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Kreis Düren ganz persönlich

Ort der Vielfalt – diesen offiziellen Titel trägt der Kreis Düren zu Recht, denn Düren liegt mitten im Leben zwischen den Metropolen Düsseldorf, Köln, Bonn und Aachen. In der Region Düren setzen sich unterschiedlichste Facetten zu einem reizvollen Mosaik zusammen: Wissenschaft und Spitzenforschung, Landwirtschaft und Tagebau, Berge, Seen und Wälder. Wie eine Lebensader durchzieht die Rur den Kreis von Süden nach Norden und verbindet die Stille des Nationalparks Eifel mit der bunten, fröhlichen Kultur- und Freizeitregion Düren. Wir werfen einen liebevollen Blick auf den Kreis und erzählen von einer persönlichen Entdeckungsreise zu bisweilen versteckten Orten und interessanten Bewohnern.

Ort der Vielfalt – diesen offiziellen Titel trägt der Kreis Düren zu Recht, denn Düren liegt mitten im Leben zwischen den Metropolen Düsseldorf, Köln, Bonn und Aachen.
In der Region Düren setzen sich unterschiedlichste Facetten zu einem reizvollen Mosaik zusammen: Wissenschaft und Spitzenforschung, Landwirtschaft und Tagebau, Berge, Seen und Wälder. Wie eine Lebensader durchzieht die Rur den Kreis von Süden nach Norden und verbindet die Stille des Nationalparks Eifel mit der bunten, fröhlichen Kultur- und Freizeitregion Düren.

Wir werfen einen liebevollen Blick auf den Kreis und erzählen von einer persönlichen Entdeckungsreise zu bisweilen versteckten Orten und interessanten Bewohnern.

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Kreis Dürenganz persönlich


NIEDERLANDE

HANNOVER

DÜSSELDORF

Kreis Düren

BELGIEN

FRANKFURT

Linnich

Titz

FRANKREICH

Jülich

Aldenhoven

Niederzier

Inden

Langerwehe

Düren

Merzenich

Nörvenich

Kreuzau

Vettweiß

Hürtgenwald

Nideggen

Heimbach


KREIS

DUREN

ganz persönlich

Kreis Düren

in Zusammenarbeit mit der

neomediaVerlag GmbH


KREIS DÜREN – GANZ PERSÖNLICH

IMPRESSUM

Herausgeber

neomediaVerlag GmbH

In der Bredenau 24

28870 Fischerhude

Tel. 04293 68437-0

info@neomedia.de

www.neomedia.de

In Zusammenarbeit mit:

Kreis Düren

Bismarckstraße 16

52351 Düren

Tel. 02421 22-0

mail@kreis-dueren.de

www.kreis-dueren.de

Idee und Konzeption

Rainer Wendorff

Redaktion/Lektorat/Texte

Kreis Düren

Stabsstelle für Presse- und

Öffentlichkeitsarbeit

Ingo Latotzki

neomediaVerlag GmbH,

Marc Hankmann

Grafik/Layout

Kerstin Katemann

Projektakquise

Kai Forstmann

Bildnachweis

Giorgia Bertazzi: Seite 84

Biologische Station des Kreises Düren:

Seiten 21-23

Rudi Böhmer: Seiten 7, 9 (links unten und

rechts), 10 (rechts), 11 (links), 13, 15, 18, 19, 25,

26, 28, 29, 35, 37, 39, 40/41 (unten), 42, 47,

49, 52, 56, 59, 60, 62, 66, 73, 75, 85, 86, 93-95

Werner Brauweiler: Seite 43

cila-photographie/Claudia Latotzki: Seiten

9 (links oben), 10 (links), 11 (rechts), 57, 63,

77, 79

Forschungszentrum Jülich: Seiten 32, 51

Forschungszentrum Jülich/Regine Panknin:

Seite 33

Stefan Johnen: Seite 72

Heinz Jörres: Seite 61

Kreis Düren/Burgenmuseum, Brigitte

Lerho: Seiten 70, 71

Bernd Nörig: Seiten 16, 17

PM Eschweiler: Seite 54

portrait fotografie Keus: Seite 27

Dorothée Schenk: Seite 89

Beate Weiler-Pranter: Seite 92

Porträt- und Firmenfotos stammen, soweit

nicht anders vermerkt, von den jeweiligen

Personen und Unternehmen.

Printed in Germany 2020

Das Manuskript ist Eigentum des Verlages.

Alle Rechte vorbehalten.

Dem Buch liegen neben den Beiträgen der

Autoren Darstellungen und Bilder der Firmen

und Einrichtungen zugrunde, die mit

ihrer finanziellen Beteiligung das Erscheinen

des Buches ermöglicht haben.

Druck

Berlin Druck GmbH + Co KG

28832 Achim

Bibliographische Information der

Deutschen Bibliothek

Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese

Publikation in der Deutschen Nationalbibliographie;

detaillierte Daten sind im Internet

über http://dnb.dbb.de abrufbar.

ISBN 978-3-931334-90-1

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird

auf die gleichzeitige Verwendung männlicher

und weiblicher Sprachformen verzichtet.

Sämtliche Personenbezeichnungen gelten

gleichermaßen für beiderlei Geschlecht.

4


KREIS DÜREN – GANZ PERSÖNLICH

INHALT

8 Eine spannende Region

wechselt ihr Antlitz

Landrat Wolfgang Spelthahn

32 Forschung für eine Gesellschaft

im Wandel

Forschungszentrum Jülich GmbH

12 Der Läufer mit der Sammelbüchse

Peter Borsdorff

34 Mit dem Trecker zur Zuckerfabrik

Erich Gussen

16 In Boich schließt sich der Kreis

Klaus Dauven

20 Die Energie der Natur spüren

Heidrun Düssel

24 In der Ferne lernt man die

Heimat zu schätzen

Yannick Gerhardt

27 Ein Zeichen wahrhaftiger

Mitmenschlichkeit

Gerda Graf

30 Das Zentrum des mobilen

Maschinenbaus

Climax GmbH

38 Auf der Suche nach Glück

und Zufriedenheit

Karl Hackstein

43 Düren, Klio und die Musen

Dr. Achim Jaeger

45 Frische und Qualität aus

lokaler Produktion

Bernhard Frenken GmbH

46 Ein vorbestimmter Weg oder

doch nur Zufall?

Hans-Josef Loevenich

50 Wie der Kreis Düren zur

Innovationsregion wird

Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Marquardt

5


KREIS DÜREN – GANZ PERSÖNLICH

53 Höchste Bauqualität aus einer Hand

Bauunternehmung Hans Lamers

GmbH & Co. KG

74 Kirche wird durch christliches

Handeln erlebbar

Anton Straeten

54 Phönix aus der Asche:

Schloss Merode

Günter Krieger

76 Jeden zweiten Sonntag:

die Westkampfbahn

Sascha Theisen

58 Die Eifel rauf und runter

Per Christian Münstermann

61 Mit tönender Luft durch die Welt

Renold Quade

64 Heimatliche Architektur:

Mein Verständnis von Baukunst

Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Meisenheimer

67 Günstig und gebraucht

statt teuer gekauft

Pharma Maschinen Handelsgesellschaft mbH

68 Der Antrieb für die

Automobilindustrie

Neapco Europe GmbH

70 Ein „Kind des Kreises“ entlang der Rur

Luzia Schlösser

80 Ein echter Problemlöser statt

einer Bank der kalten Zahlen

Sparkasse Düren

82 Bürgernah, bodenständig und

verantwortungsbewusst

Stadtwerke Jülich GmbH

84 Ein kickender Klavierspieler,

der fliegen wollte

Lars Vogt

89 Der Erinnerung eine Chance geben

Guido von Büren

92 Eine Fundgrube direkt vor

der Haustür

Prof. Dr. Frank Günter Zehnder

96 Übersicht der PR-Bildbeiträge

6


KREIS DÜREN – GANZ PERSÖNLICH

7


KREIS DÜREN – GANZ PERSÖNLICH

LANDRAT WOLFGANG SPELTHAHN

EINE SPANNENDE REGION

WECHSELT IHR ANTLITZ

Liebe Leserin, lieber Leser,

herzlichen Glückwunsch, dass Sie gerade dieses Buch in

der Hand halten! Es ist ein sehr persönliches Heimatbuch

über den Kreis Düren. Der renommierte neomediaVerlag hat

ein spannendes Konzept entwickelt: In diesem Buch erzählen

20 Menschen aus dem Kreis Düren, wie sie im Kreis Düren leben.

Herausgekommen sind 20 ganz verschiedene Blickwinkel

auf den 940 Quadratkilometer großen Landstrich im

Rheinland. Freuen Sie sich auf Sichtweisen von Einheimischen

und Zugezogenen, die beruflich oder ehrenamtlich auf den

verschiedensten Feldern aktiv sind. Vom Fußballbundes liga-

Profi über den Meisterdirigenten, einem Seelsorger, einer

zweifachen Museumsleiterin, dem Inhaber einer weltweit

führenden Firma auf ihrem Gebiet, der Leiterin einer Biologischen

Station, der Pionierin einer Hospizbewegung bis zu

einem Kreislandwirt reicht die Palette. Sie alle erzählen ihre

persönliche Geschichte und so manches über unsere Heimat,

den schönen Kreis Düren. Porträts von leistungsfähigen Unternehmen

an unserem Standort runden das Bild ab.

Landrat Wolfgang Spelthahn

Auch ich bin ein Kind des Kreises Düren, geboren, aufgewachsen

und zur Schule gegangen in Jülich. Nach dem

Studium der Rechtswissenschaften in Bonn habe ich unter

anderem als Wirtschaftsjurist, Unternehmensberater sowie

als Referent der Europäischen Kommission für Wirtschaftsund

Währungsfragen gearbeitet. 1999 haben mich die Menschen

aus dem Kreis Düren zu ihrem ersten hauptamtlichen

Landrat gewählt. Dieses Amt habe ich bis heute inne.

8


KREIS DÜREN – GANZ PERSÖNLICH

Wir leben in einer der spannendsten Regionen Europas,

denn der Kreis Düren befindet sich mitten in einem Strukturwandel

von gewaltigem Ausmaß. Die drei Braunkohletagebaue

in unserer Region werden perspektivisch zu Seen

umgestaltet. Dadurch verändert sich unsere Heimat grundlegend.

Der Kreis Düren ist von zwei Tagebauen (Inden und

Hambach) direkt betroffen und grenzt an den Tagebau

Garzweiler, der heute schwerpunktmäßig im Kreis Heinsberg

und Rhein-Kreis Neuss liegt. In einigen Jahren wechseln

wir gewissermaßen die Garderobe: Blaumann, Helm

und Gummistiefel tauschen wir ein gegen lässige Freizeitkleidung.

Denn vor unserer Haustür entsteht eine Freizeitund

Erholungsregion par excellence. Da tausende Menschen

direkt oder indirekt von der Braunkohle leben, nutzen wir

die verbleibende Zeit, neuen Arbeitsplätzen den Boden zu

bereiten. Auch, aber nicht nur in der Tourismusbranche.

Welch starke Anziehungskraft Wasser auf Menschen

ausübt, das zeigt der Rursee im Süden des Kreises Düren, einer

der größten Stauseen bundesweit, seit Jahrzehnten. Er

und der Nationalpark Eifel, das einzige Schutzgebiet der

höchsten Güteklasse in NRW, ziehen immer mehr Menschen

an. Seit zehn Jahren steigen die Übernachtungszahlen

in Beherbergungsbetrieben stetig. Der touristische Magnet

im Süden des Kreises wird perspektivisch drei Pendants weiter

nördlich erhalten. Damit haben wir die Chance, unsere

Region neu zu erfinden. Doch schon heute, lange bevor die

ersten Boote über den Inde- und den Hambacher See schippern

und Menschen sich ihren Traum vom Haus am See erfüllen

können, will der Kreis Düren Neubürger aus den um-

BEI UNS LEBEN DIE MENSCHEN IM

GRÜNEN UND BRAUCHEN DENNOCH

AUF NICHTS ZU VERZICHTEN, DA

UNSERE INFRASTRUKTUR STIMMT.

Wolfgang Spelthahn

9


KREIS DÜREN – GANZ PERSÖNLICH

liegenden Ballungsgebieten anlocken. Mit seinen 270.000

Einwohnern ist der Kreis Düren recht dünn besiedelt, zumal

gut ein Drittel von ihnen in der Kreisstadt Düren lebt.

Unser Ziel ist es, bis 2025 auf 300.000 Einwohner zu

wachsen, um unseren Kreis zu stärken. Dazu wird eine professionelle

Werbekampagne konzipiert. Sie soll Auswärtigen

zeigen, dass das Leben im Kreis Düren höchst attraktiv ist.

Die moderaten Immobilienpreise sind ein Beispiel dafür. Junge

Familien können sich bei uns noch den Traum vom Eigenheim

erfüllen. Dabei profitieren sie auch von den weitestgehend

beitragsfreien Kindertagesstätten. Weitere Trumpfkarten:

Bei uns leben die Menschen im Grünen und brauchen

dennoch auf nichts zu verzichten, da unsere Infrastruktur

stimmt. Verkehrs-, Bildungs- und Ausbildungsangebote,

medizinische Versorgung, Nahversorgung, schnelles

Internet, Freizeit und Erholung, Kunst und Kultur, Dorf- und

Vereinsleben – alles ist da. Ich bin der festen Überzeugung,

dass das Leben im ländlichen Bereich auch für Menschen

aus den Ballungsräumen hochattraktiv ist.

Die Wachstumsinitiative des Kreises Düren ist aber nur

ein Baustein des Strukturwandelmosaiks. Der Kreis Düren

ist seit jeher eine High-Tech-Region. Das Forschungszentrum

Jülich und der Campus Jülich der FH Aachen sind zwei

hochkarätige Wissenschaftszentren. Zahlreiche hoch spezialisierte

mittelständische Firmen sind in ihrem Metier ebenfalls

reif für die Champions League. Diesen Faden hat der

Kreis Düren aufgegriffen. So hat er auf der Brache der ehemaligen

Steinkohlenzeche Emil Mayrisch in Aldenhoven das

Aldenhoven Testing Center of RWTH Aachen University GmbH

initiiert. Gemeinsam mit der Aachener Elite-Uni haben wir

dort ein einzigartiges Autotestcenter gebaut, das allen Firmen

offensteht. Dort wird unter anderem am autonomen

Fahren geforscht.

Der Kreis Düren setzt auf Wasserstoff als Energieträger

der Mobilität von morgen. Die Förderzusage des Bundes

zum Bau der ersten von fünf geplanten Wasserstofftankstellen

ist Anfang 2020 im Kreishaus eingegangen. Der Kreis

hat bereits erste mit Wasserstoff betriebene Fahrzeuge in

seinen Fuhrpark aufgenommen. Ein mit der gleichen Tech-

Das Dürener Tor in Nideggen stammt aus dem 14. Jahrhundert

und wurde 1949 restauriert

Die Zukunft der Energiegewinnung:

Solarpark der Rurenergie bei Inden

10


KREIS DÜREN – GANZ PERSÖNLICH

nik ausgestatteter Triebwagen war 2020 zur Demonstration

auf den Gleisen der Rurtalbahn unterwegs. Sobald die Industrie

liefern kann, stellt auch die Rurtalbus GmbH Wasserstoff

betriebene Omnibusse in Dienst.

Auch auf dem Feld „Soziales“ hat der Kreis Düren Zukunftsweichen

gestellt. Als Modellkommune des früheren

Landesprojekts „Kein Kind zurücklassen“ haben er und viele

seiner Städte und Gemeinden die Unterstützungsangebote

für Kinder und Jugendliche grundlegend neu gedacht. Netzwerke

aus ehrenamtlichen und professionellen Kräften sorgen

seitdem dafür, dass Kinder von der Geburt bis zu ihrem

Eintritt ins Berufsleben zeitnah die Unterstützung bekommen,

die sie benötigen, um ihren Platz in der Welt zu finden.

Familien und Ehrenamtler werden ausdrücklich wertgeschätzt.

Ausgebildete ehrenamtliche Sorgebeauftragte

kümmern sich in allen Kommunen darum, dass Menschen

mit ihrem Kummer nicht allein bleiben.

Als einer von bundesweit zehn Teilnehmern im Projekt

„Demografiewerkstatt Kommunen“ hat der Kreis Düren seit

DIE WACHSTUMSINITIATIVE DES KREISES

DÜREN IST ABER NUR EIN BAUSTEIN DES STRUK-

TURWANDELMOSAIKS. DER KREIS DÜREN IST

SEIT JEHER EINE HIGH-TECH-REGION. DAS

FORSCHUNGSZENTRUM JÜLICH UND DER

CAMPUS JÜLICH DER FH AACHEN SIND ZWEI

HOCHKARÄTIGE WISSENSCHAFTSZENTREN.

Wolfgang Spelthahn

Jahren auch die immer älter werdende Bevölkerung im Blick.

Die Menschen in den Dörfern und Städten werden zurzeit

professionell dabei unterstützt, ihr Zusammenleben vor Ort

auf die neuen Herausforderungen auszurichten. Apropos

Demografie: Um dem absehbaren Fachkräftemangel wirksam

zu begegnen, planen wir eine 100-Millionen-Euro-Investition

in unsere vier Berufskollegs; damit soll der „Rohstoff

zwischen den Ohren“ gefördert werden. Wie Sie sehen:

Der Kreis Düren ist ländlich und fortschrittlich zugleich.

Gebäude der Kreisverwaltung

in Düren

11


KREIS DÜREN – GANZ PERSÖNLICH

HEIDRUN DÜSSEL

DIE ENERGIE

DER NATUR SPÜREN

Geheimtipps gibt Heidrun Düssel Wanderern nicht. Das ist auch gar nicht notwendig, denn

die Natur im Kreis Düren hält überall spannende Entdeckungen bereit. Damit das so bleibt,

vermittelt sie engagiert zwischen den unterschiedlichen Interessen.

Heidrun Düssel · Leiterin Biologische Station im Kreis Düren | geb. 1958 in Düsseldorf, ledig, ein Kind | 1979 bis 1981 Ausbildung

zur biologisch-technischen Assistentin | 1981 bis 1989 Biologiestudium an der Universität Bonn | 1989 bis 1990 in der Unteren Naturschutzbehörde

in Siegen-Wittgenstein | von 1990 bis 1997 als stellvertretende Leiterin für die Bio-Station Kreis Siegen-Wittgenstein

aktiv | seit über zehn Jahren Beisitzerin im Dachverbandsvorstand der Biologischen Stationen Nordrhein-

Westfalen | seit Oktober 1997 Leiterin der Bio-Station Kreis Düren

20


KREIS DÜREN – GANZ PERSÖNLICH

D

ie Natur im Kreis Düren hat einiges zu bieten. Gut,

als gebürtige Rheinländerin bin ich sicherlich

nicht ganz objektiv, aber hier in unserer Heimat

muss man nur hinschauen und hinhören, um Natur

zu erleben und zu genießen. Wenn man zum Beispiel

durchs herrliche Kalltal wandert. Oder vom Parkplatz Glockenhofen

bei Großhau hinab zum Frenkbach, um sich dort

in die Biber-Aussichtsplattform zu setzen. Dann kann man in

ruhigen Momenten das Klatschen der Biberkellen hören und

mit etwas Glück auch einen der pelzigen Nager sehen. Ich

mag es, den Stimmen zu lauschen, die uns die Natur in unserer

Region schenkt. Daraus schöpfe ich meine Kraft. Ich atme

tief ein und lasse die Energie der Natur auf mich wirken. Als

Naturschützerin bin fest davon überzeugt, dass die Nähe zur

Natur für jeden Menschen überlebenswichtig ist.

dass permanenter Raubbau nicht nachhaltig ist. Lange Zeit

fehlte eine Institution, die die einzelnen Interessen an einen

Tisch brachte, weswegen Nordrhein-Westfalen die Biologischen

Stationen einführte. Wir verstehen uns als Vermittler

zwischen den einzelnen Akteuren und als Anwalt der Tiere

und Pflanzen in unserer Heimat. Es reicht schließlich nicht

aus, ein Schild aufzustellen, das ein Naturschutzgebiet ausweist.

Wir brauchen Spielregeln, mit denen alle leben und

wirtschaften können. Wenn wir beispielsweise mit den Landwirten

darüber sprechen, auf Dünger oder Pflanzenschutzmittel

zu verzichten oder die Anzahl der Weidetiere zu reduzieren,

damit die Lebensräume für Pflanzen und Tiere verbessert

werden, erklären und vermitteln wir gleichzeitig, welcher

Ausgleich für entgehende Einnahmen beispielsweise über

EU-Fördermittel beantragt werden können.

Der Kreis Düren kann sich glücklich schätzen, dass auf

seinem Gebiet zwei unterschiedliche Naturräume zusammenkommen:

Im Süden die hügelige, teils felsige Eifel, die

nach Norden in die niederrheinische Bucht übergeht, ins Jülicher

und Zülpicher Bördeland mit ertragreichen Lössböden,

wohingegen im Süden Scherbenäcker vorherrschen, die im

wahrsten Sinne des Wortes steinreich sind. Durch beide Naturräume

schlängelt sich die Rur und verbindet sie wie eine

blaue Ader. Aus meiner Sicht stehen wir Menschen, die hier

leben, in der Verantwortung, diesen einmaligen Lebensraum

für Tiere und Pflanzen, aber auch für zukünftige Generationen

zu bewahren. Früher war man der Auffassung, dass Äcker

kaum schutzwürdig seien, was sicher mit dazu führte, dass

inzwischen eine Vielzahl an Feldvögeln, die auf den Äckern

nisten, stark gefährdet sind. Wie etwa Feldlerche und Kiebitz,

deren Gesänge im Frühjahr einst ein steter Begleiter bei

Spaziergängen durch die Bördelandschaft waren. Oder die

Grauammer, ein Ackervogel, der in Nordrhein-Westfalen fast

nur noch in unserer Region überlebt hat. Im Sommer braucht

der Nachwuchs der Ackervögel eiweißhaltige Nahrung, also

Insekten. Doch wenn die Insekten fehlen, geht es auch den

Vögeln schlecht.

Bio-Station Kreis Düren

Die Biologische Station Düren setzt sich seit 1997 für

den Naturschutz im Kreis ein und versteht sich als

Vermittler zwischen den Belangen des Natur- und Umweltschutzes

auf der einen und Landwirtschaft, Politik

und Industrie auf der anderen Seite.

Es gibt zahlreiche Verbände, die sich für den Naturschutz

einsetzen sowie auf behördlicher Seite die entsprechenden

Ämter. Und schließlich sind da noch die sogenannten Nutzer

wie Landwirte, Jäger, Waldbauern, Imker usw., die wissen,

21


KREIS DÜREN – GANZ PERSÖNLICH

ICH MAG ES, DEN STIMMEN ZU LAUSCHEN, DIE UNS DIE NATUR IN UNSERER

REGION SCHENKT. DARAUS SCHÖPFE ICH MEINE KRAFT.

Heidrun Düssel

Was ich an dem Konzept der Bio-Stationen mag: Wir leben

mit unserer Arbeit den kooperativen Ansatz. Zwar haben

wir keinerlei Weisungsbefugnis, wollen aber auch gar nicht

als Vermittler von oben herab bestimmen, sondern holen die

Menschen da ab, wo sie sich mit ihren Interessen befinden.

Dabei hört unsere Arbeit nicht mit der Planung auf. Wir setzen

unsere Projekte gemeinsam mit den unterschiedlichen

Akteuren in die Tat um. Das klingt recht simpel, ist es aber

häufig nicht. So erhielten wir auch schon anonyme Drohbriefe,

Autoreifen wurden zerstochen. Bevor wir beispielsweise

Schutzmaßnahmen an den Buntsandsteinfelsen im Rurtal

umgesetzt haben, führten wir viele Gespräche mit Bürgern,

der Politik und Unternehmen, die vom Tourismus leben. Die

vielen Wanderer zertraten an den Aussichtsplattformen

Pflanzen, Uhu und Mauereidechse, die in den Buntsandstein-

felsen rund um Nideggen leben und brüten, verloren nach

und nach ihren Lebensraum. Deshalb entwickelten wir ein

Besucherlenkungskonzept, stellten diverse Info-Tafeln auf,

bauten vier von sieben Aussichtsplattformen zurück und optimierten

die verbliebenen. Heute fragt keiner mehr nach

weiteren Aussichtspunkten. Auch so gibt es ohnehin zahlreiche

traumhafte Einblicke in die Natur auf Wanderwegen

durch die Buntsandsteinfelsen hinab ins Rurtal.

Natürlich muss für den Schutz der Natur im Kreis Düren

noch mehr getan werden. So ist der Insektenschwund bedauerlicherweise

auch im Kreis Düren präsent und nicht nur für

Naturschützer beängstigend. Zugleich aber stellen wir in den

vergangenen zwei bis drei Jahren ein gesteigertes Bewusstsein

für den notwendigen Erhalt unserer Natur fest. Biodiversität

und Artenvielfalt sind für uns alle wichtig. Als Konsumenten

können wir die Landwirtschaft dabei unterstützen,

Äcker nachhaltig zu bestellen oder das Vieh artgerecht zu

halten und somit auch direkt etwas zum Artenschutz und

den Erhalt unserer Heimat beizutragen. Als außerschulischer

Lernort bringen wir schon seit vielen Jahren zukünftigen Generationen

die Bedeutung von Fauna und Flora näher. Es ist

immer wieder schön, die großen Kinderaugen zu sehen,

wenn sie den Biber betrachten. Andächtig wird gestaunt und

geschwiegen. Ich hoffe dann immer, dass ich meine Faszination

für unsere heimische Natur weitergeben kann und die

Menschen im Kreis Düren ebenso wie ich die Kraft aus der

Natur spüren.

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KREIS DÜREN – GANZ PERSÖNLICH

PROF. DR. FRANK GÜNTER ZEHNDER

EINE FUNDGRUBE

DIREKT VOR DER HAUSTÜR

Dass man nicht in die Ferne schweifen muss, wenn das Gute so nahe liegt, weiß

niemand besser als Frank Günter Zehnder. Den Kunsthistoriker zog es immer wieder in den

Kreis Düren – letztendlich auch beruflich.

Prof. Dr. Frank Günter Zehnder · Leiter der Internationalen Kunstakademie Heimbach | geb. 1938 in Wuppertal, verheiratet, vier Kinder |

Studium der Kunstgeschichte, Archäologie und Geschichte in Freiburg, München und Bonn | 1973 bis 1996 Leiter der Abteilung Mittelalterliche Malerei

im Wallraf-Richartz-Museum in Köln und Honorarprofessor am Kunsthistorischen Institut der Bonner Universität | 1996 bis 2004 Direktor des

Rheinischen Landesmuseums Bonn | seit 2009 Direktor der Internationalen Kunstakademie Heimbach | seit 2006 Ehrenmitglied der katholischen

Studentenverbindung KDStV Rheinland Köln | zahlreiche Publikationen zur mittelalterlichen, modernen und zeitgenössischen Kunst

92


KREIS DÜREN – GANZ PERSÖNLICH

D

ass ich als Kunsthistoriker einmal in Heimbach, der

kleinsten Stadt in Nordrhein-Westfalen, beruflich

tätig sein würde, hätte ich mir nie träumen lassen.

Zwar kannte und mochte ich schon länger diesen

Ort, die Rur, die Landschaft und die Talsperre, weil wir hier öfters

mit der Familie zu Fuß oder per Fahrrad unterwegs waren,

aber meine beruflichen Aktivitäten lagen mit Köln und Bonn

eindeutig in der Kölner Bucht. Und doch gab es schon lange vor

der Kunstakademie-Planung bestimmte fachliche Berührungen.

So waren mir als Neffe des Theologen und Kölner Diözesanarchivars

Dr. Jakob Torsy seit Pennälertagen schon durch

gemeinsame Besuche die Abtei Mariawald und die Heimbacher

Marienwallfahrt bekannt. Die Pietà hatte mich tief beeindruckt.

Ich kam mit Kommilitonen und später auch mit Kunstoder

Geschichtsvereinen nach Heimbach, Vlatten, Nideggen

und Mariawald. Den Antwerpener Altar in Heimbach (um 1525,

ehemals in Mariawald), der zu den besten Exportstücken dieser

belgischen Kunststadt überhaupt zählt, schätzte ich damals

schon besonders und bewundere ihn wegen seiner Erzählfreude

und Kunstfertigkeit immer wieder. So vergab ich an einen

tüchtigen jungen Studenten eine Doktorarbeit über die „Antwerpener

Schnitzaltäre im ehemaligen Dekanat Zülpich“ mit

einem Schwerpunkt auf dem Heimbacher Werk. Mit exzellenten

Erkenntnissen über das wunderbare Triptychon promovierte

er 2000 bei mir an der Universität Bonn und machte schnell

Karriere. Prof. Dr. Christoph Schaden lehrt heute Bildwissenschaft

an der Technischen Hochschule Nürnberg. Heimbach

war also schon länger in meinem Blick.

ments in der DPSG, von 1983 bis 1986 auch als Diözesanvorsitzender,

wurde uns der aus Düren stammende, im Siegburger

Konvent lebende Pater Beda Emunds OSB, (gestorben 1991), Gefängnisseelsorger

im Klingelpütz und zeitweilig Bundeskurat

der Pfadfinder, ein guter Freund und spiritueller Begleiter.

Freizeitunternehmungen und Fachinteressen waren zwei

der Gründe, die mich immer aufs Neue aus der Voreifel vor allem

in die Regionen zwischen Ahrgebirge, Hohem Venn,

Maastricht, Rureifel und Jülicher Börde zogen. Für einen Kunsthistoriker,

der über ein mittelalterliches Thema zur Kölner

Malerei des sogenannten Internationalen Stils um 1400 promoviert

hat und die entsprechende Abteilung im Wallraf-Richartz-Museum

Köln leitete, blieb diese Landschaft mit

ihren reich ausgestatteten Kirchen, Klöstern, Kapellen, Schlössern,

Burgen und Museen einfach eine Fundgrube – sozusagen

vor der Haustüre. Es hielten sich die Naherkundungen zu Kunst,

Kultur, Natur, Geschichtsorten, Lebensgeschichten, und es gab

jede Menge Impulse für Entdeckungen.

DASS ICH ALS KUNSTHISTORIKER EINMAL IN

HEIMBACH, DER KLEINSTEN STADT IN NORD-

RHEIN-WESTFALEN, BERUFLICH TÄTIG SEIN

WÜRDE, HÄTTE ICH MIR NIE TRÄUMEN LASSEN.

Prof. Dr. Frank Günter Zehnder

Es waren aber vor allem auch ganz persönliche Gründe, die

mich mit dieser Region in engen Kontakt brachten. Seit 1949,

meine elterliche Familie mit vier Kindern war wegen politischer

Gefährdung meines Vaters gerade aus Chemnitz ins Rheinland

gekommen, war ich begeistertes Mitglied in der Deutschen

Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG). Ich fand in diesem international

orientierten Jugendverband bei der pädagogischen Zusammenarbeit

schließlich auch meine Frau Karin, eine Sozialpädagogin.

Wir lebten in Sankt Augustin und entschieden uns

nach der Geburt des ersten Sohnes, 1981 ins Grüne zu ziehen.

So wuchsen unsere zwei Söhne und zwei Töchter mit viel Freiheit

in einem dörflichen Vorort von Euskirchen auf. Und natürlich

entstand hier ein Pfadfinderstamm, in dem auch unsere

Kinder Mitglieder waren. Während des ehrenamtlichen Engage-

Ausstellung im Kunstmuseum Heimbach

93


KREIS DÜREN – GANZ PERSÖNLICH

Die entscheidenden Kontakte zum Kreis Düren entwickelten

sich während der Tätigkeit als Direktor des Rheinischen

Landesmuseums Bonn. Da gab es die Berührungspunkte mit

der Außenstelle der Rheinischen Bodendenkmalpflege in Wollersheim,

auch für deren Funde das neue große Depot in Meckenheim

errichtet wurde. Das Leopold-Hoesch-Museum unter

Dr. Dorothea Eimert stand mit seinen Ausstellungen immer auf

der Kooperations- und Besuchsliste und die Kirche St. Anna des

innovativen Architekten Rudolf Schwarz zog den Architekturfreund

an. Bei der Vorbereitung und Durchführung der

Kreis-Düren-Tage 2003 im neuen Rheinischen Landesmuseum

lernte ich den Ideenreichtum und die Zuverlässigkeit der Verantwortlichen

kennen. Es folgten Kontakte zu Künstlern wie

Herb Schiffer und Arno Schlader sowie Ausstellungseröffnungen

und die Mitarbeit beim Kunstpreis. Als dann auf Anregung

von Landrat Wolfgang Spelthahn an die Gründung einer

Kunstakademie gedacht wurde, war die Dynamik des Prozesses

schon zu ahnen. Die Idee war angestoßen, sie wurde mit Leidenschaft

und Klugheit von vielen Engagierten realisiert.

Schließlich kam als Ort dafür die Burg Hengebach in Heimbach

ins Spiel. Da schloss sich auch für mich ein Kreis.

Die „Corps de Juliers“ lässt die französische Zeit in Jülich zwischen 1794 und 1814 lebendig werden

94


KREIS DÜREN – GANZ PERSÖNLICH

FÜR EINEN KUNSTHISTORIKER BLIEB DIESE LANDSCHAFT MIT IHREN

REICH AUSGESTATTETEN KIRCHEN, KLÖSTERN, KAPELLEN, SCHLÖSSERN,

BURGEN UND MUSEEN EINFACH EINE FUNDGRUBE – SOZUSAGEN VOR

DER HAUSTÜRE. ES HIELTEN SICH DIE NAHERKUNDUNGEN ZU KUNST,

KULTUR, NATUR, GESCHICHTSORTEN, LEBENSGESCHICHTEN, UND ES

GAB JEDE MENGE IMPULSE FÜR ENTDECKUNGEN.

Prof. Dr. Frank Günter Zehnder

Auf den Spuren der Römer: Info-Tafel zur Via Belgica bei Stetternich

95


KREIS DÜREN – GANZ PERSÖNLICH

ÜBERSICHT DER PR-BILDBEITRÄGE

Wir danken den folgenden Unternehmen und Einrichtungen, die mit

ihren Beiträgen das Zustandekommen dieses Buches ermöglicht haben.

Climax GmbH 30-31

www.climaxportable.com

Forschungszentrum Jülich GmbH 32-33

www.fz-juelich.de

Bernhard Frenken GmbH 45

Bauunternehmung Hans Lamers GmbH & Co. KG 53

www.lamers-bau.de

Pharma Maschinen Handelsgesellschaft mbH 67

www.pharma-maschinen.com

Neapco Europe GmbH 68-69

www.neapco.com

Sparkasse Düren 80-81

www.sparkasse-dueren.de

Stadtwerke Jülich GmbH 82-83

www.stadtwerke-juelich.de

Das Kreisbuch „Kreis Dürenganz persönlich“ wird herausgegeben in einer Buchreihe der neomediaVerlag GmbH,

in der bisher folgende Bücher erschienen sind:

- Der Landkreis Ravensburg – ganz persönlich

- Der Ostalbkreis – ganz persönlich

- Das Coburger Land – ganz persönlich

- Landkreis Lörrach – ganz persönlich

- Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald – AugenBLICKE

- Kursbuch Zukunft – Landkreis Ravensburg

- Der Ortenaukreis – ganz persönlich

- Der Landkreis Schwäbisch Hall – ganz persönlich

- Landkreis Heidenheim – ganz persönlich

- Bottrop – meine Stadt

- Rhein-Pfalz-Kreis – rein persönlich

- Landkreis Göppingen – Überraschend.Persönlich.

- 200 Jahre – Landkreis Merzig-Wadern – ganz persönlich

- Rheingau-Taunus-Kreisganz persönlich

- Landkreis Aichach-Friedberg – ganz persönlich

- Landkreis Oberallgäu – ganz persönlich

- Hagen – ganz persönlich

- Der Landkreis Marburg-Biedenkopf – ganz persönlich

- Kreis Plön – ganz persönlich

- Der Landkreis Gifhorn – ganz persönlich

- Landkreis Vechta – Starke Argumente.Starke Persönlichkeiten.

- Landkreis Friesland – Faszination.Sehnsucht.Heimat

- Die Stadt Oldenburg – ganz persönlich

- Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald – Weggefährten

- Landkreis Dillingen an der Donau – ganz persönlich

- Landkreis Calw – ganz persönlich

- Kreis Coesfeld – ganz persönlich

- Landkreis Diepholz – ganz persönlich verbunden

- Landkreis Tübingen – ganz persönlich

- Kreis Ostholstein – ganz persönlich

- Der Landkreis Forchheim – ganz persönlich

- Landkreis Verden – ganz persönlich

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