FINDORFF GLEICH NEBENAN Nr. 20

FINDORFF.GLEICH.NEBENAN

FINDORFF GLEICH NEBENAN ist das Stadtteilmagazin für Findorff und Bremen für Handel, Dienstleistung, Kultur & Politik

Im Herbst 2021 | Ausgabe 20 | Kostenlos, aber nicht umsonst

SALLY WILLIAMS

GLAMOUR ? CHRISTMAS !

TAREK SHEIKH Best of Indisch-Pakistanische Küche MARCEL KUECK

Promis im Telefonbuch FINANZTIPP Heimvorteil AUSSTELLUNG

Van Gogh als interaktives Erlebnis MAHLZEIT Zu Gast im »Óniro«


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FINDORFF GLEICH NEBENAN | 03


q AUS FINDORFF. FÜR FINDORFF

» Zu viel Nerv, zu viel Nerv, gib‘ mir Energie !«

S

chon abonniert ? Als einziges

Stadtteilmagazin aus

Findorff für Findorff

sind wir auch online auf

»facebook« unterwegs. In

dem sozialen Netzwerk

gibt es tagesfrische Posts

mit lokalen Informationen

über Handel und Dienstleistung,

Gastro- und Kulturtipps, Einladungen zu Sitzungen des Beirats,

aber auch Meinungsbeiträge zu Themen im Stadtteil. Letztere

sind natürlich subjektiv – und treffen erwartungsgemäß nicht

immer auf Zustimmung. Muss ja auch nicht: Kritik an der Kritik

ist erwünscht. Die Kommentarfunktion sollte allerdings nicht

als »Klowand des Internets« genutzt werden, wie der legendäre

Werbetexter Jean-Remy von Matt »Blogs« einmal nannte.

Kritik im Netz sollte sachlich formuliert sein, darf auch polemisch

daherkommen, aber nicht die sachliche Ebene verlassen

oder persönlich werden. Wenn doch, denken wir darüber keine

drei Sekunden nach: User, die bewusst persönlich diffamierende

oder geschäftsschädigende Kommentare lancieren, muss sich

niemand gefallen lassen. Man kann diese »trolligen« Personen

und ihre toxischen Beiträge »blockieren«.

Besser ist: Man ignoriert Nervensägen – es sind in der Regel

nicht mehr als zwei, drei und immer die gleichen – auch sonst

konsequent. Diese Gelassenheit gelingt nicht immer, aber sie

spart sinnlose Diskussionen, die wertvolle Lebenszeit kosten

und negative Energien erzeugen. Oder wie es die Tochter sagte:

»Ein paar Hater auf facebook gibt es immer.« Blockieren ist

einfach: Im Hilfebereich wird erklärt, wie es funktioniert.

»Zu viel Nerv, zu viel Nerv, gib‘ mir Energie !«,

stellte das minimalistische »Trio« bereits Anfang der

Achtziger zu Zeiten der Neuen Deutschen Welle fest.

»Da, da, da«: Die Lieblingsbeschäftigung von negativ

eingestellten Menschen ist das Jammern. Nie sind

sie zufrieden. Stets meint das Schicksal es irgendwie

schlecht mit ihnen. Schuld sind immer die Anderen.

Nicht so unsere konstruktiven LeserInnen: Ihre Anregungen

sind für unsere redaktionelle Arbeit an FINDORFF GLEICH

NEBENAN jederzeit willkommen.

Eine gute Anregung gab es gleich während der Ideenfindung für

diese Ausgabe. Eine Leserin schlug uns vor, ein Interview mit

Travestiekünstlerin Sally Williams zu führen. Wir waren sofort

begeistert, der Kontakt war schnell hergestellt und, ja, Sally

wollte. Gut weiter ging es mit einer E-Mail von Marcel Kueck,

in der er freundlich angefragte, ob wir Interesse an einer Kooperation

hätten. Der Podcaster interviewt für sein »Telefonbuch

Spontan« Promis wie Ailton, Axel Schulz, Johannes Strate und

Kader Loth. Voller Energie und mit perfekter Überqualifikation

bot er an, auch für unser Stadtteilmagazin durchzustarten. So

kam zusammen, was redaktionell zusammen gehört: Ab Seite 6

stellt Ihnen Marcel Kueck in einem unterhaltsam-geistreichen

Gespräch Sally vor. Ab Seite 14 stellen wir Ihnen dann Marcel

Kueck und seine Aktivitäten vor. Ganz ehrlich ? Manchmal

wären wir ohne Aufregerthemen wie »Bewohnerparken« einfach

nur die »Gala« fürs Dorff. Aber das wäre dann doch für unseren

auf vielen Ebenen spannenden Stadtteil ein wenig zu einseitig.

Für diese Weihnachtsausgabe gilt allerdings: Wann sollte es

endlich glamourös werden, wenn nicht zum Fest der Feste ?

Wir wünschen allen LeserInnen wunderbare Weihnachten.

GLEICH NEBENAN

06 l SALLY WILLIAMS

Glamouröse Erzählungen – nicht nur zur Weihnachtszeit

12 l TAREK SHEIKH

Im »Maharani« treffen Genuss und Verführung auf

einen Ort der Entspannung und der Begegnung

14 l MARCEL KUECK

Bock auf Blog – und demnächst das Gesicht von »Sinalco«

18 l 24 SCHÖNE GESCHENKIDEEN

20 l FINANZTIPP

22 l VAN GOGH EXPERIENCE

24 l FAMILIEN IN FINDORFF

26 l DER GUTE TIPP

28 l MAHLZEIT

Gastroautorin Nicole Henze zu Gast im »Óniro«

30 l AKTIV VOR ORT

Neues von der Sparkasse Bremen in Findorff

31 l DORFFKLATSCH

33 l FINDORFF GEHT AUS

34 l SUPERSUSE

Marcel Kueck hat Ailton, Axel Schulz und Kader Loth interviewt.

Jetzt hat er für uns Sally Williams zum Gespräch gebeten: Seite 6

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 05


PROFILE

q DAS BREMER ORIGINAL LEBT PRIVAT ZIEMLICH UNERKANNT IN FINDORFF

» Hauptsache ›bunt und bewegt sich‹ reicht nicht mehr. «

TRAVESTIE

KÜNSTLERIN

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 06

SALLY WILLIAMS

S

ally, sagen wir, wie es ist: Cher konnte nicht,

Madonna wollte nicht – und dann kam es

ganz dicke für FINDORFF GLEICH NEBEN-

AN: Du hattest Zeit! Jetzt schmückst du unsere

aktuelle Titelseite im Engelskostüm und

wir müssen sagen: Eleganter geht es nicht!

Wie hast du unser Covershooting erlebt ?

Vermutlich hatte ich auch den kürzesten Weg

(lacht) ! Das Shooting selbst hat unglaublichen

Spaß gemacht. Es war eine großartige Erfahrung und ich bin

schon sehr auf das Endergebnis gespannt. Das habe ich nämlich

noch nicht gesehen.

Inwiefern ist so ein Covershooting nach mittlerweile 39 Jahren

Bühnenerfahrung für dich noch etwas Besonderes ?

Naja, auch nach 39 Jahren auf der Bühne wird man nicht ständig

für ein Cover abgelichtet. Vor allem in Bremen durfte ich

bisher erst einmal die Titelseite eines Magazins schmücken,

weshalb das Shooting mit FINDORFF GLEICH NEBENAN

auch etwas ganz Besonderes war.

Besonders war auch die Wahl deines Outfits. Wie viele

Unikate hast du inzwischen in deinem Kleiderschrank

hängen ? Das müssen ja unzählige sein …

Ja, der Fundus wird im Laufe der Zeit immer größer, wobei ich

mich erfreulicherweise vor vier, fünf Jahren wirklich einmal

durchringen konnte und die Abteilung »vielleicht passe ich ja

doch wieder rein« aussortiert habe. Es gab jedoch auch mal

dieses Horror-Erlebnis in Nürnberg, wo mir ganz fantastische

Outfits gestohlen worden sind. Da hat mir das Herz wirklich

geblutet ! Letztlich war es jedoch eine schöne Motivation, um

neue atemberaubende Kleider zu shoppen.

Jetzt bist du jedoch nicht nur schön auf Zeitschriftencovern

anzuschauen, sondern begeisterst vor allem als vielseitige Travestiekünstlerin.

Wie fühlt es sich während der Pandemie an,

wenn statt Theatervorhang nur noch der Duschvorhang fällt ?

Für uns KünstlerInnen ist die Pandemie natürlich ein echter

Fauxpas. Man wird von heute auf morgen mit Dingen konfrontiert,

die man sich so nie hätte vorstellen können. Und dennoch

nehme ich viel Positives aus dieser Zeit mit. Ich engagiere mich

seither zum Beispiel für die Arbeiterwohlfahrt (AWO) und betreue

hilfsbedürftige Menschen. Einmal die Woche gehe ich mit

einem älteren Herren spazieren, der sonst niemanden mehr hat:

Das erfüllt mich auch auf eine gewisse Art und Weise. Ich habe

ja aktuell die Zeit und weshalb die dann nicht sinnvoll nutzen ! ?

Lass uns jetzt einmal an den Anfang deiner Karriere springen.

Dafür war nämlich ein absolutes Bremer Original verantwortlich:

Madame Lothár.

Jein. Also die Kunstfigur »Madame Lothár« gab es damals ja

noch nicht. Das war einfach Lothar. Er war Wirt eines ganz

kleinen schwulen Lokals in Bremen. Aufgebrezelt wie Liza Minnelli

bin ich zu einer Freimarktsparty gegangen, habe zu »New

York, New York« die Hüften schwingen lassen und mein Idol

gemimt. Lothar hat mich gesehen und direkt gefragt, ob ich

nicht Lust hätte, Silvester einen kleinen Auftritt zu geben – und

so nahm meine Karriere dann ihren Lauf. Erst waren es fünf,

sechs kleine Shows bei ihm und anschließend auch außerhalb

seines Lokals deutschlandweit.

Was Lothar dir lange krumm genommen hat …

Das hat er ! Lothar war immer sehr einnehmend und konnte

recht knauserig werden, wenn es nicht nach ihm ging. Als ich

gegangen bin, unter anderem wegen dieser Eigenschaften, hat

es viele Jahre gedauert, bis wir uns wieder in die Augen sehen

konnten. Es war der »Denver Clan« live, könnte man sagen

(lacht). Jedoch wäre »Madame Lothár« niemals geboren, wenn

ich ihn damals nicht verlassen hätte. An seinem 80. Geburtstag

habe ich ihm nochmal sagen können, wie dankbar ich ihm bin

und dass seine Unterstützung mich sehr glücklich gemacht hat.

In einem Interview hast du gesagt, dass du damals einfach

nur zur rechten Zeit am rechten Ort warst. Glaubst du, dass

es in der Travestiewelt heutzutage schwieriger ist, diesen Ort

zu finden ?

Definitiv ! Wir sprechen ja von 1985, und da war die Travestie

ein gänzlich neues Gebiet. »Mary und Gordy«, ein Duo, das im

deutschen Fernsehen sehr bekannt werden sollte, hatte gerade

seinen Durchbruch erlebt, so dass die Neugierde auf uns KünstlerInnen

dementsprechend hoch war. Heute ist diese Form

der Unterhaltung längst etabliert. In den großen Städten wie

Hamburg oder Berlin kann man ohne großen Namen mit der

Travestie auch kein Geld mehr verdienen. Wenn du versuchst,

für eine Party gebucht zu werden, wirst du mit der Gage sofort

um mindestens die Hälfte von anderen KünstlerInnen unterboten.

So läuft das ab. Hauptsache »bunt und bewegt sich« reicht

nicht mehr für eine Karriere. Das reicht für eine Weile als Drag

Queen. Aber für eine Karriere in der Branche musst du was

Besonderes, was Eigenes haben und doppelt so hart arbeiten.

Das »Schnürschuh Theater Bremen«, in welchem du mit

deiner Kollegin Joline Ready erst Ende Oktober auf der Bühne

standest, glaubt an deine künstlerische Arbeit. Es ist ein ganz

besonderes Theater für dich, richtig ?

Ja, weil dieses Haus sehr viel Vertrauen in mich setzt. Seit 2013

gibt es eine wunderbare Zusammenarbeit zwischen uns. Damals

habe ich dort mein erstes Musical auf die Bretter gebracht

und das Haus hat mir die Bühne dafür gegeben. Seither habe

ich also immer wieder ein Heimspiel, wenn ich dort auftrete.

Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass du in Bremen

und umzu bereits auf allen Bühnen gestanden hast, die deine

High Heels tragen konnten: Gibt es dennoch Bühnen, auf

denen du gerne mal spielen würdest ? u

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q SALLY WILLIAMS IM INTERVIEW

» In London auftreten wäre ein Traum. «

Ich denke da nicht so sehr an Bühnen, aber gegebenenfalls an

Orte. Ich hatte eine Freundin, die nach London gezogen ist, die

Stadt, von der ich immer gehofft habe, dass man dort einmal

irgendetwas organisieren könnte. Für einen Auftritt in London

wäre es mir auch nicht um die Gage gegangen, sondern einfach

um das Feeling – und um den EngländerInnen zu zeigen, was

ich für eine Rampensau bin. Diese Chance hat sich aber leider

nie ergeben, weil sich die richtigen Connections nicht finden

lassen haben. Aber in London auftreten wäre tatsächlich ein

Traum, den ich gerne mal verwirklichen würde. Ich bin bisher

dreimal dort gewesen und liebe die Kulturszene. Ich mag vor

allem die Menschen und diese Vielfalt – eine ganz großartige

Metropole, finde ich.

Du sprachst gerade von der Rampensau in dir. Braucht die

private Sally auch Applaus, bevor sie am Frühstückstisch

erscheint ?

Das wäre doch mal etwas ! Nein, auf der Bühne legst du natürlich

immer nochmal eine Schippe drauf. Aber im Grunde steckt

in den meisten Shows und Auftritten sehr viel von der privaten

Sally. Ich bin also nicht diese Art von Typ, die sich nach dem

Auftritt abschminkt und völlig introvertiert, saft- und kraftlos

durch die Gegend irrt. Ich bin auch privat sehr präsent und,

ohne jetzt überheblich klingen zu wollen, ist es eigentlich egal,

ob ich die Show-Sally oder die private Sally bin. Wenn ich einen

Laden betrete, kriegen die Leute das mit.

Bedeutet diese Beschreibung deiner Person, dass du privat

auch lieber als Sally unterwegs bist ?

Immer ! Dazu muss ich jedoch auch sagen, dass ich das bin,

was man heute auf neu-deutsch »divers« nennt.

Wie schwierig war es, in der damaligen Zeit einen Begriff

dafür zu finden ?

In jungen Jahren wusste ich nur: Ich bin kein richtiger Junge.

Das war ich nie. Und dann musste ich erst mal herausfinden,

dass ich auch kein Mädchen bin. Als ich gerade neu in der Szene

war, rieten mir viele, dass ich mich doch umoperieren lassen

solle, weil ich mich so feminin geben würde. Aber das war nie

mein Ding. Ich war halt immer irgendwie zwischen den beiden

Geschlechtern. Und das bedeutet für mich eben auch, dass ich,

wenn ich ausgehe, als Sally unterwegs bin.

Also bleibt die ungeschminkte Sally ein Mysterium ?

Meine engen FreundInnen wissen schon, wie schrecklich ich

ohne alles aussehe, aber mein gesellschaftliches Leben findet im

Grunde genommen nur als »Sally von ihrer besten Seite« statt.

Trotzdem wohnst du so wie du bist unerkannt im eher

beschaulichen Findorff. Wieso ?

Das liegt einerseits natürlich daran, dass ich mich für Besorgungen

nicht eine Stunde lang in ein Outfit schmeiße. Im Alltag

bleibe ich ungeschminkt und auch unerkannt. Selbst ganz enge

Bekannte erkennen mich nicht mehr auf der Straße. Die Situationen

hatte ich schon einige Male. Es ja ist auch kein Geheimnis,

dass ich adoptiert wurde und ich die ersten drei Jahre meines

Lebens fast vollständig hier gelebt habe. Erinnern kann ich

mich zwar nicht dran – trotzdem ist es irgendwie ein bisschen

»back to the roots«.

Erlebst du Findorff als liberal und aufgeschlossen oder würdest

du es als kleinbürgerlich und konservativ beschreiben ?

Die konservative Seite von Findorff stirbt ja allmählich aus.

Eigentlich sind das nur noch die alten FindorfferInnen, die auch

schon vor 15 Jahren alt waren. Aktuell erlebe ich den Stadtteil

ein bisschen im grün-liberalen Wandel. Und dementsprechend

ist es auch in Findorff ein sehr angenehmes und entspanntes

Leben. Ich habe hier keine Probleme.

Probleme hast du sowieso eher selten. In einem Interview hast

du mal gesagt, dass sich die Menschen eigentlich immer mit

dir verstehen …

Weil sie merken, dass ich keine »Transenshow« abziehe, wie ich

das in meinem Slang jetzt sagen würde. Sie merken, dass ich

einfach ich bin. Ich habe mit so vielen unterschiedlichen Szenarien

und Menschen zu tun gehabt, dass ich mir inzwischen eine

wirklich gute Menschenkenntnis angeeignet habe. Ein Freund

von mir arbeitet zum Beispiel in einer Skinhead-Kneipe. Da bin

ich eines Abends einfach mal rein, weil ich ihn auf der Arbeit

besuchen wollte. Für mich war es das Selbstverständlichste

überhaupt, aber den acht, neun Typen, die da an der Bar saßen,

ist bei meinem Anblick alles aus ihren Gesichtern gefallen. Und

als ich Sekt bestellt habe, meinte sder Kleinste von ihnen, sich

vor seinen Kumpels profilieren zu müssen. Er fing dann direkt

mir gegenüber mit persönlichen Beleidigungen an. u

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FINDORFF GLEICH NEBENAN | 08 FINDORFF GLEICH NEBENAN | 09


q SALLY WILLIAMS IM INTERVIEW

» Ich mag Weihnachtssongs sehr gern. «

Ich habe mich auf meinen High Heels zu ihm umgedreht, zwei

Köpfe nach unten geschaut und gesagt: »Wir setzen uns jetzt

an den Tisch dort drüben und machen Armdrücken. Wer

verliert, gibt einen aus !« Er hat verloren, musste einen ausgeben.

Seine Kumpels fanden es klasse. Danach war ich dort

immer sehr gern gesehen.

Man sieht dich auch gern an Weihnachten. Wie verbringst du

das Fest der Liebe ? Eher spartanisch oder doch pompös ?

Wenn ich ehrlich bin, kann ich mit dieser christlichen Tradition

gar nicht so viel anfangen, wobei ich Weihnachtssongs zum

Beispiel sehr gern mag. Für mich bedeutet Weihnachten in erster

Linie »Konsum«, was mir im Grunde genommen natürlich

recht ist, denn der Monat Dezember ist für mich ganz klar mein

umsatzstärkster Monat. Und trotzdem wird es in diesem Jahr,

wie auch in all den anderen, bei einem jedes Mal wundervollen

Auswärtsessen mit meinen FreundInnen bleiben, an welchem

wir anschließend mit einem Sekt auf uns anstoßen werden.

Gibt es denn noch Veranstaltungen, auf die wir schon jetzt

anstoßen könnten ?

Ganz besonders freue ich mich jetzt schon auf den 27. November

im »Schnürschuh Theater Bremen«. An diesem Tag haben

wir unsere letzte Veranstaltung mit einem bunten Programm,

welches zum Teil auch schon die Vorweihnachtszeit einläuten

wird. Das wird klasse ! Karten sollte man sich frühzeitig sichern.

Die gibt es über die Website www.schnuerschuh-theater.de

Wir freuen uns darauf und wünschen dir alles Gute !

▼ ÜBER SALLY WILLIAMS

Sally Williams ist eine professionelle Travestie-Künstlerin, die

mit mittlerweile 39 Jahren bundesweiter Bühnenerfahrung für

ungezählte Auftritte auf den Kleinkunstbühnen Deutschlands

steht. Aber nicht nur ! Ob Cabaret, Gala-Show, Firmen- oder

Privatfeier – das Bremer Original weiß jedes Publikum mit

Comedy und Gesang zu begeistern. Privat lebt Sally Williams

ziemlich unerkannt seit vielen Jahren in Findorff. Mehr Infos

über die Travestiekünstlerin finden sich online unter

www.agentur-goldau.de/Sally

Interview: Marcel Kueck, Foto: Martin Bockhacker ▲

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FINDORFF GLEICH NEBENAN | 10


PROFILE

q TAREK SHEIKH SERVIERT MOGUL-KÜCHE IM »MAHARANI«

» Von meinem Vater lernen zu dürfen, war ein Privileg. «

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 12

TAREK SHEIKH

GASTGEBER

T

arek, Dein Restaurant gibt es in unserem

Stadtteil im nächsten Jahr seit 15 Jahren.

Wie kam das »Maharani« nach Findorff ?

Es gab an gleicher Stelle zuvor ein indisches

Restaurant. Man suchte einen neuen Mieter.

Wir sind dann auf die ESPABAU zugegangen.

Mein Vater, der zeitweise fünf Restaurants

hatte, hat das richtige Gespür. Er war geschickt

in den Verhandlungen – und es hat geklappt.

Du hast im Familienbetrieb die Abläufe im Gastrobetrieb von

der Pike auf gelernt. Wolltest Du schon immer Gastronom

werden – oder gab es in Deinem Leben auch andere Pläne ?

Es gab eine Zeit, in der war es nicht mein Ziel, Gastronom zu

werden. Aber ich bin im Familienbetrieb aufgewachsen und

habe irgendwann festgestellt: Es macht mir Spaß, in einem

Restaurant die Geschicke verantwortlich leiten zu dürfen – und

für unsere Gäste da zu sein. Ich habe Risiko- und Sicherheitsmanagement

studiert. In der Studienzeit habe ich gemerkt, wie mir

der Familienbetrieb fehlte. Es war eine echte Herzensentscheidung

für das »Maharani« – und von meinem Vater lernen zu

dürfen, war ein Privileg.

Was zeichnet die Indische Küche besonders aus ?

Wir bieten die Mogul-Küche – das ist sozusagen ein »Best of«

der Indischen und Pakistanischen Küche. Wir kochen weniger

scharf und mit wenig Fett und wenig Öl. Wer es scharf möchte,

bekommt es natürlich scharf. So hat diese Küche einen ayurvedischen

Charakter.

Wie wichtig sind die Kräuter und Gewürze ?

Elementar ! Ohne Gewürze keine Indische Küche – ganz klar !

Wir verwenden bestimmte Zutaten als Basis: Knoblauch, Ingwer

und Zwiebeln bilden eine Symbiose, ohne die ein Curry oder

Masala undenkbar sind. Hinzu kommen natürlich die Gewürze.

Verwendet man in Indien Zutaten, die man bei uns nicht

bekommt ? Kannst Du ein Beispiel nennen ?

Chili sehe ich in Deutschland sehr selten (lacht). Chili kann

man in Ketchup schmecken, aber der kommt ja auch nicht aus

Deutschland.

Ich mag sehr den gut strukturierten Mittagstisch, der Appetit

auf mehr macht. Es gibt zwei wechselnde Varianten an verschiedenen

Gerichten, die den Gästen in kleinen Metallschälchen

auf einem runden Tablett serviert werden: dem

Thali. Die Varianten heißen jeweils »Vegetable Thali« und

»Non Veg Thali«. Darf man »mit Fleisch« nicht mehr sagen ?

Klar darf man »mit Fleisch« sagen, aber es wirkt authentischer,

wenn man Anglizismen auf der Speisekarte verwendet, weil das

auch sehr indisch und pakistanisch ist.

Abends wird es kulinarisch noch vielfältiger. Welches Gericht

sollte man im »Maharani« unbedingt einmal bestellt haben ?

»Butter Chicken« ist bei unseren Gästen unglaublich beliebt.

Marinierte und gegrillte Hühnerbrust kommt in ein tomatenbasiertes

Butter-Curry. Dieser Klassiker unserer Küche ist

äußerst sämig und würzig, aber nicht scharf.

Auch die Weinkarte kann sich sehen lassen. Dein derzeitiger

»Lieblingstropfen« als Empfehlung ?

Der Winter kommt ! Ich empfehle für die kalte Jahreszeit als

Rotwein einen Shiraz aus Indien aus dem Weingut »Sula«.

Zwei Jahre Coronakrise: Die Gäste der sonst stattfindenden

Messeveranstaltungen auf der Bürgerweide sind zuletzt ebenso

weggefallen wie Buchungen für private und geschäftliche Feierlichkeiten.

Wie wird es mit der Gastronomie weitergehen ?

Ich blicke optimistisch in die Zukunft. Warum? Wenn wir die

letzten Wochen Revue passieren lassen, stellt man fest: Die

Menschen haben wieder große Lust auszugehen und zu genießen;

insbesondere die FindorfferInnen, aber auch auswärtige

Gäste. Die Hygienevorschriften sind völlig in Ordnung – und

wir haben alle gelernt, damit umzugehen. Bereits im letzten

Jahr haben wir den Lockdown genutzt und eine Lüftungsanlage

eingebaut. Die schafft den Luftaustausch sechsmal die Stunde.

Weihnachten steht vor der Tür. Man kann das »Maharani« für

Feiern wieder buchen. Wie viele Plätze gibt es ?

Im Innenbereich können bis zu 100 Plätze gebucht werden.

Zu Weihnachten ist für Dich und Dein Team absoluter »Hochbetrieb«.

Wie und wann feierst Du selbst mit Deiner Familie

– und was gibt es bei Euch als Festgericht ?

Wir haben Heiligabend geschlossen. Mein Vater stammt aus

Pakistan, meine Mutter aus Polen: Sie wünscht sich zum Fest

Fisch, wenn man den in guter Qualität bekommt. Am 1. Weihnachtsfeiertag

gibt es bei uns Ente mit Klößen und Rotkohl.

Mein Vater und mein Schwager bekochen die Familie.

Feiert man in Indien eigentlich auch Weihnachten ?

Es gibt in Indien eine kleine christliche Gemeinde, die feiert.

Ansonsten wird in Indien nicht Weihnachten gefeiert, weil

die meisten Inder Hindus sind. Hindus feiern stattdessen im

November das Lichterfest.

▼ ÜBER TAREK SHEIKH

Tarek Sheikh wurde von seinem Vater in Achim in dessen

erstem Restaurant »Maharaja« angelernt. Nach dem Studium

entschied Tarek sich, wieder im Familienbetrieb zu arbeiten.

Heute kümmert er sich federführend um das »Maharani.«

Geöffnet ist Mittwoch bis Montag von 12:00 bis 14:30 Uhr und

18:00 bis 23:00 Uhr. Samstag Mittag ist geschlossen, Dienstag

ist Ruhetag. Alle Speisen können auch bestellt und abgeholt

werden. www.maharani-bremen.de

Interview: Mathias Rätsch, Foto: Martin Bockhacker ▲

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 13


PROFILE

q MARCEL KUECK INTERVIEWT PROMINENTE. ABER NICHT NUR

» Ich glaube, dass es wichtig ist, authentisch zu bleiben.«

MARCEL KUECK

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 14

PODCASTER

M

arcel, für unsere analog aufgestellten

LeserInnen: Was ist ein

Podcaster ?

Ich hoffe, dass ich darauf einigermaßen

qualifiziert antworten kann

(lacht). Im Grunde genommen ist

ein Podcaster nichts anderes als der

Produzent seines eigenen Podcasts.

Einen Podcast wiederum können

sich eure LeserInnen vorstellen wie eine Art Radioshow, die

man sich im Internet immer wieder anhören kann. Ausschließlich

Audio und »on demand«, wie wir vom Fach sagen würden.

Dein Podcast heißt »Telefonbuch Spontan«. Was verbirgt sich

dahinter ?

Ich greife in »Telefonbuch Spontan« auf mein streng geheimes

Telefonbuch zurück und spreche mit meinen Kontakten 25

Minuten lang über Gott und die Welt. Wen ich anrufe, entscheide

ich während des Podcasts intuitiv – und versuche so für ein

interessantes und vor allem unterhaltendes Gespräch zu sorgen.

Wer waren bisher deine GesprächspartnerInnen – und welche

Sendung ist dir besonders in Erinnerung geblieben ?

Um die Sendungen immer wieder interessant zu gestalten, rufe

ich natürlich Kontakte an, die vermutlich etwas zu erzählen

haben. Das sind zum einen prominente Persönlichkeiten, wie

Axel Schulz oder Johannes Strate von der Band »Revolverheld«.

Darüber hinaus gibt es aber auch außergewöhnliche Sendungen

wie die mit Tina Sohrab. Tina ist mit 15 Jahren über Nacht

einfach erblindet. Sie musste sich urplötzlich in einem Leben

wiederfinden, welches anders verlaufen würde, als sie sich es

irgendwann mal ausgemalt hat. Das sind natürlich Sendungen,

die sehr nah gehen und mich sowie meine HörerInnen ganz

besonders berühren.

Reife Leistung: »Telefonbuch Spontan« stieg in diesem Jahr in

der Rubrik »Unterhaltung« bis auf Platz 3 der iTunes-Charts.

Wie schafft man das ?

Ich habe an meinem Geburtstag davon erfahren – und diese

Platzierung war mit Abstand der schönste Moment in meiner

bisherigen beruflichen Laufbahn. Zu wissen, dass andere, dir

völlig fremde Personen, mögen was du machst; das ist unglaublich.

Ein Erfolgsgeheimnis habe ich aber nicht – sonst wäre es

vermutlich auch die #1 geworden (lacht). Ich glaube, dass es in

erster Linie wichtig ist, absolut authentisch zu bleiben und immer

genau das durchzuziehen, was man selbst am meisten mag

und gut findet. Die eigene Begeisterung, für das, was man tut,

spüren die ZuhörerInnen: Es zahlt sich so gut wie immer aus.

Du hast gleichzeitig viel für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk

gearbeitet, unter anderem für den WDR und Radio

Bremen. Was hast du dort gemacht ?

Von Zeit zu Zeit darf ich dort beim internationalen und interkulturellen

Hörfunkprogramm »Cosmo« die verschiedensten

Kulturen kennenlernen und mit ganz fantastischen Menschen

sprechen. Vom Leichenbestatter, der gerade dabei ist, ein

Bestattungsfahrrad zu bauen, bis hin zur Kneipenwirtin, die

aufgrund der Corona-Pandemie kurz vor der Insolvenz steht.

Mehr Abwechslung geht nicht: Ich freue mich jedes Mal aufs

Neue, wenn ich einen Anruf der Redaktion bekomme.

Warum hast du bisher ausschließlich bei öffentlich-rechtlichen

Sendern gearbeitet ? Promiaffin, wie du bist, wären Privatsender

wie RTL eigentlich naheliegender – zumal auch der

Trash-Faktor dort sehr viel höher ist. Oder brauchst du für

deine Arbeit einen qualitativen Rahmen ?

Privatsender müssen aufgrund ihres Trash-Faktors qualitativ ja

nicht schlecht sein. Tatsächlich durfte ich während eines Praktikums

vor ganz vielen Jahren auch schon ein bisschen Luft im

Privatfernsehen schnuppern. Als kleines Kind war es für mich

jedoch schon immer ein Traum, bei Radio Bremen zu arbeiten.

Als ich die Chance hatte, bin ich dann irgendwie bei den

öffentlich-rechtlichen gelandet. Aber wenn RTL noch jemanden

braucht: Meine E-Mails lese ich täglich (lacht) !

Brauchen wir öffentlich-rechtliche Sender ? Viele BeitragszahlerInnen

empfinden den Rundfunkbeitrag als »GEZ-Zwangsgebühr«

– insbesondere die jüngeren VertreterInnen der Netflix

Generation. Wie ist deine Meinung dazu ?

Ich passe absolut in die Netflix-Generation und muss auch ganz

offen sagen, dass ich mich nicht selten über die ARD und das

ZDF ärgere. Dennoch benötigt unsere Demokratie mehr als nur

On-demand-Serien und »Big Brother«. Die öffentlich-rechtlichen

Sender waren und bleiben unabhängig. Sie informieren mich so

vielfältig, dass ich mir meine eigene Meinung bilden kann – zum

Beispiel zu politischen Themen. Die »Zwangsgebühr« stellt also

zur Bildung einer eigenen Meinung auch eine Aufrechterhaltung

unserer Informationsbeschaffung dar. Dafür lasse ich mich

gerne »zwingen« meinen Rundfunkbeitrag zu entrichten ! u

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 15


q MARCEL KUECK IM INTERVIEW

» Ich habe mich kürzlich als Schauspieler versucht. «

Wer gern Promis interviewt, dem kann ich an dieser Stelle

eine Frage nicht ersparen: Welches private Geheimnis möchtest

du an dieser Stelle auf keinen Fall über dich lesen ?

Dass ich seit meiner Pubertät eingefleischter Wrestling-Fan

bin. Ich habe unzählige Wrestling-DVDs und fehle auf keiner

Deutschlandtournee. Dieses Fantum kommt leider bei niemandem

wirklich gut an. Deshalb behalte ich dieses Geheimnis sehr

gern für mich und hoffe, dass es niemals gelüftet wird.

Mir hast du erzählt, dass du sehr viel arbeitest und nicht selten

an deine mentalen Grenzen gehst. Möchtest du unbedingt

eine steile Medienkarriere machen – und wo soll das langfristig

noch hinführen ? Die Stelle von Claus Kleber im »heute

journal« wurde leider neulich erst neu besetzt.

Puh, ob es gleich so seriös sein muss, weiß ich auch nicht.

Ich mache halt einfach nur das, was mir Spaß macht. In Verbindung

mit meinem »Macher-Gen« und meinem Ehrgeiz ist

das eine Kombi, für die mich sehr viele Menschen beneiden,

die aber eher ein großes Problem darstellt. Ich merke vor lauter

Leidenschaft manchmal gar nicht, wie müde und kaputt ich bin.

Ich merke nicht, dass mir eine Auszeit ganz guttun würde. Und

selbst eine Auszeit wirkt wie Arbeit, weil ich sehr große Schwierigkeiten

habe, mit Ruhe umzugehen und nichts zu machen.

Das Schreiben hilft mir dann sehr. Wenn ich schreibe, mache

ich etwas und kann trotzdem irgendwie zur Ruhe kommen.

Guter Punkt ! Was viele gar nicht wissen ist, dass du ganz

nebenbei noch ein Buch schreibst. Wie ist es dazu gekommen ?

Das Schreiben habe ich erst vor zwei Jahren so richtig für

mich entdeckt. In meinem Kopf sah ich immer wieder diesen

einen jungen Mann an einem Wasserfall vorbei auf ein Schloss

schauen. Dieser Gedanke hat mich nicht mehr losgelassen. Um

dieses Bild herum habe ich sozusagen die gesamte Geschichte

aufgebaut. Im Grunde genommen handelt sie von diesem einen

jungen Mann, der sehr unzufrieden mit sich ist. Er möchte im

Leben ankommen und er leidet unter diesem Druck, unter dem

jede/r meiner Generation leidet: Dem Streben nach Glück.

Was mein Protagonist nicht weiß, ist, dass er in einer anderen

Welt bereits als Held gefeiert wird – und eigentlich zu wundervollen

Dingen im Stande ist. Mein Buch begleitet diese abenteuerliche

Reise, welche politische Themen wie Ausgrenzung,

Rassismus und Gleichberechtigung mit sich bringt.

Jetzt hast du Dich spontan als Interviewer zur freien Mitarbeit

in diesem kleinen, feinen Stadtteilmagazin entschlossen. Warum

ist unser lokales Printmagazin für dich interessant ?

Vom Wochenmarkt über den Schlachthof bis zum Torfkanal:

Ich verbinde mit Findorff so viel ! Findorff ist vielseitiger als

manche Kleinstadt. Deshalb ist es eine Ehre für mich, jetzt

spannende Interviews mit FindorfferInnen zu führen. Kaum

ein Stadtteil hat solch eine bunte Vielfalt an EinwohnerInnen –

das macht es mir in meiner Arbeit ganz besonders einfach.

Welcher Stadtteil ist in Bremen dein Favorit ?

Ich glaube, da gibt es nur eine richtige Antwort: Findorff !

Wo und wann kann man mehr von dir hören und sehen ?

Ich habe mich tatsächlich kürzlich als Schauspieler versucht.

Im Dezember werde ich in einer ziemlich bekannten Serie bei

der ARD im Ersten zu bewundern sein. Außerdem durfte ich

einen tollen Werbespot für »Sinalco« drehen. Als neues Werbegesicht

bin ich im kommenden Jahr auf sämtlichen Plakaten

und im TV zu sehen – und ich bin sehr gespannt, wie das

aussehen wird. Hoffentlich bekommen die mit diesem

Gesicht noch ein paar Flaschen mehr verkauft (lacht).

▼ ÜBER MARCEL KUECK

Marcel Kueck ist deutscher Podcaster, Sprecher sowie Moderator.

Neben seiner Arbeit für den WDR in Köln arbeitete er

bereits für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Bremen,

Radio Bremen. Für das Hörfunkprogramm »Cosmo« arbeitete

er bereits als Reporter on air. Sein Podcast heißt »Telefonbuch

Spontan« – zu hören unter www.marcelkueck.com/podcast

Interview: Mathias Rätsch, Foto: Olivia Lehmann ▲

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 16


01 02 03

13 14 15

24 SCHÖNE GESCHENKIDEEN

01 Im Dezember 30% Rabatt auf alle Filme & Spiele im Verkauf und zum Fest die Weihnachtstombola ! www.videothekbremen.de

02 Spannend ! »Das Geheimnis der Untoten«, Bretagne-Krimi des Bremers Mike Gorden im Findorffer Bücherfenster zu kaufen

03 Nora Osler empfiehlt ein Festmahl mit veganen Köstlichkeiten aus der einzigartigen »Veganbar« in der Admiralstraße 97

04 05 06

04 Warmer Troyer für die Winterzeit bei »Eduard Thölen Berufskleidung« in der Eickedorfer Str. 48 a www.eduard-thoelen.de

05 Hartwigs Tipp: Rare Live-Mitschnitte gibt es in der legendären »ON STAGE in Concert« Reihe, www.onstage-records.store

06 Tragen ist das Motto der RINGUINE. Mehr über Trageberatung, Handmadeartikel, Babykurse & Gutscheine auf ringuine.de

07 08 09

07 Patricia Herbst empfiehlt ein festliches Essen in der wunderbaren »Fundabar«, www.fundabar-catering.de/catering

08 Fahrradtaschen neu gedacht: Wechselklappen machen es möglich ! www.tüta.com, Yorckstraße 54, 28201 Bremen

09 Barbara Hüchting liebt die »tierischen Kleiderhaken« von »Sieben Sachen« – zauberhaft witzige Filztrophäen für die Wand

10 11 12

13 TüTa Designerin Maren Krämer freut sich auf Euch am 20./21.11. auf dem www.worpsweder-kunsthandwerkermarkt.de

14 Bei »Georgs« in der Hemmstr. 161 gibt es viele Geschenkideen mit Produkten aus wirtschaftlich benachteiligten Ländern.

15 Gutes Essen, guter Wein: Das Trio von »Eduard Thölen Berufskleidung« kauft guten Wein im Findorffer Weinladen.

16 17 18

16 »Findorff« heißt das neue, kleine, feine Buch von Isa Fischer. Gleich online bestellen auf www.duplio.de/buecher

17 Heilpraktikerin Andrea Hella Schwanenberg wünscht beste Gesundheit für 2022. www.naturheilpraxis-schwanenberg.de

18 Gewinner der unabhängigen Buchhandlungen 2021: Ewald Arenz, »Der große Sommer«. Gibt’s im »Findorffer Bücherfenster«

19 20 21

19 Weihnachtszeit ist Glühweinzeit. Den gibt es im Findorffer Weinladen – auch alkoholfrei als Tipp für Familien mit Kindern !

20 Only You Can Rock Me: »Ufo« landen am 7. Juli 2022 um 20:00 Uhr im Modernes: Karten schenken lassen und hingehen

21 Detlef Moller empfiehlt Spielzeug für Erwachsene: HML Fetish, Neukirchstr. 18 oder online im Shop www.hml-fetish.com

22 23 24

IN FINDORFF

WEIHNACHTEN

10 Geschichte hautnah in der Findorff-Chronik von Hans-Peter Mester: gibt es im www.kellnerverlag.de/buchshop.html

11 Weihnachten heißt für Georg Gersberg genießen ! Zum Beispiel in der »Lilie« oder hier: www.findorff-finder.de/gastronomie

12 »Erde und tschüss«, ein inklusiver Spielfilm aus Bremen. DVD bestellen unter martinsclub.de/erde-und-tschuess

22 Kerzen aus recyceltem Wachs ? Auch die gibt es im Unverpacktladen »Füllerei Findorff«, Borgfelder Straße 17, www.fuellerei.de

23 Gemeinsam Barrieren zerbrechen: Jetzt eine Mitgliedschaft im Martinsclub verschenken: martinsclub.de/mitgliedschaft

24 Wir sagen DANKE und wünschen ALLEN eine besinnliche Weihnachtszeit, euer Team von »Patty‘s Gym« www.pattysgym.de

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 18 | WEIHNACHTSSPECIAL | PROMOTION

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 19 | WEIHNACHTSSPECIAL | PROMOTION


FINANZTIPP

q UMFASSENDE BERATUNG IN FINDORFF ZUR FINANZIERUNG VON IMMOBILIEN

» Wir finden für jeden die richtige Lösung.«

SPARKASSE BREMEN

HEIMVORTEIL

I

n Bremen sowie im Bremer Umland an ein

ansprechendes Haus, Grundstück oder eine

passende Eigentumswohnung zu kommen,

ist kein leichtes Unterfangen. Da sollte es nicht

an der Finanzierung scheitern. Per App oder

persönlich bringt die Sparkasse Bremen die

Menschen ihrem Traum einen großen Schritt

näher. Saskia Döring aus der Sparkassen-Filiale

in der Fürther Straße zeigt auf, was Interessierte

dabei beachten sollten.

MIT EINER KREDITBESTÄTIGUNG PUNKTEN

Gute Karten hat, wer bereits beim Besichtigungstermin eine

entsprechende Zusage in den Händen hält. Damit steigen die

Chancen, grünes Licht für den Kauf zu bekommen. Für diejenigen,

die das Objekt veräußern wollen, ist die Garantie,

dass sich die Interessenten die Immobilie auch wirklich leisten

können, unerlässlich. Bevor überhaupt eine potenzielle Immobilie

besichtigt wurde, wird im Beratungsgespräch der mögliche

Finanzierungsrahmen der am Kauf Interessierten ermittelt.

»Über diese Summe erhalten Sie dann eine Bestätigung in

Form einer kleinen Urkunde, die sechs Monate lang gültig

ist«, erläutert Kundenberaterin Saskia Döring. »So können Sie

sich in Ruhe auf die Suche machen und bei den Besichtigungen

mit einem offiziellen Papier nachweisen, dass die Sparkasse

Bremen Ihnen als Finanzierungspartnerin zur Seite steht.«

SPONTAN REAGIEREN: MIT DER BAUFI-APP

»Als Alternative für den ›Heimvorteil‹ der Sparkasse Bremen

gibt es jetzt die Baufi-App«, erklärt Döring. »Hier kann jeder

– auch KundInnen anderer Banken – innerhalb von wenigen

Minuten sehen, ob die Finanzierung möglich ist.« Als Sofortauskunft

gibt es dann ein digitales Baufi-Zertifikat in der App.

Notwendig ist lediglich ein Girokonto mit Onlinebanking-

Zugang. Ein weiterer Vorteil: Es gibt weder Papierkram

noch Anrufe.

Als Finanzvermittler bietet die Sparkasse Bremen ihren Kundinnen

und Kunden sogar ein Darlehen anderer Institute an

– derzeit sind aktuelle Konditionen von 180 Banken verfügbar.

In der Beratung entscheiden allein die Interessenten, was ihnen

wichtig ist und welches Angebot schließlich am besten zu ihnen

passt. Dadurch werden immer die besten Konditionen für jeden

individuellen Fall zusammengestellt. »Wir finden für jeden die

richtige Lösung«, ist sich die Finanzexpertin sicher. Auch an der

Uhrzeit soll es nicht scheitern: Die Baufinanzierungsberatung

der Sparkasse Bremen ist werktags von 8:00 bis 20:00 Uhr

über die Telefonnummer 0421 179-0 zu erreichen.

q SPOT IST »MEIN ZUHAUSE«

Die Plattform www.spot-bremen.de informiert nicht nur rund

ums Wohnen in den Bremer Stadtteilen. Gut recherchierte

Artikel im Bereich »Mein Zuhause« bieten Orientierung für

Immobilienbesitzer und solche, die es werden möchten. Vom

Immobilienkauf über die Modernisierung bis hin zu staatlichen

Zuschüssen ist für alle etwas dabei. »Neu sind unsere Planungsassistenten«,

berichtet Döring. »Ob Küche oder Dusche, hier

bekommen Sie schnell konkrete Vorschläge, wie Sie Ihre vier

Wände umgestalten können.« Mehr Informationen unter

www.sparkasse-bremen.de

Text: Nils Andresen, Foto: DSV, Image Source, Westend61,

Portrait: Kerstin Rolfes ▲

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 20 | PROMOTION

ENTSPANNT FINANZIEREN

Wenn der Kauf vereinbart wurde, geht es an die konkrete

Finanzierung. Die kann ganz unterschiedlich aufgebaut sein,

weiß die Findorffer Beraterin: »Unser großer Pluspunkt ist,

dass wir keine Baufinanzierungen von der Stange anbieten.

Stattdessen sehen wir uns jeden Fall, jede Lebenssituation,

jede Finanzierung einzeln an.« Ob jemand beispielsweise in

Kurzarbeit sei, ein geringes Einkommen zur Verfügung habe

oder kein Eigenkapital mitbringe. »Wir nehmen uns die Zeit

und gucken gemeinsam, was wir in der jeweiligen Situation

tun können«, sagt Döring.

Fragen rund um die Finanzierung einer Immobilie ?

Saskia Döring und das Team der Sparkasse in der

Fürther Straße 8 in Findorff sind für Sie da.

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 21 | PROMOTION


q AUSSTELLUNG IN BREMEN: MEISTERHAFTE KUNST TRIFFT AUF MODERNSTE TECHNIK

»Van Goghs Genialität in ein neues Zeitalter übertragen «

D

iese Ausstellung im »BLG-

Forum« ist ein völlig neu

konzipiertes Multimedia-Spektakel,

das auf

noch nie zuvor gesehene

Art und Weise die Kunst

von Vincent van Gogh

präsentiert: »Van Gogh –

The Immersive Experience«.

Meisterhafte Kunst trifft auf modernste

Technik – eine Symbiose, die Van Goghs

Genialität in ein neues Zeitalter trägt und

unvergessen machen wird. Nach Paris,

Brüssel, Linz und Berlin ist das interaktive

Kunsterlebnis noch bis zum 27. Februar 2022 zu Gast in Bremen.

AUSSTELLUNG

Was zeigt »Van Gogh – The Immersive Experience« ? Die multimediale

Lichtinstallation bringt die geballte Farbenpracht von

Van Goghs Kunst zur Geltung und macht sie für die BetrachterInnen

greifbarer als je zuvor. In der einmaligen Inszenierung tauchen

die BesucherInnen in die Werke Van Goghs ein und erleben

die virtuelle Illusion als Realität. Van Goghs Kunstwerke wie die

»Sonnenblumen«, »Das Nachtcafé«, die »Sternennacht«,

»Die Kartoffelesser« oder das »Schlafzimmer in Arles«

werden so aus einer ganz neuen Perspektive erlebbar.

BetrachterInnen befinden sich inmitten der Gemälde,

werden Teil der Szenerie und versinken in Licht

und Ton: Die Kunstwerke interagieren mit ihnen.

Coronabedingt ist die Buchung eines Zeitfensters

erforderlich. Mit dem Zeitfenster-Ticket ist der Zugang

innerhalb des gebuchten Time-slots möglich. Die Verweildauer

ist zeitlich unbegrenzt. Wer flexibel bleiben

oder Tickets ohne Zeitbindung verschenken

möchte, für den sind Flex-/Geschenktickets die

Alternative – die nur in begrenzter Anzahl

verfügbar sind. Die Ausstellung ist rollstuhlgerecht.

▼ VAN GOGH – THE IMMERSIVE EXPERIENCE

Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Sonntag von 10:00 bis

18:00 Uhr. Donnerstag, Freitag, Samstag und an Feiertagen ist

von 10:00 bis 20:00 Uhr geöffnet. Montag ist geschlossen. Die

Ausstellung findet statt im »BLG-Forum«, Am Speicher XI. Alle

Infos sowie Tickets unter www.van-gogh-experience.com ▲

Coole Styles

für Ladies:

Termine unter

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Unsere Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 9:00 Uhr

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einen Ort der Entspannung und der Begegnung.

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Mittagstisch, Speisekarte und Weihnachtsfeiern

finden Sie unter www.maharani-bremen.de

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 23


q FAMILIEN IN FINDORFF E.V.

Ausbilden lohnt sich !

winterFest !

S

ich im Beruf weiterzuqualifizieren

ist für die Qualität

der pädagogischen Arbeit

unabdingbar. Wir als

Geschäftsleitung unterstützen

hierbei jederzeit

und sind flexibel, wenn es

um die Vereinbarkeit von

Berufsalltag, Fortbildung und

Privatleben geht.«, betont Ulrike Schönig, die im

Verein »Familien in Findorff«,

kurz »fif«, für das Personalmanagement

zuständig ist.

Und die erfahreneren Kolleg*innen

freuen sich immer, wenn sie ihr Wissen und ihre Fähigkeiten

an Jüngere weitergeben können. Außerdem ist die Zusammenarbeit

mit Kolleg*innen in der Ausbildung immer auch eine

Gelegenheit, die eigene Arbeitsweise zu reflektieren und neue

pädagogische Ideen auszuprobieren. Denn die Pädagogik, wie

jede Wissenschaft, entwickelt sich ständig weiter.

STABIL IM STADTTEIL

Bei »fif« haben während des vergangenen Kita-Jahres vier

Kolleg*innen verschiedene Aus- und Fortbildungen erfolgreich

absolviert und sind nun bereit, im Verein neue Aufgaben zu

übernehmen. Nach ihrem Anerkennungsjahr bei den Tigern hat

Nele Duprée die Leitung der Mäusegruppe übernommen. Die

Schmetterlinge werden ab sofort von Regina Young geleitet, die

ihre berufsbegleitende Ausbildung abgeschlossen hat.

Anett Syrbe wechselt nach einem Intensivlehrgang

von der Hortgruppe der Delfine zur Ü3-Gruppe

der Krokodile und Ricarda Jagode arbeitet nach

ihrer praxisintegrierten Ausbildung (PIA) jetzt

bei den Elefanten.

»Investitionen in das eigene Personal lohnen

sich immer. Alles andere wäre Ressourcenverschwendung«,

stellt Geschäftsführerin Susanne

Ohlrogge-Hauser fest. »Wir bilden seit dreißig Jahren

in der Praxis Fachkräfte selbst aus

und sorgen kontinuierlich für die

professionelle Fortbildung unserer

Pädagog*innen. Das gehört zu

unserer Vereinsphilosophie.«

▼ ÜBER FAMILIEN IN FINDORFF E.V.

Familien in Findorff e.V. ist mit rund 150 Betreuungsplätzen,

35 pädagogisch ausgebildeten Mitarbeiter*innen und acht

Standorten eine der größten Kinderbetreuungs-Einrichtungen

in Findorff. Der Verein bietet außerdem Entspannungskurse

sowie Gesprächsgruppen in schwierigen Lebenssituationen an

und vermietet Räume für Stadtteilaktivitäten. Mehr Informationen

auch auf www.familien-in-findorff.de

Text: Ulrike Schönig, Dr. Peter Holz, Fotos: Dr. Peter Holz ▲

Fachgeschäft für Berufskleidung und mehr

Große Auswahl an Handschuhen, Mützen und Schals

Inh. Annette Meyer e.K.

Eickedorfer Straße 48a

28215 Bremen

Telefon (0421) 38 27 08

berufskleidung@eduard-thoelen.de

www.eduard-thoelen.de

Ricarda Jagode, Erzieherin

bei den Elefanten:

»Meine Kolleg*innen erlebe

ich als sehr freundlich und

unterstützend. Nach meinem

Anerkennungsjahr fühle ich

mich super vorbereitet. Und

jetzt bei den Elefanten habe

ich die Möglichkeit, meine

Ideen in die Gruppe

einzubringen.«

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 24

Nele Duprée, Erzieherin

bei den Mäusen:

»In meiner Ausbildung bei ›fif‹

habe ich sehr viel über gute

Teamarbeit gelernt. Mir gefällt

es, wie hier miteinander gearbeitet

wird und dabei Jede*r

sie bzw. er selbst bleiben

kann. Das tolle Miteinander

wirkt sich auch positiv auf

die Kinder aus.«

Anett Syrbe, Erzieherin

bei den Krokodilen:

»›fif‹ hat mir ermöglicht,

meine Ausbildung zur

Erzieherin so zu absolvieren,

wie es mir entspricht.

So konnte ich sie erfolgreich

abschließen und verbringe

nun auch meine Anerkennungszeit

in einer Gruppe

des Vereins.«

Regina Young, Erzieherin

bei den Schmetterlingen:

»Ich fühle mich von meinen

Kolleg*innen immer anerkannt

und gewertschätzt. Das

Arbeitsklima bei ›fif‹ würde

ich als ›familiär‹ bezeichnen.

Über meine neue Aufgabe als

Gruppenleiterin und das Vertrauen

der Geschäftsleitung

freue ich mich total.«

Eintritt kostenlos. Es wird aber um Spenden

in Höhe regulärer Eintrittspreise gebeten,

die vollständig den KünstlerInnen zugute

kommen. Verbindliche Anmeldung per

E-Mail erforderlich. Alle Infos gibt es unter

www.altespumpwerk.de

Altes Pumpwerk e.V. | Salzburger Str. 12 | HB

Physiotherapie in Findorff

Physiotherapie / Krankengymnastik

Bobath Erwachsene · Manuelle Therapie (MT)

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Mehr Infos auf www.weis-trabulsi.com

0421- 247 04 76

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FINDORFF GLEICH NEBENAN | 25


q INFO-BROSCHÜRE VON ENERGIEKONSENS ZEIGT, WIE ES FUNKTIONIERT

Clever heizen ? !

I

n der neu aufgelegten und aktualisierten

Printausgabe der gemeinnützigen Klimaschutzagentur

finden Interessierte unter dem Titel

»clever heizen« Anregungen und Wissenswertes

zu zukunftsträchtigen Heiztechnologien. Ein

Thema, das heute wichtiger denn je ist, betont

Heinfried Becker von energiekonsens: »Auch

mit Blick auf steigende Preise für Öl und Gas

werden wir uns weg von fossilen Energieträgern

hin zu erneuerbaren Energien und strombasierten

Systemen bewegen. Dabei stellen sich

insbesondere bei der Anschaffung einer

neuen Heizung viele Fragen – etwa

welcher Heizträger gewünscht und mit

Blick auf die Immobilie ratsam ist. Um Antworten darauf zu

finden, gibt es einiges zu beachten – so zum Beispiel den energetischen

Zustand des Hauses, die vorhandenen Freiflächen

und Heizkörper. Die Broschüre enthält entsprechende Hinweise.«

Mehr noch: Neben Detailinformationen zu Heiztechniken und

Tipps zur Wartung und Inspektion von Altanlagen bietet sie

auch einen Überblick über Beratungs- und Fördermöglichkeiten

für Modernisierungen und Neuinvestitionen im Land Bremen.

»Im Vorfeld der Überarbeitung von ›clever heizen‹ haben wir

mit vielen ExpertInnen aus der Region gesprochen, deren Fachwissen

mit aufgenommen wurde«, erklärt Heinfried Becker.

Die Printversion ist telefonisch unter 0421/ 37 66 710 kostenlos

bestellbar. Zudem steht die 68 Seiten starke Info-Broschüre

DER GUTE TIPP

unter www.energiekonsens.de/clever-heizen zum Herunterladen

bereit. Auf der Internetseite kann man sich darüber hinaus

Videos anschauen, in denen EigentümerInnen aus Bremen und

Bremerhaven über ihre Erfahrungen mit unterschiedlichen

Heizträgern, über die Verlässlichkeit der Anlagen und ihre

Zufriedenheit berichten.

Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung unterstützt HausbesitzerInnnen

außerdem bei der Anschaffung einer Heizung. »Wer sich

tiefergehender informieren möchte, dem empfehle ich zusätzlich

unsere Heizungsvisite vor Ort, die wir gemeinsam mit der

Verbraucherzentrale Bremen anbieten«,

so der energiekonsens-Projektleiter. Dabei

kommen unabhängige EnergieberaterInnen

zu EigentümerInnen ins Haus und

empfehlen nach einer Begutachtung der Heizanlage und der

räumlichen Gegebenheiten auf die jeweilige Immobilie zugeschnittene

Maßnahmen für cleveres Heizen. Heinfried Becker:

»Manchmal lassen sich schon durch kleine Umstellungen wie

eine optimierte Einstellung der Heizung Wärmeverluste und

damit auch der Energieverbrauch reduzieren. Die neutralen

ExpertInnen geben Auskunft darüber, was sinnvoll ist.«

▼ SO EINFACH GEHT ES

Weitere Informationen und Termine für die Heizungsvisite unter

www.energiekonsens.de/heizungsvisite. Mehr zur Broschüre

»clever heizen« unter www.energiekonsens.de/clever-heizen

Text: Sandra Wagner, Foto: Thorsten Breyer ▲

Die Broschüre und ein Video zum Thema »clever heizen« gibt es im Internet unter www.energiekonsens.de/clever-heizen

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▼ LECKERES ESSEN UND COOLE DRINKS: NICOLE HENZE WAR ZU GAST IM »ÓNIRO«

» Der beste ›The Big Milky Rice‹ der Stadt «

S

eit 2005 gibt es das Restaurant

»Óniro« (übersetzt

»Traum«) in der Admiralstraße

unter der Leitung

von Antonios Deliagas.

Im »Óniro« ist jedeR

willkommen, wie der

Begrüßung auf der Webseite

zu entnehmen ist: »Hi, Hello, Ni Hao, Hej,

Bonjour, Ciao, Hola, Merhaba und Jasu !«

Und das an sieben Tagen in der Woche !

Auf der derzeit coronabedingt verkleinerten

Karte findet man eine große Auswahl an

Vorspeisen, Suppen, Salaten, Burgern, krossen, lecker belegten

Pizzen, Pasta sowie Fleischgerichten mit frischen Pommes.

Bei den Vorspeisen ist das Tzaziki hervorzuheben, das extrem

lecker und frisch ist. Wer Lust hat, kann außerdem aus einer

Reihe Snacks, Chips und Nachos mit diversen Dips wählen.

Das Preis-Leistungsverhältnis ist super. Es gibt Pizzen ab 6,50

Euro bis 10,50 Euro und Burger mit Pommes für 8,00 bis 9,00

Euro. Die Getränkekarte ist ebenfalls groß und hat nebst dem

üblichen Getränkeangebot Weinspezialitäten und jede Menge

Cocktails, die es in der Happy Hour von 17:30 Uhr bis 21:00

Uhr für 5,20 Euro gibt. Ab 22:00 Uhr geht es weiter mit einer

Auswahl an »Cocktails of the Day« für ebenfalls 5,20 Euro.

Die Spezialität des Hauses ist »The Big Milky Rice«, ein extrem

leckerer Digestif, dessen Rezept Antonios Deliagas mit seinem

Leben beschützt – und er lebt noch !

MAHLZEIT

In den großzügigen Innenräumlichkeiten gibt es für

Nachtschwärmer auch eine schicke Bar. Sitzgelegenheiten

gibt es auch draußen vor dem Restaurant.

Bemerkenswert ist, dass das Publikum

sehr gemischt ist. Zwaanzigjährige treffen sich

im »Óniro« und feiern gemeinsam Geburtstage,

aber auch Ältere und noch Ältere treffen sich

hier zum Essen oder nur auf ein oder zwei Cocktails,

ein paar Snacks und ein Kartenspiel.

Klar ist: das »Óniro« lädt zum Verweilen ein,

und das ist auch so gewollt. Neu realisierte

Umbauten im Restaurant machen den Aufenthalt

so sicher wie möglich, wie beispielsweise

die »kontaktfreien« Armaturen an den Waschgelegenheiten.

▼ ÜBER DAS »ÓNIRO«

Unweit der Skaterbahn am Kulturzentrum Schlachthof ist das

»Óniro« in der Admiralstraße 7 bis 9 zu finden. Geöffnet ist von

Montag bis Donnerstag von 17:30 Uhr bis 0:00 Uhr, Freitag bis

Samstag von 17:30 Uhr bis »Open-End« und Sonntag von 17:30

Uhr bis 23:00 Uhr. Alle Speisen können nach wie vor online per

Kontaktformular und telefonisch zwischen 17:00 Uhr und 21:00

Uhr bestellt und abgeholt werden: Telefon 379 4910. Es wird

Catering angeboten für Veranstaltungen von mindestens 25 bis

80 Personen, Besteck und Teller können gemietet werden. Zu

besonderen Anlässen und Feierlichkeiten wie Geburtstagen,

Weihnachtsfeiern, Bar Mizwa, Firmenfeiern, JunggesellInnenabschieden,

Jubiläen oder nur einfach so kann das Restaurant

komplett oder teilweise gebucht werden. www.oniro-bremen.com

Hemmstraße 271 / 28215 Bremen

Mobil 0160 - 572 35 46

www.Restaurant-Nayla.de

Das »Óniro« bietet seinen Gästen WLAN und sehr viel Platz:

Text: Nicole Henze, Foto: Antonios Deliagas ▲

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 28


q DIE SPARKASSE BREMEN IN FINDORFF

G

anz schön viel los bei uns in

der Fürther Straße ! Die

Veränderungen der Bankenlandschaft

werden

im Stadtteil sichtbar und

wir alle müssen uns mit

Neuem vertraut machen.

So gibt es etwa keine Einund

– Auszahlungen von

Hartgeld bei uns – allerdings nach wie vor Bargeld !

Auch das Persönliche bleibt in Findorff

erhalten. In der Beratung oder im

»Veränderungen ! «

Service sind wir wie gewohnt für Ihre

Anliegen da. Sie erreichen uns selbst

außerhalb der Filialöffnungszeiten telefonisch, per Mail oder im

Chat über www.sparkasse-bremen.de

An unsere aktuelle Generation SB-Geräte haben sich die meisten

sicherlich schon gewöhnt. Sie wissen, wo Sie Kontoauszüge

bekommen, wenn Sie nicht ohnehin die praktische elektronische

Zustellung nutzen. Sie haben sich mit der Bedienung der Geräte

vertraut gemacht und die eine oder andere neue Funktion entdeckt

– wie das Scannen von DIN-A4-Rechnungen. Ganz schön

praktisch: Rechnung in das Scanfach legen, am Bildschirm

kontrollieren und mit einem Tastendruck bezahlen.

Alles rund um die neue SB-Technik wird sich noch einpendeln:

Wir kontrollieren die Verfügbarkeit von Geldautomaten sowie

AKTIV VOR ORT

Einzahlgeräten und steigern sie weiter. Hier gab es in

der Vergangenheit leider technische Ausfälle, die wir

beheben konnten, aber auch leergelaufene Geräte.

Auf diese veränderte Nutzung unserer SB-Geräte

werden wir reagieren. Auch in den Beratungsgesprächen

verändert sich einiges. Früher war klar:

Wo Sparkasse draufsteht, da gibt es ein rotes

Sparbuch und ein Girokonto. Vielleicht noch einen

Kredit, das war es dann aber auch. Das ist lange her.

Nicht nur die Produktpalette ist angewachsen. Als Finanzvermittler

bieten wir auch Produkte anderer

Anbieter an. Warum machen wir das ? Weil

Sie das Recht auf eine gute Beratung haben

und sich am Ende für das beste Angebot

entscheiden sollen. Dabei ist das »beste Angebot« immer das,

welches Ihre Kriterien am besten erfüllt. Denn neben Preis oder

Zinssatz gibt es weitere Faktoren wie Regionalität, Ansprechbarkeit

oder Schnelligkeit, die am Ende den Ausschlag geben.

Versuchen Sie es doch einmal. Rufen Sie uns gerne an unter

179 - 26 27 oder schreiben Sie an Filiale27@sparkasse-bremen.de

einfach eine E-Mail. Wir finden gemeinsam die beste Lösung für

Ihre Beratungswünsche.

Ich freue mich auf Ihren Besuch. Bleiben Sie gesund !

Herzlichst, Saskia Döring, Kundenberaterin

Text: Saskia Döring, Foto: Kerstin Rolfes ▲

+++ Partisanen der Kunst: Als solche verstehen sich die beiden

Bremer BOLESLAW und KAZIMIERZ JANKOWSKI,

die ihre Wurzeln in Findorff haben und nach längerer Zeit

zurückgekehrt sind. Beiden geht es um die Freiheit

im Denken und in der Kunst. Mit ihrem neuen

Kunstkatalog »Partisanen der Kunst« gibt es

erstmals einen größeren Einblick in ihr Schaffen.

Viele Bilder sind entstanden; einige Bilder

gehören bekannten Persönlichkeiten wie UDO

LINDENBERG. In Bremen-Nord sind die

Brüder aufgewachsen und zur Schule gegangen.

Kazimierz schlug bereits früh den Weg der Kunst

ein. »Schon im Kindergarten wurden meine Bilder bewundert«,

erinnert er sich. 1973 besuchte er

die Hochschule für Gestaltung und Film in

Bremen, die heutige Hochschule für Künste

(HfK). Nach dem Studienabschluss belegte

er im Zweitstudium an der Uni Bremen

Kunst und Sport auf Lehramt. Seither widmet er sich der freien

Kunst. Boleslaw arbeitete zunächst auf der Bremer Vulkan-Werft.

Dann schloss er sich dem Blaumeier-Atelier an. Auch er ist nun

freier Künstler. Seit Anfang der Neunzigerjahre agieren sie und

präsentieren ihre Werke gemeinsam. Der Kunstkatalog »Partisanen

der Kunst« ist erhältlich als Paperback mit 118 Seiten. Es gibt

ihn vor Ort im BÜCHERFENSTER FINDORFF sowie online

im »Book on Demand« Buchshop. Dort kann man auch über eine

Vorschau durch die Seiten blättern. Ausführliche Informationen

auf www.bod.de/buchshop

+++ Noch mehr Kunst: Am 13. und 14. November gibt es im

ALTEN PUMPWERK im Rahmen der Veranstaltung »Kunst.

Hafen.Walle 2021« eine Ausstellung mit Bildern des Künstlers

SIEGMUND SCHNEIDER. An diesen zwei Tagen öffnen zum

zweiten Mal Ateliers, Werkstätten und kreative Orte im gesamten

Stadtteil Walle ihre Türen. Das Alte Pumpwerk ist ein Raum für

Kultur in Findorff – und eigentlich kein Raum für Ausstellungen.

Die riesigen schwarzen Pumpen dominieren die alte Maschinenhalle.

Wandfläche für Kunst gibt es kaum. Die Bilder der

Ausstellung im »Alten Pumpwerk« sollen daher auf die besondere

Atmosphäre dieses Raumes eingehen. Sie handeln von Arbeit und

Belastung, von Dunkelheit und Psyche und davon, dass es immer

einen Weg gibt. Siegmund Schneider, geboren 1953, hat von

1981 bis 1986 in Bremen an der Hochschule für Künste

»Freie Kunst« studiert. Der Künstler lebt und arbeitet

in Bremen. www.siegmund-schneider.de

+++ An zwei zentralen Standorten in der

Admiralstraße 158 in Findorff und in der

Pappelstraße 90/92 bietet MODISIGN eine

große Auswahl an Mode für Sie: Das Portfolio

umfasst mehr als 26 wunderbare Marken, denn

Inhaberin SIMONE STÖBEL möchte ihren

Kundinnen das optimale Kleidungsstück in Bezug auf

Passform, Größe und Schnitt anbieten.

Dabei liegt das Augenmerk auf nachhaltiger

Produktion, fairen Arbeitsbedingungen,

kurzen Transportwegen, guter

Passform, Qualität und angenehmem

Tragegefühl. In den beiden Stores in Bremen erwarten die Kundschaft

neben dem umfangreichen Angebot angenehme Atmosphäre,

großzügige Umkleidemöglichkeiten und Top-Beratung.

Im Onlineshop kann man shoppen, ohne zu bezahlen: Einfach

als Bezahlmöglichkeit »Abholung im Geschäft« anklicken, dazu

schreiben, wo man das Teilchen anprobieren möchte – und schon

liegt es dort zur Abholung bereit ! Mehr Informationen unter

www.modisign.de und www.modisign.de/shop

+++ Tanzpause für Findorff ? Das sollte mit guter Musik nicht

sein ! GRAMBUSCH sind eine junge Bremer Band – und der

Gitarrist kommt aus unserem Stadtteil. Jetzt haben die Musiker

ganz aktuell ihr erstes Album »Um Kopf und Kragen« veröffentlicht.

Geboten werden 12 Songs, erschaffen aus purer Lebensfreude

und mitreißend, melodisch, ehrlich eingespielt. Nur ein bisschen

mit dem Fuß zu wippen ist hier nicht ! Neugierig geworden ?

Über die Homepage geht es zu »Spotify« und man kann mehrere

wunderbare Videos anschauen. Mehr Infos und Bilder auch bei

Instagram. Hobby-MusikkritikerInnen aufgepasst: »Grambusch«

wünscht sich einen kleinen Review über die Band und das neue

Album. www.vongrambusch.band u

DORFFKLATSCH

q WER, WIE, WAS, WIESO, WESHALB, WARUM

Wir wünschen allen Kunden »Frohe Weihnachten«

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q WER, WIE, WAS, WIESO, WESHALB, WARUM

+++ Das Projekt STADTTEILGÄRTNERN in Findorff

bietet Kindern die Möglichkeit, gemeinsam zu gärtnern – im

»Klimagarten« im Ahnewehrweg 12, in Kitas oder in Grundschulen.

Dafür stellt die KLIMAZONE BREMEN FINDORFF

kostenfrei Pflanzkisten auf und unterstützt bei der Planung und

Umsetzung. Jeden letzten Mittwoch im Monat findet im Klimagarten

ab 15:00 Uhr eine Familienaktion statt. Am 12. November

2021 wird dort ab 16:00 Uhr ein großes Lichterfest gefeiert – und

alle großen und kleinen FindorfferInnen sind ganz herzlich eingeladen!

Sie haben Fragen oder wünschen Informationen ? Mailen

Sie an kontakt@klimazone-findorff.de

+++ Sie hat es jetzt endlich getan: Die Bremer Stadtzeichnerin

ISA FISCHER hat ein kleines Büchlein herausgebracht, das

nur Szenen aus Findorff beinhaltet – festgehalten mit Tusche und

Aquarellfarbe. Das kleinformatige Werk kostet 5,- Euro und ist im

Findorffer Käsekontor sowie direkt bei der Künstlerin erhältlich.

Mehr online unter www.isafischer.de und www.duplio.de

+++ Eine Dichterin im Dorff ? Ja, haben wir: ANNA RIBEAU

hat ihr Werk »Augenlieder« jetzt in einer sehr kleinen, feinen

Erstausgabe veröffentlicht. Auf 245 Seiten finden sich »GehDichte«

als tiefsinnige, mehrdeutige und prägnante »SprachLiebes-

Spiele« aus den letzten Jahren ihres künstlerischen Schaffens.

Frei nach dem Motto von Karl Valentin: »Kunst ist schön, macht

aber viel Arbeit«, hat Anna Ribeau für die Buchveröffentlichung

alles selbst in die Hand genommen, bis hin zur Verlagsgründung

– über Grafik, Layout, Lektorat, ISBN-Beantragung und VLB-Einträge.

Einen Onlineshop der in unserem »Digitaldorff« ansässigen

Künstlerin gibt es selbstverständlich auch. Lesungen zum und

mit dem neuen Werk werden folgen. »Augenlieder« gibt es bei der

Künstlerin zu erwerben oder unter www.geh-dicht.info/shop

+++ Der KUNST.HAFEN.WALLE öffnet erneut seine Pforten:

Am 13. und 14. November stellen mehr als 130 Kunstschaffende

ihre Werke aus. Ob Malerei, Keramik, Installation oder Bildhauerei:

Der Besuch der Künstlerateliers in Walle lohnt sich. Alle Infos

dazu und zum Begleitprogramm auf www.kunsthafenwalle.de

Textredaktion: Mathias Rätsch, Foto: Linus Klose ▲

05.11 l ALTES PUMPWERK

»Wie viel Zeit haben Sie noch ?«, fragt uns

ALVARO SOLAR in seinem neuen Programm

»Schon wieder Geburtstag ?«. Mit

Cristina Collao und Christian Vasquez lädt

er zu einer Zeitreise, um unterwegs den Lebenssinn

zu hinterfragen. Beginn: 19:00 Uhr

u www.altespumpwerk.de

FINDORFF GEHT AUS

17.12 l ALTES PUMPWERK

In diesem Sound haben Sie Weihnachtslieder

noch nie gehört: Musikalische Klassiker im

Boogie-Woogie-Beat, als treibender Blues

oder als flotter Ragtime ? Ja, das funktioniert

großartig, wenn Entertainer, Pianist und

Sänger EMANUEL JAHREIS mit Band zu

einem etwas anderen Weihnachtskonzert in

die Maschinenhalle des Alten Pumpwerks

einlädt. Es spielen: Emanuel Jahreis, Klavier,

Maximilian Suhr, Schlagzeug und Stephan

Werner, Bass. Beginn ist um 19:00 Uhr.

u www.altespumpwerk.de

26.11 l LAGERHAUS

EXTRABREIT ? Nie waren sie so wertvoll

wie heute ! Alle Jahre wieder kommt die Band

auf Weihnachts-Blitz-Tournee nach Bremen.

Eine wahrhaft schöne Bescherung in der Vorweihnachtszeit,

an der man teilhaben sollte.

Einlass: 19:30 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr

u www.kulturzentrum-lagerhaus.de

AUTOR/INN/EN

Nils Andresen, Saskia Döring, Nicole Henze, Dr. Peter Holz,

Marcel Kueck, Suse Lübker, Mathias Rätsch, Ulrike Schönig

© Nutzung durch Nachdruck oder digital, auch auszugsweise,

nur mit vorheriger Genehmigung gestattet. Sämtliche Rechte

der Vervielfältigung liegen beim Findorff Verlag. Zuwiderhandlungen

in Form von Urheberrechtsverletzungen werden

strafrechtlich verfolgt.

FOTOGRAFIE

Martin Bockhacker, www.bildplantage13.de

Olivia Lehmann, www.facebook.com/olivia.lehmann.5

Kerstin Rolfes, www.kerstinrolfes.de

ILLUSTRATION

Bettina Bexte, www.bettina-bexte.de

ART DIRECTION

Mathias Rätsch, www.raetsch.de

LEKTORAT

Leona Ilgner

IMPRESSUM

BILDNACHWEIS

Titel, Seite 6, 21, 26 © Rolfes, Seite 5: »LightBulbt«« © ColiN-

00B, Seite 12 © Bockhacker, Seite 5, 14: Olivia Lehmann, Seite

20: Sparkasse Bremen © DSV, Image Source,Westend61, Seite

22: »Van Gogh«, Pressefoto, Seite 24: »FiF«, Dr. Peter Holz,

Seite 26: Der gute Tipp © Thorsten Breyer, Seite 28: »Oniró« ©

Antonios Deliagas, Seite 30: »Jankowskis«, Pressefoto, Seite 33:

Jahreis © Christan Schmid, Solar © Marianne Menke, Plewka ©

Oliver Fantitsch, Extrabreit © Daniel Pilar, Moore © David Heitur,

Seite 32: Supersuse © Rainer Pleyer, sonstige: Pressefotos

DRUCK

BerlinDruck GmbH + Co KG,

www.berlindruck.de, FSC ® -mixed

produziert. Es wurden Materialien

aus FSC-zertifizierten Wäldern

und/oder Recyclingmaterial sowie

Material aus kontrollierten

Quellen verwendet.

DRUCKAUFLAGE

10.000 Exemplare

ERSCHEINUNGSWEISE

Alle Erscheinungstermine 2021/22 auf www.findorff.info

DISTRIBUTION

Verteilung in ca. 7.000 Briefkästen von ausgesuchten Haushalten

in Findorff sowie über ca. 50 »Hotspots« im Stadtteil.

Infos unter »Distribution« auf www.findorff.info

18.12 l SCHLACHTHOF

24.01 l MEISENFREI

ANZEIGENBUCHUNG

Beratung per Telefon 0421 / 579 55 52 oder E-Mail unter

kontakt@findorff.info. Ansprechpartner ist Herr Rätsch.

Mehr Infos auf www.findorff.info/anzeige/online-buchen

Ausgabe 21 erscheint ab dem 25. Februar 2022. Anzeigenschluss

ist der 11. Februar 2022. Ausgabe 22 erscheint ab

dem 04. Juni 2022. Anzeigenschluss ist der 22. Mai 2022.

Änderungen vorbehalten. Unser Dank gilt allen treuen und

neuen AnzeigenkundInnen aus und um Findorff, ohne die

diese Ausgabe so nicht möglich gewesen wäre.

Der Traum geht weiter: JAN PLEWKA

kommt mit der »Schwarz Roten Heilsarmee«

nach Findorff auf die Bühne im Schlachthof,

um die unvergesslichen Songs von »Ton Steine

Scherben« und Rio Reiser zu singen und zu

feiern. Beginn ist um 20:00 Uhr.

u www.schlachthof-bremen.de

Der Gitarrist VINNIE MOORE gilt als

Begründer der Shred-Gitarre, hat acht Soloalben

sowie sechs Alben mit der Rockband

»UFO« veröffentlicht. Er war auch tätig für

Alice Cooper. Heute geht es vielsaitig mit

eigener Band zur Sache. Beginn 20:00 Uhr.

u www.meisenfrei.de

HERAUSGEBER

Mathias Rätsch

VERLAG

Findorff Verlag

Magdeburger Str. 7, 28215 Bremen

Telefon 0421 / 579 55 52

Telefax 0421 / 579 55 53

E-Mail kontakt@findorff.info

KOOPERATIONEN

Der Findorff Verlag kooperiert mit der Stadtteilinitiative

»Leben in Findorff«. Wir betreuen ehrenamtlich das Portal

www.findorffaktuell.de sowie den www.findorff-finder.de

®

MITGLIEDSCHAFT

Der Findorff Verlag ist Mitglied in der Handelskammer

Bremen. Infos unter www.handelskammer-bremen.de

FACEBOOK

Gefällt ! Sie finden den Findorff Verlag auf »facebook«:

www.facebook.com/FindorffVerlag

LESERBRIEFE

Wir freuen uns über Leserbriefe zu den Themen in dieser

Ausgabe auf www.findorff-gleich-nebenan.de/leserbriefe

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 33


q SUPERSUSE MAG WALZER. ABER OHNE MUSETTE.

Das Akkordeon auf dem Sofa

WARUM 2022 GUT WIRD:

A

ls Kind wurde ich manchmal gefragt, was

mein Vater von Beruf sei. »Kaufmännischer

Angestellter«, log ich fröhlich. Denn alle

Väter waren irgendwie kaufmännische Angestellte

und ich wollte nicht aus der Reihe

fallen. Ich glaube, keiner wusste, was das

eigentlich für ein Beruf ist. Ich auch nicht.

Mein Vater war Musiker und das ging gar

nicht. Bei jeder Gelegenheit griff er zum Klavier oder

zum Akkordeon (Quetschkommode nannte er es

liebevoll). Wenn er nicht auf irgendwelchen

Kreuzfahrtschiffen musizierte, brachte er

fröhlich singend die Familie in Schwung,

egal, ob sie wollte oder nicht. Vermutlich

wurde ich schon in der Wiege beschallt,

egal, ob ich wollte oder nicht. Meine

Schwester wollte definitiv nicht, musste

aber. Schon früh wurde sie zum Klavierunterricht

gezwungen, musste sogar zum

Vorspiel, während ich friedlich in der Wiege

schlief. Ich kannte ja diese Geräuschkulisse.

Weil sich meine große Schwester mit Händen und

Füßen wehrte, hielt man von mir den Musikunterricht

fern. Beim zweiten Kind stellt sich

manchmal eine gewisse Resignation ein.

Als mein Vater starb, vererbte er mir das Akkordeon

– sein Schmuckstück, perlmuttglänzend, riesig groß und

schwer. Der Koffer verstaubte im Keller, aber irgendwann entdeckte

ich, dass Akkordeonmusik mehr ist als Shantygeschaukel

bei Familienfesten. Den Durchbruch brachten zwei Ereignisse.

Erstens ein Konzert in der Hamburger Fabrik, in das mich ein

musikbegeisterter Freund schleppte: Internationale Akkordeongrößen

gemeinsam auf der Bühne. Hmm. Und was sollte ich

da ? Einfach mal hinhören, fand dieser Freund. Und ich muss

gestehen, ich war bewegt, diese Musik hat mich einfach mitgerissen,

zu Tränen gerührt. Ich weinte um meinen Vater, der mit

seinem Schmuckstück um die Welt reisen durfte, statt Bilanzen

zu wälzen (oder was immer so ein kaufmännischer Angestellter

macht) und um meine arme Schwester, die niemals freiwillig in

ein Akkordeonkonzert gehen würde.

Zweites Ereignis: Eine Zirkusvorstellung im Hamburger

Schanzenviertel. Akrobatik, tierfrei, cool. Alle BesucherInnen

durften Lose ziehen, ich zog den Hauptgewinn: Ein Akkordeonkonzert

in eben diesem Zirkuszelt für mich ALLEIN. Tage später

saß ich auf der Tribüne, der Akkordeonist irgendwo unter

der Kuppel und er spielte nur für mich. Schon wieder war ich zu

Tränen gerührt. Zuhause holte ich mein Akkordeon raus. Keine

Shanties, keine Musettewalzer. Nein, schöne Musik. Musik, die

zu Tränen rührt, das war mein Ziel. Ich fand einen Akkordeonlehrer,

der genau das vermitteln konnte. Wunderbar !

FINDORFF GLEICH NEBENAN | 34

Leider hielt das Glück nicht lange an. Ich zog nach Bremen und

fand: Eine Lehrerin, die es mit Musette-Walzer und Shanties

versuchte. Ich gab auf und das Akkordeon landete im Keller,

wo es Jahre später durch die Folgen des Findorffer Starkregens

unbrauchbar wurde. Schon wieder Tränen. Und aus.

Die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Eines Tages bekam unsere

Tochter leihweise ein E-Piano. Ich erinnerte mich vage an ein

paar Akkordeonmelodien und spielte drauf los. Schräg

und laut, aber egal, ich hatte ja Kopfhörer. Und

suchte nach einem Klavierlehrer. Was soll ich

sagen: Shanties waren nicht dabei (dafür

braucht man definitiv ein Akkordeon),

dafür aber Musette-Walzer.

Auch meine Karriere als Pianistin

endet früh, dafür darf mein Jüngster

– ganz ohne Zwang – klimpern

und zwar ohne Vorspiel und Pipapo.

Schööööön !

Die Geschichte ist immer noch nicht

zu Ende: Neulich beim Chorwochenende

holte eine Freundin ihr Akkordeon hervor

und spielte einfach so einen Walzer. Kein

Musette, kein Shanty. Fast hätte ich wieder

geweint. Im Keller suchte ich nach meinen

alten Noten und tauchte ab in meine musikalische

Vergangenheit. Erinnerte mich an das perlmuttglänzende

Papa-Akkordeon, an meine ersten Versuche, an den traurigen

Anblick in unserem überschwemmten Keller. Ich ging zu meiner

Nachbarin. Ich wusste: Sie hat das Akkordeon ihres Vaters (Vielleicht

war der auch kaufmännischer Angestellter ?) und lieh mir

das gute Stück.

SUPERSUSE

Die ersten Versuche waren nicht von Erfolg gekrönt, sämtliche

Erinnerungen an Bässe und Griffe waren einfach weg. Nun

steht es hier auf dem Sofa und ich bin ratlos. Woher bekomme

ich einen Akkordeonlehrer, der nicht Musette oder Shanties …

Ich glaube, ich bring‘ es zurück.

q ÜBER SUSE LÜBKER

Suse »Supersuse« Lübker lebt mit Kindern und Ehemann im

schönen Findorff. Die freiberufliche Texterin und Trainerin

konzipiert, schreibt und redigiert Texte für Verlage, Vereine,

Verbände und Soloselbstständige, online und offline. Zudem

veranstaltet sie Kommunikations- und Schreibworkshops. 2015

erschien ihr Buch »Das Bremer Kinderlexikon. Von Achterdiek

bis Ziegenmarkt« – für alle kleinen und großen BremerInnen,

die Lust haben, ihre Stadt (neu) zu entdecken. In ihrem Blog

berichtet sie über Alltagsabenteuer und gibt Tipps zum Thema

Zeitmanagement. Der Blog auf www.suseluebker.de/blog

Text: Suse Lübker, Illustration: Rainer Pleyer ▲

DIE ERSTEN WERDEN DIE ERSTEN SEIN ! Was finde ich wo in Findorff ? Im FINDORFF FINDER

wird Ihnen geholfen! Mit über 300 Adressen nahezu aller Geschäftsleute im Stadtteil sowie von weiteren Einrichtungen

als Bonus ist der FINDORFF FINDER als digitaler und gedruckter Branchenfüherer das ganzjährige

Nachschlagewerk für alle FindorfferInnen. Sie möchten jetzt eine Anzeige für 2022/2023 schalten ?

Schneller geht es nicht: Buchen Sie ganz einfach online unter www.findorff-finder.de/anzeige-buchen

Sie haben noch Fragen? Rufen Sie an unter Telefon 0421 / 579 55 52 oder kontakten Sie uns per E-Mail.

Text & Gestaltung: www.raetsch.de, Foto: © Roman Samborskyi, www.shutterstock.com

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