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O+P Fluidtechnik 4/2023

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04<br />

5445<br />

April <strong>2023</strong><br />

€ 17,50<br />

Organ des Forschungsfonds<br />

<strong>Fluidtechnik</strong> im VDMA<br />

FLUIDTECHNIK<br />

TITEL<br />

VARIABLE BEDARFS-<br />

STROMREGELUNG<br />

Energieeffizienz am Beispiel<br />

hydrostatischer Lenksysteme<br />

MIT 16 SEITEN<br />

MOBILE MASCHINEN<br />

Top-Thema:<br />

LEITUNGSSYSTEME<br />

FÜR MOBILHYDRAULIK<br />

oup-fluidtechnik.de


Standards<br />

Edelstahl 1.4571<br />

Höchste Präzision<br />

Zulassungen & Normen<br />

Hohe Verfügbarbeit<br />

Einsatzgebiete<br />

Wasser- & Schiffsbau<br />

Bahntechnologie<br />

Offshore-Technik<br />

Maschinenbau<br />

PH Industrie-Hydraulik GmbH & Co. KG<br />

Wuppermannshof 8, 58256 Ennepetal, Germany<br />

Tel. +49 (0) 2339 6021, Fax +49 (0) 2339 4501<br />

info@ph-hydraulik.de, www.ph-hydraulik.de<br />

MIT SICHERHEIT.<br />

EDELSTAHL VERBINDUNGSTECHNIK<br />

VON PH.<br />

PH Katalog<br />

als App für<br />

Android<br />

oder Ipad


EDITORIAL<br />

PRODUKTSHOW UND<br />

DENKFABRIK<br />

Liebe Leserinnen, liebe Leser,<br />

im internationalen Umsatz-Ranking im Jahr 2020 waren laut<br />

AUMA, der Verband der deutschen Messewirtschaft, fünf der<br />

Top-10-Messeveranstalter aus Deutschland. Vor diesem Hintergrund<br />

sind die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie<br />

auf die Branche hierzulande besonders bitter. Dennoch blickt<br />

die AUMA positiv in die Zukunft und konstatiert, dass sich die<br />

deutsche Messewirtschaft ab 2024 kontinuierlich erholen wird.<br />

Es ist zu hoffen, dass der Verband recht behält. Denn Messen<br />

sind als Schaufenster für Innovationen sowie zunehmend auch<br />

als „Think-Tank“ unverzichtbar. So bietet die Hannover Messe<br />

auch in diesem Jahr mit hochkarätigen Veranstaltungen und<br />

Foren eine Bühne für Diskussionen zwischen Industrie, Politik,<br />

Wissenschaft und Gesellschaft. Hier werden unter anderem<br />

Herausforderungen einer digitalisierten und klimaneutralen<br />

Industrie erörtert und Lösungen erarbeitet. So diskutiert das<br />

internationale CEO-Panel zur Druckluft- und Vakuumtechnik das<br />

Thema Nachhaltigkeit in der Pneumatik. Bei der Digitalisierung<br />

ist der Fachverband <strong>Fluidtechnik</strong> mit dem in der Verwaltungsschale<br />

erzeugten digitalen Zwilling ein Vordenker. Wie hoch die<br />

Relevanz der Messe als Diskussionsplattform und „Denkfabrik“<br />

ist, zeigt auch der Besuch des Bundeswirtschaftsministers Dr.<br />

Robert Habeck. Er will in Hannover mit der Industrie Wege zur<br />

klimafreundlichen Produktion diskutieren. Welchen Grad an<br />

Aufmerksamkeit die Messe als Impulsgeber erfährt, wird neben<br />

den Kenngrößen wie Aussteller- und Besucherzahlen, Auskunft<br />

über den Erfolg der Veranstaltung geben.<br />

Ihr<br />

Manfred Weber<br />

m.weber@vfmz.de<br />

Elektronik für Ihre Hydraulik<br />

Readyto use–<br />

out of the box<br />

Universell<br />

einsetzbar<br />

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Steuer- und Regelmodulen für<br />

hydraulische Anwendungen,<br />

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Unser Portfolio: analoge und<br />

digitale Leistungsverstärker,<br />

Positioniermodule, Druckregelungen,<br />

Gleichlaufregelmodule, Pumpenregelungen<br />

und Netzwerkanbindung.<br />

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contact@w-e-st.de


INHALT<br />

12<br />

26<br />

48<br />

MENSCHEN UND MÄRKTE<br />

BIG PICTURE<br />

06 Vollhydraulischer Sonderschalwagen<br />

mit Raupenantrieb<br />

<strong>O+P</strong> LOUNGE<br />

10 Energieeffiziente Hydraulik hat<br />

ihren Preis<br />

INTERVIEW<br />

12 „Wir müssen Technologien<br />

entwickeln, bevor unsere<br />

Kunden den Bedarf haben“<br />

ANZEIGE<br />

PRODUKTE UND ANWENDUNGEN<br />

TITEL<br />

HYDRAULIKAGGREGATE<br />

16 Drehzahlvariable<br />

Bedarfsstromregelung<br />

mobiler Aggregate<br />

HANNOVER MESSE<br />

20 Hannover Messe <strong>2023</strong><br />

ZYLINDER<br />

26 Problemlose Handhabung auch<br />

in kritischen Umgebungen<br />

DURCHFLUSSMESSER<br />

28 Kleinster Zahnrad-Durchflussmesser<br />

prämiert<br />

30<br />

SONDERTEIL MOBILE MASCHINEN<br />

VERBINDUNGSTECHNIK<br />

34 „Connect with Stauff“<br />

LOGIMAT <strong>2023</strong><br />

38 Lagerrobotik weiter auf<br />

Wachstumskurs<br />

DOKUMENTATION<br />

40 Erdbauüberwachung<br />

in Echtzeit<br />

HYDRAULIK<br />

42 Kompakte Hydraulikmodule<br />

bilden hochflexible Einheit<br />

ELEKTROZYLINDER<br />

46 Den richtigen Antrieb<br />

schnell bestimmen<br />

ANBAUGERÄTE<br />

48 Flexible Gülleausbringtechnik<br />

für jede Betriebsumgebung<br />

TITELBILD<br />

Hydac GmbH,<br />

Sulzbach/Saar<br />

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG<br />

INDUSTRIEHYDRAULIK<br />

30 Weniger ist mehr –<br />

Servocartridges auf einem<br />

neuen Leistungsniveau<br />

SERVICE<br />

03 Editorial<br />

22 Impressum<br />

4 <strong>O+P</strong> <strong>Fluidtechnik</strong> <strong>2023</strong>/04 www.oup-fluidtechnik.de


www.newcast.de<br />

www.tbwom.de<br />

PFEIFFER VACUUM INVESTIERT<br />

Die Pfeiffer Vacuum GmbH<br />

hat den symbolischen<br />

Spatenstich für einen<br />

Industriekomplex in Asslar<br />

vorgenommen. Die<br />

Standorterweiterung mit<br />

dem Namen „Future<br />

Factory Asslar“ entsteht<br />

auf dem Firmengelände<br />

des Anbieters von<br />

Vakuumtechnologie.<br />

Mit der Investition zielt<br />

das Unternehmen auf eine<br />

bedeutende Erweiterung<br />

der Produktions- und<br />

Logistikkapazitäten. Zum Ausdruck kommt dies in dem<br />

Logistikzentrum mit einer Fläche von 8.000 m². Die Logistikhalle<br />

wird ein vollautomatisches Lager beherbergen. Zudem<br />

werden mehr als 1.000 m² zusätzliche Produktionsfläche<br />

sowie eine Serviceumgebung geschaffen, in der alle<br />

Servicebereiche zentral zusammenarbeiten.<br />

www.pfeiffer-vacuum.com<br />

12 – 16 June<br />

Düsseldorf<br />

Germany<br />

<strong>2023</strong><br />

NEWCAST<br />

6. Internationale<br />

Fachmesse für Gussprodukte<br />

mit Newcast Forum<br />

HANSA-FLEX ÜBERNIMMT KNAPHEIDE<br />

Die Hansa-Flex AG wird Anfang April – kartellrechtlicher<br />

Genehmigungen vorausgesetzt – die Firma Knapheide in<br />

Form eines strategischen Investments übernehmen.<br />

Knapheide ist Lieferant von Hydrauliksystemen für namhafte<br />

deutsche Maschinenhersteller und beschäftigt rund 400<br />

Mitarbeitende,<br />

die einen hohen<br />

zweistelligen<br />

Millionenumsatz<br />

realisieren.<br />

Aufgrund von<br />

Störungen in<br />

den globalen<br />

Lieferketten<br />

sowie Preissteigerungen<br />

bei<br />

den Energiekosten war Knapheide gezwungen, sich unter<br />

den veränderten Marktbedingungen neu aufzustellen.<br />

Für die Mitarbeiter und Kunden ändert sich durch die<br />

Übernahme nichts: Alle Geschäftsprozesse und Standorte<br />

laufen wie gehabt weiter. Die Prozesse und Schnittstellen<br />

zwischen beiden Unternehmen werden in den kommenden<br />

Monaten aufeinander abgestimmt. Der Name Knapheide<br />

bleibt im Markt bestehen und wird in der Knapheide<br />

Schlauchtechnik GmbH (KST) und der Knapheide Solutions<br />

GmbH (KHS) weitergeführt.<br />

Die Übernahme des hoch spezialisierten Hydraulikanbieters<br />

Knapheide, der seit seiner Gründung auf ein stetiges, organisches<br />

Wachstum zurückblicken kann, bietet für beide Seiten<br />

immense Synergien. „Hansa-Flex erweitert mit dieser<br />

strategischen Akquisition die Kapazitäten im Serienfertigungsbereich<br />

für das deutsche Erstausrüstungsgeschäft“, so<br />

Hansa-Flex Vorstand Christian-Hans Bültemeier. Durch die<br />

Übernahme der Präzisionsarmaturenfertigung wird die<br />

Hansa-Flex Supply Chain gestärkt und unterstützt so die<br />

ambitionierten internationalen Wachstumspläne. Die auf<br />

die Hydraulik spezialisierte Fertigung mit zahlreichen<br />

Dreh-Fräszentren ist bestens geeignet, das aktuelle Hansa-<br />

Flex Produktangebot abzurunden.<br />

www.hansa-flex.com<br />

worldwide<br />

Innovation in Form gebracht<br />

Die NEWCAST ist das weltweite Top-Event für<br />

Präzisionsgussprodukte vom Smartphone über<br />

E-Mobility bis zur Windkraft. Ein Höhepunkt ist<br />

die Verleihung des NEWCAST-Awards. Ergänzt<br />

wird die Leistungsschau um die Vorträge und<br />

Diskussionen im NEWCAST-Forum.<br />

See you in Düsseldorf!<br />

Messe Düsseldorf GmbH<br />

Postfach 10 10 06 _ 40001 Düsseldorf _ Germany<br />

Tel. +49 211 4560 01 _ Fax +49 211 4560 668<br />

www.messe-duesseldorf.de


MENSCHEN UND MÄRKTE<br />

6 <strong>O+P</strong> <strong>Fluidtechnik</strong> <strong>2023</strong>/04 www.oup-fluidtechnik.de


VOLLHYDRAULISCHER SONDERSCHALWAGEN MIT RAUPENANTRIEB<br />

Beim Bau der Tunnelzufahrt zur A26 bei Linz kam der erste vollhydraulische<br />

Tunnelsonderschalwagen mit Raupenantrieb in Österreich zum Einsatz.<br />

Unterschiedliche Tunnelquerschnitte, enge Kurvenradien sowie wechselnde<br />

Steigungen waren nur einige Herausforderungen bei der Fertigstellung der<br />

1.600 m langen Tunnels. Für das Bauunternehmen entwickelten<br />

Peri-Ingenieure einen maßgeschneiderten und vollhydraulischen<br />

Sonderstahlschalwagen mit Raupenantrieb und einem Gewicht von 250 t.<br />

Dieser allein genügte, um die verschiedenen Querschnitte in insgesamt 170<br />

Betonierabschnitten herzustellen. Da die sehr engen Kurvenradien den<br />

Transport des Schalwagens erschwerten, kam ein innovatives Raupensystem<br />

für die Fortbewegung zum Einsatz. Der Schalwagen beeindruckt auch durch<br />

seine beachtlichen Maße von 8,07 m Höhe und 14,50 m Länge sowie 10,70 m<br />

Breite im verfahrbaren und 11,20 m Breite im betonierbereiten Zustand. Die<br />

Antriebssteuerung erfolgte mittels einer integrierten Hydraulik.<br />

Copyright: Peri SE


SZENE<br />

NACHRUF: ABSCHIED VON HANNES W. KELLER<br />

„Wir sind tief betrübt über das Hinscheiden unseres Firmengründers<br />

Hannes W. Keller. An sein visionäres Denken, seinen<br />

scharfen Intellekt und seine humorvolle, rebellische Art denken<br />

wir gerne zurück. Auch sein offenes, direktes Wesen wird für<br />

immer in unserer Erinnerung bleiben“, so die ganz persönlichen<br />

Worte der Firmenleitung der Keller Druckmesstechnik AG zum<br />

Abschied vom Firmengründer Hannes W. Keller, (* 31.01.1939;<br />

† 15.02.<strong>2023</strong>)<br />

1964 begann der berufliche Werdegang von Hannes W. Keller,<br />

genannt HWK bei der Kistler Instruments AG in Winterthur,<br />

Schweiz, und führte weiter ans Honeywell Forschungszentrum<br />

in Minneapolis USA. Zusammen mit seiner Familie gestaltete<br />

HWK seinen Lebensmittelpunkt in den Vereinigten Staaten<br />

und fand dort die Inspiration für seine bahnbrechende<br />

Erfindung.<br />

In Zusammenarbeit mit A.R. Zias erfand Hannes W. Keller 1966<br />

die integrierte Silizium-Messzelle. Es handelt sich dabei um<br />

einen nach Halbleitermethoden gefertigten Drucksensor, der es<br />

ermöglicht, physikalischen Druck mit hoher Genauigkeit zu<br />

messen. Für die Entwicklung des statischen Messprinzips<br />

brauchte HWK Mitarbeitende mit einer feinmechanischen<br />

Ausbildung, die er, zurück in der Schweiz, gefunden hatte.<br />

Anfang der siebziger Jahre stellte er die ersten kompakten<br />

piezoresistiven stahlgeschützten Druckaufnehmer an der<br />

Hannover-Messe dem Markt vor.<br />

Um die Entwicklung der Silizium-Drucksensoren nach eigenen<br />

Vorstellungen weiterzuführen, gründete HWK in Winterthur<br />

1974 die Firma „H.W. Keller dipl. phys. ETH Druck- und Kraftmesstechnik“.<br />

Bereits 10 Jahre später weitete sich das gut<br />

laufende Unternehmen international mit der ersten Auslandsniederlassung<br />

in Deutschland aus. Der Grundstein war gelegt<br />

und Keller profitiert bis heute von diesem soliden Fundament,<br />

das Hannes W. Keller vor bald 50 Jahren gelegt hat.<br />

Seit frühen Jahren der Keller Druckmesstechnik war es Hannes<br />

W. Keller wichtig, „seiner“ Stadt etwas zurückzugeben. Soziales<br />

Engagement lag ihm am Herzen: Sportförderung, Nachwuchsförderung,<br />

soziale Projekte und kulturelles Engagement – viele<br />

Organisationen durften seine Unterstützung erfahren, nur der<br />

Öffentlichkeit wollte er davon lieber nichts erzählen. Zudem<br />

etablierte HWK die firmeneigene Kinderkrippe Möwe und ein<br />

Jugendprojekt, das Jugendlichen ohne Anschlusslösung nach<br />

der Schulausbildung die Chance gibt, auf dem Lehrstellen- und<br />

Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Beide Institutionen bestehen bis<br />

heute und prägen seit jeher viele Menschen bei Keller.<br />

www.keller-druck.com<br />

HERVÉ<br />

REBERGA<br />

FABIAN<br />

SCHEGA<br />

WILLI<br />

BOCK<br />

TORSTEN<br />

AHR<br />

STEFAN<br />

LAMPA<br />

MENSCHEN UND MÄRKTE<br />

leitet seit Januar <strong>2023</strong><br />

die für Frankreich und<br />

Spanien zuständige<br />

Niederlassung des<br />

Miniaturhydraulik-Herstellers<br />

Lee, die „Lee<br />

Company S.A.“ mit Sitz<br />

im französischen<br />

Voisins-le-Bretonneux.<br />

Reberga ist bereits seit<br />

mehr als 20 Jahren Teil<br />

des europäischen<br />

Lee-Vertriebsteams. Als<br />

langjähriger Ansprechpartner<br />

des Lee-Kunden<br />

Airbus in Toulouse<br />

ist er bestens gerüstet,<br />

um die Niederlassung<br />

weiterzuführen.<br />

ist neuer Leiter der<br />

Energy Division bei Alfa<br />

Laval Mid Europe.<br />

Schega arbeitet seit 20<br />

Jahren mit immer<br />

größeren Verantwortungen<br />

bei Alfa Laval<br />

Mid Europe, zuletzt als<br />

Energy Service Sales<br />

Manager. Schega: „Die<br />

vielfältigen, dynamischen<br />

Marktanforderungen<br />

an Cleantech-<br />

Lösungen für Bereiche<br />

wie Kreislaufwirtschaft,<br />

Wärmepumpen<br />

und Wasserstoff wollen<br />

wir noch flexibler<br />

erfüllen.“<br />

ist wieder Pressesprecher<br />

der Messe<br />

München GmbH.<br />

Unterstützt wird er von<br />

der Stabsabteilung<br />

Corporate Marketing &<br />

Communications und<br />

vom Zentralbereich<br />

Product Marketing &<br />

Communications. Bock<br />

berichtet direkt an die<br />

CEO-Doppelspitze Dr.<br />

Reinhard Pfeiffer und<br />

Stefan Rummel. Bock<br />

war bereits von 2014<br />

bis Ende 2018 Leiter der<br />

Unternehmens-PR und<br />

Pressesprecher der<br />

Messe München.<br />

verantwortet als Vice<br />

President die Business<br />

Line Hydraulic Attachment<br />

Tools bei Epiroc.<br />

Seit 2013 war er als<br />

Vice President Marketing<br />

für die hydraulischen<br />

Anbaugeräte<br />

tätig. Jetzt erweitert<br />

sich sein Aufgabenfeld<br />

auf die gesamte<br />

Organisation dieser<br />

Business Line inklusive<br />

der Verantwortung für<br />

P&L. „Mit der Bündelung<br />

der Kompetenzen<br />

innerhalb der Business<br />

Line wollen wir agiler<br />

werden“, so Ahr.<br />

ist neuer CEO von<br />

ProGlove, einem<br />

Pionier im Bereich von<br />

Wearable-Scannerlösungen.<br />

Lampa war<br />

zuvor in leitenden<br />

Positionen bei großen,<br />

renommierten Automatisierungsunternehmen<br />

wie ABB, KUKA-<br />

Roboter und Cargotec<br />

tätig. Mit mehr als 30<br />

Jahren Erfahrung wird<br />

er als CEO sein umfangreiches<br />

Wissen und<br />

seine Expertise nutzen,<br />

um den internationalen<br />

Wachstumskurs von<br />

ProGlove fortzusetzen.<br />

8 <strong>O+P</strong> <strong>Fluidtechnik</strong> <strong>2023</strong>/04 www.oup-fluidtechnik.de


SZENE<br />

14. INTERNATIONALES FLUIDTECHNISCHES KOLLOQUIUM (IFK) IN DRESDEN<br />

Das 14. IFK findet vom 19. bis 21. März 2024 in Dresden statt. Als eine<br />

der bedeutendsten Tagungen im Bereich der fluid-mechatronischen<br />

Antriebs-, Steuerung- und Regelungstechnik hat sich das IFK zu einem<br />

zentralen Forum der Branche entwickelt. Im Rahmen der Konferenz und<br />

der begleitenden Fachausstellung bietet es die Möglichkeit, Innovationen<br />

zu präsentieren und über Entwicklungstrends zu diskutieren. Das<br />

IFK steht unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr.-Ing. Jürgen<br />

Weber (Professur für Fluidtronik, TU Dresden) und wird alle 2 Jahre abwechselnd in Aachen und Dresden veranstaltet. Im Fokus der<br />

Konferenz wird die Vielfalt neuer Antriebs- und Systemarchitekturen für eine wachsende Varianz fluidtechnischer Applikationen<br />

stehen. Die zunehmende Digitalisierung sowie die wachsende Forderung nach Effizienz eröffnet der <strong>Fluidtechnik</strong> neue Möglichkeiten<br />

und stellt sie gleichzeitig vor neue Aufgabenstellungen. Darüber hinaus gewinnen insbesondere alternative Fluide und deren<br />

Konditionierung im Antriebssystem zunehmend an Bedeutung. Der Call for Papers zum 14. IFK erscheint im April <strong>2023</strong>. Das<br />

IFK-Team um Prof. Weber freut sich auf interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie spannende Beiträge aus allen Kompetenz-<br />

und Anwendungsbereichen der Fluid-Mechatronik.<br />

www.ifk-dresden.de<br />

SPS AUF ERFOLGS-<br />

KURS<br />

KT003_Dergi lanı DE_BASKIREV.pdf 1 19.01.<strong>2023</strong> 18:48<br />

Bis dato haben sich bereits<br />

über 700 Aussteller für die<br />

SPS <strong>2023</strong>, die vom 14.-<br />

16.11.<strong>2023</strong> in Nürnberg<br />

stattfindet, angemeldet.<br />

Dabei liegt der Wiederbuchungsanteil<br />

der Aussteller<br />

des letzten Jahres als auch die<br />

Zahl der Anmeldungen von<br />

C<br />

neuen Ausstellern sehr hoch.<br />

„Nach dem erfolgreichen M<br />

Restart im vergangenen Jahr<br />

Y<br />

hat sich das Interesse an der<br />

CM<br />

SPS weiterhin verstärkt und<br />

die Rückmeldungen liegen MY<br />

bereits deutlich über Vorjahresniveau<br />

zum gleichen<br />

Zeitpunkt. Zudem sind wir<br />

derzeit mit vielen weiteren<br />

Unternehmen in Kontakt, was<br />

uns sehr positiv stimmt und<br />

darauf hindeutet, dass sich<br />

die SPS wieder in Richtung<br />

Vor-Corona-Niveau entwickelt,“<br />

so Sylke Schulz-Metzner,<br />

Vice President SPS bei<br />

Mesago Messe Frankfurt. Um<br />

den Anfragen und Wünschen<br />

der Aussteller nachzukommen,<br />

plant der Veranstalter<br />

Mesago Messe Frankfurt<br />

deshalb wieder mit der<br />

Belegung von zwei zusätzlichen<br />

Hallen. Wie im vergangenen<br />

Jahr will das SPS-Team<br />

wieder ein begleitendes<br />

digitales Konzept anbieten.<br />

www.messefrankfurt.com<br />

CY<br />

CMY<br />

K<br />

www.oup-fluidtechnik.de <strong>O+P</strong> <strong>Fluidtechnik</strong> <strong>2023</strong>/04 9


ENERGIEFFIZIENTE<br />

HYDRAULIK HAT IHREN PREIS<br />

Dierk Peitsmeyer ist in der Hydraulikbranche ein bekanntes Gesicht und<br />

eine bekannte Stimme. Über lange Zeit war er für verschiedene<br />

Unternehmen tätig, aktuell ist er Product Portfolio Manager bei Bucher<br />

Hydraulics. In diesem Jahr wird Peitsmeyer in den Ruhestand gehen, sein<br />

Wissen aber in beratender Tätigkeit weiterhin teilen. <strong>O+P</strong> <strong>Fluidtechnik</strong><br />

hat ihn zu aktuellen Entwicklungen befragt.<br />

Herr Peitsmeyer, Sie haben ihr Berufsleben mit der Hydraulik zugebracht. Wie kam es damals dazu,<br />

dass Sie diesen Weg gewählt haben?<br />

Auf dem Forschungsschiff „Meteor“ fuhr ich damals als<br />

2. Technischer Offizier zur See. Das Schiff war mit<br />

sekundärgeregelten Hydromotoren für die Tiefseewinden<br />

ausgerüstet. So kam ich in Kontakt mit der<br />

Hydraulik. Die Monteure erzählten davon, wo überall<br />

Hydraulik eingesetzt wird und an wie vielen interessanten<br />

Maschinen und Anlagen sie arbeiten würden.<br />

Das fand ich so interessant, dass ich nach Lohr am<br />

Main ausgewandert bin. Im Fieldservice habe ich dann<br />

wirklich viel gesehen und erfahren.<br />

Welche Entwicklung der letzten 50 Jahre sehen Sie als am bedeutsamsten für die Hydraulik heute an?<br />

Die digitale Ansteuerung und Regelung mit Proportionalventilen.<br />

Wurde früher mühsam mit Düsen und<br />

Steuerquerschnitten mechanisch optimiert, kann dies<br />

heute mit digitalen Steuerungen und Software erfolgen.<br />

Welches der zahlreichen Projekte, die Sie als Ingenieur begleitet haben, hat Sie am meisten<br />

fasziniert oder gefordert und warum?<br />

MENSCHEN UND MÄRKTE<br />

Das war die Entwicklung der hydraulisch elektrischen<br />

Achse „HELAX“. Die Verbindung von Hydraulik mit<br />

elektrischer Antriebstechnik und Software haben wir<br />

perfektioniert hinsichtlich höchster Energieeffizienz,<br />

Rekuperation, präzise Steuerbarkeit, geringes<br />

Geräusch, hohe Zuverlässigkeit. Wir hatten schnell<br />

festgestellt, dass die traditionellen Pumpen nicht gut<br />

geeignet waren. Das hat zur Entwicklung der<br />

AX-Pumpe geführt, die für diese Anwendungsbereiche<br />

optimal ist.<br />

„Hydraulik hat Zukunft“ ist Ihr Slogan in den sozialen Medien. Was meinen Sie damit genau?<br />

Oftmals höre ich von Leuten außerhalb der Hydraulikwelt<br />

folgendes: „die Hydraulik ist doch eine veraltete,<br />

ineffiziente, schmutzige und schwierige Technologie,<br />

die keine Zukunft hat“. Für traditionelle Steuerungen<br />

mit Ventiltechnik mag dies sogar zum Teil zutreffend<br />

sein. Ein Grund für die genannte Einstellung ist aber<br />

auch, dass in der Hydraulik nicht adäquat ausgebildet<br />

wird. Für viele Endanwender ist die Hydraulik ein Brief<br />

mit sieben Siegeln. Wie auch immer, bei großen Kräften<br />

wird der Hydraulikzylinder nicht zu ersetzen sein.<br />

Mit digitalen Ansteuerungen, Software und der Verbindung<br />

mit elektrischen Antrieben sind hoch effiziente<br />

und gut zu kontrollierende hydraulische Antriebsachsen<br />

möglich. Diese erfüllen genau wie andere Antriebslösungen<br />

die Anforderungen moderner Systemarchitekturen.<br />

10 <strong>O+P</strong> <strong>Fluidtechnik</strong> <strong>2023</strong>/04 www.oup-fluidtechnik.de


Dierk Peitsmeyer<br />

Sie beklagen, dass existierende energieeffiziente Hydrauliklösungen vom Markt kaum angenommen<br />

werden. Warum ist das so und kann man das ändern?<br />

Energieeffiziente Hydrauliklösungen sind nicht<br />

zum Preis traditioneller Lösungen machbar. Der<br />

Hersteller einer Maschine hat keinen direkten<br />

Nutzen durch geringere Energiekosten im Betrieb.<br />

Beim Einkauf neuer Maschinen ist der Preis<br />

entscheidend. Die Kosten und Einsparungen im<br />

Betrieb stehen auf einer anderen Kostenstelle.<br />

Bei elektrifizierten Baumaschinen ist die Situation<br />

anders, weil effiziente Lösungen geringere<br />

Batteriekosten ermöglichen. Bei industriellen<br />

Anwendungen wird der CO2-Footprint vermutlich<br />

die Beschaffung beeinflussen, weil Vorteile<br />

durch energieeffiziente Fertigungsanlagen einen<br />

Wert bekommen. Insbesondere wenn die Betriebsphase,<br />

in der über 90% der Emissionen<br />

anfallen, berücksichtigt wird.<br />

Welche Innovationen werden hydraulische Systeme im kommenden Jahrzehnt aus Ihrer Sicht<br />

am stärksten prägen?<br />

Da sehe ich intelligente dezentrale Antrieblösungen,<br />

die mit physikalischen Größen a, v, s, F angesteuert<br />

werden und diese Signale korrekt ausführen.<br />

Condition Monitoring ermöglicht eine<br />

Vereinfachung für das Betriebspersonal. Der<br />

Antrieb wird über eine hohe Energieeffizienz mit<br />

Rekuperation verfügen und direkt elektrisch<br />

angetrieben sein. Damit werden z.B. die Effizienz<br />

und die Automatisierung von Baggern optimiert<br />

werden.<br />

www.bucherhydraulics.com<br />

www.oup-fluidtechnik.de <strong>O+P</strong> <strong>Fluidtechnik</strong> <strong>2023</strong>/04 11


INTERVIEW<br />

QUALITÄTSSICHERUNG IN DER VERBINDUNGSTECHNIK<br />

„WIR MÜSSEN TECHNOLOGIEN ENTWICKELN,<br />

BEVOR UNSERE KUNDEN DEN BEDARF HABEN“<br />

MENSCHEN UND MÄRKTE<br />

Dr.-Ing. Johannes Wagner,<br />

Geschäftsfeldleiter<br />

Hydraulik bei Voss Fluid


INTERVIEW<br />

70 Jahre hydraulische Verbindungstechnik von<br />

Voss Fluid. In dieser Zeit haben viele wichtige<br />

Entwicklungen stattgefunden und finden auch<br />

heute statt. Voss Fluid hat Trends gesetzt und<br />

will das auch in Zukunft tun.<br />

<strong>O+P</strong> <strong>Fluidtechnik</strong> sprach mit Dr. Johannes<br />

Wagner, Geschäftsfeldleiter Hydraulik bei Voss<br />

Fluid, über die aktuellen Markttrends.<br />

Starten wir mit einem Rückblick: Was waren Ihrer Meinung nach<br />

die Meilensteine im Bereich hydraulische Verbindungstechnik<br />

von Voss in den vergangenen 70 Jahren?<br />

Die Geschichte von Voss im Bereich der hydraulischen Verbindungstechnik<br />

begann 1953 mit der Fertigung von Rohrverschraubungen<br />

aus Stahl, zunächst für die Druckluftbremse in<br />

LKW. Gleichzeitig war zu der Zeit des Wirtschaftswunders auch<br />

die Nachfrage nach Hydraulikkomponenten in LKW gestiegen.<br />

Ausgangstechnologie war dabei das Schneidringsystem. Ab den<br />

1970er Jahren nahm die Internationalisierung Fahrt auf. Neben<br />

Geschäftsbeziehungen ins Ausland haben wir auch die ersten<br />

Auslandsniederlassungen gegründet.<br />

Bei den Produkten sind diverse Meilensteine zu nennen: die<br />

Einführung metallisch dichtender 1S- und 2S-Schneidringe. Mit<br />

dem ES-4 führten wir 1998 schließlich einen weichdichtenden<br />

Schneidring ein. Entsprechend unseres Verständnisses über die<br />

Kundenanforderungen haben wir darüber hinaus Umformsysteme<br />

wie Voss Form SQR entwickelt und in unser Portfolio aufgenommen.<br />

Was bedeutet es für Voss, „am Puls der Zeit“ zu bleiben?<br />

Wir denken stets auch über die reine Verbindungstechnologie<br />

hinaus, beispielweise was den Korrosionsschutz unserer Produkte<br />

angeht.<br />

Daher investieren wir seit den 2000ern in unsere eigens entwickelte<br />

Zink-Nickel-basierte Oberflächenbeschichtung Voss coat.<br />

Dafür bauen wir unsere Inhouse-Galvanik immer weiter aus –<br />

in die Ausbaustufen 2018 und <strong>2023</strong> investierten wir insgesamt<br />

2,5 Millionen Euro. Voss war mit dem auf Zink-Nickel basierten<br />

Korrosionsschutz schon damals der Vorreiter im Verschraubungsmarkt.<br />

Somit verfügen wir durch unsere Inhouse-Galvanik<br />

am Standort Wipperfürth über einen großen Erfahrungsschatz.<br />

Bisher wurden bereits über eine Milliarde Verbindungskomponenten<br />

mit dem in Wipperfürth erdachten Korrosionsschutz<br />

für Rohrverschraubungen beschichtet.<br />

Voss entwickelt seit 2015 stetig seine Schneidringsysteme, u. a.<br />

Voss RingM, weiter, etablierte seit 2016 einbaufertige Hydraulikleitungen<br />

für individuelle Einsatzgebiete und ist seit über fünf<br />

Jahren auch im Bereich des Wasserstoffs tätig. Immer am Puls<br />

der Zeit mit neuen Technologien und Innovationen – eine<br />

Grundvoraussetzung dafür ist, dass viele Kunden und Lieferanten<br />

uns bereits seit Jahrzehnten vertrauensvoll auf dem Weg<br />

begleiten.<br />

Hinzu kommt zukünftig auch unser neues Schlauchstecksystem<br />

Voss Plug, das den bis dato jüngsten Meilenstein darstellt. Hier<br />

greift das Prinzip „Stecken statt Schrauben“.<br />

Welche Anforderungen haben Kunden heutzutage an die<br />

hydraulische Verbindungstechnik? Was sind die wesentlichen<br />

Unterschiede zu den Anforderungen früherer Jahre?<br />

Die Anforderungen an die hydraulische Verbindungstechnik<br />

sind für uns klar. Zum einen muss sie je nach Anforderung Systemdrücken<br />

bis zu 800 bar standhalten können. Gleichzeitig<br />

haben sich die Anforderungen an die Leckagesicherheit erhöht.<br />

Zurecht, denn Synthetik-Öle sollen unter keinen Umständen in<br />

die Umwelt gelangen; gleichzeitig darf es zu keinem Systemausfall<br />

durch eine Leckage kommen.<br />

Parallel dazu muss die hydraulische Verbindungstechnik für<br />

enge Bauräume ausgelegt sein. Denn ganz gleich ob in der<br />

Landtechnik oder bei Werkzeugmaschinen – jede einzelne Technologie<br />

hat immer weniger Platz zur Verfügung.<br />

Wir beobachten zunehmend, dass Kunden fertige Montagebaugruppen<br />

bzw. Systeme zukaufen möchten, statt auf einzelne<br />

Komponenten zurückzugreifen. Das erlaubt ihnen, sich auf ihre<br />

Kernwertschöpfung zu konzentrieren und Kosten einzusparen.<br />

Sie erhalten Systeme, die auf ihren Einsatz individuell angepasst<br />

sind.<br />

Als Unternehmen sehen wir es darüber hinaus auch als unsere<br />

Pflicht, mit unseren Kunden, die immer internationaler agieren,<br />

zu wachsen. Dazu gehört, dass wir internationale Regelungen<br />

und Normen befolgen und unsere Produkte weiterhin für neue<br />

Märkte prüfen und so für die Internationalisierung unserer Kunden<br />

gewappnet sind. Im Großen und Ganzen sind die Herausforderungen<br />

vor allem technologischer Natur. Deshalb arbeiten<br />

wir stets daran, diese mit unseren Produkten zu lösen. Unser<br />

stetiger Anspruch ist es, Optimierungen, Technologien und Innovationen<br />

zu entwickeln, bevor die Kunden den konkreten<br />

Bedarf haben.<br />

Gibt es Veränderungen in der Nachfrage? Haben bestimmte<br />

Industrien bzw. Branchen an Bedeutung gewonnen?<br />

Hydraulische Verbindungstechnik wird breit eingesetzt. Der Mobilmaschinenbau,<br />

insbesondere Bau- und Landmaschinentechnik,<br />

ist nach wie vor eine der größten Branchen. Die Hydraulik<br />

01 Die Hydraulik-Geschichte von Voss begann 1953 mit der Fertigung<br />

von Rohrverschraubungen aus Stahl<br />

www.oup-fluidtechnik.de <strong>O+P</strong> <strong>Fluidtechnik</strong> <strong>2023</strong>/04 13


INTERVIEW<br />

02 Das Zusammenspiel<br />

der einzelnen Rohrverschraubungsprodukte<br />

und des hauseigenen<br />

Korrosionsschutzes ist<br />

ein Markenzeichen des<br />

Unternehmens<br />

MENSCHEN UND MÄRKTE<br />

als solche ist auf absehbare Zeit nicht ablösbar durch andere<br />

Technologien, wie zum Beispiel durch die Elektromechanik.<br />

Wie sind die großen Themen von heute wie Nachhaltigkeit und<br />

Digitalisierung in der Hydraulik einzuordnen?<br />

Nachhaltigkeit spielt bei uns sowohl in der Wertschöpfung als<br />

auch im Ergebnis unserer Maßnahmen eine große Rolle – nämlich<br />

bei unseren Produkten selbst. Für den Bereich unserer<br />

Wertschöpfung haben wir ambitionierte CO2-Reduktionsziele,<br />

die wir auf Basis diverser Maßnahmen konsequent umsetzen.<br />

Unterstützend dabei wirkt beispielsweise unsere eigene Photovoltaikanlage.<br />

Ein Kernbeitrag unserer Produkte für ein nachhaltigeres<br />

Wirtschaften ist die Tatsache, dass unsere Produkte<br />

sehr langlebig sind. Unsere Inhouse hergestellte Oberflächenbeschichtung<br />

Voss coat macht sie sehr robust gegenüber Umgebungsbedingungen,<br />

sodass sie in den seltensten Fällen wegen<br />

korrosionsbedingten Beschädigungen durch neue Produkte<br />

NACHHALTIGKEIT SPIELT BEI<br />

VOSS IN DER WERTSCHÖPFUNG<br />

EINE GROSSE ROLLE<br />

ersetzt werden müssen. Für weitere Technologie-Entwicklungen<br />

sind wir zusätzlich auch mit Hochschulen im Austausch. Unter<br />

anderem beobachten wir Forschungen zu Erdöl-Alternativen,<br />

beispielsweise pflanzenbasierte Hydrauliköle. Zudem wird die<br />

Frage nach der Energie rege diskutiert: Wo soll die Energie herkommen,<br />

um die Hydraulik anzutreiben? Der Wasserstoffverbrennungsmotor<br />

und die Brennstoffzelle für Wasserstoff sind<br />

wesentliche Ansätze der Forschungsarbeiten. Ziel ist es, dass<br />

eben auch die Antriebsenergie aus einer grünen Quelle stammt.<br />

Auch im Bereich der Digitalisierung sind wir aktiv. In der Konstruktion<br />

und Entwicklung arbeiten wir vermehrt mit Simulationswerkzeugen.<br />

Unseren Kunden bieten wir beispielsweise<br />

kostenlose 3D-Modelle unserer Produkte an, die sie selbst in<br />

ihrer Konstruktion nahtlos einsetzen können.<br />

Hinzu kommen unsere stark digitalisierten Vormontagegeräte.<br />

Dadurch, dass unsere Kunden verschiedene Durchmesser und<br />

Wandstärken von Rohren zum Einsatz bringen, benötigen wir<br />

auch verschiedene Werkzeuge. Wir haben etabliert, dass Werkzeuge<br />

mit einem RFID-Chip versehen sind, der von der Maschine<br />

eingelesen wird. So stellen wir sicher, dass immer das richtige<br />

Werkzeug zum Einsatz kommt, was nicht zuletzt zur Qualitätssicherung<br />

durch aktive Fehlervermeidung beiträgt. Auch für ein<br />

zukünftiges Pay-per-use Mietmodell ist ein hoher Digitalisierungsgrad<br />

notwendig. Damit werden wir in der Lage sein, Umformmaschinen<br />

zu vermieten und pro Nutzung bzw. Umformung<br />

abzurechnen. Das erhöht die Flexibilität für unsere Kunden<br />

enorm und reduziert zusätzlich ihre Fixkosten. Außerdem ist das<br />

Konzept vorausschauend, denn die Maschine sammelt auf diese<br />

Weise technische Daten, sodass beispielsweise eine frühzeitige<br />

Erkennung vom Verschleiß der Werkzeuge möglich ist.<br />

Inwiefern hat Voss Fluid mit seinem Portfolio auf diese Themen<br />

reagiert oder plant es noch? Was sind nach wie vor die<br />

Dauerbrenner in Ihrem Portfolio?<br />

Ich denke, unser Highlight bleibt die Kombination aus unseren<br />

Produkten, insbesondere dem Dauerbrenner Rohrverschraubungen,<br />

und Voss coat. Die Oberflächenbeschichtung ermöglicht<br />

es, dass unsere Produkte lange Zeit vor Korrosion geschützt<br />

werden. Dadurch verlängert sich ihr Lebenszyklus. Aber auch<br />

Voss Lok 40 kann sich sehen lassen: Die Lösung ist in klassischen<br />

Hydraulik- sowie Wasserstoff- und weiteren Gasanwendungen<br />

einsetzbar. Das Produkt ist metallisch dichtend und<br />

besteht aus wenigen Einzelteilen. Anwender profitieren durch<br />

das spezielle Konstruktionsprinzip von Voss Lok 40 von einer<br />

insgesamt höheren Prozess- und Leckagesicherheit. Vor allem<br />

der maschinelle Rohrumformprozess reduziert auf Basis der<br />

automatischen und überwachten Umformung Fehler und stellt<br />

somit einwandfreie Vormontagen sicher.<br />

Durch den Fachkräftemangel, den die Industrie mit zunehmender<br />

Wucht erlebt, kommt es Unternehmen zudem sehr gelegen,<br />

dass unsere Verschraubungslösungen einfach und intuitiv ohne<br />

hohen Montageaufwand bei gleichzeitig hoher Prozesssicherheit<br />

zu montieren sind. Auch einbaufertige Leitungen ermöglichen<br />

eine schnelle Prozessoptimierung, weil die Lösung speziell<br />

auf die Anwendung zugeschnitten ist. Bei uns erhalten Kunden<br />

alles aus einer Hand – wir agieren zunehmend als Systemanbieter.<br />

14 <strong>O+P</strong> <strong>Fluidtechnik</strong> <strong>2023</strong>/04 www.oup-fluidtechnik.de


03 Einbaufertige<br />

Hydraulikleitungen<br />

ebneten den Weg zum<br />

Systemanbieter<br />

DIE AM SCHWERSTEN<br />

ARBEITENDEN<br />

MASCHINEN<br />

VERTRAUEN AUF<br />

HYDRAFORCE.<br />

Was sind vor dem Hintergrund der weltweiten Krisen und<br />

entsprechenden Lieferschwierigkeiten momentan ihre größten<br />

Herausforderungen, vor allem in der Kundenbetreuung?<br />

Angespannte oder gestörte Lieferketten betreffen weiterhin die<br />

meisten Industriebranchen. Unser Ziel ist es, die eigene Performance<br />

wieder auf Vorkrisen-Level zu sehen. Wir waren in<br />

der Vergangenheit besonders stark in der Versorgungsfähigkeit<br />

und das ist der Anspruch, den wir an uns selbst stellen. Wir<br />

sind auf dem besten Weg dorthin. Gleichzeitig wird die Regulatorik<br />

in Europa immer anspruchsvoller. Das sehen wir jedoch<br />

als Chance, immer nachhaltigere Lösungen zu finden und so<br />

die Zukunft aktiv mitzugestalten. Wichtig ist, dass von politischer<br />

Seite die entstehende Bürokratie im Zaum gehalten wird.<br />

Welche Trends sehen Sie für die kommenden Jahre?<br />

Die Trends, die wir jetzt beobachten – Nachhaltigkeit, Digitalisierung<br />

und Fachkräftemangel – werden uns noch lange Zeit<br />

begleiten. Dafür sprechen etwa der European Green Deal und<br />

die Demografie. Fakt bleibt aber immer, dass die Hydraulik<br />

effizient sein muss. Trends wie der digitale Zwilling können<br />

dabei unterstützen, da die Systeme in Echtzeit auf digitalen<br />

Endgeräten abgebildet und optimiert gesteuert werden. Auch<br />

die Energiequelle spielt eine wichtige Rolle. Fahrzeuge und<br />

Maschinen, die heute noch mit Diesel betrieben werden, werden<br />

künftig teilweise mit Wasserstoff befeuert. Unser Produkt<br />

Voss Lok 40 ist genau darauf ausgelegt. Der bereits erwähnte<br />

Fachkräftemangel ist eine weitere Herausforderung, die uns<br />

auf Dauer beschäftigen wird. Um dem ein wenig entgegenzuwirken,<br />

sind unsere Produkte besonders einfach in der Handhabung.<br />

Zusätzlich weisen die Schulungen von Voss das Fachpersonal<br />

perfekt in den Verbau und die Bedienung der hydraulischen<br />

Verbindungstechnik ein. Wir haben eine eigene Abteilung<br />

für Anwendungstechnik, die u. a. speziell dafür da ist,<br />

Kunden zu schulen und interne Montageaudits durchzuführen.<br />

Für den Kunden ist das ein hoher Mehrwert – und das<br />

zählt am Ende.<br />

Bilder: Voss Fluid<br />

www.Voss-fluid.net<br />

Stehen Sie vor Herausforderungen beim Design Ihrer<br />

Maschine? Die Antworten finden Sie bei HydraForce –<br />

dem führenden Hersteller von hydraulischen Präzisions-<br />

Bewegungssteuerungen für mobile und industrielle<br />

Anwendungen. Durch die Zusammenarbeit mit HydraForce<br />

haben Sie Zugang zu unübertroffenem Engineering-Knowhow,<br />

dem breitesten Portfolio von Einschraubventilen,<br />

kundenspezifischen Multifunktionsventilblöcken<br />

und branchenführenden Fernverwaltungslösungen.<br />

Mit HydraForce haben Sie die Kraft, eine bessere<br />

Maschine zu bauen. Besuchen Sie HydraForce.com.<br />

Lincolnshire, IL, USA +1 847-793-2300<br />

Birmingham, UK +44 121 333 1800<br />

Changzhou, China +86 519 6988 1200<br />

São Paulo, Brasilien +55 11 4786 4555<br />

Eussenheim, DE +49 9353 9855 86<br />

Karlsruhe, DE +49 721 2048 3493<br />

Zweibrücken, DE +49 6332 79 2350<br />

© 2022 HydraForce, Inc.


PRODUKTE UND ANWENDUNGEN TITEL<br />

HYDRAULIKAGGREGATE<br />

Dr.-Ing Tobias Pietrzyk, Entwicklungsingenieur<br />

„Innovationen und neue Felder Aggregate“,<br />

Dr. Nora Nägele, Leiterin Produktbereichsmarketing,<br />

beide HYDAC <strong>Fluidtechnik</strong> GmbH, Sulzbach/Saarland<br />

VERSORGUNG HYDROSTATISCHER LENKSYSTEME<br />

DREHZAHLVARIABLE<br />

BEDARFSSTROMREGELUNG<br />

MOBILER AGGREGATE


HYDRAULIKAGGREGATE<br />

Energie und Energieeffizienz gewinnt immer<br />

mehr an Bedeutung, auch und gerade für<br />

hydraulische Systeme. Anbieter von<br />

Hydrauliksystemen arbeiten an intelligenten<br />

Lösungen, um die Effizienz ihrer Systeme zu<br />

steigern. Immer wichtiger wird dabei auch eine<br />

an das Antriebssystem angepasste<br />

Betriebsstrategie. Das Unternehmen Hydac<br />

beschreibt einen solchen Ansatz am Beispiel<br />

eines hydrostatischen Lenksystems.<br />

Mit der zunehmenden Elektrifizierung mobiler Arbeitsmaschinen<br />

ergeben sich für die hydraulische<br />

Antriebstechnik neue Herausforderungen sowie<br />

der Bedarf nach effizienten, kompakten und zugleich<br />

leisen Antrieben. Im Vergleich zu konventionellen Maschinen<br />

sinkt die zur Verfügung stehende Energie in der Batterie.<br />

Gleichzeitig begrenzen der Bauraum auf der Maschine und die<br />

Anschaffungskosten die Größe der Batterie und damit die verfügbare<br />

Energie. Darüber hinaus ist die Reichweite der Maschine<br />

drostatischen Lenksystems mit Energie zur Lenkunterstützung.<br />

Die Versorgung erfolgt oftmals noch über ein Konstantstromsystem,<br />

das dem Lenksystem, unabhängig vom Bedarf, hydraulische<br />

Energie in Form von Volumenstrom bereitstellt. Wird die Lenkung<br />

vom Fahrer bei einer Geradeausfahrt nicht benötigt oder<br />

nimmt dieser nur eine kleine Lenkkorrektur vor, wird ein Großteil<br />

der bereitgestellten Energie nicht benötigt. Das Potenzial zur<br />

Steigerung der Maschineneffizienz ergibt sich durch die Reduzierung<br />

des überschüssigen Volumenstroms, der von der Versorgung<br />

bereitgestellt wird. Die Herausforderung besteht in der dynamischen<br />

Bereitstellung der Energie, denn für den Fahrer der<br />

Maschine soll durch die bedarfsgerechte Versorgung keinen Unterschied<br />

im Lenkverhalten feststellbar sein. Unabhängig von der<br />

Elektrifizierung stellt auch weiterhin der verfügbare Bauraum für<br />

die Antriebstechnik eine Anforderung dar.<br />

DREHZAHLVARIABLE AGGREGATE FÜR<br />

MOBILE ANWENDUNGEN<br />

Hydac hat speziell für die Anforderungen in mobilen Arbeitsmaschinen<br />

das Hydac EcoPack entwickelt- ein modularer Aggregate-Baukasten.<br />

Dabei floss die langjährige Erfahrung der Ingenieure<br />

im Bereich der Elektrostapler und Hubarbeitsbühnen sowie<br />

der Mobilhydraulik in die Entwicklung ein. Das Hydac EcoPack<br />

ist ein Kunden- und Anwendungsindividueller Baukasten für Aggregate.<br />

Die Versorgungsspannung reicht im Niedervoltbereich<br />

von 24 bis 96 V und im Hochvoltbereich bis aktuell 400 V. In Zukunft<br />

sind auch höhere Spannungen bis 800 V angedacht.<br />

EFFIZIENZSTEIGERUNG DURCH<br />

REDUZIERUNG DES ÜBERFLÜSSIGEN<br />

VOLUMENSTROMS<br />

mit einer Batterieladung ein wichtiges Differenzierungsmerkmal<br />

für die Hersteller elektrifizierter mobiler Maschinen.<br />

Dementsprechend rückt eine energieeffiziente<br />

Auslegung des elektro-hydraulischen Antriebs deutlich<br />

mehr in den Fokus der Entwicklung. Es gibt verschiedene<br />

Möglichkeiten die Effizienz des hydraulischen Antriebs<br />

zu verbessern: Dazu zählen u.a. die Nutzung von Einzelkomponenten<br />

mit einem hohen Wirkungsgrad, die Verschiebung<br />

von Betriebspunkten in einen effizienteren Arbeitspunkt<br />

des Antriebs sowie eine effiziente<br />

Betriebsstrategie des Antriebs.<br />

ANTRIEBSKONZEPT KOMBINIERT MIT<br />

BETRIEBSSTRATEGIE<br />

Insbesondere bei Systemen, die zwar eine hohe Spitzenleistung<br />

bei Bedarf abrufen müssen, jedoch einen hohen Zeitanteil eine<br />

geringe bis moderate Leistung abnehmen, besteht ein hohes Potenzial<br />

zur Effizienzsteigerung durch ein entsprechendes Antriebskonzept<br />

in Kombination mit einer Betriebsstrategie. Ein<br />

Beispiel für solch einen Verbraucher ist die Versorgung eines hy-<br />

01 Hydac EcoPack - Drehzahlvariable Aggregate<br />

für mobile Anwendungen<br />

www.oup-fluidtechnik.de <strong>O+P</strong> <strong>Fluidtechnik</strong> <strong>2023</strong>/04 17


HYDRAULIKAGGREGATE<br />

PRODUKTE UND ANWENDUNGEN TITEL<br />

02<br />

Das EcoPack nutzt permanenterregte Synchronmotoren, die eine<br />

große Leistungsdichte mit einem hohen Wirkungsgrad vereinen.<br />

Abhängig von der Anwendung kann der Kunde einen Motor mit<br />

Luft- oder Wasserkühlung wählen. Der Leistungsbereich reicht<br />

von ca. 3 bis 30 kW. Der Baukasten umfasst verschiedene Pumpenbauarten<br />

- angefangen von Außenzahnradpumpen in Silent<br />

und Super Silent Ausführung mit einem Druckbereich bis 250 bar<br />

bis hin zu Innenzahnradpumpen mit einem Druckbereich von<br />

bis zu 320 bar. Die Pumpen sind als Einzel- bis zu Dreifachpumpe<br />

erhältlich. Durch die Anwendungsindividuelle Auslegung der<br />

Pumpe können z. B. unterschiedliche Verbraucherdruckniveaus<br />

durch Mehrfachpumpen aufgeteilt werden. Damit können Drosselverluste<br />

im System vermieden werden. Um dem steigenden<br />

Geräuschsansprüchen gerecht zu werden, umfasst der EcoPack-<br />

Baukasten geräuschoptimierte Pumpen.<br />

Die Drehzahlvariabilität des Antriebs erlaubt zudem eine bedarfsgerechte<br />

Versorgung der Verbraucher mit Konstantpumpen.<br />

Dabei wird nur so viel hydraulische Energie bereitgestellt, wie der<br />

Verbraucher auch tatsächlich benötigt. Es wird der Zusammenhang<br />

genutzt, dass der Volumenstrom einer Pumpe proportional<br />

zur Antriebsdrehzahl steht. Die bedarfsgerechte Versorgung kann<br />

über eine Drehzahlsteuerung erfolgen, wobei die Drehzahl proportional<br />

zu einem Steuersignal (z. B. von einem Joystick) vom<br />

elektro-hydraulischen Antrieb eingeregelt wird. Steht ein solches<br />

Signal nicht zur Verfügung, kann die bedarfsgerechte Versorgung<br />

in einem geschlossenen Regelkreis erfolgen. Die Bedarfsrückmeldung<br />

an den elektro-hydraulischen Antrieb erfolgt z.B. über<br />

das Load-Sensing Signal der Verbraucher.<br />

BEDARFSGERECHTE ELEKTRO-HYDRAULISCHE<br />

VERSORGUNG<br />

Im Kontext energieeffizienter Antriebslösungen im Bereich mobile<br />

Arbeitsmaschinen untersucht Hydac auf Vorentwicklungsebene<br />

die drehzahlvariable bedarfsgerechte Versorgung am Beispiel<br />

von hydrostatischen Lenksystemen. Hydrostatische Lenksysteme<br />

verbinden eine Vielzahl von Maschinen, angefangen von<br />

der Landmaschine, über den Radlader bis hin zum Teleskoplader.<br />

Dabei stellt die Energieversorgung des Lenksystems zur<br />

BEDARFSGERECHTE STEUERUNG<br />

ERFOLGT IN EINEM GESCHLOSSENEN<br />

REGELKREIS<br />

Lenkunterstützung einen Dauerverbraucher in der Maschine dar,<br />

mit einem hohen Anspruch an das dynamische Ansprechverhalten.<br />

Eine unzureichende Dynamik in der Versorgung bedeutet für<br />

den Fahrer, dass er plötzlich deutlich mehr Kraft beim Lenken<br />

ausüben muss, da die Lenkunterstützung entfällt. Dies ist aus<br />

Komfortgründen zu vermeiden.<br />

Hydac hat speziell für die effiziente Versorgung eines hydrostatischen<br />

Lenksystems, mit seinem spezifischem Lastkollektiv,<br />

ein Antriebskonzept entwickelt. Bei der Analyse dieser Lastkollektive<br />

wurde festgestellt, dass sowohl bei einer Straßenfahrt als<br />

auch beim lenkintensiven Arbeiten ein hoher Zeitanteil mit<br />

niedrigen Volumenstrombedarf vorliegt. Das entwickelte Antriebskonzept<br />

zielt darauf ab, diesen Betriebspunkt der Versorgung<br />

besonders effizient zu versorgen. Dazu wird eine Doppelpumpeneinheit<br />

genutzt bei der, abhängig vom Volumenstrombedarf,<br />

die größere Pumpenstufe elektronisch in den drucklosen<br />

18 <strong>O+P</strong> <strong>Fluidtechnik</strong> <strong>2023</strong>/04 www.oup-fluidtechnik.de


HYDRAULIKAGGREGATE<br />

02 Aggregat zur drehzahlvariablen<br />

Bedarfsstromregelung<br />

03 Beispielhaftes Lastkollektiv eines<br />

hydrostatischen Lenksystems<br />

03<br />

Umlauf geschaltet werden kann. Durch das Zu- und Abschalten<br />

der größeren Pumpenstufe wird ähnlich wie bei einer Verstellpumpe<br />

das effektiven Schluckvolumen zwischen minimal und<br />

maximal stufenweise verstellt. Im Fall eines hohen Volumenstrombedarfs<br />

wird die Drehzahlvariabilität des Antriebs genutzt,<br />

um den von der Versorgung bereitgestellten Volumenstrom bedarfsgerecht<br />

an den vom Verbraucher benötigten Volumenstrom<br />

anzupassen. Die Bedarfsrückmeldung erfolgt ausschließlich<br />

über das hydraulische LS-Signal des Verbrauchers – im Fall des<br />

hydrostatischen Lenksystems ist der Verbraucher das Lenkorbitrol.<br />

Die bedarfsgerechte Steuerung und Regelung des Aggregats<br />

erfolgt in einem geschlossenen Regelkreis auf einem Hydac<br />

Steuergerät. Das Spannungsniveau des hier eingesetzten Aggregats<br />

beträgt 48 V, der maximale Volumenstrom liegt bei 30 l/min<br />

und das maximale Druckniveau bei 180 bar. Bei der Entwicklung<br />

wurde auf Komponenten des EcoPack-Baukastens zurückgegriffen,<br />

wodurch eine Skalierbarkeit auf andere Leistungsbereiche<br />

möglich ist.<br />

PRAXISERFAHRUNG DURCH<br />

VERSUCHSMASCHINEN<br />

Die bedarfsgerechte elektro-hydraulische Versorgung des Lenksystems<br />

wurde in einer Versuchsmaschine, einem Traktor mit einer<br />

Leistung von ca. 55 kW und einem Gewicht von ca. 3,75 t, hinsichtlich<br />

Dynamik, Fahrgefühl und Energieeinsparung messtechnisch<br />

erprobt. Die Versuchsmaschine wurde dahingehend modifiziert,<br />

dass zwischen der konventionellen Versorgung<br />

(Konstantpumpe die vom Dieselmotor angetrieben wird) und der<br />

bedarfsgerechten elektro-hydraulischen Versorgung Umgeschaltet<br />

werden kann. Die integrierte Sensorik ermöglicht dabei die<br />

Erfassung der hydraulischen Leistung der beiden Versorgungen.<br />

Bei Messfahrten konnte das Potenzial zur Steigerung der Maschineneffizienz<br />

identifiziert werden.<br />

Bei einer Messfahrt, welche dem Lastkollektiv „Lenkintensives<br />

Arbeiten“ entspricht, konnte gegenüber der konventionellen Versorgung<br />

eine Einsparung der hydraulischen Energie von 65 % erzielt<br />

werden - bei einer Straßenfahrt sogar bis zu 79 %. Weiter<br />

zeichnete sich das Aggregat bei der Erprobung durch sein sehr<br />

geringes Geräuschniveau aus. Besonders hervorzuheben ist darüber<br />

hinaus, dass für den Fahrer kein Unterschied im Lenkverhalten<br />

spürbar ist.<br />

Derzeit wird die Skalierbarkeit auf höhere Leistungsklassen<br />

untersucht, mit denen auch andere Anwendungen und Funktionen<br />

in der Maschine realisierbar werden - wie z. B. die Versorgung<br />

der Arbeitshydraulik.<br />

Für die energieeffiziente elektro-hydraulischer Versorgung bei<br />

der Elektrifizierung von Maschinen hat Hydac viel Erfahrung gesammelt,<br />

die das Unternehmen gern mit seinen Kunden teilt.<br />

Bilder: Hydac<br />

www.Hydac.com<br />

POINTIERT<br />

INTEGRIERTE SENSORIK ERFASST DIE<br />

HYDRAULISCHE LEISTUNG<br />

BEDARFSRÜCKMELDUNG ERFOLGT ÜBER<br />

HYDRAULISCHES LS-SIGNAL<br />

MEHRFACHPUMPEN VERRINGERN<br />

DROSSELVERLUSTE IM SYSTEM<br />

www.oup-fluidtechnik.de <strong>O+P</strong> <strong>Fluidtechnik</strong> <strong>2023</strong>/04 19


HANNOVER MESSE<br />

INDUSTRIAL TRANSFORMATION – MAKING THE DIFFERENCE<br />

HANNOVER MESSE <strong>2023</strong><br />

PRODUKTE UND ANWENDUNGEN<br />

Die Liste der Herausforderungen für die Industrie<br />

ist lang: Klimawandel, Energieknappheit,<br />

unterbrochene Lieferketten, Fachkräftemangel.<br />

Die Lösung liegt im konsequenten Einsatz von<br />

Technologien. Gleichzeitig müssen die<br />

wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen<br />

richtig gesetzt werden. Die Hannover Messe<br />

<strong>2023</strong> bietet beides: Technologien für eine<br />

vernetzte und klimaneutrale Industrie sowie die<br />

Weltbühne für den Diskurs zwischen Industrie,<br />

Politik, Wissenschaft und Gesellschaft.<br />

Die Hannover Messe ist die Weltleitmesse der Industrie.<br />

Ihr Leitthema „Industrial Transformation – Making the<br />

Difference“ verbindet die Ausstellungsbereiche Automation,<br />

Motion & Drives, Digital Ecosystems, Energy<br />

Solutions, Engineered Parts & Solutions sowie Future Hub, Compressed<br />

Air & Vacuum und Global Business & Markets. Zu den<br />

Top-Themen zählen Dekarbonisierung, Industrie 4.0, IT-Sicherheit,<br />

künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, Kreislaufwirtschaft,<br />

Logistik 4.0 sowie Wasserstoff und Brennstoffzellen.<br />

Konferenzen und Foren ergänzen das Programm. Die Hannover<br />

Messe wird vom 17. bis zum 21. April in Hannover ausgerichtet.<br />

Eröffnet wird die Messe von Bundeskanzler Olaf Scholz und dem<br />

indonesischen Staatspräsidenten Joko Widodo. Indonesien ist in<br />

diesem Jahr Partnerland der Industriemesse.<br />

LÖSUNGEN FÜR EINE VERNETZTE UND<br />

KLIMANEUTRALE INDUSTRIE<br />

„CO 2<br />

-neutrale Produktion, Künstliche Intelligenz, Wasserstofftechnologien,<br />

Energiemanagement und Industrie 4.0 – das sind<br />

die übergreifenden Themen der Hannover Messe <strong>2023</strong>“, sagt Dr.<br />

Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe AG.<br />

„Nur im Zusammenspiel dieser Technologien wird es gelingen,<br />

unseren Wohlstand nachhaltig zu sichern und gleichzeitig den<br />

Klimaschutz voranzutreiben.“ Auf der Weltleitmesse der Industrie<br />

zeigen rund 4.000 Unternehmen aus dem Maschinenbau, der<br />

Elektro- und Digitalindustrie sowie der Energiewirtschaft Lösungen<br />

für die Produktion und Energieversorgung der Zukunft.<br />

Von der Digitalisierung und Automatisierung komplexer Produktionsprozesse<br />

über den Einsatz von Wasserstoff zur Energieversorgung<br />

von Fabriken bis hin zur Anwendung von Software<br />

zur Erfassung und Reduzierung des CO 2<br />

-Fußabdrucks bietet die<br />

Hannover Messe ein ganzheitliches Bild.<br />

INDUSTRIE 4.0 & MANUFACTURING X<br />

Damit das volle Potenzial von Industrie 4.0 erschlossen werden<br />

kann, braucht es Daten. Viele Daten, auf die alle am Wertschöpfungsprozess<br />

beteiligten Unternehmen zugreifen können. Ein<br />

neues zusammenhängendes Datenökosystem soll Abhilfe schaffen:<br />

Manufacturing X. Vorangetrieben wird diese Vision einer<br />

souveränen und sicheren Datenplattform unter anderem von den<br />

20 <strong>O+P</strong> <strong>Fluidtechnik</strong> <strong>2023</strong>/04 www.oup-fluidtechnik.de


HANNOVER MESSE<br />

Wirtschaftsverbänden BDI, VDMA und ZVEI. Im engen Schulterschluss<br />

mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz<br />

werden auf der Hannover Messe die ersten Schritte zur<br />

Umsetzung von Manufacturing X vorgestellt.<br />

CHATGPT AUCH FÜR DIE INDUSTRIE?<br />

Künstliche Intelligenz (KI) spielt in der Industrie eine immer größere<br />

Rolle. Neben der Optimierung von Prozessen setzt die produzierende<br />

Industrie zunehmend auf KI in der Simulation und in<br />

der Produktentwicklung.<br />

Auch die sogenannte generative KI wird den Weg in die Industrie<br />

finden. Systeme wie ChatGPT oder DALL-E können heute<br />

schon beim Texten, Programmieren und Designen unterstützen.<br />

In Zukunft ist durchaus denkbar, dass eine KI eine Maschine entwirft<br />

und der Mensch dann überprüft, welche Anpassungen für<br />

einen Realbetrieb notwendig sind. Das spart Zeit und bietet angesichts<br />

des vorherrschenden Fachkräftemangels erhebliches<br />

Potenzial. Zum Thema KI bietet die Hannover Messe ein umfassendes<br />

Angebot an Besucherführungen, Foren und Präsentationen<br />

von KI-Tools und Use Cases der Aussteller.<br />

ENERGIE- UND HOFFNUNGSTRÄGER<br />

WASSERSTOFF<br />

Bundeswirtschaftsminister Dr. Robert Habeck ist auch in diesem Jahr<br />

ein gern gesehener Gast und wird am zweiten Messetag nach<br />

Hannover kommen<br />

Grüner Wasserstoff ist in aller Munde. Die Industrie will sich damit<br />

aus der Abhängigkeit von fossiler Energie lösen und CO 2<br />

-<br />

Emissionen reduzieren. Das Bundesministerium für Wirtschaft<br />

und Klimaschutz bezeichnet Wasserstoff derweil als einen<br />

Schlüsselenergieträger, der für den langfristigen Erfolg der Energiewende<br />

und für den Klimaschutz essenziell ist. Dennoch gibt es<br />

Herausforderungen. Das Herstellen von Wasserstoff ist aufwendig<br />

und teuer. Fragen der Verfügbarkeit, des Transports und der<br />

Speicherung im großen Maßstab müssen noch geklärt werden.<br />

Mehr als 500 Unternehmen auf der Hannover Messe zeigen Lösungen<br />

für den Einsatz von Wasserstoff in der Industrie. Anwender<br />

aus der Industrie und politische Entscheidungsträger können<br />

sich in Hannover ein ganzheitliches Bild über das Potenzial des<br />

Energieträgers machen und erkennen, welche Weichen auf dem<br />

Weg zu einer wasserstoffbasierten Industrie zu stellen sind. Bundeswirtschaftsminister<br />

Dr. Robert Habeck wird am zweiten Messetag<br />

nach Hannover kommen, um mit der Industrie den Weg zur<br />

klimafreundlichen Produktion zu diskutieren.<br />

PARTNERLAND INDONESIEN<br />

Mit Indonesien präsentiert sich die größte Wirtschaftsmacht in<br />

der ASEAN Region als Partnerland der Hannover Messe <strong>2023</strong>.<br />

Das Motto lautet: Making Indonesia 4.0.<br />

Indonesien hat sich zum Ziel gesetzt, im Jahre 2030 zu den Top-<br />

Ten der Weltwirtschaftsakteure zu gehören mithilfe von sieben<br />

vorrangigen Sektoren, nämlich Lebensmittel und Getränke, Textilien<br />

und Bekleidung, Automobile, Elektronik, Chemikalien sowie<br />

medizinische Geräte und Pharmazeutika. Der Anteil der<br />

Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung soll bis dahin<br />

51,6 Prozent am Gesamtzubau ausmachen.<br />

17. - 21. April <strong>2023</strong><br />

Halle 6 / Stand C60<br />

kracht.eu


HANNOVER MESSE<br />

Auf der Veranstaltung wird Indonesien die neuesten Investitionsmöglichkeiten<br />

für Industrietechnologie präsentieren und verschiedene<br />

Reihen von Aktivitäten im Zusammenhang mit Industrie<br />

4.0, Business Summits und Konferenzen im indonesischen<br />

Pavillon auf dem Messegelände der Hannover Messe mit einer<br />

geschätzten Fläche von 3.000 m² organisieren. Mehr als 150 Mitaussteller<br />

nehmen hier teil, die verschiedene Unterthemen repräsentieren,<br />

unter anderem: Technische Teile und Lösungen,<br />

Future Hub, Nachhaltigkeit und Energiewende, Globales Geschäft<br />

und Märkte, Druckluft und Vakuum, Digitale Ökosysteme,<br />

Antriebstechnik und Automatisierung sowie Motion and Drives.<br />

INTERNATIONALES CEO-PANEL ZUR<br />

DRUCKLUFT- UND VAKUUMTECHNIK<br />

Die Druckluft- und Vakuumtechnik wird kontinuierlich digitalisiert,<br />

aber ist die Digitalisierung wirklich das Allheilmittel, wenn<br />

es um Nachhaltigkeit und Energieeffizienz geht? Darauf gibt das<br />

internationale CEO-Panel zur Druckluft- und Vakuumtechnik auf<br />

der Hannover Messe Antworten – am 20 April in Halle 3.<br />

Geschäftsführer*innen führender Unternehmen aus der Branche<br />

diskutieren über den Unterschied zwischen Theorie und Praxis.<br />

Zu den Rednern zählen: Thomas Kaeser von Kaeser Kompressoren,<br />

A. Can Dirin von Lupamat Makina, Olaf Hoppe von Boge<br />

Kompressoren, Helen Landhäußer von LOOXR sowie Klaus Peter<br />

Glöckner von Aerzener Maschinenfabrik. Seitens des Mitveranstalters<br />

VDMA Kompressoren, Druckluft- und Vakuumtechnik,<br />

gibt Christoph Singrün einen Überblick über die hierzu relevanten<br />

Aktivitäten. Die Themen-Palette umfasst unter anderem die<br />

Digitalisierung der Druckluftversorgung, vorausschauende Instandhaltung<br />

sowie die Wasserstoff-Revolution<br />

Bilder: Deutsche Messe AG<br />

www.hannovermesse.de<br />

VDMA AUF DER HANNOVER MESSE <strong>2023</strong><br />

Die Unternehmen der VDMA-Fachverbände Antriebstechnik<br />

und <strong>Fluidtechnik</strong> werden auch in diesem Jahr ihre<br />

Komponenten und Systeme präsentieren. In Halle 6/ B57,<br />

befindet sich der Firmengemeinschaftsstand der drei<br />

Fachverbände Antriebstechnik, <strong>Fluidtechnik</strong> und Elektrische<br />

Automation. Der VDMA selbst ist in Halle 6, Stand<br />

A48 und Stand A52 vertreten. Flankiert werden die<br />

<strong>Fluidtechnik</strong>- und Antriebstechnikaktivitäten durch<br />

VDMA-Initiativen wie der Schnittstellenstandard OPC UA,<br />

die Allianz „Industrial Digital Twin Association e.V.“<br />

(IDTA), die AG „Wireless Communications for Machines“<br />

sowie das Competence Center „Industrial Security“. Mit<br />

Manufacturing-X, dem föderativen Datenraum-Ökosystem<br />

für das produzierende Gewerbe, schließt sich nun<br />

auch die Plattformlücke. So hilft der VDMA, die interoperable<br />

Systemlandschaft einer intelligent vernetzten<br />

Produktion Industrie 4.0 zu realisieren. Bei der Digitalisierung<br />

ist der Fachverband <strong>Fluidtechnik</strong> mit dem in der<br />

Verwaltungsschale erzeugten digitalen Zwilling ein<br />

Vorreiter. Daten über den gesamten Lebenszyklus liegen<br />

herstellerübergreifend standardisiert, strukturiert und<br />

kompatibel mit anderen Formaten vor. Teilmodelle, die<br />

Daten für bestimmte Use Cases beinhalten, ermöglichen<br />

neue Geschäftsmodelle. Die Ergebnisse, veröffentlicht<br />

unter fluidtechnik40.de, sind das Resultat jahrelanger<br />

Standardisierungsaktivitäten, welche unter großem<br />

Einsatz vorangetrieben wurden und werden.<br />

www.vdma.org<br />

IMPRESSUM<br />

PRODUKTE UND ANWENDUNGEN<br />

FLUIDTECHNIK<br />

erscheint <strong>2023</strong> im 67. Jahrgang<br />

REDAKTION<br />

Chefredakteur: Miles Meier (mm),<br />

Tel.: 06131/992-208, E-Mail: m.meier@vfmz.de<br />

(verantwortlich i.S.d. § 18 Abs. 2 MStV)<br />

Redakteur:<br />

Dipl.-Ing. Manfred Weber (MW),<br />

Tel.: 06131/992-202, E-Mail: m.weber@vfmz.de<br />

Redaktionsassistenz:<br />

Vivien Backof, Tel.: 06131/992-415, Melanie Lerch,<br />

Tel.: 06131/992-261, Petra Weidt, Tel.: 06131/992-371,<br />

E-Mail: redaktionsassistenz_vfv@vfmz.de,<br />

(Redaktionsadresse siehe Verlag)<br />

Herausgeberin: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Katharina Schmitz,<br />

Institutsdirektorin, Tel: 0241/80-47701<br />

E-Mail: sc@ifas.rwth-aachen.de<br />

ifas – Institut für fluidtechnische Antriebe und Systeme<br />

RWTH Aachen University, Campus-Boulevard 30,<br />

52074 Aachen, www.ifas.rwth-aachen.de<br />

Organ: Organ des Forschungsfonds des Fachverbandes<br />

<strong>Fluidtechnik</strong> im VDMA<br />

GESTALTUNG<br />

Sonja Daniel, Anette Fröder, Conny Grothe<br />

ISSN 0341-2660<br />

ISSN E-Paper: 2747-8009<br />

SALES<br />

Oliver Jennen, Tel.: 06131/992-262,<br />

E-Mail: o.jennen@vfmz.de<br />

Andreas Zepig, Tel.: 06131/992-206,<br />

E-Mail: a.zepig@vfmz.de<br />

Auftragsmanagement: Heike Rauschkolb,<br />

Tel.: 06131/992-241, E-Mail: h.rauschkolb@vfmz.de<br />

Anzeigenpreisliste <strong>2023</strong>, gültig ab 01.10.2022<br />

LESERSERVICE<br />

vertriebsunion meynen GmbH & Co. KG,<br />

Große Hub 10, 65344 Eltville, Tel.: 06123/9238-266<br />

Bitte teilen Sie uns Anschriften- und sonstige Änderungen<br />

Ihrer Bezugsdaten schriftlich mit<br />

(Fax: 06123/9238-267, E-Mail: vfv@vertriebsunion.de).<br />

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Einzelheftpreis: € 17,50 (zzgl. Versandkosten)<br />

Jahresabonnement Inland: € 165,- (inkl. Versandkosten)<br />

Jahresabonnement Ausland: € 186,- (inkl. Versandkosten)<br />

Abonnements verlängern sich automatisch um ein<br />

weiteres Jahr, wenn sie nicht spätestens vier Wochen vor<br />

Ablauf des Bezugsjahres schriftlich gekündigt werden.<br />

VERLAG<br />

Vereinigte Fachverlage GmbH<br />

Lise-Meitner-Straße 2, 55129 Mainz<br />

Postfach 100465, 55135 Mainz<br />

Tel.: 06131/992-200<br />

E-Mail: info@vfmz.de, www.vereinigte-fachverlage.de<br />

Handelsregister-Nr.: HRB 2270, Amtsgericht Mainz<br />

Umsatzsteuer-ID: DE149063659<br />

Ein Unternehmen der Cahensly Medien<br />

Geschäftsführer: Dr. Olaf Theisen, Matthias Niewiem<br />

Verlagsleiter: Dr. Michael Werner, Tel.: 06131/992-401<br />

Chef vom Dienst: Dipl.-Ing. (FH) Winfried Bauer<br />

Leitende Chefredakteurin: Dipl.-Ing. (FH) Nicole Steinicke<br />

Head of Sales: Carmen Nawrath<br />

Tel.: 06131/992-245, E-Mail: c.nawrath@vfmz.de<br />

(verantwortlich für den Anzeigenteil)<br />

Vertrieb: Sarina Granzin, Tel.: 06131/992-148,<br />

E-Mail: s.granzin@vfmz.de<br />

DRUCK UND VERARBEITUNG<br />

Westdeutsche Verlags- und Druckerei GmbH<br />

Kurhessenstraße 4 - 6, 64546 Mörfelden-Walldorf<br />

DATENSPEICHERUNG<br />

Ihre Daten werden von der Vereinigte Fachverlage GmbH<br />

gespeichert, um Ihnen berufsbezogene, hochwertige Informationen<br />

zukommen zu lassen. Sowie möglicherweise von<br />

ausgewählten Unternehmen genutzt, um Sie über berufsbezogene<br />

Produkte und Dienstleistungen zu informieren.<br />

Dieser Speicherung und Nutzung kann jederzeit schriftlich<br />

beim Verlag widersprochen werden (vertrieb@vfmz.de).<br />

Die Zeitschrift sowie alle in ihr enthaltenen Beiträge und<br />

Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Mit der<br />

Annahme des redaktionellen Contents (Texte, Fotos,<br />

Grafiken etc.) und seiner Veröffentlichung in dieser<br />

Zeitschrift geht das umfassende, ausschließliche, räumlich,<br />

zeitlich und inhaltlich unbeschränkte Nutzungsrecht<br />

auf den Verlag über. Dies umfasst insbesondere das Recht<br />

zur Veröffentlichung in Printmedien aller Art sowie<br />

entsprechender Vervielfältigung und Verbreitung, das<br />

Recht zur Bearbeitung, Umgestaltung und Übersetzung,<br />

das Recht zur Nutzung für eigene Werbezwecke, das<br />

Recht zur elektronischen/digitalen Verwertung, z. B. Einspeicherung<br />

und Bearbeitung in elektronischen Systemen,<br />

zur Veröffentlichung in Datennetzen sowie Datenträger<br />

jedweder Art, wie z. B. die Darstellung im Rahmen<br />

von Internet- und Online-Dienstleistungen, CD-ROM, CD<br />

und DVD und der Datenbanknutzung und das Recht, die<br />

vorgenannten Nutzungsrechte auf Dritte zu übertragen,<br />

d. h. Nachdruckrechte einzuräumen. Eine Haftung für die<br />

Richtigkeit des redaktionellen Contents kann trotz sorgfältiger<br />

Prüfung durch die Redaktion nicht übernommen<br />

werden. Signierte Beiträge stellen nicht unbedingt die Ansicht<br />

der Redaktion dar. Für unverlangt eingesandte<br />

Manuskripte kann keine Gewähr übernommen werden.<br />

Grundsätzlich dürfen nur Werke eingesandt werden, über<br />

deren Nutzungsrechte der Einsender verfügt, und die<br />

nicht gleichzeitig an anderer Stelle zur Veröffentlichung<br />

eingereicht oder bereits veröffentlicht wurden.<br />

Datenschutzerklärung: ds-vfv.vfmz.de<br />

Es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen.<br />

Mitglied der Informations-Gemeinschaft<br />

zur Feststellung der Verbreitung von<br />

Werbeträgern e. V. (IVW), Berlin.<br />

22 <strong>O+P</strong> <strong>Fluidtechnik</strong> <strong>2023</strong>/04 www.oup-fluidtechnik.de


MARKTPLATZ<br />

FOKUS AUF DIE MASCHINENSICHERHEIT<br />

Pilz veranschaulicht auf der<br />

Hannover Messe in Halle 9,<br />

Stand D17 wie die Industrie<br />

durch eine zuverlässige Safety<br />

und Security unterstützt<br />

werden kann. Als Schlüssel für<br />

individuell anpassbare<br />

Prozesse und Lösungen<br />

präsentiert das Automatisierungsunternehmen<br />

seine<br />

Steuerungssysteme. Daneben stehen das sichere Zugangsmanagement<br />

I.A.M. (Identification and Access Management) sowie<br />

die sichere Automatisierung Fahrerloser Transportsysteme (FTS)<br />

im Lösungsfokus. Highlight <strong>2023</strong>: Das Experten-Panel rund um<br />

„Safety und Security“ als Plattform für Wissen und gemeinsamen<br />

Austausch auf dem Pilz-Messestand. Im Mittelpunkt<br />

stehen Themen rund um die Maschinensicherheit entlang des<br />

Maschinen- und Anlagenlebenszyklus. Vor dem Hintergrund<br />

des Experten-Panels stellt Pilz in Hannover seine neue Schulung<br />

zum „CESA – Certified Expert for Security in Automation“ – eine<br />

Qualifizierung zum Security-Experten – sowie nun neu seine<br />

passgenaue Dienstleistung für die Validierung vor.<br />

www.pilz.com<br />

EFFIZIENZ UND SICHERHEIT<br />

Auf der Hannover Messe zeigen<br />

Unternehmen unter anderem<br />

Technologien und Lösungen für<br />

eine vernetzte und klimaneutrale<br />

Industrie. Nachhaltigkeit ist auch<br />

bei Roth Hydraulics das zentrale<br />

Thema. Das Unternehmen zeigt<br />

sein Sortiment an Kolben-,<br />

Blasen- und Membranspeichern:<br />

Vom Standard-Membranspeicher bis zu kundenspezifischen<br />

Speicheranlagen mit mehr als 100.000 Liter Gasvolumen<br />

erfüllen die Druckspeicher vielfältige Aufgaben in allen<br />

Anwendungen der Hydraulik. Erstmals präsentiert Roth<br />

Hydraulics das in Sicherheit und Effizienz optimierte Duralock-<br />

Gewinde: Die Innovation zeigt bei Berstversuchen eine gegenüber<br />

Standard-Gewinden signifikant verbesserte Belastbarkeit<br />

und bietet somit ein hohes Maß an Sicherheit. Zudem ermöglicht<br />

das Duralock-Gewinde schlankere Rohre und reduziert den<br />

Materialeinsatz je nach Baureihe um bis zu 25 Prozent.<br />

www.roth-hydraulics.de<br />

AZ_210 x 75 Schalter.qxp_Layout 1 28.02.23 09:08 Seite 1<br />

WASSERSTOFF-REZIRKULATIONSGEBLÄSE<br />

Als Teil der Hannover Messe<br />

öffnet parallel die Hydrogen +<br />

Fuel Cells Europe für interessierte<br />

Besucher der Wasserstoff- und<br />

Brennstoffzellen-Industrie ihre<br />

Türen. Die Vakuumexperten von<br />

Busch präsentieren auf der<br />

Hydrogen + Fuel Cells Europe in<br />

Halle 13 an Stand B16 mit dem<br />

TÜV-zertifizierten Wasserstoff-<br />

Rezirkulationsgebläse MINK MH die optimale Lösung für den<br />

Einsatz in Brennstoffzellen. Das Rezirkulationsgebläse MINK<br />

MH 0018 A garantiert die optimale Rezirkulation des Wasserstoffs<br />

innerhalb von Brennstoffzellen von bis zu 45 Kilowatt<br />

Leistung. Bei einer geringeren Rezirkulationsrate kann dieses<br />

Gebläse auch bei Brennstoffzellen bis 60 Kilowatt eingesetzt<br />

werden. Bei größeren Brennstoffzellen besteht die Möglichkeit,<br />

mehrere Gebläse parallel zu betreiben. Das neue Gebläse ist<br />

mit einem intelligenten, variablen Drehzahlantrieb ausgestattet.<br />

Dadurch lässt sich der Volumenstrom dem tatsächlichen<br />

Bedarf der Brennstoffzelle automatisch anpassen. Das Rezirkulationsgebläse<br />

kann bei Wasserstofftemperaturen von -30 bis<br />

+85 Grad Celsius und Umgebungstemperaturen von -30 bis +95<br />

Grad Celsius problemlos betrieben werden. Es eignet sich somit<br />

für den mobilen Einsatz in Fahrzeugen, wie auch für stationäre<br />

Brennstoffmodule.<br />

www.buschvacuum.com<br />

VIELFALT DER PI-TECHNOLOGIEN<br />

PI (PROFIBUS & PROFINET<br />

International) zeigt auf der<br />

Hannover Messe auf einem<br />

Gemeinschaftsstand in<br />

Halle 9 Stand D68 ihre<br />

Innovationen. Vorgestellt<br />

werden zahlreiche Technologie-Demos<br />

zu den<br />

aktuellen Themen PROFINET over TSN, PROFIsafe, OPC UA<br />

Safety, IO-Link Safety und omlox. Darüber hinaus werden die<br />

für die Anwendungen in der Prozessautomatisierung interessanten<br />

neuen Themen PROFINET over APL und PROFIsafe goes<br />

APL im Rahmen der Live-Demo für PROFINET PA gezeigt. Neu ist<br />

die Demo eines digitalen Zwillings von Antrieben und einer<br />

Maschine, die entsprechend auch real zu sehen ist.<br />

www.profibus.com<br />

DRUCKSCHALTER VAKUUMSCHALTER<br />

DIFFERENZ-DRUCKSCHALTER DRUCKSENSOREN<br />

ELEKTRONISCHE DRUCKSCHALTER<br />

Flexible Technologie<br />

www.layher-ag.de


MARKTPLATZ<br />

PRODUKTE UND ANWENDUNGEN<br />

MASSGESCHEIDERTE LÖSUNGEN FÜR<br />

DIE PROZESSLUFT<br />

So wie der Mensch<br />

die Luft zum Atmen<br />

braucht, so sind<br />

auch viele Industrieprozesse<br />

auf eine<br />

zuverlässige<br />

Versorgung mit<br />

Prozessluft angewiesen.<br />

Unter dem<br />

Motto „maßgeschneiderte,<br />

effiziente und<br />

smarte Lösungen für die Druckluft-, Prozessgas- und Vakuumtechnik“<br />

präsentiert der Kompressorspezialist Aerzen auf der<br />

Hannover Messe seine Lösungen (Portfolio) für die Verfahrensund<br />

Prozesstechnik. Zu den Exponaten gehören unter anderem<br />

die hocheffizienten Baureihen Delta Screw (Schraubenverdichter)<br />

und Delta Hybrid (Schraubengebläse), öleingespritzte<br />

Schraubenverdichterstufen für stationäre oder fahrbare<br />

Druckluftkompressoren, Vakuumgebläse sowie wassereingespritzte<br />

Schraubenverdichterstufen zur effizienten und<br />

sicheren Verdichtung von Wasserstoff.<br />

Ein Beispiel für kundenindividuelles Engineering sind die<br />

zweistufigen Schraubenverdichter der Baureihe 2C. Durch die<br />

nahtlose Überschneidung der Leistungsbereiche innerhalb der<br />

Baureihe 2C können diese Druckluftaggregate höchst flexibel<br />

an applikationsspezifische Anforderungen wie Volumenströme<br />

und Druckbereiche angepasst werden, um eine bestmögliche<br />

Maschinenauslastung für einen maximal wirtschaftlichen<br />

Betrieb zu erreichen. Für die wassergekühlte Ausführung ist<br />

optional eine Wärmerückgewinnung über Wärmetauscher<br />

realisierbar. Das eröffnet weitere Energieeffizienzpotenziale.<br />

Sie finden Aerzen auf der Hannover Messe <strong>2023</strong> in Halle 4 an<br />

Stand D41 (Hauptstand) sowie in Halle 013 an Stand D51/1<br />

(Schwerpunkt Wasserstoffverdichtung).<br />

www.aerzen.com<br />

NACHHALTIGE SCHUTZARTIKEL IN SERIE<br />

Das Thema Nachhaltigkeit kennzeichnet<br />

den Messeauftritt von<br />

Pöppelmann KAPSTO® in Halle 6,<br />

Stand G22: Wie Elemente aus<br />

Kunststoff für die Industrie hierzu<br />

beitragen können, zeigt der<br />

Entwickler und Produzent von<br />

Schutzkappen und Schutzstopfen<br />

mit seinem enorm erweiterten<br />

Sortiment an ressourcenschonenden Produkten, das soeben um<br />

mehr als 1.900 Serienartikel ergänzt wurde. Darunter sind<br />

Schutzelemente aus 100 Prozent Post-Consumer-Rezyklat<br />

(PCR), bei deren Herstellung bis zu 60 Prozent weniger CO2eq-<br />

Emissionen anfallen. Dazu zählen beispielsweise der neue<br />

VDA-Dichtstopfen GPN 247 sowie der VDA-Dichtstopfen GPN<br />

248 mit Lasche, beide entwickelt zum Schutz des Anschlussbereiches<br />

von VDA-Schnellverschlusskupplungen, und die<br />

VDA-Dichtkappe GPN 242 (Bild), die VDA-Schnellverschlussstutzen<br />

schützt. Diese drei Produkte, die das Umweltzeichen Blauer<br />

Engel tragen, sowie zahlreiche weitere neue Artikel aus 100<br />

Prozent PCR schonen natürliche Ressourcen, sind nach Gebrauch<br />

wieder komplett recycelbar und schließen damit den<br />

Kreislauf.<br />

www.poeppelmann.com<br />

MIT INVEOR FREQUENZUMRICHTER<br />

ENERGIE SPAREN<br />

LUDV VENTILPLATTFORM RS LARGE<br />

BREITER EINSETZBAR<br />

ENERGIEEFFIZIENTE<br />

FREQUENZUMRICHTER<br />

CO2<br />

FOOTPRINT<br />

REDUZIEREN<br />

Kostal Industrie Elektrik zeigt<br />

auf der Hannover Messe in<br />

Halle 5, Stand D04/6, wie<br />

einfach sich Bestandsanlagen<br />

mit einem motormontierten<br />

Inveor Frequenzumrichter<br />

nachrüsten und sich so bis zu<br />

50 % der Energie und Kosten<br />

einsparen lassen. Der motormontierte<br />

Ansatz von Kostal<br />

basiert auf einem durchdachten<br />

Adaptionskonzept: Der wird direkt über eine passende<br />

Adapterplatte auf den Motoren montiert, ohne Leitungen<br />

verlegen zu müssen. Die Kostal Frequenzumrichter regeln alle<br />

Motoraten, unabhängig von Hersteller, Effizienzklasse oder<br />

Motortechnologie. Das bedeutet, auch bei einer zukünftigen<br />

Modernisierung der Anlage kann der Inveor Frequenzumrichter<br />

weiterverwendet werden.<br />

Mittels der Funktion „Selfcom“ von Kostal erkennt der Umrichter<br />

den Motor automatisch, ohne eine aufwändige Parametrierung<br />

durchführen zu müssen. Außerdem unterstützt Kostal mit<br />

umfassender Fachberatung bei Geräteauswahl, Applikation und<br />

Inbetriebnahme. Der Energieaufwand lässt sich mit den<br />

motormontierten Frequenzumrichtern an den tatsächlichen<br />

Bedarf anpassen. Es wird keine Energie unnötig vergeudet, und<br />

auch die CO2-Emission in der Produktion verringert sich.<br />

www.kostal-drives-technology.com<br />

Bosch Rexroth erweitert<br />

die anpassungsfähige und<br />

skalierbare Ventilplattform<br />

RS LARGE um neue<br />

Bausteine für größere<br />

Maschinenklassen. Die<br />

neuen Flow-Sharing-Module<br />

ab Baugröße 22 sind<br />

für die elektrohydraulische<br />

Ansteuerung<br />

optimiert und bereits für Fahrerassistenzfunktionen vorbereitet.<br />

Mit den RS LARGE Ventilsektionen der Nenngrößen 15, 20<br />

und 22 lassen sich hydraulische Steuerblöcke für Off-Highway-<br />

Fahrzeuge sehr flexibel aus individuellen Bausteinen zusammenstellen.<br />

Bei Verbrauchervolumenströmen von bis zu 400 l/<br />

min sind die modular zusammengesetzten Steuerblöcke zudem<br />

hinsichtlich Platzbedarf, Gewicht, Leistung und Energieeffizienz<br />

optimiert. Neu im RS-Portfolio sind die Scheibenmodule in<br />

Nenngröße 22. Weitere Bausteine in Größe 25 und höher sind<br />

in Vorbereitung. Mithilfe des RS LARGE Online-Konfigurators<br />

können Maschinenhersteller in kurzer Zeit eigene Ventilkonfigurationen<br />

erstellen. Die entsprechenden Fluidpläne sowie die<br />

2D- und 3D-Installationsmodelle werden automatisch generiert<br />

und zum Download bereitgestellt. Dies bedeutet eine<br />

große Zeitersparnis im Engineering, zumal die Anwendenden<br />

die Platzierung des Steuerblocks in der Maschine frühzeitig<br />

überprüfen und bei Bedarf anpassen können. Nach der Bestellung<br />

werden alle technischen Dokumente direkt in die Fertigungsplanung<br />

von Bosch Rexroth übertragen. Bosch Rexroth<br />

stellt auf der Hannovermesse aus in Halle 6, Stand D26.<br />

www.boschrexroth.com<br />

24 <strong>O+P</strong> <strong>Fluidtechnik</strong> <strong>2023</strong>/04 www.oup-fluidtechnik.de


Für alle Fälle gerüstet:<br />

Von individueller Kleinstückzahl bis<br />

zur millionenfachen Großserie –<br />

unsere flexible Infrastruktur qualifiziert<br />

uns für alle Anwendungen in der<br />

Mini- und Mikrofluidik.<br />

Industrie- und<br />

Fahrzeughydraulik<br />

(IMH)<br />

LEE Hydraulische Miniaturkomponenten GmbH<br />

Am Limespark 2•D-65843 Sulzbach<br />

✆ +49(0)6196 / 773 69 - 0<br />

✉ info@lee.de•www.lee.de<br />

Luft- und Raumfahrt,<br />

Offshore-Industrie,<br />

Motorsport (AMH)<br />

Analyse- und<br />

Medizintechnik (EFS)<br />

THE LEE COMPANY


ZYLINDER<br />

HYDRAULISCHE BREMSZYLINDER<br />

PROBLEMLOSE HANDHABUNG AUCH<br />

IN KRITISCHEN UMGEBUNGEN<br />

PRODUKTE UND ANWENDUNGEN<br />

Bei der aktiven Luftkeimsammlung in<br />

hochsensiblen Reinraumbereichen kommen<br />

spezielle Probenehmer für höchsten Schutz von<br />

Menschen und Material zum Einsatz. Für eine<br />

einfache und weitestgehend kontaktfreie<br />

Handhabung der Konstruktion setzt ein auf<br />

Laborausrüstung spezialisiertes britisches<br />

Unternehmen hydraulische Bremszylinder ein.<br />

Die mikrobiologische Umweltüberwachung ist über die<br />

ISO-Richtlinie 18593 geregelt. Ein führendes Unternehmen<br />

für eine Reihe von Spezialprodukten im Bereich der<br />

Labortechnik ist Pinpoint Scientific aus Bridgend in<br />

Wales, Großbritannien. Die Produktpalette umfasst unter anderem<br />

Lösungen zur Luftüberwachung, zur kontinuierlichen Überwachung<br />

lebensfähiger Partikel und Überwachungslösungen für<br />

Isolatoren. Die mikrobiellen Luftprobenehmer der ImpactAir-<br />

Reihe von Pinpoint Scientific wurden für die kontinuierliche<br />

Überwachung in forschungstechnischen und industriellen Laborbereichen<br />

entwickelt, in denen prozessbegleitende Probenahme<br />

lebensfähiger Partikel von entscheidender Bedeutung ist.<br />

Die Arbeit vollzieht sich dabei, indem Luft mit hoher Geschwindigkeit<br />

durch einen sehr schmalen Einlassschlitz angesaugt<br />

wird, woraufhin Partikel, einschließlich Mikroben in der<br />

Luft, auf eine angelegte Kulturoberfläche in einer Petrischale auftreffen<br />

und daran haften. Die Petrischale wird langsam unter<br />

dem Einlass gedreht, um sicherzustellen, dass die Luft immer auf<br />

Robert Timmerberg M. A., Fachjournalist (DFJV), plus2 GmbH, Düsseldorf<br />

einen frischen Bereich der Kultur aufprallt. Dies verringert die<br />

Wahrscheinlichkeit eines Doppelaufpralls drastisch. Hierbei<br />

handelt es sich um ein mikrobiologisches und physikalisches<br />

Phänomen, bei dem zwei Mikroben am selben Punkt landen und<br />

bei der Inkubation als eine einzige Kolonie auftreten.<br />

Um die Arbeit der Anwenderinnen und Anwender vor allem in<br />

Reinraumumgebungen von Laboren der Lebensmittel- oder Medizintechnik<br />

sowie in der pharmazeutischen Industrie bei der<br />

Beprobung so einfach wie möglich zu gestalten, wandten sich die<br />

Konstrukteure von Pinpoint Scientific während ihrer Suche nach<br />

hochwertigen Komponenten zur Geschwindigkeitsregulierung<br />

an einen britischen Distributor der ACE Stoßdämpfer GmbH.<br />

Nach Beachtung aller Anforderungen und Wünsche empfahl dieser<br />

zur Bedienung der Haube hydraulische Bremszylinder Made<br />

in Germany.<br />

HYDRAULISCHE BREMSZYLINDER FÜR<br />

BESONDERE LÖSUNG<br />

Wyn Gordge, einer der Vertriebsingenieure von ACE in Großbritannien,<br />

schildert die Ausgangslage: „Mit unserem Distributor,<br />

dem Unternehmen Applied Automation, haben wir schon oft erfolgreich<br />

zusammengearbeitet, sodass eine Belieferung auch in<br />

diesem Fall auf Kundenseite schnell zum gewünschten Ergebnis<br />

führte.“ Als ausschlaggebenden Punkt zur Verwendung hydraulischer<br />

Bremszylinder beschreibt er den Kundenwunsch nach<br />

einem Öffnungsvorgang der Probenehmerhaube ohne nennenswerten<br />

Kraftaufwand. Ohne diese Anforderung hätten sich prinzipiell<br />

auch die per Ventil exakt der gewünschten Öffnungs- und<br />

Schließgeschwindigkeit anpassbaren Industriegasfedern aus<br />

Edelstahl von ACE angeboten. Weil aber im Gegensatz zu den Industriegasfedern<br />

die hydraulischen Bremszylinder des Typs<br />

HB15-50 lediglich angetippt werden müssen, um den Öffnungsvorgang<br />

der Haube auszulösen, fiel die Wahl auf diese<br />

Komponenten, die ACE im Bereich der Geschwindigkeitsregulierung<br />

bereithält. Darüber hinaus ermöglichen diese Bremszylinder<br />

einen sanften Schließvorgang mit zusätzlicher Dämpfung.<br />

26 <strong>O+P</strong> <strong>Fluidtechnik</strong> <strong>2023</strong>/04 www.oup-fluidtechnik.de


ZYLINDER<br />

01 Der Mikrobielle<br />

Luftprobenehmer ImpactAir-<br />

140 wurde für die kontinuierliche<br />

Überwachung in<br />

hochwertigen Bereichen<br />

entwickelt<br />

02 Die aus beschichtetem<br />

Stahl gefertigten hydraulischen<br />

Bremszylinder sind in<br />

passende Edelstahlhülsen<br />

integriert und dienen dem<br />

einfachen Öffnen und<br />

Schließen des<br />

Probenehmerdeckels<br />

01<br />

02<br />

PFLANZENÖL ALS DÄMPFUNGSMEDIUM<br />

Da die ImpactAir-Sampler meist in kritischen Laborumgebungen<br />

und Reinräumen eingesetzt werden, kam laut Pflichtenheft die<br />

Verwendung von Maschinenöl als Dämpfungsmedium im Korpus<br />

des Bremszylinders nicht in Frage. Aufgrund dieser Anforderung<br />

und wegen der empfindlichen Einsatzgebiete wählte ACE<br />

ein spezielles Pflanzenöl mit ähnlicher Viskosität und Lebensdauer.<br />

Die Konstrukteure von Pinpoint Scientific steuerten dann<br />

im Zuge des Produktdesigns noch Edelstahlhülsen zur Ummantelung<br />

der hydraulischen Bremszylinder bei, deren Außenkörper<br />

serienmäßig aus beschichtetem Stahl gefertigt sind. Diese Maßnahme<br />

dient einerseits der Erfüllung der hohen Hygieneanforderungen<br />

an den Betrieb in Reinräumen, andererseits passt das<br />

Edelstahlmaterial der Hülsen perfekt zum Gesamtdesign der ImpactAir-140.<br />

Die verwendeten Maschinenelemente von ACE sind durch ihre<br />

stufenlose Einstellbarkeit der Druck- bzw. Zugkraft zwischen<br />

20 N und 800 N ideal geeignet, um die Haube zu öffnen und in einem<br />

Öffnungswinkel von 60 Grad zu halten. Das Verstellen der<br />

beidseitig oder einseitig wirkenden hydraulischen Bremszylinder<br />

erfolgt über das Einstellsegment am Kolben. Aufgrund ihrer hohen<br />

Qualität und langen Standzeiten ist hinsichtlich der Häufigkeit<br />

der Öffnungs- und Schließvorgänge kaum ein Limit gesetzt.<br />

Bilder: ACE<br />

www.ace-ace.de<br />

OUP_InLine_185_130mm_<strong>2023</strong>_03.indd 1 15.03.<strong>2023</strong> 14:41:29<br />

www.oup-fluidtechnik.de <strong>O+P</strong> <strong>Fluidtechnik</strong> <strong>2023</strong>/04 27


DURCHFLUSSMESSER<br />

BEST OF INDUSTRY AWARD 2022<br />

KLEINSTER ZAHNRAD-DURCHFLUSSMESSER PRÄMIERT<br />

Den Gewinnern wurde die Trophäe am 10. Januar <strong>2023</strong> übergeben. (v.l.) Heiko Zahn (Geschäftsführender Gesellschafter),<br />

Bernd Neidhardt (Leiter Strategische Unternehmensentwicklung), Franziska Erwentraut (Marketing), Johannes König (Teamleiter Marketing)<br />

PRODUKTE UND ANWENDUNGEN<br />

Im Rahmen des Best of Industry Award 2022<br />

wurden Innovationen in 24 verschiedenen<br />

Kategorien ausgezeichnet, die als wegweisend<br />

für die Industrie gelten. Im Bereich Mess- und<br />

Prüftechnik konnte sich ein optisch kleiner<br />

Teilnehmer gegen seine „große“ Konkurrenz<br />

durchsetzen: Der kleinste Zahnrad-<br />

Durchflussmesser der Welt, der Volumenströme<br />

ab 0,3 ml/min zuverlässig erfasst.<br />

Vergleichbares Messequipment, wie es zum Testen von<br />

Kraftstoffinjektoren eingesetzt wird, konnte bis dato diese<br />

geringen Volumenströme nicht zuverlässig und reproduzierbar<br />

messen. Besonders problematisch waren<br />

dabei dünnflüssige Medien. Der mittelständische Experte für<br />

Fluidmesstechnologie und Durchflussmesstechnik Kracht wurde<br />

nun für seinen besonderen Kleinstmengenzähler ausgezeichnet,<br />

der eine hochpräzise Bestimmung von Volumenströmen ermöglicht<br />

(kleiner 0,5 ml – das sind lediglich drei Tropfen pro Minute.)<br />

Mit diesem Kleinstmengenzähler können beispielsweise Kraftstoffinjektoren<br />

nun 4-mal so schnell getestet werden.<br />

Das ursprüngliche Entwicklungsziel war es, einen Zahnrad-<br />

Durchflussmesser zu entwerfen, der Volumenströme von mindestens<br />

0,5 ml/min selbst bei Medien mit Viskositäten von<br />

1 mm2/s zuverlässig messen kann. Um dieses Ziel zu realisieren,<br />

wählten die Experten von Kracht korrosionsbeständigen Edelstahl<br />

als Material und überarbeiteten alle funktionsrelevanten<br />

Bauteile: Zahnradgeometrie sowie Verzahnungsgestaltung wurden<br />

optimiert und Kugellager mit höchster Genauigkeitsklasse<br />

verwendet, sodass die strengen Anforderungen an die Dichtigkeit<br />

sowie Leichtgängigkeit des Messwerks erfüllt werden konnten.<br />

Um die Messwerte bei den avisierten minimalen Durchflussraten<br />

mit einer ausreichend hohen Frequenz ausgeben zu können,<br />

wurde eine hochauflösende Sensorik benötigt. Zusammen mit<br />

einem Partner aus dem Bereich der Parameterüberwachung entwickelte<br />

Kracht ein Sensorelement, das auf die Bedürfnisse des<br />

Zahnrad-Durchflussmessers zugeschnitten wurde. Es ermöglicht<br />

die Detektion der geforderten Frequenzen bei gleichzeitig kompaktem<br />

Bauraum und unter reibungsloser Abtastung. Das Ergebnis<br />

der Neugestaltung ist ein Zahnrad-Durchflussmesser, der<br />

Volumenströme von 0,3 ml/min bei Viskositäten ab 0,8 mm2/s<br />

hochpräzise, zuverlässig und reproduzierbar bestimmen kann.<br />

AN DER GRENZE DES MACHBAREN<br />

Bei der Fertigung und Montage des Durchflussmessers ging<br />

Kracht an die Grenzen des technisch Möglichen. So werden in<br />

der Herstellung Fertigungsmaschinen verwendet, die ausschließlich<br />

für dieses Produkt im Einsatz sind. Da schon kleinste Partikel<br />

die Montage der hochpräzisen Messgeräte negativ beeinflussen<br />

können, wurde ein ausgefeiltes Konzept für die Bauteilsauberkeit<br />

und insbesondere die Montagearbeitsplätze ausgearbeitet. Das<br />

Konzept umfasst eine spezielle Ultraschall-Reinigungsanlage, die<br />

für das neue Messinstrument weiterentwickelt wurde.<br />

Die Montage des Zahnrad-Durchflussmessers erfolgt in einer<br />

Reinluftumgebung unter Verwendung von hochfeinen Luftfiltern.<br />

Dabei werden minimale Toleranzschwankungen durch spezielle<br />

Einmessvorgänge unter stabilen klimatischen Bedingungen kompensiert.<br />

Auf einem Kalibrierprüfstand für kleine Durchflussraten<br />

und niedrige Viskositäten findet anschließend eine finale Überprüfung<br />

und Kalibrierung – inklusive der Erstellung eines digitalen<br />

Protokolls – jedes einzelnen Gerätes statt. So wird sichergestellt,<br />

dass jedes Modell, welches das Werk verlässt, den hohen Anwendungsanforderungen<br />

entspricht. Mit dem Kleinstmengenzähler<br />

von Kracht konnte das untere Limit für die Messung von Fluiden<br />

mittels Zahnrad-Durchflussmessern drastisch gesenkt werden.<br />

Das Gerät macht Prüfstände zukunftsfähig, indem es den Test von<br />

Injektoren mit modernsten Einspritztechnologien erlaubt.<br />

Bilder: Kracht GmbH<br />

www.kracht.eu<br />

28 <strong>O+P</strong> <strong>Fluidtechnik</strong> <strong>2023</strong>/04 www.oup-fluidtechnik.de


ÜBERDRUCKVENTIL MIT DOPPELKLEMMRING-ANSCHLÜSSEN<br />

Parker Hannifin hat eine erweiterte Produktreihe von Tieftemperatur-Thermo-<br />

Überdruckventilen aus Edelstahl mit der Option für integrierte A-LOK®-Anschlüsse<br />

mit zwei Klemmringen auf den Markt gebracht. A-LOK-Verschraubungen verwenden<br />

ein System mit zwei Klemmen für einfache Montage und Demontage ohne<br />

Spezialwerkzeug. Die Bauform gewährleistet, dass alle Bewegungen der Neu- und<br />

Wiederherstellungsbewegung axial auf die Rohrleitung übertragen werden, ohne<br />

dass die Rohrleitung radial belastet wird.<br />

A-LOK-Verschraubungen mit zwei Klemmringen profitieren auch von der Suparcase®<br />

-Technologie von Parker, einem proprietären chemischen Härtungsprozess<br />

für die Behandlung von Klemmringen aus Edelstahl ASTM 316, der eine Reihe von<br />

physikalischen Eigenschaften verleiht, die die Korrosionsbeständigkeit der Verschraubung<br />

verbessern.<br />

www.parker.com<br />

Ekomat.indd 1 07.11.2012 07:49:19<br />

MASSEDRUCKMESSUMFORMER FÜR<br />

SOLARTHERMISCHE KRAFTWERKE<br />

Bei solarthermischen Kraftwerken speichert eine Salzschmelze<br />

die solar erzeugte Wärme. Der effiziente Betrieb einer solchen<br />

Anlage ist allerdings nur möglich, wenn die Salzschmelze die<br />

optimale Konsistenz hat. Sinkt ihre Temperatur unter 270 °C,<br />

beginnt die Flüssigkeit zu erstarren, unter 250 °C verwandelt sie<br />

sich in einen Keramikblock. Mit Gefran-Druckmessumformern<br />

lässt sich dies verhindern: Der Hochtemperatur-Drucksensor KE<br />

SIL2 misst Mediendrücke in Umgebungen mit Temperaturen<br />

von bis zu 538 °C (1000 °F) an der Membran und kann selbst<br />

kleinste Veränderungen in dem flüssigen Wärmespeicher<br />

aufspüren. Der Sensor erfasst den Druck über ein hydraulisches<br />

System, das aus einer Kapillare mit einem Innendurchmesser<br />

von 0,1 mm besteht. Darin befindet sich eine nicht-komprimierbare<br />

Übertragungsflüssigkeit, die den Druck der heißen<br />

Salzschmelze auf eine<br />

Messmembran überträgt,<br />

wo dieser in ein elektrisches<br />

Signal umgewandelt<br />

und an die Steuerung<br />

gesendet wird.<br />

www.gefran.com<br />

INDIVIDUALITÄT IM STANDARDMODUL<br />

Fleximod bietet ein Konzept zur<br />

Integration anwendungsorientierter<br />

Lösungen für die Elektrohydraulik,<br />

wobei die Vorteile der Verfügbarkeit<br />

von Standardlösungen und die<br />

Individualität von kundenspezifischen<br />

Lösungen gewahrt bleiben. Unter dem<br />

Leitgedanken Parametrieren statt<br />

Programmieren vereinfacht West<br />

Elektronik damit den Einstieg in die<br />

Umsetzung kundenspezifischer<br />

Funktionen auf Basis einer Standard-Geräteserie, für die das<br />

skriptbasierte Konzept Fleximod entwickelt wurde. Hiermit<br />

wird ein fester Kern der Regelungsanwendung und der hardwarenahen<br />

Funktionen mit einer flexiblen Hülle ergänzt, die<br />

einfach in der Handhabung ist und kaum Programmierkenntnisse<br />

erfordert. Die ersten Geräte mit dem Fleximod Engine<br />

sind die beiden vollständig frei konfigurierbaren Module<br />

DSG-112-U mit Analogausgängen und DSG-112-P mit Leistungsendstufe<br />

zur direkten Ansteuerung von Ventilmagneten.<br />

Die skriptbasierte Programmierung ist laut Hersteller einfacher<br />

in der Handhabung als eine SPS-Programmiersprache.<br />

www.w-e-st.de<br />

IHR<br />

PROBLEM<br />

EISKALT<br />

GELÖST<br />

TRIES HYDRAULIKVENTIL BAUREIHE<br />

KÄLTEUNEMPFINDLICH BIS -40° C


INDUSTRIEHYDRAULIK<br />

SERVOCARTRIDGES<br />

WENIGER IST MEHR – SERVOCARTRIDGES<br />

AUF EINEM NEUEN LEISTUNGSNIVEAU<br />

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG<br />

2-Wege-Einbau-Stetigventile, auch<br />

Servocartridges genannt, kommen dort zum<br />

Einsatz, wo große Volumenströme exakt und mit<br />

hoher Dynamik geregelt werden müssen.<br />

Verbreitete Anwendungsgebiete sind zum<br />

Beispiel die Regelung des Gießprozesses in<br />

Druckgießmaschinen oder die Steuerung von<br />

Kraftaufbau und Dekompression in<br />

Schmiedepressen. Moog hat eine komplette<br />

neue Baureihe konstruiert.<br />

Joerg Wagner, Team Leader Valve Development,<br />

Dr.-Ing. Marco Wiegandt, Engineering Manager Valve Development und<br />

Frank Jost, Senior Engineer Valve Development, alle Moog Industrial Group<br />

Die Marktanforderungen für 2-Wege-Einbau-Stetigventile<br />

gehen neben hoher Dynamik und steigenden Betriebsdrücken<br />

(420 bar) auch in Richtung höherer Nennvolumenströme,<br />

um durch die Verwendung kleinerer Nenngrößen<br />

Bauraum und damit auch Kosten einsparen zu können.<br />

Weiterhin gewinnt die Energieeffizienz eine immer höhere Bedeutung,<br />

speziell im Hinblick auf den Steuerölverbrauch.<br />

Bei der Entwicklung einer neuen Servocartridge-Baureihe<br />

X700 wurde daher der Fokus darauf gelegt, die oben genannten<br />

Anforderungen hinsichtlich Nenndurchfluss, Dynamik und Energieeffizienz<br />

mit innovativen Design-Ansätzen und unter Verwendung<br />

moderner Entwicklungstools bestmöglich zu erfüllen.<br />

WENIGER STEUERÖLVERLUSTE – MEHR<br />

ENERGIEEFFIZIENZ<br />

Die bisher verwendeten zweistufigen Vorsteuerventile der Moog<br />

D661-Baureihe mit ServoJet®-Strahlrohrverstärker als Vorsteuereinheit<br />

zeichnen sich durch hohe Dynamik der Servocartridges<br />

aus. Allerdings arbeitet ein Strahlrohrverstärker mit einem konstanten<br />

Vorsteuerölvolumenstrom, der auch im Ruhezustand des<br />

Ventils abfließt. Gerade in Anwendungen, in denen die Ventile<br />

30 <strong>O+P</strong> <strong>Fluidtechnik</strong> <strong>2023</strong>/04 www.oup-fluidtechnik.de


INDUSTRIEHYDRAULIK<br />

aufgrund langer Nebenzeiten nur für einen kurzen Teil des Gesamtprozesses<br />

aktiv sind, macht sich dieser konstante Steuerölverbrauch<br />

negativ bemerkbar.<br />

Aus diesem Grund wurden für die neue Baureihe direkt betätigte<br />

Vorsteuerventile verwendet, um den Steuerölverbrauch zu<br />

minimieren. Die Wahl fiel auf die Moog-Baureihe D636 mit digitaler<br />

Leistungselektronik und Linearmotorantrieb. Die Ventile<br />

gehören zur Familie der Moog Direct Drive Valves (DDV) und<br />

werden seit Jahren erfolgreich in vielen Anwendungen eingesetzt.<br />

Der doppeltwirkende Linearmotor wurde speziell für diese<br />

Anwendung nochmals weiterentwickelt, um eine noch höhere<br />

Dynamik zu erreichen.<br />

Durch die Verwendung einer digitalen Onboard-Elektronik<br />

können die Ventile mit einer Feldbusschnittstelle ausgestattet<br />

werden und dank der integrierten Diagnose- und Überwachungsfunktionen<br />

auch in anspruchsvollen Industrie-4.0-Szenarien<br />

eingesetzt werden.<br />

WENIGER VORSTEUERÖLBEDARF<br />

Da das neue NG6-Vorsteuerventil einen geringeren Nennvolumenstrom<br />

als das bisherige NG10-Ventil aufweist, wurde der<br />

Steuerölbedarf deutlich gesenkt. Um dennoch kurze Stellzeiten<br />

und eine hohe Dynamik zu erzielen, wurden die Steuerflächen<br />

des Servocartridges optimiert.<br />

Bei der Gestaltung der Steuerflächen eines Servocartridges ergibt<br />

sich ein Zielkonflikt: Einerseits führen große Stellflächen zu<br />

hohen Stellkräften und damit zu einem stabilen Regelverhalten.<br />

Andererseits wächst bei gegebener Stellzeit der benötigte Steuerölvolumenstrom<br />

mit größerer Stellfläche an. Bei kleineren<br />

Stellflächen werden geringere Steuerölvolumenströme benötigt,<br />

wodurch wiederum die Stellkräfte sinken und folglich höhere<br />

Steuerdrücke für die Regelung der Hauptstufe benötigt werden.<br />

01 Entwicklungsstufen der Durchflussoptimierung<br />

Ziel der Entwicklung war es, mit reduzierten Stellflächen ein stabiles<br />

Regelverhalten zu erreichen. Dazu wurden Kegel und Hülse<br />

der Hauptstufe mit Hilfe von CFD-Simulationen so optimiert,<br />

dass auch mit geringeren Stellkräften eine optimale Funktion gewährleistet<br />

ist. Weiterhin bietet der digitale Lageregler gegenüber<br />

dem analogen Regler der Vorgänger-Baureihe erweiterte Möglichkeiten,<br />

die eine stabile Lageregelung der Hauptstufe auch bei<br />

geringeren Stellkräften gewährleisten. Als Ergebnis dieser Maßnahmen<br />

bieten die Servocartridges eine sehr gute Dynamik und<br />

eine hohe Stabilität der Lageregelung auch bei Vorsteuerdrücken,<br />

die nur 50 % des Hauptstufendrucks betragen.<br />

WENIGER DRUCKABFALL - MEHR<br />

NENNDURCHFLUSS<br />

Bei der Entwicklung von Kegel und Hülse sollte der Betriebsdruck<br />

der Hauptstufe auf 420 bar angehoben und gleichzeitig<br />

der Nenndurchfluss erheblich verbessert werden. Auch bei der<br />

Ventilentwicklung gilt die Faustregel, dass hohe Durchflüsse<br />

auch große Querschnitte erfordern. Aber auch die Ventilgeometrie<br />

im Durchströmungsbereich und die Ausführung der An-<br />

TRIES HYDRAULIKVENTIL BAUREIHE<br />

HITZEBESTÄNDIG BIS +200° C<br />

UNS IST<br />

KEINE<br />

AUFGABE<br />

ZU HEISS


INDUSTRIEHYDRAULIK<br />

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG<br />

schlussbohrungen im Steuerblock sind entscheidende Faktoren.<br />

Daher wurde bei der Entwicklung nicht nur auf die Optimierung<br />

von Kegel und Hülse, sondern auch auf einfache, aber<br />

wirksame Optimierungen der Anschlussbohrungen großer Wert<br />

gelegt.<br />

Der Einsatz moderner computerbasierter Entwicklungs- und<br />

Simulationswerkzeuge eröffnet den Konstrukteuren zahlreiche<br />

Möglichkeiten der effizienten und detaillierten Ventilgestaltung.<br />

So können mit Hilfe von FEM-Festigkeitsberechnungen und<br />

CFD-Durchflusssimulationen die Geometrien von Ventilkegel<br />

und Ventilhülse am Computer optimiert werden, ohne dass Prototypenventile<br />

gebaut und vermessen werden müssen. Dies ist<br />

nicht nur kostengünstig, sondern auch sehr zeiteffizient. Darüber<br />

hinaus ermöglicht die detaillierte Analyse der Simulationsergebnisse<br />

eine zielgerichtete Optimierung der Bauteile.<br />

WENIGER MATERIAL FÜR MEHR DURCHFLUSS<br />

Bild 1 zeigt beispielhaft verschiedene Innovationsstufen des Kegel-<br />

und Hülsendesigns der 2-Wege-Servocartridges: Links im<br />

Bild ist die Konstruktion von Kegel und Hülse der bisherigen<br />

DSHR-Baureihe mit runden seitlichen Bohrungen in der Ventilhülse<br />

und zylindrischem Ventilkegel entsprechend dem bisherigen<br />

Stand der Technik zu sehen. In der ersten Entwicklungsstufe,<br />

die sich noch an das konventionelle Cartridge-Design anlehnt<br />

(Mitte), wurde bereits eine Durchflusssteigerung durch langlochförmige<br />

Fenster bei immer noch zylindrischem Kegel erreicht. Einen<br />

deutlichen Sprung in der Durchflussperformance brachte jedoch<br />

erst der Übergang zu großen, rechteckigen Fenstern mit<br />

sehr schmalen Stegen sowie einem taillierten Kegeldesign (Bild<br />

02<br />

NEUE KEGELGEOMETRIE ERLAUBT<br />

VERBESSERTE DURCHSTRÖMUNG<br />

IM INNEREN VENTILBEREICH<br />

rechts). Die Hülse ist dabei so weit optimiert, dass selbst bei vollständigem<br />

Wegfall der Stege zwischen den Fenstern der Durchfluss<br />

nur noch um ca. 7 % steigen würde.<br />

Üblicherweise werden bei Einbauventilen die auftretenden Axialkräfte<br />

über die Hülse in der Einbaubohrung abgestützt (zu sehen<br />

in Bild 1, links). Durch eine im neuen Design eingeführte Fixierung<br />

der Hülse im Steuerdeckel wurden die an der Hülse auftretenden<br />

Kräfte soweit verringert, dass diese sehr filigran mit großen<br />

Öffnungen und schmalen Stegen ausgeführt werden konnte.<br />

Ein entscheidender Vorteil der schmalen Stege ist die Unabhängigkeit<br />

des Durchflusses von der Hülsenausrichtung. Das bedeutet,<br />

es spielt keine Rolle, wie die Hülse gegenüber der seitlichen<br />

B-Bohrung ausgerichtet ist. Der Durchfluss ist immer annähernd<br />

gleich. Dies ist bei Hülsen mit wenigen großen Öffnungen nicht<br />

der Fall. Hier muss auf die Ausrichtung der Hülse gegenüber der<br />

B-Bohrung geachtet werden, um den optimalen Durchfluss zu<br />

erreichen.<br />

Zusammen mit der Hülse wurde auch die Kegelgeometrie optimiert.<br />

Der ursprünglich zylindrische Kegel wurde dabei zu einem<br />

taillierten Kegel weiterentwickelt. Diese neue Geometrie erlaubt<br />

eine verbesserte Durchströmung im inneren Ventilbereich zwischen<br />

Kegel und Hülse. Dadurch wird das Einbauventil nicht nur<br />

zwischen Ventilhülse und Aufnahmebohrung durchströmt, sondern<br />

auch durch den neu geschaffenen Raum zwischen Ventilhülse<br />

und Kegel, was den Durchflusswiderstand noch einmal<br />

deutlich reduziert.<br />

WENIGER DRUCKABFALL IM STEUERBLOCK<br />

Während der Entwicklung wurde nicht nur das Ventil strömungsoptimiert,<br />

sondern auch die Aufnahmebohrung nach ISO 7368<br />

betrachtet. In der Norm sind die maximale Größe des axialen A-<br />

Anschlusses und ein Durchmesserbereich<br />

für die radiale B-Bohrung vorgegeben.<br />

Untersuchungen im Rahmen der Entwicklung<br />

haben gezeigt, dass es sehr vor-<br />

03<br />

teilhaft ist, für die Durchströmungsrichtungen<br />

A nach B und B nach A jeweils unterschiedliche,<br />

teils von der Norm abweichende<br />

Bohrungsdurchmesser zu<br />

verwenden. Aus diesem Grund wurden<br />

neben den genormten Anschlussdurch-<br />

02 Übersicht der optimierten<br />

Anschlussdurchmesser<br />

03 Abhängigkeit des Nenndurchflusses von<br />

Durchströmungsrichtung und Anschlussdurchmessern<br />

(Nenngröße 40 bei 5 bar Δp)<br />

32 <strong>O+P</strong> <strong>Fluidtechnik</strong> <strong>2023</strong>/04 www.oup-fluidtechnik.de


INDUSTRIEHYDRAULIK<br />

04 05<br />

04 Nenndurchflüsse der Baureihen DSHR und X700<br />

(Durchflussrichtung A-B)<br />

05 Durchfluss über Stellzeit der Baureihen DSHR und<br />

X700 (Durchflussrichtung A-B)<br />

messern noch zwei weitere Durchmesserpaarungen für A- und B-<br />

Anschluss definiert (Bild 2), um dem Anwender je nach Durchströmungsrichtung<br />

die Gestaltung eines Steuerblocks mit optimal<br />

niedrigem Durchflusswiderstand zu ermöglichen. Die Aufnahmebohrung<br />

des Einbauventils entspricht dabei der<br />

ISO-Kavität, weist aber vergrößerte Anschlussbohrungen auf.<br />

Die Bohrungsform A ist die universelle Bohrungsform nach<br />

ISO 7368. Die Bohrungsform B ist für die Durchströmungsrichtung<br />

B nach A und die Bohrungsform C für die Durchströmungsrichtung<br />

A nach B optimiert. Abbildung zeigt den Einfluss von<br />

Bohrungsform und Durchflussrichtung am Beispiel der Nenngröße<br />

40.<br />

Auch in den weiterführenden Bohrungen im Steuerblock sorgen<br />

die größeren Bohrungsdurchmesser für geringere Druckverluste.<br />

WENIGER KOSTEN DURCH KLEINERE<br />

BAUGRÖSSE<br />

Das Ergebnis des innovativen neuen Designs ist ein deutlich verbessertes<br />

Durchflussverhalten des Ventils, das es dem Anwender<br />

erlaubt, die Ventile bei gleichen Durchflusswerten zukünftig ein<br />

bis zwei Nenngrößen kleiner auszuwählen.<br />

Die deutliche Erhöhung der Nennvolumenströme bei annähernd<br />

gleichbleibenden Stellzeiten hat die Anwendungsperformance<br />

der Servocartridges deutlich erhöht: In dynamisch anspruchsvollen<br />

Anwendungen ist die wichtigste Kenngröße die<br />

Zeit, in der ein Zylinder auf eine bestimmte Geschwindigkeit<br />

beschleunigt und wieder abgebremst werden kann. Diese Zeit<br />

wurde durch die erheblich verbesserte Durchflussperformance<br />

deutlich verringert, wie Bild 5 zeigt. Darin ist ein Vergleich der<br />

innerhalb einer bestimmten Zeit erreichbaren Durchflüsse zu<br />

sehen: Das DSHR benötigt 14 ms, um den maximalen Nenndurchfluss<br />

zu erreichen. Das entsprechende Ventil der X700-<br />

Baureihe muss für diesen Durchfluss jedoch nur zu 65 % geöffnet<br />

werden und erreicht ihn daher bereits nach 9 ms, also um<br />

35 % schneller.<br />

Damit erhalten die Anwender bei Beibehalten der Nenngröße eine<br />

wesentlich höhere Performance ihrer Anlage bzw. können<br />

selbst bei Wahl einer kleineren Nenngröße eine bessere Performance<br />

erzielen.<br />

FAZIT: WENIGER IST MEHR<br />

Mit der Entwicklung der neuen Baureihe X700 hebt Moog die<br />

Performance von Servocartridge-Ventilen auf ein neues Niveau.<br />

Sowohl beim Nenndurchfluss als auch bei der Stellzeit zum Erreichen<br />

eines bestimmten Durchflusses wird die bisherige Technologie<br />

deutlich übertrumpft. Die Vorteile für den Anwender liegen<br />

auf der Hand: Er kann kleinere Nenngrößen einsetzen und profitiert<br />

dennoch von größeren Nenndurchflüssen und kürzeren<br />

Stellzeiten.<br />

Bilder: Moog Luxemburg S.à r.L.<br />

www.moog.com<br />

POINTIERT<br />

VERBESSERTES DURCHFLUSSVERHALTEN<br />

ERLAUBT DEN EINSATZ KLEINERER VENTILE<br />

ERHÖHUNG DER NENNVOLUMENSTRÖME<br />

BEI GLEICHBLEIBENDEN STELLZEITEN<br />

COMPUTERGESTÜTZTE ENTWICKLUNGS-<br />

UND SIMULATIONSWERKZEUGE<br />

OPTIMIERTE AUFNAHMEBOHRUNGEN<br />

VERRINGERN DRUCKVERLUSTE<br />

www.oup-fluidtechnik.de <strong>O+P</strong> <strong>Fluidtechnik</strong> 2022/04 33


MOBILE MASCHINEN<br />

SONDERTEIL<br />

MOBILE MASCHINEN


VERBINDUNGSTECHNIK<br />

PARTNER DER<br />

MOBILHYDRAULIK<br />

„CONNECT WITH STAUFF“<br />

Die weltweit agierende Stauff Gruppe mit<br />

Stammsitz in Südwestfalen hat mit ihrem<br />

eigenen Rohrverschraubungsprogramm<br />

„Stauff Connect“ innerhalb von acht Jahren<br />

signifikante Marktanteile im internationalen<br />

Hydraulikmarkt gewonnen. Auch bei Herstellern<br />

mobiler Maschinen ist das Portfolio des<br />

Unternehmens gefragt. Auf der Hannover Messe<br />

wird Stauff unter anderem Neuheiten<br />

präsentieren, die mit Blick auf die Mobilhydraulik<br />

entwickelt wurden. Welche Aspekte das<br />

Leitmotiv „Connect with Stauff“ außerdem<br />

beinhaltet, erläutert Geschäftsführer<br />

Dr. Dominik F. P. Joachim im Interview.<br />

Boris Mette, Leiter Marketingkommunikation Stauff<br />

www.oup-fluidtechnik.de <strong>O+P</strong> <strong>Fluidtechnik</strong> <strong>2023</strong>/04 35


VERBINDUNGSTECHNIK<br />

Mobile Maschinen sind die „Heavy Duty“-Einsätze für<br />

hydraulische Leitungssysteme. Hier wird eine hohe<br />

Beständigkeit gegen Umweltfaktoren wie extreme<br />

Temperaturen oder Temperaturschwankungen,<br />

Schmutz, Feuchtigkeit, Ozon und UV vorausgesetzt, ebenso eine<br />

starke mechanische Belastbarkeit durch hohe statische Betriebsdrücke,<br />

dynamisch wechselnde Druckbelastungen, Druckschläge<br />

und Druckspitzen und starke Vibrationen. Mit den besonders<br />

robusten, stoß- und schlagfesten Verbindungs- und Befestigungskomponenten<br />

von Stauff können Hersteller mobiler<br />

Maschinen ihre High-End-Produkte mit einem zuverlässigen,<br />

leckagefreien hydraulischen Leitungssystem ausstatten.<br />

LÄRM UND VIBRATIONEN REDUZIEREN<br />

Mit der Stauff NRC Schelle werden die Mensch und Umwelt belastenden<br />

Geräuschemissionen mobiler Maschinen, aber beispielsweise<br />

auch stationärer Verladeanlagen deutlich reduziert. Das<br />

Stauff Engineering hat die „Noise Reduction Clamp“ speziell für die<br />

vibrations- und damit geräuschdämpfende Befestigung von Rohrleitungen<br />

entwickelt. Ein zweiteiliger Elastomereinsatz dämpft die<br />

Vibrationen in der Leitung mechanisch. Die Kontur des Einsatzes<br />

ist so gestaltet, dass es nur eine geringe Kontaktfläche zur Rohrleitung<br />

sowie zum Schellenkörper gibt. So wird die Ausbreitung von<br />

Schall über das Rohrleitungsnetz besonders effizient reduziert.<br />

Nach dem gleichen Prinzip sind auch die NRC Schellen für Hochdruck-Hydraulikschläuche<br />

aufgebaut. Kontur und Elastizität des<br />

Einsatzes sind hier angepasst, so dass Schläuche einerseits sicher<br />

geführt werden, andererseits eine gewisse „Bewegungsfreiheit“ in<br />

radialer Richtung haben, wodurch nicht nur die Übertragung von<br />

Vibrationen und die Geräuschentwicklung reduziert, sondern auch<br />

die Lebensdauer des Schlauches selbst erhöht wird.<br />

KUPPELN UNTER RESTDRUCK<br />

Eine neue Baureihe flachdichtender Schraubkupplungen QRC-<br />

FG für die Verbindung von Hydraulikschläuchen wurde auf ausdrücklichen<br />

Wunsch von Herstellern großer Abbruchbagger und<br />

anderer Bau- und Landmaschinen entwickelt. Das Prinzip des<br />

01 Die flachdichtende Schraubkupplung QRC-FG<br />

wurde in Zusammenarbeit mit Herstellern großer<br />

Abbruchbagger und anderer Bau- und Landmaschinen<br />

entwickelt<br />

Vorgängermodells, Schlauchleitungen, die extremen Vibrationen<br />

und Druckspitzen standhalten müssen, mit Schraub-, statt Steckkupplungen<br />

zu verbinden, hat sich bereits seit zehn Jahren im<br />

Markt bewährt. Auch die glatte Frontfläche wurde beibehalten,<br />

weil sie Tropfmengen minimiert und verhindert, dass Schmutzpartikel<br />

und Luft ins Hydrauliksystem gelangen. Jetzt haben die<br />

Stauff Konstrukteure das Verbesserungspotential genutzt: Die<br />

neue Baureihe QRC-FG hat einen höheren Durchfluss und ist<br />

beidseitig unter Restdruck leicht von Hand kuppelbar.<br />

BAURAUM UND MONTAGEAUFWAND<br />

REDUZIEREN<br />

Mit Stauff Multi-Line Schellen können mehrere Rohr- oder<br />

Schlauchleitungen mit nur einer Schelle befestigt werden. Auf<br />

diese Weise wird Bauraum eingespart und die Anzahl der erforderlichen<br />

Schellen, sowie aller überwiegend metallischen<br />

Komponenten, mit denen diese befestigt werden, reduziert.<br />

Dementsprechend geringer sind Montageaufwand und Gewicht.<br />

Mehrfachschellen bieten sich an für die Verwendung in<br />

großen Hydraulikbaggern, Straßenbaumaschinen, Tunnelbohrmaschinen,<br />

Maschinen für den Tagebau oder Materialum-<br />

ZUSAMMENARBEIT MIT STAUFF<br />

MOBILE MASCHINEN<br />

Dr. Dominik F. P. Joachim,<br />

Geschäftsführer Stauff<br />

Deutschland<br />

Stauff lädt Erstausrüster, Fachhändler und Hydraulik-<br />

Dienstleister zu einer intensiven Zusammenarbeit ein.<br />

Darüber sprachen wir mit Dr. Dominik F. P. Joachim, der<br />

seit Anfang <strong>2023</strong> Mitglied der Geschäftsleitung der<br />

internationalen Stauff Gruppe, sowie Geschäftsführer<br />

und Sprecher von Stauff Deutschland ist.<br />

Herr Dr. Joachim, welche Vorteile haben Hersteller mobiler<br />

Maschinen von einer intensiven Zusammenarbeit mit Stauff?<br />

Die Bau- und Landmaschinenindustrie und andere Branchen<br />

der Mobilhydraulik sind faszinierend innovativ. Die Maschinen<br />

werden heute immer spezifischer auf konkrete Funktionen und<br />

Einsatzbedingungen zugeschnitten. Entsprechend differenziert<br />

sind auch die Anforderungen an das hydraulische Leitungssys-


VERBINDUNGSTECHNIK<br />

schlag-Baggern. Stauff MLC Schellen gibt es für zwei, drei,<br />

vier oder sechs Rohr- oder Schlauchleitungen mit identischen<br />

oder unterschiedlichen Durchmessern. Sie sind auch<br />

geeignet für die sichere Befestigung und Führung von Versorgungsleitungen<br />

wie Elektrokabel, Pneumatik- und Niederdruckleitungen.<br />

MIETEN STATT KAUFEN<br />

Stauff kann durch die weiterentwickelte digitale Anbindung der<br />

Umformmaschine SFO-IOT Erstausrüstern und Hydraulikdienstleistern<br />

neue Nutzungsmodelle anbieten. Es gibt die Möglichkeit<br />

eines wöchentlichen Mietpreises zzgl. einer Gebühr pro Umformvorgang<br />

(Pay Per Use) oder eines pauschalen wöchentlichen<br />

Mietpreises als Flatrate. So können Kunden das Rohrverbindungssystem<br />

Stauff Form Evo einsetzen, ohne in die Maschine<br />

investieren zu müssen, beispielsweise bei zunächst geringem<br />

oder schwer kalkulierbarem Auftragsvolumen. Die jüngste Generation<br />

der Umformmaschine SFO-IOT gilt in der Branche als Vorreiter<br />

im Handling, im Service und in der digitalen Anbindung.<br />

Sie ist standardmäßig mit einem Kommunikationsmodul mit<br />

SIM-Karte ausgestattet. Diese unmittelbare Vernetzung mit dem<br />

Stauff Technologiezentrum bietet konkrete Vorteile. Unter anderem<br />

können Software-Updates für spezielle Rohrwerkstoffe übertragen<br />

oder Maschinenparameter analysiert und remote eingegriffen<br />

werden, um nur einige zu nennen.<br />

RAPID PROTOTYPING<br />

In der Off-Highway-Branche hat sich die additive Fertigung zur<br />

schnellen Herstellung von Modellen und Werkzeugen etabliert.<br />

Außerdem haben viele Land- und Baumaschinenhersteller erste<br />

in additiver Fertigung produzierte Bauteile in ihre Lieferketten<br />

aufgenommen. Stauff bietet in Kooperation mit einem der<br />

Marktführer für industriellen 3D-Druck individuell auf Kundenwunsch<br />

entwickelte Sonderschellen, kleine Stückzahlen spezieller<br />

Katalogartikel oder Prototypen, die kurzfristig per „Selektivem<br />

Lasersintern“ aus polyamidischen Kunststoffen gefertigt<br />

sind. Diese Komponenten sind in vergleichbarer Form belastbar<br />

wie die „klassisch“ im Spritzgussverfahren hergestellten. Kunden<br />

laden CAD-Daten des gewünschten Bauteils auf die bei<br />

Stauff eingerichtete Online-Plattform, erhalten unmittelbar ein<br />

Angebot für die angefragte Stückzahl (Instant Quoting) und können<br />

sofort bestellen. Die Herstellung inklusive der Lieferzeit<br />

dauert innerhalb Deutschlands in der Regel maximal drei Tage.<br />

Bilder: Stauff<br />

www.stauff.com<br />

02 Mehrfachschellen bieten sich für die Verwendung in<br />

großen Hydraulikbaggern, Straßenbaumaschinen, Tunnelbohrmaschinen,<br />

Maschinen für den Tagebau oder Materialumschlag-Baggern<br />

an<br />

tem. Stauff ist seit der Einführung seines eigenen Rohrverschraubungsprogramms<br />

Stauff Connect nicht nur Full Liner,<br />

sondern versteht sich auch als Lösungsanbieter. Die Zusammenarbeit<br />

mit unseren Kunden setzt idealerweise schon bei der<br />

Planung des hydraulischen Leitungssystems an. Wir sind Innovationsführer,<br />

weil wir zuhören, uns mit den Herausforderungen<br />

unserer Kunden beschäftigen und in partnerschaftlicher Zusammenarbeit<br />

neue Lösungen entwickeln. Wir brauchen anspruchsvolle<br />

Kunden, die uns herausfordern!<br />

Stauff betont, dass die Produkte „aus eigener Entwicklung und<br />

Fertigung“ stammen. Welche Bedeutung hat das für Ihre<br />

Kunden?<br />

Dieser Aspekt ist vor allem für uns selbst wichtig. Durch unsere<br />

eigenen Entwicklungs- und Fertigungskapazitäten wissen wir zu<br />

100 Prozent, wie sich Stauff Produkte im Einsatz „verhalten“. Wir<br />

sind in der Lage, unseren Kunden eine Dichtheitsgarantie anzubieten,<br />

weil unsere hochwertigen Einzelkomponenten optimal<br />

aufeinander abgestimmt sind. Die Performance unserer Produkte<br />

in den unterschiedlichsten anspruchsvollen Anwendungsbereichen,<br />

auch in der Mobilhydraulik unter extremen Bedingungen,<br />

ist die Basis unseres Erfolgs. Engineering ist schließlich<br />

kein Selbstzweck, die Produkte und Baugruppen müssen auch<br />

technisch einwandfrei und außerdem zu wirtschaftlichen Konditionen<br />

herstellbar sein. OEMs fordern heute völlig zu Recht<br />

Entwicklung und Produktion unter einem Dach.<br />

Wie ist Stauff international aufgestellt?<br />

Stauff ist weltweit mit eigenen Tochtergesellschaften und Niederlassungen<br />

vertreten. So können wir unseren international<br />

agierenden Kunden an jedem ihrer Standorte alle Leistungen<br />

auf gleich hohem Niveau anbieten. Unsere Niederlassungen<br />

garantieren eine hohe Lieferperformance auch bei kompletten<br />

Baugruppen inklusive gebogener Rohrleitungen. Regionen, in<br />

denen wir nicht selbst vertreten sind, decken wir über unsere<br />

Stauff Line Systempartner ab.<br />

www.oup-fluidtechnik.de <strong>O+P</strong> <strong>Fluidtechnik</strong> <strong>2023</strong>/04 37


LOGIMAT <strong>2023</strong><br />

LOGIMAT IN STUTTGART – AMR/FTF<br />

LAGERROBOTIK WEITER AUF<br />

WACHSTUMSKURS<br />

daher in diesem Jahr konzentriert mit der Halle 6 Ausstellungsflächen<br />

für Industrie- und Serviceroboter reserviert. Damit wurde<br />

die Ausstellungsfläche von insgesamt 10.500 Quadratmeter gegenüber<br />

dem Vorjahr mehr als verdoppelt.<br />

MOBILE MASCHINEN<br />

Fachkräftemangel und Kosteneinsparungen<br />

sowie Flexibilität durch skalierbare<br />

Systemkonzepte erzeugen einen Nachfrageboom<br />

bei der Lagerrobotik. Auf der Logimat <strong>2023</strong> vom<br />

25. bis 27. April präsentieren in den Hallen der<br />

Messe Stuttgart die Robotikspezialisten sowie<br />

Anlagenbauer, Systemintegratoren und<br />

Flurförderzeuge-Hersteller die aktuellen<br />

Lösungen für Flexibilität und<br />

Effizienzsteigerungen durch den Einsatz von<br />

Industrie- und Servicerobotern in der<br />

Intralogistik.<br />

Flexibilität, Fachkräftemangel und überschaubare Investitionskosten<br />

haben die Nachfrage nach Lagerrobotik in den<br />

vergangenen Jahren deutlich gesteigert. Der Trend zu Industrierobotern<br />

und vor allem autonom fahrenden Fahrzeugen<br />

in der Intralogistik setzt sich fort. Das Marktsegment der<br />

autonomen mobilen Roboter (AMR), Shuttles, Co- und Carrybots<br />

sowie der Fahrerlosen Transport Fahrzeuge (FTF) für die Lagerlogistik<br />

hat einen zuverlässigen Reifegrad erreicht, der die Nachfrage<br />

fördert und die Anbieter wirtschaftlich wachsen lässt. Die<br />

stabile Technologie, zunehmende Akzeptanz und die Leistungsfähigkeit<br />

der Geräte im Arbeitsumfeld fördern zudem die kontinuierliche<br />

Weiterentwicklung von AMR und FTF in Richtung<br />

vollständig autonom fahrender Transportgeräte. Vor dem Hintergrund<br />

des dynamischen Wachstums der Lagerrobotik hat die Euroexpo<br />

Messe- und Kongress- GmbH als Veranstalter der Logimat<br />

STATIONÄR, MOBIL, KOLLABORATIV UND<br />

VOLLAUTONOM<br />

In Halle 6 auf dem Stuttgarter Messegelände zeigen die Aussteller<br />

der Logimat mit ihren jüngsten Entwicklungen die Neuheiten für<br />

zukunfts- und investitionssichere Lösungen bei den Lagerrobotern.<br />

Dort sind unter anderem die neuesten stationären und mobilen<br />

Pick- und kollaborativen Roboter mit KI-basiertem Bildverarbeitungsprogramm<br />

sowie erste vollautonome FTF sowohl für<br />

die innerbetrieblichen Transporte als auch für den Außenbereich<br />

zu sehen. „Für Transportroboter im Außenbereich, etwa bei der<br />

Zustellung auf der letzten Meile, besteht nach Expertenansicht<br />

ein neues starkes Marktpotenzial“, sagt Messeleiter Michael<br />

Ruchty, Euroexpo Messe- und Kongress-GmbH, München. „Die<br />

Entwicklungen in diesem Bereich werden von den regulatorischen<br />

Rahmenbedingungen abhängen, die gegenwärtig einen<br />

großflächigen Einsatz solcher Roboter in den meisten Ländern<br />

noch nicht ermöglichen.“ Mit der Thematik befassen sich zwei informative<br />

Fachforen im Rahmenprogramm der Logimat. Im Forum<br />

Süd, Halle 6, ist zum Themenkomplex AMR, FTF und Industrieroboter<br />

zudem ein Ausstellervortrag von Brightpick am 25.04.<br />

(13:30 Uhr) und am 26.04. (10:30 Uhr und 12:30 Uhr) sind zwei<br />

Ausstellervorträge in Forum Nord, Halle 5 von Gebhardt Fördertechnik<br />

GmbH und Nomagic Sp. z o.o. angesetzt.<br />

Neben der Konzentration der Anbieter von Lagerrobotern in<br />

Halle 6 zeigen in weiteren Hallen die Anlagenbauer, Systemintegratoren<br />

und Flurförderzeuge-Hersteller auf ihren Messeständen<br />

ihre aktuellen Entwicklungen im Bereich der Lagerroboter. Im<br />

Fokus auch dort Performance- und Durchsatzsteigerungen sowie<br />

die Erweiterung von Einsatzfeldern und Flexibilität durch Skalierbarkeit<br />

der Systeme.<br />

WEITERE POTENZIALE ERSCHLIESSEN<br />

Mit ihren Neuentwicklungen für intelligent platzierte Industrieroboter<br />

und den jüngsten Entwicklungen bei den Servicerobotern<br />

für die Intralogistik unterstreichen die internationalen<br />

Aussteller auf der Logimat <strong>2023</strong> die vielfältigen Einsatzpotenziale<br />

und Effizienzvorteile, die sich durch Robotik in der Intralogistik<br />

noch erschließen lassen. „Die rasanten Entwicklungen bei Sensorik,<br />

Scanner-Technologie und Software haben den Geräten<br />

nicht nur weitere Einsatzmöglichkeiten und mehr Sicherheit erschlossen“,<br />

resümiert Messeleiter Ruchty. „Sie sind inzwischen<br />

auch mit überschaubaren Investitionen als Komponenten flexibel<br />

skalierbarer Lösungen und ohne Änderungen an der Gebäudeinfrastruktur<br />

relativ einfach zu implementieren. Damit<br />

wird die Marktdurchdringung der Systeme auf absehbare Zeit<br />

weiter steigen.“<br />

Bild: Logimat<br />

www.logimat-messe.de<br />

38 <strong>O+P</strong> <strong>Fluidtechnik</strong> <strong>2023</strong>/04 www.oup-fluidtechnik.de


DREHZAHLSENSOREN FÜR ANSPRUCHSVOLLE AUFGABEN<br />

Hargassner Ges.mbh ist ein renommierter Hersteller von<br />

Anlagen für die Kraftwärmekopplung (KWK). Im Energiemix mit<br />

erneuerbaren Energien wie Sonne und Windkraft leisten<br />

hocheffiziente Biomasse-Kraft-Wärme-Kopplungen einen<br />

wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Energieversorgung. Die<br />

Hargassner KWK (Kraft-Wärme-Kopplung) besteht aus der<br />

Vergasereinheit (Vergaser) und der Generatoreinheit (KWK). Mit<br />

dieser Anlage wird, basierend auf dem Prinzip der Holzvergasung,<br />

aus naturbelassenem Hackgut Strom und Wärme gewonnen.<br />

Ein Schlüsselelement in dieser Anlage stellt ein effizienter<br />

Industrie-Gasmotor dar. Für die optimale Steuerung der Anlage<br />

ist eine präzise und langlebige Drehzahlerfassung notwendig.<br />

Hargassner Ges.mbh setzt für die Drehzahlmessung Sensoren<br />

der FQ-Baureihe von Rheintacho ein. Diese Sensoren erreichen<br />

die Schutzklasse IP67 / IP69K und sind speziell für den Einsatz in<br />

thermisch anspruchsvollen Anwendungen ausgelegt. Standardmäßig<br />

können mit den FQ-Sensoren mittels Differential-Hall-Prinzip sowohl Drehzahl als auch<br />

Drehrichtung detektiert werden. Zum Einsatz kommt der Sensor SDN29.FQ05.E05R. Rheintacho<br />

präsentiert sein umfangreiches Portfolio an Messgeräten, Sensoren und Zubehör zur Drehzahlerfassung<br />

und -überwachung auf der Logimat in Halle 9 / Stand D50.<br />

www.rheintacho.de<br />

Stahlverschraubungen in<br />

Zink Nickel<br />

IhrLieferantfür höchste<br />

Anforderungen in der<br />

<strong>Fluidtechnik</strong>.<br />

Füralle Anwendungen.<br />

Schneidringverschraubungen<br />

FUSSGÄNGER- UND FAHRZEUGSICHERHEIT IM FOKUS<br />

Powerfleet, Inc. stellt auf der Logimat in Halle 10/<br />

Stand D60 innovative Entwicklungen für seine<br />

Software- und Hardwarelösungen vor, um<br />

Menschen zu schützen und um Zeit und Geld zu<br />

sparen. Durch eine fortschrittliche Automatisierung,<br />

Maschinelles Lernen und Künstliche<br />

Intelligenz (KI) für das Management von Flurförderzeugen<br />

erhalten Unternehmen ausgezeichnete<br />

Dateneinblicke, um die Abläufe ihrer Flotte<br />

und Materialhandhabung zu digitalisieren. Im<br />

Zentrum der diesjährigen Logimat steht für<br />

Powerfleet mit dem Thema Sicherheit das<br />

Personen- und Fahrzeug-Warnsystem VAI-100, das bereits im vergangenen Jahr gelauncht<br />

wurde. Das kamerabasierte Assistenzsystem für Flurförderzeuge erkennt mithilfe von KI<br />

Personen, Gegenstände und andere Fahrzeuge im Umfeld der Flurförderzeuge. Mit akustischen<br />

Warnsignalen unterstützt das System Staplerführer dabei, Schadensereignisse zu vermeiden.<br />

www.powerfleet.com.<br />

Schlauchverbinder<br />

Schweissverschraubungen<br />

COMBILIFT AUF DER LOGIMAT<br />

Der irische Handlingspezialist Combilift<br />

wird die Logimat in Halle 9 / Stand 9B45<br />

nutzen, um die ersten von mehreren neuen<br />

Produkten vorzustellen, die im Rahmen der<br />

Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen<br />

des Unternehmens in diesem Jahr präsentiert<br />

werden. Die Neuheiten im Angebot<br />

zeichnen sich durch innovative Technologien<br />

aus, die seit der Markteinführung des ursprünglichen multidirektionalen Gabelstaplers<br />

C4000 im Jahr 1998 ein Markenzeichen der Combilift Produkte ist.<br />

Das neue Modell wird bis zum ersten Messetag unter der Haube bleiben, aber da die meisten<br />

Exponate elektrische Geräte sind, ist anzunehmen, dass es sich auch hier um eine emissionsfreie,<br />

leise Maschine handeln wird, die es den Kunden ermöglicht, ihren ökologischen Fußabdruck<br />

zu verringern und gleichzeitig von der starken Leistung zu profitieren, die die neue<br />

Generation elektrischer Flurförderzeuge jetzt bietet. Weitere Exponate zeigen die vielfältigen<br />

Lösungen, die Combilift für das sichere, platzsparende und produktive Handling von Langgut,<br />

Paletten und übergroßen Lasten anbietet. Dazu gehören Mehrwegestapler, Seitenstapler,<br />

Deichselstapler und Aisle Master Schmalgang-Gelenkstapler, die alle live in Aktion zu sehen sein<br />

werden.<br />

www.combilift.com<br />

Flanschverbinder<br />

Made in Germany<br />

• 30.000 Produkte ab Lager<br />

• Zubehör, Rohre,Sonderteile<br />

und Ventile<br />

• Versand am gleichen Tag<br />

• aus Stahl und Edelstahl<br />

www.CONEXA.de


DOKUMENTATION<br />

SMART DOC APP<br />

ERDBAUÜBERWACHUNG<br />

IN ECHTZEIT<br />

MOBILE MASCHINEN<br />

Mit Smart Doc präsentiert das Unternehmen<br />

Hamm eine App, mit der die Verdichtung im<br />

Erdbau transparent dokumentiert und das<br />

Ergebnis mit Dritten geteilt werden kann. Die<br />

App wurde in enger Abstimmung mit<br />

Baupraktikern entwickelt. Der Fokus lag dabei<br />

auf der Möglichkeit zur Eigenüberwachung bei<br />

der Verdichtung im Erdbau. Smart Doc erfüllt<br />

zudem die Mindestanforderungen an die<br />

flächendeckende Verdichtungskontrolle (FDVK).<br />

Innerhalb der Wirtgen Group ist die Hamm AG der Spezialist<br />

für Walzen im Bereich Straßen- und Erdbau. Am Standort in<br />

Tirschenreuth sind 1.000 Mitarbeiter/-innen beschäftigt. Hier<br />

werden Maschinen produziert, die weltweit ausgeliefert werden<br />

und nicht nur alle aktuell gültigen Abgasnormen erfüllen,<br />

sondern auch ein riesiges Spektrum an Varianten, Optionen und<br />

lokal nachgefragten Ausstattungen anbieten.<br />

Mit der App Smart Doc geht Hamm neue digitale Wege und<br />

bietet eine handliche Möglichkeit der Verdichtungsdokumentation.<br />

Kurz: Smart Doc ist ‚Eigenüberwachung für Jedermann‘. „Mit<br />

der App verfolgen wir zwei wesentliche Ziele: Zum einen bieten<br />

wir Kunden, die nur gelegentlich Erdbaustellen abwickeln, ein<br />

Werkzeug, mit dem sie sehr einfach einen Verdichtungsnachweis<br />

erstellen können. Zum anderen unterstützen wir mit Smart Doc<br />

unerfahrene Walzenfahrer bei ihrer täglichen Arbeit. Sie haben<br />

oft nicht die Praxiserfahrung ihrer Kollegen, sind aber mit der digitalen<br />

Welt vertraut. Die Live-Anzeige auf dem Smartphone veranschaulicht<br />

visuell, wie sich die Verdichtung bei der aktuellen<br />

Überfahrt entwickelt. Somit kann eine qualitativ hochwertige<br />

und homogene Verdichtung auch von jungen Walzenfahrern erzielt<br />

werden. Die Erfahrung wächst dabei spielerisch“, erläutert<br />

Dr. Axel Mühlhausen, Product Manager Digital Solutions bei der<br />

Hamm AG.<br />

VERFÜGBAR FÜR SERIE H UND SERIE H<br />

COMPACTLINE<br />

Mit Smart Doc kann jeder Walzenfahrer eines Walzenzuges der<br />

Serie H oder der Serie H CompactLine ein Protokoll über die Verdichtung<br />

anfertigen. Als Voraussetzung müssen die Walzenzüge<br />

mit dem Hamm Compaction Meter ausgerüstet sein, den viele<br />

Kunden ohnehin bereits nutzen. Dazu kommt eine Bluetooth®-<br />

Schnittstelle. Diese steht als Option für die entsprechenden Modelle<br />

zur Verfügung. Die Walzenzüge der Serie H CompactLine<br />

sollten zudem mit einem Geschwindigkeitsmesser und einer Frequenzanzeige<br />

für die Vibration ausgestattet sein.<br />

Sobald das Mobiltelefon über die App per Bluetooth® mit dem<br />

CAN-Bus der Walze verknüpft ist, werden die aktuellen Verdichtungsparameter<br />

(Geschwindigkeit, Frequenz, Amplitude und<br />

Verdichtungswert) an die App übertragen. Dabei sorgt der Bluetooth®<br />

Low Energy-Standard für einen äußerst energiesparenden<br />

Datentransfer. Sollte der Akku des Mobiltelefons trotzdem leer<br />

werden, kann er über die 12-V-Steckdose oder den optionalen<br />

USB-Ladeanschluss am Fahrerstand geladen werden.<br />

40 <strong>O+P</strong> <strong>Fluidtechnik</strong> <strong>2023</strong>/04 www.oup-fluidtechnik.de


02<br />

01<br />

01 Die neue App von Hamm, Smart Doc zeichnet während der Verdichtung<br />

die Geschwindigkeit, die Frequenz, die Amplitude, den Anteil an Sprungbetrieb<br />

sowie den erreichten Verdichtungswert (HMV) auf<br />

Go<br />

electric<br />

Ein elektrisches System<br />

ist eine gute Wahl,<br />

wenn es um Bewegung<br />

geht. Eine geringere<br />

Komplexität spart<br />

Installationszeit. Betriebliche<br />

Ressourcen<br />

können anders eingesetzt<br />

werden. Dank<br />

Industrie genormter<br />

Schnittstellen passen<br />

die Antriebe von LINAK<br />

in zahlreiche Anwendungen.<br />

02 Mithilfe der App kann ein Prüfbericht automatisch erstellt und als PDF versendet<br />

werden – ein einfacher, aber dennoch zuverlässiger und präziser Basis-FDVK-Nachweis<br />

WIRTSCHAFTLICHE ALTERNATIVE ZU KOMPLEXEN SYSTEMEN<br />

Als Ergebnis liefert die App einen Verdichtungsreport im PDF-Format. Dieser zeigt<br />

die wesentlichen Daten zu Projekt und Baulos, die technischen Daten des Walzenzugs<br />

(Gewicht, Bandagenbreite und statische Linienlast), die verschiedenen Verdichtungsparameter<br />

und die Anzahl der Überfahrten pro Walzbahn. Der Bericht<br />

beinhaltet zudem eine Grafik, die verdeutlicht, an welchen Stellen bereits wie intensiv<br />

verdichtet wurde.<br />

Smart Doc zeichnet Daten auf, sobald mit Vibration oder Oszillation verdichtet<br />

wird. Dazu wird während der dynamischen Verdichtung über einen Beschleunigungssensor<br />

an der Bandage die Tragfähigkeit des Bodens ermittelt. Als Messgröße<br />

für die Verdichtung wird der HMV (= Hamm Measurement Value) verwendet,<br />

ein Maß für die Tragfähigkeit des Untergrundes bei der Verdichtung. Mit der Echtzeit-Visualisierung<br />

der Verdichtungsdaten sowie der Möglichkeit, jederzeit einen<br />

Verdichtungsreport zu generieren und vorzuweisen, erfüllt Smart Doc die Basis-<br />

Anforderungen an ein FDVK-System. Kurzum: Mit Smart Doc bietet Hamm eine<br />

wirtschaftliche Alternative, um bei Erdbaustellen mit erforderlicher Basis-FDVK<br />

nachweissicher hochwertige Verdichtung zu erreichen.<br />

EINFACHE BEDIENUNG<br />

So wie die Hamm Walzenzüge selbst, ist auch die App sehr einfach zu bedienen.<br />

Nach der Eingabe der Projektdaten können Start und Stopp der Aufzeichnung beim<br />

Ein- bzw. Ausschalten der Vibration bzw. Oszillation automatisiert erfolgen. Zudem<br />

kann jede Überfahrt und jede neue Spur einzeln dokumentiert und automatisch gespeichert<br />

werden. Nach dem Ende der Arbeiten löst ein Fingertipp den Export der<br />

Daten aus. Während der Verdichtung mit Vibration oder Oszillation kann der Fahrer<br />

den aktuellen Status live auf dem Smartphone verfolgen. Diese Darstellung eignet<br />

sich hervorragend, um neues Personal anzulernen, denn mit Smart Doc können unerfahrene<br />

Bediener ihre Wahrnehmung mit dem tatsächlichen Verdichtungsergebnis<br />

abgleichen.<br />

Die App ist kostenlos und kann über den Google Play Store auf allen Android-<br />

Smartphones und Tablets ab Android 6.0 installiert werden. Die App steht in den<br />

Sprachen Deutsch, Englisch, Spanisch und Französisch zur Verfügung.<br />

Bilder: Wirtgen Group<br />

www.wirtgen-group.com<br />

Besuchen<br />

Sie uns<br />

in Halle 6<br />

Stand 6D57


HYDRAULIK<br />

PROPORTIONAL MOBILE VALVES<br />

KOMPAKTE HYDRAULIKMODULE<br />

BILDEN HOCHFLEXIBLE EINHEIT<br />

Proportional Mobile Valves<br />

PMV – Proportional Mobile Valves ist ein flexibles<br />

Hydraulikkonzept aus dem Hause Wandfluh, das<br />

individuell und modular angepasst werden kann.<br />

Die neue Produktreihe ist für Anwendungen in<br />

mobilen Arbeitsmaschinen oder im<br />

Marinebereich konzipiert, bei denen hohe<br />

Leistungsanforderungen erfüllt und Funktionen<br />

feinfühlig geregelt werden müssen. Dazu<br />

gehören zum Beispiel Zylinder- und<br />

Motorsteuerungen für Handlingfunktionen wie<br />

in Baumaschinen, Ladekranen, Winden,<br />

Teleskopladern oder Land- und Forstmaschinen.<br />

zur Folge, dass der PMV Build Partner mit einem kleinen Lagerbestand<br />

an Modulen einen großen Bedarf an Kundenwünschen<br />

abdecken kann.<br />

Dies wirkt sich positiv auf die Lagerhaltung und die Verfügbarkeit<br />

der Teile aus. Wie kompakt der Aufbau der einzelnen Module<br />

und Nenngrößen realisiert werden kann, zeigt Bild 01. So können<br />

Kleinverbraucher von wenigen Litern pro Minute mit Verbrauchern<br />

von bis zu 700 l/min in einer einzigen PMV-Einheit kombiniert<br />

werden.<br />

Bei der Entwicklung der Module wurde auch darauf geachtet,<br />

dass zum Beispiel Dämpfungsdüsen von außen zugänglich sind<br />

und ohne Demontage der Einheit schnell und einfach angepasst<br />

werden können. Darüber hinaus können die meisten Module direkt<br />

vor Ort ausgetauscht werden, ohne dass die komplette Einheit<br />

aus dem Fahrzeug ausgebaut werden muss. Die langfristige<br />

und vorausschauende Entwicklung der PMV-Module macht das<br />

Hydraulikkonzept zu einer sehr effizienten, zuverlässigen und<br />

wartungsarmen Lösung für den Einsatz unter teilweise rauen<br />

Umweltbedingungen.<br />

MOBILE MASCHINEN<br />

Eine PMV-Lösung besteht aus kompakten Hydraulikmodulen,<br />

die je nach Bedarf zusammengestellt und kombiniert<br />

werden können. Die einzelnen Module (Build Parts)<br />

fungieren dabei als aufeinander abgestimmte Funktionsbausteine,<br />

die schnell und einfach zu einer Steuersektion zusammengeschraubt<br />

werden können. Die einzelnen Steuersektionen<br />

werden abschließend mit einer Eingangs- und Endplatte bestückt<br />

und über Zuganker zu einer Hydraulikeinheit verbunden. Je nach<br />

Nenngrösse kann eine PMV-Einheit aus bis zu 12 Steuersektionen<br />

bestehen.<br />

FLEXIBEL UND MODULAR<br />

Bei der Entwicklung des neuen Baukastens wurde großer Wert<br />

auf die Flexibilität und Modularität der Einheiten gelegt. Dies hat<br />

ENERGIEEFFIZIENT MIT HOHER<br />

LEISTUNGSDICHTE<br />

Der kompakte Aufbau der einzelnen Module und ein maximaler<br />

Betriebsdruck von 420 bar ergeben eine hydraulische Steuerung<br />

mit sehr hoher Leistungsdichte. Die integrierte Druckwaage regelt<br />

den Durchfluss über den gesamten Druckbereich auf 1 l/m<br />

genau. Neben dieser Lastkompensation konnte die Strömungsgeometrie<br />

so optimiert werden, dass über den gesamten Leistungsbereich<br />

eine konstante Leistung mit geringem Druckverlust<br />

(Δp) abgerufen werden kann. Um die Verlustleistung so gering<br />

wie möglich zu halten, wurden kleine Pilotventile eingesetzt.<br />

Diese steuern die leistungsstarken Hydraulikventile in den Modulen<br />

an und gewährleisten so eine sichere, zuverlässige und<br />

feinfühlige Ansteuerung großer Hydrauliksysteme mit geringen<br />

Leistungsverlusten.<br />

42 <strong>O+P</strong> <strong>Fluidtechnik</strong> <strong>2023</strong>/04 www.oup-fluidtechnik.de


HYDRAULIK<br />

01<br />

03<br />

02<br />

FUNKTIONSVIELFALT UND ZAHLREICHE<br />

OPTIONEN<br />

01 Kombi-Einheit PMV-22 mit PMV-16<br />

02 LS-Verstärker mit Anti-Sättigungsfunktion<br />

03 MD2 Elektronik mit CANopen Schnittstelle<br />

Bereits die Standardausstattung bietet eine Vielzahl an Funktionen<br />

und Ausstattungsvarianten. So werden die Module im K8-<br />

Standard mit einer Zink/Nickel-Oberfläche ausgeliefert, die eine<br />

hohe Korrosionsbeständigkeit von bis zu 1.000 Stunden im Salzsprühtest<br />

aufweist. Weitere Features wie Module mit LS-Verstärker<br />

können zusätzlich auf der Eingangsplatte montiert werden,<br />

um lange Pumpenzuleitungen zu kompensieren. Ebenfalls für<br />

die Montage auf der Eingangsplatte steht eine Anti-Sättigungsfunktion<br />

zur Verfügung. Sie gewährleistet eine konstante, kontrollierte<br />

Bewegung aller Verbraucher, auch wenn diese gleichzeitig<br />

bewegt werden.<br />

Für die Ansteuerung der eingebauten Magnetventile steht eine<br />

breite Palette von Elektronikeinheiten zur Verfügung. Auch hier<br />

gibt es eine große Vielfalt an Bauformen und Einsatzgebieten.<br />

Die Eingangssignale können analog oder digital sein, bis hin zu<br />

einer CAN-BUS-Schnittstelle, wie sie in modernen Maschinen<br />

zum Einsatz kommt. Ein interessantes Werkzeug, das bei allen<br />

Elektronikkarten gleichbleibt, ist die Verwendung der Parametriersoftware<br />

PASO. Diese ist als Blockdiagramm aufgebaut und<br />

sehr intuitiv zu bedienen. Für die Parametrierung und insbesondere<br />

auch für die Inbetriebnahme und Fehlersuche bietet PASO<br />

eine Vielzahl von Echtzeitdaten sowie ein Diagnosetool zur Anzeige<br />

und Aufzeichnung der Zeitachsen.<br />

Das PMV-Konzept bietet eine echte Alternative zu herkömmlichen<br />

Mobilhydraulik-Lösungen. Durch den modularen Aufbau<br />

sowie die zahlreichen Funktionen und Features ist es schnell und<br />

kostengünstig realisierbar und steht in Funktionalität, Leistungsdichte,<br />

Sicherheit und Zuverlässigkeit den herkömmlichen Bauformen<br />

in nichts nach.<br />

Bilder: Wandfluh<br />

www.wandfluh.com<br />

effizient<br />

zuverlässig<br />

dicht<br />

Verschlussschrauben mit integrierter Formdichtung NBR oder FKM. Automatisch und<br />

kontrolliert montiert. Weltweit im Einsatz in Anwendungen der Mobilhydraulik und<br />

Antriebstechnik. Wir fertigen für Sie auf Lager.<br />

HN 8-WD | VERSCHLUSSSCHRAUBE<br />

Unsere Lösung zur<br />

Gehäuseabdichtung<br />

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MARKTPLATZ<br />

EFFIZIENTE AUFTRAGSABWICKLUNG IM<br />

BAUVERKEHR<br />

In vielen Bereichen der Baubranche hat die Automatisierung<br />

von Prozessen schon Einzug gehalten. Trotzdem schlummert<br />

noch viel Potenzial in der Digitalisierung manueller und<br />

analoger Arbeitsabläufe,<br />

z. B. bei der Abwicklung<br />

von Aufträgen.<br />

Mit dem neuen Web<br />

Portal Feature Pfreundt<br />

Load & Go der Pfreundt<br />

GmbH wird eine<br />

komplett papierlose<br />

Auftragsabwicklung im<br />

Bauverkehr möglich.<br />

Von der Auftragsauswahl<br />

über die Erfassung<br />

der Wiegedaten bis hin zur Generierung und Unterschrift<br />

des Lieferscheins erfolgt der gesamte Prozess digital. Das<br />

erfasste Ladungsgewicht und die Lieferscheinunterschrift<br />

werden in Echtzeit an das Pfreundt Web Portal übertragen und<br />

stehen dort zur Weiterverarbeitung zur Verfügung.<br />

Mit Pfreundt Load & Go wird die Menge manueller Tätigkeiten<br />

und damit das Fehlerpotenzial in der Abwicklung von Aufträgen<br />

reduziert, die Abwicklung wird effizienter. Auch die<br />

Werkssicherheit wird erhöht, denn LKW-Fahrer können ihren<br />

Beladungsstatus live über ihr Smartphone verfolgen und mit<br />

digitaler Unterschrift bestätigen, sodass das Aussteigen<br />

entfällt. Nachdem der LKW-Fahrer seine Ladung beim Kunden<br />

ausgeliefert hat, bestätigt dieser den Erhalt der Ladung<br />

ebenfalls mit digitaler Unterschrift auf dem Smartphone des<br />

LKW-Fahrers. Die Lieferscheine samt digitaler Unterschriften<br />

werden direkt ins Web-Portal übertragen und stehen dort zur<br />

Weiterverarbeitung zur Verfügung.<br />

www.pfreundt.de<br />

SCHLAUCHFANGSICHERUNG VERHINDERT<br />

„PEITSCHEN“<br />

Hydraulische<br />

Schlauchleitungen<br />

von Maschinen<br />

und Anlagen<br />

müssen so<br />

konstruiert sein,<br />

dass es bei<br />

Versagen zu<br />

keiner Gefährdung<br />

durch<br />

Peitschen der<br />

Schlauchleitung kommt. Uniflex bietet mit Pop-Lock eine<br />

Fangsicherung, die den Anforderungen verschiedener Normen<br />

und Vorschriften entspricht. Der Pop-Lock-Workshop „Hose<br />

retention system“ bietet ein Sicherungssystem, das in drei<br />

Größen für alle gängigen Nennweiten eine lückenlose Auswahl<br />

bis DN 50 (2“) bietet: Pop-Lock DN 05-12, DN 16-25 und DN<br />

32-50. Im Workshop ist vom Drahtseilschneider bis zum<br />

Sicherheitshandschuh alles erforderliche Material und Werkzeug<br />

enthalten. Beliebige Seillängen ermöglichen beliebige<br />

Schlauchsicherungen. Dabei sind die richtige Dimensionierung<br />

und die Montagevorgaben des Anlagenherstellers zu beachten.<br />

Für den mobilen und spontanen Einsatz geeignet, ist das<br />

Pop-Lock Ready-to-Go Kit. Es ist durch einen Farbcode gut<br />

erkennbar und leicht zu montieren, ebenfalls ohne Demontage<br />

einer bereits verbauten Schlauchleitung.<br />

Das rostfreie und UV-beständige Material widersteht Schmutz<br />

und Öl. Der Blindniet hält die Fangsicherung in Position und<br />

gewährleistet somit ein einwandfreies Funktionieren. Auch ist<br />

die Fangsicherung intuitiv korrekt montierbar und vor Diebstahl<br />

sicher. Durch ein verlustfrei mögliches Recycling ist dieses<br />

Produkt umweltfreundlich.<br />

www.uniflex.de<br />

FUNKTIONSSICHER AUCH UNTER HÄRTESTEN EINSATZBEDINGUNGEN<br />

Die einachsigen Fingerjoysticks der TRY17-Reihe von Megatron sind für den Einsatz unter rauen Bedingungen<br />

ausgelegt: Sie widerstehen Salz, Wasser, Schmiermitteln und nahezu allen Chemikalien. Da eine<br />

Gummimanschette alle relevanten Teile bis hin zum Bedienpult abdichtet, ist die Mechanik auch vor<br />

Substanzen wie Zementstaub geschützt. Die kontaktlose Hall-Technologie und hochwertige Mechanik<br />

sollen zudem eine lange Lebensdauer garantieren. TRY 17 ist mit dualen Ausgängen und Anschlusslitzen<br />

ausgestattet. Die Einbautiefe unter Panel beträgt nahezu Null. Sie wird nur durch den Verlauf der Anschlusslitzen<br />

begrenzt, da sich alle maßgeblichen Teile der Mechanik oberhalb des Panels befinden.<br />

www.megatron.de<br />

MOBILE MASCHINEN<br />

atam.it<br />

ATAM. Erfahrung und Zuverlässigkeit<br />

für Off-Highway-Anwendungen.<br />

ATAM produziert verkapselte Spulen für Off-Highway-Fahrzeuge,<br />

die praktischen Tests unter Extrembedingungen standhalten. Das Unternehmen<br />

bietet auch Spulen mit Außenarmierung, ATEX- und IECEx-zertifizierte Spulen,<br />

elektromagnetische Aktuatoren, Sensoren und Industriesteckersysteme an.<br />

Die starke Berücksichtigung der Marktanforderungen zeigt das Engagement<br />

für Innovation, Detailtreue und Umweltschutz bei ATAM.<br />

In Thermoplast verkapselte Spule der Serie 415.<br />

Isolationsklasse 180°C (H) mit AMP-JT-Anschluss.<br />

44 <strong>O+P</strong> <strong>Fluidtechnik</strong> <strong>2023</strong>/04 www.oup-fluidtechnik.de


MARKTPLATZ<br />

REIFEN FÜR HOCHLEISTUNGSTRAKTOREN<br />

Continental hat ihren bisher größten Ackerschlepperreifen VF TractorMaster in der Größe VF900/60R42 auf den Markt gebracht.<br />

Der Reifen ist mit einem Durchmesser von 2147 Millimetern größer als ein Türrahmen und bringt bei einem Tragfähigkeitsindex<br />

von 189 (10.300 Kilogramm) ein Gewicht von 450 Kilogramm auf die Waage. Continental hat die Reifengröße speziell entwickelt,<br />

um das Gewicht von über 300 PS-starken Landmaschinen tragen zu können. Dank der VF-Technologie kann der Reifen mit 40<br />

Prozent mehr Last bei gleichem Reifendruck wie bei einem Standardreifen oder 40<br />

Prozent weniger Reifendruck bei gleichbleibender Last gefahren werden. Zudem<br />

arbeiten Reifen mit VF-Technologie kraftstoffsparender als herkömmliche Ackerschlepper-Reifen.<br />

Die VF-Technologie ermöglicht einen Wechsel vom Feld auf die<br />

Straße ohne, dass der Reifendruck angepasst werden muss. Gleichzeitig werden die<br />

Auswirkungen der schweren Maschinen auf den Boden durch eine breitere Aufstandsfläche<br />

bei der Arbeit auf dem Feld minimiert.<br />

Hinter dem Trend nach großen Maschinen steckt vor allem das Ziel, noch effizienter<br />

und kostengünstiger zu arbeiten. Bereits im Jahr 2022 brachte Continental daher<br />

fünf neue Reifengrößen ihres VF TractorMasters auf den Markt (650/60 R 34; 650/65<br />

R 42; 710/75 R42; 650/65 R 34; 710/60 R 34).<br />

www.continental.com<br />

FAHRZEUGSTEUERUNG MIT INTEGRIERTER SICHERHEITSEBENE<br />

Durot Electric hat mit der Safety Layer Vehicle Control Unit (VCU) eine Basis für die sichere<br />

Entwicklung von Elektrofahrzeugen und mobilen Maschinen geschaffen. Die VCU mit<br />

inte grierter Sicherheitsebene richtet sich an Fahrzeughersteller, die sich auf Fahrzeugvarianten<br />

und Individualisierungen fokussieren. Die VCU bildet das Kernstück des Fahrzeugs. Alle<br />

Grund-Sicherheitsfunktionen werden in der Safety Applikation unter Verantwortung von<br />

Durot Electric implementiert und validiert. Die Anwendungsebene des Fahrzeugherstellers<br />

wird unabhängig entwickelt und auf das Steuergerät übertragen. Nach der Zertifizierung der<br />

Safety Applikation als Basis lassen sich diese Anwendungen unabhängig weiterentwickeln.<br />

www.durotelectric.com<br />

AUCH FÜR<br />

GANZ KLEINE<br />

FLÄCHEN<br />

UniSpread:<br />

Das wendige Gestänge von Vogelsang<br />

Einfach mehr Möglichkeiten, um flexibel zu bleiben:<br />

Freie Wahl zwischen Schleppschläuchen und Schleppschuhen<br />

als Ausbringelement, einfache Montage<br />

und Nachrüstung (Plug & Play), kleines Gestänge<br />

mit geringem Gesamtgewicht, besonders langlebiges<br />

und UV-beständiges Schlauchmaterial und ein hochpräziser<br />

Exaktverteiler.<br />

Bleib maximal flexibel – UniSpread ist deine Wahl!<br />

VOGELSANG –<br />

LEADING IN TECHNOLOGY<br />

vogelsang.info


ELEKTROZYLINDER MIT I/O SCHNITTSTELLE<br />

DEN RICHTIGEN ANTRIEB<br />

SCHNELL BESTIMMEN<br />

Um herauszufinden mit welcher Konfiguration<br />

ein Elektrozylinder die gewünschte Bewegung am<br />

besten umsetzt, arbeiten Entwicklungsingenieure<br />

mit unterschiedlichen Prototypen. Das<br />

Unternehmen Linak unterstützt die Ingenieure bei<br />

der Arbeitsoptimierung mithilfe einer neuen<br />

I/O-Schnittstelle, die Linak zunächst für den<br />

Linearaktuator LA36 anbietet. Per USB-Kabel oder<br />

über Bluetooth lässt sich der Elektrozylinder mit<br />

einem Computer verbinden und konfigurieren.<br />

01 Mit dem Konfigurator respektive der Software Actuator Connect<br />

lassen sich Linearantriebe individuell anpassen<br />

MOBILE MASCHINEN<br />

Mit Elektrozylindern (elektrische Linearantriebe) lassen<br />

sich schnell und einfach lineare Bewegungen<br />

realisieren. Das macht sie für die verschiedensten<br />

Anwendungen flexibel einsetzbar. Ein weiterer Vorzug<br />

der Komponenten ist die hohe Energieeffizienz im Betrieb.<br />

Elektrische Linearantriebe gibt es in unterschiedlichen Hublängen<br />

und Leistungskategorien. Die Geschwindigkeit, mit der die<br />

Spindel ein und ausfährt, ist ebenfalls eine flexible Größe. Dank<br />

einer präzisen Lagerückmeldung lassen sich unterschiedliche<br />

Positionen genau anfahren sowie Softstarts und -stopps für einen<br />

schonenden Betrieb definieren. Aber wie läuft der übliche Entwicklungsprozess<br />

bei einem elektrischen Linearantrieb ab und<br />

welche Vorteile bieten sich durch die neue Technik von Linak?<br />

ZYLINDER VIRTUELL PARAMETRIEREN<br />

Ein Beispiel einer typischen Anwendung für einen elektrischen<br />

Zylinder ist die Verstellung und Positionierung einer Klappe an<br />

einer Maschine, einem landwirtschaftlichen Gerät oder in einer<br />

Produktionsanlage. Die Aufgabe für den Entwickler ist es unter<br />

anderem, die Positionen exakt zu bestimmen, die der Antrieb an-<br />

fahren muss. Außerdem könnte ein sanftes Starten der Bewegung<br />

hilfreich sein, um das Material zu schonen.<br />

Während des Entwicklungsprozesses ergeben sich noch weitere<br />

Aufgaben und Fragen: Eventuell muss der Antrieb eine Zwischenposition<br />

anfahren. Wichtig ist zu wissen, welche Kräfte<br />

notwendig sind und ob der Antrieb bezüglich der Kräfte richtig<br />

dimensioniert ist. Um all diese Fragen zu beantworten, müsste<br />

der Entwicklungsingenieur im klassischen Entwicklungsprozess<br />

unterschiedlich konfigurierte Elektrozylinder einsetzen. Das ist<br />

nicht nur teuer, sondern kostet auch wertvolle Zeit. Zeit, die während<br />

einer Entwicklung besonders kostbar ist.<br />

An dieser Stelle setzt Linak mit seiner Lösung an: Mit der neuen<br />

I/O-Schnittstelle lassen sich Elektrozylinder von Linak mit Hilfe<br />

der neuen Software Actuator Connect (AC) einfach und schnell<br />

parametrieren. Möglich sind flexible Steuerungsoptionen, einschließlich<br />

virtueller Begrenzungen und einstellbarer Geschwindigkeiten.<br />

Es ist auch möglich, vordefinierte Positionen über die<br />

Software Actuator Connect einzustellen und den Antrieb zu diesen<br />

Positionen fahren zu lassen. Auch die Positionsrückmeldungen<br />

lassen sich anpassen. Mit all diesen Möglichkeiten kann der Entwicklungsingenieur<br />

die optimalen Bewegungsabläufe festlegen.<br />

46 <strong>O+P</strong> <strong>Fluidtechnik</strong> <strong>2023</strong>/04 www.oup-fluidtechnik.de


ELEKTROZYLINDER<br />

02 In Actuator Connect werden die Ein- und Ausgänge visualisiert,<br />

sodass sich schnell identifizieren lässt, welchem Kabel, welche<br />

Funktion zugeordnet ist<br />

FLEXIBILITÄT UND TRANSPARENZ<br />

Der I/O-Antrieb bietet unterschiedliche Anschlussmöglichkeiten.<br />

Diese ermöglichen zahlreiche Optionen für die Steuerung<br />

und Einstellung des Antriebs. Die Funktionalität dieser Ein- und<br />

Ausgänge kann direkt in der Software Actuator Connect angepasst<br />

werden und der Schaltplan wird kontinuierlich aktualisiert.<br />

Einige der Anschlüsse sind für eine bestimmte Funktionalität reserviert<br />

– weitere 6 Anschlüsse lassen sich kundenspezifisch anpassen<br />

und sind für die Einstellung der Nutzung relevant. In der<br />

Software Actuator Connect werden die Ein- und Ausgänge visualisiert,<br />

sodass man schnell erkennen kann, welchem Kabel, welche<br />

Funktion zugeordnet ist. Zum Teil lassen sich die Ein- und<br />

Ausgänge in der Software individuell anpassen.<br />

Bei Vielen Anwendungen ist es wichtig zu wissen, wie weit der<br />

Elektrozylinder ein- oder ausgefahren ist. Eine genaue Positionsrückmeldung<br />

ist in diesem Fall unerlässlich und einer der großen<br />

Vorteile gegenüber Hydraulik oder Pneumatik. Elektrozylinder<br />

von Linak mit I/O-Schnittstelle zeichnen sich hier besonders aus.<br />

Die Positionsrückmeldung basiert auf Impulsen von magnetischen<br />

Hall-Sensoren. Außerdem speichert der Mikrocontroller<br />

des Elektrozylinders die aktuelle Position auf seinem internen<br />

Speicher, sodass nach einem Spannungsverlust die gespeicherte<br />

Position nicht verloren geht und wieder angezeigt wird. Derselbe<br />

Mikrocontroller kann diese Hall-Impulse zum Beispiel in ein<br />

analoges 4-20-mA-Ausgangssignal umwandeln. In der Vergangenheit<br />

wurde dies in der Regel durch ein mechanisches Potentiometer<br />

erreicht – ein Bauteil, das sich mit der Zeit abnutzt und in<br />

Bezug auf Genauigkeit und Hublänge begrenzt ist.<br />

Nachdem alle Parameter für einen perfekten Bewegungsablauf<br />

für den Prototyp gefunden wurden, lassen sich diese Einstellungen<br />

in der Software abspeichern und für die Serienproduktion<br />

der Elektrozylinder übertragen. Das heißt, der parametrierte<br />

(Prototyp) Elektrozylinder wird als Vorlage genutzt. Linak liefert<br />

im Anschluss in Serie fertig konfigurierte Elektrozylinder mit genau<br />

diesen Einstellungen.<br />

Linak bietet die I/O-Antriebe in unterschiedlichen Ausstattungsstufen<br />

an. Über die Software Actuator Connect lassen sich<br />

bestimmte Optionen auch später noch freischalten.<br />

Bilder: Linak<br />

www.linak.de<br />

MODULAR UND<br />

HOCHFLEXIBEL<br />

Proportional Mobile Valves<br />

Das neue Konzept der Proportional Mobile Valves (PMV) basiert auf einer<br />

modularen Zusammenstellung spezifischer PMV-Komponenten zu einer<br />

kompletten Hydraulikeinheit. Build Programme Partner weltweit verwenden<br />

die verschiedenen Komponenten, um zuverlässige und witterungsbeständige<br />

Hydrauliklösungen mit hoher Leistungsdichte zu realisieren. SOLUTIONS SINCE 1946<br />

www.oup-fluidtechnik.de <strong>O+P</strong> <strong>Fluidtechnik</strong> <strong>2023</strong>/04 47


ANBAUGERÄTE<br />

UNIVERSALGESTÄNGE BIETET UMFASSENDE MÖGLICHKEITEN<br />

FLEXIBLE GÜLLEAUSBRINGTECHNIK<br />

FÜR JEDE BETRIEBSUMGEBUNG<br />

MOBILE MASCHINEN<br />

Ein maßgeblicher Faktor für eine effiziente<br />

Wirtschaftsdüngung ist die präzise Ausbringung<br />

und Verteilung der Gülle auf den Boden. Dabei<br />

kommt es auch darauf an, die Ausbringtechnik<br />

zu finden, die zur Betriebsumgebung passt. Gut<br />

aufgestellt sind dabei Landwirte und<br />

Lohnunternehmer, die ein flexibel einsetzbares<br />

Gülleausbringsystem nutzen. Das bietet die<br />

Vogelsang GmbH & Co. KG mit dem<br />

Universalgestänge UniSpread.<br />

Ob Grünland, Acker oder wachsender Bestand, ebene<br />

Flächen oder Hanglage: Das Universalgestänge<br />

UniSpread der Vogelsang GmbH & Co. KG ist kompakt<br />

gebaut und passt sich den Gegebenheiten optimal an.<br />

Durch die kompakte Bauweise und innovative Klappung ist es<br />

insbesondere für Felder, die mit Hecken und Buschwerk umrandet<br />

sind, unebenes Gelände oder kleine Fasswagen geeignet.<br />

Auch aufgrund des geringen Gewichts, der robusten Rahmenkonstruktion<br />

und des leistungsstarken Exaktverteilers hat sich<br />

das Gestänge in den vergangenen Jahren durchgesetzt und ist zudem<br />

als Nachrüstlösung nachgefragt.<br />

Je nach Einsatzgebiet lässt sich das Universalgestänge als<br />

Schleppschlauch- oder Schleppschuhsystem ausrüsten. Seit Ende<br />

letzten Jahres ist es auch als Verschlauchungsvariante erhältlich.<br />

„Damit bieten wir unseren Kunden neben den Ausstattungsmöglichkeiten<br />

als Schleppschlauch- und Schleppschuhgestänge<br />

eine weitere Option und erweitern so unser Portfolio für die<br />

bedarfsgerechte Gülleausbringung“, sagt Vanja Cobec, Produktmanager<br />

Agrartechnik bei Vogelsang.<br />

GERINGERE BODENVERDICHTUNG DURCH<br />

VERSCHLAUCHUNGSOPTION<br />

Bei der Verschlauchungsvariante wird die Gülle über einen Zubringschlauch<br />

vom Feldrand in die Verteiler des Gestänges gefördert.<br />

Für diese Variante ist zwar eine ausreichende Infrastruktur<br />

vom Feldrand erforderlich. Der Bodendruck, den ein übliches<br />

Gespann auf die Felder bringt, reduziert sich jedoch deutlich.<br />

Denn der Traktor trägt das UniSpread als klassisches Anbaugerät<br />

und schleppt gleichzeitig den Schlauch über das Feld. Der Vorteil:<br />

Durch den Wegfall des Güllefasses reduziert sich das<br />

Gesamtgewicht des Gespanns. Das führt zu einer geringeren<br />

48 <strong>O+P</strong> <strong>Fluidtechnik</strong> <strong>2023</strong>/04 www.oup-fluidtechnik.de


ANBAUGERÄTE<br />

01 Durch den Wegfall des Güllefasses bei der Verschlauchungsoption<br />

reduziert sich das Gesamtgewicht des Gespanns. Das führt zu einer<br />

geringeren Bodenverdichtung<br />

02 Das UniSpread-Gestänge lässt sich mit Exaktverteilern der<br />

ExaCut-Reihe ausrüsten, die die Gülle gleichmäßig verteilen<br />

Bodenverdichtung. Die Verschlauchungsoption ist in den Arbeitsbreiten<br />

von 6 bis 10,5 Metern erhältlich.<br />

EMISSIONSARME GÜLLEABLAGE MIT<br />

SCHLEPPSCHUH UND SCHLEPPSCHLAUCH<br />

Für eine effiziente Gülleausbringung auf Getreide und Grünlandflächen<br />

kann das UniSpread mit Schleppschuhen ausgerüstet<br />

werden. Die Schleppschuhe sind mit einer integrierten Kufe versehen,<br />

die den Pflanzenbestand teilt und die Gülle dann in einem<br />

schmalen Band hinter der Kufe – und damit unter der Pflanze –<br />

ablegt. So gelangen die Nährstoffe in Wurzelnähe und können<br />

optimal aufgenommen werden, ohne dass die Pflanze selbst verschmutzt.<br />

Auch die Schleppschlauchvariante ermöglicht eine<br />

gleichmäßige, bodennahe und emissionsarme Ausbringung. Die<br />

Gülle wird auf dem Boden abgelegt, sickert ein und die Pflanzendecke<br />

verschließt sich darüber. So ist der Wirtschaftsdünger vor<br />

Wind und Sonneneinstrahlung geschützt. Die Nährstoffverluste<br />

bleiben minimal.<br />

HOHE VERTEILGENAUIGKEIT<br />

Das UniSpread-Gestänge lässt sich mit Exaktverteilern der ExaCut-<br />

Reihe ausrüsten, die die Gülle gleichmäßig verteilen und eine hohe<br />

Verteilgenauigkeit aufweisen. Der Variationskoeffizient liegt bei<br />

weniger als fünf Prozent. Zudem sind die Exaktverteiler mit einem<br />

Schwergutabscheider ausgestattet. Dieser entfernt Fremdkörper<br />

wie Steine oder Metallteile problemlos und schleust sie in einen<br />

MITHILFE DES UNISPREAD-<br />

GESTÄNGES ERWIRTSCHAFTEN WIR<br />

EINEN SICHTBAREN MEHRERTRAG<br />

Lukas Reich, Landwirt aus<br />

Grünenbach in Bayern<br />

01<br />

02<br />

Steinfang aus. Das verhindert ein Verstopfen der Ablaufschläuche<br />

und Beschädigungen am Ausbringsystem.<br />

Die Schläuche selbst bestehen aus robustem und dennoch<br />

elastischem Material und sind UV-beständig. Je nach Bedarf kann<br />

das Gestänge in 3- oder 4-Punkt-Aufhängung an einem Fasswagen<br />

befestigt werden. Ein UniSpread-Gestänge mit einer Arbeitsbreite<br />

von neun Metern lässt sich mit einer manuellen Klappung<br />

auf eine Transportbreite von drei Metern zusammenklappen –<br />

für einen sicheren und sauberen Transport. Die automatische<br />

Endarmklappung ermöglicht dies auch bei der größeren Arbeitsbreite<br />

von 10,5 Metern. Die Transportverriegelung am Rahmen<br />

sichert das Gestänge während der Fahrt. Ein DropStop-Mechanismus<br />

verhindert zudem, dass die Gülle während des Transports<br />

oder im Vorgewende abtropft.<br />

PRAXISERPROBTE TECHNIK<br />

Vor rund zwei Jahren hat Lukas Reich, Landwirt aus Grünenbach<br />

in Bayern, seinen Fasswagen mit einem UniSpread-Schleppschuhgestänge<br />

von Vogelsang mit neun Metern Arbeitsbreite<br />

nachgerüstet. Der Milchvieh- und Grünlandbetrieb bietet zudem<br />

Lohnarbeiten für Landwirte aus der Region an. Seit Nutzung des<br />

UniSpread-Gestänges hat der Betrieb bereits etwa 5.000 Kubikmeter<br />

Gülle ausgebracht – und das teils auf Flächen in Hanglage<br />

auf bis zu 1.000 Metern über dem Meeresspiegel. „In der Hanglage<br />

hält das UniSpread, was es verspricht. Es ist leicht, kompakt<br />

und einfach in der Handhabung“, sagt Lukas Reich. Und weiter:<br />

„Der Mehrertrag lässt sich schon mit bloßem Auge erkennen. Das<br />

Grünland erscheint dichter, stabiler und satter.“<br />

Bilder: Vogelsang<br />

www.vogelsang.info<br />

www.oup-fluidtechnik.de <strong>O+P</strong> <strong>Fluidtechnik</strong> <strong>2023</strong>/04 49


LOUNCH<br />

VORSCHAU<br />

IM NÄCHSTEN HEFT: 05/<strong>2023</strong><br />

ERSCHEINUNGSTERMIN: 02. 05. <strong>2023</strong> • ANZEIGENSCHLUSS: 14. 04. <strong>2023</strong><br />

01<br />

02<br />

03<br />

04<br />

01 Hydraulikkomponenten sind Extrembedingungen ausgesetzt.<br />

Voss Fluid setzt bei seinem Korrosionsschutz deshalb auf eine<br />

Zink-Nickel-Beschichtung und investiert in den Ausbau im Bereich<br />

Galvanik.<br />

Foto: Voss Fluid<br />

DER DIREKTE WEG<br />

<strong>O+P</strong> IM INTERNET<br />

www.oup-fluidtechnik.de<br />

<strong>O+P</strong> ALS E-PAPER<br />

digital.oup-fluidtechnik.de<br />

<strong>O+P</strong>-REDAKTION<br />

MILES MEIER,<br />

m.meier@vfmz.de<br />

WERBUNG IN <strong>O+P</strong><br />

sales@vfmz.de<br />

WORLD OF INDUSTRIES<br />

digital.world-of-industries.com<br />

02 Zuverlässige Bremssysteme sind für Fördermaschinen im Bergbau<br />

unverzichtbar. Für die hydraulisch gelüfteten Sattelscheibenbremsen<br />

kommen maßgeschneiderte Hydraulikaggregate zum Einsatz.<br />

Foto: Svendborg Brakes<br />

03 „AurOrA“ ist ein autonomes Fahrzeug, das künftig auf Obstplantagen<br />

selbstständig arbeiten soll. Die verschiedenen Messaufgaben<br />

am Fahrzeug übernehmen Sensoren zur Lenkwinkel- oder<br />

Positionserfassung.<br />

Foto: Siko<br />

04 Eine weitere Automatisierung mobiler Arbeitsmaschinen<br />

erfordert eine noch vielfältigere Erfassung der Prozessdaten. Die dafür<br />

notwendige Sensorik muss genauer, vernetzter und robuster werden.<br />

Zudem wird die Fusion von Sensordaten weiter an Bedeutung<br />

gewinnen.<br />

Foto: Pulsotronic<br />

(Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten)<br />

50 <strong>O+P</strong> <strong>Fluidtechnik</strong> <strong>2023</strong>/04 www.oup-fluidtechnik.de


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Bitte kontaktieren Sie mich, ich berate Sie gerne!<br />

Carmen Nawrath<br />

Head of Sales<br />

Telefon: 0049/6131/992-245<br />

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OPTIMIERTE<br />

ENERGIEEFFIZIENZ<br />

Elektrohydrostatische Antriebssysteme (EAS)<br />

entwickeln sich zu einer wichtigen und hochattraktiven Lösung für<br />

Anlagenbauer, die nach kompakten Alternativen zu herkömmlichen<br />

hydraulischen oder elektromechanischen Antriebslösungen suchen.<br />

Basierend entweder auf der elektrohydrostatischen Pumpeneinheit (EPU)<br />

oder einer Innenzahnradpumpe, kombinieren die Moog EAS alle Elemente<br />

in einem hochintegrierten, kompakten und modularen System, das die<br />

höchsten Ansprüche an Zuverlässigkeit und Qualität erfüllen.<br />

Hohe Energieeffizienz<br />

Hohe<br />

Produktivität<br />

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