ACS Automobilclub - Ausgabe 05/2019

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Ausgabe 05/2019

Das Magazin des Automobil Club der Schweiz | Edition Deutschschweiz

AU TO

Neuheiten

KOMPAKT-SUV

KOMMT OBEN OHNE

Die Familie des VW T-Roc bekommt Nachwuchs. Nach dem

Basismodell und der R-Version lancieren die Wolfsburger

das erste Crossover-Cabrio der Kompaktklasse

ACS

REISE NACH

SCHWEDEN EIN

TOLLER ERFOLG

Vierzig ACS-Mitglieder erlebten in

Volvo-Modellen eine eindrückliche

Reise quer durch Schweden

Wahlen 2019

ACS SETZT SICH

FÜR SEINE

MITGLIEDER EIN

Der ACS und Politiker beziehen

Stellung zu den wichtigsten

verkehrspolitischen Fragen


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EDITORIAL

DER GANG AN DIE URNE

IST EIN MUSS

Der Sonntag, 20. Oktober 2019, ist Wahlsonntag. Kein herkömmlicher Sonntag

also, denn mit den Wahlen in die eidgenössischen Räte werden die Karten

in Bern auch in Sachen Verkehrspolitik für die kommenden vier Jahre

neu gemischt. Davon sind wir alle betroffen, vor allem, wenn es um Themen

rund um den motorisierten Individualverkehr geht.

Deshalb ist der Gang an die Urne ein Muss.

I

n der nächsten Legislatur stehen in den eidgenössischen

Räten wegweisende Geschäfte zur Debatte, die unsere

Verkehrsinfrastruktur im Allgemeinen und den motorisierten

Individualverkehr im Speziellen für die Zukunft

massgeblich beeinflussen werden. Ich denke

da beispielswiese an die Totalrevision

des CO2-Gesetzes.

Durch die in den letzten Monaten

anhaltende Klimadebatte bläst uns Autofahrenden

ein starker Gegenwind ins

Gesicht. Vorhaben, welche die Gewährleistung

des Verkehrsflusses auf der Strasse

betreffen, werden es zunehmend schwer

haben. Wir dürfen aber nicht vergessen,

dass die Gewährleistung der Mobilität ein

wesentlicher Faktor für den Erfolg unserer

Wirtschaft und für unsere vernetzte Gesellschaft

ist. Damit die bürgerlichen Parteien

auch in der kommenden Legislatur

zusammen mit dem ACS die Interessen der

Automobilistinnen und Automobilisten in

Bundesbern vertreten können, ist es unerlässlich,

dass die bürgerlich Wählenden

ihre demokratischen Rechte wahrnehmen

und an die Urne gehen. Wer wählt, kann

die Politik generell und damit auch die zukünftige Verkehrspolitik

mitbeeinflussen. Darum möchte ich an dieser Stelle an Sie alle appellieren:

Nutzen Sie Ihre Bürgerrechte und gehen Sie wählen! Wer

am 20. Oktober 2019 nicht persönlich an die Urne gehen mag, kann

ja ganz einfach brieflich wählen. Hauptsache Sie machen mit und

wählen die Kandidatinnen und Kandidaten, die Ihre verkehrspolitischen

Interessen in Bern am besten vertreten.

In den Reihen des ACS gibt es schweizweit einige Mitglieder,

die für einen Sitz in den eidgenössischen Räten kandidieren. Diesen

Kandidatinnen und Kandidaten, die aus verschiedenen Kantonen

und Regionen kommen, stellen wir in einem Sonderteil dieser

Ausgabe des ACS Magazins eine Plattform zur Verfügung, damit

sie sich zu den brennendsten Verkehrsthemen kurz äussern können.

Wir haben jeder und jedem von ihnen

drei Fragen zu aus unserer Sicht brennenden,

verkehrspolitischen Themen gestellt,

zu denen sie ihre Haltung kurz äussern

konnten. Eine Übersicht über alle Kandidierenden

und deren Antworten finden Sie

auf den Seiten 35 bis 42. Damit möchten wir

Ihnen, liebe ACS Mitglieder, die Möglichkeit

bieten zu sehen, welche Clubmitglieder

kandidieren und wie sich diese Kandidatinnen

und Kandidaten für Ihre verkehrspolitischen

Interessen in Bern einsetzen

und diese entsprechend vertreten würden.

Nutzen Sie diesen Service, und machen Sie

sich selber ein Bild.

Ganz unabhängig davon, ob Sie Ihre

Wahlliste schon zusammengestellt haben

oder nicht, tragen Sie bitte den 20. Oktober

2019 in Ihrer Agenda ein, und nutzen Sie

Ihr Wahlrecht. Nur so können wir sicherstellen,

dass die Weichen der Mobilität der

Zukunft im Sinne von uns Nutzern des motorisierten Individualverkehrs

gestellt werden.

Ihr Thomas Hurter

Zentralpräsident

Panne?! Assistance-Nummer wählen

+41 44 283 33 77

NR. 05/2019

AUTO

3


INHALT

NEUHEITEN S.13

HISTORISCHE VERÄNDERUNG

Chevrolet hat in den USA die neue Corvette

Stingray eingeführt. Die US-Ikone

wird erstmals von einem 495 PS starken

6,2-Liter-V8-Mittelmotor angetrieben.

T-ROC-FAMILIE ERHÄLT ZUWACHS

Auf der Internationalen Automobilausstellung

in Frankfurt feiert die Cabriolet-

Version des VW T-Roc seine Weltpremiere.

Zu den Händlern rollt er aber erst 2020.

5. GENERATION DER KLEINWAGEN-IKONE

In etwas mehr als einem Monat lanciert

Renault die nächste Generation der Kleinwagen-Ikone

Clio. Neu gibt es ihn auch mit

einem E-Tech-Vollhybrid-Antrieb.

NEUE TOPVERSION DES ALPINE A110

Bereits das vierte Derivat seines erfolgreichen

Zweisitzers A110 bringt der französische

Sportwagenhersteller Alpine auf den

Markt. Die S-Version leistet satte 292 PS.

SKODA STARTET ELEKTRO-OFFENSIVE

Mit dem CitigoE iV und dem Plug-in-

Hybrid Superb iV lanciert die VW-Tochter

Skoda ihre Elektro-Offensive. Bis 2022

sollen zehn E-Autos angeboten werden.

UMFANGREICHE MODELLPFLEGE

Nach vier Produktionsjahren wurden der

A4 und S4 von Audi einer umfangreichen

Modellpflege unterzogen. Das Ergebnis

überzeugt – optisch wie technisch.

TECHNIK S.08

ELEKTROMARKT NIMMT FAHRT AUF

Nicht zuletzt unter dem Druck der

CO2-Gesetzgebung hat die E-Mobilität

nun Fahrt aufgenommen. Wir gehen der

Frage nach, ob Batterieautos tatsächlich

den Königsweg darstellen.

ACS S.06

SPECIAL S.10

BALD ELEKTRISCH UND AUCH AUTONOM?

Die Wende in der Mobilität geht nicht so

problemlos über die Bühne. Am ersten

Innovationsforum Mobility in Zürich berichteten

Unternehmer und Forscher über

die neuen Herausforderungen.

KOLUMNE S.12

DIE KUNST DES AKTIVEN NICHTSTUNS

ACS-Botschafter Tom Lüthi zeigt in seinem

Beitrag auf, wie er am besten vom

stressigen Rennalltag abschaltet kann.

SCHWEDEN UND VOLVO FASZINIEREN DIE TEILNEHMER DER ACS-SPEZIALREISE

Die ersten ACS-Spezialreisen nach Schweden sind auf grosses Interesse gestossen.

So gross, dass gleich zwei Reisen organisiert werden mussten. Dabei erlebten die 40

ACS-Mitglieder die herrlichen Landschaften, die Kultur und kulinarische Höhenflüge.

Gleichzeitig durften sie in den neuesten Modellen von Volvo über 580 Kilometer von

Küste zu Küste fahren.

4

AUTO NR. 05/2019


inhalt

WAHLEN 2019 S.35 – 42

Impressum

DER GANG AN DIE URNE IST FÜR AUTOFAHRER AM 20. OKTOBER EIN MUSS

Der ACS setzt sich auf Bundesebene genauso wie auf kantonaler und kommunaler Ebene dafür ein, dass

der motorisierte Individualverkehr in der Mobilität der Zukunft seine Bedeutung behält. In einer Übersicht

bezieht er Stellung zu den wichtigsten Themen. Zudem befragt der ACS 33 Nationalrats- und Ständeratskandidaten,

die sich am 20. Oktober dem Stimmvolk zur Wahl in die eidgenössischen Räte stellen, zu

ihrer Meinung bei den drei Kernthemen CO2, Tempo 30 und Mobilitäts-Preissystem.

VERKEHRSSICHERHEIT S.26

WIR KLÄREN SIE AUF !

E-Trottinett, Elektro-Stehroller, Monowheels –

sie alle sind gerade in den Städten voll im Trend.

Aber nicht jedes Trendfahrzeug ist auf öffentlichem

Grund auch zugelassen.

ACS ON TOUR S.20

Verlag ACS-AUTO

© Automobil Club der

Schweiz (ACS)

Wasserwerkgasse 39

CH-3000 Bern 13

Tel. +41 31 328 31 11

Fax +41 31 311 03 10

www.acs.ch, info@acs.ch

Chefredaktion/

Anzeigenverkauf

Markus Rutishauser

Romanshornerstrasse 62B

CH-8280 Kreuzlingen

Mobile +41 79 406 90 23

markus.rutishauser@acs.ch

Produktion

Bodan AG

Druckerei und Verlag

Zelgstrasse 1

CH-8280 Kreuzlingen

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www.bodan-ag.ch,

druck@bodan-ag.ch

JUGENDFAHRLAGER S.32

SCHON MIT 17 AUTOFAHREN LERNEN

Schon seit rund 50 Jahren führt der ACS in den

Sommerferien gut besuchte Jugendfahrlager durch.

Auch in diesem Jahr waren die Events in den Flumserbergen

und im Melchtal ausgebucht und in jeder

Hinsicht ein Erfolg.

CARAVAN S.23

NEUES WOHNMOBIL VON VW

Der Grand California ist das erste von Volkswagen

von Grund auf konzipierte und gebaute Wohnmobil.

RATGEBER S.31

SO MEISTERN SIE DEN VERKAUF IHRER OCCASSION

Nicht alle Verkäufe von Occassionen verlaufen reibungslos.

Die CAP als Versicherungsdienstleisterin

des ACS zeigt Ihnen auf, worauf Sie achten sollten.

FRANKREICH ENTDECKEN

Unsere zweiwöchige Tour quer durch Frankreich

im Peugeot 508 Kombi hinterlässt

faszinierende wie überraschende Eindrücke.

REISEN S.28

SPANNENDE FLUSSREISE

Das Douro-Tal im Norden Portugals zählt

zum UNESCO-Weltkulturerbe. Wir haben auf

Einladung von Thurgau Travel auf der achttägigen

Flussreise viele tolle Eindrücke von Fluss,

Land, Wein, Essen und Kultur gesammelt.

Berichte

Titelbild und Testbericht

können einem Advertorial

entsprechen, wobei die Redaktion

jeglicher Verpflichtung

freibleibend und ohne Fremdeinsprache

die Beurteilung

des Objektes vornimmt.

Erscheinungsweise

8 Ausgaben pro Jahr. Für

die ACS-Mitglieder in den

Clubleistungen enthalten.

Auflage

76 717 Exemplare

(WEMF-beglaubigt 2018)

Nachdruck nur unter Quellenangabe

und mit Bewilligung

des Verlages gestattet.

Für unverlangt eingesandtes

Manuskript- und Bildmaterial

übernehmen Verlag und Redaktion

keine Haftung.

Titelbild

Werk

produziert mit

naturstrom

NR. 05/2019

AUTO

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ACS SPEZIALREISE

Die Juni Gruppe freut sich vor dem Volvo Museum auf den Start der Testfahrt.

MIT DEM ACS UND DEN NEUESTEN VOLVO MODELLEN VON GÖTEBORG NACH STOCKHOLM

FASZINATION SCHWEDEN

Vierzig ACS-Mitglieder

erlebten eine abwechslungsreiche

und eindrückliche

Reise quer

durch Schweden von

der West- zur Ostküste.

Ein besonderer Genuss

war dabei die 580 km

lange Fahrt in den

Top-Modellen von Volvo.

G

ross war die Nachfrage für

die ACS Mitgliederreise

durch Schweden Anfang

Juli, was die Veranstalter

freute und veranlasste, eine zusätzlich

identische Reise Ende Juni durchzuführen.

Zum Einstimmen und Kennenlernen

trafen sich die Teilnehmer in der Swiss

Lounge, bevor es in einem zweistündigen

Direktflug von Zürich nach Göteborg

ging. Nach einem kurzen Abstecher durch

die Stadt wurde zum Welcome Apéro und

Dinner in der Sky-Bar im 12. Stock des Hotels

Riverton geladen: Was für eine einmalige

Aussicht über Göteborg bei glühendem

Sonnenuntergang – und passend dazu die

Nach dem Schweden-Buffet wartet die Juli-Gruppe auf das Schiff von Vaxholm nach Stockholm.

leckere Küche mit Rentierfilet und Wolfsbarsch!

Ausblick von der Sky-Bar über Göteborg.

SCHWEDISCHE AUTOMOBILKUNST

Spannung herrschte am nächsten

Morgen. Nach einer interessanten und

charmanten Führung durch das Volvo

Museum wurden die neuesten Volvo Modelle

für die zweitägige Testfahrt zugeteilt

– jeweils ein Volvo pro Paar. Zur Verfügung

standen ein Split bestausgestatteter V60

und XC 90 Modelle. Das moderne Infotainmentsystem

und die Ziele waren bereits

vorprogrammiert, und so ging’s schnell

los in Richtung Trollhättan zum Saab Car

Museum.

6

AUTO NR. 05/2019


ACS SpezialReise

Für alle verlief die erste Etappe der

Fahrt äusserst angenehm und entspannt.

Ein feiner Lunch inmitten der berühmten

Showmobile von Saab wie Aero X und 9 X

sowie herausragende Modelle aus der Saab

History zeigten die hohe Innovationskraft

der einzigartigen Marke mit Flugzeuggenen.

Bedingt durch den finanziellen Kollaps

der Muttergesellschaft General Motors

im Jahr 2009 wurde Saab vom Markt

genommen und kam trotz Versuchen von

Investoren nicht mehr auf die Beine. Heute

werden im ehemaligen Saab Werk unter

dem Namen NEVS Elektroautos für China

gebaut.

Mit diesem Saab 96 hat Erik Carlsson zweimal die Rallye Monte Carlo gewonnen.

Stockholm, das Venedig des Nordens.

Kaum angekommen in Segeltorp werden die

Volvo für den Rücktransport geladen.

QUER DURCH SCHWEDEN

Weiter führte die Reise dem Vännernsee

entlang durch typische schwedische

Landschaften. Wer Lust hatte, legte einen

Kaffeestopp im Bootshafen von Amål ein.

Treffpunkt am Abend war in Karlstad, eine

hübsche Stadt am Nordrand des Vännernsees,

die sich rühmt, dass ihre Einwohner/

innen besonders fröhlich sind – nach ein

paar Ölen (schwedisch für Bier) waren wir

es auch. Übrigens kennen dort einige Leute

die Schweiz recht gut, da ihr Spitzen-Hockeyteam

Färjestad BK schon mehrmals

am Spengler-Cup in Davos gespielt hat.

Am zweiten Tag ging die Fahrt weiter

über Örebro und Eskilstuna nach Mariefred

zum Lunch im ältesten Gasthof

Schwedens, dem Gripsholms Värdhus. Ein

malerischer historischer Ort, der gleich

neben dem berühmten Schloss Gripsholm

liegt und u.a. bekannt ist durch die TV Filme

von Inga Lindström.

Und schon stand die letzte Etappe

über Södertalje nach Segeltorp vor den

Toren von Stockholm auf dem Programm.

Dort hiess es Abschied nehmen von den

inzwischen sehr geschätzten Volvo Modellen.

Mit einem Shuttle-Bus ging es weiter

nach Stockholm, in das Venedig des

Nordens, das auf 14 Inseln erbaut ist, die

mit 56 Brücken verbunden sind. Eine facettenreiche

Metropole, in der trotz ihrer

Grösse von einer Million Einwohnern und

jeder Menge Touristen nie Hektik oder

Enge aufkommt. Man schätzt das glitzernde

Wasser, die Schiffe und Boote zwischen

den Stadtteilen, die grosszügigen Parks sowie

den spannenden Mix aus historischem

und modernem Ambiente.

Nach einen fröhlichen Dinner in der

Torpedverkstan (Torpedowerkstatt), einem

Trendrestaurant in den alten Gemäuern

der Marine auf der Insel Skeppsholmen,

folgte am nächsten Abend eine

Schifffahrt durch den Schärengarten vor

Stockholm auf die Halbinsel Vaxholm, wo

es ebenso gemütlich hin und her ging bei

einem feinen Smörgåsbord (Schwedenbuffet).

Ein perfekt passender Abschluss für

eine faszinierende Schweden-Reise.

Text und Bilder Christoph Bleile/zVg

Historisches Bijou: Gripsholms Värdshus.

Die Gäste finden Volvo und Schweden cool!

Am Hafen von Mariefred

NR. 05/2019

AUTO

7


TECHNIK

REIN ELEKTRISCH

IN DIE NEUE AUTOWELT?

VW lanciert mit zahlreichen ID.-Derivaten seine Elektrozukunft

Nach schleppendem

Anlauf kommt nun

Schwung in den Elektroautomarkt.

Unter

dem Druck der CO2-Gesetzgebung

werden

viele neue Elektro- und

Plug-in-Hybridmodelle

lanciert. Aber stellen

die Batterieautos den

Königsweg dar?

S

chon bald bringt Volkswagen

den ID.3 auf die Strasse. Zahlreiche

Ableger anderer Konzernmarken

werden folgen,

und auch Ford will künftige Elektroautos

auf der E-Plattform von VW aufbauen. Bis

Ende 2022 soll weltweit die Produktion

von 27 Modellen für Konzernmarken starten.

Laut der Roadmap E von VW sind bis

2025 mehr als 80 elektrifizierte Modelle

geplant, darunter rund 50 reine Stromer.

Weil auch der PSA-Konzern mit Citroën,

DS, Peugeot und Opel sowie die Allianz

von Renault, Nissan und Mitsubishi auf die

Elektroschiene einbiegen, dürfte das batteriebetriebene

Auto nun auch in der Mittel-

und der Kompaktklasse Fuss fassen.

Dipl.-Ing. Matthias Kratsch, IAV GmbH Berlin

REGENERATIVE ENERGIEQUELLEN

Das Elektroauto und seine Steckerhybrid-Verwandten

helfen Herstellern und

Importeuren als «CO2-Blender», Bussen

für übermässige Emissionen zu vermeiden.

Allerdings müssten in Zukunft neben

der Tank-to-wheel-Bilanz, die heute als

Grundlage der aktuellen CO2-Gesetzgebung

für Fahrzeugflotten in Europa dient,

auch die Well-to-wheel-Emissionen und

die Life-Cycle-Bilanzen betrachtet werden.

«CO2-freie Mobilität im Jahr 2050 baut

auf regenerative Primärenergien als Basis

für die zu bereitstellenden Energieträger.

Dies kann direkt in Form von Strom

oder umgewandelt in Form von Power-to-X-Treibstoffen

– somit auch Wasserstoff

– im Falle der erneuerbaren Energien

oder auf Basis von Biomasse erfolgen», erklärte

Diplom-Ingenieur Matthias Kratsch

von der Berliner IAV GmbH anlässlich des

diesjährigen Wiener Motorensymposiums.

Grundlage für eine noch zu definierende

zukünftige Gesetzgebung müsste die gesamte

Energiekette von der Quelle bis zum

Rad (Well to wheel) bilden. Da laut Kratsch

«eine Mobilitätswende nur gemeinsam

mit einer Energiewende darstellbar ist»,

erfordere der Weg in eine CO2-neutrale

Mobilität eine ganzheitliche Betrachtung.

Dabei müssten sämtliche Branchen über

alle Sektorgrenzen hinweg gemeinsame

Anstrengungen unternehmen. Eine wesentliche

Voraussetzung für die nachhaltige

Mobilität der Zukunft ist also vor allem

die ausreichende Erzeugung regenerativer

Energien.

8

AUTO NR. 05/2019


Technik

Zuordnung der Antriebskonzepte zu unterschiedlichen Mobilitätsanforderungen.

flüssigen Kohlenwasserstoffverbindungen

können aus Elektrolyse-Wasserstoff und

CO2 hergestellt werden, ohne dass dazu

auf fossile Quellen zurückgegriffen werden

muss.

Als weitere Alternative kommen

Brennstoffzellenfahrzeuge in Betracht. Sie

werden von Elektromotoren angetrieben,

kommen ohne allzu voluminöse und schwere

Batterien aus und lassen sich zudem in

kurzer Zeit mit Wasserstoff betanken.

Spezifische Treibhausgasemissionen für unterschiedliche Antriebe in einem Kompaktklasseauto.

EFFIZIENTE ENERGIENUTZER

Zweifellos stellen batterieelektrische

Fahrzeuge für die individuelle Mobilität

eine wichtige Stütze dar, da sie die verfügbare

Primärenergie am effizientesten

in nutzbare mechanische Energie umwandeln.

Allerdings gibt es je nach Einsatzzweck

der Fahrzeuge eine ganze Reihe

von Fällen, in denen Batterie-Elektroautos

nicht das optimale Verkehrsmittel sind.

In ländlichen Gebieten, wo in der Regel

höhere Jahresfahrleistungen erforderlich

sind und entsprechend mehr Bedarf

an grossen Reichweiten besteht, erscheinen

Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren

nach wie vor als die sinnvollste Art der

Mobilität. Wesentliche Kriterien für die

Akzeptanz alternativer Antriebe sind in

diesen Gebieten die sichere Verfügbarkeit

und die Kosten.

Aber auch im Güterfernverkehr ist die

Verwendung von Batteriefahrzeugen kaum

sinnvoll umzusetzen; es werden also weiterhin

Konzepte für verbrennungsmotorische

Antriebskonzepte notwendig sein. Deshalb

wird noch immer viel Zeit und Geld in neue

Techniklösungen zur Erhöhung der Wirkungsgrade

solcher Antriebe investiert.

Benzin- und Dieselmotoren lassen

sich in Fahrzeugen aller Segmente mit neuen,

synthetisch hergestellten Treibstoffen

nachhaltig betreiben. Ziel ist es dabei, eine

grosse Dichte der Energiespeicherung für

den CO2-neutralen Betrieb dieser Fahrzeuge

zu erreichen. Möglich ist dies sowohl

mit Power-to-Gas- als auch Power-to-Liquid-Treibstoffen.

Solche gasförmigen oder

NACHHALTIGKEIT DER KONZEPTE

Mit der Lebenszyklusbewertung LCA

(Live Cycle Assessment) werden die umweltrelevanten

Emissionen über den gesamten

Lebenszyklus eines Fahrzeugs

quantifiziert. Im Fall von Autos mit unterschiedlichen

Antriebsvarianten wird

aufgezeigt, in welcher Lebensphase – von

der Rohstoffgewinnung über Herstellung

und Nutzung bis zur Verwertung – die

Antriebskonzepte ihre Vor- und Nachteile

haben. Die Grafik links zeigt den Vergleich

des Treibhausgaspotenzials unterschiedlich

angetriebener Kompaktklasseautos

auf. Die Bewertung erfolgt in Gramm

CO2-äquivalent pro Kilometer für eine

Laufleistung von 200 000 km. Neben CO2

wurden in dieser Berechnung auch weitere

klimaschädliche Komponenten wie

CH4 (Methan, Erdgas) oder N2O (Lachgas)

berücksichtigt. Deutlich zu erkennen ist

dabei, dass mit Otto- und Dieselmotoren

angetriebene Fahrzeuge bei CO2-neutraler

Strom- und Stahlherstellung klare Vorteile

gegenüber Elektrofahrzeugen haben.

Text Stefan Hauri / Bilder zVg

Voraussichtliche Verteilung der Antriebssysteme in Personenwagen bis 2060.

NR. 05/2019

AUTO

9


SPECIAL

INNOVATIONSFORUM MOBILITY

BALD ELEKTRISCH –

UND AUCH AUTONOM?

Beim ersten Innovationsforum Mobility in Zürich berichteten Unternehmer

und Forscher über die neuen Herausforderungen im Zusammenhang mit der Elektromobilität.

So ganz problemlos geht die Wende offenbar nicht über die Bühne.

Von links: Martin Erb, Volker Fröse, Marco Piffaretti und Christoph Wolnik.

D

ie bevorstehenden Abgasgrenzwerte

zwingen

die Autohersteller zur

schnellen Einführung einer

grossen Anzahl emissionsfreier Modelle.

Nur mit vielen «Steckermodellen»

– Batterie-Elektroautos und Plug-in-Hybriden

– ist es möglich, die Limite von 95

Gramm CO2 pro Kilometer einzuhalten.

So beginnt daher nicht nur für die Autohersteller,

Importeure und Privatkunden,

sondern auch für Flottenbesitzer, Fuhrparkmanager

und Transportlogistiker

eine neue Ära.

Zwar stehen alle der Elektromobilität

positiv gegenüber, doch hielten die

Fachreferenten bei der Tagung Innovationsforum

Mobility in Zürich fest, dass die

anlaufende Elektrifizierung der Autoantriebe

neben vielen Vorteilen auch zahlreiche

knifflige Herausforderungen mit sich

bringe. Eine wichtige Erkenntnis ist, dass

die Antriebswende sehr komplex ist, die

Einführung der elektrifizierten Fahrzeuge

also gut überlegt sein will. Offenbar ist

der batteriebasierte Elektroantrieb kein

Königsweg, denn je nach Fahrzeugtyp und

Einsatzzweck sind unterschiedliche Antriebsformen

zu wählen.

DIFFERENZIERTE BETRACHTUNG

NÖTIG

Für Christian Bach, Abteilungsleiter

Fahrzeugantriebssysteme bei der Empa,

Dübendorf, ist es unbedingt notwendig,

dass für den Einsatz sämtlicher Fahrzeugantriebe

regenerative Energie zum Einsatz

kommt. Elektroautos, die ideal für den

Agglomerationsverkehr, aber untauglich

für Langstreckenfahrten sind, müssten

also auch mit «sauberem» Strom betrieben

werden können. Für den Schwerverkehr

und lange Fahrten im Personenwagen eignen

sich mit Gas oder synthetischen Flüssigtreibstoffen

betriebene Verbrennungsmotoren

besser. «Würde überschüssige

Christian Bach fordert für sämtliche Fahrzeugantriebe

regenerative Energie.

erneuerbare Elektrizität im Sommerhalbjahr

nur zur Hälfte zur Herstellung von

synthetischem Treibstoff genutzt, könnten

mehrere 100 000 Fahrzeuge CO2-neutral

mit einheimischer Energie betrieben

werden», hält Bach fest.

Volker Fröse, Stabschef Verkehr beim

Bundesamt für Strassen, und Christoph

Wolnik von Auto Schweiz erörterten die

Ziele von Bund und Importeurenvereinigung.

Gemäss Roadmap Elektromobilität

des Bundes sollen bis 2022 15 Prozent der

Neuzulassungen Steckerfahrzeuge sein.

Auto Schweiz forderte als Zwischenziel

für 2020 bereits im vergangenen Jahr einen

Anteil von zehn Prozent. Bereits 2025

sollen die CO2-Grenzwerte von 95 g/km

dann um weitere 15 Prozent gesenkt wer-

10

AUTO NR. 05/2019


Special

den, und für 2030 wird eine nochmalige

Verringerung von 37,5 Prozent in Aussicht

gestellt. Damit sich derart rigorose Ziele

erreichen lassen, werden auf dem Schweizer

Autobahnnetz bei 62 Raststätten und

100 Rastplätzen Schnellladestationen eingerichtet.

Die ersten werden im Sommer

2020 betriebsbereit sein.

ELEKTROMOBILITÄT MUSS

RENTABEL WERDEN

«Erst kommt das Fressen, dann die Moral»,

zitierte Martin Erb, Direktor Alphabet

Fuhrparkmanagement, Bertolt Brecht.

Flottenbesitzer würden sich erst dann für

E-Autos entscheiden, wenn das Angebot

reichhaltiger und die Kostensituation vorteilhafter

geworden sei. Nach wie vor ist für

Flottenmanager das TOC-Argument (Total

Cost of Ownership) entscheidend.

Für Jules Pikali von der Oekowatt AG,

Luzern, muss sich auch das Bauwesen der

neuen Weltordnung anpassen. Vermehrt

sollen auch Architekten und Bauingenieure

die Elektromobilität berücksichtigen.

Es muss «von Anfang an richtig gebaut

werden». Dazu wird derzeit das Merkblatt

«SIA 2060» erarbeitet, das mit fachlichen

Grundlagen und einheitlichen Begrifflichkeiten

für mehr Planungssicherheit sorgen

soll. Darin enthalten sind Themen von der

Elektrizitätsbeschaffung über die Leistungsbewirtschaftung

im Gebäude bis zur

Beschriftung der Parkplätze. Wenn nicht

Autonomes Fahren.

Solarenergie.

morgen, dann «übermorgen sollen alle

Gebäude mit Ladestationen ausgestattet

sein», fordert Picali.

Noch immer hat die Elektromobilität

das Kostenproblem Energiespeicher. Lithium-Ionen-Akkus

sind nämlich nicht nur

zu gross und zu schwer, sondern auch zu

teuer. Deshalb werden heute noch mehrheitlich

hochpreisige Modelle angeboten,

bei denen sich diese Kosten eher vertreten

lassen. Mit 100 000-Franken-Modellen

ist aber eine grossräumige Verbreitung

Urbane Mobilität.

von Elektroautos nicht zu schaffen. Möglicherweise

kommen aber schon bald

neue Impulse aus China, etwa in Form des

Kompakt-SUV Aiways U5. Laut Alexander

Klose, Executive Vice President Overseas

Operations beim jungen chinesischen Hersteller

Aiways, wird das Modell U5 bereits

im nächsten Jahr in Europa auf die Strasse

kommen – zu einem Preis, der «auf dem Niveau

eines VW Tiguan» liegt.

AUTONOM IN FERNER ZUKUNFT

Das Hype-Thema Autonomes Fahren

kam in Zürich in der Schlussrunde zur

Sprache. So richtig vorstellen kann sich

dies heute kaum einer. Reservatähnliche

Zonen wie Innenstädte oder Autobahnen

sind denkbar als Einsatzgebiete autonom

fahrender Autos, nicht aber Städte mit hohem

Verkehrsaufkommen und noch während

Jahrzehnten gemischtem Verkehr.

Zwar freut sich Marco Piffaretti, Leiter

Mobilität bei Energie 360°, auf die Zeit, in

der ihn sein Auto selbstfahrend durch den

Gotthardtunnel nach Zürich transportiert,

doch bleibt beispielsweise bei Volker Fröse

der Sinn des autonomen Fahrens weitgehend

verborgen. Weshalb man das Fahren

einer Maschine überlassen soll, erklärt er

sich mit «vielleicht einfach, weil man es

kann». So wirklich notwendig ist das nicht

– zumal die Verkehrsdichte dadurch voraussichtlich

noch zunehmen würde.

Schnellladenetz.

Text Stefan Hauri / Bilder Stefan Hauri/zVg

NR. 05/2019

AUTO

11


IN NEUHEITEN KÜRZE

KUNST DES AKTIVEN

NICHTSTUNS

R

ennweekends sind immer ziemlich

hart – zumal die drei aktiven Tage

auf der Rennstrecke ja nur die Spitze

des Eisbergs sind, die man als

Aussenstehender vom Trainings alltag eines

Profisportlers sieht. Für mich sind es jeweils

Tage, in denen ich nicht nur körperlich,

sondern vor allem auch mental so gut wie in

jedem Moment voll da sein muss. Vielleicht

gehöre ich in dieser Beziehung zu den Sportlern,

die weniger gut abschalten können und

fast etwas zu sehr fokussiert sind.

An dieser Charaktereigenschaft gibt es aber nicht viel zu ändern – umso

mehr versuche ich dafür zu sorgen, dass ich nach den Rennwochenenden

meinen Ausgleich finde. Wenn immer möglich fahre ich noch am Rennsonntag

zu mir nach Hause, damit ich den Montag komplett der Erholung widmen

kann. Erholung bedeutet aber keineswegs, dass ich den Tag auf dem

Sofa verbringe – im Gegenteil. Am meisten Energie tanke ich draussen im

Grünen. Nicht ohne Grund wohne ich noch immer in der Natur – meiner Meinung

nach gibt es kaum etwas Erholsameres. Bei einer leichten Biketour,

beim Laufen oder im Winter beim Skifahren fällt es mir am einfachsten, den

Alltag für ein paar Stunden zu vergessen. So schaffe ich für mich persönlich

die perfekte Balance zwischen mentaler und körperlicher Erholung.

Natürlich brauche ich aber nicht nur diese einzelnen Tage – das würde im

Vergleich zum durchgeplanten Alltag mit Rennen, Trainings und Sponsorenterminen

niemals ausreichen. Meine Ferien, die ich genau wie alle Termine

und Rennweekends fest miteinplane, sind mir extrem wichtig. Ich verbringe

diese Zeiten mit Menschen aus meinem Umfeld, die mir helfen, den Alltag

zu Hause zu lassen und abzuschalten. Im Sommer verbringe ich deshalb

gerne einige Tage in Ägypten beim Kitesurfen, die freie Zeit im Winter dann

eher auf den Skipisten in den Schweizer Bergen, die ich ja glücklicherweise

praktisch vor der Haustür habe. Selbstverständlich mache ich das alles immer

im Bewusstsein, dass ich nicht das volle Risiko eingehe, weil bei einer

Verletzung einiges auf dem Spiel stehen würde. Beim letzten Kiteurlaub

im Juli haben sich fast alle meine Begleiter in irgendeiner Weise verletzt

– ich wurde glücklicherweise verschont. Und doch muss man sich ab und

zu etwas gönnen, was einem hilft, den Kopf freizukriegen. Wenn dies eben

Aktiverholung bei ein wenig Action ist, dann soll es so sein.

Ihr Tom Lüthi

ACS-Botschafter

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ÜBER DER IAA

Die Internationale Automobil-Ausstellung

(IAA), die vom 12. bis 22. September in

Frankfurt ihre Tore öffnet und zu den grossen

Inszenierungen der Branche zählt, steht

unter keinem guten Stern. So wie Peugeot,

Mazda, Volvo und Toyota kehren viele Aussteller

der traditionsreichen Show rund ums

Automobil den Rücken. Doch viel schwerer

wiegt: Die Automobilbranche steckt in

der Krise. Darüber können auch die vielen

IAA-Premieren nicht hinwegtäuschen.

Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer,

Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine

Betriebswirtschaftslehre und Automobilwirtschaft

an der Universität Duisburg-Essen

und um markige Statements selten

verlegen, prophezeit: «2019 ist das Jahr

der Gewinnwarnungen statt der grossen

Erfolge. Uns stehen schwere Krisenjahre

bevor.» Die Flut schlechter Nachrichten

scheint ihm Recht zu geben.

CHINA UND USA

SETZEN DER BRANCHE ZU

Daimler in rote Zahlen gerutscht. Ford

erleidet Gewinneinbruch. Stellenabbau bei

Bosch. Tesla-Aktie bricht ein. Konjunkturabkühlung

in China. Schwächere Werkstattumsätze

verhageln Start ins zweite

Halbjahr. Diese und andere Negativ-Schlagzeilen

der vergangenen Tage trüben die

Vorfreude auf die IAA, die Branchentreffpunkt,

Schaubühne sowie Diskussions- und

Demonstrationsfläche werden soll. An Themen

mangelt es nicht. Der Handels- und

Währungsstreit zwischen den Supermächten

USA und China setzt der Branche ebenso

heftig zu wie die Sorge über einen ungeordneten

Brexit, mit dessen Ankündigung

Premier Boris Johnson selbst viele Briten in

Angst und Schrecken versetzt.

Eines ist aber sicher: Auf der IAA wird

es an neuen Elektroautomobilen nicht

mangeln. Und vielleicht gelingt es den Ausstellern

sogar, ein paar der vielen offenen

Fragen zu beantworten, die Autofahrer

derzeit bewegen. Damit würden sie ihren

Kunden, Beschäftigten und sich selbst einen

guten Dienst erweisen. Denn verunsicherte

Märkte haben fatale Folgen.

Text rs

12

AUTO NR. 05/2019


NEUHEITEN

AUDI A4 / S4

WIEDER IN TOPFORM

Nach vier Jahren im selben

Kleid hat Audi den A4 einer

umfangreichen Modellpflege

unterzogen. Und die tut

dem seit 1994 produzierten

Erfolgsmodell richtig gut –

optisch wie technisch.

D

as Ziel der optischen Korrekturen

war es, das Mittelklassemodell

noch präsenter und

knackiger vorfahren zu lassen.

Breiterer, flacherer und tiefer nach unten

gezogener Singleframe-Grill plus neue

Scheinwerfer (optional mit Matrix-Technik),

mal mehr Chrom, mal mehr glänzendes

Schwarz im Kühlergrill, eine tiefere

Seitenpartie mit knackigen «quattro-Blistern»

in Form einer Messerklinge, hinten

TOPVERSION

MIT V6-DIESEL

eine die volle Breite nutzende Leuchteneinheit

und ein markanterer Diffusor: Fertig

ist der A4 2.0, der bereits im Stand viel

Dynamik versprüht.

Die wichtigen Themen Assistenzsystem

und Vernetzung haben die Ingolstädter

für die 6. Generation ebenfalls

gründlich bearbeitet. Dazu zählt das neue

Angebot «Functions on demand» für MMI

Navigation plus, Digitalradio und das Audi

Ein starkes Duo: Der praktischere S4 Avant wird in der Schweiz auch in Zukunft mehr Kunden

haben als die optisch sportlichere S4 Limousine.

Beim Interieur (hier der S4) setzt Audi unter

anderem auf einen weit oben platzierten

grösseren Touchscreen (MMI Touch-Display).

Smartphone Interface, die auch nachträglich

über die myAudi-App gebucht werden

können. Beim Interieur setzt Audi

auf einen grösseren Touchscreen (MMI

Touch-Display) und ein neu aufgebautes,

intuitives Bedienkonzept, das die Ablenkung

weiter reduziert.

Bei den Motoren ist die beinahe flächendeckende

Mildhybrid-Ausstattung

mit zwölf oder 48 Volt ein wichtiges Thema,

mit der sich zum einen mehr Antriebskomfort

und -power erreichen und zum

anderen bis zu 0,4 Liter je 100 Kilometer

Treibstoff sparen lassen. 6-Gang-Schalt-

Der Allroad hat identische Abmessungen, aber 35 mm mehr Bodenfreiheit und unterscheidet

sich vom normalen Avant durch Unterfahrschutz, Radlaufblenden, grössere Räder und eine

breitere Spur. Der Kofferraum fasst maximal 1495 Liter.

getriebe, 7-Gang-S tronic oder Achtstufen-tiptronic,

Front- oder quattro-Antrieb:

Audi bietet beim A4 und bei den S4-Modellen

immer die passende Antriebslösung.

Die Leistungspalette reicht von 163 PS bis

347 PS und stammt aus Vierzylinder-Dieseln

und TFSI-Benzinern sowie einem V6-

TDI. Die g-tron genannte Erdgas-Version

wird später nachgereicht, ein Plug-in-Hybrid

ist derzeit nicht angedacht.

Der 347 PS und 700 Nm starke Sechszylinder-Turbodiesel

steckt in S4 Limousine

und S4 Avant. Er sorgt für viel Mumm

in jeder Lebenslage. Die 48-Volt-Technik

samt elektrisch angetriebenem Verdichter

macht dem Selbstzünder ordentlich Beine

und eliminiert das Turboloch auf kaum

spürbare Reste. Der Dreiliter-TDI bringt

den knapp 1900 Kilogramm schweren S4

Avant problemlos in Schwung. So sprintet

der Sport-Kombi in nur 4,9 Sekunden aus

dem Stand auf Tempo 100 und erreicht

eine abgeregelte Spitze von 250 km/h.

Die Fahrmodi lassen sich nach Wunsch

und äusseren Umständen per Knopfdruck

wählen, die Dynamik-Lenkung liefert eine

wertvolle Rückmeldung. Serienmässig ist

ein S-Sportfahrwerk montiert, das die Karosserie

um 23 Millimeter tieferlegt. Optional

gibt es ein S-spezifisches Sportfahrwerk

mit elektronischer Dämpferregelung.

Bestellbar sind bereits alle A4- und

S4-Versionen. Sie stehen dann ab Herbst

bei den Händlern, zu Preisen zwischen

47 100 CHF (A4 Limousine 35 TFSI, 150

PS, S tronic) und 82 100 CHF (S4 Avant TDI

quattro, 347 PS, tipronic).

Text Markus Rutishauser / Bilder Werk

NR. 05/2019

AUTO

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NEUHEITEN

1

2

1 Der neue Renault Clio (hier die sportliche R.S. Line) baut auf der CMF-B-Konzernplattform auf. Die Federung glättet die meisten Fahrbahnunebenheiten

souverän aus. Dazu gibt es eine direkte, präzise Lenkung und LED-Licht. 2 Keine Kompromisse bei der Sicherheit: Im Stau hilft ein

Assistent, der sogar das Stop-and-Go beherrscht.

RENAULT CLIO

SAGA GEHT WEITER

Im Oktober rollt die bereits fünfte Generation des Renault Clio zu den Händlern.

Die Kleinwagen-Ikone will mit einem umfangreichen Fahrerassistenzpaket und

modernen Motoren punkten – inklusive E-Tech-Vollhybrid-Antrieb.

S

eit seiner Lancierung im Jahr

1990 wurde der Clio schon über

15 Millionen Mal verkauft. Seit

gut sechs Jahren ist er der meistverkaufte

Kleinwagen in Europa. Renault

möchte auf der Erfolgsspur bleiben und

versucht mit der Neuauflage, Evolution

(Optik) und Revolution (Innenraum) maximal

zu vereinen. «Der beste Clio aller

Zeiten,» betont Renault. Zurückhaltung

tönt anders!

Optisch sind die Designer behutsam

an die Weiterentwicklung herangegangen.

Der neue Clio wirkt einfach noch einmal

etwas moderner und eleganter als sein

nicht zuletzt seines Aussehens wegen sehr

erfolgreicher Vorgänger. Entgegen dem

Trend ist er mit 4,05 Meter sogar gut einen

Zentimeter kürzer ausgefallen. Die Frontpartie

wird geprägt von einer markant

profilierten Motorhaube, dem weiter nach

unten gezogenen Kühlergrill, neu gezeichneten

LED-Scheinwerfern und Tagfahrlichtern

in markentypischer C-Form. Die

Heckpartie hat Muskeln zugelegt und verfügt

erstmals über komplett in LED-Technik

ausgeführte Rücklichter. Mit 391 Litern

(+61 l gegenüber dem Clio IV) bietet

der neue Clio das grösste Volumen in seinem

Segment. Besonders sportlich ist die

erstmals für den Clio erhältliche R.S. Line.

Während die Optik pragmatische Veränderungen

erfahren hat, haben sich die

Ingenieure beim Interieur richtig ins Zeug

gelegt. Die verwendeten Soft-Touch-Materialien

und die Verarbeitung müssen

den Vergleich mit Fahrzeugen in höheren

Preissegmenten nicht scheuen. Ein Alleinstellungsmerkmal

besitzt das neue vernetzte

Touchscreen-Multimediasystem

Renault EASY LINK. Mit einer Bildschirm-

AB 2020 MIT

VOLLHYBRID

diagonale von 9,3 Zoll (23,6 cm) übertrifft

das freistehende und hochformatig eingebaute

Display sogar die Monitoren im

Espace und Talisman. Eine weitere Neuheit

im Clio-Cockpit ist das multifunktionale

Kombi-Instrument (7 oder 10 Zoll) in

TFT-Technik anstelle der bisherigen analogen

Anzeigen. Das neue Multifunktionslenkrad

und der gute Sitzkomfort runden

den Gesamteindruck positiv ab.

Die Motorenpalette umfasst zwei Dreizylinder-Benziner

mit 72 PS/95 Nm oder

100 PS/160 Nm (5-Gang-Schaltgetriebe;

Mixverbrauch 4,7 l/100 km; CO2-Ausstoss

107 g/km), einen Vierzylinder-Benziner

mit 130 PS/240 Nm (7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe;

5,5 l/100 km; 126 g/km)

sowie einen 1,5-Liter-Diesel mit 85 PS/220

Nm (6-Gang-Schaltgetriebe; 3,8 l/100 km,

101 g/km). Alle drei Benziner sind Neuentwicklungen.

Der 130-PS-Benziner ist klar

der sportlichste und beschleunigt den gut

1200 Kilogramm leichten New Clio in neun

Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100.

Die Preise für den neuen Renault Clio

beginnen bei 14 900 CHF für das erst ab

Ende November erhältliche Basismodell

1.0 Life. Die Topversionen sind (jeweils

mit 130 PS) der Clio R.S. Line ab 26 500

CHF und der Clio Initiale ab 29 700 CHF.

Ab 2020 wird der Clio dann als Premiere

für die Renault-Gruppe mit einer Vollhybrid-Motorisierung

(E-Tech) mit einer rein

elektrischen Reichweite von bis zu 60 km

angeboten.

Text Markus Rutishauser / Bilder Werk

14 AUTO NR. 05/2019


NEUHEITEN

VW T-ROC CABRIOLET

KOMPAKT-SUV OBEN OHNE

Die T-Roc-Familie wächst.

Nach dem Basismodell

und der R-Version lanciert

Volkswagen das erste

Crossover-Cabrio in der

Kompaktklasse. Es feiert

seine Publikumspremiere

auf der IAA in Frankfurt

(12. bis 22. September) und

rollt im ersten Halbjahr

2020 zu den Händlern.

T

rotz der eher sachlichen Designsprache

sieht das T-Roc Cabrio

nach viel Fahrspass aus und weckt

auf den ersten Blick Freizeitverlangen.

Es wird die Lücke füllen, die

nach dem Produktionsstopp der zweiten

Beetle- Generation am 10. Juli 2019 entsteht.

Ein Nachfolger des Oben-ohne-Käfers

ist nicht geplant – auch kein neues

Golf Cabrio. Angeblich wird bei VW aber

über eine neue, rein elektrisch angetriebene

Beetle-Version nachgedacht, die

dann zur ID.-Familie gehören könnte.

Das T-Roc Cabrio hat definitiv grössere

Chancen, sich am Markt zu behaupten als

das nicht besonders erfolgreiche, preislich

deutlich höher positionierte Evoque-Cabrio

von Range Rover. Auf die Frage, was

ihn so sicher macht, dass sich der T-Roc

besser behaupten wird als sein britischer

Konkurrent, meinte VW-Vorstandsmitglied

Jürgen Stackmann: «Weil es einfach

schön geworden ist!» Zumindest für Singles

und Paare eignet sich der wie der Tiguan

auf dem Modularen Quer-Baukasten

Fünf Wochen vor der Weltpremiere erklärt VW-Vorstandsmitglied Jürgen Stackmann (links)

ACS AUTO-Chefredaktor Markus Rutishauser exklusiv das neue VW T-Roc Cabrio.

ZWEI MOTOREN

UND FRONTANTRIEB

(MQB) basierende Fronttriebler durchaus

als Hauptfahrzeug. Das Kofferraumvolumen

beträgt alltagstaugliche 284 Liter. So

lassen sich Gepäck für den Wochenendausflug

oder Getränkeharassen für die Gartenparty

transportieren. Für die Ferien bieten

die Rücksitze zusätzlichen Platz – sofern

man nur zu zweit unterwegs ist. Auch lassen

sich die Rücksitze einzeln umklappen.

Für kürzere Ausflüge reisen im Fond auch

Erwachsene bis zu einer Körpergrösse von

1,80 Meter bequem. Das Stoffverdeck öffnet

sich elektrisch innerhalb von neun Sekunden;

schliessen geht einen Tick länger.

Ein Windschott gibt es ebenfalls.

Beim Motorenangebot gibt sich das

T-Roc Cabrio vorerst eher bescheiden:

Zur Wahl stehen zwei Benziner mit 115

PS/200 Nm (1,0-Liter-Dreizylinder) und

150 PS/250 Nm (1,5-Liter-TSI-Vierzylinder).

Für die aktuelle Topmotorisierung gibt

es das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe.

Allrad ist hingegen nicht vorgesehen. Zwei

Ausstattungsvarianten stehen zur Auswahl:

Advance und R-Line. Serienmässig

sind 17-Zoll-Räder montiert, optional gibt

es bis zu 19 Zoll.

Wem es gefällt, kann das Cockpit des

T-Roc Cabrios komplett digitalisieren. Das

«Active Info Display» mit 11,7 Zoll grossem

Bildschirm ist allerdings aufpreispflichtig.

Für ausreichend Konnektivität ist

ebenso gesorgt. Mit dem optionalen Infotainment-System

der jüngsten Generation

(MIB3) ist das Frischluft-SUV permanent

online und holt so neue Funktionen und

Dienste an Bord. Ein 400-Watt-System von

Beats sorgt für tollen Sound.

Bestellbar ist das VW T-Roc Cabrio in

der Schweiz ab Anfang 2020. Verfügbar

ist es dann cirka im April. Als Basispreis

nennt VW knapp 35 000 CHF. Das Topmodell

wird rund 45 000 CHF kosten.

Der Kofferraum schluckt ordentliche

281 Liter – oder eben Getränkeharassen.

Im T-Roc Cabrio fühlt man sich auf Anhieb

wohl. Das Interieur ist übersichtlich-modern.

Text Markus Rutishauser

Bilder Ingo Barenschee

NR. 05/2019

AUTO

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NEUHEITEN

ALPINE A110 S

NOCH EINEN TICK SCHÄRFER

Als viertes Derivat seiner

A110-Modellreihe

präsentiert Alpine die

scharfe S-Version. Satte

50 PS stärker, einen

Zehntel schneller (4,4

sec) und mit zahlreichen

Extras wie dem optionalen

Karbondach ausgestattet.

gearbeitet. Auch der Startknopf und die

Fahrmodi-Taste sind jetzt orange. Dazu

wird die S-Version in zwei Lackierungen

angeboten: in einem optionalen matten

Grau (Gris Tonnerre) und in Weiss. Weiter

gibt es exklusiv für den «S» formschöne

18-Zoll-Leichtmetallfelgen und orangefarbene

Bremssättel.

Der wichtigste Unterschied zu seinen

drei Brüdern findet sich beim S-Modell

hinter den Sportsitzen. Der 1,8-Liter-Vierzylinder

leistet 292 statt 252 PS und stemmt

In Le Mans gewann Alpine mit Partner

Signatech zum dritten Mal innerhalb von vier

Jahren.

D

er Mittelmotor-Sportwagen

der Renault-Tochtermarke Alpine

will ein weiteres Kapitel

in seiner Erfolgsgeschichte

schreiben. An der Alltagstauglichkeit

des Hecktrieblers ändert sich allerdings

nichts. Die Ingenieure haben am Fahrwerk

nichts verändert und beim Interieur

nur an Nuancen wie dem Farbwechsel von

Blau auf Orange bei den Stepnähten oder

der orangefarbigen «12 Uhr»-Markierung

auf dem unten abgeflachten Lederlenkrad

RÜCKKEHR IN

RALLYE-SPORT

ein maximales Drehmoment von 320 Nm.

Er verfügt über ein flinkes 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe

mit Schaltpaddels am

Lenkrad. So beschleunigt der 1114 Kilogramm

leichte Zweisitzer in nur 4,4 Sekunden

aus dem Stand auf Tempo 100. Die bis

zu 260 km/h schnelle Alpine A110 S lässt im

Paradesprint dank ihres Gewichtsvorteils

sogar einen mindestens doppelt so teuren

Auf dem A110 Cup wird auch die Rallye-

Version aufgebaut.

Porsche 911 Carrera stehen. Für souveräne

Verzögerung sorgt eine Hochleistungsbremsanlage

und für satte Bodenhaftung

ein Sportfahrwerk, bei dem im Alltag allerdings

auch der Komfort nicht zu kurz

kommt. Dank tiefem Schwerpunkt liegt die

Alpine A110 S in engen Kurven souverän auf

dem Asphalt. Der Preis für die S-Version

liegt bei rund 79 000 CHF.

Alpine sorgt in diesem Jahr auch im

Motorsport weiter für Furore. Mitte Juni

gewannen die Franzosen mit Partner Signatech

in der zweithöchsten und spannendsten

Klasse (LMP2) zum dritten Mal innerhalb

von vier Jahren die prestigeträchtigen

24 Stunden von Le Mans. Dazu entwickelt

sich die Alpine A110 GT4 und A110 Cup auch

auf den grossen Rennstrecken der Welt in

Szene positiv. Fast noch wichtiger ist aber

die Ankündigung von Alpine, im Herbst

wieder in den Rallye-Sport zurückzukehren.

Mit 300 PS, Mittelmotor und Heckantrieb

empfiehlt sich die von der A110 Cup abgeleitete

Rallye-Version primär für Rennfahrer,

die auf Asphalt-Prüfungen unterwegs sind.

Die S-Version wird in zwei Aussenfarben angeboten. Das Interieur wird von den exklusiven

orangefarbenen Ziernähten geprägt.

Text Markus Rutishauser / Bilder Werk

16 AUTO NR. 05/2019


NEUHEITEN

In kürze

1 2

3

1 Der Skoda Superb lässt sich als Plug-in-Hybrid bis zu 55 km rein elektrisch fahren, es gibt ihn in der Schweiz nur als Kombi. 2 Der elektrische

CitigoE folgt dem bekannten VW eUp, bringt aber mehr Reichweite. 3 Neu ist der Superb auch als Offroad-Version Scout mit 15 mm grösserer

Bodenfreiheit erhältlich. Mit dynamischem 2-Liter-Benziner (270 PS) oder Turbodiesel (190 PS). Beide ausschliesslich mit Allradantrieb und

siebenstufigem DSG.

SKODA CITIGOe IV UND SUBERB IV

ELEKTRO-OFENSIVE BEGINNT

Mit dem CitigoE iV sowie dem Plug-in-Hybrid Superb iV stehen die ersten beiden elektrifizierten

Fahrzeuge von Skoda vor der Lancierung. Gleichzeitig führen die Tschechen

die Submarke iV für alle künftigen Elektro-Autos sowie auch Mobilitätslösungen ein,

wie etwa Wallboxen oder Online-Dienste zur Reservierung von Ladesäulen.

I

n den nächsten Jahren will Skoda

zwei Milliarden Euro in die Elektrifizierung

investieren. Bis 2022 sollen

zehn E-Modelle im Angebot stehen.

Drei Jahre später wird der Anteil der

E-Fahrzeuge am Gesamtabsatz schon auf

rund 25 % gestiegen sein, schätzt Skoda

Chef Bernard Maier. Mit der Produktion

der Stromer will Skoda zeitnah beginnen.

Ab wann die CitigoE iV und Superb iV ausgeliefert

werden, steht aber noch nicht fest.

Den Antrieb des viersitzigen City-Flohs

übernimmt ein 61 kW/83 PS starker Elektromotor.

Der stellt seine 210 Nm (Citigo

Benziner maximal 95 Nm) aus dem Stand

bereit und beschleunigt den Kleinen in 12,5

Sekunden auf Tempo 100; der Topspeed ist

auf 130 km/h begrenzt. Die Power kommt

aus einem 36,8-kWh-Akku mit 168 Zellen.

Verbaut ist die 110 x 170 cm grosse, 30 cm

hohe Batteriepackung im Fahrzeugboden.

Die maximale Reichweite gibt das Werk mit

265 km an. Geladen werden kann der Akku

per CCS-Stecker an einem 40-kW-Gleichstromlader

in einer Stunde (80 Prozent

Ladung), an einer 7,2-kW-Wallbox dauert

das Laden gut vier Stunden; an einer Standard-Steckdose

sind rund zwölf Stunden

für eine komplette Akkufüllung nötig.

Gegenüber den bisherigen Citigo-Modellen

unterscheidet sich der 3,56 m kurze

Kleinwagen durch einen in Wagenfarbe

lackierten Kühlergrill sowie einen neuen

Stossfänger. Serienmässig steht der Stromer

auf 14-Zoll-Stahlrädern. Elektrische

Fensterheber, Klimaautomatik, Radio

und Smartphone-Dockingstation sowie

Spurhalteassistent sind serienmässig. Der

BIS 2022 ZEHN

E-MODELLE

VW-Bruder eUp mit gleichstarkem Motor,

aber nur halb so grosser Batterie ist ab

26 300 CHF erhältlich.

Ebenfalls noch nicht eingepreist ist

der Superb iV, den Skoda zusammen mit

dem Facelift seines Flaggschiffs als ersten

Plug-in-Hybriden einführt. Die Technik

stammt aus dem VW Passat GTE Im

Fahrzeugboden des iV schlummert ein

13-kWh-Akku, der das Kofferraumvolumen

auf 535 Liter reduziert. Das gilt für den

Kombi, die fünftürige Limousine wird als iV

in der Schweiz nicht angeboten. Das macht

durchaus Sinn; der Anteil an Limousinen

lag bei den Superb-Modellen seit Beginn

2001 schon immer kaum je über 10 %.

Den Antrieb übernimmt eine Kombination

aus 1,4-Liter-Benziner (115 kW/

156 PS) und E-Motor (85 kW/116 PS) mit

einem 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe.

Die Systemleistung beträgt 160 kW/218

PS. Daten zu den Fahrleistungen liefert

Skoda noch nicht. Immerhin so viel: Der

Plug-in-Hybrid soll eine Reichweite bis zu

55 Kilometer rein elektrisch schaffen. Aufladen

lässt sich der Akku über die Steckdose

im Kühlergrill mit bis zu 3,6 kW in

dreieinhalb Stunden. Optisch unterscheidet

sich der Hybrid in Details an der Front

vom Standard-Superb, ausserdem macht

er beim Rollen mit dem Soundgenerator

E-Noise auf sich aufmerksam.

Text Jürg Wick / Bilder Werk

NR. 05/2019

AUTO

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NEUHEITEN

LEXUS

DESIGN-IKONE LC AB 2020

ALS LIMITED EDITION

Seit seiner Einführung vor drei Jahren gilt der Lexus LC (ab

117 400 CHF) als Design-Ikone. Mit der Lancierung der Limited

Edition für 2020 kommt er nun in einer weiter veredelten Ausführung.

Äusseres Merkmal ist die Speziallackierung in Khaki Grün.

Den exklusiven Look komplettieren zweifarbige 21-Zoll-Felgen.

Die Technik des LC bleibt unverändert. Auch die Limited Edition

kommt als LC 500 mit dem 5.0-Liter-V8-Motor inklusive Direct

Shift 10-Gang-Automatik oder als LC 500h mit dem Hybridsystem,

das einen 3.5-Liter-Benzinmotor und einen modernen Hochleistungs-Elektromotor

kombiniert. Alternativ zur exklusiven

Farbe Khaki Grün ist die Limited Edition auch in Graphit Schwarz

und Titanium Silber erhältlich.

FORD

SCHWEIZER PREISE

FÜR SUV-TOPMODELL FIXIERT

Ford hat die Preise für den neuen Ford Explorer PHEV bekannt

gegeben. Das künftige Flaggschiff der SUV-Modellpalette, das in

der Schweiz voraussichtlich im Winter auf den Markt kommt, kostet

ab 86 900 CHF. In der Schweiz wird es ausschliesslich in der

sportlichen Ausstattungsversion ST-Line angeboten. Die Systemleistung

beträgt 450 PS/840 Nm und setzt sich aus einem 350 PS

starken 3,0-Liter-EcoBoost-V6-Turbobenziner und einem 74 Kw

(100 PS) starken Elektromotor zusammen. Die rein elektrische

Reichweite des Siebensitzers soll bis zu 40 km betragen.

AUDI

NEUE ANTRIEBSVARIANTE

FÜR ELEKTRO-SUV

Audi bringt eine neue Leistungsstufe seines elektrisch angetriebenen

SUV auf den Markt, den Audi e-tron 50 quattro. Seine beiden

E Maschinen leisten 230 kW und geben 540 Nm Drehmoment ab.

Mit 71 kWh Brutto-Energieinhalt sorgt die Batterie für mehr als

300 Kilometer Reichweite im WLTP-Zyklus. Er beschleunigt in 7,0

Sekunden von 0 auf 100 km/h. Erst bei 190 km/h endet der Vortrieb

elektronisch abgeriegelt. In der Schweiz startet das Modell,

das den Einstieg in die e-tron-Familie bildet, für 78 300 CHF in

den Verkauf. Der Vorverkauf startet im 4. Quartal 2019.

KIA

SPORTLICHER X-CEED

MIT SUV-QUALITÄTEN

Die Ceed-Familie wächst: Nach dem Grundmodell, dem Kombi

Ceed Sportswagon und dem fünftürigen Shooting Brake Pro-

Ceed lanciert Kia eine neue Crossover-Variante. Der X-Ceed verfügt

im Interieur und im Gepäckraum über ein Platzangebot auf

SUV-Niveau, bietet eine höhere Sitzposition und einen besseren

Überblick als ein konventioneller Kompaktwagen. Technologisch

fährt der Crossover ganz vorne mit. Das gilt sowohl für die

Assistenz- und Infotainmentsysteme, als auch für den Antrieb:

Zur Markteinführung Ende September 2019 wird eine Palette an

turboaufgeladenen Benzin- und Dieseltriebwerken bereitstehen,

die Anfang 2020 durch 48-Volt-Mildhybrid- und Plug-in-Hybridsysteme

ergänzt wird.

18 AUTO NR. 05/2019


NEUHEITEN

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1

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1 Ein in die Transaxle-Konstruktion integriertes elektronisches Sperrdifferential moduliert das Drehmoment zwischen den Hinterrädern und

sorgt damit für herausragende Fahrzeugstabilität. 2 Ein Front-Splitter und offener zweiteiliger Heckspoiler sorgen zusammen für bis zu zirka

180 Kilogramm mehr Abtrieb und gleichzeitig verbesserten Grip in Kurven. 3 Durch ein Zweispeichenlenkrad schaut der Fahrer bei der neuen

Generation auf ein 12 Zoll grosses Multifunktiondisplay.

CHEVROLET CORVETTE

HISTORISCHES NOVUM

Chevrolet hat Ende Juli die neue Corvette Stingray eingeführt. Erstmals kommt

in der US-Ikone ein Mittelmotor zum Einsatz, der 495 PS aus einem

6,2-Liter-V8-Benziner generiert.

D

ie Stingray soll eine bessere Gewichtsverteilung

haben, besser

kontrollierbar sein und nun

zwei Kofferräume mit zusammen

357 Litern Ladevolumen bieten. Die

Sitzposition ist um 42 Zentimeter nach

vorne gewandert, der Motor ist durch

eine verglaste Heckklappe auch von aussen

sichtbar. Unten am Heck kommen vier

Auspuffendrohre zum Vorschein, die gemeinsam

mit insgesamt sieben Lufthutzen

die Supercar-Optik komplettieren.

Sportsitze sind in den Stufen GT1,

GT2 und Competition Sport wählbar. Der

Tunnel dominiert den Innenraum und ist

gleichzeitig ein wichtiges Konstruktionsdetail:

Die Torsionssteifigkeit ist gestiegen,

der Schwerpunkt gesunken, und die Insassen

können leichter ein- und aussteigen.

Die neue Corvette Stingray verfügt

über Federbeine, die für eine komplett

neue Komfort- und Handling-Charakteristik

sorgen. Die Mittelmotor-Architektur

ermöglicht eine kurze, direkte und steife

Lenkung, gepaart mit einem weiterentwickelten

elektronischen Lenksystem, das

die Befehle des Fahrers an das Fahrwerk

sofort umsetzt. Die neue Sitzposition platziert

den Fahrzeugschwerpunkt nahe an

die der Innenseite zugewandten Hüfte des

Fahrers, so dass sich das Fahrzeug buchstäblich

um den Fahrer herumdreht. Die

V8-MOTOR UNTER

GLAS SICHTBAR

Vorderachsaufhängung kann um rund 40

Millimeter angehoben werden, um Einfahrten

sicher zu meistern. Mit an Bord

ist auch eine Launch Control sowie ein

optionales Z51 Performance-Paket, das

ein manuell einstellbares Sportfahrwerk,

grössere Bremsscheiben, eine verbesserte

Kühlung, eine spezifische Achsübersetzung,

eine Bremsenkühlung und eine Performance-Abgasanlage

umfasst.

Herzstück der neuen Corvette Stingray

ist die nächste Generation von Chevys

6,2-Liter-Small-Block-V8-LT2-Motor. Bei

Ausstattung mit einer Performance-Auspuffanlage

leistet er 495 PS und gibt ein

Drehmoment von 637 Newtonmetern ab.

Das LT2-Aggregat der nächsten Generation

ist mit Chevrolets erstem Acht-Gang-Doppelkupplungsgetriebe

kombiniert. Dabei

erlaubt die Doppelwippen-Auskupplungsfunktion

dem Fahrer durch gleichzeitiges

Festhalten beider Wippen sogar das Auskuppeln

für erweiterte manuelle Kontrolle.

Das DCT-Getriebe ist gepaart mit einem

neuen «Electronic Transmission Range

Selector». Bei dieser elektrischen Gangschaltung

besteht keine mechanische

Schnittstelle zwischen Wählhebel und Getriebe.

Bei den Fahrmodi wurden die Auswahlmöglichkeiten

nunmehr von vier auf

sechs erweitert.

Der Produktionsstart der US-Versionen

der neuen Chevrolet Corvette Stingray

ist für Ende des Jahres 2019 im GM-Montagewerk

Werk Bowling Green geplant.

Weitere Informationen zu Preisen und

Ausstattungen sowie zu europäischen Versionen

inklusive der rechtsgelenkten Varianten

werden vor der jeweiligen Markteinführung

bekanntgegeben.

Text deg / Bilder Werk

NR. 05/2019

AUTO

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ACS ON TOUR

FRANKREICH ENTDECKEN MIT DEM NEUEN PEUGEOT 508 SW GT

TOUR DE FRANCE

Tradition und Innovation – der neue Peugeot 508 SW GT vor dem Château Carbonneau.

Üppige Gärten, Schlösser in Hülle und Fülle, lange Sandstrände und feine

Kulinarik – eine abwechslungsreiche, zweiwöchige Reise quer durch

die Grande Nation, die faszinierende wie überraschende Eindrücke hinterliess.

F

rankreich an Paris zu messen

wäre eine Sünde. Erst auf dem

Lande, weg vom Mainstream,

offenbaren sich französischer

Charme und Savoir-vivre auf beste Art.

Ähnliches gilt für unseren Testwagen –

einen brandneuen Peugeot 508 SW GT. Ist

die Bedienung anfangs gewöhnungsbedürftig,

so wird sie mit jedem Kilometer

mehr geschätzt.

Unsere erste Etappe führte nach Auxerre,

Hauptort des Weisswein-Gebietes

Chablis. Eindrucksvolle Fachwerkhäuser

prägen die malerische Altstadt, die von

zwei grossen Kirchen, der Kathedrale

Saint-Étienne und der Saint-Germain d’Auxerre

dominiert wird. Ein lohnender Zwischenstopp

auf dem Weg in die Normandie.

Die üppigen Monet Gärten in Giverny.

Vorbei an Paris und rund eine Stunde

nördlich liegen bei Giverny die Gärten des

Malers Claude Monet. Ein wunderbarer

Ort, der seinerzeit von Monet ausgewählt

und ausgebaut wurde, um in Ruhe die

Schönheiten der Pflanzenwelt auf der Leinwand

festzuhalten. Heute ist es vorbei mit

der Abgeschiedenheit, denn die Gärten des

berühmten Impressionisten sind zu einer

äusserst beliebten Touristenattraktion geworden.

LE MANS UND LOIRE

Beinahe menschenleer war es beim

nächsten Stopp auf dem Circuit Bugatti,

auf dem jährlich das berühmte 24-Stunden-Rennen

von Le Mans mit bis zu 250 000

Zuschauern stattfindet. Da Rennpause war,

20 AUTO NR. 05/2019


ACS on TOUR

Auch ein Rücken kann entzücken.

Circuit Bugatti, wo die 24 h Le Mans stattfinden.

Feiner Sandstrand auf der Ile d'Oléron.

hatten wir Zeit, das sehenswerte Museum

zu besuchen, welches die Geschichte dieses

Klassikers mit all seinen Dramen, Mythen,

Triumphen und Schicksalen zeigt, aber

ebenso die technologischen Innovationen

im Motorsport. Ganz speziell ist die 13,8

km lange Streckenführung, die teilweise

aus öffentlichen Landstrassen besteht. So

sind wir mit erlaubten 80 km/h über die

5 km lange Gerade Ligne Droite des Hunaudières

gefahren, wo im Rennen Tempi bis

340 km/h erreicht werden – trotz zweier

Schikanen!

FERIEN PUR UND FEINER WEIN

Weiter gings südwärts ins Val de Loire,

dem Eldorado der Schlösser. Als Kontrastpunkt

zu den üppig angelegten Gärten

Monets haben wir Schloss Villandry ausgewählt.

Es brilliert mit einer strukturierten,

siebenteiligen Gartenanlage auf drei Ebenen

und bietet französische Gartenkunst

der haute classe. Herrlich das Spazieren

unter den grossen Alleen wie auch der Blick

aus dem Burgfried auf den Liebesgarten.

Ein vorzüglicher Ausgangspunkt, um die

unzähligen Schlösser im Loiretal zu erkunden,

ist das Maison d’hôtes et SPA Les

Mazeraies in Savonnières. Ein schmuckes

Der neue Peugeot 508 SW GT, ein souveräner Reisewagen.

Anwesen inmitten einer riesigen Parkanlage

mit aufmerksamer Bedienung.

Weiter führte unsere Tour de France

an die Atlantikküste. Ziel war die beliebte

Ferieninsel Ile d’Oléron. Diese ist mit dem

Festland über eine lange Brücke erreichbar,

bietet kilometerlange Sandstrände und ist

bekannt für das grosse Angebot an Meeresfrüchten;

ein Must für Liebhaber von Austern,

Muscheln, Crevetten und Langusten.

Zu gutem Essen gehört feiner Wein. So

ging unser Trip noch südlicher nach Bordeaux

und anschliessend ins Château Carbonneau.

Das Familienunternehmen liegt

hinter dem Weinwallfahrtsort St. Emilion

oberhalb der Dordogne und produziert

Weine unter der Appellation Sainte-Foy,

Côtes de Bordeaux. So spannend wie die

Weindegustationen vor Ort ist die bewegte

Geschichte des Schlosses, das in einem zwei

Hektar grossen Park liegt und über fünf liebevoll

ausgestattete Zimmer verfügt. Ein

perfekter Ort, um die Seele baumeln zu lassen

ganz nach dem Motto «leben wie Gott

in Frankreich».

Über 2500 km haben wir auf souveräne

und komfortable Art mit dem schicken

Peugeot 508 SW GT zurückgelegt. Mit seinen

225 PS und dem adaptiven Fahrwerk

verfügt der Löwe aus Sochaux über eine

tolle Performance, ohne dabei zum Benzintiger

zu werden. Der Durchschnittsverbrauch

lag bei moderaten 7,4 l/100 km.

Und trotz seinem sportiven, coupéartigen

Design fasst der Kofferraum 530 Liter, bei

umgelegten Hintersitzen sogar deren 1780.

Mehr als genug fürs Feriengepäck und um

ein paar Flaschen Bordeaux mit nach Hause

zu nehmen.

Château Villandry begeistert mit sieben grosszügigen Gartenanlagen.

Text und Bilder Christoph Bleile

NR. 05/2019

AUTO

21


SPECIAL

WHEEL OF CHEESE

ENTDECKE DIE SCHWEIZ!

Die Werke des jungen

Design-Studios «Wheel

of Cheese» bieten die

Möglichkeit, die Schweiz

mit ihren mythischen

Stätten, Alpenpässen

und prächtigen Landschaften

auf eine neue

Art zu entdecken.

D

er an der Genfer Hochschule

für Kunst und Design

ausgebildete Künstler

und Designer Robert Topulos

hat sich der Errichtung eines stilisierten

Universums verschrieben, das

die Schönheiten unseres Landes herausstreicht.

Die verschiedenen Arbeiten des

Künstlers werden vom Zürcher Museum

für Gestaltung anerkannt und sind bereits

mit mehreren Preisen ausgezeichnet

worden. Sein neuestes Werk, dargestellt

auf Kunstdruckpapier des Hauses Hahnemühle,

entspricht den Anforderungen von

internationalen Galerien und Museen. Jedes

durch ein Zertifikat beglaubigtes Plakat

wird vom Künstler signiert. So kann

man den Furkapass entdecken, auf dessen

Plakat an den James Bond-Film mit dem

legendären Aston Martin erinnert wird,

aber auch die berühmte Tremola-Strasse

am Gotthard, wo der Formel-1-Bolide von

Sébastien Buemi vor einer Kurve dargestellt

wird. Vor dem distinguierten Hotel

Palace in Gstaad steht ein sehr seltener

Bentley Passey-Hassan Special. Die Werke

von Topulos sind in verschiedenen Pla-

PROFITIEREN SIE !

ACS-Mitglieder erhalten 20 % Rabatt auf

alle Bestellungen über die Internetseite

www.wheelofcheese.ch

Verwenden Sie bei der Bestellung den

Promotionscode ACS

Der ausgebildete Genfer Künstler und

Designer Robert Topulos.

katformaten sowie auch in kleineren Formaten

auf einer Metallplatte erhältlich.

Was hat Sie dazu bewogen, dieses

Universum von Vintage-Plakaten

zu schaffen?

Robert Topulos: Ich habe auf einer Reise

von der Schweiz nach Italien die Idee

gehabt. Nach Abschluss meines Studiums

in Kunst und Design habe ich dann

angefangen, einige Poster zu erschaffen.

Bei meiner Reise zog ich Wege abseits der

Hauptstrasse vor und entdeckte dabei das

Simplon-Hospiz. Das Ambiente war dunkel,

herrschaftlich und beunruhigend, das

Gebäude erinnerte mich irgendwie an die

Atmosphäre des Films «Shining» von Stanley

Kubrick. Es gab hier so wenige Leute,

dass ich sofort das Bedürfnis hatte, diesen

Ort bekannter zu machen. Ich stellte mir

vor, ihn auf einem Plakat im Stil der ersten

Hälfte des 20. Jahrhunderts darzustellen.

Ich machte Fotos, setzte mich vor ein Zeichenbrett

und versuchte, den Vintage-Stil

nachzubilden und das Original auf subtile

Art mit zeitgenössischen Elementen

zu verbinden. Es lag mir viel daran, keine

alten Werke zu «kopieren», sondern etwas

Neues und Zeitloses zu schaffen. Bis heute

hat noch niemand das Thema der Alpenpässe

in Angriff genommen und ich habe

diesen Vorteil genutzt, um eine Plakat-Serie

dieser grossen Klassiker der Schweizer

Tourismus-Mythologie zu entwerfen.

Wann haben Sie Ihre Firma «Wheel

of Cheese» gegründet, und was

bedeutet dieser Name?

Robert Topulos: Im letzten Jahr, in einem

ersten Atelier in Saint-Cergues, bevor ich

diesen Sommer in neue Räumlichkeiten in

Genf umgezogen bin. Mit meinem Firmennamen

wollte ich einen Hinweis auf die

Strasse, deshalb das «Wheel» (Rad), geben.

Und «Cheese» steht für einen Käselaib, der

ebenfalls rund ist und in der Schweiz Symbolcharakter

hat.

Warum arbeiten Sie konsequent

im Vintage-Stil?

Robert Topulos: Für mich stellen die alten

Plakate den Höhepunkt des klassischen

Grafikdesigns dar. Es ist hier einfach, besitzt

aber eine sehr effektive Struktur.

Ich nehme sehr gerne Aspekte der zeitgenössischen

Moderne in meine Werke auf,

um ihnen einen zeitlichen Fortbestand zu

ermöglichen. Jedes Plakat erscheint in begrenzter

Auflage. Auf sehr hochwertigem

Kunstdruckpapier, genau wie jenes, das

für Reproduktionen von grossen Museen

benutzt wird, erhält das Werk eine Lebensdauer

von bis zu zwei Jahrhunderten.

Welche Technik verwenden Sie zur

Erstellung Ihrer Werke?

Robert Topulos: Ich zeichne alle Linien mit

Bleistift auf ein Papier, dann scanne ich

diese Basis, um die Zeichnung mit Farben

auf meinem Computer zu bearbeiten. Mit

dieser Technik kann ich bei der Farbgebung

sehr weit gehen und damit den gewünschten

Vintage-Look und die notwendige

Atmosphäre bewirken.

Sie sind sehr produktiv, haben Sie

noch andere Projekte?

Robert Topulos: Wir haben immer viele

Ideen, doch es braucht jeweils viel Zeit, diese

umzusetzen. Ich werde nun erst einmal

diese erste Etappe hinter mich bringen, mit

der ich meine Arbeit bekannt machen will.

Text Gérard Vallat / Bilder zVg

22 AUTO NR. 05/2019


CARAVAN

Der Grand California ist in zwei Längen erhältlich: 6,00 oder 6,80 Meter.

VW GRAND CALIFORNIA

GELUNGENE PREMIERE

Mit viel Brimborium hat VW Nutzfahrzeuge den Grand California lanciert. Ein

grösseres Elite-Van-Wohnmobil für all jene Campingfreunde, die etwas mehr

Platz und Komfort möchten als im kompakten und erfolgreichen T6 California.

D

er Grand California basiert

auf dem VW Crafter, ist länger,

breiter und höher (bis zu

3,05 m) als der dafür tiefgaragentaugliche

California T6. Das schafft

Raum für ein Bad, einen grösseren Schlafbereich

im Heck, eine voll ausgestattete

Küche sowie einen hellen Wohnbereich

mit Stehhöhe.

Mit einem Grundpreis von 66 290 CHF

für die Variante 600 mit sechs Metern

Aussenlänge ist der Grand California kaum

teurer als der fünf Meter lange T6 mit Aufstelldach

in technisch identischer Konfiguration.

Die zweite Variante nennt sich

680 (ab 68 690 CHF), ist mit grösserem

Radstand 6,80 Meter lang und bietet im

Heck zwei längs installierte Einzelbetten.

Der 600 verfügt über ein quer installiertes

Doppelbett und deshalb beidseitig über

Karosserieausbuchtungen, um zwei Meter

Bettenlänge zu ermöglichen. Dank Portalen

unter der Schlafstelle lassen sich auch

überlange Gegenstände transportieren.

Beide Versionen kommen ausschliesslich

mit einem 177 PS starken 2-Liter-Turbodiesel

und achtstufigem Automatikge triebe

auf den Markt; Allradantrieb kommt

später. Bei den Assistenzsystemen

(u.a. Seitenwindassistent, Spurhalteassistent,

Flankenschutz) spielt der VW Grand

California in der Champions League.

Die Basis stellt sich im Alltag nicht nur

als souverän, sondern über das gesamte

Wohnmobilspektrum in der Sparte Van als

schier einzigartig heraus. Und tatsächlich

kann man dem neuen Grand California

unterwegs kaum etwas vorwerfen. Zum

Schlangenfänger wird man nie, die Fahreigenschaften

sind unproblematisch, und

der Abrollkomfort ist vorbildlich. Mit einem

Aufpreis von 2941 CHF wird der 600

dank einem cleveren Konstrukt über dem

Fahrerhaus zum Vierschläfer.

Die beiden Grand-Versionen sind, im

Gegensatz zum bekannten T6 California,

welcher ursprünglich von Westfalia entwickelt

wurde, die ersten von Volkswagen

eigenständig konstruierten Wohnmobile.

Im Ansatz deuten die Neuen viel Potenzial

im wachsenden Segment der grossen

Van-Wohnmobile an. Dabei handelt es sich

jedoch um eine andere Kategorie als das

Original; als Allein-Auto zum Einkaufen

oder Pendeln eignen sich die Grand California

aufgrund ihrer Masse eher nicht.

Text Text Jürg Wick / Bilder Werk

Die Sitze der Fahrerkabine werden zum Tisch gedreht, hinter der Dinette ist die Nasszelle installiert.

NR. 05/2019

AUTO

23


MOTORRAD

TRIUMPH ROCKET 3

ZEIT FÜR SUPERLATIVE

Grösster Hubraum aller

Serienmotorräder,

stärkstes Drehmoment

und potentester Dreizylinder

auf dem freien

Markt. Das kann sich

hören und vor allem

sehen lassen, wie das

gesamte Bike. Triumph

hat die Neuauflage

seiner legendären

Rocket 3 präsentiert.

V

or fünf Jahren (2014) hatte

Triumph seine mehr als

330 Kilogramm schwere

Wuchtbrumme in die ewigen

EU-4-Jagdgründe geschickt; die neuen

Abgasvorschriften waren einfach nicht

zu erfüllen mit dem Big-Block. Exakt zehn

Jahre nach dem Serienstart verschwand

der Giga-Dreizylinder – damals mit 2,3

Litern Hubraum und 147 PS – wieder vom

Markt. Und überliess das Feld der Power-Naked-Bikes

weitgehend der Ducati

Diavel (damals mit 162 PS und 127 Nm).

Ab November 2019 bekommt das

potente Italo-Bike wieder britische Gesellschaft.

Und was für eine: mächtiger

Radstand, monströses Hinterrad, riesiger

Motorblock, jede Menge sichtbares Aluminium

– die neue Rocket 3 wirkt Lichtjahre

moderner als ihre Vorgängerin. Am

charakteristischen Doppelscheinwerfer

Mit dem aufpreispflichtigen «Highway»-Kit

gibt es on top Gepäckträger, Seitentaschen

samt Halter, Schaltassistent und das TFT

Bluetooth Connectivity-System.

Wie alle aktuellen Triumph-Modelle verfügt die Rocket 3 über ein elektronisches «Ride-by-

Wire»-System für den Gasgriff und die Motorsteuerung. Die hydraulisch betätigte Kupplung ist

drehmomentunterstützt.

hat Triumph ebenso festgehalten wie an

der Dampfhammerpower von 221 Nm. Bei

der bildschönen, um 40 Kilogramm erleichterten

Neuauflage liegt das maximale

Drehmoment aber früher an und bewegt

sich von 3000 bis 5000 U/min nahezu auf

AUSSTATTUNG

VOM FEINSTEN

einem Plateau. Das verheisst geradezu dramatische

Beschleunigungsorgien.

Das Verhältnis von Drehmoment zu

Gewicht sei um mehr als 25 Prozent besser

als das der stärksten Wettbewerbsfahrzeuge,

frohlockt Triumph. Die Ducati Diavel

beispielsweise muss mit fast 100 Nm weniger

auskommen. Dafür bringt sie trocken

aber 80 Kilogramm weniger auf die Waage.

167 PS (123 kW) bei 6000 U/min wuchtet

der Triumph-Dreizylinder jetzt über die

Kardanwelle an das mächtige Hinterrad in

der Dimension 240/50 R16 V. Ein Plus von

rund elf Prozent gegenüber dem alten Rocket-3-Motor.

Die Ausstattung lässt kaum Wünsche

offen: Hochleistungs-Bremssystem von

Brembo, voll einstellbare Fahrwerkskomponenten

von Showa, Doppel-LED-Scheinwerfer

mit Tagfahrlicht, vernetztes TFT-

Farbinstrument, schlüssellose Zündung,

Tempomat, Berganfahrhilfe, USB-Ladebuchse

– alles serienmässig an Bord bei den

beiden Varianten Rocket 3 R und Rocket 3

GT. Letztere ist auf höheren Reisekomfort

ausgelegt; hier gehören zusätzlich Annehmlichkeiten

wie beheizte Griffe, Soziuslehne

und ein kleines Windschild zum

Serienumfang.

Über 50 exklusive Zubehörteile stehen

Customfreunden zur Wahl – und drei

Farben: Phantom Black gibt es für beide Bikes,

Korosi Red nur für die R, Silver Ice und

Storm Grey nur für die GT. Die Preise will

Triumph am 19. November 2019 bekannt

geben. Dann soll auch der Verkauf starten.

Text Ralf Bielefeldt / Bilder Werk

24

AUTO NR. 05/2019


Motorrad

Puristisch steht die Concept R18 da, und sie verrät: Auch bei der künftigen Serienmaschine wird es um die Kunst des Weglassens gehen.

Lang, extrem flach, bärenstark: So sehen Big Cruiser aus, und so wird 2020

auch die BMW R18 den weltweit relevanten Markt dieser Motorrad-Gattung

bereichern. Die Studie zum Serienbike enthüllte BMW als «Concept R18».

E

s ist gar nicht so lange her,

da galt BMW Motorrad als

bieder und berechenbar. Das

ist heute längst vorbei. Denn:

Wie risikofreudig und innovativ die Bayern

inzwischen sind, weiss man spätestens

seit 2013, als der nostalgisch designte Roadster

R nineT die Fachwelt überraschte.

Sieben Jahre später wird 2020 der nächste

Streich in Sachen Nostalgie folgen: Dann

bringt BMW mit der neuen R18 seinen ersten

sogenannten «Big Cruiser» – mit Design-Zitaten

aus der eigenen Historie und

einem bulligen 1,8-Liter-Boxermotor als

standesgemässem Antrieb.

Extrem flach und lang feierte die Studie

im Rahmen des Concorso d'Eleganza

2019 am Comer See ihre Weltpremiere und

erinnerte damit zunächst eher an ein amerikanisches

Flacheisen als an ein Motorrad

von BMW. Doch die Kombination aus

US-Cruiser und Bayern-Boxer wirkt sehr

vielversprechend und nutzt geschickt die

BMW CONCEPT R18

BIG BIKE KOMMT 2020

DNA der bayerischen Marke. Erkennbar ist

dies an so markanten technischen Merkmalen

wie Boxermotor, Schleifenrahmen

und freiliegender Kardanwelle. Zusätzlich

ist die Concept R18 designerisch geprägt

von traditionellen BMW-Elementen wie

dem tropfenförmigen, schwarzen Tank mit

weissen, handgezogenen Kontrastlinien.

EXTREM FLACH

UND LANG

1,8 Liter Hubraum für entspanntes

Dahingleiten auf zwei dicken Rädern: Bei

derartigen Big Bikes denkt man zuerst an

die USA, doch laut BMW-Motorrad-Chef

Dr. Markus Schramm zielt die Marke mit

der künftigen R18 auf enormen, zusätzlichen

Absatz in aller Welt: Von den jährlich

rund einer Million Motorrädern über 500

ccm gehören sage und schreibe 400 000

dem Segment der Big Cruiser an. Somit

stösst BMW in ein für die Traditionsmarke

neues, weltweit sehr relevantes Feld vor.

Die Studie Concept R18 zeigt: BMW

unternimmt diesen grossen Schritt auf

markentypische Art und Weise. Dafür steht

auch Design-Chef Edgar Heinrich, der

bei der Präsentation des bayerischen Big

Cruisers am Comer See betonte: «Die R18

verkörpert die Liebe zur Technologie, der

grosse Boxermotor ist eine mechanische

Skulptur. Die Welt ist heute nach wie vor

sehr analog, und immer mehr Motorradfans

wollen sehen, wie etwas funktioniert.

Das erfüllt die R18. Sie begeistert auf den

ersten Blick und dann immer wieder. Du

siehst es und willst es unbedingt fahren.»

Text und Bilder Ralf Schütze/mid

NR. 05/2019

AUTO

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VERKEHRSSICHERHEIT

NEUE TRENDFAHRZEUGE

WIR KLÄREN SIE AUF!

Es gibt immer mehr davon, sie sind meistens mit einem E-Motor

ausgerüstet und eine beliebte Alternative, zum zu Fuss zu gehen:

Trendfahrzeuge mit E-Antrieb. Rasch kommt man von A nach B,

ohne grosse Anstrengung.

E

s gibt aber Trendfahrzeuge,

die auf öffentlichem Grund

nicht zugelassen sind. Denn

es braucht eine Typengenehmigung

der Zulassungsbehörden, mit

Trendfahrzeugen auf öffentlichen Strassen,

Anlagen und in Parks zu fahren. Einige

sind den Velos gleichgestellt und brauchen

deshalb kein Kontrollschild. Andere

hingegen sind der Kat. «Motorfahrräder»

zugeteilt. Sie müssen mit einem gelben

Nummernschild, analog dem Mofa, immatrikuliert

sein. Eine Helmtragpflicht

gibt es für Trendfahrzeuge keine. Der

ACS empfiehlt jedoch in jedem Fall, einen

Schutzhelm zu tragen. Er schützt im Notfall

vor schlimmen Kopfverletzungen.

Haben Sie Fragen zu diesem Thema?

Dann melden Sie sich per Mail mit

dem Vermerk «Trendfahrzeuge» an

info@acs.ch.

Text Anita Brechtbühl / Bilder zVg

E-Trottinet/E-Scooter

E-Trottinett

Gemäss Verordnung über die technischen Anforderungen

an Strassenfahrzeuge (VTS) gelten

E-Trottinetts als «Leicht-Motorfahrräder». Sie

haben einen Elektromotor von höchstens 0.50

kW Motorleistung, dürfen die bauartbedingte

Höchstgeschwindigkeit von bis 20 km/h resp.

25 km/h mit Tretunterstützung nicht überschreiten.

Sie sind Einplätzer und dazu bestimmt, eine

Person zu transportieren.

Leicht-Motorfahrräder müssen kein Nummernschild

tragen.

Das Mindestalter beträgt 14 Jahre und erfordert

den Fahrausweis Kat. M. Ab 16 Jahren

kann das E-Trottinett ohne Fahrausweis gelenkt

werden.

Sie unterliegen keiner Typengenehmigung.

26

AUTO NR. 05/2019


VERKEHRSSICHERHEIT

Elektro-Stehroller

(Gyropode)

Elektro-Stehroller sind einplätzige,

selbstbalancierende Fahrzeuge mit elektrischem

Antrieb und einer Motorleistung

von insgesamt höchstens 2,00 kW, die zu

einem wesentlichen Teil für das Halten

der Balance des Fahrzeugs eingesetzt

wird. Die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit

liegt bei 20km/h, mit einer

allfälligen Tretunterstützung bei höchstens

25 km/h.

Elektro-Stehroller unterliegen der Immatrikulationspflicht

und müssen mit einem

gelben Mofa-Kontrollschild versehen sein

und über eine Typengenehmigung sowie

einen Fahrzeugausweis verfügen.

Das Mindestalter beträgt 14 Jahre und

erfordert den Fahrausweis Kat. M. Ab 16

Jahren ist kein Fahrausweis mehr erforderlich.

Elektro-Stehroller

Monowheels,

Smart Wheels,

Hoverboard

Bevor man ein solches Trendfahrzeug

erwirbt, sollte man sich gut überlegen,

wo man dieses benutzen möchte. Solange

man sich auf Privatgrundstücken aufhält,

sind nicht typengeprüfte Fahrzeuge

möglich. Da sie jedoch den technischen

Anforderungen nicht entsprechen, dürfen

sie weder in Fussgängerzonen, noch

auf Trottoirs, Radwegen oder Strassen

fahren.

Monowheels

NR. 05/2019

AUTO

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PARTNER REISEN

DOURO-TAL IN PORTUGAL

GENUSS UND

ENTSPANNUNG PUR

Die atemberaubende Aussicht vom Sandeman-Weingut auf den Douro und die Weinberge.

Das Douro-Tal im Norden Portugals wird auch als Tal der Verzauberung

betitelt – so beeindruckend sind die Schönheit und der Zauber seiner Landschaft.

Die schönste Art, das UNESCO-Weltkulturerbe zu erleben, ist eine

Fahrt auf einem schwimmenden Hotel – wie der MS Douro Spirit.

das klassizistische Prunkbauwerk Palácio

de Bolsa aus dem 19. Jahrhundert oder der

einzigartige Hauptbahnhof. Nebel ist in

Porto übrigens keine Seltenheit, treffen

hier doch kühlere Atlantikwinde auf warme

kontinentale Luftmassen. Selbst im

Hochsommer klettert das Thermometer

nur selten gegen 30 Grad Celsius. Meist ist

es angenehme 24 bis 25 Grad warm.

Die Flussfahrt auf dem 4-Sterne-Superior-Schiff

MS Douro Spirit führt uns an

kargen Landschaften vorbei, die für den

Weinanbau aber beste Bedingungen bieten,

stromaufwärts bis zum malerischen

Ort Pinhão. Reiseleiterin Rosi informiert

die Passagiere jeden Morgen über das Tagesprogramm.

Bei einem Ausflug auf die

Quinta da Avessada kommt der Gast erstmals

in Kontakt mit der lokalen Kochkunst

und vorzüglichen Weinen. Die Verpflegung

auf der MS Douro Spirit selbst ist hervorragend.

Wir staunen, was die Küchencrew auf

kleinem Raum auf die Tische zaubert. Bemerkenswert

ist nicht nur das Frühstücksbuffet,

sondern auch die auserwählten

Douro-Weine zum Mittag- und Abendessen,

die im Gesamtpaket bereits enthalten

sind. Die Kabinen der MS Douro Spirit sind

komfortabel eingerichtet und verfügen allesamt

über eine Klimaanlage, was wir im

Juli bei Aussentemperaturen von bis zu 39

Grad Celsius sehr zu schätzen wissen.

LUXURIÖSE

FLUSSREISE

D

ie achttägige Reise führt

uns in rund zwei Flugstunden

von Zürich nach

Porto. Die Küstenstadt im

Nordwesten Portugals mit rund 210 000

Einwohnern ist bekannt für ihre prächtigen

Brücken und den hier produzierten

Portwein. Sandeman, Graham, Cockburn,

Ferreira oder Offley – allesamt weltbekannte

Qualitätsprodukte, die in Porto

bzw. am gegenüberliegenden Ufer in Vila

Nova de Gaia (186 000 Einwohner) in riesigen

Kellern und Holzfässern gelagert

werden. Dazu gibt es in Porto viele mittelalterliche

Viertel mit schmalen, kopfsteingepflasterten

Strassen, gemütliche

Cafés und besuchenswerte Geschäfte.

Herausragende Sehenswürdigkeiten sind

die berühmte Metallbrücke Ponte Dom

Luis I, die Porto mit der Nachbarstadt Vila

Nova de Gaia verbindet, die Igreja de São

Francisco (Kirche mit barockem Inneren

und üppig vergoldeten Schnitzereien),

Die MS Douro Spirit wurde 2011 gebaut, ist 78,10 m lang, 11,40 m breit, 7,40 m über Wasser und

hat einen Tiefgang von 1,70 m. Sie bietet in 65 Kabinen Platz für maximal 124 Passagiere. Rund

32 Crewmitglieder sorgen sich um das Wohl der Gäste.

28 AUTO NR. 05/2019


REISEN

Spektakuläre Rückkehr nach Porto in den frühen Abendstunden.

Wallfahrtskirche in Lamego.

Flamenco-Show in Salamanca.

An jedem der sieben Flussreisetage

haben die Passagiere die Möglichkeit, entweder

erholsame und gemütliche Stunden

auf dem Schiff bzw. dem Oberdeck mit

Pool zu verbringen oder einen Ausflug

hinzuzubuchen. Am dritten Tag erreicht

die MS Douro Spirit bereits das Dorf Vega

de Terrón an der spanischen Grenze. Von

dort aus geht es für die Gäste in modernen

Reisecars nach Castelo Rodrigo, das zu

den zwölf historischen Dörfern Portugals

zählt. Symbole des Dorfes sind – neben

dem reichen Erbe aus dem Mittelalter –

die Hundertschaften an Störchen, welche

sich hier während neun Monaten im Jahr

niederlassen. Die von den Römern erbaute

Festung trohnt auf einem 670 Meter über

dem Meeresspiegel liegenden Berg.

Am vierten Tag führt die Reise wieder

per klimatisiertem Reisecar nach Spanien.

Nach einer rund zweistündigen Fahrt erreichen

wir Salamanca, die geschichtsträchtige

Provinzhauptstadt, deren Wurzeln bis

in die keltische Zeit zurückreichen (zirka

275 v. Chr.). In Salamanca wurde im 13.

Jahrhundert auch die älteste Universität

der Iberischen Halbinsel gegründet, welche

neben Paris und Bologna zu den drei

wichtigsten Universitäten der Welt gehörte.

Salamanca ist auch heute noch eine

faszinierende Stadt. Im Jahre 2002 war sie

Kulturhauptstadt Europas und gehört seit

31 Jahren zum UNESCO-Weltkulturerbe.

40 000 Studenten aus ganz Europa und

160 000 Einwohner verleihen der Stadt ein

multikulturelles, weltoffenes Ambiente.

Nach einer Nacht in Barca d’Alva führt

der Weg der MS Douro Spirit wieder flussabwärts

in Richtung Porto. Dabei steht ein

Besuch der Weinberge inklusive Weingut

des weltbekannten Portwein-Herstellers

Sandeman an, dessen Wurzeln bis ins Jahr

1790 zurückreichen. Gegründet wurde die

Marke vom Schotten George Sandeman,

der Port und Sherry nach London importierte.

Von der modernen Anlage aus bietet

sich den Passagieren ein grandioser Blick

auf den Douro. Wein ist selbstredend eines

der Hauptthemen auf dieser Fluss reise.

Deshalb darf auch ein Besuch im prunkvollen

Mateus-Schloss bei Vila Real nicht fehlen.

Der Mateus Rosé ist wohl der bekannteste

Wein aus Portugal überhaupt.

TOLLE WEINE

UND KULTUR

Der Ausflug in die alte Bischofsstadt

Lamego steht im Mittelpunkt des sechsten

Reisetages. Der Bus bringt die Reisegruppe

hinauf zur Wallfahrtskirche. Die «Nossa

Senhora dos Remédios» ist nach Fatima

der zweitwichtigste Pilgerort Portugals.

Auf den Wallfahrtshügel führt auch ein imposanter

Treppenaufgang mit 686 Stufen,

dessen Zwischenplateaus mit riesengrossen,

landestypischen blau-weissen Fliesen

verziert sind. Fast noch beeindruckender

ist dann aber die abendliche Einfahrt in

Schleusen (bis zu 35 Meter hoch) müssen

passiert werden. Ein zusätzliches Spektakel!

Porto, unter den weltberühmten Brückenkonstruktionen

hindurch. Die MS Douro

Spirit legt auf der gegenüberliegenden Seite

bei Vila Nova de Gaia an. Vom Schiff aus

bietet sich ein atemberaubender Blick auf

das labyrinthartige Häusergewirr Portos

und das pulsierende Leben am Flussufer.

Den Abschluss dieser gleichermassen

kurzweiligen wie erholsamen Douro-

Fluss reise macht am siebten Tag ein Besuch

der Kulturhauptstadt Europas 2012.

Guimarãr es beeindruckt mit seinen von

mittelalterlichen Häusern umrahmten

Plätzen, dem Stadtkern und einer alten

Burganlage. Auf der Stadtmauer prangt

der Spruch: «Hier wurde Portugal geboren»,

denn in Guimarães wurde im Jahre

1139 das neue Königreich Portugal ausgerufen.

Am letzten Tag geht es dann nach

dem Frühstück mit dem Reisecar zurück

auf den Flughafen. Wir haben rundherum

erholte, glückliche und zufriedene Gesichter

gesehen. Jetzt verstehen wir auch, weshalb

es Leute, die einmal eine Flussreise

gebucht haben, immer wieder zurück aufs

Schiff zieht. www.thurgautravel.ch

Text und Bilder Markus Rutishauser

NR. 05/2019

AUTO

29


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TIPPS UND HAFTUNG

FÜR SACHMÄNGEL

Die Mehrzahl der in der Schweiz verkauften Fahrzeuge sind Occasionen.

Nicht alle Käufe verlaufen reibungslos. Die CAP als Versicherungsdienstleisterin

des ACS sieht sich bei Occasionskäufen öfters mit Vertragsstreitigkeiten von

ACS-Premium-Mitgliedern konfrontiert.

D

iese betreffen meist die

Frage von Sachmängeln

und der Gewährleistung

bzw. Garantie. Die folgenden

Tipps sollen zur Orientierung dienen,

was es beim Kauf zu berücksichtigen gilt

und wie sich Streitigkeiten präventiv vermeiden

lassen.

VERTRAGSPARTNER PRÜFEN

Es ist ratsam, den Verkäufer kurz mittels

Internetrecherche sowohl generell und

zu vorhandenen Bewertungen als Verkäufer

zu prüfen. So weiss man, ob er grundsätzlich

zuverlässig ist oder ob eine gesunde

Skepsis angebracht ist.

FAHRZEUG PRÜFEN:

BESICHTIGUNG UND PROBEFAHRT

Eine Besichtigung, am besten zu

zweit, ist empfehlenswert. Es gilt möglichst

viel über das Fahrzeug herauszufinden

(Fahrzeugausweis, Serviceheft, etc.).

Mit einer ausgedehnten Probefahrt lassen

sich grundsätzliche Probleme im Betrieb

des Fahrzeuges erkennen.

SCHRIFTLICHER VERTRAG

Ein schriftlicher Vertrag ist aus Beweisgründen

empfehlenswert. Im Vertrag

ist das Fahrzeug mit seinen wesentlichen

Eigenschaften (Marke, Modell etc.) inklusive

Zubehör möglichst klar zu bezeichnen.

GEWÄHRLEISTUNG UND GARANTIE

Die Begriffe Gewährleistung und

Garantie werden oft verwechselt oder

vermischt. Das Gesetz gibt Käufern bei

Mängeln bestimmte Rechte, was Gewährleistung

heisst. Es sind dies die Minderung

oder die Wandelung. Die Minderung

bedeutet eine im Verhältnis zum Mangel

angemessene Reduktion des Kaufpreises.

Eine Besichtigung ist empfehlenswert.

Wandelung heisst, dass ein Käufer bei

gravierenden Mängeln vom Kaufvertrag

zurücktreten kann. Das Gesetz gibt dem

Käufer hingegen keinen Nachbesserungsanspruch

(Reparatur).

Eine Garantie ist dagegen die freiwillige

Zusage des Verkäufers, dass er für

bestimmte Mängel vertraglich einstehen

will.

Oft wird zum Nachteil des Käufers

die Gewährleistung eingeschränkt oder

ausgeschlossen. Nicht ausgeschlossen

werden kann die Haftung für ausdrücklich

zugesicherte Eigenschaften und bei

arglistiger Täuschung, welche allerdings

kaum zu beweisen ist. Bei Formulierungen

wie «ab Platz», «wie gesehen und gefahren»

oder «tel quel» haftet der Verkäufer nicht

für Mängel, die bei der Besichtigung oder

Probefahrt erkennbar waren. «Ab MFK»

heisst nur, dass die gesetzlichen Minimalanforderungen

zur Betriebssicherheit

erfüllt werden. Falls der Käufer solche

Vertragsbestimmungen nicht will, so ist

es ratsam, diese zu streichen, anzupassen

oder zu ergänzen.

MANGEL BEIM

OCCASIONSFAHRZEUG

Nicht jeder Mangel ist rechtlich relevant.

Bei einem Occasionsfahrzeug sind

die Laufleistung und das Alter zu berücksichtigen:

Eine normale Abnutzung ist kein

Mangel, auch nicht dem Käufer bekannte

oder bei Besichtigung/Probefahrt erkennbare

Mängel. Konkrete Zusicherungen des

Verkäufers sind hingegen verbindlich.

FESTSTELLEN UND MITTEILUNG

(«MÄNGELRÜGE») VON MÄNGELN

Besteht Gewährleistung oder wurden

Zusicherungen gemacht, muss der Käufer

zweierlei beachten. Einerseits muss er

das Fahrzeug nach Übernahme rasch auf

Mängel prüfen. Stellt er Mängel fest, so

muss er diese andererseits dem Verkäufer

grundsätzlich sofort mit «Mängelrüge»

mitteilen, sicherheitshalber per Einschreiben

und möglichst konkret beschrieben.

Besteht nur eine freiwillige Garantie, so

müssen die Mängel dem Verkäufer während

der Garantiedauer gemeldet werden.

Lässt sich mit dem Verkäufer dann keine

gütliche Lösung erzielen (z. B. kostenlose

Reparatur, Minderung, Wandelung), so

ist es ratsam, sich rasch rechtliche Unterstützung

durch die CAP zu sichern.

Text cap Bild Markus Rutishauser

NR. 05/2019

AUTO

31


ACS

JUGENDFAHRLAGER

SCHON MIT 17

AUTOFAHREN LERNEN

Erfahrene Instruktoren erklären den Jugendlichen, wie das Fahrzeug auf einer abfallenden Strasse korrekt gesichert wird.

Die Jugendfahrlager

des ACS stehen

Jugendlichen im Alter

ab 17 Jahren offen,

die noch keinen Lernfahrausweis

besitzen.

Auch die beiden Events

2019 der Sektionen

Zürich und beider Basel

waren ein Erfolg.

in der Vergangenheit laufend aktualisiert

und erweitert. Heute steht den Jugendlichen

zudem offen, am Ende des Lagers die

Theorieprüfung abzulegen. Eine grosse

Mehrheit der JuFaLa-Teilnehmer kehrt

deshalb mit bestandener Theorieprüfung

nach Hause zurück. Ebenso können praktische

Erfahrungen mit einer Handschaltung

und einem Automatikgetriebe sowie

neuerdings auch erste Fahreindrücke mit

Elektroautos gesammelt werden.

Die einwöchigen Lager erfreuten sich

auch in diesem Jahr grosser Beliebtheit.

Beide Events, welche von den ACS-Sektionen

beider Basel in Melchtal OW und

von der Sektion Zürich in Flumserberg SG

durchgeführt wurden, waren bis auf den

letzten Platz ausgebucht. Insgesamt nahmen

rund 60 Jugendliche teil.

Unter der Leitung von diplomierten

Fahrlehrern und Instruktoren konnten

sich die Teilnehmer sowohl theoretisches

M

it seinen Jugendfahrlagern

(JuFaLa) während

den Sommerferien ermöglicht

der ACS interessierten

Jugendlichen schon seit rund 50

Jahren, unter Anleitung von erfahrenen

Fahrlehrern und Instruktoren, erste fundamentale

Erfahrungen im Umgang mit

vier- und zweirädrigen Verkehrsmitteln

zu sammeln. Das Lagerprogramm wurde

Pylonenslalom mit Instruktor auf einer abgesperrten Strecke.

32

AUTO NR. 05/2019


ACS

Die JuFaLa-Unterkünfte im Sportcamp

Durrenbach im Melchtal mitten in der

herrlichen Bergwelt.

als auch praktisches Wissen aneignen. Insgesamt

umfasste das umfangreiche JuFa-

La-Wochenprogramm am Basler Beispiel

14 praktische Fahrstunden mit dem Auto

und sechs mit dem Motorrad (freiwillig).

Dazu gab es sechs Theoriestunden und

eine zehnstündige Nothelfer-Ausbildung.

«Wir versuchen in unseren Lektionen, eine

massgeschneiderte Lösung für jeden Kursteilnehmer

anzubieten», betont Fahrlehrer

Carlo Fiore, der das JuFaLa in Melchtal

leitete. Am Ende der Woche nahmen die

Kursteilnehmer nicht nur die Bestätigung

der bestandenen Theorieprüfung, sondern

Bei den ersten Fahrversuchen mit dem Motorrad werden die Teilnehmer individuell betreut.

ERSTMALS MIT

ELEKTROAUTO

Nothelferkurs-Lehrerin Therese Fiore mit

dem allseits beliebten JuFaLa-Maskottchen

in Melchtal.

Die Teilnehmer des JuFaLa’s der Sektion Zürich in Flumserberg.

auch das Nothelfer-Diplom mit nach Hause.

Mit diesen beiden Anerkennungen können

die Jugendlichen den Lernfahrausweis

beantragen und dürften aufgrund ihrer

Erfahrung sicher auch die eine oder andere

Fahrstunde einsparen.

Unter professioneller Anleitung und

auf abgesperrtem Gelände erhielten die

JuFaLa-Teilnehmer bereits umfangreiche

Grundkenntnisse des Autofahrens, wie die

richtige Sitzposition und die Einstellung

der Rück- und Aussenspiegel. Auch das

Slalomfahren oder das korrekte Sichern

des Fahrzeugs auf einer abfallenden Strasse

gehörten zum Kursprogramm. Erstmals

wurde in diesem Jahr auch ein Elektrofahrzeug

eingesetzt. Dazu lernten die Teilnehmer

aber auch das Ausführen kleinerer

Reparaturen sowie mit diversen Vorträgen

von Verkehrs- und Verkehrssicherheitsexperten

auch Wichtiges zum Thema Drogen

und Alkohol am Steuer.

Bei den Teilnehmern sah man rundherum

nur aufgestellte und zufriedene Gesichter.

Auch entstand in den JuFaLa’s die

eine oder andere neue Freundschaft. Die

meisten Teilnehmer kannten sich vorher

noch nicht. «Diese Woche hat mir enorm

viel genützt», betont ein Lagerteilnehmer,

und fügt hinzu, dass «es auch noch grossen

Spass gemacht hat, mit Gleichaltrigen

zu lernen und sich auszutauschen. Neben

den Fahr- und Theoriekursen blieb immer

auch noch genügend Zeit für Freizeit

und Spass!» Und auch das Essen sei ausgezeichnet

gewesen. «Insgesamt einfach eine

tolle Woche, die mich meinem Traum vom

Führerschein einen grossen Schritt näher

gebracht hat!»

Die JuFaLa’s werden auch im nächsten

Jahr während den Sommerferien durchgeführt.

Die entsprechenden Ausschreibungen

finden Sie in einer der nächsten Ausgaben

dieses Magazines oder online auf

www.acs.ch

Text und Bilder Markus Rutishauser

NR. 05/2019

AUTO

33


HOTELTIPP

HOTEL KLOSTERBRÄU & SPA/SEEFELD IN TIROL

WIE ZUHAUSE FÜHLEN

Auf dem Sonnenplateau

in Seefeld

in Tirol befindet sich

das Fünfsterne-Hotel

Klosterbräu & SPA, ein

ehemaliges Kloster aus

dem Jahre 1516 – heute

eines der besten Wellnesshotels

der Alpen.

D

ie Hotelgäste geniessen

den mehrfach prämierten

SPA mit vier Wasserflächen,

sechs Ruheräumen

mit nie versiegendem Bierbrunnen und

acht Saunen inklusive der weltweit einzigen

handgeschnitzten Sauna. Gemäss

dem FEEL.YOUNIQUE ® -Konzept werden

alle Behandlungen individuell angepasst.

Gastgeberfamilie Seyrling.

Acht hauseigene Restaurants mit TCM

inspirierter Vital-Küche, mit Tiroler Wurzeln

und Produkten aus dem Garten sorgen

für das leibliche Wohl der Gäste. Highlights

sind die hauseigene Brauerei, das

Romantikdinner sowie Führungen in den

500 Jahre jungen Klosterweinkeller.

Die gewaltige Natur erleben die Gäste

mit ihrem persönlichen Aktivitäten- &

Wander-Guide. Yoga, Qi-Gong und Pilates

werden täglich angeboten. Das Hotel

Klosterbräu & SPA grenzt südseitig an

ein weitläufiges und privates Naturerholungsgebiet

und gleichzeitig an die Fussgängerzone

von Seefeld mit zahlreichen

Boutiquen, Restaurants und einem Casino.

Seefeld präsentiert sich ganzjährig als

sonniges Spazier-Eldorado mit gemütlichen,

breiten, flachen und sicheren Wegen.

Wer jedoch Almen und Gipfelkreuze erklimmen

möchte, kann dies im Alpenpark

Karwendel und dem Wettersteingebirge

erleben – ebenfalls direkt vor den Toren

Seefelds. Die Region erreichen Sie einfach

und schnell mit dem eigenen Auto (rund

3:15 Stunden ab Zürich) oder per Bahn via

Innsbruck (4:34 Stunden ab Zürich HB).

Herzliche Gastfreundschaft und exzellenten

Service garantieren 100 charmante

Mitarbeiter und sechs Familienmitglieder,

die im Hotel tätig sind, gemäss

dem Motto «Einer von uns ist immer für

Sie da» – und das bereits seit sechs (!)

Generationen. «Die Gäste, viele davon

Stammgäste seit vielen Jahren, lieben das

besondere Ambiente und den exzellenten

Service in Kombination mit einer lockeren

und herzlichen Gastfreundschaft», freut

sich Familie Seyrling.

ACS-Spezialangebot

• Den ACS-Mitgliedern offeriert die Gastgeber-Familie

Seyrling das nachfolgende

exklusive Sonderangebot:

• Vier oder sieben Übernachtungen im

Wunschzimmer (nach Verfügbarkeit)

• Eine Nacht kostenlos

• Inklusive der ¾ Vital Gourmet Pension

mit Frühstück, leichtem Lunch und

Dinner

• Nutzung des mehrfach prämierten

Wellnessbereiches

• Pro Person ein Feel-SPA-Voucher im

Wert von 40 Euro

• Aperitif im 500 Jahre jungen Weinkeller

mit der Gastgeberfamilie

• Klosterbräu YOUNIQUE ® Services

Gültig in den Reisezeiträumen:

01.09.2019 – 17.11.2019

28.11.2019 – 20.12.2019

15.03.2020 – 23.03.2020

14.06.2020 – 23.07.2020

Bei 4 Tagesaufenthalten:

Anreise Sonntag oder Montag möglich.

Hotel Klosterbräu & SPA*****

Klosterstrasse 30, A-6100 Seefeld in Tirol

Telefon: +43 (0)5212 2621,

E-Mail: anfrage@klosterbraeu.com

Die Preise belaufen sich pro Person

und Nacht, inklusive Vital-Gourmet-

Pension mit Frühstück, Lunch & Dinner, ab

161 Euro. Top-Urlaubsangebote erhalten

Interessenten mit individueller Beratung

telefonisch, per E-Mail oder online auf

www.klosterbraeu.com

Text mru/pd / Bilder zVg

34

AUTO NR. 05/2019


EIDGENÖSSISCHE WAHLEN 2019

WAHL IN DIE

EIDGENÖSSISCHEN RÄTE

Der ACS vertritt die verkehrspolitischen Interessen seiner Mitglieder

und der Autofahrenden allgemein. Er setzt sich auf Bundesebene genauso

wie auf kantonaler und kommunaler Ebene an vorderster Front dafür ein,

dass der motorisierte Individualverkehr in der Mobilität der Zukunft

seine Bedeutung behält. Der ACS will sicherstellen, dass die freie Wahl des

Verkehrsmittels und der Verkehrsfluss jederzeit gewährleistet werden.

A

uf den folgenden Seiten stellen

wir ACS-Mitglieder aus

verschiedenen Sektionen

vor, die für die kommende

Legislatur für einen Sitz in den eidgenössischen

Räten kandidieren. Die insgesamt

33 Kandidatinnen und Kandidaten nehmen

dabei alle zu drei aktuellen verkehrspolitischen

Fragen kurz Stellung.

Im Vorfeld dieser Kurzporträts möchten

wir Ihnen die Position des ACS Schweiz

zu den brennendsten, verkehrspolitischen

Fragen in kurzer und prägnanter Form näherbringen.

FÜR EINE DECKELUNG DES BENZIN-

PREISES BEI EINEM MAXIMUM VON FÜNF

RAPPEN PRO LITER

Der ACS ist sich der Verantwortung

bewusst, dass alle einen Beitrag zur Reduktion

der CO2-Emissionen leisten müssen.

Die Massnahmen zum Erreichen der

Ziele gemäss Energie-Strategie 2050 dürfen

aber nicht auf die Autofahrer allein abgewälzt

werden. Der ACS fordert deshalb

bei der Totalrevision des CO2-Gesetzes

eine Deckelung des Benzinpreises bei einem

Maximum von fünf Rappen pro Liter.

GEGEN TEMPO 30 AUF HAUPTVERKEHRS-

ACHSEN

Der ACS fordert die Gewährleistung

des Verkehrsflusses auf Hauptverkehrsachsen.

Deshalb lehnt er Tempo 30 auf

diesen übergeordneten Strassen kategorisch

ab. Unter anderem, weil dadurch die

umliegenden Quartiere durch den entstehenden

Ausweichverkehr zusätzlich belastet

werden, was es unbedingt zu vermeiden

gilt. Einer Einführung von Tempo 30

in Bereichen, in denen es aus Gründen der

Verkehrssicherheit unerlässlich ist – z.B.

in der Nähe von Kindergärten und Schulen

– steht der ACS wohlwollend gegenüber.

KEINE VOREILIGE EINFÜHRUNG VON

MOBILITY PRICING

Der ACS ist grundsätzlich offen gegenüber

neuen Finanzierungsmodellen für

unsere Mobilität. Aber erst wenn die Bereitschaft

für Kostentransparenz vorhanden

ist und wenn sowohl der öffentliche

Verkehr als auch der mobilisierte Individualverkehr

miteingeschlossen werden,

kann über ein Mobility Pricing gesprochen

werden. Ein einseitiges Preissystem wie

das Roadpricing lehnt der ACS strikt ab.

FÜR KOSTENTRANSPARENZ BEI DEN

VERSCHIEDENEN VERKEHRSTRÄGERN

Der ACS fordert eine möglichst hohe

Kostentransparenz bei den Verkehrsträgern.

In einer Studie hat das ARE errechnet,

dass der öffentliche Verkehr bis 2040

einen Zuwachs von 51 % gegenüber heute

verzeichnen wird. Beim motorisierten Individualverkehr

MIV sollen es nur 18 % sein.

Nicht vergessen werden darf in diesem Zusammenhang,

dass 75 % des Personenverkehrs

auf der Strasse abgewickelt werden.

Der ACS toleriert keine einseitige Bevorzugung

eines Verkehrsträgers und fordert

höchstmögliche Kostentransparenz.

FÜR DAS AUSBAUPROGRAMM NATIONAL-

STRASSEN UND DAS PROGRAMM AGGLO-

MERATIONSVERKEHR DES BUNDESRATS

In der Frühlingssession 2019 hat der

Nationalrat die Vorlage für die Weiterentwicklung

des Nationalstrassennetzes bis

2030 und die entsprechenden Verpflichtungskredite

im Umfang von CHF 14,8

Milliarden gutgeheissen. Gleichzeitig hat

er zusätzliche Verpflichtungskredite im

Umfang von CHF 1.34 Milliarden freigegeben,

um die Verkehrssituation in den

Agglomerationen zu verbessern. Der ACS

begrüsst den geplanten Ausbau zur Beseitigung

von Engpässen und fordert, dass

der Infrastrukturausbau vom Bund möglichst

schnell vorangetrieben wird, damit

die jährlichen Staustunden in der Schweiz

reduziert werden können.

FÜR NEUE MOBILITÄTSFORMEN SOWIE

DIE VERNETZUNG DES INDIVIDUALVER-

KEHRS MIT DEM ÖFFENTLICHEN VERKEHR

Unser Verkehrsnetz kann wegen der

beschränkten Platzverhältnisse nicht beliebig

ausgebaut werden. Deshalb muss

eine verstärkte Vernetzung der verschiedenen

Verkehrsträger angestrebt werden.

Nicht jeder Verkehrsträger ist überall

gleich geeignet. Daher müssen auch neue

Formen der Zusammenarbeit gesucht

werden. Der ACS fordert, dass nach alternativen

Lösungen gesucht wird, um die

zukünftig benötigte Verkehrsleistung zu

gewährleisten. Und dies ohne einseitige

Bevorzugung eines Verkehrsträgers oder

einer Antriebsform.

GEGEN DIE EINSEITIGE FÖRDERUNG EIN-

ZELNER ANTRIEBSSYSTEME

Der ACS unterstützt die Entwicklung

und den Einsatz neuer Technologien.

Gleichzeitig fordert er aber auch Transparenz

bezüglich der einzelnen Antriebssysteme.

Er ist gegen eine einseitige Förderung

oder die Verunglimpfung spezifischer

Antriebssysteme und lehnt deshalb sämtliche

Massnahmen, die ein Antriebssystem

gezielt bevorzugen, strikte ab. Auch hier

gilt es klar festzuhalten, dass nicht alle Antriebssysteme

für jeden Verkehrseinsatz

gleich geeignet sind.

NR. 05/2019

AUTO

35


EIDGENÖSSISCHE WAHLEN 2019

Unsere Fragen

an die Kandidaten

1 2 3

Wie stehen Sie im Zusammenhang

mit der Totalrevision des

CO2-Gesetzes zu einer weiteren

Benzinpreiserhöhung?

Machen aus Ihrer Sicht

Tempo-30-Zonen Sinn? Wenn ja,

weshalb und wo?

Wie müsste Ihrer Meinung nach

ein zukünftiges Preissystem für

die Mobilität in der Schweiz

aussehen?

Basel-Land

2

neu

Christoph Buser, FDP,

Basel-Land

1CO2-Kompensationsmassnah-

men, die an eine Erhöhung der

Treibstoffkosten gebunden sind,

sind nicht zielführend. Neben

den Privaten werden so vor allem

KMU empfindlich getroffen, die

ihre Mobilität kaum einschränken

können. Die Förderung von F&E

neuer Treibstoffe muss hingegen

intensiviert werden.

3

Die allg. Geschwindigkeit ist gemäss

Strassenverkehrsgesetz

50 km/h. Ausnahmen sind möglich,

zum Beispiel auf Quartierstrassen.

Tempo-30 auf Hauptstrassen

hingegen verschiebt den

Verkehr nur auf Nebenstrassen.

Zudem haben sich die Erwartungen

an die Tempo-30-Zonen nicht

erfüllt (u.a. Sicherheit).

Mehr Kostenwahrheit und

-transparenz bei allen Verkehrsträgern.

Die Automobilisten sind

die einzigen, die sich zu 100%

selber finanzieren. Alle anderen

Verkehrsträger erfahren eine

grosszügige Subventionierung,

die die Leute glauben lässt, dass

der ÖV die finanziell günstigste

Variante zum Auto ist.

bisher

Thomas de Courten, SVP

Basel-Land

Ich setze mich konsequent für

tiefere Steuern, Abgaben und

Gebühren ein. Deshalb wehre

ich mich auch gegen höhere

CO2-Abgaben auf Treibstoffen,

neue Tunnelgebühren, Mobility-Pricing,

E-Vignette, Erhöhung

der Autobahnvignette und andere

Versuche, Automobilisten einseitig

weiter zu melken.

Innerorts soll auf Haupt- und

wichtigen Durchfahrtsstrassen

wie bisher generell Tempo 50

gelten. Der Verkehrsfluss muss

verbessert werden. Auf Quartierstrassen

kann Tempo 30 zur

Wohnqualität und zur Sicherheit

beitragen.

Investitions-, Betriebs- und

Unterhaltskosten sind je

Verkehrsträger vollständig und

transparent anzuweisen und separat

zu finanzieren. Querfinanzierungen

sind auszuschliessen.

Steuern, Abgaben und Gebühren,

die allein mit bevormundenden

Lenkungszielen begründet werden,

sind abzulehnen.

neu

Melvin Imhof, Jungfreisinnige

FDP, Basel-Land

Anstatt fossile Treibstoffe zu verteuern,

sollte man darum bemüht

sein, CO2-neutrale Antriebstechnologien,

wie zum Beispiel

die Brennstoffzelle in Wasserstoffautos,

massentauglich zu

machen, indem man deren Preise

senkt und das Wasserstofftankstellen-Netz

mit einer nationalen

Strategie ausbaut.

Zugegeben, zu meinen Lieblingsstrecken

zählen auch keine

Tempo-30-Zonen. Aber diese

tragen zur Verkehrssicherheit

bei. Insbesondere in Quartieren,

wo viele Kinder auf den Strassen

unterwegs sind, retten sie sogar

Leben. Und das zu wissen macht

mir die Fahrt im Schneckentempo

dann doch erträglich.

Grundsätzlich gilt es den Individualverkehr

so günstig zu halten,

wie er momentan ist. Beim

öffentlichen Verkehr müssen

dringend Anreize zur Effizienz

und zur Konkurrenz unter den

verschiedenen Anbietern geschaffen

werden, um die Preise

dort nachhaltig zu senken.

neu

Nicole Nüssli-Kaiser, FDP

Basel-Land

Ich bin gegen eine weitere

Benzinpreiserhöhung. Es gilt zu

verhindern, dass Autofahren zu

einem Luxusgut wird und ein weiterer

unendlich ausschöpfbarer

Topf geschaffen wird. Denn eine

wirkungsvolle Lenkungsabgabe

würde voraussetzen, dass die

Benzin- und Dieselpreise massiv

erhöht werden.

Tempo-30-Zonen machen lediglich

in Quartierstrassen, Altstadtund

Dorfkernbereichen Sinn.

Auf Hauptverkehrsachsen und

Durchgangsstrassen, die meist

breit ausgestaltet sind, macht

Tempo-30 überhaupt keinen Sinn.

Diese Strassen müssen so angelegt

werden, dass der Verkehr

flüssig durchgeführt wird.

Die Mobilität muss für alle bezahlbar

sein, ansonsten belastet

diese nur die unteren und mittleren

Einkommen. Zudem müssen

sämtliche Verkehrsträger von

Auto über Velo bis zum öffentlichen

Verkehr, berücksichtigt

werden, um zu verhindern, dass

ein Verkehrsträger gegen den

anderen ausgespielt wird.

bisher

Daniela Schneeberger,

FDP, Basel-Land

Fakt ist, dass heute die Lastwagen

durch die LSVA das einzige

Verkehrsmittel sind, welches seine

Kosten trägt. Ich finde es auch

nicht richtig, dass z.B. Elektrofahrzeuge

gar keinen Beitrag an

die Infrastruktur zahlen. Solange

das System so verzerrt ist, lehne

ich jede Erhöhung des Benzinpreises

ab.

Ja, überall dort, wo sie für die

Sicherheit nötig sind – zum Beispiel

bei Kindergärten, Schulen

und wo sinnvoll auch in Wohnquartieren.

Es muss fair sein. Heute schon

leistet jeder Automobilist beim

Kauf von Benzin oder Diesel

eine «distanzabhängige Abgabe»

– wer viel fährt, zahlt viel.

Das funktioniert sehr gut. Dieses

Modell müsste z.B. auch bei

der Elektromobilität eingeführt

werden.

36 AUTO NR. 05/2019


EIDGENÖSSISCHE WAHLEN 2019

Unsere Fragen

an die Kandidaten

1 2 3

Wie stehen Sie im Zusammenhang

mit der Totalrevision des

CO2-Gesetzes zu einer weiteren

Benzinpreiserhöhung?

Machen aus Ihrer Sicht

Tempo-30-Zonen Sinn? Wenn ja,

weshalb und wo?

Wie müsste Ihrer Meinung nach

ein zukünftiges Preissystem für

die Mobilität in der Schweiz

aussehen?

Sandra Sollberger, SVP

Basel-Land

Basel-Stadt

bisher

bisher

Christoph Eymann, LDP

Basel-Stadt

1Ich finde, dass Autofahrerinnen

und Autofahrer schon heute stark

zur Kasse gebeten werden. Es

wäre unverhältnismässig und

unfair, den Mittelstand und das

Gewerbe nochmals mit einer

Benzinpreiserhöhung zu belasten.

Einer moderaten Erhöhung

stimme ich zu, wenn gleichzeitig

andere Massnahmen zur Reduktion

des CO2-Ausstosses erfolgen,

das Auto darf nicht als Sündenbock

erscheinen.

2 3

Solche Zonen können gezielt

Sinn machen, zum Beispiel in

Quartierstrassen. Den extremen

Trend, heute überall 30er-Zonen

einrichten zu wollen, lehne ich

hingegen ab. Wo es Durchgangsoder

Gewerbeverkehr gibt,

verhindern diese Zonen einen

flüssigen Verkehr. Ich empfinde

es teilweise sogar als Schikane.

Flächendeckend: Nein! An bestimmten

Strassenabschnitten,

z. B. vor Schulhäusern: Ja. Dabei

sollen auch temporäre Reduktionen

geprüft werden.

Ein solches Preissystem soll

möglichst auf Eigenverantwortung

setzen und die Freiheit der

Bürgerinnen und Bürger, ihr

geeignetes Angebot zu wählen

nicht beeinträchtigen. Strasse

und Schiene sollen gemeinsam

entwickelt werden. Der Individualverkehr

darf jedoch nicht länger

schlechter gestellt werden.

Die zunehmende Elektromobilität

erfordert die Prüfung des

bisherigen Abgabensystems auf

Treibstoffen. Ein Rückgang des

Benzinkonsums darf nicht zur

Erhöhung der Abgabe führen.

neu

Patrick Huber, CVP

Basel-Stadt

Die Autofahrer bezahlen bereits

heute den grössten Anteil der

Kosten ihrer Mobilität selbst.

Eine Erhöhung darf deshalb nicht

willkürlich sein, sondern sollte

die externen Kosten (u.a. Umweltschäden

und Unfallkosten) decken.

Dies würde in Bezug auf den

Benzinpreis eine eher geringere

Erhöhung bedeuten.

In städtischen Gebieten auf Quartierstrassen

machen 30er-Zonen

aus Gründen der Sicherheit und

Lebensqualität oft Sinn. Damit

der Verkehr fliessen kann, sind

30er-Zonen auf den anderen

Strassen (Haupt- und Sammelstrassen)

abzulehnen.

Jeder Verkehrsträger sollte die

Kosten, die er verursacht, selbst

decken. Auf der Strasse ist dies

mit über 85% Beteiligung der

Nutzenden bereits fast der Fall –

bei anderen Verkehrsträgern sind

wir aufgrund von Subventionen

der öffentlichen Hand noch weit

von der Kostenwahrheit entfernt.

neu

Dominique Martin, FDP

Basel-Stadt

Nur mit Strafsteuern belasten

und sonst bleibt alles gleich, ist

kein Ansatz. Wir brauchen keine

neuen Steuern.

Auf Quartierstrassen machen

solche Tempolimits Sinn, denn sie

erhöhen die Sicherheit. Wegen

dem Lärm bringt’s nicht mehr

viel, denn selbst Benzinmotoren

werden immer leiser. Wichtig

ist der Verkehrsfluss. Bauliche

Massnahmen zur Verkehrsberuhigung

behindern diesen und

führen zu höheren Emissionen.

Wir brauchen keine Preissysteme.

Wir brauchen eine intelligente,

emissionsarme Mobilität. Die

Technologie, insbesondere auch

digitale Technologien, bringen

uns dabei weiter vorwärts.

Mobilität über den Preis steuern

zu wollen oder sogar zu unterbinden,

bedeutet Stillstand und ist

sozial ungerecht.

neu

Daniel Seiler, FDP

Basel-Stadt

Preiserhöhungen, die die

Staatskasse füllen, lehne ich ab.

Lenkungsmassnahmen, die neue

Technologien ermöglichen, unterstütze

ich auch als Liberaler,

aber die Erhöhung muss sozialund

wirtschaftsverträglich sein.

Und Lenkungsabgaben müssen

zwingend an die Bevölkerung

rückverteilt werden.

In Wohnquartieren können

verkehrsberuhigte Zonen Sinn

machen. Auf Hauptverkehrsachsen

hat aber Tempo-30 nichts zu

suchen. Die Hauptverkehrsachsen

müssen den Verkehrsfluss

sicherstellen.

Transparenz und Kostenwahrheit

bei der Mobilität sind zu

unterstützen. Auch Konzepte

für Mobility Pricing sollen näher

geprüft werden, sie müssen aber

für den Staat einnahmenneutral

ausgestaltet werden und alle Verkehrsträger

berücksichtigen.

NR. 05/2019

AUTO

37


EIDGENÖSSISCHE WAHLEN 2019

Unsere Fragen

an die Kandidaten

1 2 3

Wie stehen Sie im Zusammenhang

mit der Totalrevision des

CO2-Gesetzes zu einer weiteren

Benzinpreiserhöhung?

Machen aus Ihrer Sicht

Tempo-30-Zonen Sinn? Wenn ja,

weshalb und wo?

Wie müsste Ihrer Meinung nach

ein zukünftiges Preissystem für

die Mobilität in der Schweiz

aussehen?

neu

Patricia von Falkenstein, LDP

Basel-Stadt

Fribourg

1Einer moderaten Erhöhung kann

ich zustimmen. Jedoch muss der

Mehrertrag gezielt zur Verminderung

des CO2-Ausstosses

eingesetzt werden – und nicht in

die Bundeskasse fliessen.

2 3

Solche Zonen machen Sinn, aber

nur an wenigen ausgewählten

Orten, wo es die Sicherheit

erfordert, z.B. bei Schulen,

Altersresidenzen, Spitälern oder

kleine Quartierstrassen. Es muss

geprüft werden, ob Tempo 30

auch nur zu bestimmten Zeiten

(tagsüber) vorgeschrieben werden

soll.

Das heutige System mit Abgaben

auf Treibstoffe ist akzeptiert. Zusätzlich

ein Road-Pricing einzuführen

ist abzulehnen. Die Frage

der Politik muss lauten: «Wie

ermöglichen wir den Verkehr

unter Schonung der Umwelt?»

und nicht: «Wie können wir das

Autofahren vermiesen?»

bisher

Jean-François Rime, SVP

Fribourg

Genf

Eine Erhöhung ist unvermeidlich.

Für mich sind maximal 5 bis 6 Rp.

hinnehmbar. Die Grünen fordern

20 Rp., was in Randgebieten

jedoch nicht tragbar ist.

Tempo-30-Zonen sind nur in

Wohnquartieren akzeptabel.

Allerdings gilt es, die allgemeine

Einrichtung von Tempo 30

in sämtlichen Wohngebieten zu

verhindern.

Der Strassenverkehr finanziert

die durch ihn verursachten Kosten

bereits selbst, im Gegensatz

zu den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Der sinkende Verbrauch

durch Hybrid- oder Elektrofahrzeuge

wird die Treibstoffpreise

wahrscheinlich ankurbeln.

neu

Daniel Sormanni, MCG

Genf

Graubünden

Ich bin gegen eine Erhöhung der

Treibstoffpreise. Dies ist nicht

das richtige Mittel, um die Bürger

zu mehr Umweltschutz im Sinne

eines kleineren CO2-Fussabdrucks

zu bewegen. Stattdessen

sollte man durch eine angemessene

positive Steuerpolitik den

Kauf von Hybrid- oder Elektrofahrzeugen

fördern.

Tempo-30-Zonen sind nicht

zielführend und dürfen nicht

allgemein eingeführt werden.

Sie können für manche Zufahrtsstrassen

zu Wohngebieten

sinnvoll sein, müssen jedoch

eng begrenzt bleiben. Lärm und

Umweltverschmutzung werden

durch solche Zonen nicht wirkungsvoll

bekämpft.

Wir müssen an alle denken und

dürfen den Bürgern nicht ihre

Mobilität nehmen. Sie ist wichtig,

beruflich und privat. Statt

Zwangsmassnahmen müssen

Steueranreize geschaffen werden,

um den ökologischen Wandel

voranzutreiben. International

müssen wir dazu übergehen, den

Flugzeugtreibstoff zu besteuern.

bisher

Heinz Brand, SVP

Graubünden

Ich lehne jede und vor allem

markante Erhöhung des Benzinpreises

ab. Sie benachteiligt

Regionen (z. B. Berggebiete) oder

Branchen (bspw. Tourismus),

welche auf den Individualverkehr

angewiesen sind.

Tempo-30-Zonen machen in reinen

Wohnzonen durchaus Sinn.

In diesen Zonen senken sie die

Unfallrisiken erheblich und führen

nachweislich zu signifikanten

Reduktionen der Lärmbelastung,

was insgesamt positiv ist.

Das gegenwärtige Preissystem

sollte trotz hoher steuerlicher

Belastung nicht verändert

werden. Insbesondere soll und

darf keine weitere Belastung

des Individualverkehrs erfolgen.

Weitere Umverteilungen sind zu

unterlassen.

bisher

Magdalena Martullo-Blocher,

SVP, Graubünden

Ich bin gegen eine weitere Erhöhung

des Benzinpreises. Bereits

heute bezahlen die Schweizerinnen

und Schweizer immer

mehr fürs Autofahren mit immer

weniger Gegenleistungen. Über

jede Erhöhung von bestehenden

Abgaben und jede Einführung von

neuen Abgaben soll das Stimmvolk

entscheiden können.

Tempo-30-Zonen können in

Wohnquartieren sinnvoll sein,

auch zur Vermeidung von Unfällen.

Auf den Hauptstrassen und

wichtigen Durchfahrtsstrassen

soll aber generell Tempo 50

gelten.

Mobilität ist der Motor von Wirtschaft

und Handel. Die permanent

überbelasteten Strecken

müssen ausgebaut werden. Ausserhalb

der urbanen Zentren ist

man vielerorts auf den Privatverkehr

angewiesen. Er soll deshalb

erschwinglich bleiben. Das ist

auch für den Tourismus wichtig.

38 AUTO NR. 05/2019


EIDGENÖSSISCHE WAHLEN 2019

Unsere Fragen

an die Kandidaten

1 2 3

Wie stehen Sie im Zusammenhang

mit der Totalrevision des

CO2-Gesetzes zu einer weiteren

Benzinpreiserhöhung?

Machen aus Ihrer Sicht

Tempo-30-Zonen Sinn? Wenn ja,

weshalb und wo?

Wie müsste Ihrer Meinung nach

ein zukünftiges Preissystem für

die Mobilität in der Schweiz

aussehen?

Luzern

1Höhere Benzinpreise schaden

dem Wirtschaftsstandort

Schweiz.

2 3

Nur in Wohnquartieren mit

«engen Verhältnissen».

Alle Verkehrsteilnehmer sollen

gleichermassen beteiligt sein.

bisher

Yvette Estermann, SVP

Luzern

bisher

Franz Grüter, SVP

Luzern

Eine weitere Erhöhung des

Benzinpreises belastet die Autofahrenden

und die Wirtschaft

unnötig. Ich halte sie zudem nicht

für ein geeignetes Mittel, um

das Klima zu retten. Viel mehr

braucht es Innovationen und

Investitionen, statt neue Verbote

und Abgaben.

Die Tempo-30-Zonen sind in gewissen

Wohnquartieren sinnvoll.

Sie tragen dazu bei, dass die

Lärmbelastung für die Anwohnerinnen

und Anwohner sinkt und

die Sicherheit erhöht wird.

Ich bin der Meinung, dass das

aktuelle System bereits gut funktioniert,

sowohl für den privaten

als auch für den öffentlichen Verkehr.

Sogar die Elektromobilität

ist ab 2020 geregelt, ein Bereich,

der künftig noch stark wachsen

wird.

bisher

Felix Müri, SVP

Luzern

Schaffhausen

Die Benzinpreise dürfen nicht

weiter erhöht werden. Die Autofahrer

werden bereits übermässig

belastet. Solche Massnahmen

treffen nur einseitig den Mittelstand

und das KMU-Gewerbe.

In Quartierstrassen können

30er-Zonen Sinn machen. Der

Verkehr soll aber auch flüssig bleiben.

Heute besteht die Tendenz,

zu viele 30er-Zonen einzurichten.

Es scheint so, als wolle man mancherorts

mit solchen Massnahmen

das Autofahren abspenstig

machen. Solche Bevormundung

will ich nicht zulassen.

Es braucht Kostentransparenz

und ein Miteinander von Schiene

und Strasse. Heute werden die

Schiene und der ÖV einseitig

bevorzugt. Wir müssen innovativ

und zukunftsgerichtet unsere

Strasse und Mobilität weiterentwickeln.

Dabei will ich möglichst

viel Freiheit und Eigenverantwortung

ermöglichen.

bisher

Hannes Germann, SVP

Schaffhausen

Eine weitere Erhöhung der Treibstoffpreise

ist nicht angezeigt.

Stattdessen ist alles daran zu

setzen, die Engpassbeseitigung

zügig voranzutreiben. Denn

jährlich über 25 000 Staustunden

verursachen enorme volkswirtschaftliche

wie auch Umweltschäden.

Darum: Verkehrsfluss

verbessern statt abkassieren.

In Wohnquartieren können

Tempo-30-Zonen zur Erhöhung

von Sicherheit und Wohnqualität

beitragen. Allerdings müssen für

den Durchgangsverkehr wichtige

Strassen offen gehalten werden.

Schikanöse Temporeduktionen,

die primär Fiskalcharakter haben,

sind inakzeptabel.

Mobility-Pricing und generell die

Finanzierung des öffentlichen

Verkehrs durch den motorisierten

Individualverkehr sind nicht

geeignet, künftige Herausforderungen

im Bereich der Mobilität

zu bewältigen. Stattdessen: mehr

Park-and-Ride-Angebote und

volle Kostentransparenz bei allen

Verkehrsträgern.

bisher

Thomas Hurter, SVP

Schaffhausen

Mit der Annahme des Strassenfinanzierungsfonds

sind der Unterhalt

und der Ausbau der Strassen

finanziert. Wir benötigen daher

in naher Zukunft keine weitere

Erhöhung.

Kommt dazu, dass die Strasse

praktisch zu 100% eigenfinanziert

ist.

Sie machen dort Sinn, wo es

Engpässe gibt oder gefährliche

Situationen entschärft werden

müssen. Auf Hauptverkehrsachsen

sollten sie vermieden

werden, da dadurch nur der

Verkehrsfluss verlangsamt und

Umwegverkehr generiert wird.

Zuerst müsste einmal eine möglichst

hohe Kostentransparenz

hergestellt werden, damit die

Benützer wissen, was ihr Verkehrsträger

tatsächlich kosten

sollte. Nicht jeder Verkehrsträger

ist gleich geeignet. Keine

einsei tigen Subventionen oder

Anschubfinanzierungen.

NR. 05/2019

AUTO

39


EIDGENÖSSISCHE WAHLEN 2019

Unsere Fragen

an die Kandidaten

1 2 3

Wie stehen Sie im Zusammenhang

mit der Totalrevision des

CO2-Gesetzes zu einer weiteren

Benzinpreiserhöhung?

Machen aus Ihrer Sicht

Tempo-30-Zonen Sinn? Wenn ja,

weshalb und wo?

Wie müsste Ihrer Meinung nach

ein zukünftiges Preissystem für

die Mobilität in der Schweiz

aussehen?

neu

Michael Mundt, SVP

Schaffhausen

Solothurn

1Ich bin generell gegen eine Erhöhung

bei den Benzinsteuern, so

lange diese nicht vollumfänglich

den Autofahrern zugutekommt.

Zudem bezweifle ich stark, dass

eine zusätzliche CO2-Abgabe

ausreichend Autofahrer vom

Fahren abhalten würde, womit es

keine spürbare Reduktion beim

CO2-Ausstoss geben würde.

2 3

In Wohnquartieren, in welchen

kein Durchgangsverkehr

herrscht, mögen Tempo-30-Zonen

sinnvoll sein. Auf Hauptstrassen

oder auf von Betrieben des

öffentlichen Verkehrs genutzten

Strassen allerdings nicht, da an

diesen Stellen Tempo-30-Zonen

nur der Erschwerung des Verkehrsflusses

dienen.

Verschiedene Arten von Mobilität

verursachen verschiedene Aufwände.

Grundsätzlich sollte sich

jede Art von Verkehr mehrheitlich

selbst finanzieren können. Quersubventionen

sind zu vermeiden,

erhobene Abgaben zweckgebunden

einzusetzen. Eine verursachergerechtere

Lösung als heute

wäre begrüssenswert.

bisher

Christian Imark, SVP

Solothurn

St.Gallen

In der Energieversorgung tun wir

bereits zu viel vom Falschen. Eine

weitere Erhöhung des Benzinpreises

dient nur dem Abkassieren,

ist aber wirkungslos. Der

Gebäudebereich zeigt, dass eine

Senkung des CO2-Ausstosses

am besten mit Technologie und

Eigenverantwortung zu erreichen

ist.

Ich stehe Tempo-30-Zonen prinzipiell

sehr kritisch gegenüber,

denn gute Erreichbarkeit ist für

den Wirtschaftsstandort Schweiz

von zentraler Bedeutung. Meistens

geht es ohnehin nicht um

die Sicherheit, sondern um neue

Schikanen für den Individualverkehr.

Der Individualverkehr bezahlt

heute schon zu viel. Ich wehre

mich gegen jede zusätzliche

Verteuerung, ohne zusätzlichen

Nutzen für den Bau der Infrastruktur.

bisher

Nicolo Paganini, CVP

St. Gallen

Tessin

Wir werden die anvisierten Klimaziele

nur mit Massnahmen in

ALLEN Bereichen, in denen CO2

freigesetzt wird, erreichen. Dazu

gehört auch der Strassenverkehr.

Ich habe mich beim CO2-Gesetz

für Treibstoffzuschläge von max.

8 Rp. ausgesprochen und lehne

weitergehende Forderungen ab.

Tempo-30-Zonen machen Sinn

in reinen Wohnquartieren und

allenfalls im Umfeld von Schulhäusern,

Wohnheimen etc. Dort

erhöhen sie die Sicherheit aller

Verkehrsteilnehmer. Ich bin

aber gegen Tempo-30-Zonen auf

Kantons- und Durchgangsstrassen,

wo der Verkehr rasch und

ungestört fliessen muss.

Ich finde, wir haben heute ein

gutes System. Ich bin gegen Road

Pricing in Städten. Auch lehne ich

eine weitergehende Verbilligung

des öV (Gratis-GA für u16-jährige

etc.) ab. Eine z.B. auf Fr. 80.–

verteuerte Vignette ist denkbar,

wenn damit der Strassenausbau

bei Engpässen beschleunigt wird.

bisher

Marco Chiesa, SVP

Tessin

Eine Erhöhung würde Bürger, die

das Auto zur Ausübung ihres Berufs

benötigen, Menschen in den

Vororten, die Mittelschicht und

Kantone wie das Tessin erheblich

benachteiligen. Ich bin deshalb

gegen eine Politik, die unsere

Autofahrerinnen und Autofahrer

melkt und dämonisiert.

Ich sehe die Tempo-30-Zonen

dort, wo potenzielle und konkrete

Risiken für die Sicherheit

von Menschen bestehen. Im

präventiven Sinn denke ich dabei

insbesondere an Strassen, an

denen Schulen, Kindertagesstätten,

Spiel- und Sportplätze

liegen oder wo soziale Aktivitäten

stattfinden.

Für Ausländer, die auf der

Durchreise sind, ist unsere

Infrastruktur mit Ausnahme der

Autobahnvignette kostenlos. Die

Schweiz benötigt grosse Investitionen,

um ihre Mobilität zu modernisieren

und auszubauen. Ich

denke an den Gotthard, für den es

gerecht wäre, eine Transitgebühr

zu verlangen.

bisher

Fabio Regazzi, CVP

Tessin

Tendenziell lehne ich eine weitere

Erhöhung des Benzinpreises ab,

die vor allem Autofahrer in den

Randgebieten benachteiligen

würde. Dies wäre zum Beispiel im

Tessin der Fall, wo die Verfügbarkeit

öffentlicher Verkehrsmittel

begrenzt ist, weshalb Autofahren

eine Notwendigkeit ist.

Tempo 30 kann sinnvoll sein,

aber nur in Wohngebieten; auf

wichtigen Transitachsen sollte es

vermieden werden, nimmt jedoch

immer mehr zu. Wir beobachten

derzeit eine ungerechtfertigte

Ausbreitung der Tempo-30-Zonen,

die besser reguliert werden

müssen.

Der politische Druck auf die Einführung

des sogenannten Mobility

Pricing nimmt zu, viele möchten

es aber auf die Strasse beschränken.

Ich persönlich glaube, dass

die derzeitige Lösung (Vignette)

zu guten Ergebnissen geführt

hat und sehe vorläufig keine

Notwendigkeit für Korrekturmassnahmen.

40 AUTO NR. 05/2019


EIDGENÖSSISCHE WAHLEN 2019

Unsere Fragen

an die Kandidaten

1 2 3

Wie stehen Sie im Zusammenhang

mit der Totalrevision des

CO2-Gesetzes zu einer weiteren

Benzinpreiserhöhung?

Machen aus Ihrer Sicht

Tempo-30-Zonen Sinn? Wenn ja,

weshalb und wo?

Wie müsste Ihrer Meinung nach

ein zukünftiges Preissystem für

die Mobilität in der Schweiz

aussehen?

Thurgau

2

neu

Josef Gemperle, CVP

Thurgau

1Eine moderate Erhöhung macht

Sinn, der Verkehr verursacht mit

rund einem Drittel den grössten

Teil der Treibhausgasemissionen

der Schweiz. Im Thurgau wird

mit einem Anreizprogramm der

Umstieg auf emissionsarme

Fahrzeuge gefördert, so können

wir gemeinsam die internationalen

Klimaziele erreichen.

3

Tempo-30-Zonen machen vor

allem in Wohnquartieren Sinn.

Dort können solche Zonen signifikante

Verbesserungen bringen

für die Lebensqualität der

Wohnbevölkerung und zudem das

Unfallrisiko deutlich reduzieren.

Generelle oder flächendeckende

Tempo-30-Zonen gemeindeweit

machen keinen Sinn.

Im Stau stehende Fahrzeuge

verursachen hohe Kosten, überfüllte

Züge werden zum Ärgernis,

emissionsarme Fahrzeuge führen

zu Ausfällen bei der Motorfahrzeugsteuer.

Unter Einbezug der

Verbände sind neue, intelligente

und abgestimmte Systeme zu erarbeiten,

Fehlanreize sind dabei

konsequent auszumerzen!

neu

Jakob Stark, SVP

Thurgau

Waadtland

Eine Benzinpreiserhöhung von

bis zu 20 Rappen, wie das der

Nationalrat diskutiert hat, kommt

für mich nicht in Frage. Wer nicht

in der Stadt wohnt, ist oft auf das

Auto angewiesen. Eine solche

Erhöhung belastet viele Haushalte

im ländlichen Raum. Ich würde

den Deckel bei 5 Rappen setzen.

In Wohnquartieren macht Tempo-30

für mich Sinn. Hier wird

gelebt, draussen spielen Kinder.

Die Temporeduktion fördert hier

die Lebensqualität. Anders auf

Hauptstrassen: Ihre Funktion

ist es, den Verkehr durchzuleiten.

Der Verkehrsfluss steht im

Vordergrund: Tempo-50 hat sich

bewährt.

Mittel- bis langfristig müssen

wir eine fahrleistungsabhängige

Mobilitätsfinanzierung diskutieren,

um das Strassen- und

Schienennetz noch finanzieren zu

können. Dabei ist den Grundsätzen

der Wirtschaftlichkeit, der

Effizienz und der Vernetzung der

Verkehrs träger Rechnung zu

tragen.

neu

Florence Bettschart-Narbel,

FDP, Waadtland

Eine entsprechende Erhöhung

dürfte nur moderat sein und

müsste zudem auf eine wirkliche

Kompensation der CO2-Emissionen

abzielen. Bei der Festlegung

der Steuer müsste auch das

Preisniveau in den Nachbarländern

berücksichtigt werden

(Tanktourismus).

Tempo-30-Zonen sind mancherorts

aus Ruhe- und Sicherheitsgründen

gerechtfertigt. Sie sollten

jedoch Teil des Gesamtmobilitätskonzepts

der Gemeinden sein und

nicht auf Hauptverkehrsachsen

eingerichtet werden. Und sie sollten

nicht dazu führen, dass es in

Wohnquartieren zu Verkehrsverlagerungen

kommt.

Jeder Verkehrsträger sollte

die verursachten Kosten selbst

tragen. Durch das Ja zum Projekt

FORTA (2017) ist die künftige

Finanzierung der Verkehrsinfrastrukturen

gesichert. Doch wir

brauchen eine Diskussion über

das «mobility pricing» im ÖV,

sprich: eine nach Zonen gestaffelte

Anpassung der Tarife.

bisher

Olivier Français, FDP

Waadtland

Für mich sind neue Steuern

grundsätzlich nur dann akzeptabel,

wenn wir einerseits die

Garantie haben, dass die betreffenden

Mittel für konkrete Investitionen

in Gemeinschaftsprojekte

verwendet werden, und andererseits,

dass sie moderat ausfallen

(max. 4 Rp.).

Ich befürworte Tempo-30-Zonen

sehr, da sie den Ausbau des

Strassennetzes ermöglichen

und die Autofahrer sich besser in

einer Stadt zurechtfinden können.

Tempo-30-Zonen auf Hauptstrecken

würden jedoch direkt zu

einer Überlastung der Nebenstrecken

führen.

Ich bin mit der derzeitigen

Finanzstruktur im Bereich der

Infrastrukturen zufrieden. Angesichts

der Zunahme alternativer

Fahrzeuge müsste jedoch eine

kilometerabhängige finanzielle

Beteiligung eingeführt werden.

bisher

Isabelle Moret, FDP

Waadtland

Ich habe für eine Steuer von

maximal 8 Rappen pro Liter

Treibstoff gestimmt, das ist weit

weniger als die von manchen geforderten

20 Rappen. Dies sind

3 Rappen mehr als heute und

damit eine tragbare Belastung,

wenn es darum geht, den Planeten

zu bewahren, den wir einmal

unseren Kindern hinterlassen.

Tempo-30-Zonen sind aus Sicherheitsgründen

in Wohnquartieren

und in der Nähe von Schulen

gerechtfertigt. Es muss jedoch

darauf geachtet werden, keine

solchen Zonen an wichtigen Verkehrsachsen

in Ballungsräumen

einzurichten, um keine neuen

Verkehrsengpässe zu erzeugen.

Ich befürworte eine multimodale

Verkehrspolitik. Es ist absurd,

die Strasse und die Schiene aus

ideologischen Gründen gegeneinander

auszuspielen. Vielmehr ist

erforderlich, dass jeder Verkehrsträger

nach dem Verursacherprinzip

herangezogen wird,

insbesondere zur Finanzierung

seiner Infrastruktur.

NR. 05/2019

AUTO

41


EIDGENÖSSISCHE WAHLEN 2019

Unsere Fragen

an die Kandidaten

1 2 3

Wie stehen Sie im Zusammenhang

mit der Totalrevision des

CO2-Gesetzes zu einer weiteren

Benzinpreiserhöhung?

Machen aus Ihrer Sicht

Tempo-30-Zonen Sinn? Wenn ja,

weshalb und wo?

Wie müsste Ihrer Meinung nach

ein zukünftiges Preissystem für

die Mobilität in der Schweiz

aussehen?

Zürich

2

neu

Markus Hungerbühler, CVP

Zürich

1Einer weiteren Benzinpreiserhöhung

stehe ich überaus kritisch

gegenüber. Allenfalls ist eine

solche in einem geringen Umfang

pro Liter – unter 5 Rappen –

denkbar. Autofahrer sollen nicht

weiter belastet werden.

3

Tempo-30-Zonen machen aus

meiner Sicht Sinn, aber nur auf

Quartierstrassen. Haupteinfalls-

und Hauptausfallsachsen

sind dafür ungeeignet, da der

Verkehr fliessen muss. Tempo

30 auf Hauptstrassen würde nur

zu mehr Schleichverkehr in den

Quartieren führen; ausserdem

würde er den ÖV stark behindern.

Ich setze mich ein für ein Mobility

Pricing, welches auf alle

Verkehrs träger (ÖV und MIV)

angewandt werden soll. Dabei

soll es nicht um die Verknappung

gehen, sondern um eine

geschickte Verkehrslenkung und

Finanzierung der Infrastruktur.

neu

Christian Müller, FDP

Zürich

Einer zusätzlichen CO2 Abgabe

stehe ich sehr kritisch gegenüber.

Einer massvollen Benzinpreiserhöhung

in der Höhe von max. 5

Rappen könnte ich zustimmen,

wenn diese Abgaben auch zweckgebunden,

direkt für Projekte

zur Reduktion von CO2 Ausstoss

verwendet werden. Eine Rückverteilung

ist abzulehnen.

Tempo-30-Zonen können dort

Sinn machen, wo die Sicherheit

eine höhere Geschwindigkeit nicht

zulässt. Dies kann Schulzonen betreffen,

aber auch Quartierstrassen

in Wohnquartieren. Damit die

Hauptverkehrsachsen das Verkehrsaufkommen

auch aufnehmen

können, ist hier von Tempo-30-Zonen

generell abzusehen.

Ein neues Preissystem für

die Mobilität müsste für alle

Verkehrsträger die Kosten nach

dem Verursacherprinzip decken.

Dabei muss es sozialverträglich

ausgestaltet sein, die Randregionen

nicht benachteiligen, den

Bedürfnissen des Gewerbes

Rechnung tragen und alle übrigen

Abgaben und Steuern ersetzen.

neu

Severin Pflüger, FDP

Zürich

Um das Pariser Klimaziel zu erreichen,

werden wir nicht darum

herumkommen. Aber nicht nur

der Private soll besteuert werden.

Auch der öffentliche Verkehr

und die öffentliche Hand müssen

der Erhöhung unterliegen. Die

Einnahmen sollen zurück an die

Bevölkerung und nicht in den

allgemeinen Haushalt fliessen.

Tempo 30 ist sinnvoll auf

Quartierstrassen. Keinen Sinn

macht es auf Hauptachsen und

Sammelstrassen. Besonders

stossend sind sie auf Strecken

mit öffentlichem Verkehr, der

dann auch verlangsamt wird.

Für den Lärmschutz sind andere

besser geeignete Massnahmen

zu treffen.

Jeder Verkehrsträger hat seine

eigenen Kosten selbst zu tragen.

Es braucht hier Kostenwahrheit

und weniger Quersubventionierungen.

Gegenüber einer

Verkehrssteuerung über örtlich

und zeitlich variable Tarife zur

Stauvermeidung und besseren

Auslastung der Infrastruktur bin

ich aufgeschlossen.

Off Road Drive (4×4)

Besitzen Sie ein Off-Road-Fahrzeug

und können auf Schweizer Strassen

seine Möglichkeiten nicht austesten?

Dann lernen Sie die Grenzen Ihres

Fahrzeugs auf der abgesperrten Piste

in Ederswiler JU unter fachmännischen

Anweisungen kennen.

Theorie

Bodenfreiheit, Böschungs- und Rampenwinkel,

Schwerpunkt, Fahrwerk,

Achsverschränkung, Kippgrenze, Motordrehmoment

und Leistung, Geländereduktion,

Antriebssysteme, Differenzialsperren

und andere Traktionshilfen,

Bereifung und Luftdruck je nach Einsatz

und Witterung.

Praxis

Fahrzeughandling, Sperren, Reduktionsgetriebe,

Fahren in leichtem und

schwierigem Gelände, Gangwahl, Bremsen

mit oder ohne ABS, Befahren von Steigungen

und Gefällen an der Traktionsgrenze,

Fahren quer zum Hang, Spur verhalten

über Brücken, Einschätzen des Schwierigkeitsgrades

je nach Witterungsbedingung.

Kursort

Trainingsgelände in Ederswiler JU

Kursdaten

Samstag, 28. September 2019

Kurskosten

(eine Person pro Fahrzeug)

CHF 375.– für ACS-Mitglieder

CHF 405.– für Nichtmitglieder

Pro Fahrzeug kann ein Beifahrer (nicht

fahr berechtigt) angemeldet werden:

CHF 60.– .

Verpflegung im Restaurant auf eigene

Kosten (nur Barzahlung möglich).

Aus Sicherheitsgründen sind Kinder

unter 16 Jahren als Begleitperson nicht

zuge lassen.

Fahrzeug

Fahrzeuge ohne Reduktionsgetriebe (Gelände-Untersetzung)

sind nur bei genügender

Bodenfreiheit zugelassen. Absprache

empfehlenswert.

Besitzen Sie kein 4×4 Fahrzeug? Der ACS

organisiert für Sie ein Mietfahrzeug. Für

mehr Infos kontaktieren Sie uns.

Instruktor

Gérard Bodenheimer

Weitere Infos finden Sie unter:

www.acs.ch/offroad | Tel. 031 328 31 11

Erfahrene Offroader fahren stets nach dem Motto:

So gleichmässig wie möglich und nur so schnell

wie nötig!

42 AUTO NR. 05/2019


RATGEBER

Ratgeber

DEN GEBRAUCHTEN VERKAUFEN –

ABER RICHTIG!

Aussen hui und innen auch – wer einen rundum gut erhaltenen Gebrauchten

verkaufen will, hat sicher gute Chancen. Dabei ist es aber wichtig, den rollenden

Begleiter auf Autobörsen im Internet auch entsprechend positiv in Szene zu setzen –

das kann die Zeit bis zum Vertragsabschluss erheblich verkürzen.

S

ehr wichtig sind zwei Themenbereiche:

die Aufbereitung des

Verkaufskandidaten, also die

Tatsache, dass er innen wie

aussen picobello in Schuss ist. Und die ausführliche

fotografische Darstellung des

Autos in der Annonce. Im Zweifel gilt: Lieber

ein Foto mehr verwenden.

«Aufgrund des ersten Eindrucks entscheidet

der potenzielle Käufer sich oft

unbewusst und innerhalb von Sekunden

für oder gegen das Fahrzeug», wissen die

Experten der Autohandelsplattformen.

«Auch wenn es banal klingt, sollten Gebrauchtwagen

also vor dem Fototermin

durch die Waschanlage gefahren und innen

gründlich gereinigt werden.» Erst danach

kommen weitere positive Eigenschaften

wie ein gepflegtes Scheckheft, Ausstattungslisten

und Daten aus Entscheidungskriterien

ins Spiel.

Am besten das Auto von aussen einmal

rundherum fotografieren. Besondere

Aufmerksamkeit gilt dabei der Front- und

Seitenansicht für die ersten Startfotos.

Dazu kämen mindestens je ein Bild von

Cockpit und Kofferraum. Alles Weitere sei

optional, förderte aber einen positiven

Eindruck. Pluspunkte bringt auch eine individuelle

Sonderausstattung, die gehört

auf jeden Fall in Szene gesetzt.

Natürlich ist eine realistische Preisvorstellung

nötig, um ernsthafte Interessenten

bei der Stange zu halten. Von Interesse

ist auch, ob das Fahrzeug bisher privat

oder geschäftlich genutzt wurde, die bisherige

Anzahl der Halter, der Termin für

die nächste Motorfahrzeugkontrolle und

Unfallschäden und ihre Reparaturen.

Text und Bild mid

ACS-QUIZ 5/2019

1. Jemand, der selten mit dem Auto unterwegs ist, ist ein …

V Sonntagsfahrer W Montagsstresser M Freitagsdriver

2. Was findet man in einem Auto ?

O Stossseufzer E Stossdämpfer I Stossgebet

3. Wie nennt man in Deutschland ein Trottinett?

L Kleinrad R Roller S Treter

4. Was baumelte einst typischerweise an der Antenne eines Opel Manta?

E Pferdeschweif I Hundepfote G Fuchsschwanz

5. Wie heisst die Website des ACS für Motorsportfans?

A www.go4race.ch L www.gogoacs.ch U www.motoacs.ch

6. Wann wurden die Radfahrertruppen der Schweizer Armee abgeschafft?

N nie M 1989 S 2003

7. Welche Form hat ein Verkehrskreisel in Lyss?

A Spiegelei E Plattenspieler T Tannenbaum

8. Wie nennt man Randsteine einer Rennstrecke ?

S Corb N Carb R Curb

LÖSUNGSWORT

Teilnahmebedingungen:

Mit der Teilnahme akzeptiert

der Teilnehmer diese Teilnahmebedingungen.

Teilnahmeberechtigt

sind ausschliesslich

Mitglieder des Automobil Clubs

der Schweiz.

Der Gewinner wird persönlich

vom Automobil Club der

Schweiz benachrichtigt. Barauszahlung

und Rechtsweg

sind ausgeschlossen.

Teilnahmeschluss ist der

20. September 2019

(Poststempel).

Preis:

Zwei Übernachtungen inkl.

Frühstück im 5-Sterne-Hotel

Klosterbräu & Spa in Seefeld

in Tirol. Sie übernachten in

der besten zur Verfügung

stehenden Zimmerkategorie

inklusive ¾ Vital Gourmet

Pension sowie Benützung der

gesamten Wellnessanlagen.

Im Wert von rund 1300.– CHF.

Senden Sie uns eine Postkarte

mit dem Vermerk «ACS-Rätsel»

und dem Lösungswort,

Ihrer Mitgliedsnummer und

Adresse an unten stehende

Adresse, oder senden Sie uns

das Lösungswort online unter

www.acs.ch/auto-raetsel zu.

Automobil Club der Schweiz

Wasserwerkgasse 39

CH-3000 Bern 13

Lösungswort Ausgabe 04/19

GETRIEBE

NR. 05/2019

AUTO

43


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