pro aurum Magazin 2/2018

proaurum1

DAS MAGAZIN

AUSGABE 2 /2018

RAND REFINERY

DIRK MÜLLER

PHYSISCHES GOLD

GEHÖRT IN JEDES DEPOT.

AB JETZT IM HANDEL:

DER KRÜGERRAND

IN SILBER.


INHALT

INHALTSVERZEICHNIS

3 Editorial

Gold – sommerliches Kaufwetter.

4–5 Markt-Interview

Ronald Stöferle: Drei Gezeitenwenden im Anmarsch.

6–8 Forsa-Umfrage von pro aurum

Gold ist nicht abgeschrieben.

10–13 Titelthema

Die Rand Refinery. Eine Erfolgsgeschichte rund um Edelmetalle.

Den Krügerrand gibt es jetzt auch in Silber.

14–15 Hausmeinung von pro aurum

Der Aufbau eines Edelmetall-Portfolios.

16 Servicethema

Rückblick auf die Geburtsstunde des modernen Edelmetall-Investments.

18–19 Fakten rund um Gold

20–21 Produktinformationen

22 Sammlermünzen

Die ganze Welt der Sammlermünzen mit einem Klick entdecken.

23–27 Neues aus den pro aurum Niederlassungen

28–31 Unternehmer-Interview

Prosegur: Starker Partner für Werttransporte.

32–33 Wissen rund um Gold

Hier sind überall Edelmetallschätze verborgen.

35 pro aurum Stellenmarkt | Impressum | Social Media

2


EDITORIAL

GOLD – SOMMERLICHES KAUFWETTER.

Während des diesjährigen meteorologischen Sommerhochs

markierte der Goldpreis Jahrestiefs wie am Fließband. Wir

haben uns dennoch auf die Suche nach interessanten Geschichten

über Gold & Co. gemacht – und wurden fündig.

Online-Handel numismatischer Münzen und Barren

Jedes Kind weiß wahrscheinlich: Gold ist ein ausgesprochen

seltenes Edelmetall. Noch seltener – und deshalb noch wertvoller

– sind historische Münzen und Barren aus Gold. Deren

Kauf war in der Vergangenheit nicht ganz so einfach wie der

Erwerb von Kapitalanlagegold, beispielsweise des weltberühmten

Krügerrand, der bereits seit über 50 Jahren die Anlegerherzen

erfreut. Mit unserem hauseigenen Onlineshop (www.

proaurum-numismatik.de) können Sie nicht nur numismatische

Münzen und Barren aus Gold, sondern auch Sammlerstücke aus

Silber sicher und preiswert erstehen. Alles Wichtige zu diesem

Thema finden Sie auf Seite 22.

Preisvorteil und den hohen Bekanntheitsgrad seines „großen

Bruders aus Gold“. Die wichtigsten Informationen über den

Newcomer haben wir auf Seite 12–13 zusammengetragen. Ein

Porträt über dessen Schöpfer, die südafrikanische Rand Refinery,

finden Sie übrigens auf Seite 10–11.

Äußerst selten hört man Geschichten von fündig gewordenen

Hobby- bzw. Profi-Schatzsuchern. Auf Seite 32–33 haben wir

diesbezüglich einige besonders interessante Storys sowie Fakten

und Besonderheiten dieser „edlen und spannenden Nische“

aufgeführt.

Wie gewohnt, finden Sie in auch in dieser Ausgabe des Kundenmagazins

von pro aurum ein interessantes Interview (ab

Seite 28). Diesmal haben wir hierfür den Vertriebschef des

Sicherheitsdienstleisters Prosegur Cash Services GmbH gewinnen

können. Die Firma liefert seit Jahren sicher und zuverlässig

Gold an unsere Kunden aus.

Seit August ist die Welt der Edelmetalle um ein neues Edelmetall-

produkt reicher: den „silbernen Krügerrand“. Interessant wird

diese Münze vor allem durch den mehrwertsteuerbedingten

Viel Spaß bei der Lektüre und einen „coolen“ Rest-Sommer!

Ihr Mirko Schmidt und Robert Hartmann

MIRKO SCHMIDT

GESCHÄFTSFÜHRENDER GESELLSCHAFTER

PRO AURUM KG

ROBERT HARTMANN

GESCHÄFTSFÜHRER

PRO AURUM VERWALTUNGS GMBH

3


MARKT-INTERVIEW

MIT RONALD STÖFERLE

DREI GEZEITENWENDEN IM ANMARSCH.

Ende Mai veröffentlichte die Liechtensteiner Vermögensverwaltung ihre in der internationalen Finanzwelt

hoch angesehene Analyse „In Gold we Trust“. Mit Ronald Stöferle, einem der beiden verantwortlichen

Autoren, hat pro aurum ein Interview über die wichtigsten Erkenntnisse des Reports geführt.

Herr Stöferle, was würden Sie als Quintessenz Ihrer

umfangreichen Goldanalyse bezeichnen?

Ronald Stöferle: Als Leitmotiv dieser Studie haben wir in

diesem Jahr drei Gezeitenwenden ausgemacht. Erstens: Auf

kurze Sicht wäre da die monetäre Gezeitenwende zu nennen,

die den Übergang von einer expansiven in eine restriktivere

Geldpolitik widerspiegelt. Zweitens: Mittel- bis langfristig wäre

die Ent-Dollarisierung ebenfalls als Gezeitenwende anzusehen.

Emerging-Markets-Länder wie China, Russland, Indien und die

Türkei stellen sukzessive den Dollar als Weltleitwährung infrage

und treten zudem als massive Goldkäufer in Erscheinung –

sowohl deren Notenbanken als auch Privatinvestoren. Drittens:

Außerdem befinden wir uns durch die verstärkte Nutzung von

Kryptowährungen wie dem Bitcoin bzw. der Blockchain-Technologie

in einer technologischen Gezeitenwende. Unser Fazit:

Wir betrachten Gold und Kryptos nicht als Feinde, sondern als

artverwandte Freunde.

Warum tendiert Ihrer Meinung nach der Dollar-Goldpreis

seit geraumer Zeit lediglich seitwärts?

Uns fällt auf, dass sich der Goldpreis gegenüber allen Währungen

relativ solide entwickelt. Da sich andere Anlageklassen wie

Aktien, Anleihen oder Immobilien weiterhin robust präsentieren

und die Fed die US-Leitzinsen erhöht hat, bewegt sich der Goldpreis

derzeit nicht in einem sonderlich bullishen Marktumfeld.

Gold wird dann wieder an Momentum aufnehmen, wenn sich

dieser Gegenwind in Rückenwind umkehrt. Sobald Rezessionssorgen

oder starke Einbrüche an den Aktien- bzw. Immobilienmärkten

eintreten, wird die Zeit von Gold kommen.

Auf Eurobasis gelang dem Goldpreis Ende Mai ein Elfmonatshoch.

Lag dies allein an den politischen Unsicherheiten

in Italien?

Ich denke, es lag nicht nur an Italien, sondern auch an Spanien

und Frankreich, also insgesamt an drei besonders wichtigen

Mitgliedern der Eurozone, die sich alle gegen den bisherigen

strengen Sparkurs entschieden haben. Das könnte für den Euro

durchaus einen Trendwechsel nach sich ziehen. Und im Falle

einer erneuten Eurokrise wären der EZB die Hände gebunden.

Im Gegensatz zur Fed hätte die EZB nämlich kaum noch Handlungsspielraum

für notwendige Rettungsmaßnahmen. All diese

Probleme werden an den Goldmärkten derzeit eher ignoriert; ich

gehe aber davon aus, dass hier noch eine deutliche Dynamik entstehen

und den Goldpreis in Euro sicherlich beeinflussen wird.

In der Studie beschreiben Sie zudem die Geld- und

Währungspolitik als Kernpunkte der künftigen Entwicklung

des Goldpreises. Können Sie dies bitte etwas

näher erläutern?

Ich glaube, so wie die Marktteilnehmer die positiven Konsequenzen

der ultralockeren Geldpolitik für diverse Anlageklassen massiv

unterschätzt haben, werden sie auch die negativen Folgen der

Verknappung der Liquidität unterschätzen. Dieser Liquiditätsentzug

wird sich für die Jahre 2019 und 2020 auf 600 Milliarden

Dollar belaufen und das sind wahrlich keine Peanuts. Und selbst

die europäischen und japanischen Notenbanker werden langsam

ein bisschen restriktiver. Die zehnjährige Liquiditätsparty, die zu

diversen Blasen und einer hohen Sorglosigkeit geführt hat, geht

langsam zu Ende. Die bereits erwähnte Gezeitenwende in der

Notenbankpolitik kann ein ganz wesentlicher Krisenauslöser

4


MARKT-INTERVIEW

Fakten zum Goldreport

„IN GOLD WE TRUST“

Autoren: Ronald-Peter Stöferle und Mark J. Valek

Sprachen: Deutsch und Englisch

Versionen: Kompaktversion (47 Seiten),

Komplettversion (211 Seiten)

Preis: kostenlos

Internet: www.ingoldwetrust.report

RONALD-PETER STÖFERLE

werden. Und sobald die Marktteilnehmer das registrieren, dürfte

es sich auch auf den Goldpreis positiv auswirken.

Apropos Krise, wie stufen Sie derzeit die Perspektiven

von Minenaktien ein?

Die Weltkonjunktur läuft relativ rund. Wie ist Ihre Meinung

bezüglich des als konjunktursensitiv geltenden

Edelmetalls Silber?

Ich gehe nicht davon aus, dass sich Silber von Gold komplett

emanzipieren wird können. Auch wenn die Konjunktur – oberflächlich

betrachtet – brummt, wird bei Silber meiner Meinung

nach der wesentliche Treiber die Investmentnachfrage sein.

Hierfür spricht vor allem der massive Ausverkauf an den Terminmärkten.

Sobald Gold an Momentum gewinnt und seine massiven

Widerstände bei 1.360 bzw. 1.380 Dollar überwindet, wird

bei Silber Dynamik reinkommen. Im Moment ist es vielleicht

noch etwas zu früh, aber Silber eröffnet Anlegern die Chance,

sich auf sehr attraktivem Niveau zu positionieren.

Die Minenaktien beendeten 2016 ihren längsten und dramatischsten

Bärenmarkt der Geschichte. Gemäß technischer Analyse

ist es so, dass der Bullenmarkt ein Spiegelbild des vorangegangenen

Bärenmarktes wird. Diese These lässt den Schluss

zu, dass wir uns somit erst ganz am Anfang dieser Party befinden.

Die Unternehmen haben ihre Hausaufgaben gemacht, ihre

Bilanzen gesäubert, erzielen mittlerweile wieder hohe Cashflows

und sind relativ rentabel. Langer Rede kurzer Sinn: Goldund

Silberminen betrachte ich derzeit als eine der größten antizyklischen

Chancen.

Sie widmen sich in Ihrer Studie auf mehreren Seiten digitalen

Währungen wie dem Bitcoin. Wie fällt Ihr Tenor

zu diesem zweifellos komplexen Thema aus?

In Ihrer Analyse haben Sie mehrere potenzielle Krisenauslöser

ausgemacht. Können Sie bitte einige davon nennen?

Wir sehen zahlreiche potenzielle Krisenauslöser, wie zum

Beispiel die Lage in China und vor allem eine drohende

US-Rezession, die über besonders hohes Gefahrenpotenzial

verfügt. Außerdem stellt die sukzessive sich eintrübende Geopolitik,

wo immer mehr Demagogen und Populisten am Werk

sind, ein großer Unsicherheitsfaktor dar. Erhebliche Gefahren

bergen aber auch explodierende Ölpreise und die wachsende

Inflationsgefahr in sich. Das Fass zum Überlaufen bringen

könnte aber auch die bevorstehende Zinswende durch die

internationalen Notenbanken. Welcher Auslöser letztlich die

Krise dann auslösen wird, lässt sich nur schwer prognostizieren.

Im Gegensatz zu vielen anderen sehe ich den Kryptomarkt

nicht als Konkurrenten von Gold. Aus philosophischer Sicht

halte ich es sogar für eine fantastische Entwicklung, weil sich

vor allem junge Leute wieder mit Geld auseinandersetzen und

intensiv über gutes Geld diskutieren. Und diese Diskussionen

halte ich für extrem wichtig. In den Medien haben die Kryptos

trotz ihrer geringeren Kapitalisierung aufgrund ihrer Dynamik

und Innovation dem Gold die Show gestohlen. Als Vertreter

der Österreichischen Schule für Nationalökonomie begrüße

ich natürlich die Konkurrenz unter den Währungen. In unserem

Report haben wir uns diesem Thema übrigens besonders

intensiv gewidmet.

5


FORSA-UMFRAGE VON PRO AURUM

GOLD IST NICHT ABGESCHRIEBEN.

Seit acht Jahren fragt das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von pro aurum

bei den Deutschen nach, welche Geldanlage sich bei einer Laufzeit von mindestens drei Jahren

am besten als langfristige Geldanlage eignet. Außerdem wird ermittelt, welche Geldanlagen

die Befragten aktuell besitzen und welche Meinung sie hinsichtlich „Gold“ als Geldanlageform vertreten.

Gold wieder auf der Poleposition

Im Rennen um Platz 1 als Anlageklasse mit den besten Renditeaussichten

erzielte Gold 2018 einen leichten Vorsprung gegenüber

„Aktien“. Während das gelbe Edelmetall auf eine Quote

von 28 Prozent kam, haben 27 Prozent der Umfrageteilnehmer

Aktien favorisiert. Zur Erinnerung: In den Rekordjahren 2011

(auf Dollarbasis) und 2012 (auf Eurobasis) lagen die Quoten

für Gold bei 34 bzw. 38 Prozent. Deutlich abgeschlagen landen

Fondsanteile (12 Prozent) auf Platz 3 und Fest- bzw. Termingeld

(6 Prozent) auf Platz 4. Anleihen bilden mit zwei Prozent wieder

einmal das „Schlusslicht“ und beweisen damit ein hohes Maß

an Kontinuität. In den vergangenen acht Jahren landete diese

Anlageklasse stets auf dem letzten Platz, wenngleich der Zuspruch

2011 mit fünf Prozent noch deutlich höher ausgefallen

war.

6


FORSA-UMFRAGE VON PRO AURUM

Edelmetallquote der Deutschen kräftig gestiegen

In der bundesweit durchgeführten repräsentativen Forsa-

Umfrage unter 1.001 Bürgern wurde auch nachgefragt, welche

Geldanlagen sich tatsächlich in deren Besitz befinden. Zur Auswahl

standen insgesamt 13 Anlageklassen. Besonders interessant:

Einen kräftigen Zuwachs verzeichneten gegenüber dem

Vorjahr insbesondere Goldbarren oder -münzen (von 7 auf 10

Prozent) sowie Silberbarren oder -münzen (von 3 auf 6 Prozent).

Mit Abstand am häufigsten genannt wurden Immobilien

(31 Prozent) und Lebensversicherungen (30 Prozent). Stark

verbreitet sind aber auch Bausparverträge bzw. Bausparpläne

(26 Prozent) sowie Tagesgeldkonten (25 Prozent) und Fondsanteile

(20 Prozent). Aktien (15 Prozent) und Fest- bzw. Termingeld

(13 Prozent) besitzen deutlich weniger Deutsche.

7


FORSA-UMFRAGE VON PRO AURUM

Statements zu Gold als Geldanlage bestätigt

Zu guter Letzt konnten die Befragten noch vier Aussagen zum

Thema „Gold als Geldanlage“ bestätigen oder ablehnen. Dabei

haben zwei Statements an Zuspruch gewonnen und zwei verloren.

Eine von 71 auf 72 Prozent leicht gestiegene Quote gab

es für die These „Gold ist eine sichere Geldanlage“ zu vermelden.

Noch deutlicher bestätigt wurde das Statement „Gold ist

eine geeignete Geldanlage für risikoscheue Anleger“. Gegenüber

dem Vorjahr kam es hier zu einem kräftigen Zuwachs von

55 auf 60 Prozent. Abstriche waren hingegen bei der Aussage

„Gold ist eine gute Ergänzung zu anderen Geldanlagen“ zu

verzeichnen, wo es einen Rückgang von 75 auf 71 Prozent gab.

Beim Statement „Gold ist zur Zeit eine lohnende Anlage, weil

die Kurse steigen werden“ war ein nachlassender Zuspruch von

49 auf 45 Prozent registriert worden.

Wie in den Jahren zuvor kann man aus der Forsa-Umfrage vor

allem einen Schluss ziehen: Investments in Gold sind alles andere

als ein Auslaufmodell und genießen dank ihrer bewährten

Schutzfunktion weiterhin hohes Ansehen.

Robert Hartmann, Mitgründer von pro aurum: „Für uns Edelmetallhändler

war es in der Vergangenheit immer schwierig,

wenn der Goldpreis längere Zeit vor sich hin gedümpelt ist.

Kursausbrüche nach oben wie nach unten wirkten hingegen

immer unterstützend aufs Geschäft. Die steigenden US-Zinsen

und ein stärker werdender Dollar haben in den vergangenen

Monaten einen merklichen Goldpreisanstieg jedoch verhindert.

Alternative Anlageklassen wie Aktien und Immobilien standen

deswegen eher im Fokus der Anleger. Unsere Forsa-Umfrage

zeigt aber, dass die Deutschen Gold nicht abgeschrieben

haben – sie sprechen dem Edelmetall in den kommenden Jahren

sogar die beste Eignung als langfristige Geldanlage zu. Zudem

zeigt unsere Umfrage auf, dass die Menschen in Deutschland

in den vergangenen Jahren ihre Edelmetallbestände deutlich

aufgestockt haben. Derzeit kehren die Goldkäufer wieder zurück,

denn das Italien-Thema schürt die Angst vor einem Aufflammen

der Eurokrise erheblich.“

8


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und auch Silber – erfüllen.

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Eine Kooperation der Volksbank Löbau-Zittau eG und


TITELTHEMA

DIE RAND REFINERY

EINE ERFOLGSGESCHICHTE RUND

UM EDELMETALLE.

Wer in den Sechzigerjahren auf die kuriose Idee gekommen ist, sein Geld in physisches Gold zu stecken,

konnte sich der erstaunten Blicke des Bankberaters sicher sein: An moderne Edelmetallhandelshäuser wie

pro aurum war vor 50 Jahren nicht zu denken und ebenso wenig waren Bullion-Produkte etabliert – stattdessen

musste der Kunde wochenlang darauf warten, bis ein Goldbarren bestellt, beschafft und in die

Bankfiliale geliefert wurde. Oder er musste sich mit Nachprägungen von historischen Goldmünzen begnügen,

die allesamt mit krummen Gramm-Werten die Übersichtlichkeit über das Gold-Portfolio erschwerten.

Inzwischen ist alles anders – und dafür ist nicht nur pro aurum

als Pionier des modernen Edelmetallhandels verantwortlich,

sondern auch eine Prägestätte in Südafrika: Die Rand Refinery

wagte im Jahr 1967 mit dem „Krügerrand“ ein Experiment mit

ungewissem Ausgang, welches sich zu einer Erfolgsgeschichte

entwickelte: Mit einem Gewicht von einer Feinunze Gold wurde

erstmals im Jahr 1967 eine Goldmünze für Anleger hergestellt.

Die Motive – der südafrikanische Springbock sowie der frühere

Präsident Paul Kruger – wurden in den Folgejahren nicht

verändert. Und diese Kontinuität sowie die Preisgestaltung

nah am aktuellen Edelmetallpreis haben dazu geführt, dass

der Krügerrand in Gold inzwischen das Maß aller Dinge in der

Welt der Edelmetalle ist.

Die Geburtsstätte des Krügerrand blickt jedoch auf eine noch

längere Geschichte zurück und feiert demnächst ihren 100.

Geburtstag: Gegründet wurde die Rand Refinery im August

1920 in Germiston. Zuvor wurde das südafrikanische Gold in

London veredelt. Mit der Gründung der Rand Refinery sollte

London seine Bedeutung als wichtigster Edelmetallhandelsplatz

der Welt nicht einbüßen, aber der Transportaufwand sollte

reduziert werden. So wurde die Rand Refinery aus Kapitalmitteln

verschiedener südafrikanischer Minenbetreiber etabliert.

Die Anlage liegt etwa 16 Kilometer von Johannesburg entfernt

in der Stadt Germiston im Herzen des Goldminengebietes

„Witwatersrand“ („ridge of the white waters“). Hundert Jahre

später ist die Rand Refinery eine der größten Goldveredelungsbetriebe

der Welt und kann mit Rekorden aufwarten, die

ihresgleichen suchen: Bislang wurden nach eigenen Angaben

etwa 50.000 Tonnen Gold verarbeitet, also etwa 30 Prozent

der bisher weltweit gefundenen Goldvorkommen.

Die Erfolgsgeschichte der Rand Refinery ist eng mit der

offiziellen Prägestätte Südafrikas verbunden: Während es sich

bei der Rand Refinery um die bedeutendste Edelmetallraffinerie

der Welt handelt, zeichnet die South African Mint für die

Münzprägung des Landes verantwortlich. Streng genommen

ist der Krügerrand zwar ein Produkt der Rand Refinery, doch

der Auftrag zur Prägung kommt von der South African Mint.

Daher müssen die Münzronden eigens per Helikopter von

der Rand Refinery als dem eigentlichen Herstellungsort des

Rohmaterials für die Münzen zur South African Mint geflogen;

in Pretoria erfolgt anschließend die eigentliche Prägung in der

staatlich autorisierten Prägestätte. Danach werden die fertigen

Münzen ebenfalls per Helikopter nach Germiston zurückgeflogen,

wo die Rand Refinery ihren Sitz hat und die Münzen

in alle Welt vertreibt.

Die Verantwortlichen in der Rand Refinery legten im Jahr

1967 eine gehörige Portion Mut an den Tag, als sie den Krügerrand

erstmals auf dem Markt präsentierten – das Umfeld

war denkbar schlecht: Das sogenannte Bretton-Woods-System

10


TITELTHEMA

sorgte dafür, dass einheitliche Wechselkurse für die wichtigsten

Handelswährungen auch einen festen Goldpreis diktierten.

Am Preis von 35 US-Dollar gab es nichts zu rütteln – und

dementsprechend interessierte sich auch kaum jemand für ein

Investment in Gold. Dies änderte sich auch in den ersten

Jahren der Krügerrand-Produktion nicht sofort: Die Auflagen

blieben im niedrigen fünfstelligen Bereich und sind heute begehrte

Sammlerstücke geworden.

neben dem Krügerrand stellt sie auch hochwertige Goldbarren

her – und in diesem Jahr soll der zweite Teil der Erfolgsgeschichte

des Krügerrand geschrieben werden, denn bislang spielten

die Südafrikaner auf dem Markt für Silberanlagemünzen noch

keine Rolle. Dies könnte sich aber mit dem ersten Silber-Krügerrand,

der als Bullion-Produkt geprägt wird, schlagartig ändern –

denn die Strahlkraft des Krügerrand in Gold wird mit Sicherheit

auch auf den kleinen Bruder aus Silber abfärben.

Der Startschuss für die Erfolgsgeschichte des Krügerrand fiel

erst mit dem Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems im

Jahr 1973 – der Goldpreis wurde frei gehandelt, explodierte

förmlich und mit ihm die Nachfrage nach Goldmünzen zu

Anlagezwecken. So wurden in den Siebzigerjahren erstmals

Millionenauflagen erreicht und der Krügerrand wurde zur

ersten und im Laufe der Jahrzehnte auch beliebtesten Edelmetall-Anlagemünze.

Erst Mitte der Achtzigerjahre begann

der südafrikanische Gold-Motor zu stottern, als die weltweite

Staatengemeinschaft die Apartheid-Politik Südafrikas

mit massiven Warenembargos bestrafte. Daraufhin wurden

bis 2006 Krügerrand-Goldmünzen lediglich im fünfstelligen

Bereich hergestellt, und andere Länder wie Kanada (Maple Leaf)

oder Österreich (Wiener Philharmoniker) gewannen an Bedeutung.

Inzwischen ist die Rand Refinery jedoch wieder die unangefochtene

Nummer eins auf dem Markt für Gold-Anlageprodukte;

11


TITELTHEMA

DEN KRÜGERRAND GIBT ES JETZT AUCH

IN SILBER.

In den vergangenen fünfzig Jahren ist der „Krügerrand“

zum Inbegriff des modernen Edelmetall-Investments geworden.

Die Rand Refinery hat mit ihrer Bullionmünze dafür

gesorgt, dass Südafrika auf dem Markt der Gold-Anlagemünzen

unangefochten die Spitzenposition innehat. In Deutschland

ist der Krügerrand bei Jung und Alt als die Investment-Münze

schlechthin bekannt und fehlt in kaum einer Bestellung bei

pro aurum, daneben wird sie auch als werthaltiges Geschenk

zur Hochzeit, Kommunion oder Konfirmation überreicht. Doch

während Südafrika seit mehr als fünfzig Jahren den Markt

der Gold-Kapitalanlagemünzen dominiert, hatte das Land bei

Silber-Anlagemünzen nichts zu melden – bisher.

Denn im vergangenen Jahr wagten die Südafrikaner einen

mutigen Schritt: Jahrzehnte, nachdem Länder wie Kanada mit

dem Maple Leaf oder die USA mit dem American Silver Eagle

ihre „Claims“ auf dem Silbermarkt abgesteckt hatten, stellte

die Rand Refinery in Zusammenarbeit mit der südafrikanischen

Prägestätte „South African Mint“ während der „World Money

Fair“ im Jahr 2017 eine silberne Ausgabe des „Krügerrand“

für Sammler in geringer Auflage vor. Mit diesen Münzen hat

die Rand Refinery eigentlich bloß den 50. Geburtstag des

Gold-Krügerrand gefeiert – doch der Run auf Silber aus Südafrika

sorgte dafür, dass aus der einmaligen Aktion nun eine

dauerhafte Produktlinie wird.

Mit einer unlimitiert geprägten Krügerrand-Silbermünze, die

nah am aktuellen Silberpreis verkauft wird, greift die Rand

Refinery ihre Mitbewerber aus Kanada, den USA und Australien

an – und insbesondere für europäische Silberunzen-

Hersteller dürften die Neuigkeiten aus Südafrika nicht unbedingt

erfreulich sein, denn so gibt es künftig einen weiteren

Produzenten für Silber-Bullion außerhalb der EU, der seine

Produkte hierzulande differenzbesteuert verkaufen kann

(die aus dem EU-Ausland importierten Silber-Anlagemünzen

sind wegen dieser besonderen Umsatzsteuerregel rund zwölf

Prozent günstiger zu bekommen als vergleichbare europäische

Produkte).


TITELTHEMA

„Nicht zuletzt wegen dieses Preisvorteils und der gewaltigen

Bekanntheit des Krügerrand-Motivs hat Südafrika durchaus

das Zeug dazu, nun auch zum Marktführer im Silber-Segment

zu werden“, sagt Robert Hartmann, Mitgründer von pro aurum.

Die Rand Refinery hat sich für die Einführung des Krügerrand

in Silber ein spannendes Marktumfeld ausgesucht – immerhin

hat Silber deutlich mehr aufzuholen als Gold. Nach einem dramatischen

Absturz von 32 Euro auf zwölf Euro arbeitet Silber

seit mehreren Jahren an einem Comeback und hat mit einem

aktuellen Preis von etwa 13,75 Euro pro Feinunze einen stabilen

Boden ausgebildet. Im vergangenen Jahr legte der Silberpreis

in US-Dollar um fast sechs Prozent zu, nachdem er im

Jahr 2016 bereits knapp 15 Prozent an Wert gewonnen hatte.

Das „Gold des kleinen Mannes“ steht längst nicht mehr im

Schatten von Gold, sondern ist für viele Anleger inzwischen die

erste Wahl – nicht zuletzt wegen des geringen Einstiegspreises,

denn mit 16,50 Euro für eine Münze oder rund 500 Euro

für ein Kilo ist das weiße Metall für jedermann erschwinglich.

Einer der wichtigsten Preis-Indikatoren in der Welt der Edelmetalle,

das sogenannte „Gold-Silber-Ratio“, liegt aktuell bei 78.

Es müssen also knapp 78 Silberunzen aufgebracht werden, um

eine Goldunze zu erwerben. Das durchschnittliche Verhältnis

zwischen Goldunzen und Silberunzen lag in den vergangenen

25 Jahren jedoch bei 1:53 – Silber ist aktuell gegenüber Gold

also deutlich unterbewertet. Auch unter diesem Gesichtspunkt

könnte es sich langfristig als besonders lohnend herausstellen,

sich heute prägefrische Silber-Krügerrand ins Portfolio zu legen.

Kunden können die Silber-Münzen aus Südafrika seit dem

1. August 2018 bei pro aurum erwerben.

„Der Launch des Silber-Krügerrand ist ein weiterer wichtiger

Meilenstein in der Geschichte der Rand Refinery. Hierdurch wird

unser Anspruch auf die globale Marktführerschaft beim Verkauf

von Bullion-Münzen untermauert. Wir danken pro aurum

einem unserer wichtigsten Handelspartner in Europa – für die

erfolgreiche Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren“, sagt

Richard Collocott, Marketingleiter der Rand Refinery.


HAUSMEINUNG VON PRO AURUM

NÜTZLICHE TIPPS

DER AUFBAU EINES EDELMETALL-PORTFOLIOS.

Spannende Aufgabe: die Auswahl der konkreten

Anlageprodukte

Physisches Gold

80 % Physisches

Silber

20 %

Der Handelskrieg zwischen den USA und dem Rest der Welt

eskaliert, in Europa reagieren Anleger auf eine mögliche Zinswende

nervös und die Inflation frisst währenddessen das Vermögen

der Sparer auf – es gibt viele gute Gründe, genau jetzt

das Ersparte mit Gold zu schützen. Immerhin haben die Kurse

nach dem Goldboom seit 2008 und einer mehrjährigen Phase

der Schwäche und Konsolidierung noch viel nachzuholen. Viele

Marktbeobachter sehen attraktive Kaufkurse – und bei pro

aurum nutzen auffällig viele Menschen, die Gelegenheit zu

einem Beratungsgespräch, die vorher noch keine Erfahrung

mit dem Investment in Gold und Silber gemacht haben.

Vor dem ersten Edelmetallkauf gilt es allerdings, ein paar grundlegende

Fragen zu klären. Ganz wichtig: Wie hoch soll der Anteil

des frei verfügbaren Anlagevermögens sein, welches in Edelmetalle

gesteckt wird? Die klassische Lehrbuchmeinung geht von

einem Anteil zwischen zehn und 20 Prozent aus – so ist die

Vermögensentwicklung nicht vollständig von Gold und Silber

abhängig, stattdessen werden die Edelmetalle als Beimischung

und Absicherung verstanden. Fest steht aber: Einen solchen

Vermögensschutz sollte jeder Anleger besitzen, egal ob er den

Schwerpunkt seines Investments auf Aktien, Immobilien oder

andere Anlageklassen legt.

Nachdem das Budget für den Edelmetallkauf geklärt ist, steht

eine spannende Aufgabe bevor: die Auswahl der konkreten

Anlageprodukte. Doch damit verbunden sind viele neue

Fragen: Welche Größe? Welche Motive? Wie viele Stücke von

welcher Produktgattung? Grundsätzlich gilt: Bei größeren Edelmetallprodukten

fallen die Herstellungskosten nicht so stark

ins Gewicht. Das beste „Preis-Leistungs-Verhältnis“ bieten

100-Gramm-Goldbarren sowie sogenannte „Bullionmünzen“

mit einem Gewicht von einer Unze oder umgerechnet 31,10

Gramm. Diese Produkte wurden speziell zu Anlagezwecken

hergestellt.

Bei der Stückelung des Investments sollten Anleger also darauf

achten, dass ein Großteil des Anlagebetrages in weit verbreitete

Standardware investiert wird – es macht allerdings Sinn,

auch mehrere kleinere Goldmünzen oder -Barren zu kaufen,

um bei einem kurzfristigen Finanzbedarf schnell reagieren

zu können. Und wer größere Geldbeträge investiert, kann statt

des 100-Gramm-Barrens auch auf die größeren Stückelungen

zu 250, 500 oder 1.000 Gramm zurückgreifen.

Das gesamte Vermögen in einen einzigen Barren zu investieren,

kann dagegen zu Problemen führen: Wenn beispielsweise das

Auto eine Reparatur benötigt und dafür schnell „Geld lockergemacht“

werden muss, wäre ein Verkauf des kompletten Barrens

unumgänglich. Bei einem Investment in mehrere kleinere

und größere Produkte könnten Anleger stattdessen einfach das

Goldstück, welches dem benötigten Finanzbedarf am nächsten

kommt, auswählen.

Insbesondere Silber eignet sich als Ergänzung zu einem

Edelmetall-Portfolio exzellent

14


HAUSMEINUNG VON PRO AURUM

Zu guter Letzt sollten Edelmetall-Neulinge auch bei aller

Euphorie rund um den „sicheren Hafen“ Gold nicht vergessen,

dass es noch andere Edelmetalle gibt: Insbesondere Silber

eignet sich als Ergänzung zu einem Edelmetall-Portfolio

exzellent, mit einer Aufteilung von 80 Prozent des Edelmetallvermögens

auf Gold und 20 Prozent auf Silber machen Anleger

nichts falsch. Je nach Risikobereitschaft wäre auch eine höhere

Gewichtung von Silber denkbar. Und in letzter Zeit ist

zusätzlich auch Palladium als Renditebringer in den Fokus der

Investoren gerückt – das weiße Metall hat im Jahr 2017 alle

anderen Edelmetalle im Hinblick auf die Wertentwicklung in

den Schatten gestellt.

Edelmetalle gleich online kaufen:

www.proaurum.de/home/shop.html

Wer mehr Weiss, kann heller glänzen.

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SERVICETHEMA

DAS JAHR 1967

RÜCKBLICK AUF DIE GEBURTSSTUNDE DES

MODERNEN EDELMETALL-INVESTMENTS.

Beim Samstagsbummel durch die Einkaufsstraße, nach Feierabend

per Pkw auf dem Heimweg oder ganz bequem rund um

die Uhr per Internet – der Handel mit Edelmetallen ist dank

spezialisierter Händler wie pro aurum heutzutage ein Kinderspiel.

Das war vor einigen Jahrzehnten noch nicht selbstverständlich

– Gold und Silber zu Anlagezwecken waren fast

ausschließlich bei den großen Geschäftsbanken zu bekommen

und mussten aufwendig bestellt werden; oft war die Ware erst

nach einer Woche abholbereit. Und auch an die breite Angebotspalette

mit Maple Leaf, Philharmoniker und Co. war vor

fünfzig Jahren nicht zu denken.

Das Jahr 1967 gilt als Geburtsjahr des modernen Edelmetall-

Investments mit Bullionmünzen. In diesem Jahr wurde erstmals

der Krügerrand als Anlagemünze in Gold verkauft – und

nicht nur der Springbock aus Südafrika trat einen Siegeszug

an, auch die Unze als Gewichtseinheit wurde zum Maß aller

Dinge beim Handel mit Edelmetallen. Bis heute gilt der

Krügerrand als Inbegriff der modernen Goldmünze, die nah

am reinen Edelmetallpreis und mit gleichbleibendem Design

verkauft wird.

Der Springbock aus Südafrika trat einen Siegeszug an

Vor der Geburtsstunde des Krügerrand war der Edelmetallkauf

allerdings ein kompliziertes Unterfangen: Anstelle

der heute üblichen Goldunzen mussten Edelmetallfans auf

historische Goldmünzen wie beispielsweise den Sovereign

oder die 20-Mark-Goldmünzen aus dem Kaiserreich zurückgreifen.

Auch die modernen Nachprägungen historischer Goldmünzen

aus Österreich landeten oft im Tresor von sicherheitsbewussten

Anlegern.

Nach dem großen Erfolg der Krügerrand-Goldmünzen gegen

Ende der Sechzigerjahre begannen auch andere Prägestätten

mit Investmentprodukten auf Goldbasis zu experimentieren.

Als ernsthafte Konkurrenz entwickelte sich ausgerechnet

eine Münze aus einen europäischen Land, welches damals

nicht unbedingt für innovative Münzprägung bekannt war:

Österreich gab im Jahr 1976 eine Goldmünze „1.000 Schilling

Babenberger“ heraus, welche über die Banken vor allem

an Privatanleger ausgegeben wurde. Und viele Österreicher

nutzten die Chance, sich ihre erste Goldmünze zuzulegen. Das

Gewicht von 12,15 Gramm Feingold setzte sich in der Folgezeit

nicht durch, doch die Münze Österreich ist heutzutage

eine der wichtigsten Bullionproduzenten.

Der Wiener Philharmoniker kam 1989 auf den Markt

Es sollte allerdings ganze 13 Jahre dauern, bis der österreichische

Exportschlager, der Wiener Philharmoniker, auf den

Markt kam. 1989 war es so weit – und die Österreicher waren

vergleichsweise spät dran: Seit 1979 gab es den Maple

Leaf aus Kanada in Gold, seit 1981 die Libertad aus Mexiko

und seit 1986 den American Eagle aus den USA. Dennoch

zählt der Wiener Philharmoniker inzwischen zu den wichtigsten

Anlagemünzen der Welt. Und die vereinheitlichten Gewichte,

basierend auf der Unze, sind in aller Welt anerkannt und

sorgen für eine hohe Vergleichbarkeit der Preise für die einzelnen

Investment-Münzen. Üblicherweise bieten volle Unzen

das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für Bullionprägungen,

da die Produktion der Ronden in hoher Auflage besonders effizient

möglich ist. Edelmetall-Anleger in aller Welt haben sich an

diese Gewichtsangabe gewöhnt und der Versuch, von diesem

Standard abzuweichen, hat bislang nicht unbedingt gut funktioniert:

Seitdem China im Jahr 2016 seine Panda-Münzen mit einem

Gewicht von runden 30 statt vorher 31,1 Gramm herstellt, ist

der Verkauf dieses einstigen Bestsellers deutlich zurückgegangen.

16


WIR FEIERN 15-JÄHRIGES JUBILÄUM.

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regulären Edelmetalldepotpreise von pro aurum. Es gelten weiterhin die offi ziellen Voraussetzungen für die Eröffnung eines

Edelmetalldepots. Details hierzu unter: www.proaurum.de.


FAKTEN RUND UM GOLD

DAS PRO AURUM GOLDHAUS

42 Meter Länge, 23 Meter Breite und acht Meter Höhe – diese Abmessungen hätte ein Quader des

gesamten Goldes, welches in der Menschheitsgeschichte bis heute gefördert wurde. Und es sind die

Maße einer faszinierenden Immobilie: Das „Goldhaus“ von pro aurum ist nicht nur das Herzstück der

Geschäftsaktivitäten, sondern auch ein in Beton gegossenes Statement für die Unvergänglichkeit der

ältesten Währung der Welt mit einer Strahlkraft, die weit über den Standort in München hinausgeht.

WEITERE GOLD-FAKTEN

Nach Angaben des „World Gold Council“ ist in Deutschland seit nunmehr

zehn Jahren ein konstanter Boom auf dem Markt für Edelmetalle

1

zu beobachten. Mehr als sechs Milliarden Euro wurden im Jahr 2016 in

Gold gesteckt, davon entfallen rund 110 Tonnen auf Barren und Münzen

sowie 76 Tonnen auf Papiergold – und der „World Gold Council“ sieht

noch Luft nach oben für die Investment-Alternative „Gold“ in Deutschland.

23 m

2

Die pro aurum Gruppe hat den Edelmetallhandel in

Deutschland revolutioniert und ist für die meisten Gold-

Fans die erste Anlaufstelle: Im Jahr 2017 wurden insgesamt 35,15

Tonnen Gold umgesetzt – davon entfiel ein Großteil auf die

Dauerbrenner, also Goldbarren mit einem Gewicht von 50 oder

100 Gramm, sowie auf klassische Unzenmünzen wie Krügerrand,

Maple Leaf und das australische Känguru.

3

Wer auf einen Schlag eine größere Menge Gold gewinnen

will, sollte nicht Olympiasieger werden – denn die „Goldmedaillen“

enthalten inzwischen nur noch einen feinen Goldüberzug.

Eine Medaille mit einem Gewicht von 500 Gramm hätte aktuell

einen Wert von über 16.000 Euro – die vergoldete Oberfläche bringt

es auf einen reinen Metallwert von wenigen Hundert Euro.

4

Überall auf der Welt werden Goldkäufer verstärkt Repressalien ausgesetzt

– gleichzeitig greifen die Regierungen jedoch auf dem Goldmarkt

massiv zu: Die USA verfügen über rund 8.000 Tonnen Gold, Deutschland

bringt es auf etwa 3.300 Tonnen, Italien und Frankreich sind mit jeweils etwa

2.500 Tonnen mit von der Partie. Besonders aktiv waren zuletzt vor allem

Russland sowie China – ihre regelmäßigen Käufe machen deutlich: Ein „sicherer

Hafen“ wird selbst auf höchster politischer Ebene dringend benötigt.

18


FAKTEN RUND UM GOLD

42 m

5

Die wertvollste Goldmünze der Welt wiegt eine Tonne und ist

eigentlich in Australien beheimatet, wurde jedoch im Januar 2014

eigens nach München eingeflogen und bei pro aurum ausgestellt. Sie hat

einen Durchmesser von fast 80 Zentimetern, ist über zwölf Zentimeter

dick und wurde rund um die Uhr bewacht – ein Desaster wie bei dem

Raub einer 100-Kilo-Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum im Jahr

2017 konnte durch eine monatelange Vorbereitung dieser logistischen

Meisterleistung verhindert werden.

8 m

6

Der Preis für Gold wird längst nicht mehr auf dem Markt für

physisches Edelmetall gemacht – die Wertentwicklung wird von

Papiergold bestimmt, welches an der New Yorker „COMEX“ gehandelt

wird. Der „Gold Survey 2017“ rechnet vor, dass an den Goldbörsen

im Jahr 2016 weltweit fiktives Gold im Wert von 9,8 Milliarden

USD gehandelt wurde – tatsächlich auslieferbar ist allerdings nur ein

Bruchteil: Nur noch 0,2 Prozent des gehandelten Goldes lag im Jahr

2016 in physischer Form bei der COMEX vor.

8

7

Die Finanzkrise hat ihre Spuren hinterlassen: Gold war im Jahr

2018 erstmals das beliebteste Investment der Deutschen. In der

jüngsten Forsa-Umfrage im Auftrag von pro aurum gab eine Mehrheit

von 28 Prozent der Befragten an, dass sie für Gold die besten Renditeaussichten

im Jahr 2018 erwarten. Der Goldbesitz hat im Vergleich

zum Vorjahr deutlich weitere Kreise gezogen: Statt sieben besitzen

inzwischen zehn Prozent der Befragten goldene Münzen und Barren,

bei Silber hat sich die Zahl der Besitzer verdoppelt (von drei auf sechs

Prozent).

Bislang war es eines der bestgehüteten Gold-Geheimnisse: Doch inzwischen

verfolgt die Deutsche Bundesbank eine Transparenzoffensive rund

um die deutschen Goldreserven, die im Umfang von 674 Tonnen aus Paris und

New York im Jahr 2017 zurück nach Deutschland geholt wurden. Nach einem

Informationsfilm mit Aufnahmen der Goldbarren wurde nun auch von der

Bundesbank ein Buch rund um die Geschichte der deutschen Goldreserven

zusammengestellt. Bis heute halten sich hartnäckig Gerüchte, dass das deutsche

Staatsgold tatsächlich gar nicht mehr oder nur noch in Teilen existiert.

19


PRODUKTINFORMATIONEN

AUSTRALIAN KÄNGURU IN SILBER

QUALITÄT AUF WELTKLASSENIVEAU.

Die Perth Mint aus Australien ist für ihre Weltklasse-

Anlageprodukte bekannt: Münzen wie der Koala oder

der Kookaburra können locker mit der feinen Sammler-

Prägequalität „Stempelglanz“ mithalten und werden trotzdem

als Investment-Produkte nah am Silberpreis verkauft.

Fans der Perth Mint, die auf glänzende Oberflächen und hochwertige

Hartplastik-Kapseln keinen gesteigerten Wert legen

und lieber das meiste Silber für ihr Geld wünschen, haben seit

2016 mit dem „Australian Kangaroo“ eine passende Alternative:

Die Bullionmünze wird unlimitiert mit einer Feinheit von

999,9/1000 Silber geprägt und in unzirkulierter Qualität auf

den Markt gebracht.

Das Australian Kangaroo ist die Antwort der Perth Mint

auf die Silberanlage-Klassiker aus Kanada („Maple

Leaf“) sowie Österreich („Wiener Philharmoniker“).

Diese hatten bis 2016 neben dem American Eagle aus den

USA einen Großteil des Marktes für Bullionmünzen aus Silber

ausgemacht. Inzwischen hat die Perth Mint mit dem „Kangaroo“

jedoch massiv aufgeholt, denn die Preisgestaltung ist

äußerst investorenfreundlich: Der Marktwert liegt wie bei den

vergleichbaren Silber-Unzen nur geringfügig über dem aktuellen

Silberpreis – und in Europa ist das Känguru aus Silber nicht

zuletzt wegen der sogenannten Differenzbesteuerung interessant,

wodurch die sonst fällige Mehrwertsteuer von 19 Prozent

fast vollständig entfällt. Die Kängurus werden zu 25 Stück

in Plastikröhren („Tubes“) und zu 250 Stück in Hartplastikkisten

(„Masterbox“) verkauft.

Obwohl die Känguru-Silbermünzen in millionenfacher Auflage

am Fließband produziert werden, weisen sie eine Qualität

auf, die Weltklasseniveau erreicht: Die Münzen zeigen ein

detailreich gestaltetes Bildnis des „Roten Riesenkängurus“,

welches von Lichtstrahlen umgeben ist. Der Münzrand ist mit

feinen Wellen gestaltet, welche als Sicherheitsmerkmal dienen

– die Präzision, welche die Perth Mint auch bei ihren

massenhaft geprägten Silbermünzen an den Tag legt, konnte

bislang von keinem Fälscher nachgeahmt werden. Auf der

Rückseite ist das Bildnis Ihrer Majestät Königin Elisabeth II.

des Münzdesigners Ian Rank-Broadley zu sehen, der Münzrand

ist geriffelt.

Die Känguru-Silbermünzen haben einen Nennwert von einem

australischen Dollar und sind somit offizielles Zahlungsmittel

in Australien. Der Durchmesser liegt bei 40,60 Millimeter und

ist identisch mit den Abmessungen der Kookaburra- sowie

Koala-Silbermünzen. Das Känguru ist ausschließlich mit der

Gewichtseinheit einer vollen Unze zu haben. Die Gestaltung

wird nicht geändert, es wird jedoch jedes Jahr aufs Neue ein

weiterer Jahrgang ausgegeben – ab Oktober soll der nächste

Jahrgang 2019 in den Handel kommen.

20


PRODUKTINFORMATIONEN

KÄNGURU/NUGGET

DIE GÜNSTIGSTE GOLD-UNZE MIT

EINZIGARTIGER GESTALTUNG.

Seit vielen Jahren erfreut sich ein besonderes Investment-

Produkt bei pro aurum großer Beliebtheit: Die „Nugget

Känguru“-Goldmünzen sind bei pro aurum traditionell

geringfügig günstiger als die klassischen Anlagemünzen wie

der Maple Leaf, der Wiener Philharmoniker oder der Krügerrand

zu haben. Und die kleine Differenz sorgt für großes Interesse,

denn mit den „Nugget Känguru“-Goldmünzen bekommen

Anleger bei pro aurum nicht nur das meiste

Gold für ihr Geld, sondern auch eine Goldprägung auf

Weltklasse-Niveau.

Während sich im Hinblick auf Gestaltung bei den Gold-Bullionmünzen

aus Kanada, Österreich oder Südafrika kaum etwas

tut, begeistert die Perth Mint aus Australien jedes Jahr

aufs Neue ihre Fans mit einem aufwendig gestalteten Känguru-Motiv.

Und die Serie blickt auf eine lange Tradition zurück,

sie wurde erstmals im Jahr 1986 aufgelegt – also in der

gleichen Zeit wie die meisten modernen Goldanlagemünzen.

Zudem sind die Kängurus nicht nur in der Standardausführung

zu einer Unze zu haben, es gibt auch größere und kleinere

Känguru-Goldmünzen.

Die Erfolgsgeschichte des Kängurus beginnt allerdings mit

einem Misserfolg: Als die Perth Mint im Jahr 1986 erstmals die

Goldanlagemünze präsentierte, wurden darauf anstelle des

beliebten Kängurus vier verschiedene Gold-Nuggets abgebildet.

Die erste Anlagemünze im Jahr 1987 zeigte den legendären

„Welcome Stranger“-Nugget und auch in den Jahren 1988

und 1989 wurde der Goldklumpen gezeigt, der im Jahr 1869

entdeckt worden war. Doch offenbar fand das Motiv nicht die

Zustimmung der Gold-Fans, die Absatzzahlen blieben deutlich

unter den Planungen der Perth Mint. Nachdem die Verantwortlichen

in Perth der „Australian Nugget“-Serie bis zum

Jahr 1989 noch eine letzte Chance gegeben hatten, wurde

im Jahr 1990 ein neues Motiv vorgestellt: Obwohl die Serie

weiter als „Australian Nugget“ vermarktet wurde, zeigte sie

künftig das Rote Riesenkänguru. Erst im Jahr 2008 wurde der

neue Name der Serie „Australian Kangaroo“ auf dem Münzmotiv

verewigt.

Die Känguru-Goldmünzen sind nicht nur ein vorzügliches

Investment, sondern machen auch die Möglichkeiten der

modernen Münzprägung deutlich: Die ersten Jahrgänge bis

zum Jahr 2004 weisen eine wiederkehrende Gestaltung auf,

bei der die Kängurus in einem matten Kreis mit gezacktem

Rand eingefasst wurden. Von 2005 bis 2009 wurden die Kängurus

auf mattem Grund präsentiert und seit 2010 sind sie

von einem glänzenden und dünnen Ring eingefasst, auf dem

der Name der Serie zu sehen ist. Auf der Wertseite befindet

sich das Bildnis von Queen Elisabeth II. Die zurückliegenden

Jahrgänge sind nicht nur bei Investoren beliebt, auch Anleger

greifen wegen der wechselnden Motive und niedrigen Auflagen

gern bei den goldenen Kängurus zu. Und bei pro aurum

ist die „Nugget/Kangaroo“-Serie weiterhin der Geheimtipp für

preisbewusste Käufer, die ein wenig Geld im Vergleich zu den

Bullion-Klassikern sparen möchten.

21


SAMMLERMÜNZEN

PRO AURUM NUMISMATIK IM NEUEN GEWAND

DIE GANZE WELT DER SAMMLERMÜNZEN

MIT EINEM KLICK ENTDECKEN.

pro aurum hat sich seit seiner Gründung im Jahr 2003 zu einem

Kompetenzzentrum für alle Aspekte des Edelmetall-Investments

entwickelt – unter dem Dach von pro aurum wurden deshalb von

Beginn an nicht nur moderne Anlagemünzen und Barren verkauft,

sondern auch historische Sammlermünzen: Die Numismatik-

Abteilung war stets fester Bestandteil der pro aurum Gruppe und

genießt in der Branche einen erstklassigen Ruf.

Nun stellt pro aurum die Zukunft des internetgestützten Münzhandels

vor: Die 15-jährige Erfahrung beim Aufbau einer Online-

Handelsplattform ist in die Entwicklung eines Webshops für die

Sammlerschätze, die bisher auf der Internetplattform „eBay“ zu

finden waren, eingegangen. Hier hatte pro aurum in den vergangenen

Jahren historische Münzen aus Gold und Silber angeboten.

Grundstein für eine eigene Numismatik-Welt

Nach fast vier Jahren im Internet-Auktionshaus unternimmt pro

aurum nun den nächsten Schritt und hat den Grundstein gelegt

für eine eigene Numismatik-Welt, die jederzeit per Mausklick zu

erreichen ist: Das reichhaltige Sammlermünzen-Sortiment wurde

in einen übersichtlichen Shop überführt, welcher grundsätzlich

in Gold und Silber aufgeteilt ist. In beiden Rubriken sind jeweils

deutsche Münzen, Münzen aus dem übrigen Europa sowie der

übrigen Welt zu finden. Außerdem bietet pro aurum historische

Barren aus Gold und Silber für spezialisierte Sammler an.

Bereits zum Start des neuen Numismatik-Shops reicht der aktuelle

Bestand für eine ausgiebige Entdeckungsreise in die Welt

der Sammlermünzen: Goldmünzen aus dem deutschen Kaiserreich

sind zu bekommen, auch aus den kleinen Fürsten- und

Herzogtümern. Kaiserreich-Silber in Spitzenerhaltung, exotische

Fundstücke aus aller Welt und moderne Panda-Goldanlagemünzen

zählen zur Produktpalette. Und der Neustart der

Numismatik-Abteilung unter „www.proaurum-numismatik.de“

hat für die Kunden zusätzliche Vorteile: Weil hier für pro aurum

anders als beim eBay-Shop keine Gebühren beim Verkauf anfallen,

können die Sammlerschätze an die Kunden noch günstiger

weitergegeben werden.

Der Handel mit seltenen Münzen ist Vertrauenssache

Der Webshop der pro aurum Numismatik richtet sich nicht nur

an Stammkunden, sondern auch an solche Interessenten, die

bisher noch nie mit pro aurum zu tun hatten. Denn der Handel

mit seltenen Münzen ist Vertrauenssache. Und pro aurum

begleitet seine Kunden nicht nur, wenn sie ihre alten Schätze

verkaufen möchten – auch wer Münzen für die bestehende

Sammlung sucht, ist bei pro aurum im Internet oder in den

Filialen goldrichtig. Und auch für eine aktuelle und faire Münzbewertung

steht das Team von pro aurum zur Verfügung.

Abgerundet wird der neue Numismatik-Shop, bei dem auf

eine opulente Bebilderung bewusst Wert gelegt und somit die

Faszination historischer Münzen deutlich gemacht wird, durch

eine Infothek: Hier veröffentlichen die Numismatiker aus dem

Hause pro aurum sowie ausgewählte Gastautoren mit fachlicher

Expertise regelmäßig fundierte Hintergrundartikel, die sonst nur

in teuren Fachzeitschriften zu finden sind. So steht pro aurum seinen

Kunden auch in der Welt der Numismatik mit Rat und Tat zur

Seite und macht die starke Serviceorientierung deutlich, welche

die Numismatik-Kunden von pro aurum seit Jahren gewohnt sind.

pro aurum Numismatik

www.proaurum-numismatik.de

22


NEUES AUS DEN PRO AURUM NIEDERLASSUNGEN

DIRK MÜLLER BEI EINEM BESUCH IM PRO AURUM GOLDHAUS

DIRK MÜLLER: „PHYSISCHES GOLD GEHÖRT

IN JEDES DEPOT.“

Der Handelskrieg zwischen den USA und dem Rest der Welt

hält die Finanzmärkte in Atem – die Börsen taumeln, aber auch

Gold stand zuletzt massiv unter Druck. Im Gespräch mit pro aurum

TV mahnt Dirk Müller, Investment-Experte und Buchautor,

zu Besonnenheit: „Die Crashgefahren sind sehr

groß“, stellt Müller gegenüber pro aurum TV

bei einem Besuch im Münchner Goldhaus

klar. Er befürchtet, dass die

anhaltend steigenden Zinsen den

Börsenboom beenden werden:

„Wir haben die Risiken der

letzten Jahre seit 2008 keinesfalls

beseitigt“, bekräftigt

Dirk Müller.

Er weist darauf hin, dass

China für ihn die größte Anlageblase

aller Zeiten darstellt

– und diese wird nach seiner

Einschätzung durch die steigenden

amerikanischen Zinsen zum Platzen

gebracht werden: „Die ersten Turbulenzen

in den Schwellenländern sind bereits zu

beobachten“, warnt Dirk Müller. Und viele Belastungsfaktoren

wie der Handelskrieg waren vor ein paar Monaten noch

nicht abzusehen, sodass sich die Prognosen weiter eintrüben.

Für den erfahrenen Börsen-Strategen Dirk Müller führt somit

kein Weg an Edelmetallen vorbei: „Physisches Gold gehört in

jedes Depot“, unterstreicht Müller. Das gelbe Metall sei über

Jahrtausende als stabiler Wert etabliert und insbesondere

in Krisensituationen ein sicherer Anker – oder ein

„guts Schlaferle“, wie Dirk Müller augenzwinkernd

formuliert.

Müller warnt im Gespräch mit

pro aurum TV davor, Bitcoin als

„neues Gold“ zu bezeichnen

– für ihn braucht es keine

Gold-Alternative: Die Kryptowährungen

versteht er als

Spekulationsprodukt, die mit

Gold nichts zu tun haben.

Müller vertraut bis heute

auch aufgrund eigener persönlicher

Erfahrungen auf Gold: Der

Kauf von physischen Edelmetallen

im Jahr 2000 zählt rückblickend zu

einem seiner erfolgreichsten Investments:

„Damals hat sich kaum jemand für Gold interessiert,

der Goldpreis stand bei 300 Dollar für eine Unze;

rückblickend war der Kauf bei allen Turbulenzen keine schlechte

Entscheidung.“

FOTO: MIRKO SCHMIDT UND DIRK MÜLLER

23


NEUES AUS DEN PRO AURUM NIEDERLASSUNGEN

SCHATZSUCHE UND SPITZENSPORT

EIN „WEE“-WOCHENENDE GANZ IM ZEICHEN VON GOLD.

Den Goldgräbern am Klondike rinnt der Schweiß von der Stirn.

Sie schnaufen und schaufeln ohne Pause, denn ihnen bleibt

nur noch wenig Zeit für die Suche nach dem ganz großen

Goldschatz. Die Mittagshitze drückt erbarmungslos von oben,

das schrille Surren der Metalldetektoren heizt die Hektik nur

noch weiter an – ist etwa genau dort, wo das Gerät anschlägt,

ein Goldbarren versteckt? Oder ein wertloser Metallring?

Egal, die Goldgräber stoßen ihre Schaufeln in den Sand. Und

gelegentlich kommt im Erdreich neben Löffeln und anderen

Nieten eine mysteriöse Metallschatulle im Format einer Zigarettenschachtel

zum Vorschein. Was sich darin befindet? Die

Überraschung wird erst später aufgelöst. Also weitergraben.

Metalldetektor in die Hand nehmen. Weiterziehen. Einen neuen

Claim abstecken. Weitergraben.

Ein Sandberg, der es in sich hatte

Diese Szene hat sich nicht im 19. Jahrhundert im kanadischen

Yukon-Gebiet abgespielt, wo der Klondike eigentlich verläuft,

sondern im Münchner Olympiapark: Am Sonnabend, den

2. Juni 2018, machten sich Hunderte von Glücksrittern auf den

Weg ins „weeIsland“: Ein abgetrenntes Event-Areal mit einer

Gesamtfläche von 10.000 Quadratmetern, auf dem Sonnenliegen,

Imbissbuden, Kinderspielgeräte aufgebaut wurden. Und

ein Sandberg, der es in sich hat: Goldbarren und Wertkarten

für den Online-Einkauf hat Cengiz Ehliz, Betreiber des Cashback-Systems

„wee“, in 2.500 Tonnen Spezialsand verstecken

lassen. Mit seiner Metropolenstrategie will Ehliz nicht weniger

als die ganze Welt erobern – und München soll der Anfang

des Siegeszuges seines Cashback-Modells werden, mit dem

der Online-Handel und der Einzelhandel vor Ort intelligent

miteinander verzahnt werden sollen.

Während der Eröffnung von „weeIsland“, auf dem Neukunden

mit ihrer druckfrischen „wee“-Bonuskarte die ersten Rabatte

realisieren konnten, drehte sich alles um die kuriose Event-

Idee, welche „wee“-Gründer Cengiz Ehliz und sein Pressesprecher

Tilmann Meuser gemeinsam in die Tat umgesetzt

24


NEUES AUS DEN PRO AURUM NIEDERLASSUNGEN

haben: Sie wollten etwas „Unübliches“ tun, berichteten Meuser

und Ehliz während der offiziellen Eröffnungsfeier. Und es

waren viele Details zu bedenken, um den „Klondike“ zu einem

unvergesslichen Ergebnis zu machen. Wie werden die wertvollen

Gewinne nachts vor Diebstahl geschützt? Wie gelingt es,

dass der Goldrausch nicht in eine Massenpanik umschlägt?

Und wie kann das Interesse am „weeIsland“ auch nach der

Goldsuche lebendig gehalten werden?

pro aurum stellte als Premium-Partner die goldenen

Schätze für den Klondike zur Verfügung

So war es dann auch Ehrensache, dass Cengiz Ehliz und sein

Team den Tag in der Heimat des „wee“-Gründers ausklingen

ließen – genauso selbstbewusst, wie sie ihr Projekt bereits

in München präsentiert haben: In der „wee-Arena“ stieg am

Sonnabend die „wee-Boxgala“ mit acht Kämpfen. Das Eisstadion

von Bad Tölz wurde bereits vollständig auf das „wee“-

Kartensystem umgestellt und dient nicht nur als „Proof of Concept“

für die Alltagstauglichkeit, sondern auch als Rahmen für

Events wie die „wee-Convention“, die „wee-Schlagernacht“

und – ganz im Sinne des leidenschaftlichen Box-Fans Cengiz

Ehliz – für Kampfsport der Extraklasse.

Cengiz Ehliz und sein Team haben auf alle Fragen eine passende

Antwort gefunden und eine runde Kick-off-Veranstaltung

für ihr Cashback-System auf die Beine gestellt – unter anderem

mit einer zünftigen Blaskapelle in urbayerischer Tracht,

um den regionalen Bezug deutlich zu machen. Denn „wee“

versteht sich nicht nur wegen der engen Anbindung an örtlich

gebundene Händler aus ganz Bayern als Unternehmen mit

lokaler Verankerung – ebenso wie pro aurum. Der europaweite

Marktführer im Edelmetallhandel hat in München seinen

Hauptsitz und stellte als Premium-Partner die goldenen Schätze

für den Klondike zur Verfügung. Auch „wee“-Gründer Ehliz,

1970 im idyllischen Bad Tölz als Kind einer deutsch-türkischen

Familie geboren, verkörpert mit oberbayerischem Dialekt das

Motto „Think global, act local“.

Tausende Menschen in der Halle und Millionen Box-Fans

in Deutschland und Europa, insbesondere aus dem osteuropäischen

Raum, verfolgten am Samstagabend über den Free-

TV-Sender „Sky Sport News HD“ den Hauptkampf zwischen

Robin Krasniqi aus München und Stanislav Kashtanov aus

Russland um den vakanten EBU-Europameisterschaftstitel.

Krasniqi und Kashtanov teilten mächtig gegeneinander aus,

Krasniqi gewann klar nach Punkten. Und pro aurum war auch

beim Box-Event mit von der Partie: Das Emblem des Edelmetallhändlers

wurde prominent auf der Ring-Begrenzung

platziert – und pro aurum sorgte dafür, dass neben Robin

Krasniqi noch andere Menschen an diesem Abend mit Gold

nach Hause gingen.

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NEUES AUS DEN PRO AURUM NIEDERLASSUNGEN

ZEHN JAHRE PRO AURUM IN WIEN

MODERNE SAMMLERMÜNZEN ALS RENDITE-

BRINGER UND ALTE SCHILLING-SILBERLINGE

ALS BULLION-ALTERNATIVE.

Wenn in Wien am frühen Morgen Hunderte von Menschen

eng gedrängt in einer Schlange anstehen, dann ist dafür ausnahmsweise

einmal nicht das neueste Hightech-Smartphone

verantwortlich, sondern die Erstausgabe einer neuen Drei-

Euro-Gedenkmünze mit leuchtenden Tiertaler-Motiven. Und

nicht nur vor der Zentrale der Münze Österreich am Wiener

Heumarkt wollen Jung und Alt ein Exemplar der begehrten

Sondermünzen ergattern, nur etwa 650 Meter entfernt

hat sich ebenfalls eine kleine Menschentraube von etwa 20

Personen versammelt – denn auch in der Wiener Filiale von

pro aurum gibt es die streng limitierte Münze, die zum Preis

von 9,90 Euro abgegeben wird und am Ende des Tages einen

Wert von mindestens 30 Euro hat.

Auf den ersten Blick gibt es zwischen der Filiale von pro aurum

in Wien, die aktuell ihr zehnjähriges Bestehen feiert, und den

deutschen Niederlassungen keine Unterschiede: Genauso wie

in Deutschland können die Kunden in Österreich eine breite

Palette an Münzen und Barren aus Gold, Silber, Platin und

Palladium kaufen oder Dienstleistungen wie das Edelmetalldepot

nutzen. Nur beim näheren Hinsehen fallen kleine Details

auf, die für Stammkunden von pro aurum aus Deutschland neu

sind: Neben den klassischen Anlageprodukten führt pro aurum

in Wien auch die Silber-Münzen aus der Schilling-Zeit sowie

die neuesten Sammlerausgaben der Münze Österreich.

Kunden für Edelmetalle gewinnen

Als eigenständige Gesellschaft wurde die pro aurum GmbH

in Österreich vor zehn Jahren gegründet; nach einem Jahr vor

den Toren von Wien ist pro aurum in das Herz der österreichischen

Hauptstadt in die Seilerstätte 15 gezogen. Dort betreibt

pro aurum eine Filiale, die nach Angaben von Geschäftsstellenleiter

Gernot Hinteregger so edel wie ein Juweliergeschäft

aussieht, jedoch stets eine offene Tür für Interessenten hat:

„Der Österreicher läutet ungern und will lieber direkt reingehen“,

hat Hinteregger beobachtet. Und sein Ziel ist es, auch

solche Kunden für Gold und Silber zu gewinnen, die bisher

noch nie etwas mit Edelmetallen zu tun hatten.

Aus diesem Grund bietet pro aurum in Wien als enger

Vertriebspartner der Münze Österreich nicht nur die begehrten

Tiertaler-Sammlermünzen an, sondern auch die exotischen

Niob-Gedenkprägungen: „Die sind schon sehr toll“, schwärmt

Geschäftsstellenleiter Hinteregger, „das Metall kommt sogar

in der Raumfahrt zum Einsatz.“ Und die österreichischen

Gedenkmünzen sind nicht nur schön, sie sind auch erstaunlich

gute Renditebringer: „Die moderne Numismatik aus Österreich

gewinnt sehr stark an Sammlerwert, die Wertsteigerung

ist bei vielen Stücken massiv“, berichtet Gernot Hinteregger.

Der An- und Verkauf dieser modernen Raritäten gehört somit

zum festen Service-Portfolio von pro aurum in Wien – und

Gernot Hinteregger macht mit attraktiven Erstausgabe-Preisen

deutlich, dass Edelmetalle nicht nur für die Superreichen als

Vermögensschutz geeignet sind.

Zum Kundenstamm der Wiener Niederlassung von pro aurum

zählen daher auch nicht nur wohlhabende Wienerinnen und

Wiener, inzwischen finden auch auffällig viele Schülerinnen

und Schüler sowie Lehrlinge den Weg zum Edelmetallhändler.

Sie bevorzugen kleine Stückelungen mit österreichischer

Geschichte, vor allem die kleinen Golddukaten aus Österreich

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NEUES AUS DEN PRO AURUM NIEDERLASSUNGEN

pro aurum Wien

Seilerstätte 15, A - 1010 Wien

Telefon: +43 (1) 888 05 10 - 0

info@proaurum.at, www.proaurum.at

sowie den legendären Maria-Theresia-Taler aus Silber. Und der

Einzugsbereich geht weit über Wien hinaus: pro aurum Österreich

betreut das gesamte Land sowie den ost- und südeuropäischen

Raum. Zum Kundenkreis zählen auch auffällig

viele Deutsche, die offenbar die österreichische Mentalität und

Diskretion sowie Förmlichkeit schätzen.

Nähe zur Münze Österreich

Durch die Nähe zur Münze Österreich, die zu den besten Prägestätten

der Welt zählt, stehen bei pro aurum in Wien vor allem

auch die Produkte der heimischen Edelmetall-Fabrik im Mittelpunkt:

Der Philharmoniker ist mit Abstand das meistverkaufte

Goldprodukt bei pro aurum in Österreich, zudem erfreuen sich

die Nachprägungen der kleinen Goldmünzen aus Österreich

(insbesondere der „Dukat“) großer Beliebtheit: „Sie sind für

viele Menschen eine praktische Absicherung für einen möglichen

Systemcrash, sodass man mit den Dukaten im Alltag

einkaufen könnte“, sagt Gernot Hinteregger und ergänzt: „Ich

schätze, dass 90 Prozent der Leute in Österreich den Dukaten

kennen.“

Neben diesen Wiener Spezialitäten bietet pro aurum in

Österreich das bewährte Serviceportfolio an – nach aufwendigen

Vorbereitungen ist seit diesem Jahr auch in Österreich

die Differenzbesteuerung von Silbermünzen möglich. Ein eigener

Altgoldankauf bietet das meiste Geld fürs Gold in ganz

Österreich und verwertet Bruchgold, Ketten oder Armbänder.

Hoch im Kurs steht zudem das Edelmetalldepot: „Ich würde

die Österreicher traditionell eher nicht als goldaffin beschreiben,

doch die Zeiten ändern sich. Und die Österreicher sind ein

kritisches Volk, sie möchten nicht, dass der Staat auf ihr

Erspartes zugreifen kann.“ Während in Österreich jedes Bankschließfach

dem Staat gemeldet werden muss, genießen die

Kunden von pro aurum mit dem Edelmetalldepot größtmögliche

Diskretion und Flexibilität – und die Gewissheit, dass ihre

Schätze als Sondervermögen geführt werden und somit räumlich

und rechtlich strikt von Eigenbeständen der pro aurum

Wien getrennt aufbewahrt werden.

Mit Vorträgen und Sonderaktionen will Gernot Hinteregger

gemeinsam mit seinen Mitarbeitern den 10. Geburtstag von

pro aurum in Wien feiern – und mit einem Serviceversprechen,

welches es anderswo wohl kaum in dieser Breite gibt: „Wir

gehen auch auf die Sonderwünsche unserer Kunden ein, wenn

jemand beispielsweise eine ganz bestimmte Münze sucht oder

ein Produkt, welches eigentlich vergriffen ist. Wir organisieren

viel, insbesondere Logistikdienstleistungen und Überführungen,

das ist natürlich sehr hilfreich.“ Und selbst wenn der

Kunde einmal nichts kaufen will, ist er bei pro aurum in der

Seilerstätte selbstverständlich willkommen: „Mir ist es lieber,

wenn die Leute vier- oder fünfmal kommen und sich beraten

lassen, als wenn sie gar nicht kommen“, sagt Gernot Hinteregger.

Sein Anspruch: Bei pro aurum in Wien sollen die Kunden

viel mehr bekommen als „nur“ Edelmetalle.

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UNTERNEHMER-INTERVIEW

PROSEGUR

STARKER PARTNER FÜR WERTTRANSPORTE.

Der Handel via Internet verzeichnete in den vergangenen Jahren auch bei edlen Barren und Münzen

einen kräftigen Boom. Zuletzt wurde die Qualität herkömmlicher Lieferdienste jedoch häufig bemängelt.

Bei pro aurum werden für die Lieferung edler Barren und Münzen ausschließlich spezialisierte Wertkuriere

beauftragt – zum Beispiel der global aufgestellte Sicherheitsdienstleister Prosegur. Wir haben mit

Michael Leppler, Director Sales & Business Development der Prosegur Cash Services Germany GmbH,

ein Interview geführt.

transportieren für unsere Kunden im Geldtransport täglich

mehr als 500 Millionen Euro und betreuen rund 11.000 Geldautomaten.

Ihr Unternehmen hat sich als erstes Unternehmen

der Branche gemäß den Anforderungen nach DIN

77200 zertifizieren lassen. Wie umfangreich und anspruchsvoll

darf man sich diese Anforderungen vorstellen?

MICHAEL LEPPLER, DIRECTOR SALES & BUSINESS DEVELOPMENT

DER PROSEGUR CASH SERVICES GERMANY GMBH

Darf man fragen, wie viel Edelmetall Sie deutschlandweit

ausliefern, oder sind die Zahlen geheim?

Pauschal lässt sich das nicht beantworten. Edelmetall ist nur

eine von vielen Warengruppen, die wir in der Wertelogistik

täglich transportieren. Beispielsweise gehören auch noch

fertiger Schmuck, geldwerte Papiere, wichtige Dokumente und

Urkunden oder Semivaloren wie Kreditkarten und Pässe dazu.

Unser Unternehmen wurde 2006 gegründet und 2011 von

Prosegur übernommen. In dieser Zeit konnten wir uns durch

kontinuierliche Leistungen als Marktführer für Geld- und Werttransporte

mit circa 40 Prozent Marktanteil positionieren. Wir

Seit 1.7.2018 ist schon die neue DIN 77210 als Qualitätsstandard

in der Sicherheitsbranche in Kraft. Die Norm stellt eine

Weiterentwicklung der bisherigen DIN 77200 „Sicherungsdienstleistungen

– Anforderungen“ dar, in der der Bereich

„Geld- und Wertdienste“ lediglich einen Unterpunkt ausmachte.

Die Prosegur Cash Services Germany GmbH wird

sich zertifizieren lassen. Alle Vorgänge entlang der gesamten

Prozesskette bei Prosegur sind den neu formulierten und

deutlich strengeren Anforderungen der DIN 77210 bereits

vor ihrer Einführung gerecht geworden. Man kann durchaus

sagen, dass die DIN 77210 umfangreicher und anspruchsvoller

ist. Für unsere Vertragspartner bietet sie eine gute Grundlage

für neutrale, industrieunabhängige Prüfungen im Bereich

Geld- und Wertdienste und etabliert eine verbindliche Basis

für Qualitätskriterien und standardisierte Instrumente zur

Qualitätssicherung. Da wir das Einhalten von Qualitäts- und

Sicherheitsstandards als großen Teil unserer alltäglichen Arbeit

betrachten, haben wir die Weiterentwicklung der Norm bis

zum Inkrafttreten aktiv vorangetrieben.

29


UNTERNEHMER-INTERVIEW

pro aurum beauftragt Prosegur in erster Linie für die Wertelogistik.

Prosegur transportiert im Auftrag von pro aurum

Münzen, Barren und Edelmetalle zu Bank- und Handelskunden

sowie zu Privatkunden.

Wie unterscheiden sich die versicherungstechnischen

Gegebenheiten bei Prosegur von denen herkömmlicher

Lieferdienste?

Wer sich online erworbene Edelmetallprodukte nach

Hause liefern lässt, hat sicherlich höhere Qualitätsansprüche

an den Lieferservice als der typische Amazon-

Käufer. Was glauben Sie: Welche Prosegur-Features

werden von Edelmetallkäufern besonders hoch geschätzt?

Prosegur ist mit einem Netz aus 31 Niederlassungen im

gesamten Bundesgebiet vertreten. Sämtliche Standorte sind

mittels einer einzigartigen Über-Nacht-Logistik miteinander

verbunden. Dieses Netz bietet unseren Kunden einen entscheidenden

Vorteil: Wertsendungen können innerhalb kürzester

Zeit quer durch Deutschland verschickt werden. In der Regel

liefert Prosegur innerhalb von zwei Arbeitstagen aus. Dazu

bieten wir ein hohes Maß an Sicherheit, bestehend aus Versicherungsschutz,

speziell ausgebildetem Sicherheitspersonal

und Transport der Ware in gepanzerten Fahrzeugen und speziellen

Transportbehältnissen.

Neben der guten inländischen Abdeckung verfügt Prosegur

auch über ein enges internationales Netzwerk. So realisiert

Prosegur Werttransporte in über 40 Länder und übernimmt

alle notwendigen Schritte von der Importverzollung bis hin zur

Haftungsabdeckung.

Welche konkreten Dienstleistungen übernimmt Prosegur

in erster Linie für pro aurum?

Der größte Unterschied besteht darin, dass Prosegur nicht

nur die Berechtigung für die Durchführung von Werttransporten

hat, sondern zudem darauf spezialisiert ist. Herkömmliche

Lieferdienste klammern den Transport von Valoren

meist von vorneherein aus. Dementsprechend kann Prosegur

eine ausreichend hohe Haftungsabdeckung anbieten, um wertvolle

Transporte vollumfänglich versichert zu realisieren.

Wie würde das erforderliche Prozedere für einen Kunden

beim Eintreten eines Versicherungsfalls konkret

aussehen? Wer müsste sich darum kümmern, der Kunde,

Prosegur oder pro aurum?

Der zwischen pro aurum und Prosegur abgeschlossene Dienstleistungsvertrag

sieht vor, dass sich ein Kunde im Versicherungsfall

an pro aurum wendet, da in diesem konkreten Fall

die Valorenversicherung von pro aurum greift.

Zuverlässiges Personal dürfte bei Wertkurieren einen

wichtigen Wettbewerbsfaktor darstellen. Welche Ansprüche

haben Sie an das eigene Personal und wie gehen

Sie bei dessen Auswahl vor?

Fahrer im Geld- und Werttransport ist kein klassischer Ausbildungsberuf.

Neben technischem Verständnis und Interesse

an der Tätigkeit sind vielmehr ein Führerschein Klasse B,

die Unterrichtung oder Prüfung gemäß § 34a GewO (eine

behördliche Erlaubnis, im Bewachungsgewerbe tätig zu werden),

die Waffensachkunde (eine Prüfung zum Umgang mit

Waffen und Munition), ein polizeiliches Führungszeugnis ohne

Negativeinträge und eine SCHUFA-Auskunft Voraussetzungen.

Darüber hinaus sind auch Soft Skills gefragt. Neben einem ge-

30


WISSEN RUND UM GOLD

pflegten Äußeren ist ein verantwortungsbewusstes Auftreten

wichtig. Dazu hat sich nach unserer Erfahrung ein positives

privates Umfeld bewährt. Sie müssen eine gute körperliche

Fitness und ausgeglichene Hobbys haben, die eine gelungene

Abwechslung zum Job bieten. Diese Kriterien sind für uns bei

der Auswahl geeigneter Mitarbeiter wichtig. Darüber hinaus

sind für uns und unsere Mitarbeiter die Sicherheitsvorschriften

unseres Verbands, der BDGW, verbindlich. Sie berücksichtigen

die Vorgaben des Gesetzgebers, der Versicherer und Berufsgenossenschaften.

Die BDGW-Sicherheitsvorschriften erstrecken

sich auf alle Bereiche bei Betrieb und Durchführung der angebotenen

Dienstleistungen. Unsere Mitarbeiter müssen sie

kennen und befolgen. Wir schulen unsere Fahrer intensiv schon

während des Einarbeitungsprozesses. Regelmäßig erhalten

sie darüber hinaus Unterweisungen durch die Fachkräfte für

Arbeitssicherheit.

Mehr zu Prosegur finden Sie online unter:

www.prosegur.de

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WISSEN RUND UM GOLD

FASZINIERENDE SUCHE NACH GOLD

HIER SIND ÜBERALL EDELMETALLSCHÄTZE

VERBORGEN.

Einmal im Leben einen echten Schatz finden – für die

meisten Menschen bleibt dieser Glücksfall ein Traum. Auch

der 13-jährige Luca vermutete zuerst keinen Volltreffer, als er

im April 2018 auf Rügen mit einem Metalldetektor über die

Felder wanderte. Doch was nach Aluschrott aussah, wurde

kurz darauf von Archäologen als Silbermünze identifiziert –

über tausend Jahre alt und Teil eines Schatzes, zu dem neben

Münzen auch Perlen und Ringe zählten und der in die Zeit

des legendären Dänen-Königs Harald Blauzahn (910–987)

fällt.

Der Silberschatz von Rügen sorgte in der Fachwelt für große

Begeisterung: „Dieser Schatz ist der größte Einzelfund von

Blauzahn-Münzen im südlichen Ostseeraum und damit von

herausragender Bedeutung“, erklärte Grabungsleiter Michael

Schirren gegenüber der Berliner Zeitung. Und obwohl das

„Sondeln“, also die hobbymäßige Suche nach archäologischen

Kostbarkeiten mithilfe von Metalldetektoren, seit

Jahren immer mehr Anhänger findet, ist ein so bedeutsamer

Fund eine absolute Ausnahme.

Allerdings verstecken sich unter der Erde oder im Meer noch

manche Edelmetall-Schätze – und die Schatzsuche fasziniert

die Menschen seit Jahrtausenden. Bis heute sind die Legenden

und Mythen rund um den Goldrausch am Klondike-Fluss

in Kanada lebendig. Nach diesem Vorbild wurde gerade erst in

München ein Event-Happening mit Schatzsuche nach echten

Goldbarren (zur Verfügung gestellt von pro aurum) in einem

XXL-Sandberg veranstaltet. Der kalifornische Goldrausch von

1849 wurde in vielen Westernfilmen verewigt und ist Teil der

Faszination, welche Gold noch heute auf die meisten Menschen

ausübt.

32


WISSEN RUND UM GOLD

Neben den Hobby-Archäologen gibt es jedoch auch professionelle

Schatzsucher, die in geradezu detektivischer Recherchearbeit

versuchen, große Schätze aufzuspüren – im Fokus

steht beispielsweise das legendäre Bernsteinzimmer, welches

ursprünglich Teil des Berliner Stadtschlosses war und an den

russischen Zaren verschenkt wurde. Nach dem Raub durch

die Nazis im Jahr 1945 ist die Wandverkleidung aus Gold bis

heute verschollen. Während ihr Verbleib nach wie vor ungeklärt

ist, sind viele andere Goldschätze zumindest

geografisch klar verortet: Allein 3.000 Schiffe

der spanischen Krone sollen vor einem

halben Jahrtausend in der Karibik untergegangen

sein. Sie hatten Schätze der

Mayas, Inkas und Azteken an Bord.

Die Suche nach einem solchen Schatz

gestaltet sich allerdings schwierig und

ein Riesencoup, wie ihn beispielsweise

der Amerikaner Mel Fisher im Jahr 1978

landete (er entdeckte die spanische „Atocha“

mit einer Ladung von fast 50 Tonnen Gold

und Silber), ist eher unwahrscheinlich. Die Expeditionen

kosten fünf- bis sechsstellige Beträge pro Tag und häufig liegen

die Schiffswracks in einer Meerestiefe, die nur noch mit speziellen

Tauchrobotern erreicht werden kann. Und häufig bleibt

den Findern trotz jahrelanger Mühen nichts: Als im Jahr 2007

die spanische Galeone „Nuestra Señora de las Mercedes“ gefunden

wurde, brachten die Schatzsucher die darin geborgenen

Edelmetalle im Wert von rund 380 Millionen US-Dollar

nach Florida, ohne die spanische Regierung zu informieren.

Nach einem Gerichtsprozess, der fünf Jahre dauerte, mussten

die Finder den kompletten Schatz an Spanien abtreten.

In Deutschland jagen geduldige Glücksritter bevorzugt an

Land weiter – auch hier werden diverse Schätze vermutet,

die einst von Rittern und Adelsleuten, aber auch Kriminellen

versteckt wurden. In der Region um Dresden wird beispielsweise

Napoleons Schatz vermutet, denn der Feldherr soll im

Jahr 1813 die französische Kriegskasse vergraben haben

lassen. Eine zweifelhafte Faszination übt bis heute auch das

„Nazi-Gold“ aus, welches an vielen Orten vermutet wird –

beispielsweise im Stolpsee in Brandenburg oder im österreichischen

Toplitzsee. Ob sich in den Gewässern tatsächlich

Gold befindet, ist jedoch unklar. Auf Rügen, wo der

13-jährige Luca im April 2018 einen Volltreffer

landete, wird noch mindestens ein weiterer

Schatz vermutet: Der Pirat Klaus Störtebeker

soll seine Beute in einer Höhle in den

Kreidefelsen versteckt und den genauen

Ort bis zu seiner Hinrichtung nicht preisgegeben

haben.

Die Schatzsuche ist nicht nur aufwendig,

die privaten „Sondelgänger“ bewegen sich

in Deutschland oft auch juristisch auf dünnem

Eis: Wenn sie beispielsweise auf einem Acker

unterwegs sind, müssten sie eigentlich zuerst den Besitzer

um Erlaubnis bitten. Zudem müssen nach allen Landesdenkmalschutzgesetzen

die Funde gemeldet werden. Ursprünglich

war bei Schatzfunden die sogenannte „Hadrianische Teilung“

möglich, bei der das Eigentum zur Hälfte von dem Entdecker

und zur Hälfte von dem Bodenbesitzer erworben wird. In den

meisten Bundesländern kann sich der Staat jedoch gefundene

Kulturdenkmäler aneignen und muss dafür nicht einmal

eine Entschädigung zahlen. Weil viele Funde nicht gemeldet

werden, überwacht die Polizei inzwischen auch verstärkt Münzenbörsen

– hierfür verfügt sie über speziell geschulte „Kunstfahnder“.

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Herr Heiko Ganß (Berlin)

heiko.ganss@proaurum.de

+49 (30) 450 864 161

Herr Jürgen Birner (München)

juergen.birner@proaurum.de

+49 (89) 444 584 362

Herr Karlheinz Jockel (Bad Homburg)

karlheinz.jockel@proaurum.de

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PRO AURUM STELLENMARKT/ IMPRESSUM

PRO AURUM BILDET AUS …

pro aurum steht für Seriosität und Stabilität – nicht

nur als Händler von edlen Metallen, sondern auch als

Arbeitgeber.

Das Unternehmen ist kontinuierlich gewachsen und hat früh

auf die Entwicklung und Förderung der Edelmetall-Profis von

morgen gesetzt: Seit 2008 werden bei pro aurum Kaufleute

für Büromanagement ausgebildet. Seit der Firmengründung

befanden sich 15 junge Menschen bei pro aurum in Ausbildung,

aktuell arbeiten fünf „Azubis“ bei pro aurum. Fast alle

Auszubildenden wurden übernommen; der allererste Azubi ist

bis heute als Kundenberater in der pro aurum Schweiz AG tätig.

Mit einem professionellen Ausbildungskonzept will pro aurum

nicht nur das Know-how, welches in den vergangenen

Jahren im Goldhaus gesammelt wurde, weitergeben – in

einer Zeit, in der sich die Suche nach qualifizierten Fachkräften

immer komplizierter gestaltet, ist der eigene Nachwuchs

die wichtigste Quelle für den künftigen Erfolg. Zeit zum stundenlangen

Kopieren und Kaffeekochen bleibt während der

Ausbildung nicht, die Azubis werden stattdessen überall im

Unternehmen flexibel eingesetzt und sind eine sehr große

Unterstützung für alle Abteilungen von pro aurum, wie beispielsweise

Finanzbuchhaltung, Handelsabwicklung, Sales,

Kundenberatung, Handel, Wareneingang/Haupt- und Schalterkasse

sowie Logistik.

Und der neueste Nachwuchs von pro aurum steht bereits

in den Startlöchern: Ab dem 1. September beginnen wieder

zwei Azubis ihre Ausbildung, für September 2019 werden

bereits jetzt zwei weitere gesucht. Die Ausschreibung ist

unter www.proaurum.de, in der Jobbörse der Arbeitsagentur

sowie auf diversen Job-Portalen zu finden.

Wer mehr über die Ausbildung bei pro aurum erfahren

möchte, kann auf der Ausbildungsmesse IHK jobfit! am

17.11.2018 mit Ausbilderin Doreen Laschinski und einigen

Azubis ins Gespräch kommen.

IMPRESSUM

Herausgeber

pro aurum KG

Verantwortlicher Redakteur

Benjamin Summa

Autoren

J. Bernhard, B. Summa, S. Wieschowski

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81829 München

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Gestaltung und Layout

Bettina Neuer, www.grafik-marketing.com

Fotografie und Bildnachweis

B. Schuller, www.fotolia.com, www.istockphoto.com

Copyright

Dieses Magazin und alle in ihm enthaltenen Ideen, Beiträge, Illustrationen

und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Nachdruck, auch

auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers. Für

unverlangt eingereichte Manuskripte und Unterlagen kann keine Gewähr

übernommen werden.

Auflage

Das pro aurum Magazin erscheint in einer Auflage von 3.500 Exemplaren.

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