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Küchenplaner-Magazin_2022_05-06

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Ausgabe 5/6 / 2022

Muldenlüfter –

Wohin mit

dem Wrasen?

▶ 16

Küchenverbände –

Wiedersehen

Live und in Farbe

▶ 28

Innovation:

Neues Leben

für Naturstein

▶ 50


Die Verbundgruppe führender Küchenspezialisten in Europa

Wir haben es geschafft!

Mit dem Erfolgs programm für Nachfolger und Existenzgründer

Erfahren Sie mehr:

Mit der starken Marke

von DER KREIS:

DER KREIS Einkaufsgesellschaft für Küche & Wohnen mbH & Co. KG · Mollenbachstraße 2 · 71229 Leonberg · www.derkreis.de


Impulse/Ansichten

Für richtige Männer

Es hätte in diesem Beitrag um fehlende Elektrogeräte gehen können.

Um gestörte Lieferketten, ausufernde Energiekosten und den Mangel an

Fachkräften. Um all das, was uns aktuell beschäftigt. Doch es kam anders.

Vielleicht erinnern Sie sich an den aus heutiger Sicht verstörenden

Werbefilm aus den 1950er-Jahren. Mit Helga in der

Hauptrolle. Sie mag Ende zwanzig sein, schlank, adrett und

von bemerkenswerter Vitalität. Nach acht fleißigen Stunden

in der Schreibstube eilt sie gut gelaunt in den Feierabend. Daheim

greift sie zur Rüschenschürze, dann zu den Kartoffeln.

Denn Gatte Bernd kommt bald nach Hause und der hat einen

Bärenhunger. Die nächste Szene spielt am Küchentisch.

Helga und Bernd strahlen, denn der Pudding hat die optimale

Konsistenz. „Zwei Lebensfragen bewegen die Frau von heute“,

säuselt es aus dem Off, „was soll ich anziehen und was

soll ich kochen?“

Filme wie diese amüsieren uns. Sie wirken wie es aus der Zeit

gefallen. Und doch beweisen die darin in Szene gesetzten Geschlechterklischees

einen überraschend langen Atem. Heute

werden sie nicht allein von Mario Barth strapaziert. Mit Flexibilität

in der Blickrichtung. Unter der Überschrift „Mein Haus,

mein Auto, meine Küche: Immer mehr Männer entdecken das

Kochen“ erreichte kürzlich eine Mitteilung die Redaktion.

Das Eintreffen des digitalen Schriftstückes an sich war nicht

das Bemerkenswerte. Sondern der Inhalt. Was die geplante

Ausgestaltung dieses Beitrags grundlegend beeinflusste.

Der als Presseinformation gesendete Text handelt vom Mann

und dessen Beziehung zur Küche. Sinngemäß heißt es, dass

immer mehr Exemplare dieser Spezies die Leidenschaft fürs

Kochen entdecken, doch dass Schwärmerei allein nicht genüge.

Um die Lebensqualität zu nähren, müsse die Küche perfekt

ausgestattet sein. Es folgen erhellende Passagen, was zu

einer „richtigen Männerküche“ gehört. Allen voran: Vernetzte

Küchengeräte mit „Home-Connect-Technik“ und App-Funktionen.

Klar, für den technikverliebten Mann ein Must-have.

Wer beim Kochen nichts verpassen will, für den sei der integrierte

Flatscreen ein weiteres Muss. Neben dem Induktionskochfeld

mit Touchsensor seien auch direkt in die Kochplatte

eingelassene Muldenabzüge beliebt. Besonders bei großgewachsenen

Menschen (und welcher Mann ist das nicht?), die

es bestimmt zu schätzen wüssten, wenn erst gar keine Dunstabzugshaube

in Kopfhöhe positioniert sei, an der man sich

stoßen könne.

Die Heißwasserarmatur erspare Zeit, und ein Side-by-Side-

Kühlschrank mit Barfach und Eiswürfelaufbereiter mache

nicht nur Männer glücklich. Wer darüber noch in Ekstase

verfallen könnte, bleibt ungenannt. Ein echtes Highlight in

der Grillzeit sei eine als „Grill-Küche“ bezeichnete herkömmliche

Einbauküche. Denn wenn es in Strömen gießt und die

Grillparty zu platzen drohe, überzeuge der Backofen mit allerlei

Funktionen. Das freue den Grillmeister und auch seine

Gäste.

Auch Gadgets, die nicht technischer Natur sind, sollen Männerherzen

höherschlagen lassen. „Neben Fleisch gehören Pizza

und Pasta zu den bei Männern beliebtesten Gerichten“,

wissen die Experten (so, so) und empfehlen den Pizzastein

für den Ofen und den Himalaya-Salzstein für die Würze. Um

auch Getränke-mäßig immer gut ausgestattet zu sein, böte

sich ein Auszug extra für Getränkekisten an. So sei der Nachschub

immer griffbereit.

Neben der Ausstattung komme es auf die Optik an. Männer,

so heißt es, bevorzugen robuste Materialien, die nicht täglich

auf Hochglanz poliert werden müssen (hört, hört). Ergänzend

empfehlen sich matte Oberflächen, auf denen Fingerabdrücke

keine Chance haben (die kleinen Tollpatsche). Farblich seien

Männer eher zurückhaltend: Klassisches Schwarz, Weiß oder

Grau sowie Holztöne haben die Oberhand, Töne wie Salbei,

Petrol und Mokkabraun schaffen die kleinen Farbkleckse (!),

natürliche Materialien wie Naturstein, Beton oder Leder die

besonderen Akzente.

Der Beitrag schließt mit einem Tipp für den Vatertag. Wer keine

Lust habe auf eine große Sause mit Freunden außerhalb

der vier Wände, solle einfach daheimbleiben und eine spezielle

Küche mit integrierter Bar genießen: „Der Weinkühler mit

zwei Temperaturzonen und Platz für bis zu 33 Flaschen lässt

niemanden bei einem gemütlichen Sit-in auf dem Trocke nen

sitzen“, lautet das Versprechen. Es fühlt sich an wie eine Drohung.

Für Frauen ging es einst um die Strategie bei Bekleidungsauswahl

und Menüplanung. Die beiden Lebensfragen des

Mannes von heute scheinen zu lauten: Ist der Grill schon angeheizt

und hat Helga genug Bier kaltgestellt? Vielleicht sollten

wir uns doch besser über abtrünnige E-Geräte, ruinierte

Lieferketten und fehlende Fachkräfte unterhalten.

Dirk Biermann

Chefredakteur KÜCHENPLANER online/offline

5/6/2022 KÜCHENPLANER 3


Inhalt

Foto: Biermann

Foto: Biermann

16 28

Beim Einsatz von Muldenlüftern stellt sich die Frage: Wohin mit

dem Wrasen? Wenn die Kochdünste einfach in den Schrank

gepustet werden, ist dies physikalisch betrachtet gewagt.

In Hamburg feierte DER KREIS mit Verbundgruppenchef Ernst-

Martin Schaible (Foto) Anfang Mai wieder einen Kongress in Präsenz.

Kurz darauf folgte Der Küchenring mit seiner JHV in Leipzig.

Ansichten

3 Für richtige Männer

Markt + Menschen

6 Personalien aus der Küchenbranche

8 Aktuelle Lage: „Kein Ende in Sicht“

Hausgeräte

16 Muldenlüfter: Wohin mit dem Wrasen?

20 Vogt: Für alle Fälle gewappnet

21 Naber: Lösungen für Downdraft

24 Sagero: Raus aus dem Sockel

27 Sedia: Die Praxis der Muldenlüftung

Küchenverbände

28 DER KREIS: Endlich wieder alle zusammen

32 Der Küchenring: Mit herzlichem Applaus

36 MHK: Vielfalt ist der Garant des Erfolgs

Küchentrends

38 Trendfilter: Reduktion als Königsweg

Produkte

40 Inspiration für die Küchenplanung

Arbeitsflächen

50 Strasser: Neues Leben für Naturstein

Nachhaltigkeit

52 BSH: Unternehmerische Verantwortung zahlt sich aus

53 Vauth-Sagel: 100 000 Bäume gestiftet

54 Miele: Mit Wasserstoff zum Service-Termin

55 AEG/Electrolux: Dem Plan voraus

Küchenmöbel

54 next125: Bauhaus unter Schleierkraut

Küchenhandel

58 Cuivini in Schwabach: Küche trifft auf Weinkultur

60 Bux in Künzelsau: Studioumbau mit Konzept

Küchenverbände

62 DER KREIS: Engagiert gegen den Fachkräftemangel

64 Carat: Die App für Monteure

65 KüchenTreff krempelt den Außendienst um

66 Garant: Individuelle Infos im Partnerportal

Betriebsmanagement

68 SEB: Die Erfolgsfaktoren im Küchenhandel

Foto: Rehau

RAUVISIO crystal: Oberfläche,

Kante und Rolladen im De signver

bund

Für individuelle Gestaltungsmöglichkeiten

sorgt die große

Bandbreite der Produktfamilie

RAUVISIO crystal von REHAU

im Designverbund. Ob hochglänzend,

matt mit Tiefenwirkung

oder in der Spiegelvariante,

das Material kann vieles. Der

De sign verbund schließt neben

dem Bauteil aus Platte und Kante

auch die Rollladenelemente

RAUVISIO crystal- line oder die

Nischenrückwand ein.

Unternehmen

71 Liebherr: „Experience Showroom“ in Köln eingeweiht

72 Systemceram investiert 30 Mio. Euro in Siershahn

73 Schüller: „Gold“-Sponosor der MöFa

74 Schock investiert auf den britischen Inseln

75 Miele schafft Platz für neue Mitarbeiter

76 Blanc & Fischer: Gemeinsam Stärke zeigen

77 Blanco und E.G.O.: Erfolgreiches Geschäftsjahr

78 Bilanzberichte: Ein umsatzstarkes Jahr, Teil 2

Diverses

83 Partner des Fachhandels

83 Impressum

4 KÜCHENPLANER 5/6/2022


Anzeige

Elegant und praktisch

Oberflächen aus

polymerem Glas

für die Küche

Wer seiner Küche elegante Individualität verleihen

möchte, trifft mit Glas die richtige Wahl. Während

jedoch Echtglas im täglichen Dauereinsatz einige

Nachteile aufweist, ist „RAUVISIO crystal“ von

REHAU hier eine perfekte Alternative, die die

Vorteile des Werkstoffs aufnimmt und dessen

Mankos ausgleicht.

Rollladen und Front

im optimalen Design verbund.

Die Variantenvielfalt, mit der Küchen gestaltet werden können,

nimmt immer weiter zu. Glas hat sich dabei vom Geheimtipp

zum Topseller entwickelt. Oberflächen aus Glas sind elegant, vergrößern

Räume und lassen abwechslungsreiche Lichtspiele entstehen.

Allerdings hat der Werkstoff auch Nachteile: In der Verarbeitung

von Echtglas führt die Stoß- und Bruchempfindlichkeit

zu hohem Ausschuss. Im täglichen Leben reicht es, wenn der

Topf einmal ausrutscht, um die Front oder das Umfeld durch sogenannten

„Kantenbruch“ irreversibel zu schädigen.

Nur halb so schwer

Mit „RAUVISIO crystal“ hat REHAU eine hervorragende Alternative

ent wickelt. Das Glaslaminat ist etwa 50 Prozent leichter als

Glas und weist zugleich eine zehnfach höhere Bruchsicherheit

auf. Als Oberfläche ist es kratzbeständig, leicht zu reinigen und

erfüllt dadurch höchste Hygieneansprüche. Matte Oberflächen

weisen zudem Soft-Touch- und Anti-Fingerprint-Eigenschaften

auf. Bei so vielen Vorteilen ist es naheliegend, dass „RAUVISIO

crystal“ heute ein fester Bestandteil im Portfolio vieler Küchenhersteller

ist, wie André Diercks, Leiter Sales Küche Deutschland

von REHAU weiß: „Als wir unseren Kunden eine echte Alternative

zu Glas anboten, die sich mit holzverarbeitenden Werkzeugen

verarbeiten lässt, war das ein Novum. Das Material überzeugt

durch Design, Farbbrillanz und passt perfekt in den Ablauf einer

industriellen Fertigung.“

Eine Optik für alles

Für individuelle Gestaltungsmöglichkeiten sorgt die große Bandbreite

der Produktfamilie im Designverbund. „Ob hochglänzend,

matt mit Tiefenwirkung oder in der Spiegelvariante, unser Material

kann vieles“, so André Diercks. „Und unser Designverbund

schließt nicht nur das Bauteil aus Platte und Kante ein, sondern

ist auch für unsere Rollladensysteme

‚RAUVISIO crystal-line‘ – erhältlich

ab Stückzahl 1 – oder in der dünnen

4-mm-Variante als Nischenrückwand

verfügbar.“ Zudem wird die „ RAUVISIO

crystal“-Familie stetig erweitert. „Aktuell

haben wir in unserem Showroom

in Bielefeld die neue ‚RAUVISIO crystal

Deep‘-Kollektion mit dezent metallisch

schimmernder Oberfläche präsentiert

und der Erfolg, dank gelungener Platzierung,

ist grandios.“

„RAUVISIO crystal“ schafft unendliche

Möglichkeiten für die individuelle

Traumküche in Glas. Weitere Details zu

„RAUVISIO crystal“ unter:

Fotos: REHAU

www.rehau.de/rauvisio

Die beliebte Glasoptik erzeugt in Kombination

mit dem dezenten, metallischen

Look eine ungeahnte Tiefenwirkung:

„RAUVISIO crystal Deep“.

5/6/2022 KÜCHENPLANER 5


Markt + Menschen

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Franke organisiert neu

Franke stellt sich im Bereich Marketing

und Produktmanagement neu auf: Marta

Botey hat bereits im März die Position als

„Head Category Management & Marketing

DACH“ für Franke Home Solutions übernommen.

Zudem verantwortet Deborah Stucki

als Teamleiterin den Bereich „Advertising &

Communication für Deutschland, Öster reich

und Schweiz“. Tobias Homberger, Teamleiter

Marketing & Kommunikation DACH, hat

sich hingegen entschieden das Unternehmen

zu verlassen, um eine neue Herausforderung

außer halb der Franke Gruppe anzunehmen.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/

franke-organisiert-marketing-und-produktmanagement-neu/

Marta Botey.

Deborah Stucki.

Tobias Homberger.

Foto: Franke Foto: Franke Foto: Franke

Im trendfairs-Team

Andreas Jung ergänzt das Team beim Messeveranstalter

trendfairs. Engagiert wurde

er für die Pflege ausgewählter Kundenbeziehungen.

Er verfügt über Erfahrungen

aus Handel und Industrie sowie im Online-

Marketing der Küchen- und Einrichtungsbranche.

Beim Münchner Messeveranstalter

(area30, küchen wohn trends) soll er gemeinsam

mit den Gesellschaftern Michael Rambach, Ulrike Rohde

und Marc Röder die Geschäftsfelder des Unternehmens weiterentwickeln.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/andreas-jung-neuim-trendfairs-team/

Wechsel bei Vestel Germany

Taner Ayilmaz (Foto) hat die Geschäftsführung

der Vestel Germany GmbH, einer

100%igen Tochter des türkischen Unternehmens

Vestel, übernommen. Sein Vorgänger

Özcan Karadogan hat das Unternehmen

zum 1. Mai auf eigenen Wunsch verlassen.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/

geschaeftsfuehrer-wechsel-bei-vestel-germany/

Aus den eigenen Reihen

Einkaufsleiter Philipp Schutte verlässt den Küchenmöbelhersteller

Poggenpohl im Juni 2022. Er geht auf eigenen Wunsch, wie das Unternehmen

meldet. Gründe wurden nicht bekannt. Sein Nachfolger

im erweiterten Bereich „Customer Service“ ist seit 1. Mai 2022

Michael Schwarze (Foto), der bereits seit Anfang der 2000er-Jahre

im Unternehmen ist und

beim Herforder Küchenmöbelhersteller

die Ausbildung

absolviert hat. Ihm zur Seite

steht künftig Jan Brinkmann.

Eine weitere Vertriebsfachkraft

soll folgen.

Ebenfalls verlassen wird

Ralf Vahle das Unternehmen.

Nach 30-jähriger Betriebszugehörigkeit

geht

der Leiter Finanzwesen im

Sommer 2022 in den Ruhestand. Seine Aufgaben übernimm Zhen

Huang. Der promovierte Betriebswirt stammt gebürtig aus Schanghai

und lebt bereits seit 30 Jahren in Deutschland.

Kürzlich übernommen hat Vincent Kuiper die neu gegründete

Poggen pohl Academy. Seine Aufgabe sei es, interdisziplinäre Schulungsprogramme

für interne Mitarbeiter und das weltweite Händlernetz

zu entwickeln. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/

zweite-reihe-rueckt-nach/

Foto: Poggenpohl

Foto: Vestel Foto: trendfairs

6 KÜCHENPLANER 5/6/2022


Frank Jüttner neuer AMK-Sprecher

Foto: AMK

Ausgeschiedener AMK-Vorstandssprecher:

Roland Hagenbucher,

BSH Hausgeräte GmbH.

Fast 20 Jahre lang war Roland Hagenbucher Vorstandssprecher

der AMK. Mit seiner Verabschiedung

in den Ruhestand bei Siemens Hausgeräte schied

er nun auch aus dem Vorstand des Branchenverbandes

aus. Sein Nachfolger als Vorstandssprecher

ist Frank Jüttner (Miele). Er übernimmt diese Position

an der Seite von Markus Sander (Häcker). Beide

wurden vom Vorstand der AMK einstimmig gewählt

(Jüttner) und im anderen Fall bestätigt (Sander). Mit

der Verabschiedung

von Roland Hagenbucher

endete eine

Ära. Dem Vorstand

der Arbeitsgemeinschaft

Die Moderne Küche e.V. gehörte er seit 2002

an, zum Vorstandssprecher wählte ihn die Vereinsmitgliederversammlung

am 15. März 2004.

„Mit Roland Hagen bucher verabschieden wir nicht

nur einen langjährigen AMK-Vorstandsprecher,

sondern danken auch jemanden, der sich im besonderen

Maße durch seinen persönlichen Einsatz

um die gesamte Küchenbranche verdient gemacht

hat.“, sagt Markus Sander. www.kuechenplaner-magazin.

de/suche/news-detail/news/frank-juettner-neuer-amk-sprecher/

Foto: AMK

Neuer AMK-Vorstandssprecher:

Frank Jüttner, Miele & Cie. KG.

Trauer bei Bauknecht

Günter Bauknecht, der Sohn des Firmengründers

Gottlob Bauknecht, ist im Alter

von 87 Jahren in Stuttgart gestorben. Gemeinsam

mit seinem Bruder Gert übernahm

Günter Bauknecht nach dem Tod des

Vaters 1976 die Geschäftsleitung des Familienunternehmens.

1963 wurde er bereits

Geschäftsführer der G. Bauknecht GmbH in

Stuttgart und Mitgesellschafter der Gottlob

Bauknecht Elektromotorenbau oHG. Zudem

war er lange als Vorstand der Gottlob

Bauknecht Stiftung, der Günter Bauknecht

Stiftung und der Gert Bauknecht Stiftung

sowie als Kurator der G. Bauknecht Stiftung

in Vaduz tätig. Für sein soziales Engagement

wurde er mit vielen Auszeichnungen geehrt.

„Wir sind betroffen von Günter Bauknechts

Tod“, sagt Jens-Christoph Bidlingmaier,

Whirlpool Vice President Northern Europe.

„Die Gedanken der Bauknecht Belegschaft

sind bei der trauernden Familie.“

Versierte Kräfte

Seit dem 1. April 2022 bilden Axel Maek und Michael Kersting zusammen mit CEO

Daniel Griehl die erweiterte Geschäftsführung von SieMatic. Der bisherige Finanzchef

Oliver Henle verließ das Unternehmen. Er war seit 2018 in Löhne. Mit der Berufung

der beiden langjährigen Manager wolle man die Verantwortung in der Geschäftsführung

auf weitere Schultern verteilen. Axel Maek ist bereits seit 23 Jahren

in Managementfunktionen im Unternehmen tätig, als Prokurist, kaufmännischer

Leiter und technischer Leiter. Diplom-Kaufmann Michael Kersting gehört SieMatic

schon seit 29 Jahren an. Er leitet seit 20 Jahren das Finanz- und Rechnungswesen.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/siematic-beruft-versierte-kraefte-in-die-geschaeftsfuehrung/

Foto: SieMatic

Von Grass zu Kesseböhmer

Harald Küper (Foto) hat am 1. April 2022 die Leitung

des Produktmanagements bei der Kesseböhmer

GmbH in Bad Essen übernommen. Er kommt von

Grass. Dort war der 53-Jährige zuletzt Leiter des

globalen Produktmanagements am Produktionsstandort

Reinheim. In dieser Position verantwortete

er den Sortimentsaufbau sowie Sortimentsausbau

und -pflege der Scharnier- und Klappensysteme

weltweit. Bei Kesseböhmer soll Harald Küper Produktstrategien

für die Möbelbeschlagsysteme erarbeiten.

Thomas Laaff, sein Vorgänger auf dieser

Position, hatte das Unternehmen im Mai 2021 auf eigenen

Wunsch verlassen. www.kuechenplaner-magazin.de/

suche/news-detail/news/von-grass-zu-kesseboehmer/

Foto: Kesseböhmer

SieMatic-CEO

Daniel Griehl

(Foto Mitte) mit

Axel Maek und

Michael Kersting.

5/6/2022 KÜCHENPLANER 7


Markt + Menschen

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Kein Ende in Sicht

Steigende Preise und fehlende Teile lassen im Küchenfachhandel

die Prozesse stocken und belasten die Kundenbeziehungen.

Die Lieferanten sind davon gleichfalls

betroffen. Woran das liegt und wie sich die Preis- und

Liefersituation aus Sicht der Industrie darstellt, skizzierte

beim DER KREIS Kongress Anfang Mai in Hamburg

Markus Sander in seiner Rolle als Vorstandssprecher

der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V.

(AMK). Demnach sind seit Ende 2020 sämtliche Rohstoffmärkte

von Verknappungen

und teils erheblichen Preissteigerungen

betroffen – und ein Ende

sei nicht in Sicht. Der Blick auf die

beiden Kern-Materialien im Küchenbau,

Stahl und Holz, offen bart

die Dynamik. Kostete eine Tonne

Stahl früher 700 Euro, seien es

jetzt 1400 Euro. Der cbm-Preis für

Arbeitsplattenholz habe sich ebenfalls

verdoppelt, von „120 bis 130

Euro auf aktuell 250 bis 260 Euro“

(Stand Anfang Mai 2022, Anm. d.

Redaktion). Hinzu kommen Probleme

in der Logistik mit Containerknappheit,

Staus vor wichtigen

Häfen und fehlenden Lkw-Fahrern

vor Ort. Laut Sander wird die Produktionsplanung

zunehmend zum

Tagesgeschäft. Hinzu kommen politische

Entwicklungen: Wie reagieren

die Märkte auf ein Öl- oder

Gas-Embargo? Wie wirkt sich das

angekün dig te 100-Milliarden-Euro-

Paket für die Bundeswehr auf die

Verfügbarkeit von Stahl aus (und

die Preise)? Wie stark werden Verbraucher

und auch die eigenen Mitarbeiter

von der Inflation betroffen

sein? Das Fazit von Markus Sander

war ehrlich und nüchtern. Zusammengefasst

lautet es: Die Situation

wird sich so schnell nicht ändern.

Warenverfügbarkeit, Preissprünge

bei Rohstoffen und Energie sowie

Logistikprobleme werden „gleichbleibend

bis steigend“ Thema sein.

Dies führt seiner Einschätzung

nach besonders bei Discountern

und SB-Märkten zu Nachfragerückgängen.

Bei den Spezialisten

sei die Frequenz weiterhin vorhanden.

Denn parallel zur angespannten

finanziellen Situation bei Geringverdienern ist das

Geldvermögen in anderen Teilen der Bevölkerung nach

wie vor groß. Zum Beispiel durch Erbschaften und ausgezahlte

Lebensversicherungen. So werde die aktuelle

Inflation den Investitionsdruck eher steigen und damit

den „Homing“-Trend weiter befeuern. Den ausführlichen

Bericht über den DER KREIS-Kongress lesen Sie

ab Seite 28 in dieser Ausgabe.

Dirk Biermann

Markus Sander, Vorstandssprecher der AMK: „Bei jeder Energieembargo-

Diskussion zucken die Preise nach oben.“

Foto: Biermann

8 KÜCHENPLANER 5/6/2022


5/6/2022 KÜCHENPLANER 9


Markt + Menschen

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900 000 Euro gespendet

Der Armaturen- und

Brausenhersteller Hansgrohe

und seine Mitarbeitenden

haben für die

Menschen in der Ukraine

Spenden gesammelt:

900000 Euro kamen zusammen.

Rund die Hälfte

der Geldsumme haben

die Mitarbeitenden

durch gespendete Arbeitsstunden

und Urlaubstage

erbracht. Das

Unternehmen hat diesen Betrag dann aufgestockt. Das

Geld geht mehrheitlich an große Hilfsorganisationen,

die durch ihre Strukturen auch in der Lage seien, den

Betroffenen vor Ort direkt zu helfen. CEO Hans Jürgen

Kalmbach (Foto): „Unser Vorstandsteam ist stolz auf

die Solidarität, die Hansgrohe Mitarbeitende mit ihren

Spenden gezeigt haben und sagen Danke dafür.“

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/900000-eurofuer-die-menschen-in-der-ukraine/

AEG-Doppelspitze im Vertrieb

Wechsel an der Vertriebsspitze

der Sparte Elektrohandel bei

AEG: Daniel Köhn (Foto) ist seit

1. Juni neuer Head of Electrical

Retail (ER) in Deutschland. Der

45-Jährige übernimmt diese

Aufgabe zusätzlich zur Leitung

des Bereichs Wellbeing &

SDA. Mit der neu geschaffenen

Doppelfunktion soll die Etablierung

von AEG als Premiummarke

im Fachhandel fortgesetzt werden. Daniel

Köhn tritt die Nachfolge von Martin Runschke an, der

innerhalb der Electrolux Group wechselt und General

Manager in Südkorea wird. www.kuechenplaner-magazin.de/

suche/news-detail/news/aeg-doppelspitze-im-vertrieb/

Foto: Electrolux

Foto: Hansgrohe

Foto: Sonae Arauco

Mit Trucks vor Ort

Häfele geht wieder auf Tour. An 19 Standorten in ganz

Deutschland werden bis Mitte Oktober neue Ausstattungs-

und Einrichtungsideen präsentiert. Der Startschuss

fiel Ende April. Mit dabei sind Partnermarken wie Blum,

Hawa, Dormakaba und TA’OR. Dank der mobilen Präsentation

haben Tischler, Schreiner und Innenausbauer vor Ort

die Gelegenheit, neue Trends und Baubeschlag-Highlights

kennenzulernen. Objektpartner können sich im Objektmobil

über Lösungen wie das elektronische Schließsystem

Dialock, Glastüren oder Licht in Anwendung informieren.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/mit-trucks-vor-ort/

10 Jahre „Innovus“

Der Holzwerkstoffhersteller Sonae Arauco feiert in diesem

Jahr das 10-jährige Bestehen der Marke „Innovus ®

Decorative Products“. Die Span- und Kompaktplatten sowie

Schichtstoffe unter diesem Label werden in rund 80

Ländern vertrieben. Global eingeführt wurde „Innovus“

2012. Der Pre-Launch in Deutschland und in den BeNeLux-

Ländern fand bereits ein Jahr zuvor statt. Mittlerweile

bietet die Kollektion vielfältige Dekore und Oberflächentexturen

sowie spezielle Varianten wie „Fire-X“ (feuerhemmend),

„Hydro-X“ (feuchtigkeitsabweisend) und

CARB2. Gut aufgestellt sieht sich das Unternehmen in Sachen

Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft. Die Steigerung

des Holzrecyclings stelle einen der strategisch wichtigsten

Investitionsbereiche dar,

so das Unternehme. Daher

betrage in einigen Fällen

der Anteil des recycelten

Holzes bei der Spanplattenproduktion

von Sonae

Arauco bereits über 65 %.

Foto: Häfele

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suche/news-detail/news/sonaearauco-feiert-10-jahre-innovus/

10 KÜCHENPLANER 5/6/2022


Umzug aufs Gut Böckel

Zur diesjährigen Küchenmeile A30 ergänzen die Präsentation

der Marken Küppersbusch und Teka das

Angebot auf Gut Böckel. Eine Ganzjahresausstellung

wird eingerichtet und ein Trainingsstandort geschaffen.

„Wir freuen uns sehr auf diese außergewöhnliche

Location und sind sicher, dass wir hier

einerseits unsere Sichtbarkeit während der Herbstmesse

weiter erhöhen und andererseits einen neuen

Standort für unsere Events etablieren können“,

sagt Hannes Kolb, Geschäftsführer der Küppersbusch

Hausgeräte GmbH. Bislang waren die Marken Daueraussteller

im Forum 26 Designwerkstatt in Rödinghausen.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/

kueppersbusch-und-teka-buchen-auf-gut-boeckel/

Foto: Küppersbusch

Mit Team: Carlos

Wanzeele (Foto

vorne links) wird

die Geschäftsführung

im September

2022 an

Francis Gistelinck

(vorne rechts)

abgeben.

CEO-Wechsel bei Novy

Ab September 2022 wird die Novy Gruppe im belgischen Kuurne von einem neuen

CEO geleitet: Francis Gistelinck wird dann der Nachfolger von Carlos Wanzeele.

Dieser verlässt das Unternehmen und wendet sich neuen Aufgaben zu. Wanzeele

stand in den letzten acht Jahren an der Spitze des belgischen Hausgeräteherstellers

(Dunstabzug und Kochfelder). In dieser Zeit hat er das Unternehmen mit

einer Konzentration auf die Themen Premium und Qualität zu starkem Wachstum

geführt. Der konsolidierte Umsatz stieg von 45 Mio. Euro im Jahr 2014 auf

mehr als 100 Mio. Euro im Jahr 2021. Der neue CEO kommt aus dem Team: Francis

Gistelinck gehört dem Unternehmen seit 2016 an. In der Position als internationaler

Vertriebsleiter. Seit Juni vergangenen Jahres gehört Novy zur US-amerikanischen

Middleby Cooperation. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/ceowechsel-bei-novy/

Foto: Novy

Küche ist unser

Handwerk!

Dass Gemeinschaft erfolgreicher

macht, konnten wir in den vergangenen

27 Jahren beweisen.

Mit der persönlichen Nähe zum

Händler und dessen Kompetenzen

im Handwerk setzen wir auf einen

besonders lebendigen Ideen- und

Erfahrungsaustausch.

KüchenTreff heißt Gemeinschaft,

Sicherheit, Erfolg und Zukunft!

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5/6/2022 KÜCHENPLANER 11


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Foto: Nolte Küchen

Dänisches Küchendesign

Sympathiepunkte für Nolte Küchen

Eine Studie des Deutschen Instituts für Service-

Qualität (DISQ) hat Nolte Küchen in der Kategorie

Küchenmöbel als beliebtesten Anbieter ermittelt.

Damit zählt das Löhner Unternehmen

zu den Preisträgern des „Life & Living Award

2022“. Die Studie wurde vom Nachrichtensender

n-tv in Auftrag gegeben. 80,5 Punkte bekam

Nolte Küchen demnach insgesamt und

setzte sich damit an die Spitze eines Feldes von

13 Küchenherstellern, die es unter 17 genannten

Marken in die Einzelauswertung geschafft

Nachdem das erste Kvik Küchenstudio im Sommer 2021

in der Hamburger Altstadt eröffnete, gibt es seit Ende

April ein zweites Studio in Bergedorf. Interessierte können

hier die Küchen, Badezimmer und Schranklösungen

auf 354 m 2 kennenlernen. Präsentiert wird dänisches

Design für jeden Geldbeutel. „Hamburg ist durch die

Nähe zu Dänemark ein idealer Standort für Kvik, weil

viele Hanseaten in Dänemark Urlaub machen und das

dänische Design daher sehr schätzen“, erklärte Daniel

Stepputat, neuer Franchisepartner des Studios in Bergedorf.

Das Unternehmen betreibt inzwischen über 170 Filialen

in 13 Ländern weltweit. www.kuechenplaner-magazin.de/

suche/news-detail/news/daenisches-kuechendesign-in-hamburg/

Foto: Kvik

Gorenje baut aus

Hisense Gorenje hat jetzt einen Key Account Manager.

Roman Zimmer ist im Bereich Möbel- und Küchenfachhandel

für die beiden Marken des Unternehmens tätig.

Er soll den Vertrieb für Haushaltsgroß- und Einbaugeräte

in Deutschland weiter ausbauen. Zuvor war unter

anderem für Samsung, Beko/Grundig und die MHK Group

tätig. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/gorenjebaut-vertrieb-in-deutschland-aus/

hatten. Bereits 2015, 2017 und 2019 wurde Nolte

Küchen im Rahmen einer DISQ-Studie für n-tv

zu „Deutschlands beliebtesten Küchen marke“

gekürt. Geschäftsführer Eckhard Wefing (Foto):

„Wir erschaffen Räume für individuelle Ansprüche

in verschiedenen Preiskategorien. Ganz offensichtlich

haben wir die richtige Mischung für

das Leben in der Küche gefunden und werden

weiter hart daran arbeiten, sie auch künftig

attraktiv zu halten.“ www.kuechenplaner-magazin.de/

suche/news-detail/news/sympathiepunkte-fuer-nolte-kuechen/

Die Gewinnerküche 2021: Gestaltet von dem

Schweinfurter Küchenplanungsstudio La.

Die schönste LEICHT-Küche 2022

„Wer hat die schönste Küche der Welt?“ Diese Frage will

der „Global Kitchen Design“ Award auch in diesem Jahr

wieder beantworten. Zumindest bezogen auf Projekte,

die mit der Architekturmarke LEICHT realisiert wurden.

Bewerbungen sind ab sofort und bis zum 15. August möglich.

Eingeladen zum Wettbewerb sind die weltweiten

Partnerinnen und Partner von LEICHT Küchen sowie Architektinnen

und Architekten und Interior-De signerinnen

und -Designer. Ihre neuesten LEICHT-Projekte können

sie online über www.global-kitchen-design.com einreichen.

Gesucht werden laut Veranstalter innovative und

inspirierende Küchenplanungen. Diese müssen in ihrer

Umsetzung das Potenzial von Gestaltungsmöglichkeiten,

Materialien und Funktionen der Marke widerspiegeln.

Die Preisverleihung findet am 15. Oktober 2022

in der LEICHT | WELT in Waldstetten statt. www.kuechenplanermagazin.de/suche/news-detail/news/die-schoenste-leicht-kueche-2022/

Foto: Gorenje

Foto: LEICHT / R. Borgmann

12 KÜCHENPLANER 5/6/2022


LIQUIDITÄT

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Alles zu Warmwasser

Wie moderne Durchlauferhitzer funktionieren und aussehen,

zeigt eine Ausstellung im neuen Vertriebszentrum

des Herstellers Clage in Lüneburg. Im Ausstellungsraum

werden verschiedene Modelle in typischen Einbausituationen

wie Küchenzeilen, Waschbecken oder Bad- und

Dusch-Situationen präsentiert. Auf einem Multi-Touch-

Tisch können 3D-Modelle, Bilder, Videos und Informationen

zu den Produkten abgerufen werden. Über den

einzelnen Wasser-Entnahmestellen zeigen Monitore in

Echtzeit die individuellen Verbrauchswerte der Geräte

an. Neben den Durchlauferhitzern sind die „Zip“-Wassersysteme

ein Schwerpunkt in der Ausstellung. Je nach

Ausführung spenden die Systeme kochendes, gekühltes,

gefiltertes oder Sprudelwasser. Die Zip-Armatur „Touch-

Free“ liefert sogar kochendes Wasser per Gestensteuerung.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/neuesvertriebszentrum-mit-warmwasser-ausstellung/

Foto: Miele

Die vielfach ausgezeichnete Nachwuchskünstlerin Meral

Alma hat einen Miele-Kühlschrank in ein Kunstwerk

verwandelt. Hier zusammen zu sehen mit Dr. Michael

Leistikow (Vorsitzender des Düsseldorfer Künstlervereins

„701 e. V.“), Düsseldorfs Oberbürgermeister

Dr. Stephan Keller sowie Dr. Markus Miele und

Dr. Reinhard Zinkann (Geschäftsführende Gesellschafter

der Miele Gruppe (Foto von links nach rechts).

Foto: Clage; Paul Gerdes

Next Level

Das Unternehmen Compusoft +

2020 hat Joerg Jung zum Chief

Executive Officer (CEO) ernannt.

Sein offizieller Starttermin war

der 15. April 2022. Das Unternehmen

setzt eigenen Angaben

zufolge auf Jungs Expertise

im Aufbau globaler wachstumsstarker

Organisationen. Mit seiner

Hilfe soll Compusoft + 2020 „auf das nächste Level“

gebracht werden. Joerg Jung war zuletzt President und

General Manager International (EMEA & AJP) und Mitglied

des Executive Leadership Teams bei Infor. Weitere Stationen

führten ihn zu SAP, Deutsche Telekom und Unit4.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/auf-das-naechstelevel-bringen/

Einkauf SB

Zum 15. Juni 2022 übernimmt

Patrick Czisch (Foto) die Position

„Einkauf SB“ beim Euro pa Möbel-Verbund.

Er folgt auf Gregor

Holtschlag, der im Herbst 2022

in den Ruhestand gehen wird.

Patrick Czisch verfügt über

langjährige Erfahrung im Möbelhandel.

Sowohl bei Möbel

Buhl und anschließend bei der Möbelhaus Käthe Meyerhoff

GmbH verantwortete er den Einkauf Mitnahme und

SB- Möbel. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/

patrick-czisch-uebernimmt-einkauf-sb/

Kunst am Kühlschrank

Kurz vor Weihnachten 2021 eröffnete Miele im Kö-Bogen seinen

Düsseldorfer Marken Store. Nun folgte die offizielle Eröffnungsfeier

des „Miele Experience Center“. Mit viel Prominenz,

Kunst und Kultur. Als besonderen Höhepunkt hatte die

Düsseldorfer Künstlerin Meral Alma ohne Honorar einen Kühlschrank

von Miele mit Motiven aus Ihrer Reihe „Zirkus des Lebens“

in ein Kunstwerk verwandelt. Enthüllt wurde es unter

großem Beifall. Im Anschluss spendeten Meral Alma und Miele

gemeinsam einen Betrag von 40 000 Euro, der zu gleichen Teilen

geflüchteten Menschen aus der Ukraine und dem Düsseldorfer

Kunstverein „701 e. V.“ zugutekommt. Zuvor hatte die

weltweite Miele-Belegschaft bereits mehr als 240 000 Euro für

Spenden an die Ukraine zusammengetragen, die das Unternehmen

in zwei Tranchen auf 700 000 Euro aufgestockt hat.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/kunst-am-kuehlschrank/

Foto: EMV Foto: Compusoft + 2020

14 KÜCHENPLANER 5/6/2022


Anzeige

„NicheTop“ für die

Küchen nische lässt sich

einfach integrieren:

durch Aufstellen oder

Einhängen.

Fotos: Rockenhausen

Neue Organisationslösungen aus dem Holzwerk Rockenhausen

Für Auszüge und Nische

Besteckeinsätze aus Kunststoff sind im Preiseinstieg meist Standard. Das Holzwerk Rockenhausen

bietet für Schubkästen und Auszüge in diesem Segment nun eine hochwertige Alternative.

Neu ist auch die Lösung „NicheTop“ für die Küchennische.

„Einfach, flexibel, variabel.“ Auf diese drei Eigenschaften

baut das Nischenorganisations system

„NicheTop“, mit dem das Holzwerk Rockenhausen

aus der Kesseböhmer Gruppe ein neues

Segment erschließt. Das System gibt es in

den Größen S (175 B x 445 H x 140 mm T) und

M (335 x 445 x 140 mm). Die Korpen lassen sich

unabhängig von einem Rastermaß und ohne

Montage integrieren. Auch nachträglich. Einfach

aufstellen oder einhängen. Gefertigt sind

sie aus massivem Holz. Sie zeigen im Sichtbereich

handwerklich solide herausgearbeitete

Details. Je nach Anwendung stehen verschiedene

Fronten zur Auswahl: Als Schneidbrett

beim Messerblock, als Designfront mit asymmetrischem

Linienmuster, magnetisch oder mit

tiefschwarzem und beschreibbarem Tafellack.

Ausstatten lassen sich die Korpen mit vielfältigem

Zubehör. Zu den Möglichkeiten zählen

etwa ein klappbarer Messerblock oder Besteckeinsatz,

eine Trocknerablage für Sodasprudelflaschen

sowie Einsatzböden für Vorratsgefäße

oder Gewürzdosen. Aber auch Beutel aus

waschbarem Papier, die das immer relevanter

werdende Thema unverpackter Lebensmittel

bedienen.

Homogene Optik

Die beiden Organisationsprogramme für den

Preis einstieg heißen „HoLite“ und „EasyLine“.

Die Basis für „HoLite“ ist ein Besteckeinsatz

mit drei horizontalen Stegen, wahlweise

in „Esche schwarz“ oder „Eiche hell“. Damit lassen

sich Schubkästen durchgängig ausstatten: in

Korpusbreiten von 300 bis 1200 mm und in den

Standardtiefen 472 und 479 mm (Tiefenergänzung

optional). Der Boden wird dabei stets komplett

bedeckt, was für eine homogene Optik sorgt.

Frei positionierbare Trennstecker über zwei oder

drei Fächer erweitern das System. Sie können in

verschiedenen Holzarten und Farben ausgeführt

sein, aber auch in Aluminium, Stahl oder Kunststoff.

Ein doppelseitiger Messerblock und ein Folienhalter

ergänzen „HoLite“ als Zubehör.

Fünf Sets möglich

„Sechs Bauteile für fünf Sets“ lautet die Idee von

„EasyLine“. Dazu zählen ein Besteck­ und ein

Multifunktionseinsatz, breite und schmale Ausgleichsböden,

eine Multifunktionseinheit sowie

Einsteckstege. Die Sets, die mit diesem Organisationsbaukasten

konfiguriert werden können,

decken durchgängig alle Schubladenbreiten ab.

Von 300 mm bis 1200 mm. Und das unabhängig

von Hersteller und Korpuskonstruktion. Lieferbar

ist „EasyLine“ in allen Holzarten und Farben,

aber auch in dem selbstentwickelten, nachhaltigen

Werkstoff „OrganiQ“.

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Der Organisationsbaukasten

„EasyLine“ braucht lediglich

sechs Bausteine, um fünf

Sets zu konfigurieren, die in

alle Auszüge und Schubladen

passen.

Ein Besteckeinsatz mit drei

horizontalen Stegen bildet

die Basis für „ HoLite“. Damit

lassen sich Schubkästen

durchgängig ausstatten.

5/6/2022 KÜCHENPLANER 15


Hausgeräte/Dunstabzug

Wohin

mit dem

Wrasen?

Von Dirk Biermann

Muldenlüfter sind in den

Augen vieler Konsumenten

besonders begehrens wert.

Die Kombi nation von Kochfeld

und Abzug hat tat sächlich

Charme. Jedoch stellt

sich eine Frage, die manchmal

unbeantwortet bleibt.

Wohin mit dem Wrasen?

Foto: Biermann

16 KÜCHENPLANER 5/6/2022


Eine Impression von der area30 im Herbst 2021, die das Thema „geführte Umluft“ plastisch darstellt.

Anbieter berbel bietet als Standard die Teilführung mit stehender Umlufteinheit, die optional mit

Sockel austritt nach vorn oder zur Seite ergänzt werden kann (Foto links). Möglich ist auch die Lösung

mit liegender Umlufteinheit (rechts im Bild). Dabei lässt sich der Aktiv kohle filter komfortabel am

Sockel entnehmen. Wird der wartungsfreie „permalyt“-Filter verwendet, entfällt die Umluft ein heit

im Sockel komplett. Eingesetzt werden kann der „permalyt“-Filter optional auch bei geführter Umluft.

5/6/2022 KÜCHENPLANER 17


Hausgeräte/Dunstabzug

Auf YouTube wirkt es so geschmeidig.

Der Topf simmert links, die

Pfanne brutzelt rechts – und der

aufsteigende Kochdampf von beiden

Seiten wird zuverlässig durch

den Schlitz in der Mitte des Kochfelds

eingesogen. Die im Wrasen

enthaltenen Fette werden zugleich

fachlich vorbildlich separiert. Unter

der Glaskeramik wartet bereits

die Aktivkohle, um Geruchsmolekülen

den Garaus zu machen, teilweise

mit Unterstützung von Plasma

oder anderen Technologien.

Welche Bauteile in den Reinigungsprozess

auch immer involviert sind,

sie lassen sich mühelos entnehmen

und reinigen, verspricht der Film.

Im Hintergrund sind beruhigende

Klavierklänge zu hören. Alles einfach

und sauber.

Doch Videos wie diese, von denen

es herstellerübergreifend viele

mit identischer Aussage gibt, erzählen

nur einen Teil der Geschichte.

Dem wohlwollend-kritischen Informationssuchenden

dürften sich

konkrete Fragen stellen. Allen voran

diese: Was ist eigentlich mit

dem Kochdampf an sich? Verbleibt

der im Schrank?

Ja, darauf läuft es oft hinaus. In

Fachkreisen geht man davon aus,

dass etwa 80 % aller Muldenlüfter

im Umluftmodus geplant werden

und davon „die Hälfte bis Zweidrittel“

ohne Führung der Koch wrasen

in Betrieb genommen werden.

Sprich: Die warme und feuchte, unter

Umständen mit Fettrückständen

belastete Luft wird teilweise direkt

in den Schrank entlassen oder

in den engen Spalt dahinter, wo sie

wie gefangen bleibt. Ist die Devise

also: Aus den Augen, aus dem

Sinn? Die Antwort lautet: Jein. Einige

Hersteller legen durchaus Anschlussmaterial

bei, um den Kochwrasen

nach unten in den Sockel

zu führen und teilweise bis an ein

Auslassgitter (mit oder Sockelumluftkasten)

zu leiten. Die Praxis

zeigt nach Ansicht vieler Praktiker

aber auch: Wenn bei der Montage

Schrankkonstruktion und Wegeführung

nicht harmonieren oder

eine Verbindung fehlt, bleibt es oft,

wie es ist. Ungeführt eben.

Manche der Kombigeräte sind

auch mit einem Kunststoffstutzen

ausgestattet, der den feucht-warmen

Kochwrasen im 90-Grad-Winkel

an die Korpusrückwand des

Unterschranks bläst – oder durch

einen Ausschnitt in der Schrankrück

wand hindurch in den schmalen,

meist nur 3 cm tiefen Spalt

dahinter. Und schon stellt sich

dem Informationssuchenden die

nächste Frage: Was geschieht mit

der Feuchtigkeit im Wrasen? Kondensiert

diese im Inseleinsatz an

den Holzteilen des Möbels? Oder am

Mauerwerk, sofern es sich um eine

Zeilenmontage an der Wand handelt?

Und kann das nicht auf Dauer

böse Folgen haben? Von wegen

Schimmel? „Ja kann es, die Physik

lässt sich schließlich nicht aushebeln“,

mahnen die einen. „Die Restfeuchtigkeit

wird durch die Nachlaufautomatik

trocken gepustet“,

beruhigen die anderen. Was wiederum

zum Einwand führt: „Sofern

der Nachlauf aktiviert wird.“ Denn

das sei trotz anderslautender Empfehlung

in der Praxis viel zu selten

der Fall. Wegen der Geräusche, die

beim Essen als störend empfunden

werden. Dass der Nachlauf wichtig

ist, damit Aktivkohlefilter und Kanäle

nach der Kochsession trocknen

können, ist vielen Küchennutzern

gar nicht bekannt – oder es

wird aus Bequemlichkeit vernachlässigt.

Lauter und schwächer

Es gibt Lösungen, die diese möglichen

Dynamiken entschärfen sollen.

Zum Beispiel Teilführungen

mit stehenden Umlufteinheiten.

Und in einigen Fällen konzipieren

Möbelhersteller den Unterschrank

auch für den Einsatz eines konkreten

Muldenlüftermodells und

bereiten so den Abtransport der

Kochwrasen vor. Folgt man den

Einschätzungen versierter Marktteilnehmer,

sei dies gesamt betrachtet

aber die Ausnahme. Dabei

ist nicht allein die Gefahr von

Stockflecken und Schimmelbildung,

die die Fraktion der kritischen

Mahner beunruhigt. Die

ungeführte Umluft erzeuge auch

mehr Geräusche und könne unter

Umständen die optimale Funktion

des Dunstabzugs mindern. Denn

wird der Wrasen wie beschrieben

direkt an die Korpusrückwand gelenkt,

entstehe zwangsläufig ein

Strömungswiderstand und der

könne zu einem Druckverlust mit

einer daraus resultierenden reduzierten

Luftförderleistung führen.

Ein angeschlossener Kunststoffkanal

mit aerodynamisch gestalteten

Luftleitelementen hingegen führe

18 KÜCHENPLANER 5/6/2022


www.sedia-kuechentechnik.de

die Schwaden reibungslos hinab

und aus dem Sockel hinaus zurück

in den Raum. Was die Betriebsgeräusche

des Abzugs wahrnehmbar

dämpfe, argumentieren die Befürworter

der geführten Umluft. Zudem

kühle der warme und feuchte

Kochwrasen auf dem Weg in den

Sockel bereits ab, was die natürliche

Neigung feuchter Luft, beim

Kontakt mit kälteren Flächen zu

kondensieren, zusätzlich reduziert.

5/6/2022

Besser geführt

Wie könnte ein Fazit dieser komplexen

Situation lauten? Die Führung

und der Abtransport der

Kochwrasen ist ein grundlegendes

Planungsthema. Darin besteht sicher

Einigkeit. Ob die geführte

Umluft beim Einsatz von Muldenlüftern

überhaupt nötig ist, zieht

sich als Pro und Contra quer durch

die Branche. Das macht es für den

Küchen pla ner kompliziert. Eine für

alle Fälle und Produkte geltende

Lösung kann weder formuliert werden,

noch ließe sie sich realisieren.

Dafür ist die Vielfalt an Geräten,

Möbeln und Montagebedingungen

inklusive der jeweiligen Wandbeschaffenheit

viel zu groß. Deshalb

haben es objektive Empfehlungen

auf Grundlage von unabhängigen

Messungen schwer. Dennoch: Der

Blick ins Physikbuch legt nahe,

dass es unter Umständen zu Problemen

kommen kann, wenn die

feucht-warmen Wrasen direkt aus

dem Lüfter in den Schrank gepustet

werden. Besonders, wenn diese

Wrasen unmittelbar mit kalten, ungedämmten

Außenwänden in Kontakt

kommen. Die geführte Umluft

umgeht dies von vornherein. Ebenso

wie einige Gerätehersteller hat

sich der Zubehörgroßhandel auf die

Planung von Muldenlüftern im Umluftbetrieb

eingestellt und bietet

Lösungen für die Umsetzung der

geführten Umluft. Einige Ansätze,

Ansichten und Produkte zeigen wir

auf den folgenden Seiten.

Wobei sich abschließend eine

weitere Frage stellt: Warum den

Muldenlüfter nicht gleich im Abluftmodus

planen? Denn wenn Gerüche,

Fett und Feuchtigkeit komplett

aus dem Raum hinausgeleitet

werden, muss sich auch niemand

damit plagen. Allerdings führt

die Planungssituation oft zu natürlichen

Einschränkungen. Muldenlüfter

werden bevorzugt in

frei stehenden Küchenblöcken geplant.

Diese Insellage erschwert

die Abluftführung ins Freie. Möglich

ist es trotzdem: Bei Neubauten

kann die Abluftführung zum Beispiel

in den Estrich gelegt werden.

Dafür muss die Planung aber

frühzeitig beginnen und der Kanal

aus trittfestem Material bestehen.

Ebenfalls möglich ist es, den

Kanal durch eine Kernbohrung im

Küchenboden in den Keller zu führen

und den kürzesten Weg nach

draußen zu wählen. In der Praxis

dürfte der Umluftbetrieb in diesen

Fällen jedoch die verlockendere

Variante der Wahl sein, weil sie

einfacher und kostengünstiger zur

realisieren ist. Umso mehr rückt

unter Berücksichtigung der Physik

eine professionelle Umluftführung

in den Fokus.

Unsere Küche – unser Zuhause

Kochen · Leben · Lachen


Produkte

Foto: Vogt

Klappe modular planen

Seit vergangenem Herbst sind bei Vogt auch Design-Außengitter

mit effizienter Klappentechnik im Sortiment. Wobei die inneren

Klappenwerte von Fliegengitter bis Wandanschlussdichtung und

magnetischer, kugelgelagerter Rückstauklappe besonders zu beachten

sind. Vogt verweist auf die Flexibilität der modularen Bauweise.

Die Außengitter selbst gibt es inzwischen in einer umfangreichen

Auswahl.

Kompatibel

zum Mauerkasten

Foto: Vogt

Im Grunde ist alles fertig: Die Küche ist mit dem Endkunden

geplant, Herd und Ablufthaube positioniert. Doch dann

stellt sich heraus: Der vorhandene Mauerkasten passt nicht

zu den Leistungswerten der neuen Haube, kann aber aufgrund

baulicher Gegebenheiten nicht gewechselt werden.

Für solche Fälle hat Zubehörspezialist Vogt das Abluft system

„ optimAIRo“ nun auch in der 125er Querschnittsvariante

im Programm. Zusätzlich zum 150er Standard. Die

Systemgröße gibt der Anbieter mit 175 x 80 mm an.

Für alle Fälle gewappnet

Muldenlüfter und Downdrafthauben verlangen eine professionelle

Führung der Kochwrasen. Das kann schnell zum heiklen

Planungsthema werden, schließlich ist der Platz im Unterschrank

begrenzt. „Übergangsstücke, einseitig gemuffte Rohrbögen und

Überschiebemuffen sind Bauteile, die die Montage vereinfachen

können, zugleich die Demontage zu Wartungszwecken erleichtern“,

betont der Zubehörspezialist Vogt mit Blick auf das aktuelle

und kürzlich erweiterte Angebot solcher Zubehörteile.

Foto: Biermann

20 KÜCHENPLANER 5/6/2022


Lösungen

für Downdraft

Nach unten absaugende Kochfeldabzüge

bieten vielfältige Möglichkeiten für eine

optisch ansprechende und flexible Planung

offener Küchen. Die Luftführung und -reinigung

ist nach Ansicht von Naber aber

nicht immer optimal. Bei Umluftbetrieb

kann die feuchte Luft im Unterschrank

und angrenzenden Flächen auskondensieren

und langfristig zu Verschmutzung und

Schäden führen. Darüber hinaus kann eine

unzureichende Filterleistung nicht nur zu

verschmutzter Innenraumluft, sondern

auch eine erhöhte Geräuschentwicklung des Lüftermotors bewirken.

Das Unternehmen hat nun fünf Planungsbeispiele für eine

effiziente Abluftlösung entwickelt, die für freistehende Kochinseln

ebenso gelten. „Sie optimieren die Luftförderleistung, senken

die Geräuschbelastung und vermeiden das lästige Nachlaufen

des Abzugs“, beschreibt der Zubehörgroßhändler den Nutzen

auf Basis von „Compair GREENflow“. Dabei handelt es sich um

Foto: Naber

ein Umluftfiltersystem aus mehreren Modulen, das im Sockelbereich

unter den Küchenschränken montiert wird. Durch die

Verteilung der gereinigten Luft auf mehrere Lüftungsboxen mit

designorientierten Aluminium-Auslassgitter, strömt sie „nahezu

unmerklich“ zurück in den Raum. Die gegenüber Standardlösungen

deutlich größeren Aktivkohlefilter sind laut Naber mehrfach

regenerierbar und neutralisieren Gerüche effektiv.

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5/6/2022 KÜCHENPLANER 21


Produkte

Verspachtelte

Oberfläche

In neuen Farbtönen und Materialtexturen

zeigt Falmec die Wandhaube „ Cover“. Die

jeweilige Tonbeschichtung lässt sie dezent

und edel wirken. Die Auswahl umfasst

warme Erdtöne wie Terrakotta und

Sand oder strukturierte Varianten in Stein

und Schiefer, der auch als Schreibtafel für

Kreide verwendet werden kann. Das Oberflächenmaterial

aus Ton und Harzelementen

werde manuell verspachtelt. „Dies erzeugt

einen natürlichen und ästhetischen Effekt

sowie eine angenehme Haptik“, berichtet

der Hersteller. Eine spezielle Behandlung

mache die Oberfläche widerstandsfähig gegen

Hitze und Kratzer und leicht zu reinigen.

In klassischem Weiß- und Schwarzglas

gibt es das 85 cm breite Gerät auch. Der

Motor verfügt über eine Lüfterleistung von

600 m 3 /h. Als Sonderausstattung kann ein

„Carbon.Zeo“ hinzugefügt werden. Dieser

kombiniert die Eigenschaften von Aktivkohle

und Zeolith. Die Funktion „Dynamic LED

Light“ rundet die Funktionsausstattung ab.

Foto: Falcon

Passend zur Kochstation

Der Rangecooker versteht in jeder Küche ein Statement zu setzen. Passend zu

den Kochstationen bietet Hersteller Falcon geeignete Dunstabzugshauben an. Je

nach Modellvariante des Herdes ist diese in bis zu drei Größen und sieben Farben

erhältlich. „Je nach Küchendesign und farblichen Vorlieben kann der Dunstabzug

Akzente setzen oder der harmonische Komplementär zum Herd sein“,

erläutert das Unternehmen die Perspektiven im Design. Erhältlich sind Kaminhauben,

flache Wandhauben und Einbauhauben für eine integrierte Lösung. Und

das für Abluft- und Umluftbetrieb.

Einheitlicher Look

Der Abzugsbereich bleibt bei den Kopffreihauben „Bloom“ und „Bloom S“ verborgen,

solange das bewegliche Visier geschlossen ist. Dieses lässt sich mit einer

einfachen Handbewegung aufklappen, sodass der Küchendunst auch oben eingesaugt

werden kann. Dies sei laut Hersteller Elica ein wichtiger Vorteil bei der

Nutzung über einem Induktionskochfeld. Denn normalerweise kondensiert der

Dampf leicht an der kalten Glasscheibe einer Schräghaube, was durch den Einzug

vermieden werde. „Bloom“ ist in schwarzem und grauem gehärtetem Glas

erhältlich. Die Bedienung erfolgt über das Touch-Bedienfeld oberhalb der Klappe.

„Bloom S“ gibt es in Weißglas oder mattschwarz in „Dekton ® Sirius“ (Foto).

Das Material „Dekton“ von Hersteller Cosentino wird oft für Küchenarbeitsplatten

und auch Fronten eingesetzt. Eine so gestaltete Wandhaube ergänzt den einheitlichen

Look. Das Aluminiumband mit Titan-Effekt sorge zudem für ein besonderes

Finish. Darin integriert ist das Touch-Bedienfeld. Zudem ist „Bloom S“

mit der Technologie „Comfort Silence“ und schallabsorbierenden Paneelen ausgestattet.

Die Geräuschentwicklung in der Maximalstufe gibt Elica bei „Bloom“

mit maximal 56 dB an und bei „Bloom S“ mit 53 dB. Beide Kopffreihauben sind

in der Abluft- und der Umluftvariante verfügbar.

Foto: Falmec

Foto: Elica

22 KÜCHENPLANER 5/6/2022


Fotos: Neff

Mit Regal

Als Designhaube „D95XAM2S0“ bereichert der vollintegrierte Dunstabzug

seit Dezember 2021 die Neff-Collection. Das Gerät verschwindet

vollständig in einem Hängeschrank über dem Kochfeld und wird erst

dann sichtbar, wenn sie zum Einsatz kommt. Analog zu technisch vergleichbaren

Varianten aus dem BSH-Verbund erfolgt die Steuerung

über die herausklappbare schwarze Glasscheibe mit „TouchControl“.

Selbst bei verborgener Glasscheibe kann die LED-Beleuchtung durch

eine sanfte Berührung ein- und ausgeschaltet werden. Damit wird

die Küchenzeile entweder stimmungsvoll beleuchtet oder leuchtet die

Kochfläche aus. Die 90 cm Haube aus schwarzem Klarglas verfügt

über drei Leistungsstufen und ist für Abluft und Umluft erhältlich.

Im Oberschrank lässt sie Stauraum für Gewürze oder Kochbücher.

Hier kochen die Sterneköche

Michael Dyllong, Pierre

Beckerling und Sous-Chef

Kevin Wolmerath.

Kreativität braucht Platz

berbel Downline Infinity

DUNSTABZUG

NEU GEDACHT

Dunstabzüge in Perfektion. Made in Germany.

Die neue berbel Downline Infinity mit extra großem Kochfeld, intuitiver Bedienung

und einem Dunstabzug, der Maßstäbe setzt. Viel Platz für alles, was gut werden soll.


Produkte

Raus aus dem Sockel

Umluft-Lösungen geben beim Einsatz von

Muldenlüftern den Ton an. Sagemüller &

Rohrer (S&R) hat bei der Abluftführung

für beide gängige Verfahrungsweisen Lösungen.

Das heißt 1. für die gezielte Luftführung

zur Sockelblende und 2. für die

ungelenkte Abgabe.

1. Soll die Luft gezielt zu einem Sockeldurchlass

befördert werden, wird ein

Flachkanal vom Ausblas-Stutzen des Lüfters

zum Möbelsockel geführt. Dort tritt

die Luft durch ein einfaches Gitter oder

einen speziellen Umluftaustritt wieder in

den Küchenraum ein. S&R hat beide Varianten

im Sortiment. Der Sockeldurchlass

verfügt über Rückstauklappen, die etwaige

Gerüche aus dem Kanal, hervorgerufen

durch abgelagerte Wrasen-Reste, zurückhalten

sollen.

2. Ein Großvolumen-Luftdurchlass für

den Sockel, der über zwei Winkelblenden

den Einblick hinter den Sockel verwehrt,

aber gleichzeitig eine große Öffnung von

ca. 275 Quadratzentimetern bietet, lässt

die ungelenkt in den Sockel geblasene

Luft durch die Sockelblende austreten. Da

in dieser Luft Feuchtigkeit enthalten sein

kann, die sich ggf. innerhalb des Sockelbereiches

ablagern kann, emp fiehlt der

Zubehörgroßhändler, mindestens zwei

solcher Blenden einzusetzen. Und das

möglichst in gegenüberliegender oder

über Eck versetzter Position. So werde der

Sockel jederzeit gut durchlüftet.

Oft stehen die Sockelfüße bei der Verlegung

des Flachkanals innerhalb des

Sockels im Weg. Zwischenstücke mit flexiblen

Schläuchen können dann helfen.

Ebenfalls die flexible Manschette „ Conny“

von S&R. Das Bauteil lässt sich zwischen

zwei starre Kanäle setzen. „So überbrückt

man elegant die oft störenden wenigen

Millimeter am Sockelfuß vorbei und kann

das Kanalsystem in der gewünschten

Richtung verlegen“, erläutert der Zubehörgroßhändler.

Zudem ermög licht „Conny“

die Verbindung unterschiedlicher Systeme

miteinander. Wenn der Anschluss

am Muldenlüfter von der Form des Luftkanales

abweicht, kann „Conny“ dies

ausgleichen und dank der flexiblen Gestaltung

abweichende Formen oder Querschnitte

verbinden.

Fotos: Sagemüller & Rohrer

Ausklappen und lüften

Auch Bosch nutzt die Technologie des vollintegrierten

Dunstabzugs aus dem Verbund

der BSH-Konzernmarken. Das Gerät

„accent line carbon black“ wird flächenbündig

in einen nach unten offenen Küchenschrank

eingebaut. Sie passt sich flexibel

den jeweiligen Abmessungen des Küchenmöbels

an, sowohl hinsichtlich der Höhe

als auch der Tiefe und der Materialstärke.

Rechts und links bleibt Strauraum mit einer

Traglast von jeweils 10 Kilo. Der ausklappbare

Glasschirm verfügt über eine

„TouchControl“-Bedienung. Das Ausklappen

des Schirms genügt zum Einschalten

von Licht und Lüftung. Umgekehrt schaltet

sich das Gerät beim Zuklappen wieder

aus. Die Lüfterleistung des Motors beträgt

749 m 3 /h. Gereinigt werden Kochwrasen

über das 9-lagige „CleanAir“-Filtersystem.

Zwei Haubenvarianten stehen zur Verfügung:

in 60 cm und 90 cm Breite (Foto).

Foto: Bosch Hausgeräte

24 KÜCHENPLANER 5/6/2022


Foto: Naber

Für ein gesundes Raumklima

Wenn möglich, Abluft! Diese Empfehlung zählt zu den Klassikern

der Küchenplanung. Denn mit den Gerüchen und Fetten wird

auch die in den Kochwrasen enthaltene Feuchtigkeit aus dem

Raum transportiert und kann sich nicht als Schimmel in unzugänglichen

Ecken oder an Möbeln niederlassen. In Zeiten der Corona-Pandemie

hat der Luftaustausch über die Dunstabzugshaube

eine weitere Dimension erhalten, schließlich halten sich viele

Menschen öfter in den eigenen vier Wänden auf und kochen häufiger.

In der Familie und mit Freunden. Sind Dunstabzugshaube

und Luftkanäle als Abluft-System konzipiert, werden auch mit

Viren befrachtete Aerosole nach draußen befördert. „Ein intelligentes

Zu- und Abluftsystem sorgt für einen guten Luftaustausch

und reduziert die Belastungen der Raumluft erheblich“, erläutert

Zubehörspezialist Naber und verweist auf den unbeschwerten

Genuss in der Gemeinschaft, wenn das Raumklima stimmt.

Weniger Feinstaub

Küchenlüftungstechnik von Naber umfasst ein breites Sortiment.

Dazu zählen strömungsoptimierte Luftkanäle aus Kunststoff

und Metall, energieeffiziente Mauerkästen, intelligente Steuerungstechnik

für Zu- und Abluft sowie Außenwandjalousien.

Alle Informationen über die Lüftungstechnik

sowie Planungsbeispiele

und kostenlose Leitfäden

finden Interessierte auf

www.compair-flow.com.

„Wissenschaftliche Studien aus dem In- und Ausland und Publikationen

der Baubranche belegen die Wirksamkeit und Effizienz

von Abluft-Lösungen unter anderem bei der Reduzierung

der Feinstaubbelas tung in Innenräumen“, erläutert das Nordhorner

Unternehmen. Und betont: „Auch für Niedrigenergie-Bauten

wie Passivhäuser werden Abluft-Systeme empfohlen.“ Dafür

steht zum Beispiel die Wanddurchführung „COMPAIR ® BIXO

Balance ® “ zur Verfügung. Diese regelt die Zu- und Abluftführung

in allen Bauten inklusive luftdichter Gebäude. Die integrierte

Elektronik registriert den Abluftstrom des Dunstabzugs und öffnet

den hochisolierten Durchlass. Mit Hilfe eines Funksignals

wird der Zuluftmauerkasten angesteuert, der automatisch sicherstellt,

dass gleichzeitig Frischluft einströmt. Auch der Naber Klassiker

„Thermobox“ ist so konzipiert, dass die Wärme bei Nicht-

Nutzung der Dunstabzugshaube im Haus bleibt, während der

Dunstabzug im Betrieb die Abluft effektiv nach draußen leitet.

Naber-Systeme sind laut Eigenaussage kompatibel zu fast allen

am Markt erhältlichen Dunstabzugshauben und bieten mehrere

Optionen für den Einbau. Die Luftkanäle können unsichtbar

in Geschossdecken und Schränken verlegt werden oder als sichtbare

Raumelemente.


Produkte

Mit zwei Patenten

Zentrifugalkraft statt Fettfilter lautet

das Motto bei Hauben von berbel. Auch

die Kochfeldabzüge der „Downline“-

Serie arbeiten auf Basis der als „ berbel

Prinzip“ patentierten Technologie. Der

Hersteller verspricht „ konstant starke

Fettabscheidung bei gleichzeitig geringerem

Energiebedarf“. Auch Kochgerüche

sollen nahezu vollständig eliminiert

werden. Dafür sorge der selbstregenerierende

und wartungsfreie „permalyt ® “-

Umluftfilter. Die Filtermatten des patentierten

Umluftfilters bestehen aus einer

Spezialaktivkohle, die zwei Funktionsweisen

ermöglichen: Im normalen Betrieb

werden die Filtermatten durchströmt und

nehmen die Geruchsstoffe auf. Nach einer bestimmten

Anzahl von Betriebsstunden startet der Regenerationsprozess

im geschlossenen Filtersystem. Durch ein thermokatalytisches Verfahren

werden die Gerüche mithilfe eines Katalysators neutralisiert. In den Kochfeldabzügen der

„Downline“-Familie kommt der regenerative „permalyt ® “-Umluftfilter bereits seit Januar 2021

zum Einsatz. Seit letztem Herbst gilt das auch für die jüngste Neuheit „Downline Infinity“.

Fotos: berbel

Die „Phantom Frame“ im Industrial Design

wird in schmalen schwarzen Metallrahmen

an der Decke befestigt.

Foto: Novy

Lichtstarkes

„Phantom“

Es ist ein Statement: Novy bietet die 130 cm breite Insel haube

„ Phantom“ in zwei Varianten an. Diese sind technisch identisch,

unterscheiden sich jedoch durch die Art der Aufhängung.

Die „Phantom Frame“ im Industrial Design wird in schmalen

schwarzen Metallrahmen an der Decke befestigt. Die

„Phantom Cable“ hingegen wirkt mit ihren vier Stahlseilen

deutlich filigraner. Die Stahlseile lassen sich in der Länge verstellen,

so kann die Inselhaube unabhängig von der Deckenhöhe

stets im optimalen Abstand über dem Kochfeld platziert

werden. Dies ist auch bei Schrägdecken möglich. Markant ist

die Beleuchtung mit vier hinter Glas montierten Eckstrahlern,

die den Korpus von schräg unten anleuchten. Die Oberseite ist

mit einem dimmbaren LED-Band ausgestattet. Vier weitere

LED-Spots leuchten nach unten und sind ebenfalls dimmbar.

Der Dunstabzug arbeitet mit der patentierten Randabsaugung.

Gesteuert wird entweder über eine Fernbedienung, die „Novy

Connect App“ oder die „InTouch“-Funktion von Novy Kochfeldern.

Vier Leistungsstufen stehen zur Verfügung, notwendige

Filterwechsel werden angezeigt. Basis des Umluftsystems

ist ein Aktivkohlefilter mit sehr langer Lebensdauer. Laut Hersteller

muss dieser erst nach 900 Kochstunden oder drei bis

fünf Jahren ausgetauscht werden. Die Novy „Phantom“ ist ab

dem zweiten Quartal 2022 im Küchenfachhandel erhältlich.

26 KÜCHENPLANER 5/6/2022


Die Praxis der Muldenlüftung

Die Physik gibt es vor: Warme Luft steigt auf. Daher

werden traditionell Kochdünste von einer Dunstesse

über der Kochstelle aufgenommen, gefiltert und abtransportiert.

Der Fall liebt beim Einsatz eines Muldenlüfters

bekanntlich anders. Hier müssen die Wrasen

eingefangen und nach

unten abgezogen werden.

Wofür eine ausreichend

starke Luftströmung

aufgebaut

werden muss. Sedia

Küchentechnik, Anbieter

eines umfangreichen

Sortiments

an Dunstabzügen sowie

Zubehörs für die

Abluftführung bzw. geführte

Umluft, gibt einen

grundsätzlichen Überblick, wie

dies professionell umgesetzt werden

kann.

Motoren/ Der Motor ist entweder direkt an

der Mulde und damit unterhalb des Kochfeldes

angeflanscht. Dies ist die montagefreundlichste Variante,

lässt aber unmittelbar unterhalb der Kochstelle

keine Schublade zu. Variabel bei der Stauraumnutzung

sind die Modelle mit separaten Motoren, die je nach

Bauform und Schrankvolumen entweder im Schrank

oder im Sockel verbaut werden. Schließlich gibt es

noch die Option zum Betrieb mit einem externen Motor,

also einem Außenwand- oder Dachgebläse.

Filter und Betriebsart/ Bei allen Dunsthauben,

Decken geräten, Muldenlüftern & Co. muss der feuchte

und gemeinhin mit Geruchsmolekülen und ggfs.

Fett geladene Kochdunst gereinigt werden. Zunächst

wird er von Fett befreit, wofür bereits beim Eintritt

der Luft in das jeweilige Gerät meist die Fettfilter zuständig

sind (sofern der Abzug nicht fettfilterfrei arbeitet).

Diese Filter sind regelmäßig und gewissenhaft

im Geschirrspüler zu reinigen, da Öl und Fett im weiteren

Luftstrom, also im Lüftermotor, in den Kanälen,

in eventuell verbauten Plasmageräten und in den Geruchsfiltern

zu Hygiene- und Funktionsproblemen führen

würde. Dies gilt für alle Betriebsarten, auch für Abluft

mit externen Gebläsen.

Im Umluftbetrieb wird die Luft zum Aktivkohlefilter

(oder zum Plasmafilter) geführt und aus dem Schrankinnern

in den Raum ausgeblasen. Kohlefilter nehmen

Foto: Sedia Küchentechnik

die Geruchsmoleküle auf und müssen in regelmäßigen

Abständigen gewechselt werden. Aktivkohlefilter können

meist einfach im Backofen regeneriert werden.

Plasmafilter arbeiten mit elektrischer Spannung.

Luftführung im Schrankinnern/ Welche Motorposition

und welche Betriebsart auch immer gewählt

wird – eine wichtige Frage für Küchenplaner

lautet: „Wie und wohin

leite ich die Luft bzw. die mit

Feuchtigkeit, Fett und

Geruchsmolekülen

beladene warme

Luft?“ Hier verweist

Sedia auf das besonders

umfangreiche

Angebot an unterschiedlichen

Abluftsystemen

– sowohl

flach als auch rund.

Damit gebe es für jede

Platzsituation eine passende

Lösung.

1. Motor-on-Board: Am

Motor ist oft ein Bogen angeflanscht,

der nach hinten wegführt

und in einem raumsparenden

Flachkanalsystem die

Luft an der hinteren Schrankwand

nach unten wegführt. Soll die Luftführung seitlich

geführt werden, kann der Flansch entweder gedreht

oder mit einem Umlenkstück in die richtige

Richtung gelenkt werden. Soll der Muldenlüfter im Abluftsystem

betrieben werden, kann mit den Sedia-Systemen

wieder auf Rundkanal adaptiert werden und mit

einem passenden Mauerkasten ins Freie gehen. Soll die

Mulde im Umluftbetrieb betrieben werden, führt das

geeignete Kanalsystem den Luftstrom in den Sockel,

wo es im optimalen Fall in einer Aktivkohlebox endet,

die von außen gut zugänglich ist (Foto: Waben-Kohlefilter

für die Sockelmontage von Sedia).

2. Beim separaten Motor gilt das gleiche Prinzip.

Das passende Kanalsystem, ggf. mit Umlenk- und/oder

Adapterstücken, führt die Luft von der Kochstelle zum

Motor und danach nach draußen oder zum Geruchsfilter

im Sockel.

3. Ein externer Motor gilt als die hygienischste Variante,

da zwingend ein Kanalsystem von der Kochstelle

zum Motor verlegt werden muss.

5/6/2022 KÜCHENPLANER 27


Küchenverbände

Endlich wieder

alle zusammen

In Hamburg feierte DER KREIS Anfang Mai eine

stimmungsvolle Wiedersehensparty. Betont wurde

beim Kongress 2022 die Kraft der Gemeinschaft.

Ernst-Martin Schaible, Gründer

und Inhaber von DER KREIS:

„Jammern bringt uns nicht

weiter, Tun ist besser.“

28 KÜCHENPLANER 5/6/2022


„Jetzt sind wir endlich wieder zusammen.“ Mit diesen Worten begrüßte

Verbundgruppenchef Ernst- Martin Schaible fast 1000 Mitglieder

und Industriepartner im schick modernisierten Kongresszentrum

CCH. Die Erleichterung darüber zog sich durch die

gesamte Veranstaltung. Angefangen beim lockeren Eröffnungsabend

im Millerntorstadion, der Heimat des Kiezclubs FC St. Pauli,

bei der Fachtagung am Samstag und besonders beim traditionellen

Gala-Abend, der die Gäste zum „Hanseatischen Abend“ in

die Fischauktionshallen zum Hamburger Hafen führte.

Wie ein roter Faden zog sich die Betonung der Gemeinschaft

durch den Kongress. Mit Blick auf die schwierige Zeit der letzten

zwei Jahre hob Schaible den besonderen Wert des Verbunds hervor.

„Ein starkes Team trägt durch die Krise“, sagte der Gründer von

DER KREIS und sprach damit auch die Gesellschaften und Kooperationspartner

der Gruppe an, die den jeweiligen Fachspezialisten

jene Unterstützung bieten, die gewollt, stimmig und hilfreich sein

können. Wie das genau aussehen kann, berichteten die Verantwortlichen

aus erster Hand. Im Rahmen einer Talkrunde auf der

Bühne des CCH nahmen die Geschäftsführer der Gruppierungen

Stellung: zur jeweiligen Positionierung und sowie zu wichtigen

Branchenthemen wie Frachkräftegewinnung, Digitalisierung und

Cybersicherheit. Einblicke gaben Ulf Triebener (KREIS Deutschland),

Patrick Florea (Varia), Werner Bäuerlein (BuK Bund unabhängiger

Küchenspezialisten), Walter Greil (TopaTeam) und Gerd

Fähler (Creative Partner).

Zweistelliges Plus

Befragt wurden die Geschäftsführer auch zu den Möglichkeiten

der Expansion. Denn darum geht es der Verbundgruppe. „Wir glauben

fest daran, dass unsere Gruppe national und in Europa wachsen

kann“, sagte Ralph Leimbach, Geschäftsführer Marketing und

Vertrieb der DER KREIS Holding. Im vergangenen Jahr konnte die

Leonberger Gemeinschaft aus Küchenspezialisten, Bad, Heizungsund

Klimaspezialisten, Schreinern, Tischlern sowie Laden-, Innenund

Fensterbauspezialisten weiter zulegen: Der Außen umsatz

sämtlicher Mitglieder stieg von 4,27 Mrd. Euro auf 4,73 Mrd. Euro.

Das entspricht einem Zuwachs von etwa 10,8 % gegenüber 2020. Die

Zahl der Mitgliedshäuser stieg ebenfalls. Von 3409 auf 3512 (+ 103).

Mit den angeschlossenen Mitgliedsbetrieben ist DER KREIS aktuell

in 17 europäischen Ländern präsent. Und das inzwischen mit

acht internationalen Ländergesellschaften. Zuletzt kamen die Dependancen

in Spanien (April 2022) und Italien (Anfang 2021) hinzu.

Weitere Ländergesellschaften gibt es in Großbritannien (seit

2013), Belgien/Luxemburg (1998), Frankreich (1993), Niederlande

(1989), Schweiz (1985) und Österreich (1984).

14 770 Euro pro Küche

Die positiven Geschäftszahlen für 2021 resultieren aus Küchensicht

aus der hohen Nachfrage für hochwertige und individuell geplante

Küchen. So konnten die Küchenspezialisten von DER KREIS

die Durchschnittswerte pro Kommission abermals erhöhen. Lag

der Durchschnittspreis 2020 noch bei 14 257 Euro, stieg dieser auf

nun 14 770 Euro. Das ist ein Plus von 3,25 %. Der Blick auf die Warengruppen

zeigt, dass 46,48 % dieses Werts auf das Konto der

Holzteile gehen, 42,46 % steuern die Geräte bei und 10,65 % das Zubehör

inklusive Spülen und Armaturen.

Foto: Biermann

Zuversicht für 2022

Die Bereitschaft der Menschen, in hochwertige Küchen zu investieren,

wird nach Ansicht der Führung von DER KREIS anhalten.

Davon werden die Küchenspezialisten weiterhin profitieren.

5/6/2022 KÜCHENPLANER 29


Küchenverbände

Ausgezeichnete Spezialisten

Ein Highlight des Galaabends war die Auszeichnung

der „Küchenspezialisten des Jahres“.

Das sind in diesem Jahr diese Unternehmen:

moebelplus (DER KREIS), Varia Paderborn, Schreinerei

Luther (Creative Partner), Wohnkonzepte

Manfred Vitzthum (TopaTeam) und Schryvers –

die Welt der Küche (BuK).

„Hacker“ Marco Di Filippo demonstrierte, wie einfach es Cyber- Kriminelle

haben können – und wie dringend sich Unternehmen vor Angriffen aus der

virtuellen Welt schützen sollten.

„Wir werden auch 2022 wieder ein sehr gutes Jahr haben“, wagte

Ernst-Martin Schaible eine kurz- bis mittelfristige Prognose.

Weiter, gar in Richtung 2023, wollte er sich mit seinem Ausblick

aber nicht aus dem Fenster lehnen. Zu groß sei die gegenwärtige

Unsicherheit rund um Materialversorgung, Liefersituation,

Preisentwicklung, Pandemie-Auswirkungen und Ukraine- Krieg.

Aus DER KREIS-Sicht folgerichtig lautete dementsprechend

der Appell von Ralph Leimbach: „Nutzen sie die Kraft der Gemeinschaft.“

Dazu zähle auch die digitale Endkundenmarke

kuechenspezialisten.de, die beständig an Format gewinnt. Und

damit als Signal und „Freundschaftssymbol“ den roten Handschuh

samt Slogan „Herz drauf!“. Die damit verbundene Botschaft

formulierte Ernst-Martin Schaible so: „Die Küchenspezialisten

von DER KREIS sind ehrlich, zuverlässig und kompetent

– jenseits von irreführenden Rabattversprechungen.“

Kongress-Splitter der Gesellschaften

Digitalisierte Unternehmensprozesse sind notwendig und bieten

viele Vorteile. Parallel rückt die Cyber-Sicherheit von Unternehmen

in den Blick. DER KREIS zitierte eine Untersuchung

des Versicherers HDI, nach der in letzter Zeit gerade kleinere Firmen

verstärkt Opfer von Cyberangriffen werden. Fast jedes dritte

Unternehmen dieser Größenordnung seien schon einmal Opfer

eines Cyberangriffes geworden, heißt es in der HDI-Studie. Der

durchschnittliche Schaden pro Vorfall wird mit rund 95 000 Euro

beziffert. Und damit sechsmal hoch wie noch vor fünf Jahren.

DER KREIS hat auf diese Entwicklung reagiert und im ersten

Schritt eine „Cyber-Security-Software“ im „Whitelisting“-Verfahren

in der Leonberger Zentrale installiert. Diese wird nun jedem

Mitgliedsunternehmen angeboten. „Und dringend ans Herz

gelegt“, wie Ulf Triebener, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb

von DER KREIS Deutschland, mehrfach betonte. Schon für

vier Euro täglich könne der Schutz deutlich gestärkt werden. Wie

sinnvoll es ist, die eigenen Systeme vor Cyber-Attacken zu schützen,

belegte beim Kongress eindrucksvoll der Vortrag von Marco

Di Filippo, der mit Live-Hacking die elementaren Schwachstellen

der digitalen Welt offenbarte.

Mit zwei neuen Standorten in Schwerin und Xanten ist das

Franchise-System Varia 2021 in Deutschland gewachsen. Und

die nächsten drei Eröffnungen stehen bereits vor der Tür, berichtete

Geschäftsführer Patrick Florea. Varia sei ein „preislich attraktives

Franchise-System mit quartalsweiser Bonusauszahlung,

welche dem Franchisenehmer gleichwohl Möglichkeiten

zur persönlichen Entfaltung bietet“. Erfahrene Unternehmensberater

würden eingesetzt, um insbesondere Existenzgründer

optimal zu unterstützen. Zudem wurden neue Regionalleiter

für ganz Deutschland eingestellt, um die persönliche Partnerbetreuung

zu intensivieren. Mit „Purion“ wurde eine Eigenmarke

neu ins Varia-Sortiment aufgenommen. Diese verfügt über

eine eigene Landingpage. Der Auftritt in Sozialen Medien wie

Facebook und Instagram werde als wichtiges Werbemittel gefördert.

Zudem sind Varia Partner automatisch auf der Plattform

„kuechenspezialisten.de“ von DER KREIS integriert. Derzeit hat

Varia europaweit über 130 Standorte und ist neben Deutschland

insbesondere in den osteuropäischen Ländern Kroatien, Slowenien

und Rumänien aktiv.

Seit mehr als 20 Jahren am Markt ist das Fachhandelskonzept

„Küche 3000“. Also Zeit für ein neues Design mit neuem

Logo und frischen konzeptionellen Ideen. Basis der zum Kongress

enthüllten Version sind modular einsetzbare Cubes in moderner

Farbgebung mit viel Anthrazit und Moos-Elementen an

den Außenwänden. Hinzu kommen ein Beleuchtungskonzept

und Raumdecken über den Cube-Flächen. Damit soll sich die

Inszenierung auf den ersten Blick von der übrigen Ausstellung

absetzen und unmittelbar Aufmerksamkeit gewinnen. Laut Ulf

Triebener lässt sich das Konzept mit drei bis vier Ausstellungsküchen

auf rund 200 m 2 realisieren und bietet daher insbesondere

Existenzgründern eine attraktive Einstiegsmöglichkeit in die

Welt der hochwertig präsentierten individuellen Küche. Umgesetzt

werden kann es auch in bestehenden Studios als „Shop-in-

Shop“-Fläche. Mit welchen Küchenmarken die Cubes ausgestattet

werden, bleibt frei. Weitere Bausteine sind eine Lounge-Area,

eine Beratungszone sowie ein Workshop- bzw. Musterbereich.

Auf die Zielgruppe Tischlereien, Schreinereien sowie individuelle

Innenausbauer zielen die Gesellschaften TopaTeam und

Creative Partner. Auch hier gibt es zahlreiche Neuigkeiten rund

um Positionierung und Marketing. Über diese Entwicklungen

berichten wir im nächsten KÜCHENPLANER in einem ausführlichen

Bericht.

Dirk Biermann

30 KÜCHENPLANER 5/6/2022


Ralph Leimbach, Geschäftsführer

der DER KREIS Holding: „Nutzen

Sie die Kraft der Gemeinschaft.“

Fotos: Biermann

Unten Licht, oben Decke: Die neu gestalteten

„Küche 3000“-Module sollen gleich ins Auge fallen.

KÜCHENPLANER 31


Küchenverbände

Mit herzlichem Applaus

„Auf nach Leipzig!“ So hieß es Mitte Mai für die Gesellschafter von Der Küchenring.

Nach den coronabedingten Absagen der letzten beiden Jahre wurde es auch höchste

Zeit für eine Jahreshauptversammlung. Denn die Entwicklungen der Gruppe sind

immens. Zudem gab es Abschiede nachzuholen.

Viele Jahre prägten Finanzchef Joachim Bringewald

und „Anchorman“ Manfred Töpert die Geschicke des

Rheinbacher Küchenverbandes. Als Geschäftsführer

hielten sie die Gemeinschaft konsequent auf Wachstumskurs.

Zwei Beispiele belegen das: Innerhalb von

11 Jahren (2011 bis 2021) stieg die Zahl der Mitglieder

von 438 auf 670 und der Netto-Einkaufsumsatz bei Verbandslieferanten

von 289 auf 660 Millionen Euro. Inzwischen

haben sich beide Manager in den Ruhestand

verabschiedet. Manfred Töpert bereits 2020 und

Joachim Bringewald vor wenigen Wochen. Allerdings

wegen Corona und der abgesagten Jahreshauptversammlungen

und Küchenkompetenztage fast wie nebenher.

Das wurde in Leipzig nun gebührend nachgeholt.

Mit viel Würdigung und herzlichem Applaus. Den

erhielten Bringewald und Töpert von den Gesellschaftern,

von ihren Nachfolgern Jürgen Feldmann und

Marko Steinmeier und vom gesamten Beirat.

Jürgen Feldmann, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing,

begrüßte 62 neue Gesellschafter im Küchenring (seit 2019). Aktuell sind es 670.

32 KÜCHENPLANER 5/6/2022


Fast 10 % Plus

Die aktuellen Zahlen können sich erneut sehen lassen:

Der Umsatz (Einkaufsumsatz) von Der Küchenring beträgt

jetzt 660 Mio. Euro. Das ist ein Plus von 9,6 % im

Vergleich zum Vorjahr. Die Mitgliederzahl stieg ebenfalls:

um 62 neue Gesellschafter (seit 2019) auf jetzt 670.

Die Zahlen können aber nicht isoliert betrachtet

werden. Denn Der Küchenring kooperiert historisch

mit dem Schwesterverband Alliance (ebenfalls Rheinbach)

und seit März 2020 mit dem KüchenTreff (Wildeshausen).

Inzwischen wurde eine immer engere organisatorische

und personelle Verflechtung realisiert.

Entsprechend liegen die Bilanzzahlen deutlich höher.

Alle drei Verbände zusammen melden für 2021 einen

Einkaufsumsatz von 1,277 Mrd. Euro bei einem Wachstum

von 8,6 % im Vergleich zu 2020. Das mache das Verbändetrio

zur größten Küchen-Einkaufskooperation im

Markt, so Marko Steinmeier, der innerhalb der Küchenring-Geschäftsführung

für Einkauf und Controlling

zuständig ist. Für die Küchenring-Gesellschafter summiert

sich die Ausschüttung aktuell auf durchschnittlich

14,87 % oder in Summe 82,69 Mio. Euro.

Ausgezeichnet

In Leipzig geehrt wurden auch wieder die Küchenspezialisten

des Jahres. Die Gewinner 2021 sind Johan

Küchen aus Thalheim bei Wels (Kategorie bis 12 m 2 ; Foto

oben), La Cucina aus Schweinfurt (bis 20 m 2 ; Foto unten)

und Küchen Exklusiv aus Quakenbrück (ab 20 m 2 ).

Lieferanten-Statistik

„Konzentriert euch.“ So lautet seit vielen Jahren die beharrlich

geäußerte Empfehlung der Geschäftsführung

an die Gesellschafter. Wie das beherzigt wird, zeigt

der Blick in die Statistik für 2021. So war Nobilia der

wichtigste Küchenmöbellieferant für die Gesellschafter,

gefolgt von den Marken der Baumann Group sowie

Schüller und Häcker. Bei den Hausgeräten ist Siemens

Fotos: Der Küchenring

Marko Steinmeier,

Geschäftsführer

Einkauf und

Controlling,

präsentierte

in Leipzig auch

die gemeinsamen

Zahlen

der kooperierenden

Verbände

Küchenring,

Alliance und

Küchen Treff.

5/6/2022 KÜCHENPLANER 33


Küchenverbände

die Nummer eins und Miele die Nummer zwei. Wichtigster

Spülenlieferant ist Blanco mit großem Abstand

vor Franke, und beim Zubehör hat Naber den höchsten

Anteil.

Deutliche Preissteigerungen

Wie auf allen Verbandstreffen in diesen Wochen hatten

auch die Küchenring-Verantwortlichen in Leipzig den

verbalen Spagat zu bewältigen zwischen dem, was war

(2021), und dem, was ist (2022). Und so prägten die vielfältigen

aktuellen Herausforderungen die Berichte von

Marko Steinmeier und Jürgen Feldmann zur Lage. Die

Problempunkte sind hinlänglich bekannt: Pandemie,

Ukraine-Krieg, Lieferketten, Materialverknappung, Logistik,

Inflation und Preissteigerungen. Marko Steinmeier

erwartet bei den Küchenpreisen für 2022 ein

sattes Plus von bis zu 25 Prozent. Sein Appell an die

Gesellschafter war entsprechend deutlich und lautet

sinngemäß: Preisen Sie diese Steigerungen vorausschauend

ein, damit Sie diese an die Kundschaft weitergeben

können. Sonst geht es zulasten der eigenen

Marge. Preiserhöhungen seien am besten zeitnah und

in kleinen Schritten umzusetzen.

Chancen der Digitalisierung

Trotz der sich in kurzer Zeit deutlich veränderten

Marktlage erwarten die Verantwortlichen von Der Küchenring

ein gutes Küchenjahr 2022. Die Zuversicht basiert

auf externen Faktoren rund um den weiterhin stabilen

Homing-Trend, aber auch auf eigene Stärken. Mit

„Linea“, „Systhema“ und „Inpura“ habe der Verband

drei Eigenmarken erfolgreich am Küchenmarkt positioniert.

„Ausschlaggebend für deren ungebremstes

Wachstum sind ebenfalls klar konturierte Corporate

Identities, die bei allen kommunikativen Maßnahmen

streng beachtet werden und im Preis-Leistungs-Verhältnis

den vermittelten Images entsprechen“, heißt es.

Im Mittelpunkt der Leipziger Tagung standen zudem

die vielfältigen Aktivitäten rund um die Digitalisierung

und das Online-Marketing. Hier hat der

Küchenring in jüngster Vergangenheit große Schritte

unternommen und gibt seinen Gesellschaftern zeitgemäße

Instrumente an die Hand (siehe nebenstehenden

Text). Für den direkten Online-Kontakt zur Kundschaft

sowie für die Ranking-Sichtbarkeit im Netz.

Termine 2023

Im kommenden Jahr lautet die Einladung an die Küchenring-Gesellschafter

„Auf nach Wien!“. Die Jahreshauptversammlung

findet dort am 13. und 14. Mai

2023 statt. Eine weitere Großveranstaltung ist für den

4. und 5. März 2023 geplant: die Küchen-Kompetenz-

Tage (KKT) in Rheinbach.

Dirk Biermann

„Ein buntes Programm der Sensationen“: Das bot die Abendunterhaltung in der Eventlocation Alten Wollkämmerei.

34 KÜCHENPLANER 5/6/2022


Gruppenbild

auf dem

roten Sofa: Geschäftsführung

und Beirat der

Verbundgruppe

Der Küchenring.

Die Stimmung

scheint gut zu

sein.

Fotos: Der Küchenring

Zentrales Thema

Die digitale Transformation. Dazu hat die Verbundgruppe

in jüngerer Zeit mehrere Instrumente

und Dienstleistungen entwickelt, wie

Geschäftsführer Jürgen Feldmann (Foto) berichtete.

Im Detail sagte er: „Im Bereich der

Dienstleistungen haben wir uns noch breiter

aufgestellt und unser Leistungsportfolio unter

anderem mit der App „Follow Me“, dem

Regio Panel und dem „Happy Home“ Prämienshop

weiter ausgebaut. Besonders freuen

wir uns über das neue Business-Tool „Lieblingsküchen“

zur Kundengewinnung und den

Erfolg des Studio Konzepts „System Plus1“.

Somit bietet Der Küchenring vom Ladenbau

bis zur Leadgenerierung, alles aus einer

Hand. Unsere digitale Präsenz haben wir auf

den Social-Media-Kanälen weiter optimiert.

Durch gezielte Online-Marketingkampagnen

konnten eine deutlich höhere Reichweite erzielt

und mehr Traffic generiert werden. Wir

schauen hochmotiviert in die Zukunft.“

5/6/2022 KÜCHENPLANER 35


Küchenverbände

Vielfalt ist der Garant des Erfolgs

Wie behauptet sich der Küchenfachhandel im Spannungsfeld zwischen den Auswirkungen der

Pandemie und des Kriegs in der Ukraine einerseits und dem Homing-Trend andererseits? Die in der

MHK Group organisierten Händler zuletzt sehr gut. Mit erneuten Rekordzahlen im Jahr 2021.

Auf der Bilanzpressekonferenz konnte der

MHK-Vorstandsvorsitzende Werner Heilos

die besten Zahlen in der Firmengeschichte

verkünden. So wuchs der (Außen-) Umsatz

im Jahr 2021 um 16,4 % auf 8,914 Mrd.

Euro. Erwirtschaftet wurde das Ergebnis

von den europaweit 3633 Unternehmen

(+ 161), die der Gruppe per 31. Dezember

2021 angehörten. Wachstumsimpulse kamen

gleichermaßen aus dem In- und Ausland.

Während die Gruppe in Deutschland

um 15,5 % auf 5,924 Mrd. Euro zulegte, trugen

die MHK-Auslandsgesellschaften in

Belgien, Großbritannien, den Niederlanden,

Österreich, der Schweiz und Spanien

mit 2,99 Mrd. Euro und einem Umsatzplus

von 18,5 % zum Gesamtergebnis bei. „Mit

diesen Ergebnissen konnten die MHK-

Töchter erneut deutlich über dem Marktniveau

wachsen“, so das Fazit der Geschäftsleitung.

Dieses Ergebnis spiegelt sich auch

in der Ausschüttung an die Gesellschafter

wider. Ausgeschüttet wurde die Rekordsumme

von 180,9 Mio. Euro (+ 20,0 %).

Mehr Wert pro Küche

Der Lockdown hat den ohnehin bereits

hohen Stellenwert der Küche noch einmal

weiter steigen lassen. So kostete

eine Küche in den Studios der MHK-Partner

(außer Reddy) 2021 durchschnittlich

15 147 Euro (+ 3,83 %). Bei Reddy Küchen,

dem Franchise-System der MHK,

stieg der durchschnittliche Verkaufspreis

um 6,32 % auf 8988 Euro. Der anhaltende

Nachfrageboom und die Null-Zins-Strategie

der Europäischen Zentralbank hätten

den Handels- und Handwerkspartnern

zwar auch 2021 in die Karten gespielt,

„dennoch“, so Werner Heilos, „war das Ergebnis

kein Selbstverständnis“. Gerade

der knapp sechs Monate dauernde Lockdown

zu Jahresbeginn und die teils noch

restriktiveren Corona-Maßnahmen hätten

insbesondere den Fachhändlern einiges

abverlangt.

Viel Differenzierung

Diversifikation ist für die Verantwortlichen

der MHK die Basis für den anhaltenden

Erfolg. So bietet die Gruppe ihren

Partnern im Segment Küche mit ihren

fünf Eigenmarken „Designo“, „elementa“,

„neola“, „selectiv“ und „xeno“ ein breites

Spektrum zur Differenzierung. Hinzu

kommen das Franchise-Konzept „Reddy

Küchen“ sowie als Kern die Dachmarke

„musterhaus küchen Fachgeschäft“.

Das Kerngeschäftsfeld der MHK Group

ist weiterhin die Küchenbranche. Mit ihren

Verbänden interdomus Haustechnik,

Deutscher Wohnbauverbund und TOP Malermeister

Deutschland ist die Gruppe seit

mehr als zehn Jahren aber auch im Handwerk

unterwegs. interdomus Haustechnik

sei mit inzwischen knapp 1500 Gesellschaftern

der mitgliederstärkste Verband

innerhalb der SHK-Branche.

Wertschätzende Kooperation

Die Vorteile einer starken Gemeinschaft

und der Wert eines kooperierenden Miteinanders

betonten der MHK-Aufsichtsratsvorsitzende

Prof. Rainer Kirchdörfer

sowie MHK-Vorstand Dr. Olaf Hoppelshäuser,

der als einen Aspekt der MHK-Erfolgsgeschichte

das Dreieck zwischen MHK,

Handel und Industrie herausstellte. „Wir

brauchen gerade in der heutigen Zeit keine

Konfrontation, sondern mehr denn je

eine wertschätzende Kooperation“, hob er

hervor. Man könne die Situation nur gemeinsam

bewältigen. Zugleich müsse der

Industrie aber auch bewusst sein, was sie

an ihrem Partner aus dem spezialisierten

Fachhandel und dem Fachhandwerk habe.

„Das ist erfreulicherweise aber meist der

Fall“, unterstrich Dr. Hoppelshäuser. Und

nicht zuletzt würden auch die MHK-Zahlen

dafürsprechen, dass die Zusammenarbeit

mit der Industrie in schwierigen

Zeiten funktioniere.

Konsequent digital

Mit Blick auf die Veränderungen der letzten

Jahre stellte der für den MHK-Vertrieb

verantwortliche Vorstand außerdem fest,

dass das viele Jahre geltende Dreieck inzwischen

erweitert worden sei und den

Fokus auf den Endkunden in den Mittelpunkt

stelle. „Die Digitalisierung gibt

hier bahnbrechende Möglichkeiten in der

Zusammenarbeit.“

Foto: MHK

Der MHK-Vorstand

präsentierte für das

Geschäftsjahr 2021

erneut eine Rekordbilanz

(Foto von links):

Kirk Mangels,

Dr. Olaf Hoppels häuser,

Frank Berm bach,

Wolfgang Becker,

Prof. Rainer Kirchdörfer

(Aufsichtsratsvorsitzender)

und

Werner Heilos.

36 KÜCHENPLANER 5/6/2022


Kraft durch digitalen Wandel Diese

werde gelingen, „wenn wir die Möglichkeit

des digitalen Wandels auch konsequent

heben“, schloss Kirk Mangels an, der für

die Bereiche Digitalisierung, Marketing

und Unternehmenskommunikation verantwortlich

zeichnet. „Aufgabe für uns als

Verband ist es, die Digitalisierung entlang

der Wertschöpfungskette bestmöglich zu

begleiten.“ Und hier sei noch einiges zu

tun, beispielsweise bei der Verbesserung

der Vernetzung und Standards zwischen

Verband, Industrie und Handel, um in

puncto Fehlervermeidung im Heute anzukommen.

Oder aber auch mit Blick auf die

Markenbildung des einzelnen Händlers

und des größeren Wettbewerbs im Internet.

„Hier trennt sich die Spreu vom Weizen.

Deshalb müssen wir ein optimiertes

und zielgerichtetes Marketing anbieten.“

Um dieser Aufgabe gerecht zu werden und

ihre Gesellschafter bestmöglich zu unterstützen,

habe die Dreieicher Gruppe bereits

im letzten Jahr mit dem Projekt „digitaler

Verband“ auf der einen Seite und

der Gründung der digitalen Kommunikationsagentur

MIYU auf der anderen Seite

„Riesenschritte unternommen.“

Aktuelle Nöte

Das Thema, das den MHK-Gesellschaftern

aber aktuell am meisten unter den

Nägeln brenne, seien die momentanen,

direkt spürbaren Herausforderungen.

„Zum Tagesalltag gehören unvollständige

Küchen, mehr Anfahrten, unterjährige

Preiserhöhungen, höhere Energiekosten,

die Inflation und damit verbunden höhere

Gehaltsanpassungen ebenso wie ein

sich intensivierender Arbeitsmarkt mit

Fachkräftemangel etc.“, berichtete MHK-

Vorstand Wolfgang Becker. In der Folge

müssten die meisten Gesellschafter erstmalig

ihre Preise mehrfach im Jahr neu

kalkulieren und könnten keine Preiszusagen

mehr geben. „Das ist Neuland und verlangt

sowohl einen guten Überblick über

die eigene Situation als auch eine Stärke

zur Kalkulation.“ Diese sei auch dringend

notwendig, denn nicht selten sei es vorgekommen,

dass die Gesellschafter das Jahr

2021 zwar mit einem Rekordumsatz abgeschlossen

hätten, nicht aber mit einem

Rekordgewinn. „Die unterjährige Kalkulation

darf einem selbst in einem stressigen

Alltag nicht durchgehen“, betonte

Wolfgang Becker. Sie sei für die nachhaltig

erfolgreiche Entwicklung der Unternehmen

essenziell. „Durch die Zentralregulierung

können wir unseren Partnern

auch in diesem Bereich wertvolle Unterstützung

anbieten.“

Nachfrage ist noch hoch

Abschließend wagte Werner Heilos noch

einen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr.

Dabei stellte er fest, dass die

Nachfrage bis zum heutigen Tage (23. Mai

2022, Anm. d. Redaktion) verhältnismäßig

hoch sei. „Das liegt natürlich auch daran,

dass die hohe Inflation bei tiefen Zinsen

den Menschen das Ersparte wegnimmt

und es sich daher sehr lohnt, in das eigene

Zuhause zu investieren.“ Ob dieser

Trend so anhalten werde und wie sich die

zuvor skizzierten Herausforderungen in

der Liefersituation auswirken würden, sei

zurzeit aber noch recht ungewiss.

Dirk Biermann


Küchentrends

Foto: Furniture Future Forum

Gut besucht: Zum 15-jährigen Bestehen kamen gut 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum „Trendreport 2022

ins Furniture Future Forum nach Bünde.

Reduktion als Königsweg

Wie sehen die nächsten Jahre für Küchen- und Möbelhersteller aus? Wie kann es

nach der Pandemie und angesichts von Klimakrise und Ukrainekrieg weitergehen?

Wie leben wir im Jahr 2030? Eindeutige Antworten auf diese Fragen fanden die

Referentinnen und Referenten beim „Trendreport 2022“ im Furniture Future Forum

zwar nicht, sie boten aber Lösungsansätze: zukunftsorientierte Digitalisierung sowie

Reduktion sowohl bei Design als auch Materialien.

Der „Trendreport“ fand nach zwei Jahren erstmals wieder

statt. Innenarchitektin und Trendforscherin Katrin

de Louw hatte nach Bünde ins Furniture Future Forum

(ehemals „servicepoint A30“) eingeladen und mit Professor

Frank Prekwinkel (CEO der imos AG in Herford)

und Andreas Enslin (Chefdesigner bei Miele) zwei

namhafte Referenten gewonnen.

Professor Prekwinkel beschäftigte sich mit zukunftsorientierten

Digitalisierungsstrategien für die

Möbelbranche. Er machte klar, dass es zwischen der

staatlichen Krisenbewältigung von Corona und der

Möbelindustrie hinsichtlich Themen wie digitale Insellösungen,

vernetztes Arbeiten und Lieferketten viele

Parallelen gebe. Zum Beispiel: die ineffektive Kommunikation

der Gesundheitsämter in der Krise, die der

fehlenden Digitalisierung geschuldet war. Auch die

Möbelbranche setze auf viele unterschiedliche Systeme,

sodass digitale Schnittstellen in der gesamten Lieferkette

problematisch seien. Prekwinkel wies darauf

hin, dass sich die Möbelindustrie nicht vor dem Online-Handel

scheuen dürfe, der jede Menge Potenzial

biete, insbesondere natürlich bei der jüngeren Klientel.

Langlebiges Design

Katrin de Louw, Inhaberin der Firma Trendfilter, brachte

den Zuhörerinnen und Zuhörern Design- und Materialtrends

für die Einrichtung von morgen nahe. Reduktion

sei zukünftig Voraussetzung für langlebiges

Design. Dazu zähle u. a. sortenreines Material, das

sich zu 100 % recyceln lässt. Aber auch zurückhaltende,

zeitlose Entwürfe, die auch nach Jahren noch

frisch wirken und Spaß machen. Neu ist dieser An-

38 KÜCHENPLANER 5/6/2022


satz nicht, er verschwand allerdings mit Beginn der hedonistischen

1980er-Jahre und der konsumorientierten Yuppie-

Ära zusehends aus der Designagenda. De Louw betonte, dass

Reduzierung auch auf anderen Ebenen sinnvoll sei, wie beispielsweise

beim Messebau. Und da Kundinnen und Kunden

unbeschränkten Konsum gewohnt seien, müssten die Hersteller

Verantwortung übernehmen und ihren Kundinnen

und Kunden vermitteln, dass Reduktion in jeder Hinsicht

der richtige Weg sei.

Blick ins Jahr 2030

Aufgabe von Design ist es, Produkte zu vereinfachen, den

Bedienkomfort zu verbessern und den ökologischen Fußabdruck

zu verringern. So sieht es Andreas Enslin, Vize Präsident

Miele & Cie. KG, und Chef des Miele Designcenters. Das

Ziel: Zeitlose Produkte, die lange funktionieren und deren

Reparierbarkeit gewährleistet ist. Als Designer denkt Enslin

natürlich noch weiter in die Zukunft und beschäftigt sich bereits

mit der Welt im Jahr 2030, für das er vier unterschiedliche

Szenarien vorstellte, die von seinem Design-Team zusammen

mit dem Zukunftsinstitut erarbeitet wurden.

KÜCHENPLANER-Fazit: Es bleibt zu hoffen, dass diese Ideen

in der Branche auf offene Ohren treffen, und man nicht – wie

in einem der vorgestellten Zukunftsszenarien dargestellt –

weitermacht wie bisher.

Sybille Hilgert

© nobilia

The PET for

value to add.

skai® PureLux

Foto: Hilgert

Katrin de Louw, Initiatorin des Forums:

„Dank an treue Netzwerkpartner.“

Die äußere Erscheinung von skai® PureLux ist ein

Statement: Die edle Optik der samtmatten Oberfläche

verbindet sich perfekt mit der äußerst angenehmen Soft-

Touch-Haptik. So trägt die PET-Oberfläche in Küche, Bad

und Wohnbereich unmittelbar zur hohen Wertanmutung

bei. Überlegene Antifingerprint-Eigenschaften, höchste

Kratzfestigkeit und Reinigungsfreundlichkeit zeichnen

skai® PureLux außerdem aus. Der Oberflächenspezialist

bündelt seine ganze Design- und Technologiekompetenz

in einem Premium-Produkt: skai® PureLux schafft

Mehrwert am Möbel.

2022

new

colors

5/6/2022

http://www.skai.com/interior/moebelfolie


Produkte

Die Wandelemente bringen den

Werkstattcharakter in die Küche.

Fotos: Fantin

Schrauber-

Charme

Neue Produkte, Accessoires und Ausführungen:

Das von Salvatore Indriolo

für den italienischen Hersteller Fantin

entworfene System „Frame“ hat ein erneutes

Update erfahren. Dazu zählen für

die Küche die kompakten Geräteschränke

„Tall Units“ sowie spezielle Wandelemente

für die Nische in verschiedenen

Ausführungen mit Ablage und integrierter

Beleuchtung. Als geschlossene Fläche

aus massivem Metall für die Verwendung

mit Magneten oder als perforierte Fläche

mit Haken zum Aufhängen erzeugen diese

Elemente einen Bezug zu den Werkzeughaltern

in Werkstätten. Das 2018

eingeführte und seitdem mehrfach erweiterte

Sortiment der Frame-Kollektion umfasst

Tische, Schränke, Sideboards, Bücherregale,

Spiegel, Küchenelemente und

Werkbänke in verschiedenen Größen. Prägend

für die Linie sind der Werkstoff Metall

und als Grundgerüst solide Vier kantrohre

aus Edelstahl. Alle Produkte sind

laut Hersteller zu 100 % recycelbar und in

35 Farben erhältlich.

„Tall Unit“ mit Geräteausstattung.

40 KÜCHENPLANER 5/6/2022


Foto: Schmidt Küchen

Like

Industrial

Nach dem Motto „Zeigen, was man hat“ können

die offenen Regale der „Metal-Line“ von Schmidt

Küchen als Alternative oder Ergänzung zu Oberschränken

eingesetzt werden. In Anlehnung an

den angesagten Industrial-Style werden Rahmen

aus geschweißtem und lackiertem Stahl in Mattweiß

oder Mattschwarz mit 19 mm starken Fachböden

kombiniert. Die Regale gibt es in den Höhen

390, 520 und 780 mm. Die Fachböden mit

einer Stärke von 19 mm sind fest positioniert

und auf die Ober- und Unterkanten abgestimmt.

„Metal Line“ ist nicht nur in der Küche, sondern

auch in anderen Wohnbereichen einsetzbar, da

Materialien und Farben an bereits vorhandene

Möbel angeglichen werden können.

Happy Metal

Küchen in knallbunt, quittengelb, mangoldgrün

oder tomatenrot sind das Markenzeichen von

Popstahl. Die Küchenfirma wurde vor 12 Jahren

in Berchtesgaden gegründet und ist seitdem mit

individuellen Küchenentwürfen erfolgreich. In

Berchtesgaden und Dießen verfügt das Unternehmen

auch über eigene Schauräume. Popstahl

arbeitet mit pulverbeschichtetem, gefaltetem

Stahlblech. Jede Küche wird nach individuellen

Wünschen gefertigt. Nachhaltigkeit nehme

in der Unternehmensphilosophie einen großen

Stellenwert ein. So können die Küchen vollständig

recycelt werden. Aber eigentlich sind sie

für eine langjährige Nutzung vorgesehen. Die

Küchen lassen sich immer wieder erweitern und

neuen Bedürfnissen anpassen. Sogar die Farbe

könne gewechselt werden. Dann heißt es vielleicht

nicht mehr tomatenrot, sondern grauburgunder.

Die Küchenmanufaktur arbeitet mit Geräteherstellern

wie Bora, Quooker und Fisher &

Paykel zusammen.

Foto: Popstahl; Anton Brandl

5/6/2022 KÜCHENPLANER 41


Produkte

Foto: Nolte Küchen

Vorhang auf für nolteneo

Küchen, angrenzende Wohnbereiche, Hauswirtschaftsraum

und Bäder: Auf der EuroCucina vom

7. bis 12. Juni in Mailand zeigte Nolte Küchen das

volle Programm. Ein Highlight war „nolteneo“.

Das neue Konzept der Ausstattungslinie wurde

erstmals in Gänze präsentiert. Geschäftsführer

Eckhard Wefing erläutert: „Wir haben ‚ nolteneo‘

zur Ausstattungslinie weiterentwickelt und präsentieren

in Mailand erstmals das vollendete

Konzept. Im NOLTE FORUM gab es zur Hausmesse

im September 2021 einen Vorgeschmack auf

das exklusive Design. Mit drei offenen Wohnküchen

bildete „nolteneo“ das Herz der Präsentation

auf dem rund 500 m 2 großen Stand. Hier abgebildet

im Design Softlack „ Magma“ und „Eiche

geschwärzt“.

Fotos: SieMatic

Glänzendes

Profil

SieMatic setzt auf seinem Weg

zur Lifestyle-Marke auch auf Farbe.

Dazu zählen Metallic-Effekte,

wie diese akzentstarke Küchenlösung

zeigt. Was wie eine Wandvertäfelung

wirkt, sind Türen aus

in „Goldbronce“ eloxiertem Aluminium

in feinen Rahmenfronten.

Dahinter verbergen sich Hochschränke.

Wohnlich ergänzt wird

die Einrichtung durch eine Vitrine

mit Rahmen in „Goldbronce“

und Hochschränke in Titanweiß.

Hinter der mittleren Einschiebetür

befinden sich Backofen und

Geschirrspüler. Koch- und Spülzentrum

wurden als Kücheninsel

mit der grifflosen „SieMatic SLX“

gestaltet.

42 KÜCHENPLANER 5/6/2022


Fotos: eggersmann kuchen; ©grothus/bültmann

Übergänge

schaffen

Mit der Kollektion „home“ will eggersmann für

Küche und angrenzende Wohnbereiche erweiterte

Gestaltungsmöglichkeiten bieten. Zentrales

Element ist das Glaskorpus-Programm „glance“.

Die Unter-, Ober- und Hochschränke aus Glas

sind mit filigranen Aluminiumrahmen eingefasst.

Diese Rahmen werden in einem ausgewählten

Farbspektrum angeboten. Weitere Planungsmöglichkeiten

bietet ein Wandpaneel-System,

mit dem sich Frontelemente aus Furnier, Lack,

Beton oder Edelstahl individuell zusammenstellen

lassen, z. B. als Raumteiler. Harmonische

Gesamtbilder mit ruhigen Furnieren gehören

ebenso zum Repertoire wie optisch spannende

Richtungswechsel mit geprägten Hölzern oder

kontrastierende Farben. Das laut Unternehmen

„unkomplizierte“ Montagesystem ermöglicht einen

einfachen Aufbau oder späteren Austausch.

Qanto ®

www.ninka.com

die vertikale

Nutzung

verborgener

Stauräume.


Produkte

Foto: Poggenpohl

Mit

Aluminiumfront

Der in Berlin ansässige dänische Designer Sigurd Larsen

hat für Reform die Küche „Fold“ entworfen. Die Fronten

von „Fold“ (dt. für „falten“) bestehen aus einem MDF-Trägermaterial,

um das eine 2 mm starke Aluminiumplatte

gefaltet wird. Die Küche ist in zwei Varianten erhältlich:

Bei der ersten wird pulverbeschichtetes Aluminium in

Anthrazit um eine 16 mm starke schwarze MDF-Platte

gelegt. Die zweite Designvariante zeigt sich mit einer gebürsteten

Aluminium-Front, die um eine 16 mm starke

graue Trägerplatte gefaltet ist. Das Aluminium oxidiert

leicht im Laufe der Zeit, was zu einer etwas dunkleren

Färbung führen kann. Designer Sigurd Larsen empfiehlt

für ein stimmiges Gesamtbild, die Abdeckplatten, Ergänzungen

und Sockelleisten im gleichen Material wie

die Oberfläche der Fronten zu wählen.

Spiegelnde Kacheln

Für alle, die es besonders mögen: Metall fliesen aus „Weißbronze“

in Kombination mit einem im filigranen Spülbecken aus warm

gewalztem Stahl. Gesehen bei Poggenpohl.

Fotos: Thomas Wiuf Schwartz


Fotos: Beckermann

Die erste

Waschmaschine

für saubere

Meere.

Ein Konzept für alles

Mit dem Designkonzept „Lebensräume“ geht Hersteller Beckermann weit über die

Küche hinaus. Neben der Planung und Ausgestaltung des gesamten Koch-, Essund

Wohnambientes können Eingangsbereiche mit Flurgarderoben, Bäder, Homeoffice-Plätze

und Hauswirtschaftsräume in die Planung eingebunden werden. Das

Design konzept wurde kürzlich beim Konsumentenpreis „Kitchen Innovation Award“

ausgezeichnet.

Mit integriertem

Mikroplastikfilter.

Waschkraft trifft

Umweltschutz.

Ohne Kompromisse.

Komplett

in Graphit

Für den einheitlichen Look hinter

den individuellen Möbelfronten sorgt

bei Beckermann Küchen nun ein eleganter

Farbverbund aller Materialien

im dunklen Farbton „Graphit“. Die

durchgehende Optik bezieht alle Details

ein. Sie reicht von den Beschlägen

über die Abdeckkappen bis zur

Innenausstattung samt Abfalltrennsystem

und Besteckeinsätzen. Zudem

hat der Hersteller Schubkästen

und (Innen)Auszüge auf die „Merivo

Box“-Plattform von Blum umgestellt.

Die hochgeschlossene, gerade Zarge

böte eine optimale Stauraumnutzung.

Mit dem Designkorpus „OneLine“ in

„Graphit“ will Beckermann die Innenausstattung

der Küchen auf ein

neues Level heben. „OneLine“ bedeutet,

dass die Möbel über alle Breiten,

Tiefen und Funktionsausführungen

innen wie außen im exklusiven Dekor

„Graphit“ gefertigt werden.

#STOP

MIKRO-

PLASTIK

5/6/2022

www.grundig.de/mikroplastikfilter


Produkte

Mit allen Sinnen

Im Küchenkonzept „echt.Zeit“ vereint Team 7 warme

Wohnlichkeit mit Elementen des Industrial Styles

und interpretiert damit Naturholz auf moderne Art.

Wobei stets die natürliche Ästhetik des Materials

im Vordergrund steht. So unterstreichen die senkrechten

Fräsungen der Fronten den Massivholzcharakter

zusätzlich. Sie setzen haptische Akzente und

erzeugen optische Tiefe. Kombiniert mit offenen Regalen

entsteht eine Küche mit modernem Charme.

Variable Besteckeinsätze, eine Kochmesserlade mit

Magneteinsatz, ein Tablarauszug für Küchengeräte

und passende Nischenelemente sorgen für effiziente

Ordnung. Ein weiteres Extra: Der Spülenschrank

wurde speziell für ein Wasseraufbereitungssystem

konzipiert. Team 7-Designer Sebastian Desch kommentiert

das Konzept der „echt.zeit“-Küche so: „Eine

Küche, um miteinander Genussvolles zu schaffen.

Kochen als gemeinsames Ritual wiederentdecken.

Das Leben in wertvollen Momenten spüren.“

Foto: Team 7

Foto: Iris Ceramica

Wie Stein

Die natürliche Schönheit von Stein mit der hohen

Produktqualität des Feinsteinzeugs – das verbindet

Iris Ceramica in der Kollektion „Pietra di Bilbao“.

Die Oberflächen für Boden und Wand sind in vier

neutralen Farben erhältlich: vom Elfenbeinweiß des

„Bilbao Ice“ über das Beige von „Bilbao Sand“ und

die grauen Nuancen von „Bilbao Grey“ (Foto) bis

zu den dunklen Tönen von „Bilbao Black“. Geplant

werden kann mit den Formaten 120 x 60, 60 x 60 und

60 x 30 cm. Zudem können 30 x 30 cm großen Streifen

und Kachel-Mosaike in Böden und Wände eingefügt

werden, um zum Bespiel Nischen und kleine

Flächen im Wohnbereich, Bad und in der Küche zusätzlich

aufzuwerten.

46 KÜCHENPLANER 5/6/2022


Küche im

Schrank

Der next125-Schrank mit Einschub türen

ist auch für Pantry-Küchen eine praktische

Sache. Die kurze Zeile, hier mit Einschubfronten

in leuchtendem „Curry Satin“, bietet

Stauraum mit moderner, reduzierter Optik.

Dank einer speziellen Beschlagtechnik öffnen

sich die Türen durch Antippen. Durch

leichtes Anschieben verschwinden sie seitlich

im Korpus. Die kompakte Konstruktion

der Türen ermöglicht zusätzlichen Platz,

der als Arbeits- oder Abstellfläche genutzt

werden kann. Weiteren Stauraum schaffen

Schübe, Regale oder Nischenpaneele.

Es lässt sich beidseitig mit weiteren Hochschränken

kombinieren.

Foto: next125

Inspiriert durch Marmor

Die neue Küchenarbeitsplatte von Sapien Stone zeigt sich

in sattem Dunkelgrün. Die Farbe „Alpi Chiaro Venato“

wurde laut Unternehmen durch den Marmor des Aoasta-

Tales inspiriert. Die 320 x 150 cm großen Platten haben

eine Stärke von 12 mm. „Beste Voraussetzungen, um

Küchen inseln zu verkleiden“, meint der Hersteller. Die

dunkelgrünen Platten sind zwar durch Naturstein inspiriert,

jedoch aus Feinsteinzeug gefertigt. Damit sind sie

nicht nur pflegeleicht, sondern verfügen über alle Vorteile

von robuster Keramik, wie etwa die Beständigkeit gegen

hohe Temperaturen und Temperaturwechsel sowie die Unempfindlichkeit

gegen säurehaltige und korrosive Stoffe.

Fotos: SapienStone

5/6/2022 KÜCHENPLANER 47


Produkte

Keramikplatte

mit Patina-Effekt

Mit Keramikplatten im Großformat und mit minimaler

Stärke will das Unternehmen Laminam Räume

neu definieren und gestalten. Die von der Natur inspirierten

Designs können für die Gestaltung von Fassaden,

als Wand- oder Bodenbeläge für Innenräume oder

für Einrichtungsgegenstände genutzt werden. Die aktuelle

Oberfläche „Verderame Finish“ ist eine Ergänzung

der „Ossido“-Kollektion, deren Vorbild der Oxidationsprozess

von Kupfer- und Metallblechen ist. Das Design

von „Verderame Finish“ erinnert an die Patina von Kupfer.

Die Optik, die zwischen zarten Braun- und Grüntönen

wechselt, passt zu zahlreichen Einrichtungsstilen.

Foto: Laminam

Fotos: LEICHT Küchen

Schafft Ruhe

Durch die flächenbündige Integration der Zeile in

die Wand nehmen sich die Arbeitsbereiche dieser

LEICHT-Planung optisch zurück. Das lässt den Raum

größer wirken. Ein Effekt, den die ruhigen braunen

Oberflächen in Holzoptik verstärken. Parallel davor

erstreckt sich ein markanter Küchenblock mit integriertem

Kochfeld und einem sich anschließenden

Essbereich – ein architektonisches wie kommunikatives

Element, das Kochen und Essen miteinander verbindet.

Die Tischplatte im Essbereich greift die dunkelbraunen

Oberflächen der Küche auf, während die

ebenfalls grifflosen Fronten des Küchenblocks in Fossilgrau

gestaltet sind – ein leiser, puristischer Farbton,

der mit seiner eleganten Zurückhaltung die ruhige

und klare Ausstrahlung dieser Küchenplanung

unterstreicht. Die supermatten Oberflächen stammen

aus dem Programm „Fenix“. Die massive „Rocca“-

Arbeitsplatte in Marmoroptik schafft einen harmonischen

Farbausgleich zum dunklen Grauton. Der

Hersteller meint: „Mit geometrischen Formen, klaren

Linien und ruhigen Farben bietet diese offene Planung

einen idealen Ruhepol – sowohl visuell als auch

für das alltägliche Miteinander im Lebensraum. Sie

ist geprägt von einer Reduktion auf das Wesentliche,

ohne dabei auf aussagekräftige Details zu verzichten.“

48 KÜCHENPLANER 5/6/2022


Das Dach zur Küche

Die multifunktionale Remise von Westerhoff

eignet sich für den Outdoor-Trend mit Premium-

Anspruch. Sie kann sowohl mit überdachtem

Unterstand für die Outdoor-Küche und Sitzecke

als auch mit angeschlossenem Sauna- und Fitnessraum

geplant werden. Die Fassadenverkleidung

besteht wahlweise aus Trespa (HPL-Platten)

oder aus rautenförmigen Rhombusprofilen.

Auf der Sichtseite sind die Rautenleisten aus sibirischer

Lärche gefertigt sowie mit Öl-Lasur

im Patina-Farbton vorbehandelt. Dazu kommt

eine Flachdachkonstruktion mit hochwertiger

Dachdeckung. Jede Remise wird individuell von

Architekten geplant.

Foto: Westerhoff

Einer für alle

Foto: Justus

Wer kennt das nicht? Während die Fleisch-

Fraktion Steak bevorzugt, stehen die Gourmets

auf Lachs mit gegrillten Avocados. Da

normalerweise nur eine große Grillfläche

zur Verfügung steht, wird alles nach einander

zubereitet. So sind die einen bereits

satt, während die anderen noch warten. Als

Problemlöser empfiehlt sich der Hightech-

Gasgrill „Mars Pro“ des deutschen Feuerungsspezialisten

Justus. Denn zwei getrennte

Grillflächen mit unterschiedlichen

Temperaturzonen machen es möglich: das

gleichzeitige Zubereiten der unterschiedlichsten

Gerichte. Mit 190 cm Breite ist

das Gerät zudem ein echter Blickfang. Das

findet auch Fernsehkoch Sebastian Lege

(Foto), der Justus als Testimonial und bei

der Produktentwicklung unterstützt.

Modul für Modul

Die Outdoorküchen von Wesco sind modular frei kombinierbar.

Nach Wunsch können die handgefertigten

Schrankmodule mit Modulen für Kühlschrank, Gasoder

Teppanyaki-Grill ergänzt werden. Klassische Induktion

oder ein Induktionswok sind ebenfalls möglich.

Das Grundgerüst besteht aus Aluminiumprofilen in gebürsteter

Edelstahloptik. Der Innen-Korpus wird mit

Kompakt- oder Keramikplatten verkleidet. Auch für die

Arbeitsplatten wird Keramik verwendet. Das Modul-Konzept

wurde bereits mit dem „German Innovation Award“

und dem „German Design Award“ ausgezeichnet. Zu den

Modulen des Premiumsegmentes kommen ab Juni 2022

auch die preisgünstigeren „alumobil“-Module (Foto). Die

in Deutschland gefertigten Elemente basieren ebenfalls

auf einem modularen System: Je nach Belieben und vorhandener

Stellfläche können die persönlichen Favoriten

zu Küchenzeilen und -inseln kombiniert werden.

Foto: Wesco

5/6/2022 KÜCHENPLANER 49


Arbeitsflächen

Neues Leben für Naturstein

Von Strasser Steine kommt eine besondere Innovation. Das Unternehmen gibt

Arbeitsflächen aus Naturstein und anderen Recycling-Materialien ein zweites

Leben. Draus entsteht „Alpinova“. Laut Unternehmen ist es „eine der nachhaltigsten

Küchenarbeitsplatten der Welt“.

Naturstein ist von Haus aus ein natürliches Produkt.

Und doch können daraus gefertigte Arbeitsflächen

und der Prozess der Konfektionierung deutlich nachhaltiger

gestaltet werden, als es bislang der Fall ist.

Strasser Steine aus Österreich hat nun eine Neuheit

vorgestellt, die auf einem völlig neuen Produktionsverfahren

basiert. „Alpinova“, so lautet der Markenname,

besteht zu 40 % aus Natursteingranulat. Verarbeitet

werden Bruchstücke und Kleinteile, die in den

Steinbrüchen sonst allenfalls als Entsorgungsgut eine

Rolle spielen. Hinzu kommen 50 % Recyclingmaterial.

Zusammen mit 10 % hochwertigem Bindemittel wird

daraus ein „Alleskönner“ , sagt Johannes Artmayr, geschäftsführender

Gesellschafter von Strasser Steine.

Denn „Alpinova“ sei kratzfest, hygienisch, leicht zu

reinigen und bis 200 °C hitzestabil. Die Haptik ähnele

der von Natursteinarbeitsplatten. Ebenso die angenehme

Geräuschentwicklung, wenn zum Beispiel eine

Tasse über die Oberfläche geschoben wird. Im Gegensatz

zur Natursteinarbeitsplatte und auch zu anderen

steinähnlichen Materialien könne jedoch eine dezente

1-mm-Mikrokante angeschliffen werden. „Dies erzeugt

eine hochelegante Wirkung“, schwärmt Johannes Artmayr.

Im Zusammenspiel von Produkteigenschaften

und Optik entstehe ein einzigartiges Material. Das

habe im Vergleich mit Naturstein, Keramik und Quarzkomposit

charakteristische Vorteile und sei mit einem

„deutlich reduzierten“ Energieeinsatz zu fertigen. Zudem

sei es zu 100 % recyclingfähig und erfüllt damit

zeitgemäße Ansprüche der Kreislaufwirtschaft. Das al-

Johannes Artmayr,

geschäftsführender

Gesellschafter

Strasser Steine:

„100 % zertifiziertes

Recyclingmaterial

wird mit

40 % Natursteingranulat

angereichert.“

50 KÜCHENPLANER 5/6/2022


Im Farbton „Verde“ und

der Oberfläche „Leather Look“:

Arbeitsflächenneuheit „Alpinova“.

Fotos: Strasser Steine

les mache „Alpinova“ zu einem durch und durch nachhaltigen

Produkt. „Re-Stoning“ lautet der darauf basierende

Untertitel.

12 mm, 5 Farben, 2 Oberflächen

Zum Vertriebsstart Mitte Juni 2022 bietet Strasser

„Alpinova“ in 12 mm Plattenstärke (massiv) in fünf Farben

und den beiden Oberflächen „poliert“ und „Leather

Look“ an. Die fünf Farben sind „Nero“ (Schwarz),

„Verde“ (Grün), „Fango“ (Schlamm), „Bianco“ (Weiß) und

„Grigio“ (Grau). Ein Kooperationspartner produziert das

Plattenmaterial, konfektioniert wird es bei Strasser in

St. Martin im Mühlkreis nahe Linz. Preislich liege das

neue Material laut Anbieter knapp über den Einstiegspreisen

für günstigen Naturstein und Quarzkomposit

und deutlich unter den meisten Keramik-Lösungen und

hochwertigem Naturstein.

Dirk Biermann

Kapazität fast verdoppelt

Parallel zur Produkteinführung von „Alpinova“

nimmt die bereits kommunizierte Ausweitung

der Produktion bei Strasser Steine konkrete

Formen an. Entstanden ist am Firmensitz

eine weitere Halle mit 9000 m 2 Fläche. Diese

wird nun mit modernster Fertigungstechnik

ausgestattet. Damit verdoppelt Strasser die

vorhandenen Kapazitäten nahezu. Bis Ende

Januar/Anfang Februar 2023 soll die neue Fertigung

in Betrieb genommen werden. Dann

hat das Unternehmen rund 23 Mio. Euro in die

Erweiterung der Produktion sowie begleitende

Infrastrukturmaßnahmen investiert. Unter

anderem wurde für die Zufahrt der LKW zum

Lager/Wareneingang eine komplette Straße

verlegt. Der finanzielle Background für diese

umfangreichen Investitionen speist sich

aus den Erfolgen der letzten Jahre. Allein

2021 wuchs Strasser im Umsatz um 16 % auf

44,2 Mio. Euro. „Und 2022 läuft wieder sehr

gut“, berichtet Johannes Artmayr.

Die Halle links im Bild ist neu entstanden. Dort werden künftig

Arbeitsflächen mit modernsten Technologien konfektioniert. Im

Gebäude vorn sind Verwaltung und die Ausstellung untergebracht.

5/6/2022 KÜCHENPLANER 51


Nachhaltigkeit

Foto: BSH Hausgeräte GmbH

Die BSH Hausgeräte GmbH

bringt das Thema Nachhaltigkeit

schon lange in die Praxis

und fördert den Ausbau einer

funktionsfähigen Kreislaufwirtschaft.

Bis 2025 sollen Hausgeräte

der BSH zu mindestens

25 % aus Rezyklaten bestehen.

„Unternehmerische Verantwortung

zahlt sich aus“

Der Aufbau einer funktionsfähigen Kreislaufwirtschaft

und die weitere Reduktion

der CO 2

-Emissionen. Das sind prägender

Themen der umfangreichen Nachhaltigkeitsaktivitäten

der BSH-Group. Im Rahmen

der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens

wurden diese näher beleuchtet.

Dr. Carla Kriwet, zum Zeitpunkt der Bilanzpressekonferenz

noch CEO der BSH,

sagte: „Nachhaltigkeit ist keine Frage des

Lifestyles, und Nachhaltigkeit und Profitabilität

sind für mich kein Widerspruch.

Ganz im Gegenteil. Unsere Investitionen

in nachhaltige Prozesse und Produkte zeigen

nicht nur eine unternehmerische Verantwortung,

sondern zahlen sich auch aus“.

Laut einer globalen BSH-Studie von

2021 legen Konsumentinnen und Konsumenten

verstärkt Wert darauf, einen nachhaltigeren

Lebensstil zu führen, ohne dabei

auf Komfort verzichten zu müssen.

Das betrifft auch die Hausgeräte. Bei deren

Auswahl stünden eine lange Lebensdauer,

niedriger Energie- und Wasserverbrauch

und die Verwendung nachhaltiger

Materialien im Vordergrund. Hygiene

und Frische von Lebensmitteln sowie das

Thema Vermeidung von Lebensmittelverschwendung

haben ebenfalls an Relevanz

gewonnen. Hier in der Übersicht einige

konkrete Projekte und Entwicklungen:

Reduzierung des CO 2

-Fußabdrucks/

Als Geräte- und Servicelösungen hat die

BSH-Group z. B. selbstlernende Geschirrspüler

im Programm. Diese schlagen aktiv

energieeffiziente Spülprogramme vor

und informieren über den jeweiligen Wasser-

und Energieverbrauch. Das bietet

Kundinnen und Kunden die Möglichkeit,

den eigenen CO 2

-Fußabdruck reduzieren.

Kurze Wege fördern/ Nach eigenen

Aussagen hinterlassen die Entwicklung

und Fertigung von Produkten an BSH-

Standorten keinen CO 2

-Abdruck. Zudem

würden durch den Ausbau lokaler Entwicklungszentren

in den Regionen und

den erweiterten bzw. neuen Produktionsanlagen

in China, Ägypten und Mexiko

Transportwege und Lieferketten verkürzt,

was einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion

der CO 2

-Emissionen ermögliche.

Im Zeichen der Nachhaltigkeit steht

auch das Indoor-Gardening-System. Mit

dem „SmartGrow Life“ können Konsumentinnen

und Konsumenten Kräuter

und Salate züchten und vermeiden lange

Transportwege. Außerdem unterstützen

sie die Kreislaufwirtschaft, denn alle weißen

Kunststoffe des Gerätes seien zu 100 %

recycelt und wiederverwertbar.

Darüber hinaus sollen digitale Services

wie die „foodfittery“-App dabei helfen,

weniger Lebensmittel zu verschwenden.

Das funktioniert durch kreative

Rezeptideen auf Basis der im Haushalt

vorhandenen Lebensmittel.

33 000 MWh eingespart/ Bereits seit

2020 entwickelt und fertigt die BSH nach

eigenen Angaben an allen Standorten

weltweit CO 2

-neutral. Seit September 2021

bezieht die BSH für die Waschmaschinenproduktion

im polnischen Łódź von

der Salzgitter AG grünen Stahl mit einem

um 66 % reduzierten CO 2

-Fußabdruck. Bis

2030 sollen alle Standorte zu 100 % mit

Ökostrom versorgt werden. Schon im letzten

Jahr seien an allen Standorten weltweit

33 000 MWh an Energie eingespart

worden.

Recycelte Materialien/ Bei der Produktion

neuer Geräte setzt die BSH zunehmend

auf recycelte Materialien. Bis 2025

sollen Hausgeräte der BSH zu mindestens

25 % aus Rezyklaten bestehen. Dieser Anteil

soll bis zum Jahr 2030 auf 50 % steigen.

Gleichzeitig hat die BSH sich das Ziel gesetzt,

den Anteil wiederverwertbarer Materialien

in den Geräten bis 2025 auf mindestens

80 % und bis 2030 auf mindestens

95 % zu erhöhen.

Zweites Geräteleben/ Die BSH investiert

darüber hinaus weiterhin in neue

Geschäftsmodelle wie das kürzlich in

Öster reich gestartete „Refurbished“-Pilotprojekt.

Hierbei werden erstmals professionell

wiederaufbereitete Waschmaschinen

der Marke Bosch mit Herstellergarantie

zum Verkauf angeboten. Darüber hinaus

können Konsumentinnen und Konsumenten

seit 2021 in Deutschland und

den Niederlanden über das Abo-Modell

„BlueMovement“ Hausgeräte mieten. Das

Sharing-Modell „WeWash“ bietet Bewohnerinnen

und Bewohnern von großen

Wohnanlagen in Deutschland und Österreich

bereits seit 2016 die Möglichkeit, per

App eine Waschmaschine zu buchen und

je Waschzyklus bargeldlos abzurechnen.

52 KÜCHENPLANER 5/6/2022


Mit Wasserstoff

zum Service-Termin

Die ersten Tests mit batteriegetriebenen Kundendienst-Transportern

waren erfolgreich. Jetzt setzt Hausgerätehersteller Miele

auch auf Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb. „Um unsere Nachhaltigkeitsziele

zu erreichen, wollen wir alle Technologien betrachten,

die auf dem Markt zur Verfügung stehen. Deshalb spielt für

uns auch das Thema Wasserstoff eine zentrale Rolle, etwa für unseren

Kundendienst-Fuhrpark“, erklärt Hans Krug, Senior Vice

President Procurement der Miele Gruppe (auf dem Foto links zusammen mit Opel-CEO Uwe Hochgeschurtz). Getestet und für praxistauglich

befunden wurde der bei Opel in Rüsselsheim gefertigte „Vivaro-e HYDROGEN“ mit Brennstoffzelle. Das Modell besitzt ein

Ladevolumen von bis zu 6,1 Kubikmetern und 960 Kilogramm Nutzlast. Nach der Testphase wird der Transporter jetzt an die individuellen

Anforderungen des Miele-Kundendienstes angepasst, um im Anschluss Servicefahrten im Rhein-Main-Gebiet zu übernehmen.

https://www.kuechenplaner-magazin.de/themen/detail/news/mit-wasserstoff-zum-service-termin/

Foto: Opel

Die Webseite der Umwelt stiftung.

22 000 Euro für Umweltprojekte

Auch viele kleine Projekte bewirken in Summe Großes. Das beweisen

die Aktivitäten der Europa Möbel-Umweltstiftung. Allen im ersten

Halbjahr 2022 wurden 22 000 Euro ausgeschüttet. Zur Förderung

verschiedener Umweltprojekte.

/ Mit 5000 Euro wird das Institut für Ozean Plastik Recycling IFO-

PR unterstützt, das ein Online-Portal für Schulen und Einrichtungen

konzipiert. Konzepte und Vorträge zum Downloaden und Umsetzen

mit Schülerinnen und Schülern sollen helfen, Müll zu sammeln und

die Meere vor Müll zu schützen.

/ Ebenfalls 5000 Euro erhielt das Projekt „Grüne Wasser“. Mit

künstlichen Einbauten sollen natürliche Lebensstrukturen auf Wasserwegen

in Hamburg geschaffen werden. Diese seien bislang „praktisch

vegetationsfrei“. Begrünte Inseln werden so in den Stadtraum

gebracht und ökologische Nischen angelegt.

/ In die Jahre gekommene Streuobstwiesen werden von drei Kindergruppen

des Nabu Wesel wieder verjüngt. Damit wird der Klimaund

Artenschutz in der Region gefördert. Jedes Kind pflanzt seinen

eigenen Baum. Die Umweltstiftung spendet 5000 Euro für die Aktion.

/ Die Deutsche Wildtierstiftung kümmert sich ebenfalls um Bäume.

Auf der zur Verfügung gestellten Fläche soll der ökologische

Waldumbau für die nächste Generation vorangetrieben werden. Jugendliche

pflanzen unter professioneller Leitung 6000 Bäume. So soll

ein klimaresilienter Mischwald entstehen. Das Projekt wird mit 7200

Euro unterstützt. www.umweltstiftung.europa-moebel.de

Foto: Bildschirmfoto

Vauth-Sagel stiftet

100 000 Bäume

Kaum vorstellbare 1000 Milliarden neue Bäume will

die Initiative „Plant-for-the-Planet“ bis 2030 pflanzen.

Schrankausstatter Vauth-Sagel steuert 100 000 bei. Insbesondere

in den Kernmärkten des Unternehmens sollen

Aufforstungsprojekte unterstützt werden. Denn

Bäume sind laut Vauth-Sagel die günstigste und effektivste

Methode, um CO 2

zu speichern. Und weil 1000

Milliarden Neuanpflanzungen bis 2030 ein ambitioniertes

Vorhaben ist, unterstützt das Unternehmen

diese Aktion. Anlässlich des „Tag des Baumes“ hat

Vauth-Sagel einen Vertrag unterzeichnet, der dieses

Engagement festschreibt. Erstmalig unterstützt wurde

das Projekt im Zuge der internationalen Leitmesse

„interzum 2021“. Jetzt folgt die nächste Stufe. Die Initiative

„Plant-for-the- Planet“ des jungen Vordenkers Felix

Finkbeiner, 23, passe perfekt zur Unternehmensphilosophie

von Vauth-Sagel, betont Geschäftsführer Claus

Sagel. Diese sei grundlegend auf Aspekte der Nachhaltigkeit

ausgelegt. Felix Finkbeiner entwarf schon

als 9-Jähriger während eines Schulreferats seine Vision:

Lasst uns in jedem Land der Erde eine Million

Bäume pflanzen. Daraus entstand die „Trillion Tree

Campaign“. www.a.plant-for-the-planet.org/de/

Foto: Bildschirmfoto

5/6/2022 KÜCHENPLANER 53


Nachhaltigkeit

Nachhaltig Wohnen

Rendering: HDU – Cameron Juna Wiest & Gabriel Abu Rabia

Wuppertal wird in diesen Tagen zum Ideenpool

für klimaneutrales Wohnen. Denn der „Solar

Decathlon“ ist in der Stadt. Dabei präsentieren

18 internationale Hochschulteams ihre Konzepte

für nachhaltige Wohn- und Lebensformen.

Mit dabei ist ein von Miele unterstütztes Team

der Hochschule Düsseldorf. Es nimmt unter

dem Kürzel MIMO (Minimal Input – Maximum

Output) am studentischen Architekturwettbewerb

teil. Der Hausgerätehersteller ist Partner

von MIMO und zeigt in dem Projekt einen neuen Ansatz zur weiteren Verbesserung der Energieeffizienz von Hausgeräten. Der sogenannte

MIMO- Hausdemonstrator gleicht einem zweigeschossigen Quader von zehn Metern Seitenlänge und sieben Metern Höhe

(Foto). Neben zwei Wohneinheiten gibt es Gemeinschaftsbereiche wie Küche und Dachterrasse mit viel Platz zum urbanen Gärtnern.

Für das zentrale Energiemanagement ist ein energiBUS inklusive Wärmepumpe für Warm- und Kaltwasserkreisläufe zuständig. An

dieser Stelle kommen die Miele-Hausgeräte ins Spiel. Diese werden mit selbsterzeugtem Solarstrom betrieben. Die Koppelung mit der

zentralen Wärmepumpe eröffnet zusätzliches Einsparpotenzial. Seine Pforten öffnet die Ausstellungfläche des Solar Decathlons im

Wuppertaler Mirke-Bezirk im Juni (10. bis 26. 6.). Dann wird auch eine Jury die besten Ideen in verschiedenen Kategorien bewerten.

https://mimo-hsd.de/. https://www.kuechenplaner-magazin.de/themen/detail/news/wie-nachhaltiges-wohnen-gelingen-kann/

Waschwasser ohne Mikroplastik

Grundig präsentiert eine Lösung zur Vermeidung von Mikroplastik im

Wasser: die weltweit ersten Waschmaschinen mit eingebautem Mikroplastikfilter.

Die Technologie soll bis zu 90 Prozent der textilen Mikrofasern

aus dem Waschwasser filtern, bevor diese ins Abwasser gelangen

und die Umwelt belasten. Denn auch wenn die kleinen Partikel für

das menschliche Auge kaum sichtbar sind, sind sie unmittelbar mitverantwortlich

für die Plastikverschmutzung

der

Meere. Allein in Deutschland

gelangen laut Grundig

jedes Jahr zwischen

30 Millionen und 3 Milliarden

synthetische Mikrofasern

ins Wasser.

Verantwortlich dafür sei

fast immer die eigene

Foto: Beko Grundig Deutschland GmbH

Waschmaschine. Denn

bei jedem Wäschewaschen

setzen Kleidung

und Textilien bis zu 3000

Fasern frei, die über das

Abwasser in unsere Flüsse,

Seen und Meere gelangen.

Dort werden die

Mikrofasern von Fischen

und anderen Meeresbewohnern

aufgenommen

und gelangen somit bis

in die Nahrungskette

der Menschen. Mit der

nun angekündigten Innovation möchte Grundig einen Anteil beitragen,

diesen Verschmutzungskreislauf zu stoppen. Die ersten verfügbaren

Waschmaschinen mit eingebauter Mikroplastikfilter-Technologie

sind die Modelle „GW7P79419W“ für 9 kg Wäsche und das 10 kg

Modell „GW7P510419W“. Der Filter befindet sich im Waschmittelfach

und wird automatisch bei den Programmen Pflegeleicht, Hemden und

Outdoor/Sport aktiviert. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/newsdetail/news/mikroplastik-aus-dem-waschwasser-filtern/

Das neue Silestone

Cosentino hat für die Marke „Silestone“ die „wichtigste

Kampagne der letzten Jahre“ gestartet.

„Changing the World From the Kitchen“ lautet der

Titel. Übersetzt: „Verändere die Welt von der Küche

aus“. Es geht um Nachhaltigkeit. Mit der Kampagne

präsentiert Cosentino das „neue Silestone“. Dieses

basiert auf der „HybriQ+“-Technologie. Dabei wird

das bewährte Material für Küchenarbeits- und Möbeloberflächen

mit 20 % recycelten Material ergänzt.

Zum Beispiel Glas. Mit „HybriQ+“ will Cosentino

neue Nachhaltigkeits-Standards setzen. Die Eigenschaften

in Bezug auf Ästhetik, Widerstandsfähigkeit

und Hygiene bleiben laut Unternehmen erhalten.

Diese werden für 25 Jahre garantiert. Produziert werde

das neue Silestone mit 99 % wiederaufbereitetem

Wasser und 100 % erneuerbarer elektrischer Energie.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/

news/mega-kampagne-fuer-das-neue-silestone/

Foto: Cosentino

54 KÜCHENPLANER 5/6/2022


Auf der AEG-Seite gibt

es eine Kurzfassung

des Electrolux-Nachhaltigkeitsberichts

in

deutscher Sprache.

Foto: Electrolux

• Den kompletten Nachhaltigkeitsbericht

2021 gibt es unter diesem

Link: www.electroluxgroup.com/

sustainabilityreports/2021

• Die deutsche Kurzfassung des Berichts

finden Sie hier zum Download:

https://www.aeg.de/siteassets/

regional-assets/emea/germany/

downloads/electrolux_nachhaltigkeitsbericht_de_2021.pdf

Dem Plan voraus

Bis Ende 2021 hat Hausgerätehersteller Electrolux seine absoluten

„Scope-1“- und „Scope-2“-Treibhausgasemissionen (direkte

und indirekte Emissionen in der Produktion) im Vergleich zu

2015 um 78 Prozent reduziert. Damit ist das Unternehmen seinem

Zeitplan um vier Jahre voraus. Dieser Plan sah eine Emissionssenkung

von 80 Prozent bis 2025 vor. Das geht aus dem aktuellen

Nachhaltigkeitsbericht von Electrolux hervor. Auch bei

den „Scope-3“-Emissionen hat das Unternehmen nach eigenen

Angaben große Fortschritte gemacht und den Verbrauch im Vergleich

zu 2015 um rund 20 Prozent reduziert. Unter „Scope-3“

werden Emissionen erfasst, die bei der Nutzung von Produkten

entstehen. „Damit ist Electrolux auf dem besten Weg, auch sein

„Scope-3“-Ziel zu erreichen und die Emissionen hier bis 2025 um

25 Prozent zu reduzieren“, heißt es vom Unternehmen.

Teil der Lösung sein

2021 führte Electrolux eine Umfrage unter fast 14 000 jungen

Menschen aus 13 Ländern durch. Ziel war es, Einblicke in deren

Hoffnungen und Zukunftssorgen in den Schlüsselbereichen Ernährung,

Kleiderpflege und Wohlbefinden zu gewinnen. Der daraus

resultierende „Change-Makers-Report“ verdeutliche, dass

sich junge Menschen große Sorgen um die Zukunft machen.

„Gleichzeitig haben sie ein tiefes Verständnis für die Herausforderungen

der Gesellschaft und glauben daran, dass sie Teil

der Lösung sein können“, berichtet das Unternehmen. Diese Erkenntnisse

werden in den kommenden Jahren in die Produktentwicklung

von Electrolux einfließen. So will das Unternehmen sicherstellen,

„auch zukünftig ein besseres Leben zu ermöglichen,

indem es die Bedürfnisse junger Konsumentinnen und Konsumenten

erfüllt“.

AEG-Webseite neu aufgelegt

Mit der ersten energiesparenden Hausgerätelinie rückte die

Electrolux Premiummarke AEG bereits in den 1980er-Jahren das

Thema Nachhaltigkeit und den verantwortungsvollen Umgang

mit Ressourcen in den Fokus. Die verschiedenen Initiativen und

Maßnahmen bündelt AEG auf ihrer Website und hat die Seite

„Unsere Vision ist ein besseres Leben. Für mehr Nachhaltigkeit

im Alltag.“ im Zuge der Veröffentlichung des aktuellen Nachhaltigkeitsberichts

neu aufgelegt. AEG gibt hier einen umfassenden

Überblick zu ökologischen Projekten und Initiativen. Transparent

und nachprüfbar werden sowohl lokale als auch globale

Ziele des strategischen Electrolux Nachhaltigkeitsprogramms

„For the Better 2030“ in den Fokusfeldern Umwelt, Entwicklung

& Produkte sowie Gesellschaft beleuchtet. www.kuechenplanermagazin.de/themen/detail/news/dem-plan-weit-voraus/

5/6/2022 KÜCHENPLANER 55


Küchenmöbel

Das neue Kampagnenmotiv von next125 inszeniert eine

vom Bauhaus inspirierte Küche auf Alu-Füßen unter einer

„Duftwolke“ aus Schleierkraut und Zitronen.

Bauhaus

unter Schleierkraut

next125 war schon immer mehr als die schicke Fortsetzung der Schüller Collection.

Inzwischen hat sich das Programm noch mehr zur eigenständigen Premiummarke

entwickelt. Mit inter nationalem Anspruch. Deshalb gab es 21 Jahre nach der Erstpräsentation

einen neuen Look. Fürs Logo und den gesamten Markenauftritt.

Das neue Logo strahl Selbstbewusstsein aus. Der bisherige,

eher filigran anmutende Schriftzug mit tiefgestellter

Zahl ist einer kräftigen Gestaltung gewichen.

Das war den Verantwortlichen in Herrieden wichtig.

Denn das neue Logo soll das gewachsene Selbstverständnis

dokumentieren. Es sei der Dreh- und Angelpunkt

des neuen Erscheinungsbildes. „Dadurch, dass

Buchstaben und Zahlen selbstbewusst auf einer Ebene

stehen, ist das neue Design aufmerksamkeitsstärker,

kompakter und geradliniger“, erläutert Marketingleiterin

Annette Schumacher. Insbesondere das

markante Anfangs-„n“ böte mit seiner Seriphe Wiedererkennungswert

und sei bestens für den Einsatz

in verschiedenen Kommunikationsmitteln geeignet.

„Durch den neuen Look wirkt die Wortmarke insgesamt

präsenter, zeitgemäßer und spiegelt das Standing

von next125 wider.“

„Die Entscheidung für einen ‚New Look ist für uns

ein wichtiger Meilenstein“, betont Markus Schüller,

Geschäftsführer von next125. Sie zeige, dass next125

ein neues Selbstverständnis entwickelt hat. „Durch

klare, reduzierte, zeitgemäße und sympathische Elemente

möchten wir dies nun auch optisch zum Ausdruck

bringen.“

56 KÜCHENPLANER 5/6/2022


Das neue Logo mit dem markanten Anfangs-„n“.

Gestalten, inspirieren und leben

Mit dem Logo wurden sämtliche bestehende

Markenelemente auf den Prüfstand gestellt

und modernisiert. So haben die Bildsprache im

Rahmen dieses Rebrandings sowie die Schriftarten

ein umfangreiches Facelift erhalten. Zudem

wurde ein neues Narrativ entwickelt: die

Creative Makers. Hiermit werden bei next125

Menschen bezeichnet, die mit ihrer Haltung

und ihren Themen die Marke gestalten, inspirieren

und leben. „Der Dialog zwischen diesen

Protagonisten ist der Schlüssel zum crossmedialen

Storytelling in der Kommunikation und

zu inspirierenden Kollaborationen“, meint das

Unternehmen. Die verschiedenen Elemente des

„New Looks“ sollen schon kurzfristig live im

Handel sowie in allen Printmedien und Kommunikationskanälen

von next125 umgesetzt

und eingesetzt werden.

Vom Bauhaus inspiriert

Während der Außenauftritt grundlegend überarbeitet

wurde, wird es bei den genannten Produktmerkmalen

bleiben. Charakteristisch für

die next125-Küchen sei die Liebe zum Detail

sowie der Anspruch, dem Mainstream-Design

stets einige Jahre voraus zu sein. Dies spiegelt

sich auch im Slogan „Küche eine Generation

weiter“. Ausgehend von den Werten des Bauhauses

verbinde next125 Handwerk, Technik,

Design und Architektur auf höchstem Niveau

mit modernster industrieller Fertigung. So entstehen

elegante Küchen für qualitäts- und designbewusste

Kunden im mittleren und oberen

Marktsegment. Und das mit einem „exzellenten

Preis-/Leistungsverhältnis“, wie der Hersteller

betont.

Blumen statt Tiere

Unverwechselbar gemacht haben die Marke

auch die tierischen Hauptdarsteller der jeweiligen

Werbekampagnen zu den Collectionen,

die alle zwei Jahre zur Euro Cucina mit ihren

Neuheiten aufwarten. Doch auch hier geht das

Unternehmen nun neue Wege: Das aktuelle Motiv

heißt „Flower Art“. Es setzt auf die Inszenierung

einer modernen Bauhausküche unter einer

Wolke von Schleierkraut und Zitronen. Für

die Umsetzung engagiert wurden der Fotograf

Claus Friedrich Rudolph und die „Botanical

Set“-Designerin Valentina Teinitzer vom Studio

De Pasquale. Deren Auftrag war es, die Küche

mit blühender Kunst zu vereinen. Geprägt wird

die Umsetzung von den markanten Primärfarben

Indischrot, Kobaltgrün und Olivgelb.

Fotos: next125

„Das Neue“ überschreibt next125 die Collections-Neuheiten,

die in Mailand auf der EuroCucina gezeigt wurden.

Sinnstiftende Neuheiten

Alle zwei Jahre präsentiert next125 eine neue Collection. Bühne war in diesem

Jahr erneut die EuroCucina Anfang Juni in Mailand. Das Leitmotiv lautete „Vielfalt

durch Durchgängigkeit“. Darunter zusammengefasst sind „lösungsorientierte wie

sinnstiftende Entwicklungen“.

Glasfronten in „Ultragrey“/ Zuwachs hat die Familie der Sideboards bekommen.

Mit Glasfronten in „Ultragrey“. Abgestimmt sind diese auf die „next125 Vitrine“.

Veredelt werden können die Sideboards mit einer Auflage aus veganem Leder,

einem neuen Fußgestell sowie englischen Auszügen (Schubkästen mit einem

niedrigen Vorderstück meist im Verhältnis Zweidrittel zu Eindrittel). Diese Auszüge

sind nun auch in „Walnuss“ erhältlich.

Die Bar im Schrank/ Das bereits vorgestellte Pocketsystem gibt es nun zusätzlich als

Bar-Schrank. Mit der verspiegelten Rückwand, dem filigranen „Frame“ Nischenregal

aus Aluminium und dem beleuchteten Wandsteckbord wird es so zur eleganten

„Home-Bar“. Soll ein Stand-Weinkühler integriert werden, ist ein Front element

mit Ausschnitt erhältlich. So integriert sich das Gerät wohnlich in die Küche. Das

Pocketsystem soll vielfältige Möglichkeiten der Individualisierung bieten. Erhältlich

ist es in einer Höhe von 219 cm und einer Breite von bis zu 280 cm. Eingesetzt

werden kann es als Solitär oder eingerahmt von weiteren Hochschränken.

Farben und Oberflächen/ Umfangreich überarbeitet wurde das „Colour Concept“.

Mit 18 Satin- und Samtmattlacktöne in den drei Farbkategorien „essentiell“,

„elegant“ und „außergewöhnlich“:

Bei den Fronten wurde das Spektrum der authentischen Oberflächen ergänzt. Neu

sind das Ceramicdekor „Bianco beige“ sowie Holzfronten in Rahmen- bzw. Rillenoptik.

Für Liebhaber des Besonderen gibt es den neuen Metallicton „Basalt

metallic“ in verschiedenen Glasausführungen.

In die Collection aufgenommen wurde der zur Küchenmeile 2021 bereits gezeigte

Griff „OceaniX Plastic“. Das verwendete Material wird unter anderem aus alten Fischernetzen

gewonnen. „Ein kleiner, erster Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigen

Kreislaufwirtschaft“, erläutert der Hersteller.

Dritte Höhe/ Zusätzlich zu den bestehenden Planungshöhen 75 cm und 87,5 cm

steht nun das Maß 81,25 cm zur Verfügung. Erhältlich ist es für Planungen mit

Griffmulde (NXL) und für die Kombination aus Griffmulde und „TIP-ON“ (SL). Durch

das einheitliche Raster der Front bleibe das homogene Erscheinungsbild erhalten,

erläutert das Unternehmen.

Als Solitär oder eingerahmt von Hochschränken planbar:

das Pocketsystem als „Home-Bar“.

Dirk Biermann

5/6/2022 KÜCHENPLANER 57


Küchenhandel

Der Genuss zählt

Küche trifft auf Weinkultur. In Schwabach trägt diese Kombination den Namen Cuivini.

Es sei ein Küchenstudio der Extraklasse und absolut außergewöhnlich, meint DER KREIS.

Die Verbundgruppe hat die Neugründung begleitet und umfangreich unterstützt.

Das Cuivini in Schwabach ist

Küchenstudio und Vinothek.

Fotos: DER KREIS

Das Küchenstudio Cuivini ist zugleich eine

Vinothek. Hier lässt sich guter Wein genießen

und hochwertige Designküchen erleben.

Daraus resultiert auch der Firmenname.

Er setzt sich aus den italienischen

Worten „Cucine“ für Küche und „Vini“ für

Weine zusammen.

Gegründet wurde das Cuivini von

Alex Sechi und Maria Schudack. Sechi

ist gebürtiger Sarde aus dem Aostatal. Er

kann auf eine lange Erfahrung zurückblicken,

die Küche und Wein kombiniert. So

haben schon seine Urgroßeltern in den

1930er-Jahren Wein angebaut. Der 31-Jährige

war im Lauf seiner beruflichen Karriere

als Küchen planer, Store Manager

und Verkaufsleiter in zahlreichen namhaften

Küchen studios und bei der Küchenindustrie

aktiv. Planung, 3D-Design,

Studioleitung, Marketing und Mitarbeiter-Coaching

waren seine täglichen Aufgaben.

Nun wird er zusammen mit Maria

Schudack das Studio leiten. Und dabei

eine „freundschaftliche und authentische,

ehrliche Kundenberatung auf Augenhöhe“

bieten. Maria Schudack stammt aus Mittelfranken.

Erfahrungen mit der Branche

sammelte sie bei Küchen Quelle im Personalwesen.

Nach Fort- und Weiterbildungen

zur „Human Resources Business Partnerin“

betreute sie Führungskräfte und Mitarbeitende

in der Küchenbranche und in

Unternehmen anderer Wirtschaftszweige.

Mit italienischer Leidenschaft

„Küchen sind etwas sehr Emotionales und

wenn man die Planung perfekt machen

möchte, muss man sich wirklich Zeit für

seine Kunden nehmen. Das war in großen

Küchenstudios für mich nur bedingt

möglich“, erläutert Alex Sechi seine Motivation

für die Neugründung, die der Leitidee

folgt: Italienische Leidenschaft trifft

auf Designküchen und individuelle Planung,

bei der der Kunde im Mittelpunkt

steht. „Die Kombination aus Küchenstudio

und Vinothek mag extravagant erscheinen,

passe aber perfekt zusammen, ergänzt

Maria Schudack: „Denn Weingenuss ist genauso

emotional wie Küchenplanung.“

58 KÜCHENPLANER 5/6/2022


Volle Unterstützung von DER KREIS

Von der Konzeptidee bis zur Eröffnung

brauchte es zwei Jahre. Unterstützt wurden

die Gründer von der Verbundgruppe

DER KREIS. Die Fachleute aus Leonberg

begleiteten den Prozess mit „dem vollen

Programm für Existenzgründer“: das heißt

Standortanalyse, betriebswirtschaftlicher

Beratung und Ausstellungsplanung. Auf

180 m 2 Fläche zeigt das exklusive Studio

fünf Küchen. Dazu zählt eine Funktionsküche.

Alleiniger Küchenmöbelpartner ist

Schüller mit „Schüller C“ und „next125“.

Teil von kuechenspezialisten.de

Mit einer Präsenz bei kuechenspezialisten.

de sowie mit Social-Media-Aktivitäten wollen

Alex Sechi und Maria Schudack nun

durchstarten. Schon vor der offiziellen Eröffnung

luden die frischgebackenen Studioinhaber

zu einem „Gastronomieabend“

ein. Die Resonanz sei groß gewesen.

Maria Schudack

und Alex Sechi

(Foto links) bei

der Eröffnung.

Unterstützt

wurden sie bei

der Existenzgründung

von

DER KREIS­

Regional leiter

Robert Kainz

(rechts).

Innenansicht: Auf 180 m 2 Fläche werden

fünf Küchen von Schüller / next125 gezeigt.

5/6/2022 KÜCHENPLANER 59


Küchenhandel

Küchen Areal

plante und

realisierte den

Komplettumbau

des

Küchen studios.

Studioumbau mit Konzept

Komplett entkernt und grundlegend umgebaut: Das Einrichtungshaus

„Bux der Einrichter“ eröffnete in Künzelsau seine erste Filiale. Dabei nutzte

das Unternehmen konsequent das Ladenbaukonzept von Küchen Areal.

Auf der Ausstellungsfläche finden sich nun neben

16 Musterküchen auch ein Hauswirtschaftsraum,

11 Bäder, Garderoben, Schlafzimmer, Esszimmer

und Wohnwände, aber auch begehbare Kleiderschränke

mit Schiebetürensystem sowie Bodenbeläge

und Zimmertüren. Kunden können sich hier

komplette Gestaltungsideen für das ganze Haus

aussuchen.

Mit dem Kunden geplant

Den Umbau wurde mit dem Küchen Areal Ladenbaukonzept

umgesetzt. „Wir haben das Gebäude

von außen und innen komplett umgebaut und

nach den Vorstellungen und Bedürfnissen unseres

Handelspartners individuell geplant“, berichtet

Küchen Areal Ladenbauexperte Dieter Regge. Inhaber

Kornelius Bux ist sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit.

„Das ganze Ladenbaukonzept hat

hervorragend funktioniert. Angefangen bei den

Ideen für die Studioplanung und dem Farbkonzept

über die Beratung und die Ladenbau-Dienstleister

bis hin zu den Monteuren war alles erstklassig.“

„Großer und wichtiger Schritt“

Seit rund 25 Jahren führt das Familienunternehmen

Bux in Unterschneidheim (zwischen Stuttgart

und Nürnberg) ein Küchen- und Einrichtungshaus

mit eigener Schreinerei. Die Eröffnung der ersten

Zweigstelle sei ein „großer und wichtiger Schritt“,

wie Inhaber Kornelius Bux erklärt: „Unser Küchen

Areal Regionalleiter hat uns darauf hingewiesen,

dass Küchen Zeltner in Künzelsau einen Nachfolger

suchte. Der Standort dort war seit 26 Jahren als

Küchenstudio etabliert – perfekte Bedingungen,

um unser Unternehmen mit der ersten Filiale in

die Zukunft zu führen.“

Erfolgreiche Eröffnungstage

Das Konzept kommt laut Unternehmen gut an.

Rund 1000 Kundinnen und Kunden besuchten

während der Eröffnungstage vom 18. bis zum 20.

März die neuen Geschäftsräume. Mit rund 40 Angeboten

in diesem Zeitraum verzeichnete „Bux der

Einrichter“ zum Start des neuen Standorts bereits

eine starke Nachfrage.

60 KÜCHENPLANER 5/6/2022


Mit der Filiale in Künzelsau­Gaisbach eröffnet Bux der Einrichter die

erste Zweigstelle.

Küchen Areal Ladenbau e xperte Dieter Regge (Foto links)

und Inhaber Kornelius Bux bei der Eröffnung.

Inhaber Kornelius Bux (Foto links) und

Filialleiter Michael Schweikert.

16 Küchen zeigt Bux auf 700 m 2 Flächen. Hinzu kommen

elf Bäder sowie die Einrichtungsbereiche Schlafen, Wohnen

und Essen.

Das gesamte Team um Inhaber Kornelius Bux (2. von links) freut sich über die gelungene Umsetzung des zweiten Standorts.

Fotos: Garant­Gruppe

5/6/2022 KÜCHENPLANER 61


Küchenverbände

DER KREIS Anja Schaible Stiftung unterstützt die MöFa

Engagiert gegen den Fachkräftemangel

Nachwuchsprobleme und Fachkräftemangel allerorten – auch im Küchenfachhandel. Statt diesen

Umstand nur zu beklagen, setzt sich Ernst-Martin Schaible, geschäftsführender Gesellschafter von

DER KREIS und Stiftungsvorstand der DER KREIS Anja-Schaible-Stiftung, schon seit Jahren für die

Nachwuchsförderung ein. Jetzt unterstützt die Stiftung die Möbelfachschule (MöFa) in Köln.

Mit einer Sponsoringmaßnahme – der Widmung

eines Kreativraumes in der Fachschule

des Möbelhandels – unterstützt die

Stiftung die MöFa aktiv und neutral dabei,

ihren Ausbildungsauftrag speziell für die

Küchenbranche wahrzunehmen, was auch

dem Stiftungszweck entspricht.

Die DER KREIS Anja Schaible Stiftung

wurde im Jahr 2009 gegründet. Sie

stellt zum einen den Fortbestand des

DER KREIS Systemverbundes auch in

Zukunft sicher, zum anderen dienen die

Stiftungsaktivitäten dazu, junge Menschen

für den Beruf des Küchenspezialisten

zu begeis tern. Damit ist die Stiftung

an der MöFa genau richtig. Die bei

der Einweihung des Raumes anwesenden

Studierenden zeigten sich überaus motiviert

und nahmen den Raum, in dem das

analoge Umgehen mit Material und Zeichenstift

unterrichtet wird, interessiert

in Augenschein.

35 Jahre Nachwuchsförderung

Ernst-Martin Schaible ließ es sich nicht nehmen,

zusammen mit Schulleiterin Sabine

Gantzkow das rote Band bei der Raumeröffnung

durchzuschneiden. Er schwärmte

von der Küchenbranche als der besten

und schönsten Branche, die es gäbe, und

schilderte den anwesenden Studentinnen

und Studenten seinen Werdegang und sein

Enga ge ment für die Küchen branche.

Seit über 35 Jahren setze er sich persönlich

für die Förderung und Gewinnung

des Nachwuchses für die Küchenbranche

ein. Etwa auch mit Schaffung

eines eigenen Berufsbildes „Küchenspezialist“.

So sei es seinerzeit in Zusammenarbeit

mit Rudolph Miele gelungen, dieses

Berufsbild für die Branche zu installieren.

Dieses mündete dann in eine zweisemestrige

Ausbildung zum Küchenfachberater

an der Möbelfachschule. Auch seine

Tochter Anja studierte an der Möbelfachschule.

Ihr ist der Raum gewidmet. „Heute

schließt sich der Kreis. Ich freue mich

daher, dass ich heute – gemeinsam mit

Ihnen – den Raum der DER KREIS Anja

Schaible Stiftung, in dem auch zukünftig

kreative Planungen umgesetzt werden,

seiner Bestimmung übergeben kann“, so

Schaible. Die Sponsoring-Maßnahme ist

zunächst für drei Jahre geplant.

Betriebe müssen ausbilden

Bei der Förderung des Nachwuchses sei

im Übrigen jeder Betrieb gefragt, meint

Ernst-Martin Schaible. Denn die Suche

nach Fachkräften fange genau hier an.

Wer die Branche erhalten wolle, müsse

ausbilden, so Schaible. Und jeder, der

ein Küchenstudio habe, müsse seinen

Kundinnen und Kunden den Beruf des

Küchen fachberaters oder Küchenplaners

empfehlen.

Sybille Hilgert

Foto: DER KREIS

Sabine Gantzkow (Schulleiterin

MöFa) und Ernst-Martin Schaible

(Stiftungsvorstand der DER KREIS

Anja Schaible Stiftung) durchtrennen

das rote Band bei der

Raumeröffnung in der MöFa.


Foto: Hilgert Foto: Hilgert Foto: Hilgert

Analoges Arbeiten mit Materialien, Zeichenstift

und Papier ist hier angesagt.

Jetzt schon begeistert von den neuen Möglichkeiten: die Studierenden der MöFa.

Im Kreis der Studierenden:

Dieter

Müller (ehemaliger

Schulleiter MöFa,

7. v. l.), Dirk Scharmer

(geschäftsführender

Vorstand MöFa),

Sabine Gantzkow

(Schul leiterin

MöFa), Ernst-

Martin Schaible sowie

BVDM-Präsident

Markus Meyer.

Im neuen Raum der DER KREIS Anja Schaible Stiftung hat der Fachkräfte-Nachwuchs

künftig viel Platz und Möglichkeiten für die Aus- und Weiterbildung.

Foto: DER KREIS

Vorbereitung auf

verantwortungsvolle Positionen

Für Nachwuchs-Küchenspezialisten und angehende

Führungskräfte offeriert die DER

KREIS-Akademie u. a. einmal jährlich das

IHK-zertifizierte Betriebsmanagement-Seminar.

Die Teilnehmer werden darin für

eine verantwortungsvolle Position im Betrieb

vorbereitet. Die duale Ausbildung, die

aus acht Modulen besteht, dauert ein Jahr

und wird mit einer IHK-Zertifizierung abgeschlossen.

Sie baut auf dem von Ernst-Martin

Schaible und dem Bildungszentrum Baden-

Württemberg entwickelten Führungs- und

Personalmanagement-Seminar auf. Im Laufe

der letzten Jahre haben über 90 Prozent der

Absolventen die Nachfolge in einem Unternehmen

angetreten.

5/6/2022 KÜCHENPLANER 63


Küchenverbände

Foto: DER KREIS

App für Monteure

Eine lückenlose digitale Dokumentation von Montage-

und Serviceterminen verspricht das neue Angebot

„CARATservice“. Angeboten wird es vom Hersteller

der gleichnamigen Küchenplanungssoftware.

„Hinter ‚CARATservice‘ stecken gleich zwei Anwendungen“,

erläutert Geschäftsführer Andreas Günther.

„Das Cockpit in der Cloud für den Fachhändler und

eine App für seine Monteure.“ Herzstück der App sei

ein kategorisierter Bereich. Durch diesen werde der Monteur schrittweise geführt

und damit „eine lückenlose Dokumentation“ sichergestellt. Hier können unter anderem

bestehende Schäden bildlich und textlich festgehalten, zusätzliche Kosten für

die Montage sowie Typenschilder der montierten E-Geräte erfasst oder Notizen hinterlegt

werden. Ebenfalls kann der Kunde die erfolgte Montage mit seiner digitalen

Unterschrift bestätigen. „Nach Abschluss der Montage werden die Daten wieder an

die ‚CARATcloud‘ übermittelt und sind dort direkt für den Montagedisponenten des

Fachhändlers übersichtlich und zentral an einem Ort abgelegt einsehbar.“

Foto: Carat

Pascal Larger (Geschäftsführer DER KREIS

Iberia; Foto links) und Nacho de Lucas

(Vertriebsleiter).

Spanien ist die Nr. 8

In Spanien ist die achte Ländergesellschaft

von DER KREIS an den Start gegangen.

Die Geschäftsführung hat Frankreich-Geschäftsführer

Pascal Lager übernommen.

Vor Ort unterstützt wird er von Vertriebsleiter

Nacho De Lucas. Dieser ist bereits

seit Anfang 2022 als Berater an Bord für

das neue Länderprojekt und soll den Aufbau

der Gesellschaft in Spanien tatkräftig

voranbringen. Der Ausbau und die Weiterentwicklung

der europäischen Aktivitäten

ist erklärtes Ziel der Verbundgruppe. Erst

Anfang 2021, also mitten in der Corona-

Pandemie, hatte DER KREIS die internationale

Präsenz ausgedehnt und stellt seitdem

unter der Leitung von Vertriebsprofi

Natale Ancona auch Küchenstudios in Italien

sowie den italienisch sprechenden

Mitgliedern im Tessin ihre Unterstützungsleistungen

zur Verfügung. Sitz der

nun gegründeten DER KREIS Iberia ist

Madrid. Weitere Ländergesellschaften gibt

es in Großbritannien (seit 2013), Belgien/

Luxemburg (1998), Frankreich (1993), Niederlande

(1989), Schweiz (1985) und zuerst

Österreich (1984).

KARL ist die Nr. 64

Am 1. April eröffnete electroplus küchenplus KARL in Rheinbach. Der 44-jährige

Özkan Kücükbal hat sich bei seiner Geschäftsneugründung für die Partnerschaft

mit der Bielefelder Verbundgruppe EK entschieden. Damit konnte Martin Wolf, Leitung

Vertrieb & Marketing des EK-Geschäftsfelds „Elektro, Küche, Licht“, das bundesweit

64. Mitglied bei electroplus küchenplus begrüßen. Özkan Kücükbal verfügt

über eine 20jährige Erfahrung in der Elektrobranche. Seinen Kunden will er

die Komplettausstattung für die Küche anbieten. Die Küchenausstellung mit Miele

Classic, Neff Collection und Siemens Studioline sowie Angebote für den Hauswirtschaftsraum

umfasst rund 130 m 2 . Insgesamt stehen 550 m 2 zur Gesamtfläche zur

Verfügung. Özkan Kücükbal plant zukünftig regelmäßige Kochevents mit zwei Profiköchen,

die die Geräte live im Einsatz präsentieren. Um die Kundenwünsche kümmern

sich ein Team von acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Foto: EK

Jetzt Geräte

und Küchen

unter einem

Dach (Foto von

links): Martin

Wolf (Leiter

Vertrieb & Marketing

Elektro/

Küche/Licht),

Christian Bichlmeier

(Regionalleiter),

KARL-

Inhaber Özkan

Kücükbal und

Christian Uredat

(Projektleiter).

64 KÜCHENPLANER 5/6/2022


KüchenTreff krempelt

den Außendienst um

Beim Küchenverbund KüchenTreff ist viel in Bewegung.

Durch die Kooperation mit Der Küchenring und Alliance

und darüber hinaus. Bereits im vergangenen Jahr wurde

eine mittlere Managementebene eingeführt. Nun folgte die

Neuaufstellung des Führungsteams im Außendienst.

Bislang wurden die Mitglieder von

Küchen Treff von vier Regionalleitern betreut

und in die Bereiche Nord, Süd, Ost

und West aufgeteilt. Diese klassische

Struktur wurde nun verändert. Bereits

im Sommer 2021 hat Marko Klokow die

Vertriebsleitung übernommen. Diese Position

wurde neu geschaffen. Er war zuvor

Ansprechpartner für die Regionen Nord

und Süd. In dieser neuen Funktion bildet

Klokow die Schnittstelle zwischen dem

Außendienst, den Mitgliedern bundesweit

und der Geschäftsführung. „Somit betreut

er einen neuen, breiten Aufgabenbereich –

von internen Abstimmungen über strategische

Konzepte bis hin zur Moderation

von KüchenTreff-Veranstaltungen“, heißt

es aus Wildeshausen. Um für diese übergreifenden

Themen ausreichend Zeit zu

schaffen, wird er im operativen Tagesgeschäft

zukünftig ausschließlich direkter

Ansprechpartner für die Mitglieder in den

Bundesländern Schleswig-Holstein, Hamburg,

Niedersachsen und Bremen sein.

Fotos: KüchenTreff

Änderungen im Detail

Innerhalb des Teams von Marko

Klokow ergeben sich ebenfalls Änderungen:

Ralf Henning hat bisher

die Region Ost betreut. Im Zuge der

Neustrukturierung übernimmt er zusätzlich

Bayern.

Sein Kollege Hartmut Greszik war

bislang Ansprechpartner für die Region

West. Sein Aufgabenbereich erweitert

sich ab April auf Nordrhein-Westfalen,

Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg

und das Saarland. Im Rahmen

eines neu geschaffenen Kompetenzbereichs

profitieren darüber hinaus nun

alle KüchenTreff-Mitglieder von seiner

Expertise: Hartmut Greszik ist seit über

20 Jahren vereidigter Sachverständiger

für industriell gefertigte Möbel. Wenn

es zu Differenzen zwischen Händler und

Endkunden kommt, ist er derjenige, der

bundesweit für alle Mitglieder der Verbundgruppe

als Ansprechpartner zur

Verfügung steht.

Vertriebsleiter Marko Klokow (Foto rechts) und sein Außendienstteam (Foto von links)

Ralf Henning, Daniel Bezikofer und Hartmut Greszik.

Die Gebietskarte

von mit den neu zugeschnittenen Verantwortungsbereichen

im Außendienst.

Jüngstes Mitglied im Vertriebsteam ist

Daniel Bezikofer, der zuvor Teile der Gebiete

Süd und West betreut hat. Darüber

hinaus ist er als Leiter der KüchenTreff

Objekt GmbH Ansprechpartner für Fertighausanbieter.

Daniel Bezikofer wird

innerhalb der neuen Struktur eine veränderte

Rolle erhalten und einen neu geschaffenen

Kompetenzbereich betreuen:

Der Leiter der KüchenTreff Objekt GmbH

wird bundesweit verstärkt als Experte für

den Bereich Fertighäuser eingesetzt. Darüber

hinaus wird er in einem weiteren

Kompetenzbereich die Gewinnung neuer

Mitglieder vorantreiben.

Immer an der passenden Position

„Mit dieser neuen Aufteilung stellen wir

sicher, dass einerseits die Fähigkeiten

der einzelnen Mitarbeiter dort eingesetzt

werden, wo sie am besten zur Geltung

kommen“, erläutert Daniel Borgstedt,

Geschäftsführer Vertrieb und Marketing

bei KüchenTreff. „Andererseits wollen

wir, dass unsere Mitglieder jederzeit

einen persönlichen Ansprechpartner haben

und die optimale Betreuung erhalten

– und natürlich den Verband insgesamt erfolgreich

in die Zukunft führen. Das ist

mit der neuen Teamstruktur gewährleistet.“

Die Änderungen sind zum 1. April

in Kraft getreten.

5/6/2022 KÜCHENPLANER 65


Küchenverbände

Individuelle Infos im Partnerportal

Nach dem Log-in gelangt der Händler über das personalisierte

Dashboard direkt zu allen verkaufsrelevanten Themen.

Klaus Voormanns, Geschäftsleiter Technology

& Digital Solutions Grant Gruppe.

Partnerportal heißt das neue Extranet der Verbundgruppe Garant. An den Start ging

es im Februar 2022. Auf der Online-Plattform finden die rund 1800 Handels- und

Handwerkspartner der Gruppe sämtliche relevanten Infos für ihren Betrieb. Das gilt

für Desktop-Computer, Smartphone oder Tablet. Ein personalisiertes Dashboard informiert

beim Einstieg über relevante Inhalte und Themen wie Zentralregulierung,

Bonusrechner oder Lieferantenkonditionen. Zudem zeigt ein individuell zugeschnittener

Newsfeed Termine und Neuigkeiten aus Unternehmen und der Branche.

Das Partnerportal hält umfassende Informationen zu allen Dienstleistungen der

Gruppe bereit – zum Teil ergänzt durch Video-Tutorials, die Funktionsweise, Mehrwerte

und Nutzen vermitteln. Ein Klick auf das entsprechende Thema, zum Beispiel

Rechtliches oder Marketing, soll Antworten auf zentrale Fragen liefern. Daneben finden

sich hier auch Dokumente zum Download, detaillierte Leistungsbeschreibungen sowie

die Möglichkeit,

bei dem passenden Ansprechpartner direkt einen Gesprächstermin

zu vereinbaren. Wollen Verbandsmitglieder zusätzliche

Leistungen buchen – von der neuen Webseite bis zu Schulungen

und Trainings – ist das über das Partnerportal ebenfalls möglich.

„Die Buchungsfunktion ist eines der Highlights des neuen

Partnerportals“, betont Klaus Voormanns, Geschäftsleiter Technology

& Digital Solutions Grant Gruppe. „Unbürokratisch und

selbstständig können Partner auf diese Weise die gewünschten

Dienstleistungen jederzeit selbst verwalten.“ Eine direkte Verknüpfung

mit dem hauseigenen Medienservice gibt es auch. Dieser

sei kostenfrei nutzbar. Über einen personalisierten Daten-

Feed finden Verbandsmitglieder hier hochwertiges Material für

die eigene Kommunikation. Dazu gehören Produkt- und Imagebilder

der Kollektionsmarken ebenso wie Posting-Vorlagen für

Social Media, Imagefilme, Bildmaterial von Herstellern sowie

Produktbilder der EMMK Leistungssortimente. In den nächsten

Monaten sollen sukzessive zusätzliche Funktionen im Partnerpool

integriert werden.

Fotos: Garant

MHK zieht aufs Rittergut

Gut Böckel hat sich im Herbst zur

Küchen meile zum „place to be“ entwickelt.

In diesem Jahr wird die MHK

Group die Liste der namhaften Aussteller

auf dem idyllisch gelegenen Rittergut

erweitern. Neue Messeheimat ist eine

ehemalige Remise. „Glasfronten werden

für Transparenz sorgen

und die Mischung aus neuen Materialien

und der historischen Struktur

aus altem Gebälk und Backsteinmauern

schafft eine einladende Atmosphäre

mit Loft-Charakter“, lautet die Ankündigung.

Das neue MHK-Forum ist 133 m 2

groß. Der traditionelle Branchenabend,

der für den 19. September 2022 um

19.30 Uhr geplant ist, wird allerdings

nicht auf Gut Böckel stattfinden, sondern

im Museum Marta in Herford.

Foto: MHK

So soll es aussehen:

Das neue MHK-Forum auf Gut Böckel.

66 KÜCHENPLANER 5/6/2022


Wintertreffen in Ellmau

Das traditionelle Wintertreffen der DER KREIS Junioren fand in

diesem Jahr wieder live statt. 19 „Djuwis“ trafen sich in Ellmau in

Tirol. Beim Event wurden die BSH-Group und ihre Produktneuheiten

vorgestellt. Ein Fahrsicherheitstraining rundete das Treffen

ab. Andreas Fröbel, Siemens Key Account Manager Küchen-/

Möbelhandel, gab den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen

kurzen Einblick in die BSH-Unternehmensgruppe. Er stellte insbesondere

Produktneuheiten im Geschirrspüler-Bereich vor. Zudem

informierte er über die CO2-neutrale Produktion sowie die

gestartete Kampagne „Made in Germany“. Eröffnet wurde die Tagung

durch die DER KREIS Geschäftsführer Ulf Triebener (zum

ersten Mal in Präsenz dabei) und Martin Oberwallner. Nach

einem Tag auf der Piste konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer

an einem Fahrsicherheitstraining teilnehmen.

Die Gewinner des Djuwi-Cups beim Wintertreffen waren

Maximilian Portius (Küchenstudio der besonderen Art GmbH/

Leipzig, 1. Platz), Maikel Duijn (Ant. Duijn Keukens B.V/Niederlanden,

2. Platz), Aileen Reuss (Reuss Einrichtungen GmbH,

Dunningen) und Sofie Pfleiderer (Pfleiderer Küchenhaus und

Schreinerei GmbH + Co. KG/ Winnenden-Hertmannsweiler) –

beide auf dem 3. Platz.

Foto: DER KREIS

Die DER KREIS Junioren beim Wintertreffen in Ellmau in Tirol.

Die Teilnehmer freuen sich bereits auf das Herbsttreffen, das

vom 7. bis zum 9. November in Köln bei der Firma Liebherr stattfinden

wird. Mehr Informationen über die jungen Wilden unter

www.dijuwi.de.

Foto: MHK

Die MHK Group hat die Gesellschaften info-text und

macrocom zur neuen Digitalagentur MIYU vereint.

Online und Offline verzahnen

Zu Jahresbeginn hat die MHK Group die neue Digitalagentur MIYU gegründet.

Darin zusammengeführt sind die Werbeagentur info-text und

der Onlinespezialist macrocom. Ziel sei es, die Gesellschafter aus Handel

und Handwerk mit einer durchgängigen Kommunikationsstrategie

noch besser zu unterstützen. Das Wort MIYU stammt aus dem Japanischen.

„mi“ bedeutet Schönheit, Geist, Seele und Herz. „yu“ wird mit

vorzüglich, exzellent, ausgezeichnet oder überlegen übersetzt. Darüber

hinaus klinge im Namen die Philosophie der neuen Digitalagentur mit,

denn phonetisch vereine MIYU die beiden englischen Pronomen me

und you. „Und genau darum geht es dem knapp 50-köpfigen Team“, betont

die Verbundgruppe, „um die persönliche Beziehung zu seinen Kunden.“

So setzen die On- und Offline-Profis der MHK-Gesellschaften bei

der Kampagnenentwicklung auf Daten, Plattformen und moderne Technologien

und gleichzeitig auf den persönlichen Austausch. Alles zusammen

bilde die Basis für eine individuelle Strategie, aus der kreative Produkte

und Kommunikationskonzepte entwickelt werden.

Geplanter Wechsel bei der EK

Franz-Josef Hasebrink, seit 2002 Vorstandsvorsitzender der EK Gruppe, wird

nach langjähriger Tätigkeit zum 31. Dezember 2022 planmäßig aus dem Vorstand

ausscheiden. Seine Nachfolge wird der heutige CFO Martin Richrath

antreten. Neu in den Vorstand wird als CFO Frank Duijst nachrücken, aktuell

Bereichsleiter Financial Services. Frank Duijst ist bereits seit 2017 Mitglied

der Geschäftsleitung der Gruppe. Franz-Josef Hasebrink wurde 1997 in den

Vorstand berufen und 2002 zum Vorsitzenden ernannt. Der neue CEO Martin

Richrath verantwortet seit 2017 das Finanzressort. Die Entscheidungen zur

Neuausrichtung des Vorstands im Zusammenhang mit der Nachfolge des Vorstandsvorsitzenden

habe das Unternehmen bereits vor längerer Zeit getroffen,

heißt es. In einer ersten Phase wurden im Oktober 2021 mit Jochen Pohle

und Gertjo Janssen zwei neue Vorstandsmitglieder berufen. Mit dieser zweiten

Stufe wird die Neuausrichtung des Vorstands abgeschlossen.

Franz-Josef Hasebrink.

Foto: EK

5/6/2022 KÜCHENPLANER 67


Betriebsmanagement

Fläche vs. Marketing

Was sind die Erfolgsfaktoren

im Küchenhandel?

Küche ist weiterhin im Kommen: Trotz der Corona bedingten Lockdowns konnte

der Küchenhandel sein Volumen steigern. Damit Küchenstudios an diesem Boom

partizipieren und sich langfristig Marktanteile sichern können, müssen dennoch

einige Erfolgsparameter beachtet werden. Ingo Anneken von der SEB Steuerberatung

beschreibt, welche das sind und was sich hier geändert hat.

„Klasse statt Masse“ – so könnte man die Entwicklung

im Küchenhandel auf eine griffige Formel bringen.

Früher bot die Fläche eine ganze Reihe an Vorteilen: Je

mehr Platz einem Küchenstudio zur Verfügung stand,

desto mehr Musterküchen konnten untergebracht werden.

Damit verbunden war die strategische Überzeugung:

mehr Musterküchen = mehr Inspiration. Hier hat

in den letzten Jahren ein Umdenkprozess eingesetzt.

Der Schwerpunkt hat sich deutlich in Richtung Individualität

und Qualität verschoben – und ebenso wichtig

sind die reibungslose Umsetzung, die wiederum Auswirkungen

auf das Marketing hat.

Die Macht der Marke

Die Küche hat sich zum Statussymbol entwickelt. Das

bedeutet auch, dass es ganz und gar nicht egal ist, wo

und mit welchen Einbaugeräten die Küche gekauft

wird. Dabei ist nicht nur die Marke des Küchenherstellers

von Bedeutung – auch das Küchenstudio selbst

wird zur Marke. Entscheidend sind der Ruf und das

Selbstverständnis des Küchenplaners: Er muss sich als

Inneneinrichter verstehen, der den Kunden ihre individuelle

Wunschküche zusammenstellt und bestmöglich

visualisiert. Auch wenn die Investitionen in die eigene

Küche steigen, muss die Kundschaft dabei das Angebot

als angemessen und fair empfinden. Wichtig ist

es, früh für seine Küche zu begeistern. Ganz nach dem

Motto: Je mehr Kundenbegeisterung, desto einfacher

das Verkaufsgespräch.

Die Fläche verliert an Bedeutung

Wie eingangs gesagt: Früher spielten Lage und Fläche

des Küchenstudios eine wichtige Rolle. Auch heute hilft

eine marktgebietsspezifisch gute Lage. Doch die Relevanz

der Größe des Studios und der Anzahl der Musterküchen

ist zugunsten der Planungskompetenz in den

Hintergrund getreten. Wichtiger als Masse ist die individuelle

Beratung und Planung. Ist nicht viel Platz

vorhanden, kann dank neuer Online-Planungstools am

digitalen Beratungstisch trotzdem die gesamte Bandbreite

der Möglichkeiten zeigen – und dank Augmented

Reality kann der Kunde seine eigene Küche betre-

Was an Fläche gespart wird, in Werbung investieren

Werbung ist wichtig, aber kein Allheilmittel.

Immerhin: 38 % der Umsätze

werden aufgrund der Marketingaktivitäten

erzielt. Der Rest entfällt

auf Empfehlungen (48 %) und Standort

(14 %). Nun sind knapp 40 % kein

Pappenstiel und haben außerdem einen

direkten Effekt auf die Empfehlungen:

Wer nicht wirbt, wird nicht

gefunden und findet damit keine

(neuen) Kunden – und kann dementsprechend

nicht weiterempfohlen

werden. Eine durchschnittliche Größe

für den Werbeaufwand sind 3 % vom

jährlichen, geschätzten Nettoumsatz.

Davon sollten vor Jahresbeginn 2 % mit

konkreten Werbemaßnahmen verplant

werden. 1 % des Budgets halten sie zurück,

um das Geld im Laufe des Jahres

flexibel nach Kundenstrom und Aktionsgelegenheiten

einsetzen zu können.

Generell empfiehlt es sich, „Kunden

werben Kunden“-Programme in

den Werbemittelmix aufzunehmen.

Und wenn bereits vorhanden, sollte

der Werbemix mindestens um 5 % zulasten

von Print-Werbung und ähnlichen

Elementen auf Empfehlungsmarketing

verschoben werden. Mit

dem Merksatz: Heute bringen eine individuelle

Kundenansprache und eine

möglichst reibungslose Abwicklung,

insbesondere bei der Beschaffung der

Elektrogeräte, mehr Neukunden als

jede Hochglanzanzeige.

68 KÜCHENPLANER 5/6/2022


ten, lange bevor der erste Schrank in Auftrag gegeben

wurde. Auf digitalen Beratungstischen können auch

konkrete Planungen als Werbung bzw. Inspiration

gezeigt werden – und außerdem können die Kunden

schon mal eigene Ideen ausprobieren, was ein hervorragender

Einstieg ins eigentliche Planungs- und Verkaufsgespräch

ist.

Vorausschauend kalkulieren

Dass der Kunde den Preis als fair empfinden muss,

wurde erwähnt. Natürlich gilt das auch andersherum:

Der Preis sollte so kalkuliert sein, dass das Küchenstudio

einen Umsatz erwirtschaftet, der die Zukunft

der Unternehmung sichert. Konkret in Zahlen bedeutet

das: Für Montage und erste Reklamationsfahrt

sollten 8 Prozent vom Nettoumsatz der Küche eingeplant

werden. Im Schnitt sollten im ländlichen Raum

dann 36 Prozent als Rohgewinn vom Nettoumsatz verbleiben,

sofern Subunternehmer für die Montage beschäftigt

werden. Bei Fachmärkten sind es 34 Prozent

Rohgewinn, bei größeren Einheiten 32 Prozent. Und

natürlich sollte man mit Preisflexibilität in die Verhandlung

gehen. Der zuerst genannte Preis sollte also

über der dargestellten Kalkulation liegen, damit Freiraum

für Rabatte bestehen. Aktuell ist außerdem ein

weiterer Punkt zu berücksichtigen: In die Organisation

der Elektrogeräte wird viel Zeit zu investieren sein.

Ein extra Kalkulationsansatz führt hier dazu, dass Gewinnreduktionen

vermieden werden. Generell sollten

sich Küchenstudios überlegen, an welchen Stellen, die

Kalkulation angepasst werden kann, um dem Kundenstrom

Herr zu werden. Die gute Marktsituation,

in der sich der Küchenhandel derzeit befindet, sollte

genutzt werden – auch um Reserven für die Zukunft

aufzubauen.

Personalplanung ist Zukunftsplanung

Verkäufer, Backoffice, Lager, Monteure – im Küchenhandel

muss der gesamte Apparat funktionieren. An

erster Stelle steht der Verkäufer: Er hat den ersten

Kundenkontakt und sorgt für Umsatz. Aber auch Abwicklung,

Montage und Rechnungstellung sind Räder

im Getriebe, ohne die das Uhrwerk nicht funktionieren

würde. Wird ein Küchenkauf vom ersten Besuch

bis zur Inbetriebnahme reibungslos abgewickelt, ist

es wahrscheinlicher, dass der Kunde das Küchenstudio

weiterempfiehlt. Wie die Personalplanung aussieht,

hängt von der Größe ab. Als Faustregel hat sich dieser

Ansatz als realistisch erwiesen: Für jeden Verkäufer

sollte eine halbe Arbeitskraft im Back Office eingeplant

werden. Auf fünf Verkäufer kommt sinnvollerweise ein

Lagermitarbeiter. Das gilt auch für die Montage.

Foto: SEB Steuerberatung

Ingo Anneken und die SEB Steuerberatung

Der dreifache Vater Ingo Anneken (Foto) ist seit 2009 Geschäftsführer

der SEB Steuerberatung. Gemeinsam mit seinen

Kollegen unterstützt er die Kunden über die klassische

Steuerberatung hinaus hinsichtlich einer Vielzahl an betriebswirtschaftlichen

Fragen – von der Rechtsformoptimierung

bis hin zur Existenzgründung. Zudem ist er Fachberater

für Unternehmensnachfolge (DStV e.V.). Die SEB

Steuerberatung beschäftigt 50 Mitarbeiter und ist seit

1990 auf den Kücheneinzelhandel spezialisiert. Derzeit betreut

die Beratungsgesellschaft rund 80 Kücheneinzelhandelsunternehmen

unterschiedlicher Größen mit diversen

Verbandszugehörigkeiten. Die persönliche Betreuung

hinsichtlich betriebswirtschaftlicher, steuerrechtlicher,

buchhalterischer und datenschutzrechtlicher Fragen steht

dabei im Vordergrund.

5/6/2022 KÜCHENPLANER 69


Unternehmen

„Frisch durch den Sommer“ lautet der Titel der

Kampagne. Liebherr stattet seine Handelspartner

mit zahlreichen Materialien zur Vermarktung aus.

Foto: Liebherr

Frische ist machbar

Kühl- und Gefrierspezialisten Liebherr hat die bislang größte Werbekampagne

in Deutschland gestartet. Das Motto lautet „Frisch durch den Sommer“.

Im Mittelpunkt stehen die Frischetechnologien des Unternehmens –

und die neuen Generationen der Einbau- und Standgeräte. Seit Mitte Mai

und bis in den August hinein sind zahlreiche Aktionen geplant. Dabei positioniert

sich der Hersteller deutschlandweit in Print- und Onlinemedien als

der Experte für Kühlen und Gefrieren. Entsprechend einer 360-Grad-Kampagne

werden auch dem Handel begleitende POS- und Kommunikationsmittel

zur Verfügung gestellt. Der Hersteller wird dabei seine Neuheiten

2022 im Bereich Stand- und Einbaugeräte sowie seine Frischetechnologien

präsentieren.

Präsent ist Liebherr mit Anzeigen in ausgewählten Print-Magazinen

der Fach- und Publikumspresse. Zudem wurde ein zwölfseitigen Beihefter

produziert, der ebenso wie weitere POS-Materialien vom Handel kostenfrei

bestellt werden können. Thematisiert werden darin Schlüsselausstattungen

wie „BioFresh“ sowie die Hauptproduktgruppen. Die Bestellung

erfolgt über den jeweiligen Vertriebsansprechpartner. Auch für den Online-Bereich

können Handelspartner auf ein umfangreiches Content-Paket

zurückgreifen. Dies beinhaltet neben verschiedenen Banner-Sets und Videos

Bildmaterial und Ideen für Social Media. Liebherr selbst wird diese

Mittel online ebenfalls einsetzen und mit Werbeschaltungen auf diversen

Kanälen und Plattformen präsent sein. „Über alle Medien-Kanäle hinweg

wird deutschlandweit eine Zielgruppengröße von rund 155 Millionen Bruttokontakten

erreicht und angesprochen“, prognostiziert das Unternehmen.

Für die Kampagne werden ausgewählte Einbau- und Standgeräte bereitgehalten.

Einen zusätzlichen Anreiz für den Fachhandel setzt Liebherr

mit einer Zugabeaktion für bestimmte Bestellmengen in Form von Garantieverlängerungen.

„Begleitend zu unserer Kampagne haben wir speziell

für den Bedarf des Fachhandels ein ansprechendes Gesamtpaket aus Geräten,

Materialien und Aktionen geschnürt“, sagt Martin Ludwig, Head of

Business Area DE der Liebherr-Hausgeräte Vertriebs- und Service GmbH.

Höchste Ansprüche an Nachhaltigkeit

„The Twist“ ist die neue Heimat von Beko Grundig in Deutschland.

Das Unternehmen bezog Mitte Mai wie angekündigt

die neuen Räume in dem modernen Bürogebäude in Eschborn.

Es ist zugleich das nordeuropäische Headquarter. Das

Unternehmen nutzt rund 2700 m² Bürofläche und 520 m² für

einen Showroom. Das Gebäude steht für moderne Architektur,

die höchsten Nachhaltigkeitsanforderungen entspricht.

„Auch bei der Auswahl der Partner zur Einrichtung des neuen

Unternehmenssitzes wurde auf eigene Nachhaltigkeitskonzepte

und eine regionale und nachhaltige Produktion

Wert gelegt“, betont das Unternehmen.

„An unserem neuen Standort finden unsere Marken Beko

und Grundig ein Zuhause, das sie angemessen repräsentiert

und konsistent mit unserer Unternehmensphilosophie ist“,

sagt Mario Vogl, Vorsitzender der Geschäftsführung der

Beko Grundig Deutschland GmbH. Gleichzeitig stehe der

neue Standort für neues Denken und neues Arbeiten. „Wir

setzen hier ein modernes Arbeitskonzept im Sinne des New-

Work-Gedankens um und positionieren uns damit als attraktiver

Arbeitgeber in der Region“, so Vogl.

Foto: Beko Grundig

„The Twist” in Eschborn hat einen hohen Anspruch an Nachhaltigkeit.

Dort hat Beko Grundig Deutschland seine neuen Firmenzentrale

bezogen.

70 KÜCHENPLANER 5/6/2022


Feierten mit Gästen die Eröffnung des neuen Liebherr-Showrooms in Köln (Foto von links): Martin Ludwig (Head of Business Area

Deutschland), Steffen Nagel (Managing Director Sales & Marketing), Isolde Liebherr (Familiengesellschafterin), Detlef Walther (Managing

Director Finance & Administration), Stéfanie Wohlfarth (Familiengesellschafterin) und Michael Haiminger (Head of Sales Business Area DE).

Beraten und schulen

Im Grunde ist das Gebäude für den „Liebherr Experience Showroom“

schon seit Mai 2020 fertiggestellt. Doch die Corona-Pandemie

verhinderte bislang die geplante Nutzung. Was sich nun ändert:

Mit geladenen Gästen feierte das Unternehmen Ende Mai

die Einweihung der neuen Dependance in zentraler rheinischer

Lage. Auf einer Fläche von knapp 1900 m 2 präsentiert der Premiumhersteller

an der Rheinischen Allee 18 in Köln ein ausgewähltes

und fortlaufend wechselndes Portfolio an Kühl- und Gefriergeräten

für den privaten und gewerblichen Gebrauch. Der

moderne Neubau bietet zudem Arbeitsbereiche für 22 Mitarbeitende

der deutschen Gesellschaft. Er steht Fachhändlern ebenso

offen wie Privatkunden, die sich vor Ort beraten lassen können.

Neben einem zeitlos hochwertigen Innendesign und einer modernen

Außenfassade verfügt das neue Gebäude über eine ansprechend

gestaltete Außenanlage. Ein besonderes Highlight

ist der hauseigene Garten, in dem frisches Obst und Gemüse in

Hochbeeten angebaut wird. Die 8000 Quadratmeter Grünfläche

bieten zudem Platz für eigene Bienenstöcke. Diese haben ihre Position

in sicherer Distanz zum Publikumsverkehr.

Noch näher am Kunden

Mit dem neuen „Experience Showroom“ möchte Liebherr den

persönlichen Kontakt vor Ort intensivieren. „Für Liebherr-Hausgeräte

stehen der Austausch und die Gespräche mit unseren

Kunden und Partnern an oberster Stelle. Nur so können wir

die Zusammenarbeit und Zukunft erfolgreich gestalten,” sagt

Das Gebäude verfügt über einen „Experience Showroom“ im Erdgeschoss

sowie Büro- und Konferenzräume im ersten Stock.

Michael Haiminger, Head of Sales Business Area DE der Liebherr-Hausgeräte

Vertriebs- und Service GmbH. Die ausgestellten

Kühl- und Gefriergeräte werden dabei nicht nur zur Anschauung

präsentiert, sondern auch für Schulungszwecke genutzt.

Zudem möchte der Spezialist für Kühlen und Gefrieren die

Vorstellung seiner Produkte und Technologien mit ganz besonderen

Aktivitäten erlebbar machen: So steht eine Showküche

mit über 60 Quadratmetern und eine Außenterrasse für

Kundenveranstaltungen zur Verfügung. Über die Mailadresse

info@liebherr-west.de können sich Fachhändler für einen Besuch

anmelden.

Fotos: Liebherr / Roland Breitschuh

5/6/2022 KÜCHENPLANER 71


Unternehmen

Mitbewerber in der

Laborkeramik übernommen

„Mit diesen umfangreichen Investitionen

stellen wir systemceram

zusystemceram

investiert 30 Millionen Euro

Keramikspülenhersteller systemceram plant umfangreiche Investitionen. In den

nächsten drei Jahren wird das Unternehmen rund 30 Millionen Euro in die Hand

nehmen: für ein neues Verwaltungsgebäude inklusive Ausstellung, die Neu aufstellung

der Logistik sowie moderne Fertigungsanlagen und Maschinen.

Der erste Spatenstich für den Neubau des Verwaltungsgebäudes

wird im August 2022 gesetzt. Am Standort in

Siershahn entsteht ein fünfgeschossiges Gebäude mit

2220 m 2 Nutzfläche und modernster Gebäudetechnik.

Bestandteil ist auch ein Showroom inklusive Funktionsküche

für Veranstaltungen sowie großzügige Räume

für Schulungen. Der voraussichtliche Einzugstermin

ist Spätherbst 2023.

Bereits in die Wege geleitet ist die Neuaufstellung der

Logistik. Dafür hat systemceram das 16 000 m 2 umfassende

Betriebsgelände samt Immobilienbestand eines

Unternehmens in der benachbarten Ortschaft Wirges,

rund zwei Kilometer von der Zentrale in Siershahn entfernt,

übernommen. Die Gebäude und Flächen werden

künftig als Logistikzentrum genutzt sowie für die Veredlung

von Produkten der Küchen­ und Badkeramik.

In der zweiten Jahreshälfte 2023 beginnt der

Ausbau der Fertigung am Standort Berggarten

1 in Siershahn. Das Projekt sieht den Abriss

eines Teils der bestehenden Lagerhallen

(6000 m 2 ) vor und den Neubau einer Produktionshalle

mit ca. 8000 m 2 N u t z fl ä ­

che. Verbunden mit dieser Erweiterung

sind erhebliche Investitionen in den

Maschinenpark. Dazu zählt unter

anderem eine neue Formgebungsanlage

für Spülen und Arbeitsplatten,

neue Glasieranlagen

sowie ein neuer Ofen für die

Fertigung der keramischen

Produkte. Hinzu kommen weitere

Maschinen.

kunftssicher auf“, erläutern die geschäftsführenden

Gesellschafter Kevin Göbel und Felix Engel. Das Familienunternehmen

in zweiter Generation beschäftigt in

Siershahn etwa 250 Personen. Diese Zahl wird schon

kurzfristig steigen. Denn aktuell hat systemceram einen

Mitbewerber im Geschäftsfeld Laborkeramik übernommen.

Damit verbunden ist ein erwarteter Mehrumsatz

in diesem Segment von 40 %. Die zusätzliche Produktion

wird schrittweise in die eigene Fertigung übernommen.

Kontinuierliches Wachstum in den letzten Jahren

Möglich macht die umfangreichen Investitionen die

positive Geschäftsentwicklung der vergangenen Jahre.

systemceram wächst kontinuierlich und erwirtschaftete

2021 einen Umsatz von 41,5 Mio. Euro. Besonders

stark präsentiert sich dabei das Geschäftsfeld Küchenkeramik

mit einem Plus von 7,6 % nach 17 % Plus im

Jahr 2020. Steigende Zahlen meldet auch das

Geschäftsfeld OEM mit der primären Produktion

von Keramikbecken für Badezimmereinrichtungen.

Der

Umsatz mit Laborkeramik

blieb 2021 stabil zum

Vorjahr.

72 KÜCHENPLANER 5/6/2022


Erfolg mit Küchenkeramik (Foto von links):

Kevin Göbel und Felix Engel, geschäftsführende

Gesellschafter systemceram.

Fokus auf den Küchenfachhandel

Als entscheidenden Erfolgsfaktor im Küchenmarkt sehen

die Geschäftsführer die starke Konzentration auf

den Küchenfachhandel. Hinzu kommt der hohe Anspruch

an Design und Funktionalität der keramischen

Produkte aus Feinsteinzeug sowie der Service in der

partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit den Kunden.

Kern der vertrieblichen Aktivitäten der Fachhandelsmarke

systemceram sind weiterhin die heimischen

Märkte in Deutschland mit einem Anteil von 90 %. Parallel

wuchs das Unternehmen auch international. Im

Jahr 2021 um 10 % mit signifikanten Steigerungen vor

allem in Frankreich sowie

in osteuropäischen Ländern

wie Polen und Tschechien.

Auch Österreich entwickelt

sich stabil aufwärts.

„Im ersten Quartal des Jahres

2022 setzte sich die positive

Entwicklung im Inund

Ausland ungeachtet der

weltpolitischen Lage fort“,

berichtet Kevin Göbel.

Foto: systemceram

„Gold“-Sponsor der MöFa

Schüller engagiert sich für den Branchennachwuchs. Der Küchenmöbelhersteller

ist als „Gold“­Sponsor neuer Kooperationspartner

der Fachschule des Möbelhandels (MöFa). Damit will

das Unternehmen dazu beitragen, Wissen zur Küchenbranche

und zur industriellen Möbelfertigung an den Nachwuchs der

Branche weiterzugeben und dadurch die Kompetenz der Fachkräfte

von morgen zu sichern. Im Rahmen des für einen Zeitraum

von drei Jahren vereinbarten Sponsorings stellt Schüller

der Fachschule des Möbelhandels diverse Unterstützung zur

Verfügung. Ziel der Kooperation sei es, neue Fachkräfte für die

Branche fit zu machen. So wurde im Rahmen der Zusammenarbeit

ein Raum für Materialkunde umgestaltet. Das sogenannte

„Schüller­Training­Center |s|t|c“. Hierdurch sei es möglich,

anhand der Küchen und Wohnmöbel von Schüller sowie der

Premiummarke next125 die Vielfalt an (Front­)Materialien unmittelbar

am Produkt zu schulen.

Blick hinter die Kulissen

Im Rahmen der Kooperation wurden zudem individuelle Schulungsmaßnahmen,

Impulsvorträge und Projektarbeiten vereinbart.

Konzipiert werden diese in enger Absprache mit der

Schulungsabteilung von Schüller. Angeboten werden künftig

zudem Exkursionen zum Küchenmöbelhersteller nach Herrieden.

Diese Besuche sollen den Studierenden einen exklusiven

Einblick in einen international tätigen Möbelfertigungsbetrieb

ermöglichen.

„Mit der Kooperation möchten wir dazu beitragen, Wissen

zu den jeweiligen Fachbereichen der Küchenbranche und der

industriellen Möbelfertigung im Allgemeinen zu vermitteln

und dadurch Verantwortung für die Ausbildung zukünftiger

Fachkräfte übernehmen“, erläutert Frank Bayer, Vertriebsleiter

der Schüller Möbelwerk KG, das MöFa­Engagement. Schüller

sehe die Kooperation in erster Linie als ideellen Beitrag. Die

Fachschule des Möbelhandels sei nahezu die einzige Institution

unserer Branche in Deutschland, „die sich um die Ausbildung

des Nachwuchses kümmert und für Handel und Industrie

fit macht“.

Am Firmensitz von

systemceram in Siershahn

entsteht bis Spätherbst

2023 ein fünfgeschossiges

Verwaltungsgebäude mit

Ausstellung und

Funktionsküche.

Rendering: Goldbeck

Foto: Schüller

Ein Grund, um anzustoßen: Schüller ist neuer Kooperationspartner

der Möbelfachschule in Köln.

5/6/2022 KÜCHENPLANER 73


Unternehmen

Schock investiert auf den Inseln

Am 31. März 2022 hat Spülenhersteller Schock das Unternehmen The 1810 Company erworben. Dabei

handelt es sich um einen Spezialisten für den Vertrieb von Spülen und Armaturen. Mit dem Kauf des in

Nordwales ansässigen Unternehmens will Schock das Geschäft in Großbritannien weiter ausbauen. Das

britische Unternehmen wurde 2009 von Managing Director Gareth Williams gegründet. Die Geschäftsräume

und das Lager befinden sich in Mold, Nordwales. Darüber hinaus präsentiert The 1810 Company

seine Produkte im eigenen Showroom im Business Design Centre in Islington, London.

„Die starke Position, die The 1810 Company im britischen Markt innehat, ist für uns die perfekte

Grundlage, um das Geschäft in Großbritannien weiter auszubauen“, sagt Ralf Boberg, CEO von Schock.

Gareth Williams, Managing

Director von The 1810 Company,

ist der Ansicht, dass man auf dem

Weg sei, zu einem führenden Anbieter

von Spülen und Armaturen

in Großbritannien zu werden.

The 1810 Company wird weiter

vom jetzigen Managementteam

geführt. Die Produkte von

Showroom von The 1810 Company im britischen Islington.

Schock werden parallel zum eigenen Produktportfolio vermarktet.

Über Kaufpreis und Details haben die Parteien Stillschweigen

vereinbart.

Für Schock ist es bereits die zweite Übernahme in diesem

Jahr. Schon im Januar meldete das Unternehmen den Kauf des

polnischen Herstellers Marmorin, Hersteller von Quarzformteilen.

Damit setzt die Schock GmbH die formulierte „geografische

Expansion“ fort, die durch die Übernahme durch die Beteiligungsgesellschaft

Triton im März 2021 begonnen wurde.

Fotos: Schock

Ralf Boberg, CEO Schock,

will durch den Erwerb von

The 1810 Company das Geschäft

in Großbritannien

weiter ausbauen.

Umfangreicher digitaler Service

Exklusiv für Geschäftskunden hat Franke

das „Partner Portal“ entwickelt. Es vereint

die unkomplizierte Produktsuche

und einfache Bestellmöglichkeiten mit

einem Überblick über den Bestellstatus

und die Auftragshistorie. Zugleich ermöglicht

die Plattform den bequemen Zugang

zu technischen Details und praktischen

Werkzeugen, zu Trends, Inspirationen

und passendem Zubehör. Dank einer „intelligenten

und umfangreichen Produktsuche“

sei das Navigieren einfach wie nie

zuvor.

Franke erläutert: „Produkte lassen sich

im Handumdrehen finden und sind mit allen

relevanten Eckdaten, Installationshinweisen,

Videos und geeignetem Zubehör

bzw. Ersatzteilen verknüpft. Über die intuitive

Benutzeroberfläche wird problemlos

bestellt, mögliche Liefertermine sind

vorab ersichtlich. Anschließend bietet die

Auftragsverfolgung Sicherheit. So lässt

sich jederzeit der Bestellstatus prüfen,

aber auch die Auftragshistorie und Rechnungen

einsehen sowie der Status und offene

Tickets zu Reklamationen. Bei Bedarf

kann über den Kundenservice Unterstützung

angefordert werden.“

„Das Portal ist ein umfassendes Arbeitstool

für unsere Partner“, sagt

Christoph Stübi, Franke Director

Commercial Excellence DACH. Es unterstütze

Händler, effizient zu arbeiten und

garantiere stets die Kontrolle und den

Überblick über ihre Bestellungen und Aktivitäten.

Stübi: „Es ist ein Ort, an dem sie

gebündelt alles finden, was sie brauchen.

Foto: Franke GmbH

Und zwar zu jeder Zeit. So bleibt mehr

Zeit im Tagesgeschäft für die Kundenberatung.“

Ein weiterer Anreiz, sich zu registrieren:

„Die Nutzer des Franke Partner

Portals profitieren von den neusten Kampagnen,

Promotionen und exklusiven Angeboten

sowie umfangreichem Schulungsund

Marketingmaterial.“ Die Adresse

lautet: https:\\partnerportal.franke.com.

Unter partnerportal.franke.com finden Handelspartner von Franke alles, was sie brauchen.

74 KÜCHENPLANER 5/6/2022


Foto: Plan Bee Architekten

Die geplante Erweiterung des Bürogebäudes an der Carl- Miele-Straße schließt sich an das Gebäude

der BKK Miele an. Der Neubau soll im Herbst beginnen.

Platz für neue Mitarbeiter

Durch die anhaltend positive Geschäftsentwicklung der letzten

Jahre hat die Beschäftigtenzahl bei Miele mit mehr als

22 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen neuen Höchststand

erreicht. Mehr als 5300 sind es am Standort Gütersloh –

Hauptverwaltung, größter Produktionsstandort, Zentrale des

Deutschland­Vertriebs und zugleich weltweiter Logistik­Hub

des Konzerns. „Mit Blick auf unser künftiges Wachstum bauen

wir weltweit unsere Strukturen weiter aus, und dazu gehören

auch unsere Kapazitäten in den Bereichen Vermarktung, Logistik

und Administration“, sagt Olaf Bartsch, Geschäftsführer Finanzen

und Hauptverwaltung der Miele Gruppe. „Dafür werden

wir hier in Gütersloh weiter Personal einstellen, wobei die Büroflächen

am Standort aber schon heute nicht mehr ausreichen.“

So soll an das 2013 errichtete Bürogebäude an der Westspitze

des Firmengeländes ein weiterer Verwaltungstrakt angegliedert

werden. Ein zweiter Neubau direkt an der Carl­ Miele­ Straße soll

an das dort bestehende Verwaltungsgebäude anschließen. Derzeit

läuft noch das Genehmigungsverfahren, Bauanträge werden

demnächst eingereicht. Die Investitionssumme für diese beiden

Maßnahmen beträgt 28,8 Mio. Euro. Planmäßiger Abschluss der

Arbeiten sei Ende 2023.

Außerdem vergrößert das Unternehmen sein Zentrales Ersatzteillager

(ZEL) an der Ecke Edisonstraße/Stadtring Nordhorn.

Dafür haben die ersten Arbeiten bereits begonnen. Das

Lager wurde 2016 eingeweiht

und ist schon wieder

zu klein. „Wegen stark steigender

Stückzahlen sowie

neuer Baureihen und auch

aufgrund der Tatsache, dass

Miele die Verfügbarkeit der

funktionswichtigen Ersatzteile

bis zu 15 Jahre nach

Auslauf der betreffenden Geräteserie

garantiert“, so das

Unternehmen. Auf zusätzlichen

7000 Quadratmetern

entstehen unter anderem ein

zweites automatisches Kleinteilelager

und elf weitere

Rampen, an denen die Ersatzteile

zum Transport verladen

werden. In Summe erhöhe

sich die Kapazität des

ZEL durch die Erweiterung

um 50 Prozent.

Schnelle Hilfe für Geflüchtete

Angesichts der Kriegssituation in der Ukraine hat Oranier sein

Gäste­ und Schulungszentrum als Wohnunterkunft zur Verfügung

gestellt. Das Haus befindet sich auf dem ursprünglichen Betriebsgelände

in Gladenbach­Weidenhausen und bietet mit zehn Doppelzimmern

Platz für bis zu 30 Personen. Die Räume werden normalerweise

als Hotelzimmer im Rahmen von Schulungen verwendet

und sind daher komplett eingerichtet und konnten sofort bezogen

werden. „Wir arbeiten mit dem Kreis Marburg/Biedenkopf zusammen.

Sobald Flüchtlinge aus der Ukraine ankommen, nehmen wir

sie unbürokratisch auf.“, berichtet Nikolaus Fleischhacker, Geschäftsführer

der Oranier­Unternehmensgruppe, Mitte April. Die

zukünftigen Gäste sollen auf dem großzügigen Gelände zur Ruhe

kommen und Frieden finden. Für den Kontakt zur Heimat steht

WLAN zur Verfügung. „Um die schnelle, reibungslose Aufnahme

und Integration der Flüchtlinge kümmern sich einige unserer Mitarbeiter.

Ob gemeinsames Einkaufen, die Umgebung zeigen oder

einfach für Gespräche und alltägliche Belange da sein – wir wollen

alle mit anpacken und ein Zeichen setzen“, so Fleischhacker weiter.

Foto: Oranier

Die Oranier Unternehmensgruppe nimmt ukrainische Flüchtlinge

im Gästehaus auf.

5/6/2022 KÜCHENPLANER 75


Unternehmen

Gemeinsam Stärke zeigen

Blanco? Ein Big Player rund um den Wasserplatz in der Küche. E.G.O.? Der Technikinnovator

der Hausgerätebranche. B.PRO? Der Experte für Großküchen und Gastronomie.

Was diese Unternehmen eint? Sie gehören zur Blanc & Fischer Familienholding.

Und die demonstrierte nun ihre Stärke im Verbund.

Und zwar mit einem gemeinsamen Pressetag am Firmensitz

in Oberderdingen. Im Mittelpunkt standen

die aktuellen Wirtschaftszahlen für das Geschäftsjahr

2021. Das war laut Holding-CEO Bernd Eckl ebenso

schwierig wie erfolgreich. Unter dem Strich steht

ein Umsatzplus von 17,7 % auf 1,389 Mrd. Euro. „Das ist

ein fantastisches Ergebnis“, kommentierte Eckl, denn

das Unternehmen sei deutlich stärker gewachsen als

die jeweiligen Märkte. Die guten Zahlen sieht er als

Ansporn, den erfolgreichen Weg fortzusetzen. Das

Familienunternehmen mit Stammsitz im badischen

Oberderdingen will weiterwachsen, „auch wenn die

derzeitigen Bedingungen durch Krieg in der Ukraine,

Inflation und anhaltende Lieferkettenprobleme eine

Prognose nur schwer möglich machen“.

Wachstum in allen Sparten

Der Blick in die einzelnen Unternehmenssparten

zeigt Wachstum in allen Bereichen. Die E.G.O.-Gruppe

(E.G.O.) als größte Gruppe innerhalb der Familienholding

steigerte ihren Umsatz um 17,8 % auf 772,4 Mio.

Euro. Dazu beigetragen habe neben einer hohen Nachfrage

nach Küchen und Küchenkomponenten auch die

Integration der ehemals unter „Defendi“ firmierenden

Geschäftseinheit Gas.

Den größten Zuwachs verzeichnete die Blanco-Gruppe

mit 18,5 % auf 482,9 Mio. Euro. Die Gründe für das

starke Wachstum lägen im Wesentlichen im pandemiebedingten

Cocooning-Effekt und der verstärkten Investitionen

privater Haushalte in die Küche. Was für alle

Unternehmen der Gruppe gälte.

Auch die Großküchen- und Gastronomieexperten von

B.PRO konnten um 12,3 % im Umsatz zulegen. Obwohl

dieser Geschäftsbereich nicht von der Konzentration

auf die heimischen vier Wände profitiert. Grund für

Zuwachsraten der Professional-Sparte sei ein starkes

Industriegeschäft gewesen.

Mit einem Umsatz von 15 Mio. Euro schloss der Edelstahlverarbeiter

Kugel das Geschäftsjahr 2021 (plus

14,5 %), und sogar um 18,2 % auf jetzt 51,2 Mio. Euro legte

die Arpa-Gruppe mit Sitz in Frankreich zu. Der Hersteller

von Herden und Einbaukochfeldern baue derzeit

sein Produktportfolio erfolgreich aus, erläuterte Eckl.

Foto: Blanc & Fischer

„Nachhaltigkeit ist Unternehmensphilosophie, Digitalisierung Chefsache.“

Bernd Eckl, CEO der Blanc & Fischer Familienholding.

Und in allen Regionen

2021 verzeichneten alle Regionen ein Umsatzwachstum.

Mit einem Umsatz von 368,1 Mio. Euro sank der Anteil

Deutschlands am Gesamtumsatz auf jetzt 26,5 %. Die

übrigen EU-Länder steuerten mit 38,6 % oder 536,7 Mio.

Euro den größten Umsatzanteil bei. Ein sehr starkes

Wachstum von 34,0 % auf 119,1 Mio. Euro haben die übrigen

europäischen Länder erzielt. Der Umsatz der arabischen

Länder und Afrika wuchs mit 36,1 % auf 13,2 Mio.

Euro am stärksten. Die Fokus-Region Asien und Pazifik

legte um etwa 31 % auf 131,7 Mio. Euro zu und trägt damit

fast 10 % zum Gesamtumsatz bei. Die zweite strategische

Wachstumsregion Amerika ist im vergangenen

Jahr um 15 % auf 220,6 Mio. Euro gewachsen und repräsentiert

damit einen Umsatzanteil von etwa 16 %.

76 KÜCHENPLANER 5/6/2022


Neues Familienmitglied

Seit Anfang 2022 ist das Start-up „ATOLL Living

Spaces GmbH“ Teil der Blanc & Fischer-Familie. In

strategischer Partnerschaft mit dem „Company

Builder“ Brid-Gemaker soll aus dem Geschäftsmodell

ein nachhaltig profitables Unternehmen gemacht werden.

„Die Küche wandelt sich noch stärker zum Lebensraum

und ist ein Ort für Begegnungen und das

Erleben gemeinsamer Momente“, erläuterte Eckl. Atoll

gilt als „aufgehender Stern“ im Portfolio der Familienholding.

Denn die Produkte aus dem Wohn-, Möbel-

und Outdoorbereich bedienen ein Wachstumssegment.

Dazu zählen unter anderem multifunktionale

Tische mit Induktionstechnologie, die gleichzeitig als

Koch-, Ess-, Wohn- oder Arbeitstisch genutzt werden

können, oder auch hochwertige Outdoorküchen.

Digitalisierung ist Chefsache

Als weitere Fokusthemen nannte Eckl die Nachhaltigkeitsaktivitäten

(„ein fester Bestandteil der Unternehmensstrategie“)

sowie die Digitalisierung. Die

Konnektivität der Komponenten wird als zentrales

Merkmal der Küche von morgen gesehen. „Vollautomatisiert

und vernetzt – so präsentiert sich der Lebensraum

Küche künftig“, sagt Bernd Eckl. Die Stärkung

und Erweiterung der Digitalisierung und IT

über alle Unternehmensgruppen hinweg hat er deshalb

zur Chefsache erklärt. Die Einführung von SAP

S/4HANA gilt dabei als Grundlage für alle weiteren

Digitalisierungsinitiativen. Das Unternehmen erhofft

sich durch die Standardisierung von IT-Plattformen

und die weitgehende Automatisierung von Prozessen

Effizienz- und Kosteneffekte. Und zugleich eine

schnellere Entwicklung von smarten, auf die Märkte

zugeschnittenen Produkten und Geschäftsmodellen.

Ein überaus wohlbestelltes Haus übernommen

CEO Bernd Eckl präsentierte mit seinem Bilanzbericht

die Zahlen seines Vorgängers. Eckl selbst ist seit

Anfang 2022 im Amt. Als Nachfolger von Dr. Johannes

Haupt, der Ende 2021 als CEO aus dem Familienunternehmen

ausschied. „Dr. Haupt hat mir als seinem

Nachfolger ein wohlbestelltes Haus hinterlassen“,

würdigte er dessen Arbeit. Unter der Führung von

Dr. Haupt ist das Familienunternehmen zu einem international

erfolgreichen, marktführenden Zulieferer

für Küchen und Weiße Ware geworden.

Dirk Biermann

Foto: Blanco

Blanco und E.G.O.

Wie im Haupttext erwähnt, war

2021 auch für Blanco erfolgreich:

Mit einem Umsatzplus von 18,5 %

auf nunmehr 483 Mio. Euro gegenüber

Vorjahr. Das ist der

höchste jemals erzielte Wert.

CEO Frank Gfrörer (Foto) sieht

darin eine Bestätigung für den

eingeschlagenen Kurs: „Gerade

in einem schwierigen Marktumfeld

zeigt sich, dass unsere

konsequente Ausrichtung auf

ein Premium­Markenerlebnis am

Wasserplatz in der Küche sowohl

unsere Kundinnen und Kunden

aus dem Fachhandel als auch

unsere End­Konsumentinnen

und Konsumenten überzeugt“.

BLANCO setzt seit jeher auf die enge Zusammenarbeit mit seinen Fachhandelspartnern.

Hinzu kommt inzwischen der verstärkte Fokus auf Verbraucherinnen

und Verbraucher, um diese schon in der ersten Orientierungsphase

der Küchenplanung für den spürbaren Mehrwert eines

durchdachten Wasserplatzes zu inspirieren. Das Unternehmen forciert

deshalb die Kommunikation in den digitalen Endkundenkanälen und entwickelt

beispielsweise den Webshop für Ersatzteile und Zubehör für mehr

Service und Benutzerfreundlichkeit weiter: „Mit diesem hybriden Ansatz

wollen wir die Kundenfrequenz bei unseren Partnern im Fachhandel erhöhen

und die Nachfrage nach hochwertigen Systemlösungen stimulieren.

Gleichzeitig unterstützen wir den Fachhandel dabei, sich auf sein Kerngeschäft

zu konzentrieren“, erklärt Frank Gfrörer den Ansatz.

Bei der E.G.O.­Gruppe steht ebenfalls

ein dickes Plus unter dem Bilanzstrich:

Es sind fast 18 % auf

jetzt 772 Mio. Euro. Dabei musste

der badische Hausgeräte­Zulieferer

gleich zu Jahresbeginn mit massiven

Lieferproblemen als Folge der

Pandemie zurechtkommen. Weitere

unvorhersehbare Ereignisse wie die

Havarie der „Ever Given“ im Suezkanal

verschärften die Situation:

„Mehrere Container mit Zulieferteilen

für Standorte der E.G.O.­Gruppe

waren an Bord des Schiffes und

wurden natürlich nicht termingerecht

geliefert. Gleichzeitig führte

die knappe Verfügbarkeit wichtiger

Materialien am Weltmarkt zu großen

Kostensteigerungen, die das Ergebnis

drückten“, erklärte CEO Dirk Schallock (Foto). Dass die Unternehmensgruppe

das Jahr dennoch mit einem Rekordumsatz beendete, läge

maßgeblich an der neuen Unternehmensstrategie „Local­for­Local“. Diese

soll E.G.O. laut eigenen Angaben weltweit zum priorisierten Geschäftspartner

für Kunden im Weiße­Ware­Geschäft machen. Um Kunden vor Ort

möglichst schnell und optimal bedienen zu können, baue man das eigene

Produktions­ und Entwicklungsnetz in immer mehr Ländern aus. Als weiteren

Erfolgsfaktor nannte Dirk Schallock die „Business Units“. In diesen

fünf nach Produktgruppen ausgerichteten Units sind alle Funktionen konzentriert,

die für die Produkt­Marktbearbeitung wichtig sind.

Foto: E.G.O.

5/6/2022 KÜCHENPLANER 77


Unternehmen

Bilanzberichte 2021

Ein umsatzstarkes Jahr

(Teil 2)

Schon in der Ausgabe KÜCHENPLANER 3/4 2022 hatten wir

in ausgewählte Bilanzen geblickt und festgestellt: Rekorde

allerorten, teils mit zweistelligen Zuwachsraten im Umsatz.

Hier einige weitere Berichte aus den Unternehmen.

Foto: Biermann

78 KÜCHENPLANER 5/6/2022


Foto: Schmidt Küchen

719 Mio. Euro

Produktionsumsatz

meldet

Schmidt Küchen

für 2021. Immer

häufiger werden

Wohnmöbel

gefertigt.

Wohnwelten treiben den Umsatz

Die deutsch-französische Schmidt Groupe erzielte im Geschäftsjahr

2021 die besten Zahlen der Unternehmensgeschichte.

Der Produktionsumsatz des Herstellers von

Möbeln für Küche, Bad und Wohnen stieg um 27 % auf

jetzt 719 Mio. Euro. Der Handelsumsatz mitsamt der über

die Gruppe gelieferten Elektroeinbaugeräte beträgt jetzt

1,91 Mrd. Euro. Das sind 18 % mehr im Vergleich zum Vorjahr

und ebenfalls ein Rekord. Neben dem Küchensektor

habe sich das Geschäftsfeld der Wohnwelten besonders

stark entwickelt, berichtet das Unternehmen. Mit Steigerungsraten

von durchschnittlich 30 % pro Jahr.

Ausstatter des ganzen Hauses/ In Frankreich existierten

beispielsweise bereits Studios, die ausschließlich

Wohnwelten führten, erläutert Wolfgang Thorwart,

Geschäftsführer der zur Gruppe gehörenden Schmidt

Küchen GmbH & Co. KG. Er meint: „Das zeigt deutlich,

dass wir als Ausstatter des ganzen Hauses unseren

Partnern einen klaren Wettbewerbsvorteil und einen

zusätzlichen Wachstumsmotor an die Hand geben können.“

Mittlerweile vertreiben 809 exklusive Partnerhäuser

die Marke Schmidt sowie in Frankreich und

Belgien zudem noch das Label „ cuisinella“. Vertreten

ist der Konzern in 27 Ländern rund um den Globus. In

Deutschland bieten 35 exklusive Fachhändler eine individuelle

Möblierung auf Maß an.

Boom bei den Mitarbeiterzahlen/ Auch die Belegschaft

hat sich vergrößert. Das Unternehmen hat mittlerweile

1787 Mitarbeiter – so viele wie nie zuvor. In

Deutschland legte man sogar um 30 % zu. Am Stammsitz

in Türkismühle sind nun 220 Arbeitnehmer tätig. Im

Werk im Saarland wurde die Produktionskapazität nach

Unternehmensangabe um 40 % erhöht. Weiterhin vollzog

die Kurve der Betriebsangehörigen mitsamt den Angestellten

aus den Studios eine Steigerung um 217 Mitarbeiter

auf nun 7925 Beschäftigte. Der Spezialist für maßgefertigte

Möbel kann damit in den vergangenen zehn

Jahren einen Mitarbeiteranstieg von 39 % vermelden.

Die Nr. 5 in Europa/ Das in dritter Generation von

Anne Leitzgen geführte Unternehmen bleibt mit diesen

Zahlen nach eigenen Berechnungen weiterhin der

fünftgrößte europäische Küchenhersteller. Insgesamt

wird auf einer Fläche von rund 210 000 Quadratmetern

produziert. Überwiegend im Elsass. Drei Werke befinden

sich in Sélestat, eines am Hauptsitz in Lièpvre und

eines in Türkismühle. Zudem gibt es ein Logistikzentrum

in Bergheim.

Die Gruppe investierte im Vorjahr 29 Mio. Euro in

die Möbelfabriken. Damit stieg die Gesamtsumme der

Investitionen in den zurückliegenden fünf Jahren auf

149 Mio. Euro.

BSH wächst überall

Hausgerätekonzern BSH hat 2021 erneut einen Rekordumsatz

erzielt. Er liegt bei 15,6 Mrd. Euro und damit

um 12 % höher als im Vorjahr. Erwirtschaftet wurde

er in allen Produktkategorien und Weltregionen. In

Euro pa bleibt die BSH nach eigenen Aussagen Marktführer.

Im vergangenen Jahr wuchs der Umsatz hier

um 9 %. Speziell die großen westeuropäischen Märkte

wie Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien,

Italien sowie Nordeuropa und die Türkei erzielten

ein gutes Wachstum. Für die Gesamtregion Asien-Pazifik/Afrika

erreichte der Konzern ein Umsatzwachstum

von 18 %. Auf dem chinesischen Markt, dem größten

der Region, stiegen die Erlöse um 17 %. Damit bleibt

die BSH dort „der führende, nicht-chinesische Hersteller

von Hausgeräten“. In der Region Amerika (USA,

Kanada) konnte die BSH mit 23 % ebenfalls stark zulegen.

Von diesen Entwicklungen berichtete das Führungsteam

der BSH im Rahmen eines virtuell übertragenen

Jahresgesprächs. Rede und Antwort standen

Dr. Carla Kriwet (CEO und zu diesem Zeitpunkt noch

5/6/2022 KÜCHENPLANER 79


Unternehmen

Die Geschäftsführung

der BSH

zum Zeitpunkt

der Bilanzpressekonferenz

im April 2022

(Foto von links):

Dr. Matthias

Ginthum (Chief

Markets Officer),

Lars Schubert

(Chief Operating

Officer),

Dr. Carla Kriwet

(CEO und Vorsitzende

der Geschäftsführung)

und Gerhard

Dambach

(Chief Financial

Officer).

Foto: BSH

bei der BSH im Amt), Matthias Ginthum (CMO), Dr.

Gerhard Dambach (CFO) und Lars Schubert (COO seit

dem 1. April).

20 % mehr Kältegeräte/ Die Marken der BSH, dazu

zählen unter anderem Bosch, Siemens, Neff, Constructa

und Gaggenau, profitierten 2021 von der weltweit unverändert

hohen Nachfrage nach hochwertigen Hausgeräten.

Stärkster Umsatztreiber im Geschäftsjahr

2021 war die Produktkategorie Kälte mit einem Zuwachs

von 20 %, gefolgt von der Produktkategorie Kochen

(Backöfen + 14 %, Kochfelder und Ventilation

+ 13 %). Bei der Wäschepflege wuchs der Umsatz um

9 %. Spülen konnte um 7 % zulegen. Positiv ent wickelten

sich auch die Kleingeräte (Consumer Products) wie

Kaffeevollautomaten, Küchenmaschinen und Staubsauger

mit 9 % Wachstum. Der Kundendienst der BHS erzielte

ebenfalls einen um 4 % höheren Umsatz im Vergleich

zum Vorjahr.

Einbaugeräte werden teurer/ Die Konzernleitung

geht davon aus, dass die globalen Ereignisse das Geschäft

im laufenden Jahr stark beeinflussen werden.

„Neben der dramatischen Situation in der Ukraine wirken

die noch nicht überwundene Corona-Pandemie, instabile

Lieferketten sowie die Halbleiter-Knappheit“, so

Dr. Carla Kriwet. Absehbar seien weitere Preissteigerungen.

Diese seien wegen der höheren Materialpreise

und der steigenden Kosten im Logistikbereich unvermeidlich.

2021 konnten 3 % des Umsatzwachstums auf

Preiserhöhungen zurückgeführt werden. Bereits im

ersten Quartal dieses Jahres wurden in Deutschland

die Preise für Sologeräte erhöht (+ 3 %), im Juli folgen

Preiserhöhungen für Einbaugeräte (+ 8 %).

Umsatzsteigerung auch in kleineren Märkten/

Langfristig will der Hausgerätekonzern den Umsatz

auch in Märkten steigern, die heute noch vergleichsweise

klein sind, in denen aber eine hohe Zunahme

der Nachfrage erwartet wird. Matthias Ginthum,

Chief Markets Officer: „In Europa möchten wir unsere

Marktführerschaft weiter ausbauen. In Amerika ist

unser Wachstumskurs darauf ausgerichtet, vor allem

für Konsumentinnen und Konsumenten im Luxus- und

Premiumsegment die erste Wahl zu sein. Auch in China

wollen wir als Innovationsführer im Premium- und

mittleren Preissegment unsere starke Marktposition

weiter ausbauen. Afrika und Indien sind zentrale

Standorte für die Umsetzung unserer Wachstumsstrategie.

Während wir in Chennai in Indien bereits produzieren,

startet in Ägypten derzeit der Bau unserer ersten

Fabrik auf dem afrikanischen Kontinent.“ Die BSH

produziert derzeit in 40 Fabriken und ist in rund 30

Ländern vertreten.

62 400 Mitarbeitende weltweit/ Zum Ende des Jahres

2021 beschäftigte die BSH weltweit 62 400 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter – rund 4 % mehr als im

Vorjahr. Der Anstieg sei insbesondere auf Neueinstellungen

im Fertigungsbereich aufgrund der gestiegenen

Nachfrage zurückzuführen.

Investitionen in neue Standorte/ Mit dem Ausbau

lokaler Entwicklungszentren in den Regionen und den

erweiterten bzw. neuen Produktionsanlagen in China,

Ägypten und Mexiko will die BSH den eigenen Anspruch

unterstreichen, noch stärker auf spezifische

Bedürfnisse der Konsumentinnen und Konsumenten

in unterschiedlichen Märkten einzugehen. „Gleichzeitig

werden durch regionale Produktion Transportwege

und Lieferketten verkürzt, was einen wesentlichen Beitrag

zur Reduktion der CO 2

-Emissionen ermöglicht“,

teilt das Unternehmen mit.

Forschung und Entwicklung gestärkt/ Die Ausgaben

für Forschung und Entwicklung stiegen im Jahr

2021 um 47 Mio. Euro auf 755 Mio. Euro bzw. 5 % des Gesamtumsatzes.

Auch soll der Fokus auf konsumentenzentrierten

Innovationen, IoT-Lösungen sowie der Digitalisierung

der gesamten Wertschöpfungskette und

dem Aufbau einer funktionsfähigen Kreislaufwirtschaft

liegen. „Nachhaltigkeit ist keine Frage des Life-

80 KÜCHENPLANER 5/6/2022


styles, und Nachhaltigkeit und Profitabilität sind für

mich kein Widerspruch“, betonte Dr. Carla Kriwet. Im

Gegenteil: „Unsere Investitionen in nachhaltige Prozesse

und Produkte zeigen nicht nur eine unternehmerische

Verantwortung, sondern zahlen sich auch aus.“

Mehr Kühlen, weniger Gefrieren

Kühlen, Gefrieren und Weinlagerung. Das sind die

Themen, die in der Küchenbranche mit Liebherr verknüpft

sind. Die Geschäftsfelder der Firmengruppe reichen

jedoch weit darüber hinaus. Mit einem Umsatz

von 11,64 Mrd. Euro im vergangenen Jahr. Das sind

12,6 % mehr als 2020. Rund 8 Mrd. Euro Umsatz werden

in den Produktsegmenten Erdbewegungsmaschinen,

Materialumschlagmaschinen, Spezialtiefbaumaschinen,

Mobil- und Raupenkrane, Turmdrehkrane,

Betontechnik und Mining erwirtschaftet. Das Plus in

diesen Segmenten belief sich im vergangenen Jahr auf

17 %. Mit den Produktsegmenten Maritime Krane, Aerospace

und Verkehrstechnik, Verzahntechnik und Automationssysteme,

Kühl- und Gefriergeräte sowie Komponenten

und Hotels erzielte das Unternehmen einen

Gesamtumsatz von gerundet 3,6 Mrd. Euro. Was einem

Zuwachs von 3,9 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Positives Jahresergebnis/ Das Jahresergebnis

konnte ebenfalls gesteigert werden und wird für 2021

mit 545 Mio. Euro ausgewiesen. Zum Stichtag 31. Dezember

2021 arbeiteten 49611 Personen für die jeweiligen

Unternehmen der Gruppe. Das sind 1686 mehr als

Von der kürzlich eingeführten neuen Generation Einbaugeräte

erhofft sich Liebherr viel.

im Jahr zuvor. Investitionen in Höhe von 742 Mio. Euro

flossen in die Produktionsstätten und das weltweite

Vertriebs- und Servicenetz. Die Investitionen erhöhten

sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 137 Mio. Euro.

Kühl-/Gefriersparte wächst um 4,4 %/ Der Blick

in den 90 Seiten starken Geschäftsbericht zeigt Details

zu den Kühl- und Gefrieraktivitäten. Der Umsatz mit

den Geräten der Weißen Ware belief sich 2021 demnach

auf 1,051 Mrd. Euro. Das entspricht einer Steigerung

um 44 Mio. Euro oder 4,4 % im Vergleich zum Vorjahr.

Ein Großteil des Wachstums geht auf das Konto des Bereichs

Kühlen. Für die Gefrier-Sparte meldet Liebherr

eine „Negativentwicklung“, die aber auch wohl mit

einer temporären Sättigung der Konsumenten zusammenhängen

könnte. Im ersten Jahr der Corona-

Pandemie stiegen die privaten Investitionen in Gefrierschränke

sprunghaft an.

Rückgang in Deutschland/ In Deutschland, dem

wichtigsten Kühl- und Gefriergerätemarkt für Liebherr,

sei die Entwicklung rückläufig gewesen. Bezogen

auf ganz Europa konnten leichte Umsatzsteigerungen

erzielt werden. Diese seien vor allem auf das Wachstum

in Bulgarien, Frankreich und Spanien zurückzuführen.

Auch die Nicht-EU-Länder, darunter besonders

die Schweiz, die Türkei und das Vereinigte Königreich,

sorgten für eine insgesamt positive Entwicklung. Während

die Region Nordamerika von deutlichen Wachstumsimpulsen

aus den USA und Kanada geprägt

wurde, entwickelte sich der Umsatz in Mittel- und Südamerika

ein weiteres Jahr rückläufig. Im Nahen und

Mittleren Osten konnte Liebherr deutliche Zuwächse

erzielen, insbesondere getrieben durch Steigerungen

in Israel, Saudi-Arabien und Südafrika. In Asien und

Ozeanien wurden Umsatzrückgange in Japan und Indonesien

durch Zuwächse im indischen Markt sowie in

Taiwan und Vietnam ausgeglichen.

Weitere deutliche Zuwächse erwartet/ Für das

kommende Geschäftsjahr erwartet Liebherr im Produktsegment

der Kühl- und Gefriergeräte erneut ein

deutliches Umsatzwachstum. Beitragen soll dazu auch

die komplett erneuerte Einbaugerätereihe mit Geräten

vom „hochwertigen Einstiegs- bis hin zum Luxussegment“.

Durch die aktuell noch nicht abschätzbaren

Folgen des Krieges in der Ukraine sei eine abschließende

Bewertung zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht

möglich.

Foto: Biermann

Haier in Europa die Nummer 4

Haier Europe erzielte 2021 einen Umsatz

von 2,8 Mrd. Euro. Das entspricht einer

Steigerung von 20 % im Vergleich zum

Vorjahr. Damit sei das Unternehmen nun

die Nummer 4 unter den Hausgeräteherstellern

in Europa, so die Selbsteinschätzung.

Die strategische Zukunftsvision für

Europa ist weiterhin klar: „Haier will seine

Führungsposition im Bereich Konnektivität

und IoT nutzen, um unter die drei

führenden Haushaltsgerätehersteller in

Europa zu kommen“, heißt es in einer Mitteilung.

Das Wachstum in 2021 sei auf die

Foto: Haier Europe

Yannick Fierling,

CEO von Haier Europe

5/6/2022 KÜCHENPLANER 81


Unternehmen

Optimierung des Mehrmarkenportfolios zurückzuführen.

Konkret sind es die Marken Candy, Hoover und

Haier, mit denen die „Bedürfnisse verschiedener Nutzergruppen“

erfüllt werden. „Der Anteil der High-End-

Verkäufe konnte in Europa deutlich wachsen“, heißt

es. Dabei spielen Smarthome-Lösungen eine besondere

Rolle. Laut Yannick Fierling, CEO von Haier Europe,

will das Unternehmen auch in Zukunft die Verbreitung

von IoT-Ökosysteme und vernetzten Endgeräten vorantreiben.

Die Zahl der registrierten Nutzer der „hOn“-

App liege derzeit bei 4,5 Millionen.

Konzern mit 33 Mrd. Euro Umsatz/ Der chinesische

Hauskonzern Haier gilt als größter Haushaltsgerätehersteller

weltweit mit einem Umsatz von 33 Mrd. Euro

in 2021. Für das vergangene Jahr meldet die Konzernzentrale

in Plus von 15,8 %. Das Geschäft außerhalb des

chinesischen Marktes legte 2021 um 13 %. Der Umsatz

stieg hier auf 16,3 Mrd. Euro. Davon wurden wie erwähnt

2,8 Mrd. Euro in Europa erwirtschaftet. Sitz von

Haier Europe ist in Italien.

Rekordumsatz getoppt

Fast 20 % Umsatzplus im Geschäftsjahr 20/21, nun ein

erneuter Zuwachs im einstelligen Prozentbereich. Das

Franchisesystem Küche&Co sieht sich mit dem Ergebnis

des Geschäftsjahrs 21/22 voll auf Kurs. André Pape,

Geschäftsführer bei Küche&Co, erklärt: „Wir sind stolz

darauf, dass wir vor dem Hintergrund eines sehr guten

Vorjahres trotz schwieriger Bedingungen erneut nicht

nur Aufträge, sondern auch Umsatz steigern konnten.

Durch vorausschauende Planung, gute Lieferantenbeziehungen,

gezielte Kundenkommunikation und Nutzung

von Konzernsynergien konnten wir das erreichen.

Unser Dank geht an alle Mitarbeiter und Franchisenehmer

für ihren herausragenden

Einsatz.“ Und

er ergänzt: „Wir blicken

wirklich auf ein besonders

gutes Geschäftsjahr

zurück, denn wir

konnten nicht nur das

Rekordjahr 2020/21 toppen,

sondern haben auch

die Studiozahl erhöhen

können. Auch für das

kommende Geschäftsjahr

2022/2023 sind bereits

weitere Studioeröffnungen

terminiert.“

Digitalen Service verankert/ Ein weiterer Grund für

den Erfolg sei, dass Küche&Co seine Digitalkompetenz

bereits seit Jahren als Teil seiner Unternehmensstrategie

versteht. „Digitale Services wie z. B. Onlineverkauf

per Videochat haben sich bei Franchisepartnern

und Kunden nicht nur in der Pandemiezeit bewährt,

sondern sind fester Bestandteil des Küche&Co-Systems

geworden“, berichtet das Unternehmen. Der Bereich

Digitalisierung werde kontinuierlich ausgebaut

und das Wissen durch die hauseigene Akademie allen

Franchise partnern vermittelt.

Elf Standorte in Österreich/ Auch die Schwester in

Österreich kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr

zurückblicken: Im Vergleich zum Vorjahr wurde hier

sogar eine zweistellige Steigerung beim Systemumsatz

erzielt. „Damit können wir auf das beste Jahr unserer

Geschichte zurückschauen“, berichtet Kai Giersch, Geschäftsführer

von Küche&Co Österreich. Am Ende des

Geschäftsjahres gehörten elf Standorte zum System in

Österreich. Weitere Eröffnungen seien im laufenden

Geschäftsjahr terminiert.

Foto: Küche&Co.

André Pape, Geschäftsführer

Küche&Co.

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82 KÜCHENPLANER 5/6/2022


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5/6/2022 KÜCHENPLANER 83


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