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Bildungspraxis 01/2022

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AUSSCHAU HALTEN

WELCHE KOMPETENZEN BRAUCHT

BERUFSBILDUNG IN ZUKUNFT?

AUSBILDUNG

Berufsschulen

brauchen Lehrkräfte

IM FOKUS

Kompetenzen

für die Zukunft

WEITERBILDUNG

Verbünde helfen

kleinen Betrieben


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EDITORIAL

GERÜSTET SEIN

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Abbildung: © Sascha Kreklau

Digitalisierung, neue Technologien

und neue Arbeits- und Lernformen

verändern die Ausbildung.

Das hat auch Auswirkungen auf

die Rolle des Ausbildungspersonals

und betrifft nicht nur das nötige

Fachwissen. Die heute weitverbreitete

und anerkannte Verschiebung

des Ausbilders oder der Ausbilderin

hin zu Lernbegleitenden verlangt von ihnen

neue Kompetenzen, die in der Vergangenheit

weniger im Vordergrund standen. Welche dies

sind und wie sie die Zukunft der beruflichen

Bildung bestimmen, das steht im Fokus der

neuen Ausgabe von Bildungspraxis.

Lesen Sie in weiteren Beiträgen, wie Auszubildende

für den Umgang mit Betriebsgeheimnissen

sensibilisiert werden können, warum

wir mehr Berufsschullehrkräfte brauchen und

inwieweit Weiterbildungsverbünde neue

Chancen bieten.

Ich wünsche Ihnen eine angenehme Lektüre, Ihr

Prof. Dr. Wassilios E. Fthenakis

Chefredakteur Bildungspraxis

7. –11. Juni 2022

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Schule

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INHALT

Lehrermangel in den

Berufsschulen begegnen, ab Seite 14.

Umgang mit jungen

Besserwissern, ab Seite 16.

Im Fokus

Zukunftskompetenzen in der

beruflichen Bildung

4 Was darf es denn sein?

Welche Skills Ausbildung in Zukunft

braucht

8 „Es fehlen Formate zur Vernetzung“

Austausch löst Probleme

10 „On the job“ und „on demand“

Neue Wege in der Weiterbildung

Ausbildung

14 „Man muss Menschen mögen“

Berufliche Schulen leiden unter

Lehrkräftemangel

16 Der Bescheidwisser

Wenn der Azubi sich überschätzt

20 Streng vertraulich

Azubis für Betriebsgeheimnisse

sensibilisieren

24 Ausbildung News

Weiterbildung

26 Die Bildungswelt trifft sich in Köln

Die didacta Bildungsmesse

28 Zusammen ist man stärker

Von Weiterbildungsverbünden

profitieren

30 Weiterbildung News

32 Veranstaltungen 2022

DIE NÄCHSTE BILDUNGSPRAXIS ERSCHEINT IM MAI 2022.

2 | ›› BILDUNGSPRAXIS – 01/2022


IMPRESSUM

›› Herausgeber: Didacta Ausstellungs- und Verlagsgesellschaft mbH

Rheinstraße 94 • 64295 Darmstadt

AVR Agentur für Werbung und Produktion GmbH

Arabellastraße 17 • 81925 München

›› Chefredaktion: Prof. Dr. mult. Wassilios E. Fthenakis (verantwortlich)

wassilios@fthenakis.de

›› Verlag und AVR Agentur für Werbung und Produktion GmbH

Redaktionsanschrift: Arabellastraße 17 • 81925 München

Telefon: +49 89 419694-43

Fax: +49 89 4705364

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Internet: www.avr-werbeagentur.de

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Tel: 089-4506621-0

Aboverwaltung

c/o Easy Mail GmbH

Otto-Hahn-Str. 14

85609 Aschheim

›› Geschäftsführung: Thomas Klocke

›› Gesamtleitung Tina Sprung

Bildungsredaktion:

›› Projekt- und Vincent Hochhausen

Redaktionsleitung:

›› Redaktion: Benigna Daubenmerkl

Silvia Gallus

Thorsten Timmerarens

Marisa Balz

›› Autoren und Mitarbeiter Ingrid Ute Ehlers

dieser Ausgabe: Julia Knopf

Regina Schäfer

Marius Schönberger

Guido Schubert

Oliver Thomas

Gabriele Weingärtner

›› Anzeigenleitung: Kirstin Strecker • Telefon: +49 89 419694-57

E-Mail: kstrecker@avr-verlag.de

›› Mediaberatung: Anja Löscher • Telefon: +49 89 419694-33

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›› Art Direction und Michaela Körner

Bildredaktion:

›› Grafik Design: Sabrina Gentner

›› Composing: Udo Karohl

›› Titelbild: © Alex SG / Shutterstock.com

›› Erscheinungsweise: 4 × jährlich

›› Druck: Weiss-Druck GmbH & Co. KG,

Hans-Georg-Weiss-Straße 7, 52156 Monschau

›› Preis des Heftes: Deutschland 6,80 € inkl. MwSt., Österreich 7,50 €,

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›› Abonnement: Jahresabonnement (4 Hefte) 24 €, zzgl. Versandkosten

Bestellung auf: www.bildungspraxis.de

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Beiträge freier Autoren geben nicht in jedem Fall die Meinung der Redaktion wieder.

Verleger zugleich Anschrift aller Verantwortlichen

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IM FOKUS

Abbildungen: © Christiani; locrifa / Shutterstock.com; ifaa/Tania Walck

4 | ›› BILDUNGSPRAXIS – 01/2022


WAS DARF ES

DENN SEIN?

Dass in Zukunft bestimmte Kompetenzen wichtiger

werden, darüber sind sich alle einig. Aber welche genau?

Bildungspraxis hat bei Fachleuten nachgefragt.

Interviews Vincent Hochhausen

Oliver Heckemann ist Mitglied der

Geschäftsleitung beim Anbieter für

technische Bildung Christiani.

Bei den Kompetenzen der Zukunft muss man

wie bisher zwischen fachlichen, sozialen und

persönlichen Kompetenzen unterscheiden.

Die wichtigste fachliche Kompetenz für Auszubildende,

gerade im technischen Bereich, ist und bleibt die Handlungskompetenz,

also die Fähigkeit, theoretisches Wissen

im beruflichen Alltag optimal umzusetzen. Insofern muss

dem Arbeiten mit konkreten Projekten noch größere Aufmerksamkeit

gewidmet werden, aber auch dem Prozessverständnis.

Denn die junge Generation wird maßgeblich an

der Transformation der Prozesse arbeiten. Im technischen

Sektor werden Themen wie Automatisierung, Smart-Hardware-Robotik

und Datenanalyse eine bedeutende Rolle

spielen, was auch Medienkompetenz erfordert.

Es wird dabei deutlich, dass die Komplexität der Themen

und Fragestellungen in den Unternehmen weiter zunimmt.

Deshalb sind im Bereich der sozialen Kompetenz die

Teamfähigkeit und Kooperationsbereitschaft künftig von

größter Bedeutung. Das muss durch verstärktes Lernen in

Teams in passenden Lernumgebungen gefördert werden –

Stichwort Ermöglichungsdidaktik.

Bei den persönlichen Kompetenzen sollte das kreative

Denken mehr in den Vordergrund gestellt werden. Denn

auch in Zukunft wird diese Fähigkeit den Menschen von

der Maschine unterscheiden.“

›› BILDUNGSPRAXIS 01/22 | 5


IM FOKUS

Catharina Stahn ist

promovierte Psychologin

und beschäftigt

sich beim IFAA – Institut

für angewandte

Arbeitswissenschaft in

Düsseldorf mit dem

Thema Digitalisierung

in der Arbeitswelt.

Neben Formalqualifikationen

spielt

die Digitalisierung eine

maßgebliche Rolle. Die

damit einhergehenden

Anforderungen sind

vielfältig und berufsspezifisch.

Generell wird

der sichere Umgang mit

Informations- und Kommunikationstechnologien

sowie die Fähigkeit,

Informationen und Daten

aus verschiedenen

Quellen auszuwählen,

anlassbezogen aufzubereiten und aufgabenbezogen

zu interpretieren, noch wichtiger

werden. Neugier und Offenheit sind gerade

in Zeiten des Umbruchs von großem Vorteil.

Dies wurde uns auch von betrieblichen

Akteurinnen und Akteuren bestätigt, die

wir zu den Auswirkungen der digitalen

Technologien auf die Beschäftigten befragt

haben. Die Befragten waren der Meinung,

dass klassische Kompetenzen in den Bereichen

Kommunikation und Problemlösung

weiterhin wichtig bleiben. Beschäftigte – und

damit auch Auszubildende – sind nach wie

vor gefragt, sich einzubringen und über den

Tellerrand der eigenen Tätigkeit hinauszuschauen.

Um das zu vermitteln, sind eine enge Verzahnung

und Kommunikation aller Akteure

entscheidend. Das schließt nicht nur Ausbildungsverantwortliche

im Betrieb und

Lehrkräfte an den Schulen ein, sondern auch

die Auszubildenden. Ihr Input ist wesentlich,

um eine bestmögliche Kombination aus Theorie

und Praxis zu erreichen.“

Wichtig ist die Selbstlernkompetenz.

Aber auch die Fähigkeit,

interdisziplinär und berufsübergreifend

in Teams zu arbeiten, wird immer

bedeutender. Die Digitalisierungskompetenz

und das Nachhaltigkeitsverständnis sind

weitere wichtige Bausteine für den beruflichen

Erfolg. Letztlich kommt es besonders

darauf an, durch die Kompetenz der Veränderungsfähigkeit

sich immer wieder auf neue

Situation einstellen zu können. Wir beobachten

zunehmend, dass die

Robustheit der jungen Menschen

sinkt und sie nicht mehr

gewohnt sind, mit herausfordernden

Situationen umzugehen.

Deshalb ist es aus unserer

Sicht wichtig, junge Menschen

zu stabilisieren. Die pädagogische

Arbeit mit den Aus-

Udo Lemke ist Geschäftsführer

des zubildenden muss verstärkt

hessischen Bildungsanbieters

Provadis

werden. Um mehr Selbstlernkompetenz

zu erreichen, sind

Partner für Bildung

und Beratung. digitale Lernformate wichtig.

Sie ermöglichen außerdem, die

Digitalisierungskompetenz zu

steigern, was dringend erforderlich ist – allerdings

nicht nur bei jungen Menschen.“

Abbildungen: © Provadis; locrifa / Shutterstock.com; Lucas Nülle GmbH, Provadis Partner für Bildung und Beratung GmbH; ifaa/Tania Walck

6 | ›› BILDUNGSPRAXIS – 01/2022


Jörg Ludwig ist

Leiter der Geschäftsentwicklung

beim

nordrhein-westfälischen

Lehrsystemhersteller

Lucas

Nülle.

Es gibt so viele aktuelle Veränderungen

in der Arbeitswelt,

von Industrie 4.0 bis zu

künstlicher Intelligenz. Damit verbunden

sind viele Kompetenzen, aber eine der

wichtigsten ist die Erschließung von digitalem

Wissen. Also das Bewusstsein, wie

man an relevante Informationen herankommt

und sich neue Themen erschließt.

Um diese Kompetenz zu schulen reicht es

nicht, einfach allen ein Tablet zu geben.

Digitales Lernen muss mit praktischem

Handeln verbunden sein, das erhöht

Motivation und Praxiskompetenz. Ausbilderinnen

und Ausbilder müssen dafür kontinuierlich qualifiziert

werden. Um die Verbindung von Technologie und Praxis bestmöglich

zu verwirklichen bräuchte es Lernplattformen, die universell

sind, auf denen man alle Inhalte findet und teilt. Es gibt

schon viele gute Angebote auf betrieblicher oder Branchenebene,

die aber eigentlich immer noch zu klein sind. Meine Idealvorstellung

wäre eine gemeinsame bundesdeutsche Lernplattform

für die Ausbildung, auf denen Ausbilder ihre Inhalte und Best-

Practice-Beispiele für alle abrufbar machen können.“

29. Internationale Fachmesse und Kongress

zur Digitalisierung der Lern- und Arbeitswelt

Bildung in einer Kultur der Digitalität

Der Treffpunkt von Schulträgern,

Schulleitungen,

Workshops, Vorträge und Diskussionsrunden

Medienzentren und Lehrkräften

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IM FOKUS

„ES FEHLEN FORMATE

ZUR VERNETZUNG“

Zwei Berufsbildungsprofis wollen mit einer neuen Initiative Ausbilderinnen

und Ausbilder dabei unterstützen, auf der Höhe der Zeit zu bleiben.

Ihr Mittel: den Austausch untereinander fördern.

Interview Vincent Hochhausen

Im Interview

MILENA PFLÜGL UND

JANIN UTTERODT

sind die Gründerinnen der Initiative

Wir für Ausbildung. Milena Pflügl ist seit

über zehn Jahren in der beruflichen Bildung

tätig und hat selbst ein Bildungsunternehmen

gegründet. Sie kennt sich mit

digitalen Lerninhalten für Unternehmen

aus. Janin Utterodt arbeitet als Spezialistin

für Ausbildungs- und Nachwuchsmanagement

in einem Konzern und hat

schon einige Bildungsprojekte

erfolgreich umgesetzt.

Bildungspraxis: Was müssen

Ausbilderinnen und Ausbilder heute

mehr können als früher?

Janin Utterodt: Ein Aspekt, der zwar

schon immer zum Ausbilderberuf gehört

hat, aber immer zentraler wird, ist

die Bereitschaft, die eigenen fachlichen

Kompetenzen fortlaufend weiterzuentwickeln.

Denn die Inhalte verändern

sich, unter anderem durch die Digitalisierung,

teils sehr schnell. Man muss

immer im Auge behalten, welche neuen

Entwicklungen in die eigene Ausbildungsarbeit

integriert werden. Aber genauso

wichtig sind die überfachlichen

Kompetenzen. Beispielsweise Empathie

oder Sozialkompetenz. Vor allem in

ihrer neuen Rolle als Lernbegleiter, die

darin besteht, Lernenden den Raum

zu geben, durch eigene Erfahrungen

notwendige Fähigkeiten für den Beruf

zu erwerben. Da die Auszubildenden

verschiedene Vorkenntnisse und Persönlichkeiten

mitbringen, brauchen die

Ausbilder ein Gespür für die individuellen

Lernbedürfnisse.

Milena Pflügl: Das Thema Sozialkompetenz

ist in allen Branchen aktuell.

Eine weitere wichtige Kompetenz ist

die Vernetzungsfähigkeit, also die

Bereitschaft, Kontakte zu suchen und

voneinander zu lernen. Informelle

Lernangebote können dafür Gelegenheiten

bieten.

Sie sprachen die neue, begleitende Rolle

von Ausbildern an. Wie verändert das

die Arbeit des Ausbildungspersonals?

Utterodt: Lernbegleiter gestalten Lernen

multimedial. Die Herausforderung

ist, das Angebot und den Lernprozess

Abbildungen: © optimarc / Shutterstock.com; Wir für Ausbildung

8 | ›› BILDUNGSPRAXIS – 01/2022


Dokumentenkameras

für den Unterricht

so zu designen, dass jeder gut durch die

Ausbildung kommt. Das bedeutet auch,

sich zurückzunehmen und die Lernenden

beim selbständigen Lernen und

Ausprobieren zu beobachten

Pflügl: Diese neue Rolle, gepaart

mit den digitalen Möglichkeiten, das

Lernen zu gestalten, eröffnet Ausbilderinnen

und Ausbildern viele Perspektiven,

ist für viele aber auch eine

Herausforderung. Die Ausbildung ist

im Wandel, inhaltlich und technisch

getrieben, und die Ausbildenden

müssen mitgenommen und befähigt

werden diesen neuen Anforderungen

gerecht zu werden. Wenn diese Unterstützung

da ist, dann entstehen ganz

viele neue Möglichkeiten.

Wo können Ausbilderinnen und

Ausbilder sich diese Unterstützung

holen?

Utterodt: Das Weiterbildungsangebot

für Ausbildungspersonal ist generell

gut, besonders was die fachlichen

Kompetenzen angeht. Was noch fehlt

sind Formate, die Berufsbildungsprofis

stärker miteinander vernetzen und

ihnen erlauben, voneinander zu lernen

und sich Ideen zu holen. Oft fehlt die

Zeit für umfangreiche Seminare. Was

es braucht sind flexible Formate, die

gut in den Ausbilderalltag integrierbar

sind.

Pflügl: Manche Herausforderungen

lassen sich zudem schwer in Weiterbildungsformaten

abdecken. Wenn

ich zu wenig Bewerber habe oder

Jugendliche zusätzlich betreuen muss,

weil sie Unterstützung benötigen, dann

helfen Weiterbildungen nur bedingt.

Der Austausch untereinander hingegen

kann Lösungswege aufzeigen, etwa darüber,

welches Talentfindungstool gut

funktioniert oder wie man das Anlernen

der neuen Azubis anpasst, um besondere

Lernbedarfe zu ermitteln. Bei

solchem informellen Lernen profitiert

man oft am meisten. Wer diesen Vernetzungsprozess

anstoßen will, kann,

neben Initiativen wie unserer, zum Beispiel

in der eigenen Region nach Partnern

suchen, sei es bei den Kammern,

Schulen oder Unternehmen.

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Die Initiative Wir für Ausbildung

„Viele Ausbilderinnen und Ausbilder fühlen sich den wachsenden

Herausforderungen nicht gewachsen und haben

die gleichen Fragen wie andere, es liegt nahe sie zu

vernetzen“, sagt Milena Pfügl, eine der Gründerinnen

der Initiative Wir für Ausbildung. Die Website und die

Social Media Kanäle der Initiative sollen als Knotenpunkt

dienen, um Interessierte in Austausch zu bringen

und darüber hinaus einen Beitrag zur Attraktivität

der beruflichen Bildung zu leisten.

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IM FOKUS

„ON THE JOB“ UND „ON DEMAND“

Damit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit den veränderten Arbeitsprozessen in der

digitalisierten Welt Schritt halten können, braucht es zeitgemäße betriebliche Weiterbildung.

Das Konzept des Corporate Education Engineering bietet die Grundlage dafür.

Gastbeitrag Julia Knopf, Oliver Thomas, Marius Schönberger

Die digitale Transformation der Arbeit

und Gesellschaft führt zu einem

steigenden Bedarf an qualifizierten

Fachkräften. Durch moderne Technologien, die mit

der Digitalisierung einhergehen, verändern sich bestehende

Arbeitsinhalte, -abläufe und -anforderungen

nachhaltig. Dies betrifft nicht nur die Industrie,

den Handel oder das Gesundheitswesen, sondern

auch weniger digitalisierungsaffin erscheinende

Branchen, wie etwa die Land- und Forstwirtschaft.

Qualifizierung muss daher fester Bestandteil eines

jeden Arbeitsplatzes werden.

Deutschland ist gut aufgestellt

Der Wirtschaftsstandort Deutschland ist für den

digitalen Wandel der Arbeitswelt gut gerüstet.

Nach einer Erhebung des Digitalverbands Bitkom

investierte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2020

in die digitale Weiterbildung: 70 Prozent der über

1100 befragten Unternehmen gaben an, ihre Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter gezielt für die digitale

Arbeitswelt fit zu machen. Bei der Erhebung des

Digital-Indexes 2020 durch die Initiative D21,

der ein jährliches Lagebild zum Digitalisierungsgrad

liefert, zeigte sich, dass für 53 Prozent der

Berufstätigen der digitale Wandel mehr positive

Veränderungen in das Berufsleben bringt als negative.

Ähnliche Ergebnisse erzielte eine Befragung

unter Erwerbstätigen in Deutschland im Auftrag

der Bertelsmann-Stiftung im Jahr 2016. Demnach

stehen Beschäftigte der Digitalisierung und den

damit einhergehenden Veränderungen in ihrem

Arbeitsalltag offen gegenüber. Die Bereitschaft zur

Weiterbildung der Beschäftigten in Deutschland

ist über alle Branchen hinweg hoch.

Weiterbildungs bedarf steigt

Die kürzeren Entwicklungszyklen innovativer

Technologien führen zu steigenden Anforderungen

an die Mitarbeiter und höherem Fort- und

Weiterbildungsbedarf. Die Bedeutung von digitalen

Grundkompetenzen beispielsweise im Umgang

mit mobilen Endgeräten oder Standardsoftware

nimmt zu. Allerdings verfügen nicht alle Unter-

Abbildungen: © LookerStudio / Shutterstock.com; Universität des Saarlandes

10 | ›› BILDUNGSPRAXIS – 01/2022


nehmen in Deutschland

über genügend digital

qualifizierte Mitarbeiter.

Laut dem Digital-Index

2020 werden 34 Prozent

der Befragten in ihren

Unternehmen ausreichend

geschult, um mit digitalen

Technologien kompetent

umgehen zu können. Insbesondere

kleine und mittlere

Unternehmen (KMU) verfügen

nicht immer über die

zeitlichen, personellen und

finanziellen Ressourcen,

um ihre Mitarbeiter unternehmensspezifisch

weiterzubilden. Laut dem KfW-

Mittelstandspanel aus dem Jahr 2020 kann etwa ein

Drittel der befragten KMU nicht ihren Bedarf an

Digitalkompetenzen decken.

Die Digitalisierung hat weitreichende Auswirkungen

auf den Arbeitsmarkt und führt zu einer

Veränderung der Tätigkeits- und Anforderungsstruktur.

Dabei werden Beschäftigungsgruppen,

deren Routineaufgaben durch moderne Technologien

ersetzt werden können, stärker betroffen sein

als andere. Auffällig ist, dass diese Gruppe deutlich

unterdurchschnittlich häufig an betrieblichen

Weiterbildungen teilnimmt. Lebenslanges Lernen

sowie individuelle Weiterbildung sind jedoch

wichtig, um negative Folgen für diese Beschäftigen

zu vermeiden. Für Unternehmen besteht die

Herausforderung darin, vorhandene oder sich

abzeichnende Weiterbildungsbedarfe frühzeitig zu

identifizieren und entsprechende Weiterbildungsmaßnahmen

zu planen und durchzuführen, individualisierte

Lerninhalte zu schaffen sowie geeignete

Lehr- und Lernsituationen zu ermöglichen.

JULIA KNOPF

ist Professorin für Fachdidaktik Deutsch

Primarstufe und leitet das Forschungsinstitut

Bildung Digital an der Universität des

Saarlandes. Sie ist Gründungspartnerin der

Didactic Innovations GmbH und Mitglied

im Vorstand des Didacta Verbands e.V.

OLIVER THOMAS

ist Professor für Wirtschaftsinformatik

an der Universität Osnabrück und Leiter

des Forschungsbereichs Smart Enterprise

Engineering beim Deutschen Forschungszentrum

für Künstliche Intelligenz.

MARIUS SCHÖNBERGER

ist Geschäftsführer am Forschungsinstitut

Bildung Digital an der Universität des

Saarlandes.


KMU hinken noch hinterher

Problematisch ist allerdings, dass viele KMU sich

derzeit zu selten mit diesen Themen und Technologien

beschäftigen. Oftmals werden analoge Lernangebote

lediglich digitalisiert und unter der Prämisse,

jeder Lernende sei gleich, in standardisierten

Kursangeboten unternehmensweit zur Verfügung

gestellt. Vielen Unternehmen fehlt es an didaktisch

wertvollen Bildungsangeboten, die zum Unternehmen

und den Bildungsbedarfen passen. Das Konzept

des Corporate Education Engineering löst sich

von diesen intranetbasierten Standardangeboten

und rückt die Gestaltung digitaler Weiterbildungsangebote

als Erfolgsfaktor für die Unternehmensentwicklung

in den Fokus. Das Konzept setzt dabei

auf innovative Formate und Technologien für den

individuellen Kompetenzerwerb, die ein modulares

und selbstbestimmtes Lernen unterstützen.

So können beispielsweise Assistenzsysteme auf

Basis Künstlicher Intelligenz (KI) auf individuelle

Lernbedarfe eingehen und damit ein arbeitsplatzintegriertes

Lernen „on the job“ sowie „on demand“

ermöglichen. Corporate Education Engineering hat

damit das Potenzial, auch Personengruppen für die

nötige Weiterbildung zu gewinnen, die mit klassischen

Kursen oder Lernmanagementsystemen nur

schwer zu erreichen sind.

Verstärkter Fokus auf Didaktik

Corporate Education Engineering bedingt, dass

die betriebliche Aus- und Weiterbildung neu gedacht

wird. Hierzu gehört zunächst, die eigenen

Ziele, Grundsätze und Qualifizierungsmission

neu zu definieren. Dabei muss die Didaktik in

den Vordergrund rücken. Dies ist in der aktuellen

Weiterbildungspraxis noch nicht angekommen:

Die Qualität betrieblicher Weiterbildungsangebote

leidet häufig unter der fehlenden Berücksichtigung

didaktischer Prinzipien und schlecht aufbereiteter

Lehrmaterialien.

Ein weiterer Erfolgsfaktor für die Mitarbeiterqualifizierung

sind ausgebildete Trainerinnen und Trainer,

die mit den digitalen Tools umgehen können. Traditionelle

Lernmanagementsysteme sind in der Regel

funktional überladen, sodass unerfahrene Trainer

sich zunächst einarbeiten müssen. Sie müssen bei

der Erstellung von Kursen und Lernangeboten unterstützt

werden. Ein auf die Bedürfnisse der Trainer

zugeschnittenes KI-basiertes Tool kann diese

bei der didaktischen Gestaltung ihrer Aus- und

Fortbildungseinheiten unterstützen, sie durch den

Planungsprozess führen und somit für eine höhere

Qualität der Kurse sorgen.

Individualisierung als Leitbild

Die individuelle Aus- und Weiterbildung der

Lernenden muss als Leitbild in den Unternehmen

positioniert werden. Dies bezieht sich nicht nur

auf die spezifische Ausgestaltung der Lernangebote

an den Werten des jeweiligen Unternehmens,

sondern auch die gezielte Identifikation und Förderung

ganz persönlicher Bedürfnisse, Interessen

und Talente der Lernenden. Für die Planung ist

ein Bottom-up-Ansatz zu empfehlen, der die

Lernenden als Ausgangspunkt der Weiterbildung

versteht.

Zudem bieten sich intelligente, digitale Assistenzsysteme

an, um Beschäftigten entsprechend ihrer

Kompetenzen individuelle Aus- und Weiterbildungsangebote

zu liefern. Besonders für KMU ist

die Individualisierung der betrieblichen Weiterbildung

immer an einen erhöhten Aufwand geknüpft.

Finanzielle Hürden führen dazu, dass KMU von

einer Freistellung ihrer Mitarbeiter für individuelle

Weiterbildungsaktivitäten absehen. Dieser Aufwand

steht allerdings in keinem Verhältnis zu dem Preis,

den Unternehmen zahlen, wenn sie es verpassen,

ihre Mitarbeiter rechtzeitig für zukünftige Kompetenzen

weiterzubilden.


Im Überblick:

» Die aktuelle Weiterbildungspraxis

in den

Unternehmen, insbesondere

in KMU, ist dem rapide

voranschreitenden

technologischen Wandel

nicht gewachsen.

» Klassische Lernmethoden

und standardisiertes

Lernen sind veraltet und

ignorieren didaktische

Grundprinzipien wie

Personalisierung oder

Kompetenzorientierung.

» Die didaktische Transformation

der betrieblichen

Aus- und Weiterbildung

wird somit zum strategischen

Wettbewerbsvorteil.

12 | ›› BILDUNGSPRAXIS – 01/2022


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AUSBILDUNG

„MAN MUSS MENSCHEN MÖGEN“

Es fehlt zunehmend an Lehrkräften an beruflichen Schulen. Pankraz Männlein erklärt,

wieso dies die Schulqualität gefährdet und was man dagegen tun kann.

Interview Vincent Hochhausen

Im Interview

PANKRAZ MÄNNLEIN

ist Vorsitzender des Verbandes der

Lehrer an beruflichen Schulen in

Bayern. Er leitet die Staatliche

Berufsschule III in Bamberg.

Bildungspraxis: Wie viele Lehrerinnen

und Lehrer fehlen an beruflichen Schulen?

Pankraz Männlein: Aktuell fehlen bundesweit

rund 10 000 bis 15 000 Lehrkräfte.

Genaue Zahlen gibt es leider nicht, aber

die Schätzungen sind realistisch. Bei rund

125 000 Lehrkräften an beruflichen Schulen

bundesweit ist das eine ganze Menge.

Leider wird dieser Fehlbestand sogar noch

größer werden, denn der Ersatzbedarf für

ausscheidende Lehrkräfte liegt laut einer

Studie der Bertelsmann Stiftung von 2018

bis 2030 bei rund 40 000. Diese Zahl ist

weitaus höher als die Zahl der Lehramtsstudierenden,

die nachrücken.

Welche Folgen hat das?

Vor allem Unterrichtsausfall und zu

große Klassen. Schon jetzt werden einzelne

Fächer bisweilen nicht erteilt, wie

Sport oder Religion, andere nur reduziert,

wie etwa Englisch. Ganz dramatisch

wird es, wenn berufsbezogener

Fachunterricht betroffen ist, denn das

bedeutet eine große Gefährdung für

die Ausbildungsqualität. Oft fehlen

Zeitressourcen für Förderung, Integration

oder das Angebot von Projektarbeit.

Teilweise müssen sich Schulen

und Lehrkräfte entscheiden, ob sie Abstriche

beim Unterricht oder bei der

Lehrkräftefortbildung machen, die in

unserem Beruf enorm wichtig ist. Und

ein weiterer Aspekt, der oft übersehen

wird: Berufliche Schulen bieten auch

alle allgemeinen Schulabschlüsse an.

Unterrichtsausfall und -reduzierung

betrifft daher nicht nur die Jugendlichen

selbst, sondern auch die Qualität

der Schulabschlüsse.

Abbildungen: © Jacob Lund / Shutterstock.com; Christian Ecker

14 | ›› BILDUNGSPRAXIS – 01/2022


Warum rücken so wenige

Lehrkräfte nach?

Wir haben eine lange und anspruchsvolle

Ausbildung. Man braucht ein

zehnsemestriges Universitätsstudium,

das entweder eine duale Ausbildung

oder ein einjähriges Betriebspraktikum

voraussetzt. Danach kommt noch ein

anderthalb- bis zweijähriges Referendariat.

Wir reden also über rund acht

Jahre Ausbildungszeit, vorausgesetzt alles

läuft glatt. Und Auslandsaufenthalte,

die ja immer wichtiger werden, sind da

noch nicht eingerechnet. Zum anderen

herrscht an vielen Schulen ein Modernitätsrückstand.

Inwiefern?

Wenn man in der Ausbildung und im

Studium innovative Lehr- und Lernkonzepte

kennengelernt hat und deren

Umsetzung im Unterricht dann zum

Beispiel an fehlender IT-Infrastruktur

scheitert, ist das frustrierend. Solche

Beispiele verbreiten sich schnell und

wirken sich auf die Entscheidung

von angehenden Lehramtsstudenten

aus, die sich dann für eine Tätigkeit

in der Wirtschaft entscheiden. Dazu

kommen auch noch weitere herausfordernde

Bedingungen wie heterogene

Schülerschaft, große Klassen

und hohe Prüfungsbelastung. Auch

sind die Verdienstmöglichkeiten und

Beschäftigungsbedingungen nicht besonders

beeindruckend im Vergleich

zur freien Wirtschaft. Viele Nachwuchslehrkräfte

werden in der

Praktikumsphase des Studiums

abgeworben.

Wie kann man Lehrkräfte

unter diesen Umständen für die

beruflichen Schulen gewinnen?

All diese Probleme lassen sich lösen,

wenn man den Arbeitsplatz berufliche

Schule attraktiv macht. Man braucht

entsprechende Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen,

angemessene

Verdienst-, Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten.

Letztlich aber

muss das Image des Lehramtes an

beruflichen Schulen dringend aufgewertet

werden. Das werden wir nur

dann erreichen, wenn es uns gelingt,

das Herausfordernde und Lohnende

einer Lehrertätigkeit herauszustellen,

die gleichzeitig Unterstützung und

gesellschaftliche Anerkennung

verdient.

Was macht diese Tätigkeit

denn so besonders?

Wir arbeiten mit jungen Menschen

an der Schnittstelle zum prallen Leben.

Die Jugendlichen sind dabei, den

Grundstein zu ihrem Platz in der Gesellschaft

zu legen. Ein spannender und

wichtiger Prozess. Gleichzeitig begleitet

man alle Entwicklungen und Veränderungen

der Arbeitswelt und bereitet die

Schülerinnen und Schüler darauf vor.

Das macht die Tätigkeit so anspruchsvoll

und abwechslungsreich.

Müsste der Quereinstieg

leichter werden, um den

Lehrkräftemangel zu beheben?

Ich finde das ist keine Frage von

„leichter werden“. Wir brauchen Quereinsteiger,

sie bringen wichtige eigene

Erfahrungen mit, die die Schulen

bereichern. Daher müssen wir diese

künftigen Kolleginnen und Kollegen so

qualifizieren, dass sie als Lehrkräfte erfolgreich

sind. Es braucht dafür gut vorbereitete

und inhaltlich entsprechend

angelegte Programme. Wir müssen

dabei von Quereinsteigern die Qualifizierung

verlangen, die sie für ihre Unterrichtspraxis

benötigen. Dazu gehört

auch ein Referendariat. Damit der Weg

über den Quereinstieg angenommen

werden kann, müssen die Länder dieser

Bewerbergruppe besondere finanzielle

Anreize bieten.

Was müssen angehende Berufsschullehrkräfte

also mitbringen?

Neben den berufsfachlichen Kompetenzen

vor allem Empathie, Freude an

der Arbeit mit jungen Menschen und

Teamfähigkeit. Man muss bereit dazu

sein, sich selbst zu hinterfragen und

sich lebenslang weiterzubilden. Und

eine ganz wichtige Eigenschaft, ohne

die es nicht geht: Man muss Menschen

mögen!


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AUSBILDUNG

DER BESCHEIDWISSER

Motivation ist gut – aber wenn Azubis zu sehr von sich selbst überzeugt sind,

kann das zu Problemen führen. Ausbildungscoach Gabriele Weingärtner zeigt,

wie man solche Situationen einfühlsam und positiv löst.

Die

Herausforderung

Gastbeitrag Gabriele Weingärtner

Simon Gaudi, 33, ist Ausbilder in einem Familienunternehmen, das maßgeschneiderte Inneneinrichtungen

verkauft. Er ist für Jan, Auszubildender zum Kaufmann im Einzelhandel

im zweiten Ausbildungsjahr, verantwortlich. Gaudi schildert folgende Herausforderung:

„Jan ist interessiert und zeigt Engagement in der Ausbildung. Leider neigt er stark dazu, mir und anderen

Mitarbeitern Ratschläge zu geben, die meist nicht sinnvoll sind. Ich habe den Eindruck, er überschätzt

sich häufig. Jetzt mag ich bald nicht mehr – ich weiß, dass ich nicht allwissend bin, aber muss ich mir

ständig von meinem Auszubildenden sagen lassen, wie ich meine Abteilung zu führen habe, was ich dem

Kunden verkaufen soll, wie ich meine Arbeit machen soll? Ich bin selbst noch jung und habe für so viel

Motivation und Engagement Verständnis – aber manchmal frage ich mich, wer der Azubi und wer der

Ausbilder ist. Wie soll ich mit dieser Situation umgehen? Ich will Jan nicht demotivieren, aber ich finde,

er sollte sich bei Themen, bei denen ihm die Erfahrung und das Fachwissen fehlen, zurückhalten.“

Abbildungen: Ausbilder-Akademie GmbH; © fizkes / Shutterstock.com

16 | ›› BILDUNGSPRAXIS – 01/2022


Gabriele Weingärtner

ist Trainerin und

Coach und leitet die

Ausbilder-Akademie

GmbH.

„Sie schildern eine

verzwickte Situation.

Auf der einen Seite

beschreiben Sie einen

Auszubildenden, von

dem viele Betriebe

träumen: Jan ist hoch motiviert, engagiert und aktiv.

Das sind nicht nur wertvolle Eigenschaften, die

ihm auf dem Weg zum beruflichen Erfolg helfen

werden. Es sind auch Schlüsselkompetenzen, die

wir als Ausbilderinnen und Ausbilder als Bausteine

der beruflichen Handlungsfähigkeit in der Ausbildung

entwickeln und fördern wollen. Andererseits

scheint Jan zur Besserwisserei zu neigen und seine

Meinungen auch ungefragt zu äußern. Aufgrund

der noch fehlenden Erfahrung sind diese nicht

immer richtig oder zielführend. Das wirkt sehr

schnell unpassend und belehrend. Und es betrifft

nicht nur Sie, es kann auch die Kollegen und

Kolleginnen oder sogar Kundinnen und Kunden

verärgern. Sie sollten also zeitnah handeln, bevor

ein Konflikt daraus entsteht. Sie brauchen im Umgang

mit Jan nun eine große Portion an Empathie,

Geduld und Fingerspitzengefühl. Es wäre falsch,

Jan voreilig in die Schranken zu weisen, insbesondere

nicht im Kollegenkreis oder vor Kunden.

Das Verhalten zu ignorieren ist aber auch keine

Lösung. Planen Sie also ein Feedbackgespräch mit

Jan. Wichtig ist ein ausreichend großes Zeitfenster,

in dem Sie beide ungestört und ohne Termindruck

sprechen können.

Agieren Sie als Coach

In der Rolle als Coach geben Sie Jan Impulse zum

kritischen Hinterfragen seines Verhaltens und zur

Verbesserung seiner sozialen Kompetenz. Durch

gezielte Fragen erkennt Jan, dass sein Verhalten

manchmal unpassend ist. Sie spiegeln sein Verhalten

und dessen Wirkung auf die anderen und helfen

ihm, Lösungen zu finden, ohne diese vorzugeben.

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AUSBILDUNG

Probieren Sie im Gespräch mit Jan folgende

Coaching-Fragen aus:

» Welche Wirkung löst du deiner Meinung nach

aus, wenn du den erfahrenen Kolleginnen

oder Kollegen ungefragt Ratschläge gibst?

» Welchen Eindruck hinterlässt deiner

Meinung nach dieses Verhalten?

» Was würdest du als Ausbilder denken oder

tun, wenn dein Azubi alles besser weiß,

aber dies oft nicht richtig ist?

» Was motiviert dich zu diesem Verhalten?

» Warum könnte hier ein Problem in der

Zusammenarbeit entstehen?

» Was könntest du tun, um das zu verändern?

» Was würde wohl passieren, wenn du dich

anders verhältst?

» Was schlägst du vor?

» Was würdest du an meiner Stelle tun?

» Was können wir alle tun, um eine

Verbesserung herbeizuführen?

Beschreiben Sie Ihre Emotionen

Geben Sie Jan Feedback darüber, wie seine Äußerungen

auf Sie wirken. Nutzen Sie bewusst Ich-

Botschaften, um Ihre Wahrnehmung zu schildern.

Schildern Sie, wie Sie sich fühlen, wenn Sie ständig

verbessert und korrigiert werden. Laden Sie Jan

ein, sich in Ihre Rolle zu versetzen. Fragen Sie ihn

„Wie würdest du dich fühlen, wenn du ständig

verbesserst und korrigierst wirst?“ Durch diesen

Perspektivenwechsel kann Jan verstehen, was seine

Aussagen bei Ihnen auslösen und darüber nachdenken

– und beim nächsten Mal sein Verhalten

ändern.

Hinterfragen Sie Jans Aussagen

in konkreten Situationen

Jan scheint sich auszukennen – aber stimmt das

auch? Hinterfragen Sie seine Ideen hinter seinen

Aussagen in bestimmten Situationen und gehen Sie

mit ihm tiefer in die Materie, diskutieren Sie die

Fakten und gehen Sie ruhig in die Details. Damit

zeigen Sie Interesse, signalisieren Ihre Wertschätzung.

Sie überprüfen dabei jedoch auch zusammen,

ob Jan wirklich Recht hat oder ob ihm noch

Wissen fehlt. Das hilft ihm, seine Aussagen selbst

zu bewerten und einzuschätzen. Und Sie können

gemeinsam die Wissenslücken füllen – oder sinnvolle

Anregungen von Jan aufnehmen.

Wichtig: Bleiben Sie positiv

Behalten Sie Ihre gute Laune und sehen Sie das

Positive an der Situation – Jan ist Auszubildender

und muss vieles ausprobieren. Er engagiert sich,

ist motiviert und will zum Erfolg beitragen. Mit

Ihrer Hilfe wird er lernen, sein Engagement in die

richtigen Worte zu fassen. Verlieren Sie nicht die

Geduld. Das richtige Feingefühl für den Umgang

mit Menschen zu entwickeln ist schließlich eine

Kernaufgabe des Ausbilders.“


Haben Sie konkrete Problemstellungen

oder Fragen, bei

denen Sie sich Tipps wünschen?

Schreiben Sie uns an:

» redaktion@avr-verlag.de

Abbildungen: © Pasuwan / Shutterstock.com

18 | ›› BILDUNGSPRAXIS – 01/2022


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AUSBILDUNG

STRENG VERTRAULICH

Auszubildende gehen oft viel zu sorglos mit vertraulichen Informationen

und Geschäftsgeheimnissen um. Deshalb ist es wichtig, sie für den verantwortungsvollen

Umgang damit zu sensibilisieren und so negativen Folgen vorzubeugen.

Gastbeitrag Ingrid Ute Ehlers und Regina Schäfer

Wie schnell Auszubildende unternehmensinterne

Informationen

unbedacht offenlegen, zeigt sich

an den folgenden Beispielen:

» Sie erzählen im privaten Kreis von massiven

Umsatzeinbußen.

» Sie plaudern aus, welche Produktneuheit

demnächst auf den Markt kommt.

» Sie regen sich im Freundeskreis über die ihrer

Meinung nach rückständige IT-Infrastruktur

im Ausbildungsbetrieb auf.

» Sie berichten namentlich von Kundinnen und

Kunden mit Zahlungsschwierigkeiten.

» Sie machen Selfies auf dem Werksgelände und posten

die Fotos anschließend in sozialen Netzwerken.

delt werden müssen, gehören Kundenbeschwerden,

Fluktuation von Beschäftigten, Kurzarbeit und Entlassungen

oder die Zahlungsmoral des Ausbildungsbetriebs

und von Kunden.

Orientierung geben

Diese negativen Auswirkungen ihres Verhaltens

sind den Auszubildenden bei solchen Verhaltensweisen

meist nicht bewusst. Genau deswegen

benötigen sie eine verlässliche Orientierung, bei

welchen Informationen es sich um Betriebsgeheimnisse

handelt. Dieses Thema muss daher in

Unternehmensleitsätzen, Betriebsordnung und

Ausbildungsvertrag eindringlich kommuniziert

werden – und zwar in einer klaren Sprache mit

entsprechenden Beispielen zu typischen Situationen

im Ausbildungsalltag. Ausbilderinnen und

Ausbilder sollten die Beispielsituationen zudem

ausführlich mit den Auszubildenden besprechen,

um die Informationen zu verankern und Missverständnissen

entgegenzuwirken.

» Sie dokumentieren Erlebnisse aus ihrem

Ausbildungsalltag mit ihrem Smartphone und

stellen andere Beschäftigte damit bloß.

Solche und ähnliche Situationen resultieren aus einem

Missverhältnis zwischen dem ungebremsten Mitteilungsbedürfnis

vieler Auszubildender und ihrer sich

noch entwickelnden persönlichen Reife. Jugendlichen

fehlt oft die Erfahrung, um sich vorzustellen, welche

Konsequenzen die Weitergabe solcher Informationen

haben kann. Indiskretionen können nicht nur die Geschäftsbeziehungen

und damit die wirtschaftliche Lage

des Ausbildungsbetriebes belasten. Auch das Ansehen

des Unternehmens als qualifizierter Ausbildungsbetrieb

kann darunter leiden – was einen Wettbewerbsnachteil

angesichts des aktuellen Fachkräftemangels

darstellt. Zu den Informationen, die vertraulich behan-

INGRID UTE EHLERS

UND REGINA SCHÄFER

sind als Trainerinnen und Fachautorinnen

in Frankfurt am Main ansässig. Unter der

Marke Vitamin-K-Plus.de unterstützen sie

seit über 15 Jahren Ausbildungsbetriebe

bei der Vermittlung von sozialen und persönlichen

Kompetenzen an Auszubildende

sowie beim Ausbildungsmarketing. Sie

veröffentlichen regelmäßig Fachbeiträge

zu den Themen Kommunikation im Beruf,

Ausbildungsmarketing und interkulturelle

Kompetenz.

Abbildungen: © Fotostudio Firlé

20 | ›› BILDUNGSPRAXIS – 01/2022


Aha-Erlebnisse bieten

Um Auszubildenden verständlich zu machen, wie ihre

Indiskretionen dem Unternehmen schaden können,

greifen Ausbildungsverantwortliche am besten auf

praxisnahe Situationen zurück und verpacken diese in

ein fiktives Fallbeispiel. Dieses kann man gemeinsam

mit den Azubis in einem Workshop spielerisch erarbeiten.

Als Ausgangssituationen eignen sich typische,

harmlos erscheinende Äußerungen. Im Anschluss

erarbeitet die Gruppe gemeinsam ernste Folgen dieses

Verhaltens wie beispielsweise die Verschlechterung

der Kreditwürdigkeit, den Vertrauensverlust bei

Geschäftsbeziehungen, einen Imageschaden in der

Öffentlichkeit sowie Schwierigkeiten bei der Neubesetzung

freier Stellen.

Aha-Erlebnisse: Beispiele für geeignete

Szenarien zur Reflexion

In der S-Bahn sprechen zwei Azubis

ausführlich und namentlich über die Zahlungsschwierigkeiten

eines Großkunden.

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Eine Auszubildende erzählt auf einem

Familienfest, dass der Ausbildungsbetrieb

momentan kaum Aufträge hat.

Ein Auszubildender postet auf einer öffentlichen

Bewertungsplattform massive Kritik an den als

schlecht empfundenen Arbeitsbedingungen.

eduApps:

DAS NEUE MUST-HAVE FÜR LEHRKRÄFTE

Eine Auszubildende filmt Vorgesetzte in

ausgelassener Stimmung auf dem Betriebsfest und

veröffentlicht dies anschließend auf Youtube.

Reflexionsfragen für die Auszubildenden

Welche Personen/Unternehmen sind von

diesem Verhalten betroffen?

Auf welche Weise sind diese Personen/

Unternehmen betroffen?

Welche Folgen kann die Handlungsweise speziell

für den Ausbildungsbetrieb haben?

Wie wird das Bild des Unternehmens in der

Öffentlichkeit dadurch beeinflusst?

Wie denken mögliche Bewerber/-innen

über den Ausbildungsbetrieb?

Welche Konsequenzen können sich für

mich als Azubi daraus ergeben?

Hilfreiche

Lehr- und

Lern-Apps für

Lehrkräfte

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Das neue Portal eduApps bietet eine

Übersicht über digitale Angebote

für Schule und Unterricht.

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AUSBILDUNG

Vorbild sein

Wie bei fast allen Aspekten, die das Verhältnis

zwischen Ausbildungsbetrieb und Azubi

betreffen, gilt auch beim verschwiegenen

Umgang mit Vertraulichem: Es ist keine

Einbahnstraße. Was man von den Auszubildenden

erwartet, sollte man als Ausbildungsunternehmen

auch leisten – aus Fairness, aber

auch, weil so das Vertrauensverhältnis und die

Motivation der Jugendlichen, sich ebenso zu

verhalten, gestärkt wird.

Wird diese Vorbildfunktion beim Thema Verschwiegenheit

vom Ausbildungspersonal und dem restlichen

Unternehmen vorgelebt, so hat dies eine eindrückliche

Wirkung auf die Auszubildenden und ist daher ein

wichtiger Baustein des Sensibilisierungsprozesses für

vertrauliche Informationen. Durch das Zusammenspiel

der geschilderten Maßnahmen können Ausbildungsverantwortliche

bei ihren Nachwuchskräften den bewussten

Umgang mit Betriebsgeheimnissen auf mehreren

Ebenen fördern – und dem unbedarften Umgang mit

Geschäftsgeheimnissen nachhaltig entgegenwirken. ■

Tabelle 2: Vorbildliche Diskretion von Seiten

des Ausbildungsbetriebes

Verschwiegenheit

bewahren...

Beispielhafte Situationen

...bei

peinlichen

Situationen

» gravierende (nicht-fachliche)

Wissenslücken bei Auszubildenden

» Fehler bei Umgangs formen

» Missgeschicke bei der Erledigung

von Arbeitsaufträgen

...bei

persönlichen

oder familiären

Problemen

» Krankheit in der Familie

» Scheidung der Eltern

» Pflegebedürftigkeit eines

Familienmitglieds

» Liebeskummer

» Suchtprobleme

» Eingewöhnungsschwierigkeiten/

Heimweh

...bei

finanziellen

Ausnahmesituationen

» Vorschüsse auf die

Ausbildungsvergütung

» Verschuldung

» gewährte

Firmendarlehen

» BAföG

» Lohnpfändung

» Unterhaltsverpflichtungen

Abbildungen: © VideoFlow / Shutterstock.com

22 | ›› BILDUNGSPRAXIS – 01/2022


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AUSBILDUNG

News

BIBB-Leitfaden

zur Ausbildung als

kostenloser Download

Der vom Bundesministerium

für Bildung und

Forschung geförderte

„Leitfaden für ausbildende

Fachkräfte“

ist als kostenloses

Pdf verfügbar. Enthalten

sind Anregungen

und Informationen

zum Ausbildungsstart,

zu Kommunikation und

Feedback, zu Rechtsfragen

und vielen weiteren

Alltagsfragen

der dualen Ausbildung.

Der Leitfaden richtet

sich an die große

Gruppe der Fachkräfte,

die in der Ausbildung

involviert sind, aber

keinen Abschluss nach

der Ausbildereignungsverordnung

vor-

weisen müssen.

» www.foraus.de/leitfadenausbildende-fachkraefte

Materialien von

Ausbildungsleitertagung online

DDie Vorträge und Workshops der letzten Ausbildungsleitertagung für gewerblich-technische

Berufe des Kuratoriums der Deutschen Wirtschaft für

Berufsbildung liegen nun online vor. Wegen Corona fand die Veranstaltung

im November 2021 online statt. Die Vorträge und Dokumentationen der

Workshops, etwa zu Themen wie Corona als Innovationstreiber oder

erfolgreichem Talentmanagement, sind einsehbar auf:

» www.kwb-berufsbildung.de/aktuelles/veranstaltungen

KOSTENLOSE VORBEREITUNG AUF

AUSBILDEREIGNUNGS PRÜFUNG

Die IST Hochschule für Management stellt ab sofort kostenloses

Lehrmaterial zur Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung

der IHK zur Verfügung. Es umfasst Online-Vorlesungen, ein Lehrheft

und einen Web-Test. Den Zugang zu den Materialien gibt es auf:

» www.ist.de/studiumfueralle

Rekordzahl unbesetzter

Ausbildungsplätze

2021 blieben 63 200 Ausbildungsstellen in Deutschland

unbesetzt, so viele wie noch nie. Gleichzeitig

stieg die Zahl der geschlossenen Verträge in der dualen

Ausbildung um 1,2 Prozent auf 473 100 an. Das

sind allerdings immer noch über 52 000 weniger als

2019, dem letzten Jahr vor Beginn der Coronapandemie.

Alle Zahlen und Informationen auf:

» www.bibb.de/de/149639.php

Abbildungen: © Rido, ImageFlow / Shutterstock.com

24 | ›› BILDUNGSPRAXIS – 01/2022


Jourist DC960

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eignet sich ideal für den

modernen Unterricht: Gestochen

scharfes Live-Bild auf dem

Beamer oder Smartboard per

HDMI oder VGA, mit einer 8

Megapixel Auflösung, Mausbedienung

und Fernbedienung

mit Bedienbuttons am Gehäuse

sowie einem SD-Karten Slot, integriertem

Mikrofon und einem

einklappbaren Kameraarm, der

sich bequem auf Vorlagen und

Objekte ausrichten lässt.

» www.scanner.expert

Ausbilderumfrage

sucht nach

Teilnehmenden

Wie werden ausbildende Fachkräfte

in den Ausbildungsbetrieben heute

qualifiziert? Zu diesem Thema sucht

eine aktuelle Ausbilderumfrage Antworten,

die vom Ausbildungsportal

AUBI-plus und der Ausbildungsexpertin

Sabine Bleumortier durchgeführt

wird. Ausbildungsleiter/-innen

und ausbildende Fachkräfte können

bis Ende April an der Online-Befragung

teilnehmen, die Beantwortung

dauert weniger als zehn Minuten.

Die Umfrage findet nach 2016 und

2019 bereits zum dritten Mal statt.

Zur Umfrage:

» www.ausbilderumfrage.de


WEITERBILDUNG

DIE BILDUNGSWELT

TRIFFT SICH IN KÖLN

Die didacta – die Bildungsmesse in Köln ist verschoben.

Sie findet wegen der steigenden Infektionszahlen in diesem Jahr nicht

wie geplant Ende März statt, sondern vom 7. bis 11. Juni.

Text Didacta Verband

Die Bildungsmesse didacta

ist auf Anfang Juni verschoben.

„In Anbetracht

der erneut steigenden Infektionszahlen

war bei den Beteiligten die Unsicherheit

groß, ob der Besuch einer Präsenzmesse

möglich ist. Wir hatten auf

eine andere Entwicklung gehofft, da die

didacta vor allem vom persönlichen

Austausch lebt“, sagte Reinhard Koslitz,

Hauptgeschäftsführer des Didacta

Verbandes. „Mit der Verschiebung der

Bildungsmesse in den Juni wollen wir

allen Bildungsverantwortlichen die

Möglichkeit geben, an der didacta als

wichtigstem Branchentreffpunkt und

Fortbildungsveranstaltung vor Ort

teilzunehmen.“ Die Messe mit dem

abwechslungsreichen Programm findet

nun im Sommer statt. Die Besucherinnen

und Besucher erwarten vielfältige

Seminare, Workshops und Vorträge in

den Bildungsbereichen Kita, Schule,

Berufliche Bildung und myQ/Weiterbildung.

Auf vier Didacta-Foren diskutieren

zudem zahlreiche Gäste aus der

Praxis, der Wissenschaft, der Politik

und der Wirtschaft über aktuelle Bildungsthemen.

Erstmals mit dabei sein wird auch

die Lehrkräftefortbildung mobile.

schule, die ein eigenes Programm

für Lehrerinnen und Lehrer bei der

Messe anbieten wird. „Mit ihrem

Ansatz von Lehrern für Lehrer ist

mobile.schule ein sehr spannendes

und zurecht beliebtes Format. Deshalb

freuen wir uns, dass die mobile.

schule das Programm der didacta in

diesem Jahr verstärkt. Wir setzen auf

Die Kernthemen auf der didacta

Bildungsmesse:

1. Digitalisierung

Die digitale Transformation des Bildungswesens in

allen Bildungsbereichen wird auf der didacta aus

vielen Blickwinkeln beleuchtet werden.

2. Fachkräftemangel

Viele kleine und mittlere Unternehmen haben

Schwierigkeiten, ihre Ausbildungsstellen zu

besetzen. In Zukunft könnte dieses Problem noch

größer werden. Auf dem Forum Berufliche Bildung

werden diese und andere aktuelle Themen der Aus-

und Weiterbildung diskutiert.

3. Schulen: Mehr als Lernorte

In der Schule geht es um mehr als nur um

die Vermittlung von Wissen – die Pandemie hat

das deutlich gezeigt. Zum breiten Spektrum der

Aufgaben – von Inklusion über politische Bildung

bis zu sozialer Kompetenz – wird es auf der

didacta zahlreiche Angebote geben.

eine langfristige Zusammenarbeit, von

der alle Bildungsinteressierten profitieren“,

sagte Reinhard Koslitz. In der

nächsten Ausgabe von Bildungspraxis

werden die Programm-Highlights

näher vorgestellt.


» www.didacta-messe.de

26 | ›› BILDUNGSPRAXIS – 01/2022


Digitale Unterrichtsmaterialien

vieler Verlage für alle Schulformen und

Schulfächer zum sofortigen Download.

www.netzwerk-lernen.de


WEITERBILDUNG

ZUSAMMEN IST

MAN STÄRKER

Weiterbildungsverbünde können kleinen und

mittleren Unternehmen dabei helfen, von neuen

Technologien zu profitieren – etwa im

Bereich der Fernwartungstechnik.

Gastbeitrag Guido Schubert

Wenn eine Maschine beim

Kunden defekt ist, diese

aber hunderte Kilometer

entfernt ist, kommt es auf Schnelligkeit an. Jede

Minute zählt: Produktionsausfälle von mehreren

Stunden können sich schnell zu hohen Verlusten

addieren. Um Wartungsprozesse zu optimieren

und Verzögerungen zu vermeiden, hat sich in

den letzten Jahren der Einsatz von Virtual Reality

und Augmented Reality in der Wartungstechnik

etabliert. Maschinen und Anlagen, die

über solche Fernwartungssysteme gewartet und

betreut werden, haben kürzere Standzeiten und

eine längere Lebensdauer. Diese Technologien

sind inzwischen mitten in Produktion, Vertrieb,

Service, Ausbildung und Qualifizierung angekommen.

Das gilt allerdings vor allem für große, finanzstarke

Unternehmen.

GUIDO SCHUBERT

leitet das Ausbildungsnetzwerk

BANG Nordschwarzwald. Er sieht die

Digitalisierung als Chance für kleinere

und mittlere Unternehmen – und die

Mitarbeiterbindung und -gewinnung

als wachsende Herausforderung.

Abbildung: © LuckyStep / Shutterstock.com; Autorenfoto: BANG Netzwerke

28 | ›› BILDUNGSPRAXIS – 01/2022


Wie können aber auch kleine und mittlere

Unternehmen (KMU) von solchen technologischen

Entwicklungen profitieren? Ein Ansatz,

den die frühere ebenso wie die aktuelle Bundesregierung

unterstützt, ist die Teilnahme an

einem thematisch passenden Weiterbildungsverbund.

In Weiterbildungsverbünden schließen

sich Unternehmen, Bildungsanbieter und

Arbeitsmarktakteure einer Region mit dem

Ziel zusammen, Weiterbildungsmaßnahmen

kostensparend über Betriebsgrenzen hinaus

zu organisieren und so an neuen Technologien

teilzuhaben, die sich vor allem in kleineren Unternehmen

schwer erproben lassen.

Entlastung beim Onboarding

Bei der Qualifizierung bestehender Mitarbeiter/-

innen, eine der großen Herausforderungen für

KMU, ist ein solcher Weiterbildungsverbund

besonders hilfreich. Er ist leicht erreichbar,

denn er liegt in der Region, und das Qualifikationsangebot

ist auf die Mitgliedsunternehmen

zugeschnitten. Das lebenslange Lernen wird so

Realität: Unternehmen, die sich im Verbund

organisieren, erhöhen die Bildungsqualität, fördern

den gegenseitigen Austausch unter Gleichgesinnten,

senken Kosten und Risiken, machen

den Qualifizierungsprozess kalkulierbar und

nachhaltig. Und nicht zuletzt zeigen umfassende

Weiterbildungsmöglichkeiten, die in solchen

Verbünden umgesetzt werden, Wertschätzung

gegenüber den Mitarbeitenden. Zudem kann

eine Verbundlösung die Unternehmen auch

beim „Onboarding“ und dem Anlernen neuer

Kolleginnen und Kollegen entlasten. Kaum

ein Mitarbeiter hat ausreichend Zeit, sich im

laufenden Betrieb tief in neue Technologien

einzuarbeiten, oder diese an neue Mitarbeiter

weiterzuvermitteln. In der Trainingswerkstatt

des Verbunds kann dies jedoch problemlos geschehen.

Fehlinvestitionen vermeiden

Am Beispiel der Wartungstechnik, insbesondere

beim Einsatz von VR und AR und den damit

verknüpften Software-Anwendungen, kann

man veranschaulichen, wie die Verbundlösung

die Wettbewerbsfähigkeit steigert: Auch wenn

in den einzelnen Unternehmen die Technik

noch nicht vorhanden ist, wird im Verbund mit

neuester Software und aktuellen Geräten und

VR-Brillen gearbeitet und gelernt. Hochspezialisierte

Referent/-innen, die sich einzelne KMU

oft nicht leisten können, werden im Verbund

bezahlbar. Die beteiligten Unternehmen kommen

so an das nötige Know-how, um die eigenen Wartungs-

und Serviceprozesse zu überprüfen und

neu aufzustellen. Mit geringen Eigenmitteln lassen

sich neue Technologien ausprobieren und erproben

und Fehlinvestitionen vermeiden – denn die

Entscheidung für oder gegen die Anschaffung oder

Einführung neuer Technologien beruht auf den im

Verbund gesammelten Erfahrungen.

Im Weiterbildungsverbund lassen sich Szenarien erproben

und studieren. Zum Beispiel, welche Effekte

es hat, wenn ein Unternehmen sein Service- und

seine After-Sales-Angebote neu aufstellen möchte.

Dieses Kennenlernen der Vor- und Nachteile hat

Auswirkungen auf die Entscheidungsfindung. Der

persönliche Austausch mit den Spezialisten des

Verbundes, das Durchspielen der eigenen Erwartungen

anhand verschiedener Szenarien und das

erfahrungsbasierte Aufstellen von Kosten-Nutzen-

Analysen schärfen den Blick fürs Machbare.

Wollen Unternehmen Technologien wie AR oder

VR kennenlernen oder einführen, Mitarbeiter

nachhaltig für den Umgang damit qualifizieren und

ausbilden, sich dabei jedoch vor Fehlinvestitionen

schützen und Anfängerfehler vermeiden, bietet es

sich an, die Mitwirkung in einem naheliegenden

Weiterbildungsverbund in Erwägung zu ziehen. ■

Förderung von

Weiterbildungsverbünden

Das Bundesministerium für Arbeit

und Soziales fördert mit dem

Programm „Aufbau von Weiterbildungsverbünden“

zahlreiche Verbundlösungen

für die berufliche

Bildung. Auf der Website des Ministeriums

findet man, neben Informationen

zur Förderung, unter anderem

eine Übersicht über bestehende

Weiterbildungsverbünde – eine gute

Möglichkeit, sich einen Überblick

über Kooperationsmöglichkeiten in

der eigenen Region zu verschaffen.

» www.bmas.de (Suchbegriff „Aufbau

von Weiterbildungsverbünden“)

›› BILDUNGSPRAXIS 01/22 | 29


WEITERBILDUNG

News

Homeoffice schadet

Produktivität nicht

Rund 60 Prozent der Betriebe, die in der Pandemie Beschäftigten

Homeoffice ermöglichten, gaben an, dass die

Arbeit im Homeoffice keine Auswirkungen auf die Produktivität

ihrer Beschäftigten hat. Das ergab die Novemberausgabe

der monatlich durchgeführten repräsentativen

Betriebsbefragung „Betriebe in der Covid-19-Krise“ des

Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Es befragt

dafür jeden Monat bis zu 2000 Unternehmen. 40 Prozent

der Betriebe schätzten ihre Homeoffice-Erfahrungen als

positiv ein, 17 Prozent zogen eine negative Bilanz. 60 Prozent

der Betriebe planen dennoch, ihr Homeoffice-Angebot

auf das Niveau vor 2020 zurückzufahren.

» www.iab.de

Meisterprüfung im

Handwerk reformiert

Der Bundesrat hat im Dezember

einer Verordnung zu Neuregelungen

in der Meisterprüfung

zugestimmt. Die Neuregelungen

basieren auf dem im Sommer

beschlossenen „Fünften Gesetz

zur Änderung der Handwerksordnung

und anderer handwerksrechtlicher

Vorschriften“ und

sehen vor, dass der Meisterprüfungsausschuss

sich künftig

nur mit administrativen

Aspekten der Prüfung beschäftigt,

aber nicht selbst die

Prüfung abnimmt. Zu diesem

Zweck sollen die Ausschüsse

stattdessen einen Prüferpool

aus mehreren Personen bestimmen,

die flexibel bei den

Prüfungen zum Einsatz

kommen.

Weiterbildung immer häufiger

Thema in Stellenausschreibungen

Der Anteil der Firmen, die in ihren Stellenangeboten Weiterbildung

als Benefit nennen, lag 2021 mit 37,7 Prozent drei

Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Das ist das Ergebnis

einer Analyse des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister.

Für diesen Job-Navigator wurden rund 1,2

Millionen Jobangebote im Oktober 2021 ausgewertet.

» www.personaldienstleister.de/bap-job-navigator-11/

2021-weiterbildung

Abbildungen: © fizkes, Intarapong / Shutterstock.com

30 | ›› BILDUNGSPRAXIS – 01/2022


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WEITERBILDUNG

VERANSTALTUNGEN 2022

Messen, Kongresse und Seminare für die berufliche Aus- und Weiterbildung

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Info-Webinar

Ausbilderfortbildungen

Für wen? Ausbilder/-innen mit

Interesse an Aufstiegsfortbildungen 6.

Wo? Online

D

APRIL 2022

ie Ausbilderakademie GmbH

bietet Aufstiegsfortbildungen

zum Aus- und Weiterbildungspädagogen und zum

Berufs pädagogen an. In kostenlosen Zoom-Webinaren

informieren die Veranstalter über die Inhalte und Organisation

des Lehrgangs sowie über Fördermöglichkeiten.

Teilnehmer brauchen lediglich ein

Endgerät mit Internetzugang sowie

Kamera und Mikrofon.

» www.ausbilder-akademie.de

15.

MÄRZ 2022

Ausbildungsleitertagung

Für wen? Ausbilderinnen

und Ausbilder

Wo? Hamburg

Die Tagung für kaufmännische Ausbildungsleiter

des Kuratoriums der deutschen Wirtschaft für

Berufsbildung wird nach mehreren coronabedingten

Ausfällen diesen Mai wieder als Präsenzveranstaltung

stattfinden. Kooperationspartner ist die Berufsgenossenschaft

Handel- und Warenlogistik. Das Programm

steht noch nicht fest, eine Vormerkung ist bereits

möglich auf:

» www.kwb-berufsbildung.de/

aktuelles/veranstaltungen

16. & 17.

MAI 2022

didacta Bildungsmesse

Für wen? Alle Akteure aus

dem Bildungsbereich

Wo? Köln

Zum ersten Mal seit Beginn der Coronapandemie

wird Europas größte Bildungsmesse didacta im

kommenden Juni wieder als Präsenzveranstaltung

stattfinden. Neben Hunderten von Ausstellern aus

dem Bildungsbereich wird es auf den Themenforen

auch ein großes Veranstaltungsprogramm für die berufliche

Bildung geben.

» www.didacta-koeln.de

7. – 11.

JUNI 2022

Human Resources Congress

Für wen? Akteure aus

dem HR-Bereich

Wo? Düsseldorf

Im Jahr 2022 findet in Düsseldorf wieder der HRocks

Human Resources Congress, vormals Deutscher Ausbildungsleiterkongress,

statt. Die Vorträge und Workshops

drehen sich um die vier Hauptbereiche Ausbildung, Recruiting,

Administration und Gesundheitsmanagement.

Die Teilnahme kostet 799 Euro, für Berufsschulen gibt es

einen Sonderpreis von 399 Euro. Alle Informationen auf:

» www.hrocks.de/teilnehmerinfo

7. – 9.

NOVEMBER 2022

32 | ›› BILDUNGSPRAXIS – 01/2022


Der Bildungsprofi für Technik

| Schule | Ausbildung | Hochschule | Weiterbildung

E-Learnings

Grundlagen der Elektrotechnik digital vermitteln

Unsere E-Learnings für die Elektrotechnik vermitteln alle relevanten Lerninhalte,

die ihre Auszubildenden kennen müssen. Das Gesamtpaket Basics beinhaltet alle

bestehenden Module, die den grundlegenden Themenbereich abdecken.

✓ Selbstständiges und individuelles Lernen

✓ Flexible Lösung für unterwegs, im Betrieb,

in der Schule oder zu Hause

Lernziele:

• Betriebliche und technische Kommunikation

• Planen und Organisieren der Arbeit

• Bewerten der Arbeitsergebnisse

• Herstellen von Bauteilen und einfachen Baugruppen

Jetzt komplett

verfügbar!

Scannen und Video anschauen!

Mehr Informationen unter:

christiani.de/e-learnings-elektrotechnik


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Eine Initiative der:

der DIHK-Bildungs-gGmbH

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