FINDORFF GLEICH NEBENAN Nr. 19

FINDORFF.GLEICH.NEBENAN

FINDORFF GLEICH NEBENAN ist das Stadtteilmagazin für Findorff und Bremen für Handel, Dienstleistung, Kultur & Politik

Im Sommer 2021 | Ausgabe 19 | Kostenlos, aber nicht umsonst

MARK THEILEN

MIT DURCHBLICK

PAARE IM DORFF Der Weg zu zweit ist halb so weit KEINE WERBUNG

Gefüllte Briefkästen mit Beilagen MAHLZEIT Feine Kost im Nayla

SUPERSUSE Liebesgeschichten AUTOHAUS LEMKE Elektromobilität


q VOM LEBEN GEZEICHNET

BEXTES BLICK

100 %

CO 2

-NEUTRAL

SO LÄSSIG GEHT

GRÜNE ENERGIE

Mit swb Strom und Erdgas proKlima

Mach’s wie immer. Nur grüner.

swb.de/proklima

FÜR HEUTE. FÜR MORGEN. FÜR MICH.

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 03


q AUS FINDORFF. FÜR FINDORFF

» Willst du mit mir gehn ? «

M

ein Leben fängt von

vorne an, mein

Leben ist ganz neu.

Und wenn du dabei

sein willst, dann

bist du jetzt dabei.«

Das verspricht die

heute umstrittene Sängerin

Nena in einem Song aus

besseren Zeiten, dessen Titel Erinnerungen an früher weckt.

»Willst du mit mir gehen ?« war auch der Titel einer Ausstellung

im Museum für Kommunikation in Frankfurt. Als »Botschaften

unter der Schulbank « wurden über 150 SchülerInnenbriefchen

aus den Jahren von 1960 bis 2007 gezeigt. Wer erinnert sich an

den kleinen Zettel als ersten Liebesbrief ? Die einstige handschriftliche

Bekundung von emotionalem Interesse auf Papier

ist als erste Anbahnung im Jahr 2021 nicht nur »retro« – sie ist

eine Million Jahre entfernt.

Heute werden Liebesbekundungen mit dem Smartphone oder

über den Computer verschickt – und ob dabei eine schriftlich

formulierte Anfrage verwendet wird, welche die Planung des

gemeinsamen Lebensabschnitts für Wochen, Monate oder

Jahre mit den drei Optionen a) ja b) nein oder c) weiß nicht auf

den Punkt bringt, ist bei dieser Art der Kommunikation eher unwahrscheinlich.

Im digitalen Zeitalter gibt es dafür eine große

Auswahl an Liebes-Emojis. Zu den beliebtesten gehören das

lächelnde Gesicht mit herzförmigen Augen und das rote Herz.

Die vorgegebenen Piktogramme kann man sekundenschnell

verschicken und sogar ganze Sätze anfügen, zumal die Anzahl

der Emojis nichts über den Grad der Verliebtheit aussagt.

Was hat sich hingegen bis heute nicht geändert ?

Verliebt sein gilt weiterhin als eines der schönsten

Gefühle, das der Mensch empfinden kann: Es ist

und bleibt für die von der Liebe »Getroffenen«

ziemlich aufregend und wunderbar.

Wunderbar ist auch, dass wir für diese Ausgabe

mit unserer redaktionellen Idee »Paare« erfolgreich

waren. Danach sah es zuerst nicht aus. Es gab Zusagen

und immer wieder Absagen. Aber mit der Unterstützung von

Tanja Bürgener und der Marketingabteilung der »ULC Fitness

Company Bremen« hat es am Ende geklappt. Vielen Dank !

Über private Beziehungen während der Pandemie konnte man

in »Zeit CAMPUS« lesen: »In ihren schwersten Momenten

fühlt sich Liebe wie ein Ringen an. Zum Beispiel wenn zwei

zusammenwohnen, weil sie immer beieinander sein wollten,

und dann doch bemerken, es ist ihnen irgendwie zu eng.«

Eng und Enge liegen oft beieinander. Enge definiert sich als

»Mangel an Raum oder an Möglichkeit, sich zu bewegen«.

Gleichzeitig steht »eng« aber auch »für sehr dicht beieinander«.

Der Weg zu zweit ist halb so weit: Wir haben drei Findorffer

Paare verschiedener Generationen gefragt, wie sie im Stadtteil

zusammen leben. An den Antworten gefällt, dass alle GesprächspartnerInnen

den Mut hatten, uns und unseren LeserInnen

zu erzählen, wie sie auch in schwierigen Zeiten ein positives

Lebensgefühl beibehalten haben. Dank an die drei Paare, dass

sie bereit waren, Privates öffentlich zu machen.

»Paare« wurde von Fotografin Kerstin Rolfes bebildert und

startet auf Seite 10. Wer in der nächsten Folge dabei sein möchte:

Einfach eine kurze Mail an kontakt@findorff.info schreiben.

GLEICH NEBENAN

06 l MARK THEILEN

Sichtweisen über Sehhilfen: Der Augenexperte und Inhaber

von »Optik Theilen« über qualitative Beratung und Brillen

10 l PAARE IM DORFF

Der Weg zu zweit ist halb so weit: Drei Paare aus Findorff

erzählen uns ihre Geschichten. Persönlich, offen, ehrlich

18 l STADTTEILMARKETING

Gefüllte Briefkästen mit Beilagen: Mathias Rätsch über

die Verteilung von FINDORFF GLEICH NEBENAN

22 l MAHLZEIT

Feine Kost aus Syrien im »Nayla« in der Hemmstr. 271

24 l FAMILIEN IN FINDORFF

26 l AKTIV VOR ORT

Neues von der Sparkasse Bremen in Findorff

28 l DORFFKLATSCH

Wer, wie, was, wieso, weshalb, warum ?

31 l FINDORFF GEHT AUS

Endlich wieder live: ausgesuchte Kulturtipps

32 l SUPERSUSE

34 l WOLTMANN GRUPPE

Neue Elektromarke für Bremen: MG Motor

Alles Gute und so weiter ? Herzdame Barbara Schöneberger

kommt in das »Metropol Theater Bremen«. Mehr auf Seite 31

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 05


PROFILE

q NEUE BRILLE? MARK THEILEN UND TEAM BERATEN INDIVIDUELL FÜR PASSENDE LÖSUNGEN

» Die richtigen Fragen zu stellen ist das A und O. «

BRILLENEXPERTE

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 06

MARK THEILEN

H

err Theilen, Sie sind seit 2001 im Familienbetrieb

»Optik Theilen« in Findorff. Ihre

Berufsbezeichnung ist »Dipl.-Ing (FH)

Augenoptik«. Worin besteht der Unterschied

zu einem Augenoptiker ?

Der Titel ist das Ergebnis einer Weiterbildung

– und ähnlich wie ein »Meister« in

anderen Branchen. Durch die erweiterte

Qualifikation kann man den KundInnen

in der Beratung noch mehr Möglichkeiten anbieten. Man hat

einen besseren Überblick über das Auge. Man hat ein tieferes

Wissen über die Augenvermessung und über die Anpassung

von speziellen Sehhilfen. Der »Dipl.-Ing (FH) Augenoptik«

war auch Voraussetzung, um mich selbstständig zu machen.

Liest man die vielen Bewertungen in ihrem digitalen Brancheneintrag

auf »Google My Business«, gibt es für »Optik Theilen«

nur Höchstbewertungen. Wie schafft man das ?

Wir machen eine gute Arbeit und bieten unseren KundInnen

guten Service – insbesondere in der persönlichen Beratung.

Wir gehen auf individuelle Wünsche ein und nehmen uns mehr

Zeit als andere, kundenseitige Anforderungen gemeinsam im

Gespräch zu analysieren und für eine passende Lösung optimal

zu erfüllen. Unser Ziel haben wir erreicht, wenn alle zufrieden

sind. Selbstverständlich gibt es ab und zu auch Reklamationen.

Reklamationen gehören dazu. Die Frage ist, wie man damit umgeht.

Wir lassen die Kundin oder den Kunden nicht im Regen

stehen und sind erst zufrieden, wenn alle zufrieden sind.

Sie waren in der Landesliga beim TuS Varrel einige Zeit

Badminton-Spieler: Wie wichtig ist ein gewisser sportlicher

Ehrgeiz, um sich auch im Geschäftsleben erfolgreich zu

behaupten ?

Mein Zwillingsbruder und ich spielten sogar in der Oberliga,

aber das ist schon länger her. In jungen Jahren ist man sehr

leistungsorientiert, aber irgendwann trennen sich die Wege

der Spieler. Sportlicher Ehrgeiz ist schon eine Eigenschaft, die

auch im Geschäftsleben von Vorteil ist, um hohe Ansprüche an

das, was man tut, zu verwirklichen. Mit den Jahren wird man

sportlich gesehen natürlich ruhiger. Der Vorteil von Sport ist für

mich heute, das man zu den beruflichen Anforderungen einen

guten Ausgleich hat. Man kann nicht jederzeit an die KundInnen

denken. Das wäre auch nicht gut. Wenn man sich körperlich

bewegt, kommt man runter – und bleibt auch geistig fitter.

Haben Sie für »Optik Theilen« eine bestimmte Philosophie ?

Wir wollen für alle KundInnen, die völlig unterschiedliche

Sehanforderungen haben können, stets passende Lösungen finden.

Im Unterschied zu einigen bekannten Filialisten, bei denen

die Beratung sehr getaktet sein kann, nehmen wir uns viel Zeit.

Wir setzen auf ausschließlich einen persönlichen Ansprechpartner

und setzen zugleich auf eine enge Kundenbindung.

Kurz gesagt: Wir sind mit Herz und Verstand für unsere KundInnen

da. Man soll bei uns in jedem Fall zufrieden rausgehen.

Wie lange gibt es »Optik Theilen« schon in Findorff ?

»Optik Theilen« wurde von meinem Vater gegründet. Wir sind

seit 1966 in Findorff und sind in dieser Zeit einmal umgezogen.

Wir haben aber nur die Straßenseite gewechselt zu unserem

heutigen Standort in der Hemmstraße 124.

In meiner Jugend waren Brillen eher »uncool«. Brillen galten

als »Nasenfahrräder«. TrägerInnen von Brillen wurden als

»Brillenschlangen« bezeichnet; oder wie man heute sagen würde:

»gedisst«. Das lag auch daran, dass früher viele Modelle

ziemlich hässlich waren. Irgendwann in den Siebzigern kam

ein gewisser Herr Fielmann aus Cuxhaven und revolutionierte

den Optikermarkt durch selbst entworfene, modische Brillen

zum kleinen Preis. Heute haben Brillen ein ganz anderes

Image: Sie sind zum Trendaccessoire geworden. Sie haben den

Durchblick: Welche Brillenmode ist momentan angesagt ?

Lange Zeit waren sie ziemlich »out«, aber jetzt sind sie vor allem

bei jungen Leuten wieder voll im Trend: dünnrandige Fassungen

aus Metall, mit weichen, runden Formen. Älteren ist das oft zu

leblos. Sie finden eher farbige Brillenfassungen attraktiv, zum

Beispiel in hellen Pastelltönen. Aber auch bei den Älteren sind

leichte, dünnrahmige und gut tragbare Modelle gefragt, aber

eher farblich akzentuiert und im Material aus Titan oder Kunststoff.

Nachhaltigkeit wird verstärkt zum Thema. Wir führen

beispielsweise Brillen, deren Fassungen aus den Plastikabfällen

in den Meeren produziert werden. Die KundInnen fragen nach,

wo die Materialien herkommen und ob die Fassungen regional

hergestellt worden sind. Das war früher nicht so.

Neben dem Designaspekt hat die Brille aber natürlich eine

klare Funktion: Sie soll in erster Linie als optisches Hilfsmittel

und Sehhilfe Fehlsichtigkeiten und Stellungsfehler der Augen

korrigieren. Welche Kriterien gelten für die Augengläser – und

was sollte eine gute Beratung berücksichtigen ?

Eine gute Beratung sollte die speziellen Sehanforderungen der

KundInnen ausführlich analysieren. Dazu zählen die Fragen,

welche Sehaufgaben man beruflich hat und wie die Brille privat

einsetzt wird. Durch eine kompetente Analyse kann man ermitteln,

welche Art von Sehhilfe es sein sollte. Welche Brillengläser

werden für welchen Einsatz benötigt ? Die richtigen Fragen

zu stellen ist das A und O. Auch die Materialien der Gläser

unterscheiden sich. Jede/r geht mit einer Brille im Alltag ganz

unterschiedlich um. Es gibt sehr pflegeleichte Brillengläser.

Am Arbeitsplatz spielen Filter unter Umständen eine wichtige

Rolle.In der Sehanalyse ist es wichtig, die verschiedenen

Optionen für eine Lösung gegenüber den KundInnen visuell

anschaulich zu vermitteln. Nur so kann man vermitteln, warum

dieses Material oder jener Glastyp besser geeignet ist. Ab und

zu können auch mehrere Brillen als Lösung sinnvoll sein. u

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 07


q MARK THEILEN IM INTERVIEW

» Brillenfassungen sollten langlebig und robust sein. «

1.

Kostenloses Gutachten anfordern

und sofort erhalten unter:

Eine Brille für alle Zwecke ist heute oftmals keine Option mehr.

Vielleicht braucht jemand für verschiedene Einsatzbereiche

beruflich und privat mehrere Brillen. Warum dieser Ansatz in

bestimmten Fällen sinnvoll ist, sollte man natürlich erläutern.

Wenn man die Dinge sachlich und fachlich nachvollziehbar

erklärt, wird eine Beratung, für die man sich Zeit nimmt,

auch mit einer großen Zufriedenheit honoriert.

Für die Auswahl der Brillenfassung spielen Tragegefühl,

Langlebigkeit und nicht zuletzt das Aussehen eine große Rolle.

Dazu zählen auch Anpassungsfähigkeit, Beständigkeit und

Gewicht. Was macht eine Qualitätsfassung außerdem aus ?

Brillenfassungen sollten langlebig und robust sein. Damit

verbunden ist die Qualität der Verschweißungen und Beschichtungen.

Noch ein Kriterium: Die Versorgung mit Ersatzteilen.

Ein großes Problem ist mittlerweile, dass einige Hersteller gar

keine Lagerhaltung mehr haben. Langlebigkeit und Robustheit

sind ebenfalls für die Augengläser wichtig. Auch die sollten unempfindlich

und kratzfest sein – und die Beschichtungsqualität

sollte bei hohen Temperaturschwankungen sehr gut sein.

Gibt es Brillenmarken, mit denen man immer richtig liegt ?

Die traditionellen Marken wie »Rodenstock« stehen nach wie

vor zuverlässig für Qualität, mit allen Eigenschaften, die ich

genannt habe. »Rodenstock« ist eher bei den Älteren beliebt.

Andere Labels sind hingegen ganz klar modisch ausgerichtet.

Sie stellen eine angesagte Ästhetik in den Vordergrund, sind

qualitativ aber weniger überzeugend. Coole Marken sind eher

bei Jüngeren angesagt – die gar nicht die Erwartung haben,

dass eine Brille ewig halten muss. Aber auch das kann man

nicht pauschal sagen. Auch bei einigen jüngeren KundInnen

ist das Thema »Nachhaltigkeit« zunehmend ein Kriterium.

UHRMACHEREI

MIT ERFAHRUNG

Reparatur von Armbanduhren,

antiken Uhren und Großuhren

sowie Kleinreparaturen.

Wir reparieren alle Fabrikate.

Wartburgstraße 44 - 46 · 28217 Bremen · Telefon 0421 - 38 16 14

info@juwelier-ehlers.de · www.juwelier-ehlers.de

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 08

Wie bewerten Sie Fertigbrillen von der Stange, die man heute

für kleines Geld in jedem Drogeriemarkt kaufen kann ?

Wenn man keine hohen Sehanforderungen hat und die Werte

einigermaßen passen, kann man Fertigbrillen als preislich

unschlagbar günstige »Notlösung« über einen bestimmten

Zeitraum benutzen. Aber für entspanntes Sehen sind sie ganz

einfach nicht geeignet.

Eine große Auswahl an Modellen in allen Preislagen gibt es

auch bei Sonnenbrillen. Wir nähern uns zwar dem Spätherbst,

dennoch meine Frage: Welche Qualitätsmerkmale sind für die

Auswahl einer guten Sonnenbrille entscheidend ?

Wichtig bei Sonnenbrillen ist, dass die Gläser gut eingepasst

sind und es keine Verzerrungen in den Randbereichen gibt.

Unverzichtbares Kriterium ist ein vollständiger UV-Schutz.

Ob eine Sonnenbrille einen UV-Schutz hat, kann der Laie nicht

immer erkennen. Dann wird es kritisch und die gefährlichen

Strahlungen der Sonne können direkt ins Auge gelangen. Das

CE-Zeichen gibt Sicherheit. Darauf sollte man Wert legen. Weil

es aber auch gefälscht sein könnte, ist man im Fachgeschäft auf

der sicheren Seite. Abgesehen davon ist die Auswahl an Optimierungen

auch bei Sonnenbrillen groß: Es gibt Gläser, mittels

der die Farbwiedergabe noch brillanter ist oder die einen besonderen

Blaulichtschutz haben. Es gibt spezielle Materialien, um

Blendungs- und Spiegelungseffekte zu reduzieren. Die Fassung

sollte nicht einfacher, gespritzter Kunststoff sein, sondern eine

Metalleinlage haben. Dadurch ist eine höhere Stabilität gewährleistet.

Kurzum: Auch bei der Auswahl einer guten Sonnenbrille

sollte man sich ausführlich beraten lassen.

Letzte Frage: Was trägt der Optiker ? Ihre Lieblingsbrille ist ...

... ein Modell aus qualitativem Kunststoff des Brillenlabels

»Hamburg Eyewear«, weil die Brillen dieses Anbieters aus

Deutschland eine sehr gute Passform haben – und zugleich ein

gutes Beispiel für Brillen aus regionaler Herkunft sind.

▼ ÜBER MARK THEILEN

Mark Theilen und Team nehmen sich am Findorffer Standort

an der Hemmstraße 124 viel Zeit für die persönliche Beratung

der KundInnen. Neben dem hohen Anspruch an die Beratung

und Betreuung der KundInnen ist ihm auch wichtig, dass intern

im Familienbetrieb ein freundschaftliches Miteinander und

eine herzliche Atmosphäre herrschen. Neben ihm gehören Anke

Förster und Wiebke Meyer zum Kernteam. Ergänzend übernehmen

Marga, Ines und Hans-Dieter Theilen als die gute Seele

von Optik Theilen die administrativen Aufgaben. Regelmäßige

Schulungen und Fortbildungen aller MitarbeiterInnen halten

das Wissen stets auf dem neuesten Stand. Privat lebt Mark

Theilen mit Ehefrau und zwei Kindern in Delmenhorst. Er ist

ein überzeugter Familienmensch und spielt als Ausgleich in der

Freizeit sehr gern Tennis und Fußball. www.optik-theilen.de

Interview: Mathias Rätsch, Foto: Kerstin Rolfes ▲

Sie planen, Ihre

Immobilie zu

verkaufen?

Ihr Immobilien-

Expertenteam für

Bremen und umzu:

0421 179-4000

Von der Stadtmitte über Schwachhausen

und Findorff bis Walle:

Antonia

Burkhardt

Daniel

Mazurek

Benjamin

Rauch

Stephan

Freund

Marit

Kaiser

Sparkasse Immobilien Bremen GmbH | An der Reeperbahn 2 | 28217 Bremen | spk-immobilien.de

2.

Von Arsten über die Neustadt

und Huchting bis Woltmershausen:

Edda

Landwehr

Von Burglesum über St. Magnus

und Vegesack bis Blumenthal:

Deike

Bülichen

Thomas

Vahlsing

Aylin

Sel

123immocheck.de

Telefonische oder persönliche

Beratung durch Ihre Stadtteilmakler:

0421 179-4000

Von der Vahr über Horn, Borgfeld,

Oberneuland bis Osterholz:

Stefan

Kahle

Für Gewerbe

und Investment:

Christoph

Entelmann

Martina

Schneemann

Tim

Kulke

Andreas

Marx

Für Wohnberatung:

Susanne

Beck


q RUBINA UND MICHAEL LIEGEN AUF EINER WELLENLÄNGE

»Ein kleiner Hang zur Eifersucht ist auch gut.«

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 10

RUBINA UND MICHAEL

TEAMWORKER

W

ie habt Ihr Euch kennengelernt ?

Michael: Wir haben beide in zwei

verschiedenen Clubs der »United

Leisure Clubs« (ULC) gearbeitet

und uns auf den Team-Meetings

kennengelernt. Lange Zeit hat es

nicht gepasst, weil wir beide noch

in Beziehungen waren. Irgendwann

war es dann aber doch soweit –

und wir sind uns näher gekommen. Das war im April 2018

auf einer Bodybuilding-Messe, auf der wir beide beruflich

zusammengearbeitet haben.

Willst du mit mir gehen: Wer hat wen zuerst gefragt ?

Michael: In dieser direkten Art habe ich nicht gefragt, aber der

erste Schritt kam schon von mir. Ich musste danach noch etwas

Überzeugungsarbeit leisten.

Rubina: Mit seiner charmanten, zuvorkommenden Art hat er

das dann auch geschafft.

Michael, was bewunderst du an Rubina – und welche

Eigenschaft nervt dich besonders ?

Michael: Ich bewundere an ihr, dass sie mich in allen Lebenslagen

akzeptiert. Sie hört unheimlich gut zu und hat immer gute

Tipps und Ratschläge. Auch weil wir sehr ähnliche Berufe haben,

gibt es ein blindes Verständnis zwischen uns. Wir liegen auf

einer Wellenlänge und das macht unsere Beziehung unheimlich

schön. Aber es gibt auch Unterschiede in unseren Persönlichkeiten.

Rubina hat einen ausgesprochenen Hang zum Perfektionismus.

Alles muss aufeinander abgestimmt sein, durchgetaktet

sein und stimmen. Ich würde mir in dieser Hinsicht etwas

mehr Spontanität wünschen – nach dem Motto: »Lass uns doch

einfach einmal schauen, was passiert.«

Rubina, was bewunderst du an Michael – und welche

Eigenschaft nervt dich besonders ?

Rubina: Ich bewundere an Michael, dass er mir immer den

Rücken freihält und sehr kompromissbereit ist. Er hat eine sehr

charmante Art und Weise, speziell bei Frauen. Dennoch gibt er

mir das Gefühl, dass es für ihn nur mich gibt. Er hat manchmal

Scheuklappen auf und guckt nicht immer nach rechts und links

in seiner Umgebung, dann fallen ihm manche Sachen in der

Umgebung erst Wochen später auf. Da reagiere ich manchmal

genervt, da ich gerne alles überschaue.

Was ist das Geheimnis einer guten Beziehung ?

Michael: Ehrlichkeit und Vertrauen sind am wichtigsten. Wenn

diese beiden Dinge stimmen, kann man über vieles andere hinwegsehen.

Ein kleiner Hang zur Eifersucht ist auch gut.

Was sollte man dem Partner oder der Partnerin nie sagen ?

Michael: Ich kann meiner Freundin alles erzählen.

Rubina: Zu Beginn unsere Beziehung haben wir festgestellt,

dass wir beide schlechte Erfahrungen damit gemacht haben

Dinge nicht zu besprechen oder Sachen in sich hineinzufressen.

Daher spielen wir mit offenen Karten, bevor es Missverständnisse

oder unausgesprochene Dinge gibt.

Wie wichtig ist gegenseitiger Freiraum ?

Michael: Für mich ist das wahnsinnig wichtig. Gleichzeitig

möchte ich aber auch das Gefühl haben, dass Rubina mit mir

gern ihre Zeit verbringt. »Lass uns gemeinsam etwas unternehmen

!« Da sage ich zu ihr total gern »Ja !«.

Rubina: Für mich mal so mal so – es gibt Phasen, da brauche

ich einfach öfter Zeit für mich, und dann gibt es auch wieder

Phasen, in denen ich jede Unternehmung mit meinem Partner

zusammen machen möchte.

Der Fernseher oder Computer im Schlafzimmer – völlig in

Ordnung oder tödlich ?

Michael: Wir haben tatsächlich einen Fernseher im Schlafzimmer,

benutzen den aber viel seltener als gedacht. Wenn beide

ab und zu sagen: »Heute machen wir einen Fernsehabend im

Bett.« – das ist in Ordnung.

Rubina: Das war für mich lange Zeit ein rotes Tuch, jedoch

haben wir uns vor einem Jahr einen Fernseher angeschafft,

da ich zu oft auf dem Sofa eingeschlafen bin. Wir nutzen

ihn vielleicht einmal im Monat.

»Die Ehe ist der Versuch, zu zweit mit Problemen fertig zu

werden, die man alleine nie gehabt hätte« sagt ein bekannter

Komiker. Sollte man sich trauen ?

Michael: Man sollte sich trauen ! Wir bauen uns demnächst

ein Haus im Bremer Umland. Wenn der Bau abgeschlossen ist,

dann wird es sicherlich noch etwas »ernster«.

Ich glaube, wenn man den Hausbau erfolgreich überstanden

hat, kennt man sich als Paar noch etwas besser ... u

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 11


q RUBINA UND MICHAEL IM INTERVIEW

» Ein freistehendes Haus ist im Stadtteil nicht zu finden. «

Rubina: Auf jeden Fall, da waren wir uns von Beginn an einig,

dass das Thema Heirat in Frage kommt. Aber erstmal einen

Schritt nach dem anderen.

»When I‘m sixty-four«: Denkt ihr manchmal an das Alter ?

Michael: Ich lebe im Hier und Jetzt – und denke sehr wenig an

die Zukunft. Frauen denken ja eher perspektivisch ...

Rubina: Ich bin da genau das Gegenteil von Michael – ich blicke

gerne mal in die Zukunft, plane die nächsten Schritte und bin

gerne vorbereitet. Dennoch ist mir bewusst, dass sich nicht alles

planen lässt – daher auch meine Gedankenstütze, mein Tattoo

auf dem Unterarm »Tomorrow is a secret«.

Ihr wohnt beide in Findorff. Ist das ein guter Stadtteil für

Paare ?

Michael: In Findorff gibt es alles, was man braucht. Alles ist

auf kurzen Wegen zu erreichen. Schwierig wird es nur mit

einem Immobilienwunsch. Ein freistehendes Haus mit großem

Grundstück, wie wir es uns vorstellen, ist im Stadtteil eher nicht

zu finden. Selbst wenn: Der Preis wäre enorm und auch nicht zu

bezahlen. Das liegt auch daran, dass Findorff so beliebt ist.

Rubina: Findorff ist super für junge Paare. Wir haben alles, was

wir brauchen, fußläufig vor der Tür. Möchte man mal etwas

Abstand vom Stadtgewusel, dann ist der Bürgerpark auch gleich

ums Eck für ausgiebige Spaziergänge. Der Stadtteil ist ein toller,

zentraler Wohnort, jedoch perspektivisch für die Familienplanung

möchten wir ländlicher und fernab vom Trubel leben.

Der perfekte Tag: Wo findet der statt – und wie sieht der aus ?

Michael: Der perfekte Tag heißt eine Stunde länger bis 8:30 Uhr

im Bett bleiben. Spätestens dann geht es für eine schöne große

Runde mit unserem Hund raus. Danach ein entspanntes Frühstück

und dann alle ab ans Wasser. Ob das an der Schlachte oder

am »Café Sand« ist – völlig egal. Hauptsache die Sonne scheint !

Der Soundtrack für Eure Beziehung ist ... ?

Rubina: »All of me« von John Legend.

Das größte Glück für uns als Paar ist ...

Michael: ... die Liebe und Zweisamkeit – plus unser »Hundekind«.

Rubina: ... , dass wir uns auch ohne große Worte verstehen, und

natürlich Hund Bailey, als Neuzuwachs unserer kleinen Familie.

Liebe geht auch durch den Magen. Euer Lieblingsrestaurant

im Stadtteil ?

Michael: Das ist ganz klar das »Eiscafé Cercenà«. Dort sitzen

wir besonders abends sehr gern und genießen die herzhaften

Snacks. Besonders das »Club Sandwich« ist ein Traum.

q ÜBER RUBINA UND MICHAEL

Jung, selbstbewusst und jeweils an unterschiedlichen Standorten

im Beruf engagiert: Die beiden Fitness-Experten Rubina

(27) und Michael (31) wohnen und leben mit Hund »Bailey« in

Findorff. Rubina Rippe ist Clubmanagerin mit Schwerpunkt

»Fitnessökonomie« im ULC Sportsdome in Ritterhude. Michael

Garms ist gelernter Physiotherapeut und Clubmanager in der

ULC Sportwelt in Woltmershausen. Sie gehören zur Generation

der sogenannten »Millennials«; auch »Generation Y« genannt.

Dazu zählen die Jahrgänge 1981 bis 1995. Rubina und Michael

sind nicht verheiratet und liegen damit in ihrer Altersgruppe im

Trend: 2020 waren rund 71,9 Prozent der »Millennials« ledig.

In der relevanten Gesamtbevölkerung betrug der Anteil der

Ledigen laut www.statista.com hingegen nur 29,2 Prozent.

Traut euch ? Im Jahr 2019 lag das durchschnittliche Heiratsalter

der Frauen bei 32,2 Jahre, und das der Männer bei 34,7 Jahren.

Interview: Mathias Rätsch, Foto: Kerstin Rolfes ▲

Haarschnitte

mit und ohne

Termin unter

0421 / 35 14 54

Friseurmeisterin Aysel Canli

Tel. 0421 / 35 14 54 · Damen-, Herren- und Kinderfriseurin

mit und ohne Termin · Hemmstraße 293 · 28215 Bremen

Unsere Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 9:00 Uhr

bis 18:00 Uhr und am Samstag von 8:00 Uhr bis 14:00 Uhr

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 12


q KATRIN UND ANDRÉ HABEN FÜR IHRE KINDER UND SICH IN FINDORFF EIN HAUS GEKAUFT

» Alles läuft gut. «

KATRIN UND ANDRÉ

FAMILIENBANDE

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 14

W

ie habt ihr euch kennengelernt ?

Katrin: Wir haben uns auf der

Arbeit kennengelernt.

André: Das war 2005 in Frankfurt

während eines internationalen

SAP-Projektes.

Willst du mit mir gehen: Wer hat

wen zuerst gefragt ?

Katrin: Er hat mich gefragt, ob ich mit ihm Ski fahren will.

André: Habe ich dich nicht gleich gefragt, ob wir knutschen

wollen ?

Katrin: Nein, du hast mich schon zuerst gefragt, ob ich mit

dir Ski fahren will.

Katrin, was bewunderst Du an André – und welche

Eigenschaft nervt dich besonders ?

Katrin: Ich bewundere an ihm seine Kreativität, Leidenschaft

und Lebensfreude. Was nervt mich an ihm ? Seine Kreativität,

weil es bei André keine Kreativität ohne Chaos gibt.

André, was bewunderst du an Katrin – und welche

Eigenschaft nervt dich besonders ?

André: Ganz klar: Ich bewundere an Katrin ihren unendlichen

Optimismus. Gleichzeitig nerven mich ihre harten Dogmen.

Es gibt klare Ansagen, wie zum Beispiel, an welchen Platz man

Schlüssel legen muss, damit man die auch wiederfindet.

Was ist das Geheimnis einer guten Beziehung ?

Katrin: Ich als Kölnerin sage immer »Jeder Jeck ist anders«.

Auch in einer guten Beziehung gilt: leben und leben lassen.

Was sollte man dem Partner oder der Partnerin niemals

sagen ?

Katrin: Ich finde, es gibt nichts, was man sich nicht sagen darf.

Es kommt immer darauf an, wie man es sagt.

André: Man sollte immer in einem positiven Rahmen bleiben

und nicht versuchen, den anderen zu ändern, wenn der Versuch

sowieso aussichtslos ist.

Wie wichtig ist gegenseitiger Freiraum ?

Katrin: Der ist absolut wichtig.

André: Deshalb sind wir aus dem kleinen Haus ausgezogen

und haben gerade dieses Riesenhaus gekauft. (lacht)

Der Fernseher oder Computer im Schlafzimmer – völlig in

Ordnung oder absolut tödlich ?

André: Wir befinden uns gerade in einer Wandlung.

Katrin: In unserem Schlafzimmer im neuen Haus ist da nichts

mehr – und das ist auch ganz wunderbar. Jetzt haben wir im

Vergleich zu vorher mehr Platz: Das ist für uns ein echter Luxus.

»Die Ehe ist der Versuch, zu zweit mit Problemen fertig zu

werden, die man alleine nie gehabt hätte« sagt ein bekannter

Komiker. Sollte man sich trauen ?

André: Ich habe damals gesagt: Heiraten ist okay. Kinder sind

auch okay. Beides war mir etwas zuviel. Wir haben zwei tolle

Kinder – alles ist gut.

»When I‘m sixty-four«: Wie ist das im Alter ?

André: Heute müsste man singen »When I‘m seventy-four«,

denn wie es aussieht, werden unsere und die nachfolgenden

Generationen mit weit über siebzig noch arbeiten müssen.

Ihr wohnt als Familie in Findorff. Ist das ein guter Stadtteil

für Paare ?

Katrin: Ja. Findorff ist ein guter Stadtteil für Paare, Familien ...

André: ... und Beamte !

Katrin: Findorff ist wie ein Dorf in der Stadt. Die Logistik für

den Alltag ist hervorragend: Man ist sofort am Bahnhof und

kommt dadurch überall hin – in die ganze Welt.

Der perfekte Tag: Wo findet der statt und wie würde er

aussehen ?

Katrin: Den perfekten Tag verbringt man bei Sonnenschein in

Worpswede an der Hamme – mit einem Bad im Fluss.

André: Da komme ich mit. Worpswede ist für uns ein bisschen

die Adria Bremens.

Der Soundtrack für eure Beziehung ist ... ?

André: Ich muss dazu ein bisschen nachdenken. Angesichts

unseres Familienlebens mit zwei Kindern: »Let Me Entertain

You !« von Robbie Williams.

Das größte Glück für uns als Paar ist ...

André: ... so zu sein, wie wir jetzt sind: Alles läuft sehr gut.

Liebe geht auch durch den Magen. Euer Lieblingsrestaurant

im Stadtteil ?

Katrin: Seit unserem Umzug haben wir das »Artemis« für uns

entdeckt. Dort sitzt man im Sommer draußen und hat den Blick

auf das Dorfleben und den Findorffmarkt. Es ist bei sonnigem

Wetter fast schon ein wenig mediterran – das gefällt uns !

▼ ÜBER KATRIN UND ANDRÉ

Katrin (50) und André (53) haben in Findorff gerade einen

Ortswechsel vorgenommen und sich ein eigenes Haus gekauft.

Dadurch haben sie für Jule, Lennart und sich endlich mehr Platz.

Die Tender-Managerin und der IT-Spezialist handeln nicht

untypisch: Trotz in den letzten Jahren stark gestiegener Immobilienpreise

in angesagten Stadtteilen wie Findorff liegt die

Eigentumsquote in Bremen bei knapp 40 Prozent. Das Durchschnittsalter

für einen Immobilienkauf liegt bei 48 Jahren.

Interview: Mathias Rätsch, Foto: Kerstin Rolfes ▲

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 15


q HEIDEMARIE UND BERND DEFINIEREN »RUHESTAND« NEU

» Im Alter sollte man ganz viel für sich tun. «

AKTIVPOSTEN

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 16

HEIDEMARIE UND BERND

W

ie habt Ihr euch kennengelernt ?

Heidemarie: Wir waren beide

berufstätig für die Deutsche Bahn

in Findorff und haben uns auf der

Arbeit kennengelernt.

Willst du mit mir gehen: Wer hat

wen zuerst gefragt ?

Heidemarie: So haben wir gar nicht

gefragt. Wir kannten uns schon ein Jahr – und gefunkt hat es

dann auf der »Love Parade« in Berlin. Das war genau heute vor

21 Jahren. Die Bahn hatte dort Gastrostände, an denen wir

gearbeitet haben. In den Pausen sind wir uns näher gekommen.

So ist es passiert.

Heidemarie, was bewunderst du an Bernd – und welche

Eigenschaft nervt dich besonders ?

Heidemarie: Das kann ich ganz genau sagen: An Bernd bewundere

ich, dass er immer ganz klar seine Meinung sagt, wenn

ihm etwas nicht passt. Was mich nervt: Er kann tagelang bockig

sein. Aber irgendwann ist es dann auch wieder gut.

Bernd, was bewunderst du an Heidemarie – und welche

Eigenschaft nervt dich besonders ?

Bernd: An Heidemarie bewundere ich ihre Geradlinigkeit.

Zugleich ist sie sehr liebenswürdig. Nerven ? Da gibt es nichts.

Ich bin absolut zufrieden.

Was ist das Geheimnis einer guten Beziehung ?

Heidemarie: Ich würde sagen: Kommunikation. Wichtig ist,

dass man über alles miteinander spricht.

Was sollte man dem Partner oder der Partnerin niemals

sagen ?

Bernd: Sätze sagen wie »Du siehst heute aber nicht gut aus«

Sich gegenseitig beleidigen geht gar nicht.

Wie wichtig ist gegenseitiger Freiraum ?

Heidemarie: Sehr wichtig. Gemeinsam etwas zu unternehmen

ist klasse, aber ebenso wichtig ist es, dass jede/r auch ab und zu

etwas allein für sich oder mit FreundInnen macht.

Bernd: Sich ständig nur auf der Pelle hocken ist nicht gut.

Der Fernseher oder Computer im Schlafzimmer – völlig in

Ordnung oder absolut tödlich ?

Heidemarie: Tödlich! Fernseher oder Computer gehören nicht

ins Schlafzimmer.

Bernd: Einen Fernseher im Schlafzimmer haben wir auch kurz

gehabt, aber sehr schnell wieder abgeschafft.

»Die Ehe ist der Versuch, zu zweit mit Problemen fertig zu

werden, die man alleine nie gehabt hätte« sagt ein bekannter

Komiker. Ihr habt es getan: Sollte man sich trauen ?

Heidemarie: Wir haben vor 13 Jahren geheiratet. Ich persönlich

fand und finde es völlig in Ordnung, zu heiraten: Man fühlt sich

viel mehr als Einheit.

Bernd: Das sehe ich genauso.

»When I‘m sixty-four«: Wie ist das Leben im Alter ?

Heidemarie: Jede/r möchte älter werden, aber niemand möchte

es sein. Aber wenn es soweit ist, sollte man im Alter ganz viel

für sich tun. Ich sage nur bewusste Ernährung und Fitness.

Solche Dinge werden mit den Jahren immer wichtiger.

Bernd: Ganz wichtig ist: einfach gemeinsam glücklich sein !

Ihr wohnt beide in Findorff. Ist das ein guter Stadtteil für

Paare ?

Heidemarie: Unser Stadtteil ist einfach super. Alles ist gut

erreichbar und wir können alle Besorgungen mit dem Fahrrad

erledigen. Das ist ganz wunderbar. Wir fühlen uns in Findorff

absolut wohl.

Der perfekte Tag: Wo findet der statt und wie würde der

aussehen ?

Bernd: Der perfekte Tag beginnt mit einem gemeinsamen Frühstück.

Dann viel Bewegung mit dem Fahrrad oder Fitness. Im

Sommer sind wir viel auf unserer Parzelle im Kleingartengebiet

und verbringen dort eine entspannte Zeit.

Der Soundtrack für Eure Beziehung ist ... ?

Bernd: Ich bin großer Fan von Rockmusik: Unser Song ist

»Stairway to Heaven« von Led Zeppelin.

Ich habe gelesen, der Text ist von der Suche nach spiritueller

Perfektion beeinflusst.

Bernd: Das ist mir egal. Der Song passt einfach zu uns.

Das größte Glück für uns als Paar ist ...

Bernd: ... dass wir einander haben !

Liebe geht auch durch den Magen. Euer Lieblingsrestaurant

im Stadtteil ?

Heidemarie: Dazu muss ich sagen: Ein Lieblingsrestaurant haben

wir gar nicht. Wir gehen nie essen und kochen stattdessen

lieber gemeinsam. Das macht uns großen Spaß.

▼ ÜBER HEIDEMARIE UND BERND

Von wegen im Alter passiv herum sitzen: Heidemarie (70) und

Bernd (60) aus Findorff definieren »Ruhestand« neu. Bewegung

steht bei ihnen hoch im Kurs. Man trifft das agile Paar

regelmäßig bei ULC Fitness in der Admiralstraße. Damit sind

beide nicht untypisch als VertreterInnen für die Generation, die

in den Sechziger- und Siebzigerjahren Jugendliche waren: Die

Gruppe der SeniorInnen, die Sport treiben, ist heute mit einem

Anteil von 44 Prozent massiv gestiegen.

Interview: Mathias Rätsch, Foto: Kerstin Rolfes ▲

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 17


q MATHIAS RÄTSCH ÜBER DIE VERTEILUNG VON »FINDORFF GLEICH NEBENAN« IM STADTTEIL

Gefüllte Briefkästen mit Beilagen

A

ls Kind habe ich mich tierisch gefreut, wenn ab

und zu auch ein Brief für mich im Briefkasten

war. Als Erwachsener weiß ich: Nur ein leerer

Briefkasten ist ein guter Briefkasten. Findorff

hat ungefähr 16.000 Haushalte und ebenso

viele Briefkästen – von denen die meisten auch

leer bleiben sollen, zumindest was kostenlose

Werbung und Anzeigenblätter angeht.

In meiner Jugend war der Job als

AusträgerIn von Zeitungen und Prospektmaterial

allerdings ein guter Einstieg, um erstmals

in jungen Jahren eigenes (Taschen)Geld

zu verdienen. In meiner Schulzeit habe

ich Tausende von Anzeigenblättern,

Prospekten und Handzetteln verteilt.

Das war großartig und geht, gesetzlich

nach Arbeitszeiten geregelt, ab

einem Alter von 13 Jahren auch heute

noch – nur das Interesse ist bei familiär

finanziell vielseitig subventionierten

Mittelstandskindern inzwischen deutlich

geringer geworden. Aber das ist eine andere

Geschichte.

Der Wunsch nach weniger Werbung

in den Briefkästen vieler

FindorfferInnen verwundert

nicht, angesichts der ungezählten Prospekte, Handzettel und

kostenlosen Zeitungen, die jede Woche ihren Weg in die Haushalte

der DorffbewohnerInnen finden. Wie groß die Werbeflut

ist, lässt sich sichtbar am Beispiel von einigen sogenannten

»toten« Briefkästen nachvollziehen, die oft vollgestopft werden,

bis sie überquellen und nichts mehr hinein geht. Die vergilbten

Anzeigenblätter zeugen dann wochenlang davon, dass die Briefkästen

ohne InhaberInnen länger nicht geleert wurden.

Über 50 Prozent aller Haushalte in Findorff sind sogenannte

»Werbeverweigerer«. Diese hart klingende Bezeichnung ist keine

Diskriminierung, sondern in der Werbebranche der Fachbegriff

für Personen, die partout keine »Reklame« und unadressierten

Postwurfsendungen erhalten wollen. Aber wie konnte es dazu

kommen, dass viele Menschen keine Werbung wollen, obwohl

sie sie in Wahrheit nutzen? Zu vermuten ist: Die Masse macht es.

Zugleich ist auch der Informationsgehalt von einigen Anzeigenblättern

eher gering. Sie wirken oft wie eine Ansammlung

von Werbebeilagen – umrahmt mit etwas »Zeitung« mit wenig

redaktionellen Inhalten. Die EmpfängerInnen erhalten viel bunt

bedrucktes Papier mit Angeboten, wobei der Großteil von ihnen

die Beilagen nicht sofort in der Papiertonne versenkt. Laut einer

Studie werden die Prospekte von 61 Prozent der Befragten tatsächlich

»immer« und von 33 Prozent »gelegentlich« gelesen.

Wer hätte das gedacht ? Es passiert täglich – aber darf man in

STADTTEILMARKETING

einen Briefkasten einfach Werbung einwerfen ? Die Antwort lautet

erstmal: »ja«. Werbung in Briefkästen ist erlaubt, es sei denn,

der Einwurf ist ausdrücklich nicht erwünscht. Wer nicht will,

der muss auch nicht: In diesem Fall ist ein sogenannter »Sperrvermerk«

als sichtbarer Hinweis am Briefkasten anzubringen.

Über die Hälfte aller FindorfferInnen haben es bereits getan, mit

Aufklebern wie »Keine Werbung« – oft auch weniger freundlich

formuliert (»Werbung unerwünscht«) – bis hin zu gestatteten

Ausnahmen mit exakten Anweisungen, was (»Keinen Weser

Report. Keinen Kurier der Woche. Kein FINDORFF«)

man wie (»Zeitungen vollständig durch schieben«)

und in welcher Anzahl (»Anzeigenblätter nur 3

x«) doch gern hätte – oder eben auch nicht.

Als InhaberInnen ihrer Briefkästen sind die

KundInnen selbstverständlich KönigInnen:

Alle Beschriftungen sind absolut legitim.

Niemand soll durch kostenlose Anzeigenblätter

oder Stadtteilzeitschriften belästigt

werden. Die Verwaltung einiger »Poststellen«

ist, bezogen auf den Zustand von mancher

Beschriftung, allerdings optimierbar. Nicht selten

sind Aufkleber stark verblichen und/oder komplett

unleserlich. Findige AusträgerInnen

werden dadurch gezwungen,

anhand von typografischen Spurenelementen

zu interpretieren, wie

die »Werbebotschaft« auf den fast

weißen Flächen wohl ursprünglich hieß – ähnlich wie Archäologen

bei ägyptischen Hieroglyphen.

Es geht noch besser: Gut getarnte WerbeverweigererInnen haben

ihre »Keine Werbung«-Order nicht auf, sondern unter der Briefkastenklappe

angebracht. Dadurch kann man den Aufkleber

erst beim Anheben der Klappe erkennen – und die AusträgerInnen

haben sich vergeblich auf den Weg gemacht. Wie soll man

eine solche zunächst völlig unsichtbar versteckte Beschriftung

interpretieren ? Werbung unerwünscht – Grundstücksbesuch

aber schon – nicht selten inklusive Zugang über ein, zwei, drei

Treppenstufen ? Fazit: Hinsichtlich mancher Kennzeichnung am

Briefkasten ist noch Luft nach oben. Im Gegensatz dazu ist die

Signalgebung an den Mehrparteien-Briefkastenanlagen der Wohnungsbaugesellschaften

vorbildlich: »Keine Werbung« oder »Ja,

Werbung« auf roter, beziehungsweise grüner Fläche signalisieren

bereits aus Entfernung, wer möchte und wer nicht.

Auch dieses Stadtteilmagazin ist kostenlos. Es hat viermal im

Jahr das Ziel, 25.000 FindorfferInnen überall im Stadtteil zu

erreichen. Mit einer Auflage von 10.000 gedruckten Exemplaren

geht das im Stadtteil nur auch über die Verteilung in die Briefkästen.

Die macht Sinn, kostet Geld und ist zulässig. Was man

wissen sollte: Kostenlose Printmedien dürfen als sogenannte

»Presseprodukte« WerbeverweigerInnen zugestellt werden. u

Ich investiere

in Klima.

Die neue nachhaltige

Geldanlage aus Bremen.

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 18


q STADTTEILMARKETING

Machen wir aber nicht. Warum ? Die Antwort ist ganz einfach:

FINDORFF GLEICH NEBENAN definiert sich als qualitatives

Stadtteilmagazin – und auch für die Distribution haben wir von

Anfang an klare Kriterien definiert: In Findorff werden 7.000

Exemplare nur an die Haushalte über den Einwurf in die Briefkästen

verteilt, die Werbung akzeptieren.

Wir gehen davon aus, das Menschen, die »Keine Werbung« wollen,

überwiegend auch kein kostenloses Stadtteilmagazin haben

möchten. Das ist aus unserer Sicht selbstverständlich zu akzeptieren,

auch wenn die Rechtsprechung eine Verteilung zulassen

würde. Heißt: Auch wer den Briefkasten ohne Zusatz nur mit

»Keine Werbung« gekennzeichnet hat, bekommt kein Exemplar.

Alles andere ist Verschwendung von Papier, Zeit und Geld.

Wer die neueste Ausgabe von FINDORFF GLEICH NEBENAN

dennoch lesen möchte, kann sich ein gedrucktes Exemplar an

den über 50 »Hotspots« im Stadtteil mitnehmen. Weitere knapp

3.000 Exemplare verteilen wir über den Einzelhandel, die Gastronomie

und Kultureinrichtungen. Erstaunlich: Unsere AusträgerInnen

berichten immer wieder von StadtteilbewohnerInnen, die

zwar ihren Briefkasten mit »Keine Werbung« gekennzeichnet

haben, unsere Publikation mit den Worten wie »FINDORFF

können Sie mir aber geben.« oder »Den ›Findorffer‹ möchte ich

haben« einfordern. Der Name »Der Findorffer« wurde offensichtlich

in jahrelanger Tradition für immer und ewig erlernt,

obwohl das ehemalige Mitteilungsblatt des Bürgervereins bereits

vor sechs Jahren eingestellt wurde. Nun ja, man muss nicht jede

Veränderung im Stadtteil sofort mitbekommen – und die ZustellerInnen

und uns freut die spontane Nachfrage.

Weil das so ist, haben wir uns überlegt, wie man einen Briefkasten

auch kennzeichnen könnte – mit einer Beschriftung, die

klar macht, was man haben und lesen will: Das Ergebnis unseres

Brainstormings ist praktisch, quadratisch und in jeder Größe

verfügbar. Es heißt: »FINDORFF GLEICH NEBEN, »Ja, will

ich in meinen Briefkasten«. Wer das einzige Stadtteilmagazin

aus Findorff für Findorff auch als »Werbeverweigerer« zukünftig

regelmäßig in den Briefkasten bekommen möchte, kann sich die

»Bekennergrafik« online über www.findorff-gleich-nebenan.de

downloaden, passend ausdrucken und sichtbar und möglichst

regensicher am Briefkasten anbringen. Versprochen: Dann werden

auch Sie bei der nächsten Verteilung berücksichtigt. Dieses

Angebot ist vielleicht auch eine Option für die Findorffer HausbewohnerInnen,

die den Briefkasten äußerst originell mit »Bitte

keine Werbung außer Weser Kurier oder Bier ist im Angebot«

beschriftet haben. So kann man es sehen. Darauf nach Abschluss

der Verteilung zur Belohnung ein kühles »Beck‘s«.

Text: Mathias Rätsch, Foto: WFlore, www.pixabay.de ▲

Seit 1993 Micaela Fundt Immobilien

Aufgrund hoher Nachfrage suchen wir dringend Immobilien.

Sie wollen verkaufen oder vermieten ?

Wir sind der richtige Ansprechpartner, kompetent bis Vertragsabschluss.

Wir übernehmen zusätzlich den Energieausweis und die Grundrisserstellung.

www.Micaela-Fundt-Immobilien.de

MIT DER BEKENNERGRAFIK

WERBEVERWEIGERER BLEIBEN

Text & Gestaltung: www.raetsch.de, Illustration: OpenClipart-Vectors, www.pixabay.com

GEFÜLLTE BRIEFKÄSTEN MIT BEILAGEN ? Ob Werbeflyer oder Anzeigenblätter mit ungezählten Beilagen:

Ein verstopfter Briefkasten ist immer ärgerlich. Sie haben Ihren Briefkasten mit »keine Werbung« gekennzeichnet, möchten

FINDORFF GLEICH NEBENAN aber in den selbigen bekommen ? Da haben wir etwas für Sie !

Jetzt die »Bekennergrafik« ausschneiden und regensicher am Briefkasten anbringen – und bereits bei

der nächsten Verteilung werden Sie berücksichtigt. Gibt‘s auch als Download zum passend ausdrucken

auf dem lebendigsten Stadtteilportal für Findorff. Alle Infos auf www.findorff-gleich-nebenan.de


▼ ZU BESUCH IM »NAYLA« GEGENÜBER DEM JAN-REINERS-CENTER IN DER HEMMSTR. 271

Feine Kost aus Syrien

Hairzlich willkommen

D

as »NALYA« ist umgezogen. Im Mai 2021 hat

Salah Abou Dib ein kleines, feines Feinkostgeschäft

mit »Außer-Haus-Verkauf« in der

Hemmstraße 271 eröffnet.

Wie zuvor im Restaurant gibt es die beliebten

Vorspeisen in allen Variationen

sowie Gewürze, Saucen,

Bowls, Suppen und mehr.

Alles natürlich in der bekannten

ausgezeichneten Qualität.

Das »NALYA« ist jetzt in Konzept und Auswahl anders. Im Mittelpunkt

steht »Feine Kost aus Syrien« – alles frisch und feinst

zubereitet: sehr leckeres Hommus, Tabbouleh (Petersiliensalat),

Kibbeh (gefüllte Getreidebällchen), Artischocken und vieles mehr.

Warme Speisen hat »Chef Salah« auch auf der Speisekarte: Es

gibt sechs verschiedene Tellergerichte, zwei Chicken-Specials,

zwei Bowls, drei Suppen, einen veganen Falafel-Burger und den

»NAYLA Burger« mit wahlweise 200, 300 oder 400 Gramm

Fleisch. Zudem gibt es Sandwiches und Panini in mehreren

Varianten, auch für Vegetarier und Veganer. Das volle kulinarische

Programm gibt es in der »Chef-Box« für 30,00 Euro.

MAHLZEIT

Man kann sich ganz nach Geschmack eine köstliche Auswahl

individuell zusammenstellen lassen – oder man bestellt sich

eines der definierten Tellergerichte und lässt sich überraschen.

Ayran, Wasser und Softdrinks gibt es ab moderaten 1,50 Euro.

Fazit: »Nayla« ist noch überschaubarer und flexibler geworden,

aber der in Findorff bereits eingeführte

Name steht durch »Chef Salah« weiterhin für

hervorragende Kost von hoher Qualität. Unser

Tipp: Man sollte sich ganz nach Geschmack

und Vorlieben aus einer köstlichen Auswahl einen Speiseteller

individuell zusammenstellen lassen.

Im Außenbereich gibt es drei Tische für jeweils zwei Personen

mit Blick auf die Hemmstraße. Unsere Prognose: Die werden

sich schon bald ganz schnell füllen !

▼ ÜBER »NAYLA«

Geöffnet ist Montag bis Samstag von 11.00 Uhr bis 15.00 Uhr

und von 17.00 Uhr bis 20.00 Uhr, Sonntag Ruhetag. Mehr auf

Facebook und Instagram (feinkostnayla) und weitere Infos

sowie die Speisekarte unter www.restaurant-nayla.de

Text und Foto: Mathias Rätsch ▲

Hemmstraße 271 / 28215 Bremen

Mobil 0160 - 572 35 46

www.Restaurant-Nayla.de

Damen

Herren

Kinder

Styling

Farb Service

Strähnen Service

Dauerwelle Service

Haarglättung-

T-Enzymotherapy

Pflege

Kosmetik

Hochzeit Service

Extensions

Alle Infos & Onlineshop:

www.sabrinashairzstueck.com

Münchenerstraße 25

28215 Bremen

Telefon 0421-35 46 34

info@sabrinashairzstueck.de

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 22

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 23


q FAMILIEN IN FINDORFF E.V.

Die Pinguine und die Schmetterlinge

I

n der Magdeburger Straße 17 zwischen

Findorffmarkt und Bürgerpark

wird es jeden Morgen um

acht quirlig und wuselig. 20

Kinder im Alter von anderthalb

bis drei Jahren werden in

die Kita gebracht. Zehn zu den

Pinguinen, zehn zu den Schmetterlingen.

Jacke und Rucksack an

den Haken, Schuhe aus, Hausschuhe an, ab in den

Gruppenraum. Mal gucken, was heute so

los ist …

Wenn alle Kinder da sind, bringen die

Pädagoginnen erstmal etwas Ruhe in die

Gruppe: »Rituale wie etwa unser Morgenkreis sind für die

Kinder wichtig.«, betont Regina Young, Leiterin der Schmetterlinge.

»Durch Rituale erleben die Kinder Vertrautheit und

Stabilität. Und Spaß machen sie auch noch !«

Jedes Kind wird von den anderen mit Namen willkommen

geheißen und es wird auch über die Kinder gesprochen, die an

diesem Tag nicht da sind. Es werden Lieder gesungen und mit

Bewegungen und Tänzen kombiniert.

Das so genannte »Tageskind« leitet den Morgenkreis mit Unterstützung

einer Erwachsenen. Außerdem wählt das »Tageskind«

vor jeder Mahlzeit einen Tischspruch aus.

Der Gruppenraum der Pinguine ist gleich direkt nebenan. Die

Gruppe wird von Janina Vehlewald geleitet, Kholoud Jahwesh

und Andressa Siqueira Wagner sind ihre Teamkolleginnen.

Die Kolleginnen der Schmetterlinge und der Pinguine arbeiten

Hand in Hand. Beide Gruppenräume sind praktischerweise

durch eine Schiebetür verbunden. So kann man den Raum

öffnen und vergrößern, wenn das gewünscht ist, oder die

Wand schließen und für sich sein.

In der Gestaltung des Gruppenraumes, bei der sich beide

Teams an der Montessori-Pädagogik orientieren, spiegeln sich

die Möglichkeiten des eigenverantwortlichen Lernens wider.

IM PORTRAIT

Alle Spielsachen, die Trinkflaschen und sonstige Gegenstände,

die die Kinder brauchen, befinden sich

auf Augenhöhe der Kinder und sind daher gut

erreichbar. So sind sie in der Lage, sich selbst

um ihre Bedürfnisse zu kümmern. Jedes Kind

bedient sich bei den Mahlzeiten selbst und

räumt sein Geschirr auch selbst wieder ab.

Den Schmetterlingsraum haben Regina Young

und ihre Kolleginnen Jo-Phillis Gerasch und Kyra

Köhler für das neue Kitajahr etwas umgestaltet. Ein

Wandspiegel im Querformat wurde angebracht,

davor an der Wand ein fest montierter

Tisch zum Schminken und Verkleiden.

Natürlich geht es jeden Tag auch an die

frische Luft ! Mal eben auf das Außengelände mit Sandkiste,

Schaukel und Gartenhäuschen, auf den Spielplatz, in den

Bürgerpark oder zu einem Tagesausflug.

Die pädagogischen Fachkräfte üben ihren Beruf mit Leidenschaft

aus. Sie sehen ihre Aufgabe darin, die Kinder in ihrer

Entwicklung zu begleiten und zu unterstützen. »Uns ist ein

wertschätzender Umgang sowohl mit den Kindern als auch

mit den Eltern sehr wichtig.«, hebt Janina Vehlewald hervor.

»Außerdem stellen wir die Bedürfnisse der Kinder in den

Mittelpunkt und unterstützen sie auf ihrem Weg zur Selbstständigkeit.

Wir nutzen Alltagssituationen, um den Kindern

unterschiedliche Möglichkeiten zu bieten, selbst- und mitbestimmend

zu handeln und Selbstwirksamkeit zu erfahren.«

▼ ÜBER FAMILIEN IN FINDORFF E.V.

Familien in Findorff e.V. ist mit rund 150 Betreuungsplätzen,

35 pädagogisch ausgebildeten MitarbeiterInnen und acht Standorten

eine der größten Kinderbetreuungs-Einrichtungen in

Findorff. Der Verein bietet außerdem Entspannungskurse sowie

Gesprächsgruppen in schwierigen Lebenssituationen an und

vermietet Räume für Stadtteilaktivitäten. Mehr Informationen

auch auf www.familien-in-findorff.de

Text: Ulrike Schönig und Dr. Peter Holz, Foto: Pressefoto ▲

24

September

Physiotherapie in Findorff

Physiotherapie / Krankengymnastik

Bobath Erwachsene · Manuelle Therapie (MT)

CRAFTA ® / CMD · Hausbesuche

Mehr Infos auf www.weis-trabulsi.com

0421- 247 04 76

Bettina Weis & Neila Trabulsi

Innsbrucker Str. 120 · Bremen

Einlass 18:45 Uhr, Beginn 19:00 Uhr. Eintritt

frei. Es wird aber um Spenden in Höhe

regulärer Eintrittspreise gebeten, die vollständig

den KünstlerInnen zugute kommen.

Veranstaltungen unter Vorbehalt der

Coronaregeln. Verbindliche Anmeldung

erforderlich an post@misshope.de

www.altespumpwerk.de

Altes Pumpwerk e.V. | Salzburger Str. 12 | HB

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 24

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 25


q DIE SPARKASSE BREMEN IN FINDORFF

Das Bankgeschäft wird digitaler und bleibt persönlich.

D

ie Sparkasse Bremen verfolgt

bereits seit einigen Jahren

die Strategie, hervorragende

digitale Services und

Produkte anzubieten und

gleichzeitig mit persönlicher

Präsenz und einer

hohen Beratungsqualität

in allen Stadtteilen vertreten

zu sein. Das erklärte Ziel: 15 Stadtteilfilialen

in der Stadt Bremen werden eröffnet

– mit einem Investitionsvolumen von

AKTIV VOR ORT

vielen Millionen Euro. Unabhängig von

diesen Plänen prüft die Sparkasse in

regelmäßigen Abständen das Nutzungsverhalten in ihren Filialstandorten

und passt den Service diesen Entwicklungen an. Das

ist nun in Findorff mit der Änderung in der Bargeldversorgung

geschehen. Beim Thema Hartgeld wird deutlich, dass sich die

hohe Wertschätzung für das Angebot nicht in der tatsächlichen

Nachfrage widerspiegelt. Vor diesem Hintergrund hält es die

Sparkasse Bremen für vertretbar, Kundinnen und Kunden für

Münzgeldeinzahlungen in das nahegelegene KundenCentrum

in der Bahnhofstraße zu leiten. Ein- und Auszahlungen von

Papiergeld sind nach wie vor in der Filiale – über eine

neue Generation von SB-Geräten – möglich. Gewerbetreibende

vor Ort können sich an die Sparkasse

in der Fürther Straße wenden, die viele digitale

Services anbietet, um Bargeld im Handel zu

minimieren. Auch Kontakte zu Geldtransportdienstleistern

können hergestellt werden.

Die Sparkasse Bremen macht deutlich, dass in

Findorff auch ältere Kundinnen und Kunden mit

den Geldautomaten und ihrer Bankkarte gut zurechtkommen.

Eine Unterstützung zu den

Filialöffnungszeiten wird selbstverständlich

angeboten – ebenso wie Beratung

für Alternativen zu Schecks. Für alle

Menschen, die den Weg in die Filiale nicht machen können

oder wollen, wird der Bargeldbringdienstservice angeboten: Für

den Betrag von 6,50 Euro kann mehrmals in der Woche Bargeld

in Höhe von 500 Euro direkt vor die Haustür bestellt werden.

Darüber hinaus stehen wir rund um die Uhr an 365 Tagen unter

Tel. 0421/179-0 persönlich mit Rat und Tat zur Seite.

Herzlichst, Saskia Döring, Kundenberaterin

Text: Sakia Döring, Foto: Kerstin Rolfes ▲

Du hast noch keine

PAYBACK Karte?

So einfach geht , s:

1. Deine REWE PAYBACK Karte findest du in den Anmeldeunterlagen

– im Markt am REWE Service-Punkt oder an der Kasse!

2. Scanne diese Karte am REWE Service-Punkt

im Markt und melde dich an!

3. Vergiss nicht, deine E-Mail-Adresse anzugeben,

um zusätzliche individuelle Angebote zu erhalten.

Alternative Anmeldung:

Mit der PAYBACK App oder auf payback.de/rewe

Deine Vorteile:

• Sammle 1 PAYBACK Punkt je 2 Euro Einkauf.*

• Entdecke jede Woche Coupons oder ausgesuchte

Punkte-Highlights.

• Löse deine gesammelten PAYBACK Punkte einfach am REWE

Service-Punkt ein und lade damit dein REWE Guthaben auf.

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 26

Hemmstr. 212-214, 28215 Bremen/Findorff

Für dich geöffnet: Montag – Samstag von 7 bis 22 Uhr

* 1 PAYBACK Punkt pro volle 2 Euro. Von der Bepunktung ausgenommen sind Bücher, Zeitungen, Zeitschriften, Tabakwaren,

Pfand, Tchibo- und Eduscho-Artikel, iTunes-, Telefon- und Geschenkkarten, Entsorger-Müllsäcke ohne MwSt., Zuzahlungen für

Produkte von Treuepunkt-Aktionen sowie Produkte selbstständiger Vertragspartner/Mieter und Konzessionsnehmer.

%

Die REWE-App

Alle Angebote immer dabei.


q WER, WIE, WAS, WIESO, WESHALB, WARUM

+++ Glückwunsch: Das sympathische HAARSTUDIO KESS

hat dieses Jahr Jubiläum ! Kerstin Schwalbe und Team bieten seit

20 Jahren in Findorff Hairstyling für groß und klein.

+++ Die Findorffer LokalpolitikerInnen sind aus der

wohlverdienten Sommerpause zurückgekehrt und

starten wieder mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit

im BEIRAT FINDORFF. Insgesamt zwölf

Sitzungen sind im Beirat und den vier Fachausschüssen

»Bau, Klima, Umwelt und Verkehr«,

»Kinder und Bildung«, »Soziales, Integration,

Jugend, SeniorInnen und Inklusion« sowie »Wirtschaft,

Kultur, Inneres und Sport« bis Ende 2021

anberaumt. Themen wie »Bewohnerparken« und die

Zukunft der Recyclingstation Findorff, die

in der letzten Sitzung vor der Sommerpause

nicht mehr vorgekommen sind, wurden auf

die 2. Jahreshälfte verschoben – und werden

jetzt wieder akut. Der Beirat Findorff tagt

öffentlich und kommt digital auf den Bildschirm oder man wählt

sich telefonisch ein. Jede/r kann mitmachen und sich beteiligen.

Bequemer geht es nicht: Die Sitzungen finden nach wie vor als

Videokonferenzen statt. Auf der nachfolgend genannten Internetseite

sind sieben Tage vor jeder Sitzung die Einladungen zu finden.

Auf der Einladung zur jeweiligen Sitzung ist ein Zugangslink

aufgeführt. www.ortsamtwest.bremen.de/findorff/termine-2728

+++ STARKREGEN ist definiert als ein Ereignis, wenn wie

zuletzt in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz unglaubliche

Regenmengen in sehr kurzer Zeit sehr intensiv als Niederschlag

fallen. Vielen FindorfferInnen sind die Starkregenereignisse

von 2011 gut in Erinnerung. Unser

Stadtteil war besonders betroffen. Aber wie

gefährdet ist die eigene Straße wirklich ?

Das Starkregen-Vorsorgeportal für Bremen gibt

für alle Bremer Stadtteile wie Findorff, Walle,

Gröpelingen und Schwachhausen Auskunft.

Eine interaktive Starkregenkarte zeigt in drei

Kategorien »extrem«, »außergewöhnlich« und »intensiv«

aufrufbar, wo es besonders schlimm werden

könnte, wenn es wieder soweit ist. Klicken

Sie für mehr Infos auf die interaktive

Karte auf www.gis.umwelt.bremen.de

+++ Business Coaching und Teamentwicklung

für Privatpersonen und kleine

und mittelständische Unternehmen ? BETTINA BUSCH (Foto)

unterstützt AuftraggeberInnen bei der Klärung ihrer beruflichen

Anliegen: Führungskräftecoaching, Karrierecoaching, Teamcoaching

und berufsbezogene Tagesworkshops für EinzelanmelderInnen

gibt es ab sofort in der »Coaching Galerie«, zentral in

Findorff in der Eichenberger Straße 62 Ecke Göttinger Straße

gelegen. Ausführliche Infos auf www.bettina-busch-coaching.de

DORFFKLATSCH

+++ Unter www.schlachthofkneipe.de kann man über die Kneipe

im Schlachthof online lesen: »Wir haben derzeit geschlossen.

Euer Schlachthofkneipen-Team.« Richtig ist: Für die Findorffer-

Innen war die gute alte SCHLACHTHOFKNEIPE seit vielen

Jahrzehnten mit verschiedenen BetreiberInnen schon immer ein

festes Ziel – aber die Gastronomie am und im Schlachthof ist

keineswegs geschlossen: Es gibt dort seit April das LUGGER als

Restaurant mit Bar und einem Biergarten. Und damit die Gäste

nicht durcheinanderkommen zwischen »Bierhaven« unten/draußen

und Kneipe oben/drinnen, heißt der Innenbereich im Lugger

»Oberdeck«. Hier kann man nicht nur lecker essen, tolle Menschen

treffen, Musik hören und viel trinken: Es gibt auch ganz viel zu

gucken. Mehr sehen auf www.luggerbleiben.de

+++ FINDORFF GLEICH NEBENAN unterstützt seit Jahren

Einzelhandel, Dienstleistung und Gastonomie: Im einzigen Stadtteilmagazin

aus Findorff für Findorff werden UnternehmerInnen

mit ihren Angeboten und Leistungen gedruckt und online

ansprechend und attraktiv präsentiert. 2020 hinzugekommen:

Der FINDORFF FINDER als erster digitaler, lokaler Branchenführer.

Die gute Nachricht dazu: Mitte September erscheint

nun auch die gedruckte Version – mit einer Gesamtauflage von

5.000 kostenlosen Exemplaren, die über zahlreiche Hotspots im

Stadtteil verteilt wird. Der Druck wurde gefördert durch den Beirat

Findorff. Mehr Infos gibt es auf www.findorff-finder.de und

www.findorff-gleich-nebenan.de u

Kunsthalle

Bremen

Hafenmuseum

Übersee-

Museum

botanika

Universum

Museen

Böttcherstraße

Focke-Museum

Weserburg

Allen unter 18 Jahren

ermöglichen wir

den KOSTENLOSEN

Museumsbesuch.

ONLINE UND GEDRUCKT FÜR FINDORFF:

Mehr unter:

www.sparkasse-bremen.de/

vorteile

Stark. Fair. Hanseatisch.

Ins Museum?

Never.

Im FINDORFF FINDER wird Ihnen geholfen – online auf www.findorff-finder.de und jetzt auch gedruckt mit über

300 Adressen nahezu aller Geschäftsleute in Findorff sowie als Bonus mit weiteren Adressen aus Kultur, Politik und

Vereinsleben. Die Printversion gibt es ab sofort kostenlos fünftausendmal an zahlreichen Hotspots im Stadtteil.

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 28

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 29


q WER, WIE, WAS, WIESO, WESHALB, WARUM

+++ Laut Weser Kurier wurde das Konzept für ein Kaufhaus

als Ankermieter für Findorff »beerdigt«. Unabhängig davon gibt

es jetzt das erste KUNST HAUS FINDORFF im Stadtteil; umgesetzt

im Dorffrandgebiet in der Plantage 3 durch die kreativen

Köpfe HEIKE SEYFFARTH und MANFRED SCHLÖSSER,

beide selbst Kunstschaffende. Das »Kunst Haus Findorff« versteht

sich als Begegnungsstätte für Kunst, Kultur, Wissenschaft und

mehr – auch über die Dorffgrenze hinaus. Zudem möchte man

sich aktiv am Stadtteilleben in Findorff beteiligen und die derzeitigen

Aktivitäten und Angebote ausweiten. Alle weiteren Infos gibt

es regelmäßig auf www.kunsthausfindorff.org

+++ Nachdem 2018 in Findorff im Jan-Reiners-Center die

Postbank geschlossen wurde, wird demnächst als bisherige

Ausweichmöglichkeit für PostbankkundInnen innerhalb der

CASH GROUP auch die COMMERZBANK in der Admiralstraße

schließen. Der Hintergrund: Die Commerzbank, die wie

die Postbank zur Deutschen Bank gehört, halbiert ab Oktober

ihr Filialnetz in Bremen und der Region. Nächste Ausweichmöglichkeit

wäre die POSTBANK neben dem Hauptbahnhof

– aber auch die wird geschlossen. Der Beirat Findorff möchte zur

Schließung laut Weser Kurier wie 2018 erneut VertreterInnen der

Commerzbank »vorladen«. Na, dann: Versuch macht klug.

+++ »Wer die Wahrheit im Wein finden will, darf die Suche

nicht gleich beim ersten Glas aufgeben« lautet ein geistreiches

Zitat zum Rebensaft. Man möchte ergänzen: Wer kreative

Geschäftsideen entwickelt, der bringt zu seinem erfolgreichen

Restaurant »L’Orangerie« am Bunker auf dem Findorffmarkt

unter der gleichen »Marke« einfach einen eigenen Wein auf den

Markt. So angekündigt von dem Findorffer Gastronom STEFAN

SCHRÖDER, der damit erneut beweisen möchte, dass man auch

in der Corona-Krise mit guten Ideen erfolgreich sein kann. Los

geht es ab Oktober mit einem Grauburgunder. Ab Januar 2022

kommt ein ein feiner Rosé dazu, abgefüllt in schlanken Designerflaschen

und von gewohnt hoher Qualität. Wir kommen gern zur

Weinprobe. Infos demnächst unter www.lorangerie-bremen.de

Textredaktion: Mathias Rätsch, Foto: Linus Klose ▲

FINDORFF GEHT AUS

24.09 l ALTES PUMPWERK

Irgendwo zwischen Folk, Pop und Jazz geht

Miss Hope spazieren, betrachtend, staunend,

entlang des Flusses: »Miss Hope goes fishing«

ist die neue Band der MusikerInnen Giese,

Krizsan & Ortega. In Findorff gibt es das

Konzert zum CD-Release von »Im Strom«.

u www.altespumpwerk.de

03.10 l METROPOL THEATER

Mit »Alles Gute und so weiter« knüpft

Barbara Schöneberger an ihre vorige Tour

an. Sie präsentiert Songs aus dem letzten

Album »Eine Frau gibt Auskunft« sowie

Cover-Versionen. Zudem gibt es in der

kurzweiligen Show jede Menge Anekdoten

aus dem Leben von Deutschlands beliebtester

Moderatorin. Die sagt über ihre Philosophie:

»Selbstironie ist das klügste Stilmittel,

um Unterhaltung zu machen.« – und beste

Unterhaltung ist heute Abend garantiert.

u www. metropol-theater-bremen.de

IMPRESSUM

AUTOR/INN/EN

Nils Andresen, Saskia Döring, Dr. Peter Holz, Suse Lübker,

Mathias Rätsch, Ulrike Schönig © Nutzung durch Nachdruck

oder digital, auch auszugsweise, nur mit vorheriger Genehmigung

gestattet. Sämtliche Rechte der Vervielfältigung liegen

beim Findorff Verlag. Zuwiderhandlungen in Form von Urheberrechtsverletzungen

werden strafrechtlich verfolgt.

FOTOGRAFIE

Kerstin Rolfes, www.kerstinrolfes.de

ILLUSTRATION

Bettina Bexte, www.bettina-bexte.de

ART DIRECTION

Mathias Rätsch, www.raetsch.de

LEKTORAT

Lena Rudert, www.lena-rudert.de

BILDNACHWEIS

Titel, Seite 6, 10, 14, 16 Paare, Seite 26: Döring, alle © Kerstin

Rolfes, Seite 5 »Balloon Heart«« © autumnsgoddess0, www.

pixabay.com, Schöneberger © Benno Krähnhahn, Seite 18:

»Zeitungen« © WFlore, www.pixabay.de, Seite 22: Nayla © M.

Rätsch, Seite 28: Busch © L. Klose, www.linus-klose-bremen.de

Seite 31: Schöneberger © Benno Krähnhahn, Miss Hope © Ben

Druecker, www.bendruecker.de, Cox, Animals, Matthews

© ON STAGE, Seite 32: Supersuse © Rainer Pleyer

DRUCK

BerlinDruck GmbH + Co KG,

www.berlindruck.de, FSC ® -mixed

produziert. Es wurden Materialien

aus FSC-zertifizierten Wäldern

und/oder Recyclingmaterial sowie

Material aus kontrollierten

Quellen verwendet.

DRUCKAUFLAGE

10.000 Exemplare

ERSCHEINUNGSWEISE

Alle Erscheinungstermine 2021/22 auf www.findorff.info

05.10 l MEISENFREI

100 % Rock 'n' Roll ? Laura Cox ist genau

das ! Das 2. Album »Burning Bright« ist »high

voltage Rock 'n' Roll« im Stil von AC/DC und

Danko Jones meets Joan Jett, gemischt mit

Southern und Blues Einflüssen. Play it loud –

Ohren weit auf und am besten live erleben !

u www.meisenfrei.de

DISTRIBUTION

Verteilung in ca. 7.000 Briefkästen von ausgesuchten Haushalten

in Findorff sowie über ca. 50 »Hotspots« im Stadtteil.

Infos unter »Distribution« auf www.findorff.info

ANZEIGENBUCHUNG

Beratung per Telefon 0421 / 579 55 52 oder E-Mail unter

kontakt@findorff.info. Ansprechpartner ist Herr Rätsch.

Mehr Infos auf www.findorff.info/anzeige/online-buchen

Ausgabe 20 erscheint ab dem 06. November 2021. Anzeigenschluss

ist der 22. Oktober 2021. Ausgabe 21 erscheint ab

25. Februar 2022. Anzeigenschluss ist der 11. Februar 2022.

Änderungen vorbehalten. Unser Dank gilt allen treuen und

neuen AnzeigenkundInnen aus und um Findorff, ohne die

diese Ausgabe so nicht möglich gewesen wäre.

25.10 l MEISENFREI

Eric Burdon war vor kurzem auf Farewell

Tour, aber »The Animals« touren ohne ihn

weiter, mit allen Hits und den Original-

Mitgliedern John Steel und Mickey Gallagher,

der schon mit Ian Dury, The Clash

und Paul McCartney Erfolge feierte.

u www.meisenfrei.de

11.11 l MEISENFREI

Ist Blues nur etwas für alte Männer ? Natürlich

nicht. Hier kommt der Gegenbeweis:

Krissy Matthews ist knapp unter dreißig, gilt

im Bluesrock als Talent und überrascht mit

seinem aktuellen Album »The Monster In

Me« durch eine souveräne Abgeklärtheit.

u www.meisenfrei.de

HERAUSGEBER

Mathias Rätsch

VERLAG

Findorff Verlag

Magdeburger Str. 7, 28215 Bremen

Telefon 0421 / 579 55 52

Telefax 0421 / 579 55 53

E-Mail kontakt@findorff.info

KOOPERATIONEN

Der Findorff Verlag kooperiert mit der Stadtteilinitiative

»Leben in Findorff«. Wir betreuen ehrenamtlich das Portal

www.findorffaktuell.de sowie den www.findorff-finder.de

MITGLIEDSCHAFT

Der Findorff Verlag ist Mitglied in der Handelskammer

Bremen. Infos unter www.handelskammer-bremen.de

®

FACEBOOK

Gefällt ! Sie finden den Findorff Verlag auf »facebook«:

www.facebook.com/FindorffVerlag

LESERBRIEFE

Wir freuen uns über Leserbriefe zu den Themen in dieser

Ausgabe auf www.findorff-gleich-nebenan.de/leserbriefe

B EIL AGE

Einem Teil der Auflage ist der FINDORFF FINDER als

Branchenführer beigelegt – erstmals mit über 300 Adressen

nahezu aller Unternehmen in Findorff. Als Bonus gibt es

Adressen aus Kultur, Politik, Soziales und Vereinsleben.

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 31


q SUPERSUSE MAG LIEBESGESCHICHTEN. LESEN, NICHT SCHREIBEN.

» All you need is … a good book ! «

In Findorff seit 1989

Ü

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 32

ber die Liebe schreiben können andere

besser. Gerade habe ich »Vom Ende der

Einsamkeit« von Benedict Wells verschlungen.

Bin mit ihm abgetaucht in eine zarte

Liebesbeziehung, war berührt von dem Auf

und Ab der Gefühle, traurig und dann wieder

voller Hoffnung. Ein bisschen kitschig

zwischendurch, ihr merkt es schon. Aber

Kitsch darf sein.

Also lieber lesen statt schreiben. Bücher sind

mein Ein und Alles. Immer schon. Mein

Vater hat mich früh in die Bücherhalle

geschleppt. Keine Ahnung, wie Hamburg

auf diese Bezeichnung für ihre

Stadtteilbibliotheken gekommen ist,

eine Halle war das nun wirklich nicht.

Dort verschwanden wir zwischen den

Regalen und tauchten Stunden später mit

einem Stapel Bücher wieder auf. Allein der

Geruch machte süchtig. Britische Forscher

fanden übrigens heraus, dass alte Bücher nach

frisch geschnittenem Gras riechen. Muffig, sagt

mein Sohn, aber genau richtig muffig, und steckt

seine Nase in sein Ferienbuch. Nach Tinte und

Papier, sagt der beste aller Ehemänner und

klappt sein Notebook auf.

Aber zurück zur Bücherhalle: In der 8. Klasse mussten wir

ein Praktikum machen, ich bin im Reisebüro gelandet. Drei

Wochen Langeweile, Rechnungen sortieren, Kataloge in Regale

räumen. Meine beste Freundin hingegen war in der Bücherhalle

! Ja, genau, in der Bücherhalle. Und langweilte sich dort,

Bücher fand sie nicht so spannend. Irgendetwas lief da schief.

Später dann wollte ich Literatur studieren, einfach wegen der

Bücher. Gleich am ersten Seminartag ging es zur Sache: Wir

sollten die Leerstellen im »Blonden Eckbert« analysieren. Der

Blonde Eckbert, so lernte ich, ist so eine Art Sage aus der Frühromantik,

in der es richtig zur Sache geht: Mord, Totschlag und Inzest

… Aber darum musste ich mich nicht kümmern, ich sollte ja

die Leerstellen analysieren. Also sozusagen das Nichts im Buch.

Die braven Deutsch-Leistungskurs-Mädels und -Jungs waren

begeistert. Ich wechselte das Studienfach. Als wissenschaftliche

Hilfskraft durfte ich in einer Fachbibliothek aushelfen. Dieser

Geruch – einfach wunderbar. Ich kam mir furchtbar wichtig vor

als Bibliothekarin. Und dann der Ferienjob bei einem Buchgrossisten:

Ich sollte Bücher mit Bestellzetteln abgleichen, in

Kisten packen und ab damit aufs Fließband, möglichst viele,

möglichst schnell und natürlich fehlerfrei. Nach ein paar

Spätschichten träumte ich von Bücherkisten, die mich unter

sich begruben. Ich war einfach weg. Und plötzlich wach. Aber

auch diese Phase war irgendwann vorbei, kein Buch hat mich

erschlagen. Es gab gute Bücher und weniger gute Bücher. Und

welche, die mit bleibenden Erinnerungen verbunden sind. »Die

Entdeckung des Himmels« von Harry Mulisch zum Beispiel –

das Buch, das meine Freundin am Fährhafen las, während wir

auf die verpasste Fähre nach Schiermonnikoog warteten. Und

mich nicht beachtete. Später wurde es auch mein Lieblingsbuch.

Und die vielen Bücher, die mein Mann und ich uns auf der

Fahrt zu seiner Mutter im Auto vorgelesen haben. Manchmal

mussten wir noch eine Zeitlang auf dem

Parkplatz stehen bleiben, weil das Kapitel

noch nicht zu Ende war.

Und dann die Kinderbücher. Anschauen,

vorlesen, später dann: diskutieren,

weiterspinnen, selber Geschichten erfinden

… Es begann mit eselsohrigen

Pixibüchern und endete mit Harry

Potter. Während sich mein Sohn

schon sehr früh als Leseratte entpuppte,

kam meine Tochter erst später

in (Lese-)Schwung.

Ganz plötzlich standen sehr, sehr viele

Bücher auf der Wunschliste. Das Highlight

unserer Mutter-Tochter-Ausflüge war der

Besuch auf der Frankfurter Buchmesse.

Dort traf sie zwei web-berühmte Bookstagrammer,

Literaturfreaks, die ihre Lieblingsbücher

online präsentieren, so eine Art Social-Media-Buchclub

also. Ich hingegen lauschte Juli Zeh.

SUPERSUSE

Klar, dass wir alle im Bücherbus auf dem Findorffmarkt einund

ausgehen. Kommt mein Sohn eine Zeitlang nicht, fragt

mich die nette Mitarbeiterin, was denn los sei. Klar auch, dass

meine Kinder ihren ersten Zukunftstag in der örtlichen Buchhandlung

verbracht haben und Frau Hüchting die beiden schon

von Weitem erkennt. Neulich hat mein Sohn einen Berufswunsch

geäußert: Er träumt von einer Buchhandlung mit Café.

Ich sehe mich schon als Rentnerin in einem buchduftenden

Eckchen Bestellungen sortieren – ganz ohne Albträume !

q ÜBER SUSE LÜBKER

Suse »Supersuse« Lübker lebt mit Kindern und Ehemann im

schönen Findorff. Die freiberufliche Texterin und Trainerin

konzipiert, schreibt und redigiert Texte für Verlage, Vereine,

Verbände und Soloselbstständige, online und offline. Zudem

veranstaltet sie Kommunikations- und Schreibworkshops. 2015

erschien ihr Buch »Das Bremer Kinderlexikon. Von Achterdiek

bis Ziegenmarkt« – für alle kleinen und großen BremerInnen,

die Lust haben, ihre Stadt (neu) zu entdecken. In ihrem Blog

berichtet sie über Alltagsabenteuer und gibt Tipps zum Thema

Zeitmanagement. Der Blog auf www.suseluebker.de/blog

Text: Suse Lübker, Illustration: Rainer Pleyer ▲

Top-Schuhreparaturen

Kompetent und zuverlässig: Fred Doll ist Ihr Spezialist in

Findorff für Schuhreparaturen, Tanzschuhsohlen, Gürtelanfertigung,

Taschenreparatur, Reißverschlüsse, Messerund

Scherenschliff, Sicherheitstechnik, Schlüsseldienst

sowie Teppichreinigung und Textilreinigung.

DOLL’S Service Center, Fred Doll, Münchener Straße 81

Tel. 0421 / 35 69 59, Infos: www.dolls-service-center.de

Italienische Mode zu fairen Preisen

Wartburgstraße 7

28217 Bremen

Tel. 0421 5 48 99 11

Bahn: Linie 2 und 10

Kuscheliger

Wohlfühl Strick für den

Herbst eingetroffen !

Online entdecken auf www.chic-chic-boutique.de

Fashion Polka Dots Woman, © Evgeniya Porechenskaya, www.shutterstock.de

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 33


q PREMIERE: NEUE ELEKTROMARKE IM AUTOHAUS LEMKE AM OSTERFEUERBERGER RING

MG Motor: neu und nur bei Woltmann

D

ie Woltmann-Gruppe erweitert ihr Marken-

Portfolio ! Seit Juni bietet das Autohaus

Lemke als Teil der Woltmann-Gruppe

neben Ford auch die Marke MG Motor an.

Das Autohaus Lemke am Osterfeuerberger

Ring 45 bis 47 ist der erste Standort

für MG Motor; hierfür wurde der Verkaufsraum

in Rekordzeit umgebaut und

modernisiert. Der Verkaufsraum hat nun

den 70er-Jahre-Flair abgelegt und

erstrahlt in einem neuen »Industrial

Look« – hohe Betonwände und

neue Spotbeleuchtung. Ebenfalls

wurde in die Ladeinfrastruktur investiert.

Nun ziehen zwei weitere Standorte der Woltmann-Gruppe

nach und nehmen MG mit in ihr Portfolio auf. Woltmann

Delmenhorst und Woltmann Martinsheide in Bremen-Nord

sind Anfang September bereit und stellen sich nun in Sachen

Elektromobilität neben Ford noch besser auf.

Die Woltmann-Gruppe sichert sich exklusiv die Markenvertretung

für Bremen und Umgebung, und nimmt somit die Marke

MG Motor in ihr Markenportfolio mit auf. »Wir freuen uns

über die Herausforderung und über das uns entgegengebrachte

Vertrauen. Gemeinsam mit MG Motor wollen wir diese

moderne Marke entwickeln und etablieren« äußert sich Karima

Knigge, Assistentin der Geschäftsleitung der Woltmann-Gruppe

und zugleich verantwortlich für die Markenentwicklung von

MG Motor.

Seit der Gründung der Morris Garagen im Jahre 1924 ist MG

seiner Zeit stets ein Stück voraus gewesen – jetzt aufgefrischt,

elektrisch und bereit für die Zukunft wird die Woltmann-

Gruppe gemeinsam nachhaltig und fortschrittlich mit MG

Motor ein Zeichen setzen und damit im Bereich der Elektromobilität

ihr Engagement ausweiten.

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 34 23 | | PROMOTION

ELEKTROMOBILITÄT

Die traditionsreiche Marke MG bietet eine glanzvolle Perspektive

für die Zukunft, denn die Marke MG hat sich auf rein

elektrische und alternative Antriebsformen spezialisiert. Die

Fahrzeuge sind mit innovativen Features der Oberklasse ausgestattet

und MG gewährt auf das gesamte Fahrzeug sowie auf die

Batterie sieben Jahre oder 150.000 Kilometer Garantie.

Die Fahrzeugpalette besteht zurzeit aus zwei Modellen, dem

100 % elektrischen MG ZS EV und dem Plug-in-Hybrid MG

EHS. Anfang Oktober kommt dann der neue vollelektrische

MARVEL R auf den Markt. Mit

ca. 400 KM Reichweite (WLTP),

luxuriöser Ausstattung und einem

WOW-Effekt ist das Fahrzeug eine

großartige Erweiterung der derzeitigen Produktpalette. Anfang

2022 wird dann der vollelektrische MG 5 nachziehen – der erste

vollelektrische Kombi auf dem Markt. Die Fahrzeuge können

geleast, finanziert oder gekauft werden, haben eine Lieferzeit

von sechs bis acht Wochen nach Konfiguration und sind ein

absoluter Preis-Leistungs-Knüller.

»Wir freuen uns auf eine solide partnerschaftliche Zusammenarbeit

mit MG Motor. Mit dieser strategischen Entscheidung

wollen wir unser Geschäftsfeld im Bereich der Elektromobilität

erweitern und das elektrische Fahren für jeden zugänglich

machen« äußert sich Tanja Woltmann-Knigge, geschäftsführende

Gesellschafterin in vierter Generation der Woltmann-Gruppe,

zur Wachstumsentscheidung ihres Unternehmens.

▼ ÜBER DIE WOLTMANN-GRUPPE

Das 1906 gegründete Familienunternehmen wird seit 1998 in

vierter Generation von Tanja Woltmann-Knigge geführt. Die

Woltmann-Gruppe vertritt mehrere starke Automobilmarken

an sechs Standorten in Bremen, Bremen-Nord, Delmenhorst

und Wildeshausen und betreibt darüber hinaus eine Abschleppund

Bergungsgesellschaft. www.woltmann-gruppe.com ▲

Das Autohaus Lemke am Osterfeuerberger Ring 45 bis 47 bietet in frisch modernisierten Räumlichkeiten neben Ford jetzt auch die Marke MG Motor an.

NEUE

ELEKTROMARKE

FÜR BREMEN

NEU BEI DER WOLTMANN GRUPPE

AUTOHAUS LEMKE

Osterfeuerberger Ring 45-47 · 28219 Bremen · 0421-38 60 10

WOLTMANN MARTINSHEIDE

Martinsheide 22 · 28757 Bremen · 0421-66 00 90

WOLTMANN DELMENHORST

Syker Straße 111 · 27751 Bremen · 04221-076 50

www.woltmann-gruppe.de

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine