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Schwachhauser I Magazin für Bremen I Ausgabe 87

Schon wieder Herbst. Welch Glück haben wir, dass wir Jahreszeiten erleben dürfen. Der Herbst zwingt uns, zu warmer Kleidung zu greifen, bevor wir draußen Ausschau nach buntem Laub halten und uns an diesen spektakulären Farben erfreuen können. Mit großem Glück ist auch in Bremen der Himmel dabei so blau, wie auf diesem Titelfoto. Die Mode, wieder ein großes Thema in diesem „Schwachhauser“. Bunt kommt sie daher, im Gespräch mit Jens Ristedt hat Karla Götz dies erfahren und auch schon in seinem Geschäft bewundern können. Lars Besecke beschreibt die weiteren aktuellen Trends, damit wir uns schon mal darauf einstimmen können, was die vielen Bremer Einzelhändler aus der Modebranche zu bieten haben! Immer dran denken, lieber local shoppen! Unsere Redakteurin Anja Brinckmann, die seit einigen Jahren in Basel lebt und dort eine kleine und feine Kunstgalerie hat, schreibt in diesem Magazin zum letzten Mal, diesmal über den Bremer Künstler und Grafiker Ernst Matzke. In der Böttcherstraße hat eine Ausstellung syrischer Kunst schöne Räume gefunden, die Sie unbedingt besuchen sollten! Alle anderen tollen Ausstellungen in diesem Herbst und die Termine der Musik- und Theaterbühnen haben wir wieder im Kulturbereich für Sie zusammengestellt. Genießen Sie den Herbst, mit Tee und Keksen und schönen Blumen auf dem Tisch! Soll er kommen, der ungemütliche Herbst!

Schon wieder Herbst. Welch Glück haben wir, dass wir Jahreszeiten erleben dürfen. Der Herbst zwingt uns, zu warmer Kleidung zu greifen, bevor wir draußen Ausschau nach buntem Laub halten und uns an diesen spektakulären Farben erfreuen können. Mit großem Glück ist auch in Bremen der Himmel dabei so blau, wie auf diesem Titelfoto.

Die Mode, wieder ein großes Thema in diesem „Schwachhauser“. Bunt kommt sie daher, im Gespräch mit Jens Ristedt hat Karla Götz dies erfahren und auch schon in seinem Geschäft bewundern können. Lars Besecke beschreibt die weiteren aktuellen Trends, damit wir uns schon mal darauf einstimmen können, was die vielen Bremer Einzelhändler aus der Modebranche zu bieten haben!
Immer dran denken, lieber local shoppen!

Unsere Redakteurin Anja Brinckmann, die seit einigen Jahren in Basel lebt und dort eine kleine und feine Kunstgalerie hat, schreibt in diesem Magazin zum letzten Mal, diesmal über den Bremer Künstler und Grafiker Ernst Matzke.

In der Böttcherstraße hat eine Ausstellung syrischer Kunst schöne Räume gefunden, die Sie unbedingt besuchen sollten! Alle anderen tollen Ausstellungen in diesem Herbst und die Termine der Musik- und Theaterbühnen haben wir wieder im Kulturbereich für Sie zusammengestellt.

Genießen Sie den Herbst, mit Tee und Keksen und schönen Blumen auf dem Tisch!
Soll er kommen, der ungemütliche Herbst!

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Kultur

Theater

Konzerte

Ausstellungen

Kunst

Ernst Matzke

Plauderei

Jens Ristedt

Mode

Herbst-Trends

Spurensuche

Marga Berck

87

Oktober / November 2022

4,50 €

1


Das

Bremer

Konto.

Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

schon wieder Herbst. Welch Glück haben wir, dass

wir Jahreszeiten erleben dürfen. Der Herbst zwingt

uns, zu warmer Kleidung zu greifen, bevor wir draußen

Ausschau nach buntem Laub halten und uns an

diesen spektakulären Farben erfreuen können. Mit

großem Glück ist auch in Bremen der Himmel dabei so

blau, wie auf diesem Titelfoto.

Die Mode, wieder ein großes Thema in diesem

Schwachhauser“. Bunt kommt sie daher, im Gespräch

mit Jens Ristedt hat Karla Götz dies erfahren und auch

schon in seinem Geschäft bewundern können. Lars

Besecke beschreibt die weiteren aktuellen Trends, damit

wir uns schon mal darauf einstimmen können, was

die vielen Bremer Einzelhändler aus der Modebranche

zu bieten haben!

Immer dran denken, lieber local shoppen!

Unsere Redakteurin Anja Brinckmann, die seit einigen

Jahren in Basel lebt und dort eine kleine und feine

Kunstgalerie hat, schreibt in diesem Magazin zum

letzten Mal, diesmal über den Bremer Künstler und

Grafiker Ernst Matzke.

In der Böttcherstraße hat eine Ausstellung syrischer

Kunst schöne Räume gefunden, die Sie unbedingt

besuchen sollten! Alle anderen tollen Ausstellungen

in diesem Herbst und die Termine der Musik- und

Theaterbühnen haben wir wieder im Kulturbereich für

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Soll er kommen, der ungemütliche Herbst!

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26

MODE

Herbst-Trends

44

HERBSTAKTION

Mode-Shopping

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Inhalt

87

18

PLAUDEREI

Jens Ristedt

06

KUNST

Ernst Matzke

60 Ihre

NACHFOLGE

Sendesaal

64

KULTUR

Theater

Konzert

Ausstellungen

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täglich vor neuen Herausforderungen.

Diesen stellen wir uns gerne – wächst man

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MATZKE

ERNST

KUNST

Auf den ersten Blick könnte der Eindruck entstehen, der Künstler

Ernst Matzke bewege sich mit seiner Kunst allein in diesem

Spannungsfeld zwischen Vertikale, Horizontale und Diagonale,

doch bei Betrachtung seines gesamten künstlerischen Oeuvres

kommt dessen universales Ganzes zum Vorschein und fasziniert

in all seinen mannigfaltigen Facetten.

Einmal die ganze Welt mit ihren weltlichen und unweltlichen

Themen mathematisch und dann doch

auch wieder naturalistisch in Bildern

darzustellen, sie mit einerseits

kühler Klarheit und andererseits

gefühlvoller Empathie auszutarieren,

Ernst Matzke hört nicht auf,

sie künstlerisch zu hinterfragen.

1938 in Hamburg als Sohn eines

Buchdruckereibesitzers geboren,

der dadurch praktisch nebenbei

die Techniken des Bleisatzes und

Hochdruckes erlernte, schrieb er

sich zunächst ein für Gebrauchs-

und Freie Grafik an der Kunstschule

Alsterdamm, Hamburg, bevor

Ernst Matzke in seinem Atelier

Foto: Anita Matzke

er Malerei und Illustration an der Fachhochschule für

Gestaltung, Hamburg, studierte. Trotz seiner darauf-

folgenden sehr erfolgreichen Tätigkeit als Art Director

und Creative Director in der Werbeagentur GWA, die

viele Jahre zu den angesagtesten

Werbeagenturen Deutschlands

zählte, hörte er nie auf, sich mit seinen

künstlerischen Fragestellungen

zu beschäftigen und sie malerisch

umzusetzen. Ernst Matzke malt seit

er denken kann.

Als junger Maler konzentrierte er

sich bereits Ende der 50er Jahre

auf die Konkrete Kunst. Diese in

den 1920er Jahren begründete

Kunstrichtung beruht auf mathematisch-geometrischen

Grundlagen,

basiert auf wissenschaftlichem Denken und der

Erforschung geometrischer Gesetzmäßigkeiten. Sie

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6 7


einhaltet eine Form der abstrakten Kunst, die nicht

auf die Realität verweisen, noch eine Symbolik beinhalten

möchte. Kunstwerke im Sinne der Konkreten

Kunst verweisen auf nichts anderes als sich selbst.

Das Zusammenspiel von Form und Farbe ist von zentraler

Bedeutung.

Nach Ende des 2. Weltkrieges gab es zur Konkreten

Kunst wenig an Literatur in Deutschland und Ernst

Matzke bildete sich anhand mühsam aus dem Ausland

beschaffter Bücher fort. Aber er spürte deutlich,

dass die empfundene Klarheit dieser Kunstrichtung

seinem Naturell entsprach, die Dinge zu konzentrieren.

„Das ist immer schon eine Welt gewesen, wie

ich sie fühle“, sagt der Künstler, der sich zuvor auch

expressionistisch und impressionistisch ausprobiert

hatte.

Sicher hat er sich auch mit anderen, der Konkreten

Kunst nahe stehenden Strömungen wie etwa dem

Suprematismus befasst. Ebenso wie die Konkrete

Kunst beinhaltet diese Kunstrichtung eine konstruktive,

auf einfachste geometrische Formen reduzierte

Gegenstandslosigkeit, in der allerdings das vorherrschende

Gefühl oder die Wahrnehmung eine besondere

Rolle spielen.

Ernst Matzke probierte sich aus, konzentrierte sich in

seinem Streben nach Klarheit aber auf die Konkrete

Kunst und schuf Kunstwerke, die inhaltlich aus rein

flächigen Elementen aufgebaut waren. Die reinen

Komposition von Fläche, Farbe und Form stand im

Vordergrund. Erst später fügte er in seine reine Darstellungen

von Farbe und Fläche Elemente wie aus

der Mathematik hinzu. Diese schienen nicht selten zu

schweben oder zu fließen und versetzten seine Bilder

in Bewegungszustände. Damit entfernte er sich nicht

zum letzten Mal von der Konkreten Kunst und ihrer

Ungegenständlichkeit, auch im weiteren Verlauf seiner

Künstlerlaufbahn wichen seine geschlossenen Serien

in der einen oder anderen Form davon ab.

Simply Tree Sparrow, 2017, Acryl auf Holzkorpus, 20x20x6

„Ich brauche die Abwechslung in der Malerei. Hätte

diese Entwicklung aber nicht für möglich gehalten“,

äußert er sich heute zu seiner Entwicklung, die ihn

sogar bis hin zur naturalistischen Malerei geführt hat.

„Ich hätte nie geglaubt, dass ich noch einmal naturalistisch

malen würde. Undenkbar.“

Aber letztlich stellt die Konkrete Kunst ihm bis heute

ein Leitmotiv dar, an dem er sich orientiert und das

er etwa durch Veränderungen, wie perspektivischen

Darstellungen, neuen Farbwelten oder eben auch der

Einfügung naturalistischer Elemente, frei modifiziert.

Unermüdlich künstlerisch auf der Suche nach Antworten

und Ansätzen.

8

9


Zu seinem Oeuvre gehören nicht nur Ölgemälde,

Aquarell- und Temperarbeiten, seit 1992 beschäftigte

sich der Künstler intensiv mit der Digitalgraphie. Von

Hand gezeichnete Motive werden hierbei digital am

Bildschirm bearbeitet und in kleinen, limitierten Auflagen

als Pigmentfarbdrucke realisiert. Auf diese Weise

hat er unzählige Digitalserien geschaffen. Ernst Matzke

ist jeden Tag produktiv. Die Zeit sitze ihm im Nacken,

sagt er und denkt sicher im Geiste im nächsten

Moment schon an das Konzept eines neuen Kunstwerkes.

Es gibt schließlich unendlich viele Themen,

die unser irdisches und überirdisches Leben betreffen

und es gibt unendlich viele Möglichkeiten, diese in seiner

detailgenauen Kunst darzustellen. Er beschäftigt

sich in seinen Arbeiten nicht nur mit vielerlei konstruktivistischen

Prinzipien oder mit Spannungsfeldern

zwischen Vertikale, Horizontale und Diagonale, sondern

auch mit Spannungsfeldern zwischen Schwarz

und Weiß, hell und dunkel, Licht und Schatten sowie

Leben und Tod. Er schuf zahlreiche Serien, in denen

er sich nicht nur auf politische, wirtschaftliche und

globale Themen konzentrierte, sondern auch auf

göttliche Fabelwesen aus der Mythologie, auf unsere

Traumwelt und die Spiritualität. Es ist, als wolle er uns

mit der Bandbreite seiner Kunst sehend machen.

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Bereits 1981 hatte er seine bisher größte Einzelausstellung

in der Weserburg, dem jetzigen Museum für

Moderne Kunst, Bremen, in der 146 seiner beeindruckenden

Werke in Öl, Aquarell und Tempera gezeigt

wurden. Und obwohl er sich seither nicht um Ausstellungen

bemühte, fiel er auf mit seiner Kunst. Er hatte

etliche Einzelausstellungen und nahm an zahlreichen

Gruppenausstellungen teil vor allem im Bremer Raum,

aber auch etwa in Rumänien und Venedig, USA, Venezuela

oder Brasilien.

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Die Städtische Galerie Bremen hat sich 2019/2020

in zwei Ausstellungen mit dem Titel bremen konkret

I und bremen konkret II mit der Konkreten Kunst

befasst und selbstverständlich durfte der Künstler

Ernst Matzke bei diesen Ausstellungen nicht fehlen.

Gezeigt wurden Bilder aus seiner Serie quadratisch

konstruktiver Arbeiten, in denen allein die Form und

die Farbe von Bedeutung sind. Der Künstler versah

diese allerdings mit einer seiner unabdingbaren Fragestellungen:

Muss Schwarz denn wirklich immer im

Hintergrund stehen? Und zugleich äußerte sich Ernst

Matzke im Rahmen seiner Beteiligung an der Gruppenausstellung

zu seiner Malerei im Sinne der Konkreten

Kunst grundsätzlich so:

„Die kompositorischen Setzungen nach Art der Konkreten

Malerei eröffnen den Betrachter:innen Blickwinkel

unterschiedlichster Dimensionen. Sie regen

diese zu eigenen Wahrnehmungen an, wenn sie dazu

offen und bereit sind, da der Mensch und alle Kreatur

die konkreten Dinge nicht wahrhaft konkret sehen. Alles

Wahrgenommene ist vom Prinzip her nur optische

Spiegelung, die wir mit unseren ersten und ständig

erweitert erlernten und gespeicherten Wahrnehmungen

abrufen und interpretieren, von Individuum zu

Individuum unterschiedlich.“

Ernst Matzke vor seinen Werken in seinem ShowRoom

Solche Worte spiegeln wider wie ernsthaft der Künstler

sich mit seinem Kunstschaffen gerade auch im

Hinblick auf die Wahrnehmung von außen beschäftigt.

Er möchte Sehen machen und erkennt diesbezüglich

seine Verantwortung als Kunstschaffender.

„Man sieht nur, was man glaubt zu sehen… Unser Gehirn

sucht nach Erkennungsmerkmalen und suggeriert

uns manchmal Dinge, die so nicht vorhanden sind.

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einer Stimmung entsprungen ist. So etwa einer Stimmung

bei der Entdeckung einer Art Deco-Glasveranda

eines Hauses mit seinen Ornamenten in einem bestimmten

Licht.

Der Mensch möchte sich bei der Betrachtung von

Kunst schließlich etwas vorstellen. Bei diesem Bedürfnis

setzt Ernst Matzke in seiner Serie Simply an, in

der er naturalistische Elemente in seine geometrischkonstruktiven

Kompositionen platziert und Welten

verbindet, die nicht zusammengehören. Er mischt

Gegenständliches mit nicht Gegenständlichem - sozusagen

Ungegenständlichem. Das Ungegenständliche

wird zum Gegenständlichen, weil das Gegenständliche

das Ungegenständliche auf seine Ebene hinüber zieht.

Aus reinen Farbflächen im Sinne der Konkreten Kunst

werden neben einem zauberhaften Vogel oder einem

hübsch verpackten Bonbon materielle Gegenstände

wie ein Fenster, ein Regalbrett, ein Tisch oder ein

Gefäß. Es könnte als Provokation verstanden werden,

aber in der Kunst herrschen nach seinem Verständnis

ohnehin keine Gesetze für eine Kunstrichtung mehr.

Ernst Matzke erfreut sich an der Spannung, die auf

diese Weise entsteht. Eine Spannung, die er zu vermitteln

vermag in der Genauigkeit, mit der er sowohl

naturalistisch den bezaubernden Vogel malt, als auch

den exakt mit freier Hand und ganz ohne Hilfsmittel

gemalten geometrischen Hinter- oder Vordergrund.

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Also wir sehen das, was unsere Sinne uns vorgaukeln

oder das, was wir sehen wollen.“ So ist es auf seiner

website im Hinblick auf eine seiner Serien zu lesen, in

der er bewusst mit der Wahrnehmung spielt.

Mit einer solchen Erkenntnis im Hinterkopf bringt

Ernst Matzke immer wieder aufs Neue seine Kunstwerke

aus einem fertigen Konzept heraus zur Entstehung.

Dabei steht er also nicht vor der Leinwand und

überlegt sich das Bild, vielmehr führt er aus, was an

Bild sich ihm im Geiste zuvor schon gezeigt oder er

ganz im Sinne der Konkreten Kunst vollständig im Geiste

entworfen und gestaltet hat.

„Ich beginne mit dem Hintergrund. Ich habe das Gesamtbild

im Kopf, aber einzelne Details herrschen dort

noch chaotisch vor. Ich fange mit der Tiefe an und

ordne dann die einzelnen Elemente. Ich baue aus der

Dunkelheit in die Helligkeit. Für meine mit Digitalstift

konstruierten Vektorgrafiken bewege ich mich auf

Ebenen von um die 70 Schichten. Und dadurch, dass

mir die Bilder bereits vorher im Kopf bestehen, bewege

ich mich in einer Farbwelt, die nie zur Buntheit

neigt. Ich habe eine regelrechte Abneigung gegen

Buntheit, wohingegen Farbigkeit mir durchaus wichtig

ist.“

Anders ist die Herangehensweise nur bei seinen Naturstudien,

die er zur Zeit zwischendurch zur Erholung

malt. Und Ernst Matzke hat wieder die Pastellkreide

und Kohle als Mittel entdeckt und festgestellt, dass

man sie nicht gut miteinander vermischen kann. Zarte

Übergänge herzustellen, macht es schwierig, aber es

ist eben auch eine Herausforderung. Der Künstler hat

keine Furcht, er findet für sich immer eine Lösung.

Und wenn es ihm ein Bedürfnis ist, Flächen in reduzierter

Farbigkeit exakt zu bringen, um sie dann zu

einer anderen Farbe auslaufen zu lassen, dann wird

sich die richtige Umsetzung mit den gewollten Mitteln

finden.

Den Betrachter:innen ist oftmals nicht offenbar, wo

Räume in seinen Bildern anfangen und wo sie aufhören.

Aber denen, die offen und bereit sind, ist jedenfalls

die Komposition des Künstlers sichtbar. Und dann

kann man womöglich seinen Gedanken erahnen, der

Nach drei Bildern im Sinne der Simply-Serie, dachte

er zunächst, es würde ihm die Art Malerei genug

sein. Doch dann faszinierte ihn, wie Dinge, die vom

Konzept her nicht zusammengehören, zu einer neuen

Wahrnehmung führen. Dass es von der Logik her

funktionieren müsste, war ihm bewusst, dennoch

begeisterte ihn dann wie es in der Umsetzung tatsächlich

funktionierte. Er malte eine ganze Serie sehr

ansprechender Bilder, in denen er eine Olive oder

eine Peperoni, eine Spinne oder andere Motive in der

Größe eins zu eins in konkrete Farbflächen einbettete.

Die Motive malte er originalgetreu in ihrer natürlichen

Größe und hielt Obst und Gemüse sogar in ihrem

Alterungsprozess fest. Eine leere Zigarrenkiste wird

zu einem weiß gekalkten Klotz, an dem ein zunächst

frischer Spargel lehnt, der im Laufe der Entstehung

des Kunstwerkes, wie man an seinem eingetrockneten

Spargelende sieht, dann doch deutlich gealtert ist.

Nichts ist wie es scheint. Nichts ist wahr in der Kunst,

nur die Farbe und die Form. Das sagt Ernst Matzke

und hat das universale Ganze fest im Blick. Es ist ein

Universum auch im Innern. Das sagte schon Goethe.

Text: Anja E. Brinckmann

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Miteinander mehr wegzudenken. Dabei spielt es keine Rolle, ob wir selbst

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Projekt DEN-HB - Dementia-Enabling Neighborhoods

Universität Bremen, Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP),

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Bremer Persönlichkeiten

Jens Ristedt

Inhaber des Modehauses

Ristedt in der Bremer City

SERIE

Jens Ristedt in seinem Modehaus „Ristedt“

Draußen Platzregen. Der Herbst kommt. Alles wird

irgendwie grau. Bisschen trostlos. Öffnet man aber

die gläserne Eingangstür zum Modehaus Ristedt,

Ansgaritorstraße 22, kann sich diese Stimmung ganz

schnell wandeln. „Mode ist vor allem Emotion“, sagt

lächelnd der charmante Inhaber Jens Ristedt (blaues

Sakko mit interessant abgesetztem

Revers Ton in

Ton, blütenweißes Hemd,

dunkle Jeans, rot gemustertes

Einstecktuch als

Accessoire) und bittet herein. Dann weist er auf das

Sortiment. „Die Fläche“, wie der Fachbegriff dafür

offenbar heißt, denn er gebraucht diesen Ausdruck

häufig. Also, seine Fläche ist bunt und fröhlich, frech,

exquisit, elegant und verlockend. Waren gerade noch

Pastell und Cremeweiß die angesagten Modefarben,

so erobern jetzt Power Pink, Flieder, Chili Red, knalliges

Orangerot, Zitronengelb und ganz überraschend

auch ein heiteres Grasgrün die Regale und später

wohl auch die Kleiderschränke. Das Grün heißt Bottega

Grün nach der italienischen Firma Bottega Veneta.

Jens Ristedt ist ein gebildeter Geschäftsmann.

Einer, der Trends auch als Zeichen für gesellschaftlichen

Wandel sieht und sich viele Gedanken darüber

macht.

Der Herbst wird bunt

Warum der Herbst 2022 so bunt wird? „Schwarz

ist nach wie vor stark, aber in Krisenzeiten wollen

die Menschen sich auch mit Farbe ablenken. Eben

„Mode ist Emotion“

weil Mode, wie schon erwähnt, vor allem Emotion

ist.“ Diesen Trend bedient sein Team. „Persönliche

Beratung und Begleitung der Kundinnen steht bei

uns obenan“, sagt der 53-Jährige und lobt seine

13-köpfige Mannschaft, die mit ihm auch die bitteren

Corona-Zeiten durchgestanden hat. Und was jetzt, in

diesem Herbst und Winter

auf uns zukommt, weiß er

nicht, zählt aber auf: „Corona,

Energiekrise, Inflation,

Klimawandel…“. In solchen

Situationen wie nach dem Krieg haben seine familiären

Vorfahren Kleidung umgearbeitet, aus der Not

heraus wieder tragbar gemacht, berichtet er. „Aber

auch meine Generation hat geballte Herausforderungen

zu stemmen.“

Alle Männer heißen Heinrich

Dazu muss man wissen, dass das Modehaus Ristedt

(gesprochen in der Mitte mit deutlichem „st“ wie der

berühmte Bremer „spitze Stein“) ein außergewöhnliches

Unternehmen ist. Inhabergeführt in fünfter

Generation! Seit 1867, also seit 155 Jahren. „Biotop

Bremensis“ nenne man ihn oft, so der Inhaber. Der

Gründer war Heinrich Ristedt aus Barrien bei Syke.

Es gibt ein herrliches Foto von ihm, auf dem er an

einem kleinen Tisch mit Spitzendecke inmitten eines

Blumenmeeres sitzt. Üppige Hortensien ohne Ende.

Das war die Eröffnung des Geschäftes in Bremen, der

Urknall sozusagen. Und fortan haben alle Nachfolger

aus dieser Familie in ihrem Namen den Heinrich drin

18

19


Sample Sale im Garment District gewuchtet werden

mussten. Später hat er seinen Auftraggeber nochmal

wiedergesehen, als Steilmann als Experte zu einem

Vortrag über nachhaltige Bekleidung in Bremen eingeladen

war. Vom damaligen Bremer Umweltsenator

Ralf Fücks. „Es war ein sehr interessanter Beitrag,

und dann wurde es richtig lustig“, erinnert er sich.

„Steilmann wollte nämlich hinterher nicht in ein nobles

Restaurant, sondern ganz bremisch eine Bratwurst

mit mir auf dem Unser Lieben Frauen Kirchhof essen

gehen. Das haben wir dann auch gemacht.“

Filialisierung oder qualitätvolle Nische

Nun müssen wir uns in seinem gut geordneten Büro

mit Bücherschrank doch noch einmal über die zurückliegende

Diplomarbeit beugen. „Positionierungsstrategien

im Bekleidungseinzelhandel“ ist der Titel. 1997

geschrieben. Der Diplomkaufmann hat schon lange

nicht mehr an diese wissenschaftlichen Analysen

aus seiner Feder gedacht, wie er gesteht. Sagt aber:

„Vieles, was ich über die Branche erforscht habe, gilt

noch heute“, und blättert. Es gibt, so die Quintessenz,

zwei Wege. Filialisierung oder qualitätvolle Nische.

Ristedt macht letzteres. Also Konzentration auf den

Jens Ristedt im Gespräch mit Karla Götz, erzählt die Geschichte seiner Vorfahren und erklärt, warum alle Heinrich heißen.

gehabt, drin haben wollen. „Also ich heiße mit vollem

Namen Jens Johannes Heinrich“, sagt schmunzelnd

unser Interviewpartner. Und sein Sohn, der 11-jährige

Philip, heißt? Na klar, Philip Heinrich Ristedt. Die

Tochter der Familie heißt natürlich nicht Heinrich, sie

ist acht Jahre alt und hört auf den schönen Namen

Alexa. Seine Frau, so erfahren wir, ist Immobilienfachwirtin

und eine bedeutende Stütze für ihn und das

Geschäft. „In unserer Familie waren die Partnerinnen

immer wichtig.“

Bremer wird nach New York geschickt

Jens Ristedt – wir lassen den Heinrich der Einfachheit

halber mal weg – ist gelernter Werbekaufmann. Später

hat er an der Hochschule Bremen das internationale

Studium „Management im Handel“ draufgesetzt.

Eine Fachrichtung, die ihm Praktika ermöglichte, die er

nicht missen möchte. „Ich war in der Schweiz, Nähe

Zürich, bei einem Modefilialisten tätig, in London

bei einer Werbeagentur angestellt“, berichtet er aus

seiner Zeit als Absolvent von altersmäßig Mitte 20.

„Dann hatte ich das Riesenglück, einen großen Mann,

die Ikone unserer Branche, Klaus Steilmann, kennenzulernen“,

erzählt Ristedt mit nicht zu übersehender

Begeisterung über seine zurückliegenden internationalen

Erfahrungen, die ihm Horizonte eröffnet haben.

Denn der Macher, Steilmann, der aus einer kleinen

Näherei in Wattenscheid den zeitweise größten Bekleidungskonzern

in Europa geformt hatte (familieneigenes

Unternehmen mit weltweit mehr als 100

Werken, über 18.000 Mitarbeitern und einem Umsatz

von 1,8 Milliarden Mark zu Beginn der 1990er Jahre),

fand Gefallen an dem jungen Bremer und seiner Tatkraft.

Er schickte ihn nach New York. „Du müsstest

mal eine Analyse des amerikanischen Fashionhandels

anfertigen“, so lautete der Auftrag des Mannes, der

Geschichte geschrieben hat mit dem Slogan „Mode

für Millionen und nicht für Millionäre“. Ristedt erinnert

sich an seine wilde Zeit, in der er im Großraum New

York mit Menschen unterschiedlicher Couleur in einer

Wohngemeinschaft zusammengelebt und für Steilmann

gearbeitet hat. „Ich konnte ein klein bisschen

ein Touristenleben führen, aber es gab vor allem harte

Arbeit.“ Das waren unter anderem Wollmäntel, die

nach Manhattan transportiert und etagenhoch zum

Ururgroßvater Heinrich Ristedt bei der Geschäftseröffnung 1867

in einem Blumenmeer.

Standort Bremen und dessen innovativen Ausbau,

statt (wir wollen keine Namen nennen) große Marken,

deren Ware an ganz vielen Stellen in einer Stadt auf

der Stange hingen. Und zwar immer die gleichen. „Wir

haben uns auf unser Geschäftshaus in der Innenstadt

fokussiert“, bekräftigt der Inhaber. Mode sei ein ewiger

Veränderungsprozess, sein Unternehmen gehe stets

neue Wege. Und weil ihm sein Vater Klaus (Heinrich)

bei der Geschäftsübergabe ins Stammbuch geschrieben

hat: „Auch in schwierigen Stagnationszeiten ist

mit Mut, Verantwortungsbewusstsein und Entschlossenheit

eine weitere positive Zukunft zu erreichen“,

hat er sich in der Pandemielähmung viel Neues und

Kreatives ausgedacht, was das Publikum erfreut.

20 21


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„New Arrival“ nicht nur in der Mode, jetzt neu: der RISTEDT Gin

Lächeln als schönstes Kleidungsstück

Als da wären individuell bedruckte Tüten, die gleich

der Renner wurden. „Dein Lächeln ist Dein schönstes

Kleidungsstück“, steht auf dem Prototyp. Das ist zugewandt

und kundenfreundlich. Andere Slogans auf

Papiertüten, die im Ristedtblau mit dezenten Icons

ihren großen Auftritt haben werden, sind gemeinsam

mit der Grafikerin seines Vertrauens schon in

Vorbereitung. Der innovationsfreudige Inhaber kann

in seinem Büro Vordrucke zeigen: „Wear it, Rock it,

Own it“ steht drauf. Trotz des Lieferungsstaus und

des immensen Preisanstieges für eben das Papier,

das für elegante grafische Gestaltung gemacht ist, ist

die Serienfertigung bereits beauftragt worden. Dann

gibt es neuerdings einen Ristedt-Gin für gute Kunden.

„Get ready to be obsessed“, steht drauf. Was das bedeutet?

Einfach googeln! Begehrte Modenschauen

und Veranstaltungen wie Weihnachtslesungen sind

nach dem Lockdown wieder im Programm. Die derzeit

wohl größte Herausforderung wird ein neuer digitaler

Webauftritt mit Shop, so unser Gesprächspartner.

„Seit Monaten basteln wir daran herum“, witzelt der

Mann vom Werbefach. Wer sich die Seite www.

ristedt.de jetzt anschaut, ist schon überrascht von

der grafischen Stringenz, mit der diese gestaltet ist.

„Es soll ein digitales Schaufenster hinzukommen, wir

wollen unser Angebot online flankieren.“ Das sei eine

Zutat, denn die größten Erfolge und Inszenierungen

liefen nach wie vor „stationär auf der Fläche“. Wir sind

uns im Gespräch einig, dass der Kauf eines individuell

passenden Kleidungsstücks ein Prozess ist, bei dem

persönliche Beratung, Anfühlen und Anprobieren eine

große Rolle spielen. Hier gilt wieder der Slogan: „Mode

ist Emotion “.

3D-Badplaner und Video-Beratung

Dafür ist ELEMENTS wie gemacht. Im

einladenden Ambiente arbeiten Fachhandwerker

und Badverkäufer Hand in

Hand mit viel Herz und Leidenschaft, von

der ersten Planungsidee bis zur finalen

Badübergabe. Wer sich vorab ein Bild

vom künftigen Bad machen möchte: Die

Website www.elements-show.de ist

mit digitalen Features vom 3D-Badplaner

bis zur exklusiven Video-Beratung eine

Top-Anlaufstelle. Nicht grundlos wird

ELEMENTS von Deutschlands Verbraucherinnen

und Verbrauchern regelmäßig im

größten Service-Ranking hierzulande

zum „Besten Badausstatter“ gewählt.

Viele wissen: Der einfachste Weg zum

neuen Bad beginnt mit ELEMENTS.

Mehr als nur Schwarz und Weiß:

Akzente. Statt klassischem Chrom ziehen

ELEMENTS bringt Farbe ins Bad

heute Schwarz oder Kupfer ein.

Hier trifft sich das „Who is who“ der

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deutschen und internationalen Markenhersteller.

Von der Designer-Wanne, frei „Immer mehr Kunden finden den Kontrast

Mattschwarz und gebürstetes Kupfer

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im Raum stehend, bis zur Walk-in-Dusche zwischen den schwarzmatten Armaturen

Gedanken zur Stadtentwicklung

im urbanen Loft-Style liefern sie jene Elemente,

aus denen ELEMENTS dann den in-

Auch Oberflächen wie gebürstetes Kupfer „Auf keinen Fall. Weiß bleibt und blüht

und der weißen Keramik sehr stylisch.

www.koene.de

Das Modehaus Ristedt ist nachbarschaftlich in einem

Spannungsfeld zwischen der ältesten deutdividuellen

Traum vom Bad „komponiert“. sind bei Armaturen sehr beliebt“, sagt

sogar neu auf. Gefragt sind neuerdings

Bei Deutschlands Verbrauchern kommt ELEMENTS-Expertin Rita Janssen. Dazu

Keramikoberflächen in Mattweiß, die

schen Handwerkskammer, einem (erneuerten und

Ausstellung:

die Rundum-sorglos-Betreuung mit der stoßen farbige Duschwannen, die an die auch in der Haptik höchst spannend sind.“

Montags inzwischen denkmalgeschützten Bau) aus dem 17.

persönlichen Note, die an mittlerweile Bodenfliesen angepasst werden, auf

Grundsätzlich stelle man fest, so Rita

bis freitags Jahrhundert angesiedelt und blickt vis a vis auf eine

260 Standorten miterlebt werden kann, immer regeres Interesse. Funktion trifft Janssen, dass viele etwas haben möchten,

9 – 13 und

Baustelle, den ehemaligen Lloydhof, jetzt das Lebendige

Haus genannt. Hier soll später einmal die Bre-

bestens an. Auf dem einfachsten Weg zum

14 – 18 Uhr

auf Form – und Farbe: Das gilt für die modernen

Heizkörper, die in Lindgrün und einfach mal „was anderes ist“.

das nicht dem Standard entspricht, was

Ausstellung: Montags bis freitags 9 – 13 und 14 – 18 Uhr

neuen Bad ist zeitloses Weiß noch immer

Findorffstr. 40 – 42 · 28215 Bremen · 37 18 37

nachgefragt, an der Wand, bei der Keramik

wie bei den Badmöbeln. Doch immer im coolen Anthrazitgrau. Das Ende eines

warmen Naturtönen ebenso strahlen wie

mer Wirtschaftsförderung einziehen. Hochfahrende

mehr bekennen Farbe – und setzen neue Klassikers?

ELEMENTS-SHOW.DE

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Betrieb seit

1985!


Die Kunst

diskret aufzufallen.

Im Modehaus Ristedt wurden individuell

bedruckte Tüten der Renner.

Pläne gab es für dieses und

das umliegende Areal. Einige

liegen in Scherben. Wie empfindet

und kommentiert Jens

Ristedt als „Biotop Bremensis“

die Entwicklung der Innenstadt?

Er sieht alles überraschend zuversichtlich.

Meint, dass permanentes Meckern keine

Lösung sei. Immerhin habe Bremen in schwierigen

Zeiten auch viel Positives aus der Taufe gehoben wie

die Entwicklung des Balge Quartiers, das Aktionsprogramm

Innenstadt zur Abmilderung der Pandemiefolgen

oder die Position eines Innenstadtbeauftragen.

„Das ist nicht selbstverständlich, und das gibt es in

anderen Städten so nicht.“ Klar wünscht er sich schöne,

inhabergeführte Geschäfte rundherum. Etwa so

wie in der Wachmannstraße in Schwachhausen. Doch

er weiß auch, dass sich große Einkaufszentren als

Fehlentscheidung außerhalb der City eben auswirken.

„In der Zeit meiner Vorfahren waren fast alle Geschäfte

im Zentrum angesiedelt.“ Die Innenstadt habe für

ihn viel Potential, die Touristenströme sprächen dafür

und neue Wege seien schon eingeschlagen worden.

Die Sicht auf die Innenstadt-Quartiere und neue

Mischnutzungen aus Handel, Gastronomie, Wohnen

oder Kultur. Nein, er habe keine Bange, sagt Jens Ristedt.

„Mein Herz schlägt für die Innenstadt. Sie und

den Strukturwandel positiv mitzugestalten und weiterzuentwickeln

ist spannend.“

Historische Anzeige aus der Bremer Tageszeitung

Persönlicher Nachsatz:

Hier mal außer der Reihe ein

persönlicher Nachsatz der Autorin.

Ich wusste, dass ein Treffen

mit Jens Ristedt in seinem

Haus eine gefährliche Sache

werden würde. Jede Frau, egal

welchen Alters oder welcher Größe, ist anfällig für

Mode und gibt dann viel Geld aus. Und seit diesem

inspirierenden Gespräch und der herrlich farbenprächtigen

Umgebung überlege ich ernsthaft, nochmals

hinzugehen. Vielleicht so eine quittegelbe Schurwolljacke

oder doch ein grasgrüner Pullover in der Farbe

eines der letzten Outfits von Queen Elisabeth? Frau

wird sehen. Es wird jedenfalls ein interessanter Modeherbst.

Text: Karla Götz

Fotos: Konstantin Zigmann/Modehaus Ristedt

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Die Spatzen pfeifen es mittlerweile von allen

Dächern: Der kommende Winter könnte ein

sehr kalter werden. Da verwundert es natürlich

nicht, dass warme Pullis und Pullunder als

DIE It-Pieces der Wintersaison gelten. Dass

der Pullover zum Winter gehört wie das

Blumenkleid zum Sommer, ist zwar keine

besonders gewagte These – doch hat Strick

in dieser Saison wirklich einiges zu bieten.

PULLI

Foto: Wesley Carvalho, Pexels

26 27


MINI

Schon mehrere Influencer*innen tragen sie: kleine

gerippte Cardigans. Die kurze Variante lässt sich wunderbar

zur High Waist-Stoffhose mit weitem Bein

kombinieren. Wenn man ihre Länge betrachtet, erweist

sie sich allerdings nicht unbedingt als ideal für

kalte Tage – es sei denn, man trägt sie im Layer-Look.

80er Jahre Pullover

Wer lieber zu etwas Wärmerem greifen möchte, ist

in dieser Saison mit dem Polo-Pullover auf der sicheren

Seite: Der vom Polohemd bekannte Kragen mit

Knopfleiste erinnert an die 1980er Jahre – die Zeit,

als man Poloshirts mit hochgestelltem Kragen trug

… Doch wie bei jedem Revival gibt es auch diesmal

etwas Neues: Der Kragen bleibt zwar ein Muss, doch

auf die Knopfleiste wird meist verzichtet. Trägt man

das Ganze dann noch gestreift, spielt man modisch

ganz vorne mit.

Für Fortgeschrittene führt wohl kein Weg am Statement-Pullover

im Retromuster vorbei – egal, ob Sie

Frau, Mann oder non-binär sind. Der Runway Look

bei PRADA zeigte, dass man beim Rest des Outfits

durchaus experimentierfreudig sein kann. Wer

noch mehr in den 80er Jahren schwelgen möchte,

sollte Pullunder in Betracht ziehen – das Retro-Teil

schlechthin. Für viele ein No-Go, für andere die perfekte

Styling-Idee – am besten zur weiten Hemdbluse

oder zum Mini-Mini-Rock. Wie der kurze gerippte Cardigan

wirkt auch der Mini-Mini-Rock an kalten Tagen

ungemütlich – ganz nach dem Motto: „Wer schön

sein will, muss leiden“.

Der Mini gilt als Symbol der 1968er, die sich neue

Freiheiten erobert haben. In dieser Saison wird er sogar

noch ein wenig kürzer – da kann man nur hoffen,

dass die Trägerin ein gutes Stilgefühl mitbringt. Zwar

kann man kaum noch jemanden mit einem knappen

Rock, Overknees oder Maxi-Mantel provozieren, aber

Mini und Oversize, Foto: Jasmin Chew, Pexels

es sollte trotzdem gut aussehen. Da wäre wohl meist

eine Kombination mit blickdichter Strumpfhose oder

Ton-in-Ton-Wollstrümpfen wünschenswert, damit

der Auftritt nicht billig wirkt. Übrigens: Wussten Sie,

dass die Erfinderin des Mini-Rocks, Mary Quant, ein

ganz banales Anliegen verfolgte? „Ich mochte meine

Röcke kurz, weil ich rennen und den Bus zur Arbeit

erwischen wollte,“ so ihre Aussage.

Wer es nicht so kurz mag und auch nicht mit dem

Bus zur Arbeit fahren muss, folgt einfach dem Gegentrend:

Denn jetzt löst das Maxi-Strickkleid die Zeit der

leichten Sommerkleider ab – am besten bodenlang.

Was trägt man drüber? Idealerweise den schon beschriebenen

kurzen Cardigan – in dieser Saison die

Allzweckwaffe schlechthin.

Apropos Overknees: Die können durchaus gut aussehen,

ob aus Leder, Latex oder als hohe Fischerstiefel.

Bei CHANEL waren sie allgegenwärtig – aus Tapisserie-Stoffen,

Wildleder, als futuristische Silberstiefel

oder mit Stickereien in allen Farben.

Fotos: Alex Urezkov, Pexels

Qualität kaufen in den kleinen Geschäften und sich fragen, unter welchen Bedingungen die Ware produziert wurde

Foto: Timothy Paule II, klein: Wallace Chuck, beide Pexels

28 29


Größer ist besser: Maximalismus

Der neue Maximalismus spiegelt sich nicht nur in

Kleidern, sondern auch in Maxi-Röcken wider – am

besten so, dass sie schon fast über den Boden streifen.

Schlecht für den Rock, aber die Stadtreinigung

wird’s freuen. Dazu ein (nicht wirklich winterhartes)

Crop-Top, ein figurnaher Rollkragenpullover oder ein

taillierter Office-Long-Blazer – fertig ist das modische

Spiel von eng und weit oder lang.

Groß ist gut, größer ist besser: Die Maxi-Clutch rundet

das Ganze ab – aus Leder, Fake-Leder, mit auffälligen

Prints oder Fransen. Komplett wird der Maxi-Look

aber erst durch einen kräftigen Schuss „klobig“ in

Form von Chunky Boots. Der Stiefel mit Plateau-Absatz

ist nicht neu, wird aber in der Saison noch stärker

akzentuiert: noch breiter, noch dicker, mit noch markanterem

Profil, damit er noch größer wirkt – teilweise

reicht er bis zum Knie. Ein extremer und cooler Look,

der allerdings ein wenig Fingerspitzengefühl benötigt.

Der Chunky Boot soll dem eigenen Look einen rebellischen

Touch verleihen. Er wird zu fast allem kombiniert:

zum Kleid mit psychedelischem Printmuster, zur

Bomberjacke, zur lässigen Jeans in Distressed-Optik,

zum Maxirock und zur weiten Bundfaltenhose. Als

markanter Styling-Partner taugt er fast zu allem – nur

nicht als Partner einer Skinny Jeans.

Gürtel Gürtel

Der neue Maximalismus schreit förmlich nach Gürteln,

am besten um die Taille. In korrekter Höhe um Maxi-

Kleid oder -Mantel gesetzt, bildet er einen echten Figurschmeichler.

Formel 1 oder doch lieber zu Pferd?

Wie immer haben die aktuellen Modetrends für jeden

Geschmack etwas zu bieten. Einflüsse aus dem Motorsport

zeigten sich bei der letzten CHANEL Cruise

Show „READY, SET, MONACO!“. Bezüge zum exklusiven

Reitsport Polo lieferte Charlotte Casiraghi hoch zu

Ross bei der Eröffnung – wobei ich mich schon frage,

warum Zaumzeug und Sattel nicht von CHANEL kamen.

Es fehlte einfach das Showtalent von Karl Lagerfeld,

sonst hätte die Tochter von Caroline von Monaco

die Show bestimmt auf einem weißen Schimmel eröffnet,

dessen Sattel und Zaumzeug große CC-Logos

zieren. Die neue Chefdesignerin Virginie Viard mag es

wohl etwas schlichter.

MAXI

Foto: Vitalii Odobesku, Pexels

30 31


Comeback von Bomberjacke und Trenchcoat

Es gibt so viele Comebacks! Einige davon sind wunderbar,

weil sie immer wieder neue Varianten bieten

– zum einen der Trenchcoat mit seiner klassischen

Silhouette, zum anderen die Bomberjacke, die zu Beginn

des 20. Jahrhunderts zur Grundausrüstung jedes

Piloten der US Air Force zählte. Aus Nylon gefertigt,

war sie warm und schützte vor Wind und Wetter. Das

Wendedesign (außen Grün, innen Orange) war nicht

zufällig gewählt: Im Notfall konnten die Piloten das

Innenfutter nach außen drehen, um schneller lokalisiert

zu werden.

Heute wird sie als coole Übergangsjacke auch ganz

anders getragen und kombiniert: zum Beispiel als

Kontrast zum kurzen Kleid mit kniehohen Metallicstiefeln,

zur klassischen Wollhose oder zu einem zarten

Rock mit Pumps. Natürlich machen erst gewisse Abweichungen

vom klassischen Look diese Jacke wirklich

interessant, wobei es meist beim orangefarbenen

Innenfutter bleibt. Sie könnte ein großer Modetrend

werden und in der nächsten Saison den Blazer verdrängen

– egal, von welchem Geschlecht sie getragen

wird.

Ein echtes Mode-Higlight für Oversized-Fans ist die

minmalistische XXL-Bomberjacke, am besten extra

gepuffert und in gecroppter (verkürzter) Version aus

Nylon oder Leder. PRADA ging einen anderen Weg

und verlieh der Bomberjacke das „gewisse Extra“

durch extravagante Blumen-Applikationen. Ob Miuccia

Prada damit die Botschaft „Make love, not war“

rüberbringen wollte, weiß allerdings nur sie selbst ...

Foto: Maryia Plashchynskaya, Pexels

TRENCH

Innovationen gibt es auch beim Trenchcoat, die diesem

Klassiker immer wieder neue Updates verleihen.

So zeigten die großen Labels Statement-Trenchcoats,

zum Beispiel mit spannenden Cut-Outs, die überraschende

Einblicke an der Taille bieten (ganz dem

Naked-Look geschuldet) oder – so bei DIOR – einen

klassischen Trench, der durch ein eingearbeitetes

Korsett eng auf Figur gebracht wird. Acne Studios hingegen

verpassten dem „Dauergast der Mode“ einen

neuen Anstrich durch Blumenapplikationen.

Überhaupt sieht ein klassischer Mantel immer gut aus;

auch in Leder oder Vinyl. Außerdem ist er praktisch,

Wind- und Regen-abweisend und universell einsetzbar.

So ist heute eigentlich jede Kombi erlaubt, ob zum

flachen Overknee-Stiefel oder zum Gummi-Reitstiefel

mit Ultra-Mini-Mini Rock. Wichtig ist nur: Der Stiefel –

oder das ganze sonstige Outfit – sollte unterm Mantel

verschwinden; nur Kleider sollten ein gutes Stück weit

sichtbar sein.

Lars Besecke

Beim Steinernen Kreuz 12A

28203 Bremen

Tel. 0421/ 79 28 28 30

www.larswomen.de

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Instagram @lars_women

32 33


Wer den klassischen Wollmantel bevorzugt, sollte

jetzt zugreifen und klug shoppen, solange alle Modelle

noch da sind und anprobiert werden können – also

nicht erst, wenn es kalt ist. Mit einem sinnvollen Investment

in eine gute Allrounder-Garderobe lag man

noch nie verkehrt.

Richtige Frostbeulen lieben den Puffer-Mantel – die

wohl wärmste Mantel-Variante. Sein Update hat keine

XXL-Bodenlänge mehr, sondern ist nur noch knielang

(was die Trägerin weniger nach Michelin-Männchen

aussehen lässt). Echte Fashion Victims kombinieren

das mit dem Naked Look: Denn erst die Gegensätze

machen alles richtig interessant.

Naked Look

Apropos Cut-Outs beim Trench: Zwar würde man

den „Naked Look“ wohl eher nicht in der kalten Wintersaison

erwarten – aber vielleicht macht ihn gerade

das spannend. In diesem Look zeigen sich vor allem

Kleider und Röcke aus zarten, transparenten oder

auch aus glitzernden Netz-Stoffen. Und die sind keineswegs

nur für den großen Verführungs-Auftritt (der

vielleicht nie kommt …), sondern vor allem als Alltags-

Look gedacht. Dann wird „gelayert“ bis zum Abwinken:

Unter den zarten Stoffen trägt frau ein Bralette

oder ein cool geripptes Tanktop – zu dem komme ich

gleich nochmal.

Naked Look und stylische Oversize Hose

Foto: Servet Photograph, Pexels

auch für Frauen der neue Maßstab für guten Stil. Das

mag eingefleischten Jogginghosenträgern schwerfallen

– aber die empfinden wohl mittlerweile auch eine

Jeans als Zumutung. Auf jeden Fall gerät allmählich

das sogenannte „Zoom-Dressing“ aus der Mode –

das Home-Office-Phänomen, bei dem ein schickes

„Obenrum“ mit einer schlabberigen Jogginghose

kombiniert worden war.

NAKED

Tailoring ... oder der 9-to-5 Look

Wer lieber doch nicht mit glitzernder Paillettenhose

zur Arbeit gehen möchte, könnte im 9-to-5 Look besser

aufgehoben sein. Denn auch der Büro-Style blüht

nach Jahren der Pandemie und des Home-Office

wieder auf, diesmal unter dem Namen „Tailoring“:

Oben herum wird alles noch schmaler – mit Fokus

auf der Taille, der sogenannten „goldenen Mitte“. Das

sorgt für eine tolle Silhouette, wobei die Hose sehr

weit sein sollte. Überhaupt geht man bei Hosen keine

enge Bindung mehr ein. Die weiten Stoffhosen sind

nicht nur voll gemütlich, sie schmeicheln ganz nebenbei

auch der Figur.

Die sogenannte Sanduhr-Silhouette wirkt besonders

weiblich: Die Körperform wird durch breitere Schultern,

eine enge Taille und gewölbtes Volumen an den

Seiten hervorgehoben. Das erinnert an DIORs „New

Look“ aus der Nachkriegszeit – eine Epoche, in der

man sich bewusst gekleidet und nicht einfach das

Erstbeste übergezogen hat.

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Nach Jahren der Pandemie und „Verlotterung“

möchte man sich auch jetzt wieder schicker kleiden:

Anzüge, Kostüme, Jacken und Mäntel aus schönen

Wollstoffen, die der Männermode entstammen, sind

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Sa. 9.00 – 13.00 Uhr

Die weite Stoffhose hat ganz klar viel mehr Eleganz.

Kennzeichnend sind fließende Hosenstoffe, am besten

mit taillenhohem Bund – mal aus klassischer

Tuchware, mal im klassischen Karo-Look und mit

Bundfalten-Details, mal aus Samt – oder, im Extremfall,

als Paillettenhose im Bootcut- oder weiten

Schnitt. Wer möchte, erzielt einen Stilbruch mit einem

Sneaker – und zwar in der schickeren Variante, die

nicht fürs Sportstudio geeignet ist. Oder kombiniert

die klassisch-weite Wollhose mit einer glänzenden

Oversize-Bomberjacke. Und wer partout keine Bluse

zum taillierten Office-Blazer tragen möchte, gönnt

dem weißen Tanktop – am besten gerippt – einen

Auftritt. Die schlichten Tops passen zu allem und wirken

überhaupt nicht spießig. Was auf den ersten Blick

ein simples Basic ist, erscheint in der richtigen Kombi

einfach cool und erweist sich als echter Hero.

Glitzeralarm

Pailletten für tagsüber? Ja! Die weite Paillettenhose ist

zwar nicht bürotypisch, aber taugt in den Augen der

Designer durchaus als Alltagslook mit dickem Wintermantel.

Auf jeden Fall macht sie gute Laune, die man

auch tagsüber versprühen kann. Und wer weiß – wer

sich was traut, wird vielleicht sogar belohnt … als Kontrast

zum Office-Blazer mit Tanktop stellt sie jedenfalls

ein modisches i-Tüpfelchen dar.

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Genießen Sie Ihren Auftritt! Denn alles, was schimmert,

verleiht der dunklen Jahreszeit Glamour – egal,

ob auf Kleidern, fließenden Maxiröcken, Blusen, Stiefeletten

oder lässigem Strick. Auch der LBD („Little

Black Dress“) – das Etui- oder Cocktailkleid – kommt

nie aus der Mode. Seine Idealform – der schlichte

Slip-Dress – erhält in dieser Saison ebenfalls ein kleines

Update und bekommt mit Pailletten, Federbesatz

oder Kristallverzierungen eine neue Note.

Die Verschmelzung von Mode und Active-Wear

Neben den Office- sind auch die sportiven Elemente

nicht zu ignorieren. Die letzten Jahre waren gekennzeichnet

durch den Athleisure Hype sowie das Comeback

der Jogginghosen und der Leggings. Mittlerweile

kooperieren High Fashion Labels in sogenannten

„Collabs“ mit Sportkonzernen, wie zum Beispiel GUC-

CI mit Adidas. So zeigte die GUCCI-Show leuchtend

blaue Herrenanzüge, die mit den drei Adidas-Streifen

verziert waren. Auf der Brust prangte dazu der GUCCI-

Schriftzug mit dem Adidas-Trefoil als kombiniertes

Logo. Sportswear trifft auf Eleganz.

Schon früher kooperierte Adidas mit Stella McCartney,

PRADA, Y-3 Yohji Yamamoto, Rick Owens und

anderen. Die Kombination der klassischen Silhouette

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eines High Fashion Labels mit dem Code einer Sportmoden-Brand

bietet ein enormes Potential für Neues:

Kombinationen von Kleidungsstücken, die es in dieser

Form noch nie gegeben hat. Ganz nebenbei erreicht

man damit natürlich auch einen neuen Kundenkreis ...

Auf einmal halten Elemente aus dem Tennis oder

Reitsport Einzug in den Alltagslook. Gut gemacht, ergibt

sich dadurch etwas Einzigartiges, das „gewisse

Etwas“. Natürlich wird auch nicht an neuen Marketing-Namen

für diesen Trend gespart – obwohl diese,

wie zum Beispiel „Sporty Babes“ für kurze und knappe

Teile, meinen Geschmack nicht immer treffen.

„Im Herzen barfuß“

NAGELWERK

BY RITA

Das ist der Leitspruch der Nageldesignerin

Rita Grigowski. Das „Nagelwerk

by Rita“ bietet kosmetische Fußpflege,

Maniküre, Pediküre, Schablonenverlängerung,

Gelmodellage, Naturnagelverstärkung,

Farbgel, und Shellac in

den tollsten Farben an. Termine erhält

man bei ihr nach Vereinbarung oder

bucht über die App Beautinda.

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Foto: Julia Avamotive, Pexels

ORANGE

Puddle Jeans

In der Freizeitmode kommen zu den Cropped Jeans

(in verkürzter Länge) jetzt auch die extra langen. Falls

Sie sich fragen, was das soll: Ich

habe keine Ahnung. Immerhin sind

die „Puddles“ wärmer, liegen tatsächlich

auf dem Boden auf – wirken

aber, ähnlich wie so manches

Maxi-Kleid, einfach zu lang: Erst

wenn man denkt, die Hose müsste

gekürzt werden, hat man die

Soll-Länge erreicht. Die Geizigen

unter uns wird´s freuen, denn

sie können sich die 15 Euro für

das Kürzen sparen. Letztendlich

führt dies den Baggy-

Trend der 90er Jahre fort, wo

alles zu lang war, weil man

es baggy (also schlabberig)

getragen hat.

Am besten tragen Sie diese

Jeans so lange, bis der Saum

anfängt auszufransen. Dazu

kombinieren Sie ein sogenanntes

„Baby Tee“, ein zu

kurzes, zu kleines T-Shirt und

die obligatorischen Sneaker.

Tja, wer´s mag ...

Knallfarben

Froschgrün zu Pink, Violett zu

Neongelb? Oder von Kopf bis Fuß

in Pink? Die Antwort ist: JA!

Was uns schon im Sommer begleitet

hat, bleibt auch in der kommenden

Herbst-/Wintersaison. Ob

als knalliges Pink, wie es die Kollektion

bei VALENTINO dominierte,

oder als Zitronengelb und sattes

Das Richtige für dichtes Laub: Puddle Jeans

Foto: Kate, Pexels

Blau, wie bei Adidas für GUCCI. Vor allem als Total

Look ist das der absolute Hingucker. Jedes Halbjahr

fasst das Farbinstitut Pantone die Trendfarben in

seinem „Fashion Color Report“ zusammen und wird

in deren Beschreibung richtig

philosophisch. Demnach

spiegeln die neuen Farben

unseren hybriden Lebensstil

und unsere widersprüchlichen

Sehnsüchte wider. Die

Knallfarben veranschaulichen

das Bedürfnis, „uns von Zurückhaltungen

zu befreien“

und „die Freude am Leben zu

umarmen“ – aha.

Grün, grün, grün, Foto: Albert Bilousov, Pexels

Es erscheinen so einige intensiv-knallige

Nuancen in dem

Report: „Dragon Fire“, „Peach

Caramel“ oder „Orange Tiger“ –

wecken Sie den Tiger in Ihnen,

gern in der wunderbaren Kombination

mit Dunkelblau, Karamell,

Olivgrün oder Braun. „Dragon Fire“

ist ein skurriles Orange in der Mitte

zwischen Gelb und Rot – feurig

und lebhaft. Orange galt lange

als „kleine Schwester“ von Rot,

bekommt aber nun einen großen

Solo-Auftritt. „Peach Caramel“

hingegen ist ein warmer, gedeckter

Pfirsich-Ton.

Grün, grün, grün sind alle

meine Kleider…

Hat es mit dem Klimawandel

zu tun oder ist es doch nur

ein Hoffnungsschimmer?

Grün liegt jedenfalls voll

im Trend. Auch die Farb-

38 39


ROT

bezeichnungen machen richtig Freude. Während

sonst der Winter von gedeckten, warmen Farben

getragen wird, entstehen in dieser Saison starke Kontraste

aus der Kombination von vitalen Farben mit

zeitlosen Tönen wie Ecru, Beige, Wollweiß und Grau.

Die überschwänglichen Farben sollen, so zumindest

Leatrice Eisemann vom Pantone Color Institute, „energiespendende

Vitalität“ ausdrücken – die zeitlosen,

„beruhigenden und erholsamen“ Töne hingegen unsere

hierzu konkurrierenden Wünsche nach Ruhe und

Komfort. O-Ton Eisemann: „ Während wir uns in einer

Umgebung voller Widersprüche bewegen, ermöglichen

es die Farbtöne den Verbrauchern, fließend

zwischen einer Reihe von Kontrasten zu wechseln,

so dass sie spontan ausdrücken können, wer sie sind

und wie sie sich an einem bestimmten Tag fühlen.“

Aber zurück zum Grün: Neben dem simplen Grasgrün

gibt es nun auch das „Abundant Green“ – ein Flaschengrün,

kräftig und kalt. Oder „Spicy Mustard“, wie

ein ganz leicht mit Schwarz gebrochener Senf und

laut Patone „auffallend exotisch“.

„Cardomom Seed“, ein gebrochenes Gelbgrün, erinnert

mit seinem warmen, fast erdigen Ton „an eingelegte

Oliven“. „Amazon“ dagegen ist ein „üppiges,

fruchtbares Laubgrün“, „Martini Olive“ wiederum „ein

von Früchten inspirierter Grünton mit einem Hauch

Herbstlich – Bordeaux

Foto: Andrea Piacquadio, Pexels

Salzlake“ – ich sage nur: Mmmmh, lecker … Den Abschluss

bildet das geheimnisvolle „Loden Frost“ – ein

Grün, das „beruhigend und regenerierend“ wirken soll.

Womit kombinieren? Grün ist ein toller Begleiter zu

Beige und Cognac-Braun, aber auch zu Dunkelblau,

Grau und Bordeauxrot.

Rot bis Rose Violet

Neben Orange darf Rot nicht fehlen, denn diese Elementarfarbe

war bei fast allen Shows zu sehen, ob

als „Lava Falls“, das fast schon ins Bordeaux geht

oder als das intensivere „Molton Lava“, das fast feurig

wirkt. Wie kombiniere ich Rot? Beim unschlagbaren

römischen Altmeister VALENTINO würde ich auf jeden

Fall den All-over Look empfehlen, im Alltag aber

auch, denn es gilt: No risk, no style.

Wer es dezenter mag, für den ist der neue, zarte Rosaton

„Strawberry Cream“ das Richtige: Erinnert irgendwie

an Zuckerwatte, hat aber zum Glück weniger

Kalorien und geht nicht so auf die Hüften – ein fluffiger,

süßlicher Farbton für den Winter.

Ob klein oder groß, Braun geht immer

Foto: Nicolette Attree, Pexels

Braun

Die klassischen Herbsttöne gibt es auch: Diesmal das

warme und satte „Chicory Coffee“, das ruhige „Caramel

Café“ und der cremige Braunton „Iced Coffee“.

Das sieht immer gut aus – ob als Mantel, Hose, Swea-

Delikatessen · Deli · Catering

Hamitbach

Artisan Brot & Einzigartige Kuchen

Foto: Jo Kassis, Pexels

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Bestelltelefon: 68 800 500

Israelische Küche

Graf Moltke Str. 35

Bestelltelefon: 517 04 240

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Kleider für Frauen,

die sich trauen.

GELB

Foto: Alisson Souto, Pexels

ter oder im Kopf-bis-Fuß-Look gestylt. Am interessantesten

wirkt dabei „Chicory Coffee“, ein Braunton

zwischen Braun, Schwarz und Rot, der „an dunkles

Holz, Kaffee, Gemütlichkeit und Schutz erinnert“.

Doch wie kombiniert man Braun? Früher galt Braun

mit Schwarz als No-Go, aber das ist lange her. Interessanter

wird Braun mit Gelb, Violett, Cremetönen und

Dunkelblau. Es sind die jeweiligen Nuancen, die den

Look scheitern oder gewinnen lassen.

Lars Besecke

Gelb

„Samoa Sun“ wurde von Pantone nach der polynesischen

Insel mit ihren rund 2.500 Sonnenstunden

benannt. Die Kombination mit Silber ist eine klare

Ansage. In der Kombination mit Grau, Braun, Creme

und Beige wirkt dieser Farbton richtig Retro und kann

sehr gut aussehen, aber auch daneben gehen – da

hilft nur ausprobieren.

Es gibt so viele Trends, dass man kaum alle in einer

Modekolumne unterbringen kann – ich sage

„Gottseidank“, denn damit gibt es auch nicht mehr

den EINEN Trend, dem alle zu folgen haben. Für guten

Stil sollte man wohl am ehesten darauf achten,

sich typgerecht zu kleiden – und dabei einen Schritt

weg vom Gemütlichen hin zu mehr Eleganz zu tun.

Das ist auf jeden Fall das Richtige, wenn Sie sich in

Knallfarben verkleidet fühlen und die Jogginghose

nur beim Sport und auf dem Sofa tragen wollen.

Aber was macht eigentlich Eleganz wirklich aus?

Großmeister Giorgio Armani erklärt dazu: „Eleganz

heißt nicht, ins Augen zu fallen, sondern im Gedächtnis

zu bleiben.“ Besser kann man es wohl nicht ausdrücken.

Ihr

Lars Besecke

von LARS WOMEN aus dem Ostertor

Fotos: Jürgen Freymann, Sigrun Strangmann, Thomas Barth

Models: Yvonne Captan, Fannie Wilkens, Ina Wehleit, Susanne Pandikow

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Besuchen Sie mich in meinem Atelier in Worpswede

und schauen Sie mir bei meiner Arbeit über die Schulter!

Entdecken Sie mit mir gemeinsam die Lust an Formen

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meiner Kleider. Gern berate ich Sie persönlich.

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43


Herbstzeit

EMPFEHLUNGEN

Sabine Buscher

Hochwertige Designerkleidung

und Einzelstücke der Haute

Couture in einem persönlichem

Ambiente präsentiert.

Frische Mode, schöne

Accessoires und trendige

Schuhe bei Coallù.

Mit einem fröhlichem Team, großer

Kompetenz und angenehmer

Lockerheit führt Edeltraut Heins

Ihre Modekollektion auch gerne

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an. Frau Buscher hat immer aktuelle und hochwertige

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Saisons. Sie berät, kombiniert und schafft bestens

aufeinander abgestimmte Looks. Neu im auserwähltem

Sortiment sind modische Jacken aus Tweet, Samt und

Lammfell, sowie Kleider, Blusen, Rollis und Hosen in

schönen warmen Tönen, aber auch in kräftigen Farben,

die besonders im Winter fröhlich stimmen. Ihre modische

Bekleidung bietet alles von sportlich bis elegant

für die Frau. Feine Abstimmungen durch ein Sortiment

an Schuhen, Stiefeln, Taschen, Gürteln, Portemonnaies

und vielerlei Accessoires runden den Einkauf ab.

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sieht Frau Bauscher als ihre Hauptaufgabe.

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H.-H.-Meier-Allee 36

28213 Bremen

T 0421 201 05 10

Die Vornamen der Kinder und Patenkinder des Inhabers

waren Inspiration für coallù, und so hat man

sich auch zu Beginn auf Baby- und Kindermode

spezialisiert. Vor 7 Jahren wurde Damenmode mit ins

Sortiment genommen, die so gut angenommen wurde,

dass im März 2020 dieser weitere Laden in der

Oberneulander Heerstraße 30 eröffnet wurde. Diese

schöne Boutique besticht sofort mit frischer, sowie

sommerlicher Atmosphäre durch das wunderschöne

Angebot und die besondere Zusammenstellung der

neuen Herbstmode.

Man findet eine traumhaft farblich abgestimmte Kollektion

von exklusiver Mode vor. Eine feine Auswahl an

Blusen, Pullovern, Blazern, Hosen, Kleidern, Mänteln

und Jacken hochwertiger Marken wie Frogbox, dea

kudibal, Drykorn, Colmar und Le Tricot Perugia unter

vielen anderen finden Sie bei coallù neben schönen

Accessoires wie Gürteln, Taschen, Schals, Tüchern und

Mützen. Eine neue Topmarke ist Sportalm Kitzbühel.

Fantastische Einzelstücke, die man alle haben möchte!

Und endlich außergewöhnliche

Schuhmode! Modische

sneaker, u.a. von Nero Giardini,

trendy Boots von Kennel

und Schmenger sowie

von Copenhagen, bequeme

slippers und schöne Stiefeleine

tolle Auswahl.

Coallù

Oberneulander

Heerstr. 30

28355 Bremen

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Geöffnet:

Mo-Fr 10-18, Sa 10-14

In Osterholz-Scharmbeck direkt am Marktplatz finden

Frauen ab der Größe 40 moderne und pfiffige

Kleidung. Die Inhaberin Edeltraut Heins hat 1982

dies kleine aber feine Geschäft eröffnet und seitdem

lebt sie für Ihre Kundinnen den Leitsatz: „Mode hat

nichts mit dem Alter, mit dick oder dünn zu tun – aber

viel mit Gespür für die eigenen Möglichkeiten.“ Ich

bin „sinnlich gerundet“ sagt sie über sich selbst und

das ist auch gut so! Das Leben besteht aus mehr als

nur Knäcke, Wasser und „Säcke“ die sich Kleidung

nennen! Diese Philosophie möchte Frau Heins ihren

Kundinnen mit auf den Weg geben... „Auch wenn

man mollig ist, kann man jede Menge Spaß am Leben

haben.“ Na klar!

Spaß am Leben, mit cooler und bequemer Mode!

Denn nur wenn wir unser Leben genießen und zufrieden

sind, haben wir auch eine positive Ausstrahlung.

Und das merkt auch unser Umfeld.

Also genießen Sie das Leben

und entdecken Sie bei der

Boutique KAI jede Woche

die neuesten Modetrends.

Das Team freut sich auf

Ihren Besuch!

Boutique KAI.

Marktstr. 9

27777 Osterholz-

Scharmbeck

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boutique-kai.de

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45


Foto: S-Com/DSGV

Klimaneutral?

TIPP

Die „Bremer Konten“ bei der Sparkasse sind Grün

HATS ON STAGE

Seit nunmehr einem Jahr sind die Hutmacher von

HATS ON STAGE in der Brunnenstrasse 37 beheimatet.

Hier, im Herzen des quirligen Bremer Viertels, nur

wenige Meter abseits der Meile, findet sich das neue

Atelier in der entspannten Atmosphäre Brunnenstraße

/ Ecke Mecklenburger Straße an einem kleinen

Platz gelegen. Am bewährten Konzept hat sich dadurch

nichts geändert.

Vor 14 Jahren hat das Duo Hutmachermeisterin Kay

Schmitz und Partner Marcus Pick Bremen den Schritt

in die Selbständigkeit gewagt und verarbeiten seitdem

edle Naturmaterialien mit Kreativität, handwerklichem

Geschick und dem Sinn für das besondere Etwas

zu klassisch schlichtem oder außergewöhnlichem

Kopfschmuck für Damen und Herren. Die im Atelier

ausgestellte Kollektion erstreckt sich von kuscheligen

Wintermützen über straßentaugliche oder elegante

Hüte bis zu frechen Fascinators für den besonderen

Anlass. Und was nicht vorhanden ist, wird kurzerhand

nach Maß kreiert.

Dem Namen getreu stattet

HATS ON STAGE auch

Opern, Musicals und Shows

an renommierten Häusern

mit Kopfbedeckungen aus.

Ob außergewöhnliche Kreationen

oder für den täglichen Gebrauch,

das Duo Kay Schmitz und Marcus

Pick kreieren für jeden die

passende Hutmode.

Hats on Stage

Brunnenstrasse 37

28203 Bremen

T 0421 307 44 651

hatsonstage.de

Am Wall 164

Am Wall 164 ist vielen bekannt, durch die schöne Fassade

und den Engel über dem Eingang. In dem Haus

haben sich kleine, aber feine Geschäfte und Werkstätten

zusammengefunden. Alle mit Sinn für Einmaliges

und nachhaltig Schönes.

Vieles, was gerade im Herbst und Winter wärmt und

die dunkle Jahreszeit schöner macht. Viel bunte, kuschelige

Wolle, von Julia Hübotter, mit der man sofort

losstricken möchte. Wolle am Wall ist in die erste

Etage gezogen. Hell, größer mit noch mehr Auswahl!

Darunter wie vorher auch, schnitträume, Nicola Hübotter

mit ihren individuellen und hochwertigen Designs

kombiniert mit Strick. Dort integriert auch Christiane

Kückelmann, mit my pulli, die gerade mit dem

DNK Siegel ausgezeichnet wurde, dem Siegel für eine

nachhaltige Geschäftstätigkeit und Produktion. Das ist

in Bremen einmalig! Nicola und Julia Hübotter gestalten

zusammen auch Taschen und Fahrradtaschen,

alles Einzelstücke aus recyceltem Material. Zum Wall

164 gehört auch der schöne

Schmuck der Goldschmiedin

und Schmuckdesignerin

Maike Eisenhauer, die zudem

„fliegende“ Kostbarkeiten

entwirft, die so hübsch

sind, dass man sie täglich

tragen möchte.

Unter einer Hausnummer

vier kleine

Geschäfte mit sehr

besonderen Sortimenten.

Am Wall 164

ME Schmuckobjekte

my pulli

schnitträume

Wolle

amwall164.de

Die Sparkasse Bremen baut ihr nachhaltiges Produktangebot

weiter aus. Seit September 22 sind alle

Privatgirokonten klimaneutral. Sämtliche durch den

Betrieb der Bremer Konten erzeugten Treibhausgase

werden durch umweltschützende Aktivitäten ausgeglichen.

Seit 2020 verringerte die Sparkasse Bremen

ihren CO2-Ausstoß bereits um mehr als die Hälfte.

„Die Finanzwirtschaft spielt eine tragende Rolle bei

der Entwicklung einer nachhaltigen Zukunft. Deshalb

gestalten wir unsere Produkte und Dienstleistungen

und unseren Geschäftsbetrieb konsequent weiter

nachhaltig“, erklärt Tim Nesemann, Vorsitzender des

Vorstands der Sparkasse Bremen. Den Anfang machte

bereits im Mai 2021 das klimaneutrale Girokonto

„Start“ für junge Menschen – das erste grüne Konto

des für seine Markenfarbe Rot bekannten Geldhauses.

Im Gespräch: Kevin Zimnik

Nachhaltigkeitsexperte

Sparkasse Bremen

Banken streben nach Gewinnen.

Wie passen grüne Produkte dazu?

Kevin Zimnik: Nachhaltigkeit ist bei

uns ein bedeutender Teil der Unternehmensstrategie.

Es geht nicht

nur um Produkte oder interne Prozesse,

sondern auch um Haltung

und unsere gesellschaftlichen Initiativen.

Damit setzen wir uns aktiv

für die Verkleinerung des ökologischen

Fußabdrucks ein und verbessern die Lebensqualität

in der Region Bremen. Im Mittelpunkt steht ein Miteinander

von Mensch, Gesellschaft und unternehmerischen Zielen.

Hier in Bremen gibt es bereits ein großes Netzwerk von

Unternehmen, die etwas auf die Beine stellen.

Wo wird die nachhaltige Sparkasse sichtbar?

An unserer neuen energieeffizienten Hauptstelle, aber auch

an kleinen Veränderungen: wir fragen unsere Kundinnen

CO2– Fußabdruck verringern

Wo immer es möglich ist, vermeidet die Sparkasse

CO2-Emissionen oder reduziert sie. So zum Beispiel

durch die Digitalisierung von Prozessen, den Einsatz

energiesparender SB-Automaten oder die Nutzung

von Ökostrom. Dazu kommt der neue Hauptsitz der

Sparkasse Bremen, der den höchsten Nachhaltigkeitskriterien

entspricht.

Nachhaltige Entwicklung in der Region fördern

Ein Privatgirokonto der Sparkasse Bremen erzeugt pro

Jahr 22,5 Kilogramm CO2. Der überwiegende Teil dieser

Emissionen entsteht bei der An- und Abreise zu den

Standorten, beim Online- und Mobile-Banking sowie

bei der Herstellung der Debitkarte. Diese Emissionen

werden in Zusammenarbeit mit der Klimaschutzorganisation

myclimate Deutschland ausgeglichen.

und Kunden, ob sie nachhaltig anlegen möchten, stellen

Vertragskopien in ein elektronisches Postfach ein anstatt

sie auszudrucken – die Summe unserer vielen Maßnahmen

zählt. Darüber hinaus machen wir Gesprächsangebote

zum Thema. Bei Veranstaltungen in unseren Stadtteilfilialen

oder in unserem Stadtteilportal www.spot-bremen.de.

Weniger sichtbar hingegen ist unser langjähriges Engagement

für tolle Klima- und Umweltprojekte in Bremen: beispielsweise

für den Bürgerpark oder die Wümmewiesen.

Was raten Sie Menschen, die

nachhaltiger handeln möchten?

Bei einem regionalen Anbieter sind sie schon mal richtig

(lacht). Lokale Kreisläufe sind wichtig, aber auch, sich zu interessieren,

wo das eigene Geld investiert wird. Nachhaltigkeit

ist vielfältig und betrifft alle Lebensbereiche. 100 Prozent

nachhaltig gibt es daher für mich nicht. Aber wenn alle

versuchen, einen kleinen Beitrag zu leisten, dann machen

wir gemeinsam einen Riesenschritt nach vorne.

www.sparkasse-bremen.de/nachhaltigkeit

46 47


BREMEN GUT BEHÜTET

AUSSTELLUNG

Fotoausstellung

ungewöhnlicher

Hutkreationen

Ein Coronastipendium des Senators für Kultur ermöglichte

es der Kostümgestalterin und Modistenmeisterin

Kay Schmitz eine lang gehegte Idee endlich

umzusetzen.

„Ich habe überlegt, was eine interessante, lebenswerte

Stadt ausmacht, was gibt ihr ein eigenes unverkennbares

Gesicht?“ erläutert sie ihre Idee. „In meinen

Augen sind es vor allem die kleinen, spezialisierten,

inhabergeführten Fachgeschäfte und -betriebe sowie

die liebenswerten, mit Herzblut und Eigeninitiative gestalteten

Kunst- und Kulturprojekte, die das besondere,

bunte, vielfältige Stadtbild prägen, für das Bremen ja

bekannt ist. Doch viele dieser Kleinode haben (nicht erst

seit Corona) immer wieder zu kämpfen oder sind gar in

ihrer Existenz bedroht.

Mit „Bremen gut behütet“ möchte ich einen Teil davon

im wahren und übertragenen Sinne behüten und habe

an Hand eines hierfür entwickelten Fragebogens und

eines persönlichen Interwievs einen ganz individuellen

auf den Menschen, das Geschäft oder ein Projekt zugeschnittenen

Hut kreiert.“

Insgesamt sind so zehn sehr unterschiedliche außergewöhnliche

Hutkreationen entstanden. Textile Portraits,

die sowohl die individuellen Merkmale der Geschäfte/

Projekte als auch deren Inhaber widerspiegeln.

In Kooperation mit dem Fotografen Hartmut Müller

wurden die Inhaber mit dem für sie kreierten Hut im

jeweiligen Kontext abgelichtet.

Für das Cafe „Radieschen“ in der Neustadt und

seine Inhaberin Eva Oelke hat Kay Schmitz

einen Fascinator mit abstrahiertem Radieschen,

Kaffeetasse und Törtchen kreiert.

Foto: Hartmut Müller

TERMIN

BREMEN GUT BEHÜTET

20. Oktober bis 02. November 2022

Sparkasse Bremen · Zweigstelle Viertel

Ostertorsteinweg 45/46

Die Holzform der Unterform des abstrahierten Die in weißem Filz gezogene Form hat ein Tasse und Törtchen wurden in thermoplastischem

An den Blättern aus Samt und Letztes Richten der Kopfbedeckung

Radieschens wird hergestellt.

Deko Streifenmuster bekommen

Material abgeformt.

Seide wird die freischwebende vor dem Fotoshooting

48 Konstruktion festgenäht

49


Das lange Leben der

Marga Berck

HISTORIE

Magdalene Carlotta Pauli, geborene Melchers, alias

Marga Berck – mit diesen drei Namen assoziiert man

sie und ihr Leben eher mit Bremen, obwohl sie, hier

am 4. November 1875 geboren, unsere Stadt bereits

1914 mit 38 Jahren Richtung Hamburg verließ, wo

sie 56 Jahre später mit knappen 95 Jahren im hohen

Alter starb, am 5. August 1970.

Wiederum geschah etwas dort in Hamburg, das ihr

gerade hier an der Weser (und an der Lesum!) späten

Ruhm und bis heute ungebrochene Bekanntheit einbrachte.

Denn 1951, also mit erst 76 Jahren bekannte

sie sich als Autorin eines Briefromans, der seitdem

unabdingbar in den Kanon der literarischen Bremensien

gehört und der in Bremen und außerhalb auf eine

große Leserschaft zählt, die Rede ist von Sommer in

Lesmona.

Die Briefe, die die junge Matti des Romans an ihre

Freundin Bertha schreibt und in denen die beiden

sich gegenseitig ihre ersten Liebeserlebnisse erzählen

und vor allem Matti ihre Geschichte, sind tatsächlich

– zu ihrem Großteil (davon noch später) – von

der realen jungen Magdalene Melchers geschrieben

worden. Aufgewachsen ist sie an der Contrescarpe,

in der Nummer 113/114, auf der der Mühle am Wall

gegenüberliegenden Seite, Ecke Georgstraße, heute

Bürgermeister-Smidt-Straße. Leider wurde dieser Teil

der Uferstraße des Wallgrabens im Krieg vollkommen

zerstört.

Familie Melchers, dieser Name klingt nach wie vor

durch Bremen und die Welt. Heute bezeichnet sich

die Firma mit diesem Namen als Global Player, nach

wie vor stark ist man aktiv im ostasiatischen Raum.

1806 war sie in Bremen von Anton Friedrich Carl

Melchers (1781-1854) gegründet worden, damals als

Segelschiff-Reederei und Handelshaus. Viel Geld wurde

jahrzehntelang mit den Auswanderern verdient,

die ihren Weg über Bremerhaven in die USA nahmen.

Magdas Urgroßvater Laurenz Heinrich Carl Melchers

(1812-1888) war der Sohn des Firmengründers, der

ab 1854 die Firma leitete. Und ihr Vater Karl Theodor

Melchers (1839-1923) hatte 1864 Luise Struve (1841-

1921) geheiratet, die aus Dresden kam. Magdalene

war deren drittes Kind, zwei ältere Brüder hatte sie,

Carl Alfred und Gustav Adolf mit Namen.

Der Roman, seit 1951 ein Long- and Bestseller

Das erste Mal erschien Sommer in Lesmona 1951 in

Hamburg, seitdem in allen möglichen Formaten, im

Hardcover, im Taschenbuch, in verschiedenen Buchklubausgaben,

als Hörbuch, insgesamt müssen es

bis heute um die 250.000 verkaufte Exemplare sein,

dazu kommen außerdem ausländische Ausgaben in

Französisch, Italienisch und Spanisch. Und da ein Copyright

eines Autors/einer Autorin nach deutschem

Urheberrecht erst siebzig Jahre nach seinem/ihrem

Tod erlischt und erst dann Public Domain wird, dauert

es noch bis zum August 2040, dass dieses erlischt

und das sich kurioserweise nach wie vor in Besitz der

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Magdalene Pauli 1905

Original im Focke-Museum,

Bremer Landesmuseum für

Kunst und Kulturgeschichte

Treca Paris - Poesie

Ein Gedicht aus der französischen Manufaktur Treca Paris: entdecken Sie bei uns das neue handgefertigte Treca Boxspringbett Poesie

– die vielleicht schönste Form exklusiven Schlafkomforts. Das markante Kopfteil mit seinen vertikalen Linien bringt dekorative Eleganz

in das Schlafzimmer. Die große Auswahl an Stoffen und Farben bildet den Rahmen für die hochwertig gepolsterte Matratze dieses

traumhaft bequemen Bettes.

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F.A. Herbig Verlagsbuchhandlung mit Sitz in München

befindet, weitab von Hamburg oder Bremen.

Deren früherer Besitzer, der Verleger Herbert Fleissner

(1928-2016), durchaus umstritten wegen seiner

politischen Rechtslastigkeit, war bekannt dafür, dass

er sich gerne Autorenrechte auf lange Dauer sicherte,

die „heimatlos“ geworden waren (siehe auch: Hans

Sarkowicz: Rechte Geschäfte : der unaufhaltsame

Aufstieg des deutschen Verlegers Herbert Fleissner,

Eichborn, Frankfurt/Main 1994).

Es war also hier oben in Hamburg, dass der Anwalt

und FDP-Kulturpolitiker Hans Harder Biermann-

Ratjen (1901-1969), ein guter Freund von Magdalene

Pauli, von den Briefen aus ihrer Jugendzeit Kenntnis

bekam, die sich nach wie vor in ihren Effekten befanden.

Er witterte das verlegerische Potenzial einer

solchen Briefsammlung, das nur in das entsprechend

passende Publikumsgewand gekleidet werden musste.

Dazu konnte er den Hamburger Verleger Knud

Christian Knudsen (1916-1998) gewinnen, so dass

der Roman 1951 tatsächlich in dessen Christian Verlag

erscheinen konnte.

Peter Beauvais – Der Regisseur der TV-Serie ‚Sommer in Lesmona‘

Einen weiteren entscheidenden kräftigen Schub an

Popularität bescherte dem Roman die sechsteilige

TV-Serie, die Radio Bremen 1986 produzierte. Unter

der Regie von Peter Beauvais (1916-1986) – es wurde

dessen letzte Regiearbeit – spielte die noch junge

Katja Riemann in ihrem Filmdebüt die Matti. Die Titelmusik

stammte von keinem Geringeren als Herbert

Grönemeyer. Der attraktive Alexander Radszun spielte

Mattis große Liebe, den Percy Roesner, Richard

Münch Mattis Vater. Die Serie gab es auch in einer

„abgespeckten“ Kinoversion von knappen zwei Stunden.

Und die neueste Nachricht: die nordmedia, die

Bremer-Niedersächsische Film- und Mediengesellschaft,

informierte kürzlich, dass man das Drehbuch

eines Remakes von Sommer in Lesmona durch die

52

53


1905 Direktor der Kunsthalle Bremen. 1914 zog das Paar mit ihren mittlerweile

geborenen drei Kindern, Alfred, Lieselotte und Carl Theodor nach

Hamburg, weil Pauli in Nachfolge von Alfred Lichtwark die Leitung der

dortigen Kunsthalle übertragen worden war.

Im September 1933 wurde Pauli wegen seines Engagements für die

Moderne aus politischen Gründen von den Nationalsozialisten entlassen,

nachdem diese ihn zuvor schon beurlaubt hatten. Diese Entwürdigung

hat er nie verwunden. Er starb 1938.

Thomas Mann und seine Frau Katja liebten ‚Sommer in Lesmona‘

Sie trafen die Autorin in Hamburg 1953 bei einer Mann-Lesung aus ‚Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull‘

Bremer Produktionsfirma Kinescope Film GmbH subventionierte,

Drehbuchautorin ist Christine Hernlein.

Dass die in dem Roman und in seiner Verfilmung

geschilderte Liebesgeschichte zwischen der jungen

Protagonistin und dem nur wenig älteren Percy, die

sich im Sommer im Landhaus Lesmona (lateinisch für

Lesum) des Onkels in Knoops Park in Bremens Norden

zugetragen hatte, war so oder ganz ähnlich eben

auch Magdalene Pauli in ihrem wirklichen Leben passiert.

Der junge Mann hielt sich dort ebenfalls zu Besuch

in Lesmona auf. Er hieß Johann Gustav Rösing

(1874-1913), war in London aufgewachsen und von

dort angereist. Er war ein entfernter Verwandter von

Magda – ihr und sein Vater waren Vettern.

Aber dieser Johann kam, so wie es sich identisch im

Roman abspielt, aufgrund seines jungen Alters und

seiner noch nicht stabilen gesellschaftlichen Stellung

in keinem der beiden Fälle als zukünftiger Ehemann

in Frage. So blieben die zwei innigen Liebesgeschichten

von Marga/Magda, die wohl in beiden Fällen im

Ruderboot auf der Lesum ihren wirklich entscheidenden

Anfang genommen hatten, unerfüllt, auf der

anderen Seite wären wir, wenn sie denn befriedigt

worden wäre, nie in den Genuss dieser in dem Roman

wiederbelebter Liebesgeschichte gekommen.

Magda – die wirkliche, nicht die des Romans – traf

ihre Liebe noch einmal im Mai 1895 in London wieder,

aber die Sache war wohl bereits erkaltet. „It’s all over

now“ soll er ihr zum Abschied auf Victoria Station gesagt

haben.

Ein trauriges Familienleben

So kam es, dass Magdalene 1896 mit dem neun Jahre

älteren Kunsthistoriker und Sohn des Bremer Bürgermeisters,

Gustav Pauli, verheiratet wurde, eher eine

Vernunftehe als eine, die einer Liebe entsprungen

war. Allemal aber standesgemäß, denn Pauli war seit

Eine Tochter hatten die Paulis bereits 1898 bei deren Geburt verloren,

aber auch ihre Tochter Lieselotte (*1902) lebte nur 29 Jahre; sie nahm

sich 1931 das Leben. 1920 hatte sie einen schweren Autounfall erlitten,

der viele schwere Operationen und am Ende eine Beinamputation zur

Folge hatte. Auch Magdas Vater hatte bereits 1923 Suizid begangen, er

hatte durch die Inflation mehr oder weniger sein gesamtes Vermögen

verloren. Und damit nicht genug: ihr Sohn Alfred brachte sich im gleichen

Jahr um, in dem Magdas Mann gestorben war. Er war wegen „homosexueller

Bündelei“ in Hamburg verhört worden. Obwohl ihm wohl nichts

nachgewiesen werden konnte, erhängte er sich in Bremen in der Mittagspause

in einer Kunsthandlung. Magda veröffentlichte ihm zum Gedenken

1938 in einem Privatdruck den Gedichtband In Memoriam Alfred

Pauli mit 13 Gedichten ihres Sohnes, im Nachspann erschien das Gedicht

Ein Ausgeleit von Rudolf Alexander Schröder.

Und auch den jüngsten Sohn verlor sie: Carl-Theodor kehrte nicht aus

dem Krieg zurück, das Flugzeug, mit dem er zum Weihnachtsfest 1944

nach Hause fliegen wollte, wurde abgeschossen. Auch er starb jung, er

war kurz zuvor gerade mal 30 Jahre alt geworden. So lebte Magdalene

Pauli seit diesem Jahr als Witwe noch 26 Jahre in Hamburg, nachdem

sie recht früh von ihrem Mann getrennt wurde, musste sie auch alle ihre

Kinder zu Grabe tragen.

Mit nicht ganz aufrichtigen Mitteln...

Seit der ersten Ausgabe von Sommer in Lesmona wird im Nachwort

behauptet, die Briefe seien allesamt authentisch, so von Magda damals

zwischen 1893 und 1896 geschrieben. Lediglich die Klarnamen der

Personen seien verändert worden, um niemanden in der Bremer Gesellschaft

zu brüskieren. Wer sich allerdings in der Bremer Geschichte und

ihren Familien auskennt, wird auch heute noch die meisten der Spuren

selbstständig entschlüsseln können.

Gabriele Schmidt · Wernerstr. 38 · 28203 Bremen · Tel. (0421) 747 20

Eine Detektivarbeit

Dazu hat der Bielefelder Germanistikprofessor

Bernd W. Seiler mit seiner Veröffentlichung Es

begann in Lesmona – Auf den Spuren einer Bremer

Liebesgeschichte (Johann Heinrich Döll

Verlag, Bremen 1993), die vier Auflagen erreichte,

Magdalene Pauli schon vor langem nachweisen

können, dass man sehr wohl manipulatorisch bei

der Herausgabe der Briefe gehandelt hat. Damit

hat die Autorin schon Thomas Mann und seine

Frau Katja hinters literarische Licht führen können,

beide liebten den Roman („ein echtes und

rechtes, ergreifendes Kunstwerk“ äußerte sich

Thomas Mann 1952).

54 55


sammen mit ihrem Mann Jürgen Waller (1940-2022),

von 1989 bis 2002 Rektor der Hochschule für Künste

Bremen (S. 130 ff.-4.Aufl.).

Darum sollte der Rowohlt Verlag endlich seiner Ausgabe,

der aktuell einzig lieferbaren, ein neues Nachwort

beifügen, das den inzwischen manifesten Erkenntnissen

der Genese des Romans gerecht würde.

Den Lesegenuss wird das keinesfalls versauern, das

kann garantiert werden! Wie wär’s, Johann-Günther

König, keine Lust, dazu etwas zu schreiben? Sie gehören

doch bereits zur Rowohlt-Autoren-Equipe!

Überhaupt verdanken wir alles, was man heute über

Marga Berck/Magda Pauli, ihr Leben und über die

Publikationsgeschichte des Romans weiß, zu einem

großen Teil Seiler und seiner Veröffentlichung. Er

hat viele tiefgehende Energie in die Hintergründe

der familiären, historischen und editorischen Zusammenhänge

investiert, den literarischen, wie realen

Verzweigungen, Bremen und seine Bürgerfamilien

betreffend. Dennoch darf man sich wohl erlauben, ihn

für gewisse Nachlässigkeiten und Verletzungen seiner

Neutralität als Literaturhistoriker und Wissenschaftler

zu tadeln.

Da sind beispielsweise Seilers Theorien – er beruft

sich auf oberflächliche Weise auf Sigmund Freud –

über den Ursprung der homosexuellen Orientierung

von Alfred Pauli, Magdalenas ältestem Sohn. Sie war

offensichtlich allgemein bekannt und erfuhr in aufgeklärten

Kreisen auch der damaligen Zeit zumindest

ihre Duldung (natürlich in keinem Fall vor der nationalsozialistischen

Justiz und Ideologie). Sie sind heute

nicht mehr aufrechtzuerhalten und waren es bereits

ebenso wenig in den 90er-Jahren, als das Buch entstand

und veröffentlicht wurde (S. 116 ff.-4.Aufl.).

Genervt bis regelrecht entsetzt kann man von Seilers

Voreingenommenheit moderner Kunst gegenüber

sein, die mit seinen Auslassungen über die heutigen

Aktivitäten in und um die Villa Lesmona deutlich wird,

in der heute die Galerie Waller residiert und die den

das Sommerhaus umgebenden Skulpturenpark betrifft.

Sie wird betrieben von Barbara Waller, die die

vollkommen ruinierte und fast bis auf die Grundmauern

abgebrannte Villa 1986 wieder aufrichtete, zu-

Dem Buch fehlen am Ende auch jedwede Anmerkungen,

außer den knappen Bildnachweisen, so bleibt

dem Leser nichts anderes übrig, dem Autor alles so

abzunehmen, wie er es beschreibt, ohne seine Quellen

genannt zu bekommen. Diese Auslassungen bilden

die größte Schwäche von Seilers Buch. Auch ein

Namensregister fehlt, ebenfalls schade. Dass Magdalena

Pauli mehr oder weniger das gesamte Buch

hindurch recht unkritisch und mit auffallend geringer

Distanz von Seiler porträtiert wird, kann man noch als

ehestes entschuldigen, obwohl es eine gewissenhafte

Professionalität nicht durchgehen lassen dürfte. Aber

unter Umständen entsteht eine solch geringe Hörweite

zu einer erforschten Person und Vita, weil man

beiden eben doch sehr nahe, vielleicht eben zu nahe

kommt.

Manche dieser Verzerrungen sind unter Umständen

noch der Entstehungszeit des Seiler-Buches in den

frühen 90er Jahren oder auch einer gewissen Gleichgültigkeit

seines damaligen Verlegers anzulasten,

heute würden solche Unausgeglichenheiten ein integres

Lektorat sicher nicht passieren können. Aber, wie

gesagt, ohne Seilers teilweise akribische Ermittlungsarbeit

wäre es Marga Berck, alias Magdalene Pauli, bis

zum heutigen Tag gelungen, so manches aus ihrem

Haus Lesmona heute

Nachdem sich das Haus gegen Mitte der 80er Jahre

des vergangenen Jahrhunderts in recht verwahrlostem

Zustand befand, außerdem durch eine Brandstiftung

noch weiteren Schaden genommen hatte, entschied

sich der Eigentümer, der Bremer Senat, die Immobilie

zu veräußern und bot sie dem Künstlerehepaar Waller

zum Kauf an, sie, Birgit Waller, Galeristin und er,

Jürgen Waller (21. Juni 1939-20. Februar 2022), hoch

Reinthalerstraße 17A . D-28213 Bremen

Telefon 0421-223 56 70 . Telefax 0421-223 56 71

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Leben und dem Zustandekommen dieses Briefromans

zu verheimlichen oder im Dunkel zu belassen.

Aber selbst, wenn alle die Briefe, die wir in Sommer in

Lesmona nachlesen können, reine Erfindung wären,

wären ihre Lektüre ein bestens gelungener literarischer

Wurf und seine Fähigkeit, mittlerweile 130 Jahre

überstanden zu haben, belegen das ausdrucksvoll.

Wer diese schönen knappen 200 Seiten noch nicht

kennt, sollte sich das Vergnügen nicht versagen, sie

zu lesen. Und dem oder der, der oder die den Roman

schon einmal genossen hat, wird Marga Bercks, Magdalena

Paulis, geb. Melchers‘ Werk auch bei einer

zweiten Lektüre genießen.

Mein Ehrenwort!

Text: Guenter G. Rodewald

anerkannter Künstler und von 1989 bis 2002 Rektor

der HfK Bremen. 1982 hatte Birgit Waller ihre Galerie in

der Böttcherstraße in den Räumen des Paula-Becker-

Modersohn-Hauses eröffnet, zog dann aber 1986

in die Villa Lesmona. Hier setzte sie ihre Idee einer

Skulpturengalerie und eines Skulpturenparks um.

Homepage | Jürgen Waller: juergenwaller.de

Homepage | Birgit Waller: villa-lesmona.de

Authentisch bleiben –

bis zuletzt.

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Haus Lesmona heute

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AUSSTELLUNG

Blick in die Ausstellung

„Unter einem Dach“

Eröffnungsausstellung der Takla Stiftung im

HAUS DER SYRISCHEN KUNST in Bremen

Das HAUS DER SYRISCHEN KUNST eröffnete am

1. September 2022 in der Böttcherstraße, im Herzen

Bremens, mit der Ausstellung „Unter einem Dach“.

Ausgangspunkt der Eröffnungsausstellung „Unter

einem Dach“ bilden Werke bedeutender syrischer

Künstler aus der Sammlung der Takla Stiftung sowie

Leihgaben aus Privatbesitz. Der Titel der Eröffnungsausstellung

bezieht sich auf das gleichnamige Gemälde

von Ahmad Moualla. Kuratiert wird die Ausstellung

von der Direktorin des Hauses der Syrischen Kunst, der

Berliner Kunsthistorikerin Frizzi Krella.

Künftig wird die Takla Stiftung im HAUS DER SYRI-

SCHEN KUNST zwei Ausstellungen im Jahr präsentieren,

die sich programmatisch mit den Positionen der

zeitgenössischen syrischen Kunst auseinandersetzen,

von Malerei und Skulptur über Neue Medien bis zu

performativen Installationen. Darüberhinaus bietet der

Förderpreis für junge Kunst aus Syrien, der 2021 von

Viele interessierte Besucher kamen zur Eröffnung der Ausstellung

der Takla Stiftung ins Leben gerufen und zum ersten

Mal vergeben wurde, jungen syrischen Künstlerinnen

und Künstlern nicht nur eine prämierte Anerkennung

sondern auch eine exzellente Ausstellungsmöglichkeit.

Mit der Eröffnung des HAUSES DER SYRISCHEN

KUNST ruft die Takla Stiftung einen Ort der Begegnung

und des Austauschs zwischen Orient und Okzident ins

Leben. Sie will den interkulturellen

Dialog mit

syrischen Künstlern und

Persönlichkeiten des öffentlich

geistigen Lebens

fördern und ergänzt damit

das reiche Kunst- und

Kulturangebot der Hansestadt

Bremen.

Die Menschen in Syrien

sind heute von über zehn

Jahren Krieg ausgezehrt.

Ihre jüngste Geschichte

ist geprägt von Tod und

Zerstörung. Diese Erfahrungen

haben sich tief in

das kulturelle Gedächtnis

Syriens eingeschrieben.

Dass unter diesen Bedingungen

überhaupt Kunst entstehen kann, grenzt

an ein Wunder. Zugleich erinnert die Ausstellung auch

an jenes Syrien, das unter den aktuellen Ereignissen In

Vergessenheit zu geraten droht .

Die Ausstellung zeigt Bilder aus einem Land mit einer

jahrtausendealten Geschichte, das durch ein Neben-

und Miteinander unterschiedlichster Kulturen

und Religionen geprägt ist und über eine vielschichtige

zeitgenössische Kunstszene verfügt. Gezeigt werden

Arbeiten von Künstlern, die in Syrien leben und sol-

Chawkat Takla, Vorstand Takla Stiftung - Dr. Alexandra Tacke,

Leiterin des Referates 12 beim Senator für Kultur - Prof. Dr. Christoph

Grunenberg, Direktor der Kunsthalle Bremen - Frizzi Krella, Direktorin

Haus der syrischen Kunst, Eduard Dubbers-Albrecht, Präses der

Handelskammer Bremen

„Die syrische Kunst ist eine noch zu wenig

bekannte Landschaft. Es lohnt sich, ihre

vielfältigen Facetten zu entdecken.“

Eine Plakette markiert den Eingang der Ausstellungräume zwischen

Wachtstraße und Böttchersstraße

chen, die das Land verlassen haben – manche bereits

vor längerer Zeit, andere erst nach dem Ausbruch des

Krieges. Die Begegnung mit ihren Arbeiten eröffnet die

Chance, aus einer anderen Perspektive auf die Welt zu

schauen, sich einer anderen Bildtradition und Kultur zu

öffnen. Zu sehen sind u.a. Arbeiten von Adonis, Walid

Al-Agha, Mustafa Ali, Alia Alnahwi, Bassem Dahdou,

Foud Dahdouh, Adnan Hamidah, Ali Hannouf, Naim

Ismail, Manhal Issa, Marwan,

Ahmad Moualla, Talal

Moualla, Fateh Al Moudarres,

Abdulla Murad, Laila

Nseir, Nizar Sabour, Edward

Shahda, und Saad

Yagan.

Zur Eröffnung liegt das gerade

erschienene Buch vor

Kunst aus Syrien / Art from

Syria über den Aufbruch

der Kunst in den 1950er

Jahren bis in die Gegenwart.

(Herausgegeben von

der Takla Stiftung, deutsch/

englisch, ISBN 978-3-00-

070771-1, 24,90€) Im Rahmen

der Ausstellung sind

zwei Begleitveranstaltungen

geplant, deren Termine zeitnah auf der Webseite

der Takla Stiftung veröffentlich werden.

Bassem Dahdouh, o.T., 2018

Manhal Issa, Transgressions XIII, 2014

Acryl und Öl auf Leinwand, 100 x 100 cm

Mischtechnik auf Leinwand

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TERMIN

Chawkat Takla

Unter einem Dach

02. September 2022 bis 25. Februar 2023

Haus der Syrischen Kunst

Wachtstraße 27-29, Zugang Böttcherstraße/

Hoetger-Hof, 28195 Bremen

takla-stiftung.org


KULTUR

Peter Schulze, Vorsitzender des Vereins, übergibt an die Barockmusikerin Elisabeth Champollion.

Generationswechsel im

sendesaal bremen

Der Sendesaal Bremen wird gern als „Juwel“ bezeichnet.

Ob das Wort vielleicht überstrapaziert ist?

fragt man sich da. Wer das erste Mal hineinlugt, erkennt

schlagartig die Kostbarkeit und Einzigartigkeit,

die diesen Raum ausmachen. Die hölzernen Wände,

die eine warme Atmosphäre entstehen lassen, der

Schwung in der Architektur, der Größe gibt, die in edlem

Hellblau bezogenen Klappstühle, die geräumige

Bühne und und und…

Gerade baut die Gruppe Altera pars (übersetzt: Die

andere Seite) ihre Notenständer auf. Barocke Kammermusik

wird für den Abend erwartet. Während

Musikerinnen und Musiker ihre Instrumente stimmen,

ist Veranstaltungstechniker Christoph Kattner auf eine

ziemlich hohe Klappleiter geklettert, um das zu erwartende

Geschehen ins rechte Licht zu rücken. „Unser

Saal hat keine gerade Fläche, alles ist hier gebogen“,

sagt er. Und weil zwei Gebäude wie Kartons ineinander

geschachtelt seien, entstehe diese einzigartige

Atmosphäre. Kein Störgeräusch von außen dringe

ein. Der 1952 entstandene und inzwischen denkmalgeschützte

Bau habe eine europaweit einzigartige

Akustik.

Elegantes Lokal als Entree

Darüber und über Pläne für die Zukunft reden wir

dann mit den beiden Chefs. Also dem langjährigen

Vorsitzenden des Vereins Freunde des Sendesaals,

Peter Schulze, und seiner Nachfolgerin, der Barockmusikerin

und Flötistin Elisabeth Champollion. Es ist

nämlich gerade Stabübergabe wie beim Staffellauf.

Jetzt muss aber auch das wundervolle Ambiente

Erwähnung finden: Restaurant Geerdes am Sendesaal.

Es ist nach dem ersten Intendanten von Radio

Bremen benannt. Walter Geerdes wurde 1946 von

der amerikanischen Militärregierung in diese Funktion

eingesetzt. Das elegante Lokal und Café, das wie

ein Glasvorbau zum Entree für den berühmten Saal

geworden ist, wirbt mit dem Slogan „Licht. Klang. Genuss.“

Letzteres sind heute Erdbeertorte und Capuccino.

Soviel zu den Rahmenbedingungen.

An 130 Tagen hochwertige Musikproduktionen

Peter Schulze, ehemaliger Musikdirektor, Jazzredakteur

und Tonmeister von Radio Bremen, entpuppt sich

als profunder Kenner der jüngeren Bremer Geschichte.

Besonders die Widerständigkeit der Bremer Bürgerinnen

und Bürger gegen Schnapsideen wechselnder

Regierungsverantwortlicher haben es ihm angetan.

2002 fiel der Beschluss, dass der Saal abgerissen

werden solle. Ein Unding, wenn man sich da hineinfühlt.

Der Verein Freunde des Sendesaals gründete

sich damals und hatte die Rettung bis 2009 über die

Bühne gebracht. Auch dank des Bauunternehmers

und Mäzens Klaus Hübotter, der mit der Firma Kathmann

das gesamte Gelände übernahm und mit der

Spechtgruppe zur Reha-Klinik weiterentwickelte. Peter

Schulze wurde nun mit einem rührigen Team zum

Veranstalter und Produzenten. Denn, so seine Worte,

an 130 Tagen im Jahr finden hochwertige Musikproduktionen

in dem ehemals bei Radio Bremen „Studio

F“ genannten klangschönen Gebäude statt. Dazu um

die 100 Konzerte pro Jahr, das will organisiert sein.

„Eine Yacht, kein Dickschiff“

Durch ihre erfolgreiche Reihe „Gröpelinger Barock“

und zahlreiche Auftritte im Sendesaal selbst lernte er

Elisabeth Champollion kennen und muss sich gleich

gedacht haben: Die ist es, die kann das. Wer in die

außergewöhnliche Kunst dieser Musikerin und ihr

Moderationstalent mal reinhören möchte, dem sei an

dieser Stelle das Video „Mark Scheibe: Villa Vivaldi“

empfohlen, aufgenommen wo? Na klar, im Sendesaal.

Die blitzgescheite, aparte junge Frau, halb so alt wie

Peter Schulze, (der ist 75 Jahre alt) hat eine ansteckende

Fröhlichkeit. Sogleich festigt sich der Eindruck:

Alles, was sie anpackt, wird gelingen. Beide benutzen

ein maritimes Bild für ihre Ziele. Sie: „Wir haben Lust,

eine kleine, schnelle Yacht zu fahren“. Er: „Wir sind

frei in der Gestaltung unserer Programme. Wir entscheiden

auch bei der Vermietung des Raumes als

Studio danach, wohinter wir qualitativ stehen“. Nun

kommt die maritime Pointe: „Wir sind kein Dickschiff,

das von anderen gesteuert wird.“

Mehr Dialog mit dem Publikum

Dass das klappt, liegt einerseits an der nicht nachlassenden

Nachfrage nach Studioaufnahmen durch

VERSTECKTE

HÖRSYSTEME

„Ich will eine gute Gastgeberin sein“: Elisabeth Champollion

zu Peter Schulze.

hochrangige Musiker weltweit. Andererseits an der

Beständigkeit der Mitglieder des Vereins. Schulze:

„600 sind es derzeit, unser Ziel sind 800“. Die Spanne

der musikalischen Richtungen, so beide unisono,

wird bleiben wie bisher. Elisabeth Champollion will

ihre Netzwerke spielen lassen und wünscht sich mehr

Moderation und Musikvermittlung. „Spannend ist es

beispielsweise, von den Künstlern zu erfahren, warum

sie gerade dieses Programm gewählt haben, oder was

ihnen der jeweilige Komponist bedeutet.“ Der Saal, da

sind sich beide einig, ist in seiner Größe und gleichzeitigen

Intimität dafür der geeignete Ort. „Ich will

eine gute Gastgeberin sein und wünsche mir einen

lebendigen Austausch mit Bremerinnen und Bremern.

Ich habe den Wunsch, dass noch mehr Menschen

von der Besonderheit des Saales erfahren“. Und Peter

Schulze wünscht sich von seiner Nachfolgerin „lebendige

Musik“. Darauf Elisabeth Champollion: „Die

kriegst Du“.

Informationen über den Verein und Anmeldung für

eine Mitgliedschaft: sendesaal-bremen.de/verein

Text: Karla Götz

Foto: Konstantin Zigmann

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gar nicht!“ Das bekommen viele unserer

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Samstag, 15. Oktober 2022, 20 Uhr

Namu Ensemble

Ich wandre durch Theresienstadt

In den Jahren 1940-1945 waren im Konzentrationslager

Theresienstadt berühmte jüdische Komponist*innen

und Musiker*innen interniert, fast alle wurden in

Auschwitz ermordet, ihre Kompositionen wurden als

Propaganda für das Vorzeige-KZ missbraucht. Dieses

moderierte Konzert gibt den heute nur äußerst selten

zu hörenden, wertvollen Werken eine Bühne. Eine

Veranstaltung des Namu Ensembles.

Sonntag, 16. Oktober 2022, 18 Uhr

Thilo Seevers

AUSZUG (release concert)

In seinem ersten, im Sendesaal produzierten Soloalbum

„AUSZUG“ stellt der 29-jährige Pianist Thilo

Seevers etliche musikalische Eindrücke vor, die er

bei Konzerten und Studioaufnahmen in mittlerweile

16 Ländern gesammelt hat. Themen aus Jazz und

brasilianischer Musik ebenso wie solche der Renaissance

und Spätromantik zeigen den Facettenreichtum

des gebürtigen Bremers.

Masaa Foto: AndySpyra

sendesaal bremen

KONZERTE

Oktober und November 2022

Donnerstag, 20. Oktober 2022, 20 Uhr

Trio Grande

Eine der witzigsten und beständigsten Bands aus

Belgien, das Trio Grande, feiert seinen 30. Geburtstag

und kommt dazu auf seiner Jubiläumstour auch im

Sendesaal vorbei. Es erwartet Sie kurzweilige Energiemusik.

Die drei Musiker der kleinsten Big Band der

Welt präsentieren ihr sechstes Album in einer „Weltpremiere“.

Donnerstag, 27. Oktober 2022, 20 Uhr

Stefan Schultze

The Buchla Suite – eine handgefertigte

Hommage an Morton Subotnick

Die Buchla Suite ist das neueste Projekt und Klangexperiment

des Large Ensemble von Stefan Schultze.

Das Projekt wurde von Morton Subotnicks bahnbrechender

Komposition Silver Apples of the Moon inspiriert,

die 1967 bei Nonesuch Records veröffentlicht

wurde. Das Stück wurde für den Buchla-100-Synthesizer

geschrieben, den Subotnick in Zusammenarbeit

mit dem Ingenieur Don Buchla entwickelt hatte.

Sonntag, 30. Oktober 2022, 18 Uhr

Mechthild Karkow

Nicht Bach! Meer sollte er heissen!

Dies ist das Antrittskonzert der Geigerin Mechthild

Karkow, die seit Oktober 2020 Professorin für Barockvioline

an der Hochschule für Künste Bremen ist.

Sie stellt Barocke Rhetorik und empfindsame Wiener

Klassik, zwei faszinierende Tonsprachen, vor anhand

zweier richtungsweisender Meisterwerke: Bachs Partita

d-moll und Beethovens letzte Violinsonate. Begleitet

wird sie von Tobias Koch am Hammerflügel. Eine

Veranstaltung der Hochschule für Künste Bremen.

Mittwoch, 02. November 2022, 20 Uhr

Lukas DeRungs & Jazzchor Freiburg

Kosmos Suite

Kosmos Suite ist die Verschmelzung verschiedener

Welten und zweier bestehender Klangkörper: der

renommierte Jazzchor Freiburg und das Lukas De-

Rungs Quintett stehen zum ersten Mal gemeinsam

auf der Bühne. Das Ergebnis ist eine explosiv-kontemplative

Fusion aus der emotionalen Dichte eines

vielstimmigen Vokalensembles und der physischen

Energie einer improvisierenden Jazzformation.

04.-06. November 2022

Sarah Christian & Hisako Kawamura

alle Beethoven-Violinsonaten an drei Abenden

Einen wahren Beethoven Marathon gönnen sich und

den Zuhörern die Konzertmeisterin der Deutschen

Kammerphilharmonie Bremen, Sarah Christian, und

die Pianistin Hisako Kawamura indem sie an drei

Abenden alle 10 Sonaten, die Beethoven für Violine

und Klavier geschrieben hat, zur Aufführung bringen:

Freitag, 04. November, 20 Uhr, Teil I: Nr.1, 2, 3 und 9

Samstag, 05. November, 20 Uhr, Teil II: Nr.4, 5 und 10

Sonntag, 06. November, 18 Uhr, Teil III: Nr.6, 7 und 8

Mittwoch, 09. November 2022, 20 Uhr

Harold López-Nussa Trio

Harold López-Nussa ist ein international gefeierter

Pianist und Komponist, eine echte Jazz-Sensation. Er

kommt mit seinem Trio für einige beseelende Abende

nach Deutschland. Einerseits tief verwurzelt im typischen

karibischen Sound seiner Heimat, fügt er jede

Menge andere musikalische Einflüsse und Akzente

Sendesaal Bremen

Bürgermeister-Spitta-Allee 45

28329 Bremen

AB 0421 33005767

hinzu, die ihn unverwechselbar machen. Präsentiert

von Karsten Jahnke.

Donnerstag, 10. November 2022, 20 Uhr

Flautando Köln

Patterns of Love

Deutschlands renommiertestes Blockflötenquartett

tritt erstmals im Sendesaal auf: mit seinem brandneuen

Programm „Patterns of Love“, das erst im nächsten

Jahr deutschlandweit auf Tour geht! Eine musikalisch-literarische

Performance mit Musik von Philip

Glass, Albrecht Maurer, Ulrich Schultheiß, Torsten

Müller u.a., mit Texten von Ronald D. Laing, Thomas

Bernhard, Ernst Jandl, außerdem Improvisation, Dialoge,

Elektronik, Remix und mehr.

Sonntag, 13. November 2022, 18 Uhr

Elbipolis Barockorchester Hamburg

Mehr Bach!

Das Hamburger Barockorchester Elbipolis gastiert in

Bremen mit einem opulent besetzten „All Bach“-Programm.

Nach dem ersten, vokalen Teil („Aus der Tiefe“)

der saisonübergreifenden Konzertreihe erklingt in

diesem festlichen Barockprogramm ein Highlight nach

dem anderen: mit zwei Brandenburgischen Konzerten

und klangvollen Sinfonien zweier Bach-Söhne.

Sonntag, 20. November 2022, 18 Uhr

MASAA

Die Band um den libanesischen Sänger Rabih Lahoud

ist ein kraftvolles und virtuoses Ensemble multikultureller

Natur. Es gibt sie seit 2012 und bereits im Gründungsjahr

gewannen sie den Bremer Jazzpreis. In

den folgenden Jahren gingen weitere wichtige Weltmusikpreise

Deutschlands an sie. 2021 kam für Rabih

Lahoud der WDR Jazzpreis dazu und die Band wurde

2022 mit dem Deutschen Jazzpreis ausgezeichnet.

Donnerstag, 24. November 2022, 20 Uhr

Landesjugendorchester Bremen

Ltg. Stefan Geiger, Solistin Tanja Tetzlaff

Die Cellistin Tanja Tetzlaff bringt Antonin Dvoraks selten

gespieltes Cellokonzert A-Dur in einer Orchestrierung

von Günther Raphael mit dem Landesjugendorchester

Bremen unter der Leitung von Stefan Geiger

zu Gehör. Außerdem im Programm „Die Moldau“ von

Bedrich Smetana.

Ticket Vorverkauf über Nordwest-Ticket.

Alle Veranstaltungen und Online-

Ticketverkauf auf sendesaal-bremen.de

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5nachsechs – Das Afterwork-Konzert

Das Afterwork-Konzert

Die Glocke

Eine gute Stunde Musik

und Moderation, ohne

Pause, kurzweilig, zwanglos,

auf höchstem Niveau.

Die Afterwork-Konzerte

der Bremer Philharmoniker

bieten großes Orchester,

interessante Gäste

Markus Poschner

Foto: Kaupo Kikkas

und ein abwechslungsreiches Programm mit überraschenden

Extras, Anfang November jazzig angehaucht

und zum Advent stimmungsvoll weihnachtlich.

Mi 9.11.22, 18:05 Uhr

Ein Hauch von Jazz

Markus Poschner, Dirigat, Klavier und Moderation

Hugo Siegmeth, Saxophon

Mi 30.11.22, 18:05 Uhr

Weihnachtsleuchten

Zoe Zeniodi, Dirigat und Moderation

Clara Jumi Kang am 28. und 29. 11. in der Glocke, Foto: Marco Borggreve

Spurensuche

2. Philharmonisches Konzert

Die Glocke

So 6.11.22, 11:00 Uhr / Mo 7.11.22, 19:30 Uhr

Es ist kompliziert, zumindest bei Bruckner: Eigentlich

wurde dessen sechste Symphonie 1881 vollendet,

zu seinen Lebzeiten wurden allerdings nur einzelne

Sätze daraus öffentlich im Konzert aufgeführt. Lange

Zeit gab es keine zuverlässige Druckfassung und das

Werk kursierte nur in mehr oder weniger verstümmelten

Ausgaben. Erst 39 Jahre nach Bruckners Tod

erklang die Sechste komplett öffentlich. Vom unglaub-

Fantastische Metamorphosen

3. Philharmonisches Konzert

Die Glocke

Mo 28.11.22, 19:30 Uhr / Di 29.11.22, 19: 30 Uhr

Zeitenwende ist ein vielstrapazierter Begriff, aber in

der Musik gibt es so etwas tatsächlich: Werke, die

zu Meilensteinen werden, und eine Zeitenwende

eingeläutet haben - Karol Szymanowskis Violinkonzert

etwa, das als das erste moderne Violinkonzert

angesehen wird. Dur und Moll werden aufgelöst, ungewohnte

Klänge aus anderen Kulturen eingewoben.

Das Ergebnis ist ein filigraner Klangfarbenreichtum.

Die Bremer

Philharmoniker

Oktober / November 2022

lich majestätischen ersten Satz bis zum epischen

Kampf des Finales ist das Bruckner in Reinstform:

erhaben, erhebend, spirituell. Davor gibt es mit der

Kammersymphonie des georgischen Komponisten

Zulchan Nassidse einen kontrastreichen Kontrapunkt.

Bremens ehemaliger Generalmusikdirektor Markus

Poschner hat sich des Stückes angenommen und es

in Jazzform gebracht. Man darf also gespannt sein!

Markus Poschner, Dirigat, Klavier

Hugo Siegmeth, Saxophon

Eine Zeitenwende ganz persönlicher Art stellte auch

die Sinfonietta für Erich Wolfgang Korngold dar: Sie

war sein erstes groß angelegtes Orchesterwerk. Die

Uraufführung in Wien wurde 1913 ein sensationeller

Erfolg, der die weitere Karriere Korngolds schnell beförderte.

1938 emigrierte der Komponist nach Amerika

und machte dort vor allem als Filmmusikkomponist

Karriere.

Yoel Gamzou, Dirigat

Clara Jumi Kang, Violine

75 Jahre Land Bremen

Ein Festkonzert für alle!

Die Glocke

Fr 28.10.22, 19:30 Uhr

Vor 75 Jahren wurden das Stadt- und Landgebiet Bremens

zusammen mit dem Stadtkreis Wesermünde zu

einem Land erklärt. Die Freie Hansestadt Bremen – bestehend

aus Bremen und Bremerhaven – feiert daher

in diesem Jahr das Jubiläum ihrer Neugründung. Der

Präsident der Bremischen Bürgerschaft und der Präsident

des Senats der Freien Hansestadt Bremen laden

aus diesem Anlass herzlich zu einem Sonderkonzert

PhilX

Halle 1 im Tabakquartier

Benedict Vermeer

Foto: Benedict Vermeer

Karten unter:

bremerphilharmoniker.de

Konzert, Theater, Lesung,

Happening…? In der neuen

Veranstaltungsreihe PhilX

lassen sich die Bremer

Philharmonikern und ihre

Kooperationspartner nicht

auf ein bestimmtes Genre

festlegen. Auf der Bühne

ihres neuen Domizils wird

vielmehr experimentiert,

ausprobiert und überrascht.

Genau das Richtige zum

Start ins Wochenende!

Ticket-Service in der Glocke

Domsheide 6-8 I 28195 Bremen

T 0421 33 66 99

ein. Lieben Sie Brahms, Bremen und die Stadtmusikanten?

Dann sind Sie richtig im Festkonzert mit den

Bremer Philharmonikern unter der Leitung von Florian

Ludwig. Auf dem Programm: ein bunter Reigen

besonderer Stücke, die Bezüge zu Bremer Themen

haben – von Variation über die Stadtmusikanten über

Auszüge aus Brahms´3. Symphonie und Schostakowitschs

„Tahiti Trot“ bis hin zur „Star Wars“-Suite.

Lassen Sie sich überraschen!

Im Eintrittspreis von 10 Euro ist ein Pausengetränk

enthalten.

Fr 11.11. 19 Uhr

„Der Josa und die Zauberfiedel“

Einfach traumhaft: Janoschs zeitloser Klassiker für

Erwachsene wie für Kinder und Jugendliche. Gemeinsam

mit dem Figurentheater „Mensch Puppe!“ haben

die Bremer Philharmoniker mit dem Fidis Quartett die

Geschichte zu Musik von Dmitrij Schostakowitsch in

ein zauberhaftes Konzertformat umgesetzt.

Fr 02.12.2022 / 19 Uhr

Die Feuerzangenbowle

Benedikt Vermeer vom Bremer „LiteraturKeller“ erweckt

in einem humorvollen Solo all die famosen Charaktere

und Zitate aus Buch und Film als zeitlose und

tiefsinnige Studie einer einzigartigen Gattung Mensch

– des Lehrers! – wieder zu Leben. Die passende Musik

vom Quartetto con brio gibt es live dazu.

Nordwest-Ticket in allen angeschlossenen

Vorverkaufsstellen

T 0421 36 36 36

64 65


In unserer rationalisierten Wirklichkeit wagen wir sie nicht mehr träumen – eine imaginäre Welt mit phantastischen

Verrücktheiten und ein Leben, zugleich glücklich und unendlich tragisch, aber stets voller Phantasie! Aber

die alte Kraft des Spiels lässt auch uns wieder von vergessenen geglaubten Möglichkeiten entdecken: da werden

Hammelherden zu feindlichen Heeren, Rasierbecken zu Helmen edler Ritter und ein Wirtshaus zum Kastell.

Dieser traurige Ritter Don Quichote, dieser randständige Abweichler mit seinem vermeintlichen Irrsinn durchbricht

unsere Funktionalität und bereichert uns mit seiner unkontrollierten Macht der Fantasie.

TERMINE: 5.10. (öffentliche Probe), 14.10. (Premiere), 15.10., 22.10., 29.10., 5.11., weitere Termine unser

www.shakespeare-company.com. Im Theater am Leibnizplatz.

»HEIMATHERZ & HERZHEIMAT«

Premieren Oktober / November 2022

bremer shakespeare company

DON QUIJOTE, Foto: Marianne Menke

Natalie Shtefunyk

Foto: Joerg Landsberg

Mit Liedern und Gedichten erzählt die Künstlerin Natalie Shtefunyk davon,

wie es ist, die eine Heimat, die Ukraine, zu verlassen und eine neue Heimat

in Deutschland zu finden. Mit ihren Erfahrungen als Migrantin will sie anderen

Mut machen, die eigenen Träume zu leben.

TERMIN: So 23. 10. Im Theater am Leibnizplatz

ZWISCHEN ERINNERUNG UND VORSTELLUNG

Das 4. iranisch-arabische Festival lädt zu einer Reise in die Literatur zwischen

Abend- und Morgenland ein und will Brücken schlagen zwischen der

deutschen Lebenswirklichkeit und fernen Ländern und Kulturen. An diesem

Abend lesen die iranischen Autor:innen Ghazi Rabihavi und Nava Ebrahimi

und laden das Publikum zum Gespräch ein.

Premiere am 14. Oktober 2022

DON QUIJOTE DE LA MANCHA

Nava Ibrahimi

TERMIN: Di 4.10. Im Falstaff

Das erste Buch. Nach Miguel de Cervantes Saavedra.

Nach der Übersetzung von Ludwig Tieck. Text/SpFg: Jörg Steinberg.

R: Jörg Steinberg. D: Holger Kuhla. B/K: Heike Neugebauer. Regieassistenz: David Wehr.

Mit: Svea Auerbach, Peter Lüchinger, Michael Meyer, Erik Roßbander, Markus Seuß.

Quijote ist eine Legende: der Ritter von der traurigen Gestalt, der auf seinem alten Klepper gemeinsam mit seinem

Knappen Sancho Pansa durch ein längst vergessenes Spanien zieht. Abenteuer muss er nicht suchen – sie

scheinen ihm geradezu nachzulaufen. im Namen des untergehenden Ordens der Irrenden Ritter kämpft er gegen

mächtige Gegner - für Gerechtigkeit, die Ehre und die wahre Liebe.

Vierhundert Jahre ist es her, dass Miguel de Cervantes in seinem zeitkritischen Roman von den Schönheiten,

aber auch Gefahren der Illusion erzählte, die im Widerstreit zur erbärmlichen Wirklichkeit stehen. Nicht zufällig

schrieb er seinen Roman im Gefängnis, in das ihn sein bewegtes Leben verschlagen hatte. Dort erschuf er Figuren,

die im Widerstreit mit der Realität stehen. Sein Roman ist und bleibt ein Votum für die Phantasie, für die

Kunst des Lebens jenseits karger Realitäten.

Wie stehen wir zur Phantasie in unserer auf Effizienz getrimmten, zweckorientierten Realität? Und wie stehen

wir zu Menschen, die uns mit ihrer Phantasie irritieren? „Quijotesk“ nennen wir es, wenn jemand „gegen Windmühlen“

kämpft. Aber ist das Leben nicht auch Traum - und umgekehrt?

Premiere 11. November 2022

DER SELTSAME FALL DER PRUDENCIA HART

Von David Greig. Mit Live-Musik.

Zur Wintersonnenwende fährt die junge, etwas zugeknöpfte Literaturwissenschaftlerin Prudencia Hart ins

beschauliche Grenzstädtchen Kelso zu einer Konferenz über „Die Romantische Grenzballade“. Auf den Schneesturm

hat ihre Wetter -App sie vorbereitet, doch wohin sie ihre Reise tatsächlich führt, hätte sie nie geahnt: sie

stolpert in ein Bed & Breakfast, das der Teufel persönlich führt und durch einen „Riss in der Zeit „wird sie auf

eine wilde, anarchische Zwischenwelt geschleudert, in der nichts so ist, wie es scheint…

TERMINE: öffentliche Probe: Do 27.10., Premiere am Fr 11.11. im Theater am Leibnizplatz

bremer shakespeare company

Theater am Leibnizplatz

Schulstr. 26

28199 Bremen

Tickets

Vorverkauf: Stadtbibliothek am Wall

Di-Fr 15-18 Uhr, Sa 12-16 Uhr

T 0421 500 333 | Mo-Fr 15-18 Uhr

Spielplan

und Online-Kartenverkauf

shakespeare-company.com

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Hello, Dolly!

Premiere: Fr 25. November um 19.30 Uhr

Weitere Termine: Fr 2., Fr 9. und Do 22. Dezember jeweils um 19:30 Uhr

im Theater am Goetheplatz

Foto: Jörg Landsberg

PREMIEREN OKTOBER / NOVEMBER 2022

Eine musikalische Komödie Musik und

Gesangstexte von Jerry Herman

Buch von Michael Stewart nach

‚The Matchmaker‘ von Thornton Wilder

Deutsch von Robert Gilbert

„Ich fürchte, Anpassung ist meine Stärke nicht.“ (Diane Keaton) —

Was könnte uns fernerliegen als eine verwitwete Heiratsvermittlerin

namens Dolly Levi, die einen in New York lebenden Halbmillionär

verkuppeln will? Was könnte uns fernerliegen als ein New Yorker

Hutladen, in dem Dolly Levi erfährt, dass Heiratskandidatin Irene

Molloy einen Angestellten des Halbmillionärs dem Halbmillionär

vorzieht? Was könnte uns fernerliegen als eine Dolly Levi, die sich selber in den Halbmillionär verguckt und

ihn ins Stammlokal einlädt, wo ihr ein grandioser Auftritt beschert wird: „Hello Dolly, this is Miss Dolly, it’s so

nice to have you back where you belong.“ Gayle Tufts, bekannt als Entertainerin, Moderatorin, Sängerin und

„Germany’s best-known American“ (Stern Magazin) in der Titelpartie Dolly und Regisseur Frank Hilbrich holen

Jerry Hermans Broadwaymusical aus dem Jahre 1964 mit einer großen Portion Spaß und noch mehr Selbstironie

ins Hier und Heute.

Musikalische Leitung: William Kelley

Regie: Frank Hilbrich

Choreografie: Dominik Büttner

Il Barbiere di Siviglia

Eine Show über das Märchen der Gleichberechtigung

Musiktheater über alte und neue

„Nützliche Katastrophen“ von

Schorsch Kamerun nach Henry Purcel.

Arien in englischer Sprache mit

deutschem Übertext.

King Arthur

Premiere: Sa 29. Oktober um 19:30 Uhr

Weitere Termine: Sa 12. Nov, 19:30 Uhr und Mi 16. Nov 19:30 Uhr

Fr, 29., Sa, 30. April und Sa, 7., Sa, 21., Fr, 27. Mai jeweils um 19:00 Uhr

im Theater am Goetheplatz

„Auge um Auge führt nur zu mehr Blindheit.“ (Margaret Atwood) —

Briten gegen Sachsen. König Arthur gegen König Oswald. Zwei

totalitäre Regenten, die durch das Behaupten möglicher Schreckensszenarien

jede nur denkbare Maßnahme legitimieren, um ihre Macht

zu sichern. Ihnen zur Seite stehen zwei Zauberer, die sich allerlei

Wahr- und Unwahrheiten bedienen sowie mehrere sich um Himmel

und Hölle streitende Erd- und Luftgeister, die vorteilsbedacht und kaltblütig die Lager wechseln. In diesem vergifteten

Interessen-Getöse wird die blinde Emmeline sehend und erkennt eine Welt voller Narzissmus, Geilheit,

Kalkül und wird dabei selbst zum gefährdeten, aber klug handelnden Drehpunkt eines weiteren barbarischen

Krieges. Was als intervenierende Raumnahme auf dem Goetheplatz begann, zieht in dieser Spielzeit als spartenübergreifendes

Musiktheater-Happening weiter auf die große Bühne, wo Schorsch Kamerun, Musiker PC

Nackt und Dirigent Lutz Rademacher Barock, Popkultur und Zeitgeschehen zusammenfließen lassen.

Musikalische Leitung: Lutz Rademacher

Regie: Schorsch Kamerun

Komische Oper in zwei Akten

von Gioacchino Rossini

Wiederaufnahme: So 9. Oktober um 15:30 Uhr

Weitere Termine: Do 13. Oktober um 19:30 Uhr

So 23. und So 30. Oktober jeweils um 15:30 Uhr

Fr 4., Fr 11. und Sa 26. November jeweils um 19:30 Uhr

im Theater am Goetheplatz

Es sind erst die Fehler, die ein System entlarven – die Schraube, die locker

sitzt, eine Feder, die unkontrolliert zurückschnellt, plötzlich auftretende

Automatismen oder Momente der Trägheit. Die Komödie baut auf solche

Fehler, in ihrem politischen, sozialen oder spielerischen Räderwerk folgt sie ganz eigenen Gesetzen und Regeln.

Sie steht nicht für das alltägliche Leben, ist höchstens eine Illusion davon. Ihr Ursprung aber liegt in der menschlichen

Sphäre des Lebens: im Spiel des Kindes, im menschlichen Versagen, in der scheinbaren Unüberwindbarkeit

des trägen Körpers. „Il barbiere di Siviglia“ zeigt eine Gesellschaft, die aus dem Tritt gekommen ist, in der

die Mechanik des Systems – und damit vor allem die Musik Rossinis – unerbittlich weiterrattert, während einige

dem Tempo erliegen oder bei ihrer Suche nach Liebe und Geld auf der Strecke bleiben. „Das ist kein Leben

mehr, das ist Automatismus, der im Leben sitzt und seine Stelle einnimmt.“ (Henri Bergson)

Musikalische Leitung: William Kelley

Regie: Michael Talke

Theater Bremen

Goetheplatz 1-3

28203 Bremen

T 0421 3653 0

Kartenverkauf

Kartenbüro Theater Bremen

Goetheplatz 1-3

T 0421 3653333

Geschäftszeiten:

Mo-Fr 13-18 Uhr, Sa 11-14 Uhr

Spielplan und Kartenverkauf

theaterbremen.de

Über die Vorstellung im

Spielplan erreichen Sie das

online Buchungsportal.

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MACBETH

Melodramma in vier Akten von Giuseppe Verdi

Fr, 21.10., 19:30 Uhr, Großes Haus

Fr, 18.11., 19:30 Uhr, Großes Haus

Mi, 23.11., 19:30 Uhr, Großes Haus

weitere Termine unter: stadttheaterbremerhaven.de

Foto: Kristin Niemann

SPIELPLAN

«Das Sujet der Oper ist weder politisch noch religiös: Es ist fantastisch», schreibt Giuseppe Verdi über seine 1847

uraufgeführte Oper, mit der er Neuland betritt auf der Schwelle vom romantischen zum realistischen Musiktheater.

Mit einer ausdifferenzierten Musiksprache, expressiven Arien und Duetten sowie monumentalen Chören

sprengt Verdi die traditionellen Formen zugunsten eines wahrhaftigen musikalischen Ausdrucks, der gnadenlos

die psychischen Zustände der Figuren spiegelt. Auch auf die übliche Liebesgeschichte oder die glänzende Tenorrolle

wird verzichtet. Verdi konzentriert sich, mit den Hexen als zentrale dritte Figur, vielmehr auf die Schattenseiten

der menschlichen Seele und beschreibt die abgründigen Leidenschaften, mit denen die Macbeths alle und

alles um sich der Zerstörung preisgeben.

Musikalische Leitung: Marc Niemann // Regie: Philipp Westerbarkei

VIEL LÄRM UM NICHTS

von William Shakespeare

#

So, 23.10., 18:00 Uhr, Großes Haus

Sa, 29.10., 19:30 Uhr, Großes Haus

Sa, 26.11., 19:30 Uhr, Großes Haus

Im Palast Leonatos, des Gouverneurs von Messina, leben zwei hübsche junge Frauen. Hero, auf die der junge

Offizier Claudio ein Auge geworfen hat, und Beatrice, die sich derart lustvoll mit Benedikt streitet, dass man sich

fragt, ob die beiden wirklich nur Abneigung verbindet. Dem düsteren Juan geht das Geturtel mächtig auf die Nerven.

Da er sowieso auf Rache sinnt, beschließt er kurzerhand, Zwietracht zu säen und so die Hochzeit zwischen

Hero und Claudio zu verhindern.

Shakespeare erfreut das Publikum in seiner berühmten Komödie zum einen mit den geschliffensten Rededuellen,

die es auf dem Theater gibt, und zum anderen lässt er die heitere Stimmung im vierten Akt derart ins gekonnt

Tragische kippen, dass man die Auflösung kaum erwarten kann. Und nebenbei erteilen starke Frauenfiguren den

eitlen Männern eine handfeste Lektion in Sachen Liebe. .

Regie: Kay Neumann

DORNRÖSCHEN (UA)

Märchenballett von Alfonso Palencia

Stadttheater Bremerhaven

Theodor-Heuss-Platz

27568 Bremerhaven

Sa, 22.10., 19:30 Uhr, Großes Haus (Premiere)

So, 30.10., 15:00 Uhr, Großes Haus

Do, 10.11., 19:30 Uhr, Großes Haus

weitere Termine unter: stadttheaterbremerhaven.de

Nach dem Desaster der Schwanensee-Uraufführung hätte Pjotr Tschaikowski Dornröschen beinahe nicht zu

Papier gebracht. Er will nie wieder Ballettmusik komponieren. Der Direktor des Mariinski-Theaters kann seine

Meinung ändern. Bereits kurz nach der Uraufführung 1890 gilt Dornröschen als epochemachendes Werk, neben

der Musik Tschaikowskis sicherlich bedingt durch seinen kongenialen Partner Marius Petipa. Es sei sein bestes

Ballett, wird Tschaikowski bald behaupten. Und er wird recht behalten. Bis heute ist Dornröschen fest verankert

im klassischen Ballettrepertoire. Alfonso Palencia, neuer Bremerhavener Ballettdirektor und Chefchoreograf, rückt

in seiner Antrittsarbeit den archaischen Gegensatz von Gut und Böse in den Fokus, um einen wortwörtlich wundervollen

Abend zu gestalten.

Choreografie: Alfonso Palencia // Musikalische Leitung: Davide Perniceni

Öffnungszeiten Theaterkasse

Di-Fr 12-18 Uhr, Sa 10-13 Uhr

T 0471 49001

Spielplan

und Online-Kartenverkauf

stadttheaterbremerhaven.de

HAIRSPRAY

Das Broadwaymusical von Marc Shaiman, Scott

Wittman, Mark O’Donnell und Thomas Meehan

#

Sa, 05.11., 19:30 Uhr, Großes Haus (Premiere)

Sa, 19.11., 19:30 Uhr, Großes Haus

Fr, 25.11., 19:30 Uhr, Großes Haus

weitere Termine unter: stadttheaterbremerhaven.de

Tracy Turnblad ist ein Riesenfan der «Corny Collins Show». In dieser werden jede Woche im lokalen Fernsehen

die «Nicest Kids in Town» vorgestellt, die die neuesten Tanzschritte zeigen. Es ist Trancys größter Traum, dort

auch aufzutreten. Doch sie gehört nicht zu denen, die in die Show passen. Sie ist zu unkonventionell. Als eine

Tänzerin der Show ausfällt, ergreift sie ihre Chance...

Marc Shaiman, aus dessen Feder auch die Filmmusik zu Sister Act und Schlaflos in Seattle stammt, bedient sich

für Hairspray am Sound der 60er, von Motown Blues bis Funky Groove. Niemand stoppt den beat und Ich weiß,

wo ich war zeigen, dass dieses Musical mehr bietet als nur gute Unterhaltung. Es spielt im Baltimore der 1960er.

Die Kernthemen des Stücks sind besonders durch Social Media heutzutage nicht weniger aktuell: LGBTQI+ Rechte,

Rassismus, Feminismus und Body-Shaming. So wird Hairspray zu einer kraftvollen Botschaft für Respekt und

Toleranz.

Musikalische Leitung: Tonio Shiga // Regie: Toni Burkhardt

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Die Firma Arp

AUSSTELLUNG

Hans Arp, Landschaft oder Frau, 1955, Gips,

Stiftung Arp e. V., Berlin

VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Hans Arp, Riesenkern, 1937, Gips,

Stiftung Arp e. V., Berlin

VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Hans Arp, Chinesische Schattenspielfigur,

1947, Gips, Stiftung Arp e. V., Berlin

VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Formenkosmos und Atelierpraxis

Hans Arp, Torso, 1957, Gips,

Stiftung Arp e. V., Berlin

VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Ab November zeigt das Gerhard-Marcks-Haus unter

dem Titel: »Die Firma Arp. Formenkosmos und Atelierpraxis«

eine Ausstellung mit mehr als 300 Gipsplastiken

des deutsch-französischen Künstlers Hans Arp

(1886–1966). Als einer der Initiatoren von Dada und

Mitbegründer des Surrealismus hatte er mit seiner

vielfältigen und organischen Formensprache maßgeblichen

Anteil an der Entwicklung der abstrakten Kunst

und begeisterte ein breites Publikum für moderne

Kunst.

Arp hat sich seit ca. 1933 im Material Gips an die Formen

seiner Skulpturen herangetastet: Er arbeitete

gleichzeitig additiv und subtraktiv, hat Gips angetragen,

mit der Feile geschliffen, mit der Säge zerschnitten

und bereits bestehende Formen zu immer wieder

neuen zusammengefügt. Sie waren Grundlage des

künstlerischen Arbeitsprozesses, der daraus schöpfte,

neue Variationen einer Figur zu erschaffen. Parallel

dazu dienten die Gipse und ihre Vervielfältigungen

aber auch als handwerkliches Zwischenprodukt auf

dem Weg zum Bronzeguss oder der Ausführung einer

Skulptur in Stein. In den Augen des Künstlers hatten

die weißen Gipsplastiken vermutlich nicht den Status

von eigenständigen Kunstwerken.

Die Ausstellung greift auf, woran drei Jahre in Kooperation

mit der Stiftung Hans Arp und Sophie Taeuber-

Arp e. V. geforscht wurde, um ein Defizit zu beheben.

Im Zentrum des Projekts standen die Fragen nach

der »Biografie« jedes einzelnen Gipses, nach seiner

Funktion in Arps Arbeitsprozess oder in den Arbeitsabläufen

der Gießereien und Steinmetzbetriebe zu

Lebzeiten des Künstlers und postum. Die Ausstellung

ist motivisch geordnet und verbindet somit die beiden

Erzählstränge um den Formenkosmos und der Atelierpraxis.

Alle Leihgaben stammen aus dem Besitz der Stiftung

Arp e. V., Berlin. Im Gerhard-Marcks-Haus werden sie

zum ersten und auch zum letzten Mal als vollständiges

Konvolut gezeigt. 2023 wird der gesamte Bestand

als Schenkung weltweit an verschiedene Museen

verteilt.

Zeitgleich zeigt das Gerhard-Marcks-Haus

die Ausstellungen:

Amir Omerovic. Catwalk

Renate Hoffmann. Panorama Überseestadt

TERMIN

Die Firma Arp

Formenkosmos und Atelierpraxis

06. November 2022 bis 29. Januar 2023

Gerhard-Marcks-Haus

Am Wall 208, 28195 Bremen

marcks.de

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Ein Hoch auf die sinkende Sonne

Sunset.

AUSSTELLUNG

Franz Wilhelm Schiertz, Norwegische Fjordlandschaft bei untergehender Sonne, 1849, Öl auf Leinwand, 58,5 x 76 cm

Dauerleihgabe Karl-Walter und Charlotte-Breitling Stiftung © Kunsthalle zu Kiel, Foto: Martin Frommhagen

Menschen lieben Sonnenuntergänge. Wenn die Sonne

sinkt und in einem Farbenspiel am Abendhimmel

zerfließt, ist fast jeder gebannt und zutiefst berührt:

von einem Ereignis, das sich tagtäglich wiederholt

und doch wie ein letzter Akt empfunden wird. Nicht

umsonst finden sich Bilder von Sonnenuntergängen

millionenfach im Internet.

Aus dem Blickwinkel der Kunst ist das allzu beliebte

Motiv tief gesunken: Es gilt als kitschig. Für ein Rettungsmanöver

durchquert die Kunsthalle Bremen

mit der Ausstellung „Sunset“ die Kunstgeschichte:

Hochkarätige Leihgaben und Werke aus der eigenen

Sammlung führen zurück in die Romantik und bis in

das 21. Jahrhundert hinein. Sie erzählen vom Pathos

eines Moments, der als Metapher für das Leben und

dessen Endlichkeit gedeutet wird, von atemberaubender

Schönheit, von Traum und Aufruhr, von apokalyptischen

Visionen. Außerdem spiegeln uns zahlreiche

zeitgenössische Werke, mit welcher Haltung und mit

welchen Fragen wir heute auf das Himmelsspektakel

schauen. Dabei geht es um eine Gemengelage von

Kitsch und Kunst, um künstlerische Ansätze, die sich

der Physik der Phänomene zwischen Abendrot und

Blauer Stunde widmen, um Atmosphärenforschung

im übertragenen und im konkret ökologischen Sinn.

Insgesamt werden rund 120 Gemälde, Zeichnungen,

Graphiken, Fotografien, Videos und Installationen präsentiert.

Unter anderem von Caspar David Friedrich,

William Turner, Claude Monet, Anna Ancher, Félix

Vallotton, Emil Nolde, Andy Warhol, Ed Ruscha, Wolfgang

Tillmans, Norbert Schwontkowski, Tacita Dean

und Heike Kati Barath. Die Werke.werden zu einem

Kosmos, der in die Kunstgeschichte führt und bis in

die Gegenwart hinein die Veränderung von Wahrnehmungskulturen

zur Diskussion stellt.

TERMIN

Sunset.

Ein Hoch auf die sinkende Sonne

26. November 2022 – 2. April 2023

Kunsthalle Bremen

Am Wall 207 | 28195 Bremen

kunsthalle-bremen.de

BESTATTUNG

Dem Leben

einen würdevollen

Abschied geben

Friedhofstraße 19

28213 Bremen Tag und Nacht 0421- 20 22 30 www.tielitz.de

Konrad Schulz, Huge hot tyre, 1970, Siebdruck, 47,4 x 41,3 cm, Edition Griffelkunst-Vereinigung Hamburg

Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen, © VG Bild-Kunst, Bonn 2022

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Die große Sammlungspräsentation mit 50 Werken der Malerin anlässlich

der Rückkehr greift dieses Phänomen auf. Unabhängig von Chronologie

oder Motivgruppen ihrer Bilder stellen sechs Kapitel verschiedene Facetten

Paula Modersohn-Beckers vor, legen erstaunliche Zusammenhänge offen

und laden ein, die Kunst der Pionierin der Moderne neu zu entdecken.

Die Ausstellung umfasst Bilder aus allen Schaffensphasen und Genres.

Bei dem Rundgang durch das Paula Modersohn-Becker Museum sieht

das Publikum stille Kinderbildnisse, unkonventionelle Perspektiven, große

Figurenbilder, rätselhafte Symbole, heimatverbundene Landschaften, experimentelle

Stillleben und nahezu unbekannte Kunstwerke.

AUSSTELLUNG

Das Ziel von Paula Modersohn-Becker war es, „drei gute Bilder“ zu malen

– Es sind dann doch bei weitem mehr geworden.

TERMIN

Willkommen zurück.

Die Sammlung Paula Modersohn-Becker

Bis 20. November 2022

Paula Modersohn-Becker Museum

Böttcherstraße 6-10 I 28195 Bremen

museen-boettcherstrasse.de

Besucher im Paula Modersohn-Becker Museum

Willkommen zurück!

Paula Modersohn-Becker neu sehen

Das Paula Modersohn-Becker Museum feiert ein Wiedersehen

der besonderen Art: Ein Jahr lang waren

sie auf Reisen und haben von Frankfurt a. M. (Schirn

Kunsthalle) bis Remagen (Arp Museum Bahnhof Rolandseck)

ein großes Publikum begeistert, nun sind

zahlreiche Meisterwerke von Paula Modersohn-Becker

wie das „Selbstbildnis am 6. Hochzeitstag“ (1906), „Lee

Hoetger vor Blumengrund“ (1906) oder „Mädchen

mit Flöte im Birkenwald“ (1905) nach Bremen zurückgekehrt.

Hier werden sie freudig und gleichermaßen

mit Spannung erwartet. Denn gelegentlich verändert

sich durch den zeitlichen und räumlichen Abstand die

Sichtweise. Das vermeintlich Vertraute erscheint überraschend

neu und der Blick öffnet sich für Details.

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Paula Modersohn-Becker, Interieur, Öl auf Papier, 1897

Paula-Modersohn-Becker-Stiftung

Paula Modersohn-Becker, Flöte blasendes Mädchen im Birkenwald, 1905

Museen Böttcherstraße, Paula Modersohn-Becker Museum, Bremen

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Die karierten

Mädchen

Cartoon von Til Mette

BUCHEMPFEHLUNG

Die Geschichte eines Lebens

auf Kassette

Alexa Hennig von Lange , Foto: Madlen Krippendorf

Foto links: Wallace Chuck, Pexels

Eine Buchbesprechung von Gretel Sattler

Klara lebt trotz ihrer Erblindung mit 90 Jahren selbständig

und inzwischen allein in ihrem eigenen Haus.

Ihre Kinder kümmern sich um sie, aber nach Klaras

Geschmack betreuen ihre Kinder sie schon zu fürsorglich.

Immer häufiger holen Klara ihre gut verdrängten

Erinnerungen ein, so als seien die Ereignisse gerade

geschehen und als ob es Zeit wird ihre persönliche

Geschichte und die Beweggründe ihres Handelns ihren

Nachkommen zu erzählen. Sie beginnt diese per

Kassettenrecorder aufzuzeichnen und sie ahnt bald

schon, dass zwei Kassetten nicht reichen werden....

Klara wird in der Zeit der Weimarer Republik mitten

in der Weltwirtschaftskrise Erzieherin und Lehrerin in

einem Kinderkurheim in Ostdeutschland. Sie liebt ihren

Beruf und hat besonders die kleine Tolla in ihr Herz geschlossen,

die erst nur ein paar Wochen bleiben sollte

und nun als Waise dauerhaft bei ihnen lebt.

Die Veränderungen, die mit der Machtübernahme der

Nazis beginnen will Klara am Anfang nicht wahr haben,

auch nicht die kritischen Äußerungen Ihrer Freundin

und Kollegin. Sie sieht nur, dass sie wieder Unterstützung

erhalten und ihr Heim bestehen bleiben kann,

dessen Leitung sie inzwischen übernommen hat. Aus

dem Kinderheim wird nach und nach das Vorzeige-

Frauenbildungsheim. Es wird immer wieder von den

politischen Machthabern besucht. So lässt Klara die

Mädchen zu diesen Anlässen mit kariertem Dirndl

ausstaffieren und macht gute Miene zu diesen Besuchen

und auf der anderer Seite bangt sie um Tolla, die

jüdische Eltern hatte und die sie inzwischen als ihre

Tochter ausgibt...

Wie es Tolla und Klara schließlich ergeht, erfahren wir

leider noch nicht. Denn zwei weitere Bände werden

folgen, auf die ich schon sehr gespannt bin.

Alexa Hennig von Lange hat einen spannenden dramatischen

Roman geschrieben und lässt Geschichte

lebendig werden. Ihre Protagonistin überwindet erst als

alte Frau, wie viele dieser Generation, ihre lebenslange

Unfähigkeit über diese Zeit zu erzählen.

Vorbild zu diesem Roman ist Alexa Hennig von Langes

Großmutter, die ebenfalls als Erzieherin

und Lehrerin in einem Kinderheim und

späterem Frauenbildungsheim arbeitete

und auf 130 Kassetten ihre Lebenserinnerungen

aufgezeichnet hat.

Alexa Hennig von Lange

Die karierten Mädchen

DUMONT, 366 Seiten

Gebunden 22,00 €

Buchhandlung Sattler

Schwachhauser Heerstr. 13 I 28203 Bremen

T 0421 72228 I buchhandlungsattler.de

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Ortsamt Schwachhausen/Vahr

Wilhelm-Leuschner-Str. 27 A, Block D, 28329 Bremen

(Straßenbahn Linie 1 Haltestelle Wilhelm-Leuschner-Str.)

T 0421 361-3063 oder -3064 oder -18039

office@oaschwachhausen.bremen.de

ORTSAMTSLEITER: Ralf Möller

ÖFFNUNGSZEITEN:

Mo-Do von 09:00 – 15:00 Uhr, Fr. von 09:00 - 13:30 Uhr

nur nach vorheriger Terminvereinbarung unter Tel. 361-3063

Hinweis: Im Ortsamt gibt es bereits seit 2002 KEINE Meldestelle mehr!

Für Pass-,Ausweis-, Meldeangelegenheiten u. ä. wenden Sie sich bitte an das Bürger-

ServiceCenter, Stresemannstr. 48, oder an das BürgerServiceCenter Mitte, Pelzerstr. 40

MITGLIEDER DES BEIRATES SCHWACHHAUSEN:

Beiratssprecherin: Gudrun Eickelberg, GRÜNE

Stellv. Beiratssprecher: Christian Carstens, SPD

Aslan, Songül, SPD

Benz, Miriam, CDU

Brockmann, Jan SPD

Dumas, Hela, CDU

Dr. Christine Börner CDU

Augis, Evelyne, GRÜNE

Golinski, York, GRÜNE

Herms, Sandor Herms, Die PARTEI

Dr. Helling, Vera, GRÜNE

Hoffmann-Land, Antje GRÜNE

Land, Klaus-Peter, GRÜNE

Linnertz, Jörn, CDU

Middendorf, Kay, CDU

Schmidt, Gabriele, DIE LINKE

Schmidt, Maria, FDP

Dr. Schober, Wolfgang, DIE LINKE

Dr. Volkmann, Hans-Peter, CDU

Die nächsten öffentlichen Hybrid-Sitzungen des Beirats Schwachhausen werden

am 03.10.2022 und am 24.11.2022 und optional 15.12.2022 jeweils um 19:30 Uhr

im Focke-Museum stattfinden.

Weitere Details sowie die Tagesordnung zur Sitzung werden auf der Homepage

des Ortsamtes ortsamtschwachhausenvahr.bremen.de bekanntgegeben.

Impressum 87

Herausgeberin und Chefredakteurin

Verlag Susanne Lolk I T 0421 25 75 747

Schwachhauser Heerstraße 47

28211 Bremen

Online

schwachhauser.de/ausgaben/

facebook.com/schwachhauser.de/

instagram.com/schwachhauser/

Redaktionelle Mitarbeiter

Lars Besecke

Anja Edith Brinckmann

Karla Götz

Guenter G. Rodewald

Layout /Art Direction

Konstantin Zigmann

PR- und Anzeigenberatung

Susanne Lolk I T 0421 2575747

lolk@schwachhauser.de

Erscheinungsweise

Zweimonatlich

Ausgabe 88

Dezember / Januar 2022

Anzeigenschluss: 15. November 2022

Erhältlich und zu lesen

Erhältlich im Zeitschriftenhandel sowie

bei Anzeigenkunden und zu lesen an über

2000 Auslegestellen in Arztpraxen, bei

Friseuren, in der Gastronomie und in

Vereinen und Institutionen.

Vertrieb

Lesezirkel Leserkreis Daheim,

Haferwende 29/a1, 28357 Bremen

Titelbild

Pixabay

pexels.com

Kurzform

von

Assistent

Kellertier

dt. Maler

(Franz) †

Auszeichnung,

Medaille

Beifußart

(Absinth)

einige

Schul-,

Aktentasche

Fahrzeugteil

Knochenentzündung

(Med.)

unnachgiebig

ungefähr

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dt.

Modeschöpferin

(Jil)

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Magyar

netter

Rat zum

Urlaub

Ältestenrat

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Filmberühmtheit

Schreibflüssigkeit

Laden

(engl.)

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allein,

verlassen

Froschlurch

weibliches

Huftier

Auslese

der

Besten

sehr

feucht,

triefend

holl.

Käsesorte

sehr

knapper

(Bikini-)

Slip

Bürger

einer

Monarchie

gefeierter

weibl.

Star

Mutter

Jesu

eine

Melodie

vortragen

griech.

Vorsilbe:

gegen...

Fitness,

Kondition

Nebendarsteller,

Komparse

Endrunde,

-spiel

englisch:

ja

kurz für:

auf das

Sinnesorgan

Wasserstelle

für Tiere

Schauspielhaus

Holzblasinstrument

Pferdesport

ohne

Nutzen,

Zweck

Vogelbrutplatz

muskulöser

Mann

Stockwerk

Schultertuch

dt. Autor

u. Moderator:

... Kerkeling

Nichtfachmann

Brotbelag

Karosseriebauform

(Kurzw.)

Gerippe,

Skelett

feste

Ummantelung

mittel

Lichtbrecher

Reinigungs-

wirklich,

tatsächlich

Spielkartenfarbe

Ausruf:

hoppla!

Lebenshauch

bekanntes

Musical

Bedrängnis

Grube

Schlechtwetterzone

exakt

Wort

der Ablehnung

Gewebeart

(frz.)

schwerer

Türvorhang

Töpferware

m. Zinnglasur

zum

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gehörig

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