gute besserung! 1I2019

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gute besserung!

besserung!

gute

AUSGABE 1 | 2019

Das Hamburger Gesundheitsmagazin

Gebrochenes Herz

Einfluss

des Hirns

Asthma

Therapie

mit Antikörpern

Ehrenamt

Kranken

Kindern

helfen

Thema dieser Ausgabe:

LEBENSQUALITÄT

IM ALTER

MIT FREUDE IN DEN

LEBENSHERBST

Schauspielerin Mariella Ahrens über ihr Engagement für

ältere Menschen und ihre Einstellung zum Altern

Ihr kostenloses Exemplar zum Mitnehmen!


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Das Original

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Ein Mehr an Möglichkeiten

Der Funktionssessel VIANDOpflege ®

ist zusammen mit der Deutschen

Fachgesellschaft für Aktivierendtherapeutische

Pflege e.V. (DGATP)

und den HH-Pflegeinstruktoren der

BIKA ® e.V. entwickelt worden.

Diese Eigenschaften zeichnen

VIANDOpflege ® aus

• motorische oder manuelle

Verstellbarkeit von Beinauflage

und Rückenlehne

• motorische Aufstehhilfe

• Rollstuhlfunktion mit Fußauflage

• geringes Sitzgefälle für

geschwächte Muskulatur

• extra lange Beinauflage für

venenentlastenden Winkel

• Armlehnen abnehmbar für

erleichterten Positionswechsel

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Editorial 3

Liebe Leserinnen

und Leser,

wie heißt es so schön: Alle wollen alt werden, aber keiner will es sein. Alt

sein ist natürlich nicht mit krank sein gleichzusetzen, aber das Risiko

für viele Krankheiten nimmt im Alter zu. Wichtige Arbeit leisten dabei

unsere geriatrischen Fachabteilungen. Hier werden nicht nur akute und

chronische Krankheiten behandelt, sondern es steht auch die Rehabilitation

alter Menschen unter Berücksichtigung ihrer Lebensumstände im

Mittelpunkt. Was für ein umfangreiches und auch spannendes Feld das

ist, werden Sie auf den nächsten Seiten erfahren.

Jörn Wessel

Vorstandsvorsitzender

DIE FREIEN.

Verband freigemeinnütziger

Krankenhäuser

in Hamburg e.V.

Pflegefachkräfte sind dabei wichtige Bezugspersonen für die Patienten. Wir möchten in diesem Jahr

in jeder „gute besserung!“-Ausgabe Pflegende vorstellen, die aus ihrem Alltag im Krankenhaus berichten

– dieses Mal aus der Geriatrie. Unser aller Ziel ist immer eines: die Lebensqualität unserer

Patienten zu erhalten oder zu erhöhen!

Um mehr Lebensqualität geht es auch Mariella Ahrens, die mit Lebensherbst e. V. einen Verein zur

Unterstützung pflegebedürftiger, älterer Menschen gründete. Mehr im Titelinterview!

Viel Vergnügen beim Lesen und schauen Sie gern auch mal online auf gute-besserung.hamburg

vorbei!

Ihr

WIE ALT

IST IHR

KÖRPER?

„Sie haben sich aber für Ihr

Alter gut gehalten!“

Diesen Satz hören Menschen

wie Mariella Ahrens, die jünger

aussehen als ihr Alter

vermuten lässt, häufiger.

Wie alt wir uns fühlen, hängt

nicht allein vom Geburtsjahr

ab, sondern wird darüber hinaus

durch viele andere Faktoren bedingt –

zum Beispiel genetische Disposition

sowie körperliche und geistige Verfassung.

Auch unser Lebensstil hat Einfluss auf unser

biologisches Alter.

Die Krankenkassen TK und AOK bieten online einen

Selbsttest an. Hier erfahren Sie, wie es um Ihr

Alter bestellt ist.

„In der Geriatrie helfen wir unseren

Patienten durch eine aktivierendtherapeutische

Pflege, die verlorene

Selbstständigkeit wiederzuerlangen.

Hier zu arbeiten, gibt die Möglichkeit,

die ,Hochaltrigen‘ zu respektieren

und ihnen die Pflege zukommen

zu lassen, die sie verdient haben!

Es fühlt sich großartig an, älteren

Menschen etwas Gutes zu tun.“

Merle Marie Borrello (B.A.),

Stellvertr. Stationsleitung Geriatrie,

Ev. Amalie Sieveking Krankenhaus


Aus

tiefstem

Herzen

Sie hat einen Verein gegründet,

um Heimbewohnern Freude in den

oft tristen Alltag zu bringen.

Warum Schauspielerin

Mariella Ahrens sich aus tiefstem

Herzen um die Belange älterer

Menschen kümmert und wie

sie selbst zum Altern steht,

erzählt sie im

gute besserung!“-Interview

Seite 08

Seite 28

GEWINNEN

SIE

Gutscheine für die

Hobenköök, Tickets für

die Märchenwelt &

Barkassentörns!

Bestens versorgt

im Alter

Bei der Notfallversorgung von über

70-Jährigen müssen oft weitere Begleiterkrankungen

berücksichtigt werden

– dafür gibt es Alterstraumatologische

Zentren ............................................Seite 12


Wieder fest

im Leben

Früher bedeutete ein

Oberschenkelhalsbruch

bei Hochbetagten

Bettlägerigkeit.

Heute kommen

Betroffene wieder

schnell auf

die Beine

Seite 15

Inhalt 5

u Titelthema LEBENSQUALITÄT IM ALTER

Interview Mariella Ahrens im Gespräch ..........................08

Zufriedenheitsparadox Glücklich im Alter ......................10

Schlaganfallprävention Zeit ist Hirn ..............................11

Physiotherapie Sturzgefahr verringern ............................11

Alterstraumatologie Bestens versorgt im Alter ................12

Helden des Klinikalltags Porträts von Pflegenden ...........13

Brustkrebs Spielt das Alter eine Rolle? .............................14

Demenz- und Delirscreening

Untersuchung im Krankenhaus ........................................14

Mangelernährung Ausgewogenheit als Schlüssel..............15

Oberschenkelhalsbruch Wieder fest im Leben ................15

Pflegestützpunkte Anlaufstellen in Hamburg .................18

Ehrenamt Als Seniorin im Kinderkrankenhaus ................19

Querschnittslähmung Gefahr im Alter ...........................19

u MEDIZIN & GESUNDHEIT

gute besserung!

digital

Ihr Hamburger Gesundheitsmagazin

können Sie jetzt

auch digital lesen.

Was Sie sonst noch unter

gute-besserung.hamburg

erwartet ....................Seite 25

In Kürze Neues aus den Hamburger Kliniken ....................06

Darmkrebsvorsorge Neues Testverfahren .......................20

Neurokardiologie Herz & Hirn .......................................21

Nebenschilddrüse Schnelltest während der OP ...............22

Facharzttermin Online-Service ........................................23

Asthma Antikörpertherapie .............................................24

u SPASS & UNTERHALTUNG

Spezial Spaziergang durch Harburg ................................ 16

Gewinnspiel ................................................................... 28

u SERVICE

Tipp gute besserung! digital ............................................. 25

Termine Veranstaltungen für Patienten .......................... 26

Adressen Krankenhäuser in Hamburg ............................ 26

Impressum04


6 In Kürze

2035

werden 425.000 Menschen in

Hamburg über 65 Jahre alt sein –

90.000 mehr als noch heute!

Die Zahl der hanseatischen

Hochbetagten über 80 Jahre wird

dann bei 20.000 liegen,

so die Behörde für Gesundheit

und Verbraucherschutz.

Leiden Sie an

Allergien?

Dann sollten Sie die Webseite

samt App der Stiftung Deutscher

Polleninformationsdienst kennen.

Unter pollenstiftung.de erhalten

Betroffene u. a. wertvolle Informationen

zu Pollenflugzeiten und

Behandlungsmöglichkeiten.

Ein Pollentagebuch hilft zudem,

den Überblick zu behalten.

Ella J. (62) aus Langenhorn:

„Weshalb und für wen ist

eine Impfung gegen Gürtelrose

empfehlenswert?“

Gunnar Lankenau, Leiter der Schmerzambulanz im Krankenhaus Reinbek

St. Adolf-Stift: Eine Gürtelrose ist die Reaktivierung einer Windpocken-

Infektion. Da das Virus in menschlichen Nervenzellen lebenslang aktiv bleibt,

kann es bei angeschlagenem Immunsystem zu einem Wiederauftreten der

Infektion in Form der Gürtelrose kommen. Etwa 5 Prozent der Menschen behalten

auch nach Abheilung der Gürtelrose einen starken Nervenschmerz zurück,

der über Monate oder das ganze Leben verbleibt. Schmerztherapeutisch

ist dieser häufig hartnäckig und schwierig zu behandeln. Seit Dezember 2018

empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts

eine Impfung mit dem Herpes-Zoster-Totimpfstoff für alle Menschen

über 60 Jahre. Ebenso sollten sich über 50-Jährige impfen lassen,

die durch chronische Erkrankungen wie Rheuma oder

Diabetes oder aufgrund einer Chemotherapie ein belastetes

Immunsystem haben. Auch bei einer vorangegangenen

Immunisierung gegen Windpocken ist die

Impfung wirksam, sicher und empfehlenswert – denn

auch geimpfte Personen können daran erkranken.

Sie haben auch eine Frage?

Schreiben Sie uns.

DIE FREIEN. c/o schönknecht : kommunikation,

Stadtdeich 3, 20097 Hamburg oder

info@die-freien-hh.de

LESERBRIEF

„Die Geriatrie ist eine

anspruchsvolle Disziplin,

die Spaß macht.

Die unterschiedlichen

Krankheitsbilder und

die erstaunlichen

Genesungserfolge! Viele

Patienten werden liegend

gebracht und verlassen

uns gehenden Fußes

und frohen Mutes. Nicht

zuletzt fasziniert mich

diese Generation, die viel

erlebt hat und bereit ist,

ihre Lebenserfahrung

mit uns zu teilen.“

Birte Struck,

Gesundheits- und Krankenpflegerin

Geriatrie,

Agaplesion Diakonieklinikum

IMPRESSUM

Herausgeber

Verband freigemeinnütziger Krankenhäuser in Hamburg e. V.,

DIE FREIEN Geschäftsstelle c/o AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM HAMBURG

gemeinnützige GmbH · Hohe Weide 17 · 20259 Hamburg

Telefon 040.790 20 10 01 · Telefax 040.790 20 10 09

info@die-freien-hh.de · www.die-freien-hh.de · V.i.S.d.P.: Jörn Wessel

Redaktionsleitung Eckhard Schönknecht, Marthe Westphal

Art Direktion Ute Knuppe

Redaktion Mareike Berger (mb), Gerit Luisa Gade (gg), Michael Jahr (mj),

Noemi Schreiner (ns), Rüdiger Stettinski (rs), Marthe Westphal (mw)

Umsetzung schönknecht : kommunikation GmbH

Stadtdeich 3 · 20097 Hamburg · Telefon 0 40. 30 38 26 70

Telefax 0 40. 30 38 26 74 · info@schoenknecht-kommunikation.de

Fotos Titel: Thomas Hübner; Agaplesion Diakonieklinikum (S. 6, 11), Lisette

Bautzer (S. 9), BG Klinikum Hamburg (S. 19), Jost Fink/MKH (S. 13, 24), Peter

Fobe (S. 28), Heyroth & Kürbitz (S. 28), Thomas Hübner (S. 4, 8), Immanual

Albertinen Diakonie (S. 3, 7, 22), Israelitisches Krankenhaus Hamburg (S. 15),

Doerte Kroeger (S. 7), Michaela Kuhn (S. 13), Andreas Muenchbach (S. 19), Kirsten

Petersen (S. 14), privat (S. 19), Tom Richter (S. 10), Andreas Rieß (S. 20), Heike

Roessing & Mirko Eckhardt (S. 3, 20), Sanitas (S. 23), Noemi Schreiner (S. 5, 16-17,

25), Bertram Solcher (S. 11, 13, 21, 22), Tamschick Media+Space (S. 28), Sascha

Üreten/The Gourmet Apron (S. 28), Peter Vogel (S. 7), Martin Zitzlaff (S. 14)

shutterstock.com: Africa Studio (S. 5, 15), David Pereireas (S. 14), Ermak Oksana

(S. 16-17), Kaspars Grinvalds (S. 23), Magic mine (S. 22), Master 1305 (S. 3),

MaryMo (S. 6), mimagephotography (S. 10), MJTH (S. 24), Olena Yakobchuk

(S. 4, 12), StockLite (S. 15), Subbotina Anna (S. 6), TanyaJoy (S.21)

Druck O/D Ottweiler Druckerei und Verlag GmbH

Auflage 25.000 Stück

gute besserung! veröffentlicht Beiträge, die urheberrechtlich geschützt sind. Der

Inhalt von gute besserung! ist nach bestem Wissen und nach aktuellem Erkenntnisstand

erstellt worden. Die Komplexität und der ständige Wandel der behandelten

Themen machen es jedoch notwendig, Haftung und Gewähr auszuschließen.

Keine Haftung für unverlangt eingesandte Manuskripte. gute besserung! liegt in

Arztpraxen, Krankenhäusern und Seniorenheimen der Metropolregion Hamburg

kostenlos zur Mitnahme aus und wird über den Leserkreis Daheim verteilt.

Hinweis: Für die bessere Lesbarkeit der Texte wird auf die Verwendung

geschlechtsspezifischer Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen

gelten für alle Geschlechter.


In Kürze 7

FRISCHER WIND IN

ALSTERDORF

Der Fachbereich Kinder- und Jugendpsychiatrie

und -psychotherapie am

Ev. Krankenhaus Alsterdorf hat seit

November 2018 mit Priv.-Doz. Dr.

Angela Plass-Christl eine neue Chefärztin.

Zuvor war die Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie,

-psychotherapie und -psychosomatik mit

Zusatzbezeichnung Psychotherapie für Erwachsene

als Oberärztin am UKE tätig und u. a. maßgeblich beteiligt

an der Entwicklung, Implementierung und Evaluation

eines Behandlungsmanuals für Familien mit

psychisch kranken Eltern.

PROFESSOR FÜR

ALTERSMEDIZIN IN

FORSCHUNG, LEHRE

UND PRAXIS

Prof. Dr. Ulrich Thiem ist neuer

Chefarzt der Geriatrie am Albertinen

Krankenhaus/Albertinen Haus sowie

Stiftungsprofessor für Geriatrie und Gerontologie an

der Universität Hamburg. Der Facharzt für Innere

Medizin, Geriatrie und Physikalische Therapie war zuletzt

Chefarzt des Essener Geriatrie-Zentrums Haus

Berge. Seine hohe Expertise aus verschiedenen Forschungstätigkeiten

bringt der 51-Jährige als Leiter der

geriatrischen Forschung am Albertinen Haus ein. Prof.

Thiem folgt Prof. Dr. Wolfgang von Renteln-Kruse, der

in den Ruhestand verabschiedet wurde.

ENDOKRINOLOGIE IN NEUEN HÄNDEN

Prof. Dr. Ernst von Dobschütz ist zum Chefarzt des

neugegründeten Albertinen Zentrums für Endokrine

Chirurgie am Ev. Amalie Sieveking Krankenhaus berufen

worden. Der 43-Jährige behandelt dort hochspezialisiert

Erkrankungen der Schild- und Nebenschilddrüse, der

Nebenniere sowie sämtliche neuroendokrine Tumore des Verdauungstraktes.

Teile seiner Studienzeit verbrachte der gebürtige Bayer in Sao

Paolo (Brasilien). Zuletzt war er Sektionsleiter der Endokrinen Chirurgie

am Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift.

EXPERTE FÜR NIERENHEILKUNDE

Dr. Matthias Janneck leitet seit Januar die neugegründete

Sektion für Nierenheilkunde am Albertinen

Krankenhaus. Schwerpunkte des Facharztes

für Innere Medizin und Nephrologie liegen in der

Behandlung akuter und chronischer Nierenstörungen

sowie rheumatischer Systemerkrankungen

mit Nierenbeteiligung. Der 48-Jährige studierte Medizin in Hamburg

und London. Zuletzt arbeitete er als Oberarzt der III. Medizinischen

Klinik des UKE.

SACHE DES HERZENS

Seit Oktober 2018 ist Prof. Dr. Ulrich

Schäfer neuer Chefarzt der Kardiologie,

Angiologie und Internistischen

Intensivmedizin am Marienkrankenhaus

Hamburg. Zuvor war der

renommierte Mediziner Geschäftsführender Oberarzt

am Universitären Herzzentrum (Klinik und Poliklinik

für Allgemeine und Interventionelle Kardiologie) des

UKE. Am Marienkrankenhaus wird Prof. Dr. Schäfer

vor allem den Aufbau von Therapieprogrammen zur

Behandlung von strukturellen Herzerkrankungen und

den Einsatz moderner katheterinterventioneller Techniken

weiter vorantreiben.


8 Titelthema Lebensqualität im Alter

Aus tiefstem

Herzen

Sich voll und ganz einer Sache hingeben und dabei Gutes tun – mit ihrem 2005

gegründeten Verein Lebensherbst e. V. zur Unterstützung pflegebedürftiger

älterer Menschen macht MARIELLA AHRENS genau das. Im Interview

mit „gute besserung!“ spricht die Schauspielerin über die schönen und weniger

schönen Momente des Alterns.

DAS INTERVIEW FÜHRTE GERIT LUISA GADE


Titelthema Lebensqualität im Alter 9

Ihren Verein „Lebensherbst

e. V.“, der sich um

die Belange von Seniorinnen

und Senioren

in Pflegeeinrichtungen

kümmert, gibt es heute

seit rund 14 Jahren. Was

hat Sie dazu bewogen, den Verein zu

gründen?

Ich bin bei meinen Großeltern in Bulgarien

aufgewachsen. Daher ist es für mich seit

jeher normal, für die ältere Generation da

zu sein – sich um sie zu kümmern. Mit

Mitte 30 habe ich mich verstärkt mit dem

Thema Altenpflege auseinandergesetzt

und erfahren, dass die Lebensumstände

in vielen Einrichtungen zu wünschen übrig

lassen. Daran wollte ich etwas ändern,

fand aber keine Anlaufstelle. Also habe ich

einen eigenen Verein gegründet, um Abwechslung

und Freude in den oft tristen

Heimalltag zu bringen.

Wie sind Sie auf den Namen „Lebensherbst“

gekommen?

Das war eher Zufall. Mir hat das Wortspiel

gefallen. Der Herbst ist eine Jahreszeit,

die ich sehr mag und die wirklich schön

sein kann. Zwar neigt sich das Jahr dem

Ende entgegen, aber es gibt auch in diesen

Monaten noch eine Menge zu erleben.

Genauso wie im Alter.

Eines der Heime, das durch Ihren

Verein unterstützt wird, befindet sich

in Hamburg-Eimsbüttel. Wie entscheiden

Sie, welche Einrichtungen Sie

betreuen?

Entweder erhalten wir konkrete Anfragen

oder wir suchen selbst nach Häusern, deren

Bewohnerinnen und Bewohner auf

Sozialhilfe angewiesen sind. Diese Menschen

wollen wir unterstützen.

Weshalb?

Die Seniorinnen und Senioren, die wir

Im Rahmen von Events wie der Lebensherbst-Charity Gala in Berlin sammelt Mariella Ahrens

gemeinsam mit Prominenten Spenden für den Verein.

„Der schönste Lohn unserer Arbeit

ist jedes Mal aufs Neue, wie dankbar

und herzlich die Bewohnerinnen

und Bewohner sind.“

betreuen, sind häufig von Altersarmut betroffen

und können sich nichts, was über

die Grundsicherung hinausgeht, leisten.

Uns geht es um mehr Lebensqualität,

Respekt und Anerkennung der Lebensleistung.

Mit Besuchsaktionen, Festen,

Konzerten und Ausflügen möchten wir

ihren Alltag verschönern und erleichtern.

Außerdem richten wir in ganz Deutschland

Senioren-Treffpunkte ein und erfüllen

Herzenswünsche.

Was sind das für Wünsche?

Ganz unterschiedliche. Manche Dinge

erscheinen für uns Jüngere banal: Zeit

gemeinsam mit anderen verbringen, vorgelesen

bekommen, zusammen singen.

Wir sind aber auch schon mit einer Gruppe

an die Ostsee gefahren oder haben einen

Hubschrauberrundflug über Hamburg organisiert.

Meist geht es einfach darum,

etwas zu erleben.

Gibt es eine Begegnung, die Ihnen

besonders in Erinnerung geblieben ist?

Ich denke gern an eine Bewohnerin, die

sich einen Kühlschrank für ihr Bett gewünscht

hat. Die bettlägerige Dame wollte

sich ein Stück Selbstständigkeit bewahren.

Das war ihr Herzenswunsch. Der schönste

Lohn unserer Arbeit ist jedes Mal aufs

Neue, wie dankbar und herzlich die Bewohnerinnen

und Bewohner sind. Es ist

so wichtig, den Menschen das Gefühl zu

vermitteln, wahrgenommen zu werden.

Das ist Mariella Ahrens

Die Schauspielerin wurde am 2. April 1969 in Leningrad, dem heutigen St. Petersburg,

geboren. Ihre frühe Kindheit verbrachte sie bei der Familie ihrer Mutter

in Bulgarien – eine Zeit, die sie bis heute prägt. 1974 zog sie mit ihren Eltern

nach Ost-Berlin, wo Mariella Ahrens später auch ihren Abschluss an der Fritz-

Kirchhof-Schauspielschule „Der Kreis“ machte. Seitdem konnten wir sie bereits in

unzähligen Produktionen wie „In aller Freundschaft“, „Ein Fall von Liebe“ oder „Der

Bergdoktor“ bestaunen. Vor 14 Jahren gründete sie den Verein „Lebensherbst e. V.“

(www.lebensherbst.de), der sich mit viel Herzblut für die Wünsche und Belange von

Seniorinnen und Senioren einsetzt.

Bei all diesen freudigen Momenten

gibt es doch aber bestimmt auch Situationen,

die nachdenklich und traurig

machen. Welchen Weg haben Sie für

sich gefunden, damit umzugehen?

Wenn z. B. ein Bewohner, den ich schon

lange kannte, stirbt, hilft es mir, mit Freunden

und Kollegen darüber zu sprechen.

Fast schlimmer ist es aber, den körper-

»


10 Titelthema Lebensqualität im Alter

Sich Zeit nehmen, zuhören und Aufmerksamkeit schenken –

es sind die kleinen Dinge, die den Alltag der Heimbewohner

bereichern.

lichen wie geistigen Abbau zu beobachten und nichts

dagegen tun zu können. Mit diesem Gefühl der Ohnmacht

kann ich nur schwer umgehen.

Wie stellen Sie sich Ihren eigenen Lebensherbst vor?

Ich hoffe, dass ich nicht schwer erkranke und noch lange

aktiv bleiben kann, um mit Freunden und der Familie

Zeit zu verbringen. In einer Senioren-WG zu wohnen,

würde mir gefallen. Auf keinen Fall möchte ich meinen

Töchtern zur Last werden.

Im höheren Alter

zufriedener

Gute Nachrichten: Die Lebenszufriedenheit

nimmt im Alter nicht ab – sie kann sogar

noch steigen! Priv.-Doz. Dr. Alexander Rösler

vom Bethesda Krankenhaus Bergedorf erklärt,

was zum erfolgreichen Altern führt.

Sie feiern in diesem Jahr Ihren 50. Geburtstag. Hat

sich durch die Vereinsarbeit Ihre Einstellung zum

Altern verändert?

Ja! Ich habe noch mehr Respekt vor der Generation

meiner Eltern – aber ehrlich gesagt, habe ich mich

vor allem erschrocken: Das Thema Altersversorgung

ist eine riesige Baustelle, an der dringend gearbeitet

werden muss.

Was meinen Sie damit?

Na ja, junge Menschen sollten motiviert werden, Pflegeberufe

zu ergreifen. Wahrscheinlich würde es schon

etwas bringen, die Ausbildung finanziell zu unterstützen.

Auch was die Medien betrifft: Statt immer wieder

von der großen Belastung der Pflegekräfte zu berichten,

sollte viel mehr über die positiven Seiten des Berufs

gesprochen werden.

Frau Ahrens, eine letzte Frage: Was haben Sie sich

für das kommende Jahr vorgenommen?

Ich mache grundsätzlich nur sehr ungern Pläne. Für 2019

freue ich mich darauf, mich beruflich weiterzuentwickeln

und mich neuen Herausforderungen zu stellen. Im vergangenen

Jahr habe ich zum ersten Mal in einer klassischen

Komödie am Theater gespielt. Es ist immer toll, in neue

Rollen zu schlüpfen, die ich sonst noch nicht gespielt habe.

Man könnte meinen,

mit zunehmenden

Einschränkungen

und körperlichen Gebrechen

wird der Mensch im höheren

Alter immer unzufriedener.

Dem ist nicht so, wie Studien

belegen. Eine große Rolle

bei der Lebenszufriedenheit

spielen sogenannte Resilienzfaktoren

wie ein positives

Selbstbild, Humor, Familie,

Lebenserfahrung und Selbstwirksamkeit,

also die Überzeugung,

auch schwierige Situationen

und Herausforderungen

aus eigener Kraft erfolgreich

bewältigen zu können.

„Resilienz ist innere Widerstandskraft“,

so der Chefarzt

der Klinik für Geriatrie, Priv.-

Doz. Dr. Rösler. „Gerade heute

erst haben wir eine hochbetagte

Frau nach Hause entlassen

können, die sich von ihren

Erkrankungen nicht entmutigen

lässt. Sie beweist bewundernswerte

Flexibilität.“

Es gibt Strategien, die einem

dabei helfen, trotz Einschränkungen

positiv zu bleiben.

Zum Beispiel das SOK-Modell,

welches schnell am Beispiel

des Pianisten Arthur Rubinstein

erklärt ist: Er spielte im

Alter weniger Stücke (S = Selektion),

übte sie noch gründlicher

(O = Optimierung) und

verlangsamte das Tempo vor

schnellen Passagen, sodass

die nachfolgenden Läufe im

Kontrast besonders schnell

wirkten (K = Kompensation).

Auf den Alltag angewendet:

Wer sich erreichbare Ziele

steckt, weiter übt und Hilfe annimmt,

der wird wahrscheinlich

zufriedener altern. So ist

es Rösler wichtig, möglichst

mit jedem Patienten zu besprechen,

welche Ziele dieser

selbst erreichen möchte. mw


ZEIT IST HIRN

Alle 120 Sekunden erleidet in Deutschland

ein Mensch einen Schlaganfall. Um das Leben

des Patienten zu retten und die Folgen möglichst

gering zu halten, zählt in einer solchen Situation

jede Minute.

Titelthema Lebensqualität im Alter 11

„Halbseitenschwäche, Schluck- und Sprachstörung, Sehverlust

auf einer Seite – die typischen Symptome eines

Schlaganfalls sollte jeder kennen und vor allem

ernst nehmen“, betont Dr. Andreas Wefel,

Chefarzt Geriatrie und neurologische Frührehabilitation

am Wilhelmsburger Krankenhaus

Groß-Sand. Je schneller Betroffene im Krankenhaus

behandelt werden, umso besser die

Prognose. Doch was hilft, einen Hirnschlag

bereits im Vorwege zu verhindern?

IN SCHWUNG BLEIBEN, GESUND

ERNÄHREN UND SYMPTOME KENNEN

Dr. Wefel empfiehlt, dreimal die Woche locker Sport zu treiben.

Ideal sind Aktivitäten, die einen leicht ins Schwitzen bringen

TRAUEN

SIE SICH 112

ZU WÄHLEN,

wenn Sie Warnzeichen

bemerken, selbst wenn diese

nur kurzzeitig auftreten.

Rufen Sie sofort den Notarzt –

es zählt tatsächlich

jede Minute.

Neurologe und Geriater Dr. Andreas Wefel rät nicht

nur Schlaganfall-Risikopatienten zu Bewegung.

und trotzdem auch im Alter gut zu bewerkstelligen

sind. „Mit Walken, Schwimmen oder zügigen

Spaziergängen bleiben Sie in Bewegung, verlieren

Sie Übergewicht und tun Blutdruck, Blutfettwerten sowie

Ihren Gefäßen Gutes – längst nicht nur, um einen Schlaganfall

zu vermeiden.“

MIT PHYSIOTHERAPIE DER

STURZGEFAHR ENTGEGENWIRKEN

„Bloß nicht bewegen, sonst falle ich noch!“ So denken viele Ältere, besonders diejenigen, die schon

einmal gestürzt sind. Doch durch Inaktivität nimmt die körperliche Leistungsfähigkeit ab, und das

kann die Sturzgefahr noch erhöhen.

KERSTIN NISSEN

Leitende Physiotherapeutin

am

Agaplesion

Diakonieklinikum

Neben Schmerzen ist Angst zu stürzen

eine häufige Begründung für wenig Bewegung,

die Kerstin Nissen, Leitende

Physiotherapeutin am Agaplesion Diakonieklinikum,

von älteren Patienten

hört. „Dieses Bewegungsvermeidungsverhalten

ist jedoch ein Teufelskreis“,

so die Physiotherapeutin mit 25 Jahren

Berufserfahrung. Die Gleichgewichts- und

Balancefähigkeit sowie die Muskelmasse

nehmen immer mehr ab, die Beine

werden schwächer – hinzufallen wird

wahrscheinlicher. „Die Weltgesundheitsorganisation

rät zu mindestens 150

Minuten moderatem Training in der Woche.

Ich empfehle, sich von einem Arzt

oder einem Physiotherapeuten beraten

zu lassen, welche Art der Bewegung

für einen infrage kommt“, so Kerstin

Nissen. Im Alter stehen häufig weniger

Ausdauer-, sondern mehr Kraft- und

Gleichgewichtstraining im Vordergrund.

Das Training in der Physiotherapie hat

den Vorteil, dass es einem individuellen

Trainingskonzept folgt, stets professionell

begleitet und unter Umständen von

der Krankenkasse bezahlt wird. Kerstin

Nissen ist im Krankenhaus angestellt,

ihr ist aber sehr wichtig, dass ihre Patienten

nach der Entlassung weitertrainieren

und in Bewegung bleiben. Viele

Übungen lassen sich durchaus in den

individuellen Alltag integrieren. mw

BEWEGUNGS-TIPPS

FÜR DEN ALLTAG:

» Wenn möglich, Wege zu Fuß oder

mit dem Fahrrad zurückzulegen

(z. B. zum Supermarkt).

» Die Treppe benutzen statt den

Fahrstuhl.

» Beim Warten an der Kasse oder

auf den Bus eine Wadenmuskelkräftigung

durchführen, indem

man mit mehreren Wiederholungen

bei parallel stehenden Füßen die

Fersen anhebt und wieder absenkt

(ggf. mit Festhalten am Einkaufswagen

oder Rollator).

» Wenn der Gang nach draußen

nicht mehr so einfach möglich ist:

Zusammen mit einem Familienmitglied

und/oder dem Rollator

„einen kleinen Spaziergang durch

die Wohnung machen“.

» In der Hocke oder im Einbeinstand

die Zähne putzen.


12 Titelthema Lebensqualität im Alter

Bestens versorgt im Alter

Aktiv und selbstständig bis ins hohe Alter zu sein, das heißt Lebensqualität.

Weil betagte Patienten im Krankenhaus oft einer besonderen Behandlung bedürfen,

gibt es Alterstraumatologische Zentren.

Die 79-jährige Ingrid S. ist

erleichtert, denn sie hatte

Glück im Unglück. Sie war

zu Hause gestürzt, ihr

Oberschenkelhals ist gebrochen.

Der Rettungswagen hatte sie

ins Albertinen Krankenhaus gebracht, wo

es ein zertifiziertes Alterstrauma Zentrum,

kurz ATZ, gibt. Dort arbeiten Unfallchirurgen

und Altersmediziner, also Geriater, Hand in

Hand. „Bei Patienten ab 70 ist es häufig

so, dass neben der Notfallversorgung weitere

Begleiterkrankungen berücksichtigt

und gegebenenfalls mitbehandelt werden

müssen, weil es anderenfalls zu einem un-

günstigen Heilungsverlauf kommen kann“,

erklärt Carsten Preiß, Oberarzt im

TIPP:

Lesen Sie mehr

über die Behandlung

eines Oberschenkelhalsbruchs

auf

Seite 15!

Albertinen Haus. Das können

Stoffwechselstörungen, Bluthochdruck,

Herz- und Kreislauferkrankungen,

Diabetes

oder Demenz sein. „Zudem

nehmen die Patienten meist

auch mehrere Medikamente, die

zueinander in Wechselwirkung stehen“,

ergänzt er. Daher greift im ATZ die geriatrische

Mitbehandlung bereits zum Zeitpunkt

der Aufnahme und setzt sich über

den gesamten Behandlungszeitraum fort.

„Das vermeidet Komplikationen, erhöht

die Patientenzufriedenheit, verkürzt den

Aufenthalt und sorgt erfahrungsgemäß

dafür, dass Betroffene weniger oft

pflegebedürftig bleiben“, so Dr.

Michael Musolf, Chefarzt der

Geriatrie im Ev. Amalie Sieveking

Krankenhaus und stellvertretender

Vorstandsvorsitzender des

Bundesverbandes Geriatrie. Denn –

traurig, aber wahr – Studien zufolge wird

fast jeder zweite hochbetagte Betroffene

einer Oberschenkelhalsfraktur nahe des

Hüftgelenks pflegebedürftig. In 25 Prozent

der Fälle führt der Befund binnen eines

Jahres zum Tod.

Diese Kliniken verfügen über ein

Alterstraumatologisches Zentrum:

• Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg

• Albertinen Haus

• Albertinen Krankenhaus

• Ev. Amalie Sieveking Krankenhaus

• Kath. Marienkrankenhaus

• Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift

Im Alterstraumatologischen Zentrum erhalten Patienten eine besondere Betreuung, da Ältere ein höheres Risiko haben, Komplikationen zu erleiden.


Brüche sind vor allem im

hohen Alter gefährlich

„Eine Operation rüttelt einen Menschen

gehörig durch und hat Konsequenzen für

den ganzen Körper. Das ist für multimorbide

Patienten in hohem Alter besonders

gefährlich“, betont Dr. Musolf. Deshalb

sei ein individuell abgestimmtes Behandlungskonzept

aus traumatologischer, geriatrischer

und rehabilitativer Versorgung

für sie so immens wichtig. Dazu gehört

laut Frau Dr. Marietta Jansen, Chefärztin

der Unfallchirurgie im Albertinen

Krankenhaus, nicht nur, „den Patienten

besonders schonend zu operieren, sondern

vor allem auch, ihn so schnell wie

möglich wieder zu mobilisieren.“ Die

Operateure wählen deswegen zum Beispiel

Implantate, die gleich nach der OP

voll belastbar sind. Ingrid S. wurde nach

dieser Maßgabe versorgt. Bei ihr sitzt

jetzt ein Titan-Nagel im Oberschenkel, damit

sie wieder auf beiden Beinen stehen

kann. Nach der Visite, die von Geriatern,

Chirurgen und speziell geschulten Pflegekräften

gemeinsam durchgeführt wird,

steht schon die Physiotherapeutin in der

Tür, um Ingrid S. mit den Hilfsmitteln zu

mobilisieren.

Nachsorge wichtig

Auch rund um die Operation ist sie besonders

betreut worden. „Denn ältere

Menschen haben ein höheres Risiko,

nach Operationen Komplikationen zu erleiden,

zum Beispiel ein Delir – einen gefährlichen

akuten Verwirrtheitszustand“,

sagt Prof. Dr. Ulrich Thiem, Chefarzt der

Geriatrie im Albertinen Haus. Deswegen

achtet das Team zum Beispiel darauf,

dass Patienten möglichst die ganze Zeit

ihre Hörgeräte und Brillen behalten,

um sich orientieren zu können. Die Zeit

ohne Flüssigkeit und Nahrung sollte

so kurz wie möglich gehalten werden.

„Wichtig ist zudem, dass sie nach der

Entlassung weitere Unterstützung bekommen.

Zum Beispiel von ambulanten

Diensten oder von ihren Angehörígen,

auch eine fortgesetzte Therapie ist meistens

indiziert“, so Prof. Dr. Thiem. „Die

Wiedererlangung der größtmöglichen

Selbstständigkeit und die Reintegration

in das gewohnte soziale Umfeld stehen

bei all unseren Bemühungen im Mittelpunkt.“rs

Heldinnen

und Helden

des Klinikalltags

Pflegefachkräfte sind die Stütze

für Patienten und Angehörige.

Ihre täglichen Erfahrungen sind

dabei ganz verschieden. Von

einem berichten jedoch alle: der

Sinnhaftigkeit ihres Berufes und

der Freude, anderen Menschen

zu helfen und Zeit zu schenken.

In jeder guten besserung! stellen

wir Ihnen professionell Pflegende

vor – dieses Mal, passend zum

Titelthema „Lebensqualität im

Alter“, aus dem Fachbereich

Geriatrie. Wer Interesse an

dem Beruf hat, findet unter

www.die-freien-hh.de weitere

Informationen zu den schulischen

Ausbildungsstätten in Hamburg.

„Ich arbeite gern in der Neurologischen

Frührehabilitation,

weil es aus meiner Sicht

mit das anspruchsvollste und

vielfältigste Gebiet in der

Krankenpflege ist. Es ist unglaublich

motivierend, welche

Behandlungserfolge man im

Pflegeteam mit aktivierendtherapeutischer

Pflege erzielen

kann.“

Ann-Cathrin Rüther,

Pflegekraft Wilhelmsburger

Krankenhaus Groß-Sand

Titelthema Lebensqualität im Alter 13

„Geriatrie ist im besonderen

Maße Arbeit in einem multiprofessionellen

Team – und

wir Pflegende spielen dabei

eine besondere Rolle. Denn

durch eine aktivierend-therapeutische

Pflege tragen wir

ganz entscheidend mit zum

Behandlungserfolg der uns

anvertrauten Patienten bei.

Pflege wirkt – und das macht

mich jeden Tag wieder stolz

und glücklich!“

Daniel Centgraf,

Pflegerische Leitung Med.-Geriatrische

Klinik, Albertinen Haus

„Ich helfe den älteren

Menschen dabei, Schritt für

Schritt ihre Selbstständigkeit

wiederzuerlangen und zu

erhalten. Zu sehen, dass meine

Arbeit beiträgt, dass Patienten

dieses Ziel erreichen können,

gibt mir viel wieder und

bestätigt, warum ich meinen

Beruf liebe.“

Alice Ahlfeld,

Pflegerische Leitung

Alterstraumatologisches Zentrum,

Marienkrankenhaus


14 Titelthema Lebensqualität im Alter

Schmaler Grat zwischen

zu viel und zu wenig Therapie

Ob das Alter der Patientin bei der Behandlung von Brustkrebs eine Rolle

spielt, erläutert Prof. Dr. Felix Hilpert, Operateur im Mammazentrum am

Krankenhaus Jerusalem, im „gute besserung!“-Interview.

Betroffene finden hier Hilfe:

• Agaplesion Diakonieklinikum

Hamburg

• Albertinen Krankenhaus

• Bethesda Krankenhaus

Bergedorf

• Ev. Amalie Sieveking

Krankenhaus

• Facharztklinik Hamburg

• Kath. Marienkrankenhaus

• Krankenhaus Jerusalem

• Krankenhaus Reinbek

St. Adolf-Stift

Worauf ist bei der Behandlung älterer Patientinnen

mit Brustkrebs besonders zu achten?

Bei Älteren ist es vor allem wichtig, zwischen dem numerischen

und dem biologischen Alter einer Frau zu

unterscheiden. Es gibt Patientinnen, die weit über 70

sind, aber noch Bäume ausreißen können, keine Medikamente

einnehmen und keine Begleiterkrankungen

haben. Relevant für die Therapieentscheidung ist nicht

das Alter, das im Personalausweis steht, sondern die

körperliche und geistige Gesundheit.

Sprich: Je fitter die erkrankte Frau, desto hochdosierter

darf auch die Chemo sein?

Nein, aber je fitter jemand ist, desto breiter ist das Spektrum

der therapeutischen Möglichkeiten... und Ja, vielleicht auch die

Möglichkeit, eine Chemotherapie oder aufwendigere Operation

durchzuführen. Welche Therapie die richtige ist, hängt von vielen

PROF. DR.

FELIX HILPERT

Operateur im Mammazentrum

am Krankenhaus

Jerusalem

Faktoren ab: dem Tumor, dem Stadium und eben

auch den Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck,

Diabetes, Herz- oder Nierenerkrankungen.

Wer entscheidet, was eine Patientin verträgt

und was nicht?

Heute sollten immer mehrere Spezialisten aller

beteiligten Disziplinen in den Tumorkonferenzen

gemeinsam entscheiden. Bei Älteren besteht allerdings

die Gefahr, dass die Konferenz kein genaues

Bild vom Gesundheitszustand und Willen der Patientin

hat und deswegen falsche Entscheidungen

getroffen werden. Die behandelnde Ärztin oder der Arzt sollte

über genug Erfahrung verfügen und Kolleginnen und Kollegen

den geistigen und körperlichen Zustand der Patientin genau

beschreiben können. Denn der Grat zwischen zu viel und zu

wenig Therapie ist gerade bei älteren Patientinnen schmal.

Akute Demenz gibt es nicht

Delir und Demenz betreffen immer mehr Patienten. Werden sie vom Arzt nicht erkannt, kann das gravierende

Folgen haben. Ein neues Screeningverfahren hilft bei der Diagnose.

„Einige Patienten über 65 machen einen

verwirrten Eindruck, wenn sie ins Krankenhaus

kommen. Deshalb führen wir ein

Demenz- und Delir-Screening durch, das

wir an unserer Klinik entwickelt und standardisiert

haben“, sagt PD Dr. Christian

Kügler, Chefarzt Innere Medizin und Geriatrie

des Evangelischen Krankenhauses

Vier Fragen helfen abzuklären, ob eine Demenz vorliegt.

Alsterdorf. Dieses Vorgehen ist wichtig,

denn im Unterschied zur Demenz hat die

Verwirrtheit aufgrund eines Delirs immer

eine organische, prinzipiell umkehrbare

Ursache und tritt akut auf. Rechtzeitig

erkannt, kann ein Delir daher gut behandelt

werden, sodass bleibende Schäden

häufig vermieden werden können.

Im ersten Schritt

des Screening-Verfahrens

wird zunächst

überprüft, ob

der Patient wach,

ruhig und aufmerksam

ist. Fällt es ihm

schwer, Augenkontakt

zu halten, wirkt

er abwesend, unruhig

oder verwirrt,

liegt der Verdacht

eines akuten deliranten

Zustands

nahe. Dieser wird

PD DR. CHRISTIAN

KÜGLER

Chefarzt Innere

Medizin und Geriatrie

des Evangelischen

Krankenhauses

Alsterdorf

entsprechend abgeklärt und behandelt.

„Zeigt der Patient allerdings keine dieser

Auffälligkeiten, klären wir mithilfe von vier

Fragen ab, ob der Patient Anzeichen einer

Demenzerkrankung aufweist“, so Dr. Kügler.

„Kann der Patient auch nur eine dieser

Fragen nicht sicher beantworten, erfolgt

eine weitergehende psychologische Testung

bezüglich kognitiver Defizite und im

positiven Fall eine medizinische Abklärung

und Sozialberatung.“

Ziel des Screenings ist es, kein Delir zu

übersehen und eine Demenz frühzeitig

zu erkennen, um den Patienten optimal

behandeln zu können.

gg


AUSGEWOGENHEIT

IST DER SCHLÜSSEL

Je älter wir werden, desto größer ist das Risiko einer Mangelernährung.

Der Nährstoffbedarf nimmt zu, während das Hungergefühl und der

Kalorienbedarf sinken. Mit einfachen Mitteln lässt sich vorbeugen.

Titelthema Lebensqualität im Alter 15

Zunehmende körperliche Einschränkungen,

Beschwerden

beim Essen, eine einseitige

Ernährung oder fehlende soziale

Kontakte sind Faktoren, die

eine Mangelernährung noch

zusätzlich begünstigen können.

Besonders das soziale Umfeld

hat einen enormen Einfluss.

„Am Wichtigsten ist, dass

dem Essen wieder Qualität

und Zeit, z. B. durch feste Essenszeiten,

zukommt. Idealerweise essen

Sie in Gesellschaft“, sagt PD Dr. Viola Andresen,

Leitung des Ernährungs- und des

Palliativteams am Israelitischen Krankenhaus

Hamburg. Zudem sollte auf den Teller

kommen, was schmeckt und gut verträglich

ist. Denn dann essen wir gerne. Generell

PD DR.

VIOLA ANDRESEN

Leitung des

Ernährungs- und

des Palliativteams

am Israelitischen

Krankenhaus

Hamburg

wird für ältere Menschen eine

leichtverdauliche, eiweiß- und

vitaminreiche Ernährung empfohlen.

Das heißt nicht, dass

sie kohlenhydrat- und fettreiche

Lebensmittel aus dem Speiseplan

streichen müssen: „Das

Zauberwort ist ,ausgewogen‘“,

erklärt Dr. Andresen. „Ein Glas

Wein oder ein Stück Schokolade

ab und an schaden nicht. Finden

Sie einen gesunden Mittelweg.“

Bei mangelndem Appetit rät Dr. Andresen

zu Bewegung an der frischen Luft. Das regt

den Muskel- und Knochenstoffwechsel an,

die aufgenommenen Nährstoffe werden

umgesetzt, das natürliche Hungergefühl

steigt wieder – und es hält den Körper und

das Immunsystem fit.ns

Mit beiden Beinen fest im Leben

Nach einem Sturz ist ein Oberschenkelhalsbruch bei älteren Menschen eine häufige

Diagnose. Früher bedeutete das Bettlägerigkeit. Heute steht man schnell wieder auf

eigenen Füßen – und soll es auch sein.

„Das Wichtigste ist, dass der Patient

nach einem Oberschenkelhalsbruch

rasch wieder mobil wird“, sagt Dr.

Ercan Sagnak, Chefarzt der Klinik

für Unfallchirurgie und Orthopädie

am Agaplesion Diakonieklinikum in

Eimsbüttel. Denn je länger der ältere

Patient bettlägerig

Hier finden

Betroffene Hilfe:

• Agaplesion Diakonie-

klinikum Hamburg

• Albertinen Haus

• Albertinen Krankenhaus

• Bethesda Krankenhaus

Bergedorf

• Ev. Amalie Sieveking

Krankenhaus

• Kath. Marienkrankenhaus

• Krankenhaus Reinbek

St. Adolf-Stift

• Wilhelmsburger

Krankenhaus Groß-Sand

TIPP:

Lesen Sie mehr

über die Aufgabe

von Alterstraumatologischen

Zentren auf

Seite 12!

ist, desto höher ist

das Risiko für Folgekomplikationen.

Eine Operation

sollte deswegen

innerhalb von 24

Stunden erfolgen.

Meist wird ein endoprothetischer

Ersatz, also ein

künstlicher Oberschenkelhalskopf,

eingesetzt. Je nach

Zustand des Knochens wird dieser

zementiert. Mit der Prothese kann

der Patient bereits am Tag nach

dem Eingriff erste Schritte machen.

Um den weiteren Erfolg der Genesung

zu gewährleisten, sollte eine umfassende

Nachbehandlung folgen. Dafür gibt es

besondere fachübergreifende Expertise

im Zentrum für Alterstraumatologie

der Klinik. Dort wird auch sichergestellt,

dass Begleiterkrankungen wie eine Osteoporose

mitbehandelt werden, um

künftigen Brüchen vorzubeugen. Meist

schließt sich an den Krankenhausaufenthalt

noch eine Reha an. Dr. Sagnak:

„Ziel ist es, den Ausgangszustand des

Patienten wieder zu erreichen und die

Selbstständigkeit zu erhalten.“ ns


16 Spezial

EIN SPAZIERGANG

DURCH HARBURG

Die Kunstmeile in der Hamburger Innenstadt kennen viele.

Doch auch Hamburgs Süden hat einiges zu bieten. Kommen Sie

mit auf eine Erkundungstour entlang des Kunstpfads in Harburg.

VON NOEMI SCHREINER

Vor knapp sechs Monaten bin

ich nach Harburg gezogen.

Um mich in meinem neuen

Zuhause einzuleben, war

ich viel zu Fuß unterwegs. Dabei bin ich

buchstäblich über einen Weg gestolpert,

Harburg kennenzulernen: einen in den Boden

eingelassenen Richtungsweiser für den Kunstpfad.

Die 60 bronzenen Tropfen zeigen Kunstinteressierten

und Entdeckungslustigen, wo es langgeht. Zwar gibt

es die Route schon seit 1994,

aber die damals lediglich

auf den Bürgersteig

gemalten Fußabdrücke

waren

schon nach

kurzer Zeit nicht

mehr sichtbar. Mit

der Installation der neuen

Markierungen im Oktober

2007 wurde der Pfad wiedereröffnet.

Zu entdecken

gibt es entlang des etwa

einstündigen Rundgangs

quer durch die Harburger

Innenstadt 27 Skulpturen.

Während einige

davon prominent platziert

sind und das Stadtbild

prägen, sind andere eher

unscheinbar oder sogar

versteckt.

Harburger Wahrzeichen:

Tubaspieler von Arne Ranslet

Rund ums

Rathaus und die

Museumsachse

Ausgangspunkt ist der Tubaspieler

am Harburger Rathaus.

Diese lebensgroße

Plastik des dänischen Bildhauers

Arne Ranslet ist ein Wahrzeichen Harburgs und

eines der bekanntesten Kunstwerke im öffentlichen

Raum. Ganz in der Nähe befinden sich zwei meiner

Lieblingsplätze. Im Untergeschoss der Harburg Arcaden

stehen zwei britische Telefonzellen, in denen Büchertauschregale

untergebracht sind. Nach dem Prinzip

„eins nehmen, eins geben“ können Leseratten neue

Lektüre finden. Im Obergeschoss lädt das Secondhand-

Geschäft stilbruch zum Stöbern ein. Von Filmen über

Kleidung bis hin zu Möbeln wird hier alles angeboten.

Über die Museumsachse geht es Richtung Hauptgebäude

des Archäologischen Museum Hamburgs

– Stadtmuseum Harburg/Helms-Museum. Allen, die

mehr über die Skulpturen entlang des Weges erfahren

möchten, empfehle ich einen Besuch im Museumsshop.

Dort gibt es einen

Führer zum Kunstpfad

zu kaufen. Wer Lust

auf einen Kaffee oder

eine kleine kulinarische

Pause hat, kehrt in der

Helms Lounge ein. Von

hier aus lassen sich bei

afghanischen Spezialitäten

die Installationen

auf dem Museumsplatz

betrachten.

Arthur Boltzes

„Aufrechter Gang“

auf der Museumsachse


Halten Sie an der Asbeckstraße

die Augen nach Karl-August Orths

„Pfeifendem Jungen“ offen

Spezial 17

„Der Soldat“,

Hermann Hosaeus

„Trauerndes Kind“

von Hendrik-André Schulz

„Faustkämpfer“,

Eberhard Encke

Mahnmale im Dialog

Im Bogen führt der Spaziergang anschließend über die

Asbeckstraße auf die Bremer Straße. Dort befinden

sich vor der St. Johanniskirche zwei Denkmäler. Der

Kontrast zwischen der Kriegerstatue Der Soldat für

die Gefallenen des 1. Weltkriegs und dem Mahnmal

Trauerndes Kind ist beeindruckend. Besonders

bemerkenswert ist für mich, dass sich die Soldatenhelme

vor der zusammengekauerten Gestalt

des Kindes verschiedenen Ländern zuordnen

lassen und damit alle Toten gleich welcher Nation

beklagt werden.

Durch Harburgs Fußgängerzone und über den

Harburger Ring verläuft der Weg nun weiter

zum Lüneburger Tor. Dort ist u. a. Uta Falter-

Baumgartens Skulptur Großstadtgören zu entdecken.

Da diese in der Nachbarschaft einiger

Spielgeräte steht, wird sie von Kindern gern

zum Klettern genutzt.

Pizza, brasilianisch, indisch oder Kaffee, hier ist für jeden

was dabei. Auch für das erste Eis des Jahres ist

gesorgt. Und ab dem frühen Abend lädt der urige Old

Dubliner auf ein Pint ein.

Versenkte Kunst

Über die Neue Straße und den Harburger Marktplatz

am Sand geht es zum Rathaus zurück.

Am Eingang zum Fußgängertunnel ist das

wohl versteckteste Kunstwerk zu sehen.

Das Mahnmal gegen Faschismus, Krieg,

Gewalt – für Frieden und Menschenrechte

des Künstlerpaares Esther und Jochen Gerz

stand ursprünglich auf dem Tunnel, wurde

aber über die Jahre in mehreren Schritten versenkt.

Heute befindet es sich auf Höhe des

Eingangs der Unterführung und lässt sich

nur noch durch ein Fenster betrachten.

Das Kunstwerk „Muttertier mit

Lämmern“ von Hans-Werner

Könneke erinnert an die Vergangenheit

der Lämmertwiete

Harburgs Gaststube

Der Pfad folgt dem Schloßmühlendamm und

biegt schließlich in die Lämmertwiete ab.

Auf der kleinen Straße mit den aneinander

geschmiegten Fachwerkhäusern erinnert

Hans-Werner Könnekes

Statue

Muttertier mit

Lämmern daran,

dass früher Schafe durch

die Gasse getrieben wurden. Hier

befindet sich das Herz der Harburger

Gastronomie- und Kneipenszene. Zeit

für eine größere Pause, denn gut über die

Hälfte unseres Streifzugs ist geschafft. Ob

„Großstadtgören“

der Harburger Bildhauerin

Uta Falter-Baumgarten.

Sie hat auch die

Wegweiser für den

Kunstpfad entworfen.

Namensgebend für

das Löwenhaus:

Ernst Bandels „Zwei Löwen“

Kunst und Kultur in Harburg

Archäologisches Museum Hamburg

– Stadtmuseum Harburg/Helms-Museum:

Hier befinden sich das Landesmuseum

für Archäologie, die Behörde für Bodendenkmalpflege

der Freien und Hansestadt

Hamburg und das stadtgeschichtliche Museum

für Harburg unter einem Dach. Auch

das Theater Harburg ist im Hauptgebäude

untergebracht.

Sammlung Falckenberg: In einer alten

Fabrikhalle der Phoenix-Werke sind Werke

der Moderne und der zeitgenössischen

Kunst zu sehen. Die Sammlung gehört zu

den Deichtorhallen.

Rieckhof: Im Kulturzentrum Rieckhof

finden verschiedene Veranstaltungen von

Kabarett über Konzerte bis hin zu Partys

und Flohmärkten statt.

Kulturcafé Komm Du: Hier wird eine

Bühne für Kunst in jeder Form und Farbe

geboten. Selbst gemachter Kuchen und

herzhafte Leckereien runden den Besuch

kulinarisch ab.


18 Pflegestützpunkte

IM ALTER GUT BERATEN

Sie haben Fragen rund um das Thema Pflege?

In Hamburg informieren die Mitarbeiter der

Pflegestützpunkte Senioren und ihre Angehörigen

über Unterstützungsmöglichkeiten.

Die Berater helfen z. B. bei der Suche

nach einem Heimplatz oder bei der

Beantragung von Versicherungs-

und Sozialleistungen.

ALTONA

2

EIMS-

BÜTTEL

NORD

WANDSBEK

3 6

4

5

1

MITTE

Telefonische Beratung

Dienstag und Freitag:

8.00–12.00 Uhr

HARBURG

8

7

BERGEDORF

Persönliche Beratung

(ohne Anmeldung)

Montag: 8.00–12.00 Uhr

Donnerstag: 14.00–18.00 Uhr

Weitere Informationen erhalten Sie unter

www.hamburg.de/pflegestuetzpunkte

PFLEGESTÜTZPUNKTE

1 Pflegestützpunkt

Hamburg-Mitte

Caffamacherreihe 3 · 20355 Hamburg

Tel. 4 28 99-10 50 · pflegestuetzpunkt@hamburg-mitte.hamburg.de

2 Pflegestützpunkt

Altona

Achtern Born 135 · 22549 Hamburg

Tel. 4 28 99-10 10 · pflegestuetzpunkt@altona.hamburg.de

3 Pflegestützpunkt

Eimsbüttel

Garstedter Weg 13 · 22453 Hamburg

Tel. 4 28 99-10 30 · pflegestuetzpunkt@eimsbuettel.hamburg.de

4 Pflegestützpunkt

Hamburg-Nord

Kümmellstraße 7 · 20249 Hamburg

Tel. 4 28 99-10 60 · pflegestuetzpunkt@hamburg-nord.hamburg.de

5 Pflegestützpunkt

Wandsbek-Markt

Wandsbeker Allee 62 · 22041 Hamburg

Tel. 4 28 99-10 70 · pflegestuetzpunkt@wandsbek.hamburg.de

6 Pflegestützpunkt

Rahlstedt

Rahlstedter Straße 151–157 · 22143 Hamburg

Tel. 4 28 99-10 80 · pflegestuetzpunkt-rahlstedt@wandsbek.hamburg.de

7 Pflegestützpunkt

Bergedorf

Weidenbaumsweg 21/Eingang D · 21029 Hamburg

Tel. 4 28 99-10 20 · pflegestuetzpunkt@bergedorf.hamburg.de

8 Pflegestützpunkt

Harburg

Harburger Rathausforum 1 · 21073 Hamburg

Tel. 4 28 99-10 40 · pflegestuetzpunkt@harburg.hamburg.de


Ehrenamt · Querschnittlähmung 19

EHRENSACHE

Es war für beide eine bewusste Entscheidung und

Selbstverständlichkeit, im Rentenalter ehrenamtlich

aktiv zu sein: Brigitta Blaß (73) und Ulrike Schoeler (74)

berichten von ihren Erfahrungen.

Die beiden Seniorinnen organisieren in Absprache

das Kinderbetreuungsangebot am Kath. Kinderkrankenhaus

Wilhelmstift. Brigitta Blaß ist für

das Vormittagsprogramm auf den Stationen

verantwortlich, Ulrike Schoeler koordiniert die

Nachmittagsbetreuung in der hauseigenen Kindertagesstätte.

„Bei all dem Trubel habe ich gar keine

Zeit, mich zu langweilen oder einsam zu fühlen“, sagt

Brigitta Blaß. „Und fit hält es noch dazu“, ergänzt Ulrike Schoeler, die

allerhand damit zu tun hat, dem Bewegungsdrang der eigentlich noch

angeschlagenen Patienten Einhalt zu gebieten. „Eines der schönsten

Dinge an unserer Arbeit ist, dass wir die Kinder davon ablenken

können, dass sie krank sind. Auch wenn einige

BRIGITTA BLAß

Schicksale uns sehr betroffen machen“,

so die 74-Jährige weiter.

Nach all den Jahren ehrenamtlicher

Tätigkeit am Kinderkrankenhaus

sind den beiden viele

der kleinen Patienten sehr im

Herzen geblieben, manche zu

Freunden geworden. gg

ULRIKE SCHOELER

SIE WOLLEN

DIE EHRENAMT-

LICHE TÄTIGKEIT

UNTERSTÜTZEN?

Spendenkonto des Kath. Kinderkrankenhauses

Wilhelmstift:

IBAN DE03 2005 0550 1017 2461 56

BIC HASPDEHHXX

Verwendungszweck:

Spende Wilhelmstift

Die ehrenamtlich Mitarbeitenden spielen

mit den kleinen Patienten, wenn deren Eltern

nicht bei ihnen sein können.

Querschnittlähmung:

Gefahr steigt im Alter

Viele denken bei der Diagnose an Motorradunfälle von leichtsinnigen jungen Menschen.

Doch tatsächlich nimmt die Zahl der Querschnittlähmungen im Alter zu – besonders

durch erkrankungsbedingte Ursachen.

Das Thema gewinnt an Bedeutung, betont

PD Dr. med. Roland Thietje, Chefarzt im

Querschnittgelähmten-Zentrum des BG

Klinikum Hamburg – denn die Menschen

werden immer älter und erkrankungsbedingte

Lähmungen häufiger. „Zum Beispiel

können Krebs-Metastasen auf das

Rückenmark drücken. Durchblutungsbedingt

sind Infarkte im Rückenmark möglich“,

so Dr. Thietje. Viele Herzpatienten

nehmen Blutverdünner. Diese können

spontan zu Blutergüssen führen. In der

Nähe des Rückenmarks kann das gefährlich

sein. Deshalb rät der Experte dazu,

sich nicht selbst zu überschätzen, um Unfälle

zu vermeiden. Sein eindringlicher Rat:

„Auch wenn es schwerfällt – wer nicht

mehr sicher zu Fuß oder mit dem Fahrrad

unterwegs ist, sollte sich ebensowenig

auf ein E-Bike setzen.“

PD. DR. ROLAND

THIETJE

Chefarzt im Quer-

schnittgelähmten-

Zentrum des BG

Klinikum Hamburg

ALTER VERSTÄRKT DIE PROBLEME

Die Diagnose „Querschnittlähmung“ ist

ein großer Einschnitt ins gewohnte Leben.

„Bei älteren Patienten treten alle zu

erwartenden Schwierigkeiten verstärkt

auf, denn die Querschnittlähmung ist

oftmals nur ein Teil der gesundheitlichen

Probleme“, erläutert Dr. Thietje. „Sie führt

dazu, dass das bis dahin gerade noch funktionierende

System kippt und ein Leben

zu Hause unmöglich wird.“ Auch ist für

die gleichaltrigen Lebenspartner die Pflege

oft schwierig. Unterstützung finden sie

im Querschnittgelähmten-Zentrum Hamburg,

das eine lebenslange Nachsorge anbietet.

mb


20 Darmkrebs

Stuhltest als wichtiger Baustein

Eine Darmspiegelung bleibt die beste Methode zur Früherkennung von Darmkrebs. Doch schon bei Stuhluntersuchungen

lassen sich dank eines neuen Testverfahrens Vorläufer von Tumoren zuverlässiger aufspüren.

Wird er früh genug erkannt,

können Ärzte einen entstehenden

Darmkrebs oft

erfolgreich behandeln.

Noch immer nutzen aber zu wenige Männer

und Frauen die Möglichkeiten der Vorsorgeuntersuchung

– obwohl Krankenkassen

ab dem 55. Lebensjahr die Kosten für

eine Darmspiegelung übernehmen.

Auch einen einfach durchzuführenden

Stuhltest zahlt die Kasse; im Alter von

50 bis 54 jährlich, ab 55 alle zwei Jahre.

Der dabei heute empfohlene immunologische

Test untersucht die Stuhlprobe auf

okkultes, also verstecktes, Blut von Geschwüren

oder Darmpolypen. „Das neue

Verfahren ist sensitiver und erkennt ganz

einfach mehr Darmkrebserkrankungen

in

ihrem Frühstadium“,

bekräftigt Prof. Dr.

Andreas de Weerth,

Chefarzt der Klinik

für Innere Medizin im

Agaplesion Diakonieklinikum

Hamburg.

Zudem ist der heutige

Test verlässlicher:

Beim alten Papierstreifentest

konnte schon

Hier wird diese Untersuchung

angeboten:

• Agaplesion Diakonieklinikum

Hamburg

• Albertinen Krankenhaus

• Bethesda Krankenhaus

Bergedorf

• Ev. Amalie Sieveking

Krankenhaus

• Israelitisches Krankenhaus

Hamburg

• Krankenhaus Reinbek

St. Adolf-Stift

eine gegessene Blutwurst zum verdächtigen

Befund führen. Blut im Stuhl weist

jedoch auch beim immunologischen Test

nicht zwangsläufig auf Darmkrebs hin.

Dafür können unter anderem

Hämorrhoiden,

kleine Verletzungen oder

Zahnfleischbluten verantwortlich

sein. „Wenn

der Test positiv ausfällt,

sollte unbedingt eine

Spiegelung durchgeführt

werden. Dabei lassen

sich Darmpolypen, also

Wucherungen, direkt feststellen

und gleich entfernen“,

so Prof. de Weerth.

Immunologischer Stuhltest und Darmspiegelung

– zusammen bilden beide die

wichtigen Bausteine einer erfolgreichen

Darmkrebsvorsorge.

mj

„Zuhören, Trost spenden, miteinander

lachen – es sind Kleinigkeiten,

die bei älteren Menschen Großes

bewegen können. Ich arbeite als

Krankenschwester in der Geriatrie

und in der Stabsstelle Demenz.

Dadurch habe ich die Möglichkeit,

mir für die einzelnen Patienten Zeit

zu nehmen und auf ihre Bedürfnisse

einzugehen – ein großes

Geschenk für beide Seiten.“

Christine Faßbender,

Krankenschwester Stabsstelle Demenz,

Bethesda Krankenhaus Bergedorf

Ist der Stuhltest auffällig, ist es ratsam, eine Darmspiegelung durchzuführen.


Neurokardiologie 21

Jeder kennt es aus

Literatur und Film:

das gebrochene Herz.

Doch ist es nicht nur eine

Allegorie, sondern real.

Herz und Hirn hängen

zusammen. Deshalb arbeiten

Neuro- und Kardiologen

oft Hand in Hand.

HERZ & HIRN

gemeinsam im Fokus

Japanische Ärzte haben vor etwa 30 Jahren

dafür den Begriff Takotsubo-Syndrom geprägt

– nach einer Tintenfischfalle, die einem

Krug mit engem Hals und starker Taille

gleicht. Denn solch einem Gefäß ähnelt die Form

des „gebrochenen Herzens“ infolge einer Bewegungsstörung

größerer Abschnitte der linken

Herzkammer, was Beschwerden wie die eines

Infarkts hervorruft. „Ausschlaggebend dafür kann

die Trauer um den Tod des Partners sein“, erklärt

Prof. Dr. Karsten Sydow, Chefarzt der Kardiologie

im Albertinen Krankenhaus. „Auch Ärger, Streit,

Konflikte oder aber große Freude, ein emotionales Hoch, also

positiver ‚Stress‘, sind mögliche Gründe.“ Im Körper findet dann

eine Kettenreaktion statt: Das Gehirn sorgt für die Ausschüttung

von Hormonen wie Adrenalin aus der Nebenniere, die zu einer

lokalen Freisetzung von Stresshormonen am Herzmuskel führen.

Diese mobilisieren Kalzium aus den

Speicherplätzen in den Herzmuskelzellen,

dort ziehen sich Proteine zusammen, es

kommt zu Verformungen des Muskels.

PROF. DR.

KARSTEN SYDOW

Chefarzt der

Kardiologie

am Albertinen

Krankenhaus

VIELFÄLTIGE SCHNITTPUNKTE

Das „gebrochene Herz“ ist nur ein Beispiel

dafür, wie eng Herz und Hirn miteinander

verflochten sind. Die Wechselbeziehungen

sind so umfassend, dass sich

Neurologen und Kardiologen im Albertinen

Krankenhaus in vielen Fällen fachübergreifend

und intensiv miteinander abstimmen. Der Begriff dafür: Neurokardiologie.

Die Ärzte beider Fachbereiche nehmen die Visiten

gemeinsam vor und diskutieren den Patientenbefund, entwickeln

eine entsprechend angepasste Therapie und Rehabilitation. „Das

führt zu einer schnelleren Befunderhebung und damit zu einer

In diesen Häusern

gibt es eine Neurokardiologie:

• Albertinen

Krankenhaus

• Bethesda Krankenhaus

Bergedorf

• Ev. Amalie Sieveking

Krankenhaus

• Israelitisches Krankenhaus

Hamburg

verringerten Komplikationsrate sowie einer

insgesamt verbesserten medizinischen Rehabilitation“,

sagt Priv.-Doz. Dr. Michael Rosenkranz,

Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurologische

Frührehabilitation am Albertinen Krankenhaus.

IMPLANTATE ZUM VERSCHLUSS

DES VORHOFOHRS

Der Mediziner weist auf einige weitere Berührungspunkte

hin: „Parkinson-Patienten etwa haben

oft schon Herzprobleme, bevor die ersten

motorischen Symptome auftreten. Und Defizite wie Gedächtniseinbußen

und Synkopen, sprich: kurze Ohnmachten, die auf

Durchblutungsstörungen im Kopfbereich beruhen, sind häufig

die Folge von Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems.“ Dazu

passt auch, dass Vorhofflimmern – die häufigste Form von Herzrhythmus-Störungen

– zugleich als Hauptrisikofaktor für einen

Schlaganfall gilt, was für die Prävention von großer Bedeutung

ist. Mit gerinnungshemmenden Medikamenten, die verhindern

sollen, dass sich im Vorhof gefährliche

Blutgerinnsel bilden, die dann durch die

Blutbahn zum Gehirn wandern und dort

den Infarkt auslösen können, lässt sich

das Risiko deutlich senken.

„Manchmal spricht aber ein erhöhtes

Blutungsrisiko gegen eine solche Behandlung“,

erklärt Prof. Sydow. „In solchen

Situationen kann ein interventioneller

Verschluss des linken Vorhofohrs durch

eine Art ‚Stöpsel‘ infrage kommen.“ Auch

hier ist also eine interdisziplinäre Herangehensweise

erforderlich, um den Patienten

optimal zu versorgen. rs

PD DR. MICHAEL

ROSENKRANZ

Chefarzt der

Klinik für Neurologie

und Neurologische

Frührehabilitation

am Albertinen

Krankenhaus


22 Nebenschilddrüsen

Hormonschnelltest während der

Nebenschilddrüsen-OP

Erkrankungen der Nebenschilddrüsen sind häufiger als allgemein bekannt. Meist handelt es sich um

die Vergrößerung einer dieser vier linsengroßen Drüsen, die dann operativ entfernt werden muss.

Die Nebenschilddrüsen liegen hinter der

Schilddrüse, haben funktionell aber nichts

mit ihr zu tun. Sie produzieren Parathormon

(PTH), einen Botenstoff, der dafür

sorgt, dass im Körper genügend Kalzium

zur Verfügung steht. Bildet sich an einer

oder mehrerer dieser Drüsen eine gutartige

Geschwulst – ein Adenom –, steigt

die PTH-Menge, was den Kalziumspiegel

in die Höhe treibt. „Der sogenannte primäre

Hyperparathyreoidismus ist neben

Diabetes eine der häufigsten hormonellen

Erkrankungen.

Eine andere Form des Hyperparathyreoidsismus

kann zum Beispiel Folge eines

Vitamin-D-Mangels bei Dialysepatienten

oder genetisch bedingt sein“, erklärt

PROF. DR. ERNST VON

DOBSCHÜTZ

Chefarzt des Albertinen

Zentrums für Endokrine

Chirurgie am Ev. Amalie

Sieveking Krankenhaus

Prof. Dr. Ernst von Dobschütz, Chefarzt

des Albertinen Zentrums für Endokrine

Chirurgie am Ev. Amalie Sieveking Krankenhaus.

„Oft wird eine Erkrankung der

Nebenschilddrüsen rein zufällig erkannt,

etwa bei einer routinemäßigen Blutuntersuchung.“

Unbehandelt führt sie

allerdings zur Entkalkung der Knochen

(Osteoporose), Depression, Nierensteinen

oder Magenproblemen. „Bei Betroffenen

ist dann die operative Entfernung

der vergrößerten Drüse die beste Option,

die Erkrankung zu heilen – denn es gibt

keine andere die Krankheit beseitigende

Therapie“, so Prof. Dr. von Dobschütz.

Er und sein Team führen den Eingriff

mit Lupenbrillen und in schonender minimalinvasiver

Technik mit Mikroinstrumenten

durch. Um auszuschließen, dass

der Stimmbandnerv Schaden nimmt, wird

er durch Neuromonitoring ständig überwacht.

Außerdem verwenden die Ärzte

den Hormonschnelltest: Dabei wird bereits

während der OP geprüft, ob der PTH-Spiegel

nach dem Entfernen der Drüse(n) stark

genug gesunken ist – als Zeichen, dass der

Eingriff erfolgreich war.

rs

Die Nebenschilddrüse

besteht aus vier

etwa linsengroßen

Drüsen,

die maßgeblich

am Kalziumstoffwechsel

beteiligt sind.

„Ich sehe in unseren Patienten

nicht nur die ‚Alten‘ – sondern

Menschen mit einer langen Lebensgeschichte.

Sie zeigen uns oft, wie

man auch im hohen Alter motiviert

und mutig mit einschneidenden

Veränderungen umgehen kann.

Viele Patientinnen und Patienten

sind uns Pflegekräften auch für die

kleinen Erfolge in der Behandlung

sehr dankbar.“

Saskia Schaper,

Stationsleitung Geriatrie,

Ev. Krankenhaus Alsterdorf

Hier finden Betroffene Hilfe:

• Albertinen Krankenhaus

• Ev. Amalie Sieveking Krankenhaus

• Facharztklinik Hamburg

• Israelitisches Krankenhaus Hamburg

• Kath. Marienkrankenhaus

• Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift


ONLINE ZUM

FACHARZT-

TERMIN

Ingrid K. aus Wandsbek hat Schmerzen

in der Schulter. Doch auf einen Termin

beim Orthopäden muss sie bis zu drei

Monate warten. So wie ihr geht es

vielen Patienten, die einen Termin beim

Facharzt brauchen.

Service 23

Dieses Problem ist auch in der Facharztklinik Hamburg

bekannt: „Trotz Überweisung kann es für Patienten

zu langen Wartezeiten bei Terminen kommen“, weiß

Christian Ernst, kaufmännischer Geschäftsführer. Deswegen

bietet die Facharztklinik nun eine Online-Terminvereinbarung

über die Webseite facharztklinikhamburg.de

an. Aktuell nehmen 10 Fachärzte aus den

Fachgebieten Augenheilkunde, Chirurgie, Gynäkologie,

HNO, Orthopädie, Urologie und Wirbelsäulenchirurgie

an dem Service teil. Nach und nach sollen weitere

Ärzte und Fachrichtungen hinzukommen. Die Patienten

freut’s: Ingrid K. hatte ihren Termin bereits nach

zwei Wochen.

ns

Pflanzenkraft gegen Halsschmerzen

Wenn die Stimme heiser klingt und es im Rachen kratzt, ist oft eine Entzündung der Rachenschleimhäute

die Ursache. In einem solchen Fall kann ein Extrakt aus Grapefruitkernen helfen,

wie Heilpraktiker und Apotheker Dr. Oliver Ploss erklärt.

Partnerbeitrag

Was ist das Besondere an dem Extrakt

aus Grapefruitkernen, der oft

auch kurz als GKE bezeichnet wird?

Der Extrakt gilt seit seiner Entdeckung

1980 als natürliches Antiseptikum

und Antibiotikum. GKE versorgt

das angeschlagene Immunsystem

nachgewiesenermaßen mit sekundären

Pflanzenstoffen und Vitamin

C. So kann er die Entzündung der

Schleimhäute und den Halsschmerz

lindern.

Dr. Oliver Ploss, Heilpraktiker und Apotheker

Wie sind die Tropfen einzunehmen?

Geben Sie am besten dreimal täglich

ca. 15 Tropfen in ein Glas Wasser

oder Fruchtsaft. Bewährt hat sich

auch, mit einigen Tropfen des Extraktes

zu gurgeln.

Was kann man sonst noch tun, um

Halsschmerzen wieder loszuwerden?

Achten Sie auf eine ausreichende

Flüssigkeitszufuhr, z. B. mit Cistus

Biotee (Apotheke). Verzichten Sie auf

Rauchen sowie Alkohol. Beides reizt

die Schleimhäute zusätzlich. Mein

Tipp für kalte Tage: Stellen Sie eine

flache mit Wasser gefüllte Schale auf

einen Heizkörper, um die trockene

Raumluft anzufeuchten.


24 Asthma

Mit Antikörpern gegen Asthma

Asthma gilt als Volkskrankheit. Drei bis sechs Prozent der Erwachsenen und sieben bis zehn Prozent der

Kinder sind betroffen. Für Härtefälle kann die Behandlung mit Antikörpern ein Segen sein.

Einatmen, ausatmen. Das funktioniert bei

den meisten ganz automatisch. Erst wenn

das Luftholen zur Last wird,

wird uns bewusst, wie sehr

unsere Lebensqualität davon

abhängt. Bei der Asthma

bronchiale, der chronischen

Entzündung der Atemwege

schwillt die Schleimhaut

an, die Bronchialmuskulatur

verkrampft, Schleim in den

Bronchien wird vermehrt produziert.

In schweren Fällen

kann nicht mehr ungehindert

ausgeatmet werden. Folge:

ein lebensbedrohlicher Atemnotsanfall

droht – notärztliche Hilfe ist erforderlich,

wie sie etwa das Marienkrankenhaus

bietet.

Mischformen dominieren

„Wir unterscheiden allergische und nicht

allergische Asthmaformen“, erklärt Olaf

Borlich, Chefarzt der dortigen Pneumologie.

Beim allergischen Asthma reagiert

das Immunsystem auf bestimmte allergene

Reize wie Pollen oder Tierhaare.

Nicht-allergisches Asthma wird häufig

durch einen Infekt ausgelöst und kann

durch unspezifische Reize (z. B. körperliche

Anstrengung oder kalte Luft) verschlechtert

werden. Bei vielen Asthmatikern

besteht allerdings eine Mischform

beider Asthmaformen.

Antikörper statt Cortison

In den meisten Fällen lässt sich die Erkrankung

durch eine Inhalationstherapie

– je nach Schweregrad mit Bronchien erweiternden

und entzündungshemmenden

Medikamenten –, und ggf. eine Allergenvermeidung

gut im Griff behalten. Doch 10

bis 15 Prozent der Asthmakranken müssen

dauerhaft Cortison-Tabletten schlucken,

was wiederum zu erheblichen Nebenwirkungen

und Folgeschäden führen

kann (z. B. Osteoporose, Diabetes). Einen

Weg, das Cortison deutlich zu reduzieren

OLAF BORLICH

Chefarzt der

Pneumologie

am Kath. Marienkrankenhaus

oder abzusetzen, versprechen die Behandlungen

mit spezifischen Antikörpern

gegen Ig-E (Anti-Ig-E) bei allergischen

Formen des Asthmas

und gegen Interleukin 5

(IL-5), die neuerdings auch bei

bestimmten Konstellationen

bei nicht-allergischem Asthma

erfolgreich zur Anwendung

kommen können. Diese

maßgeschneiderten Proteine

schalten beim Asthma bestimmte

Immunreaktionen,

die zu Entzündungen führen,

gezielt aus.

„Das Medikament kommt

allerdings nur für eine kleine Gruppe von

Betroffenen in Betracht“, räumt Borlich

ein. In Deutschland schätzungsweise für

etwa 80.000 bis 100.000 Patienten. Auch,

weil die Antikörper sehr teuer sind. Ein

Jahr Cortison-Behandlung kostet etwa

1.000 Euro, die Antikörper-Therapie das

Zwanzigfache. Deshalb zahlen Krankenkassen

nur, wenn sich beim Patienten

Eosinophile Granulozyten („EOS“) im

Blut nachweisen lassen. Diese weißen

Blutkörperchen spielen eine wichtige Rolle

bei der asthmatypischen Atemwegsentzündung.

„Wir checken bei jedem

Asthma-Patienten, der zu uns kommt, sofort,

ob die EOS im Blut zu finden sind“,

so Borlich. „Denn dann kommt der Patient

evtl. bei ansonsten austherapiertem

nicht-allergischen Asthma bronchiale für

die sehr erfolgsversprechende Antikörper-

Behandlung infrage.“

Die Folge: Oft kann dann im Laufe der

Therapie das Cortison reduziert oder sogar

ganz abgesetzt werden.

rs

Diese Häuser

führen die

Therapie durch:

• Kath. Marienkrankenhaus

• LungenClinic

Grosshansdorf


Internet 25

Sie sitzen im Wartezimmer

der Arztpraxis,

doch Ihr Sitznachbar hat

Ihnen die Printausgabe

weggeschnappt? Kein

Problem: Sie können

gute besserung! auch

über Ihr Smartphone

oder Tablet lesen.

JEDERZEIT UND ÜBERALL:

gute besserung! DIGITAL

Ein Hamburger Original mit Hamburger Webadresse: Unter der URL gute-besserung.hamburg

können Sie immer auf Ihr Gesundheitsmagazin zugreifen – egal ob zu Hause am Computer oder

unterwegs mit dem Smartphone oder Tablet.

Sie möchten sich regelmäßig über

Gesundheitsthemen informieren?

Auf gute-besserung.hamburg

entsteht ein wahres Gesundheitsarchiv,

in dem alle Hintergrundberichte, Interviews

und Meldungen aus dem Magazin

zu finden sein werden. Auch halten wir

Sie über die Patientenveranstaltungen

der freigemeinnützigen Krankenhäuser in

Hamburg auf dem Laufenden – aktueller

als je zuvor, denn hier können die 17 Verbandsmitglieder

auch kurzfristig über Veranstaltungen

informieren. Welche Krankenhäuser

das sind und wo sich diese in

der Stadt befinden, zeigt Ihnen die Karte

im Navigationspunkt „Die Kliniken“ an.

Sie suchen nach einem bestimmten

Thema wie Asthmatherapie oder Brustkrebsbehandlung?

Über die Suchfunktion

oben rechts auf der Webseite finden Sie

schnell und bequem alle passenden Beiträge

und anstehende Veranstaltungen

in der Hansestadt. In derselben Zeile ist

auch die Kategorie „Mein Hamburg“ angeordnet.

Darunter befinden sich die beliebten

Spezialseiten, auf denen wir hinter

die Kulissen der Stadt schauen, Tipps in

und um Hamburg geben und außergewöhnliche

Seiten der Elbperle entdecken.

In dieser Ausgabe geht es übrigens auf

den Seiten 16 bis 17 um den Kunstpfad

in Harburg!

Mit der Webseite haben Sie Ihr Hamburger

Gesundheitsmagazin nicht nur

immer dabei, Sie können dieses auch

leichter weiterempfehlen. Wenn Ihnen

ein Beitrag besonders gefallen hat, teilen

Sie diesen einfach per E-Mail, Facebook

oder Twitter mit Freunden, Bekannten,

Kindern und Enkeln.

Schauen Sie doch mal online rein – und

sagen Sie es gern weiter! ns


26 Veranstaltungen · Adressen

Veranstaltungen

für Patienten

März bis Juni 2019

Montag, 4.3., auch am 18.3., 1.4., 15.4., 6.5.,

20.5. und 3.6.19, 19.00 Uhr

Informationsabend für werdende Eltern

Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg

Dienstag, 5.3., auch am 19.3., 2.4., 16.4.,

7.5., 21.5. und 4.6.19, 18.00-19.30 Uhr

Informationsabend für werdende Eltern

Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift

Mittwoch, 6.3.19, 16.00 Uhr

Infotreff Lungenkrebs

LungenClinic Grosshansdorf

Montag, 11.3. + 16.3. + 18.3.19, 14.30 Uhr

Familiale Pflege – kostenloser Kurs für

pflegende Angehörige

Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg,

Anmeldung: 0173.35 80 731

Montag, 11.3.19, 18.00 Uhr

Demenz geht uns alle an: Miteinander aktiv

sein – Alltagsgestaltung und Beschäftigungen

für Menschen mit Demenz

Albertinen Haus

Mittwoch,13.3.19, 17.00-19.00 Uhr

Behandlung von Nebenwirkungen der

endokrinen Therapie

Mammazentrum Hamburg am Krankenhaus Jerusalem,

Anmeldung: office@stiftung-mammazentrum.de

Dienstag, 19.3.19, 18.00 Uhr

Patientenakademie: Gebärmutter-Myome:

warum und wann muss man operieren?

Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg

Donnerstag, 19.3.19, 15.00-18.00 Uhr

Tumortag – Schwerpunkt Darmkrebs

Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift

Dienstag, 19.3., auch am 16.4. und 21.5.19,

19.30 Uhr Sicherheit von Kindern im Auto:

ADAC-Mitarbeiter informieren über Kindersitze

Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift

Mittwoch, 20.3.19, 17.00-19.00 Uhr

Mikronährstoffe in der Onkologie

Mammazentrum Hamburg am Krankenhaus Jerusalem,

Anmeldung: office@stiftung-mammazentrum.de

Mittwoch, 20.3.19, 17.30-19.30 Uhr

Gelenkersatz im Alter. Aber sicher!

Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand,

Anmeldung: 040.75 205-284

Mittwoch, 20.3.19, 18.00 Uhr

MedizinKompakt: Kribbeln, Ziehen, Jucken,

Brennen in den Beinen – Wissenswertes

zum Restless-Legs-Syndrom

Albertinen Krankenhaus

Montag, 25.03.2019, 18.00 Uhr

Teddysprechstunde

Kath. Kinderkrankenhaus Wilhelmstift, Anmeldung:

info@kkh-wilhelmstift.de; Kosten: 2,50 Euro

Dienstag, 26.3.19, 18.00 Uhr

Patientenakademie: Diagnostik und

Therapie von Darmkrebs

Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg

Dienstag, 26.3.19, 18.30-19.30 Uhr

Sport, trotz oder dank neuer Hüfte?

Was ist wieder möglich?

Bethesda Krankenhaus Bergedorf

Mittwoch, 27.3. + 3.4. + 10.4.19, 17.00 Uhr

Spezialkurs Diabetes für pflegende Angehörige

Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg,

Anmeldung: 040.41 624-651

Mittwoch, 27.3.19, 17.30 Uhr

Gutartige Prostatavergrößerungen

Kath. Marienkrankenhaus, Anmeldung: 040.25

46-1262

Mittwoch, 27.3.19, 18.00 Uhr

Medizin-Kompakt: Quo vadis M. Parkinson

– Therapieoptionen und Auswirkungen der

Erkankungen auf das Umfeld

Ev. Amalie Sieveking Krankenhaus

Montag, 1.4. + 6.4. + 8.4.19, 14.30 Uhr

Familiale Pflege – kostenloser

Kurs für pflegende Angehörige

Agaplesion Diakonieklinikum

Hamburg, Anmeldung: 0173.35 80 731

Mittwoch, 3.4.19, 18.00 Uhr

MedizinKompakt: Depressionen –

Entstehung, Symptome und

Behandlung

Albertinen Krankenhaus

Samstag, 6.4.19, 11.00-16.00 Uhr

Tag der offenen Tür in der Geburtshilfe

Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift

Albertinen Krankenhaus

Israelitisches

Krankenhaus Hamburg

Facharztklinik Hamburg

Agaplesion Diakonieklinikum

Hamburg

Krankenhaus

Tabea

Montag, 8.4. + 15.4.19, 17.00 Uhr

Spezialkurs Borderline – Persönlichkeitsstörung

für pflegende Angehörige

Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg, Anmeldung:

040.41 624-651

Dienstag, 9.4.19, 18.00 Uhr

Patientenakademie: Sind meine Eltern

hilfebedürftig?

Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg

Dienstag, 9.4.19, 18.30-19.30 Uhr

Schmerzen im Brustkorb – was kann es sein?

Wann alarmiere ich den Notarzt?

Bethesda Krankenhaus Bergedorf

Mittwoch, 10.4.19, 16.00 Uhr

Hüft- und Kniearthrose

Kath. Marienkrankenhaus, Anmeldung: 040.25

46-1262

Mittwoch, 10.4.19, 16.00 Uhr

Infotreff Lungenkrebs

LungenClinic Grosshansdorf

Mittwoch, 10.4.19, 18.00-19.00 Uhr

Patientensingen mit Hanjo Gäbler

BG Klinikum Hamburg

Mittwoch, 10.4.19, 18.00 Uhr

MedizinKompakt: Osteoporose aktuell – Der

alte Knochen, wenn die Wirbelsäule bricht

Ev. Amalie Sieveking Krankenhaus

Mittwoch, 24.4.19, 17.30 Uhr

Asthma Bronchiale

Kath. Marienkrankenhaus,

Anmeldung: 040.25 46-1262

Wilhelmsburger

Krankenhaus Groß-Sand

Albertinen Haus

Krankenhaus

Jerusalem

Heinrich Sengelmann

Krankenhaus

LungenClinic

Grosshansdorf

Ev. Amalie Sieveking

Krankenhaus

Evangelisches Krankenhaus Alsterdorf

Kath. Kinderkrankenhaus

Wilhelmstift

Kath. Marienkrankenhaus

BG Klinikum

Hamburg

Krankenhaus

Reinbek St.

Adolf-Stift

Bethesda

Krankenhaus

Bergedorf

DIE FREIEN. Verband freigemeinnütziger Krankenhäuser in Hamburg e. V.

www.die-freien-hh.de

Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg Hohe Weide 17 · 20259 Hamburg · 040.790 20-0 · www.d-k-h.de

Albertinen Haus Sellhopsweg 18-22 · 22459 Hamburg · 040.55 81-0 · www.albertinen-haus.de

Albertinen Krankenhaus Süntelstraße 11a · 22457 Hamburg · 040.55 88-1 · www.albertinen-krankenhaus.de

BG Klinikum Hamburg Bergedorfer Strasse 10 · 21033 Hamburg · 0 40. 7 30 6-0 · www.bg-klinikum-hamburg.de

Bethesda Krankenhaus Bergedorf Glindersweg 80 · 21029 Hamburg · 040.725 54-0 · www.klinik-bergedorf.de

Ev. Amalie Sieveking Krankenhaus Haselkamp 33 · 22359 Hamburg · 040.644 11-0 · www.amalie.de

Evangelisches Krankenhaus Alsterdorf Elisabeth-Flügge-Straße 1 · 22337 Hamburg · 040.50 77-03 · www.evangelisches-krankenhaus-alsterdorf.de

Facharztklinik Hamburg Martinistraße 78 · 20251 Hamburg · 040.490 65-0 · www.facharztklinik-hamburg.de

Heinrich Sengelmann Kliniken Kayhuder Straße 65 · 23863 Bargfeld-Stegen · 04535.505-0 · www.heinrich-sengelmann-kliniken.de

Israelitisches Krankenhaus Hamburg Orchideenstieg 14 · 22297 Hamburg · 040.511 25-0 · www.ik-h.de

Kath. Kinderkrankenhaus Wilhelmstift Liliencronstraße 130 · 22149 Hamburg · 040.673 77-0 · www.kkh-wilhelmstift.de

Kath. Marienkrankenhaus Alfredstraße 9 · 22087 Hamburg · 040.25 46-0 · www.marienkrankenhaus.org

Krankenhaus Jerusalem Moorkamp 2-6 · 20357 Hamburg · 040.441 90-0 · www.kh-jerusalem.de

Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift Hamburger Straße 41 · 21465 Reinbek · 040.72 80-0 · www.krankenhaus-reinbek.de

Krankenhaus Tabea Kösterbergstraße 32 · 22587 Hamburg · 040.866 92-0 · www.tabea-krankenhaus.de

LungenClinic Grosshansdorf Wöhrendamm 80 · 22927 Großhansdorf · 04102.601-0 · www.lungenclinic.de

Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand Groß-Sand 3 · 21107 Hamburg · 040.752 05-0 · www.gross-sand.de


Veranstaltungen 27

Mittwoch, 24.4.19, 17.30-19.30 Uhr

Die schmerzhafte Hüfte. Verstehen,

behandeln, bewegen

Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand,

Anmeldung: 040.75 205-284

Mittwoch, 24.4.19, 18.00 Uhr

MedizinKompakt: Wenn die Vorsteherdrüse

Ärger macht. Moderne Behandlungsmethoden

bei Prostatavergrößerung und

Prostatakrebs Albertinen Krankenhaus

Donnerstag, 25.4.19, 9.00-13.00 Uhr

Girls Day Kath. Kinderkrankenhaus Wilhelmstift,

Anmeldung: info@kkh-wilhelmstift.de

Dienstag, 30.4.19, 17.00 Uhr Albertinen

Patienten-Seminar: Herzinsuffizienz – Bewegung

und Medikamente Hand in Hand

Albertinen Krankenhaus, Anmeldung: 040.55 88-

6595, patienten-seminar@albertinen.de

Dienstag, 30.4.19, 18.30-19.30 Uhr

Brustkrebs im mittleren und hohen Alter

Bethesda Krankenhaus Bergedorf

Montag, 6.5. + 11.5. + 13.5.19 , 14.30 Uhr

Familiale Pflege – kostenloser Kurs für

pflegende Angehörige

Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg,

Anmeldung: 0173.35 80 731

Dienstag, 7.5.19, 18.00 Uhr Patientenakademie:

Keime: die unsichtbare Gefahr?

Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg

Mittwoch, 8.5.19, 17.00-19.00 Uhr

Aspekte der onkologischen Nachsorge

Mammazentrum Hamburg am Krankenhaus Jerusalem,

Anmeldung: office@stiftung-mammazentrum.de

Mittwoch, 8.5.19, 17.30 Uhr

Blasenkrebs

Kath. Marienkrankenhaus, Anmeldung: 040.25 46-1262

Mittwoch, 8.5.19, 18.00 Uhr

MedizinKompakt: Krebserkrankungen im Alter –

Besonderheiten bei Diagnostik und Therapie

Albertinen Krankenhaus

Mittwoch, 8.5.19, 18.00-19.00 Uhr

Patientensingen mit Hanjo Gäbler

BG Klinikum Hamburg

Mittwoch, 15.5.19, 16.00 Uhr

Infotreff Lungenkrebs

LungenClinic Grosshansdorf

Dienstag, 21.5.19, 18.00 Uhr

Patientenakademie: Kontinuierliche

Blutzuckermessung

Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg

Mittwoch, 22.5.19, 17.00-19.00 Uhr

Ernährung bei Brustkrebs

Mammazentrum Hamburg am Krankenhaus Jerusalem,

Anmeldung: office@stiftung-mammazentrum.de

Mittwoch, 22.5.19, 17.30-19.30 Uhr

Das schmerzhafte Knie. Verstehen,

behandeln, bewegen.

Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand,

Anmeldung: 040.75 205-284

Mittwoch, 22.5.19, 18.00 Uhr

MedizinKompakt: Sexuelle Beziehungsgesundheit

als Ressource für Lebensqualität

Ev. Amalie Sieveking Krankenhaus

Mittwoch, 29.5.19, 17.30 Uhr

Multiple Sklerose Kath. Marienkrankenhaus,

Anmeldung: 040.25 46-1262

Mittwoch, 29.5.19, 18.00 Uhr

MedizinKompakt: Wenn die Beine versagen

– Erkrankung der Wirbelsäule und der Hüfte

Albertinen Krankenhaus

Dienstag, 4.6.19, 18.30-19.30 Uhr

Anästhesie bei Demenz: Wie können wir

Risiken minimieren?

Bethesda Krankenhaus Bergedorf

Mittwoch, 5.6.19, 16.00 Uhr

Infotreff Lungenkrebs

LungenClinic Grosshansdorf

Mittwoch, 5.6.19, 17.30 Uhr

Bauchaorten-Aneurysma

Kath. Marienkrankenhaus, Anmeldung: 040.25 46-1262

Dienstag 11.6. + 15.6. + 17.6.19, 14.30 Uhr

Familiale Pflege – kostenloser Kurs für

pflegende Angehörige

Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg,

Anmeldung: 0173.35 80 731

Dienstag, 11.6.19, 17.00 Uhr

Albertinen Patienten-Seminar:

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt – dem Herzinfarkt

ein Schnippchen schlagen

Albertinen Krankenhaus, Anmeldung: 040.55 88-

6595, patienten-seminar@albertinen.de

Mittwoch, 12.6.19, 17.00-19.00 Uhr

Brustkrebs der jungen Frau

Mammazentrum Hamburg am Krankenhaus

Jerusalem, Anmeldung: office@stiftung-mammazentrum.de

Mittwoch, 12.6.19, 18.00-19.00 Uhr

Patientensingen mit Hanjo Gäbler

BG Klinikum Hamburg


Wie viele Skulpturen gibt es

entlang des Kunstpfads in

Harburg zu entdecken?

(Die Antwort finden Sie im Text auf Seite 16-17.)

GEWINN

SPIEL!

Schicken Sie eine Postkarte mit der richtigen Lösung an:

DIE FREIEN. c/o schönknecht : kommunikation,

Stadtdeich 3, 20097 Hamburg

Oder per E-Mail an: info@die-freien-hh.de

Namen, Anschrift und Telefonnummer nicht vergessen!

Einsendeschluss ist der 08. Mai 2019.

Es gilt das Datum des Poststempels oder des E-Mail-Versands. Das Los entscheidet,

der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eine Teilnahme über Gewinnspiel-Agenturen

oder sonstige Dritte, die den Teilnehmer bei einer Vielzahl

von Gewinnspielen anmelden, ist ausgeschlossen.

Wir akzeptieren nur eine Einsendung pro Person. Der Teilnehmer erklärt sich

im Falle des Gewinns mit der Veröffentlichung seines Namens in der Printsowie

Onlineausgabe von gute besserung! einverstanden. Die Gewinner der

letzten Ausgabe wurden benachrichtigt.

Und das gibt es zu gewinnen:

5 GUTSCHEINE

à 30,00 EURO FÜR

DIE HOBENKÖÖK

Einkaufen in einer Markthalle, Gefühl wie

auf dem Wochenmarkt – dafür steht die

Hobenköök (plattdeutsch für Hafenküche)!

Sie ist aber nicht nur Markthalle, sondern

gleichzeitig auch Restaurant. Seit August

2018 versorgt sie Gäste wie Kunden mit

den besten, saisonalen Produkten von

kleinen Meiereien, Manufakturen und Höfen

der Region. Im Hamburger Oberhafen,

zwischen Hauptbahnhof und HafenCity

gelegen, ist sie Teil eines aufblühenden

neuen Kreativquartiers.

www.hobenkoeoek.de

3 x 2 TICKETS FÜR

MÄRCHENWELTEN

Die „Märchenwelten“ sind eine weltweit einzigartige Erlebnisausstellung,

die im Frühjahr 2019 in Hamburgs HafenCity ihre Türen öffnet.

Auf ca. 3000 m² erwartet die Besucher eine einzigartige Kombination

aus kulturellem Erlebnis, modernster Technik und einem interaktiven,

multimedialen Edutainment-

Konzept. Tapferkeit, Mut, Liebe,

Verrat – all das, was Märchen seit

jeher prägt, wird spürbar zum

Leben erweckt. Dabei wird der

Besucher mit seinen eigenen Gefühlen

konfrontiert, hat Aufgaben

zu meistern und Abenteuer zu

bestehen.

www.maerchenwelten.net

2 x 2 TICKETS FÜR

DIE BARKASSEN-

TÖRNS DER

HAMBURGER

ELBINSEL-TOUR

Die malerischen Kleingärten der Billerhuder Insel, moderne

Hausboote in Hammerbrook, grüne Oasen wie Entenwerder

und Kaltehofe, Hafenindustrie und spannende Fakten zu

aktueller Stadtentwicklung: Maike Brunk zeigt auf ihren

Hafentouren vor allem Hamburgern die eigene Stadt aus

neuen Blickwinkeln. Entdecken Sie auf dem 3-stündigen

Barkassentörn die Bille, Wilhelmsburg oder den Harburger

Binnenhafen.

www.elbinsel-tour.de

Unsere Gewinner der Ausgabe 2/2018

Die Karten für die Komödie Winterhuder Fährhaus, die Hafentour von Jasper sowie den Gutschein von Stückgut haben gewonnen: N. Bergeest, M. Ehrbar,

M. Levermann, R. Molkenteller, J. Moomen, A. Rackow, M. Riecke und H. Schilk. Herzlichen Glückwunsch!

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