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Küchenplaner-Magazin_2022_05-06

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www.kuechenplaner-magazin.de<br />

Ausgabe 5/6 / <strong>2022</strong><br />

Muldenlüfter –<br />

Wohin mit<br />

dem Wrasen?<br />

▶ 16<br />

Küchenverbände –<br />

Wiedersehen<br />

Live und in Farbe<br />

▶ 28<br />

Innovation:<br />

Neues Leben<br />

für Naturstein<br />

▶ 50


Die Verbundgruppe führender Küchenspezialisten in Europa<br />

Wir haben es geschafft!<br />

Mit dem Erfolgs programm für Nachfolger und Existenzgründer<br />

Erfahren Sie mehr:<br />

Mit der starken Marke<br />

von DER KREIS:<br />

DER KREIS Einkaufsgesellschaft für Küche & Wohnen mbH & Co. KG · Mollenbachstraße 2 · 71229 Leonberg · www.derkreis.de


Impulse/Ansichten<br />

Für richtige Männer<br />

Es hätte in diesem Beitrag um fehlende Elektrogeräte gehen können.<br />

Um gestörte Lieferketten, ausufernde Energiekosten und den Mangel an<br />

Fachkräften. Um all das, was uns aktuell beschäftigt. Doch es kam anders.<br />

Vielleicht erinnern Sie sich an den aus heutiger Sicht verstörenden<br />

Werbefilm aus den 1950er-Jahren. Mit Helga in der<br />

Hauptrolle. Sie mag Ende zwanzig sein, schlank, adrett und<br />

von bemerkenswerter Vitalität. Nach acht fleißigen Stunden<br />

in der Schreibstube eilt sie gut gelaunt in den Feierabend. Daheim<br />

greift sie zur Rüschenschürze, dann zu den Kartoffeln.<br />

Denn Gatte Bernd kommt bald nach Hause und der hat einen<br />

Bärenhunger. Die nächste Szene spielt am Küchentisch.<br />

Helga und Bernd strahlen, denn der Pudding hat die optimale<br />

Konsistenz. „Zwei Lebensfragen bewegen die Frau von heute“,<br />

säuselt es aus dem Off, „was soll ich anziehen und was<br />

soll ich kochen?“<br />

Filme wie diese amüsieren uns. Sie wirken wie es aus der Zeit<br />

gefallen. Und doch beweisen die darin in Szene gesetzten Geschlechterklischees<br />

einen überraschend langen Atem. Heute<br />

werden sie nicht allein von Mario Barth strapaziert. Mit Flexibilität<br />

in der Blickrichtung. Unter der Überschrift „Mein Haus,<br />

mein Auto, meine Küche: Immer mehr Männer entdecken das<br />

Kochen“ erreichte kürzlich eine Mitteilung die Redaktion.<br />

Das Eintreffen des digitalen Schriftstückes an sich war nicht<br />

das Bemerkenswerte. Sondern der Inhalt. Was die geplante<br />

Ausgestaltung dieses Beitrags grundlegend beeinflusste.<br />

Der als Presseinformation gesendete Text handelt vom Mann<br />

und dessen Beziehung zur Küche. Sinngemäß heißt es, dass<br />

immer mehr Exemplare dieser Spezies die Leidenschaft fürs<br />

Kochen entdecken, doch dass Schwärmerei allein nicht genüge.<br />

Um die Lebensqualität zu nähren, müsse die Küche perfekt<br />

ausgestattet sein. Es folgen erhellende Passagen, was zu<br />

einer „richtigen Männerküche“ gehört. Allen voran: Vernetzte<br />

Küchengeräte mit „Home-Connect-Technik“ und App-Funktionen.<br />

Klar, für den technikverliebten Mann ein Must-have.<br />

Wer beim Kochen nichts verpassen will, für den sei der integrierte<br />

Flatscreen ein weiteres Muss. Neben dem Induktionskochfeld<br />

mit Touchsensor seien auch direkt in die Kochplatte<br />

eingelassene Muldenabzüge beliebt. Besonders bei großgewachsenen<br />

Menschen (und welcher Mann ist das nicht?), die<br />

es bestimmt zu schätzen wüssten, wenn erst gar keine Dunstabzugshaube<br />

in Kopfhöhe positioniert sei, an der man sich<br />

stoßen könne.<br />

Die Heißwasserarmatur erspare Zeit, und ein Side-by-Side-<br />

Kühlschrank mit Barfach und Eiswürfelaufbereiter mache<br />

nicht nur Männer glücklich. Wer darüber noch in Ekstase<br />

verfallen könnte, bleibt ungenannt. Ein echtes Highlight in<br />

der Grillzeit sei eine als „Grill-Küche“ bezeichnete herkömmliche<br />

Einbauküche. Denn wenn es in Strömen gießt und die<br />

Grillparty zu platzen drohe, überzeuge der Backofen mit allerlei<br />

Funktionen. Das freue den Grillmeister und auch seine<br />

Gäste.<br />

Auch Gadgets, die nicht technischer Natur sind, sollen Männerherzen<br />

höherschlagen lassen. „Neben Fleisch gehören Pizza<br />

und Pasta zu den bei Männern beliebtesten Gerichten“,<br />

wissen die Experten (so, so) und empfehlen den Pizzastein<br />

für den Ofen und den Himalaya-Salzstein für die Würze. Um<br />

auch Getränke-mäßig immer gut ausgestattet zu sein, böte<br />

sich ein Auszug extra für Getränkekisten an. So sei der Nachschub<br />

immer griffbereit.<br />

Neben der Ausstattung komme es auf die Optik an. Männer,<br />

so heißt es, bevorzugen robuste Materialien, die nicht täglich<br />

auf Hochglanz poliert werden müssen (hört, hört). Ergänzend<br />

empfehlen sich matte Oberflächen, auf denen Fingerabdrücke<br />

keine Chance haben (die kleinen Tollpatsche). Farblich seien<br />

Männer eher zurückhaltend: Klassisches Schwarz, Weiß oder<br />

Grau sowie Holztöne haben die Oberhand, Töne wie Salbei,<br />

Petrol und Mokkabraun schaffen die kleinen Farbkleckse (!),<br />

natürliche Materialien wie Naturstein, Beton oder Leder die<br />

besonderen Akzente.<br />

Der Beitrag schließt mit einem Tipp für den Vatertag. Wer keine<br />

Lust habe auf eine große Sause mit Freunden außerhalb<br />

der vier Wände, solle einfach daheimbleiben und eine spezielle<br />

Küche mit integrierter Bar genießen: „Der Weinkühler mit<br />

zwei Temperaturzonen und Platz für bis zu 33 Flaschen lässt<br />

niemanden bei einem gemütlichen Sit-in auf dem Trocke nen<br />

sitzen“, lautet das Versprechen. Es fühlt sich an wie eine Drohung.<br />

Für Frauen ging es einst um die Strategie bei Bekleidungsauswahl<br />

und Menüplanung. Die beiden Lebensfragen des<br />

Mannes von heute scheinen zu lauten: Ist der Grill schon angeheizt<br />

und hat Helga genug Bier kaltgestellt? Vielleicht sollten<br />

wir uns doch besser über abtrünnige E-Geräte, ruinierte<br />

Lieferketten und fehlende Fachkräfte unterhalten.<br />

Dirk Biermann<br />

Chefredakteur KÜCHENPLANER online/offline<br />

5/6/<strong>2022</strong> KÜCHENPLANER 3


Inhalt<br />

Foto: Biermann<br />

Foto: Biermann<br />

16 28<br />

Beim Einsatz von Muldenlüftern stellt sich die Frage: Wohin mit<br />

dem Wrasen? Wenn die Kochdünste einfach in den Schrank<br />

gepustet werden, ist dies physikalisch betrachtet gewagt.<br />

In Hamburg feierte DER KREIS mit Verbundgruppenchef Ernst-<br />

Martin Schaible (Foto) Anfang Mai wieder einen Kongress in Präsenz.<br />

Kurz darauf folgte Der Küchenring mit seiner JHV in Leipzig.<br />

Ansichten<br />

3 Für richtige Männer<br />

Markt + Menschen<br />

6 Personalien aus der Küchenbranche<br />

8 Aktuelle Lage: „Kein Ende in Sicht“<br />

Hausgeräte<br />

16 Muldenlüfter: Wohin mit dem Wrasen?<br />

20 Vogt: Für alle Fälle gewappnet<br />

21 Naber: Lösungen für Downdraft<br />

24 Sagero: Raus aus dem Sockel<br />

27 Sedia: Die Praxis der Muldenlüftung<br />

Küchenverbände<br />

28 DER KREIS: Endlich wieder alle zusammen<br />

32 Der Küchenring: Mit herzlichem Applaus<br />

36 MHK: Vielfalt ist der Garant des Erfolgs<br />

Küchentrends<br />

38 Trendfilter: Reduktion als Königsweg<br />

Produkte<br />

40 Inspiration für die Küchenplanung<br />

Arbeitsflächen<br />

50 Strasser: Neues Leben für Naturstein<br />

Nachhaltigkeit<br />

52 BSH: Unternehmerische Verantwortung zahlt sich aus<br />

53 Vauth-Sagel: 100 000 Bäume gestiftet<br />

54 Miele: Mit Wasserstoff zum Service-Termin<br />

55 AEG/Electrolux: Dem Plan voraus<br />

Küchenmöbel<br />

54 next125: Bauhaus unter Schleierkraut<br />

Küchenhandel<br />

58 Cuivini in Schwabach: Küche trifft auf Weinkultur<br />

60 Bux in Künzelsau: Studioumbau mit Konzept<br />

Küchenverbände<br />

62 DER KREIS: Engagiert gegen den Fachkräftemangel<br />

64 Carat: Die App für Monteure<br />

65 KüchenTreff krempelt den Außendienst um<br />

66 Garant: Individuelle Infos im Partnerportal<br />

Betriebsmanagement<br />

68 SEB: Die Erfolgsfaktoren im Küchenhandel<br />

Foto: Rehau<br />

RAUVISIO crystal: Oberfläche,<br />

Kante und Rolladen im De signver<br />

bund<br />

Für individuelle Gestaltungsmöglichkeiten<br />

sorgt die große<br />

Bandbreite der Produktfamilie<br />

RAUVISIO crystal von REHAU<br />

im Designverbund. Ob hochglänzend,<br />

matt mit Tiefenwirkung<br />

oder in der Spiegelvariante,<br />

das Material kann vieles. Der<br />

De sign verbund schließt neben<br />

dem Bauteil aus Platte und Kante<br />

auch die Rollladenelemente<br />

RAUVISIO crystal- line oder die<br />

Nischenrückwand ein.<br />

Unternehmen<br />

71 Liebherr: „Experience Showroom“ in Köln eingeweiht<br />

72 Systemceram investiert 30 Mio. Euro in Siershahn<br />

73 Schüller: „Gold“-Sponosor der MöFa<br />

74 Schock investiert auf den britischen Inseln<br />

75 Miele schafft Platz für neue Mitarbeiter<br />

76 Blanc & Fischer: Gemeinsam Stärke zeigen<br />

77 Blanco und E.G.O.: Erfolgreiches Geschäftsjahr<br />

78 Bilanzberichte: Ein umsatzstarkes Jahr, Teil 2<br />

Diverses<br />

83 Partner des Fachhandels<br />

83 Impressum<br />

4 KÜCHENPLANER 5/6/<strong>2022</strong>


Anzeige<br />

Elegant und praktisch<br />

Oberflächen aus<br />

polymerem Glas<br />

für die Küche<br />

Wer seiner Küche elegante Individualität verleihen<br />

möchte, trifft mit Glas die richtige Wahl. Während<br />

jedoch Echtglas im täglichen Dauereinsatz einige<br />

Nachteile aufweist, ist „RAUVISIO crystal“ von<br />

REHAU hier eine perfekte Alternative, die die<br />

Vorteile des Werkstoffs aufnimmt und dessen<br />

Mankos ausgleicht.<br />

Rollladen und Front<br />

im optimalen Design verbund.<br />

Die Variantenvielfalt, mit der Küchen gestaltet werden können,<br />

nimmt immer weiter zu. Glas hat sich dabei vom Geheimtipp<br />

zum Topseller entwickelt. Oberflächen aus Glas sind elegant, vergrößern<br />

Räume und lassen abwechslungsreiche Lichtspiele entstehen.<br />

Allerdings hat der Werkstoff auch Nachteile: In der Verarbeitung<br />

von Echtglas führt die Stoß- und Bruchempfindlichkeit<br />

zu hohem Ausschuss. Im täglichen Leben reicht es, wenn der<br />

Topf einmal ausrutscht, um die Front oder das Umfeld durch sogenannten<br />

„Kantenbruch“ irreversibel zu schädigen.<br />

Nur halb so schwer<br />

Mit „RAUVISIO crystal“ hat REHAU eine hervorragende Alternative<br />

ent wickelt. Das Glaslaminat ist etwa 50 Prozent leichter als<br />

Glas und weist zugleich eine zehnfach höhere Bruchsicherheit<br />

auf. Als Oberfläche ist es kratzbeständig, leicht zu reinigen und<br />

erfüllt dadurch höchste Hygieneansprüche. Matte Oberflächen<br />

weisen zudem Soft-Touch- und Anti-Fingerprint-Eigenschaften<br />

auf. Bei so vielen Vorteilen ist es naheliegend, dass „RAUVISIO<br />

crystal“ heute ein fester Bestandteil im Portfolio vieler Küchenhersteller<br />

ist, wie André Diercks, Leiter Sales Küche Deutschland<br />

von REHAU weiß: „Als wir unseren Kunden eine echte Alternative<br />

zu Glas anboten, die sich mit holzverarbeitenden Werkzeugen<br />

verarbeiten lässt, war das ein Novum. Das Material überzeugt<br />

durch Design, Farbbrillanz und passt perfekt in den Ablauf einer<br />

industriellen Fertigung.“<br />

Eine Optik für alles<br />

Für individuelle Gestaltungsmöglichkeiten sorgt die große Bandbreite<br />

der Produktfamilie im Designverbund. „Ob hochglänzend,<br />

matt mit Tiefenwirkung oder in der Spiegelvariante, unser Material<br />

kann vieles“, so André Diercks. „Und unser Designverbund<br />

schließt nicht nur das Bauteil aus Platte und Kante ein, sondern<br />

ist auch für unsere Rollladensysteme<br />

‚RAUVISIO crystal-line‘ – erhältlich<br />

ab Stückzahl 1 – oder in der dünnen<br />

4-mm-Variante als Nischenrückwand<br />

verfügbar.“ Zudem wird die „ RAUVISIO<br />

crystal“-Familie stetig erweitert. „Aktuell<br />

haben wir in unserem Showroom<br />

in Bielefeld die neue ‚RAUVISIO crystal<br />

Deep‘-Kollektion mit dezent metallisch<br />

schimmernder Oberfläche präsentiert<br />

und der Erfolg, dank gelungener Platzierung,<br />

ist grandios.“<br />

„RAUVISIO crystal“ schafft unendliche<br />

Möglichkeiten für die individuelle<br />

Traumküche in Glas. Weitere Details zu<br />

„RAUVISIO crystal“ unter:<br />

Fotos: REHAU<br />

www.rehau.de/rauvisio<br />

Die beliebte Glasoptik erzeugt in Kombination<br />

mit dem dezenten, metallischen<br />

Look eine ungeahnte Tiefenwirkung:<br />

„RAUVISIO crystal Deep“.<br />

5/6/<strong>2022</strong> KÜCHENPLANER 5


Markt + Menschen<br />

Mehr erfahren . . . auf www.kuechenplaner-magazin.de<br />

Franke organisiert neu<br />

Franke stellt sich im Bereich Marketing<br />

und Produktmanagement neu auf: Marta<br />

Botey hat bereits im März die Position als<br />

„Head Category Management & Marketing<br />

DACH“ für Franke Home Solutions übernommen.<br />

Zudem verantwortet Deborah Stucki<br />

als Teamleiterin den Bereich „Advertising &<br />

Communication für Deutschland, Öster reich<br />

und Schweiz“. Tobias Homberger, Teamleiter<br />

Marketing & Kommunikation DACH, hat<br />

sich hingegen entschieden das Unternehmen<br />

zu verlassen, um eine neue Herausforderung<br />

außer halb der Franke Gruppe anzunehmen.<br />

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/<br />

franke-organisiert-marketing-und-produktmanagement-neu/<br />

Marta Botey.<br />

Deborah Stucki.<br />

Tobias Homberger.<br />

Foto: Franke Foto: Franke Foto: Franke<br />

Im trendfairs-Team<br />

Andreas Jung ergänzt das Team beim Messeveranstalter<br />

trendfairs. Engagiert wurde<br />

er für die Pflege ausgewählter Kundenbeziehungen.<br />

Er verfügt über Erfahrungen<br />

aus Handel und Industrie sowie im Online-<br />

Marketing der Küchen- und Einrichtungsbranche.<br />

Beim Münchner Messeveranstalter<br />

(area30, küchen wohn trends) soll er gemeinsam<br />

mit den Gesellschaftern Michael Rambach, Ulrike Rohde<br />

und Marc Röder die Geschäftsfelder des Unternehmens weiterentwickeln.<br />

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/andreas-jung-neuim-trendfairs-team/<br />

Wechsel bei Vestel Germany<br />

Taner Ayilmaz (Foto) hat die Geschäftsführung<br />

der Vestel Germany GmbH, einer<br />

100%igen Tochter des türkischen Unternehmens<br />

Vestel, übernommen. Sein Vorgänger<br />

Özcan Karadogan hat das Unternehmen<br />

zum 1. Mai auf eigenen Wunsch verlassen.<br />

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/<br />

geschaeftsfuehrer-wechsel-bei-vestel-germany/<br />

Aus den eigenen Reihen<br />

Einkaufsleiter Philipp Schutte verlässt den Küchenmöbelhersteller<br />

Poggenpohl im Juni <strong>2022</strong>. Er geht auf eigenen Wunsch, wie das Unternehmen<br />

meldet. Gründe wurden nicht bekannt. Sein Nachfolger<br />

im erweiterten Bereich „Customer Service“ ist seit 1. Mai <strong>2022</strong><br />

Michael Schwarze (Foto), der bereits seit Anfang der 2000er-Jahre<br />

im Unternehmen ist und<br />

beim Herforder Küchenmöbelhersteller<br />

die Ausbildung<br />

absolviert hat. Ihm zur Seite<br />

steht künftig Jan Brinkmann.<br />

Eine weitere Vertriebsfachkraft<br />

soll folgen.<br />

Ebenfalls verlassen wird<br />

Ralf Vahle das Unternehmen.<br />

Nach 30-jähriger Betriebszugehörigkeit<br />

geht<br />

der Leiter Finanzwesen im<br />

Sommer <strong>2022</strong> in den Ruhestand. Seine Aufgaben übernimm Zhen<br />

Huang. Der promovierte Betriebswirt stammt gebürtig aus Schanghai<br />

und lebt bereits seit 30 Jahren in Deutschland.<br />

Kürzlich übernommen hat Vincent Kuiper die neu gegründete<br />

Poggen pohl Academy. Seine Aufgabe sei es, interdisziplinäre Schulungsprogramme<br />

für interne Mitarbeiter und das weltweite Händlernetz<br />

zu entwickeln. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/<br />

zweite-reihe-rueckt-nach/<br />

Foto: Poggenpohl<br />

Foto: Vestel Foto: trendfairs<br />

6 KÜCHENPLANER 5/6/<strong>2022</strong>


Frank Jüttner neuer AMK-Sprecher<br />

Foto: AMK<br />

Ausgeschiedener AMK-Vorstandssprecher:<br />

Roland Hagenbucher,<br />

BSH Hausgeräte GmbH.<br />

Fast 20 Jahre lang war Roland Hagenbucher Vorstandssprecher<br />

der AMK. Mit seiner Verabschiedung<br />

in den Ruhestand bei Siemens Hausgeräte schied<br />

er nun auch aus dem Vorstand des Branchenverbandes<br />

aus. Sein Nachfolger als Vorstandssprecher<br />

ist Frank Jüttner (Miele). Er übernimmt diese Position<br />

an der Seite von Markus Sander (Häcker). Beide<br />

wurden vom Vorstand der AMK einstimmig gewählt<br />

(Jüttner) und im anderen Fall bestätigt (Sander). Mit<br />

der Verabschiedung<br />

von Roland Hagenbucher<br />

endete eine<br />

Ära. Dem Vorstand<br />

der Arbeitsgemeinschaft<br />

Die Moderne Küche e.V. gehörte er seit 2002<br />

an, zum Vorstandssprecher wählte ihn die Vereinsmitgliederversammlung<br />

am 15. März 2004.<br />

„Mit Roland Hagen bucher verabschieden wir nicht<br />

nur einen langjährigen AMK-Vorstandsprecher,<br />

sondern danken auch jemanden, der sich im besonderen<br />

Maße durch seinen persönlichen Einsatz<br />

um die gesamte Küchenbranche verdient gemacht<br />

hat.“, sagt Markus Sander. www.kuechenplaner-magazin.<br />

de/suche/news-detail/news/frank-juettner-neuer-amk-sprecher/<br />

Foto: AMK<br />

Neuer AMK-Vorstandssprecher:<br />

Frank Jüttner, Miele & Cie. KG.<br />

Trauer bei Bauknecht<br />

Günter Bauknecht, der Sohn des Firmengründers<br />

Gottlob Bauknecht, ist im Alter<br />

von 87 Jahren in Stuttgart gestorben. Gemeinsam<br />

mit seinem Bruder Gert übernahm<br />

Günter Bauknecht nach dem Tod des<br />

Vaters 1976 die Geschäftsleitung des Familienunternehmens.<br />

1963 wurde er bereits<br />

Geschäftsführer der G. Bauknecht GmbH in<br />

Stuttgart und Mitgesellschafter der Gottlob<br />

Bauknecht Elektromotorenbau oHG. Zudem<br />

war er lange als Vorstand der Gottlob<br />

Bauknecht Stiftung, der Günter Bauknecht<br />

Stiftung und der Gert Bauknecht Stiftung<br />

sowie als Kurator der G. Bauknecht Stiftung<br />

in Vaduz tätig. Für sein soziales Engagement<br />

wurde er mit vielen Auszeichnungen geehrt.<br />

„Wir sind betroffen von Günter Bauknechts<br />

Tod“, sagt Jens-Christoph Bidlingmaier,<br />

Whirlpool Vice President Northern Europe.<br />

„Die Gedanken der Bauknecht Belegschaft<br />

sind bei der trauernden Familie.“<br />

Versierte Kräfte<br />

Seit dem 1. April <strong>2022</strong> bilden Axel Maek und Michael Kersting zusammen mit CEO<br />

Daniel Griehl die erweiterte Geschäftsführung von SieMatic. Der bisherige Finanzchef<br />

Oliver Henle verließ das Unternehmen. Er war seit 2018 in Löhne. Mit der Berufung<br />

der beiden langjährigen Manager wolle man die Verantwortung in der Geschäftsführung<br />

auf weitere Schultern verteilen. Axel Maek ist bereits seit 23 Jahren<br />

in Managementfunktionen im Unternehmen tätig, als Prokurist, kaufmännischer<br />

Leiter und technischer Leiter. Diplom-Kaufmann Michael Kersting gehört SieMatic<br />

schon seit 29 Jahren an. Er leitet seit 20 Jahren das Finanz- und Rechnungswesen.<br />

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/siematic-beruft-versierte-kraefte-in-die-geschaeftsfuehrung/<br />

Foto: SieMatic<br />

Von Grass zu Kesseböhmer<br />

Harald Küper (Foto) hat am 1. April <strong>2022</strong> die Leitung<br />

des Produktmanagements bei der Kesseböhmer<br />

GmbH in Bad Essen übernommen. Er kommt von<br />

Grass. Dort war der 53-Jährige zuletzt Leiter des<br />

globalen Produktmanagements am Produktionsstandort<br />

Reinheim. In dieser Position verantwortete<br />

er den Sortimentsaufbau sowie Sortimentsausbau<br />

und -pflege der Scharnier- und Klappensysteme<br />

weltweit. Bei Kesseböhmer soll Harald Küper Produktstrategien<br />

für die Möbelbeschlagsysteme erarbeiten.<br />

Thomas Laaff, sein Vorgänger auf dieser<br />

Position, hatte das Unternehmen im Mai 2021 auf eigenen<br />

Wunsch verlassen. www.kuechenplaner-magazin.de/<br />

suche/news-detail/news/von-grass-zu-kesseboehmer/<br />

Foto: Kesseböhmer<br />

SieMatic-CEO<br />

Daniel Griehl<br />

(Foto Mitte) mit<br />

Axel Maek und<br />

Michael Kersting.<br />

5/6/<strong>2022</strong> KÜCHENPLANER 7


Markt + Menschen<br />

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Kein Ende in Sicht<br />

Steigende Preise und fehlende Teile lassen im Küchenfachhandel<br />

die Prozesse stocken und belasten die Kundenbeziehungen.<br />

Die Lieferanten sind davon gleichfalls<br />

betroffen. Woran das liegt und wie sich die Preis- und<br />

Liefersituation aus Sicht der Industrie darstellt, skizzierte<br />

beim DER KREIS Kongress Anfang Mai in Hamburg<br />

Markus Sander in seiner Rolle als Vorstandssprecher<br />

der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V.<br />

(AMK). Demnach sind seit Ende 2020 sämtliche Rohstoffmärkte<br />

von Verknappungen<br />

und teils erheblichen Preissteigerungen<br />

betroffen – und ein Ende<br />

sei nicht in Sicht. Der Blick auf die<br />

beiden Kern-Materialien im Küchenbau,<br />

Stahl und Holz, offen bart<br />

die Dynamik. Kostete eine Tonne<br />

Stahl früher 700 Euro, seien es<br />

jetzt 1400 Euro. Der cbm-Preis für<br />

Arbeitsplattenholz habe sich ebenfalls<br />

verdoppelt, von „120 bis 130<br />

Euro auf aktuell 250 bis 260 Euro“<br />

(Stand Anfang Mai <strong>2022</strong>, Anm. d.<br />

Redaktion). Hinzu kommen Probleme<br />

in der Logistik mit Containerknappheit,<br />

Staus vor wichtigen<br />

Häfen und fehlenden Lkw-Fahrern<br />

vor Ort. Laut Sander wird die Produktionsplanung<br />

zunehmend zum<br />

Tagesgeschäft. Hinzu kommen politische<br />

Entwicklungen: Wie reagieren<br />

die Märkte auf ein Öl- oder<br />

Gas-Embargo? Wie wirkt sich das<br />

angekün dig te 100-Milliarden-Euro-<br />

Paket für die Bundeswehr auf die<br />

Verfügbarkeit von Stahl aus (und<br />

die Preise)? Wie stark werden Verbraucher<br />

und auch die eigenen Mitarbeiter<br />

von der Inflation betroffen<br />

sein? Das Fazit von Markus Sander<br />

war ehrlich und nüchtern. Zusammengefasst<br />

lautet es: Die Situation<br />

wird sich so schnell nicht ändern.<br />

Warenverfügbarkeit, Preissprünge<br />

bei Rohstoffen und Energie sowie<br />

Logistikprobleme werden „gleichbleibend<br />

bis steigend“ Thema sein.<br />

Dies führt seiner Einschätzung<br />

nach besonders bei Discountern<br />

und SB-Märkten zu Nachfragerückgängen.<br />

Bei den Spezialisten<br />

sei die Frequenz weiterhin vorhanden.<br />

Denn parallel zur angespannten<br />

finanziellen Situation bei Geringverdienern ist das<br />

Geldvermögen in anderen Teilen der Bevölkerung nach<br />

wie vor groß. Zum Beispiel durch Erbschaften und ausgezahlte<br />

Lebensversicherungen. So werde die aktuelle<br />

Inflation den Investitionsdruck eher steigen und damit<br />

den „Homing“-Trend weiter befeuern. Den ausführlichen<br />

Bericht über den DER KREIS-Kongress lesen Sie<br />

ab Seite 28 in dieser Ausgabe.<br />

Dirk Biermann<br />

Markus Sander, Vorstandssprecher der AMK: „Bei jeder Energieembargo-<br />

Diskussion zucken die Preise nach oben.“<br />

Foto: Biermann<br />

8 KÜCHENPLANER 5/6/<strong>2022</strong>


5/6/<strong>2022</strong> KÜCHENPLANER 9


Markt + Menschen<br />

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900 000 Euro gespendet<br />

Der Armaturen- und<br />

Brausenhersteller Hansgrohe<br />

und seine Mitarbeitenden<br />

haben für die<br />

Menschen in der Ukraine<br />

Spenden gesammelt:<br />

900000 Euro kamen zusammen.<br />

Rund die Hälfte<br />

der Geldsumme haben<br />

die Mitarbeitenden<br />

durch gespendete Arbeitsstunden<br />

und Urlaubstage<br />

erbracht. Das<br />

Unternehmen hat diesen Betrag dann aufgestockt. Das<br />

Geld geht mehrheitlich an große Hilfsorganisationen,<br />

die durch ihre Strukturen auch in der Lage seien, den<br />

Betroffenen vor Ort direkt zu helfen. CEO Hans Jürgen<br />

Kalmbach (Foto): „Unser Vorstandsteam ist stolz auf<br />

die Solidarität, die Hansgrohe Mitarbeitende mit ihren<br />

Spenden gezeigt haben und sagen Danke dafür.“<br />

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/900000-eurofuer-die-menschen-in-der-ukraine/<br />

AEG-Doppelspitze im Vertrieb<br />

Wechsel an der Vertriebsspitze<br />

der Sparte Elektrohandel bei<br />

AEG: Daniel Köhn (Foto) ist seit<br />

1. Juni neuer Head of Electrical<br />

Retail (ER) in Deutschland. Der<br />

45-Jährige übernimmt diese<br />

Aufgabe zusätzlich zur Leitung<br />

des Bereichs Wellbeing &<br />

SDA. Mit der neu geschaffenen<br />

Doppelfunktion soll die Etablierung<br />

von AEG als Premiummarke<br />

im Fachhandel fortgesetzt werden. Daniel<br />

Köhn tritt die Nachfolge von Martin Runschke an, der<br />

innerhalb der Electrolux Group wechselt und General<br />

Manager in Südkorea wird. www.kuechenplaner-magazin.de/<br />

suche/news-detail/news/aeg-doppelspitze-im-vertrieb/<br />

Foto: Electrolux<br />

Foto: Hansgrohe<br />

Foto: Sonae Arauco<br />

Mit Trucks vor Ort<br />

Häfele geht wieder auf Tour. An 19 Standorten in ganz<br />

Deutschland werden bis Mitte Oktober neue Ausstattungs-<br />

und Einrichtungsideen präsentiert. Der Startschuss<br />

fiel Ende April. Mit dabei sind Partnermarken wie Blum,<br />

Hawa, Dormakaba und TA’OR. Dank der mobilen Präsentation<br />

haben Tischler, Schreiner und Innenausbauer vor Ort<br />

die Gelegenheit, neue Trends und Baubeschlag-Highlights<br />

kennenzulernen. Objektpartner können sich im Objektmobil<br />

über Lösungen wie das elektronische Schließsystem<br />

Dialock, Glastüren oder Licht in Anwendung informieren.<br />

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/mit-trucks-vor-ort/<br />

10 Jahre „Innovus“<br />

Der Holzwerkstoffhersteller Sonae Arauco feiert in diesem<br />

Jahr das 10-jährige Bestehen der Marke „Innovus ®<br />

Decorative Products“. Die Span- und Kompaktplatten sowie<br />

Schichtstoffe unter diesem Label werden in rund 80<br />

Ländern vertrieben. Global eingeführt wurde „Innovus“<br />

2012. Der Pre-Launch in Deutschland und in den BeNeLux-<br />

Ländern fand bereits ein Jahr zuvor statt. Mittlerweile<br />

bietet die Kollektion vielfältige Dekore und Oberflächentexturen<br />

sowie spezielle Varianten wie „Fire-X“ (feuerhemmend),<br />

„Hydro-X“ (feuchtigkeitsabweisend) und<br />

CARB2. Gut aufgestellt sieht sich das Unternehmen in Sachen<br />

Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft. Die Steigerung<br />

des Holzrecyclings stelle einen der strategisch wichtigsten<br />

Investitionsbereiche dar,<br />

so das Unternehme. Daher<br />

betrage in einigen Fällen<br />

der Anteil des recycelten<br />

Holzes bei der Spanplattenproduktion<br />

von Sonae<br />

Arauco bereits über 65 %.<br />

Foto: Häfele<br />

www.kuechenplaner-magazin.de/<br />

suche/news-detail/news/sonaearauco-feiert-10-jahre-innovus/<br />

10 KÜCHENPLANER 5/6/<strong>2022</strong>


Umzug aufs Gut Böckel<br />

Zur diesjährigen Küchenmeile A30 ergänzen die Präsentation<br />

der Marken Küppersbusch und Teka das<br />

Angebot auf Gut Böckel. Eine Ganzjahresausstellung<br />

wird eingerichtet und ein Trainingsstandort geschaffen.<br />

„Wir freuen uns sehr auf diese außergewöhnliche<br />

Location und sind sicher, dass wir hier<br />

einerseits unsere Sichtbarkeit während der Herbstmesse<br />

weiter erhöhen und andererseits einen neuen<br />

Standort für unsere Events etablieren können“,<br />

sagt Hannes Kolb, Geschäftsführer der Küppersbusch<br />

Hausgeräte GmbH. Bislang waren die Marken Daueraussteller<br />

im Forum 26 Designwerkstatt in Rödinghausen.<br />

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/<br />

kueppersbusch-und-teka-buchen-auf-gut-boeckel/<br />

Foto: Küppersbusch<br />

Mit Team: Carlos<br />

Wanzeele (Foto<br />

vorne links) wird<br />

die Geschäftsführung<br />

im September<br />

<strong>2022</strong> an<br />

Francis Gistelinck<br />

(vorne rechts)<br />

abgeben.<br />

CEO-Wechsel bei Novy<br />

Ab September <strong>2022</strong> wird die Novy Gruppe im belgischen Kuurne von einem neuen<br />

CEO geleitet: Francis Gistelinck wird dann der Nachfolger von Carlos Wanzeele.<br />

Dieser verlässt das Unternehmen und wendet sich neuen Aufgaben zu. Wanzeele<br />

stand in den letzten acht Jahren an der Spitze des belgischen Hausgeräteherstellers<br />

(Dunstabzug und Kochfelder). In dieser Zeit hat er das Unternehmen mit<br />

einer Konzentration auf die Themen Premium und Qualität zu starkem Wachstum<br />

geführt. Der konsolidierte Umsatz stieg von 45 Mio. Euro im Jahr 2014 auf<br />

mehr als 100 Mio. Euro im Jahr 2021. Der neue CEO kommt aus dem Team: Francis<br />

Gistelinck gehört dem Unternehmen seit 2016 an. In der Position als internationaler<br />

Vertriebsleiter. Seit Juni vergangenen Jahres gehört Novy zur US-amerikanischen<br />

Middleby Cooperation. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/ceowechsel-bei-novy/<br />

Foto: Novy<br />

Küche ist unser<br />

Handwerk!<br />

Dass Gemeinschaft erfolgreicher<br />

macht, konnten wir in den vergangenen<br />

27 Jahren beweisen.<br />

Mit der persönlichen Nähe zum<br />

Händler und dessen Kompetenzen<br />

im Handwerk setzen wir auf einen<br />

besonders lebendigen Ideen- und<br />

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5/6/<strong>2022</strong> KÜCHENPLANER 11


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Foto: Nolte Küchen<br />

Dänisches Küchendesign<br />

Sympathiepunkte für Nolte Küchen<br />

Eine Studie des Deutschen Instituts für Service-<br />

Qualität (DISQ) hat Nolte Küchen in der Kategorie<br />

Küchenmöbel als beliebtesten Anbieter ermittelt.<br />

Damit zählt das Löhner Unternehmen<br />

zu den Preisträgern des „Life & Living Award<br />

<strong>2022</strong>“. Die Studie wurde vom Nachrichtensender<br />

n-tv in Auftrag gegeben. 80,5 Punkte bekam<br />

Nolte Küchen demnach insgesamt und<br />

setzte sich damit an die Spitze eines Feldes von<br />

13 Küchenherstellern, die es unter 17 genannten<br />

Marken in die Einzelauswertung geschafft<br />

Nachdem das erste Kvik Küchenstudio im Sommer 2021<br />

in der Hamburger Altstadt eröffnete, gibt es seit Ende<br />

April ein zweites Studio in Bergedorf. Interessierte können<br />

hier die Küchen, Badezimmer und Schranklösungen<br />

auf 354 m 2 kennenlernen. Präsentiert wird dänisches<br />

Design für jeden Geldbeutel. „Hamburg ist durch die<br />

Nähe zu Dänemark ein idealer Standort für Kvik, weil<br />

viele Hanseaten in Dänemark Urlaub machen und das<br />

dänische Design daher sehr schätzen“, erklärte Daniel<br />

Stepputat, neuer Franchisepartner des Studios in Bergedorf.<br />

Das Unternehmen betreibt inzwischen über 170 Filialen<br />

in 13 Ländern weltweit. www.kuechenplaner-magazin.de/<br />

suche/news-detail/news/daenisches-kuechendesign-in-hamburg/<br />

Foto: Kvik<br />

Gorenje baut aus<br />

Hisense Gorenje hat jetzt einen Key Account Manager.<br />

Roman Zimmer ist im Bereich Möbel- und Küchenfachhandel<br />

für die beiden Marken des Unternehmens tätig.<br />

Er soll den Vertrieb für Haushaltsgroß- und Einbaugeräte<br />

in Deutschland weiter ausbauen. Zuvor war unter<br />

anderem für Samsung, Beko/Grundig und die MHK Group<br />

tätig. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/gorenjebaut-vertrieb-in-deutschland-aus/<br />

hatten. Bereits 2015, 2017 und 2019 wurde Nolte<br />

Küchen im Rahmen einer DISQ-Studie für n-tv<br />

zu „Deutschlands beliebtesten Küchen marke“<br />

gekürt. Geschäftsführer Eckhard Wefing (Foto):<br />

„Wir erschaffen Räume für individuelle Ansprüche<br />

in verschiedenen Preiskategorien. Ganz offensichtlich<br />

haben wir die richtige Mischung für<br />

das Leben in der Küche gefunden und werden<br />

weiter hart daran arbeiten, sie auch künftig<br />

attraktiv zu halten.“ www.kuechenplaner-magazin.de/<br />

suche/news-detail/news/sympathiepunkte-fuer-nolte-kuechen/<br />

Die Gewinnerküche 2021: Gestaltet von dem<br />

Schweinfurter Küchenplanungsstudio La.<br />

Die schönste LEICHT-Küche <strong>2022</strong><br />

„Wer hat die schönste Küche der Welt?“ Diese Frage will<br />

der „Global Kitchen Design“ Award auch in diesem Jahr<br />

wieder beantworten. Zumindest bezogen auf Projekte,<br />

die mit der Architekturmarke LEICHT realisiert wurden.<br />

Bewerbungen sind ab sofort und bis zum 15. August möglich.<br />

Eingeladen zum Wettbewerb sind die weltweiten<br />

Partnerinnen und Partner von LEICHT Küchen sowie Architektinnen<br />

und Architekten und Interior-De signerinnen<br />

und -Designer. Ihre neuesten LEICHT-Projekte können<br />

sie online über www.global-kitchen-design.com einreichen.<br />

Gesucht werden laut Veranstalter innovative und<br />

inspirierende Küchenplanungen. Diese müssen in ihrer<br />

Umsetzung das Potenzial von Gestaltungsmöglichkeiten,<br />

Materialien und Funktionen der Marke widerspiegeln.<br />

Die Preisverleihung findet am 15. Oktober <strong>2022</strong><br />

in der LEICHT | WELT in Waldstetten statt. www.kuechenplanermagazin.de/suche/news-detail/news/die-schoenste-leicht-kueche-<strong>2022</strong>/<br />

Foto: Gorenje<br />

Foto: LEICHT / R. Borgmann<br />

12 KÜCHENPLANER 5/6/<strong>2022</strong>


LIQUIDITÄT<br />

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Alles zu Warmwasser<br />

Wie moderne Durchlauferhitzer funktionieren und aussehen,<br />

zeigt eine Ausstellung im neuen Vertriebszentrum<br />

des Herstellers Clage in Lüneburg. Im Ausstellungsraum<br />

werden verschiedene Modelle in typischen Einbausituationen<br />

wie Küchenzeilen, Waschbecken oder Bad- und<br />

Dusch-Situationen präsentiert. Auf einem Multi-Touch-<br />

Tisch können 3D-Modelle, Bilder, Videos und Informationen<br />

zu den Produkten abgerufen werden. Über den<br />

einzelnen Wasser-Entnahmestellen zeigen Monitore in<br />

Echtzeit die individuellen Verbrauchswerte der Geräte<br />

an. Neben den Durchlauferhitzern sind die „Zip“-Wassersysteme<br />

ein Schwerpunkt in der Ausstellung. Je nach<br />

Ausführung spenden die Systeme kochendes, gekühltes,<br />

gefiltertes oder Sprudelwasser. Die Zip-Armatur „Touch-<br />

Free“ liefert sogar kochendes Wasser per Gestensteuerung.<br />

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/neuesvertriebszentrum-mit-warmwasser-ausstellung/<br />

Foto: Miele<br />

Die vielfach ausgezeichnete Nachwuchskünstlerin Meral<br />

Alma hat einen Miele-Kühlschrank in ein Kunstwerk<br />

verwandelt. Hier zusammen zu sehen mit Dr. Michael<br />

Leistikow (Vorsitzender des Düsseldorfer Künstlervereins<br />

„701 e. V.“), Düsseldorfs Oberbürgermeister<br />

Dr. Stephan Keller sowie Dr. Markus Miele und<br />

Dr. Reinhard Zinkann (Geschäftsführende Gesellschafter<br />

der Miele Gruppe (Foto von links nach rechts).<br />

Foto: Clage; Paul Gerdes<br />

Next Level<br />

Das Unternehmen Compusoft +<br />

2020 hat Joerg Jung zum Chief<br />

Executive Officer (CEO) ernannt.<br />

Sein offizieller Starttermin war<br />

der 15. April <strong>2022</strong>. Das Unternehmen<br />

setzt eigenen Angaben<br />

zufolge auf Jungs Expertise<br />

im Aufbau globaler wachstumsstarker<br />

Organisationen. Mit seiner<br />

Hilfe soll Compusoft + 2020 „auf das nächste Level“<br />

gebracht werden. Joerg Jung war zuletzt President und<br />

General Manager International (EMEA & AJP) und Mitglied<br />

des Executive Leadership Teams bei Infor. Weitere Stationen<br />

führten ihn zu SAP, Deutsche Telekom und Unit4.<br />

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/auf-das-naechstelevel-bringen/<br />

Einkauf SB<br />

Zum 15. Juni <strong>2022</strong> übernimmt<br />

Patrick Czisch (Foto) die Position<br />

„Einkauf SB“ beim Euro pa Möbel-Verbund.<br />

Er folgt auf Gregor<br />

Holtschlag, der im Herbst <strong>2022</strong><br />

in den Ruhestand gehen wird.<br />

Patrick Czisch verfügt über<br />

langjährige Erfahrung im Möbelhandel.<br />

Sowohl bei Möbel<br />

Buhl und anschließend bei der Möbelhaus Käthe Meyerhoff<br />

GmbH verantwortete er den Einkauf Mitnahme und<br />

SB- Möbel. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/<br />

patrick-czisch-uebernimmt-einkauf-sb/<br />

Kunst am Kühlschrank<br />

Kurz vor Weihnachten 2021 eröffnete Miele im Kö-Bogen seinen<br />

Düsseldorfer Marken Store. Nun folgte die offizielle Eröffnungsfeier<br />

des „Miele Experience Center“. Mit viel Prominenz,<br />

Kunst und Kultur. Als besonderen Höhepunkt hatte die<br />

Düsseldorfer Künstlerin Meral Alma ohne Honorar einen Kühlschrank<br />

von Miele mit Motiven aus Ihrer Reihe „Zirkus des Lebens“<br />

in ein Kunstwerk verwandelt. Enthüllt wurde es unter<br />

großem Beifall. Im Anschluss spendeten Meral Alma und Miele<br />

gemeinsam einen Betrag von 40 000 Euro, der zu gleichen Teilen<br />

geflüchteten Menschen aus der Ukraine und dem Düsseldorfer<br />

Kunstverein „701 e. V.“ zugutekommt. Zuvor hatte die<br />

weltweite Miele-Belegschaft bereits mehr als 240 000 Euro für<br />

Spenden an die Ukraine zusammengetragen, die das Unternehmen<br />

in zwei Tranchen auf 700 000 Euro aufgestockt hat.<br />

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/kunst-am-kuehlschrank/<br />

Foto: EMV Foto: Compusoft + 2020<br />

14 KÜCHENPLANER 5/6/<strong>2022</strong>


Anzeige<br />

„NicheTop“ für die<br />

Küchen nische lässt sich<br />

einfach integrieren:<br />

durch Aufstellen oder<br />

Einhängen.<br />

Fotos: Rockenhausen<br />

Neue Organisationslösungen aus dem Holzwerk Rockenhausen<br />

Für Auszüge und Nische<br />

Besteckeinsätze aus Kunststoff sind im Preiseinstieg meist Standard. Das Holzwerk Rockenhausen<br />

bietet für Schubkästen und Auszüge in diesem Segment nun eine hochwertige Alternative.<br />

Neu ist auch die Lösung „NicheTop“ für die Küchennische.<br />

„Einfach, flexibel, variabel.“ Auf diese drei Eigenschaften<br />

baut das Nischenorganisations system<br />

„NicheTop“, mit dem das Holzwerk Rockenhausen<br />

aus der Kesseböhmer Gruppe ein neues<br />

Segment erschließt. Das System gibt es in<br />

den Größen S (175 B x 445 H x 140 mm T) und<br />

M (335 x 445 x 140 mm). Die Korpen lassen sich<br />

unabhängig von einem Rastermaß und ohne<br />

Montage integrieren. Auch nachträglich. Einfach<br />

aufstellen oder einhängen. Gefertigt sind<br />

sie aus massivem Holz. Sie zeigen im Sichtbereich<br />

handwerklich solide herausgearbeitete<br />

Details. Je nach Anwendung stehen verschiedene<br />

Fronten zur Auswahl: Als Schneidbrett<br />

beim Messerblock, als Designfront mit asymmetrischem<br />

Linienmuster, magnetisch oder mit<br />

tiefschwarzem und beschreibbarem Tafellack.<br />

Ausstatten lassen sich die Korpen mit vielfältigem<br />

Zubehör. Zu den Möglichkeiten zählen<br />

etwa ein klappbarer Messerblock oder Besteckeinsatz,<br />

eine Trocknerablage für Sodasprudelflaschen<br />

sowie Einsatzböden für Vorratsgefäße<br />

oder Gewürzdosen. Aber auch Beutel aus<br />

waschbarem Papier, die das immer relevanter<br />

werdende Thema unverpackter Lebensmittel<br />

bedienen.<br />

Homogene Optik<br />

Die beiden Organisationsprogramme für den<br />

Preis einstieg heißen „HoLite“ und „EasyLine“.<br />

Die Basis für „HoLite“ ist ein Besteckeinsatz<br />

mit drei horizontalen Stegen, wahlweise<br />

in „Esche schwarz“ oder „Eiche hell“. Damit lassen<br />

sich Schubkästen durchgängig ausstatten: in<br />

Korpusbreiten von 300 bis 1200 mm und in den<br />

Standardtiefen 472 und 479 mm (Tiefenergänzung<br />

optional). Der Boden wird dabei stets komplett<br />

bedeckt, was für eine homogene Optik sorgt.<br />

Frei positionierbare Trennstecker über zwei oder<br />

drei Fächer erweitern das System. Sie können in<br />

verschiedenen Holzarten und Farben ausgeführt<br />

sein, aber auch in Aluminium, Stahl oder Kunststoff.<br />

Ein doppelseitiger Messerblock und ein Folienhalter<br />

ergänzen „HoLite“ als Zubehör.<br />

Fünf Sets möglich<br />

„Sechs Bauteile für fünf Sets“ lautet die Idee von<br />

„EasyLine“. Dazu zählen ein Besteck­ und ein<br />

Multifunktionseinsatz, breite und schmale Ausgleichsböden,<br />

eine Multifunktionseinheit sowie<br />

Einsteckstege. Die Sets, die mit diesem Organisationsbaukasten<br />

konfiguriert werden können,<br />

decken durchgängig alle Schubladenbreiten ab.<br />

Von 300 mm bis 1200 mm. Und das unabhängig<br />

von Hersteller und Korpuskonstruktion. Lieferbar<br />

ist „EasyLine“ in allen Holzarten und Farben,<br />

aber auch in dem selbstentwickelten, nachhaltigen<br />

Werkstoff „OrganiQ“.<br />

www.rockenhausen.com<br />

Der Organisationsbaukasten<br />

„EasyLine“ braucht lediglich<br />

sechs Bausteine, um fünf<br />

Sets zu konfigurieren, die in<br />

alle Auszüge und Schubladen<br />

passen.<br />

Ein Besteckeinsatz mit drei<br />

horizontalen Stegen bildet<br />

die Basis für „ HoLite“. Damit<br />

lassen sich Schubkästen<br />

durchgängig ausstatten.<br />

5/6/<strong>2022</strong> KÜCHENPLANER 15


Hausgeräte/Dunstabzug<br />

Wohin<br />

mit dem<br />

Wrasen?<br />

Von Dirk Biermann<br />

Muldenlüfter sind in den<br />

Augen vieler Konsumenten<br />

besonders begehrens wert.<br />

Die Kombi nation von Kochfeld<br />

und Abzug hat tat sächlich<br />

Charme. Jedoch stellt<br />

sich eine Frage, die manchmal<br />

unbeantwortet bleibt.<br />

Wohin mit dem Wrasen?<br />

Foto: Biermann<br />

16 KÜCHENPLANER 5/6/<strong>2022</strong>


Eine Impression von der area30 im Herbst 2021, die das Thema „geführte Umluft“ plastisch darstellt.<br />

Anbieter berbel bietet als Standard die Teilführung mit stehender Umlufteinheit, die optional mit<br />

Sockel austritt nach vorn oder zur Seite ergänzt werden kann (Foto links). Möglich ist auch die Lösung<br />

mit liegender Umlufteinheit (rechts im Bild). Dabei lässt sich der Aktiv kohle filter komfortabel am<br />

Sockel entnehmen. Wird der wartungsfreie „permalyt“-Filter verwendet, entfällt die Umluft ein heit<br />

im Sockel komplett. Eingesetzt werden kann der „permalyt“-Filter optional auch bei geführter Umluft.<br />

5/6/<strong>2022</strong> KÜCHENPLANER 17


Hausgeräte/Dunstabzug<br />

Auf YouTube wirkt es so geschmeidig.<br />

Der Topf simmert links, die<br />

Pfanne brutzelt rechts – und der<br />

aufsteigende Kochdampf von beiden<br />

Seiten wird zuverlässig durch<br />

den Schlitz in der Mitte des Kochfelds<br />

eingesogen. Die im Wrasen<br />

enthaltenen Fette werden zugleich<br />

fachlich vorbildlich separiert. Unter<br />

der Glaskeramik wartet bereits<br />

die Aktivkohle, um Geruchsmolekülen<br />

den Garaus zu machen, teilweise<br />

mit Unterstützung von Plasma<br />

oder anderen Technologien.<br />

Welche Bauteile in den Reinigungsprozess<br />

auch immer involviert sind,<br />

sie lassen sich mühelos entnehmen<br />

und reinigen, verspricht der Film.<br />

Im Hintergrund sind beruhigende<br />

Klavierklänge zu hören. Alles einfach<br />

und sauber.<br />

Doch Videos wie diese, von denen<br />

es herstellerübergreifend viele<br />

mit identischer Aussage gibt, erzählen<br />

nur einen Teil der Geschichte.<br />

Dem wohlwollend-kritischen Informationssuchenden<br />

dürften sich<br />

konkrete Fragen stellen. Allen voran<br />

diese: Was ist eigentlich mit<br />

dem Kochdampf an sich? Verbleibt<br />

der im Schrank?<br />

Ja, darauf läuft es oft hinaus. In<br />

Fachkreisen geht man davon aus,<br />

dass etwa 80 % aller Muldenlüfter<br />

im Umluftmodus geplant werden<br />

und davon „die Hälfte bis Zweidrittel“<br />

ohne Führung der Koch wrasen<br />

in Betrieb genommen werden.<br />

Sprich: Die warme und feuchte, unter<br />

Umständen mit Fettrückständen<br />

belastete Luft wird teilweise direkt<br />

in den Schrank entlassen oder<br />

in den engen Spalt dahinter, wo sie<br />

wie gefangen bleibt. Ist die Devise<br />

also: Aus den Augen, aus dem<br />

Sinn? Die Antwort lautet: Jein. Einige<br />

Hersteller legen durchaus Anschlussmaterial<br />

bei, um den Kochwrasen<br />

nach unten in den Sockel<br />

zu führen und teilweise bis an ein<br />

Auslassgitter (mit oder Sockelumluftkasten)<br />

zu leiten. Die Praxis<br />

zeigt nach Ansicht vieler Praktiker<br />

aber auch: Wenn bei der Montage<br />

Schrankkonstruktion und Wegeführung<br />

nicht harmonieren oder<br />

eine Verbindung fehlt, bleibt es oft,<br />

wie es ist. Ungeführt eben.<br />

Manche der Kombigeräte sind<br />

auch mit einem Kunststoffstutzen<br />

ausgestattet, der den feucht-warmen<br />

Kochwrasen im 90-Grad-Winkel<br />

an die Korpusrückwand des<br />

Unterschranks bläst – oder durch<br />

einen Ausschnitt in der Schrankrück<br />

wand hindurch in den schmalen,<br />

meist nur 3 cm tiefen Spalt<br />

dahinter. Und schon stellt sich<br />

dem Informationssuchenden die<br />

nächste Frage: Was geschieht mit<br />

der Feuchtigkeit im Wrasen? Kondensiert<br />

diese im Inseleinsatz an<br />

den Holzteilen des Möbels? Oder am<br />

Mauerwerk, sofern es sich um eine<br />

Zeilenmontage an der Wand handelt?<br />

Und kann das nicht auf Dauer<br />

böse Folgen haben? Von wegen<br />

Schimmel? „Ja kann es, die Physik<br />

lässt sich schließlich nicht aushebeln“,<br />

mahnen die einen. „Die Restfeuchtigkeit<br />

wird durch die Nachlaufautomatik<br />

trocken gepustet“,<br />

beruhigen die anderen. Was wiederum<br />

zum Einwand führt: „Sofern<br />

der Nachlauf aktiviert wird.“ Denn<br />

das sei trotz anderslautender Empfehlung<br />

in der Praxis viel zu selten<br />

der Fall. Wegen der Geräusche, die<br />

beim Essen als störend empfunden<br />

werden. Dass der Nachlauf wichtig<br />

ist, damit Aktivkohlefilter und Kanäle<br />

nach der Kochsession trocknen<br />

können, ist vielen Küchennutzern<br />

gar nicht bekannt – oder es<br />

wird aus Bequemlichkeit vernachlässigt.<br />

Lauter und schwächer<br />

Es gibt Lösungen, die diese möglichen<br />

Dynamiken entschärfen sollen.<br />

Zum Beispiel Teilführungen<br />

mit stehenden Umlufteinheiten.<br />

Und in einigen Fällen konzipieren<br />

Möbelhersteller den Unterschrank<br />

auch für den Einsatz eines konkreten<br />

Muldenlüftermodells und<br />

bereiten so den Abtransport der<br />

Kochwrasen vor. Folgt man den<br />

Einschätzungen versierter Marktteilnehmer,<br />

sei dies gesamt betrachtet<br />

aber die Ausnahme. Dabei<br />

ist nicht allein die Gefahr von<br />

Stockflecken und Schimmelbildung,<br />

die die Fraktion der kritischen<br />

Mahner beunruhigt. Die<br />

ungeführte Umluft erzeuge auch<br />

mehr Geräusche und könne unter<br />

Umständen die optimale Funktion<br />

des Dunstabzugs mindern. Denn<br />

wird der Wrasen wie beschrieben<br />

direkt an die Korpusrückwand gelenkt,<br />

entstehe zwangsläufig ein<br />

Strömungswiderstand und der<br />

könne zu einem Druckverlust mit<br />

einer daraus resultierenden reduzierten<br />

Luftförderleistung führen.<br />

Ein angeschlossener Kunststoffkanal<br />

mit aerodynamisch gestalteten<br />

Luftleitelementen hingegen führe<br />

18 KÜCHENPLANER 5/6/<strong>2022</strong>


www.sedia-kuechentechnik.de<br />

die Schwaden reibungslos hinab<br />

und aus dem Sockel hinaus zurück<br />

in den Raum. Was die Betriebsgeräusche<br />

des Abzugs wahrnehmbar<br />

dämpfe, argumentieren die Befürworter<br />

der geführten Umluft. Zudem<br />

kühle der warme und feuchte<br />

Kochwrasen auf dem Weg in den<br />

Sockel bereits ab, was die natürliche<br />

Neigung feuchter Luft, beim<br />

Kontakt mit kälteren Flächen zu<br />

kondensieren, zusätzlich reduziert.<br />

5/6/<strong>2022</strong><br />

Besser geführt<br />

Wie könnte ein Fazit dieser komplexen<br />

Situation lauten? Die Führung<br />

und der Abtransport der<br />

Kochwrasen ist ein grundlegendes<br />

Planungsthema. Darin besteht sicher<br />

Einigkeit. Ob die geführte<br />

Umluft beim Einsatz von Muldenlüftern<br />

überhaupt nötig ist, zieht<br />

sich als Pro und Contra quer durch<br />

die Branche. Das macht es für den<br />

Küchen pla ner kompliziert. Eine für<br />

alle Fälle und Produkte geltende<br />

Lösung kann weder formuliert werden,<br />

noch ließe sie sich realisieren.<br />

Dafür ist die Vielfalt an Geräten,<br />

Möbeln und Montagebedingungen<br />

inklusive der jeweiligen Wandbeschaffenheit<br />

viel zu groß. Deshalb<br />

haben es objektive Empfehlungen<br />

auf Grundlage von unabhängigen<br />

Messungen schwer. Dennoch: Der<br />

Blick ins Physikbuch legt nahe,<br />

dass es unter Umständen zu Problemen<br />

kommen kann, wenn die<br />

feucht-warmen Wrasen direkt aus<br />

dem Lüfter in den Schrank gepustet<br />

werden. Besonders, wenn diese<br />

Wrasen unmittelbar mit kalten, ungedämmten<br />

Außenwänden in Kontakt<br />

kommen. Die geführte Umluft<br />

umgeht dies von vornherein. Ebenso<br />

wie einige Gerätehersteller hat<br />

sich der Zubehörgroßhandel auf die<br />

Planung von Muldenlüftern im Umluftbetrieb<br />

eingestellt und bietet<br />

Lösungen für die Umsetzung der<br />

geführten Umluft. Einige Ansätze,<br />

Ansichten und Produkte zeigen wir<br />

auf den folgenden Seiten.<br />

Wobei sich abschließend eine<br />

weitere Frage stellt: Warum den<br />

Muldenlüfter nicht gleich im Abluftmodus<br />

planen? Denn wenn Gerüche,<br />

Fett und Feuchtigkeit komplett<br />

aus dem Raum hinausgeleitet<br />

werden, muss sich auch niemand<br />

damit plagen. Allerdings führt<br />

die Planungssituation oft zu natürlichen<br />

Einschränkungen. Muldenlüfter<br />

werden bevorzugt in<br />

frei stehenden Küchenblöcken geplant.<br />

Diese Insellage erschwert<br />

die Abluftführung ins Freie. Möglich<br />

ist es trotzdem: Bei Neubauten<br />

kann die Abluftführung zum Beispiel<br />

in den Estrich gelegt werden.<br />

Dafür muss die Planung aber<br />

frühzeitig beginnen und der Kanal<br />

aus trittfestem Material bestehen.<br />

Ebenfalls möglich ist es, den<br />

Kanal durch eine Kernbohrung im<br />

Küchenboden in den Keller zu führen<br />

und den kürzesten Weg nach<br />

draußen zu wählen. In der Praxis<br />

dürfte der Umluftbetrieb in diesen<br />

Fällen jedoch die verlockendere<br />

Variante der Wahl sein, weil sie<br />

einfacher und kostengünstiger zur<br />

realisieren ist. Umso mehr rückt<br />

unter Berücksichtigung der Physik<br />

eine professionelle Umluftführung<br />

in den Fokus.<br />

Unsere Küche – unser Zuhause<br />

Kochen · Leben · Lachen


Produkte<br />

Foto: Vogt<br />

Klappe modular planen<br />

Seit vergangenem Herbst sind bei Vogt auch Design-Außengitter<br />

mit effizienter Klappentechnik im Sortiment. Wobei die inneren<br />

Klappenwerte von Fliegengitter bis Wandanschlussdichtung und<br />

magnetischer, kugelgelagerter Rückstauklappe besonders zu beachten<br />

sind. Vogt verweist auf die Flexibilität der modularen Bauweise.<br />

Die Außengitter selbst gibt es inzwischen in einer umfangreichen<br />

Auswahl.<br />

Kompatibel<br />

zum Mauerkasten<br />

Foto: Vogt<br />

Im Grunde ist alles fertig: Die Küche ist mit dem Endkunden<br />

geplant, Herd und Ablufthaube positioniert. Doch dann<br />

stellt sich heraus: Der vorhandene Mauerkasten passt nicht<br />

zu den Leistungswerten der neuen Haube, kann aber aufgrund<br />

baulicher Gegebenheiten nicht gewechselt werden.<br />

Für solche Fälle hat Zubehörspezialist Vogt das Abluft system<br />

„ optimAIRo“ nun auch in der 125er Querschnittsvariante<br />

im Programm. Zusätzlich zum 150er Standard. Die<br />

Systemgröße gibt der Anbieter mit 175 x 80 mm an.<br />

Für alle Fälle gewappnet<br />

Muldenlüfter und Downdrafthauben verlangen eine professionelle<br />

Führung der Kochwrasen. Das kann schnell zum heiklen<br />

Planungsthema werden, schließlich ist der Platz im Unterschrank<br />

begrenzt. „Übergangsstücke, einseitig gemuffte Rohrbögen und<br />

Überschiebemuffen sind Bauteile, die die Montage vereinfachen<br />

können, zugleich die Demontage zu Wartungszwecken erleichtern“,<br />

betont der Zubehörspezialist Vogt mit Blick auf das aktuelle<br />

und kürzlich erweiterte Angebot solcher Zubehörteile.<br />

Foto: Biermann<br />

20 KÜCHENPLANER 5/6/<strong>2022</strong>


Lösungen<br />

für Downdraft<br />

Nach unten absaugende Kochfeldabzüge<br />

bieten vielfältige Möglichkeiten für eine<br />

optisch ansprechende und flexible Planung<br />

offener Küchen. Die Luftführung und -reinigung<br />

ist nach Ansicht von Naber aber<br />

nicht immer optimal. Bei Umluftbetrieb<br />

kann die feuchte Luft im Unterschrank<br />

und angrenzenden Flächen auskondensieren<br />

und langfristig zu Verschmutzung und<br />

Schäden führen. Darüber hinaus kann eine<br />

unzureichende Filterleistung nicht nur zu<br />

verschmutzter Innenraumluft, sondern<br />

auch eine erhöhte Geräuschentwicklung des Lüftermotors bewirken.<br />

Das Unternehmen hat nun fünf Planungsbeispiele für eine<br />

effiziente Abluftlösung entwickelt, die für freistehende Kochinseln<br />

ebenso gelten. „Sie optimieren die Luftförderleistung, senken<br />

die Geräuschbelastung und vermeiden das lästige Nachlaufen<br />

des Abzugs“, beschreibt der Zubehörgroßhändler den Nutzen<br />

auf Basis von „Compair GREENflow“. Dabei handelt es sich um<br />

Foto: Naber<br />

ein Umluftfiltersystem aus mehreren Modulen, das im Sockelbereich<br />

unter den Küchenschränken montiert wird. Durch die<br />

Verteilung der gereinigten Luft auf mehrere Lüftungsboxen mit<br />

designorientierten Aluminium-Auslassgitter, strömt sie „nahezu<br />

unmerklich“ zurück in den Raum. Die gegenüber Standardlösungen<br />

deutlich größeren Aktivkohlefilter sind laut Naber mehrfach<br />

regenerierbar und neutralisieren Gerüche effektiv.<br />

Der wartungsfreie UmluftFilter für Ihre Küche<br />

R<br />

einmalig leisstungsstark<br />

R<br />

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wirtschaftlich & nachhaltig<br />

9.000 Betriebsstunden<br />

R<br />

auch für Muldenlüfter geeignet<br />

R<br />

einfache Montage<br />

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wartungsfrei<br />

5/6/<strong>2022</strong> KÜCHENPLANER 21


Produkte<br />

Verspachtelte<br />

Oberfläche<br />

In neuen Farbtönen und Materialtexturen<br />

zeigt Falmec die Wandhaube „ Cover“. Die<br />

jeweilige Tonbeschichtung lässt sie dezent<br />

und edel wirken. Die Auswahl umfasst<br />

warme Erdtöne wie Terrakotta und<br />

Sand oder strukturierte Varianten in Stein<br />

und Schiefer, der auch als Schreibtafel für<br />

Kreide verwendet werden kann. Das Oberflächenmaterial<br />

aus Ton und Harzelementen<br />

werde manuell verspachtelt. „Dies erzeugt<br />

einen natürlichen und ästhetischen Effekt<br />

sowie eine angenehme Haptik“, berichtet<br />

der Hersteller. Eine spezielle Behandlung<br />

mache die Oberfläche widerstandsfähig gegen<br />

Hitze und Kratzer und leicht zu reinigen.<br />

In klassischem Weiß- und Schwarzglas<br />

gibt es das 85 cm breite Gerät auch. Der<br />

Motor verfügt über eine Lüfterleistung von<br />

600 m 3 /h. Als Sonderausstattung kann ein<br />

„Carbon.Zeo“ hinzugefügt werden. Dieser<br />

kombiniert die Eigenschaften von Aktivkohle<br />

und Zeolith. Die Funktion „Dynamic LED<br />

Light“ rundet die Funktionsausstattung ab.<br />

Foto: Falcon<br />

Passend zur Kochstation<br />

Der Rangecooker versteht in jeder Küche ein Statement zu setzen. Passend zu<br />

den Kochstationen bietet Hersteller Falcon geeignete Dunstabzugshauben an. Je<br />

nach Modellvariante des Herdes ist diese in bis zu drei Größen und sieben Farben<br />

erhältlich. „Je nach Küchendesign und farblichen Vorlieben kann der Dunstabzug<br />

Akzente setzen oder der harmonische Komplementär zum Herd sein“,<br />

erläutert das Unternehmen die Perspektiven im Design. Erhältlich sind Kaminhauben,<br />

flache Wandhauben und Einbauhauben für eine integrierte Lösung. Und<br />

das für Abluft- und Umluftbetrieb.<br />

Einheitlicher Look<br />

Der Abzugsbereich bleibt bei den Kopffreihauben „Bloom“ und „Bloom S“ verborgen,<br />

solange das bewegliche Visier geschlossen ist. Dieses lässt sich mit einer<br />

einfachen Handbewegung aufklappen, sodass der Küchendunst auch oben eingesaugt<br />

werden kann. Dies sei laut Hersteller Elica ein wichtiger Vorteil bei der<br />

Nutzung über einem Induktionskochfeld. Denn normalerweise kondensiert der<br />

Dampf leicht an der kalten Glasscheibe einer Schräghaube, was durch den Einzug<br />

vermieden werde. „Bloom“ ist in schwarzem und grauem gehärtetem Glas<br />

erhältlich. Die Bedienung erfolgt über das Touch-Bedienfeld oberhalb der Klappe.<br />

„Bloom S“ gibt es in Weißglas oder mattschwarz in „Dekton ® Sirius“ (Foto).<br />

Das Material „Dekton“ von Hersteller Cosentino wird oft für Küchenarbeitsplatten<br />

und auch Fronten eingesetzt. Eine so gestaltete Wandhaube ergänzt den einheitlichen<br />

Look. Das Aluminiumband mit Titan-Effekt sorge zudem für ein besonderes<br />

Finish. Darin integriert ist das Touch-Bedienfeld. Zudem ist „Bloom S“<br />

mit der Technologie „Comfort Silence“ und schallabsorbierenden Paneelen ausgestattet.<br />

Die Geräuschentwicklung in der Maximalstufe gibt Elica bei „Bloom“<br />

mit maximal 56 dB an und bei „Bloom S“ mit 53 dB. Beide Kopffreihauben sind<br />

in der Abluft- und der Umluftvariante verfügbar.<br />

Foto: Falmec<br />

Foto: Elica<br />

22 KÜCHENPLANER 5/6/<strong>2022</strong>


Fotos: Neff<br />

Mit Regal<br />

Als Designhaube „D95XAM2S0“ bereichert der vollintegrierte Dunstabzug<br />

seit Dezember 2021 die Neff-Collection. Das Gerät verschwindet<br />

vollständig in einem Hängeschrank über dem Kochfeld und wird erst<br />

dann sichtbar, wenn sie zum Einsatz kommt. Analog zu technisch vergleichbaren<br />

Varianten aus dem BSH-Verbund erfolgt die Steuerung<br />

über die herausklappbare schwarze Glasscheibe mit „TouchControl“.<br />

Selbst bei verborgener Glasscheibe kann die LED-Beleuchtung durch<br />

eine sanfte Berührung ein- und ausgeschaltet werden. Damit wird<br />

die Küchenzeile entweder stimmungsvoll beleuchtet oder leuchtet die<br />

Kochfläche aus. Die 90 cm Haube aus schwarzem Klarglas verfügt<br />

über drei Leistungsstufen und ist für Abluft und Umluft erhältlich.<br />

Im Oberschrank lässt sie Stauraum für Gewürze oder Kochbücher.<br />

Hier kochen die Sterneköche<br />

Michael Dyllong, Pierre<br />

Beckerling und Sous-Chef<br />

Kevin Wolmerath.<br />

Kreativität braucht Platz<br />

berbel Downline Infinity<br />

DUNSTABZUG<br />

NEU GEDACHT<br />

Dunstabzüge in Perfektion. Made in Germany.<br />

Die neue berbel Downline Infinity mit extra großem Kochfeld, intuitiver Bedienung<br />

und einem Dunstabzug, der Maßstäbe setzt. Viel Platz für alles, was gut werden soll.


Produkte<br />

Raus aus dem Sockel<br />

Umluft-Lösungen geben beim Einsatz von<br />

Muldenlüftern den Ton an. Sagemüller &<br />

Rohrer (S&R) hat bei der Abluftführung<br />

für beide gängige Verfahrungsweisen Lösungen.<br />

Das heißt 1. für die gezielte Luftführung<br />

zur Sockelblende und 2. für die<br />

ungelenkte Abgabe.<br />

1. Soll die Luft gezielt zu einem Sockeldurchlass<br />

befördert werden, wird ein<br />

Flachkanal vom Ausblas-Stutzen des Lüfters<br />

zum Möbelsockel geführt. Dort tritt<br />

die Luft durch ein einfaches Gitter oder<br />

einen speziellen Umluftaustritt wieder in<br />

den Küchenraum ein. S&R hat beide Varianten<br />

im Sortiment. Der Sockeldurchlass<br />

verfügt über Rückstauklappen, die etwaige<br />

Gerüche aus dem Kanal, hervorgerufen<br />

durch abgelagerte Wrasen-Reste, zurückhalten<br />

sollen.<br />

2. Ein Großvolumen-Luftdurchlass für<br />

den Sockel, der über zwei Winkelblenden<br />

den Einblick hinter den Sockel verwehrt,<br />

aber gleichzeitig eine große Öffnung von<br />

ca. 275 Quadratzentimetern bietet, lässt<br />

die ungelenkt in den Sockel geblasene<br />

Luft durch die Sockelblende austreten. Da<br />

in dieser Luft Feuchtigkeit enthalten sein<br />

kann, die sich ggf. innerhalb des Sockelbereiches<br />

ablagern kann, emp fiehlt der<br />

Zubehörgroßhändler, mindestens zwei<br />

solcher Blenden einzusetzen. Und das<br />

möglichst in gegenüberliegender oder<br />

über Eck versetzter Position. So werde der<br />

Sockel jederzeit gut durchlüftet.<br />

Oft stehen die Sockelfüße bei der Verlegung<br />

des Flachkanals innerhalb des<br />

Sockels im Weg. Zwischenstücke mit flexiblen<br />

Schläuchen können dann helfen.<br />

Ebenfalls die flexible Manschette „ Conny“<br />

von S&R. Das Bauteil lässt sich zwischen<br />

zwei starre Kanäle setzen. „So überbrückt<br />

man elegant die oft störenden wenigen<br />

Millimeter am Sockelfuß vorbei und kann<br />

das Kanalsystem in der gewünschten<br />

Richtung verlegen“, erläutert der Zubehörgroßhändler.<br />

Zudem ermög licht „Conny“<br />

die Verbindung unterschiedlicher Systeme<br />

miteinander. Wenn der Anschluss<br />

am Muldenlüfter von der Form des Luftkanales<br />

abweicht, kann „Conny“ dies<br />

ausgleichen und dank der flexiblen Gestaltung<br />

abweichende Formen oder Querschnitte<br />

verbinden.<br />

Fotos: Sagemüller & Rohrer<br />

Ausklappen und lüften<br />

Auch Bosch nutzt die Technologie des vollintegrierten<br />

Dunstabzugs aus dem Verbund<br />

der BSH-Konzernmarken. Das Gerät<br />

„accent line carbon black“ wird flächenbündig<br />

in einen nach unten offenen Küchenschrank<br />

eingebaut. Sie passt sich flexibel<br />

den jeweiligen Abmessungen des Küchenmöbels<br />

an, sowohl hinsichtlich der Höhe<br />

als auch der Tiefe und der Materialstärke.<br />

Rechts und links bleibt Strauraum mit einer<br />

Traglast von jeweils 10 Kilo. Der ausklappbare<br />

Glasschirm verfügt über eine<br />

„TouchControl“-Bedienung. Das Ausklappen<br />

des Schirms genügt zum Einschalten<br />

von Licht und Lüftung. Umgekehrt schaltet<br />

sich das Gerät beim Zuklappen wieder<br />

aus. Die Lüfterleistung des Motors beträgt<br />

749 m 3 /h. Gereinigt werden Kochwrasen<br />

über das 9-lagige „CleanAir“-Filtersystem.<br />

Zwei Haubenvarianten stehen zur Verfügung:<br />

in 60 cm und 90 cm Breite (Foto).<br />

Foto: Bosch Hausgeräte<br />

24 KÜCHENPLANER 5/6/<strong>2022</strong>


Foto: Naber<br />

Für ein gesundes Raumklima<br />

Wenn möglich, Abluft! Diese Empfehlung zählt zu den Klassikern<br />

der Küchenplanung. Denn mit den Gerüchen und Fetten wird<br />

auch die in den Kochwrasen enthaltene Feuchtigkeit aus dem<br />

Raum transportiert und kann sich nicht als Schimmel in unzugänglichen<br />

Ecken oder an Möbeln niederlassen. In Zeiten der Corona-Pandemie<br />

hat der Luftaustausch über die Dunstabzugshaube<br />

eine weitere Dimension erhalten, schließlich halten sich viele<br />

Menschen öfter in den eigenen vier Wänden auf und kochen häufiger.<br />

In der Familie und mit Freunden. Sind Dunstabzugshaube<br />

und Luftkanäle als Abluft-System konzipiert, werden auch mit<br />

Viren befrachtete Aerosole nach draußen befördert. „Ein intelligentes<br />

Zu- und Abluftsystem sorgt für einen guten Luftaustausch<br />

und reduziert die Belastungen der Raumluft erheblich“, erläutert<br />

Zubehörspezialist Naber und verweist auf den unbeschwerten<br />

Genuss in der Gemeinschaft, wenn das Raumklima stimmt.<br />

Weniger Feinstaub<br />

Küchenlüftungstechnik von Naber umfasst ein breites Sortiment.<br />

Dazu zählen strömungsoptimierte Luftkanäle aus Kunststoff<br />

und Metall, energieeffiziente Mauerkästen, intelligente Steuerungstechnik<br />

für Zu- und Abluft sowie Außenwandjalousien.<br />

Alle Informationen über die Lüftungstechnik<br />

sowie Planungsbeispiele<br />

und kostenlose Leitfäden<br />

finden Interessierte auf<br />

www.compair-flow.com.<br />

„Wissenschaftliche Studien aus dem In- und Ausland und Publikationen<br />

der Baubranche belegen die Wirksamkeit und Effizienz<br />

von Abluft-Lösungen unter anderem bei der Reduzierung<br />

der Feinstaubbelas tung in Innenräumen“, erläutert das Nordhorner<br />

Unternehmen. Und betont: „Auch für Niedrigenergie-Bauten<br />

wie Passivhäuser werden Abluft-Systeme empfohlen.“ Dafür<br />

steht zum Beispiel die Wanddurchführung „COMPAIR ® BIXO<br />

Balance ® “ zur Verfügung. Diese regelt die Zu- und Abluftführung<br />

in allen Bauten inklusive luftdichter Gebäude. Die integrierte<br />

Elektronik registriert den Abluftstrom des Dunstabzugs und öffnet<br />

den hochisolierten Durchlass. Mit Hilfe eines Funksignals<br />

wird der Zuluftmauerkasten angesteuert, der automatisch sicherstellt,<br />

dass gleichzeitig Frischluft einströmt. Auch der Naber Klassiker<br />

„Thermobox“ ist so konzipiert, dass die Wärme bei Nicht-<br />

Nutzung der Dunstabzugshaube im Haus bleibt, während der<br />

Dunstabzug im Betrieb die Abluft effektiv nach draußen leitet.<br />

Naber-Systeme sind laut Eigenaussage kompatibel zu fast allen<br />

am Markt erhältlichen Dunstabzugshauben und bieten mehrere<br />

Optionen für den Einbau. Die Luftkanäle können unsichtbar<br />

in Geschossdecken und Schränken verlegt werden oder als sichtbare<br />

Raumelemente.


Produkte<br />

Mit zwei Patenten<br />

Zentrifugalkraft statt Fettfilter lautet<br />

das Motto bei Hauben von berbel. Auch<br />

die Kochfeldabzüge der „Downline“-<br />

Serie arbeiten auf Basis der als „ berbel<br />

Prinzip“ patentierten Technologie. Der<br />

Hersteller verspricht „ konstant starke<br />

Fettabscheidung bei gleichzeitig geringerem<br />

Energiebedarf“. Auch Kochgerüche<br />

sollen nahezu vollständig eliminiert<br />

werden. Dafür sorge der selbstregenerierende<br />

und wartungsfreie „permalyt ® “-<br />

Umluftfilter. Die Filtermatten des patentierten<br />

Umluftfilters bestehen aus einer<br />

Spezialaktivkohle, die zwei Funktionsweisen<br />

ermöglichen: Im normalen Betrieb<br />

werden die Filtermatten durchströmt und<br />

nehmen die Geruchsstoffe auf. Nach einer bestimmten<br />

Anzahl von Betriebsstunden startet der Regenerationsprozess<br />

im geschlossenen Filtersystem. Durch ein thermokatalytisches Verfahren<br />

werden die Gerüche mithilfe eines Katalysators neutralisiert. In den Kochfeldabzügen der<br />

„Downline“-Familie kommt der regenerative „permalyt ® “-Umluftfilter bereits seit Januar 2021<br />

zum Einsatz. Seit letztem Herbst gilt das auch für die jüngste Neuheit „Downline Infinity“.<br />

Fotos: berbel<br />

Die „Phantom Frame“ im Industrial Design<br />

wird in schmalen schwarzen Metallrahmen<br />

an der Decke befestigt.<br />

Foto: Novy<br />

Lichtstarkes<br />

„Phantom“<br />

Es ist ein Statement: Novy bietet die 130 cm breite Insel haube<br />

„ Phantom“ in zwei Varianten an. Diese sind technisch identisch,<br />

unterscheiden sich jedoch durch die Art der Aufhängung.<br />

Die „Phantom Frame“ im Industrial Design wird in schmalen<br />

schwarzen Metallrahmen an der Decke befestigt. Die<br />

„Phantom Cable“ hingegen wirkt mit ihren vier Stahlseilen<br />

deutlich filigraner. Die Stahlseile lassen sich in der Länge verstellen,<br />

so kann die Inselhaube unabhängig von der Deckenhöhe<br />

stets im optimalen Abstand über dem Kochfeld platziert<br />

werden. Dies ist auch bei Schrägdecken möglich. Markant ist<br />

die Beleuchtung mit vier hinter Glas montierten Eckstrahlern,<br />

die den Korpus von schräg unten anleuchten. Die Oberseite ist<br />

mit einem dimmbaren LED-Band ausgestattet. Vier weitere<br />

LED-Spots leuchten nach unten und sind ebenfalls dimmbar.<br />

Der Dunstabzug arbeitet mit der patentierten Randabsaugung.<br />

Gesteuert wird entweder über eine Fernbedienung, die „Novy<br />

Connect App“ oder die „InTouch“-Funktion von Novy Kochfeldern.<br />

Vier Leistungsstufen stehen zur Verfügung, notwendige<br />

Filterwechsel werden angezeigt. Basis des Umluftsystems<br />

ist ein Aktivkohlefilter mit sehr langer Lebensdauer. Laut Hersteller<br />

muss dieser erst nach 900 Kochstunden oder drei bis<br />

fünf Jahren ausgetauscht werden. Die Novy „Phantom“ ist ab<br />

dem zweiten Quartal <strong>2022</strong> im Küchenfachhandel erhältlich.<br />

26 KÜCHENPLANER 5/6/<strong>2022</strong>


Die Praxis der Muldenlüftung<br />

Die Physik gibt es vor: Warme Luft steigt auf. Daher<br />

werden traditionell Kochdünste von einer Dunstesse<br />

über der Kochstelle aufgenommen, gefiltert und abtransportiert.<br />

Der Fall liebt beim Einsatz eines Muldenlüfters<br />

bekanntlich anders. Hier müssen die Wrasen<br />

eingefangen und nach<br />

unten abgezogen werden.<br />

Wofür eine ausreichend<br />

starke Luftströmung<br />

aufgebaut<br />

werden muss. Sedia<br />

Küchentechnik, Anbieter<br />

eines umfangreichen<br />

Sortiments<br />

an Dunstabzügen sowie<br />

Zubehörs für die<br />

Abluftführung bzw. geführte<br />

Umluft, gibt einen<br />

grundsätzlichen Überblick, wie<br />

dies professionell umgesetzt werden<br />

kann.<br />

Motoren/ Der Motor ist entweder direkt an<br />

der Mulde und damit unterhalb des Kochfeldes<br />

angeflanscht. Dies ist die montagefreundlichste Variante,<br />

lässt aber unmittelbar unterhalb der Kochstelle<br />

keine Schublade zu. Variabel bei der Stauraumnutzung<br />

sind die Modelle mit separaten Motoren, die je nach<br />

Bauform und Schrankvolumen entweder im Schrank<br />

oder im Sockel verbaut werden. Schließlich gibt es<br />

noch die Option zum Betrieb mit einem externen Motor,<br />

also einem Außenwand- oder Dachgebläse.<br />

Filter und Betriebsart/ Bei allen Dunsthauben,<br />

Decken geräten, Muldenlüftern & Co. muss der feuchte<br />

und gemeinhin mit Geruchsmolekülen und ggfs.<br />

Fett geladene Kochdunst gereinigt werden. Zunächst<br />

wird er von Fett befreit, wofür bereits beim Eintritt<br />

der Luft in das jeweilige Gerät meist die Fettfilter zuständig<br />

sind (sofern der Abzug nicht fettfilterfrei arbeitet).<br />

Diese Filter sind regelmäßig und gewissenhaft<br />

im Geschirrspüler zu reinigen, da Öl und Fett im weiteren<br />

Luftstrom, also im Lüftermotor, in den Kanälen,<br />

in eventuell verbauten Plasmageräten und in den Geruchsfiltern<br />

zu Hygiene- und Funktionsproblemen führen<br />

würde. Dies gilt für alle Betriebsarten, auch für Abluft<br />

mit externen Gebläsen.<br />

Im Umluftbetrieb wird die Luft zum Aktivkohlefilter<br />

(oder zum Plasmafilter) geführt und aus dem Schrankinnern<br />

in den Raum ausgeblasen. Kohlefilter nehmen<br />

Foto: Sedia Küchentechnik<br />

die Geruchsmoleküle auf und müssen in regelmäßigen<br />

Abständigen gewechselt werden. Aktivkohlefilter können<br />

meist einfach im Backofen regeneriert werden.<br />

Plasmafilter arbeiten mit elektrischer Spannung.<br />

Luftführung im Schrankinnern/ Welche Motorposition<br />

und welche Betriebsart auch immer gewählt<br />

wird – eine wichtige Frage für <strong>Küchenplaner</strong><br />

lautet: „Wie und wohin<br />

leite ich die Luft bzw. die mit<br />

Feuchtigkeit, Fett und<br />

Geruchsmolekülen<br />

beladene warme<br />

Luft?“ Hier verweist<br />

Sedia auf das besonders<br />

umfangreiche<br />

Angebot an unterschiedlichen<br />

Abluftsystemen<br />

– sowohl<br />

flach als auch rund.<br />

Damit gebe es für jede<br />

Platzsituation eine passende<br />

Lösung.<br />

1. Motor-on-Board: Am<br />

Motor ist oft ein Bogen angeflanscht,<br />

der nach hinten wegführt<br />

und in einem raumsparenden<br />

Flachkanalsystem die<br />

Luft an der hinteren Schrankwand<br />

nach unten wegführt. Soll die Luftführung seitlich<br />

geführt werden, kann der Flansch entweder gedreht<br />

oder mit einem Umlenkstück in die richtige<br />

Richtung gelenkt werden. Soll der Muldenlüfter im Abluftsystem<br />

betrieben werden, kann mit den Sedia-Systemen<br />

wieder auf Rundkanal adaptiert werden und mit<br />

einem passenden Mauerkasten ins Freie gehen. Soll die<br />

Mulde im Umluftbetrieb betrieben werden, führt das<br />

geeignete Kanalsystem den Luftstrom in den Sockel,<br />

wo es im optimalen Fall in einer Aktivkohlebox endet,<br />

die von außen gut zugänglich ist (Foto: Waben-Kohlefilter<br />

für die Sockelmontage von Sedia).<br />

2. Beim separaten Motor gilt das gleiche Prinzip.<br />

Das passende Kanalsystem, ggf. mit Umlenk- und/oder<br />

Adapterstücken, führt die Luft von der Kochstelle zum<br />

Motor und danach nach draußen oder zum Geruchsfilter<br />

im Sockel.<br />

3. Ein externer Motor gilt als die hygienischste Variante,<br />

da zwingend ein Kanalsystem von der Kochstelle<br />

zum Motor verlegt werden muss.<br />

5/6/<strong>2022</strong> KÜCHENPLANER 27


Küchenverbände<br />

Endlich wieder<br />

alle zusammen<br />

In Hamburg feierte DER KREIS Anfang Mai eine<br />

stimmungsvolle Wiedersehensparty. Betont wurde<br />

beim Kongress <strong>2022</strong> die Kraft der Gemeinschaft.<br />

Ernst-Martin Schaible, Gründer<br />

und Inhaber von DER KREIS:<br />

„Jammern bringt uns nicht<br />

weiter, Tun ist besser.“<br />

28 KÜCHENPLANER 5/6/<strong>2022</strong>


„Jetzt sind wir endlich wieder zusammen.“ Mit diesen Worten begrüßte<br />

Verbundgruppenchef Ernst- Martin Schaible fast 1000 Mitglieder<br />

und Industriepartner im schick modernisierten Kongresszentrum<br />

CCH. Die Erleichterung darüber zog sich durch die<br />

gesamte Veranstaltung. Angefangen beim lockeren Eröffnungsabend<br />

im Millerntorstadion, der Heimat des Kiezclubs FC St. Pauli,<br />

bei der Fachtagung am Samstag und besonders beim traditionellen<br />

Gala-Abend, der die Gäste zum „Hanseatischen Abend“ in<br />

die Fischauktionshallen zum Hamburger Hafen führte.<br />

Wie ein roter Faden zog sich die Betonung der Gemeinschaft<br />

durch den Kongress. Mit Blick auf die schwierige Zeit der letzten<br />

zwei Jahre hob Schaible den besonderen Wert des Verbunds hervor.<br />

„Ein starkes Team trägt durch die Krise“, sagte der Gründer von<br />

DER KREIS und sprach damit auch die Gesellschaften und Kooperationspartner<br />

der Gruppe an, die den jeweiligen Fachspezialisten<br />

jene Unterstützung bieten, die gewollt, stimmig und hilfreich sein<br />

können. Wie das genau aussehen kann, berichteten die Verantwortlichen<br />

aus erster Hand. Im Rahmen einer Talkrunde auf der<br />

Bühne des CCH nahmen die Geschäftsführer der Gruppierungen<br />

Stellung: zur jeweiligen Positionierung und sowie zu wichtigen<br />

Branchenthemen wie Frachkräftegewinnung, Digitalisierung und<br />

Cybersicherheit. Einblicke gaben Ulf Triebener (KREIS Deutschland),<br />

Patrick Florea (Varia), Werner Bäuerlein (BuK Bund unabhängiger<br />

Küchenspezialisten), Walter Greil (TopaTeam) und Gerd<br />

Fähler (Creative Partner).<br />

Zweistelliges Plus<br />

Befragt wurden die Geschäftsführer auch zu den Möglichkeiten<br />

der Expansion. Denn darum geht es der Verbundgruppe. „Wir glauben<br />

fest daran, dass unsere Gruppe national und in Europa wachsen<br />

kann“, sagte Ralph Leimbach, Geschäftsführer Marketing und<br />

Vertrieb der DER KREIS Holding. Im vergangenen Jahr konnte die<br />

Leonberger Gemeinschaft aus Küchenspezialisten, Bad, Heizungsund<br />

Klimaspezialisten, Schreinern, Tischlern sowie Laden-, Innenund<br />

Fensterbauspezialisten weiter zulegen: Der Außen umsatz<br />

sämtlicher Mitglieder stieg von 4,27 Mrd. Euro auf 4,73 Mrd. Euro.<br />

Das entspricht einem Zuwachs von etwa 10,8 % gegenüber 2020. Die<br />

Zahl der Mitgliedshäuser stieg ebenfalls. Von 3409 auf 3512 (+ 103).<br />

Mit den angeschlossenen Mitgliedsbetrieben ist DER KREIS aktuell<br />

in 17 europäischen Ländern präsent. Und das inzwischen mit<br />

acht internationalen Ländergesellschaften. Zuletzt kamen die Dependancen<br />

in Spanien (April <strong>2022</strong>) und Italien (Anfang 2021) hinzu.<br />

Weitere Ländergesellschaften gibt es in Großbritannien (seit<br />

2013), Belgien/Luxemburg (1998), Frankreich (1993), Niederlande<br />

(1989), Schweiz (1985) und Österreich (1984).<br />

14 770 Euro pro Küche<br />

Die positiven Geschäftszahlen für 2021 resultieren aus Küchensicht<br />

aus der hohen Nachfrage für hochwertige und individuell geplante<br />

Küchen. So konnten die Küchenspezialisten von DER KREIS<br />

die Durchschnittswerte pro Kommission abermals erhöhen. Lag<br />

der Durchschnittspreis 2020 noch bei 14 257 Euro, stieg dieser auf<br />

nun 14 770 Euro. Das ist ein Plus von 3,25 %. Der Blick auf die Warengruppen<br />

zeigt, dass 46,48 % dieses Werts auf das Konto der<br />

Holzteile gehen, 42,46 % steuern die Geräte bei und 10,65 % das Zubehör<br />

inklusive Spülen und Armaturen.<br />

Foto: Biermann<br />

Zuversicht für <strong>2022</strong><br />

Die Bereitschaft der Menschen, in hochwertige Küchen zu investieren,<br />

wird nach Ansicht der Führung von DER KREIS anhalten.<br />

Davon werden die Küchenspezialisten weiterhin profitieren.<br />

5/6/<strong>2022</strong> KÜCHENPLANER 29


Küchenverbände<br />

Ausgezeichnete Spezialisten<br />

Ein Highlight des Galaabends war die Auszeichnung<br />

der „Küchenspezialisten des Jahres“.<br />

Das sind in diesem Jahr diese Unternehmen:<br />

moebelplus (DER KREIS), Varia Paderborn, Schreinerei<br />

Luther (Creative Partner), Wohnkonzepte<br />

Manfred Vitzthum (TopaTeam) und Schryvers –<br />

die Welt der Küche (BuK).<br />

„Hacker“ Marco Di Filippo demonstrierte, wie einfach es Cyber- Kriminelle<br />

haben können – und wie dringend sich Unternehmen vor Angriffen aus der<br />

virtuellen Welt schützen sollten.<br />

„Wir werden auch <strong>2022</strong> wieder ein sehr gutes Jahr haben“, wagte<br />

Ernst-Martin Schaible eine kurz- bis mittelfristige Prognose.<br />

Weiter, gar in Richtung 2023, wollte er sich mit seinem Ausblick<br />

aber nicht aus dem Fenster lehnen. Zu groß sei die gegenwärtige<br />

Unsicherheit rund um Materialversorgung, Liefersituation,<br />

Preisentwicklung, Pandemie-Auswirkungen und Ukraine- Krieg.<br />

Aus DER KREIS-Sicht folgerichtig lautete dementsprechend<br />

der Appell von Ralph Leimbach: „Nutzen sie die Kraft der Gemeinschaft.“<br />

Dazu zähle auch die digitale Endkundenmarke<br />

kuechenspezialisten.de, die beständig an Format gewinnt. Und<br />

damit als Signal und „Freundschaftssymbol“ den roten Handschuh<br />

samt Slogan „Herz drauf!“. Die damit verbundene Botschaft<br />

formulierte Ernst-Martin Schaible so: „Die Küchenspezialisten<br />

von DER KREIS sind ehrlich, zuverlässig und kompetent<br />

– jenseits von irreführenden Rabattversprechungen.“<br />

Kongress-Splitter der Gesellschaften<br />

Digitalisierte Unternehmensprozesse sind notwendig und bieten<br />

viele Vorteile. Parallel rückt die Cyber-Sicherheit von Unternehmen<br />

in den Blick. DER KREIS zitierte eine Untersuchung<br />

des Versicherers HDI, nach der in letzter Zeit gerade kleinere Firmen<br />

verstärkt Opfer von Cyberangriffen werden. Fast jedes dritte<br />

Unternehmen dieser Größenordnung seien schon einmal Opfer<br />

eines Cyberangriffes geworden, heißt es in der HDI-Studie. Der<br />

durchschnittliche Schaden pro Vorfall wird mit rund 95 000 Euro<br />

beziffert. Und damit sechsmal hoch wie noch vor fünf Jahren.<br />

DER KREIS hat auf diese Entwicklung reagiert und im ersten<br />

Schritt eine „Cyber-Security-Software“ im „Whitelisting“-Verfahren<br />

in der Leonberger Zentrale installiert. Diese wird nun jedem<br />

Mitgliedsunternehmen angeboten. „Und dringend ans Herz<br />

gelegt“, wie Ulf Triebener, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb<br />

von DER KREIS Deutschland, mehrfach betonte. Schon für<br />

vier Euro täglich könne der Schutz deutlich gestärkt werden. Wie<br />

sinnvoll es ist, die eigenen Systeme vor Cyber-Attacken zu schützen,<br />

belegte beim Kongress eindrucksvoll der Vortrag von Marco<br />

Di Filippo, der mit Live-Hacking die elementaren Schwachstellen<br />

der digitalen Welt offenbarte.<br />

Mit zwei neuen Standorten in Schwerin und Xanten ist das<br />

Franchise-System Varia 2021 in Deutschland gewachsen. Und<br />

die nächsten drei Eröffnungen stehen bereits vor der Tür, berichtete<br />

Geschäftsführer Patrick Florea. Varia sei ein „preislich attraktives<br />

Franchise-System mit quartalsweiser Bonusauszahlung,<br />

welche dem Franchisenehmer gleichwohl Möglichkeiten<br />

zur persönlichen Entfaltung bietet“. Erfahrene Unternehmensberater<br />

würden eingesetzt, um insbesondere Existenzgründer<br />

optimal zu unterstützen. Zudem wurden neue Regionalleiter<br />

für ganz Deutschland eingestellt, um die persönliche Partnerbetreuung<br />

zu intensivieren. Mit „Purion“ wurde eine Eigenmarke<br />

neu ins Varia-Sortiment aufgenommen. Diese verfügt über<br />

eine eigene Landingpage. Der Auftritt in Sozialen Medien wie<br />

Facebook und Instagram werde als wichtiges Werbemittel gefördert.<br />

Zudem sind Varia Partner automatisch auf der Plattform<br />

„kuechenspezialisten.de“ von DER KREIS integriert. Derzeit hat<br />

Varia europaweit über 130 Standorte und ist neben Deutschland<br />

insbesondere in den osteuropäischen Ländern Kroatien, Slowenien<br />

und Rumänien aktiv.<br />

Seit mehr als 20 Jahren am Markt ist das Fachhandelskonzept<br />

„Küche 3000“. Also Zeit für ein neues Design mit neuem<br />

Logo und frischen konzeptionellen Ideen. Basis der zum Kongress<br />

enthüllten Version sind modular einsetzbare Cubes in moderner<br />

Farbgebung mit viel Anthrazit und Moos-Elementen an<br />

den Außenwänden. Hinzu kommen ein Beleuchtungskonzept<br />

und Raumdecken über den Cube-Flächen. Damit soll sich die<br />

Inszenierung auf den ersten Blick von der übrigen Ausstellung<br />

absetzen und unmittelbar Aufmerksamkeit gewinnen. Laut Ulf<br />

Triebener lässt sich das Konzept mit drei bis vier Ausstellungsküchen<br />

auf rund 200 m 2 realisieren und bietet daher insbesondere<br />

Existenzgründern eine attraktive Einstiegsmöglichkeit in die<br />

Welt der hochwertig präsentierten individuellen Küche. Umgesetzt<br />

werden kann es auch in bestehenden Studios als „Shop-in-<br />

Shop“-Fläche. Mit welchen Küchenmarken die Cubes ausgestattet<br />

werden, bleibt frei. Weitere Bausteine sind eine Lounge-Area,<br />

eine Beratungszone sowie ein Workshop- bzw. Musterbereich.<br />

Auf die Zielgruppe Tischlereien, Schreinereien sowie individuelle<br />

Innenausbauer zielen die Gesellschaften TopaTeam und<br />

Creative Partner. Auch hier gibt es zahlreiche Neuigkeiten rund<br />

um Positionierung und Marketing. Über diese Entwicklungen<br />

berichten wir im nächsten KÜCHENPLANER in einem ausführlichen<br />

Bericht.<br />

Dirk Biermann<br />

30 KÜCHENPLANER 5/6/<strong>2022</strong>


Ralph Leimbach, Geschäftsführer<br />

der DER KREIS Holding: „Nutzen<br />

Sie die Kraft der Gemeinschaft.“<br />

Fotos: Biermann<br />

Unten Licht, oben Decke: Die neu gestalteten<br />

„Küche 3000“-Module sollen gleich ins Auge fallen.<br />

KÜCHENPLANER 31


Küchenverbände<br />

Mit herzlichem Applaus<br />

„Auf nach Leipzig!“ So hieß es Mitte Mai für die Gesellschafter von Der Küchenring.<br />

Nach den coronabedingten Absagen der letzten beiden Jahre wurde es auch höchste<br />

Zeit für eine Jahreshauptversammlung. Denn die Entwicklungen der Gruppe sind<br />

immens. Zudem gab es Abschiede nachzuholen.<br />

Viele Jahre prägten Finanzchef Joachim Bringewald<br />

und „Anchorman“ Manfred Töpert die Geschicke des<br />

Rheinbacher Küchenverbandes. Als Geschäftsführer<br />

hielten sie die Gemeinschaft konsequent auf Wachstumskurs.<br />

Zwei Beispiele belegen das: Innerhalb von<br />

11 Jahren (2011 bis 2021) stieg die Zahl der Mitglieder<br />

von 438 auf 670 und der Netto-Einkaufsumsatz bei Verbandslieferanten<br />

von 289 auf 660 Millionen Euro. Inzwischen<br />

haben sich beide Manager in den Ruhestand<br />

verabschiedet. Manfred Töpert bereits 2020 und<br />

Joachim Bringewald vor wenigen Wochen. Allerdings<br />

wegen Corona und der abgesagten Jahreshauptversammlungen<br />

und Küchenkompetenztage fast wie nebenher.<br />

Das wurde in Leipzig nun gebührend nachgeholt.<br />

Mit viel Würdigung und herzlichem Applaus. Den<br />

erhielten Bringewald und Töpert von den Gesellschaftern,<br />

von ihren Nachfolgern Jürgen Feldmann und<br />

Marko Steinmeier und vom gesamten Beirat.<br />

Jürgen Feldmann, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing,<br />

begrüßte 62 neue Gesellschafter im Küchenring (seit 2019). Aktuell sind es 670.<br />

32 KÜCHENPLANER 5/6/<strong>2022</strong>


Fast 10 % Plus<br />

Die aktuellen Zahlen können sich erneut sehen lassen:<br />

Der Umsatz (Einkaufsumsatz) von Der Küchenring beträgt<br />

jetzt 660 Mio. Euro. Das ist ein Plus von 9,6 % im<br />

Vergleich zum Vorjahr. Die Mitgliederzahl stieg ebenfalls:<br />

um 62 neue Gesellschafter (seit 2019) auf jetzt 670.<br />

Die Zahlen können aber nicht isoliert betrachtet<br />

werden. Denn Der Küchenring kooperiert historisch<br />

mit dem Schwesterverband Alliance (ebenfalls Rheinbach)<br />

und seit März 2020 mit dem KüchenTreff (Wildeshausen).<br />

Inzwischen wurde eine immer engere organisatorische<br />

und personelle Verflechtung realisiert.<br />

Entsprechend liegen die Bilanzzahlen deutlich höher.<br />

Alle drei Verbände zusammen melden für 2021 einen<br />

Einkaufsumsatz von 1,277 Mrd. Euro bei einem Wachstum<br />

von 8,6 % im Vergleich zu 2020. Das mache das Verbändetrio<br />

zur größten Küchen-Einkaufskooperation im<br />

Markt, so Marko Steinmeier, der innerhalb der Küchenring-Geschäftsführung<br />

für Einkauf und Controlling<br />

zuständig ist. Für die Küchenring-Gesellschafter summiert<br />

sich die Ausschüttung aktuell auf durchschnittlich<br />

14,87 % oder in Summe 82,69 Mio. Euro.<br />

Ausgezeichnet<br />

In Leipzig geehrt wurden auch wieder die Küchenspezialisten<br />

des Jahres. Die Gewinner 2021 sind Johan<br />

Küchen aus Thalheim bei Wels (Kategorie bis 12 m 2 ; Foto<br />

oben), La Cucina aus Schweinfurt (bis 20 m 2 ; Foto unten)<br />

und Küchen Exklusiv aus Quakenbrück (ab 20 m 2 ).<br />

Lieferanten-Statistik<br />

„Konzentriert euch.“ So lautet seit vielen Jahren die beharrlich<br />

geäußerte Empfehlung der Geschäftsführung<br />

an die Gesellschafter. Wie das beherzigt wird, zeigt<br />

der Blick in die Statistik für 2021. So war Nobilia der<br />

wichtigste Küchenmöbellieferant für die Gesellschafter,<br />

gefolgt von den Marken der Baumann Group sowie<br />

Schüller und Häcker. Bei den Hausgeräten ist Siemens<br />

Fotos: Der Küchenring<br />

Marko Steinmeier,<br />

Geschäftsführer<br />

Einkauf und<br />

Controlling,<br />

präsentierte<br />

in Leipzig auch<br />

die gemeinsamen<br />

Zahlen<br />

der kooperierenden<br />

Verbände<br />

Küchenring,<br />

Alliance und<br />

Küchen Treff.<br />

5/6/<strong>2022</strong> KÜCHENPLANER 33


Küchenverbände<br />

die Nummer eins und Miele die Nummer zwei. Wichtigster<br />

Spülenlieferant ist Blanco mit großem Abstand<br />

vor Franke, und beim Zubehör hat Naber den höchsten<br />

Anteil.<br />

Deutliche Preissteigerungen<br />

Wie auf allen Verbandstreffen in diesen Wochen hatten<br />

auch die Küchenring-Verantwortlichen in Leipzig den<br />

verbalen Spagat zu bewältigen zwischen dem, was war<br />

(2021), und dem, was ist (<strong>2022</strong>). Und so prägten die vielfältigen<br />

aktuellen Herausforderungen die Berichte von<br />

Marko Steinmeier und Jürgen Feldmann zur Lage. Die<br />

Problempunkte sind hinlänglich bekannt: Pandemie,<br />

Ukraine-Krieg, Lieferketten, Materialverknappung, Logistik,<br />

Inflation und Preissteigerungen. Marko Steinmeier<br />

erwartet bei den Küchenpreisen für <strong>2022</strong> ein<br />

sattes Plus von bis zu 25 Prozent. Sein Appell an die<br />

Gesellschafter war entsprechend deutlich und lautet<br />

sinngemäß: Preisen Sie diese Steigerungen vorausschauend<br />

ein, damit Sie diese an die Kundschaft weitergeben<br />

können. Sonst geht es zulasten der eigenen<br />

Marge. Preiserhöhungen seien am besten zeitnah und<br />

in kleinen Schritten umzusetzen.<br />

Chancen der Digitalisierung<br />

Trotz der sich in kurzer Zeit deutlich veränderten<br />

Marktlage erwarten die Verantwortlichen von Der Küchenring<br />

ein gutes Küchenjahr <strong>2022</strong>. Die Zuversicht basiert<br />

auf externen Faktoren rund um den weiterhin stabilen<br />

Homing-Trend, aber auch auf eigene Stärken. Mit<br />

„Linea“, „Systhema“ und „Inpura“ habe der Verband<br />

drei Eigenmarken erfolgreich am Küchenmarkt positioniert.<br />

„Ausschlaggebend für deren ungebremstes<br />

Wachstum sind ebenfalls klar konturierte Corporate<br />

Identities, die bei allen kommunikativen Maßnahmen<br />

streng beachtet werden und im Preis-Leistungs-Verhältnis<br />

den vermittelten Images entsprechen“, heißt es.<br />

Im Mittelpunkt der Leipziger Tagung standen zudem<br />

die vielfältigen Aktivitäten rund um die Digitalisierung<br />

und das Online-Marketing. Hier hat der<br />

Küchenring in jüngster Vergangenheit große Schritte<br />

unternommen und gibt seinen Gesellschaftern zeitgemäße<br />

Instrumente an die Hand (siehe nebenstehenden<br />

Text). Für den direkten Online-Kontakt zur Kundschaft<br />

sowie für die Ranking-Sichtbarkeit im Netz.<br />

Termine 2023<br />

Im kommenden Jahr lautet die Einladung an die Küchenring-Gesellschafter<br />

„Auf nach Wien!“. Die Jahreshauptversammlung<br />

findet dort am 13. und 14. Mai<br />

2023 statt. Eine weitere Großveranstaltung ist für den<br />

4. und 5. März 2023 geplant: die Küchen-Kompetenz-<br />

Tage (KKT) in Rheinbach.<br />

Dirk Biermann<br />

„Ein buntes Programm der Sensationen“: Das bot die Abendunterhaltung in der Eventlocation Alten Wollkämmerei.<br />

34 KÜCHENPLANER 5/6/<strong>2022</strong>


Gruppenbild<br />

auf dem<br />

roten Sofa: Geschäftsführung<br />

und Beirat der<br />

Verbundgruppe<br />

Der Küchenring.<br />

Die Stimmung<br />

scheint gut zu<br />

sein.<br />

Fotos: Der Küchenring<br />

Zentrales Thema<br />

Die digitale Transformation. Dazu hat die Verbundgruppe<br />

in jüngerer Zeit mehrere Instrumente<br />

und Dienstleistungen entwickelt, wie<br />

Geschäftsführer Jürgen Feldmann (Foto) berichtete.<br />

Im Detail sagte er: „Im Bereich der<br />

Dienstleistungen haben wir uns noch breiter<br />

aufgestellt und unser Leistungsportfolio unter<br />

anderem mit der App „Follow Me“, dem<br />

Regio Panel und dem „Happy Home“ Prämienshop<br />

weiter ausgebaut. Besonders freuen<br />

wir uns über das neue Business-Tool „Lieblingsküchen“<br />

zur Kundengewinnung und den<br />

Erfolg des Studio Konzepts „System Plus1“.<br />

Somit bietet Der Küchenring vom Ladenbau<br />

bis zur Leadgenerierung, alles aus einer<br />

Hand. Unsere digitale Präsenz haben wir auf<br />

den Social-Media-Kanälen weiter optimiert.<br />

Durch gezielte Online-Marketingkampagnen<br />

konnten eine deutlich höhere Reichweite erzielt<br />

und mehr Traffic generiert werden. Wir<br />

schauen hochmotiviert in die Zukunft.“<br />

5/6/<strong>2022</strong> KÜCHENPLANER 35


Küchenverbände<br />

Vielfalt ist der Garant des Erfolgs<br />

Wie behauptet sich der Küchenfachhandel im Spannungsfeld zwischen den Auswirkungen der<br />

Pandemie und des Kriegs in der Ukraine einerseits und dem Homing-Trend andererseits? Die in der<br />

MHK Group organisierten Händler zuletzt sehr gut. Mit erneuten Rekordzahlen im Jahr 2021.<br />

Auf der Bilanzpressekonferenz konnte der<br />

MHK-Vorstandsvorsitzende Werner Heilos<br />

die besten Zahlen in der Firmengeschichte<br />

verkünden. So wuchs der (Außen-) Umsatz<br />

im Jahr 2021 um 16,4 % auf 8,914 Mrd.<br />

Euro. Erwirtschaftet wurde das Ergebnis<br />

von den europaweit 3633 Unternehmen<br />

(+ 161), die der Gruppe per 31. Dezember<br />

2021 angehörten. Wachstumsimpulse kamen<br />

gleichermaßen aus dem In- und Ausland.<br />

Während die Gruppe in Deutschland<br />

um 15,5 % auf 5,924 Mrd. Euro zulegte, trugen<br />

die MHK-Auslandsgesellschaften in<br />

Belgien, Großbritannien, den Niederlanden,<br />

Österreich, der Schweiz und Spanien<br />

mit 2,99 Mrd. Euro und einem Umsatzplus<br />

von 18,5 % zum Gesamtergebnis bei. „Mit<br />

diesen Ergebnissen konnten die MHK-<br />

Töchter erneut deutlich über dem Marktniveau<br />

wachsen“, so das Fazit der Geschäftsleitung.<br />

Dieses Ergebnis spiegelt sich auch<br />

in der Ausschüttung an die Gesellschafter<br />

wider. Ausgeschüttet wurde die Rekordsumme<br />

von 180,9 Mio. Euro (+ 20,0 %).<br />

Mehr Wert pro Küche<br />

Der Lockdown hat den ohnehin bereits<br />

hohen Stellenwert der Küche noch einmal<br />

weiter steigen lassen. So kostete<br />

eine Küche in den Studios der MHK-Partner<br />

(außer Reddy) 2021 durchschnittlich<br />

15 147 Euro (+ 3,83 %). Bei Reddy Küchen,<br />

dem Franchise-System der MHK,<br />

stieg der durchschnittliche Verkaufspreis<br />

um 6,32 % auf 8988 Euro. Der anhaltende<br />

Nachfrageboom und die Null-Zins-Strategie<br />

der Europäischen Zentralbank hätten<br />

den Handels- und Handwerkspartnern<br />

zwar auch 2021 in die Karten gespielt,<br />

„dennoch“, so Werner Heilos, „war das Ergebnis<br />

kein Selbstverständnis“. Gerade<br />

der knapp sechs Monate dauernde Lockdown<br />

zu Jahresbeginn und die teils noch<br />

restriktiveren Corona-Maßnahmen hätten<br />

insbesondere den Fachhändlern einiges<br />

abverlangt.<br />

Viel Differenzierung<br />

Diversifikation ist für die Verantwortlichen<br />

der MHK die Basis für den anhaltenden<br />

Erfolg. So bietet die Gruppe ihren<br />

Partnern im Segment Küche mit ihren<br />

fünf Eigenmarken „Designo“, „elementa“,<br />

„neola“, „selectiv“ und „xeno“ ein breites<br />

Spektrum zur Differenzierung. Hinzu<br />

kommen das Franchise-Konzept „Reddy<br />

Küchen“ sowie als Kern die Dachmarke<br />

„musterhaus küchen Fachgeschäft“.<br />

Das Kerngeschäftsfeld der MHK Group<br />

ist weiterhin die Küchenbranche. Mit ihren<br />

Verbänden interdomus Haustechnik,<br />

Deutscher Wohnbauverbund und TOP Malermeister<br />

Deutschland ist die Gruppe seit<br />

mehr als zehn Jahren aber auch im Handwerk<br />

unterwegs. interdomus Haustechnik<br />

sei mit inzwischen knapp 1500 Gesellschaftern<br />

der mitgliederstärkste Verband<br />

innerhalb der SHK-Branche.<br />

Wertschätzende Kooperation<br />

Die Vorteile einer starken Gemeinschaft<br />

und der Wert eines kooperierenden Miteinanders<br />

betonten der MHK-Aufsichtsratsvorsitzende<br />

Prof. Rainer Kirchdörfer<br />

sowie MHK-Vorstand Dr. Olaf Hoppelshäuser,<br />

der als einen Aspekt der MHK-Erfolgsgeschichte<br />

das Dreieck zwischen MHK,<br />

Handel und Industrie herausstellte. „Wir<br />

brauchen gerade in der heutigen Zeit keine<br />

Konfrontation, sondern mehr denn je<br />

eine wertschätzende Kooperation“, hob er<br />

hervor. Man könne die Situation nur gemeinsam<br />

bewältigen. Zugleich müsse der<br />

Industrie aber auch bewusst sein, was sie<br />

an ihrem Partner aus dem spezialisierten<br />

Fachhandel und dem Fachhandwerk habe.<br />

„Das ist erfreulicherweise aber meist der<br />

Fall“, unterstrich Dr. Hoppelshäuser. Und<br />

nicht zuletzt würden auch die MHK-Zahlen<br />

dafürsprechen, dass die Zusammenarbeit<br />

mit der Industrie in schwierigen<br />

Zeiten funktioniere.<br />

Konsequent digital<br />

Mit Blick auf die Veränderungen der letzten<br />

Jahre stellte der für den MHK-Vertrieb<br />

verantwortliche Vorstand außerdem fest,<br />

dass das viele Jahre geltende Dreieck inzwischen<br />

erweitert worden sei und den<br />

Fokus auf den Endkunden in den Mittelpunkt<br />

stelle. „Die Digitalisierung gibt<br />

hier bahnbrechende Möglichkeiten in der<br />

Zusammenarbeit.“<br />

Foto: MHK<br />

Der MHK-Vorstand<br />

präsentierte für das<br />

Geschäftsjahr 2021<br />

erneut eine Rekordbilanz<br />

(Foto von links):<br />

Kirk Mangels,<br />

Dr. Olaf Hoppels häuser,<br />

Frank Berm bach,<br />

Wolfgang Becker,<br />

Prof. Rainer Kirchdörfer<br />

(Aufsichtsratsvorsitzender)<br />

und<br />

Werner Heilos.<br />

36 KÜCHENPLANER 5/6/<strong>2022</strong>


Kraft durch digitalen Wandel Diese<br />

werde gelingen, „wenn wir die Möglichkeit<br />

des digitalen Wandels auch konsequent<br />

heben“, schloss Kirk Mangels an, der für<br />

die Bereiche Digitalisierung, Marketing<br />

und Unternehmenskommunikation verantwortlich<br />

zeichnet. „Aufgabe für uns als<br />

Verband ist es, die Digitalisierung entlang<br />

der Wertschöpfungskette bestmöglich zu<br />

begleiten.“ Und hier sei noch einiges zu<br />

tun, beispielsweise bei der Verbesserung<br />

der Vernetzung und Standards zwischen<br />

Verband, Industrie und Handel, um in<br />

puncto Fehlervermeidung im Heute anzukommen.<br />

Oder aber auch mit Blick auf die<br />

Markenbildung des einzelnen Händlers<br />

und des größeren Wettbewerbs im Internet.<br />

„Hier trennt sich die Spreu vom Weizen.<br />

Deshalb müssen wir ein optimiertes<br />

und zielgerichtetes Marketing anbieten.“<br />

Um dieser Aufgabe gerecht zu werden und<br />

ihre Gesellschafter bestmöglich zu unterstützen,<br />

habe die Dreieicher Gruppe bereits<br />

im letzten Jahr mit dem Projekt „digitaler<br />

Verband“ auf der einen Seite und<br />

der Gründung der digitalen Kommunikationsagentur<br />

MIYU auf der anderen Seite<br />

„Riesenschritte unternommen.“<br />

Aktuelle Nöte<br />

Das Thema, das den MHK-Gesellschaftern<br />

aber aktuell am meisten unter den<br />

Nägeln brenne, seien die momentanen,<br />

direkt spürbaren Herausforderungen.<br />

„Zum Tagesalltag gehören unvollständige<br />

Küchen, mehr Anfahrten, unterjährige<br />

Preiserhöhungen, höhere Energiekosten,<br />

die Inflation und damit verbunden höhere<br />

Gehaltsanpassungen ebenso wie ein<br />

sich intensivierender Arbeitsmarkt mit<br />

Fachkräftemangel etc.“, berichtete MHK-<br />

Vorstand Wolfgang Becker. In der Folge<br />

müssten die meisten Gesellschafter erstmalig<br />

ihre Preise mehrfach im Jahr neu<br />

kalkulieren und könnten keine Preiszusagen<br />

mehr geben. „Das ist Neuland und verlangt<br />

sowohl einen guten Überblick über<br />

die eigene Situation als auch eine Stärke<br />

zur Kalkulation.“ Diese sei auch dringend<br />

notwendig, denn nicht selten sei es vorgekommen,<br />

dass die Gesellschafter das Jahr<br />

2021 zwar mit einem Rekordumsatz abgeschlossen<br />

hätten, nicht aber mit einem<br />

Rekordgewinn. „Die unterjährige Kalkulation<br />

darf einem selbst in einem stressigen<br />

Alltag nicht durchgehen“, betonte<br />

Wolfgang Becker. Sie sei für die nachhaltig<br />

erfolgreiche Entwicklung der Unternehmen<br />

essenziell. „Durch die Zentralregulierung<br />

können wir unseren Partnern<br />

auch in diesem Bereich wertvolle Unterstützung<br />

anbieten.“<br />

Nachfrage ist noch hoch<br />

Abschließend wagte Werner Heilos noch<br />

einen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr.<br />

Dabei stellte er fest, dass die<br />

Nachfrage bis zum heutigen Tage (23. Mai<br />

<strong>2022</strong>, Anm. d. Redaktion) verhältnismäßig<br />

hoch sei. „Das liegt natürlich auch daran,<br />

dass die hohe Inflation bei tiefen Zinsen<br />

den Menschen das Ersparte wegnimmt<br />

und es sich daher sehr lohnt, in das eigene<br />

Zuhause zu investieren.“ Ob dieser<br />

Trend so anhalten werde und wie sich die<br />

zuvor skizzierten Herausforderungen in<br />

der Liefersituation auswirken würden, sei<br />

zurzeit aber noch recht ungewiss.<br />

Dirk Biermann


Küchentrends<br />

Foto: Furniture Future Forum<br />

Gut besucht: Zum 15-jährigen Bestehen kamen gut 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum „Trendreport <strong>2022</strong>“<br />

ins Furniture Future Forum nach Bünde.<br />

Reduktion als Königsweg<br />

Wie sehen die nächsten Jahre für Küchen- und Möbelhersteller aus? Wie kann es<br />

nach der Pandemie und angesichts von Klimakrise und Ukrainekrieg weitergehen?<br />

Wie leben wir im Jahr 2030? Eindeutige Antworten auf diese Fragen fanden die<br />

Referentinnen und Referenten beim „Trendreport <strong>2022</strong>“ im Furniture Future Forum<br />

zwar nicht, sie boten aber Lösungsansätze: zukunftsorientierte Digitalisierung sowie<br />

Reduktion sowohl bei Design als auch Materialien.<br />

Der „Trendreport“ fand nach zwei Jahren erstmals wieder<br />

statt. Innenarchitektin und Trendforscherin Katrin<br />

de Louw hatte nach Bünde ins Furniture Future Forum<br />

(ehemals „servicepoint A30“) eingeladen und mit Professor<br />

Frank Prekwinkel (CEO der imos AG in Herford)<br />

und Andreas Enslin (Chefdesigner bei Miele) zwei<br />

namhafte Referenten gewonnen.<br />

Professor Prekwinkel beschäftigte sich mit zukunftsorientierten<br />

Digitalisierungsstrategien für die<br />

Möbelbranche. Er machte klar, dass es zwischen der<br />

staatlichen Krisenbewältigung von Corona und der<br />

Möbelindustrie hinsichtlich Themen wie digitale Insellösungen,<br />

vernetztes Arbeiten und Lieferketten viele<br />

Parallelen gebe. Zum Beispiel: die ineffektive Kommunikation<br />

der Gesundheitsämter in der Krise, die der<br />

fehlenden Digitalisierung geschuldet war. Auch die<br />

Möbelbranche setze auf viele unterschiedliche Systeme,<br />

sodass digitale Schnittstellen in der gesamten Lieferkette<br />

problematisch seien. Prekwinkel wies darauf<br />

hin, dass sich die Möbelindustrie nicht vor dem Online-Handel<br />

scheuen dürfe, der jede Menge Potenzial<br />

biete, insbesondere natürlich bei der jüngeren Klientel.<br />

Langlebiges Design<br />

Katrin de Louw, Inhaberin der Firma Trendfilter, brachte<br />

den Zuhörerinnen und Zuhörern Design- und Materialtrends<br />

für die Einrichtung von morgen nahe. Reduktion<br />

sei zukünftig Voraussetzung für langlebiges<br />

Design. Dazu zähle u. a. sortenreines Material, das<br />

sich zu 100 % recyceln lässt. Aber auch zurückhaltende,<br />

zeitlose Entwürfe, die auch nach Jahren noch<br />

frisch wirken und Spaß machen. Neu ist dieser An-<br />

38 KÜCHENPLANER 5/6/<strong>2022</strong>


satz nicht, er verschwand allerdings mit Beginn der hedonistischen<br />

1980er-Jahre und der konsumorientierten Yuppie-<br />

Ära zusehends aus der Designagenda. De Louw betonte, dass<br />

Reduzierung auch auf anderen Ebenen sinnvoll sei, wie beispielsweise<br />

beim Messebau. Und da Kundinnen und Kunden<br />

unbeschränkten Konsum gewohnt seien, müssten die Hersteller<br />

Verantwortung übernehmen und ihren Kundinnen<br />

und Kunden vermitteln, dass Reduktion in jeder Hinsicht<br />

der richtige Weg sei.<br />

Blick ins Jahr 2030<br />

Aufgabe von Design ist es, Produkte zu vereinfachen, den<br />

Bedienkomfort zu verbessern und den ökologischen Fußabdruck<br />

zu verringern. So sieht es Andreas Enslin, Vize Präsident<br />

Miele & Cie. KG, und Chef des Miele Designcenters. Das<br />

Ziel: Zeitlose Produkte, die lange funktionieren und deren<br />

Reparierbarkeit gewährleistet ist. Als Designer denkt Enslin<br />

natürlich noch weiter in die Zukunft und beschäftigt sich bereits<br />

mit der Welt im Jahr 2030, für das er vier unterschiedliche<br />

Szenarien vorstellte, die von seinem Design-Team zusammen<br />

mit dem Zukunftsinstitut erarbeitet wurden.<br />

KÜCHENPLANER-Fazit: Es bleibt zu hoffen, dass diese Ideen<br />

in der Branche auf offene Ohren treffen, und man nicht – wie<br />

in einem der vorgestellten Zukunftsszenarien dargestellt –<br />

weitermacht wie bisher.<br />

Sybille Hilgert<br />

© nobilia<br />

The PET for<br />

value to add.<br />

skai® PureLux<br />

Foto: Hilgert<br />

Katrin de Louw, Initiatorin des Forums:<br />

„Dank an treue Netzwerkpartner.“<br />

Die äußere Erscheinung von skai® PureLux ist ein<br />

Statement: Die edle Optik der samtmatten Oberfläche<br />

verbindet sich perfekt mit der äußerst angenehmen Soft-<br />

Touch-Haptik. So trägt die PET-Oberfläche in Küche, Bad<br />

und Wohnbereich unmittelbar zur hohen Wertanmutung<br />

bei. Überlegene Antifingerprint-Eigenschaften, höchste<br />

Kratzfestigkeit und Reinigungsfreundlichkeit zeichnen<br />

skai® PureLux außerdem aus. Der Oberflächenspezialist<br />

bündelt seine ganze Design- und Technologiekompetenz<br />

in einem Premium-Produkt: skai® PureLux schafft<br />

Mehrwert am Möbel.<br />

<strong>2022</strong><br />

new<br />

colors<br />

5/6/<strong>2022</strong><br />

http://www.skai.com/interior/moebelfolie


Produkte<br />

Die Wandelemente bringen den<br />

Werkstattcharakter in die Küche.<br />

Fotos: Fantin<br />

Schrauber-<br />

Charme<br />

Neue Produkte, Accessoires und Ausführungen:<br />

Das von Salvatore Indriolo<br />

für den italienischen Hersteller Fantin<br />

entworfene System „Frame“ hat ein erneutes<br />

Update erfahren. Dazu zählen für<br />

die Küche die kompakten Geräteschränke<br />

„Tall Units“ sowie spezielle Wandelemente<br />

für die Nische in verschiedenen<br />

Ausführungen mit Ablage und integrierter<br />

Beleuchtung. Als geschlossene Fläche<br />

aus massivem Metall für die Verwendung<br />

mit Magneten oder als perforierte Fläche<br />

mit Haken zum Aufhängen erzeugen diese<br />

Elemente einen Bezug zu den Werkzeughaltern<br />

in Werkstätten. Das 2018<br />

eingeführte und seitdem mehrfach erweiterte<br />

Sortiment der Frame-Kollektion umfasst<br />

Tische, Schränke, Sideboards, Bücherregale,<br />

Spiegel, Küchenelemente und<br />

Werkbänke in verschiedenen Größen. Prägend<br />

für die Linie sind der Werkstoff Metall<br />

und als Grundgerüst solide Vier kantrohre<br />

aus Edelstahl. Alle Produkte sind<br />

laut Hersteller zu 100 % recycelbar und in<br />

35 Farben erhältlich.<br />

„Tall Unit“ mit Geräteausstattung.<br />

40 KÜCHENPLANER 5/6/<strong>2022</strong>


Foto: Schmidt Küchen<br />

Like<br />

Industrial<br />

Nach dem Motto „Zeigen, was man hat“ können<br />

die offenen Regale der „Metal-Line“ von Schmidt<br />

Küchen als Alternative oder Ergänzung zu Oberschränken<br />

eingesetzt werden. In Anlehnung an<br />

den angesagten Industrial-Style werden Rahmen<br />

aus geschweißtem und lackiertem Stahl in Mattweiß<br />

oder Mattschwarz mit 19 mm starken Fachböden<br />

kombiniert. Die Regale gibt es in den Höhen<br />

390, 520 und 780 mm. Die Fachböden mit<br />

einer Stärke von 19 mm sind fest positioniert<br />

und auf die Ober- und Unterkanten abgestimmt.<br />

„Metal Line“ ist nicht nur in der Küche, sondern<br />

auch in anderen Wohnbereichen einsetzbar, da<br />

Materialien und Farben an bereits vorhandene<br />

Möbel angeglichen werden können.<br />

Happy Metal<br />

Küchen in knallbunt, quittengelb, mangoldgrün<br />

oder tomatenrot sind das Markenzeichen von<br />

Popstahl. Die Küchenfirma wurde vor 12 Jahren<br />

in Berchtesgaden gegründet und ist seitdem mit<br />

individuellen Küchenentwürfen erfolgreich. In<br />

Berchtesgaden und Dießen verfügt das Unternehmen<br />

auch über eigene Schauräume. Popstahl<br />

arbeitet mit pulverbeschichtetem, gefaltetem<br />

Stahlblech. Jede Küche wird nach individuellen<br />

Wünschen gefertigt. Nachhaltigkeit nehme<br />

in der Unternehmensphilosophie einen großen<br />

Stellenwert ein. So können die Küchen vollständig<br />

recycelt werden. Aber eigentlich sind sie<br />

für eine langjährige Nutzung vorgesehen. Die<br />

Küchen lassen sich immer wieder erweitern und<br />

neuen Bedürfnissen anpassen. Sogar die Farbe<br />

könne gewechselt werden. Dann heißt es vielleicht<br />

nicht mehr tomatenrot, sondern grauburgunder.<br />

Die Küchenmanufaktur arbeitet mit Geräteherstellern<br />

wie Bora, Quooker und Fisher &<br />

Paykel zusammen.<br />

Foto: Popstahl; Anton Brandl<br />

5/6/<strong>2022</strong> KÜCHENPLANER 41


Produkte<br />

Foto: Nolte Küchen<br />

Vorhang auf für nolteneo<br />

Küchen, angrenzende Wohnbereiche, Hauswirtschaftsraum<br />

und Bäder: Auf der EuroCucina vom<br />

7. bis 12. Juni in Mailand zeigte Nolte Küchen das<br />

volle Programm. Ein Highlight war „nolteneo“.<br />

Das neue Konzept der Ausstattungslinie wurde<br />

erstmals in Gänze präsentiert. Geschäftsführer<br />

Eckhard Wefing erläutert: „Wir haben ‚ nolteneo‘<br />

zur Ausstattungslinie weiterentwickelt und präsentieren<br />

in Mailand erstmals das vollendete<br />

Konzept. Im NOLTE FORUM gab es zur Hausmesse<br />

im September 2021 einen Vorgeschmack auf<br />

das exklusive Design. Mit drei offenen Wohnküchen<br />

bildete „nolteneo“ das Herz der Präsentation<br />

auf dem rund 500 m 2 großen Stand. Hier abgebildet<br />

im Design Softlack „ Magma“ und „Eiche<br />

geschwärzt“.<br />

Fotos: SieMatic<br />

Glänzendes<br />

Profil<br />

SieMatic setzt auf seinem Weg<br />

zur Lifestyle-Marke auch auf Farbe.<br />

Dazu zählen Metallic-Effekte,<br />

wie diese akzentstarke Küchenlösung<br />

zeigt. Was wie eine Wandvertäfelung<br />

wirkt, sind Türen aus<br />

in „Goldbronce“ eloxiertem Aluminium<br />

in feinen Rahmenfronten.<br />

Dahinter verbergen sich Hochschränke.<br />

Wohnlich ergänzt wird<br />

die Einrichtung durch eine Vitrine<br />

mit Rahmen in „Goldbronce“<br />

und Hochschränke in Titanweiß.<br />

Hinter der mittleren Einschiebetür<br />

befinden sich Backofen und<br />

Geschirrspüler. Koch- und Spülzentrum<br />

wurden als Kücheninsel<br />

mit der grifflosen „SieMatic SLX“<br />

gestaltet.<br />

42 KÜCHENPLANER 5/6/<strong>2022</strong>


Fotos: eggersmann kuchen; ©grothus/bültmann<br />

Übergänge<br />

schaffen<br />

Mit der Kollektion „home“ will eggersmann für<br />

Küche und angrenzende Wohnbereiche erweiterte<br />

Gestaltungsmöglichkeiten bieten. Zentrales<br />

Element ist das Glaskorpus-Programm „glance“.<br />

Die Unter-, Ober- und Hochschränke aus Glas<br />

sind mit filigranen Aluminiumrahmen eingefasst.<br />

Diese Rahmen werden in einem ausgewählten<br />

Farbspektrum angeboten. Weitere Planungsmöglichkeiten<br />

bietet ein Wandpaneel-System,<br />

mit dem sich Frontelemente aus Furnier, Lack,<br />

Beton oder Edelstahl individuell zusammenstellen<br />

lassen, z. B. als Raumteiler. Harmonische<br />

Gesamtbilder mit ruhigen Furnieren gehören<br />

ebenso zum Repertoire wie optisch spannende<br />

Richtungswechsel mit geprägten Hölzern oder<br />

kontrastierende Farben. Das laut Unternehmen<br />

„unkomplizierte“ Montagesystem ermöglicht einen<br />

einfachen Aufbau oder späteren Austausch.<br />

Qanto ®<br />

www.ninka.com<br />

die vertikale<br />

Nutzung<br />

verborgener<br />

Stauräume.


Produkte<br />

Foto: Poggenpohl<br />

Mit<br />

Aluminiumfront<br />

Der in Berlin ansässige dänische Designer Sigurd Larsen<br />

hat für Reform die Küche „Fold“ entworfen. Die Fronten<br />

von „Fold“ (dt. für „falten“) bestehen aus einem MDF-Trägermaterial,<br />

um das eine 2 mm starke Aluminiumplatte<br />

gefaltet wird. Die Küche ist in zwei Varianten erhältlich:<br />

Bei der ersten wird pulverbeschichtetes Aluminium in<br />

Anthrazit um eine 16 mm starke schwarze MDF-Platte<br />

gelegt. Die zweite Designvariante zeigt sich mit einer gebürsteten<br />

Aluminium-Front, die um eine 16 mm starke<br />

graue Trägerplatte gefaltet ist. Das Aluminium oxidiert<br />

leicht im Laufe der Zeit, was zu einer etwas dunkleren<br />

Färbung führen kann. Designer Sigurd Larsen empfiehlt<br />

für ein stimmiges Gesamtbild, die Abdeckplatten, Ergänzungen<br />

und Sockelleisten im gleichen Material wie<br />

die Oberfläche der Fronten zu wählen.<br />

Spiegelnde Kacheln<br />

Für alle, die es besonders mögen: Metall fliesen aus „Weißbronze“<br />

in Kombination mit einem im filigranen Spülbecken aus warm<br />

gewalztem Stahl. Gesehen bei Poggenpohl.<br />

Fotos: Thomas Wiuf Schwartz


Fotos: Beckermann<br />

Die erste<br />

Waschmaschine<br />

für saubere<br />

Meere.<br />

Ein Konzept für alles<br />

Mit dem Designkonzept „Lebensräume“ geht Hersteller Beckermann weit über die<br />

Küche hinaus. Neben der Planung und Ausgestaltung des gesamten Koch-, Essund<br />

Wohnambientes können Eingangsbereiche mit Flurgarderoben, Bäder, Homeoffice-Plätze<br />

und Hauswirtschaftsräume in die Planung eingebunden werden. Das<br />

Design konzept wurde kürzlich beim Konsumentenpreis „Kitchen Innovation Award“<br />

ausgezeichnet.<br />

Mit integriertem<br />

Mikroplastikfilter.<br />

Waschkraft trifft<br />

Umweltschutz.<br />

Ohne Kompromisse.<br />

Komplett<br />

in Graphit<br />

Für den einheitlichen Look hinter<br />

den individuellen Möbelfronten sorgt<br />

bei Beckermann Küchen nun ein eleganter<br />

Farbverbund aller Materialien<br />

im dunklen Farbton „Graphit“. Die<br />

durchgehende Optik bezieht alle Details<br />

ein. Sie reicht von den Beschlägen<br />

über die Abdeckkappen bis zur<br />

Innenausstattung samt Abfalltrennsystem<br />

und Besteckeinsätzen. Zudem<br />

hat der Hersteller Schubkästen<br />

und (Innen)Auszüge auf die „Merivo<br />

Box“-Plattform von Blum umgestellt.<br />

Die hochgeschlossene, gerade Zarge<br />

böte eine optimale Stauraumnutzung.<br />

Mit dem Designkorpus „OneLine“ in<br />

„Graphit“ will Beckermann die Innenausstattung<br />

der Küchen auf ein<br />

neues Level heben. „OneLine“ bedeutet,<br />

dass die Möbel über alle Breiten,<br />

Tiefen und Funktionsausführungen<br />

innen wie außen im exklusiven Dekor<br />

„Graphit“ gefertigt werden.<br />

#STOP<br />

MIKRO-<br />

PLASTIK<br />

5/6/<strong>2022</strong><br />

www.grundig.de/mikroplastikfilter


Produkte<br />

Mit allen Sinnen<br />

Im Küchenkonzept „echt.Zeit“ vereint Team 7 warme<br />

Wohnlichkeit mit Elementen des Industrial Styles<br />

und interpretiert damit Naturholz auf moderne Art.<br />

Wobei stets die natürliche Ästhetik des Materials<br />

im Vordergrund steht. So unterstreichen die senkrechten<br />

Fräsungen der Fronten den Massivholzcharakter<br />

zusätzlich. Sie setzen haptische Akzente und<br />

erzeugen optische Tiefe. Kombiniert mit offenen Regalen<br />

entsteht eine Küche mit modernem Charme.<br />

Variable Besteckeinsätze, eine Kochmesserlade mit<br />

Magneteinsatz, ein Tablarauszug für Küchengeräte<br />

und passende Nischenelemente sorgen für effiziente<br />

Ordnung. Ein weiteres Extra: Der Spülenschrank<br />

wurde speziell für ein Wasseraufbereitungssystem<br />

konzipiert. Team 7-Designer Sebastian Desch kommentiert<br />

das Konzept der „echt.zeit“-Küche so: „Eine<br />

Küche, um miteinander Genussvolles zu schaffen.<br />

Kochen als gemeinsames Ritual wiederentdecken.<br />

Das Leben in wertvollen Momenten spüren.“<br />

Foto: Team 7<br />

Foto: Iris Ceramica<br />

Wie Stein<br />

Die natürliche Schönheit von Stein mit der hohen<br />

Produktqualität des Feinsteinzeugs – das verbindet<br />

Iris Ceramica in der Kollektion „Pietra di Bilbao“.<br />

Die Oberflächen für Boden und Wand sind in vier<br />

neutralen Farben erhältlich: vom Elfenbeinweiß des<br />

„Bilbao Ice“ über das Beige von „Bilbao Sand“ und<br />

die grauen Nuancen von „Bilbao Grey“ (Foto) bis<br />

zu den dunklen Tönen von „Bilbao Black“. Geplant<br />

werden kann mit den Formaten 120 x 60, 60 x 60 und<br />

60 x 30 cm. Zudem können 30 x 30 cm großen Streifen<br />

und Kachel-Mosaike in Böden und Wände eingefügt<br />

werden, um zum Bespiel Nischen und kleine<br />

Flächen im Wohnbereich, Bad und in der Küche zusätzlich<br />

aufzuwerten.<br />

46 KÜCHENPLANER 5/6/<strong>2022</strong>


Küche im<br />

Schrank<br />

Der next125-Schrank mit Einschub türen<br />

ist auch für Pantry-Küchen eine praktische<br />

Sache. Die kurze Zeile, hier mit Einschubfronten<br />

in leuchtendem „Curry Satin“, bietet<br />

Stauraum mit moderner, reduzierter Optik.<br />

Dank einer speziellen Beschlagtechnik öffnen<br />

sich die Türen durch Antippen. Durch<br />

leichtes Anschieben verschwinden sie seitlich<br />

im Korpus. Die kompakte Konstruktion<br />

der Türen ermöglicht zusätzlichen Platz,<br />

der als Arbeits- oder Abstellfläche genutzt<br />

werden kann. Weiteren Stauraum schaffen<br />

Schübe, Regale oder Nischenpaneele.<br />

Es lässt sich beidseitig mit weiteren Hochschränken<br />

kombinieren.<br />

Foto: next125<br />

Inspiriert durch Marmor<br />

Die neue Küchenarbeitsplatte von Sapien Stone zeigt sich<br />

in sattem Dunkelgrün. Die Farbe „Alpi Chiaro Venato“<br />

wurde laut Unternehmen durch den Marmor des Aoasta-<br />

Tales inspiriert. Die 320 x 150 cm großen Platten haben<br />

eine Stärke von 12 mm. „Beste Voraussetzungen, um<br />

Küchen inseln zu verkleiden“, meint der Hersteller. Die<br />

dunkelgrünen Platten sind zwar durch Naturstein inspiriert,<br />

jedoch aus Feinsteinzeug gefertigt. Damit sind sie<br />

nicht nur pflegeleicht, sondern verfügen über alle Vorteile<br />

von robuster Keramik, wie etwa die Beständigkeit gegen<br />

hohe Temperaturen und Temperaturwechsel sowie die Unempfindlichkeit<br />

gegen säurehaltige und korrosive Stoffe.<br />

Fotos: SapienStone<br />

5/6/<strong>2022</strong> KÜCHENPLANER 47


Produkte<br />

Keramikplatte<br />

mit Patina-Effekt<br />

Mit Keramikplatten im Großformat und mit minimaler<br />

Stärke will das Unternehmen Laminam Räume<br />

neu definieren und gestalten. Die von der Natur inspirierten<br />

Designs können für die Gestaltung von Fassaden,<br />

als Wand- oder Bodenbeläge für Innenräume oder<br />

für Einrichtungsgegenstände genutzt werden. Die aktuelle<br />

Oberfläche „Verderame Finish“ ist eine Ergänzung<br />

der „Ossido“-Kollektion, deren Vorbild der Oxidationsprozess<br />

von Kupfer- und Metallblechen ist. Das Design<br />

von „Verderame Finish“ erinnert an die Patina von Kupfer.<br />

Die Optik, die zwischen zarten Braun- und Grüntönen<br />

wechselt, passt zu zahlreichen Einrichtungsstilen.<br />

Foto: Laminam<br />

Fotos: LEICHT Küchen<br />

Schafft Ruhe<br />

Durch die flächenbündige Integration der Zeile in<br />

die Wand nehmen sich die Arbeitsbereiche dieser<br />

LEICHT-Planung optisch zurück. Das lässt den Raum<br />

größer wirken. Ein Effekt, den die ruhigen braunen<br />

Oberflächen in Holzoptik verstärken. Parallel davor<br />

erstreckt sich ein markanter Küchenblock mit integriertem<br />

Kochfeld und einem sich anschließenden<br />

Essbereich – ein architektonisches wie kommunikatives<br />

Element, das Kochen und Essen miteinander verbindet.<br />

Die Tischplatte im Essbereich greift die dunkelbraunen<br />

Oberflächen der Küche auf, während die<br />

ebenfalls grifflosen Fronten des Küchenblocks in Fossilgrau<br />

gestaltet sind – ein leiser, puristischer Farbton,<br />

der mit seiner eleganten Zurückhaltung die ruhige<br />

und klare Ausstrahlung dieser Küchenplanung<br />

unterstreicht. Die supermatten Oberflächen stammen<br />

aus dem Programm „Fenix“. Die massive „Rocca“-<br />

Arbeitsplatte in Marmoroptik schafft einen harmonischen<br />

Farbausgleich zum dunklen Grauton. Der<br />

Hersteller meint: „Mit geometrischen Formen, klaren<br />

Linien und ruhigen Farben bietet diese offene Planung<br />

einen idealen Ruhepol – sowohl visuell als auch<br />

für das alltägliche Miteinander im Lebensraum. Sie<br />

ist geprägt von einer Reduktion auf das Wesentliche,<br />

ohne dabei auf aussagekräftige Details zu verzichten.“<br />

48 KÜCHENPLANER 5/6/<strong>2022</strong>


Das Dach zur Küche<br />

Die multifunktionale Remise von Westerhoff<br />

eignet sich für den Outdoor-Trend mit Premium-<br />

Anspruch. Sie kann sowohl mit überdachtem<br />

Unterstand für die Outdoor-Küche und Sitzecke<br />

als auch mit angeschlossenem Sauna- und Fitnessraum<br />

geplant werden. Die Fassadenverkleidung<br />

besteht wahlweise aus Trespa (HPL-Platten)<br />

oder aus rautenförmigen Rhombusprofilen.<br />

Auf der Sichtseite sind die Rautenleisten aus sibirischer<br />

Lärche gefertigt sowie mit Öl-Lasur<br />

im Patina-Farbton vorbehandelt. Dazu kommt<br />

eine Flachdachkonstruktion mit hochwertiger<br />

Dachdeckung. Jede Remise wird individuell von<br />

Architekten geplant.<br />

Foto: Westerhoff<br />

Einer für alle<br />

Foto: Justus<br />

Wer kennt das nicht? Während die Fleisch-<br />

Fraktion Steak bevorzugt, stehen die Gourmets<br />

auf Lachs mit gegrillten Avocados. Da<br />

normalerweise nur eine große Grillfläche<br />

zur Verfügung steht, wird alles nach einander<br />

zubereitet. So sind die einen bereits<br />

satt, während die anderen noch warten. Als<br />

Problemlöser empfiehlt sich der Hightech-<br />

Gasgrill „Mars Pro“ des deutschen Feuerungsspezialisten<br />

Justus. Denn zwei getrennte<br />

Grillflächen mit unterschiedlichen<br />

Temperaturzonen machen es möglich: das<br />

gleichzeitige Zubereiten der unterschiedlichsten<br />

Gerichte. Mit 190 cm Breite ist<br />

das Gerät zudem ein echter Blickfang. Das<br />

findet auch Fernsehkoch Sebastian Lege<br />

(Foto), der Justus als Testimonial und bei<br />

der Produktentwicklung unterstützt.<br />

Modul für Modul<br />

Die Outdoorküchen von Wesco sind modular frei kombinierbar.<br />

Nach Wunsch können die handgefertigten<br />

Schrankmodule mit Modulen für Kühlschrank, Gasoder<br />

Teppanyaki-Grill ergänzt werden. Klassische Induktion<br />

oder ein Induktionswok sind ebenfalls möglich.<br />

Das Grundgerüst besteht aus Aluminiumprofilen in gebürsteter<br />

Edelstahloptik. Der Innen-Korpus wird mit<br />

Kompakt- oder Keramikplatten verkleidet. Auch für die<br />

Arbeitsplatten wird Keramik verwendet. Das Modul-Konzept<br />

wurde bereits mit dem „German Innovation Award“<br />

und dem „German Design Award“ ausgezeichnet. Zu den<br />

Modulen des Premiumsegmentes kommen ab Juni <strong>2022</strong><br />

auch die preisgünstigeren „alumobil“-Module (Foto). Die<br />

in Deutschland gefertigten Elemente basieren ebenfalls<br />

auf einem modularen System: Je nach Belieben und vorhandener<br />

Stellfläche können die persönlichen Favoriten<br />

zu Küchenzeilen und -inseln kombiniert werden.<br />

Foto: Wesco<br />

5/6/<strong>2022</strong> KÜCHENPLANER 49


Arbeitsflächen<br />

Neues Leben für Naturstein<br />

Von Strasser Steine kommt eine besondere Innovation. Das Unternehmen gibt<br />

Arbeitsflächen aus Naturstein und anderen Recycling-Materialien ein zweites<br />

Leben. Draus entsteht „Alpinova“. Laut Unternehmen ist es „eine der nachhaltigsten<br />

Küchenarbeitsplatten der Welt“.<br />

Naturstein ist von Haus aus ein natürliches Produkt.<br />

Und doch können daraus gefertigte Arbeitsflächen<br />

und der Prozess der Konfektionierung deutlich nachhaltiger<br />

gestaltet werden, als es bislang der Fall ist.<br />

Strasser Steine aus Österreich hat nun eine Neuheit<br />

vorgestellt, die auf einem völlig neuen Produktionsverfahren<br />

basiert. „Alpinova“, so lautet der Markenname,<br />

besteht zu 40 % aus Natursteingranulat. Verarbeitet<br />

werden Bruchstücke und Kleinteile, die in den<br />

Steinbrüchen sonst allenfalls als Entsorgungsgut eine<br />

Rolle spielen. Hinzu kommen 50 % Recyclingmaterial.<br />

Zusammen mit 10 % hochwertigem Bindemittel wird<br />

daraus ein „Alleskönner“ , sagt Johannes Artmayr, geschäftsführender<br />

Gesellschafter von Strasser Steine.<br />

Denn „Alpinova“ sei kratzfest, hygienisch, leicht zu<br />

reinigen und bis 200 °C hitzestabil. Die Haptik ähnele<br />

der von Natursteinarbeitsplatten. Ebenso die angenehme<br />

Geräuschentwicklung, wenn zum Beispiel eine<br />

Tasse über die Oberfläche geschoben wird. Im Gegensatz<br />

zur Natursteinarbeitsplatte und auch zu anderen<br />

steinähnlichen Materialien könne jedoch eine dezente<br />

1-mm-Mikrokante angeschliffen werden. „Dies erzeugt<br />

eine hochelegante Wirkung“, schwärmt Johannes Artmayr.<br />

Im Zusammenspiel von Produkteigenschaften<br />

und Optik entstehe ein einzigartiges Material. Das<br />

habe im Vergleich mit Naturstein, Keramik und Quarzkomposit<br />

charakteristische Vorteile und sei mit einem<br />

„deutlich reduzierten“ Energieeinsatz zu fertigen. Zudem<br />

sei es zu 100 % recyclingfähig und erfüllt damit<br />

zeitgemäße Ansprüche der Kreislaufwirtschaft. Das al-<br />

Johannes Artmayr,<br />

geschäftsführender<br />

Gesellschafter<br />

Strasser Steine:<br />

„100 % zertifiziertes<br />

Recyclingmaterial<br />

wird mit<br />

40 % Natursteingranulat<br />

angereichert.“<br />

50 KÜCHENPLANER 5/6/<strong>2022</strong>


Im Farbton „Verde“ und<br />

der Oberfläche „Leather Look“:<br />

Arbeitsflächenneuheit „Alpinova“.<br />

Fotos: Strasser Steine<br />

les mache „Alpinova“ zu einem durch und durch nachhaltigen<br />

Produkt. „Re-Stoning“ lautet der darauf basierende<br />

Untertitel.<br />

12 mm, 5 Farben, 2 Oberflächen<br />

Zum Vertriebsstart Mitte Juni <strong>2022</strong> bietet Strasser<br />

„Alpinova“ in 12 mm Plattenstärke (massiv) in fünf Farben<br />

und den beiden Oberflächen „poliert“ und „Leather<br />

Look“ an. Die fünf Farben sind „Nero“ (Schwarz),<br />

„Verde“ (Grün), „Fango“ (Schlamm), „Bianco“ (Weiß) und<br />

„Grigio“ (Grau). Ein Kooperationspartner produziert das<br />

Plattenmaterial, konfektioniert wird es bei Strasser in<br />

St. Martin im Mühlkreis nahe Linz. Preislich liege das<br />

neue Material laut Anbieter knapp über den Einstiegspreisen<br />

für günstigen Naturstein und Quarzkomposit<br />

und deutlich unter den meisten Keramik-Lösungen und<br />

hochwertigem Naturstein.<br />

Dirk Biermann<br />

Kapazität fast verdoppelt<br />

Parallel zur Produkteinführung von „Alpinova“<br />

nimmt die bereits kommunizierte Ausweitung<br />

der Produktion bei Strasser Steine konkrete<br />

Formen an. Entstanden ist am Firmensitz<br />

eine weitere Halle mit 9000 m 2 Fläche. Diese<br />

wird nun mit modernster Fertigungstechnik<br />

ausgestattet. Damit verdoppelt Strasser die<br />

vorhandenen Kapazitäten nahezu. Bis Ende<br />

Januar/Anfang Februar 2023 soll die neue Fertigung<br />

in Betrieb genommen werden. Dann<br />

hat das Unternehmen rund 23 Mio. Euro in die<br />

Erweiterung der Produktion sowie begleitende<br />

Infrastrukturmaßnahmen investiert. Unter<br />

anderem wurde für die Zufahrt der LKW zum<br />

Lager/Wareneingang eine komplette Straße<br />

verlegt. Der finanzielle Background für diese<br />

umfangreichen Investitionen speist sich<br />

aus den Erfolgen der letzten Jahre. Allein<br />

2021 wuchs Strasser im Umsatz um 16 % auf<br />

44,2 Mio. Euro. „Und <strong>2022</strong> läuft wieder sehr<br />

gut“, berichtet Johannes Artmayr.<br />

Die Halle links im Bild ist neu entstanden. Dort werden künftig<br />

Arbeitsflächen mit modernsten Technologien konfektioniert. Im<br />

Gebäude vorn sind Verwaltung und die Ausstellung untergebracht.<br />

5/6/<strong>2022</strong> KÜCHENPLANER 51


Nachhaltigkeit<br />

Foto: BSH Hausgeräte GmbH<br />

Die BSH Hausgeräte GmbH<br />

bringt das Thema Nachhaltigkeit<br />

schon lange in die Praxis<br />

und fördert den Ausbau einer<br />

funktionsfähigen Kreislaufwirtschaft.<br />

Bis 2025 sollen Hausgeräte<br />

der BSH zu mindestens<br />

25 % aus Rezyklaten bestehen.<br />

„Unternehmerische Verantwortung<br />

zahlt sich aus“<br />

Der Aufbau einer funktionsfähigen Kreislaufwirtschaft<br />

und die weitere Reduktion<br />

der CO 2<br />

-Emissionen. Das sind prägender<br />

Themen der umfangreichen Nachhaltigkeitsaktivitäten<br />

der BSH-Group. Im Rahmen<br />

der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens<br />

wurden diese näher beleuchtet.<br />

Dr. Carla Kriwet, zum Zeitpunkt der Bilanzpressekonferenz<br />

noch CEO der BSH,<br />

sagte: „Nachhaltigkeit ist keine Frage des<br />

Lifestyles, und Nachhaltigkeit und Profitabilität<br />

sind für mich kein Widerspruch.<br />

Ganz im Gegenteil. Unsere Investitionen<br />

in nachhaltige Prozesse und Produkte zeigen<br />

nicht nur eine unternehmerische Verantwortung,<br />

sondern zahlen sich auch aus“.<br />

Laut einer globalen BSH-Studie von<br />

2021 legen Konsumentinnen und Konsumenten<br />

verstärkt Wert darauf, einen nachhaltigeren<br />

Lebensstil zu führen, ohne dabei<br />

auf Komfort verzichten zu müssen.<br />

Das betrifft auch die Hausgeräte. Bei deren<br />

Auswahl stünden eine lange Lebensdauer,<br />

niedriger Energie- und Wasserverbrauch<br />

und die Verwendung nachhaltiger<br />

Materialien im Vordergrund. Hygiene<br />

und Frische von Lebensmitteln sowie das<br />

Thema Vermeidung von Lebensmittelverschwendung<br />

haben ebenfalls an Relevanz<br />

gewonnen. Hier in der Übersicht einige<br />

konkrete Projekte und Entwicklungen:<br />

Reduzierung des CO 2<br />

-Fußabdrucks/<br />

Als Geräte- und Servicelösungen hat die<br />

BSH-Group z. B. selbstlernende Geschirrspüler<br />

im Programm. Diese schlagen aktiv<br />

energieeffiziente Spülprogramme vor<br />

und informieren über den jeweiligen Wasser-<br />

und Energieverbrauch. Das bietet<br />

Kundinnen und Kunden die Möglichkeit,<br />

den eigenen CO 2<br />

-Fußabdruck reduzieren.<br />

Kurze Wege fördern/ Nach eigenen<br />

Aussagen hinterlassen die Entwicklung<br />

und Fertigung von Produkten an BSH-<br />

Standorten keinen CO 2<br />

-Abdruck. Zudem<br />

würden durch den Ausbau lokaler Entwicklungszentren<br />

in den Regionen und<br />

den erweiterten bzw. neuen Produktionsanlagen<br />

in China, Ägypten und Mexiko<br />

Transportwege und Lieferketten verkürzt,<br />

was einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion<br />

der CO 2<br />

-Emissionen ermögliche.<br />

Im Zeichen der Nachhaltigkeit steht<br />

auch das Indoor-Gardening-System. Mit<br />

dem „SmartGrow Life“ können Konsumentinnen<br />

und Konsumenten Kräuter<br />

und Salate züchten und vermeiden lange<br />

Transportwege. Außerdem unterstützen<br />

sie die Kreislaufwirtschaft, denn alle weißen<br />

Kunststoffe des Gerätes seien zu 100 %<br />

recycelt und wiederverwertbar.<br />

Darüber hinaus sollen digitale Services<br />

wie die „foodfittery“-App dabei helfen,<br />

weniger Lebensmittel zu verschwenden.<br />

Das funktioniert durch kreative<br />

Rezeptideen auf Basis der im Haushalt<br />

vorhandenen Lebensmittel.<br />

33 000 MWh eingespart/ Bereits seit<br />

2020 entwickelt und fertigt die BSH nach<br />

eigenen Angaben an allen Standorten<br />

weltweit CO 2<br />

-neutral. Seit September 2021<br />

bezieht die BSH für die Waschmaschinenproduktion<br />

im polnischen Łódź von<br />

der Salzgitter AG grünen Stahl mit einem<br />

um 66 % reduzierten CO 2<br />

-Fußabdruck. Bis<br />

2030 sollen alle Standorte zu 100 % mit<br />

Ökostrom versorgt werden. Schon im letzten<br />

Jahr seien an allen Standorten weltweit<br />

33 000 MWh an Energie eingespart<br />

worden.<br />

Recycelte Materialien/ Bei der Produktion<br />

neuer Geräte setzt die BSH zunehmend<br />

auf recycelte Materialien. Bis 2025<br />

sollen Hausgeräte der BSH zu mindestens<br />

25 % aus Rezyklaten bestehen. Dieser Anteil<br />

soll bis zum Jahr 2030 auf 50 % steigen.<br />

Gleichzeitig hat die BSH sich das Ziel gesetzt,<br />

den Anteil wiederverwertbarer Materialien<br />

in den Geräten bis 2025 auf mindestens<br />

80 % und bis 2030 auf mindestens<br />

95 % zu erhöhen.<br />

Zweites Geräteleben/ Die BSH investiert<br />

darüber hinaus weiterhin in neue<br />

Geschäftsmodelle wie das kürzlich in<br />

Öster reich gestartete „Refurbished“-Pilotprojekt.<br />

Hierbei werden erstmals professionell<br />

wiederaufbereitete Waschmaschinen<br />

der Marke Bosch mit Herstellergarantie<br />

zum Verkauf angeboten. Darüber hinaus<br />

können Konsumentinnen und Konsumenten<br />

seit 2021 in Deutschland und<br />

den Niederlanden über das Abo-Modell<br />

„BlueMovement“ Hausgeräte mieten. Das<br />

Sharing-Modell „WeWash“ bietet Bewohnerinnen<br />

und Bewohnern von großen<br />

Wohnanlagen in Deutschland und Österreich<br />

bereits seit 2016 die Möglichkeit, per<br />

App eine Waschmaschine zu buchen und<br />

je Waschzyklus bargeldlos abzurechnen.<br />

52 KÜCHENPLANER 5/6/<strong>2022</strong>


Mit Wasserstoff<br />

zum Service-Termin<br />

Die ersten Tests mit batteriegetriebenen Kundendienst-Transportern<br />

waren erfolgreich. Jetzt setzt Hausgerätehersteller Miele<br />

auch auf Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb. „Um unsere Nachhaltigkeitsziele<br />

zu erreichen, wollen wir alle Technologien betrachten,<br />

die auf dem Markt zur Verfügung stehen. Deshalb spielt für<br />

uns auch das Thema Wasserstoff eine zentrale Rolle, etwa für unseren<br />

Kundendienst-Fuhrpark“, erklärt Hans Krug, Senior Vice<br />

President Procurement der Miele Gruppe (auf dem Foto links zusammen mit Opel-CEO Uwe Hochgeschurtz). Getestet und für praxistauglich<br />

befunden wurde der bei Opel in Rüsselsheim gefertigte „Vivaro-e HYDROGEN“ mit Brennstoffzelle. Das Modell besitzt ein<br />

Ladevolumen von bis zu 6,1 Kubikmetern und 960 Kilogramm Nutzlast. Nach der Testphase wird der Transporter jetzt an die individuellen<br />

Anforderungen des Miele-Kundendienstes angepasst, um im Anschluss Servicefahrten im Rhein-Main-Gebiet zu übernehmen.<br />

https://www.kuechenplaner-magazin.de/themen/detail/news/mit-wasserstoff-zum-service-termin/<br />

Foto: Opel<br />

Die Webseite der Umwelt stiftung.<br />

22 000 Euro für Umweltprojekte<br />

Auch viele kleine Projekte bewirken in Summe Großes. Das beweisen<br />

die Aktivitäten der Europa Möbel-Umweltstiftung. Allen im ersten<br />

Halbjahr <strong>2022</strong> wurden 22 000 Euro ausgeschüttet. Zur Förderung<br />

verschiedener Umweltprojekte.<br />

/ Mit 5000 Euro wird das Institut für Ozean Plastik Recycling IFO-<br />

PR unterstützt, das ein Online-Portal für Schulen und Einrichtungen<br />

konzipiert. Konzepte und Vorträge zum Downloaden und Umsetzen<br />

mit Schülerinnen und Schülern sollen helfen, Müll zu sammeln und<br />

die Meere vor Müll zu schützen.<br />

/ Ebenfalls 5000 Euro erhielt das Projekt „Grüne Wasser“. Mit<br />

künstlichen Einbauten sollen natürliche Lebensstrukturen auf Wasserwegen<br />

in Hamburg geschaffen werden. Diese seien bislang „praktisch<br />

vegetationsfrei“. Begrünte Inseln werden so in den Stadtraum<br />

gebracht und ökologische Nischen angelegt.<br />

/ In die Jahre gekommene Streuobstwiesen werden von drei Kindergruppen<br />

des Nabu Wesel wieder verjüngt. Damit wird der Klimaund<br />

Artenschutz in der Region gefördert. Jedes Kind pflanzt seinen<br />

eigenen Baum. Die Umweltstiftung spendet 5000 Euro für die Aktion.<br />

/ Die Deutsche Wildtierstiftung kümmert sich ebenfalls um Bäume.<br />

Auf der zur Verfügung gestellten Fläche soll der ökologische<br />

Waldumbau für die nächste Generation vorangetrieben werden. Jugendliche<br />

pflanzen unter professioneller Leitung 6000 Bäume. So soll<br />

ein klimaresilienter Mischwald entstehen. Das Projekt wird mit 7200<br />

Euro unterstützt. www.umweltstiftung.europa-moebel.de<br />

Foto: Bildschirmfoto<br />

Vauth-Sagel stiftet<br />

100 000 Bäume<br />

Kaum vorstellbare 1000 Milliarden neue Bäume will<br />

die Initiative „Plant-for-the-Planet“ bis 2030 pflanzen.<br />

Schrankausstatter Vauth-Sagel steuert 100 000 bei. Insbesondere<br />

in den Kernmärkten des Unternehmens sollen<br />

Aufforstungsprojekte unterstützt werden. Denn<br />

Bäume sind laut Vauth-Sagel die günstigste und effektivste<br />

Methode, um CO 2<br />

zu speichern. Und weil 1000<br />

Milliarden Neuanpflanzungen bis 2030 ein ambitioniertes<br />

Vorhaben ist, unterstützt das Unternehmen<br />

diese Aktion. Anlässlich des „Tag des Baumes“ hat<br />

Vauth-Sagel einen Vertrag unterzeichnet, der dieses<br />

Engagement festschreibt. Erstmalig unterstützt wurde<br />

das Projekt im Zuge der internationalen Leitmesse<br />

„interzum 2021“. Jetzt folgt die nächste Stufe. Die Initiative<br />

„Plant-for-the- Planet“ des jungen Vordenkers Felix<br />

Finkbeiner, 23, passe perfekt zur Unternehmensphilosophie<br />

von Vauth-Sagel, betont Geschäftsführer Claus<br />

Sagel. Diese sei grundlegend auf Aspekte der Nachhaltigkeit<br />

ausgelegt. Felix Finkbeiner entwarf schon<br />

als 9-Jähriger während eines Schulreferats seine Vision:<br />

Lasst uns in jedem Land der Erde eine Million<br />

Bäume pflanzen. Daraus entstand die „Trillion Tree<br />

Campaign“. www.a.plant-for-the-planet.org/de/<br />

Foto: Bildschirmfoto<br />

5/6/<strong>2022</strong> KÜCHENPLANER 53


Nachhaltigkeit<br />

Nachhaltig Wohnen<br />

Rendering: HDU – Cameron Juna Wiest & Gabriel Abu Rabia<br />

Wuppertal wird in diesen Tagen zum Ideenpool<br />

für klimaneutrales Wohnen. Denn der „Solar<br />

Decathlon“ ist in der Stadt. Dabei präsentieren<br />

18 internationale Hochschulteams ihre Konzepte<br />

für nachhaltige Wohn- und Lebensformen.<br />

Mit dabei ist ein von Miele unterstütztes Team<br />

der Hochschule Düsseldorf. Es nimmt unter<br />

dem Kürzel MIMO (Minimal Input – Maximum<br />

Output) am studentischen Architekturwettbewerb<br />

teil. Der Hausgerätehersteller ist Partner<br />

von MIMO und zeigt in dem Projekt einen neuen Ansatz zur weiteren Verbesserung der Energieeffizienz von Hausgeräten. Der sogenannte<br />

MIMO- Hausdemonstrator gleicht einem zweigeschossigen Quader von zehn Metern Seitenlänge und sieben Metern Höhe<br />

(Foto). Neben zwei Wohneinheiten gibt es Gemeinschaftsbereiche wie Küche und Dachterrasse mit viel Platz zum urbanen Gärtnern.<br />

Für das zentrale Energiemanagement ist ein energiBUS inklusive Wärmepumpe für Warm- und Kaltwasserkreisläufe zuständig. An<br />

dieser Stelle kommen die Miele-Hausgeräte ins Spiel. Diese werden mit selbsterzeugtem Solarstrom betrieben. Die Koppelung mit der<br />

zentralen Wärmepumpe eröffnet zusätzliches Einsparpotenzial. Seine Pforten öffnet die Ausstellungfläche des Solar Decathlons im<br />

Wuppertaler Mirke-Bezirk im Juni (10. bis 26. 6.). Dann wird auch eine Jury die besten Ideen in verschiedenen Kategorien bewerten.<br />

https://mimo-hsd.de/. https://www.kuechenplaner-magazin.de/themen/detail/news/wie-nachhaltiges-wohnen-gelingen-kann/<br />

Waschwasser ohne Mikroplastik<br />

Grundig präsentiert eine Lösung zur Vermeidung von Mikroplastik im<br />

Wasser: die weltweit ersten Waschmaschinen mit eingebautem Mikroplastikfilter.<br />

Die Technologie soll bis zu 90 Prozent der textilen Mikrofasern<br />

aus dem Waschwasser filtern, bevor diese ins Abwasser gelangen<br />

und die Umwelt belasten. Denn auch wenn die kleinen Partikel für<br />

das menschliche Auge kaum sichtbar sind, sind sie unmittelbar mitverantwortlich<br />

für die Plastikverschmutzung<br />

der<br />

Meere. Allein in Deutschland<br />

gelangen laut Grundig<br />

jedes Jahr zwischen<br />

30 Millionen und 3 Milliarden<br />

synthetische Mikrofasern<br />

ins Wasser.<br />

Verantwortlich dafür sei<br />

fast immer die eigene<br />

Foto: Beko Grundig Deutschland GmbH<br />

Waschmaschine. Denn<br />

bei jedem Wäschewaschen<br />

setzen Kleidung<br />

und Textilien bis zu 3000<br />

Fasern frei, die über das<br />

Abwasser in unsere Flüsse,<br />

Seen und Meere gelangen.<br />

Dort werden die<br />

Mikrofasern von Fischen<br />

und anderen Meeresbewohnern<br />

aufgenommen<br />

und gelangen somit bis<br />

in die Nahrungskette<br />

der Menschen. Mit der<br />

nun angekündigten Innovation möchte Grundig einen Anteil beitragen,<br />

diesen Verschmutzungskreislauf zu stoppen. Die ersten verfügbaren<br />

Waschmaschinen mit eingebauter Mikroplastikfilter-Technologie<br />

sind die Modelle „GW7P79419W“ für 9 kg Wäsche und das 10 kg<br />

Modell „GW7P510419W“. Der Filter befindet sich im Waschmittelfach<br />

und wird automatisch bei den Programmen Pflegeleicht, Hemden und<br />

Outdoor/Sport aktiviert. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/newsdetail/news/mikroplastik-aus-dem-waschwasser-filtern/<br />

Das neue Silestone<br />

Cosentino hat für die Marke „Silestone“ die „wichtigste<br />

Kampagne der letzten Jahre“ gestartet.<br />

„Changing the World From the Kitchen“ lautet der<br />

Titel. Übersetzt: „Verändere die Welt von der Küche<br />

aus“. Es geht um Nachhaltigkeit. Mit der Kampagne<br />

präsentiert Cosentino das „neue Silestone“. Dieses<br />

basiert auf der „HybriQ+“-Technologie. Dabei wird<br />

das bewährte Material für Küchenarbeits- und Möbeloberflächen<br />

mit 20 % recycelten Material ergänzt.<br />

Zum Beispiel Glas. Mit „HybriQ+“ will Cosentino<br />

neue Nachhaltigkeits-Standards setzen. Die Eigenschaften<br />

in Bezug auf Ästhetik, Widerstandsfähigkeit<br />

und Hygiene bleiben laut Unternehmen erhalten.<br />

Diese werden für 25 Jahre garantiert. Produziert werde<br />

das neue Silestone mit 99 % wiederaufbereitetem<br />

Wasser und 100 % erneuerbarer elektrischer Energie.<br />

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/<br />

news/mega-kampagne-fuer-das-neue-silestone/<br />

Foto: Cosentino<br />

54 KÜCHENPLANER 5/6/<strong>2022</strong>


Auf der AEG-Seite gibt<br />

es eine Kurzfassung<br />

des Electrolux-Nachhaltigkeitsberichts<br />

in<br />

deutscher Sprache.<br />

Foto: Electrolux<br />

• Den kompletten Nachhaltigkeitsbericht<br />

2021 gibt es unter diesem<br />

Link: www.electroluxgroup.com/<br />

sustainabilityreports/2021<br />

• Die deutsche Kurzfassung des Berichts<br />

finden Sie hier zum Download:<br />

https://www.aeg.de/siteassets/<br />

regional-assets/emea/germany/<br />

downloads/electrolux_nachhaltigkeitsbericht_de_2021.pdf<br />

Dem Plan voraus<br />

Bis Ende 2021 hat Hausgerätehersteller Electrolux seine absoluten<br />

„Scope-1“- und „Scope-2“-Treibhausgasemissionen (direkte<br />

und indirekte Emissionen in der Produktion) im Vergleich zu<br />

2015 um 78 Prozent reduziert. Damit ist das Unternehmen seinem<br />

Zeitplan um vier Jahre voraus. Dieser Plan sah eine Emissionssenkung<br />

von 80 Prozent bis 2025 vor. Das geht aus dem aktuellen<br />

Nachhaltigkeitsbericht von Electrolux hervor. Auch bei<br />

den „Scope-3“-Emissionen hat das Unternehmen nach eigenen<br />

Angaben große Fortschritte gemacht und den Verbrauch im Vergleich<br />

zu 2015 um rund 20 Prozent reduziert. Unter „Scope-3“<br />

werden Emissionen erfasst, die bei der Nutzung von Produkten<br />

entstehen. „Damit ist Electrolux auf dem besten Weg, auch sein<br />

„Scope-3“-Ziel zu erreichen und die Emissionen hier bis 2025 um<br />

25 Prozent zu reduzieren“, heißt es vom Unternehmen.<br />

Teil der Lösung sein<br />

2021 führte Electrolux eine Umfrage unter fast 14 000 jungen<br />

Menschen aus 13 Ländern durch. Ziel war es, Einblicke in deren<br />

Hoffnungen und Zukunftssorgen in den Schlüsselbereichen Ernährung,<br />

Kleiderpflege und Wohlbefinden zu gewinnen. Der daraus<br />

resultierende „Change-Makers-Report“ verdeutliche, dass<br />

sich junge Menschen große Sorgen um die Zukunft machen.<br />

„Gleichzeitig haben sie ein tiefes Verständnis für die Herausforderungen<br />

der Gesellschaft und glauben daran, dass sie Teil<br />

der Lösung sein können“, berichtet das Unternehmen. Diese Erkenntnisse<br />

werden in den kommenden Jahren in die Produktentwicklung<br />

von Electrolux einfließen. So will das Unternehmen sicherstellen,<br />

„auch zukünftig ein besseres Leben zu ermöglichen,<br />

indem es die Bedürfnisse junger Konsumentinnen und Konsumenten<br />

erfüllt“.<br />

AEG-Webseite neu aufgelegt<br />

Mit der ersten energiesparenden Hausgerätelinie rückte die<br />

Electrolux Premiummarke AEG bereits in den 1980er-Jahren das<br />

Thema Nachhaltigkeit und den verantwortungsvollen Umgang<br />

mit Ressourcen in den Fokus. Die verschiedenen Initiativen und<br />

Maßnahmen bündelt AEG auf ihrer Website und hat die Seite<br />

„Unsere Vision ist ein besseres Leben. Für mehr Nachhaltigkeit<br />

im Alltag.“ im Zuge der Veröffentlichung des aktuellen Nachhaltigkeitsberichts<br />

neu aufgelegt. AEG gibt hier einen umfassenden<br />

Überblick zu ökologischen Projekten und Initiativen. Transparent<br />

und nachprüfbar werden sowohl lokale als auch globale<br />

Ziele des strategischen Electrolux Nachhaltigkeitsprogramms<br />

„For the Better 2030“ in den Fokusfeldern Umwelt, Entwicklung<br />

& Produkte sowie Gesellschaft beleuchtet. www.kuechenplanermagazin.de/themen/detail/news/dem-plan-weit-voraus/<br />

5/6/<strong>2022</strong> KÜCHENPLANER 55


Küchenmöbel<br />

Das neue Kampagnenmotiv von next125 inszeniert eine<br />

vom Bauhaus inspirierte Küche auf Alu-Füßen unter einer<br />

„Duftwolke“ aus Schleierkraut und Zitronen.<br />

Bauhaus<br />

unter Schleierkraut<br />

next125 war schon immer mehr als die schicke Fortsetzung der Schüller Collection.<br />

Inzwischen hat sich das Programm noch mehr zur eigenständigen Premiummarke<br />

entwickelt. Mit inter nationalem Anspruch. Deshalb gab es 21 Jahre nach der Erstpräsentation<br />

einen neuen Look. Fürs Logo und den gesamten Markenauftritt.<br />

Das neue Logo strahl Selbstbewusstsein aus. Der bisherige,<br />

eher filigran anmutende Schriftzug mit tiefgestellter<br />

Zahl ist einer kräftigen Gestaltung gewichen.<br />

Das war den Verantwortlichen in Herrieden wichtig.<br />

Denn das neue Logo soll das gewachsene Selbstverständnis<br />

dokumentieren. Es sei der Dreh- und Angelpunkt<br />

des neuen Erscheinungsbildes. „Dadurch, dass<br />

Buchstaben und Zahlen selbstbewusst auf einer Ebene<br />

stehen, ist das neue Design aufmerksamkeitsstärker,<br />

kompakter und geradliniger“, erläutert Marketingleiterin<br />

Annette Schumacher. Insbesondere das<br />

markante Anfangs-„n“ böte mit seiner Seriphe Wiedererkennungswert<br />

und sei bestens für den Einsatz<br />

in verschiedenen Kommunikationsmitteln geeignet.<br />

„Durch den neuen Look wirkt die Wortmarke insgesamt<br />

präsenter, zeitgemäßer und spiegelt das Standing<br />

von next125 wider.“<br />

„Die Entscheidung für einen ‚New Look ist für uns<br />

ein wichtiger Meilenstein“, betont Markus Schüller,<br />

Geschäftsführer von next125. Sie zeige, dass next125<br />

ein neues Selbstverständnis entwickelt hat. „Durch<br />

klare, reduzierte, zeitgemäße und sympathische Elemente<br />

möchten wir dies nun auch optisch zum Ausdruck<br />

bringen.“<br />

56 KÜCHENPLANER 5/6/<strong>2022</strong>


Das neue Logo mit dem markanten Anfangs-„n“.<br />

Gestalten, inspirieren und leben<br />

Mit dem Logo wurden sämtliche bestehende<br />

Markenelemente auf den Prüfstand gestellt<br />

und modernisiert. So haben die Bildsprache im<br />

Rahmen dieses Rebrandings sowie die Schriftarten<br />

ein umfangreiches Facelift erhalten. Zudem<br />

wurde ein neues Narrativ entwickelt: die<br />

Creative Makers. Hiermit werden bei next125<br />

Menschen bezeichnet, die mit ihrer Haltung<br />

und ihren Themen die Marke gestalten, inspirieren<br />

und leben. „Der Dialog zwischen diesen<br />

Protagonisten ist der Schlüssel zum crossmedialen<br />

Storytelling in der Kommunikation und<br />

zu inspirierenden Kollaborationen“, meint das<br />

Unternehmen. Die verschiedenen Elemente des<br />

„New Looks“ sollen schon kurzfristig live im<br />

Handel sowie in allen Printmedien und Kommunikationskanälen<br />

von next125 umgesetzt<br />

und eingesetzt werden.<br />

Vom Bauhaus inspiriert<br />

Während der Außenauftritt grundlegend überarbeitet<br />

wurde, wird es bei den genannten Produktmerkmalen<br />

bleiben. Charakteristisch für<br />

die next125-Küchen sei die Liebe zum Detail<br />

sowie der Anspruch, dem Mainstream-Design<br />

stets einige Jahre voraus zu sein. Dies spiegelt<br />

sich auch im Slogan „Küche eine Generation<br />

weiter“. Ausgehend von den Werten des Bauhauses<br />

verbinde next125 Handwerk, Technik,<br />

Design und Architektur auf höchstem Niveau<br />

mit modernster industrieller Fertigung. So entstehen<br />

elegante Küchen für qualitäts- und designbewusste<br />

Kunden im mittleren und oberen<br />

Marktsegment. Und das mit einem „exzellenten<br />

Preis-/Leistungsverhältnis“, wie der Hersteller<br />

betont.<br />

Blumen statt Tiere<br />

Unverwechselbar gemacht haben die Marke<br />

auch die tierischen Hauptdarsteller der jeweiligen<br />

Werbekampagnen zu den Collectionen,<br />

die alle zwei Jahre zur Euro Cucina mit ihren<br />

Neuheiten aufwarten. Doch auch hier geht das<br />

Unternehmen nun neue Wege: Das aktuelle Motiv<br />

heißt „Flower Art“. Es setzt auf die Inszenierung<br />

einer modernen Bauhausküche unter einer<br />

Wolke von Schleierkraut und Zitronen. Für<br />

die Umsetzung engagiert wurden der Fotograf<br />

Claus Friedrich Rudolph und die „Botanical<br />

Set“-Designerin Valentina Teinitzer vom Studio<br />

De Pasquale. Deren Auftrag war es, die Küche<br />

mit blühender Kunst zu vereinen. Geprägt wird<br />

die Umsetzung von den markanten Primärfarben<br />

Indischrot, Kobaltgrün und Olivgelb.<br />

Fotos: next125<br />

„Das Neue“ überschreibt next125 die Collections-Neuheiten,<br />

die in Mailand auf der EuroCucina gezeigt wurden.<br />

Sinnstiftende Neuheiten<br />

Alle zwei Jahre präsentiert next125 eine neue Collection. Bühne war in diesem<br />

Jahr erneut die EuroCucina Anfang Juni in Mailand. Das Leitmotiv lautete „Vielfalt<br />

durch Durchgängigkeit“. Darunter zusammengefasst sind „lösungsorientierte wie<br />

sinnstiftende Entwicklungen“.<br />

Glasfronten in „Ultragrey“/ Zuwachs hat die Familie der Sideboards bekommen.<br />

Mit Glasfronten in „Ultragrey“. Abgestimmt sind diese auf die „next125 Vitrine“.<br />

Veredelt werden können die Sideboards mit einer Auflage aus veganem Leder,<br />

einem neuen Fußgestell sowie englischen Auszügen (Schubkästen mit einem<br />

niedrigen Vorderstück meist im Verhältnis Zweidrittel zu Eindrittel). Diese Auszüge<br />

sind nun auch in „Walnuss“ erhältlich.<br />

Die Bar im Schrank/ Das bereits vorgestellte Pocketsystem gibt es nun zusätzlich als<br />

Bar-Schrank. Mit der verspiegelten Rückwand, dem filigranen „Frame“ Nischenregal<br />

aus Aluminium und dem beleuchteten Wandsteckbord wird es so zur eleganten<br />

„Home-Bar“. Soll ein Stand-Weinkühler integriert werden, ist ein Front element<br />

mit Ausschnitt erhältlich. So integriert sich das Gerät wohnlich in die Küche. Das<br />

Pocketsystem soll vielfältige Möglichkeiten der Individualisierung bieten. Erhältlich<br />

ist es in einer Höhe von 219 cm und einer Breite von bis zu 280 cm. Eingesetzt<br />

werden kann es als Solitär oder eingerahmt von weiteren Hochschränken.<br />

Farben und Oberflächen/ Umfangreich überarbeitet wurde das „Colour Concept“.<br />

Mit 18 Satin- und Samtmattlacktöne in den drei Farbkategorien „essentiell“,<br />

„elegant“ und „außergewöhnlich“:<br />

Bei den Fronten wurde das Spektrum der authentischen Oberflächen ergänzt. Neu<br />

sind das Ceramicdekor „Bianco beige“ sowie Holzfronten in Rahmen- bzw. Rillenoptik.<br />

Für Liebhaber des Besonderen gibt es den neuen Metallicton „Basalt<br />

metallic“ in verschiedenen Glasausführungen.<br />

In die Collection aufgenommen wurde der zur Küchenmeile 2021 bereits gezeigte<br />

Griff „OceaniX Plastic“. Das verwendete Material wird unter anderem aus alten Fischernetzen<br />

gewonnen. „Ein kleiner, erster Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigen<br />

Kreislaufwirtschaft“, erläutert der Hersteller.<br />

Dritte Höhe/ Zusätzlich zu den bestehenden Planungshöhen 75 cm und 87,5 cm<br />

steht nun das Maß 81,25 cm zur Verfügung. Erhältlich ist es für Planungen mit<br />

Griffmulde (NXL) und für die Kombination aus Griffmulde und „TIP-ON“ (SL). Durch<br />

das einheitliche Raster der Front bleibe das homogene Erscheinungsbild erhalten,<br />

erläutert das Unternehmen.<br />

Als Solitär oder eingerahmt von Hochschränken planbar:<br />

das Pocketsystem als „Home-Bar“.<br />

Dirk Biermann<br />

5/6/<strong>2022</strong> KÜCHENPLANER 57


Küchenhandel<br />

Der Genuss zählt<br />

Küche trifft auf Weinkultur. In Schwabach trägt diese Kombination den Namen Cuivini.<br />

Es sei ein Küchenstudio der Extraklasse und absolut außergewöhnlich, meint DER KREIS.<br />

Die Verbundgruppe hat die Neugründung begleitet und umfangreich unterstützt.<br />

Das Cuivini in Schwabach ist<br />

Küchenstudio und Vinothek.<br />

Fotos: DER KREIS<br />

Das Küchenstudio Cuivini ist zugleich eine<br />

Vinothek. Hier lässt sich guter Wein genießen<br />

und hochwertige Designküchen erleben.<br />

Daraus resultiert auch der Firmenname.<br />

Er setzt sich aus den italienischen<br />

Worten „Cucine“ für Küche und „Vini“ für<br />

Weine zusammen.<br />

Gegründet wurde das Cuivini von<br />

Alex Sechi und Maria Schudack. Sechi<br />

ist gebürtiger Sarde aus dem Aostatal. Er<br />

kann auf eine lange Erfahrung zurückblicken,<br />

die Küche und Wein kombiniert. So<br />

haben schon seine Urgroßeltern in den<br />

1930er-Jahren Wein angebaut. Der 31-Jährige<br />

war im Lauf seiner beruflichen Karriere<br />

als Küchen planer, Store Manager<br />

und Verkaufsleiter in zahlreichen namhaften<br />

Küchen studios und bei der Küchenindustrie<br />

aktiv. Planung, 3D-Design,<br />

Studioleitung, Marketing und Mitarbeiter-Coaching<br />

waren seine täglichen Aufgaben.<br />

Nun wird er zusammen mit Maria<br />

Schudack das Studio leiten. Und dabei<br />

eine „freundschaftliche und authentische,<br />

ehrliche Kundenberatung auf Augenhöhe“<br />

bieten. Maria Schudack stammt aus Mittelfranken.<br />

Erfahrungen mit der Branche<br />

sammelte sie bei Küchen Quelle im Personalwesen.<br />

Nach Fort- und Weiterbildungen<br />

zur „Human Resources Business Partnerin“<br />

betreute sie Führungskräfte und Mitarbeitende<br />

in der Küchenbranche und in<br />

Unternehmen anderer Wirtschaftszweige.<br />

Mit italienischer Leidenschaft<br />

„Küchen sind etwas sehr Emotionales und<br />

wenn man die Planung perfekt machen<br />

möchte, muss man sich wirklich Zeit für<br />

seine Kunden nehmen. Das war in großen<br />

Küchenstudios für mich nur bedingt<br />

möglich“, erläutert Alex Sechi seine Motivation<br />

für die Neugründung, die der Leitidee<br />

folgt: Italienische Leidenschaft trifft<br />

auf Designküchen und individuelle Planung,<br />

bei der der Kunde im Mittelpunkt<br />

steht. „Die Kombination aus Küchenstudio<br />

und Vinothek mag extravagant erscheinen,<br />

passe aber perfekt zusammen, ergänzt<br />

Maria Schudack: „Denn Weingenuss ist genauso<br />

emotional wie Küchenplanung.“<br />

58 KÜCHENPLANER 5/6/<strong>2022</strong>


Volle Unterstützung von DER KREIS<br />

Von der Konzeptidee bis zur Eröffnung<br />

brauchte es zwei Jahre. Unterstützt wurden<br />

die Gründer von der Verbundgruppe<br />

DER KREIS. Die Fachleute aus Leonberg<br />

begleiteten den Prozess mit „dem vollen<br />

Programm für Existenzgründer“: das heißt<br />

Standortanalyse, betriebswirtschaftlicher<br />

Beratung und Ausstellungsplanung. Auf<br />

180 m 2 Fläche zeigt das exklusive Studio<br />

fünf Küchen. Dazu zählt eine Funktionsküche.<br />

Alleiniger Küchenmöbelpartner ist<br />

Schüller mit „Schüller C“ und „next125“.<br />

Teil von kuechenspezialisten.de<br />

Mit einer Präsenz bei kuechenspezialisten.<br />

de sowie mit Social-Media-Aktivitäten wollen<br />

Alex Sechi und Maria Schudack nun<br />

durchstarten. Schon vor der offiziellen Eröffnung<br />

luden die frischgebackenen Studioinhaber<br />

zu einem „Gastronomieabend“<br />

ein. Die Resonanz sei groß gewesen.<br />

Maria Schudack<br />

und Alex Sechi<br />

(Foto links) bei<br />

der Eröffnung.<br />

Unterstützt<br />

wurden sie bei<br />

der Existenzgründung<br />

von<br />

DER KREIS­<br />

Regional leiter<br />

Robert Kainz<br />

(rechts).<br />

Innenansicht: Auf 180 m 2 Fläche werden<br />

fünf Küchen von Schüller / next125 gezeigt.<br />

5/6/<strong>2022</strong> KÜCHENPLANER 59


Küchenhandel<br />

Küchen Areal<br />

plante und<br />

realisierte den<br />

Komplettumbau<br />

des<br />

Küchen studios.<br />

Studioumbau mit Konzept<br />

Komplett entkernt und grundlegend umgebaut: Das Einrichtungshaus<br />

„Bux der Einrichter“ eröffnete in Künzelsau seine erste Filiale. Dabei nutzte<br />

das Unternehmen konsequent das Ladenbaukonzept von Küchen Areal.<br />

Auf der Ausstellungsfläche finden sich nun neben<br />

16 Musterküchen auch ein Hauswirtschaftsraum,<br />

11 Bäder, Garderoben, Schlafzimmer, Esszimmer<br />

und Wohnwände, aber auch begehbare Kleiderschränke<br />

mit Schiebetürensystem sowie Bodenbeläge<br />

und Zimmertüren. Kunden können sich hier<br />

komplette Gestaltungsideen für das ganze Haus<br />

aussuchen.<br />

Mit dem Kunden geplant<br />

Den Umbau wurde mit dem Küchen Areal Ladenbaukonzept<br />

umgesetzt. „Wir haben das Gebäude<br />

von außen und innen komplett umgebaut und<br />

nach den Vorstellungen und Bedürfnissen unseres<br />

Handelspartners individuell geplant“, berichtet<br />

Küchen Areal Ladenbauexperte Dieter Regge. Inhaber<br />

Kornelius Bux ist sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit.<br />

„Das ganze Ladenbaukonzept hat<br />

hervorragend funktioniert. Angefangen bei den<br />

Ideen für die Studioplanung und dem Farbkonzept<br />

über die Beratung und die Ladenbau-Dienstleister<br />

bis hin zu den Monteuren war alles erstklassig.“<br />

„Großer und wichtiger Schritt“<br />

Seit rund 25 Jahren führt das Familienunternehmen<br />

Bux in Unterschneidheim (zwischen Stuttgart<br />

und Nürnberg) ein Küchen- und Einrichtungshaus<br />

mit eigener Schreinerei. Die Eröffnung der ersten<br />

Zweigstelle sei ein „großer und wichtiger Schritt“,<br />

wie Inhaber Kornelius Bux erklärt: „Unser Küchen<br />

Areal Regionalleiter hat uns darauf hingewiesen,<br />

dass Küchen Zeltner in Künzelsau einen Nachfolger<br />

suchte. Der Standort dort war seit 26 Jahren als<br />

Küchenstudio etabliert – perfekte Bedingungen,<br />

um unser Unternehmen mit der ersten Filiale in<br />

die Zukunft zu führen.“<br />

Erfolgreiche Eröffnungstage<br />

Das Konzept kommt laut Unternehmen gut an.<br />

Rund 1000 Kundinnen und Kunden besuchten<br />

während der Eröffnungstage vom 18. bis zum 20.<br />

März die neuen Geschäftsräume. Mit rund 40 Angeboten<br />

in diesem Zeitraum verzeichnete „Bux der<br />

Einrichter“ zum Start des neuen Standorts bereits<br />

eine starke Nachfrage.<br />

60 KÜCHENPLANER 5/6/<strong>2022</strong>


Mit der Filiale in Künzelsau­Gaisbach eröffnet Bux der Einrichter die<br />

erste Zweigstelle.<br />

Küchen Areal Ladenbau e xperte Dieter Regge (Foto links)<br />

und Inhaber Kornelius Bux bei der Eröffnung.<br />

Inhaber Kornelius Bux (Foto links) und<br />

Filialleiter Michael Schweikert.<br />

16 Küchen zeigt Bux auf 700 m 2 Flächen. Hinzu kommen<br />

elf Bäder sowie die Einrichtungsbereiche Schlafen, Wohnen<br />

und Essen.<br />

Das gesamte Team um Inhaber Kornelius Bux (2. von links) freut sich über die gelungene Umsetzung des zweiten Standorts.<br />

Fotos: Garant­Gruppe<br />

5/6/<strong>2022</strong> KÜCHENPLANER 61


Küchenverbände<br />

DER KREIS Anja Schaible Stiftung unterstützt die MöFa<br />

Engagiert gegen den Fachkräftemangel<br />

Nachwuchsprobleme und Fachkräftemangel allerorten – auch im Küchenfachhandel. Statt diesen<br />

Umstand nur zu beklagen, setzt sich Ernst-Martin Schaible, geschäftsführender Gesellschafter von<br />

DER KREIS und Stiftungsvorstand der DER KREIS Anja-Schaible-Stiftung, schon seit Jahren für die<br />

Nachwuchsförderung ein. Jetzt unterstützt die Stiftung die Möbelfachschule (MöFa) in Köln.<br />

Mit einer Sponsoringmaßnahme – der Widmung<br />

eines Kreativraumes in der Fachschule<br />

des Möbelhandels – unterstützt die<br />

Stiftung die MöFa aktiv und neutral dabei,<br />

ihren Ausbildungsauftrag speziell für die<br />

Küchenbranche wahrzunehmen, was auch<br />

dem Stiftungszweck entspricht.<br />

Die DER KREIS Anja Schaible Stiftung<br />

wurde im Jahr 2009 gegründet. Sie<br />

stellt zum einen den Fortbestand des<br />

DER KREIS Systemverbundes auch in<br />

Zukunft sicher, zum anderen dienen die<br />

Stiftungsaktivitäten dazu, junge Menschen<br />

für den Beruf des Küchenspezialisten<br />

zu begeis tern. Damit ist die Stiftung<br />

an der MöFa genau richtig. Die bei<br />

der Einweihung des Raumes anwesenden<br />

Studierenden zeigten sich überaus motiviert<br />

und nahmen den Raum, in dem das<br />

analoge Umgehen mit Material und Zeichenstift<br />

unterrichtet wird, interessiert<br />

in Augenschein.<br />

35 Jahre Nachwuchsförderung<br />

Ernst-Martin Schaible ließ es sich nicht nehmen,<br />

zusammen mit Schulleiterin Sabine<br />

Gantzkow das rote Band bei der Raumeröffnung<br />

durchzuschneiden. Er schwärmte<br />

von der Küchenbranche als der besten<br />

und schönsten Branche, die es gäbe, und<br />

schilderte den anwesenden Studentinnen<br />

und Studenten seinen Werdegang und sein<br />

Enga ge ment für die Küchen branche.<br />

Seit über 35 Jahren setze er sich persönlich<br />

für die Förderung und Gewinnung<br />

des Nachwuchses für die Küchenbranche<br />

ein. Etwa auch mit Schaffung<br />

eines eigenen Berufsbildes „Küchenspezialist“.<br />

So sei es seinerzeit in Zusammenarbeit<br />

mit Rudolph Miele gelungen, dieses<br />

Berufsbild für die Branche zu installieren.<br />

Dieses mündete dann in eine zweisemestrige<br />

Ausbildung zum Küchenfachberater<br />

an der Möbelfachschule. Auch seine<br />

Tochter Anja studierte an der Möbelfachschule.<br />

Ihr ist der Raum gewidmet. „Heute<br />

schließt sich der Kreis. Ich freue mich<br />

daher, dass ich heute – gemeinsam mit<br />

Ihnen – den Raum der DER KREIS Anja<br />

Schaible Stiftung, in dem auch zukünftig<br />

kreative Planungen umgesetzt werden,<br />

seiner Bestimmung übergeben kann“, so<br />

Schaible. Die Sponsoring-Maßnahme ist<br />

zunächst für drei Jahre geplant.<br />

Betriebe müssen ausbilden<br />

Bei der Förderung des Nachwuchses sei<br />

im Übrigen jeder Betrieb gefragt, meint<br />

Ernst-Martin Schaible. Denn die Suche<br />

nach Fachkräften fange genau hier an.<br />

Wer die Branche erhalten wolle, müsse<br />

ausbilden, so Schaible. Und jeder, der<br />

ein Küchenstudio habe, müsse seinen<br />

Kundinnen und Kunden den Beruf des<br />

Küchen fachberaters oder <strong>Küchenplaner</strong>s<br />

empfehlen.<br />

Sybille Hilgert<br />

Foto: DER KREIS<br />

Sabine Gantzkow (Schulleiterin<br />

MöFa) und Ernst-Martin Schaible<br />

(Stiftungsvorstand der DER KREIS<br />

Anja Schaible Stiftung) durchtrennen<br />

das rote Band bei der<br />

Raumeröffnung in der MöFa.


Foto: Hilgert Foto: Hilgert Foto: Hilgert<br />

Analoges Arbeiten mit Materialien, Zeichenstift<br />

und Papier ist hier angesagt.<br />

Jetzt schon begeistert von den neuen Möglichkeiten: die Studierenden der MöFa.<br />

Im Kreis der Studierenden:<br />

Dieter<br />

Müller (ehemaliger<br />

Schulleiter MöFa,<br />

7. v. l.), Dirk Scharmer<br />

(geschäftsführender<br />

Vorstand MöFa),<br />

Sabine Gantzkow<br />

(Schul leiterin<br />

MöFa), Ernst-<br />

Martin Schaible sowie<br />

BVDM-Präsident<br />

Markus Meyer.<br />

Im neuen Raum der DER KREIS Anja Schaible Stiftung hat der Fachkräfte-Nachwuchs<br />

künftig viel Platz und Möglichkeiten für die Aus- und Weiterbildung.<br />

Foto: DER KREIS<br />

Vorbereitung auf<br />

verantwortungsvolle Positionen<br />

Für Nachwuchs-Küchenspezialisten und angehende<br />

Führungskräfte offeriert die DER<br />

KREIS-Akademie u. a. einmal jährlich das<br />

IHK-zertifizierte Betriebsmanagement-Seminar.<br />

Die Teilnehmer werden darin für<br />

eine verantwortungsvolle Position im Betrieb<br />

vorbereitet. Die duale Ausbildung, die<br />

aus acht Modulen besteht, dauert ein Jahr<br />

und wird mit einer IHK-Zertifizierung abgeschlossen.<br />

Sie baut auf dem von Ernst-Martin<br />

Schaible und dem Bildungszentrum Baden-<br />

Württemberg entwickelten Führungs- und<br />

Personalmanagement-Seminar auf. Im Laufe<br />

der letzten Jahre haben über 90 Prozent der<br />

Absolventen die Nachfolge in einem Unternehmen<br />

angetreten.<br />

5/6/<strong>2022</strong> KÜCHENPLANER 63


Küchenverbände<br />

Foto: DER KREIS<br />

App für Monteure<br />

Eine lückenlose digitale Dokumentation von Montage-<br />

und Serviceterminen verspricht das neue Angebot<br />

„CARATservice“. Angeboten wird es vom Hersteller<br />

der gleichnamigen Küchenplanungssoftware.<br />

„Hinter ‚CARATservice‘ stecken gleich zwei Anwendungen“,<br />

erläutert Geschäftsführer Andreas Günther.<br />

„Das Cockpit in der Cloud für den Fachhändler und<br />

eine App für seine Monteure.“ Herzstück der App sei<br />

ein kategorisierter Bereich. Durch diesen werde der Monteur schrittweise geführt<br />

und damit „eine lückenlose Dokumentation“ sichergestellt. Hier können unter anderem<br />

bestehende Schäden bildlich und textlich festgehalten, zusätzliche Kosten für<br />

die Montage sowie Typenschilder der montierten E-Geräte erfasst oder Notizen hinterlegt<br />

werden. Ebenfalls kann der Kunde die erfolgte Montage mit seiner digitalen<br />

Unterschrift bestätigen. „Nach Abschluss der Montage werden die Daten wieder an<br />

die ‚CARATcloud‘ übermittelt und sind dort direkt für den Montagedisponenten des<br />

Fachhändlers übersichtlich und zentral an einem Ort abgelegt einsehbar.“<br />

Foto: Carat<br />

Pascal Larger (Geschäftsführer DER KREIS<br />

Iberia; Foto links) und Nacho de Lucas<br />

(Vertriebsleiter).<br />

Spanien ist die Nr. 8<br />

In Spanien ist die achte Ländergesellschaft<br />

von DER KREIS an den Start gegangen.<br />

Die Geschäftsführung hat Frankreich-Geschäftsführer<br />

Pascal Lager übernommen.<br />

Vor Ort unterstützt wird er von Vertriebsleiter<br />

Nacho De Lucas. Dieser ist bereits<br />

seit Anfang <strong>2022</strong> als Berater an Bord für<br />

das neue Länderprojekt und soll den Aufbau<br />

der Gesellschaft in Spanien tatkräftig<br />

voranbringen. Der Ausbau und die Weiterentwicklung<br />

der europäischen Aktivitäten<br />

ist erklärtes Ziel der Verbundgruppe. Erst<br />

Anfang 2021, also mitten in der Corona-<br />

Pandemie, hatte DER KREIS die internationale<br />

Präsenz ausgedehnt und stellt seitdem<br />

unter der Leitung von Vertriebsprofi<br />

Natale Ancona auch Küchenstudios in Italien<br />

sowie den italienisch sprechenden<br />

Mitgliedern im Tessin ihre Unterstützungsleistungen<br />

zur Verfügung. Sitz der<br />

nun gegründeten DER KREIS Iberia ist<br />

Madrid. Weitere Ländergesellschaften gibt<br />

es in Großbritannien (seit 2013), Belgien/<br />

Luxemburg (1998), Frankreich (1993), Niederlande<br />

(1989), Schweiz (1985) und zuerst<br />

Österreich (1984).<br />

KARL ist die Nr. 64<br />

Am 1. April eröffnete electroplus küchenplus KARL in Rheinbach. Der 44-jährige<br />

Özkan Kücükbal hat sich bei seiner Geschäftsneugründung für die Partnerschaft<br />

mit der Bielefelder Verbundgruppe EK entschieden. Damit konnte Martin Wolf, Leitung<br />

Vertrieb & Marketing des EK-Geschäftsfelds „Elektro, Küche, Licht“, das bundesweit<br />

64. Mitglied bei electroplus küchenplus begrüßen. Özkan Kücükbal verfügt<br />

über eine 20jährige Erfahrung in der Elektrobranche. Seinen Kunden will er<br />

die Komplettausstattung für die Küche anbieten. Die Küchenausstellung mit Miele<br />

Classic, Neff Collection und Siemens Studioline sowie Angebote für den Hauswirtschaftsraum<br />

umfasst rund 130 m 2 . Insgesamt stehen 550 m 2 zur Gesamtfläche zur<br />

Verfügung. Özkan Kücükbal plant zukünftig regelmäßige Kochevents mit zwei Profiköchen,<br />

die die Geräte live im Einsatz präsentieren. Um die Kundenwünsche kümmern<br />

sich ein Team von acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.<br />

Foto: EK<br />

Jetzt Geräte<br />

und Küchen<br />

unter einem<br />

Dach (Foto von<br />

links): Martin<br />

Wolf (Leiter<br />

Vertrieb & Marketing<br />

Elektro/<br />

Küche/Licht),<br />

Christian Bichlmeier<br />

(Regionalleiter),<br />

KARL-<br />

Inhaber Özkan<br />

Kücükbal und<br />

Christian Uredat<br />

(Projektleiter).<br />

64 KÜCHENPLANER 5/6/<strong>2022</strong>


KüchenTreff krempelt<br />

den Außendienst um<br />

Beim Küchenverbund KüchenTreff ist viel in Bewegung.<br />

Durch die Kooperation mit Der Küchenring und Alliance<br />

und darüber hinaus. Bereits im vergangenen Jahr wurde<br />

eine mittlere Managementebene eingeführt. Nun folgte die<br />

Neuaufstellung des Führungsteams im Außendienst.<br />

Bislang wurden die Mitglieder von<br />

Küchen Treff von vier Regionalleitern betreut<br />

und in die Bereiche Nord, Süd, Ost<br />

und West aufgeteilt. Diese klassische<br />

Struktur wurde nun verändert. Bereits<br />

im Sommer 2021 hat Marko Klokow die<br />

Vertriebsleitung übernommen. Diese Position<br />

wurde neu geschaffen. Er war zuvor<br />

Ansprechpartner für die Regionen Nord<br />

und Süd. In dieser neuen Funktion bildet<br />

Klokow die Schnittstelle zwischen dem<br />

Außendienst, den Mitgliedern bundesweit<br />

und der Geschäftsführung. „Somit betreut<br />

er einen neuen, breiten Aufgabenbereich –<br />

von internen Abstimmungen über strategische<br />

Konzepte bis hin zur Moderation<br />

von KüchenTreff-Veranstaltungen“, heißt<br />

es aus Wildeshausen. Um für diese übergreifenden<br />

Themen ausreichend Zeit zu<br />

schaffen, wird er im operativen Tagesgeschäft<br />

zukünftig ausschließlich direkter<br />

Ansprechpartner für die Mitglieder in den<br />

Bundesländern Schleswig-Holstein, Hamburg,<br />

Niedersachsen und Bremen sein.<br />

Fotos: KüchenTreff<br />

Änderungen im Detail<br />

Innerhalb des Teams von Marko<br />

Klokow ergeben sich ebenfalls Änderungen:<br />

Ralf Henning hat bisher<br />

die Region Ost betreut. Im Zuge der<br />

Neustrukturierung übernimmt er zusätzlich<br />

Bayern.<br />

Sein Kollege Hartmut Greszik war<br />

bislang Ansprechpartner für die Region<br />

West. Sein Aufgabenbereich erweitert<br />

sich ab April auf Nordrhein-Westfalen,<br />

Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg<br />

und das Saarland. Im Rahmen<br />

eines neu geschaffenen Kompetenzbereichs<br />

profitieren darüber hinaus nun<br />

alle KüchenTreff-Mitglieder von seiner<br />

Expertise: Hartmut Greszik ist seit über<br />

20 Jahren vereidigter Sachverständiger<br />

für industriell gefertigte Möbel. Wenn<br />

es zu Differenzen zwischen Händler und<br />

Endkunden kommt, ist er derjenige, der<br />

bundesweit für alle Mitglieder der Verbundgruppe<br />

als Ansprechpartner zur<br />

Verfügung steht.<br />

Vertriebsleiter Marko Klokow (Foto rechts) und sein Außendienstteam (Foto von links)<br />

Ralf Henning, Daniel Bezikofer und Hartmut Greszik.<br />

Die Gebietskarte<br />

von mit den neu zugeschnittenen Verantwortungsbereichen<br />

im Außendienst.<br />

Jüngstes Mitglied im Vertriebsteam ist<br />

Daniel Bezikofer, der zuvor Teile der Gebiete<br />

Süd und West betreut hat. Darüber<br />

hinaus ist er als Leiter der KüchenTreff<br />

Objekt GmbH Ansprechpartner für Fertighausanbieter.<br />

Daniel Bezikofer wird<br />

innerhalb der neuen Struktur eine veränderte<br />

Rolle erhalten und einen neu geschaffenen<br />

Kompetenzbereich betreuen:<br />

Der Leiter der KüchenTreff Objekt GmbH<br />

wird bundesweit verstärkt als Experte für<br />

den Bereich Fertighäuser eingesetzt. Darüber<br />

hinaus wird er in einem weiteren<br />

Kompetenzbereich die Gewinnung neuer<br />

Mitglieder vorantreiben.<br />

Immer an der passenden Position<br />

„Mit dieser neuen Aufteilung stellen wir<br />

sicher, dass einerseits die Fähigkeiten<br />

der einzelnen Mitarbeiter dort eingesetzt<br />

werden, wo sie am besten zur Geltung<br />

kommen“, erläutert Daniel Borgstedt,<br />

Geschäftsführer Vertrieb und Marketing<br />

bei KüchenTreff. „Andererseits wollen<br />

wir, dass unsere Mitglieder jederzeit<br />

einen persönlichen Ansprechpartner haben<br />

und die optimale Betreuung erhalten<br />

– und natürlich den Verband insgesamt erfolgreich<br />

in die Zukunft führen. Das ist<br />

mit der neuen Teamstruktur gewährleistet.“<br />

Die Änderungen sind zum 1. April<br />

in Kraft getreten.<br />

5/6/<strong>2022</strong> KÜCHENPLANER 65


Küchenverbände<br />

Individuelle Infos im Partnerportal<br />

Nach dem Log-in gelangt der Händler über das personalisierte<br />

Dashboard direkt zu allen verkaufsrelevanten Themen.<br />

Klaus Voormanns, Geschäftsleiter Technology<br />

& Digital Solutions Grant Gruppe.<br />

Partnerportal heißt das neue Extranet der Verbundgruppe Garant. An den Start ging<br />

es im Februar <strong>2022</strong>. Auf der Online-Plattform finden die rund 1800 Handels- und<br />

Handwerkspartner der Gruppe sämtliche relevanten Infos für ihren Betrieb. Das gilt<br />

für Desktop-Computer, Smartphone oder Tablet. Ein personalisiertes Dashboard informiert<br />

beim Einstieg über relevante Inhalte und Themen wie Zentralregulierung,<br />

Bonusrechner oder Lieferantenkonditionen. Zudem zeigt ein individuell zugeschnittener<br />

Newsfeed Termine und Neuigkeiten aus Unternehmen und der Branche.<br />

Das Partnerportal hält umfassende Informationen zu allen Dienstleistungen der<br />

Gruppe bereit – zum Teil ergänzt durch Video-Tutorials, die Funktionsweise, Mehrwerte<br />

und Nutzen vermitteln. Ein Klick auf das entsprechende Thema, zum Beispiel<br />

Rechtliches oder Marketing, soll Antworten auf zentrale Fragen liefern. Daneben finden<br />

sich hier auch Dokumente zum Download, detaillierte Leistungsbeschreibungen sowie<br />

die Möglichkeit,<br />

bei dem passenden Ansprechpartner direkt einen Gesprächstermin<br />

zu vereinbaren. Wollen Verbandsmitglieder zusätzliche<br />

Leistungen buchen – von der neuen Webseite bis zu Schulungen<br />

und Trainings – ist das über das Partnerportal ebenfalls möglich.<br />

„Die Buchungsfunktion ist eines der Highlights des neuen<br />

Partnerportals“, betont Klaus Voormanns, Geschäftsleiter Technology<br />

& Digital Solutions Grant Gruppe. „Unbürokratisch und<br />

selbstständig können Partner auf diese Weise die gewünschten<br />

Dienstleistungen jederzeit selbst verwalten.“ Eine direkte Verknüpfung<br />

mit dem hauseigenen Medienservice gibt es auch. Dieser<br />

sei kostenfrei nutzbar. Über einen personalisierten Daten-<br />

Feed finden Verbandsmitglieder hier hochwertiges Material für<br />

die eigene Kommunikation. Dazu gehören Produkt- und Imagebilder<br />

der Kollektionsmarken ebenso wie Posting-Vorlagen für<br />

Social Media, Imagefilme, Bildmaterial von Herstellern sowie<br />

Produktbilder der EMMK Leistungssortimente. In den nächsten<br />

Monaten sollen sukzessive zusätzliche Funktionen im Partnerpool<br />

integriert werden.<br />

Fotos: Garant<br />

MHK zieht aufs Rittergut<br />

Gut Böckel hat sich im Herbst zur<br />

Küchen meile zum „place to be“ entwickelt.<br />

In diesem Jahr wird die MHK<br />

Group die Liste der namhaften Aussteller<br />

auf dem idyllisch gelegenen Rittergut<br />

erweitern. Neue Messeheimat ist eine<br />

ehemalige Remise. „Glasfronten werden<br />

für Transparenz sorgen<br />

und die Mischung aus neuen Materialien<br />

und der historischen Struktur<br />

aus altem Gebälk und Backsteinmauern<br />

schafft eine einladende Atmosphäre<br />

mit Loft-Charakter“, lautet die Ankündigung.<br />

Das neue MHK-Forum ist 133 m 2<br />

groß. Der traditionelle Branchenabend,<br />

der für den 19. September <strong>2022</strong> um<br />

19.30 Uhr geplant ist, wird allerdings<br />

nicht auf Gut Böckel stattfinden, sondern<br />

im Museum Marta in Herford.<br />

Foto: MHK<br />

So soll es aussehen:<br />

Das neue MHK-Forum auf Gut Böckel.<br />

66 KÜCHENPLANER 5/6/<strong>2022</strong>


Wintertreffen in Ellmau<br />

Das traditionelle Wintertreffen der DER KREIS Junioren fand in<br />

diesem Jahr wieder live statt. 19 „Djuwis“ trafen sich in Ellmau in<br />

Tirol. Beim Event wurden die BSH-Group und ihre Produktneuheiten<br />

vorgestellt. Ein Fahrsicherheitstraining rundete das Treffen<br />

ab. Andreas Fröbel, Siemens Key Account Manager Küchen-/<br />

Möbelhandel, gab den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen<br />

kurzen Einblick in die BSH-Unternehmensgruppe. Er stellte insbesondere<br />

Produktneuheiten im Geschirrspüler-Bereich vor. Zudem<br />

informierte er über die CO2-neutrale Produktion sowie die<br />

gestartete Kampagne „Made in Germany“. Eröffnet wurde die Tagung<br />

durch die DER KREIS Geschäftsführer Ulf Triebener (zum<br />

ersten Mal in Präsenz dabei) und Martin Oberwallner. Nach<br />

einem Tag auf der Piste konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer<br />

an einem Fahrsicherheitstraining teilnehmen.<br />

Die Gewinner des Djuwi-Cups beim Wintertreffen waren<br />

Maximilian Portius (Küchenstudio der besonderen Art GmbH/<br />

Leipzig, 1. Platz), Maikel Duijn (Ant. Duijn Keukens B.V/Niederlanden,<br />

2. Platz), Aileen Reuss (Reuss Einrichtungen GmbH,<br />

Dunningen) und Sofie Pfleiderer (Pfleiderer Küchenhaus und<br />

Schreinerei GmbH + Co. KG/ Winnenden-Hertmannsweiler) –<br />

beide auf dem 3. Platz.<br />

Foto: DER KREIS<br />

Die DER KREIS Junioren beim Wintertreffen in Ellmau in Tirol.<br />

Die Teilnehmer freuen sich bereits auf das Herbsttreffen, das<br />

vom 7. bis zum 9. November in Köln bei der Firma Liebherr stattfinden<br />

wird. Mehr Informationen über die jungen Wilden unter<br />

www.dijuwi.de.<br />

Foto: MHK<br />

Die MHK Group hat die Gesellschaften info-text und<br />

macrocom zur neuen Digitalagentur MIYU vereint.<br />

Online und Offline verzahnen<br />

Zu Jahresbeginn hat die MHK Group die neue Digitalagentur MIYU gegründet.<br />

Darin zusammengeführt sind die Werbeagentur info-text und<br />

der Onlinespezialist macrocom. Ziel sei es, die Gesellschafter aus Handel<br />

und Handwerk mit einer durchgängigen Kommunikationsstrategie<br />

noch besser zu unterstützen. Das Wort MIYU stammt aus dem Japanischen.<br />

„mi“ bedeutet Schönheit, Geist, Seele und Herz. „yu“ wird mit<br />

vorzüglich, exzellent, ausgezeichnet oder überlegen übersetzt. Darüber<br />

hinaus klinge im Namen die Philosophie der neuen Digitalagentur mit,<br />

denn phonetisch vereine MIYU die beiden englischen Pronomen me<br />

und you. „Und genau darum geht es dem knapp 50-köpfigen Team“, betont<br />

die Verbundgruppe, „um die persönliche Beziehung zu seinen Kunden.“<br />

So setzen die On- und Offline-Profis der MHK-Gesellschaften bei<br />

der Kampagnenentwicklung auf Daten, Plattformen und moderne Technologien<br />

und gleichzeitig auf den persönlichen Austausch. Alles zusammen<br />

bilde die Basis für eine individuelle Strategie, aus der kreative Produkte<br />

und Kommunikationskonzepte entwickelt werden.<br />

Geplanter Wechsel bei der EK<br />

Franz-Josef Hasebrink, seit 2002 Vorstandsvorsitzender der EK Gruppe, wird<br />

nach langjähriger Tätigkeit zum 31. Dezember <strong>2022</strong> planmäßig aus dem Vorstand<br />

ausscheiden. Seine Nachfolge wird der heutige CFO Martin Richrath<br />

antreten. Neu in den Vorstand wird als CFO Frank Duijst nachrücken, aktuell<br />

Bereichsleiter Financial Services. Frank Duijst ist bereits seit 2017 Mitglied<br />

der Geschäftsleitung der Gruppe. Franz-Josef Hasebrink wurde 1997 in den<br />

Vorstand berufen und 2002 zum Vorsitzenden ernannt. Der neue CEO Martin<br />

Richrath verantwortet seit 2017 das Finanzressort. Die Entscheidungen zur<br />

Neuausrichtung des Vorstands im Zusammenhang mit der Nachfolge des Vorstandsvorsitzenden<br />

habe das Unternehmen bereits vor längerer Zeit getroffen,<br />

heißt es. In einer ersten Phase wurden im Oktober 2021 mit Jochen Pohle<br />

und Gertjo Janssen zwei neue Vorstandsmitglieder berufen. Mit dieser zweiten<br />

Stufe wird die Neuausrichtung des Vorstands abgeschlossen.<br />

Franz-Josef Hasebrink.<br />

Foto: EK<br />

5/6/<strong>2022</strong> KÜCHENPLANER 67


Betriebsmanagement<br />

Fläche vs. Marketing<br />

Was sind die Erfolgsfaktoren<br />

im Küchenhandel?<br />

Küche ist weiterhin im Kommen: Trotz der Corona bedingten Lockdowns konnte<br />

der Küchenhandel sein Volumen steigern. Damit Küchenstudios an diesem Boom<br />

partizipieren und sich langfristig Marktanteile sichern können, müssen dennoch<br />

einige Erfolgsparameter beachtet werden. Ingo Anneken von der SEB Steuerberatung<br />

beschreibt, welche das sind und was sich hier geändert hat.<br />

„Klasse statt Masse“ – so könnte man die Entwicklung<br />

im Küchenhandel auf eine griffige Formel bringen.<br />

Früher bot die Fläche eine ganze Reihe an Vorteilen: Je<br />

mehr Platz einem Küchenstudio zur Verfügung stand,<br />

desto mehr Musterküchen konnten untergebracht werden.<br />

Damit verbunden war die strategische Überzeugung:<br />

mehr Musterküchen = mehr Inspiration. Hier hat<br />

in den letzten Jahren ein Umdenkprozess eingesetzt.<br />

Der Schwerpunkt hat sich deutlich in Richtung Individualität<br />

und Qualität verschoben – und ebenso wichtig<br />

sind die reibungslose Umsetzung, die wiederum Auswirkungen<br />

auf das Marketing hat.<br />

Die Macht der Marke<br />

Die Küche hat sich zum Statussymbol entwickelt. Das<br />

bedeutet auch, dass es ganz und gar nicht egal ist, wo<br />

und mit welchen Einbaugeräten die Küche gekauft<br />

wird. Dabei ist nicht nur die Marke des Küchenherstellers<br />

von Bedeutung – auch das Küchenstudio selbst<br />

wird zur Marke. Entscheidend sind der Ruf und das<br />

Selbstverständnis des <strong>Küchenplaner</strong>s: Er muss sich als<br />

Inneneinrichter verstehen, der den Kunden ihre individuelle<br />

Wunschküche zusammenstellt und bestmöglich<br />

visualisiert. Auch wenn die Investitionen in die eigene<br />

Küche steigen, muss die Kundschaft dabei das Angebot<br />

als angemessen und fair empfinden. Wichtig ist<br />

es, früh für seine Küche zu begeistern. Ganz nach dem<br />

Motto: Je mehr Kundenbegeisterung, desto einfacher<br />

das Verkaufsgespräch.<br />

Die Fläche verliert an Bedeutung<br />

Wie eingangs gesagt: Früher spielten Lage und Fläche<br />

des Küchenstudios eine wichtige Rolle. Auch heute hilft<br />

eine marktgebietsspezifisch gute Lage. Doch die Relevanz<br />

der Größe des Studios und der Anzahl der Musterküchen<br />

ist zugunsten der Planungskompetenz in den<br />

Hintergrund getreten. Wichtiger als Masse ist die individuelle<br />

Beratung und Planung. Ist nicht viel Platz<br />

vorhanden, kann dank neuer Online-Planungstools am<br />

digitalen Beratungstisch trotzdem die gesamte Bandbreite<br />

der Möglichkeiten zeigen – und dank Augmented<br />

Reality kann der Kunde seine eigene Küche betre-<br />

Was an Fläche gespart wird, in Werbung investieren<br />

Werbung ist wichtig, aber kein Allheilmittel.<br />

Immerhin: 38 % der Umsätze<br />

werden aufgrund der Marketingaktivitäten<br />

erzielt. Der Rest entfällt<br />

auf Empfehlungen (48 %) und Standort<br />

(14 %). Nun sind knapp 40 % kein<br />

Pappenstiel und haben außerdem einen<br />

direkten Effekt auf die Empfehlungen:<br />

Wer nicht wirbt, wird nicht<br />

gefunden und findet damit keine<br />

(neuen) Kunden – und kann dementsprechend<br />

nicht weiterempfohlen<br />

werden. Eine durchschnittliche Größe<br />

für den Werbeaufwand sind 3 % vom<br />

jährlichen, geschätzten Nettoumsatz.<br />

Davon sollten vor Jahresbeginn 2 % mit<br />

konkreten Werbemaßnahmen verplant<br />

werden. 1 % des Budgets halten sie zurück,<br />

um das Geld im Laufe des Jahres<br />

flexibel nach Kundenstrom und Aktionsgelegenheiten<br />

einsetzen zu können.<br />

Generell empfiehlt es sich, „Kunden<br />

werben Kunden“-Programme in<br />

den Werbemittelmix aufzunehmen.<br />

Und wenn bereits vorhanden, sollte<br />

der Werbemix mindestens um 5 % zulasten<br />

von Print-Werbung und ähnlichen<br />

Elementen auf Empfehlungsmarketing<br />

verschoben werden. Mit<br />

dem Merksatz: Heute bringen eine individuelle<br />

Kundenansprache und eine<br />

möglichst reibungslose Abwicklung,<br />

insbesondere bei der Beschaffung der<br />

Elektrogeräte, mehr Neukunden als<br />

jede Hochglanzanzeige.<br />

68 KÜCHENPLANER 5/6/<strong>2022</strong>


ten, lange bevor der erste Schrank in Auftrag gegeben<br />

wurde. Auf digitalen Beratungstischen können auch<br />

konkrete Planungen als Werbung bzw. Inspiration<br />

gezeigt werden – und außerdem können die Kunden<br />

schon mal eigene Ideen ausprobieren, was ein hervorragender<br />

Einstieg ins eigentliche Planungs- und Verkaufsgespräch<br />

ist.<br />

Vorausschauend kalkulieren<br />

Dass der Kunde den Preis als fair empfinden muss,<br />

wurde erwähnt. Natürlich gilt das auch andersherum:<br />

Der Preis sollte so kalkuliert sein, dass das Küchenstudio<br />

einen Umsatz erwirtschaftet, der die Zukunft<br />

der Unternehmung sichert. Konkret in Zahlen bedeutet<br />

das: Für Montage und erste Reklamationsfahrt<br />

sollten 8 Prozent vom Nettoumsatz der Küche eingeplant<br />

werden. Im Schnitt sollten im ländlichen Raum<br />

dann 36 Prozent als Rohgewinn vom Nettoumsatz verbleiben,<br />

sofern Subunternehmer für die Montage beschäftigt<br />

werden. Bei Fachmärkten sind es 34 Prozent<br />

Rohgewinn, bei größeren Einheiten 32 Prozent. Und<br />

natürlich sollte man mit Preisflexibilität in die Verhandlung<br />

gehen. Der zuerst genannte Preis sollte also<br />

über der dargestellten Kalkulation liegen, damit Freiraum<br />

für Rabatte bestehen. Aktuell ist außerdem ein<br />

weiterer Punkt zu berücksichtigen: In die Organisation<br />

der Elektrogeräte wird viel Zeit zu investieren sein.<br />

Ein extra Kalkulationsansatz führt hier dazu, dass Gewinnreduktionen<br />

vermieden werden. Generell sollten<br />

sich Küchenstudios überlegen, an welchen Stellen, die<br />

Kalkulation angepasst werden kann, um dem Kundenstrom<br />

Herr zu werden. Die gute Marktsituation,<br />

in der sich der Küchenhandel derzeit befindet, sollte<br />

genutzt werden – auch um Reserven für die Zukunft<br />

aufzubauen.<br />

Personalplanung ist Zukunftsplanung<br />

Verkäufer, Backoffice, Lager, Monteure – im Küchenhandel<br />

muss der gesamte Apparat funktionieren. An<br />

erster Stelle steht der Verkäufer: Er hat den ersten<br />

Kundenkontakt und sorgt für Umsatz. Aber auch Abwicklung,<br />

Montage und Rechnungstellung sind Räder<br />

im Getriebe, ohne die das Uhrwerk nicht funktionieren<br />

würde. Wird ein Küchenkauf vom ersten Besuch<br />

bis zur Inbetriebnahme reibungslos abgewickelt, ist<br />

es wahrscheinlicher, dass der Kunde das Küchenstudio<br />

weiterempfiehlt. Wie die Personalplanung aussieht,<br />

hängt von der Größe ab. Als Faustregel hat sich dieser<br />

Ansatz als realistisch erwiesen: Für jeden Verkäufer<br />

sollte eine halbe Arbeitskraft im Back Office eingeplant<br />

werden. Auf fünf Verkäufer kommt sinnvollerweise ein<br />

Lagermitarbeiter. Das gilt auch für die Montage.<br />

Foto: SEB Steuerberatung<br />

Ingo Anneken und die SEB Steuerberatung<br />

Der dreifache Vater Ingo Anneken (Foto) ist seit 2009 Geschäftsführer<br />

der SEB Steuerberatung. Gemeinsam mit seinen<br />

Kollegen unterstützt er die Kunden über die klassische<br />

Steuerberatung hinaus hinsichtlich einer Vielzahl an betriebswirtschaftlichen<br />

Fragen – von der Rechtsformoptimierung<br />

bis hin zur Existenzgründung. Zudem ist er Fachberater<br />

für Unternehmensnachfolge (DStV e.V.). Die SEB<br />

Steuerberatung beschäftigt 50 Mitarbeiter und ist seit<br />

1990 auf den Kücheneinzelhandel spezialisiert. Derzeit betreut<br />

die Beratungsgesellschaft rund 80 Kücheneinzelhandelsunternehmen<br />

unterschiedlicher Größen mit diversen<br />

Verbandszugehörigkeiten. Die persönliche Betreuung<br />

hinsichtlich betriebswirtschaftlicher, steuerrechtlicher,<br />

buchhalterischer und datenschutzrechtlicher Fragen steht<br />

dabei im Vordergrund.<br />

5/6/<strong>2022</strong> KÜCHENPLANER 69


Unternehmen<br />

„Frisch durch den Sommer“ lautet der Titel der<br />

Kampagne. Liebherr stattet seine Handelspartner<br />

mit zahlreichen Materialien zur Vermarktung aus.<br />

Foto: Liebherr<br />

Frische ist machbar<br />

Kühl- und Gefrierspezialisten Liebherr hat die bislang größte Werbekampagne<br />

in Deutschland gestartet. Das Motto lautet „Frisch durch den Sommer“.<br />

Im Mittelpunkt stehen die Frischetechnologien des Unternehmens –<br />

und die neuen Generationen der Einbau- und Standgeräte. Seit Mitte Mai<br />

und bis in den August hinein sind zahlreiche Aktionen geplant. Dabei positioniert<br />

sich der Hersteller deutschlandweit in Print- und Onlinemedien als<br />

der Experte für Kühlen und Gefrieren. Entsprechend einer 360-Grad-Kampagne<br />

werden auch dem Handel begleitende POS- und Kommunikationsmittel<br />

zur Verfügung gestellt. Der Hersteller wird dabei seine Neuheiten<br />

<strong>2022</strong> im Bereich Stand- und Einbaugeräte sowie seine Frischetechnologien<br />

präsentieren.<br />

Präsent ist Liebherr mit Anzeigen in ausgewählten Print-<strong>Magazin</strong>en<br />

der Fach- und Publikumspresse. Zudem wurde ein zwölfseitigen Beihefter<br />

produziert, der ebenso wie weitere POS-Materialien vom Handel kostenfrei<br />

bestellt werden können. Thematisiert werden darin Schlüsselausstattungen<br />

wie „BioFresh“ sowie die Hauptproduktgruppen. Die Bestellung<br />

erfolgt über den jeweiligen Vertriebsansprechpartner. Auch für den Online-Bereich<br />

können Handelspartner auf ein umfangreiches Content-Paket<br />

zurückgreifen. Dies beinhaltet neben verschiedenen Banner-Sets und Videos<br />

Bildmaterial und Ideen für Social Media. Liebherr selbst wird diese<br />

Mittel online ebenfalls einsetzen und mit Werbeschaltungen auf diversen<br />

Kanälen und Plattformen präsent sein. „Über alle Medien-Kanäle hinweg<br />

wird deutschlandweit eine Zielgruppengröße von rund 155 Millionen Bruttokontakten<br />

erreicht und angesprochen“, prognostiziert das Unternehmen.<br />

Für die Kampagne werden ausgewählte Einbau- und Standgeräte bereitgehalten.<br />

Einen zusätzlichen Anreiz für den Fachhandel setzt Liebherr<br />

mit einer Zugabeaktion für bestimmte Bestellmengen in Form von Garantieverlängerungen.<br />

„Begleitend zu unserer Kampagne haben wir speziell<br />

für den Bedarf des Fachhandels ein ansprechendes Gesamtpaket aus Geräten,<br />

Materialien und Aktionen geschnürt“, sagt Martin Ludwig, Head of<br />

Business Area DE der Liebherr-Hausgeräte Vertriebs- und Service GmbH.<br />

Höchste Ansprüche an Nachhaltigkeit<br />

„The Twist“ ist die neue Heimat von Beko Grundig in Deutschland.<br />

Das Unternehmen bezog Mitte Mai wie angekündigt<br />

die neuen Räume in dem modernen Bürogebäude in Eschborn.<br />

Es ist zugleich das nordeuropäische Headquarter. Das<br />

Unternehmen nutzt rund 2700 m² Bürofläche und 520 m² für<br />

einen Showroom. Das Gebäude steht für moderne Architektur,<br />

die höchsten Nachhaltigkeitsanforderungen entspricht.<br />

„Auch bei der Auswahl der Partner zur Einrichtung des neuen<br />

Unternehmenssitzes wurde auf eigene Nachhaltigkeitskonzepte<br />

und eine regionale und nachhaltige Produktion<br />

Wert gelegt“, betont das Unternehmen.<br />

„An unserem neuen Standort finden unsere Marken Beko<br />

und Grundig ein Zuhause, das sie angemessen repräsentiert<br />

und konsistent mit unserer Unternehmensphilosophie ist“,<br />

sagt Mario Vogl, Vorsitzender der Geschäftsführung der<br />

Beko Grundig Deutschland GmbH. Gleichzeitig stehe der<br />

neue Standort für neues Denken und neues Arbeiten. „Wir<br />

setzen hier ein modernes Arbeitskonzept im Sinne des New-<br />

Work-Gedankens um und positionieren uns damit als attraktiver<br />

Arbeitgeber in der Region“, so Vogl.<br />

Foto: Beko Grundig<br />

„The Twist” in Eschborn hat einen hohen Anspruch an Nachhaltigkeit.<br />

Dort hat Beko Grundig Deutschland seine neuen Firmenzentrale<br />

bezogen.<br />

70 KÜCHENPLANER 5/6/<strong>2022</strong>


Feierten mit Gästen die Eröffnung des neuen Liebherr-Showrooms in Köln (Foto von links): Martin Ludwig (Head of Business Area<br />

Deutschland), Steffen Nagel (Managing Director Sales & Marketing), Isolde Liebherr (Familiengesellschafterin), Detlef Walther (Managing<br />

Director Finance & Administration), Stéfanie Wohlfarth (Familiengesellschafterin) und Michael Haiminger (Head of Sales Business Area DE).<br />

Beraten und schulen<br />

Im Grunde ist das Gebäude für den „Liebherr Experience Showroom“<br />

schon seit Mai 2020 fertiggestellt. Doch die Corona-Pandemie<br />

verhinderte bislang die geplante Nutzung. Was sich nun ändert:<br />

Mit geladenen Gästen feierte das Unternehmen Ende Mai<br />

die Einweihung der neuen Dependance in zentraler rheinischer<br />

Lage. Auf einer Fläche von knapp 1900 m 2 präsentiert der Premiumhersteller<br />

an der Rheinischen Allee 18 in Köln ein ausgewähltes<br />

und fortlaufend wechselndes Portfolio an Kühl- und Gefriergeräten<br />

für den privaten und gewerblichen Gebrauch. Der<br />

moderne Neubau bietet zudem Arbeitsbereiche für 22 Mitarbeitende<br />

der deutschen Gesellschaft. Er steht Fachhändlern ebenso<br />

offen wie Privatkunden, die sich vor Ort beraten lassen können.<br />

Neben einem zeitlos hochwertigen Innendesign und einer modernen<br />

Außenfassade verfügt das neue Gebäude über eine ansprechend<br />

gestaltete Außenanlage. Ein besonderes Highlight<br />

ist der hauseigene Garten, in dem frisches Obst und Gemüse in<br />

Hochbeeten angebaut wird. Die 8000 Quadratmeter Grünfläche<br />

bieten zudem Platz für eigene Bienenstöcke. Diese haben ihre Position<br />

in sicherer Distanz zum Publikumsverkehr.<br />

Noch näher am Kunden<br />

Mit dem neuen „Experience Showroom“ möchte Liebherr den<br />

persönlichen Kontakt vor Ort intensivieren. „Für Liebherr-Hausgeräte<br />

stehen der Austausch und die Gespräche mit unseren<br />

Kunden und Partnern an oberster Stelle. Nur so können wir<br />

die Zusammenarbeit und Zukunft erfolgreich gestalten,” sagt<br />

Das Gebäude verfügt über einen „Experience Showroom“ im Erdgeschoss<br />

sowie Büro- und Konferenzräume im ersten Stock.<br />

Michael Haiminger, Head of Sales Business Area DE der Liebherr-Hausgeräte<br />

Vertriebs- und Service GmbH. Die ausgestellten<br />

Kühl- und Gefriergeräte werden dabei nicht nur zur Anschauung<br />

präsentiert, sondern auch für Schulungszwecke genutzt.<br />

Zudem möchte der Spezialist für Kühlen und Gefrieren die<br />

Vorstellung seiner Produkte und Technologien mit ganz besonderen<br />

Aktivitäten erlebbar machen: So steht eine Showküche<br />

mit über 60 Quadratmetern und eine Außenterrasse für<br />

Kundenveranstaltungen zur Verfügung. Über die Mailadresse<br />

info@liebherr-west.de können sich Fachhändler für einen Besuch<br />

anmelden.<br />

Fotos: Liebherr / Roland Breitschuh<br />

5/6/<strong>2022</strong> KÜCHENPLANER 71


Unternehmen<br />

Mitbewerber in der<br />

Laborkeramik übernommen<br />

„Mit diesen umfangreichen Investitionen<br />

stellen wir systemceram<br />

zusystemceram<br />

investiert 30 Millionen Euro<br />

Keramikspülenhersteller systemceram plant umfangreiche Investitionen. In den<br />

nächsten drei Jahren wird das Unternehmen rund 30 Millionen Euro in die Hand<br />

nehmen: für ein neues Verwaltungsgebäude inklusive Ausstellung, die Neu aufstellung<br />

der Logistik sowie moderne Fertigungsanlagen und Maschinen.<br />

Der erste Spatenstich für den Neubau des Verwaltungsgebäudes<br />

wird im August <strong>2022</strong> gesetzt. Am Standort in<br />

Siershahn entsteht ein fünfgeschossiges Gebäude mit<br />

2220 m 2 Nutzfläche und modernster Gebäudetechnik.<br />

Bestandteil ist auch ein Showroom inklusive Funktionsküche<br />

für Veranstaltungen sowie großzügige Räume<br />

für Schulungen. Der voraussichtliche Einzugstermin<br />

ist Spätherbst 2023.<br />

Bereits in die Wege geleitet ist die Neuaufstellung der<br />

Logistik. Dafür hat systemceram das 16 000 m 2 umfassende<br />

Betriebsgelände samt Immobilienbestand eines<br />

Unternehmens in der benachbarten Ortschaft Wirges,<br />

rund zwei Kilometer von der Zentrale in Siershahn entfernt,<br />

übernommen. Die Gebäude und Flächen werden<br />

künftig als Logistikzentrum genutzt sowie für die Veredlung<br />

von Produkten der Küchen­ und Badkeramik.<br />

In der zweiten Jahreshälfte 2023 beginnt der<br />

Ausbau der Fertigung am Standort Berggarten<br />

1 in Siershahn. Das Projekt sieht den Abriss<br />

eines Teils der bestehenden Lagerhallen<br />

(6000 m 2 ) vor und den Neubau einer Produktionshalle<br />

mit ca. 8000 m 2 N u t z fl ä ­<br />

che. Verbunden mit dieser Erweiterung<br />

sind erhebliche Investitionen in den<br />

Maschinenpark. Dazu zählt unter<br />

anderem eine neue Formgebungsanlage<br />

für Spülen und Arbeitsplatten,<br />

neue Glasieranlagen<br />

sowie ein neuer Ofen für die<br />

Fertigung der keramischen<br />

Produkte. Hinzu kommen weitere<br />

Maschinen.<br />

kunftssicher auf“, erläutern die geschäftsführenden<br />

Gesellschafter Kevin Göbel und Felix Engel. Das Familienunternehmen<br />

in zweiter Generation beschäftigt in<br />

Siershahn etwa 250 Personen. Diese Zahl wird schon<br />

kurzfristig steigen. Denn aktuell hat systemceram einen<br />

Mitbewerber im Geschäftsfeld Laborkeramik übernommen.<br />

Damit verbunden ist ein erwarteter Mehrumsatz<br />

in diesem Segment von 40 %. Die zusätzliche Produktion<br />

wird schrittweise in die eigene Fertigung übernommen.<br />

Kontinuierliches Wachstum in den letzten Jahren<br />

Möglich macht die umfangreichen Investitionen die<br />

positive Geschäftsentwicklung der vergangenen Jahre.<br />

systemceram wächst kontinuierlich und erwirtschaftete<br />

2021 einen Umsatz von 41,5 Mio. Euro. Besonders<br />

stark präsentiert sich dabei das Geschäftsfeld Küchenkeramik<br />

mit einem Plus von 7,6 % nach 17 % Plus im<br />

Jahr 2020. Steigende Zahlen meldet auch das<br />

Geschäftsfeld OEM mit der primären Produktion<br />

von Keramikbecken für Badezimmereinrichtungen.<br />

Der<br />

Umsatz mit Laborkeramik<br />

blieb 2021 stabil zum<br />

Vorjahr.<br />

72 KÜCHENPLANER 5/6/<strong>2022</strong>


Erfolg mit Küchenkeramik (Foto von links):<br />

Kevin Göbel und Felix Engel, geschäftsführende<br />

Gesellschafter systemceram.<br />

Fokus auf den Küchenfachhandel<br />

Als entscheidenden Erfolgsfaktor im Küchenmarkt sehen<br />

die Geschäftsführer die starke Konzentration auf<br />

den Küchenfachhandel. Hinzu kommt der hohe Anspruch<br />

an Design und Funktionalität der keramischen<br />

Produkte aus Feinsteinzeug sowie der Service in der<br />

partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit den Kunden.<br />

Kern der vertrieblichen Aktivitäten der Fachhandelsmarke<br />

systemceram sind weiterhin die heimischen<br />

Märkte in Deutschland mit einem Anteil von 90 %. Parallel<br />

wuchs das Unternehmen auch international. Im<br />

Jahr 2021 um 10 % mit signifikanten Steigerungen vor<br />

allem in Frankreich sowie<br />

in osteuropäischen Ländern<br />

wie Polen und Tschechien.<br />

Auch Österreich entwickelt<br />

sich stabil aufwärts.<br />

„Im ersten Quartal des Jahres<br />

<strong>2022</strong> setzte sich die positive<br />

Entwicklung im Inund<br />

Ausland ungeachtet der<br />

weltpolitischen Lage fort“,<br />

berichtet Kevin Göbel.<br />

Foto: systemceram<br />

„Gold“-Sponsor der MöFa<br />

Schüller engagiert sich für den Branchennachwuchs. Der Küchenmöbelhersteller<br />

ist als „Gold“­Sponsor neuer Kooperationspartner<br />

der Fachschule des Möbelhandels (MöFa). Damit will<br />

das Unternehmen dazu beitragen, Wissen zur Küchenbranche<br />

und zur industriellen Möbelfertigung an den Nachwuchs der<br />

Branche weiterzugeben und dadurch die Kompetenz der Fachkräfte<br />

von morgen zu sichern. Im Rahmen des für einen Zeitraum<br />

von drei Jahren vereinbarten Sponsorings stellt Schüller<br />

der Fachschule des Möbelhandels diverse Unterstützung zur<br />

Verfügung. Ziel der Kooperation sei es, neue Fachkräfte für die<br />

Branche fit zu machen. So wurde im Rahmen der Zusammenarbeit<br />

ein Raum für Materialkunde umgestaltet. Das sogenannte<br />

„Schüller­Training­Center |s|t|c“. Hierdurch sei es möglich,<br />

anhand der Küchen und Wohnmöbel von Schüller sowie der<br />

Premiummarke next125 die Vielfalt an (Front­)Materialien unmittelbar<br />

am Produkt zu schulen.<br />

Blick hinter die Kulissen<br />

Im Rahmen der Kooperation wurden zudem individuelle Schulungsmaßnahmen,<br />

Impulsvorträge und Projektarbeiten vereinbart.<br />

Konzipiert werden diese in enger Absprache mit der<br />

Schulungsabteilung von Schüller. Angeboten werden künftig<br />

zudem Exkursionen zum Küchenmöbelhersteller nach Herrieden.<br />

Diese Besuche sollen den Studierenden einen exklusiven<br />

Einblick in einen international tätigen Möbelfertigungsbetrieb<br />

ermöglichen.<br />

„Mit der Kooperation möchten wir dazu beitragen, Wissen<br />

zu den jeweiligen Fachbereichen der Küchenbranche und der<br />

industriellen Möbelfertigung im Allgemeinen zu vermitteln<br />

und dadurch Verantwortung für die Ausbildung zukünftiger<br />

Fachkräfte übernehmen“, erläutert Frank Bayer, Vertriebsleiter<br />

der Schüller Möbelwerk KG, das MöFa­Engagement. Schüller<br />

sehe die Kooperation in erster Linie als ideellen Beitrag. Die<br />

Fachschule des Möbelhandels sei nahezu die einzige Institution<br />

unserer Branche in Deutschland, „die sich um die Ausbildung<br />

des Nachwuchses kümmert und für Handel und Industrie<br />

fit macht“.<br />

Am Firmensitz von<br />

systemceram in Siershahn<br />

entsteht bis Spätherbst<br />

2023 ein fünfgeschossiges<br />

Verwaltungsgebäude mit<br />

Ausstellung und<br />

Funktionsküche.<br />

Rendering: Goldbeck<br />

Foto: Schüller<br />

Ein Grund, um anzustoßen: Schüller ist neuer Kooperationspartner<br />

der Möbelfachschule in Köln.<br />

5/6/<strong>2022</strong> KÜCHENPLANER 73


Unternehmen<br />

Schock investiert auf den Inseln<br />

Am 31. März <strong>2022</strong> hat Spülenhersteller Schock das Unternehmen The 1810 Company erworben. Dabei<br />

handelt es sich um einen Spezialisten für den Vertrieb von Spülen und Armaturen. Mit dem Kauf des in<br />

Nordwales ansässigen Unternehmens will Schock das Geschäft in Großbritannien weiter ausbauen. Das<br />

britische Unternehmen wurde 2009 von Managing Director Gareth Williams gegründet. Die Geschäftsräume<br />

und das Lager befinden sich in Mold, Nordwales. Darüber hinaus präsentiert The 1810 Company<br />

seine Produkte im eigenen Showroom im Business Design Centre in Islington, London.<br />

„Die starke Position, die The 1810 Company im britischen Markt innehat, ist für uns die perfekte<br />

Grundlage, um das Geschäft in Großbritannien weiter auszubauen“, sagt Ralf Boberg, CEO von Schock.<br />

Gareth Williams, Managing<br />

Director von The 1810 Company,<br />

ist der Ansicht, dass man auf dem<br />

Weg sei, zu einem führenden Anbieter<br />

von Spülen und Armaturen<br />

in Großbritannien zu werden.<br />

The 1810 Company wird weiter<br />

vom jetzigen Managementteam<br />

geführt. Die Produkte von<br />

Showroom von The 1810 Company im britischen Islington.<br />

Schock werden parallel zum eigenen Produktportfolio vermarktet.<br />

Über Kaufpreis und Details haben die Parteien Stillschweigen<br />

vereinbart.<br />

Für Schock ist es bereits die zweite Übernahme in diesem<br />

Jahr. Schon im Januar meldete das Unternehmen den Kauf des<br />

polnischen Herstellers Marmorin, Hersteller von Quarzformteilen.<br />

Damit setzt die Schock GmbH die formulierte „geografische<br />

Expansion“ fort, die durch die Übernahme durch die Beteiligungsgesellschaft<br />

Triton im März 2021 begonnen wurde.<br />

Fotos: Schock<br />

Ralf Boberg, CEO Schock,<br />

will durch den Erwerb von<br />

The 1810 Company das Geschäft<br />

in Großbritannien<br />

weiter ausbauen.<br />

Umfangreicher digitaler Service<br />

Exklusiv für Geschäftskunden hat Franke<br />

das „Partner Portal“ entwickelt. Es vereint<br />

die unkomplizierte Produktsuche<br />

und einfache Bestellmöglichkeiten mit<br />

einem Überblick über den Bestellstatus<br />

und die Auftragshistorie. Zugleich ermöglicht<br />

die Plattform den bequemen Zugang<br />

zu technischen Details und praktischen<br />

Werkzeugen, zu Trends, Inspirationen<br />

und passendem Zubehör. Dank einer „intelligenten<br />

und umfangreichen Produktsuche“<br />

sei das Navigieren einfach wie nie<br />

zuvor.<br />

Franke erläutert: „Produkte lassen sich<br />

im Handumdrehen finden und sind mit allen<br />

relevanten Eckdaten, Installationshinweisen,<br />

Videos und geeignetem Zubehör<br />

bzw. Ersatzteilen verknüpft. Über die intuitive<br />

Benutzeroberfläche wird problemlos<br />

bestellt, mögliche Liefertermine sind<br />

vorab ersichtlich. Anschließend bietet die<br />

Auftragsverfolgung Sicherheit. So lässt<br />

sich jederzeit der Bestellstatus prüfen,<br />

aber auch die Auftragshistorie und Rechnungen<br />

einsehen sowie der Status und offene<br />

Tickets zu Reklamationen. Bei Bedarf<br />

kann über den Kundenservice Unterstützung<br />

angefordert werden.“<br />

„Das Portal ist ein umfassendes Arbeitstool<br />

für unsere Partner“, sagt<br />

Christoph Stübi, Franke Director<br />

Commercial Excellence DACH. Es unterstütze<br />

Händler, effizient zu arbeiten und<br />

garantiere stets die Kontrolle und den<br />

Überblick über ihre Bestellungen und Aktivitäten.<br />

Stübi: „Es ist ein Ort, an dem sie<br />

gebündelt alles finden, was sie brauchen.<br />

Foto: Franke GmbH<br />

Und zwar zu jeder Zeit. So bleibt mehr<br />

Zeit im Tagesgeschäft für die Kundenberatung.“<br />

Ein weiterer Anreiz, sich zu registrieren:<br />

„Die Nutzer des Franke Partner<br />

Portals profitieren von den neusten Kampagnen,<br />

Promotionen und exklusiven Angeboten<br />

sowie umfangreichem Schulungsund<br />

Marketingmaterial.“ Die Adresse<br />

lautet: https:\\partnerportal.franke.com.<br />

Unter partnerportal.franke.com finden Handelspartner von Franke alles, was sie brauchen.<br />

74 KÜCHENPLANER 5/6/<strong>2022</strong>


Foto: Plan Bee Architekten<br />

Die geplante Erweiterung des Bürogebäudes an der Carl- Miele-Straße schließt sich an das Gebäude<br />

der BKK Miele an. Der Neubau soll im Herbst beginnen.<br />

Platz für neue Mitarbeiter<br />

Durch die anhaltend positive Geschäftsentwicklung der letzten<br />

Jahre hat die Beschäftigtenzahl bei Miele mit mehr als<br />

22 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen neuen Höchststand<br />

erreicht. Mehr als 5300 sind es am Standort Gütersloh –<br />

Hauptverwaltung, größter Produktionsstandort, Zentrale des<br />

Deutschland­Vertriebs und zugleich weltweiter Logistik­Hub<br />

des Konzerns. „Mit Blick auf unser künftiges Wachstum bauen<br />

wir weltweit unsere Strukturen weiter aus, und dazu gehören<br />

auch unsere Kapazitäten in den Bereichen Vermarktung, Logistik<br />

und Administration“, sagt Olaf Bartsch, Geschäftsführer Finanzen<br />

und Hauptverwaltung der Miele Gruppe. „Dafür werden<br />

wir hier in Gütersloh weiter Personal einstellen, wobei die Büroflächen<br />

am Standort aber schon heute nicht mehr ausreichen.“<br />

So soll an das 2013 errichtete Bürogebäude an der Westspitze<br />

des Firmengeländes ein weiterer Verwaltungstrakt angegliedert<br />

werden. Ein zweiter Neubau direkt an der Carl­ Miele­ Straße soll<br />

an das dort bestehende Verwaltungsgebäude anschließen. Derzeit<br />

läuft noch das Genehmigungsverfahren, Bauanträge werden<br />

demnächst eingereicht. Die Investitionssumme für diese beiden<br />

Maßnahmen beträgt 28,8 Mio. Euro. Planmäßiger Abschluss der<br />

Arbeiten sei Ende 2023.<br />

Außerdem vergrößert das Unternehmen sein Zentrales Ersatzteillager<br />

(ZEL) an der Ecke Edisonstraße/Stadtring Nordhorn.<br />

Dafür haben die ersten Arbeiten bereits begonnen. Das<br />

Lager wurde 2016 eingeweiht<br />

und ist schon wieder<br />

zu klein. „Wegen stark steigender<br />

Stückzahlen sowie<br />

neuer Baureihen und auch<br />

aufgrund der Tatsache, dass<br />

Miele die Verfügbarkeit der<br />

funktionswichtigen Ersatzteile<br />

bis zu 15 Jahre nach<br />

Auslauf der betreffenden Geräteserie<br />

garantiert“, so das<br />

Unternehmen. Auf zusätzlichen<br />

7000 Quadratmetern<br />

entstehen unter anderem ein<br />

zweites automatisches Kleinteilelager<br />

und elf weitere<br />

Rampen, an denen die Ersatzteile<br />

zum Transport verladen<br />

werden. In Summe erhöhe<br />

sich die Kapazität des<br />

ZEL durch die Erweiterung<br />

um 50 Prozent.<br />

Schnelle Hilfe für Geflüchtete<br />

Angesichts der Kriegssituation in der Ukraine hat Oranier sein<br />

Gäste­ und Schulungszentrum als Wohnunterkunft zur Verfügung<br />

gestellt. Das Haus befindet sich auf dem ursprünglichen Betriebsgelände<br />

in Gladenbach­Weidenhausen und bietet mit zehn Doppelzimmern<br />

Platz für bis zu 30 Personen. Die Räume werden normalerweise<br />

als Hotelzimmer im Rahmen von Schulungen verwendet<br />

und sind daher komplett eingerichtet und konnten sofort bezogen<br />

werden. „Wir arbeiten mit dem Kreis Marburg/Biedenkopf zusammen.<br />

Sobald Flüchtlinge aus der Ukraine ankommen, nehmen wir<br />

sie unbürokratisch auf.“, berichtet Nikolaus Fleischhacker, Geschäftsführer<br />

der Oranier­Unternehmensgruppe, Mitte April. Die<br />

zukünftigen Gäste sollen auf dem großzügigen Gelände zur Ruhe<br />

kommen und Frieden finden. Für den Kontakt zur Heimat steht<br />

WLAN zur Verfügung. „Um die schnelle, reibungslose Aufnahme<br />

und Integration der Flüchtlinge kümmern sich einige unserer Mitarbeiter.<br />

Ob gemeinsames Einkaufen, die Umgebung zeigen oder<br />

einfach für Gespräche und alltägliche Belange da sein – wir wollen<br />

alle mit anpacken und ein Zeichen setzen“, so Fleischhacker weiter.<br />

Foto: Oranier<br />

Die Oranier Unternehmensgruppe nimmt ukrainische Flüchtlinge<br />

im Gästehaus auf.<br />

5/6/<strong>2022</strong> KÜCHENPLANER 75


Unternehmen<br />

Gemeinsam Stärke zeigen<br />

Blanco? Ein Big Player rund um den Wasserplatz in der Küche. E.G.O.? Der Technikinnovator<br />

der Hausgerätebranche. B.PRO? Der Experte für Großküchen und Gastronomie.<br />

Was diese Unternehmen eint? Sie gehören zur Blanc & Fischer Familienholding.<br />

Und die demonstrierte nun ihre Stärke im Verbund.<br />

Und zwar mit einem gemeinsamen Pressetag am Firmensitz<br />

in Oberderdingen. Im Mittelpunkt standen<br />

die aktuellen Wirtschaftszahlen für das Geschäftsjahr<br />

2021. Das war laut Holding-CEO Bernd Eckl ebenso<br />

schwierig wie erfolgreich. Unter dem Strich steht<br />

ein Umsatzplus von 17,7 % auf 1,389 Mrd. Euro. „Das ist<br />

ein fantastisches Ergebnis“, kommentierte Eckl, denn<br />

das Unternehmen sei deutlich stärker gewachsen als<br />

die jeweiligen Märkte. Die guten Zahlen sieht er als<br />

Ansporn, den erfolgreichen Weg fortzusetzen. Das<br />

Familienunternehmen mit Stammsitz im badischen<br />

Oberderdingen will weiterwachsen, „auch wenn die<br />

derzeitigen Bedingungen durch Krieg in der Ukraine,<br />

Inflation und anhaltende Lieferkettenprobleme eine<br />

Prognose nur schwer möglich machen“.<br />

Wachstum in allen Sparten<br />

Der Blick in die einzelnen Unternehmenssparten<br />

zeigt Wachstum in allen Bereichen. Die E.G.O.-Gruppe<br />

(E.G.O.) als größte Gruppe innerhalb der Familienholding<br />

steigerte ihren Umsatz um 17,8 % auf 772,4 Mio.<br />

Euro. Dazu beigetragen habe neben einer hohen Nachfrage<br />

nach Küchen und Küchenkomponenten auch die<br />

Integration der ehemals unter „Defendi“ firmierenden<br />

Geschäftseinheit Gas.<br />

Den größten Zuwachs verzeichnete die Blanco-Gruppe<br />

mit 18,5 % auf 482,9 Mio. Euro. Die Gründe für das<br />

starke Wachstum lägen im Wesentlichen im pandemiebedingten<br />

Cocooning-Effekt und der verstärkten Investitionen<br />

privater Haushalte in die Küche. Was für alle<br />

Unternehmen der Gruppe gälte.<br />

Auch die Großküchen- und Gastronomieexperten von<br />

B.PRO konnten um 12,3 % im Umsatz zulegen. Obwohl<br />

dieser Geschäftsbereich nicht von der Konzentration<br />

auf die heimischen vier Wände profitiert. Grund für<br />

Zuwachsraten der Professional-Sparte sei ein starkes<br />

Industriegeschäft gewesen.<br />

Mit einem Umsatz von 15 Mio. Euro schloss der Edelstahlverarbeiter<br />

Kugel das Geschäftsjahr 2021 (plus<br />

14,5 %), und sogar um 18,2 % auf jetzt 51,2 Mio. Euro legte<br />

die Arpa-Gruppe mit Sitz in Frankreich zu. Der Hersteller<br />

von Herden und Einbaukochfeldern baue derzeit<br />

sein Produktportfolio erfolgreich aus, erläuterte Eckl.<br />

Foto: Blanc & Fischer<br />

„Nachhaltigkeit ist Unternehmensphilosophie, Digitalisierung Chefsache.“<br />

Bernd Eckl, CEO der Blanc & Fischer Familienholding.<br />

Und in allen Regionen<br />

2021 verzeichneten alle Regionen ein Umsatzwachstum.<br />

Mit einem Umsatz von 368,1 Mio. Euro sank der Anteil<br />

Deutschlands am Gesamtumsatz auf jetzt 26,5 %. Die<br />

übrigen EU-Länder steuerten mit 38,6 % oder 536,7 Mio.<br />

Euro den größten Umsatzanteil bei. Ein sehr starkes<br />

Wachstum von 34,0 % auf 119,1 Mio. Euro haben die übrigen<br />

europäischen Länder erzielt. Der Umsatz der arabischen<br />

Länder und Afrika wuchs mit 36,1 % auf 13,2 Mio.<br />

Euro am stärksten. Die Fokus-Region Asien und Pazifik<br />

legte um etwa 31 % auf 131,7 Mio. Euro zu und trägt damit<br />

fast 10 % zum Gesamtumsatz bei. Die zweite strategische<br />

Wachstumsregion Amerika ist im vergangenen<br />

Jahr um 15 % auf 220,6 Mio. Euro gewachsen und repräsentiert<br />

damit einen Umsatzanteil von etwa 16 %.<br />

76 KÜCHENPLANER 5/6/<strong>2022</strong>


Neues Familienmitglied<br />

Seit Anfang <strong>2022</strong> ist das Start-up „ATOLL Living<br />

Spaces GmbH“ Teil der Blanc & Fischer-Familie. In<br />

strategischer Partnerschaft mit dem „Company<br />

Builder“ Brid-Gemaker soll aus dem Geschäftsmodell<br />

ein nachhaltig profitables Unternehmen gemacht werden.<br />

„Die Küche wandelt sich noch stärker zum Lebensraum<br />

und ist ein Ort für Begegnungen und das<br />

Erleben gemeinsamer Momente“, erläuterte Eckl. Atoll<br />

gilt als „aufgehender Stern“ im Portfolio der Familienholding.<br />

Denn die Produkte aus dem Wohn-, Möbel-<br />

und Outdoorbereich bedienen ein Wachstumssegment.<br />

Dazu zählen unter anderem multifunktionale<br />

Tische mit Induktionstechnologie, die gleichzeitig als<br />

Koch-, Ess-, Wohn- oder Arbeitstisch genutzt werden<br />

können, oder auch hochwertige Outdoorküchen.<br />

Digitalisierung ist Chefsache<br />

Als weitere Fokusthemen nannte Eckl die Nachhaltigkeitsaktivitäten<br />

(„ein fester Bestandteil der Unternehmensstrategie“)<br />

sowie die Digitalisierung. Die<br />

Konnektivität der Komponenten wird als zentrales<br />

Merkmal der Küche von morgen gesehen. „Vollautomatisiert<br />

und vernetzt – so präsentiert sich der Lebensraum<br />

Küche künftig“, sagt Bernd Eckl. Die Stärkung<br />

und Erweiterung der Digitalisierung und IT<br />

über alle Unternehmensgruppen hinweg hat er deshalb<br />

zur Chefsache erklärt. Die Einführung von SAP<br />

S/4HANA gilt dabei als Grundlage für alle weiteren<br />

Digitalisierungsinitiativen. Das Unternehmen erhofft<br />

sich durch die Standardisierung von IT-Plattformen<br />

und die weitgehende Automatisierung von Prozessen<br />

Effizienz- und Kosteneffekte. Und zugleich eine<br />

schnellere Entwicklung von smarten, auf die Märkte<br />

zugeschnittenen Produkten und Geschäftsmodellen.<br />

Ein überaus wohlbestelltes Haus übernommen<br />

CEO Bernd Eckl präsentierte mit seinem Bilanzbericht<br />

die Zahlen seines Vorgängers. Eckl selbst ist seit<br />

Anfang <strong>2022</strong> im Amt. Als Nachfolger von Dr. Johannes<br />

Haupt, der Ende 2021 als CEO aus dem Familienunternehmen<br />

ausschied. „Dr. Haupt hat mir als seinem<br />

Nachfolger ein wohlbestelltes Haus hinterlassen“,<br />

würdigte er dessen Arbeit. Unter der Führung von<br />

Dr. Haupt ist das Familienunternehmen zu einem international<br />

erfolgreichen, marktführenden Zulieferer<br />

für Küchen und Weiße Ware geworden.<br />

Dirk Biermann<br />

Foto: Blanco<br />

Blanco und E.G.O.<br />

Wie im Haupttext erwähnt, war<br />

2021 auch für Blanco erfolgreich:<br />

Mit einem Umsatzplus von 18,5 %<br />

auf nunmehr 483 Mio. Euro gegenüber<br />

Vorjahr. Das ist der<br />

höchste jemals erzielte Wert.<br />

CEO Frank Gfrörer (Foto) sieht<br />

darin eine Bestätigung für den<br />

eingeschlagenen Kurs: „Gerade<br />

in einem schwierigen Marktumfeld<br />

zeigt sich, dass unsere<br />

konsequente Ausrichtung auf<br />

ein Premium­Markenerlebnis am<br />

Wasserplatz in der Küche sowohl<br />

unsere Kundinnen und Kunden<br />

aus dem Fachhandel als auch<br />

unsere End­Konsumentinnen<br />

und Konsumenten überzeugt“.<br />

BLANCO setzt seit jeher auf die enge Zusammenarbeit mit seinen Fachhandelspartnern.<br />

Hinzu kommt inzwischen der verstärkte Fokus auf Verbraucherinnen<br />

und Verbraucher, um diese schon in der ersten Orientierungsphase<br />

der Küchenplanung für den spürbaren Mehrwert eines<br />

durchdachten Wasserplatzes zu inspirieren. Das Unternehmen forciert<br />

deshalb die Kommunikation in den digitalen Endkundenkanälen und entwickelt<br />

beispielsweise den Webshop für Ersatzteile und Zubehör für mehr<br />

Service und Benutzerfreundlichkeit weiter: „Mit diesem hybriden Ansatz<br />

wollen wir die Kundenfrequenz bei unseren Partnern im Fachhandel erhöhen<br />

und die Nachfrage nach hochwertigen Systemlösungen stimulieren.<br />

Gleichzeitig unterstützen wir den Fachhandel dabei, sich auf sein Kerngeschäft<br />

zu konzentrieren“, erklärt Frank Gfrörer den Ansatz.<br />

Bei der E.G.O.­Gruppe steht ebenfalls<br />

ein dickes Plus unter dem Bilanzstrich:<br />

Es sind fast 18 % auf<br />

jetzt 772 Mio. Euro. Dabei musste<br />

der badische Hausgeräte­Zulieferer<br />

gleich zu Jahresbeginn mit massiven<br />

Lieferproblemen als Folge der<br />

Pandemie zurechtkommen. Weitere<br />

unvorhersehbare Ereignisse wie die<br />

Havarie der „Ever Given“ im Suezkanal<br />

verschärften die Situation:<br />

„Mehrere Container mit Zulieferteilen<br />

für Standorte der E.G.O.­Gruppe<br />

waren an Bord des Schiffes und<br />

wurden natürlich nicht termingerecht<br />

geliefert. Gleichzeitig führte<br />

die knappe Verfügbarkeit wichtiger<br />

Materialien am Weltmarkt zu großen<br />

Kostensteigerungen, die das Ergebnis<br />

drückten“, erklärte CEO Dirk Schallock (Foto). Dass die Unternehmensgruppe<br />

das Jahr dennoch mit einem Rekordumsatz beendete, läge<br />

maßgeblich an der neuen Unternehmensstrategie „Local­for­Local“. Diese<br />

soll E.G.O. laut eigenen Angaben weltweit zum priorisierten Geschäftspartner<br />

für Kunden im Weiße­Ware­Geschäft machen. Um Kunden vor Ort<br />

möglichst schnell und optimal bedienen zu können, baue man das eigene<br />

Produktions­ und Entwicklungsnetz in immer mehr Ländern aus. Als weiteren<br />

Erfolgsfaktor nannte Dirk Schallock die „Business Units“. In diesen<br />

fünf nach Produktgruppen ausgerichteten Units sind alle Funktionen konzentriert,<br />

die für die Produkt­Marktbearbeitung wichtig sind.<br />

Foto: E.G.O.<br />

5/6/<strong>2022</strong> KÜCHENPLANER 77


Unternehmen<br />

Bilanzberichte 2021<br />

Ein umsatzstarkes Jahr<br />

(Teil 2)<br />

Schon in der Ausgabe KÜCHENPLANER 3/4 <strong>2022</strong> hatten wir<br />

in ausgewählte Bilanzen geblickt und festgestellt: Rekorde<br />

allerorten, teils mit zweistelligen Zuwachsraten im Umsatz.<br />

Hier einige weitere Berichte aus den Unternehmen.<br />

Foto: Biermann<br />

78 KÜCHENPLANER 5/6/<strong>2022</strong>


Foto: Schmidt Küchen<br />

719 Mio. Euro<br />

Produktionsumsatz<br />

meldet<br />

Schmidt Küchen<br />

für 2021. Immer<br />

häufiger werden<br />

Wohnmöbel<br />

gefertigt.<br />

Wohnwelten treiben den Umsatz<br />

Die deutsch-französische Schmidt Groupe erzielte im Geschäftsjahr<br />

2021 die besten Zahlen der Unternehmensgeschichte.<br />

Der Produktionsumsatz des Herstellers von<br />

Möbeln für Küche, Bad und Wohnen stieg um 27 % auf<br />

jetzt 719 Mio. Euro. Der Handelsumsatz mitsamt der über<br />

die Gruppe gelieferten Elektroeinbaugeräte beträgt jetzt<br />

1,91 Mrd. Euro. Das sind 18 % mehr im Vergleich zum Vorjahr<br />

und ebenfalls ein Rekord. Neben dem Küchensektor<br />

habe sich das Geschäftsfeld der Wohnwelten besonders<br />

stark entwickelt, berichtet das Unternehmen. Mit Steigerungsraten<br />

von durchschnittlich 30 % pro Jahr.<br />

Ausstatter des ganzen Hauses/ In Frankreich existierten<br />

beispielsweise bereits Studios, die ausschließlich<br />

Wohnwelten führten, erläutert Wolfgang Thorwart,<br />

Geschäftsführer der zur Gruppe gehörenden Schmidt<br />

Küchen GmbH & Co. KG. Er meint: „Das zeigt deutlich,<br />

dass wir als Ausstatter des ganzen Hauses unseren<br />

Partnern einen klaren Wettbewerbsvorteil und einen<br />

zusätzlichen Wachstumsmotor an die Hand geben können.“<br />

Mittlerweile vertreiben 809 exklusive Partnerhäuser<br />

die Marke Schmidt sowie in Frankreich und<br />

Belgien zudem noch das Label „ cuisinella“. Vertreten<br />

ist der Konzern in 27 Ländern rund um den Globus. In<br />

Deutschland bieten 35 exklusive Fachhändler eine individuelle<br />

Möblierung auf Maß an.<br />

Boom bei den Mitarbeiterzahlen/ Auch die Belegschaft<br />

hat sich vergrößert. Das Unternehmen hat mittlerweile<br />

1787 Mitarbeiter – so viele wie nie zuvor. In<br />

Deutschland legte man sogar um 30 % zu. Am Stammsitz<br />

in Türkismühle sind nun 220 Arbeitnehmer tätig. Im<br />

Werk im Saarland wurde die Produktionskapazität nach<br />

Unternehmensangabe um 40 % erhöht. Weiterhin vollzog<br />

die Kurve der Betriebsangehörigen mitsamt den Angestellten<br />

aus den Studios eine Steigerung um 217 Mitarbeiter<br />

auf nun 7925 Beschäftigte. Der Spezialist für maßgefertigte<br />

Möbel kann damit in den vergangenen zehn<br />

Jahren einen Mitarbeiteranstieg von 39 % vermelden.<br />

Die Nr. 5 in Europa/ Das in dritter Generation von<br />

Anne Leitzgen geführte Unternehmen bleibt mit diesen<br />

Zahlen nach eigenen Berechnungen weiterhin der<br />

fünftgrößte europäische Küchenhersteller. Insgesamt<br />

wird auf einer Fläche von rund 210 000 Quadratmetern<br />

produziert. Überwiegend im Elsass. Drei Werke befinden<br />

sich in Sélestat, eines am Hauptsitz in Lièpvre und<br />

eines in Türkismühle. Zudem gibt es ein Logistikzentrum<br />

in Bergheim.<br />

Die Gruppe investierte im Vorjahr 29 Mio. Euro in<br />

die Möbelfabriken. Damit stieg die Gesamtsumme der<br />

Investitionen in den zurückliegenden fünf Jahren auf<br />

149 Mio. Euro.<br />

BSH wächst überall<br />

Hausgerätekonzern BSH hat 2021 erneut einen Rekordumsatz<br />

erzielt. Er liegt bei 15,6 Mrd. Euro und damit<br />

um 12 % höher als im Vorjahr. Erwirtschaftet wurde<br />

er in allen Produktkategorien und Weltregionen. In<br />

Euro pa bleibt die BSH nach eigenen Aussagen Marktführer.<br />

Im vergangenen Jahr wuchs der Umsatz hier<br />

um 9 %. Speziell die großen westeuropäischen Märkte<br />

wie Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien,<br />

Italien sowie Nordeuropa und die Türkei erzielten<br />

ein gutes Wachstum. Für die Gesamtregion Asien-Pazifik/Afrika<br />

erreichte der Konzern ein Umsatzwachstum<br />

von 18 %. Auf dem chinesischen Markt, dem größten<br />

der Region, stiegen die Erlöse um 17 %. Damit bleibt<br />

die BSH dort „der führende, nicht-chinesische Hersteller<br />

von Hausgeräten“. In der Region Amerika (USA,<br />

Kanada) konnte die BSH mit 23 % ebenfalls stark zulegen.<br />

Von diesen Entwicklungen berichtete das Führungsteam<br />

der BSH im Rahmen eines virtuell übertragenen<br />

Jahresgesprächs. Rede und Antwort standen<br />

Dr. Carla Kriwet (CEO und zu diesem Zeitpunkt noch<br />

5/6/<strong>2022</strong> KÜCHENPLANER 79


Unternehmen<br />

Die Geschäftsführung<br />

der BSH<br />

zum Zeitpunkt<br />

der Bilanzpressekonferenz<br />

im April <strong>2022</strong><br />

(Foto von links):<br />

Dr. Matthias<br />

Ginthum (Chief<br />

Markets Officer),<br />

Lars Schubert<br />

(Chief Operating<br />

Officer),<br />

Dr. Carla Kriwet<br />

(CEO und Vorsitzende<br />

der Geschäftsführung)<br />

und Gerhard<br />

Dambach<br />

(Chief Financial<br />

Officer).<br />

Foto: BSH<br />

bei der BSH im Amt), Matthias Ginthum (CMO), Dr.<br />

Gerhard Dambach (CFO) und Lars Schubert (COO seit<br />

dem 1. April).<br />

20 % mehr Kältegeräte/ Die Marken der BSH, dazu<br />

zählen unter anderem Bosch, Siemens, Neff, Constructa<br />

und Gaggenau, profitierten 2021 von der weltweit unverändert<br />

hohen Nachfrage nach hochwertigen Hausgeräten.<br />

Stärkster Umsatztreiber im Geschäftsjahr<br />

2021 war die Produktkategorie Kälte mit einem Zuwachs<br />

von 20 %, gefolgt von der Produktkategorie Kochen<br />

(Backöfen + 14 %, Kochfelder und Ventilation<br />

+ 13 %). Bei der Wäschepflege wuchs der Umsatz um<br />

9 %. Spülen konnte um 7 % zulegen. Positiv ent wickelten<br />

sich auch die Kleingeräte (Consumer Products) wie<br />

Kaffeevollautomaten, Küchenmaschinen und Staubsauger<br />

mit 9 % Wachstum. Der Kundendienst der BHS erzielte<br />

ebenfalls einen um 4 % höheren Umsatz im Vergleich<br />

zum Vorjahr.<br />

Einbaugeräte werden teurer/ Die Konzernleitung<br />

geht davon aus, dass die globalen Ereignisse das Geschäft<br />

im laufenden Jahr stark beeinflussen werden.<br />

„Neben der dramatischen Situation in der Ukraine wirken<br />

die noch nicht überwundene Corona-Pandemie, instabile<br />

Lieferketten sowie die Halbleiter-Knappheit“, so<br />

Dr. Carla Kriwet. Absehbar seien weitere Preissteigerungen.<br />

Diese seien wegen der höheren Materialpreise<br />

und der steigenden Kosten im Logistikbereich unvermeidlich.<br />

2021 konnten 3 % des Umsatzwachstums auf<br />

Preiserhöhungen zurückgeführt werden. Bereits im<br />

ersten Quartal dieses Jahres wurden in Deutschland<br />

die Preise für Sologeräte erhöht (+ 3 %), im Juli folgen<br />

Preiserhöhungen für Einbaugeräte (+ 8 %).<br />

Umsatzsteigerung auch in kleineren Märkten/<br />

Langfristig will der Hausgerätekonzern den Umsatz<br />

auch in Märkten steigern, die heute noch vergleichsweise<br />

klein sind, in denen aber eine hohe Zunahme<br />

der Nachfrage erwartet wird. Matthias Ginthum,<br />

Chief Markets Officer: „In Europa möchten wir unsere<br />

Marktführerschaft weiter ausbauen. In Amerika ist<br />

unser Wachstumskurs darauf ausgerichtet, vor allem<br />

für Konsumentinnen und Konsumenten im Luxus- und<br />

Premiumsegment die erste Wahl zu sein. Auch in China<br />

wollen wir als Innovationsführer im Premium- und<br />

mittleren Preissegment unsere starke Marktposition<br />

weiter ausbauen. Afrika und Indien sind zentrale<br />

Standorte für die Umsetzung unserer Wachstumsstrategie.<br />

Während wir in Chennai in Indien bereits produzieren,<br />

startet in Ägypten derzeit der Bau unserer ersten<br />

Fabrik auf dem afrikanischen Kontinent.“ Die BSH<br />

produziert derzeit in 40 Fabriken und ist in rund 30<br />

Ländern vertreten.<br />

62 400 Mitarbeitende weltweit/ Zum Ende des Jahres<br />

2021 beschäftigte die BSH weltweit 62 400 Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeiter – rund 4 % mehr als im<br />

Vorjahr. Der Anstieg sei insbesondere auf Neueinstellungen<br />

im Fertigungsbereich aufgrund der gestiegenen<br />

Nachfrage zurückzuführen.<br />

Investitionen in neue Standorte/ Mit dem Ausbau<br />

lokaler Entwicklungszentren in den Regionen und den<br />

erweiterten bzw. neuen Produktionsanlagen in China,<br />

Ägypten und Mexiko will die BSH den eigenen Anspruch<br />

unterstreichen, noch stärker auf spezifische<br />

Bedürfnisse der Konsumentinnen und Konsumenten<br />

in unterschiedlichen Märkten einzugehen. „Gleichzeitig<br />

werden durch regionale Produktion Transportwege<br />

und Lieferketten verkürzt, was einen wesentlichen Beitrag<br />

zur Reduktion der CO 2<br />

-Emissionen ermöglicht“,<br />

teilt das Unternehmen mit.<br />

Forschung und Entwicklung gestärkt/ Die Ausgaben<br />

für Forschung und Entwicklung stiegen im Jahr<br />

2021 um 47 Mio. Euro auf 755 Mio. Euro bzw. 5 % des Gesamtumsatzes.<br />

Auch soll der Fokus auf konsumentenzentrierten<br />

Innovationen, IoT-Lösungen sowie der Digitalisierung<br />

der gesamten Wertschöpfungskette und<br />

dem Aufbau einer funktionsfähigen Kreislaufwirtschaft<br />

liegen. „Nachhaltigkeit ist keine Frage des Life-<br />

80 KÜCHENPLANER 5/6/<strong>2022</strong>


styles, und Nachhaltigkeit und Profitabilität sind für<br />

mich kein Widerspruch“, betonte Dr. Carla Kriwet. Im<br />

Gegenteil: „Unsere Investitionen in nachhaltige Prozesse<br />

und Produkte zeigen nicht nur eine unternehmerische<br />

Verantwortung, sondern zahlen sich auch aus.“<br />

Mehr Kühlen, weniger Gefrieren<br />

Kühlen, Gefrieren und Weinlagerung. Das sind die<br />

Themen, die in der Küchenbranche mit Liebherr verknüpft<br />

sind. Die Geschäftsfelder der Firmengruppe reichen<br />

jedoch weit darüber hinaus. Mit einem Umsatz<br />

von 11,64 Mrd. Euro im vergangenen Jahr. Das sind<br />

12,6 % mehr als 2020. Rund 8 Mrd. Euro Umsatz werden<br />

in den Produktsegmenten Erdbewegungsmaschinen,<br />

Materialumschlagmaschinen, Spezialtiefbaumaschinen,<br />

Mobil- und Raupenkrane, Turmdrehkrane,<br />

Betontechnik und Mining erwirtschaftet. Das Plus in<br />

diesen Segmenten belief sich im vergangenen Jahr auf<br />

17 %. Mit den Produktsegmenten Maritime Krane, Aerospace<br />

und Verkehrstechnik, Verzahntechnik und Automationssysteme,<br />

Kühl- und Gefriergeräte sowie Komponenten<br />

und Hotels erzielte das Unternehmen einen<br />

Gesamtumsatz von gerundet 3,6 Mrd. Euro. Was einem<br />

Zuwachs von 3,9 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.<br />

Positives Jahresergebnis/ Das Jahresergebnis<br />

konnte ebenfalls gesteigert werden und wird für 2021<br />

mit 545 Mio. Euro ausgewiesen. Zum Stichtag 31. Dezember<br />

2021 arbeiteten 49611 Personen für die jeweiligen<br />

Unternehmen der Gruppe. Das sind 1686 mehr als<br />

Von der kürzlich eingeführten neuen Generation Einbaugeräte<br />

erhofft sich Liebherr viel.<br />

im Jahr zuvor. Investitionen in Höhe von 742 Mio. Euro<br />

flossen in die Produktionsstätten und das weltweite<br />

Vertriebs- und Servicenetz. Die Investitionen erhöhten<br />

sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 137 Mio. Euro.<br />

Kühl-/Gefriersparte wächst um 4,4 %/ Der Blick<br />

in den 90 Seiten starken Geschäftsbericht zeigt Details<br />

zu den Kühl- und Gefrieraktivitäten. Der Umsatz mit<br />

den Geräten der Weißen Ware belief sich 2021 demnach<br />

auf 1,<strong>05</strong>1 Mrd. Euro. Das entspricht einer Steigerung<br />

um 44 Mio. Euro oder 4,4 % im Vergleich zum Vorjahr.<br />

Ein Großteil des Wachstums geht auf das Konto des Bereichs<br />

Kühlen. Für die Gefrier-Sparte meldet Liebherr<br />

eine „Negativentwicklung“, die aber auch wohl mit<br />

einer temporären Sättigung der Konsumenten zusammenhängen<br />

könnte. Im ersten Jahr der Corona-<br />

Pandemie stiegen die privaten Investitionen in Gefrierschränke<br />

sprunghaft an.<br />

Rückgang in Deutschland/ In Deutschland, dem<br />

wichtigsten Kühl- und Gefriergerätemarkt für Liebherr,<br />

sei die Entwicklung rückläufig gewesen. Bezogen<br />

auf ganz Europa konnten leichte Umsatzsteigerungen<br />

erzielt werden. Diese seien vor allem auf das Wachstum<br />

in Bulgarien, Frankreich und Spanien zurückzuführen.<br />

Auch die Nicht-EU-Länder, darunter besonders<br />

die Schweiz, die Türkei und das Vereinigte Königreich,<br />

sorgten für eine insgesamt positive Entwicklung. Während<br />

die Region Nordamerika von deutlichen Wachstumsimpulsen<br />

aus den USA und Kanada geprägt<br />

wurde, entwickelte sich der Umsatz in Mittel- und Südamerika<br />

ein weiteres Jahr rückläufig. Im Nahen und<br />

Mittleren Osten konnte Liebherr deutliche Zuwächse<br />

erzielen, insbesondere getrieben durch Steigerungen<br />

in Israel, Saudi-Arabien und Südafrika. In Asien und<br />

Ozeanien wurden Umsatzrückgange in Japan und Indonesien<br />

durch Zuwächse im indischen Markt sowie in<br />

Taiwan und Vietnam ausgeglichen.<br />

Weitere deutliche Zuwächse erwartet/ Für das<br />

kommende Geschäftsjahr erwartet Liebherr im Produktsegment<br />

der Kühl- und Gefriergeräte erneut ein<br />

deutliches Umsatzwachstum. Beitragen soll dazu auch<br />

die komplett erneuerte Einbaugerätereihe mit Geräten<br />

vom „hochwertigen Einstiegs- bis hin zum Luxussegment“.<br />

Durch die aktuell noch nicht abschätzbaren<br />

Folgen des Krieges in der Ukraine sei eine abschließende<br />

Bewertung zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht<br />

möglich.<br />

Foto: Biermann<br />

Haier in Europa die Nummer 4<br />

Haier Europe erzielte 2021 einen Umsatz<br />

von 2,8 Mrd. Euro. Das entspricht einer<br />

Steigerung von 20 % im Vergleich zum<br />

Vorjahr. Damit sei das Unternehmen nun<br />

die Nummer 4 unter den Hausgeräteherstellern<br />

in Europa, so die Selbsteinschätzung.<br />

Die strategische Zukunftsvision für<br />

Europa ist weiterhin klar: „Haier will seine<br />

Führungsposition im Bereich Konnektivität<br />

und IoT nutzen, um unter die drei<br />

führenden Haushaltsgerätehersteller in<br />

Europa zu kommen“, heißt es in einer Mitteilung.<br />

Das Wachstum in 2021 sei auf die<br />

Foto: Haier Europe<br />

Yannick Fierling,<br />

CEO von Haier Europe<br />

5/6/<strong>2022</strong> KÜCHENPLANER 81


Unternehmen<br />

Optimierung des Mehrmarkenportfolios zurückzuführen.<br />

Konkret sind es die Marken Candy, Hoover und<br />

Haier, mit denen die „Bedürfnisse verschiedener Nutzergruppen“<br />

erfüllt werden. „Der Anteil der High-End-<br />

Verkäufe konnte in Europa deutlich wachsen“, heißt<br />

es. Dabei spielen Smarthome-Lösungen eine besondere<br />

Rolle. Laut Yannick Fierling, CEO von Haier Europe,<br />

will das Unternehmen auch in Zukunft die Verbreitung<br />

von IoT-Ökosysteme und vernetzten Endgeräten vorantreiben.<br />

Die Zahl der registrierten Nutzer der „hOn“-<br />

App liege derzeit bei 4,5 Millionen.<br />

Konzern mit 33 Mrd. Euro Umsatz/ Der chinesische<br />

Hauskonzern Haier gilt als größter Haushaltsgerätehersteller<br />

weltweit mit einem Umsatz von 33 Mrd. Euro<br />

in 2021. Für das vergangene Jahr meldet die Konzernzentrale<br />

in Plus von 15,8 %. Das Geschäft außerhalb des<br />

chinesischen Marktes legte 2021 um 13 %. Der Umsatz<br />

stieg hier auf 16,3 Mrd. Euro. Davon wurden wie erwähnt<br />

2,8 Mrd. Euro in Europa erwirtschaftet. Sitz von<br />

Haier Europe ist in Italien.<br />

Rekordumsatz getoppt<br />

Fast 20 % Umsatzplus im Geschäftsjahr 20/21, nun ein<br />

erneuter Zuwachs im einstelligen Prozentbereich. Das<br />

Franchisesystem Küche&Co sieht sich mit dem Ergebnis<br />

des Geschäftsjahrs 21/22 voll auf Kurs. André Pape,<br />

Geschäftsführer bei Küche&Co, erklärt: „Wir sind stolz<br />

darauf, dass wir vor dem Hintergrund eines sehr guten<br />

Vorjahres trotz schwieriger Bedingungen erneut nicht<br />

nur Aufträge, sondern auch Umsatz steigern konnten.<br />

Durch vorausschauende Planung, gute Lieferantenbeziehungen,<br />

gezielte Kundenkommunikation und Nutzung<br />

von Konzernsynergien konnten wir das erreichen.<br />

Unser Dank geht an alle Mitarbeiter und Franchisenehmer<br />

für ihren herausragenden<br />

Einsatz.“ Und<br />

er ergänzt: „Wir blicken<br />

wirklich auf ein besonders<br />

gutes Geschäftsjahr<br />

zurück, denn wir<br />

konnten nicht nur das<br />

Rekordjahr 2020/21 toppen,<br />

sondern haben auch<br />

die Studiozahl erhöhen<br />

können. Auch für das<br />

kommende Geschäftsjahr<br />

<strong>2022</strong>/2023 sind bereits<br />

weitere Studioeröffnungen<br />

terminiert.“<br />

Digitalen Service verankert/ Ein weiterer Grund für<br />

den Erfolg sei, dass Küche&Co seine Digitalkompetenz<br />

bereits seit Jahren als Teil seiner Unternehmensstrategie<br />

versteht. „Digitale Services wie z. B. Onlineverkauf<br />

per Videochat haben sich bei Franchisepartnern<br />

und Kunden nicht nur in der Pandemiezeit bewährt,<br />

sondern sind fester Bestandteil des Küche&Co-Systems<br />

geworden“, berichtet das Unternehmen. Der Bereich<br />

Digitalisierung werde kontinuierlich ausgebaut<br />

und das Wissen durch die hauseigene Akademie allen<br />

Franchise partnern vermittelt.<br />

Elf Standorte in Österreich/ Auch die Schwester in<br />

Österreich kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr<br />

zurückblicken: Im Vergleich zum Vorjahr wurde hier<br />

sogar eine zweistellige Steigerung beim Systemumsatz<br />

erzielt. „Damit können wir auf das beste Jahr unserer<br />

Geschichte zurückschauen“, berichtet Kai Giersch, Geschäftsführer<br />

von Küche&Co Österreich. Am Ende des<br />

Geschäftsjahres gehörten elf Standorte zum System in<br />

Österreich. Weitere Eröffnungen seien im laufenden<br />

Geschäftsjahr terminiert.<br />

Foto: Küche&Co.<br />

André Pape, Geschäftsführer<br />

Küche&Co.<br />

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82 KÜCHENPLANER 5/6/<strong>2022</strong>


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ISSN 0722-9917<br />

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Arbeitsgemeinschaft<br />

Die Moderne Küche e.V.<br />

Informationsgemeinschaft zur Feststellung<br />

der Verbreitung von Werbeträgern<br />

5/6/<strong>2022</strong> KÜCHENPLANER 83


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Kühlen und Gefrieren

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