08.07.2019 Aufrufe

DER BERG 01/2019

Das Bergsport-Magazin vom DAV Düsseldorf.

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alpenverein-duesseldorf.de

Das Magazin des Deutschen Alpenvereins Sektion Düsseldorf

1/2019

SEKTIONSMITGLIEDER AUF TOUR Ein Sommer in den Ecrins /

Ruhrpott-Cross / Langlauf für Anfänger / Die Weisskugel ruft /

Ein Skitourenabenteuer im Allgäu und Kleinwalsertal / Bergtour

im marokkanischen Atlasgebirge BEKLEIDUNGSSPONSORING

Kletterladen NRW und Karstadt Sports TOURENANGEBOT FÜR

EINSTEIGER Basiswissen Bergwandern und Klettersteig


GRUSSWORT | INHALT

LIEBE MITGLIEDER,

BERGFREUNDINNEN UND

BERGFREUNDE DER DAV-

SEKTION DÜSSELDORF,

diese Ausgabe unseres Sektionsmagazins DER BERG

kommt deutlich später als erwartet – und den Grund dafür

zu nennen, fällt mir immer noch schwer: Am 26. April

verunglückten vier Mitglieder unserer Skitourengruppe bei

einer privat organisierten Gemeinschaftstour im Berner

Oberland in der Schweiz. Sie wurden in der Abfahrt von der

Grünhornlücke zur Konkordiahütte auf rund 3100 Metern

Höhe in einer steilen Rinne von einer Lawine verschüttet und

getötet. Die vier Skitourengeher hatten sich nicht leichtsinnig

oder gar fahrlässig verhalten. Sie waren einfach zum falschen

Zeitpunkt am falschen Ort. Wir haben mit ihnen Menschen

verloren, die wir seit Jahren kannten, mit denen wir oft in

den Bergen waren und auch in der Sektion eng zusammengearbeitet

haben. Wir sind von dem Unfall sehr betroffen

– und unser tiefes Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen der

Verstorbenen.

In dieser Ausgabe des BERG sind etliche Touren beschrieben,

die die Verstorbenen entweder geleitet oder als Teilnehmer

mitgemacht haben – wir wollten erst mit den Hinterbliebenen

klären, ob wir diese Texte überhaupt noch veröffentlichen

sollen. Gemeinsam haben wir entschieden: Ja – diese Tourenberichte

sollen erscheinen. Und wir haben auch gemeinsam

entschieden, Nachrufe auf die vier verunglückten Skitourengeher

hier zu veröffentlichen. Sie finden sie ab Seite 32.

Auch wenn es für uns alle schwer ist, nach einem solchen

Ereignis in den Alltag zurückzufinden und die Angst vor einem

Bergunglück in ihre Schranken zu weisen – Zeit in der Natur

zu verbringen ist das, was uns alle miteinander verbindet, uns

tröstet und aufrichtet. Möge diese Ausgabe unseres Sektionsmagazins

dazu beitragen, dass Sie viele schöne Tage draußen

unterwegs sind.

INHALT

04 VON NORD NACH SÜD / TERMINE

08 EIN SOMMER IN DEN ECRINS Tourenbericht

12 RUHRPOTT-CROSS Tourenbericht

16 LANGLAUF FÜR ANFÄNGER Tourenbericht

18 DIE WEISSKUGEL RUFT Tourenbericht

22 ALLGÄU UND KLEINWALSERTAL Tourenbericht

26 AUF SCHNEESCHUHEN DURCH DAS ALLGÄU

Tourenbericht

28 INSCHALLAH – ODER DIE SICHT EINES MULIS

Tourenbericht

32 NACHRUF Infos der Sektion

36 DIE GRUPPEN IM ÜBERBLICK

37 WANDERGRUPPE Wanderplan Online

37 TOURENANGEBOT FÜR EINSTEIGER

Basiswissen Bergwandern und Klettersteig

38 BEKLEIDUNGSSPONSORING Ausbildungsreferat

38 BERGSPORTAUSBILDUNGEN BEIM DAV

39 HÜTTEN DER SEKTION HvB- und Eifelhütte

40 INFOS DER SEKTION

42 MITGLIEDSBEITRÄGE + KONTAKT

Mit Bergsteigergruß

Sektionsmitglieder

auf Tour

ab Seite 08

Manfred Jordan

Erster Vorsitzender

Titelfoto: Nina und Hagen Götzke

1|2019 DER BERG 3


NOTIZEN

VON

NORD

NACH

SÜD

SO KLAPPT

DAS MIT

DEN

KÜHEN!

Bald beginnt die Bergwandersaison – das

Vieh ist auch auf den Almwiesen zurück.

Damit es bei der Begegnung von Wanderern

und Kühen keine Probleme gibt, hat der

DAV auf seiner Website fünf goldene

Regeln für das richtige Verhalten mit

Kühen zusammengestellt:

www.alpenverein.de/bergsport/gesundheit/

bergsportarten-gesundheit/richtiges-verhalten-bei-der-begegnung-mit-almvieh_

aid_31532.html

MORBEGNO: ALPENSTADT

DES JAHRES 2019

Städte im Alpenraum, die die Interessen

von Wirtschaft, Umwelt und Sozialem

gleichberechtigt und vorbildlich in ihrer

Gemeinde umsetzen, ganz im Sinne der

Alpenkonvention, werden seit 1997 von einer internationalen Jury zur

„Alpenstadt des Jahres“ gekürt. In diesem Jahr wurde die engagierte Kleinstadt

Morbegno in der italienischen Region Lombardei nahe des Comer Sees

mit diesem Titel ausgezeichnet. Morbegno ist reich an Geschichte und Kultur

sowie ein Geheimtipp unter Anhängern des sanften und kulinarischen

Tourismus. Den Titel erhält die Stadt mit rund 12.000 Einwohnerinnen und

Einwohnern gleich aufgrund mehrerer Vorzüge und Bestrebungen. Die internationale

Jury des Vereins stellt fest: „Die Stadt punktet besonders wegen

ihrer Bemühungen für gute Beziehungen zu den umliegenden Berggebieten.

Die Dienste, die Morbegno als Schlüssel-Destination bereitstellt, sind vielfältig

und auf eine nachhaltige Zukunft ausgerichtet.“ So setzt Morbegno beispielsweise

auf LED-Beleuchtung in der ganzen Gemeinde, bietet E-Miet-Autos, baut

kontinuierlich das Radwegenetz aus, bietet dem Bodenverbrauch Einhalt oder

bewahrt aufwendig historische Palazzi. Zudem hat sich Morbegno nachweislich

mit den Themen der Alpenkonvention auseinandergesetzt, deren konkrete

Umsetzung sich der Verein „Alpenstadt des Jahres“ an die Fahne heftet.

www.alpenstaedte.org

Der Alpinismus ist kein

Sport, kein Wettkampf,

sondern eine Philosophie,

eine Lebensform.“

CESARE MAESTRI

BUCHTIPP: ÜBER DIE ALPEN IN 8 TAGEN

Eine Alpenüberquerung steht auf der Wunschliste vieler Bergsteiger nach wie vor ganz oben. Eine

schöne Alternative zum viel begangenen E5 ist die Alpenüberquerung von Gmund am Tegernsee

ins italienische Sterzing. Mit dem neuen Wanderführer „Tegernsee – Sterzing: Über die Alpen in

8 Etappen“ aus dem Conrad Stein Verlag können sich alle Wanderer, die dieses Abenteuer 2019

in Angriff nehmen wollen, perfekt vorbereiten. Auf 155 Kilometern führt die beschriebene Route

vorbei an Tegernsee und Achensee, durch das Inntal und das Zillertal, über den Alpenhauptkamm

und durch das Pfitscher Tal. Die wandererfahrene Autorin Ulrike Gaube liefert eine detaillierte

Wegbeschreibung in acht Etappen mit Karten, Höhenprofilen und GPS-Tracks, informiert über

Unterkünfte am Weg und weist auf Ergänzungen und Abkürzungen mit Bus, Bahn, Seilbahn und

Schiff hin, sodass eine individuelle Tourenplanung leicht möglich ist. 128 Seiten, 10,90 €

4 DER BERG 2|2018


VERANSTALTUNGEN

TERMINE

VORMERKEN, INFORMIEREN,

ANMELDEN, DABEI SEIN!

6.-8. SEPTEMBER

MESSE TOUR NATUR

Lebe die Freiheit. Alles, was man zum

Wandern, Trekking, Mountainbiken

und Kanufahren braucht. Von der

Ausrüstung bis hin zu den schönsten

Reisezielen. www.tournatur.com

14. SEPTEMBER

JUBILARE- UND

SENIORENFAHRT.

EIFELHÜTTE

Um 9:30 Uhr ist Abfahrt

am Düsseldorfer

Busbahnhof.

Anmeldungen bei der

DAV Geschäftsstelle,

Tel. 0211/85 87 00

NOCH BIS

27. OKTOBER

DER BERG RUFT.

GASOMETER. OBERHAUSEN

Eine Ausstellung über die

Vielfalt und ewige Faszination

der Berge: „Berge. Heimstätten

der Götter. Lebensraum der

Extreme. Ultimative Herausforderung

für Abenteurer und

Eroberer. Zufluchtsorte der

Mystiker und Mönche.

Sehnsuchtsorte für Wanderer,

Romantiker und Bewunderer

der Natur.” www.gasometer.de

21.-22.

SEPTEMBER

DEUTSCHE MEISTERSCHAFT

OLYMPIC COMBINED.

AUGSBURG

Bouldern, Lead & Speed – kombiniert an einem Wochenende.

Im Zuge der olympischen Spiele 2020, bei denen

das Klettern zum ersten Mal als eigene Disziplin vertreten

sein wird, findet eine Deutsche Meisterschaft im selben

Modus in Augsburg statt.

24.-26. OKTOBER

26. OKTOBER

E.O.F.T. SAVOY THEATER

DÜSSELDORF, 20:00 UHR

Die besten Outdoorsport- und

Abenteuerfilme des Jahres. Jetzt

Tickets sichern unter www.eoft.eu/de

12. KÖLNER ALPINTAG. FORUM

LEVERKUSEN

Das gesamte Spektrum des Bergsports:

Mehr als 70 Aussteller, Bergsportreportagen,

praktische Seminare,

Kurzvorträge und neu: ein Kompetenzcenter,

wecken die Lust am Abenteuer

vor der eigenen Haustür und den

entlegensten Winkeln der Welt.

www.koelner-alpintag.de

4. NOVEMBER

DAV INFO-ABEND BEI SACK & PACK. DÜSSELDORF

Ein Info-Abend für Mitglieder und Bersportinteressierte.

Vorgestellt werden unsere Touren und Kurse (Winterhalbjahr

2019/2020 und Saison 2020). Wer sich für eine

Bergsportausbildung beim DAV interessiert, hat hier die

Gelegenheit, dem Ausbildungsteam Fragen zu stellen.

Veranstaltungsort: 18:30-20:30 Uhr, Sack & Pack,

Brunnenstraße 6-8, 40223 Düsseldorf, www.sackpack.de

Termine/Treffpunkte unserer Gruppen:

siehe Seite 36 und online unter:

www.dav-duesseldorf.de/gruppen/

Termine unserer Touren und Kurse:

www.dav-duesseldorf.de/kurse-touren/

1|2019 DER BERG 5


KLETTER- UND BOULDERZENTRUM

HILDEN

Kletterspaß für Groß und Klein,

Einsteigerkurse, Schnupperklettern,

Kindergeburtstage und mehr…

Klettern, Bouldern, Fitness, Yoga, Physiotherapie, Houserunning, Action und

Erlebnis – das perfekte Training, der perfekte Tag, das perfekte Event in ganz

besonderer Atmosphäre, nur 5 Minuten von der Haltestelle Hilden-S entfernt.

Von Jung bis Alt, Einsteiger bis Leistungssportler, Schulen bis Unternehmen!

Die Bergstation in Hilden bietet auf über 3.000 m 2 modernster Kletterwände

bis zu 20 m hohen vertikalen Spaß für Jedermann.

6 DER BERG 1|2019

www.bergstation.nrw

Bergstation GmbH & Co. KG

Bahnhofsallee 35

40721 Hilden

www.bergstation.nrw


info@bergstation.nrw


TOURENBERICHTE | MITGLIEDER AUF TOUR

UNSERE

SEKTIONS-

MITGLIEDER

AUF TOUR

LUST AUF DRAUSSEN?

In dieser Ausgabe uneres Sektionsmagazins wollen wir Ihnen Lust

machen aufs Rausgehen, aufs Unterwegssein, zu Fuß, auf Schneeschuhen,

mit Skiern oder dem Mountainbike.

Auf den nächsten Seiten lesen Sie, welche Touren unsere Sektionsmitglieder

in den zurückliegenden Monaten unternommen haben.

Lassen Sie sich verzaubern und inspirieren! Wir wünschen Ihnen

eine wunderbare Zeit in der Natur!

Und falls Sie nicht alleine losziehen wollen, umso besser: Unser

umfangreiches Tourenprogramm finden Sie im Internet unter

www.dav-duesseldorf.de/kurse-touren/.

Außerdem freuen sich unsere verschiedenen Gruppen immer

über Menschen, die sich mit ihnen auf den Weg machen. Mehr

dazu auf Seite 36 dieser Ausgabe.

1|2019 DER BERG 7


8 DER BERG 1|2019


TOURENBERICHT | ECRINS

EIN SOMMER IN DEN ECRINS

VON HAGEN GOETZKE

Puh, jetzt wird es aber mau mit den Griffen und Tritten! Die Füße stehen auf Reibung, für die Hände ist

eigentlich fast nichts zu greifen, sie halten nur das Gleichgewicht. Langsam mit den Füßen höher, wie weit

noch bis zum nächsten Haken? Hochschieben zu einer schönen Schuppe, guter Griff, und zack, der nächste

Bohrhaken. So macht Klettern Spaß. Die Route „Visite Obligatoire“ (6b, 12 SL, 430 M) an der Aiguille Dibona

schlaucht uns ganz schön, aber die Route ist abwechslungsreich, gut gesichert, die Sonne scheint, es ist ein

perfekter Klettertag. Die Soreiller-Hütte liegt drei Minuten vom Wandfuß entfernt und der Berg ist eine

spektakuläre Spitze, die jeden Kletterer magisch anzieht. Im deutschen Sprachraum ist dieser Berg kaum

bekannt, bei den Franzosen umso mehr.

SCHROFFE BERGE, ALLE VERGLETSCHERT

Im Sommerurlaub 2018 waren meine Frau Nina und ich in

den Ecrins, einer großen Gebirgsgruppe in den französischen

Alpen. Das Kerngebiet ist ein Nationalpark, mit wilden

Bergen bis über 4000 Meter hoch, vielen Gletschern, langen

Tälern und atemberaubender Landschaft. Wir fuhren nach

La Berarde, dem letzten Weiler im innersten Teil der Gebirgsgruppe.

Schon der Campingplatz liegt auf 1700 Metern Höhe,

alle Berge der Umgebung sind deutlich über 3000 Meter

hoch. So hat man schon beim Frühstück ein beeindruckendes

Panorama. Das wird dann mit jedem Meter, den man beim

Wandern oder Klettern höher steigt, noch spektakulärer. Wir

sind rund um den Campingplatz in jedem Tal gewandert und

geklettert, und jedes Mal waren wir begeistert von der wilden

Landschaft. Um uns herum schwirrte es von Heuschrecken

und Schmetterlingen. Von den vielen Blaubeeren haben wir

uns mehr als einmal blaue Lippen geholt. Nina fotografierte

am liebsten Edelweiß, sodass wir manchmal kaum vorwärts

kamen.

Und dann das Panorama: Alle Berge sind schroff, alle vergletschert.

Deshalb ist es auch immer schwierig, die Gipfel zu

erreichen. Normale Wanderer müssen sich fast ausschließlich

mit Hüttentouren oder „halben“ Bergen zufrieden geben: Die

Wege enden meist auf etwa 3000 Metern Höhe an Gletschern,

steilen Schneefeldern oder Felsen. Der Weiterweg ist nur für

geübte Bergsteiger möglich. Ohne Klettererfahrung bis zum

dritten. Schwierigkeitsgrat sowie einer minimalen Hochtourenausrüstung

(mindestens Pickel und Steigeisen) kommt

man nur selten weiter hinauf.

Grenoble

Rhateau Est

Aiguille Dibona

Tete de la Maye

La Berarde

La Meije

PARC NATIONAL

DES ÉCRINS

Barre des Écrins

Ailefroide

Briancon

1|2019 DER BERG 9


TOURENBERICHT | ECRINS

URIGE UND FAMILIÄRE HÜTTEN

Wer einen Rundweg plant, der sollte sich auf der nächstgelegenen

Hütte nach den aktuellen Bedingungen erkundigen. Im

Sommer 2018 lag noch sehr viel Schnee, weil der letzte Winter

lang und extrem schneereich war. Wir haben auf allen Hütten

nur die besten Erfahrungen gemacht: Alle Hüttenwarte sind

hilfsbereit, auskunftsfreudig und kennen sich wirklich aus.

Sie passen auch auf, ob alle heil und gesund zurückkommen

beziehungsweise auf der nächsten Hütte ankommen! Die

Hütten sind deutlich kleiner, uriger und familiärer, als man

es in Deutschland und Österreich gewohnt ist. Bei unseren

Besuchen waren nur 10 bis 30 Gäste vor Ort. Urig und familiär

heißt auch: Es gibt keine Zweibettzimmer, sondern nur

klassische Massenlager. Am Geschirr wird gespart, man bekommt

nur einen Teller für sein Abendessen, daraus isst man

nacheinander Suppe, Hauptgang, Nachspeise und als letzten

Gang, den Käse. Beim Spülen, Gemüse schnippeln und Tische

abwischen darf auch jeder gerne mithelfen.

„Die Gipfel sind nicht

hoch genug, um berühmt

zu sein und gleichzeitig

zu schwierig, um sie im

Vorbeigehen abzuhaken.”

VIELE BERGSTEIGERISCHE MÖGLICHKEITEN

Unsere Touren führten uns nicht nur in die Täler hinein,

sondern auch auf die Gipfel. Das Tal von La Berarde bietet

ein Vielzahl von bergsteigerischen Möglichkeiten: reines

Sportklettern, lange Klettertouren mit Plaisier-Absicherung

im Granit, klassische Hochtouren mit Schnee und Eis, hochalpine

Abenteuer-Klettertouren und auch die ganz harten

Nordwände.

Wir bevorzugten doch eher das Angebot für den Genießer:

lange Plaisier-Klettereien an der Aiguille Dibona oder dem

Tete de la Maye, leichte Hochtouren und einen Hauch von

Sportklettern unten im Tal. In und um La Berarde gibt es

Dutzende Touren dieser Art. Wir waren fast drei Wochen vor

Ort und wir hätten noch weitere drei Wochen dort bleiben

können. Für so ein Programm sollte man im vierten Grad

sicher im Felsklettern sein, sonst findet man nur wenige

Routen zur Auswahl. Für die Hochtouren sollte ein dreier im

Fels und eine Schneeflanke mit 40 Grad Neigung beherrscht

werden. Somit gehören die Berge der Ecrins eher zu den

schwierigen Gipfeln in den Alpen. Das erklärt auch, warum

– verglichen mit anderen Gebieten – hier so wenig los ist:

Die Gipfel sind nicht hoch genug, um berühmt zu sein und

gleichzeitig zu schwierig, um sie im Vorbeigehen abzuhaken.

Wir haben einen der leichtesten Gipfel bestiegen, den

Rhateau Est (3745 Meter) über den Südgrat; die Tour ist angeblich

eine der beliebtesten rund um La Berarde. Trotzdem

waren an einem wunderbar sonnigen Augusttag außer uns

nur fünf weitere Bergsteiger auf dem Gipfel.

HOCHTOUR AUF DIE BARRE DES ECRINS

Das zweite bergsteigerische Zentrum der Ecrins ist Ailefroide

auf der Ostseite des Gebirges. Dort ist die Auswahl an Touren

noch größer, die Berge noch etwas spektakulärer und deshalb

ist auch bedeutend mehr los als in La Berarde. Auch hier

kann man vom wunderschönen Campingplatz aus fast alle

Touren zu Fuß erreichen. Hinter Ailefroide führt die einzige

wirklich beliebte und dicht belagerte Hochtour auf den

höchsten Gipfel, die Barre des Ecrins (4102 Meter). Dort

pilgern an jedem Tag 100 oder mehr Bergsteiger über den

Gletscher, um die magische 4000er-Grenze zu überschreiten.

Wer genug hat von Tausenden Höhenmetern Wanderstrecke

und Granitschleicherei, der kann in DAS touristische Zentrum

der südfranzösischen Alpen eintauchen: Rund um Briancon

tobt der Outdoor-Tourismus mit allem, was das Sportlerherz

begehrt. Morgens Rafting, mittags Downhill-Biking mit Seilbahntransport,

nachmittags Paragliding und zwischendurch

ins Café für einen Latte Macchiato. Wir waren zwar auch auf

einer Kajak-Tour im leichten Wildwasser der Durance, aber

ansonsten einfach jeden Tag klettern. Auf der östlichen

Talseite, gegenüber der Ecrins, finden sich Dutzende Plaisier-

Klettereien mit perfekter südfranzösischer Absicherung, von

10 bis 600 Metern Höhe. Wir gondelten mit unserem Wohnmobil

von einer Felswand zur nächsten, morgens Baguette,

tagsüber toller Fels, abends ein gemütlicher Ausklang in der

Sonne und bester Panoramablick. Besser geht es nicht.

À bientôt!

INFOS ENCRINS:

www.ecrins-parcnational.fr/

www.camping-berarde.com/

www.berarde.com/en/

www.hautes-alpes-tourismus.de/de/tourismus/

bestimmungen/territorien/ecrins.html

www.ailefroide.fr/camping/

10 DER BERG 1|2019


Fotos: Nina und Hagen Götzke


Fotos: Michael Niggemann

RUHRPOTT-

CROSS: IN

ZWEI TAGEN

MIT DEM

MOUNTAIN-

BIKE VON

DUISBURG

NACH

DORTMUND

VON MICHAEL NIGGEMANN

Insbesondere wenn die Tage kürzer werden, finden

die regelmäßigen Stollenausfahrten der Mountainbike-Gruppe

der Sektion Düsseldorf, „Team D“, auf

den lokalen Singletrails nach Sonnenuntergang statt.

Um auch gemeinsam in den Genuss von Ausfahrten

bei Tageslicht zu kommen, organisieren engagierte

Team-Mitglieder zweimal im Jahr ein Wochenende,

um ferne Trails zu erkunden. Dieses Mal sollte es zum

Saisonabschluss Mitte September der Ruhrpott-Cross

werden. Es zeigte sich mal wieder, dass es nicht der

Flug auf die Kanaren oder eine fünfstündige Autofahrt

mit dem Auto in den Süden sein müssen, um

ein fantastisches Mountainbike-Erlebnis mit Gleich-

gesinnten zu haben.

MEHR ALS „NUR TRAILS“

Das Besondere am Ruhrpott-Cross ist die Mischung aus Natur

und Industriekultur. Schon nach wenigen hundert Metern

von unserem Startpunkt in Duisburg fahren wir abseits der

Straßen. Die Route ist so gewählt, dass man sich überwiegend

abseits von Straßen auf Trails, Waldwegen und kleinen Wegen

durch ein grünes Band des südlichen Ruhrgebietes bewegt.

Immer wieder werden wir von den Trails an den Ufern der

Ruhr „ausgespuckt“ und treffen auf ein Stück Industriekultur.

Wer sich die Zeit nimmt, kann das Erlebnis von herausfordernden

Anstiegen und tollen Abfahrten auf kniffligen

Singletrails mit Abstechern zu Zechen und beeindruckender

Industriekultur verbinden.

12 DER BERG 1|2019


TOURENBERICHT | RUHRPOTT-CROSS

Für ambitionierte Nutzer von bekannten Internetplattformen,

auf denen man sich mit seinen „Vorfahrern“ vergleichen kann,

gibt es auf dem ersten Streckenabschnitt bis Hattingen mehr

als 30 Segmente. Wer hier kräftig in die Pedale tritt, kann

auch zum „King of the Mountain“ gekürt werden. Die Streckenabschnitte

haben so bezeichnete Namen wie „Tut nur am

Anfang weh“, „Beißen bis zur Straße“ oder „Die Plackerei lohnt

sich – Blick über Werden“. Beim gemeinsamen Mittagessen

am Baldeneysee tauschten wir uns aus. Spannend waren die

Erlebnisse der anderen zu hören, die doch so unterschiedlich

waren, obwohl wir die gleichen Wege in nur kurzen zeitlichen

Abständen gefahren sind. Es waren die unterschiedlichen

freundlichen Begegnungen mit Wanderern oder die kleinen

technischen Pannen, die schnell wieder behoben werden

konnten. Übernachtet haben wir in einem freundlichen Hotel

in Hattingen. Dort konnten wir sogar unsere verschwitzen Trikots

und Shorts waschen lassen. Ein Luxus, mit dem wir nicht

gerechnet haben!

Erlebnisse und Begegnungen, die die Reise bereichern. Die

Pizzeria zum Mittag hätten wir wahrscheinlich mit dem Auto

nicht angesteuert. Zu nah an der Straße, zu unscheinbar. Für

hungrige MountainbikerInnen war sie jedoch perfekt. Eine

kleine italienische Oase mit einem freundlichen Inhaberpaar

und einem Plätzchen für unsere Räder im Hof. Bei Syburg

verließen wir mit einem Abstecher zur Hohesyburg das

Ruhrtal gen Norden Richtung Westfalenstadion. So langsam

wurde die Umgebung wieder urbaner. Aber auch hier fanden

sich klasse Abschnitte. So hatten wir das Glück, auch noch

einige gebaute Trails mitzunehmen. An dieser Stelle vielen

Dank an die unbekannten Trailbauer! Die Rückreise gestaltete

sich mit der S-Bahn von Dortmund nach Düsseldorf wieder

sehr entspannt. Kein Verpacken der Räder, kein Umziehen.

Vom Trail durch die Stadt in die Bahn. Ein gelungenes Wochenende

mit Freunden!

SPEKTAKULÄRE AUSSICHTEN UND

EINE ITALIENISCHE OASE

Auch der zweite Tag von Hattingen nach Dortmund hielt so

manch schöne Aussicht über den Harkotsee und entlang der

Ruhrtalsteilhänge auf den Hengstesee für uns bereit. Wie so

oft, wenn man mit dem Rad unterwegs ist, sind es die kleinen

1|2019 DER BERG 13


TOURENBERICHT | RUHRPOTT-CROSS

ROUTE TAG 1

> Von der S-Bahn Haltestelle

Duisburg-Schlenk am Sportpark

Wedau durch den Duisburger

Stadtwald.

> Am Mintarder Ruhrtalhang entlang

über den Steinberg und Pasberg

an Schloss Landsberg vorbei den

Pastoratsberg hinunter weiter nach

Essen-Werden und dort über die Ruhr.

> Durch den Essener Stadtwald, vorbei

an Villa Hügel und der Ruine Isenburg,

bei Essen-Kupferdreh erneut über die

Ruhr.

> Durch den Langhorster Wald weiter

nach Nierenhof, zur Ruine Isenberg

und den Homberg zum ersten

Zwischenstopp nach Hattingen.

Höhenprofil Tag 1

ROUTE TAG 2

> An der Henrichshütte vorbei

nach Blankenstein, südlich ins

Hammertal, über Bommerholz

zur Ruine Hardenstein am

Ruhrufer ins Muttental an der

Zeche Nachtigall vorbei.

> Bei Witten-Bommern geht es

über die Ruhr, von dort über

das Berger Denkmal bis auf

den Harkortberg bei Wetter.

> Weiter zur Hohensyburg und

durch den Stadtforst Dortmund

und den Dortmunder Süden zum

Westfalenstadion und weiter zum

Dortmunder Hauptbahnhof.

Höhenprofil Tag 2

14 DER BERG 1|2019


TOURENBERICHT | RUHRPOTT-CROSS

RUHRPOTT-CROSS INFOS

LÄNGE

In 2 Etappen circa 130 Kilometer mit mehr als

3000 Höhenmeter von Duisburg nach Dortmund

Tag 1: Duisburg – Wedaustadion nach

Hattingen: 66 Kilometer, 1511 Höhenmeter

Tag 2: Hattingen nach Dortmund

Westfalenhalle: 68 Kilometer, 1634 Höhenmeter

TOURENCHARAKTER

Abwechslungsreiche Route durch das südliche

Ruhrgebiet mit vielen Trails, schöner Natur,

abseits von stark befahrenen Straßen.

Auch Freunde anspruchsvoller Singletrail-

Passsagen können sowohl konditionell als

auch fahrerisch auf ihre Kosten kommen.

ÜBERNACHTUNG

in Hattingen/Ruhr. Zimmerverzeichnis

unter: www.hattingen.de

KARTEN/FÜHRER

Freizeitkarte Ruhrgebiet Ost

(ISBN 3-89439-484-6)

und West (ISBN 3-89439-483-8),

Maßstab 1:50.000.

Info-Material zur Route Industriekultur unter:

www.route-industriekultur.de.

EMPFEHLUNGEN

Spaß haben kann man mit jedem geländetauglichen

Rad. Persönlich war ich im

Nachhinein froh, nicht das 29er-Rad mit

Starrgabel, sondern das vollgefederte Rad

genommen zu haben. Insbesondere bei

mehreren Stunden im Sattel kann man mit

dem gefederten Rad (zumindest vorne) die

tollen Trail-Abfahrten richtig genießen.

Obwohl die Zivilisation nicht weit entfernt

ist, sollten Werkzeug und Ersatzschläuche

und ggf. Flicken mit im Gepäck sein.

Fotos:

Michael

Niggemann

1|2019 DER BERG 15


MUSKEL-

KATER-

GARANTIE:

LANGLAUF

FÜR

ANFÄNGER

VON JUSTYNA WASILEWSKA

Schneeschuhwandern, Skifahren, Ski-

touren, aber auch Langlaufen kann unsere

Düsseldorfer Sektion. Der im Januar stattfindende

Langlauf-Anfängerkurs ist schon

fast zur Tradition geworden. Mitmachen

darf jeder, egal ob alt oder jung, ob mit

Erfahrung auf den Brettern oder ohne.

THEORIE MIT PLAYMOBIL-FIGUREN

Auch unsere Gruppe ist bunt gemischt, es gibt Familien, Paare,

ehemalige Sportler und blutige Anfänger, die auf diese Sportdisziplin

einfach neugierig sind. Jeder fängt gleichermaßen

klein an, und zwar mit der Theorie und den Trockenübungen

im Speisesaal des DAV Hochsauerland Hauses, das zu

unserem festen Quartier wird. Die auf den Loipen geltenden

Verkehrsregeln werden mithilfe der Playmobil-Figuren dargestellt,

das Langlauf-Equipment ausführlich erklärt und die

einzelnen Bewegungsabläufe im Zeitraffer aufgezeigt.

KOORDINATION IST DAS A UND O

Wir haben beides auf einmal: Glück und Pech. Auf der einen

Seite ist das Tauwetter in Anmarsch und dazu soll es noch

regnen, auf der anderen Seite wird gerade zum ersten Mal in

dieser Saison der künstlich beschneite Snow Park am Anfang

der Lennetal-Loipe in Schmallenberg-Westfeld eröffnet. Das

unglaublich freundliche und hilfsbereite Personal der Skiausleihe

ist sichtbar überrascht über den großen Andrang am

frühen Morgen. Sowohl Classic als auch Skating Skier können

hier ausgeliehen werden. Der Preis schwankt zwischen 10 und

17 Euro pro Tag (inkl. Schuhe und Stöcke).

Das abwechslungsreiche Areal des Snow Parks ist ein perfektes

Übungsgelände mit flachen Ebenen, kleinen Anstiegen,

180-Grad-Kurven und moderaten Abfahrten. Aber bevor es

auf die Loipe geht, stehen uns zahlreiche Übungen bevor, mit

denen wir die korrekte Abstoß- und Abrollbewegung perfektionieren.

Mal mit Stöcken, mal ohne Stöcke – Koordination ist

das A und O beim Langlauf. Wir lernen den Diagonal-, Grätenund

Halbgrätenschritt sowie die Doppelstockschub-Technik.

Die Fortschritte in Classic erzielt man relativ schnell, wobei

wir uns sagen lassen, dass es auf die Feinheiten ankommt.

Und tatsächlich können wir unserem Trainer Marko Frömgen

weder im Tempo noch in der Eleganz das Wasser reichen …

SKATING: LUFT NACH OBEN

Deutlich anspruchsvoller, sowohl technisch als auch konditionell,

ist das Skating. Auch wenn die Skating-Schuhe und

-Skier stabiler sind, sind die einzelnen Bewegungsabläufe

viel komplexer und verlangen einem ein hohes Maß an

Koordination ab. Sicherlich haben die erfahrenen Eisläufer

16 DER BERG 1|2019


TOURENBERICHT | RUHRPOTT-CROSS

und Skifahrer einen Vorteil, aber leicht fiel das Skaten

keinem von uns. Spätestens wenn man sich die Profiathleten

auf der Loipe anschaut, sieht man, wie viel Luft nach oben

ist. Zum Glück bietet die an den Snow Park angrenzende

Skihütte Westfeld mit ihrem kulinarischen Angebot einen

gewissen Trost und einen trocknen, warmen Platz zum

Ausruhen zwischen den Runden. Und da der Kalorienumsatz

beim Langlaufen sehr hoch ist (600 bis 700 kcal pro Stunde),

gönnen wir uns einen hausgemachten Kuchen. Ein bisschen

Spaß darf sein.

„Beim Langlaufen werden

95 Prozent unserer

Muskeln bewegt.”

Ich habe vor dem Kurs gelesen, dass beim Langlaufen 95 Prozent

unserer Muskeln bewegt werden und dass diese Sportart

eine der gesündesten überhaupt ist: gelenkschonend, an

der frischen Luft, man übt die Ausdauer und verbessert die

Kondition et cetera. Nach dem Kurs, auch wenn mit unglaublichem

Muskelkater, kann ich dies nur bestätigen.

Das Langlaufen macht fit, körperlich und geistig, und hat

einen großen Suchtfaktor!

Fotos: Justyna Wasilewska

S C H M A L L E N B E R G

Snow-Park

Westfeld

Hörnberg

Lennetal-Loipe

Langewiese

Winterberg

Neuastenberg

1|2019 DER BERG 17


Fotos: Volker Görtz

18 DER BERG 1|2019


ÖTZTALER ALPEN

Nauders

Vernagthütte

Weißseespitze

Fluchtkogel

Melag

Brandenburgerhaus

Weißkugelhütte

Dahmannspitze

Hintereisspitze

Weißkugel Fineilspitze

Obergurgel

Meran

DIE WEISSKUGEL RUFT

VON VOLKER GÖTZ

Den Ruf nach Besteigung der Weißkugel in den westlichen Ötztaler

Alpen habe ich schon in jungen Jahren vernommen. Fasziniert und

motiviert von den Schilderungen in Sepp Schnürers Tourenbuch

„Hohe Route – Ostalpen“ durfte ich dann in den letzten Jahrzehnten

die Aussicht von vielen Hochtourenzielen genießen. Natürlich waren

auch Gipfel in den Ötztaler Alpen, wie die Wildspitze, die Hintere

Schwärze oder der Similaun dabei. Aber ein Ziel fehlte noch in

meiner Sammlung, ebenso auch bei meinem Tourenpartner Michael

Scholten: die Weißkugel, die den eigentlichen Scheitel der Gruppe

bildet und als südwestlicher Eckpfeiler alle Nachbarn hoch überragt.

Ebenbürtige Berge finden sich erst über das Etschtal hinweg in der

Ortler-Gruppe oder weiter westlich in der Bernina.

1|2019 DER BERG 19


TOURENBERICHT | WEISSKUGEL

NASSER START:

SCHMIED (3122 METER) – WEISSKUGELHÜTTE

Bei meiner Ankunft am Vorabend der Tour Ende Juni 2018 sind

die Berge um Nauders in dichte Wolken gehüllt und es regnet.

Michael war schon fast zwei Wochen in der Region und hatte

bereits tolle Touren bei bestem Wetter, den Stilfser-Joch-

Marathon und eine Woche später den Dreiländer-Giro mit

dem Rad absolviert und war entsprechend gut akklimatisiert.

Nach einer Übernachtung in der Zivilisation fuhren wir mit

dem Wagen ins nahe, von Graun am Reschensee abgehende

Langtauferer Tal nach Melag, um dort zu parken und die

schweren Rucksäcke zu schultern. Auf dem Weg zur

Weißkugelhütte besserte sich das Wetter langsam. Auf der

Hütte empfingen uns Aira und Stefan, die Hüttenwirte, und

servierten uns erst einmal eine Suppe zur Stärkung. Am

Nachmittag wanderten wir dann über einen Blockgrat hinauf

auf den Schmied – durch den Neuschnee im oberen Bereich

und das Spiel der Wolken eine prima Eingehtour. Die alte

Hütte mit echtem Schutzhauscharakter bot uns dann Unterschlupf

für eine kurze Nacht.

Der Blick von der Weisskogelhütte auf den

Langtauferer Ferner 1917 und 2018

ENTSCHLOSSEN:

WEISSKUGEL (3739 METER) – BELLA VISTA

Die guten Wetteraussichten führten zur Entscheidung, gleich

zu Anfang unserer Tour die Weißkugel in Angriff zu nehmen.

Auf dem langen Weg von der Hütte über den Langtauferer

Ferner hinauf zum Weißkugeljoch begünstigte die noch

vorhandene Schneelage ein sicheres Begehen der sicherlich

vorhandenen Spalten. Dann wurde es spannend – zusammen

mit einer niederländischen Seilschaft durchstiegen wir die

bis 45 Grad steile, mit Trittfirn veredelte Nordostflanke der

Weißkugel und gelangten final über einen überwächteten

Grat direkt auf den Gipfel. Ein paar Wochen später wäre dies

mangels Eis kaum mehr möglich gewesen. Vorsichtig ging

es von der höchsten Grenzschneide beider Tirols über den

Normalweg ausgesetzt durch die Gipfelfelsen und weitere

steile Firnflanken Richtung Süden zum Hintereisjoch, wo sich

eine sehenswerte Windlucke befindet und uns den Weg auf

den sonnengefluteten Hintereisferner freigab. Weiter gingen

wir über den oberen Panzer der immer noch imposant

großen Gletscherfläche hinüber zum Teufelsegg. Der Name

kommt nicht von ungefähr: Die anfänglichen Steigspuren, die

später in einen Pfad hinüber zum Hochjoch mit dem Gasthaus

„Schöne Aussicht” führten, verlangten uns konditionell

einiges ab. Als Belohnung gab es dann vor der gut ausgebauten

Hütte einen Saunagang im Holzfass – immerhin auf 2842

Metern Höhe und mit tollem Blick auf die Bergwelt – und

dann noch einen Aperol Spritz, Traubensaft aus dem Holzfass

und ein leckeres Menü zur Feier des Traumgipfeltages.

SPONTAN:

FINEILSPITZE (3516 METER) – SIMILAUNHÜTTE

Noch am Vortag hatten wir uns spontan für den Weiterweg

zur Similaunhütte entschieden, vorangetrieben durch Michael,

der dort einen Fernseher erhoffte – ein Gruppenspiel der

Fußball-Nationalmannschaft stand an. Der Weg hinüber zum

Hauslabjoch führte zuerst über den schuttbedeckten unteren

Hochjochferner, vorbei an sehenswerten Gletscherseen.

Vom Joch ging es dann über den steilen und ausgesetzten

Nordostgrat zum Gipfel der Fineilspitze. Noch vor gut 30

Jahren, als ich damals die Nordflanke durchstieg, gab es

noch richtig Eis in der Wand und Firn auf dem Grat – heute

ist beides schon Ende Juni Mangelware. Vorbei an der Ötzi-

Fund-stelle führte später ein Steig zur renovierten Similaunhütte

am Niederjoch. Einen Fernseher gab es dort nicht. Die

Hütte war fast voll besetzt, die Wirte aber herzlich und als

Hochtourer bekamen wir auch das beste Zimmer im Haus, das

einen wichtigen Stützpunkt am E5 darstellt und entsprechend

von Wanderscharen frequentiert wird.

GIPFEL VERSCHLOSSEN:

HOCHJOCH HOSPIZ – VERNAGTHÜTTE

Es war eigentlich der Similaun angesagt, aber das Wetter

spielte leider nicht mehr mit. Über Nacht war es zugezogen

20 DER BERG 1|2019


TOURENBERICHT | WEISSKUGEL

und es stürmte. Aus dem Ziel Similaun wurde kurzzeitig das

Ziel Saykogel, dessen Aufstiegsweg wir knapp verfehlten

und so plötzlich im leichten Schneetreiben wieder am

Hauslabjoch standen. So etwas passiert also Flachlandtirolern

bei schlechter Sicht und auf neu markierten Pfaden,

die in der Karte fehlten. Nun stiegen wir erst einmal 1000 Meter

tief bergab ins Rofental, zuerst über den östlichen Hochjochferner,

dann über Moränen und viel Stein hinunter zur Ache.

Schnell waren wir über eine Hängebrücke unterhalb des

Hochjoch Hospiz. In der Hütte wärmten wir uns erst einmal

auf, bevor wir im leichten Nieselregen dem schönen Höhenweg

zur gastlichen Vernagthütte folgten.

GIPFEL SAMMELN:

FLUCHTKOGEL (3500 METER) – HINTEREISSPITZEN

(3451M/3486 METER) – DAHMANNSPITZE (3401 METER)

– BRANDENBURGER HAUS

Am nächsten Tag strahlte die Sonne wieder, und über

Moränen und die Reste des Guslarferners machten wir uns

auf den Weg Richtung Fluchtkogel. Am Guslarjoch tat sich

dann nach Westen hin eine riesige Eisfläche mit dem

Kesselwandferner, übergehend in Gepatschferner, auf. Noch

ein paar Meter hinauf über Firn und wir standen auf dem

Fluchtkogel. Nach längerem Genuss der grandiosen Aussicht

über die arktisch wirkenden Eismassen ging es hinüber zum

Brandenberger Haus. Mit einem Bier in der Hand genossen

wir dann die nächste Pause auf der Sonnenterrasse der alten

Hütte. Trotz immer sulzig werdenderem Schnee zog es uns

hinüber zur mittleren und hinteren Hintereisspitze. Von dort

hatten wir dann einen tollen Blick auf die Weißkugel und den

mächtigen Hintereisferner. Nach der Rückkehr zum hohen,

fest aus Stein gebauten Haus am Fuße der nahen Dahmannspitze

folgten wir den vielen Steinmännchen hinauf auf den

Gipfel. Das Wolkenspiel über den weiten Gletscherflächen

bescherte diesem tollen Tourentag einen würdigen Ausklang.

Die neue Hüttenwirtin Sophie versorgt dort die Bergsteiger

mit leckeren Speisen in dieser rauen weißen Welt.

GLETSCHER GENIESSEN:

WEISSSEESPITZE (3510 METER) – MELAG

Nun stand nur noch der eisige und steinige Rückweg nach

Melag an. Bei wieder tollstem Wetter genossen wir den

langen Weg in weitem Bogen über die leicht angefrorene

Firnfläche hinauf zur Weißseespitze. Von dort tat sich wieder

ein grandioser 360-Grad-Blick auf, dominiert durch „unsere“

Weißkugel. Der Abstieg wurde durch den aufweichenden Firn

und die komplizierte Wegsuche erschwert. Nachdem wir den

Einstieg des „Richterweges“ zur Weißkugelhütte endlich gefunden

und einige seilgesicherte Passagen gemeistert hatten,

stellten uns noch mehrere, mit Eis gefüllte Schuttrinnen auf

die Probe. Nur mit Pickel und Steigeisen war die Querung

sicher möglich. Glücklich erreichten wir die Hütte und genossen

mit Stefan einen tollen Marillenbrand. Entspannt stiegen

wir, Hänge voller blühender Alpenrosen durchquerend, weiter

ins Tal ab und mussten beim Anblick von Balkonen voller

Ziegen herzhaft lachen.

TIPP

Wer noch wirklich mächtige Gletscher in den Ostalpen

erleben möchte, ist in den westlichen Ötztaler

Alpen gut aufgehoben. Besonders empfehlenswert ist

dabei das Brandenburger Haus mit seiner leichten

3000er Umrahmung. Bergtaugliche Wanderer sollten

unbedingt die Weißkugelhütte besuchen und als

nahen Gipfel den Schmied ersteigen, es lohnt sich.

Ende Juni wäre es wieder soweit.

Fotos: Volker Götz

1|2019 DER BERG 21


TOURENBERICHT | KLEINWALSERTAL

ALLGÄU

UND KLEIN-

WALSERTAL:

EIN SKITOUREN-

ABENTEUER IN

TRAUMHAFTER

WINTERKULISSE

VON JÖRN SCHILCHER

DEUTSCHLAND/

ALLGÄU

Obersdorf

Riezlern

Hählekopf

Auenhütte

Hirschegg

Steinmandl

Ochsenhofer Scharte

Schwarzwasserhütte

Baad

Mittelberg

KLEINWALSERTAL

Gamsfuß

ÖSTERREICH

22 DER BERG 1|2019


Schnee, Schnee, Schnee! Bei unserer Ankunft in

Oberstdorf begrüßt uns der Allgäuer Hauptkamm mit

tief verschneiten Bergen. Fast könnte man meinen,

man wäre nicht in Deutschland, sondern in Kanada

oder Alaska, so tief verschneit sind die steilen Hänge

der Allgäuer Alpen. Auch diejenigen von uns, die diese

Region im Winter häufig besuchen, können sich kaum

daran erinnern, jemals derartige Schneemassen gesehen

zu haben. Obwohl wir zu sechst ein Apartment in

Oberstdorf gemietet haben, werden unsere Touren in

den nächsten Tagen vor allem im naheliegenden Kleinwalsertal

stattfinden.

ERSTE REGEL: VORSICHT!

Der erste Tag begrüßt uns noch mit Schneefall, starkem Wind

und Nebel, sodass wir unseren ersten Gipfel, den Hählekopf,

nicht erreichen können. Zudem ist das Lawinenrisiko noch

mit „Erheblich“ klassifiziert. Wir gehen deshalb nur bis zur

Schwarzwasserhütte und nach einer kleinen Jause wieder

bergab Richtung Ifenbahn und Auenhütte. An der Almhütte

Melköde nutzen wir noch die Zeit für ein erstes LVS-Training.

Der nächste Tag begrüßt uns dann mit Sonnenschein. Haben

uns gestern schon bei schlechter Sicht die tief verschneiten

Berge beeindruckt, so sind wir nun fast sprachlos angesichts

dieser überwältigenden Bergkulisse. Beim Aufstieg zu unserem

Tourenziel, dem Gamsfuß, ist von den Teilnehmern

unserer Gemeinschaftstour immer wieder ein „Ah“ und „Oh“

ob der schönen Aussicht zu hören. Aber nach wie vor gilt es,

Vorsicht walten zu lassen, da das Lawinenrisiko immer noch

erheblich ist. Regelmäßig überprüfen wir die Hänge und hinterfragen

unsere Spuranlage. Vom Gamsfuß haben wir dann

eine fantastische Aussicht bis hinüber in die Schweizer Alpen.

IMMER WIEDER FANTASTISCHE AUSSICHT

Am dritten Tag nehmen wir uns dann gemeinsam den nächsten

Gipfel Toreck vor. Ein schöner Berg, der auch von Einheimischen

gerne bestiegen wird, was wir auch sofort merken,

denn im Gegensatz zu den ersten beiden Tagen sind nun doch

häufiger auch andere Skitourengeher anzutreffen. Da der Berg

eher unschwierig ist und die Lawinenlage sich langsam etwas

entspannt, genießen wir die Tour in vollen Zügen und machen

auf dem Gipfelrücken eine lange Rast in der schon wärmenden

Februarsonne. Die Abfahrt ist schnell gemacht und bei

den guten Schneeverhältnissen ein Genuss. Es bleibt am Ende

noch Zeit für eine sonnige Nachmittagsrast in Riezlern.

Für den vierten und fünften Tag haben wir uns spontan entschlossen,

eine Übernachtung auf der Schwarzwasserhütte in

unsere Tourenwoche einzubauen. Wir fahren mit dem Bus in

den letzten Winkel des Kleinwalsertals, nach Baad, und steigen

von dort durch bewaldetes Gebiet Richtung Ochsenhofer

Scharte steil bergan. Unterwegs sichten wir noch ein paar

Gämsen, die uns neugierig beobachten, zudem finden wir

vielfältige Tierspuren, insbesondere vom Schneehasen, der

sich vor uns aber gut verborgen hält. Kurz vor der Ochsenhofer

Scharte machen wir eine Rast und können unser nächstes

Ziel, das sonnenbeschienene Grünhorn bestaunen. Nach

einem kurzen und etwas steileren Gipfelanstieg stehen wir am

Gipfelkreuz und bewundern erneut die fabelhafte Aussicht.

Die Abfahrt ist spektakulär, bietet uns doch der Westhang

noch tiefen und feinsten Pulverschnee. Über die Ochsenhofer

Scharte geht es dann steil hinunter zur Schwarzwasserhütte.

Hier nehmen wir uns noch die Zeit für ein weiteres intensives

LVS-Training, die Bedingungen sind dafür einfach zu ideal.

Nach einem zünftigen Abendbrot fallen wir dann alle todmüde

in unsere Betten und freuen uns auf den nächsten Tag.

WIR KOMMEN WIEDER!

Beim Aufstehen zeigt sich jedoch, dass die Wetterprognose

Recht hatte und wir unter den Einfluss eines Zwischentiefs

geraten. Es ist grau in grau und die Sicht diffus. Wir gehen

Richtung Hählekopf und über den Gerachsattel in Richtung

Falzerkopf. Nach einem längeren, steileren Anstieg erreichen

wir den Gipfel ohne Probleme und treffen dort auf eine Skitourengruppe

aus der Schweiz, mit denen wir uns noch kurz

austauschen. Die Schweizer entscheiden sich zur Umkehr, da

die geplante Abfahrt zum Neuhornbachhaus durch feinsten

Bruchharsch führt. Da wir allerdings eine Rundtour geplant

haben, müssen wir uns dieser Herausforderung stellen und

kämpfen uns vorsichtig und mühsam bergab. Auf der bewirtschafteten

Hütte gönnen wir uns eine kurze Rast und weiter

geht es dann in Richtung Steinmandl. Aufgrund der schlechten

Sichtverhältnisse ist die Orientierung zum Teil nicht

einfach, wir können es aber ohne Probleme meistern.

1|2019 DER BERG 23


TOURENBERICHT | KLEINWALSERTAL

Auf dem Steinmandl bläst uns der Wind straff entgegen, sodass

wir uns beieilen, die Ski schnell umzurüsten, um dann

bergab zu fahren. Wir nehmen für die Abfahrt die steile Nordwestflanke,

in der Hoffnung auf etwas bessere Schneeverhältnisse,

die sich auch erfüllt. Ab der Schwarzwasserhütte geht

es dann wieder Richtung Auenhütte, wir wählen diesmal allerdings

eine Alternative zum Normalabstieg und queren weit

oberhalb, um dann später auf den Normalweg abzufahren.

Nun kommt auch schon der letzte Tag, für den wir uns die anspruchsvollste

Tour vorgenommen haben: das Gamshorn im

Tannheimer Tal. Der Tag begrüßt uns wieder mit herrlichstem

Sonnenschein, beim Aufstieg über die schattigen Nordhänge

haben wir allerdings nichts davon. Zudem fällt von den

Bergkämmen ein starker Fallwind zu uns hinab, der uns trotz

des Anstiegs frösteln lässt. Der Gipfelaufstieg ist steil, die

Spur muss zum Teil selbst gelegt werden. Vor dem Gipfelgrat

machen wir dann ein Skidepot und gehen langsam über den

luftigen Grat Richtung Gipfelkreuz. Obwohl es kalt ist, genießen

wir das überwältigende Bergpanaroma, bevor wir die

steile Abfahrt zurück ins Tal nehmen. Beim abschließenden

Abendessen im Jagdhaus Prinz Luitpold genießen wir nicht

nur das gute Essen, sondern lassen auch diese wunderschöne

Woche noch einmal Revue passieren.

Am darauffolgenden Tag hat es niemand eilig mit dem

Packen, denn eigentlich möchte keiner wirklich nach Hause

fahren. Allgäu und Kleinwalsertal, wir kommen wieder!!!

24 DER BERG 1|2019


Fotos: Jörn Schilcher

1|2019 DER BERG 25


AUF SCHNEE-

SCHUHEN DURCH

DAS ALLGÄU

VON MARKUS MASIOREK UND SASKIA SEEGER

Am 09.02.2019 reiste eine illustre Gesellschaft

ins beschauliche Schweineberg/Ofterschwang.

Treffpunkt war ein gemütliches Alpenhotel, das

Genuss pur versprach.

Foto: Hildegard Hansen

Foto: Saskia Seeger

MIT „PADDEL“ DURCH DEN SCHNEE

Für den ersten Tag war mäßiges Wetter zu erwarten und

eine Einführungsrunde ab der Unterkunft wurde in Aussicht

gestellt. Am Sonntag trafen wir uns nach dem Frühstück und

legten die Schneeschuhe das erste Mal an. Auch wenn einige

schon „Wiederholungstäter“ waren, sind die Einstellung und

das Anlegen der „Paddel“, wie wir sie liebevoll getauft hatten,

doch zunächst immer etwas frickelig. Gegenseitig halfen wir

uns und fanden so einen Einstieg in die Tour. Die beiden

Guides, Wiebke und Heiko, standen natürlich für unsere

Fragen zur Verfügung und gaben gewohnt kompetent Tipps

zu weiterer Ausrüstung und Vorbereitungen. Nach dem obligatorischen

Check der LVS-Geräte marschierten wir also los.

Aufgrund der gegebenen Lawinensituation, die im Laufe der

Woche auf uns zukommen würde, waren mehrere LVS-Übungen

angesetzt. Schließlich sollte die Gruppe in der Lage sein,

einen gegebenenfalls verschütteten Kameraden schnellstmöglich

zu retten. Im Laufe des Tages, in dem die Übungen

zum „Ritual“ mutierten und an verschiedenen Örtlichkeiten

immer wieder abgehalten wurden, verbesserte sich unsere

„Performance“ deutlich.

Wir brachten zwischen den „Ritualen“ auch noch eine Runde

um die Wittelsbacher Höhe zustande. Die insgesamt schöne

Wanderung summierte sich am Ende auf etwa 6,5 Kilometer

mit circa 200 Höhenmeter. Durch die Unterbrechungen wegen

der „Rituale“ und entsprechender Manöverkritik waren wir

recht lange unterwegs und freuten uns auf das Kuchenbuffet

und den Kaffee, welche in der gebuchten Wellnesspauschale

inkludiert waren. So trafen sich die Mitstreiter nach der Tour

im Hotelrestaurant und reflektierten die ersten Schritte auf

den ungewohnten Schneeschuhen.

Leider hatten sich zwei Kameradinnen auf dieser ersten

Tour verletzt. Sie beendeten zwar tapfer die Runde mit den

anderen, nach und nach kristallisierte sich dennoch heraus,

dass sie wohl leider keine weiteren Schneeschuhtouren mit

uns werden gehen können. Die beiden blieben zwar noch

einige Tage, entschlossen sich dann aber doch, frühzeitig

den Heimweg in Angriff zu nehmen.

26 DER BERG 1|2019


TOURENBERICHT | ALLGÄU

KAISERWETTER UND FRÜHLINGSHAFTE

TEMPERATUREN

Für die restliche Truppe ging es am Folgetag wieder hinaus

ins Allgäuer Land. Es war Neuschnee vorhergesagt und daher

die Planung erschwert. Aber unsere unermüdlichen Guides

ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und führten uns

im eher flachen Gelände zwischen Kranzegg und Wertach

unterhalb des Grünten durchs verschneite weglose Gelände.

Wieder hatten wir ein tolles Erlebnis in der Natur! Nach circa

6,5 Kilometer Strecke und etwa 150 Höhenmeter freuten wir

uns wieder auf einen gemütlichen Plausch bei Kaffee und

Kuchen.

Für den Dienstag war ruhigeres Wetter zu erwarten und wir

begaben uns daher wieder mit zwei Fahrzeugen zu einem

Wanderparkplatz. Der Ausgangspunkt befand sich zwischen

den Ortschaften Hinang und Altstätten. Ziel war die „Sonnenklause“.

Zunächst stellten wir uns für den Check der Lawinen-

Piepser in einer Gruppe auf. Hilde war wohl in Gedanken versunken

und fragte: „Warum stehen wir hier? Macht da einer

ein Foto?“ Das Gelächter war groß und fortan wurde der Check

einhellig als „Fotosession“ bezeichnet! In äußerst fröhlicher

Stimmung nahmen wir bei recht angenehmem Wetter die

Strecke zum Restaurant und Berghotel „Sonnenklause” unter

die Paddel. Gut gestärkt ging es auf den weiteren Weg. Dieser

führte auch zum Highlight des Tages, dem Hinanger Wasserfall.

Die Eiszapfen waren Winter Wonderland pur und ein

absoluter Augenschmaus. Danke für den tollen Abstecher!!

Nach circa 5,5 Kilometer und circa 300 Höhenmeter kamen

wir wieder bei den Autos an.

Ab Mittwoch verwöhnte uns das Allgäu dann mit Kaiserwetter.

Es gab Sonne satt und ein blauer, fast wolkenloser Himmel

spannte sich über uns und die Allgäuer Alpen. Die nächsten

beiden Tage führten uns rund um Grasgehren und das Riedberger

Horn und zur Hörner-Panorama-Tour. Das Panorama,

das wir uns mit unseren Aufstiegen zu den Gipfeln erarbeiteten,

entschädigte uns mehr als genug für die vergossenen

Schweißtropfen. Sonne pur, frühlinghafte Temperaturen, in

der Natur und dem Schnee unterwegs – was will man mehr –

a Traum.

Da nach der täglichen Betätigung an frischer Luft allgemein

die Kräfte etwas nachließen, wurde am letzten Tag der Mittag

für eine kleine und feine Abschlusstour auserkoren. Da der

Aufstieg, an Pisten entlang, sicher wenig Spaß machen

würde, entschlossen wir uns für die Auffahrt mit dem Lift

und eine tolle Rundtour in der Höhe. Ein gelungener Abschluss

einer wahren Traumwoche! Zurück im Hotel blieb

dann noch reichlich Zeit um das Gepäck für den folgenden

Abreisetag vorzubereiten, die Sauna des Hotels zu besuchen,

gegebenenfalls eine Massage zu erhalten, die nahegelegene

Sennerei aufzusuchen, um ein leckeres Mitbringsel zu ergattern

und was noch so an individuellen Dingen anstand.

Das leckere Abendessen mit den schon obligatorischen vier

Gängen, durften wir ein letztes Mal genießen. Stets entzückte

uns der Koch mit seinen überraschenden Kreationen aus

qualitativ hochwertigen Zutaten in teilweise ungewöhnlichen

aber stets delikaten Kombinationen.

In der gelösten und lustigen Atmosphäre, die uns schon über

die gesamte Woche unserer gemeinsamen Zeit begleitete,

ließen wir den Abend ausklingen. Schweren Herzens verabschiedeten

sich die verbliebenen Mitglieder der Reisegesellschaft

am Samstag voneinander und hoffen, sich bei anderen

Gelegenheiten mal wieder zu sehen.

Schön war es im Allgäu. Wir konnten die herrliche Landschaft

auf den Schneeschuhen erkunden und eine anstrengende,

aber auch erholsame Zeit im Kreise Gleichgesinnter verleben.

Hoffentlich wird es eine Wiederholung geben, ob am gleichen

Ort oder in anderer Umgebung spielt keine Rolle, denn die

Tourenleitung wird immer eine gute Runde für uns ausarbeiten

und uns sicher ans Ziel bringen.

Vielen Dank für eine klasse Planung, viele hilfreiche Tipps und

unermüdliche Geduld an unsere Guides – Wiebke und Heiko

– von Andrea, Saskia, Hilde und Barbara (mit Hauself Horst)

und Markus.

Foto:

Hildegard

Hansen

1|2019 Foto: DER Hildegard BERG Hansen 27


28 DER BERG 1|2019


TOURENBERICHT | MAROKKO

INSCHALLAH –

ODER DIE SICHT

EINES MULIS:

BERGTOUR IM

MAROKKANI-

SCHEN ATLAS-

GEBIRGE

VON ALEXANDRA SCHÜTZE

Im Atlasgebirge vermissten wir zwar den Komfort

der Alpenvereinshütten – dennoch hatten wir eine

tolle, eindrucksvolle Tour mit vielen Überraschungen!

Erstmals bot die Sektion Düsseldorf eine Tour

in Marokko an – mit der Möglichkeit der Besteigung

des Jbel Toubkal, dem mit 4167 Metern höchsten

Berg Nordafrikas als Höhepunkt der Tour. Vier

Teilnehmer sowie der Tourenleiter stellten sich

der Herausforderung.

Rabat

G E

Agadir

Marrakesch

A T

L A

S G

Toupkal

E B

I R

M A R O K K O

1|2019 DER BERG 29


Unterkünften jedoch stetig ab. Dafür sind die Übernachtungskosten

mit 16 bis 23 Euro für Übernachtung mit Halbpension

verhältnismäßig günstig. Das Frühstück bestand aus Fladenbrot

mit mehreren Brotaufstrichen (Marmelade, Butter,

Schmelzkäse, Schokoladencreme) sowie Tee und Wasser und

das Abendessen meist aus einer traditionellen Gemüsesuppe,

gefolgt von einer frisch zubereitete Tajine mit Hühnchen,

Kartoffeln und Gemüse sowie Obst – mit Ausnahme der Hütte

am Fuße des Toubkal, die mit einem kulinarischen „Genuss“

aus trockenen Spaghetti, garniert mit kalten Pommes aufwartete.

Der Weckdienst am nächsten Morgen erfolgte jeweils

gegen 5.30 Uhr durch den örtlichen Muezzin.

GESTRANDETES GEPÄCK

Den ersten Schreck gab es gleich bei der Ankunft am Flughafen

Marrakesch – das Gepäck einiger Teilnehmer war

beim Zwischenstopp in Madrid geblieben und traf erst am

nächsten Tag in Marrakesch ein. Zudem konnte es nach

Auskunft des Flughafens nicht an die Unterkunft nachgeschickt

werden, sondern wir mussten es persönlich abholen.

Ein Direktflug kann also nur empfohlen werden. Eine weitere

landesrechtliche Besonderheit ist das Verbot der Ein- und

Ausfuhr der Landeswährung Dirham – diese kann jedoch

problemlos am Flughafen an Wechselschaltern zu einem

fairen Umrechnungskurs eingetauscht werden. Die Erfahrung

zeigte zudem, dass Euro eigentlich fast überall ein willkommenes

Zahlungsmittel sind! Ein Visum ist für Angehörige der

EU zwar nicht erforderlich – ein Reisepass ist ausreichend –

jedoch muss bei Ein- und Ausreise am Flughafen ein Formular

ausgefüllt werden, das auch Angaben zur Unterkunft und

Dauer des Aufenthalts macht.

UNSER STÄNDIGER BEGLEITER: „BERBER WHISKEY“

Von Marrakesch aus fuhren wir mit dem schon von Deutschland

aus gebuchten Taxi nach Imlil (1750 Meter), dem Bergsteigerdorf

im Hohen Atlas – unser Startort. Zwar waren die

Fahrtkosten verglichen mit Deutschland günstig, wie sich

jedoch herausstellen sollte, ist es auf Nachfrage vor Ort

möglich, diese noch zu halbieren. Es empfiehlt sich insgesamt,

innerhalb des Landes entweder ein Taxi oder aber

den öffentlichen Bus zu nutzen – es gibt zahlreiche Polizeikontrollen

in Marokko, bei denen unserem Eindruck nach

zugelassene Taxen und Busse einfach durchgewunken

werden, Privatfahrzeuge hingegen nicht.

Angekommen in unserer ersten Unterkunft in Imlil, dem

”Imlil Refuge”, gab es im liebevoll eingerichteten Aufenthaltsraum

zur Begrüßung einen „Berber Whiskey“ – stark gesüßten

grünen Minztee. Dieser Tee wurde während der restlichen

Reise zu unserem ständigen Begleiter – auf jeder Hütte, in

jedem Restaurant – und unterwegs in jeder Thermoskanne!

Die Unterkunft war einfach, entsprach jedoch noch am

ehesten europäischen Standards. Der Standard – gerade was

die Sanitäreinrichtungen betraf – nahm in den folgenden

VORBEI AN WASSERFÄLLEN UND MIT STEIGEISEN

DURCH DEN SCHNEE

Am nächsten Tag ging es zur Akklimatisierung von Imlil (1700

Meter) durch das Nachbardorf Aroumd und eine einsame,

rötliche, von Büschen und niedrigen Bäumen geprägte Berglandschaft

über den Tizi (Pass) Tzikert (2930 Meter) zur Hütte

Azib Tamsoult (2250 Meter). Die Hütte war – obwohl erst vier

Jahre alt – sehr einfach eingerichtet. Der obligatorische Tee

jedoch und die gute Betreuung durch die Hüttenbetreiber

machten vieles wieder wett.

Von dort wanderten wir am nächsten Tag vorbei an den

beeindruckenden Wasserfällen Cascades d’Irhoulidene zum

Tizi Aguelzim (3451 Meter). Überraschenderweise trafen wir

am höchsten Punkt des Passes auf einen Einheimischen, der

dort Cola und Fanta zur Erfrischung anbot. Nach einem kurzen

Abstecher zum ersten Gipfel der Tour, dem Aguelzim Sommet

du Nord (3547 Meter), führte der Abstieg mit grandioser Aussicht

auf die 4000er Gipfel des Hohen Atlas zur Hütte Refuge

du Toubkal Les Muflons (3207 Meter).

Im Dunkeln mit Stirnlampe starteten wir am nächsten Tag

über den Normalweg auf der Westseite zum Gipfel, den wir

nach rund dreieinhalb Stunden bei blauem Himmel und

famoser Sicht erreichten. Der Aufstieg ist technisch eher

einfach; aufgrund der Schneeverhältnisse (rund 30 Zentimeter

Schnee ab circa 3600 Metern) war es jedoch sehr hilfreich,

nach ungefähr der Hälfte des Aufstiegs die Steigeisen anzuziehen.

Diese können bei Bedarf sowohl auf der Toubkal-

Hütte als auch in Imlil ausgeliehen werden. Nach insgesamt

sechs Stunden erreichten wir wieder die Hütte.

WARME KLEIDUNG HILFT!

Der angekündigte Wetterumschwung, der Wind, Kälte und vor

allem reichlich Neuschnee bis auf eine Höhe von 3000 Meter

bringen sollte, machte sich langsam bemerkbar, sodass wir

beschlossen, den letzten Tourentag, der eigentlich eine

Option auf zwei weitere 4000er Gipfel beinhaltete (Ras, 4083

Meter und Timesquida, 4089 Meter) zu streichen und am

selben Tag nach Imlil abzusteigen. Während des Abstiegs

durch das Mizane-Tal – vorbei am Pilgerort Sidi Chamharouch

mit dem heiligen weißen Felsen – setzte der angekündigte

30 DER BERG 1|2019


TOURENBERICHT | MAROKKO

Regen ein, sodass wir froh waren, am späten Nachmittag

nach weiteren 1500 Meter Abstieg in Imlil wieder an unserem

Ausgangshütte anzukommen und mit einem „Berber Whiskey“

empfangen zu werden.

Die Gehzeiten betrugen an den ersten beiden Tagen rund

siebeneinhalb bis acht Stunden mit Pausen; am dritten Tag

zehneinhalb Stunden. Während es während der ersten beiden

Tage tagsüber noch angenehm warm war, sodass wir keine

Jacken brauchten, wurde es abends und nachts ziemlich

kalt (Temperaturen im unteren einstelligen Bereich). Warme

Kleidung (Daunenjacke, Fleece) war hier wichtig! Auch ein

„richtiger“ Schlafsack (kein Hüttenschlafsack) erwies sich als

nützlich, zumal die beiden letzten Hütten Decken nur auf

Nachfrage zur Verfügung stellten und insbesondere die Hütte

auf 3200 Meter vollkommen unbeheizt war. Im Unterschied

zu einer Hüttentour in den Alpen ist es aufgrund der langen

Gehzeiten wichtig, ausreichend Proviant mitzunehmen, da es

in der Regel keine Möglichkeit einer Einkehr auf der Route

gibt. Ein weiterer wesentlicher Unterschied ist die fehlende

Beschilderung der Wege. Dies ist dem Umstand geschuldet,

dass es sich bei den von uns begangenen Wegen eigentlich

nicht um Wanderwege handelte, sondern um Muli-Transportwege

der Einheimischen, auf denen sie von einem Tal beziehungsweise

einem Dorf zum anderen gelangen. Eine gute

Wanderkarte ist daher unverzichtbar! Zudem sollte man sich

darauf einstellen, dass zum Teil auch ein reger Muliverkehr

stattfindet, da dies – auch in den Dörfern – immer noch das

häufigste Transportmittel ist. Man kann das Gepäck (gegen

Bezahlung) auf einem Muli zum Zielort – oder auch nur einen

Teil des Weges – transportieren lassen, was unter Umständen

eine willkommene Entlastung darstellen kann!

Zum Abschluss bietet sich an, Marrakesch zu erkunden – in

einem der unzähligen, sehr zentral gelegenen günstigen

Hostels (Übernachtung mit Frühstück für circa 6 Euro) und

die Souks in der Medina, den zentralen Platz Djemaa el Fna

mit Schlangenbeschwörern, unzähligen Essensständen und

weiteren Angeboten oder eine der vielen Sehenswürdigkeiten

(alte Paläste und Stadtvillen, Gärten, Museen) zu entdecken.

Als Fazit bleibt zu sagen: eine tolle, abwechslungsreiche Tour

mit einigen Überraschungen – 1001 Dank an alle! Jederzeit

wieder!

1|2019 DER BERG 31


INFOS DER SEKTION | NACHRUF

WIR DENKEN AN

MARKO FRÖMGEN,

JÖRN SCHILCHER,

PIA KLEIN UND

CHRISTOPH KURTH

Am 26. April 2019 sind vier unserer Freunde aus der Sektion

Düsseldorf bei der Grünhornlücke im schweizerischen Aletschgebiet

(Wallis), trotz akribischer Planung sowie bester Ausrüstung,

bei einem Lawinenunfall ums Leben gekommen.

Das tragische Unglück geschah auf ihrem Weg von der Finsteraahrhornhütte

zur Konkordiahütte. Laut Bergrettungsleiter

Bittel hatten sie, trotz aller Sicherheitsvorkehrungen, keine

Chance, in der Engstelle den zu Tal rasenden Schneemassen zu

entkommen. Hier sind die vier Briefe, die ihre Freunde und

Mitglieder der Skitourengruppe Justyna Wasilewska, Franziska

Scheibel, Beate Karperien, Patric Scharoff, Leonie Baranowski

und Thorsten Eylmann als Nachrufe geschrieben haben.

32 DER BERG 1|2019


INFOS DER SEKTION | NACHRUF

MARKO FRÖMGEN

16.06.1981-26.04.2019

Lieber Marko,

ich glaube, mir würde die Besteigung eines 6000er leichter

fallen, als diesen Nachruf zu verfassen. Um nur Deine wichtigsten

Aktivitäten für die Düsseldorfer Sektion des Deutschen

Alpenvereines aufzuzählen, bräuchte ich Hunderte Seiten.

Das, was Du mit Deinen 37 Jahren geschafft hast und vor

allem uns vermittelt hast, lässt sich kaum in Worte fassen.

Du warst unglaublich vielseitig und hast dich für alle Aspekte

des Alpinismus interessiert, das war auch in gewisser Weise

selbstverständlich für Dich. Die harte Schale des Ausbilders

kannten viele von uns, den weichen Kern nur die besten

Freunde von Dir. Du fehlst uns …

Marko Frömgen – ein hervorragender Skilehrer, zuverlässiger

DAV-Trainer für Bergsteigen, Skitouren und Langlaufen,

Gründer der Düsseldorfer Skitourengruppe, Alpinist mit Herz

und Seele, überzeugter Ausbilder, beruflich Lehrer für Biologie

und Deutsch, und privat ein fürsorglicher Vater von „Mausi“

sowie ein liebevoller Ehemann, der schon mal gerne auf dem

Sofa James-Bond-Filme geschaut hat.

Marko, Du warst nicht nur bei Deiner Familie in Hilden zu

Hause, sondern auch in den Bergen, egal, ob im Sommer oder

Winter. Du warst ein minuziöser Tourenplaner, der immer

nicht nur einen Plan B, sondern auch für alle Fälle eine C-

und D-Variante parat hatte. Deine Touren, egal, ob die in den

exotischen Ländern oder die in den Dir heimischen Alpen,

waren höhst sorgfältig, schon fast akribisch, geplant und jede

Entscheidung hundertprozentig durchdacht. Und für Dich

stand immer die Gruppe und nie der Gipfel im Mittelpunkt.

Du hast stets die defensiven Lösungen bevorzugt und

konntest, was im Bergsport leider nicht selbstverständlich

ist, umkehren.

Vor knapp zehn Jahren hast Du zusammen mit Jörn die

Düsseldorfer Skitourengruppe gegründet, deren guter Ruf bis

nach München vorgedrungen ist. Aus einer kleinen Gruppe

der Skitouren-Enthusiasten, die damals eher als Flachland-

Exoten galten, hast Du mit Jörn eine außerordentlich gut

organisierte 140-köpfige Gemeinschaft gebildet. Ihr habt Euch

beide perfekt ergänzt und ein hoch respektiertes „Dreamteam

Ötzi und Elton“ (Spitznamen für Marko und Jörn) gebildet. Nur

Euch ist zu verdanken, dass das jetzige Skitourenprogramm

von den leichten Eingehtouren im Bregenzer Wald bis zu den

anspruchsvollen Skihochtouren auf den Gletschern reicht und

noch durch unzählige Theorieabende, Vorträge und praktische

Übungen ergänzt wird. Mit der Wintersaison 2020 wollten wir

Euer Jubiläum feiern und mit Omas Likörchen auf weitere 10

Jahre anstoßen.

Du hast viel von Dir, aber auch von den anderen verlangt.

Jedes neue Mitglied der Skitourengruppe, egal, ob Anfänger

oder Fortgeschrittener, musste einen Basiskurs, meist im

urigen St. Antönien, absolvieren. Dieser ähnelte von der

Disziplin und dem Rigor her einem Bundeswehrtraining und

war für jeden von uns ein Härtetest. Gute Planung und Pünktlichkeit

waren dabei immer großgeschrieben. Dein morgendlicher

Aufruf zum „Boarding!“ (fertig gepackt und klar zum

Start der Tour) wird uns fehlen.

Du hast immer bestrebt, Dich weiterzubilden, Deine Kompetenzen

zu erweitern und Dir neue Ziele zu setzen. Zuletzt hast

Du eine zusätzliche Sanitätshelferausbildung angefangen und

Dich auf das Thema Höhenakklimatisation spezialisiert. Dein

Wissen hast Du auch leidenschaftlich gerne weitergegeben

und Deine Erfahrungen immer mit uns geteilt, ob bei der

Tourenplanung oder während der Tour. Dein „Tourenradio“

wird uns fehlen. Du hast uns Deine Visionen vorgelebt und

uns dauerhaft mit der Liebe zu den Bergen angesteckt.

Wir haben Deine Zielstrebigkeit, aber auch die Fähigkeit,

Deine Begeisterung für den Bergsport mit der für die Familie

in Einklang zu bringen, bewundert. Bei allem, was Du gemacht

hast, warst Du mit vollem Engagement dabei. Es wurden keine

Abstriche gemacht und Du warst rastlos dabei, neue Listen

potenzieller Ziele zu kreieren und weitere Tourenpläne zu

schmieden. Du hast uns gelehrt, eigene Träume zu verwirklichen

und hast uns Flügel gegeben, aber auch klare Regeln

vermittelt.

Du warst ein bescheidener Mensch und so herrschte in den

Bergen ein Aussprech-Verbot für einige Wörter. Auf dem Index

standen unter anderem Wellness, Sauna und Bademantel.

Dabei warst Du aber auch ein großer Genießer, schon eine

Tasse Kräuter- oder Ingwertee hat ein breites Grinsen auf

Dein Gesicht gezaubert. Mit getrockneten Mango-Stückchen

oder ein paar Nüssen konnte man bei Dir jede Wolke in

Sonne verwandeln.

Lediglich das Kochen für Dich stellte uns bei unseren Selbstversorger-Touren

vor eine Herausforderung. Jedes Mal, wenn

ich im Supermarkt an einem Regal mit gluten- und laktosefreien

Produkten vorbeigehe, muss ich grinsend an Dich

denken.

Du hast nie auf Äußerlichkeiten geachtet und hast jeden

Menschen nach seinem Inneren beurteilt. Man konnte mit Dir

seine Sorgen teilen, aber auch lauthals lachen und grenzenlos

herumalbern. Gerade diese Momente vermisse ich jetzt

am meisten. Ich würde viel dafür geben, Dein mundaufgeführtes

Trompetenkonzert, ob zu Ehren von Deiner „Mausi“

oder als Weckruf beim Zelten in Island, nochmal zu hören.

Du hast uns auf unzähligen Bergtouren, aber auch in unserem

Privatleben, begleitet und sogar in den schwierigsten Situationen

zum Schmunzeln gebracht. Das, was wir zusammen

erlebt haben, kann uns keiner nehmen. Die schönen Erinnerungen

an gemeinsame Momente in den Bergen werden

uns auf jeder zukünftigen Tour begleiten und Du wirst jeden

weiteren Gipfel in unseren Gedanken miterklimmen.

1|2019 DER BERG 33


INFOS DER SEKTION | NACHRUF

Marko, Du fehlst uns als Motor, doch Du bleibst für uns eine

ewige Inspiration. Du fehlst uns als Pädagoge, doch Du bleibst

für uns ein ständiger Ansporn. In erster Linie fehlst Du uns

aber als Freund und diese Lücke wird keiner schließen

können.

Justyna und Franziska

JÖRN SCHILCHER

07.06.1969 -26.04.2019

Lieber Jörn,

Dein Lachen und Deine Geschichten klingen noch immer

in unseren Ohren. Die Vorstellung, dass beides nur noch in

unserer Erinnerung bestehen bleiben wird, ist unwirklich.

Du wirst uns nicht mehr begrüßen mit den Worten „Alles

tutti?“ und nicht mehr mit uns die nächste Tour planen und

gehen können. Am 26. April 2019 bist Du nicht mehr aus den

Bergen zurückgekehrt. Die Lawine war einfach da. Sie hat

Euch trotz Eurer gewissenhaften Planung und vorbildlichem

Risikomanagement überrascht. Uns allen bleibt unbegreiflich,

wie das Unglück passieren konnte.

Wir sind dankbar für die Zeit, die wir mit Dir teilen konnten,

für die Dinge, die wir mit und von Dir lernen konnten. Deine

Freude an Bergtouren – Sommer wie Winter – war nicht nur

ansteckend, sie war inspirierend. An jedem freien Wochenende

bist Du mit deiner Bahncard 100, der „schwarzen

Mamba“, in die Berge gefahren. In Gesellschaft, aber gerne

auch ohne. Du warst ein Bergvagabund, der im Flachland

lebte und in der Saison mehr Skitage zählen konnte, als die

meisten „Locals“ in den Alpen. Die Einsamkeit der Berge hast

Du genossen – und die Geselligkeit der Berghütten auch.

Unzählige Male haben wir nach einer Tour den Tag mit einem

Bier und einem Obstler gefeiert und im weiteren Verlauf des

Abends hast Du es nicht nur einmal geschafft, die Nachbartische

mit Deinen Anekdoten zu erheitern. Mit Dir hat eine

Tour einfach immer mehr Spaß gemacht. Es ist Dir immer

leicht gefallen, Kontakte zu knüpfen. In unserer Skitourengruppe

warst Du das Verbindungselement zwischen vielen

Menschen. Du und Marko – Elton und Ötzi – Ihr wart die perfekte

Ergänzung zueinander. Mit so viel Energie und Engagement

habt Ihr die Skitourengruppe ins Leben gerufen und sie

erhalten. Über die Jahre haben weit über 100 Menschen mit

Euch das Skitourengehen erleben und lieben gelernt.

Aber es gab nicht nur das Skifahren und Bergsteigen. Du warst

auch ein sehr lieber Freund, Bruder und Sohn.

Deine Familie war Dir sehr wichtig, für sie hast Du auch die

Berge mal stehen lassen. Mit Dir konnte man angeregt und

kontrovers diskutieren. Deine Sicht der Dinge war manchmal

mutig, manchmal unkonventionell, aber immer gut durchdacht.

Mit nur zwei Kochplatten warst Du kein großartiger

Koch, aber ein wunderbarer Gastgeber. Das Angrillen bei Dir

zu Hause mit perfekter Aussicht auf das Japan-Tag-Feuerwerk

von Deinem Dach aus war legendär. Unvergessen auch die

ausgedehnten (teilweise bis zur völligen Erschöpfung Deines

Gegenübers dauernden) Gespräche im Nooij in Flingern, dem

Stadtteil, der die Verbindung vieler Freundschaften war.

Du warst ein Controller, ein Zahlenmensch, ein Denker. Nichts

hättest Du „mal eben“ gemacht. So hast Du eine Ausbildung

zum Trainer im Alpenverein durchlaufen und wolltest nach

und nach mehr in den Bergen führen und weniger im Büro

sitzen. Aber so sollte es nicht mehr kommen. Wir sind unendlich

traurig, aber dankbar für all die schönen Erinnerungen,

die wir in uns tragen dürfen.

Wir wünschen Dir fest, dass es da, wo Du jetzt bist, jeden Tag

„powder to the people“ gibt. Wir werden Dich von Herzen

vermissen.

Beate und Patric

PIA RILANA KLEIN

21.12.1988-26.04.2019

Liebe Pia,

wenn wir an Dich denken, dann fallen uns sofort folgende

Worte ein: Strahlen, Lachen und quirlig. Strahlen und lachen,

dass konntest du am allerbesten, und das in einer Kombination,

die es schwer machte, sich nicht anstecken zu lassen.

Und auch Deinen Liebsten Christoph konntest Du mit Deiner

Fröhlichkeit und Deinem Lachen immer anstecken,

sodass wir Euch beide als zwei strahlende, giggelnde und

glückliche Menschen in Erinnerung behalten werden, mit

denen wir immer gerne auf Tour gegangen sind. Auf Fahrt

mit Euch wurde es nie langweilig, sondern witzig, wobei

auch genug Platz für tiefgründige Gespräche oder angeregte

Diskussionen blieb.

Wenn wir schon gerade von Euch beiden sprechen, so bleibt

eine Anekdote unvergessen: Christophs 30. Geburtstag auf der

Transalp 2018, zu dem Du, liebe Pia, einen selbstgebackenen

Kuchen in einer Dose in Deinem Rucksack mitgeschleppt hast.

Vor einer mehrtägigen Alpenüberquerung hadern die meisten

34 DER BERG 1|2019


INFOS DER SEKTION | NACHRUF

(Ski-)Tourengeher mit dem Gewicht ihres Rucksackes und

reduzieren die Gegenstände auf das notwendigste Gewicht.

Aber für Deinen Christoph war Dir kein Gramm zu schwer,

und so hast Du mehrere Tage das Extragepäck mit Dir geführt,

bis endlich der Geburtstagsgipfel erreicht war und der Kuchen

und ein Luftballon übereicht werden konnten. Das muss

Liebe sein …

Apropos Liebe – neben Christoph haben auch Tiere Dein

Herz erobert. Allen voran Dein Pferd „Europeo“ und Euer gemeinsamer

Hund „Lou“, von denen Du uns viel erzählt hast.

Jeder, der Dich kannte, wusste von Deiner Leidenschaft für

das Reiten. Bewundert haben wir Dich für deinen Mut und

Deine Entscheidung, Dich mit Ende Zwanzig selbstständig zu

machen und Deine große Leidenschaft, das Reiten und die

Pferde, zum Beruf zu machen. Deine pure Lebensfreude,

gepaart mit einer gewissen Risikobereitschaft, hat deinen

Traum vom Leben und Arbeiten mit Pferden in Erfüllung

gehen lassen.

Pia, Du bist das beste Beispiel dafür, dass man seine Träume

leben kann, wenn man sich genug anstrengt, seine Ziele

konsequent verfolgt und etwas mutig ist.

Das Skitourengehen im Winter und das Bergwandern im

Sommer waren für Dich ein guter Ausgleich zu Deinem Job

und Deiner Verantwortung für die Pferde. Mit Engagement

und Gewissenhaftigkeit hast Du im Winter 2016 das Skitourengehen

in der Skitourengruppe begonnen, hast an

Ausbildungstouren teilgenommen und bist gemeinsam mit

Christoph dieses Jahr das Thema Skihochtour angegangen.

Neu dabei in dieser Saison war Dein neuer Allround-Ski, mit

dem das Fahren abseits der Piste noch einfacher und schöner

wurde. Wir müssen noch immer schmunzeln, wenn wir an

Deinen Testbericht zu Deinem neuen Ski, ein Geburtstagsgeschenk

von Christoph zu Deinem 30. Geburtstag, denken.

Schmunzeln müssen wir auch, wenn wir an Deine direkte und

offene Art denken. So gut gelaunt und fröhlich Du auch stets

warst und auch auf die gute Laune Deiner Mitmenschen Wert

gelegt hast, so sehr galten früh morgens andere Regeln.

Zwar war es für Dich in Ordnung, wenn man sehr früh aufstehen

musste, jedoch sollte man in diesem Falle tunlichst

auf Pfeifen oder überschwängliche gute Laune verzichten,

sonst würde Dir „schlecht werden“, so früh am Morgen. Da war

Deine Ansage vor jeder Tour klar und unmissverständlich, und

auch absolute Frühaufsteher wie Marko wussten, worauf sie

Rücksicht zu nehmen hatten für ein entspanntes Miteinander

auf Tour.

Pia, wir werden Dich mit Deiner quirligen Art, Deinem ansteckenden

Lachen und Deiner puren Lebensfreude immer

in unseren Herzen behalten. Und wir werden an Dich denken,

wenn wir mit einer Entscheidung hadern. Dann sollten wir

uns fragen, ob nicht das Zutun von einer Prise Mut und

Selbstvertrauen ausreichen könnte, um seinen Traum zu

leben, anstelle sein Leben zu träumen.

CHRISTOPH

FLORIAN KURTH

06.04.1988-26.04.2019

Lieber Christoph,

Du hast Dich selbst immer wieder aufs Neue herausgefordert.

Hast Deine Schwächen und Ängste gekannt und Dich ihnen

gestellt, um dich stetig zu verbessern. So auch im Sport.

Neben den Skitouren war das Klettern Deine Passion. In einer

Küstensteilwand auf Mallorca hängend, hast Du mir verraten,

dass Du mit dem Sport auch Deine Höhenangst überwinden

willst. Das hat mir imponiert.

Beim Skitouren warst Du ähnlich ambitioniert. Letztes Jahr

hast Du mir erzählt, dass Du den Anspruch Deiner Touren

stetig steigern möchtest. Gerade in der Königsklasse Hochtour

angekommen, widerfährt Dir ein so unfassbares Unglück, dass

unsere so akribisch trainierten Übungen für den Ernstfall fast

wie Hohn wirken und wir große Ehrfurcht vor der Naturgewalt

bekommen.

Du wirst mir als kluger und großzügiger Freund mit Deiner

charmanten und bescheidenen Art sehr fehlen. Gleich bei

unserem ersten Zusammentreffen habe ich gewusst, dass Du

ein Guter bist. Ein feiner Mensch, der aufmerksam zuhört.

Dem man sich blind anvertrauen kann, aufrichtig und ehrlich.

Dieses Gefühl hast Du als Neurologe auch Deinen Patienten

vermittelt. Um alle gleichermaßen besorgt und sichtlich mitgenommen,

wenn Du mal einen Krankheitsverlauf nicht mehr

positiv beeinflussen konntest.

Gespräche mit Dir wurden nie langweilig. Wir haben die

Freiheitsliebe und Naturverbundenheit des Campings und

den musikalischen Ursprung im Hip Hop geteilt. Daneben

hattest Du weit gestreute Interessen. Hast für moderne

Technologien gebrannt und warst als Barista und Gourmet

kein Kostverächter.

Gelegentlich hättest Du gerne auch mal Dein Bauchgefühl

entscheiden lassen, warst aber dafür zu sehr Vernunftmensch,

wohl überlegt und abwägend. Auch hier wirst Du

mir als ausgleichender Gegenpol mit Rat und Tat fehlen.

Die gemeinsam erlebten, schönen Momente behalte ich

lebhaft in Erinnerung. Aber nicht in Trauer, sondern dankbar

für die wertvolle Begegnung und die stetige Mahnung, wie

kurzweilig das Leben sein kann und wie sehr der Augenblick

zählt.

Bis wir uns wiedersehen,

Thorsten

Leonie

1|2019 DER BERG 35


GRUPPEN DER SEKTION | ÜBERBLICK

DIE GRUPPEN DER SEKTION IM ÜBERBLICK

In den Gruppen des DAV Düsseldorf treffen sich

Gleich gesinnte, um regelmäßig ihren sportlichen

und naturver bunden Leidenschaften nachzugehen.

Fürs Kennenlernen und Reinschnuppern bietet jede

von ihnen wöchentliche oder monatliche Trainings

oder Treffen an sowie über das ganze Jahr ein großes

Angebot an Touren und Kursen. Die Gruppen freuen

sich immer über neue Teilnehmer und informieren

auf der Website www.dav-duesseldorf.de, Rubrik

Gruppen, über aktuelle Termine und Aktivitäten.

FAMILIENGRUPPE

Abwechslungsreiches Programm für Eltern mit Kindern –

um das Interesse der Kinder an der Bewegung im Gelände,

am intensiven Naturerleben und dem gemeinschaftlichen

Miteinander zu wecken.

Ansprechpartner: Edita Blaha,

familiengruppe@dav-duesseldorf.de

MOUNTAINBIKE-GRUPPE

Jeden Mittwoch unternimmt die Gruppe zwei- bis dreistündige

„Ausritte“ im hügeligen Gelände rund um Düsseldorf sowie

diverse Wochenend-Fahrten.

Ansprechpartner: Johannes Schares und Carsten Weiß,

mitfahren.teamd@dav-duesseldorf.de

„RENTNERBAND“

Der Name ist kein Synonym für echte Rentner, sondern für

Aktivitäten von und für jung gebliebene Menschen, nicht

nur in den Bergen.

Ansprechpartner: Andreas Freyland,

Tel. 02102/52 83 59, rentnerband@dav-duesseldorf.de

Treffen: am zweiten Dienstag im Monat um 19:30 Uhr in der

Geschäftsstelle der Sektion, Bahnstraße 62, 40210 Düsseldorf

SKIGRUPPE

Seit Anfang der 1930er Jahre gibt es die Skigruppe – die

Mitglieder treffen sich einmal pro Woche zum gemein -

samen Rücken- und Fitnessstraining. Auch Radtouren und

Besichtigungen stehen regelmäßig auf dem Programm.

Ansprechpartner: Henry Holze, Tel. 02432/892 92 70

Treffen: Rücken- und Fitnessstraining immer dienstags

von 18:15-19:30 Uhr, Freiherr-vom-Stein-Schule,

Feuerbachstraße 82, 40223 Düsseldorf

Ansprechpartner: Justyna Wasilewska,

skitourengruppe@dav-duesseldorf.de oder

info@skitourengruppe-duesseldorf.de

Treffen: Oktober bis Mai jeden zweiten Dienstag um 20:00 Uhr,

Schalander, Kölner Landstraße 247, 40591 Düsseldorf

SPORTKLETTERGRUPPE

Die Sportklettergruppe trifft sich jeden Dienstag von

19:00-20:00 Uhr im Monkeyspot und jeden Donnerstag von

19:00-20:00 Uhr in der Bergstation.NRW. Neben den regelmäßigen

Trainingseinheiten finden am Wochenende

Veranstaltungen draußen statt.

Ansprechpartner: Valentin Dreisen,

sportklettergruppe@dav-duesseldorf.de

SPORTWANDERGRUPPE

Im Fokus der Sportwandergruppe stehen lange und schnelle

Touren in der Region, also Wanderungen über 20 Kilometer und

in einem Gehtempo von 5-6 Kilometern pro Stunde. Die Touren

finden das ganze Jahr über statt, auch im Winter.

Ansprechpartner: Jeanette Zimmermann, Dorothee Köhler,

Lutz Pfafferott, Pascal Bauer,

sportwandern@dav-duesseldorf.de

TOURENGRUPPE HERMANN VON BARTH

Zur Tourengruppe Hermann von Barth gehören circa 100

Menschen im Alter von 50+, die gemeinsame Eintages-,

Wochenend- und Urlaubstouren in Mittel- und Hochgebirge,

Berg- und Kulturregionen vieler Länder unternehmen.

Ansprechpartner: Gabriele Welters, Tel. 0211/72 35 85,

tourengruppe.hvb@dav-duesseldorf.de

Treffen: jeden ersten Montag im Monat, 19:30 Uhr, „Unger“,

Wilhelm-Unger-Str. 5, 40472 Düsseldorf

Singkreis: am dritten Mittwoch in ungeraden Monaten

(außer Juli), ebenfalls im „Unger“. Leitung: Günther Block

WANDERGRUPPE

Die Wandergruppe bietet nahezu an jedem Wochenende

Wanderungen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden

in der Region an.

Ansprechpartner: Gabi Cremerius, Tel. 0211/42 94 76,

wandergruppe@dav-duesseldorf.de

Treffen: erster Mittwoch im Monat, 18:00 Uhr, „Franz Ratte“,

Gumbertstraße 100, 40229 Düsseldorf

SKITOURENGRUPPE

Die Gruppe bietet die Möglichkeit zum kameradschaftlichen

und verantwortungsvollen Skibergsteigen in Gemeinschaftsund

Führungstouren.

36 DER BERG 1|2019


ANGEBOTE DER SEKTION | TOURENANGEBOT

WANDERGRUPPE:

WANDERPLAN

ONLINE

VON GABI CREMERIUS

Das Angebot der Wandergruppe ist zum Download

auf unserer Gruppenseite verfügbar und die

Wanderungen im Online-Kalender hinterlegt.

Zusätzlich liegt der Wanderplan bei einigen ‚

Outdoor-Ausrüstern in Düsseldorf aus, so zum

Beispiel bei Sack & Pack, im Kletterladen NRW

und bei Terrific.

KATEGORIEN FÜR UNSERE TOUREN

Unsere Touren zu kategorisieren, fällt uns nicht immer

leicht, denn das Empfinden ist subjektiv – was für den

einen noch leicht ist, kann für den nächsten schon

schwierig sein. Streckenlänge, Höhenprofil und angestrebtes

Tempo werden bei der Planung berücksichtigt.

Unsere Kategorien sehen in etwa Folgendes vor:

Leichte

Wanderungen

Mittlere

Wanderungen

Schwere

Wanderungen

nicht länger als 15 Kilometer,

beinhalten keine wesentlichen

Steigungen

alle Wanderungen zwischen 15 und

20 Kilometer, die keine oder nur

moderate Steigungen aufweisen

und in mittlerem Tempo gegangen

werden

länger als 20 Kilometer oder länger

als 15 Kilometer und weisen zusätzlich

viele Steigungen auf oder

werden in besonders schnellem

Tempo gegangen

TAGESFORM WIRKT SICH AUS

Da wir ungefähre Streckenlängen und Gehzeiten ohne

Pausen angeben, kann jeder auch Rückschlüsse auf das

geplante Tempo ziehen und die Tour für sich einordnen.

Schlussendlich wirken sich vor Ort aber auch die Gruppengröße

und die Tagesform der Teilnehmer aus, auf die

wir als Tourenleiter keinen Einfluss haben.

BIS BALD

bei einer

Wanderung.

Wir freuen uns

auf Euch!

TOURENANGEBOT

FÜR EINSTEIGER

ALLGÄUER ALPEN: BASIS-

WISSEN BERGWANDERN

UND KLETTERSTEIG

Kursnr. 2019/030

21.08.2019-25.08.2019

Basiswissen Bergwandern und Klettersteig

Du möchtest Grundkenntnisse in den Bereichen

Bergwandern und Klettersteig erwerben, um

eigenständig Touren planen und gehen zu können?

Hierfür bietet das Allgäu die idealen Voraussetzungen.

Wir werden die Themen Gehen im

weglosen Gelände, Wetter, Orientierung sowie das

Begehen von Klettersteigen in Theorie und Praxis

erlernen. Ausgangspunkte bilden exponiert gelegene

und herzlich geführte Berghütten in den Allgäuer

Alpen. Insbesondere das 2017 wieder errichtete

Waltenberger Haus bietet den Bergsteigern

moderne Standards und gewährleistet gleichzeitig

hohe ökologische Ansprüche. Zum Abschluss sind

die Begehung des Mindelheimer Klettersteigs und

ein zünftiger Ausklang der gemeinsamen

Erlebnisse auf der Fiderepasshütte geplant.

Vorkenntnisse/Voraussetzungen:

Teilnahme am Basiskurs in der Eifel beziehungsweise

das Beherrschen der dort vermittelten

Lehrinhalte. Kondition für Tagesetappen von

5-7 Stunden sowie max. 1.100 Höhenmetern.

Ausrüstung: Eine detaillierte Ausrüstungsliste

wird bei der Vorbesprechung verteilt

Teilnehmerzahl: min. 3/max. 5

Teilnehmerbeitrag: 150 € (Führung und

Organisation)

Weitere Kosten: Hin- und Rückreise mit der Bahn

oder in Fahrgemeinschaften, Unterkunft, Verpflegung

Anmeldeschluss: 01.07.2019 (nur nach

vorheriger Rücksprache mit der Tourenleitung)

Vorbesprechung: nach Absprache

Leitung: René Schulz, rp.schulz@web.de,

Mobil 0151/46 53 31 16

1|2019 DER BERG 37


INFOS DER SEKTION | AUSBILDUNGSREFERAT

BEKLEIDUNGS-

SPONSORING

FÜR DAS

AUSBILDUNGS-

REFERAT DER

DAV SEKTION

DÜSSELDORF

WESTEN MIT NAMEN UND DAV-LOGO

Die Active Vests sind einheitlich gestaltet und mit einem

entsprechenden Druck der Sektion Düsseldorf individualisiert

sowie auch für die Übungsleiter mit ihrem Namen

personalisiert. So sind bei den kommenden Kursen und

Touren unsere Übungsleiter für die Teilnehmer schnell zu

erkennen: Die Westen heben sie als Ansprechpartner eindeutig

hervor. Wir freuen uns über die gute Zusammenarbeit

mit Marc Peschel vom „kletterladen.nrw“ und CAMP!

Das gesamte Ausbilderteam sagt danke!

VON JÜRGEN SUCKAU

Die Übungsleiter unserer Sektion sind auf ihren

Touren ab sofort an ihren Softshell-Westen eindeutig

zu erkennen: Marc Peschel, Inhaber des „kletterladen.

nrw“, hat in Zusammenarbeit mit dem italienischen

Outdoor-Equipment-Ausrüster CAMP ein Bekleidungssponsoring

realisieren können.

BERGSPORT-

AUSBILDUNGEN

BEIM DAV

WER KANN IM AUSBILDUNGS-

REFERAT MITMACHEN?

Wenn Sie sich schon mal gefragt haben, ob Sie Ihr Wissen

und Ihre Erfahrung anderen Bergsportinteressierten

weitergeben wollen und können, sind Sie bei uns richtig.

Wir freuen uns über alle, die Ambitionen haben, sich im

Bergsport ausbilden zu lassen. Die Ausbildungskurse für

Fachübungsleiter und Trainer richten sich an Personen,

die aktiv und ehrenamtlich in unserer DAV-Sektion mitarbeiten

und entsprechend ihrer Ausbildungsrichtung Sektionsgruppen

führen, leiten und schulen möchten. Die Ausbildung

wird zentral für ganz Deutschland über die DAV-Bundesgeschäftsstelle

in München organisiert und verwaltet. Jeweils im

Oktober erscheint das neue Programmheft mit allen Kursterminen

für das kommende Ausbildungsjahr.

„KARRIERE“ IM AUSBILDUNGSREFERAT

Unser Team holt jeden motivierten Bergsportinteressierten

bei seinem Leistungsstand ab und begleitet

ihn auf dem Weg bis zum Fachübungsleiter (FÜL):

Teilnahme am Basiskurs

Teilnahme an geführten Touren von FÜL

Beteiligung an der Tourenplanung und Sammeln

erster Führungserfahrung auf Touren und in der

Ausbildung beim Basiskurs

Lehrgänge und abschließende Prüfung zum

Wander- oder Fachübungsleiter, durchgeführt

durch Bergführer des Bundeslehrteams des DAV


HÜTTEN DER SEKTION | UNSERE HÜTTEN

UNSERE HÜTTEN

GEGENRECHT

AUF HÜTTEN

Preiswert unterwegs in

Hütten in Europa für alle

DAV-Mitglieder. Infos zu allen

Vereinen gibt es auf

www.alpenverein.de

Suchbegriff

„Gegenrecht“

HERMANN-VON-

BARTH-HÜTTE

Unterbach 22a

6653 Bach

(Lechtal/Tirol)

Österreich

DÜSSELDORFER

EIFELHÜTTE

Hausener Gasse 5,

52385 Nideggen

Höhe: 2131 Meter

Geöffnet: 15. Juni -15. September (je nach Wetter),

Winterraum ganzjährig

Die Hermann-von-Barth-Hütte – erbaut 1900 und seit

1921 im Besitz der Sektion Düsseldorf – liegt oberhalb

des Lechtals, zentral am Haupthöhenweg der

Hornbachkette zwischen Kemptner Hütte (am E5) und

Kaufbeurer Haus.

Unser „Hausberg“ Wolfebnerspitze (2427 Meter) ist ein

Klettereldorado in den Allgäuer Alpen mit 43 Routen

und Schwierigkeitsgraden zwischen UIAA III+ und IX.

Die Kletterlängen der Mehrseillängentouren liegen

zwischen 100 und 350 Meter.

Hüttenkategorie:

I (einfache Schutzhütte),

bewirtschaftet in der Sommersaison

Schlafplätze:

65 (Matratzenlager)

Übernachtungsgebühren:

von 2,00 € bis 12,00 €

(je nach Alter und Mitglied/Nichtmitglied)

Kontakt und Buchung:

Harald und Marion Wolf

info@hermann-von-barth.at

Tel. Sommer: +43 (0)5634/66 71

Tel. Winter: +43 (0)5634/61 35

Infos unter:

www.hermann-von-barth.at

Höhe: 222 Meter

Geöffnet: ganzjährig

Die Düsseldorfer Eifelhütte befindet sich oberhalb von

Blens, im Rurtal und in Sichtweite zum Naturpark Eifel

mit vielen Möglichkeiten für Outdoor-Aktivitäten wie

Wandern, Klettern, Mountainbiken oder Kanufahren.

Vor dem Haus mit einer kleinen Rasenfläche gibt es

Sitzbänke und einen Außengrill.

An den Außenwänden der Eifelhütte befinden sich

Kletterrouten in den oberen Schwierigkeitsgraden.

Für die ganz Kleinen gibt es Spielgeräte.

Hüttenkategorie:

Selbstversorgerhütte (voll ausgestattete Küche)

Schlafplätze:

47 (Betten und Matratzenlager)

Übernachtungsgebühren:

von 3,50 € bis 12,00 € (je nach Alter und Mitglied/

Nichtmitglied) Die Hütte kann exklusiv gebucht werden

Kontakt und Buchung:

Winni Schwippert

huettenwart-eifelhuette@dav-duesseldorf.de

Tel. 02173/759 02, Mobil 0171/119 55 08

Antoinette Flüchter, antoinette1@gmx.de

Infos unter:

www.dav-duesseldorf.de/

huetten/eifelhuette/

1|2019 DER BERG 39


WIR SUCHEN VERSTÄRKUNG!

So vielfältig wie die Berge und der Bergsport sind die

Möglichkeiten, sich im Alpenverein zu engagieren.

Bei uns können Sie Ihre Fähigkeiten zielgenau ein bringen.

Und Sie finden Gleichgesinnte.

AKTUELLE AUSSCHREIBUNGEN

Mitarbeiter*innen für Printmedien

Referent*innen für Onlinemedien

Referent*innen für Presse

Referent*innen für Naturschutz

Referent*innen für Veranstaltungen

Hüttenwart für die Hermann-von-Barth-Hütte

Tourenleiter*innen

Mitarbeiter*innen für die Anzeigenakquise

Bei Interesse einfach schreiben an:

info@dav-duesseldorf.de

MITGLIEDER

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25 €

Warengutschein

Für jedes geworbene neue Vollmitglied gibt

es als Dankeschön einen 25-€-Warengutschein

von Sack & Pack. So geht’s:

Das neue Mitglied meldet sich beim DAV Düsseldorf an

Sie als Werber/in informieren uns, wen Sie geworben

haben: info@dav-duesseldorf.de

Wir senden Ihnen den Warengutschein* zu, wenn

der Mitgliedsbeitrag verbucht wurde

Teilnahmebedingungen:

Der/die Werber/in muss mindestens ein Jahr Mitglied

beim DAV sein (oder OdAV/AVS)

Der Geworbene wird Vollmitglied (A-Mitglied)

Für eine geworbene Familienmitgliedschaft

(beide Partner mit/ohne Kind/er) gibt es einen

Gutschein über 40 €

Der Aktionszeitraum ist von Januar–August

* Sechs Monate ab Ausstellungsdatum gültig, keine Barauszahlung.

Ausgenommen von der Aktion sind alle Mitglieder des Gesamtvorstandes,

der Gruppen und Referate sowie der Geschäftsstelle.

GUTSCHEINE FÜR

BERG-SPORT-FANS

Ab sofort gibt es DAV-Gutscheine für die

Liebsten, gute Freunde, zum Geburtstag,

zur Hochzeit oder einfach nur so.

Sie sind individuell einsetzbar für zum

Beispiel eine Jahres-Mitgliedschaft, Kurse,

Touren oder Übernachtungen in unseren

Hütten. Einfach über

info@dav-duesseldorf.de anfordern.

Gutschein

Die Messe rund um Reiseziele und

Ausrüstung für Outdoor-Aktive.

Wandern. Trekking. Naturerlebnis.

tournatur.com

dav-duesseldorf.de

40 DER BERG 1|2019

Gutschein Sparen Sie bis zu 8 € für 2 Erwachsene!

Sichern Sie sich Ihr vergünstigtes

eTicket zur TourNatur 2019:

» Lösen Sie den Gutscheincode 000006bthaix

auf www.tournatur.com/gutschein ein.

» Erwerben Sie bis zu 2 eTickets für Erwachsene

zum Preis von jeweils 11 € statt 15 €.

Bei Online-Einlösung ist das eTicket

2 Tage gültig. Bei Einlösung vor Ort an

der Kasse ist das Ticket nur 1 Tag gültig.

PRO-DAV


VORTEILE FÜR DAV-MITGLIEDER

VORTEILE FÜR DAV-MITGLIEDER

VERSICHERUNG WELTWEIT

Als Mitglied genießt man mit dem Alpinen-Sicherheits-Service

(ASS) weltweiten Versicherungsschutz bei allen Bergsportarten.

FUNDIERTE BERGSPORTAUSBILDUNG

Unser Ausbildungsreferat sorgt für mehr Sicherheit beim

Bergsport mit Kursen wie Alpine Grundausbildung, Skitouren-

und Kletterkurse, Tourenplanung, Wetterkunde

oder Orientierung.

TOUREN, VON MITTELSCHWER BIS ANSPRUCHS-

VOLL

Unser Ausbildungsreferat bietet bergsportliche Aktivitäten

(auch mit dem Mountainbike) für diejenigen, die keine eigene

Tour organisieren und führen möchten.

GRUPPENAKTIVITÄTEN

In den Gruppen des DAV Düsseldorf treffen sich Gleichgesinnte,

um regelmäßig ihren sportlichen und naturverbundenen

Leidenschaften nachzugehen.

HEIMVORTEIL AUF HÜTTEN

Über den Deutschen Alpenverein haben Mitglieder auf über

2000 Alpenvereinshütten aller alpinen Vereine (DAV, ÖAV,

FFCAM, FEDME, CAI, SAC) Vergünstigungen von bis zu 50 % auf

den normalen Übernachtungspreis und können sich über

Bergsteigeressen und -getränke besonders preiswert

verpflegen.

DÜSSELDORFER EIFELHÜTTE

Nur wenige Kilometer südlich von Nideggen, in Sichtweite

des Nationalparks Eifel, befindet sich die Eifelhütte der

Sektion Düsseldorf.

HERMANN-VON-BARTH-HÜTTE

Unsere Hermann-von-Barth-Hütte im Tiroler Lechtal ist

mit 2131 Metern ü. NN die höchstgelegene Schutzhütte der

Allgäuer Alpen. Sie ist bewirtschaftet von Anfang Juni bis

Anfang Oktober.

ALPINE INFORMATIONEN

In unserer Bücherei haben Mitglieder kostenlosen Zugriff

auf Karten, Führer und Bücher. Sechsmal jährlich kommt das

Bergsteigermagazin DAV Panorama kostenlos frei Haus.

Zweimal jährlich versenden wir unsere Mitgliederzeitschrift

DER BERG. Einmal jährlich bringen wir unseren INFO BERG

heraus, mit Kurs- und Tour-Übersicht.

ERMÄSSIGUNG BEI VORTRÄGEN

Der DAV Düsseldorf organisiert eigene Live-Reportagen und

ist Partner von Grenzgang und Moving Adventures mit BANFF,

E.O.F.T., Warren Miller und Real Rock. DAV-Mitglieder erhalten

2 € Rabatt im Vorverkauf.

ERMÄSSIGUNG BEI BERGSPORT-FACHGESCHÄFTEN

Mitglieder der DAV-Sektion Düsseldorf erhalten 10 % Rabatt

in den Düsseldorfer Bergsportfachgeschäften Sack & Pack

Reiseausrüstungen, Terrific Outdoor und dem Kletterladen

NRW. Ausgenommen sind Reduziertes, Gutscheine, GPS-

Geräte und Preisgebundenes wie Bücher.

Bei Globetrotter erhalten DAV-Mitglieder am jährlichen

DAV-Einkaufstag 15 % Rabatt – mit der Globetrotter Card

sogar 20 %. Generell gibt es 3,5 oder 10 % Rabatt in den

Globetrotter-Filialen (Punktegutschrift).

Auf alle Wander- und Skisport-Artikel, die Sie bei Karstadt

Sports kaufen, bekommen Sie 15 % Sofortrabatt; auf Sportartikel

für andere Sportarten 10 %. Am Jahresende bekommen

Sie noch einmal 1 % für alle Einkäufe gutgeschrieben.

ERMÄSSIGUNGEN IN KLETTER- UND

BOULDERHALLEN

DAV-Mitglieder erhalten in den meisten Kletter- und Boulderhallen

einen Rabatt. Dieser ist auf den jeweiligen Internetseiten

der Hallen ausgewiesen.

NEU:

KARSTADT SPORTS

15 %

SOFORT-

RABATT

Auf alle Wander- und Skisport-Artikel, die Sie bei

Karstadt Sports kaufen, bekommen Sie 15 % Sofortrabatt;

auf Sportartikel für andere Sportarten immerhin

noch 10 %. Und am Ende des Jahres bekommen

Sie noch einmal 1 % für alle Einkäufe gutgeschrieben.

Damit Sie von diesen Rabatten profitieren können,

brauchen Sie lediglich eine spezielle Kundenkarte

von Karstadt Sports, die Sie in der Karstadt Sports

Filiale ab sofort gegen Vorlage Ihres Alpenverein-

Ausweises erhalten.

Öffnungszeiten: Montag bis Samstag, 10:00-20:20 Uhr

Adresse: Tonhallenstr. 10, 40212 Düsseldorf.

ERMÄSSIGUNGEN BEIM DAV SUMMIT CLUB

Beim DAV Summit Club ist man mit Profis unterwegs.

DAV-Mitglieder erhalten einmal im Jahr 30 € Rabatt.

1|2019 DER BERG 41


MITGLIEDSBEITRÄGE UND HÜTTENTARIFE

MITGLIEDSBEITRÄGE UND HÜTTENTARIFE

Beiträge

Die Beiträge sind Jahresbeiträge und gelten für das Kalenderjahr.

Der Beitrag für das Jahr 2020 wird Mitte Dezember 2019

abgebucht. Bei nicht korrekter Kontoverbindung sowie mangelnder

Deckung werden die Kosten der Kreditinstitute dem

Mitglied berechnet. Barzahler, die bis zum 30. Januar eines

Jahres ihren Mitgliedsbeitrag noch nicht bezahlt haben, müssen

eine Mahngebühr von 5 € bezahlen. Der neue Ausweis

wird im Laufe des Februars verschickt, der alte Ausweis ist bis

Ende Februar gültig! Wir weisen darauf hin, dass die Mitgliederbeiträge

weiterhin nicht steuerbegünstigt i. S. des § 10 b

EStG. sind.

Gültigkeit der Neu-Mitgliedschaft

Die Aufnahme wird erst mit der Zahlung der Aufnahmegebühr

und des ersten Jahresbeitrags wirksam. Dies erfolgt

grundsätzlich durch Erteilung eines SEPA-Lastschriftmandats

durch das neue Mitglied an die Sektion. Das neue Mitglied

erhält einen Mitgliederausweis (gem. Satzung §9, Absatz 4).

Schriftverkehr

Bitte teilen Sie jeden Wohnungswechsel, die Änderung der

Bankverbindung, Ihres Namens oder einen Kategoriewechsel

nur der Geschäftsstelle mit: info@dav-duesseldorf.de.

Mietgliedschaft im DJH

Die DAV Sektion Düsseldorf ist Mitglied im Deutschen Jugendherbergswerk.

Über die Nutzungsbedingungen informiert

unsere Geschäftsstelle. Es gibt ein Kontingent an Gruppen-

ausweisen, die auf jedes Sektionsmitglied übertragbar sind.

Mit den Ausweisen können nur Gruppen von mindestens

vier Personen ohne Altersbeschränkung weltweit (in Bayern

beschränkt) in Jugendherbergen übernachten. Eine weitere

persönliche Mitgliedschaft im DJH ist nicht erforderlich.

DAV-Hüttenschlüssel

Die Geschäftsstelle verleiht gegen Kaution

von zurzeit 50 € einen DAV-Hüttenschlüssel.

Achtung! Nicht jede Hütte bzw. jeder

Winterraum ist mit diesem Schlüssel

zugänglich. Im Zweifelsfall die Hütten

besitzende Sektion fragen.

Bankverbindung Eifelhütte

Sparda-Bank West eG

IBAN DE09 3306 0592 0005 6914 35

BIC GENODED1SPW

Schnell

und einfach über

unsere Online-

Beitrittserklärung

Mitglied werden unter

dav-duesseldorf.de

Kategoriewechsel

Ein Kategoriewechsel wird automatisch vorgenommen.

Für das Beitragsjahr 2020 sind folgende Jahrgänge betroffen:

Senioren Jahrgänge (auf Antrag) geb. bis 31. Dezember 1949

Vollmitglieder Jahrgänge 1948-1994

Junioren Jahrgänge 1995-2001

Kinder/Jugendliche 2002-2020

Beiträge

A Vollmitglied (ab 26 Jahre) 4

B Vollmitglied mit Ermäßigung 4

(Ehe-)Partner 1

Bergwacht 2

Senioren (ab 71. Lj. uf Antrag)

C Gastmitglied einer anderen Sektion

D Junioren (19-25 Jahre)

mit eigenem Einkommen

ohne eigenes Einkommen 3

J Kinder und Jugendliche (0-18 Jahre)

als Einzelmitglied

ein/beide Elternteil/e ist/sind Mitglieder

Familienmitgliedschaft 1, 4

Schwerbehinderte (ab 50% Behinderung) 2

Jahresbeitrag/Aufnahmebeitrag

77,00/26,00

45,00/13,00

45,00/13,00

45,00/26,00

22,00/26,00

43,00/13,00

43,00/0,00

22,00/13,00

0,00/0,00

123,70/40,00

45,00/26,00

Herrmann-von-Barth-Hütte

Matratze normal

Erwachsene

Junioren (18-24 Jahre)

Jugend (7-17 Jahre)

Bergsteigeressen

Teewasser 1 Liter

Bergsteigergetränk

Geschirrbereitstellung für Selbstversorger

Rucksacktransport pro Rucksack

Düsseldorfer Eifelhütte

DAV-Mitglied ab 18 Jahre

Nichtmitglied ab 18 Jahre

DAV-Mitglied bis 17 Jahre

Nichtmitglied bis 17 Jahre

Kinder bis vollendetem 3. Lj.

Tagesgebühr DAV-Mitglied

Tagesgebühr Nichtmitglied

Mitglieder/Nichtmitglieder

10,00/20,00

6,00/12,00

5,00/10,00

7,50

1,50

2,50

1,50

4,00

6,00

12,00

3,50

7,00

kostenfrei

3,00

6,00

1

Gleiche Anschrift, gleiches Konto, gleiche Sektion.

2

Nachweis ist unaufgefordert jährlich bis zum 30. September der

Geschäftsstelle einzureichen. Ansonsten erfolgt die Einstufung zum

Vollbeitrag.

42 DER BERG 1|2019

3

Mit Ausbildungsnachweis

4

Dieser Preis ist inklusive der Hüttenumlage von

€ 2,00 je A- und B-Mitglied (gemäß Beschluss der

Mitgliederversammlung vom 14. Februar 2017)


KONTAKT | IMPRESSUM

KONTAKT

Geschäftsstelle

Deutscher Alpenverein

Sektion Düsseldorf e.V.

Bahnstraße 62 (Ecke Oststraße)

40210 Düsseldorf

www.alpenverein-duesseldorf.de

Büro

Tel. 0211/35 87 00, Fax 0211/35 87 01

info@dav-duesseldorf.de

Dagmar Grotendorst, Claudia Gehrke

Öffnungszeiten

Mo 14:00-19:00 Uhr

Di 10:00-14:00 Uhr

Mi 14:00-18:00 Uhr

Alpine Bücherei

Tel. 0211/36 77 93 45

buecherei@dav-duesseldorf.de

Matthias Ploch

Öffnungszeiten

Mo 16:00-19:00 Uhr

Bankverbindung

Sparda-Bank West eG

IBAN: DE38 3306 0592 0105 5079 87

BIC: GENODED1SPW

Geschäftsführender Vorstand

Erster Vorsitzender

Manfred Jordan

manfred.jordan@dav-duesseldorf.de

Zweiter Vorsitzender

Ralf T. Krüger

ralf.krueger@dav-duesseldorf.de

Schatzmeisterin

Birgit Ludwig

Birgit.ludwig@dav-duesseldorf.de

Schriftführer

Richard Bühler

richard.buehler@dav-duesseldorf.de

Jugendreferentin

Birthe Papendell

jugendreferat@dav-duesseldorf.de

Referate

Referent für Ausbildung

Jürgen Suckau

Tel. 02191/42 11 12

ausbildungsreferat@dav-duesseldorf.de

Bankverbindung Ausbildung:

IBAN DE85 3306 0592 0005 4606 62

BIC GENODED1SPW

Referent für Sportklettern

Tim Graf

sportklettergruppe@dav-duesseldorf.de

Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

Andrea Hinz

Mobil 0177/858 74 71

andrea.hinz@dav-duesseldorf.de

Referentin für Printmedien

Dorothee Köhler

Mobil 0171/584 28 97

dorothee.koehler@dav-duesseldorf.de

Referent für Social Media

Benoit Reuschel

Mobil 0173/632 82 86

benoit.reuschel@dav-duesseldorf.de

Gruppenleitungen

Familiengruppe

Edita Blaha, Tel. 0171/224 67 50

familiengruppe@dav-duesseldorf.de

Mountainbikegruppe TeamD

Johannes Schares, Carsten Weiß

mitfahren.teamd@dav-duesseldorf.de

Rentnerband

Andreas Freyland, Tel. 02102/52 83 59

rentnerband@dav-duesseldorf.de

Skigruppe

Henry Holze, Tel. 02432/892 92 70

skigruppe@dav-duesseldorf.de

Skitourengruppe

Justyna Wasilewska

skitourengruppe@dav-duesseldorf.de

Klettergruppe

Valentin Dreisen, Tel. 0152/21 97 41 70

valentin.dreisen@gmail.com

Tourengruppe Hermann-von-Barth

Gabriele Welters

Tourengruppe.hvb@dav-duesseldorf.de

Wandergruppe

Gabi Cremerius, Tel. 0211/42 94 76

wandergruppe@dav-duesseldorf.de

Sportwandergruppe

Jeanette Zimmermann,

Dorothee Köhler,

Lutz Pfafferott,

Pascal Bauer

sportwandern@dav-duesseldorf.de

Hütten

Eifelhütte

Winni Schwippert

Tel. 02173/759 02, Mobil 0171/119 55 08

huettenwart-eifelhütte@dav-duesseldorf.de

Hermann-von-Barth-Hütte

Harald Wolf, info@hermann-von-barth.at

IMPRESSUM

DER BERG

Magazin des DAV Düsseldorf

58. Jahrgang, Nr. 1, Juni 2019

Herausgeber:

Deutscher Alpenverein

Sektion Düsseldorf e.V.

Redaktion: Andrea Hinz,

Dorothee Köhler

Autoren dieser Ausgabe:

Leonie Baranowski, Gabi Cremerius,

Thorsten Eylmann, Volker Götz,

Hagen Goetzke, Andrea Hinz,

Beate Karperien, Dorothee Köhler,

Markus Masiorek, Michael Niggemann,

Patric Scharoff, Franziska Scheibel,

Jörn Schilcher, Alexandra Schütze,

Saskia Seeger, Jürgen Suckau,

Justyna Wasilewska

Korrektorat: Susanne Ruprecht

Gestaltung: Uta Regenscheit

Bildbearbeitung: under colour GmbH

Druck: Bonifatius GmbH

Verantwortlich für Anzeigen:

Redaktion.berg@dav-duesseldorf.de

Es gilt die Preisliste Nr. 5 (03.02.2018)

Der Bezugspreis ist durch den Mitgliedsbeitrag

abgegolten. Ist die Sektion durch höhere Gewalt,

Streik oder dergleichen an ihrer Leistung verhindert,

besteht keine Ersatzpflicht.

Das Magazin und alle in ihm enthaltenen Beiträge

und Abbildungen sind geschützt. Verwertung ohne

Einwilligung des Herausgebers ist nicht gestattet. Die

Redaktion behält sich die Kürzung und Bearbeitung

von Beiträgen vor. Namentlich gekennzeichnete Artikel

geben die Meinung der Autoren wieder. Für unverlangt

eingesendete Manuskripte, Fotos und Datenträger oder

Unterlagen jeglicher Art wird keine Haftung übernommen.

Rücksendung erfolgt nur gegen Beilage eines

frankierten Rückumschlags.

Dieses Magazin wurde mit Energie aus 100% Wasserkraft und ohne schädlichen Industriealkohol hergestellt. Die Produktion nimmt eine Druckerei vor,

die ein Qualitäts- und Umweltsystem aufgebaut hat, das alle Anforderungen der DIN EN ISO 9001 und DIN EN ISO 14001 erfüllt, sowie die Vorgaben des

Eco-Management and Audit Scheme (EMAS) der Europäischen Union). Zusätzlich wurde das Magazin mit Hilfe des Climate Partner klimaneutral produziert.

D.h. es ist ein CO2-Ausgleich durch Unterstützung international anerkannter Klimaschutzprojekte erfolgt.

1|2019 DER BERG 43


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44 DER BERG 1|2019

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40223 Düsseldorf am Bilker Bahnhof

Fon 0211 - 341742 · info@sackpack.de

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Mo - Fr 10h - 19h · Sa 10h - 18h

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