnisse im sächsischen

Muldengebiet, 1936; (mit Emil Flach) Die Hochwasserkatastrophe

im oberen Gebiet der Weißen Elster am 23. Mai 1935,

1936

Quellen: SLUB – Dissertation; Alumnidatei

194


Fiedler, Heinz (Bruno Emil)

*4. Oktober 1912 Bischofswerda; 18. Febr. 1932 Abi tur an der Deutschen

Oberschule Bischofswerda; Studium an der TH Dresden (10

Sem.), Dipl.-Ing. (Papier-Chemiker) 10. Dez. 1936; Diss.: „Über

Aufschlußgradsbestimmungen von Sulfitzellstoffen“ (Biberach/

Riß: Güntter-Staib-Verlag 1937, 20 S.); Ref./Korref.: Fr. Müller /

Schwabe; Dr.-Prüfung am 29. Nov. 1937 mit „Sehr gut“ bestanden,

Dr.-Di plom vom 21. Januar 1938, Dr.-Ing.

Quellen: J 1938; Staatsarchivliste; Alumnidatei

Fiedler, Johannes (Curt)

*30. September 1904 Meißen; 29. Febr. 1924 Abi tur am Realgymnasium

Meißen; Studium an der TH Dresden, Dipl.-Ing. (Chemiker)

24. Nov. 1930; Diss.: „Ueber die Beziehungen zwischen Verbrennungswärme

und Konstitution bei einigen vinylenhomologen

Reihen von Polymethinfarbstoffen“ (wurde von Anfang 1931 bis

Ende 1933 im Laboratorium für Farben- und Textilchemie der TH

Dresden ausgeführt, besonderer Dank an Professor König und an

die TH Dresden für die Verleihung eines Staatspreises, wodurch

die Arbeit ermöglicht wurde) (Dresden 1935: F. A. Wolf, 95 S.);

Ref./Korref.: König / E. Müller; Dr.-Prüfung an der TH Dresden

am 28. Juli 1934 „mit Auszeichnung“ bestanden, Dr.-Di plom vom

10. August 1935, Dr.-Ing.

Quellen: J 1935; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei

Fiedler, Wilhelm (Carl Theodor)

*22. Oktober 1877 Leipzig; Vater: Buchhändler Carl F.; 22. März

1897 Abi tur am Nikolaigymnasium in Leipzig; stud. Hochbau an

der TH Dresden von SS 1897 bis SS 1902 (mit Ausnahme von 2

beurlaubten Semestern, in denen er praktisch tätig war), Hauptprüfung

im März 1902 sehr gut bestanden (Di plomarbeit bei K.

Weißbach: Entwurf einer Badeanlage mit Gesellschaftsräumen),

Dipl.-Ing. (Architekt) 13. März 1902; Diss.: „Das Fachwerkhaus in

Deutschland, Frankreich und England“ (Berlin: Wasmuth); Ref./

Korref.: Gurlitt/Hartung; Dr.-Prüfung am 19. Juli 1902 mit „Gut“

195


estanden, Dr.-Di plom vom 19. Juli 1902, Dr.-Ing.; Schriften: Der

Bauherr und sein Architekt, 1927 (Bauwelt-Verlag, 31 Seiten)

Quellen: Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 3459; Internet: Schriften

Fikentscher, (Karl Friedrich) Hans

*13. Januar 1898 Zwickau, †28. Januar 1942; Eltern: Fa brikbesitzer

Hans F., Zwickau (†1921), und Clara geb. Herling; eine Schwester,

drei Brüder; Kriegsdienst: im Febr. 1916 als Fähnrich in die

sächs. Armee, im Okt. 1916 zum Leutnant im Kgl. Sächs. Pionierbat.

22 befördert, Okt. 1918 Armverwundung, die Nervenlähmung

zur Folge hatte; stud. an der TH Dresden im ZS 1919 und

SS 1919 in der Bauingenieurabteilung, wechselte zum WS 1919/20

in die Mech. Abt., bestand im Januar 1922 die Vorprüfung und

im Okt. 1923 die Hauptprüfung (Di plomarbeit bei Ernst Müller

– gut), Dipl.-Ing. (Betriebs-Ingenieur) Okt. 1923; Diss.: „Die technologischen

Unterschiede der jetzt hauptsächlich handelsüblichen

Rohbaumwollen unter besonderer Berücksichtigung der Untersuchungsmethoden“

(297 S.); Dr.-Di plom der TH Dresden vom 8.

August 1925; tätig im Ludwigshafener Werk der IG Farben, dort

maßgeblich an der Entwicklung von PVC beteiligt; Schrift: (mit

Dr. Heinz Gerrens, Dr. Helmut Schuller) Emulsionspolymerisation

und Kunststoff-Latices, in: Angewandte Chemie 72 (1960) 22, S.

856–864

Quellen: J 1926; Studentenakte Nr. 3462; online: Dr. Volker Hofmann, Troisdorf,

8.6.2009 (Bearb.): Kunststoff-Museum Troisdorf; Udo Tschimmel: Die

Zehntausend-Dollar Idee – Kunststoffgeschichte vom Celluloid zum Superchip,

1989 (Econ-Verlag); Stadtverwaltung Zwickau, Stadtarchiv, Sylvia Reinhardt,

Mitteilung vom 3. Juni 2014

Finne, Erling

*21. Juli 1891 Kristiania (Norwegen), †8. Oktober 1919; Eltern Gabriel

Grubbe Dietrickson Finne und Alette Sophie Dederikke geb.

Cappelin (bei Antritt des Studiums von F. waren beide verstorben);

3. Juli 1909 Abi tur an der Kathedralschule in Kristiania; Studium:

Kriegsschule Kristiania (6 Sem., 1912 Leutnantsexamen), TH

Dresden (10 Sem., im SS 1915 beurlaubt wegen militärdienstlicher

196


Verpflichtungen), Vorprüfung im Dez. 1914 mit Auszeichnung,

Hauptprüfung im Juli 1916 mit Gut abgelegt (Di plomarbeit bei v.

Walther: Studien über Explosivstoffe), Dipl.-Ing. (Chemiker) 25.

Juli 1916; Arbeit an der Diss. zunächst bei Prof. Dr. Goldschmidt

an der Univ. Kristiania, dann seit SS 1917 an der TH Dresden;

Diss.: „Die Leitfähigkeit von Säuren und Salzen in Methylalkohol“

(Dresden 1919: Fischer, 73 S.); Ref./Korref.: Foerster/Scholl; Dr.-

Prüfung an der TH Dresden am 1. Dez. 1917 mit „Gut“ bestanden,

Dr.-Di plom vom 15. Dez. 1917, Dr.-Ing.; Patent, betreffend Verfahren

zur Isolierung von Nukleinsäuren; verheiratet mit Astrid geb.

Larsen

Quellen: J 1919; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Studentenakte Nr.

3480; online: Stammbaum Finne; online: Patent

Firat, Fehim (Ibadullah)

*19. März 1908 Erzincan (Türkei), †1980; besuchte die „Musterschule“

und die „Staatl. Fachschule für Landwirtschaft“ in seinem

Heimatort; 1926 Reifeprüfung und Aufnahme des Studiums an

der Landwirtschaftlichen Hochschule zu Büyükdere, Di plom-

Abschluss 1. Juli 1929 mit sehr gutem Erfolg; am 19. Sept. 1929

von der Regierung als Forstrevierverwalter in Edremit angestellt;

Nov. 1929 bis Mai 1931 Ass. in der Abt. für forstl. Betriebslehre

an der Forstl. Hochschule zu Büyükdere; von der türkischen Regierung

zur Vervollständigung der Studien nach Frankreich geschickt,

dort vom 20. Okt. 1931 bis zum 25. Juli 1934 ord. Student

an der „Ecole Nationale des Eaux et Forets“, Di plom-Abschluss

„Ingenieur Civil des Eaux et Forets“; danach, ebenfalls im Auftrag

der Regierung, Studium an der TH Dresden, Abt. Forstl. Hochschule

Tharandt, um zu promovieren; Diss.: „Vergleichende Untersuchungen

über Wachstum und Ertrag der Rotbuche in Sachsen“

(Freiburg 1941: Blümer, 119 S.); Ref./Korref.: Röhrl/Rubner;

Dr.-Prüfung an der TH Dresden am 18. Januar 1937 „bestanden“,

Dr.-Di plom vom 16. Juni 1941, Dr.-Ing. forest.; Militärdienst in der

197


Türkei; Univ. Istanbul: 1942 Habil., Dozent, 1945 Prof., 1952 bis

1954 Dekan der Fakultät für Forstwirtschaft und 1955 Rektor

Quellen: J 1941; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; online: Prof. Fehim

FIRAT (1908–1980)

Firschke, Erich (Paul)

*14. Juli 1911 Dresden; 1. März 1933 Abi tur an der Deutschen

Oberschule Bautzen; stud. auf das Berufsschullehramt Chemie

und Pädagogik an der TH Dresden seit WS 1934/35, Vorprüfung

in Chemie am 30. Nov. 1936, fachtechnische Hauptprüfung Ende

1937 sehr gut, Pädagogische Prüfung und Lehrprobe gut bestanden,

mit Zeugnis vom 31. Okt. 1938 wurde F. die Befähigung

zum Lehramt an Berufsschulen zugesprochen; Diss.: „Die pädagogische

Bekämpfung des Rauchens bei Jugendlichen unter besonderer

Berücksichtigung der chemischen, physiologischen und

psychologischen Voraussetzungen“ (Dresden: Dittert 1941, 114

S.); Ref./Korref.: Schubert/Heiduschka; Dr.-Prüfung am 10. A pril

1940 „bestanden“, Dr.-Di plom vom 8. Febr. 1941, Dr. phil.; wohnhaft

1947 in Eglharting (Bayern); Schrift: Ganztagsschule ja – aber

nicht auf Kosten der Lehrer, in: Tagesheimschule, H. 4, 1968, S.

70–73

Quellen: J 1941; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 3536

Fischer, (Arthur) Fritz

*20. A pril 1894 Dresden, † nicht vor 1973; Vater: städtischer Lehrer

Arthur F.; Ostern 1913 Abi tur am König-Georg-Gymnasium

in Dresden; Studium an der TH Dresden seit SS 1913: zunächst

3 Sem. Bauingenieurwesen, dann Mathematik und Physik in der

Allg. Abt.; im August 1914 als Kriegsfreiwilliger in das Feld-Art.-

Reg. 48, dort im Jan. 1915 als dienstunbrauchbar entlassen, im

Sept. 1915 zum Res.-Inf.-Reg. 101 in Zittau eingezogen, im A pril

1916 wegen Nervenschwäche von allen militärischen Pflichten befreit;

Prüfung für das höhere Schulamt im A pril 1919 gut bestanden

unter Zuerkennung der Lehrbefähigung je 1. Stufe für Reine

Mathematik, Physik und Angewandte Mathematik (schriftliche

Arbeit in Mathematik bei Krause/Ludwig: „Untersuchung einer

198


speziellen Berührungstransformation“ – sehr gut); Lehrer an einer

Dresdner Oberrealschule; Diss.: „Synthetische Untersuchungen

über doppelseitige Punkt-Kugeltransformationen“ (Borna-Leipzig

1921: Noske); Ref./Korref.: Ludwig/Naetsch; Dr.-Di plom vom 12.

Mai 1920, Dr. rer. techn.; neben dem Schuldienst Assistenzleistungen

am Math. Seminar der TH Dresden bis Ende 1920 (bei W.

Ludwig); seit Anfang 1921 Tätigkeit in Sonderburg; seit Mitte der

1950er Jahre bis Anfang 1973 wiss. Mitarbeiter am Lehrstuhl für

Mathematik der HfV mit verschiedenen Lehraufträgen vornehmlich

Anfang der 1960er Jahre (u. a. Technisches Rechnen, Vorbereitungs-

und Förderkurse)

Quellen: J 1922; SLUB – Dissertation; Studentenakte Nr. 1416; Nr. 15719, Bl. 58,

62; PVV der HfV 1953–1965; Universitätsarchiv der TU Dresden, Mitteilung von

Angela Buchwald im A pril 2014 über F.s Arbeit an der HfV

Fischer, Erich (Clemens Curt)

*11. A pril 1903 Dresden; Ostern 1923 Abi tur an der Dreikönigschule

(Realgymnasium) in Dresden; Studium an der TH Dresden

(12 Sem.), Dipl.-Ing. (Maschinen-Ingenieur) 12. Dez. 1928; Diss.:

„Das Verhalten von Werkstoffen gegenüber schnellverlaufender

Verdrehungsbeanspruchung“ (besonderer Dank an die Professoren

Schwinning und Berndt und an die Helmholtz-Gesellschaft für

die Bereitstellung der Mittel) (o. O. [1937], 29 Bl.); Ref./Korref.:

Berndt/Weber; Dr.-Prüfung am 19. Dez. 1936 mit „Sehr gut“ bestanden,

Dr.-Di plom vom 3. August 1937, Dr.-Ing.

Quellen: J 1937; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei

Fischer, Ewald

*22. Januar 1880 Cunnersdorf (bei Glashütte); 12. März 1900 Abitur

am Annenrealgymnasium in Dresden; Studium an der TH

Dresden (9 Sem.), Dipl.-Ing. (Bauingenieur) 28. Okt. 1904; Diss.:

„Über künstliche Belastungen bei der Aufstellung von Bogenbrücken“

(Dresden 1905); Ref./Korref.: Mehrtens/Foerster; Dr.-Prüfung

am 16. März 1905 „mit Auszeichnung“ bestanden, Dr.-Diplom

vom 16. März 1905, Dr.-Ing.

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei

199


Fischer, Franz (Albert)

*08. A pril 1903 Dobristroh (Kreis Calau); 10. Sept. 1923 Abi tur am

Reformrealgymnasium in Senftenberg; Studium an der TH Dresden

(16 Sem.), Dipl.-Ing. (Chemiker) 13. März 1930; Diss.: „Über

Carbonate des Berylliums“ (Dresden: Risse-Verlag 1933, 56 S.);

Ref./Korref.: Menzel/Simon; Dr.-Prüfung am 19. Mai 1933 „bestanden“,

Dr.-Di plom vom 14. Juni 1933, Dr.-Ing.

Quellen: J 1933; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste

Fischer, (Bernhard Emil) Fritz

*26. Januar 1904 Dresden; Eltern: Volksschullehrer Emil F. und

Helene geb. Härtig; Geschwister; 9. März 1923 Abi tur am Wettiner

Gymnasium in Dresden; Studium der Chemie, Mathematik und

Mineralogie/Geologie in der Math.-Nat. Abt. der TH Dresden (9

Sem.), Kandidat des höheren Schulamts der math.-nat. Richtung

20. Juli 1928 (gut) unter Zuerkennung der Lehrbefähigung je 1.

Stufe in Chemie, Mineralogie/Geologie und Reiner Mathematik;

schriftliche Arbeiten zur Prüfung für das höhere Schulamt hatte

F. in Chemie bei Erich Müller („Die Einreihung der radioaktiven

Elemente in das periodische System der Elemente“ – 1a), Reiner

Mathematik und Praktischer Pädagogik angefertigt; Studienreferendar

und Studienassessor im höheren Schuldienst in Dresden,

Lichtenstein und Zwickau bis A pril 1931; dann stellenlos, studierte

als Gasthörer an der TH Dresden Botanik, Zoologie und

Anthropologie mit dem Ziel der Promotion; Diss.: „Weißrussische

Schädel. Ein Beitrag zur Rassengeschichte des östlichen Europa“

(wurde in den Jahren 1933 und 1934 ausgeführt, besonderer Dank

an die Professoren Struck und Süpfle) (Leipzig 1936: Frommhold

& Wendler, 98 S.); Ref./Korref.: Struck/Süpfle; Dr.-Prüfung am 13.

A pril 1935 mit „Sehr gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 2. Mai 1936,

Dr. rer. techn.; von Jan. 1934 bis A pril 1940 Lehrer an Volksschulen

in Voigtsdorf, Dittersbach bei Neuhausen, Schönfeld-Pfaffroda

und Thurm; seit Mai 1940 wieder im höheren Schuldienst an der

Oberschule in Strasburg (Westpreußen), seit Sept. 1941 Studienrat;

Sept. 1944 bis A pril 1945 Kriegsdienst, dann amerikanische und

französische Kriegsgefangenschaft; Febr. 1946 Rückkehr nach

200


Dresden; Arbeit als Bau- und Chemiehilfsarbeiter in Dresdner

Betrieben, seit A pril 1948 Chemiker in der Chem. Fa brik Franz

König, Dresden; Juni 1949 Antrag auf Zulassung zur Prüfung für

Nahrungsmittelchemiker an der TH Dresden; verheiratet mit Susanne

geb. Brauer, keine Kinder

Quellen: J 1936; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 1415

Fischer, (Friedrich Max) Herbert

*12. A pril 1906 Döbeln (Sachsen), †1981 Neumünster; 7. Jan. 1931

Abi tur am Staats-Realgymnasium in Döbeln; Studium an der TH

Dresden (12 Sem.), Dipl.-Ing. (Architekt) 7. Jan. 1931; Diss.: „Über

die Leistungsfähigkeit von Türen, Gängen und Treppen bei ruhigem,

dichtem Verkehr“ (Döbeln 1933: Holle, 39 S.); Ref./Korref.:

Jost/Blumenfeld; Dr.-Prüfung am 14. Jan. 1933 mit „Gut“ bestanden,

Dr.-Di plom vom 14. Febr. 1933, Dr.-Ing.

Quellen: J 1933; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei; Stadtverwaltung

Döbeln, Standesamt, Irina Schädlich, Mitteilung vom 22. Mai. 2014

Fischer, Herbert (Georg Alexander)

*6. Dezember 1911 Dresden; 12. März 1931 Abi tur am Realgymnasium

in Dresden-Blasewitz; Studium an der TH Dresden (11 Sem.),

Dipl.-Ing. (Chemiker) 31. Mai 1937; Diss.: „Über Reaktionsprodukte

aus Phosphorpentoxyd und Ammoniak und deren Eignung

zur Wasserenthärtung“ (Dresden: Dittert 1941, 85 S.); Ref./Korref.:

Menzel/Simon; Dr.-Prüfung am 20. Dez. 1939 mit „Sehr gut“

bestanden, Dr.-Di plom vom 8. A pril 1941, Dr.-Ing.

Quellen: J 1941; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei

Fischer, Johannes (Richard)

Dipl.-Ing.; Diss.: „Über die elektrolytische Abscheidung des Zinns

aus schwefelsaurer Lösung“ (66 S.); Ref./Korref.: E. Müller /

Foerster; Dr.-Prüfung an der TH Dresden am 16. Dez. 1925, Dr.-

Di plom vom 13. Jan. 1926, Dr.-Ing.

Quellen: J 1926; SLUB – Dissertation

201


Fischer, Josef

*11. A pril 1878 Bayreuth; 14. Juli 1897 Abi tur am Luitpold-Gymnasium

in München; Studium an der TH München (8 Sem.), hier

Dipl.-Ing. (Bauingenieur) 5. August 1901; Diss.: „Die mittlere Geschwindigkeit

des Wassers in offenen Gerinnen in ihrer Beziehung

zu den Oberflächengeschwindigkeiten“; Ref./Korref.: Gravelius/

Engels; Dr.-Prüfung an der TH Dresden am 17. Juli 1914 „mit Auszeichnung“

bestanden, Dr.-Di plom vom 22. Juli 1914, Dr.-Ing.

Quellen: Staatsarchivliste

Fischer, Paul

*28. Februar 1876 Leipzig; 25. März 1898 Abi tur am Gymnasium

zum Heiligen Kreuz in Dresden; Studium der Chemie an der

TH Dresden (8 Sem.), Dipl.-Ing. (Chemiker) 4. März 1903; Diss.:

„Triphenylchlormethan in seinen chemischen Wirkungen als Säurechlorid“

(wurde im Organisch-chemischen Laboratorium der

TH Dresden ausgeführt, besonderer Dank an die Professoren E.

von Meyer und R. Freiherr von Walther) (Dresden: Adolph & Co.,

1905); Ref./Korref.: von Meyer / Möhlau; Dr.-Prüfung am 19. Juli

1905 „mit Auszeichnung“ bestanden, Dr.-Di plom vom 26. Juli

1905, Dr.-Ing.

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei

Fischer, Rudolf (Wolfgang Hellmut)

*10. Juli 1907 Chemnitz; 29. Sept. 1928 Abi tur an der Staatl. Gewerbeakademie

Chemnitz; Studium: TH Darmstadt (4 Sem.),

TH Dresden (5 Sem.), hier Dipl.-Ing. (Chemiker) 5. März 1932;

Diss.: „Beitrag zur kolloid-chemischen Betrachtung von Mehl

und Backfähigkeit“ (Dresden 1933: Zirnstein, 69 S.); Ref./Korref.:

Heiduschka/Lottermoser; Dr.-Prüfung an der TH Dresden am 14.

März 1933 mit „Sehr gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 5. A pril

1933, Dr.-Ing.

Quellen: J 1933; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste

202


Fischer, (Carl) Walther

*16. Juni 1897 Rochlitz (Sachsen), †15. Februar 1979 Nürnberg;

Schulbildung: Bürgerschule und Gymnasium in Rochlitz, Fürstenund

Landesschule Grimma, hier Juni 1915 Not-Abi tur; Kriegsdienst

und französische Gefangenschaft; stud. Chemie mit Schwerpunkt

Mineralogie/Geologie an der TH Dresden seit SS 1920, Vorprüfung

im WS 1921/22, Hauptprüfung im SS 1923 jeweils sehr

gut bestanden, Dipl.-Ing. (Chemiker) 1923; von Okt. 1923 bis Sept.

1925 Ass. am Institut für Mineralogie und Geologie der TH Dresden,

dessen Direktor Eberhard Rimann war gleichzeitig Direktor

des „Museums für Mineralogie, Geologie und Vorgeschichte“ im

Dresdner Zwinger (seit 1938 „Staatliches Museum für Mineralogie

und Geologie“); Diss.: „Helvinlagerstätte von Casa La Plata (Sierra

de Córdoba, Argentinien) nebst einem Beitrag zur Kenntnis

der Konstitution des Helvin und Danalith“ (52 S.); Ref.: Rimann;

Dr.-Prüfung „mit Auszeichnung“ bestanden, Dr.-Di plom vom 12.

März 1925, Dr.-Ing.; von 1925 bis 1946 im „Staatlichen Museum“

tätig: zunächst als wiss. Hilfsarbeiter, dann als Kustos und Leiter

der mineralogisch-petrographischen Abteilung, als Stellvertreter

des Museumsdirektors, als kommissarischer Direktor und 1945/46

als Direktor; F. übernahm auch Lehrveranstaltungen an der TH für

den erkrankten Rimann, leitete zeitweilig auch den Math.-Phys.

Salon und das Museum für Tier-, Völker- und Rassenkunde und

war im Krieg für die Sicherung der Bestände all dieser Sammlungen

verantwortlich; im Febr. 1945 Zerstörung des Zwingers, F.

und seine Familie, auch die Schwiegereltern und der Bruder waren

ausgebombt; F. trat sofort nach dem Ende des 2. WK seine Arbeit

wieder an, ihm und einer Kollegin wurde von der sowjetischen

Kommandantur die Gesamtverwaltung für alle Dresdner naturwiss.

Museen übertragen; F. war nicht Mitglied der NSDAP gewesen

und wurde daher im Herbst 1945 nicht aus dem öffentlichen

Dienst entlassen; Entlassung Ende Juli 1946 nach einer Denunziation;

seit August 1946 Forschungsauftrag vom So wjetischen Ministerium

für Baumaterialien, Mitarbeit an weiteren Projekten und

selbständiger beratender Ingenieur; seit 1948 in Idar-Oberstein an

der „Berufsschule Kreis Birkenfeld und Fachschule für Edelstein-

203


earbeitung“: zunächst Lehrer, dann kommissarischer Leiter und

seit 1954 Direktor; Bücher u. a.: „Mineralogie in Sachsen von

Agricola bis Werner. Die ältere Geschichte des Staatlichen Museums

für Mineralogie und Geologie zu Dresden 1560 bis 1820“,

1939; „Praktische Edelsteinkunde“, 1953; „Gesteins- und Lagerstättenbildung

im Wandel der wissenschaftlichen Anschauungen“,

1961 (Stuttgart); Mitarbeit in der „Vereinigung der Freunde der Mineralogie

und Geologie e.V.“ und im Verein „Die Heimatfreunde

Oberstein“, etliche Beiträge im „Heimatkalender des Landkreises

Birkenfeld“; seit 1959 Ruhestand und Umzug nach Stuttgart, in

den letzten Lebensjahren in Nürnberg wohnhaft; verheiratet mit

Margarete geb. Herzberg, eine Tochter (*1936)

Quellen: J 1926; SLUB – Dissertation; Alumnidatei; 2. Promovendenbroschüre,

S. 16–23

Flammer, Helmuth (Ernst)

*15. Oktober 1911 Heilbronn, †15. November 1980 Mainz; Vater:

Ernst Wilhelm F. (†1940), zuletzt Inhaber der Seifenwerke Flammer;

22. Febr. 1929 Abi tur am Gymnasium in Heilbronn; Studium:

TH Stuttgart (5 Sem.), TH München (4 Sem.), hier Dipl.-Ing. (Chemiker)

31. Juli 1934; Diss.: „Über die Dispergierung von Kalkseifen

mittels anionaktiver Fettstoffe“ (Dresden und Leipzig: Steinkopff

1937; auch: Kolloid-Beihefte, Bd. 45, H. 1–10, S. 359–412);

Ref./Korref.: Lottermoser / Fr. Müller; Dr.-Prüfung an der TH

Dresden am 10. Febr. 1937 mit „Sehr gut“ bestanden, Dr.-Di plom

vom 19. Mai 1937; seit 1940 Inhaber der Seifenwerke Flammer;

von 1950 bis 1967 Mitglied und Vorsitzender des Vorstands des

Arbeitgeberverbands Chemie und 1951 bis 1959 Vorstandsvorsitzender

des Arbeitgeberverbands Heilbronn-Hohenlohe; seit 1967

Vizepräsident und von 1970 bis 1980 Präsident der IHK Heilbronn-

Franken; 1978 bis 1980 Präsident der Synode der Evangelischen

Landeskirche Württemberg

Quellen: J 1937; Staatsarchivliste; Wikipedia

Flath, Arno

aus Dresden; stud. Chemie an der TH Dresden von WS 1919 bis SS

204


1921; Diss.: „Elek trometrische Bestimmung von Vanadium und

Uran allein, gemeinsam und neben Eisen“ (72 S.); Dr.-Di plom der

TH Dresden vom 1. Dez. 1923; Schrift: (mit Erich Müller, Hans

Just, K. G. Gustavson, C. M. Knudson, W. D. Treadwell, D. T.

Ewing, E. F. Eldridge) unter dem Titel der Diss., in: Fresenius´

Journal der Analytischen Chemie, Band 64, Heft 8–9, S. 343–347;

Mitinhaber der Fa brik für pharmazeutische und chem.-techn. Erzeugnisse

KG in Naunhof bei Leipzig, Hersteller u. a. von „Kaluform“,

einem Medikament gegen Angina und Diphtherie

Quellen: J 1926; online: Gehes Codex; Pharmazeutische Zeitung 84. Jg., Nr. 7,

S. 172

Fleischer, Horst (Theo)

*5. A pril 1913 Neumark (Vogtland), †22. Januar 1978 Mittelberg

im Allgäu; Vater: Buchdruckereibesitzer; 25. Febr. 1932 Abitur

am König-Georg-Gymnasium in Dresden-Johannstadt; stud.

seit SS 1932 in der Math.-Nat. Abt. der TH Dresden, Dipl.-Ing.

(Technischer Physiker) 26. Mai 1936; Diss.: „Zur theoretischen

Deutung der Frequenzabhängigkeit der elektrischen Leitfähigkeit

starker Elek trolyte bis zu sehr hohen Feldstärken“ (Borna-Leipzig

1938: Noske, 51 S.); Ref./Korref.: Falkenhagen/Tomaschek; Dr.-

Prüfung am 24. Febr. 1938 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom

21. Sept. 1938, Dr.-Ing.; tätig bei der Reichspost: zunächst Referendar

in verschiedenen Städten Sachsens und in Berlin, dann als

Assessor Leiter eines Fernmeldeamtes und Funkreferent, Reichspostrat,

im 2. WK u. a. von 1941 bis 1944 als „Beauftragter des

Reichspostministeriums für Technik, Postverkehr und Rundfunk“

in Finnland; 1945 russische Kriegsgefangenschaft; Kohlenträger

in Hamburg; nach „Entnazifizierung“ wieder bei der Post: erst in

Hamburg, später beim „Fernmeldetechnischen Zentralamt“ (FTZ)

der Deutschen Post in Darmstadt, hier Leiter des Referats „Funküberwachung“

der Abt. „Funkwesen“ des FTZ, Oberpostdirektor;

F. wickelte zahlreiche Auslandsaufträge für die Bundespost ab

und vertrat sie bei internationalen Konferenzen; seit 1956 Chefredakteur

der vom FTZ herausgegebenen „fernmelde-praxis“; seit

Januar 1965 als Generalsekretär an der Spitze des VDE; Bearbei-

205


ter und Herausgeber des „Lehrbuchs der Fernmeldetechnik“ von

Karl Bergmann (2. Auflage 1970); Mitglied in Gremien von Bundesministerien:

so im Ausschuss „Technische Arbeitsmittel“ beim

Arbeitsministerium, im Ausschuss „Harmonisierung“ beim Wirtschaftsministerium,

im „Umweltforum“ beim Innenministerium;

stellvertretendes Kuratoriumsmitglied der Bundesanstalt für Arbeitsschutz

und Unfallforschung; seit 1944 verheiratet mit Ulrica

geb. Sergéeff, eine Tochter (*1949), ein Sohn (*1953); Hobbies in

der knapp bemessenen Freizeit: Tennis, Schwimmen, Skilaufen

zum Fithalten, historische Romane, klassische Musik

Quellen: J 1938; Staatsarchivliste; Alumnidatei; 2. Promovendenbroschüre, S.

129–137

Fleischer, (Johann) Richard

*29. August 1897 Meißen, †15. März 1986 Neukirchen (Soltau); Eltern:

Franz Richard F., Modelleurmeister, und Auguste geb. Funke;

27. Mai 1916 Not-Abi tur am Realgymnasium Meißen; Kriegsdienst,

1917 Gefreiter, 1918 Unteroffizier; stud. im ZS 1919 an der

Univ. Leipzig, seit SS 1919 Physik, Chemie und Mathematik in

der Allg. Abt. der TH Dresden; schriftliche Prüfungshausarbeiten

fertigte er in Chemie und Deutscher Literatur an zu den Themen

„Neuere Entwicklung des Dulong-Petitschen Gesetzes“ (bei

Erich Müller), „Die Entwicklung der Atomtheorie im Anschluss

an Leibnizens Monadenlehre“ (bei Christian Janentzky), Kandidat

des höheren Schulamts der math.-nat. Richtung März 1924 unter

Zuerkennung der Lehrbefähigung je 1. Stufe für Physik und Chemie

und 2. Stufe für Reine Mathematik; Diss.: „Die Lichtelektrizität

und das Reflexionsvermögen des Kaliums in Abhängigkeit

vom Gasgehalt, sowie von der Wellenlänge, vom Polarisationszustand

und vom Einfallswinkel des Lichtes“ (34 S.); Ref./Korref.:

Dember/Toepler; Dr.-Di plom vom 12. März 1925, Dr. rer. techn.;

TH Dresden: seit A pril 1925 wiss. Ass. am Physikalischen Institut,

Nov. 1932 Habil., PD, 1936 bis 1940 Dozent; von Jan. 1941 bis Sept.

1945 an der Deutschen Forschungsanstalt für Segelflug (DFS) in

Ainring (Oberbayern), Abteilungsleiter, später stellvertretender

Direktor des Instituts für Flugzeugausrüstung; von März 1946 bis

206


Ende 1948 arbeitete F. als Laboratoriumsleiter bei der Firma Werner

Kunert, Projektoren- und Kamerawerk in Alfeld/Leine bzw.

Wilhelmshaven; von Mai 1949 bis August 1962 am Meteorologischen

Observatorium Hamburg als wiss. Mitarbeiter und Leiter

des Sachgebiets „Strahlung“; nach dem Eintritt in den Ruhestand

bis 1966 Mitarbeit an einem DFG-Projekt im Rahmen des „Zweiten

Internationalen Geophysikalischen Jahres der Ruhigen Sonne“;

Schrift u. a.: (mit Horst Teichmann) „Die lichtelektrische Zelle und

ihre Herstellung“, 1932; verheiratet seit Mai 1925 mit Johanna geb.

Biedermann (1903–1986), 2 Töchter (*1927; 1930–1943), 1 Sohn

(*1937); Alterswohnsitz in Neuenkirchen (Soltau)

Quellen: J 1926; SLUB – Dissertation; Studentenakte Nr. 1421; 2. Promovendenbroschüre,

S. 69–74; Nr. 15299, Bl. 24/25

Flemming, Herbert (Rudolf)

*06. Februar 1903 Pöhla, †03. November 1966 Bad Liebenstein;

11. März 1922 Abi tur an der Oberrealschule Bautzen; Studium

an der TH Dresden (13 Sem.), Dipl.-Ing. (Maschinen-Ingenieur)

8. Mai 1929; Diss.: „Beitrag zur Bestimmung der Oberflächengüte“

(Dresden 1935: F. Müller, 97 S.); Ref./Korref.: Meister/Berndt;

Dr.-Prüfung am 28. Juni 1935 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom

vom 10. Dez. 1935, Dr.-Ing.; 1934 bis 1939 Holzfachingenieur bei

der Sächs. und bei der Norddeutschen Holzberufsgenossenschaft

in Dresden und Berlin; 1939 Holzfachingenieur und leitender Ingenieur

der Firma Oskar Bormann in Heidenau; 1945/46 Ingenieur

in der Oberbauleitung des Landes Sachsen; 1946/47 Ingenieur in

der Zentralstelle für Kabelbau in Leipzig; 1949 Hauptreferent im

Zentralamt für Forschung und Technik der Deutschen Wirtschaftskommission

Berlin; TH Dresden: 1951 Wahrnehmungsprof., 1954

bis 1961 Prof. mit Lehrstuhl für Holztechnologie und Institutsdirektor

an der Fakultät für Forstwirtschaft, ab 1957 Leiter des neugegründeten

Instituts für Holz- und Faserwerkstofftechnik an der

Fakultät für Technologie der TH Dresden, 1961 bis 1966 Prof. mit

Lehrstuhl für Holz-und Faserwerkstofftechnik

Quellen: J 1935; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei; Dresdner

Professorenlexikon

207


Flinzer, Rudolf (Max Wilhelm)

*09. November 1889 Stollberg (Sachsen), †17. Juni 1976 Opladen

(Nordrhein-Westfalen); Vater: Medizinalrat F. (†1915); Schulbildung:

im elterlichen Haus, auf der höheren Bürgerschule und im

Gymnasium Plauen (Vogtland), dann Kadettenkorps; nach Abiturprüfung

als Fähnrich in das Inf.-Reg. 177, zum Offizier ernannt

und im März 1914 nach Straßburg im Elsaß zum Inf.-Reg. 105 versetzt,

mit diesem im August 1914 ins Feld: Bataillons- und Regimentsadjutant

und von A pril 1918 bis zur Beendigung des Krieges

Adjutant der 45. Landwehr-Brigade; 1919 Abschied aus dem aktiven

Militärdienst und kaufmännische Berufslaufbahn bis Frühjahr

1921; stud. Chemie an der TH Dresden seit SS 1921, Vorprüfung

im Mai 1924, Hauptprüfung im Dez. 1924 jeweils gut bestanden

(Di plomarbeit bei W. König), Dipl.-Ing. (Chemiker) 19. Dez. 1924;

Diss.: „Neue Beiträge zur Kenntnis der Reaktionsfähigkeit heterocyklischer

Methylen-Basen“ (83 S.); Ref./Korref.: König/Steinkopf;

Dr.-Prüfung am 28. Febr. 1927, Dr.-Di plom vom 9. März

1927, Dr.-Ing.; Militärlaufbahn erneut von 1936 bis 1945; seit Juni

1914 verheiratet (in Dresden-Loschwitz), zwei Kinder

Quellen: J 1928; SLUB – Dissertation; Studentenakte Nr. 3488; online: Wikipedia

Flocke, (Karl) Alexander

*29. Oktober 1900 Stockheim (Unterfranken); stud. Maschinenbau

an der TH Dresden von SS 1920 bis SS 1925, Hauptprüfung im

Okt. 1925, Dipl.-Ing. (Maschinen-Ingenieur) 30. Okt. 1925; Diss.:

„Ein Beitrag zur Theorie der ebenen Kurventriebe“ (Berlin: VDI-

Verlag, 1931, 20 S.); Ref./Korref.: Alt/Kutzbach; Dr.-Di plom der

TH Dresden vom 13. August 1930, Dr.-Ing.

Quellen: J 1931; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei

Florian, Eberhard (Gottfried Max)

*6. August 1904 Königsberg, †31. Mai 1946 Dresden; 23. Febr.

1923 Abi tur am Thüringischen Gymnasium Greiz; Studium an

der TH Dresden, Dipl.-Ing. (Chemiker) 6. März 1931; Diss.: „Über

die elektrolytische Raffination von Antimon-Zinn-Legierungen“

208


(Dresden: Risse-Verlag 1932, 39 S.); Ref./Korref.: E. Müller / Simon;

Dr.-Prüfung am 28. Juli 1932 „bestanden“, Dr.-Di plom vom

8. August 1932, Dr.-Ing.

Quellen: J 1932; SLUB – Dissertation; Alumnidatei; Staatsarchivliste; SZ vom

17.6.46

Florig, (Karl Robert) Friedrich („Fritz“)

*21. A pril 1895 Dresden; Eltern: Bruno F., Ratssekretär, Städtischer

Steueraufseher, und Bertha geb. Schulze († vor 1914); 2 ältere Geschwister,

Schwester und Bruder; Reifezeugnis der Oberrealschule

Dresden-Johannstadt Ostern 1914; stud. Maschinenbau an der

TH Dresden im SS 1914 und von Nov. 1918 bis SS 1922; August

1914 Kriegsfreiwilliger beim Feldartilleri-Reg. 48, bis Aug. 1915

im Feld, zur Fliegertruppe versetzt, zum Flugzeugführer ausgebildet

und an der Westfront geflogen bis Ende Nov. 1917, im Luftkampf

schwer verwundet und in engl. Gefangenschaft geraten, im

Okt. 1918 nach Deutschland ausgetauscht, im Juli 1919 zu 50%

erwerbsunfähig aus dem Militärdienst entlassen; bereits im Nov.

1918 Wiederaufnahme des Studiums mit dem Ersuchen an die TH

Dresden, ihm die unmöglich gewordene praktische Tätigkeit zu

erlassen und dafür die zwei Jahre als Flugzeugführer anzurechnen,

auch gewisse Übungsarbeiten waren ihm nicht mehr möglich;

Vorprüfung im März 1920, Hauptprüfung im Okt. 1921 jeweils

„bestanden“, Dipl.-Ing. (Maschinen-Ingenieur) Okt. 1921; Anstellung

als Ass. der Physikalischen Abt. der DVL; Diss.: „Beiträge

zur Kenntnis der Reibungsverhältnisse bei Konus- und Scheibenkupplung

im Automobilbau“ (79 S.); Ref./Korref.: Wawrziniok/

Kutzbach; Dr.-Di plom der TH Dresden vom 8. August 1925, Dr.-

Ing.; wesentlich befördert durch Carl Kutzbach, Prof. für Maschinenelemente

an der TH Dresden, entstand nach dem 1. WK die

Reibbelag-Indus trie, die neue Belagarten aus gepreßten Asbestfasern,

Kunstharzen und Metallmehlen fertigte, Kutzbach wurde

1927 vom Reichsverband der Automobilindus trie und vom Reichsverkehrsministerium

mit der Prüfung solcher Bremsbänder und

Kupplungsbeläge beauftragt und arbeitete hieran gemeinsam mit

F. bis 1932, die Versuche von Kutzbach und F. erwiesen die Über-

209


legenheit des formgepreßten Belages und wurden Grundlage für

die Aufstellung der Normblätter; F. war Leiter der Metalltechnikerschule

(Maschinenbau, Feinwerktechnik und Elek trotechnik)

der Technischen Lehranstalten Dresden und Stellv. Direktor dieser

Lehranstalten; Schrift: Bericht über Versuche zur Prüfung

von Brems- und Kupplungsbelägen (Band 1 von „Versuchsbericht

Forschungs-Institut für das Kraftfahrwesen“), 1929; verheiratet, 2.

Heirat 1930 Dresden, 3. Heirat 1938 Dresden

Quellen: J 1926; SLUB – Dissertation; Studentenakte Nr. 3499; Wikipedia:

Carl Kutzbach; online: Angela Buchwald (Universitätsarchiv der TU Dresden):

Kurzbiographie Dr.-Ing. Wilhelm Heinke, Nov. 2011; Stadtarchiv Dresden,

6.4.25 – 3.2.2-47, Nr. 860

Flößner, (Hugo) Herbert

*28. November 1899 Dresden, †15. September 1990 Ainring; Eltern:

Kaufmann Hugo F. und Sidonie Margarethe geb. Ullmann;

Not-Abi tur an der Dreikönig schule Mai 1918; danach Arbeit im

Vaterländischen Hilfsdienst, da Kriegsdienst wegen einer langwierigen

Nierenerkrankung nicht möglich war; stud. ET an der TH

Dresden seit Dez. 1918, Vorprüfung im Dez. 1922, Hauptprüfung

im Dez. 1923 jeweils gut bestanden (Di plomarbeit bei Binder: Entwurf

eines Umspannwerkes), Dipl.-Ing. (Elek troingenieur) Dez.

1923; Diss.: „Über die Festigkeitseigenschaften gekerbter Stäbe“

(Dresden-Neustadt 1927: Lehmann, 29 S.); Ref./Korref.: Schwinning/Kutzbach;

Dr.-Di plom vom 10. August 1927, Dr.-Ing.; lebte

und arbeitete in Dresden, Heirat 1933, besaß ein Haus in Dresden-

Loschwitz (1945 zerstört); Patent: Wärmeaustauscher zwischen

zwei getrennten Gasströmen, 1953

Quellen: J 1928; SLUB – Dissertation; Studentenakte Nr. 3439; Elbhangkurier

Febr. 2009: Anmerkungen zu den Erinnerungen von Rudolf Kolbe – „Ein

Loschwitzer Augenzeuge berichtet“; online: Patent; Stadtarchiv Dresden, 6.4.25

– 3.2.2-62, Nr. 2906 (Sterbevermerk)

Flügel, (Christian Ernst) Johannes

*30. September 1900 Dresden, †21. August 1981 Jena; Eltern: Johann

F., Markthelfer, und Auguste Wilhelmine geb. Bühring; 12.

Febr. 1920 Abi tur am König-Georg-Gymnasium in Dresden-Jo-

210


hannstadt; Studium: Univ. Jena (9 Sem.), TH Dresden (3 Sem.),

hier Abschluss als Lebensmittelchemiker am 23. Juni 1939; Diss.:

„Vorkommen und Nachweis von Diacetyl, Acetylmethylcarbinol

und 2,3-Butylenglykol im Brot“ (Leipzig 1940: Spamer; auch:

Zeitschrift für Untersuchung der Lebensmittel, Bd. 79, H. 3); Ref./

Korref.: Komm/Hofmann; Dr.-Prüfung an der TH Dresden am 15.

Juli 1940 mit „Sehr gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 5. Sept. 1940,

Dr. rer. nat.; Apotheker und Lebensmittelchemiker

Quellen: J 1940; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Wikipedia: Flügel (Familienname);

Stadtarchiv Dresden, 6.4.25 – 1.2.2-74, Nr. 3596 (Eltern, Sterbevermerk)

Flügge, (Gottfried) Wilhelm

*18. März 1904 Greiz, †19. März 1990 Los Altos, California; Vater:

Ernst August Wilhelm F., Hilfsgeistlicher in Greiz, seit 1907 Diakon

in Falkenstein (Sachsen), seit 1910 Pfarrer an der Jacobikirche

in Dresden; Bruder Siegfried F.; Abi tur am Wettiner Gymnasium

Ostern 1921 (Note 1b); stud. Bauingenieurwesen an der TH Dresden

seit SS 1921, Vorprüfung im Jan. 1923, Hauptprüfung im Mai

1925 jeweils mit Auszeichnung bestanden (Di plomarbeit bei Max

Foerster: Förderturm in Eisenbeton – 1a), Dipl.-Ing. (Bauingenieur)

Mai 1925; Diss.: „Die strenge Berechnung von Kreisplatten

unter Einzellasten mit Hilfe von krummlinigen Koordinaten und

deren Anwendung auf die Pilzdecke“ (Berlin: Springer 1928, 55

S.); Ref./Korref.: Beyer/Trefftz; Dr.-Di plom der TH Dresden vom

30. Nov. 1927, Dr.-Ing.; PD für Angew. Mechanik an der Math.-Nat.

Fak. der Univ. Göttingen, 1932 bis 1938 Mitarbeiter im KWI für

Strömungsforschung in Göttingen; 1938 bis 1945 Abteilungsleiter

in der DVL in Berlin-Adlershof; Mitglied der Redaktion des „Zentralblatt

für Mechanik“; Teile der DVL wurden im Frühjahr 1944

nach Saulgau am Bodensee ausgelagert, nach Kriegsende wurde

F. in der Französischen Zone interniert und arbeitete im „Centre

de Technique de Wasserburg“; seit Herbst 1948 in den USA, Prof.

an der Stanford University; Buch (u. a.): Statik und Dynamik der

Schalen, Berlin 1934 (Verlag Julius Springer); seit 1938 verheiratet

211


mit Dr. Irmgard Lotz (1903 Hameln–1974 Stanford (USA)), einer

Kollegin und später in Stanford ebenfalls Prof.

Quellen: J 1928; SLUB – Dissertation; Studentenakte Nr. 3504; Annette Vogt:

Wissenschaftlerinnen in Kaiser-Wilhelm-Instituten A-Z, Berlin 2008, S. 115–117

Foerster, (Wilhelm Sigismund Otto) Rudolf

*16. Dezember 1899 Dresden, †7. März 1963 Potsdam-Bornim; Eltern:

Dr. Fritz F., Geh. Hofrat, Professor in der Chem. Abt. der TH

Dresden, und Martha geb. Zanke; Schwester Ingeborg (1903–1999),

Bruder Wolfgang (*1909); Not-Abi tur am Annenrealgymnasiums

im Juli 1917; danach eingezogen, von Juni 1918 bis Febr. 1919 im

Felde; stud. Chemie an der TH Dresden seit ZS 1919, Vorprüfung

im Mai 1921, Hauptprüfung im Nov. 1922 jeweils gut bestanden,

Dipl.-Ing. (Chemiker) Nov. 1922; Diss.: „Über den Ersatz der Wasserstoffelektrode

bei der elektrometrischen Titration“ (wurde ausgeführt

im Institut für Elek trochemie und physikalische Chemie

der TH Dresden, besonderer Dank an Professor E. Müller) (100 S.);

Ref./Korref.: Erich Müller / Lottermoser; Dr.-Prüfung an der TH

Dresden am 20. Dez. 1923, Dr.-Di plom vom 21. Dez. 1923, Dr.-Ing.

Quellen: J 1926; SLUB – Dissertation; Studentenakte Nr. 3519; Sächsische Biographie:

Fritz Foerster; Stadtarchiv Dresden, 6.4.25 – 1.2.2-70, Nr. 4497 (Sterbevermerk)

Forberger, (Karl Albin) Rudolf

*13. A pril 1910 Carlsfeld (Kreis Schwarzenberg), †18. Dezember

1997 Dresden; Vater: Otto F., Bahnhofsvorsteher in Carlsfeld; ein

Bruder; 1921 Umzug der Familie nach Dresden; Schulbildung:

Volksschule in Carlsfeld und Eibenstock, Oberrealschule Dresden-

Neustadt, hier 20. Febr. 1929 Abi tur; 1924 spinale Kinderlähmung,

die zur dauerhaften Lähmung des rechten Arms führte; Studium

an der TH Dresden (8 Sem.), Di plom-Volkswirt 3. Mai 1933; 1934

bis 1942 wiss. Mitarbeiter bei der Girozentrale Sachsen in Dresden;

Diss.: „Die öffentliche Arbeitsvermittlung in Dresden. Rückblick

auf eine hundertjährige Entwicklung“ (Dresden: Dittert 1940,

146 S.); Ref./Korref.: Schultz/Burkhardt; Dr.-Prüfung am 27. Juli

1940 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 11. Nov. 1940, Dr. rer.

212


pol.; 1941 Lehrauftrag bei der Sächsischen Gemeindeverwaltungsund

Sparkassenschule Dresden; nach dem 2. WK kaufmännischer

Angestellter bei den „Ingenieurbau-Betrieben G.m.b.H.“ in Dresden;

seit 1949 Habilitationsaspirant im Bereich Wirtschafts- und

Sozialgeschichte, zunächst an der TH Dresden, dann an der Humboldt-Univ.

zu Berlin, Habilitationsschrift: „Die Manufaktur in

Sachsen vom Ende des 16. bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts“,

1955 Dr. rer. oec. habil.; danach bis 1963 Forschung am Institut

für Wirtschaftsgeschichte der DAW; seit Herbst 1963 BA Freiberg:

zunächst Dozent, ab 1967 Prof. für Geschichte des Bergbaus und

Hüttenwesens, F. gilt als Nestor der sächsischen Wirtschaftsgeschichte;

seit 1975 ord. Mitglied der Sächsischen Akademie der

Wissenschaften zu Leipzig; verheiratet seit 1952 mit Ursula geb.

Claus (†3. A pril 2006), zwei Söhne; Ursula F. hat sachkundig zum

Werk ihres Mannes beigetragen; mehr als 200 Publikationen, darunter

„Sachsen als Pionierland in der Indus triellen Revolution in

Deutschland im Spiegel der Fachliteratur“, in: Jahrbuch für Regionalgeschichte

14 (1987), „Die Wiederspiegelung der indus triellen

Revolution in Sachsen (1800–1861) in der zeitgenössischen Belletristik“

(Berlin 1987), und vor allem das Standardwerk „Die Industrielle

Revolution in Sachsen 1800–1861“ in zwei Bänden, ergänzt

durch die zwei Halbbände „Tabellarium“ der zwischen 1800–1830

und 1831–1860 in Sachsen vorhandenen Fa briken; im März 2003

erschienen die ausschließlich von Ursula F. verfassten voluminösen

„Übersichten zur Fa brikentwicklung“ in Sachsen zwischen

1830 und 1860, die über 1240 Fa brik-Kurzgeschichten enthalten

Quellen: Reiner Groß: Nachruf zu Rudolf Forberger, in: Sächs. Akademie der

Wissenschaften zu Leipzig. Jahrbuch 1997–1998, Leipzig (1999), S. 387–391; Nr.

15844, Bl. 140/141

Förster, Ernst

*15. März 1866 Dresden, † Mai 1955; 10. März 1885 Abi tur am

Vitzthumschen Gymnasium in Dresden; Studium an der TH Dresden

(11 Sem.), Dipl.-Ing. (Maschinen-Ingenieur) 29. Okt. 1892;

Diss.: „Vergleichende Untersuchungen an Kreiselpumpen“ (Breslau:

Graß, Barth & Comp. 1905); Ref./Korref.: Lewicki/Mollier;

213


Dr.-Prüfung am 28. Juli 1905 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom

vom 28. Juli 1905, Dr.-Ing.; Wohnort zur Zeit der Promotion: Breslau;

1910 Denkschrift, betreffend die Errichtung einer Versuchsanstalt

für Schiffbau in Hamburg, von F. verfasst im Auftrag der

Handelskammer Hamburg; 1946 Gründung der „Gesellschaft für

Schiffahrtstechnik“ anstelle der „Schiffbautechnischen Gesellschaft“,

die 1950 in Berlin wieder zugelassen wird; Mitherausgeber

der Zeitschrift „Schiff und Hafen“; Schrift: „Der Hafen Amsterdam“,

in genannter Zeitschrift

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; online: Die Schiffbautechnische

Gesellschaft Berlin: Die Jahre 1910 – 1960; Meinolf Kloppenburg: Das

Schiffbaulaboratorium zu Hamburg 1924–1989, 1995 (TH Hamburg-Harburg);

Hamburger Abendblatt vom 14.05.1955 (Todesmitteilung); online: Schrift

Förster, Hellmut (Lucas)

*28. März 1910 Klingenthal (Vogtland); 12. März 1930 Abi tur

an der Oberrealschule in Plauen; Studium an der TH Dresden (8

Sem.), Abschluss als Berufsschullehrer 8. März 1934; Diss.: „Die

Entwicklung des landwirtschaftlichen Schulwesens im Königreich

Sachsen“ (Berlin 1940: Zentraldruck, 111 S.); Ref./Korref.: Schubert/Straub;

Dr.-Prüfung an der TH Dresden am 28. A pril 1939 mit

„Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 10. A pril 1940

Quellen: J 1940; Staatsarchivliste; Alumnidatei

Förster, Johannes (Kurt Rudolf)

*29. März 1906 Dresden; 11. März 1925 Abi tur am Wettiner Gymnasium

in Dresden; Studium: Univ. München (4 Sem.), TH Dresden

(8 Sem.), hier Abschluss als Nahrungsmittelchemiker 12. Febr.

1932; Diss.: „Beiträge zur Kenntnis des Pepsins“ (Borna-Leipzig:

Noske 1932, 55 S.); Ref./Korref.: Heiduschka/Süpfle; Dr.-Prüfung

an der TH Dresden am 7. Juni 1932 mit „Sehr gut“ bestanden, Dr.-

Di plom vom 28. Juni 1932, Dr. rer. techn.

Quellen: J 1932; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei

Förster, Johannes (Ernst)

*21. Januar 1907 Dresden; 04. März 1927 Abi tur an der Oberre-

214


alschule in Dresden-Seevorstadt; Studium an der TH Dresden

(14 Sem., davon 2 Sem. beurlaubt), Dipl.-Ing. (Chemiker) 10. Mai

1933; Diss.: „Über die Bindung des Schwefels im blauen Ultramarin“

(Leipzig: Voss, 1935; auch: Zeitschrift für anorganische

und allgemeine Chemie, 224); Ref./Korref.: Simon/Gruner; Dr.-

Prüfung am 15. Okt. 1935 mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom

29. Okt. 1935, Dr.-Ing.

Quellen: J 1935; Staatsarchivliste

Förster, Kamillo

*12. August 1884 Dresden; 21. März 1903 Abi tur am Kgl. Gymnasium

in Dresden-Neustadt; Studium an der BA Freiberg, Di plom

als Bergingenieur und als Markscheider am 21. Dez. 1907 und am

12. Dez. 1908; Dipl.-Ing.; Diss.: „Probenehmen und Erzreservenbeurteilung

in den Goldfeldern Transvaals“ (Halle/Saale: Knapp

1914, 62 S.); Ref./Korref.: Treptow – Freiberg / Kalkowsky – Dresden;

Dr.-Prüfung an der TH Dresden am 13. Dez. 1913 mit „Gut“

bestanden, Dr.-Di plom der TH Dresden in Verbindung mit der BA

Freiberg vom 14. Januar 1914, Dr.-Ing.

Quellen: SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste

Förster, Werner (Wilhelm Albert)

*13. August 1903 Dresden, †18. August 1985 Dresden; 9. März

1923 Abi tur am Wettiner Gymnasium in Dresden; Studium an

der TH Dresden (12 Sem.), Dipl.-Ing. (Elek troingenieur) 12. Dez.

1928; Diss.: „Das Verhalten von Kugelfunkenstrecken bei Stoßspannungen

(10–100 kV) nach Aufnahmen mit dem Kathodenstrahl-Oszillographen“

(wurde im Institut für Starkstrom- und

Hochspannungstechnik der TH Dresden ausgeführt, besonderer

Dank an Professor L. Binder, an Dipl.-Ing. F. Voerste und an die

Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft) (o. O. 1933, 32 S.);

Ref./Korref.: Binder/Barkhausen; Dr.-Prüfung am 13. März 1933

mit „Sehr gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 5. A pril 1933, Dr.-Ing.;

1928 bis 1935 erst Ass., dann Oberass. am Institut für Starkstromund

Hochspannungstechnik der TH Dresden; ab 1935 Abnahme-,

Prüf- und Oberingenieur bzw. Büroleiter der AG Sächsische Wer-

215


ke (Landesnetz); 1948/49 beratender Ingenieur der Landesregierung

Sachsen, Abt. Energie; 1949 Oberingenieur und Hauptabteilungsleiter

beim Energiebezirk Ost; 1952 Abteilungsleiter der

VVB Energiewirtschaft, Abt. Netze; 1954 Leiter der Abteilung

Technik des VEB Energieversorgung Dresden; 1957 Technischer

Direktor für Übertragungs- und Schaltanlagenbau beim VEB

Enegiebau Radebeul; 1961 bis 1971 nebenamtlich Titularprof. für

Technologie des Baues von Hoch- und Höchstspannungsanlagen

für die Energieversorgung am Institut für Energieanlagen der TU

Dresden

Quellen: J 1933; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Dresdner Professorenlexikon

Forstmann, Walther

*18. September 1900 Dresden, †29. September 1956; stud. Chemie

an der TH Dresden seit SS 1918, 1924 Dipl.-Ing. (Fa brik-

Ingenieur); im IWP der TH Dresden bei dessen Direktor Robert

Luther Anfertigung der Doktorarbeit; Diss.: „Über einige Fragen

der optischen Negativsensitometrie“ (110 S.); Dr.-Di plom vom 4.

Dez. 1926, Dr.-Ing.; zweieinhalb Jahre Ass. am KWI für Chemie

in der Abteilung von Otto Hahn und Lise Meitner; dann zehn Jahre

in den Firmen Schering AG und Voigtländer & Sohn AG; seit

Sept. 1938 im Dezernat „Forschung und Vierjahresplan-Institute“

der Reichsstelle für Wirtschaftsausbau in Berlin; seit A pril 1939

in der Verwaltung der KWG als „Direktor in der Generalverwaltung“,

verantwortlich für die meisten naturwiss. Institute und

seit 1940 auch für das „Harnack-Haus“, F. unterstanden alle wiss.

Angelegenheiten, das Baubüro und die Reparatur- und Apparatefonds,

außerdem war er für die Angelegenheiten der Reichsstelle

für Wirtschaftsausbau und der Vierjahresplan-Institute zuständig;

im Juli 1945 beurlaubt; F. baute das „Laboratorium für Chemie

und verwandte Gebiete“ auf und bot wiss. und technische Beratungen,

Untersuchungen und Entwicklungen in der Arbeitsgemeinschaft

der vereinigten Laboratorien für Landwirtschaft und

Ernährungsindus trie an, in seinem Laboratorium wurde u. a. das

„EIFO-Nährmehl“ als eine neue Eiweißquelle entwickelt; seit 1950

216


Leitung der Verwaltungsstelle Berlin der MPG; verheiratet mit Liselotte

geb. Richter, 2 Söhne

Quellen: J 1927; SLUB – Dissertation; Studentenakte Nr. 3546; 1. Promovendenbroschüre,

S. 76–80

Franck, Ernst (August Wilhelm)

*6. A pril 1881 Augsburg; 1901 Abi tur an der Kgl. Bayerischen

Indus trieschule in Augsburg; Studium an der TH München (8 Sem.),

hier Dipl.-Ing. (Bau-Ingenieur) 8. August 1907; Diss.: „Beitrag

zur Bemessung und Wirtschaftlichkeit von kreuzweise bewehrten

Eisenbeton-Fahrbahnplatten für stählerne und Eisenbeton-

Straßenbrücken“ (besonderer Dank an die Professoren Gehler und

Neuffer) (Leipzig 1938: Teubert, 83 Bl.); Ref./Korref.: Gehler/

Neuffer; Dr.-Prüfung an der TH Dresden am 20. Sept. 1937 „bestanden“,

Dr.-Di plom vom 29. Juli 1938, Dr.-Ing.; Schrift: Gute

Hausgeister, in: Stuttgarter Hausfrauen-Kalender 1926

Quellen: J 1938; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste

Franck, Wilhelm (Otto)

*16. Juni 1871 Chemnitz; 26. Sept. 1890 Abi tur an der höheren Gewerbeschule

in Chemnitz; Studium an der TH Dresden 1892 bis

1895 und ab WS 1931/32, Di plom-Volkswirt 24. Juli 1934; Diss.:

„Der Begriff des Betriebsvermögens im Steuerrecht“ (hervorgegangen

aus dem Steuerseminar des Prof. Beste, besonderer Dank

an die Professoren Schultz und Weddingen) (Dresden: Dünki 1939,

105 S.); Ref./Korref.: Beste/Schultz; Dr.-Prüfung am 11. Juli 1939

mit „Gut“ bestanden, Dr.-Di plom vom 8. Sept. 1939, Dr. rer. pol.

Quellen: J 1939; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Alumnidatei

Francke, Alfred (Georg Hermann)

*14. Juni 1907 London, † Februar 1945 (gefallen); Geschäft und

Vermögen der Eltern in London wurde nach Beginn des 1. WK

konfisziert, Umzug der Familie nach Dresden, Vater starb 1923,

Mutter: Luise geb. von Zehmen; zwei jüngere Schwestern; 2. März

1927 Abi tur am Annenrealgymnasium Dresden; Studium: Forstl.

217


Hochschule Tharandt (6 Sem.), TH Dresden (2 Sem.), 13. März

1931 Di plom-Forstingenieur; Diss.: „Grundlagen zur Standortswirtschaft“

(Bückeburg 1934: Prinz); Ref./Korref.: Heske/Jentsch;

Dr.-Prüfung an der TH Dresden am 21. Juni 1933 „bestanden“,

Dr.-Di plom vom 24. August 1933; tätig im von Heske 1931 in

Tharandt gegründeten „Institut für Ausländische und Koloniale

Forstwirtschaft“, das 1937 „Reichsinstitut“ wurde und im März

1940 – mit 11 Abteilungen und fast 50 Mitarbeitern – nach Reinbek

bei Hamburg verlegt wurde; 1935 Heirat mit Helene Grosmann

(1900–1990), der ersten Tharandter Promovendin und eine der ersten

Forstwissenschaftlerinnen der Welt; ein Sohn

Quellen: J 1934; Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 3563; vgl. Eintrag: Grosmann-Francke,

Helene

Franke, Eduard (Hugo)

*20. November 1896 Leipzig; Eltern: Hugo F., Kaufmann, und Melitta

geb. Sison; eine Schwester; Schulbildung: Bürgerschule, Annenrealgymnasium

bis zur Reife für Oberprima; Kriegsdienst: Jan.

1916 bis Febr. 1919, als Leutnant der Reserve der Fliegertruppe

entlassen; Reifezeugnis des Annenrealgymnasiums vom 21. Febr.

1919; stud. an der TH Dresden ab SS 1919, zunächst in der Mechanischen,

seit SS 1920 in der Hochbau-Abteilung, Vorprüfung im

Juli 1923, Hauptprüfung im Jan. 1925 bestanden (Di plomarbeit bei

Schneegans: Wohnhaus Mittelstand), Dipl.-Ing. (Architekt) Jan.

1925; Diss.: „Ueber die Planung neuzeitlicher Fa brikanlagen unter

Berücksichtigung der Erkenntnisse der modernen Indus triepraxis“

(116 S.); Ref./Korref.: R. Müller / Schneegans; Dr.-Di plom der TH

Dresden vom 25. Febr. 1926, Dr.-Ing.

Quellen: J 1926; SLUB – Dissertation; Studentenakte Nr. 3573

Franke, Hans (Heinrich)

*09. Februar 1911 Straßburg (Elsaß); Eltern: Ehrhardt F. (*1886),

Kaufmann, später Restaurationsangestellter, und Maria Magdalena

geb. Holz (*1885), Umzug im Febr. 1919 von Straßburg nach

Dresden; Schulbildung: Vorschule der Oberrealschule St. Johann

in Straßburg, Volksschule in Dresden, Oberrealschule Dresden-

218


Seevorstadt, hier 6. März 1930 Abi tur; Studium der Naturwissenschaften

in der Math.-Nat. Abt. der TH Dresden seit SS 1930,

zweisemestrige Studienunterbrechung 1931/32, im Juni 1936 Meldung

zur Prüfung für das höhere Schulamt, schriftliche Prüfungshausarbeiten

in Philosophie und Botanik: „Das transzendentale

Gefüge des naturwissenschaftlichen Weltbildes und seine metaphysische

Deutung“ (Lersch – sehr gut), „Die Theorie der phytopathogenen

Vira“ (Tobler – sehr gut), Lehrprobe zum Thema

„Kampf dem Verderb: Der Ulmensplintkäfer“ vor einer 4. Klasse

des Vitzthumschen Gymnasiums (Gebhardt – sehr gut), Kandidat

des höheren Schulamts am 21. Dez. 1936 mit der Gesamtnote „gut“

und unter Zuerkennung der Lehrbefähigung je 1. Stufe für Botanik,

Zoologie und Chemie; Diss.: „Untersuchungen über die Physiologie

der pflanzlichen Virose“ (Berlin: J. Springer 1937; auch:

Biochemische Zeitschrift, Bd. 293, H. 1/2); Ref./Korref.: Grassmann/Tobler;

Dr.-Prüfung am 20. Juli 1937 mit „Gut“ bestanden,

Dr.-Di plom vom 6. Okt. 1937, Dr. rer. techn.

Quellen: J 1937; SLUB – Dissertation; Staatsarchivliste; Studentenakte Nr. 1424

Franke, Kurt (Otto)

*6. Oktober 1889 Leipzig; Vater: Prokurist Edmund F., Leipzig-

Gohlis; 1912 Reifezeugnis des hum. König-Albert-Gymnasiums

in Leipzig; stud. 3 Sem. Mathematik und Chemie an der Univ.

Leipzig, dann Hochbau an der TH Dresden seit SS 1914 mit kriegsbedingter

Unterbrechung, Vorprüfung im März 1915 während eines

Feldurlaubs bestanden, vorbehaltlich späterer Ergänzung von

noch ausstehenden Zeichnungen, Hauptprüfung im Febr. 1921 gut
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