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Stahlreport 2021.03

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76. Jahrgang | März 2021<br />

STAHLREPORT<br />

Nachrichten aus Handel, Produktion und Verarbeitung<br />

03<br />

21<br />

Extreme effizient managen | S. 18<br />

Loewe – Feuerfestspezialist für Stahlwerke<br />

Schrägschnitt-Experte | S. 28<br />

Klöckner & Co setzt auf Kasto-Technologie<br />

Auf Distanz geprüft | S. 38<br />

BDS-Zwischenprüfungen erstmals online


EDITORIAL<br />

Liebe Leserinnen und Leser,<br />

wer hätte im Januar gedacht, dass im Februar die Seen gefroren sein würden?<br />

Die Kinder hat’s gefreut, der Kälteeinbruch hat allerdings nicht lange gehalten.<br />

Denn ebenso unerwartet – man kann schon sagen heftig – kam nach dem<br />

arktischen Intermezzo das erste Frühlingserwachen: mit Temperatursprüngen<br />

von teils 40 C°. Das gab es seit Beginn der Wetteraufzeichungen so noch nie,<br />

wie Meteorologen berichten. Damit passt das Wetter ganz hervorragend zur<br />

aktuellen Situation insgesamt.<br />

Nachdem die Coronapandemie viele Bilanzen seit vergangenem März verhagelt<br />

hat und die Konjunkturdaten weitgehend ins Minus gerutscht sind, senden die<br />

Märkte seit einigen Wochen auch wieder positive Signale. Unter anderem der<br />

Maschinenbau sieht „ein Licht am Ende des Tunnels“ (siehe S. 41). Das ist gut<br />

und hellt die Stimmung auf. Allerdings verlief die wieder anziehende Industrie -<br />

nachfrage in Teilen wie das heftige Frühlingserwachen: ohne Übergangsphase.<br />

Wie überfordert die Lieferketten mit dieser Volatilität zum Teil sind, zeigen die<br />

Verzögerungen beim Stahlnachschub, die in den letzten Wochen immer wieder<br />

zutage getreten sind. Stahl ist zuweilen ein knappes Gut geworden. Was das<br />

für den Stahlhandel bedeutet, erläutert Günther + Schramm-Geschäftsführer<br />

Bernd Seibold auf S. 8 ff.<br />

Mit Extremen muss auch die Loewe-Gruppe umgehen, einer der vielen<br />

Spezialisten, die dafür sorgen, dass die Stahlproduktion sicher, mit hoher<br />

Qualität und effizient arbeiten kann. Was der Feuerfestexperte für Stahlwerke<br />

leistet, lesen Sie ab S. 18.<br />

Ganz ohne heftiges Hin und Her sind übrigens die Zwischenprüfungen im<br />

BDS-Fernstudium im Januar verlaufen – erstmals als Online-Veranstaltung.<br />

Wie das gelaufen ist und ob das ein Modell für die Zukunft ist, darüber spricht<br />

Beate Wynands, Referentin für Berufsbildung im BDS, im Interview auf S. 38.<br />

Viel Vergnügen bei der Lektüre mit hoffentlich wertvollen Informationen<br />

wünscht<br />

Markus Huneke<br />

Chefredakteur <strong>Stahlreport</strong><br />

<strong>Stahlreport</strong> 3|21<br />

3


Inhalt <strong>Stahlreport</strong> 03 2021<br />

18<br />

Dem Feuer standhalten<br />

Loewe Industrieofenbau – Partner der Stahlwerke<br />

Weit über 1.000 °C müssen die Aggregate bei der Stahlproduktion<br />

aushalten. Um das zuverlässig zu gewährleisten ist Erfahrung,<br />

Qualität und viel Flexibilität gefragt – wie beim Oberhausener<br />

Feuerfestspezialisten Loewe IndustrieOfenBau (S. 18).<br />

28<br />

Schräge Schnitte<br />

Klöckner-Standort Landsberg<br />

erweitert Leistungsspektrum<br />

Der Stahlhandel muss heute immer öfter kleine<br />

Losgrößen und individuelle Kundenwünsche bedienen.<br />

Dazu kommt vielfach eine wachsende Nachfrage nach<br />

angearbeiteten Produkten. Klöckner & Co entwickelt<br />

sich daher mehr und mehr zum vielseitigen Fertigungs-<br />

Dienstleister. Am Standort Landsberg erweitert das<br />

Unternehmen nun sein Leistungsspektrum um eine<br />

Doppelgehrungsbandsäge von Kasto (S. 28).<br />

38<br />

Auf Distanz geprüft<br />

Zwischenprüfungen im<br />

BDS-Fernstudium erstmals online<br />

Normalerweise beglückwünschen sich die<br />

Prüfungsteilnehmer des BDS-Fernstudiums nach<br />

absolvierter Prüfung persönlich. Bei den jüngst<br />

durchgeführten Zwischenprüfungen war es anders:<br />

coronabedingt fand diese Veranstaltung erstmals<br />

online statt – erfolgreich. Dennoch fehlt etwas, wie<br />

Beate Wynands im Interview sagt (S. 38).<br />

4 <strong>Stahlreport</strong> 3|21


PERSÖNLICHES<br />

6 Kurznachrichten<br />

STAHLHANDEL<br />

8 Günther + Schramm – Verstärkter Blick auf eigene Reserven<br />

10 Richard Köstner AG – Mit Strategie durch die Pandemie<br />

12 Zickwolff – Kaufmann im E-Commerce: Richtig kompetent<br />

STAHLVERARBEITUNG<br />

14 DELA modernisiert Maschinenpark<br />

16 Wuppermann Metalltechnik – Rohre für die Elektromobilität<br />

STAHLPRODUKTION<br />

18 Loewe Industrieofenbau – Zuverlässig feuerfest<br />

24 Steeltec – Automatenstahl mit besonderen Eigenschaften<br />

08<br />

Auf die eigenen<br />

Reserven blicken<br />

Wie Günther + Schramm<br />

den aktuellen<br />

Stahlmangel managt<br />

Es sind viele Gründe, die aktuell<br />

zu einer Knappheit bei Stahl<br />

führen: von steigender Nach -<br />

frage über ausgebuchte<br />

Produktionskapazitäten bis<br />

hin zu Engpässen beim<br />

verfügbaren Laderaum. Wie<br />

Günther + Schramm auf diese<br />

Herausforderungen reagiert<br />

lesen Sie ab S. 8.<br />

ANARBEITUNG & LOGISTIK<br />

26 Klöckner & Co – Spezialist für schräge Schnitte<br />

28 mbk Maschinenbau – Korbschweißmaschinen mit Mehrwert<br />

32 Hergarten-Gruppe verstärkt Präsenz<br />

33 Jungheinrich setzt auf grünen Strom<br />

34 Kaltenbach.Solutions – Pandemie beschleunigt Entwicklungen<br />

BDS-RESEARCH<br />

36 Ein Jahr, an das man sich erinnern wird<br />

BDS-BERUFSBILDUNG<br />

38 BDS-Fernstudium – Erstmals online geprüft<br />

39 BDS-Fernstudium auf Kompetenzstufe 7 von 8 eingestuft<br />

MESSEN UND MÄRKTE<br />

40 Blechumformer und Kaltwalzwerke: Keine Importwelle in Sicht<br />

41 Metav – Automation im Fokus<br />

42 Termine<br />

43 Messekalender<br />

WISSENSWERTES<br />

44 History Marketing – Der Mehrwert der Geschichte<br />

46 Interview IT-Sicherheit – Angriffsziel Mittelstand<br />

LIFESTEEL<br />

50 Edelstahl-Rostfrei-Bleche – Edle Fassade<br />

50 Impressum<br />

<strong>Stahlreport</strong> 3|21<br />

5


Persönliches<br />

Kurznachrichten<br />

ArcelorMittal<br />

Aditya Mittal<br />

ist zum CEO des ArcelorMittal-Konzerns<br />

ernannt worden. Dies gab der weltweit<br />

größte Stahlhersteller im Februar bekannt.<br />

Aditya Mittal, bisher Präsident, CFO und<br />

CEO von ArcelorMittal Europe tritt damit in<br />

die Fußstapfen seines Vaters Lakshmi N.<br />

Mittal. Der Unternehmensgründer werde als<br />

Verwaltungsratsvorsitzender aber weiter<br />

eng mit dem Managementteam zusammenarbeiten.<br />

ebm papst<br />

Dr. Hannes Säubert<br />

hat zum 1. März 2021 die Geschäftsführung<br />

der ebm-papst Landshut GmbH,<br />

Tochterunternehmen der Mulfinger ebmpapst-Gruppe,<br />

übernommen. Mit ihm<br />

gewinne der Spezialist für Ventilatoren<br />

und Motoren eine internationale Führungspersönlichkeit<br />

für die erfolgreiche<br />

Weiterentwicklung der Geschäftseinheit<br />

ebm-papst Landshut, teilte das Unternehmen<br />

mit. Dr. Hannes Säubert kann auf<br />

vielfältige Management- und Beratungserfahrungen<br />

in Europa und den USA zurückgreifen.<br />

Er war zuletzt in den USA im Topmanagement<br />

von Alliance Laundry<br />

Systems aktiv,<br />

einem Spezialisten<br />

für kommerzielle<br />

Waschmaschinen.<br />

Davor leitete er die<br />

Nordamerika-Aktivitäten<br />

von Kärcher<br />

und war in Stabsund<br />

Führungspositionen<br />

bei Hilti.<br />

Begonnen hat Herr Dr. Säubert seine<br />

berufliche Laufbahn bei der Unternehmensberatung<br />

Arthur D. Little. Als<br />

Geschäftsführer verantwortet Dr. Hannes<br />

Säubert die ebm-papst Landshut GmbH,<br />

einschließlich der Werke in Slowenien und<br />

Serbien sowie der Entwicklungszentren in<br />

Osnabrück und den Niederlanden.<br />

Bild: ebm-papst<br />

Bauindustrie<br />

Dieter Babiel<br />

ist von seiner Tätigkeit als Hauptgeschäftsführer<br />

entbunden worden. Dies hat der Personalausschuss<br />

des Präsidiums der Bauindustrie,<br />

bestehend aus der Vizepräsidentin<br />

Jutta Beeke und den Vizepräsidenten Tim<br />

Lorenz und Dr. Matthias Jacob sowie dem<br />

Präsidenten Peter Hübner, im Februar einstimmig<br />

beschlossen.<br />

Rittal<br />

Markus Asch<br />

ist zum 1. Februar 2021 von Prof. Friedhelm<br />

Loh, Inhaber und Vorstandsvorsitzender der<br />

Friedhelm Loh-Group, zum CEO der Rittal<br />

International Stiftung & Co. KG sowie zum Vorsitzenden<br />

der Geschäftsführung der Rittal<br />

GmbH & Co. KG berufen worden. Er trägt<br />

damit die Verantwortung<br />

für alle<br />

Geschäftsbereiche<br />

des weltweit agierenden<br />

Systemanbieters<br />

für Schaltschränke,<br />

Stromverteilung, Klimatisierung,<br />

IT-Infrastruktur,<br />

Software<br />

und Service. Asch<br />

übernimmt zudem die<br />

übergreifende Verantwortung für Rittal Software<br />

& Service (RSS) International mit den Einheiten<br />

Eplan und Cideon.<br />

Montan-Stiftung-Saar<br />

Jonathan Weber<br />

wird zum 1. April 2021 Geschäftsführer der<br />

SHS – Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA<br />

sowie Vorstand der Dillinger Hüttenwerke<br />

sowie Saarstahl. Er übernehme damit die im<br />

Bild: Rittal<br />

Konrad Kleiner GmbH<br />

Olav Mages<br />

ist Ende Februar in den Ruhestand gegangen. Der Geschäftsführer<br />

der Konrad Kleiner GmbH hat damit seine über 43 Jahre reichende<br />

Karriere bei „seinem” Unternehmen Konrad Kleiner beendet. Olav<br />

Mages hatte 1977 seine Lehre als erster reiner „Stahl-Lehrling” des<br />

Unternehmens begonnen und dabei die kaufmännischen und logistischen<br />

Abläufe im Stahlhandel von der Pike auf gelernt – unter anderem<br />

verbrachte er zwei volle Jahre seiner Ausbildung im Lager. 1985<br />

wurde dann die erste Walzstahl-Abteilung gegründet, für die Olav<br />

Mages als Abteilungsleiter mit Handlungsvollmacht berufen wurde.<br />

Auch danach führte sein Weg weiter nach oben: Nachdem er 1992<br />

die Gesamtleitung für den Bereich Stahl übernommen hat, wurde er<br />

2016 schließlich Geschäfsführer der Konrad Kleiner GmbH.<br />

Für Mages, so schreibt der scheidende Geschäftsführer in der Februar-Ausgabe<br />

des Kleiner-Magazins, war es ein „großes Abenteuer”,<br />

vom Schulbetrieb ins Arbeitsleben zu Konrad Kleiner zu wechseln.<br />

Das Familienunternehmen, bei dem auch sein Vater arbeitete,<br />

beschäftigte damals knapp 100 Arbeiter und Angestellte. „Schon<br />

nach ein paar Monaten kannte ich fast alle Gesichter und die Namen<br />

dazu”. Damals habe das Gefühl, in eine große Familie gekommen zu<br />

sein, zu wachsen begonnen – und so seien es mittlerweile mehr als<br />

43 Jahre geworden. „Meine Laufbahn, vom Lehrling über Sachbearbeiter,<br />

stellv. Abteilungsleiter, Außendienst, Abteilungsleiter,<br />

Bild: Konrad Kleiner<br />

Bereichsleiter bis hin zum Geschäftsführer, ist ein Beispiel dafür,<br />

was in einem Unternehmen, in dem man sich wohl fühlt und in welches<br />

man sich voll einbringt, möglich ist”, sagt Olav Mages.<br />

„Ich durfte sehr, sehr viele wunderbare Menschen kennen lernen,<br />

wir haben sehr schöne, gemeinsame Zeiten durchlebt und es haben<br />

sich zum Teil tiefe Freundschaften entwickelt, natürlich auch zu<br />

unserem leider verstorbenen Chef Ludwig Kleiner. Dafür bin ich<br />

dankbar”, so Mages.<br />

6 <strong>Stahlreport</strong> 3|21


Konzern neu geschaffene<br />

Querschnittsfunktion<br />

„Transformation“<br />

und treibe deren<br />

Umsetzung voran.<br />

„Wir freuen uns, dass<br />

wir mit Jonathan<br />

Weber einen umsetzungsstarken<br />

Manager<br />

gewinnen konnten,<br />

der aufgrund seiner vielfältigen<br />

Fähigkeiten und Erfahrungen die notwendige<br />

Transformation der saarländischen Stahlindustrie<br />

beschleunigen kann. Wir schaffen damit<br />

eine neue Rolle und eine neue Funktion, die<br />

die Weiterentwicklung unserer Unternehmen<br />

in strategischer und finanzieller Hinsicht<br />

wesentlich befördern soll“, sagte Reinhard<br />

Störmer, Vorsitzender des Kuratoriums der<br />

Montan-Stiftung-Saar.<br />

SMS group<br />

Kilian Rötzer<br />

wird ab 1. April 2021 die Leitung Unternehmenskommunikation<br />

und -Marketing bei der<br />

SMS group übernehmen und in dieser Funktion<br />

direkt an CEO<br />

Burkhard Dahmen<br />

berichten. Rötzer<br />

kommt von thyssenkrupp,<br />

wo er acht<br />

Jahre lang die Unternehmenskommunikation,<br />

Marketing und<br />

Bild: SMS group Bild: SHS Holding<br />

Governmental Affairs<br />

für das weltweite<br />

Stahlgeschäft verantwortet<br />

hat. Zuvor war der Kommunikationsexperte<br />

vier Jahre als Leiter der Wirtschaftspresse<br />

bei der Metro-Group in Düsseldorf und<br />

davor acht Jahre bei der Kommunikationsberatung<br />

CNC in München tätig.<br />

Swiss Steel Group<br />

Josef Schultheis<br />

ehemals CRO der Swiss Steel Group, hat<br />

das Unternehmen zum 28. Februar 2021<br />

verlassen. Schultheis hatte seit seinem Eintritt<br />

am 12. August 2020 als vollwertiges<br />

Mitglied der Konzernleitung interimistisch<br />

die Transformation zum Turnaround forciert.<br />

Mit seiner Erfahrung konnte die Swiss Steel-<br />

Group den drastischen Auswirkungen der<br />

COVID-19-Krise schlagkräftiger begegnen,<br />

teilte das Unternehmen mit. Insbesondere<br />

habe er die Verhandlungen zur Entwicklung<br />

eines Finanzierungskonzepts zu einem<br />

Großteil verantwortet und dessen Umsetzung<br />

maßgeblich vorangetrieben.<br />

VDI<br />

Wissenschaftlerinnen geehrt<br />

Dr. Daniela Mysliwietz-Fleiß und Dr. Anke<br />

Woschech wurden mit dem Conrad-Matschoß-<br />

Preis 2021 geehrt. Die beiden Wissenschaftlerinnen<br />

teilen sich den mit 4.000 € dotierten<br />

Preis des Vereins Deutscher Ingenieure e. V.<br />

(VDI). Mit dem Conrad-Matschoß-Preis stärkt<br />

der VDI das Interesse für Technikgeschichte<br />

und unterstützt die technikhistorische Forschung.<br />

Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen.<br />

Dr. Daniela Mysliwietz-Fleiß von der Uni<br />

Siegen stellt in ihrer Dissertation „Die Fabrik<br />

als touristische Attraktion“ die bürgerliche<br />

Identitätsbildung und -findung um 1900 in den<br />

Mittelpunkt. Auf innovative Weise habe sie<br />

herausgerarbeitet, wie sich der Besuch von<br />

Fabriken und anderen Produktionsstätten in<br />

dieser Zeit als touristische Attraktion für das<br />

Bürgertum etablieren konnte, so die Jury. Dr.<br />

Anke Woschech vom Deutschen Hygiene<br />

Museum Dresden widmet sich in ihrem Buch<br />

„Ingenieure auf der Leinwand“ der Darstellung<br />

des Ingenieurberufs in der ersten Halfte der<br />

1930er-Jahre. Sie geht sie der Frage nach, wie<br />

die damaligen filmischen Darstellungen den<br />

technischen Fortschritt und das Wirken der<br />

Ingenieure bewerten.<br />

BDS-DigiDay<br />

Taro Kataoka<br />

ist der Fotograf, der einige Bilder des BDS-<br />

DigiDay gemacht hat, die wir in der <strong>Stahlreport</strong>-Ausgabe<br />

1/2.2021 verwendet haben.<br />

WGP<br />

Dr. Marc-André Dittrich<br />

ist mit der goldenen Otto-Kienzle-Gedenkmünze<br />

– die renommierte Auszeichnung der<br />

WGP, der Wissenschaftlichen Gesellschaft<br />

für Produktionstechnik – ausgezeichnet<br />

worden. „Seine extrem schnelle Auffassungsgabe<br />

und vor allem sein interdisziplinärer<br />

Blick auf die<br />

Dinge hat eine<br />

ganze Bandbreite an<br />

Innovationen nach<br />

sich gezogen“, sagte<br />

Prof. Berend Denkena,<br />

Vizepräsident<br />

der WGP und Leiter<br />

des Instituts für Fertigungstechnik<br />

und<br />

Bild: WGP<br />

Ancofer<br />

Siegfried Held<br />

tritt nach fast 40 Jahren im Stahlhandel<br />

Ende März in den Ruhestand. In dieser<br />

Zeit blieb er stets seinem Arbeitgeber<br />

treu. Der Diplom-<br />

Ökonom stieg im<br />

Juli 1982 bei der<br />

Coutinho Eisenhandel<br />

GmbH, der<br />

späteren Ancofer<br />

Stahlhandel<br />

Werkzeugmaschinen (IFW) der Leibniz-Universität<br />

Hannover, bei der im kleinsten Kreis<br />

durchgeführten Verleihung im Februar.<br />

VDMA<br />

Samuel Bender<br />

belegt den ersten Platz des VDMA-Nachwuchspreises<br />

„Digitalisierung im Maschinenbau“<br />

für praxistaugliche Lösungen. Ausgezeichnet<br />

wurde er für die Entwicklung eines<br />

Verfahrens, mit dem<br />

die Überprüfung von<br />

Nietbohrungen mithilfe<br />

von Künstlicher<br />

Intelligenz weiter<br />

automatisiert werden<br />

kann. „Das Verfahren<br />

kann nicht nur den<br />

Quelle: privat<br />

GmbH, als Assistent<br />

der Geschäftsführung<br />

ein. Später<br />

erlangte er Prokura<br />

und übernahm die Leitung des Marketings<br />

sowie der Ausbildung. Dieser widmet<br />

er sich seit 1994 auch ehrenamtlich<br />

außerhalb des Unternehmens als Mitglied<br />

der Leitung des Arbeitskreises junger<br />

Stahlhändler. Dort bleibt Siegfried Held<br />

auch nach seiner Pensionierung aktiv und<br />

der Branche somit erhalten.<br />

Flugzeugbau verändern,<br />

sondern auch<br />

andere Branchen, wie<br />

Automotive oder Schiffbau, in denen Bauteile<br />

mithilfe von Niet- oder Schraubverbindungen<br />

zusammengesetzt werden, und für die Bohrungen<br />

einzubringen sind“, sagte Prof. Wolfgang<br />

Hintze von der WGP (Wissenschaftlichen<br />

Gesellschaft für Produktionstechnik) und Leiter<br />

Produktionstechnik des Instituts für Produktionsmanagement<br />

und -technik der Technischen<br />

Universität Hamburg.<br />

Bild: privat<br />

<strong>Stahlreport</strong> 3|21<br />

7


Stahlhandel<br />

Bericht<br />

Stahlmangel in Europa: Günther + Schramm zur Marktlage 2021<br />

Verstärkter Blick auf eigene Reserven<br />

Die Pandemie bringt große Herausforderungen für die Materialbeschaffung mit sich. Der Schrottpreis steigt, die Nachfrage<br />

nach Stahl ist groß, die Kapazitäten sind jedoch knapp. Was die aktuelle Situation für den Stahleinkauf bedeutet und wie<br />

es die Herausforderungen zu lösen gilt, erläutert Bernd Seibold, Geschäftsführer von Günther + Schramm.<br />

Das neue Jahr sieht der Geschäftsführer des Stahlhandelshauses<br />

vor allem durch starke Preiserhöhungen<br />

gekennzeichnet sowie durch ein Ungleichgewicht zwischen<br />

Stahlangebot und -nachfrage. Dafür gibt es verschiedene<br />

Gründe, sagt Bernd Seibold: „Zum einen sind<br />

es der stark gestiegene Schrott- und Eisenerzpreis, zum<br />

anderen waren die Stahlwerke aufgrund steigender<br />

Nachfrage für das erste Halbjahr schnell ausgebucht.<br />

Hinzu kommt die CO 2 -Steuer in Höhe von 25 € pro ver-<br />

ursachter Tonne CO 2 . Zudem gibt es derzeit eine extreme<br />

Verknappung beim Laderaum durch die gestiegene<br />

Stahlnachfrage sowie einen Lkw-Mangel. Dazu kommt<br />

es weiterhin zu großen Einschränkungen bezüglich<br />

Corona im Grenzverkehr. Verschiebungen der Liefertermine<br />

sind an der Tagesordnung. Derzeit benötigen<br />

die Stahlwerke für die Auslieferungen zu unseren Lägern<br />

nach Fertigstellung zwei bis drei Wochen innerhalb<br />

Europas. Dadurch verzögert und verteuert sich die Aus-<br />

Der Schrottpreis steigt, die Nachfrage nach Stahl ist groß, die<br />

Kapazitäten jedoch knapp. Wie bewältigt Günther + Schramm als<br />

ein führender Systemdienstleister für Stahl, Edelstahl und Aluminium<br />

die Herausforderungen?<br />

8 <strong>Stahlreport</strong> 3|21


lieferung der Ware erheblich“, sagt Bernd<br />

Seibold.<br />

Ausgangssituation zu Beginn<br />

des Jahres 2021<br />

Einen signifikanten Nachfrageanstieg<br />

aufgrund starker<br />

Konjunktur im Vergleich zum<br />

Jahresanfang 2020 gebe es<br />

nicht, so Seibold. Es herrschten<br />

jedoch vollkommen andere<br />

Rahmenbedingungen, die es<br />

zu berücksichtigen gelte. „Viele<br />

Kunden möchten aufgrund der<br />

deutlich reduzierten Lagerbestände<br />

nun ihre Mengen ,sichern‘ bzw. bekommen<br />

bei den Händlern nicht die Mengen,<br />

die sie benötigen“, so Seibold. „Das führt innerhalb<br />

„Derzeit benötigen<br />

die Stahlwerke für die<br />

Auslieferungen zu unseren<br />

Lägern nach Fertigstellung zwei<br />

bis drei Wochen innerhalb<br />

Europas. Dadurch verzögert und<br />

verteuert sich die Auslieferung<br />

der Ware erheblich.“<br />

Bernd Seibold, Geschäftsführer<br />

von Günther + Schramm<br />

Bilder: Günther + Schramm<br />

kürzester Zeit zu einer deutlich höheren<br />

Nachfrage. Auch bei uns Händlern sind<br />

die Lagerbestände aufgrund des<br />

geringeren Umsatzes der letzten<br />

Monate reduziert und die Werke<br />

produzieren teilweise immer<br />

noch gedrosselt. Dies und die<br />

Transportproblematik führen<br />

zu einer starken Materialknappheit<br />

in einigen Güten,<br />

da das Material nach Ankunft<br />

im Lager sofort wieder verkauft<br />

wird. Somit besteht kaum eine<br />

Möglichkeit, die Läger wieder aufzustocken.“<br />

Günther + Schramm sieht sich<br />

daher vor Herausforderungen gestellt, die<br />

vor allem schnelle Entscheidungen und extreme<br />

Flexibilität in der Preisgestaltung verlangen. Man wisse,<br />

so Seibold, dass eine strukturierte und vorsichtige<br />

Herangehensweise mehr denn je notwendig sei, um<br />

keine Fehlentscheidungen auf Kosten der Kunden zu<br />

treffen. „Wir diskutieren daher auch mit anderen Abteilungen,<br />

um die verschiedenen Meinungen zu hören.<br />

Dadurch entstehen fundierte Entscheidungen. Die Kommunikation<br />

mit Lieferanten und Kunden muss intensiviert<br />

werden – auch im Homeoffice“, führt Seibold<br />

weiter aus.<br />

Bernd Seibold<br />

Kundenanforderungen gerecht werden<br />

In schweren Zeiten erwarteten Kunden, dass der Stahlhandel<br />

Engpässe vermeidet und möglichst wenig von<br />

den Preissteigerungen weitergebe. „Wir haben festgestellt,<br />

dass diese Anforderungen aktuell leider oftmals<br />

im Widerspruch zueinander stehen“, berichtet Seibold.<br />

Um die Situation zu meistern, rät der Geschäftsführer<br />

zu transparenter Zusammenarbeit: „Wir tun alles, was<br />

in unserer Macht steht, und sehen uns als Berater auch<br />

dazu verpflichtet, unseren Kunden frühzeitig Informationen<br />

über die aktuelle Marktlage zu geben. Gemeinsam<br />

arbeiten wir so an Lösungsansätzen.“<br />

Durch die geringen Bestände in den Lagern, die langen<br />

Lieferzeiten der Werke und die aktuell hohe Nachfrage<br />

prognostiziert Günther + Schramm für die nächsten<br />

Monate weiterhin eine Verknappung bei diversen Güten<br />

auf dem Stahlmarkt. „Die gesamte Situation ist relativ<br />

angespannt, sowohl für den Handel als auch für den<br />

Kunden. Die Kapazitätsengpässe werden erst dann weniger,<br />

wenn die Produktion in den Werken wieder aufgestockt<br />

wird, die Lagerbestände bei den Händlern sich<br />

wieder normalisieren und wir wieder eine Entspannung<br />

im Frachtbereich bekommen“, resümiert Seibold. 2<br />

[Kontakt]<br />

Günther + Schramm GmbH<br />

Heidenheimer Str. 65<br />

73447 Oberkochen<br />

+49 7364 24-110<br />

www.gs-stahl.de<br />

<strong>Stahlreport</strong> 3|21<br />

9


Stahlhandel<br />

Bericht<br />

„Unsere Kunden<br />

schätzen besonders,<br />

dass wir auch unter<br />

diesen schwierigen Bedingungen<br />

für sie da waren“<br />

Dr. Norbert Teltchick,<br />

Vorstand Richard Köstner AG<br />

Bild: Richard Köstner AG<br />

Dr. Norbert Teltschik zieht eine insgesamt positive Bilanz zum Jahr 2020.<br />

Richard Köstner AG trotzt Corona<br />

Mit Strategie durch die Pandemie<br />

Das Jahr 2020 hätte für die Richard Köstner AG mit Hauptsitz in Neustadt an der Aisch zum Rekordjahr werden können.<br />

Die anhaltend gute Auftragslage in der Bauwirtschaft und bei den damit verbundenen Handwerksbetrieben bedeuteten<br />

auch für den Fachhändler beste Rahmenbedingungen – bis Corona die Lage abrupt veränderte. Trotz der widrigen<br />

Bedingungen verlief das vergangene Jahr für das mittelfränkische Familienunternehmen allerdings zufriedenstellend.<br />

[Kontakt]<br />

Richard Köstner AG<br />

Karl-Eibl-Straße 44 + 48<br />

91413 Neustadt/Aisch<br />

+49 9161 668-0<br />

www.koestner.de<br />

Im ersten Lockdown regierte<br />

bei allen Marktteilnehmern große<br />

Unsicherheit. Zwangsläufig verzeichnete<br />

auch Köstner bis zur Jahresmitte<br />

starke Umsatzeinbußen von<br />

10 % gegenüber dem Vorjahr. Dank<br />

intensiver Anstrengungen in allen<br />

Niederlassungen konnte man den<br />

Trend in der zweiten Jahreshälfte<br />

jedoch umkehren: Bis Ende 2020 lag<br />

der Umsatzrückgang im Vergleich<br />

zum Vorjahr lediglich bei 2 %, so das<br />

Unternehmen.<br />

Arbeiten am Eigenheim<br />

steigern Umsatz<br />

Gründe für die Steigerung im dritten<br />

und vierten Quartal gebe es einige.<br />

Erstens hätten viele Hausbesitzer<br />

ihre erzwungene Zeit zu Hause und<br />

das frei gewordene Urlaubsbudget<br />

für sinnvolle Modernisierungen am<br />

Eigenheim genutzt. Passenderweise<br />

konnten viele von ihnen gleichzeitig<br />

die Förderprogramme zum Austausch<br />

alter Ölheizungen in An -<br />

spruch nehmen. Als Folge davon verzeichnete<br />

Köstner starke Umsätze<br />

im Sortiment Heiztechnik.<br />

Als weitere Dauerbrenner erwiesen<br />

sich Doppelstabmattenzäune<br />

und Schließanlagen. Unmittelbar<br />

durch Corona erzwungen erfreuten<br />

sich auch Desinfektionsspender für<br />

die Hotellerie und Gastronomie einer<br />

starken Nachfrage. Drittens profitierte<br />

der Köstner-Webshop ebenfalls<br />

von der Sondersituation.<br />

Stammkunden<br />

honorieren Einsatz<br />

Einen besonderen Anteil schreibt<br />

die Geschäftsleitung den engen<br />

Beziehungen zu den Stammkunden<br />

zu, wie Vorstand Dr. Norbert Teltschik<br />

betont: „Unsere Kunden schätzen<br />

besonders, dass wir auch unter<br />

diesen schwierigen Bedingungen für<br />

sie da waren und ihnen bei der<br />

Lösung ihrer Probleme geholfen<br />

haben. Wir haben tatsächlich<br />

gemerkt, dass viele unserer Stammkunden<br />

im Jahr 2020 mehr bei uns<br />

gekauft haben.“<br />

Allerdings hatte die Pandemie<br />

auch gravierende Folgen für die<br />

Arbeitsabläufe in seinem Unternehmen,<br />

schildert der Köstner-Chef:<br />

10 <strong>Stahlreport</strong> 3|21


„Während der Lockdown-Phasen<br />

mussten wir unsere Geschäftsräume<br />

für Endkunden schließen. Auch manche<br />

unserer gewerblichen Kunden<br />

waren dadurch beeinträchtigt,<br />

sodass Umsätze verloren gingen.<br />

Auf der Beschaffungsseite hatten<br />

wir teilweise mit Lieferengpässen<br />

zu kämpfen.“<br />

Darauf reagierte das Unternehmen<br />

mit der Umsetzung der angeordneten<br />

Schutz- und Hygienemaßnahmen,<br />

mit Homeoffice, Schich t-<br />

regelungen, räumlicher Verteilung<br />

von Teams und auch mit Kurzarbeit.<br />

Einige Mitarbeiter wurden im Lauf<br />

des Jahres positiv getestet, andere<br />

mussten als Kontaktpersonen in<br />

Quarantäne. Geplante Veranstaltungen<br />

für Mitarbeiter und Kunden<br />

mussten absagt werden, Meetings<br />

und Besprechungen fanden oft als<br />

Videokonferenzen statt.<br />

Herausforderung<br />

gemeinsam gemeistert<br />

Dr. Teltschik freut sich darüber, dass<br />

die Mitarbeiter ihre Aufgaben trotz<br />

der Belastungen zuverlässig erfüllt<br />

haben: „Letztlich haben wir die Aufgaben<br />

gemeinsam als Team gemeistert<br />

– mit Engagement, Vertrauen,<br />

Zuverlässigkeit, Solidarität und<br />

Pflichterfüllung. Dafür bin ich unseren<br />

Mitarbeitern sehr dankbar und<br />

es freut mich, dass unsere Arbeitsplätze<br />

sicher sind und wir betriebliche<br />

Sonderzahlungen und weitere<br />

Leistungen ohne Einschränkung an<br />

unsere Mitarbeiter auszahlen konnten.“<br />

Einen neuen Rekord vermeldet<br />

die Richard Köstner AG bei der<br />

Anzahl der neuen Auszubildenden:<br />

21 neue Azubis wurden im Jahr 2020<br />

eingestellt. Zum Jahresende zählte<br />

das Unternehmen insgesamt 541<br />

Mitarbeiter, davon 39 in Ausbildung.<br />

Das entspricht einer Ausbildungsquote<br />

von 7 %. Dazu passt die erfreuliche<br />

Meldung des Stellenportalbetreibers<br />

Joblokal Nordbayern GmbH,<br />

der die Richard Köstner AG mit dem<br />

Siegel TOP-Arbeitgeber 2020 für<br />

besondere regionale Arbeitgeberattraktivität<br />

auszeichnete.<br />

Positive Nachrichten gab es auch<br />

aus dem bayerischen Osten. So<br />

erreichte das im Jahr 2019 übernommene<br />

Unternehmen MB Stahltechnik<br />

GmbH in Selb nach einem hohen<br />

Verlust im Vorjahr 2020 die Gewinnzone.<br />

Außerdem übernahm die Köstner-Tochterfirma<br />

den Geschäftsbereich<br />

Stahl eines Händlers in Weiden<br />

in der Oberpfalz samt Lagerbestand,<br />

Kunden und einen Mitarbeiter im<br />

Außendienst.<br />

Auch in puncto Digitalisierung<br />

machte die Köstner AG 2020 einen<br />

großen Schritt nach vorne. Die neue<br />

ERP-Software wurde Anfang des Jahres<br />

erfolgreich eingeführt. Abgeschlossen<br />

wird das umfangreiche<br />

Projekt planmäßig im Laufe dieses<br />

Jahres mit der Umstellung des Tochterunternehmens<br />

Prechtel in Forchheim<br />

auf das neue System.<br />

Jetzt Umsatz von 2019 erreichen<br />

Als weitere Ziele für 2021 formuliert<br />

die Geschäftsleitung das Erreichen<br />

von Umsatz und Ergebnis aus dem<br />

Jahr 2019. Zudem möchte man das<br />

<strong>Stahlreport</strong> 3|21<br />

11<br />

Die unabhängige Software-Lösung<br />

für die Werkstoffindustrie<br />

XOM eProcurement<br />

vereinfacht Ihren<br />

Beschaffungsprozess<br />

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gesamte Sortiment im stationären<br />

Handel auch im B2B-Webshop für<br />

gewerbliche Kunden anbieten. In<br />

der Hoffnung, dass bald wieder Normalität<br />

einkehrt, würde man gerne<br />

die zur Unternehmenstradition zählenden<br />

jährlichen Veranstaltungen<br />

für die Mitarbeiter wieder durchführen:<br />

die Jubilar-Ehrung, ein großes<br />

Grillfest, Abteilungsausflüge und<br />

Weihnachtsfeiern.<br />

Ansonsten hat das Team um Dr.<br />

Teltschik aus dem ersten Corona-<br />

Jahr seine Lehren gezogen: Erstens:<br />

„Nichts ist selbstverständlich und<br />

alles kann sich ändern.“ Zweitens:<br />

„Videokonferenzen funktionieren<br />

und viele Dienstfahrten kann man<br />

sich und der Umwelt zuliebe auch<br />

in Zukunft sparen. Auch Homeoffice<br />

funktioniert, wenn die notwendigen<br />

Voraussetzungen gegeben sind.<br />

Trotzdem und vielleicht auch gerade<br />

deshalb bleiben persönliche Kontakte<br />

aber wichtig.“ 2<br />

Alle Beschaffungsschritte in<br />

einem Tool<br />

Ersparnis von Zeit, Geld und<br />

Ressourcen<br />

Individuell integrierbar in die<br />

bestehende IT-Infrastruktur<br />

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Stahlhandel<br />

Bericht<br />

Ziehen ein positives Fazit für den Ausbildungsberuf „Kaufmann im E-Commerce“: Zickwolff-Geschäftsführer<br />

Martin Haiss (l.), Kaufmann im E-Commerce Sascha Wagner (m.) sowie Ausbilder Roland Rebeck.<br />

Bilder: Kjellberg Finsterwalde Plasma und Maschinen GmbH/Susanne Czaika<br />

Erster Kaufmann im E-Commerce bei Zickwolff erfolgreich ausgebildet<br />

Richtig kompetent<br />

Sascha Wagner ist definitiv vorne dabei. Der Auszubildende der Otto Zickwolff GmbH gehört zu den ersten, die den<br />

neuen Ausbildungsgang Kaufmann im E-Commerce überhaupt duchlaufen. Nun hat er die Ausbildung bei dem Saarländer<br />

Rohrspezialisten erfolgreich abgeschlossen – dank guter Leistungen sogar früher als vorgesehen. Wie er und sein<br />

Unternehmen die neue Ausbildung bewerten, erzählen Sascha Wagner, Zickwolff-Geschäftsführer Martin Haiss und<br />

Ausbilder Roland Rebeck im Gespräch mit dem <strong>Stahlreport</strong>.<br />

<strong>Stahlreport</strong>: Herr Wagner,<br />

herzlichen Glückwunsch! Sie haben<br />

gerade Ihre Ausbildung zum Kaufmann<br />

im E-Commerce abgeschlossen<br />

– ein halbes Jahr eher als vorgesehen.<br />

Sascha Wagner: Vielen Dank. Ja<br />

regulär wäre die Prüfung im Sommer<br />

gewesen. Ich konnte den Abschluss<br />

aber ein halbes Jahr vorziehen und<br />

war so bereits im Januar fertig.<br />

Welche Bilanz ziehen Sie?<br />

Sascha Wagner: Ich bin sehr zufrieden<br />

mit meiner Ausbildung und bin<br />

überzeugt, dass ich den richtigen<br />

Weg gewählt habe. Die Bandbreite<br />

der Inhalte dieser Ausbildung ist<br />

sehr groß und reicht von den klassischen<br />

Themen des Groß- und<br />

Außenhandels bis hin zu den digitalen<br />

Themen. Das fand ich sehr<br />

spannend. Außerdem konnte ich<br />

meine Ausbildung in einem guten<br />

Unternehmen machen!<br />

Roland Rebeck (lacht): Und wir<br />

hatten mit Herrn Wagner einen<br />

guten Auszubildenden, den wir ja<br />

auch übernehmen! Auch von unserer<br />

Seite ist die Bilanz durchweg<br />

positiv. Es ist genau so gelaufen,<br />

wie wir uns das erhofft hatten. Die<br />

Kompetenzen, die sich Herr Wagner<br />

in seiner Ausbildung erarbeitet hat,<br />

sind genau die, die wir bei Zickwolff<br />

benötigen.<br />

Welche Kompetenzen sind das?<br />

Martin Haiss: Der Kaufmann im E-<br />

Commerce passt genau auf unser<br />

Anforderungsprofil. Ein wichtiger<br />

Vertriebskanal für Zickwolff ist der<br />

Onlineshop. Das Thema E-Commerce<br />

reicht aber weit über den Onlineshop<br />

hinaus. Der Shop ist nice to have.<br />

Die übergeordnete Kompetenz „elektronisches<br />

Verkaufen“ ist das,<br />

worum es geht. Für den Stahlhandel<br />

liegen große Chancen darin, die<br />

wachsenden Bedarfe an elektronischen<br />

Vertriebswegen bedienen zu<br />

können. Über die entsprechenden<br />

Schnittstellen sind wir für Stammkunden,<br />

Kunden aus der Industrie,<br />

und Händlerkollegen erreichbar. Dieses<br />

Wissen wird in der klassischen<br />

Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann<br />

bisher nicht<br />

gelehrt.<br />

Roland Rebeck: Wir haben die<br />

notwendigen Kenntnisse bis dato in<br />

Eigenregie erworben. Es ist sehr aufwändig,<br />

sich von fast Null an mit<br />

dieser neuen Thematik intensiv auseinanderzusetzen.<br />

Mit dem neuen<br />

Berufsbild Kaufmann im E-Com-<br />

12 <strong>Stahlreport</strong> 3|21


merce werden genau diese Kenntnisse<br />

und Kompetenzen vermittelt.<br />

Martin Haiss: Wir brauchen als<br />

Unternehmen jemanden, der sich<br />

mit den digitalen Themen auskennt.<br />

Unser Anspruch ist dabei nicht, dass<br />

wir Schnittstellen selbst entwickeln.<br />

Aber wir müssen intern die Kompetenz<br />

haben, die neuen digitalen Technologien<br />

und Möglichkeiten zu beurteilen<br />

– strategisch, aber auch ganz<br />

praktisch, um mit Dienstleistern auf<br />

Augenhöhe sprechen zu können.<br />

Herr Wagner, wie sah Ihre Ausbildung<br />

konkret aus? Haben Sie sich<br />

ausschließlich um den Onlineshop<br />

& Co. gekümmert?<br />

Sascha Wagner: Ganz klassisch habe<br />

ich alle Abteilungen im Haus durchlaufen,<br />

wie man es auch von der kaufmännischen<br />

Ausbildung kennt. Ich<br />

war in der Buchhaltungsabteilung,<br />

im Einkauf, im Vertrieb. Ich bin überall<br />

soweit eingearbeitet, dass ich zum<br />

Beispiel auch Urlaubsvertretungen<br />

übernehmen kann. Fest bin ich aber<br />

unserem Vertrieb zugeordnet. Ge -<br />

meinsam mit Herrn Rebeck habe ich<br />

in diesem Bereich viele kleinere und<br />

größere Projekte durchgeführt, zum<br />

Beispiel die Aktualisierung unseres<br />

Onlineshops. Mit den Updates aller<br />

beteiligten Softwareebenen und<br />

Schnittstellen ist das ein komplexes<br />

Projekt. Zentral für meine Arbeit ist<br />

auch die kontinuierliche Pflege der<br />

Produktdaten im Shop.<br />

Das klassische kaufmännische<br />

Know-how ist also auch Teil der<br />

neuen Ausbildung zum Kaufmann<br />

im E-Commerce.<br />

Roland Rebeck: Wir haben die Ausbildung<br />

zum Kaufmann im E-Commerce<br />

– was unseren betrieblichen<br />

Teil angeht – von Anfang an als reguläre<br />

kaufmännische Ausbildung<br />

gesehen, nur eben mit dem „Addon“<br />

der E-Commerce-Kenntnisse.<br />

Insofern hat Herr Wagner natürlich<br />

wie jeder kaufmännische Auszubildende<br />

auch alle Abteilungen bei uns<br />

durchlaufen.<br />

Wie bekommen Sie denn das Stahlwissen<br />

vermittelt bei Zickwolff?<br />

Sascha Wagner: An vielen Stellen<br />

und aus vielen Quellen: zum Beispiel<br />

INFO<br />

durch die Kollegen beim Durchlaufen<br />

der Abteilungen und durch<br />

interne Schulungen. Viel lerne ich<br />

auch bei der Produktdatenpflege.<br />

Ganz zentral ist aber das Tagesgeschäft.<br />

In der täglichen Beschäftigung<br />

mit den Produkten und den<br />

Abläufen werden die wesentlichen<br />

Kenntnisse in der Praxis vermittelt.<br />

Auf der betrieblichen Seite ist also<br />

alles gut gelaufen bei diesem ersten<br />

Durchlauf des neuen Ausbildungsgang.<br />

Wie war das denn in der Berufsschule?<br />

Sascha Wagner: Was den schulischen<br />

Teil der Ausbildung angeht,<br />

gab es auch Dinge, die nicht so gut<br />

waren. Es ist deutlich zu merken,<br />

dass vieles erst im Aufbau ist. Das<br />

digitale Know-how ist einfach noch<br />

nicht so vorhanden. Es ist auch<br />

schwierig für die Schulen, die Bandbreite<br />

der vielen Ausbildungsbetriebe<br />

von Agenturen über Einzelbis<br />

zu Großhändlern unter einen Hut<br />

zu bekommen. Da fehlte es zum Teil<br />

an grundlegenden praktischen Dingen,<br />

zum Beispiel, einen Onlineshop<br />

BIBB-Experte: Kaufmann im E-Commerce ist angekommen<br />

Der neue Ausbildungsberuf Kaufmann/Kauffrau im E-Commerce – seit<br />

2018 ein anerkannter dreijähriger Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz<br />

– ist von den Unternehmen gut angenommen worden. Aus dem Stand<br />

heraus gab es im ersten Durchgang rund 1.350 Auszubildende, die diesen<br />

Beruf gewählt haben, 2019 wurden die Ausbildungszahlen nochmal auf rund<br />

1.500 gesteigert. Für einen komplett neuen Beruf sei das eine hervorragende<br />

Quote, sagt Manfred Zimmermann vom Bundesinstitut für Berufsbildung<br />

(BIBB). Die aktuellen Zahlen für 2020 lägen zwar noch nicht vollständig vor, es<br />

deute aber alles daraufhin, dass trotz der Pandemie der Stand von 2019 auch<br />

im vergangenen Jahr gehalten werden konnte. „Das bewerten wir angesichts<br />

der leicht negativen Entwicklung in anderen Berufen im Coronajahr sehr positiv“,<br />

betont Manfred Zimmermann. Auch für 2021 sehe es nach jetzigem Wissenstand<br />

sehr gut aus.<br />

Erfreulich sei, dass sich für den neuen Ausbildungsgang viele Unternehmen<br />

interessiert haben, die bisher nicht als Ausbildungsbetriebe aktiv gewesen<br />

seien. Nicht zu beobachten sei übrigens ein offensiver Verdrängungswettbewerb<br />

zwischen dem etablierten Beruf Kaufmann/Kauffrau für Groß- und<br />

Außenhandelsmanagement (wie der Beruf seit 2020 heißt). Allenfalls gebe es<br />

leichte Verschiebungen bei größeren Unternehmen mit hohen Ausbildungszahlen,<br />

die die Kompetenzen der Kaufleute im E-Commerce aufnehmen wollten<br />

und dafür die Zahlen beim Groß- und Außenhandelsmanagement etwas<br />

reduzierten.<br />

Die rasante Entwicklung im Online- und E-Commerce-Bereich haben die<br />

beteiligten Verbände und Sozialpartner mit einer offenen und technikneutralen<br />

Formulierung der Ausbildungsinhalte berücksichtigt. Nach etwa fünf Jahren,<br />

so ist angedacht, wolle man sich zusammensetzen, um die Situation zu<br />

bewerten. „Stand heute sind wir und sind die Beteiligten mit dem Konzept<br />

zufrieden – nach wie vor“, bewertet Zimmermann den Beruf Kaufmann/Kauffrau<br />

im E-Commerce.<br />

als Demonstrationsprojekt schulisch<br />

zur Verfügung zu stellen. Das hat<br />

gar nicht geklappt. Solche Lücken<br />

führen dann dazu, dass wichtige<br />

Inhalte, die ein Ausbildungssbetrieb<br />

nicht abdeckt, auch schulisch nicht<br />

abgedeckt werden.<br />

In der Bilanz bin ich aber zufrieden.<br />

Ich fand es sehr spannend, mich<br />

auf ein ganz neues Gebiet einzulassen<br />

und dort die ersten Schritte zu<br />

machen.<br />

Herr Haiss, Sie suchen auf Facebook<br />

aktuell wieder nach einem oder einer<br />

Auszubildenden als Kaufmann oder<br />

Kauffrau im E-Commerce. Sie setzen<br />

diese Ausbildung also fort?<br />

Martin Haiss: Ja, wir haben gute<br />

Erfahrungen gemacht und setzen<br />

den Ausbildungsgang bei Zickwolff<br />

fort. Diese Kompetenzen werden<br />

zunehmend benötigt. Indem wir weiter<br />

darin ausbilden, stellen wir die<br />

Otto Zickwolff GmbH damit breiter<br />

und zukunftsicher auf.<br />

Sehr geehrte Herren, vielen Dank<br />

für das Gespräch. 2<br />

<strong>Stahlreport</strong> 3|21<br />

13


Stahlverarbeitung<br />

Bericht<br />

Stefan Debus, Geschäftsführer der DELA GmbH & Co KG, Peter Arntz, Geschäftsführer Eckert Cutting Technology GmbH in Rennerod, Lars Haaken,<br />

Vertriebsleiter der Kjellberg Finsterwalde und Plasma und Maschinen GmbH, und DELA Anlagenführer Jonas Schulz (v. r. n. l.)<br />

Bilder: Kjellberg Finsterwalde Plasma und Maschinen GmbH/Susanne Czaika<br />

DELA modernisiert Maschinenpark<br />

Mit Traditionsbewusstsein neue Wege gehen<br />

Brennzuschnitte und Flansche sind das Geschäft der DELA GmbH & Co. KG. Bereits in der zweiten Generation<br />

und mit Know-how aus über fünf Jahrzehnten agiert das Siegerländer Unternehmen erfolgreich am Markt. Ob<br />

im Stahlbau oder bei Dreh- und Frästeilen – Voraussetzung für eine präzise und ressourcenschonende<br />

Verarbeitung ist immer ein sauber gefertigter Brennschnitt. Um dabei technologisch die Nase weiter vorn zu<br />

haben, hat DELA nun in neue Schneidanlagen investiert.<br />

[Kontakt]<br />

DELA GmbH & Co. KG<br />

Industriestr. 109-113<br />

57258 Freudenberg<br />

+49 2734 4358-0<br />

www.dela-flanschen.de<br />

Eckert Cutting<br />

Technology GmbH<br />

56477 Rennerod<br />

+49 2664 25243-10<br />

www.eckert.com.pl<br />

Kjellberg Finsterwalde<br />

Plasma und Maschinen<br />

GmbH<br />

Oscar-Kjellberg-Str. 20<br />

03238 Finsterwalde<br />

+49 3531 500-0<br />

www.kjellberg.de<br />

Die Kundenzufriedenheit<br />

steht beim Familienbetrieb DELA<br />

traditionell im Vordergrund. Sie ist<br />

eine Herausforderung, der sich das<br />

Team gern stellt, so das Unternehmen.<br />

Kunden aus dem In- und Ausland<br />

vertrauen deshalb seit jeher<br />

auf die hohen Qualitätsansprüche<br />

und die Termintreue.<br />

Um sowohl reproduzierbar Serien<br />

als auch prozesssicher Einzelstücke<br />

herstellen zu können, entschied sich<br />

der Inhaber und Geschäftsführer von<br />

DELA, Stefan Debus, nun in die<br />

Zukunft des Unternehmens zu investieren<br />

und sich den wachsenden<br />

Bedürfnissen im Bereich der Schneidtechnologien<br />

zu stellen. Bei der<br />

Modernisierung der Schneidanlagen<br />

standen für DELA im Fokus:<br />

z Zuverlässigkeit und Präzision<br />

z Bedienerfreundlichkeit<br />

z Prozesssicherheit<br />

z neueste Technologien bei CNC-, Plas -<br />

ma- und Autogenschneidanlagen<br />

z modernste High-End CAD/CAMund<br />

Schachtel-Software<br />

z automatisierte Schwingfördertische,<br />

die im Schneidbetrieb entstehende<br />

Schlacke und Bauteile<br />

zum Tischende befördern<br />

z Absauganlagen mit hohem Wirkungsgrad<br />

z Industrie 4.0-fähige Technologien<br />

Erfahrung in allen<br />

Schneidtechnologien<br />

Die Lösung für DELA lieferte die<br />

Eckert Cutting Technology GmbH,<br />

die sich dank ihrer über 30-jährigen<br />

Erfahrung in allen Schneidtechnologien<br />

als der geeignete Partner<br />

herausstellte. Im März 2020 wurden<br />

die Weichen gestellt, der Startschuss<br />

fiel bereits im darauffolgenden Oktober<br />

– und somit nur knapp ein halbes<br />

Jahr später.<br />

Anlagen der Firma Eckert werden<br />

mit hochwertigen Komponenten<br />

renommierter Hersteller ausgerüstet<br />

und sind speziell auf die individuellen<br />

Anforderungen der Kunden<br />

abgestimmt. Zwei von insgesamt<br />

fünf neuen Anlagen sind bei dem<br />

Unternehmen aktuell bereits in<br />

Betrieb.<br />

Als erstes hat DELA die Produktion<br />

mit den beiden neuen Plasmaschneidanlagen<br />

Sapphire mit je<br />

4.000 mm x 12.000 mm Arbeitsbereich<br />

aufgenommen. Zum Parallelschnitt<br />

ausgestattet mit jeweils<br />

einem HD 3000 und einem Vortex<br />

3D FL Plasmabrennersupport pro<br />

Anlage, komplettieren vier Plasmastromquellen<br />

der neuesten Q-Serie<br />

von Kjellberg diese Anlagen und<br />

sind für das Unternehmen das richtige<br />

Mittel der Wahl.<br />

Neue Anlagen sind<br />

Industrie-4.0-fähig<br />

Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme<br />

aller fünf Eckert-Anlagen<br />

– zwei Plasma, drei Autogen – sollen<br />

14 <strong>Stahlreport</strong> 3|21


Stefan Debus (l.), Geschäftsführer der DELA GmbH & Co KG, mit Lars Haaken,<br />

Vertriebsleiter der Kjellberg Finsterwalde und Plasma und Maschinen GmbH.<br />

reinforcement<br />

solutions<br />

Mattenschweißmaschine<br />

Die hervorragend aufeinander abgestimmte Kombination aller Anlagen und<br />

Komponenten ermöglicht eine präzise Schnittqualität in einer digitalen Produktion.<br />

sämtliche Anlagen mittels Eckert<br />

ConnECKt 4.0 in eine gemeinsame<br />

4.0-Infrastruktur eingebunden werden.<br />

So sollen zukünftig die Anlagenverfügbarkeit<br />

wie auch die Effizienz<br />

der Produktion gesteigert<br />

werden.<br />

Mit den Anforderungen von<br />

DELA und der kombinierten Ausstattung<br />

durch Eckert konnte sich<br />

Kjellberg mit ihrer neuesten Plasmaschneidanlagenserie<br />

Q durchsetzen.<br />

Entscheidender Mehrwert der<br />

Kjellberg-Anlagen ist für DELA die<br />

zuverlässige und präzise Schnittqualität<br />

in einer digitalen Produktion.<br />

Da im Hause DELA nicht nur<br />

Baustahl, sondern auch Druckbehälterstahl<br />

sowie Kesselblechqualitäten<br />

geschnitten werden, erweisen sich<br />

die Gasbox Q-Gas O2 sowie der<br />

Plasmabrenner Q-Torch 4510 für<br />

diese speziellen Kundenanforderungen<br />

als perfekte Kombination. Auch<br />

waren die bewährten Kjellberg-Technologien<br />

Contour Cut sowie Contour<br />

Cut Speed für die gewünschten Qualitätsschnitte<br />

bei hoher Schneidgeschwindigkeit<br />

von Bedeutung –<br />

ebenso wie die Erwartung an ein<br />

exzellentes Markierergebnis, welche<br />

mit der Q-Mark-Technologie schließlich<br />

ebenso erfüllt werden konnte,<br />

so das Unternehmen.<br />

„Seit Inbetriebnahme der ersten<br />

zwei Anlagen sind wir von der<br />

Zusammenarbeit mit Eckert als auch<br />

Kjellberg absolut überzeugt. Nicht<br />

zuletzt auch deshalb, da unsere eigenen,<br />

hohen Qualitätsansprüche an<br />

unsere Produkte weitergegeben und<br />

sogar gesteigert wurden. Wir sind<br />

begeistert von den Ergebnissen und<br />

freuen uns umso mehr auf die noch<br />

kommenden drei Anlagen, die schon<br />

in den Startlöchern stehen“, so Stefan<br />

Debus. 2<br />

<strong>Stahlreport</strong> 3|21<br />

15<br />

Drahtricht- und Schneideanlage<br />

Korbschweißmaschine Pfähle<br />

mbk Maschinenbau GmbH<br />

Tel. +49 7563 9131 0 · info@mbk-kisslegg.de<br />

Neuigkeiten auf<br />

www.mbk-kisslegg.de<br />

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Stahlverarbeitung<br />

Bericht/Nachrichten<br />

Wuppermann produziert den Kabinenrahmen für vollelektrische<br />

Kommunalfahrzeuge des österreichischen Start-Ups MUP.<br />

Bild: Wuppermann AG<br />

Wuppermann Metalltechnik GmbH<br />

Rohre für die Elektromobilität<br />

Auch mit Rohren kann man einen Beitrag zur Verkehrswende und zur Nachhaltigkeit leisten. Die Wuppermann<br />

Metalltechnik GmbH (WMT) liefert komplexe Rohr- und Bauteilkomponenten für vollelektrische<br />

Kommunalfahrzeuge des österreichischen Start-Ups MUP technologies GmbH (MUP).<br />

[Kontakt]<br />

Wuppermann AG<br />

51381 Leverkusen<br />

+49 2171 5000800<br />

www.wuppermann.com<br />

MUP technologies GmbH<br />

8152 Stallhofen<br />

Österreich<br />

+43 3142 21244-0<br />

www.mup-technologies.com<br />

Als Rohrspezialist mit eigenem<br />

Werkzeugbau nach modernstem<br />

Standard und Mitarbeitern mit<br />

langjähriger Erfahrung bietet der<br />

österreichische Wuppermann-Standort<br />

in Altmünster in der Umformung<br />

und Biegetechnik eine große Vielfalt.<br />

Damit liefert die WMT auf Kundenwunsch<br />

nicht nur Rohrbiegeteile,<br />

sondern fertige Bauteilkomponenten,<br />

die bereits in der gewünschten Form<br />

gebogen sind und Laserbeschnitt<br />

sowie Gewindelöcher enthalten.<br />

MUP entwickelte mit den WMT-Produkten<br />

als Start-up in Österreich die<br />

ersten vollelektrischen Nutzfahrzeuge<br />

und Geräteträger für kommunale<br />

Dienste und den urbanen Einsatz.<br />

Emissionsfrei, wendig und<br />

nahezu lautlos eignen sich die Fahrzeuge<br />

insbesondere für moderne<br />

Kommunen und dort für den Einsatz<br />

in Umweltzonen und auf Gehwegen.<br />

Zudem ermöglicht die Flexibilität<br />

INFO<br />

Elektromobiles Start-Up MUP<br />

MUP technologies GmbH mit Sitz in Stallhofen ist das erste und einzige Unternehmen<br />

in Österreich, das Elektronutzfahrzeuge in Serie produziert. Mit dem<br />

Allroundfahrzeug der T-Serie hat man einen ersten Meilenstein in der Entwicklung<br />

emissionsfreier Nutzfahrzeuge erreicht, so das Unternehmen. Am Standort<br />

Stallhofen wird ausschließlich mit erneuerbaren Energien produziert, um den<br />

ökologischen Fußabdruck möglichst klein zu halten.<br />

des Trägerfahrzeuges den Aufbau<br />

vieler Varianten.<br />

„Das Thema Nachhaltigkeit und<br />

die Reduzierung von CO 2 -Emissionen<br />

erhält bei Wuppermann größtmögliche<br />

Aufmerksamkeit. Umso<br />

mehr freuen wir uns, dass unsere<br />

Produkte nun Teil einer innovativen<br />

und grünen Erfolgsgeschichte sind“,<br />

erklärt Georg Wildauer, WMT-<br />

Geschäftsführer.<br />

Hans Andreas Höllwart von MUP<br />

technologies GmbH ergänzt: „Als<br />

junges Unternehmen, welches den<br />

CO 2 -Ausstoß auch in der Produktion<br />

so gering wie möglich halten will,<br />

arbeiten wir bevorzugt mit Partnern<br />

zusammen, die dies genauso handhaben.<br />

Außerdem sind wir als Startup<br />

abgesehen von der Produktqualität<br />

auch von der Flexibilität unserer<br />

Zulieferer ganz besonders abhängig.<br />

Dies alles hat in der Zusammenarbeit<br />

mit Wuppermann zu 100 % ge -<br />

stimmt.“ 2<br />

Weitere Informationen finden Sie<br />

unter www.mup-technologies.com<br />

16 <strong>Stahlreport</strong> 3|21


Decomecc erweitert Aluminium-Sparte<br />

Investition in den Automotive-Markt<br />

Das belgische Hightech-Dienstleistungszentrum<br />

für Metallverarbeitung Decomecc<br />

NV aus Genk erweitert sein Produktportfolio.<br />

Dazu beauftragte das<br />

Unternehmen den deutschen Maschinenbau-<br />

und Prozessoptimierungsspezialisten<br />

Heinrich Georg GmbH aus Kreuztal mit der<br />

Entwicklung und dem Bau einer neuen, auf<br />

die spezifischen Bedürfnisse der Automotive-Industrie<br />

zugeschnittenen Schneidanlage.<br />

Mit der neuen Anlage steigt Decomecc in<br />

den Aluminiumband-Markt mit einem<br />

hohen Dickenbereich von 0,8 bis 7,0 mm<br />

ein. Ausgestattet mit einer elektrostatischen<br />

Beölungsmaschine für Trockenschmierstoffe,<br />

wie Drylube und Hotmelts,<br />

sowie Prelube Ölsorten kann die leistungsstarke<br />

neue Schneidanlage GEORG precisionslit<br />

2350 Coils von bis zu 2.350 mm<br />

Breite verarbeiten.<br />

Decomecc bietet das gesamte Spektrum<br />

der Metallverarbeitung für Aluminium, Stahl<br />

und Edelstahl. Vom Abwickeln, Längs- und<br />

Querteilen sowie Sägen bis hin zum Laserschneiden<br />

und CNC-Fräsen verfügt das<br />

Familienunternehmen über das gesamte<br />

Know-how und die Produktionsmöglichkeiten<br />

vor Ort.<br />

In den letzten fünf Jahren hat Decomecc<br />

eine erste Investitionsphase mit einem<br />

Gesamtvolumen von 40 Mio. € abgeschlossen.<br />

Das Familienunternehmen hält sich an<br />

höchste Standards und ist von mehreren<br />

Automobilherstellern zertifiziert. Mit dieser<br />

aktuellen Expansion im Bereich des Schneidens<br />

leitet Decomecc eine zweite Investitionsphase<br />

ein, mit dem Ziel, sowohl Qualität<br />

als auch Service auf ein neues Niveau zu<br />

heben.<br />

Weitere Infos unter www.decomecc.be<br />

und www.georg.com<br />

Stahl<br />

Tränenblech<br />

Stahl Riffel-/<br />

Waffelblech<br />

Cor-Ten<br />

Tränenblech*<br />

BELAGBLECHE<br />

ERSTMALS AUCH<br />

AUS COR-TEN!<br />

Bild: Unitechnik<br />

Die Unitechnik Automatisierungs GmbH baut ihren Hauptsitz in Eisenhüttenstadt aus.<br />

Spezialist für Industrie-Automatisierung erweitert Standort<br />

Unitechnik investiert in kurze Wege<br />

Die Unitechnik Automatisierungs GmbH baut ihren Hauptsitz in Eisenhüttenstadt<br />

aus: Auf zwei Ebenen mit insgesamt 2.500 m² entsteht zusätzlicher Raum für das Soft- und<br />

Hardware-Engineering, das Serviceteam sowie für die Produktion von Schaltanlagen. Auch<br />

für den Ausbau der neuen Informatikabteilung und die Ausbildung von Fachkräften wird<br />

mehr Platz geschaffen. Der von der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) geförderte<br />

Erweiterungsbau vor den Toren des Stahlkonzerns ArcelorMittal soll Ende 2021<br />

bezugsfertig sein.<br />

Als einer der führenden Anbieter von Industrie-Automatisierung und Robotik plant und realisiert<br />

das Familienunternehmen in zweiter Generation maßgeschneiderte Systeme für die<br />

Produktionsautomation und die Verfahrenstechnik in verschiedenen Industriebranchen. Zu<br />

den Kunden zählt ArcelorMittal, der größte Stahlproduzent der Welt.<br />

Weitere Infos unter unter<br />

www.unitechnik.com<br />

STÄRKE:<br />

Tränen- / Riffel- & Waffelbleche<br />

3,0 bis 10,0 mm + Träne<br />

Duett- / Quintettbleche<br />

1,5 / 2,5 / 3,5 / 5 / 8 mm + Träne<br />

FORMATE:<br />

1.000 mm x 2.000 mm<br />

1.250 mm x 2.500 mm<br />

1.335 mm x 3.000 mm*<br />

1.500 mm x 3.000 mm<br />

LOGISTIK:<br />

von der einzelnen Tafel<br />

über Pakete bis hin zur<br />

kompletten Ladung<br />

droesser.de/belagbleche<br />

KONTAKT<br />

Koray Süerdem<br />

ksueerdem@droesser.de<br />

+49 221 6789-241<br />

<strong>Stahlreport</strong> 3|21<br />

17<br />

Peter Drösser GmbH<br />

Ackerstraße 144 // 51065 Köln<br />

www.droesser.de


Stahlproduktion<br />

Bericht<br />

Zuverläss<br />

feuerfe<br />

Das Portfolio von<br />

Loewe umfasst die<br />

Aufwandsermittlung,<br />

das Feuerfestdesign,<br />

die Projektplanung<br />

und -durchführung<br />

sowie die sich<br />

anschließende<br />

Kostenkontrolle und<br />

Inbetriebnahme.<br />

18 <strong>Stahlreport</strong> 3|21


ig<br />

st<br />

Loewe Group – kompetenter Partner für eine<br />

verlässliche Stahlherstellung<br />

Stahl hat für die Loewe Group eine absolut zentrale Bedeutung.<br />

Als Feuerfestdienstleister für Stahlwerke und stahlweiterverarbeitende<br />

Industrie sind die Wartung und Instandhaltung der Kernaggregate<br />

Kernkompetenzen des Unternehmens. Worauf es neben<br />

technischem Know-how vor allem ankommt: Verlässlichkeit und<br />

Flexibilität. Ein Beitrag von Dipl.-Ing. Annedore Bose-Munde,<br />

Fachredakteurin für Wirtschaft und Technik.<br />

Ist ein Konverter nicht wie<br />

geplant bereit, ist das für Stahlhersteller<br />

ein absoluter Worstcase. Im<br />

großtechnischen Prozess der Stahlherstellung<br />

müssen die Kernaggregate<br />

auch unter den dort herrschenden<br />

extremen Bedingungen jederzeit<br />

zuverlässig und sicher funktionieren.<br />

Verzögerungen oder gar Stillstände<br />

verursachen hohe Kosten, noch<br />

schlimmer wäre eine Gefährdung<br />

der Arbeitssicherheit. Für reibungslose<br />

Prozesse setzen Stahlproduzenten<br />

daher auf erfahrene Spezialisten<br />

– wie die Loewe IndustrieOfenBau<br />

GmbH.<br />

Umfassendes Leistungs -<br />

spektrum für Stahlwerke<br />

Das Oberhausener Unternehmen<br />

führt Feuerfesttätigkeiten bei der<br />

Metallerzeugung sowohl in der Flüssigphase<br />

als auch bei der Weiterverarbeitung<br />

in Öfen durch – seit über<br />

50 Jahren. Dazu gehören unter anderem<br />

die Aufwandsermittlung, das<br />

Feuerfestdesign, die Projektplanung<br />

und -durchführung sowie die sich<br />

anschließende Kostenkontrolle und<br />

Inbetriebnahme.<br />

„Mit mehr als 700 zugestellten<br />

Konvertern ist Loewe ein sicherer<br />

Partner für Stahlwerke. Wir können<br />

Engpässe abfedern und generieren so<br />

eine hohe Verfügbarkeiten des Kernaggregates.<br />

Mit eigenen Shootern, also<br />

Spritzmanipulatoren für die Reparatur<br />

von Stahlwerks-Konvertern, sind wir<br />

zudem in der Lage, die Konverter nachhaltig<br />

zu pflegen“, beschreibt Ge -<br />

schäftsführerin Charlotte Loewe den<br />

Leistungsumfang. Die Abteilung Technik<br />

und Entwicklung bei Loewe ist<br />

dabei unter anderem darauf spezialisiert,<br />

für die Konverter-Zustellung<br />

individuelle Ausmauerungsvorrichtungen<br />

und Handhabungsmittel zu<br />

liefern, um ergonomisch und effizient<br />

zu arbeiten.<br />

Im Bereich der Elektrolichtbogenofenzustellung<br />

hat Loewe ein [Kontakt]<br />

erfahrenes Zustellteam, welches weltweit<br />

für eine pünktliche und zuver-<br />

Loewe Industrie -<br />

OfenBau GmbH<br />

lässige Auftragsumsetzung zuständig Lessingstr. 4a<br />

46149 Oberhausen<br />

ist. „Mit nachhaltigen Konzepten für<br />

+49 208 99474-7<br />

die E-Ofenreparatur, die Zustellung q www.loewe-gmbh.de<br />

„Unsere Kunden erwarten ein sehr hohes<br />

Maß an Flexibilität. Bei Havarien<br />

kann es dazu führen, dass Aufträge in<br />

weniger als 24 Stunden gestartet und<br />

umgesetzt werden müssen“.<br />

Charlotte Loewe,<br />

Geschäftsführerin Loewe IndustrieOfenBau<br />

<strong>Stahlreport</strong> 3|21<br />

19


Stahlproduktion<br />

Bericht<br />

q und den Einsatz von recyceltem<br />

Material bieten wir hier smarte<br />

Lösungen für höchste Anlagenverfügbarkeiten“,<br />

sagt Charlotte Loewe.<br />

Hohe Zustell-Qualität<br />

für sicheres Arbeiten<br />

Die Roheisen- und Stahlgießpfannen<br />

sind zentrale Transport- und Behandlungsgefäße<br />

im Stahlwerk. Für die<br />

Sicherheit der Mitarbeiter und Anlagen<br />

in den Stahlwerken ist eine hohe<br />

Zustellqualität von entscheidender<br />

Bedeutung. Das Unternehmen aus<br />

Oberhausen bietet seinen Kunden<br />

hier das volle Programm der Dienstleistungen<br />

– vom Ausbruch bis zur<br />

Zustellung der Pfannen, sowie die<br />

Pflege und den Spülerwechsel im<br />

betrieblichen Pfannenumlauf und<br />

auch die Wartung und Zustellung<br />

der Pfannenschieber.<br />

Loewe kann dabei mit mehr als<br />

35.000 bearbeiteten Pfannen auf<br />

langjähriges Know-how und die<br />

Bereitstellung eigener technischer<br />

Lösungen für die optimale Pfannenzustellung<br />

bauen, wie Hydraulikbühnen<br />

und Gießvorrichtungen. So<br />

können für die Kunden kurze Verweilzeiten<br />

der Pfannen in der Pfannenmauerei<br />

und eine bedarfsgerechte<br />

Bereitstellung der Aggregate<br />

realisiert und garantiert werden.<br />

Planbare Anlagenstillstände<br />

gewährleisten<br />

Vakuumanlagen stellen heutzutage<br />

einen wesentlichen Bestandteil der<br />

sekundärmetallurgischen Behandlung<br />

der Stahlschmelzen dar. Neben<br />

den RH-Anlagen (Ruhrstahl-Heraeus-Verfahren)<br />

sind hier die VD- und<br />

VOD-Anlagen (vacuum degassing<br />

(VD) beziehungsweise vacuum oxygen<br />

decarburization (VOD)) die am<br />

weitesten verbreiteten Anlagentypen.<br />

Loewe bietet für jedes Anlagenkonzept<br />

technische Lösungen, die<br />

es ermöglichen, lange Haltbarkeiten<br />

und planbare Anlagenstillstände zu<br />

gewährleisten.<br />

Die überwiegende Menge des<br />

heute erzeugten Stahls wird im<br />

Stranggussverfahren vergossen.<br />

Daher haben die Verteilerrinnen für<br />

die flüssige Schmelze eine zentrale<br />

Bedeutung bei der Stahlerzeugung.<br />

Neben der Zustellung der Dauerfutter<br />

der Rinnen ist das Einbringen<br />

des Verschleißfutters eine wichtige<br />

Aufgabe. Für die Betriebssicherheit<br />

ist die zuverlässige und genaue Montage<br />

sowie Sichtkontrolle aller notwendigen<br />

Einbauteile in die Verteilerrinnen<br />

unerlässlich. Loewe bietet<br />

den Kunden hier den gesamten Serviceumfang,<br />

einschließlich umfangreicher<br />

Dokumentationen, für die<br />

Bereitstellung der Verteilerrinnen<br />

auf den Gießbühnen.<br />

Flexibilität und Qualität sind im<br />

täglichen Business essenziell<br />

Im Rahmen der Dienstleistung für<br />

Stahlwerke und für die stahlweiterverarbeitende<br />

Industrie gilt es also,<br />

ein komplexes Aufgabenspektrum<br />

verlässlich zu realisieren. Deshalb<br />

sind ein täglicher Kontakt zu den Kunden<br />

sowie eine tägliche Absprache<br />

der Leistungsanforderungen der Kunden<br />

essenziell. „Unsere Kunden erwarten<br />

ein sehr hohes Maß an Flexibilität.<br />

Mit verschiedensten technischen Hilfsmitteln und Schablonen sowie jahrelanger Erfahrung werden<br />

passgenaue Pfannenabschlüsse oder spezifische FF-Bauteile gegossen, verdichtet und getrocknet.<br />

Feuerfesttätigkeiten führt das Unternehmen<br />

aus Oberhausen sowohl in<br />

der Flüssigphase bei der Metallerzeugung<br />

als auch bei deren Weiterverarbeitung<br />

in Öfen durch.<br />

20 <strong>Stahlreport</strong> 3|21


Bei Havarien kann es dazu führen,<br />

dass Aufträge in weniger als 24 Stunden<br />

gestartet und umgesetzt werden<br />

müssen“, sagt Charlotte Loewe.<br />

Zustellungen von Aggregaten<br />

seien dabei in der Regel mit entsprechenden<br />

KPI’s (Key-Performance-Indicator<br />

beziehungsweise klare und<br />

transparente Leistungskennzahlen)<br />

verbunden, die zwingend eingehalten<br />

werden müssten. „Ein hohes Maß an<br />

Selbstorganisation zur Einhaltung dieser<br />

Ziele wird von unseren Kunden<br />

vorausgesetzt, obwohl die Aggregate<br />

und alle anstehenden Arbeiten der<br />

Instandsetzung nicht alleine in der<br />

Hand von Loewe liegen“, definiert sie<br />

die Herausforderung. „Die Qualität<br />

wird in einem vergleichbaren, hohen<br />

Maße vorausgesetzt wie die Flexibilität.<br />

Jederzeit müssen Informationen<br />

und Protokolle abrufbar sein. Die ausgeführten<br />

Arbeiten variieren dabei<br />

stark in ihren maximal möglichen<br />

Toleranzen, können jedoch je nach<br />

Gewerk unter 1 mm liegen.“<br />

Eine hohe Leistungsbereitschaft<br />

und Flexibilität der Mitarbeiter sowie<br />

INFO<br />

Die Loewe Group<br />

viel Erfahrung und Know-how im<br />

gesamten Unternehmen und nicht<br />

zuletzt die entsprechende Technik<br />

und Spezialmaschinen zur Verarbeitung<br />

der Feuerfest-Materialien<br />

zeichnen die Wirtschaftlichkeit in<br />

den einzelnen Prozessen aus, so die<br />

Geschäftsführerin.<br />

Hin zu digitalen Prozessen<br />

Die gegenwärtige Transformation der<br />

Stahlindustrie habe auch einen Einfluss<br />

auf das Unternehmen und die<br />

jeweiligen Abläufe. „Teils seit sehr<br />

langer Zeit eingefahrene Prozesse<br />

Die Loewe IndustrieOfenBau GmbH ist ein seit drei Generationen inhabergeführtes<br />

Familienunternehmen. Gegründet im Jahr 1962 von Alfred Loewe hat<br />

sich das Unternehmen in den Gewerken Feuerfestbau und Ofenbau zu einem<br />

anerkannten und zuverlässigen Partner in der Industrie entwickelt. Seit 2007<br />

leitet Charlotte Loewe die Geschicke der Loewe Group, seit 2016 auch als<br />

Vorsitzende der Geschäftsführung. Ebenfalls im Jahr 2016 trat Klaus Godenschweig<br />

in die Geschäftsführung der Unternehmensgruppe ein. Zum Portfolio<br />

des Unternehmens gehören heute der Feuerfestbau, der Industrie-, Hochund<br />

Innenausbau, passgenaue Systemdienstleistungen und Fachberatung<br />

sowie das Recycling von Feuerfestmaterialien.<br />

werden Stück für Stück neu durchleuchtet<br />

und aufgearbeitet. Die Informationssicherung<br />

und -bereitstellung<br />

wird komplett in den digitalen Bereich<br />

ausgelagert. Und eine Informationskopplung<br />

an entsprechende Aggregate<br />

steht in Aussicht“, sagt Charlotte<br />

Loewe zu einigen Vorhaben mit Blick<br />

auf digitale Prozessketten. 2<br />

Die Autorin Dipl.-Ing. Annedore Bose-<br />

Munde ist Fachredakteurin für Wirtschaft<br />

und Technik in 99094 Erfurt,<br />

+49 361 78944695, info@bosemunde.de,<br />

www.bose-munde.de<br />

Für die Sicherheit der Mitarbeiter und Anlagen in den Stahlwerken ist eine hohe<br />

Zustellqualität von entscheidender Bedeutung.<br />

Alle Bilder: Loewe Group<br />

<strong>Stahlreport</strong> 3|21<br />

21


Stahlproduktion<br />

Nachrichten<br />

Ziel der Modernisierung ist es, kompaktere<br />

Coils speziell für den Transport und die Verschiffung<br />

per Container zu produzieren.<br />

Dank des neuen Ringverteilsystems wird<br />

die Packungsdichte verbessert: Der Außendurchmesser<br />

der Coils wird von 1.080 auf<br />

1.040 mm reduziert. Damit die Coilhöhe<br />

unverändert bleibt, wurde der Innendurchmesser<br />

von 850 auf 820 mm verringert.<br />

Bild: SMS Group<br />

Speziell für den Transport per Container produzierte Coils.<br />

Kardemir modernisiert Drahtstraße<br />

Kompaktere Drahtcoils für den Schiffstransport<br />

Der türkische Stahlhersteller Kardemir<br />

mit Sitz in Karabük hat die SMS group<br />

mit dem Austausch ausgewählter Schlüsselkomponenten<br />

seiner Drahtstraße beauftragt.<br />

Die zu modernisierende Drahtstraße<br />

ist Teil der im Jahr 2013 von SMS group<br />

gelieferten SBQ-Anlage (Special Bar Quality),<br />

auf der pro Jahr 700.000 t Stabstahl,<br />

gehaspelter Stabstahl und Walzdraht produziert<br />

werden.<br />

Bei Kardemir werden Knüppel mit dem<br />

Maßen 150 x 150 mm und 170 x 170 mm<br />

und 6 bis 12 m Länge verarbeitet. Das verarbeitete<br />

Material reicht von hochkohlenstoffhaltigem<br />

Spannbetonstahl und Kaltstauchstahl<br />

über Kugellagerstahl bis hin zu<br />

Automatenstählen. Die Verarbeitung zu<br />

Stabstahl, gehaspeltem Stabstahl und<br />

Walzdraht erfolgt mit einer Produktionsrate<br />

von 150 t pro Stunde. Der hier erzeugte<br />

Walzdraht wird in Durchmessern von 5,5<br />

bis 25 mm produziert und zu Coils gelegt.<br />

Das 1930 gegründete Unternehmen Kardemir<br />

zählt mit 4.500 Mit-arbeitern und einer<br />

Produktionsleistung von 3,5 Mio. t/a zu den<br />

größten Industrieunternehmen der Türkei.<br />

Rohstahlproduktion steigt<br />

Die weltweite Rohstahlproduktion der 64<br />

Länder, die dem Weltstahlverband (worldsteel)<br />

Bericht erstatten, lag im Januar 2021<br />

bei 162,9 Mio. t, ein Anstieg von 4,8 % im<br />

Vergleich zum Januar 2020.<br />

Aufgrund der anhaltenden Schwierigkeiten,<br />

die die COVID-19-Pandemie mit sich bringt,<br />

sind viele dieser Zahlen des Monats Schätzungen,<br />

die mit der Produktionsaktualisierung<br />

des nächsten Monats revidiert werden<br />

können.<br />

Rohstahlproduktion weltweit Januar 2021<br />

China 90,2 Mio. t 6,8 %<br />

Japan 7,9 Mio. t -3,9 %<br />

Südkorea 6,0 Mio. t 4,9 %<br />

Deutschland 3,3 Mio. t 6,0 %<br />

EU 12,2 Mio. t -0,4 %<br />

USA 6,9 Mio. t -9,9 %<br />

GUS 9,2 Mio. t 4,5 %<br />

Russland 6,7 Mio. t 6,5 %<br />

Türkei 3,4 Mio. t 12,7 %<br />

Quelle: worldsteel<br />

Rohstahlproduktion in<br />

Deutschland – Januar 2021<br />

In Deutschland wurden zum Jahresbeginn<br />

3,3 Mio. t Rohstahl produziert. Im Vergleich<br />

zum entsprechenden Vorjahresmonat hat<br />

die Stahlerzeugung um 6 % zugenommen.<br />

Damit hat die Erzeugung wieder den Durchschnittswert<br />

von 2019 erreicht, bewegt sich<br />

aber weiterhin auf einem relativ niedrigen<br />

Niveau.<br />

Rohstahlproduktion in Deutschland Januar 2021<br />

Rohstahl gesamt 3.305 6,0%<br />

Oxygenstahl 2.349 7,1%<br />

Elektrostahl 956 3,3%<br />

Roheisen 2.202 7,9%<br />

Warmgewalzte Stahlerzeugnisse 3.052 10,1%<br />

Januar 2021 in Tonnen Veränderung zum Vorjahreszeitraum in Prozent<br />

Quelle: WV Stahl<br />

22 <strong>Stahlreport</strong> 3|21


PA<br />

ARTNERARTIKEL<br />

DasBestevo<br />

n unseren Partnern.<br />

Investition in High-End-Elektrostähle<br />

ArcelorMittal investiert 13 Mio. € in sein Werk in Saint Chély<br />

d’Apcher, Frankreich, das auf iCARe ® -Elektrostähle für den<br />

Automobilsektor spezialisiert ist. Mit der Investition werde das<br />

Werk in der Lage sein, modernste nicht-kornorientierte Elektrostahlsorten<br />

zu produzieren, um die Anforderungen des boomenden<br />

Elektromobilitätsmarktes zu erfüllen. Seit 2013 hat<br />

der ArcelorMittal-Standort Saint Chély d’Apcher eine Reihe<br />

von Transformationen durchlaufen, um mit seinem iCARe ® -<br />

Elektrostahlsortiment ein führender Anbieter für Kfz-Elektroantriebsmotoren<br />

zu werden – unter anderem mit der Errichtung<br />

einer neuen kontinuierlichen Glühlinie.<br />

Gemeinsam mit unseren Partnern<br />

entwickeln wir Europas größtes<br />

Angebot an Langprodukten im<br />

Bereich Stahl und Metall für den<br />

täglichen Bedarf.<br />

DIE ROHR<br />

WERKSTOFF<br />

INITIATIVE<br />

Bild: Metalshub<br />

Seit Jahresbeginn wickelt die SHS-Gruppe eine Vielzahl ihrer Ausschreibungen<br />

für Stahlwerksrohstoffe über die digitale Plattform<br />

Metalshub ab.<br />

Startup Metalshub gewinnt Stahlhersteller als Neukunden<br />

SHS-Gruppe setzt auf digitale B2B-Plattform<br />

Mit der SHS-Gruppe (Saarstahl und Dillinger) setzt ein<br />

weiterer Stahlhersteller auf die digitale B2B-Plattform des jungen<br />

Düsseldorfer Unternehmens Metalshub. Das international<br />

tätige Großunternehmen nutzt zukünftig die Lösung des Startups<br />

für den Einkauf seiner Stahlwerksrohstoffe. Da die SHS –<br />

Stahl-Holding-Saar (SHS) dank Metalshub seinen Einkauf effizienter<br />

gestalten und auch Compliance-Vorgaben komfortabel<br />

umsetzen könne, wird die Nutzung der Plattform innerhalb des<br />

Unternehmens nun auf breiter Front ausgerollt.<br />

Konkret bedeutet es, dass die SHS-Gruppe, bestehend aus<br />

den Stahlunternehmen Aktien-Gesellschaft der Dillinger Hüttenwerke<br />

und Saarstahl Aktiengesellschaft und den Tochtergesellschaften,<br />

seit dem 1. Januar 2021 eine Vielzahl ihrer<br />

Ausschreibungen für Stahlwerksrohstoffe über die digitale<br />

Plattform des Unternehmens aus Düsseldorf abwickelt.<br />

Schon mehr als 1.000 Unternehmen haben sich dem Unternehmen<br />

zufolge seit dem offiziellen Start der Plattform im Jahr<br />

2017 auf Metalshub registriert. Die digitale Online-Plattform<br />

unterstützt nicht nur den Verhandlungsprozess zwischen Rohstofflieferanten<br />

und Abnehmern, sondern auch die Qualifizierung<br />

von neuen Lieferanten sowie das Lieferantenmanagement.<br />

So können Lieferanten beispielsweise ihre ISO- und<br />

Umweltzertifikate auf der Plattform hinterlegen.<br />

J ETZT NEU!<br />

+ 1.4410 / Super Duplex<br />

+1.4462 /Duplex<br />

+ 1.4845 / 310S (hitzebeständig)<br />

+ 1.4547 / 254 SMO<br />

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Mehr Informationen unter<br />

www.metals-hub.com<br />

<strong>Stahlreport</strong> 3|21<br />

23<br />

Einfaches Bestellen –<br />

schnelles Liefern.<br />

voss-edelstahl.com/online


Stahlproduktion<br />

Bericht<br />

Kaltgezogener oder<br />

geschälter Automatenstahl<br />

wird beim<br />

Weichglühen im<br />

Durchlaufofen von<br />

Steeltec auf mehr<br />

als 700 °C erhitzt<br />

und nach einer definierten<br />

Haltezeit<br />

geregelt abgekühlt.<br />

Bild: Steeltec<br />

Steeltec – maßgeschneiderte Stahllösungen<br />

Geglühter Automatenstahl<br />

mit besonderen Eigenschaften<br />

Glühen ist eine Möglichkeit der Wärmebehandlung von Stahl, um die Werkstoffeigenschaften zu<br />

verbessern. Doch der Prozess ist sehr komplex. Es bedarf einer hohen Expertise, um Glühfehler zu<br />

vermeiden und das Zusammenspiel von Erwärmen, Temperatur halten und Abkühlen kontrolliert zu<br />

steuern. Mit seinen hochmodernen Anlagen ist der Blankstahlspezialist Steeltec in der Lage, sowohl<br />

die mechanischen Eigenschaften des Automatenstahls zu verbessern als auch definiert zu<br />

entmagnetisieren.<br />

[Kontakt]<br />

Steeltec AG<br />

6020 Emmenbrücke<br />

Schweiz<br />

Tel. +41 41 209 6363<br />

Steeltec GmbH<br />

40549 Düsseldorf<br />

+49 211 9572 2315<br />

www.steeltec-group.com<br />

In der Automobilindustrie,<br />

im Maschinenbau sowie im Apparate-<br />

und Gerätebau sind sie unersetzlich<br />

– Automatenstähle kommen<br />

für viele Anwendungen zum<br />

Einsatz. Steeltec bietet für die Hochgeschwindigkeitsbearbeitung<br />

ein<br />

großes Portfolio an Automatenstählen<br />

unterschiedlicher Güten an.<br />

Damit sich Automatenstahl wie der<br />

11SMnPb30 und 11SMn30 optimal<br />

für spanende Fertigungsverfahren<br />

in automatisierten Werkzeugmaschinen<br />

eignet, wird er einer gezielten<br />

Wärmebehandlung unter<br />

Schutzgasatmosphäre unterzogen.<br />

Dabei beeinflusst Steeltec die magnetischen<br />

Eigenschaften des Stahls,<br />

um eine möglichst geringe Koerzitivfeldstärke<br />

zu erreichen. Je niedriger<br />

die Koerzitivfeldstärke des<br />

Materials ist, desto besser kann es<br />

entmagnetisiert werden.<br />

Weichglühen und<br />

andere Glühverfahren<br />

Kaltgezogener oder geschälter Automatenstahl<br />

wird beim Weichglühen<br />

im Durchlaufofen von Steeltec auf<br />

über 700 °C erhitzt. Nach einer definierten<br />

Haltezeit erfolgt die geregelte<br />

Abkühlung. Durch den Glühprozess<br />

stellt sich ein bestimmtes<br />

Gefüge ein und die magnetischen<br />

Eigenschaften des Stahls verändern<br />

sich. So ermöglicht Steeltec eine<br />

Begrenzung der Koerzitivfeldstärke<br />

auf maximal 2,5 A/cm. Darüber<br />

hinaus lässt sich der weichgeglühte<br />

Stahl besser umformen und spanend<br />

bearbeiten. Das Ergebnis ist ein<br />

Stahl von höchster Qualität mit einer<br />

blanken, glatten Oberfläche ohne<br />

Verzunderung. Steeltec bietet<br />

Weichglühen für das gesamte Fertigungssortiment<br />

mit dem Durchmesser<br />

zwischen 8 und 100 mm an.<br />

Weitere Glühverfahren wie das<br />

Spannungsarmglühen und Normalglühen<br />

sind ebenfalls möglich. Dabei<br />

dient das Spannungsarmglühen der<br />

Reduzierung von Eigenspannungen,<br />

die durch Kaltverformungen und<br />

spanabhebende Bearbeitungen entstehen<br />

können. Beim Normalglühen<br />

erwärmt Steeltec den Stahl bis kurz<br />

über Austenittemperatur, um ihn<br />

zu homogenisieren und ein gleichmäßiges<br />

feines Ferrit-Perlitgefüge<br />

herzustellen. 2<br />

24 <strong>Stahlreport</strong> 3|21


IHR SPEZI<br />

ALIST FÜR GESCHWEIS<br />

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AHTLOSE S<br />

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Allein unser Lagervorrat umfasst ca. 25.000 Tonnen<br />

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armgefertigte er g Stah<br />

lbauhohlprofile ege<br />

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mäß den aktuellen<br />

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EN, DIN, API und ASTM-Normen.<br />

Modernste Lagertechnik und Anarbeitungsmöglichkeiten<br />

runden unseren Service ab!<br />

LAGERPROGRAMM<br />

Längs- und spiralnahtgeschweißte Stahlrohre Nahtlose Stahlrohre<br />

Außendurchmes sser: 21,3-1422,0 ,<br />

mm<br />

Außendurchmes sser: 21,3-660,0 , mm<br />

Wandstärke: 2,0-25,0 mm<br />

Wandstärke: 3,2-100,0 mm<br />

Warmgefertigtee Stahlbauhohlprofile<br />

Abmessungen: 40 x 40 mm bis 400 x 400 mm<br />

und 50 x 30 mmm bis 500 x 300 mm<br />

Wandstärke: 2,9<br />

9-20,0 200 mm<br />

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mit einer Kassettenlänge von 14 m<br />

Moderne Bandsägen bis 1422,0 mm ä.D.<br />

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3D -Rohrprofilbrennschneidanlage bis 1219,0 mm ä.D.<br />

4-Achsen Hochgeschwindigkeitsbearbeitungszentrum<br />

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Abmessungen: 30 x 30 mm bis 400 x 400 mm<br />

und 40 x 20 mm bis 400 x 200 mm<br />

Wandstärke: 2,0<br />

0-12,5 mm<br />

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TEL.: +49 203<br />

28916-0<br />

FAX: +49 203<br />

28916-35<br />

INFO@STAHLROHR.EU<br />

WWW.STAHLROHR.EU


Anarbeitung<br />

und Logistik<br />

Bericht<br />

Bilder: Kasto Maschinenbau GmbH & Co. KG<br />

Der Stahlhändler Klöckner<br />

& Co Deutschland setzt an<br />

seinem Standort in Landsberg<br />

auf einen umfangreichen<br />

Maschinenpark – unter anderem<br />

auf die automatische Doppelgehrungsbandsäge<br />

KASTOmiwin.<br />

Klöckner & Co Deutschland setzt auf Kasto-Technologie<br />

Spezialist für schräge Schnitte<br />

Kleinere Losgrößen, geringere Abmessungen – und immer mehr Fertigungsschritte: So lauten die Wünsche, mit denen die<br />

meisten Kunden an die Klöckner & Co Deutschland GmbH herantreten. Um diese zu erfüllen, setzt der Stahlhändler unter<br />

anderem auf die automatische Doppelgehrungsbandsäge KASTOmiwin. Die Maschine bietet hohe Maßhaltigkeit bei<br />

sämtlichen Gehrungswinkeln und erweitert das Leistungsspektrum von Klöckner & Co Deutschland deutlich.<br />

[Kontakt]<br />

KASTO Maschinenbau<br />

GmbH & Co. KG<br />

77855 Achern-Gamshurst<br />

+49 7841 61-0<br />

www.kasto.com<br />

Klöckner & Co<br />

Deutschland GmbH<br />

Zweigniederlassung<br />

Landsberg<br />

06188 Landsberg<br />

+49 34602 26-0<br />

ks.landsberg@<br />

kloeckner.com<br />

www.kloeckner.com<br />

Der Stahlhandel in Deutschland<br />

befindet sich im Wandel – und das<br />

schon seit geraumer Zeit: Einerseits<br />

wird der Wettbewerb durch die Globalisierung<br />

und damit eine steigende Zahl<br />

von Konkurrenten aus dem Ausland<br />

immer härter. Andererseits sind die<br />

Wünsche der Kunden zunehmend komplexer<br />

und individueller. Materialien<br />

im Rohzustand und in großen Mengen<br />

sind immer seltener gefordert – dafür<br />

wächst die Nachfrage nach geringen<br />

Losgrößen und angearbeiteten Produkten.<br />

Wer in der Branche erfolgreich<br />

sein möchte, entwickelt sich daher sukzessive<br />

vom reinen Lieferanten zum<br />

vielseitigen Fertigungs-Dienstleister.<br />

Auch die Klöckner & Co Deutschland<br />

GmbH hat die Zeichen der Zeit<br />

schon früh erkannt. Klöckner & Co ist<br />

einer der n produzentenunabhängigen<br />

Stahlhändler Europas und betreibt<br />

allein in Deutschland 15 Standorte mit<br />

insgesamt 1.000 Mitarbeitern. Der<br />

größte davon befindet sich im sachsenanhaltischen<br />

Landsberg, nur wenige<br />

Kilometer von Halle und Leipzig entfernt.<br />

1992 gegründet, ist die Niederlassung<br />

seitdem stark gewachsen und<br />

mittlerweile das wichtigste Lager für<br />

die gesamte Region. Rund 18.000 t<br />

Material hält das Unternehmen hier<br />

vorrätig. Pro Tag werden etwa 400 bis<br />

450 t an- und ausgeliefert – das entspricht<br />

20 bis 30 Lkw-Ladungen. 75<br />

Mitarbeiter im Betrieb und Vertrieb<br />

versorgen ein Zustellgebiet, das sich<br />

von Mecklenburg-Vorpommern über<br />

Berlin und Brandenburg, Sachsen und<br />

Sachsen-Anhalt bis nach Thüringen<br />

erstreckt.<br />

Umfangreicher Maschinenpark<br />

für die Fertigung<br />

Um den immer höheren Ansprüchen<br />

der Kundschaft gerecht zu werden und<br />

die steigende Nachfrage nach angearbeitetem<br />

Material zu bedienen, setzt<br />

Klöckner & Co Deutschland auf einen<br />

umfangreichen Maschinenpark: Insgesamt<br />

neun Sägen, eine Laserstrahl- und<br />

eine Folieranlage stehen dem Stahlhändler<br />

in Landsberg zur Verfügung.<br />

Für weitere Bearbeitungsschritte verfügt<br />

das Unternehmen an anderen<br />

Standorten wie etwa im brandenburgischen<br />

Velten über zusätzliche Kapazitäten.<br />

„Wir sind Vollsortimenter und<br />

liefern sowohl Stahl als auch Edelstahl<br />

und Aluminium in einer Vielzahl von<br />

Abmessungen, Geometrien und Güten“,<br />

schildert Stefan Kumpf, Betriebsleiter<br />

der Niederlassung Landsberg. „Unsere<br />

hohe Kompetenz und Flexibilität in der<br />

Bearbeitung macht uns für unsere Kunden<br />

zum gefragten Partner.“<br />

Beim Zuschnitt der bis zu 12 m langen<br />

Stahlprofile, Rohre und Vollmaterialien<br />

sind immer häufiger auch Gehrungsschnitte<br />

gefordert. Das sind<br />

Schnitte, bei denen das Material nicht<br />

„gerade“ im Winkel von 90 ° getrennt<br />

wird, sondern mit einer bestimmten<br />

Schräge, dem sogenannten Gehrungswinkel.<br />

Für diese besondere Aufgabe<br />

kommen nur spezielle Sägen in Frage<br />

– und Klöckner & Co Deutschland setzt<br />

dafür unter anderem auf eine KASTOmiwin<br />

F 4.6 aus dem Hause Kasto.<br />

„Dabei handelt es sich jedoch nicht um<br />

irgendeine KASTOmiwin“, verrät<br />

Kumpf, „sondern um das allererste<br />

Modell, das von dieser Baureihe überhaupt<br />

produziert wurde.“ Die auf Gehrungsschnitte<br />

optimierte Maschine<br />

beruht auf der erfolgreichen Bandsäge-<br />

Baureihe KASTOwin, die sich für das<br />

Serien- und Produktionssägen von Vollmaterialien,<br />

Rohren und Profilen eignet.<br />

26 <strong>Stahlreport</strong> 3|21


Die KASTOmiwin ist<br />

sowohl für ein- wie auch<br />

für doppelseitige Gehrungsschnitte<br />

geeignet<br />

und besitzt einen<br />

Schnittbereich von bis<br />

zu 460 x 360 mm,<br />

Gehrungswinkel lassen<br />

sich zwischen<br />

-45 und +60 ° frei<br />

einstellen.<br />

Neues Sägemodell,<br />

bewährter Lieferant<br />

Wie es dazu kam? Dazu gibt es natürlich<br />

eine Vorgeschichte: „Kasto zählt bereits<br />

seit vielen Jahren zu unseren wichtigsten<br />

Lieferanten, wenn es um Säge- und<br />

Lagertechnik geht“, berichtet Kumpf.<br />

Unter anderem sind bereits eine Produktionskreissäge<br />

vom Typ KASTOvariospeed,<br />

mehrere Bandsägeautomaten<br />

der Baureihe KASTOtec sowie<br />

die kompakte Hochleistungs-<br />

Bandsäge KASTOwin pro in<br />

Landsberg im Einsatz. „Auf<br />

einer Messe hat Kasto uns<br />

dann die KASTOmiwin erstmals<br />

vorgestellt. Das innovative<br />

Konzept und die vielen<br />

positiven Erfahrungen, die wir<br />

mit Kasto bereits gesammelt<br />

hatten, haben uns von der<br />

Anschaffung überzeugt.“ 2018<br />

machte sich die erste KASTOmiwin aus<br />

dem baden-württembergischen Achern<br />

auf den Weg nach Sachsen-Anhalt, zwei<br />

weitere Modelle wurden kurz darauf<br />

an andere Standorte von Klöckner &<br />

Co Deutschland ausgeliefert.<br />

Die KASTOmiwin F 4.6 ist eine<br />

automatische Doppelgehrungsbandsäge,<br />

die für alle Abläng- und Gehrungsaufgaben<br />

im Stahlhandel und Werkstattbereich<br />

konzipiert ist. Ihr<br />

Schnittbereich liegt bei bis zu 460 x<br />

360 mm, Gehrungswinkel lassen sich<br />

zwischen -45 und +60 ° frei einstellen.<br />

Die Säge zeichnet sich zudem durch<br />

eine frequenzgeregelte, stufenlos einstellbare<br />

Bandgeschwindigkeit von 12<br />

bis 150 m/min aus. Eine mitschwenkende<br />

Schnittleiste dient als Materialauflage.<br />

Der Sägevorschub erfolgt<br />

über eine Kugelrollspindel, der Materialvorschub<br />

mit einem Zahnstangenantrieb.<br />

Ein hydraulisch betätigter<br />

Horizontalspannstock ermöglicht eine<br />

optimale Werkstückspannung: Je nach<br />

Gehrungswinkel wird die komplette<br />

Spanneinheit vor oder hinter die<br />

Schnittebene verschoben. Damit ist<br />

„Durch die KASTOmiwin sind wir<br />

in der Lage, nun auch Aufträge<br />

anzunehmen, die wir in der<br />

Vergangenheit ablehnen mussten.“<br />

Stefan Kumpf,<br />

Betriebsleiter bei Klöckner Deutschland in Landsberg<br />

das Material immer parallel eingespannt<br />

– und das sorgt für besonders<br />

exakte Sägeergebnisse.<br />

Einfache Bedienung und<br />

intelligente Steuerung<br />

Über Rollenbahnen gelangt das zu<br />

sägende Langgut auf die Maschine.<br />

Der Einfachhub des Materialvorschubs<br />

beträgt 3.000 mm. Ist das Material<br />

positioniert, dreht sich das Oberteil<br />

der Säge inklusive Sägeband automatisch,<br />

bis der gewünschte Gehrungswinkel<br />

erreicht ist. Die gesägten<br />

Abschnitte werden über weitere Rollenbahnen<br />

und Verschiebeeinheiten<br />

abtransportiert und sortiert. Anschließend<br />

können Mitarbeiter sie manuell<br />

oder per Hallenkran auf Paletten verladen<br />

und für den Versand vorbereiten.<br />

Für eine einfache und sichere Bedienung<br />

sorgt die integrierte Kasto-<br />

Maschinensteuerung ProControl: Der<br />

Benutzer muss lediglich die gewünschten<br />

Schnittparameter für den jeweiligen<br />

Auftrag eingeben. Den Rest erledigt<br />

die Säge von allein – auch dank<br />

des von Kasto entwickelten Systems<br />

KASTOrespond, das permanent die<br />

Kräfte am Werkzeug erfasst und intelligent<br />

in die optimale Vorschubgeschwindigkeit<br />

umsetzt.<br />

Bei Klöckner & Co Deutschland ist<br />

man mit der neuen Gehrungssäge<br />

äußerst zufrieden. „Die Maßhaltigkeit<br />

ist top, selbst bei Winkeln, bei denen<br />

wir bis auf die Nachkommastelle genau<br />

arbeiten müssen“, lobt Betriebsleiter<br />

Kumpf. „Dadurch sind wir in der Lage,<br />

nun auch Aufträge anzunehmen, die<br />

wir in der Vergangenheit ablehnen<br />

mussten.“ Auch in Sachen Leistung<br />

und Zuverlässigkeit konnte die KAS-<br />

TOmiwin den Stahlhändler überzeugen.<br />

„Natürlich gab es vor allem zu<br />

Beginn immer wieder kleinere Herausforderungen,<br />

die es zu lösen galt – es<br />

ist ja schließlich die erste Säge<br />

ihrer Art“, erzählt Kumpf.<br />

„Dabei kam uns sehr zugute,<br />

dass Kasto Service-Techniker<br />

in ganz Deutschland verteilt<br />

stationiert hat – unter anderem<br />

in Thüringen, was nicht<br />

weit entfernt ist. Die Service-<br />

Techniker waren bei Bedarf<br />

immer schnell vor Ort.“<br />

Für Stefan Kumpf ist die<br />

KASTOmiwin aus dem<br />

Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken.<br />

„Die Säge ist für uns ein wichtiges<br />

Werkzeug, um die vielfältigen Wünsche<br />

unserer Kunden zu erfüllen und<br />

damit auch auf lange Sicht im internationalen<br />

Wettbewerb konkurrenzfähig<br />

zu sein“, betont er. „Zudem haben<br />

wir mit Kasto einen bewährten Partner<br />

an der Seite, auf den wir uns voll und<br />

ganz verlassen können.“ Für die<br />

Zukunft schätzt Kumpf, dass Klöckner<br />

& Co Deutschland sein Fertigungsspektrum<br />

noch weiter ausbauen wird,<br />

um ein noch breiteres Leistungsportfolio<br />

anbieten zu können. „Sollten wir<br />

dafür zusätzliche Sägemaschinen<br />

benötigen, werden wir definitiv auf<br />

KASTO setzen.“ 2<br />

<strong>Stahlreport</strong> 3|21<br />

27


Anarbeitung<br />

und Logistik<br />

Bericht<br />

ASM 150-R mit asymmetrischer Längsdrahtteilung<br />

mbk Maschinenbau – Rund- und Vierkantbewehrungen für Ramm- und Bohrpfähle, Stützen und Träger<br />

Korbschweißmaschinen mit Mehrwert<br />

Wenn Bodenverhältnisse schwierig sind und ein fester Baugrund geschaffen werden muss, ist das die Zeit für<br />

Pfahlgründungen und Bohrpfähle. Auch für Betonfertigteilrammpfähle besteht ein großer Bedarf, der von<br />

einfachen Hallen bis hin zu äußerst komplexen Baumaßnahmen reicht. Für alle diese Ramm- und Bohrpfähle,<br />

Stützen und Träger bilden Bewehrungen in unterschiedlichsten Ausmaßen die Grundlage. Sind Sonderanfertigungen<br />

und gigantische Dimensionen gefordert, ist in der Branche ein Name ganz vorne mit dabei: Systemlösungspartner<br />

mbk Maschinenbau GmbH.<br />

[Kontakt]<br />

mbk Maschinenbau<br />

GmbH<br />

Michael Raich<br />

Sales Director<br />

+49 7563 9131-110<br />

Friedrich-List-Straße 19<br />

88353 Kisslegg<br />

mraich@mbk-kisslegg.de<br />

www.mbk-kisslegg.de<br />

Mit technisch hohem Know-how, einer Menge<br />

Erfahrung, großer Innovationskraft und der Fähigkeit,<br />

sich voll und ganz auf die Belange der Kunden einzulassen,<br />

entwickelt mbk individuelle Konzepte mit Mehrwert.<br />

Zur Fertigung von Rund- und Vierkantbewehrungen<br />

für Ramm- und Bohrpfähle, Stützen und Träger,<br />

hat das Unternehmen Korbschweißmaschinen mit unterschiedlichen<br />

Spezifikationen im Produktprogramm.<br />

Korbschweißmaschine ASM<br />

Die Korbschweißmaschine ASM, welche zur flexiblen<br />

Fertigung von Bewehrungen für Ramm- und Bohrpfähle,<br />

Stützen und Träger konzipiert wurde, ist in der Lage,<br />

Körbe mit einem Außendurchmesser bis zu 2.100 mm<br />

(je nach Anzahl der Längsdrähte und Drahtkombinationen)<br />

und einer max. Länge von 24.000 mm zu fertigen.<br />

Der Längsdrahtdurchmesser liegt bei 12 bis 25 mm<br />

(optional 12 bis 32 mm), der Durchmesser für Wickeldraht<br />

bei 6 bis 12 mm (optional 6 bis 16 mm).<br />

Mit der ASM sind verschiedene Schweißverfahren<br />

möglich: Widerstandsschweißen, Schutzgasschweißen<br />

1-fach und mehrfach und das patentierte DualWeld –<br />

das flexible, duale Schweißkonzept, welches die Vorteile<br />

beider Systeme vereint. Mit DualWeld kann zwischen<br />

den Schweißverfahren gewechselt oder auch parallel<br />

geschweißt werden.<br />

Ein Richtwerk für Wickeldraht, eine hydraulische<br />

Korbabstützung, Wickeldrahthaspeln mit oder ohne<br />

Antrieb, verschiedene Längsdrahtdurchmesser und<br />

asynchrone Teilungen in einem Korb sind Bestandteile<br />

der ASM. Die LAN-/WLAN-Anbindung, ein Touchscreen<br />

mit Farbbildschirm sowie die Einstellung der Beweh-<br />

28 <strong>Stahlreport</strong> 3|21


ungskorb- und Schweißdaten über abgespeicherte Programme<br />

sind Standard.<br />

Korbschweißmaschinen LSM, VSM-S und VSM-V<br />

Für die Fertigung von Rund und Vierkantbewehrungen<br />

für Ramm- und Bohrpfähle, Stützen und Träger wurden<br />

die Korbschweißmaschinen LSM, VSM-S und VSM-V<br />

entwickelt.<br />

Korbschweißmaschine LSM<br />

Die LSM ist in zwei Größen (084 und 150) und zwei<br />

Typen (R/S: R = rund, S = rund und Quadrat) erhältlich.<br />

Bei quadratischen Körben der LSM Typ S reicht die<br />

Flankenlänge außen von 90 bis 1.108 mm, je nach<br />

Drahtkombinationen. Der Außenkorbdurchmesser bei<br />

runden Körben liegt zwischen 170 bis 1.570 mm, abhängig<br />

von Längsdrahtanzahl und Drahtkombinationen.<br />

Standardisierte Korblängen sind im Bereich zwischen<br />

3.000 bis 24.000 mm realisierbar, andere Längen sind<br />

auf Anfrage ebenso möglich. Der Längsdrahtdurchmesser<br />

liegt bei 8 bis 25 mm (optional 8 bis 32 mm), der Durchmesser<br />

für Wickeldraht bei 5 bis 10 mm (optional 5 bis<br />

16 mm).<br />

Korbschweißmaschine LSM-C<br />

Die Korbschweißmaschine vom Typ LSM-C ist prädestiniert,<br />

um runde und konische Bewehrungen für Masten,<br />

Ramm- und Bohrpfähle, Stützen und Träger zu fertigen.<br />

Auch sie ist in zwei Größen lieferbar. Der Außenkorbdurchmesser<br />

bei runden Körben liegt bei max. 1.500 mm,<br />

abhängig von Längsdrahtanzahl und Drahtkombinationen.<br />

Standardisierte Korblängen sind im Bereich zwischen<br />

3.000 bis 24.000 mm realisierbar, andere Längen<br />

auf Anfrage. Der Längsdrahtdurchmesser liegt bei<br />

8 bis 12 mm, der Durchmesser für Wickeldraht bei<br />

5 bis 8 mm.<br />

Bei den Korbschweißmaschinen der Reihe LSM wird<br />

kein Verbrauch von Schutzgas und Elektroden nötig.<br />

Das ergonomische Handling an der Draht- und Korbseite<br />

erleichtere das Arbeiten spürbar, so das Unternehmen.<br />

Wickeldrahtscheren mit und ohne Antrieb sowie elektrische<br />

Drahtscheren sichern einen effizienten Fertigungsprozess.<br />

Durch die elektronische Schweißpunktansteuerung<br />

werde eine sehr hohe Schweißleistung und Schweißqualität<br />

erreicht – die präzise Dosierung der Schweißleistung,<br />

des Anpressdrucks und die Länge der jeweiligen<br />

Schweißimpulse erzielten sehr gute Ergebnisse.<br />

Die Möglichkeit der Anlagen, Bewehrungskorb- und<br />

Schweißdaten über abgespeicherte Programme einzustellen,<br />

stellt eine große Hilfe im Produktionsalltag dar.<br />

Auch die programmierbare Wickeldrahtsteigung sichere<br />

die hohe Variabilität. Durch den Einsatz von Touchpanels<br />

und IPC/SPS-Steuerung sei zudem eine leichte Handhabung<br />

und Programmierung garantiert. Die LAN-/<br />

WLAN-Anbindung ist Bestandteil eines modernen Produktionsablaufs.<br />

Auch die LSM kann optional mit dem<br />

DualWeld, dem flexiblen, dualen Schweißkonzept ausgestattet<br />

werden.<br />

q<br />

Bilder: mbk<br />

LSM 150-S mit DualWeld Technologie<br />

LSM-150-R mit 24 Längsdrähten<br />

Korbschweißmaschine LSM-C<br />

<strong>Stahlreport</strong> 3|21<br />

29


Anarbeitung<br />

und Logistik<br />

Bericht<br />

VSM-S zur flexiblen Fertigung unterschiedlicher Geometrien<br />

q Korbschweißmaschine VMS-S<br />

Die VMS-S unterscheidet sich durch einige Merkmale<br />

wie dem Leistungspaket für höhere Schweiß- und Produktionsleistungen,<br />

dem Spulenwickler zum Umwickeln<br />

von Standard-Coils auf Spulen von der Reihe LSM.<br />

Bei quadratischen Körben der VSM Typ S reicht die<br />

Flankenlänge außen von 94 bis 450 mm, je nach Drahtkombinationen.<br />

Der Außenkorbdurchmesser bei runden<br />

Körben liegt zwischen 132 bis 636 mm, abhängig von<br />

Längsdrahtanzahl und Drahtkombinationen.<br />

Die Anzahl der Längsdrähte wird durch Wechselscheiben<br />

definiert (variabel). Die maximale Standard-<br />

Länge der Körbe beläuft sich auf 3.000 bis 24.000 mm<br />

und kann auf Anfrage auch individuell bestimmt werden.<br />

Das Schnell-Wechselsystem für unterschiedliche<br />

Korbgeometrien (rund, Dreieck, Vierkant etc.) unterstützt<br />

das wirtschaftliche Arbeiten. Sehr hohe Flexibilität<br />

untermauert eine effiziente Herstellung. Möglich wird<br />

das durch das schnelle Umrüsten der Maschine auf<br />

andere Geometrien.<br />

Korbschweißmaschine VSM-V<br />

Die Korbschweißmaschine VSM-V kommt zur Fertigung<br />

von Vierkantbewehrungen für Ramm- und Bohrpfähle,<br />

Stützen und Träger zum Einsatz. Sie unterscheidet sich<br />

lediglich in den Fertigungsmaßen von der VSM-S, die<br />

Eigenschaften sind identisch.<br />

Quadratische Körbe der VSM Typ V erreichen eine<br />

Flankenlänge außen von 111 bis 422 mm, je nach Drahtkombinationen.<br />

Korblängen wie bei der VSM-S, also<br />

3.000 bis 24.000 mm, inkl. der Möglichkeit der Individualisierung.<br />

Für die Baureihe VSM stehen Automatisierungslösungen<br />

zur Verfügung, die vom einfachen<br />

Automatisierungszubehör bis hin zur vollautomatischen<br />

Fertigungslinie mit Pufferlösungen reichen.<br />

Korbschweißmaschine VSM-V<br />

VSM-V mit Pufferablagesystem mit Positionierung der Produkte zur Entnahme<br />

Automatisierungslösung VSM-S<br />

Bei der VSM-S beinhaltet die Automatisierungslösung<br />

Längsdrahtablagesysteme zur Vorkonfektionierung der<br />

Drähte aus dem Bund sowie die Anbindung einer Mehrfach-Drahtricht-<br />

und Schneideanlage (DRA-M) zur Vorkonfektionierung<br />

der Längsdrähte, ein vereinfachtes<br />

Schnellwechselsystem für die Geometrieänderungen<br />

mittels Produktscheiben. Weitere Lösungen können ein<br />

Bearbeitungssystem nach der Entnahme der Bewehrung,<br />

eine automatische Entnahme des fertigen Produkts zur<br />

Weiterbearbeitung, ein Pufferablagesystem mit Positionierung<br />

der Produkte sein.<br />

Automatisierungslösung VSM-V<br />

Auch bei der VSM-V ist im Rahmen der Automatisierung<br />

zur Vorkonfektionierung der Längsdrähte die Anbindung<br />

der DRA-M (Drahtricht- und Schneideanlage bis 20 mm<br />

Drahtdurchmesser) vorgesehen. Die Schnellverstellung<br />

zur Verkürzung der Umrüstzeiten bei Durchmesserwechsel<br />

ist ebenfalls ein Teil der Automatisierung,<br />

genauso die vollautomatisierte Umstellung aller relevanten<br />

Systeme auf andere Produktgrößen sowie die<br />

30 <strong>Stahlreport</strong> 3|21


Integration eines Längsdraht-Einschubgeräts<br />

für das Schweißen einer<br />

engen Wicklung mit kurzem Längsdrahtüberstand.<br />

Ein Kettenförderer<br />

als Puffer und Zuführung der Längsdrähte<br />

in die Maschine (Bestückung<br />

auch automatisiert über DRA-M möglich)<br />

und die Bearbeitungsstation<br />

nach der Entnahme der Bewehrung<br />

sind Sequenzen der VSM-Automatisierung.<br />

Die automatische Entnahme<br />

des fertigen Produkts zur<br />

Weiterbearbeitung und das Pufferablagesystem<br />

mit Positionierung der<br />

Produkte zur Entnahme vervollständigen<br />

das Automatisierungsspektrum<br />

dieser Baureihe.<br />

<strong>Stahlreport</strong> 3|21<br />

31<br />

INFO<br />

Über mbk<br />

mbk ist ein Spezialist für die Herstellung von Bewehrungsschweißmaschinen<br />

und ist in der Lage, mit seinem Konstruktionsteam auf einen innovativen Markt<br />

mit enorm kurzen Entwicklungszyklen zu reagieren. mbk ist stark darin, mit<br />

einem hohen Maß an Individualisierung mit entsprechenden Lösungskonzepten<br />

auf individuelle Kundenanforderungen zu antworten. Das Unternehmen aus<br />

Kisslegg ist einer der führenden Hersteller von Schweißmaschinen und<br />

Anlagen für die Betonstahlverarbeiter sowie der Bau- und Beton-Fertigteil-<br />

Industrie. Das wissen Kunden in über 60 Ländern der Welt zu schätzen.<br />

Korbschweißmaschine RSM<br />

Rund und Vierkantbewehrungen für<br />

Ramm- und Bohrpfähle, Stützen und<br />

Träger mit oder ohne Konus zu fertigen,<br />

dafür steht die Korbschweißmaschine<br />

RSM. Sie gibt es in den<br />

Ausführungen V und S, wobei V für<br />

Vierkant, einfach, Doppeldraht im<br />

Eck und S für rund, Vierkant, optional<br />

Doppeldraht im Eck bei Vierkant,<br />

steht.<br />

Bei quadratischen Körben der<br />

RSM Typ S reicht die Flankenlänge<br />

außen von 92 bis 422 mm, je nach<br />

Drahtkombinationen. Der Außenkorbdurchmesser<br />

bei runden Körben<br />

liegt zwischen 130 bis 596 mm,<br />

abhängig von Längsdrahtanzahl und<br />

Drahtkombinationen. Die Anzahl der<br />

Längsdrähte liegt bei vier, optional<br />

Doppeldraht im Eck. Die Korblänge<br />

liege bei Maßen von 3.000 bis<br />

18.000 mm, auf Anfrage seien auch<br />

andere Größen machbar.<br />

Die RSM wartet mit vielen Features<br />

auf, zum Beispiel einer sehr<br />

hohen Variabilität bei der Wickeldrahtsteigung<br />

(auch Mehrfachfertigung<br />

von Kurzkörben in einem langen<br />

Korb programmierbar), der<br />

Herstellung von Körben mit Spitze<br />

(Konus) mittels vorgebogener Längsdrähte,<br />

der Möglichkeit von Doppeldrähten<br />

im Eck, dem manuellen Einstellen<br />

der Durchmesser. Auch bei<br />

der RSM entfällt der Verbrauch von<br />

Schutzgas und Elektroden.<br />

Die Korbschweißmaschine überzeuge<br />

viele Anwender zudem mit<br />

einer einfachen Handhabung, mit<br />

der Einstellung der Bewehrungskorb-<br />

und Schweißdaten über abgespeicherte<br />

Programme, einem geringen<br />

Wartungsaufwand und der<br />

MASCHINE<br />

BOOSTER-<br />

BOX<br />

LAN-/WLAN-Anbindung. Auch hier<br />

seien weitere Automatisierungslösungen<br />

auf Anfrage möglich. 2<br />

PERFORMANCE-<br />

MANAGEMENT FÜR IHRE<br />

ANARBEITUNG<br />

produktiv<br />

Täglich messen, darstellen und steigern.<br />

0800 454 02 34<br />

oder per E-Mail an: sales@kaltenbach-solutions.com<br />

www.kaltenbach-solutions.com<br />

aktiv<br />

inaktiv


Anarbeitung<br />

und Logistik<br />

Berichte<br />

Bild: Hergarten<br />

Hergarten-Gruppe: neuer Standort in Chemnitz.<br />

Neuer Standort in Chemnitz<br />

Hergarten-Gruppe verstärkt Präsenz<br />

Zum ersten März hat die Hergarten-Gruppe in Chemnitz einen weiteren, 1.000 m 2 großen Standort in<br />

Ostdeutschland eröffnet. Zusammen mit der Niederlassung Frankenberg verfügt der bundesweit<br />

operierende Full-Service-Logistikdienstleister für die Stahlindustrie damit allein im Osten der<br />

Republik über eine Lager- und Umschlagsfläche von 2.500 m 2 .<br />

[Kontakt]<br />

Hergarten GmbH<br />

Stahlspedition<br />

41460 Neuss<br />

+49 211 565313-0<br />

www.stahlspedition.de<br />

Der mit 500 m 2 im Vergleich<br />

kleine und nicht weiter ausbaufähige<br />

Lagerstandort in Lichtenau bei<br />

Chemnitz wird dem Unternehmen<br />

zufolge geschlossen. Insgesamt<br />

betreibt die Hergarten-Gruppe damit<br />

ab März in Deutschland ein dichtes<br />

Transportnetz aus insgesamt zehn<br />

eigenen Standorten.<br />

„Auf dem neuen Gelände stehen<br />

uns nicht nur 500 m 2 mehr Lagerfläche<br />

und ein für 15 t ausgelegter<br />

Kran zu Verfügung, so dass wir flexibler<br />

auf das gesteigerte Transportaufkommen<br />

bestehender und potentieller<br />

Kunden in der Region<br />

reagieren können. Wir führen dort<br />

auch Lager, Büros und eine eigene<br />

Disposition zusammen, um unsere<br />

Auftragsplanung und -abwicklung<br />

noch effizienter zu gestalten. Unser<br />

gut aufeinander abgestimmtes achtköpfiges<br />

Team von Lagerfach- und<br />

Büroangestellten aus Lichtenau<br />

arbeitet seit März in Chemnitz. Die<br />

Stammkunden behalten also alle<br />

ihre bisherigen Ansprechpartner“,<br />

beschreibt Marcel Hergarten,<br />

Geschäftsführer der Hergarten-<br />

Gruppe, die Zukunftsperspektive für<br />

den Standort Chemnitz. Dieser ist<br />

mit direkter Anbindung an die A4,<br />

A72, B95 und B174 bestens lokalisiert,<br />

um die Güter vom neuen HUB<br />

aus in alle Himmelsrichtungen weiter<br />

zu verteilen.<br />

Auf direktem Weg<br />

zu den Kunden<br />

150 t Sammelgut schlägt die Hergarten-Gruppe<br />

seit März täglich in<br />

Chemnitz um. Dabei handelt es sich<br />

zum Beispiel um Blechpakete im<br />

Klein-und Mittelformat oder um<br />

Stahlrohre und Vollmaterial mit Längen<br />

bis zu 13 m. Das Material<br />

erreicht den neuen Knotenpunkt aus<br />

dem Rheinland und dem Ruhrgebiet<br />

und verbleibt nach Ankunft in Chemnitz<br />

keine 24 h im Lager bevor es<br />

auf direktem Wege an die Endkunden<br />

– Stahl- und Rohrhändler – ausgeliefert<br />

wird.<br />

Neben der Digitalisierung gehört<br />

es bereits seit Jahren zur erklärten<br />

Strategie der Hergarten Gruppe konsequent<br />

immer mehr Lager und Verkehrsknotenpunkte<br />

in Deutschland<br />

zur Verfügung zu stellen, auf deren<br />

Logistik und Fuhrpark mehrere Kunden<br />

zeitgleich zurückgreifen können.<br />

Das spare Stück- und Fixkosten seitens<br />

der Kunden. 2<br />

32 <strong>Stahlreport</strong> 3|21


Alle deutschen Niederlassungen umgestellt<br />

Jungheinrich setzt auf grünen Strom<br />

Ab sofort werden alle deutschen Jungheinrich-Standorte, darunter auch die sechs deutschen Werke des<br />

Unternehmens, ausschließlich mit Ökostrom betrieben. Das teilte der Logistikspezialist im Februar mit.<br />

Auch die Umstellung der ausländischen Niederlassungen und Werke auf grünen Strom soll folgen.<br />

Bild: Jungheinrich<br />

Jungheinrich: Ziel<br />

ist, den eigenen CO 2 -<br />

Fußabdruck auf<br />

null zu senken.<br />

Gleichzeitig hat Jungheinrich<br />

damit begonnen, eigenen Solarstrom<br />

zu erzeugen und rüstet dafür seine<br />

Standorte Schritt für Schritt mit Photovoltaikanlagen<br />

aus. Allein in<br />

Deutschland reduziert der Konzern<br />

durch den Wechsel auf regenerativen<br />

Strom seine jährlichen Treibhausgasemissionen<br />

um rund<br />

15.500 t CO 2 und geht damit einen<br />

weiteren Schritt in Richtung Klimaneutralität.<br />

In seiner jüngst vorgestellten<br />

Konzernstrategie hat Jungheinrich<br />

das Thema Nachhaltigkeit in den<br />

Mittelpunkt seines unternehmerischen<br />

Handelns gerückt. Klimaneutralität<br />

zu erreichen, ist eines dieser<br />

Ziele. Durch die Umstellung des<br />

Stromeinkaufs für alle Standorte in<br />

Deutschland auf Ökostrom mache<br />

der Konzern einen großen Schritt in<br />

diese Richtung.<br />

Im Geschäftsjahr 2019 haben<br />

die Jungheinrich-Werke und Niederlassungen<br />

in Deutschland<br />

zusammen rund 45.600.000 KWh<br />

Strom bezogen. Durch den vollständigen<br />

Verzicht auf Strom aus fossilen<br />

Energieträgern wie Braun- und<br />

Steinkohle oder Erdgas senkt das<br />

Unternehmen seine Emissionen für<br />

den Stromverbrauch in Deutschland<br />

jetzt auf null. Gegenüber dem konventionellen<br />

Strommix spart Jungheinrich<br />

damit jährlich rund<br />

15.500 t CO 2 ein.<br />

Im Dezember 2020 hatte sich<br />

Jungheinrich der internationalen<br />

Kampagne „50 Sustainability & Climate<br />

Leaders“ angeschlossen, einer<br />

Initiative von internationalen Konzernen<br />

aus unterschiedlichen Branchen,<br />

die beim Klimaschutz und bei<br />

der Erreichung der 17 UN Sustainable<br />

Development Goals eine Vorreiterrolle<br />

einnehmen. 2<br />

www.jungheinrich.de<br />

<strong>Stahlreport</strong> 3|21<br />

33


Anarbeitung<br />

und Logistik<br />

Interview<br />

Kaltenbach.Solutions – digitale Lösungen für den Stahlhandel<br />

„Die Pandemie beschleunigt Entwicklungen“<br />

Die Corona-Pandemie ist ein Paradebespiel für ein unvorhergesehenes Ereignis, durch das sich die Rahmenbedingungen<br />

schlagartig geändert haben. Mehr als sonst waren Flexibilität und Offenheit für neue Wege gefragt. In vielen Bereichen<br />

haben sich digitale Lösungen als geeignetes Instrument herausgestellt, einige Pandemiefolgen zu managen. Da kam der<br />

diesmal online durchgeführte BDS-DigiDay mit seinem Überblick über digitale Lösungen für den Stahlhandel genau recht.<br />

Welches Potenzial digitale Anwendungen für die Branche bieten, erläutert DigiDay-Referent Valentin Kaltenbach,<br />

Inhaber und Geschäftsführer der Kaltenbach.Solutions GmbH, im Gespräch mit dem <strong>Stahlreport</strong>.<br />

[Kontakt]<br />

KALTENBACH.<br />

SOLUTIONS GmbH<br />

40549 Düsseldorf<br />

+49 800 4540234<br />

www.kaltenbachsolutions.com<br />

<strong>Stahlreport</strong>: Herr Kaltenbach, Sie<br />

waren schon Referent beim BDS-<br />

DigiDay 2019. Welche Veränderungen<br />

haben Sie seitdem in der Branche<br />

festgestellt und woran machen<br />

Sie diese fest?<br />

Valentin Kaltenbach: 2019 war die<br />

Digitalisierung der Kunden/Lieferanten-Beziehung<br />

ein Schwerpunkt.<br />

Plattformen, Marktplätze und Vertriebskanäle<br />

standen im Fokus. Seitdem<br />

sind viele Unternehmen den<br />

Weg der marktseitigen Digitalisierung<br />

gegangen und haben Erfahrungen<br />

gesammelt. Heute richtet sich<br />

der Blick auf die ganze Wertschöpfungskette<br />

bis hin zu den innerbetrieblichen<br />

Prozessen. Dazu gehört<br />

die Digitalisierung der Abläufe in<br />

der Arbeitsvorbereitung, die optimale<br />

Anbindung von Maschinenparks<br />

und ein gezieltes Performance-<br />

Management. Aktuell geht es im<br />

Stahlhandel darum, mit Hilfe digitaler<br />

Werkzeuge die Liefertermintreue<br />

zu steigern, Lieferzeiten zu<br />

verkürzen und vorhandene Ressourcen<br />

besser zu nutzen.<br />

Was hat Ihnen an der Neuauflage<br />

des DigiDay im Januar 2021 besonders<br />

gut gefallen?<br />

Bemerkenswert war, dass der BDS<br />

ein ganz neues Format gewählt und<br />

so professionell wie kurzweilig<br />

umgesetzt hat. Die große Zahl an<br />

Teilnehmern zeigt, dass die Branche<br />

den digitalen Kommunikationsmöglichkeiten<br />

offen gegenübersteht. Für<br />

mich war es zunächst eine<br />

echte Herausforderung,<br />

meinen Vortrag<br />

wie<br />

gewünscht auf<br />

15 Minuten zu<br />

beschränken.<br />

Das hatte den<br />

positiven<br />

Effekt, dass ich<br />

mich auf den<br />

„Aktuell geht<br />

es im Stahlhandel<br />

darum, mit Hilfe<br />

digitaler Werkzeuge<br />

die Liefertermintreue<br />

zu steigern.“<br />

Kern unserer Strategie konzentrieren<br />

musste. Die Zuschauer konnten<br />

sich jederzeit nach ihren Interessen<br />

zuschalten und den bestmöglichen<br />

Nutzen aus dem digitalen Treffen<br />

ziehen.<br />

Werfen wir einen Blick in die Zukunft:<br />

Wie wird sich der Stahlhandel im<br />

Bereich Lager/Logistik durch die<br />

Digitalisierung weiter verändern?<br />

Welche Auswirkungen hat die Pandemie?<br />

Mit unseren Lösungen können wir<br />

relevante Daten im laufenden<br />

Betrieb messen, abbilden<br />

und bewerten. Es wird<br />

deutlich, dass zum<br />

Beispiel die Maschinenparks<br />

in der<br />

Anarbeitung ihre<br />

Leistungsmöglichkeiten<br />

längst nicht<br />

ausgeschöpft haben.<br />

Bei Stundensätzen<br />

34 <strong>Stahlreport</strong> 3|21


INFO<br />

Kaltenbach.Solutions<br />

Fotos: Kaltenbach.Solution<br />

Die Kaltenbach.Solutions GmbH mit Büros in Düsseldorf und Freiburg entwickelt<br />

innovative web- und KI-basierte Branchenlösungen zur Performance-<br />

Steigerung im Bereich Operations. Mit ihrer langjährigen Erfahrung aus dem<br />

Maschinenbau ist es das Ziel der Kaltenbach.Solutions GmbH Kunden mit<br />

messbarem Erfolg einen nachhaltigen Mehrwert zu generieren.<br />

von 60 bis 150 € sehen wir in diesem<br />

Bereich realistische Steigerungsmöglichkeiten<br />

von 30 % und mehr.<br />

Wo liegen die wahren Ursachen<br />

für die Minderauslastung? Um Antworten<br />

zu finden und Potentiale zu<br />

heben, müssen wir die Intralogistik<br />

genauer betrachten, denn die eigentliche<br />

Bearbeitung ist nur ein kleiner<br />

Teil der gesamten Prozesskette. Mit<br />

Industrie 4.0 und dem Internet der<br />

Dinge stehen uns Instrumente zur<br />

Verfügung, die komplexe Abläufe<br />

transparent machen und neue Perspektiven<br />

eröffnen. Die Pandemie<br />

wirkt wie ein Katalysator – sie<br />

beschleunigt neue Entwicklungen.<br />

Digitalisierung ist am Ende das<br />

Anwenden digitaler Werkzeuge<br />

durch den Menschen. Was kann man<br />

tun, damit diese Werkzeuge angenommen<br />

werden und den gewünschten<br />

Erfolg bringen?<br />

Im Idealfall passen Mensch und<br />

Werkzeug harmonisch zueinander.<br />

Im Alltag brauchen wir Instrumente,<br />

die unkompliziert einsetzbar sind<br />

und mit weniger Stress zu besseren<br />

Ergebnissen führen. Einige Mitarbeiter<br />

in den Betrieben fürchten,<br />

dass die Digitalisierung vor allem<br />

Personalkosten senken soll und<br />

Arbeitsplätze gefährdet. Uns ist es<br />

wichtig, solche Bedenken zu entkräften,<br />

indem wir die Anwender<br />

vor Ort vom praktischen Nutzen der<br />

digitalen Tools für ihre tägliche<br />

Arbeit überzeugen. Dann können<br />

digitale Werkzeuge sogar ein Gefühl<br />

von Sicherheit vermitteln.<br />

Der Einfluss von Plattformen wie<br />

Amazon wird im Zusammenhang mit<br />

der digitalen Transformation kontrovers<br />

diskutiert. Wo liegen Ihrer<br />

Meinung nach die Chancen für den<br />

Stahlmarkt?<br />

Exponentiell wachsende Unternehmen<br />

haben alle etwas gemeinsam:<br />

Sie verschmelzen auf meisterliche<br />

Art mindestens zwei Kernstrategien,<br />

die vor ihnen noch niemand<br />

in dieser Form zusammengefügt<br />

hat. Amazon<br />

ermöglicht<br />

den Nutzern ein<br />

ganz persönliches<br />

Shoppingerlebnis<br />

zu jeder<br />

Zeit an jedem<br />

Ort. Dazu kommt<br />

eine fast reibungslos<br />

ablaufende logistische<br />

Kette hinter den<br />

Kulissen, die Vertrauen schafft.<br />

Die Plattform befriedigt damit die<br />

Lust auf Neues genauso wie das<br />

Bedürfnis nach Sicherheit. Auch die<br />

Kunden der Stahlbranche wünschen<br />

sich eine hohe Verfügbarkeit, verlässliche<br />

Lieferungen und individuell<br />

anpassbare Dienstleistungen. Ich<br />

behaupte, dass professionelles Supply<br />

Chain Management und spezifische<br />

Serviceangebote für den Stahl-<br />

„Professionelles<br />

Supply Chain<br />

Management und<br />

Anarbeitung können in<br />

Zukunft miteinander<br />

verschmelzen.“<br />

markt wichtiger sind, als die Frage<br />

nach analoger oder digitaler Kundenkommunikation.<br />

Warum nicht<br />

beide Kanäle anbieten und den Kunden<br />

entscheiden lassen?<br />

Was ist aus Ihrer Sicht die große<br />

Stärke des lagerhaltenden Stahlhandels<br />

und wie kann er diese weiter<br />

ausbauen?<br />

Der lagerhaltende Stahlhandel hat<br />

sich in der Vergangenheit auch durch<br />

ein stetig ausgebautes Angebot an<br />

Dienstleistungen als eine verlässliche<br />

Säule innerhalb der gesamten<br />

Lieferkette der<br />

Branche etabliert.<br />

Meiner Meinung<br />

nach ist der<br />

erweiterte Blick<br />

auf die Intra- und<br />

Extralogistik der<br />

Schlüssel zu be -<br />

ständigem Erfolg.<br />

Professionelles Supply<br />

Chain Management<br />

und Dienstleistungen<br />

in Form von Anarbeitung<br />

können in Zukunft miteinander verschmelzen.<br />

Für die Umsetzung dieser<br />

Vision werden digitale Lösungen in<br />

Form von iIoT, Industrie 4.0 und KI<br />

wertvolle Helfer sein. 2<br />

Sehr geehrter Herr Kaltenbach, wir<br />

danken Ihnen für dieses Gespräch.<br />

<strong>Stahlreport</strong> 3|21<br />

35


BDS<br />

XXXXX Research A XXXXX<br />

Neueste Zahlen aus dem Bereich Research<br />

Ein Jahr, an das man sich erinnern wird<br />

Das Stahljahr 2020 war in vielerlei Hinsicht bemerkenswert. In eine etwas hellere Stimmung zu Beginn platzte „Corona“<br />

hinein – und die Welt veränderte sich. Immerhin war der Stahlhandel weitaus weniger negativ betroffen als andere<br />

Wirtschaftszweige. Gegen Jahresende konnten gute Lagerabsätze sowie eine selten in dieser Form gesehene Preisrallye<br />

beobachtet werden. Auch die gebeutelte Automobilindustrie konnte merkliche Produktionszuwächse verzeichnen.<br />

Jörg Feger, Bereichsleiter<br />

Research im<br />

Bundesverband<br />

Deutscher Stahlhandel<br />

(BDS), berichtet<br />

zusammenfassend<br />

angesichts der ihm<br />

bis einschließlich<br />

Dezember 2020 vorliegenden<br />

Zahlen.<br />

Fragen zur<br />

Statistik<br />

beantwortet im<br />

Bundesverband<br />

Deutscher Stahl -<br />

handel (BDS) Jörg<br />

Feger, Prokurist<br />

und Bereichsleiter<br />

Research:<br />

Feger-BDS@<br />

stahlhandel.com<br />

Foto: privat<br />

Lagerabsatz<br />

Der Jahresauftakt 2020 verlief für die<br />

Branche recht dynamisch: Im Januar des<br />

vergangenen Jahres wurden 975.000 t<br />

Walzstahlfertigerzeugnisse abgesetzt.<br />

Dies entspricht einem Plus von 2,4 % im<br />

Vergleich zum Januar 2019. Auch der<br />

Februar lag mit knapp 937.000 t 3,1 %<br />

über dem Vorjahresmonat.<br />

Ursächlich war hierfür unter anderem<br />

die niedrige Bestandslage in Händler-<br />

und Verarbeiterlagern zum Jahreswechsel.<br />

Noch dynamischer liefen die<br />

Geschäfte im März 2020, und dies trotz<br />

der sich mit Wucht entfaltenden Corona-<br />

Pandemie samt eingeleiteter Maßnahmen<br />

zur Monatsmitte. Es wurden fast<br />

1 Mio. t Walzstahlfertigerzeugnisse abgesetzt.<br />

Da schon größere Teile der stahlverarbeitenden<br />

Industriezweige, allen<br />

voran der Fahrzeug- und Maschinenbau,<br />

Einbrüche im Auftragseingang verzeichnet<br />

und Kurzarbeit angemeldet hatten,<br />

ist anzunehmen, dass viele Kunden aus<br />

Gründen der Versorgungssicherheit<br />

über ihren aktuellen Bedarf bestellt<br />

haben.<br />

Im April und Mai traf dann „Corona“<br />

auch die deutsche Stahldistribution mit<br />

erheblicher Wucht. Die Absatzrückgänge<br />

lagen in diesen beiden Monaten im Vergleich<br />

zu den Vorjahresmonaten um<br />

durchschnittlich zwischen 20 und 30 %.<br />

Dieser Negativtrend konnte im Juni<br />

gestoppt werden. Auch der Juli verlief<br />

recht ordentlich. Enttäuschend hingegen<br />

zeigte sich der August mit einem Lagerabsatz<br />

von 815.000 t. Allenthalben<br />

wurde berichtet, dass sich die Urlaubszeit<br />

mehr als gewöhnlich bemerkbar<br />

machte.<br />

Die Gegenbewegung erfolgte im<br />

Herbst. Der September, Oktober und<br />

November zeigten sich sogar ausgesprochen<br />

stark. Die Vorjahrestonnagen wurden<br />

zum Teil deutlich übertroffen. Besonders<br />

erfreulich war die Entwicklungen<br />

bei Bandblech, Kaltgewalztem und Oberflächenveredeltem<br />

Blech. Auch der<br />

Dezember 2020 war trotz der wenigen<br />

Auslieferungstage ein guter Monat. Mit<br />

rund 620.000 t wurde der Vorjahresmonat<br />

deutlich übertroffen. Insgesamt<br />

wurden im Jahr 10,35 Mio. t Walzstahlfertigerzeugnisse<br />

abgesetzt. Das ist ein<br />

Minus von 3,4 % im Vergleich zu 2019.<br />

Festzuhalten ist, dass sich die Auftragslage<br />

je nach Abnehmerbranche<br />

deutlich unterschieden hat. Dies spiegeln<br />

auch die Lagerabsatzzahlen der Stahldistribution<br />

wider. Die Bauwirtschaft<br />

war das Zugpferd der Konjunktur, der<br />

Automobil- und Maschinenbau hingen<br />

über weite Strecken zurück, konnten<br />

gegen Jahresende aber spürbar zulegen.<br />

Lagerbestand<br />

Das Jahr 2020 startete mit sehr niedrigen<br />

Lagerbeständen. Im Januar erfolgte<br />

ein moderater Aufbau, der bei allen Produktgruppen<br />

zu beobachten war. Ungewöhnlicherweise<br />

reduzierte sich im<br />

Februar der Bestand wieder ein wenig.<br />

Die Monate März, April und Mai zeigten<br />

krisenbedingt nicht den saisonal üblichen<br />

Aufbau der Bestände. Auch zwischen<br />

Juni und Oktober veränderten<br />

sich die Läger kaum. Hauptsächlich<br />

getrieben durch gute Lagerabsätze verringerten<br />

sich die Bestände im November<br />

und Dezember noch einmal deutlich.<br />

Am 31. Dezember 2020 lag der Bestand<br />

mit 1,92 Mio. t rund 5 % niedriger als<br />

im Dezember 2019. Selten war der<br />

Lagerbestand in der deutschen Stahldistribution<br />

so gering.<br />

Lagerreichweite<br />

Im Januar und Februar 2020 lag die<br />

Lagerreichweite bei guten Absätzen<br />

und sehr geringen Beständen bei niedrigen<br />

2,2 Monaten bzw. 66 Tagen. Im<br />

März war sie aufgrund des hohen Lagerabsatzes<br />

sogar noch etwas niedriger<br />

und belief sich auf 2,1 Monate. Die starken<br />

Rückgänge der Lagerabsätze im<br />

April und Mai ließen die Lagerreichweiten<br />

in die Höhe schnellen. Im Laufe<br />

des Sommers nahmen sie wieder die<br />

gewohnten Dimensionen an. Im November<br />

lag die Reichweite vor dem Hintergrund<br />

guter Absätze und sehr niedriger<br />

Bestände bei 2,0 Monaten. Aufgrund<br />

der wenigen Arbeitstage stieg die Lagerreichweite<br />

im Dezember wieder an und<br />

lag bei 3,1 Monaten. Dies entspricht 93<br />

Tagen. Im Schnitt bewegte sich die<br />

Reichweite im Jahr 2020 bei 2,5 Monaten<br />

bzw. 75 Tagen. Sie lag damit unter<br />

dem Durchschnittswert des Jahres 2019<br />

(vgl. Abbildung 1).<br />

Lagerverkaufspreise<br />

Den Angaben des BDS-Marktinformationsverfahrens<br />

für durchschnittliche<br />

Verkaufspreise im kleinlosigen Bereich<br />

zufolge gaben die Preise in den meisten<br />

Monaten des Jahres 2019 bei nahezu<br />

allen Produkten nach. Diese Rückgänge<br />

waren bei Rohren und den meisten<br />

Flachprodukten ausgeprägter als bei<br />

Langprodukten. Gegen Ende des Jahres<br />

konnten vereinzelt auch wieder leichte<br />

Preissteigerungen festgestellt werden.<br />

Diese Tendenz setzte sich am<br />

Anfang des Jahres 2020 fort. Gerade im<br />

Februar und März konnte ein teilweise<br />

spürbarer Preisaufbau festgestellt werden,<br />

der sich, unterschiedlich ausgeprägt,<br />

über alle Produktgruppen<br />

erstreckte. Der April zeigte sich hingegen<br />

uneinheitlich. Teilweise wurden leichte<br />

Preisrückgänge festgestellt. Dies war<br />

auch im Mai der Fall. Im Juni wurden<br />

bei allen Produktgruppen sinkende Verkaufspreise<br />

beobachtet. Dieser Trend<br />

setzte sich mit einigen Ausnahmen im<br />

Juli und August fort. Im September und<br />

Oktober legten die Verkaufspreise bei<br />

fast allen Produkten zu.<br />

Sehr dynamisch setzte sich diese<br />

Entwicklung im November und vor allem<br />

Dezember fort: Bei allen Produktgruppen<br />

kam es zu starken Preiserhöhungen.<br />

Diese fielen bei Flachprodukten noch<br />

deutlicher als bei Langprodukten aus<br />

(vgl. Abbildungen 2 und 3). 2<br />

36 <strong>Stahlreport</strong> 3|21


Lagerabsatz und Lagerreichweite der Stahldistribution Abb. 1<br />

n Absatzindex (2007 = 100)<br />

140<br />

120<br />

100<br />

80<br />

60<br />

40<br />

20<br />

0<br />

90<br />

Ø<br />

2016<br />

97<br />

Ø<br />

2017<br />

94<br />

Ø<br />

2018<br />

90<br />

Ø<br />

2019<br />

89<br />

78 75 81 81 72<br />

Ø<br />

2020<br />

n Lagerreichweite in Tagen<br />

200<br />

180<br />

160<br />

98 100<br />

94<br />

89 93<br />

98 98<br />

140<br />

82 82<br />

74<br />

120<br />

68<br />

62<br />

54<br />

100<br />

80<br />

60<br />

40<br />

114 66 66 63 87 96 78 72 78 69 66 60 93<br />

20<br />

0<br />

Dez. Jan. Feb. März April Mai Juni Juli Aug. Sep. Okt. Nov. Dez.<br />

2019 2020 2020 2020 2020 2020 2020 2020 2020 2020 2020 2020 2020<br />

Absatz und Lagerreichweite<br />

der<br />

Stahldistribution<br />

Preisentwicklung bei Langprodukten Abb. 2<br />

160<br />

Index (Januar 2010 = 100)<br />

Preisentwicklung<br />

bei Langprodukten<br />

150<br />

140<br />

130<br />

120<br />

110<br />

100<br />

90<br />

Formstahl Breitflanschträger Stabstahl Betonstahl in Stäben Betonstahlmatten<br />

Preisentwicklung bei Flachprodukten und Rohren Abb. 3<br />

Index (Januar 2010 = 100)<br />

150<br />

140<br />

130<br />

120<br />

110<br />

100<br />

90<br />

80<br />

1. Q. 2010<br />

2. Q. 2010<br />

3. Q. 2010<br />

4. Q. 2010<br />

1. Q. 2011<br />

2. Q. 2011<br />

3. Q. 2011<br />

4. Q. 2011<br />

1. Q. 2012<br />

2. Q. 2012<br />

3. Q. 2012<br />

4. Q. 2012<br />

1. Q. 2013<br />

2. Q. 2013<br />

3. Q. 2013<br />

4. Q. 2013<br />

1. Q. 2014<br />

2. Q. 2014<br />

3. Q. 2014<br />

4. Q. 2014<br />

1. Q. 2015<br />

2. Q. 2015<br />

3. Q. 2015<br />

4. Q. 2015<br />

1. Q. 2016<br />

2. Q. 2016<br />

3. Q. 2016<br />

4. Q. 2016<br />

1. Q. 2017<br />

2. Q. 2017<br />

3. Q. 2017<br />

4. Q. 2017<br />

1. Q. 2018<br />

2. Q. 2018<br />

3. Q. 2018<br />

4. Q. 2018<br />

1. Q. 2019<br />

2. Q. 2019<br />

3. Q. 2019<br />

4. Q. 2019<br />

1. Q. 2020<br />

2. Q. 2020<br />

3. Q. 2020<br />

4. Q. 2020<br />

1. Q. 2010<br />

2. Q. 2010<br />

3. Q. 2010<br />

4. Q. 2010<br />

1. Q. 2011<br />

2. Q. 2011<br />

3. Q. 2011<br />

4. Q. 2011<br />

1. Q. 2012<br />

2. Q. 2012<br />

3. Q. 2012<br />

4. Q. 2012<br />

1. Q. 2013<br />

2. Q. 2013<br />

3. Q. 2013<br />

4. Q. 2013<br />

1. Q. 2014<br />

2. Q. 2014<br />

3. Q. 2014<br />

4. Q. 2014<br />

1. Q. 2015<br />

2. Q. 2015<br />

3. Q. 2015<br />

4. Q. 2015<br />

1. Q. 2016<br />

2. Q. 2016<br />

3. Q. 2016<br />

4. Q. 2016<br />

1. Q. 2017<br />

2. Q. 2017<br />

3. Q. 2017<br />

4. Q. 2017<br />

1. Q. 2018<br />

2. Q. 2018<br />

3. Q. 2018<br />

4. Q. 2018<br />

1. Q. 2019<br />

2. Q. 2019<br />

3. Q. 2019<br />

4. Q. 2019<br />

1. Q. 2020<br />

2. Q. 2020<br />

3. Q. 2020<br />

4. Q. 2020<br />

Preisentwicklung bei<br />

Flachprodukten und<br />

Rohren<br />

Quelle: BDS<br />

Quartoblech Bandblech Kaltgewalztes Blech OV Blech Quad. & RE-Rohr Nahtloses Rohr<br />

<strong>Stahlreport</strong> 3|21<br />

37


BDS<br />

XXXXX Berufsbildung A XXXXX<br />

Erstmals online: Gemeinsames Anstoßen auf<br />

die absolvierte Zwischenprüfung im BDS-Fernstudiengang<br />

Betriebswirt/in Stahlhandel.<br />

Januar-Zwischenprüfungen im Fernstudium Betriebswirt/in (BDS)<br />

Erstmals online geprüft<br />

Im Januar sind coronabedingt zum ersten Mal in der Historie des BDS-Fernstudiums – die schon über 20 Jahre<br />

zurückreicht – Prüfungen nicht vor Ort, sondern auf Distanz durchgeführt worden: In einer zweitägigen Online-<br />

Prüfungsveranstaltung wurden dabei von zwei Studienjahrgängen sowohl schriftliche wie mündliche Zwischenprüfungen<br />

abgenommen. Wie es gelaufen ist, erzählt Beate Wynands, Referentin Berufsbildung im BDS.<br />

Bilder: BDS<br />

Frau Wynands, Prüfungsveranstaltungen<br />

sind immer besondere<br />

Termine. Als Teilnehmer will man<br />

konzentriert sein und das Beste erreichen.<br />

Nun haben Sie zum ersten Mal<br />

Prüfungen online durchgeführt. Wie<br />

haben die Teilnehmer auf diese<br />

Ankündigung reagiert? Gab es Nervosität<br />

oder sogar ablehnende Meldungen?<br />

Beate Wynands: Die Reaktionen, die<br />

mich erreicht haben, waren durchweg<br />

positiv – und überraschend entspannt!<br />

Ich weiß natürlich nicht, was<br />

in der internen WhatsApp-Gruppe<br />

der Studentenschaft los war … aber<br />

das ist vielleicht auch besser so!<br />

Die Prüfung digital durchzuführen,<br />

war im Lockdown die einzige<br />

Möglichkeit, die wir hatten. Andernfalls<br />

hätten wir die Prüfung verschieben<br />

müssen. Dadurch wäre die<br />

Dauer des Studiums für alle Studierenden<br />

unnötig verlängert worden.<br />

Wie hat die Durchführung geklappt<br />

– organisatorisch und zwischenmenschlich?<br />

Ich traue mich fast gar nicht, es auszusprechen,<br />

aber die Organisation<br />

Beate Wynands<br />

hat reibungslos funktioniert – dank<br />

aller Beteiligten, die sich stets pünktlich<br />

in den entsprechenden virtuellen<br />

Räumen einfanden.<br />

Mir persönlich fehlte aber ein<br />

bisschen der „Prüfungsspirit“ vor<br />

Ort, eine Mischung aus Nervosität,<br />

Stress und guter Laune. Die Rückmeldungen<br />

der Studierenden gaben<br />

ein ähnliches Bild ab. Einerseits hätte<br />

die Gruppe diese Prüfungsveranstaltung<br />

gerne gemeinsam erlebt, andererseits<br />

waren einige aber auch froh,<br />

die Aufregung und Ängste der Anderen<br />

nicht live erleben zu müssen.<br />

Mussten Sie die Prüfung im Vergleich<br />

zur Vor-Ort-Prüfung im Ablauf verändern?<br />

Oder konnten Sie das bestehende<br />

Konzept 1:1 online umsetzen?<br />

Wir konnten das bestehende Konzept<br />

ohne Ausnahme 1:1 umsetzen.<br />

Für die schriftliche Prüfung haben<br />

wir die Möglichkeiten unserer<br />

Online-Lernplattform genutzt. Die<br />

Studierenden arbeiten seit Beginn<br />

ihres Studiums mit OpenOLAT. Die<br />

Beantwortung von Multiple-Choice-<br />

Fragen in der schriftlichen Prüfung<br />

war den Studierenden also bereits<br />

vertraut. Um die Verwendung unerlaubter<br />

Hilfsmittel ausschließen,<br />

waren alle Studierenden in einem<br />

virtuellen Raum via MS-Teams<br />

zusammengeschaltet. Die eingeschaltete<br />

Kamera war natürlich<br />

Pflicht!<br />

Die mündliche Prüfung wurde<br />

als Prüfungsgespräch zwischen Prüfling<br />

und Prüfungsausschuss ebenfalls<br />

über MS-Teams absolviert. Auch<br />

38 <strong>Stahlreport</strong> 3|21


das hat hervorragend geklappt, die<br />

Prüflinge konnten sich in einem<br />

jeweils eigenen virtuellen Raum vorbereiten,<br />

natürlich mit anwesendem<br />

Betreuer, bevor die Prüfer zugeschaltet<br />

wurden und dann das Prüfungsgespräch<br />

begann. Für manche, die<br />

sich an Mimik oder Körpersprache<br />

des Gegenübers orientieren, fehlte<br />

zwar der direkte zwischenmenschliche<br />

Kontakt. Aber es gab auch viel<br />

Kreativität der Teilnehmerinnen und<br />

Teilnehmer, manche Lücken mit<br />

Zeichnungen oder beinahe pantomimischen<br />

Darbietungen zu überbrücken.<br />

Auch die Notenverkündung am<br />

Sonntagnachmittag kam dem Original<br />

in Präsenz sehr nahe – ein Kaltgetränk<br />

zum Anstoßen gehörte mit<br />

dazu.<br />

Sind die Leistungen vergleichbar mit<br />

einer Vor-Ort-Prüfung?<br />

Ja, durchaus, die Prüfungsergebnisse<br />

entsprechen den Durchschnittswerten<br />

der vergangenen Jahre.<br />

Bieten Online-Prüfungen Möglichkeiten,<br />

die es bei Vor-Ort-Prüfungen<br />

nicht gibt?<br />

Vor allem bei eventuellen Nachprüfungen<br />

bietet die Online-Prüfung<br />

mehr Flexibilität. Bisher<br />

mussten die Studierenden nach<br />

einer nicht bestandenen Prüfung<br />

ein Jahr lang warten, um die Nachprüfung<br />

mit dem folgenden Jahrgang<br />

abzulegen. Jetzt haben wir<br />

die Möglichkeit, die Prüfung kurzfristig<br />

virtuell zu wiederholen, da<br />

die Anreise für Prüfling und Prüfungsausschuss<br />

entfällt.<br />

Sind Online-Prüfungen ein dauerhaftes<br />

Modell für die Zukunft oder wechseln<br />

Sie zurück, sobald das möglich ist?<br />

Es ist gut, diese Erfahrung gemacht<br />

zu haben. Nun wissen wir, dass Prüfungen<br />

auch online gut funktionieren.<br />

Wir werden einige Punkte aus<br />

der Online-Prüfung in den Präsenz-<br />

Modus übernehmen, zum Beispiel<br />

die Möglichkeit, die schriftliche Prüfung<br />

über unsere Lernplattform zu<br />

absolvieren.<br />

Aber ich denke, dass wir auch<br />

in Zukunft unsere Prüfungen weitestgehend<br />

in Präsenz durchführen<br />

werden. Auf die persönliche Begegnung<br />

freuen wir uns doch alle wieder<br />

sehr – egal zu welchem Anlass.<br />

Sehr geehrte Frau Wynands, vielen<br />

Dank für das Gespräch. 2<br />

Fernstudien-DQR macht Kompetenz-Stufen sichtbar<br />

BDS-Fernstudium auf Stufe 7<br />

Der Bundesverband der Fernstudienanbieter hat mit dem Fernstudien-DQR einen<br />

Qualifikationsrahmen für staatlich zugelassenen Fernunterricht in Deutschland präsentiert. Als<br />

einziger Anbieter wurde der Bundesverband Deutscher Stahlhandel mit seinem Fernstudiengang<br />

Betriebswirt/in Stahlhandel (BDS) auf Stufe 7, und damit der zweithöchsten möglichen Stufe,<br />

eingestuft. Eine höhere Qualifikation ist nur noch durch eine Promotion zu erreichen.<br />

In dem Online-Register des<br />

Fernstudien-DQR sind derzeit bereits<br />

126 Eintragungen vorhanden. Von<br />

Niveaustufe 2, die Einstiegsqualifikationen<br />

bescheinigt, bis hin zu<br />

Niveaustufe 7, in der Kompetenzen<br />

vergleichbar zu einem Masterabschluss<br />

bescheinigt werden, sind die<br />

Einstufungen offiziell bestätigt worden.<br />

Der Deutsche Qualifikationsrahmen<br />

(DQR) für Fernstudiengänge ist<br />

eine nationale Umsetzung des Europäischen<br />

Qualifikationsrahmen<br />

(EQR), mit dem Transparenz und<br />

Vergleichbarkeit von Qualifikationen<br />

ermöglicht wird. Bislang haben 38<br />

europäische Staaten die Entwicklung<br />

eigener nationaler Qualifikationsrahmen<br />

beschlossen. Mit dem Fernstudien-DQR<br />

schafft der Bundesverband<br />

der Fernstudienanbieter nun<br />

die Möglichkeit, auch die im staatlich<br />

zugelassenem Fernunterricht erworbenen<br />

Abschlüsse den acht Niveaustufen<br />

zuzuordnen.<br />

Für einen fairen und gleichberechtigten<br />

Bildungsmarkt<br />

„Mit dem Fernstudien-DQR präsentieren<br />

wir ab sofort ein eigenes Register<br />

für die Branche“, informiert Mirco<br />

Fretter, Präsident des Bundesverbandes<br />

der Fernstudienanbieter.<br />

„Denn auch Fernstudierende haben<br />

das Recht zu erfahren, welcher<br />

Niveaustufe die Fähigkeiten und<br />

Kompetenzen zuzuordnen sind, die<br />

sie in ihrem Lehrgang erwerben.“<br />

Mit dem Fernstudien-DQR bietet<br />

der Verband ein geeignetes Instrument<br />

für einen fairen und gleichberechtigten<br />

deutschen Bildungsmarkt,<br />

der europäischen Mitbewerbern<br />

konkurrenzfähig entgegentreten<br />

kann. Die Vergleichbarkeit von<br />

Abschlüssen, die im staatlich zugelassenen<br />

Fernunterricht erworben<br />

werden, ist für Lernende, Personalentscheider<br />

und Unternehmen ein<br />

wichtiges Instrument, um Qualifikationen<br />

richtig einschätzen zu können.<br />

Insgesamt bieten die Mitglieder<br />

des Verbandes aktuell über 2.000<br />

Bildungsangebote der beruflichen<br />

(Weiter-)Bildung – mit dabei der<br />

BDS mit seinem Fernstudiengang<br />

Betriebswirt/in Stahlhandel (BDS).<br />

Alle Teilnehmer dieser Bildungsangebote<br />

aufsummiert, vertritt der Verband<br />

damit mehr als 80 % der Fernlernenden<br />

in Deutschland. 2<br />

Weitere Info auf<br />

www.dqr-register.de<br />

<strong>Stahlreport</strong> 3|21<br />

39


Messen<br />

und Märkte<br />

Berichte/Nachricht<br />

IBU und FVK gegen Verlängerung der Safeguards auf Stahl<br />

Keine Importwelle in Sicht<br />

„Eine Verlängerung der Safeguards auf Stahl wäre nicht WTO-konform“. Mit klaren Worten reagieren<br />

der Industrieverband Blechumformung (IBU) und die Fachvereinigung Kaltwalzwerke e. V. (FVK) auf<br />

den Vorstoß von zwölf europäischen Wirtschaftsministerien – darunter auch Deutschland – die im Juni<br />

auslaufenden Schutzmaßnahmen fortzuführen. Die Verbände monieren beim Bundesministerium für<br />

Wirtschaft und Energie fehlende Voraussetzungen.<br />

Fotos: Industrieverband Blechumformung (IBU)<br />

Den Verbänden zufolge sei eine Importwelle Richtung<br />

Europa ist nicht in Sicht und die Nachfrage weltweit<br />

höher als das Angebot. Verarbeitende Unternehmen<br />

leider unter Stahlmangel und Höchstpreisen. „Warum<br />

sollen neue Einfuhrbeschränkungen initiiert werden,<br />

während hiesige Stahlverarbeiter händeringend um<br />

Material kämpfen?“ fragt IBU-Geschäftsführer Bernhard<br />

Jakobs.<br />

Keine importbedingte „Bedrohung“ der EU<br />

WTO-konforme Safeguards für den Stahlimport sollen<br />

zollbedingte Umlenkungen Richtung Europa verhindern.<br />

Die seien aber nirgendwo erkennbar: Rund um den Globus<br />

ist Stahl knapp. Daher treten die Fachverbände der<br />

stahlverarbeitenden Branchen Einschätzungen der Politiker<br />

entgegen, überschüssige Stahlbestände würden<br />

den europäischen Markt bedrohen. „Der Welthandel<br />

ist auf niedrigstem Stand, schon wegen geringerer<br />

China-Exporte. Es gibt keine importbedingte ‚Bedrohung‘<br />

der EU“, betont Martin Kunkel, Geschäftsführer der<br />

FVK. In einem Schreiben widerspachen die Verbände<br />

„Hiesige Stahlverarbeiter kämpfen<br />

händeringend um Material“<br />

Bernhard Jakobs, Geschäftsführer IBU<br />

„Der Welthandel ist auf<br />

niedrigstem Stand“<br />

Martin Kunkel, Geschäftsführer FVK<br />

daher dem Wirtschaftsministerium, das offensichtlich<br />

Voraussetzungen für eine Überprüfung und Verlängerung<br />

der Safeguards sieht.<br />

Die Fachverbände fordern eine objektive Bestandsaufnahme<br />

der Stahlmarktsituation – in Deutschland,<br />

EU und weltweit sowie eine strikte Orientierung an<br />

rechtlichen WTO-Kriterien.<br />

Die Schutzmaßnahmen schwächten stahlverarbeitende<br />

Unternehmen – oftmals mittelständische Zulieferer.<br />

Schutz- und neue Antidumping-Maßnahmen gegen<br />

Einfuhren aus der Türkei und Russland belasteten die<br />

Versorgungslage zusätzlich und schwächten die Abnehmer.<br />

„Die politisch gewünschte Unterstützung der deutschen<br />

Stahlindustrie mit rund 90.000 Beschäftigen vergisst<br />

die Belange der stahlverarbeitenden Unternehmen<br />

– mit rund 500.000 Arbeitsplätzen. Dagegen wehren<br />

wir uns“, sagte Martin Kunkel. 2<br />

www.fv-kaltwalzwerke.de<br />

www.industrieverband-blechumformung.de<br />

40 <strong>Stahlreport</strong> 3|21


Deutsche<br />

Werkzeugmaschinenindustrie<br />

Licht am Ende des Tunnels<br />

Für 2021 erwartet der Verein Deutscher<br />

Werkzeugmaschinenfabriken e. V.<br />

(VDW) für die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie<br />

einen Produktionszuwachs<br />

von 6 % auf rund 12,6 Mrd. €. „Nach zwei<br />

Jahren mit großer Zurückhaltung besteht<br />

Nachholbedarf“, sagte der VDW-Vorsitzende<br />

Dr. Heinz-Jürgen Prokop.<br />

METAV digital zeigt Automatisierungslösungen<br />

Automation im Fokus<br />

Beim Branchenereignis der Produktionstechnik METAV digital<br />

vom 23. bis zum 26. März 2021 stehen Präzisionswerkzeuge und<br />

Bearbeitungsmaschinen im Mittelpunkt. Neben den Zerspanungs -<br />

technologien bilden insbesondere Automations lösungen für die<br />

wirtschaftlichere Produktion einen Schwerpunkt.<br />

Die METAV digital ersetzt die<br />

METAV reloaded 2020, die im<br />

Dezember vergangenen Jahres als<br />

Präsenzveranstaltung abgesagt werden<br />

musste. Die METAV digital ist<br />

eine der ersten Messen für die<br />

Metallbearbeitung in Deutschland<br />

seit Herbst 2019. Sie steht auch Ausstellern<br />

offen, die bisher nicht zur<br />

METAV angemeldet waren, so der<br />

VDW Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken<br />

e.V.<br />

Die Digitalausgabe der Messe<br />

besteht aus drei Teilen: der Virtual<br />

Exhibition, einem intelligenten<br />

Matchmaking und den Web-Sessions.<br />

Die Online-Messe zeigt das<br />

komplette Spektrum der Fertigungstechnik.<br />

Schwerpunkte sind Werk-<br />

„Die METAV digital bietet uns in dieser<br />

herausfordernden Zeit eine sichere<br />

Plattform für den Austausch mit<br />

Interessenten und Kunden.“<br />

Dr. Stefan Hansch, CEO Emco GmbH<br />

zeugmaschinen, Werkzeuge, Zubehör,<br />

Messtechnik, Oberflächen- und<br />

Computertechnik für die Metallbearbeitung,<br />

Software, Maschinen und<br />

Systeme für die additive Fertigung,<br />

Produktionssysteme und Komponenten<br />

für die Medizintechnik. 2<br />

Detaillierte Informationen, Angebote<br />

und Anmeldeunterlagen unter<br />

https://metav-digital.de/medien<br />

Besuchen Sie die METAV auch über<br />

Social Media-Kanäle<br />

twitter.com/METAVonline<br />

facebook.com/METAV.fanpage<br />

www.youtube.com/metaltradefair<br />

https://de.industryarena.com/metav<br />

Bild: EMCO GmbH<br />

Dabei werde China die Rolle des Treibers<br />

für die Weltwirtschaft übernehmen und<br />

auch die USA sorgten nach dem Wahlsieg<br />

von US-Präsident Biden für Schub.<br />

„Voraussetzung dafür, dass Unternehmen<br />

wieder Vertrauen schöpfen und investieren,<br />

ist jedoch der Sieg über die Corona-<br />

Pandemie und verlässliche Perspektiven,<br />

wie der Lockdown sukzessive zurückgefahren<br />

werden kann“, so Prokop.<br />

Insbesondere die Automobilindustrie,<br />

größter Abnehmer von Werkzeugmaschinen,<br />

profitiere vom Aufschwung in China.<br />

Aber auch in Europa sollen die Investitionen<br />

dem VDW zufolge nach hartem Einbruch<br />

wieder um 10 % steigen. Oxford<br />

Economics, Prognosepartner des VDW,<br />

stellt für 2021 sogar einen kräftigen Auftragszuwachs<br />

von 35 % in Aussicht.<br />

2020 waren die Aufträge bedingt durch<br />

die Corona-Krise um 30 % gefallen, nach<br />

einem Rückgang gleicher Größenordnung<br />

schon ein Jahr zuvor. Die erhoffte Aufwärtsbewegung<br />

für das aktuelle Jahr startet<br />

also von niedrigem Niveau aus. 2019<br />

lag die Kapazitätsauslastung noch bei<br />

mehr als 88 %. Durch den Auftragsmangel<br />

fiel sie 2020 auf knapp 72 %. Das ist vergleichbar<br />

mit dem Niveau der Finanzkrise<br />

2009.<br />

Trotz der hohen Verluste haben sich die<br />

deutschen Hersteller im internationalen<br />

Wettbewerb dem VDW zufolge gut<br />

geschlagen. In der Produktion belegt die<br />

Branche mit einem Anteil von 16 % nach<br />

China und vor Japan Platz 2. Im Export ist<br />

sie mit 20 % Anteil Exportweltmeister<br />

geblieben, vor Japan und China, China<br />

bleibt mit einem Verbrauch von 18 Mrd. €<br />

weltgrößter Markt und mit einem Einfuhrvolumen<br />

von 5,4 Mrd. € trotz zweistelliger<br />

Verluste der weltgrößte Importeur.<br />

<strong>Stahlreport</strong> 3|21<br />

41


Messen<br />

und Märkte<br />

Termine<br />

Bild: Austrian CraneSystems GmbH<br />

Grob Virtual Open House<br />

Auf der virtuellen Hausmesse des Maschinenbauunternehmens<br />

Grob vom 15. bis 19.<br />

März 2021 werden Maschinen und Anlagen<br />

aus dem Zerspanungsbereich und der Elektromobilität<br />

vorgestellt. In Web-Seminaren<br />

können sich Teilnehmer über aktuelle Technologien<br />

und Service-Angebote informieren.<br />

Zudem besteht die Möglichkeit eines virtuellen<br />

Betriebsrundgangs. Die Veranstaltung<br />

wird von über 40 Mitausstellern begleitet.<br />

Weitere Informationen unter:<br />

www.gropgroup.com<br />

Digital Logistics Days<br />

Die Bundesvereinigung Logistik lädt vom 23.<br />

bis 25. März zu der dreitägigen Online-Konferenz<br />

„Digital Logistics Days“ ein. Auf dem<br />

Programm stehen die Themen Warehousing<br />

& Fulfillment, Last Mile & Delivery und Transport<br />

& Global.<br />

Weitere Informationen unter:<br />

https://bvl-digital.de/dlod<br />

Kreative Recycling-<br />

Lösungen gesucht<br />

Anlässlich des Global-Recycling-Tages am<br />

18. März 2021 suchen die Verbände BDE,<br />

Webinar „Hebezeuge im<br />

harten Einsatz“<br />

Am 20.04.2021 um 10:00 Uhr findet das<br />

Webinar „Extreme Umgebungsbedingungen:<br />

Hebezeuge im harten Einsatz – stahlhart“<br />

durchgeführt von STAHL CraneSystems<br />

GmbH statt. Es wendet sich an<br />

Branchen, in denen Hebezeuge besonderen<br />

Herausforderungen durch Staub,<br />

Schmutz und rauhen Einsatz ausgesetzt<br />

sind – zum Beispiel Gießereien, Galvanikanwender,<br />

Stahlindustrie oder Oberflächenbearbeitungsindustrie.<br />

Das Webinar<br />

BDSV, und VDM innovative Ideen aus der<br />

Recyclingbranche. Der Wettbewerb richtet<br />

sich insbesondere an Startups aus der<br />

DACH-Region, welche mit kreativen Lösungen<br />

zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen.<br />

Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die<br />

Wahl zwischen drei Bereichen Kreislaufwirtschaft,<br />

Metallrecycling sowie Digitale Lösungen.<br />

Bewerbungen sind möglich bis zum<br />

10. März 2021.<br />

Weitere Informationen:<br />

https://bit.ly/3uwX0i5<br />

Big Data in der Produktion<br />

Am 11. März 2020 findet von 14:30 bis<br />

15:30 h das Webinar „Digitale Transformation<br />

Vol. 19: Big Data in der Produktion“<br />

statt. Im Mittelpunkt des Webinars des<br />

Fraun¬hofer-Instituts für Entwurfs-technik<br />

Mecha¬tronik IEM, Paderborn, stehen die<br />

Projektergebnisse der Smart Maintenance<br />

Pilotfabrik der Benteler Automobiltechnik.<br />

Das Webinar richtet sich insbesondere an<br />

Führungskräfte aus produzierenden Unternehmen<br />

– egal ob aus Entwicklung, Produktion<br />

oder Marketing.<br />

Weitere Informationen: Digitale Transformation<br />

Vol. 19: Big Data in der Produktion –<br />

Digital in NRW (digital-in-nrw.de)<br />

geht auf die spezifischen Bedingungen in<br />

den Branchen ein und zeigt auf, worauf bei<br />

dem Einsatz von Krantechnik zum Heben<br />

und Bewegen von Lasten zu achten ist. An<br />

Hand praktischer Beispiele wird aufgezeigt,<br />

wo Bauteile aus Edelstahl erforderlich<br />

sind, spezielle Schmierstoffe oder<br />

behandelte Oberflächen eingesetzt werden<br />

müssen und wie bautechnisch an Hebezeugen<br />

und weiteren Krankomponenten<br />

Kundenanforderungen erfüllt werden.<br />

Weitere Informationen:<br />

https://bit.ly/3aVJDAr<br />

PVH-Kongress<br />

Am 19. März 2021 findet der 6. PVH-Kongress<br />

statt – diesmal rein digital und in<br />

einem verkürzten Format. Auf dem Kongress<br />

des Produktionsverbindungshandels<br />

werden die Ergebnisse einer neuen Marktuntersuchung<br />

vorgestellt, außerdem geben<br />

zwei Vorträge spannenden Input zu Big Data<br />

und Drohnen-Logistik. Im Anschluss an die<br />

Vortragsrunde werden Ehrungen der „Partner<br />

des PVH 2020“ vorgenommen. Ausrichter<br />

des Kongresses sind der Zentralverband<br />

Hartwarenhandel (ZHH) mit Unterstützung<br />

des Fachverbandes des Maschinen- und<br />

Werkzeug-Großhandels e.V. (FDM), des<br />

Fachverbandes Werkzeugindustrie e.V.<br />

(FWI) und des Zentralverbandes Elektrotechnik-<br />

und Elektroindustrie e.V. (ZVEI).<br />

Anmeldung und weitere Infos unter<br />

www.pvh-kongress.de<br />

Webinar zur<br />

Bauteilereinigung<br />

Mit dem Webinar „Grundlagen der technischen<br />

Bauteilsauberkeit“ am 27. April 2021<br />

startet die Ecoclean GmbH ihre Webinar-<br />

Reihe zur Bauteilreinigung. Darin geht es<br />

um Lösungen sowie aktuelle Trends und<br />

Neuentwicklungen in der Teilereinigung. Die<br />

Webinare sind als Ersatz für Messebesuche<br />

und Fachtagungen sowie Seminare gedacht,<br />

die als Informationsquellen aufgrund der<br />

Corona bedingten Kontaktbeschränkungen<br />

und Reiserestriktionen aktuell nicht zur Verfügung<br />

stehen. Die geplanten Themen der<br />

interaktiven Webinare umfassen die Grundlagen<br />

der Bauteilreinigung, Technische Sauberkeit<br />

VDA 19, innovative Technologien<br />

sowie einen Vergleich zwischen Lösemitteilreinigung<br />

und der Reinigung mit wasserbasierten<br />

Medien und Fein- und Präzisionsreinigung.<br />

Weitere Informationen und Anmeldung<br />

unter https://ecocleangroup.net/de/news/messen-events<br />

12. BME-eLÖSUNGSTAGE<br />

2021 verschoben<br />

Aufgrund der aktuellen Situation hat sich<br />

der BME dazu entschieden, die 12. BMEeLösungstage<br />

2021 auf den 8. und 9. Juni<br />

2021 zu verschieben. Der BME-Live-Kongress<br />

findet im Düsseldorfer Areal Böhler<br />

statt. Das Motto lautet: „Die Krise als Innovationsbeschleuniger<br />

nutzen“.<br />

WAnmeldung und Infos: www.bme.de/<br />

2021/bme-eloesungstage/<br />

42 <strong>Stahlreport</strong> 3|21


Messekalender<br />

Datum Messe Ort Info<br />

Immer aktuell<br />

auch auf<br />

www.stahlreport.com<br />

11.03.21 Handelsblatt Jahrestagung: Zukunft Stahl online https://veranstaltungen.<br />

handelsblatt.com<br />

17.-18.03.2021 Seminar: Titan und Titanlegierungen online www.dgm.de<br />

23.-26.03.2021 METAV, Internationale Messe für Technologien der Metallbearbeitung online www.metav.de<br />

12.-16.04.2021 CeMAT 2021 Hannover www.hannovermesse.de<br />

12.-16.04.2021 Hannover Messe 2021 Hannover www.hannovermesse.de<br />

15.04.2021 Hüttentag, Branchentreff der Stahlindustrie online www.home-of-steel.de/huettentag<br />

04.-06.05.2021 SENSOR + TEST, Messtechnik-Messe Nürnberg www.sensor-test.de<br />

26.-28.05.2021 Made in Steel Mailand/Italien www.madeinsteel.it<br />

26.-29.05.2021 Lamiera Mailand www.lamiera.net<br />

08.-10.06.2021 CastForge, Fachmesse für Guss- und Schmiedeteile mit Bearbeitung Stuttgart www.messe-stuttgart.de/castforge<br />

08.-11.06.2021 Moulding Expo, Internationale Fachmesse Werkzeug-, Modell- und Formenbau Stuttgart www.messe-stuttgart.de/<br />

moulding-expo<br />

07-12.09.2021 IAA – Internationale Automobilausstellung München www.iaa.de<br />

13.-17.09.2021 SCHWEISSEN & SCHNEIDEN, Weltleitmesse Fügen, Trennen, Beschichten Essen www.schweissen-schneiden.com<br />

15.-16.09.2021 Stainless 2021 Brünn www.stainess2021.com<br />

21.-22.09.2021 StahlTag 2021 Frankfurt am Main www.mbi-infosource.de<br />

28.-30.09.2021 Aluminium Düsseldorf www.aluminium-exhibition.com<br />

30.09.2021 28. Stahlhandelstag 2021 – Livestream online www.stahlhandel.com<br />

04.-09.10.2021 EMO Milano, Die Welt der Metallbearbeitung Mailand www.emo-milano.com<br />

05.-07.10.2021 11. Internationale Zulieferbörse (IZB) Wolfsburg www.izb-online.com<br />

05.-07.10.2021 Parts2clean, Internationale Leitmesse für industrielle Teile- und Oberflächenreinigung Stuttgart www.parts2clean.de<br />

05.-08.10.2021 Motek, Internationale Fachmesse für Produktions- und Montageautomatisierung Stuttgart www.motek-messe.de<br />

12.-14.10.2021 DeburringEXPO, Leitmesse für Entgrattechnologien und Präzisionsoberflächen Karlsruhe www.deburring-expo.de<br />

20.-22.10.2021 DST Dreh- und Spantage Südwest Villingen- www.DSTsuedwest.de<br />

Schwenningen<br />

26.-29.10.2021 Blechexpo, Internationale Fachmesse für Blechbearbeitung Stuttgart www.blechexpo-messe.de<br />

08.-10.11.2021 56. Symposium Einkauf und Logistik Berlin www.bme.de<br />

09.-11.11.2021 Fastener Fair, Internationale Fachmesse der Verbindungs- und Befestigungsbranche Stuttgart www.fastenerfair.com<br />

30.11.-02.12.2021 Stainless Steel World Conference & Expo Maastricht www.stainless-steel-world.net<br />

18.-21.01.2022 SWISSBAU Basel www.swissbau.ch<br />

25.-28.01.2022 NORTEC, Fachmesse für Produktion Hamburg www.nortec-hamburg.de<br />

15.-17.02.2022 EuroCIS, The Leading Trader Fair for Retail Technology Düsseldorf www.eurocis.com<br />

06.-09.03.2022 Internationale Eisenwarenmesse Köln www.eisenwarenmesse.de<br />

08.-10.03.2022 LogiMAT, Fachmesse für Intralogistik-Lösungen und Prozessmanagement Stuttgart www.logimat-messe.de<br />

04.-08.04.2022 MACH, Internationale Fachmesse für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnologie Birmingham www.machexhibition.com<br />

26.-29.04.2022 PaintExpo, Weltleitmesse für industrielle Lackiertechnik Karlsruhe www.paintexpo.de<br />

26.-29.04.2022 IFH Intherm Nürnberg www.ifh-intherm.de<br />

03.-06.05.2022 Control, Internationale Fachmesse für Qualitätssicherung Stuttgart www.control-messe.de<br />

09.-13.05.2022 wire und Tube, Internationale Fachmesse für Rohr, Röhren, Herstellung und Düsseldorf www.tube.de<br />

Verarbeitung sowie Internationale Messe der Draht- und Kabelindustrie www.wire.de<br />

21.-23.06.2022 LASYS Fachmesse für Systemlösungen für die Laser-Materialbearbeitung Stuttgart www.messe-stuttgart.de/lasys<br />

13.-17.09.2022 AMB, Internationale Ausstellung für Metallbearbeitung Stuttgart www.messe-stuttgart.de/amb<br />

14.-17.09.2022 GaLaBau, Internationale Leitmesse für Planung, Bau und Pflege Nürnberg www.galabau-messe.com<br />

von Urban-, Grün- und Freiräumen<br />

04.-07.10.2022 Motek, Internationale Fachmesse für Produktions- und Montageautomatisierung Stuttgart www.motek-messe.de<br />

25.-28.10.2022 EuroBLECH, Internationale Technologiemesse für Blechbearbeitung Hannover www.euroblech.com<br />

04.-10.05.2023 Interpack – Processing & Packaging Düsseldorf www.interpack.de<br />

09.-12.05.2023 Control, Internationale Fachmesse für Qualitätssicherung Stuttgart www.control-messe.de<br />

Sie möchten Ihre Veranstaltung bei uns im Kalender sehen?<br />

Kommen Sie gern auf uns zu unter +49 211 86497-0 oder jung-bds@stahlhandel.com<br />

<strong>Stahlreport</strong> 3|21<br />

43


Wissenswertes<br />

Bericht<br />

Agentur für History<br />

Communication H&C<br />

Stader: die Unternehmensgeschichte<br />

ist eine Chance für<br />

Marketing und Kommunikation<br />

Agentur für History Communication<br />

Der Mehrwert der Geschichte<br />

Ein Zeitstrahl auf der Webseite, eine Tabelle auf einer Subsite – in dieser etwas stiefmütterlichen Form<br />

präsentieren Unternehmen in vielen Fällen ihre Historie. Dabei schlummert in der eigenen<br />

Firmengeschichte oft ein großes Potenzial, das sich hervorragend für die Kommunikation nutzen lässt<br />

– intern wie extern. Wie es zu bergen ist, erläutert Dr. Ingo Stader, Gründer und Chef der<br />

Geschichtsagentur H&C Stader GmbH History & Communication.<br />

<strong>Stahlreport</strong>: Herr Dr. Stader, warum sollte sich ein<br />

Unternehmen mit seiner Geschichte beschäftigen?<br />

Dr. Ingo Stader: Die Historie birgt für Unternehmen großes<br />

Potenzial mit einem konkret nutzbaren Mehrwert – zum<br />

Beispiel in der Darstellung nach Außen, in der internen<br />

Kommunikation sowie in vielen weiteren Aspekten. Dieses<br />

Potenzial zu heben und sichtbar zu machen ist unser<br />

Anliegen.<br />

Worin besteht der Mehrwert, den die Beschäftigung mit<br />

der Geschichte bringen kann?<br />

Das ist sehr stark von der individuellen Situation eines<br />

Unternehmens abhängig. Generell kann man sagen, dass<br />

die Auseinandersetzung mit der Historie dabei hilft, sich<br />

grundsätzliche Fragen zu vergegenwärtigen: Wo kommen<br />

wir als Unternehmen eigentlich her? Wo liegen unsere<br />

Wurzeln, was sind unsere Werte? Und wo wollen wir in<br />

Zukunft hin? Die Antworten auf solche Fragen lassen<br />

sich in der Unternehmenskommunikation nutzen. Natür-<br />

lich spielen oft auch operative Fragen eine wichtige Rolle:<br />

Welche Ansätze habe ich als Unternehmen, um mich von<br />

Wettbewerbern abzuheben? Wie kann ich als Arbeitgeber<br />

für Fachkräfte attraktiver werden? Da lässt sich in der<br />

eigenen Geschichte sehr viel entdecken. Jedes Unternehmen<br />

hat seine eigene DNA. Das kann man nutzen und<br />

das macht es so spannend.<br />

Ich möchte als Unternehmen mein 50-jähriges Bestehen<br />

mit einem Rückblick auf den Werdegang würdigen. Wie<br />

gehe ich vor?<br />

Am besten melden Sie sich zuerst bei uns, dann besprechen<br />

wir alles Weitere. (lacht) Nein, im Ernst, wenn zu<br />

einem Jubiläum die Idee aufkommt, sich mit der eigenen<br />

Geschichte auseinanderzusetzen – und tatsächlich ist<br />

ein Jubiläum sehr oft der Anlass dafür – muss man sich<br />

darüber klar werden, was man damit eigentlich erreichen<br />

möchte. Welche Vorstellungen sind damit verbunden,<br />

welche Ziele will man erreichen? Dabei helfen wir. Jedes<br />

[Kontakt]<br />

H&C Stader GmbH<br />

68159 Mannheim<br />

+49 621 178288-0<br />

www.hcstader.de<br />

INFO<br />

Über Dr. Ingo Stader<br />

Dr. Ingo Stader, geb. 1966 in Konstanz, Gründer und Inhaber der H&C Stader<br />

GmbH, ist promovierter Historiker. Nach Studium und Forschungsaufenthalten in<br />

Italien begann er seine berufliche Laufbahn als Quereinsteiger bei den Sparkassenverbänden<br />

Stuttgart und Hannover, zunächst im Bereich Archiv, dann als Referent<br />

für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Als Pressesprecher der Citibank Deutschland<br />

kommunizierte er in der Lehman-Krise und begleitete das Rebranding zur Targobank.<br />

Als „Vollbluthistoriker“ wendet er sich anschließend beruflich seiner Mission<br />

Geschichte. „Mit Geschichte Mehrwert schaffen“ ist fortan sein Anspruch. Er setzt<br />

sich daher als Historiker für ein erfolgreiches Firmenjubiläum und eine nachhaltige<br />

History Communication ein. Mit Gründung der Geschichtsagentur H&C Stader<br />

GmbH History & Communication 2013 professionalisierte er diese Dienstleistungen.<br />

Bilder: H&C Stader<br />

44 <strong>Stahlreport</strong> 3|21


INFO<br />

Sülzle – 140 Jahre Tradition zum Nachlesen<br />

Die Sülzle-Gruppe, das traditionsreiche Familienunternehmen aus Rosenfeld,<br />

feierte im letzten Jahr ihr 140-jähriges Bestehen. Einer der größten Bewehrungsstahlhändler<br />

und Biegebetriebe Deutschlands ließ dafür seine bewegte Ge -<br />

schichte von H&C Stader aufarbeiten und 25 Zeitzeugeninterviews mit insgesamt<br />

36 Mitarbeitenden, langjährigen Partnern, Familienangehörigen und Freunden<br />

der Firmengruppe durchführen. Zusammengefasst sind diese in einer multimedialen<br />

Jubiläumschronik. Neben dem üblichen Bild- und Textteil enthält das entstandene<br />

Buch QR-Codes, die mithilfe eines Smartphones zu Kurzclips der Interviews<br />

führen. Den roten Faden durch die Festschrift bilden die über Generationen<br />

gewachsenen Werte, die heute Basis einer gelebten Unternehmenskultur sind.<br />

Bild: Sülzle<br />

Projekt beginnt zum Beispiel mit einem initialen Workshop,<br />

bei dem es um genau diese Fragen geht. Das ist<br />

übrigens oft nicht nur für die Abstimmung zwischen<br />

uns, der Agentur, und dem Unternehmen notwendig,<br />

sondern auch für die Beteiligten im Unternehmen selbst<br />

oft sehr hilfreich.<br />

Natürlich wird auch alles Formale besprochen, wir<br />

erklären unsere Herangehensweise, was wir zum Beispiel<br />

an Material alles einsehen und sammeln müssen,<br />

der ganze Prozess der inhaltlichen Aufbereitung. Zentral<br />

ist natürlich auch, wie die Ergebnisse am Ende am<br />

besten sichtbar gemacht werden.<br />

Welche Formen der Sichtbarmachung bieten sich denn<br />

an?<br />

Es gibt eine ganze Reihe verschiedener Formate, die<br />

sich eignen, von der Webseite über ein Buch bis hin zu<br />

ganzen Kampagnen mit Social Media-Abdeckung. Beliebt<br />

sind auch kurze Filme, die die wichtigsten Aussagen<br />

in einigen Minuten zusammenfassen. Da können starke<br />

Bilder gezeigt werden, die eine große punktuelle Aufmerksamkeit<br />

generieren. Es lassen sich auch Zeitzeugen-Interviews<br />

darin einbauen, was oft ebenfalls eine<br />

große Wirkung hat.<br />

Möglich sind aber auch komplette Ausstellungen,<br />

die das gesammelte Material aufbereiten und präsentieren.<br />

Wir haben damit im analogen, aber auch digitalen<br />

Bereich viel Erfahrung. Für Hapag Lloyd konzipieren<br />

wir gerade mit unserem Ausstellungspartner eine Dauer -<br />

ausstellung mit digitalen Elementen.<br />

Was ist der Unterschied zwischen einer normalen Kommunikationsagentur<br />

und Ihrer Geschichtsagentur? Kann<br />

ich nicht auch eine normale PR-Agentur beauftragen?<br />

Die Verbindung aus professioneller historischer<br />

Recherche und kommunikativer Nutzung der Ergebnisse<br />

ist, was uns als Stader History & Communication<br />

auszeichnet. „Normale“ Agenturen orientieren sich<br />

bei solchen Projekten oft stark an einer universitären,<br />

wissenschaftlichen Geschichtsschreibung, wo Dokumentation<br />

und Chronologie im Vordergrund stehen.<br />

Das ist völlig in Ordnung, vernachlässigt aber den<br />

kommunikativen Aspekt der Historie. Als Unternehmen<br />

möchte ich die Ergebnisse nutzen können, ich<br />

möchte einen Mehrwert haben. Das steht bei uns ganz<br />

oben auf der Agenda, darin haben wir Erfahrung und<br />

Know-how. Natürlich arbeiten auch wir wissenschaftlich<br />

genau, das ist unser Handwerkszeug. Wir fokussieren<br />

uns aber nicht auf eine wissenschaftliche<br />

Geschichtsschreibung, sondern stellen die Frage, wie<br />

ich als Unternehmen einen Mehrwert aus meiner<br />

Geschichte schöpfen kann.<br />

Das heißt, bei Ihnen arbeiten ausgebildete Historiker<br />

und PR-Spezialisten?<br />

Genau, mit mittlerweile insgesamt 17 Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeitern sind wir breit aufgestellt. Hauptsächlich<br />

gehören Historiker zu unserem Team, aber auch Kulturwissenschaftler,<br />

Politikwissenschaftler und BWLer.<br />

Wir arbeiten mit einem Team aus fest angestellten Mitarbeitern.<br />

So vermeiden wir auch, für jedes Projekt<br />

Freelancer hereinholen zu müssen, die wir erst wieder<br />

aufwendig briefen müssten. Wir haben eine stark ausgebildete<br />

Teamkultur. Das kommt den Ergebnissen<br />

zugute.<br />

Wie sind Sie dazu gekommen, eine Geschichtsagentur<br />

zu gründen? Das ist immerhin eine sehr spezielle Nische.<br />

Ich bin Historiker aus Leidenschaft. Schon als ich klein<br />

war, mussten wir jedes Schloss und jede Burg ansehen.<br />

Das Interesse für Geschichte liegt mir also im Blut.<br />

Nachdem ich nach dem Studium und meiner Promotion<br />

einige Jahre „fachfremd“ gearbeitet habe – unter anderem<br />

als Pressesprecher der damaligen Citibank in Düsseldorf<br />

– habe ich 2013 den Schritt zurück zu meinen<br />

Historiker-Wurzeln gewagt und die Agentur H&C Stader<br />

History & Communication gegründet. Wir sind auch<br />

die ersten gewesen, die das Konzept des History Marketing<br />

auf dem Kommunikationskongress in Berlin,<br />

dem jährlichen Gipfeltreffen der Branche, vorgestellt<br />

haben.<br />

Als Historiker sehen Sie berufsmäßig in die Vergangenheit.<br />

Wie sieht die Zukunft der History Communication<br />

aus?<br />

Wir haben einiges vor! Wir planen derzeit zum Beispiel<br />

ein Magazingebäude in Mannheim. Unternehmen können<br />

dort historische Dokumente einlagern und sicher<br />

sein, dass diese professionell archiviert und gepflegt<br />

werden. Als Agentur für History Communicatin möchten<br />

wir Kunden die ganze Bandbreite der Dienstleistungen<br />

in diesem Bereich anbieten. 2<br />

<strong>Stahlreport</strong> 3|21<br />

45


Wissenswertes<br />

Bericht<br />

IT-Sicherheit im Fokus<br />

Angriffsziel Mittelstand<br />

Gesperrte Daten, verschlüsselte Festplatten, Lösegeldforderungen – von Cyberattacken sind nicht nur große Konzerne<br />

betroffen, sondern auch mittelständische Unternehmen quer durch alle Branchen. Mit welchen Maßnahmen man sich<br />

schützen kann, erläutert Sebastian Artz, Referent Informationssicherheit & Sicherheitspolitik im Bitkom e.V.<br />

Bild und Grafiken: bitkom<br />

Betroffene einer Ransomware-<br />

Attacke, also einem Erpressungssoftware-Angriff,<br />

haben meist keinen<br />

Zugriff mehr auf Teile oder die<br />

Gesamtheit ihrer Daten. In der Regel<br />

Drei Viertel der Wirtschaft sind betroffen<br />

drohen wichtige oder sogar die kompletten<br />

Geschäftsprozesse zum Erliegen<br />

zu kommen. Das kann das Unternehmen<br />

im Kern treffen. Lösegeld<br />

wird gefordert, es drohen Einnah-<br />

Von welchen der folgenden digitalen oder analogen Arten von Datendiebstahl, Industriespionage oder Sabotage<br />

war Ihr Unternehmen innerhalb der letzten zwei Jahre betroffen bzw. vermutlich betroffen?<br />

Diebstahl von IT- oder Telekommunikationsgeräten<br />

Analoges Social Engineering<br />

Diebstahl von sensiblen digitalen Daten bzw. Informationen<br />

Digitale Sabotage von Informations- und Produktionssystemen oder<br />

Betriebsabläufen<br />

Analoger Diebstahl von sensiblen physischen Dokumenten, Unterlagen,<br />

Mustern, Maschinen, Bauteilen o.ä.<br />

Digitales Social Engineering<br />

Ausspähen von digitaler Kommunikation<br />

Abhören von Besprechungen oder Telefonaten<br />

Analoge Sabotage von Informations- und Produktionssystemen oder<br />

Betriebsabläufen<br />

Gesamt<br />

22%<br />

21%<br />

17%<br />

16%<br />

15%<br />

13%<br />

9%<br />

9%<br />

32%<br />

19%<br />

22%<br />

21%<br />

20%<br />

25%<br />

25%<br />

30%<br />

24%<br />

16%<br />

75%<br />

Betroffen<br />

Vermutlich betroffen<br />

13%<br />

meausfälle, bei Bekanntwerden kann<br />

auch ein erheblicher Reputationsverlust<br />

hinzukommen.<br />

Anders als oft angenommen sind<br />

gerade mittelständische Unternehmen<br />

ein besonders attraktives<br />

Angriffsziel. Da diese Unternehmen<br />

häufig nicht durch eine ausgefeilte<br />

IT-Sicherheitsstruktur geschützt<br />

sind, machen sie es den hochprofessionellen<br />

Angreifern leichter als<br />

andere Ziele. Eine Umfrage des Software-Anbieters<br />

VMWare hat im letzten<br />

Jahr ergeben, dass insbesondere<br />

KMUs mit 501 bis 1.000 Beschäftigten<br />

stark bedroht sind. Befragte in<br />

diesem Sektor berichteten über<br />

einen durchschnittlichen Anstieg<br />

des Angriffsvolumens um 61 %. Insgesamt<br />

verursachen Cyberkriminelle<br />

in der Bundesrepublik Deutschland<br />

jährlich einen Schaden von<br />

rund 55 Mrd. Euro, teilte das NRW-<br />

Justizministerium 2018 mit.<br />

46 <strong>Stahlreport</strong> 3|21


„Sobald ein Angriff bemerkt wird, geht<br />

es in jedem Fall um Geschwindigkeit.<br />

Wichtig ist, sich an den Notfallplan<br />

zu halten, falls einer existiert.“<br />

Sebastian Artz, Referent Informationssicherheit<br />

und Sicherheitspolitik im Bitkom e.V.<br />

Vorbeugen können Unternehmen<br />

dabei mit vergleichsweise einfachen<br />

Maßnahmen, sagt Sebastian Artz,<br />

Referent Informationssicherheit &<br />

Sicherheitspolitik im Bitkom e.V.,<br />

dem Bundesverband Informationswirtschaft,<br />

Telekommunikation und<br />

neue Medien.<br />

<strong>Stahlreport</strong>: Herr Artz, was macht<br />

gerade mittelständische Unternehmen<br />

zu einem so attraktiven Ziel für<br />

Cyberangriffe?<br />

Sebastian Artz: Gerade in Deutschland,<br />

das mit seinem starken Mittelstand<br />

ein Alleinstellungsmerkmal<br />

hat, sind die KMUs ein lohnendes<br />

Ziel. Dort gibt es viele sensible Daten<br />

und Informationen zu holen, ohne<br />

dass sich die Unternehmen über den<br />

Wert bewusst sind. Hinzu kommt,<br />

dass viele Mittelständler eben noch<br />

kein wirklich ausgereiftes IT-Sicherheitskonzept<br />

haben.<br />

langfristig funktionierende Arbeitsweise<br />

fit zu machen. Die Entwicklung<br />

bietet aber auch Chancen. In<br />

der Vergangenheit haben vor allem<br />

die Hybridmodelle aus aus On-Premise-Diensten<br />

(lokal installierte Software,<br />

Anm. d. R.) und Clouddiensten<br />

den Cyberkriminellen Möglichkeiten<br />

geboten. Durch die jetzt zunehmende<br />

und häufig vollständige Verlagerung q<br />

Datendiebe interessieren Kommunikations- und Finanzdaten<br />

Welche der folgenden Arten von digitalen Daten wurden in Ihrem Unternehmen gestohlen?<br />

Kommunikationsdaten z.B. E-Mails<br />

Unkritische Business-Informationen<br />

Finanzdaten<br />

Mitarbeiterdaten<br />

Kundendaten<br />

Kritische Business-Informationen z.B. Marktanalysen,<br />

Preisgestaltung<br />

Geistiges Eigentum z.B. Patente, Informationen aus<br />

Forschung und Entwicklung<br />

Weiß nicht/keine Angabe<br />

26%<br />

25%<br />

10%<br />

23%<br />

17%<br />

12%<br />

1%<br />

7%<br />

11%<br />

3%<br />

1%<br />

34%<br />

36%<br />

2019<br />

2017<br />

46%<br />

41%<br />

62%<br />

<strong>Stahlreport</strong>: Wegen der Corona-Pandemie<br />

waren und sind viele Unternehmen<br />

gezwungen, Arbeitsplätze<br />

ins Homeoffice zu schieben. Wie ist<br />

das aus dem Blickwinkel der IT-<br />

Sicherheit zu beurteilen?<br />

Der Digitalisierungsschub durch die<br />

Pandemie ist zu begrüßen. Die Verlagerung<br />

vieler Arbeitsplätze ins Homeoffice<br />

hat aber zu einem gestiegenen<br />

Risiko bei der IT-Sicherheit geführt.<br />

Es musste ja schnell gehen und dabei<br />

hatte es Priorität, die Geschäftsprozesse<br />

aufrechtzuerhalten.<br />

Die notwendigen Schutzmaßnahmen<br />

konnten da nicht im gleichen<br />

Tempo mitentwickelt werden. Aber<br />

nun kommt es darauf an, die aufgebauten<br />

Strukturen auch für eine<br />

Angriffsursprung: Der Blick geht nach Osten<br />

Konnten Sie feststellen, von wo aus diese Handlungen vorgenommen wurden?<br />

5%<br />

USA<br />

keine Angabe<br />

17%<br />

24%<br />

Unklar aus<br />

welcher Region<br />

7%<br />

Westeuropa<br />

(ohne Deutschland)<br />

39%<br />

Deutschland<br />

28%<br />

Osteuropa<br />

(ohne Russland)<br />

27%<br />

China<br />

19%<br />

Russland<br />

9%<br />

Japan<br />

<strong>Stahlreport</strong> 3|21<br />

47


Wissenswertes<br />

Bericht/Nachrichten<br />

q von Diensten in die Cloud könnten<br />

diese Lücken geschlossen werden.<br />

Welche Risiken bestehen für Unternehmen?<br />

Die Bedrohungslage im Cyberraum<br />

ist komplex. Neben einer großen<br />

Menge an Schadsoftware spielt auch<br />

das Social Engineering (die gezielte<br />

Manipulation von Mitarbeitern,<br />

Anm. d. R.) eine Rolle. Dazu muss<br />

man sehen, dass die Angreifer sehr<br />

professionell agieren und sich zunehmend<br />

industrialisiert haben. Es ist<br />

eine Arbeitsteilung zu<br />

beobachten, mit Gruppen,<br />

die sich auf das Ausspionieren<br />

von Passwörtern<br />

spezialisiert haben, und<br />

anderen, die diese „Ergebnisse”<br />

nutzen, um maßgeschneiderte<br />

Angriffe auf<br />

einzelne Ziele zu fahren.<br />

Ist ein Unternehmen<br />

betroffen, reicht der Schaden<br />

vom Ausspionieren<br />

von Daten bis hin zur existenziellen<br />

Bedrohung<br />

durch das Lahmlegen der<br />

Geschäftsprozesse. Es drohen Einnahmeausfälle,<br />

Lösegeldzahlungen,<br />

Kosten für Schadensmanagement.<br />

Hinzu kommt ein potenziell hoher<br />

Reputationsverlust bei Bekanntwerden.<br />

Wie läuft ein Angriff ab?<br />

Im ersten Schritt wird das Unternehmensnetz<br />

über mehrere Stufen<br />

mit Schadsoftware infiltriert. Dabei<br />

werden die lohnenden Ziele identifiziert,<br />

die abschließend per Ransomware<br />

verschlüsselt werden.<br />

Dann werden Lösegeldforderungen<br />

gestellt. Das ist der typische Angriffsvektor<br />

– auch für kleinere Unternehmen,<br />

die eigentlich kein klassisches<br />

Ziel für IT-Kriminelle sind.<br />

Das Ausspionieren der Daten ist<br />

dabei für viele nicht das eigentliche<br />

Problem, sondern das Verschlüsseln.<br />

Denn durch Ransomware-Attacken<br />

kann der gesamte Geschäftsprozess<br />

zum Erliegen kommen.<br />

Sollen betroffene Unternehmen das<br />

geforderte Lösegeld bezahlen oder<br />

nicht?<br />

Betroffene Unternehmen sollten im<br />

Fall der Fälle externe Experten hinzuziehen.<br />

Sie sollten eigentlich nicht<br />

zahlen. Aber man muss auch sehen,<br />

dass es für viele in der Situation einfach<br />

keine andere Option gibt. Wichtig<br />

ist, sich präventiv Gedanken über<br />

den Ernstfall zu machen und entsprechende<br />

Schutzmaßnahmen aufzusetzen.<br />

Wie kann man sich schützen?<br />

Für einen guten Schutz sind Backup-<br />

Strategien essenziell. So können die<br />

Daten schnell wieder eingespielt werden.<br />

Wobei das zwar einfach klingt,<br />

in der Praxis aber komplex sein kann.<br />

Entscheidend ist auch, einen Notfallplan<br />

bereitliegen zu haben, in denen<br />

die notwendigen Schritte definiert<br />

sind. So können Unternehmen strukturiert<br />

reagieren.<br />

Interne Sicherheitsmaßnahmen sind entscheidend<br />

Wie ist Ihr Unternehmen auf diese Handlungen erstmalig aufmerksam geworden?<br />

Hinweise durch Unternehmensinterne (Einzelpersonen)<br />

Eigenes Sicherheitssystem/ Virenscanner/ Firewall<br />

Hinweise durch interne Revision bzw. interne Ermittlungseinheit<br />

Anonyme Hinweise/ Ombudsmann<br />

Zufall<br />

Hinweise durch Unternehmensexterne (Einzelpersonen)<br />

Hinweise aus der Jahresabschlussprüfung/ Internes Kontrollsystem<br />

Hinweise durch Strafverfolgungs- bzw. Aufsichtsbehörden<br />

Hinweise durch Medienberichterstattung/ Öffentlichkeit/ Internetforen<br />

Weiß nicht/ keine Angabe<br />

Sonstiges<br />

Nicht erhoben in 2017<br />

4%<br />

3%<br />

2%<br />

2%<br />

2%<br />

0%<br />

0%<br />

9%<br />

16%<br />

17%<br />

13%<br />

20%<br />

28%<br />

29%<br />

28%<br />

30%<br />

28%<br />

2019<br />

2017<br />

37%<br />

39%<br />

54%<br />

62%<br />

Hinzu kommt die Mitarbeiterschulung<br />

in Themen der IT-Sicherheit.<br />

Das fängt beim Einspielen von<br />

Updates für die vorhandene Software<br />

an und reicht bis zur Vergabe komplexerer<br />

Passwörter.<br />

Einen Schutz kann es auch bieten,<br />

externe Dienstleister zur Verwaltung<br />

und Sicherstelllung der<br />

IT-Sicherheit zu beauftragen, sogenannte<br />

Managed-Security-Service-<br />

Provider. Allerdings können solche<br />

Provider auch selbst zum Ziel für<br />

Cyberkriminelle werden.<br />

Sobald ein Angriff bemerkt wird,<br />

geht es in jedem Fall um Geschwindigkeit.<br />

Wichtig ist, sich an den Notfallplan<br />

zu halten, falls einer existiert.<br />

In der Regel wird ein externer<br />

Experte hinzugezogen, der den<br />

Angriff analysiert. Welche Netzwerke<br />

und Systeme sind betroffen?<br />

Gab es Täterkontakt? Welche Prozesse<br />

sind geschäftskritisch? Müssen<br />

Kunden in die Kommunikation eingebunden<br />

werden? Schließlich werden<br />

Maßnahmen festgelegt, wie zu<br />

reagieren ist. Entscheidend ist dabei<br />

ein reibungsloser Informationsfluss.<br />

Insgesamt muss man aber sagen:<br />

Eine vollständige Sicherheit kann<br />

es nicht geben. Man kann Risiken<br />

aber deutlich minimieren.<br />

Wie riskant sind Zoom, MS Teams,<br />

Skype etc.?<br />

Auch wenn Zoom eine zeitlang in<br />

der Kritik stand, weisen die gängigen<br />

Tools ein hohes Maß an IT-Sicherheit<br />

auf. Was zu einem größeren Sicherheitsrisiko<br />

geführt hat, ist vor allem<br />

der unvorbereitete Wechsel der<br />

Arbeitsplätze ins Homeoffice. Viele<br />

Personen waren und sind darauf<br />

angewiesen, private Geräte für berufliche<br />

Aufgaben zu nutzen. Dabei<br />

fehlte häufig die Möglichkeit, eine<br />

VPN-Verbindung ins Unternehmensnetzwerk<br />

aufzubauen. Cyberkriminelle<br />

haben unter diesen Umständen<br />

leichtes Spiel. Das könnte noch ein<br />

Problem werden, wenn das Homeoffice<br />

wieder weniger wird und<br />

zuhause infizierte Geräte wieder ans<br />

Unternehmennetz angeschlossen<br />

werden.<br />

Sehr geehrter Herr Artz, vielen Dank<br />

für das Gespräch. 2<br />

48 <strong>Stahlreport</strong> 3|21


KfW-Research: Deutschland hat Nachholbedarf<br />

Berufliche Weiterbildung nur schwach ausgeprägt<br />

Die individuelle Weiterbildung im<br />

beruflichen Umfeld spielt in Deutschland<br />

kaum eine Rolle, derartige Maßnahmen<br />

wurden von nur 7 % der Erwerbspersonen<br />

absolviert (Zahlen für 2018; aktuellste verfügbare<br />

Daten). Das meldete die Kreditanstalt<br />

für Wiederaufbau (KfW) im Januar.<br />

Dabei bilden sich Arbeitnehmer hierzulande<br />

umso seltener weiter, je niedriger ihr Bildungsabschluss<br />

ist.<br />

Nur rund ein Viertel der Geringqualifizierten,<br />

die maximal über einen Hauptschulabschluss<br />

verfügen, nahm 2018 an betrieblichen<br />

Weiterbildungsmaßnahmen teil, so die<br />

KfW-Bank. Bei den Hochqualifizierten hingegen<br />

lag der Anteil mit 43 % deutlich<br />

höher, diese Arbeitnehmergruppe bildet<br />

sich auch am häufigsten privat weiter<br />

(14 %). Ein wesentlicher Grund für fehlende<br />

Weiterbildung seien die dadurch anfallenden<br />

Kosten. Besonders für Personen, die<br />

im Niedriglohnbereich beschäftigt sind, ist<br />

die finanzielle Unterstützung von Weiterbildung<br />

entscheidend, stellte die KfW-Bank<br />

fest. Ein weiterer Aspekt, der gerade bei<br />

kleineren Unternehmen ins Gewicht fällt,<br />

ist, dass sie ihre Beschäftigen nur schwer<br />

während längerer Weiterbildungszeiten entbehren<br />

können.<br />

VDI-Podcast<br />

„Technik aufs Ohr“<br />

„Deutschland hat in Sachen Weiterbildung<br />

Nachholbedarf. Eine noch stärkere Kultur<br />

von lebenslangem Lernen muss sich durchsetzen.<br />

Ich möchte betonen: Investitionen<br />

für Weiterbildung sind notwendige Voraussetzungen<br />

für ein Gelingen des Strukturwandels.<br />

Der individuelle Wert der Weiterbildung<br />

für jeden Beschäftigten oder<br />

derzeit Arbeitslosen liegt in besseren<br />

Berufschancen, Aufstiegsmöglichkeiten<br />

und einem höheren Einkommen. Aus Unternehmensperspektive<br />

sichern diese Investitionen<br />

Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit.<br />

Allerdings führen sie natürlich auch zu<br />

einer größeren Mobilität von Arbeitnehmenden,<br />

und somit ergeben sich hier gesamtwirtschaftlich<br />

positive Effekte, die öffentliche<br />

Unterstützung rechtfertigen”, sagt Dr.<br />

Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW<br />

Bankengruppe.<br />

Weitere Informationen & Online-Bestellung<br />

unter bit.ly/jahrbuch-baukunst<br />

55.000 Technikinteressierte lauschen alle zwei Wochen einer neuen Folge des VDI-<br />

Podcasts. Das Moderatorenduo Sarah Janczura und Marco Dadomo spricht darin mit Fachleuten<br />

über aktuelle Themen – wie die Mobilität der Zukunft, Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte,<br />

Künstliche Intelligenz oder die nächsten Schritte auf der Karriereleiter. Im<br />

Vordergrund steht dabei, die aktuellen<br />

technischen Themen unterhaltsam<br />

und mit Praxisbezug zu präsentieren.<br />

Neue VDI-Richtlinie<br />

Anforderungen bei<br />

BIM-Projekten<br />

Eine neue VDI-Richtlinie unterstützt<br />

bei der Erstellung von Auftraggeber-<br />

Informations-Anforderungen (AIA) für Building-Information-Modeling-Projekte<br />

(BIM).<br />

Die Richtlinie VDI 2552 Blatt 10 dient als<br />

Leitfaden und Anleitung zur Erstellung von<br />

AIA und benennt die erforderlichen<br />

Inhalte. Analog dazu enthält sie Informationen<br />

zum BIM-Abwicklungsplan (BAP).<br />

Die Richtlinie wendet sich an Bauherren,<br />

Planungs- und Baubeteiligte sowie Verantwortliche<br />

in Betrieb und Instandhaltung,<br />

die die Vorteile der BIM-Methode nutzen<br />

möchten.<br />

Herausgeber der Richtlinie VDI 2552 Blatt<br />

10 ist die VDI-Gesellschaft Bauen und<br />

Gebäudetechnik (GBG). Die Richtlinie ist<br />

im Februar 2021 als Weißdruck erschienen<br />

und ersetzt den Entwurf von Januar<br />

2020. Sie kann zum Preis ab 60,70 €<br />

beim Beuth Verlag bestellt werden.<br />

Onlinebestellungen sind unter<br />

www.vdi.de/2552 oder www.beuth.de<br />

möglich.<br />

Fachlicher Ansprechpartner im VDI:<br />

Dipl.-Ing. (FH) Frank Jansen;<br />

VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik<br />

(GBG); Tel. +49 211 6214-313; gbg@vdi.de<br />

Konkret auf dem Programm steht<br />

zum Beispiel ein Gespräch mit dem<br />

Publizisten und Wirtschaftsphilosophen<br />

Anders Indset. Er fordert Technologien<br />

für eine „enkelfähige”<br />

Zukunft und erläutert, wie es der<br />

Menschheit angesichts der KI-Entwicklung<br />

gelingen kann, nicht zum<br />

„homo obsoletus“ zu werden.<br />

„Technik aufs Ohr“ ist auf<br />

www.vdi.de/podcast und auf<br />

Spotify, iTunes und Apple Podcasts<br />

abrufbar.<br />

<strong>Stahlreport</strong> 3|21<br />

49


Lifesteel<br />

XXXXX Nachricht A XXXXX<br />

Neue Dokumentation der Informationsstelle Edelstahl Rostfrei<br />

Edle Fassade<br />

Dass eine Fassade mehr ist als eine reine Außenhaut eines Bauwerks, ist Planern<br />

wie Bauherren gleichermaßen bewusst. Sie ist zugleich Aushängeschild für das<br />

darin ansässige Unternehmen und trägt das Image des Unternehmens nach außen. Im<br />

oberpfälzischen Lupburg verleiht die Fassade des neuen siebengeschossigen Verwaltungsgebäudes<br />

aus Edelstahl Rostfrei-Blechen dem international erfolgreichen Unternehmen<br />

für Additive Fertigung edlen Glanz.<br />

Bilder: ISEr/Berschneider+Berschneider<br />

Wie aus der Idee einer Fassade in 3D-Struktur eine weithin schillernde, chamäleonartige<br />

Gebäudehülle entwickelt wurde, wird in der neuen Dokumentation 920: FIT AG in<br />

Lupburg – Innovative Fassadenpaneele erläutert. Die Broschüre beinhaltet Fotos und<br />

ergänzende Zeichnungen zu diesem Bauwerk. Die Informationsstelle<br />

Edelstahl Rostfrei setzt hiermit die Reihe innovativer<br />

Ausführungsbeispiele im Bauwesen fort. Die Dokumentation<br />

kann in Einzelexemplaren kostenfrei bei der Informationsstelle<br />

Edelstahl Rostfrei angefordert werden.<br />

Sie steht auch auf der Internetseite der<br />

ISER unter www.edelstahl-rostfrei.de zum<br />

kostenfreien Download bereit.<br />

Informationsstelle Edelstahl Rostfrei<br />

Sohnstraße 65<br />

40237 Düsseldorf<br />

info@edelstahl-rostfrei.de<br />

www.edelstahl-rostfrei.de<br />

Das neue Verwaltungsgebäude<br />

der FIT AG<br />

Impressum<br />

STAHLREPORT<br />

Nachrichten aus Handel,<br />

Produktion und Verarbeitung<br />

Offizielles Organ des BDS-Fernstudiums<br />

Herausgeber:<br />

Bundesverband Deutscher Stahlhandel<br />

Wiesenstraße 21<br />

40549 Düsseldorf<br />

Redaktion:<br />

Markus Huneke (Chefredakteur)<br />

Telefon +49 211 86497-24<br />

E-Mail: Huneke-BDS@stahlhandel.com<br />

Anzeigen:<br />

Ksenija Sandek<br />

Telefon+49 211 86497-21<br />

E-Mail: Sandek-BDS@stahlhandel.com<br />

Verlag:<br />

BDS AG<br />

Wiesenstraße 21<br />

40549 Düsseldorf<br />

Telefon +49 211 86497-0<br />

Telefax +49 211 86497-22<br />

Layout:<br />

auhage|schwarz, Leichlingen<br />

Erscheinungsweise:<br />

monatlich (10 Hefte/Jahr)<br />

Bezugspreis:<br />

Jährlich 65 € im Inland und 70 € im Ausland<br />

zuzüglich Versandspesen und Mehrwertsteuer.<br />

Abbestellungen sind lediglich unter Einhaltung<br />

einer dreimonatigen Kündigungsfrist zum Jahres -<br />

ende möglich. Für die Mitglieder des BDS und die<br />

Teilnehmer im BDS-Fernstudium ist der Bezug<br />

eines Exemplars der Fachzeitschrift „<strong>Stahlreport</strong>“<br />

im Mitgliedsbeitrag bzw. in der Studien gebühr<br />

enthalten. Ein Nachdruck ist nur mit ausdrücklicher<br />

Genehmigung der Redaktion gestattet.<br />

Anzeigenpreis:<br />

Zur Zeit gilt die Preisliste Nr. 38.<br />

Für unverlangt eingesandte Manuskripte oder<br />

Fotos übernehmen Herausgeber, Redaktion und<br />

Verlag keine Gewähr. Namentlich oder mit Initialen<br />

gekennzeichnete Beiträge vertreten eine vom<br />

Herausgeber unabhängige Meinung der Autoren.<br />

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird mitunter<br />

auf die gleichzeitige Verwendung männlicher<br />

und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche<br />

Personenbezeichnungen gelten gleichwohl<br />

für beiderlei Geschlechter.<br />

Außerdem bittet die Redaktion um Verständnis,<br />

dass insbesondere Firmennamen je Artikel in der<br />

Regel nur einmal in ihrer werbeorientierten Form<br />

verwendet und entsprechende Begriffe häufig<br />

eingedeutscht werden.<br />

International Standard Serial Number:<br />

ISSN 0942-9336<br />

Diese Zeitschrift wurde aus umwelt schonendem<br />

Papier hergestellt.<br />

50 <strong>Stahlreport</strong> 3|21


BERUFSBILDUNG 2021<br />

SEMINARE BEIM BDS<br />

SEMINARTHEMA TERMIN ORT<br />

STAHLEINKAUF KOMPAKT 13.–14.04.2021 DUISBURG<br />

MEHR UMSATZ, ERTRAG UND KUNDEN II (VERKAUF II) 19.–20.04.2021 HAMBURG<br />

KREATIVE ARBEITSANSÄTZE ZUR STEIGERUNG DER 04., 11. u. 18.05.2021 ONLINE<br />

UMSATZRENTABILITÄT – DIES VOR DEM HINTERGRUND<br />

DER KLEINLOSPROBLEMATIK<br />

QUALITÄTS- UND EDELSTAHL 22.–23.06.2021 OSNABRÜCK<br />

BLANKSTAHL 28.–29.06.2021 LUDWIGSBURG<br />

STAHLKUNDE 18.–20.08.2021 DORTMUND<br />

STAHLEINKAUF KOMPAKT 07.–08.09.2021 DUISBURG<br />

MEHR UMSATZ, ERTRAG UND KUNDEN I 13.–14.09.2021 KÖLN<br />

ROHRE UND ROHRZUBEHÖR 20.–22.09.2021 PADERBORN<br />

„LADIES FIRST“ – DIE ARBEITSWELT DER FRAU 27.–28.09.2021 MÜNSTER<br />

IM STAHLHANDEL<br />

AUSZUBILDENDE IM FOCUS 18.–19.10.2021 MANNHEIM<br />

NACH DER AUSBILDUNG IST VOR DEM ARBEITSLEBEN 20.–21.10.2021 MANNHEIM<br />

BETONSTAHL 09.–10.11.2021 KEHL<br />

STAHLKUNDE 29.11.–01.12.2021 GENGENBACH<br />

NICHTROSTENDE STÄHLE 06.–07.12.2021 DÜSSELDORF<br />

STAHLEINKAUF KOMPAKT 07.–08.12.2021 DUISBURG<br />

»<br />

INFOS<br />

Diese Übersicht gibt den aktuellen Stand der Seminarplanungen wieder. Änderungen sind vorbehalten. Über weitere Details<br />

sowie zu den Anmeldemöglichkeiten informieren Sie sich bitte unter www.stahlhandel.com.<br />

& ANMELDUNG<br />

www.stahlhandel.com/seminare<br />

Bundesverband Deutscher Stahlhandel BDS AG · Wiesenstraße 21 · 40549 Düsseldorf · info-bds@stahlhandel.com


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