23.06.2022 Aufrufe

kompack 03 22

Erfolgreiche ePaper selbst erstellen

Machen Sie aus Ihren PDF Publikationen ein blätterbares Flipbook mit unserer einzigartigen Google optimierten e-Paper Software.

<strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

32 Jahre KOMPACK<br />

191. Ausgabe<br />

w w w . k o m p a c k . i n f o<br />

Österreichische Post AG MZ 02Z<strong>03</strong>2071 M, Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5, 1<strong>03</strong>0 Wien


WE THINK<br />

THE<br />

INSIDE<br />

BOX.<br />

Ihr Produkt. Genau darauf kommt es an, wenn wir bei Dunapack<br />

Packaging Verpackungslösungen entwickeln und produzieren,<br />

die einfach passen. Die Komplexität unserer Aufgaben verlangt<br />

zunehmend nach Lösungen „outside the box“. Im Mittelpunkt<br />

unseres Denkens steht aber immer noch „inside the box“.<br />

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, was wir für Sie tun<br />

können, dann schenken Sie uns 10 Minuten - und wir schenken<br />

Ihnen 166 Jahre Erfahrung und Know-how eines<br />

Familienunternehmens, das die gesamte Wertschöpfungskette<br />

im Verpackungsgeschäft abdeckt. Besuchen Sie uns einfach<br />

unter: www.dunapack-packaging.com/at


An&fürsich ........................................................................................ 4<br />

Meine Meinung<br />

World Star ........................................................................................... 6<br />

Sonderpreise<br />

The Power of Less ............................................................................ 8<br />

Im Gespräch mit Mag. Dieter Glawischnig<br />

AustroVin ......................................................................................... 9<br />

News von der Messe<br />

Schwarzbrenner .............................................................................. 14<br />

und Schmetterlinge<br />

PROPAK ...................................................................................... 16<br />

Ein krisenrobuster Industriezweig zieht Bilanz<br />

LogiMAT ............................................................................ 17<br />

Kurzer Rückblick<br />

Hebehilfen für ............................................................................... 19<br />

Technologieführer<br />

Fit für die Verpackungszukunft ................................................ 30<br />

Im Gespräch mit Manfred Stanek<br />

Kreislaufwirtschaft ... ............................................................... 32<br />

gegen Klimakrise<br />

DFTA AWARD .......................................................................... 34<br />

Gewinner<br />

Open the Future ......................................................................... 36<br />

Intelligente Wellpappeverpackungen liegen im Trend.<br />

Logett investiert weiter .............................................................. 38<br />

News aus Frastanz<br />

Rondo gewinnt ... .......................................................................... 39<br />

mehrfach<br />

Planbare Autonomie ... ..................................................................... 40<br />

für AMR<br />

Wellpappebranche .......................................................................... 42<br />

Solides Wachstum - extremer Kostendruck<br />

Neue Stiegl-Displays ...................................................................... 43<br />

Zölibat im Regal<br />

Intralogistik .................................................................................... 44<br />

Auer und Trapo präsentieren Neuigkeiten<br />

250.000 Tonnen Kunststoff ... ...................................................... 48<br />

Einsparung<br />

Die Zukunft des Einzelhandels ........................................................ 50<br />

3D-Druck aus recyceltem Meeresplastik<br />

FINAT befreit den Tiger ................................................................ 51<br />

Tiger-Etikett gewinnt beim diesjährigen FINAT-Award<br />

Maßgeschneiderte Kreislaufwirtschaft ......................................... 52<br />

Im Gespräch mit Mag. Stefan Chalupnik<br />

Künstliche Intelligenz in Echtzeit .................................................. 53<br />

Digitalisierungslösungen sind der Schlüssel zum Erfolg<br />

Tonne oder Sack? ............................................................................. 54<br />

Hauptsache Gelb<br />

EFAFLEX ....................................................................................... 56<br />

1. Platz beim „Top Service Award“<br />

FachPack ............. ............................................................................ 58<br />

Vorfreude auf das Event<br />

Impressum<br />

Frankfurt<br />

Crailsheim<br />

Freilassing<br />

Redaktionsbüro: Paulusgasse 15, A-1<strong>03</strong>0 Wien, Anzeigenbüro Wien: Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5,<br />

A -1<strong>03</strong>0 Wien • Telefon: 01/712 20 36 FAX: 01/712 20 36-99<br />

Mail: <strong>kompack</strong>@gmx.at • www.<strong>kompack</strong>.info • Objekt- und Redaktionsleitung: Harald Eckert •<br />

Redaktionelle Mitarbeiter dieser Ausgabe: Petra Schwarz, Bernd Neumann • Herbert Wallner<br />

Medieninhaber und Herausgeber: Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 146/7a/2, A-1<strong>03</strong>0<br />

Wien • Belichtung und Druck: Druckwerk Stockerau 2000 Stockerau/Bösmüller •<br />

Einzelpreis: EURO 4,36 - Jahresabo Inland: EURO <strong>22</strong>,--, Ausland: EURO 30,52- DVR#0578398<br />

KOMPACK ist Mitglied des österreichischen Presserates.<br />

Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Broschüren, Grafiken und Ablichtungen<br />

übernimmt der Verlag keine Haftung. Mit der Zusendung verzichtet der Absender<br />

im Falle der vollständigen und teilweisen Veröffentlichung auf jedwedes Honorar<br />

oder sonstiges Veröffentlichungsentgeld.<br />

INHALT<br />

20 News von der IFFA<br />

46 Größte Investition<br />

in der Firmengeschichte<br />

57 Nachhaltig und digital<br />

Cover<br />

<strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

32 Jahre KOMPACK<br />

191. Ausgabe<br />

w w w . k o m p a c k . i n f o<br />

Österreichische Post AG MZ 02Z<strong>03</strong>2071 M, Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5, 1<strong>03</strong>0 Wien<br />

Verein Getränkekarton Austria<br />

Brucknerstraße 8 /<br />

Mezzanin / 4A<br />

A-1040 Wien<br />

Tel:: +43 664-38 18 656<br />

office@getraenkekarton.at<br />

www.getraenkekarton.at<br />

Mehr auf Seite: 54


AN&FÜRSICH ... ...<br />

Nomagic wird Partner<br />

von Reesink Logistic<br />

Das auf intelligente Pick-and-Place-Roboter<br />

spezialisierte Startup Nomagic ist neuer<br />

Partner der Reesink Logistic Solutions Division<br />

(RLS) für die Automatisierung von<br />

Wareneingang und Kommissionierung in<br />

AutoStore-Projekten. Der Kooperationsvertrag<br />

wurde am im Rahmen der LogiMAT in<br />

Stuttgart auf dem RLS-Stand unterzeichnet.<br />

Damit profitiert RLS für einen Zeitraum von drei Jahren von<br />

den einzigartigen Vorteilen der auf künstlicher Intelligenz basierenden<br />

Robotik-Lösungen von Nomagic, mit denen die<br />

AutoStore-Systeme effizient ergänzt werden können. Auch die zur RLS<br />

gehörenden Unternehmen Lalesse Logistic Solutions in den Niederlanden<br />

und AM Logistic Solutions in Deutschland profitieren von der Partnerschaft.<br />

Foto: Studio Florian<br />

… finde ich die Idee des Klimatickets ja gut und habe noch<br />

mit Frühbucherbonus auch mir eine solche Karte besorgt.<br />

Und ja - mit dem Ticket in der Tasche nutze ich auch in Wien<br />

viel öfters die Öffentlichen als bisher - soweit so gut.<br />

Ein Problem ist natürlich, dass wieder einmal zu viel<br />

versprochen wurde - der CAT in Wien gehört zwar auch zu<br />

allen öffentlichen Verkehrsmitteln (die ich laut Werbung alle<br />

gratis nutzen kann) gilt aber als erste Klasse - und ist somit<br />

nur gegen Aufpreis von 6 Euro benutzbar. Nett, dass ich am<br />

gleichen Abend noch eine Sonderaktion CAT Wien<br />

Schwechat und retour (also 2 Fahrten) für 11 Euro im Internet<br />

entdeckt habe - ohne Klimaticket also billiger als mit …<br />

Aber auch die Bahn tut das ihre dazu, einem das Bahn fahren<br />

nicht leicht zu machen. Wenn bei einem Nachtzug rund eine<br />

Stunde vor der Abfahrt ein Mail gesendet wird - leider<br />

entfällt in diesem Nachtzug der Liegewagen - es gibt nur<br />

Sitzplätze … . Wir waren dann sechs Männer in einem<br />

normalen Abteil.<br />

Bei der Vertragsunterzeichnung: Tristan d‘Orgeval, CSO of<br />

Nomagic, Panagiotis Papamanoglou, COO of Nomagic, Norbert<br />

Golz, Managing Director AM Logistic Solutions, Gert Bossink,<br />

Division Director Reesink Logistic Solutions, Kacper<br />

Nowicki, CEO of Nomagic und Machiel van den Hazelkamp,<br />

Managing Director Lalesse Logistic Solutions<br />

„In Zusammenarbeit mit Nomagic können wir unseren Kunden längere<br />

Betriebszeiten für ihre AutoStore-Systeme sowie mehr Flexibilität bei<br />

Kommissionierung und Wareneingang bieten. Das bringt die Lagerautomatisierungssysteme<br />

näher zusammen, beschleunigt die logistischen<br />

Prozesse und reduziert letztlich die Kapitalbindung der Lagernutzer in<br />

ihrem Produktportfolio“, erklärt Gert Bossink, Vice President von Royal<br />

Reesink und Division Director von Reesink Logistic Solutions.<br />

„Die Partnerschaft mit Reesink Logistic Solutions ist ein weiterer Meilenstein<br />

für Nomagic, der den Weg zu vielen potenziellen Kunden und<br />

Projekten in Europa öffnen wird. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit<br />

mit RLS bei integrierten Automatisierungsprojekten, um die Autonomie<br />

und Leistungsfähigkeit unserer Lösungen und Technologien in<br />

der DACH-Region und den Benelux-Ländern zu demonstrieren“, betont<br />

Nomagic-CEO Kacper Nowicki.<br />

Die Zusammenarbeit zwischen Nomagic und RLS – vertreten durch die<br />

deutsche AM Logistic Solutions – hat sich bereits vor der Vertragsunterzeichnung<br />

bewährt: Gemeinsam gewannen die beiden Partner die Ausschreibung<br />

für ein automatisches AutoStore-Lager bei einem Kontraktlogistiker.<br />

AM Logistic Solutions und Nomagic konnten sich gegen die<br />

größten Wettbewerber in Deutschland durchsetzen.<br />

Mehr unter: reesinkls.com<br />

4 <strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

Mehr über die LogiMAT<br />

lesen Sie auf Seite 17<br />

Als kleines Bonmot ist dann in Vorarlberg das gemietete<br />

Rail&Drive Auto ganz einfach kaputt gewesen … Ein<br />

zweites Auto war nicht da - also Taxi - man hat ja Termine<br />

einzuhalten.<br />

Nächste Bahnfahrt - Wien München - über 2,5 Stunden<br />

Verspätung - das ist fast nochmals die Fahrtzeit …<br />

Bei der nächsten Bahnfahrt dank dem Einsatz eines<br />

Schaffners gerade noch erreicht, dass der Anschlusszug auf<br />

mich gewartet hat, da wir in Deutschland mit einem ICE<br />

rund 30 Minuten Verspätung hatten (ansonsten hätte ich auf<br />

Kosten der Bahn eine Nacht in Berlin verbringen dürfen -<br />

war der letzte Zug nach Wien) - wäre dann praktisch einen<br />

Tag später in Wien gewesen.<br />

Noch schlimmer traf es Reisende (laut Kronen Zeitung) von<br />

Österreich in den Süden Italiens - kein WC.<br />

Klimaticket hin und her - wenn dann auch noch wegen Überfüllung<br />

der Züge Leute aus den Zügen geworfen werden …<br />

Also Grundidee war ja wirklich wieder einmal gut, aber<br />

irgendwie wird Bahn fahren immer mehr etwas für Menschen<br />

mit viel Zeit und einem gewissen Hang zum Abenteuer. Da<br />

nutzen dann auch günstigere Preise wie beim Klimaticket<br />

oder 9 Euro Tickets in Deutschland nichts mehr.<br />

Eigentlich schade meint Ihr<br />

Ihr Harald Eckert


Displays und Verpackungen<br />

aus Leidenschaft<br />

Margarethner Verpackungsgesellschaft m.b.H. · T 0<strong>22</strong>30/24300 · office@mvg.co.at · www.mvg.co.at · Folgen Sie uns:


AUSZEICHNUNG<br />

WorldStar Awards - Sonderpreise<br />

Anfang Mai fand die Preisverleihung des WorldStar Packaging Awards in<br />

Mailand statt. Von 440 Einreichungen aus 37 Ländern wurden zwei mit dem<br />

Green Packaging Star Award ausgezeichneten Produkte auch zum Sieger in<br />

einer der vier Sonderkategorien des „World Stars“ ausgezeichnet. Das „rPET<br />

Schulmilch Becher Projekt“ aus Oberösterreich wurde mit dem Sustainability<br />

Award in GOLD als weltweit nachhaltigste Verpackungslösung ausgezeichnet.<br />

GOLD als weltweit nachhaltigste Verpackungslösungen ausgezeichnet. Der<br />

Presidents Award in Gold ging an Mondi für Functional Barrier Papers - ein<br />

komplettes Sortiment an recycelbaren Barrierepapieren für nachhaltige Verpackungslösungen.<br />

In Oberösterreich ist bereits<br />

Realität, was viele als Ziel für<br />

die Zukunft formulieren: die<br />

umweltfreundliche Verpackung<br />

aus recyceltem Material, die wieder<br />

zur hochwertigen Verpackung<br />

für Lebensmittel recycelt wird. Das<br />

Vorzeige-Projekt zeigt, dass Kreislaufwirtschaft<br />

in der Kunststoffund<br />

Verpackungsbranche möglich<br />

ist. „Dass die World Packaging Organisation<br />

den goldenen Nachhaltigkeitspreis<br />

ausgerechnet unserer<br />

recyclingfähigen und recycelten<br />

Kunststoffverpackung verliehen<br />

hat, macht uns sehr stolz“, freut<br />

sich Markus Fellinger, Spartenleiter<br />

von Starlinger viscotec, über die<br />

Auszeichnung. „Hohe Recyclingraten,<br />

wie sie für Getränkeflaschen<br />

schon etabliert sind, müssen wir<br />

auch für andere Lebensmittelverpackung<br />

wie Joghurtbecher und Schalen<br />

erreichen. Verpackungen aus recyceltem<br />

PET sind nachhaltig, weil<br />

dieses Material praktisch unendlich<br />

oft und in hoher Qualität recycelt<br />

werden kann.“<br />

Optimale Recyclingfähigkeit<br />

Optimale Recyclingfähigkeit<br />

der Verpackung ist demnach die<br />

erste Voraussetzung für einen geschlossenen<br />

Verpackungskreislauf.<br />

Unter dieser Prämisse wurde für<br />

die Schulmilch ein Becher entwickelt,<br />

der unbedruckt ist und aus<br />

recyceltem PET (rPET) hergestellt<br />

ist. Die Zusammenarbeit aller Bereiche<br />

des Recycling-Kreislaufs ist<br />

die zweite Voraussetzung, um das<br />

gesammelte Bechermaterial nach<br />

Gebrauch zu recyceln. Die Schulmilchbauern<br />

und drei oberösterreichische<br />

Unternehmen schaffen es<br />

gemeinsam, aus den gesammelten<br />

Verpackungen wieder neue rPET<br />

Schulmilchbecher herzustellen: Die<br />

Recyclingtechnologie kommt von<br />

Starlinger viscotec aus St. Martin<br />

im Mühlkreis, die Herstellung der<br />

lebensmitteltauglichen rPET Folien<br />

passiert bei Firma PET-MAN<br />

in Frankenburg am Hausruck und<br />

Greiner Packaging aus Kremsmünster<br />

stellt aus diesen Folie die<br />

Becher her. Seit über einem Jahr<br />

besteht dieser Kreislauf in Oberösterreich<br />

dank des rPET Bechers. Er<br />

schont Ressourcen und vermeidet<br />

CO2 Emissionen, weil er vom Becher<br />

wieder zum Becher wird.<br />

Mondi<br />

Der Presidents WAward in Gold<br />

ging an Mondi Functional Papers<br />

Einreicher: Schulmilchbauern<br />

Österreich, Starlinger & Co<br />

GmbH viscotec, PET-MAN GmbH<br />

und Greiner Packaging GmbH/<br />

www.starlinger.com,<br />

www.petman.at und<br />

www.greiner-gpi.com<br />

6 <strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

Bei der Preisverleihung:<br />

links: Sustainability Award in GOLD, rechts: Presidents Award in Gold


Functional Barrier Papers - ein komplettes Sortiment an<br />

recycelbaren Barrierepapieren für nachhaltige<br />

Verpackungslösungen<br />

Einreicher:<br />

Mondi Functional Paper & Films/www.mondigroup.com<br />

and Films. Kurzbeschreibung: Das<br />

Sortiment der funktionalen Barrierepapiere<br />

von Mondi reduziert<br />

die Menge des verwendeten Kunststoffs,<br />

indem es diesen durch einen<br />

erneuerbaren Rohstoff ersetzt, der<br />

über spezifische mechanische Eigenschaften<br />

wie Durchstoßfestigkeit,<br />

Flexibilität, Bedruckbarkeit<br />

und Barriereschutz verfügt. Die<br />

auf diese Papiere aufgebrachten<br />

Beschichtungstechnologien schaffen<br />

individuelle Barrieren gegen<br />

Fett und Wasserdampf und gewährleisten<br />

die Siegelfähigkeit. Das<br />

Portfolio eignet sich für zahlreiche<br />

Verpackungs-anwendungen in den<br />

Bereichen Trockennahrung, Tiefkühlkost,<br />

Tiernahrung, Süßwaren,<br />

Sekundärverpackungen, Spielzeug,<br />

E-Commerce, Blumenverpackungen<br />

und DIY.<br />

Mehr über alle Gewinner<br />

sehen Sie unter:<br />

www.worldstar.org<br />

KOMPACK gratuliert allen<br />

Gewinnern bei den World StarAwards<br />

und freut sich gleichzeitig, dass gleich<br />

50 Prozent der Gewinner der<br />

Spezialawards dabei an<br />

österreichische Projekte gegangen sind<br />

die den Green Packaging Star Award<br />

gewonnen haben.<br />

In der nächsten Ausgabe berichten<br />

wir über die Nominierten des Green<br />

Stars im heurigen Jahr.<br />

<strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

7


WIRTSCHAFT<br />

The Power of Less<br />

I N T E R V I E W<br />

KOMPACK sprach mit Mag. Dieter Glawischnig/ Geschäftsführer bei DS<br />

Smith Packaging Austria GmbH über aktuelle Entwicklungen am Markt. Dazu<br />

gehören natürlich Themen wie die Nachhaltigkeit und der Onlinehandel aber<br />

auch der direkte Kontakt zu den Kunden, der jetzt wieder möglich ist. Thematisiert<br />

wurde auch der Papierpreis und die Rohstoff knappheit.<br />

KOMPACK: Wie sind Sie<br />

mit der derzeitigen Marktentwicklung<br />

prinzipiell zufrieden?<br />

Mag. Glawischnig: Summa<br />

Summarum sind wir mit der<br />

derzeitigen Marktentwicklung sehr<br />

zufrieden. Der FMCG-Bereich<br />

entwickelt sich weiterhin prächtig,<br />

im Industrial- und Automotive-<br />

Bereich gibt es dann und wann<br />

Rückgänge, die aber wieder<br />

wettgemacht werden, sobald unsere<br />

Industriekunden eventuell fehlende<br />

Spare Parts oder Komponenten<br />

von ihren Lieferanten erhalten –<br />

dann schlägt das Pendel in die<br />

andere Richtung aus und sie rufen<br />

unsere Verpackungslösungen ab.<br />

KOMPACK: Der Onlinehandel<br />

gehört zu den Gewinnern im letzten<br />

Jahr. Damit ist auch die Nachfrage<br />

nach der Transportverpackung Nr. 1<br />

gestiegen. Gleichzeitig kam es zu<br />

einer Rohstoffverknappung und<br />

einer nie dagewesenen Preiserhöhungsralley.<br />

Wie konnte diese<br />

Situation bewältigt werden?<br />

Mag. Glawischnig: Die Pandemie<br />

hat das Käuferverhalten nachhaltig<br />

beeinflusst. Die Kunden haben sich<br />

an Online-Bestellungen gewöhnt.<br />

Der Boom wird anhalten. Aufgrund<br />

unserer internationalen Größe<br />

haben wir glücklicher Weise<br />

weniger mit Rohstoffverknappungen<br />

zu kämpfen als rein lokale Player.<br />

Die Kostenexplosionen bei Rohstoffen<br />

trifft alle. Unsere Kunden<br />

sind da weitgehend verständnisvoll<br />

und dankbar für die von DS Smith<br />

gebotene Versorgungssicherheit.<br />

KOMPACK: Sehen Sie ein<br />

Ende der Preissteigerungen?<br />

Mag. Glawischnig: Wenn ich<br />

das wüsste, würde ich an der<br />

Rohstoffbörse spekulieren.<br />

Spaß beiseite – ein Ende ist<br />

derzeit noch nicht in Sicht.<br />

KOMPACK: Der Onlinehandel<br />

war zwar der Gewinner der letzten<br />

Jahre – gleichzeitig waren aber<br />

immer noch viele Kunden mit den<br />

verwendeten Verpackungen noch<br />

nicht wirklich zufrieden. Gerade<br />

durch den sprunghaften Anstieg<br />

im Bereich Onlinehandel wurden<br />

oft zu schnell - nicht optimale<br />

Lösungen – vor allem zu große<br />

Lösungen - verwendet. Sehen Sie<br />

hier einen positiven Wandel?<br />

Mag. Glawischnig: ‚The Power<br />

of Less‘ ist ein Motto von DS<br />

Smith – die Verpackungsindustrie<br />

trägt da auch viel Verantwortung.<br />

Zum Beispiel, dass möglichst<br />

kleine Pakete auf die Reise<br />

geschickt werden – Stichwort<br />

CO 2 -Footprint. Unsere Designabteilungen<br />

sind auf Hochdruck<br />

in diese Richtung tätig.<br />

KOMPACK: Das Corona-<br />

Virus ist jetzt nicht mehr in<br />

aller Munde – die Masken<br />

fallen – ist dadurch wieder eine<br />

Änderung im Markt merkbar?<br />

Mag. Glawischnig: Österreich<br />

bleibt eine starke Tourismus-<br />

Nation. Mehr Tourismus,<br />

mehr Konsum, mehr Bedarf<br />

an Verpackungslösungen.<br />

KOMPACK: Allgemein wird<br />

von sehr vollen Auftragsbüchern<br />

gesprochen. Glauben Sie, dass dies<br />

auch mit Hamsterkäufen seitens der<br />

Kunden zu tun haben könnte – die<br />

sowohl Angst vor weiteren Preissteigerungen<br />

als auch vor noch<br />

mehr Rohstoffknappheit haben?<br />

Mag. Glawischnig: Da und dort<br />

dürfte dieses Phänomene durchaus<br />

auftreten. Da das Geschäft jedoch<br />

immer kurzfristiger wird, sehe ich<br />

auch das ‚Ordern auf Vorrat‘ eher<br />

als Randerscheinung. Die meisten<br />

Kunden wollen genau die Menge,<br />

die sie benötigen zur richtigen Zeit<br />

am richtigen Ort haben – und das<br />

in Topqualität. Genau das können<br />

wir - dafür ist DS Smith Experte.<br />

KOMPACK: Zu den Stärken<br />

von DS Smith Packaging Austria<br />

gehört ja auch der direkte Kontakt<br />

zum Kunden – wir sprachen in der<br />

Vergangenheit auch schon über das<br />

PackRight Centre in dem man sich<br />

mit den Kunden vor Ort treffen<br />

kann – inwieweit werden diese<br />

Treffen mittlerweile wieder<br />

realisiert.<br />

Mag. Glawischnig: Soeben hat<br />

sich eine Abordnung eines Automotive-Kunden<br />

nach intensivem<br />

Meinungsaustausch von unserem<br />

PackRight Centre verabschiedet<br />

– nicht ohne einen Folgetermin<br />

zu fixieren. Gerade diese physichpersönliche<br />

mehrstufige, interaktive<br />

Herangehensweise stellt eine<br />

gute Voraussetzung dar, um die<br />

gemeinsamen Ziele mit dem Kunden<br />

zu realisieren: Umsatz erhöhen,<br />

Kosten und Risiko senken!<br />

KOMPACK: Einige Projekte<br />

wurden während der Unsicherheit<br />

durch Corona ja nicht weiter vorangetrieben<br />

– hat sich hier die<br />

Lage wieder gebessert oder ist<br />

die Unsicherheit (Russland,<br />

Inflation) – gleich geblieben?<br />

Mag. Glawischnig: Wir bleiben<br />

trotz der genannten Unsicherheiten<br />

voll auf Kurs Richtung Kapazitätserweiterung<br />

und Automatisierung.<br />

Die wirtschaftliche Situation<br />

wird sich wieder beruhigen. Viel<br />

wichtiger ist aber die baldige<br />

Beendigung der katastrophalen<br />

kriegerischen Handlungen in<br />

der und gegen die Ukraine.<br />

KOMPACK: Kleiner Blick in die<br />

Zukunft – plant Ihr Unternehmen<br />

in näherer Zukunft Investitionen?<br />

Mag. Glawischnig: Der unmittelbare<br />

Fokus ist auf unser erfolgreiches<br />

Werk in Kalsdorf bei Graz<br />

gerichtet, in dem wir unsere Stanz-<br />

Druck- und Faltkapazitäten in<br />

modernster Weise erweitern werden.<br />

KOMPACK: Dan wünsche<br />

ich viel Erfolg dabei - und<br />

danke für das Gespräch.<br />

8 <strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

Mag. Dieter Glawischnig<br />

Foto: DS Smith Packaging Austria GmbH


AustroVin: Rapf<br />

Die Firma Rapf & CO Ges.m.b.H. und Co KG<br />

gehörte zu den zufriedenen Ausstellern der Austro<br />

Vin. Ein Highlight am Messestand war eine kompakte<br />

Lösung von P.E. Labellers – die Modular<br />

CM. Diese kompakte und robuste Etikettierlösung,<br />

ist erhältlich in vier Größen – für kleinere<br />

bis mittlere Betriebe - bis zu 9.000 Flaschen in<br />

der Stunde.<br />

| AT12-20G |<br />

: Schwebend,<br />

kontaktlos, intelligent!<br />

Freie 2D-Produktbewegung<br />

mit bis zu 6 Freiheitsgraden<br />

Die Modular CM ist eine<br />

vollständig ergonomische<br />

und automatische Etikettiermaschine<br />

mit einfach umkonfigurierbarem<br />

Layout. Die Etikettierstationen<br />

sind mit wenigen Handgriffen<br />

entsprechend ihrer Produktionsanforderungen<br />

austauschbar.<br />

Die Modular CM ist eine Maschine<br />

mit höchsten Sicherheitsstandards<br />

für die Bediener. Es gibt oben/unten<br />

Schutzvorrichtungen, die, wenn<br />

sie angehoben werden, die Maschine<br />

sofort stoppen. Die gleiche<br />

Innovation kommt bei den Kaltleimstationen<br />

zum Einsatz (Patent<br />

angemeldet). Die Produktionsgeschwindigkeit<br />

der Maschine passt<br />

sich automatisch an und variiert je<br />

nach Ein- und Auslauf der Behälter.<br />

Die Modular CM kommt vor allem<br />

in der Wein&Spirituosen- sowie in<br />

der Getränke-, Lebensmittel- und<br />

Milchindustie und im Pharmaziebereich<br />

zum Einsatz.<br />

Modulare Bauweise<br />

„Die modulare Bauweise überzeugte<br />

auch auf der Messe in Tulln<br />

die Besucher.“ erkärte Geschäftsführer<br />

Rapf. Der Geschäftsführer<br />

zeigte sich auch mit dem Verlauf<br />

der Messe zufrieden. Es waren zwar<br />

weniger Besucher als vor Corona<br />

auf der Messe – das hohe Niveau<br />

und die Anzahl der echten Interessenten<br />

stimmten Gerhard Rapf optimistisch<br />

für die Messenacharbeit.<br />

Mehr auch unter: www.rapf.at<br />

kg<br />

Schwebende<br />

Planarmover<br />

Skalierbare<br />

Nutzlast<br />

Individueller<br />

Produkttransport<br />

6D<br />

Bewegung<br />

Dynamisch<br />

mit bis zu 2 m/s<br />

Beliebiges<br />

Anlagenlayout<br />

XPlanar eröffnet neue Freiheitsgrade im Produkthandling: Frei schwebende<br />

Planarmover bewegen sich über individuell angeordneten Planarkacheln<br />

auf beliebig programmierbaren Fahrwegen.<br />

Individueller 2D-Transport mit bis zu 2 m/s<br />

Bearbeitung mit bis zu 6 Freiheitsgraden<br />

Transport und Bearbeitung in einem System<br />

Verschleißfrei, hygienisch und leicht zu reinigen<br />

Beliebiger Systemaufbau durch freie Anordnung der Planarkacheln<br />

Multi-Mover-Control für paralleles und individuelles Produkthandling<br />

Voll integriert in das leistungsfähige PC-basierte Beckhoff-Steuerungssystem<br />

(TwinCAT, PLC IEC 61131, Motion, Measurement,<br />

Machine Learning, Vision, Communication, HMI)<br />

Branchenübergreifend einsetzbar: Montage, Lebensmittel, Pharma,<br />

Labor, Entertainment, …<br />

Scannen und<br />

XPlanar direkt im<br />

Einsatz erleben<br />

<strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

9


AUSTRO VIN<br />

Ulrich Etiketten auf der AustroVin<br />

Das erfolgreiche Familienunternehmen in 5. Generation - Ulrich Etiketten und<br />

Verpackungen - einer der Top-10 Hersteller von Selbstklebeetiketten, freute<br />

sich, wie viele andere Unternehmen, seine Produkte auf der AustroVin in Tulln<br />

den Besuchern nach Corona, endlich wieder persönlich, auf einer Messe, zu<br />

zeigen. Der erstmalige Teilnehmer bei dieser Veranstaltung zog eine äußerst<br />

positive Bilanz nach dem Messeauftritt.<br />

Mit dem Besucherinteresse<br />

zeigte sich Mag. Florian<br />

Ulrich zufrieden. „Neben<br />

dem guten Besuch war für uns<br />

interessant zu sehen, dass nicht<br />

nur unsere gezeigten Etiketten die<br />

Aufmerksamkeit des Publikums erregten.<br />

Auch unsere Drucker und<br />

Etikettenspender erhielten großes<br />

Interesse.“ Die Label Applikatoren<br />

von Ulrich Etiketten können bis zu<br />

1200 Behälter pro Stunde bekleben.<br />

Dabei entstehen keine Blasen, Wellen<br />

oder Knitterfalten, so dass die<br />

fertigen Produkte eine hochwertige<br />

und professionell aussehende Verpackung<br />

haben.<br />

Einzeletiketten<br />

oder zwei verschiedene Etiketten<br />

Das Basismodell eignet sich für<br />

das Auftragen von Einzeletiketten.<br />

Der Leistungsumfang des Basismodells<br />

wurde bei dem nächsten Modell<br />

erweitert, so dass dieser ein oder<br />

zwei verschiedene Etiketten auf<br />

die Produktverpackung anbringen<br />

kann, wie dies z.B. bei Weinflaschen<br />

üblich ist. Die eingebaute LED-<br />

Anzeige gibt die Anzahl der bereits<br />

etikettierten Produkte an und der<br />

integrierter Speicher für bis zu neun<br />

verschiedene Etiketteneinstellungen<br />

für Vorder- und Rückseitenaufträge<br />

erleichtert die Bearbeitung wiederkehrender<br />

Produktionsaufträge.<br />

Wirtschaft<br />

Natürlich zeigt sich auch Ulrich<br />

Mag. Florian Ulrich und das zufriedene Messeteam<br />

von Ulrich Etiketten und Verpackungen<br />

Natürlich wurden auch viele<br />

unterschiedliiche Etiketten präsentiert<br />

Etiketten von der Preisentwicklung<br />

am Rohstoffmarkt und der<br />

Verfügbarkeit einzelner Qualitäten<br />

nicht begeistert. Mag. Florian Ulrich<br />

glaubt aber, dass die langsam<br />

besser werdende Situation darauf<br />

hoffen lässt, dass auch in diesem<br />

Bereich wieder so etwas wie Normalität<br />

einkehren wird.<br />

Neue Anlage<br />

Nach dem positiven Messeauftrit<br />

freut sich das Team von Ulrich Etiketten<br />

schon auf die FachPack im<br />

Herbst, bei der das Unternehmen<br />

natürlich als Stammgast wieder unter<br />

den Ausstellern zu finden sein<br />

wird. Auch groß ist die Vorfreude<br />

auf die neue Druckmaschine, die<br />

im Oktober installiert werden wird<br />

(mit 520mm Breite) „Diese soll die<br />

Kapazität im Offsetbereich deutlich<br />

steigern. Mit der zusätzlichen Kapazität<br />

werden wir noch flexibler<br />

produzieren können.“ erklärt Dr.<br />

Rainer Ulrich.<br />

Mehr unter: www.ulrich.at<br />

Am eigenen Label-<br />

Applikator wurden<br />

Flaschen<br />

mit, für die<br />

Messe gestalteten,<br />

Etiketten versehen.<br />

10 <strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

Die auf<br />

der Messe<br />

etikettierten<br />

Flkaschen.


INNOVATIV, NACHHALTIG<br />

UND ÖKONOMISCH.<br />

CLEVERE VERPACKUNGS-<br />

KONZEPTE VON RONDO.<br />

Eine Verpackung muss verschiedenste Transportanforderungen erfüllen,<br />

damit der Inhalt unbeschadet beim Kunden ankommt. Umso besser,<br />

wenn sie dabei auch noch ökologisch von Vorteil ist – so wie Wellpappe-<br />

Verpackungen von Rondo. Denn Wellpappe besteht zu 100% aus<br />

nachwachsenden Rohstoffen, ist mehr als 20x wiederverwertbar und<br />

vollständig recycelfähig. Außerdem wird bei Rondo jedes Verpackungskonzept<br />

individuell auf das Produkt angepasst, um die optimale<br />

Lösung innovativ, nachhaltig und ökonomisch umzusetzen.<br />

Ganz im Zeichen der Qualität!<br />

Rondo Ganahl Aktiengesellschaft I Papiere - Wellpappe - Verpackungen I www.rondo-ganahl.com<br />

<strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

11


AUSTRO VIN<br />

Premiere auf der AustroVin Tulln<br />

12 <strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

Rechtzeitig zur AustroVin Tulln konnte Marzek Etiketten+Packaging mit einer<br />

Premiere aufwarten: Messebesucher:innen konnten erstmals die neueste Innovation<br />

des Unternehmens begutachten und Digital-Offset-Hybrid-Etiketten mit allen<br />

bekannten Veredelungen bewundern, mit denen Marzek Etiketten+Packaging eine<br />

neue Ära der Etiketten-Produktion einläutet.<br />

Bei der diesjährigen AustroVin<br />

Tulln ist Marzek<br />

Etiketten+Packaging ein<br />

besonderer Coup gelungen: Nach<br />

Ausweitung seines Maschinenparks<br />

konnte das Unternehmen erstmals<br />

hochveredelte Digital-Offset-Hybrid-Etiketten<br />

in perfekter Qualität<br />

anbieten, die mit allen Finessen<br />

ausgestattet sind und Etiketten aus<br />

konventionellen Produktionsmethoden<br />

in allen Disziplinen überholen.<br />

„Ich habe mich sehr gefreut, dass wir<br />

unsere neueste Innovation erstmals<br />

auf der AustroVin Tulln präsentieren<br />

konnten. Unsere Besucher:innen<br />

waren begeistert, als sie unsere neuesten<br />

Etiketten-Produkte begutachten<br />

und sich selbst von ihrer Qualität<br />

überzeugen konnten“, berichtet KR<br />

Helga Marzek.<br />

Neue Produktionsmethode<br />

Die Möglichkeiten der neuen Produktionsmethode<br />

sind beeindruckend:<br />

Eine Vielfalt von Bedruckstoffen,<br />

mehrfache Folien- und Reliefprägungen,<br />

Reliefsiebtechniken,<br />

Speziallacke und -effekte können mit<br />

Sujetvariationen, Nummerierungen<br />

und Personalisierung kombiniert<br />

werden und bringen so das Beste aus<br />

der konventionellen und digitalen<br />

Welt zusammen. Hochwertigste Veredelungen<br />

können nun auch schon<br />

bei mittleren Auflagen und mit allen<br />

Möglichkeiten der digitalen Produktion<br />

umgesetzt werden. „Für uns bei<br />

Marzek Etiketten+Packaging gehören<br />

Innovationsgeist und das Streben<br />

nach ständigen Verbesserungen<br />

zur Unternehmens-DNA. Aus diesem<br />

Grund bin ich sehr stolz, dass<br />

es uns mit dieser neuen Produktionsmethode<br />

gelungen ist, ein neues<br />

Kapitel in der Etiketten-Produktion<br />

aufzuschlagen“, erläutert CEO Dr.<br />

Johannes Michael Wareka, 4. Generation<br />

des Familienunternehmens.<br />

Produkthighlights<br />

von Effizienz bis Öko<br />

Abgesehen von der neuen revolutionären<br />

Etiketten-Produktion konnten<br />

sich die Besucher:innen am Stand<br />

von Marzek Etiketten+Packaging<br />

natürlich auch über die gesamte<br />

Produktpalette von den unterschiedlichsten<br />

Etiketten, Weinkartonage,<br />

Flexibler Verpackung, Faltschachteln<br />

bis hin zu maßgeschneiderten<br />

Eindruck- und Etikettiertechniklösungen<br />

informieren. Ein besonderes<br />

Highlight waren die vielfältigen<br />

Öko-Materialien. „Besucher:innen<br />

konnten an unserem Messestand<br />

die unterschiedlichen umweltverträglichen<br />

Materialien kennenlernen.<br />

Etiketten - einige gezeigte Muster.<br />

Fotos rechts oben: CEO Dr.<br />

Johannes Michael Wareka und<br />

sein Team auf der Messe<br />

Gruppensieg, drei Kategorie-Siege und drei „Highly-Commended“ Auszeichnungen sind die stolze<br />

Bilanz von Marzek Etiketten+Packaging nach der diesjährigen Vergabe der begehrten und renommierten<br />

FINAT-International-Label-Awards. Damit setzt der Etiketten- und Verpackungsspezialist<br />

aus Traiskirchen die Siegesserie des Vorjahres fort, als er drei erste Plätze und vier „Highly-<br />

Commended“ Auszeichnungen für sich verbuchen konnte.<br />

In der Kategorie „Sets of Labels“ reüssierte das Projekt „A-Nobis Grande Cuvée Serie“ aus dem Hause<br />

A-Nobis Sektkellerei Norbert Szigeti GmbH. „Dieses außergewöhnliche Etikett überzeugt nicht zuletzt durch<br />

die Präzisions-Laserung, die einen Blick auf den hochwertigen Inhalt eröffnet“, erklärt Ing. Alexander Schneller-<br />

Scharau, 5. Generation des Familienbetriebs. Als dritter Kategorie-Sieger wurde das edle Projekt „Kaiser Premium<br />

Vodka“ von der Horvath´s Spezereyen Kontor GmbH in der Kategorie „Alcoholic Drinks“ ausgezeichnet.<br />

Sie haben sich alternative Bedruckstoffe<br />

wie Stein-, Gras-, Traubenpapier<br />

und sogar Etiketten aus Holz<br />

angesehen und erfahren, wie sie sich<br />

anfühlen und wie diese optimal eingesetzt<br />

werden können“, beschreibt<br />

KR Helga Marzek eines ihrer Messehighlights.<br />

Mehr unter: www.marzek.at<br />

Marzek Etiketten+Packaging räumt bei den FINAT-International-Label-Awards 20<strong>22</strong> kräftig ab


Das Projekt „Côtes du Rhône“ für Kaisergarten Nier GmbH<br />

ging nicht nur in der Kategorie „Wines“ als Gewinner hervor,<br />

sondern errang auch den Gruppensieg über alle Kategorien.<br />

„Bei dem Projekt „Côtes du Rhône“ konnten wir in Zusammenarbeit<br />

mit unserem Kunden auf einem strukturierten Sondermaterial<br />

sehr eindrucksvolle Veredelungen wie Heißfolienprägung<br />

und Reliefprägung umsetzen, die dem Etikett eine extravagante<br />

Note verleihen“, erläutert CEO Dr. Johannes Michael Wareka,<br />

4. Generation des traditionsreichen Familienbetriebs. In der<br />

Begründung der Jury heißt es: „Dies ist ein helles und farbenfrohes<br />

Etikett. Die schwarze Linie um die Blumenbilder hebt<br />

sie fein hervor und trennt sie deutlich von dem klaren, hellen<br />

Untergrund. Der Digitaldruck mit einem sehr genau platzierten<br />

vierfarbigen Siebdrucklack verleiht dem Etikett durch das<br />

seidige Erscheinungsbild des Trägermaterials einen echten<br />

Hauch von Klasse und sorgt für eine großartige Betonung der<br />

Blumenbilder. Der subtile Einsatz von Heißfolien zur Akzentuierung<br />

des Weinnamens ist hervorragend. Ein 67lpcm-Raster<br />

verleiht den Hauptbildern der Blumen eine hohe Schärfe.“<br />

Kaiser Premium Wodka<br />

Koffer “nach Maß”, exakt gefertigt<br />

nach Ihrem Bedarf<br />

Der niederösterreichische Verpackungsspezialist<br />

VSL entwickelt und produziert<br />

auf Wunsch Kofferlösungen und mobile<br />

Behältersysteme- für fast jeden Inhalt.<br />

Von der Idee bis zur fertigen Form:<br />

VSL, der Verpackungsspezialist für<br />

Ein- und Mehrwegverpackungssysteme,<br />

fertigt in seinem Werk in<br />

Kottingbrunn auf Wunsch mobile<br />

Aufbewahrungs- und Transportlösungen.<br />

Ob Einzelstück oder Serienprodukte,<br />

die Kottingbrunner Kofferschmiede<br />

verpackt alles - präzise und mit Perfektion.<br />

Dementsprechend entwickelt und<br />

produziert VSL Verpackungen,<br />

Form-, Fräs- und Stanzteile, Sonderanfertigungen<br />

sowie projektbezogene<br />

Artikel in vielen möglichen<br />

Varianten, in allen erdenklichen Formen,<br />

Farben und Größen.<br />

(Inter-)national gefragt<br />

Mittlerweile ist der Spezialist sowohl<br />

am Heimatmarkt als auch international<br />

ein gefragter Partner, sei<br />

es für Produktpräsentationen oder<br />

für mobile Einsätze.<br />

Die individuellen Verpackungslösungen<br />

á la VSL werden im Werk<br />

Kottingbrunn in zugekaufte Koffersysteme<br />

integriert. Bei der Auswahl<br />

der Lieferanten legt man besonderes<br />

Augenmerk auf Qualität.<br />

„Koffer ist nicht gleich Koffer:<br />

Diese Erkenntnis haben wir aus<br />

den zahlreichen positiven Rückmeldungen<br />

unserer Kunden gewonnen“,<br />

erklärt Geschäftsführer<br />

Michael Lorenz.<br />

Dank hauseigener Flightcaseproduktion<br />

sowie zusätzlicher Speziallösungen<br />

- ob nun mit Hohlkammerplatten,<br />

Gittermatten, Netzschläuchen<br />

oder Kunststoffbehältern<br />

- erweitert VSL kontinuierlich<br />

den inhaltlichen Aufbau der Palette<br />

und die Präsentationsmöglichkeiten.<br />

Digitaliserung & Innovation<br />

Um seine KundInnen auch in Zukunft<br />

mit den gewünschten Ideallösungen<br />

zu versorgen, investiert<br />

VSL regelmäßig in Technologie<br />

Updates.<br />

Mit einer 3D Wasserstrahlmaschine,<br />

Konturenschneidemaschine<br />

und Fräsmaschine werden die<br />

KundInnen bestens bedient. Durch<br />

Anschaffung einer Recycling Maschine<br />

wird in Zukunft auch ein<br />

besonderes Augenmerk auf Nachhaltigkeit<br />

gesetzt.<br />

Formvollendet, maßgeschneidert und sicher<br />

verpackt, transportiert und präsentiert:<br />

Der Verpackungsspezialist VSL lässt in<br />

Sachen Behälter- und Kofferlösungen keine<br />

Kundenwünsche<br />

offen!<br />

VSL Mehrwegverpackungssysteme GmbH<br />

Etrichstraße 75-83, A-2542 Kottingbrunn<br />

Tel: +43 (0)<strong>22</strong>52 408 202<br />

E-Mail: office@vsl.at, Internet: www.vsl.at<br />

<strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

13


AUSZEICHNUNGEN<br />

Schwarzbrenner und Schmetterlinge<br />

Auch in Österreich wurde ohne Genehmigung der Regierung schnaps gebrannt.<br />

In den USA werden schwarzgebrannte Spirituosen als Moonshine bezeichnet.<br />

Dieser Name stammt noch aus der Prohibitionszeit. Schwarzbrenner in ländlichen<br />

Gegenden brannten nachts heimlich Alkohol. So konnten sie die versteckten<br />

Destillen vor den Prohibitionsagenten verbergen und der Besteuerung entgehen.<br />

„Papillion“ stammt vom französichen Wort Schmetterling. Was haben<br />

nun Moonshine und Papillion gemeinsam? Ganz einfach – edle Etiketten.<br />

Beim 20. Golden Pixel<br />

Award siegte das „CARINI<br />

Moonshiner“ Showlabel in<br />

der Kategorie Etiketten. Die Jury<br />

überzeugt die Idee, das Design und<br />

die innovative, erstklassige Ausführung.<br />

Vor allem aber begeistert die<br />

Story, die alle Elemente als Symbiose<br />

perfekt zusammenführt. Das<br />

Showetikett Moonshiner wurde als<br />

Projektarbeit gemeinsam mit dem<br />

Desingkollektiv viergestalten und<br />

Rhino II S-Hersteller Pantec entwickelt<br />

und umgesetzt.<br />

Geschichte<br />

Bei Vollmond, mitten im tiefsten<br />

Wald und verborgen vor den Augen<br />

der Obrigkeit, dort entsteht jener<br />

Schnaps, den seit jeher eine geheimnisvolle,<br />

ja fast schon unheimliche<br />

Aura umgibt: der Moonshiner…<br />

Diese spannende Geschichte wollte<br />

CARINI in ein entsprechendes Etikett<br />

übersetzen und konnte mit dem<br />

Ergebnis die Jury des Golden Pixel<br />

Beim 20. Golden Pixel Award gewann das<br />

„CARINI Moonshiner“ Showlabel<br />

Awards voll überzeugen. Idee, Design,<br />

Ausführung: Alle Elemente<br />

ergänzen sich in idealer Weise und<br />

machen das fein komponierte Label<br />

zu einem faszinierenden Storyteller,<br />

der den Betrachter magisch in sei-<br />

nen Bann zieht. So lässt die per Folien-Insetting<br />

umgesetzte 3D-Linse<br />

den Mond überaus plastisch und<br />

nahezu real erscheinen. Weitere<br />

optische bzw. haptische Highlights<br />

wie Mikro-/Nanoprägung, Flach-/<br />

Reliefschnitt, Blindprägung sowie<br />

eine schimmernde Heißprägefolie<br />

runden das einzigartige Etiketten-<br />

Szenario perfekt ab.<br />

Hightech plus<br />

Kreativität und Nachhaltigkeit<br />

Der Trend ist klar erkennbar:<br />

Nicht nur aus wirtschaftlichen, sondern<br />

auch aus ökologischen Gründen<br />

minimieren immer mehr Hersteller<br />

die Verpackungen ihrer Produkte.<br />

Eine umso wichtigere Rolle<br />

werden in Sachen Kundenansprache<br />

und Markenbotschaft zukünftig<br />

Eye Catcher-Etiketten wie der<br />

„Moonshiner“ spielen. „Dank unserer<br />

jahrzehntelangen Erfahrung,<br />

kombiniert mit außergewöhnlicher<br />

Kreativität und modernster Technologie,<br />

realisieren wir mit Vorliebe<br />

innovative, spannende Projekte unterschiedlichster<br />

Art“, so CARINI<br />

Geschäftsführer Edgar Sohm. „So<br />

können wir unseren Kunden immer<br />

wieder neue Möglichkeiten aufzeigen,<br />

um die Aufmerksamkeit der<br />

Zielgruppen zu gewinnen. Denn<br />

erfolgreich ist am Markt letzten<br />

Endes nur das, was sich von der<br />

Masse abhebt und in Erinnerung<br />

bleibt.“<br />

FINAT Award<br />

Der Erfolg beim FINAT Award<br />

Beim Blick auf das Produkt eröffnet das Label den<br />

Ausblick auf das Matterhorn mit seiner einzigartigen<br />

Landschaft. Ein liebevoller Link, der eindrucksvoll die<br />

Verbindung zum Schweizer Produzenten herstellt.<br />

Insbesondere das 12-farbig gedruckte Basis Label zeigt,<br />

wie ein Multilayer auch Marketing technisch<br />

eindrucksvoll genutzt werden kann. So zeigt sich auch<br />

ein Artikel des alltäglichen Gebrauchs von einer<br />

zauberhaften Seite.<br />

14 <strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

Weinkünstler sind wie Wortkünstler – mit ihrer<br />

Leidenschaft beschreiben sie Geschichten, die berühren,<br />

Freude bereiten und unter die Haut gehen. Sie schaffen<br />

besondere Momente.<br />

Der Name „Skript“ ist eine Anspielung auf dieses besondere<br />

Drehbuch der Rutishauser Kellermeister. Das Label<br />

spiegelt die „Schrift“ mit der Optik einer Schreibmaschine<br />

wider. Der Wein wird durch die Prägung auf dem<br />

lichtdurchlässigen Material sichtbar. Der Mattlack und<br />

der blindgeprägte Schriftzug veredeln das Etikett perfekt.


Die feinen goldenen Ornamente wecken Assoziationen<br />

zur indischen Welt, dem Ursprungsland des Yogas. Das<br />

Label spiegelt Balance & Ausgeglichenheit förmlich<br />

fühlbar wider.<br />

Die technische Herausforderung der Passgenauigkeit<br />

zwischen dem feinen Siebdrucklack auf der feinen<br />

Goldprägung wurde herausragend gelöst.<br />

HPACK 2021: Ready to go!<br />

unterstreicht die Aussage des Geeschäftsführers.<br />

Der internationale<br />

FINAT AWARD zeichnet außergewöhnliche<br />

Projekte in der Label<br />

Industrie aus. Im Fokus der<br />

wichtigsten Kategorie Marketing<br />

/ End-Uses stehen herausragende<br />

technische Umsetzung und Einzigartigkeit<br />

der Optik – immer mehr<br />

der „Trigger“ für den Konsumenten,<br />

sich für ein Produkt zu entscheiden.<br />

Das Label ist unersetzlicher Träger<br />

von Informationen, zudem ist<br />

es längst zum Kreateur der Marke<br />

avanciert.<br />

4 Kategorie Siege<br />

Die anhaltende Erfolgsgeschichte<br />

der Vorjahre unter anderem mit<br />

dem Gesamtsieg „Best in Show“ in<br />

2021 geht weiter. Mit fünf „highly<br />

commended“ Auszeichnungen und<br />

vier Kategorie Siegern, ist es dem<br />

Lustenauer Unternehmen gelungen,<br />

ein deutliches Zeichen im internationalen<br />

Vergleich zu setzen. Erstklassigkeit<br />

und Bandbreite in Verbindung<br />

mit Leidenschaft für jedes<br />

einzelne Projekt, machen CARINI<br />

zum idealen Partner. Nicht nur das<br />

„Erwartete“ wird man finden – vielmehr<br />

den Einsatz, das Optimum an<br />

Aufmerksamkeit im Sinne der Marke<br />

umzusetzen. „Wir freuen uns<br />

über diesen Erfolg und sind sehr<br />

stolz. Herzliche Glückwünsche an<br />

unsere Kunden: Rutishauser DiVino<br />

SA (Skript), Butterfly Cannon<br />

Ltd., Phytomed AG (Dhyana Yoga<br />

Spray), Fripoo Produkte AG (Desinfect<br />

Care)“ sagt Edgar Sohm.<br />

Mehr über das mehrfach<br />

ausgezeichnete Unternehmen<br />

sehen Sie auch unter:<br />

www.carini.at<br />

Abgeleitet von „papillon“, dem französischen Wort für<br />

Schmetterling, ist Butterfly Cannon’s Papil, ein<br />

erstklassiger Wellness-Aperitif – völlig alkoholfrei und<br />

aus einer belebenden Mischung natürlicher Adaptogene<br />

und Neurotropika hergestellt, um die positive Stimmung<br />

zu Beginn des Abends zu verbessern.<br />

Papil ist Teil des großartigen exklusiven Design &<br />

Innovations Projektes „Make a Mark“. Entwickelt von<br />

von den weltweit führenden Unternehmen der Branche:<br />

Estal, Avery Dennison und Leonard Kurz.<br />

Produziert auf dem Material MarbleBase, ist es<br />

zeitgemäß nachhaltig. Die eingesetzten Veredelungen,<br />

wie Nanoembossing, Heißfolien– und Blindprägung,<br />

unterstreichen die Feinheit des Labels. Die Leichtigkeit<br />

eines Schmetterlings wird dem Betrachter eindrucksvoll<br />

vermittelt. Eine perfekte Symbiose mit dem Produkt.<br />

<strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

<strong>03</strong>/21<br />

15<br />

59


WIRTSCHAFT<br />

Gutes Wachstum – Kostendruck bleibt<br />

Die Wertschöpfung der 85<br />

Unternehmungen wurde<br />

jedoch durch die exorbitante<br />

Kosteninflation unter Druck<br />

gesetzt. „Aufgrund der aktuellen<br />

Lage ist die zukünftige Entwicklung<br />

sehr schwer einzuschätzen,<br />

die PROPAK Unternehmen sollten<br />

jedoch weiterhin auf Kurs BIP plus<br />

bleiben“, so Fischer.<br />

Papierverarbeitung<br />

als systemrelevanter Sektor<br />

Konjunkturell liegt ein weiteres<br />

schwieriges Jahr vor der PROPAK-<br />

Industrie. Zum einen ist die Pandemie<br />

noch nicht vorbei und zum anderen<br />

funktionieren die Lieferketten<br />

– auch als Folge des Ukraine-<br />

Krieges – derzeit noch nicht wie<br />

früher. „Unsere Betriebe müssen<br />

enorme Anstrengungen stemmen,<br />

um die Aufrechterhaltung ihrer Lieferfähigkeit<br />

sicherzustellen“, berichtet<br />

Obmann Fischer. Ob Verpackungen<br />

oder andere papierbasierte<br />

Convenience-Erzeugnisse – etwa<br />

Hygienewaren, Etiketten, Büroartikel<br />

etc. – Produkte aus Papier und<br />

Karton sind unverzichtbar für die<br />

moderne Volkswirtschaft. Ohne<br />

Verpackungen aus Papier/Karton/<br />

Wellpappe gäbe es keine funktionsfähige<br />

Versorgung mit Gütern<br />

des täglichen Bedarfs. „Deshalb<br />

steht außer Frage, dass die Herstellung<br />

der unverzichtbaren Produkte<br />

aus Papier und Karton – neben der<br />

Versorgung mit Wasser, Energie,<br />

Kommunikation, Verkehr etc. – als<br />

systemrelevanter Sektor anerkannt<br />

wird“, sagt PROPAK-Obmann Fischer.<br />

Enormer Kostendruck bei<br />

Rohstoffen, Energie & Logistik<br />

„Allen voran belasten die Rohstoffknappheit<br />

und die Preisexplosionen<br />

bei der Energie unsere Branche<br />

enorm“, sagt Andreas Blaschke,<br />

Geschäftsführer von Mayr-Melnhof<br />

Packaging International. Der Anteil<br />

der Energiekosten an den Produktionskosten<br />

in der PROPAK-Industrie<br />

hat sich in den letzten zwei<br />

16 <strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

Ein krisenrobuster Industriezweig zieht Bilanz: „Im zweiten Jahr der Pandemie<br />

erzielte die PROPAK, trotz enormer Herausforderungen, ein gutes Wachstumsplus<br />

über dem BIP“, sagt PROPAK-Obmann Georg-Dieter Fischer. So stieg<br />

die Produktion der PROPAK-Unternehmen 2021 auf 1,3 Millionen Tonnen<br />

(+6,7 Prozent gegenüber 2020) bei einem Umsatz von knapp 2,6 Milliarden<br />

Euro (+8,3 Prozent).<br />

Fotos: (c) com_unit/APA/Schedl<br />

Jahren verdreifacht. Und: „Der Energiebedarf<br />

ist zwar in der Papierverarbeitung<br />

– mit manchen Ausnahmen,<br />

etwa in der Wellpappeproduktion<br />

- geringer als in der Papier<br />

erzeugenden Industrie. Dennoch<br />

besteht eine indirekte Abhängigkeit,<br />

da wir logisch auf das Vormaterial<br />

angewiesen sind“, meint Blaschke.<br />

Darüber hinaus braucht die PRO-<br />

PAK Branche als exportorientierte<br />

Industrie (79 Prozent Exportquote)<br />

„berechenbare Rahmenbedingungen,<br />

die ein erfolgreiches Agieren<br />

an heimischen Standorten auch<br />

tatsächlich ermöglichen“, so Andreas<br />

Blaschke.<br />

Fachkräfte und<br />

Lehrlinge dringend gesucht<br />

Die Anzahl der Beschäftigten<br />

in der PROPAK-Industrie ist im<br />

Vorjahr wieder auf gesamt 8.900<br />

leicht angestiegen (+ 2,1 Prozent).<br />

„Allerdings hat die Pandemie den<br />

Mangel an Fachkräften in unserer<br />

Branche nur vorübergehend gedämpft“,<br />

sagt Marko Bill Schuster,<br />

COO von Mondi Functional Paper<br />

and Films. „Viele unserer Unternehmen<br />

sind derzeit auf der Suche<br />

nach Mitarbeiter:innen und berichten<br />

uns, dass es schwierig ist, Mitarbeiter<br />

nachzubesetzen.“ Ähnlich<br />

ist die Situation bei den Lehrlingen.<br />

Zurzeit bildet die Industrie<br />

<strong>22</strong>2 Lehrlinge in 15 verschiedenen<br />

Berufen aus. Neben der Lehrausbildung<br />

setzt die Branche auf betriebliche<br />

und außerbetriebliche Ausund<br />

Weiterbildung – so kann man<br />

etwa auch ein von der PROPAK initiiertes<br />

Studium Verpackungstechnologie<br />

an der FH Campus Wien<br />

absolvieren. „Gerade die PROPAK<br />

Branche mit ihren nachhaltigen und<br />

innovativen Produkten ist unverzichtbar<br />

für die Aufrechterhaltung<br />

erheblicher Teile des Wirtschaftssystems,<br />

der Infrastruktur und des Gemeinwesens.<br />

Die Unternehmen der<br />

Branche bieten auch in schwierigen<br />

Zeiten attraktive Arbeitsplätze mit<br />

viel Potential zur Weiterentwicklung“,<br />

so Schuster.<br />

Die Branche<br />

ist ein Recycling-Profi<br />

„Produkte aus Papier und Karton<br />

sind ein klares Bekenntnis zur<br />

Nachhaltigkeit“, berichtet Martin<br />

Widermann, Geschäftsführer der<br />

PROPAK. „Unsere Branche ist<br />

ein Recycling-Profi: So liegt der<br />

Einsatz an recyceltem Material in<br />

der Produktion im Schnitt bei 75<br />

Prozent.“ Und die verwendeten<br />

Produkte sind wertvoller Rohstoff.<br />

So werden in Österreich jährlich<br />

560.000 Tonnen Papier- und Kartonverpackungen<br />

im Kreislauf geführt.<br />

Damit weisen sie eine Sammel-<br />

und Verwertungsquote von<br />

90 Prozent auf und erfüllen – im<br />

Gegensatz zu anderen Materialien<br />

- bereits heute das EU-Ziel für das<br />

Jahr 2<strong>03</strong>0.“ Und eine kürzlich veröffentlichte<br />

Studie der TU Graz belegt,<br />

dass Papierfasern mindestens<br />

25-mal wieder aufbereitet werden<br />

können. „Man kann hier mit Fug<br />

und Recht von Mehrweg auf Materialebene<br />

sprechen“, so Widermann<br />

abschließend.<br />

PROPAK<br />

Der Fachverband PROPAK und<br />

die Vereinigung PROPAK Austria<br />

repräsentieren die industriellen<br />

Hersteller von Produkten aus Papier<br />

und Karton in Österreich. 85 Unternehmen<br />

verarbeiten und veredeln<br />

mit rund 8.900 Mitarbeiter:innen<br />

jährlich rund 1,3 Mio. Tonnen Papier<br />

und Karton zu Wellpappe, Verpackungen,<br />

Papierwaren für Hygiene<br />

und Haushalt, Büro- und Organisationsmitteln,<br />

Büchern, Broschüren,<br />

Tipping Paper sowie sonstigen<br />

Papierwaren.<br />

Mehr unter:<br />

www.propak.at<br />

Mag. Martin Widermann,<br />

Mag. Marko Bill Schuster,<br />

Kommerzialrat Mag. Georg<br />

Dieter Fischer und<br />

Dr. Andreas Blaschke


LOGI MAT<br />

LogiMAT - business as usual<br />

Mit einem umfassenden Ausstellerangebot und hohem Besucherzuspruch<br />

gelingt der LogiMAT 20<strong>22</strong> ein gelungener Neustart in die Post-Corona-Ära.<br />

Markante Geschäftsabschlüsse und Kooperationsvereinbarungen sowie intensiver<br />

Informationsaustausch unterstreichen den Stellenwert der führenden<br />

Fachmesse für Intralogistik-Lösungen und Prozessmanagement als Arbeitsmesse<br />

und Kommunikations-Hub. Auf der Messe hatte man das Gefühl -<br />

Corona hat es nie gegeben - die Messe setzte erfolgreich dort fort wo die letzte<br />

Veranstatltung vor Corona geendet hatte.<br />

Mit stabilen Ergebnissen<br />

in allen relevanten<br />

Messezahlen endete die<br />

LogiMAT 20<strong>22</strong>. „Ein gelungener<br />

Neustart nach fast 40 Monaten<br />

pandemiebedingter Messepause“,<br />

kommentiert Messeleiter Michael<br />

Ruchty vom Messeveranstalter EU-<br />

ROEXPO Messe- und Kongress-<br />

GmbH, München. „Bereinigt um<br />

die pandemiebedingten Einschränkungen<br />

kann man dieses Ergebnis in<br />

allen Kategorien als Fortsetzung der<br />

LogiMAT-Erfolgsstory bezeichnen.“<br />

Smart-Sustainable-Safe<br />

Unter dem Motto „Smart – Sustainable<br />

– Safe“ präsentierten in<br />

diesem Jahr 1.571 gemeldete Aussteller<br />

aus 39 Ländern, darunter rund<br />

393 Neuaussteller und 74 namhafte<br />

Anbieter aus Übersee, an den drei<br />

Messetagen ihre aktuellen Lösungen,<br />

Systeme und Geräte für zuverlässige<br />

Automatisierung und digitale<br />

Transformation. Mit zahlreichen<br />

gemeldeten Produktpremieren und<br />

Weltneuheiten setzten sie zugleich<br />

maßgebliche Impulse für effiziente,<br />

zukunftsfähige Intralogistikprozesse.<br />

Mit einer Ausstellungsfläche von<br />

mehr als 125.000 Quadratmetern in<br />

allen zehn Hallen war das Stuttgarter<br />

Messegelände auch in diesem<br />

Jahr komplett ausgebucht.<br />

50.000 Fachbesucher<br />

Nach 2,5 Jahren pandemiebedingter<br />

Zwangspause nutzten<br />

50.000 Fachbesucher die Gelegenheit,<br />

sich vor Ort über die neuesten<br />

Technologien sowie ihre Einbindung<br />

in intelligente, zukunftsfähige<br />

Systeme zu informieren und diese<br />

direkt miteinander zu vergleichen.<br />

In Spitzenzeiten strömten am zweiten<br />

Messetag 3.000 Fachbesucher<br />

innerhalb von zehn Minuten durch<br />

die Drehkreuze.<br />

Großunternehmen<br />

Mehr als ein Viertel der Besucher<br />

zählte zur Belegschaft von Groß-<br />

unternehmen mit 1.000 bis 9.999<br />

Mitarbeitern. Nach Branchen aufgeschlüsselt<br />

sind 58,8 Prozent der<br />

Fachbesucher dem Industriesektor<br />

zuzuordnen, 12,4 Prozent sind im<br />

Groß- und weitere 4,3 Prozent im<br />

Einzelhandel tätig. 6,9 Prozent arbeiten<br />

im Speditionswesen. Das<br />

Gros des Fachpublikums (52,8 %)<br />

ist im Unternehmen Entscheider für<br />

den Einkauf. Ihnen gilt die Logi-<br />

MAT als primäre Informationsplattform<br />

über die aktuellen Lösungsangebote<br />

für effiziente Intralogistik.<br />

Von allen Fachbesuchern kamen 55,1<br />

Prozent, um sich über Neuheiten<br />

und Trends zu informieren, 27,7<br />

Prozent wollten neue Geschäftsverbindungen<br />

knüpfen. Im Fokus des<br />

Interesses standen insbesondere die<br />

Neuheiten in den Produktbereichen<br />

Förder- und Lagertechnik (55,8 %),<br />

Flurförderzeuge (38,3 %) und, mit<br />

18,3 Prozent, Fahrerlose Transport<br />

Fahrzeuge (FTF) beziehungsweise<br />

Autonome Mobile Roboter (AMR) –<br />

Mehrfachnennungen waren möglich.<br />

Investitionsvorhaben<br />

36,5 Prozent des Fachpublikums<br />

kam zudem mit konkreten Investitionsvorhaben<br />

nach Stuttgart.<br />

Zahlreiche auf der LogiMAT unterzeichneten<br />

Vertriebsvereinbarungen,<br />

Geschäftsabschlüsse und Kooperationsinitiativen<br />

unterstreichen den<br />

Charakter der LogiMAT als Informationsbörse,<br />

Präsentations- und<br />

Kommunikationsplattform sowie<br />

als Arbeitsmesse für konkrete Geschäftsabschlüsse.<br />

5,2 Prozent der<br />

Fachbesucher erteilten auf der Messe<br />

einen Zuschlag, 31,7 Prozent<br />

wollen Aufträge unmittelbar nach<br />

der Messe vergeben. Entsprechend<br />

positiv das Echo der Aussteller, die<br />

durchweg den hohen Kenntnisstand<br />

und die Qualität der Kontakte hervorheben.<br />

Besucher<br />

Für die Anreise zur LogiMAT nahmen<br />

38,5 Prozent der Besucher einen<br />

Reiseweg von mehr als 300 Kilometern<br />

in Kauf. Stabil ist der hohe<br />

Zuspruch internationaler Fachbesucher<br />

und Aussteller geblieben. Den<br />

vom unabhängigen Baseler Marktforschungsinstitut<br />

Wissler & Partner<br />

ermittelten Zahlen zufolge kam<br />

jeder fünfte Messebesucher aus dem<br />

Ausland nach Stuttgart. Das internationale<br />

Fachpublikum kam zu 73,8<br />

Prozent aus dem EU-Ausland, zu<br />

7,9 Prozent aus Nicht-EU-Ländern<br />

sowie zu 8,3 Prozent aus Übersee,<br />

Asien und Amerika.<br />

Internet<br />

„Wir sind mit den Zahlen und dem<br />

Verlauf der LogiMAT 20<strong>22</strong> hoch zufrieden“,<br />

resümiert Messeleiter Michael<br />

Ruchty. „Die Fortführung der<br />

LogiMAT 20<strong>22</strong> erfolgt im Internet<br />

auf der Plattform LogiMAT.digital.<br />

Dort werden die 14 informativen<br />

Vortragsreihen aus dem hochwertigen<br />

Rahmenprogramm, die an den<br />

drei Tagen in der LogiMAT-Arena<br />

stattfanden, in den kommenden Wochen<br />

gestreamt.“<br />

2023<br />

Die nächste LogiMAT findet vom<br />

25. bis 27. April 2023 statt.<br />

Mehr: www.logimat-messe.de<br />

<strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

17


LOGI MAT<br />

Stretchfolieninnovation<br />

DUO PLAST präsentierte auf der LogiMAT die neueste und für das Jahr 20<strong>22</strong><br />

bereits zweite Stretchfolieninnovation - DUO RUNTEC (KOMPACK berichtete<br />

bereits über DUO EX-TRA der ersten Stretchfolie, die sich für den Einsatz in<br />

explosionsgefährdeten Bereichen (EX-Zonen) eignet). Eine „Highest Performance“<br />

Stretchfolie, die sich durch hohe Prozesssicherheit und sehr gute Haltekräfte auszeichnet.<br />

Entwickelt wurde die DUO<br />

RUNTEC im Rahmen<br />

eines Projektes in der Getränkeindustrie.<br />

Maxyimale Haltekraft -<br />

minimale Reststärke<br />

Ziel war es, eine Stretchfolie zu<br />

entwickeln, die mit minimalem<br />

Materialverbrauch und maximaler<br />

Prozesssicherheit auf vollautomatischen<br />

Verpackungsmaschinen<br />

eine optimale, aber auch reproduzierbare<br />

Ladeeinheitenstabilität erzielen<br />

kann. Das Ergebnis ist DUO<br />

RUNTEC – die optimale Kombination<br />

aus maximalen Haltekräften<br />

und minimaler Reststärke.<br />

Verbessertes Abrollverhalten<br />

Ausgestattet mit hochqualitativen<br />

Materialien, ist die DUO RUNTEC<br />

bestens für anspruchsvolle Anwendungen<br />

geeignet. Durch die Kombination<br />

jener Materialien wurde<br />

die Haftung der Folie optimal<br />

abgestimmt. Diese Maßnahmen<br />

sorgen für ein verbessertes Abrollverhalten<br />

und eine störungsfreie<br />

Verarbeitung. Die DUO RUNTEC<br />

ist bestens für vollautomatische<br />

Schweißvorgänge geeignet und<br />

ermöglicht ein störungsfreies Herausgleiten<br />

des „Folienschwertes“.<br />

Zusätzlich verfügt die Folie über<br />

eine auffallend hohe Transparenz.<br />

Geringer Materialverbrauch<br />

Neben der Getränkeindustrie<br />

kann die DUO RUNTEC in nahezu<br />

allen Branchen eingesetzt werden<br />

und ist durch den enorm geringen<br />

Materialverbrauch eine sehr<br />

gute Option für herausfordernde<br />

Projekte, welche oft durch einen<br />

starken Fokus auf Kosten und Verbrauch<br />

geprägt sind.<br />

Mehr unter:<br />

www.duoplast.ag<br />

Erfolgreicher Messestart<br />

HtW ist gut in das heurige Messejahr gestartet. Das Unternehmen hat nicht nur<br />

durch seine Movexx Internatonal BV Ziehlilfe die durch das Messegelände<br />

der intertool in Wels gefahren ist Besucher auf seinen Stand gezogen. Auch die<br />

diversen Hebehilfen und die Lösungen von Palomat – die einfachen Lösungen für<br />

das Stapeln und Entstapeln leerer Paletten überzeugten das Publikum.<br />

Noch erfolgreicher verlief<br />

der Auftritt auf der Logi-<br />

MAT wo das Team von<br />

HtW als Partner am Palomat Stand<br />

die Besucher von den Vorteilen<br />

des gesunden Palettenhandlings<br />

überzeugen konnten.<br />

Palomat-Geschichte<br />

1992 überlegten sich zwei dänische<br />

Schmiede, dass das Stapeln<br />

von Paletten von unten sicher<br />

schneller und auch gesünder wäre.<br />

Heute, 30 Jahre später, stehen<br />

Bild Mitte:<br />

HtW-Team mit<br />

Partnern am intertool-Stand<br />

15.000 PALOMAT-Maschinen –<br />

die Erfindung der Schmiede – in<br />

Lagerhallen und Produktionseinrichtungen<br />

in aller Welt. Sie verbessern<br />

nicht nur den Arbeitsschutz,<br />

sondern auch Effizienz und<br />

Raumnutzung. Gemeinsam mit<br />

Jørn Larsen gründete Per Bisgaard<br />

Sørensen 1988 BILA A/S in Dänemark,<br />

heute das größte Werk seiner<br />

Art in Skandinavien. Hier wurden<br />

früher Maschinen und Geräte für<br />

Muscheln verarbeitende Fabriken<br />

und Molkereien hergestellt. Während<br />

seiner vorherigen Arbeit bei<br />

Hanstholm Hafen hatte Per Bisgaard<br />

Sørensen einen Arbeitsunfall<br />

mit einem Bandscheibenvorfall,<br />

weswegen er sich mehr für Ergonomie<br />

und Arbeitsschutz interessierte,<br />

als damals üblich war. „Mit<br />

PALOMAT ist es uns gelungen,<br />

ein Produkt zu entwickeln, das<br />

wirklich seiner Zeit voraus war.<br />

Die Idee nahm allmählich Gestalt<br />

an, als wir eine Sonderanfertigung<br />

für ein Tiefkühlhaus vor Ort produzierten.<br />

Diese Maschine entnahm<br />

Paletten vom Boden des Stapels.<br />

Das veranlasste uns dazu, ein<br />

Palettenmagazin nach dem selben<br />

einfachen Prinzip zu entwickeln“,<br />

erklärt Per Bisgaard Sørensen.<br />

Schnelles sicheres Handling<br />

„Zahlreiche ergonomische Produkte<br />

und Hilfsmittel verlangen<br />

ein langsameres Arbeitstempo, mit<br />

PALOMAT ist das Gegenteil der<br />

Fall: Das Abholen einer Palette aus<br />

einem Stapel ist dreimal schneller.<br />

Paletten finden sich an praktisch<br />

allen Arbeitsplätzen, deswegen<br />

gehört PALOMAT zu unseren Verkaufsschlagern“,<br />

erklärt HtW Geschäftsführer<br />

Werner Winter.<br />

Mehr unter: www.h-t-w.at<br />

Bild rechts:<br />

HtW-Mitarbeiter am Palomat<br />

Stand während der LogiMAT<br />

18 <strong>03</strong>/<strong>22</strong>


Hebehilfen für Technologieführer<br />

Das Familienunternehmen OCHSNER hat sich als eines der ersten Unternehmen<br />

weltweit ab 1978 ausschließlich auf die Entwicklung und Produktion von<br />

hocheffizienten High-End-Wärmepumpen konzentriert. Mit technischen Spitzenleistungen<br />

und Innovationen hat sich OCHSNER den Ruf als Technologieführer<br />

in der Wärmepumpenbranche geschaffen.<br />

Das Unternehmen entwickelt<br />

und montiert seine<br />

Produkte ausschließlich<br />

in Deutschland und Österreich<br />

und produziert nach den Standards<br />

von Industrie 4.0.Effiziente Produkte<br />

aus nachhaltiger Fertigung.<br />

OCHSNER Wärmepumpen sind<br />

bekannt für höchste Effizienz und<br />

einen geringen Energieverbrauch.<br />

Maßstäbe setzt gleichermaßen das<br />

Werk. Es setzt zu 100 Prozent Ökostrom<br />

ein und stellt damit bereits<br />

heute eine komplett klimaneutrale<br />

Fertigung sicher. Eine schlanke<br />

Produktion und die kontinuierliche<br />

Optimierung aller Prozesse hat daran<br />

wesentlichen Anteil. Die Zertifizierung<br />

nach der internationalen<br />

Umweltnorm ISO 14001 unterstreicht<br />

die umfassenden Aktivitäten für<br />

Umwelt und Nachhaltigkeit.<br />

Mitarbeiter<br />

Damit die Mitarbeiter in dem<br />

wachsenden Unternehmen die Wärmepumpen<br />

in den Fertigungsstraßen<br />

auch ohne schwere manuelle<br />

Arbeit konfigurieren können wurde<br />

aktuell in eine Lösung von Expresso<br />

investiert. Nachdem man bereits<br />

jahrelang gute Erfahrung mit drei<br />

Hebeliften der Firma hatte - kam<br />

man auch bei diesem Projekt mit<br />

Zufriedene Partner: Ing. Marcus Bräuer/Expresso, Klaus Scheiblauer<br />

und Manuel Raderbauer von Ochsner, Jürgen Reichhalter/Expresso<br />

der Firma Espresso ins Gespräch.<br />

Zum Einsatz kommen 5 Balancer<br />

mit Schienensystem.<br />

Balancelift<br />

„Mit einer großen Auswahl an<br />

vakuumtechnischen, pneumatischen,<br />

magnetischen und mechanischen<br />

Lastaufnahmevorrichtungen<br />

und Greifwerkzeugen<br />

bietet Expresso anwendungsorientierte<br />

Hantierungslösungen für<br />

unterschiedlichste Güter bis 300<br />

kg bei möglichen Hubwegen bis<br />

4 m. Eine leichte, stufenlose und<br />

präzise Manövrierbarkeit per Auf-/<br />

Ab-Steuerung oder per Balancer-<br />

Steuerung (ohne Bedientasten; Last<br />

wird automatisch balanciert) ist<br />

möglich. Der Nutzer hat so eine<br />

perfekte Kontrolle über den Handhabungsvorgang<br />

– und das alles<br />

ohne körperliche Anstrengung in<br />

ganz natürlichen Bewegungsabläufen.“<br />

erklärt Gebietsverkaufsleiter<br />

Jürgen Reichhalter von Expresso.<br />

„Das erhöht die Produktivität und<br />

trägt maßgeblich zur Gesunderhaltung<br />

der Mitarbeiter bei. Die Bediener<br />

können Lasten ganz natürlich<br />

heben und bewegen, ganz so, als<br />

ob die Vorrichtungen eine Verlängerung<br />

der eigenen Arme wären.<br />

Der Schwebemodus erleichtert das<br />

Handling. Mit geringstem Kraftaufwand<br />

können die Bediener Lasten<br />

problemlos mit den Händen führen<br />

und präzise im gesamten Hubbereich<br />

manövrieren.“ ergänzt Geschäftsführer<br />

Ing. Marcus Bräuer-<br />

Bei der Firma Ochsner kommt ein<br />

Schienensystem für die Hantierung<br />

zum Einsatz. Das Schienensystem<br />

überzeugt durch enorme Leichtgängigkeit.<br />

Durch den doppelt kugelgelagerten<br />

Fahrwagen lässt sich der<br />

BalanceLift leicht und schnell im<br />

Schienensystem verfahren.<br />

Mehr über die zufriedenen Partner<br />

sehen Sie unter<br />

www.expresso.at<br />

oder www.ochsner.com<br />

<strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

19


IFFA<br />

IFFA - erfolgreich und emotional<br />

Die globale Fleisch- und Proteinwirtschaft nutzte vom 14. bis 19. Mai jede<br />

Minute der IFFA: zum intensiven Netzwerken, um Innovationen zu sehen und<br />

um ihre Geschäfte voranzubringen. Nachhaltige Produktion, automatisierte<br />

Prozesse und Digitalisierung in allen Bereichen der Verarbeitung, Verpackung<br />

und des Verkaufs prägten das Angebot an den Ständen. Das starke Interesse am<br />

Thema der alternativen Proteine zeigte das große Zukunfts- und Wachstumspotenzial<br />

dieses Marktes. Insgesamt trafen sich rund 50.000 Besucher aus 129<br />

Ländern zur internationalen Leitmesse IFFA – Technology for Meat and Alternative<br />

Proteins in Frankfurt am Main.<br />

Die Emotionen und die Freude<br />

über das persönliche<br />

Wiedersehen zur IFFA waren<br />

groß: Sechs Tage lang präsentierten<br />

die Aussteller Innovationen<br />

für eine nachhaltige und effiziente<br />

Produktion und Verpackung von<br />

Fleisch und alternativen Proteinen.<br />

Die rund 50.000 Besucher zeigten<br />

sich mehr als zufrieden mit ‚ihrem‘<br />

Branchentreffen, das im normalen<br />

dreijährigen Turnus, dem Innovationszyklus<br />

der Industrie, stattgefunden<br />

hat. Auch Wolfgang Marzin,<br />

Vorsitzender der Geschäftsführung<br />

der Messe Frankfurt, ist begeistert:<br />

„Es war eine Freude durch die Hallen<br />

zu laufen und die Branchenteilnehmerinnen<br />

und -teilnehmer wiederzutreffen:<br />

Eine fast euphorische Stimmung<br />

hat die IFFA geprägt. Es war<br />

deutlich zu spüren, wie erleichtert<br />

alle waren, sich endlich persönlich<br />

treffen zu können, Neuheiten zu diskutieren<br />

und Geschäfte zu machen.<br />

Die Branche hat ihre Innovationskraft<br />

wieder einmal eindrucksvoll<br />

bewiesen. Das globale Familientreffen<br />

setzte erneut die Trends für die<br />

nächsten Jahre – nicht zuletzt durch<br />

die Erweiterung um die alternativen<br />

Proteine.“<br />

Branche mit Innovationskraft<br />

Automatisierung und Digitalisierung<br />

sind die Treiberthemen in der<br />

Fleisch- und Proteinverarbeitung<br />

und standen im Zentrum der Innovationen.<br />

Die ausstellende Industrie<br />

zeigte außerdem Lösungen und<br />

Ideen zur Erhöhung der Energieeffizienz<br />

und zur ressourcenschonenden<br />

Produktion, um das von der EU vorgegebene<br />

Ziel der Klimaneutralität<br />

bis 2050 zu erreichen. Richard Clemens,<br />

Geschäftsführer des VDMA<br />

Fachverbands Nahrungsmittelmaschinen<br />

und Verpackungsmaschinen,<br />

ist mehr als zufrieden mit dem Messeverlauf<br />

und betont: „Endlich kann<br />

sich die Branche wieder treffen. Die<br />

Stimmung auf der IFFA 20<strong>22</strong> ist<br />

außerordentlich gut. Die nationalen<br />

und internationalen Besucher haben<br />

hohes Interesse an den Innovationen<br />

und vielfach ganz konkrete Projekte<br />

in Planung. Die Freude darüber,<br />

sich endlich wieder persönlich zu<br />

begegnen, ist überall spürbar.“ Bei<br />

den Verpackungen standen die Neuheiten<br />

ganz unter dem Motto: „So<br />

viel wie nötig, so wenig wie möglich“.<br />

Neben der Recyclingfähigkeit<br />

fokussieren sich die Hersteller auf<br />

nachwachsende Rohstoffe: Biobasierte<br />

Verpackungen als Alternative<br />

zu Plastik aus fossilen Rohstoffen<br />

weisen den Weg in eine umweltfreundlichere<br />

Zukunft.<br />

Nachwuchsförderung<br />

Der Deutsche Fleischer-Verband<br />

(DFV), unterstützt von der Nationalmannschaft<br />

des Fleischerhandwerks,<br />

stellte die Nachwuchsförderung in<br />

den Mittelpunkt vieler Aktivitäten in<br />

der Halle 12.0. Rundherum zufrieden<br />

mit der IFFA zeigt sich auch Herbert<br />

Dohrmann, Präsident des DFV:<br />

„Ich bin zwar Optimist, aber dass<br />

wir so viele unserer Kolleginnen<br />

und Kollegen hier treffen durften<br />

und dass solch eine großartige Stimmung<br />

auf der Messe herrschen würde,<br />

hätte ich auf keinen Fall erwartet.<br />

Über 25 Prozent Steigerung bei der<br />

Zahl der Produkte auf den internationalen<br />

Qualitätswettbewerben, zwei<br />

ganz neue Wettbewerbe für den beruflichen<br />

Nachwuchs und ein starker<br />

Auftritt unserer Nationalmannschaft<br />

haben für ordentlich Leben auf unseren<br />

Flächen gesorgt. Der Besuch<br />

der IFFA hat sich für jeden Betrieb<br />

der Fleischwirtschaft gelohnt, denn<br />

die technischen und technologischen<br />

Entwicklungen der letzten drei Jahre<br />

waren nach meinem Eindruck gewaltig.<br />

Die Messe hat ihre Aufgabe<br />

als Innovationstreiber für die Branche<br />

mehr als erfüllt.“<br />

Alternative Proteine<br />

Der Trend geht zum bewussteren<br />

Konsum von Fleisch. Auf gewohnte<br />

Ernährungsmuster wollen viele<br />

dennoch nicht verzichten. Industrie<br />

wie Handwerk entwickeln deshalb<br />

immer perfektere Alternativen – der<br />

Markt für Fleischalternativen auf<br />

Pflanzenbasis oder aus Zellkulturen<br />

wächst rasant. Es entstehen neue<br />

Produkte, die auch einen weiteren<br />

Innovationsschub für die Produktionstechnik<br />

bedeuten. Diesen Trend<br />

aufgreifend hat die IFFA erstmals ihr<br />

Produktportfolio erweitert und Prozesstechnik<br />

und Zutaten für alternative<br />

Proteine mit in den Fokus gerückt.<br />

Die Besucher zeigten großes<br />

Interesse an pflanzenbasierten Fleischalternativen,<br />

hybriden Produkten<br />

und zellkultiviertem Fleisch – sowohl<br />

auf den Ständen der Aussteller<br />

als auch mit ihrer Teilnahme am<br />

Event-Programm. So hatten insbesondere<br />

die Konferenz von ProVeg<br />

und die Discovery Tours, geführt<br />

vom Good Food Institute Europe,<br />

starken Zulauf. Fabio Ziemßen, erster<br />

Vorsitzender beim Bundesverband<br />

für alternative Proteinquellen,<br />

zieht ein positives Fazit der ersten<br />

IFFA-Teilnahme seines Verbandes:<br />

„Die IFFA 20<strong>22</strong> hat deutlich gemacht,<br />

dass alternative Proteinquellen auch<br />

zukünftig einen festen Platz auf der<br />

internationalen Leitmesse haben<br />

werden, der sich in den kommenden<br />

Jahren immer weiter vergrößern<br />

wird. Für Produzenten und Vertreiber<br />

von alternativen Proteinquellen<br />

ist es deshalb unverzichtbar, hier in<br />

drei Jahren präsent zu sein. Wir freuen<br />

uns darauf, diese Entwicklung<br />

auch zukünftig als deutscher Branchenverband<br />

zu begleiten und zu<br />

gestalten.“<br />

Überzeugt,<br />

begeistert und inspiriert<br />

Die Stände der Aussteller waren<br />

voll: ob zwischen Kuttern, Transportstraßen<br />

oder Verpackungsmaschinen,<br />

vor Regalen mit Ingredienzien,<br />

im Wettbewerbsareal des Fleischerhandwerks<br />

oder in der IFFA<br />

Factory – den Besuchern ging es vor<br />

allem um die haptische Erfahrung.<br />

Anfassen, riechen, schmecken, Maschinen<br />

im Live-Betrieb sehen, sich<br />

persönlich austauschen und das Wissen<br />

erweitern – das stand ganz oben<br />

auf der Agenda. Die Gesamtzufriedenheit<br />

liegt mit 96 Prozent noch<br />

höher als zur IFFA 2019 und somit<br />

auf einem absoluten Top-Niveau.<br />

Einer regelmäßig stattfindenden Besucherumfrage<br />

der Messe Frankfurt<br />

zufolge, waren 95 Prozent zufrieden<br />

mit dem Angebot der Aussteller und<br />

96 Prozent gaben an, ihre Messebesuchsziele<br />

erreicht zu haben. Trotz<br />

aktuell schwieriger Rahmenbedingungen<br />

kamen die Besucher aus 129<br />

Ländern nach Frankfurt – mit 72<br />

Prozent Internationalität wahrt die<br />

IFFA damit ihre hohe Relevanz für<br />

die globale Branche. Zu den größten<br />

Besuchernationen gehörten die Niederlande,<br />

Italien, Spanien, Polen, die<br />

USA, Brasilien, Österreich, Großbritannien,<br />

die Schweiz und Frankreich.<br />

Digitaler Raum<br />

Bei der IFFA Digital Extension<br />

konnten sich die Teilnehmer bereits<br />

im Vorfeld kontaktieren, Termine<br />

miteinander ausmachen und sich<br />

über die Innovationen der Aussteller<br />

informieren. Wer einen Vortrag<br />

im IFFA Forum verpasst hat, hat<br />

die Möglichkeit, sich die Aufzeichnungen<br />

auf der digitalen Plattform<br />

auch noch im Nachgang anzusehen.<br />

Die IFFA Digital Extension verzeichnete<br />

bis zum Ende der Messe<br />

12.661 Zugriffe.<br />

Mehr: iffa.messefrankfurt.com<br />

20 <strong>03</strong>/<strong>22</strong>


Qualität durch Erfahrung<br />

Das 1970 als Handelsunternehmen für Verpackungsmaschinen gegründete<br />

Unternehmen Variovac PS SystemPack GmbH (Partner in Österreich<br />

- Franz Gramiller & Sohn GmbH) zeigte während der IFFA seine neuesten<br />

Lösungen. Die effizienten, kompakten und wirtschaftlichen Lösungen<br />

zum Einstieg in das automatische Verpacken arbeiten bei der Firma mit<br />

dem hochentwickelten VARIOVAC-RapidAirSystem.<br />

So erreicht das Einstiegsmodell - die Optimus-Tiefziehmaschine<br />

- problemlos eine<br />

Verpackungsleistung von 13 Takten in<br />

der Minute bei brillanter Ausformung und bester<br />

Restfolienstärke. Hartfolien bis zu 500 mµ<br />

werden mit dem RapidAisSystem zu perfekten<br />

Schalen geformt. Eine stabile Edelstahlkonstruktion,<br />

Hubsysteme mit hoher Schließkraft sowie<br />

optimale Reinigungsmöglichkeiten und dadurch<br />

höchste Hygiene und eine überzeugende Bedienerfreundlichkeit,<br />

machen die Optimus zur führenden<br />

Maschine in ihrer Klasse.<br />

Halbautomat<br />

Zu sehen war auch der halbautomatische Schalensiegler<br />

Rotarius mit Doppelwekrzeugsystem.<br />

Während diese Maschine die Schalen im Siegelwerkzeug<br />

valutiert und begast, kann der Maschinenbediener<br />

im vorderen Teil die fertigen Schalen<br />

entnehmen und sofort wieder neue einsetzen.<br />

Das verhindert Leerlauf und erhöht die Verpackungsleistung.<br />

Die Rotarius überzeugt durch<br />

die Vielfalt ihrer Anwendungsmöglichkeiten - ob<br />

nur Siegeln oder MAP, Skin oder Gasspülung -<br />

sie liefert jederzeit beste Verpackungen für Food,<br />

Non-Food und Medizinprodukte. Der Wechsel<br />

der Siegelwerkzeuge ist ohne Hilfsmittel möglich.<br />

Vollautomaten<br />

Mit der Linus 1100 zeigte das Unternehmen<br />

auch einen Traysealer für das vollautomatische<br />

Verpacken von siegelfähigen, vorgefertigten<br />

Schalen in verschiedenen Formen aus PP, PET,<br />

PS, Aluminium und beschichtetem Karton. Sie<br />

ist konzipiert für das Hochleistungssegment der<br />

Food Industrie. Die Maschine ist Modular aufgebaut<br />

und kann jederzeit in Ein-Meter-Schritten<br />

verlängert werden.<br />

Mehr unter:<br />

www.variovac.de<br />

oder beim österreichischen Partner:<br />

www.gramiller.at<br />

LASTEN<br />

SCHLEPPER<br />

Die Transportroller von AUER<br />

Packaging bewegen Ihre Behälter<br />

spielend von A nach B. Ihre<br />

Maße sind auf das Euro-Format<br />

optimiert.<br />

Die Maxi-Variante nimmt<br />

Behälter von bis zu 80 x 60 cm<br />

auf. Für besonders schwere<br />

Transport-Aufgaben bis 500 kg<br />

Last haben wir Stahlrohr-verstärkte<br />

Versionen am Start. Für<br />

das AUER Toolbox-System bieten<br />

wir Transportroller mit einer speziellen<br />

Aufnahme an.<br />

Bei der Bereifung stehen Gummioder<br />

Polyamidräder, Bock- oder<br />

Lenkräder, optionale Feststellbremse<br />

und ein Fadenschutz zur<br />

Auswahl.<br />

• Auf Euro-Maß abgestimmt<br />

• Hohe Stabilität, bis zu<br />

500 kg Traglast<br />

• Leichtgängige Räder<br />

• Alle Versionen stapelbar<br />

Variovac poräsentierte auf der IFFA<br />

seine Verpackungslösungen<br />

<strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

www.auer-packaging.de<br />

21


IFFA<br />

Hochautomatisierte Komplettlinienlösung zur Verarbeitung<br />

Verpackung von Bacon<br />

Intelligente Komplettlinienlösungen aus einer Hand: Auf der IFFA zeigte<br />

Weber (Partner in Österreich - Gramiller & Sohn), wie durch ganzheitliche<br />

Linienkonzepte echter Mehrwert für Kunden geschaffen wird. Seit mehr als 40<br />

Jahren ist Weber starker Partner der Lebensmittelindustrie. Denn seit mehr als<br />

40 Jahren hat es sich das Unternehmen zur zentralen Aufgabe gemacht, innovative<br />

und leistungsstarke Lösungen für die Verarbeitung und Verpackung von<br />

Lebensmitteln zu entwickeln, die für Kunden echte Mehrwerte schaffen. Heute<br />

bietet Weber daher ein breites Portfolio mit Komplettlösungen für die Aufschnittproduktion<br />

und -verpackung – von der Vorbereitung des Rohprodukts<br />

bis zur fertigen, geprüften Primärpackung.<br />

Alles aus einer Hand, nahtlos<br />

integriert und intelligent<br />

vernetzt. Weber verbindet<br />

starke Linienkomponenten zu noch<br />

stärkeren Komplettlinienlösungen.<br />

Diese Systemlösungen haben stets<br />

einen ganzheitlichen Ansatz und<br />

sind auf den Kunden und dessen<br />

individuelle Bedürfnisse angepasst.<br />

Auf dem IFFA Messestand präsentierte<br />

Weber dem weltweiten Fachpublikum<br />

zwei solche Linien-Konzepte,<br />

die gleich mehrfach in Sachen<br />

Innovation und Integration beeindruckten<br />

und darüber hinaus einige<br />

Weltpremieren mit im Gepäck hatten.<br />

Eine davon war die hochautomatisierte<br />

Weber Komplettlinienlösung<br />

für die Verarbeitung und Verpackung<br />

von Bacon.<br />

Optimale Vorbereitung<br />

für maximale Ausbeute<br />

In diesem Linienkonzept zeigte<br />

sich ein neues Level von Integration<br />

und Automatisierung für mehr<br />

Wirtschaftlichkeit in der Bacon-<br />

Produktion. Effizienz und Präzision<br />

sind unübertroffen und das bei<br />

einer Qualität, die ihresgleichen<br />

sucht. Möglich wird das durch viele<br />

clevere Innovationen, die in dieser<br />

Linie vereint sind, angefangen<br />

bei der innovativen Weber Formpresse<br />

wePRESS 5000. Mehr Leistung,<br />

mehr Ausbeute, noch höhere<br />

Automatisierung, kontinuierliche<br />

Produktion: Die wePRESS ist eine<br />

ideale Ergänzung des Weber Portfolios,<br />

um die Lösungskompetenz<br />

des Marktführers weiter auszubauen<br />

und Lebensmittelproduzenten<br />

ganzheitliche Linienlösungen aus<br />

einer Hand anbieten zu können.<br />

Besonders Produkte wie Streaky<br />

Bacon, Back Bacon, Rohschinken<br />

und Frischfleisch lassen sich mit<br />

Foto: Weber<br />

der wePRESS 5000 perfekt in Form<br />

bringen. Dank der dynamischen und<br />

vollelektronisch servogetriebenen<br />

Mehrachsen-Presstechnologie werden<br />

die Rohmaterialien sanft und<br />

produktschonend, aber dennoch<br />

kraftvoll geformt. Zur perfekten Integration<br />

der wePRESS in eine Weber-<br />

oder TEXTOR-Linie hat Weber<br />

ein intelligentes Hubbeladeband<br />

entwickelt, das sein volles Potenzial<br />

insbesondere in Verbindung mit Weber<br />

oder TEXTOR Slicern mit Variogreifertechnik<br />

entfaltet. Neben der<br />

Übernahme der geformten Produkte<br />

und Weitergabe auf Einlaufhöhe<br />

zum nachgeschalteten Scanner oder<br />

Slicer ist das Hubbeladeband in der<br />

Lage, die intelligente Verteilung auf<br />

Spur 1 oder 2 beim 2-fach Schneiden<br />

von unterschiedlich schweren<br />

oder langen Produkten wie Bacon<br />

zu übernehmen. Um die Spur mit der<br />

geringeren Anzahl an Portionen aufzufüllen,<br />

verteilt das Hubbeladeband<br />

das längere oder schwerere Produkt<br />

automatisch auf die zu vervollständigende<br />

Spur. Mithilfe dieser sich<br />

selbst optimierenden Technik werden<br />

eine Leistungs- und Qualitätssteigerung<br />

sowie die Minimierung<br />

des Linienpersonals erreicht. Auch<br />

der neue Weber Scanner weSCAN<br />

5000 präsentierte sich erstmalig auf<br />

der IFFA im Rahmen dieser Linie.<br />

Im neuen weSCAN kommt Lasertechnik<br />

zum Einsatz, die absolute<br />

Scanpräzision bei maximaler Scangeschwindigkeit<br />

erlaubt. Bei einer<br />

wesentlich präziseren Messung sind<br />

gleichzeitig mehr Leistung und damit<br />

ein höherer Durchsatz pro Minute<br />

möglich. Höhere Ausbeute und<br />

perfekte Schneidergebnisse sind das<br />

Resultat dieser technischen Meisterleistung<br />

– insbesondere bei ungleichmäßigen<br />

Naturprodukten wie Bacon<br />

ein entscheidender Vorteil. Durch<br />

das perfekte Zusammenspiel dieser<br />

Weber Komponenten wird das Rohprodukt<br />

optimal für die Verarbeitung<br />

in höchsten Leistungsbereichen mit<br />

maximaler Ausbeute vorbereitet.<br />

Einzigartig in seiner Klasse:<br />

der TEXTOR Slicer TS700<br />

Weltweit steigende Rohstoffpreise<br />

erfordern höchste Effizienz im<br />

Umgang mit Rohmaterialien. Der<br />

TEXTOR Slicer TS700 schneidet<br />

die Produkte individuell und erzielt<br />

damit immer das optimale Portionsgewicht.<br />

Dies gelingt mithilfe der<br />

zweispurigen VarioFeed-Produktzuführung:<br />

Der uneingeschränkte<br />

Produktlängenausgleich sorgt für<br />

größtmögliche Ausbeute – auch bei<br />

unterschiedlich langen Naturprodukten<br />

wie Bacon. Noch weiter steigern<br />

lässt sich die Ausbeute mit der<br />

ab sofort für den TS700 verfügbaren<br />

Vakuumgreifertechnik. Hierdurch<br />

werden Endstücke der wertvollen<br />

Produkte auf ein Minimum reduziert,<br />

was für Kunden mehr Gewinn und<br />

Wirtschaftlichkeit bedeutet. Ausstattungshighlights<br />

wie das Weber<br />

Durablade Performance Sichelmesser<br />

sorgen darüber hinaus für beste<br />

Scheibenqualität. Die Messer als<br />

Herzstücke der Slicer kommen bei<br />

Weber aus eigener Entwicklung und<br />

Fertigung. In jedem Weber Durablade<br />

Messer steckt daher ein Höchstmaß<br />

an Know-how des weltweiten<br />

Slicermarktführers. Obwohl der<br />

TEXTOR Slicer TS700 mit seiner<br />

extrem kompakten Bauweise nur einen<br />

geringen Platzbedarf hat, erzielt<br />

er dank großem Produktdurchgang<br />

und sehr kurzer Wiederbeladezeiten<br />

eine hohe Ausbringleistung. Umbauten<br />

sind dank der Kassettenbauweise<br />

schnell und werkzeuglos<br />

umzusetzen. Das neue werkzeuglose<br />

Produkthalter-Schnellwechselsystem<br />

macht die Arbeit für das<br />

Bedienpersonal noch ergonomischer<br />

und einfacher. Ein weiterer Vorteil<br />

ergibt sich durch das geniale Hygienekonzept:<br />

In dem kompromisslos<br />

offenen Design finden sich absolut<br />

keine Hohlräume. Diese offene Bauweise<br />

setzt selbst im Rahmen der<br />

hohen hygienischen Anforderungen<br />

in der Lebensmittelverarbeitung einen<br />

neuen Hygienestandard und gewährleistet<br />

gute Zugänglichkeit für<br />

Reinigungs-, Wartungs- und Rüstarbeiten.<br />

Insbesondere in der starken<br />

Verbindung zwischen dem Slicer<br />

und dessen Folgekomponenten wird<br />

die umfassende Integration dieser<br />

Linienlösung deutlich. Der TS700<br />

ist in der Lage, die Liniengeschwindigkeit<br />

selbstständig zu optimieren<br />

und Folgekomponenten wie den<br />

Einleger je nach Bedarf automatisch<br />

zu beschleunigen. Vor allem bei<br />

sensiblen Bacon-Portionen sind der<br />

sichere, beschädigungsfreie Transport<br />

und das präzise Einlegen tägliche<br />

Herausforderungen innerhalb<br />

<strong>22</strong> <strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

Linienkonzept für Bacon-Anwendungen


der Produktion. Mithilfe dieses perfekten<br />

Zusammenspiels wird somit<br />

eine sichtbare Qualitätssteigerung<br />

erreicht.<br />

Der Spezialist für 2 auf 2<br />

Anwendungen transportsensibler<br />

Portionen<br />

Zum Transport und für das Einlegen<br />

der sensiblen Bacon-Portion ist<br />

der neue Weber Bandeinleger we-<br />

LOAD 7500 die ideale Wahl. Horizontaler<br />

Produkttransport, perfektionierte<br />

Geschwindigkeitsabläufe über<br />

alle Bandeinheiten: Als Spezialist<br />

für 2 auf 2 Anwendungen transportsensibler<br />

Portionen wurde er<br />

konsequent für ebendiese Aufgabe<br />

entwickelt und mit cleveren Funktionen<br />

ausgestattet. Durch die intelligente<br />

Spurverteilung des weLOAD<br />

werden die Portionen optimal zur<br />

Weiterverarbeitung vorbereitet. Auf<br />

diese Weise werden Give-away minimiert<br />

und Gutausbeute maximiert.<br />

Mithilfe der automatischen Twistkorrektur<br />

werden die Bacon-Portion<br />

präzise in die Verpackung eingelegt<br />

– für weniger manuelle Eingriffe und<br />

mehr Hygiene. Leerpackungen sind<br />

in dieser Linie kein Thema mehr:<br />

Durch die Variozuführung entstehende<br />

Leerstellen werden mithilfe<br />

zweigeteilter, voneinander unabhängiger<br />

Pufferbänder einfach aufgefüllt.<br />

Dank der umfassenden Vernetzung<br />

mit allen Linienkomponenten<br />

ist der weLOAD in der Lage, seine<br />

Geschwindigkeit in Abhängigkeit<br />

zu den anderen Linienkomponenten<br />

selbstständig zu regeln. Die perfekte<br />

Integration dieser leistungsstarken<br />

Linie zeigt sich außerdem in der<br />

Verbindung des Einlegers mit der<br />

Verpackungsmaschine: Durch eine<br />

clevere mechanische Integration<br />

stützt sich der weLOAD auf die we-<br />

PACK. Dadurch ist kein eigener Maschinenabstützfuß<br />

im Bereich der<br />

Verpackungsmaschine erforderlich.<br />

Sicher und<br />

nachhaltig verpacken<br />

Höchste Ausbringungsleistung,<br />

Qualität sowie Wartungs- und Servicefreundlichkeit:<br />

Während der<br />

letzten drei Jahre begeisterte die<br />

Weber Tiefziehverpackungsmaschine<br />

wePACK 7000 Kunden weltweit.<br />

Auf der IFFA 20<strong>22</strong> präsentierte sich<br />

der Thermoformer in einer weiterentwickelten<br />

Variante mit vielen<br />

neuen, cleveren Details. Eines<br />

der beeindruckenden Highlights<br />

offenbart sich erst im Inneren der<br />

Maschine: der speziell für die Bedürfnisse<br />

der Lebensmittelindustrie<br />

konzipierte Werkzeughub mit Servoantrieb.<br />

Moderne Servotechnik<br />

ist Standard bei der wePACK – damit<br />

verzichtet Weber weitestgehend<br />

auf teure Druckluft. Schnell, stark,<br />

präzise: Zu 100 % aus Edelstahl<br />

bestehend setzt der Werkzeughub<br />

neue Maßstäbe durch das gewohnte<br />

Weber Hygienedesign und ungeschlagene<br />

Geschwindigkeiten für<br />

höchste Ausbringleistung. In Sachen<br />

Leistung beeindruckt außerdem<br />

der neue Rollenscherenschnitt<br />

mit Schnellwechselsystem. Maximal<br />

fünf Minuten für den Wechsel<br />

der unteren Messerwelle und nur<br />

rund eine Minute zum Wechsel der<br />

oberen Messerwelle – kein anderes<br />

Schnittsystem im Markt ist schneller<br />

und einfacher umzustellen. Hohe<br />

Arbeitssicherheit ist dabei aufgrund<br />

vormontierter Messer in der Wechselkassette<br />

ebenso gewährleistet wie<br />

einfache und leichte Durchführbarkeit<br />

– auch für angelerntes Personal.<br />

Dank der automatischen Einstellung<br />

des idealen Anpressdrucks werden<br />

zudem Stillstandszeiten reduziert<br />

und aufwändiges Nachregulieren<br />

gehört der Vergangenheit an. Eine<br />

besonders wertvolle Funktion, die<br />

aufgrund der umfassenden Vernetzung<br />

und Integration der Linienkomponenten<br />

realisiert wird, ist die<br />

Portionsablagekontrolle. Liegt die<br />

Portion im Siegelbereich der Packung,<br />

wird die wePACK automatisch<br />

gestoppt. Darüber hinaus werden<br />

Korrekturmeldungen zur Tendenzregelung<br />

der Beladegenauigkeit<br />

im Upstreamprozess an Slicer und<br />

Einleger übermittelt. Mithilfe dieser<br />

technischen Finesse wird der Verarbeitungsprozess<br />

kontinuierlich und<br />

automatisch optimiert sowie Linienpersonal<br />

für manuelle Korrekturen<br />

im Einlegebereich eingespart.<br />

Themen wie Nachhaltigkeit, Recyclingfähigkeit<br />

und Ressourcenschonung<br />

sind so präsent und relevant<br />

wie nie zuvor. Daher kam auf der<br />

IFFA bei dieser Linie ein thermoformbares,<br />

auf Papier basierendes<br />

alternatives Verpackungsmaterial<br />

zum Einsatz, welches nicht nur die<br />

Kunststoffverbrauchsabgaben laut<br />

Verpackungsverordnung reduziert,<br />

sondern zudem die neuen Vorgaben<br />

des LEH erfüllt. Um die schützenden<br />

und haltbarkeitsverlängernden Eigenschaften<br />

der Verpackung nicht<br />

zu beeinträchtigen, lassen sich die<br />

Packungen ohne Vakuum formen,<br />

sodass die Materialeigenschaften faserbasierter<br />

Verpackungsstoffe nicht<br />

in Mitleidenschaft gezogen werden.<br />

Als flexibles und zukunftsfähiges Linienkonzept<br />

lässt sich die wePACK<br />

natürlich schnell auf andere Folienarten<br />

umrüsten.<br />

weSORT 500<br />

Den Abschluss dieser Linie bildete<br />

der neue Packungsvereinzeler<br />

weSORT 5000 mit integrierter<br />

Leer- und Schlechtpackungsausschleusung.<br />

Mehrere Spuren lassen<br />

sich mithilfe des weSORT auf eine<br />

Spur vereinzeln. Zur Minimierung<br />

von Abfall und zur Erhöhung der<br />

Prozesssicherheit lassen sich darüber<br />

hinaus bis zu fünf verschiedene<br />

Kriterien zur Packungssortierung<br />

einstellen, um leere Packungen<br />

und definierte Schlechtpackungen<br />

aus dem Prozess auszuschleusen.<br />

Auch beim weSORT ergeben sich<br />

die entscheidenden Vorteile wieder<br />

aus der Integration: Die Steuerung<br />

des weSORT ist in die wePACK<br />

Verpackungsmaschine integriert,<br />

was sich nicht nur in einer Kostenersparnis<br />

durch Verzicht auf<br />

zusätzliche Steuerungshardware<br />

niederschlägt, sondern zudem ermöglicht,<br />

dass Programmwechsel<br />

zusammen mit der wePACK erfolgen<br />

können. Minimierung von<br />

Wechselzeiten sowie die Eliminierung<br />

von Fehlerquellen beim Programmwechsel<br />

sind das Ergebnis.<br />

58<br />

Kompromisslos<br />

integriert und vernetzt<br />

Neben der innovativen und leistungsstarken<br />

Technik ergeben sich<br />

insbesondere aus den Möglichkeiten<br />

der Integration und Vernetzung vielseitige<br />

Vorteile und Mehrwerte für<br />

lebensmittelverarbeitende Betriebe.<br />

Diese reichen von Qualitäts- und Effizienzsteigerung<br />

über Erhöhung der<br />

Transparenz und Prozesssicherheit<br />

bis hin zur Minimierung des Personalbedarfs<br />

an der Linie. Der ungehinderte<br />

Datenfluss über die gesamte<br />

Linie hinweg ermöglicht beispielsweise<br />

gezieltes Portionstracking zur<br />

Erhöhung der Effizienz. Das Bedienpersonal<br />

hat jederzeit im Blick,<br />

wo sich welche Portion befindet und<br />

in welchem Zustand sie ist. Darüber<br />

hinaus kann frei entschieden werden,<br />

wie mit fehlgewichtigen Portionen<br />

umgegangen werden soll. Alle Informationen,<br />

Programme und Einstellungen<br />

sind jederzeit und überall<br />

an einem der Bedienpulte abrufbar.<br />

Dabei ist es sogar mithilfe der Weber<br />

OneControl Technologie möglich,<br />

die komplette Linie wahlweise von<br />

jedem beliebigen Bedienterminal zu<br />

steuern. Das durchgängige und intuitive<br />

HMI sorgt zudem für einfache<br />

Bedienung.<br />

Mehr unter: www.weberweb.com<br />

oder beim österreichischen Partner:<br />

www.gramiller.at<br />

<strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

23


Innovative Leckagenkontrolle<br />

Mit Ishida AirScan beseitigen Anwender den<br />

Hauptgrund für Einzelhändler Produkte zu reklamieren!<br />

Airscan ist ein marktführendes Leckagen-Kontrollsystem, das mithilfe<br />

hochentwickelter Lasertechnologie Veränderungen des CO2-Niveaus<br />

präzise erkennt. Erreichen Sie bessere Qualitätskontrolle, als herkömmliche<br />

mechanische Systeme.<br />

Ishida hat das AirScan entwickelt, um die Schwächen konventioneller<br />

Leckagen-Kontrollsysteme zu überwinden. So können Sie sicher sein, dass<br />

jede MAP-Verpackung, die Sie an den Einzelhandel liefern, den Kunden<br />

in einwandfreiem Zustand erreicht.<br />

Der Ishida AirScan verwendet ein marktführendes Lasermodul dass auf die<br />

Erfassung der spezifischen Schwingungen von CO2-Molekülen ausgelegt ist.<br />

Diese Schwingungen absorbieren die Energie der Laserstrahlen, was einen<br />

Alarm und den Auswurf der defekten Verpackung auslöst.<br />

Wichtige Merkmale:<br />

r Überprüft bis zu 160 Packungen pro Minute<br />

r Erkennt kleinste CO2-Leckagen bis 0,5 mm<br />

r Liefert selbst bei Packungen mit einem CO2-Anteil<br />

von nur 10 % zuverlässige Ergebnisse<br />

r Keine Produktbeschädigung, selbst bei aussortierten Packungen<br />

Mehr auch unter:<br />

www.ishida.de<br />

24 <strong>03</strong>/<strong>22</strong>


TV<br />

präsentiert:<br />

Ishida AirScan:<br />

<strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

25


IFFA<br />

Weniger Kunststoff, mehr Recycling<br />

Das Thema Wiederverwertbarkeit spielt beim Verpacken eine herausragende<br />

Rolle. Denn die Verbraucher wollen frische und hygienisch einwandfrei verpackte<br />

Lebensmittel. Die Lebensmittelverpackungen haben vielfältige Anforderungen<br />

zu erfüllen: Sie schützen ihren Inhalt, sorgen für eine lange Haltbarkeit<br />

der Produkte, präsentieren sie in attraktiver Optik und kommunizieren wichtige<br />

Informationen. Als wichtiger globaler Partner der Lebensmittelindustrie arbeitet<br />

GEA (Partner in Österreich - Gramiller) gemeinsam mit führenden Material- und<br />

Verpackungsherstellern an nachhaltigeren Lösungen, die nicht nur den Anforderungen<br />

für Hygiene, Produktsicherheit und Qualität seitens der Hersteller, Händler<br />

und Verbraucher gerecht werden, sondern auch die strengen gesetzlichen<br />

Vorschriften zum Kunststoffverbrauch und Recycling erfüllen.<br />

Die Folienmengen, die<br />

für GEA Tiefziehverpackungsmaschinen<br />

verwendet<br />

werden, konnten in den vergangenen<br />

Jahren mit dem Ziel, die<br />

Wertschöpfung zu steigern, bereits<br />

reduziert werden. Zusätzlich wurde<br />

der Einsatz von erneuerbaren und<br />

leichter recyclebaren Ressourcen<br />

erhöht. Denn auch die Hersteller<br />

von Lebensmittelverpackungen<br />

setzen zunehmend auf vollständig<br />

recycelbare und ressourcenschonende<br />

Kunststoffverpackungen aus<br />

Monomaterialien wie Mono PP<br />

und Mono PE, da diese Folien eine<br />

hochwertige Qualität garantieren.<br />

GEA FoodTray<br />

Mit dem GEA FoodTray, der seit<br />

2019 auf dem Markt ist, ist die Verringerung<br />

des Kunststoffverbrauchs<br />

um bis zu 80 Prozent möglich – eine<br />

große Herausforderung, da frische<br />

Lebensmittel eine relative kurze<br />

Haltbarkeit haben. Diese intelligente<br />

Lösung, die in Zusammenarbeit<br />

mit verschiedenen Partnern<br />

entwickelt wurde, basiert auf einem<br />

einfachen Verpackungsdesign, das<br />

gleichzeitig die Wiederverwertbarkeit<br />

erhöht.<br />

CO 2 -Ausstoß verringern<br />

„Dank GEA FoodTray können<br />

GEA FoodTray ist auch auf die neueste Generation der GEA<br />

PowerPak PLUS ausgelegt, die als ein Teil einer vollautomatischen<br />

Aufschnitt- und Verpackungslinie auf der Fachmesse<br />

IFFA 20<strong>22</strong> in Frankfurt am Main präsentiert wurde. - Fotos: GEA<br />

Hersteller Lebensmittel mit viel<br />

weniger Kunststoff sicher verpacken.<br />

Diese Lösung ist auch deshalb<br />

so wichtig, weil sie der Gefahr<br />

entgegenwirkt, dass noch mehr Lebensmittel<br />

im Abfall landen, was ja<br />

zudem den CO 2 -Ausstoß erhöht“,<br />

bekräftigt Volker Sassmannshausen,<br />

Head of Product Management &<br />

Marketing bei GEA.<br />

Maximale Frische und<br />

Haltbarkeit für Lebensmittel<br />

Die Schale dieser nachhaltigen<br />

Verpackung besteht aus einem Karton<br />

aus Wellpappe, der aus nachwachsenden<br />

Rohstoffen hergestellt<br />

wird und den Lebensmitteln darin<br />

die nötige Struktur bietet. Für den<br />

Barriereschutz sorgen eine dünne<br />

Folie, die den Boden und die Seiten<br />

des Schaleninnenraums auskleidet,<br />

sowie eine dünne Flexfolie, mit<br />

der die Verpackung versiegelt wird.<br />

Beim Punktschweißen entsteht eine<br />

Versiegelung zwischen der Deckelfolie<br />

und dem oberen Bereich der<br />

Innenfolie. Beide Folien bestehen<br />

aus recycelbarem Kunststoff. Das<br />

Ergebnis: Eine nachhaltige Verpackung<br />

mit ausgezeichneter Produktoptik,<br />

die maximale Frische, Haltbarkeit<br />

und Lebensmittelsicherheit<br />

bietet.<br />

Leicht trennbar<br />

Nach dem Entleeren des Inhalts<br />

lassen sich beide Folien leicht wieder<br />

von der Kartonschale trennen.<br />

Somit können beide Materialien separat<br />

recycelt werden. „Das Entfernen<br />

der Innenfolie ist möglich, weil<br />

sie nur an den Rändern der Papierschale<br />

versiegelt ist und nicht über<br />

die gesamte Länge und Breite des<br />

Schalenbodens haftet. Die Leichtigkeit,<br />

mit der die Bodenfolie von der<br />

Schale entfernt werden kann, unterscheidet<br />

den FoodTray von den<br />

meisten anderen heute verfügbaren<br />

Lösungen“, erklärt Produktmanager<br />

Sassmannshausen.<br />

GEA Power-Pak PLUS<br />

GEA FoodTray ist auch auf die<br />

neueste Generation der GEA PowerPak<br />

PLUS ausgelegt, die als ein<br />

Teil einer vollautomatischen Aufschnitt-<br />

und Verpackungslinie auf<br />

der Fachmesse IFFA 20<strong>22</strong> in Frankfurt<br />

am Main präsentiert wurde.<br />

Diese leistungsstarke Tiefziehverpackungsmaschine<br />

wartet mit Neuentwicklungen<br />

auf, die die Qualität<br />

und Sicherheit der Verpackungen<br />

erhöht sowie die Verwendung<br />

dünnerer Folien ermöglicht. Dazu<br />

gehören innovative Heizsysteme<br />

sowie ein neuartiges Evakuier- und<br />

Begasungssystem.<br />

Folie und Etiketten<br />

aus gleichem Material<br />

Die intelligenten Lösungen erfüllen<br />

in idealer Weise die wichtigsten<br />

Anforderungen an die Nachhaltigkeit<br />

von Verpackungen. Auf<br />

der GEA PowerPak PLUS Verpackungsmaschine,<br />

die auf der IFFA<br />

zu sehen war, kamen besonders<br />

dünne Folien aus Monomaterialien<br />

für die Unter- und Oberbahn zum<br />

Einsatz. Auch die Etiketten bestehen<br />

aus diesem Material, so dass<br />

die Gesamtverpackung einschließlich<br />

Etikett vollständig recycelt<br />

werden kann.<br />

Geringe Betriebskosten -<br />

steigende Packungssicherheit<br />

Mit GEA PowerJet wird über zwei<br />

26 <strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

Mit dem GEA FoodTray ist die Verringerung des Kunststoffverbrauchs um bis zu 80 Prozent<br />

möglich – eine große Herausforderung, da frische Lebensmittel eine relative kurze Haltbarkeit haben.


IFFA<br />

seitliche Düsen das Evakuieren und<br />

Begasen der Verpackung in der Siegelstation<br />

sichergestellt. Das System<br />

garantiert durchgängig äußerst<br />

gleichmäßige niedrige Restsauerstoffwerte<br />

bei geringen Betriebskosten<br />

und gleichzeitig steigender<br />

Packungssicherheit. Das Lochstanzen<br />

der seitlichen Ränder entfällt<br />

komplett. Es entstehen weder prozessbedingte<br />

Schneidabfälle noch<br />

Schneidstaub, Messerstanzen müssen<br />

nicht mehr getauscht werden.<br />

GEA PowerJet ist für den Einsatz<br />

von Papierunterbahnen sowie Monomaterialien<br />

besonders geeignet.<br />

Zonenheizsystem<br />

Die nachhaltigen Folien stellen<br />

besondere Anforderungen an die<br />

Heizsysteme vor dem Formprozess<br />

in der Tiefziehverpackungsmaschine.<br />

GEA bietet Lösungen hierfür an:<br />

Das innovative Zonenheizsystem<br />

GEA PowerHeat Z regelt gleichmäßig<br />

die Temperatur und sorgt so für<br />

eine gleichmäßige, optimale Aus-<br />

formung jeder einzelnen Packung<br />

- bis hin zu den Rändern. Die energieeffiziente<br />

Beheizung zeigt ihre<br />

Stärke besonders beim Einsatz von<br />

Monoverpackungsmaterialien wie<br />

Mono PP oder Mono PE. Mit dem<br />

revolutionären Matrixheizsystem<br />

GEA PowerHeat M können maßgeschneiderte,<br />

packungsspezifische<br />

Temperaturprofile erstellt werden,<br />

die eine flexible Wärmeverteilung<br />

erlauben. Die Lösung bewährt sich<br />

besonders beim Einsatz von Monomaterialien,<br />

da die Foliendicke<br />

deutlich reduziert werden kann, ohne<br />

Einfluss auf die Packungsfunktionalitäten<br />

wie Restfolienstärke oder<br />

Barriere-Eigenschaften zu nehmen.<br />

Außerdem sinken signifikant die<br />

Energiekosten, da bei beiden Systemen<br />

lange Aufheizzeiten entfallen<br />

und die Betriebstemperatur innerhalb<br />

kürzester Zeit erreicht wird.<br />

Mehr unter: www.gea.com oder<br />

beim österreichischen Partner:<br />

www.gramiller.at<br />

Die Highlights des GEA FoodTray:<br />

• FoodTray ist in verschiedenen Größen erhältlich<br />

und auf allen Oberflächen bedruckbar.<br />

• Der Karton kann zu 100 Prozent aus nachwachsenden<br />

Rohstoffen hergestellt werden, wodurch im Vergleich zu<br />

herkömmlichen Verpackungen für frische Lebensmittel<br />

bis zu 80 Prozent weniger Kunststoff anfällt<br />

(nach Gewicht).<br />

• Die Verschlussfolie fungiert nach entsprechendem<br />

MAP-Verpackungsvorgang (Modified Atmosphere Package)<br />

als hochwertige Barriere.<br />

• Sowohl die Wellpappe als auch die Folie<br />

(Monomaterial, PP-basiert) können der Reststoffverwertung<br />

zugeführt werden.<br />

• Optisch und haptisch attraktiv für Verbraucher.<br />

• Erfüllt unter anderem die im Verpackungsgesetz 2019<br />

festgelegten höheren Recyclingquoten für<br />

Kunststoffverpackungen.<br />

Ausgezeichnet mit dem Österreichischen<br />

Staatspreis Smart Packaging 2016<br />

Ausgezeichnet verpackt!<br />

EFFIZIENT<br />

INNOVATIV<br />

SICHER<br />

<strong>03</strong>/<strong>22</strong> 27<br />

www.pawel.at


IFFA<br />

Komplett integrierte Systemlösung<br />

Langusten mit Hochleistung verpackt<br />

Mit einer integrierten Wiege- und Schalenverpackungslösung von Ishida<br />

konnte der führende spanische Fischverarbeiter Gambastar den Ausstoß einer<br />

seiner wichtigsten Produktlinien steigern. Bei der Verpackung frischer<br />

Langusten in Schalen verschiedener Größen wird nun eine doppelt so hohe<br />

Leistung erreicht. Die neu installierte Anlage kombiniert eine Mehrkopfwaage<br />

CCW-RVE, einen Traysealer QX-1100-Flex sowie eine Kontrollwaage<br />

DACS-G.<br />

Gambastar mit Sitz in Burgos<br />

ist mit einer aktuellen<br />

Verarbeitungsmenge von<br />

9.000 Tonnen pro Jahr eines der<br />

am schnellsten wachsenden Meeresfrüchte-Unternehmen<br />

Spaniens.<br />

Die gefrosteten, gekühlten und<br />

verzehrfertigen Produkte werden<br />

unter der bekannten Eigenmarke<br />

Gambafresh sowie unter Handelsmarken<br />

vertrieben.<br />

Neue Mehrkopfwaage<br />

Durch die neue Ishida-Mehrkopfwaage<br />

konnte Gambastar die Abfüllung<br />

der Langusten im Vergleich<br />

zu einer früher eingesetzen Linearwaage<br />

von etwa 35 auf 70 Verpackungen<br />

pro Minute beschleunigen.<br />

Genauso wichtig ist die hervorragende<br />

Genauigkeit. Bei einer typischen<br />

520 g-Schale zum Beispiel<br />

beträgt die Überfüllung lediglich<br />

2% des Zielgewichts.<br />

Bilder: © Ishida<br />

Die Mehrkopfwaage CCW-RVE verdoppelte die<br />

Geschwindigkeit bei der Verwiegung der Langusten.<br />

Spezielles Verteilsystem<br />

Die Langusten werden der<br />

16-köpfigen Mehrkopfwaage<br />

CCW-RVE über ein vibrierendes<br />

Förderband zugeführt. Vom Verteilteller<br />

gelangen die Langusten<br />

in die Schalen und der Computer<br />

berechnet in Sekundenbruchteilen<br />

die beste Kombination der Teilgewichte<br />

für das jeweilige Zielgewicht.<br />

Ein speziell entwickeltes<br />

Verteilsystem mit Senktrichtern<br />

erledigt die präzise Abfüllung der<br />

Meeresfrüchte in die Schalen.<br />

Schalenversiegelung:<br />

Ein Werkzeug<br />

für drei Verpackungsformate<br />

Anschließend übernimmt der<br />

zweispurige Traysealer QX-1100<br />

Flex die Versiegelung der Schalen.<br />

Ein besonderer Vorteil der vollautomatischen<br />

Maschine ist, dass für<br />

die drei verschiedenen Schalengrößen<br />

von 200 g bis 1 kg nur ein<br />

einziges Werkzeug benötigt wird.<br />

So kann der Wechsel zwischen den<br />

Verpackungsformaten innerhalb<br />

weniger Minuten erfolgen. Die<br />

entsprechenden Voreinstellungen<br />

lassen sich per Knopfdruck auf der<br />

intuitiv zu bedienenden Steuereinheit<br />

abrufen. Die intelligente Steuerung<br />

des QX-1100 Flex umfasst<br />

automatische Einstellfunktionen<br />

und Servoantriebe. Das erlaubt<br />

eine sorgfältige und konstante<br />

Schalenversiegelung bei Hochgeschwindigkeit.<br />

Finale Überprüfung<br />

Abschließend wird das Gewicht<br />

der Schalen einer finalen Überprüfung<br />

unterzogen. Die Kontrollwaage<br />

DACS-G verfügt über<br />

eine von Ishida selbst entwickelte<br />

außergewöhnlich schnelle und genaue<br />

digitale Wiegezelle, die auch<br />

in rauen Produktionsumgebungen<br />

äußerst zuverlässig arbeitet. Per<br />

Knopfdruck lässt sich zwischen<br />

verschiedenen Wiegebereichen<br />

wechseln, sodass Gambastar die<br />

jeweiligen Verpackungsformate<br />

flexibel verarbeiten kann.<br />

Hohe Hygienestandards<br />

Alle drei Ishida-Maschinen haben<br />

eine reinigungsfreundliche<br />

Konstruktion, wodurch Gambastar<br />

strenge Hygienestandards einhalten<br />

kann. Die Mehrkopfwaage<br />

CCW-RVE mit ihrer wasserdichten<br />

Bauweise gemäß Schutzart<br />

IP66 erlaubt eine Nassreinigung,<br />

für die alle Kontaktteile werkzeuglos<br />

abgenommen und an einer<br />

speziellen Waschwand aufgehängt<br />

werden können.<br />

Voll integrierte Lösung<br />

„Uns überzeugte, dass Ishida aus<br />

einer Hand eine voll integrierte<br />

Lösung für die Verpackung der<br />

links: Das Verteilsystem unter der Waage füllt die Langusten mit Senktrichtern in die Schalen.<br />

rechts: Frisch versiegelt: Die Schalenverpackungen kommen aus dem Traysealer QX-1100-Flex.<br />

28 <strong>03</strong>/<strong>22</strong>


Der RobotGrader erreicht Festgewichte bei sehr kleinen Stückzahlen<br />

Zwei oder mehr Fleischstücke von unterschiedlicher Größe und Form<br />

mit Festgewichten vollautomatisch abfüllen? Dazu noch die Produkte<br />

in der Schale attraktiv drapieren? Der RobotGrader von Ishida schafft<br />

das. Zu sehen gab es das revolutionäre Verpackungssystem auf der IFFA.<br />

Mit Sicherheit das richtige Gewicht. Die Kontrollwaage<br />

DACS-G gewährleistet die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen.<br />

Der RobotGrader kombiniert Hochleistungs-Wiegetechnologie mit einem<br />

Pick-and-Place-System. Herangeführte Fleisch- und Geflügelstücke<br />

werden einzeln verwiegt und nach ihrer Form, Position und Ausrichtung<br />

gescannt. Anschließend leistet eine Sortiersoftware die Auswahl der<br />

Produkte zur Kombination. Die Maschine speichert die Informationen<br />

einer Vielzahl verwiegter Produktstücke und optimiert die Zahl der<br />

Schalen in Reichweite der Roboter-Greifarme für eine maximale<br />

Auswahl. Die Fleischstücke werden gefasst und optisch<br />

ansprechend in den Schalen platziert.<br />

Langusten angeboten hat. Die Linie<br />

erweist sich seit der Installation<br />

als äußerst leistungsstark und<br />

zuverlässig“, sagt Carlos Pineda,<br />

Produktionsleiter bei Gambastar.<br />

Ishida GmbH<br />

Die Ishida GmbH mit Standorten<br />

in Schwäbisch Hall und Hamburg<br />

ist die für Deutschland und<br />

Österreich zuständige Tochtergesellschaft<br />

von Ishida Europe (Birmingham,<br />

England). Das Unternehmen<br />

konzipiert, produziert und<br />

installiert innovative Wiege- und<br />

Verpackungstechnologien für den<br />

Food- und den Non-Food-Bereich.<br />

Mehr unter:<br />

www.ishidaeurope.com/de<br />

Im Vergleich zu manueller Verarbeitung steigert der RobotGrader die<br />

Leistung um das Zehnfache und verarbeitet bis zu 320 Schalen pro<br />

Minute. Gleichzeitig sinkt<br />

der Produktverlust in der<br />

Regel um mehr als 90<br />

Prozent, die Arbeitskosten<br />

reduzieren sich typischerweise<br />

um 70 Prozent und<br />

es werden 30 Prozent<br />

Aufstellfläche gespart.<br />

Nachhaltige und flexible Folienverpackungen für den Versandhandel<br />

Beck Packautomaten entwickelt Verpackungsanlage mit Bluhm-Etikettierer<br />

Die Beck Packautomaten GmbH &<br />

Co. KG aus Frickenhausen bei<br />

Stuttgart ist spezialisiert auf das<br />

vollautomatische Verpacken<br />

unterschiedlichster Produkte in Folie.<br />

Damit die Verpackungsanlagen noch<br />

bedienerfreundlicher werden und<br />

zudem nachhaltiger verpacken, hat<br />

Beck Packautomaten jetzt ein neues<br />

Maschinenkonzept entwickelt.<br />

Wichtiger Bestandteil ist ein<br />

Etikettendruckspender des<br />

Kennzeichnungsanbieters<br />

Bluhm Systeme.<br />

„Nachhaltige und flexible Folienverpackungen<br />

sind insbesondere für<br />

Versandhändler interessant“, weiß<br />

Alexander Deharde, Verkaufsleiter bei<br />

Beck Packautomaten. „Unser neues<br />

Maschinenkonzept beinhaltet nicht nur<br />

ein neues Design, sondern auch viele<br />

neue Features.“ So wird die Beutelgröße<br />

der Versandverpackung an das<br />

Produkt angepasst, um ein höchstmögliches<br />

Maß an Ressourcen- und<br />

Kostenersparnis zu erreichen. Gleichzeitig<br />

verarbeitet die Anlage eine 80%<br />

PCR-Folie. Dieses Material besteht zu<br />

80 Prozent aus „Post Consumer Recycling“-Produkten.<br />

Vollautomatisiert<br />

versieht ein Etikettendruckspender<br />

von Bluhm Systeme die Einheiten mit<br />

Versandetiketten.<br />

Zur Verpackung und Etikettierung<br />

werden die Textilien einzeln oder in<br />

Stapeln auf ein Förderband gelegt. Der<br />

zugehörige Lieferschein mit Barcode<br />

liegt hierbei kopfüber unter dem Produkt.<br />

Ein unter dem Band befindlicher<br />

Scanner scannt den Barcode des<br />

Lieferscheins und schickt die Daten<br />

an das ERP-System. Hier wird die zur<br />

Sendung gehörige Versandadresse ermittelt<br />

und an den Etikettendruckspender<br />

vom Typ Legi-Air 4050 E übermittelt.<br />

Auf Basis dieser Daten druckt das<br />

System ein Versandetikett aus.<br />

Währenddessen fahren die Produkte<br />

weiter zwischen Folienbahnen, die<br />

ober- und unterhalb des Förderbandes<br />

sitzen. Noch vor der Folierung bringt<br />

der Etikettierer das Versandetikett<br />

auf die obere Folienbahn auf. Da die<br />

Bahn schrägt nach unten läuft, wurde<br />

auch der Spendestempel in Schräglage<br />

montiert. Der Stempel taucht ab und<br />

bläst das Versandetikett berührungslos<br />

auf die Folie auf.<br />

Der Etikettendruckspender ist für den<br />

Dauerbetrieb und daher besonders zur<br />

Etikettierung von Versandeinheiten geeignet.<br />

Mit ihm lassen sich aber auch<br />

andere Produkte wie zum Beispiel<br />

Kartons oder Paletten kennzeichnen.<br />

Das System kann Druckmodule aller<br />

führenden Hersteller ansteuern und<br />

Etiketten somit mit einer Auflösung<br />

von bis zu 600dpi bedrucken.<br />

Mehr zu dieser spannenden Anwendung<br />

finden Sie unter:<br />

bluhmsysteme.com/beck<br />

Bluhm Systeme GmbH<br />

Maarweg 33, D-53619 Rheinbreitbach<br />

Telefon: +49(0)<strong>22</strong>24-7708-0<br />

E-Mail: info@bluhmsysteme.com<br />

Web: www.bluhmsysteme.com<br />

<strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

29


IFFA<br />

Aufschnittware<br />

Spraysystem ersetzt Interleaver-Trennfolien<br />

Höhere Effizienz, niedrigere Kosten, weniger Kunststoff und dennoch voller<br />

Genuss: Auf den beiden Leitmessen Anuga FoodTec und IFFA 20<strong>22</strong> stellte<br />

MULTIVAC eine zukunftsfähige Lösung zum Verpacken von dünn geschnittenem<br />

beziehungsweise stark haftenden Aufschnitt im Rahmen einer Slicerlinie<br />

vor. Dank des innovativen Spraysystems MULTIVAC Sustainable Liquid<br />

Interleaving kann auf die marktübliche Trennfolie für Lebensmittel (Interleaver)<br />

zwischen den einzelnen Scheiben verzichtet und insbesondere der Kunststoffverbrauch<br />

beim Verpacken auf ein notwendiges Minimum reduziert werden.<br />

(siehe auch Fotos unten)<br />

Bei Backwaren oder Süßigkeiten<br />

ist das Verfahren<br />

längst Standard. Jetzt präsentiert<br />

MULTIVAC ein vielseitig<br />

einsetzbares Spraysystem, das speziell<br />

für das Verpacken von Wurst-,<br />

Schinken- und Käseaufschnitt oder<br />

veganen Alternativen ausgelegt ist.<br />

Die Lösung kann selbst für Portions-formen<br />

im Hauchschnitt (z.B.<br />

Shaved Meat) eingesetzt werden,<br />

für die ein klassischer Interleaver<br />

nicht geeignet ist. Das platzsparende<br />

Spraysystem lässt sich<br />

problemlos in neue ebenso wie in<br />

bestehende Slicerlinien integrieren.<br />

Die einzelnen Scheiben werden optisch<br />

ansprechend in der Packung<br />

präsentiert. Vor allem aber haften<br />

sie nicht aneinander und können<br />

vom Konsumenten sauber aus der<br />

Packung entnommen werden.<br />

Einfaches Funktionsprinzip<br />

Die Präzisionsdüsen des neuen<br />

Spraysystems zerstäuben ein flüssiges,<br />

geschmacks- und geruchsneutrales<br />

Trennmittel, das auf die<br />

jeweiligen Produkteigenschaften<br />

des Aufschnitts wie beispielsweise<br />

den Fettgehalt abgestimmt ist. Das<br />

Trennmittel wird dabei gleichmäßig<br />

auf die Unterseite der Scheiben aufgetragen.<br />

Geschmack, Qualität und<br />

Haltbarkeit des Produkts werden dabei<br />

nicht beeinträchtigt.<br />

Wirtschaftlichkeit<br />

Die Lösung bietet allerdings<br />

noch weitere Vorteile – vor allem<br />

in puncto Wirtschaftlichkeit. „Bei<br />

unserer Referenzberechnung, bei<br />

der wir das Slicen und Verpacken<br />

von Käse simulieren, verursachen<br />

die typischen Trennfolien aus Polystyrol<br />

insgesamt Kosten in Höhe<br />

Fotos: Multivac<br />

Nicht nur der Messestand von Multivac war grün und<br />

nachhaltig gestaltet - auch die Lösungen der Firma sind es<br />

von täglich 3.800 Euro. Die Kosten<br />

für die Trennflüssigkeit hingegen<br />

beziffern sich auf lediglich 425 Euro<br />

– das entspricht einer Einsparung<br />

von 85 Prozent“, erklärt Manfred<br />

Achenbach, Senior Vice President<br />

des Geschäftsbereichs Slicing. Auch<br />

der ermittelte Zeitaufwand für das<br />

Nachfüllen der Trennflüssigkeit<br />

im Vergleich zum Nachfüllen und<br />

Einfädeln der Interleaver-Rollen<br />

ist insgesamt um bis zu 95 Prozent<br />

geringer. Zu den weiteren Vorzügen<br />

des Spraysystems zählen: weniger<br />

Lagerfläche, längere Standzeiten<br />

von Slicermessern und auch weniger<br />

Materialeinsatz.<br />

geordneten Liniensteuerung MUL-<br />

TIVAC Line Control über das HMI<br />

von Verpackungsmaschine oder Slicer<br />

linienübergreifend, effizient und<br />

vor allem sicher bedient werden.<br />

Flüssighes Trennmittel<br />

Im Demobetrieb der Linie schnitt<br />

ein Slicer mehrspurig die Produktstangen<br />

und besprühte jede<br />

Scheibe mit dem flüssigen Trennmittel.<br />

Auf einer Waage erfolgte anschließend<br />

die Kontrolle der Einzelportionen.<br />

Fehlgewichtige Portionen<br />

wurden dabei mittels einer Wippe<br />

zur manuellen Gewichtskorrektur<br />

ausgeschleust, Portionen mit korrektem<br />

Gewicht von einem Transportband<br />

weitergeleitet und passend<br />

zur Formatauslegung der Tiefziehverpackungsmaschine<br />

gruppiert.<br />

Die Portionen gleiten während des<br />

Vorschubs in die Packungsmulden,<br />

wobei dank des flachen Einlegewinkels<br />

optimale Beladeergebnisse erzielt<br />

werden. Nach dem Verpacken<br />

mit Schutzatmosphäre gelangen<br />

die MAP-Packungen schließlich<br />

Messeexponat<br />

Auf den beiden Messen zeigte<br />

MULTIVAC das Spraysystem exemplarisch<br />

auf einer leistungsstarken<br />

Slicer-Tiefziehverpackungslinie.<br />

Die Module für das automatische<br />

Schneiden, Zuführen, Verpacken<br />

und Etikettieren von Aufschnittware<br />

sind dabei vollständig als Linie<br />

integriert und können dank der überzu<br />

einem Querbahnetikettierer, der<br />

die erforderlichen Etiketten auf der<br />

Ober- und Unterseite der Packungen<br />

anbringt.<br />

Zusätzlicher Mehrwert<br />

In der Praxis hat sich die Technologie<br />

bereits vielfach bewährt. Während<br />

das Spraysystem schon seit<br />

2018 bei einem Molkerei-Kunden<br />

auf einem MULTIVAC Slicer erfolgreich<br />

für das saubere Trennen<br />

von Käsescheiben eingesetzt wird,<br />

nutzt ein Produzent von Kochschinken<br />

die Lösung zusätzlich zur<br />

Verlängerung der Haltbarkeit seiner<br />

empfindlichen Produkte sowie zur<br />

Intensivierung des Geschmacks.<br />

Grüner Messestand<br />

Mit seinem breiten Portfolio an<br />

innovativen Verarbeitungs- und<br />

Verpackungslösungen präsentierte<br />

sich MULTIVAC auf einem grünen<br />

Stand dem diesjährigen Fachpublikum<br />

in Köln und Frankfurt. „Wir<br />

haben die Corona-Zwangspause genutzt,<br />

um gemeinsam mit dem Atelier<br />

Türke aus Balingen ein ressourcenschonendes<br />

Messestand-Konzept<br />

zu erarbeiten“, sagt Christian<br />

Traumann, Geschäftsführender Direktor<br />

bei Multivac. So kommen zukünftig<br />

nur noch Teppichböden und<br />

Kabinenwände zum Einsatz, die zu<br />

100 Prozent recycelbar sind. Zudem<br />

Materialien, die viele Messen überdauern<br />

werden. Das Unternehmen<br />

gleicht auch den CO 2 -Fußabdruck<br />

des Messestandes, welcher sich trotz<br />

aller Bemühungen nicht vermeiden<br />

lässt, durch eine Investition in ein<br />

Klimaschutzprojekt des internationalen<br />

Klimaschutzspezialisten<br />

Climate Partner aus. Um gleichzeitig<br />

den regionalen Umweltschutz<br />

zu unterstützen, fließt ein Teil des<br />

Geldes in ein heimisches Bergwaldprojekt<br />

im Oberallgäu. Naturschutz,<br />

von dem sich auch Besucher des<br />

Messestandes überzeugen können.<br />

An einer RFID-Station konnten sie<br />

mittels einer Chipkarte virtuell einen<br />

Baum pflanzen.<br />

Mehr unter:<br />

www.multivac.com<br />

30 <strong>03</strong>/<strong>22</strong>


Fast wie unverpackt<br />

„Am liebsten würde ich die Verpackung ganz weglassen…“ erklärt Juergen<br />

Schwald - Inhaber der BMS Papier Concept GmbH und weiter „Das geht<br />

natürlich nicht, deshalb arbeiten wir bei BMS mit unseren Partnern daran,<br />

Einwegverpackungen so nachhaltig wie möglich zu machen. Neben den klassischen<br />

Verpackungslösungen entwickeln wir gemeinsam mit unseren Kunden<br />

die Verpackung von morgen. Perfekte Produkteigenschaften auf Basis von<br />

ressourcenschonender Herstellung.“<br />

Eine seiner Entwicklungen<br />

zeigte das Unternehmen<br />

während der IFFA. Am<br />

Stand von Variovac zeigte das Unternehmen<br />

seine Lösung für Tiefziehverpackungen.<br />

Dieses Material<br />

aus Papier & Cellulose (Sichtfenster)<br />

erlaubt es, die Verpackung<br />

ungetrennt (Oberfolie mit Unterfolie)<br />

in die Papiertonne zu werfen.<br />

Die MAP-Verpackungen können<br />

für Wurst und Käse ebenso wie<br />

für Fisch verwendet werden. Das<br />

Papier und die Cellulose sind aus<br />

FSC-zertifizierter Forstwirtschaft<br />

und haben eine Barriere-Eigenschaft<br />

wie herkömmliche Kunststoff-Verpackungen.<br />

Diese neue Verpackung<br />

enthält kein EVOH als Barriere-<br />

Schicht. Sie lässt sich auf allen gängigen<br />

Tiefziehmaschinen (tiefziehbar<br />

von 8 bis 25 mm) herstellen.<br />

Papier statt Plastik<br />

Unser Produkt hat mehrere Vorteile:<br />

„Exzellente Siegel- und<br />

Barriere-Eigenschaften, sehr gute<br />

Haltbarkeiten (MHD), individuelle<br />

Oberfolien-Lösungen, bedruckbar<br />

innen und außen, FSC-Siegel, das<br />

Material ist als home-kompostierbar<br />

zertifiziert, Entsorgung der<br />

kompletten Verpackung über Altpapier“,<br />

erklärte Juergen Schwald<br />

während der Messe.<br />

Mehr unter: www.bms-web.de<br />

Juergen Schwald:<br />

„Die MAP-<br />

Verpackungen<br />

können für Wurst<br />

und Käse ebenso<br />

wie für Fisch<br />

verwendet werden.“<br />

<strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

31


WIRTSCHAFT<br />

Fit für die Verpackungszukunft<br />

Die Verpackungsindustrie ist dynamisch und entwickelt sich ständig weiter.<br />

Die Anforderungen an Verpackungen haben sich in den letzten Jahren stark<br />

verändert und werden dies auch weiterhin tun. Verbraucher und Gesetzgeber<br />

fordern nachhaltige Verpackungslösungen, aber auch die Produkte selbst verändern<br />

sich und erfordern andere Arten des Schutzes sowie eine dynamische<br />

Präsentation in den Marktregalen. Wie man fit für die Verpackungszukunft<br />

wird, behandelte der Greiner Packaging Innovation Day in der Packworld.<br />

KOMPACK sprach dabei mit Manfred Stanek, CEO Greiner Packaging.<br />

Harald Eckert im Gespräch mit<br />

Manfred Stanek,<br />

CEO Greiner Packaging<br />

WKOMPACK: I N T E R V I E<br />

Vorab darf ich zu<br />

der gelungenen Veranstaltung gratulieren.<br />

Nach der Corona-Zeit ist<br />

dies wieder der erste Innovation<br />

Day von Greiner Packaging. Wie<br />

zufrieden sind Sie mit der Teilnehmerzahl?<br />

Manfred Stanek: Sehr zufrieden.<br />

Über 60 Besucher beweisen, dass<br />

sich auch unsere Kunden wieder<br />

auf den persönlichen Kontakt mit<br />

uns gefreut haben.<br />

KOMPACK: Prinzipiell hat es<br />

der Kunststoff in der Öffentlichkeit<br />

zur Zeit nicht immer leicht<br />

- Schlagworte wie raus aus Plastik<br />

- gehören zum Alltag. Deswegen<br />

meine Frage - warum würden Sie<br />

trotzdem gerade jetzt auch einem<br />

Jugendlichen empfehlen, eine Ausbildung<br />

im Verpackungsbereich,<br />

speziell im Kunststoffbereich anzustreben?<br />

Manfred Stanek: Ich glaube,<br />

es gab noch nie so einen idealen<br />

Zeitpunkt wie jetzt dafür. Klar ist,<br />

dass es auch in Zukunft nicht ohne<br />

Kunststoff gehen wird. Innovation<br />

und Transformation werden der<br />

Schlüssel sein, um all diese sich ändernden<br />

Anforderungen nachhaltig<br />

zu erfüllen! Kreativität ist also gefragt,<br />

dies wiederum bietet gerade<br />

jungen motivierten Mitarbeitern<br />

riesige Chancen und eine intellektuelle<br />

Herausforderung.<br />

KOMPACK: Prinzipiell ist es<br />

ja nicht so leicht, Kunststoffe sortenrein<br />

zu bekommen. Das digitale<br />

Wasserzeichen könnte dabei mithelfen.<br />

Wie sehen Sie die Möglichkeiten?<br />

Manfred Stanek: Das digitale<br />

Wasserzeichen kann dabei helfen,<br />

dass es eine bessere Identifikation<br />

der Verpackungen vor dem eigentlichen<br />

Recycling-Prozess gibt. Als<br />

Verpackungshersteller und För-<br />

32 <strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

derer einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft<br />

engagieren wir uns<br />

aktiv in der Entwicklung digitaler<br />

Wasserzeichen. Wir sind in der Lage,<br />

digitale Wasserzeichen, die für<br />

das freie Auge unsichtbar sind, in<br />

unterschiedlichen Dekorationen<br />

von Verpackungen zu integrieren.<br />

Wir sind auch Teil der HolyGrail<br />

2.0 Initiative. Über 160 namhafte<br />

Unternehmen aus der gesamten<br />

Verpackungs-Wertschöpfungskette<br />

arbeiten hier mit. Die Ergebnisse<br />

der laufenden Tests stimmen uns<br />

sehr positiv. Der Großteil unserer<br />

Becher überzeugte mit einer über<br />

90 Prozent Erkennungs- und Auswurf-Rate.<br />

KOMPACK: Im heurigen Jahr<br />

findet auch wieder die K in Düsseldorf<br />

statt. Früher wurde oft auf diese<br />

Weltleitmesse hingearbeitet um<br />

hier Neuigkeiten zu präsentieren<br />

- ist dies in der heutigen, schnelllebigen<br />

Zeit noch möglich?<br />

Manfred Stanek: Nur schwer<br />

- nichtsdestotrotz bin ich davon<br />

überzeugt, dass es die Weltleitmessen<br />

weiter geben wird. Die Frage<br />

ist nur, ob es auch in Zukunft noch<br />

die oft riesigen Messestände geben<br />

wird. Das persönliche Treffen wird<br />

vielleicht noch mehr in den Vordergrund<br />

treten als bisher.<br />

KOMPACK: Die Verfügbarkeit<br />

und die Preise der Rohstoffe sind<br />

aktuell leider Tagesthema …<br />

Manfred Stanek: Ja - wir können<br />

zum Glück zwar sagen, dass wir<br />

es in punkto Verfügbarkeit bis jetzt<br />

gut geschafft haben, die Wünsche<br />

unserer Kunden zu befriedigen, die<br />

stetig steigenden Preise, die wir ja<br />

zur Zeit überall erleben, sind natürlich<br />

nicht gerade förderlich. Ein<br />

Preistreiber war und sind die Energiekosten<br />

- solange die Ukrainekrise<br />

noch anhält, wird sich an dieser<br />

Situation allerdings nichts positiv<br />

verändern.<br />

In der Kunststoffindustrie haben wir schon<br />

lange erkannt, dass innovative Projekte nur<br />

dann entstehen können, wenn wirklich die ganze<br />

Wertschöpfungskette zusammenarbeitet.<br />

KOMPACK: In der Coronazeit<br />

hatten viele Firmen Kurzarbeit<br />

oder sogar Existenzsorgen - blieb<br />

da noch viel Zeit für neue Projekte?<br />

Manfred Stanek: In den letzten<br />

zwei Jahren blieben leider viele<br />

neue Projekte liegen. Langsam ist<br />

aber wieder Normalität eingekehrt.<br />

KOMPACK: Trotz allem hat<br />

Greiner Packaging einige Innovationen<br />

auf den Markt gebracht und<br />

wurde dafür auch ausgezeichnet.<br />

Gerade letzte Woche wurde ja nach<br />

dem Green Packaging Star Award<br />

im letzten Jahr auch der Sonderpreis<br />

im Bereich der Nachhaltigkeit<br />

bei den World StarAwards an das<br />

Gemeinschaftsprojekt Schulmilch<br />

verliehen.<br />

Manfred Stanek: Ja, Auszeichnungen<br />

freuen uns natürlich. Ich<br />

sage, hier feiern wir die Feste wie<br />

sie fallen. Ich finde, sie sind auch<br />

wichtig für die Entwicklerteams - da<br />

sie der Beweis sind, dass man in<br />

die richtige Richtung arbeitet. Man<br />

darf dabei natürlich nicht vergessen,<br />

dass in Produkten wie unseren<br />

heim-kompostierbaren Kapseln<br />

oder dem K3 ® r100 - der sich selbst<br />

trennende Becher, wirklich viel Ar-


eit stecken. Produkte wie der tiefgezogene<br />

T-IML Becher benötigen<br />

weniger Material - schonen die Umwelt<br />

und liegen im Trend der Zeit.<br />

KOMPACK: Das Schulmilchprojekt<br />

wurde gemeinsam mit PET<br />

MAN, Starlinger & Co GmbH viscotec<br />

und den Schulmilchbauern<br />

eingereicht und gewonnen. Es fällt<br />

auf, dass gerade im Kunststoffbereich<br />

oft gemeinsame Projekte eingereicht<br />

werden. Ist die Zusammenarbeit<br />

in diesem Bereich besser als<br />

in anderen Bereichen?<br />

Manfred Stanek: Ja - in der<br />

Kunststoffindustrie haben wir schon<br />

lange erkannt, dass innovative Projekte<br />

nur dann entstehen können,<br />

wenn wirklich die ganze Wertschöpfungskette<br />

zusammenarbeitet. Nur<br />

ein ganzheitlicher Blick bringt Lösungen<br />

vom Waste Management bis<br />

zum Consumer. Aber das wiederum<br />

macht den Job ja so spannend.<br />

KOMPACK: Wie bereits angesprochen<br />

sind die Preise für alle<br />

teurer geworden. Merkt man die hohe<br />

Inflation auch schon beim Kaufverhalten?<br />

Manfred Stanek: In manchen Bereichen<br />

merkt man schon, dass einige<br />

Kunden ganz einfach zum günstigeren<br />

Produkt greifen, auch wenn<br />

dieses weniger sexy ist.<br />

KOMPACK: Hätten Sie zum<br />

Schluss noch einen Wunsch frei …<br />

Manfred Stanek: … dann würde<br />

ich sagen, es darf bei den ganzen<br />

Teuerungen nicht sein, dass in der<br />

ganzen Wertschöpfungskette nicht<br />

alle gleich betroffen sind und manche<br />

vielleicht sogar noch Gewinne<br />

auf Kosten anderer kassieren. Preiskontinuität<br />

wünschen wir uns natürlich<br />

alle.<br />

KOMPACK: Danke fürs Gespräch.<br />

Ringwickler<br />

● aut. Wickelfolienwechsler<br />

● aut. Deckblattrollenwechsler<br />

● Doppelwickelkopf uvm.<br />

Ing. Josef Riegler Verpackungstechnik GmbH & Co KG<br />

www.riegler‐verpackungstechnik.com<br />

office@riegler‐verpackungstechnik.com<br />

Tel. 0043 1 40 500 35‐0<br />

<strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

33


KLIMASCHUTZ<br />

Kreislaufwirtschaft gegen Klimakrise<br />

Im Rahmen ihrer Jahresbilanz-Pressekonferenz erhöht die Altstoff Recycling<br />

Austria AG (ARA) den Druck in Richtung Kreislaufwirtschaft: Pandemie,<br />

Krieg und deren wirtschaftliche Auswirkungen durch Versorgungsengpässe,<br />

Lieferkettenunterbrechungen oder Teuerungswellen hätten die Grenzen und<br />

Verletzbarkeit des traditionellen ökonomischen Systems aufgezeigt. Kreislaufwirtschaft,<br />

so ARA Vorstand Harald Hauke, sei die Lösung für langfristige<br />

ökonomische und ökologische Stabilität. Dafür brauche es neben politischen<br />

Weichenstellungen mehr Digitalisierung bei Unternehmen und mehr Incentivierung<br />

bei den Endkonsument:innen.<br />

Mit der Gründung der Digi-Cycle<br />

GmbH setzt die<br />

ARA dabei den nächsten<br />

Schritt in Richtung digitale Lösungen<br />

für mehr getrennte Sammlung.<br />

Die Bereitschaft der Bevölkerung,<br />

diesen Weg mitzugehen, ist<br />

jedenfalls ungebrochen: Rund 1,08<br />

Millionen Tonnen gesammelte Verpackungen<br />

und Altpapier der österreichischen<br />

Haushalte zeigen, dass<br />

in Österreich Mülltrennung und Recycling<br />

nach wie vor hohe Priorität<br />

genießen.<br />

Paradigmenwechsel<br />

„Wir brauchen einen Paradigmenwechsel<br />

– die Zukunft heißt<br />

Kreislaufwirtschaft. Ohne sie kein<br />

Klimaschutz, ohne sie keine langfristige<br />

Stabilität“, betont ARA<br />

Vorstand Harald Hauke. Politik und<br />

Verwaltung seien gefordert, über<br />

Partikularinteressen hinauszublicken<br />

und dieses große Ziel im Auge<br />

zu behalten.<br />

Zentrale Herausforderung<br />

Klimaschutz darf auch jetzt<br />

nicht vergessen werden<br />

„Für die Europäische Union ist<br />

Kreislaufwirtschaft ein Schlüsselbereich<br />

für Ressourcenschonung,<br />

Rohstoffsicherung und Klimaschutz.<br />

Die wirtschaftlichen und<br />

politischen Verwerfungen der letzten<br />

Monate können leicht dazu<br />

führen, dass andere Themen als<br />

Nachhaltigkeit in den Vordergrund<br />

treten. Verständlich, aber wir dürfen<br />

die zentrale Herausforderung<br />

Klimaschutz nicht vergessen. Verpackungsrecycling<br />

leistet dafür<br />

einen wichtigen Beitrag. Wir begleiten<br />

Unternehmen auch in wirtschaftlich<br />

schwierigen Phasen auf<br />

ihrem Weg zur Kreislaufwirtschaft.<br />

Auf die ARA ist Verlass, wir wissen,<br />

wie Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft<br />

funktionieren“, so ARA<br />

Vorstand Christoph Scharff.<br />

Foto: APA/Heinz Stephan Tesarek<br />

Hon.Prof. Dr. Christoph Scharff (ARA Vorstandsvorsitzender),<br />

Mag. Alfred Berger (ARA Aufsichtsratsvorsitzender) und<br />

Mag. Dr. Harald Hauke (ARA Vorstand)<br />

Wirtschaftssystem<br />

verändert das Klime<br />

„Unser aktuelles Wirtschaftssystem<br />

verändert das Klima noch<br />

schneller als gedacht, wie aus kürzlich<br />

veröffentlichten Prognosen<br />

hervorgeht. Deswegen ist es unsere<br />

Aufgabe, die Kreislaufwirtschaft<br />

noch stärker voranzutreiben“, sagt<br />

ARA Aufsichtsratsvorsitzender Alfred<br />

Berger. Die ARA agiert dabei<br />

mit mehr als 70% Marktanteil und<br />

fast 30 Jahren Erfahrung als Expertin<br />

und Innovationsführerin für eine<br />

zirkuläre Wirtschaft. So konnten<br />

die über 15.000 Kund:innen durch<br />

die Entpflichtung ihrer Verpackungen<br />

bei der ARA im Jahr 2021<br />

mehr als 530.000 Tonnen CO 2<br />

einsparen. Das entspricht in etwa<br />

der CO 2 -Menge, die in 270.000<br />

100-jährigen Fichten gespeichert<br />

ist. Auch die Verpackungssammlung<br />

der österreichischen Haushalte<br />

blieb auf einem Top-Niveau.<br />

Rund 615.617 Tonnen Papier<br />

(0,2%), 253.690 Tonnen Glas<br />

(-1,6%), 180.299 Tonnen Leichtverpackungen<br />

(-0,1%) und 31.784<br />

Tonnen Metall (-2,3%)wurden<br />

trotz der Covid-Pandemie im letzten<br />

Jahr getrennt gesammelt.<br />

Dreimal C für den Klimaschutz<br />

Ohne Kreislaufwirtschaft ist kein<br />

Klimaschutz möglich – so lautet<br />

die zentrale Botschaft der ARA.<br />

Dafür hat sie drei Richtungen<br />

definiert, die wirtschaftlich, gesamtgesellschaftlich<br />

und bei den<br />

Endkonsument:innen ansetzen:<br />

Circular Economy, Community<br />

und Convenience. So unterstützt<br />

die ARA Unternehmen in ihren<br />

Transformationsprozessen mittels<br />

Circular Design, digitalisiertem<br />

Stoffstrommanagement oder Nachhaltigkeitskommunikation<br />

und<br />

bietet mit kostenlosen Webinaren<br />

rechtliche Orientierung im Regulierungsdschungel<br />

an. Verstärkt<br />

werden diese Aktivitäten durch<br />

Bewusstseinskampagnen und Sozialforschungen,<br />

um die Sammelmotivation<br />

der Bürger:innen zu<br />

steigern. Die Maßnahmen wirken:<br />

Bereits jetzt erachten 96% der<br />

Österreicher:innen die Mülltrennung<br />

als sehr wichtig. „Unser Ziel<br />

ist es, jede Verpackung zurück<br />

in den Kreislauf zu holen. Dafür<br />

wollen wir das Bewusstsein weiter<br />

stärken und allen Bürger:innen die<br />

Verpackung als Ressource näherbringen.<br />

Denn ohne Kreislaufwirtschaft<br />

wird es keinen wirksamen<br />

Klimaschutz geben. Dafür braucht<br />

es Circular Economy als wirtschaftlichen<br />

Rahmen, eine Community,<br />

die gemeinsam am Wandel<br />

arbeitet und mehr Convenience,<br />

um die Transformation bequem zu<br />

realisieren“, so Hauke.<br />

EU-Recyclingziele 2025<br />

Die EU-Recyclingziele 2025 bedeuten<br />

für Österreich unter anderem,<br />

das Recycling von Kunststoffverpackungen<br />

in den nächsten drei Jahren<br />

verdoppeln zu müssen. „Die ARA<br />

setzt auf Convenience – einfache<br />

und bequeme Sammelsysteme – und<br />

Unterstützung aus der Verhaltensökonomie<br />

durch digitale Incentivierung.<br />

Damit wollen wir die Sammelmengen<br />

vor allem in der Zielgruppe<br />

16–35 Jahre steigern und Littering<br />

– Müll im öffentlichen Raum – vermeiden“,<br />

erklärt Scharff.<br />

34<br />

<strong>03</strong>/<strong>22</strong>


Neue digitale<br />

Lösung für Recycling<br />

Die ARA setzt mit der Gründung<br />

der Digi-Cycle GmbH einen solchen<br />

strategischen Schritt in Richtung<br />

Convenience. Der Gedanke<br />

dahinter: Korrekte Mülltrennung<br />

lässt sich einfach und bequem digital<br />

erfassen und wird belohnt. Der<br />

Start erfolgte bereits im Jahr 2021<br />

mit einer App im Pilotversuch; ab<br />

Jänner 2023 folgt nun ein Recyclingguide<br />

für Konsument:innen.<br />

Dieser bietet im Hinblick auf die<br />

österreichweite Vereinheitlichung<br />

der Sammlung 2023 (Sammlung<br />

aller Kunststoffverpackungen)<br />

bzw. 2025 (gemeinsame Sammlung<br />

von Kunststoff- und Metallverpackungen)<br />

eine Anleitung für<br />

korrektes Mülltrennen. Im nächsten<br />

Schritt wird die App um Incentivierung<br />

für die breite Öffentlichkeit<br />

erweitert.<br />

Scannen<br />

und fachgeretcht entsorgen<br />

User:innen können dann nach<br />

Download der App an der Verpackung<br />

sowie an Sammelbehältern<br />

angebrachte Barcodes scannen und<br />

nach fachgerechter Entsorgung<br />

Saropack<br />

Schrumpffolienspezialist Nr.1<br />

Prämien kassieren. Zahlreiche Markenartikel-<br />

und Handelsunternehmen<br />

sind bereits mit an Bord und<br />

werden in den nächsten Wochen<br />

bekanntgegeben. Digi-Cycle nutzt<br />

das vorhandene Sammelsystem<br />

mit 1,9 Millionen Sammelbehältern<br />

für die Sammlung und weitere<br />

1,8 Millionen Haushalte, die an die<br />

Sammlung mit dem Gelben Sack<br />

angeschlossen sind.<br />

Fazit<br />

Hauke abschließend: „Am Weg in<br />

Richtung Kreislaufwirtschaft müssen<br />

wir gemeinsam alle Hebel in<br />

Bewegung setzen. Für den Klimaschutz<br />

brauchen wir den Willen zur<br />

Veränderung, sowie die Investitionsund<br />

Innovationskraft aller: Wirtschaft,<br />

Politik und Gesellschaft.“<br />

Mehr auch unter:<br />

www.ara.at<br />

Klimaneutrale Schrumpffolien<br />

Erster Anbieter von klimaneutralen Schrumpffolien<br />

PLUS<br />

Maschinen<br />

Saropack Saropack Handels Handels GmbH • GmbH Vorarlberger • Wiedengasse Wirtschaftspark 25 • A-6840 2 • A-6840 Götzis Götzis<br />

Tel 05523 53540 • Fax 05523 53780<br />

UID Nr. ATU 41612108 • FB Nr. 149426w813 085 351<br />

www.saropack.eu<br />

<strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

35


DFTA AWARD<br />

And the winner is ...<br />

Scheyer Verpackungstechnik!<br />

Der DFTA Award ist quasi der „Oscar“ des Flexodrucks. 20<strong>22</strong> wurde Scheyer<br />

Verpackungstechnik gleich sieben Mal in vier Kategorien nominiert – schon<br />

das gilt in der Welt des Flexodrucks als absolute Topleistung. Dann aber auch<br />

noch zwei Trophäen mit nach Hause zu nehmen – als einziger der gesamten<br />

Branche – ist herausragend!<br />

Scheyer ist als Druckprofi für<br />

flexible Verpackungen bekannt<br />

in der Branche – innovativ,<br />

hochwertig, dynamisch und<br />

lösungsorientiert sind nur einige<br />

der Attribute, mit denen Scheyer<br />

beschrieben wird. Mit anderen<br />

großen europäischen Mitbewerbern<br />

hält Scheyer Verpackungstechnik<br />

locker mit – und das jetzt<br />

auch mit Brief und Siegel – mit<br />

zwei DFTA Awards.<br />

DFTA<br />

Die DFTA ist der Fachverband<br />

der Flexodruck-Industrie und<br />

gleichzeitig eine Forschungs- und<br />

Entwicklungseinrichtung dieses<br />

Druckverfahrens. Der Flexodruck<br />

ist ein modernes Hochdruckverfahren<br />

auf einem sehr hohen<br />

Qualitätslevel. Formvariabel, für<br />

verschiedene Farbtypen einsetzbar<br />

und mit geringen Farbschwankungen<br />

eignet sich der Flexodruck<br />

für fast alle Bereiche des Verpackungsdrucks.<br />

Perfektion<br />

Bereits zum sechsten Mal wurden<br />

die DFTA Awards für herausragende<br />

Leistungen in der Verpackungsdruckbranche<br />

verliehen.<br />

Das Niveau, das die Einreichungen<br />

erreicht haben, ist erstklassig und<br />

erreicht einen extrem hohen Grad<br />

an Perfektion. Druckqualität, Innovation,<br />

Material, Komplexität,<br />

Umweltaspekte sind nur einige<br />

der umfassenden Bewertungskriterien.<br />

Dabei geht die Richtung,<br />

die sich bei den Einreichungen für<br />

den Award klar herauskristallisiert<br />

hat, klar zu Nachhaltigkeit und<br />

Recycling. Damit setzt die Verpackungsindustrie<br />

ein klares Zeichen<br />

für die Zukunft.<br />

Scheyer gewinnt<br />

2 Awards und Sonderpreis<br />

Scheyer Verpackungstechnik<br />

durfte sich über 7 Nominierungen<br />

im hochkarätigen Umfeld freuen!<br />

Gewonnen hat Scheyer schließlich<br />

in den Kategorien „Flexible Verpackung<br />

Schmalbahn


DFTA AWARD<br />

Gewinner in der Kategorie Etiketten<br />

Mit einem aufmerksamkeitsstarken Etikett für Premium-Zwiebeln hat Bluhm<br />

Systeme die Jury des DFTA Flexodruck Fachverband e.V. in der Kategorie<br />

Etiketten überzeugen können. Der Award für exzellente und innovative Leistungen<br />

im Flexodruck wird alle zwei Jahre vergeben. Bewertet werden die<br />

Einreichungen nach verbindlichen Kriterien wie Innovation, Marktneuheit,<br />

Druckqualität und Umweltaspekten.<br />

Bluhm Systeme, internationaler<br />

Lösungsanbieter für<br />

industrielle Kennzeichnung,<br />

konnte vor allem mit Druckqualität<br />

und Handhabung punkten.<br />

Das Etikett wurde in der hauseigenen<br />

Druckerei im UV-Flexodruck<br />

hergestellt und sollte die außergewöhnlich<br />

hohe Gemüsequalität der<br />

„Obstkultur Kasinger“ Burgkirchen<br />

optisch unterstreichen. Gefordert<br />

waren mehrfarbige, ungummierte<br />

Etiketten in verschiedenen Größen<br />

und Layouts, denen nachträglich<br />

weitere Informationen per Thermotransferdruck<br />

hinzugefügt werden.<br />

Robuster 180gr-Karton<br />

Bedruckt wurde ein robuster<br />

180gr-Karton. Zur besseren Anbringung<br />

an Netze und Säcke ist<br />

ein ausgestanztes Aufhängeloch<br />

im oberen Bereich angebracht.<br />

Die Etiketten sind auf Rolle und<br />

nach jedem Etikett perforiert. Herkunftsbezeichnung,<br />

Gewicht und<br />

Sorte werden im Betrieb mit einem<br />

Thermotransferdrucker Zebra ZT<br />

230 von Bluhm Systeme hinzugefügt.<br />

Klarer Wettbewerbsvorteil<br />

Als Vertreter der Firma Bluhm<br />

Systeme nahm Volker Bluhm,<br />

Mitglied der Geschäftsführung,<br />

die Auszeichnung entgegen. „Ein<br />

hochwertiges Etikett ist mehr als<br />

nur ein attraktiver Eyecatcher. Es<br />

ist ein klarer Wettbewerbsvorteil,<br />

der die hohen Ansprüche eines Unternehmens<br />

an sich und das eigene<br />

Mit dem Etikett für Premium-Zwiebeln hat Bluhm Systeme<br />

die Jury des DFTA Flexodruck Fachverband e.V. überzeugt<br />

Bei der Preisverleihung<br />

Produkt widerspiegelt. Dies sind<br />

die gleichen Kriterien, die wir an<br />

unsere Kennzeichnungslösungen<br />

stellen. Daher freuen wir uns sehr<br />

über diese Auszeichnung.“<br />

Idee und Design<br />

Die Idee und das Design für<br />

„Zwiebeln aus eigenem Anbau“<br />

stammt von der Werbeagentur<br />

„PRODESIGN“ in Freilassing.<br />

PRODESIGN hat mit Bluhm Systeme<br />

das gewünschte Konzept<br />

der „Obstkultur Kasinger“, einem<br />

großen, landwirtschaftlichen Betrieb<br />

im höchsten Qualitätsbereich,<br />

verwirklichen können und liefert<br />

dem Kunden nun alles aus einer<br />

Hand.<br />

Mehr unter:<br />

www.bluhmsysteme.at<br />

Die Lizenz zum Recycling.<br />

Wir sammeln und recyceln rund 260.000 Tonnen Altglas pro Jahr.<br />

Wir tun dies nach höchsten Umweltstandards und sozialen Benchmarks.<br />

Das ist Circular Economy mit Mehrwert.<br />

<strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

37


BluhmTV ist Ihr regelmäßiges Update aus<br />

der Welt der Kennzeichnungstechnik.<br />

In der aktuellen Sendung geht<br />

es um folgende Themen:<br />

• Flexible Folienverpackungen<br />

für den Versandhandel<br />

• DFTA Award 20<strong>22</strong><br />

für Bluhm Systeme<br />

• Bluhm Systeme auf der<br />

Hannover Messe und der LogiMat<br />

Mehr unter:<br />

www.bluhmsysteme.at<br />

38 <strong>03</strong>/<strong>22</strong>


TV<br />

präsentiert:<br />

<strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

39


WELLPAPPE<br />

Open the Future<br />

Intelligente Wellpappeverpackungen liegen im Trend. Auf der einen Seite<br />

haben die Aufholeffekte durch Corona, sowie der anhaltende E-Commerce<br />

Boom und die Vorgaben des Handels, immer mehr Kunststoff zu ersetzen,<br />

zu vollen Auftragsbüchern geführt. Auf der anderen Seite stehen die Rohstoffverknappung<br />

und der stetige Preisanstieg. Umso wichtiger ist die gute<br />

Zusammenarbeit mit den Kunden, um noch bessere und ressourcenschonende<br />

Lösungen zu finden. Genauso wichtig ist aber auch die gute Zusammenarbeit<br />

innerhalb einer Gruppe - wie auch das Beispiel Smurfit Kappa Süd zeigt.<br />

Zu Smurfit Kappa Süd gehören<br />

sowohl die österreichischen<br />

Werke der Gruppe<br />

(Ansfelden und Hörsching) wie<br />

auch Feucht, Neuburg, Plattling<br />

und Zwiesel. „Nicht jedes Werk<br />

kann Spezialist in allen Bereichen<br />

sein - zusammen sind wir aber die<br />

Spezialisten sowohl für Bestellungen<br />

mit kleineren Stückzahlen<br />

(auch mit Konfektionieren), als<br />

auch Endloswellpappe bis hin zu<br />

High-End-Lösungen, im Druck (7<br />

Farben) und auch im E-Commerce-<br />

Bereich.“ erklärte CEO Smurfit<br />

Kappa Interwell Michael Haingartner<br />

bei einem Besuch im letzten<br />

Jahr. Smurfit Kappa Süd wiederum<br />

gehört zur DACH-Gruppe - auch<br />

hier wird Zusammenarbeit großgeschrieben,<br />

wie sich KOMPACK<br />

jetzt bei einem Besuch in Plattling<br />

überzeugen konnte.<br />

Plattling<br />

Nahe der österreichischen Grenze<br />

befindet sich dieses Werk, wo auch<br />

das Customer Experience Centre<br />

von Smurfit Kappa Süd angesiedelt<br />

ist. Weltweit gibt es über 25 Experience<br />

Centres von Smurfit Kappa.<br />

Kunden bekommen hier tiefe<br />

Einblicke in die Möglichkeiten papierbasierter<br />

Verpackungen, lernen<br />

wichtige Erkenntnisse in Bezug auf<br />

das Verhalten von Konsumenten<br />

kennen, analysieren Trends in der<br />

Lieferkette und machen sich mit<br />

fortschrittlichen Werkzeugen für<br />

Papier- und Verpackungsdesign vertraut.<br />

Auch mittels moderner Datenbanken<br />

können hier Kunden ideale<br />

Verpackungslösungen für Ihre Produkte<br />

finden. „Es stehen im sogenannten<br />

Shelf Viewer über 170.000<br />

Regalansichten zur Verfügung und<br />

in Innobook - der wahrscheinlich<br />

weltweit größten Verpackungsdatenbank<br />

eine Vielzahl an umgesetzten<br />

Lösungen zur Verfügung, die<br />

für neue Projekte sehr hilfreich sein<br />

können.“ sagt Frank Graf/Regional<br />

General Manager Süd.<br />

Frank Graf/Regional General Manager Süd und der General Manager von<br />

Plattling, Markus Huemer zeigen stolz die Möglichkeiten von Innobook<br />

Store Visualizer<br />

Der durchschnittliche Einkaufsprozess<br />

in einem Supermarkt dauert<br />

insgesamt etwa 20 Minuten. Die<br />

Kunden kaufen durchschnittlich<br />

15 Artikel pro Besuch einer Filiale,<br />

wobei sie jedes Produkt, das<br />

sie kaufen, innerhalb von nur 12<br />

Sekunden auswählen. Es ist daher<br />

unglaublich wichtig, das Design<br />

der Verpackung auffällig und ansprechend<br />

zu gestalten. Allerdings<br />

ist es kostspielig und risikoreich<br />

neue Verpackungsdesigns zu entwickeln,<br />

zu produzieren und deren<br />

Erfolg erst am Point-of-Sale zu beurteilen.<br />

Mit dem Store Visualizer<br />

können Kunden Prototypen Ihrer<br />

Verpackung in einer vollständig<br />

simulierten Supermarktumgebung<br />

betrachten, sodass Sie die Wirkung<br />

im Regal beurteilen können, bevor<br />

Sie Ressourcen für die Entwicklung<br />

und Markteinführung einsetzen.<br />

Das richtige Schlichten der Verpackungen auf<br />

einer Palette wird oft unterbewertet.<br />

Um bei den Videos, die Besucher<br />

des Experience Centres im eigenen<br />

Kinosaal ansehen können, ein möglichst<br />

reales Bild zu zeigen wurden<br />

sogar Videospielprogrammierer engagiert.<br />

Mittels Eye-Tracking kann<br />

man heute schon feststellen wie<br />

sich die eigenen Augen vor einem<br />

gefüllten Regal verhalten und wo<br />

die Blicke hin schweifen. Damit<br />

können sich Kunden ein Bild machen,<br />

wie ihre zukünftigen Verpackungen<br />

aussehen sollen. „Oft sind<br />

es nur geringfügige Änderungen<br />

am Verpackungsdesign, an der Materialzusammensetzung<br />

oder an der<br />

Palettierung die Ergebnisse erheblich<br />

beeinflussen können.“ erklärt<br />

Frank Graf. Im Experience Centre<br />

sind Verpackungen mit Beispielen<br />

aus vielen Branchen auf der ganzen<br />

Welt ausgestellt. Auch über die Ergebnisse,<br />

die mit den Exponaten<br />

erreicht wurden, wird informiert.<br />

„Einfache Standardprodukte können<br />

gerne in unserem Onlineshop - shop.<br />

smurfitkappa.com bestellt werden<br />

- wir konnten aber hier schon viele<br />

gelungene Lösungen gemeinsam<br />

mit unseren Kunden entwerfen.“<br />

so der neue General Manager von<br />

Plattling, Markus Huemer, der bis<br />

vor Kurzem noch der Werksleiter<br />

von Smurfit Kappa Wellkart in Hörsching<br />

war.<br />

Vom Start-up<br />

bis zum Industriekunden<br />

„Wir beraten und begleiten auch<br />

gerne kleinere Kunden und Startups,<br />

um die richtige Lösung vom<br />

Start weg zu finden. Die Beratung<br />

geht dabei manchmal auch über<br />

die Verkaufs- und Versandverpackung<br />

hinaus. So haben wir einem<br />

namhaften Müslihersteller auch<br />

dabei geholfen die richtige Verpackungsmaschine<br />

für Ihn zu finden.<br />

Da er zu einem Großteil die verschiedenen<br />

Produkte direkt an die<br />

Kunden versendet ist von Einkauf<br />

zu Einkauf eine maßgeschneiderte<br />

Verpackungslösung die richtige Lösung.<br />

Auf der Verpackungsmaschine<br />

kommt jetzt Endloswellpappe<br />

oder auch fanfold® von uns zum<br />

Einsatz. Fanfold ist eine optimale<br />

und flexible Verpackungslösung<br />

für Unternehmen, die Produkte unterschiedlichster<br />

Größe vertreiben<br />

und dabei aktuell eine Vielzahl verschiedener<br />

Verpackungslösungen<br />

einsetzen. Unsere Endloswellpappe<br />

40<br />

<strong>03</strong>/<strong>22</strong>


Unterschiedliche Lösungen die bei einen<br />

Workshop im Molkereibereich gezeigt wurden<br />

stolz darauf in einigen Bereichen<br />

wie Bag in Box und im Bereich<br />

Wellpappkarton & Kraftliner in<br />

Europa die Nummer 1 zu sein - in<br />

allen Bereichen wollen wir aber zumindest<br />

unter den besten 3 sein“ erklärt<br />

stolz Frank Graf - gibt es aber<br />

nicht nur interne Zusammenarbeit<br />

- sondern auch Wettbewerb. Frank<br />

Graf: „So treten die kreativsten<br />

Köpfe jedes Jahr zu einem internen<br />

Wettbewerb an - stolz kann ich sagen:<br />

letztes Jahr hat ein Mitarbeiter<br />

aus Plattling gewonnen.“ Beim<br />

Rundgang durch das Werk wird in<br />

den Designabteilungen gerade an<br />

Verpackungs- und Displaylösungen<br />

für die Kunden in der Adventszeit<br />

gefeilt - vielleicht wird wieder eine<br />

davon der nächste Sieger dieses<br />

Wettbewerbs. Zum Abschluss hier<br />

noch ein Zitat von Elie Wiesel, das<br />

genau zu den Profis aus Plattling<br />

passt: „Man muss nicht schlecht<br />

sein, um besser werden zu wollen!<br />

Im Gegenteil: Erfahrungsgemäß<br />

sind nur die GUTEN bereit, neue<br />

Ideen aufzugreifen, zu Lernen und<br />

sich zu entfalten.“<br />

Mehr unter:<br />

www.smurfitkappa.com<br />

ist zudem eine deutlich günstigere<br />

und flexiblere Lösung, weil durch<br />

optimal auf Ihre Produkte zugeschnittene<br />

Verpackungen nicht nur<br />

Ihre Materialkosten gesenkt werden,<br />

sondern auch Ihr Bedarf an<br />

Lagerfläche reduziert wird. Damit<br />

spart der Kunde Prozesskosten,<br />

Lagerkosten und Transportkosten.“<br />

erzählt Frank Graf. Dieses Beispiel<br />

zeigt wie wichtig es auch für einen<br />

Kunden sein kann einen Partner an<br />

der Seite zu haben der sowohl Papier-<br />

und Verpackungsproduzent als<br />

auch Verpackungsmaschinen- und<br />

Recyclingspezialist ist. Frei nach<br />

dem Motto „Open The Future“ der<br />

weltweiten Markenkampagne von<br />

Smurfit Kappa. Sie basiert auf der<br />

globalen Erfahrung des Unternehmens<br />

in den Bereichen Verpackung,<br />

Papier und Nachhaltigkeit zur Lösung<br />

realer Herausforderungen<br />

- basierend auf umfassenden Konsumenten-<br />

und Brancheninsights.<br />

Der richtige Versand<br />

Ist die richtige Verpackung für den<br />

jeweiligen Kunden gefunden ist eine<br />

weitere oft leider unterbewertete<br />

Aufgabe das richtige Schlichten der<br />

Verpackung auf einer Palette. „Mit<br />

Hilfe von dem Tool Pack Expert<br />

das auf 90.000 Supply Chains und<br />

wissenschaftlichen Methoden passiert<br />

finden wir auch hier die beste<br />

Lösung für unsere Kunden.“ erklärt<br />

Markus Huemer.<br />

Versorgungssicherheit<br />

Doch die besten Lösungen helfen<br />

nicht wenn es keine Versorgungssicherheit<br />

gibt. So wird die Nachfrage<br />

nach Verpackungen im Wellpappebereich<br />

so wie es aussieht<br />

stärker steigen als die Papier-Produktionswerke<br />

liefern werden können.<br />

„Deswegen sind wir auch froh<br />

darüber eigene Papier-Produktionswerke<br />

im Hause zu haben. Auch auf<br />

Grund dieser Fakten wurde erst vor<br />

kurzer Zeit in das Werk in Verzuolo/Italien<br />

investiert.“ erklärt Frank<br />

Graf.<br />

Wettbewerb<br />

Um den eigenen hohen Ansprüchen<br />

gerecht zu werden - „Wir sind<br />

www.allclick.at<br />

Lagereinrichtung<br />

bewährte Systeme -<br />

jederzeit erweiterbar<br />

www.allclick.at/lagereinrichtung<br />

Schallschutz<br />

Akustiklösungen für<br />

unterschiedlichste Anwendungsbereiche<br />

www.allclick.at/schallschutz<br />

Betriebsausstattung<br />

breite Auswahl zweckmäßiger<br />

Einrichtungen unter<br />

www.allclick.at/betriebsausstattung<br />

Inneneinrichtung<br />

von Decke bis Trennwand -<br />

zukunftsweisende Systeme<br />

für Ihren Erfolg<br />

www.allclick.at/inneneinrichtung<br />

Lagerhilfsmittel<br />

kleine Helfer unterstützen<br />

die Lagerlogistik<br />

www.allclick.at/lagerhilfsmittel<br />

perönliche Beratung in ganz Österreich - Kompetenz vor Ort: Pfaffstätten - Graz - Salzburg - Linz<br />

T: 0<strong>22</strong>52/ 49 001-0<br />

E: office@allclick.at<br />

<strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

41


KENNZEICHNUNG<br />

Logett investiert weiter<br />

Kurz vor Corona eröffnete das familengeführte Unternehmen Logett eine rund<br />

1.000 Quadratmeter großen neue Lagerhalle. Trotz der turbulenten letzten<br />

zwei Jahre erwies sich dieser Schritt goldrichtig. „Gerade das moderne Lager<br />

ermöglicht uns eine bestmögliche Verfügbarkeit an Vormaterialien um unseren<br />

Kundenwünschen gerecht zu werden.“ erklärt Kurt Pichler, dessen Sohn seit<br />

zwei Jahren die Geschäftsführung übernommen hat.<br />

Die Firma Logett in Frastanz<br />

hatte auch auf Grund dessen<br />

eine positive Geschäftsentwicklung<br />

in der letzten Zeit.<br />

Dank der guten Auftragslage wurde<br />

aktuell in eine weitere (die achte)<br />

Weiterverarbeitungsmaschine investiert,<br />

die im Sommer installiert<br />

werden wird.<br />

Lieferprogramm<br />

Der Spezialist für Logistiketiketten<br />

(blanko bis sechsfärbig bedruckt),<br />

die im UV Flexodruck,<br />

Digitaldruck und mit Flexo Wasserfarben<br />

gedruckt werden, werden<br />

überall dort eingesetzt, wo es darum<br />

geht, Waren und Gebrauchsgüter<br />

auszuzeichnen, um diese auf<br />

ihren Transportwegen und Lagerstationen<br />

jederzeit identifizieren<br />

zu können. Zum Lieferprogramm<br />

gehören auch die für den Thermotransferdruck<br />

erforderlichen Farbbänder<br />

(TTB) in allen vorausgesetzten<br />

Abmessungen, Farben und<br />

Qualitätsklassen. In diesem Sinne<br />

ermöglicht die perfekte Abstimmung<br />

von Etikettenmaterial, Thermotransferband<br />

und Drucker optimale<br />

Ergebnisse der logistischen<br />

Abläufe und Warenauszeichnungen.<br />

Theurer C3<br />

Damit man den Kunden noch<br />

mehr Service bieten kann wurde<br />

Blick in die Produktion und den Maschinenpark<br />

der aktuell wieder erweitert wird.<br />

vor einiger Zeit auch auf eine spezielle<br />

Etikettensoftware umgestellt<br />

– Theurer C3 – diese gewährt den<br />

Kunden auch volle Rückverfolgbarkeit.<br />

„Die Kunden wollen immer<br />

schnellere und kürzere Wege<br />

gehen – wir liefern Ihnen auch mit<br />

Hilfe der neuen Software die Möglichkeit<br />

dazu.“ erklärt Geschäftsführer<br />

Manfred Pichler.<br />

Alle gängigen Materialien<br />

Logett fertigt mit allen gängigen<br />

Materialien – von den klassischen<br />

Papier-Etiketten bis zu Kunststoffund<br />

Folien-Etiketten aus Polyethylen<br />

(PE) oder Polypropylen (PP).<br />

Verschiedenste Klebstoffvarianten<br />

wie permanent haftend, ablösbar<br />

oder Tiefkühlkleber sind im Einsatz.<br />

Einsatzbereiche<br />

Für Preis-, Waage- und Regalauszeichnungssysteme<br />

werden<br />

Logett-Etiketten im Groß- und<br />

Einzelhandel, in der Lebensmittel-<br />

und Gebrauchsgütererzeugung<br />

Geschäftsführer Manfred Pichler<br />

bis hin zur Chemie und Pharma<br />

eingesetzt. Letztlich sind sie auch<br />

im Postversand und im Dienstleistungsbereich<br />

unverzichtbar. Die<br />

selbstklebenden Etiketten bieten<br />

in dieser Hinsicht großen Freiraum<br />

für von den Kunden selbst<br />

einzudruckende Informationen<br />

wie EAN-Code, Verbrauchs- und<br />

Gebrauchsdaten, Gewichts- und<br />

Preisangaben oder anderer flexibler<br />

Daten. „Attraktive Etiketten<br />

sind ein wichtiges Brandingelement<br />

am Point of Sale (POS).<br />

Steigerung der<br />

Wirkung und der Wertigkeit<br />

Sie dienen nicht nur der Kennzeichnung,<br />

sondern tragen entscheidend<br />

zur Steigerung der<br />

Wirkung, der Wertigkeit und damit<br />

zum Kaufentscheid bei. „Wir<br />

produzieren bedruckte Selbstklebe-Etiketten<br />

für verschiedenste<br />

Branchen wie Industrie, Handel,<br />

Lebensmittel oder Getränke.“<br />

Maschinenpark am<br />

neuesten Stand der Technik<br />

„Alles wird individuell nach Ihren<br />

Wünschen gefertigt – Form, Materialien<br />

und Qualitätsstufen sind<br />

keine Grenzen gesetzt.“ erklärt<br />

Kurt Pichler und weiters: „Unser<br />

Maschinenpark ist auf dem neuesten<br />

Stand der Technik. Unser erfahrenes<br />

Team liefert im UV-Flexodruck<br />

und Digitaldruck konstant<br />

hohe Qualität.“<br />

Mehr unter:<br />

www.logett.at<br />

42 <strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

Außenansicht<br />

des 1998 gegründeten<br />

Frastanzer Unternehmens Logett.


WELLPAPPE<br />

Drei Auszeichnungen für Rondo<br />

Die Rondo Ganahl AG wurde in diesem Jahr mit dem begehrten WorldStar<br />

Packaging Award ausgezeichnet – und das gleich doppelt: die patentierte Versandbox<br />

mit Rücksendefunktion wurde in der Kategorie E-Commerce prämiert,<br />

der Feuerholzspender mit Tragegriff überzeugte in der Kategorie Haushalt.<br />

Ebenfalls punkten konnte das unternehmen beim Golden Pixel Award.<br />

beim Konsumenten aus. Dass das<br />

Display mit dem Golden Pixel<br />

Award 2021 ausgezeichnet wurde,<br />

ist eine weitere schöne Bestätigung<br />

für die Zusammenarbeit des gesamten<br />

Teams!“<br />

Der WorldStar Packaging<br />

Award hebt innovative<br />

Verpackungskonzepte auf<br />

eine internationale Bühne und setzt<br />

dadurch hohe Maßstäbe für die gesamte<br />

Branche. Diese Auszeichnungen<br />

bestätigen eindrucksvoll die<br />

Innovationskraft unserer Entwicklungsabteilungen<br />

in Frastanz und St.<br />

Ruprecht“, freut sich Hubert Marte,<br />

Vorstandsvorsitzender der Rondo<br />

Ganahl AG, über die Erfolge seiner<br />

Teams. Da die Awards nach zwei<br />

Jahren virtueller Zeremonien heuer<br />

wieder persönlich überreicht wurden,<br />

reiste eine Rondo-Delegation<br />

Anfang Mai zur Verleihungs-Gala<br />

nach Mailand.<br />

Versandbox mit Rücksendefunktion<br />

– ganz ohne<br />

Klebehilfsmittel<br />

Die einzigartige Verpackungslösung<br />

von Rondo St. Ruprecht (Steiermark)<br />

benötigt im Gegensatz zu<br />

herkömmlichen Versandboxen mit<br />

Rücksendefunktion weder einen<br />

Aufreißfaden aus Kunststoff noch<br />

ein abziehbares Klebeband. Und<br />

das sowohl beim Versand durch<br />

den Händler als auch bei der eventuellen<br />

Rücksendung durch den<br />

Konsumenten. Die ökologische<br />

Monoverpackung besteht somit<br />

zu 100% aus Wellpappe, ist wiederverwendbar<br />

und vollständig recycelbar.<br />

Vor allem die integrierte<br />

Rücksendefunktion begeisterte<br />

die internationale Jury in der Kategorie<br />

E-Commerce: sollte der<br />

Inhalt nicht den Vorstellungen des<br />

Empfängers entsprechen, wird der<br />

ursprüngliche Innendeckel zum<br />

Außendeckel, und die Verpackung<br />

kann ganz ohne Verklebung wie-<br />

der sicher verschlossen und für den<br />

Rückversand fertig gestellt werden.<br />

Siegerprodukte:<br />

Versandbox und<br />

Feuerholzspender<br />

Bild unten: Bei der<br />

World Star<br />

Verleihung<br />

Nachwuchs-Designer<br />

Besonders erfreulich ist für Rondo<br />

die Verleihung des Preises in<br />

der Kategorie Haushalt. Der Feuerholzspender<br />

wurde vom ehemaligen<br />

Lehrling und nun Jungdesigner<br />

in der Entwicklungsabteilung<br />

in Frastanz, Alexander Erath, in<br />

Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer<br />

Vorarlberg (Innung<br />

der Hafner, Platten- und Fliesenleger)<br />

kreiert. Bei diesem Konzept<br />

überzeugt nicht nur die nachhaltige<br />

Verpackung, auch der Inhalt ist ein<br />

regionales Naturprodukt: das Anzündholz<br />

stammt aus der Schindelherstellung<br />

im Bregenzerwald.<br />

Zudem sorgt der Wellpappe-Tragegriff<br />

des Feuerholzspenders für<br />

einfaches Handling und das Holz<br />

kann dank der innovativen Klappe<br />

ohne Verschmutzung des Umfeldes<br />

entnommen werden. Durch den<br />

Aufdruck der Anfeuer-Anleitung<br />

ist außerdem nicht nur das Design<br />

nachhaltig, bei richtiger Umsetzung<br />

wird auch die Feinstaubbelastung<br />

verringert. „Dieses Verpackungskonzept<br />

samt Inhalt verbindet vier<br />

wichtige Aspekte auf hohem Qualitätsniveau:<br />

Innovation, Regionalität,<br />

Nachhaltigkeit und den hohen<br />

Stellenwert der Fachkräfteaus- und<br />

Weiterbildung bei Rondo. Der<br />

Award ist daher nicht nur eine Auszeichnung<br />

für die Verpackung, sondern<br />

für die gelungene Zusammenarbeit<br />

des gesamten Projektteams“,<br />

betont Hubert Marte die Bedeutung<br />

des Preises für das Unternehmen.<br />

Golden Pixel Award<br />

Das monumentale GRAYL Display<br />

für Trinkwasserflaschen, das<br />

bereits mit dem begehrten Wellpappe<br />

Austria Award 2021 ausgezeichnet<br />

wurde, überzeugte auch die Jury<br />

des Golden Pixel Awards 2021 und<br />

erhielt kürzlich den Preis in der Kategorie<br />

„Wellpappeprojekte“.<br />

Verleihung<br />

Die Verleihung der 20. Golden<br />

Pixel Awards fand nach mehreren<br />

Verschiebungen im April in der<br />

Ottakringer Brauerei in Wien statt.<br />

Unter den Gala-Teilnehmern war<br />

auch Karl Pucher, Geschäftsleiter<br />

des Rondo-Standortes in St. Ruprecht,<br />

der sich besonders über die<br />

Auszeichnung freute: „Unser Entwicklungsteam<br />

hat für die GRAYL<br />

Wasserfilterflaschen einen wirklich<br />

einzigartigen Display umgesetzt,<br />

der zur Gänze aus Wellpappe besteht.<br />

18 Einzelteile werden ohne<br />

Verklebung oder zusätzliche Nicht-<br />

Wellpappe-Teile zusammengebaut<br />

und sind so konstruiert, dass die<br />

Einzelverpackung der Trinkflasche<br />

sich im Display wiederfindet.<br />

Sprich, sie fügt sich optisch perfekt<br />

in das Konzept eines Outdoor-<br />

Abenteuers ein und löst einen sofortigen<br />

Wiedererkennungswert<br />

Maßgeschneidertes Display<br />

Das maßgeschneiderte Display<br />

spiegelt alle Versprechen des Produktes<br />

am POS wider: haptisch rau,<br />

nachhaltig und individuell. Daher<br />

wurde in Zusammenarbeit mit der<br />

Agentur d-werk eine naturbelassene<br />

Oberfläche eingesetzt, die Optik<br />

des schwarzen Granits konnte<br />

durch wasserbasierten Digitaldruck<br />

nachempfunden werden – ein Verfahren,<br />

das im Einklang mit dem<br />

Gedanken der Nachhaltigkeit steht.<br />

Tom Maier, Geschäftsführer der d-<br />

werk GmbH, Ravensburg, hebt die<br />

technischen Raffinessen hervor:<br />

„Im Seitenkorpus wurde durch ein<br />

verstecktes Regal zusätzlicher Stauraum<br />

integriert, um die Produkte<br />

möglichst rasch nachbestücken zu<br />

können. Und optional wird ein Tablet-PC<br />

in der dafür vorgesehenen<br />

Halterung mitgeliefert, auf dem<br />

die Anwendung der Trinkwasseraufbereitung<br />

in den Flaschen erläutert<br />

wird.“ Dies macht nicht nur<br />

die GRAYL Trinkflasche zu einem<br />

einzigartigen Produkt für das Filtern<br />

von verunreinigtem Wasser,<br />

sondern auch das mehrfach preisgekrönte<br />

Display von Rondo.<br />

Mehr unter:<br />

www.rondo-ganahl.com<br />

<strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

43


INTRALOGISTIK<br />

Planbare Autonomie für AMR<br />

So vielfältig wie die Anforderungen an fahrerlose Transportsysteme sind die<br />

von DS AUTOMOTION in beinahe 40 Jahren entwickelten Lösungen dafür.<br />

Die neue Fahrzeugsoftware ARCOS verleiht den Fahrzeugen des Premiumherstellers<br />

die Fähigkeit, zwischen dem virtuell spurgeführten Betrieb als FTF/<br />

AGV und dem voll autonomen Fahrmodus als AMR zu wählen.<br />

Im Zusammenspiel mit der Leitsteuerung<br />

NAVIOS ermöglicht<br />

sie das kooperative und kollaborative<br />

Navigieren mit planbarer<br />

Autonomie. So verbindet DS AU-<br />

TOMOTION maximale Flexibilität<br />

mit größtmöglicher Zuverlässigkeit<br />

und Effizienz.<br />

Unbemannte Fahrzeuge<br />

Während selbstfahrende PKW,<br />

LKW und Busse auf unseren Straßen<br />

erste Probeeinsätze absolvieren,<br />

bringen unbemannte Fahrzeuge in<br />

Werkshallen und Krankenhäusern<br />

seit vielen Jahren ihre Fracht zuverlässig<br />

und sicher von A nach B. Dort<br />

übernehmen fahrerlose Transportfahrzeuge<br />

(FTF, englisch Automated<br />

Guided Vehicle, AGV) immer mehr<br />

innerbetriebliche Transportaufgaben.<br />

In den letzten Jahren zeigte sich ein<br />

Trend in Richtung autonomer mobile<br />

Roboter (AMR). Deren hohe<br />

Flexibilität hat jedoch den Nachteil,<br />

dass sie bisher auf Kosten der Effizienz<br />

und der Planbarkeit des Materialflusses<br />

gingen.<br />

FTS seit 1984<br />

Bereits seit 1984 produziert die DS<br />

AUTOMOTION GmbH als führender<br />

Hersteller fahrerlose Transportsysteme<br />

(FTS) und autonome mobile<br />

Robotik. Das Unternehmen setzt<br />

seit Beginn auf die Kompetenz zur<br />

Entwicklung sowohl der Fahrzeuge<br />

als auch der Steuerungs- und Navigationssysteme<br />

im eigenen Haus.<br />

„Nur so können wir die unterschiedlichen<br />

Technologien beherrschen<br />

und mit der passenden Kombination<br />

daraus die vielfältigen Anforderungen<br />

der einzelnen Anwendungen<br />

erfüllen“, sagt Ing. Kurt Ammerstorfer,<br />

MA, Bereichsleiter Vertrieb,<br />

Produktmanagement und Marketing<br />

bei DS AUTOMOTION.<br />

ARCOS setzt neue Maßstäbe<br />

Die von den Ingenieuren von DS<br />

ARCOS bietet eine web-basierte, vielsprachige Visualisierung. Diese<br />

ermöglicht den ortsunabhängigen Zugriff mit mobilen Endgeräten und<br />

erleichtert so Überwachung, Betrieb und Instandhaltung der Fahrzeuge.<br />

AUTOMOTION neu entwickelte<br />

Fahrzeugsoftware ARCOS (Autonomous<br />

Robot Control & Operating<br />

System) erweitert die Nutzungsmöglichkeiten<br />

der Fahrzeuge und<br />

verleiht ihnen dadurch noch mehr<br />

Flexibilität in der Anwendung. Zusätzlich<br />

zum Betrieb mit physischer<br />

oder virtueller Spurführung mit allen<br />

bekannten Technologien sowie<br />

konturbasierter freier Navigation<br />

können diese in gewissen Situationen<br />

auch eigene Entscheidungen<br />

treffen. Das gewährleistet auch in<br />

Sondersituationen das rechtzeitige<br />

Erreichen eines Ziels.<br />

Schwarmbetrieb<br />

„FTF von DS AUTOMOTION<br />

beherrschen das kooperative und<br />

kollaborative Navigieren“, bestätigt<br />

DI Dr. Andreas Richtsfeld, Technologie-<br />

und Produktentwicklung bei<br />

DS AUTOMOTION. „Damit eignen<br />

sie sich auch für den voll autonomen<br />

Schwarmbetrieb.“ Dabei ermöglichen<br />

Algorithmen der künstlichen<br />

Intelligenz (KI) nicht nur das vollautonome<br />

Ausweichen bei unerwarteten<br />

Hindernissen innerhalb nutzerdefinierter<br />

Grenzen, sondern auch<br />

das Zusammenspiel mehrerer AMR<br />

im freien Raum.<br />

Intuitives User Interface<br />

ARCOS bietet eine web-basierte,<br />

vielsprachige Visualisierung. Deren<br />

Benutzeroberfläche ist mit allen<br />

gängigen mobilen Endgeräten kompatibel.<br />

Das ermöglicht jederzeit,<br />

auch ortsunabhängig, die Abfrage<br />

der Statusinformationen der einzelnen<br />

Fahrzeuge. Darüber hinaus profitieren<br />

Betreiber von der Möglichkeit<br />

von Konfigurationsänderungen<br />

auch während des Betriebes sowie<br />

von der vollständigen Aufzeichnung<br />

sämtlicher Betriebs- und Zustandsdaten.<br />

Auf deren Basis ermöglicht<br />

ARCOS zudem eine Simulation. Mit<br />

zahlreichen Wizards erleichtert und<br />

beschleunigt ARCOS Inbetriebnahme,<br />

Schulung und Instandhaltung.<br />

Dabei sorgt ein mehrstufiges Benutzer-<br />

und Rechtemanagement für die<br />

nötige Sicherheit.<br />

Planbare Autonomie<br />

Dem rauen Alltag in industriellen<br />

Anwendungen gerecht zu werden,<br />

braucht mehr als nur ein selbsttätig<br />

navigierendes Fahrzeug. Müssten<br />

sich die AMR etwa an Kreuzungen<br />

erst miteinander abstimmen, wäre<br />

das Weiterkommen nicht so schnell<br />

möglich wie nach Regeln, die in<br />

einem zentralen System hinterlegt<br />

sind und davon exekutiert werden.<br />

Intelligenz<br />

Die Leitsteuerung NAVIOS ist die<br />

Intelligenz hinter den flexiblen FTS-<br />

Lösungen von DS AUTOMOTION.<br />

Sie versorgt die FTF mit exakten<br />

Kursdaten und regelt das Zusammenspiel<br />

mit anderen Verkehrsteilnehmern,<br />

etwa bemannten Staplern<br />

oder LKW, und mit Einrichtungen<br />

wie Aufzügen, beweglichen Rampen<br />

oder Rolltoren. Im Gegensatz zu<br />

reinen Flottenmanagementsystemen<br />

ist NAVIOS ein vollwertiges Intralogistik-System.<br />

Es kann aus Bedarfsdaten<br />

selbstständig die Transportaufträge<br />

erstellen und den gesamten automatisierten<br />

Materialfluss steuern.<br />

Das richtige Zusammenspiel<br />

Das Zusammenspiel der Fahrzeug-<br />

Software ARCOS mit der Leitsteuerung<br />

NAVIOS verhindert, dass unter<br />

zu großer Autonomie der Fahrzeuge<br />

die Effizienz leidet. Es ermöglicht<br />

das kooperative und kollaborative<br />

Navigieren mit einem planbaren<br />

Grad an Autonomie. Dazu lassen<br />

sich Navigationskorridore definieren,<br />

innerhalb derer die AMR ihren<br />

Weg selbst finden. „So können Anwender<br />

den autonomen Fahrzeugen<br />

dort, wo es sinnvoll und sicher ist,<br />

einen Spielraum für voll autonomes<br />

Navigieren einräumen“, erklärt Thomas<br />

Gschwendtenwein, Leiter für<br />

Technologie & Produktentwicklung<br />

bei DS AUTOMOTION. „Diese<br />

planbare Autonomie verbindet die<br />

hohe Flexibilität, etwa durch die<br />

Möglichkeit des Ausweichens bei<br />

Stau oder unerwarteten Hindernissen,<br />

mit höchster Effizienz für einen<br />

sparsamen Fahrzeugeinsatz.“<br />

Federführend bei VDA5050<br />

Zur Kommunikation mit den AGV<br />

bzw. AMR nutzt NAVIOS vollumfänglich<br />

die standardisierte, offene<br />

Universalschnittstelle VDA-5050.<br />

Diese ermöglicht einen Mischbetrieb,<br />

bei dem auch Fahrzeuge anderer<br />

Hersteller eingebunden werden<br />

können. An der Entwicklung dieser<br />

Schnittstelle im VDMA Fachverband<br />

Fördertechnik und Intralogistik<br />

ist DS AUTOMOTION federführend<br />

beteiligt. So leitet Christoph<br />

Pramberger, MSc, einen neu gegründeten<br />

Arbeitskreis, der über die<br />

Kommunikationsschnittstelle hinaus<br />

an einem standardisierten Layout<br />

File, dem Layout Interface Format<br />

(LIF) arbeitet. „Das wird die Inbetriebnahme<br />

von FTS weiter vereinfachen<br />

und beschleunigen“, ist der<br />

DS AUTOMOTION Requirements<br />

Engineer überzeugt.<br />

Mehr unter:<br />

www.ds-automotion.com.<br />

44 <strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

Dank der neuen Fahrzeug-Software ARCOS beherrschen FTF von DS AUTOMOTION zusätzlich zum<br />

Betrieb mit physischer oder virtueller Spurführung sowie konturbasierter freier Navigation<br />

auch das kooperative und kollaborative Navigieren. (Alle Bilder: DS AUTOMOTION


*<br />

Labelicious ®<br />

* Gönne deinen Etiketten ein Upgrade.<br />

Mit unseren schönsten Papieren,<br />

Stanzformen und Veredelungen.<br />

TOP<br />

BERATUNG!<br />

DRUCKWERKKREMS.AT EIN UNTERNEHMEN IN DER BÖSMÜLLER-GROUP.<br />

02732 854 <strong>22</strong><br />

<strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

45


WIRTSCHAFT<br />

46<br />

Solides Wachstum - extremer Kostendruck<br />

<strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

Seit zwei Jahren ist die heimische Wellpappe-Industrie im Dauereinsatz: Erst<br />

die enorme Nachfrage nach Wellpappe-Verpackungen während der Pandemie,<br />

dann monatelange, extreme Preissprünge bei Rohpapier, und aktuell belastet<br />

die angespannte Lage am Energie- und Rohstoffmarkt die Branche erneut.<br />

„Diese Situation fordert all unsere Kräfte“, sagt Stephan Kaar, Sprecher des<br />

Forum Wellpappe Austria. „Die Pandemiepläne haben sich bewährt und helfen<br />

uns auch in der derzeitigen Situation. Wir haben unsere Lieferketten bestmöglich<br />

abgesichert.“<br />

Die Nachfrage nach Verpackungen<br />

aus Wellpappe<br />

ist ungebrochen. Das zeigen<br />

auch die aktuellen Zahlen für<br />

die ersten drei Monate 20<strong>22</strong>: Beim<br />

mengenmäßigen Absatz in Millionen<br />

Quadratmeter verzeichneten<br />

die fünf Mitgliedsunternehmen des<br />

Forum Wellpappe Austria ein solides<br />

Wachstum von plus 3,9 Prozent.<br />

In absoluten Zahlen ist das eine Fläche<br />

von 270 Millionen Quadratmetern.<br />

In Tonnen ist eine Steigerung<br />

von 4,5 Prozent zu verzeichnen<br />

(129.600 Tonnen).<br />

Transportverpackung Nr. 1<br />

„Ohne Verpackungen aus Wellpappe<br />

wäre der moderne Warenverkehr<br />

heute nicht machbar“, sagt<br />

Kaar. „Spätestens seit der Corona-<br />

Pandemie hat sich gezeigt, dass wir<br />

systemrelevant sind.“ Über zwei<br />

Drittel aller in Österreich transportierten<br />

Waren werden in Wellpappe<br />

verpackt. „Das macht die Wellpappe<br />

zur Transportverpackung Nr.1“,<br />

so Kaar. Einen wesentlichen Anteil<br />

daran hat die gestiegene Nachfrage<br />

aus der Lebensmittel-, Getränkeund<br />

Konsumgüterindustrie (54 Prozent),<br />

gefolgt von Möbel, Elektronikteilen,<br />

Maschinen und Fahrzeugen<br />

(19 Prozent), sowie Logistik<br />

und Onlinehandel (12 Prozent).<br />

Produktion massiv unter Druck<br />

Anhaltende Probleme mit den<br />

Lieferketten und Preissprünge bei<br />

Rohmaterialien bringen die Betriebe<br />

derzeit massiv unter Druck.<br />

So kam es seit Anfang des Jahres<br />

2021 bei Rohpapier – dem wichtigsten<br />

Rohstoff für Wellpappe – zu<br />

Preissprüngen von bis zu 70 Prozent.<br />

Dazu kommen die extrem<br />

stark gestiegenen Preise für Strom,<br />

Gas, Logistik, Stärke, Farben und<br />

Paletten aufgrund der aktuell angespannten<br />

Lage am internationalen<br />

Energiemarkt. „Das verschärft den<br />

Preisdruck enorm. Wir sind gefordert<br />

wie nie zuvor, um die Versorgung<br />

mit Wellpappe-Verpackungen<br />

sicherzustellen“ sagt Stephan Kaar.<br />

Aufgrund der laufenden Preiserhöhungen<br />

bei Rohstoffen gab es auch<br />

Anpassungen beim Wellpappe-<br />

Preis. Derzeit ist noch keine Besserung<br />

in Sicht“, so Kaar.<br />

Lage der Beschäftigten: stabil<br />

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen<br />

ist die heimische Wellpappe-Industrie<br />

ein stabiler und<br />

sicherer Arbeitgeber. „Jobs in der<br />

Wellpappe-Branche sind derzeit<br />

gefragt“, sagt Florian Döbl vom<br />

Forum Wellpappe Austria. Denn<br />

mit der erhöhten Nachfrage nach<br />

Verpackungen steigt auch der Bedarf<br />

nach gut ausgebildeten Fachkräften.<br />

„Neben Positionen in der<br />

Entwicklung und Produktion werden<br />

auch Mitarbeiter:innen für Vertriebsaufgaben<br />

gesucht“, so Döbl.<br />

„Denn dort, wo es um Verkaufsverpackungen<br />

aus Wellpappe geht,<br />

spielt die Beratung eine immer<br />

größere Rolle.“ Insgesamt beschäftigt<br />

die Branche derzeit rund 1.900<br />

Mitarbeiter:innen und bildet Jahr<br />

für Jahr 80 Lehrlinge in 14 Lehrberufen<br />

aus.<br />

Wellpappe: 25 Mal im Kreislauf<br />

Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit<br />

sind bei Konsument:innen<br />

und Unternehmen deutlich angekommen<br />

und trotz Pandemie<br />

immens präsent. Das wachsende<br />

Umweltbewusstsein führt zu einer<br />

verstärkten Nachfrage nach Wellpappe.<br />

Recyclingpapier, Bruch-<br />

und Durchforstungsholz sind die<br />

wichtigsten Rohstoffe für Wellpappe-Rohpapiere.<br />

„Wer sich für<br />

Verpackungen aus nachwachsenden<br />

Rohstoffen entscheidet, schont die<br />

fossilen Ressourcen unserer Erde<br />

und leistet einen Beitrag zum Klimaschutz“,<br />

sagt Stephan Kaar.<br />

Studie<br />

Verpackungen aus Wellpappe<br />

sind zu 100 Prozent faserbasiert<br />

und somit vollständig recycelbar.<br />

Das heißt, die Faser bleibt bis zu<br />

25 Mal im Kreislauf – wie jüngst<br />

eine Studie der TU Graz bestätigt<br />

hat – und kann daher mehrmals zu<br />

neuer Wellpappe weiterverarbeitet<br />

werden. Auch im Onlinehandel<br />

spielt Wellpappe ihre Stärken aus.<br />

Laut einer Studie des deutschen<br />

bifa Umweltinstituts ist die CO 2 -<br />

Bilanz von Versandverpackungen<br />

aus Wellpappe besser als Mehrweg-<br />

Boxen aus Kunststoff.<br />

IKEA verabschiedet sich bis<br />

2028 von Kunststoff für<br />

Verkaufsverpackungen<br />

Das schwedische Möbelunternehmen<br />

IKEA treibt die Entwicklung<br />

innovativer Verpackungslösungen<br />

voran: Bis spätestens 2028 soll<br />

gänzlich auf Kunststoffverpackungen<br />

verzichtet werden. Diese<br />

Maßnahme vollzieht IKEA schrittweise:<br />

Bis 2025 werden die Kunststoffverpackungen<br />

für neue Sortimente<br />

ausgelistet und in der bestehenden<br />

Produktpalette bis 2028<br />

ersetzt. Die Verkaufsverpackungen<br />

der IKEA-Produkte sind ein essentieller<br />

Bestandteil des schwedischen<br />

Unternehmens sowie ein<br />

wichtiger Aspekt in Sachen Nachhaltigkeit<br />

und sicherer Handhabung.<br />

Seit Jahren setzt IKEA auch darauf,<br />

die Produkte möglichst klein<br />

und flach zu verpacken. Um der<br />

Umweltverschmutzung entgegenzuwirken,<br />

hat IKEA die Menge des<br />

Kunststoffs, der in Verpackungen<br />

zum Einsatz kommt, bereits deutlich<br />

reduziert: Schon heute sind weniger<br />

als zehn Prozent der gesamten<br />

jährlich verwendeten IKEA-Verpackungsmaterialien<br />

aus Kunststoff.<br />

„Der Verzicht auf Kunststoff in<br />

Verkaufsverpackungen ist der nächste<br />

große Meilenstein auf unserem<br />

Weg, Verpackungen nachhaltiger zu<br />

machen. Unser Schwerpunkt wird<br />

dabei auf Papier und Wellpappe als<br />

recycelbarem und erneuerbarem<br />

Material liegen“, sagt Florian Thalheimer,<br />

Sustainability Manager<br />

IKEA Österreich.<br />

920.000 t Verpackungsmaterial<br />

IKEA gibt jährlich mehr als eine<br />

Milliarde Euro für rund 920.000<br />

Tonnen Verpackungsmaterial aus.<br />

Die Abkehr von Kunststoff in Verkaufsverpackungen<br />

wird die Entwicklung<br />

neuer Lösungen sowie<br />

die enge Zusammenarbeit mit Produktentwicklungsteams<br />

und IKEA-<br />

Lieferant:innen auf der ganzen Welt<br />

erfordern.<br />

Auszeichnungen für Innovation<br />

Verpackungslösungen und Displays,<br />

die die Leistungsfähigkeit<br />

der Wellpappe und der Branche<br />

besonders anschaulich belegen,<br />

werden jährlich mit dem Wellpappe<br />

Austria Award ausgezeichnet.<br />

Darüber hinaus bestätigen Staatspreisauszeichnungen,<br />

der kürzlich<br />

vergebene Golden Pixel Award in<br />

der Kategorie Wellpappeprojekte,<br />

internationale Auszeichnungen,<br />

wie aktuell fünf WorldStarAwards –<br />

dem Oscar unter den Verpackungspreisen<br />

– und ganz aktuell ein if<br />

Design Award für ausgezeichnetes<br />

Design, die Innovationskraft der<br />

heimischen Wellpappe-Betriebe.<br />

Mehr unter: www.wellpappe.at<br />

Stephan Kaar, Sprecher Forum Wellpappe<br />

Austria, Florian Thalheimer,<br />

Sustainability Manager, IKEA<br />

Österreich und Florian Döbl,<br />

Forum Wellpappe Austria<br />

Fotos: Forum Wellpappe/APA-Fotoservice/Schedl


DISPLAY<br />

Neue Stiegl-Displays<br />

Die Eclipse GmbH produziert und druckt großformatige Werbemittel- und<br />

Werbeträger für den Point of Sale, der Außenwerbung sowie Verpackungen.<br />

Aktuell hat das Unternehmen für die Stieglbrauerei zu Salzburg ein warentragendes<br />

Display für Dolly-Paletten entwickelt und produziert. Die Displays<br />

sind aktuell in diversen LEH-Märkten - österreichweit - in Verwendung.<br />

Die Herausforderung war,<br />

ein ausgewogenes Wellpappendisplay<br />

mit den Ansprüchen<br />

• aufgeräumte, klare Optik<br />

• Stabilität<br />

• rascher Displayaufbau<br />

für unterschiedliche Flaschengrößen<br />

der Sorten Zölibat, Gipfelstürmer<br />

und Stiegl Columbus 1492 Pale Ale<br />

zu konzipieren und in Serie zu produzieren.“<br />

sagt Berndhard Müller/<br />

managing director Eclipse GmbH.<br />

„<br />

4 Standorte<br />

In 4 strategisch gut positionierten<br />

Produktionsstandorten fertigt Eclipse<br />

seit der Firmengründung in 1991<br />

Shop Displays und eine Vielzahl an<br />

großformatigen Werbemitteln, die<br />

das Erscheinungsbild der Kunden<br />

am POS und in der Außenwerbung<br />

optimal präsentieren. „Mit rund<br />

250 Mitarbeitern und über 45.000m²<br />

Produktionsfläche zählt eclipse zu<br />

den führenden Anbietern in CEE.“<br />

erklärt der managing director.<br />

und einer eigenen Wellpappenherstellung,<br />

verschaffen wir uns maximale<br />

Unabhängigkeit und Flexibilität.<br />

Unsere Kunden profitieren<br />

dadurch von einem nahtlosen Produktionsprozess,<br />

der Fehlerquellen<br />

minimiert, schneller reagiert und ein<br />

Höchstmaß an Kostenoptimierung<br />

zulässt.“ erklärt Bernhard Müller.<br />

Mehr unter: www.eclipse-print.at<br />

Flächenkopf Vivo 18<br />

Bemusterung<br />

Nach Bemusterung und Transporttest<br />

wurden die Displays mit<br />

Schmuckfarbe im Hauptwerk in<br />

Prag produziert und nach Salzburg<br />

geliefert, wo Stiegl das Aufrichten<br />

und Befüllen der Displays sowie die<br />

Auslieferung in die Märkte selbst<br />

übernahm.<br />

inhouse<br />

„Um den nötigen Vorsprung auf<br />

dem sich schnell entwickelnden<br />

Werbemarkt zu halten, wird der gesamte<br />

produktionsrelevante Arbeitsablauf<br />

von uns inhouse durchgeführt<br />

und stetig optimiert. Mit unserer<br />

POS-Entwicklungsabteilung, einer<br />

internen Stanzwerkzeugproduktion<br />

Foto: Stiegl<br />

links: Bierklassiker<br />

für die<br />

Fastenzeit – das<br />

„Zölibat“ aus der<br />

Stiegl-Hausbrauerei<br />

rechts: Display<br />

für unterschiedliche<br />

Flaschengrößen<br />

Lebensmittel<br />

Industrie<br />

Lebensmittel<br />

Individuelle und Individuell<br />

effiziente Lösungen effiziente L<br />

vom Weltmarktführer vom Weltm<br />

für Schnelllauftore für Schnel<br />

Mit EFAFLEX Schnelllauftoren Mit EFAFLEX<br />

Lebensmittel ‣ Industrie beschleunigen Sie<br />

Ihre Abläufe<br />

‣ reduzieren Ihre<br />

Wartezeiten und<br />

‣ senken Ihre Energieund<br />

Betriebskosten.<br />

Industrie<br />

‣ beschleuni<br />

Ihre Abläuf<br />

‣ reduzieren<br />

Wartezeite<br />

‣ senken Ihre<br />

und Betrieb<br />

Unsere Expertenteams unterstützen<br />

Sie in ganz Österreich!<br />

Unsere Exper<br />

Tiefkühl<br />

Reinraum<br />

Tiefkühl<br />

Tiefkühl Reinraum<br />

stützen<br />

Reinraum<br />

Sie in<br />

EFAFLEX Torsysteme EFAFLEX GmbH Torsysteme GmbH EFAFLEX Torsystem<br />

Gewerbestraße 27,2500 Baden Gewerbestraße │Tel.: 43 <strong>22</strong>5<strong>22</strong>7,2500 / 42496 Baden │ office@efaflex.at<br />

Gewerbestraße │Tel.: 43 <strong>22</strong>52 │ www.efaflex.at<br />

/ 27,2500 42496 │ Baden office@efaflex.at │Tel.: 43 <strong>22</strong>52 │ www.efa / 4249<br />

<strong>03</strong>/<strong>22</strong> 47


INTRALOGISTIK<br />

Groß, größer, Big Boxen Großauftrag:<br />

Auer Packaging verbucht den größten Einzelauftrag in der Unternehmensgeschichte.<br />

Auftragsvolumen: 7,9 Millionen Euro. Ein dänischer Recycling-<br />

Dienstleister ordert bei dem oberbayerischen Spezialisten für Transport- und<br />

Lagerbehälter aus Kunststoff KLK-Behälter im großen Stil. Es handelt sich bei<br />

den bestellten klappbaren Big Boxen um eine Sonderausführung mit Deckel,<br />

speziell geeignet für den Recyclingprozess von PET Flaschen und Aluminiumdosen.<br />

Wir freuen uns sehr, dass<br />

Auer-Produkte über<br />

„ Grenzen hinweg in ganz<br />

Europa überzeugen!“, erklären Robert<br />

und Philipp Auer, Geschäftsführung<br />

Auer Packaging. „Die<br />

Großbestellung unseres langjährigen,<br />

dänischen Kunden ist nicht<br />

nur wegen des Umfangs ein besonderer<br />

Auftrag: Span-nend, dass<br />

unsere Big Boxen für Recycling im<br />

großen Stil zum Einsatz kommen.“<br />

Platzsparender Riese:<br />

Die Klappbare<br />

Big Box KLK 1208<br />

Die klappbare Big Box von Auer<br />

Packaging bietet mit vier Eingriffsklappen<br />

besonders komfortables,<br />

ergonomisches Handling: Die vier<br />

an den Seitenwänden integrierten<br />

Klappen ermöglichen einen schnellen<br />

und bequemen Zugriff auf den<br />

Inhalt. Bei Nichtgebrauch oder<br />

Rücktransport lässt sich die Box<br />

platzsparend auf eine Höhe von etwa<br />

43 Zentimetern zusammenklappen.<br />

Optional kann der Behälter mit<br />

Deckel, Etikettenhalter und weiterem<br />

Zubehör ausgestattet werden.<br />

Die KLK 1208 ist neben der Standardfarbe<br />

grau auch in diversen<br />

Sonderfarben bei Auer Packaging<br />

bestellbar.<br />

Produktnews<br />

Neben diesen erfreulichen News<br />

gibt es auch noch Produktneuheiten<br />

bei Auer Packaging. Seit rund vierzig<br />

Jahren stellen Intermediate Bulk<br />

Container (IBC) aus Kunststoff die<br />

praktische Alternative zu Stahlfässern<br />

dar, wenn es um Lagerung und<br />

Transport von großen Mengen an<br />

Flüssigkeiten oder Granulaten geht.<br />

Jetzt präsentiert der oberbayerische<br />

Spezialanbieter für Lager- und<br />

Transportlösungen aus Kunststoff<br />

Auer Packaging eine besonders<br />

wirtschaftliche IBCVariante: Den<br />

Bag in Box IBC mit austauschbaren<br />

Inliner-Beuteln.<br />

Robuster Riese<br />

Der neue Auer-Mehrwegbehälter<br />

mit seiner robusten Bauweise und<br />

einer cleveren, festmontierten Befüllhilfe<br />

kommt immer dann zum<br />

Einsatz, wenn platzsparender Leertransport<br />

nicht gefragt ist. Der Bag<br />

in Box IBC kann je nach Ausführung<br />

wahlweiße 250, 500 oder 600<br />

Liter aufnehmen und wird von oben<br />

befüllt und entleert. Dank glatter<br />

Wände ist er einfach zu reinigen<br />

und zu handhaben. Es gibt ihn mit<br />

Füßen oder Kufen. Der Nutzen dieses<br />

Behälters für Chemie-, Lebensmittel-,<br />

Kosmetik- und Pharmaindustrie<br />

liegt auf der Hand: Perfekt<br />

stapelbar, schafft der robuste Riese<br />

mit seinem Bag in Box System<br />

ein großes Plus in Punkto Hygiene.<br />

Durch den austauschbaren Einweg<br />

Inliner-Beutel gelangt bei der<br />

Entleerung kein Sauerstoff an den<br />

Inhalt. Die preisgünstigen Inliner-<br />

Beutel sind ab einem Stück im Auer<br />

Online-Shop erhältlich.<br />

Das ABC des IBC – Auer<br />

IBC-Produkte im Überblick<br />

Der Neue:<br />

Bag in Box IBC als robuster<br />

Mehrwegbehälter mit wahlweise<br />

250, 500 oder 600 Litern Volumen<br />

und glatten, hygienischen Wänden,<br />

Befüllung/Entleerung von oben<br />

über integrierte Befüllhilfe;<br />

Der Klassiker:<br />

IBC Container mit Kunststoffpalette<br />

mit 1.000 Liter Volumen, wiederverwendbar,<br />

optional mit UN-<br />

Zulassung für Gefahrgut- Transporte;<br />

Das Platzwunder:<br />

Der klappbare IBC Mehrweg-<br />

Container mit Bag in Box System,<br />

einfache Handhabung, keine Fäulnisbildung,<br />

optimale Platzausnutzung<br />

bei Leertransport;<br />

Diverses Zubehör,<br />

wie Standard- oder aseptische Inliner-Beutel<br />

und Adapter;<br />

Neues Zubehör<br />

Aktuell gibt es auch ein cleveres<br />

neues Zubehör aus der Entwicklungsabteilung<br />

von Auer Packaging.<br />

Dieses macht ab sofort den<br />

beliebten Alleskönner Eurobehälter<br />

noch vielseitiger! Der oberbayerische<br />

Spezialanbieter für Lager-<br />

und Transportlösungen aus<br />

Kunststoff bietet jetzt neu auch<br />

Einsatzkästen für seinen beliebten<br />

Klassiker.<br />

Mehr unter:<br />

www.auer-packaging.de<br />

Einsatzbereit:<br />

die neuen<br />

Einsatzkästen<br />

für Eurobehälter<br />

48<br />

<strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

Platzsparender Riese: Die Klappbare Big Box KLK 1208<br />

Fotos: Auer Packaging<br />

Der Neue bei Auer: Bag in Box IBC mit 250, 500<br />

oder 600 Litern Volumen


INTRALOGISTIK<br />

Parallelkinematik<br />

Zur ANUGA FoodTec präsentierte TRAPO live den Hochleistungs-Kinematik-<br />

Picker der HPPS Serie, der bei Verpackungsprozessen den traditionell von<br />

Drittanbietern stammenden Deltaroboter ersetzen kann. Er übernimmt Aufgabenstellungen,<br />

die hohe Präzision und Leistung erfordern. Passend zum Messemotto<br />

„ganz großes Kino“ pickt und verpackte er Popkorntüten in Kartons.<br />

Hochempfindliche Produkte,<br />

Primär- und Sekundärverpackungen<br />

der Lebensmittelindustrie<br />

werden besonders<br />

sorgsam gehandhabt – bei hoher<br />

Produktionsgeschwindigkeit und<br />

Präzision sowie schnellen Produktund<br />

Formatwechseln.<br />

360°-Aktionswinkel<br />

Bislang war im Bereich der Höchstleistung<br />

lediglich eine horizontale<br />

Vor- und Rückwärtsbewegung<br />

möglich. Pickerroboter agierten mit<br />

geringer Reichweite und Nennlast<br />

und übernehmen als Höchstleistungsvariante<br />

nur Frontalaufgaben.<br />

Hier bietet die kinematische Lösung<br />

ein Novum: Mit enormem Hub und<br />

360°-Aktionswinkel sorgt die Kinematik<br />

für gleichbleibend hohe Qualität<br />

der Abläufe, Verfügbarkeit der<br />

Maschinen und enorme Taktraten.<br />

Der HPPS bietet Hubleistung bis<br />

Hübe bis 240 mm, im Standard gestaffelt:<br />

120 mm / 150 mm / 240 mm.<br />

Weitere auf Anfrage.<br />

Hochleistungs-Parallelkinematik<br />

Die Hochleistungs-Parallelkinematik<br />

besteht aus einer fünfgliedrigen<br />

kinematischen Struktur, einer<br />

Z-Achse und einem Drehmodul zur<br />

Orientierung. Um sie für den Anwendungsfall<br />

zu optimieren, kann<br />

Fotos: TRAPO<br />

Hochleistungs-Kinematik-Picker als Alternative<br />

zum Delta- oder Kickarmroboter<br />

die innovative Hochleistungskinematik<br />

in verschiedenen Varianten<br />

gebaut werden.<br />

Modulares System<br />

Das modulare System besitzt optional<br />

drei oder vier Freiheitsgrade.<br />

Die dritte Achse bewegt den Hub<br />

hoch und runter, die vierte Achse<br />

dreht den Roboterarm. Die Antriebe<br />

der 3. und 4. Achse werden<br />

durch Torque-Motoren direkt angetrieben<br />

und agieren im Wettbewerbsvergleich<br />

der Pickervarianten<br />

sehr genau.<br />

HHPS<br />

Das Highspeed-Pick and Place-<br />

System (HPPS) kann bei einer theoretischen<br />

Normbewegung von 300<br />

mm Produkte mit bis zu 200 Teilen/<br />

Minute picken. Dabei ist die reale<br />

Pickerleistung abhängig vom Anwendungsfall.<br />

› Mit einer Traglast von Traglastklasse<br />

1 Kilogramm zum Picken<br />

kleiner und sehr leichter Produkte,<br />

die mit einem einzelnen Sauger<br />

aufgenommen werden können.<br />

› Für die Traglastklasse bis 3 Kilogramm<br />

eingesetzt beispielsweise<br />

zum Picken zylindrischer Tüten<br />

oder Dosen, die wahlweise gesaugt<br />

oder gegriffen werden.<br />

› In der Traglastklasse 6 kg bewährt<br />

sich der Picker mit Parallelkinematik<br />

als Allrounder: für Produkte,<br />

die sowohl gesaugt oder gegriffen<br />

werden. Alle Traglasten beziehen<br />

sich auf Greifer plus Produkt.<br />

Vierte Z-Achse<br />

Für Anwendungen als Packroboter<br />

wird folglich die vierte Z-Achse<br />

benötigt, um zugeführte Produkte<br />

zu greifen und beispielsweise in einen<br />

Karton zu verpacken. Mithilfe<br />

einer Kamera erkennt die Parallelkinematik<br />

die Lage der Teile. Diese<br />

werden anschließend gepickt oder<br />

im NIO-Fall ausgeschleust.<br />

1 System I 1 Steuerung.<br />

Die Kinematik inklusive Greifertechnologie<br />

wird ebenfalls bei<br />

TRAPO analog zur jeweiligen Aufgabenstellungentwickelt<br />

und gefertigt<br />

– auch hier gilt: 1 System I 1<br />

Steuerung.<br />

Mehr unter: www.trapo.de<br />

Optional sorgen bis zu vier<br />

Freiheitsgrade für exaktes Picken.<br />

Auch während der LogiMAT zeigte TRAPO seine Möglichkeiten. Im<br />

Mittelpunkt stand hier das Upgrade des autonom fahrenden TRAPO<br />

Ladungs Systems TLS 3600 – mit neuen wegweisenden Features. Noch<br />

schlanker und mit optimierter Sensorik wird das Beladesystem TRAPO<br />

Loading System TLS 3600 vom TRAPO Loading Mover (TLM) aufgenommen<br />

und schienen- oder radgetrieben verfahren. Hocheffizient kann ein<br />

TLS mehrere Ladeluken bedienen.<br />

<strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

49


WIRTSCHAFT<br />

Startschuss für die größte Baumaßnahme<br />

in der Schubert-Firmengeschichte<br />

Vor zweieinhalb Jahren wurde die Landesstraße zwischen Crailsheim und Dinkelsbühl<br />

verlegt, um für den geplanten Neubau des Verpackungsmaschinenherstellers<br />

Schubert Platz zu machen. Jetzt starten die Bauarbeiten für die größte<br />

Investition in der Firmengeschichte. Für 38 Millionen Euro baut Schubert bis<br />

Juni 2023 eine neue Endmontagehalle mit Bürotrakt.<br />

Wir sind froh, dass ein<br />

großes Familienunternehmen<br />

wie Schubert in<br />

diesen Standort investiert und mit<br />

dem Neubau für viele neue Arbeitsplätze<br />

in unserer Stadt sorgt“, sagt<br />

Jörg Steuler, Baubürgermeister von<br />

Crailsheim. Bereits jetzt herrscht auf<br />

der Baustelle Bewegung: Dort, wo<br />

noch vor drei Jahren Autos über eine<br />

Landstraße fuhren, stehen nun Paletten<br />

mit Baumaterial, Bagger und ein<br />

großer Kran des Bauunternehmens<br />

LEONHARD WEISS. Die Bauarbeiten<br />

für den modernen Neubau des<br />

Verpackungsmaschinenherstellers<br />

Schubert haben begonnen. Unweit<br />

des Verwaltungsgebäudes entsteht<br />

nun eine weitere Endmontagehalle<br />

mit angegliedertem Bürogebäude<br />

mit einer Gesamtfläche von über<br />

12.000 Quadratmeter. Dafür investiert<br />

Schubert rund 38 Millionen<br />

Euro, die größte Investition in der<br />

Firmengeschichte.<br />

Innovatives Raumkonzept<br />

„Durch die Erweiterung schaffen<br />

wir Platz für 300 Mitarbeiter“, erzählt<br />

Peter Schubert, der sich als Assistent<br />

seines Vaters Ralf Schubert,<br />

Geschäftsführender Gesellschafter<br />

bei Schubert, neben der Konstruktion<br />

auch in die technische Organisation<br />

mit einbringt. In Zusammenarbeit<br />

mit dem Architektenbüro<br />

Fessel sowie mehreren Fachplanern<br />

wurden sowohl in der Montagehalle<br />

als auch im Bürotrakt die Ansprüche<br />

an eine moderne Arbeitswelt umgesetzt.<br />

Konkret bedeutet das, dass<br />

die Räume auf die Anforderungen<br />

von verschiedenen Arbeitsbereichen<br />

abgestimmt sind. Agiles Arbeiten<br />

wird möglich, indem Teams, die sich<br />

projektbezogen immer wieder neu<br />

zusammenstellen, beste Arbeitsbedingungen<br />

vorfinden. Wichtig ist<br />

für Schubert vor allem, dass sich die<br />

Mitarbeiter im Neubau wohlfühlen.<br />

„Auf der begrünten Dachterrasse mit<br />

weitem Blick über die Felder lassen<br />

sich Mittagspausen genauso gut<br />

verbringen wie in den gemütlich gestalteten<br />

Pausenräumen“, sagt Ralf<br />

Schubert. Im Erdgeschoss entstehen<br />

Besucherräume, in denen auch Kunden<br />

empfangen werden. Ein flexibles<br />

Besprechungs-Raumsystem<br />

ermöglicht zudem, dass in dem Neubau<br />

Veranstaltungen mit bis zu 140<br />

Personen abgehalten werden können.<br />

Ziel:<br />

Klimaneutralität bis Ende 2023<br />

Auch das Thema Nachhaltigkeit<br />

spielte bei der Planung des Neubaus<br />

eine große Rolle. „Wir wollen bis<br />

Ende 2023 CO2-neutral produzieren<br />

und fertigen, deshalb werden wir das<br />

Gebäude mit einem nachhaltigen<br />

Energiekonzept ausstatten“, erklärt<br />

Ralf Schubert. Nachdem die schon<br />

auf dem Firmengelände verbaute<br />

Geothermie durch neue Bestimmungen<br />

an dem Standort nicht mehr<br />

genehmigt wurde, entschied sich der<br />

Verpackungsmaschinenhersteller<br />

für das Heizen und Kühlen mit der<br />

Eisspeichertechnologie. Außerdem<br />

wird eine Fotovoltaikanlage auf dem<br />

Dach des Neubaus installiert, die eine<br />

Leistung von circa 400 Kilowatt-<br />

Peak (kWp) hat. „Ziel ist es, dass die<br />

neue Halle klimaneutral betrieben<br />

wird“, so der Geschäftsführer weiter.<br />

Für den Neubau<br />

musste eine Straße weichen<br />

Damit der Bau überhaupt geplant<br />

werden konnte, musste im Jahr<br />

2019 zunächst die L<strong>22</strong>18 zwischen<br />

Crailsheim und Dinkelsbühl verlegt<br />

werden. „Durch die erhöhte Nachfrage<br />

nach unseren Top-Loading<br />

(TLM)-Verpackungsmaschinen und<br />

das Wachstum unseres Unternehmens<br />

mussten wir damals schon<br />

darüber nachdenken, wie wir unsere<br />

Montageflächen erweitern können“,<br />

erklärt Ralf Schubert. Die Idee, die<br />

Straße in der Nähe des Schubert-<br />

Geländes so zu verlegen, dass eine<br />

neue Baufläche entsteht, überzeugte<br />

die Stadt Crailsheim ebenso wie das<br />

Regierungspräsidium Stuttgart. Bis<br />

nun im zweiten Schritt die Montagehalle<br />

und das Bürogebäude in Betrieb<br />

genommen werden, dauert es<br />

aber noch ein wenig: Die Bauarbeiten<br />

sollen bis Juni 2023 abgeschlossen<br />

sein.<br />

Bei dem Baustart mit dabei:<br />

Joachim Hintermaier (Leonhard<br />

Weiss), Hans-JürgenSchaffner<br />

(Leonhard Weiss), Reiner<br />

Weidmann (Gerhard Schubert<br />

GmbH), Jochen Fessel (Architekt),<br />

Wolfgang Flaig (Leonhard<br />

Weiss), Bürgermeister Jörg<br />

Steuler (Stadt Crailsheim), Peter<br />

Gabriel, Ralf Schubert, Gerhard<br />

Schubert, Gerald Schubert<br />

(Gerhard Schubert GmbH),<br />

Stefan Schmidt-Weiss<br />

(Leonhard Weiss), Marcel<br />

Kiessling, Peter Schubert<br />

(Gerhard Schubert GmbH),<br />

Andreas Köhnlein (Leonhard Weiss),<br />

Markus Stephan (Stadt Crailsheim).<br />

Alle Fotos: Gerhard Schubert GmbH<br />

50 <strong>03</strong>/<strong>22</strong>


Neuentwickelter 3D-Drucker: PARTBOX<br />

Mit der PARTBOX hat Schubert Additive Solutions bereits eine digitale Plattform geschaffen, von der Kunden zertifizierte Druckjobs in der<br />

eigenen Produktion abrufen und somit selbst 3D-Teile mit einem handelsüblichen Filament-Drucker herstellen konnten. Jetzt wird dieser Prozess<br />

noch einmal deutlich sicherer und qualitätsvoller, denn das Unternehmen hat einen vollständig neuen 3D-Drucker für seine Kunden entwickelt.<br />

In der eigenen Produktion 3D-Teile für den Verpackungsprozess zu drucken, bringt Herstellern viele Vorteile: optimal angepasste Roboterwerkzeuge für<br />

alle denkbaren Produkte, kein umweltschädlicher und langwieriger Transport von neuen Formatteilen, schneller Ersatz bei defekten Werkzeugen und die<br />

Möglichkeit, neue Formatsätze für geänderte Produkte einfach selbst herzustellen. „Wir sind der Überzeugung, dass Bauteile zu der Zeit und an dem Ort<br />

produziert werden sollten, wann und wo sie gebraucht werden“, erklärt Conrad Zanzinger, Technischer Leiter bei von Schubert Additive Solutions. Das Ziel:<br />

den 3D-Druck technischer Bauteile bei Kunden in einem zuverlässigen, sicheren und qualitativ hochwertigen Prozess zu gewährleisten. Um das umzusetzen,<br />

entschied sich die Schubert-Tochter, einen eigenen 3D-Drucker für diese Anforderungen zu entwickeln.<br />

Gleichmäßig hohe Druckqualität<br />

Wichtig war den Entwicklern, eine sehr einfache Lösung zu gestalten, die ohne großes Know-how von jedem genutzt werden kann. „Damit machen wir<br />

die Vorteile der additiven Fertigung für jeden zugänglich“, sagt Conrad Zanzinger. Der neue PARTBOX-Drucker bietet eine gleichmäßig hohe Druckqualität,<br />

was die Prozesssicherheit innerhalb der Verpackungsmaschinen und damit die Effizienz im Verpackungsprozess für Kunden noch einmal verbessert. Durch<br />

den Einsatz von hochpräzisen Komponenten wie einem gefrästen Aluminiumrahmen, Kugelumlaufspindeln und einer besonderen Führungstechnik wird der<br />

Druckkopf exakt positioniert. Die genaue Dosierung des Filaments stellt Schubert durch einen Extruder<br />

mit Direktextrusion sicher. Eine Haube über dem Gerät schließt Umgebungseinflüsse wie Wärme<br />

oder Schmutz aus.<br />

Passend abgestimmtes Kunststoffmaterial<br />

Zusätzlich liefert Schubert Additive Solutions mit dem Kunststoff PARTBOX Black das passende<br />

Druckmaterial. Der Unterschied zu marktüblichen Filamenten liegt in einem für das FDM-Druckverfahren<br />

(Fused Deposition Modeling) optimierten Polyamid. Das Material ist lebensmittelkonform<br />

und mit einem Metalldetektor detektierbar. Darüber hinaus weist PARTBOX Black gute mechanische<br />

Eigenschaften und eine hohe Temperaturbeständigkeit auf. Dadurch können im Druckprozess sehr<br />

glatte Oberflächen erzielt werden. “<br />

Mehr unter: www.schubert.group<br />

<strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

51


GETRÄNKEVERPACKUNGEN<br />

250.000 Tonnen Kunststoff Einsparung<br />

Die französische Einzelhandelskette E.Leclerc verfolgt ein ehrgeiziges Ziel:<br />

Sie möchte den Einsatz von Verpackungsmaterial bei ihren Eigenmarken deutlich<br />

reduzieren. Für ihre Wassermarke Marque Repère begab sich E.Leclerc<br />

auf die Suche nach einer umweltschonenden Alternative zur klassischen<br />

Schrumpffolie. In KHS fand das Unternehmen einen kompetenten Partner, der<br />

seine hohen Anforderungen zuverlässig umsetzen konnte. 2020 und 2021 investierte<br />

Aquamark in zwei Innopack-Nature-MultiPack-Maschinen des Dortmunder<br />

Systemanbieters. Dank der ressourcenschonenden Lösung spart der<br />

Abfüller zukünftig mehr als 250.000 Tonnen Kunststoff pro Jahr ein.<br />

Einwegkunststoffe haben in<br />

Frankreich aktuell einen<br />

schweren Stand. Die französische<br />

Regierung hat das Ziel<br />

ausgegeben, bis 2040 weitgehend<br />

auf Einwegkunststoff zu verzichten.<br />

Seit Anfang 20<strong>22</strong> ist beispielsweise<br />

der Verkauf von vielen Obst- und<br />

Gemüsesorten in Kunststoffverpackungen<br />

untersagt. Ziel ist es,<br />

Mehrwegsysteme und damit geschlossene<br />

Wertstoffkreisläufe<br />

für Kunststoffprodukte gezielt zu<br />

fördern und auszubauen. Die konsequente<br />

Linie trifft auf große Zustimmung<br />

in der Bevölkerung. Die<br />

Zahl umweltbewusster Verbraucherinnen<br />

und Verbraucher ist in den<br />

vergangenen Jahren stark angestiegen.<br />

In der Folge wächst der Druck<br />

auf heimische Unternehmen. Die<br />

Marschrichtung scheint daher klar<br />

definiert.<br />

Reduzierung des Verpackungsmaterials<br />

ohne Kompromisse<br />

beim Flaschendesign<br />

Die französische Einzelhandelskette<br />

E.Leclerc geht als gutes Vorbild<br />

voran und beschloss bereits<br />

vor Inkrafttreten der staatlichen Regulierung,<br />

den Einsatz von Verpackungsmaterial<br />

– insbesondere aus<br />

Kunststoff – bei ihren Eigenmarken<br />

schrittweise zu senken. Diese Entscheidung<br />

für mehr Umweltschutz<br />

ist Teil einer ehrgeizigen Nachhaltigkeitsstrategie,<br />

die sämtliche<br />

Bereiche des Konzerns vom Energiemanagement<br />

über Transportsysteme<br />

bis hin zum Ressourcenverbrauch<br />

betrifft. Gleiches gilt für die<br />

zahlreichen Tochterunternehmen,<br />

zu denen auch die Wassermarke<br />

Aquamark zählt.<br />

Die KHS-Verpackungsmaschine richtet die PET-Flaschen so aus, dass der<br />

Kleber exakt auf die vorgesehene Stelle aufgetragen wird.<br />

350 Millionen Liter Wasser<br />

Der Getränkeproduzent aus der<br />

Gemeinde Laqueuille, gut 40 Kilometer<br />

westlich von Clermont-<br />

Ferrand gelegen, ist auf die Abfüllung<br />

von stillem und kohlensäurehaltigem<br />

Wasser in PET-Flaschen<br />

spezialisiert. Viele Jahre setzte<br />

Aquamark bei seinen 0,33-, 0,5-,<br />

0,75-, 1- und 1,5-Liter-Behältern<br />

auf die klassische Schrumpffolie.<br />

„Die Folienverpackung hat für die<br />

Verbraucherinnen und Verbraucher<br />

klare Vorteile. Die Packs lassen<br />

sich einfach und sicher transportieren<br />

sowie mit wenig Aufwand<br />

auspacken“, erklärt Hubert Decroix,<br />

General Manager von Aquamark.<br />

„Doch hinsichtlich Nachhaltigkeit<br />

und Umweltschutz schneidet die<br />

konventionelle Sekundärverpackung<br />

nicht besonders gut ab.“ Der<br />

Einsatz war ein offensichtlicher<br />

Widerspruch zur Nachhaltigkeitsstrategie<br />

des Abfüllers, der seit einigen<br />

Jahren auf besonders leichte<br />

PET-Flaschen aus 100 Prozent Rezyklat<br />

setzt und dadurch erhebliche<br />

Mengen an Kunststoff einsparen<br />

konnte. Folgerichtig entschied sich<br />

der Konzern im Jahr 2019 dazu, die<br />

Folie durch eine ressourcen- und<br />

umweltschonende Alternative zu<br />

ersetzen – bei einer jährlichen Abfüllmenge<br />

von rund 350 Millionen<br />

Liter Wasser ein ambitioniertes Unterfangen.<br />

Keine<br />

Kompromisse beim Design<br />

Dabei hatten Hubert Decroix und<br />

sein Team von Anfang an ein festes<br />

Ziel vor Augen: „Wir waren auf<br />

der Suche nach einer zukunftsweisenden<br />

Maschine, die besonders<br />

ressourcenschonend ist und möglichst<br />

ohne Kunststoff auskommt“,<br />

erläutert der General Manager.<br />

„Beim Behälterdesign wollten wir<br />

allerdings keine Kompromisse eingehen,<br />

denn unsere Lightweight-<br />

„Die KHS-Verpackungsmaschine<br />

hat unsere Erwartungen deutlich<br />

übertroffen. Sie arbeitet mit einer<br />

Effizienz von 98 Prozent – ein<br />

großartiges Ergebnis“, sagt<br />

Hubert Decroix, General Manager<br />

von Aquamark.<br />

Flaschen werden unseren hohen<br />

Anforderungen an Umwelt- und<br />

Ressourcenschutz bereits gerecht.“<br />

Eine Entscheidung<br />

für mehr Umweltschutz<br />

Auf der Suche nach einer passenden<br />

Alternative erinnerte sich<br />

Hubert Decroix an einen Artikel<br />

im Kundenmagazin der KHS Gruppe,<br />

der die Entwicklung des „Snap<br />

Pack“ beleuchtete. In Zusammenarbeit<br />

mit KHS hatte die Carlsberg<br />

Gruppe die Lösung 2018 auf den<br />

Markt gebracht. Das Snap Pack<br />

beruht auf dem umweltschonenden<br />

Verpackungssystem Nature Multipack<br />

des Dortmunder Komplettanbieters,<br />

das Getränkedosen oder<br />

PET-Flaschen mithilfe von Klebepunkten<br />

verbindet. „Diese Lösung<br />

ganz ohne Umverpackung war in<br />

der Theorie genau die Antwort,<br />

die wir für unsere PET-Flaschen<br />

gesucht haben“, meint Hubert Decroix.<br />

Er wandte sich an seinen<br />

französischen KHS-Ansprechpartner,<br />

Thierry Tanezie, mit dem er<br />

Die KHS-Verpackungsmaschine<br />

richtet die PET-Flaschen so aus,<br />

dass der Kleber exakt auf die<br />

vorgesehene Stelle aufgetragen wird.<br />

52 <strong>03</strong>/<strong>22</strong>


Die 1-Liter-Flaschen werden für den<br />

Versand in die rund 750 Supermärkte<br />

der E.Leclerc-Gruppe, zu der auch<br />

Aquamark gehört, vorbereitet.<br />

bereits seit vielen Jahren eine enge<br />

Beziehung pflegt.<br />

durch erheblich entlastet“, erklärt<br />

Thierry Tanezie.<br />

Hohe Anforderungen<br />

Es folgte eine intensive Phase<br />

des Austauschs, in der sich beide<br />

Parteien gegenseitig förderten und<br />

forderten, wie Thierry Tanezie betont:<br />

„Aquamark hat hohe Anforderungen<br />

hinsichtlich Produktqualität,<br />

Maschineneffizienz sowie Ressourcenverbrauch<br />

an uns gestellt.“ Eine<br />

große Herausforderung zu Beginn<br />

des Projekts bestand im geringen<br />

Gewicht der zu verarbeitenden<br />

Flaschen. „Lightweight-Behälter<br />

spielten im Rahmen unserer Nature-MultiPack-Entwicklung<br />

zuvor<br />

keine bedeutende Rolle. Da Aquamark<br />

verständlicherweise keine<br />

Änderungen am Flaschendesign<br />

wünschte, haben wir das Verpackungssystem<br />

so weiterentwickelt,<br />

das Lightweight-Gebinde nun problemlos<br />

verarbeitet werden können“,<br />

erläutert der Sales Manager<br />

für Frankreich bei KHS.<br />

Gewichtsreduktion<br />

Eine entscheidende Rolle bei der<br />

optimalen Umsetzung der Kundenwünsche<br />

spielte der Kleber, mit<br />

dem die Behälter zusammengehalten<br />

werden. So konnte dessen<br />

Gewicht bei der 1-Liter-Flasche<br />

von 1,8 auf 1,0 Gramm reduziert<br />

werden. „Der Einsatz der KHS-<br />

Experten war wirklich eindrucksvoll.<br />

Sie haben unsere vielfältigen<br />

Anforderungen perfekt verstanden<br />

und umgesetzt. Das ist nicht selbstverständlich,<br />

sondern das Ergebnis<br />

eines großartigen Wissenstransfers,<br />

von dem beide Parteien nachhaltig<br />

profitieren“, lobt Hubert Decroix.<br />

Effizient und wirtschaftlich<br />

Die zahlreichen Weiterentwicklungen<br />

und die partnerschaftliche<br />

Zusammenarbeit überzeugten den<br />

Getränkeabfüller 2020 schließlich,<br />

für seine 1-Liter-Flasche in die ressourcenschonende<br />

KHS-Lösung zu<br />

investieren. Im Mai 2021 wurde die<br />

erste Innopack-Nature-MultiPack-<br />

Maschine mit einer Leistung von<br />

bis zu 25.000 Flaschen/h erfolgreich<br />

in Betrieb genommen. Seit<br />

September vergangenen Jahres<br />

werden die neuen Sechser-Träger<br />

in den rund 750 Supermärkten von<br />

E.Leclerc landesweit vertrieben –<br />

mit überragendem Erfolg: Der Umsatz<br />

ist seit Markteinführung um<br />

15 Prozent gestiegen. „Die neue<br />

Verpackungsart kommt bei unseren<br />

Kundinnen und Kunden sehr gut<br />

an. Sie verstehen, dass wir mit dem<br />

Nature MultiPack einen wertvollen<br />

Beitrag zum Umweltschutz leisten“,<br />

erklärt Hubert Decroix. Durch den<br />

Folienverzicht spart Aquamark aktuell<br />

rund 25.000 Tonnen Kunststoff<br />

jährlich ein.<br />

Geringerer Energieverbrauch<br />

Darüber hinaus überzeugt die<br />

Neuanschaffung im Vergleich zum<br />

zuvor genutzten Schrumpfpacker<br />

durch einen geringeren Energieverbrauch,<br />

da der Heiztunnel wegfällt.<br />

Dank dieser Einsparung und der<br />

Reduzierung der Klebstoffmenge<br />

konnten die Kosten pro Pack erheblich<br />

gesenkt werden. Hubert Decroix<br />

schätzt die Amortisierungszeit<br />

der Investition auf zwei Jahre.<br />

„Zu Beginn des Projekts haben wir<br />

natürlich sämtliche Lösungen im<br />

Markt begutachtet. Keine konnte<br />

mit den Vorzügen der KHS-Technologie<br />

hinsichtlich Nachhaltigkeit,<br />

Effizienz und Wirtschaftlichkeit<br />

mithalten“, betont der General Manager.<br />

„Der Nature-Multi-Packer<br />

hat unsere Erwartungen deutlich<br />

übertroffen. Er arbeitet mit einer<br />

Effizienz von 98 Prozent – ein<br />

großartiges Ergebnis.“<br />

Hohe Produktivität<br />

Die hohe Produktivität wirkt<br />

sich ebenso positiv auf die Arbeit<br />

der Bediener aus. Beim alten<br />

Schrumpfpacker mussten häufig<br />

Routinearbeiten durchgeführt werden.<br />

Hierzu gehörte unter anderem<br />

der regelmäßige Wechsel der Folienrolle,<br />

die einen vorübergehenden<br />

Stillstand bedeuteten. „Die KHS-<br />

Lösung ist dagegen so konzipiert,<br />

dass sie komplett automatisiert<br />

arbeitet. Die Bediener werden da-<br />

Vorzeigeprojekt für<br />

den französischen Markt<br />

Die ausgezeichneten Resultate<br />

machten Aquamark die Entscheidung<br />

für eine zweite Innopack-<br />

Nature-MultiPack-Maschine leicht.<br />

Die Inbetriebnahme der Neuinvestition,<br />

die bis zu 32.000 1,5-Liter-Flaschen/h<br />

verarbeiten soll, ist<br />

für September 20<strong>22</strong> geplant. Das<br />

Unternehmen erwartet, dass es<br />

dank der Umstellung zusätzliche<br />

250.000 Tonnen an Kunststoff<br />

pro Jahr einsparen kann, denn die<br />

1,5-Liter-Flasche macht rund 50<br />

Prozent des Verkaufsvolumens der<br />

Wassermarke aus. Hubert Decroix<br />

sieht der Markteinführung im Oktober<br />

20<strong>22</strong> positiv entgegen: „Ich<br />

rechne fest damit, dass wir auch bei<br />

der 1,5-Liter-Flasche gute Wachstumszahlen<br />

erzielen werden. Sollte<br />

dies der Fall sein, werden wir die<br />

Zusammenarbeit mit KHS unter<br />

anderem für andere Behältergrößen<br />

kontinuierlich weiter ausbauen.“<br />

Erfolg<br />

Der große Erfolg des Nature MultiPacks<br />

bei Aquamark hat sich in<br />

der französischen Getränkebranche<br />

bereits herumgesprochen. „Unser<br />

Projekt hat das Interesse vieler<br />

Abfüller geweckt. Wir haben zahlreiche<br />

Anfragen für unsere umweltschonende<br />

Lösung erhalten“,<br />

sagt KHS-Sales-Manager Thierry<br />

Tanezie. Es kann also gut sein, dass<br />

dieses Projekt erst der Anfang eines<br />

größeren Wandels im heimischen<br />

Markt ist.<br />

Mehr unter: www.khs.com<br />

Das Nature MultiPack von KHS<br />

verbindet PET-Flaschen oder Dosen<br />

mithilfe von leicht lösbaren<br />

Klebepunkten zu einem stabilen Pack.<br />

KHS hat den NMP-Packer im Zuge des<br />

Aquamark-Projekts dahingehend weiterentwickelt,<br />

dass die Maschine nun auch<br />

Lightweight-Flaschen aus 100 Prozent<br />

Rezyklat problemlos verarbeiten kann.<br />

<strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

53


INNERBETRIEBLICHE LOGISTIK<br />

Designobjekte aus wiederverwertbarem Meeresplastik:<br />

Die Zukunft des Einzelhandels<br />

Eine spannende 3D-Druck-Installation mit einem ABB-Roboter zeigte im Londoner<br />

Kaufhaus Selfridges, eines der bekanntesten Kaufhäuser in der Oxford<br />

Street, wie die Zukunft des Einzelhandels aussehen kann. Während des gesamten<br />

Monats April konnten Kundinnen und Kunden in einem der Schaufenster<br />

beobachten, wie ein ABB-Roboter verschiedene personalisierte Designobjekte<br />

aus Parley Ocean Plastic® druckt.<br />

Die 3D-Druck-Installation<br />

ist Teil des Konzepts „SU-<br />

PERMARKET“ von Selfridges.<br />

Es soll Verbraucherinnen<br />

und Verbraucher anregen, darüber<br />

nachzudenken, wie Waren hergestellt<br />

werden und welche Auswirkun-gen<br />

die Produktion auf die<br />

Umwelt hat.<br />

zu unterhalten.“<br />

Schuhe<br />

Ein Beispiel hierfür ist eine Installation<br />

mit einem ABB-Roboter in<br />

der Berliner Filiale des deutschen<br />

Modehändlers Solebox. Hier können<br />

Kundinnen und Kunden über<br />

die Eingabe an einem Bildschirm<br />

Schuhe auswählen, die der Roboter<br />

dann aus einem Regal entnimmt<br />

und in eine Schublade legt. Wenn<br />

der Schuh nicht passt oder ein anderes<br />

Modell anprobiert werden<br />

soll, holt der Roboter den Schuh<br />

wieder aus der Schublade und stellt<br />

ihn zurück in das Regal.<br />

Kreislaufwirtschaft<br />

„Eine größere Produktauswahl erfreut<br />

zwar Kundinnen und Kunden,<br />

geht jedoch gleichzeitig zu Lasten<br />

der Umwelt. Denn Produkte und<br />

Verpackungen werden oft weggeworfen,<br />

ohne dass hinterfragt wird,<br />

wo sie entsorgt oder ob sie recycelt<br />

werden“, betont Marc Segura,<br />

Leiter der Robotics-Division von<br />

ABB. „In-dem wir Designobjekte<br />

aus wiederverwertbarem Meeresplastik<br />

drucken, zeigen wir, dass<br />

Roboter einen wichtigen Beitrag für<br />

nachhaltige Fertigungsprozesse leisten<br />

können, die für die Kreislaufwirtschaft<br />

von zentraler Bedeutung<br />

sind.“<br />

Zusammenarbeit<br />

Das Projekt wurde in Zusammenarbeit<br />

mit der Umweltorganisation<br />

und dem globalen Netzwerk Parley<br />

for the Oceans sowie der innovativen<br />

Designmarke Nagami entwickelt.<br />

Die Installation, bestehend<br />

aus der Simulationssoftware Robot-<br />

Studio® sowie ABB‘s Industrieroboter<br />

IRB 6700, kann verschiedene<br />

Ge-genstände aus Parley Ocean<br />

Plastic® herstellen, wie beispielsweise<br />

Möbel oder Haushaltswaren.<br />

Unter Anwendung des innovativen<br />

Kunststoffextruders von Nagami<br />

druckt der Roboter die Objekte direkt<br />

vor Ort entsprechend der Kundenbestellung,<br />

die per Bildschirmeingabe<br />

abgewickelt wird.<br />

Parley Ocean Plastic®<br />

„Parley Ocean Plastic® wurde<br />

gegründet, um der Plastikverschmutzung<br />

und der Zerstörung<br />

unserer Weltmeere entgegenzuwirken“,<br />

sagt Cyrill Gutsch, Gründer<br />

und CEO von Parley. „Durch die<br />

Zusammenarbeit mit zwei führenden<br />

Branchengrößen, ABB und<br />

Nagami, können wir jetzt überall<br />

auf der Welt nach Bedarf drucken<br />

– und überführen so ein Problem in<br />

eine Lösung. Der Direktdruck in<br />

Kaufhäusern wie Selfridges bietet<br />

enormes Potenzial zur Abfallreduzierung.<br />

Darüber hinaus wollen wir<br />

diese Technologie nutzen, um Organisationen<br />

rund um den Globus<br />

zu befähigen, ihren Plastikmüll in<br />

eine unternehmerische Chance und<br />

nützliche Gegenstände zu verwandeln.<br />

Für die Ozeane, das Klima<br />

und das Leben.“<br />

Roboter verändern<br />

das Einkaufserlebnis<br />

Die Installation unterstreicht zum<br />

einen die Bedeutung von Umweltinnovationen.<br />

Zum anderen hebt<br />

sie das große Potenzial der robotergestützten<br />

Automatisierung für den<br />

Einzelhandel hervor – insbesondere<br />

wenn es darum geht, Geschäfte für<br />

Kundinnen und Kunden attraktiver<br />

zu gestalten. Roboter kommen bereits<br />

vermehrt in der Lagerhaltung<br />

Roboter in der Auslage<br />

und im Versand sowie für Serviceleistungen<br />

in den Geschäften zum<br />

Einsatz. Das Forschungsunternehmen<br />

Coherent Market Insights<br />

schätzt, dass Robotik im Einzelhandel<br />

bis 2028 um 30 Prozent zunehmen<br />

wird.<br />

Retailtainment<br />

„Roboter werden vermehrt eingesetzt,<br />

um Kundinnen und Kunden<br />

wieder in die Geschäfte zu locken“,<br />

sagt Marc Segura. „Wir glauben,<br />

dass ihre Akzeptanz dabei hauptsächlich<br />

von drei Trends beeinflusst<br />

wird. Erstens, Micro-Fulfillment:<br />

Roboter können in den Läden bei<br />

der Auftragsabwicklung und bei der<br />

Auslieferung unterstützen. Zweitens,<br />

Personalisierung: Roboter<br />

können ein Produkt nach spezifischen<br />

Kundenwünschen herstellen.<br />

Optional kann der Kundin oder<br />

dem Kunden eine automatische<br />

Personalisierung auf Basis früherer<br />

Kaufgewohnheiten angeboten werden.<br />

Und Drittens, ‚Retailtainment‘:<br />

Roboter können als Teil einer interaktiven<br />

Ausstellung oder Show eingesetzt<br />

werden, um Besucherinnen<br />

und Besucher zu informieren und<br />

China<br />

In China hat das Mobilfunkunternehmen<br />

Huawei in Zusam-menarbeit<br />

mit ABB einen Kiosk entwickelt,<br />

in dem Kundinnen und Kunden<br />

Elektrogeräte wie Smartphones<br />

und Tablets abholen können. Der<br />

Kiosk ist speziell für den Einsatz<br />

in Haupteinkaufsstraßen konzipiert.<br />

Dabei prüft das FlexBuffer-System<br />

von ABB alle Geräte, die entweder<br />

online bestellt oder vor Ort gekauft<br />

wurden. Nach der Auswahl werden<br />

die Produkte zur Mitnahme in eine<br />

Abholschublade gelegt.<br />

Personal entlasten<br />

„Die Möglichkeit, Roboter in Geschäften<br />

sowohl hinter als auch vor<br />

der Ladentheke einzusetzen, bietet<br />

dem Einzelhandel spannende<br />

Möglichkeiten. Wenn Roboter bei<br />

Micro-Fulfillment-Tätigkeiten unterstützen,<br />

kann das Personal entlastet<br />

werden und sich somit mehr darauf<br />

konzentrieren, Kundinnen und<br />

Kunden ein besseres Einkaufserlebnis<br />

zu bieten“, resümiert Marc Segura.<br />

„Wie die Installation bei Selfridges<br />

zeigt, ermöglichen Roboter<br />

auch eine personalisierte Produktion<br />

der Waren direkt in den Geschäften,<br />

was dem Einkaufserlebnis eine<br />

ganz neue Dimension verleiht.“<br />

Wachstumsstarke Segmente<br />

Mit diesem neuen Kundensegment<br />

erweitert ABB das Portfolio im Rahmen<br />

einer breit angelegten Strategie,<br />

die Expansion in neue und wachstumsstarke<br />

Segmente wie die Logistik<br />

sowie das Gesundheits- und<br />

Bauwesen zu beschleunigen.<br />

Mehr unter: www.abb.com<br />

54 <strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

Roboter<br />

druckt eine Vase<br />

Fotos: ABB


WETTBEWERB<br />

FINAT befreit den Tiger<br />

Das Tiger-Etikett wurde geschaffen, um möglichst viele Sicherheitsmerkmale<br />

in einem einzigen Etikett zu veranschaulichen. Neben dem patentierten VOID-<br />

Effekt, durch den der Tiger aus seinem Käfig befreit wird, wurden auch eine<br />

ganze Reihe von Sicherheitsfarben in das Etikett eingearbeitet. So erstrahlt der<br />

Tiger, beleuchtet mit UV-Licht, eindrucksvoll in allen Farben des Regenbogens.<br />

Die Lösung überzeugten auch die Jury beim diesjährigen FINAT-Award und<br />

wurde zum Sieger in der Kategorie „Marketing/End-User-Sicherheit“ gekürt.<br />

Sämtliche Sicherheitselemente<br />

des Tiger-Etiketts<br />

können selbstverständlich in<br />

unterschiedliche Designs integriert<br />

werden. „Somit verschmelzen Ihre<br />

für Sie gestalteten Sicherheitsetikett<br />

mit Ihrem Corporate Design.“<br />

erklärt CEO SECURIKETT Ulrich<br />

& Horn GmbH, Werner Horn.<br />

Idee<br />

Sicherheitsetiketten haben die<br />

wichtige Eigenschaft, Produkte und<br />

Marken vor Fälschung und Manipulation<br />

zu schützen. Dabei gibt es<br />

eine große Anzahl an Sicherheits-<br />

Features, um ein Etikett fälschungssicher<br />

zu machen. Obwohl der<br />

Fokus hierbei am bestmöglichen<br />

Schutz des einzelnen Produkts liegt,<br />

muss ein Sicherheitsetikett keineswegs<br />

langweilig oder unscheinbar<br />

sein. Um zu zeigen was alles möglich<br />

ist, hat Securikett das Tigeretikett<br />

kreiert, das eine Vielzahl von<br />

Sicherheitsmerkmalen vereint und<br />

eindrucksvoll veranschaulicht.<br />

Sicherheitsfarben<br />

„Unser Tigeretikett verfügt über eine<br />

ganze Palette an Sicherheitsfarben,<br />

die auf unterschiedliche Weise<br />

sichtbar gemacht werden können.<br />

Durch den Einsatz spezieller Kippfarben<br />

verändert das Schloss des<br />

Käfigs beim Kippen des Etiketts<br />

seine Farbe von Magenta zu Grün.<br />

In der Kippfarbe ist zudem ein forensischer<br />

Taggant eingebaut, der<br />

mittels GC-MS-Instrumenten ausgelesen<br />

werden kann. Wird das<br />

Etikett hingegen mit Hitze oder<br />

Kälte manipuliert, erscheint ein<br />

intensiver orange-roter bzw. blauer<br />

Farbhinweis auf der Anfasslasche<br />

des Etiketts. Einen besonders eindrucksvollen<br />

Anblick erhält man,<br />

wenn man den Tiger mit UV-Licht<br />

bestrahlt: sein Körper zeigt sich in<br />

allen Farben des Regenbogens.“ erklärt<br />

Werner Horn.<br />

Öffnungsnachweis<br />

Durch den VOID-Effekt, der beim<br />

Ablösen des Etiketts sichtbar wird,<br />

lässt sich der Tiger aus seinem Käfig<br />

befreien und liefert dabei einen<br />

eindeutigen Öffnungsnachweis.<br />

QR-Code<br />

Ein QR-Code auf der Oberfläche<br />

des Etiketts bietet Zugang zu digitalen<br />

Inhalten, die durch Eingabe<br />

eines in der Pfote des Tigers versteckten<br />

PIN-Codes aktiviert werden<br />

können. Der PIN-Code wird<br />

zunächst von einem Taggant verdeckt<br />

und kann mit einem Detektor<br />

oder Infrarotlicht sichtbar gemacht<br />

Dr. Rainer Ulrich hat den<br />

Preis im Namen von<br />

SECURIKETT<br />

entgegengenommen.<br />

werden. Durch die Verwendung<br />

von QR-Codes und optionalen PIN-<br />

Codes lassen sich Produkte einfach<br />

und schnell digitalisieren und bieten<br />

Kunden einen sofortigen Zugang<br />

zu digitalen Inhalten.<br />

Mehr über das preisgekrönte<br />

Produkt und das Unternehmen<br />

sehen Sie unter:<br />

www.securikett.com<br />

Das Tigeretikett verfügt über eine ganze Palette an Sicherheitsfarben, die auf unterschiedliche Weise sichtbar gemacht werden können.<br />

<strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

55


WIRTSCHAFT<br />

Maßgeschneiderte Kreislaufwirtschaft<br />

In den letzten Jahren hat der Druck auf die Verpackungsbranche hinsichtlich<br />

ihrer ökologischen Verantwortung stark zugenommen. Insbesondere die Verpackungshersteller<br />

stehen seitens des Handels unter enormen Druck recyclingfähige<br />

und sichere Verpackungslösungen bereitzustellen. KOMPACK sprach<br />

mit Mag. Stefan Chalupnik, Geschäftsführer des Folienherstellers G. CORETH<br />

Kunststoffverarbeitungs GmbH in Niederösterreich über die derzeitige Stimmungslage<br />

und aktuelle Projekte.<br />

I N T E R V I E W<br />

KOMPACK: Sie haben das<br />

Projekt PACKLOOP erfolgreich<br />

abgeschlossen. (KOMPACK berichtete).Was<br />

ist Ihr Fazit daraus?<br />

Mag. Stefan Chalupnik:<br />

Für manche ist der Fokus auf<br />

Kreislaufwirtschaft nur ein Schlagwort.<br />

Nicht für die G. Coreth<br />

Kunststoffverarbeitungs GmbH!<br />

Wir haben das Projekt PACK-<br />

LOOP erfolgreich abgeschlossen<br />

und daraus wichtige Erkenntnisse<br />

für zukünftige Entwicklungen und<br />

für die Ziele der EU Kreislaufwirtschaft<br />

gewinnen können.<br />

Als Ziel des Projektes PACKLOOP<br />

galt es, für alle teilnehmenden<br />

Partner aus der Lebensmittelbranche<br />

(Produzenten und<br />

Lebensmittelverpackungshersteller)<br />

maßgeschneiderte kreislaufwirtschaftstaugliche<br />

Verpackungen<br />

zu identifizieren, die hinsichtlich<br />

ihrer Recyclingfähigkeit und ihres<br />

Life Cycle Assessments (LCA)<br />

optimale zukunftsorientierte<br />

Lösungen darstellen. Zusätzlich<br />

wurde die Recyclingfähigkeit der<br />

Verpackungen detailliert evaluiert.<br />

Die Firma G. Coreth GmbH.<br />

konnte innerhalb des Projektes<br />

PE-Schrumpffolien mit bis zu 80%<br />

Post Consumer Rezyklat herstellen,<br />

welche die hohen Qualitätsanforderungen<br />

als Schrumpffolie<br />

für PET-Wasserflaschen erfüllen<br />

konnte. Lebensmittelrechtliche<br />

Untersuchungen am OFI haben<br />

gezeigt, dass mit den eingesetzten<br />

Methoden keine bedenklichen<br />

Stoffe von der Folie über die PET-<br />

Flaschenwand ins Füllgut wandern.<br />

Eine streamlined Life Cycle<br />

Analyse der FH Campus Wien wies<br />

aus, dass eine PE-Schrumpffolie<br />

für Getränkedosen im Vergleich<br />

zu einer Kartonumverpackung<br />

eine 70% Reduktion von CO 2 -<br />

Aquivalenten bewirkt. Weist<br />

Mag. Stefan Chalupnik, Geschäftsführer G. Coreth GmbH<br />

„Umweltbelastungen können durch den Einsatz von recyclingfähigen<br />

Verpackungen stark minimiert werden.“<br />

diese zudem 80% Rezyklatanteil<br />

auf, ist die Klimawirkung zusätzlich<br />

um bis zu 27% reduziert.<br />

KOMPACK: Also das Thema -<br />

Verpackung aus PE-Schrumpffolien<br />

versus Kartonumverpackung ?<br />

Ja,durch die im Projekt erarbeitete<br />

und angewandte gesamtheitliche<br />

Betrachtungsweise der Verpackungen<br />

und Verbesserungspotenziale<br />

hat sich gezeigt, dass<br />

die Umweltbelastungen durch den<br />

Einsatz von recyclingfähigen<br />

Verpackungen stark minimiert<br />

werden können.<br />

Umfassende lebensmittelrechtliche<br />

Betrachtungen werden zukünftig<br />

auch im indirekten Produktkontakt<br />

von PE-Folien zu sicheren<br />

Sekundärpackmitteln führen,<br />

welche ebenfalls einen positiven<br />

Beitrag zur Schonung von<br />

Umweltressourcen führen.<br />

Wir bei G. Coreth Kunststoffverarbeitung<br />

GmbH setzen auch<br />

weiterhin den Fokus auf die Verbesserungsmöglichkeiten<br />

im<br />

Recyclingprozess. Damit wir<br />

unseren Beitrag zur Erreichung<br />

der Klimaziele liefern können.<br />

KOMPACK: Gibt es neue,<br />

besonders umweltfreundliche<br />

Produkte bei G. Coreth<br />

Kunststoffverarbeitung?<br />

Mag. Stefan Chalupnik: Ja die<br />

gibt es. Gemeinsam mit unserem<br />

deutschen Vertriebspartner<br />

BRANGS + HEINRICH GmbH<br />

haben wir eine Folie mit 94%<br />

Regeneratanteil entwickelt<br />

und bereits vom TÜV Reinland<br />

zertifizieren lassen.<br />

Bei den Produktlinien „Profithen<br />

Eco Plus R“ und „Profithen<br />

Eco Plus Recycled“ wird diese<br />

Folie bereits erfolgreich bei der<br />

Verpackung von Getränkedosen<br />

eingesetzt. Der hohe Regeneratanteil<br />

von 94% wird aus unserem<br />

eigenem Recycling Zentrum am<br />

Firmenstandort gewonnen.<br />

Damit sichern wir beim<br />

Recycling im eigenen Recyclingzentrum<br />

eine gleichbleibend<br />

hohe Qualität und eine Rückverfolgbarkeit<br />

des Rohstoffes.<br />

Neben dem österreichischen und<br />

deutschen Markt gibt es einen<br />

besonderen Fokus auf die Märkte<br />

Holland und Belgien.<br />

KOMPACK: Sind Projekte in<br />

diesem Bereich in Planung?<br />

Mag. Stefan Chalupnik:<br />

Wir sind bei einem spannenden<br />

Projekt des OFI nämlich dem<br />

Projekt flex4loop dabei!<br />

In dem FFG Branchenprojekt<br />

werden kleinteilige, recyclingfähige<br />

Polyolefinmonomaterialfolien mit<br />

Gasbarriere für Lebensmittelanwendungen<br />

hinsichtlich Verpackungsdesign,<br />

Sammlung & Sortierung und<br />

hochwertiger Rezyklatherstellung<br />

untersucht, sowie auf ihre Eignung<br />

als Verpackungsmaterial getestet.<br />

Das Forschungsprojekt bezieht den<br />

gesamten Wertschöpfungskreislauf<br />

ein (Verpackungs- und Etikettenhersteller,<br />

lebensmittelabpackende<br />

Betriebe, Handel, Sortierer, Recycler,<br />

Maschinenhersteller, Sammelsysteme<br />

und Verbände), um fundierte<br />

Ergebnisse über die Möglichkeiten<br />

der sinnvollen Nutzung in einem<br />

Verpackungskreislauf von flexiblen<br />

recyclingfähigen Folien für Beutel-<br />

und Tiefziehanwendungen zu<br />

erhalten. Die Erkenntnisse und<br />

Empfehlungen sollen in einem<br />

Leitfaden der gesamten Branche<br />

zur Verfügung stehen und einen<br />

wesentlichen Beitrag zur<br />

Erreichung der EU-Kreislaufwirtschaftsziele<br />

2025 bzw. 2<strong>03</strong>0 leisten.<br />

Dieses durch die Österreichische<br />

Forschungsförderungsgesellschaft<br />

FFG unterstützte Projekt wird vom<br />

Lebensmittel- und Kunststoffcluster<br />

Oberösterreich geleitet und wissenschaftlich<br />

durch das OFI und die<br />

Montanuniversität Leoben begleitet.<br />

KOMPACK: Danke für das<br />

Gespräch.<br />

G. Coreth GmbH<br />

Umsatz: 65 Mio. Euro<br />

Mitarbeiter: 125<br />

Exportquote 50%<br />

Produktionsmenge: 33.000t/Jahr<br />

www.coreth.at<br />

54 56 02/<strong>22</strong> <strong>03</strong>/<strong>22</strong>


DIGITALISIERUNG<br />

Künstliche Intelligenz in Echtzeit<br />

Wollen Hersteller von Automatisierungstechnik ihren Kunden echte Mehrwerte<br />

schaffen, sind Digitalisierungslösungen der Schlüssel zum Erfolg. „Daher hat<br />

Festo die Festo Automation Experience, kurz Festo AX entwickelt“, erklärt Dr.<br />

Oliver Niese, Leiter Digital Business bei Festo. Festo AX steigert die Leistungen<br />

von Maschinen und Anlagen und macht Kunden damit noch erfolgreicher.<br />

Dank unseres kundenorientierten<br />

Ansatzes haben wir<br />

„ viel Know-how und Erfahrung<br />

bei Kundenanwendungen.<br />

Daher wissen wir genau, welche<br />

Softwarelösungen unsere Kunden<br />

für ihr Geschäft benötigen“, ergänzt<br />

Niese. Denn Festo verfügt neben<br />

dem Know-how in der Automatisierungstechnik<br />

auch über Domänenexpertise.<br />

Mit der Übernahme<br />

des Softwareunternehmens Resolto<br />

hat das Unternehmen auch Zugang<br />

zu Kompetenzen in Advanced Analytics<br />

und künstlicher Intelligenz.<br />

Die Kombination dieser drei Teile<br />

führt zur Softwarelösung Festo AX.<br />

Wunsch nach digitalen<br />

Lösungen im Maschinenbau<br />

Die Welt befindet sich im permanenten<br />

Wandel. „Als Individuen<br />

begegnen wir diesem Wandel unter<br />

dem Vorzeichen der Digitalisierung<br />

jeden Tag in unserem Privatleben.<br />

Diese Veränderungen machen<br />

auch vor dem Geschäftsleben nicht<br />

halt“, so Niese. Dies bedeutet: Wer<br />

die Welt und die Veränderungen in<br />

der Industrie verstehen will, muss<br />

sich Folgendes bewusst machen:<br />

In zehn Jahren werden drei Viertel<br />

der arbeitenden Bevölkerung so genannte<br />

„Digital Natives“ sein. Diese<br />

sind es gewöhnt, mit digitalen<br />

Der neue Traysealer QX-900-Flex bietet<br />

viel Leistung auf wenig Platz.<br />

Dr. Oliver Niese ist verantwortlich für das Digital Business der<br />

Festo SE & Co. KG und Geschäftsführer der Resolto Informatik<br />

GmbH. Schwerpunkt der Digital Business Unit von Festo ist die<br />

Entwicklung und Vermarktung von Softwarelösungen und Services<br />

zur Optimierung von Produktions- und Instandhaltungsprozessen.<br />

Basis des Softwareportfolios ist ein spezialisierter KI-Engine, der<br />

genutzt wird, um Lösungen für Predictive Maintenance, Predictive<br />

Quality und Predictive Energy anzubieten.<br />

Lösungen im Maschinenbau zu arbeiten.<br />

Für Unternehmen der Automatisierungstechnik<br />

ist es daher lebensnotwendig,<br />

dies für zukünftige<br />

Strategien zu berücksichtigen.<br />

Festo AX<br />

Um dieser Entwicklung Rechnung<br />

zu tragen, hat Festo die Lösung Fe-<br />

sto AX entwickelt. „Sie hilft unseren<br />

Kunden, Entscheidungen auf<br />

Basis von Fakten zu treffen“, betont<br />

Digitalisierungsexperte Niese. Festo<br />

Automation Experience (Festo<br />

AX) ist eine einfach zu bedienende<br />

Lösung, die es Anwendern ermöglicht,<br />

durch künstliche Intelligenz<br />

(KI) und maschinelles Lernen den<br />

maximalen Wert aus den Daten ihrer<br />

Anlage zu ziehen.<br />

Daten analysieren<br />

und Produktivität steigern<br />

Allein durch die Analyse der Daten<br />

mit Festo AX können Anwender<br />

die Produktivität steigern, Energiekosten<br />

senken, Qualitätsverluste<br />

vermeiden, den Shopfloor optimieren<br />

und neue Geschäftsmodelle<br />

schaffen. „Mit den Bausteinen Predictive<br />

Maintenance, Predictive Energy<br />

und Predictive Quality setzen<br />

wir gemeinsam mit unseren Kunden<br />

deren individuelle Lösungen<br />

um“, erklärt Niese.<br />

Künstliche<br />

Intelligenz in Echtzeit<br />

Festo AX bietet künstliche Intelligenz<br />

in Echtzeit. Sie kann flexibel<br />

in das System des Kunden integriert<br />

werden – on premises, on edge oder<br />

in der Cloud. Die Lösung ist in der<br />

Lage, das kundeneigene Know-how<br />

nach dem Prinzip „Human-in-the-<br />

Loop“ zu nutzen. Dabei bleibt der<br />

Anwender selbst Eigentümer der<br />

gesammelten Daten und niemand<br />

anderes.<br />

Für alle Hersteller<br />

Dabei beschränkt sich die Datenanalyse<br />

nicht nur auf Komponenten<br />

und Module von Festo selbst. „Ein<br />

großer Vorteil am Markt ist, dass<br />

unsere Software es ermöglicht, auch<br />

Komponenten anderer Hersteller<br />

zuverlässig zu analysieren“, betont<br />

Digitalisierungsexperte Niese.<br />

Festo<br />

Festo ist gleichzeitig Global Player<br />

und unabhängiges Familienunternehmen<br />

mit Sitz in Esslingen am<br />

Neckar. Das Unternehmen liefert<br />

pneumatische und elektrische Automatisierungstechnik<br />

für 300.000<br />

Kunden der Fabrik- und Prozessautomatisierung<br />

in über 35 Branchen.<br />

Produkte und Services sind in 176<br />

Ländern der Erde erhältlich. Weltweit<br />

rund 20.000 Mitarbeiter in 61<br />

Ländern mit über 250 Niederlassungen<br />

erwirtschafteten 2020 einen<br />

Umsatz von ca. 2,84 Mrd. €.<br />

Mehr unter: www.festo.com<br />

Alles im Blick: Dashboards für<br />

Predictive Maintenance bieten<br />

Übersicht über Maschinenzustände.<br />

(Bilder: Festo SE & Co. KG)<br />

<strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

57


UMWELT<br />

Tonne oder Sack? Hauptsache Gelb!<br />

Bis 2025 sollen 80 Prozent aller gebrauchten Getränkekartons in Österreich<br />

in der gelben Tonne oder im gelben Sack gesammelt werden. Kampagne lädt<br />

zum Mitmachen ein. Leere Milch- und Saftpackungen gehören in die gelbe<br />

Tonne oder in den gelben Sack. Im Jahr 2020 landeten bereits 63 Prozent aller<br />

Getränkekartons im gelben Behälter oder im gelben Sack, um danach fachgerecht<br />

recycelt zu werden.<br />

Mit unserer ‘Recycling<br />

Mission 2025’ wollen<br />

wir gemeinsam mit der<br />

Bevölkerung die Sammelquote<br />

von Getränkekartons in Österreich<br />

auf 80 Prozent anheben”, so Georg<br />

Matyk, Geschäftsführer von Getränkekarton<br />

Austria.<br />

„<br />

Getränkekarton Austria startet Recycling Mission:<br />

#gemeinsammeln –<br />

Humor statt Zeigefinger<br />

Freche Sprüche und witzige Doodles,<br />

die Getränkekartons zum<br />

Leben erwecken, zeigen, dass Recycling<br />

richtig Spaß machen kann.<br />

City Light-Plakate in allen österreichischen<br />

Landeshauptstädten<br />

richten sich ab Mitte Juni an alle,<br />

die im urbanen Raum unterwegs<br />

sind und Getränke aus recycelbaren<br />

Kartons konsumieren.<br />

Social-Media-Kanäle<br />

machen aufmerksam<br />

„Pünktlich zum Sommerbeginn<br />

schicken wir unsere Getränkekarton-Doodles<br />

auf Österreich-Tour“,<br />

so Georg Matyk. Mitverfolgen<br />

lässt sich die Tour auf den Social-<br />

Media-Kanälen Facebook, Instagram<br />

und Twitter; auch Influencer<br />

machen auf das wichtige Thema<br />

aufmerksam.<br />

recyclingmission.at<br />

Im Zentrum der Kampagne steht<br />

die Website recyclingmission.at<br />

mit weiterführenden Informationen<br />

zum Mitmachen und Handeln.<br />

Der Hashtag #gemeinsammeln<br />

erklärt das richtige Sammeln von<br />

Getränkekartons und möchte zum<br />

Kommentieren, Liken und Sharen<br />

motivieren.<br />

80 Prozent erreichbar<br />

„Wir sind zuversichtlich, dass wir<br />

mit der Recycling Mission 2025<br />

noch mehr Menschen in Österreich<br />

für das Sammeln von Getränkekartons<br />

sensibilisieren und<br />

so das gemeinsame Ziel von 80<br />

Prozent Sammelquote bis 2025 erreichen<br />

werden“, so Georg Matyk.<br />

Mag. Georg Matyk: „Mit unserer<br />

Recycling-Mission 2025 wollen wir<br />

gemeinsam mit der Bevölkerung<br />

die Sammelquote von<br />

Getränkekartons in Österreich auf<br />

80 Prozent anheben.“<br />

Zusammenarbeit<br />

Die Kampagne Recycling Mission<br />

2025 entstand in Zusammenarbeit<br />

mit der Salzburger Agenturgruppe<br />

bluforce group.<br />

Getränkekarton Austria<br />

Getränkekarton Austria vertritt<br />

die gemeinsamen Interessen der<br />

Anbieter von Getränkekartons in<br />

Österreich – Tetra Pak, Elopak und<br />

SIG Combibloc – und setzt sich<br />

gemeinsam mit Partnern für die<br />

Sammlung und stoffliche Verwertung<br />

von Getränkeverbundkartons<br />

in Österreich ein.<br />

Mehr unter:<br />

www.getraenkekarton.at<br />

58 <strong>03</strong>/<strong>22</strong>


MESSE<br />

Gelungenes Messe-Comeback<br />

Die SWAN GmbH zieht nach drei intensiven Tagen auf der LogiMAT 20<strong>22</strong><br />

eine positive Bilanz. Im Zentrum des Messeauftritts der SWAN stand das<br />

hauseigene SAP EWM Add-on „SWAN 3D-Logistics Cockpit“. Die „Digital-Twin“-Lösung<br />

für SAP EWM ermöglicht eine intuitive Interaktion mit<br />

Lagerbeständen und Bewegungsdaten in der Logistik. Daneben weckten<br />

auch die SWAN SAP S/4HANA Migrationsprojekte mit SAP EWM Anteil<br />

sowie SAP EWM Projekte mit automatisiertem Materialfluss das Interesse der<br />

Besucher:innen.<br />

Nach über zwei Jahren pandemiebedingter<br />

Zwangspause<br />

freut sich der Logistik-Experte<br />

SWAN über eine erfolgreiche<br />

LogiMAT. Vom 31. Mai<br />

bis 1. Juni lud die Fachmesse für<br />

Intra-logistik und Prozessmanagement<br />

rund 50.000 Besucher:innen<br />

in ihre Hallen. Die SWAN zeigt sich<br />

durchwegs zufrieden – sowohl in<br />

Bezug auf die Besucheranzahl als<br />

auch die individuellen Kontakte:<br />

Neben Bestandskundschaft konnte<br />

SWAN auch viele neue Interessierte,<br />

Logistikplaner:innen und SAP-Partnerunternehmen<br />

am Stand begrüßen.<br />

Eine große Nachfrage herrschte vor<br />

allem bei den Geschäftsfeldern SAP<br />

TM und EWM. Hier verbuchte das<br />

Projekthaus für SAP-Logistik viele<br />

Neukontakte und Anfragen, die<br />

spannende Projekte und Ko-operationen<br />

in Aussicht stellen. Ebenfalls<br />

auf reges Interesse stießen die SAP<br />

S/4HANA Migrationsprojekte mit<br />

SAP EWM Anteil der SWAN sowie<br />

ihre SAP-EWM-Projekte mit automatisiertem<br />

Materialfluss.<br />

SWAN 3D-Logistics Cockpit<br />

Klares Highlight des SWAN-<br />

Messeauftritts: ihr hauseigenes und<br />

stetig weiterentwickeltes SWAN<br />

3D-Logistics Cockpit. Es erzeugt<br />

mit den vorhandenen Daten aus SAP<br />

EWM ein virtuelles 3D-Lagerabbild.<br />

Dieser „Digital-Twin“ bietet eine<br />

realitätsgleiche Darstellung von<br />

Beständen und Lagerhallenstrukturen<br />

in Echtzeit. Das erleichtert<br />

Nutzer:innen anfallende Tätigkeiten<br />

im Leitstand enorm und minimiert<br />

komplexe, fehleranfällige Lagerprozesse.<br />

Die Steuerung erfolgt dank<br />

realitätsgleicher 3D-Oberfläche<br />

auf SAPUI5-Basis völlig intuitiv.<br />

Nutzer:innen können Lageraufgaben<br />

einfach per Drag-and-Drop erstellen.<br />

Zusammenhänge sind dank<br />

der Verbindung von baulichen Lagerstrukturen,<br />

Regalen sowie aktuellen<br />

Bestands- und Lagerplatzdaten<br />

in einem dreidimensional dargestellten<br />

Raum leicht zu erkennen.<br />

Die Erfassung von Prozessabweichungen<br />

erfolgt somit sehr schnell.<br />

Unterschiedliche Lokations- und<br />

Ortungslösungen lassen sich ebenfalls<br />

zum Asset- und Ressourcen-<br />

Tracking in die virtu-elle Realität<br />

einbinden. Das SWAN 3D-Logistics<br />

Cockpit ist als Fiori-Anwendung in<br />

jedes SAP-EWM-System integrierbar<br />

und problemlos in bestehenden<br />

Installationen nachrüstbar.<br />

SAP-Logistik<br />

für automatisierte Lager<br />

SWAN bietet außerdem ein umfangreiches<br />

Leistungsportfolio an<br />

SAP-Logistik-Anwendungen, um<br />

die Digitalisierung und Automatisierung<br />

von Lagerprozessen zu optimieren.<br />

Insbesondere dank des Zusammenschlusses<br />

mit SSI Schäfer<br />

– aber auch mit einem breiten Partnernetzwerk<br />

anderer Anbieter für<br />

Lagerautomatisierung und Robotik<br />

– kann SWAN stets die beste Option<br />

aus unterschiedlichen Lösungsmöglichkeiten<br />

anbieten.<br />

Auf der LogiMAT 20<strong>22</strong> fiel besonders<br />

die hohe Nachfrage an integrativen<br />

SAP-Lösungen wie der<br />

Palettenplanung und dem SWAN<br />

3D-Kommissionierarbeitsplatz für<br />

Kartons sowie am SAPUI5 Lösungsportfolio<br />

diverser Arbeitsplatz-<br />

Szenarien auf.<br />

Trend<br />

Insgesamt zeichnet sich zudem ein<br />

erkennbarer Trend hin zu neuen Logistik-Anlagen<br />

mit Automatisierung<br />

in Europa ab. Schwierigkeiten mit<br />

globalen Lieferketten, wie in jüngster<br />

Vergangenheit bei der Blockade<br />

des Panama-Kanals oder beim Lockdown<br />

in Shanghai, treiben diese Entwicklung<br />

voran. Auch im Zusammenspiel<br />

mit Asset-Tracking-Lösungen<br />

ihrer Partner schafft SWAN<br />

einen Mehrwert bei der Verbindung<br />

von manuellen Logistiktätigkeiten<br />

mit Automatik-Anlagen. Eine mögliche<br />

Lösung hat SWAN auf der LogiMAT<br />

veranschaulicht und erlebbar<br />

gemacht – durch Live-Ortung des<br />

Messepersonals am Stand.<br />

Face-to-Face<br />

„Für uns war es nicht nur von großer<br />

Bedeutung, unsere SAP-Lösungen<br />

auf der Messe vorzustellen.<br />

Es war vor allem auch schön nach<br />

so langer Zeit endlich wieder Kontakte<br />

zu pflegen und in persönlichen<br />

Face-to-Face Gesprächen zu versinken“,<br />

resümiert Alexander Bernhard,<br />

Geschäftsführer der SWAN: „Ich<br />

bedanke mich für all die die inspirierenden<br />

Impulse aus der Logistik-<br />

Community, den offenen Austausch<br />

und das tolle Engagement unseres<br />

Messe-Teams vor Ort.“<br />

Mehr unter:<br />

www.swan.de<br />

<strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

59


AUSZEICHNUNG<br />

Exzellente Kundenorientierung und Servicequalität:<br />

1. Platz beim „Top Service Award“<br />

Riesenerfolg für EFAFLEX: Der Produzent von Schnelllauftoren wurde bei<br />

der diesjährigen „Top Service Österreich 20<strong>22</strong>“ Kundenbefragung, branchenübergreifend<br />

zum kundenorientiertesten Unternehmen des Landes im Bereich<br />

B2B gekürt. Im Rahmen einer feierlichen Gala im Palais Berg in Wien wurden<br />

generelle Trends rund um das Thema Kundenorientierung analysiert und die<br />

Preise an die stolzen Gewinner überreicht.<br />

Die kontinuierliche und<br />

konsequente Weiterentwicklung<br />

unserer Kundenorientierung<br />

im gesamten Unternehmen<br />

trägt Früchte. Wir sind<br />

sehr stolz auf unseren Erfolg und<br />

glücklich, dass unsere Kunden mit<br />

unserer Leistung so zufrieden sind“,<br />

erklärt Heinz Siegel, Geschäftsführer<br />

EFAFLEX Österreich. Dennoch<br />

stehe hinter dieser Anerkennung für<br />

das Unternehmen der klare Auftrag,<br />

auch in Zukunft konsequent daran<br />

zu arbeiten, besser zu werden und<br />

die Kunden mit Leistungen und<br />

Produkten aus dem Hause EFAF-<br />

LEX zu unterstützen und zu begeistern.<br />

„<br />

Schnelllauftore<br />

EFAFLEX produziert Schnelllauftore<br />

für industrielle Anwendungen.<br />

(KOMPACK berichtete)<br />

Das Unternehmen ist unter anderem<br />

für Auftraggeber aus der Industrie,<br />

dem Handwerk, der Lebensmittelherstellung<br />

sowie aus<br />

der Chemie- und Pharmabranche<br />

im Einsatz. Das Unternehmen ist<br />

darauf spezialisiert, branchenspezifische<br />

Lösungen zu erarbeiten und<br />

die Torsysteme individuell an die<br />

vom Kunden festgelegten Parameter<br />

und Bedingungen vor Ort anzupassen.<br />

Weltmarktführer-Index<br />

Als einziger Hersteller im Bereich<br />

der schnelllaufenden Industrietore<br />

ist EFAFLEX im Weltmarktführer-<br />

Index eingetragen und gehört damit<br />

zu den 461 Spitzenunternehmen<br />

Deutschlands, Österreichs und der<br />

Schweiz. Das Familienunternehmen<br />

beschäftigt mehr als 1200 Mitarbeiter<br />

weltweit.<br />

Im Rahmen der „Fête d’excellence 20<strong>22</strong>“ wurde EFAFLEX im<br />

Palais Berg für besonderen Kundenservice und<br />

bestens gelebte customer experience<br />

ausgezeichnet. Geschäftsführer Heinz Siegel: „Der<br />

1. Platz für EFAFLEX ist eine Bestätigung dafür, dass die<br />

ausgeprägte Kundenorientierung des Unternehmens und das Verständnis<br />

der Mitarbeiter für schnellen und kompetenten Kundenservice nicht nur<br />

beim gesamten Team angekommen ist, sondern auch täglich gelebt wird.“<br />

Einsatz im Themenbereich<br />

Kundenorientierung<br />

Mag. Dr. Martin Kocher, Bundesminister<br />

für Digitalisierung und<br />

Wirtschaftsstandort, richtete seine<br />

Grußworte zur Preisverleihung an<br />

die Ausgezeichneten. Er bedankte<br />

sich herzlich bei diesen Unternehmen<br />

für ihren Einsatz im Themenbereich<br />

Kundenorientierung.<br />

Individualität<br />

Dr. Christian Rauscher, Geschäftsführer<br />

emotion banking ®<br />

& Top Service Österreich, brachte<br />

in seinem Plädoyer den Erfolg und<br />

die daraus entstehende Verpflichtung<br />

für die Preisträger dieses Jahres<br />

auf den Punkt: „Wir dürfen uns<br />

bewusst machen, dass die vergangenen<br />

zwei Jahre deutliche Spuren<br />

bei den Kunden hinterlassen<br />

haben. Was 2019 gut war, reicht<br />

heute nicht mehr. Freundlichkeit<br />

im Service ist eine Minimumanforderung.<br />

Kund:innen erwarten heute<br />

Begleitung und damit Inspiration,<br />

Vorausdenken und ein individuelles<br />

Eingehen auf sie als Person. Die<br />

Kundenstrategie muss darauf konsequent<br />

ausgerichtet werden.“<br />

Top Service Österreich<br />

Gütesiegel<br />

„Top Service Österreich“ ist seit<br />

über acht Jahren DAS Gütesiegel<br />

für exzellenten Service und konsequent<br />

gelebte Kundenorientierung<br />

in Österreich. Dabei handelt es sich<br />

um eine branchenübergreifende<br />

wissenschaftlich fundierte Kundenund<br />

Managementbefragung mit<br />

über 8.000 Teilnehmern. Sie sorgt<br />

einerseits bei den teilnehmenden<br />

Firmen für wichtige Erkenntnisse<br />

zu Eigen- und Fremdbild, dient<br />

anderseits auch als Vergleich mit<br />

aktuellen Benchmarks. Betrachtet<br />

werden u.a. Unternehmenskultur,<br />

Strategie, Prozesse, Produkt- und<br />

Dienstleistungsangebot, Vertrieb<br />

und Preis, Weiterempfehlung und<br />

die Wirkung auf den Kunden. Das<br />

Stärken-Schwächen-Profil aus<br />

Kunden- sowie Managementsicht<br />

zeigt Unternehmen, wo sie stehen.<br />

Veranstalter<br />

Veranstalter von „Top Service<br />

Österreich ist das Beratungs- und<br />

Marktforschungsunternehmen<br />

emotion banking®, von Dr. Christian<br />

Rauscher und Dr. Barbara Aigner<br />

mit 20 Jahren Expertise in den Themenbereichen<br />

Unternehmenskultur<br />

und Customer Experience.“<br />

Mehr über das<br />

erfolgreiche Unternehmen<br />

sehen Sie unter:<br />

www.efaflex.at<br />

Seit 2015 misst und prämiert „Top Service Österreich“ Customer Experience und Servicequalität<br />

in österreichischen Organisationen aller Größen und Branchen. Basis für die Auszeichnung<br />

ist eine wissenschaftlich fundierte Befragung von Kund:innen und Management<br />

sowie zusätzliche Audits. Nur Unternehmen, die den geforderten Mindestwert<br />

erreichen, sind berechtigt, das Gütesiegel zu führen.<br />

Mehr unter: www.tsoe.at<br />

60<br />

<strong>03</strong>/<strong>22</strong>


K<br />

Nachhaltig und digital<br />

Die KIEFEL GmbH, marktführendes Unternehmen für Thermoformen und<br />

Fügetechnik von Kunststoffen und Naturfasern, präsentiert auf der diesjährigen<br />

K Messe vom 19. - 26. Oktober Maschinen-, Werkzeug- und Automatisierungslösungen<br />

zur Verarbeitung kreislauffähiger Materialien anhand von Live-<br />

Demonstrationen. Darüber hinaus stellt das Unternehmen in Halle 3, Stand E<br />

90 neue digitale Serviceleistungen, Lösungen für Medizin- und Pharmaindustrie<br />

sowie Forschungsaktivitäten zum Thema Nachhaltigkeit vor. Zusätzlich<br />

bietet Kiefel am VDMA Dome „Die Maschine“ Einblicke in Prozesse zum<br />

Schließen des Kreislaufes.<br />

Die Megatrends Digitalisierung<br />

und Nachhaltigkeit<br />

haben wir bei Kiefel fest<br />

im Blick“, erklärt Cornelia Frank,<br />

Head of Sustainability bei Kiefel.<br />

„Deshalb freuen wir uns besonders,<br />

auf dieser K Messe Lösungen vorzustellen,<br />

die ideal zu den diesjährigen<br />

Fokusthemen Kreislaufwirtschaft,<br />

Digitalisierung und Klimaschutz<br />

passen.“<br />

Nachhaltige Verpackungslösungen<br />

aus einer Hand<br />

Auf Bandstahl- und Kippmaschinen<br />

von Kiefel kann neben<br />

klassischen, biobasierten als auch<br />

recycelten Kunststoffen auch Papier<br />

verarbeitet werden. Anhand<br />

von Livedemonstrationen auf der<br />

Bandstahlmaschine des Typs KMD<br />

78.2 Speed präsentiert das Unternehmen,<br />

wie aus recycelten Folien<br />

hochwertige, nachhaltige Verpackungsprodukte<br />

gefertigt werden<br />

- und damit z. B. ein Beitrag zum<br />

Tray-to-Tray-Recycling geleistet<br />

werden kann. Möglich wird das<br />

mit Hilfe hauseigener, individueller<br />

Werkzeugtechnologie und smarten<br />

Automatisierungskonzepten. Kiefel<br />

präsentiert dazu auf der K die neue<br />

Kiefel Standard Automation (KSA).<br />

Die Bandstahlmaschine KMD 78.2 ist ein effizienter, Allrounder<br />

Neben kundenspezifischen Automatisierungslösungen<br />

bietet das<br />

Unternehmen damit komplett modulare<br />

Standardautomatisierungen,<br />

die nach einem Baukastenprinzip<br />

für die gängigsten Anwendungen<br />

aufgebaut sind.<br />

Fiber Thermoformen<br />

Zusätzlich erhalten Besucher und<br />

Besucherinnen Einblick in die neuste<br />

Verpackungstechnologie von<br />

Kiefel, das Fiber Thermoformen<br />

von Naturfasern, das sich international<br />

einer hohen Nachfrage erfreut.<br />

Die zugehörige Maschine NA-<br />

TUREFORMER KFT 90 ist bereits<br />

weltweit in großer Stückzahl in<br />

Betrieb. Auf der K 20<strong>22</strong> werden anhand<br />

der Labormaschine KFT Lab<br />

der Produktionsprozess und passende<br />

Anwendungsmöglichkeiten<br />

der Technologie für den Food und<br />

Non-Food-Bereich veranschaulicht.<br />

Durch eigene Material- und<br />

Technologiezentren bietet Kiefel<br />

umfangreiche Möglichkeiten für<br />

Proof-of-Concepts, die ebenfalls<br />

präsentiert werden.<br />

Forschungsaktivitäten für<br />

eine bessere Kreislaufwirtschaft<br />

Kiefel engagiert sich in vielerlei<br />

Hinsicht für mehr Nachhaltigkeit,<br />

hat dies in der Unternehmensstrategie<br />

verankert, ist EcoVadis-zertifiziert<br />

und wirkt in diversen Forschungsinitiativen<br />

für eine bessere<br />

Kreislaufwirtschaft mit. Besucher<br />

und Besucherinnen erhalten am<br />

Messestand Einblick in neue Forschungsaktitivtäten<br />

und -ergebnisse<br />

aus Initiativen, wie HolyGrail 2.0,<br />

PrintCYC oder NextLoop.<br />

Service: Maschinenstatus<br />

und -wartungen 24/7 im Blick<br />

Im Bereich After Sales von Kiefel<br />

wurde das digitale Angebot weiter<br />

ausgebaut. Über die zentrale<br />

Onlineplattform, das Kiefel Portal,<br />

können Kunden ihren Maschinenstatus<br />

künftig mittels „Maintenance<br />

Dashboard“ rund um die Uhr im<br />

Blick behalten und anstehende Wartungen<br />

planen. Darüber hinaus werden<br />

Nutzer und Nutzerinnen auch<br />

zu passenden Maschinenupgrades<br />

informiert. Zusätzlich sind über das<br />

Kiefel Portal u. a. auch das Identifizieren<br />

und Anfragen von Maschinenersatzteilen,<br />

das Einsehen von<br />

3D-Maschinendokumentationen<br />

sowie neu auch interaktive Online-<br />

Trainings rund um die Bedienung<br />

der Maschinen möglich.<br />

Medical & Pharma: Produktion<br />

von Bioprozessbeuteln<br />

Auch für die Medizin- und Pharmaindustrie<br />

präsentiert Kiefel Neuerungen.<br />

Das Unternehmen stellt<br />

auf der K Messe das erweiterte<br />

Portfolio der Bioprozessbeutel mit<br />

der passenden Maschinentechnologie<br />

vor. Die 3D- oder 2D-Beutel<br />

können je nach Kundenwunsch<br />

aus PVC-freien Materialien, wie<br />

PE oder PP, oder auch aus PVC<br />

oder EVA gefertigt werden. Je nach<br />

Kundenwunsch sind vielfältige<br />

Möglichkeiten realisierbar, z. B.<br />

halbautomatische oder vollautomatische<br />

Maschinen, Einwegbeutel<br />

für die Lagerung von Stammzellen,<br />

Zellkultur, Mischen oder Separation,<br />

in 2D- oder 3D-Ausführung<br />

oder Schlauch-/Port-Anschlusskomponente.<br />

Mehr während der<br />

K: Halle 3, Stand E 90 oder<br />

vorab unter: www.kiefel.com<br />

Fotos: © KIEFEL GmbH<br />

Auf Maschinen von Kiefel können vielfältige Verpackungen aus klassischen<br />

biobasierten oder recycelten Kunststoffen gefertigt werden.<br />

Kiefel präsentiert auf der K 20<strong>22</strong> auch die Technologie und Anwendungsmöglichkeiten<br />

des Fiber Thermoformens mit Naturfasern.<br />

<strong>03</strong>/<strong>22</strong> 61


MESSE<br />

FachPack 20<strong>22</strong><br />

Die Vorfreude in der Branche auf ein persönliches Wiedersehen ist groß. Vielen<br />

ist noch die unglaublich positive Stimmung auf der FACHPACK 2021 in bester<br />

Erinnerung. Vom 27. bis 29. September 20<strong>22</strong> trifft sich die Verpackungsindustrie<br />

erneut drei Tage lang, um sich mit ihren Kunden und Partnern auszutauschen,<br />

über Trends und Innovationen zu informieren sowie von spannenden Referenten<br />

und Themen inspirieren zu lassen. Phillip Blass, Director FACHPACK, Nürnberg-<br />

Messe spricht über den Stand der Planungen.<br />

Das FACHPACK-Team steckt derzeit<br />

mitten in den Vorbereitungen für<br />

die kommende Messe. Was genau<br />

gibt es im Moment zu tun? Und verraten<br />

Sie uns schon wie viele Aussteller<br />

im September mit dabei sein<br />

werden?<br />

Philip Blass: Aktuell beschäftigen<br />

wir uns mit der Aufplanung der<br />

Messestände. Das heißt, wir platzieren<br />

die Aussteller gemäß ihren Wünschen,<br />

Angebotsschwerpunkten und<br />

Gegebenheiten in den Messehallen.<br />

Das wird noch etwa bis Ostern<br />

dauern. Danach veröffentlichen wir<br />

die Hallenpläne und auch eine erste<br />

Ausstellerliste. Beides ist dann auf<br />

unserer Internetseite www.fachpack.<br />

de abrufbar. Derzeit gehen wir von<br />

über 1.000 Ausstellern aus, die sich<br />

im September in neun Messehallen<br />

entlang der Schwerpunkte Verpackungen,<br />

Prozesse und Technik<br />

präsentieren werden. Anmeldungen<br />

nehmen wir noch bis 30. Juni an.<br />

Außerdem arbeiten wir gerade daran,<br />

wieder ein spannendes Rahmenprogramm<br />

mit tollen Sonderschauen,<br />

inspirierenden Referenten und Preisverleihungen<br />

auf die Beine zu stellen.<br />

Zeitgleich zur FACHPACK findet<br />

die POWTECH, die internationale<br />

Leitmesse für Pulver-, Granulatund<br />

Schüttguttechnologien, stattfindet.<br />

Welche Synergien gibt es durch<br />

den Messeverbund?<br />

Philip Blass: Wir freuen uns, dass<br />

in diesem Jahr die POWTECH<br />

im Verbund mit der FACHPACK<br />

stattfindet, denn sie ergänzt die<br />

FACHPACK auf spannende Weise<br />

im Bereich Processing und Packaging.<br />

Das Messe-Duo bildet die<br />

gesamte Wertschöpfungskette von<br />

der Herstellung der Produkte bis<br />

zu ihrer Verpackung ab. Und beide<br />

Messen sprechen Anwender aus den<br />

Branchen Pharma, Chemie sowie<br />

„Food and Feed“ an. 29 Prozent der<br />

Besucher der letzten POWTECH<br />

gaben in einer Befragung an, sich<br />

für das Thema „Verpacken und<br />

Abfüllen“ zu interessieren, was für<br />

FACHPACK-Aussteller neues Besucherpotenzial<br />

bietet. Spannend für<br />

FACHPACK-Besucher ist der neue<br />

Gemeinschaftsstand für pharmazeutische<br />

Verpackung, der aufgrund der<br />

Synergien entstanden ist. Selbstverständlich<br />

haben Besucher mit ihrem<br />

Ticket Zugang zu beiden Veranstaltungen.<br />

Aussteller, die für beide<br />

Messen relevant sind, präsentieren<br />

sich insbesondere in der Halle vier.<br />

Für 20<strong>22</strong> hat sich die FACHPACK<br />

ein neues Leitthema „Transition in<br />

Packaging“ gesetzt. Was verstehen<br />

Sie darunter? Und wie spiegelt es<br />

sich auf der Messe wider?<br />

Philip Blass: Die Verpackungsbranche<br />

befindet sich in einem tiefgreifenden<br />

Wandel, der durch die Pandemie<br />

und politische Konflikte wie<br />

zum Beispiel in der Ukraine verstärkt<br />

und beschleunigt wurde. Industrie<br />

und Handel werden immer wieder<br />

vor neue Herausforderungen gestellt.<br />

Sustainability, E-Commerce<br />

und Digitalisierung sind die drei<br />

wichtigsten Verpackungstrends, die<br />

unsere Aussteller und Besucher derzeit<br />

bewegen. Hinzu kommen die<br />

Themen Rohstoffknappheit, Lieferengpässe<br />

und Fachkräftemangel.<br />

All dies verändert die Branche und<br />

das wollen wir mit unserem Leitthema<br />

„Transition in Packaging“ zum<br />

Ausdruck bringen. Dabei haben<br />

wir bewusst nicht den überstrapazierten<br />

Begriff der Transformation<br />

gewählt. Denn: Transformationen<br />

leben von Transitionen, also vielen<br />

kleinen Übergängen, die zum großen<br />

Ganzen führen, sagt Harry Gatterer<br />

vom Zukunftsinstitut. So sehen<br />

wir das auch. Uns geht es eher um<br />

die vielen kleinen Aufbrüche und<br />

Entwicklungen, die den Umbruch<br />

zeigen und sich auf der FACHPACK<br />

an den Messeständen, auf der Sonderschau<br />

„Packaging through Design“<br />

und in den Foren PACKBOX,<br />

TECHBOX und INNOVATIONS-<br />

BOX zeigen werden.<br />

Neben den Messeständen der Aussteller<br />

ist natürlich auch das Rahmenprogramm<br />

einer Messe für Besucher<br />

immer besonders interessant.<br />

Was ist in 20<strong>22</strong> geplant?<br />

Das Begleitprogramm der FACH-<br />

PACK wird wieder sehr vielfältig,<br />

inspirierend und umfangreich sein.<br />

Ganz im Zeichen des Leitthemas<br />

„Transition in Packaging“ und den<br />

derzeit drängenden Fragen der Verpackungsindustrie<br />

stehen die bei Besuchern<br />

beliebten Fachforen PACK-<br />

BOX und TECHBOX. Die drei Tagesthemen<br />

der PACKBOX lauten:<br />

„Markt-Erfahrung und -Erwartung“,<br />

„Nachhaltiges Design & Material“,<br />

„Packaging digital & smart“. In der<br />

TECHBOX sind die Themen „Innovation<br />

& Klimastrategie“, „New<br />

Work & der Wandel in der Fachkräftegewinnung“<br />

sowie „Effizienz &<br />

Digitalisierung“ auf der Agenda.<br />

Um Verpackungsdesign und die Stories<br />

hinter den Produkten und Designern<br />

geht es beispielsweise auf der<br />

Sonderschau „Packaging through<br />

Design“, kuratiert durch unseren<br />

langjährigen Partner bayern design.<br />

Frischen Wind und neue Ideen für<br />

die Verpackungswelt gibt es in unserer<br />

International Start-Up-Area<br />

und auf dem Gemeinschaftsstand für<br />

junge und innovative Unternehmen.<br />

Die innovativsten Produkte und Maschinen<br />

werden am ersten Messetag<br />

mit dem renommierten internationalen<br />

Deutschen Verpackungspreis<br />

des Deutschen Verpackungsinstituts<br />

(dvi) ausgezeichnet. Spannendes aus<br />

dem Bereich der Etikettiertechnik<br />

und Robotik versprechen der Pavillon<br />

„Etiketten & mehr“ sowie die<br />

Robotik-Packlinie. Vernetzung und<br />

Austausch wird groß geschrieben im<br />

Pavillon der europäischen Verbände<br />

und Verpackungsnetzwerke. Dies<br />

und noch viel mehr können Sie auf<br />

der FACHPACK erleben. Seien Sie<br />

gespannt!<br />

Im letzten Jahr haben Sie die Live-<br />

Messe vor Ort mit myFACHPACK<br />

ins Digitale verlängert. Wird es my-<br />

FACHPACK in 20<strong>22</strong> auch wieder<br />

geben?<br />

Der Fokus der FACHPACK 20<strong>22</strong><br />

liegt ganz klar auf dem Messeerlebnis<br />

vor Ort. Das persönliche Gespräch<br />

von Angesicht zu Angesicht,<br />

aber auch die inspirierende und<br />

lebendige Stimmung in den Messehallen<br />

sind es, was unsere Kunden<br />

am Format Messe so sehr schätzen.<br />

Allerdings erlauben digitale<br />

Möglichkeiten, den Messebesuch<br />

vor Ort noch besser und effizienter<br />

vor- und nachzubereiten. Deshalb<br />

wird es auch in 20<strong>22</strong> wieder my-<br />

FACHPACK geben, in einer überarbeiteten<br />

Version mit neuen Features<br />

für die Aussteller- und Produktsuche,<br />

das Matchmaking und den Wissenstransfer.<br />

Im Vorfeld der Messe können sich<br />

Besucher alle Aussteller anzeigen<br />

lassen und diese auf vielfältige Weise<br />

nach persönlichen Interessen selektieren.<br />

Dafür steht eine vollwertige<br />

Aussteller- und Produktsuche ab<br />

Mai auf der Website zur Verfügung.<br />

Ab September schalten wir dann<br />

die interaktiven Funktionen von<br />

myFACHPACK frei, die es neben<br />

der personalisierten Kontaktaufnahme<br />

über Chat und Videofunktion<br />

ermöglicht, auch in die Terminplanung<br />

einzusteigen und eben den<br />

Messebesuch noch effizienter macht.<br />

Die Vorträge in den Foren PACK-<br />

BOX, TECHBOX und INNOVATI-<br />

ONSBOX werden wieder vor Ort<br />

live gestreamt, so dass auch Nicht-<br />

Messebesucher digital teilnehmen<br />

können. Wer einen Vortrag auf der<br />

Messe verpasst hat, kann ihn auch in<br />

Ruhe nach der Messe online abrufen.<br />

Mehr unter:<br />

www.fachpack.de<br />

62<br />

<strong>03</strong>/<strong>22</strong>


<strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

63


WIR WOLLEN DEINE<br />

VERPACKUNGEN ZURÜCK.<br />

ROHSTOFFE<br />

WIR ALLE SIND TEIL DES KREISLAUFS.<br />

DANKE FÜR DEINEN BEITRAG.<br />

64 <strong>03</strong>/<strong>22</strong>


Das aktuelle Video von<br />

<strong>03</strong>/<strong>22</strong><br />

65

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!