Taxi Times München - 2. Quartal 2021

taxitimes

2. QUARTAL 2021 3,50 €

www.taxi-times.taxi

MÜNCHEN

E-TAXIS ALS ZUKUNFTSMODELL

GEHT HAMBURG

AUCH IN MÜNCHEN?

PBEFG-NOVELLE

Alle Macht der Stadt

TVM INFORMIERT

Aus TVM wird TV Bayern

ISARFUNK INFORMIERT

Neues vom Courier-Projekt


Aus Fahrgästen

Freunde machen

Bremsenwochen

für alle Volkswagen ab 4 Jahren.

Touran Trendline 2.0 TDI SCR 85 kW (115 PS) 7-Gang-DSG inkl. Taxi-Paket

Kraftstoffverbrauch, l/100 km: innerorts 5,6/außerorts 4,4/kombiniert 4,8/CO₂-Emissionen, g/km: kombiniert 126.

Effizienzklasse A.

Ausstattung: Navigationssystem, Digitaler Radioempfang DAB+, Elektronische Parkbremse inkl. Auto-Hold-Funktion,

Climatronic, „First Edition“-Paket, Multifunktionslenkrad in Leder u. v. m.

Fahrzeugpreis (netto): 25.865,54 €

Fahrzeugpreis (brutto): 30.779,99 €

Nettodarlehensbetrag: 25.864,43 €

Anzahlung: 4.915,56 €

Sollzinssatz (gebunden) p. a.: 0,00 %

Effektiver Jahreszins: 0,00 %

Laufzeit:

48 Monate

Schlussrate: 538,95 €

Gesamtbetrag: 30.779,99 €

47 mtl. Finanzierungsraten à 538,84 €

Starke Rabatte¹ vom 01.08. – 30.11.2019 sichern.

Sparen Sie jetzt beim Kauf von Volkswagen Original Bremsen.

¹ 20 % Rabatt auf ausgewählte Volkswagen Original Bremsscheiben und -beläge (für alle Pkw-Modelle) außer Keramikbremsen. Gültig vom

01.08. bis 30.11.2019 für alle Volkswagen Pkw ab 4 Jahren in Verbindung mit der MAHAG 4+ Karte, inklusive Einbau. Nicht mit anderen Aktionen

kombinierbar. Weitere Informationen bei uns oder unter www.volkswagen.de/bremsenwochen.

Ein Angebot der Volkswagen Bank GmbH, Gifhorner Str. 57, 38112 Braunschweig, für die wir als ungebundener Vermittler

gemeinsam mit dem Kunden die für die Finanzierung nötigen Vertragsunterlagen zusammenstellen.1

Abbildung zeigt Sonderausstattungen gegen Mehrpreis. Stand 02/2021. 1 Zzgl. Überführungspauschale und Zulassungskosten.

Bonität vorausgesetzt. Änderungen und Irrtümer vorbehalten. Es besteht ein gesetzliches Widerrufsrecht für Verbraucher.

Volkswagen Zentrum München

www.mahag.de

Schleibingerstr. 12 – 16, 81669 München

Tel. taxi@mahag.de

089 / 480 01-100

MAHAG Ottobrunn

Rosenheimer Landstr. 112, 85521 Ottobrunn

Tel. 089 / 60 81 05-0

MAHAG Olympiapark*

Georg-Brauchle-Ring 71, 80992 München

Telefon: 089 / 15 92 39-0

MAHAG Automobilhandel und und Service GmbH GmbH & Co. & oHG Co. oHG

Volkswagen Zentrum München

Landsberger Str. 240, 80687 München

Tel. 089/ 411 140-0

Volkswagen Zentrum München

Schleibingerstr. 12–16, 81669 München

MAHAG Trudering

Wasserburger Ihre Ansprechpartner:

Landstr. 5 – 11, 81825 München

Tel. 089 / 42 00 02-0

www.facebook.com/

volkswagen.muenchen

Bernd Obkirchner

Tel. 089 48001 166

Volkswagen Zentrum München

Frankfurter Ring 251, 80807 München

Tel. 089 / 32 30 06-0

MAHAG Nord*

Detmoldstraße 6, 80935 München

Tel. 089 / 35 48 01-400

*Volkswagen Service Betrieb

www.mahag.de

Johannes Huber

Tel. 089 48001 578


GERICHTE BESTIMMEN DEN TREND

INHALT

TITEL FOTO: Andreas Karle

Elektromobilität an. In München fördert die Stadt seit mehr als

zwei Jahren den Betrieb von E-Taxis, aktuell sind 27 E-Taxis

zugelassen. In Hamburg startete die Förderung erst im April und

innerhalb weniger Wochen war die 100er-Grenze an verbindlichen

Förderanträgen geknackt. Was Hamburg anders macht als München

und was davon übernommen werden könnte, beschreiben

wir ab Seite 4.

Erfahrungsgemäß gibt es bei diesem Thema nach wie vor große

Zweifler mit den immer gleichen Bedenken. Sie reichen von Argumentationen

hinsichtlich Reichweite (die allerdings längst schichttauglich

ist) über einen unkalkulierbaren Strompreis (das muss

in der Tat noch zwingend geklärt werden) bis hin zu Theorien,

dass die Batterien schlimmer als Giftfässer seien (wobei diese

E-Mobilitäts-Hasser am aggressivsten auftreten, meist aber keinen

Beleg für ihre Theorien liefern können).

Das hilft aber alles nichts: Das Taxi der Zukunft wird elektrisch

betrieben sein (inkl. der Option Wasserstoff). Das ist nicht nur

politischer Wille, sondern auch juristisch erzwungen. Das Urteil

des Bundesgerichtshofs vom 29. April verpflichtete die Bundesregierung,

ihr bisheriges Klimaschutzpaket „generationengerechter“

nachzubessern. Und am 3. Juni verurteilte der Europäische

Gerichtshof die Bundesrepublik Deutschland, weil jahrelang in

vielen Städten die Grenzwerte für den Luftschadstoff Stickstoffdioxid

(NO₂) erheblich überschritten worden sind.

Die Entwicklung des Taxigewerbes wird derzeit und in Zukunft

maßgeblich von Gerichten bestimmt. Nicht nur im Hinblick auf

künftige Mobilität, sondern auch in Bezug auf die Auslegungen

der neuen Bestimmungen des Personenbeförderungsgesetzes

(PBefG). Es räumt den Kommunen erheblich mehr Möglichkeiten

ein, für den vom Gesetzgeber gewollten fairen Wettbewerb

innerhalb der Verkehrsarten Taxi und Mietwagen zu sorgen. Wir

berichten da rüber ab Seite 10.

Bei konsequenter Deutung der neuen Formulierungen könnte das

KVR als Genehmigungsbehörde beispielsweise Dumpingtarife verbieten

oder sogar die Zahl der Mietwagenkonzessionen begrenzen.

Leider sind das aber alles nur „Kann-Regelungen“, sodass

fest damit zu rechnen ist, dass manche kommunale Auslegungen

sofort vor Gericht landen werden. Vor allen Dingen jene, die dem

Geschäftsmodell von Uber und Free Now schaden könnten.

Es wird in Zukunft wichtiger denn je sein, dass die Taxibranche

mit ihren Gewerbevertretungen im konstruktiven Dialog mit der

regionalen Politik und den Behörden bleibt. Dafür braucht es eine

starke Gewerbevertretung, zu der auch wirtschaftlich gesunde

Taxizentralen zählen. Der bisherige TVM hat mittlerweile sein

Tätigkeitsfeld auf ganz Bayern ausgedehnt und wird dies nun

auch in der entsprechenden Namensänderung zu „TVB“ deutlich

machen. Der Verband berichtet darüber auf seinen eigenverantwortlichen

Seiten 14 und 15.

Die angesprochenen gewerbepolitischen Gespräche führen die

Vorstände des TVB meist gemeinsam mit den beiden Münchner

Taxizentralen. Einigkeit macht stark und vergrößert auch die finanziellen

Möglichkeiten. In Zeiten, in denen über das Wohl und Wehe

der Branche über teure Gerichtsverfahren entschieden wird, ist

eine breite Mitgliederbasis ein wichtiger Erfolgsfaktor.

– die Redaktion –

ELEKTROMOBILITÄT

4 Hamburger „Projekt Zukunftstaxi“:

Geht das auch in München?

6 Taxitaugliche E-Modelle: Eine Übersicht

8 Bisherige E-Taxi-Erfahrungen

PBefG-Novelle

10 Alle Macht dem KVR

12 Fachkunde ersetzt Ortskunde

TAXIVERBAND BAYERN TVB I. GR.

14 Offene Fragen zur Fachkunde

15 Aus TVM wird TV Bayern

ISARFUNK TAXIZENTRALE

16 Zwischenbericht zum „Courier-Projekt“

FAHRGASTSERVICE

18 WLAN für Taxifahrgäste

NEWS + IHK-WAHL

20 Brotzeit – Verlosung – Strafzettel

21 Taxikandidaten für die IHK-Gremien

TAXIDEMO

22 Sternfahrt zur Theresienwiese

STADTPOLITIK

24 FNT-Verlängerung

25 Dauerzustand Pop-up-Radwege

26 Impressum

BEI DIESER AUSGABE BRAUCHEN SIE

EIN SMARTPHONE

Liebe Leser, bei der Lektüre dieser Ausgabe werden

Sie auf einige gepixelte Quadrate stoßen, sogenannte

QR-Codes. Hinter ihnen versteckt sich die URL-Adresse

zu weiterführenden Beiträgen auf der Taxi Times-

Website oder anderen Infoseiten.

Zum Scannen von QR-Codes mit dem Smartphone

gibt es verschiedene Apps. In manchen neuen Modellen

ist diese Funktion sogar Standard der Kamera-

App. Mithilfe der QR-Codes wird diese Ausgabe der

Taxi Times München noch informativer.

red

TAXI 2. QUARTAL 2021

3


E-MOBILITÄT

E-TAXIFÖRDERUNG:

GEHT HAMBURG AUCH

IN MÜNCHEN?

München und Hamburg haben eine große Gemeinsamkeit: Beide Städte fördern

den Umstieg auf E-Taxis. Doch während in München nur 27 Taxis fahren, werden

es in Hamburg bald fünfmal so viel sein. Woran liegt es?

Schnell und leicht: Das Hamburger

Antragsformular zur E-Taxi-Förderung

umfasst lediglich eine DIN-A4-Seite.

Die Infobroschüre zum

Hamburger

„Projekt Zukunftstaxi“.

Webinar Zukunftstaxi

Hamburg.

Als der für das „Projekt Zukunftstaxi“

verantwortliche Dirk Ritter von

der Hamburger Genehmigungsbehörde

am Morgen des 12. April 2021

sein E-Mail-Postfach öffnete, glaubte er,

seinen Augen nicht zu trauen. Seit jenem

Montag war die Antragstellung einer Elektro-

und Inklusionstaxiförderung möglich

und bereits ab null Uhr hatten Hamburger

Taxiunternehmer ihre Förderanträge

abgeschickt.

Noch am selben Tag konnte die

Behörde somit verkünden, dass die

zulässige Höchstzahl an möglichen

finanziellen Unterstützungen erreicht

war. 150 geförderte E-Taxis innerhalb

von Minuten gegen rund 27 Münchner

E-Taxis in 3,5 Jahren. Was läuft da

in Hamburg anders als in München?

Zur Erinnerung: Seit August 2017

können sich Münchner Taxiunternehmer

jeden Besetztkilometer eines

E-Taxis mit 20 Cent bezuschussen lassen.

Die Förderung läuft nach spätestens vier Jahren

aus oder wenn die Fördersumme 40 Prozent

des Fahrzeug Netto-Preises erreicht hat.

Hamburg schlägt einen anderen Weg ein.

Dort vergütet die Förderung den betrieblichen

Mehraufwand eines E-Taxis mit bis zu

10.000 Euro (ab dem Zeitpunkt der Konzessionierung).

Damit ist beispielsweise der

Weg zur Ladesäule, der Zeitverlust durchs

Laden oder eine E-Taxi-Schulung der Fahrer

gemeint. Durch diese Definition lässt sich

die regionale Hamburger Förderung mit der

Umweltprämie des Bundes, der sogenannten

BAFA-Förderung, kombinieren. Bei der

Münchner E-Taxi-Unterstützung war eine

solche Doppelbezuschussung zu Beginn

kategorisch ausgeschlossen, ist mittlerweile

aber auch kombinierbar.

Bei elektrisch angetriebenen Inklusionstaxis

ist die Stadt Hamburg noch großzügiger:

Dort wird die Fördersumme auf

maximal 20.000 Euro verdoppelt. In München

gibt es seit 2019 ebenfalls eine

Unterstützung der Inklusionstaxis, sie

ist aber nicht an einen elektrischen

Antrieb gekoppelt und liegt bei maximal

10.000 Euro.

Unterstützt werden bei der E-Taxi-

Förderung ausschließlich vollelektrisch

betriebene Fahrzeuge und Taxis

mit Wasserstoffantrieb. Plug-in-Hybride

sind kategorisch ausgeschlossen.

Natürlich sind an das Hamburger

Zukunftstaxi auch Bedingungen geknüpft.

So muss der Taxiunternehmer innerhalb

von sechs Wochen nach Erhalt des Förderbescheides

einen Kaufvertrag für ein E-Taxi

vorweisen können. Wird das E-Taxi nicht

bis spätestens 31. Dezember 2021 konzessioniert,

verfällt die Prämie. Diese Zeitspanne

kann als recht sportlich bezeichnet

werden, denn die Lieferfähigkeit von taxitauglichen

E-Autos ist nicht ganz einfach.

Gerade ganz neue Modelle werden nicht so

leicht erhältlich sein, von einer eichrechtskonformen

Umrüstung ganz zu schweigen.

PROJEKT MIT PARTNERN

An dieser Stelle zahlt sich das eigentliche

Erfolgsgeheimnis der Hamburger Förderung

aus: Das „Projekt Zukunftstaxi“ ist

nicht allein in der Behörde entstanden, sondern

direkt aus dem Gewerbe heraus und

zudem gemeinsam mit vielen Partnern.

Neben Fahrtenvermittlern und Anbietern

von Ladeinfrastruktur wurden in den über

zwei Jahre dauernden Vorgesprächen auch

die Autohersteller ins Boot geholt.

Letztere konnten nur dann dabei sein,

wenn sie verlässlich eine Lieferung noch

in diesem Jahr zusagten. Viele Fahrzeughersteller

bzw. deren Hamburger Vertrags-

Autohäuser ergänzten dieses Versprechen

um ein vergünstigtes Taxipaket oder bevorzugte

Abwicklung des Kaufvertrags.

Auch die Fahrtenvermittler müssen

ihren Teil beitragen. Sie versprechen eine

FOTO: Andreas Karle

4 2. QUARTAL 2021 TAXI


priorisierte E-Taxi-Vermittlung oder Geldprämien,

erläutert und die Partner und deren Ange-

Modell-Problematik bei Mercedes, Toyota

die mit einer speziellen Werbe- bote vorgestellt. Als offizieller Medienpart-

und Volkswagen und die Zurückhaltung

Folierung einhergehen. Wer nicht liefert, ist ner hat Taxi Times an der Erstellung dieser vieler Münchner Autohäuser, die mit Kia,

nicht dabei. Ein weiterer Erfolgsfaktor ist Broschüre mitgewirkt.

Nissan & Co zwar E-Taxis mit Taxipaket

zudem die einfache Antragstellung, welche

anbieten könnten, aber damit bisher öffentlich

per E-Mail erfolgen konnte. Zudem stellt die GUT BESUCHTE WEBINARE

kaum in Erscheinung getreten sind

Behörde eine Anpassung des Rechtsrahmens

Spezielle Webinare, die in Kooperation mit (siehe Seite 6).

in Aussicht, damit E-Taxis während dem Bundesverband Taxi und Mietwagen Last, but not least tun sich auch die

ihres Ladevorgangs an der Säule jederzeit e. V. (BVTM) durchgeführt wurden, boten beiden Münchner Taxizentralen schwer,

einen Fahrtauftrag annehmen dürfen. den Unternehmern die Möglichkeit, Fragen Priorisierungen in verschiedenen Formen

Bei der Organisation im Vorfeld konnte

im direkten Austausch mit den jeweiligen durchzusetzen, denn sie stoßen damit

die Behörde auf die Unterstützung der Spezialisten zu klären. In einem anderen teilweise auf heftigen Widerstand aus

Telekom zählen. Mit einer Schnellladeinfrastruktur,

Webinar trafen Unternehmer aus ganz der Unternehmerschaft – sei es nun mit

die in Hamburg sogar speziel-

Deutschland aufeinander, die bereits Erfah-

einer politisch gewollten Vorfahrtsspur für

le Ladepunkte exklusiv für E-Taxis enthält, rungen mit den verschiedenen E-Modellen E-Taxis am Flughafen oder mit einer Einreihung

wird die Telekom auch in Zukunft das Projekt

gemacht haben und auf diesem Weg ihr Wis-

in die Standplatzpositionierung wäh-

unterstützen – ebenso wie der örtliche sen teilen. Hier waren auch zwei Münchner rend des Ladevorgangs.

Stromnetzbetreiber. Das langfristige Ziel ist Vertreter beteiligt (siehe Seite 8). Zusätzlich

Die Stadt selbst bekommt durch das neue

es, die Schnelllader so auszubauen, dass

wird der Erfahrungsaustausch auch PBefG übrigens die Möglichkeit, bestimmte

Sensoren nicht nur erkennen können, ob in WhatsApp- und Telegram-Chatgruppen Zulassungen oder Zufahrtserlaubnisse mit

an der Säule geladen wird, sondern auch weitergeführt.

emmissionsfreien Fahrzeugen zu kombinieren.

wissen, ob der Zugang blockiert ist.

Lässt sich der Hamburger Erfolg nun

Wohin das führen könnte, zeigt eben-

Auch eine Nachbereitung wurde nicht auch auf München übertragen? Das Förderprogramm

falls der Blick nach Hamburg. Bereits 2025

gescheut. Beispielsweise steht den umsteigewilligen

der Stadt München steht will die Hansestadt nur noch emissionsfreie

Unternehmern eine gedruckte seit 2017 und ist somit eine gute Basis. Taxis konzessionieren. München wird sich

Infobroschüre zur Verfügung, die auch als Die offensiven und taxifreundlichen E-Taxi- dieser Entwicklung daher stellen müssen –

Download erhältlich ist. Darin werden alle Angebote der Münchner Händler sind am besten mit einer klugen Kooperation mit

wichtigen Fragen rund um die Förderung dagegen rar gesät. Bestes Beispiel ist die allen Beteiligten.

sg

Venczel_02-2016.qxp_Layout 1 03.02.16 16:15 Seite

Euro-Taxi-2_01-2016.qxp_Layout 1 29.01.16 10:28 Seite 1

Verkehrsmedizinische

Untersuchungen in Schwabing

Dr. Josef Venczel

Dr. Marta Venczel

Betriebsärzte

Adelheidstraße 23

80798 München

Tel.: 2729460 Fax: 27294614

Handy: 0172/8916575

www.arbeits-med.de

Alle med. Untersuchungen

für den Erwerb und die

Verlängerung des P-Scheins

Kfz-Meisterbetrieb

für alle Fabrikate

gut · preiswert · schnell · zuverlässig

Reparatur/Inspektion

Unfallinstandsetzung

TÜV & AU, und vieles mehr

Sonderpreis

EURO-TAXI Handels GmbH München

Schießstättstr. 12 · 80339 München · Tel. 089 7470145

Öffnungszeiten Montag – Freitag 8.00 –18.00 Uhr

UNTER

STÜTZER

DES TAXI

GEWERBES

TAXI 2. QUARTAL 2021

5


E-MOBILITÄT

Der VW ID.4 ist derzeit

nur bei einem Hamburger

Händler als Taxi

bestellbar.

V-KLASSE –

WASSERSTOFF-

EIGENINITIATIVE

Umrüster wie AMF

bieten für den E-Vito

auch eine Inklusions-

Umrüstung an.

Was haben eigentlich die drei beliebtesten Taximarken im

Bereich Elektromobilität zu bieten? Eine Bestandsaufnahme.

Bei Mercedes, dem nach wie vor häufigsten Münchner Taxi,

ist im Bereich vollelektrischer Taxivarianten allmählich

Land in Sicht. Der EQB und der EQC sind schon auf der

Straße und zum Teil sogar probeweise als Taxi unterwegs, ein

eigenständiges Taximodell gibt es aber noch nicht – ebenso wenig

für den EQS.

Das bleibt bislang den vollelektrischen Ablegern vom Vito und

der V-Klasse vorbehalten. Beide Fahrzeuge sind seit Kurzem als

Taxi erhältlich und die ersten Unternehmer haben sie bereits in

Betrieb genommen. Den Einstieg stellt aktuell der eVito Tourer

PRO als Langversion dar. Ihn gibt es als Sondermodell „das Taxi

ab 53.990 Euro. Genau wie der EQV (Pendant zur V-Klasse), der ab

59.990 Euro netto in der Karosserievariante „lang“ erhältlich ist,

sind die beiden E-Taxi-Modelle als lang oder extralang bestellbar.

Eine Besonderheit stellt dabei der eVito Tourer in der extralangen

Version dar, den man mit einem Heckausschnitt für die Beförderung

von Menschen im Rollstuhl umrüsten lassen kann. Neben

dem Rollstuhlfahrer bietet der Wagen dann auch noch Platz für

bis zu fünf Personen. Ist kein Rollstuhl mit an Bord, dann finden

sieben Fahrgäste Platz – so es denn die Corona-Lage irgendwann

mal wieder zulässt.

Der bisherige E-Mobilitäts-Vorreiter Toyota, der mit dem Prius

und später dem Prius+ schon einmal einen Wandel im

Taxigewerbe hin zum Hybridantrieb erreicht hat,

kann derzeit noch keine elektrischen Taxis

liefern, dafür will Toyota das Taxigewerbe

von der Brennstoffzelle

als Energiespender überzeugen.

Das passende Modell dafür ist

der neue Mirai, für den es bereits

ein fertig entwickeltes Taxipaket

gibt. Er hat die neueste Technologie

an Bord und verfügt über eine

Reichweite von über 650 Kilometern. Wie

Der Toyota Mirai tankt Wasserstoff.

Atilla Döger, der Taxispezialist von D.I.T., bemerkt, stößt der Wagen

bei den Taxiunternehmern auf sehr großes Interesse. Auch für

Kurzentschlossene sollen die Autos relativ schnell verfügbar sein.

Die Taxiumrüstung bietet übrigens der Oldenburger Taxispezialist

Intax an. Dort ist auch schon der vollelektrische Großraumtaxi-

Toyota Proace/Proace Verso als umrüstbar vorgemerkt. Die vollelektrische

Variante des Toyota Proace City Verso (baugleich mit

Opel Combo) wurde bereits von Toyota angekündigt. Die Entwicklung

des Taxipakets ist da nicht so unwahrscheinlich.

VW ID.4: ALS TAXI NUR INOFFIZIELL

Bei Volkswagen ist man derzeit noch nicht so weit. Im Nutzfahrzeug-Bereich

gibt es aktuell den ABT e-Caravelle und auch den

e-Crafter, allerdings sind die Fahrzeuge nicht für die Elektrifizierung

der Massen gedacht. Zudem muss man sich noch eine Weile

gedulden, bis der ID.BUZZ auf den Markt kommt. Erst kürzlich gab

VW bekannt, dass diese Fahrzeuge auch in einer autonom fahrenden

Variante bei MOIA zum Einsatz kommen sollen.

Obwohl VW pkw-seitig mit dem ID.4 einen interessanten Elektro-Wagen

im Portfolio hat, können die Taxiverkäufer der Münchner

MAHAG derzeit nur die bewährten Verbrenner-Varianten des

Touran bzw. des Passat mit Taxipaket ab Werk und

mit der dazugehörigen Garantie anbieten.

Der ID.4 ist als Taxi derzeit nur über ein

Hamburger VW-Autohaus in Kooperation

mit einem Umrüster erhältlich.

Dank dieser Eigeninitiative ist der

Wagen mit mindestens 67 Exemplaren

das aktuell am häufigsten

gekaufte Modell in der Hansestadt.

Das sollte für die Verantwortlichen

in Wolfsburg eigentlich ein klares Signal

sein, schleunigst auch werkseitig eine

Taxiausstattung anzubieten. sg

FOTOS: INTAX, Funkservice Reuss

6 2. QUARTAL 2021 TAXI


E-MOBILITÄT

WACHSENDE VIELFALT –

HÖHERE REICHWEITEN

Der Umstieg auf Elektro-Antrieb scheiterte in den letzten Jahren aufgrund einer

mäßigen Auswahl an taxitauglichen Stromern. Doch hier hat die Fahrzeugindustrie

inzwischen aufgeholt. Ein selektiver Markenüberblick.

Gleich zwei E-Taxis für deutlich

unter 40.000 Euro kann der koreanische

Hersteller Kia anbieten.

Dank einer 64 kWh großen Batterie und

einem geringen Verbrauch erzielen sowohl

der e-Soul als auch der e-Niro eine Reichweite

von 450 Kilometern. Das Taxipaket

kostet subventionierte 1.200 Euro und wird

vom Oldenburger Unternehmen INTAX

eingebaut – wie übrigens nahezu alle der

nachfolgend aufgezählten Modelle.

Der TX von LEVC, besser bekannt als

„London-Taxi“, ist das einzige Fahrzeug auf

dem Markt, welches ausschließlich für den

Einsatz als Taxi konzipiert wurde und

zudem über eine serienmäßig eingebaute

Rollstuhlrampe verfügt. Die elektrische

Reichweite beträgt lediglich 100 Kilometer.

In Kombination mit einem Range Extender

– einem Verbrennungsmotor, der den

Strom für den E-Antrieb liefert – sind allerdings

bis zu 510 Kilometer ohne Tank- bzw.

Ladestopp möglich.

E-NV200: E- UND ROLLITAXI

Nissan bietet neben einer Limousine auch

ein E-Großraumtaxi an, das sogar für den

Einsatz als Inklusionstaxi geeignet ist. In

die Golf-Kategorie fällt der Leaf, der

e-NV200 dagegen ist etwas größer als ein

VW Caddy und kann zu einem Inklusionstaxi

umgerüstet werden. Der Leaf kostet

knapp unter 30.000 Euro, der e-NV200

etwa 32.500 Euro. Das Taxipaket für den

Leaf ist kostenlos, der e-NV200 kann für

subventionierte 490 Euro (ohne Folierung)

zum Taxi werden.

Ein Tesla für knapp über 30.000 Euro

ist keine Utopie, seit es das Modell 3 gibt,

den kleinen Bruder des Modell S. Das Basismodell

verfügt über Heckantrieb und soll

laut Hersteller 448 Kilometer weit fahren

können. Den Weg in die Werkstatt sollen

sich Tesla-Besitzer künftig sparen können,

weil der Hersteller eine Ferndiagnose

ermöglicht. Verhältnismäßig teuer, weil

nicht subventioniert, ist bei Tesla das Taxipaket.

Es kostet 2.590 Euro. jh

Kia e-Soul

Kia e-Niro

LEVC TX – „London-Taxi

Nissan e-NV200

Nissan Leaf

Tesla Model 3

FOTOS: EPower-Hamburg Taxi /Jan Hinz, INTAX, LEVC, Tesla

MODELLE FÜR DIE GEDULDIGEREN

Bei der nebenstehenden Aufzählung fehlen Hersteller wie

Citroën, Ford, Hyundai, Jaguar, Opel, Peugeot oder auch

Skoda. Sie alle haben längst auch verschiedene Elektro-

Modelle zur Auswahl, die durchaus taxitauglich wären. Doch

entweder wird dort (noch) kein Taxipaket

angeboten oder der regionale Händler

zeigt kein Interesse am Taxiverkauf. Von

Jaguar hört man allerdings, dass es in Kürze

ein konkretes Taxiangebot für den facegelifteten

I-Pace geben soll, ebenso für den Opel Zafira-e

Life mit bis zu neun Sitzplätzen. Und Volvo hat bei seinem

vollelektrischen XC40 Recharge Pure Electric das Taxipaket

bereits fertig entwickelt und wird im Herbst durchstarten.

Testbericht

Volvo XC40

Recharge Pure

Electric mit

Taxiumrüstung.

Das erste elektrische XC40-Taxi befindet sich

derzeit für ausführliche Testfahrten in der

Taxi Times-Redaktion. Ein Testbericht dazu

kann ab Mitte Juni auf der Website nachgelesen

werden (siehe QR-Code).

TAXI 2. QUARTAL 2021

7


E-MOBILITÄT

E-RFAHRUNGEN

MIT DER

E-MOBILITÄT

Passt das Hamburger „Projekt Zukunftstaxi“ auch für München? In

puncto Erfahrungen hat München mehr zu bieten.

E-Taxis sind in München derzeit noch rar

gesät. Ein paar Unternehmer aber sind

schon seit Jahren elektrisch unterwegs

und konnten dabei wertvolle

Erfahrungen sammeln.

Rund 30 E-Taxis fahren derzeit auf Münchens Straßen. Die

Fahrzeugauswahl ist dabei genauso heterogen wie das

Taxigewerbe selbst. Auffällig: Viele der Pioniere stammen

aus der Vorstandschaft des Taxiverbands Bayern TVB i.Gr., der

damit ein klares Zeichen setzt.

Bereits 2013 hatte sich der Verband an einem Forschungsauftrag

der TU München beteiligt. Das Projekt mit dem Namen

„VEM – Virtuelle Elektromobilität für den Taxi- und Handwerksverkehr

München“ untersuchte dabei die Fahrgewohnheiten von

Taxis sowie Handwerksbetrieben mittels eines Smartphones. Sie

wurden auf insgesamt über 130 Fahrzeuge verteilt und generierten

die Datenbasis für die weiteren Forschungen. Ein weiterer

Schwerpunkt des Projektes war der Blick auf die verschiedenen

Ladekonzepte sowie Kosten und die notwendige Infrastruktur.

Im Zuge dieses Forschungsprojektes hatte der damalige Taxiverband

München einen Nissan Leaf der ersten Generation angeschafft

und diesen auch als Leihtaxi den Unternehmern angeboten.

Die Resonanz auf dieses Angebot ging allerdings gegen null.

Immerhin konnte sich der Taxiunternehmer und Vorstand

selbst von der E-Mobilität überzeugen, sodass er bis heute E-Taxis

einsetzt, aktuell einen Nissan e-NV200. Dieser Wagen funktioniert

dank Heckausschnitt auch als Rollstuhltaxi. Bachmann konnte

dafür nicht nur die Münchner E-Taxi-Förderung beantragen, sondern

zusätzlich auch die städtische Inklusionstaxi-Förderung.

In puncto Verbrauch bewegt sich der e-NV200, der ein wenig größer

ist als ein Caddy IV, bei sehr günstigen 18 KW/100 Kilometer.

Zwar müsse man immer ein Auge auf die verbleibende Reichweite

werfen, aber die Erfahrungen zeigen, dass der e-NV200 in einem

Taxi-Betrieb einsetzbar sei, schilderte Bachmann kürzlich in einem

von Taxi Times moderierten Webinar (siehe nebenstehender QR-

Code).

HOHES EINSPARPOTENZIAL BEI WARTUNG

Dort kam auch Gregor Beiner zu Wort, ebenfalls Vorstand des TVB.

Er sieht die Anschaffung seiner zehn elektrischen Jaguar I-PACE

positiv und nennt in diesem Zusammenhang das hohe Einsparungspotenzial

bei Wartungs-, Unterhaltungs- und Reparaturkosten

im Vergleich zu einem Verbrenner, das über den Zeitraum von

vier Jahren den zunächst teureren Anschaffungspreis kompensiert.

Verschiedene von Beiner eingesetzte E-Taxis haben bereits über

150.000 Kilometer zurückgelegt und bislang waren die Bremsen

kein Thema. Auch hinsichtlich der Reichweite hat Beiner die

Erkenntnis gewonnen, dass das eigentliche Maß sein sollte, ob

man eine Schicht lang ohne Zwischenladen auskommt. Für seine

Fahrzeuge setzt Beiner pro Schicht ca. 180 bis 200 Kilometer

an. Eine Entfernung, welche die meisten E-Taxis ohne Weiteres

schaffen. Auch beim Vergleich Strom zu Spritkosten ist er sich

sicher, dass sich die Stromkosten in Zukunft einpendeln werden,

FOTOS: Hamburg Marketing, muenchen.de, Reha-Automobile, Taxi Times, Intax, Taxi Times

Tesla Model S: 80 Prozent

sind Stromkosten.

Jaguar I-Pace: Der Kaufpreis rechnet

sich wegen der geringen Folgekosten.

Nissan Leaf: das erste geförderte

Münchner E-Taxi.

Nissan e-NV200: E- und

Rollstuhltaxi in einem.

8 2. QUARTAL 2021 TAXI


E-MOBILITÄT

während bei Sprit der Trend langfristig gesehen nach oben gehen

wird. Die Anschaffung kann sich also durchaus rechnen, zumal

wenn man, wie in München, auf eine aktuelle städtische Förderung

zurückgreifen kann.

Diese beträgt bis zu 40 Prozent des Anschaffungspreises

und wurde vom Taxiunternehmer und TVB-Vorstandsmitglied

Karlheinz Wölfle bereits geschafft. Der langjährige E-Mobilitäts-Fan

hatte mit seinem Nissan Leaf als Erster die E-Taxiförderung

beantragt. Nach einer coronabedingten Pause wird der

Wagen demnächst wieder mit einem aktuellen Kilometerstand

von 110.000 Kilometern auf die Straße kommen. Nach Abzug

der geförderten Besetztkilometer (im Schnitt 50 Prozent) hat der

Wagen Wölfle rund 25.000 Euro gekostet. Heute geht das sogar

noch günstiger, denn Nissan hat den Grundpreis beim Leaf deutlich

reduziert und mittlerweile kann auch unter verschiedenen

Voraussetzungen zusätzlich die Bundesförderung der BAFA in

Anspruch genommen werden.

VERSPROCHENE SCHNELLLADER NOCH NICHT DA

Nachholbedarf sieht Wölfle bei der Ladeinfrastruktur, denn die

von der Stadt versprochenen 18 Schnelllader sind bei Weitem noch

nicht in Betrieb genommen worden. Auch betont Wölfe, müsse

darauf geachtet werden, dass neben dem CCS Standard die Ladesäulen

immer noch einen CHAdeMO Stecker anbieten. Als Nissan-

Fahrer sei er derzeit noch darauf angewiesen. Bei den städtischen

Ladesäulen, die mit Wechselstrom laden, sieht der Unternehmer

zwar die erfreuliche Entwicklung, dass deren Anzahl deutlich

zugenommen hat. Der Effekt verpufft jedoch, weil zunehmend die

Ladesäulen durch langsam ladendende Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge

blockiert werden. Eine effektive Nutzung der Ladesäule ist so nicht

möglich.

Wenn Reinhold Hoffman, Besitzer zweier Tesla Model S, auf das

Thema Laden zu sprechen kommt, ist sein Hauptkritikpunkt der

Preis. „Um richtig kalkulieren zu können, muss es einen gesonderten

Taxi-Stromtarif geben, der sich preislich am Hausstrom-

Tarif orientiert.“ Und weiter: „Das ist gerade so besonders wichtig,

weil die Stromkosten rund 80 Prozent der Unterhaltungskosten

ausmachen.“

In Hamburg hat man das schon ein Stück weit geschafft.

Dort kann man, egal ob Gleich- oder Wechselstrom, immer für

29 Cent/kW laden. In München ist nicht immer auf den ersten

Blick erkenntlich, welchen Strompreis man zahlt. Diese Info

bekommt man erst recht nicht, wenn man eine Ladesäule sucht.

Ganz besonders zufrieden ist Hoffmann allerdings mit seinen

Autos, deren Wartungskosten sich absolut in Grenzen halten. Mittlerweile

gibt es auch immer mehr freie Werkstätten, die sich kompetent

um die Elektroautos kümmern und sogar per Video einen

Einblick in deren Arbeit geben (siehe nebenstehender QR-Code).

An dieser Stelle ist auch noch mal der Blick in den hohen

Norden notwendig: Um als Partner dort ein Teil des „Projektes

Zukunftstaxi“ sein zu können, war es eine Voraussetzung, dass

die Hersteller den Unternehmern ein besonderes Angebot machen.

Tesla hat mittlerweile das „Hamburger“ Angebot für das Model 3

bereits Münchner Unternehmern zukommen lassen.

Auch das RGU hat in den vergangenen Jahren mit der Förderung

einige Erfahrungen machen können. So wird berichtet, dass

die Auszahlungen der Förderung, die ursprünglich jedes Quartal

überwiesen werden sollten, mittlerweile einen entsprechenden

Rhythmus gefunden haben und regelmäßig eintreffen. Auch wurde

die Förderlinie dahin gehend angepasst, dass die BAFA-Förderung

nicht mehr kategorisch ausgeschlossen ist.

Das in Kombination mit der deutlich gewachsenen Fahrzeugauswahl

könnte für viele Unternehmer den Wechsel zum E-Taxi

schmackhaft machen. Der Vorstand des TVM steht jederzeit allen

Interessierten mit Ratschlägen zur Seite. sg

430.000 Kilometer: Fahrwerkscheck

beim Tesla Model S Taxi.

Auch in schwierigen Zeiten:

Im Video: Taxiunternehmer

berichten über E-Taxis.

EIN MÜNCHNER E-TAXI IN HAMBURG

Der Münchner Taxiunternehmer Andreas Karle fährt mit

und für einen Stammkunden längere Strecken. Über einen

Trip nach Hamburg, Düsseldorf und Wien hat er für Taxi

Times eine Art Tagebuch geführt. Nachzulesen ab 15. Juni

auf der Website von Taxi Times München.

sg

Wir bieten Ihnen für Taxen und Mietwagen:

Preisgünstige Sondertarife für Taxen und Mietwagen

Besondere Flottenkonditionen ab 3 Konzessionen

Sondereinstufungen für Neueinsteiger

Rechtschutz- und Betriebshaftpflichtkonzepte

FOTO: Andreas Karle

Ein Münchner Tesla an den Hamburger

Landungsbrücken.

Carl-Zeiss-Str. 49

85521 Riemerling/Ottobrunn

Telefon 089 / 58 90 96 70

Web www.fvo-finanz.de

E-Mail info@fvo-finanz.de

UNTER

STÜTZER

DES TAXI

GEWERBES

TAXI 2. QUARTAL 2021

9


PBEFG-NOVELLE

ALLE MACHT

DEM KVR

Im März haben Bundestag und

Bundesrat das »Gesetz zur

Modernisierung des

Personenbeförderungsrechts«

verabschiedet. Welche

Möglichkeiten ergeben sich

dadurch für die Münchner

Behörde, endlich für einen

fairen Wettbewerb mit

Uber & Co. zu sorgen?

Knapp die Hälfte aller Paragrafen

des Personenbeförderungsgesetzes

(PBefG) wird durch die Novelle

verändert, die größtenteils am 1. August in

Kraft treten soll. Nicht alles davon ist taxirelevant,

aber einiges davon führt für die

Branche zu gravierenden Veränderungen.

Da ist beispielsweise die Option für die

Genehmigungsbehörden, den appbasierten

Mietwagenverkehr zu regulieren und

einzuschränken. Sie gilt für Städte mit

mehr als 100.000 Einwohnern, in denen

jener app basierte Mietwagenverkehr einen

Marktanteil von 25 Prozent erreicht. „Der

Gesetzgeber hat erkannt, dass appbasierte

Vermittler eine Gefahr für das Taxigewerbe

sind und auch ÖPNV-Interessen betroffen

sein könnten“, fasst Herwig Kollar

die Absicht dieser neuen Rechtsprechung

zusammen. Kollar ist der neu gewählte

Präsident des Bundesverbands Taxi und

Mietwagen e. V. (BVTM) und hat als Rechtsanwalt

schon viele Verfahren für das Taxigewerbe

gegen Uber gewonnen.

REVOLUTIONÄRE BEFUGNISSE

Er bezeichnet die Befugnisse, die das Personenbeförderungsgesetz

als Bundesgesetz

künftig auf die kommunalen Genehmigungsbehörden

überträgt, als revolutionär.

Dort, wo beispielsweise die oben erwähnten

25 Prozent zum Tragen kommen, dürfte die

zuständige Genehmigungsbehörde eine

Kontingentierung festlegen, also die Höchstzahl

an zugelassenen Mietwagen begrenzen.

Sie könnte alternativ die Mietwagengenehmigungen

zeitlich und räumlich beschränken.

Last, but noch least bekommt die

Behörde das Recht, Sozialstandards für die

Mietwagenbetreiber festzulegen.

Nicht weniger revolutionär ist eine Neufassung

im Paragraf 51 des PBefG, wonach

zum Schutz der öffentlichen Verkehrsinteressen

die Genehmigungsbehörde auch für

Mietwagen tarifbezogene Regelungen festlegen

kann. „Das gilt insbesondere für Mindestbeförderungsentgelte“,

stellt Kollar

klar und verweist somit auf die künftige

Möglichkeit, Dumpingpreise zu verhindern.

Nicht etwa, um das Taxigewerbe zu schützen,

sondern um prekäre Arbeitsverhältnisse

und Schwarzarbeit zu vermeiden,

wenn Fahrten zu Schleuder-Preisen durchgeführt

werden, die keinen gesetzlichen

Mindestlohn ermöglichen bzw. beim selbst

fahrenden Einzelunternehmer zur Selbstausbeutung

führen.

Was bedeutet das alles nun konkret für

München? Ein Anteil von 25 Prozent gilt

als marktbedrohend. Sieht das für den Taxiund

Mietwagenverkehr zuständige Kreisverwaltungsreferat

beispielsweise den

Anteil von 25 Prozent als gegeben an? Auf

Nachfrage von Taxi Times schreibt die Pressestelle,

dass diese Frage ohne entsprechende

Erhebungen nicht zu beantworten

sei. Dem ließe sich nun entgegenhalten,

dass die Anzahl der zugelassenen Mietwagen

sowie der Taxikonzessionen dem KVR

ja bekannt ist.

Allerdings nennt der Gesetzgeber keine

genaue Bezugsgröße. Beziehen sich die

25 Prozent auf das Verhältnis aller zugelassenen

Taxis, Mietwagen und Fahrzeuge

des gebündelten Bedarfsverkehrs? Oder auf

die Höhe der erzielten Umsätze? Wie will

FOTO: freepik.com

10 2. QUARTAL 2021 TAXI


PBEFG-NOVELLE

FOTO: Free Now

das KVR als zuständige Behörde rechtssicher

nachweisen, dass Mietwagenunternehmer

tatsächlich in der Mehrzahl

Fahrten und Umsätze über einen appbasierten

Vermittler erzielen? Das KVR gibt

an, hier zunächst erst Handlungsempfehlungen

abzuwarten und interne Abstimmungsprozesse

durchzuführen. Von diesen

hänge dann auch ab, ob man für Mietwagen

eine zeitliche und räumliche Beschränkung

einführt und Sozialstandards festlegt.

KVR WILL SICH ABSTIMMEN

Auch die Option, die Anzahl der Mietwagen

zu kontingentieren, müsste laut KVR

zunächst rechtlich überprüft werden. Das

KVR verweist auf „Abstimmungen zur

praktischen Umsetzung aller Neuregelungen“,

die derzeit auf Bund-Länder-Ebene

stattfinden. „Diese Hinweise zur praktischen

Umsetzung sind für die weiteren

Planungen und Überlegungen wichtig“,

so das KVR.

Zufrieden darf man mit dieser Antwort

nicht sein, denn genau das hatte der Gesetzgeber

mit seiner Übertragung der Rechte

auf die Kommunen sicherlich nicht gemeint.

Wenn sich die Kommunen nun untereinander

abstimmen wollen, um eine bundeseinheitliche

Regelung zu finden, dann hätten

diese gleich im Personenbeförderungsgesetz

definiert werden können.

Die große Stärke dieser Machtübertragung

auf die Kommunen liegt genau darin,

dass jede Stadt und jede Genehmigungsbehörde

auf die spezifischen lokalen Begebenheiten

reagieren kann. „Manche Behörden

wird man wohl zum Jagen tragen müssen“,

bemüht Kollar in diesem Zusammenhang

ein bekanntes Sprichwort. Die Münchner

Gewerbevertreter werden hier noch viel

Überzeugungsarbeit leisten müssen. jh

PLATTFORMEN KOMMEN INS GESETZ

Im neuen PBefG werden erstmals auch Vermittler genannt. Was bedeutet

das für Uber, Free Now und für die Münchner Taxizentralen?

Erstmals werden im neuen PBefG auch

Vermittler erwähnt sein, beispielsweise

in den Paragrafen 1 bis 3. Dabei definiert

der Gesetzgeber einen Vermittler

als „Betreiber von Mobilitätsplattformen,

deren Hauptgeschäftszweck

auf dem Abschluss über eine genehmigungspflichtige

Beförderung

ausgerichtet ist und die nicht selbst

Beförderer sind“.

„Damit sind beispielsweise Uber

und Free Now gemeint, aber eben

keine herkömmlichen Taxizentralen“,

bewertet der Rechtsanwalt und BVTM-

Präsident Herwig Kollar die neue

Regelung. Das gehe aus der Gesetzesbegründung

hervor und aus der

Begrifflichkeit „Mobilitätsplattform“,

die im Duden als Internetplattform

definiert ist, während Taxizentralen ja

auch weiterhin analoge (telefonische)

Vermittlung betreiben.

Als bedauerlich für das Taxigewerbe

bezeichnete Kollar die künftige Regelung

in Paragraf 2, Absatz 2 PBefG,

wonach Mobilitätsplattformen als

Vermittler keine Genehmigung brauchen.

„Damit sind Einflussnahmen der

Behörden auf das Verhalten der Plattformen

sehr eingeschränkt“, analysiert

der Rechtsanwalt.

Immerhin habe der Gesetzgeber aber

auch klargestellt, dass jeder Vermittler,

der die Durchführung der Beförderung

organisatorisch und vertraglich kontrolliert,

Beförderer und Unternehmer

im Sinne des Gesetzes ist und somit

in der Konsequenz letztlich auch der

Genehmigungspflicht gemäß Paragraf

2, Absatz 1 PBefG unterliegt.

Diese klare Definition geht auf das

Einwirken der SPD zurück, wie Detlef

Müller, Berichterstatter PBefG-Novelle

für die SPD-Bundestagsfraktion, im

Exklusiv-Interview mit Taxi Times

Anfang März betonte (siehe QR-Code).

Helfen wird diese Klarstellung bei künftigen

Gerichtsverhandlungen gegen

Uber und Free Now. Diese können sich

dort dann nicht mehr damit herausreden,

dass man ja nur als Vermittler

agiere und somit ja gar nicht unter das

PBefG falle.

jh

SPD-Mann Detlef

Müller erklärt das

neue PBefG.

AUCH IN DIESEN ZEITEN GIBT ES LICHTBLICKE.

TAXI 2. QUARTAL 2021

11


PBEFG-NOVELLE

GLEICHE CHANCEN

BEI DER FAHRERSUCHE

Ab 2. August entfällt im PBefG die Pflicht für Taxifahrer, eine Fachkunde

nachweisen zu müssen. Das wird von einigen betrauert, stoppt aber die bisherige

Wettbewerbsverzerrung.

Das neue Personenbeförderungsgesetz

(PBefG) wird in zahlreichen

Punkten verändert, unter anderem

bei den Voraussetzungen zur Erlangung

des Personenbeförderungsscheins

(P-Schein). Künftig sollen Neubewerber

nur dann einen Personenbeförderungsschein

für Taxis, Mietwagen oder Gebündelten

Bedarfsverkehr (GBV = Pooling) von

der Behörde ausgestellt bekommen, wenn

sie eine Fachkunde nachweisen. Im Gegenzug

entfällt der Nachweis einer Ortskundeprüfung.

Sie galt sowieso nur noch für

Taxifahrer, nachdem man die Ortskunde

für Mietwagen- und Krankenwagenfahrer

2016 aufgehoben hatte. Die neue Regelung

tritt am 2. August 2021 in Kraft. Bis dahin

gelten noch die „alten“ Bedingungen.

ES GILT EIN ÜBERGANGSRECHT

Wer eine Erlaubnis zum Taxifahren beantragen

möchte, muss unter anderem den

Nachweis einer erfolgreich absolvierten

Ortskundeprüfung erbringen. Für die aktiven

Taxi- und Mietwagenfahrer greift das

sogenannte Übergangsrecht. Bisher erteilte

Erlaubnisse bleiben gültig. Auch bei einer

turnusmäßigen Verlängerung wird kein

Fachkundenachweis verlangt. Ein bisheriger

Mietwagenfahrer kann dann allerdings

nicht automatisch Taxi fahren. Der Fahrer

oder die Fahrerin müssen bei der Behörde

eine Erweiterung der bisherigen Erlaubnis

auf Taxi beantragen. Dagegen dürfen Taxiund

Mietwagenfahrer auch als Fahrer*in

im neu geschaffenen gebündelten Bedarfsverkehr

(GBV) und im Linienbedarfsverkehr

mit Pkw eingesetzt werden.

Eine Vorbereitung auf die Fachkundeprüfung

ist aktuell nicht möglich, denn im

Moment steht noch nicht einmal fest, ob

überhaupt eine Prüfung vorgeschrieben

wird und wenn ja, ob diese dann von der

Kommune, der IHK, dem TÜV oder einer

anderen Institution durchgeführt wird.

DAS AUS FÜR INSIKA

2

Während die PBefG-Novelle unter

großer medialer Aufmerksamkeit

verabschiedet wurde, hat im Mai

8,20

ein weiteres Gesetz eher still und leise den Bundestag passiert.

Novelliert wurde die seit 2017 gültige Kassensicherungs-

Verordnung (KassenSichV). Sie definiert die technischen

Anforderungen an elektronische Aufzeichnungs- und Sicherungssysteme

im Geschäftsverkehr und stellt sicher, dass die

von elektronischen Kassen erzeugten digitalen Grundaufzeichnungen

durch eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung

geschützt werden müssen.

Bisher waren Taxameter und Wegstreckenzähler von der

KassenSichV ausdrücklich ausgenommen, jetzt werden

in den neu aufgenommenen

Paragrafen 6a und 6b die

Anforderungen genau definiert.

Diese müssen Taxameter und Wegstreckenzähler spätestens

bis 1. Januar 2024 erfüllen. Eine um zwei Jahre längere

Übergangsfrist wird allen Taxametern gewährt, die mit dem

INSIKA-System ausgestattet sind. Damit ist klar, dass INSIKA

zum Auslaufmodell wird.

Taxi Times hat in mehreren

Beiträgen über die Novelle

berichtet, ebenso über die

Kritik der Taxiverbände an

der Ausarbeitung. jh

Bundestag

beschließt

KassenSichV

nachts um

0.50 Uhr.

FOTOS: Adobe Stock / tournee (2), Adobe Stock / Cello Armstrong

12 2. QUARTAL 2021 TAXI


PBEFG-NOVELLE

Ohne Prüfung würden wiederum nur die

Kursbesuche derjenigen Schulungsorganisationen

anerkannt, die über ein entsprechendes

Zertifikat verfügen.

Für viele der aktuell existierenden Taxischulen

würde das bedeuten, dass sie sich

zertifizieren lassen müssen. Das ist ein aufwendiges

Verfahren. Der Bundesverband

Taxi- und Mietwagen e. V. (BVTM) spricht

sich unter anderem auch deshalb für eine

elektronische Prüfung aus, die zum Beispiel

von der IHK abgenommen werden

könnte. Der TVM, der sein Engagement

seit Neuestem auf ganz Bayern erstreckt,

spricht sich aus regionaler Sicht gegen die

IHK als Prüfinstanz aus (siehe Seite 14).

Zu den geplanten Inhalten der Fachkunde

(die dann wahrscheinlich

auch bundeseinheitlich definiert

werden) finden sich

im Gesetz nur sehr wenige

und spärliche Angaben.

Abgedeckt werden

sollen mit der Fachkunde

vor allen Dingen Aspekte

der Verkehrssicherheit, weshalb

künftige Taxi-, Mietwagen- und

GBV-Fahrer Kenntnisse über Unfallverhütungsvorschriften,

besondere Kindersicherungspflichten

und Überfallsicherheit

haben sollen. Die Qualifikationsnachweise

sollen zudem praxisorientierte Inhalte

haben und keine allzu hohen Anforderungen

aufweisen.

Das ist auch im Interesse der Branche:

„Das Taxi- und Mietwagengewerbe steht

bei der Personalgewinnung in Konkurrenz

zu anderen Branchen und wir sollten uns

davor hüten, für den Berufszugang zu hohe

Anforderungen zu stellen“, macht Präsident

Herwig Kollar die Haltung des Bundesverbands

Taxi- und Mietwagen e. V. (BVTM)

deutlich.

INHALT WIRD NOCH BERATEN

Mit der Ausarbeitung eines entsprechenden

Anforderungskatalogs beschäftigt sich zurzeit

das Bundesverkehrsministerium. Der

Taxi- und Mietwagenverband TMV, der vor

Kurzem gegründet wurde, hat hier bereits

Vorschläge unterbreitet. Der Bundesverband

Taxi und Mietwagen e. V. hat seine Vorschläge

mit Mitarbeitern des Verkehrsministeriums

erörtert. Sie orientieren sich an den

Ausführungen, welche der Verband schon

vor vielen Jahren als sogenannte „Kleine

Fachkunde“ der Politik vorgelegt hatte.

Falls bis zum Stichtag 2. August die

Inhalte der Fachkunde nicht festgelegt

wurden, gibt es für die nach Landesrecht

zuständigen Behörden die Möglichkeit,

unter Anwendung des § 74 FeV Ausnahmen

von den Vorschriften zu erlassen, indem sie

beispielsweise festlegen, dass ab 2. August

bis 31. Dezember 2021 ein P-Schein auch

ohne Nachweis einer Fachkunde ausgestellt

werden darf. Diese Möglichkeit haben die

Behörden übrigens bereits jetzt, weshalb

es durchaus sein kann, dass beispielsweise

die Münchner Führerscheinstelle auf

Anweisung schon vor dem 2. August auf

den Nachweis einer Ortskundeprüfung bei

Antragstellung eines P-Scheins für Taxi

verzichtet. In jedem Fall darf die Behörde

ab 2. August aber keinen Ortskundenachweis

mehr verlangen, denn die jetzige

Rechtsgrundlage verfällt am 2. August.

Bleibt zum Schluss noch das Fazit, ob

der Wegfall der Ortskundeprüfung gut oder

schlecht für das Taxigewerbe ist. Fakt ist:

Egal, ob jemand als Taxi-, Free Now-, Uberoder

Moiafahrer arbeiten will, für alle gilt

künftig die gleiche Voraussetzung: der

Nachweis einer Fachkunde. Somit sind die

Zugangsvoraussetzungen wieder auf einem

einheitlichen Level und der Wettbewerbsnachteil

ist ausgemerzt, der für Taxiunternehmen

bei der Fahrersuche seit dem

Wegfall der Ortskundepflicht für Mietwagen

entstanden war.

jh









TAXI 2. QUARTAL 2021

13


FACHKUNDE ODER

FAHRERTOURISMUS?

Welche Auswirkungen hat die Abschaffung der Ortskunde für das Münchner

Taxigewerbe? Aus Sicht des Verbandes gibt es Vor- und Nachteile.

Von der Ortskunde zur „kleinen

Fachkunde“ – sechs Wörter genügen,

um eine große Veränderung

zusammenzufassen, die ab Anfang August

gelten wird, wenn die Novelle des Personenbeförderungsgesetzes

(PBefG) in Kraft

tritt (siehe dazu auch S. 12). Ob wir vom

Taxiverband Bayern so ganz glücklich sein

sollen mit der Abschaffung der Ortskunde,

wissen wir noch nicht. Wir sehen Vorteile,

aber auch Nachteile.

VORTEILE

• Gleicher Arbeitsmarktzugang für alle:

Wesentlicher Vorteil ist unbestritten,

dass nun für alle, die den Personenbeförderungsschein

(P-Schein) haben wollen,

gleiche Voraussetzungen gelten. So muss

künftig jeder Interessent, egal ob er Mietwagen,

Pooling oder Taxi fahren möchte,

die kleine Fachkunde machen. Damit ist

die Gleichheit zum Arbeitsmarktzugang

hergestellt und wir erwarten, dass das

Angebot an Taxifahrern steigt.

• Wegfall aufwendiger Prüfungen: Noch

ist nicht abschließend geklärt, ob für

den Erhalt des P-Scheins eine „kleine

Fachkundeprüfung“ oder lediglich die

Bestätigung einer zertifizierten Ausbildung

notwendig ist. Nach allem, was zu

hören ist, soll aber eine Prüfung nicht

sehr aufwendig und leicht zu schaffen

sein. Kleine Bemerkung dazu am Rande:

Ausgerechnet die FDP, die zunächst alles

abschaffen wollte, plädiert nun für eine

nachhaltige und gründliche Prüfung.

NACHTEILE

• Wesentlichster Nachteil ist natürlich,

dass Taxifahren ohne Ortskunde eigentlich

ein Ding der Unmöglichkeit ist. Jeder

Praktiker kennt Beispiele, bei denen

Uber- oder Free-Now-Fahrer ungeniert

entgegen der Fahrtrichtung in Einbahnstraßen

oder regelwidrig durch Fußgängerzonen

fahren, wohl auch, weil selbst

das Lesen eines Navis auch gewisse

Fähigkeiten voraussetzt. Und wie peinlich,

wenn Touristen statt zum Marienplatz

zum Martinsplatz gebracht werden.

Statt zu den Sehenswürdigkeiten im

Stadtzentrum fährt der Ortsunkundige

also zum Friedhof, der sicherlich auch

sehenswert ist.

GEFAHR EINES MASSIVEN

QUALITÄTSVERLUSTES

• Damit einhergehend ist natürlich ein

massiver Qualitätsverlust zu erwarten,

den sich das Taxigewerbe ganz sicher

nicht leisten sollte. Hier hat der Gesetzgeber

die einzigartige Chance vertan,

der beruflichen Personenbeförderung im

Gelegenheitsverkehr die gleichen Qualitätsmerkmale

zugrunde zu legen, wie

sie jeder andere Berufskraftfahrer vom

Omnibus- bis zum Lkw-Fahrer erbringen

muss. Regelmäßige Module, die zur Verlängerung

des Führerscheins nötig sind,

würden dem Berufsbild insgesamt nützen.

So sind für die Qualitätssicherung

künftig die Zentralen in Eigenverantwortung

zuständig.

UNENTSCHIEDEN

• Ob Vorteil oder Nachteil, wird bislang

sehr unterschiedlich diskutiert. Die

einen freuen sich darauf, künftig mit

ihrem P-Schein als Fahrer in kurzfristigen

Arbeitsverhältnissen in ganz

Deutschland unterwegs sein zu können,

immer zu großen Messen in Berlin, Hamburg,

Köln oder München. Wo halt gerade

Geld zu verdienen ist.

FACHKUNDE MIT REGIONALEM

BEZUG

• Die anderen befürchten genau diese Art

des Fahrertourismus. Aus Münchner

Sicht stelle man sich vor, zum Oktoberfest

kommen alle die Personen, die gültige

P-Scheine haben, und sollen dann in

Taxis oder Mietwagen die Touristen zu

Zielen befördern, die weder die Touristen

nach zwei Maß Bier kennen noch die Fahrer.

Zu befürchten sind noch mehr Abzocke,

Betrug, Beschwerden und Unfälle als

bisher schon. Auch hier ist Eigenverantwortung

(und Solidarität!) der Unternehmer

und Zentralen notwendig.

• Konsequenz: Die Diskussion, ob in

Metropolregionen, Wirtschaftsgroßräumen

und Großstädten ein regionaler

Bezug in die kleine Fachkunde

einfließen soll, wird noch diskutiert

und ist noch nicht abgeschlossen. Ein

wilder und grenzenloser Fahrertourismus

kann aus Münchner Sicht nicht

gewünscht sein.

fh

FOTOS: Adobe Stock / Paolese, Adobe Stock / W. Heiber Fotostudio

14 2. QUARTAL 2021 TAXI


TAXIVERBAND BAYERN E. V. (TVB) I. GR.

AUS TVM WIRD TVB

In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung haben die Teilnehmer einer

Umbenennung in Taxiverband Bayern zugestimmt. Der Verband geht damit den

letzten Schritt einer Öffnung für ganz Bayern.

Wie bereits in der letzten Ausgabe

der Taxi Times berichtet,

hatte der Taxiverband

München (TVM) seine Öffnung für Mitglieder

aus ganz Bayern im Januar dieses

Jahres beschlossen. Laut Satzung konnte

davor jeder im Taxiverband München Mitglied

werden, der ein Taxiunternehmen

im Pflichtfahrgebiet München betreibt.

Bereits letztes Jahr wurde bei der Jahreshauptversammlung

die Diskussion

geführt, die Öffnung zumindest auch für

Oberbayern zu betreiben, um eine Organisationsstruktur

des Taxigewerbes für

den gesamten Wirtschaftsgroßraum München

zu erreichen.

Durch den Austritt des Landesverbands

Bayerischer Taxi- und Mietwagenunternehmer

aus dem Bundesverband (BVTM,

ehemals BZP) hat sich ergeben, dass kein

einziger bayerischer Verband die Interessen

des bayerischen Taxigewerbes über

den traditionellen Bundesverband in Berlin

vertreten konnte. Um diese Lücke zu füllen,

hatte der Vorstand des TVM zunächst

beschlossen, dem etablierten und bestens

vernetzten Bundesverband beizutreten.

Gleichzeitig wurde die Mitgliederversammlung

erfolgreich um die Zustimmung für

eine Satzungsänderung gebeten, um die

Öffnung des TVM auf den gesamten bayerischen

Bereich zu ermöglichen. Somit konnten

bereits seit Januar Taxiunternehmen,

aber auch Verbände aus ganz Bayern dem

TVM beitreten.

Im Zuge das Aufbaus einer bayerischen

Organisationsstruktur wurde erkennbar,

dass die bereits diskutierte Namensänderung

schneller notwendig war als zunächst

gedacht. Die einberufene außerordentliche

Mitgliederversammlung hat die Namensänderung

einstimmig und ohne Enthaltung

angenommen. Damit heißt der Taxiverband

München nun offiziell Taxiverband Bayern,

wird aber intern eine eigene Münchner

Abteilung behalten.

REFORM BEIM WAHLRECHT

In weiteren Abstimmungen wurden auch

zusätzliche notwendige Satzungsänderungen

einstimmig beschlossen. So gibt es

nun eine neue und gerechtere Stimmenverteilung

bei Wahlen. Größere Unternehmen,

Verbände oder Zentralen, die nun

auch Mitglied werden können, haben zwar

einen höheren Stimmenanteil, können aber

gleichzeitig nicht zu viel Einfluss nehmen.

Die Änderungen müssen nun noch

ins Vereinsregister eingetragen werden,

danach ist die Öffnung als bayerischer

Verein abgeschlossen. Die neue Website

ist gerade im Aufbau, dort wird es dann

auch einen Mitgliederbereich geben. Die

Mitgliedschaft im Verband kann vorübergehend

noch mit den alten Formularen des

TVM erfolgen, neue Beitrittserklärungen

gibt es im Büro des TVB in der Rosenheimer

Straße. Für die Mitteilungen an die

Mitglieder nutzt der TVB weiterhin die

Regionalausgabe der Taxi Times München.

Der Verlag stellt dem Verband dafür kostenlos

Seiten zur Verfügung, die der TVB mit

redaktionell eigenverantwortlichen Inhalten

füllt.

fb

München

TAXIVERBAND BAYERN E. V. (TVB) I. GR.

Rosenheimer Straße 139

81671 München

Tel. / Verband: +49 (0)89 / 45 05 41 13

Tel. / Taxischule: +49 (0)89 / 49 00 44 94

E-Mail: info@taxiverband-muenchen.de

www.taxiverband-muenchen.de

Presserechtlich verantwortlich für

die TVB-Seiten: Florian Bachmann

Redaktion: Florian Bachmann (fb)

Arbeits- und Verkehrsmedizin Kirchheim GmbH & Co.KG

Alle Untersuchungen für Erwerb und Verlängerung von Führerscheinen zu

besonders freundlichen und fairen Konditionen mit oder ohne Anmeldung.

FOTO: Adobe Stock / Instantly

Am Brunnen 17

85551 Kirchheim

Nähe Messe Riem

Tel.:

oder:

oder:

Wir haben für Sie geöffnet:

089/9036110

089/991880-0

089/9033366

www.verkehrsmedizin-dr.hingerle.de

info@verkehrsmedizin-dr.hingerle.de

Montag bis Freitag von 08:00 bis 12:00 Uhr

Montag und Donnerstag von 14:00 bis 18:00 Uhr

TAXI 2. QUARTAL 2021

15


ISARFUNK TAXIZENTRALE

ISARFUNK COURIER –

NACHGEHAKT …

Anfang März ging die neue Unternehmenssparte für Stadtkurierdienstleistungen

bei der Münchner Taxizentrale IsarFunk an den Start. Zeit für ein kleines Resümee.

Rund 60 Kurierkunden ließen sich bis heute bei IsarFunk

registrieren – überwiegend aus der Gastronomie. Sie schätzen

die zuverlässige Schnelligkeit der Taxikuriere, legen

aber auch besonderen Wert auf eine Kalkulierbarkeit der Kosten. Bei

bis zu 400 Essensfahrten monatlich pro Kunde nur zu verständlich.

Für IsarFunk stand von Anfang an fest: Nur mit fixen Tarifen

und Preisen kann man die Kunden überzeugen. Die Preisermittlung

via Taxameter ist mit ihrem Zeittarif für viele ein Auslaufmodell

und spätestens für das Kuriergeschäft untauglich. Dafür

sprechen auch die Bestellzahlen von Kunden, die bisher Taxameterpreise

bezahlten – sie gehen nach oben.

Neben der anhaltend steigenden Nachfrage nach Essenslieferungen

erwartet IsarFunk nun auch Zuwächse bei den klassischen

Kurierfahrten. Der Vertrieb ist bereits seit einiger Zeit bei den

entsprechenden Zielgruppen im Einsatz. Die Resonanz ist gut.

Erfahrene Kurierkunden schätzen die moderne Abwicklung mit

Statusmails statt Fahrschecks.

GEBÜNDELTE AUFTRÄGE KOMMEN

Mit der angestrebten, steigenden Auftragsdichte steigt auch der

Umsatz pro Kilometer für die inzwischen 250 registrierten Kuriertaxis.

Noch sind gebündelte Aufträge nur vereinzelt umsetzbar,

aber für IsarFunk ist es eine Frage der Zeit, bis der überwiegende

Teil der Bestellungen kombiniert werden kann.

Begünstigt wird dies durch die vor Kurzem erfolgte Ausdehnung

der Kuriertarife auf Barfahrten. Mit ihr ist die Entkopplung

der Gütertransporte vom Taxitarif bei IsarFunk komplett vollzogen.

BLITZE? FEHLANZEIGE!

Ein weiterer Grund zum Optimismus ist die ausgezeichnete

Arbeitsqualität der Kollegen auf der Straße, die sich unter anderem

in einer extrem niedrigen Reklamationsquote niederschlägt.

Darauf hat sicher auch die Qualität der Aufträge Einfluss. Der

Anteil von Stornierungen oder Blitzen war mit 0,78 Prozent im

März in diesem Segment auf rekordverdächtig niedrigem Niveau.

FOTO: Adobe Stock / Iryna

16 2. QUARTAL 2021 TAXI


ISARFUNK TAXIZENTRALE

Für den Fahrer werden alle Informationen zum Auftrag detailliert

auf dem Display aufbereitet. Die Reihenfolge der anzufahrenden

Adressen ist vorgegeben. Arbeitet er nach diesen Daten, kann

kaum etwas schiefgehen.

Für das Call-Center hingegen sind die Anforderungen eines

Stadtkuriers ein Kraftakt. Die Kurieraufträge erfordern aufgrund

der größeren Datenmenge einen höheren Aufwand, ohne dass

dabei auf die nötige Sorgfalt verzichtet werden darf.

Die Disponenten werden von der Vermittlungssoftware zwar

gut unterstützt, dennoch müssen sie im Kundengespräch unter

anderem den geeigneten Tarif empfehlen und erklären können.

Der Schulungsbedarf ist entsprechend hoch. In der Regel hat es

der Disponent aber mit versierten Kurierbestellern zu tun, die

wissen, worauf es ankommt und welche Informationen sie vorhalten

müssen.

FAHRER UND VERTRIEB – EIN MARKETING-TEAM

Noch ist das Fahrzeugangebot auf Pkw und Kombis beschränkt.

Komplettiert wird es später durch den Einzug von Kleintransportern

in die Flotte. Auch Fahrradkuriere für Kurzstreckenfahrten

werden hinzukommen.

Zunächst gilt es jedoch, die Münchner Firmen auf den neuen

Anbieter aufmerksam zu machen. Das Vertriebsteam hofft dabei

auf die Mitwirkung der Taxikuriere. Denn bei einem Transport

ist häufig eine der beiden Adressen ein potenzieller neuer Kunde.

Ein freundlicher Hinweis, dass die Ware von IsarFunk Courier

befördert wurde, kann die gewünschte Aufmerksamkeit erregen.

ISARFUNK TAXIZENTRALE GMBH & CO. KG

Rosenheimer Straße 139, 81671 München

Telefon / Taxiruf: 089 / 450 540

Telefon / Verwaltung: 089 / 450 54-100

E-Mail: verwaltung@isarfunk.de

www.isarfunk.de,

www.facebook.com/isarfunk450540

Redaktion: Jürgen Dinter

presserechtlich verant wortlich

für die IsarFunk-Seiten: Christian Hess

In den nächsten Wochen erhalten die Fahrer dazu unterstützende

Mini-Flyer.

FAZIT

Stadtkurier mit Taxi funktioniert. Mehr noch: Jede Taxizentrale

sollte sich angesichts der immer schneller drehenden Märkte mit

diesem zweiten Standbein beschäftigen. Schließlich sind die Ressourcen

wie Fahrer, Call-Center und Vermittlungssoftware bereits

vorhanden. Kann man dann noch die Taxischnelligkeit mit einem

vernünftigen Festpreismodell verknüpfen, sollte sich bald der

gewünschte Erfolg einstellen.

jd

KUNDENBINDUNG MIT BUSINESSPORTAL

Moderne und zukunftsgewandte Taxizentralen zeichnen

sich durch Flexibilität aus, mit der auf die Kundenwünsche

eingegangen werden kann und womit dann letztendlich

auch ein zusätzliches Geschäftsfeld wie das „Courier“-Projekt

aufgebaut oder eine stärkere Kundenbindung erzielt

wird. Die Züricher Taxizentrale 444, die wie IsarFunk dem

taxi.eu-Netzwerk angehört, stellt ihren Kunden beispielsweise

ein Business-Portal zur Verfügung, das die Fahrtenverwaltung

für eine weltweit agierende Consulting-Firma

einfacher und effizienter gestaltet.

Das Portal beinhaltet eine einfache Fahrtenbuchung,

eine sofortige Zuteilung auf die richtige Kostenstelle des

Unternehmens sowie eine automatisierte und bargeldlose

Abrechnung am Ende der Fahrt. „Mit zwei Klicks kann

man Mitarbeiter erfassen, einen Link versenden und schon

sind die Mitarbeiter berechtigt, auf Firmenkosten Fahrdienstleistungen

in Anspruch zu nehmen“, erklärt Robert

Abel, CEO bei fms/Austrosoft, die Nutzung des Business-

Portals.

Die Verantwortlichen von 444 haben bereits deutliche

Signale von den zufriedenen Großkunden erhalten, diese

zentrale Buchungs- und Abrechnungsmöglichkeit nicht

nur für Zürich anzubieten, sondern auch auf jene Städte

auszudehnen, in denen die Unternehmen weitere Betriebssitze

haben, unter anderem auch München. Um das zu

realisieren, ist eine Vernetzung mit anderen Zentralen

geplant. Zürich ist gerade dabei, dies in die Wege zu

leiten.

jh

ER -TAX

GmbH

Taxameterdienst & Taxi-Ausrüstung

Frankfurter Ring 97 · 80807 München

Telefon 089 30748047

Ihr Ansprechpartner: Andreas Gialamas (GF)

kontakt@er-tax.de

• Spiegeltaxameter

Taxi-Dachzeichen

• Cey-System

• Sprechfunkgeräte

• Datenfunk-Systeme

Taxi-Notalarmanlagen

• Quittungsdrucker

• Lichtschranken-/Sitzüberwachung

• Konformitätsbewertung

ER-TAX – für Ihren Erfolg

UNTER

STÜTZER

DES TAXI

GEWERBES

TAXI 2. QUARTAL 2021

17


KUNDENSERVICE

Nach dem Log-in

wird der Fahrgast

auf eine personalisierte

Seite geleitet.

Stina Perbandt,

Projektleiterin E-Taxi

Hotspot bei der

Deutschen Telekom

INTERAKTION

MIT DEN FAHRGÄSTEN

Für viele Taxiunternehmen stellt das Angebot eines drahtlosen Internetzugangs

technisch kein Problem mehr dar. In München wird gerade eine erweiterte Stufe

dieses speziellen Kundenservices ausprobiert.

Die notwendige Technologie, um

einen Internet-Hotspot einzurichten,

hat sich in den letzten Jahren

stark weiterentwickelt. Je nach Anspruch

kann der Weg zum drahtlosen Internet

sehr unterschiedlich gegangen werden.

Da gibt es die Fahrer, die ihr Handy als

Hotspot zur Verfügung stellen, oder die

Unternehmer, die ihr Fahrzeug mit einem

sogenannten WLAN-Stick für offenes

WLAN ausstatten.

Die Deutsche Telekom pilotiert derzeit

eine Technologie, die neben dem Angebot

eines freien Internetzugangs zusätzlich

auch noch das WLAN für die Eigenwerbung

einsetzt. „Beim Telekom-Hotspot sind die

besten Tools für das Marketing bereits voll

integriert“, sagt Stina Perbandt, die das

Projekt bei der Telekom durchführt. „Der

Unternehmer hat die Möglichkeit, seine

Startseite individuell zu gestalten, und

setzt so schon bei Fahrtantritt die ersten

positiven Akzente. Die Einblendung von

Videos und Banner, die Durchführung von

Kampagnen oder Blitzumfragen sowie das

Surfen im Internet sind nur ein paar Möglichkeiten

der Telekom-Hotspot Suite“.

Für Perbandts Kollege Thomas Sell ist

die Besonderheit die Interaktion mit den

Fahrgästen. Unternehmen und Taxizentrale

können sich dem Fahrgast vorstellen und

zusätzliche Dienstleistungen bewerben.

DIE PILOTIERUNG LÄUFT

Das Projekt, welches derzeit in Zusammenarbeit

mit Taxiunternehmern läuft, wird

speziell in E-Taxen pilotiert. Der Unternehmer

kann in jedem Taxi individuell

die gewünschten Tools einsetzen und hat

immer eine Kontrolle über das Nutzungsverhalten

und den Datenverbrauch. Eigene

Parameter für die Nutzung des Internets

können ebenso individuell eingestellt werden

wie zum Beispiel die Dauer der Nutzung

oder der maximale Datenverbrauch

je Fahrgast. Neue Serviceleistungen – die

bereits aus dem ÖPNV bekannt sind – stehen

hier im Vordergrund.

Die notwendige Hardware ist für die

Fahrgäste unsichtbar im Kofferraum verbaut.

Damit das Serviceangebot auch wahrgenommen

wird, weisen entsprechende

Aufkleber darauf hin. Neben dem Einbau

der Hardware wird im Rahmen des Projektes

auch das Zusammenspiel zwischen

Mobilfunk, Hotspot-Suite und Technik

(Router) erprobt und die Akzeptanz der

Fahrgäste und deren Feedback abgefragt.

In München sind zehn E-Taxis des

Münchner Taxi Zentrums (MTZ) probeweise

mit der Telekom-WLAN-Technologie ausgestattet.

Dessen Geschäftsführer Gregor

Beiner versteht den Service als Zeichen der

Zeit. Bereits jetzt setzten viele Personenbeförderer

im ÖPNV auf WLAN. Andererseits

kann das Taxi mit diesem Angebot auch

Kundenbindung generieren, denn ein guter

Service bleibt im Gedächtnis der Fahrgäste.

Wichtig dabei: Hat sich ein Fahrgast einmal

eingeloggt, wird er bei der nächsten Taxifahrt

sofort wiedererkannt und ist somit

automatisch wieder im WLAN-Netz. sg

DAS AUTOHAUS FÜR TAXIFAHRZEUGE

WEG MIT DER

ALTEN KAROSSE

Wir kaufen Ihr gebrauchtes Taxi. Sie bringen uns Ihre Taxe

und wir spendieren Ihnen ein Mittagessen in Bad Tölz.

Gewerbering 18

83646 Bad Tölz

Tel. 08041 7889-0

www.taxifahrzeuge.de

UNTER

STÜTZER

DES TAXI

GEWERBES

UNTER

STÜTZER

DES TAXI

GEWERBES

FOTOS: MTZ, Deutsche Telekom

18 2. QUARTAL 2021 TAXI


LONDONER LEGENDE TRIFFT

MÜNCHNER GEMÜTLICHKEIT

JETZT BEI AUTOHAUS MÜNCHEN TESTEN

WWW.AUTOHAUS-MUENCHEN.DE

TAXI-UMBAU

999 € 2

SERIENMÄSSIGE

TRENNSCHEIBE

JETZT NUR

Jetzt informieren.

Wir beraten Sie gern.

Telefon: 089 444 537 80

E-Mail: verkauf@autohaus-muenchen.de

LEVC TX: Energieverbrauch kombiniert 1 0,9 l Benzin und 23,4 kWh Strom pro 100 km, CO2-Emissionen kombiniert 1 19 g/km, Elektrische Reichweite:

kombiniert 101 km, innerstädtisch 126 km

Werte gemäß WLTP Testzyklus. Verbrauch, CO2-Emissionen und Reichweite eines Fahrzeugs hängen nicht nur von der effizienten Ausnutzung

des Kraftstoffs durch das Fahrzeug ab, sondern werden auch vom Fahrverhalten und anderen nichttechnischen Faktoren beeinflusst.

1

Gewichtete Werte sind Mittelwerte für Kraftstoff- und Stromverbrauch von extern aufladbaren

Hybridelektrofahrzeugen bei durchschnittlichem Nutzungsprofil und täglichem Laden der Batterie.

2

UVP der London EV Company Ltd., informieren Sie sich über die individuellen Angebote

und Endpreise bei Ihrem LEVC Partner, z. B. bei Autohaus Koch.


NEWS

NEWSTICKER

BROTZEIT VOM

AUGUSTINER

TEURE ABHOLUNG EINES BLINDEN

FAHRGASTES

Vor dem Haus des Blindenbundes hatte ein

Fahrer auf dem dortigen Sonderparkplatz

für Schwerbehinderte sein Taxi kurzzeitig

abgestellt. Als er mit seinem Fahrgast im

Rollstuhl aus dem Gebäude des Blindenbundes

zurückkam, fand er einen Strafzettel

über 35 Euro vor, obwohl er ein von der

Taxizentrale erstelltes Hinweisschild ausgelegt

hatte.

Personal der Taxi München eG und des Augustiner-Kellers bei der Verteilung

der grünen Brotzeittüten am Taxistand.

Das erschien ihm ungerecht, unverhältnismäßig

und praxisfremd.

Noch im Beisein des Fahrgastes nahm

er telefonisch Kontakt zu dem Polizeirevier

auf, zu dem der Beamte gehört, der

das Ticket ausgestellt hatte.

Er schilderte den Vorgang mit der

besonderen Betonung darauf, dass dieser

Platz genau für diesen Fall vor diesem

Anwesen eingerichtet worden ist. Dort

werden tagtäglich und regelmäßig behinderte

Personen auch mit Taxis geholt und

gebracht. Es nützte nichts.

Der daraufhin eingelegte Einspruch mit

ausführlicher Begründung wurde dann

allerdings formal zurückgewiesen, obwohl

der Taxifahrer eine Kopie des Schwerbehindertenausweises

des von Geburt an blinden

und schwer gehbehinderten Fahrgastes in

Kopie beigefügt hatte.

Die Behörde hatte ihre Ablehnung unter

anderem damit begründet, dass es freie

Stellplätze gebe. In der Realität sind diese

jedoch mit einem temporären Halteverbot

versehen.

Fazit: Diese trockene formalistische

Zurückweisung lässt nur den Schluss

zu, dass Taxis lieber in zweiter Reihe stehen

bleiben sollen. Oder sie zaubern den

Schwerbehindertenausweis aus dem vierten

Stock herbei, um ihn im Taxi auszulegen.

ml

Christian Vogler geht es wie allen Wirten und Restaurantbesitzern: Sein

Lokal, der Münchner Augustiner-Keller, ist seit Monaten zwangsgeschlossen

– weshalb nicht nur ihm die (Stamm-)Gäste fehlen, sondern den

Münchner Taxifahrer*innen auch die Fahrgäste, die Vogler und sein Personal

nach Speis und Trank bei der Münchner Taxizentrale bestellen. In

Zeiten vor Corona wurden täglich unzählige Taxis gerufen und immer

waren sie schnell und verlässlich zur Stelle oder warteten am Bedarfsstandplatz

direkt vor dem Ausgang.

Vogler hat sich nun für diese jahrelange und gute Zusammenarbeit

bedankt. Er ließ Anfang März mehrere Hundert Brotzeittüten an vielen

Taxistandplätzen im Stadtgebiet verteilen. Die Taxi München eG bedankte

sich für diese tolle Geste.

jh

TAXI-GUTSCHEINE

VON RADIO

ARABELLA

Seit März finden bis August an insgesamt 16 Wochenenden Bauarbeiten

auf der Stammstrecke der Münchner S-Bahn statt, die dann jeweils zu

Takteinschränkungen und Zugausfällen führen. Für die Nutzer der S-Bahn

bedeutet dies zusätzlichen Zeitaufwand und umständliche Orientierung.

Um zumindest einigen Fahrgästen das Leben zu erleichtern, hat sich die

Münchner Taxigenossenschaft entschlossen, zusammen mit Radio Arabella

für jedes Bau-Wochenende je zehn Taxigutscheine im Wert von bis

zu 50 Euro zu verlosen. Wer an der Verlosung teilnehmen möchte, muss

sich beim Radiosender anmelden und dort seinen Fahrtwunsch anmelden.

Der Start muss im Stadtgebiet liegen, Ziel darf auch im Raum vor der Stadt

sein. Wer gewonnen hat, erhält von Radio Arabella einen Code, mit dem

er die gewünschte Fahrt dann bei der Taxizentrale anmeldet. Für den von

der Zentrale beauftragten Taxifahrer ist es eine übliche bargeldlose Rechnungsfahrt.

Radio Arabella und Taxi München eG wollen mit ihrer Aktion einen

Beitrag zur Belebung des in Corona-Zeiten arg gebeutelten innerstädtischen

Einzelhandels leisten, indem sie ihnen mit dem Taxi die Kunden

bringen oder auch diese bepackt mit Einkäufen nach Hause fahren. Und

den Taxigutscheingewinnern natürlich auch eine positive Erfahrung mit

Ihrem Taxi ermöglichen.

ml

FOTOS: Lange, Taxi München eG

20 2. QUARTAL 2021 TAXI


IHK

TAXIVERTRETER IN DER IHK

Im April konnten Unternehmer aus München und Oberbayern ihre Vertreter in die

Gremien der gleichnamigen IHK wählen. Aus dem Münchner Taxigewerbe haben

sich zwei Unternehmer aufstellen lassen.

Gregor Beiner (35) ist Geschäftsführer

des Münchner Taxi Zentrums

mit Betriebssitz in Schwabing.

Er betreibt eine Flotte mit 80 Taxis, die

ausnahmslos mit Hybridtechnik oder

vollelektrisch unterwegs sind. Beiner ist

Mitglied bei der Taxi München eG und bei

der IsarFunk Taxizentrale und vertritt die

Inte ressen des Münchner Taxigewerbes

als Vorstand des Taxiverbands München

(TVM). Vor kurzem wurde der Jungunternehmer

auch in den Vorstand des Bundesverbands

Taxi und Mietwagen e. V. BVTM

gewählt.

Andreas Mekidiche (61) ist Münchner

Taxiunternehmer und legt mit seinem

Unternehmen Airport Transfer Munich den

Fokus auf Flughafenfahrten. Zu seiner Flotte

zählen dieselbetriebene Kombimodelle,

Luxuslimousinen und Großraumfahrzeuge.

Mekidiche ist Mitglied der Taxi München eG.

Beiner und Mekidiche kandidierten

beide neben fünf weiteren Bewerbern aus

anderen Branchen für je einen der fünf

Sitze im Regionalausschuss für die Region

„Landeshauptstadt München“ innerhalb

der Wahlgruppe A „Industrie, Verkehr und

Logistik“. Als Mitglied eines Regionalausschusses

berät man aktiv die kommunale

und regionale Politik sowie die Verwaltung

seines Bezirks in allen wirtschaftsrelevanten

Themen. Die Positionen werden vorher

in gemeinsamen Sitzungen der regionalen

Wirtschaft erarbeitet.

Mekidiche kandidiert darüber hinaus

auch für die Vollversammlung. Ein Mitglied

der Vollversammlung nimmt direkten Einfluss

auf die Arbeit der IHK, beispielsweise

bei der Festlegung der IHK-Leitlinien zu

wichtigen wirtschaftspolitischen Fragen

Gregor Beiner

oder bei der Mitentscheidung zur Verwendung

der finanziellen Mittel.

Die Ziele, mit denen sich Beiner und

Mekidiche innerhalb der IHK einbringen

wollen, definierten beide auf den Kandidatenseiten

zur IHK-Wahl.

Andreas Mekidiche

UNTERNEHMER MIT KNOW-HOW

Beiner möchte das Wissen durch die

Inbetriebnahme der ersten vollelektrischen

Taxiflotte Deutschlands inklusive

der Entwicklung eines E-Mobilität-Hubs

ebenso einbringen wie die Erfahrungen

seiner Arbeit in unterschiedlichen politischen

Verbandsgremien. Für den Mehrwagenunternehmer

ist dabei klar, dass das

Know-how möglichst vieler verschiedener

Teilnehmer im Verkehrswesen benötigt

wird, um die Entwicklung zu einer Stadt

der Zukunft erfolgreich zu gestalten.

Auch Mekidiche gibt an, seine Erfahrung,

die er in über 30 Jahren gesammelt

hat, in die IHK-Gremien einbringen zu wollen.

Für die Landeshauptstadt München

will der Unternehmer durch seine Mitgliedschaft

erreichen, dass die Stimme der Wirtschaft

Gewicht und Gehör bekommt.

Beiner wird bei diesem Punkt konkreter:

„Es ist mein großes Interesse, dass

unsere Region Vorreiter in der E-Mobilität

bleibt, es zur Stärkung der Personenbeförderung

in der politischen Debatte kommt

und die Unterstützung für lokale Unternehmen

wächst“, schreibt Beiner auf der

IHK-Homepage. „Dies beinhaltet auch gerade

den Schutz des Mittelstandes vor mit

illegalen Methoden agierenden globalen

Unternehmen.“

Das Ergebnis der Wahl stand zum

Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch

nicht fest. Taxi Times informiert auf seiner

Münchner Website, zu finden über den

hier abgebildeten QR-Code.

jh.

Das Wahlergebnis.

Tarifumstellung aller Fabrikate ohne Termin möglich!

FOTOS: mtz, privat

Adler Taxameter & Funktechnik GmbH

80939 München • Heidemannstr. 37

Tel.: 089 – 255 44 114

info@adler-taxameter.de

www.adler-taxameter.de

• Spiegeltaxameter

• Taxameter

• Fiskaltaxameter

• Wegstreckenzähler

• Cey-Abrechnungssystem

• iButton-Abrechnungssystem

• NFC-Abrechnungssystem

• Digitale Schichtaufzeichnung

• Magnet / Bügel Dachzeichen

• Quittungsdrucker

• Datenfunksysteme

• Sprechfunksysteme

• Sitzkontakte

Taxi-Mietwagen Alarmanlage

Taxi-Zubehör

• Handy / Tablet Halterungen

• Dashcam

• GPS-Ortungssysteme

TAXI 2. QUARTAL 2021

21


TAXI-DEMO

PROTEST AUF

DER STRASSE

Im März platzte den Taxi-Verantwortlichen der

Kragen. Weil alle politischen Gespräche nichts

brachten, organisierte man eine Taxi-Sternfahrt aus

vier Himmelsrichtungen zur Theresienwiese.

Rund 600 Taxis aus München und

Bayern waren am frühen Nachmittag

des 24. März auf der Theresienwiese

zusammengekommen. Es war der

Abschluss einer Sternfahrt aus vier Himmelsrichtungen.

Ihre Hauptforderung: politische

Solidarität mit einer Branche, die

ihre gesellschaftliche Aufgabe der Daseinsvorsorge

täglich erfüllt, aufgrund des Lockdowns

in Dauerschleife allerdings seit

Monaten existenzielle Umsatzeinbußen

hinnehmen muss.

„Rund 900 Taxikonzessionen wurden

alleine seitens der Münchener Taxiunternehmen

in den vergangenen Monaten

gezwungenermaßen

stillgestellt oder

zurückgegeben“,

hatten die Vertreter

des Landesverbands

Bayern, des Taxiverbands

München

sowie der beiden

Taxizentralen IsarFunk und Taxi-München

eG in einer gemeinsamen virtuellen Pressekonferenz

wenige Stunden vor der Demo

berichtet. 900 Taxis sind rund ein Drittel

aller Münchner Taxis. Die noch verbleibenden

Fahrer und Unternehmen sprechen von

einem Umsatzeinbruch von annähernd

85 Prozent im Vergleich zu den Vorjahren.

„Das Taxi stirbt in der Pandemie“, sagte

Florian Bachmann, Vorstand des Taxiverbands

München e. V. Er kritisierte die

Politik, der es am konkreten Willen zur

»Das Taxi stirbt in

der Pandemie.«

Florian Bachmann, Vorstand des

Taxiverbands München e. V.

Unterstützung mangele. Für ausbleibende

Fahrgäste erhalten Taxiunternehmen keinerlei

Ausgleich, obwohl die Inhaber einer

Taxikonzession zu einem funktionierenden

Service rund um die Uhr verpflichtet

sind. Auch wenn Businessfahrten oder

Restaurantgäste ausbleiben, beanspruchen

Betagte oder Behinderte den Service Taxi,

müssen Krankenfahrten und Schülerfahrten

stattfinden. „Der Service ist einerseits

gesellschaftlich gewollt, andererseits fehlt

jeglicher Ausgleich“, bemängelte Bachmann.

Für die Taxivertreter ist nur schwer

nachvollziehbar, warum manche Branchen

massive finanzielle Unterstützung erhalten

und andere nahezu

leer ausgehen.

„Überbrückungshilfen,

vergleichbar

mit Ladenmieten

für geschlossene

Geschäfte, Hotels

oder Gastronomie,

gibt es fürs Taxi nicht.“ Eine staatlich verordnete

geschlossene oder reduzierte Gastronomie

und Hotellerie sowie geschlossene

Messehallen nehmen dem Taxigewerbe

ohne jegliche Ausgleichszahlungen einen

Großteil seines notwendigen Einkommens.

„Der Taxiservice verschwindet leise, einfach

als Kollateralschaden in der Pandemie.

Wir alle verlieren scheinbar selbstverständliche

Services, die wir als Daseinsfürsorge

gewohnt sind“, verdeutlichte Thomas Kroker,

Vorstand der Taxi-München eG.

Kaum eine Branche vereinbart Tradition und

Moderne so gut wie das Taxigewerbe. Das

wurde auch bei der Sternfahrt sichtbar.

Die Veranstalter Christian Hess, Thomas

Kroker und Gregor Beiner (v. l.).

Während also Lufthansa und andere

Großkonzerne finanzielle Hilfen in Milliardenhöhe

erhalten, die Gastro- und

Hotelbranche zumindest größtenteils ihre

Umsatzeinbußen erstattet bekommt, rutschen

Taxiunternehmer durch das Hilfe-

Raster. In der Pressekonferenz erläuterten

die Taxi-Verantwortlichen, warum das so

ist: „Taxifahrer sind häufig Kleinstunternehmer,

der Betriebspflicht folgend oft mit

ein oder zwei Angestellten. Zwar können

Teile der Betriebe vorübergehend stillge-

FOTOS: IsarFunk, Taxi Times,

22 2. QUARTAL 2021 TAXI


TAXI-DEMO

Der Parkplatz am Münchner Messegelände war

einer von vier Startpunkten der Sternfahrt.

legt werden, wer aber an der Servicepflicht

rund um die Uhr festhält, dem steht die

Idee von Kurzarbeit entgegen. Dabei gilt

grundsätzlich: Die Personalkosten werden

nur zu 20 Prozent als Betriebsausgaben

anerkannt.“

DER CORONA-TEUFELSKREIS

Daraus ergibt sich dann ein Teufelskreis:

„Sind die Mitarbeiter in Kurzarbeit, fährt

nur noch der Chef selbst, um Behinderten-,

Schüler- und Krankenfahrten aufrechtzuerhalten.

Dabei ist das Fahrzeug der stärkste

Kostenfaktor im Gewerbe. Da ein Taxi

nur wirtschaftlich ist, wenn das Fahrzeug

rund um die Uhr Erlöse einfährt, geben

mehr und mehr Taxiunternehmer auf.“

All dies wurde der Politik in den zurückliegenden

Monaten in zahlreichen Gesprächen

verdeutlicht. Es wurden

Vorschläge für direkte und indirekte

Hilfen unterbreitet, Konzepte

für die Durchführung und

Abrechnung von Taxifahrten zu

Impfzentren vorgelegt etc. Zu

konkreten Maßnahmen führten

diese Gespräche nicht. „Zwar

befürworten alle politischen

Die Botschaften

der Sternfahrt.

Gesprächspartner die vorgelegten Konzepte

als gut und sinnvoll, doch für sozial solidarische

Leistungen fehlt der politische

Wille. In den Gesprächen skizziere stattdessen

jeder die Verantwortung bei anderen:

die Kommunen beim Bund, der Bund

bei der Landesregierung und diese bei

Kommunen“, so das traurige Fazit und der

mit großem Kopfschütteln verbundene Vorwurf

an die politisch Verantwortlichen.

Konkret fordern die Verbände seit

Monaten unter anderem einen Unternehmerlohn

(finanzielle Hilfen für Unternehmer)

für das Gewerbe in Form einer

Ausgleichszahlung pro Konzession in

Höhe von 3.000 Euro, die Übernahme der

Fahrzeugfinanzierungskosten zu mehr als

50 Prozent, die Übernahme der Personalkosten,

die durch die Betriebspflichten

entstehen, sowie ein Gutscheinsystem für

vulnerable Gruppen zur Nutzung des

Taxis auf dem Weg zur Arbeit und für

Fahrten auf dem Weg zu den Test- und

Impfzentren.

„Unser Gewerbe hat über Monate selbstlos

gehandelt, als es galt, mit Freifahrten

systemrelevante Berufsgruppen wie Ärzte

und Ärztinnen, Krankenschwestern und

Pfleger zu entlasten und zu unterstützen.

Diese Solidarität würden wir uns seitens

der Politik auch wünschen“, sagt Christian

Hess, Geschäftsführer der IsarFunk Taxizentrale.

Gregor Beiner vom Taxiverband

München ergänzt: „Die Konzepte sind

einfach: Wir erbringen eine

bezahlte Leistung, die dem Allgemeinwohl

zugutekommt und den

Weg aus der Pandemie beschleunigt.

Das spart sogar langfristig

Kosten. Würde man solidarisch

denken, könnte unser Gewerbe

zum Nutzen vieler die Pandemie

überstehen.“

jh

WAS HAT DIE STERNFAHRT

BEWIRKT?

Gerne hätten wir an dieser Stelle über

eine positive Reaktion seitens der

Politik berichtet, doch auch nach der

Sternfahrt war die Bayerische Staatsregierung

nicht willens, dem Taxigewerbe

zu helfen. Keine der Forderungen wurde

erfüllt. Deshalb muss diese Spalte leider

leer bleiben …

Dr. J. Cichon

Dr. Cichon & Partner*

Rechtsanwaltskanzlei in München Neuhausen seit 1962

M. Werther*

Fachanwältin: Verkehrsrecht

Zivilrecht / Unfallschadenregulierung

Tätigkeitsschwerpunkte

S. v. Kummer*

Fachanwalt: Familienrecht

Sozialrecht / Erbrecht

Dr. B. Schwerdt*

Fachanwältin: Strafrecht

Bußgeldsachen

N. Nöker*

Fachanwältin: Arbeitsrecht

Verwaltungsrecht / Fahrerlaubnisrecht

M. Wunderlich-Serban

Fachanwältin: Mietrecht

Privatinsolvenzen

A. Friedmann

Gewährleistungsrecht

Reiserecht

Johann-von-Werth-Straße 1, 80639 München, Tel.: 089 / 13 99 46-0, Fax: 089 /16 59 51

TAXI 2. QUARTAL 2021

23


STADTPOLITIK

VERLÄNGERUNG

NACH KURZER

UNTERBRECHUNG

Anfang Mai hat der Münchner Stadtrat beschlossen, das Frauen-Nacht-Taxi

unverändert fortzusetzen. Damit bekommen Frauen weiterhin Taxi-Gutscheine als

Anreiz für die nächtliche Taxinutzung.

Das Münchner Frauen-Nacht-Taxi

(FNT), für das die Stadt eine eigene

Homepage errichtet hat (frauennachttaxi-muenchen.de),

sieht einen

Zuschuss über fünf Euro pro Fahrt in

Form eines Gutscheins vor. Es können völlig

anonym drei Gutscheine pro Besuch bei

vielen Dienststellen der Stadt abgeholt werden

– auch durch auswärtige Frauen und

Touristinnen. Auf Nachfrage hat das Kreisverwaltungsreferat

bestätigt, dass die Ausgabe

der Gutscheine nach dem offiziellen

Ende unterbrochen worden war, aber zwischenzeitlich

wieder aufgenommen wurde.

Im kommenden Herbst wird sich der Stadtrat

erneut mit dem FNT befassen.

Das Münchner Frauen-Nacht-Taxi hat

eine lange Vorgeschichte. Schon seit den

80er-Jahren gibt es bundesweit Bemühungen,

den Frauen in der Nachtzeit mehr

Sicherheit zu bieten durch Kostenübernahme

oder Zuschüsse für Taxifahrten, oft in

Verbindung mit anderen öffentlichen Verkehrsmitteln.

In München beantragte die Stadtratsfraktion

von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN/Rosa

Liste Anfang September 2015 die Einrichtung

des FNT. Von der Münchner Taxikommission

und im Stadtrat beschlossen wurde

es dann vier Jahre später im Oktober 2019.

»Das Frauen-

Nacht-Taxi steigert

die Mobilität

von Frauen und

ermöglicht gleiche

gesellschaftliche

Teilhabe.«

Nicole Lassal,

Städtische Gleichstellungsbeauftragte

GERINGER AUFWAND

Während dieser langen Vorbereitungszeit

hatten die Polizei, Stadtkämmerei, das Sozialreferat,

die Gleichstellungsstelle und

andere Behörden umfangreiche Stellungnahmen

geliefert. Zudem hatte das Kreisverwaltungsreferat

als federführende

Dienststelle das Taxigewerbe zur Klärung

der praktischen Umsetzung hinzugezogen.

Der Stadt war wichtig, den Verwaltungsaufwand

gering zu halten. Er beschränkt

sich im Wesentlichen auf die Gutscheinausgabe

und die Abrechnung mit den beiden

Münchner Taxizentralen IsarFunk und Taxi

München eG, die ihrerseits mit den Taxibetrieben

abrechnen. Trotz der relativ

guten Sicherheitslage in München hat der

Stadtrat das Gefühl der Unsicherheit vieler

Frauen aller Altersgruppen am Abend als

entscheidend betrachtet.

Bei der ersten Präsentation zum Start

am 1. März 2020 betonte Oberbürgermeister

Dieter Reiter, dass das FNT eine gute

Möglichkeit ist, „dass Frauen ohne Angst

und sicher nach Hause kommen können“.

Nach Angaben der Taxi München eG war

die Resonanz sehr positiv. Die unkomplizierte

Nutzung ohne Registrierung und Vorbestellung

hat dazu geführt, dass die

meisten Gutscheine im allgemeinen Standplatzgeschäft

eingesetzt wurden.

Von März bis Ende Mai 2020 wurden

etwa neuntausend Gutscheine ausgegeben,

allerdings erst etwa 300 abgerechnet, was

sicherlich dem ersten Corona-Lockdown

zuzuschreiben ist. Neuere Zahlen sind

nicht bekannt.

Am 29. März 2021 hat nun die Stadtratsfraktion

der CSU an den Oberbürgermeister

den Antrag gestellt, das FNT weiterzuführen.

Es gab Befürchtungen, das Projekt könnte

aus Kostengründen und wegen zu geringer

Nutzung eingestellt werden. Nach Angaben

des KVR wurde der Antrag von den Fraktionen

der Grünen und SPD unterstützt.

Für München ist vorgesehen, das Verfahren

zu optimieren und zusammen mit

dem Taxigewerbe eine digitale Lösung zu

erarbeiten. Das Ziel soll sein, das FNT per

App zu bestellen und abzurechnen.

Ein Beispiel dafür ist Meran in Südtirol.

Dort ist der Kreis der Nutzerinnen allerdings

auf Ortsansässige begrenzt. Der

Besuch bei der Gemeindeverwaltung ist

nachträglich nötig, um sich den Zuschuss

auszahlen zu lassen.

ml

FOTO: Michael Nagy Presseamt München

24 2. QUARTAL 2021 TAXI


STADTPOLITIK

AUS POP-UP WIRD

EIN DAUERZUSTAND

Die auf fünf viel befahrenen Straßen breit

eingerichteten Pop-up-Radwege bleiben der Stadt

dauerhaft erhalten. Für die Taxifahrer hat das einige

Nachteile.

OB Dieter Reiter bei der Radweg-Einweihung

in der Gabelsbergerstraße.

Ende März 2021 hatte der Stadtrat

beschlossen, die in der Coronazeit

entstandenen gelb markierten Popup-Radwege

in der Elisen-, Gabelsberger -,

Theresien-, Rosenheimer- und Zweibrückenstraße

zu festen Radwegen umzuwidmen.

Sie wurden daraufhin nach und nach

weiß markiert. Offiziell „eröffnet“ wurde

die neue Dauerfunktion der Radwege vom

Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter

Anfang Mai in der Gabelsbergerstraße.

Reiter betonte dabei, dass es ihm wichtig

war, die Pop-up-Radwege ohne große Investitionen

einfach auszuprobieren. Von Florian

Bachmann (Taxiverband München)

und Thomas Kroker (Taxi München eG)

wird übereinstimmend der Ausbau der Radwege

begrüßt, schließlich sei der Beschluss

im Juli 2019 vom Stadtrat demokratisch

mehrheitlich gefallen. Trotzdem wird auch

heftige Kritik an der Umsetzung mit den

Kein Platz mehr zum

Türöffnen ohne potenzielle

Gefährdung der Radfahrer.

entsprechenden Konsequenzen in der Praxis

geübt. So führen beispielsweise fehlende

Ladezonen dazu, dass Lieferanten und

auch Taxis beim Ein- und Aussteigen von

Fahrgästen den Radschutzstreifen blockieren

und Radler dann zwangsläufig in den

fließenden Autoverkehr ausweichen

würden.

RADSTREIFEN IST KEINE 2. REIHE

Das Halten in zweiter Reihe, das Taxis in §

12 Abs. 4 Satz 3 der Straßenverkehrsordnung

ausdrücklich erlaubt ist, gilt nicht für

die neuen Radwege. Taxi Times hatte darüber

bereits in seiner Münchner Ausgabe

vom 3. Quartal 2020 berichtet. Die Pop-up-

Radwege führten so zwangsläufig zu einem

„Pop-down der Daseinsvorsorge“, lautete

damals das Fazit aus Taxisicht, wenn

keine legale Möglichkeit mehr besteht,

ohne Gefährdung der Radfahrer und ohne

Taxistand Rosenheimer

Platz

muss verlegt

werden.

Behinderung des Autoverkehrs Fahrgäste

aus- und einzuladen.

Letzteres ist vor allem dort gegeben, wo

die Straßen aufgrund der neuen Radwege

nur mehr einspurig verlaufen. Exemplarisch

sind zu nennen die Fraunhoferstraße

sowie die Gabelsbergerstraße zwischen

Dachauer Straße und Arcisstraße.

Eine weitere Einschränkung ergibt sich

für die Münchner Taxifahrer*innen dort,

wo die neuen Radwege an Taxistandplätzen

vorbeiführen. Am Rosenheimer Platz

beispielsweise war die Sicherheitslage für

die Taxler schon immer äußerst schlecht.

Viel zu viel und viel zu schneller Verkehr

tobte dort hautnah vorbei. Musste der Taxifahrer

aussteigen, um einen Fahrgast das

Gepäck einzuladen oder um die Rufsäule zu

bedienen, war das immer mit großem Risiko

verbunden. Der Abstand zum neuen Radschutzstreifen

ist nun trotz des neuen Zwischenraums

sogar geringer als vorher der

Abstand zur rechten Fahrspur. Der Raumbedarf

an einem Taxistand ist deutlich größer

als nur die Fahrzeugbreite, die hier noch

nicht mal eingehalten wurde, weswegen der

Standplatz nun sogar verlegt werden muss

(siehe nebenstehender QR-Code).

Für den kommenden Herbst steht das

Thema Radwege übrigens erneut auf dem

Terminplan des Stadtrats. Bis dahin sollen

die jetzt weiß markierten neuen Radwege

nochmals bewertet werden.

ml

Verkehrsmedizinisches Untersuchungszentrum

Medex Plus GmbH – Betriebsärztlicher Dienst

Dr. med G. Kirchhoff

Alle Untersuchungen zum Ersterwerb oder zur Verlängerung von

Führerscheinen für Fahrgast- und Personenbeförderung (Taxi/Mietwagen),

Lastwagen (Klasse C) und Omnibusse (Klasse D)

Unsere

Untersuchungszeiten:

Montag, Mittwoch und Donnerstag

8:00 Uhr bis 13:00 Uhr

FOTOS: Lange

Ridlerstr. 8 (Erdgeschoss)

80339 München

Keine Voranmeldung nötig!

Tel: 089 / 509 144

Fax. 089 / 506 094

E-Mail: info@zemba.de

medico_advertisement.indd 1 22.01.2019

TAXI 2. QUARTAL 2021

25


ZU GUTER LETZT

Während die rechtsbewussten

Kollegen am Odeonsplatz

warteten, verschaffte sich ein

Kollege durch Bereithalten

100 Meter weiter vorne einen

Vorteil. Dieser Streitfall sorgte

nun für eine Anpassung im

PBefG.

ca. 200m

FOTO: OpenStreetMap-Mitwirkende, Adobe Stock / Gstudio Group

UNERLAUBTES

BEREITSTELLEN

KOSTET WIEDER

Der Streitfall eines Münchner Taxlers wegen

unerlaubter Bereitstellung hat bei der anstehenden

Novelle des PBefG zu einer Klarstellung geführt.

Diese Ausgabe der Taxi Times München

hat mit der Novelle des Personenbeförderungsgesetzes

begonnen und sie endet auch damit. Allerdings

nicht mit den großen Themen Fachkunde,

Rückkehrpflicht oder Tarifkorridore,

sondern mit dem Streit eines Münchner

Taxlers mit dem KVR um ein Bußgeld

wegen unerlaubter Bereitstellung außerhalb

des Taxistandplatzes, über den auch

Taxi Times ausführlich berichtet hatte.

Immerhin war dieser Streit bis vor den

höchsten deutschen Verwaltungsgerichtshof

gegangen (VGH) und dort mit einer

Niederlage für die Stadt München beendet

worden. Die Richter hatten der Stadt das

Recht abgesprochen, gegen jenen Taxler ein

Bußgeld zu verhängen, weil er sich außerhalb

des Standplatzes bereitgestellt hatte.

Das KVR hatte damit einen Verstoß

gegen die Münchner Taxiordnung sanktionieren

wollen, doch das ausgesprochene

Bußgeld war unzulässig, weil die Standplatzpflicht

bereits im PBefG definiert ist:

im Paragraf 47, Satz 1 mit dem Hinweis,

dass Taxis nur an behördlich zugelassenen

Stellen bereitgehalten werden dürfen.

Allerdings hatte das PBefG bisher keine

Bußgelder in solchen Fällen vorgesehen.

Diese sind im Absatz 61 geregelt und dort

stand, dass lediglich bei Verstößen gegen

Satz 2 ein Bußgeld verhängt werden darf.

Das wird am 1. August mit Inkraft treten

der Novelle anders, weil man nun auch im

Satz 2 des § 47 PBefG einen (rot markierten)

Zusatz eingebaut hat: Taxen dürfen nur

an behördlich zugelassenen Stellen und in

der Gemeinde bereitgehalten werden, in

der der Unternehmer seinen Betriebssitz

hat. Somit ist die rechtliche Basis für die

Behörden geschaffen, um unerlaubte Bereitstellung

auch mit Bußgeldern zu ahnden.

Damit hat der Gesetzgeber durch fünf

zusätzliche Wörter jene Lücke geschlossen,

die ein Münchner Taxler aufgedeckt hatte.

Für besagten Taxifahrer und all seine

Kollegen bedeutet das, dass es künftig

wieder richtig teuer wird, wenn sie sich

außerhalb der erlaubten Standplätze bereithalten.

Den Taxler dürfte das ärgern, ist

sein Sieg vor Gericht damit schon wieder

einkassiert. Für seine vielen Kollegen, die

sich an Recht und (Taxi-)Ordnung halten,

dürfte es dagegen Balsam auf deren Seelen

sein. Ehrlich währt eben doch am längsten!


jh

IMPRESSUM

Verlag

taxi-times Verlags GmbH

Persiusstr. 7

10245 Berlin, Deutschland

Telefon: +49 (0)30 / 55 57 92 67-0

E-Mail: info@taxi-times.com

Internet: www.taxi-times.com

Geschäftsführer und V. i. S. d. P.

Jürgen Hartmann (jh)

Bankverbindung

Stadtsparkasse München

IBAN: DE89701500001003173828

BIC: SSKMDEMM

UST-ID: DE293535109

Handelsregister: Amtsgericht München

HRB 209524

Redaktion (tt)

Jürgen Hartmann (jh), Simon Günnewig (sg)

E-Mail: tt-muenchen@taxi-times.taxi

Mitarbeiter dieser Ausgabe

Matthias Lange (ml)

Grafik & Layout

Katja Stellert (Artdirektion),

Ivan Cottrell

Raufeld Medien GmbH

Paul-Lincke-Ufer 42-43

10999 Berlin

Telefon: +49 (0)30 / 69 56 65-936

Anzeigen + Vertrieb

anzeigen@taxi-times.com

Telefon: +49 (0)30 / 55 57 92 67-0

Druck

Silber Druck oHG, Otto-Hahn-Straße 25,

D-34253 Lohfelden

Erscheinungsweise 4 x pro Jahr

Heftpreis 3,50 €, Jahres-Abo 26 €

(inkl. MwSt. und Versand)

ISSN-Nr.: 2367-3850

Weitere Taximagazine aus dem Verlag:

Taxi Times DACH

Taxi Times Berlin

Die IsarFunk Taxizentrale GmbH & Co KG

und der Taxiverband Bayern e. V. (TVB) i.Gr.

bekommen in Taxi Times München eigens

gekennzeichnete Mitteilungsseiten,

für deren Inhalte die beiden Genannten

im Sinne des Presserechtes selbst

verantwortlich sind.

26 2. QUARTAL 2021 TAXI


MÜNCHENER TAXI-NEUIGKEITEN

AUF ALLEN KANÄLEN

UNTER

STÜTZER

DES TAXI

GEWERBES

Taxi Times München auf Whats-App

• Austausch unter den Kollegen

• Links zu allen Münchener Taxi-News

Jetzt beitreten und keine Neuigkeiten verpassen:

Hier erhalten Sie

den Einladungslink

Hier geht es

zur Website

www.taxi-times.com www.taxi-times.com/muenchen


Lexus ES 300h Hybrid

Benzinmotor mit 131 kW (178 PS) und Elektromotor mit 88 kW (120 PS), Systemgesamtleistung

160 kW (218 PS) , Stufenlose Automatik, Comfort Taxi, 5-türig

Ausstattungs-Highlights:

Pre-Collision System, Vinyl-Ledersitze, Reifendruckwarnsystem, Privacy-Glas,

Regensensor, lenkradintegirerte Bedienelemente für Audiosystem, Bluetooth Freisprecheinrichtung,

USB/AUX Anschlüsse mit iPod-Steuerung, Rückfahrkamera, el.

Fensterheber vorn, und hinten, Tempomat, Start-Stop-Knopf, Smart-Key, Klimaautomatik,

Leichtmetallfelgen mit Bereifung 205/60 R 1 6 u.v.m.

Kraftstoffverbrauch innerorts/außerorts/komb. 5,0/4,4/4,5 l/100 km.

CO2-Emission kombiniert 103 g/km. Energieeffizienzklasse A+.

Unverbindliche Preisempfehlung 1 49.363,00 €

Hauspreis 41.272,70 €

Monatliche

Finanzierungsrate 2 499


Anzahlung 8.821.81 €

einmalige Schlussrate 7.841,81 €

Nettodarlehensbetrag 33.430,89 €

Gesamtbetrag 44.799,84 €

Frachtkosten 980,00 €

Ihr persönlicher Ansprechpartner

Atilla Döger

Telefon: 089 / 54 71 77 211

atilla.doeger@toyota-dit.de

Die Taxi-Spezialisten für München

www.lexusforum-muenchen.de

Landsberger Straße 222

80687 München

Telefon: 089/547 177-95

info.lbs@toyota-dit.de

Frankfurter Ring 166

80807 München

Telefon: 089/3509667-30

info.ffr@toyota-dit.de

Neumarkter Straße 80

81673 München

Telefon: 089/437370-25

info.nms@toyota-dit.de

1) Unverb. Preisempf. des Herstellers/Importeurs. 2) Ein Angebot der Lexus Financial Services (ein Geschäftsbezeichnung der Toyota Kreditbank GmbH) Toyota Allee 5, 50858 Köln, Laufzeit 60 Monate, Laufleistung 40.000km/Jahr, Sollzins geb. p.a. 2,95%, eff.

Jahreszins 2,99%. Bearbeitungsgebühr 0 €. Nur gültig für Geschäftskunden bei Anfrage und Genehmigung bis zum 31.12.2019. Unser Autohaus vermittelt ausschl. Leasingverträge der Toyota Kreditbank GmbH. Abb. zeigt Sonderausstattung.

Weitere Magazine dieses Users