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kompack 03 22

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03/22

32 Jahre KOMPACK

191. Ausgabe

w w w . k o m p a c k . i n f o

Österreichische Post AG MZ 02Z032071 M, Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5, 1030 Wien


WE THINK

THE

INSIDE

BOX.

Ihr Produkt. Genau darauf kommt es an, wenn wir bei Dunapack

Packaging Verpackungslösungen entwickeln und produzieren,

die einfach passen. Die Komplexität unserer Aufgaben verlangt

zunehmend nach Lösungen „outside the box“. Im Mittelpunkt

unseres Denkens steht aber immer noch „inside the box“.

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, was wir für Sie tun

können, dann schenken Sie uns 10 Minuten - und wir schenken

Ihnen 166 Jahre Erfahrung und Know-how eines

Familienunternehmens, das die gesamte Wertschöpfungskette

im Verpackungsgeschäft abdeckt. Besuchen Sie uns einfach

unter: www.dunapack-packaging.com/at


An&fürsich ........................................................................................ 4

Meine Meinung

World Star ........................................................................................... 6

Sonderpreise

The Power of Less ............................................................................ 8

Im Gespräch mit Mag. Dieter Glawischnig

AustroVin ......................................................................................... 9

News von der Messe

Schwarzbrenner .............................................................................. 14

und Schmetterlinge

PROPAK ...................................................................................... 16

Ein krisenrobuster Industriezweig zieht Bilanz

LogiMAT ............................................................................ 17

Kurzer Rückblick

Hebehilfen für ............................................................................... 19

Technologieführer

Fit für die Verpackungszukunft ................................................ 30

Im Gespräch mit Manfred Stanek

Kreislaufwirtschaft ... ............................................................... 32

gegen Klimakrise

DFTA AWARD .......................................................................... 34

Gewinner

Open the Future ......................................................................... 36

Intelligente Wellpappeverpackungen liegen im Trend.

Logett investiert weiter .............................................................. 38

News aus Frastanz

Rondo gewinnt ... .......................................................................... 39

mehrfach

Planbare Autonomie ... ..................................................................... 40

für AMR

Wellpappebranche .......................................................................... 42

Solides Wachstum - extremer Kostendruck

Neue Stiegl-Displays ...................................................................... 43

Zölibat im Regal

Intralogistik .................................................................................... 44

Auer und Trapo präsentieren Neuigkeiten

250.000 Tonnen Kunststoff ... ...................................................... 48

Einsparung

Die Zukunft des Einzelhandels ........................................................ 50

3D-Druck aus recyceltem Meeresplastik

FINAT befreit den Tiger ................................................................ 51

Tiger-Etikett gewinnt beim diesjährigen FINAT-Award

Maßgeschneiderte Kreislaufwirtschaft ......................................... 52

Im Gespräch mit Mag. Stefan Chalupnik

Künstliche Intelligenz in Echtzeit .................................................. 53

Digitalisierungslösungen sind der Schlüssel zum Erfolg

Tonne oder Sack? ............................................................................. 54

Hauptsache Gelb

EFAFLEX ....................................................................................... 56

1. Platz beim „Top Service Award“

FachPack ............. ............................................................................ 58

Vorfreude auf das Event

Impressum

Frankfurt

Crailsheim

Freilassing

Redaktionsbüro: Paulusgasse 15, A-1030 Wien, Anzeigenbüro Wien: Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5,

A -1030 Wien • Telefon: 01/712 20 36 FAX: 01/712 20 36-99

Mail: kompack@gmx.at • www.kompack.info • Objekt- und Redaktionsleitung: Harald Eckert •

Redaktionelle Mitarbeiter dieser Ausgabe: Petra Schwarz, Bernd Neumann • Herbert Wallner

Medieninhaber und Herausgeber: Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 146/7a/2, A-1030

Wien • Belichtung und Druck: Druckwerk Stockerau 2000 Stockerau/Bösmüller •

Einzelpreis: EURO 4,36 - Jahresabo Inland: EURO 22,--, Ausland: EURO 30,52- DVR#0578398

KOMPACK ist Mitglied des österreichischen Presserates.

Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Broschüren, Grafiken und Ablichtungen

übernimmt der Verlag keine Haftung. Mit der Zusendung verzichtet der Absender

im Falle der vollständigen und teilweisen Veröffentlichung auf jedwedes Honorar

oder sonstiges Veröffentlichungsentgeld.

INHALT

20 News von der IFFA

46 Größte Investition

in der Firmengeschichte

57 Nachhaltig und digital

Cover

03/22

32 Jahre KOMPACK

191. Ausgabe

w w w . k o m p a c k . i n f o

Österreichische Post AG MZ 02Z032071 M, Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5, 1030 Wien

Verein Getränkekarton Austria

Brucknerstraße 8 /

Mezzanin / 4A

A-1040 Wien

Tel:: +43 664-38 18 656

office@getraenkekarton.at

www.getraenkekarton.at

Mehr auf Seite: 54


AN&FÜRSICH ... ...

Nomagic wird Partner

von Reesink Logistic

Das auf intelligente Pick-and-Place-Roboter

spezialisierte Startup Nomagic ist neuer

Partner der Reesink Logistic Solutions Division

(RLS) für die Automatisierung von

Wareneingang und Kommissionierung in

AutoStore-Projekten. Der Kooperationsvertrag

wurde am im Rahmen der LogiMAT in

Stuttgart auf dem RLS-Stand unterzeichnet.

Damit profitiert RLS für einen Zeitraum von drei Jahren von

den einzigartigen Vorteilen der auf künstlicher Intelligenz basierenden

Robotik-Lösungen von Nomagic, mit denen die

AutoStore-Systeme effizient ergänzt werden können. Auch die zur RLS

gehörenden Unternehmen Lalesse Logistic Solutions in den Niederlanden

und AM Logistic Solutions in Deutschland profitieren von der Partnerschaft.

Foto: Studio Florian

… finde ich die Idee des Klimatickets ja gut und habe noch

mit Frühbucherbonus auch mir eine solche Karte besorgt.

Und ja - mit dem Ticket in der Tasche nutze ich auch in Wien

viel öfters die Öffentlichen als bisher - soweit so gut.

Ein Problem ist natürlich, dass wieder einmal zu viel

versprochen wurde - der CAT in Wien gehört zwar auch zu

allen öffentlichen Verkehrsmitteln (die ich laut Werbung alle

gratis nutzen kann) gilt aber als erste Klasse - und ist somit

nur gegen Aufpreis von 6 Euro benutzbar. Nett, dass ich am

gleichen Abend noch eine Sonderaktion CAT Wien

Schwechat und retour (also 2 Fahrten) für 11 Euro im Internet

entdeckt habe - ohne Klimaticket also billiger als mit …

Aber auch die Bahn tut das ihre dazu, einem das Bahn fahren

nicht leicht zu machen. Wenn bei einem Nachtzug rund eine

Stunde vor der Abfahrt ein Mail gesendet wird - leider

entfällt in diesem Nachtzug der Liegewagen - es gibt nur

Sitzplätze … . Wir waren dann sechs Männer in einem

normalen Abteil.

Bei der Vertragsunterzeichnung: Tristan d‘Orgeval, CSO of

Nomagic, Panagiotis Papamanoglou, COO of Nomagic, Norbert

Golz, Managing Director AM Logistic Solutions, Gert Bossink,

Division Director Reesink Logistic Solutions, Kacper

Nowicki, CEO of Nomagic und Machiel van den Hazelkamp,

Managing Director Lalesse Logistic Solutions

„In Zusammenarbeit mit Nomagic können wir unseren Kunden längere

Betriebszeiten für ihre AutoStore-Systeme sowie mehr Flexibilität bei

Kommissionierung und Wareneingang bieten. Das bringt die Lagerautomatisierungssysteme

näher zusammen, beschleunigt die logistischen

Prozesse und reduziert letztlich die Kapitalbindung der Lagernutzer in

ihrem Produktportfolio“, erklärt Gert Bossink, Vice President von Royal

Reesink und Division Director von Reesink Logistic Solutions.

„Die Partnerschaft mit Reesink Logistic Solutions ist ein weiterer Meilenstein

für Nomagic, der den Weg zu vielen potenziellen Kunden und

Projekten in Europa öffnen wird. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit

mit RLS bei integrierten Automatisierungsprojekten, um die Autonomie

und Leistungsfähigkeit unserer Lösungen und Technologien in

der DACH-Region und den Benelux-Ländern zu demonstrieren“, betont

Nomagic-CEO Kacper Nowicki.

Die Zusammenarbeit zwischen Nomagic und RLS – vertreten durch die

deutsche AM Logistic Solutions – hat sich bereits vor der Vertragsunterzeichnung

bewährt: Gemeinsam gewannen die beiden Partner die Ausschreibung

für ein automatisches AutoStore-Lager bei einem Kontraktlogistiker.

AM Logistic Solutions und Nomagic konnten sich gegen die

größten Wettbewerber in Deutschland durchsetzen.

Mehr unter: reesinkls.com

4 03/22

Mehr über die LogiMAT

lesen Sie auf Seite 17

Als kleines Bonmot ist dann in Vorarlberg das gemietete

Rail&Drive Auto ganz einfach kaputt gewesen … Ein

zweites Auto war nicht da - also Taxi - man hat ja Termine

einzuhalten.

Nächste Bahnfahrt - Wien München - über 2,5 Stunden

Verspätung - das ist fast nochmals die Fahrtzeit …

Bei der nächsten Bahnfahrt dank dem Einsatz eines

Schaffners gerade noch erreicht, dass der Anschlusszug auf

mich gewartet hat, da wir in Deutschland mit einem ICE

rund 30 Minuten Verspätung hatten (ansonsten hätte ich auf

Kosten der Bahn eine Nacht in Berlin verbringen dürfen -

war der letzte Zug nach Wien) - wäre dann praktisch einen

Tag später in Wien gewesen.

Noch schlimmer traf es Reisende (laut Kronen Zeitung) von

Österreich in den Süden Italiens - kein WC.

Klimaticket hin und her - wenn dann auch noch wegen Überfüllung

der Züge Leute aus den Zügen geworfen werden …

Also Grundidee war ja wirklich wieder einmal gut, aber

irgendwie wird Bahn fahren immer mehr etwas für Menschen

mit viel Zeit und einem gewissen Hang zum Abenteuer. Da

nutzen dann auch günstigere Preise wie beim Klimaticket

oder 9 Euro Tickets in Deutschland nichts mehr.

Eigentlich schade meint Ihr

Ihr Harald Eckert


Displays und Verpackungen

aus Leidenschaft

Margarethner Verpackungsgesellschaft m.b.H. · T 02230/24300 · office@mvg.co.at · www.mvg.co.at · Folgen Sie uns:


AUSZEICHNUNG

WorldStar Awards - Sonderpreise

Anfang Mai fand die Preisverleihung des WorldStar Packaging Awards in

Mailand statt. Von 440 Einreichungen aus 37 Ländern wurden zwei mit dem

Green Packaging Star Award ausgezeichneten Produkte auch zum Sieger in

einer der vier Sonderkategorien des „World Stars“ ausgezeichnet. Das „rPET

Schulmilch Becher Projekt“ aus Oberösterreich wurde mit dem Sustainability

Award in GOLD als weltweit nachhaltigste Verpackungslösung ausgezeichnet.

GOLD als weltweit nachhaltigste Verpackungslösungen ausgezeichnet. Der

Presidents Award in Gold ging an Mondi für Functional Barrier Papers - ein

komplettes Sortiment an recycelbaren Barrierepapieren für nachhaltige Verpackungslösungen.

In Oberösterreich ist bereits

Realität, was viele als Ziel für

die Zukunft formulieren: die

umweltfreundliche Verpackung

aus recyceltem Material, die wieder

zur hochwertigen Verpackung

für Lebensmittel recycelt wird. Das

Vorzeige-Projekt zeigt, dass Kreislaufwirtschaft

in der Kunststoffund

Verpackungsbranche möglich

ist. „Dass die World Packaging Organisation

den goldenen Nachhaltigkeitspreis

ausgerechnet unserer

recyclingfähigen und recycelten

Kunststoffverpackung verliehen

hat, macht uns sehr stolz“, freut

sich Markus Fellinger, Spartenleiter

von Starlinger viscotec, über die

Auszeichnung. „Hohe Recyclingraten,

wie sie für Getränkeflaschen

schon etabliert sind, müssen wir

auch für andere Lebensmittelverpackung

wie Joghurtbecher und Schalen

erreichen. Verpackungen aus recyceltem

PET sind nachhaltig, weil

dieses Material praktisch unendlich

oft und in hoher Qualität recycelt

werden kann.“

Optimale Recyclingfähigkeit

Optimale Recyclingfähigkeit

der Verpackung ist demnach die

erste Voraussetzung für einen geschlossenen

Verpackungskreislauf.

Unter dieser Prämisse wurde für

die Schulmilch ein Becher entwickelt,

der unbedruckt ist und aus

recyceltem PET (rPET) hergestellt

ist. Die Zusammenarbeit aller Bereiche

des Recycling-Kreislaufs ist

die zweite Voraussetzung, um das

gesammelte Bechermaterial nach

Gebrauch zu recyceln. Die Schulmilchbauern

und drei oberösterreichische

Unternehmen schaffen es

gemeinsam, aus den gesammelten

Verpackungen wieder neue rPET

Schulmilchbecher herzustellen: Die

Recyclingtechnologie kommt von

Starlinger viscotec aus St. Martin

im Mühlkreis, die Herstellung der

lebensmitteltauglichen rPET Folien

passiert bei Firma PET-MAN

in Frankenburg am Hausruck und

Greiner Packaging aus Kremsmünster

stellt aus diesen Folie die

Becher her. Seit über einem Jahr

besteht dieser Kreislauf in Oberösterreich

dank des rPET Bechers. Er

schont Ressourcen und vermeidet

CO2 Emissionen, weil er vom Becher

wieder zum Becher wird.

Mondi

Der Presidents WAward in Gold

ging an Mondi Functional Papers

Einreicher: Schulmilchbauern

Österreich, Starlinger & Co

GmbH viscotec, PET-MAN GmbH

und Greiner Packaging GmbH/

www.starlinger.com,

www.petman.at und

www.greiner-gpi.com

6 03/22

Bei der Preisverleihung:

links: Sustainability Award in GOLD, rechts: Presidents Award in Gold


Functional Barrier Papers - ein komplettes Sortiment an

recycelbaren Barrierepapieren für nachhaltige

Verpackungslösungen

Einreicher:

Mondi Functional Paper & Films/www.mondigroup.com

and Films. Kurzbeschreibung: Das

Sortiment der funktionalen Barrierepapiere

von Mondi reduziert

die Menge des verwendeten Kunststoffs,

indem es diesen durch einen

erneuerbaren Rohstoff ersetzt, der

über spezifische mechanische Eigenschaften

wie Durchstoßfestigkeit,

Flexibilität, Bedruckbarkeit

und Barriereschutz verfügt. Die

auf diese Papiere aufgebrachten

Beschichtungstechnologien schaffen

individuelle Barrieren gegen

Fett und Wasserdampf und gewährleisten

die Siegelfähigkeit. Das

Portfolio eignet sich für zahlreiche

Verpackungs-anwendungen in den

Bereichen Trockennahrung, Tiefkühlkost,

Tiernahrung, Süßwaren,

Sekundärverpackungen, Spielzeug,

E-Commerce, Blumenverpackungen

und DIY.

Mehr über alle Gewinner

sehen Sie unter:

www.worldstar.org

KOMPACK gratuliert allen

Gewinnern bei den World StarAwards

und freut sich gleichzeitig, dass gleich

50 Prozent der Gewinner der

Spezialawards dabei an

österreichische Projekte gegangen sind

die den Green Packaging Star Award

gewonnen haben.

In der nächsten Ausgabe berichten

wir über die Nominierten des Green

Stars im heurigen Jahr.

03/22

7


WIRTSCHAFT

The Power of Less

I N T E R V I E W

KOMPACK sprach mit Mag. Dieter Glawischnig/ Geschäftsführer bei DS

Smith Packaging Austria GmbH über aktuelle Entwicklungen am Markt. Dazu

gehören natürlich Themen wie die Nachhaltigkeit und der Onlinehandel aber

auch der direkte Kontakt zu den Kunden, der jetzt wieder möglich ist. Thematisiert

wurde auch der Papierpreis und die Rohstoff knappheit.

KOMPACK: Wie sind Sie

mit der derzeitigen Marktentwicklung

prinzipiell zufrieden?

Mag. Glawischnig: Summa

Summarum sind wir mit der

derzeitigen Marktentwicklung sehr

zufrieden. Der FMCG-Bereich

entwickelt sich weiterhin prächtig,

im Industrial- und Automotive-

Bereich gibt es dann und wann

Rückgänge, die aber wieder

wettgemacht werden, sobald unsere

Industriekunden eventuell fehlende

Spare Parts oder Komponenten

von ihren Lieferanten erhalten –

dann schlägt das Pendel in die

andere Richtung aus und sie rufen

unsere Verpackungslösungen ab.

KOMPACK: Der Onlinehandel

gehört zu den Gewinnern im letzten

Jahr. Damit ist auch die Nachfrage

nach der Transportverpackung Nr. 1

gestiegen. Gleichzeitig kam es zu

einer Rohstoffverknappung und

einer nie dagewesenen Preiserhöhungsralley.

Wie konnte diese

Situation bewältigt werden?

Mag. Glawischnig: Die Pandemie

hat das Käuferverhalten nachhaltig

beeinflusst. Die Kunden haben sich

an Online-Bestellungen gewöhnt.

Der Boom wird anhalten. Aufgrund

unserer internationalen Größe

haben wir glücklicher Weise

weniger mit Rohstoffverknappungen

zu kämpfen als rein lokale Player.

Die Kostenexplosionen bei Rohstoffen

trifft alle. Unsere Kunden

sind da weitgehend verständnisvoll

und dankbar für die von DS Smith

gebotene Versorgungssicherheit.

KOMPACK: Sehen Sie ein

Ende der Preissteigerungen?

Mag. Glawischnig: Wenn ich

das wüsste, würde ich an der

Rohstoffbörse spekulieren.

Spaß beiseite – ein Ende ist

derzeit noch nicht in Sicht.

KOMPACK: Der Onlinehandel

war zwar der Gewinner der letzten

Jahre – gleichzeitig waren aber

immer noch viele Kunden mit den

verwendeten Verpackungen noch

nicht wirklich zufrieden. Gerade

durch den sprunghaften Anstieg

im Bereich Onlinehandel wurden

oft zu schnell - nicht optimale

Lösungen – vor allem zu große

Lösungen - verwendet. Sehen Sie

hier einen positiven Wandel?

Mag. Glawischnig: ‚The Power

of Less‘ ist ein Motto von DS

Smith – die Verpackungsindustrie

trägt da auch viel Verantwortung.

Zum Beispiel, dass möglichst

kleine Pakete auf die Reise

geschickt werden – Stichwort

CO 2 -Footprint. Unsere Designabteilungen

sind auf Hochdruck

in diese Richtung tätig.

KOMPACK: Das Corona-

Virus ist jetzt nicht mehr in

aller Munde – die Masken

fallen – ist dadurch wieder eine

Änderung im Markt merkbar?

Mag. Glawischnig: Österreich

bleibt eine starke Tourismus-

Nation. Mehr Tourismus,

mehr Konsum, mehr Bedarf

an Verpackungslösungen.

KOMPACK: Allgemein wird

von sehr vollen Auftragsbüchern

gesprochen. Glauben Sie, dass dies

auch mit Hamsterkäufen seitens der

Kunden zu tun haben könnte – die

sowohl Angst vor weiteren Preissteigerungen

als auch vor noch

mehr Rohstoffknappheit haben?

Mag. Glawischnig: Da und dort

dürfte dieses Phänomene durchaus

auftreten. Da das Geschäft jedoch

immer kurzfristiger wird, sehe ich

auch das ‚Ordern auf Vorrat‘ eher

als Randerscheinung. Die meisten

Kunden wollen genau die Menge,

die sie benötigen zur richtigen Zeit

am richtigen Ort haben – und das

in Topqualität. Genau das können

wir - dafür ist DS Smith Experte.

KOMPACK: Zu den Stärken

von DS Smith Packaging Austria

gehört ja auch der direkte Kontakt

zum Kunden – wir sprachen in der

Vergangenheit auch schon über das

PackRight Centre in dem man sich

mit den Kunden vor Ort treffen

kann – inwieweit werden diese

Treffen mittlerweile wieder

realisiert.

Mag. Glawischnig: Soeben hat

sich eine Abordnung eines Automotive-Kunden

nach intensivem

Meinungsaustausch von unserem

PackRight Centre verabschiedet

– nicht ohne einen Folgetermin

zu fixieren. Gerade diese physichpersönliche

mehrstufige, interaktive

Herangehensweise stellt eine

gute Voraussetzung dar, um die

gemeinsamen Ziele mit dem Kunden

zu realisieren: Umsatz erhöhen,

Kosten und Risiko senken!

KOMPACK: Einige Projekte

wurden während der Unsicherheit

durch Corona ja nicht weiter vorangetrieben

– hat sich hier die

Lage wieder gebessert oder ist

die Unsicherheit (Russland,

Inflation) – gleich geblieben?

Mag. Glawischnig: Wir bleiben

trotz der genannten Unsicherheiten

voll auf Kurs Richtung Kapazitätserweiterung

und Automatisierung.

Die wirtschaftliche Situation

wird sich wieder beruhigen. Viel

wichtiger ist aber die baldige

Beendigung der katastrophalen

kriegerischen Handlungen in

der und gegen die Ukraine.

KOMPACK: Kleiner Blick in die

Zukunft – plant Ihr Unternehmen

in näherer Zukunft Investitionen?

Mag. Glawischnig: Der unmittelbare

Fokus ist auf unser erfolgreiches

Werk in Kalsdorf bei Graz

gerichtet, in dem wir unsere Stanz-

Druck- und Faltkapazitäten in

modernster Weise erweitern werden.

KOMPACK: Dan wünsche

ich viel Erfolg dabei - und

danke für das Gespräch.

8 03/22

Mag. Dieter Glawischnig

Foto: DS Smith Packaging Austria GmbH


AustroVin: Rapf

Die Firma Rapf & CO Ges.m.b.H. und Co KG

gehörte zu den zufriedenen Ausstellern der Austro

Vin. Ein Highlight am Messestand war eine kompakte

Lösung von P.E. Labellers – die Modular

CM. Diese kompakte und robuste Etikettierlösung,

ist erhältlich in vier Größen – für kleinere

bis mittlere Betriebe - bis zu 9.000 Flaschen in

der Stunde.

| AT12-20G |

: Schwebend,

kontaktlos, intelligent!

Freie 2D-Produktbewegung

mit bis zu 6 Freiheitsgraden

Die Modular CM ist eine

vollständig ergonomische

und automatische Etikettiermaschine

mit einfach umkonfigurierbarem

Layout. Die Etikettierstationen

sind mit wenigen Handgriffen

entsprechend ihrer Produktionsanforderungen

austauschbar.

Die Modular CM ist eine Maschine

mit höchsten Sicherheitsstandards

für die Bediener. Es gibt oben/unten

Schutzvorrichtungen, die, wenn

sie angehoben werden, die Maschine

sofort stoppen. Die gleiche

Innovation kommt bei den Kaltleimstationen

zum Einsatz (Patent

angemeldet). Die Produktionsgeschwindigkeit

der Maschine passt

sich automatisch an und variiert je

nach Ein- und Auslauf der Behälter.

Die Modular CM kommt vor allem

in der Wein&Spirituosen- sowie in

der Getränke-, Lebensmittel- und

Milchindustie und im Pharmaziebereich

zum Einsatz.

Modulare Bauweise

„Die modulare Bauweise überzeugte

auch auf der Messe in Tulln

die Besucher.“ erkärte Geschäftsführer

Rapf. Der Geschäftsführer

zeigte sich auch mit dem Verlauf

der Messe zufrieden. Es waren zwar

weniger Besucher als vor Corona

auf der Messe – das hohe Niveau

und die Anzahl der echten Interessenten

stimmten Gerhard Rapf optimistisch

für die Messenacharbeit.

Mehr auch unter: www.rapf.at

kg

Schwebende

Planarmover

Skalierbare

Nutzlast

Individueller

Produkttransport

6D

Bewegung

Dynamisch

mit bis zu 2 m/s

Beliebiges

Anlagenlayout

XPlanar eröffnet neue Freiheitsgrade im Produkthandling: Frei schwebende

Planarmover bewegen sich über individuell angeordneten Planarkacheln

auf beliebig programmierbaren Fahrwegen.

Individueller 2D-Transport mit bis zu 2 m/s

Bearbeitung mit bis zu 6 Freiheitsgraden

Transport und Bearbeitung in einem System

Verschleißfrei, hygienisch und leicht zu reinigen

Beliebiger Systemaufbau durch freie Anordnung der Planarkacheln

Multi-Mover-Control für paralleles und individuelles Produkthandling

Voll integriert in das leistungsfähige PC-basierte Beckhoff-Steuerungssystem

(TwinCAT, PLC IEC 61131, Motion, Measurement,

Machine Learning, Vision, Communication, HMI)

Branchenübergreifend einsetzbar: Montage, Lebensmittel, Pharma,

Labor, Entertainment, …

Scannen und

XPlanar direkt im

Einsatz erleben

03/22

9


AUSTRO VIN

Ulrich Etiketten auf der AustroVin

Das erfolgreiche Familienunternehmen in 5. Generation - Ulrich Etiketten und

Verpackungen - einer der Top-10 Hersteller von Selbstklebeetiketten, freute

sich, wie viele andere Unternehmen, seine Produkte auf der AustroVin in Tulln

den Besuchern nach Corona, endlich wieder persönlich, auf einer Messe, zu

zeigen. Der erstmalige Teilnehmer bei dieser Veranstaltung zog eine äußerst

positive Bilanz nach dem Messeauftritt.

Mit dem Besucherinteresse

zeigte sich Mag. Florian

Ulrich zufrieden. „Neben

dem guten Besuch war für uns

interessant zu sehen, dass nicht

nur unsere gezeigten Etiketten die

Aufmerksamkeit des Publikums erregten.

Auch unsere Drucker und

Etikettenspender erhielten großes

Interesse.“ Die Label Applikatoren

von Ulrich Etiketten können bis zu

1200 Behälter pro Stunde bekleben.

Dabei entstehen keine Blasen, Wellen

oder Knitterfalten, so dass die

fertigen Produkte eine hochwertige

und professionell aussehende Verpackung

haben.

Einzeletiketten

oder zwei verschiedene Etiketten

Das Basismodell eignet sich für

das Auftragen von Einzeletiketten.

Der Leistungsumfang des Basismodells

wurde bei dem nächsten Modell

erweitert, so dass dieser ein oder

zwei verschiedene Etiketten auf

die Produktverpackung anbringen

kann, wie dies z.B. bei Weinflaschen

üblich ist. Die eingebaute LED-

Anzeige gibt die Anzahl der bereits

etikettierten Produkte an und der

integrierter Speicher für bis zu neun

verschiedene Etiketteneinstellungen

für Vorder- und Rückseitenaufträge

erleichtert die Bearbeitung wiederkehrender

Produktionsaufträge.

Wirtschaft

Natürlich zeigt sich auch Ulrich

Mag. Florian Ulrich und das zufriedene Messeteam

von Ulrich Etiketten und Verpackungen

Natürlich wurden auch viele

unterschiedliiche Etiketten präsentiert

Etiketten von der Preisentwicklung

am Rohstoffmarkt und der

Verfügbarkeit einzelner Qualitäten

nicht begeistert. Mag. Florian Ulrich

glaubt aber, dass die langsam

besser werdende Situation darauf

hoffen lässt, dass auch in diesem

Bereich wieder so etwas wie Normalität

einkehren wird.

Neue Anlage

Nach dem positiven Messeauftrit

freut sich das Team von Ulrich Etiketten

schon auf die FachPack im

Herbst, bei der das Unternehmen

natürlich als Stammgast wieder unter

den Ausstellern zu finden sein

wird. Auch groß ist die Vorfreude

auf die neue Druckmaschine, die

im Oktober installiert werden wird

(mit 520mm Breite) „Diese soll die

Kapazität im Offsetbereich deutlich

steigern. Mit der zusätzlichen Kapazität

werden wir noch flexibler

produzieren können.“ erklärt Dr.

Rainer Ulrich.

Mehr unter: www.ulrich.at

Am eigenen Label-

Applikator wurden

Flaschen

mit, für die

Messe gestalteten,

Etiketten versehen.

10 03/22

Die auf

der Messe

etikettierten

Flkaschen.


INNOVATIV, NACHHALTIG

UND ÖKONOMISCH.

CLEVERE VERPACKUNGS-

KONZEPTE VON RONDO.

Eine Verpackung muss verschiedenste Transportanforderungen erfüllen,

damit der Inhalt unbeschadet beim Kunden ankommt. Umso besser,

wenn sie dabei auch noch ökologisch von Vorteil ist – so wie Wellpappe-

Verpackungen von Rondo. Denn Wellpappe besteht zu 100% aus

nachwachsenden Rohstoffen, ist mehr als 20x wiederverwertbar und

vollständig recycelfähig. Außerdem wird bei Rondo jedes Verpackungskonzept

individuell auf das Produkt angepasst, um die optimale

Lösung innovativ, nachhaltig und ökonomisch umzusetzen.

Ganz im Zeichen der Qualität!

Rondo Ganahl Aktiengesellschaft I Papiere - Wellpappe - Verpackungen I www.rondo-ganahl.com

03/22

11


AUSTRO VIN

Premiere auf der AustroVin Tulln

12 03/22

Rechtzeitig zur AustroVin Tulln konnte Marzek Etiketten+Packaging mit einer

Premiere aufwarten: Messebesucher:innen konnten erstmals die neueste Innovation

des Unternehmens begutachten und Digital-Offset-Hybrid-Etiketten mit allen

bekannten Veredelungen bewundern, mit denen Marzek Etiketten+Packaging eine

neue Ära der Etiketten-Produktion einläutet.

Bei der diesjährigen AustroVin

Tulln ist Marzek

Etiketten+Packaging ein

besonderer Coup gelungen: Nach

Ausweitung seines Maschinenparks

konnte das Unternehmen erstmals

hochveredelte Digital-Offset-Hybrid-Etiketten

in perfekter Qualität

anbieten, die mit allen Finessen

ausgestattet sind und Etiketten aus

konventionellen Produktionsmethoden

in allen Disziplinen überholen.

„Ich habe mich sehr gefreut, dass wir

unsere neueste Innovation erstmals

auf der AustroVin Tulln präsentieren

konnten. Unsere Besucher:innen

waren begeistert, als sie unsere neuesten

Etiketten-Produkte begutachten

und sich selbst von ihrer Qualität

überzeugen konnten“, berichtet KR

Helga Marzek.

Neue Produktionsmethode

Die Möglichkeiten der neuen Produktionsmethode

sind beeindruckend:

Eine Vielfalt von Bedruckstoffen,

mehrfache Folien- und Reliefprägungen,

Reliefsiebtechniken,

Speziallacke und -effekte können mit

Sujetvariationen, Nummerierungen

und Personalisierung kombiniert

werden und bringen so das Beste aus

der konventionellen und digitalen

Welt zusammen. Hochwertigste Veredelungen

können nun auch schon

bei mittleren Auflagen und mit allen

Möglichkeiten der digitalen Produktion

umgesetzt werden. „Für uns bei

Marzek Etiketten+Packaging gehören

Innovationsgeist und das Streben

nach ständigen Verbesserungen

zur Unternehmens-DNA. Aus diesem

Grund bin ich sehr stolz, dass

es uns mit dieser neuen Produktionsmethode

gelungen ist, ein neues

Kapitel in der Etiketten-Produktion

aufzuschlagen“, erläutert CEO Dr.

Johannes Michael Wareka, 4. Generation

des Familienunternehmens.

Produkthighlights

von Effizienz bis Öko

Abgesehen von der neuen revolutionären

Etiketten-Produktion konnten

sich die Besucher:innen am Stand

von Marzek Etiketten+Packaging

natürlich auch über die gesamte

Produktpalette von den unterschiedlichsten

Etiketten, Weinkartonage,

Flexibler Verpackung, Faltschachteln

bis hin zu maßgeschneiderten

Eindruck- und Etikettiertechniklösungen

informieren. Ein besonderes

Highlight waren die vielfältigen

Öko-Materialien. „Besucher:innen

konnten an unserem Messestand

die unterschiedlichen umweltverträglichen

Materialien kennenlernen.

Etiketten - einige gezeigte Muster.

Fotos rechts oben: CEO Dr.

Johannes Michael Wareka und

sein Team auf der Messe

Gruppensieg, drei Kategorie-Siege und drei „Highly-Commended“ Auszeichnungen sind die stolze

Bilanz von Marzek Etiketten+Packaging nach der diesjährigen Vergabe der begehrten und renommierten

FINAT-International-Label-Awards. Damit setzt der Etiketten- und Verpackungsspezialist

aus Traiskirchen die Siegesserie des Vorjahres fort, als er drei erste Plätze und vier „Highly-

Commended“ Auszeichnungen für sich verbuchen konnte.

In der Kategorie „Sets of Labels“ reüssierte das Projekt „A-Nobis Grande Cuvée Serie“ aus dem Hause

A-Nobis Sektkellerei Norbert Szigeti GmbH. „Dieses außergewöhnliche Etikett überzeugt nicht zuletzt durch

die Präzisions-Laserung, die einen Blick auf den hochwertigen Inhalt eröffnet“, erklärt Ing. Alexander Schneller-

Scharau, 5. Generation des Familienbetriebs. Als dritter Kategorie-Sieger wurde das edle Projekt „Kaiser Premium

Vodka“ von der Horvath´s Spezereyen Kontor GmbH in der Kategorie „Alcoholic Drinks“ ausgezeichnet.

Sie haben sich alternative Bedruckstoffe

wie Stein-, Gras-, Traubenpapier

und sogar Etiketten aus Holz

angesehen und erfahren, wie sie sich

anfühlen und wie diese optimal eingesetzt

werden können“, beschreibt

KR Helga Marzek eines ihrer Messehighlights.

Mehr unter: www.marzek.at

Marzek Etiketten+Packaging räumt bei den FINAT-International-Label-Awards 2022 kräftig ab


Das Projekt „Côtes du Rhône“ für Kaisergarten Nier GmbH

ging nicht nur in der Kategorie „Wines“ als Gewinner hervor,

sondern errang auch den Gruppensieg über alle Kategorien.

„Bei dem Projekt „Côtes du Rhône“ konnten wir in Zusammenarbeit

mit unserem Kunden auf einem strukturierten Sondermaterial

sehr eindrucksvolle Veredelungen wie Heißfolienprägung

und Reliefprägung umsetzen, die dem Etikett eine extravagante

Note verleihen“, erläutert CEO Dr. Johannes Michael Wareka,

4. Generation des traditionsreichen Familienbetriebs. In der

Begründung der Jury heißt es: „Dies ist ein helles und farbenfrohes

Etikett. Die schwarze Linie um die Blumenbilder hebt

sie fein hervor und trennt sie deutlich von dem klaren, hellen

Untergrund. Der Digitaldruck mit einem sehr genau platzierten

vierfarbigen Siebdrucklack verleiht dem Etikett durch das

seidige Erscheinungsbild des Trägermaterials einen echten

Hauch von Klasse und sorgt für eine großartige Betonung der

Blumenbilder. Der subtile Einsatz von Heißfolien zur Akzentuierung

des Weinnamens ist hervorragend. Ein 67lpcm-Raster

verleiht den Hauptbildern der Blumen eine hohe Schärfe.“

Kaiser Premium Wodka

Koffer “nach Maß”, exakt gefertigt

nach Ihrem Bedarf

Der niederösterreichische Verpackungsspezialist

VSL entwickelt und produziert

auf Wunsch Kofferlösungen und mobile

Behältersysteme- für fast jeden Inhalt.

Von der Idee bis zur fertigen Form:

VSL, der Verpackungsspezialist für

Ein- und Mehrwegverpackungssysteme,

fertigt in seinem Werk in

Kottingbrunn auf Wunsch mobile

Aufbewahrungs- und Transportlösungen.

Ob Einzelstück oder Serienprodukte,

die Kottingbrunner Kofferschmiede

verpackt alles - präzise und mit Perfektion.

Dementsprechend entwickelt und

produziert VSL Verpackungen,

Form-, Fräs- und Stanzteile, Sonderanfertigungen

sowie projektbezogene

Artikel in vielen möglichen

Varianten, in allen erdenklichen Formen,

Farben und Größen.

(Inter-)national gefragt

Mittlerweile ist der Spezialist sowohl

am Heimatmarkt als auch international

ein gefragter Partner, sei

es für Produktpräsentationen oder

für mobile Einsätze.

Die individuellen Verpackungslösungen

á la VSL werden im Werk

Kottingbrunn in zugekaufte Koffersysteme

integriert. Bei der Auswahl

der Lieferanten legt man besonderes

Augenmerk auf Qualität.

„Koffer ist nicht gleich Koffer:

Diese Erkenntnis haben wir aus

den zahlreichen positiven Rückmeldungen

unserer Kunden gewonnen“,

erklärt Geschäftsführer

Michael Lorenz.

Dank hauseigener Flightcaseproduktion

sowie zusätzlicher Speziallösungen

- ob nun mit Hohlkammerplatten,

Gittermatten, Netzschläuchen

oder Kunststoffbehältern

- erweitert VSL kontinuierlich

den inhaltlichen Aufbau der Palette

und die Präsentationsmöglichkeiten.

Digitaliserung & Innovation

Um seine KundInnen auch in Zukunft

mit den gewünschten Ideallösungen

zu versorgen, investiert

VSL regelmäßig in Technologie

Updates.

Mit einer 3D Wasserstrahlmaschine,

Konturenschneidemaschine

und Fräsmaschine werden die

KundInnen bestens bedient. Durch

Anschaffung einer Recycling Maschine

wird in Zukunft auch ein

besonderes Augenmerk auf Nachhaltigkeit

gesetzt.

Formvollendet, maßgeschneidert und sicher

verpackt, transportiert und präsentiert:

Der Verpackungsspezialist VSL lässt in

Sachen Behälter- und Kofferlösungen keine

Kundenwünsche

offen!

VSL Mehrwegverpackungssysteme GmbH

Etrichstraße 75-83, A-2542 Kottingbrunn

Tel: +43 (0)2252 408 202

E-Mail: office@vsl.at, Internet: www.vsl.at

03/22

13


AUSZEICHNUNGEN

Schwarzbrenner und Schmetterlinge

Auch in Österreich wurde ohne Genehmigung der Regierung schnaps gebrannt.

In den USA werden schwarzgebrannte Spirituosen als Moonshine bezeichnet.

Dieser Name stammt noch aus der Prohibitionszeit. Schwarzbrenner in ländlichen

Gegenden brannten nachts heimlich Alkohol. So konnten sie die versteckten

Destillen vor den Prohibitionsagenten verbergen und der Besteuerung entgehen.

„Papillion“ stammt vom französichen Wort Schmetterling. Was haben

nun Moonshine und Papillion gemeinsam? Ganz einfach – edle Etiketten.

Beim 20. Golden Pixel

Award siegte das „CARINI

Moonshiner“ Showlabel in

der Kategorie Etiketten. Die Jury

überzeugt die Idee, das Design und

die innovative, erstklassige Ausführung.

Vor allem aber begeistert die

Story, die alle Elemente als Symbiose

perfekt zusammenführt. Das

Showetikett Moonshiner wurde als

Projektarbeit gemeinsam mit dem

Desingkollektiv viergestalten und

Rhino II S-Hersteller Pantec entwickelt

und umgesetzt.

Geschichte

Bei Vollmond, mitten im tiefsten

Wald und verborgen vor den Augen

der Obrigkeit, dort entsteht jener

Schnaps, den seit jeher eine geheimnisvolle,

ja fast schon unheimliche

Aura umgibt: der Moonshiner…

Diese spannende Geschichte wollte

CARINI in ein entsprechendes Etikett

übersetzen und konnte mit dem

Ergebnis die Jury des Golden Pixel

Beim 20. Golden Pixel Award gewann das

„CARINI Moonshiner“ Showlabel

Awards voll überzeugen. Idee, Design,

Ausführung: Alle Elemente

ergänzen sich in idealer Weise und

machen das fein komponierte Label

zu einem faszinierenden Storyteller,

der den Betrachter magisch in sei-

nen Bann zieht. So lässt die per Folien-Insetting

umgesetzte 3D-Linse

den Mond überaus plastisch und

nahezu real erscheinen. Weitere

optische bzw. haptische Highlights

wie Mikro-/Nanoprägung, Flach-/

Reliefschnitt, Blindprägung sowie

eine schimmernde Heißprägefolie

runden das einzigartige Etiketten-

Szenario perfekt ab.

Hightech plus

Kreativität und Nachhaltigkeit

Der Trend ist klar erkennbar:

Nicht nur aus wirtschaftlichen, sondern

auch aus ökologischen Gründen

minimieren immer mehr Hersteller

die Verpackungen ihrer Produkte.

Eine umso wichtigere Rolle

werden in Sachen Kundenansprache

und Markenbotschaft zukünftig

Eye Catcher-Etiketten wie der

„Moonshiner“ spielen. „Dank unserer

jahrzehntelangen Erfahrung,

kombiniert mit außergewöhnlicher

Kreativität und modernster Technologie,

realisieren wir mit Vorliebe

innovative, spannende Projekte unterschiedlichster

Art“, so CARINI

Geschäftsführer Edgar Sohm. „So

können wir unseren Kunden immer

wieder neue Möglichkeiten aufzeigen,

um die Aufmerksamkeit der

Zielgruppen zu gewinnen. Denn

erfolgreich ist am Markt letzten

Endes nur das, was sich von der

Masse abhebt und in Erinnerung

bleibt.“

FINAT Award

Der Erfolg beim FINAT Award

Beim Blick auf das Produkt eröffnet das Label den

Ausblick auf das Matterhorn mit seiner einzigartigen

Landschaft. Ein liebevoller Link, der eindrucksvoll die

Verbindung zum Schweizer Produzenten herstellt.

Insbesondere das 12-farbig gedruckte Basis Label zeigt,

wie ein Multilayer auch Marketing technisch

eindrucksvoll genutzt werden kann. So zeigt sich auch

ein Artikel des alltäglichen Gebrauchs von einer

zauberhaften Seite.

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Weinkünstler sind wie Wortkünstler – mit ihrer

Leidenschaft beschreiben sie Geschichten, die berühren,

Freude bereiten und unter die Haut gehen. Sie schaffen

besondere Momente.

Der Name „Skript“ ist eine Anspielung auf dieses besondere

Drehbuch der Rutishauser Kellermeister. Das Label

spiegelt die „Schrift“ mit der Optik einer Schreibmaschine

wider. Der Wein wird durch die Prägung auf dem

lichtdurchlässigen Material sichtbar. Der Mattlack und

der blindgeprägte Schriftzug veredeln das Etikett perfekt.


Die feinen goldenen Ornamente wecken Assoziationen

zur indischen Welt, dem Ursprungsland des Yogas. Das

Label spiegelt Balance & Ausgeglichenheit förmlich

fühlbar wider.

Die technische Herausforderung der Passgenauigkeit

zwischen dem feinen Siebdrucklack auf der feinen

Goldprägung wurde herausragend gelöst.

HPACK 2021: Ready to go!

unterstreicht die Aussage des Geeschäftsführers.

Der internationale

FINAT AWARD zeichnet außergewöhnliche

Projekte in der Label

Industrie aus. Im Fokus der

wichtigsten Kategorie Marketing

/ End-Uses stehen herausragende

technische Umsetzung und Einzigartigkeit

der Optik – immer mehr

der „Trigger“ für den Konsumenten,

sich für ein Produkt zu entscheiden.

Das Label ist unersetzlicher Träger

von Informationen, zudem ist

es längst zum Kreateur der Marke

avanciert.

4 Kategorie Siege

Die anhaltende Erfolgsgeschichte

der Vorjahre unter anderem mit

dem Gesamtsieg „Best in Show“ in

2021 geht weiter. Mit fünf „highly

commended“ Auszeichnungen und

vier Kategorie Siegern, ist es dem

Lustenauer Unternehmen gelungen,

ein deutliches Zeichen im internationalen

Vergleich zu setzen. Erstklassigkeit

und Bandbreite in Verbindung

mit Leidenschaft für jedes

einzelne Projekt, machen CARINI

zum idealen Partner. Nicht nur das

„Erwartete“ wird man finden – vielmehr

den Einsatz, das Optimum an

Aufmerksamkeit im Sinne der Marke

umzusetzen. „Wir freuen uns

über diesen Erfolg und sind sehr

stolz. Herzliche Glückwünsche an

unsere Kunden: Rutishauser DiVino

SA (Skript), Butterfly Cannon

Ltd., Phytomed AG (Dhyana Yoga

Spray), Fripoo Produkte AG (Desinfect

Care)“ sagt Edgar Sohm.

Mehr über das mehrfach

ausgezeichnete Unternehmen

sehen Sie auch unter:

www.carini.at

Abgeleitet von „papillon“, dem französischen Wort für

Schmetterling, ist Butterfly Cannon’s Papil, ein

erstklassiger Wellness-Aperitif – völlig alkoholfrei und

aus einer belebenden Mischung natürlicher Adaptogene

und Neurotropika hergestellt, um die positive Stimmung

zu Beginn des Abends zu verbessern.

Papil ist Teil des großartigen exklusiven Design &

Innovations Projektes „Make a Mark“. Entwickelt von

von den weltweit führenden Unternehmen der Branche:

Estal, Avery Dennison und Leonard Kurz.

Produziert auf dem Material MarbleBase, ist es

zeitgemäß nachhaltig. Die eingesetzten Veredelungen,

wie Nanoembossing, Heißfolien– und Blindprägung,

unterstreichen die Feinheit des Labels. Die Leichtigkeit

eines Schmetterlings wird dem Betrachter eindrucksvoll

vermittelt. Eine perfekte Symbiose mit dem Produkt.

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03/21

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WIRTSCHAFT

Gutes Wachstum – Kostendruck bleibt

Die Wertschöpfung der 85

Unternehmungen wurde

jedoch durch die exorbitante

Kosteninflation unter Druck

gesetzt. „Aufgrund der aktuellen

Lage ist die zukünftige Entwicklung

sehr schwer einzuschätzen,

die PROPAK Unternehmen sollten

jedoch weiterhin auf Kurs BIP plus

bleiben“, so Fischer.

Papierverarbeitung

als systemrelevanter Sektor

Konjunkturell liegt ein weiteres

schwieriges Jahr vor der PROPAK-

Industrie. Zum einen ist die Pandemie

noch nicht vorbei und zum anderen

funktionieren die Lieferketten

– auch als Folge des Ukraine-

Krieges – derzeit noch nicht wie

früher. „Unsere Betriebe müssen

enorme Anstrengungen stemmen,

um die Aufrechterhaltung ihrer Lieferfähigkeit

sicherzustellen“, berichtet

Obmann Fischer. Ob Verpackungen

oder andere papierbasierte

Convenience-Erzeugnisse – etwa

Hygienewaren, Etiketten, Büroartikel

etc. – Produkte aus Papier und

Karton sind unverzichtbar für die

moderne Volkswirtschaft. Ohne

Verpackungen aus Papier/Karton/

Wellpappe gäbe es keine funktionsfähige

Versorgung mit Gütern

des täglichen Bedarfs. „Deshalb

steht außer Frage, dass die Herstellung

der unverzichtbaren Produkte

aus Papier und Karton – neben der

Versorgung mit Wasser, Energie,

Kommunikation, Verkehr etc. – als

systemrelevanter Sektor anerkannt

wird“, sagt PROPAK-Obmann Fischer.

Enormer Kostendruck bei

Rohstoffen, Energie & Logistik

„Allen voran belasten die Rohstoffknappheit

und die Preisexplosionen

bei der Energie unsere Branche

enorm“, sagt Andreas Blaschke,

Geschäftsführer von Mayr-Melnhof

Packaging International. Der Anteil

der Energiekosten an den Produktionskosten

in der PROPAK-Industrie

hat sich in den letzten zwei

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Ein krisenrobuster Industriezweig zieht Bilanz: „Im zweiten Jahr der Pandemie

erzielte die PROPAK, trotz enormer Herausforderungen, ein gutes Wachstumsplus

über dem BIP“, sagt PROPAK-Obmann Georg-Dieter Fischer. So stieg

die Produktion der PROPAK-Unternehmen 2021 auf 1,3 Millionen Tonnen

(+6,7 Prozent gegenüber 2020) bei einem Umsatz von knapp 2,6 Milliarden

Euro (+8,3 Prozent).

Fotos: (c) com_unit/APA/Schedl

Jahren verdreifacht. Und: „Der Energiebedarf

ist zwar in der Papierverarbeitung

– mit manchen Ausnahmen,

etwa in der Wellpappeproduktion

- geringer als in der Papier

erzeugenden Industrie. Dennoch

besteht eine indirekte Abhängigkeit,

da wir logisch auf das Vormaterial

angewiesen sind“, meint Blaschke.

Darüber hinaus braucht die PRO-

PAK Branche als exportorientierte

Industrie (79 Prozent Exportquote)

„berechenbare Rahmenbedingungen,

die ein erfolgreiches Agieren

an heimischen Standorten auch

tatsächlich ermöglichen“, so Andreas

Blaschke.

Fachkräfte und

Lehrlinge dringend gesucht

Die Anzahl der Beschäftigten

in der PROPAK-Industrie ist im

Vorjahr wieder auf gesamt 8.900

leicht angestiegen (+ 2,1 Prozent).

„Allerdings hat die Pandemie den

Mangel an Fachkräften in unserer

Branche nur vorübergehend gedämpft“,

sagt Marko Bill Schuster,

COO von Mondi Functional Paper

and Films. „Viele unserer Unternehmen

sind derzeit auf der Suche

nach Mitarbeiter:innen und berichten

uns, dass es schwierig ist, Mitarbeiter

nachzubesetzen.“ Ähnlich

ist die Situation bei den Lehrlingen.

Zurzeit bildet die Industrie

222 Lehrlinge in 15 verschiedenen

Berufen aus. Neben der Lehrausbildung

setzt die Branche auf betriebliche

und außerbetriebliche Ausund

Weiterbildung – so kann man

etwa auch ein von der PROPAK initiiertes

Studium Verpackungstechnologie

an der FH Campus Wien

absolvieren. „Gerade die PROPAK

Branche mit ihren nachhaltigen und

innovativen Produkten ist unverzichtbar

für die Aufrechterhaltung

erheblicher Teile des Wirtschaftssystems,

der Infrastruktur und des Gemeinwesens.

Die Unternehmen der

Branche bieten auch in schwierigen

Zeiten attraktive Arbeitsplätze mit

viel Potential zur Weiterentwicklung“,

so Schuster.

Die Branche

ist ein Recycling-Profi

„Produkte aus Papier und Karton

sind ein klares Bekenntnis zur

Nachhaltigkeit“, berichtet Martin

Widermann, Geschäftsführer der

PROPAK. „Unsere Branche ist

ein Recycling-Profi: So liegt der

Einsatz an recyceltem Material in

der Produktion im Schnitt bei 75

Prozent.“ Und die verwendeten

Produkte sind wertvoller Rohstoff.

So werden in Österreich jährlich

560.000 Tonnen Papier- und Kartonverpackungen

im Kreislauf geführt.

Damit weisen sie eine Sammel-

und Verwertungsquote von

90 Prozent auf und erfüllen – im

Gegensatz zu anderen Materialien

- bereits heute das EU-Ziel für das

Jahr 2030.“ Und eine kürzlich veröffentlichte

Studie der TU Graz belegt,

dass Papierfasern mindestens

25-mal wieder aufbereitet werden

können. „Man kann hier mit Fug

und Recht von Mehrweg auf Materialebene

sprechen“, so Widermann

abschließend.

PROPAK

Der Fachverband PROPAK und

die Vereinigung PROPAK Austria

repräsentieren die industriellen

Hersteller von Produkten aus Papier

und Karton in Österreich. 85 Unternehmen

verarbeiten und veredeln

mit rund 8.900 Mitarbeiter:innen

jährlich rund 1,3 Mio. Tonnen Papier

und Karton zu Wellpappe, Verpackungen,

Papierwaren für Hygiene

und Haushalt, Büro- und Organisationsmitteln,

Büchern, Broschüren,

Tipping Paper sowie sonstigen

Papierwaren.

Mehr unter:

www.propak.at

Mag. Martin Widermann,

Mag. Marko Bill Schuster,

Kommerzialrat Mag. Georg

Dieter Fischer und

Dr. Andreas Blaschke


LOGI MAT

LogiMAT - business as usual

Mit einem umfassenden Ausstellerangebot und hohem Besucherzuspruch

gelingt der LogiMAT 2022 ein gelungener Neustart in die Post-Corona-Ära.

Markante Geschäftsabschlüsse und Kooperationsvereinbarungen sowie intensiver

Informationsaustausch unterstreichen den Stellenwert der führenden

Fachmesse für Intralogistik-Lösungen und Prozessmanagement als Arbeitsmesse

und Kommunikations-Hub. Auf der Messe hatte man das Gefühl -

Corona hat es nie gegeben - die Messe setzte erfolgreich dort fort wo die letzte

Veranstatltung vor Corona geendet hatte.

Mit stabilen Ergebnissen

in allen relevanten

Messezahlen endete die

LogiMAT 2022. „Ein gelungener

Neustart nach fast 40 Monaten

pandemiebedingter Messepause“,

kommentiert Messeleiter Michael

Ruchty vom Messeveranstalter EU-

ROEXPO Messe- und Kongress-

GmbH, München. „Bereinigt um

die pandemiebedingten Einschränkungen

kann man dieses Ergebnis in

allen Kategorien als Fortsetzung der

LogiMAT-Erfolgsstory bezeichnen.“

Smart-Sustainable-Safe

Unter dem Motto „Smart – Sustainable

– Safe“ präsentierten in

diesem Jahr 1.571 gemeldete Aussteller

aus 39 Ländern, darunter rund

393 Neuaussteller und 74 namhafte

Anbieter aus Übersee, an den drei

Messetagen ihre aktuellen Lösungen,

Systeme und Geräte für zuverlässige

Automatisierung und digitale

Transformation. Mit zahlreichen

gemeldeten Produktpremieren und

Weltneuheiten setzten sie zugleich

maßgebliche Impulse für effiziente,

zukunftsfähige Intralogistikprozesse.

Mit einer Ausstellungsfläche von

mehr als 125.000 Quadratmetern in

allen zehn Hallen war das Stuttgarter

Messegelände auch in diesem

Jahr komplett ausgebucht.

50.000 Fachbesucher

Nach 2,5 Jahren pandemiebedingter

Zwangspause nutzten

50.000 Fachbesucher die Gelegenheit,

sich vor Ort über die neuesten

Technologien sowie ihre Einbindung

in intelligente, zukunftsfähige

Systeme zu informieren und diese

direkt miteinander zu vergleichen.

In Spitzenzeiten strömten am zweiten

Messetag 3.000 Fachbesucher

innerhalb von zehn Minuten durch

die Drehkreuze.

Großunternehmen

Mehr als ein Viertel der Besucher

zählte zur Belegschaft von Groß-

unternehmen mit 1.000 bis 9.999

Mitarbeitern. Nach Branchen aufgeschlüsselt

sind 58,8 Prozent der

Fachbesucher dem Industriesektor

zuzuordnen, 12,4 Prozent sind im

Groß- und weitere 4,3 Prozent im

Einzelhandel tätig. 6,9 Prozent arbeiten

im Speditionswesen. Das

Gros des Fachpublikums (52,8 %)

ist im Unternehmen Entscheider für

den Einkauf. Ihnen gilt die Logi-

MAT als primäre Informationsplattform

über die aktuellen Lösungsangebote

für effiziente Intralogistik.

Von allen Fachbesuchern kamen 55,1

Prozent, um sich über Neuheiten

und Trends zu informieren, 27,7

Prozent wollten neue Geschäftsverbindungen

knüpfen. Im Fokus des

Interesses standen insbesondere die

Neuheiten in den Produktbereichen

Förder- und Lagertechnik (55,8 %),

Flurförderzeuge (38,3 %) und, mit

18,3 Prozent, Fahrerlose Transport

Fahrzeuge (FTF) beziehungsweise

Autonome Mobile Roboter (AMR) –

Mehrfachnennungen waren möglich.

Investitionsvorhaben

36,5 Prozent des Fachpublikums

kam zudem mit konkreten Investitionsvorhaben

nach Stuttgart.

Zahlreiche auf der LogiMAT unterzeichneten

Vertriebsvereinbarungen,

Geschäftsabschlüsse und Kooperationsinitiativen

unterstreichen den

Charakter der LogiMAT als Informationsbörse,

Präsentations- und

Kommunikationsplattform sowie

als Arbeitsmesse für konkrete Geschäftsabschlüsse.

5,2 Prozent der

Fachbesucher erteilten auf der Messe

einen Zuschlag, 31,7 Prozent

wollen Aufträge unmittelbar nach

der Messe vergeben. Entsprechend

positiv das Echo der Aussteller, die

durchweg den hohen Kenntnisstand

und die Qualität der Kontakte hervorheben.

Besucher

Für die Anreise zur LogiMAT nahmen

38,5 Prozent der Besucher einen

Reiseweg von mehr als 300 Kilometern

in Kauf. Stabil ist der hohe

Zuspruch internationaler Fachbesucher

und Aussteller geblieben. Den

vom unabhängigen Baseler Marktforschungsinstitut

Wissler & Partner

ermittelten Zahlen zufolge kam

jeder fünfte Messebesucher aus dem

Ausland nach Stuttgart. Das internationale

Fachpublikum kam zu 73,8

Prozent aus dem EU-Ausland, zu

7,9 Prozent aus Nicht-EU-Ländern

sowie zu 8,3 Prozent aus Übersee,

Asien und Amerika.

Internet

„Wir sind mit den Zahlen und dem

Verlauf der LogiMAT 2022 hoch zufrieden“,

resümiert Messeleiter Michael

Ruchty. „Die Fortführung der

LogiMAT 2022 erfolgt im Internet

auf der Plattform LogiMAT.digital.

Dort werden die 14 informativen

Vortragsreihen aus dem hochwertigen

Rahmenprogramm, die an den

drei Tagen in der LogiMAT-Arena

stattfanden, in den kommenden Wochen

gestreamt.“

2023

Die nächste LogiMAT findet vom

25. bis 27. April 2023 statt.

Mehr: www.logimat-messe.de

03/22

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LOGI MAT

Stretchfolieninnovation

DUO PLAST präsentierte auf der LogiMAT die neueste und für das Jahr 2022

bereits zweite Stretchfolieninnovation - DUO RUNTEC (KOMPACK berichtete

bereits über DUO EX-TRA der ersten Stretchfolie, die sich für den Einsatz in

explosionsgefährdeten Bereichen (EX-Zonen) eignet). Eine „Highest Performance“

Stretchfolie, die sich durch hohe Prozesssicherheit und sehr gute Haltekräfte auszeichnet.

Entwickelt wurde die DUO

RUNTEC im Rahmen

eines Projektes in der Getränkeindustrie.

Maxyimale Haltekraft -

minimale Reststärke

Ziel war es, eine Stretchfolie zu

entwickeln, die mit minimalem

Materialverbrauch und maximaler

Prozesssicherheit auf vollautomatischen

Verpackungsmaschinen

eine optimale, aber auch reproduzierbare

Ladeeinheitenstabilität erzielen

kann. Das Ergebnis ist DUO

RUNTEC – die optimale Kombination

aus maximalen Haltekräften

und minimaler Reststärke.

Verbessertes Abrollverhalten

Ausgestattet mit hochqualitativen

Materialien, ist die DUO RUNTEC

bestens für anspruchsvolle Anwendungen

geeignet. Durch die Kombination

jener Materialien wurde

die Haftung der Folie optimal

abgestimmt. Diese Maßnahmen

sorgen für ein verbessertes Abrollverhalten

und eine störungsfreie

Verarbeitung. Die DUO RUNTEC

ist bestens für vollautomatische

Schweißvorgänge geeignet und

ermöglicht ein störungsfreies Herausgleiten

des „Folienschwertes“.

Zusätzlich verfügt die Folie über

eine auffallend hohe Transparenz.

Geringer Materialverbrauch

Neben der Getränkeindustrie

kann die DUO RUNTEC in nahezu

allen Branchen eingesetzt werden

und ist durch den enorm geringen

Materialverbrauch eine sehr

gute Option für herausfordernde

Projekte, welche oft durch einen

starken Fokus auf Kosten und Verbrauch

geprägt sind.

Mehr unter:

www.duoplast.ag

Erfolgreicher Messestart

HtW ist gut in das heurige Messejahr gestartet. Das Unternehmen hat nicht nur

durch seine Movexx Internatonal BV Ziehlilfe die durch das Messegelände

der intertool in Wels gefahren ist Besucher auf seinen Stand gezogen. Auch die

diversen Hebehilfen und die Lösungen von Palomat – die einfachen Lösungen für

das Stapeln und Entstapeln leerer Paletten überzeugten das Publikum.

Noch erfolgreicher verlief

der Auftritt auf der Logi-

MAT wo das Team von

HtW als Partner am Palomat Stand

die Besucher von den Vorteilen

des gesunden Palettenhandlings

überzeugen konnten.

Palomat-Geschichte

1992 überlegten sich zwei dänische

Schmiede, dass das Stapeln

von Paletten von unten sicher

schneller und auch gesünder wäre.

Heute, 30 Jahre später, stehen

Bild Mitte:

HtW-Team mit

Partnern am intertool-Stand

15.000 PALOMAT-Maschinen –

die Erfindung der Schmiede – in

Lagerhallen und Produktionseinrichtungen

in aller Welt. Sie verbessern

nicht nur den Arbeitsschutz,

sondern auch Effizienz und

Raumnutzung. Gemeinsam mit

Jørn Larsen gründete Per Bisgaard

Sørensen 1988 BILA A/S in Dänemark,

heute das größte Werk seiner

Art in Skandinavien. Hier wurden

früher Maschinen und Geräte für

Muscheln verarbeitende Fabriken

und Molkereien hergestellt. Während

seiner vorherigen Arbeit bei

Hanstholm Hafen hatte Per Bisgaard

Sørensen einen Arbeitsunfall

mit einem Bandscheibenvorfall,

weswegen er sich mehr für Ergonomie

und Arbeitsschutz interessierte,

als damals üblich war. „Mit

PALOMAT ist es uns gelungen,

ein Produkt zu entwickeln, das

wirklich seiner Zeit voraus war.

Die Idee nahm allmählich Gestalt

an, als wir eine Sonderanfertigung

für ein Tiefkühlhaus vor Ort produzierten.

Diese Maschine entnahm

Paletten vom Boden des Stapels.

Das veranlasste uns dazu, ein

Palettenmagazin nach dem selben

einfachen Prinzip zu entwickeln“,

erklärt Per Bisgaard Sørensen.

Schnelles sicheres Handling

„Zahlreiche ergonomische Produkte

und Hilfsmittel verlangen

ein langsameres Arbeitstempo, mit

PALOMAT ist das Gegenteil der

Fall: Das Abholen einer Palette aus

einem Stapel ist dreimal schneller.

Paletten finden sich an praktisch

allen Arbeitsplätzen, deswegen

gehört PALOMAT zu unseren Verkaufsschlagern“,

erklärt HtW Geschäftsführer

Werner Winter.

Mehr unter: www.h-t-w.at

Bild rechts:

HtW-Mitarbeiter am Palomat

Stand während der LogiMAT

18 03/22


Hebehilfen für Technologieführer

Das Familienunternehmen OCHSNER hat sich als eines der ersten Unternehmen

weltweit ab 1978 ausschließlich auf die Entwicklung und Produktion von

hocheffizienten High-End-Wärmepumpen konzentriert. Mit technischen Spitzenleistungen

und Innovationen hat sich OCHSNER den Ruf als Technologieführer

in der Wärmepumpenbranche geschaffen.

Das Unternehmen entwickelt

und montiert seine

Produkte ausschließlich

in Deutschland und Österreich

und produziert nach den Standards

von Industrie 4.0.Effiziente Produkte

aus nachhaltiger Fertigung.

OCHSNER Wärmepumpen sind

bekannt für höchste Effizienz und

einen geringen Energieverbrauch.

Maßstäbe setzt gleichermaßen das

Werk. Es setzt zu 100 Prozent Ökostrom

ein und stellt damit bereits

heute eine komplett klimaneutrale

Fertigung sicher. Eine schlanke

Produktion und die kontinuierliche

Optimierung aller Prozesse hat daran

wesentlichen Anteil. Die Zertifizierung

nach der internationalen

Umweltnorm ISO 14001 unterstreicht

die umfassenden Aktivitäten für

Umwelt und Nachhaltigkeit.

Mitarbeiter

Damit die Mitarbeiter in dem

wachsenden Unternehmen die Wärmepumpen

in den Fertigungsstraßen

auch ohne schwere manuelle

Arbeit konfigurieren können wurde

aktuell in eine Lösung von Expresso

investiert. Nachdem man bereits

jahrelang gute Erfahrung mit drei

Hebeliften der Firma hatte - kam

man auch bei diesem Projekt mit

Zufriedene Partner: Ing. Marcus Bräuer/Expresso, Klaus Scheiblauer

und Manuel Raderbauer von Ochsner, Jürgen Reichhalter/Expresso

der Firma Espresso ins Gespräch.

Zum Einsatz kommen 5 Balancer

mit Schienensystem.

Balancelift

„Mit einer großen Auswahl an

vakuumtechnischen, pneumatischen,

magnetischen und mechanischen

Lastaufnahmevorrichtungen

und Greifwerkzeugen

bietet Expresso anwendungsorientierte

Hantierungslösungen für

unterschiedlichste Güter bis 300

kg bei möglichen Hubwegen bis

4 m. Eine leichte, stufenlose und

präzise Manövrierbarkeit per Auf-/

Ab-Steuerung oder per Balancer-

Steuerung (ohne Bedientasten; Last

wird automatisch balanciert) ist

möglich. Der Nutzer hat so eine

perfekte Kontrolle über den Handhabungsvorgang

– und das alles

ohne körperliche Anstrengung in

ganz natürlichen Bewegungsabläufen.“

erklärt Gebietsverkaufsleiter

Jürgen Reichhalter von Expresso.

„Das erhöht die Produktivität und

trägt maßgeblich zur Gesunderhaltung

der Mitarbeiter bei. Die Bediener

können Lasten ganz natürlich

heben und bewegen, ganz so, als

ob die Vorrichtungen eine Verlängerung

der eigenen Arme wären.

Der Schwebemodus erleichtert das

Handling. Mit geringstem Kraftaufwand

können die Bediener Lasten

problemlos mit den Händen führen

und präzise im gesamten Hubbereich

manövrieren.“ ergänzt Geschäftsführer

Ing. Marcus Bräuer-

Bei der Firma Ochsner kommt ein

Schienensystem für die Hantierung

zum Einsatz. Das Schienensystem

überzeugt durch enorme Leichtgängigkeit.

Durch den doppelt kugelgelagerten

Fahrwagen lässt sich der

BalanceLift leicht und schnell im

Schienensystem verfahren.

Mehr über die zufriedenen Partner

sehen Sie unter

www.expresso.at

oder www.ochsner.com

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IFFA

IFFA - erfolgreich und emotional

Die globale Fleisch- und Proteinwirtschaft nutzte vom 14. bis 19. Mai jede

Minute der IFFA: zum intensiven Netzwerken, um Innovationen zu sehen und

um ihre Geschäfte voranzubringen. Nachhaltige Produktion, automatisierte

Prozesse und Digitalisierung in allen Bereichen der Verarbeitung, Verpackung

und des Verkaufs prägten das Angebot an den Ständen. Das starke Interesse am

Thema der alternativen Proteine zeigte das große Zukunfts- und Wachstumspotenzial

dieses Marktes. Insgesamt trafen sich rund 50.000 Besucher aus 129

Ländern zur internationalen Leitmesse IFFA – Technology for Meat and Alternative

Proteins in Frankfurt am Main.

Die Emotionen und die Freude

über das persönliche

Wiedersehen zur IFFA waren

groß: Sechs Tage lang präsentierten

die Aussteller Innovationen

für eine nachhaltige und effiziente

Produktion und Verpackung von

Fleisch und alternativen Proteinen.

Die rund 50.000 Besucher zeigten

sich mehr als zufrieden mit ‚ihrem‘

Branchentreffen, das im normalen

dreijährigen Turnus, dem Innovationszyklus

der Industrie, stattgefunden

hat. Auch Wolfgang Marzin,

Vorsitzender der Geschäftsführung

der Messe Frankfurt, ist begeistert:

„Es war eine Freude durch die Hallen

zu laufen und die Branchenteilnehmerinnen

und -teilnehmer wiederzutreffen:

Eine fast euphorische Stimmung

hat die IFFA geprägt. Es war

deutlich zu spüren, wie erleichtert

alle waren, sich endlich persönlich

treffen zu können, Neuheiten zu diskutieren

und Geschäfte zu machen.

Die Branche hat ihre Innovationskraft

wieder einmal eindrucksvoll

bewiesen. Das globale Familientreffen

setzte erneut die Trends für die

nächsten Jahre – nicht zuletzt durch

die Erweiterung um die alternativen

Proteine.“

Branche mit Innovationskraft

Automatisierung und Digitalisierung

sind die Treiberthemen in der

Fleisch- und Proteinverarbeitung

und standen im Zentrum der Innovationen.

Die ausstellende Industrie

zeigte außerdem Lösungen und

Ideen zur Erhöhung der Energieeffizienz

und zur ressourcenschonenden

Produktion, um das von der EU vorgegebene

Ziel der Klimaneutralität

bis 2050 zu erreichen. Richard Clemens,

Geschäftsführer des VDMA

Fachverbands Nahrungsmittelmaschinen

und Verpackungsmaschinen,

ist mehr als zufrieden mit dem Messeverlauf

und betont: „Endlich kann

sich die Branche wieder treffen. Die

Stimmung auf der IFFA 2022 ist

außerordentlich gut. Die nationalen

und internationalen Besucher haben

hohes Interesse an den Innovationen

und vielfach ganz konkrete Projekte

in Planung. Die Freude darüber,

sich endlich wieder persönlich zu

begegnen, ist überall spürbar.“ Bei

den Verpackungen standen die Neuheiten

ganz unter dem Motto: „So

viel wie nötig, so wenig wie möglich“.

Neben der Recyclingfähigkeit

fokussieren sich die Hersteller auf

nachwachsende Rohstoffe: Biobasierte

Verpackungen als Alternative

zu Plastik aus fossilen Rohstoffen

weisen den Weg in eine umweltfreundlichere

Zukunft.

Nachwuchsförderung

Der Deutsche Fleischer-Verband

(DFV), unterstützt von der Nationalmannschaft

des Fleischerhandwerks,

stellte die Nachwuchsförderung in

den Mittelpunkt vieler Aktivitäten in

der Halle 12.0. Rundherum zufrieden

mit der IFFA zeigt sich auch Herbert

Dohrmann, Präsident des DFV:

„Ich bin zwar Optimist, aber dass

wir so viele unserer Kolleginnen

und Kollegen hier treffen durften

und dass solch eine großartige Stimmung

auf der Messe herrschen würde,

hätte ich auf keinen Fall erwartet.

Über 25 Prozent Steigerung bei der

Zahl der Produkte auf den internationalen

Qualitätswettbewerben, zwei

ganz neue Wettbewerbe für den beruflichen

Nachwuchs und ein starker

Auftritt unserer Nationalmannschaft

haben für ordentlich Leben auf unseren

Flächen gesorgt. Der Besuch

der IFFA hat sich für jeden Betrieb

der Fleischwirtschaft gelohnt, denn

die technischen und technologischen

Entwicklungen der letzten drei Jahre

waren nach meinem Eindruck gewaltig.

Die Messe hat ihre Aufgabe

als Innovationstreiber für die Branche

mehr als erfüllt.“

Alternative Proteine

Der Trend geht zum bewussteren

Konsum von Fleisch. Auf gewohnte

Ernährungsmuster wollen viele

dennoch nicht verzichten. Industrie

wie Handwerk entwickeln deshalb

immer perfektere Alternativen – der

Markt für Fleischalternativen auf

Pflanzenbasis oder aus Zellkulturen

wächst rasant. Es entstehen neue

Produkte, die auch einen weiteren

Innovationsschub für die Produktionstechnik

bedeuten. Diesen Trend

aufgreifend hat die IFFA erstmals ihr

Produktportfolio erweitert und Prozesstechnik

und Zutaten für alternative

Proteine mit in den Fokus gerückt.

Die Besucher zeigten großes

Interesse an pflanzenbasierten Fleischalternativen,

hybriden Produkten

und zellkultiviertem Fleisch – sowohl

auf den Ständen der Aussteller

als auch mit ihrer Teilnahme am

Event-Programm. So hatten insbesondere

die Konferenz von ProVeg

und die Discovery Tours, geführt

vom Good Food Institute Europe,

starken Zulauf. Fabio Ziemßen, erster

Vorsitzender beim Bundesverband

für alternative Proteinquellen,

zieht ein positives Fazit der ersten

IFFA-Teilnahme seines Verbandes:

„Die IFFA 2022 hat deutlich gemacht,

dass alternative Proteinquellen auch

zukünftig einen festen Platz auf der

internationalen Leitmesse haben

werden, der sich in den kommenden

Jahren immer weiter vergrößern

wird. Für Produzenten und Vertreiber

von alternativen Proteinquellen

ist es deshalb unverzichtbar, hier in

drei Jahren präsent zu sein. Wir freuen

uns darauf, diese Entwicklung

auch zukünftig als deutscher Branchenverband

zu begleiten und zu

gestalten.“

Überzeugt,

begeistert und inspiriert

Die Stände der Aussteller waren

voll: ob zwischen Kuttern, Transportstraßen

oder Verpackungsmaschinen,

vor Regalen mit Ingredienzien,

im Wettbewerbsareal des Fleischerhandwerks

oder in der IFFA

Factory – den Besuchern ging es vor

allem um die haptische Erfahrung.

Anfassen, riechen, schmecken, Maschinen

im Live-Betrieb sehen, sich

persönlich austauschen und das Wissen

erweitern – das stand ganz oben

auf der Agenda. Die Gesamtzufriedenheit

liegt mit 96 Prozent noch

höher als zur IFFA 2019 und somit

auf einem absoluten Top-Niveau.

Einer regelmäßig stattfindenden Besucherumfrage

der Messe Frankfurt

zufolge, waren 95 Prozent zufrieden

mit dem Angebot der Aussteller und

96 Prozent gaben an, ihre Messebesuchsziele

erreicht zu haben. Trotz

aktuell schwieriger Rahmenbedingungen

kamen die Besucher aus 129

Ländern nach Frankfurt – mit 72

Prozent Internationalität wahrt die

IFFA damit ihre hohe Relevanz für

die globale Branche. Zu den größten

Besuchernationen gehörten die Niederlande,

Italien, Spanien, Polen, die

USA, Brasilien, Österreich, Großbritannien,

die Schweiz und Frankreich.

Digitaler Raum

Bei der IFFA Digital Extension

konnten sich die Teilnehmer bereits

im Vorfeld kontaktieren, Termine

miteinander ausmachen und sich

über die Innovationen der Aussteller

informieren. Wer einen Vortrag

im IFFA Forum verpasst hat, hat

die Möglichkeit, sich die Aufzeichnungen

auf der digitalen Plattform

auch noch im Nachgang anzusehen.

Die IFFA Digital Extension verzeichnete

bis zum Ende der Messe

12.661 Zugriffe.

Mehr: iffa.messefrankfurt.com

20 03/22


Qualität durch Erfahrung

Das 1970 als Handelsunternehmen für Verpackungsmaschinen gegründete

Unternehmen Variovac PS SystemPack GmbH (Partner in Österreich

- Franz Gramiller & Sohn GmbH) zeigte während der IFFA seine neuesten

Lösungen. Die effizienten, kompakten und wirtschaftlichen Lösungen

zum Einstieg in das automatische Verpacken arbeiten bei der Firma mit

dem hochentwickelten VARIOVAC-RapidAirSystem.

So erreicht das Einstiegsmodell - die Optimus-Tiefziehmaschine

- problemlos eine

Verpackungsleistung von 13 Takten in

der Minute bei brillanter Ausformung und bester

Restfolienstärke. Hartfolien bis zu 500 mµ

werden mit dem RapidAisSystem zu perfekten

Schalen geformt. Eine stabile Edelstahlkonstruktion,

Hubsysteme mit hoher Schließkraft sowie

optimale Reinigungsmöglichkeiten und dadurch

höchste Hygiene und eine überzeugende Bedienerfreundlichkeit,

machen die Optimus zur führenden

Maschine in ihrer Klasse.

Halbautomat

Zu sehen war auch der halbautomatische Schalensiegler

Rotarius mit Doppelwekrzeugsystem.

Während diese Maschine die Schalen im Siegelwerkzeug

valutiert und begast, kann der Maschinenbediener

im vorderen Teil die fertigen Schalen

entnehmen und sofort wieder neue einsetzen.

Das verhindert Leerlauf und erhöht die Verpackungsleistung.

Die Rotarius überzeugt durch

die Vielfalt ihrer Anwendungsmöglichkeiten - ob

nur Siegeln oder MAP, Skin oder Gasspülung -

sie liefert jederzeit beste Verpackungen für Food,

Non-Food und Medizinprodukte. Der Wechsel

der Siegelwerkzeuge ist ohne Hilfsmittel möglich.

Vollautomaten

Mit der Linus 1100 zeigte das Unternehmen

auch einen Traysealer für das vollautomatische

Verpacken von siegelfähigen, vorgefertigten

Schalen in verschiedenen Formen aus PP, PET,

PS, Aluminium und beschichtetem Karton. Sie

ist konzipiert für das Hochleistungssegment der

Food Industrie. Die Maschine ist Modular aufgebaut

und kann jederzeit in Ein-Meter-Schritten

verlängert werden.

Mehr unter:

www.variovac.de

oder beim österreichischen Partner:

www.gramiller.at

LASTEN

SCHLEPPER

Die Transportroller von AUER

Packaging bewegen Ihre Behälter

spielend von A nach B. Ihre

Maße sind auf das Euro-Format

optimiert.

Die Maxi-Variante nimmt

Behälter von bis zu 80 x 60 cm

auf. Für besonders schwere

Transport-Aufgaben bis 500 kg

Last haben wir Stahlrohr-verstärkte

Versionen am Start. Für

das AUER Toolbox-System bieten

wir Transportroller mit einer speziellen

Aufnahme an.

Bei der Bereifung stehen Gummioder

Polyamidräder, Bock- oder

Lenkräder, optionale Feststellbremse

und ein Fadenschutz zur

Auswahl.

• Auf Euro-Maß abgestimmt

• Hohe Stabilität, bis zu

500 kg Traglast

• Leichtgängige Räder

• Alle Versionen stapelbar

Variovac poräsentierte auf der IFFA

seine Verpackungslösungen

03/22

www.auer-packaging.de

21


IFFA

Hochautomatisierte Komplettlinienlösung zur Verarbeitung

Verpackung von Bacon

Intelligente Komplettlinienlösungen aus einer Hand: Auf der IFFA zeigte

Weber (Partner in Österreich - Gramiller & Sohn), wie durch ganzheitliche

Linienkonzepte echter Mehrwert für Kunden geschaffen wird. Seit mehr als 40

Jahren ist Weber starker Partner der Lebensmittelindustrie. Denn seit mehr als

40 Jahren hat es sich das Unternehmen zur zentralen Aufgabe gemacht, innovative

und leistungsstarke Lösungen für die Verarbeitung und Verpackung von

Lebensmitteln zu entwickeln, die für Kunden echte Mehrwerte schaffen. Heute

bietet Weber daher ein breites Portfolio mit Komplettlösungen für die Aufschnittproduktion

und -verpackung – von der Vorbereitung des Rohprodukts

bis zur fertigen, geprüften Primärpackung.

Alles aus einer Hand, nahtlos

integriert und intelligent

vernetzt. Weber verbindet

starke Linienkomponenten zu noch

stärkeren Komplettlinienlösungen.

Diese Systemlösungen haben stets

einen ganzheitlichen Ansatz und

sind auf den Kunden und dessen

individuelle Bedürfnisse angepasst.

Auf dem IFFA Messestand präsentierte

Weber dem weltweiten Fachpublikum

zwei solche Linien-Konzepte,

die gleich mehrfach in Sachen

Innovation und Integration beeindruckten

und darüber hinaus einige

Weltpremieren mit im Gepäck hatten.

Eine davon war die hochautomatisierte

Weber Komplettlinienlösung

für die Verarbeitung und Verpackung

von Bacon.

Optimale Vorbereitung

für maximale Ausbeute

In diesem Linienkonzept zeigte

sich ein neues Level von Integration

und Automatisierung für mehr

Wirtschaftlichkeit in der Bacon-

Produktion. Effizienz und Präzision

sind unübertroffen und das bei

einer Qualität, die ihresgleichen

sucht. Möglich wird das durch viele

clevere Innovationen, die in dieser

Linie vereint sind, angefangen

bei der innovativen Weber Formpresse

wePRESS 5000. Mehr Leistung,

mehr Ausbeute, noch höhere

Automatisierung, kontinuierliche

Produktion: Die wePRESS ist eine

ideale Ergänzung des Weber Portfolios,

um die Lösungskompetenz

des Marktführers weiter auszubauen

und Lebensmittelproduzenten

ganzheitliche Linienlösungen aus

einer Hand anbieten zu können.

Besonders Produkte wie Streaky

Bacon, Back Bacon, Rohschinken

und Frischfleisch lassen sich mit

Foto: Weber

der wePRESS 5000 perfekt in Form

bringen. Dank der dynamischen und

vollelektronisch servogetriebenen

Mehrachsen-Presstechnologie werden

die Rohmaterialien sanft und

produktschonend, aber dennoch

kraftvoll geformt. Zur perfekten Integration

der wePRESS in eine Weber-

oder TEXTOR-Linie hat Weber

ein intelligentes Hubbeladeband

entwickelt, das sein volles Potenzial

insbesondere in Verbindung mit Weber

oder TEXTOR Slicern mit Variogreifertechnik

entfaltet. Neben der

Übernahme der geformten Produkte

und Weitergabe auf Einlaufhöhe

zum nachgeschalteten Scanner oder

Slicer ist das Hubbeladeband in der

Lage, die intelligente Verteilung auf

Spur 1 oder 2 beim 2-fach Schneiden

von unterschiedlich schweren

oder langen Produkten wie Bacon

zu übernehmen. Um die Spur mit der

geringeren Anzahl an Portionen aufzufüllen,

verteilt das Hubbeladeband

das längere oder schwerere Produkt

automatisch auf die zu vervollständigende

Spur. Mithilfe dieser sich

selbst optimierenden Technik werden

eine Leistungs- und Qualitätssteigerung

sowie die Minimierung

des Linienpersonals erreicht. Auch

der neue Weber Scanner weSCAN

5000 präsentierte sich erstmalig auf

der IFFA im Rahmen dieser Linie.

Im neuen weSCAN kommt Lasertechnik

zum Einsatz, die absolute

Scanpräzision bei maximaler Scangeschwindigkeit

erlaubt. Bei einer

wesentlich präziseren Messung sind

gleichzeitig mehr Leistung und damit

ein höherer Durchsatz pro Minute

möglich. Höhere Ausbeute und

perfekte Schneidergebnisse sind das

Resultat dieser technischen Meisterleistung

– insbesondere bei ungleichmäßigen

Naturprodukten wie Bacon

ein entscheidender Vorteil. Durch

das perfekte Zusammenspiel dieser

Weber Komponenten wird das Rohprodukt

optimal für die Verarbeitung

in höchsten Leistungsbereichen mit

maximaler Ausbeute vorbereitet.

Einzigartig in seiner Klasse:

der TEXTOR Slicer TS700

Weltweit steigende Rohstoffpreise

erfordern höchste Effizienz im

Umgang mit Rohmaterialien. Der

TEXTOR Slicer TS700 schneidet

die Produkte individuell und erzielt

damit immer das optimale Portionsgewicht.

Dies gelingt mithilfe der

zweispurigen VarioFeed-Produktzuführung:

Der uneingeschränkte

Produktlängenausgleich sorgt für

größtmögliche Ausbeute – auch bei

unterschiedlich langen Naturprodukten

wie Bacon. Noch weiter steigern

lässt sich die Ausbeute mit der

ab sofort für den TS700 verfügbaren

Vakuumgreifertechnik. Hierdurch

werden Endstücke der wertvollen

Produkte auf ein Minimum reduziert,

was für Kunden mehr Gewinn und

Wirtschaftlichkeit bedeutet. Ausstattungshighlights

wie das Weber

Durablade Performance Sichelmesser

sorgen darüber hinaus für beste

Scheibenqualität. Die Messer als

Herzstücke der Slicer kommen bei

Weber aus eigener Entwicklung und

Fertigung. In jedem Weber Durablade

Messer steckt daher ein Höchstmaß

an Know-how des weltweiten

Slicermarktführers. Obwohl der

TEXTOR Slicer TS700 mit seiner

extrem kompakten Bauweise nur einen

geringen Platzbedarf hat, erzielt

er dank großem Produktdurchgang

und sehr kurzer Wiederbeladezeiten

eine hohe Ausbringleistung. Umbauten

sind dank der Kassettenbauweise

schnell und werkzeuglos

umzusetzen. Das neue werkzeuglose

Produkthalter-Schnellwechselsystem

macht die Arbeit für das

Bedienpersonal noch ergonomischer

und einfacher. Ein weiterer Vorteil

ergibt sich durch das geniale Hygienekonzept:

In dem kompromisslos

offenen Design finden sich absolut

keine Hohlräume. Diese offene Bauweise

setzt selbst im Rahmen der

hohen hygienischen Anforderungen

in der Lebensmittelverarbeitung einen

neuen Hygienestandard und gewährleistet

gute Zugänglichkeit für

Reinigungs-, Wartungs- und Rüstarbeiten.

Insbesondere in der starken

Verbindung zwischen dem Slicer

und dessen Folgekomponenten wird

die umfassende Integration dieser

Linienlösung deutlich. Der TS700

ist in der Lage, die Liniengeschwindigkeit

selbstständig zu optimieren

und Folgekomponenten wie den

Einleger je nach Bedarf automatisch

zu beschleunigen. Vor allem bei

sensiblen Bacon-Portionen sind der

sichere, beschädigungsfreie Transport

und das präzise Einlegen tägliche

Herausforderungen innerhalb

22 03/22

Linienkonzept für Bacon-Anwendungen


der Produktion. Mithilfe dieses perfekten

Zusammenspiels wird somit

eine sichtbare Qualitätssteigerung

erreicht.

Der Spezialist für 2 auf 2

Anwendungen transportsensibler

Portionen

Zum Transport und für das Einlegen

der sensiblen Bacon-Portion ist

der neue Weber Bandeinleger we-

LOAD 7500 die ideale Wahl. Horizontaler

Produkttransport, perfektionierte

Geschwindigkeitsabläufe über

alle Bandeinheiten: Als Spezialist

für 2 auf 2 Anwendungen transportsensibler

Portionen wurde er

konsequent für ebendiese Aufgabe

entwickelt und mit cleveren Funktionen

ausgestattet. Durch die intelligente

Spurverteilung des weLOAD

werden die Portionen optimal zur

Weiterverarbeitung vorbereitet. Auf

diese Weise werden Give-away minimiert

und Gutausbeute maximiert.

Mithilfe der automatischen Twistkorrektur

werden die Bacon-Portion

präzise in die Verpackung eingelegt

– für weniger manuelle Eingriffe und

mehr Hygiene. Leerpackungen sind

in dieser Linie kein Thema mehr:

Durch die Variozuführung entstehende

Leerstellen werden mithilfe

zweigeteilter, voneinander unabhängiger

Pufferbänder einfach aufgefüllt.

Dank der umfassenden Vernetzung

mit allen Linienkomponenten

ist der weLOAD in der Lage, seine

Geschwindigkeit in Abhängigkeit

zu den anderen Linienkomponenten

selbstständig zu regeln. Die perfekte

Integration dieser leistungsstarken

Linie zeigt sich außerdem in der

Verbindung des Einlegers mit der

Verpackungsmaschine: Durch eine

clevere mechanische Integration

stützt sich der weLOAD auf die we-

PACK. Dadurch ist kein eigener Maschinenabstützfuß

im Bereich der

Verpackungsmaschine erforderlich.

Sicher und

nachhaltig verpacken

Höchste Ausbringungsleistung,

Qualität sowie Wartungs- und Servicefreundlichkeit:

Während der

letzten drei Jahre begeisterte die

Weber Tiefziehverpackungsmaschine

wePACK 7000 Kunden weltweit.

Auf der IFFA 2022 präsentierte sich

der Thermoformer in einer weiterentwickelten

Variante mit vielen

neuen, cleveren Details. Eines

der beeindruckenden Highlights

offenbart sich erst im Inneren der

Maschine: der speziell für die Bedürfnisse

der Lebensmittelindustrie

konzipierte Werkzeughub mit Servoantrieb.

Moderne Servotechnik

ist Standard bei der wePACK – damit

verzichtet Weber weitestgehend

auf teure Druckluft. Schnell, stark,

präzise: Zu 100 % aus Edelstahl

bestehend setzt der Werkzeughub

neue Maßstäbe durch das gewohnte

Weber Hygienedesign und ungeschlagene

Geschwindigkeiten für

höchste Ausbringleistung. In Sachen

Leistung beeindruckt außerdem

der neue Rollenscherenschnitt

mit Schnellwechselsystem. Maximal

fünf Minuten für den Wechsel

der unteren Messerwelle und nur

rund eine Minute zum Wechsel der

oberen Messerwelle – kein anderes

Schnittsystem im Markt ist schneller

und einfacher umzustellen. Hohe

Arbeitssicherheit ist dabei aufgrund

vormontierter Messer in der Wechselkassette

ebenso gewährleistet wie

einfache und leichte Durchführbarkeit

– auch für angelerntes Personal.

Dank der automatischen Einstellung

des idealen Anpressdrucks werden

zudem Stillstandszeiten reduziert

und aufwändiges Nachregulieren

gehört der Vergangenheit an. Eine

besonders wertvolle Funktion, die

aufgrund der umfassenden Vernetzung

und Integration der Linienkomponenten

realisiert wird, ist die

Portionsablagekontrolle. Liegt die

Portion im Siegelbereich der Packung,

wird die wePACK automatisch

gestoppt. Darüber hinaus werden

Korrekturmeldungen zur Tendenzregelung

der Beladegenauigkeit

im Upstreamprozess an Slicer und

Einleger übermittelt. Mithilfe dieser

technischen Finesse wird der Verarbeitungsprozess

kontinuierlich und

automatisch optimiert sowie Linienpersonal

für manuelle Korrekturen

im Einlegebereich eingespart.

Themen wie Nachhaltigkeit, Recyclingfähigkeit

und Ressourcenschonung

sind so präsent und relevant

wie nie zuvor. Daher kam auf der

IFFA bei dieser Linie ein thermoformbares,

auf Papier basierendes

alternatives Verpackungsmaterial

zum Einsatz, welches nicht nur die

Kunststoffverbrauchsabgaben laut

Verpackungsverordnung reduziert,

sondern zudem die neuen Vorgaben

des LEH erfüllt. Um die schützenden

und haltbarkeitsverlängernden Eigenschaften

der Verpackung nicht

zu beeinträchtigen, lassen sich die

Packungen ohne Vakuum formen,

sodass die Materialeigenschaften faserbasierter

Verpackungsstoffe nicht

in Mitleidenschaft gezogen werden.

Als flexibles und zukunftsfähiges Linienkonzept

lässt sich die wePACK

natürlich schnell auf andere Folienarten

umrüsten.

weSORT 500

Den Abschluss dieser Linie bildete

der neue Packungsvereinzeler

weSORT 5000 mit integrierter

Leer- und Schlechtpackungsausschleusung.

Mehrere Spuren lassen

sich mithilfe des weSORT auf eine

Spur vereinzeln. Zur Minimierung

von Abfall und zur Erhöhung der

Prozesssicherheit lassen sich darüber

hinaus bis zu fünf verschiedene

Kriterien zur Packungssortierung

einstellen, um leere Packungen

und definierte Schlechtpackungen

aus dem Prozess auszuschleusen.

Auch beim weSORT ergeben sich

die entscheidenden Vorteile wieder

aus der Integration: Die Steuerung

des weSORT ist in die wePACK

Verpackungsmaschine integriert,

was sich nicht nur in einer Kostenersparnis

durch Verzicht auf

zusätzliche Steuerungshardware

niederschlägt, sondern zudem ermöglicht,

dass Programmwechsel

zusammen mit der wePACK erfolgen

können. Minimierung von

Wechselzeiten sowie die Eliminierung

von Fehlerquellen beim Programmwechsel

sind das Ergebnis.

58

Kompromisslos

integriert und vernetzt

Neben der innovativen und leistungsstarken

Technik ergeben sich

insbesondere aus den Möglichkeiten

der Integration und Vernetzung vielseitige

Vorteile und Mehrwerte für

lebensmittelverarbeitende Betriebe.

Diese reichen von Qualitäts- und Effizienzsteigerung

über Erhöhung der

Transparenz und Prozesssicherheit

bis hin zur Minimierung des Personalbedarfs

an der Linie. Der ungehinderte

Datenfluss über die gesamte

Linie hinweg ermöglicht beispielsweise

gezieltes Portionstracking zur

Erhöhung der Effizienz. Das Bedienpersonal

hat jederzeit im Blick,

wo sich welche Portion befindet und

in welchem Zustand sie ist. Darüber

hinaus kann frei entschieden werden,

wie mit fehlgewichtigen Portionen

umgegangen werden soll. Alle Informationen,

Programme und Einstellungen

sind jederzeit und überall

an einem der Bedienpulte abrufbar.

Dabei ist es sogar mithilfe der Weber

OneControl Technologie möglich,

die komplette Linie wahlweise von

jedem beliebigen Bedienterminal zu

steuern. Das durchgängige und intuitive

HMI sorgt zudem für einfache

Bedienung.

Mehr unter: www.weberweb.com

oder beim österreichischen Partner:

www.gramiller.at

03/22

23


Innovative Leckagenkontrolle

Mit Ishida AirScan beseitigen Anwender den

Hauptgrund für Einzelhändler Produkte zu reklamieren!

Airscan ist ein marktführendes Leckagen-Kontrollsystem, das mithilfe

hochentwickelter Lasertechnologie Veränderungen des CO2-Niveaus

präzise erkennt. Erreichen Sie bessere Qualitätskontrolle, als herkömmliche

mechanische Systeme.

Ishida hat das AirScan entwickelt, um die Schwächen konventioneller

Leckagen-Kontrollsysteme zu überwinden. So können Sie sicher sein, dass

jede MAP-Verpackung, die Sie an den Einzelhandel liefern, den Kunden

in einwandfreiem Zustand erreicht.

Der Ishida AirScan verwendet ein marktführendes Lasermodul dass auf die

Erfassung der spezifischen Schwingungen von CO2-Molekülen ausgelegt ist.

Diese Schwingungen absorbieren die Energie der Laserstrahlen, was einen

Alarm und den Auswurf der defekten Verpackung auslöst.

Wichtige Merkmale:

r Überprüft bis zu 160 Packungen pro Minute

r Erkennt kleinste CO2-Leckagen bis 0,5 mm

r Liefert selbst bei Packungen mit einem CO2-Anteil

von nur 10 % zuverlässige Ergebnisse

r Keine Produktbeschädigung, selbst bei aussortierten Packungen

Mehr auch unter:

www.ishida.de

24 03/22


TV

präsentiert:

Ishida AirScan:

03/22

25


IFFA

Weniger Kunststoff, mehr Recycling

Das Thema Wiederverwertbarkeit spielt beim Verpacken eine herausragende

Rolle. Denn die Verbraucher wollen frische und hygienisch einwandfrei verpackte

Lebensmittel. Die Lebensmittelverpackungen haben vielfältige Anforderungen

zu erfüllen: Sie schützen ihren Inhalt, sorgen für eine lange Haltbarkeit

der Produkte, präsentieren sie in attraktiver Optik und kommunizieren wichtige

Informationen. Als wichtiger globaler Partner der Lebensmittelindustrie arbeitet

GEA (Partner in Österreich - Gramiller) gemeinsam mit führenden Material- und

Verpackungsherstellern an nachhaltigeren Lösungen, die nicht nur den Anforderungen

für Hygiene, Produktsicherheit und Qualität seitens der Hersteller, Händler

und Verbraucher gerecht werden, sondern auch die strengen gesetzlichen

Vorschriften zum Kunststoffverbrauch und Recycling erfüllen.

Die Folienmengen, die

für GEA Tiefziehverpackungsmaschinen

verwendet

werden, konnten in den vergangenen

Jahren mit dem Ziel, die

Wertschöpfung zu steigern, bereits

reduziert werden. Zusätzlich wurde

der Einsatz von erneuerbaren und

leichter recyclebaren Ressourcen

erhöht. Denn auch die Hersteller

von Lebensmittelverpackungen

setzen zunehmend auf vollständig

recycelbare und ressourcenschonende

Kunststoffverpackungen aus

Monomaterialien wie Mono PP

und Mono PE, da diese Folien eine

hochwertige Qualität garantieren.

GEA FoodTray

Mit dem GEA FoodTray, der seit

2019 auf dem Markt ist, ist die Verringerung

des Kunststoffverbrauchs

um bis zu 80 Prozent möglich – eine

große Herausforderung, da frische

Lebensmittel eine relative kurze

Haltbarkeit haben. Diese intelligente

Lösung, die in Zusammenarbeit

mit verschiedenen Partnern

entwickelt wurde, basiert auf einem

einfachen Verpackungsdesign, das

gleichzeitig die Wiederverwertbarkeit

erhöht.

CO 2 -Ausstoß verringern

„Dank GEA FoodTray können

GEA FoodTray ist auch auf die neueste Generation der GEA

PowerPak PLUS ausgelegt, die als ein Teil einer vollautomatischen

Aufschnitt- und Verpackungslinie auf der Fachmesse

IFFA 2022 in Frankfurt am Main präsentiert wurde. - Fotos: GEA

Hersteller Lebensmittel mit viel

weniger Kunststoff sicher verpacken.

Diese Lösung ist auch deshalb

so wichtig, weil sie der Gefahr

entgegenwirkt, dass noch mehr Lebensmittel

im Abfall landen, was ja

zudem den CO 2 -Ausstoß erhöht“,

bekräftigt Volker Sassmannshausen,

Head of Product Management &

Marketing bei GEA.

Maximale Frische und

Haltbarkeit für Lebensmittel

Die Schale dieser nachhaltigen

Verpackung besteht aus einem Karton

aus Wellpappe, der aus nachwachsenden

Rohstoffen hergestellt

wird und den Lebensmitteln darin

die nötige Struktur bietet. Für den

Barriereschutz sorgen eine dünne

Folie, die den Boden und die Seiten

des Schaleninnenraums auskleidet,

sowie eine dünne Flexfolie, mit

der die Verpackung versiegelt wird.

Beim Punktschweißen entsteht eine

Versiegelung zwischen der Deckelfolie

und dem oberen Bereich der

Innenfolie. Beide Folien bestehen

aus recycelbarem Kunststoff. Das

Ergebnis: Eine nachhaltige Verpackung

mit ausgezeichneter Produktoptik,

die maximale Frische, Haltbarkeit

und Lebensmittelsicherheit

bietet.

Leicht trennbar

Nach dem Entleeren des Inhalts

lassen sich beide Folien leicht wieder

von der Kartonschale trennen.

Somit können beide Materialien separat

recycelt werden. „Das Entfernen

der Innenfolie ist möglich, weil

sie nur an den Rändern der Papierschale

versiegelt ist und nicht über

die gesamte Länge und Breite des

Schalenbodens haftet. Die Leichtigkeit,

mit der die Bodenfolie von der

Schale entfernt werden kann, unterscheidet

den FoodTray von den

meisten anderen heute verfügbaren

Lösungen“, erklärt Produktmanager

Sassmannshausen.

GEA Power-Pak PLUS

GEA FoodTray ist auch auf die

neueste Generation der GEA PowerPak

PLUS ausgelegt, die als ein

Teil einer vollautomatischen Aufschnitt-

und Verpackungslinie auf

der Fachmesse IFFA 2022 in Frankfurt

am Main präsentiert wurde.

Diese leistungsstarke Tiefziehverpackungsmaschine

wartet mit Neuentwicklungen

auf, die die Qualität

und Sicherheit der Verpackungen

erhöht sowie die Verwendung

dünnerer Folien ermöglicht. Dazu

gehören innovative Heizsysteme

sowie ein neuartiges Evakuier- und

Begasungssystem.

Folie und Etiketten

aus gleichem Material

Die intelligenten Lösungen erfüllen

in idealer Weise die wichtigsten

Anforderungen an die Nachhaltigkeit

von Verpackungen. Auf

der GEA PowerPak PLUS Verpackungsmaschine,

die auf der IFFA

zu sehen war, kamen besonders

dünne Folien aus Monomaterialien

für die Unter- und Oberbahn zum

Einsatz. Auch die Etiketten bestehen

aus diesem Material, so dass

die Gesamtverpackung einschließlich

Etikett vollständig recycelt

werden kann.

Geringe Betriebskosten -

steigende Packungssicherheit

Mit GEA PowerJet wird über zwei

26 03/22

Mit dem GEA FoodTray ist die Verringerung des Kunststoffverbrauchs um bis zu 80 Prozent

möglich – eine große Herausforderung, da frische Lebensmittel eine relative kurze Haltbarkeit haben.


IFFA

seitliche Düsen das Evakuieren und

Begasen der Verpackung in der Siegelstation

sichergestellt. Das System

garantiert durchgängig äußerst

gleichmäßige niedrige Restsauerstoffwerte

bei geringen Betriebskosten

und gleichzeitig steigender

Packungssicherheit. Das Lochstanzen

der seitlichen Ränder entfällt

komplett. Es entstehen weder prozessbedingte

Schneidabfälle noch

Schneidstaub, Messerstanzen müssen

nicht mehr getauscht werden.

GEA PowerJet ist für den Einsatz

von Papierunterbahnen sowie Monomaterialien

besonders geeignet.

Zonenheizsystem

Die nachhaltigen Folien stellen

besondere Anforderungen an die

Heizsysteme vor dem Formprozess

in der Tiefziehverpackungsmaschine.

GEA bietet Lösungen hierfür an:

Das innovative Zonenheizsystem

GEA PowerHeat Z regelt gleichmäßig

die Temperatur und sorgt so für

eine gleichmäßige, optimale Aus-

formung jeder einzelnen Packung

- bis hin zu den Rändern. Die energieeffiziente

Beheizung zeigt ihre

Stärke besonders beim Einsatz von

Monoverpackungsmaterialien wie

Mono PP oder Mono PE. Mit dem

revolutionären Matrixheizsystem

GEA PowerHeat M können maßgeschneiderte,

packungsspezifische

Temperaturprofile erstellt werden,

die eine flexible Wärmeverteilung

erlauben. Die Lösung bewährt sich

besonders beim Einsatz von Monomaterialien,

da die Foliendicke

deutlich reduziert werden kann, ohne

Einfluss auf die Packungsfunktionalitäten

wie Restfolienstärke oder

Barriere-Eigenschaften zu nehmen.

Außerdem sinken signifikant die

Energiekosten, da bei beiden Systemen

lange Aufheizzeiten entfallen

und die Betriebstemperatur innerhalb

kürzester Zeit erreicht wird.

Mehr unter: www.gea.com oder

beim österreichischen Partner:

www.gramiller.at

Die Highlights des GEA FoodTray:

• FoodTray ist in verschiedenen Größen erhältlich

und auf allen Oberflächen bedruckbar.

• Der Karton kann zu 100 Prozent aus nachwachsenden

Rohstoffen hergestellt werden, wodurch im Vergleich zu

herkömmlichen Verpackungen für frische Lebensmittel

bis zu 80 Prozent weniger Kunststoff anfällt

(nach Gewicht).

• Die Verschlussfolie fungiert nach entsprechendem

MAP-Verpackungsvorgang (Modified Atmosphere Package)

als hochwertige Barriere.

• Sowohl die Wellpappe als auch die Folie

(Monomaterial, PP-basiert) können der Reststoffverwertung

zugeführt werden.

• Optisch und haptisch attraktiv für Verbraucher.

• Erfüllt unter anderem die im Verpackungsgesetz 2019

festgelegten höheren Recyclingquoten für

Kunststoffverpackungen.

Ausgezeichnet mit dem Österreichischen

Staatspreis Smart Packaging 2016

Ausgezeichnet verpackt!

EFFIZIENT

INNOVATIV

SICHER

03/22 27

www.pawel.at


IFFA

Komplett integrierte Systemlösung

Langusten mit Hochleistung verpackt

Mit einer integrierten Wiege- und Schalenverpackungslösung von Ishida

konnte der führende spanische Fischverarbeiter Gambastar den Ausstoß einer

seiner wichtigsten Produktlinien steigern. Bei der Verpackung frischer

Langusten in Schalen verschiedener Größen wird nun eine doppelt so hohe

Leistung erreicht. Die neu installierte Anlage kombiniert eine Mehrkopfwaage

CCW-RVE, einen Traysealer QX-1100-Flex sowie eine Kontrollwaage

DACS-G.

Gambastar mit Sitz in Burgos

ist mit einer aktuellen

Verarbeitungsmenge von

9.000 Tonnen pro Jahr eines der

am schnellsten wachsenden Meeresfrüchte-Unternehmen

Spaniens.

Die gefrosteten, gekühlten und

verzehrfertigen Produkte werden

unter der bekannten Eigenmarke

Gambafresh sowie unter Handelsmarken

vertrieben.

Neue Mehrkopfwaage

Durch die neue Ishida-Mehrkopfwaage

konnte Gambastar die Abfüllung

der Langusten im Vergleich

zu einer früher eingesetzen Linearwaage

von etwa 35 auf 70 Verpackungen

pro Minute beschleunigen.

Genauso wichtig ist die hervorragende

Genauigkeit. Bei einer typischen

520 g-Schale zum Beispiel

beträgt die Überfüllung lediglich

2% des Zielgewichts.

Bilder: © Ishida

Die Mehrkopfwaage CCW-RVE verdoppelte die

Geschwindigkeit bei der Verwiegung der Langusten.

Spezielles Verteilsystem

Die Langusten werden der

16-köpfigen Mehrkopfwaage

CCW-RVE über ein vibrierendes

Förderband zugeführt. Vom Verteilteller

gelangen die Langusten

in die Schalen und der Computer

berechnet in Sekundenbruchteilen

die beste Kombination der Teilgewichte

für das jeweilige Zielgewicht.

Ein speziell entwickeltes

Verteilsystem mit Senktrichtern

erledigt die präzise Abfüllung der

Meeresfrüchte in die Schalen.

Schalenversiegelung:

Ein Werkzeug

für drei Verpackungsformate

Anschließend übernimmt der

zweispurige Traysealer QX-1100

Flex die Versiegelung der Schalen.

Ein besonderer Vorteil der vollautomatischen

Maschine ist, dass für

die drei verschiedenen Schalengrößen

von 200 g bis 1 kg nur ein

einziges Werkzeug benötigt wird.

So kann der Wechsel zwischen den

Verpackungsformaten innerhalb

weniger Minuten erfolgen. Die

entsprechenden Voreinstellungen

lassen sich per Knopfdruck auf der

intuitiv zu bedienenden Steuereinheit

abrufen. Die intelligente Steuerung

des QX-1100 Flex umfasst

automatische Einstellfunktionen

und Servoantriebe. Das erlaubt

eine sorgfältige und konstante

Schalenversiegelung bei Hochgeschwindigkeit.

Finale Überprüfung

Abschließend wird das Gewicht

der Schalen einer finalen Überprüfung

unterzogen. Die Kontrollwaage

DACS-G verfügt über

eine von Ishida selbst entwickelte

außergewöhnlich schnelle und genaue

digitale Wiegezelle, die auch

in rauen Produktionsumgebungen

äußerst zuverlässig arbeitet. Per

Knopfdruck lässt sich zwischen

verschiedenen Wiegebereichen

wechseln, sodass Gambastar die

jeweiligen Verpackungsformate

flexibel verarbeiten kann.

Hohe Hygienestandards

Alle drei Ishida-Maschinen haben

eine reinigungsfreundliche

Konstruktion, wodurch Gambastar

strenge Hygienestandards einhalten

kann. Die Mehrkopfwaage

CCW-RVE mit ihrer wasserdichten

Bauweise gemäß Schutzart

IP66 erlaubt eine Nassreinigung,

für die alle Kontaktteile werkzeuglos

abgenommen und an einer

speziellen Waschwand aufgehängt

werden können.

Voll integrierte Lösung

„Uns überzeugte, dass Ishida aus

einer Hand eine voll integrierte

Lösung für die Verpackung der

links: Das Verteilsystem unter der Waage füllt die Langusten mit Senktrichtern in die Schalen.

rechts: Frisch versiegelt: Die Schalenverpackungen kommen aus dem Traysealer QX-1100-Flex.

28 03/22


Der RobotGrader erreicht Festgewichte bei sehr kleinen Stückzahlen

Zwei oder mehr Fleischstücke von unterschiedlicher Größe und Form

mit Festgewichten vollautomatisch abfüllen? Dazu noch die Produkte

in der Schale attraktiv drapieren? Der RobotGrader von Ishida schafft

das. Zu sehen gab es das revolutionäre Verpackungssystem auf der IFFA.

Mit Sicherheit das richtige Gewicht. Die Kontrollwaage

DACS-G gewährleistet die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen.

Der RobotGrader kombiniert Hochleistungs-Wiegetechnologie mit einem

Pick-and-Place-System. Herangeführte Fleisch- und Geflügelstücke

werden einzeln verwiegt und nach ihrer Form, Position und Ausrichtung

gescannt. Anschließend leistet eine Sortiersoftware die Auswahl der

Produkte zur Kombination. Die Maschine speichert die Informationen

einer Vielzahl verwiegter Produktstücke und optimiert die Zahl der

Schalen in Reichweite der Roboter-Greifarme für eine maximale

Auswahl. Die Fleischstücke werden gefasst und optisch

ansprechend in den Schalen platziert.

Langusten angeboten hat. Die Linie

erweist sich seit der Installation

als äußerst leistungsstark und

zuverlässig“, sagt Carlos Pineda,

Produktionsleiter bei Gambastar.

Ishida GmbH

Die Ishida GmbH mit Standorten

in Schwäbisch Hall und Hamburg

ist die für Deutschland und

Österreich zuständige Tochtergesellschaft

von Ishida Europe (Birmingham,

England). Das Unternehmen

konzipiert, produziert und

installiert innovative Wiege- und

Verpackungstechnologien für den

Food- und den Non-Food-Bereich.

Mehr unter:

www.ishidaeurope.com/de

Im Vergleich zu manueller Verarbeitung steigert der RobotGrader die

Leistung um das Zehnfache und verarbeitet bis zu 320 Schalen pro

Minute. Gleichzeitig sinkt

der Produktverlust in der

Regel um mehr als 90

Prozent, die Arbeitskosten

reduzieren sich typischerweise

um 70 Prozent und

es werden 30 Prozent

Aufstellfläche gespart.

Nachhaltige und flexible Folienverpackungen für den Versandhandel

Beck Packautomaten entwickelt Verpackungsanlage mit Bluhm-Etikettierer

Die Beck Packautomaten GmbH &

Co. KG aus Frickenhausen bei

Stuttgart ist spezialisiert auf das

vollautomatische Verpacken

unterschiedlichster Produkte in Folie.

Damit die Verpackungsanlagen noch

bedienerfreundlicher werden und

zudem nachhaltiger verpacken, hat

Beck Packautomaten jetzt ein neues

Maschinenkonzept entwickelt.

Wichtiger Bestandteil ist ein

Etikettendruckspender des

Kennzeichnungsanbieters

Bluhm Systeme.

„Nachhaltige und flexible Folienverpackungen

sind insbesondere für

Versandhändler interessant“, weiß

Alexander Deharde, Verkaufsleiter bei

Beck Packautomaten. „Unser neues

Maschinenkonzept beinhaltet nicht nur

ein neues Design, sondern auch viele

neue Features.“ So wird die Beutelgröße

der Versandverpackung an das

Produkt angepasst, um ein höchstmögliches

Maß an Ressourcen- und

Kostenersparnis zu erreichen. Gleichzeitig

verarbeitet die Anlage eine 80%

PCR-Folie. Dieses Material besteht zu

80 Prozent aus „Post Consumer Recycling“-Produkten.

Vollautomatisiert

versieht ein Etikettendruckspender

von Bluhm Systeme die Einheiten mit

Versandetiketten.

Zur Verpackung und Etikettierung

werden die Textilien einzeln oder in

Stapeln auf ein Förderband gelegt. Der

zugehörige Lieferschein mit Barcode

liegt hierbei kopfüber unter dem Produkt.

Ein unter dem Band befindlicher

Scanner scannt den Barcode des

Lieferscheins und schickt die Daten

an das ERP-System. Hier wird die zur

Sendung gehörige Versandadresse ermittelt

und an den Etikettendruckspender

vom Typ Legi-Air 4050 E übermittelt.

Auf Basis dieser Daten druckt das

System ein Versandetikett aus.

Währenddessen fahren die Produkte

weiter zwischen Folienbahnen, die

ober- und unterhalb des Förderbandes

sitzen. Noch vor der Folierung bringt

der Etikettierer das Versandetikett

auf die obere Folienbahn auf. Da die

Bahn schrägt nach unten läuft, wurde

auch der Spendestempel in Schräglage

montiert. Der Stempel taucht ab und

bläst das Versandetikett berührungslos

auf die Folie auf.

Der Etikettendruckspender ist für den

Dauerbetrieb und daher besonders zur

Etikettierung von Versandeinheiten geeignet.

Mit ihm lassen sich aber auch

andere Produkte wie zum Beispiel

Kartons oder Paletten kennzeichnen.

Das System kann Druckmodule aller

führenden Hersteller ansteuern und

Etiketten somit mit einer Auflösung

von bis zu 600dpi bedrucken.

Mehr zu dieser spannenden Anwendung

finden Sie unter:

bluhmsysteme.com/beck

Bluhm Systeme GmbH

Maarweg 33, D-53619 Rheinbreitbach

Telefon: +49(0)2224-7708-0

E-Mail: info@bluhmsysteme.com

Web: www.bluhmsysteme.com

03/22

29


IFFA

Aufschnittware

Spraysystem ersetzt Interleaver-Trennfolien

Höhere Effizienz, niedrigere Kosten, weniger Kunststoff und dennoch voller

Genuss: Auf den beiden Leitmessen Anuga FoodTec und IFFA 2022 stellte

MULTIVAC eine zukunftsfähige Lösung zum Verpacken von dünn geschnittenem

beziehungsweise stark haftenden Aufschnitt im Rahmen einer Slicerlinie

vor. Dank des innovativen Spraysystems MULTIVAC Sustainable Liquid

Interleaving kann auf die marktübliche Trennfolie für Lebensmittel (Interleaver)

zwischen den einzelnen Scheiben verzichtet und insbesondere der Kunststoffverbrauch

beim Verpacken auf ein notwendiges Minimum reduziert werden.

(siehe auch Fotos unten)

Bei Backwaren oder Süßigkeiten

ist das Verfahren

längst Standard. Jetzt präsentiert

MULTIVAC ein vielseitig

einsetzbares Spraysystem, das speziell

für das Verpacken von Wurst-,

Schinken- und Käseaufschnitt oder

veganen Alternativen ausgelegt ist.

Die Lösung kann selbst für Portions-formen

im Hauchschnitt (z.B.

Shaved Meat) eingesetzt werden,

für die ein klassischer Interleaver

nicht geeignet ist. Das platzsparende

Spraysystem lässt sich

problemlos in neue ebenso wie in

bestehende Slicerlinien integrieren.

Die einzelnen Scheiben werden optisch

ansprechend in der Packung

präsentiert. Vor allem aber haften

sie nicht aneinander und können

vom Konsumenten sauber aus der

Packung entnommen werden.

Einfaches Funktionsprinzip

Die Präzisionsdüsen des neuen

Spraysystems zerstäuben ein flüssiges,

geschmacks- und geruchsneutrales

Trennmittel, das auf die

jeweiligen Produkteigenschaften

des Aufschnitts wie beispielsweise

den Fettgehalt abgestimmt ist. Das

Trennmittel wird dabei gleichmäßig

auf die Unterseite der Scheiben aufgetragen.

Geschmack, Qualität und

Haltbarkeit des Produkts werden dabei

nicht beeinträchtigt.

Wirtschaftlichkeit

Die Lösung bietet allerdings

noch weitere Vorteile – vor allem

in puncto Wirtschaftlichkeit. „Bei

unserer Referenzberechnung, bei

der wir das Slicen und Verpacken

von Käse simulieren, verursachen

die typischen Trennfolien aus Polystyrol

insgesamt Kosten in Höhe

Fotos: Multivac

Nicht nur der Messestand von Multivac war grün und

nachhaltig gestaltet - auch die Lösungen der Firma sind es

von täglich 3.800 Euro. Die Kosten

für die Trennflüssigkeit hingegen

beziffern sich auf lediglich 425 Euro

– das entspricht einer Einsparung

von 85 Prozent“, erklärt Manfred

Achenbach, Senior Vice President

des Geschäftsbereichs Slicing. Auch

der ermittelte Zeitaufwand für das

Nachfüllen der Trennflüssigkeit

im Vergleich zum Nachfüllen und

Einfädeln der Interleaver-Rollen

ist insgesamt um bis zu 95 Prozent

geringer. Zu den weiteren Vorzügen

des Spraysystems zählen: weniger

Lagerfläche, längere Standzeiten

von Slicermessern und auch weniger

Materialeinsatz.

geordneten Liniensteuerung MUL-

TIVAC Line Control über das HMI

von Verpackungsmaschine oder Slicer

linienübergreifend, effizient und

vor allem sicher bedient werden.

Flüssighes Trennmittel

Im Demobetrieb der Linie schnitt

ein Slicer mehrspurig die Produktstangen

und besprühte jede

Scheibe mit dem flüssigen Trennmittel.

Auf einer Waage erfolgte anschließend

die Kontrolle der Einzelportionen.

Fehlgewichtige Portionen

wurden dabei mittels einer Wippe

zur manuellen Gewichtskorrektur

ausgeschleust, Portionen mit korrektem

Gewicht von einem Transportband

weitergeleitet und passend

zur Formatauslegung der Tiefziehverpackungsmaschine

gruppiert.

Die Portionen gleiten während des

Vorschubs in die Packungsmulden,

wobei dank des flachen Einlegewinkels

optimale Beladeergebnisse erzielt

werden. Nach dem Verpacken

mit Schutzatmosphäre gelangen

die MAP-Packungen schließlich

Messeexponat

Auf den beiden Messen zeigte

MULTIVAC das Spraysystem exemplarisch

auf einer leistungsstarken

Slicer-Tiefziehverpackungslinie.

Die Module für das automatische

Schneiden, Zuführen, Verpacken

und Etikettieren von Aufschnittware

sind dabei vollständig als Linie

integriert und können dank der überzu

einem Querbahnetikettierer, der

die erforderlichen Etiketten auf der

Ober- und Unterseite der Packungen

anbringt.

Zusätzlicher Mehrwert

In der Praxis hat sich die Technologie

bereits vielfach bewährt. Während

das Spraysystem schon seit

2018 bei einem Molkerei-Kunden

auf einem MULTIVAC Slicer erfolgreich

für das saubere Trennen

von Käsescheiben eingesetzt wird,

nutzt ein Produzent von Kochschinken

die Lösung zusätzlich zur

Verlängerung der Haltbarkeit seiner

empfindlichen Produkte sowie zur

Intensivierung des Geschmacks.

Grüner Messestand

Mit seinem breiten Portfolio an

innovativen Verarbeitungs- und

Verpackungslösungen präsentierte

sich MULTIVAC auf einem grünen

Stand dem diesjährigen Fachpublikum

in Köln und Frankfurt. „Wir

haben die Corona-Zwangspause genutzt,

um gemeinsam mit dem Atelier

Türke aus Balingen ein ressourcenschonendes

Messestand-Konzept

zu erarbeiten“, sagt Christian

Traumann, Geschäftsführender Direktor

bei Multivac. So kommen zukünftig

nur noch Teppichböden und

Kabinenwände zum Einsatz, die zu

100 Prozent recycelbar sind. Zudem

Materialien, die viele Messen überdauern

werden. Das Unternehmen

gleicht auch den CO 2 -Fußabdruck

des Messestandes, welcher sich trotz

aller Bemühungen nicht vermeiden

lässt, durch eine Investition in ein

Klimaschutzprojekt des internationalen

Klimaschutzspezialisten

Climate Partner aus. Um gleichzeitig

den regionalen Umweltschutz

zu unterstützen, fließt ein Teil des

Geldes in ein heimisches Bergwaldprojekt

im Oberallgäu. Naturschutz,

von dem sich auch Besucher des

Messestandes überzeugen können.

An einer RFID-Station konnten sie

mittels einer Chipkarte virtuell einen

Baum pflanzen.

Mehr unter:

www.multivac.com

30 03/22


Fast wie unverpackt

„Am liebsten würde ich die Verpackung ganz weglassen…“ erklärt Juergen

Schwald - Inhaber der BMS Papier Concept GmbH und weiter „Das geht

natürlich nicht, deshalb arbeiten wir bei BMS mit unseren Partnern daran,

Einwegverpackungen so nachhaltig wie möglich zu machen. Neben den klassischen

Verpackungslösungen entwickeln wir gemeinsam mit unseren Kunden

die Verpackung von morgen. Perfekte Produkteigenschaften auf Basis von

ressourcenschonender Herstellung.“

Eine seiner Entwicklungen

zeigte das Unternehmen

während der IFFA. Am

Stand von Variovac zeigte das Unternehmen

seine Lösung für Tiefziehverpackungen.

Dieses Material

aus Papier & Cellulose (Sichtfenster)

erlaubt es, die Verpackung

ungetrennt (Oberfolie mit Unterfolie)

in die Papiertonne zu werfen.

Die MAP-Verpackungen können

für Wurst und Käse ebenso wie

für Fisch verwendet werden. Das

Papier und die Cellulose sind aus

FSC-zertifizierter Forstwirtschaft

und haben eine Barriere-Eigenschaft

wie herkömmliche Kunststoff-Verpackungen.

Diese neue Verpackung

enthält kein EVOH als Barriere-

Schicht. Sie lässt sich auf allen gängigen

Tiefziehmaschinen (tiefziehbar

von 8 bis 25 mm) herstellen.

Papier statt Plastik

Unser Produkt hat mehrere Vorteile:

„Exzellente Siegel- und

Barriere-Eigenschaften, sehr gute

Haltbarkeiten (MHD), individuelle

Oberfolien-Lösungen, bedruckbar

innen und außen, FSC-Siegel, das

Material ist als home-kompostierbar

zertifiziert, Entsorgung der

kompletten Verpackung über Altpapier“,

erklärte Juergen Schwald

während der Messe.

Mehr unter: www.bms-web.de

Juergen Schwald:

„Die MAP-

Verpackungen

können für Wurst

und Käse ebenso

wie für Fisch

verwendet werden.“

03/22

31


WIRTSCHAFT

Fit für die Verpackungszukunft

Die Verpackungsindustrie ist dynamisch und entwickelt sich ständig weiter.

Die Anforderungen an Verpackungen haben sich in den letzten Jahren stark

verändert und werden dies auch weiterhin tun. Verbraucher und Gesetzgeber

fordern nachhaltige Verpackungslösungen, aber auch die Produkte selbst verändern

sich und erfordern andere Arten des Schutzes sowie eine dynamische

Präsentation in den Marktregalen. Wie man fit für die Verpackungszukunft

wird, behandelte der Greiner Packaging Innovation Day in der Packworld.

KOMPACK sprach dabei mit Manfred Stanek, CEO Greiner Packaging.

Harald Eckert im Gespräch mit

Manfred Stanek,

CEO Greiner Packaging

WKOMPACK: I N T E R V I E

Vorab darf ich zu

der gelungenen Veranstaltung gratulieren.

Nach der Corona-Zeit ist

dies wieder der erste Innovation

Day von Greiner Packaging. Wie

zufrieden sind Sie mit der Teilnehmerzahl?

Manfred Stanek: Sehr zufrieden.

Über 60 Besucher beweisen, dass

sich auch unsere Kunden wieder

auf den persönlichen Kontakt mit

uns gefreut haben.

KOMPACK: Prinzipiell hat es

der Kunststoff in der Öffentlichkeit

zur Zeit nicht immer leicht

- Schlagworte wie raus aus Plastik

- gehören zum Alltag. Deswegen

meine Frage - warum würden Sie

trotzdem gerade jetzt auch einem

Jugendlichen empfehlen, eine Ausbildung

im Verpackungsbereich,

speziell im Kunststoffbereich anzustreben?

Manfred Stanek: Ich glaube,

es gab noch nie so einen idealen

Zeitpunkt wie jetzt dafür. Klar ist,

dass es auch in Zukunft nicht ohne

Kunststoff gehen wird. Innovation

und Transformation werden der

Schlüssel sein, um all diese sich ändernden

Anforderungen nachhaltig

zu erfüllen! Kreativität ist also gefragt,

dies wiederum bietet gerade

jungen motivierten Mitarbeitern

riesige Chancen und eine intellektuelle

Herausforderung.

KOMPACK: Prinzipiell ist es

ja nicht so leicht, Kunststoffe sortenrein

zu bekommen. Das digitale

Wasserzeichen könnte dabei mithelfen.

Wie sehen Sie die Möglichkeiten?

Manfred Stanek: Das digitale

Wasserzeichen kann dabei helfen,

dass es eine bessere Identifikation

der Verpackungen vor dem eigentlichen

Recycling-Prozess gibt. Als

Verpackungshersteller und För-

32 03/22

derer einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft

engagieren wir uns

aktiv in der Entwicklung digitaler

Wasserzeichen. Wir sind in der Lage,

digitale Wasserzeichen, die für

das freie Auge unsichtbar sind, in

unterschiedlichen Dekorationen

von Verpackungen zu integrieren.

Wir sind auch Teil der HolyGrail

2.0 Initiative. Über 160 namhafte

Unternehmen aus der gesamten

Verpackungs-Wertschöpfungskette

arbeiten hier mit. Die Ergebnisse

der laufenden Tests stimmen uns

sehr positiv. Der Großteil unserer

Becher überzeugte mit einer über

90 Prozent Erkennungs- und Auswurf-Rate.

KOMPACK: Im heurigen Jahr

findet auch wieder die K in Düsseldorf

statt. Früher wurde oft auf diese

Weltleitmesse hingearbeitet um

hier Neuigkeiten zu präsentieren

- ist dies in der heutigen, schnelllebigen

Zeit noch möglich?

Manfred Stanek: Nur schwer

- nichtsdestotrotz bin ich davon

überzeugt, dass es die Weltleitmessen

weiter geben wird. Die Frage

ist nur, ob es auch in Zukunft noch

die oft riesigen Messestände geben

wird. Das persönliche Treffen wird

vielleicht noch mehr in den Vordergrund

treten als bisher.

KOMPACK: Die Verfügbarkeit

und die Preise der Rohstoffe sind

aktuell leider Tagesthema …

Manfred Stanek: Ja - wir können

zum Glück zwar sagen, dass wir

es in punkto Verfügbarkeit bis jetzt

gut geschafft haben, die Wünsche

unserer Kunden zu befriedigen, die

stetig steigenden Preise, die wir ja

zur Zeit überall erleben, sind natürlich

nicht gerade förderlich. Ein

Preistreiber war und sind die Energiekosten

- solange die Ukrainekrise

noch anhält, wird sich an dieser

Situation allerdings nichts positiv

verändern.

In der Kunststoffindustrie haben wir schon

lange erkannt, dass innovative Projekte nur

dann entstehen können, wenn wirklich die ganze

Wertschöpfungskette zusammenarbeitet.

KOMPACK: In der Coronazeit

hatten viele Firmen Kurzarbeit

oder sogar Existenzsorgen - blieb

da noch viel Zeit für neue Projekte?

Manfred Stanek: In den letzten

zwei Jahren blieben leider viele

neue Projekte liegen. Langsam ist

aber wieder Normalität eingekehrt.

KOMPACK: Trotz allem hat

Greiner Packaging einige Innovationen

auf den Markt gebracht und

wurde dafür auch ausgezeichnet.

Gerade letzte Woche wurde ja nach

dem Green Packaging Star Award

im letzten Jahr auch der Sonderpreis

im Bereich der Nachhaltigkeit

bei den World StarAwards an das

Gemeinschaftsprojekt Schulmilch

verliehen.

Manfred Stanek: Ja, Auszeichnungen

freuen uns natürlich. Ich

sage, hier feiern wir die Feste wie

sie fallen. Ich finde, sie sind auch

wichtig für die Entwicklerteams - da

sie der Beweis sind, dass man in

die richtige Richtung arbeitet. Man

darf dabei natürlich nicht vergessen,

dass in Produkten wie unseren

heim-kompostierbaren Kapseln

oder dem K3 ® r100 - der sich selbst

trennende Becher, wirklich viel Ar-


eit stecken. Produkte wie der tiefgezogene

T-IML Becher benötigen

weniger Material - schonen die Umwelt

und liegen im Trend der Zeit.

KOMPACK: Das Schulmilchprojekt

wurde gemeinsam mit PET

MAN, Starlinger & Co GmbH viscotec

und den Schulmilchbauern

eingereicht und gewonnen. Es fällt

auf, dass gerade im Kunststoffbereich

oft gemeinsame Projekte eingereicht

werden. Ist die Zusammenarbeit

in diesem Bereich besser als

in anderen Bereichen?

Manfred Stanek: Ja - in der

Kunststoffindustrie haben wir schon

lange erkannt, dass innovative Projekte

nur dann entstehen können,

wenn wirklich die ganze Wertschöpfungskette

zusammenarbeitet. Nur

ein ganzheitlicher Blick bringt Lösungen

vom Waste Management bis

zum Consumer. Aber das wiederum

macht den Job ja so spannend.

KOMPACK: Wie bereits angesprochen

sind die Preise für alle

teurer geworden. Merkt man die hohe

Inflation auch schon beim Kaufverhalten?

Manfred Stanek: In manchen Bereichen

merkt man schon, dass einige

Kunden ganz einfach zum günstigeren

Produkt greifen, auch wenn

dieses weniger sexy ist.

KOMPACK: Hätten Sie zum

Schluss noch einen Wunsch frei …

Manfred Stanek: … dann würde

ich sagen, es darf bei den ganzen

Teuerungen nicht sein, dass in der

ganzen Wertschöpfungskette nicht

alle gleich betroffen sind und manche

vielleicht sogar noch Gewinne

auf Kosten anderer kassieren. Preiskontinuität

wünschen wir uns natürlich

alle.

KOMPACK: Danke fürs Gespräch.

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● aut. Wickelfolienwechsler

● aut. Deckblattrollenwechsler

● Doppelwickelkopf uvm.

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03/22

33


KLIMASCHUTZ

Kreislaufwirtschaft gegen Klimakrise

Im Rahmen ihrer Jahresbilanz-Pressekonferenz erhöht die Altstoff Recycling

Austria AG (ARA) den Druck in Richtung Kreislaufwirtschaft: Pandemie,

Krieg und deren wirtschaftliche Auswirkungen durch Versorgungsengpässe,

Lieferkettenunterbrechungen oder Teuerungswellen hätten die Grenzen und

Verletzbarkeit des traditionellen ökonomischen Systems aufgezeigt. Kreislaufwirtschaft,

so ARA Vorstand Harald Hauke, sei die Lösung für langfristige

ökonomische und ökologische Stabilität. Dafür brauche es neben politischen

Weichenstellungen mehr Digitalisierung bei Unternehmen und mehr Incentivierung

bei den Endkonsument:innen.

Mit der Gründung der Digi-Cycle

GmbH setzt die

ARA dabei den nächsten

Schritt in Richtung digitale Lösungen

für mehr getrennte Sammlung.

Die Bereitschaft der Bevölkerung,

diesen Weg mitzugehen, ist

jedenfalls ungebrochen: Rund 1,08

Millionen Tonnen gesammelte Verpackungen

und Altpapier der österreichischen

Haushalte zeigen, dass

in Österreich Mülltrennung und Recycling

nach wie vor hohe Priorität

genießen.

Paradigmenwechsel

„Wir brauchen einen Paradigmenwechsel

– die Zukunft heißt

Kreislaufwirtschaft. Ohne sie kein

Klimaschutz, ohne sie keine langfristige

Stabilität“, betont ARA

Vorstand Harald Hauke. Politik und

Verwaltung seien gefordert, über

Partikularinteressen hinauszublicken

und dieses große Ziel im Auge

zu behalten.

Zentrale Herausforderung

Klimaschutz darf auch jetzt

nicht vergessen werden

„Für die Europäische Union ist

Kreislaufwirtschaft ein Schlüsselbereich

für Ressourcenschonung,

Rohstoffsicherung und Klimaschutz.

Die wirtschaftlichen und

politischen Verwerfungen der letzten

Monate können leicht dazu

führen, dass andere Themen als

Nachhaltigkeit in den Vordergrund

treten. Verständlich, aber wir dürfen

die zentrale Herausforderung

Klimaschutz nicht vergessen. Verpackungsrecycling

leistet dafür

einen wichtigen Beitrag. Wir begleiten

Unternehmen auch in wirtschaftlich

schwierigen Phasen auf

ihrem Weg zur Kreislaufwirtschaft.

Auf die ARA ist Verlass, wir wissen,

wie Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft

funktionieren“, so ARA

Vorstand Christoph Scharff.

Foto: APA/Heinz Stephan Tesarek

Hon.Prof. Dr. Christoph Scharff (ARA Vorstandsvorsitzender),

Mag. Alfred Berger (ARA Aufsichtsratsvorsitzender) und

Mag. Dr. Harald Hauke (ARA Vorstand)

Wirtschaftssystem

verändert das Klime

„Unser aktuelles Wirtschaftssystem

verändert das Klima noch

schneller als gedacht, wie aus kürzlich

veröffentlichten Prognosen

hervorgeht. Deswegen ist es unsere

Aufgabe, die Kreislaufwirtschaft

noch stärker voranzutreiben“, sagt

ARA Aufsichtsratsvorsitzender Alfred

Berger. Die ARA agiert dabei

mit mehr als 70% Marktanteil und

fast 30 Jahren Erfahrung als Expertin

und Innovationsführerin für eine

zirkuläre Wirtschaft. So konnten

die über 15.000 Kund:innen durch

die Entpflichtung ihrer Verpackungen

bei der ARA im Jahr 2021

mehr als 530.000 Tonnen CO 2

einsparen. Das entspricht in etwa

der CO 2 -Menge, die in 270.000

100-jährigen Fichten gespeichert

ist. Auch die Verpackungssammlung

der österreichischen Haushalte

blieb auf einem Top-Niveau.

Rund 615.617 Tonnen Papier

(0,2%), 253.690 Tonnen Glas

(-1,6%), 180.299 Tonnen Leichtverpackungen

(-0,1%) und 31.784

Tonnen Metall (-2,3%)wurden

trotz der Covid-Pandemie im letzten

Jahr getrennt gesammelt.

Dreimal C für den Klimaschutz

Ohne Kreislaufwirtschaft ist kein

Klimaschutz möglich – so lautet

die zentrale Botschaft der ARA.

Dafür hat sie drei Richtungen

definiert, die wirtschaftlich, gesamtgesellschaftlich

und bei den

Endkonsument:innen ansetzen:

Circular Economy, Community

und Convenience. So unterstützt

die ARA Unternehmen in ihren

Transformationsprozessen mittels

Circular Design, digitalisiertem

Stoffstrommanagement oder Nachhaltigkeitskommunikation

und

bietet mit kostenlosen Webinaren

rechtliche Orientierung im Regulierungsdschungel

an. Verstärkt

werden diese Aktivitäten durch

Bewusstseinskampagnen und Sozialforschungen,

um die Sammelmotivation

der Bürger:innen zu

steigern. Die Maßnahmen wirken:

Bereits jetzt erachten 96% der

Österreicher:innen die Mülltrennung

als sehr wichtig. „Unser Ziel

ist es, jede Verpackung zurück

in den Kreislauf zu holen. Dafür

wollen wir das Bewusstsein weiter

stärken und allen Bürger:innen die

Verpackung als Ressource näherbringen.

Denn ohne Kreislaufwirtschaft

wird es keinen wirksamen

Klimaschutz geben. Dafür braucht

es Circular Economy als wirtschaftlichen

Rahmen, eine Community,

die gemeinsam am Wandel

arbeitet und mehr Convenience,

um die Transformation bequem zu

realisieren“, so Hauke.

EU-Recyclingziele 2025

Die EU-Recyclingziele 2025 bedeuten

für Österreich unter anderem,

das Recycling von Kunststoffverpackungen

in den nächsten drei Jahren

verdoppeln zu müssen. „Die ARA

setzt auf Convenience – einfache

und bequeme Sammelsysteme – und

Unterstützung aus der Verhaltensökonomie

durch digitale Incentivierung.

Damit wollen wir die Sammelmengen

vor allem in der Zielgruppe

16–35 Jahre steigern und Littering

– Müll im öffentlichen Raum – vermeiden“,

erklärt Scharff.

34

03/22


Neue digitale

Lösung für Recycling

Die ARA setzt mit der Gründung

der Digi-Cycle GmbH einen solchen

strategischen Schritt in Richtung

Convenience. Der Gedanke

dahinter: Korrekte Mülltrennung

lässt sich einfach und bequem digital

erfassen und wird belohnt. Der

Start erfolgte bereits im Jahr 2021

mit einer App im Pilotversuch; ab

Jänner 2023 folgt nun ein Recyclingguide

für Konsument:innen.

Dieser bietet im Hinblick auf die

österreichweite Vereinheitlichung

der Sammlung 2023 (Sammlung

aller Kunststoffverpackungen)

bzw. 2025 (gemeinsame Sammlung

von Kunststoff- und Metallverpackungen)

eine Anleitung für

korrektes Mülltrennen. Im nächsten

Schritt wird die App um Incentivierung

für die breite Öffentlichkeit

erweitert.

Scannen

und fachgeretcht entsorgen

User:innen können dann nach

Download der App an der Verpackung

sowie an Sammelbehältern

angebrachte Barcodes scannen und

nach fachgerechter Entsorgung

Saropack

Schrumpffolienspezialist Nr.1

Prämien kassieren. Zahlreiche Markenartikel-

und Handelsunternehmen

sind bereits mit an Bord und

werden in den nächsten Wochen

bekanntgegeben. Digi-Cycle nutzt

das vorhandene Sammelsystem

mit 1,9 Millionen Sammelbehältern

für die Sammlung und weitere

1,8 Millionen Haushalte, die an die

Sammlung mit dem Gelben Sack

angeschlossen sind.

Fazit

Hauke abschließend: „Am Weg in

Richtung Kreislaufwirtschaft müssen

wir gemeinsam alle Hebel in

Bewegung setzen. Für den Klimaschutz

brauchen wir den Willen zur

Veränderung, sowie die Investitionsund

Innovationskraft aller: Wirtschaft,

Politik und Gesellschaft.“

Mehr auch unter:

www.ara.at

Klimaneutrale Schrumpffolien

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www.saropack.eu

03/22

35


DFTA AWARD

And the winner is ...

Scheyer Verpackungstechnik!

Der DFTA Award ist quasi der „Oscar“ des Flexodrucks. 2022 wurde Scheyer

Verpackungstechnik gleich sieben Mal in vier Kategorien nominiert – schon

das gilt in der Welt des Flexodrucks als absolute Topleistung. Dann aber auch

noch zwei Trophäen mit nach Hause zu nehmen – als einziger der gesamten

Branche – ist herausragend!

Scheyer ist als Druckprofi für

flexible Verpackungen bekannt

in der Branche – innovativ,

hochwertig, dynamisch und

lösungsorientiert sind nur einige

der Attribute, mit denen Scheyer

beschrieben wird. Mit anderen

großen europäischen Mitbewerbern

hält Scheyer Verpackungstechnik

locker mit – und das jetzt

auch mit Brief und Siegel – mit

zwei DFTA Awards.

DFTA

Die DFTA ist der Fachverband

der Flexodruck-Industrie und

gleichzeitig eine Forschungs- und

Entwicklungseinrichtung dieses

Druckverfahrens. Der Flexodruck

ist ein modernes Hochdruckverfahren

auf einem sehr hohen

Qualitätslevel. Formvariabel, für

verschiedene Farbtypen einsetzbar

und mit geringen Farbschwankungen

eignet sich der Flexodruck

für fast alle Bereiche des Verpackungsdrucks.

Perfektion

Bereits zum sechsten Mal wurden

die DFTA Awards für herausragende

Leistungen in der Verpackungsdruckbranche

verliehen.

Das Niveau, das die Einreichungen

erreicht haben, ist erstklassig und

erreicht einen extrem hohen Grad

an Perfektion. Druckqualität, Innovation,

Material, Komplexität,

Umweltaspekte sind nur einige

der umfassenden Bewertungskriterien.

Dabei geht die Richtung,

die sich bei den Einreichungen für

den Award klar herauskristallisiert

hat, klar zu Nachhaltigkeit und

Recycling. Damit setzt die Verpackungsindustrie

ein klares Zeichen

für die Zukunft.

Scheyer gewinnt

2 Awards und Sonderpreis

Scheyer Verpackungstechnik

durfte sich über 7 Nominierungen

im hochkarätigen Umfeld freuen!

Gewonnen hat Scheyer schließlich

in den Kategorien „Flexible Verpackung

Schmalbahn


DFTA AWARD

Gewinner in der Kategorie Etiketten

Mit einem aufmerksamkeitsstarken Etikett für Premium-Zwiebeln hat Bluhm

Systeme die Jury des DFTA Flexodruck Fachverband e.V. in der Kategorie

Etiketten überzeugen können. Der Award für exzellente und innovative Leistungen

im Flexodruck wird alle zwei Jahre vergeben. Bewertet werden die

Einreichungen nach verbindlichen Kriterien wie Innovation, Marktneuheit,

Druckqualität und Umweltaspekten.

Bluhm Systeme, internationaler

Lösungsanbieter für

industrielle Kennzeichnung,

konnte vor allem mit Druckqualität

und Handhabung punkten.

Das Etikett wurde in der hauseigenen

Druckerei im UV-Flexodruck

hergestellt und sollte die außergewöhnlich

hohe Gemüsequalität der

„Obstkultur Kasinger“ Burgkirchen

optisch unterstreichen. Gefordert

waren mehrfarbige, ungummierte

Etiketten in verschiedenen Größen

und Layouts, denen nachträglich

weitere Informationen per Thermotransferdruck

hinzugefügt werden.

Robuster 180gr-Karton

Bedruckt wurde ein robuster

180gr-Karton. Zur besseren Anbringung

an Netze und Säcke ist

ein ausgestanztes Aufhängeloch

im oberen Bereich angebracht.

Die Etiketten sind auf Rolle und

nach jedem Etikett perforiert. Herkunftsbezeichnung,

Gewicht und

Sorte werden im Betrieb mit einem

Thermotransferdrucker Zebra ZT

230 von Bluhm Systeme hinzugefügt.

Klarer Wettbewerbsvorteil

Als Vertreter der Firma Bluhm

Systeme nahm Volker Bluhm,

Mitglied der Geschäftsführung,

die Auszeichnung entgegen. „Ein

hochwertiges Etikett ist mehr als

nur ein attraktiver Eyecatcher. Es

ist ein klarer Wettbewerbsvorteil,

der die hohen Ansprüche eines Unternehmens

an sich und das eigene

Mit dem Etikett für Premium-Zwiebeln hat Bluhm Systeme

die Jury des DFTA Flexodruck Fachverband e.V. überzeugt

Bei der Preisverleihung

Produkt widerspiegelt. Dies sind

die gleichen Kriterien, die wir an

unsere Kennzeichnungslösungen

stellen. Daher freuen wir uns sehr

über diese Auszeichnung.“

Idee und Design

Die Idee und das Design für

„Zwiebeln aus eigenem Anbau“

stammt von der Werbeagentur

„PRODESIGN“ in Freilassing.

PRODESIGN hat mit Bluhm Systeme

das gewünschte Konzept

der „Obstkultur Kasinger“, einem

großen, landwirtschaftlichen Betrieb

im höchsten Qualitätsbereich,

verwirklichen können und liefert

dem Kunden nun alles aus einer

Hand.

Mehr unter:

www.bluhmsysteme.at

Die Lizenz zum Recycling.

Wir sammeln und recyceln rund 260.000 Tonnen Altglas pro Jahr.

Wir tun dies nach höchsten Umweltstandards und sozialen Benchmarks.

Das ist Circular Economy mit Mehrwert.

03/22

37


BluhmTV ist Ihr regelmäßiges Update aus

der Welt der Kennzeichnungstechnik.

In der aktuellen Sendung geht

es um folgende Themen:

• Flexible Folienverpackungen

für den Versandhandel

• DFTA Award 2022

für Bluhm Systeme

• Bluhm Systeme auf der

Hannover Messe und der LogiMat

Mehr unter:

www.bluhmsysteme.at

38 03/22


TV

präsentiert:

03/22

39


WELLPAPPE

Open the Future

Intelligente Wellpappeverpackungen liegen im Trend. Auf der einen Seite

haben die Aufholeffekte durch Corona, sowie der anhaltende E-Commerce

Boom und die Vorgaben des Handels, immer mehr Kunststoff zu ersetzen,

zu vollen Auftragsbüchern geführt. Auf der anderen Seite stehen die Rohstoffverknappung

und der stetige Preisanstieg. Umso wichtiger ist die gute

Zusammenarbeit mit den Kunden, um noch bessere und ressourcenschonende

Lösungen zu finden. Genauso wichtig ist aber auch die gute Zusammenarbeit

innerhalb einer Gruppe - wie auch das Beispiel Smurfit Kappa Süd zeigt.

Zu Smurfit Kappa Süd gehören

sowohl die österreichischen

Werke der Gruppe

(Ansfelden und Hörsching) wie

auch Feucht, Neuburg, Plattling

und Zwiesel. „Nicht jedes Werk

kann Spezialist in allen Bereichen

sein - zusammen sind wir aber die

Spezialisten sowohl für Bestellungen

mit kleineren Stückzahlen

(auch mit Konfektionieren), als

auch Endloswellpappe bis hin zu

High-End-Lösungen, im Druck (7

Farben) und auch im E-Commerce-

Bereich.“ erklärte CEO Smurfit

Kappa Interwell Michael Haingartner

bei einem Besuch im letzten

Jahr. Smurfit Kappa Süd wiederum

gehört zur DACH-Gruppe - auch

hier wird Zusammenarbeit großgeschrieben,

wie sich KOMPACK

jetzt bei einem Besuch in Plattling

überzeugen konnte.

Plattling

Nahe der österreichischen Grenze

befindet sich dieses Werk, wo auch

das Customer Experience Centre

von Smurfit Kappa Süd angesiedelt

ist. Weltweit gibt es über 25 Experience

Centres von Smurfit Kappa.

Kunden bekommen hier tiefe

Einblicke in die Möglichkeiten papierbasierter

Verpackungen, lernen

wichtige Erkenntnisse in Bezug auf

das Verhalten von Konsumenten

kennen, analysieren Trends in der

Lieferkette und machen sich mit

fortschrittlichen Werkzeugen für

Papier- und Verpackungsdesign vertraut.

Auch mittels moderner Datenbanken

können hier Kunden ideale

Verpackungslösungen für Ihre Produkte

finden. „Es stehen im sogenannten

Shelf Viewer über 170.000

Regalansichten zur Verfügung und

in Innobook - der wahrscheinlich

weltweit größten Verpackungsdatenbank

eine Vielzahl an umgesetzten

Lösungen zur Verfügung, die

für neue Projekte sehr hilfreich sein

können.“ sagt Frank Graf/Regional

General Manager Süd.

Frank Graf/Regional General Manager Süd und der General Manager von

Plattling, Markus Huemer zeigen stolz die Möglichkeiten von Innobook

Store Visualizer

Der durchschnittliche Einkaufsprozess

in einem Supermarkt dauert

insgesamt etwa 20 Minuten. Die

Kunden kaufen durchschnittlich

15 Artikel pro Besuch einer Filiale,

wobei sie jedes Produkt, das

sie kaufen, innerhalb von nur 12

Sekunden auswählen. Es ist daher

unglaublich wichtig, das Design

der Verpackung auffällig und ansprechend

zu gestalten. Allerdings

ist es kostspielig und risikoreich

neue Verpackungsdesigns zu entwickeln,

zu produzieren und deren

Erfolg erst am Point-of-Sale zu beurteilen.

Mit dem Store Visualizer

können Kunden Prototypen Ihrer

Verpackung in einer vollständig

simulierten Supermarktumgebung

betrachten, sodass Sie die Wirkung

im Regal beurteilen können, bevor

Sie Ressourcen für die Entwicklung

und Markteinführung einsetzen.

Das richtige Schlichten der Verpackungen auf

einer Palette wird oft unterbewertet.

Um bei den Videos, die Besucher

des Experience Centres im eigenen

Kinosaal ansehen können, ein möglichst

reales Bild zu zeigen wurden

sogar Videospielprogrammierer engagiert.

Mittels Eye-Tracking kann

man heute schon feststellen wie

sich die eigenen Augen vor einem

gefüllten Regal verhalten und wo

die Blicke hin schweifen. Damit

können sich Kunden ein Bild machen,

wie ihre zukünftigen Verpackungen

aussehen sollen. „Oft sind

es nur geringfügige Änderungen

am Verpackungsdesign, an der Materialzusammensetzung

oder an der

Palettierung die Ergebnisse erheblich

beeinflussen können.“ erklärt

Frank Graf. Im Experience Centre

sind Verpackungen mit Beispielen

aus vielen Branchen auf der ganzen

Welt ausgestellt. Auch über die Ergebnisse,

die mit den Exponaten

erreicht wurden, wird informiert.

„Einfache Standardprodukte können

gerne in unserem Onlineshop - shop.

smurfitkappa.com bestellt werden

- wir konnten aber hier schon viele

gelungene Lösungen gemeinsam

mit unseren Kunden entwerfen.“

so der neue General Manager von

Plattling, Markus Huemer, der bis

vor Kurzem noch der Werksleiter

von Smurfit Kappa Wellkart in Hörsching

war.

Vom Start-up

bis zum Industriekunden

„Wir beraten und begleiten auch

gerne kleinere Kunden und Startups,

um die richtige Lösung vom

Start weg zu finden. Die Beratung

geht dabei manchmal auch über

die Verkaufs- und Versandverpackung

hinaus. So haben wir einem

namhaften Müslihersteller auch

dabei geholfen die richtige Verpackungsmaschine

für Ihn zu finden.

Da er zu einem Großteil die verschiedenen

Produkte direkt an die

Kunden versendet ist von Einkauf

zu Einkauf eine maßgeschneiderte

Verpackungslösung die richtige Lösung.

Auf der Verpackungsmaschine

kommt jetzt Endloswellpappe

oder auch fanfold® von uns zum

Einsatz. Fanfold ist eine optimale

und flexible Verpackungslösung

für Unternehmen, die Produkte unterschiedlichster

Größe vertreiben

und dabei aktuell eine Vielzahl verschiedener

Verpackungslösungen

einsetzen. Unsere Endloswellpappe

40

03/22


Unterschiedliche Lösungen die bei einen

Workshop im Molkereibereich gezeigt wurden

stolz darauf in einigen Bereichen

wie Bag in Box und im Bereich

Wellpappkarton & Kraftliner in

Europa die Nummer 1 zu sein - in

allen Bereichen wollen wir aber zumindest

unter den besten 3 sein“ erklärt

stolz Frank Graf - gibt es aber

nicht nur interne Zusammenarbeit

- sondern auch Wettbewerb. Frank

Graf: „So treten die kreativsten

Köpfe jedes Jahr zu einem internen

Wettbewerb an - stolz kann ich sagen:

letztes Jahr hat ein Mitarbeiter

aus Plattling gewonnen.“ Beim

Rundgang durch das Werk wird in

den Designabteilungen gerade an

Verpackungs- und Displaylösungen

für die Kunden in der Adventszeit

gefeilt - vielleicht wird wieder eine

davon der nächste Sieger dieses

Wettbewerbs. Zum Abschluss hier

noch ein Zitat von Elie Wiesel, das

genau zu den Profis aus Plattling

passt: „Man muss nicht schlecht

sein, um besser werden zu wollen!

Im Gegenteil: Erfahrungsgemäß

sind nur die GUTEN bereit, neue

Ideen aufzugreifen, zu Lernen und

sich zu entfalten.“

Mehr unter:

www.smurfitkappa.com

ist zudem eine deutlich günstigere

und flexiblere Lösung, weil durch

optimal auf Ihre Produkte zugeschnittene

Verpackungen nicht nur

Ihre Materialkosten gesenkt werden,

sondern auch Ihr Bedarf an

Lagerfläche reduziert wird. Damit

spart der Kunde Prozesskosten,

Lagerkosten und Transportkosten.“

erzählt Frank Graf. Dieses Beispiel

zeigt wie wichtig es auch für einen

Kunden sein kann einen Partner an

der Seite zu haben der sowohl Papier-

und Verpackungsproduzent als

auch Verpackungsmaschinen- und

Recyclingspezialist ist. Frei nach

dem Motto „Open The Future“ der

weltweiten Markenkampagne von

Smurfit Kappa. Sie basiert auf der

globalen Erfahrung des Unternehmens

in den Bereichen Verpackung,

Papier und Nachhaltigkeit zur Lösung

realer Herausforderungen

- basierend auf umfassenden Konsumenten-

und Brancheninsights.

Der richtige Versand

Ist die richtige Verpackung für den

jeweiligen Kunden gefunden ist eine

weitere oft leider unterbewertete

Aufgabe das richtige Schlichten der

Verpackung auf einer Palette. „Mit

Hilfe von dem Tool Pack Expert

das auf 90.000 Supply Chains und

wissenschaftlichen Methoden passiert

finden wir auch hier die beste

Lösung für unsere Kunden.“ erklärt

Markus Huemer.

Versorgungssicherheit

Doch die besten Lösungen helfen

nicht wenn es keine Versorgungssicherheit

gibt. So wird die Nachfrage

nach Verpackungen im Wellpappebereich

so wie es aussieht

stärker steigen als die Papier-Produktionswerke

liefern werden können.

„Deswegen sind wir auch froh

darüber eigene Papier-Produktionswerke

im Hause zu haben. Auch auf

Grund dieser Fakten wurde erst vor

kurzer Zeit in das Werk in Verzuolo/Italien

investiert.“ erklärt Frank

Graf.

Wettbewerb

Um den eigenen hohen Ansprüchen

gerecht zu werden - „Wir sind

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03/22

41


KENNZEICHNUNG

Logett investiert weiter

Kurz vor Corona eröffnete das familengeführte Unternehmen Logett eine rund

1.000 Quadratmeter großen neue Lagerhalle. Trotz der turbulenten letzten

zwei Jahre erwies sich dieser Schritt goldrichtig. „Gerade das moderne Lager

ermöglicht uns eine bestmögliche Verfügbarkeit an Vormaterialien um unseren

Kundenwünschen gerecht zu werden.“ erklärt Kurt Pichler, dessen Sohn seit

zwei Jahren die Geschäftsführung übernommen hat.

Die Firma Logett in Frastanz

hatte auch auf Grund dessen

eine positive Geschäftsentwicklung

in der letzten Zeit.

Dank der guten Auftragslage wurde

aktuell in eine weitere (die achte)

Weiterverarbeitungsmaschine investiert,

die im Sommer installiert

werden wird.

Lieferprogramm

Der Spezialist für Logistiketiketten

(blanko bis sechsfärbig bedruckt),

die im UV Flexodruck,

Digitaldruck und mit Flexo Wasserfarben

gedruckt werden, werden

überall dort eingesetzt, wo es darum

geht, Waren und Gebrauchsgüter

auszuzeichnen, um diese auf

ihren Transportwegen und Lagerstationen

jederzeit identifizieren

zu können. Zum Lieferprogramm

gehören auch die für den Thermotransferdruck

erforderlichen Farbbänder

(TTB) in allen vorausgesetzten

Abmessungen, Farben und

Qualitätsklassen. In diesem Sinne

ermöglicht die perfekte Abstimmung

von Etikettenmaterial, Thermotransferband

und Drucker optimale

Ergebnisse der logistischen

Abläufe und Warenauszeichnungen.

Theurer C3

Damit man den Kunden noch

mehr Service bieten kann wurde

Blick in die Produktion und den Maschinenpark

der aktuell wieder erweitert wird.

vor einiger Zeit auch auf eine spezielle

Etikettensoftware umgestellt

– Theurer C3 – diese gewährt den

Kunden auch volle Rückverfolgbarkeit.

„Die Kunden wollen immer

schnellere und kürzere Wege

gehen – wir liefern Ihnen auch mit

Hilfe der neuen Software die Möglichkeit

dazu.“ erklärt Geschäftsführer

Manfred Pichler.

Alle gängigen Materialien

Logett fertigt mit allen gängigen

Materialien – von den klassischen

Papier-Etiketten bis zu Kunststoffund

Folien-Etiketten aus Polyethylen

(PE) oder Polypropylen (PP).

Verschiedenste Klebstoffvarianten

wie permanent haftend, ablösbar

oder Tiefkühlkleber sind im Einsatz.

Einsatzbereiche

Für Preis-, Waage- und Regalauszeichnungssysteme

werden

Logett-Etiketten im Groß- und

Einzelhandel, in der Lebensmittel-

und Gebrauchsgütererzeugung

Geschäftsführer Manfred Pichler

bis hin zur Chemie und Pharma

eingesetzt. Letztlich sind sie auch

im Postversand und im Dienstleistungsbereich

unverzichtbar. Die

selbstklebenden Etiketten bieten

in dieser Hinsicht großen Freiraum

für von den Kunden selbst

einzudruckende Informationen

wie EAN-Code, Verbrauchs- und

Gebrauchsdaten, Gewichts- und

Preisangaben oder anderer flexibler

Daten. „Attraktive Etiketten

sind ein wichtiges Brandingelement

am Point of Sale (POS).

Steigerung der

Wirkung und der Wertigkeit

Sie dienen nicht nur der Kennzeichnung,

sondern tragen entscheidend

zur Steigerung der

Wirkung, der Wertigkeit und damit

zum Kaufentscheid bei. „Wir

produzieren bedruckte Selbstklebe-Etiketten

für verschiedenste

Branchen wie Industrie, Handel,

Lebensmittel oder Getränke.“

Maschinenpark am

neuesten Stand der Technik

„Alles wird individuell nach Ihren

Wünschen gefertigt – Form, Materialien

und Qualitätsstufen sind

keine Grenzen gesetzt.“ erklärt

Kurt Pichler und weiters: „Unser

Maschinenpark ist auf dem neuesten

Stand der Technik. Unser erfahrenes

Team liefert im UV-Flexodruck

und Digitaldruck konstant

hohe Qualität.“

Mehr unter:

www.logett.at

42 03/22

Außenansicht

des 1998 gegründeten

Frastanzer Unternehmens Logett.


WELLPAPPE

Drei Auszeichnungen für Rondo

Die Rondo Ganahl AG wurde in diesem Jahr mit dem begehrten WorldStar

Packaging Award ausgezeichnet – und das gleich doppelt: die patentierte Versandbox

mit Rücksendefunktion wurde in der Kategorie E-Commerce prämiert,

der Feuerholzspender mit Tragegriff überzeugte in der Kategorie Haushalt.

Ebenfalls punkten konnte das unternehmen beim Golden Pixel Award.

beim Konsumenten aus. Dass das

Display mit dem Golden Pixel

Award 2021 ausgezeichnet wurde,

ist eine weitere schöne Bestätigung

für die Zusammenarbeit des gesamten

Teams!“

Der WorldStar Packaging

Award hebt innovative

Verpackungskonzepte auf

eine internationale Bühne und setzt

dadurch hohe Maßstäbe für die gesamte

Branche. Diese Auszeichnungen

bestätigen eindrucksvoll die

Innovationskraft unserer Entwicklungsabteilungen

in Frastanz und St.

Ruprecht“, freut sich Hubert Marte,

Vorstandsvorsitzender der Rondo

Ganahl AG, über die Erfolge seiner

Teams. Da die Awards nach zwei

Jahren virtueller Zeremonien heuer

wieder persönlich überreicht wurden,

reiste eine Rondo-Delegation

Anfang Mai zur Verleihungs-Gala

nach Mailand.

Versandbox mit Rücksendefunktion

– ganz ohne

Klebehilfsmittel

Die einzigartige Verpackungslösung

von Rondo St. Ruprecht (Steiermark)

benötigt im Gegensatz zu

herkömmlichen Versandboxen mit

Rücksendefunktion weder einen

Aufreißfaden aus Kunststoff noch

ein abziehbares Klebeband. Und

das sowohl beim Versand durch

den Händler als auch bei der eventuellen

Rücksendung durch den

Konsumenten. Die ökologische

Monoverpackung besteht somit

zu 100% aus Wellpappe, ist wiederverwendbar

und vollständig recycelbar.

Vor allem die integrierte

Rücksendefunktion begeisterte

die internationale Jury in der Kategorie

E-Commerce: sollte der

Inhalt nicht den Vorstellungen des

Empfängers entsprechen, wird der

ursprüngliche Innendeckel zum

Außendeckel, und die Verpackung

kann ganz ohne Verklebung wie-

der sicher verschlossen und für den

Rückversand fertig gestellt werden.

Siegerprodukte:

Versandbox und

Feuerholzspender

Bild unten: Bei der

World Star

Verleihung

Nachwuchs-Designer

Besonders erfreulich ist für Rondo

die Verleihung des Preises in

der Kategorie Haushalt. Der Feuerholzspender

wurde vom ehemaligen

Lehrling und nun Jungdesigner

in der Entwicklungsabteilung

in Frastanz, Alexander Erath, in

Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer

Vorarlberg (Innung

der Hafner, Platten- und Fliesenleger)

kreiert. Bei diesem Konzept

überzeugt nicht nur die nachhaltige

Verpackung, auch der Inhalt ist ein

regionales Naturprodukt: das Anzündholz

stammt aus der Schindelherstellung

im Bregenzerwald.

Zudem sorgt der Wellpappe-Tragegriff

des Feuerholzspenders für

einfaches Handling und das Holz

kann dank der innovativen Klappe

ohne Verschmutzung des Umfeldes

entnommen werden. Durch den

Aufdruck der Anfeuer-Anleitung

ist außerdem nicht nur das Design

nachhaltig, bei richtiger Umsetzung

wird auch die Feinstaubbelastung

verringert. „Dieses Verpackungskonzept

samt Inhalt verbindet vier

wichtige Aspekte auf hohem Qualitätsniveau:

Innovation, Regionalität,

Nachhaltigkeit und den hohen

Stellenwert der Fachkräfteaus- und

Weiterbildung bei Rondo. Der

Award ist daher nicht nur eine Auszeichnung

für die Verpackung, sondern

für die gelungene Zusammenarbeit

des gesamten Projektteams“,

betont Hubert Marte die Bedeutung

des Preises für das Unternehmen.

Golden Pixel Award

Das monumentale GRAYL Display

für Trinkwasserflaschen, das

bereits mit dem begehrten Wellpappe

Austria Award 2021 ausgezeichnet

wurde, überzeugte auch die Jury

des Golden Pixel Awards 2021 und

erhielt kürzlich den Preis in der Kategorie

„Wellpappeprojekte“.

Verleihung

Die Verleihung der 20. Golden

Pixel Awards fand nach mehreren

Verschiebungen im April in der

Ottakringer Brauerei in Wien statt.

Unter den Gala-Teilnehmern war

auch Karl Pucher, Geschäftsleiter

des Rondo-Standortes in St. Ruprecht,

der sich besonders über die

Auszeichnung freute: „Unser Entwicklungsteam

hat für die GRAYL

Wasserfilterflaschen einen wirklich

einzigartigen Display umgesetzt,

der zur Gänze aus Wellpappe besteht.

18 Einzelteile werden ohne

Verklebung oder zusätzliche Nicht-

Wellpappe-Teile zusammengebaut

und sind so konstruiert, dass die

Einzelverpackung der Trinkflasche

sich im Display wiederfindet.

Sprich, sie fügt sich optisch perfekt

in das Konzept eines Outdoor-

Abenteuers ein und löst einen sofortigen

Wiedererkennungswert

Maßgeschneidertes Display

Das maßgeschneiderte Display

spiegelt alle Versprechen des Produktes

am POS wider: haptisch rau,

nachhaltig und individuell. Daher

wurde in Zusammenarbeit mit der

Agentur d-werk eine naturbelassene

Oberfläche eingesetzt, die Optik

des schwarzen Granits konnte

durch wasserbasierten Digitaldruck

nachempfunden werden – ein Verfahren,

das im Einklang mit dem

Gedanken der Nachhaltigkeit steht.

Tom Maier, Geschäftsführer der d-

werk GmbH, Ravensburg, hebt die

technischen Raffinessen hervor:

„Im Seitenkorpus wurde durch ein

verstecktes Regal zusätzlicher Stauraum

integriert, um die Produkte

möglichst rasch nachbestücken zu

können. Und optional wird ein Tablet-PC

in der dafür vorgesehenen

Halterung mitgeliefert, auf dem

die Anwendung der Trinkwasseraufbereitung

in den Flaschen erläutert

wird.“ Dies macht nicht nur

die GRAYL Trinkflasche zu einem

einzigartigen Produkt für das Filtern

von verunreinigtem Wasser,

sondern auch das mehrfach preisgekrönte

Display von Rondo.

Mehr unter:

www.rondo-ganahl.com

03/22

43


INTRALOGISTIK

Planbare Autonomie für AMR

So vielfältig wie die Anforderungen an fahrerlose Transportsysteme sind die

von DS AUTOMOTION in beinahe 40 Jahren entwickelten Lösungen dafür.

Die neue Fahrzeugsoftware ARCOS verleiht den Fahrzeugen des Premiumherstellers

die Fähigkeit, zwischen dem virtuell spurgeführten Betrieb als FTF/

AGV und dem voll autonomen Fahrmodus als AMR zu wählen.

Im Zusammenspiel mit der Leitsteuerung

NAVIOS ermöglicht

sie das kooperative und kollaborative

Navigieren mit planbarer

Autonomie. So verbindet DS AU-

TOMOTION maximale Flexibilität

mit größtmöglicher Zuverlässigkeit

und Effizienz.

Unbemannte Fahrzeuge

Während selbstfahrende PKW,

LKW und Busse auf unseren Straßen

erste Probeeinsätze absolvieren,

bringen unbemannte Fahrzeuge in

Werkshallen und Krankenhäusern

seit vielen Jahren ihre Fracht zuverlässig

und sicher von A nach B. Dort

übernehmen fahrerlose Transportfahrzeuge

(FTF, englisch Automated

Guided Vehicle, AGV) immer mehr

innerbetriebliche Transportaufgaben.

In den letzten Jahren zeigte sich ein

Trend in Richtung autonomer mobile

Roboter (AMR). Deren hohe

Flexibilität hat jedoch den Nachteil,

dass sie bisher auf Kosten der Effizienz

und der Planbarkeit des Materialflusses

gingen.

FTS seit 1984

Bereits seit 1984 produziert die DS

AUTOMOTION GmbH als führender

Hersteller fahrerlose Transportsysteme

(FTS) und autonome mobile

Robotik. Das Unternehmen setzt

seit Beginn auf die Kompetenz zur

Entwicklung sowohl der Fahrzeuge

als auch der Steuerungs- und Navigationssysteme

im eigenen Haus.

„Nur so können wir die unterschiedlichen

Technologien beherrschen

und mit der passenden Kombination

daraus die vielfältigen Anforderungen

der einzelnen Anwendungen

erfüllen“, sagt Ing. Kurt Ammerstorfer,

MA, Bereichsleiter Vertrieb,

Produktmanagement und Marketing

bei DS AUTOMOTION.

ARCOS setzt neue Maßstäbe

Die von den Ingenieuren von DS

ARCOS bietet eine web-basierte, vielsprachige Visualisierung. Diese

ermöglicht den ortsunabhängigen Zugriff mit mobilen Endgeräten und

erleichtert so Überwachung, Betrieb und Instandhaltung der Fahrzeuge.

AUTOMOTION neu entwickelte

Fahrzeugsoftware ARCOS (Autonomous

Robot Control & Operating

System) erweitert die Nutzungsmöglichkeiten

der Fahrzeuge und

verleiht ihnen dadurch noch mehr

Flexibilität in der Anwendung. Zusätzlich

zum Betrieb mit physischer

oder virtueller Spurführung mit allen

bekannten Technologien sowie

konturbasierter freier Navigation

können diese in gewissen Situationen

auch eigene Entscheidungen

treffen. Das gewährleistet auch in

Sondersituationen das rechtzeitige

Erreichen eines Ziels.

Schwarmbetrieb

„FTF von DS AUTOMOTION

beherrschen das kooperative und

kollaborative Navigieren“, bestätigt

DI Dr. Andreas Richtsfeld, Technologie-

und Produktentwicklung bei

DS AUTOMOTION. „Damit eignen

sie sich auch für den voll autonomen

Schwarmbetrieb.“ Dabei ermöglichen

Algorithmen der künstlichen

Intelligenz (KI) nicht nur das vollautonome

Ausweichen bei unerwarteten

Hindernissen innerhalb nutzerdefinierter

Grenzen, sondern auch

das Zusammenspiel mehrerer AMR

im freien Raum.

Intuitives User Interface

ARCOS bietet eine web-basierte,

vielsprachige Visualisierung. Deren

Benutzeroberfläche ist mit allen

gängigen mobilen Endgeräten kompatibel.

Das ermöglicht jederzeit,

auch ortsunabhängig, die Abfrage

der Statusinformationen der einzelnen

Fahrzeuge. Darüber hinaus profitieren

Betreiber von der Möglichkeit

von Konfigurationsänderungen

auch während des Betriebes sowie

von der vollständigen Aufzeichnung

sämtlicher Betriebs- und Zustandsdaten.

Auf deren Basis ermöglicht

ARCOS zudem eine Simulation. Mit

zahlreichen Wizards erleichtert und

beschleunigt ARCOS Inbetriebnahme,

Schulung und Instandhaltung.

Dabei sorgt ein mehrstufiges Benutzer-

und Rechtemanagement für die

nötige Sicherheit.

Planbare Autonomie

Dem rauen Alltag in industriellen

Anwendungen gerecht zu werden,

braucht mehr als nur ein selbsttätig

navigierendes Fahrzeug. Müssten

sich die AMR etwa an Kreuzungen

erst miteinander abstimmen, wäre

das Weiterkommen nicht so schnell

möglich wie nach Regeln, die in

einem zentralen System hinterlegt

sind und davon exekutiert werden.

Intelligenz

Die Leitsteuerung NAVIOS ist die

Intelligenz hinter den flexiblen FTS-

Lösungen von DS AUTOMOTION.

Sie versorgt die FTF mit exakten

Kursdaten und regelt das Zusammenspiel

mit anderen Verkehrsteilnehmern,

etwa bemannten Staplern

oder LKW, und mit Einrichtungen

wie Aufzügen, beweglichen Rampen

oder Rolltoren. Im Gegensatz zu

reinen Flottenmanagementsystemen

ist NAVIOS ein vollwertiges Intralogistik-System.

Es kann aus Bedarfsdaten

selbstständig die Transportaufträge

erstellen und den gesamten automatisierten

Materialfluss steuern.

Das richtige Zusammenspiel

Das Zusammenspiel der Fahrzeug-

Software ARCOS mit der Leitsteuerung

NAVIOS verhindert, dass unter

zu großer Autonomie der Fahrzeuge

die Effizienz leidet. Es ermöglicht

das kooperative und kollaborative

Navigieren mit einem planbaren

Grad an Autonomie. Dazu lassen

sich Navigationskorridore definieren,

innerhalb derer die AMR ihren

Weg selbst finden. „So können Anwender

den autonomen Fahrzeugen

dort, wo es sinnvoll und sicher ist,

einen Spielraum für voll autonomes

Navigieren einräumen“, erklärt Thomas

Gschwendtenwein, Leiter für

Technologie & Produktentwicklung

bei DS AUTOMOTION. „Diese

planbare Autonomie verbindet die

hohe Flexibilität, etwa durch die

Möglichkeit des Ausweichens bei

Stau oder unerwarteten Hindernissen,

mit höchster Effizienz für einen

sparsamen Fahrzeugeinsatz.“

Federführend bei VDA5050

Zur Kommunikation mit den AGV

bzw. AMR nutzt NAVIOS vollumfänglich

die standardisierte, offene

Universalschnittstelle VDA-5050.

Diese ermöglicht einen Mischbetrieb,

bei dem auch Fahrzeuge anderer

Hersteller eingebunden werden

können. An der Entwicklung dieser

Schnittstelle im VDMA Fachverband

Fördertechnik und Intralogistik

ist DS AUTOMOTION federführend

beteiligt. So leitet Christoph

Pramberger, MSc, einen neu gegründeten

Arbeitskreis, der über die

Kommunikationsschnittstelle hinaus

an einem standardisierten Layout

File, dem Layout Interface Format

(LIF) arbeitet. „Das wird die Inbetriebnahme

von FTS weiter vereinfachen

und beschleunigen“, ist der

DS AUTOMOTION Requirements

Engineer überzeugt.

Mehr unter:

www.ds-automotion.com.

44 03/22

Dank der neuen Fahrzeug-Software ARCOS beherrschen FTF von DS AUTOMOTION zusätzlich zum

Betrieb mit physischer oder virtueller Spurführung sowie konturbasierter freier Navigation

auch das kooperative und kollaborative Navigieren. (Alle Bilder: DS AUTOMOTION


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WIRTSCHAFT

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Solides Wachstum - extremer Kostendruck

03/22

Seit zwei Jahren ist die heimische Wellpappe-Industrie im Dauereinsatz: Erst

die enorme Nachfrage nach Wellpappe-Verpackungen während der Pandemie,

dann monatelange, extreme Preissprünge bei Rohpapier, und aktuell belastet

die angespannte Lage am Energie- und Rohstoffmarkt die Branche erneut.

„Diese Situation fordert all unsere Kräfte“, sagt Stephan Kaar, Sprecher des

Forum Wellpappe Austria. „Die Pandemiepläne haben sich bewährt und helfen

uns auch in der derzeitigen Situation. Wir haben unsere Lieferketten bestmöglich

abgesichert.“

Die Nachfrage nach Verpackungen

aus Wellpappe

ist ungebrochen. Das zeigen

auch die aktuellen Zahlen für

die ersten drei Monate 2022: Beim

mengenmäßigen Absatz in Millionen

Quadratmeter verzeichneten

die fünf Mitgliedsunternehmen des

Forum Wellpappe Austria ein solides

Wachstum von plus 3,9 Prozent.

In absoluten Zahlen ist das eine Fläche

von 270 Millionen Quadratmetern.

In Tonnen ist eine Steigerung

von 4,5 Prozent zu verzeichnen

(129.600 Tonnen).

Transportverpackung Nr. 1

„Ohne Verpackungen aus Wellpappe

wäre der moderne Warenverkehr

heute nicht machbar“, sagt

Kaar. „Spätestens seit der Corona-

Pandemie hat sich gezeigt, dass wir

systemrelevant sind.“ Über zwei

Drittel aller in Österreich transportierten

Waren werden in Wellpappe

verpackt. „Das macht die Wellpappe

zur Transportverpackung Nr.1“,

so Kaar. Einen wesentlichen Anteil

daran hat die gestiegene Nachfrage

aus der Lebensmittel-, Getränkeund

Konsumgüterindustrie (54 Prozent),

gefolgt von Möbel, Elektronikteilen,

Maschinen und Fahrzeugen

(19 Prozent), sowie Logistik

und Onlinehandel (12 Prozent).

Produktion massiv unter Druck

Anhaltende Probleme mit den

Lieferketten und Preissprünge bei

Rohmaterialien bringen die Betriebe

derzeit massiv unter Druck.

So kam es seit Anfang des Jahres

2021 bei Rohpapier – dem wichtigsten

Rohstoff für Wellpappe – zu

Preissprüngen von bis zu 70 Prozent.

Dazu kommen die extrem

stark gestiegenen Preise für Strom,

Gas, Logistik, Stärke, Farben und

Paletten aufgrund der aktuell angespannten

Lage am internationalen

Energiemarkt. „Das verschärft den

Preisdruck enorm. Wir sind gefordert

wie nie zuvor, um die Versorgung

mit Wellpappe-Verpackungen

sicherzustellen“ sagt Stephan Kaar.

Aufgrund der laufenden Preiserhöhungen

bei Rohstoffen gab es auch

Anpassungen beim Wellpappe-

Preis. Derzeit ist noch keine Besserung

in Sicht“, so Kaar.

Lage der Beschäftigten: stabil

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen

ist die heimische Wellpappe-Industrie

ein stabiler und

sicherer Arbeitgeber. „Jobs in der

Wellpappe-Branche sind derzeit

gefragt“, sagt Florian Döbl vom

Forum Wellpappe Austria. Denn

mit der erhöhten Nachfrage nach

Verpackungen steigt auch der Bedarf

nach gut ausgebildeten Fachkräften.

„Neben Positionen in der

Entwicklung und Produktion werden

auch Mitarbeiter:innen für Vertriebsaufgaben

gesucht“, so Döbl.

„Denn dort, wo es um Verkaufsverpackungen

aus Wellpappe geht,

spielt die Beratung eine immer

größere Rolle.“ Insgesamt beschäftigt

die Branche derzeit rund 1.900

Mitarbeiter:innen und bildet Jahr

für Jahr 80 Lehrlinge in 14 Lehrberufen

aus.

Wellpappe: 25 Mal im Kreislauf

Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit

sind bei Konsument:innen

und Unternehmen deutlich angekommen

und trotz Pandemie

immens präsent. Das wachsende

Umweltbewusstsein führt zu einer

verstärkten Nachfrage nach Wellpappe.

Recyclingpapier, Bruch-

und Durchforstungsholz sind die

wichtigsten Rohstoffe für Wellpappe-Rohpapiere.

„Wer sich für

Verpackungen aus nachwachsenden

Rohstoffen entscheidet, schont die

fossilen Ressourcen unserer Erde

und leistet einen Beitrag zum Klimaschutz“,

sagt Stephan Kaar.

Studie

Verpackungen aus Wellpappe

sind zu 100 Prozent faserbasiert

und somit vollständig recycelbar.

Das heißt, die Faser bleibt bis zu

25 Mal im Kreislauf – wie jüngst

eine Studie der TU Graz bestätigt

hat – und kann daher mehrmals zu

neuer Wellpappe weiterverarbeitet

werden. Auch im Onlinehandel

spielt Wellpappe ihre Stärken aus.

Laut einer Studie des deutschen

bifa Umweltinstituts ist die CO 2 -

Bilanz von Versandverpackungen

aus Wellpappe besser als Mehrweg-

Boxen aus Kunststoff.

IKEA verabschiedet sich bis

2028 von Kunststoff für

Verkaufsverpackungen

Das schwedische Möbelunternehmen

IKEA treibt die Entwicklung

innovativer Verpackungslösungen

voran: Bis spätestens 2028 soll

gänzlich auf Kunststoffverpackungen

verzichtet werden. Diese

Maßnahme vollzieht IKEA schrittweise:

Bis 2025 werden die Kunststoffverpackungen

für neue Sortimente

ausgelistet und in der bestehenden

Produktpalette bis 2028

ersetzt. Die Verkaufsverpackungen

der IKEA-Produkte sind ein essentieller

Bestandteil des schwedischen

Unternehmens sowie ein

wichtiger Aspekt in Sachen Nachhaltigkeit

und sicherer Handhabung.

Seit Jahren setzt IKEA auch darauf,

die Produkte möglichst klein

und flach zu verpacken. Um der

Umweltverschmutzung entgegenzuwirken,

hat IKEA die Menge des

Kunststoffs, der in Verpackungen

zum Einsatz kommt, bereits deutlich

reduziert: Schon heute sind weniger

als zehn Prozent der gesamten

jährlich verwendeten IKEA-Verpackungsmaterialien

aus Kunststoff.

„Der Verzicht auf Kunststoff in

Verkaufsverpackungen ist der nächste

große Meilenstein auf unserem

Weg, Verpackungen nachhaltiger zu

machen. Unser Schwerpunkt wird

dabei auf Papier und Wellpappe als

recycelbarem und erneuerbarem

Material liegen“, sagt Florian Thalheimer,

Sustainability Manager

IKEA Österreich.

920.000 t Verpackungsmaterial

IKEA gibt jährlich mehr als eine

Milliarde Euro für rund 920.000

Tonnen Verpackungsmaterial aus.

Die Abkehr von Kunststoff in Verkaufsverpackungen

wird die Entwicklung

neuer Lösungen sowie

die enge Zusammenarbeit mit Produktentwicklungsteams

und IKEA-

Lieferant:innen auf der ganzen Welt

erfordern.

Auszeichnungen für Innovation

Verpackungslösungen und Displays,

die die Leistungsfähigkeit

der Wellpappe und der Branche

besonders anschaulich belegen,

werden jährlich mit dem Wellpappe

Austria Award ausgezeichnet.

Darüber hinaus bestätigen Staatspreisauszeichnungen,

der kürzlich

vergebene Golden Pixel Award in

der Kategorie Wellpappeprojekte,

internationale Auszeichnungen,

wie aktuell fünf WorldStarAwards –

dem Oscar unter den Verpackungspreisen

– und ganz aktuell ein if

Design Award für ausgezeichnetes

Design, die Innovationskraft der

heimischen Wellpappe-Betriebe.

Mehr unter: www.wellpappe.at

Stephan Kaar, Sprecher Forum Wellpappe

Austria, Florian Thalheimer,

Sustainability Manager, IKEA

Österreich und Florian Döbl,

Forum Wellpappe Austria

Fotos: Forum Wellpappe/APA-Fotoservice/Schedl


DISPLAY

Neue Stiegl-Displays

Die Eclipse GmbH produziert und druckt großformatige Werbemittel- und

Werbeträger für den Point of Sale, der Außenwerbung sowie Verpackungen.

Aktuell hat das Unternehmen für die Stieglbrauerei zu Salzburg ein warentragendes

Display für Dolly-Paletten entwickelt und produziert. Die Displays

sind aktuell in diversen LEH-Märkten - österreichweit - in Verwendung.

Die Herausforderung war,

ein ausgewogenes Wellpappendisplay

mit den Ansprüchen

• aufgeräumte, klare Optik

• Stabilität

• rascher Displayaufbau

für unterschiedliche Flaschengrößen

der Sorten Zölibat, Gipfelstürmer

und Stiegl Columbus 1492 Pale Ale

zu konzipieren und in Serie zu produzieren.“

sagt Berndhard Müller/

managing director Eclipse GmbH.


4 Standorte

In 4 strategisch gut positionierten

Produktionsstandorten fertigt Eclipse

seit der Firmengründung in 1991

Shop Displays und eine Vielzahl an

großformatigen Werbemitteln, die

das Erscheinungsbild der Kunden

am POS und in der Außenwerbung

optimal präsentieren. „Mit rund

250 Mitarbeitern und über 45.000m²

Produktionsfläche zählt eclipse zu

den führenden Anbietern in CEE.“

erklärt der managing director.

und einer eigenen Wellpappenherstellung,

verschaffen wir uns maximale

Unabhängigkeit und Flexibilität.

Unsere Kunden profitieren

dadurch von einem nahtlosen Produktionsprozess,

der Fehlerquellen

minimiert, schneller reagiert und ein

Höchstmaß an Kostenoptimierung

zulässt.“ erklärt Bernhard Müller.

Mehr unter: www.eclipse-print.at

Flächenkopf Vivo 18

Bemusterung

Nach Bemusterung und Transporttest

wurden die Displays mit

Schmuckfarbe im Hauptwerk in

Prag produziert und nach Salzburg

geliefert, wo Stiegl das Aufrichten

und Befüllen der Displays sowie die

Auslieferung in die Märkte selbst

übernahm.

inhouse

„Um den nötigen Vorsprung auf

dem sich schnell entwickelnden

Werbemarkt zu halten, wird der gesamte

produktionsrelevante Arbeitsablauf

von uns inhouse durchgeführt

und stetig optimiert. Mit unserer

POS-Entwicklungsabteilung, einer

internen Stanzwerkzeugproduktion

Foto: Stiegl

links: Bierklassiker

für die

Fastenzeit – das

„Zölibat“ aus der

Stiegl-Hausbrauerei

rechts: Display

für unterschiedliche

Flaschengrößen

Lebensmittel

Industrie

Lebensmittel

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Mit EFAFLEX Schnelllauftoren Mit EFAFLEX

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03/22 47


INTRALOGISTIK

Groß, größer, Big Boxen Großauftrag:

Auer Packaging verbucht den größten Einzelauftrag in der Unternehmensgeschichte.

Auftragsvolumen: 7,9 Millionen Euro. Ein dänischer Recycling-

Dienstleister ordert bei dem oberbayerischen Spezialisten für Transport- und

Lagerbehälter aus Kunststoff KLK-Behälter im großen Stil. Es handelt sich bei

den bestellten klappbaren Big Boxen um eine Sonderausführung mit Deckel,

speziell geeignet für den Recyclingprozess von PET Flaschen und Aluminiumdosen.

Wir freuen uns sehr, dass

Auer-Produkte über

„ Grenzen hinweg in ganz

Europa überzeugen!“, erklären Robert

und Philipp Auer, Geschäftsführung

Auer Packaging. „Die

Großbestellung unseres langjährigen,

dänischen Kunden ist nicht

nur wegen des Umfangs ein besonderer

Auftrag: Span-nend, dass

unsere Big Boxen für Recycling im

großen Stil zum Einsatz kommen.“

Platzsparender Riese:

Die Klappbare

Big Box KLK 1208

Die klappbare Big Box von Auer

Packaging bietet mit vier Eingriffsklappen

besonders komfortables,

ergonomisches Handling: Die vier

an den Seitenwänden integrierten

Klappen ermöglichen einen schnellen

und bequemen Zugriff auf den

Inhalt. Bei Nichtgebrauch oder

Rücktransport lässt sich die Box

platzsparend auf eine Höhe von etwa

43 Zentimetern zusammenklappen.

Optional kann der Behälter mit

Deckel, Etikettenhalter und weiterem

Zubehör ausgestattet werden.

Die KLK 1208 ist neben der Standardfarbe

grau auch in diversen

Sonderfarben bei Auer Packaging

bestellbar.

Produktnews

Neben diesen erfreulichen News

gibt es auch noch Produktneuheiten

bei Auer Packaging. Seit rund vierzig

Jahren stellen Intermediate Bulk

Container (IBC) aus Kunststoff die

praktische Alternative zu Stahlfässern

dar, wenn es um Lagerung und

Transport von großen Mengen an

Flüssigkeiten oder Granulaten geht.

Jetzt präsentiert der oberbayerische

Spezialanbieter für Lager- und

Transportlösungen aus Kunststoff

Auer Packaging eine besonders

wirtschaftliche IBCVariante: Den

Bag in Box IBC mit austauschbaren

Inliner-Beuteln.

Robuster Riese

Der neue Auer-Mehrwegbehälter

mit seiner robusten Bauweise und

einer cleveren, festmontierten Befüllhilfe

kommt immer dann zum

Einsatz, wenn platzsparender Leertransport

nicht gefragt ist. Der Bag

in Box IBC kann je nach Ausführung

wahlweiße 250, 500 oder 600

Liter aufnehmen und wird von oben

befüllt und entleert. Dank glatter

Wände ist er einfach zu reinigen

und zu handhaben. Es gibt ihn mit

Füßen oder Kufen. Der Nutzen dieses

Behälters für Chemie-, Lebensmittel-,

Kosmetik- und Pharmaindustrie

liegt auf der Hand: Perfekt

stapelbar, schafft der robuste Riese

mit seinem Bag in Box System

ein großes Plus in Punkto Hygiene.

Durch den austauschbaren Einweg

Inliner-Beutel gelangt bei der

Entleerung kein Sauerstoff an den

Inhalt. Die preisgünstigen Inliner-

Beutel sind ab einem Stück im Auer

Online-Shop erhältlich.

Das ABC des IBC – Auer

IBC-Produkte im Überblick

Der Neue:

Bag in Box IBC als robuster

Mehrwegbehälter mit wahlweise

250, 500 oder 600 Litern Volumen

und glatten, hygienischen Wänden,

Befüllung/Entleerung von oben

über integrierte Befüllhilfe;

Der Klassiker:

IBC Container mit Kunststoffpalette

mit 1.000 Liter Volumen, wiederverwendbar,

optional mit UN-

Zulassung für Gefahrgut- Transporte;

Das Platzwunder:

Der klappbare IBC Mehrweg-

Container mit Bag in Box System,

einfache Handhabung, keine Fäulnisbildung,

optimale Platzausnutzung

bei Leertransport;

Diverses Zubehör,

wie Standard- oder aseptische Inliner-Beutel

und Adapter;

Neues Zubehör

Aktuell gibt es auch ein cleveres

neues Zubehör aus der Entwicklungsabteilung

von Auer Packaging.

Dieses macht ab sofort den

beliebten Alleskönner Eurobehälter

noch vielseitiger! Der oberbayerische

Spezialanbieter für Lager-

und Transportlösungen aus

Kunststoff bietet jetzt neu auch

Einsatzkästen für seinen beliebten

Klassiker.

Mehr unter:

www.auer-packaging.de

Einsatzbereit:

die neuen

Einsatzkästen

für Eurobehälter

48

03/22

Platzsparender Riese: Die Klappbare Big Box KLK 1208

Fotos: Auer Packaging

Der Neue bei Auer: Bag in Box IBC mit 250, 500

oder 600 Litern Volumen


INTRALOGISTIK

Parallelkinematik

Zur ANUGA FoodTec präsentierte TRAPO live den Hochleistungs-Kinematik-

Picker der HPPS Serie, der bei Verpackungsprozessen den traditionell von

Drittanbietern stammenden Deltaroboter ersetzen kann. Er übernimmt Aufgabenstellungen,

die hohe Präzision und Leistung erfordern. Passend zum Messemotto

„ganz großes Kino“ pickt und verpackte er Popkorntüten in Kartons.

Hochempfindliche Produkte,

Primär- und Sekundärverpackungen

der Lebensmittelindustrie

werden besonders

sorgsam gehandhabt – bei hoher

Produktionsgeschwindigkeit und

Präzision sowie schnellen Produktund

Formatwechseln.

360°-Aktionswinkel

Bislang war im Bereich der Höchstleistung

lediglich eine horizontale

Vor- und Rückwärtsbewegung

möglich. Pickerroboter agierten mit

geringer Reichweite und Nennlast

und übernehmen als Höchstleistungsvariante

nur Frontalaufgaben.

Hier bietet die kinematische Lösung

ein Novum: Mit enormem Hub und

360°-Aktionswinkel sorgt die Kinematik

für gleichbleibend hohe Qualität

der Abläufe, Verfügbarkeit der

Maschinen und enorme Taktraten.

Der HPPS bietet Hubleistung bis

Hübe bis 240 mm, im Standard gestaffelt:

120 mm / 150 mm / 240 mm.

Weitere auf Anfrage.

Hochleistungs-Parallelkinematik

Die Hochleistungs-Parallelkinematik

besteht aus einer fünfgliedrigen

kinematischen Struktur, einer

Z-Achse und einem Drehmodul zur

Orientierung. Um sie für den Anwendungsfall

zu optimieren, kann

Fotos: TRAPO

Hochleistungs-Kinematik-Picker als Alternative

zum Delta- oder Kickarmroboter

die innovative Hochleistungskinematik

in verschiedenen Varianten

gebaut werden.

Modulares System

Das modulare System besitzt optional

drei oder vier Freiheitsgrade.

Die dritte Achse bewegt den Hub

hoch und runter, die vierte Achse

dreht den Roboterarm. Die Antriebe

der 3. und 4. Achse werden

durch Torque-Motoren direkt angetrieben

und agieren im Wettbewerbsvergleich

der Pickervarianten

sehr genau.

HHPS

Das Highspeed-Pick and Place-

System (HPPS) kann bei einer theoretischen

Normbewegung von 300

mm Produkte mit bis zu 200 Teilen/

Minute picken. Dabei ist die reale

Pickerleistung abhängig vom Anwendungsfall.

› Mit einer Traglast von Traglastklasse

1 Kilogramm zum Picken

kleiner und sehr leichter Produkte,

die mit einem einzelnen Sauger

aufgenommen werden können.

› Für die Traglastklasse bis 3 Kilogramm

eingesetzt beispielsweise

zum Picken zylindrischer Tüten

oder Dosen, die wahlweise gesaugt

oder gegriffen werden.

› In der Traglastklasse 6 kg bewährt

sich der Picker mit Parallelkinematik

als Allrounder: für Produkte,

die sowohl gesaugt oder gegriffen

werden. Alle Traglasten beziehen

sich auf Greifer plus Produkt.

Vierte Z-Achse

Für Anwendungen als Packroboter

wird folglich die vierte Z-Achse

benötigt, um zugeführte Produkte

zu greifen und beispielsweise in einen

Karton zu verpacken. Mithilfe

einer Kamera erkennt die Parallelkinematik

die Lage der Teile. Diese

werden anschließend gepickt oder

im NIO-Fall ausgeschleust.

1 System I 1 Steuerung.

Die Kinematik inklusive Greifertechnologie

wird ebenfalls bei

TRAPO analog zur jeweiligen Aufgabenstellungentwickelt

und gefertigt

– auch hier gilt: 1 System I 1

Steuerung.

Mehr unter: www.trapo.de

Optional sorgen bis zu vier

Freiheitsgrade für exaktes Picken.

Auch während der LogiMAT zeigte TRAPO seine Möglichkeiten. Im

Mittelpunkt stand hier das Upgrade des autonom fahrenden TRAPO

Ladungs Systems TLS 3600 – mit neuen wegweisenden Features. Noch

schlanker und mit optimierter Sensorik wird das Beladesystem TRAPO

Loading System TLS 3600 vom TRAPO Loading Mover (TLM) aufgenommen

und schienen- oder radgetrieben verfahren. Hocheffizient kann ein

TLS mehrere Ladeluken bedienen.

03/22

49


WIRTSCHAFT

Startschuss für die größte Baumaßnahme

in der Schubert-Firmengeschichte

Vor zweieinhalb Jahren wurde die Landesstraße zwischen Crailsheim und Dinkelsbühl

verlegt, um für den geplanten Neubau des Verpackungsmaschinenherstellers

Schubert Platz zu machen. Jetzt starten die Bauarbeiten für die größte

Investition in der Firmengeschichte. Für 38 Millionen Euro baut Schubert bis

Juni 2023 eine neue Endmontagehalle mit Bürotrakt.

Wir sind froh, dass ein

großes Familienunternehmen

wie Schubert in

diesen Standort investiert und mit

dem Neubau für viele neue Arbeitsplätze

in unserer Stadt sorgt“, sagt

Jörg Steuler, Baubürgermeister von

Crailsheim. Bereits jetzt herrscht auf

der Baustelle Bewegung: Dort, wo

noch vor drei Jahren Autos über eine

Landstraße fuhren, stehen nun Paletten

mit Baumaterial, Bagger und ein

großer Kran des Bauunternehmens

LEONHARD WEISS. Die Bauarbeiten

für den modernen Neubau des

Verpackungsmaschinenherstellers

Schubert haben begonnen. Unweit

des Verwaltungsgebäudes entsteht

nun eine weitere Endmontagehalle

mit angegliedertem Bürogebäude

mit einer Gesamtfläche von über

12.000 Quadratmeter. Dafür investiert

Schubert rund 38 Millionen

Euro, die größte Investition in der

Firmengeschichte.

Innovatives Raumkonzept

„Durch die Erweiterung schaffen

wir Platz für 300 Mitarbeiter“, erzählt

Peter Schubert, der sich als Assistent

seines Vaters Ralf Schubert,

Geschäftsführender Gesellschafter

bei Schubert, neben der Konstruktion

auch in die technische Organisation

mit einbringt. In Zusammenarbeit

mit dem Architektenbüro

Fessel sowie mehreren Fachplanern

wurden sowohl in der Montagehalle

als auch im Bürotrakt die Ansprüche

an eine moderne Arbeitswelt umgesetzt.

Konkret bedeutet das, dass

die Räume auf die Anforderungen

von verschiedenen Arbeitsbereichen

abgestimmt sind. Agiles Arbeiten

wird möglich, indem Teams, die sich

projektbezogen immer wieder neu

zusammenstellen, beste Arbeitsbedingungen

vorfinden. Wichtig ist

für Schubert vor allem, dass sich die

Mitarbeiter im Neubau wohlfühlen.

„Auf der begrünten Dachterrasse mit

weitem Blick über die Felder lassen

sich Mittagspausen genauso gut

verbringen wie in den gemütlich gestalteten

Pausenräumen“, sagt Ralf

Schubert. Im Erdgeschoss entstehen

Besucherräume, in denen auch Kunden

empfangen werden. Ein flexibles

Besprechungs-Raumsystem

ermöglicht zudem, dass in dem Neubau

Veranstaltungen mit bis zu 140

Personen abgehalten werden können.

Ziel:

Klimaneutralität bis Ende 2023

Auch das Thema Nachhaltigkeit

spielte bei der Planung des Neubaus

eine große Rolle. „Wir wollen bis

Ende 2023 CO2-neutral produzieren

und fertigen, deshalb werden wir das

Gebäude mit einem nachhaltigen

Energiekonzept ausstatten“, erklärt

Ralf Schubert. Nachdem die schon

auf dem Firmengelände verbaute

Geothermie durch neue Bestimmungen

an dem Standort nicht mehr

genehmigt wurde, entschied sich der

Verpackungsmaschinenhersteller

für das Heizen und Kühlen mit der

Eisspeichertechnologie. Außerdem

wird eine Fotovoltaikanlage auf dem

Dach des Neubaus installiert, die eine

Leistung von circa 400 Kilowatt-

Peak (kWp) hat. „Ziel ist es, dass die

neue Halle klimaneutral betrieben

wird“, so der Geschäftsführer weiter.

Für den Neubau

musste eine Straße weichen

Damit der Bau überhaupt geplant

werden konnte, musste im Jahr

2019 zunächst die L2218 zwischen

Crailsheim und Dinkelsbühl verlegt

werden. „Durch die erhöhte Nachfrage

nach unseren Top-Loading

(TLM)-Verpackungsmaschinen und

das Wachstum unseres Unternehmens

mussten wir damals schon

darüber nachdenken, wie wir unsere

Montageflächen erweitern können“,

erklärt Ralf Schubert. Die Idee, die

Straße in der Nähe des Schubert-

Geländes so zu verlegen, dass eine

neue Baufläche entsteht, überzeugte

die Stadt Crailsheim ebenso wie das

Regierungspräsidium Stuttgart. Bis

nun im zweiten Schritt die Montagehalle

und das Bürogebäude in Betrieb

genommen werden, dauert es

aber noch ein wenig: Die Bauarbeiten

sollen bis Juni 2023 abgeschlossen

sein.

Bei dem Baustart mit dabei:

Joachim Hintermaier (Leonhard

Weiss), Hans-JürgenSchaffner

(Leonhard Weiss), Reiner

Weidmann (Gerhard Schubert

GmbH), Jochen Fessel (Architekt),

Wolfgang Flaig (Leonhard

Weiss), Bürgermeister Jörg

Steuler (Stadt Crailsheim), Peter

Gabriel, Ralf Schubert, Gerhard

Schubert, Gerald Schubert

(Gerhard Schubert GmbH),

Stefan Schmidt-Weiss

(Leonhard Weiss), Marcel

Kiessling, Peter Schubert

(Gerhard Schubert GmbH),

Andreas Köhnlein (Leonhard Weiss),

Markus Stephan (Stadt Crailsheim).

Alle Fotos: Gerhard Schubert GmbH

50 03/22


Neuentwickelter 3D-Drucker: PARTBOX

Mit der PARTBOX hat Schubert Additive Solutions bereits eine digitale Plattform geschaffen, von der Kunden zertifizierte Druckjobs in der

eigenen Produktion abrufen und somit selbst 3D-Teile mit einem handelsüblichen Filament-Drucker herstellen konnten. Jetzt wird dieser Prozess

noch einmal deutlich sicherer und qualitätsvoller, denn das Unternehmen hat einen vollständig neuen 3D-Drucker für seine Kunden entwickelt.

In der eigenen Produktion 3D-Teile für den Verpackungsprozess zu drucken, bringt Herstellern viele Vorteile: optimal angepasste Roboterwerkzeuge für

alle denkbaren Produkte, kein umweltschädlicher und langwieriger Transport von neuen Formatteilen, schneller Ersatz bei defekten Werkzeugen und die

Möglichkeit, neue Formatsätze für geänderte Produkte einfach selbst herzustellen. „Wir sind der Überzeugung, dass Bauteile zu der Zeit und an dem Ort

produziert werden sollten, wann und wo sie gebraucht werden“, erklärt Conrad Zanzinger, Technischer Leiter bei von Schubert Additive Solutions. Das Ziel:

den 3D-Druck technischer Bauteile bei Kunden in einem zuverlässigen, sicheren und qualitativ hochwertigen Prozess zu gewährleisten. Um das umzusetzen,

entschied sich die Schubert-Tochter, einen eigenen 3D-Drucker für diese Anforderungen zu entwickeln.

Gleichmäßig hohe Druckqualität

Wichtig war den Entwicklern, eine sehr einfache Lösung zu gestalten, die ohne großes Know-how von jedem genutzt werden kann. „Damit machen wir

die Vorteile der additiven Fertigung für jeden zugänglich“, sagt Conrad Zanzinger. Der neue PARTBOX-Drucker bietet eine gleichmäßig hohe Druckqualität,

was die Prozesssicherheit innerhalb der Verpackungsmaschinen und damit die Effizienz im Verpackungsprozess für Kunden noch einmal verbessert. Durch

den Einsatz von hochpräzisen Komponenten wie einem gefrästen Aluminiumrahmen, Kugelumlaufspindeln und einer besonderen Führungstechnik wird der

Druckkopf exakt positioniert. Die genaue Dosierung des Filaments stellt Schubert durch einen Extruder

mit Direktextrusion sicher. Eine Haube über dem Gerät schließt Umgebungseinflüsse wie Wärme

oder Schmutz aus.

Passend abgestimmtes Kunststoffmaterial

Zusätzlich liefert Schubert Additive Solutions mit dem Kunststoff PARTBOX Black das passende

Druckmaterial. Der Unterschied zu marktüblichen Filamenten liegt in einem für das FDM-Druckverfahren

(Fused Deposition Modeling) optimierten Polyamid. Das Material ist lebensmittelkonform

und mit einem Metalldetektor detektierbar. Darüber hinaus weist PARTBOX Black gute mechanische

Eigenschaften und eine hohe Temperaturbeständigkeit auf. Dadurch können im Druckprozess sehr

glatte Oberflächen erzielt werden. “

Mehr unter: www.schubert.group

03/22

51


GETRÄNKEVERPACKUNGEN

250.000 Tonnen Kunststoff Einsparung

Die französische Einzelhandelskette E.Leclerc verfolgt ein ehrgeiziges Ziel:

Sie möchte den Einsatz von Verpackungsmaterial bei ihren Eigenmarken deutlich

reduzieren. Für ihre Wassermarke Marque Repère begab sich E.Leclerc

auf die Suche nach einer umweltschonenden Alternative zur klassischen

Schrumpffolie. In KHS fand das Unternehmen einen kompetenten Partner, der

seine hohen Anforderungen zuverlässig umsetzen konnte. 2020 und 2021 investierte

Aquamark in zwei Innopack-Nature-MultiPack-Maschinen des Dortmunder

Systemanbieters. Dank der ressourcenschonenden Lösung spart der

Abfüller zukünftig mehr als 250.000 Tonnen Kunststoff pro Jahr ein.

Einwegkunststoffe haben in

Frankreich aktuell einen

schweren Stand. Die französische

Regierung hat das Ziel

ausgegeben, bis 2040 weitgehend

auf Einwegkunststoff zu verzichten.

Seit Anfang 2022 ist beispielsweise

der Verkauf von vielen Obst- und

Gemüsesorten in Kunststoffverpackungen

untersagt. Ziel ist es,

Mehrwegsysteme und damit geschlossene

Wertstoffkreisläufe

für Kunststoffprodukte gezielt zu

fördern und auszubauen. Die konsequente

Linie trifft auf große Zustimmung

in der Bevölkerung. Die

Zahl umweltbewusster Verbraucherinnen

und Verbraucher ist in den

vergangenen Jahren stark angestiegen.

In der Folge wächst der Druck

auf heimische Unternehmen. Die

Marschrichtung scheint daher klar

definiert.

Reduzierung des Verpackungsmaterials

ohne Kompromisse

beim Flaschendesign

Die französische Einzelhandelskette

E.Leclerc geht als gutes Vorbild

voran und beschloss bereits

vor Inkrafttreten der staatlichen Regulierung,

den Einsatz von Verpackungsmaterial

– insbesondere aus

Kunststoff – bei ihren Eigenmarken

schrittweise zu senken. Diese Entscheidung

für mehr Umweltschutz

ist Teil einer ehrgeizigen Nachhaltigkeitsstrategie,

die sämtliche

Bereiche des Konzerns vom Energiemanagement

über Transportsysteme

bis hin zum Ressourcenverbrauch

betrifft. Gleiches gilt für die

zahlreichen Tochterunternehmen,

zu denen auch die Wassermarke

Aquamark zählt.

Die KHS-Verpackungsmaschine richtet die PET-Flaschen so aus, dass der

Kleber exakt auf die vorgesehene Stelle aufgetragen wird.

350 Millionen Liter Wasser

Der Getränkeproduzent aus der

Gemeinde Laqueuille, gut 40 Kilometer

westlich von Clermont-

Ferrand gelegen, ist auf die Abfüllung

von stillem und kohlensäurehaltigem

Wasser in PET-Flaschen

spezialisiert. Viele Jahre setzte

Aquamark bei seinen 0,33-, 0,5-,

0,75-, 1- und 1,5-Liter-Behältern

auf die klassische Schrumpffolie.

„Die Folienverpackung hat für die

Verbraucherinnen und Verbraucher

klare Vorteile. Die Packs lassen

sich einfach und sicher transportieren

sowie mit wenig Aufwand

auspacken“, erklärt Hubert Decroix,

General Manager von Aquamark.

„Doch hinsichtlich Nachhaltigkeit

und Umweltschutz schneidet die

konventionelle Sekundärverpackung

nicht besonders gut ab.“ Der

Einsatz war ein offensichtlicher

Widerspruch zur Nachhaltigkeitsstrategie

des Abfüllers, der seit einigen

Jahren auf besonders leichte

PET-Flaschen aus 100 Prozent Rezyklat

setzt und dadurch erhebliche

Mengen an Kunststoff einsparen

konnte. Folgerichtig entschied sich

der Konzern im Jahr 2019 dazu, die

Folie durch eine ressourcen- und

umweltschonende Alternative zu

ersetzen – bei einer jährlichen Abfüllmenge

von rund 350 Millionen

Liter Wasser ein ambitioniertes Unterfangen.

Keine

Kompromisse beim Design

Dabei hatten Hubert Decroix und

sein Team von Anfang an ein festes

Ziel vor Augen: „Wir waren auf

der Suche nach einer zukunftsweisenden

Maschine, die besonders

ressourcenschonend ist und möglichst

ohne Kunststoff auskommt“,

erläutert der General Manager.

„Beim Behälterdesign wollten wir

allerdings keine Kompromisse eingehen,

denn unsere Lightweight-

„Die KHS-Verpackungsmaschine

hat unsere Erwartungen deutlich

übertroffen. Sie arbeitet mit einer

Effizienz von 98 Prozent – ein

großartiges Ergebnis“, sagt

Hubert Decroix, General Manager

von Aquamark.

Flaschen werden unseren hohen

Anforderungen an Umwelt- und

Ressourcenschutz bereits gerecht.“

Eine Entscheidung

für mehr Umweltschutz

Auf der Suche nach einer passenden

Alternative erinnerte sich

Hubert Decroix an einen Artikel

im Kundenmagazin der KHS Gruppe,

der die Entwicklung des „Snap

Pack“ beleuchtete. In Zusammenarbeit

mit KHS hatte die Carlsberg

Gruppe die Lösung 2018 auf den

Markt gebracht. Das Snap Pack

beruht auf dem umweltschonenden

Verpackungssystem Nature Multipack

des Dortmunder Komplettanbieters,

das Getränkedosen oder

PET-Flaschen mithilfe von Klebepunkten

verbindet. „Diese Lösung

ganz ohne Umverpackung war in

der Theorie genau die Antwort,

die wir für unsere PET-Flaschen

gesucht haben“, meint Hubert Decroix.

Er wandte sich an seinen

französischen KHS-Ansprechpartner,

Thierry Tanezie, mit dem er

Die KHS-Verpackungsmaschine

richtet die PET-Flaschen so aus,

dass der Kleber exakt auf die

vorgesehene Stelle aufgetragen wird.

52 03/22


Die 1-Liter-Flaschen werden für den

Versand in die rund 750 Supermärkte

der E.Leclerc-Gruppe, zu der auch

Aquamark gehört, vorbereitet.

bereits seit vielen Jahren eine enge

Beziehung pflegt.

durch erheblich entlastet“, erklärt

Thierry Tanezie.

Hohe Anforderungen

Es folgte eine intensive Phase

des Austauschs, in der sich beide

Parteien gegenseitig förderten und

forderten, wie Thierry Tanezie betont:

„Aquamark hat hohe Anforderungen

hinsichtlich Produktqualität,

Maschineneffizienz sowie Ressourcenverbrauch

an uns gestellt.“ Eine

große Herausforderung zu Beginn

des Projekts bestand im geringen

Gewicht der zu verarbeitenden

Flaschen. „Lightweight-Behälter

spielten im Rahmen unserer Nature-MultiPack-Entwicklung

zuvor

keine bedeutende Rolle. Da Aquamark

verständlicherweise keine

Änderungen am Flaschendesign

wünschte, haben wir das Verpackungssystem

so weiterentwickelt,

das Lightweight-Gebinde nun problemlos

verarbeitet werden können“,

erläutert der Sales Manager

für Frankreich bei KHS.

Gewichtsreduktion

Eine entscheidende Rolle bei der

optimalen Umsetzung der Kundenwünsche

spielte der Kleber, mit

dem die Behälter zusammengehalten

werden. So konnte dessen

Gewicht bei der 1-Liter-Flasche

von 1,8 auf 1,0 Gramm reduziert

werden. „Der Einsatz der KHS-

Experten war wirklich eindrucksvoll.

Sie haben unsere vielfältigen

Anforderungen perfekt verstanden

und umgesetzt. Das ist nicht selbstverständlich,

sondern das Ergebnis

eines großartigen Wissenstransfers,

von dem beide Parteien nachhaltig

profitieren“, lobt Hubert Decroix.

Effizient und wirtschaftlich

Die zahlreichen Weiterentwicklungen

und die partnerschaftliche

Zusammenarbeit überzeugten den

Getränkeabfüller 2020 schließlich,

für seine 1-Liter-Flasche in die ressourcenschonende

KHS-Lösung zu

investieren. Im Mai 2021 wurde die

erste Innopack-Nature-MultiPack-

Maschine mit einer Leistung von

bis zu 25.000 Flaschen/h erfolgreich

in Betrieb genommen. Seit

September vergangenen Jahres

werden die neuen Sechser-Träger

in den rund 750 Supermärkten von

E.Leclerc landesweit vertrieben –

mit überragendem Erfolg: Der Umsatz

ist seit Markteinführung um

15 Prozent gestiegen. „Die neue

Verpackungsart kommt bei unseren

Kundinnen und Kunden sehr gut

an. Sie verstehen, dass wir mit dem

Nature MultiPack einen wertvollen

Beitrag zum Umweltschutz leisten“,

erklärt Hubert Decroix. Durch den

Folienverzicht spart Aquamark aktuell

rund 25.000 Tonnen Kunststoff

jährlich ein.

Geringerer Energieverbrauch

Darüber hinaus überzeugt die

Neuanschaffung im Vergleich zum

zuvor genutzten Schrumpfpacker

durch einen geringeren Energieverbrauch,

da der Heiztunnel wegfällt.

Dank dieser Einsparung und der

Reduzierung der Klebstoffmenge

konnten die Kosten pro Pack erheblich

gesenkt werden. Hubert Decroix

schätzt die Amortisierungszeit

der Investition auf zwei Jahre.

„Zu Beginn des Projekts haben wir

natürlich sämtliche Lösungen im

Markt begutachtet. Keine konnte

mit den Vorzügen der KHS-Technologie

hinsichtlich Nachhaltigkeit,

Effizienz und Wirtschaftlichkeit

mithalten“, betont der General Manager.

„Der Nature-Multi-Packer

hat unsere Erwartungen deutlich

übertroffen. Er arbeitet mit einer

Effizienz von 98 Prozent – ein

großartiges Ergebnis.“

Hohe Produktivität

Die hohe Produktivität wirkt

sich ebenso positiv auf die Arbeit

der Bediener aus. Beim alten

Schrumpfpacker mussten häufig

Routinearbeiten durchgeführt werden.

Hierzu gehörte unter anderem

der regelmäßige Wechsel der Folienrolle,

die einen vorübergehenden

Stillstand bedeuteten. „Die KHS-

Lösung ist dagegen so konzipiert,

dass sie komplett automatisiert

arbeitet. Die Bediener werden da-

Vorzeigeprojekt für

den französischen Markt

Die ausgezeichneten Resultate

machten Aquamark die Entscheidung

für eine zweite Innopack-

Nature-MultiPack-Maschine leicht.

Die Inbetriebnahme der Neuinvestition,

die bis zu 32.000 1,5-Liter-Flaschen/h

verarbeiten soll, ist

für September 2022 geplant. Das

Unternehmen erwartet, dass es

dank der Umstellung zusätzliche

250.000 Tonnen an Kunststoff

pro Jahr einsparen kann, denn die

1,5-Liter-Flasche macht rund 50

Prozent des Verkaufsvolumens der

Wassermarke aus. Hubert Decroix

sieht der Markteinführung im Oktober

2022 positiv entgegen: „Ich

rechne fest damit, dass wir auch bei

der 1,5-Liter-Flasche gute Wachstumszahlen

erzielen werden. Sollte

dies der Fall sein, werden wir die

Zusammenarbeit mit KHS unter

anderem für andere Behältergrößen

kontinuierlich weiter ausbauen.“

Erfolg

Der große Erfolg des Nature MultiPacks

bei Aquamark hat sich in

der französischen Getränkebranche

bereits herumgesprochen. „Unser

Projekt hat das Interesse vieler

Abfüller geweckt. Wir haben zahlreiche

Anfragen für unsere umweltschonende

Lösung erhalten“,

sagt KHS-Sales-Manager Thierry

Tanezie. Es kann also gut sein, dass

dieses Projekt erst der Anfang eines

größeren Wandels im heimischen

Markt ist.

Mehr unter: www.khs.com

Das Nature MultiPack von KHS

verbindet PET-Flaschen oder Dosen

mithilfe von leicht lösbaren

Klebepunkten zu einem stabilen Pack.

KHS hat den NMP-Packer im Zuge des

Aquamark-Projekts dahingehend weiterentwickelt,

dass die Maschine nun auch

Lightweight-Flaschen aus 100 Prozent

Rezyklat problemlos verarbeiten kann.

03/22

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INNERBETRIEBLICHE LOGISTIK

Designobjekte aus wiederverwertbarem Meeresplastik:

Die Zukunft des Einzelhandels

Eine spannende 3D-Druck-Installation mit einem ABB-Roboter zeigte im Londoner

Kaufhaus Selfridges, eines der bekanntesten Kaufhäuser in der Oxford

Street, wie die Zukunft des Einzelhandels aussehen kann. Während des gesamten

Monats April konnten Kundinnen und Kunden in einem der Schaufenster

beobachten, wie ein ABB-Roboter verschiedene personalisierte Designobjekte

aus Parley Ocean Plastic® druckt.

Die 3D-Druck-Installation

ist Teil des Konzepts „SU-

PERMARKET“ von Selfridges.

Es soll Verbraucherinnen

und Verbraucher anregen, darüber

nachzudenken, wie Waren hergestellt

werden und welche Auswirkun-gen

die Produktion auf die

Umwelt hat.

zu unterhalten.“

Schuhe

Ein Beispiel hierfür ist eine Installation

mit einem ABB-Roboter in

der Berliner Filiale des deutschen

Modehändlers Solebox. Hier können

Kundinnen und Kunden über

die Eingabe an einem Bildschirm

Schuhe auswählen, die der Roboter

dann aus einem Regal entnimmt

und in eine Schublade legt. Wenn

der Schuh nicht passt oder ein anderes

Modell anprobiert werden

soll, holt der Roboter den Schuh

wieder aus der Schublade und stellt

ihn zurück in das Regal.

Kreislaufwirtschaft

„Eine größere Produktauswahl erfreut

zwar Kundinnen und Kunden,

geht jedoch gleichzeitig zu Lasten

der Umwelt. Denn Produkte und

Verpackungen werden oft weggeworfen,

ohne dass hinterfragt wird,

wo sie entsorgt oder ob sie recycelt

werden“, betont Marc Segura,

Leiter der Robotics-Division von

ABB. „In-dem wir Designobjekte

aus wiederverwertbarem Meeresplastik

drucken, zeigen wir, dass

Roboter einen wichtigen Beitrag für

nachhaltige Fertigungsprozesse leisten

können, die für die Kreislaufwirtschaft

von zentraler Bedeutung

sind.“

Zusammenarbeit

Das Projekt wurde in Zusammenarbeit

mit der Umweltorganisation

und dem globalen Netzwerk Parley

for the Oceans sowie der innovativen

Designmarke Nagami entwickelt.

Die Installation, bestehend

aus der Simulationssoftware Robot-

Studio® sowie ABB‘s Industrieroboter

IRB 6700, kann verschiedene

Ge-genstände aus Parley Ocean

Plastic® herstellen, wie beispielsweise

Möbel oder Haushaltswaren.

Unter Anwendung des innovativen

Kunststoffextruders von Nagami

druckt der Roboter die Objekte direkt

vor Ort entsprechend der Kundenbestellung,

die per Bildschirmeingabe

abgewickelt wird.

Parley Ocean Plastic®

„Parley Ocean Plastic® wurde

gegründet, um der Plastikverschmutzung

und der Zerstörung

unserer Weltmeere entgegenzuwirken“,

sagt Cyrill Gutsch, Gründer

und CEO von Parley. „Durch die

Zusammenarbeit mit zwei führenden

Branchengrößen, ABB und

Nagami, können wir jetzt überall

auf der Welt nach Bedarf drucken

– und überführen so ein Problem in

eine Lösung. Der Direktdruck in

Kaufhäusern wie Selfridges bietet

enormes Potenzial zur Abfallreduzierung.

Darüber hinaus wollen wir

diese Technologie nutzen, um Organisationen

rund um den Globus

zu befähigen, ihren Plastikmüll in

eine unternehmerische Chance und

nützliche Gegenstände zu verwandeln.

Für die Ozeane, das Klima

und das Leben.“

Roboter verändern

das Einkaufserlebnis

Die Installation unterstreicht zum

einen die Bedeutung von Umweltinnovationen.

Zum anderen hebt

sie das große Potenzial der robotergestützten

Automatisierung für den

Einzelhandel hervor – insbesondere

wenn es darum geht, Geschäfte für

Kundinnen und Kunden attraktiver

zu gestalten. Roboter kommen bereits

vermehrt in der Lagerhaltung

Roboter in der Auslage

und im Versand sowie für Serviceleistungen

in den Geschäften zum

Einsatz. Das Forschungsunternehmen

Coherent Market Insights

schätzt, dass Robotik im Einzelhandel

bis 2028 um 30 Prozent zunehmen

wird.

Retailtainment

„Roboter werden vermehrt eingesetzt,

um Kundinnen und Kunden

wieder in die Geschäfte zu locken“,

sagt Marc Segura. „Wir glauben,

dass ihre Akzeptanz dabei hauptsächlich

von drei Trends beeinflusst

wird. Erstens, Micro-Fulfillment:

Roboter können in den Läden bei

der Auftragsabwicklung und bei der

Auslieferung unterstützen. Zweitens,

Personalisierung: Roboter

können ein Produkt nach spezifischen

Kundenwünschen herstellen.

Optional kann der Kundin oder

dem Kunden eine automatische

Personalisierung auf Basis früherer

Kaufgewohnheiten angeboten werden.

Und Drittens, ‚Retailtainment‘:

Roboter können als Teil einer interaktiven

Ausstellung oder Show eingesetzt

werden, um Besucherinnen

und Besucher zu informieren und

China

In China hat das Mobilfunkunternehmen

Huawei in Zusam-menarbeit

mit ABB einen Kiosk entwickelt,

in dem Kundinnen und Kunden

Elektrogeräte wie Smartphones

und Tablets abholen können. Der

Kiosk ist speziell für den Einsatz

in Haupteinkaufsstraßen konzipiert.

Dabei prüft das FlexBuffer-System

von ABB alle Geräte, die entweder

online bestellt oder vor Ort gekauft

wurden. Nach der Auswahl werden

die Produkte zur Mitnahme in eine

Abholschublade gelegt.

Personal entlasten

„Die Möglichkeit, Roboter in Geschäften

sowohl hinter als auch vor

der Ladentheke einzusetzen, bietet

dem Einzelhandel spannende

Möglichkeiten. Wenn Roboter bei

Micro-Fulfillment-Tätigkeiten unterstützen,

kann das Personal entlastet

werden und sich somit mehr darauf

konzentrieren, Kundinnen und

Kunden ein besseres Einkaufserlebnis

zu bieten“, resümiert Marc Segura.

„Wie die Installation bei Selfridges

zeigt, ermöglichen Roboter

auch eine personalisierte Produktion

der Waren direkt in den Geschäften,

was dem Einkaufserlebnis eine

ganz neue Dimension verleiht.“

Wachstumsstarke Segmente

Mit diesem neuen Kundensegment

erweitert ABB das Portfolio im Rahmen

einer breit angelegten Strategie,

die Expansion in neue und wachstumsstarke

Segmente wie die Logistik

sowie das Gesundheits- und

Bauwesen zu beschleunigen.

Mehr unter: www.abb.com

54 03/22

Roboter

druckt eine Vase

Fotos: ABB


WETTBEWERB

FINAT befreit den Tiger

Das Tiger-Etikett wurde geschaffen, um möglichst viele Sicherheitsmerkmale

in einem einzigen Etikett zu veranschaulichen. Neben dem patentierten VOID-

Effekt, durch den der Tiger aus seinem Käfig befreit wird, wurden auch eine

ganze Reihe von Sicherheitsfarben in das Etikett eingearbeitet. So erstrahlt der

Tiger, beleuchtet mit UV-Licht, eindrucksvoll in allen Farben des Regenbogens.

Die Lösung überzeugten auch die Jury beim diesjährigen FINAT-Award und

wurde zum Sieger in der Kategorie „Marketing/End-User-Sicherheit“ gekürt.

Sämtliche Sicherheitselemente

des Tiger-Etiketts

können selbstverständlich in

unterschiedliche Designs integriert

werden. „Somit verschmelzen Ihre

für Sie gestalteten Sicherheitsetikett

mit Ihrem Corporate Design.“

erklärt CEO SECURIKETT Ulrich

& Horn GmbH, Werner Horn.

Idee

Sicherheitsetiketten haben die

wichtige Eigenschaft, Produkte und

Marken vor Fälschung und Manipulation

zu schützen. Dabei gibt es

eine große Anzahl an Sicherheits-

Features, um ein Etikett fälschungssicher

zu machen. Obwohl der

Fokus hierbei am bestmöglichen

Schutz des einzelnen Produkts liegt,

muss ein Sicherheitsetikett keineswegs

langweilig oder unscheinbar

sein. Um zu zeigen was alles möglich

ist, hat Securikett das Tigeretikett

kreiert, das eine Vielzahl von

Sicherheitsmerkmalen vereint und

eindrucksvoll veranschaulicht.

Sicherheitsfarben

„Unser Tigeretikett verfügt über eine

ganze Palette an Sicherheitsfarben,

die auf unterschiedliche Weise

sichtbar gemacht werden können.

Durch den Einsatz spezieller Kippfarben

verändert das Schloss des

Käfigs beim Kippen des Etiketts

seine Farbe von Magenta zu Grün.

In der Kippfarbe ist zudem ein forensischer

Taggant eingebaut, der

mittels GC-MS-Instrumenten ausgelesen

werden kann. Wird das

Etikett hingegen mit Hitze oder

Kälte manipuliert, erscheint ein

intensiver orange-roter bzw. blauer

Farbhinweis auf der Anfasslasche

des Etiketts. Einen besonders eindrucksvollen

Anblick erhält man,

wenn man den Tiger mit UV-Licht

bestrahlt: sein Körper zeigt sich in

allen Farben des Regenbogens.“ erklärt

Werner Horn.

Öffnungsnachweis

Durch den VOID-Effekt, der beim

Ablösen des Etiketts sichtbar wird,

lässt sich der Tiger aus seinem Käfig

befreien und liefert dabei einen

eindeutigen Öffnungsnachweis.

QR-Code

Ein QR-Code auf der Oberfläche

des Etiketts bietet Zugang zu digitalen

Inhalten, die durch Eingabe

eines in der Pfote des Tigers versteckten

PIN-Codes aktiviert werden

können. Der PIN-Code wird

zunächst von einem Taggant verdeckt

und kann mit einem Detektor

oder Infrarotlicht sichtbar gemacht

Dr. Rainer Ulrich hat den

Preis im Namen von

SECURIKETT

entgegengenommen.

werden. Durch die Verwendung

von QR-Codes und optionalen PIN-

Codes lassen sich Produkte einfach

und schnell digitalisieren und bieten

Kunden einen sofortigen Zugang

zu digitalen Inhalten.

Mehr über das preisgekrönte

Produkt und das Unternehmen

sehen Sie unter:

www.securikett.com

Das Tigeretikett verfügt über eine ganze Palette an Sicherheitsfarben, die auf unterschiedliche Weise sichtbar gemacht werden können.

03/22

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WIRTSCHAFT

Maßgeschneiderte Kreislaufwirtschaft

In den letzten Jahren hat der Druck auf die Verpackungsbranche hinsichtlich

ihrer ökologischen Verantwortung stark zugenommen. Insbesondere die Verpackungshersteller

stehen seitens des Handels unter enormen Druck recyclingfähige

und sichere Verpackungslösungen bereitzustellen. KOMPACK sprach

mit Mag. Stefan Chalupnik, Geschäftsführer des Folienherstellers G. CORETH

Kunststoffverarbeitungs GmbH in Niederösterreich über die derzeitige Stimmungslage

und aktuelle Projekte.

I N T E R V I E W

KOMPACK: Sie haben das

Projekt PACKLOOP erfolgreich

abgeschlossen. (KOMPACK berichtete).Was

ist Ihr Fazit daraus?

Mag. Stefan Chalupnik:

Für manche ist der Fokus auf

Kreislaufwirtschaft nur ein Schlagwort.

Nicht für die G. Coreth

Kunststoffverarbeitungs GmbH!

Wir haben das Projekt PACK-

LOOP erfolgreich abgeschlossen

und daraus wichtige Erkenntnisse

für zukünftige Entwicklungen und

für die Ziele der EU Kreislaufwirtschaft

gewinnen können.

Als Ziel des Projektes PACKLOOP

galt es, für alle teilnehmenden

Partner aus der Lebensmittelbranche

(Produzenten und

Lebensmittelverpackungshersteller)

maßgeschneiderte kreislaufwirtschaftstaugliche

Verpackungen

zu identifizieren, die hinsichtlich

ihrer Recyclingfähigkeit und ihres

Life Cycle Assessments (LCA)

optimale zukunftsorientierte

Lösungen darstellen. Zusätzlich

wurde die Recyclingfähigkeit der

Verpackungen detailliert evaluiert.

Die Firma G. Coreth GmbH.

konnte innerhalb des Projektes

PE-Schrumpffolien mit bis zu 80%

Post Consumer Rezyklat herstellen,

welche die hohen Qualitätsanforderungen

als Schrumpffolie

für PET-Wasserflaschen erfüllen

konnte. Lebensmittelrechtliche

Untersuchungen am OFI haben

gezeigt, dass mit den eingesetzten

Methoden keine bedenklichen

Stoffe von der Folie über die PET-

Flaschenwand ins Füllgut wandern.

Eine streamlined Life Cycle

Analyse der FH Campus Wien wies

aus, dass eine PE-Schrumpffolie

für Getränkedosen im Vergleich

zu einer Kartonumverpackung

eine 70% Reduktion von CO 2 -

Aquivalenten bewirkt. Weist

Mag. Stefan Chalupnik, Geschäftsführer G. Coreth GmbH

„Umweltbelastungen können durch den Einsatz von recyclingfähigen

Verpackungen stark minimiert werden.“

diese zudem 80% Rezyklatanteil

auf, ist die Klimawirkung zusätzlich

um bis zu 27% reduziert.

KOMPACK: Also das Thema -

Verpackung aus PE-Schrumpffolien

versus Kartonumverpackung ?

Ja,durch die im Projekt erarbeitete

und angewandte gesamtheitliche

Betrachtungsweise der Verpackungen

und Verbesserungspotenziale

hat sich gezeigt, dass

die Umweltbelastungen durch den

Einsatz von recyclingfähigen

Verpackungen stark minimiert

werden können.

Umfassende lebensmittelrechtliche

Betrachtungen werden zukünftig

auch im indirekten Produktkontakt

von PE-Folien zu sicheren

Sekundärpackmitteln führen,

welche ebenfalls einen positiven

Beitrag zur Schonung von

Umweltressourcen führen.

Wir bei G. Coreth Kunststoffverarbeitung

GmbH setzen auch

weiterhin den Fokus auf die Verbesserungsmöglichkeiten

im

Recyclingprozess. Damit wir

unseren Beitrag zur Erreichung

der Klimaziele liefern können.

KOMPACK: Gibt es neue,

besonders umweltfreundliche

Produkte bei G. Coreth

Kunststoffverarbeitung?

Mag. Stefan Chalupnik: Ja die

gibt es. Gemeinsam mit unserem

deutschen Vertriebspartner

BRANGS + HEINRICH GmbH

haben wir eine Folie mit 94%

Regeneratanteil entwickelt

und bereits vom TÜV Reinland

zertifizieren lassen.

Bei den Produktlinien „Profithen

Eco Plus R“ und „Profithen

Eco Plus Recycled“ wird diese

Folie bereits erfolgreich bei der

Verpackung von Getränkedosen

eingesetzt. Der hohe Regeneratanteil

von 94% wird aus unserem

eigenem Recycling Zentrum am

Firmenstandort gewonnen.

Damit sichern wir beim

Recycling im eigenen Recyclingzentrum

eine gleichbleibend

hohe Qualität und eine Rückverfolgbarkeit

des Rohstoffes.

Neben dem österreichischen und

deutschen Markt gibt es einen

besonderen Fokus auf die Märkte

Holland und Belgien.

KOMPACK: Sind Projekte in

diesem Bereich in Planung?

Mag. Stefan Chalupnik:

Wir sind bei einem spannenden

Projekt des OFI nämlich dem

Projekt flex4loop dabei!

In dem FFG Branchenprojekt

werden kleinteilige, recyclingfähige

Polyolefinmonomaterialfolien mit

Gasbarriere für Lebensmittelanwendungen

hinsichtlich Verpackungsdesign,

Sammlung & Sortierung und

hochwertiger Rezyklatherstellung

untersucht, sowie auf ihre Eignung

als Verpackungsmaterial getestet.

Das Forschungsprojekt bezieht den

gesamten Wertschöpfungskreislauf

ein (Verpackungs- und Etikettenhersteller,

lebensmittelabpackende

Betriebe, Handel, Sortierer, Recycler,

Maschinenhersteller, Sammelsysteme

und Verbände), um fundierte

Ergebnisse über die Möglichkeiten

der sinnvollen Nutzung in einem

Verpackungskreislauf von flexiblen

recyclingfähigen Folien für Beutel-

und Tiefziehanwendungen zu

erhalten. Die Erkenntnisse und

Empfehlungen sollen in einem

Leitfaden der gesamten Branche

zur Verfügung stehen und einen

wesentlichen Beitrag zur

Erreichung der EU-Kreislaufwirtschaftsziele

2025 bzw. 2030 leisten.

Dieses durch die Österreichische

Forschungsförderungsgesellschaft

FFG unterstützte Projekt wird vom

Lebensmittel- und Kunststoffcluster

Oberösterreich geleitet und wissenschaftlich

durch das OFI und die

Montanuniversität Leoben begleitet.

KOMPACK: Danke für das

Gespräch.

G. Coreth GmbH

Umsatz: 65 Mio. Euro

Mitarbeiter: 125

Exportquote 50%

Produktionsmenge: 33.000t/Jahr

www.coreth.at

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DIGITALISIERUNG

Künstliche Intelligenz in Echtzeit

Wollen Hersteller von Automatisierungstechnik ihren Kunden echte Mehrwerte

schaffen, sind Digitalisierungslösungen der Schlüssel zum Erfolg. „Daher hat

Festo die Festo Automation Experience, kurz Festo AX entwickelt“, erklärt Dr.

Oliver Niese, Leiter Digital Business bei Festo. Festo AX steigert die Leistungen

von Maschinen und Anlagen und macht Kunden damit noch erfolgreicher.

Dank unseres kundenorientierten

Ansatzes haben wir

„ viel Know-how und Erfahrung

bei Kundenanwendungen.

Daher wissen wir genau, welche

Softwarelösungen unsere Kunden

für ihr Geschäft benötigen“, ergänzt

Niese. Denn Festo verfügt neben

dem Know-how in der Automatisierungstechnik

auch über Domänenexpertise.

Mit der Übernahme

des Softwareunternehmens Resolto

hat das Unternehmen auch Zugang

zu Kompetenzen in Advanced Analytics

und künstlicher Intelligenz.

Die Kombination dieser drei Teile

führt zur Softwarelösung Festo AX.

Wunsch nach digitalen

Lösungen im Maschinenbau

Die Welt befindet sich im permanenten

Wandel. „Als Individuen

begegnen wir diesem Wandel unter

dem Vorzeichen der Digitalisierung

jeden Tag in unserem Privatleben.

Diese Veränderungen machen

auch vor dem Geschäftsleben nicht

halt“, so Niese. Dies bedeutet: Wer

die Welt und die Veränderungen in

der Industrie verstehen will, muss

sich Folgendes bewusst machen:

In zehn Jahren werden drei Viertel

der arbeitenden Bevölkerung so genannte

„Digital Natives“ sein. Diese

sind es gewöhnt, mit digitalen

Der neue Traysealer QX-900-Flex bietet

viel Leistung auf wenig Platz.

Dr. Oliver Niese ist verantwortlich für das Digital Business der

Festo SE & Co. KG und Geschäftsführer der Resolto Informatik

GmbH. Schwerpunkt der Digital Business Unit von Festo ist die

Entwicklung und Vermarktung von Softwarelösungen und Services

zur Optimierung von Produktions- und Instandhaltungsprozessen.

Basis des Softwareportfolios ist ein spezialisierter KI-Engine, der

genutzt wird, um Lösungen für Predictive Maintenance, Predictive

Quality und Predictive Energy anzubieten.

Lösungen im Maschinenbau zu arbeiten.

Für Unternehmen der Automatisierungstechnik

ist es daher lebensnotwendig,

dies für zukünftige

Strategien zu berücksichtigen.

Festo AX

Um dieser Entwicklung Rechnung

zu tragen, hat Festo die Lösung Fe-

sto AX entwickelt. „Sie hilft unseren

Kunden, Entscheidungen auf

Basis von Fakten zu treffen“, betont

Digitalisierungsexperte Niese. Festo

Automation Experience (Festo

AX) ist eine einfach zu bedienende

Lösung, die es Anwendern ermöglicht,

durch künstliche Intelligenz

(KI) und maschinelles Lernen den

maximalen Wert aus den Daten ihrer

Anlage zu ziehen.

Daten analysieren

und Produktivität steigern

Allein durch die Analyse der Daten

mit Festo AX können Anwender

die Produktivität steigern, Energiekosten

senken, Qualitätsverluste

vermeiden, den Shopfloor optimieren

und neue Geschäftsmodelle

schaffen. „Mit den Bausteinen Predictive

Maintenance, Predictive Energy

und Predictive Quality setzen

wir gemeinsam mit unseren Kunden

deren individuelle Lösungen

um“, erklärt Niese.

Künstliche

Intelligenz in Echtzeit

Festo AX bietet künstliche Intelligenz

in Echtzeit. Sie kann flexibel

in das System des Kunden integriert

werden – on premises, on edge oder

in der Cloud. Die Lösung ist in der

Lage, das kundeneigene Know-how

nach dem Prinzip „Human-in-the-

Loop“ zu nutzen. Dabei bleibt der

Anwender selbst Eigentümer der

gesammelten Daten und niemand

anderes.

Für alle Hersteller

Dabei beschränkt sich die Datenanalyse

nicht nur auf Komponenten

und Module von Festo selbst. „Ein

großer Vorteil am Markt ist, dass

unsere Software es ermöglicht, auch

Komponenten anderer Hersteller

zuverlässig zu analysieren“, betont

Digitalisierungsexperte Niese.

Festo

Festo ist gleichzeitig Global Player

und unabhängiges Familienunternehmen

mit Sitz in Esslingen am

Neckar. Das Unternehmen liefert

pneumatische und elektrische Automatisierungstechnik

für 300.000

Kunden der Fabrik- und Prozessautomatisierung

in über 35 Branchen.

Produkte und Services sind in 176

Ländern der Erde erhältlich. Weltweit

rund 20.000 Mitarbeiter in 61

Ländern mit über 250 Niederlassungen

erwirtschafteten 2020 einen

Umsatz von ca. 2,84 Mrd. €.

Mehr unter: www.festo.com

Alles im Blick: Dashboards für

Predictive Maintenance bieten

Übersicht über Maschinenzustände.

(Bilder: Festo SE & Co. KG)

03/22

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UMWELT

Tonne oder Sack? Hauptsache Gelb!

Bis 2025 sollen 80 Prozent aller gebrauchten Getränkekartons in Österreich

in der gelben Tonne oder im gelben Sack gesammelt werden. Kampagne lädt

zum Mitmachen ein. Leere Milch- und Saftpackungen gehören in die gelbe

Tonne oder in den gelben Sack. Im Jahr 2020 landeten bereits 63 Prozent aller

Getränkekartons im gelben Behälter oder im gelben Sack, um danach fachgerecht

recycelt zu werden.

Mit unserer ‘Recycling

Mission 2025’ wollen

wir gemeinsam mit der

Bevölkerung die Sammelquote

von Getränkekartons in Österreich

auf 80 Prozent anheben”, so Georg

Matyk, Geschäftsführer von Getränkekarton

Austria.


Getränkekarton Austria startet Recycling Mission:

#gemeinsammeln –

Humor statt Zeigefinger

Freche Sprüche und witzige Doodles,

die Getränkekartons zum

Leben erwecken, zeigen, dass Recycling

richtig Spaß machen kann.

City Light-Plakate in allen österreichischen

Landeshauptstädten

richten sich ab Mitte Juni an alle,

die im urbanen Raum unterwegs

sind und Getränke aus recycelbaren

Kartons konsumieren.

Social-Media-Kanäle

machen aufmerksam

„Pünktlich zum Sommerbeginn

schicken wir unsere Getränkekarton-Doodles

auf Österreich-Tour“,

so Georg Matyk. Mitverfolgen

lässt sich die Tour auf den Social-

Media-Kanälen Facebook, Instagram

und Twitter; auch Influencer

machen auf das wichtige Thema

aufmerksam.

recyclingmission.at

Im Zentrum der Kampagne steht

die Website recyclingmission.at

mit weiterführenden Informationen

zum Mitmachen und Handeln.

Der Hashtag #gemeinsammeln

erklärt das richtige Sammeln von

Getränkekartons und möchte zum

Kommentieren, Liken und Sharen

motivieren.

80 Prozent erreichbar

„Wir sind zuversichtlich, dass wir

mit der Recycling Mission 2025

noch mehr Menschen in Österreich

für das Sammeln von Getränkekartons

sensibilisieren und

so das gemeinsame Ziel von 80

Prozent Sammelquote bis 2025 erreichen

werden“, so Georg Matyk.

Mag. Georg Matyk: „Mit unserer

Recycling-Mission 2025 wollen wir

gemeinsam mit der Bevölkerung

die Sammelquote von

Getränkekartons in Österreich auf

80 Prozent anheben.“

Zusammenarbeit

Die Kampagne Recycling Mission

2025 entstand in Zusammenarbeit

mit der Salzburger Agenturgruppe

bluforce group.

Getränkekarton Austria

Getränkekarton Austria vertritt

die gemeinsamen Interessen der

Anbieter von Getränkekartons in

Österreich – Tetra Pak, Elopak und

SIG Combibloc – und setzt sich

gemeinsam mit Partnern für die

Sammlung und stoffliche Verwertung

von Getränkeverbundkartons

in Österreich ein.

Mehr unter:

www.getraenkekarton.at

58 03/22


MESSE

Gelungenes Messe-Comeback

Die SWAN GmbH zieht nach drei intensiven Tagen auf der LogiMAT 2022

eine positive Bilanz. Im Zentrum des Messeauftritts der SWAN stand das

hauseigene SAP EWM Add-on „SWAN 3D-Logistics Cockpit“. Die „Digital-Twin“-Lösung

für SAP EWM ermöglicht eine intuitive Interaktion mit

Lagerbeständen und Bewegungsdaten in der Logistik. Daneben weckten

auch die SWAN SAP S/4HANA Migrationsprojekte mit SAP EWM Anteil

sowie SAP EWM Projekte mit automatisiertem Materialfluss das Interesse der

Besucher:innen.

Nach über zwei Jahren pandemiebedingter

Zwangspause

freut sich der Logistik-Experte

SWAN über eine erfolgreiche

LogiMAT. Vom 31. Mai

bis 1. Juni lud die Fachmesse für

Intra-logistik und Prozessmanagement

rund 50.000 Besucher:innen

in ihre Hallen. Die SWAN zeigt sich

durchwegs zufrieden – sowohl in

Bezug auf die Besucheranzahl als

auch die individuellen Kontakte:

Neben Bestandskundschaft konnte

SWAN auch viele neue Interessierte,

Logistikplaner:innen und SAP-Partnerunternehmen

am Stand begrüßen.

Eine große Nachfrage herrschte vor

allem bei den Geschäftsfeldern SAP

TM und EWM. Hier verbuchte das

Projekthaus für SAP-Logistik viele

Neukontakte und Anfragen, die

spannende Projekte und Ko-operationen

in Aussicht stellen. Ebenfalls

auf reges Interesse stießen die SAP

S/4HANA Migrationsprojekte mit

SAP EWM Anteil der SWAN sowie

ihre SAP-EWM-Projekte mit automatisiertem

Materialfluss.

SWAN 3D-Logistics Cockpit

Klares Highlight des SWAN-

Messeauftritts: ihr hauseigenes und

stetig weiterentwickeltes SWAN

3D-Logistics Cockpit. Es erzeugt

mit den vorhandenen Daten aus SAP

EWM ein virtuelles 3D-Lagerabbild.

Dieser „Digital-Twin“ bietet eine

realitätsgleiche Darstellung von

Beständen und Lagerhallenstrukturen

in Echtzeit. Das erleichtert

Nutzer:innen anfallende Tätigkeiten

im Leitstand enorm und minimiert

komplexe, fehleranfällige Lagerprozesse.

Die Steuerung erfolgt dank

realitätsgleicher 3D-Oberfläche

auf SAPUI5-Basis völlig intuitiv.

Nutzer:innen können Lageraufgaben

einfach per Drag-and-Drop erstellen.

Zusammenhänge sind dank

der Verbindung von baulichen Lagerstrukturen,

Regalen sowie aktuellen

Bestands- und Lagerplatzdaten

in einem dreidimensional dargestellten

Raum leicht zu erkennen.

Die Erfassung von Prozessabweichungen

erfolgt somit sehr schnell.

Unterschiedliche Lokations- und

Ortungslösungen lassen sich ebenfalls

zum Asset- und Ressourcen-

Tracking in die virtu-elle Realität

einbinden. Das SWAN 3D-Logistics

Cockpit ist als Fiori-Anwendung in

jedes SAP-EWM-System integrierbar

und problemlos in bestehenden

Installationen nachrüstbar.

SAP-Logistik

für automatisierte Lager

SWAN bietet außerdem ein umfangreiches

Leistungsportfolio an

SAP-Logistik-Anwendungen, um

die Digitalisierung und Automatisierung

von Lagerprozessen zu optimieren.

Insbesondere dank des Zusammenschlusses

mit SSI Schäfer

– aber auch mit einem breiten Partnernetzwerk

anderer Anbieter für

Lagerautomatisierung und Robotik

– kann SWAN stets die beste Option

aus unterschiedlichen Lösungsmöglichkeiten

anbieten.

Auf der LogiMAT 2022 fiel besonders

die hohe Nachfrage an integrativen

SAP-Lösungen wie der

Palettenplanung und dem SWAN

3D-Kommissionierarbeitsplatz für

Kartons sowie am SAPUI5 Lösungsportfolio

diverser Arbeitsplatz-

Szenarien auf.

Trend

Insgesamt zeichnet sich zudem ein

erkennbarer Trend hin zu neuen Logistik-Anlagen

mit Automatisierung

in Europa ab. Schwierigkeiten mit

globalen Lieferketten, wie in jüngster

Vergangenheit bei der Blockade

des Panama-Kanals oder beim Lockdown

in Shanghai, treiben diese Entwicklung

voran. Auch im Zusammenspiel

mit Asset-Tracking-Lösungen

ihrer Partner schafft SWAN

einen Mehrwert bei der Verbindung

von manuellen Logistiktätigkeiten

mit Automatik-Anlagen. Eine mögliche

Lösung hat SWAN auf der LogiMAT

veranschaulicht und erlebbar

gemacht – durch Live-Ortung des

Messepersonals am Stand.

Face-to-Face

„Für uns war es nicht nur von großer

Bedeutung, unsere SAP-Lösungen

auf der Messe vorzustellen.

Es war vor allem auch schön nach

so langer Zeit endlich wieder Kontakte

zu pflegen und in persönlichen

Face-to-Face Gesprächen zu versinken“,

resümiert Alexander Bernhard,

Geschäftsführer der SWAN: „Ich

bedanke mich für all die die inspirierenden

Impulse aus der Logistik-

Community, den offenen Austausch

und das tolle Engagement unseres

Messe-Teams vor Ort.“

Mehr unter:

www.swan.de

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AUSZEICHNUNG

Exzellente Kundenorientierung und Servicequalität:

1. Platz beim „Top Service Award“

Riesenerfolg für EFAFLEX: Der Produzent von Schnelllauftoren wurde bei

der diesjährigen „Top Service Österreich 2022“ Kundenbefragung, branchenübergreifend

zum kundenorientiertesten Unternehmen des Landes im Bereich

B2B gekürt. Im Rahmen einer feierlichen Gala im Palais Berg in Wien wurden

generelle Trends rund um das Thema Kundenorientierung analysiert und die

Preise an die stolzen Gewinner überreicht.

Die kontinuierliche und

konsequente Weiterentwicklung

unserer Kundenorientierung

im gesamten Unternehmen

trägt Früchte. Wir sind

sehr stolz auf unseren Erfolg und

glücklich, dass unsere Kunden mit

unserer Leistung so zufrieden sind“,

erklärt Heinz Siegel, Geschäftsführer

EFAFLEX Österreich. Dennoch

stehe hinter dieser Anerkennung für

das Unternehmen der klare Auftrag,

auch in Zukunft konsequent daran

zu arbeiten, besser zu werden und

die Kunden mit Leistungen und

Produkten aus dem Hause EFAF-

LEX zu unterstützen und zu begeistern.


Schnelllauftore

EFAFLEX produziert Schnelllauftore

für industrielle Anwendungen.

(KOMPACK berichtete)

Das Unternehmen ist unter anderem

für Auftraggeber aus der Industrie,

dem Handwerk, der Lebensmittelherstellung

sowie aus

der Chemie- und Pharmabranche

im Einsatz. Das Unternehmen ist

darauf spezialisiert, branchenspezifische

Lösungen zu erarbeiten und

die Torsysteme individuell an die

vom Kunden festgelegten Parameter

und Bedingungen vor Ort anzupassen.

Weltmarktführer-Index

Als einziger Hersteller im Bereich

der schnelllaufenden Industrietore

ist EFAFLEX im Weltmarktführer-

Index eingetragen und gehört damit

zu den 461 Spitzenunternehmen

Deutschlands, Österreichs und der

Schweiz. Das Familienunternehmen

beschäftigt mehr als 1200 Mitarbeiter

weltweit.

Im Rahmen der „Fête d’excellence 2022“ wurde EFAFLEX im

Palais Berg für besonderen Kundenservice und

bestens gelebte customer experience

ausgezeichnet. Geschäftsführer Heinz Siegel: „Der

1. Platz für EFAFLEX ist eine Bestätigung dafür, dass die

ausgeprägte Kundenorientierung des Unternehmens und das Verständnis

der Mitarbeiter für schnellen und kompetenten Kundenservice nicht nur

beim gesamten Team angekommen ist, sondern auch täglich gelebt wird.“

Einsatz im Themenbereich

Kundenorientierung

Mag. Dr. Martin Kocher, Bundesminister

für Digitalisierung und

Wirtschaftsstandort, richtete seine

Grußworte zur Preisverleihung an

die Ausgezeichneten. Er bedankte

sich herzlich bei diesen Unternehmen

für ihren Einsatz im Themenbereich

Kundenorientierung.

Individualität

Dr. Christian Rauscher, Geschäftsführer

emotion banking ®

& Top Service Österreich, brachte

in seinem Plädoyer den Erfolg und

die daraus entstehende Verpflichtung

für die Preisträger dieses Jahres

auf den Punkt: „Wir dürfen uns

bewusst machen, dass die vergangenen

zwei Jahre deutliche Spuren

bei den Kunden hinterlassen

haben. Was 2019 gut war, reicht

heute nicht mehr. Freundlichkeit

im Service ist eine Minimumanforderung.

Kund:innen erwarten heute

Begleitung und damit Inspiration,

Vorausdenken und ein individuelles

Eingehen auf sie als Person. Die

Kundenstrategie muss darauf konsequent

ausgerichtet werden.“

Top Service Österreich

Gütesiegel

„Top Service Österreich“ ist seit

über acht Jahren DAS Gütesiegel

für exzellenten Service und konsequent

gelebte Kundenorientierung

in Österreich. Dabei handelt es sich

um eine branchenübergreifende

wissenschaftlich fundierte Kundenund

Managementbefragung mit

über 8.000 Teilnehmern. Sie sorgt

einerseits bei den teilnehmenden

Firmen für wichtige Erkenntnisse

zu Eigen- und Fremdbild, dient

anderseits auch als Vergleich mit

aktuellen Benchmarks. Betrachtet

werden u.a. Unternehmenskultur,

Strategie, Prozesse, Produkt- und

Dienstleistungsangebot, Vertrieb

und Preis, Weiterempfehlung und

die Wirkung auf den Kunden. Das

Stärken-Schwächen-Profil aus

Kunden- sowie Managementsicht

zeigt Unternehmen, wo sie stehen.

Veranstalter

Veranstalter von „Top Service

Österreich ist das Beratungs- und

Marktforschungsunternehmen

emotion banking®, von Dr. Christian

Rauscher und Dr. Barbara Aigner

mit 20 Jahren Expertise in den Themenbereichen

Unternehmenskultur

und Customer Experience.“

Mehr über das

erfolgreiche Unternehmen

sehen Sie unter:

www.efaflex.at

Seit 2015 misst und prämiert „Top Service Österreich“ Customer Experience und Servicequalität

in österreichischen Organisationen aller Größen und Branchen. Basis für die Auszeichnung

ist eine wissenschaftlich fundierte Befragung von Kund:innen und Management

sowie zusätzliche Audits. Nur Unternehmen, die den geforderten Mindestwert

erreichen, sind berechtigt, das Gütesiegel zu führen.

Mehr unter: www.tsoe.at

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K

Nachhaltig und digital

Die KIEFEL GmbH, marktführendes Unternehmen für Thermoformen und

Fügetechnik von Kunststoffen und Naturfasern, präsentiert auf der diesjährigen

K Messe vom 19. - 26. Oktober Maschinen-, Werkzeug- und Automatisierungslösungen

zur Verarbeitung kreislauffähiger Materialien anhand von Live-

Demonstrationen. Darüber hinaus stellt das Unternehmen in Halle 3, Stand E

90 neue digitale Serviceleistungen, Lösungen für Medizin- und Pharmaindustrie

sowie Forschungsaktivitäten zum Thema Nachhaltigkeit vor. Zusätzlich

bietet Kiefel am VDMA Dome „Die Maschine“ Einblicke in Prozesse zum

Schließen des Kreislaufes.

Die Megatrends Digitalisierung

und Nachhaltigkeit

haben wir bei Kiefel fest

im Blick“, erklärt Cornelia Frank,

Head of Sustainability bei Kiefel.

„Deshalb freuen wir uns besonders,

auf dieser K Messe Lösungen vorzustellen,

die ideal zu den diesjährigen

Fokusthemen Kreislaufwirtschaft,

Digitalisierung und Klimaschutz

passen.“

Nachhaltige Verpackungslösungen

aus einer Hand

Auf Bandstahl- und Kippmaschinen

von Kiefel kann neben

klassischen, biobasierten als auch

recycelten Kunststoffen auch Papier

verarbeitet werden. Anhand

von Livedemonstrationen auf der

Bandstahlmaschine des Typs KMD

78.2 Speed präsentiert das Unternehmen,

wie aus recycelten Folien

hochwertige, nachhaltige Verpackungsprodukte

gefertigt werden

- und damit z. B. ein Beitrag zum

Tray-to-Tray-Recycling geleistet

werden kann. Möglich wird das

mit Hilfe hauseigener, individueller

Werkzeugtechnologie und smarten

Automatisierungskonzepten. Kiefel

präsentiert dazu auf der K die neue

Kiefel Standard Automation (KSA).

Die Bandstahlmaschine KMD 78.2 ist ein effizienter, Allrounder

Neben kundenspezifischen Automatisierungslösungen

bietet das

Unternehmen damit komplett modulare

Standardautomatisierungen,

die nach einem Baukastenprinzip

für die gängigsten Anwendungen

aufgebaut sind.

Fiber Thermoformen

Zusätzlich erhalten Besucher und

Besucherinnen Einblick in die neuste

Verpackungstechnologie von

Kiefel, das Fiber Thermoformen

von Naturfasern, das sich international

einer hohen Nachfrage erfreut.

Die zugehörige Maschine NA-

TUREFORMER KFT 90 ist bereits

weltweit in großer Stückzahl in

Betrieb. Auf der K 2022 werden anhand

der Labormaschine KFT Lab

der Produktionsprozess und passende

Anwendungsmöglichkeiten

der Technologie für den Food und

Non-Food-Bereich veranschaulicht.

Durch eigene Material- und

Technologiezentren bietet Kiefel

umfangreiche Möglichkeiten für

Proof-of-Concepts, die ebenfalls

präsentiert werden.

Forschungsaktivitäten für

eine bessere Kreislaufwirtschaft

Kiefel engagiert sich in vielerlei

Hinsicht für mehr Nachhaltigkeit,

hat dies in der Unternehmensstrategie

verankert, ist EcoVadis-zertifiziert

und wirkt in diversen Forschungsinitiativen

für eine bessere

Kreislaufwirtschaft mit. Besucher

und Besucherinnen erhalten am

Messestand Einblick in neue Forschungsaktitivtäten

und -ergebnisse

aus Initiativen, wie HolyGrail 2.0,

PrintCYC oder NextLoop.

Service: Maschinenstatus

und -wartungen 24/7 im Blick

Im Bereich After Sales von Kiefel

wurde das digitale Angebot weiter

ausgebaut. Über die zentrale

Onlineplattform, das Kiefel Portal,

können Kunden ihren Maschinenstatus

künftig mittels „Maintenance

Dashboard“ rund um die Uhr im

Blick behalten und anstehende Wartungen

planen. Darüber hinaus werden

Nutzer und Nutzerinnen auch

zu passenden Maschinenupgrades

informiert. Zusätzlich sind über das

Kiefel Portal u. a. auch das Identifizieren

und Anfragen von Maschinenersatzteilen,

das Einsehen von

3D-Maschinendokumentationen

sowie neu auch interaktive Online-

Trainings rund um die Bedienung

der Maschinen möglich.

Medical & Pharma: Produktion

von Bioprozessbeuteln

Auch für die Medizin- und Pharmaindustrie

präsentiert Kiefel Neuerungen.

Das Unternehmen stellt

auf der K Messe das erweiterte

Portfolio der Bioprozessbeutel mit

der passenden Maschinentechnologie

vor. Die 3D- oder 2D-Beutel

können je nach Kundenwunsch

aus PVC-freien Materialien, wie

PE oder PP, oder auch aus PVC

oder EVA gefertigt werden. Je nach

Kundenwunsch sind vielfältige

Möglichkeiten realisierbar, z. B.

halbautomatische oder vollautomatische

Maschinen, Einwegbeutel

für die Lagerung von Stammzellen,

Zellkultur, Mischen oder Separation,

in 2D- oder 3D-Ausführung

oder Schlauch-/Port-Anschlusskomponente.

Mehr während der

K: Halle 3, Stand E 90 oder

vorab unter: www.kiefel.com

Fotos: © KIEFEL GmbH

Auf Maschinen von Kiefel können vielfältige Verpackungen aus klassischen

biobasierten oder recycelten Kunststoffen gefertigt werden.

Kiefel präsentiert auf der K 2022 auch die Technologie und Anwendungsmöglichkeiten

des Fiber Thermoformens mit Naturfasern.

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MESSE

FachPack 2022

Die Vorfreude in der Branche auf ein persönliches Wiedersehen ist groß. Vielen

ist noch die unglaublich positive Stimmung auf der FACHPACK 2021 in bester

Erinnerung. Vom 27. bis 29. September 2022 trifft sich die Verpackungsindustrie

erneut drei Tage lang, um sich mit ihren Kunden und Partnern auszutauschen,

über Trends und Innovationen zu informieren sowie von spannenden Referenten

und Themen inspirieren zu lassen. Phillip Blass, Director FACHPACK, Nürnberg-

Messe spricht über den Stand der Planungen.

Das FACHPACK-Team steckt derzeit

mitten in den Vorbereitungen für

die kommende Messe. Was genau

gibt es im Moment zu tun? Und verraten

Sie uns schon wie viele Aussteller

im September mit dabei sein

werden?

Philip Blass: Aktuell beschäftigen

wir uns mit der Aufplanung der

Messestände. Das heißt, wir platzieren

die Aussteller gemäß ihren Wünschen,

Angebotsschwerpunkten und

Gegebenheiten in den Messehallen.

Das wird noch etwa bis Ostern

dauern. Danach veröffentlichen wir

die Hallenpläne und auch eine erste

Ausstellerliste. Beides ist dann auf

unserer Internetseite www.fachpack.

de abrufbar. Derzeit gehen wir von

über 1.000 Ausstellern aus, die sich

im September in neun Messehallen

entlang der Schwerpunkte Verpackungen,

Prozesse und Technik

präsentieren werden. Anmeldungen

nehmen wir noch bis 30. Juni an.

Außerdem arbeiten wir gerade daran,

wieder ein spannendes Rahmenprogramm

mit tollen Sonderschauen,

inspirierenden Referenten und Preisverleihungen

auf die Beine zu stellen.

Zeitgleich zur FACHPACK findet

die POWTECH, die internationale

Leitmesse für Pulver-, Granulatund

Schüttguttechnologien, stattfindet.

Welche Synergien gibt es durch

den Messeverbund?

Philip Blass: Wir freuen uns, dass

in diesem Jahr die POWTECH

im Verbund mit der FACHPACK

stattfindet, denn sie ergänzt die

FACHPACK auf spannende Weise

im Bereich Processing und Packaging.

Das Messe-Duo bildet die

gesamte Wertschöpfungskette von

der Herstellung der Produkte bis

zu ihrer Verpackung ab. Und beide

Messen sprechen Anwender aus den

Branchen Pharma, Chemie sowie

„Food and Feed“ an. 29 Prozent der

Besucher der letzten POWTECH

gaben in einer Befragung an, sich

für das Thema „Verpacken und

Abfüllen“ zu interessieren, was für

FACHPACK-Aussteller neues Besucherpotenzial

bietet. Spannend für

FACHPACK-Besucher ist der neue

Gemeinschaftsstand für pharmazeutische

Verpackung, der aufgrund der

Synergien entstanden ist. Selbstverständlich

haben Besucher mit ihrem

Ticket Zugang zu beiden Veranstaltungen.

Aussteller, die für beide

Messen relevant sind, präsentieren

sich insbesondere in der Halle vier.

Für 2022 hat sich die FACHPACK

ein neues Leitthema „Transition in

Packaging“ gesetzt. Was verstehen

Sie darunter? Und wie spiegelt es

sich auf der Messe wider?

Philip Blass: Die Verpackungsbranche

befindet sich in einem tiefgreifenden

Wandel, der durch die Pandemie

und politische Konflikte wie

zum Beispiel in der Ukraine verstärkt

und beschleunigt wurde. Industrie

und Handel werden immer wieder

vor neue Herausforderungen gestellt.

Sustainability, E-Commerce

und Digitalisierung sind die drei

wichtigsten Verpackungstrends, die

unsere Aussteller und Besucher derzeit

bewegen. Hinzu kommen die

Themen Rohstoffknappheit, Lieferengpässe

und Fachkräftemangel.

All dies verändert die Branche und

das wollen wir mit unserem Leitthema

„Transition in Packaging“ zum

Ausdruck bringen. Dabei haben

wir bewusst nicht den überstrapazierten

Begriff der Transformation

gewählt. Denn: Transformationen

leben von Transitionen, also vielen

kleinen Übergängen, die zum großen

Ganzen führen, sagt Harry Gatterer

vom Zukunftsinstitut. So sehen

wir das auch. Uns geht es eher um

die vielen kleinen Aufbrüche und

Entwicklungen, die den Umbruch

zeigen und sich auf der FACHPACK

an den Messeständen, auf der Sonderschau

„Packaging through Design“

und in den Foren PACKBOX,

TECHBOX und INNOVATIONS-

BOX zeigen werden.

Neben den Messeständen der Aussteller

ist natürlich auch das Rahmenprogramm

einer Messe für Besucher

immer besonders interessant.

Was ist in 2022 geplant?

Das Begleitprogramm der FACH-

PACK wird wieder sehr vielfältig,

inspirierend und umfangreich sein.

Ganz im Zeichen des Leitthemas

„Transition in Packaging“ und den

derzeit drängenden Fragen der Verpackungsindustrie

stehen die bei Besuchern

beliebten Fachforen PACK-

BOX und TECHBOX. Die drei Tagesthemen

der PACKBOX lauten:

„Markt-Erfahrung und -Erwartung“,

„Nachhaltiges Design & Material“,

„Packaging digital & smart“. In der

TECHBOX sind die Themen „Innovation

& Klimastrategie“, „New

Work & der Wandel in der Fachkräftegewinnung“

sowie „Effizienz &

Digitalisierung“ auf der Agenda.

Um Verpackungsdesign und die Stories

hinter den Produkten und Designern

geht es beispielsweise auf der

Sonderschau „Packaging through

Design“, kuratiert durch unseren

langjährigen Partner bayern design.

Frischen Wind und neue Ideen für

die Verpackungswelt gibt es in unserer

International Start-Up-Area

und auf dem Gemeinschaftsstand für

junge und innovative Unternehmen.

Die innovativsten Produkte und Maschinen

werden am ersten Messetag

mit dem renommierten internationalen

Deutschen Verpackungspreis

des Deutschen Verpackungsinstituts

(dvi) ausgezeichnet. Spannendes aus

dem Bereich der Etikettiertechnik

und Robotik versprechen der Pavillon

„Etiketten & mehr“ sowie die

Robotik-Packlinie. Vernetzung und

Austausch wird groß geschrieben im

Pavillon der europäischen Verbände

und Verpackungsnetzwerke. Dies

und noch viel mehr können Sie auf

der FACHPACK erleben. Seien Sie

gespannt!

Im letzten Jahr haben Sie die Live-

Messe vor Ort mit myFACHPACK

ins Digitale verlängert. Wird es my-

FACHPACK in 2022 auch wieder

geben?

Der Fokus der FACHPACK 2022

liegt ganz klar auf dem Messeerlebnis

vor Ort. Das persönliche Gespräch

von Angesicht zu Angesicht,

aber auch die inspirierende und

lebendige Stimmung in den Messehallen

sind es, was unsere Kunden

am Format Messe so sehr schätzen.

Allerdings erlauben digitale

Möglichkeiten, den Messebesuch

vor Ort noch besser und effizienter

vor- und nachzubereiten. Deshalb

wird es auch in 2022 wieder my-

FACHPACK geben, in einer überarbeiteten

Version mit neuen Features

für die Aussteller- und Produktsuche,

das Matchmaking und den Wissenstransfer.

Im Vorfeld der Messe können sich

Besucher alle Aussteller anzeigen

lassen und diese auf vielfältige Weise

nach persönlichen Interessen selektieren.

Dafür steht eine vollwertige

Aussteller- und Produktsuche ab

Mai auf der Website zur Verfügung.

Ab September schalten wir dann

die interaktiven Funktionen von

myFACHPACK frei, die es neben

der personalisierten Kontaktaufnahme

über Chat und Videofunktion

ermöglicht, auch in die Terminplanung

einzusteigen und eben den

Messebesuch noch effizienter macht.

Die Vorträge in den Foren PACK-

BOX, TECHBOX und INNOVATI-

ONSBOX werden wieder vor Ort

live gestreamt, so dass auch Nicht-

Messebesucher digital teilnehmen

können. Wer einen Vortrag auf der

Messe verpasst hat, kann ihn auch in

Ruhe nach der Messe online abrufen.

Mehr unter:

www.fachpack.de

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WIR WOLLEN DEINE

VERPACKUNGEN ZURÜCK.

ROHSTOFFE

WIR ALLE SIND TEIL DES KREISLAUFS.

DANKE FÜR DEINEN BEITRAG.

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Das aktuelle Video von

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