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SPORTaktiv August 2018

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AUG/SEP <strong>2018</strong><br />

ÖSTERREICHS GRÖSSTES AKTIVSPORT-MAGAZIN<br />

IMPULSGEBER<br />

TRAIL<br />

WEG<br />

WEISEND<br />

DOMINIC THIEM<br />

WELTSTAR AM DORFPLATZ<br />

SCHÖN HART<br />

7000 HM IN 14 STUNDEN<br />

ROLLLUST<br />

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ab dem 3. Fahrzeugjahr ein ggf. kostenpflichtiger Vorsorge-Check lt. Prüfpunkten im Garantiepass verpflichtend. Der Vorsorge-Check kann ohne zusätzliche Kosten im Rahmen<br />

der Wartungsarbeiten lt. Herstellervorschrift in einer Volkswagen Fachwerkstätte durchgeführt werden.<br />

Die Aktion ist limitiert u. kann pro Käufer nur 1x in Anspruch genommen werden. Solange der Vorrat reicht. Mit keinen weiteren Aktionen kombinierbar. Druck- u. Satzfehler sowie<br />

Änderungen vorbehalten. Details bei teilnehmenden VW Betrieben. Abbildung zeigt Mehrausstattungen gegen Aufpreis. Stand 06/<strong>2018</strong>.<br />

Kraftstoffverbrauch: 4,7 – 5,7 l/100 km. CO 2 -Emission: 123 – 149 g/km. Symbolfoto.


EDITORIAL<br />

KLAUS MOLIDOR<br />

<strong>SPORTaktiv</strong>-Chefredakteur<br />

klaus.molidor@styria.com<br />

DIE ZUKUNFT<br />

BEGINNT JETZT<br />

Coverfoto: Dynafit/Patitucci; Foto: Thomas Polzer<br />

Mit der Zukunft ist das ja so eine Sache. Wir kommen ihr nicht aus,<br />

holen sie aber nie ein. Weil der Mensch mit dem Ungewissen keine rechte<br />

Freude hat, versucht er sie vorherzusagen. Daraus hat sich ein eigener<br />

Geschäftszweig entwickelt, der bisweilen großartig scheitert. Wie der<br />

Zukunftsforscher Matthias Horx, der noch im März 2001 im „Standard“<br />

schrieb: „Das Internet wird kein Massenmedium“…<br />

Den richtigen Spruch dafür hat wieder einmal ein Philosoph aus<br />

Griechenland. Perikles meinte vor knapp 2500 Jahren: „Es kommt nicht<br />

darauf an, die Zukunft vorauszusagen, sondern darauf, auf die Zukunft<br />

vorbereitet zu sein.“ Und genau das versuchen wir mit unserer neuen<br />

Ausgabe, in der die Zukunft eine zentrale Rolle spielt. Das Klima befindet<br />

sich allen Leugnern zum Trotz im Wandel. Was das für die Veranstalter<br />

von Marathons heißt, haben wir uns mit einem Meteorologen angeschaut.<br />

Vielleicht laufen wir in der Zukunft alle nur noch auf Trails? Um darauf<br />

vorbereitet zu sein, haben wir den Trend zum Laufen über Stock und<br />

Stein unter die Lupe genommen und uns mit den Basics und dem Einstieg<br />

in diese Spielart des Laufens befasst. Werden die Berghütten künftig<br />

von Drohnen beliefert und worauf müssen wir uns in den Bergen sonst<br />

noch so einstellen? Auch dieser Thematik widmen wir uns.<br />

Egal, wie die Zukunft aussieht, wir müssen darauf vorbereitet sein. Das<br />

heißt auch: Wir als Gesellschaft müssen schauen, wie wir Kinder und<br />

Jugendliche aus dem Internet wieder in den Wald bringen, wie wir sie<br />

von der Couch zur Bewegung locken. Eine Möglichkeit, wie das gelingen<br />

kann, zeigen wir am Beispiel Tennis. Wohin das führen kann, haben wir<br />

beim Schaukampf in Wörschach zwischen Dominic Thiem und Stefanos<br />

Tsitsipas gesehen. Und den beiden gehört in ihrem Sport, worum es eben<br />

in dieser Ausgabe geht: die Zukunft.<br />

Bleibt fit, Euer Klaus<br />

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INHALT<br />

TOP-STORY<br />

FIT<br />

10 THIEM UND DAS WELTTENNIS IM DORF<br />

Österreichs Nummer 1 ließ Wörschach Kopf stehen<br />

20 ROLLENDE FITMACHER<br />

Fit im Sommer mit Inlineskates, Skiroller und Kickbike<br />

34 NUR FILZ IM KOPF<br />

Vorteil Tennis: Wie man Kinder zum „weißen Sport“ bringt<br />

42 FÜNFMAL VON 0 AUF 100<br />

Was ist dran an 5 Trainingsmythen zur Leistungssteigerung<br />

48 AUSPROBIERT<br />

Drei Innovationen auf dem Fitness-Sektor<br />

50 „TASTY“: DAS SPORTLICHE REZEPT<br />

DIESMAL: HUHN IN ERDNUSS-KOKOS-SAUCE<br />

POWERED BY RUNTASTIC<br />

RUN<br />

52 SPÜRSINN EINSCHALTEN<br />

Trailrunning heißt Wahrnehmung. So gelingt der Einstieg<br />

62 LEIDENSCHAFT ALS EIGENSCHAFT<br />

Ein Traillauf- und ein Straßenlaufveranstalter im Porträt<br />

66 IN ALLER FREUNDSCHAFT<br />

Zwei Männer und ihr Lauf vom Burgenland auf den Glockner<br />

70 MARATHON IM KLIMAWANDEL<br />

Was die Hitze künftig für die Lauf-Events bedeutet<br />

76 AUSPROBIERT<br />

Im Test-Einsatz: Laufschuh, Trinkrucksack und GPS-Uhr<br />

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Fotos: Dynafit, Thomas Polzer<br />

BIKE<br />

98<br />

84 DER WAHNSINN BAD GOISERN<br />

Auf den Spuren des Mythos Salzkammergut-Trophy<br />

98 FRÖHLICH QUIETSCHEND AN DER MUR<br />

Dienstreise: mit dem Rad vom Mur-Ursprung nach Graz<br />

108 ZWISCHEN EUROBIKE UND SAALBACH<br />

Trends der Bike-Szene und Ausblick auf MTB-Kongress<br />

118 TIROLER TRETLAGER<br />

So rollte die <strong>SPORTaktiv</strong>-Ausfahrt auf den WM-Strecken<br />

122 AUSPROBIERT<br />

Diesmal: wasserdichter Einteiler, Kettensäge, Trinkweste<br />

OUTDOOR<br />

126 WANDERN IN DER WILDNIS<br />

Der Luchs-Trail verspricht 200 Kilometer unberührte Natur<br />

136 WENN DIE KÄSEKRAINER PFEIFEN<br />

Für <strong>SPORTaktiv</strong> begann das Abenteuer vor der Haustür<br />

150 ÜBERSTEIL AM STAHLSEIL<br />

Wie viel Schwierigkeit am Klettersteig sinnvoll ist<br />

160 ES FLIEGT, ES FLIEGT<br />

Wer darf eigentlich wo mit Drohnen fliegen?<br />

166 AUSPROBIERT<br />

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hohen Norden: Es gibt viel<br />

Spektakuläres aus der Abenteuerwelt<br />

des Sports auf der<br />

Leinwand zu bestaunen.<br />

Dokus aus den Bereichen<br />

Outdoor, Abenteuer und<br />

Reise wurden für die 18.<br />

Auflage der Tour wieder sorgfältig<br />

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am 11. Oktober, 20 Uhr, im<br />

Wiener Gartenbaukino. Danach<br />

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Foto: E.O.F.T.<br />

6 <strong>SPORTaktiv</strong>


8 <strong>SPORTaktiv</strong>


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<strong>SPORTaktiv</strong><br />

9


DOMINIC THIEM|<br />

UND DAS WELT-TENNIS<br />

AM DORF-PLATZ<br />

PARIS, WIMBLEDON,<br />

JETZT DER DAVIS CUP IM<br />

SEPTEMBER. ÖSTERREICHS<br />

TENNISFANS STEHEN KOPF,<br />

WENN DOMINIC THIEM DAS<br />

RACKET SCHWINGT.<br />

HEUTE: AUFSCHLAG AUF<br />

EINER HOBBYANLAGE, DAS<br />

AUSHÄNGESCHILD IM<br />

FRAGE-ANTWORT-SPIEL.<br />

TEXT: CHRISTOPH HEIGL<br />

FOTOS: THOMAS POLZER<br />

Mama und Papa sind ein untrügliches<br />

Zeichen. Wenn die Kameras Wolfgang<br />

und Karin Thiem einfangen, ist garantiert<br />

ein wichtiges Tennisspiel nicht weit. Tauchen<br />

auch Bruder Moritz (18) und der Rest der<br />

Gefolgschaft auf, muss richtig Großes anstehen.<br />

So ist man es zumindest gewohnt, wenn Österreichs<br />

Tennisstar Dominic Thiem von Erfolg<br />

zu Erfolg eilt. Der 24-Jährige aus Lichtenwörth<br />

(NÖ) hat dem Tennis in Österreich längst wieder<br />

Leben eingehaucht, seine Siege befeuern<br />

eine wiederentdeckte Passion, wie sie zuletzt in<br />

der Ära der drei Musketiere Muster-Skoff-Antonitsch<br />

flächendeckend im Land zu spüren war.<br />

Aber selbst das ist heutzutage kein Selbstläufer<br />

und Garant für nachhaltige Entwicklungen<br />

(siehe Tennisstory Seite 34). Aktuell spielen in<br />

10 <strong>SPORTaktiv</strong>


Dominic Thiem Superstar,<br />

dennoch wurde mit heimischen<br />

Talenten auch geblödelt.<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

11


Alle wollten Autogramme und<br />

Selfies, Thiem und Antonitsch<br />

blieben gut gelaunt. Ein Autogramm<br />

landete sogar auf der Tuba.<br />

Österreich 400.000 Menschen Tennis,<br />

die Hälfte davon registriert in Vereinen,<br />

70.000 schlagen regelmäßig im Meisterschaftsbetrieb<br />

auf. Mit den Begriffen<br />

Hype und Boom soll man vorsichtig<br />

umgehen, Österreich darf sich aber –<br />

auch dank Erfolgen von Alexander Peya,<br />

Gerald Melzer, Oliver Marach, Dennis<br />

Novak, Sebastian Ofner und Co. – in<br />

der Ära Dominic Thiem wieder als Tennisnation<br />

verstehen.<br />

Die ganze Familie samt Tross ist also<br />

da. Wir befinden uns nicht in Roland<br />

Garros oder in Wimbledon, ein bedeutsames<br />

Spiel steht dennoch kurz bevor.<br />

Im Rahmen der Adidas Club Challenge<br />

hat die SU Wörschach im steirischen<br />

Ennstal mit einem selbst gedrehten Video<br />

und vielen Online-Klicks alle hinter sich<br />

gelassen und damit als Belohnung „Das<br />

Spiel“ gewonnen, eine Exhibition mit<br />

Dominic Thiem und Alexander Zverev.<br />

Der Deutsche sagt in letzter Sekunde ab,<br />

fast ein Glücksfall für Wörschach, Stefanos<br />

Tsitsipas (19) springt ein, dazu später.<br />

Was Wörschach aus dieser einmaligen<br />

Gelegenheit macht, ist sehenswert. Auf<br />

der Drei-Platz-Anlage steht an normalen<br />

Tagen ein kleines Tennisstüberl mit Garderobe,<br />

wirkliche Zuschauerplätze gibt<br />

es nicht. Heute ragen hier zwei riesige<br />

Stahlrohrtribünen mit drei aufgesetzten<br />

Kameratürmen in den Himmel (auf<br />

Platz zwei), Platz drei ist zum VIP-Klub<br />

umfunktioniert, Kameras überall, eine<br />

Videowall mit Livebild und Scores, Blasmusik,<br />

die Medienschar, Logo-Branding<br />

vom Feinsten und der ganze Ort ist auf<br />

den Beinen. Es soll in den letzten Jahren<br />

Daviscup-Partien gegeben haben, die<br />

nicht so gut organisiert waren wie das<br />

Wörschacher Tennisfest, staunen langjährige<br />

Szene-Insider.<br />

Thiem über das Tennis-Volksfest ...<br />

„Ich muss zugeben, dass ich Wörschach<br />

vorher nicht gekannt habe. Aber jetzt<br />

komm ich sicher wieder einmal hierher.<br />

Ich stamme ja selber aus einem kleinen<br />

Ort und kann abschätzen, was es bedeutet,<br />

wenn man mehr Leute auf den Tennisplatz<br />

bringt, als der Ort Einwohner hat. Das Wörschacher<br />

Despacito-Video ist ein Meisterwerk,<br />

das Tennisfest sensationell, sie<br />

haben die Adidas Club Challenge verdient<br />

gewonnen. Unglaublich, was man auf die<br />

Beine gestellt hat.“<br />

Thiem (24) reist als Weltranglisten-Neunter<br />

in die Steiermark, mit ihm kommt<br />

der griechische Jungstar Stefanos Tsitsipas<br />

(19), der heuer schon in Barcelona und<br />

Wimbledon aufgezeigt hat. Die Nummer<br />

32 der Weltrangliste hat Thiem auch<br />

schon besiegt und wird sich heute in<br />

Wörschach viele neue Fans machen.<br />

Der Ort hat 1100 Einwohner, schon<br />

vor dem offiziellen Start drängen sich<br />

1500 Zuschauer auf die Anlage. Die<br />

Stimmung ist ausgelassen, fröhlich, man<br />

spürt den Zusammenhalt in der sportverrückten<br />

Gemeinde förmlich, Thiem<br />

wird frenetisch begrüßt. „Ich habe den<br />

Jungs gesagt, sie sollen nicht zu viel<br />

erwarten, kleiner Ort, kleiner Klub“,<br />

schmunzelt Initiator Alexander Antonitsch<br />

von tennisnet.com. „Dann hat es<br />

mich selbst fast umgehaut, was die hier<br />

organisiert haben.“ Zwei Segelflieger<br />

malen ein Herz in den Himmel, es wird<br />

getanzt, gesungen, ein Volksfest eben.<br />

Dann Auftritt Dominic Thiem, der sich<br />

tags davor noch am Meer sonnte.<br />

Thiem über seinen Urlaub ...<br />

„Das ist meine erste Tenniseinheit. Ich<br />

komme gerade von ein paar Tagen Urlaub<br />

auf Sardinien zurück.“<br />

Ein Urlaub mit Tennisschläger?<br />

„Nein, ich spiele das ganze Jahr Tennis.<br />

Da komme ich gut ein paar Tage ohne<br />

Schläger aus. Der Urlaub war wichtig für<br />

mich, jeder braucht eine Auszeit, auch<br />

ich.“<br />

Thiem und Tsitsipas spielen ein paar<br />

Bälle mit den besten steirischen Nachwuchstalenten.<br />

Schon da wird jeder<br />

Punkt von den 1500 gefeiert, als wäre<br />

es der Paris-Matchball. Die Kids geben<br />

ihr Bestes, manche zwingen die Stars<br />

mit gefinkelten Schlägen zu Fehlern.<br />

Die keksen sich ab. Beide sind angesteckt<br />

und in bester Stimmung. Tsitsipas<br />

blödelt, springt übers Netz, tuschelt<br />

mit den Kindern, eine Riesenhetz. Der<br />

Foto: Thomas Polzer<br />

12 <strong>SPORTaktiv</strong>


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Ein sportliches Duo.<br />

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13


Funke springt sofort über, Tsitsipas und<br />

Thiem genießen den Zuspruch der Zuschauer<br />

sichtlich.<br />

Thiem über den Hype um seine Person ...<br />

„Im Moment ist der ganze Rummel um meine<br />

Person voll okay und stört mich überhaupt<br />

nicht. Für unseren Sport ist das doch<br />

eine Supersache, wenn so eine Begeisterung<br />

herrscht. Tennis ist ein schöner Sport<br />

und jedes Kind, das deswegen Tennis zu<br />

spielen beginnt, ist ein Gewinn.“<br />

Der sportliche Ernst fehlt der Exhibition<br />

klarerweise, nur wenige Bälle werden<br />

voll durchgezogen, die Show steht im<br />

Vordergrund. Sie stöhnen, pfeffern Bälle<br />

absichtlich aus der Anlage, „diskutieren“<br />

Outbälle mit dem Schiedsrichter oder<br />

den Linienrichterinnen in Dirndln und<br />

albern mit den Fans. „Dominic, Ass!“,<br />

fordert einer hinter dem Zaun. „Ass?“,<br />

fragt Thiem erstaunt zurück, holt aus<br />

und schießt Tsitsipas ein krachendes<br />

Ass um die Ohren. Der sympathische,<br />

schlaksige Grieche kann auch ein paar<br />

Mal (auch bei den weiblichen Fans)<br />

punkten, entwendet einmal sogar eine<br />

TV-Kamera, um Thiem theatralisch in<br />

Nahaufnahme zu filmen, wickelt den<br />

Österreicher in sein Handtuch ein und<br />

gewinnt „Das Spiel“ mit 6:4. Die Fans<br />

sind begeistert, die Welle rauscht durch<br />

die Anlage, die Show ist gelungen.<br />

Wer ist wer? Spaßvogel Stefanos<br />

Tsitsipas (r.) und Dominic Thiem<br />

lieferten eine tolle Show.<br />

und Presse bedient. Die Stars geben sich<br />

geduldig und zum Angreifen, auch wenn<br />

250 Kinder sie an den Zaun drängen.<br />

über die nächsten Tage, die Bundesliga,<br />

den Daviscup, Wimbledon und die Kollegen<br />

gefachsimpelt.<br />

Thiem über Wimbledonsieger Novak<br />

Djokovic ...<br />

„Dass Djokovic in Wimbledon gewinnen<br />

kann, hat vielleicht ein paar überrascht,<br />

aber für wirkliche Tennisinsider war klar<br />

zu sehen, wie stark seine Form war.“<br />

Die Tennisparty geht noch lange nicht<br />

zu Ende, die Thiem-Kurzvisite wird bis<br />

spät in die Nacht gefeiert. Doch der<br />

Niederösterreicher ist Profi und in Gedanken<br />

schon bei den nächsten Turnieren<br />

und beim anstehenden Höhepunkt<br />

in Österreich, dem Davis-Cup-Heimspiel<br />

vom 14. bis 16. September in Graz.<br />

Thiem über das Ziel solcher Aktionen ...<br />

„Stefanos und ich wollten den vielen Fans<br />

einen schönen Tag machen, das haben sie<br />

sich verdient. Und ich hoffe, das ist uns gelungen.<br />

Mir hat es jedenfalls großen Spaß<br />

gemacht.“<br />

Spiel aus, Startschuss zur Autogrammjagd<br />

und Selfie-Orgie. Mann und Maus<br />

bedrängen die Stars. So nahe kommt<br />

man ihnen sonst nie, wenn sie abgeschirmt<br />

von Securitys in eigenen Bereichen<br />

trainieren und spielen. Das will<br />

genutzt werden. Bälle werden bekritzelt,<br />

T-Shirts bemalt, TV-Stationen, Radios<br />

Thiem über Fans, Selfie- und<br />

Autogrammjäger ...<br />

„So was wie in Wörschach ist auch für<br />

mich ein absolutes Highlight. Ich bin ja nur<br />

drei oder vier Mal im Jahr in Österreich<br />

und so ein Fest und so ein Ansturm der<br />

Fans ist für mich ein Bonus.“<br />

In der Auslage des Wörschacher Tennisstüberls<br />

(mit großem Glasfenster …)<br />

ziehen sich die Tennisprofis um. Ausgewählte<br />

dürfen noch mit Sonderwünschen<br />

rein. Draußen tobt die Party, die<br />

Blasmusik spielt auf, selbst auf der Tuba<br />

landet der Thiem-Schriftzug. Dann wird<br />

Thiem über die Chancen im Davis Cup ...<br />

„Es ist eine Supersache, dass wir das<br />

Heimspiel gegen Australien in Graz haben.<br />

Es wird eine schwere Partie, aber es ist<br />

eine Riesenchance, dass wir den Aufstieg<br />

in die Weltgruppe schaffen können. Ich<br />

werde im Team alles dazu geben, dass es<br />

gelingt. Wenn ich höre, dass der Freitag<br />

schon ausverkauft ist, freue ich mich noch<br />

mehr auf ein wunderbares Ambiente.“<br />

Und im September wird er wieder zum<br />

Angreifen sein, der Hype um Dominic<br />

Thiem. Das Jahrhundertmatch in Wörschach<br />

ist da schon längst Geschichte.<br />

Fotos: Thomas Polzer<br />

14 <strong>SPORTaktiv</strong>


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<strong>SPORTaktiv</strong><br />

15


31. AUGUST BIS 2. SEPTEMBER<br />

„TOUR DE KÄRNTEN – RUN“<br />

Drei Tage, drei Etappen, ein Sieger.<br />

Der „Tour de Kärnten – Run“<br />

am Ossiachersee ist eine Drei-Tages-Laufveranstaltung<br />

für jedermann<br />

(-frau) mit drei unterschiedlichen<br />

Laufarten: dem Bleistätter Moorlauf<br />

(21 km), einem Trailrun (14 km)<br />

und einem Berglauf (7 km/500 hm).<br />

run.tourdekaernten.at<br />

26. AUGUST<br />

BIKE THE BUGLES<br />

Drei Strecken gibt es beim MTB-<br />

Marathon Bike the Bugles im Rahmen<br />

der Centurion Bike Challenge.<br />

Von Krumbach (NÖ) geht es mit<br />

Start um 10 Uhr entweder über 16,<br />

32 oder 68 Kilometer. Nennschluss<br />

ist am 22. <strong>August</strong>.<br />

www.bikethebugles.at<br />

TOP<br />

EVENTS<br />

AUGUST | SEPTEMBER | OKTOBER<br />

11. AUGUST<br />

HIKE, BIKE, SURF & TURF<br />

Der Bewerb in St. Corona<br />

(NÖ) geht in Runde zwei!<br />

Erst wird den Berg hochgestiegen,<br />

dann im Speicherteich<br />

gepaddelt und anschließend<br />

ohne Kette, aber mit<br />

Flow den Berg runtergerollt.<br />

www.wexltrails.at<br />

6. BIS 7.OKTOBER<br />

24 STUNDEN AM DONAUSTEIG<br />

Die eigenen Grenzen testen<br />

und die schöne Landschaft an<br />

der Schlögener Schlinge (OÖ)<br />

genießen: Das sind die Ziele<br />

der 24-Stunden-Wanderung am<br />

Donausteig. Gestartet wird am<br />

6. Oktober um 7 Uhr und dann<br />

heißt es: Wandern Tag und Nacht!<br />

www.donauregion.at<br />

16. SEPTEMBER<br />

SÜDKÄRNTNER TRIATHLON<br />

35 Jahre nach der Premiere feiert<br />

der Südkärntner Triathlon am<br />

Klopeiner See seine Wiederauferstehung.<br />

Die Halbdistanz lockt mit<br />

Schwimmen im wärmsten Badesee<br />

Europas, einer Radstrecke rund um<br />

drei Seen und einer imposanten<br />

Berg- und Seekulisse.<br />

www.suedkaerntner-triathlon.at<br />

16 <strong>SPORTaktiv</strong>


2. SEPTEMBER<br />

ÖTZTALER RADMARATHON<br />

Der Herausforderung des 38.<br />

Ötztalers stellen sich wieder<br />

rund 4000 Starter/-innen. Sie<br />

wagen sich auf die 238 Kilometer<br />

und 5500 Höhenmeter.<br />

Bei dem kultigen Spektakel<br />

lohnt sich auch die Zuschauerperspektive.<br />

www.oetztalerradmarathon.com<br />

10. BIS 12. AUGUST|<br />

BIKE NIGHT FLACHAU|<br />

Im Mittelpunkt der 8. Bike<br />

Night Flachau steht wieder der<br />

Marathon unter Flutlicht auf<br />

dem selektiven, 4,5 km langen<br />

Rundkurs. Abseits davon warten<br />

ein Top-Rahmenprogramm<br />

und jede Menge Partys.<br />

www.flachau.com<br />

24. BIS 26. AUGUST|<br />

KÄRNTEN LÄUFT|<br />

Der Sommer-Laufevent im Süden<br />

Österreichs verspricht wieder<br />

puren Laufspaß am Wörthersee,<br />

sportliche Spitzenleistungen,<br />

Strecken für jeden Geschmack bis<br />

zum Halbmarathon und Urlaubsfeeling<br />

für die gesamte Familie.<br />

www.kaerntenlaeuft.at<br />

Fotos: Veranstalter<br />

21. BIS 22. SEPTEMBER|<br />

WÖRTHERSEE ULTRA TRAIL|<br />

Der Wörthersee Ultra Trail bietet<br />

allen Geländeläufern das passende<br />

Format: vom Ultra (72 km) über<br />

den Marathon bis zum Halbmarathon,<br />

den man sich auch zu<br />

dritt teilen kann. Und alles findet<br />

in der grandiosen Natur statt.<br />

www.woertherseetrail.at<br />

31. AUGUST BIS 2. SEPTEMBER<br />

BIKE FESTIVAL LEOGANG<br />

Das „Bike Festival“ kennt man aus<br />

Riva oder Willingen – nun findet es<br />

auch in Saalfelden-Leogang (S) statt.<br />

Von 31. <strong>August</strong> bis 2. September erwarten<br />

(E-)Biker zahlreiche Bewerbe,<br />

100 Aussteller, jede Menge 2019er-<br />

Bikes zum Angreifen und Testen,<br />

Partys und Spitzenstimmung.<br />

leogang.bike-festival.de<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

17


DIE SPORTAKTIV<br />

LESER<br />

CAMPS<br />

ZWEI LESERCAMPS STEHEN<br />

NOCH AUF DEM PROGRAMM,<br />

EHE WIEDER DIE SCHNEESAI-<br />

SON STARTET. SICH EINEN<br />

PLATZ IM SPORTAKTIV-CAMP<br />

ZU SICHERN, ZAHLT SICH AUS:<br />

TEILNEHMER ERWARTEN<br />

SPORTLICHE TAGE UNTER<br />

PROFIANLEITUNG IN TOLLEN<br />

HOTELS ZU FAIREN PREISEN.<br />

DIE STIMMUNG? TIEIRSCH GUT,<br />

WIE IM ZULETZT STATTGEFUN-<br />

DENEN OUTDOORCAMP IM<br />

NATIONALPARK HOHE<br />

TAUERN KÄRNTEN.<br />

DIE ANMELDEPHASE LÄUFT BEIM ...<br />

BIKE-FLOW-CAMP<br />

20.–23. SEPTEMBER<br />

in Feld am See/Kärnten.<br />

Mehr dazu: Seite 92-93<br />

RENNRADCAMP<br />

27.–30. SEPTEMBER<br />

in Dalmatien/Kroatien.<br />

Mehr dazu: www.sportaktiv.com<br />

ALLE INFOS UNTER<br />

www.sportaktiv.com<br />

Foto: Nationalpark-Region Hohe Tauern Kärnten<br />

18 <strong>SPORTaktiv</strong>


TRAINING | GESUNDHEIT | ERNÄHRUNG<br />

FIT<br />

FRÜH ÜBT SICH<br />

Mehr als 500 Kinder im Volksschulalter<br />

haben an den „Ugotchi<br />

Fun Olympics“ in Wien teilgenommen.<br />

„Wer sich als Kind<br />

sportlich betätigt, wird das auch<br />

als Erwachsener eher tun“, sieht<br />

Peter McDonald, der Präsident<br />

der Sportunion Österreich, den<br />

Tag als Gesundheitsvorsorge.<br />

Fotos: the CAGE, JOYA, Sportunion Wien<br />

LAUFEND AKTUELLE STORYS,<br />

TRENDS UND TIPPS RUND<br />

UMS THEMA FITNESS AUF:<br />

WWW.SPORTAKTIV.COM<br />

BOULDERN, BOARDEN, HÜPFEN<br />

Neue Attraktion am Katschberg. Beim Jugend-Hotel<br />

„das Stockbett“ gibt es jetzt mit „the CAGE“ eine Indoorsporthalle,<br />

die auf 450 Quadratmetern ein Riesenangebot<br />

bietet: Bouldern, Klettern, Trampolinspringen samt<br />

Schnitzlgrube, Tischtennis, Basketball und, und, und.<br />

Rund um die Halle gibt es Rampen für<br />

BMX-Fahrer und Skateboarder.<br />

www.das-stockbett.at<br />

4500 BEI YOGA<br />

CONVENTION IN WIEN<br />

Einen Tag lang stand der Wiener Augarten<br />

ganz im Zeichen der Entspannung und des<br />

Genusses. 4500 Interessierte besuchten<br />

die „Joya Yoga Convention“. Insgesamt 12<br />

Wiener Studios hielten mit Trainern Gratis-Kurse<br />

ab und gaben einen Einblick in die<br />

Vielfalt des Yoga. Daneben gab es Streetfood,<br />

Mode- und Lifestyle-Aussteller sowie<br />

eine Chill-out-Area.<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

19


ROLLENDE|<br />

FITMACHER|<br />

INLINESKATES, SKIROLLER, KICKBIKE:<br />

DREI SPORTGERÄTE MIT DEM<br />

VERSPRECHEN, FIT VOM SOMMER<br />

IN DEN HERBST ZU ROLLEN.<br />

WIR HABEN DEM FITNESS- UND<br />

FUNFAKTOR DER DREI ROLLSPORT-<br />

ARTEN AUF DEN ZAHN GEFÜHLT.<br />

VON CHRISTOF DOMENIG<br />

Ein Spielzeug? Irrtum! Diese<br />

„Erwachsenen-Tretroller“, Kickbikes<br />

genannt, haben es in sich!<br />

In die Spielzeug- oder im besten Fall<br />

„Funsport“-Ecke werden oft auch Inlineskates<br />

eingeordnet. Dabei eignen<br />

sich auch die Skates für ein vollwertiges<br />

Fitness-Workout. Der Dritte im Bunde,<br />

der Skiroller, gilt wiederum eher<br />

als Profi-Gerät. Motto: „Super für die<br />

Langlauf-Elite – nix für Hobbysportler.“<br />

Und noch einmal „Einspruch!“ Die<br />

Wahrheit ist: Alle drei Rollsportarten<br />

sind auch für Freizeitsportler eine tolle<br />

Trainingsergänzung und -alternative.<br />

Wer jetzt in der zweiten Saisonhälfte<br />

schon genug vom Trainingstrott hat,<br />

und auch mal neue Reize setzen möchte,<br />

sollte einen Blick auf die drei werfen.<br />

Noch ein paar Gemeinsamkeiten:<br />

Alle drei Sportarten lassen sich relativ<br />

rasch erlernen. Und der Materialeinsatz<br />

hält sich im Rahmen. Also nicht lang<br />

rumgeredet: Wir haben die wichtigsten<br />

Antworten zu drei rollenden Fitness-Alternativen<br />

gesammelt. Bei Sportlern, die<br />

schon damit trainieren – und bei einem<br />

unserer <strong>SPORTaktiv</strong>-Trainingsexperten,<br />

der selbst ein Rollen-Fan ist – Sportwissenschafter<br />

Herwig Reupichler.<br />

INLINESKATEN<br />

Dass Inlineskates nicht nur Spaß machen,<br />

sondern auch ein wirkungsvolles<br />

Trainingsmittel sind, weiß Veronika<br />

Windisch. Die steirische Multisportlerin,<br />

bis 2014 mehrmals Olympiateilnehmerin<br />

im Short Track, hat nach Ende<br />

ihrer Profi-Karriere Erfolge in zahlreichen<br />

Sportarten, etwa im Rennrad- und<br />

Mountainbikesport oder im Treppenlauf<br />

eingefahren. Nebenbei ist sie auch<br />

Staatsmeisterin im Inline-Speed-Skating.<br />

Einmal pro Woche trainiert Windisch<br />

mit den Skates: „Das gibt eine ausgezeichnete<br />

Basis für viele Sportarten. Man<br />

trainiert die Ausdauer, kräftigt den ganzen<br />

Körper. Und die Fortbewegung ist<br />

auch koordinativ recht anspruchsvoll“,<br />

sagt Windisch. Auch Wintersport-Profis<br />

verwenden Inlineskates im Sommertraining,<br />

weiß die Steirerin – „etwa<br />

Skispringer. Oder Skicrosser, die damit<br />

gern auf einen Pumptrack gehen“. Ihr<br />

Tipp für fitnessorientierte Hobbysportler:<br />

„Kleine Tricks ausprobieren. Das<br />

erhöht noch den Spaßfaktor.“<br />

Sportwissenschafter und Trainer<br />

Herwig Reupichler kann dem Inline -<br />

skaten auch viel abgewinnen: „Für eine<br />

längere Grundlageneinheit pro Woche<br />

eignen sie sich sehr gut; für weniger gut<br />

Trainierte sogar besser als Laufen, weil<br />

der Puls im moderaten Bereich bleibt.<br />

Fotos: Fischer Ski, Kickbike/worldwide, Rollerblade, privat<br />

20 <strong>SPORTaktiv</strong>


MAG. HERWIG<br />

REUPICHLER<br />

ist Sportwissenschafter,<br />

Lauf- und Triathlontrainer<br />

und aktiver Triathlet.<br />

www.tristyria.at<br />

Skaten ist so gesehen ein idealer Longjog-Ersatz“,<br />

sagt Reupichler. Muskulär<br />

würden beim Inlineskaten – sofern<br />

technisch richtig ausgeführt – vor allem<br />

Gesäß und Oberschenkel gefordert.<br />

„Der Rückenstrecker arbeitet durch die<br />

vorgebeugte Fahrposition ebenfalls mit,<br />

was gut ist, weil dieser bei den meisten<br />

Menschen abgeschwächt ist.“<br />

Manche skaten mit Stöcken. Kann<br />

man – viel Nutzen sieht unser Experte<br />

darin aber nicht. Denn die Skates<br />

rollen so gut, dass man die Stöcke zum<br />

Anschieben nicht braucht: „Wenn, dann<br />

lieber gleich mit dem Skiroller.“<br />

SKIROLLER<br />

„Skirollern ist die Sommer-Trainingsmethode<br />

für Langläufer – wird aber<br />

auch zunehmend von Leuten entdeckt,<br />

die es als eigene Sportart sehen“,<br />

weiß Trainingsexperte Reupichler. Als<br />

Wintertriathlet ist er selbst im Sommertraining<br />

auf Rollerskiern regelmäßig<br />

unterwegs. Wie fühlt es sich an? „Sie<br />

rollen schlechter als Inline Skates – und<br />

das bewusst, um den Trainingseffekt zu<br />

erhöhen.“ Der Nutzen dieses Trainings<br />

ist überragend, ein Ausdauer- und Ganzkörper-Muskeltraining<br />

in einem, analog<br />

dem Langlaufen. „Besonders stark greift<br />

das Training für die Bauchmuskeln.<br />

Aber auch die Arme – da wiederum<br />

besonders den Trizeps – erreicht man<br />

sehr gut. Dazu Rücken, Gesäß und<br />

Oberschenkel.“<br />

Auch für Triathleten ist der Skiroller<br />

als Ergänzung gut geeignet – bzw. überhaupt<br />

für alle, die eine der drei Ausdauersportarten<br />

Schwimmen, Radfahren<br />

und Laufen ausüben. Einer, der ebenfalls<br />

damit trainiert, ist Markus Falgenhauer:<br />

Der steirischeTriathlet und Langläufer<br />

mit Leistungsambition steht im Herbst<br />

bis zu vier Stunden pro Woche auf dem<br />

Skiroller. „Ich verwende ihn auch gern<br />

für harte Intervall-Einheiten auf der<br />

Tartanbahn, die vor allem mit Gleichgesinnten<br />

Spaß machen.“<br />

Skiroller gibt es als Skating- und<br />

Klassik-Versionen und sie sind ab rund<br />

100 Euro zu haben; um 200 bekommt<br />

man sehr gutes Gerät. Dazu benötigt<br />

man eine herkömmliche Langlaufbindung<br />

und Langlaufschuhe. Helm,<br />

Handschuhe und Brille übernimmt man<br />

vom Biken. Experte Reupichler sieht<br />

die Skiroller insgesamt als „eierlegende<br />

Wollmilchsau, die den ganzen Körper<br />

trainiert“.<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

21


KICKBIKEN<br />

Bleibt noch das Kickbike – doch was<br />

ist das eigentlich? Kurz gesagt: Ein<br />

High-End-Tretroller, der so gut rollt<br />

und bremst wie ein Fahrrad. Kickbikes<br />

gibt es auch in ähnlichen Varianten wie<br />

Bikes – für den Alltags-, Renn- oder<br />

auch Offroad-Einsatz. Die sportlichsten<br />

Geräte haben ein 28-Zoll-Rennrad-Vorderrad<br />

montiert und hinten<br />

meist ein kleineres Rad ab 20 Zoll<br />

Größe. Kosten: 300 bis 600 Euro.<br />

„Kickbike“ ist der Markenname<br />

eines Herstellers, der zur Bezeichnung<br />

der ganzen Sportart wurde. „Englisch<br />

heißt es ‚Footbike‘ – wir sagen einfach<br />

‚Tretroller‘“, erklärt David Pašek. Der<br />

Wiener Architekt gehört zum Kern der<br />

heimischen Szene und hat im Vorjahr<br />

mit Mitstreitern den „Tretroller- und<br />

Tretschlitten-Verband Österreich“<br />

(TTVÖ) gegründet.<br />

KICKBIKEN<br />

TRAINIERT DEN<br />

IDEALEN<br />

LEICHTATHLETISCHEN<br />

SCHRITT.<br />

Ein „Daumen hoch“ für den<br />

Renn-Tretroller gibt es auch vom<br />

Sportwissenschafter: „Den Fuß hinsetzen<br />

und nach hinten abdrücken<br />

trainiert im Prinzip den idealen<br />

leichtathletischen Schritt, wie man ihn<br />

zum Abspringen und Sprinten benötigt.<br />

Auch für jede Spielsportart, wo<br />

schnelle Bewegungen gefragt sind, ist<br />

es ein sehr gutes Training. Explosivität<br />

kann aber auch jeder Hobbyläufer gut<br />

brauchen.“ Wichtig: Linke und rechte<br />

Körperhälfte gleichmäßig einsetzen.<br />

Gesäß und Oberschenkelrückseite<br />

werden gut mittrainiert. Beim reinen<br />

Ausdauertraining funktioniert die Pulssteuerung<br />

sehr gut.“<br />

David Pašek ergänzt: „Die Rotationsbewegung,<br />

die sich aus dem Kicken<br />

ergibt, stärkt die Rückenmuskulatur.<br />

Ein immenser Vorteil für jeden in sitzenden<br />

Berufen.“ Und er versichert:<br />

Einmal aufgestiegen, kommt man<br />

von der Sportart nicht mehr los (siehe<br />

auch nachfolgende Story). Die Kickbike-Community<br />

ist klein, wächst aber.<br />

Wenn man es einfach einmal ausprobieren<br />

will? „Kontaktiert uns beim Verband,<br />

wir helfen gern weiter.“<br />

Kontakt: www.tritt.at<br />

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22 <strong>SPORTaktiv</strong><br />

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RECHTLICH BETRACHTET<br />

Tanja Tretzmüller, Juristin beim ÖAMTC, gibt Auskunft, welche der drei rollenden<br />

Trainingsgeräte man wie auf öffentlichen Verkehrsflächen einsetzen darf.<br />

INLINESKATEN IST ERLAUBT:<br />

auf allen Gehsteigen, Gehwegen<br />

und Radwegen, Radfahrstreifen,<br />

Mehrzweckstreifen. Ebenso in<br />

Fußgängerzonen, Wohnstraßen und<br />

Spielstraßen. Auch die Radfahrerüberfahrt darf<br />

benutzt werden. Sind Geh- und Radweg durch<br />

eine Linie getrennt, kann man sich aussuchen,<br />

welchen Teil man nutzt. Allerdings ist stets<br />

darauf zu achten, weder Fußgänger noch<br />

Radfahrer zu behindern.<br />

NICHT ERLAUBT<br />

ist das Skaten auf der Fahrbahn, auch nicht<br />

am Land, wenn kein Gehsteig vorhanden<br />

ist. Die Fahrbahn darf man bloß auf kurzen<br />

Verbindungen zwischen zwei Gehsteigen<br />

nutzen.<br />

SKIROLLERN DARF MAN<br />

auf Gehsteigen, Gehwegen, in<br />

Fußgängerzonen, in Wohnstraßen und<br />

Spielstraßen sowie auf kombinierten Gehund<br />

Radwegen. Sind Geh- und Radweg<br />

durch eine Linie getrennt, ist der Gehweg zu<br />

benutzen. Wieder gilt: Es darf kein anderer<br />

Verkehrsteilnehmer behindert werden. Das<br />

Sportgerät kennt der Gesetzgeber nicht,<br />

einordnen lässt es sich unter dem sperrigen<br />

Rechtsbegriff „vorwiegend zur Verwendung<br />

außerhalb der Fahrbahn bestimmtes<br />

Kleinfahrzeug.“ Darunter fallen auch<br />

Microscooter.<br />

NICHT ERLAUBT<br />

ist es, mit Skirollern auf reinen Radwegen<br />

oder auf der Fahrbahn unterwegs zu sein.<br />

KICKBIKES<br />

sind in der StVO Fahrrädern<br />

gleichgestellt und müssen<br />

über die entsprechende<br />

Ausstattung verfügen.<br />

Wie etwa zwei voneinander<br />

unabhängig wirkende<br />

Bremsanlagen, Rückstrahler,<br />

Klingel und bei Dunkelheit<br />

eine Beleuchtung.<br />

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<strong>SPORTaktiv</strong><br />

23


FAST<br />

WIE<br />

FLIEGEN<br />

EIN TRETROLLER FÜR<br />

ERWACHSENE ALS SPORT-<br />

GERÄT? JUREK<br />

MILEWSKI LÄCHELTE<br />

BELUSTIGT, STIEG<br />

TROTZDEM EINMAL AUF<br />

– UND KOMMT SEITDEM<br />

DAVON NICHT MEHR LOS.<br />

JETZT KRÖNTE ER SICH<br />

ZUM WELTMEISTER.<br />

VON CHRISTOF DOMENIG<br />

Die Szene, als ein Freund dem Salzburger<br />

Jurek Milewski ein Kickbike präsentierte,<br />

hat sich vor fünf Jahren abgespielt. Erster<br />

Gedanke: „So ein Schmarrn.“ Und dann, nach<br />

der ersten Fahrt: „Unglaublich cool.“ Milewski<br />

präzisiert: „Als würde man mit jedem Kilometer<br />

jünger werden. Das Freiheitsgefühl auf dem<br />

Kickbike hat etwas Kindliches – im positiven<br />

Sinn. Fast wie Fliegen.“<br />

Der Salzburger ist heuer 60 geworden, von<br />

Beruf Schauspieler und zugleich Vollblutsportler.<br />

In seiner Jugend gehörte er zu den besten Nachwuchs-Rennradfahrern<br />

in Polen. In Österreich<br />

hat er später, etwas über 40-jährig, intensiv<br />

Rennrad- und Mountainbike-Marathons be-<br />

stritten und Platzierungen unter den besten Zehn<br />

eingefahren. Heute ist er der erfolgreichste Österreicher<br />

im Kickbike-Sport und krönte sich im Juli<br />

in Holland sogar erstmals zum Weltmeister! Neben<br />

Gold im Kriterium holte er zwei Silbermedaillen in<br />

Sprint und Marathon. In Holland hat der Sport im<br />

Übrigen viel mehr Anhänger – noch mehr aber in<br />

Finnland und Tschechien, den beiden weltweiten<br />

Hochburgen.<br />

Seine Trainingsrunden zieht Milewski fast täglich<br />

in und um Salzburg, klemmt sich dabei schon<br />

einmal Textbücher auf den Lenker. Er setzt den<br />

„Tretroller“, wie das Kickbike von den Ausübenden<br />

auch liebevoll genannt wird, aber auch im Alltag<br />

ein, propagiert ihn als urbanen Autoersatz. Zu Auf-<br />

Fotos: Milewski, Zitzmann<br />

24 <strong>SPORTaktiv</strong>


VON PARIS–ROUBAIX<br />

HABE ICH SCHON ALS<br />

JUNGER RADSPORTLER<br />

GETRÄUMT. WUNDERBAR,<br />

NUR DIE HÄNDE WAREN<br />

DANACH EIN HALBES<br />

JAHR TAUB.<br />

tritten reist er schon einmal über 100 Kilometer<br />

an. „Meine Frau hab ich auch schon überzeugt,<br />

dass das ein Supersport ist.“<br />

Rund 8000 Kilometer legt Milewski im Jahr<br />

auf seinen Kickbikes (er besitzt sechs) zurück.<br />

Etwas langsamer als einst auf dem Rennrad – 27<br />

km/h sind im Marathon aber schon drin. Bergab<br />

erreichte der Salzburger einmal 104 km/h. „Da<br />

sollte man aber lieber nicht daran denken, dass<br />

etwas passieren könnte.“ Weil es kein Rahmendreieck<br />

gibt, lässt sich ein Kickbike nicht so steif<br />

wie ein Rennrad konstruieren.<br />

Rekordverdächtig ist auch anderes, das Jurek<br />

Milewski am Kickbike schon unternommen hat<br />

– „Hauptsache schnell und weit“, so sein Motto.<br />

2016 fuhr er einen Tag vor dem Radklassiker Paris–Roubaix<br />

mit einigen Tschechen und seinem<br />

österreichischen Teamkollegen Guido Pfeiffermann<br />

die legendäre Strecke: 255 Kilometer, davon<br />

über 50 auf dem berühmten Kopfsteinpflaster.<br />

„Ein wunderbares Erlebnis, von dem ich schon<br />

als junger Radsportler geträumt habe. Aber die<br />

Hände waren danach ein halbes Jahr taub“, lacht<br />

Milewski. Dabei eigne sich der Tretroller für lange<br />

Distanzen sehr gut. Eine 407 Kilometer lange<br />

Österreich-Durchquerung in 23:50 Stunden steht<br />

ebenfalls im Lebenslauf des Salzburgers. „Lange<br />

Fahrten spürst du weniger als mit dem Rennrad.“<br />

Dass er nach Hunderten Kilometern noch relativ<br />

locker absteigt, ist auch dem Fitnesszustand des<br />

60-Jährigen geschuldet. Abgesehen von Ausdauer<br />

und Kraft hilft seine Beweglichkeit beim Durchziehen<br />

jener Kicks, die richtig Tempo bringen. Akrobatiktraining<br />

gehört zu seinem Beruf, zum Spagat<br />

(„den hab ich mit 24 geschafft“) fehlen ihm gerade<br />

einmal ein paar Zentimeter.<br />

Ein großes Erfolgserlebnis durfte Milewski heuer<br />

auch schon vor der WM feiern: „Peter Groeneveld<br />

hat mir einen 1400 Gramm leichten Carbonrahmen<br />

gebaut.“ Der Holländer gilt als bester Rahmenbauer<br />

in der Szene, er fertigt eine Handvoll<br />

der edlen Teile pro Jahr und verkauft sie nur an<br />

würdige Kunden. Freilich: Einen, der die materialtechnische<br />

Würdigung mehr verdient als Jurek<br />

Milewski, wird auch ein Rahmenbau-Guru nur<br />

schwer finden. Mit oder ohne Weltmeister-Ehre.<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

25


COOL UND GUT<br />

Ob Schwimmunterricht,<br />

Training oder Wettkampf<br />

– der Diamondize-Double-<br />

Crossback-Badeanzug von<br />

SPEEDO ist perfekt dafür. Das<br />

„Endurance+“-Material macht<br />

ihn extrem strapazierfähig.Der<br />

ideale Mix aus coolem Style<br />

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mit integriertem Schweißband und<br />

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Verschluss garantiert einen<br />

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Erhältlich in vier verschiedenen<br />

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UND AUSDAUER<br />

NEWS<br />

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und viel Spaß. Das Schock<br />

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Fotos: Hersteller<br />

26 <strong>SPORTaktiv</strong>


FIT MIT SUMI<br />

ROCKER<br />

UND ROLLER<br />

Foto: Thomas Polzer<br />

CHRISTOPH<br />

SUMANN<br />

war als Biathlet<br />

viele Jahre<br />

Weltklasse<br />

und ist jetzt<br />

leidenschaftlicher<br />

Freizeitsportler.<br />

Ja, Skiroller sind im Sommer eine feine<br />

Sache. Waren in meinen Anfangsjahren bei<br />

den Langläufern noch Radfahren und normales<br />

„Trockenlaufen“ am sommerlichen Trainingsplan,<br />

hat sich das in den Jahren danach und<br />

bei den Biathleten gravierend geändert. Skiroller<br />

sind technisch derart gut geworden, dass sie zum<br />

unverzichtbaren Trainingsmittel gereift sind.<br />

Ich schätze, wir haben 50 Prozent der Vorbereitungszeit<br />

auf Skirollern verbracht. Es gibt einfach<br />

nichts anderes, was dem Bewegungsablauf beim<br />

Langlaufen so nahe kommt.<br />

Dabei haben wir mit den Skirollern alles Mögliche<br />

unter die Räder genommen, haben kurze,<br />

intensive Einheiten gemacht und drei- bis vierstündige<br />

Ausfahrten. Mir haben besonders die<br />

langen Bergeinheiten getaugt, wir sind die Großglocknerstraße<br />

hinaufgelaufen oder eine andere<br />

Passstraße, herrlich.<br />

Runter? Nein, runter kann man mit Skirollern<br />

kaum fahren. Sie haben ja keine Bremsen. Wer<br />

bergab fährt, sollte die Strecke genau kennen<br />

oder wissen, wo man gefahrlos in die Botanik<br />

abbiegen kann. Stürze standen bei uns auf der<br />

Tagesordnung, auch ich hatte immer wieder<br />

einmal „Asphaltausschlag“.<br />

Für Kinder und Einsteiger eignen sich deshalb<br />

Inlineskates („Rollerblades“) zunächst am besten.<br />

Das ist ein einfacherer Bewegungsablauf, mit<br />

Stöcken kommt es dem Langlaufen nahe. Die<br />

nordischen Kombinierer machen heute noch<br />

viel auf Skates. Auch offizielle Wettkämpfe kann<br />

man auf Rollen machen. Wir hatten immer die<br />

österreichische Meisterschaft (20 km) im Herbst.<br />

Da gab es echte Spezialisten, im Großen und<br />

Ganzen sind die Leistungswerte aber 1:1 auf den<br />

Schnee umlegbar.<br />

Privat stelle ich mich jetzt selten auf die Roller.<br />

Außer ich begleite meine Tochter beim Trainieren.<br />

Dann hole ich die Geräte aus dem Keller<br />

und wir rollen los. Ohne Asphaltausschlag.<br />

MACH AUS<br />

WASSER ENERGIE<br />

SPORTNAHRUNG MIT SYSTEM<br />

MVD - MINERAL VITAMIN DRINK<br />

• Füllt die Elektrolytspeicher<br />

wieder auf<br />

• Hydriert dich schneller als Wasser<br />

• Unterstützt das Immunsystem,<br />

ohne Zuckerzusatz<br />

• Ideal für Sport bis 60 Minuten,<br />

auch warm trinkbar<br />

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VON START<br />

BIS ZIEL<br />

VOM CARBOLOADING BIS<br />

ZUM TRINKEN IM RENNEN:<br />

WIE MAN WETTKAMPFLEIS-<br />

TUNG DURCH DIE ERNÄH-<br />

RUNG UNTERSTÜTZT. UND<br />

WELCHE ROLLE DIE VERTRÄG-<br />

LICHKEIT DABEI SPIELT.<br />

VON CHRISTOF DOMENIG<br />

Manche haben ihr heuriges Wettbewerbsziel<br />

schon hinter sich, andere<br />

stehen permanent im Wettkampfmodus.<br />

Und für einige bringt erst der Herbst die<br />

große Herausforderung. Aber jeder, der (Hobby-)Wettkämpfe<br />

bestreitet, kennt wohl das<br />

Phänomen – zumindest von Geschichten aus<br />

dem Freundeskreis: Der Magen-Darm-Trakt<br />

kann ein ganz schöner Spielverderber sein.<br />

Zur Frage, wie man die Wettkampfleistung<br />

durch Essen und Trinken unterstützt, gehört<br />

daher ein wichtiger Aspekt unbedingt dazu:<br />

die Verträglichkeit.<br />

„Ein Hauptfehler, der immer wieder passiert,<br />

ist, am Wettkampftag etwas auszuprobieren“,<br />

sagt Sporternährungsexpertin Doris<br />

Hiller-Baumgartner. Es gilt die Faustregel:<br />

„Der Körper sollte bei Wettkämpfen primär<br />

mit Lebensmitteln und Getränken konfrontiert<br />

werden, die er bereits kennt, die Menge<br />

und Verträglichkeit sollte vorher im Training<br />

geprüft werden.“ Und zwar gilt das für spezielle<br />

Sportnahrung wie beispielsweise Gels genauso<br />

wie für alles, was vor und während des<br />

Bewerbs gegessen und getrunken wird.<br />

Was auch gleich vorausgeschickt werden<br />

muss: Gerade beim Thema Essen und Trinken<br />

und Verträglichkeit gibt es einen großen<br />

individuellen Spielraum. Empfehlungen, die<br />

für jeden gelten und funktionieren, kann es<br />

daher nicht geben. Stattdessen heißt die Devise:<br />

Lerne deinen Körper kennen und auf dein<br />

„Bauchgefühl“ zu hören.<br />

Auch klar: Echte Wettkampfsituationen<br />

kann man nur bis zu einem gewissen Grad<br />

simulieren – man denke an die Nervosität,<br />

die bekanntlich ebenfalls auf den Magen<br />

schlagen kann. Doch auch dabei gilt: aus<br />

Erfahrung lernen. Und es gibt eine Menge<br />

allgemeine, wichtige Anhaltspunkte, die berücksichtigt<br />

werden sollten, und die wir euch<br />

hier näherbringen.<br />

Fotos: Thomas Polzer, GettyImages<br />

28 <strong>SPORTaktiv</strong>


ACHTUNG,<br />

SPIELVERDERBER<br />

Im Training, vor allem aber vor Wettkämpfen<br />

soll man zu Lebensmitteln greifen, die gut vertragen<br />

werden. Wichtige Anhaltspunkte:<br />

GETRÄNKE<br />

• Günstig: stilles Mineralwasser,<br />

Leitungswasser, Käutertees<br />

• Ungünstig: alle Getränke mit Kohlensäure<br />

(v. a. prickelndes Mineralwasser)<br />

GETREIDEPRODUKTE<br />

• Günstig: Reis, Nudeln, Toastbrot, Mischbrot,<br />

Grahamweckerl, Biskuit, Grieß, Haferflocken,<br />

Quinoa oder Hirse (gekocht), Polenta<br />

(gekocht)<br />

• Ungünstig: frisches Brot, frisches<br />

Hefegebäck, Germteig, Blätterteig<br />

OBST<br />

• Günstig: Apfel, Banane, Himbeeren,<br />

Erdbeeren, Schwarzbeeren, Mandarine,<br />

Honig- und Zuckermelone, gedünstete Birne<br />

• Ungünstig: Birnen (roh), Kirschen, Marillen,<br />

Pfirsich, Zwetschken, Feigen und Datteln<br />

Die Tage vor dem Wettkampf<br />

Wettkampfernährung beginnt schon einige<br />

Tage vor dem Startschuss. Stichwort: Carboloading:<br />

„Bei Wettkämpfen über 90 Minuten<br />

lässt sich durch eine Steigerung der Kohlenhydratzufuhr<br />

in den Tagen vor dem Wettkampf<br />

oft eine Leistungsverlängerung erreichen. Sinn<br />

dieser Maßnahme ist eine weitere Erhöhung<br />

der Glykogenspeicher. Diese Methoden werden<br />

als ‚Carbohydrate loading‘ oder ‚Superkompensation‘<br />

bezeichnet“, weiß Hiller-Baumgartner.<br />

Eine Variante beinhaltet eine Steigerung der<br />

Kohlenhydratzufuhr in der Woche vor einem<br />

Wettkampf bei gleichzeitiger Reduktion der<br />

Trainingsumfänge und -intensität. Zur Berechnung:<br />

Bis zu 10 g Kohlenhydrate pro kg<br />

Körpergewicht pro Tag sollten es sein. „Der<br />

Muskelglykogengehalt lässt sich um ca. 10 bis<br />

15 Prozent steigern und die Kohlenhydratoxidation<br />

während der Ausdauerbelastung länger<br />

aufrechterhalten.“<br />

GEMÜSE<br />

• Günstig: Zucchini, Cocktailtomaten, Spinat,<br />

Blattsalate, Kürbis, Spargel, Fenchel, Karotten,<br />

Stangen- und Knollensellerie (gedämpft)<br />

• Ungünstig: Paprika, Gurke, Radieschen,<br />

Kraut- und Kohlsorten, Kohlrabi, Zwiebel,<br />

Knoblauch, Lauch, Mais<br />

FLEISCH- UND WURST<br />

• Günstig: gekochter Schinken,<br />

Krakauer, Schinkenwurst<br />

• Ungünstig: Rohschinken, Extrawurst,<br />

Salami, Kantwurst, Streichwurst, Landjäger,<br />

Leberkäse<br />

ANDERE HÄUFIGE<br />

SPIELVERDERBER<br />

• Marinierte Salate<br />

• Trinkmilch<br />

• Gut verträgliche Milch-Alternativen:<br />

Mandeldrink, Haferdrink, Kokos-Reis-Drink<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

29


Eine andere Superkompensations-Methode<br />

beinhaltet zusätzlich eine intensive Ausdauerbelastung<br />

72 Stunden vor dem Wettkampf<br />

– in den nachfolgenden Tagen soll<br />

dann durch eine kohlenhydratreiche Ernährung<br />

bis zum Wettkampf ein maximales<br />

Auffüllen der Glykogenspeicher gewährleistet<br />

werden. Doch für welche Variante man<br />

sich auch entscheidet: „Nicht jeder verträgt<br />

sehr hohe Kohlenhydratmengen. Daher<br />

sollte man die Methode seiner Wahl schon<br />

einmal rechtzeitig testen.“<br />

Stunden vor dem Wettkampf<br />

Zwei bis vier Stunden vor dem Wettkampf<br />

wird im Ausdauersport dann eine kohlenhydratreiche<br />

Mahlzeit empfohlen: Der<br />

Kohlenhydratanteil sollte dabei zwischen<br />

1 und 4 g pro kg Körpergewicht liegen.<br />

Wichtiger Hinweis: „Auf die Bekömmlichkeit<br />

achten – es sollte kein großes Völlegefühl<br />

entstehen.“<br />

Unmittelbar vor Belastungsbeginn, also<br />

30 Minuten bis 5 Minuten davor, empfiehlt<br />

Hiller-Baumgartner noch einmal<br />

kleine kohlenhydratreiche Snacks. Wichtig<br />

ist die passende Kohlenhydrat-Zusammensetzung<br />

und ein hoher glykämischer Index:<br />

Bananen, ein Stück Weiß- oder Mischbrot,<br />

Zwieback oder Biskotten erfüllen die<br />

gewünschten Bedingungen. Ebenso wie<br />

diverse Sportriegel und hypo- bzw. isotone<br />

Sportgetränke. „Die geeigneten Mengen<br />

müssen individuell erprobt werden, 1g pro<br />

kg Körpermasse ist aber das Maximum.<br />

Der Füllungszustand des Magens soll nicht<br />

als unangenehm empfunden werden.“<br />

Die Expertin betont: „Individuell abgestimmte<br />

Ernährungsstrategien können das<br />

Risiko von gastrointestinalen Beschwerden<br />

während des Wettkampfs verringern. Diese<br />

Strategien sollten im Trainingsalltag getestet<br />

und eingeübt werden, denn wer an eine<br />

Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme während<br />

der Belastung nicht gewöhnt ist, hat<br />

ein höheres Risiko, solche Beschwerden zu<br />

entwickeln.“<br />

Trinken im Wettkampf<br />

Nicht vergessen werden darf natürlich aufs<br />

Trinken. Um seine persönlichen Schweißverlust<br />

pro Stunde einschätzen zu können,<br />

MAG. (FH) DORIS<br />

HILLER-<br />

BAUMGARTNER<br />

ist freiberufliche Diätologin<br />

mit Schwerpunkt Sporternährung<br />

in Ligist (St) und<br />

Vorstandsmitglied der Österreichischen<br />

Gesellschaft<br />

für Sporternährung (ÖGSE).<br />

www.dorishiller.at<br />

Hiller-Baumgartner ist<br />

auch Mitherausgeberin<br />

des „Lehrbuchs der Sporternährung“<br />

der ÖGSE –<br />

Bestellmöglichkeit:<br />

www.lehrbuch-dersporternaehrung.at<br />

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<strong>SPORTaktiv</strong>-Leser:<br />

ALC6911)<br />

ist es ratsam, sich regelmäßig ohne Bekleidung<br />

unmittelbar vor und nach dem Training<br />

abzuwiegen. Wettkampfbelastungen<br />

bis zu 60 Minuten benötigen üblicherweise<br />

keine Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme.<br />

Dauert der Wettkampf mehr als eine<br />

Stunde, ist Trinken aber sehr wichtig: „Alle<br />

15 Minuten sollten etwa 150 bis 200 ml<br />

Flüssigkeit je nach Sportart getrunken werden.<br />

Ist die individuelle Schweißbildungsrate<br />

überproportional höher, dann sollte<br />

auch die Trinkmenge entsprechend erhöht<br />

werden“, sagt Doris Hiller-Baumgartner.<br />

Für den Sport eignen sich qualitativ<br />

hochwertige hypo- wie auch isotone<br />

Sportgetränke, bestehend aus mehreren<br />

Zuckerarten wie Glukose und Maltodextrin.<br />

Tipp: „Hypotone Getränke sollten<br />

dann gewählt werden, wenn mit hohen<br />

Schweißverlusten zu rechnen ist und wenn<br />

die Flüssigkeitszufuhr relevanter als die<br />

Energielieferung durch Kohlenhydrate<br />

erscheint – wieder abhängig von der Dauer<br />

der Belastung“. Auch bei Sportgetränken<br />

gilt: Vorher unter wettkampfähnlicher<br />

Belastung testen. Nicht jeder verträgt jedes<br />

Getränk. Wer sich unsicher ist, bringt<br />

zum Bewerb lieber sein erprobtes Getränk<br />

mit, als zum „Iso“ bei der Labestation zu<br />

greifen.<br />

30 <strong>SPORTaktiv</strong>


Sportnahrung unter der Lupe.<br />

Was bringt’s, was soll drin sein?<br />

TEIL 1: SPORTGETRÄNKE<br />

POWER DRINKS<br />

MAG.<br />

ISABELLA<br />

GRABNER-<br />

WOLLEK<br />

ist Ernährungswissenschafterin<br />

am Institut<br />

für medizinische und<br />

sportwissenschaftliche<br />

Beratung (IMSB) in<br />

Maria Enzersdorf (NÖ).<br />

www.imsb.at<br />

1. WAS IST EIN SPORTGETRÄNK?<br />

Sie sollen Sportler mit Flüssigkeit,<br />

Energie und Mineralstoffen versorgen.<br />

Wichtigster Energielieferant<br />

sind Kohlenhydrate, die in flüssiger<br />

Form schneller aufgenommen werden<br />

können als in fester Nahrung.<br />

Neben Kohlenhydratgetränken gibt<br />

es auch solche mit zusätzlichen Proteinen,<br />

was die Regeneration unterstützt.<br />

Mineralstoffe (v. a. Natrium,<br />

Kalium und Magnesium) gehen<br />

über Schweiß verloren und sollen<br />

durch das Getränk ersetzt werden.<br />

2. WER BRAUCHT EIN SPORT<br />

GETRÄNK?<br />

Hobby- und Leistungssportlern, die<br />

länger als eine Stunde Sport betreiben,<br />

kann ein Sportgetränk im Vergleich<br />

zu Wasser Vorteile bringen. Je<br />

länger die Sporteinheit, je größer die<br />

Belastung und je mehr man schwitzt<br />

(zum Beispiel bei heißen Temperaturen),<br />

desto wichtiger wird der<br />

Sportdrink im Vergleich zu Wasser.<br />

3. WORAN ERKENNT MAN EIN GUTES<br />

SPORTGETRÄNK?<br />

Orientieren kann man sich an den<br />

Nährwertangaben. Bei den üblichen<br />

Getränkepulvern zum Selbermischen<br />

erfolgen die Angaben meist nicht pro<br />

Liter Getränk, sondern pro 100 g Pulver,<br />

dann gilt es also umzurechnen.<br />

Empfohlen sind:<br />

•30 bis 60 g Kohlenhydrate pro Liter<br />

bei Sport zwischen 1 und 2,5 Stunden<br />

Dauer;<br />

•60 bis 90 g Kohlenhydrate bei Sport ab<br />

2,5 Stunden Dauer;<br />

•230–1380 mg/l Natrium;<br />

•bis 100 mg/l Magnesium;<br />

•Aminosäuren <br />

sind erst ab einer<br />

Trainings- oder Wettkampfdauer von<br />

mehr als 4 Stunden relevant<br />

4. WORAUF SOLLTE<br />

MAN NOCH ACHTEN?<br />

Foto: privat<br />

Die Auswahl des idealen Sportgetränks sollte individuell nicht<br />

nur nach dem Einsatzbereich erfolgen, sondern muss sich auch<br />

an der Verträglichkeit orientieren. Nicht jeder verträgt unter<br />

Belastung jedes Getränk – das sollte man schon im Training<br />

testen. Auch wichtig: Das Getränk sollte einem gut schmecken,<br />

um auch bei hoher Belastung genug davon zu trinken.<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

31


VEGANER<br />

KRAFTSTOFF<br />

DIE RIEGEL VON ROOBAR<br />

SIND NICHT NUR GUT IM<br />

GESCHMACK – SIE LIEFERN<br />

AUCH JEDE MENGE<br />

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Roobar ist Pionier und<br />

Marktführer auf dem<br />

Gebiet der biologisch<br />

hergestellten Riegel.<br />

www.roobar.com<br />

Weiter, immer weiter. Danach strebt<br />

Roobar mit seinen Protein-Riegeln.<br />

In 52 Ländern weltweit sind die Kraftspender<br />

bereits erhältlich – und doch rastet<br />

man sich nicht aus, sondern versucht die<br />

Produkte ständig weiterzuentwickeln. Neue<br />

Rezepte, neue Geschmacksrichtungen, neue<br />

Konsistenz.<br />

Daher auch die neueste Innovation: vegane<br />

Riegel, die noch mehr Protein enthalten.<br />

Das Eiweiß dafür kommt aus Reis. Weil er<br />

alle neun wichtigen Aminosäuren enthält<br />

und sehr gut verträglich ist. Die Riegel<br />

haben damit einen Proteinanteil von 25<br />

Prozent, ohne beim Geschmack Kompromisse<br />

eingehen zu müssen.<br />

Schonende Produktion<br />

Cherry & Maca, Choc Chip & Vanilla<br />

sowie Chia & Spirulina heißen die drei<br />

Sorten. Sie schmecken süß, obwohl kein<br />

zusätzlicher Zucker beigemengt wird. Kokosnussblütennektar<br />

macht es möglich.<br />

Die Rezepte sind einfach: Sieben bis acht<br />

Zutaten sind in den Riegeln, die nicht nur<br />

vegan sind, sondern auch glutenfrei und<br />

ohne Soja. In der Herstellung wird eine spezielle<br />

Technologie angewendet und auf Hitze<br />

verzichtet. Dadurch wird sichergestellt,<br />

dass alle Vitamine, Enzyme und Nährstoffe<br />

erhalten bleiben.<br />

Sportnahrung soll aber nicht nur gut<br />

schmecken – sie ist vor allem dazu da, dass<br />

Sportler ihre Ziele erreichen und Herausforderungen<br />

meistern. Um das zu gewährleisten,<br />

testet eine Vielzahl von Athleten<br />

Roobar auf Herz und Nieren. Das über<br />

die Welt verstreute „Team Roobar“ hat die<br />

heißesten Wüsten Kaliforniens überlebt, die<br />

antarktische Kälte ausgehalten, war auf den<br />

höchsten Bergen, den schwierigsten Trails<br />

und hat die größten Wellen gezähmt.<br />

ANZEIGE / Fotos: Roobar<br />

32 <strong>SPORTaktiv</strong>


Foto: ©fotolia/pololia ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG<br />

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K<br />

inder zum Sport zu bringen und damit einen<br />

– wenn auch noch so kleinen – Beitrag<br />

zu leisten, dass die Gesellschaft fitter<br />

und gesünder wird: Das ist Grundanliegen<br />

von <strong>SPORTaktiv</strong>. In der Juni-Ausgabe<br />

haben wir das Heroes-of-tomorrow-Konzept<br />

vorgestellt, das Kindern<br />

eine polysportive Basisausbildung<br />

bringen soll. Diesmal nehmen wir uns<br />

Tennis vor. Arme und Beine, Ausdauer<br />

und Kraft, Technik und Taktik – all das<br />

braucht man beim „weißen Sport“. Wie<br />

aber bringt man Buben und Mädchen<br />

wieder zu dem Spiel mit Schläger und<br />

Filzkugel?<br />

Zeit also für einen Lokalaugenschein<br />

in einem der bekanntesten Tennisklubs<br />

des Landes. Thomas Muster hat<br />

hier gespielt, Dominic Thiem hat hier<br />

gespielt, auch Gilbert Schaller. Oliver<br />

Marach, Wimbledonsieger im Doppel,<br />

sowieso. Und trotzdem war die Situation<br />

beim GAK in Graz vor fünf Jahren<br />

noch dramatisch und sinnbildlich für<br />

die Situation des Tennissports. Knapp<br />

70 Kinder hatte der renommierte Klub<br />

noch in seinen Reihen. „Da haben wir<br />

gewusst: Wenn wir so weitermachen<br />

stirbt der Verein über kurz oder lang<br />

aus“, sagt Philipp Hochstrasser. Der<br />

31-Jährige ist heute Geschäftsführer<br />

der GAK-Akademie und hat damals<br />

reagiert. Gemeinsam mit Dawn Foxhall,<br />

einer ehemaligen Profispielerin, hat er<br />

ein Schulprojekt ins Leben gerufen. In<br />

fünf Volksschulen der Umgebung haben<br />

sie in den Turnstunden ein Tennisprogramm<br />

absolviert, zwei Monate lang.<br />

Damit sind die Kinder erstmals mit<br />

Tennis in Berührung gekommen. Es<br />

folgte ein Schnuppertraining im Verein<br />

und danach das Angebot, mit Trainer im<br />

Klub weiterzumachen. Im ersten Jahr<br />

NUR NOCH<br />

FILZ<br />

IM KOPF<br />

34 <strong>SPORTaktiv</strong>


Foto: istock<br />

SPIEL, SATZ, SIEG<br />

Drei, vier oder fünf? Welches<br />

das beste Alter für Kinder ist,<br />

um mit Tennis zu beginnen,<br />

lässt sich pauschal nicht sagen,<br />

sondern hängt von den körperlichen<br />

Fähigkeiten des Kindes ab.<br />

Vier Jahre sind aber ein guter<br />

Richtwert.<br />

Kleinere Schläger, weichere<br />

Bälle und mobile, niedrigere<br />

Netze ermöglichen Kids einen<br />

leichteren und spaßigeren Einstieg<br />

in den „weißen Sport“.<br />

Apropos: Der Begriff kommt<br />

daher, dass früher vor allem<br />

Reiche und Adelige Tennis<br />

gespielt haben und es in diesen<br />

Kreisen als unfein galt, sich mit<br />

Schweißflecken in der Öffentlichkeit<br />

zu zeigen. Daher trugen<br />

sie meist weiße Kleidung.<br />

TROTZ DOMINIC THIEM: TENNIS IST IN<br />

ÖSTERREICH KEIN SELBSTLÄUFER MEHR.<br />

WAS ES BRAUCHT, UM KINDER ZUM<br />

„WEISSEN SPORT“ ZU BRINGEN UND SIE<br />

SO ZU BEGEISTERN, DASS IHRE WELT<br />

EINE GELBE FILZKUGEL IST.<br />

VON KLAUS MOLIDOR<br />

hat das noch wenig gefruchtet. Hochstrasser<br />

hat aber an dem Konzept festgehalten,<br />

was sich dann tatsächlich bezahlt<br />

gemacht hat.<br />

Heute spielen 240 Kinder beim Grazer<br />

Klub. Längst reicht die eigene Anlage<br />

da nicht mehr aus, werden Plätze in<br />

Graz und im Umland angemietet, um<br />

dem Andrang Herr zu werden. Für den<br />

Winter hat der Klub eine Traglufthalle<br />

aufgestellt, damit die Kinder ganzjährig<br />

spielen können. Elf Jugendmannschaften<br />

sind im Meisterschaftsbetrieb engagiert.<br />

„Tennis ist aber kein Selbstläufer<br />

mehr“, sagt Hochstrasser. Mit den<br />

Aktionen muss es also weitergehen,<br />

denn Ablenkungsmöglichkeiten gibt es<br />

sonder Zahl. „Da hängt es immer stark<br />

von den handelnden Personen ab“,<br />

erzählt Hochstrasser. Die gebürtige Engländerin<br />

Foxhall war damals für ihn ein<br />

Glücksfall. Erstens, weil sie selbst immer<br />

noch leidenschaftlich Tennis spielt,<br />

zweitens, weil sie Kindern die Freude<br />

am Sport vermitteln kann. „Als Native<br />

Speakerin an Volksschulen verbinde<br />

ich Englisch auch immer ganz viel mit<br />

Sport“, erzählt sie. Ihr Geheimnis? Spaß<br />

muss es machen und alle müssen sich<br />

gefordert, aber nicht überfordert fühlen.<br />

„Meine Übungen sind immer so aufgebaut,<br />

dass alle sie gleichzeitig ausführen<br />

können. So gibt es keine Wartezeiten<br />

und keine Langeweile.“ Zudem blödelt<br />

sie, motiviert und feuert die Kinder an.<br />

„Spaß ist so wichtig“, sagt Foxhall.<br />

Trainer, Bälle, neue Netze<br />

Nach der Initialzündung braucht es<br />

dann aber auch eine gute sportliche<br />

Ausbildung, um die Kinder bei Schläger,<br />

Netz und Vorhand zu halten. „Wir<br />

haben daher auch in gute Trainer wie<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

35


Konditionstrainer und Mentalcoach<br />

Hilmo Eleskovic sorgt beim GAK für<br />

Kondition und Koordination.<br />

Anne Hartveg-Walter und Ambros<br />

Morbitzer investiert, sind heute in der<br />

Steiermark der einzige Klub, der einen<br />

hauptberuflichen Konditionstrainer<br />

hat“, sagt Hochstrasser. Der arbeitet<br />

sowohl mit den leistungsorientierten<br />

Kindern und Jugendlichen als auch mit<br />

jenen, die einfach Spaß am Tennis, aber<br />

keine Profikarriere im Sinn haben.<br />

Geholfen bei der Nachwuchsarbeit<br />

hat aber auch die Industrie. Bälle in<br />

verschiedenen Härtegraden, die farblich<br />

gekennzeichnet sind, haben das Spiel für<br />

die Kinder am Anfang leichter gemacht.<br />

Dazu kleinere Schläger, niedrigere Netze.<br />

„Du musst als Trainer schauen, dass<br />

die Kinder schnell ein Match spielen<br />

können. Denn 85 Prozent taugt einfach<br />

der Wettkampf, das Sich-Messen mit<br />

den anderen“, weiß Hochstrasser. Und<br />

das geht mit altersadäquater Ausrüstung<br />

einfach besser als mit Bällen, die nicht<br />

nur schneller fliegen, sondern auch<br />

höher abspringen. „Da hat sich in den<br />

vergangenen zehn Jahren enorm viel getan“,<br />

sagt Hochstrasser.<br />

Neben dem Tennistraining wird aber<br />

auch viel Wert auf Grundkoordination<br />

DU MUSST SCHAUEN,<br />

DASS KINDER RASCH<br />

EIN ERFOLGSERLEBNIS<br />

HABEN UND EIN MATCH<br />

SPIELEN KÖNNEN.<br />

gelegt. Eine Fähigkeit, die über die letzten<br />

Jahrzehnte stetig abgenommen hat. Und:<br />

Den Kindern werden auch Werte wie<br />

Respekt, Höflichkeit, Verlässlichkeit und<br />

Ehrlichkeit vermittelt. „Alles Tugenden,<br />

die nicht nur auf dem Platz hilfreich<br />

sind“, sagt Hochstrasser und wundert<br />

sich bei Turnieren und Meisterschaftsspielen<br />

oft, mit welchem Gleichmut die<br />

Eltern schlechtes Benehmen oder gar<br />

Ausraster ihrer Sprösslinge hinnehmen.<br />

PHILIPP<br />

HOCHSTRASSER<br />

ist Geschäftsführer der<br />

GAK-Tennis-Akademie<br />

www.gak-tennis.at<br />

Vorteil fürs Leben<br />

Für Dawn Foxhall geht es beim Tennis<br />

um viel mehr als um den perfekten<br />

Schlag, die richtige Taktik oder ein<br />

gewonnenes Match. Freundschaft, Reisen,<br />

Gemeinschaft – auch das vermittelt<br />

der Sport. „Mein Thema ist schon<br />

auch die Leistungsschiene. Ich bringe<br />

Kids gerne in den Meisterschaftsbetrieb<br />

und zu Turnieren. Andere aber,<br />

die weniger ehrgeizig oder talentiert<br />

Fotos: GAK Tennis<br />

36 <strong>SPORTaktiv</strong>


sind, binde ich in meine Tenniscamps<br />

ein. So können sie sich ihr Taschengeld<br />

ein wenig aufbessern.“ Und auch<br />

Freundschaften schließen. „Burschen<br />

und Mädchen lernen einander auf dem<br />

Tennisplatz kennen“, erzählt Foxhall.<br />

Gerade im pubertären Alter laufe das<br />

beim Sport viel ungezwungener und<br />

mit weniger Getuschel ab als in der<br />

Schule. Fifteen Love auf dem Platz und<br />

im Leben also.<br />

Vielen Kindern, da sind sich Foxhall<br />

und Hochstrasser einig, werde heute<br />

zu viel gerichtet. Die Eigenverantwortung<br />

geht den Kindern verloren. „Auch<br />

dahingehend profitieren die Kids beim<br />

Tennis. Du kannst bei einer Niederlage<br />

niemandem die Verantwortung<br />

zuschieben außer dir selbst. Du lernst<br />

mit Niederlagen umzugehen, brauchst<br />

Einsatz, Willen, Teamgeist, wenn du in<br />

einer Mannschaft Meisterschaft spielst.<br />

All das kommt dir im Leben zugute.“<br />

Zurück zum GAK. Hier wird nicht nur<br />

Tennis gespielt, sondern auch Aufgabe<br />

gemacht und gelernt. Danach wechseln<br />

die Kids von Goethe und Kosinus zu<br />

Aufschlag und Volley. Viele aus reinem<br />

Spaß am Sport, einige mit dem Ziel<br />

einer Profikarriere. „Auch dafür ist<br />

es wichtig, dass wir viele Kids haben.<br />

Ohne Breite gibt es keine Spitze.“<br />

Rund 70 Kinder im Volksschulalter<br />

brauche es, damit daraus später der eine<br />

oder die andere Turniere auf internationaler<br />

Ebene spielt.<br />

Da wird es dann nicht nur zu einer<br />

Frage von Talent oder Training, sondern<br />

auch zu einer Frage des Geldes.<br />

Mit 15, 16 wenn es auf Turniere nach<br />

Asien oder in die USA geht, schlägt<br />

sich ein Monat schnell mit 3500 Euro<br />

für Trainer, Flüge und Hotels zu Buche.<br />

Auch wenn es Unterstützung vom<br />

Verband und Hilfe von Sponsoren gibt:<br />

Leisten können sich das nur die wenigsten.<br />

Viele Eltern bringen enorme<br />

Opfer. „Ohne sie wäre Leistungssport<br />

nicht möglich“, sagt Hochstrasser, der<br />

weiß, wovon er spricht. Seine Eltern<br />

sind selbst an die Grenzen gegangen,<br />

letztlich musste er den Profi-Traum<br />

aber aus finanziellen Gründen begraben.<br />

„Trotzdem ist Tennis der beste<br />

Sport, den ich mir vorstellen kann.“<br />

Weil, eh schon wissen: Arme, Beine,<br />

Ausdauer, Kraft, Technik, Taktik.<br />

PLAY YOUR HEART OUT<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

37


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SES WELLNESS PARADIES.<br />

SIEBEN SANDPLÄTZE MACHEN<br />

ES AUCH ZUR IDEALEN<br />

ADRESSE FÜR TENNISSPIELER.<br />

PACKAGE-TIPP<br />

TENNIS-AKTIV-WOCHE<br />

7 ÜN inkl. Gourmet-HP und allen<br />

Quellenhof-Inklusivleistungen<br />

Tennis-Aktiv-Wochenkurs in der<br />

Gruppe (3–4 Pers.), Montag–<br />

Freitag (85 min pro Tag)<br />

Teilnahmediplom<br />

PREIS: ab € 1270,– p. P./DZ<br />

Es gibt viele gute Gründe, den Quellenhof<br />

zu b(es)uchen. Über allem<br />

steht das vielfältige Sportangebot und<br />

eine sportliche Infrastruktur, wie man<br />

sie nur selten findet. Neben einem eigenen<br />

Golfplatz oder 100 Top-Bikes zum<br />

Ausleihen gehören sieben Tennissandplätze<br />

zu dem Südtiroler Resort.<br />

Kein Wunder, dass sich Freunde des<br />

Spiels mit der Filzkugel im Quellenhof<br />

bestens aufgehoben fühlen – das beweist<br />

auch der Gewinn des „Aktiv Hotel<br />

Awards <strong>2018</strong>“ in der Kategorie „Tennis“.<br />

Die Quellenhof Tennis Academy erstellt<br />

für jeden das richtige Trainingskonzept,<br />

vom Anfänger bis zum Turnierspieler.<br />

Hat man zum Beispiel einen Wochenkurs<br />

gebucht (s. „Package-Tipp“), wird<br />

eineinhalb Stunden täglich in kleinster<br />

Gruppe an einer Verbesserung des Spiels<br />

gefeilt. Angeleitet von Top-Trainern –<br />

deren Chef, Tomas Klimek, langjährige<br />

ATP-Erfahrung aufweist.<br />

Ist der tägliche Kurs absolviert, bleibt<br />

genug Zeit, um eine der vielen anderen<br />

Sportmöglichkeiten in Anspruch zu nehmen.Und<br />

um die Annehmlichkeiten des<br />

Resorts richtig auszukosten. Dazu gehört<br />

– einzigartig in Südtirol – die 10.000 m2<br />

große Pool-, Sauna- und Relaxwelt. Die<br />

ist getrennt in einen „Adults only“-Bereich<br />

für die Ruhesuchenden und einen<br />

Familienbereich, damit wirklich alle<br />

auf ihre Rechnung kommen. Richtiger<br />

Genuss kommt auch kulinarisch auf.<br />

Spezieller Tipp: Die Quellenhof „Gourmetstube<br />

1897“ – die ist nicht umsonst<br />

mehrfach prämiert.<br />

Fotos: Quellenhof Luxury Resort Passeier<br />

38 <strong>SPORTaktiv</strong>


ALLES<br />

WIRD<br />

BESSER<br />

Viele Profisportler schwören auf<br />

Panaceo Sport. Aber wie geht es<br />

ambitionierten Freizeitathleten damit?<br />

Drei Leser/-innen testen <strong>2018</strong> für uns<br />

das medizinische Naturprodukt. Heute<br />

ziehen sie Zwischenbilanz.<br />

Panaceo Sport wirkt sich positiv auf die Leistungs-<br />

und Regenerationsfähigkeit, auf die Gesundheit<br />

und das Wohlbefinden von Sportlern<br />

aus. Viele Profis, etwa die Extrem-Ausdauerathleten<br />

Christoph Strasser oder Yvonne van Vlerken,<br />

haben beste Erfahrungen damit gemacht.<br />

Aber wie schaut es im Freizeitsport aus? Unsere<br />

drei Leser ziehen zur Halbzeit der achtmonatigen<br />

Testphase hier eine Zwischenbilanz. Das<br />

Fazit folgt dann in der Dezember-Ausgabe von<br />

SPORT aktiv – und auf www.sportaktiv.com!<br />

Alle Panaceo-Athleten,<br />

-Teams und -Veranstaltungen<br />

findest du unter<br />

www.panaceo-sport.com<br />

„ICH KANN JETZT<br />

LANGE TRAININGS-<br />

EINHEITEN LOCKERER<br />

DURCHZIEHEN.<br />

„ICH SCHLAFE SEIT DER<br />

REGELMÄSSIGEN EIN-<br />

NAHME VIEL BESSER.<br />

Panaceo hat mich weitergebracht,<br />

um nach meiner<br />

Verletzung wieder schneller fit<br />

zu werden. Das Pulver nehme<br />

ich bei jeder Radeinheit, die<br />

Kapseln täglich morgens und<br />

abends. Mittlerweile gehören<br />

sie zum Essen einfach schon<br />

dazu.“<br />

Andreas Eisele, Augsburg (D)<br />

„MEINE BEINE ERHOLEN<br />

SICH SCHNELLER, SEIT<br />

ICH PANACEO NEHME.<br />

ANZEIGE / Fotos: Panaceo, privat<br />

Allgemein fühle ich mich frischer<br />

und erholter auch nach längeren<br />

Einheiten beim Laufen oder auf<br />

dem Rad. Mir hat Panaceo in der<br />

Vorbereitung gute Dienste erwiesen.<br />

Auf langen Radtouren und<br />

im Wettkampf beim Laufen hatte<br />

ich das Pulver in meiner ersten<br />

Flasche immer mit drin. Ich habe<br />

es auch bereits einer<br />

Freundin empfohlen.“<br />

Franziska Kraus, Höchstadt (D)<br />

Ich habe auch keine Anzeichen<br />

von Krämpfen mehr. Auch nach<br />

langen, anstrengenden Läufen<br />

habe ich keine Probleme mehr.<br />

Mein Magen hat sich beruhigt<br />

und meine Darmtätigkeit wurde<br />

positiv beeinflusst, seit ich<br />

vor jedem Training 250 ml in<br />

Wasser aufgelöst zu mir nehme<br />

bzw. auch während des<br />

Laufens trinke.“<br />

Sascha Wobker, Kefermarkt (OÖ)<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

39


DOMINIERE<br />

DAS SPIEL<br />

DAS WILSON PRO STAFF-<br />

RACKET WURDE VON ROGER<br />

FEDERER MITGESTALTET. DAS<br />

MERKT MAN – AM LOOK UND<br />

AN DEN EIGENSCHAFTEN.<br />

Der WILSON Pro Staff liefert das reine,<br />

klassische Gefühl, das Tennisspieler<br />

lieben – aber mit einem völlig neuen,<br />

unverfälschten Design. Der Look des<br />

Schlägers ist in zwei klassischen Farben,<br />

Schwarz und Weiß, gehalten. Raffinierte,<br />

minimalistische Designelemente<br />

wurden in den Vordergrund gerückt,<br />

um den ultimativen schwarz-weißen<br />

Smoking-Look von Roger Federer zu<br />

vollenden, der zu seinem eleganten und<br />

zeitlosen persönlichen Stil passt.<br />

Spielstil: Angreifer<br />

Entwickelt wurde der Pro Staff für<br />

Spieler, die aggressiv spielen und einen<br />

Schläger wollen, der ihre eigene Kraft<br />

kontrolliert. Angreifer wollen den Ball<br />

früh und aufsteigend nehmen und an<br />

die Grundlinie platzieren. Und wenn der<br />

Ball zu kurz kommt, wird attackiert, um<br />

einen Winner zu schlagen. Eben so, wie<br />

auch Roger Federer sein Spiel aufzieht.<br />

Für alle, die diese Spielweise pflegen,<br />

ist der Pro Staff maßgeschneidert: Er<br />

ermöglicht die Kontrolle über die Bälle<br />

und die Ballwechsel, um ein Spiel zu<br />

dominieren.<br />

WILSON<br />

PRO STAFF<br />

RF 97 AUTOGRAPH<br />

Gewicht: 340 g<br />

UVP: € 320,–<br />

www.wilson.com<br />

ANZEIGE / Fotos: Wilson<br />

40 <strong>SPORTaktiv</strong>


SCHWIMMEND<br />

DURCH DIE NACHT<br />

Profis und Hobbyschwimmer starten<br />

am 10. November wieder ins<br />

24-Stunden-Schwimmen in der<br />

Parktherme Bad Radkersburg (St).<br />

Stell dich der Herausforderung und<br />

hilf damit „Licht ins Dunkel.“<br />

Foto: Parktherme Bad Radkersburg<br />

400 Teilnehmer aus über zehn Nationen<br />

werden bei der heurigen 13. Auflage des<br />

24-Stunden-Schwimmens im südoststeirischen<br />

Bad Radkersburg erwartet. Jeder<br />

kann dabei sein: Neben der Klasse für<br />

Einzelkämpfer gibt es die Möglichkeit,<br />

Staffeln zu bilden. Auch als Einzelschwimmer<br />

kann man sich das Rennen<br />

ganz individuell einteilen: Es geht<br />

einfach darum, möglichst viele Längen<br />

innerhalb von 24 Stunden zurückzulegen.<br />

Wie lange man dabei im Wasser<br />

bleibt, wie man sich Pausen einteilt, das<br />

bleibt jedem selbst überlassen.<br />

Für jede in dem Benefiz-Event geschwommene<br />

Länge gehen 5 Cent an<br />

die Aktion „Licht ins Dunkel“. Auch<br />

Promis stellen sich daher gern in den<br />

Dienst der guten Sache: Im Vorjahr waren<br />

zum Beispiel Jördis Steinegger, Udo<br />

Huber oder Sepp Resnik mit dabei.<br />

PARKTHERME<br />

24-STUNDEN-SCHWIMMEN<br />

10. November <strong>2018</strong>,<br />

Parktherme Bad Radkersburg<br />

Online-Anmeldungen unter:<br />

www.parktherme.at/<br />

24-stunden-schwimmen<br />

Hotel Brennseehof<br />

A-9544 Feld am See<br />

Tel. 04246 2495<br />

www.brennseehof.com<br />

hotel@brennseehof.com<br />

FAMILIEN- UND SPORTRESORT<br />

BRENNSEEHOF ****S<br />

Der Brennseehof ist eines der<br />

führenden Tennishotels in Kärnten mit<br />

7 Sand- und 2 Quarzsandplätzen. Die<br />

Anlage liegt im Herzen der Nockberge<br />

direkt am See und ist nur einen<br />

Katzensprung von Bad Kleinkirchheim<br />

und dem Millstättersee entfernt.<br />

Seit mehr als 20 Jahren werden<br />

Tennis-Camps und Familienurlaub mit<br />

Tennis beim Brennseehof mit Erfolg<br />

veranstaltet. 2 Tennishallen sind<br />

nur ca. 15 Autominuten entfernt und<br />

können bei Schlechtwetter kurzfristig<br />

gemietet werden. Insgesamt können<br />

durch unsere enge Zusammenarbeit<br />

mit der Sportschule mehr als 10<br />

Sportarten von Erwachsenen und<br />

Kindern ausgeübt und erlernt werden.<br />

Der Brennseehof ist auch ein ideales<br />

Trainingscamp für Sportler mit Fitnessraum,<br />

Ballspielhalle, Laufparcours und<br />

Fahrradverleih gepaart mit 7-fachem<br />

Wasserspaß, 8-fachem Saunavergnügen<br />

und hochwertigen Massage- &<br />

Kosmetikanwendungen.<br />

Unser langjähriger Partner, die Dipl.<br />

Tennisschule W. Krainer macht<br />

Ihnen gerne ein maßgeschneidertes<br />

attraktives Angebot für Tennis-Clubs,<br />

Gruppenunterricht oder Einzeltraining.<br />

Speziell für den Herbst haben<br />

wir ein unschlagbares Paket für Sie<br />

zusammengestellt.<br />

Ihr Partner in Sachen<br />

„Sport with Friends“<br />

vom Mountainbiken über Surfen und<br />

Segeln bis hin zu Trendsportarten<br />

im Familien Sportdorf Feld am SEE<br />

freuen wir uns Sie begrüßen und<br />

betreuen zu dürfen.<br />

www.sportschule.at<br />

info@sportschule.at<br />

Sportlicher Tennisherbst<br />

vom 15.09.-07.10.18<br />

Tenniskurs für 4-5 Tage à 90 min. in<br />

Kleingruppen (max. 4 Personen)<br />

statt € 140,00 für € 70,00<br />

Herbst-Kinder-Tennis-<br />

Gruppenunterricht<br />

4-5 Tage à 1 Lektion 90min á 1h<br />

(bis 11 Jahre) für Kinder bei<br />

<strong>SPORTaktiv</strong> 41<br />

Wochenbuchungen KOSTENLOS!<br />

Gültig von 15.09.- 07.10.18


FÜNF<br />

SCHNELL NOCH SCHNELLER<br />

WERDEN. WENIG AUFWAND<br />

BETREIBEN UND DOCH VIEL<br />

EFFEKT ERZIELEN, GEHT<br />

DAS? WIR HABEN UNS FÜNF<br />

THEORIEN ANGESCHAUT, DIE<br />

RASCHE STEIGERUNG<br />

VERSPRECHEN UND<br />

GEFRAGT: MYTHOS ODER<br />

WAHRHEIT?<br />

VON KLAUS MOLIDOR<br />

MAL VON NULL<br />

AUF 100<br />

I<br />

HIGH-INTENSITY-INTERVALLTRAINING<br />

DER MYTHOS<br />

Kurze, aber harte Intervalle sollen nicht nur<br />

die Geschwindigkeit verbessern, sondern auch<br />

die Ausdauer.<br />

DIE WAHRHEIT<br />

„Das stimmt“, sagt Sportmediziner Robert<br />

Fritz. „Der Effekt des HIIT ist nachweisbar.<br />

Durch die harten Tempoeinheiten verbessert<br />

sich die maximale Sauerstoffaufnahme. Das<br />

HIIT-Training funktioniert über eine Verbesserung<br />

der Herzfunktion. Der Herzmuskel<br />

wird kurz sehr intensiv belastet. Daraus lernt<br />

er, wird besser und kann effizienter arbeiten.“<br />

Deine Herzfrequenz wird insgesamt abnehmen.<br />

„Eigentlich“, sagt Fritz, „ist es für jeden gut,<br />

intensiv zu trainieren. Auch wenn jemand vor<br />

längerer Zeit eine Herzerkrankung hatte, ist HI-<br />

IT-Training – natürlich unter medizinischer Betreuung<br />

– sinnvoll. Das ist medizinisch in Stein<br />

gemeißelt.“ Aber: Man ändert damit nichts<br />

am Muskelstoffwechsel. Der Oberschenkelmuskel<br />

wird durchs HIIT-Training nicht mehr<br />

Mitochondrien produzieren oder zumindest<br />

nicht lernen, mit Fettsäuren umzugehen, weil er<br />

das niemals trainiert. „Das heißt: Die generelle<br />

Leistungsfähigkeit verbessert sich, aber du wirst<br />

damit keinen Halbmarathon oder Marathon<br />

gut laufen können.“ Ganz wichtig auch: Es gibt<br />

unterschiedliche Intervalle für unterschiedliche<br />

Ziele. Die vom Trainer vorgegebenen Belastungs-<br />

und Erholungsphasen sollte man strikt<br />

einhalten und nicht die Pausen dehnen oder die<br />

Belastung anpassen. „Der Nutzen nimmt stark<br />

ab, wenn du zu lange pausierst.“<br />

Foto: iStock<br />

42 <strong>SPORTaktiv</strong>


III<br />

SCHNELLKRAFTTRAINING<br />

II<br />

PHANTOM ATHLETIC<br />

DER MYTHOS<br />

Eine Maske, über Nase und Mund getragen,<br />

drosselt – stufenweise einstellbar<br />

– die Sauerstoffzufuhr. Das erhöht den<br />

Trainingseffekt.<br />

DIE WAHRHEIT<br />

„Ich halte davon wenig, da gehst du voll<br />

in den anaeroben Stoffwechsel, versuchst<br />

den Körper noch mehr zu belasten. Man<br />

kann sich ganz anders intensiv belasten,<br />

ohne die Sauerstoffzufuhr einzuschränken“,<br />

sagt Fritz. Diese Masken kommen<br />

aus dem Hochleistungssport, dort hat<br />

es auch Sinn. „Wenn ein Profi sieben<br />

Tage die Woche zwei, drei Mal pro Tag<br />

trainiert und das ganze Spektrum seiner<br />

Herzfrequenz ausnützt, der braucht<br />

neue Reize. Und da musst du dir was<br />

Neues überlegen. Denn nur durch neue<br />

Reize wirst du besser. Davon sind wir<br />

im Hobbysport meilenweit entfernt.<br />

Solche Masken simulieren auch kein<br />

Höhentraining. Da geht es um den Sauerstoff-Partialdruck,<br />

den du in der verminderten<br />

Höhe hast. Außerdem: Das<br />

Prinzip beim Höhentraining ist „train<br />

low, sleep high“. Denn in der dünnen<br />

Luft ist man weniger leistungsfähig und<br />

bringt kein ordentliches Training hin.<br />

DER MYTHOS<br />

Sprünge von einer Stufe und wieder in<br />

die Luft – Stichwort Kängurutraining<br />

– machen dich schneller.<br />

DIE WAHRHEIT<br />

„Finde ich cool“, sagt Robert Fritz.<br />

Funktioniert aus medizinischer Sicht<br />

auch flott. „Weil sich die intramuskuläre<br />

Koordination verbessert. Sprich:<br />

Die Muskeln reden mehr miteinander.<br />

Es ist halt immer die Frage, wo die<br />

Ziele liegen. Für einen Marathon wird<br />

es nicht viel bringen, für einen Dirt-<br />

Run über drei, vier Kilometer, wo du<br />

ständig springen und wieder beschleunigen<br />

musst, schon.“ Je länger die<br />

Distanz, desto wichtiger wird dann die<br />

Muskel ökonomie und desto weniger<br />

wichtig wird die Explosivität, die man<br />

mit dem Känguru-Training erreicht.<br />

Für kurze Distanzen erzielt man damit<br />

aber schon nach ein, zwei Wochen<br />

Erfolge. „Das geht wirklich sehr rasch.<br />

Vorsicht: Wenn man nichts gemacht<br />

hat, muss man am Anfang sehr vorsichtig<br />

sein, dass man sich nicht überlastet.<br />

Aber da gibt es ein Supersignal,<br />

das heißt Schmerz. Wenn dir was weh<br />

tut, nimm es ernst“, sagt Fritz.<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

43


DR. ROBERT<br />

FRITZ<br />

ist Sportmediziner in Wien<br />

www.sportordination.com<br />

V<br />

IV<br />

KRAFTTRAINING<br />

DER MYTHOS<br />

Mehr Muskeln ist gleich mehr Tempo.<br />

DIE WAHRHEIT<br />

„Ja“, sagt Robert Fritz. „Bis zu einer gewissen<br />

Grenze, wenn du einfach zu schwer<br />

wirst.“ Außerdem: Es gibt kaum Kraftsportler,<br />

die ohne Hormone zu nehmen extrem<br />

aufgepumpt sind. „Ein schöner, definierter<br />

Muskel ist hilfreich, weil er auch ein<br />

Glykogenspeicher ist. Ich habe also mehr<br />

Kraft und kann mehr Energie aufnehmen.<br />

Krafttraining funktioniert auch extrem<br />

schnell. Geh zweimal hintereinander mit<br />

einem Tag Pause dazwischen in ein<br />

Fitnessstudio und du wirst mehr Gewichte<br />

stemmen können“, sagt Fritz. Der Muskel<br />

ist da zwar noch nicht mehr geworden, aber<br />

die intramuskuläre Koordination verbessert<br />

sich. „Man kann damit aus dem vorhandenen<br />

Potenzial wesentlich mehr Performance<br />

rausholen. Aber: Das würde ich nicht machen,<br />

wenn ich nie Krafttraining gemacht<br />

habe. Und auch nicht in der letzten<br />

Woche vor einem Wettkampf.“<br />

ERNÄHRUNG<br />

DER MYTHOS<br />

Mit gezielter Ernährung kann ich kurzfristig<br />

mehr Leistung erzielen.<br />

DIE WAHRHEIT<br />

„Ja. Sagen wir so: Man kann mit der Ernährung<br />

viel falsch machen“, erklärt Fritz.<br />

„Stichwort: Low carb und no carb, wenn ich<br />

also die Kohlenhydrate komplett aus meiner<br />

Ernährung streiche, werde ich am Anfang<br />

einen ziemlichen Leistungseinbruch erleben.<br />

Sie dagegen zu reduzieren, ist kein schlechter<br />

Ansatz“, meint Sportmediziner Fritz. Man<br />

muss nur aufpassen, was man trainiert. Bei<br />

intensivem Training braucht man die Energie<br />

aus dem Kohlenhydratstoffwechsel.<br />

„Speziell vor dem Wettkampf ist<br />

Carbo-Loading aber in jedem Fall sinnvoll.<br />

Damit kann ich die Speicher extrem aufladen<br />

und mich beim Wettkampf wesentlich besser<br />

machen. „Ich empfehle jedem Hobbysportler,<br />

drei Tage vor dem Rennen ordentlich Kohlenhydrate<br />

zuzuführen, indem man den Anteil<br />

der Kohlenhydrate beim normalen Essen auf<br />

rund 80 Prozent erhöht. Auch die „Pastaparty“<br />

um 18 Uhr am Vorabend macht noch<br />

Sinn. „Das ist in der Früh super verarbeitet<br />

und gespeichert in der Muskulatur“, erklärt<br />

Fritz. Und: Das Frühstück ist relativ egal.<br />

Sinnvoll ist das gezielte Speicher-Auffüllen<br />

übrigens nicht nur vor einem Marathon,<br />

sondern schon ab einer Renndistanz von<br />

3 Kilometern.<br />

Foto: Christina Haeusler<br />

44 <strong>SPORTaktiv</strong>


PEEROTON FITNESSTALK, TEIL 4<br />

SCHLÜSSEL<br />

ZUM ERFÜLLTEN LEBEN<br />

WALTER ABLINGER<br />

(48) WURDE MIT DEM<br />

HANDBIKE SCHON<br />

PARALYMPICSSIEGER<br />

UND WELTMEISTER.<br />

WAS IHM SPORT<br />

BEDEUTET UND<br />

WARUM ER KEIN<br />

„HELD“ SEIN WILL.<br />

PEEROTON<br />

BIKER-PAKET<br />

ANZEIGE / Fotos: Peeroton<br />

W<br />

alter, du bist nicht nur extrem erfolgreich,<br />

sondern setzt dich für den<br />

Behindertensport in seiner ganzen<br />

Breite ein. Der Kern deiner Botschaft?<br />

In Österreich leben rund 1,6 Millionen<br />

Menschen mit Behinderungen, davon<br />

haben 630.000 eine andauernd starke<br />

Beeinträchtigung im Alltag. Wir Menschen<br />

mit Behinderung wollen weder als<br />

„Helden“ der Alltagsbewältigung dargestellt<br />

werden, noch wollen wir bemitleidet<br />

werden. Sondern einfach normal<br />

von der Gesellschaft behandelt werden.<br />

Welche Rolle nimmt für dich generell<br />

der Sport im Leben ein?<br />

Sport, Bewegung und eine adäquate Ernährung<br />

können für jeden der Schlüssel<br />

zu einem selbstbestimmten, erfüllten und<br />

weitgehend gesunden Leben sein. Egal,<br />

ob mit oder ohne Beeinträchtigung.<br />

Wie sehr siehst du die Leistungen im<br />

Behindertensport heute in der Gesellschaft<br />

anerkannt?<br />

Es tut sich was. Nicht nur die erreichten<br />

Titel, Medaillen und Auszeichnungen der<br />

Leistungssportler werden öffentlich präsenter,<br />

auch die Inklusion in den Fachverbänden<br />

wird vorangetrieben.<br />

Warum setzt du auf Peeroton-<br />

Sportnahrung?<br />

Mein Training und mein Wettkampf-Alltag<br />

werden von Peeroton begleitet und<br />

bilden die Grundbasis für meine professionelle<br />

Weiterentwicklung im internationalen<br />

Paracycling-Sport. Damit fühle<br />

ich mich optimal versorgt und für große<br />

Aufgaben im Sport und im Alltag bereit.<br />

Powerpack Riegel –<br />

um Energie langfristig<br />

abrufen zu können<br />

ISO Active Sport Drink<br />

– der Biker- Treibstoff<br />

für maximale<br />

Ausdauer<br />

Energy Riegel – der<br />

Extrem-Ausdauer-<br />

Manager am Bike<br />

Energizer Ultra Gel –<br />

für den ultra schnellen<br />

Energiekick<br />

Magnesium<br />

Professional –<br />

Muskel fit-Manager<br />

für optimale<br />

Muskelperformance<br />

www.peeroton.com<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

45


HÖCHSTLEISTUNG AM<br />

„TAG X“<br />

MIKRONÄHRSTOFFE<br />

IM SPORT – TEIL 2:<br />

IM WETTKAMPF.<br />

GEHT ES AN DIE<br />

LEISTUNGS GRENZEN, SIND<br />

IN DER NÄHRSTOFF-<br />

VERSORGUNG ETWAS<br />

ANDERE SCHWERPUNKTE<br />

ALS IM TRAININGSALLTAG<br />

GEFRAGT.<br />

Nicht nur an der höheren Intensität<br />

liegt es, dass Freizeit- und<br />

Leistungssportler in Wettkämpfen<br />

eine etwas andere Mikronährstoff-Versorgung<br />

benötigen. Auch<br />

Wettkampfstress spielt eine Rolle.<br />

Dieser (im Idealfall) positive Stress löst<br />

im Körper eine Vielzahl von Reaktionen<br />

aus. Die Herzfrequenz und Atemfrequenz<br />

steigen an, das Blut fließt besser<br />

durch die Adern, Muskeln spannen<br />

sich an. Stresshormone wie Adrenalin,<br />

Cortisol oder Noradrenalin werden<br />

ausgeschüttet. Der Körper wird in einen<br />

Spannungszustand versetzt, der es<br />

ermöglicht, kurzfristig die höchste Leistung<br />

abzurufen.<br />

Kein Unterschied zum Training besteht<br />

zunächst aber in einer Tatsache:<br />

Über allem steht der Wasserhaushalt.<br />

Kein Nährstoffverlust wirkt sich so<br />

schnell leistungsmindernd aus wie eine<br />

Dehydrierung. Bei Ausdauerbelastungen<br />

wird empfohlen, alle 20 Minuten etwa<br />

100–200 ml Flüssigkeit in Form von<br />

energieliefernden Elektrolytgetränken<br />

zuzuführen. Kohlenhydrat-Elektrolytlösungen<br />

verbessern die Aufnahme von<br />

Wasser und tragen zur Aufrechterhaltung<br />

der Ausdauerleistungsfähigkeit bei.<br />

Worauf es bei diesen Getränken ankommt<br />

– und welche Mikronährstoffe<br />

darüber hinaus in Wettkämpfen helfen<br />

können:<br />

ANZEIGE / Fotos: Christian Berger; Christian Czadilek/CCfilms<br />

46 <strong>SPORTaktiv</strong>


2 FÜR DEN<br />

WETTKAMPF<br />

Diese zwei von Pure Encapsulations<br />

sind im harten Training, vor allem aber<br />

im Wettkampf ideal eingesetzt:<br />

DER IDEALE KOHLENHYDRATE-MIX<br />

Kohlenhydrate, die Hauptenergielieferanten, gehören bekanntlich<br />

zu den Makro- und nicht zu den Mikronährstoffen.<br />

Dennoch lohnt sich ein genauerer Blick: Mindestens 75 Prozent<br />

der Energie sollten aus jenen Kohlenhydraten gewonnen<br />

werden, die eine deutliche blutzuckersteigernde Wirkung<br />

haben. Wie Glucose (Traubenzucker) und Glucosepolymere<br />

(z. B. Maltodextrin).<br />

NATRIUM, KALIUM, MAGNESIUM<br />

UND CALCIUM<br />

Mit dem Schweiß werden immer Mineralstoffe ausgeschieden<br />

– zum Beispiel Natrium, Kalium, Magnesium und Calcium.<br />

Diese Elektolyt-Verluste auszugleichen, ist wichtig, um die<br />

Muskelfunktion und den Energiestoffwechsel zu unterstützen.<br />

Speziell Magnesium ist ein wahrer Energie-Booster, der eine<br />

wichtige Rolle dabei spielt, die Muskelermüdung zu verzögern.<br />

Und der in Verbindung mit Vitamin C zur Höchstform aufläuft.<br />

VITAMINE B1 UND B6<br />

Besonders im Wettkampf ist nicht nur körperliche, sondern<br />

auch mentale Stärke gefragt. Da ist es gut, wenn man weiß,<br />

dass sich die individuell optimale Versorgung mit Mikro- und<br />

Makronährstoffen auch auf die psychische Leistungsfähigkeit<br />

auswirkt. Neben Glucose zur Energiegewinnung unterstützen<br />

die Vitamine B1 und B6 das Gehirn beim Energiestoffwechsel.<br />

PURE ENERGIE & AUSDAUER<br />

Das Carbo-Elektroylt-Sportgetränk enthält<br />

komplexe Kohlenhydrate zur Aufrechterhaltung<br />

der Ausdauerleistung<br />

und Mineralstoffe, um Elektrolyt-Verluste<br />

durch vermehrtes Schwitzen<br />

auszugleichen. Kalium, Magnesium<br />

und Calcium unterstützen die Muskelfunktion;<br />

Maltodextrin und Glucose<br />

sind gute Energiequellen und sorgen<br />

für einen ausgeglichenen Blutzuckerspiegel.<br />

Vitamin C trägt zur Funktion<br />

des Immunsystems bei und schützt<br />

Zellen vor oxidativem Stress.<br />

PURE MAGNESIUM DIREKT<br />

Wann immer beim Sport eine schnelle<br />

Versorgung mit Magnesium und Vitamin<br />

C gefragt ist, ist Pure Magnesium<br />

direkt der ideale Begleiter. Die verträgliche<br />

und gut bioverfügbare Kombination<br />

aus Magnesium und Vitamin C<br />

ist praktisch für unterwegs. Der Inhalt<br />

des Sticks schmeckt angenehm und<br />

kann einfach auf die Zunge gegeben<br />

werden.<br />

www.purecaps.net<br />

KREATIN<br />

Auch durch die Zufuhr von Kreatin kann im Wettkampf die<br />

Zeit bis zur Ermüdung hinausgezögert werden. Generell spielt<br />

Kreatin eine zentrale Rolle im Energiestoffwechsel der Herzund<br />

Skelettmuskulatur. Es stellt eine schnelle Möglichkeit der<br />

Energieversorgung der Muskeln dar und wird vor allem zur<br />

Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit im Schnellkrafttraining<br />

eingesetzt.<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

47


AUS<br />

PRO<br />

BIERT<br />

FIT<br />

VIBRIERENDE FASZIENROLLE<br />

Eine Faszienrolle ist eigentlich ja kein Sportgerät, sondern eine<br />

Foltermaschine. Wer einmal nach intensiver Belastung Waden<br />

oder Oberschenkel ausgerollt hat, weiß, wovon wir sprechen.<br />

BLACKROLL hat jetzt aber eine Version mit „BOOSTER“ im Angebot<br />

(UVP € 239,–). Dabei wird in das Loch eine Rolle gesteckt,<br />

die per Knopfdruck vibriert. Niederfrequent soll der<br />

Muskel Impulse bekommen, der Schmerz dadurch abnehmen.<br />

Stimmt wirklich. Man hält die Übungen dadurch länger durch<br />

und erzielt einen besseren Effekt. Hohe Frequenzen eignen<br />

sich zum Aktivieren vor dem Training. Und der Clou: Der Booster-Kern<br />

kann entfernt werden und mit verschiedenen aufschraubbaren<br />

Aufsätzen für punktuelle Massage genutzt werden.<br />

Für die Faszien neben dem Schienbein beispielsweise.<br />

Oder für diese eine Stelle auf der Oberschenkel-Vorderseite.<br />

Aaaah.<br />

DIESMAL UNTERER UNSER<br />

TESTLUPE: EINE FASZIENROLLE,<br />

DIE NICHT SCHMERZT, EINE<br />

HANTEL WIE AUS DER<br />

STEINZEIT UND EINE HOSE,<br />

DIE MASSIERT.<br />

VON CLAUDIA RIEDL, CHRISTOF<br />

DOMENIG UND KLAUS MOLIDOR<br />

Fotos: Thomas Polzer<br />

48 <strong>SPORTaktiv</strong>


SPORTHOSE INKLUSIVE „MASSEUR“<br />

TRAINIEREN WIE FRED UND BARNEY<br />

Mehr Ausdauer durch bessere Durchblutung, kürzere Regenerationszeiten<br />

der Muskeln UND schön modellierte Beine – das<br />

verspricht die „SPORT TIGHTS MASSAGE“ von ANITA ACTIVE.<br />

Der Clou dabei: Das Hosen-Innenleben besteht aus dreidimensionalen<br />

Noppen, die massieren und tonisieren. (By the way:<br />

„Tonisieren“ bedeutet so viel wie „kräftigen“ – ich musste es<br />

selbst erst nachschlagen.) Klingt außergewöhnlich, ist es<br />

auch! Das hat sich bei meinem Lauf-/Tragetest bestätigt.<br />

Schon beim Reinschlüpfen in die Kompressionshose (UVP:<br />

€ 99,95) spürt man die Noppen, die wie Druckpolsterfolie über<br />

die Beine streichen. Ein bisschen eng ist sie, dafür sitzt sie wie<br />

eine zweite Haut. Netter Nebeneffekt: Durch das leichte<br />

Schimmern wird die Hose auch optisch zum Hingucker. Beim<br />

Laufen übt die Noppenstruktur leichten Druck auf die Beine<br />

aus. Ungewohnt, aber angenehm und Power liefernd! Auch<br />

das weiche Material und die flachen Nähte sorgen beim<br />

Workout für ein gutes Tragegefühl. Endlich mal eine Sporthose,<br />

die nirgends zwickt. Und obwohl ich mit den langen Tights bei<br />

Temperaturen um die 25 °C unterwegs bin, sammelt sich nirgends<br />

unangenehmer Schweiß an. Fazit? „Great choice“, finde<br />

ich passend – zwei Worte, die mir schon beim Auspacken auf<br />

einem Infokärtchen entgegengebaumelt sind.<br />

„Lässig, was habt‘s denn ihr da herumliegen?“ Mit dieser<br />

Reaktion praktisch aller Menschen, die in den letzten Wochen<br />

unser Redaktionsbüro betreten haben, ist schon viel gesagt:<br />

Die FITROCKS-Hanteln, die uns GIGASPORT zum Test<br />

überlassen hat, zieren nicht nur das Büro, sondern jedes Heim.<br />

Die Fitrocks werden in Finnland handgemacht, bestehen aus<br />

Granitsteinen, der Griff ist aus Holz. Jedes Stück ist ein Unikat.<br />

Das tatsächliche Gewicht entspricht deshalb nicht genau der<br />

Angabe, sondern wird gerundet, so der Hersteller. Neben Kurzhanteln<br />

(2–20 kg, im Bild: die 8-Kilo-Variante) gibt es auch<br />

Kettlebells (4–20 kg) und weitere Designerstücke im Fred-<br />

Feuerstein-Look. Sogar ein optisch im selben Stil gemachtes,<br />

passendes Aufbewahrungsregal wird angeboten.<br />

Der Hersteller argumentiert, dass die Fitrocks in Sichtweite<br />

aufbewahrt und nicht irgendwo verräumt werden. Wo sie –<br />

aus den Augen, aus dem Sinn – ungenützt verstauben. Tolle<br />

Idee, finden wir – womit wir beim einzigen Haken sind: € 69,95<br />

sind für eine 10-Kilo-Hantel, € 89,99 für eine 8- Kilo-Kettlebell<br />

hinzulegen. Designer stücke kosten eben ein bisserl mehr.<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

49


Huhn in Erdnuss-<br />

Kokos-Sauce<br />

Pro Portion:<br />

600 kcal<br />

10 g Kohlenhydrate<br />

48 g Protein<br />

39 g Fett<br />

Foto: Runtastic<br />

Fernweh nach Asien? Dieses köstliche Gericht garantiert exotischen Genuss.<br />

Die Chiliflocken verleihen zudem eine angenehme Schärfe.<br />

Zutaten:<br />

3 EL Rapsöl<br />

600 g Hühnerfleisch<br />

(klein geschnitten)<br />

1 Knoblauchzehe<br />

1 TL Ingwer<br />

nach Belieben Chiliflocken<br />

400 g Tomaten (gewürfelt)<br />

400 ml Kokosmilch<br />

100 g Erdnussmus (100 %<br />

Erdnüsse)<br />

2 TL Garam Masala<br />

(Gewürzmischung)<br />

1 EL frischer Koriander<br />

(gehackt)<br />

1 EL Erdnüsse (gehackt)<br />

1.<br />

2.<br />

3.<br />

4.<br />

Erhitze 2 EL Rapsöl in einer Pfanne. Brate das klein<br />

geschnittene Hühnerfleisch darin an. Gib das Fleisch<br />

dann in eine Schüssel und stell sie zur Seite.<br />

Gib nun 1 EL Öl in dieselbe Pfanne. Press den<br />

Knoblauch hinein und erhitze ihn mit Chiliflocken und<br />

Ingwer.<br />

Füg nacheinander Tomaten, Kokosmilch und<br />

Erdnussmus hinzu. Würze mit 2 TL Garam Masala.<br />

Lass die Sauce ein paar Minuten köcheln.<br />

Gib abschließend das Hühnerfleisch und den<br />

gehackten Koriander dazu.<br />

Unser Tipp: Serviere das Huhn in Erdnuss-Kokos-<br />

Sauce mit Reis und gehackten Erdnüssen.<br />

Zubereitungszeit: 25 Minuten | Portionen: 4 | Schwierigkeitsgrad: einfach<br />

Mehr Rezepte auf www.runtastic.com/apps/runtasty<br />

50 <strong>SPORTaktiv</strong><br />

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TRAINING | GESUNDHEIT | ERNÄHRUNG<br />

RUN<br />

LASS DICH<br />

ZIEHEN<br />

Die Pacemaker von <strong>SPORTaktiv</strong><br />

sind wieder im Einsatz: Bei<br />

Kärnten Läuft (26. 8.), dem<br />

Wachaumarathon (23. 9.) und<br />

dem Graz Marathon (14. 10.)<br />

ziehen sie dich zur Bestzeit auf<br />

Marathon und Halbmarathon.<br />

www.sportaktiv.com<br />

Fotos: Buff/Quim Farrero, Leo Hagen, Kärnten Läuft<br />

LAUFEND AKTUELLE STORYS,<br />

TRENDS UND TIPPS RUND<br />

UMS THEMA LAUFEN AUF:<br />

WWW.SPORTAKTIV.COM<br />

15.000 BEIM TRAIL FESTIVAL<br />

Ein voller Erfolg war der Buff Epic Trail in Vall<br />

De Boi in Katalonien. Der Lauf über 62 Kilometer war<br />

der Höhepunkt des Mountain-Festivals, zu dem<br />

insgesamt 15.000 Läufer, Mountainbiker<br />

und Bergsportbegeisterte pilgerten.<br />

www.buffepictrail.com<br />

ALLES FÜR DAS TEAM<br />

Am 13. September gibt es in Wien ein<br />

neues Lauferlebnis. Der C-Run 10.55 führt<br />

vom Einkaufszentrum The Mall in Wien<br />

Mitte über 10,55 Kilometer zur Millennium<br />

City. Du kannst alleine laufen oder im<br />

Zweierteam einen Halbmarathon bzw. im<br />

Viererteam einen Marathon absolvieren. Die<br />

Zeiten werden addiert. „Dadurch wollen wir<br />

den Spaß am Laufen unterstreichen“, sagt<br />

Organisator Michael Wernbacher.<br />

www.centerrun.at<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

51


TRAILRUNNING<br />

HAT NICHT<br />

ZWINGEND MIT<br />

HOHEN BERGEN<br />

UND LANGEN<br />

DISTANZEN ZU<br />

TUN. DAFÜR SEHR<br />

VIEL MIT<br />

WAHRNEHMUNG<br />

UND SPÜREN.<br />

SO GELINGT JEDEM<br />

DER EINSTIEG.<br />

VON CHRISTOF DOMENIG<br />

SPÜRSINN<br />

EINSCHALTEN<br />

Foto: Löffler<br />

52 <strong>SPORTaktiv</strong>


Wie viele kam Gerhard Schiemer<br />

über den Straßenlauf<br />

zum Laufen im Gelände. Ursprünglich<br />

10-km-Wettkämpfer, verlegte<br />

er sein Training mehr und mehr in die<br />

Wälder. Über „kurze, knackige“ Bergläufe<br />

fand er zu den genretypischen Ultratrail-Distanzen<br />

– in einer Zeit, als es<br />

erst einen Bruchteil der heutigen Events<br />

gab. Mit seinen Erfolgen schaffte es der<br />

Niederösterreicher ins Nationalteam<br />

und zur WM-Teilnahme 2015 in der<br />

jungen Sportart Trailrunning.<br />

Einerseits war es die entspannte Szene<br />

bei den Berg- und Trailläufen, die ihn<br />

anzog. Andererseits ist Trailrunning für<br />

Schiemer viel mehr als bloß Laufen auf<br />

naturbelassenem Untergrund und in<br />

einer erstaunlich lockeren Wettkampfatmosphäre.<br />

Das vermittelt er auch in<br />

Kursen, in denen er die Trailrunning-<br />

Basics Einsteigern näherbringt.<br />

Erfahre dich selbst<br />

Wofür steht also Trailrunning? Starten<br />

wir bei einem häufigen Missverständnis:<br />

Trailrunning braucht weder Berge vor<br />

der Haustür noch ultralange Distanzen.<br />

Sehr viel hat Trailrunning dafür mit<br />

„Wahrnehmung“ zu tun, meint Schiemer.<br />

„Mit dem Wahrnehmen von unendlich<br />

vielen Kleinigkeiten“, die sich in<br />

der Natur genauso wie in einem selber<br />

finden. „Eindrücke wechseln ständig<br />

und die Aufmerksamkeit wird permanent<br />

beansprucht. Wo trete ich hin? Wie<br />

fühlt es sich an, wenn ich nicht sicher<br />

bin, ob ein Stein unter mir rutscht oder<br />

nicht?“<br />

Die Fähigkeit, sich selbst wahrzunehmen<br />

gehe in stressigen Zeiten oft<br />

verloren, sagt Schiemer – beim Traillaufen<br />

könne man diese wieder finden,<br />

und Vertrauen zu sich selbst schöpfen.<br />

Typisch: Die Lage im Raum, wo sich<br />

der eigene Körperschwerpunkt befindet<br />

– das ist ein zentrales Thema für den<br />

Sportwissenschafter.<br />

TECHNIK-TIPPS<br />

Was Gerhard Schiemer rät und in<br />

seinen Kursen vermittelt:<br />

BERGAUF-LAUFTECHNIK<br />

mit sehr kleinen Schritten und<br />

hoher Frequenz laufen<br />

mit den Fußballen aufsetzen<br />

Grund-Körperspannung so gut<br />

wie möglich halten<br />

ausbalancierten Körperschwerpunkt<br />

finden: Wenn man bei<br />

jedem Schritt ein kleines Stück<br />

zurückrutscht, stimmt wahrscheinlich<br />

der Körperschwerpunkt<br />

nicht<br />

BERGAB-LAUFTECHNIK<br />

mit kleinen, kontrollierten<br />

Schritten laufen<br />

am Ballen aufsetzen, nicht auf<br />

der Ferse<br />

nicht zurücklehnen, sondern mit<br />

dem Körper vorne bleiben<br />

auf steinigen Wegen von Stein<br />

zu Stein treten – mit der Zeit entwickelt<br />

man ein Gefühl dafür, ob<br />

ein Stein wegrutscht oder nicht<br />

bergab in Intervallen trainieren:<br />

1 min zügig und 1 min Erholung<br />

im Wechsel, damit sich die<br />

Muskulatur erholen und an die<br />

Belastung gewöhnen kann<br />

STOCKTECHNIK<br />

Bergauf kommt situationsabhängig<br />

eine Doppelstock-, versetzte<br />

Doppelstock- oder Diagonaltechnik<br />

zum Einsatz<br />

bergab Stöcke eher zum<br />

Bremsen und zur Gelenksschonung<br />

einsetzen<br />

Zum Wahrnehmen gehört auch die<br />

Blickführung. Im Normalfall wandert<br />

der Blick drei bis vier Meter am Trail voraus,<br />

scannt permanent die Strecke und<br />

den Untergrund, bleibt bei kniffligen<br />

Passagen kurz haften und schweift dann<br />

gleich wieder nach vorne.<br />

Zu all dem kommt auch das „Erkunden“,<br />

erklärt Gerhard Schiemer – das<br />

Spiel mit dem Ungewissen: „Nicht zu<br />

wissen, wo ein Wegerl hinführt, das ich<br />

grad entdeckt habe. Oder auch nicht,<br />

wie lange ich heute unterwegs sein werde.“<br />

Beim Straßenlaufen stehen Distanz,<br />

Weg und Tempo meist ja schon beim<br />

Schuhebinden fest.<br />

Beim Trailrunning solle man sich<br />

bewusst auf die Ungewissheit einlassen.<br />

Wenn man dann einmal etwas länger<br />

als geplant unterwegs ist, dann soll man<br />

ruhig auch einmal Durst spüren dürfen<br />

– auch wenn diesen Tipp Ernährungsmediziner<br />

vielleicht nicht so gern hören<br />

werden: „Man muss nicht immer drei<br />

Trinkflaschen mithaben.“ Zumindest,<br />

solange man in Zivilisationsnähe läuft<br />

und sich nicht im alpinen Gelände befindet.<br />

„Dieses Spiel mit dem Ungewissen<br />

erzeugt viele kleine Kitzel, die in unserer<br />

gesättigten Gesellschaft sonst fehlen“,<br />

resümiert Schiemer – ein Grund mehr,<br />

warum Trailrunning so gut in unsere<br />

Zeit passt.<br />

Wege und Ausrüstung<br />

Unsere Zeit? Ist bekanntlich auch eine,<br />

in der viele in Städten leben. Um sich<br />

vom Läufer zum Trailrunner weiterzuentwicklen,<br />

muss man sich auch als<br />

Städter nicht ins Auto setzen und auf<br />

dem Weg in die Natur CO₂ und Stickoxide<br />

in die Luft blasen. Größere Parks<br />

wie jene in Wien eignen sich mit ihren<br />

vielen kleinen Verbindungswegen blendend<br />

zum Traillaufen. In praktisch jeder<br />

österreichischen Stadt gibt es grüne Oasen,<br />

Wälder, Hügel und Naturwege in<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

53


Gerhard<br />

Schiemer<br />

(hier beim<br />

„The North<br />

Face<br />

Lavaredo<br />

Ultra Trail“):<br />

„Trailrunning<br />

bedeutet,<br />

ständig<br />

Neues zu<br />

entdecken.“<br />

Laufweite. Mehr braucht es nicht, um<br />

die eigene Wahrnehmung auf diesen<br />

Wegen wirken zu lassen.<br />

Eins hilft aber unbedingt: „Schuhe<br />

mit wenig Material unter den Sohlen.“<br />

Trailrunningschuhe sind in der Regel<br />

mit weniger Dämpfung ausgestattet –<br />

und das ist auch gut so. Einerseits, weil<br />

ein Naturuntergrund selbst dämpft,<br />

und andererseits, weil stark gedämpfte<br />

Schuhe höher ausfallen und durch den<br />

Kipphebel die Gefahr des Überknöchelns<br />

im Gelände steigt.<br />

Wenig Dämpfung passt aber auch,<br />

weil man „spitze Steine ruhig durch die<br />

Schuhe durchspüren darf“, sagt Schiemer.<br />

Der bei seinen Trailrunning-Kursen<br />

auch Barfußübungen einbaut, um<br />

die Teilnehmer Bekanntschaft mit dem<br />

meist unterentwickelten Tastsinn der<br />

Fußsohlen schließen zu lassen.<br />

Fotos: Löffler, The North Face Lavaredo Ultratrail/ CanoFotoSports, Gerhard Schiemer<br />

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Flasche 100 % auslaufsicher. Durch die extragroße<br />

Öffnung der Flasche passen locker<br />

auch Eiswürfel und nicht nur das Befüllen<br />

wird dadurch einfacher, auch die Reinigung<br />

geht besser vonstatten. Spülmaschinengeeignet<br />

ist die Flasche außerdem.<br />

Das Wichtigste aber: Sie ist sowohl<br />

geschmacks- als auch geruchsneutral und<br />

sieht aus wie Glas. Stattdessen besteht sie aus<br />

federleichtem und stabilem Tritan, welches<br />

ihr eine hochwertige Optik verleiht. Die<br />

Trinkflasche ist frei von Schadstoffen wie<br />

östrogenaktiven Substanzen und Phthalaten<br />

– für einen sicheren Trinkgenuss.<br />

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54 <strong>SPORTaktiv</strong>


218-07-001<br />

Training und Technik<br />

Ist die Lust geweckt, sind die ersten<br />

Runden absolviert, dann lohnt sich ein<br />

Blick auf die Lauftechnik. Eines von<br />

Gerhard Schiemers Lieblingsthemen<br />

haben wir schon erwähnt: „Die Lage im<br />

Raum, das Finden des Körperschwerpunkts.“<br />

Der Schwerpunkt entscheidet<br />

bergauf darüber, ob man wegrutscht<br />

oder nicht. Und hilft bergab, die Gelenksbelastung<br />

zu senken (siehe auch<br />

vorne unter „Technik-Tipps“).<br />

Von einem traditionellen Berglauf<br />

mit Ziel am Gipfel unterscheiden sich<br />

Trail runs auch darin, dass bergauf und<br />

bergab gelaufen wird. Für Schiemer<br />

gehören die „Negativ-Höhenmeter“ unbedingt<br />

dazu. Trailwettkämpfe würden<br />

auch nicht bergauf, sondern in Abwärtsund<br />

Flachpassagen entschieden.<br />

Dass Bergablaufen die Gelenke malträtiert,<br />

kann Schiemer so pauschal überhaupt<br />

nicht unterschreiben: Es sei eine<br />

Frage der Technik und des Trainingszustands.<br />

Konkret sollen Trailrunner lernen,<br />

in kleinen Schritten auf dem Fußballen<br />

bergab zu laufen. Ferseneinsatz ist<br />

zu vermeiden, „denn damit schaltet man<br />

die Muskulatur aus und belastet dann<br />

wirklich die Gelenke.“<br />

Wie beim Skifahren sei es letztlich<br />

auch eine Übungs- und Mutfrage: der<br />

Oberkörper soll vorne bleiben; wer zaudert,<br />

lehnt sich dagegen zurück und landet<br />

automatisch auf der Ferse. Sich die<br />

Technik von einem Profi einmal zeigen<br />

zu lassen, Step by Step dazuzulernen, ein<br />

Gefühl für den Untergrund, die Technik<br />

und den eigenen Körper entwickeln:<br />

Das ist wie in vielen anderen Sportarten<br />

notwendig.<br />

Ins alpine Gelände<br />

Nach einiger Zeit des Aufbaus landet<br />

man als Trailrunner dann sehr wahrscheinlich<br />

doch in den Bergen. Dann<br />

werden Themen wie in jeder Bergsportart<br />

wichtig: Tourenplanung, Orientierung,<br />

Sicherheitsausrüstung.<br />

Da kommen dann auch die langen<br />

Distanzen ins Spiel. Spätestens wenn<br />

Events locken und man feststellt, dass<br />

„Small“-Bewerbe bei Trailevents oft über<br />

20 Kilometer lang sind – ordentliche<br />

MAG. GERHARD<br />

SCHIEMER<br />

aus Bad Vöslau (NÖ) ist<br />

Sportwissenschafter,<br />

Lauftrainer, Mitglied der<br />

Trailrunning Nationalmannschaft<br />

und Teilnehmer an<br />

der Trailrunning WM.<br />

Leistungsdiagnostik,<br />

Trainingsplanung, Trailseminare<br />

und Laufwochen für<br />

Leistungs- und<br />

Hobbyläufer auf Anfrage.<br />

www.gerhardschiemer.at<br />

Höhenmeteranteile verstehen sich von<br />

selbst. Auch das muss laut dem Sportwissenschafter<br />

nicht abschrecken. Aus<br />

physiologischer Sicht relativieren sich<br />

die langen bis ultralangen Distanzen<br />

im Trailrunning zumindest ein wenig.<br />

Schiemer erklärt: „Auf Asphalt werden<br />

die ständig gleichen Muskel- und<br />

Bindegewebsgruppen belastet. Im<br />

Gelände verteilt sich die Belastung<br />

viel besser. Ein 25-km-Traillauf mit<br />

vielen Höhenmetern ist für den Körper<br />

sicher leichter zu verkraften als ein<br />

gewöhnlicher Halbmarathon.“<br />

Ultratrailrunner, die dreistellige<br />

Distanzen mit Tausenden Höhenmetern<br />

meistern, haben natürlich dennoch<br />

jahrelange Aufbauarbeit in den<br />

Beinen. Doch eines unterscheidet sie<br />

nicht von Einsteigern: die Lust an<br />

der Wahrnehmung, am Entdecken<br />

von Neuem, am Ungewissen. Weil<br />

das einfach in der DNA der Sportart<br />

liegt.<br />

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mit einer speziell entwickelten Gummibeschichtung<br />

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• verfügt über eine spezielle Sohle, die Traktion und<br />

Stabilität bietet, wenn der Körper langsam ermüdet<br />

• die Zwischensohle hat eine Sprengung von 8 mm, die<br />

besser für niedrigere Geschwindigkeiten geeignet ist<br />

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Dynamic-Gewebe bietet eine einmalige Kombination<br />

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DYNAFIT VERTICAL PRO<br />

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56 <strong>SPORTaktiv</strong>


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Kombination mit viel Grip und<br />

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• ausgestattet mit einem neuen<br />

Leisten, der FlyteFoam-Mittelsohle<br />

und einer Außensohle aus<br />

einem völlig neuen Material<br />

• integrierte Schnürsenkeltasche<br />

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Distanzen, Training und Skyrunning<br />

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Anziehen<br />

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insbesondere für felsigen Untergrund<br />

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Schuhs verspricht Laufspaß auf jedem<br />

Terrain<br />

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ULTRA IN<br />

JEDER HINSICHT<br />

DER STUBAI ULTRATRAIL FÜHRT ÜBER|<br />

63,1 KILOMETER VON INNSBRUCK AUF|<br />

DEN GLETSCHER – UND DEN SPORTAKTIV-|<br />

LÄUFER IN GANZ ANDERE SPHÄREN. |<br />

VON MARKUS SCHUSTER<br />

Im Startblock stehen um 1 Uhr früh,<br />

5125 Höhenmeter vor der Brust,<br />

verteilt auf 63,1 Kilometer, und ein<br />

Ziel in eisigen Höhen – willkommen<br />

beim Stubai Ultratrail. Am Start in der<br />

Innsbrucker Innenstadt ist die Spannung<br />

greifbar, als es endlich losgeht.<br />

Hinaus aus der Stadt, angefeuert von<br />

Nachtschwärmern – auch ein spezielles<br />

Gefühl.<br />

Bergiselschanze, Sillschlucht, rauf auf<br />

den ersten richtig lässigen Trail. Eine<br />

Stirnlampen-Prozession schlängelt sich<br />

den Berg hinauf – ein beeindruckendes<br />

und zugleich motivierendes Bild. Auch<br />

als erfahrener Trailläufer brauchst du<br />

hier volle Konzentration, um keinen<br />

Fotos: Stubai Ultratrail/Wisthaler, Markus Schuster<br />

58 <strong>SPORTaktiv</strong>


Durch Wälder<br />

und über Berge<br />

ins ewige Eis<br />

des Stubaier<br />

Gletscher.<br />

STUBAI ULTRATRAIL|<br />

fand zum zweiten Mal unter<br />

dem Motto „Urban2Glacier“<br />

statt. Neben der Ultradistanz<br />

(63,1 Kilometer) gibt es auch<br />

Bewerbe über 28,7 bzw. 8 Kilometer.<br />

Das Ziel für alle drei<br />

Läufe befindet sich auf der<br />

„Jochdohle“ in 3150 Metern.<br />

www.stubai.at/ultratrail<br />

falschen Schritt zu machen. Aber es läuft<br />

buchstäblich gut. Die Beine fühlen sich<br />

gut an, als es über den Stollensteig und<br />

weiter nach Mieders und Telfes geht.<br />

Kurz unterm Sennjoch wird die Strecke<br />

jetzt so steil, dass es die Stockunterstützung<br />

braucht. Dafür gibt es die erste<br />

Belohnung: den Sonnenaufgang. Die<br />

ersten Strahlen schaffen es über die<br />

Bergrücken. Zeit zum Innehalten und<br />

aus dem Anbruch des neuen Tages Kraft<br />

schöpfen.<br />

Kraft für den steilen Downhill nach<br />

Neustift und die knapp 21 Kilometer<br />

über den „WildeWasserweg“ durch das<br />

Stubaital. Unzählige Wildbäche und<br />

Wasserfälle donnern ins Tal und machen<br />

den Abschnitt zu einem absoluten Highlight.<br />

Es ist jetzt früher Vormittag und<br />

das, was hinter mir liegt, macht sich in<br />

den Beinen schön langsam bemerkbar.<br />

Dabei ist gerade der allerletzte Abschnitt<br />

der härteste. Von der Mutterberg-Talstation<br />

geht es zwar nur noch<br />

acht Kilometer ins Ziel, hinauf auf die<br />

Jochdohle am Stubaier Gletscher, dafür<br />

warten noch einmal 1400 Höhenmeter.<br />

Über uns schweben die Gondeln<br />

der Eisgratbahn laut- und mühelos<br />

auf den Berg, unten schwitzen wir bei<br />

traumhaftem Wetter Richtung Dresdner<br />

Hütte. Ein Segen, dass ich jetzt auf einen<br />

anderen Läufer treffe, der genau in<br />

meinem Tempo unterwegs ist. Zu zweit<br />

geht alles leichter und obwohl der Weg<br />

immer steiler und der Schnee immer<br />

tiefer wird, finde ich schnell meinen<br />

Schritt. Ein steiler Rücken noch, das<br />

Ziel ist schon zu sehen. Die letzten 100<br />

Meter laufe ich über den Gletscher über<br />

die Ziellinie, die gleichzeitig der Startschuss<br />

ist für ein Feuerwerk der Gefühle.<br />

Was war das für ein Tag. In knapp elf<br />

Stunden aus der Stadt auf den Gletscher,<br />

getragen von unzähligen Anfeuerungen<br />

an der Strecke, begleitet vom Gebimmel<br />

der Kuhglocken, umrahmt von der<br />

atemberaubenden Bergwelt. Im Duden<br />

steht unter „Ultra“ unter anderem „in<br />

höchstem Maße“. Trifft auf den Stubai<br />

Ultratrail in jeder Hinsicht zu.<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

59


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dank seiner pflanzlichen<br />

Inhaltsstoffe die Muskulatur,<br />

fördert Durchblutung und<br />

Wohlbefinden. Als Gel, Fluid,<br />

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4.2 gibt es kein Kabel mehr,<br />

das sich verheddern kann. Per<br />

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Stunden lang Musik.<br />

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Laufen zu Hause bleiben. Auf<br />

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Fotos: Hersteller<br />

60 <strong>SPORTaktiv</strong>


präsentiert von:<br />

LAUF-HIGHLIGHT IM HERBST<br />

We love Kärnten. Beim Lauffest in Feldkirchen stehen am<br />

3. und 4. November viele Bewerbe auf dem Programm.<br />

KÄRNTEN. Wenn der heiße Laufsommer vorbei ist, lockt<br />

einer der schönsten Landschaftsmarathons in den Kärntner<br />

Herbst: Der Int. Salming Kärnten Marathon findet am<br />

3./4. November in Feldkirchen zwischen Flatschacher und<br />

Ossiacher See statt. „Lebe deine Leidenschaft im goldenen,<br />

südalpinen Herbst im Herzen Kärntens“ lautet das Motto.<br />

Viele Bewerbe stehen am Plan: Juniormarathon (ab 800 m),<br />

Hobbylauf (5 km), Panoramalauf (10 km), Halbmarathon<br />

(21 km), Marathon (42 km) und Super Marathon (52 km).<br />

www.internationaler-kaernten-marathon.at<br />

Foto: GEPA<br />

Fotos: Veranstalter<br />

1300 LIEFEN BEIM HOCHKÖNIGMAN MIT<br />

Drei neue und drei bewährte Lauf-Formate sorgten beim<br />

Hochkönigman Anfang Juni für einen Teilnehmerrekord.<br />

SALZBURG. Der Top-Trailrunning-Event in Maria Alm<br />

zeigte sich Anfang Juni zum vierten Mal von seiner spektakulären<br />

Seite. Drei neue Bewerbe, dazu die drei bekannten<br />

Trail-Klassiker und ein deutlich aufgewertetes Rahmenprogramm<br />

lockten 1300 Läufer aus 30 Nationen an. Auf dem<br />

Raidlight-Endurance-Trail mit 88 km/5000 hm wurden die<br />

Staatsmeisterschaften im Endurance-Trailrunning ausgetragen:<br />

Florian Grasel und Martina Trimmel sicherten sich die<br />

Titel. Alle Ergebnisse sind zu finden auf:<br />

www.hochkoenigman.run<br />

25 Jahr Jubiläum<br />

Der Kleine Zeitung Graz Marathon feiert sein<br />

25-jähriges Bestehen und lädt alle Teilnehmer<br />

zum Mitfeiern ein!<br />

Geburtstagsfeier beim Late-Night-Shopping<br />

(11. Oktober) bei Gigasport Graz mit Prosecco<br />

und Jubiläums-Bufftuch<br />

25-Jahr-Gutscheinheft mit vielen Vorteilen<br />

unserer Partner und Sponsoren<br />

runners unlimited Reise zum Berlin<br />

Marathon 2019 beim Jubiläums-Gewinnspiel<br />

25-Jahr Laufshirt von ODLO zum Aktionspreis<br />

Mit der ÖBB aus ganz Österreich nach Graz reisen<br />

Alle Infos und Anmeldung<br />

auf www.grazmarathon.at


LEIDENSCHAFT<br />

ALS EIGENSCHAFT<br />

„MICH REIZT DAS|<br />

BESONDERE.|UND|WENN|<br />

ICH MIR ETWAS|IN DEN|<br />

KOPF|GESETZT HABE,|<br />

ZIEHE ICH|<br />

DAS DURCH.“|<br />

JULIUS RUPITSCH<br />

MICHAEL KUMMERER UND<br />

JULIUS RUPITSCH VERANSTALTEN<br />

ÖSTERREICHISCHE<br />

LAUFKLASSIKER. KUMMERER<br />

DEN GRAZ-MARATHON UND<br />

KÄRNTEN LÄUFT. RUPITSCH DEN<br />

GROSSGLOCKNER-BERGLAUF.<br />

DABEI SIND BEIDE KEINE<br />

LEIDENSCHAFTLICHEN<br />

LÄUFER. WAS DIE<br />

BEIDEN ANTREIBT:<br />

VON KLAUS MOLIDOR<br />

Michael Jordan kommt aus Villach.<br />

„So haben mich meine<br />

Kollegen beim Sportstudium<br />

genannt“, sagt Michael Kummerer, Chef<br />

der MJK-Sportmanagement-Agentur<br />

und Veranstalter des Graz-Marathons<br />

und von Kärnten läuft. Das J steht dabei<br />

für seinen zweiten Vornamen Johannes.<br />

Daher der Spitzname der Basketballlegende.<br />

Und Kummerer hatte sogar mit<br />

einem Ball und einem Mannschaftssport<br />

zu tun, aber mit Volley- statt Basketball.<br />

Das Laufen ist ihm eher passiert. Gegen<br />

Ende seines Sport- und BWL-Studiums<br />

war er an der UCLA in Los<br />

Angeles und anschließend Windsurfen<br />

auf Maui. „Von dort bin ich direkt zur<br />

Kleinen Zeitung ins Marketing gekommen<br />

und dort war eine meiner ersten<br />

Aufgaben, ein ganzheitliches Konzept<br />

für eine Laufkampagne rund um den<br />

Graz-Marathon zu erarbeiten.“ Wenig<br />

später ist das Land Kärnten auf ihn zugekommen<br />

und hat ihn gebeten, auch<br />

am Wörthersee etwas auf die Beine zu<br />

stellen. Herausgekommen ist Kärnten<br />

läuft. Eine laufende Erfolgsgeschichte,<br />

die er bewusst Ende <strong>August</strong> platziert hat,<br />

weil da keine anderen großen Laufevents<br />

Foto: Susanne Hassler/Kleine Zeitung, wisthaler.com, GEPA pictures/Markus Oberländer<br />

62 <strong>SPORTaktiv</strong>


sind. Bewusst hat er sich auch gegen die<br />

Marathondistanz entschieden. „Damit<br />

wären wir in Österreich dann der sechste<br />

Marathon gewesen. Mir geht es aber<br />

immer um ein Alleinstellungsmerkmal,<br />

darum, etwas anderes zu machen.“<br />

Durch die Konzentration auf den Halbmarathon,<br />

gepaart mit dem Termin vor<br />

den großen Herbst-Marathons in Berlin<br />

und New York, ist es ihm immer wieder<br />

gelungen, Weltstars wie Eliud Kipchoge<br />

oder Wilson Kipsang an den Wörthersee<br />

zu holen.<br />

Selbst ist er meistens zum Ausgleich<br />

gelaufen. Neben dem Volleyball. Oder<br />

dem Skifahren, dem Windsurfen, dem<br />

Wildwasserkajakfahren, dem Mountainbiken,<br />

dem Langlaufen. Sport gehört<br />

seit jeher zu seinem Leben dazu.<br />

Das wurde im Elternhaus vorgelebt.<br />

Klein-Michi ist schon als Neunjähriger<br />

Skitouren gegangen. „Bis 18 hab ich<br />

kaum eine Piste gesehen, sondern nur<br />

Gelände. Aber so lernst Ski fahren.“ Als<br />

Skilehrer in Zürs hat er neben dem Studium<br />

gutes Geld verdient. Im Sommer<br />

als Surflehrer in Torbole am Gardasee<br />

ebenfalls. Seine Leidenschaft für den<br />

Sport will er weitergeben. Es klingt geschwollen,<br />

aber: „Ich möchte die Menschen<br />

zur Bewegung bringen. Für die<br />

Gesellschaft etwas tun und Kinder zum<br />

Sport motivieren.“ Darum steht das J in<br />

MJK auch für Junior.<br />

Selbst ist er natürlich auch einen<br />

einzigen Marathon gelaufen. 2008 in<br />

New York. „Mit Fotoapparat und wegen<br />

des Erlebnisses“, erinnert er sich. Dem<br />

Marathon allein prophezeit er nur dann<br />

eine Zukunft, „wenn immer wieder<br />

etwas Neues rundherum entsteht, um<br />

Leute anzuziehen. Ein rundherum-Erlebnis<br />

wie Baden am Wörthersee oder<br />

Kultur in Graz.“<br />

„ICH MÖCHTE FÜR<br />

DIE GESELLSCHAFT<br />

ETWAS TUN UND<br />

KINDER ZUR<br />

BEWEGUNG<br />

BRINGEN.“<br />

MICHAEL KUMMERER<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

63


LAUFGENUSS<br />

AM WÖRTHERSEE<br />

Erlebe beim einzigartigen Kleine<br />

Zeitung Wörthersee Halbmarathon<br />

am 26. <strong>August</strong> <strong>2018</strong> entlang des türkisen<br />

Wörthersees pureLauffreude.<br />

Tausende Läufer, zahlreiche Fans und dutzende<br />

Erlebnismeilen warten entlang der idyllischen Laufstrecke<br />

auf dich. Die belohnende Erfrischung holst du dir mit einem<br />

Sprung in den Wörthersee.<br />

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24.–26. <strong>August</strong> <strong>2018</strong><br />

Foto: Sportograf<br />

Viele Interessen, großer Ehrgeiz<br />

Keinen einzigen Marathon ist dagegen<br />

Julius Rupitsch gelaufen. „Sport war<br />

aber immer ein Thema zu Hause“, erzählt<br />

der 33-Jährige, der seit fünf Jahren<br />

den Großglockner-Berglauf veranstaltet.<br />

27 war er, als Heidi Pichler, die Erfindern<br />

des mittlerweile zum Klassiker gereiften<br />

Events, an ihn herangetreten ist.<br />

Kein klassisches Veranstalteralter. Dennoch<br />

hatte der BWL-Absolvent bereits<br />

Erfahrung im Projektmanagement in<br />

der Photovoltaik- und Energiebranche.<br />

„Und als Heiligenbluter wollte ich, dass<br />

der Lauf weiterbesteht.“<br />

Einen Tag, bevor es am Fuße von Österreichs<br />

höchstem Berg ernst wird, sitzt<br />

er entspannt auf einer Hotelterrasse, der<br />

Startbereich keine 50 Meter entfernt.<br />

„Der ganz große Stress ist schon vorbei“,<br />

sagt er und lacht. Immer wieder läutet<br />

aber das Telefon. Rupitsch entscheidet,<br />

delegiert, vermittelt Kontakte. „Die Beschallung<br />

im Zelt war zu laut“, erklärt<br />

er nach einem Anruf. 25 Teamleiter<br />

befehligt er. Checkt auch am Abend vor<br />

dem Rennen noch den Startbereich,<br />

die Wetterprognose, die Soundanlage.<br />

Leicht ist es nicht, so eine Veranstaltung<br />

auf die Beine zu stellen. „Aber mich<br />

reizt das Besondere.“ Politik, Wirtschaft,<br />

Tourismus, Sponsoren, Teilnehmer,<br />

Helfer – alle muss er unter einen Hut<br />

bringen und schauen, dass am Ende alle<br />

Seiten zufrieden sind mit dem Event.<br />

„Ich bin sehr ehrgeizig. Wenn ich mir<br />

etwas in den Kopf gesetzt habe, ziehe ich<br />

das durch.“ Beispiel gefällig? 2011 hat er<br />

seinen ersten Ironman absolviert. „Aber<br />

mit dem Triathlon hab ich begonnen, als<br />

ich mich dafür angemeldet hab.“ Vier<br />

Monate später finisht er in Klagenfurt<br />

in 10:25 Stunden. „Ich bin multisportiv<br />

Meine Kleine.<br />

WO DER SPORT DIE NR. 1 IST<br />

Wörthersee


aufgewachsen“, erzählt er von seiner<br />

Kindheit.<br />

Wie Michael Kummerer hat auch Julius<br />

Rupitsch sehr intensiv in den Wintersport<br />

hineingeschnuppert, ist aber<br />

ebenfalls kein Skirennläufer geworden.<br />

„Ich war im Snowboard-Landeskader,<br />

obwohl ich sicher der bessere Skifahrer<br />

war“, sagt er. „Aber bei den Boardern<br />

waren weniger Leute.“ Heute fährt er<br />

dagegen wieder Ski. Zu Hause in Heiligenblut<br />

und in seiner zweiten Heimat<br />

im kanadischen Whistler Mountain.<br />

„Dort hab ich familiäre Freunde und<br />

dort hab ich auch meinen zweiten Ironman<br />

absolviert.“<br />

Abseits des Mainstreams<br />

Laufen ist für ihn eher Ausgleich. „Zweimal<br />

die Woche, um den Kopf freizubekommen.“<br />

Dabei hat er viermal den<br />

Berglauf absolviert, den er heute veranstaltet.<br />

Auch am Gipfel des Glockners<br />

war er dreimal. Ehrensache als Heiligenbluter.<br />

„Mich fasziniert der Berg, seine<br />

Energie und Kraft, die er ausstrahlt, aber<br />

auch seine Ruhe. Sportlich sind seine<br />

Leidenschaften woanders. „Einmal im<br />

Jahr, zu Ostern, fahre ich mit Freunden<br />

nach Istrien, Rennrad fahren. „Sein“<br />

Event will er stärker positionieren.<br />

Darum ist der Lauf heuer erstmals im<br />

Berglauf-Weltcup, will sich Rupitsch<br />

verstärkt in der Szene engagieren.<br />

Das Besondere suchen, Dinge abseits<br />

des Mainstreams probieren, den eigenen<br />

Weg gehen. Das machen Kummerer und<br />

Rupitsch. Auch wenn sie – im Wortsinn<br />

– nicht laufen. Stehenbleiben gibt es für<br />

die beiden nicht.<br />

BUFF ® is a registered trademark property of Original Buff, S.A. (Spain)<br />

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ÖSTERREICHS. HEISST: 500<br />

KILOMETER, 20.000<br />

HÖHENMETER, SIEBEN<br />

ULTRATRAILLÄUFE IN SIEBEN<br />

TAGEN. BEIM „CROSSING AUSTRIA“-<br />

PROJEKT VON KLAUS GÖSWEINER<br />

UND MARKUS AMON STEHT<br />

ENDE SEPTEMBER AUCH DIE<br />

FREUNDSCHAFT IM MITTELPUNKT.<br />

VON CHRISTOF DOMENIG<br />

66 <strong>SPORTaktiv</strong>


IN ALLER<br />

FREUNDSCHAFT<br />

Foto: Dynafit<br />

Großglockner Ultra-Trail, Juli 2015:<br />

Nur ein Konkurrent liegt vor Klaus<br />

Gösweiner, ein „Amon Markus“. „Der<br />

Paragleiter? Kann doch nicht sein, dass der<br />

schneller ist“, sagt sich der Steirer. Nach rund<br />

80 von 110 Kilometern treffen sich Führender<br />

und Verfolger – und das Missverständnis<br />

klärt sich: Es ist nur eine Namensgleichheit.<br />

Markus Amon ist Salzburger; nicht Paragleiter,<br />

sondern Höhenbergsteiger, der sich übers<br />

Trailrunning die Kondition für Expeditionen<br />

holt. Gösweiner lässt Amon hinter sich, das<br />

wiederum lässt sich der Salzburger nicht gefallen.<br />

„Irgendwann haben wir auf der Strecke<br />

Frieden geschlossen“, erzählt Klaus Gösweiner<br />

drei Jahre danach. Nach 110 Kilometern und<br />

6500 Höhenmetern liefen beide gemeinsam<br />

ins Ziel. Mit dem geteilten Sieg nahm eine<br />

bemerkenswerte Freundschaft ihren Lauf.<br />

Diese mündet im September <strong>2018</strong> ins<br />

Projekt „Crossing Austria“. „Die Grundidee<br />

trage ich schon länger mit mir herum: vom<br />

tiefsten zum höchsten Punkt Österreichs zu<br />

laufen“, erklärt Markus Amon. Von Apetlon<br />

(114 m Seehöhe) am Neusiedlersee auf den<br />

Großglockner (3798 m). Unabhängig davon<br />

hat Klaus Gösweiner 2016 sein Laufprojekt<br />

„Crossing Styria“ durchgezogen: In 35 Stunden<br />

lief er 230 Kilometer und rund 10.000<br />

Höhenmeter von Graz auf den Dachstein.<br />

Amons Grundidee und Gösweiners Erfahrung<br />

aus Crossing Styria: Aus beidem reifte<br />

in gemeinsamen Gesprächen und Unternehmungen<br />

das Trailrunning-Projekt „Crossing<br />

Austria“. Mehr als 500 Kilometer und 20.000<br />

Bergauf-Höhenmeter wollen Gösweiner und<br />

Amon in diesem Herbst gemeinsam laufend<br />

in sieben Tagesetappen zurücklegen.<br />

Der Freundschafts- und Teamgedanke ist<br />

dabei ein wichtiges Thema. „Der erste Plan<br />

war, auf der Landkarte einfach eine Gerade<br />

zwischen Start- und Zielort zu ziehen und die<br />

kürzestmögliche Distanz daraus abzuleiten“,<br />

erzählt Amon. Stattdessen ist eine Strecke he-<br />

rausgekommen, die reich ist an Wegpunkten,<br />

die beide Athleten in ihrem Leben begleitet<br />

haben „oder die mit unserer Freundschaft zu<br />

tun haben“. Etwa der Schneeberg, weil der<br />

dortige Lauf von Hubert Resch veranstaltet<br />

wird, der auch den Großglockner Ultra-Trail<br />

organisiert. Der Dachstein als Zielort von<br />

Crossing Styria. Haus im Ennstal als Gösweiners<br />

Heimatort und Bruck an der Großglocknerstraße<br />

als Amons Geburtsort. Die<br />

Schlussetappe von Kaprun auf den Glockner<br />

deckt sich in großen Teilen mit der Strecke<br />

des Großglockner Ultra-Trail.<br />

„Rechnerisch unmöglich“<br />

Der größte Unterschied von Crossing Austria<br />

zu einem Ultralauf wie eben dem Großglockner<br />

Ultra-Trail? „Ist einfach, dass wir<br />

am nächsten Tag wieder laufen müssen. Wir<br />

wissen nicht, wie sich das nach drei, vier oder<br />

sieben Tagen anfühlt“, sagt Gösweiner.<br />

Sein 35-stündiger Crossing-Styria-Lauf lieferte<br />

Anhaltspunkte. Etwa die Ernährung betreffend,<br />

die fast ausschließlich mit spezieller<br />

Flüssignahrung bestritten wird. „Etwas zum<br />

Beißen, ein Riegel zwischendurch ist eher für<br />

den Kopf“, weiß Gösweiner. Über die Nahrungsaufnahme<br />

und den körperlichen Zustand<br />

beider Sportler wird die Sport- und Ernährungsmedizinerin<br />

Dr. Silke Kranz wachen,<br />

die schon Crossing Styria betreut hat. Dort<br />

hat Gösweiner 53.000 Kalorien verbrannt.<br />

Bei Crossing Austria werden es, je nach Etappe,<br />

bis zu 20.000 Kalorien täglich sein. „Das<br />

kann man nicht zuführen. Der Körper muss<br />

von Reserven zehren, die aber nicht im Übermaß<br />

vorhanden sind“, sagt Gösweiner.<br />

Markus Amon: „Rechnerisch ist es nicht<br />

möglich. Aber das ist auch das Spannende.“<br />

Dass Körper und Geist zu mehr fähig sind,<br />

als es scheint, haben beide schon öfter in<br />

sportlichen Grenzerfahrungen erlebt. Auch<br />

dazu passt eine Erfahrung Gösweiners aus<br />

dem Crossing-Styria-Projekt: „Zwischen<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

67


CROSSING AUSTRIA – DAS PROJEKT<br />

29. September bis 5. Oktober<br />

Etappen:<br />

1. Apetlon – Puchberg (86 km/1041 hm)<br />

2. Puchberg – Seewiesen (80 km/5250 hm)<br />

3. Seewiesen – Kaiserau (90 km/4280 hm)<br />

4. Kaiserau – Haus im Ennstal (80 km/980 hm)<br />

5. Haus im Ennstal – Dachstein – Wagrain (60 km/2080 hm)<br />

6. Wagrain – Kaprun (52 km/560 hm)<br />

7. Kaprun – Großglockner (49 km/4630 hm)<br />

www.dynafit.com/de-at/crossing-austria-projekt<br />

KLAUS GÖSWEINER (37)<br />

Der Dynafit-Athlet ist als<br />

Extremläufer erfolgreich, hat<br />

unter anderem 2015 gemeinsam<br />

mit Markus Amon den Großglockner<br />

Ultra-Trail gewonnen.<br />

2016 und 2017 Teilnehmer an der<br />

Ultralauf Weltmeisterschaft, 2017<br />

zweiter Sieg beim Großglockner<br />

Ultra-Trail. Sein bekanntestes<br />

Einzelprojekt ist „Crossing Styria“<br />

im Juni 2016: In 35 Stunden lief er<br />

nonstop von Graz auf den Dachstein<br />

(230 km/10.000 hm).<br />

Gösweiner lebt in Weißenbach,<br />

Haus im Ennstal (St), ist verheiratet<br />

mit Miriam, 3 Töchter (9, 8, 5).<br />

Beruflich: Amtsleiter der Marktgemeinde<br />

Haus im Ennstal.<br />

MARKUS AMON (44)<br />

Der Bergsteiger und Bergführer<br />

kam übers Training fürs Höhenbergsteigen<br />

zum Trailrunning.<br />

Amon bestieg bereits eine Reihe<br />

von Sechs-, Sieben- und Achttausendern<br />

by fair means. Im<br />

Laufsport war der gemeinsame<br />

Sieg mit Klaus Gösweiner beim<br />

Großglockner Ultratrail 2015 einer<br />

seiner wichtigsten Erfolge.<br />

Amon wohnt mit Ehefrau Magdalena<br />

und zwei Söhnen (17 und<br />

10) in Maishofen (S). Beruflich:<br />

Technical Operations Manager<br />

bei der ÖAMTC-Flugrettung.<br />

Knittelfeld und der Riesner alm hatte ich<br />

einen Einbruch – danach ist es auf einmal<br />

wieder gegangen.“<br />

Sicherheit geht vor<br />

Für Amon ist das Interessante auch, dass es<br />

„ein Monsterprojekt ist, das sich wie ein Berg<br />

vor einem aufstellt und das man dann Stück<br />

für Stück abarbeitet.“ Das gilt schon für die<br />

Vorbereitung: <strong>2018</strong> haben beide ihre anderen<br />

sportlichen Unternehmungen weitgehend<br />

zurückgestellt. Beim Großglockner Ultra-Trail<br />

gingen sie „nur“ als Team an den Start. An<br />

zahlreichen Wochenenden liefen sie gemeinsam<br />

die Crossing-Austria-Strecken Abschnitt<br />

für Abschnitt ab, zeichneten GPS-Tracks auf.<br />

Logistisch ist das Unternehmen höchst aufwendig,<br />

zehn Helfer werden beim Lauf ständig<br />

dabei sein, gut 30 sind involviert. „Außer<br />

Laufen, Trinken und Essen brauchen wir uns<br />

um nichts zu kümmern.“<br />

Bei den hochalpinen Abschnitten auf<br />

Dachstein und Großglockner werden Gösweiner<br />

und Amon von Bergführern begleitet<br />

und gesichert. Unverrückbar ist der Termin.<br />

Für Schlechtwetter sind deshalb talnähere<br />

Alternativrouten ausgearbeitet. Beiden ist<br />

auch klar: „Die körperliche Unversehrtheit<br />

steht über allem. Bei so einer Belastung muss<br />

das Zeichen zum Abbruch von außen kommen,<br />

man kann nicht mehr auf das eigene<br />

Urteilsvermögen vertrauen.“<br />

Freizeitsport auf höchstem Niveau<br />

Das siebentägige Projekt nicht allein, sondern<br />

zu zweit zu versuchen, ist ebenfalls ein<br />

Sicherheitsaspekt, erfordert aber auch wechselseitige<br />

Rücksichtnahme: „Die gegenseitige<br />

Wertschätzung muss groß sein“, sagt Klaus<br />

Gösweiner. Daran besteht für beide aber kein<br />

Zweifel: „Unsere Freundschaft geht weit über<br />

den Sport hinaus, schließt auch die Familien<br />

mit ein. Die uns zum Glück voll unterstützen.“<br />

Beide Athleten sind Familienväter, voll<br />

berufstätig und der Sport ist für sie eine<br />

Freizeitangelegenheit. Amon, der Bergführer,<br />

nahm im Vorjahr Gösweiners Töchter mit<br />

auf den Großglockner. Maria und Greta,<br />

damals sieben und viereinhalb (!) Jahre, marschierten<br />

bis zur Erzherzog-Johann-Hütte<br />

(3454 m), die achtjährige Linda bis zum<br />

Gipfelkreuz. Dorthin, wo am 5. Oktober<br />

Klaus Gösweiner und Markus Amon gemeinsam<br />

ankommen wollen.<br />

Fotos: Dynafit<br />

68 <strong>SPORTaktiv</strong>


4500 KM FÜR<br />

KRANKE KINDER<br />

ANZEIGE / Fotos: Martin Fluch<br />

Deutschlehrer Martin<br />

Fluch läuft auf Cross-<br />

Skates vom Kaukasus<br />

nach Heidelberg, um<br />

Spenden zu sammeln.<br />

Krebskranke Kinder in Georgien sind<br />

Martin Fluch ein besonderes Anliegen – sein<br />

Charity-Lauf sucht seinesgleichen. Um Kindern<br />

eine bessere Behandlung zu ermöglichen,<br />

wirbt er um Spenden für den „Solidarity<br />

Fund of Georgia“. Auf Cross-Skates ist<br />

er Mitte Juni in Batumi in Georgien aufgebrochen,<br />

Ziel ist seine Heimat im deutschen<br />

Heidelberg. 4500 Kilometer weit führt ihn<br />

seine Reise durch 10 Länder. Nach 90 Tagen<br />

will er das Ziel erreicht haben. Als Hauptsponsor<br />

bei seiner Spendenreise unterstützt<br />

ihn Ubiquinol Deutschland. Eine logische<br />

Kombination, denn gerade Ausdauersportler<br />

haben einen erhöhten Bedarf am Mikronährstoff<br />

Ubiquinol, der besser bekannt<br />

ist als die aktive Form des Coenzyms Q10.<br />

Das wichtige Antioxidans ist an 95 Prozent<br />

der Energiegewinnungsprozesse im Körper<br />

beteiligt.<br />

www.woertherseetrail.at<br />

21.-22. September <strong>2018</strong><br />

- 72km 2800hm Ultra / Staffel<br />

- 42km 1700hm Marathon Trail<br />

- 21km 800hm Halbmarathon Trail<br />

- 21km 800hm Trailwalk<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

69


MARATHON IM<br />

ORF-WETTERMANN MARCUS WADSAK<br />

IST SCHON BERUFSBEDINGT SPEZIALIST<br />

FÜR HITZE UND BLITZE. IM INTERVIEW<br />

ERZÄHLT ER, WANN MAN IM SOMMER<br />

TRAINIEREN SOLLTE UND WIE DIE<br />

TERMINPLANUNG FÜR LAUFEVENTS IN<br />

ZUKUNFT AUSSEHEN KÖNNTE.<br />

INTERVIEW: WOLFGANG KÜHNELT<br />

Der Klimawandel ist nicht mehr wegzudiskutieren.<br />

Temperaturen von 35 Grad<br />

Celsius und mehr sind auch in unseren<br />

Breiten keine Seltenheit mehr. Beim<br />

Vienna City Marathon herrschten schon<br />

im Frühjahr sommerliche Verhältnisse.<br />

Aber wann ist es am heißesten? Das<br />

erklärt uns ORF-Wettermann Marcus<br />

Wadsak im Interview. Auch warum<br />

Prognosen im Winter schwieriger sind<br />

als im Sommer und welche Auswirkungen<br />

die Hitze auf den Veranstaltungskalender<br />

von Laufevents haben könnte.<br />

Und danach? Gehen wir natürlich noch<br />

rasch eine Runde laufen, auf Wadsaks<br />

Lieblingsstrecke am Neusiedler See.<br />

Foto: Thomas Polzer<br />

70 <strong>SPORTaktiv</strong>


MARCUS WADSAK<br />

STARTETE SEINE KARRIERE<br />

UNMITTELBAR VOR DEM<br />

ABSCHLUSS DES<br />

METEOROLOGIESTUDIUMS<br />

BEIM RADIO UND LEITET<br />

SEIT 2012 DIE ORF-TV-<br />

WETTERREDAKTION.<br />

MIT SEINER FRAU, EINER<br />

PROMINENTEN ATV-<br />

MODERATORIN, LEBT ER AM<br />

NEUSIEDLER SEE. IN SEINER<br />

FREIZEIT FOTOGRAFIERT ER<br />

LEIDENSCHAFTLICH GERN<br />

UND LÄUFT AM SEE ODER<br />

IM WIENER PRATER.<br />

Die größten Marathons bei uns sind im<br />

April, Mai und im September, Oktober.<br />

Nun wissen wir, dass die Temperaturen<br />

deutlich steigen. Sollten die Laufveranstalter<br />

darauf reagieren?<br />

Wir sehen definitiv eine Erwärmung, die<br />

in Österreich über dem globalen Schnitt<br />

liegt. Vor allem: Es wird früher wärmer.<br />

Man wird sich anpassen müssen, auch<br />

vonseiten der Veranstalter. Das Problem<br />

ist, dass die Veränderungen nicht linear vor<br />

sich gehen und es immer wieder Ausreißer<br />

gibt. Mittlerweile erleben wir oft Temperaturen<br />

im April und Mai, die zumindest<br />

für Durchschnittsläufer zu hoch sind.<br />

Wenn man jetzt nach vorne verschiebt, was<br />

man meiner Meinung nach wird machen<br />

müssen, dann geht man halt das Risiko<br />

ein, dass es manchmal sogar Frost oder<br />

Schnee gibt.<br />

„ZU MITTAG SCHEINT ZWAR DIE SONNE AM<br />

STÄRKSTEN, DA MUSS ICH MEINEN KOPF<br />

SCHÜTZEN. ABER DIE HÖCHSTEN TEMPERATUREN<br />

HABEN WIR RUND UM 17 UHR.“<br />

Wie sieht es im Herbst aus, wo in der<br />

Wachau und in Graz auch große Veranstaltungen<br />

stattfinden?<br />

Das ist aus einem ganz banalen Grund die<br />

bessere Jahreszeit: Weil die Tage kürzer<br />

sind und man auf jeden Fall mit niedrigeren<br />

Temperaturen startet. Es kann immer<br />

Ausnahmen geben, aber so heiß wie im<br />

Frühling wird es vor allem im Oktober in<br />

Österreich sicher nicht mehr.<br />

Eine weitere Herausforderung ist das<br />

Training. Laufen in der Hitze ist wohl<br />

kaum sinnvoll. Aber wie soll man das im<br />

Sommer vermeiden, wenn man im Marathon-Training<br />

ist?<br />

Ich laufe regelmäßig um die 10 Kilometer,<br />

das ganze Jahr über bei Kälte und<br />

bei Hitze. Aber ich kann mir die besten<br />

Tageszeiten aussuchen. Wer mehr trainiert,<br />

weil er Marathons absolviert, hat oft keine<br />

Wahl. Dann sollte man aber die Lüge von<br />

der Mittagshitze kennen. Viele denken ja,<br />

wenn die Mittagszeit vorbei ist, kann ich<br />

wieder laufen gehen. Das ist falsch! Zu<br />

Mittag scheint zwar die Sonne am stärksten,<br />

da muss ich meinen Kopf schützen.<br />

Aber: Die höchsten Temperaturen im<br />

Sommer in Österreich haben wir rund um<br />

17 Uhr. Wir haben 250 Wetterstationen in<br />

Österreich und sehen das ganz genau. Im<br />

Juli und <strong>August</strong> gibt es für mich sowieso<br />

nur eine Möglichkeit: in der Früh laufen.<br />

Denn bis sich die Hitze am Abend wieder<br />

abbaut, dauert das wirklich lange.<br />

Werden eigentlich die Prognosen durch<br />

den Klimawandel schwieriger? Es gibt<br />

ja immer mehr kleinräumige Gewitter bis<br />

hin zu Unwettern ...<br />

Ich mache das jetzt seit über 20 Jahren,<br />

die Prognosen werden immer besser. Die<br />

einzige Ausnahme sind die Gewitter. Wir<br />

haben das in diesem Sommer schon oft erlebt:<br />

Ein Sturm mit Starkregen oder Hagel<br />

betrifft einzelne Bezirke einer Stadt oder<br />

noch kleinräumiger sogar nur einzelne<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

71


Straßenzüge. Diese heftigen Gewitter<br />

werden häufiger und da werden wir uns<br />

mit einer punktgenauen Vorhersage<br />

noch länger schwertun.<br />

Man hat als Laie den Eindruck, die<br />

Gewitter rücken mehr in den Frühling<br />

hinein. Stimmt das?<br />

Ja, die Wärmegewitter kommen früher,<br />

weil wir schon im April und Mai 30<br />

Grad und mehr haben. Dafür könnte<br />

es sein, dass sie im Sommer wegen der<br />

Trockenheit etwas seltener werden. Beim<br />

Gesamtniederschlag muss man sich den<br />

Trend noch langfristig ansehen.<br />

Wie weit seid ihr Meteorologen in die<br />

Planung von Sportwettbewerben und<br />

besonders Marathons eingebunden?<br />

Fragt man euch vor einem<br />

Bewerb um eine Prognose?<br />

Großveranstalter sind zum Schutz der<br />

Teilnehmer verpflichtet, sich Prognosen<br />

zu verschaffen. Dafür wendet man sich<br />

an spezielle Stellen, in Österreich am<br />

besten an die Zentralanstalt für Meteorologie<br />

und Geodynamik. Das bieten<br />

wir nicht nebenbei an. Für unsere Seher<br />

und Hörer im ORF machen wir aber<br />

Prognosen mit Start- und Ziel-<br />

Temperatur und mit Windstärke,<br />

Windrichtung und Niederschlag.<br />

Nicht nur die Hitze wird für Outdoorsportler<br />

zunehmend zu einem Problem,<br />

sondern auch Blitz und Donner. Was<br />

ist aus deiner Sicht wichtig, um sich<br />

hier nicht in Gefahr zu begeben?<br />

Wenn das Gewitter kommt, dann<br />

sofort raus aus dem Wald, weg von den<br />

Bäumen. Am besten schon vor dem<br />

Loslaufen den Wetterbericht checken.<br />

Und über die Tageszeit nachdenken:<br />

Wärmegewitter und Stürme kommen<br />

meistens am Nachmittag. Der Tag beginnt<br />

strahlend schön, aber ab 15<br />

Uhr steigt dann die Wahrscheinlichkeit<br />

für Regen und Gewitter. Auch deshalb<br />

spricht alles für das Laufen in der Früh.<br />

Das könnte auch für Veranstalter von<br />

Marathons und Ultraläufen ein Thema<br />

werden: noch zeitiger am Tag mit dem<br />

Bewerb starten, um das Risiko für Hitze<br />

und Wärmegewitter zu senken.<br />

Einerseits steigen die Temperaturen<br />

weiter an, andererseits sagt man,<br />

dass es in Europa im Winter durch den<br />

nachlassenden Golfstrom sogar kälter<br />

werden könnte. Was ist da der Stand<br />

der Dinge?<br />

Der Golfstrom wird schwächer, das ist<br />

ein Faktum. Was wir vor allem deutlich<br />

merken, ist, dass sich die Strömungsmuster<br />

ändern. Es ist generell viel<br />

einfacher für den Sommer eine Prognose<br />

abzugeben als für den Winter. Sagen<br />

wir, wir haben um die 0 Grad. Hat es<br />

ein bisschen mehr, dann regnet es. Hat<br />

es ein bisschen weniger, dann schneit es<br />

große Mengen. Gibt es ein Italien-Tief,<br />

dann bekommt der Süden viel Schnee<br />

und so weiter. Die vergangenen Jahre<br />

haben gezeigt, dass der Schnee später<br />

im Jahr kommt. Für Läufer ist das<br />

eigentlich positiv. Es gibt weniger Tage<br />

mit Schneebedeckung und man kann<br />

leichter trainieren. Was man aber ernst<br />

nehmen sollte: Die subjektive Wahrnehmung.<br />

Wenn es sich zu kalt anfühlt,<br />

zum Beispiel wegen Wind, sollte man<br />

nicht trainieren, egal, wie hoch oder<br />

niedrig die Temperatur am<br />

Thermometer ist.<br />

„DER TAG BEGINNT<br />

STRAHLEND SCHÖN,<br />

ABER AB 15 UHR<br />

STEIGT DANN DIE<br />

WAHRSCHEINLICHKEIT<br />

FÜR REGEN UND<br />

GEWITTER.“<br />

Foto: ORF<br />

72 <strong>SPORTaktiv</strong>


Sodbrennen?<br />

Infos auf<br />

www.longlife.at<br />

Wetten,<br />

dass mein<br />

Mineralwasser<br />

mehr natürliches<br />

Magnesium und<br />

Calcium enthält<br />

als Ihres?<br />

Magnesium<br />

Calcium<br />

Long Life 201,00 270,00<br />

Magnesia 170,00 37,40<br />

Radenska 95,00 220,00<br />

Römerquelle 63,00 132,00<br />

Vöslauer 40,90 114,40<br />

Peterquelle 35,90 148,00<br />

Waldquelle 13,60 77,50<br />

Angaben von jeweiligen Herstellern übernommen.<br />

Hier geht‘s zum unabhängigen<br />

Vergleichstest: longlife.at<br />

Österreichweit erhältlich bei Spar, Eurospar, Interspar, Merkur, Unimarkt und im gut sortierten Lebensmittelhandel.<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

73


DAS SAGEN DIE<br />

VERANSTALTER<br />

Der Organisator des Linz-Marathons<br />

Ewald Tröbinger im Interview<br />

Foto: www.carostrasnik.com<br />

LACHMUSKELTRAINING<br />

AM WÖRTHERSEE<br />

Verkleideter Laufspaß im Team und<br />

kostenloses Kabarett und das direkt am<br />

Ufer des Wörthersees!<br />

Der Spaßfaktor kommt bei Kärnten Läuft vom 24.-26. <strong>August</strong><br />

auf keinen Fall zu kurz! Die besten Kostüme beim Wiener<br />

Städtische Night Run am Freitagabend werden von einer<br />

Fachjury prämiert! Also worauf noch warten?<br />

Noch rasch bis zum 14. <strong>August</strong> online anmelden!<br />

KABARETT<br />

ABEND<br />

24. <strong>August</strong> <strong>2018</strong>,<br />

20.15 Uhr<br />

Alex Kristan mit<br />

„LEBHAFT<br />

Rozpipn forever“<br />

Eintritt frei!<br />

www.kaerntenlaeuft.at<br />

Foto: Traussnig<br />

Was empfehlen Sie Läufern als<br />

Vorbereitung auf die Frühjahrsmarathons,<br />

die ja durchaus bei hohen<br />

Temperaturen stattfinden können?<br />

Grundsätzlich versuche ich in der Früh<br />

zu laufen, aber in der Vorbereitung<br />

auf einen Triathlon, wo der Marathon<br />

ab Mittag ansteht, habe ich auch bei<br />

entsprechenden Bedingungen trainiert.<br />

Das kann ich genauso empfehlen wie<br />

regelmäßige Sauna-Besuche, um den<br />

Körper an die Hitze zu gewöhnen. Ich<br />

bin eher kälte empfindlich, mir ist<br />

Sonnenschein lieber als stundenlanger<br />

Regen oder Schnee – auch als Veranstalter,<br />

der an die vielen ehrenamtlichen<br />

Mitarbeiter an der Strecke denkt. Ich<br />

musste heuer erstmals Mitte März<br />

einen Lauf in der Nähe von Linz absagen,<br />

weil ein heftiger Schneefall kam.<br />

Überlegen Sie sich für Linz<br />

eine Alternative zum<br />

Termin Mitte April?<br />

Ursprünglich haben wir es so geplant,<br />

dass wir weit genug vom Wien-Termin<br />

weg sind. Dadurch, dass die im Mai<br />

schon oft Hitze hatten, sind sie nach<br />

vorne gerutscht. Wir haben unseren<br />

Start dann so belassen, weil im Herbst<br />

einfach zu viel los ist und im März wäre<br />

es noch zu kalt. Wir haben uns mit dem<br />

Wien Marathon gut abgesprochen, die<br />

Termine sind bereits bis 2021 fixiert.<br />

Haben Sie mit anderen Veranstaltern<br />

schon einmal über<br />

Klimawandel gesprochen?<br />

Ja, natürlich ist das ein Thema. Man<br />

kann ja auch sagen, dass wir als<br />

Veranstalter mittlerweile fast nur mehr<br />

Winter und Sommer erleben.<br />

Meine Kleine.<br />

Ewald Tröbinger hat selbst 40 Marathons und<br />

4 Ironman Triathlons bestritten und ist seit<br />

2002 Organisator des Linz Marathons.


KOPFSACHE<br />

PETER<br />

GURMANN<br />

Sport- und Gesundheitspsychologe<br />

sowie<br />

Beratungs lehrer in<br />

Klagenfurt. Kontakt:<br />

peter.gurmann@aon.at<br />

SPORTLICH<br />

ALTERN<br />

Was machen Profisportler, wenn sie in die<br />

Jahre kommen und nicht mehr an ihre<br />

persönlichen Bestleistungen anschließen können?<br />

Im Regelfall beenden sie ihre aktive Karriere und<br />

hören auf, bevor es peinlich wird. Einige werten<br />

ihre Erfahrungen mit einer Trainerausbildung<br />

auf und geben ihr Wissen als Ausbilder weiter.<br />

Andere fallen nach dem Karriereende in ein tiefes<br />

Loch, brauchen Unterstützung. Wieder andere<br />

kehren ihrer Sportart den Rücken, wollen sich<br />

nicht wiederholen und erfinden sich in anderen<br />

Bereichen neu. Nur die wenigsten haben ausgesorgt<br />

– glücklich, wer in jungen Jahren neben<br />

dem Sport eine Ausbildung gemacht hat.<br />

Auch Hobbysportler müssen mit Leistungseinschränkungen<br />

im Alter zurechtkommen. Die<br />

Zielsetzungen sollten sich in Richtung moderate<br />

Kreislaufaktivierung und muskelstabilisierendes<br />

Beweglichkeitstraining verschieben. Gerade<br />

Lifetime Sportarten, also Sportarten, die wie<br />

Golf, Schwimmen, Tennis, Wandern, Tanzen,<br />

Skifahren, (E-)Biken usw. bis ins hohe Alter ausgeübt<br />

werden können, bieten sich dafür an.<br />

Dazu eine kleine Geschichte: Ein Freund von<br />

mir, staatlicher Skilehrer und Mountainbiker,<br />

baute nach seiner aktiven Zeit als Biker ein<br />

Haus. Da er viel selber werkelte, fuhr er zwei<br />

Jahre lang so gut wie nie mit dem Rad aus. Nach<br />

der Fertigstellung machte er mit seinem Drahtesel<br />

wieder das Gailtal unsicher. „Wohin ich auch<br />

kam – auf jedem Pass, jedem Gipfel: nur Niederlagen!“,<br />

erzählte er mir. „Wie meinst du das?“,<br />

fragte ich nach. „Jedes Mal, wenn ich auf den<br />

Fahrradcomputer schaute, wusste ich, wie weit<br />

ich hinter meinen besten Zeiten bin“, konkretisierte<br />

er. „Was hast du dann getan?“, wollte ich<br />

wissen. „Den Tacho obagrissen!“, schleuderte er<br />

mir mit einem verschmitzten Lächeln entgegen.<br />

..auf die<br />

Plätze,<br />

Honig,<br />

los!<br />

Die „Familie Mary“, Frankreichs Honig- &<br />

Gelée Royal-Marktführer betreibt 1.300<br />

eigene Bienenstöcke im Loiretal sowie in<br />

der südlichen Bretagne. Diese liefern den<br />

köstlichen & wertvollen Grundstoff der<br />

MelTonic-Sportnahrung. Auch alle anderen<br />

Inhalte kommen aus regionaler Produktion.<br />

100% Natur. 100% made in France.<br />

Du interessierst Dich für die MelTonic-<br />

Produkte und möchtest weitere<br />

Informationen erhalten oder wissen,<br />

wo man diese in Österreich kaufen kann?<br />

Dann ruf uns an: +49 6131 971330<br />

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Exklusivvertrieb für Österreich: pricon GmbH&Co.KG<br />

An der Fahrt 13 · 55124 Mainz · Tel. +49 6131 971330<br />

info@meltonic.de · www.meltonic.de


AUS<br />

PRO<br />

BIERT<br />

RUN<br />

EIN SCHUH FÜR DIE WELTMEERE<br />

Die Weltmeere sind voll von Plastik. Da versucht ADIDAS,<br />

nicht auch noch bei den Laufschuhen neues Plastik auf die<br />

Welt zu bringen. Gemeinsam mit Parley hat man einen Schuh<br />

auf den Markt gebracht, dessen Obermaterial aus recyceltem<br />

Plastik ist, das zuvor aus dem Meer gefischt wurde. „Ganz<br />

nachhaltig bringen wir ihn noch nicht hin“, gesteht Georg Kovacic<br />

von Adidas. Das Ergebnis: ein Ultra-Boost-Modell (UVP €<br />

179,95) das stylish aussieht und sich passabel läuft. Das gestrickte<br />

Obermaterial (Primeknit) umschließt den Fuß perfekt.<br />

Wer das mag, liebt den Schuh. Die Sohle (aus recyceltem Continental-Gummi)<br />

ist ebenfalls okay, Dämpfung, Halt, alles in<br />

Ordnung. Nur: Adidas hat mit dem Solar Boost eben erst ein<br />

Modell auf den Markt gebracht, das alles noch eine Spur<br />

besser kann. Für die Umwelt ist der ULTRA BOOST PARLEY<br />

aber definitiv ein großer Schritt in die richtige Richtung.<br />

ALLES, WAS DU FÜR EINEN<br />

LANGEN LAUF BRAUCHST,<br />

HABEN WIR GETESTET: EINEN<br />

SCHUH, EIN TRINKSYSTEM<br />

UND EINE GPS-UHR MIT NAVI.<br />

VON KLAUS MOLIDOR<br />

Fotos: Thomas Polzer<br />

76 <strong>SPORTaktiv</strong>


WEGWEISER IN DER NOT<br />

WASSER AUF DEN HÜFTEN<br />

Es gibt Situationen im Leben eines Läufers, da liebt man<br />

die GARMIN FENIX 5X (UVP € 749,–). Beim „Speed Project“<br />

in Los Angeles war es einfach mental ein Traum,<br />

dass die Uhr die Karte in Farbe am Display angezeigt hat<br />

und du wusstest, dass sie sofort piepst und vibriert,<br />

wenn du an einer Kreuzung falsch abbiegst. Das gibt einfach<br />

Sicherheit. Die aber schwer wiegt, denn Leichtgewicht<br />

ist die 5X keines. Ja, ja, natürlich ist das kein leistungslimitierender<br />

Faktor, aber unangenehm ist es<br />

allemal. Trailläufer, die gerne unbekannte Gegenden erkunden,<br />

werden das in Kauf nehmen. Ansonsten bietet<br />

sie die bekannte überbordende Funktionsvielfalt, die in<br />

dem Preissegment der Top-GPS-Uhren üblich ist. Manko:<br />

Unser Testgerät hat sich beim Upload der Karten immer<br />

sehr schwergetan – Systemabstürze inklusive.<br />

Letztgültig optimal geklärt ist die Wasserversorgung beim Laufen<br />

noch nicht. Trinkbrunnen stehen nun einmal nicht immer<br />

dort, wo man Durst hat. Flasche in der Hand? Sicher nicht.<br />

Trinkrucksäcke schon eher. Dafür ist die Schweißentwicklung<br />

halt enorm. Also haben wir den HIPSTER von SOURCE (UVP €<br />

89,–) getestet. Der Gurt mit 1,5-Liter-Trinkblase sitzt auf der<br />

Hüfte. Die leichten und dünnen Gurte dienen weniger dem Halt<br />

als vielmehr der Halterung des Trinkschlauchs. Der Rücken<br />

bleibt damit frei. Effekt: ein um Eckhäuser angenehmeres Gefühl<br />

bei der 20-Kilometer-Runde. Wenn man die Luft aus der<br />

befüllten Blase drückt, gluckst und schaukelt kein Wasser<br />

beim Laufen. Selbst 1,5 Liter sind kaum zu spüren. Der Clou:<br />

Am Trinkschlauch und am Tragegurt sind kleine Magneten befestigt,<br />

die den Schlauch in fixer Position halten. Lästiges Baumeln<br />

ausgeschlossen. Einzig der Verschluss ist zu viel des Guten:<br />

ein Stöpsel über dem Mundstück, das auch einen<br />

Drehverschluss hat, der wiederum auch in offenem Zustand<br />

kein Wasser verliert, sondern nur auf Biss und Zug die<br />

Schleusen öffnet. Das ist wie Gürtel und Hosenträger.<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

77


DER KNACKIGE<br />

TRIATHLON<br />

Trailrunningbewerbe<br />

schießen aus dem Boden<br />

wie die sprichwörtlichen<br />

Schwammerl, Mountainbiken<br />

boomt. Warum dann nicht<br />

Crosstriathlon? Gute Frage …<br />

Crosstriathlon ist grundsätzlich<br />

jedenfalls die Offroadversion<br />

des konventionellen<br />

Straßentriathlons. Die<br />

Standarddistanzen werden über<br />

1000 Meter Schwimmen, 30<br />

Kilometer Mountainbiken und<br />

zehn Kilometer Geländelauf<br />

ausgetragen. Den Veranstaltern<br />

und Teilnehmern sind aber keine<br />

Grenzen gesetzt. Je nach den<br />

Vorgaben der Natur werden die<br />

Strecken so gewählt, dass sie<br />

knackig, spektakulär, aber auch<br />

für Hobbysportler bezwingbar<br />

sind. Die Siegeszeiten sind<br />

meist um zwei Stunden<br />

angesiedelt.<br />

Den größten Unterschied zum<br />

normalen Straßentriathlon<br />

findet man beim Bike-Part. Hier<br />

wird mit dem Mountainbike<br />

gefahren. Crosstriathleten<br />

lieben Höhenmeter, Singletrails<br />

und technische Passagen. Und<br />

sie laufen gern abseits von<br />

Asphaltstraßen. Im Gegensatz<br />

zum „Straßentriathlon“,<br />

wo schon im Wasser oft<br />

Vorentscheidungen fallen,<br />

spielt das Schwimmen<br />

im Crosstriathlon eine<br />

untergeordnete Rolle. Das<br />

würde ja vielen Hobbyathleten<br />

entgegenkommen – Stichwort:<br />

Schwimmen als Schwachpunkt.<br />

International etabliert hat sich<br />

vor allem die „X-Terra“-Serie,<br />

bei der man sich für die WM<br />

auf Maui/Hawaii qualifizieren<br />

kann. Das ist also das Cross-<br />

Pendant zur Ironman-Serie. Die<br />

Crosstriathlon-WM im Rahmen<br />

78 der <strong>SPORTaktiv</strong> Multisport Championship,<br />

EIN WELTMEISTER IN DEN<br />

EIGENEN REIHEN:<br />

UNSER TRIATHLON-EXPERTE<br />

HERWIG REUPICHLER (40)<br />

KÜRTE SICH IM JULI IN<br />

DÄNEMARK ZUM AGE-<br />

GROUP-WELTMEISTER IM<br />

CROSSTRIATHLON! WIE DAS<br />

VOR SICH GING,<br />

BERICHTET DER GOLD-<br />

DEKORIERTE SELBST.<br />

VON HERWIG REUPICHLER<br />

WHAT A<br />

RACE!<br />

Fotos: Herwig Reupichler


ITU Multisport World Championships<br />

Juli <strong>2018</strong>: 5000 Teilnehmer von allen<br />

Kontinenten auf der märchenhaften<br />

Insel Fünen, an allen Ecken und Enden<br />

Leute in Nationalteamklamotten, freundliche<br />

Volunteers und neugierige Einheimische.<br />

Dazu Sonnenschein und über<br />

25 Grad! Teilnehmerstärkste Nation war<br />

Großbritannien mit 800 Teilnehmern;<br />

mehrere Hundert Athleten wurden auch<br />

jeweils aus den USA, Kanada, Japan,<br />

Australien, Neuseeland und Mexiko zur<br />

WM entsandt. Wir Österreicher trafen<br />

aber auch auf noch kleinere Abordnungen,<br />

aus Kenia oder den einzigen Mann<br />

aus Liechtenstein. Duathlon, Aquathlon,<br />

Aquabike, Straßentriathlon und eben<br />

Crosstriathlon standen auf dem Programm.<br />

Elitestarter (also Profis) wie<br />

Agegrouper (Amateure) hatten in der<br />

Heimat von Hans Christian Andersen<br />

dieselben Aufgaben zu meistern.<br />

In meinem Fall bedeutete das zunächst:<br />

1000 Meter in der kühlen Ostsee<br />

schwimmen, was sich in erster Linie<br />

als Kampf gegen Wellen und Quallen<br />

herausstellte. In den Wäldern rund<br />

um Swendborg hatten die dänischen<br />

Veranstalter dann eine echt weltmeisterschaftswürdige<br />

Crosscountry-Radstrecke<br />

in die Landschaft gezaubert.<br />

Die 30 Kilometer waren gespickt mit<br />

Anliegern, Drops und Sprüngen. Die<br />

gröbsten Hindernisse konnte man auf<br />

der „Chickenline“, einer technisch einfachen,<br />

aber zeitraubenden Ausweichstrecke,<br />

umfahren. Doch die war nichts<br />

für mich: Ich übernahm am Bike bald<br />

vom holländischen Schwimmkaliber die<br />

Führung. Aus allen Ecken des Waldes<br />

schallte mir von meinen Tri-Styria-Vereinskollegen<br />

entgegen: „Du bist Erster<br />

in deiner Agegroup! Du führst!“<br />

Nabistdunarrisch, von da an war ich<br />

so on fire, dass ich allen Krämpfen zum<br />

Trotz einfach wattisierte, was möglich<br />

war, und in jeder noch so kniffligen Passage<br />

alles riskierte. Der glasklare Gedandie<br />

heuer in Dänemark<br />

stattfanden, ist dagegen<br />

eine ITU-Veranstaltung, also<br />

vom Triathlon-Weltverband.<br />

Die dortigen Elitestarter<br />

werden von den nationalen<br />

Verbänden nominiert, meist<br />

sind es die Staatsmeister der<br />

jeweiligen Nation. Bei den<br />

Agegroup-Bewerben reicht<br />

dagegen eine international<br />

gültige Triathlonlizenz, die<br />

in Österreich beim ÖTRV zu<br />

lösen ist. Meist starten bei der<br />

WM Athleten mit Ambitionen<br />

auf eine gute Platzierung<br />

bzw. einer Medaillenchance.<br />

Für reine Hobbysportler gibt<br />

es im Rahmen eines „ITU-<br />

Multisportfestivals“ auch<br />

sogenannte „Open Races“, wo<br />

jeder teilnehmen kann.<br />

Allgemein funktioniert die<br />

Crosstriathlon-Eventszene<br />

in Europa gut! In Italien,<br />

Deutschland, Tschechien, <strong>SPORTaktiv</strong> 79


ke, „mit einem Sicherheitsrun gewinnst<br />

du keine Weltmeisterschaft“ war in<br />

meinem Kopf. Also: Ideallinie über alle<br />

Drops, Rockgardens, Uphill-Blocks und<br />

wie das Zeugs so im MTB-Jargon heißt.<br />

Volle Press. Mensch und Maschine erreichten<br />

in ganzen Stücken glücklich,<br />

aber sichtlich gezeichnet in Führung<br />

liegend die zweite Wechselzone.<br />

Der Crosslauf von zehn Kilometern<br />

führte vorwiegend über Trails in Wäldern<br />

und über kraftraubende Sandstrandpassagen.<br />

Kaum hatte ich die<br />

Laufschuhe angezogen, war er schon<br />

wieder da, mein Holländer. War nix<br />

mit „locker den Titel ins Ziel bringen“.<br />

Es sollte sich am zehn Kilometer langen<br />

Crosslauf mit Sandstrandpassagen,<br />

Uphill-Rope-Climbs und Waldtrails<br />

ein Triathlonmassaker auf feinstem Niveau<br />

abspielen. Kurz: Ein Däne rannte<br />

anfangs sowohl mir als auch dem Hol-<br />

länder auf und davon. Bei Kilometer<br />

sechs fiel ich sogar auf Rang drei zurück.<br />

Von der Angst auf Platz vier zu landen<br />

getrieben, kämpfte ich mich wieder an<br />

die Führenden heran. Zu diesem Zeitpunkt<br />

waren die favorisierten Franzosen<br />

und die restlichen M40er aus Australien,<br />

Deutschland, Japan, Spanien, Brasilien,<br />

den USA, Kanada etc. schon geschlagen.<br />

Als Junge aus den Bergen erhoffte ich<br />

mir gegenüber dem Dänen und dem<br />

Holländer Vorteile in den Bergaufpassagen.<br />

Und siehe da – die Kollegen hielten<br />

auch hier dagegen! An den letzten Kilometer<br />

kann ich mich nur lückenhaft<br />

erinnern. Ziel. Jubelschrei. Hände in<br />

den Himmel. Und die Lichter gingen<br />

aus. Als ich nach kurzer Ohnmacht von<br />

zwei Volunteers vom Asphalt gekletzelt<br />

die Augen öffnete, streckte mir der Däne<br />

seine Hand entgegen. „Congrats Worldchampion,<br />

what a race!“<br />

Malta, Griechenland, Norwegen,<br />

Spanien etc. gibt es spektakuläre<br />

Veranstaltungen, die man<br />

empfehlen kann. Dagegen<br />

schlummert die Szene in Österreich<br />

noch im Dornröschenschlaf und<br />

hofft von einem großen Organisator<br />

wachgeküsst zu werden. Ja, es<br />

gibt sehr gut organisierte Cross-<br />

Bewerbe wie etwa in Innsbruck, am<br />

malerischen Weißensee in Kärnten<br />

oder die traditionelle Wolfgangsee<br />

Challenge. Die Teilnehmerzahlen<br />

sind derzeit aber im niedrigen<br />

dreistelligen Bereich anzusiedeln.<br />

Was für mich noch zählt: Diese<br />

Form des Triathlons ist eine<br />

der ehrlichsten, da es keine<br />

Windschattenproblematik am MTB<br />

gibt, der fitteste Athlet des Tages<br />

gewinnt. Für Hobbysportler ist das<br />

Training für einen Crosstriathlon<br />

angenehm, da das zeitaufwendige<br />

Schwimmtraining eine<br />

untergeordnete Rolle spielt. Am<br />

Bike kann man wie bei Waldläufen<br />

in der Natur seinen Körper stählen,<br />

ohne (wie für einen Ironman fast<br />

ausschließlich) stundenlanges, oft<br />

ödes, flaches Grundlagentraining<br />

machen zu müssen.<br />

Training für einen Crosstriathlon<br />

ist also abwechslungsreich. Nicht<br />

nur viel Power in den Beinen ist<br />

gefragt, auch mit technischem<br />

Geschick kann man viel Zeit im<br />

Bewerb gutmachen. Beim Laufen<br />

bewegt man sich viel auf Wald- und<br />

Wiesenwegen, die den passiven<br />

Bewegungsapparat schonen.<br />

Kurz: Crosstriathlon macht einfach<br />

mächtig Laune und ist für jeden<br />

geeignet, der Spaß daran hat, viel<br />

Zeit in der Natur mit dem Bike und<br />

den Laufschuhen zu verbringen. Mir<br />

hat die heurige Vorbereitung auf die<br />

WM in Dänemark jedenfalls schon<br />

jede Menge Spaß gemacht – und<br />

der Event dann sowieso!


SENSE ULTRA PRO<br />

MAKE ANY<br />

TERRAIN YOUR<br />

PLAYGROUND


EIN SHIRT,<br />

DAS ALLES AUFZEICHNET<br />

DAS SMART SHIRT VON QUS ZEICHNET<br />

UNTER ANDEREM HERZ- UND ATEMFRE-<br />

QUENZ, KALORIENVERBRAUCH, HVR,<br />

GEO- UND BEWEGUNGSDATEN AUF.<br />

Markenbotschafter Marko<br />

Stankovic (oben) zeigts vor:<br />

Die 20 g schwere On-Board-Unit<br />

bündelt die gesammelten Daten<br />

des Shirts und überträgt sie<br />

an eine App.<br />

Weitere<br />

Informationen und<br />

Pre-order unter:<br />

www.qus-sports.com<br />

Die Vermessung des Körpers und der<br />

eigenen Leistung ist längst nicht nur im<br />

Spitzensport gang und gäbe. Auch Hobbysportler<br />

wollen ihr Potenzial ausschöpfen<br />

und über Herzfrequenz, Kalorienverbrauch<br />

und Co. informiert sein.<br />

Einfacher als jetzt war das nie. Vor allem<br />

mit dem neuen QUS Smart Shirt. Das<br />

österreichische Unternehmen sanSirro hat<br />

ein Shirt mit integrierter Textil-Sensorik auf<br />

den Markt gebracht, das relevante Körperdaten<br />

wie Atemfrequenz, Herzratenvariabilität,<br />

Herzfrequenz, Kalorienverbrauch<br />

und Geo-Daten sammelt. Ein abnehmbarer<br />

Chip zeichnet alles auf und via Smartphone-App<br />

kannst du nach dem Training<br />

alles genau analysieren. Und das alles, ohne<br />

dass du dein Handy oder deine Smart-<br />

Watch dabeihaben musst.<br />

Ein weiterer Vorteil: Das lästige Suchen<br />

nach dem oft unbequemen Brustgurt<br />

entfällt, weil die komplexe Sensorik bereits<br />

in das Shirt eingearbeitet ist. Auch der Tragekonfort<br />

des smarten Shirts lässt nichts zu<br />

wünschen übrig. Unter der Brust sollte es<br />

eng anliegen, um optimale Datenaufzeichnung<br />

zu gewährleisten. Der kleine, leichte<br />

Chip, welcher ganz einfach per USB-Kabel<br />

aufgeladen werden kann, stört beim Sport<br />

überhaupt nicht.<br />

Die Daten kannst du nach dem Training<br />

bequem am Handy analysieren und<br />

dadurch dein Training effizienter und<br />

zielgerichteter gestalten.<br />

ANZWIGE/Fotos: Stefan Leitner, Hersteller<br />

82 <strong>SPORTaktiv</strong>


TECHNIK | MENSCHEN | MATERIAL<br />

BIKE<br />

VON ALASKA<br />

NACH PATAGONIEN<br />

Ende Juli ist der Wiener Michael<br />

Strasser im Norden Alaskas zu seinem<br />

bislang größten Abenteuer aufgebrochen.<br />

Er will im Rahmen von<br />

„Ice2Ice“ in neuer Rekordzeit bis<br />

Patagonien im Süden Südamerikas<br />

radeln. Ziel: 100 Tage für 25.000 km.<br />

www.strassermichael.at<br />

Fotos: Strasser/Facebook, KTM/Facebook, Kickdistance<strong>2018</strong><br />

LAUFEND AKTUELLE STORYS,<br />

TRENDS UND TIPPS RUND<br />

UMS THEMA RAD AUF:<br />

WWW.SPORTAKTIV.COM<br />

KTM BOOMT UND BAUT AUS<br />

KTM Fahrrad in Mattighofen ist Österreichs<br />

größter Fahrradhersteller. Derzeit wird wegen des<br />

E-Bike-Booms um 10 Millionen Euro eine neue,<br />

5000 Quadratmeter große Produktionsstätte errichtet.<br />

Für 2019 ist bei KTM die Fertigung<br />

von 111.000 E-Bikes geplant.<br />

www.ktm-bikes.at<br />

AM KICKBIKE<br />

NACH BERLIN<br />

Im Jahr 1893 versuchten 117 Fahrer von<br />

damals gerade in Mode kommenden<br />

Fahrrädern, erstmals die Strecke von Berlin<br />

nach Wien zu schaffen. Josef Fischer war in<br />

31 Stunden der Schnellste. Der Wiener Guido<br />

Pfeiffermann drehte den Spieß jetzt um und<br />

fuhr Wien–Berlin mit dem Kickbike (Bild).<br />

Für die 591 Kilometer (4042 hm) benötigte<br />

Pfeffermann 33 Stunden.<br />

www.tritt.at<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

83


DER<br />

WAHN-<br />

SINN<br />

BAD<br />

GOISERN<br />

WIE SICH DIE BERÜCHTIGTE<br />

A-STRECKE DER<br />

SALZKAMMERGUT-<br />

TROPHY ANFÜHLT? DAS<br />

HABEN WIR DREI BESON-<br />

DERE MENSCHEN NACH<br />

DEN 210 KM MIT BEINHAR-<br />

TEN 7119 HÖHENMETERN<br />

GEFRAGT. NEIN, DAS ZIEL<br />

ZU ERREICHEN, IST KEIN<br />

MUSS, UM DEN MYTHOS<br />

MIT VOLLER WUCHT<br />

ZU ERLEBEN.<br />

VON CHRISTOPH HEIGL<br />

Foto: Blindtext<br />

84 <strong>SPORTaktiv</strong>


Fotos: Sportograf<br />

KONNY LOOSER,<br />

DER SIEGER,<br />

9:29 STUNDEN<br />

Ja, hat er sich überhaupt voll anstrengen<br />

müssen? Wer den Rennbericht auf der<br />

Homepage von Konny Looser liest, kriegt<br />

fast den Eindruck, die gefürchtete A-Strecke<br />

der Salzkammergut-Trophy, auf der<br />

mehr als 200 Teilnehmer das Ziel gar nie<br />

sehen, mit Streckenrekord zu gewinnen, sei<br />

ein Kinderspiel. „Ganz so ist es natürlich<br />

nicht“, lacht der Schweizer. Neun Stunden<br />

Rennen zu fahren, sei auch für ihn „sehr,<br />

sehr lang“. Normalerweise dauern seine Bewerbe<br />

um die sechs Stunden. Ein bisschen<br />

Nervosität und „viel Respekt“ machten<br />

sich deshalb auch bei ihm beim Start um<br />

5 Uhr früh bemerkbar. Als Vorjahressieger<br />

wollte er natürlich seinen Titel verteidigen.<br />

„Ich habe mich gut gefühlt, das Wetter<br />

war diesmal viel besser und da ist es mit<br />

dem Aufstehen und der Motivation auch<br />

leichter.“ Mit dem Deutschen Andi Seewald<br />

und dem Steirer David Schöggl hatte Looser<br />

das ganze Rennen über starke Konkurrenz.<br />

„Speziell der Andi war eine harte Nuss. Das<br />

macht es auch für mich spannend und unterhaltsam“,<br />

grinst er. „Ich beobachte seine<br />

Trittfrequenz und seinen Gesichtsausdruck<br />

und sehe, wann er eine Krise kriegt.“ Kurz<br />

vor dem Ziel setzte er sich von Seewald ab<br />

und flog in 9:29:54 Stunden zum neuen<br />

Streckenrekord. „Solo ins Ziel zu kommen,<br />

ist natürlich herrlich und besser als im<br />

Sprint wie im Vorjahr. Ich war superzufrieden<br />

und es ist genial, wie viele Leute in Bad<br />

Goisern im Ziel sind.“ Der neue Streckenrekord<br />

ist ihm persönlich nicht so wichtig.<br />

„Wichtig ist der Einser vor meinem Namen.<br />

Wäre die Salzkammergut-Trophy die WM<br />

und das Feld noch stärker, wäre die Siegerzeit<br />

sicher bei 9:00 Stunden.“<br />

Im Vergleich zu den vielen Hobby- und<br />

Amateurfahrern bei der Trophy muss man<br />

den Sieger mit anderen Maßstäben messen.<br />

Der 29-Jährige lebt als Vollprofi in der<br />

Schweiz, wo es mit Ikonen wie Thomas<br />

Frischknecht, Christoph Sauser und Nino<br />

Schurter eine starke MTB-Tradition gibt. In<br />

den letzten vier Jahren verbrachte Looser die<br />

Monate von Oktober bis April in Südafrika.<br />

„Das ist meine zweite Heimat und so kann<br />

ich das ganze Jahr über Rennen fahren.“<br />

Sein jährlicher Trainingsaufwand ist enorm:<br />

20.000 Kilometer am Rad (vorwiegend<br />

MTB), 350.000 Höhenmeter, 900 Stunden<br />

Trainingszeit. Und dennoch: „Ich bin schon<br />

acht Jahre Profi und hatte immer gute Verträge.<br />

Aber die Zeiten sind nicht mehr so<br />

gut, als Profi kann man kaum noch leben.<br />

Selbst die Schweiz hat vielleicht noch zehn<br />

Mountainbike-Profis“, erzählt der zweifache<br />

U23-Marathon-Europameister. Die Praxis?<br />

Für den Sieg bei der Salzkammergut-Trophy<br />

bekam er keinen Cent Preisgeld, undenkbar<br />

in anderen Sportarten. „Eigentlich Wahnsinn,<br />

oder? Wenn ich da die Spritkosten<br />

einkalkuliere, dürfte ich da gar nicht hinfahren.“<br />

Warum also? „Es macht mir riesigen<br />

Spaß, Rennen zu fahren und für mein Team<br />

ist es ein super Prestige“, sagt der Fahrer des<br />

Schweizer BiXS-Pro-Teams.<br />

Und wer sich fragt, wie der erfolgreiche<br />

Profi trainiert: „Ich mache fast alles anders<br />

als die anderen“, lacht der sympathische<br />

Schweizer. „Ich trainiere ohne Coach, ohne<br />

Puls, ohne Watt, ohne Intervalle. Ich fahre<br />

sehr viel nach Gefühl und trainiere viel<br />

Umfang.“ Nur in den Trainingsphasen im<br />

Winter kontrolliert er ab und zu seine Daten.<br />

„Aus Interesse“ hatte er bei der Trophy<br />

den Pulsgurt mit: 190 max, 157 Schnitt.<br />

Ansonsten hält er sich – auch bei der Ernährung,<br />

wo er sehr viel ausprobiert – an das<br />

Motto: „Keep it simple.“<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

85


MICHAELA BARTH,<br />

DIE KÄMPFERIN,<br />

NICHT IM ZIEL<br />

Um der Härte des Rennens und den<br />

vielfältigen Ansprüchen gerecht<br />

zu werden, haben wir Michaela Barth<br />

aus unserem Dowe-<strong>SPORTaktiv</strong>-Team<br />

gebeten, ihre Eindrücke zu schildern.<br />

Obwohl sie es nicht ins Ziel geschafft<br />

hat. Aber damit schreibt sie an der<br />

Geschichte des Rennens mit hoher Ausfallsquote<br />

eben auch mit. Die 46-jährige<br />

Salzburgerin kam weit, sehr weit. „2017<br />

hatte ich das Zeitlimit schon früh nicht<br />

geschafft, das wollte ich heuer besser<br />

machen“, erzählt die Grafikerin aus<br />

Neumarkt am Wallersee. In der Früh<br />

passierte aber ein Missgeschick, Barth<br />

vergaß ihre Rennschuhe, in denen sie<br />

spezielle Einlagen trägt. So musste sie<br />

auf ein „ausgelatschtes“ Ersatzpaar<br />

setzen. „Da habe ich sehr gezweifelt, ob<br />

ich weit komme, ohne Probleme mit<br />

dem Fuß zu bekommen. Ich habe mit<br />

meinen Begleitern gescherzt, dass wir<br />

uns wohl sehr bald im Freibad wieder<br />

treffen werden“, lacht Barth.<br />

Auf dem Streckenplan hat sie sich die<br />

Uhrzeiten und Kontrollpunkte eingezeichnet.<br />

Ist man zu spät, wird man aus<br />

dem Rennen genommen. Barth fühlte<br />

sich gut, verlor aber wertvolle Zeit. „Ich<br />

bin eigentlich Rennradfahrerin und am<br />

Bike bei den Abfahrten extrem langsam.<br />

Mein Rad ist zehn Jahre alt, ohne<br />

Scheibenbremsen, die Federgabel funktioniert<br />

nicht mehr gut. Ich verliere pro<br />

1000 Höhenmetern bergab wohl zehn<br />

Minuten.“ Bei mehr als 7000 kommt<br />

also viel zusammen. Obwohl sie einen<br />

Bekannten hatte, der sie über die rutschigen,<br />

wurzeligen Downhill-Passagen<br />

lotste, musste sie die meisten gehend<br />

bewältigen. „Und das war schon eine<br />

Challenge! Faszinierend, wie schnell da<br />

manche runterrasen!“ Die Zeitstation<br />

bei Kilometer 148 passierte Barth nach<br />

12:01 Stunden, dann kam der Hammer.<br />

„Da stand eine Tafel mit der Uhrzeit<br />

17.15 Uhr und ich war zwölf Minuten<br />

zu spät. Der Mann sagte: ,Es ist vorbei!‘,<br />

aus.“ Der Versuch, ihn charmant zu<br />

überreden, scheiterte. „Schade, ich hätte<br />

es sicher noch bis ins Ziel geschafft.<br />

Aber ich bin trotzdem stolz, dass ich so<br />

weit gekommen bin. Ich muss einfach<br />

an meiner Bergab-Technik arbeiten.“<br />

An der Fitness scheitert es nicht. Barth<br />

fährt am Rennrad 10.000 Kilometer im<br />

Jahr, den „Ötztaler“ finishte sie unter<br />

zehn Stunden. Bei der Salzkammergut-Trophy<br />

hat sie die kürzeren Strecken<br />

schon gemeistert. Die Rechnung mit der<br />

A-Strecke bleibt aber noch offen.<br />

ARNOLD PAULY,<br />

UNSER KOLLEGE,<br />

13:25 STUNDEN<br />

Arnold Pauly ist unser Bike-Experte<br />

im Anzeigenteam von <strong>SPORTaktiv</strong>.<br />

„Arni“, wie er von allen genannt<br />

wird, wohnt nicht weit entfernt vom<br />

Geburtshaus eines anderen steirischen<br />

Arni. Mit der Hollywood-Eiche teilt er<br />

Ehrgeiz, Disziplin und eisernen Willen.<br />

Würde unser Arni nicht einem fordernden<br />

40-Stunden-Job nachgehen, man<br />

könnte ihn getrost als Vollprofi bezeichnen.<br />

Arni ist die 50-km-Variante bei der<br />

Salzkammergut-Trophy schon 6 x gefahren,<br />

die B-Strecke (119 km) schon<br />

5 x, heuer war als Reifeprüfung für den<br />

39-Jährigen erstmals die A-Strecke am<br />

Plan. In Kollegenkreisen gibt es neben<br />

obligaten Scherzen über seine Rad-Passion<br />

nichts als ehrliche Bewunderung<br />

Fotos: Sportograf<br />

86 <strong>SPORTaktiv</strong>


,,DU DENKST AN DIE<br />

FAMILIE, WAS DU ALLES<br />

INVESTIERT HAST.<br />

IM ZIEL IST DANN<br />

EXTREME FREUDE.“<br />

MIT DEM MOUNTAINBIKE-<br />

BERGSCHUTZ* SICHER<br />

WIEDER NACH HAUSE:<br />

für seine Hingabe an Training und<br />

Lebensweise. Jeden Tag (!) fährt er mit<br />

dem Rad zur Arbeit und wieder nach<br />

Hause, rund 40 km. Schnee, Regen,<br />

Matsch? Kein Problem, Arni radelt.<br />

„Bei minus 15 Grad und 30 Zentimeter<br />

Schnee war es dann schon a echte<br />

Gaude“, lacht der athletische Typ mit<br />

dem Körperbau eines Rennradprofis.<br />

Als Draufgabe nutzt er ausschließlich<br />

das Stiegenhaus, um in unser Büro im<br />

12. Stock zu kommen, den Lift nie.<br />

In der Kantine greift Arni oft zu Salat<br />

und einer Handvoll Körndln, wenn<br />

wir daneben Schweinsbauch, Schnitzel<br />

und Gorgonzola-Gnocchi futtern.<br />

Keine Laster, Herr Kollege? Doch, italienisches<br />

Eis kann der Bursche in Unmengen<br />

verschlingen, incredibile! Für<br />

einen, der sonntags immer um 3 Uhr<br />

aufsteht, um sich auf den Ergometer<br />

zu schwingen oder auf frühmorgendliche<br />

Bikefahrten zu gehen, ist das aber<br />

kein gewichtiges Problem. Kalorien<br />

verbrennt sein Körper wie ein Airbus<br />

Kerosin. Das Training mit Family, Frau<br />

und zwei Söhnen unter einen Helm zu<br />

bringen, ist aber schon eine Leistung<br />

für sich. Bis zur Trophy hatte Arni seit<br />

Jahresbeginn 7300 Radkilometer in<br />

den Beinen, bei einem Schnitt von 13<br />

Stunden Radtraining pro Woche (ja,<br />

das sind fast wie zwei zusätzliche Arbeitstage<br />

…).<br />

Für die Salzkammergut-Trophy war<br />

der Vollblut-Biker top vorbereitet, jede<br />

Faser des Körpers bereit, jeder Muskel<br />

in Hochform. Reisfrühstück um 3,<br />

Start um 5 – und dann das! Ein völlig<br />

unerwarteter Krampf nach 17 von<br />

210 Kilometern! Also dort, wo man<br />

gerade erst warm wird. „Da habe ich<br />

echt gezweifelt, ob das was wird. Der<br />

Oberschenkel hat höllisch geschmerzt.“<br />

Manche hätten da wohl das Bike ins<br />

Unterholz gepfeffert und aufgegeben.<br />

Nicht unser Arni. „Die Schmerzen<br />

gingen zwar nie ganz weg, und Krämpfe<br />

hatte ich immer wieder, aber was<br />

soll‘s?“ Nach hartem Kampf, Hitze,<br />

Gewitterregen und 13:25 Stunden<br />

überquerte er als 150. von 716 A-Fahrern<br />

das Ziel. „Der erste Gedanke war,<br />

nie wieder!“, grinst der Steirer. Aber<br />

jetzt sind die Eindrücke gesammelt,<br />

gefiltert und analysiert. „Völlig überrascht<br />

hat mich, wie schnell die um 5<br />

Uhr früh vom Start wegfetzen, als wäre<br />

das Ziel um die nächste Kurve.“ Das<br />

Tempo hat auch ihn dazu verleitet,<br />

etwas zu schnell zu starten. „Hätte ich<br />

mich am Beginn zurückgehalten wie<br />

ein paar der alten Hasen hätte ich am<br />

Schluss wohl eine Stunde schneller<br />

sein können. Aber du weißt halt nie,<br />

ob du eh schnell genug fährst und ob<br />

du selbst überhaupt die Time-Limits<br />

schaffst.“ Zeit zum Sinnieren blieb<br />

trotzdem genug. „Du denkst unterwegs<br />

an die Familie, was du alles investiert<br />

hast, da hatte ich im Ziel dann schon<br />

eine extreme Freude.“ Für 2019 gibt<br />

es noch kein Ziel: „Wenn die Familie<br />

wieder mitspielt, könnte ich wieder die<br />

,A‘ versuchen. Eventuell mit etwas weniger,<br />

dafür höherwertigem Training?<br />

Vielleicht mit einem Coach? Wäre interessant,<br />

was man noch aus dem Körper<br />

holen kann. Oder aber ich fahre<br />

eine kurze Strecke und dafür komplett<br />

Vollgas vom Start weg.“ Eines ist also<br />

klar, den Lift in unserem Büroturm<br />

wird Arni auch in den kommenden<br />

Monaten nicht benutzen.<br />

Für jeden<br />

die passende<br />

Versicherung!<br />

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ST. CORONA<br />

KOMMT IN<br />

DEN FLOW<br />

Was kann ein „Flachland“ wie<br />

das südliche Niederösterreich<br />

schon bieten? Mehr als viele<br />

denken! Zum Beispiel ein flowiges<br />

Fahrgefühl, naturbelassene<br />

Singletrails oder perfekte<br />

Touren. Die Wexl Trails in<br />

St. Corona bieten nämlich<br />

für alle Biker den passenden<br />

Untergrund.<br />

Nur jeweils eine Autostunde<br />

von Wien und Graz entfernt,<br />

erwartet Mountainbiker<br />

und insbesondere Familien<br />

diese junge, von vielen noch<br />

unentdeckte Spielwiese.<br />

Die Wexl Trails sind auf alle<br />

Bikertypen zugeschnitten und<br />

locken Familien mit Kindern,<br />

Anfänger und E-Mountainbiker<br />

genauso wie alle, die nicht<br />

genug Airtime kriegen können.<br />

Keine Frage: St. Corona<br />

am Wechsel, das Familienparadies<br />

in der Natur, ist durch<br />

die Wexl Trails um eine riesige<br />

Attraktion reicher ...<br />

www.wexltrails.at<br />

Foto: Wexl Trails by Stefan Voitl<br />

88 <strong>SPORTaktiv</strong>


<strong>SPORTaktiv</strong><br />

89


DIE<br />

SCHALT-<br />

ZENTRALE<br />

IN 99 VON 100<br />

FÄLLEN IST DIE<br />

SEILSPANNUNG ZU<br />

NIEDRIG ODER DAS<br />

SCHALTWERK<br />

VERBOGEN. BEIDES<br />

IST IN 2 SEKUNDEN<br />

BEHOBEN.<br />

NICHTS NERVT AM RAD<br />

MEHR ALS EINE SCHALTUNG,<br />

DIE NICHT RICHTIG SCHALTET.<br />

KEINE ANGST VORM TÜFTELN!<br />

TECHNIKSERIE, PART IV:<br />

SCHALTUNG EINSTELLEN.<br />

VON CHRISTOPH HEIGL<br />

Das ist alles sehr kompliziert, hätte<br />

Fred Sinowatz wohl gesagt. Wer<br />

sich aber ein wenig mit der Schaltung<br />

beschäftigt, wird feststellen, wie genial<br />

einfach die Technik ist. Und das Beste:<br />

Das Urprinzip hat sich seit Jahrzehnten<br />

nicht verändert und gilt für alle Räder<br />

mit Kettenschaltung – vom Kinderbike,<br />

Citybike und Mountainbike bis zum<br />

Rennrad und E-Bike. Die paar wenigen<br />

Ausnahmen (Nabenschaltung, Getriebeschaltung)<br />

lassen wir getrost unter den<br />

Tisch fallen. Selbst die elektronische Di2<br />

funktioniert im Grundprinzip ähnlich.<br />

Einfach ausprobieren: Die beiden<br />

Schrauben (H, L) begrenzen den<br />

Schwenkbereich. Direkt am Lenker<br />

kann man das Gangseil nachspannen.<br />

PRINZIP 1<br />

Das Schaltwerk schwenkt durch Seilspannung<br />

und Feder von links nach<br />

rechts. Das gilt für das hintere Schaltwerk<br />

genauso wie für den Umwerfer<br />

oberhalb der Kurbel. Der Schwenkbereich<br />

wird von zwei Schrauben (siehe<br />

Bild rechts oben) mechanisch begrenzt,<br />

damit die Kette nicht links und rechts<br />

von Zahnkranz bzw. Kurbel springt. Die<br />

Schrauben sind meist mit „H“ (für High<br />

Gear, schwerster Gang) und „L“ (für<br />

Low Gear, leichtester Gang) bezeichnet.<br />

Per Schraubenzieher bzw. Inbus justiert<br />

man sie so, dass der höchste und niedrigste<br />

Gang gerade noch zu schalten<br />

sind. Da ist Geduld gefragt: Halbe Drehungen<br />

können den Unterschied ausmachen<br />

zwischen „geht so“ und „perfekt“.<br />

PRINZIP 2<br />

Die Seilspannung kontrolliert die Arbeit<br />

des Schaltwerks zwischen diesen beiden<br />

äußeren Begrenzungspunkten. These: In<br />

99 von 100 Fällen ist bei schlecht funktionierenden<br />

Schaltungen die Seilspannung<br />

zu niedrig oder das Schaltwerk verbogen.<br />

Beides ist in zwei Sekunden behoben.<br />

Beim Schaltwerk hinten ist wichtig, dass<br />

die beiden Führungsrollen in einer Linie<br />

exakt unter den einzelnen Ritzeln stehen.<br />

Ist das Schaltwerk verbogen, kann man<br />

es vorsichtig (!!!) nachbiegen, besser aber<br />

besucht man eine Fachwerkstatt.<br />

Beim Einstellen der Seilspannung<br />

beginnt man beim kleinsten Ritzel<br />

(„schwerster Gang“), das Seil soll nur eine<br />

leichte Vorspannung aufweisen, wenn es<br />

per Inbusschraube geklemmt wird.<br />

Mit jedem Klick des Schalthebels soll die<br />

Kette nun ein Ritzel nach oben klettern.<br />

Jetzt Fingerspitzengefühl beim wichtigsten<br />

Punkt: Klettert die Kette nicht nach<br />

oben, Seilspannung per Rändelschraube<br />

am Schalthebel bzw. Schaltwerk schrittweise<br />

erhöhen. Das Rausdrehen („nach<br />

links“) erhöht die Spannung. Klettert die<br />

Kette zu rasch oder zu weit, Seilspannung<br />

nachlassen, „nach rechts“ drehen. Perfekt<br />

ist der Gang, wenn nichts rattert und rasselt.<br />

Praxis-Tipp: Über die Jahre verliert<br />

das Gangseil an Spannung, rostet oder<br />

verschmutzt. Hin und wieder sollte man<br />

also nachjustieren oder es samt Bowdenzügen<br />

tauschen. Beim Umwerfer vorne<br />

funktioniert das Prinzip ähnlich. Gar<br />

nicht kompliziert, oder?<br />

Fotos: Thomas Polzer<br />

90 <strong>SPORTaktiv</strong>


Erlebnis draußen<br />

Entspannung drinnen<br />

Vom Bergpanorama in den Infinity Pool. Vom Mountainbike-Trail auf die Massageliege. Vom Erlebnis zur<br />

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Blue Spirit Rate; regulärer Preis ab € 150,–; Mindestaufenthalt: 3 Nächte; Gesamtpreis ab € 428,–; Preis variiert je Saisonzeit und Hotel. Limitiertes Angebot.<br />

HIGHLIGHTS:<br />

• Je nach gebuchtem Paket freuen Sie sich entweder über einen € 20,– SPA-Gutschein (Paket Wellness<br />

Schnuppern) pro Person ab 2 Nächten oder über einen hochwertigen Wanderrucksack mit Lunchpaket<br />

(Paket Aktivpause) kostenlos ab 3 Nächten<br />

• Umfangreiches Sport- und Aktivitätenprogramm<br />

• Professionell geschultes Personal<br />

• Modernes Sportequipment (E-Bikes, Nordic Walking Stöcke usw.)<br />

• Gratis Wander- und Laufstreckenkarten<br />

• Entspannung im Acquapura SPA<br />

wellnessaktiv.falkensteiner.com<br />

INFO & BUCHUNG: Falkensteiner Hotels & Residences · Tel. +43/(0)50/99 11 10 00<br />

reservations@falkensteiner.com · www.falkensteiner.com<br />

FMTG Services GmbH, Columbusplatz 7-8, A-1100 Wien, FN 304169 h, FB-Gericht: Wien, Firmensitz: Wien


BAD KLEINKIRCHHEIM & <strong>SPORTaktiv</strong> LADEN EIN<br />

DAS SPORTAKTIV-<br />

BIKE-FLOW-CAMP<br />

20. bis 23. September <strong>2018</strong><br />

in Feld am See, Kärnten<br />

3 Nächte mit Verwöhnpension im Doppelzimmer;<br />

nach Wahl im Vier-Sterne- Superior-<strong>SPORTaktiv</strong>-<br />

Hotel „Brennseehof“ in Feld am See; oder als<br />

noch günstigere Variante in der nebenan gelegenen<br />

Sportpension „Seehof“<br />

Frühstück, Mittag- und Abendessen auch für<br />

die Sportpensions-Gäste im „Brennseehof“<br />

Begleitung und Betreuung durch Profi-Guides<br />

der Sportschule Krainer<br />

als Geschenk: ein BUFF-<strong>SPORTaktiv</strong>- Headband<br />

und eine Dose Panaceo<br />

optional <strong>SPORTaktiv</strong>-Bergschutz powered by Nürnberger-Versicherung<br />

für die Dauer des Camps<br />

CAMPLEITUNG<br />

Sportschule Krainer<br />

(www.sportschule.at)<br />

PROGRAMM<br />

3 geführte Mountainbike-Tages touren<br />

mit hohem Singletrail anteil in den<br />

Nockbergen (in drei Leistungsgruppen)<br />

Fahrtechniktipps von den Profi-Guides<br />

Testmöglichkeit von Hardtails und Fullys<br />

ZIELGRUPPE<br />

aktive Mountainbiker<br />

(Hobbyfahrer & ambitionierte Biker)<br />

TEILNEHMER<br />

maximal 25<br />

ANMELDUNG<br />

Direkt (und rasch) beim<br />

Hotel „Brennseehof“ buchen –<br />

die ersten 25 kommen zum Zug!<br />

Hotel „Brennseehof“<br />

Seestraße 19, 9544 Feld am See<br />

Tel.: +43 (0) 42 46/24 95<br />

E-Mail: hotel@brennseehof.com<br />

Web: www.brennseehof.com<br />

DEINE GESCHENKE<br />

Ein BUFF-SPORT aktiv-Headband, eine<br />

Dose Natur- Medizinprodukt von Panaceo<br />

und das Ultrasun SPF 30 Sports Gel.<br />

92 <strong>SPORTaktiv</strong>


ike-flow camp<br />

www.sportaktiv.com<br />

Fotos: Region Bad Kleinkirchheim (c) Mathias Prägant<br />

DAS ANGEBOT:|<br />

4 TAGE/3 NÄCHTE|<br />

MIT 3 GEFÜHRTEN|<br />

MOUNTAINBIKE-TOUREN|<br />

AB € 364,–|<br />

DIE UNTERKUNFT<br />

Hotel „Brennseehof“ und Sportpension „Seehof“<br />

in Feld am See. Von dort starten wir in die Region<br />

Bad Kleinkirchheim.<br />

Spezialpreise fürs exklusive Camp:<br />

€ 394,– (**** S Hotel Brennseehof) oder<br />

€ 364,– (Sportpension Seehof)<br />

Aufpreis für Einzelzimmer: jew. € 45,–.<br />

Es gelten die allg. Geschäftsbedingungen der<br />

Hotellerie (AGBH 2006).<br />

Die Region Bad Kleinkirchheim in den Kärntner<br />

Nockbergen bietet beste Voraussetzungen,<br />

den Flow mit dem Mountainbike zu spüren.<br />

Hier entdecken Biker ihren ganz persönlichen Sonnenschein-Moment.<br />

Seit mehr als 20 Jahren steht das Bikekonzept<br />

„nock/bike“ für Qualität und genussvolles Biken<br />

zwischen Thermen, Bergen und See. Zwischen dem<br />

Familien-Sportdorf Feld am See und dem Thermenort<br />

Bad Kleinkirchheim schlängeln sich rund 750<br />

Kilometer an Strecken behutsam durch die sanfte<br />

Alpinwelt. Die Touren führen bis auf 2100 Meter hinauf<br />

und über actiongeladene Natur-Singletrails bis<br />

an das Ufer des dunkelgrünen Brennsees. Ab 2019<br />

wird das Angebot um eine Attraktion reicher: Europas<br />

längster Flow-Trail entsteht hier gerade.<br />

Da wundert es nicht, dass sich das Bike-Flow-<br />

Camp zu einem der beliebtesten <strong>SPORTaktiv</strong>-<br />

Camps entwickelt hat. Geht es doch mit den Profi-<br />

Guides der Sportschule Krainer auf flowige Touren<br />

und Trailabfahrten. Vom 20. bis 23. September<br />

erwartet unsere Gäste darüber hinaus das:<br />

schöne Panoramablicke auf die Kärntner Bergund<br />

Seenwelt<br />

Einteilung in drei Leistungsgruppen, sodass die<br />

Touren keinen über- oder unterfordern<br />

Residiert und relaxt wird wieder im Hotel<br />

„Brennseehof“ in Feld am See, das direkt am See<br />

liegt. Es gibt auch wieder die Möglichkeit, in der<br />

neben dem Brennseehof gelegenen Sportpension<br />

„Seehof“ einzuchecken, und damit noch ein paar<br />

Euros zu sparen.<br />

Aktuelle Bikes können geliehen und getestet<br />

werden – Preise: Hardtails € 15,– halbtägig,<br />

€ 25,– ganztägig; Fullys: € 25,– halbtägig,<br />

€ 35,– ganztägig.<br />

Das alles und noch mehr<br />

ist zu günstigen Paketpreisen buchbar (siehe Punkt<br />

„Anmeldung“ links). Allerdings sind nur 25 Plätze<br />

im Camp frei. Heißt also: schnell sein!<br />

Mehr Infos zur Region:<br />

www.badkleinkirchheim.com<br />

www.nockbike.at<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

93


VIEL TEMPERAMENT<br />

Mit dem Lynx 5 Carbon bringt<br />

der baskische Hersteller BH<br />

BIKES ein Trailbike an den Start,<br />

das keinen Vergleich zu scheuen<br />

braucht. Die Varianten mit 130<br />

mm Federweg werden von einer<br />

LT-Version mit<br />

150er-Gabel ergänzt.<br />

www.bhbikes.com<br />

FAST WIE EIN<br />

MONSTERTRUCK<br />

Leistungsstarkes Fahrwerk, 140 mm Federweg<br />

und 29er-Reifen – fertig ist das Root Miller von<br />

ROSE, das Trailbike der Extraklasse, das wie<br />

ein Monstertruck über Hindernisse rollt. Das<br />

leichte Bike glänzt zudem mit Komponenten auf<br />

Topniveau. www.rosebikes.de<br />

BIKE<br />

NEWS<br />

KEIN WERKZEUG FÜR<br />

DEN AKKU NÖTIG<br />

TREK hat ein brandneues<br />

POWERFLY-Modell entwickelt,<br />

das mit der einzigartigen<br />

„Removable Integrated Battery“<br />

(RIB) die benutzerfreundlichste<br />

Lösung bietet. Der Clou: ein<br />

werkzeugfreier seitlicher Zugriff.<br />

Erhältlich als Fully und Hardtail.<br />

www.trekbikes.com<br />

FÜR ABENTEURER|<br />

Das unkonventionelle<br />

Alpenchallenge AMP von<br />

BMC ist das richtige Rad für<br />

abenteuerlustige Biker. Als<br />

völlig neue Kombination aus<br />

Trekkingbike und Mountainbike<br />

setzt es auf Shimano-E-Antrieb<br />

und 40mm-Alleskönner-Reifen.<br />

www.bmc-switzerland.com<br />

KOMFORTWUNDER<br />

Das STRIKE eRIDE von SCOTT ist der Inbegriff<br />

von Komfort. Clevere Komponenten und eine<br />

effiziente Bosch-Antriebseinheit machen das<br />

E-Fully zu einer guten Wahl sowohl für Einsteiger<br />

als auch für erfahrene Tourenbiker. Da ist<br />

Kompetenz drinnen: Für 2019 hat Scott 73 E-Bikes<br />

in der Palette. www.scott-sports.com<br />

Fotos: Hersteller<br />

94 <strong>SPORTaktiv</strong>


Lesen Sie die Geschichten hinter<br />

den Schlagzeilen.<br />

Menschen. Geschichten. Perspektiven.<br />

DiePresse.com/Sonntagsabo<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

95


ULTIMATIVER<br />

ALLESKÖNNER<br />

SPORTLICH, KOMFORTABEL, VIELSEITIG – SO<br />

ZEIGT SICH DAS HAIBIKE SDURO FULLSEVEN<br />

LT 6.0 DES MODELLJAHRS 2019. DAS E-FULLY<br />

MIT PLUSBEREIFUNG VEREINT IN HOHEM MASS<br />

SICHERHEIT UND KOMFORT. ERSTMALS GIBT ES<br />

YAMAHAS 500-WH-AKKU ALS INTUBE-LÖSUNG.<br />

ANZEIGE / Foto: Haibike<br />

96 <strong>SPORTaktiv</strong>


ECKDATEN HAIBIKE<br />

SDURO FULLSEVEN LT 6.0<br />

RAHMEN: Aluminium 6061 hydroformed<br />

MOTOR: Yamaha PW-SE<br />

BATTERIE: Yamaha Lithium-Ionen 500 Wh<br />

DISPLAY: Yamaha Side Switch,<br />

1,7" Bildschirmdiagonale, 7 Funktionen<br />

DÄMPFER: RockShox Deluxe RT,<br />

150 mm Federweg<br />

FEDERGABEL: RockShox Revelation RC,<br />

150 mm Federweg<br />

SCHALTUNG: Shimano SLX 20-Gang<br />

BREMSEN: Shimano MT 520 (4-Kolben)<br />

PREIS: € 3799,–<br />

www.haibike.com<br />

CHRISTIAN<br />

MALIK<br />

ist Head of Research<br />

& Development and<br />

Product Management<br />

bei Haibike<br />

NOCH<br />

DREI FRAGEN<br />

AN DEN EXPERTEN<br />

Was ist die Hauptcharakteristik des Sduro<br />

FullSeven LT 6.0?<br />

Mit seinem 150-mm-Fahrwerk von RockShox<br />

deckt es einen extrem breiten Einsatzbereich<br />

ab. Man kann sportliche Touren bewältigen<br />

und hat genügend Reserven für schnelle Abfahrten<br />

ins Tal. Das Bike zeichnet auch die<br />

funktionale Ausstattung aus: Hervorzuheben<br />

sind die 20-Gang-Schaltung von Shimano für<br />

ein großes Übersetzungsverhältnis und die<br />

hydraulischen 4-Kolbenbremsen, ebenfalls von<br />

Shimano, mit höchster Performance.<br />

Was bringt euer Intube Battery Concept?<br />

Viele Kunden schätzen bei den Intube-<br />

Lösungen die cleane Optik, nahe am Aussehen<br />

eines normalen MTBs. Aber auch die Funktion<br />

muss stimmen. Die Batterie kann spielend<br />

einfach entnommen und in der Wohnung<br />

problemlos geladen werden – wobei natürlich<br />

auch das Laden am Bike möglich ist.<br />

Generell: Was kann man von der 2019er-<br />

Kollektion von Haibike erwarten?<br />

Als Marktführer für sportliche E-Bikes möchten<br />

wir alle Zielgruppen bedienen, mit einem<br />

sehr breiten Angebot im Volumenbereich. Mit<br />

dem brandneuen High-End-System „Flyon“<br />

sind wir aber auch im Premiumsegment top.<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

97


FRÖHLICH<br />

QUIETSCHEND<br />

AN DER<br />

MUR<br />

HAB ICH SCHON EINMAL ERWÄHNT, DASS ICH AN<br />

EINEM VON WOLF HAAS GUT BESCHRIEBENEN SYN-<br />

DROM LEIDE? MEIN UNTERBEWUSSTSEIN SPIELT<br />

LIEDER IN MEINEM GEHIRN AB, DIE ZUR AKTUELLEN<br />

SITUATION PASSEN. SO AUCH, ALS ICH MICH AUF<br />

MEIN ANGEORDNETES SOMMERPROJEKT<br />

VORBEREITETE: TOURENRADELN.<br />

VON CHRISTOF DOMENIG<br />

I<br />

foahr so gern durch Österreich<br />

durch unser schönes Lond /weil do<br />

san olle Dörfa gleich und nix is unbekonnt<br />

/ vom Neusiedler- zum Bodensee,<br />

egal wia’s Kaff a hoaßt / du woaßt genau<br />

wos kemma werd, bevor du einefoahrst“,<br />

spielte also die Lungauer Kultband Querschläger<br />

in meinem Kopf. Die Verbindung<br />

war nicht schwer herzuleiten: Der Start<br />

meiner Radtour sollte im Lungau, das Ziel<br />

das Büro in Graz sein – soweit die vom<br />

Chefredakteur bei der Befehlsausgabe festgelegten<br />

Eckdaten. Sozusagen eine Radfahrt<br />

von meiner zweiten Heimat – schließlich<br />

bin ich mit einer Lungauerin verheiratet –<br />

in meine erste: Graz, nicht das Büro.<br />

Dazwischen verläuft praktischerweise der<br />

Murradweg. Dass mir in einer Gegend, wo<br />

Fotos: Thomas Polzer, Christof Domenig<br />

98 <strong>SPORTaktiv</strong>


ich schon Hunderte Male mit dem Auto<br />

durchgebrettert bin, „nix unbekonnt“<br />

sein sollte, lag zwar irgendwie auf der<br />

Hand – aber vielleicht täuschte sich<br />

mein Unterbewusstsein da auch: Radfahren<br />

soll schließlich die Perspektive<br />

verändern. Und der Murradweg wird<br />

als „vielfältigster Flussradweg im Alpenraum“<br />

beworben.<br />

Ich überlegte dann noch: Radwegradeln<br />

ist natürlich nichts, womit man<br />

am Sportler-Stammtisch ein Leiberl<br />

reißt – im Gegensatz zu, Hausnummer:<br />

durch die Wüste nach Las Vegas laufen,<br />

300 Kilometer an einem Tag vom<br />

Großglockner nach Grado radeln oder<br />

sich als Nicht-Mountainbiker zum Dolomitenmann<br />

anmelden. Was halt die<br />

Mit dem Rad reist<br />

man flott genug, um<br />

gut voranzukommen,<br />

und langsam genug,<br />

um die Landschaft<br />

rundherum aufzusaugen.<br />

Sagen viele<br />

Tourenradler. Stimmt<br />

auch genau.<br />

werte Kollegenschaft so täglich macht.<br />

Aber ich gehöre, im Gegensatz zu manchen<br />

Kollegen, zum Glück nicht zur<br />

„Schmerz vergeht, Stolz bleibt“-Fraktion,<br />

bei der „Radweg“ als Schimpfwort<br />

gebraucht wird. Außerdem wird ab<br />

einem gewissen Körpergewicht bekanntlich<br />

Radfahren, Nordic Walken oder<br />

Aqua-Gymnastik der Gelenke wegen<br />

empfohlen – insofern hab ich es ja noch<br />

gut erwischt.<br />

„Du musst einmal raus. Außerdem<br />

bist du nie im Bild zu sehen!“, hatte der<br />

Chef ferner moniert und das so beständig,<br />

bis meine Einwände immer schwächer<br />

wurden. „Aber ich hab kein Radl“,<br />

war mir ganz zum Schluss noch eingefallen.<br />

Kein Problem: Kollege Heigl hat<br />

einen ganzen Keller voll, schnell war das<br />

passende, getunte Tourenexemplar im<br />

Understatement-Look ausgefasst. Rollt<br />

super – sofern ich das beurteilen kann.<br />

Die gefederte Sattelstütze quietscht ein<br />

wenig, was mir nichts ausmacht. Wie bei<br />

den Menschen: Kleine Schönheitsfehler<br />

machen nur sympathischer, finde ich.<br />

Drei Tage für 230 Kilometer<br />

Also Murradweg! Zwischen dem Start<br />

beim Mur-Ursprung im Lungau und<br />

Graz, wo er noch bei Weitem nicht endet,<br />

liegen rund 260 Kilometer. Von St.<br />

Michael im Lungau, wo auch der jährliche<br />

„Tour de Mur“-Event im Juni startet,<br />

sind es rund 230. Sowie tendenziell,<br />

wie bei Flüssen in Fließrichtung halt<br />

üblich, mehr Abwärts- als Aufwärts-Höhenmeter.<br />

Also eigentlich ein Klacks,<br />

meinten zumindest die Kollegen, und<br />

in zwei Tagen locker herunterzureißen.<br />

Auch die Tour-de-Mur-Radler schafften<br />

das und da sind ja nicht nur Extremsportler<br />

mit dabei.<br />

Vom Tourismus werden dagegen fünf<br />

Etappen vom Mur-Ursprung nach Graz<br />

vorgeschlagen. Ich entschied mich für<br />

eine 3-Tage-Tour. Start in St. Michael,<br />

Etappenorte in Unzmarkt und Bruck<br />

an der Mur, das ergibt zweimal etwas<br />

unter 90 Kilometer, plus einmal rund 56<br />

Kilometer.<br />

Bevor ich losfuhr, gaben mir die Kollegen<br />

noch eine simple Rechnung mit<br />

auf den Weg „Mit einem 20er-Schnitt<br />

gehen in fünf Stunden 100 Kilometer.<br />

Das wirst ja wohl derpacken?“<br />

Sorry: Den 20er-Schnitt hab ich<br />

nicht derpackt. Obwohl ich wie ein<br />

Triathlet vorbereitet („A Waunsinn!<br />

I bin überhaupt net zum Trainieren<br />

kumman!“) an die Sache heranging. Ich<br />

habe mich stattdessen an die touristische<br />

Wegbeschreibung gehalten, wo sich<br />

die empfohlene Fahrzeit von rund 14<br />

km/h Durchschnittsgeschwindigkeit<br />

ableitet. Alles andere ginge auch am<br />

Sinn des Tourenradelns vorbei – was<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

99


jetzt bestimmt nicht die Meinung der<br />

<strong>SPORTaktiv</strong>-Gesamtredaktion, sondern<br />

nur meine ganz persönliche Meinung<br />

widerspiegelt.<br />

Als Tourenradler will man schließlich<br />

unterwegs auch einmal stehenbleiben<br />

und schauen. Noch ein Grund, warum<br />

ich den 14er ausreichend finde, sind<br />

die Bergauf-Passagen. Ja, die gibt’s, gar<br />

nicht so wenige. Die Vorstellung, dass<br />

man ständig flach am Fluss entlangrollt,<br />

stimmt abschnittsweise nämlich gar<br />

nicht. Was im Sinne der Abwechslung<br />

nur zu begrüßen ist, aber auch die eine<br />

oder andere zusätzliche Pause provoziert.<br />

Ein geschätzter Kollege schreibt ja<br />

gern von angesäuerter Muskulatur ab<br />

Kilometer 40. Davon kann ich jetzt<br />

auch berichten – und dass der Kollege<br />

das in der Regel im Kontext Trailrunning<br />

schreibt, tut hier nichts zur Sache.<br />

Eingeteilt hab ich mir die Tage in je<br />

vier Abschnitte mit rund um oder etwas<br />

über 20 Kilometern Länge. Die zweite<br />

Der Geheimcode<br />

„R2“ war für drei<br />

Tage mein Begleiter<br />

und Wegweiser.<br />

Kein einziger Verfahrer<br />

spricht für eine<br />

Top-Beschilderung.<br />

EIN KOLLEGE SCHREIBT<br />

GERN VON ANGESÄUER-<br />

TER MUSKULATUR AB<br />

KILOMETER 40. DIE KENNE<br />

ICH JETZT AUCH. DASS<br />

DER KOLLEGE DABEI VOM<br />

TRAILRUNNING SCHREIBT,<br />

TUT NICHTS ZUR SACHE.<br />

Tageshälfte zieht sich dann schon ein<br />

bisserl.<br />

Der Soundtrack der Sattelstütze<br />

Dafür kann ich eines, was man mehrtägigen<br />

Touren nachsagt, voll bestätigen:<br />

Je länger man unterwegs ist, desto mehr<br />

beginnt so eine Auszeit vom Alltag zu<br />

wirken. Das ist ja auch beim Weitwandern<br />

so. Ein schwer definierbares<br />

Hochgefühl stellt sich ein. Der Ballast<br />

des Alltags bleibt auf der Strecke. Die<br />

salzburgerische und steirische Landschaft<br />

tut das Ihre dazu; der Fluss als<br />

roter Faden; man rollt vorbei an Wiesen<br />

und Wäldern, durch Ortschaften und<br />

dann wieder kilometerweit unbesiedelte<br />

Gebiete. Von wegen „olle Dörfa gleich“.<br />

Der Sound track, der mich durch die<br />

zweieinhalb Tage begleitete, kam nicht<br />

aus meinem Kopf, sondern von der<br />

Sattelstütze in Form eines fröhlichen,<br />

rhythmischen: „Quiek, Quiek, Quiek.“<br />

Und ein gewisser Stolz kommt schon<br />

auch auf, wenn man nach über 80 Kilometern<br />

sein Tagwerk für vollendet<br />

erklärt. Klar taten mir am Morgen von<br />

Fahrtag zwei und drei beim Aufstehen<br />

die Beine weh, und beim Aufsitzen der<br />

Allerwerteste. Das ist aber bloß eine Frage<br />

des (mangelnden) Trainingszustands.<br />

Und der Körper gewöhnt sich rasch an<br />

eine neue Belastung.<br />

Ich kann nach meiner Tour nun<br />

auch bestätigen, dass im Sommer auf<br />

den Radwegen viel los ist. Interessant<br />

übrigens: Die meisten Radwegradler<br />

sitzen auf Mountainbikes – besonders in<br />

den alpineren Regionen. Je weiter nach<br />

Osten und Süden ich kam, desto mehr<br />

Tourenbikes fielen mir auf. Noch etwas:<br />

Der E-Anteil ist beachtlich.<br />

So viele sind an schönen Sommerwochenenden<br />

übrigens unterwegs, dass<br />

ein Notfallsplan von mir zum Scheitern<br />

verurteilt gewesen wäre: „Wenn’s nicht<br />

mehr geht, steigst einfach in den Zug“.<br />

Falsch gedacht: In den ÖBB-Railjets<br />

herrscht Reservierungspflicht bei Fahrradmitnahme<br />

und die Plätze sind, wie<br />

ein versuchsweiser Anruf ergab, mitunter<br />

am Vortag schon ausgebucht.<br />

Ich hab den Zug eh nicht gebraucht.<br />

Nach zweieinhalb Tagen bin ich in Graz<br />

angekommen – früh genug, um frisch<br />

geduscht den Anpfiff des WM-Finales<br />

zu erleben. Ja, Tourenradeln hat was –<br />

zumindest für alle wie mich, die keine<br />

Höchstleistungen brauchen. Ich kann<br />

mir jedenfalls gut vorstellen, bald wieder<br />

einmal – aber dann nur für mich –<br />

durch Österreich zu foahrn.<br />

Foto: Thomas Polzer<br />

100 <strong>SPORTaktiv</strong>


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5TIPPS FÜR<br />

SCHÜRFWUNDEN<br />

AUSRUTSCHER PASSIEREN SCHON<br />

MAL BEIM BIKEN. SCHÜRFWUN-<br />

DEN GEHÖREN ZU DEN HÄUFIGS-<br />

TEN SPORTVERLETZUNGEN –<br />

SO GEHST DU DAMIT UM.<br />

EINS.<br />

Immer ein kleines Erste-<br />

Hilfe-Packerl mithaben.<br />

Das passt auch in die<br />

Satteltasche – in einen<br />

Bikerucksack sowieso.<br />

ZWEI. DREI. VIER. FÜNF.<br />

Schürfwunden sind blutende,<br />

oberflächliche Wunden. Sie sollen<br />

so schnell wie möglich mit<br />

klarem Wasser ausgeschwemmt<br />

werden. Kleine Fremdkörper<br />

wie Erde oder Split werden<br />

dadurch ausgeschwemmt.<br />

Desinfektionssprays helfen.<br />

Danach die Wunde<br />

mit einem keimfreien<br />

Verband abdecken.<br />

Bei kleinen Bereichen<br />

reicht ein Pflaster,<br />

bei größeren werden<br />

sterile Kompressen<br />

angelegt.<br />

Kleinere Wunden<br />

brauchen keine weitere<br />

Behandlung. Es gilt in<br />

weiterer Folge lediglich<br />

darauf zu achten,<br />

dass keine Entzündung<br />

entsteht.<br />

Großflächige Wunden<br />

müssen dagegen<br />

so rasch wie möglich<br />

medizinisch versorgt<br />

werden. Im Zweifelsfall<br />

und wenn kein<br />

Tetanus-Impfschutz<br />

besteht, den Arzt aufsuchen.<br />

BESSERES<br />

HAUTGEFÜHL<br />

INFEKTIONS-<br />

SCHUTZ<br />

DESINFIZIERT<br />

UND HEILT<br />

Der Hipp SOS<br />

Wundschutz mit<br />

Panthenol & Zink<br />

sorgt schon beim<br />

ersten Auftragen<br />

für ein besseres<br />

Hautgefühl. Die 20-<br />

ml-Tube hat in jedem<br />

Sportgepäck Platz.<br />

www.hipp.at<br />

Der Hansaplast<br />

Wundspray reinigt<br />

und desinfiziert<br />

Wunden. Das ist der<br />

erste Schritt für eine<br />

optimale Heilung und<br />

dafür, eine Wunde<br />

vor Infektionen zu<br />

schützen.<br />

www.hansaplast.at<br />

Bei oberflächlichen Wunden mit<br />

Infektionsgefahr schützt Bepanthen<br />

Plus Creme wirksam vor Infektionen<br />

und unterstützt die Wundheilung.<br />

Auch als handlicher Spray erhältlich.<br />

www.bepanthen.at<br />

ANZEIGE / Foto: istock, Hersteller<br />

102 <strong>SPORTaktiv</strong>


Am Ende zählt<br />

das Ergebnis.<br />

Zwischendurch<br />

aber auch.<br />

kleinezeitung.at/app<br />

Jetzt App testen.


BIKEN IM „GARTEN DES INNS“<br />

Das Unterengadin in der Schweiz bietet Bike-Neulingen<br />

und Experten eine Vielfalt an legalen Trails mit Aussicht.<br />

SCHWEIZ. „Garten des Inn“ heißt Engadin auf Deutsch.<br />

Und dieser Garten bietet Bikern aller Könnensstufen herrliche<br />

Ausfahrten. Von Scuol im Unterengadin knapp hinter<br />

der österreichischen Grenze aus etwa mit der Gondel auf<br />

den Motta Naluns und am Kamm entlang. Oder entlang<br />

des Nationalpark Svizzer am Ofenpass. Ganztagestouren mit<br />

vielen urigen Einkehrmöglichkeiten machen Lust auf mehr.<br />

Das Beste: Alles ist ganz legal. Denn wo ein Wanderweg ist,<br />

darf man in der Schweiz auch mit dem Bike fahren.<br />

www.myswitzerland.com<br />

GELUNGENER ABSCHLUSS IN BAD GOISERN<br />

Der neue Modus der Bosch eMTB Challenge hat sich bewährt.<br />

Weithaler und Gielen siegen in Advanced-Klasse.<br />

OBERÖSTERREICH. Nach Stationen in Riva, Willingen und<br />

Solothurn fand die Bosch eMTB Challenge supported by<br />

Trek in Bad Goisern ihren würdigen Abschluss. Amateure<br />

und Profis können dank eMountainbikes gemeinsame<br />

Bewerbe fahren, Spaß und Erlebnis stehen im Vordergrund.<br />

91 Biker in drei Kategorien waren im Rahmen der Salzkammergut-Trophy<br />

am Start. In der Klasse Advanced siegten<br />

Greta Weithaler (ITA) und Ben Gielen (BEL), bei den<br />

Amateuren gewannen Petra Zeller (GER) und Christian<br />

Hendriks (SUI). www.salzkammergut-trophy.at<br />

Fotos: Veranstalter<br />

Uproc7<br />

Das Flaggschiff<br />

für die Alpen<br />

Erfahren Sie mehr unter<br />

www.flyer-bikes.com/mountain<br />

www.facebook.com/fl yerbikes


E-Biken und Wandern<br />

lässt sich perfekt<br />

kombinieren: <strong>SPORTaktiv</strong>-Leser/-innen<br />

überzeugten sich<br />

davon Ende Juni in<br />

der Region Schladming-Dachstein.<br />

BIKEN UND HIKEN<br />

IST EIN HIT!<br />

Mit der Region Schladming-Dachstein haben<br />

wir Leser/-innen zum neuen „Bike & Hike“-Genuss<br />

geladen – und einen Volltreffer gelandet.<br />

Foto: Thomas Polzer<br />

Alle Infos zur<br />

Region:<br />

www.<br />

schladmingdachstein.at<br />

Mountainbiken boomt, Wandern ist wieder<br />

schwer angesagt, und das E-(Mountain-)<br />

Bike lässt im Moment sowieso keinen kalt. Aus<br />

diesen einzelnen Zutaten muss man aber auch<br />

erst ein perfektes Menü zaubern – und das<br />

kann im Moment keine Region so gut wie die<br />

steirische Region Schladming-Dachstein.<br />

Die 24 „Bike & Hike“-Stationen quer durch<br />

die Berge der Region sind jedenfalls eine<br />

Besonderheit. Man startet mit dem Bike in<br />

die Berge, gibt das an einer der Stationen ab<br />

und setzt die Tour per Pedes fort. Handelt es<br />

sich beim Bike um ein Exemplar mit E-Motor,<br />

dann kann es in der Zwischenzeit laden, weil<br />

20 der 24 Stationen sind mit Bosch-Ladegeräten<br />

ausgestattet. Nach der Wanderung fährt<br />

man nicht, wie sonst, mit dem Auto ins Tal,<br />

sondern wieder im Sattel des Bikes – da sagt<br />

auch die Umwelt „Danke“.<br />

Ende Juni konnten sich <strong>SPORTaktiv</strong>-Leser/-innen<br />

selbst von diesem Angebot überzeugen<br />

– bei unserem „Bike & Hike“-Genusstouren-Weekend.<br />

Es gab eine Einführung in die<br />

E-Bike-Fahrtechnik, Touren führten zum<br />

Duisitzkarsee, zum Riesachwasserfall, nach<br />

Ramsau am Dachstein und von dort weiter auf<br />

den Dachsteingletscher. Durch die Aufteilung<br />

in eine Trail- und Genussgruppe kam bei niemandem<br />

der Spaß zu kurz. Und das Angebot,<br />

neueste Ghost-E-Bikes zu testen, erwies sich als<br />

richtiger Renner. Nach vier Tagen herrschte die<br />

allgemeine Überzeugung: Tolle Region – und<br />

die Kombination „Bike & Hike“ ist ein neuer<br />

sportlicher Sommerhit!<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

105


Das Flaggschiff der<br />

ersten Produktreihe<br />

ist das Trailbike<br />

Votaro FS mit 140-<br />

mm-Fahrwerk und<br />

Top-Komponenten<br />

um 4999 Euro.<br />

www.technibike.de<br />

TECHNIBIKE – EIN<br />

NEUER PLAYER<br />

MIT VISIONEN<br />

AUS DER DEUTSCHEN EIFEL BETRITT<br />

TECHNIBIKE DIE BÜHNE: MIT NEUEN<br />

IDEEN WOLLEN SIE DEN ETABLIERTEN<br />

BIKEMARKT AUFMISCHEN.<br />

Technibike – noch läuten da vielleicht<br />

keine Glocken, das jüngste Mitglied<br />

der Techniropa Holding startet gerade erst<br />

mit dem Verkauf der ersten E-Bikes am<br />

heiß umkämpften Markt der E-Mobilität.<br />

Doch bei Umsatzsteigerungsraten um die<br />

20 Prozent bei E-Bikes will sich Technibike<br />

einen Teil des Kuchens sichern.<br />

Technibike sitzt in Daun in der Eifel und<br />

hat sich die Entwicklung und Produktion<br />

leistungsfähiger E-Bikes auf die Fahnen<br />

geschrieben. Voll integrierte Batteriesysteme,<br />

stimmige Rahmenkonzepte mit<br />

Continental-Antrieben – so will man die<br />

Kunden überzeugen. Die erste Produktreihe<br />

umfasst zwei E-Trekking-Modelle und zwei<br />

E-City-Cruiser und als Aushängeschild<br />

die sportive Serie der Votaro-Reihe. Sie<br />

werden mit den derzeit leistungsstärksten<br />

Serien-Elektromotoren ausgestattet, die gewaltige<br />

90 Newtonmeter Drehmoment auf<br />

die Pedale wuchten. Beim Training, auf der<br />

gemütlichen Tour oder am Weg zur Arbeit<br />

profitiert man von der Möglichkeit, das<br />

System per App zu konfigurieren.<br />

Das junge Team setzt auf ein Modell aus<br />

Direktvertrieb und Fachhandelspartnern und<br />

ist stolz auf den Stempel „Made in Germany“,<br />

der in Zukunft auch als Statement für<br />

den Wirtschaftsstandort zu verstehen ist. In<br />

Zukunft will Technibike die Bereiche Mobilität,<br />

Performance und Design komplett<br />

in Daun zusammenbringen. Mit den ersten<br />

Modellen der Votaro-Serie (FS-Trailfully mit<br />

140 mm Federweg, HT-Hardtail mit 120<br />

mm) ist der Grundstein gelegt.<br />

ANZEIGE/Fotos: Technibike<br />

106 <strong>SPORTaktiv</strong>


Foto: Shutterstock<br />

SIE WERDEN STAUNEN,<br />

WELCHE AUFLAGEN UNSERE MITARBEITER/-INNEN STEMMEN.<br />

Wir hören zu, bieten Lösungen und drucken.<br />

Maßgeschneidert, unverwechselbar, qualitätsvoll.<br />

Zeitschriften, Kataloge, Supplements, Prospekte.<br />

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NP Druck Gesellschaft m.b.H.<br />

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Telefon +43 2742 802-1222 | E-Mail office@np-druck.at<br />

www.np-druck.at


D<br />

Scharf! Eine<br />

Antriebswelle<br />

mit Kugellagern<br />

ersetzt die Kette.<br />

Ceramic Speed<br />

war eines der<br />

Highlights der<br />

Eurobike.<br />

ie Erfolgsstory: Seit 1991 gibt es die<br />

Eurobike. Die junge Mountainbikeszene<br />

fand damals genauso Platz wie Rennräder,<br />

Trekkingbikes, allerlei schräge Vögel und<br />

bunte Produktnews. Seitdem hat sich die<br />

Fachmesse zum wichtigsten Treffpunkt<br />

der globalen Fahrradindustrie entwickelt<br />

und dreht sich neben dem Boom um<br />

E-Bikes und Co. längst auch um Trendthemen<br />

wie Digitalisierung, Smart Cycling<br />

und E-Mobilität. Speziell Cargobikes<br />

und E-Mobility waren als Schwerpunkt<br />

heuer im Juli nicht zu übersehen.<br />

Nicht zu übersehen war aber auch, dass<br />

die Messe diesmal weniger überlaufen war<br />

als sonst. Unsere Beobachtungen:<br />

Mit dem neuen Termin Anfang Juli hatten<br />

die meisten keine Freude. Es kamen<br />

zwar 1400 Aussteller aus 50 Nationen,<br />

dennoch fehlten weitere Topmarken der<br />

Branche. Die Szene-Riesen wie Canyon,<br />

Specialized, Cube und Trek glänzen schon<br />

länger durch Abwesenheit und setzen auf<br />

eigene Konzepte und Hausmessen, heuer<br />

blieben auch Giant, Rocky Mountain<br />

und Stevens sowie in der Szene beliebte<br />

Hersteller wie Yeti, Liteville, Nicolai<br />

und Van Nicholas der Messe fern. Die<br />

Gründe: Der Hochsommer, mitten in der<br />

Radsaison, sei für viele nicht der ideale<br />

Zeitpunkt, schon die neuen Produkte des<br />

nächsten Jahres zu präsentieren, hörte<br />

man. Liteville begründete zudem offen:<br />

„FRÜHER<br />

WARST<br />

DU MIT 70<br />

ALT, HEUTE<br />

KAUFST DU<br />

DIR EIN<br />

RENNRAD.“<br />

AXEL JOCKWER,<br />

DIGITALISIERUNGS-<br />

EXPERTE<br />

Eine Eurobike ohne den offenen Publikums-<br />

und Besuchertag sei der Anlass,<br />

keine (teuren) Stände zu beziehen und<br />

der Messe fernzubleiben. Fachbesucher,<br />

Händler und Medien machten zwar<br />

37.000 Besucher aus 96 Nationen aus,<br />

das waren aber rund 5000 weniger als<br />

2017. Am Rennradsektor war wegen der<br />

parallel stattfindenden ersten Woche der<br />

Tour de France etwas weniger los. Offenbar<br />

ist die Kritik zu den Veranstaltern<br />

durchgedrungen: 2019 kommt der Publikumstag<br />

wieder zurück, die Messe rückt<br />

wieder an den Septemberbeginn.<br />

Am Neuheitensektor dominierten klarerweise<br />

die Elektroräder und damit<br />

verbundene Lösungen. Erstmals war eine<br />

der zwölf Riesenhallen nur für E-Mobilität<br />

reserviert. Haibike zeigte sein neues<br />

Super-E-Fully, Antriebshersteller Brose<br />

präsentierte einen neuen, 500 Gramm<br />

leichteren Motor, neue Bedieneinheiten<br />

für Trekking und MTB, bei Bosch sah<br />

man das neue ABS, das ein Blockieren<br />

des Vorderrades verhindert soll, neue<br />

Software-Updates und ein Schnellladegerät.<br />

Bei den herkömmlichen Bikes gab<br />

es wenig Aufreger, im Fokus standen die<br />

Award-Gewinner von Ceramic Speed mit<br />

dem spektakulären Antrieb ohne Kette<br />

(siehe Bild), die neue 12-fach-XTR von<br />

Shimano, ein 13-Gang-Konzept von Rotor<br />

und neue Renn- und MTB-Modelle.<br />

Fotos: Messe Friedrichshafen/Förster, Christoph Heigl<br />

108 <strong>SPORTaktiv</strong>


ZWISCHEN<br />

EUROBIKE UND<br />

SAALBACH<br />

BEI DER EUROBIKE IN<br />

FRIEDRICHSHAFEN TRAF SICH<br />

DIE GLOBALE FAHRRADSZENE<br />

UND DISKUTIERTE NEUHEITEN,<br />

PROBLEME UND POTENZIALE.<br />

AUF DEN ÖSTERREICHISCHEN<br />

MARKT HERUNTERGEBROCHEN<br />

WERDEN DIE GROSSEN THEMEN<br />

IM SEPTEMBER BEIM<br />

MTB-KONGRESS IN SAALBACH.<br />

„LERNEN“ IST HEUER DAS<br />

MOTTO.<br />

VON CHRISTOPH HEIGL<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

109


Fast wichtiger als neue Modelle in den<br />

Hallen sind neue Antworten auf die Fragen<br />

in der Vortragsreihe „Travel Talk“ in<br />

den Seminarräumen. E-Bikes und der<br />

Tourismus waren Thema aller Vortragenden<br />

und Stoff vieler Diskussionen. Burkhard<br />

Stork mahnte, die „Interessen des<br />

Massenmarktes nicht zu vergessen“. Der<br />

Bundesgeschäftsführer des Allgemeinen<br />

Deutschen Fahrradclubs (ADFC) erinnerte<br />

an 5,2 Millionen Radreisen allein<br />

in Deutschland im Jahr 2016 und an<br />

167 Millionen Tagesreisen per Rad. Viele<br />

MTB-Angebote und Radtouren wie das<br />

Stilfser Joch seien ihm da zu speziell. „Viele<br />

Radfahrer wollen gut essen, Wein und<br />

schöne Kirchen am Radweg.“ Anna Weiß<br />

von Bloomers Outdoor erinnerte an die<br />

Zielgruppe Frauen, die in Werbung und<br />

PR noch immer übersehen oder nicht adäquat<br />

repräsentiert wird. „From Wellness<br />

to Sportiness: Frauen hocken nicht nur in<br />

der Sauna, am Pool oder sind ein Aufputz.<br />

Wie sonst boomen Dinge wie die Muddy<br />

Angels?“, sagt sie. „Es gibt eine 230-prozentige<br />

Steigerung bei reinen Frauen-Trips,<br />

aber bei uns immer noch zu wenig Angebote<br />

für Mädels, die Frau ab 50 oder<br />

die alleinerziehende Mutter.“ Wertvollen<br />

Input gab es auch von Experten wie Darco<br />

Cazin (Allegra), Karl Morgenbesser (Wexl<br />

Trails) und Hari Maier (Mountain bike-<br />

Kongress, siehe rechts). Dazwischen: Zeit<br />

zum Netzwerken, Ideenentwickeln und<br />

Visionengebären.<br />

„FÜR ALLE, DIE ÜBER<br />

DEN TELLERRAND<br />

BLICKEN WOLLEN“<br />

Der österreichische Mountainbike-Tourismus-<br />

Kongress von Hari Maier macht den nächsten<br />

Schritt. Dichtes Programm von<br />

25. bis 27. September in Saalbach.<br />

Hari, dein „Projekt20“ hast du auch auf der Eurobike<br />

präsentiert. Was sind die Eckpunkte?<br />

Aktuell hat das Mountainbiken in Österreich vier<br />

Prozent Anteil am Sommertourismus. Ziel muss sein,<br />

das auf 20 Prozent zu erhöhen. Dann reden wir nicht<br />

mehr von 417.000 Menschen als Zielgruppe, sondern<br />

von zwei Millionen. Dafür müssen wir das Denken<br />

in den Köpfen der Mehrheitsbevölkerung ändern.<br />

Der Bäcker wird verstehen, dass er fünfmal so viele<br />

Semmeln verkaufen könnte, Beherbergungsbetriebe<br />

könnten ganzjährig ausgelastet sein und Personal aus<br />

dem Ort fix anstellen, anstatt auf Saisonarbeiter zu setzen.<br />

Gesundheit muss dabei auch ein stärkeres Thema<br />

werden. Ich kenne in Österreich noch keinen Kurort,<br />

der ein Gesundheitsangebot mit E-Mountainbikes hat.<br />

Warum nicht? Und über die Sportschulen müssen wir<br />

die nächste Generation, die Kinder, ansprechen. Dort<br />

müssen Pumptracks stehen, es könnte E-MTB-Schulsportwochen<br />

geben.<br />

110 <strong>SPORTaktiv</strong>


Das Thema deines MTB-Kongresses im September in<br />

Saalbach ist „Lernen“. Was sollen und werden wir<br />

lernen?<br />

Wir sollen lernen von den Erfahrungen, die wir in Österreich<br />

im Bereich Ski, Wandern und Mountainbike<br />

gemacht haben. Dass viel Bike-Potenzial im Land noch<br />

ungenutzt ist, liegt auch daran, dass die Profi-Touristiker<br />

in den Skigebieten sitzen. Aber ich sehe immer<br />

das Positive und auch beim E-Bike die Riesenchancen,<br />

dass viel mehr Leute biken werden. Viele sehen leider<br />

nur das negative Image der „Wüdn im Woid“ und der<br />

aggressiven Downhiller.<br />

Welche Workshops wird es geben?<br />

Wir gehen diesmal viel in Richtung Fahrtechnik, haben<br />

jeden Tag einen Expertentalk, weil das im Vorjahr<br />

so gut angekommen ist, und haben auch Bosch-Geschäftsführer<br />

Claus Fleischer da. Er wird über die<br />

Gefahren des illegalen Motortunings sprechen. Wir<br />

diskutieren über Bikeparks und haben erstmals auch<br />

Vertreter der Landwirtschaftskammer und der Bundesforste<br />

da. Neu ist auch, dass ich nicht mehr moderiere,<br />

sondern Mountainbikerin Steffi Marth.<br />

Wer darf sich als Zielgruppe des Kongresses<br />

verstehen?<br />

Alle, die in irgendeiner Form mit dem Mountainbiken<br />

ein Geschäft machen möchten, und alle, die über den<br />

Tellerrand blicken wollen.<br />

www.mountainbike-kongress.at<br />

vom 25. bis 27. September in Saalbach,<br />

23 Experten, 20 Vorträge,<br />

drei Expertentalks,<br />

zwei Bikeausfahrten.<br />

Helm<br />

ORE / BHE-58


PERFEKT FÜR UNTERWEGS!<br />

MAVIC CROSSMAX PRO<br />

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Stirnband aus atmungsaktivem<br />

Memory-Schaumstoff,<br />

das sich für bessere Vibrationsdämpfung<br />

blitzschnell an<br />

jede Kopfform anpasst<br />

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DIE AUF ALLEN WEGEN SCHÜTZEN|<br />

ABUS MONTRAILER MIPS<br />

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Helmmaterial (EPS)<br />

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Luftein- und 7 Luftauslässe<br />

• optimale Stabilität und<br />

Formschlüssigkeit<br />

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Zoom Ace und GoggFit<br />

PREIS (UVP): € 179,95<br />

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Fotos: Hersteller<br />

HiPP SOS WUNDSCHUTZ<br />

Besonders bei kleineren Blessuren<br />

und Rötungen geeignet.<br />

Der hohe Gehalt an Zinkoxid und<br />

Panthenol bringt die Haut<br />

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für jede Haut!<br />

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Nichts, was irritiert.<br />

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Sich frei fühlen, richtig auf<br />

Touren kommen, den Körper<br />

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verlieren...<br />

Falls unerwartet kleinere Blessuren<br />

den Weg kreuzen, kommt<br />

der SOS Wundschutz von HiPP<br />

sofort zum Einsatz!<br />

Der bewährte Wirkkomplex mit<br />

Panthenol und Zinkoxid beruhigt<br />

und fördert die Regeneration<br />

der Haut. Der hohe Gehalt<br />

an Zinkoxid bildet schnell eine<br />

wirksame Schutzschicht.<br />

Die SOS-Wundschutz-Creme<br />

lässt sich mit den Fingerspitzen<br />

schnell und einfach auftragen.<br />

Dabei ist der HiPP SOS Wundschutz<br />

frei von ätherischen<br />

Ölen, Parabenen, Paraffinöl und<br />

allergieverdächtigen Stoffen.<br />

Klein, kompakt und praktisch<br />

findet die HiPP SOS Wundschutz<br />

Tube auch bei leichtestem<br />

Gepäck bei jeder Radtour<br />

ihren Platz.<br />

Hinweis: Den SOS Wundschutz finden<br />

Sie in Drogeriemärkten im HiPP-Regal<br />

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BBB „ORE“ ALL-MOUNTAIN-<br />

HELM BHE-58<br />

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Einhandbedienung für Umfang<br />

und Höhenanpassung<br />

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Polster<br />

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SPECIALIZED AMBUSH<br />

• Abwehr von linear und rotierend<br />

eintreffenden Kräften durch Multi-Density-EPS-Bauweise<br />

• sichere und gleichmäßig<br />

einstellbare Passform<br />

• optimale Kühlung durch 4th-<br />

Dimension-Belüftungssystem<br />

PREIS (UVP): € 159,90<br />

www.specialized.com/de<br />

BOLLE TRACKDOWN MIPS<br />

• verstellbarer, abnehmbarer Visor<br />

• Sonnenbrillen-Garage für ein<br />

sicheres Aufbewahren auf dem<br />

Helm<br />

• Click-to-Fit-System für optimale<br />

Größenanpassung<br />

• leichterer, stärker ventilierter<br />

Helm mit progressiver Dämpfung<br />

PREIS (UVP): € 149,99 (mit MiPS)<br />

www.bolle.com<br />

e-bike<br />

certified<br />

Komfortable und sichere Transportlösungen<br />

für alle die wissen, wenn es sportlich zugeht, kommt es<br />

auf Qualität an. Ob zum Falten, Abklappen, Ausziehen, extra<br />

breit oder kompakt – Atera hat alle Rädertypen sicher im Griff.<br />

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WO EIN CONWAY<br />

DA EIN WEG<br />

CONWAY STELLT EIN KLASSISCH<br />

EDLES RACEBIKE AUF DIE RÄDER,<br />

DAS ÜBERALL EINE GUTE FIGUR<br />

MACHT. DAS 29ER BESTICHT<br />

MIT INNOVATIVEN DETAILS.<br />

IM TEST<br />

CONWAY RLC 7<br />

Komplett neuer<br />

Carbonrahmen,<br />

RockShox SID RL 100 mm,<br />

Sram Level TL Bremsen,<br />

Schaltung Sram X01<br />

Eagle 1 x 12,<br />

Gewicht 9,9 kg o. Pedale<br />

€ 2999,95<br />

Eine schwarz-rote Schönheit aus<br />

Deutschland zierte einige Wochen<br />

unsere Testflotte: das Conway RLC 7, ein<br />

klassisches Renn-Hardtail auf den ersten<br />

Blick, das auf den zweiten Blick aber<br />

viel mehr möglich macht, als schnell um<br />

Rundkurse zu heizen.<br />

Das Conway RLC überrascht mit<br />

innovativen Details, das ist in der hart<br />

umkämpften Preisklasse um die 3000<br />

Euro schon ein sehr guter Ansatz. Der für<br />

2019 komplett neu entwickelte Carbonrahmen<br />

überzeugt mit geraden, eleganten<br />

Linien und geringem Gewicht um die<br />

1000 Gramm. Speziell entwickelt wurde<br />

der Anschlag beim Steuersatz. Im Rahmen<br />

kann eine 30,9-mm-Variostütze verbaut,<br />

mit der serienmäßig mitgelieferten<br />

Distanzhülse aber auch eine leicht flexende<br />

27,2-mm-Stütze benutzt werden. Eine<br />

große Öffnung unter dem Flaschenhalter<br />

macht bei Bedarf Platz für einen Di2-Akku.<br />

Ein weiteres Gimmick: Die Gewindeeinsätze<br />

an den Bremssattelaufnahmen<br />

sind wechselbar. Das Einsteigerbike RLC<br />

2 ist ab 1799,95 Euro erhältlich, das<br />

RLC 7 im Test kostet 2999,95 Euro – ein<br />

fairer Preis. Darüber liegt das Topmodell<br />

RLC Factory um 7999,95 Euro.<br />

Unser Testfazit: Das Conway ist ein<br />

innovatives Racebike mit tollem Rahmen<br />

und gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.<br />

Nicht nur bei Rennen, auch auf Touren<br />

fühlt man sich dank breitem Lenker und<br />

leicht aufrechter Sitzposition auf Anhieb<br />

wohl. Somit ist das Conway auch der ideale<br />

Begleiter für Wochenendtouren mit<br />

vielen Höhenmetern.<br />

ANZEIGE/Fotos: Thomas Polzer<br />

114 <strong>SPORTaktiv</strong>


Neudörfl, Samstag, 20:15 Uhr:<br />

Christian Greider SIEHT NICHT FERN!<br />

Er druckt gerade mit seinen Kollegen Ihr Magazin.<br />

Damit es garantiert pünktlich zum Einsatz kommt.<br />

Leykam Let’s Print – größtes Druckunternehmen Österreichs<br />

und Mitglied der Walstead-Gruppe, dem führenden unabhängigen<br />

Druckkonzern Europas – nimmt im Konzern<br />

eine zentrale Rolle für die D-A-CH-Region und die<br />

CEE-Staaten ein.<br />

Im Herzen Europas produzieren wir auf 18 Rollenoffset-<br />

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115


EIN<br />

EISBLOCK<br />

FÜR DIE<br />

ADRIA<br />

DIE ETWAS ANDERE RADFAHRT:<br />

DIE FUGA 300 FÜHRTE VOM GLETSCHER ANS<br />

MEER UND HAT DAS ZEUG ZUM KLASSIKER.<br />

SPORTAKTIV WAR WIEDER IM SATTEL.<br />

VON CHRISTOPH HEIGL<br />

Die Fuga ist anders. Wo sonst sieht<br />

man exakt an der Staatsgrenze<br />

einen Motorradpolizisten beim<br />

freudigen Abklatschen mit einem<br />

85-köpfigen Feld von Radfahrern? Bis<br />

hierher begleiten uns nämlich zwei<br />

Beamte auf Motorrädern fürsorglich,<br />

leiten uns über rote Ampeln und sperren<br />

Kreuzungen. Für diesen Superservice<br />

gibt es im Vorbeifahren High Five und<br />

Daumen nach oben. Der Polizist als<br />

Freund und Helfer des Rennradfahrers?<br />

Erlebt man auch nicht alle Tage.<br />

Wo sonst verkleiden sich Radfahrer<br />

wie Banditen, die eine Postkutsche<br />

überfallen wollen? Halstücher über den<br />

Mund, Helm tief ins Gesicht gezogen,<br />

breite Brillen, entschlossener Blick. So<br />

steht das Starterfeld der Fuga um 6.45<br />

Uhr auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe.<br />

Die 2369 Meter Seehöhe bieten einen<br />

atemberaubenden Blick auf den Großglockner,<br />

allerdings bei exakt –0,2 Grad.<br />

Durch den böigen Wind fühlt es sich<br />

wie im Gefrierfach an, unsere Freude auf<br />

die Fahrt kann er aber nicht verblasen.<br />

Wo sonst kann man den Begriff Fuga<br />

so vielschichtig interpretieren? Das italienische<br />

Vokabel für „Flucht“ ist eben<br />

nicht nur im Radsport die Ausreißerund<br />

Fluchtgruppe, sondern wird bei uns<br />

auch interpretiert als Flucht aus der Kälte,<br />

Flucht aus der Komfortzone, Flucht<br />

aus dem Bürojob, Flucht in den Süden.<br />

Vorweg: Keine Hetze, alle „Flüchtlinge“<br />

kommen wohlbehalten in Grado an.<br />

Wo sonst tanzen Radfahrer am Strand<br />

um einen Eisblock (!) wie Kannibalen<br />

um ihre Beute im kochenden Suppentopf.<br />

Da zücken selbst die gechillten<br />

Urlauber in Grado ungläubig ihre<br />

Handys, als Organisator Michael Kummerer<br />

vor den Augen von Grados Bürgermeister<br />

Dario Raugna als Gag einen<br />

Eisblock präsentiert, den er in der Früh<br />

am Glockner eingepackt und im Auto<br />

mitgenommen hat. Wie den WM-Pokal<br />

stemmen ihn viele euphorisch in die<br />

Höhe. Campeones, oh, oh! In der adriatischen<br />

Abendsonne bekommt „Gletscherschmelze“<br />

dann eine ganz neue Dimension.<br />

Auch als sich ein sechsjähriger<br />

Knirps später mit den Glockner-Überresten<br />

aus dem Staub macht …<br />

Fotos: MJK Sportmarketing<br />

116 <strong>SPORTaktiv</strong>


„<br />

WIE DEN WM-POKAL<br />

STEMMEN VIELE<br />

DEN EISBLOCK<br />

IN DIE HÖHE.<br />

CAMPEONES, OH, OH!<br />

Wo sonst sagt ein gestandener<br />

Ex-Profi wie Paco Wrolich, so eine Ausfahrt<br />

habe er auch noch nie erlebt. Mit<br />

<strong>SPORTaktiv</strong>-Geschäftsführer Alfred<br />

Brunner meistert ein weiterer Ideengeber<br />

dieser Aktion die 300 Kilometer.<br />

Nachdem <strong>SPORTaktiv</strong> schon 2017<br />

bei der inoffiziellen Geburtsstunde live<br />

dabei war, als eine Handvoll Radler<br />

aufbrach, radeln wir auch <strong>2018</strong> bei der<br />

offiziellen Premiere stolz in der Lagunenstadt<br />

ein. Übrigens: Vier mutige<br />

Damen mischten sich unters Männervolk,<br />

die Fuga wird weiblich.<br />

Wo sonst ist man als Hobby-Radfahrer<br />

mit neun Stunden reiner Fahrzeit<br />

300 Kilometer lang (1700 Höhenmeter)<br />

und mit einem rasanten 33er-Schnitt<br />

unterwegs? Der Windschatten im großen<br />

Feld lässt jeden mitkommen, die<br />

Fittesten fahren eben in den ersten Reihen<br />

„im Wind“, die anderen hinten. Für<br />

jede(n) ist etwas dabei.<br />

Wo sonst hat man bei einer Radausfahrt<br />

einen Profi-Mechaniker wie Norbert<br />

Kostel mit mobiler Werkstatt dabei?<br />

Einen Emil Haller am Begleitmotorrad<br />

mit Trinkflaschen, zwei Reisebusse als<br />

Shuttle, zwei Stationen mit bestem<br />

Essen und ein fürsorgliches Organisationsteam,<br />

das dir jeden Wunsch von den<br />

Lippen abliest? Oder einen Start- und<br />

Zielbogen? Das ist wie bei einem Profirennen.<br />

Oder noch viel besser, weil eben<br />

ohne Wettkampfstress.<br />

Wo sonst kann man bei einer Ausfahrt<br />

den Faxen von Ex-Profi und Stimmungskanone<br />

René Haselbacher lauschen.<br />

Sein „Herrrrrlich“ schallt wieder<br />

über der Fuga, seine feinen RH77-Trikots<br />

zieren die Körper aller Teilnehmer.<br />

Übrigens, Skisprung-Olympiasieger und<br />

Weltmeister Martin Koch ist auch „auf<br />

der Flucht“ live dabei.<br />

Die Fuga ist erwachsen geworden,<br />

wird noch weiter wachsen und viel Eis<br />

schmelzen lassen. Wir steigen 2019 garantiert<br />

wieder in den Sattel.<br />

Denn die Fuga ist anders.<br />

FUGA 300<br />

23. JUNI <strong>2018</strong>:<br />

Strecke:<br />

300 km, 1700 hm<br />

Start: Franz-Josefs-<br />

Höhe am Großglockner,<br />

Winklarn, Spittal,<br />

Villach, Tarvis,<br />

Predilpass, Soca-Tal,<br />

Cividale, Grado (Ziel)<br />

www.fuga300.com<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

117


TIROLER<br />

TRETLAGER<br />

Der Asphalt zieht schwarzgrau unter uns<br />

durch. In knalligem Orange erkennt<br />

man ein paar Markierungen. „Hier<br />

wird bis zur WM noch neu asphaltiert“, sagt<br />

Thomas Rohregger. „Wenn die Profis flach<br />

auf ihren Zeitfahrmaschinen liegen, wollen<br />

sie auf keine Asphaltkanten knallen.“ Wir<br />

sind mittendrin in der ersten Rennradfahrt,<br />

die <strong>SPORTaktiv</strong> mit der UCI-Rad-WM, der<br />

Tirol-Werbung, den Tourismusregionen und<br />

den Partnern Mavic, Trek und Nürnberger<br />

organisiert. Der Ex-Profi Rohregger ist ein<br />

Botschafter dieser WM (siehe Infobox hinten),<br />

hat die Strecken mitkonzipiert und<br />

stellt sich uns und ausgewählten <strong>SPORTaktiv</strong>-Lesern,<br />

alles fitte Hobby-Radler, als Guide<br />

zur Verfügung. Und vorweg: Ja, der Sieger<br />

der Österreich-Rundfahrt 2008 fährt immer<br />

noch verdammt gut Rad.<br />

„Ein herrliches Bild wird das für die<br />

TV-Kameras, wenn sie bei der WM hier<br />

losstarten“, freut sich der Tiroler, als wir<br />

beim Start zum Mannschaftszeitfahren bei<br />

der Area 47, einem riesigen Outdoor-Freizeitpark,<br />

am Beginn des Ötztals stehen. Von<br />

dort rollen wir runter ins Inntal. „Gurrrrte<br />

Forrrt, Mandrrr!“, ruft uns ein älterer Herr<br />

vom Gehsteig aus zu. Das Tempo nähert sich<br />

dem 35er-Schnitt, ehe es vor Innsbruck knackig<br />

nach Axams und Götzens hinaufgeht.<br />

Durchatmen, Puls beruhigen. Der Zielort<br />

Innsbruck ist dann rasch erreicht. „Wollt’s<br />

noch die Höll’ fahren?“, fordert uns Rohregger<br />

heraus. Keine Frage. Ja, logo! Auch wenn<br />

SPORTAKTIV<br />

SCHAUTE SICH VOR DER<br />

RAD-WELTMEISTERSCHAFT<br />

IN TIROL MIT LESERN DIE<br />

STRECKEN AN, FAND DEN<br />

GNADENWALD UND LANDETE<br />

IN DER HÖLLE. EIN TRETLAGER<br />

DER BESONDEREN ART.<br />

VON CHRISTOPH HEIGL<br />

es erst für Tag zwei geplant war. Beim Brunnen<br />

unten füllen wir sicherheitshalber unsere<br />

Trinkflaschen auf.<br />

Der WM-Höhepunkt<br />

Die „Hölle“ vom Stadtteil Hötting aus hinauf<br />

zum Gramartboden und zur Hungerburg<br />

hoch über Innsbruck heißt eigentlich Gramartstraße<br />

und ist vor der Weltmeisterschaft<br />

im Zentrum des medialen Interesses. Dabei<br />

wird sie nur beim Höhepunkt befahren, dem<br />

Straßenrennen der Herren am 30. September.<br />

Die Hölle wird acht Kilometer vor dem<br />

Zielbogen den Scharfrichter spielen. In der<br />

Hölle wird WM-Gold gegossen.<br />

Fotos: Simon Rainer<br />

118 <strong>SPORTaktiv</strong>


In der Hölle (Bild unten)<br />

mussten wir verbissen<br />

kämpfen, um die 28 Prozent zu<br />

meistern. Oben angekommen<br />

(rechts) freute sich jeder des<br />

<strong>SPORTaktiv</strong>-Racing-Teams<br />

teuflisch und wie ein Sieger.<br />

Video auf sportaktiv.com/biken.<br />

„DAS VORDERRAD<br />

STEIGT HOCH<br />

WIE EIN LIPIZZANER.<br />

NUR WENIGER<br />

ELEGANT.“<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

119


Ex-Profi Thomas Rohregger<br />

(rechts) radelte mit uns<br />

die WM-Strecken ab.<br />

20. BIS 30. SEPTEMBER:<br />

UCI RAD-WELTMEISTERSCHAFT<br />

<strong>2018</strong> INNSBRUCK-TIROL<br />

SO, 23. SEPTEMBER:<br />

MANNSCHAFTSZEITFAHREN DER<br />

DAMEN UND HERREN, AREA 47 –<br />

INNSBRUCK, 54,5 BZW. 62,8 KM<br />

MO, 24. SEPTEMBER:<br />

EINZELZEITFAHREN DER JUNIO-<br />

RINNEN UND HERREN U23, HALL<br />

– INNSBRUCK, 20 BZW 27,8 KM<br />

DI, 25. SEPTEMBER:<br />

EINZELZEITFAHREN DAMEN ELITE<br />

UND JUNIOREN, HALL –<br />

INNSBRUCK, 27,8 KM<br />

MI, 26. SEPTEMBER:<br />

EINZELZEITFAHREN HERREN<br />

ELITE, RATTENBERG –<br />

INNSBRUCK, 52,5 KM<br />

DO, 27. SEPTEMBER:<br />

STRASSENRENNEN JUNIORIN-<br />

NEN UND JUNIOREN<br />

RATTENBERG – INNSBRUCK,<br />

70,2 BZW. 126 KM<br />

FR, 28. SEPTEMBER:<br />

STRASSENRENNEN HERREN U23<br />

(KUFSTEIN – INNSBRUCK,<br />

174,3 KM)<br />

SA, 29. SEPTEMBER:<br />

STRASSENRENNEN DAMEN ELITE<br />

KUFSTEIN – INNSBRUCK,<br />

150,6 KM, AB 12.10 UHR<br />

SO, 30. SEPTEMBER:<br />

STRASSENRENNEN HERREN<br />

ELITE (KUFSTEIN – INNSBRUCK,<br />

252,9 KM, 4670 HM, AB 9.40 UHR<br />

Die komplette Steigung hat 2,8 km mit<br />

durchschnittlich 11,5 Prozent. Der heißeste<br />

Teil der Hölle sind die letzten 400<br />

Meter im Anstieg mit kurzfristig 28 Prozent.<br />

Wie sich das anfühlt, wollen wir<br />

unbedingt erleben. Ein Holländer hat<br />

sein Strava-Segment jedenfalls mit „niet<br />

normaal“ betitelt. Italo-Star Vincenzo<br />

Nibali hat sich bei einer Probefahrt dort<br />

das Strava-Krönchen (= die Bestzeit)<br />

geholt. Schon ganz unten, direkt vom<br />

Inn weg, ist die Straße so schmal, dass<br />

man mit den Rennrädern am Gehsteig<br />

fahren muss (und darf), weil Autos sonst<br />

gar nicht vorbeikommen. Gäste in den<br />

Cafés schauen uns teils mutmachend,<br />

teils mitleidig an.<br />

Im Klettersteig<br />

Langsam, unerbittlich und gnadenlos<br />

wird das Sträßchen enger und steiler.<br />

Von unten weg fahren wir im ersten<br />

Gang. Wer eine bergtaugliche Übersetzung<br />

hat, ist klar im Vorteil. Wer nicht<br />

(ich z.B.) presst die Pedale fast in Zeitlupe<br />

ums Tretlager. Karbon ächzt. Die<br />

Fittesten unserer Truppe hanteln sich<br />

dennoch Tritt für Tritt im Asphalt-Klettersteig<br />

nach oben. Es ist taghell, aber<br />

ich sehe Sterne und muss kurz stehenbleiben.<br />

„Warum habt’s kane E-Bikes,<br />

Burschen?“, lachen zwei Wanderer von<br />

oben runter. Tja, warum eigentlich<br />

nicht?, höre ich mich erstmals denken.<br />

Die Antwort gibt der Wandersmann:<br />

„Fleisch gehört gequält.“ Ich bin mitten<br />

in den 28 Prozent und das Vorderrad<br />

steigt hoch wie ein Lipizzaner in der<br />

Hofreitschule, nur eine Spur weniger<br />

elegant. Endlich oben, neuer Maximalpuls<br />

auf der Uhr. Zwei schieben, einer<br />

schultert sein Rad. „Bist du deppert.“<br />

Oben am Ende der Hölle lehnt eine<br />

Anrainerin übers Gartentor. „Im Herbst<br />

liegt dort feuchtes Laub, da wird es<br />

ziemlich rutschig“, sagt sie und wirft<br />

einen Kennerblick hinunter in den<br />

Schlund der Hölle. In der Früh wagen<br />

sich hier sogar Rehe so knapp an die<br />

Stadt, erzählt sie. Gegenüber auf der<br />

großen Parkwiese spielen Kinder beim<br />

Brunnen, Männer werfen die Griller<br />

an, die Damen sonnen sich. Camping<br />

in der Hölle. „Die verrücktesten Fans<br />

werden hier in die Bäume hinaufklettern“,<br />

vermutet Rohregger. Zigtausende<br />

Italiener, Slowaken, Holländer, Belgier<br />

und heimische Fans werden erwartet, die<br />

Hölle wird kochen. Die Veranstalter werden<br />

den Zutritt aus Sicherheitsgründen<br />

limitieren. Und wir fragen uns: Quälen<br />

sich hier auch die Profis? Oder fliegen sie<br />

den Anstieg mühelos herauf? Die Hölle<br />

wird jedenfalls jetzt schon mit ikonischen<br />

Radsport-Quälgeistern wie der Mauer<br />

von Geraardsbergen und der Mur de Huy<br />

in einem Atemzug genannt.<br />

Generalprobe gelungen<br />

Am zweiten Tag starten wir in Kufstein<br />

und radeln die WM-Strecke den Inn<br />

hinauf, werden von einer weiteren fiesen<br />

Steigung („Gnadenwald“, welch ein<br />

Hohn!) fast am falschen Fuß erwischt<br />

und rattern über den Olympia-Rundkurs<br />

Richtung Lans und Igls. Tirol<br />

zeigt sich von seiner schönsten Seite.<br />

Die Hölle geben wir uns als Finale ein<br />

zweites Mal, Ehrensache. Das teuflische<br />

Ding kommt uns schon geradezu vertraut<br />

vor. Jeder tut sich einen kleinen<br />

Hauch leichter. „Brutal einfach!“, stöhnt<br />

einer mit rotem Kopf. Die Luft zum Lachen<br />

hat aber keiner.<br />

’S isch Zeit! Innsbruck und das Tiroler<br />

Land sind bereit für die WM. Die Hölle<br />

freut sich auch schon.<br />

Foto: Simon Rainer<br />

120 <strong>SPORTaktiv</strong>


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Informationsmaterial über deren Magazine und Online-Medien, für Marketingmaßnahmen (Gewinnspiele,Veranstaltungen, Newsletter für deren Waren und Dienstleistungen) sowie für<br />

Abo- und Sonderwerbeaktionen, verarbeitet und mich zu den vorgenannten Zwecken via SMS, E-Mail, Telefon und Post kontaktiert. Diese Einwilligung kann ich jederzeit unter datenschutz@vgn.at<br />

widerrufen. Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner personenbezogenen Daten erhalte ich in der Datenschutzerklärung, abrufbar unter vgn.at/Datenschutzpolicy.<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

121


AUS<br />

PRO<br />

BIERT<br />

BIKE<br />

KEINE AUSREDEN MEHR!<br />

Wer bei jedem Dreckswetter sein Bike sattelt, kennt das Problem:<br />

Irgendwann dringen Wasser und Schmutz durch jede<br />

noch so dichte Schicht oder unter hochgeschobene Jacken.<br />

Das junge deutsche Label DIRTLEJ hat die Antwort: einen<br />

Mountainbike-Einteiler namens DIRTSUIT PRO (UVP € 249,–).<br />

Richtig gelesen, ein Einteiler! Der Anzug, auch als „Ladies’<br />

Cut“ erhältlich, ist einer von fünf in der Produktpalette und in<br />

der Pro-Version in Sachen Abriebfestigkeit und Wasserdichtigkeit<br />

die Nummer eins. 15.000 mm Wassersäule sollen Feuchtigkeit<br />

vom Körper fernhalten, lautet das Versprechen.<br />

Fein, der heurige Sommer mit seinen heftigen Regenfällen bietet<br />

ideale Testbedingungen. Was sofort auffällt: Der Anzug sitzt<br />

wie auf den Leib geschneidert, die Ärmel mit dem selbsterklärenden<br />

Schriftzug „no more excuses“ sind wunderbar lang,<br />

der Kragen hoch, die Hosenbeine gehen bis knapp unters Knie.<br />

Zudem: acht Ventilationsöffnungen und vier Taschen. Raus in<br />

den Gewitterregen. Herrlich, nix zwickt, Bewegungsfreiheit am<br />

Bike en masse. Als kleiner Kritikpunkt ist anzumerken, dass die<br />

große Kapuze zwar über den Helm passt, dann für vollen Regenschutz<br />

aber etwa 8 bis 10 cm zu kurz ist. Ach ja, „darunter“<br />

sollte man nur Funktionsunterwäsche bzw. eine normale Radhose<br />

tragen, sonst schwitzt man bei aller Belüftung zu stark.<br />

Fazit: Super-Idee, von den Materialien und vom Schnitt perfekt.<br />

In Bike-Rucksäcken lässt er sich aufgrund des beträchtlichen<br />

Packmaßes zwar kaum verstauen, aber ideal für Tage, wo Regenjacken<br />

nicht mehr ausreichen. Den Dirtsuit wird man wohl<br />

auch bei Winterfahrten und Nightrides gut nutzen können.<br />

IST DER MTB-EINTEILER<br />

ECHT WASSERDICHT?<br />

SCHNEIDET DIE POCKET SAW<br />

AUCH DICKE ÄSTE? UND WAS<br />

HABEN WIR AUF DER<br />

EUROBIKE ENTDECKT?<br />

VON CHRISTOPH HEIGL<br />

Fotos: Thomas Polzer, Christoph Heigl, Dirtlej<br />

122<br />

<strong>SPORTaktiv</strong>


TRINKWESTE FÜR GROSSE<br />

(UND KLEINE) RADFAHRER<br />

Auf der Eurobike in Friedrichshafen haben uns die Kollegen<br />

von CAMELBAK die neue Trinkweste CHASE BIKE VEST<br />

(UVP € 99,95) vorgestellt und wir haben uns gefragt: Bikerucksack<br />

oder Trinkweste? Was ist es? Wer braucht es?<br />

SÄGEZAHNTIGER<br />

In Trailbiker-Kreisen gilt sie schon lange als Geheimtipp, bei<br />

der Sportartikelmesse ISPO ist die „Pocket Chain Saw“ jetzt<br />

sogar mit einem Award prämiert worden. Höchste Zeit also,<br />

dem Ding einmal ordentlich auf den (Schneide-)Zahn zu fühlen.<br />

Für den Test haben wir uns aber nicht den teuren Awardgewinner<br />

besorgt, sondern eines der vielen, zum Teil völlig<br />

baugleichen Produkte zu Niedrigstpreisen, die in diversen Internetshops<br />

angeboten werden. Ab 10 Euro gibt es solche<br />

Handkettensägen, unsere fanden wir für 19 Euro auf Amazon.<br />

Das Modell Chase ist weniger Rucksack als vielmehr eine<br />

„Weste“, wie man sie bei Trailläufern sieht, die neben Wasser<br />

noch ein paar Utensilien mitnehmen müssen. Dazu gibt es auf<br />

der Vorderseite im Brustbereich zwei zusätzliche Taschen. Mit<br />

Reißverschluss gesichert findet hier z.B. das Handy Platz und<br />

ist damit besser griffbereit, als wenn es hinten im Rucksack<br />

auf Selfies wartet. Auch Multitools, Gels und Riegel passen hinein,<br />

in Summe mehr als erwartet. Im Rückenteil stecken eine<br />

Trinkblase (1,5 Liter Wasser) und weitere fünf (!) Taschen für<br />

Regenjacke, Kleingeld oder Ersatzschlauch.<br />

Wer nicht gerne mit Rucksack am Bike sitzt, findet in der<br />

Chase-Weste eine starke Alternative. Der Bauchgurt fehlt, die<br />

Weste sitzt ungewöhnlich, aber letztlich angenehm hoch „zwischen<br />

den Schultern“ und damit schwitzt man am Rücken<br />

deutlich weniger. Überraschenderweise hat in der nur 330<br />

Gramm schweren Weste trotz geringer Maße sehr viel Platz<br />

(2,5 Liter Volumen + 1,5 Liter Wasser) – gleich viel wie in<br />

schlanken Bikerucksäcken. Die neue Camelbak-Weste eignet<br />

sich auch bestens für Wanderungen und Läufe. Bonus: Durch<br />

die schlanke Bauform kommen sogar Kinder in den Genuss eines<br />

kleinen Rucksackes mit Trinksystem.<br />

Die Sägekette selbst ähnelt der einer kleinen Motorsäge und<br />

ist messerscharf. Am Ende der 65 Zentimeter langen Kette befinden<br />

sich zwei Kunststoffschlaufen, mit denen man die Säge<br />

zieht. Verpackt ist sie in einem kleinen Beutel und hat mit nur<br />

150 Gramm Gesamtgewicht in jedem Rucksack Platz.<br />

Nur, was macht man eigentlich damit? Angepriesen wird die<br />

Säge in der Outdoorszene als „Überlebenswerkzeug“, um<br />

schnell wo Brennholz o. ä. zu schneiden. Mountainbiker verwenden<br />

die Säge, um ihre Bike-Trails von umgestürzten Bäumen<br />

und Ästen zu befreien und wieder für freie Fahrt zu sorgen.<br />

Im Test schneidet die Handsäge ganz locker Äste bis 15<br />

cm Durchmesser, man braucht aber erstens etwas Übung und<br />

sollte sich zweitens absichern, dass man auf den Wegabschnitten<br />

auch tatsächlich etwas wegschneiden darf.<br />

Testurteil: billig, praktisch, messerscharf.<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

123


NEUE REKORDE<br />

Zwei neue Bestmarken prägten die 21. Auflage der legendären<br />

Salzkammergut Trophy in Bad Goisern, Österreichs größtem<br />

MTB-Marathon. 5362 Teilnehmer am Start, <strong>SPORTaktiv</strong> als Zweiter.<br />

Natürlich sind es immer die Zahlen,<br />

die bei der Salzkammergut Trophy<br />

nach außen am beeindruckendsten sind:<br />

5362 Teilnehmer an drei Tagen, 1200<br />

freiwillige Helfer entlang der sieben verschiedenen<br />

Strecken und als berüchtigste<br />

aller Herausforderungen: die A-Strecke<br />

mit 210 Kilometern und 7119 hm.<br />

Bei der 21. Auflage des Kultrennens<br />

sind die Sieger vielleicht noch mehr im<br />

Blickpunkt gestanden als sonst: Der<br />

Schweizer Konny Looser (SUI) hängt<br />

erst auf den letzten Kilometern Andreas<br />

Seewald (GER) ab und fliegt in 9:29:54<br />

Stunden zu einem neuen Streckenrekord!<br />

Dann liefern auch die Damen ihren<br />

Teil zur Bikerparty: Zwar dominiert<br />

Barbara Mayer (AUT) den Großteil der<br />

Strecke, jedoch kann Sabine Sommer<br />

(AUT) ihren Rückstand von über elf<br />

Minuten aufholen. Die beiden überqueren<br />

Hand in Hand nach 11:29:51 Stunden<br />

die Ziellinie. Neuer Streckenrekord,<br />

die alte Marke um 52 Minuten verbessert!<br />

Auch das Dowe-<strong>SPORTaktiv</strong>-Team<br />

feiert: Unsere 49 Teammitglieder spulen<br />

für die Slow-Motion-Wertung in Summe<br />

319 Stunden und 4520 km ab und<br />

holen Platz zwei! Nächstes Jahr wieder!<br />

Vom 12. bis 14. Juli 2019.<br />

www.salzkammergut-trophy.at<br />

PLATZ 2 FÜR<br />

SPORTAKTIV<br />

Unser „Dowe <strong>SPORTaktiv</strong><br />

Leserteam“ (Bild)<br />

hat in der Slow-Motion-Wertung<br />

den zweiten<br />

Platz geholt. Unsere<br />

49 Teilnehmer sind in<br />

319 Stunden insgesamt<br />

4520 km gefahren. Ein<br />

großes Danke an Teilnehmer<br />

und Sponsoren!<br />

ANZEIGE / Fotos: Arnold Pauly, Thomas Polzer<br />

124 <strong>SPORTaktiv</strong>


TOUREN | MENSCHEN | SICHERHEIT<br />

OUTDOOR<br />

KLETTER-ELITE<br />

IN INNSBRUCK<br />

Von 6. bis 16. September findet in<br />

Innsbruck die Kletter-WM statt.<br />

700 Kletterer und Kletterinnen<br />

kämpfen in den Disziplinen<br />

„Lead“, „Boulder“ und „Speed“<br />

sowie im olympischen<br />

Kombiformat um Medaillen.<br />

www.innsbruck <strong>2018</strong>.com<br />

SUV-EFFEKT BEI HANDYS<br />

Fotos: Moritz Liebhaber, Steiermark Tourismus/Herbert Raffalt, iStock<br />

LAUFEND AKTUELLE STORYS,<br />

TRENDS UND TIPPS RUND<br />

UMS THEMA OUTDOOR AUF:<br />

WWW.SPORTAKTIV.COM<br />

SUPERWANDERER UNTERWEGS<br />

Martina Traisch und Manfred Polansky sind die<br />

„Superwanderer“, die auf der Wanderroute „Vom<br />

Gletscher zum Wein“ die Steiermark durchwandern.<br />

Rund zwei Monate sind sie nach dem Start (hier auf der<br />

Hängebrücke am Dachstein) auf insgesamt 60 Etappen<br />

unterwegs und berichten für den Steiermark Tourismus<br />

von ihren Erlebnissen und Eindrücken. Zu sehen auf:<br />

www.steiermark.com/superwanderer<br />

Handwerker, Sportler, Abenteurer und ganz<br />

Vorsichtige lieben sie: Outdoor-Handys, die<br />

Nässe, Staub und Schmutz trotzen und so<br />

manchen Sturz dank robuster Bauweise besser<br />

überleben als ihre filigranen High-End-Kollegen.<br />

Längere Akku-Laufzeiten sind ein weiterer<br />

Bonus. Während der globale Markt gesättigt<br />

scheint, erzielen die Outdoor-Handys noch Zuwachsraten<br />

wie SUV-Automobile. Das<br />

Nischenprodukt rückt in die erste Reihe.<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

125


WANDERN IN DER<br />

WILDNIS<br />

MEHRERE TAGE LANG WANDERN,<br />

MÖGLICHST INDIVIDUELL – DAS<br />

LIEGT GERADE IM TREND. ALSO<br />

HABEN WIR UNS AUFGEMACHT<br />

AUF DEN NEUEN LUCHS-TRAIL –<br />

OHNE RAUBKATZENKONTAKT,<br />

ABER MIT VIELEN<br />

NATUREINDRÜCKEN<br />

VON KLAUS MOLIDOR<br />

Xeis. So sprechen die Einheimischen<br />

„Gesäuse“ aus, jene<br />

Region im steirisch-oberösterreichischen<br />

Grenzgebiet<br />

nahe Admont, die mit wildem Wasser<br />

und ihren charakteristisch steilen Felswänden<br />

ein echtes Naturjuwel und nicht<br />

umsonst auch ein Nationalpark ist. Hier<br />

schlägt auch das Herz des rund 200 Kilometer<br />

langen Luchs-Trails, der über elf<br />

Etappen aus dem Reichraminger Hintergebirge<br />

in Oberösterreich kommend<br />

in der Steiermark vorbeischaut und sich<br />

dann weiter nach Lunz am See in Niederösterreich<br />

schlängelt. Entwickelt hat<br />

den Weitwanderweg im Auftrag von vier<br />

Schutzgebieten und drei Tourismusregionen<br />

Günter Mussnig von den Trail-An-<br />

126 <strong>SPORTaktiv</strong>


Fotos: Stefan Leitner, Günter Mussnig<br />

gels. Der Kärntner hat sich als Trail- und<br />

Trekking-Experte einen Namen gemacht<br />

und beispielsweise den Schneeleoparden-Trail<br />

im Himalaya entwickelt. Warum<br />

jetzt Luchs statt Schneeleopard? „Weil der<br />

Weg fast gänzlich durch Wildnis führt,<br />

dabei nicht nur durch drei Bundesländer,<br />

sondern auch vier Schutzgebiete geht“,<br />

erzählt Mussnig. Los geht es im Nationalpark<br />

Kalkalpen, dann über den Nationalpark<br />

Gesäuse, den Naturpark Steirische<br />

Eisenwurzen bis ins Wildnisgebiet Dürnstein.<br />

„Das einzige UNESCO-Weltnaturerbe<br />

Österrech“, sagt Mussnig. Nicht im<br />

Büro, sondern auf Etappe sieben des Trails<br />

vom Bergsteigerdorf Johnsbach über die<br />

Gsengscharte und die Haindlkarhütte ins<br />

Etappenziel Gstatterboden.<br />

Wilder John – so heißt der Weg. Und<br />

tatsächlich ist der Wald hier unberührt.<br />

Stämme und Äste liegen über kleinen Wegerln,<br />

mal geht es durch Dickicht, Brennessel-Vollkontakt<br />

inklusive. Und hier soll<br />

er also leben, der Namensgeber des Trails,<br />

der Luchs. „Ja, das Gebiet, durch das der<br />

Trail geht, ist der natürliche Lebensraum<br />

des Luchses“, sagt Mussnig. „Aber um<br />

dem zu begegnen, brauchst eine Menge<br />

Glück.“ Einzelgängerisch, dämmerungsaktiv,<br />

territorial – so wird diese Raubkatze<br />

beschrieben.<br />

Einsamkeit und Sicherheit<br />

Eigenschaften, die auf Mussnig nicht<br />

zutreffen. Auf so vielen Himalaya-Expe-<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

127


ditionen kommst du als Einzelgänger<br />

auch nicht weit. Für jeden Wanderer,<br />

dem wir am „Wilden John“ begegnen,<br />

hat er einen Schmäh über. Mit einem<br />

Lacher fällt auch die Steigung über<br />

schottrig-sandiges Terrain hinauf zur<br />

Gsengscharte leichter. Unter einem<br />

Baum rasten wir auf Wurzeln, nehmen<br />

einen Schluck Wasser, genießen die Stille.<br />

„Das ist es, was viele Leute heute wieder<br />

wollen“, bricht Mussnig das Schweigen.<br />

„Ruhe, Einsamkeit, keine Hektik.“<br />

Keine geführten Wanderungen, sondern<br />

mit Freunden, der Familie im kleinen<br />

Kreis. „Aber doch mit Convenience“,<br />

bricht ihm eine Marketing-Vokabel heraus.<br />

Dabei ist Mussnig alles andere als<br />

ein Theoretiker, der Projekte am Reißbrett<br />

entwirft. Er weiß, wie sich loses<br />

Gestein unter dem Bergschuh anfühlt,<br />

wie schnell die Hände wund sind, wenn<br />

man am Klettersteig keine Handschuhe<br />

dabei hat. Also erklärt er schnell: „Die<br />

Leute wollen es auch bequem. Sich nicht<br />

um Planung und Navigation kümmern<br />

müssen, dafür Service und Sicherheit.“<br />

Mit leichtem Gepäck<br />

Heißt weiter: vorgefertigte Touren mit<br />

Zeitangaben, markanten Punkten, Einkehr-<br />

und Übernachtungsmöglichkeiten<br />

und Gepäcktransport. „Am Alpe-Adria-Trail<br />

zum Beispiel nehmen den<br />

Gepäcktransport schon rund 95 Prozent<br />

der Leute in Anspruch, die dort mehrere<br />

Tage unterwegs sind.“ Denn Weitwanderungen<br />

wie Alpe-Adria- oder Luchs-Trail<br />

richten sich nicht an leistungsorientierte<br />

Hochalpin-Puristen, sondern an die<br />

große Masse der Erholungssuchenden,<br />

Aktiv-Urlauber, die nicht nur rauf und<br />

runter gehen wollen, sondern Strecken<br />

von A nach B bewältigen und dabei was<br />

sehen wollen von ihrer Heimat. „Und die<br />

haben halt am Abend dann mal gerne ein<br />

anderes Paar Schuhe an oder nicht nur<br />

die Funktionswanderkleidung.“ Daher<br />

wird auf den elf Luchs-Trail-Etappen<br />

auch nicht nur auf Hütten, sondern auch<br />

im Tal in Gasthöfen, Pensionen oder Hotels<br />

übernachtet. Die Touren sind individuell<br />

plan- und online buchbar.<br />

DER LUCHS-TRAIL<br />

11 Etappen, 200 Kilometer<br />

von Reichraming (OÖ) bis<br />

Lunz am See (NÖ). Online<br />

buchbar ab 15. Oktober<br />

<strong>2018</strong>. Explorer- Tour ab<br />

19. September. Infos &<br />

Anmeldung<br />

info@bookyourtrail.com<br />

So weit sind wir aber noch nicht. Hinauf<br />

auf die Gsengscharte wird der Weg<br />

jetzt felsiger. Die letzten 30 Meter geht<br />

es über Trittklammern, ein Fixseil im<br />

Fels erlaubt das „Zuschalten“ der Arme<br />

in die Vorwärtsbewegung und gibt<br />

Sicherheit. Im Trail ist das das einzige<br />

schwarz markierte Wegstück. Das sich<br />

aber lohnt, denn in der Scharte angekommen,<br />

öffnen sich Panorama und<br />

Mund zeitgleich. Hochtor, Dachl, Großer<br />

Ödstein, Planspitze ragen steil empor<br />

und zeigen uns ihre glatten, von Rissen<br />

durchsetzten Felsrücken. Die Optik<br />

lässt an 3000 Meter Seehöhe denken,<br />

die Realität steht an der Haindlkarhütte,<br />

die wir nach kurzem Abstieg erreichen:<br />

1.121 Meter. Mehr hochalpines Feeling<br />

mit moderatem Aufstieg geht nicht.<br />

Nach Kaspressknödeln mit Eierschwammerl<br />

geht es ins Tagesziel Gstatterboden.<br />

„Die Etappen sind so gewählt, dass<br />

man nicht in aller Frühe starten und bis<br />

Sonnenuntergang wandern muss“, sagt<br />

Mussnig. Aber auch nicht so, dass man<br />

zu Mittag die Wegstrecke erledigt hat.<br />

Am zweiten Tag gehen wir einen Teil<br />

der sechsten Etappe, die von der Lausserbaueralm<br />

über das Admonter Haus<br />

in den berühmten Haller Mauern bis<br />

hinunter ins Tal nach Hall führt. Dieser<br />

Weg windet sich durch Wald und<br />

Forstwege und wird im höheren Teil<br />

steinig. Wer es ein wenig herausfordender<br />

mag, steigt vom Admonter Haus<br />

noch ein paar Minuten hinauf zur Admonter<br />

Warte. Die letzten Meter sind<br />

alle viere vonnöten, wieder hilft ein<br />

Fixseil. Der Ausblick nach hinten ins<br />

Reichraminger Hintergebirge und nach<br />

vor ins Gesäuse lohnt sich auf alle Fälle.<br />

„In Szene setzen, was da ist“, nennt es<br />

Mussnig. Nach neuerlichen vier, fünf<br />

Stunden Gehzeit kann man erahnen,<br />

wie reizvoll eine Weitwanderung von A<br />

nach B sein kann.<br />

Foto: Stefan Leitner<br />

128 <strong>SPORTaktiv</strong>


PASST MIR UND ZU MIR.<br />

MAIER SPORTS – der Passformspezialist –<br />

bei unserer breiten Auswahl an PFC-freien Outdoorhosen muss<br />

man nicht lang suchen und es kommt niemand zu kurz.<br />

Hier geht‘s zum Video: www.maier-sports.com/passform


DAHIN<br />

GEHT<br />

DER<br />

TREND<br />

SPORTAKTIV HAT SICH WIEDER AUF DER<br />

OUTDOOR-FACHMESSE IN FRIEDRICHSHAFEN<br />

UMGESEHEN. NEBEN DEM IMMER STÄRKEREN<br />

TREND ZUR NACHHALTIGKEIT HABEN WIR<br />

AUCH 10 INNOVATIVE PRODUKTE ENTDECKT.<br />

Leicht, multifunktional und natürlich nachhaltig.<br />

Das ist der Trend der Branche, die<br />

sich auf der „OutDoor“-Messe in Friedrichshafen<br />

ihr traditionelles Stelldichein gegeben hat.<br />

Was schon im letzten Jahr zu erkennen war,<br />

setzt sich heuer fort und immer mehr durch:<br />

Schluss mit Plastik. PFC und Co. sind bei den<br />

neuen Kollektionen mittlerweile flächendeckend<br />

verpönt. Stattdessen wird Plastik, das schon auf<br />

der Welt ist, zu neuen Produkten recycelt. Hersteller<br />

wie Tatonka sagen auch dem Mikroplastik<br />

den Kampf an, das entsteht, wenn sich Kunstfasern<br />

abreiben. Hoch an der Zeit, wenn man bedenkt,<br />

dass jährlich über drei Millionen Tonnen<br />

dieser Mikroplastikpartikel ins Meer und damit<br />

auch in unsere Nahrungskette gelangen.<br />

Wie jedes Jahr wurden aber auch diesmal<br />

wieder die innovativsten Produktideen mit dem<br />

Gold-Award ausgezeichnet. Und die wollen wir<br />

euch auf den nächsten Seiten vorstellen.<br />

LEICHTE MATTE FÜR<br />

DAS GANZE JAHR<br />

Die FjellGuard 60 von<br />

ROBENS ist eine Ganzjahres-<br />

Matte, die je zur Hälfte aus<br />

selbst aufpumpenden Kanälen<br />

und dämmendem Schaum<br />

besteht. Und extraleicht ist<br />

sie auch.<br />

www.robens.de<br />

Fotos: Hersteller<br />

130 <strong>SPORTaktiv</strong>


DIE KETTENSÄGE FÜR<br />

DIE HANDTASCHE<br />

Der Ast muss weg, ist aber<br />

schwer erreichbar? Kein<br />

Problem mit der NORDIC<br />

POCKET SAW aus Schweden.<br />

Einfach um den Ast werfen<br />

und los geht’s. Sägt in beide<br />

Zugrichtungen, eignet sich<br />

zum Ziehen größerer Scheite<br />

und passt in jede Tasche.<br />

www.nordicpocketsaw.com<br />

VERBINDUNG FÜR<br />

IMMER & ÜBERALL<br />

Passt in jede Handfläche<br />

und verspricht immer<br />

Empfang. Das inReach Mini<br />

von GARMIN ist Telefon,<br />

Navi und Notrufsäule in<br />

einem. Und dank Iridium-<br />

Satellitennetzwerk hast du<br />

damit immer und überall<br />

Empfang.<br />

www.garmin.com<br />

ZWEI SCHUHE<br />

IN EINEM<br />

Mit einem Handgriff wird aus<br />

dem Zustiegsschuh Wildfire<br />

Edge von SALEWA ein<br />

Kletterschuh. Fädelt man das<br />

Schuhband durch die orange<br />

Öse, wird die Ferse per Zug<br />

nach vorne geschnürt und der<br />

Schuh fürs Klettern optimal<br />

verkleinert.<br />

www.salewa.com<br />

LUFTIGE<br />

WINDJACKE<br />

Die Agravic Windweave<br />

von TERREX ist eine<br />

Windjacke, die dank<br />

verschiedener Materialstärken<br />

an den richtigen Stellen<br />

luftdurchlässig ist und so<br />

ein angenehmes Mikroklima<br />

bietet.<br />

www.adidas.at<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

131


CLEVERER<br />

KLETTERRUCKSACK<br />

Der Apex Wall von SALEWA<br />

hat die Jury mit vielen<br />

praktischen Verschlüssen<br />

und Fächern ebenso<br />

überzeugt wie mit der<br />

Gewichtsverteilung in den<br />

reduzierten Gurten, die<br />

Schwitzen reduzieren.<br />

www.salewa.com<br />

DIE SOCKE IST<br />

SCHON IM SCHUH<br />

Das Obermaterial des Unico von NAGLEV<br />

besteht aus Kevlar, innen wartet er<br />

mit einer integrierten Merino-Socke<br />

auf. Technologie und Schutz auf der<br />

Außenseite treffen Natur und Komfort auf<br />

der Innenseite. Und das mit einer Naturgummisohle.<br />

www.naglev.com<br />

WÄRMENDER SCHUTZ<br />

FÜR BIKER<br />

Von NORRONA kommt die skibotn<br />

Gore-Tex Pro Jacket. Clevere<br />

Details wie der Handschutz und die<br />

großzügige Ventilation machen die<br />

Jacke zum perfekten Biker-Begleiter<br />

bei Wind und Regen.<br />

www.norrona.com<br />

Fotos: Hersteller<br />

132 <strong>SPORTaktiv</strong>


ANTON KRUPICKA<br />

La Sportiva Ambassador<br />

LA SPORTIVA® is a trademark of the shoe manufacturing company “La Sportiva S.p.A” located in Italy (TN) Photos by Fred Marmsater<br />

Photos by Damiano Levati, Storyteller Lab<br />

Ständige Weiterentwicklung.<br />

Laufen, klettern, überwinden.<br />

Wir suchen nach unserem Ursprung.<br />

Wofür wir geboren wurden,<br />

IMMER VORWÄRTS SCHAUEND.<br />

www.lasportiva.com<br />

Become a La Sportiva fan<br />

@lasportivatwitt<br />

Val di Fiemme, Trentino<br />

SHOP NOW ON WWW.LASPORTIVA.COM<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

133


FÜR BERGE<br />

UND REISEN<br />

Der Atrack von ORTLIEB<br />

ist Outdoorrucksack und<br />

Reisetasche in einem.<br />

Der hinten umlaufende<br />

Reißverschluss eröffnet völlig<br />

neue Packmöglichkeiten. In<br />

25-, 35- und 45-Liter-Version<br />

erhältlich.<br />

www.ortlieb.com<br />

INNOVATION FÜR<br />

SKIBERGSTEIGER<br />

Das Skimo Total Race ist<br />

ein leichtes Steigeisen für<br />

Skibergsteiger. Die innovative<br />

Bindung ermöglicht ein<br />

schnelles Anlegen und sehr<br />

gute Feinjustierung<br />

www.camp.it<br />

NATURSCHAUSPIEL FÜR HEISSE TAGE<br />

Wanderwege, Brücken, Leitern und glasklares Wasser: Die<br />

Tscheppaschlucht in Ferlach (K) ist ein tolles Ausflugsziel.<br />

KÄRNTEN. Tiefe Schluchten, steile, zerklüftete Felsen, eine<br />

einmalige Fauna, das Naturschauspiel des herabfallenden<br />

Wildbaches und tosende Wasserfälle: Die Tscheppaschlucht<br />

bei Ferlach ist ein eindrucksvolles Ziel für Wanderer jeden<br />

Alters. Ideal ist der Ausflug hierher, wenn es richtig heiß<br />

ist – weil es so viele schattige Platzerl gibt und das kristallklare<br />

Wasser zum Abkühlen einlädt. Aber auch an weniger<br />

heißen Tagen lohnt sich das Erlebnis. Bis 26. Oktober ist<br />

die Schlucht täglich von 8.30 bis 17 Uhr geöffnet.<br />

www.tscheppaschlucht-ferlach.at<br />

WANDERERLEBNIS „KITZALPHIKE“<br />

Die gemeinsame Erlebnistour führt am 1. September auf<br />

eindrucksvollen Wegen durch die Kitzbüheler Alpen.<br />

TIROL. Von den ersten Sonnenstrahlen bis zum Sonnenuntergang<br />

heißt es am 1. September gemeinsam ein Stück der<br />

Kitzbüheler Alpen zu durchwandern. Der „KitzAlpHike“<br />

führt heuer auf den Spuren des „KAT Walk“-Weitwanderwegs<br />

auf 26 Kilometern von Hopfgarten nach Westendorf.<br />

Die Teilnahmegebühr beträgt 30 Euro; als Gegenwert gibt<br />

es unter anderem eine Betreuung durch geprüfte Bergwanderführer<br />

sowie Bergrettung, Shuttledienste, Frühstück und<br />

Mittagessen. Anmelden: hopfgarten@hohe-salve.com<br />

www.kitzbueheler-alpen.com<br />

Fotos: Hersteller, Veranstalter<br />

134 <strong>SPORTaktiv</strong>


hohesalve.at<br />

Begeisterung?<br />

KENNT KEINE GRENZEN.<br />

B<br />

I K E<br />

&<br />

J O Y<br />

P A C K A G E<br />

Biken in den<br />

KitzbühelerAlpen<br />

4 Tage / 3 Nächte inkl. Energy-<br />

Halbpension, 1 geführte Tour rund um die<br />

Hohe Salve (inkl. gesundem Mittagessen<br />

im Gasthaus), 1 Mountainbike oder<br />

E-Bike gratis im Verleih, 1 Teilkörpermassage<br />

inkl. Heilmoorbehandlung,<br />

1 Hydroxeur Therapiewanne<br />

ab EUR 426,-<br />

pro Person im DZ<br />

Genießen Sie Ihre Radsaison in den Kitzbühler Alpen<br />

und lassen Sie sich von unserem Mountainbikeguide die schönsten Biketouren<br />

in der Region zeigen. Gönnen Sie Ihren Beinen und Ihrem Bewegungsapparat<br />

die richtige Entspannung und lassen Sie sich von unseren Masseuren die<br />

Muskulatur lockern. Zusätzlich rdern wir Ihre Durchblutung durch die<br />

aktive Regeneration in unserer Hydrotherapiewanne.<br />

Meierhofgasse 26 | 6361 Hopfgarten im Brixental<br />

T +43 5335 2420 | welcome@hohesalve.at


WENN DIE<br />

KÄSEKRAINER<br />

PFEIFEN<br />

MIKROABENTEUER SIND DIE<br />

SCHNELLE FLUCHT AUS DEM ALLTAG.<br />

TASCHENMESSER, FEUERZEUG, ZELT UND<br />

AB INS GEMÜSE. WAS MAN DABEI ALLES<br />

VERGESSEN KANN? TJA, WIR HABEN<br />

ES AM EIGENEN LEIB ERFAHREN.<br />

VON CHRISTOPH HEIGL<br />

Keine Zeit für Urlaub? Oder ist er<br />

schon vorbei? Und trotzdem Lust<br />

auf Entspannung, Entschleunigung<br />

und Abenteuer? Gestatten, micro!<br />

Ein Präfix aus dem Griechischen, das<br />

„klein“ bedeutet. In unserem Fall eine<br />

kleine Entspannung, eine kleine Entschleunigung,<br />

ein kleines Abenteuer.<br />

Micro hatte der Engländer Alastair<br />

Humphreys im Sinn, als er 2012 mit<br />

seinem Buch „Microadventures“ (dt.<br />

kleine Abenteuer) einen regelrechten<br />

Boom auslöste und seinen Fans, Kritikern<br />

und letztlich sich selbst bewies,<br />

dass man nicht die Welt mit dem Rad<br />

umrunden, über den Atlantik rudern<br />

oder zu Fuß Indien durchqueren muss<br />

(was Humphreys alles gemacht hat!), um<br />

als Abenteurer zu gelten.<br />

Für den deutschen Begriff Mikroabenteuer<br />

gibt es unterschiedliche Definitionen,<br />

aber kein bindendes Regelwerk:<br />

Nah am Zuhause soll es sein, es darf<br />

nicht viel kosten, es muss im Alltag<br />

integrierbar und erlebbar sein, sagt<br />

Alastair Humphreys.<br />

Zwischen 8 und maximal 72 Stunden<br />

sollte ein Outdoor-Abenteuer dauern,<br />

es darf kein Auto benutzt werden. Die<br />

Übernachtung im Freien sollte ohne<br />

Zelt stattfinden, meint der deutsche<br />

Autor Christo Foerster, „das Freiheitsgefühl<br />

ist unschlagbar.“<br />

Als Best-Practice-Beispiele gelten Übernachtungen<br />

im eigenen Garten, am Balkon<br />

oder im Wald. Wanderungen ohne<br />

vorher definiertes Ziel sind auch ein Hit.<br />

Oder barfuß. Leicht nachzuvollziehen ist<br />

der Tipp, einfach loszumarschieren und<br />

an jeder dritten Kreuzung oder Weggabelung<br />

abwechselnd links und rechts abzubiegen.<br />

Von Christo Foerster kommt<br />

die Empfehlung, am Bahnhof in den<br />

ersten Zug zu steigen, der von Bahnsteig<br />

zwei abfährt und so lange zu fahren, wie<br />

einen das Zugticket um 15 Euro bringt.<br />

Von dort zu Fuß nach Hause marschieren.<br />

Wanderungen entlang von Flüssen<br />

oder Bahnstrecken ermöglichen neue Blicke<br />

auf bekannte Gegenden, bestimmte<br />

Abschnitte könnte man schwimmen oder<br />

paddeln. Unterhaltsam kann auch sein,<br />

auf der Landkarte mit dem Zirkel einen<br />

Radius um den Wohnort abzuschlagen<br />

und den entstehenden Kreis möglichst liniengetreu<br />

abzuwandern, egal, was sich in<br />

den Weg stellt – Lebensgefahr (Felswand,<br />

sechsspurige Autobahn, Löwenkäfig) aber<br />

bitte vermeiden. So weit die Theorie.<br />

So ein Mikroabenteuer wollen wir unbedingt<br />

in der Praxis ausprobieren. Wir<br />

entscheiden uns für den „Klassiker“, eine<br />

kleine Wanderung samt Übernachtung<br />

und Sonnenaufgang am Berg.<br />

Fotos: Christoph Heigl<br />

136 <strong>SPORTaktiv</strong>


18.08 UHR. Zeit- und Treffpunkt wählen wir so,<br />

dass sich davor ein fleißiger Arbeitstag im Büro<br />

ausgeht, danach aber noch genug Zeit bleibt, die<br />

Wanderung zu schaffen, ohne dass wir die Zelte im<br />

Finstern aufschlagen müssen. Wir ziehen das Ding<br />

heute durch: Kollege K. und ich, unsere jüngeren<br />

Söhne (7, 11) haben wir als Aufpasser mit. Erste<br />

schwerwiegende Erkenntnis: Obwohl es nur eine<br />

Nacht ist, brauchen wir ganz schön viel Gepäck!<br />

Zwei Zelte, Isomatten, Schlafsäcke, Ersatzkleidung,<br />

Essen, Trinken, Klopapier, Handy, Taschenmesser,<br />

Zündhölzer – die Ausrüstung, die wir auf unsere<br />

Schultern wuchten, erweckt bei den Nachbarn<br />

wohl den Eindruck, wir trampen bis Usbekistan.<br />

Okay, die Hopfenkaltschale in Flaschenform drückt<br />

zusätzlich aufs Gewicht, aber darauf wollten wir<br />

nicht verzichten. Auf ein Handyverbot wollten<br />

wir uns auch nicht einigen, aber nur wegen der<br />

Taschenlampenfunktion, schwöre. Vier Männer<br />

wandern los und verlassen die Zivilisation. Frage:<br />

Haben wir genug mit?<br />

19.25 UHR. Zwischenstation am Bauernhof des<br />

Vertrauens. Dort haben wir vorab die Erlaubnis<br />

eingeholt, bei der dazugehörigen Hütte oben<br />

auf der Alm unser Nachtquartier aufschlagen zu<br />

dürfen. Wir bekommen auch den Schlüssel fürs<br />

Plumpsklo, das klingt ja fast schon nach Luxus.<br />

In Österreich ist es gesetzlich verboten, auf<br />

Wald und Wiesen zu zelten. Außer, man hat eine<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

137


ausdrückliche Erlaubnis des Grundeigentümers. Das<br />

Wetter ist hochsommerlich warm, keine Gewitter<br />

oder Regenschauer blinken auf der App. Frage: Wie<br />

bekommt man genauere Wetterinfos?<br />

20.49 UHR. Schwitzend und hungrig erreichen wir<br />

unser Ziel, eine Almwiese mit liebevoll renovierter<br />

Hütte. Unter uns beleuchten die ersten Lichter die<br />

Dämmerung des steirischen Mürztales. Die Hütte<br />

ist verlockend, wir lassen sie aber links liegen und<br />

schlagen die Zelte daneben auf. Kollege K. macht<br />

das fachmännisch. Aber: Hätten wir den Hammer<br />

zum Einschlagen der Zeltheringe nicht zufällig bei<br />

der Hütte gefunden (Luxus! Sagen die Kollegen<br />

später), wer weiß, wie das Abenteuer ausgegangen<br />

wäre. Auf einen Hammer haben wir einfach vergessen.<br />

Auf der Feuerstelle (Luxus! Sagen die Kollegen<br />

später) lodert dank fertiger Holzscheite (Luxus!<br />

Sagen die Kollegen später) rasch das Feuer. Fragen:<br />

Wie viel Luxus braucht man? Wie und was isst man<br />

ohne offenes Feuer?<br />

21.18 UHR. Es wird finster und empfindlich kalt. Das<br />

Feuer spendet Licht, Wärme und ist jetzt so weit<br />

niedergebrannt, dass wir zum Abendessen schreiten.<br />

Die Kids hatten wir mit Taschenmessern losgeschickt,<br />

um Steckerl zu besorgen. Darauf wickeln<br />

wir jetzt Pizzateig-Streifen, spießen Frankfurter,<br />

Bratwürstel, Käsekrainer und (Achtung Geheimtipp)<br />

Chili-Braune auf. Männer und Feuer, was braucht<br />

es mehr für einen gelungenen Abend? Es schmeckt<br />

jedenfalls fantastisch im Vier-Hauben-Lokal unter<br />

freiem Himmel. Die neugierigen Kühe von der Weide<br />

nebenan ziehen sich zurück, es wird ruhig. So ruhig,<br />

dass neben dem Knistern des Feuers nur noch ein<br />

Geräusch zu hören ist: Die Käsekrainer pfeifen! Ein<br />

untrügliches Zeichen, dass der Käse heiß und die<br />

Würstel fertig sind. Die Kinder wiehern vor Lachen.<br />

Ach ja, Senf und Ketchup wären jetzt ein Hit, vergessen.<br />

Der Abend endet für die Kinder mit der Frage:<br />

Müssen wir heute Zähne putzen?<br />

5.00 UHR. Erster Versuch, den Sonnenaufgang zu<br />

fotografieren, schlägt fehl. Alles grau in grau, Sonne<br />

schläft noch. Wir hauen uns wieder aufs Ohr.<br />

5.29 UHR. Hektisches Ruckeln an den Reißverschlüssen<br />

von Schlafsack und Zelt. „Schnell, die Sonne!“<br />

Der Blick nach Osten zeigt den Horizont, wo im Grau<br />

langsam ein oranger Punkt erscheint. Die Kamera ist<br />

mit dem Farbenspiel und der Lichtquelle fast überfordert,<br />

für die Kinder ist es der erste Sonnenaufgang,<br />

den sie bewusst erleben. „Schöööööön.“ Erstaunlich,<br />

wie schnell uns die ersten Sonnenstrahlen wärmen,<br />

zum Aufbleiben ist es aber noch zu früh, noch<br />

einmal in die Waagrechte. Frage: Wie und wo kann<br />

man für seinen Standpunkt den genauen Zeitpunkt<br />

des Sonnenaufganges eruieren?<br />

8.05 UHR. Wir werden wach, weil es im Zelt schon<br />

fast unerträglich heiß ist. Schwitzend schälen wir<br />

uns aus den Schlafsäcken. Ist über Nacht denn eine<br />

subtropische Hitzewelle über uns hereingebrochen?<br />

Zelt auf, Gott sei Dank nicht, eine frische Bergbrise<br />

verweht die stickige Luft des Nachtlagers. Tief<br />

durchatmen. „Was gibt’s zum Frühstück?“, fragen<br />

unsere jungen Begleiter wie aus einem Mund und<br />

schnell folgt die Erkenntnis, dass die tollen Papis<br />

zwar an Feuerzeug, Bier und Taschenmesser gedacht<br />

haben, nicht aber daran, dass zu morgendlicher<br />

Stund ein kleiner Snack auch nicht schlecht<br />

wäre. Wir hungern. Frage: Fehlten weiblicher Touch<br />

und Fürsorge bei unserem Männertrip?<br />

9.20 UHR. Die Zelte sind abgebaut, alles zusammengeräumt<br />

(wieder was vergessen: ein Müllsack!) und<br />

die Rucksäcke sind abermals zum Zerreißen beladen.<br />

Viele Eindrücke beschäftigen uns, als wir ins Tal<br />

hinunterwandern und uns beim Bauernhof noch einmal<br />

für das Ermöglichen unseres Mikroabenteuers<br />

bedanken. Es bleibt nur eine Frage: Wann machen<br />

wir das wieder?<br />

0.20 UHR. Wir löschen das Feuer und auch Kollege<br />

K. und ich wollen uns gerade in die Schlafsäcke<br />

wickeln, als uns vom Tal unten ein dumpfer Knall<br />

irritiert. Wir denken an Schüsse eines Jägers. Dann<br />

wieder, vier, fünf Mal. Wir legen uns hin. Dass wir in<br />

der Früh die Nachricht aufs Handy bekommen, in der<br />

Stadt unten seien in einem brennenden Haus Munition<br />

und Wurfgranaten aus dem 2. Weltkrieg explodiert,<br />

gibt der Definition von „Abenteuer“ eine ganz<br />

neue Seite. Frage: Wann und wo könnte eine Nacht<br />

tatsächlich gefährlich sein?<br />

Foto: Christoph Heigl<br />

138 <strong>SPORTaktiv</strong>


ACTION<br />

IN DER BERGWELT<br />

RUND UM DEN PASS THURN UND<br />

MITTERSILL GIBT ES NATUR PUR UND<br />

BETRIEBE MIT WOHLFÜHLFAKTOR.<br />

Sportlich hoch oben einen Gebirgssee<br />

umrunden, ein atemberaubendes Panorama<br />

genießen und dann zum Entspannen<br />

auf einer Alm einkehren und sich verwöhnen<br />

lassen. So schauen Urlauberträume aus!<br />

So schauen Urlaube aber auch in der Realität<br />

aus – etwa in der Region um Mittersill<br />

und den Pass Thurn.<br />

Unschlagbar ist der Panoramablick über<br />

den Pinzgau und die Gipfelwelt der Hohen<br />

Tauern. Die Dreitausender locken hier genauso<br />

wie die Hochtäler, Bergseen, Almen,<br />

Wasserfälle und unten im Tal die Flüsse und<br />

Radwege. Hier wird jedem etwas geboten,<br />

dem Mountainbiker mit endlosen Routen<br />

genauso wie der Familie mit kleinen Kids.<br />

Da braucht es auch erstklassige Unterkünfte<br />

und Gastronomie. Direkt in Pass Thurn<br />

garantieren dafür erfolgreiche Betriebe wie<br />

das Berghotel Breitmoos, die Mooralm, die<br />

Sunnseit oder die Thurner Hag.<br />

Für Biker und Wanderer<br />

Im Sommer können Mountainbiker aus<br />

100 Routen in der Region wählen und<br />

dabei eintauchen in die Traumstrecken der<br />

Nationalparktäler der Hohen Tauern und in<br />

die Kitzbüheler Alpen. Am Pass Thurn gibt<br />

es auch mehrere Sesselbahnen und Skilifte,<br />

die zum Skiparadies Kitzbühel gehören.<br />

Mit der Panoramabahn Kitzbühler Alpen<br />

oder der Resterhöhe geht es weiter auf<br />

den Resterkogel, wo man beim Restaurant<br />

Pinzgablick die wunderschöne Aussicht genießen<br />

kann. Von der Resterhöhe aus geht’s<br />

zur Panorama-Alm, wo Verwöhnen auf den<br />

Programm steht: in der gemütlichen Ofenstube<br />

oder auf der großen Sonnenterrasse.<br />

Fotos: Pihapper, Thurner Hag, Daniel Schwab<br />

140 <strong>SPORTaktiv</strong>


DAMIT PACKEN SIE JEDES<br />

WETTER IN DIE TASCHE.<br />

Damen<br />

JACKET NEUFUNDLAND1 |<br />

Verstellbare,<br />

verstaubare Kapuze<br />

Maximaler<br />

Wetterschutz<br />

20.000 mm Wassersäule<br />

Trockengefühl<br />

auf der Haut<br />

Winddicht<br />

Hohe<br />

Atmungsaktivität<br />

Integrierte<br />

Pack-Away-Tasche<br />

„Ich empfehle Ihnen die<br />

Schöffel Jacke Neufundland1.“<br />

Gerlinde Kaltenbrunner, Profibergsteigerin<br />

Weitere Informationen zum Produkt finden Sie unter schoeffel.com


JACK WOLFSKIN<br />

AIRFLAKE 0 REGULAR<br />

• empfohlener Temperaturbereich<br />

bis 0°C<br />

• wasserdichter Packsack<br />

mit Rollverschluss<br />

• hohe Wärmeleistung<br />

• federleichte, extrem komprimierbare<br />

Wattierung<br />

• 1080 g<br />

PREIS (UVP): € 289,95<br />

www.jack-wolfskin.de<br />

SCHLAF<br />

GUT<br />

8 SCHLAFSÄCKE FÜR DIE NACHT|<br />

IN DER FREIEN NATUR|<br />

CARINTHIA G250<br />

• extrem leichter 3-Jahreszeiten-Schlafsack<br />

• sehr effizientes Wärme-Gewichts-Verhältnis<br />

• hohe Atmungsaktivität<br />

durch weiches & extrem<br />

leichtes Shelltex-Superlight-Innenfutter<br />

• wasserabweisendes<br />

Shelltex-Ultra-Außenmaterial<br />

• 1200 g<br />

PREIS (UVP): € 249,90<br />

www.carinthia.eu<br />

MARMOT TRESTLES ELITE 30<br />

• PFC-frei<br />

• Komfortbereich: 3,1 Grad<br />

• Grenzbereich: -2,2 Grad<br />

• großzügig geschnittener<br />

Fußbereich<br />

• Anti-Snag-Zipper<br />

• leichter Zugang durch<br />

zweiten Zipper<br />

• 920 g<br />

PREIS (UVP): € 160,–<br />

www.marmot.de<br />

DEUTER ASTRO 400<br />

• eigener Wärmekragen<br />

• Trapezoid-Chamber-Con-<br />

struction<br />

• Ergo Hood<br />

• Wertsachen-Innentasche<br />

• 990 g<br />

PREIS (UVP): € 229,95<br />

www.deuter.com<br />

Fotos: Hersteller<br />

142 <strong>SPORTaktiv</strong>


SALEWA MICRO 800 SB<br />

• 75D-Ripstop-Polyester<br />

• Temperatur +7 bis + 24 °C<br />

• als Decke verwendbar<br />

• verknüpfbar<br />

• Innenfach für Wertsachen<br />

• Klemmschutz-Reißver-<br />

schluss<br />

• 980 g<br />

PREIS (UVP): € 90,–<br />

www.salewa.com<br />

MILLET TRILOGY EDGE<br />

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<strong>SPORTaktiv</strong><br />

143


SCHNELLE<br />

NICHT NUR WANDERN, SONDERN SICH<br />

VERAUSGABEN, DABEI ABER NICHT IN DEN<br />

WETTKAMPFMODUS SCHALTEN, SONDERN<br />

SICH AN FELSEN, GÄMSEN, BÄCHEN<br />

ERFREUEN – DAS IST SPEED HIKING.<br />

AUSFLUG IN EINE BERGSPORT-NISCHE.<br />

VON KLAUS MOLIDOR<br />

LUST<br />

Wandern ist ja wieder voll im<br />

Trend. Immer mehr Junge<br />

entdecken die Bewegung in<br />

der Natur. Und eben nicht unbedingt<br />

das Klettern oder das hochalpine Abenteuer,<br />

sondern tatsächlich über Almwege,<br />

Steige, Wanderwege zu gehen. Also<br />

über kein schwieriges, technisch anspruchsvolles<br />

Terrain. Natürlich, in der<br />

Snapchat-Instagram-Generation ist der<br />

Begriff „Wandern“ zu wenig hip. „Speed<br />

Hiking“ heißt das heute. Schnelles<br />

Wandern also. Grund genug, das einmal<br />

auszuprobieren.<br />

Tiers in den Südtiroler Dolomiten.<br />

Ein kleines Bergdorf oberhalb von Bozen.<br />

Hier soll das Speed-Hiking-Abenteuer<br />

beginnen. Es beginnt aber etwas<br />

anderes: zu regnen nämlich. Aber trotzdem:<br />

Muass auffi. Also Regenjacke raus<br />

und rauf auf den Wanderweg Richtung<br />

Grasleitenhütte, dem Basislager der Veranstaltung.<br />

Und schlechtes Wetter gibt<br />

es bekanntlich ja ohnehin keines.<br />

Vom charakteristischen Dolomitenpanorama<br />

mit den schroffen, steil aufragenden<br />

Kalkfelsen ist nichts zu sehen.<br />

Regen und Nebel haben einen Vorhang<br />

vor die Rosengarten-Gruppe gezogen.<br />

Sattelspitze, Rotwand, Tschaminspitze,<br />

Rosszähne – nichts von alledem zeigt<br />

sich. Immerhin, nach knapp zweieinhalb<br />

Stunden hat der Regen genug und stellt<br />

kurz vor der Grasleitenhütte die Arbeit<br />

ein.<br />

Der Weg Nummer drei vom Parkplatz<br />

Weißlahnbad zur Grasleitenhütte eignet<br />

sich indes perfekt zum Speed Hiking.<br />

Kleine Wegerln wechseln sich im unteren<br />

Teil noch mit Forststraßen ab, dann<br />

geht es über Almwiesen und Steige nach<br />

oben. Das Gelände ist – was den Tritt<br />

betrifft – nicht anspruchsvoll. Geübte<br />

Geher finden hier also mit Speed-<br />

Hiking- Schuhen das Auslangen. Die<br />

sind nur Halbschuhe, ein wenig steifer<br />

als Trailrunningschuhe, und haben ein<br />

besseres Profil. Die Geschwindigkeit<br />

kommt aber nicht nur aus den Beinen.<br />

Trekkingstöcke sorgen beim Speed Hiking<br />

auch für Schub aus den Armen.<br />

Das zeigt sich dann speziell am zweiten<br />

Tag. Von der Grasleitenhütte geht<br />

es weiter aufs Tierser Alpl. Die Stöcke<br />

geben dabei neben der Geschwindigkeit<br />

auch Halt, denn nach einem sanften<br />

Start windet sich der Weg durchs Bärenloch<br />

steil nach oben. Arme und Beine<br />

werden jetzt beansprucht, es ist Berg-<br />

Fotos: Salewa/Julian Rohn<br />

144 <strong>SPORTaktiv</strong>


Sport im wahrsten Sinne. Trotzdem:<br />

Der Wettkampfgedanke fällt hier weg,<br />

es ist immer noch Wandern, also bleibt<br />

auch Zeit, endlich die Aussicht zu genießen,<br />

die Ruhe, den schnellen Atem<br />

bewusst zu spüren.<br />

Bergführer Egon hat als Erster wieder<br />

Luft. Und erzählt vom Hüttenwirt auf<br />

dem Tierser Alpl. „Als der die Hütte da<br />

heroben gebaut hat, habens ihn alle für<br />

verrückt gehalten.“ Das ganze Material<br />

hat er allein hochgeschleppt auf 2440<br />

Meter. Sogar die Baumstämme über<br />

mehrere Hundert Höhenmeter nach<br />

oben gezerrt. „Heute lacht keiner mehr<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

145


,,DIE NACH-<br />

FRAGE NACH<br />

SPEED HIKING<br />

IST DA, AUCH<br />

WENN ES EINE<br />

NISCHE IST.“<br />

über ihn, denn die Hütte ist eine Goldgrube.“<br />

In knapp zwei Stunden haben wir<br />

rund 600 Höhenmeter bewältigt und<br />

sind oben angekommen. Aber war das<br />

jetzt Wandern, Speed Hiking oder Trailrunning?<br />

Oder ist das nur eine Nische,<br />

die Ausrüster bewusst besetzen, um ihre<br />

Produktpalette zu erweitern? „Natürlich<br />

macht das nicht die breite Masse, aber<br />

eine Nachfrage nach speziellen Schuhen<br />

gibt es tatsächlich“, bestätigt Sebastian<br />

Schaller von Salewa, der als Technical<br />

Sales Manager Bindeglied zwischen Entwicklung<br />

und Verkauf ist. „Viele junge<br />

Leute wollen wieder in die Berge. Weil<br />

sie aber nicht im schwierigen Gelände<br />

unterwegs sind, reicht ihnen ein leichter<br />

Schuh, der trotzdem ausreichend stabil<br />

ist und eine gute Sohle hat.“<br />

Scharfe Abgrenzung zum Trailrunning<br />

oder Wandern gibt es keine. Wo die<br />

einen schon Trailrunning sagen, heißt es<br />

bei den anderen noch „Speed Hiking“.<br />

So kann man das Material getrost auch<br />

für beide Sportarten verwenden – und<br />

natürlich auch noch in der Fußgängerzone<br />

ein Statement abgeben, dass man<br />

Bergsportler ist.<br />

Inzwischen sind wir über den Molignonpass<br />

wieder auf dem Weg nach<br />

unten. Ein steiles Geröllfeld mit Schneefeldern<br />

wartet auf uns. Da geben die<br />

Stöcke nun Sicherheit und Stabilität –<br />

und sie entlasten die Gelenke deutlich.<br />

So bleibt es auch nach fünf Stunden bei<br />

der Lust am Berg.<br />

Speed Hiking oder Trailrunning – die<br />

Begrifflichkeit mag unterschiedlich sein,<br />

das Erlebnis bleibt dasselbe. Das Bewegen<br />

in den Bergen, das nicht nur Naturerlebnis<br />

bietet, sondern auch das angenehme<br />

Gefühl, den Körper in die Nähe des<br />

Grenzbereichs geführt zu haben.<br />

Foto: Salewa/Julian Rohn<br />

Thule AllTrail<br />

146 <strong>SPORTaktiv</strong><br />

Für alle Aktivitäten und jede Jahreszeit<br />

Dank der außergewöhnlichen Vielseitigkeit und speziell auf Wanderungen<br />

ausgelegter Eigenschaften sind Sie mit Thule AllTrail Hiking-Rucksäcken<br />

bei jeder Jahreszeit und allen Aktivitäten stets bestens ausgestattet.


WO DER HERBST<br />

AM SCHÖNSTEN IST<br />

Im Herbst ist im Zillertal alles möglich:<br />

Wandern oder Biken mit Blick auf<br />

imposante Berge – oder Skifahren ganz<br />

oben auf dem Hintertuxer Gletscher.<br />

Wandern, Biken, Natur und Kulinarik genießen – oder am<br />

Gletscher die ersten Schwünge im Pulverschnee ziehen:<br />

Das Tiroler Zillertal besticht im Herbst mit seiner Vielfalt.<br />

Foto: Zillertal Tourismus<br />

DAS ZILLERTAL<br />

lockt mit 1400<br />

km markierten<br />

Wanderrouten<br />

und 1200 km<br />

ausgeschilderten<br />

Bikerouten.<br />

Während auf den Gipfeln bereits der<br />

Schnee herunterschaut, überwiegen<br />

im Tal noch angenehme Temperaturen. Der<br />

Zillertaler Bergherbst gilt als Geheimtipp für<br />

Wanderungen und Mountainbiketouren am<br />

Berg und im Tal.<br />

Ein tiefblauer Himmel und perfekte Sicht<br />

auf die Gipfel der zahlreichen Dreitausender<br />

machen Wander- und Biketouren zu<br />

unvergesslichen Naturerlebnissen. Gut, dass<br />

es gleich 1400 km ausgeschilderte Touren für<br />

Wanderer und 1200 km für Biker gibt. Und<br />

dank der Zillertaler Bergbahnen erklimmen<br />

Genusswanderer die imposante Bergwelt<br />

mühelos. Während sich auf den Almen<br />

das prächtige Farbenspiel der Wälder und<br />

Wiesen zeigt, lädt am Hintertuxer Gletscher<br />

der Pulverschnee die Skifahrer zu den ersten<br />

Schwüngen ein.<br />

Im Urlaub geht es aber nicht nur um Gipfelerlebnisse<br />

und Höhenmeter, sondern auch<br />

um die bestmögliche Einkehr. Wer sich aktiv<br />

erholt, ist viel an der frischen Bergluft unterwegs<br />

– und die macht bekanntlich hungrig.<br />

Eine Pause in einer der über 150 Zillertaler<br />

Hütten stillt dabei nicht bloß den Hunger –<br />

die hausgemachten Spezialitäten aus frischen<br />

regionalen Qualitätsprodukten versprechen<br />

auch hier wahren Hochgenuss.<br />

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<strong>SPORTaktiv</strong><br />

147


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sich Arme, Schultern und Rumpf<br />

stärken und die Stabilität verbessern.<br />

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Birkenholzlaminat haben verstellbare<br />

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der Aufhängung frei beweglich.<br />

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ist die nachhaltige Version des<br />

Cobra-Kletterschuhs. Er besteht zu<br />

85 % aus recycelten Materialien<br />

und wird unter geringsten<br />

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Damen gibt es 25, bei den<br />

Herren 30 Größen.<br />

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Fotos: Hersteller<br />

148 <strong>SPORTaktiv</strong>


ÜBERSTEIL<br />

AM STAHLSEIL<br />

SPASSMACHER, FREQUENZ-<br />

BRINGER – SINNLOS ODER GAR<br />

EINE GEFAHR? KLETTERSTEIGE<br />

MIT HOHEN UND HÖCHSTEN<br />

SCHWIERIGKEITSGRADEN<br />

SCHEIDEN DIE GEISTER. SIE<br />

FINDEN ABER IHR PUBLIKUM.<br />

VON CHRISTOF DOMENIG<br />

Mit einem Griff über Kopf hängt<br />

sich Andreas Jentzsch ins fast<br />

waagrecht verlaufende Stahlseil<br />

ein, zieht sich per Klimmzug hoch und<br />

hantelt sich an Seil und Griffklammern<br />

den meterlangen Überhang entlang. Der<br />

Kraftakt im Kampf gegen die Schwerkraft<br />

ist nur ein Vorgeschmack auf das,<br />

was noch kommt. Der Überhang ist<br />

bloß die Einstiegspassage des Ferrata<br />

Extraplomix auf Gran Canaria, der mit<br />

Schwierigkeitsgrad G als schwerster<br />

Klettersteig der Welt gilt.<br />

Andreas Jentzsch und sein Bruder Axel<br />

Jentzsch-Rabl haben im Frühling den<br />

Extrem-Klettersteig getestet. Die Brüder<br />

betreiben das Portal Bergsteigen.com und<br />

geben im Alpinverlag die umfangreichsten<br />

Klettersteigführer im deutschsprachigen<br />

Raum heraus. Andreas Jentzschs<br />

Kommentar beim Ausstieg: „Da können<br />

sich unsere F-Steigerl verstecken.“ Tipp:<br />

Das Video dazu findet sich auf dem Portal<br />

www.bergsteigen.com.<br />

„Mehr als extrem schwierig“<br />

Die Klettersteig-Bewertungsskala war<br />

ursprünglich fünfteilig und „E“ der maximale<br />

Schwierigkeitsgrad, der folglich<br />

bereits als „extrem schwierig“ umschrieben<br />

ist. Mittlerweile gibt es auch in<br />

Österreich eine Reihe von F-Klettersteigen<br />

– und eben den G-Steig auf Gran<br />

Canaria. Eine Zeit lang schien es ein regelrechter<br />

Wettlauf zu sein, den extremsten<br />

Klettersteig zu bauen. Nach Ansicht<br />

von Axel Jentzsch-Rabl hat dieser Run<br />

zuletzt etwas nachgelassen. Dennoch:<br />

Gebaut werden neue Eisenwege oft<br />

spektakulär – und schwierig.<br />

In Österreich gilt der Bürgeralm-Klettersteig<br />

bei Aflenz in der Steiermark für<br />

viele Kenner als schwierigster Klettersteig.<br />

Dank der „Arena-Variante“, mit<br />

F, ohne Zwischenrast mit F/G bewertet,<br />

gilt der Steig laut einem aktuellen<br />

TIPPS ZUM SICHEREN<br />

KLETTERSTEIGGEHEN<br />

Das rät Naturfreunde-Experte<br />

Martin Edlinger<br />

• Mit leichten Klettersteigen beginnen<br />

und langsam Richtung höherer<br />

Schwierigkeiten steigern<br />

• Immer mit dem Gefühl von Reserven<br />

klettern, um auch unerwartete<br />

Schwierigkeiten meistern zu<br />

können<br />

• Klettersteigtouren gut planen und<br />

dabei die Gesamttour betrachten:<br />

Dazu gehören auch Zustieg und<br />

Abstieg.<br />

Foto: Naturfreunde/Martin Edlinger<br />

150 <strong>SPORTaktiv</strong>


DIE SCHWIERIGKEITSGRADE<br />

AM KLETTERSTEIG<br />

WENIG SCHWIERIG: A<br />

Gelände flach bis steil,<br />

Voraussetzungen: Trittsicherheit<br />

und Schwindelfreiheit empfohlen<br />

MÄSSIG SCHWIERIG: B<br />

einfach bis mäßig schwierig,<br />

Voraussetzungen: bessere Kondition und etwas<br />

Kraft und Ausdauer in Armen und Beinen<br />

SCHWIERIG: C<br />

größtenteils schwierig,<br />

anstrengend und kräfteraubend,<br />

Voraussetzungen: gute Kondition<br />

SEHR SCHWIERIG: D<br />

sehr anstrengend und kräfteraubend, senkrechtes,<br />

oft auch überhängendes Gelände;<br />

meist sehr ausgesetzt.<br />

EXTREM SCHWIERIG: E<br />

äußerst kräfteraubend, Gelände<br />

senkrecht bis überhängend;<br />

durchwegs ausgesetzt; sehr kleine<br />

Tritte oder Reibungskletterei<br />

MEHR ALS EXTREM SCHWIERIG: F<br />

Gelände primär überhängend;<br />

ausgesetzt; sehr kleine Tritte<br />

oder Reibungskletterei<br />

HÖCHSTE SCHWIERIGKEIT: G<br />

Gelände oft auf langen Passagen überhängend,<br />

sehr gutes Sport kletterkönnen obligatorisch.<br />

Ranking als drittschwerster Eisenweg<br />

der Welt. Gebaut hat ihn ein Team um<br />

den Klettersteigbauer Stefan Gatt 2009.<br />

Andreas Schenk war schon in die Planung<br />

involviert, hält den Klettersteig<br />

instand und erklärt: „Die F-Variante<br />

kann man ja auch umgehen und sie ist<br />

sehr deutlich und warnend beschildert.<br />

Viele Leute schauen sich die Passage von<br />

der einfacheren Umgehungsstelle aus an,<br />

tatsächlich geklettert wird sie aber nur<br />

von wenigen.“<br />

Gibt es überhaupt eine Zielgruppe<br />

für die Extrem-Klettersteige? Die Frage<br />

scheint nicht ganz unberechtigt: Für<br />

F- oder G-Passagen muss man sehr gutes<br />

klettertechnisches Können mitbringen.<br />

Aber gerade die „echten“ Kletterer<br />

gehören nicht gerade zu den Fans der<br />

Eisenwege. Es gibt auch Stimmen, extraschwere<br />

Klettersteige seien vorrangig<br />

eine Marketingmaßnahme, um als Region<br />

ins Gespräch zu kommen. Die Zielgruppe<br />

für die Steige gibt es aber, weiß<br />

Jentzsch-Rabl: „Ich hab mich einmal<br />

beim Ausstieg eines F-Klettersteigs hingesetzt<br />

und mit den Leuten geplaudert.<br />

Die Frequenz war erstaunlich. Viele waren<br />

auch Sportkletterer, die die Ferrata<br />

zum Training nutzten.“<br />

Selbsteinschätzung gefragt<br />

Sicher ist: Ohne sehr gutes Kletterkönnen<br />

wird es auf den extremen Passagen<br />

schnell gefährlich. Ein Sturz ins Klettersteigset<br />

ist immer mit hohem Verletzungsrisiko<br />

verbunden. Das bestätigt<br />

auch Martin Edlinger von den Naturfreunden<br />

Österreich. Wirft man zunächst<br />

generell einen Blick auf den körperlichen<br />

Anspruch auf Klettersteigen,<br />

dann zeige sich zunächst ein deutlicher<br />

Sprung zwischen Schwierigkeitsgrad C<br />

und D: „Bis C ist es überwiegend eine<br />

Ausdauer- und Technikfrage – ab D<br />

steigt der Anspruch an die Oberkörperund<br />

Armkraft sowie an die Kraftausdauer<br />

deutlich“, erklärt Edlinger. Für den<br />

Naturfreunde-Experten steht auch fest:<br />

„Für F-Passagen muss man sehr gutes<br />

Felskletterniveau mitbringen.“<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

151


Andreas Jentzsch im Ferrata<br />

Extraplomix auf Gran Canaria,<br />

der als schwierigster<br />

Klettersteig der Welt gilt.<br />

Der angegebene Schwierigkeitsgrad allein<br />

sei aber nur bedingt aussagekräftig,<br />

betont Edlinger auch: „Der Gesamtanspruch<br />

ist auch davon abhängig, ob es<br />

sich um eine einzelne extrem schwere<br />

Passage handelt oder ob die Schwierigkeiten<br />

über längere Distanzen bestehen“,<br />

sagt Edlinger.<br />

Unterschätzen sollte man die schwierigen<br />

Klettersteige mit E- oder F-Anspruch<br />

aber keinesfalls – egal, ob sie<br />

bloß eine schwierige Variante beinhalten<br />

oder von oben bis unten gespickt sind<br />

mit kniffligen Passagen. Wie die Praxis<br />

aber zeigt, passiert so ein Unterschätzen<br />

auf diesem Niveau kaum. Wer sich an<br />

E und mehr herantraut, kann sich dem<br />

Anschein nach gut selbst einschätzen –<br />

im Gegensatz zu vielen, die auf einfacheren<br />

Klettersteige unterwegs sind: „Die<br />

meisten Unfälle passieren in den leichten<br />

bis mittleren Schwierigkeitsgraden“,<br />

weiß Edlinger, der nicht nur Bergführer<br />

ist, sondern als Bergretter auch immer<br />

wieder mit Bergungen aus Klettersteigen<br />

konfrontiert ist. „Das zeigt auch die Unfallstatistik<br />

des Kuriatoriums für Alpine<br />

Sicherheit.“<br />

Die Gefahrenlage sieht Jentzsch-<br />

Rabl ähnlich: Stimme der angegebene<br />

Schwierigkeitsgrad mit dem tatsächlichen<br />

Anspruch überein, dann fänden<br />

sehr heftige Klettersteige das richtige<br />

Publikum. Manchmal werde die Bewertung<br />

aber auch unterschätzt. In Griffen<br />

(Kärnten) musste beispielsweise die<br />

Bergrettung nach der Eröffnung des<br />

Klettersteiges so oft ausrücken, dass der<br />

Erbauer den Schwierigkeitsgrad durch<br />

das Anbringen von zusätzlichen Klammern<br />

und Tritten senken musste und<br />

einen Notausstieg anlegte.<br />

Was ist Genuss?<br />

Bleibt noch die Frage, ob es einen hohen<br />

Schwierigkeitsgrad für Spaß beim Klettersteiggehen<br />

eigentlich braucht: „Ab<br />

C beginnt es Spaß zu machen. A/B hat<br />

eher Wandercharakter und eignet sich<br />

MARTIN EDLINGER<br />

ist staatlich geprüfter Berg- und<br />

Skiführer, Abteilungsleiter des<br />

Referats Bergsport bei den<br />

Naturfreunden Österreich.<br />

www.naturfreunde.at<br />

zum Lernen und Herantasten“, meint<br />

Axel Jentzsch-Rabl. Der insgesamt die<br />

Attraktivität von vielen Faktoren, nicht<br />

bloß vom Schwierigkeitsgrad beeinflusst<br />

sieht. Und: „Über den Sinn von<br />

Extremvarianten kann man natürlich<br />

diskutieren.“<br />

Auch Martin Edlinger würde die Attraktivität<br />

eines Klettersteigs lieber losgelöst<br />

vom Schwierigkeitsgrad betrachten:<br />

„Für mich haben manche alten Dolomitenklassiker,<br />

die nicht allzu schwer sind,<br />

eine logische Linienführung verfolgen<br />

und oft große Wände durchlaufen, viel<br />

mehr Erlebnisfaktor, als ein Sportklettersteig,<br />

an dem man sich mit reiner Kör-<br />

AXEL<br />

JENTZSCH-RABL<br />

aus Bad Häring (T) ist mit<br />

seinem Bruder Andreas<br />

Jentzsch Verfasser der Klettersteigführer<br />

im Alpinverlag.<br />

www.bergsteigen.com<br />

www.alpinverlag.at<br />

perkraft an einem Stahlseil hochzieht.<br />

Da fehlt mir der Genussfaktor.“<br />

Andreas Schenk begeht „seinen“ Bürgeralm-Klettersteig<br />

inklusive der heftigen<br />

Arena-Variante regelmäßig – auch,<br />

um den Zustand der Anlage zu prüfen.<br />

„Der Abschnitt ist schon eine Besonderheit,<br />

die speziellen Mut, Kraft und eine<br />

eigene Technik erfodert.“ Die praktische<br />

Erfahrung nach rund neun Jahren Bürgeralm-Klettersteig<br />

bestätigt jedenfalls<br />

die Gesamteinschätzung all unserer<br />

Experten – Schenk: „Es hat zwar insgesamt<br />

ein paar wenige Unfälle in unserem<br />

Klettersteig gegeben. Aber noch keinen<br />

einzigen in der Arena-Variante.“<br />

Fotos: www.bergsteigen.com/Axel Jentzsch-Rabl, Naturfreunde/Martin Edlinger<br />

152 <strong>SPORTaktiv</strong>


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Outdoorsport szene.<br />

In seiner „Outside“-<br />

Kolumne lässt er die<br />

SPORT aktiv-Leser<br />

an seinen Gedanken<br />

teilhaben.<br />

Theresa und ich befinden uns auf dem<br />

Heimweg, die heiße Luft ist bereits elektrisch<br />

geladen, hinter uns braut sich ein<br />

gewaltiges Gewitter zusammen.Wir beide haben<br />

dieses endlos breite Grinsen, aber auch blutige<br />

Finger, es war eben ein lässiger Klettertag! Kurz<br />

vor unserem Auto kommt uns ein älterer Herr<br />

entgegen, das Hemd durchgeschwitzt und sein<br />

dampfender Kopf erinnert mich an meine alte<br />

Espressomaschine. „Wie weit ist es noch bis zur<br />

nächsten Hütte?“, keucht er.<br />

Nach kurzer Schockstarre antworte ich: Mein<br />

Herr, heute ist Ihr Glückstag, denn ich habe<br />

gleich drei Antworten für Sie! Antwort 1: Bis<br />

zur nächsten Hütte sind es zwei steile, heiße,<br />

elektrische Stunden. Antwort 2: Für Sie ist es<br />

bis zur nächsten Hütte zu weit, tun Sie sich, mir<br />

und der Bergrettung einen Gefallen und drehen<br />

Sie bitte um. Antwort 3: Falls Sie ein angstfreier<br />

Stormhunter sind, dessen Lebenstraum eine<br />

Aug-in-Aug-Begegnung mit einem Gewitter in<br />

den Bergen ist, dann weiter in diese Richtung<br />

und noch einen schönen Tag.<br />

Ich vermute, es war mein schwer verständlicher<br />

Dialekt, der die Härte der Aussage entschärfte,<br />

denn der Herr zog wortlos und mit<br />

gesenktem Kopf weiter. Ich hingegen verstand<br />

Theresas Kommentar nur allzu gut: Der Tag<br />

wird kommen, wo du mit deiner direkten Art<br />

in die gestreckte Faust deines Gegenübers laufen<br />

wirst! Hör zu, wenn ich Bergmensch in die<br />

Stadt fahre und da unbeschadet rauskommen<br />

will, muss ich Regeln und Abläufe vor Ort<br />

akzeptieren. In den Bergen läuft das Spiel kein<br />

bisschen anders. Wenn sich jemand um 15 Uhr,<br />

bei 30 Grad, in Sandalen, in die Berge aufmacht,<br />

obwohl ein Gewitter aufzieht, dann pfeife<br />

ich auf sensible Halbwahrheiten! Wahrheit ist<br />

nicht immer angenehm, aber oft notwendig!<br />

Foto: Ranggetiner<br />

154 <strong>SPORTaktiv</strong>


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AUSGESETZTEN FREIFALL-KLETTERSTEIG.<br />

Buchtipp:<br />

Klettersteigführer<br />

Österreich mit DVD<br />

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VON AXEL JENTZSCH-RABL<br />

Nicht wenige Ferratisten müssen erst<br />

mal nach Luft schnappen, wenn sie<br />

den Namen „Freifall-Klettersteig“<br />

hören, denn eine Assoziation mit dem freien<br />

Fall liegt nahe. Aber keine Sorge, der Steig<br />

hat seinen Namen der sogenannten Freifallkante<br />

zu verdanken – einer ziemlich ausgesetzten<br />

Kante, bei der man gut gesichert<br />

einiges an Luft unter den Sohlen hat.<br />

Der heuer eröffnete Klettersteig stellt eine<br />

ideale Ergänzung zum Kitzklettersteig dar,<br />

lässt er sich doch perfekt an diesen anhängen.<br />

Obwohl der Freifallklettersteig mit<br />

Schwierigkeit C/D leichter zu sein scheint<br />

als der „Kitz“ (D, Var. E/F), sollte er nicht<br />

unterschätzt werden, da die stellenweise<br />

sehr ausgesetzte Routenführung der Psyche<br />

einiges abverlangt. Wer den Nervenkitzel am<br />

Ende noch steigern will, geht über die ca. 90<br />

Meter lange Seilbrücke zum Abstiegsweg.<br />

Fotos: Axel Jentzsch-Rabl<br />

156 <strong>SPORTaktiv</strong>


TOP-KLETTERSTEIG<br />

Freifall Klettersteig<br />

Schwierigkeitsgrad: C/D<br />

125 Hm/1½ Std.<br />

Talort: Taxenbach, 750 m<br />

Berg: Kitzlochklamm, 950 m<br />

präsentiert von:<br />

Anreise<br />

Von Salzburg kommend auf der A10 bis nach Bischofshofen,<br />

danach auf der B311 weiter bis nach<br />

Taxenbach. Direkt vor der Tankstelle auf der linken<br />

Seite nach links abbiegen und anschließend<br />

den Hinweisschildern bis zum Parkplatz der<br />

Kitzlochklamm folgen.<br />

Alternativ von Zell am See kommend auf der<br />

B311 nach Taxenbach und kurz nach der Tankstelle<br />

auf der rechten Seite, rechts abbiegen. Dann<br />

ebenfalls den Hinweisschildern bis zum Parkplatz<br />

der Kitzlochklamm folgen.<br />

Mit Öffis: Mit der Bahn nach Taxenbach und<br />

dann zu Fuß bis zum Klammeingang am östlichen<br />

Ortsrand.<br />

Zustieg<br />

Vom Kassenhäuschen folgt man zunächst dem<br />

Klammweg aufwärts, der sich nach einer steileren<br />

Treppenpassage teilt. Dort geht man nach rechts<br />

(nicht nach links in Richtung Einsiedelei), es<br />

folgen Stollen. Nach dem längsten Stollen, dem<br />

„Kitzloch“, beginnt der Freifall-Klettersteig genau<br />

vor der Brücke beim Stollenausgang.<br />

Route<br />

Bei einer Seilbrücke gibt es eine Verbindung<br />

zum Kitzklettersteig, dort jedoch nicht über die<br />

Seilbrücke, sondern weiter entlang des Stahlseils.<br />

Nach der Freifall-Kante geht es leichter hinauf<br />

auf ein Band, wo im Verlauf des Sommers noch<br />

eine ca. 90 m lange Seilbrücke errichtet wird.<br />

Abstieg<br />

Vom Ausstieg zunächst auf dem markierten Pfad<br />

etwas aufsteigen, dann nach rechts den steilen<br />

Wald hinunter – vorbei am Ausstieg der Seilbrücke<br />

–, bis man wieder den Klammweg erreicht.<br />

Bemerkung<br />

Der Abstieg ist bei Nässe heikel, da dieser durch<br />

steilen, erdigen Wald führt.<br />

Für den Zustieg zum Klettersteig ist der<br />

Klamm-Eintritt zu bezahlen. Beim Parkplatz der<br />

Kitzlochklamm gibt es ein Buffet, an dem man<br />

sich stärken kann.<br />

Foto: GEPA<br />

25 Jahre Kleine Zeitung<br />

Graz Marathon<br />

Bei der Jubiläumsausgabe von 11.–14. Oktober ist<br />

für jeden Läufertyp der richtige Bewerb dabei.<br />

Kleine Zeitung Marathon<br />

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Österreichische-, Steirische- & Wiener<br />

Meisterschaften Halbmarathon<br />

Garmin Viertelmarathon<br />

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Wiener Stadtische City Run 5.0<br />

(auch im 3er-Team, ideal für Firmen)<br />

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Odlo Junior Marathon<br />

Knax-Klub Bambini Sprint<br />

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OUT<br />

DOOR<br />

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Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen<br />

informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.<br />

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Fotos: Hersteller<br />

158 <strong>SPORTaktiv</strong>


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ES FLIEGT.<br />

ES FLIEGT.<br />

DAMIT SIE NICHT ZUM<br />

UFO WERDEN, GIBT ES FÜR<br />

DROHNEN GENAUE<br />

BESTIMMUNGEN. OB<br />

SPIELZEUG FÜR 29 ODER<br />

PROFIGERÄT FÜR 23.000<br />

EURO, AUCH FÜR DROHNEN<br />

GELTEN DIE LUFTVER-<br />

KEHRSREGELN. NUR: DIE<br />

KENNEN DIE WENIGSTEN.<br />

AUCH NICHT KEVIN<br />

IM NACHBARSGARTEN.<br />

VON CHRISTOPH HEIGL<br />

Kevin ist 13. Er hat zum Geburtstag<br />

eine kleine Drohne bekommen,<br />

die von oben wunderbare Bilder<br />

und Videos in HD macht. Damit fliegt<br />

Kevin über das Haus und Grundstück<br />

seiner Eltern. Und auch über das der<br />

Nachbarn, wo Birgit im Bikini liegt. Die<br />

ist not amused, regt sich auf und stellt<br />

den Kerl zur Rede. Darf er das? Darf jeder<br />

mit seiner Drohne umhersurren und<br />

überall Fotos machen? Ja, wo kommen<br />

wir denn da hin? Datenschutz! Zeter<br />

und Mordio!<br />

Kevin und Birgit kann geholfen werden.<br />

Denn Österreich ist ein Land, wo<br />

alles geregelt ist und das ist gut so. Denn<br />

auch auf Wanderwegen und Berggipfeln<br />

häuft sich das Surren der Dinger. Viele<br />

fühlen sich im Naturgenuss gestört.<br />

„Das österreichische Regulativ hat sich<br />

bewährt, Österreich hat in Europa sogar<br />

eine Vorreiterrolle übernommen“, erklärt<br />

Peter Schmidt von der Austro Control.<br />

Diese Behörde ist ein öffentliches<br />

Unternehmen, das für den sicheren<br />

Ablauf des Flugverkehrs verantwortlich<br />

ist.<br />

In Österreich gilt seit dem 1. Jänner<br />

2014 das novellierte Luftfahrtgesetz,<br />

das erstmalig den Einsatz von Drohnen<br />

ermöglicht. Anders als im Ausland hat<br />

es im österreichischen Luftraum noch<br />

keine nennenswerten Zwischenfälle<br />

mit Drohnen gegeben. Was passieren<br />

kann? Fragen Sie Marcel Hirscher, was<br />

vor drei Jahren beim Weltcup-Slalom in<br />

Madonna vom Himmel fiel …<br />

Von privat bis Militär<br />

Der Fachbegriff für „Drohnen“ ist<br />

eigentlich Multicopter oder Quadrocopter.<br />

Es gibt sie am Markt mit und<br />

ohne Kamera, meistens mit vier nach<br />

unten wirkenden Propellern. Eingesetzt<br />

werden sie privat, von Fotografen<br />

und Videofilmern, von Fernsehproduktionen,<br />

von Militär und Polizei.<br />

Als Wettkampf gibt es sogar Bewerbe<br />

Foto: iStock<br />

WELCHE<br />

KATEGORIEN<br />

GIBT ES<br />

ÜBERHAUPT?<br />

1. SPIELZEUGKATEGORIE<br />

Fällt das Gerät in die<br />

Spielzeugkategorie (bis 79 Joule<br />

Bewegungsenergie, ca. 250 Gramm,<br />

Betriebshöhe bis max. 30 Meter),<br />

wird keine Bewilligung benötigt.<br />

Dinge oder Personen dürfen nicht<br />

gefährdet werden. Fliegt die Drohne<br />

allerdings höher als 30 Meter (bzw.<br />

werden die 79 Joule überschritten),<br />

benötigt man theoretisch eine<br />

luftfahrtrechtliche Bewilligung der<br />

Austro Control. Achtung! Auch die<br />

Aufnahme, Weiterverarbeitung und<br />

Speicherung von Bildmaterial bedarf<br />

einer Bewilligung, die wörtliche<br />

Auslegung „zum Zwecke des Fluges“<br />

ist allerdings strittig.<br />

160 <strong>SPORTaktiv</strong>


,,KLEINE DROHNEN FÜR SPIELERISCHE<br />

ZWECKE SOLLTEN IM<br />

ALPINEN BEREICH<br />

NICHT EINGESETZT WERDEN.“<br />

mit Race Coptern, die weit über 200<br />

km/h schaffen.<br />

Die Austro Control klassifiziert Drohnen<br />

als unbemannte Luftfahrzeuge. Das<br />

neue Gesetz gilt aber ausdrücklich nicht<br />

für Spielzeugdrohnen. Dazu dürfen sie<br />

aber nicht schwerer als 250 Gramm sein<br />

und nur bis maximal 30 Meter Höhe<br />

fliegen. Darüber wird es heikel und<br />

bewilligungspflichtig. Viele Experten<br />

weisen zudem darauf hin, dass die 250<br />

Gramm nur eine Faustregel und eine<br />

„gefährliche Vereinfachung“ des Gesetzestextes<br />

sind, weil sich die genaue<br />

Definition nicht nach dem Gewicht,<br />

sondern der Bewegungsenergie im Falle<br />

eines Aufpralles richtet. Da sind exakt<br />

79 Joule der Grenzwert, was der Bewegungsenergie<br />

einer 250-Gramm-Drohne<br />

beim Fall aus 30 Meter Höhe entspricht.<br />

Aber selbst kleine Drohnen können bis<br />

zu 100 Meter hoch steigen …<br />

Am Markt gibt es Quadrocopter<br />

schon ab 30 Euro. Diese Mini-Dinger<br />

ab 12 Gramm können auch Kinder<br />

fliegen, das Signal reicht etwa 40 Meter<br />

weit, der Akku ermöglicht fünf, sechs<br />

Minuten Flugspaß. Am anderen Ende<br />

der Skala kann man wie im Conrad-Online-Shop<br />

sogar Profi-Drohnen um<br />

wohlfeile 23.200 Euro kaufen.<br />

Beratung wichtig<br />

„Wir verkaufen im Jahr rund 7000 Fluggeräte“,<br />

sagt Walter Richter, Experte für<br />

Drohnen und Modellbau bei Conrad<br />

Electronic, „vom Spielzeug bis zum<br />

Profigerät ab 700 Euro.“ Bei Spielzeug<br />

unter 79 Joule ist keine Bewilligung nötig.<br />

„Eine Haftplicht- oder Kaskoversicherung<br />

ist dennoch ratsam, falls einmal<br />

was passiert“, empfiehlt Richter. „Und<br />

bei Profigeräten sind unsere Verkäufer<br />

angewiesen, auf die Drohnenhaftpflichtversicherung<br />

hinzuweisen.“<br />

Die Strafen sind heftig: Wer ohne<br />

Bewilligung mit einer Drohne in Österreich<br />

fliegt, muss mit Strafen bis zu<br />

22.000 Euro rechnen. Versicherungen<br />

decken Schäden durch Drohnen nur<br />

in den seltensten Fällen, weshalb es<br />

von „Air& More“ auch Österreichs<br />

erste Drohnenversicherung gibt, Shops<br />

wie Conrad bieten Kooperationen an.<br />

Haftpflichtversicherungen sind für jede<br />

Kategorie vorgeschrieben. Die Dunkelziffer<br />

an „illegalen Drohnen“ im Lande<br />

dürfte hoch sein, bis zu 70 Prozent der<br />

bewilligungspflichtigen Drohnen düsen<br />

ohne Genehmigung durch die Luft,<br />

schätzen Insider. Insgesamt gibt es an<br />

die 100.000 Drohnen. Die Behörden,<br />

Versicherer, Autofahrerklubs und Shops<br />

wollen mit Infos gegensteuern.<br />

Die Austro Control meldet, dass seit<br />

Inkrafttreten des neuen Luftfahrtgesetzes<br />

rund 6000 Anträge für Fluggenehmigungen<br />

eingegangen sind, davon<br />

wurden 5200 bewilligt. Die Zahlen<br />

stiegen in den letzten Jahren rasant,<br />

allein 2017 gab es 2140 Bewilligungen.<br />

Die Austro Control bietet auch eine<br />

2. FLUGMODELL<br />

Drohnen ab 79 Joule<br />

Bewegungsenergie (ab ca. 250 Gramm)<br />

brauchen eine Haftpflichtversicherung<br />

und Bewilligung. Sie dürfen im Umkreis<br />

von maximal 500 Metern geflogen<br />

werden. Eine direkte Sichtverbindung ist<br />

erforderlich. Keine gewerbliche Nutzung,<br />

Flughöhe nicht höher als 150 Meter.<br />

UNBEMANNTE LUFTFAHRZEUGE,<br />

3. KLASSE 1<br />

Auch für diese Drohnen ist eine<br />

direkte Sichtverbindung erforderlich,<br />

sie dürfen mehr als 500 Meter Radius<br />

fliegen und gewerblich genutzt<br />

werden. Betriebsbewilligung<br />

erforderlich. Maximale Flughöhe auch<br />

hier: 150 Meter.<br />

4. UNBEMANNTE<br />

LUFTFAHRZEUGE, KLASSE 2<br />

Der Flug mit diesen Drohnen<br />

darf auch ohne direkte<br />

Sichtverbindung erfolgen, die<br />

visuelle Kontrolle erfolgt mittels<br />

Display an der Steuerung.<br />

Für diese Kategorie ist ein<br />

Pilotenschein erforderlich.<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

161


Mit dieser<br />

Lastendrohne<br />

absolvierten die<br />

Naturfreunde<br />

erfolgreiche<br />

Probeflüge in<br />

Salzburg.<br />

sehr intuitive Handy-App an („Drone<br />

Space“), auf der man Standort und Flugdaten<br />

eingibt und sofort sieht, ob ein Flug<br />

dort erlaubt ist. Auch vom ÖAMTC gibt<br />

es eine Drohnen-App und Trainings in<br />

allen Fahrtechnikzentren. Flugunterricht<br />

bietet auch Conrad Electronic an, ein<br />

Reparatur service ebenfalls.<br />

In den Bergen haben Drohnen noch<br />

ganz andere Aufgaben. Die Naturfreunde<br />

führten 2017 Probeflüge mit Lastendrohnen<br />

durch. Dabei wurde die Pinzgauer<br />

Hütte in Salzburg mit Material beliefert.<br />

Durch die Zusammenarbeit mit der<br />

E-Mobilitätsmesse IONICA in Zell am<br />

See haben die Naturfreunde Zugang zu<br />

einem Netzwerk an Experten. „Für die<br />

nächste Testphase stehen wir im Bereich<br />

autonom fliegender Drohnen in Kontakt<br />

mit einer innovativen Gruppe österreichischer<br />

Techniker“, heißt es. Eine heimische<br />

Startup-Gruppe hat eine entsprechende<br />

Drohne bereits gebaut. Künftig könnten<br />

schwer zugängliche Hütten einfach und<br />

naturfreundlich beliefert werden. Hubschrauberflüge<br />

und Pkw-Fahrten wären<br />

stark reduziert.<br />

Grundsätzlich sind die Naturfreunde<br />

aber daran interessiert, dass der Naturraum<br />

der Alpen in der derzeitigen Form<br />

erhalten bleibt: „Dazu gehört auch, dass<br />

WO DARF MAN NICHT<br />

FLIEGEN?<br />

Orte in Flughafennähe,<br />

Militäreinrichtungen und dicht<br />

bebaute Gebiete sind absolute<br />

Sperrzonen. Dort zu fliegen, ist<br />

streng verboten.<br />

Bei Privatgründen gelten<br />

Ein schränkungen: Nur mit<br />

Genehmigung des Eigentümers<br />

darf man dort fliegen (Ausnahme:<br />

Spielzeugdrohne).<br />

Das Fliegen über Menschenansammlungen<br />

(z.B. Veranstaltungen,<br />

Sportevents, Konzerte<br />

usw.) ist aus Sicherheitsgründen<br />

nur mit besonderer Bewilligung im<br />

Einzelfall möglich.<br />

www.austrocontrol.at<br />

www.bmvit.gv.at<br />

www.oeamtc.at<br />

www.airandmore.at<br />

kleine Drohnen, die für spielerische Zwecke<br />

verwendet werden, um etwa Filme<br />

oder Fotos anzufertigen, aus unserer Sicht<br />

im alpinen Raum nicht eingesetzt werden<br />

sollten.“<br />

Foto: Naturfreunde/Didi Kopf<br />

162 <strong>SPORTaktiv</strong>


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Experten-Tipps<br />

Zubehör:<br />

Achten Sie auf eine schnelle Speicherkarte (mindestens Class 10) beim Filmen eines Videos und wählen Sie diese lieber größer. Haben Sie immer<br />

einen zweiten aufgeladenen Akku bereit. Mit den Goggles (der Brille) hat man immer genau im Blick, wo sich die DJI Mavic gerade befindet. Mit einem<br />

3D-Drucker können Sie spezielle Zubehörteile ausdrucken (Aufbewahrungsbox für die Fernbedienung, Spezialfüße, Propellerschutz, etc.).<br />

Filmen und Videoschnitt:<br />

Trauen Sie sich außergewöhnliche Perspektiven einzunehmen. Halten Sie beim Videoschnitt einzelne Sequenzen so kurz und aussagekräftig<br />

wie möglich. Bauen Sie ebenfalls Outtakes mit ein.<br />

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163


HIGHTECH FÜR<br />

DIE BERGE<br />

Drei Produkte aus der aktuellen<br />

Hiking-Kollektion von La Sportiva:<br />

Kix-Hoody, Medea-T-Shirt<br />

und Stream-GTX ® - Schuhe.<br />

La Sportiva bürgt seit 90<br />

Jahren für Qualität im<br />

Bergsport. Mit technischen<br />

Produkten, die keine<br />

Wünsche offen lassen.<br />

www.lasportiva.com/de<br />

Das seit drei Generationen familiengeführte<br />

Unternehmen aus dem Fleimstal im Trentino,<br />

Italien, feiert aktuell seinen 90. Geburtstag.<br />

La Sportiva bietet Bergsportprodukte<br />

für den gehobenen Anspruch – drei Beispiele<br />

aus der aktuellen Hiking-Kollektion:<br />

Der Kix-Hoody ist eine leichte und komfortable<br />

Wanderjacke. Das Material passt sich<br />

an die Bewegung an und ist am Bund sowie<br />

an den Ärmeln äußerst weich. VK: € 129,–<br />

Das Medea-T-Shirt ist durch sein schnelltrocknendes<br />

Material und flache Nähte ideal<br />

für Wanderungen in den wärmeren Monaten.<br />

Der Polygiene®-behandelte Stoff hält das<br />

Shirt länger angenehm frisch. VK: € 65,–<br />

Mit dem Stream GTX® für schnelle Bergtouren<br />

erhält La Sportivas Gore-Tex®-Surround®-Familie<br />

Zuwachs. Der Fast-<br />

Hiking- Schuh ist höher geschnitten, super<br />

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Sport schnell passiert. Der HiPP<br />

SOS Wundschutz mit Panthenol<br />

und Zink beruhigt gerötete und<br />

wunde Haut bereits bei der<br />

ersten Anwendung.<br />

Nicht nur beim Biken – in vielen Sportarten<br />

können kleinere Blessuren der Haut<br />

vorkommen. Ist es passiert, kann der<br />

HiPP SOS Wundschutz sofort helfen. Der<br />

spezielle Wundschutz mit dem Wirkkomplex<br />

aus Panthenol und Zink sorgt bereits<br />

bei der ersten Anwendung für ein besseres<br />

Hautgefühl: Frei von hautirritierenden<br />

Stoffen wie ätherischen Ölen, Parabenen,<br />

Paraffinöl und mit wertvollem Panthenol<br />

und Zink beruhigt die Wundschutzcreme<br />

die wunde Haut und fördert das<br />

Abklingen von Rötungen.<br />

Die SOS-Wundschutz-Creme lässt<br />

sich einfach verteilen und kann je nach<br />

Bedarf mehrmals täglich auf gerötete<br />

und wunde Hautpartien aufgetragen<br />

werden. Die 20-ml-Tube ist optimal für<br />

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164 <strong>SPORTaktiv</strong>


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Stand: Februar <strong>2018</strong>. Quelle: Media-Analyse 16/17, CAWI-Print 2017, XITI 2017 Monatsdurchschnittswerte, ÖWA Plus 2017-III<br />

KONTAKT<br />

Mag. Alfred Brunner, MBA / Geschäftsführer<br />

Styria Medienhaus Sport GmbH & Co KG / Ghegastraße 3 / 1030 Wien<br />

Tel: +43 676 871970133 / E-Mail: alfred.brunner@styria.com / www.styriasport.com


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Bergstock-Befestigungsmöglichkeiten. Und eine vernünftige<br />

Größe, damit man Klettersteigset sowie Klettergurt bei Bedarf<br />

verstauen kann. Das zeichnet Rucksäcke für anspruchsvolle,<br />

längere Klettersteigtouren aus.<br />

Der SALEWA MTN TRAINER 25-l-Rucksack um € 130,– (UVP,<br />

Damenmodell 22l, € 120,–) erfüllt diese Basics souverän. Mehr<br />

noch, das „Contact Flow Fit“ genannte Tragesystem ist am Rücken<br />

und dank der zweiteilig-schlanken Gurte auch an den<br />

Schultern super bequem. Hervorragende Beweglichkeit ist ein<br />

weiterer Vorteil. Am Hüftgurt gibt es eine etwas klein geratene<br />

Tasche (das iPhone 7 etwa geht kaum rein). Praktisch und in<br />

idealer Größe ausgeführt sind die beiden sehr flexiblen offenen<br />

Seitentaschen und das obere Reißverschlussfach. In dem Fach<br />

bringt man alles unter, was des Klettergurts wegen aus den<br />

Hosentaschen raus muss. Das Kompressionssystem zur<br />

Volumensanpassung ist ebenso einfach wie ausgeklügelt.<br />

Es dient zusätzlich der Helm- und/oder Stockfixierung.<br />

AB IN DEN FELS. WAS HOSE<br />

UND RUCKSACK DA KÖNNEN<br />

MÜSSEN UND WIE MAN DIE<br />

BESTEN BILDER AM BERG<br />

MACHT. WIR HABEN GETESTET.<br />

VON OLIVER PICHLER<br />

Fotos: Astrid Strohmeyer, Gerhard Hohenwarter<br />

166<br />

<strong>SPORTaktiv</strong>


KLEIN WIE EINE KOMPAKTE,<br />

BILDER WIE EINE GROSSE<br />

ELASTISCH AM FELS<br />

Der Fels ist nah. Der oft erdig-schmutzige, teils feuchte Boden<br />

auch. Und die Bewegungen der Beine fallen teils extrem aus –<br />

etwa weites Grätschen oder Ausfallschritte nach oben oder<br />

unten. Wer mit einer „normalen“ Wanderhose auf Kletter- oder<br />

Klettersteigtour geht, weiß spätestens danach, warum es<br />

eigene Kletterhosen gibt. Sie sind in robusterem Material, das<br />

gleichzeitig sehr elastisch ist, ausgeführt. Der Schnitt ist in der<br />

Regel körpernah. Die LÖFFLER CLIMB AS Hose um € 129,99<br />

(UVP, auch als Damenmodell) ist das Paradebeispiel einer<br />

ebenso praktischen wie soliden Kletterhose. Perfekt das<br />

4-Wege-Stretch-Material. Der robuste Cordura-Einsatz im<br />

Kniebereich bewährt sich beim unvermeidlichen Kontakt mit<br />

dem Fels. Die beiden Hosentaschen und die Oberschenkeltasche<br />

haben Reißverschlüsse. Wer möchte, kann einen Gürtel<br />

verwenden, denn Gürtelschlaufen sind vorhanden. Dass, bei<br />

intensiver Nutzung, der Klettergurt Gebrauchsspuren an der<br />

Hose hinterlässt, liegt in der Natur der Sache, hat aber<br />

keine Auswirkung auf ihre volle Funktionalität.<br />

Die beste Smartphone-Kamera stößt am Berg an ihre Grenzen.<br />

Eine große Spiegelreflexkamera mitzuschleppen ist meist keine<br />

Option. Wie lassen sich Outdoor-Erlebnisse in sehr guter<br />

Qualität einfangen, insbesondere wenn man mit stärkerem<br />

Zoom fotografieren will? Die neue CANON EOS M50 um €<br />

589,99 erweist sich im alpinen Einsatz als vielversprechende<br />

Lösung. Sie ist klein und leicht, liegt sehr gut in der Hand und<br />

der flexibel dreh- bzw. schwenkbare Bildschirm ermöglicht<br />

ausgefallene Perspektiven ebenso wie Selfies. Der „Preis“ der<br />

Qualität ist, dass man meist mehrere Wechselobjektive einsetzen<br />

wird. Im Test haben wir das 15–45-mm- und das<br />

55–200-mm-Objektiv verwendet. Dafür hält die Bildqualität mit<br />

teureren und schwereren Spiegelreflexkameras locker mit.<br />

Auch die Tatsache, dass die M50 Filme in 4K-Qualität aufnehmen<br />

kann, spricht für sie. Einen Makel hat sie aber: Die Akku-Leistung<br />

ist mit etwa 250 Aufnahmen nicht unbedingt ein<br />

Spitzenwert, ein Zweitakku daher ein absolutes Muss.<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

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168 <strong>SPORTaktiv</strong>


DER GLOCKNER<br />

LÄSST<br />

GRÜSSEN<br />

Sonnenaufgang auf dem Berg –<br />

was gibt es Schöneres? Besonders,<br />

wenn man wie hier auf<br />

dem Figerhorn steht und auf<br />

den mächtigen Großglockner<br />

blickt. Der Berg prägt nicht nur<br />

die Landschaft im Nationalpark<br />

Hohe Tauern, sondern auch die<br />

Menschen unten im Kalsertal.<br />

Wie beim Hotel Taurerwirt in<br />

Kals, einem perfekten Ausgangspunkt<br />

für Touren auf das<br />

Figerhorn oder eben den 3798<br />

Meter hohen Großglockner. Gestärkt<br />

mit Kalser Wild, Fleisch<br />

und Milchprodukten der Kalser<br />

Bauern geht es auf den Gipfel.<br />

Danach entspannt man im<br />

hauseigenen „Glockner Spa“ in<br />

verschiedenen Saunen, Ruheräumen<br />

oder bei einer Massage.<br />

Eine Großglockner-Gipfelwoche<br />

inklusive Besteigung mit den<br />

Kalser Bergführern gibt es im<br />

<strong>August</strong> und September ab 863<br />

Euro pro Person. Viele unvergessliche<br />

Eindrücke sowieso.<br />

www.taurerwirt.at<br />

Foto: Taurerwirt<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

169


NACHSPIEL<br />

WENN<br />

FRAUEN FEIERN<br />

EGYD GSTÄTTNER<br />

Der Klagenfurter ist<br />

freier Schriftsteller<br />

und Hobbysportler.<br />

Durch die omnipräsente Fußballweltmeisterschaft<br />

ist ein wenig untergegangen,<br />

was in der Ausdauersportwelt ohne Ball sonst<br />

noch passiert ist, zum Beispiel der „Ironman“<br />

in Klagenfurt und da wiederum der (oder<br />

die?) Ironwoman, womit natürlich nicht die<br />

Frau mit Bügeleisen gemeint ist, sondern die,<br />

die – so wie das andere Geschlecht – bis zum<br />

Umfallen schwimmt, radelt und Marathon<br />

läuft.<br />

In einem unglaublich dramatischen Duell<br />

(das ich aber nicht gesehen habe, weil<br />

gleichzeitig die anderen Geschlechter von<br />

Russland gegen Spanien und von Kroatien<br />

gegen Dänemark spielten) musste sich die<br />

Österreicherin Lisa H. aus St. Pölten mit<br />

einem Rückstand von 1 Minute und 15 Sekunden<br />

schließlich der Deutschen Mareen<br />

H. geschlagen geben, die in einer Zeit von 9<br />

Stunden, 0 Minuten und 32 Sekunden gewann.<br />

Glückwunsch!<br />

Lisa meinte, sie sei „im Kopf nicht bereit“<br />

für den Sieg gewesen. Sie fühle sich „auf den<br />

Halbmarathon-Strecken noch wohler und<br />

sicherer als auf den Marathon-Strecken.“ Das<br />

kann ich gut nachvollziehen. Ich fühle mich<br />

auf den Viertelmarathon-Strecken wohler als<br />

auf den Halbmarathon-Strecken. Und wohler<br />

als auf den Viertelstrecken auf den Vierzigstelstrecken.<br />

Ganz bei Lisa bin ich wieder,<br />

wenn sie sagt, dass sie sich jetzt auf den<br />

Familienurlaub in Grado freut (auch wenn<br />

Kärnten vielleicht mehr davon hätte, würde<br />

sie sich in Grado schinden und dann am<br />

Wörthersee urlauben …). Ich habe in Grado<br />

letztens festgestellt, dass Radeln im Zentrum<br />

überhaupt verboten ist. Schwimmen darf<br />

man, aber man muss Eintritt bezahlen – und<br />

meistens herrscht dann Ebbe …<br />

Na, jedenfalls war die Zweitplatzierte von<br />

Klagenfurt besser dran als die Siegerin, für<br />

die das Rennen im Rotkreuzzelt endete.<br />

Denn bei der Siegerehrung wollten sich die<br />

beiden Damen – kindisch wie das andere<br />

Geschlecht – auf dem Podest gegenseitig<br />

mit Bier überschütten. Dabei gingen die<br />

großen Gläser zu Bruch und die Deutsche<br />

zog sich grobe Schnittverletzungen zu. Vielleicht<br />

sollte man dieses Phänomen bei den<br />

Gender-Studies auch einmal grundlegend<br />

erforschen. Ich schreibe schon mein Leben<br />

lang, dass Bier – Isotope hin, Wirtshausseligkeit<br />

her – ein Niederlagengetränk ist. Und in<br />

Grado übrigens viel, viel teurer als Wein.<br />

IMPRESSUM<br />

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nuovoline.at | Fotos: Stubai ZMV, Max Meissner.


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