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Magazin für Stadt und Landkreis Gießen

Mein erstes Mal:

Redakteurin Dagmar Bertram

wagt sich auf das Eis

Stadtgespräch

Gießens Geheimtipp:

Am schönsten ist

es immer in der

»Kü-Ché«. Seite 18

Rumkommen

Neue Serie: Der

streifzug stellt Städte

in »Studi-Ticket-Reichweite«

vor. Seite 15

WWW.STADTTHEATER-GIESSEN.DE

OPERETTE IN GIESSEN

6. 6. Jahrgang Jahrgang · · 1/2013

1/2013


Magazin für Stadt und Landkreis Gießen

Anika Anika Decker Decker

Die Die Drehbuchautorin

Drehbuchautorin

Drehbuchautorin aus

Marburg Marburg über über ihren ihren ihren Erfolg mit

Keinohrhasen, Keinohrhasen, TT

Tiere am Set

und die Filmbranche Filmbranche Filmbranche

Blickpunkt

Blickpunkt

Wo Wo ist die die Kunst? Kunst? Kunst?

Ein Ein Porträt Porträt über über über die

bildende bildende Kunstszene

Kunstszene

Kunstszene

Kunstszene

Kunstszene

Gießens. Gießens. Seite 4

5. Jahrgang Jahrgang

Campus

Multimediale JLU:

Vom Radio-Justus bis

zum Uni-Kino »Flimmerkiste«.

Seite 36

Exklusiv:

WWW.STADTHEATER-GIESSEN.DE

SCHAUSPIEL

Der Weihnachtsmann

startet seine PR-Kampagne

in der streifzug-Redaktion

Blickpunkt

Magazin für Stadt und Landkreis Gießen

Brettspiele: Ein alter

Hut oder der Renner

im Weihnachtsgeschäft.

Seite 4

Mein Mein erstes erstes Mal: Mal:

Redakteurin Redakteurin Dagmar Dagmar Bertram Bertram

wagt wagt sich sich auf auf das das Eis Eis

Stadtgespräch

Gießens Geheimtipp:

Am schönsten ist

es es immer immer in in der der

»Kü-Ché«. »Kü-Ché«. Seite Seite 18 18

Rumkommen

Rumkommen

Neue Neue Serie: Serie: Der Der

streifzug streifzug stellt stellt Städte Städte

in in »Studi-Ticket-Reich»Studi-Ticket-Reichweite«weite«

vor. vor. Seite Seite 15 15

Campus

Gießens neuer

Marktplatz entsteht

im Internet bei

Facebook. Seite 36

OPERETTE OPERETTE IN IN GIESSEN GIESSEN

5. Jahrgang · 12/2012

Magazin Magazin für für Stadt Stadt und und Landkreis Landkreis Gießen Gießen

WWW.STADTTHEATER-GIESSEN.DE

NACHWACHSENDE GENERATIONEN

GANZ GROSS

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GIESSEN.DE

6. 6. 6. 6. 6. 6. 6. Jahrgang Jahrgang Jahrgang Jahrgang Jahrgang Jahrgang Jahrgang · · · · · · · 1/2013 1/2013 1/2013 1/2013 1/2013 1/2013 1/2013

• Interviews und

Reportagen

• Kultur

• Sport

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• Trends Trends

• Veranstaltungs-

kalender

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• Gastro-Führer

• Frankfurt-Tipps

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FEBRUAR-AUSGABE

Sie fi nden das hochwertige und informative Kultur- und Veranstaltungsmagazin

im handlichen DIN-A4-Format am Donnerstag, dem 31. Januar 2013, in der Ausgabe

der Gießener/Alsfelder Allgemeinen und an über 250 Auslagestellen in Stadt

und Landkreis. Sichern Sie sich schon heute Ihren Anzeigenplatz in einem informativen

und ansprechenden Umfeld!

Erscheinungstermin Oktober-Ausgabe: Donnerstag, 31. Januar 2013

Anzeigenschluss: Freitag, 18. Januar 2013

Wir beraten Sie gerne!

Gießener Allgemeine · Anzeigenverkaufsleitung

In Stadt und Landkreis Gießen...

...die Nr.

Tel. 0641/30 03-2 23, -2 24 · Fax 06 41/30 03-3 00


Editorial

Thema Fremdgehen. Sozial unerwünscht. Und dann auch noch ausgerechnet kurz nach Weihnachten? Gerade dann.

Das hat jedenfalls unsere Recherche ergeben. Glaubt man Statistiken und den Zahlen, die Christoph Kraemer,

Europasprecher von AshleyMadison, der größten Online-Plattform für den geplanten Seitensprung, nennt, gehen die

meisten Deutschen kurz nach den Feiertagen fremd, da die Laune aufgrund einiger enttäuschter Erwartungen rund um

das Fest in den eigenen vier Wänden auf dem Tiefpunkt ist. Da wir nicht glauben, dass der Seitensprung die Lösung

ist, und nicht wollen, dass Sie der Versuchung erliegen, haben wir auf den Seiten, die nach dem Blickpunktthema

»Untreue in Paarbeziehungen« folgen, ein paar interessante Alternativen anzubieten. Wie wäre es mit einem Besuch

der Show »Crazy Broadway 2« oder des Abschiedskonzerts von FaberhaftGuth? Oder schnallen Sie sich doch mal

wieder die Schlittschuhe an und folgen Sie unserer Redakteurin Dagmar Bertram aufs Eis. Oder treffen Sie sich auf einen Kaffee in der

»Kü-Ché«, Gießens neuestem Geheimcafé. Mit ihrer Partnerin, bzw. ihrem Partner natürlich – und ohne Hintergedanken.

Marc Schäfer

Inhalt

BLICKPUNKT 4

»Untreue in Paarbeziehungen«: Anlässlich eines Thementags im Institut für Psychoanalyse

und Psychotherapie beschäftigt sich der streifzug mit dem Fremdgehen.

BRAD SHAWS KOLUMNE 10

Auch unser Kolumnist beschäftigt sich mit

dem Seitensprung und kommt zum Schluss,

dass sich Fremdgehen nur selten lohnt

SERVICE 11

Was geht an Silvester?

RUMKOMMEN 15

Marburg im Porträt

STADTGESPRÄCH 16

FaberhaftGuth verabschieden sich vom

Gießener Publikum · Der Geheimtipp:

Kaffee in der »Kü-Ché«

BLICK IN DIE REGION 20

Genusswelt – Feinkostladen in Heuchelheim

· Multitalent – Karina Lotz legt

Poesieband vor

UNTERWEGS 21

Von wegen Döner: Besuch im Selale

Foto: Fotolia

AUSLESE 23

VERANSTALTUNGSKALENDER 25

MEDIATHEK 32

App und CD im Test

AM MAIN 33

Voca People – Musik von einem anderen

Stern · Jobs am Flughafen – Einkaufsberater

für Chinesen

CAMPUS 36

Witzige Doktoren – Elephant Toilet stellt

neues Programm vor · Die Zeitoptimierer –

Nachhilfe mit SpeedRepeat

KULTUR 40

Crazy Broadway 2 – Die Musicalshow der

Tanzschule Astaire’s

SPORTWELT 42

Mein erstes Mal: Eiskunstlauf

Foto: ZDF

RAMPENLICHT 12

Im Interview: Schauspieler Thomas Heinze

über Hollywood und Wetterau

streifzug

Magazin für Stadt und Landkreis Gießen

IMPRESSUM

Herausgeber: Mittelhessische Druck- und Verlagsgesellschaft

mbH

Druck: Dierichs Druck+Media GmbH & Co. KG, Kassel

Redaktion: Marc Schäfer (verantwortlich), Florian Dörr

E-Mail: streifzug@giessener-allgemeine.de

Verlag: Mittelhessische Druck- und Verlags gesellschaft mbH

Marburger Straße 20, 35390 Gießen (zugleich auch ladungsfähige

Anschrift für alle im Impressum aufgeführten Verantwortlichen)

Erscheinungsweise: Der Streifzug erscheint monatlich in der

»Gießener Allgemeine Zeitung«, »Alsfelder Allgemeine Zeitung«

sowie in über 200 ausgewählten, stark frequentierten

Auslagenstellen. Auflage: 40 000 Exemplare

Verantwortlich für Anzeigen:

Anzeigenleitung: Wilfried Kämpf

Anzeigenverkaufsleitung:

Ulrich Brandt, Tel. 06 41/30 03-2 24, Anschrift siehe oben

Gültig ist der Anzeigen tarif Nr. 4 vom 1. Januar 2013

streifzug – Magazin für Stadt und Landkreis Gießen

Titelbild: Dagmar Bertram / Foto: Nici Merz

Mitteilung gemäß § 5, Absatz 2 des Hessischen Pressegesetzes:

An der Finanzierung des Verlages sind beteiligt:

D. Obermann-Weller, Dr. Ch. Rempel, Dr. J. E. Rempel, Dr.

M. Rempel, B. Sälzer.

Sofern Sie Artikel dieser Publikation in Ihren internen elektronischen

Pressespiegel übernehmen wollen, erhalten Sie die

erforderlichen Rechte unter www.presse-monitor.de oder

unter Telefon 0 30/28 49 30, Presse-Monitor Deutschland

GmbH & Co. KG. © Streifzug, Gießen

1/2013 streifzug 3


BLICKPUNKT

Verhängnisvolle

Dass es sich bei den Initiatoren des Thementags

für die Öffentlichkeit offenbar um

Experten handelt, zeigt die Tatsache, dass

der Termin für die Veranstaltung in der Ludwigstraße

73 in Gießen nahezu perfekt gewählt

ist. »Nach den Weihnachtsfeier-

tagen verzeichnen wir einen signifikanten

Anstieg der Mitgliederzahlen«, sagt Christoph

Kraemer, der Deutschlandchef von

AshleyMadison.com, dem weltweit größten

Online-Portal für Seitensprünge. »Feiertage

wie Weihnachten, aber auch die Sommer-

Affären

Fremdgehen lohnt sich nicht, sagen die einen, andere melden sich extra für den Seitensprung

in einem Online-Portal an und planen ihn generalstabsmäßig und das Institut für Psychoanalyse

und Psychotherapie in Gießen veranstaltet am 26. Januar sogar einen ganzen Tag

zum Thema »Untreue in Paarbeziehungen – Verhängsnisvolle Affären«.

4 streifzug 1/2013

ferien, Muttertag, Vatertag oder Valentinstag

sind immer mit einer gewissen Erwartungshaltung

verbunden. Man erhofft sich zu

Hause Romantik und Sex, aber allzu oft

werden diese Erwartungen enttäuscht. Was

sich bei uns eindeutig zeigt, indem sich die

Foto: Fotolia


Anmeldungen nach diesen Tagen mindestens

verdoppeln. Das ist übrigens ein weltweites

Phänomen«, erklärt Kraemer, der

auch als Europasprecher der 2002 in Kanada

ins Leben gerufenen Plattform fungiert,

die mittlerweile in 25 Ländern über 17 Millionen

Mitglieder hat, die dort wiederum

international diskrete und anonyme Seitensprünge

suchen.

Eine aktuelle Umfrage unter den 2186

männlichen deutschen Mitgliedern der

»Fremdgeh-Homepage« hat ergeben, dass

2011 allein 58,3 Prozent der Männer eine

Affäre während der Weihnachtsfeiertage

hatten. Da es nicht einfach ist, die Geliebte

ins traute Familienfest einzubinden, lagen

die Schäferstündchen unterm Weihnachtsbaum

mit 32,4 Prozent größtenteils am

zweiten Weihnachtstag oder mit 36,8 Prozent

unmittelbar nach den Weihnachtsferien

(Weitere Statistiken auf Seite 6)

Für Psychologen wie den Paartherapeuten

Dr. Bernd Böttger vom Institut für Paartherapie

in Frankfurt könnte das im Januar einen

vollen Terminkalender bedeuten. Seit vielen

Jahren beschäftigt er sich mit den psychologischen

Folgen des Fremdgangs – entdeckt

und unentdeckt. »Wenn jemand aus allen

Wolken fällt und keine Ahnung hat, dass

der Partner eine Affäre hat, erlebt man einen

ziemlichen Schock – bis hin zur Traumatisierung«,

sagt Böttger im Interview mit

dem streifzug (Seite 8/9), in dem er auch

erzählt, über was er im Rahmen seines Vortrags

am 26. Januar in Gießen sprechen

wird. »Wenn ein Fremdgang herausgekommen

ist, rate ich dazu, erst einmal keine

groben Bewegungen wie Trennung, Ausziehen

oder Scheidung zu machen«, so Böttger.

Miteinander reden sei indes die beste

und wahrscheinlich einzige Affärenprophylaxe,

eine Einteilung in Täter und Opfer

mag der Therapeut in diesem Zusammenhang

nicht. »Mir gefällt dieses Schema

nicht, weil beide unbewusst daran beteiligt

sind. Im Grunde hat auch das Opfer etwas

getan, dass den anderen veranlasst hat,

fremdzugehen. In langfristigen Beziehungen

hat das oft einen Vorlauf von ein oder

zwei Jahren, an dem beide beteiligt sind«,

sagt Böttger.

Bei AshleyMadison hat sich die Mitglieder-

zahl allein im Jahr 2012 laut Kraemer verdoppelt.

In Deutschland sind 400 000

Männer und Frauen angemeldet. »Vor

AshleyMadison fanden Seitensprünge häufig

im Umfeld von Familie, Freunden oder

Kollegen statt, das führt oft zu Problemen.

Bei uns besteht keine Gefahr, dass die Affäre

beispielsweise durch eine SMS oder eine

E-Mail der Geliebten entdeckt wird, denn

man muss keine persönlichen Daten ange-

ben. Der digitale Lippenstift ist also nicht

existent«, sagt Kraemer in Anspielung auf

den klassischen Lippenstiftrest am Hemdkragen,

der vor der digitalen Revolution

noch so manchen Casanova überführt hat.

Auch Böttger kann bestätigen, dass der

Fremdgang heute oft über Nachforschungen

des Partners im Handy des anderen oder

bei Facebook entdeckt wird. In seinem Vortrag

hält der Psychologe zudem weitere –

oft überraschende – Fakten bereit. Laut seinen

Statistiken klagen beispielsweise mehr

Frauen (45 Prozent) als Männer (38 Prozent)

über zu wenig Sex in der Beziehung. 73

Prozent der Frauen und 65 Prozent der

Männer hielten indes Treue für »die wichtigste

Eigenschaft des Partners«, obwohl 43

Prozent der befragten Frauen und 51 Prozent

der befragten Männer zugaben, innerhalb

ihrer festen Beziehung schon fremdgegangen

zu sein. »Eigentlich paradox«, sagt

Böttger.

Bei Männern stehe dabei häufig die sexuelle

Eroberung im Vordergrund eines Seitensprungs,

bei Frauen seien es zuvorderst die

emotionalen Bedürfnisse. »Am Ende treffen

sie sich aber alle im Bett«, sagt Kraemer,

dessen Unternehmen sogar eine Geld-

zurück-Garantie verspricht, wenn es nicht

zu einer Affäre kommt. »Es geht ganz klar

um Sex. Es gibt zwar auch Paare, die die

Liebe des Lebens bei uns gefunden haben,

aber das ist eher die Ausnahme«, bestätigt

der Berliner.

Im Selbstversuch auf AshleyMadison.com

geht es jedenfalls ruckzuck. Schon eine

Stunde nach der Anmeldung stehen die

Gelegenheiten für ein schnelles Abenteuer

im Postfach Schlange – und geben

Deutschlandchef Kraemer damit indirekt

recht, wenn er sagt: »Es gibt ein klares Bedürfnis

für diskrete und sichere Seitensprünge.«

Trotz vorhandenem Bedürfnis

und dem Reiz nach neuem, anderem und

fremden rät Böttger allerdings dazu, den

Seitensprung lieber sein zu lassen. Gründe

nennt er viele. Und auch unser streifzug-

Kolumnist Brad Shaw will von Affären mit

vergebenen Partnern nichts mehr wissen.

Auf Seite 10 berichtet er aus eigener Erfahrung,

dass sich Fremdgehen nur selten

lohnt. Marc Schäfer

Der Klassiker: Eine SMS von der Geliebten des Ehemannes.

BLICKPUNKT

Foto: Fotolia

1/2013 streifzug 5


BLICKPUNKT

Seitensprung in Zahlen

Frauen von Fischen sollten sehr auf ihre Männer aufpassen und Männer ihre Frauen im Auge

behalten, wenn sie den Duft Nuit pour Femme auflegen. Das jedenfalls sagen die Statistiken.

Waren Sie jemals in einer festen

Beziehung untreu?

Ja, schon einmal

Ja, schon mehrmals

Nein, aber ich

war schon einmal

in Versuchung

Nein, noch nicht

Quelle: Elite-Partner-Studie © 2012, 9 500 befragte Personen

Wann beginnt für Sie Untreue?

Wenn man sexuelle Fantasien hat,

in denen der eigene Partner nicht

vorkommt

5,8 %

4,5 %

Wenn man sich in jemand

anderen verliebt, auch

wenn nichts passiert

20,4 %

15,3 %

Wann man mehrmals mit

jemand anderem Sex hat

35,7 %

36,8 %

Wenn man einmal mit

jemand anderem Sex hat

52,5 %

55,6 %

Quelle: Elite-Partner-Studie © 2012, 9 500 befragte Personen

6 streifzug 1/2013

62,0 %

Beim Flirten

14,0 %

11,4 %

12,4 %

8,2 %

17,4 %

Frauen Männer

Beim Küssen

53,7 %

42,9 %

Wenn beim Fremdgehen

Gefühle ins

Spiel kommen

34,0 %

31,4 %

Welchen Duft legen Frauen für ihren

Geliebten auf?

Nuit pour

Femme – Boss

40,7%

Quelle: AshleyMadison

Aus welchem Grund waren Sie

untreu?

Ich war unglücklich mit

meiner Partnerschaft

Es war der Reiz des

Neuen

Ich habe von meinem

Partner zu wenig Zuwendung

bekommen

Ich hatte mich verliebt

Ich fühlte mich sexuell

angezogen

Es war der Wunsch,

mich begehrt zu fühlen

Ich fühlte mich in

meiner Partnerschaft

sexuell unbefriedigt

Es ergab sich spontan

eine Gelegenheit

Coco Noire –

Chanel

21,3%

Ich war betrunken / hatte

einen Kontrollverlust

J’Adore –

Dior

18,6 %

16,2 %

16,8 %

25,4 %

28,3 %

28,2 %

21,8 %

24,5 %

21,5 %

11,4 %

15,2 %

8,0 %

10,9 %

Chanel No.5 –

Chanel

11,9 %

30,0 %

Quelle: Elite-Partner-Studie © 2012, 9 500 befragte Personen

Frauen Männer

30,7 %

39,4 %

35,0 %

La vie est belle

– Lacome

7,5 %

45,4 %

48,1 %


BLICKPUNKT

Haben Sie schon einmal Ihren Partner betrogen? Was haben Sie Ihrer

21,4 %

Schleswig-Holstein

Quelle: Elite-Partner-Studie © 2012, 9 500 befragte Personen Quelle: AshleyMadison

Quelle: AshleyMadison

18,9 %

Nordrhein-

Westfalen

20,7 %

Rheinland-

Pfalz

21,0 %

Saarland

Fremdgeh-Top 3

17,9 %

Bremen

Welches Sternzeichen geht am

häufigsten fremd?

1) Fische

2) Wassermann

3) Krebs

1) Zwilling

2) Widder

3) Jungfrau

22,6 %

Hessen

29,2 %

Hamburg

19,6 %

Baden-

Württemberg

19,2 %

Niedersachsen

28,0 %

Berlin

15,8 %

Sachsen-Anhalt

18,3 %

Thüringen

22,6 %

Bayern

Geliebten/Frau letztes

Jahr geschenkt?

Gegenstände

für den Haushalt

0,7 %

7,8 %

Wie viel Geld haben Männer für das

Weihnachtsgeschenk ausgegeben?

35

30

25

20

15

10

5

21,4 %

Mecklenburg-

Vorpommern

18,2 %

Brandenburg

4,1 %

23,2 %

Sachsen

14,3 %

28,2 %

24,4 %

Ring mit Diamanten

10,3 %

4,8 %

Unterwäsche

26,1 %

8,5 %

Geliebte Ehefrau

Technisches

4,2 %

21,4 %

Blumen

9,3 %

2,6 %

Geliebte Ehefrau

32,6 %

8,1 %

26 – 50 € 101–250 € mehr als 500 €

Quelle: AshleyMadison Zeichnungen: Peter Rosenberger

1/2013 streifzug 7


BLICKPUNKT

Keine groben

Bewegungen

Paartherapeut Dr. Bernd Böttger vom Institut für Paartherapie in Frankfurt spricht im streifzug

über das Fremdgehen, das Beichten von One-Night-Stands und eine Affärenprophylaxe.

Wenn man herausfindet, dass man betrogen

wurde, soll einem das den Boden unter

den Füßen wegziehen.

BB: Wenn jemand aus allen Wolken fällt

und keine Ahnung hat, dass der Partner eine

Affäre hat, erlebt man einen ziemlichen

Schock – bis zur Traumatisierung. Wir wissen

alle, so weit wir das erlebt haben – und

das sind die meisten von uns, dass das eine

schlimme Erfahrung ist. Der Mensch kann

das seelisch nicht verarbeiten, sondern ist

8 streifzug 1/2013

überflutet von Eindrücken, die er nicht einsortieren

kann. Das führt zu Schlafstörungen,

körperlichen Symptomen und Flashback-Traumatisierung.

Es gehen einem also

Szenen durch den Kopf. Beispielsweise wie

man den Partner inflagranti erwischt hat.

Das ist aber ein Extremfall.

Inflagranti erwischen ist der Extremfall?

BB: Ja, in der Regel ist es heutzutage so,

dass Fremdgang über Nachforschungen des

Foto: dpa

Handys oder in Facebook oder E-Mails herausgefunden

wird. Früher waren es Kreditkartenabrechnungen

und Telefonrechnungen.

Wenn es so herauskommt, hat der

Partner aber schon etwas gewittert.

Schützt der Verdacht einen vor dem großen

Schmerz, wenn er zur Wahrheit wird?

BB: Nein, das glaube ich nicht. Betrug ist

immer schmerzhaft. Der Verdacht mildert

den Schock nicht.


Gibt es einen Notfallplan, für den Moment,

wenn ich vom Fremdgehen erfahre?

BB: Zum Selbstschutz? Ich habe einen Notfallplan

für beide, denn das kann man nicht

getrennt sehen. Ich rate, erst einmal nichts

zu machen. Keine groben Bewegungen wie

ausziehen oder schnell scheiden lassen.

Außerdem sollte man miteinander ins Gespräch

kommen und besprechen, was da

los ist. In einem Vierteljahr sieht dann alles

ganz anders aus als gedacht. Wobei der

Prozess einer Bewältigung einer Untreue

zwei Jahre dauern kann.

Oft wird schnell in Opfer

und Täter gedacht, das

gefällt mir nicht. Im

Grunde hat auch das Opfer

etwas getan, dass den

anderen veranlasst hat, fremdzugehen. Das

hat ja in langfristigen Beziehungen einen

Vorlauf von ein oder zwei Jahren an dem

beide beteiligt sind. Oft bemerke ich, dass

die Betroffenen längere Zeit nicht offen gesprochen

haben.

Ist so ein Riss überhaupt zu kitten oder

wird das Vergehen in Krisensituation immer

wieder thematisiert? Möglicherweise

auch, um eigene Fehler zu entschuldigen?

BB: Im schlechtesten Fall kann es passieren,

dass die Untreue für den Rest der Beziehung

als Waffe benutzt wird. Ziel der Bewältigung

ist aber, es zu verzeihen und in

eine Schublade zu packen und die Beziehung

so zu gestalten, dass nicht fremdgegangen

werden muss. Chronische Womanizer

muss man ausschließen, denn die

machen sowieso weiter. Die anderen müssen

aber damit rechnen, dass der Partner

immer wieder heftige Erinnerungen an den

Fremdgang des anderen hat und darunter

leidet. Ein »Lass uns die Vergangenheit vergessen

und nur noch in die Zukunft gucken«

kann nicht funktionieren. Der Fremdgeher

muss aushalten, dass der andere

darüber sprechen muss und kein Vertrauen

hat. Ich empfehle, transparent zu sein. Es

gibt vor allem Männer, die das nicht mögen

und sich kontrolliert fühlen, die haben

schlechte Aussichten, den Fremdgang in der

Beziehung zu regeln.

Kann man sich als Paar davor schützen?

BB: Affärenprophylaxe. Ein Paar, das gut

miteinander sprechen kann und im Austausch

über aktuelle Sachen ist, hat zumindest

bessere Chancen. Aber es gibt keinen

Schutz. Das ist wie bei einer Grippe. Impfen

schützt auch nicht immer. Es passiert

nicht nur in gestörten Beziehungen. Eine

gut funktionierende Beziehung ist die beste

Prophylaxe, aber es gibt keinen Super-Tipp.

»Wenn es gerade

passiert ist, beichten«

Gibt es eine Strategie, eine mögliche

Fremdgehsituation zu entschärfen?

BB: Oft gibt es in solchen Situationen einen

Rest von bewusster Entscheidung, einen relativ

langen Bereich, wo ich noch zurückkann,

ehe ich den »point of no return« erreiche,

den muss man nutzen. »Oh, die

gefällt mir, aber ich lasse die Finger davon,

weil ich weiß, was das bedeutet.« Manchmal

ist Fremdgehen aber auch nur trieb-

oder alkoholgesteuert. In solchen Fällen

bleibt es aber meist beim One-Night-Stand

– und der ist für eine

dauerhafte Beziehung

nicht so gefährlich. Ohne

den One-Night-Stand in

Schutz nehmen zu wollen,

aber da gibt es verschiedene

Qualitäten. Man sollte aber sowieso,

wenn man irgendwie kann, treu

sein. Das Witzige ist ja, dass die meisten

Menschen sagen würden »Treue ist mir das

Wichtigste in der Beziehung«, obwohl man

selbst gar nicht so treu ist, wie man meint,

dass der andere sein sollte. Das ist paradox.

Sollte man One-Night-Stands überhaupt

beichten?

BB: Wenn es gerade passiert ist, beichten.

Wenn es länger her ist, für sich behalten

und mit ins Grab nehmen. Man kann nicht

ein Jahr später damit ankommen. Wenn es

eine harmlose Sache war, verträgt eine Beziehung

einen verschwiegenen One-Night-

Stand. Im Grunde ist es eine Ermessensfrage,

aber letztlich würde ich für Offenheit

plädieren. Also lieber

beichten als verschweigen,

denn wenn der andere

hinterher doch darauf

kommt, sind die

Folgen ungleich größer.

Wie sollte er je wieder Vertrauen haben?

Der Vorteil des Beichtens ist, dass der andere

immerhin feststellt, dass man ehrlich ist

und dazu steht.

Der Nachteil ist, dass man dem Partner

Schmerz zufügt?

BB: Das ist ein sehr guter Einwand. Ich

würde nur dagegenhalten, dass Sie zwar einen

Schmerz vermeiden, aber dem anderen

und der Beziehung eine Entwicklungsmöglichkeit

nehmen, denn sie könnte daran

wachsen.

Oder an einem möglicherweise unbedeutenden

Moment scheitern?

BB: Ach, an einem One-Night-Stand? Ich

weiß nicht. Dann wäre die Beziehung sowieso

gescheitert. Wenn sie daran schon

scheitert, ist sie nicht sehr stabil.

»Miteinander reden ist

eine Affärenprophylaxe«

BLICKPUNKT

Kann man dem Partner anmerken, dass er

fremdgeht?

BB: Das muss man der Intuition überlassen.

Es gibt bestimmt jemanden, der eine Liste

gemacht hat und sie in sein Ratgeberbuch

geschrieben hat. Ich halte nichts davon.

Natürlich fällt aber auf, wenn der Partner

sein Verhalten ändert. Gut anziehen, besser

duften, kein Sex mehr. Das ist aber keine

Garantie. Jemand, der das richtig verbergen

will, kann das auch.

Kann man begründete und unbegründete

Eifersucht unterscheiden und in der Folge

besser damit klarkommen?

BB: Es gibt realistische Eifersucht, also Verlustangst,

bei der ich übertreibe und eigene

Impulse auf den anderen projiziere. Die

Unterscheidung kann nur ein anderer sehen,

denn man selbst hält die Eifersucht immer

für realistisch. Wer schnell zur Eifersucht

neigt, dem würde ich raten, etwas für

sich und sein Selbstbewusstsein zu tun,

denn Eifersucht und diese Angst bezieht

sich darauf, dass man sich selbst nicht gut

genug für den anderen findet. Man befürchtet,

nicht attraktiv genug zu sein. Wenn ich

Selbstbewusstsein habe, habe ich keine

Angst, sie zu verlieren. Es kann zwar sein,

dass ich sie trotzdem verliere, aber Angst

habe ich nicht gehabt (lacht).

Haben Sie als Paartherapeut in den letzten

Jahren immer mehr Arbeit bekommen?

Wird also häufiger fremdgegangen?

BB: Nein, nur die Wege haben sich verändert,

aber nicht die Häu-

figkeit. Die Möglichkeiten

des Fremdgangs

haben sich mit der Internetgesellschaft

verändert.

Es gibt Plattformen, auf

denen man gezielt Fremdgänge in Gang

setzen kann. Das war früher nicht so

einfach.

Das würde aber doch dafür sprechen, dass

auch die Häufigkeit sich erhöht hat?

BB: Könnte sein. Man kann das schlecht

beforschen, weil die Leute da nicht ehrlich

sind. Es handelt sich ja um sozial unerwünschtes

Verhalten. Fremdgehen ist aber

ein altes Problem, bei dem der sexuelle

Reiz und der Reiz nach dem Neuen, Anderen,

Fremden natürlich bleibt. Den hat man

auch während der gesamten Beziehungszeit,

die Frage ist nur, was man mit dem Impuls

macht. Gibt man dem nach oder steckt

man ihn im entscheidenden Moment weg

und freut sich hinterher, dass man es nicht

gemacht hat. Das ist doch auch ein schönes

Gefühl. Marc Schäfer

1/2013 streifzug 9


BRAD SHAWS KOLUMNE

Brad Shaw schreibt exklusiv Kolumnen

für den streifzug. Normalerweise veröffentlicht

der Journalist sie im Netz auf

www.bradsticks.com. Sein Blog befasst

sich mit Lifestyle, Fashion, Musik, Promis

und Kultur – und immer wieder mit

der Suche nach Mr. und Mrs. Right.

Manchmal liegen Fußminuten zwischen Menschen,

manchmal Flugstunden, manchmal Eiszeiten

und gelegentlich alle drei zusammen. Es ist

der Moment, in dem wir wissen, dass wir nicht

mehr in den nächsten Flieger steigen, geschweige

denn uns von der Couch erheben würden, in

dem wir uns endlich von der Illusion des »Für immer«

befreien. Es gibt eben kein »Für immer«,

selbst die Eiszeit dauerte nicht ewig. Dann eisen

wir uns los und brechen lieber in neue Gefilde

auf, und wenn nur für einen Tages-Trip. Kingt

nach der »Wanderhure«, ist aber nicht so gemeint.

Oder doch?

Fakt ist: Wenn Beziehungen anstrengend werden

oder so eintönig wie jeden Tag denselben Film

schauen, beginnt das Fremdgehen – wie viele

Dinge fürwahr zuerst im Kopf. Das wundert uns

nicht. Schließlich werden wir das ganze Leben

lang auf Freiheit getrimmt, auf Vielfalt, auf Flexibilität.

Auf Innovation, Pioniergeist und Abenteuerlust.

Beziehungsweise auf »No risk, no fun«.

Doch was, wenn wir zum Lachen nur noch in

den Keller gehen – oder zur Nachbarin?

Liebe braucht keine Ferien. Lust offensichtlich

schon – und selbst die Liebe ist zweifellos alles

andere als Ferien mit Blick auf den Eiffelturm. Bei

genauerem Hinsehen ist sie eher ein turmhoher

Berg schweißtreibender Arbeit. Wer gestern Liebe

gemacht hat und morgen Windeln wechseln

könnte, weiß, was ich meine. So weit zum Realismus.

Die Worte »Für immer« gehen uns trotzdem

schnell über die Lippen, wenn auch meistens nur

gehaucht. In unseren Köpfen schwirren sie sogar

noch häufiger herum als in den von Kerzen

durchleuchteten Räumen, in denen Liebesschwüre

abgelegt werden. Als Teenager haben wir

»4-Ever« mit dünnen Filzstiften auf Ledermäppchen

gekritzelt und nach Schulschluss die Namen

unserer Geliebten nebst den eigenen mit

gleicher Inbrunst in den Kirschbaum geritzt.

Herz drum. Fertig.

Und dann kam die Liebe, dann der Alltag, dann

der Realismus. Und schließlich begann das

Fremdgehen. Viele der Mäppchen existieren nicht

Magazin Magazin für für Stadt Stadt und und Landkreis Landkreis Gießen Gießen

Mein Mein erstes erstes Mal: Mal:

Redakteurin Redakteurin Dagmar Dagmar Bertram Bertram

wagt wagt sich auf das Eis

Stadtgespräch

Gießens Geheimtipp:

Am schönsten ist

es immer in der

»Kü-Ché«. Seite 18

Rumkommen

Neue Serie: Der

streifzug stellt Städte

in »Studi-Ticket-Reichweite«

vor. Seite 15

6. 6. 6. 6. 6. Jahrgang Jahrgang Jahrgang Jahrgang Jahrgang Jahrgang Jahrgang · · · · · · · 1/2013 1/2013 1/2013 1/2013 1/2013 1/2013 1/2013

10 streifzug 1/2013

WWW.STADTTHEATER-GIESSEN.DE

OPERETTE IN GIESSEN

Abgefrühstückt

mehr, die Bäume eventuell. Vielleicht sitzen heute

nur andere in den Ästen und schauen schmunzelnd

auf die Welt da unten, um sie wenig später

mit Kirschkernen zu bespucken. Mit Steinen werfen

nur die wenigsten von ihnen. Denn Hochmut

kommt vor dem Fall. Und dem Fall des Fremdgehens.

Der Reiz ist oft stärker als alle Ratio, und auf der

Welt gibt es mehr Abenteurer als Allianz-Versicherte.

Lediglich ängstliche Abenteurer haben

einen Vertrag beim Versicherungsriesen abgeschlossen.

Denn Angst ist für Abenteurer, was

Ausnahmezustände für die Allianz sind: die

Arschkarte! Und wer fliegen will, sucht den

Rausch und nicht die Rückversicherung. Im Moment,

in dem der Rausch am größten ist, nehmen

wir den Ring vom Finger und fliehen, um zu fliegen.

Im Internet gibt es verlockende Angebote

nicht erst seit billig.de. Aber was geben wir für

den Ego-Höhenflug auf?

Die wenigsten Menschen sind frei von Sünde –

und spätestens nach der dritten Affäre mit Verliebten,

Verlobten und Verheirateten wird klar,

dass wir nicht erst vor der eigenen Haustür kehren

müssen, um das zu erkennen. Im Himmel

mag die Freiheit grenzenlos sein. Dennoch riskieren

wir den Luxus, für immer in einem Luftschloss

zu sitzen und uns eingebildeter Glückseligkeit

zwischen nebulöser Wolken hinzugeben immer

wieder. Vielleicht ist die Liebe eine Illusion. Definitiv

ist sie nicht schlechter als das Alleinsein.

Spätestens nachdem wir zum dritten Mal erwischt

worden sind, kommt der Moment der Einsicht:

Alle Beziehungsarbeit lohnt sich, im Regelfall

auch der Verzicht. Denn wer seine Fleischeslust

mit Fast Food befriedigt, dem mangelt es umso

mehr an emotionaler Vollwertkost. Bevor wir

verhungern, sollten wir doch lieber Spaß an den

heimischen Herd bringen, als laufend zur Imbissbude

zu rennen. Billig kann schließlich jeder.

Doch sind wir willig, uns auf Hausmannskost

festzulegen und wirklich zu Hause zu essen?

Mal aus eigener Erfahrung: Nach dem Fremdgehen

hinterlassen selbst die süßesten verbotenen

Früchte ungefähr das Gefühl einer Salmonellen-

streifzug

Werde Freund und erfahre täglich,

was in deiner Stadt passiert

und was im Nachtleben angesagt ist!

vergiftung. Liebe geht bekanntlich durch den Magen.

Vielleicht werden in den kerzendurchfluteten

Räumen manchmal wirklich Schwüre

abgelegt, die fürwahr für immer Bestand haben.

Vielleicht wird dort aber einfach nur zu viel Rotwein

getrunken. Das Glück ist eine Hure, die

wandert. Und oft laufen wir hungrig hinterher –

manche fürwahr für immer. Zumeist sind wir

selbst schuld.

Wie an anderer Stelle bereits gesagt: 2002 haben

wir uns Dates übers Internet nach Hause kommen

lassen wie die Spießer nebenan ihr kalorienarmes

Sushi. Wir waren nicht gerade auf Diät…

and dinner was served hot. Always! Warum auch

nicht? In den Nuller-Jahren war sowieso alles

oberflächlich gecastet – und wenig auf Nachhaltigkeit

angelegt. Popstars, Superstars, Topmodels

und eben auch Abendabschnittspartner. Ganz

ehrlich: Wir haben Dates konsumiert wie Fast

Food, manchmal sogar in Beziehungen. Vor allem

ohne anschließende Kommunenbildung und ohne

Anspruch auf Rebellion gegen das Establishment.

Wer zweimal mit demselben pennte, hatte

einfach noch kein DSL. Satt sind wir selten geworden.

Umso stärker mein alter neuer Vorsatz für 2013:

Mir einen netten, sensiblen Freund suchen. Und

nicht weiter irgendwelche Affären zu haben mit

Alkoholikern, Workaholics, Beziehungspanikern,

Spannern, Größenwahnsinnigen und Perversen.

Ebenfalls nicht mit Fetischisten, Investmentbankern,

Lehrern und schon gar nicht mit Menschen

in Beziehungen. Denn das wird oft vergessen:

Wer das Leben als süßer Happen für zwischendurch

fristet, speist selbst auch nicht besser als

Betrüger und Betrogene. Und wird meistens nur

mit bedeutungslosen Dienstagabenden ohne Kerzenschein-Dinner

abgespeist. Frühstück? Höchstens

abgefrühstückt! Fremdgehen lohnt sich selten.

Übrigens auch nicht dem Stammfrisör.

Das heute mal ganz persönlich!

Herz drum. Fertig.

@

Brad Shaw


… für Feinschmecker

6-Gänge-Gourmet-Menü im

Restaurant Tandreas

Menü inklusive Aperitif, Mitternachtsschmankerl

in der Küche, Feuerwerk

und Live Musik am Piano.

Eintritt: 110 €, VVK: Hotel Restaurant

Tandreas unter: 06 41/9 40 70.

● Hotel Tandreas,

Licher Straße 55, 19 Uhr

… für Saunafreunde

Saunanacht im Badezentrum Ringallee

Sauna und Schwimmen mit Wellness-

Buffet. Eintritt: 39,90 € inkl. Wellness-

Buffet, alkoholfreie Getränke, Kaffee,

Desserts, Mitternachtssekt.

VVK: Badezentrum Ringallee.

● Gießen, Badezentrum Ringallee,

Gutfleischstraße, 19.30 Uhr

… für Klassiker

Silvesterball in der Kongresshalle

Traditioneller Silvesterball mit

Live-Tanzmusik, Buffet und Mitternachtssekt.

Eintritt: 54,50 €,

VVK: u. a. Tourist-Information

● Kongresshalle Gießen,

Berliner Platz 2, 19 Uhr

… für Krimifreunde

Arsen und Spitzenhäubchen

Kriminalkomödie von Joseph

Kesselring. VVK: Theaterkasse

● Stadttheater Gießen,

Berliner Platz, 18 Uhr

… für Fleischesser

4-Gänge-Silvester Menü

im Gambrinus

4-Gänge-Menü mit Aperitif. Ange -

kündigt ist zudem ein Mitternachts-

Indoor-BBQ, DJ und Feuerwerk,

Eintritt: 68,00 €, VVK: Gambrinus

unter 06 41/97 28 48 58.

● Restaurant Gambrinus,

Klinikstraße 21, 19 Uhr

… für Dramatiker

König Ödipus

Ein Soloabend mit Martin Gärtner –

Neudichtung von Bodo Wartke nach

Was geht an Silvester?

dem antiken Drama des Sophokles.

VVK: Theaterkasse

● TiL-Studiobühne,

Löbershof 8, 19 Uhr

… für Miss California

Dante Thomas

Mit seinem Hit »Miss California« wurde

er vor einigen Jahren berühmt. Nun

kommt er nach Gießen, um den Jahreswechsel

zu feiern. Eintritt: 10 –15 €,

VVL: Casino am Oberlachweg.

● Admiral Music Lounge,

Oberlachweg 11, 22 Uhr

… für Kellerclubber

Scarabee-Silvester-Sause

Die besten Partyhits und Hymnen aller

Zeiten mit DJ Dead Jes7er. Pils, Sekt und

Prosecco je 1,50 €.

● Scarabee,

Riegelpfad 6, 22 Uhr

… für Allrounder

Party mit allem »Drum und Dran«

Dinnerbuffet mit Aperitif, Live Musik,

Show, Tanz und Mitternachtssnack gibt

es zum Jahresende im Hotel Steinsgarten.

Eintritt: 69,00 € (inkl. Aperitif,

Speisen, Live-Musik, Programm), VVK:

Hotel Steinsgarten unter 06 41/3 89 90

● Gießen, Hotel Steinsgarten,

Hein-Heckroth-Straße 20, 19 Uhr

… für Fans der 60er, 70er

und 80er

Silvesterball im Hotel Köhler

Ball mit Live-Tanzmusik (Mr. Starlight &

Band) aus den 60er, 70er und 80er Jahren

inkl. Begrüßungsgetränk, Buffet und

Mitternachtsimbiss. Eintritt: 63,00 €;

VVK: Hotel Köhler unter: 06 41/97 99 90

● Hotel Köhler,

Westanlage 33–35, 20 Uhr

… für Tänzer

Mega Silvesterparty im Astaire´s

Silvesterparty mit Menü und Sektempfang.

Eintritt: 55,00 €, VVK: Astaire´s

Tanzschule unter: 06 41/4 94 12 12.

● Astaire's,

Grünberger Straße 140, 19 Uhr

… für Menschenfreunde

New Years Rockerz 2012

Rund 3500 Leute finden in den Hessenhallen

Platz, wenn zur großen Party auf

zwei Floors geladen wird. Musikalisch

ist für jeden etwas dabei. Auf dem First

Floor gibt es Hip-Hop, RnB und Urban

auf die Ohren. Tickets ab 15 €.

● Hessenhallen,

An der Hessenhalle 11, 21 Uhr

… für Weitblicker

Silvester im Dachcafé

Nur mit Karte kommt man am Silvesterabend

ins Dachcafé. Geboten wird

nicht nur ein feiner Ausblick, sondern

auch ein Galamenü. Wahlweise mit

Weinreise. Tickets sind ab 105 €, VVK

im Dachcafé, zu haben.

● Dachcafé, Ludwigsplatz 11, 19 Uhr

… für Affen

How-I-Met-Your-Mother-Silvesterparty

Ähnlich legen – Achtung! – där wie

letztes Jahr wird es wohl im Monkeys.

Burgerbuffet und Welcome-Drink (nur

im VVK) gibt es genauso wie Seriendekoration,

Wharmpees Beer und einen

Mix aus Seriensongs, Rock, Indie und

Charts. Eintritt: 8 €. VVK: Monkeys und

L’Tur im Seltersweg. Abendgaderobe

erwartet. Also: Suit up!

● Monkeys, Liebigstraße 19, 21 Uhr

… für Innenstädter

Silvesterparty in der Centralbar

Musikalisch gibt es House Charts und

Party-Classics, dazu Buffet und ein

Feuerwerk. Prosecco und Champagner

bis Mitternacht zum halben Preis.

Eintritt: 12 €, 10 € für Studenten.

VVK: Centralbar, Coffee One, WOF.

● Centralbar, Löbershof 10, 21.30 Uhr

Und wie gehts zurück?

Kein Taxi in Sicht und Laufen kommt

nicht in Frage, weil die Füße vom Tanzen

schmerzen? Für die Silvesternacht

haben die Stadtwerke wieder Shuttlebusse

eingerichtet. Zwischen 1 und

4 Uhr fahren drei Linien in der Stadt

und sogar bis nach Heuchelheim.

1/2013 streifzug 11


RAMPENLICHT

Jeder Deutsche dürfte schon einmal einen

Film mit Thomas Heinze gesehen haben,

schließlich hat der 48-Jährige in gut und

gerne 50 Werken mitgespielt. Was die

wenigsten wissen: Der gebürtige Amerikaner

ist in unserer Region aufgewachsen und in

Friedberg zur Schule gegangen. In der

Wetterau hat er auch erste Schauspielerfahrungen

gesammelt. Mit dem streifzug hat

Heinze über die alte Heimat, Hollywood

und eine kleine Schummelei gesprochen.

» H ollywood

12 streifzug 1/2013

holt dich«


Herr Heinze, Ihr Kollege Til Schweiger hat

neulich mal gesagt, er könnte sich vorstellen,

den »Tatort«-Vorspann zu verändern.

Sie haben häufig in dem Klassiker mitgespielt.

Ist der Vorspann veraltet?

Heinze: Das Rad muss nicht neu erfunden

werden. Der Vorspann hat Kultstatus und

sollte bleiben, wie er ist. Es ist schade, dass

man vor vielen Jahren den Vorspann des

kleinen Fernsehspiels »modernisiert« hat.

Bleiben wir kurz bei Til Schweiger. Im Interview

mit dem streifzug sagte der Gieße-

ner mal, die Stadt sei die hässlichste Stadt

überhaupt, trotzdem wolle er die Zeit dort

nicht missen. Sie sind in Friedberg zur

Schule gegangen. Wie ist Ihr Verhältnis zur

alten Heimat?

Ich liebe Friedberg und die Zeit, die ich

dort verbracht habe. Ich komme immer gerne

wieder zurück. Nicht zuletzt, um meine

Mutter in Bad Nauheim zu besuchen.

Sie haben das Burggymnasium in Friedberg

besucht. Haben Sie dort auch schon auf

der Bühne gestanden?

RAMPENLICHT

Ja, zusammen mit René Pollesch und

Mathias Herrmann.

Haben sich die Lebenswege von Ihnen und

dem Dorheimer Dramatiker und Regisseur

René Pollesch noch einmal gekreuzt?

Ich habe mit René viele Stücke am »Tat« in

Frankfurt gespielt. Er ist immer ein Freund

der Familie geblieben.

In Bad Nauheim regieren die Roten Teufel

des EC. Für Ihre erste Rolle haben Sie sich

auch aufs Eis begeben. Es geht das Gerücht

Foto: NDR

1/2013 streifzug 13


RAMPENLICHT

um, dass Sie geschummelt haben, um die

Rolle in dem Film »Kampf der Tiger« zu

ergattern.

Das stimmt. Ich habe da-

mals behauptet, ich hätte

bei dem Vorgänger des

EC, dem VfL Bad Nauheim,

gespielt. Mir war

allerdings nicht klar, dass

der Regisseur Dieter Wedel auch aus Bad

Nauheim kommt. Die Rolle habe ich trotzdem

gekriegt.

Wechseln wir die Sportart: Sebastian Vettel

ist gerade zum dritten Mal Weltmeister in

der Formel 1 geworden. Sie gelten als leidenschaftlicher

Motorsportfan. Fahren Sie

auch selber Rennen?

Wenn ich darf und man mir ein Auto zur

Verfügung stellt, starte ich immer gerne.

Eine weitere Leidenschaft von Ihnen ist die

Musik. Sie sollten Harald Juhnke in der

Verfilmung seines Lebens verkörpern, das

Projekt liegt derzeit jedoch auf Eis. Bei

Carmen Nebel haben Sie Lieder des großen

Entertainers gesungen. Ist da noch mehr

zu erwarten?

Das hängt von den Drehbuchautoren, Produzenten

und Redakteuren ab. Wenn man

die Geschichte von Harald Juhnke verfilmt,

kann man das nur, wenn man versucht, ihm

als Künstler gerecht zu werden. Und das

»Die Realität übertrifft

manch Politsatire«

bedeutet, dass man hinter den so offensichtlichen

Aspekt des Alkoholikers guckt

und einen vielschichtigen und unglaublich

talentierten Entertainer

ergründet.

Sie haben gerade für

Sat1 den Film »Der

Minister« gedreht. Die

Satire nimmt die Plagiatsaffäre von Karl-

Theodor zu Guttenberg auf die Schippe.

Schreibt das Leben die besten

Drehbücher?

Unbedingt. Die Realität, gerade in der Politik,

übertrifft heute sogar manch Politsatire.

Ihr Vater ist Amerikaner, Sie haben die ersten

zehn Jahre Ihres Lebens in den USA gelebt.

Haben Sie Ambitionen, nach Hollywood

zu gehen?

Es heißt, man geht nicht nach Hollywood.

Hollywood kommt und holt einen. Das ist

bislang nicht passiert. Leider.

Der Film »Katie Fforde: Sommer der

Wahrheit«, der Anfang

Dezember im ZDF zu

sehen war, ist in den

USA gedreht worden.

War das etwas besonderes

für Sie?

Die Zeit, die ich dadurch mit meinem Sohn

in Amerika verbringen konnte, war durch-

»Juhnke müsste man als

Künstler gerecht werden«

aus etwas besonderes. Und unser Besuch

an dem Grab meines Vaters in Arlington,

Washington.

Sie sind Sprecher des frisch erschienenen

Hörbuchs »Weihnachten mit Mama«.

Worum geht’s?

Sorry, aber es geht um Weihnachten mit

Mama und um alle emotionalen Aufs und

Abs, die das so mit sich bringt.

Wie kann man sich Weihnachten im Hause

Heinze vorstellen? Haben Sie – wie der

Protagonist des Hörbuchs – Weihnachten

mit Mama verbracht?

Mit meiner? Schon länger nicht mehr. Wir

sind eine große Familie. Alles unter einen

Hut zu bringen, ist sehr schwer.

Sie haben in unglaublich vielen Filmen mitgespielt,

Sie singen, betreiben Motorsport.

Obendrein haben Sie drei Kinder. Wie

bringen Sie das alles unter einen Hut? Gibt

es etwa einen zweiten Thomas Heinze, von

dem wir nichts wissen?

Das frage ich mich auch

immer, wenn man mich

mit Kai Wiesinger verwechselt.

Aber nein. Das

Leben ist eben voll an

Erfahrungen und Herausforderungen.

Und deswegen liebe ich es

auch so sehr. Christoph Hoffmann

Paraderolle:

Thomas Heinze

verkörpert häufig

den Liebling

ZDF

der Frauen Foto:

14 streifzug 1/2013


So ist der Ruf:

Die hübsche Schwester von

Gießen.

Das sagen die Promis:

Alles ist ein wenig buckelig. »Ich

glaube, es sind mehr Treppen auf

der Straße als in den Häusern«, sagten einst

die Brüder Grimm. Eine Stadt wie gemacht

für das Workout gegen den Winterspeck.

Stars aus der Stadt:

Margot Käßmann ist in Marburg

geboren. Die Brüder Grimm,

Gustav Heinemann, Otto Hahn und Ulrike

Meinhof haben hier studiert.

Fakten zum Angeben:

Im Jahr 1235 wurde mit dem Bau

der Elisabethkirche begonnen,

die inzwischen das Stadtbild prägt. Bis zur

Fertigstellung dauerte es 48 Jahre.

Fotos: Marburg Tourismus

Die Highlights für Touristen:

1 Elisabethkirche, Schloss, Kasematten,

Oberstadt. Ebenfalls

sehenswert – um zu realisieren, wie schön

man es in Gießen hat – ist die Philosophische

Fakultät: Bausünde at it’s best.

Am Abend dann vielleicht in eines der

kleinen Programmkinos am Steinweg.

Wohin der Durst treibt:

Delirium und Frazzkeller am

Steinweg: klein, charmant, runtergerockt.

Und dabei noch mit feinem Blick

über die Stadt. Nur vom recht abgerissenen

Äußeren darf man sich nicht abschrecken

lassen.

Wenn der kleine Hunger kommt:

Die beste Falafel der Stadt gibt es

bei Ceder im Pilgrimstein. Libanesisch

zum Mitnehmen oder vor Ort essen.

Köstlich mit Sesamsoße.

Der Geheimtipp:

Mit dem berüchtigten »Fahrstuhl

des Grauens« kann die Buchhandlung

Elwert punkten. Er verbindet nicht nur

die verschlafene Oberstadt mit der modernen

Welt, sondern bleibt auch gerne und

relativ zuverlässlich stehen. Perfekt für die

romantischen Momente zu zweit in

Marburg.

Pssst

RUMKOMMEN

Semesterticket Datum: 13. 1. 13

von: Gießen nach: Marburg

über: ohne Umweg Preis: 0,00 EUR

Jeden Monat stellen wir an dieser Stelle eine Stadt vor, die mit dem Semesterticket

erreicht werden kann. Den Anfang macht Marburg mit seinen etwa 82 000 Einwohnern.

Aus Gießen ist man mit dem Zug im besten Fall in 15 Minuten dort.

Schloss

Spiegelslustturm

Das Accessoire zur Stadt:

Fahrrad, Jutebeutel, Bioapfel.

Warum gerade jetzt:

Die »French Acoustic Reggae Legends«

von Tryo spielen am 18. Januar

im KFZ. Bei »Les Enfants Chocolat«

am 20. Januar in der Waggonhalle wird auf

der Bühne eine Liebesgeschichte zum Besten

gegeben, während das Publikum Wein

und Schokolade genießen darf. fd

Oberstadt Oberstadt


Freunde und Kollegen

20 Jahre nonstop auf Tour, über 1500 Auftritte, acht gemeinsame Bühnenprogramme – aber

jetzt ist Schluss. Am 12. Januar (20 Uhr) verabschiedet sich das Kabarett-Duo FaberhaftGuth in

der Kongresshalle von seinem Gießener Publikum. Der Langgönser Dietrich Faber und der Butzbacher

Martin Guth, die mit Kreativität, intelligentem Wortwitz und Musik deutschlandweit Erfolge

gefeiert haben, legen eine Pause ein und widmen sich ihren Soloprojekten als Autor, bzw.

Musiker. Vor ihrem großen Abschiedsabend sind sie mit dem streifzug ins Plaudern gekommen.

Was ist das für ein Gefühl, wenn man nach

zwei Jahrzehnten bald zum letzten Mal zusammen

auftritt?

DF: Es fühlt sich komisch an, nicht mehr miteinander

zu touren. Traurigkeit kommt später

auf, noch freuen wir uns auf den Abend.

MG: Wir bleiben ja mit den Soloprojekten

präsent und erhalten FaberhaftGuth aufrecht.

Wir arbeiten weiter kreativ zusammen.

Wie hat das mit FaberhaftGuth begonnen?

MG: Wir haben uns auf der Schule in Butzbach

kennengelernt – das muss 1988 gewesen

sein. Der Deutsch-Kurs hat eine Weih-

16 streifzug 1/2013

nachtsfeier gemacht, und wir sind aufgetreten

und haben die Weihnachtsgeschichte mit

Hänsel und Gretel gemischt. Zur Abi-Feier

haben wir Faust mit Effi Briest aufgeführt.

DF: Das hat Spaß gemacht und die Leute

mochten uns. Wir haben dann mit völlig unangemessenem

Selbstbewusstsein weitergemacht

und Anfang der 90er ein Unterhaltungsprogramm

zusammengestellt. Das

haben wir »Kleinkunst« genannt, »Kabarett«

haben wir uns noch nicht getraut, und »Comedy«

gab es als Begriff noch gar nicht. Das

Programm war spätpubertär. Die ersten Auftritte

hatten wir im Ulenspiegel und Jokus.

MG: Das Programm war textlich langatmig

und unausgegoren, aber wir haben das Publikum

mit Bühnenpräsenz erreicht.

DF: Unseren überregionalen Durchbruch

hatten wir 1994 mit der Schmidt-Mitternachtsshow

auf der Reeperbahn. Danach

kam relativ schnell der erste Fernsehauftritt.

Wie hat Ihr Umfeld reagiert, als Sie das

dann beruflich machen wollten?

MG: Meine Eltern mussten wir schon

überzeugen.

DF: Wir hatten eine Akribie, die wir bei

nichts anderem hatten. Uni war eine Katas-


Foto: Schepp

trophe. Die haben wir ungefähr gleichzeitig

abgebrochen. Einen künstlerischen Weg hingegen

wollte ich immer gehen. Und weil wir

immer mit Disziplin und Ernsthaftigkeit gearbeitet

haben, haben wir uns auch so lange in

der Kabarettszene gehalten. Wir waren jahrelang

der Nachwuchs, und auf einmal heißt

es: »Mensch, die sind aber schon ewig dabei.«

Dazwischen gab es nichts.

Haben sie einen Auftritt richtig versaut?

DF: Wir hatten einen Auftritt bei Rock am

Ring am Heavy-Metal-Tag. Damals gab es ein

Comedy-Zelt, wo die Leute eher zum Chillen

hingegangen sind. Der Künstler vor uns wurde

von der Bühne gebuht wie in einem billigen

Film. Da hatte ich zum ersten Mal Angst

vor einem Auftritt. Wir haben improvisiert, etwas

Udo Lindenberg imitiert und alle drei

Minuten »ficken« gesagt. Das ging dann einigermaßen.

Aber es wäre gelogen, zu sagen,

dass wir die alle gekriegt hätten.

MG: Ich war nur froh, dass die uns nicht gekriegt

haben. (lacht)

Bei einem Duo gibt es doch sicher auch

Stress, wenn einer eine Idee super findet,

und der andere nicht, oder?

MG: Das gab’s auch. Wenn jemand um sein

Ding kämpft, nehmen wir das mit in die Proben.

Wir können uns generell die Ideen aber

relativ leicht vermitteln.

DF: Der Begriff Jam-Session trifft es. Man kann

sich aber nichts vorspielen, wenn Martin

nichts von meiner Idee hält, sehe ich ihm das

an. Die abgelehnten Ideen holen wir jetzt für

die Soloprojekte aus der Schublade (lacht).

Sind Sie Freunde oder Kollegen?

MG: Beides.

DF: Der Beruf hält uns davon ab, dass wir

und privat treffen. Wenn man so oft gemeinsam

auftritt, hat man nicht noch Lust, sonntags

zusammen zu grillen. Die geschäftliche

Arbeit ist aber immer eine freundschaftliche

gewesen. Wir haben nie über Rollen gestritten.

Weil wir so unterschiedliche Charaktere

sind, war immer klar, wer welche Rolle spielt.

Jetzt kommen die Solokarrieren an die Reihe.

Gibt es da einen Vorteil?

DF: Man muss sich bei Interviews nicht die

Antworten teilen… (lacht) Ob es ein Vorteil

ist, wird sich mit dem Buch für mich noch

weisen. Ich wollte etwas anderes machen,

die Abläufe durchbrechen, die sich wie in jedem

Beruf immer wiederholen. Ich finde es

spannend, alles mit sich alleine auszumachen

in kreativer Hinsicht. Ich bin aber trotzdem

ein großer Fan vom Duo auf der Bühne.

MG: Bei meinem musikalischen Weg muss

ich auch mit anderen Leuten zusammenarbeiten,

das steht und fällt mit denen. Es ist ein

Traum, dass die Band meine Songs spielt.

Man sieht das wachsen, und merkt erst, wie

es klingen kann, wenn Einzelne ihren Input

in die Songs geben.

Herr Guth, wie biografisch ist Ihre CD?

MG: Sehr. Wir haben auch bei FaberhaftGuth

immer damit gespielt, dass die Leute nie

wussten, was ist richtig, was überzogen. Wir

haben fiktive Martins und Dietrichs erfunden.

In meinem Programm »Meine Frau, ihr Mann

und ich« sind einige Szenen original aus dem

Leben übernommen, andere nicht. Meine

Frau heißt nicht Heike und hat mich auch

nicht verlassen. Als FaberhaftGuth waren wir

auch immer schwer einzuordnen. Wir waren

nicht die mit dem breiten Mund und dem

Aschebäschä, oder die mit Dragan und Alda.

DF: Wir wollten immer, dass die Leute Spaß

haben und haben nicht in der Gymnastikhose

auf der Bühne meditiert, weil wir das provokant

fanden. Aber es sollte authentisch sein,

auch wenn das Nachteile bei der Vermarktung

hatte. Wir hätten in den Bereich Parodie

gehen können, aber das hat uns angeödet.

FaberhaftGuth ruht jetzt. Wie lange?

MG: Momentan ist das nicht absehbar.

Nichts ist absehbar.

DF: Das ist das Schöne. Wir wissen zum ersten

Mal seit 15 Jahren nicht, wie die Zukunft

als FaberhaftGuth aussieht.

MG: Wir stampfen die Marke aber nicht ein.

STADTGESPRÄCH

Jetzt stehen die Abschiedsauftritte an. Haben

Sie sich was Besonderes ausgedacht?

DF: Das Bandprogramm ist ja etwas Besonderes,

weil wir damit nur sechsmal spielen.

Aber wir werden auch die eine oder andere

Überraschung für unser Gießener Publikum

haben.

MG: Es wird die eine oder andere Figur, die

bei FaberhaftGuth früher aufgetreten ist, dabei

sein. Mehr verraten wir nicht.

Jan Sommerlad

MEILENSTEINE

1993

1994

1995

1996

1998

1999

2001


2007

2002

2003

2004

2004


2006

2006

2009

2013

erster öffentlicher Auftritt als Duo

»FaberhaftGuth«

Erstes abendfüllendes Programm

»KleiKu macht auch Mist«

Gewinner des

Hessischen

Kabarettpreises

Melsungen

»Gartenzwerg

auf Ecstasy«

Gewinner des

SDR-Kabarettpreises »Stuttgarter

Besen«

Tourstart des Programms »Männers«

2x jährlich Konzeption und Durchführung

der Veranstaltungsreihe

»Gießener Satirewochen«

Premiere des Programms

»Abgefahr’n«

Gewinner des Kleinkunstpreises

»St. Ingberter Pfanne« (SWR)

Premiere des »Best of

FaberhaftGuth«-Programms

Veranstalter des »Gießener Zeltfestivals«

auf dem Schiffenberg

»Papanoia –

Die Leiden der

junge Väter«

Tourstart »Die Erlebniswarm-

duscher – Musikalisches Wortkabarett

aus einem Aufguss«.

Allerletzter Auftritt mit diesem

Duo-Programm am 5. Februar

2013 in der Marburger Waggonhalle

1/2013 streifzug 17


STADTGESPRÄCH

Kaffee in der »Kü-Ché«

Ohne Gedanken an Profit, bloß aus Freude an der Gemeinschaft und weil sie es lieben, auf

eigene Faust Kaffee und Leckereien anzubieten, betreiben drei Studentinnen aus Gießen seit

wenigen Tagen in der Moltkestraße ein Café. Die »Kü-Ché« ist ein Geheimtipp für die, die

abseits des Mainstreams wandeln. Bezahlt wird nicht, nur gespendet.

Die Idee eines Cafés, das gleichzeitig Wohnzimmer ist, kam Anna

Rubach eines Tages, als sie an der Kümmerei in der Moltkestraße

vorbeilief und von außen den scheinbar ungenutzten Raum

im Erdgeschoss sah. Den Wunsch, auf eigene Faust Kaffee

und Leckereien anzubieten, trug sie schon länger

mit sich herum, seit sie – wie so viele Schüler und

Studenten – aushilfsweise in Cafés und Kneipen

gekellnert hatte. Ihre Mitbewohnerin Lea Leimann

war sofort Feuer und Flamme. Dass die

Umsetzung der Idee aber so unkompliziert sein

würde, hätten die beiden Ökotrophologiestudentinnen

nicht erwartet. Die Kümmerei stand

dem Plan offen gegenüber und erklärte sich sogar

bereit, neben dem Raum auch gleich noch die

hauseigene Espressomaschine zur Verfügung zu stellen.

»Wenn man einen Raum und eine Kaffeemaschine

hat, dann hat man ein Café«, findet Rubach, und so stand

alles fest – nur noch nichts – außer der Kaffeemaschine natürlich – in

dem kahlen Raum. An dieser Stelle kam Leimann ins Spiel. Von einer

18 streifzug 1/2013

»Wenn man

einen Raum und

eine Kaffeemaschine

hat, dann hat man

ein Café«

Ausstellung, die sie mal in Hanau organisiert hatte, befanden sich

zahlreiche Möbelstücke auf ihrem Speicher. Dazu gehörten zwei

herrschaftliche grüne Ohrensessel, die seit der Eröffnung Ende

November nun die schönste Sitzecke in der »Kü-Ché«

bilden. Doch egal ob in Sesseln, auf dem Sofa oder an

den Tischen – gemütlich ist es überall in dem kleinen

Raum, der inzwischen alles andere als kahl

ist. Gerade sind einige Bilder hinzugekommen,

die die Wände zieren und den Raum noch wohnlicher

machen. Denn das ist die »Kü-Ché« tatsächlich:

ein Wohnzimmer. Jede der drei jungen

Frauen – Rubachs Schwester Constanze komplettiert

das Team – verbringt seit der Eröffnung viel

Zeit hier, und das nicht nur an dem Wochentag, für

den man zuständig ist. Sie nehmen Lektüren für die

Uni mit in »ihr« Café, um sie abends ungelesen wieder

nach Hause zu tragen – zu nett sind die Gespräche mit den

Gästen, und der eine oder andere Kaffee muss ja schließlich auch

zubereitet werden.

Fotos: nf


Kaffee, Cappuccino, Kakao und Tee bilden das Getränkeangebot der

»Kü-Ché«, dazu kommen täglich wechselnde süße und herzhafte

Köstlichkeiten. Was auf die Teller kommt, ist morgens im Internet zu

lesen unter http://www.facebook.com/studentischeideenkueche und

hängt davon ab, worauf die Studentinnen Lust haben. Denn wenn

nicht gerade die seit der Adventszeit ausgesprochen fleißige ältere

Dame ihren Teil zum Angebot beiträgt, die selbst gebackenen Stollen

spendet, müssen sie selbst an den Herd. Was für sie jedoch keine

Pflicht darstellt, sondern Vergnügen, schließlich können sie sich

nach Herzenslust ausleben – und in nächtlicher Ruhe Prasselkuchen

oder Kochkäse herstellen. Montags, dienstags, donnerstags und freitags

sind Gäste von 12.30 bis 18 Uhr willkommen. Um die Kosten für

Kaffeebohnen, Backzutaten und Ähnliches zu decken, werden sie

gebeten, eine Spende in der dafür aufgestellten Kasse zu hinterlassen.

Dass hier niemand ein Geschäft zu machen beabsichtigt, zeigen

die Spendenvorschläge auf der Tafel hinter der Theke: Kaffee 1 Euro,

Kuchen ½ – 1 Euro. Schön auch der vorgeschlagene Betrag für das

kleine Gebäck auf der Étagère – er lautet schlicht: »etwas«.

Pessimisten würden vermuten, solche Offenheit könnte ausgenutzt

werden. Das Gegenteil ist der Fall, denn die Abwesenheit von einer

kommerziellen Verkaufssituation bewegt Besucher dazu, sich zu beteiligen.

Erst kürzlich habe sich ein Gast aus freien Stücken den Bottich

mit benutztem Geschirr geschnappt und sich daran gemacht, es

zu spülen. Da staunten die Gastgeberinnen nicht schlecht, aber warum

eigentlich? Sie stellen ihre Zeit ja auch freiwillig und aus Freude

an der Gemeinschaft in den Dienst des neuen Geheimtipps der Gießener

Café-Landschaft, dessen ungewöhnlicher Name übrigens keine

festgelegte Bedeutung hat. Küche, klar, »Kü« für die Kümmerei,

»Ché« wie Che Guevara, der Akzent ein Bezug zu Frankreich, der

Heimat der Pâtisserie...? Gelegentlich sollen sich die einladenden

Pforten in Zukunft auch abends öffnen, wenn sich Slam-Poeten oder

Liedermacher in der »Kü-Ché« die Ehre geben. Nikolai Fritzsche

Lecker und hausgemacht: das Angebot der »Kü-Ché«.

STADTGESPRÄCH

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gechillt! Weil

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sich kümmert.«

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Muss, denn sie schont Umwelt und Geld-

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1/2013 streifzug 19


BLICK IN DIE REGION

Genusswelt

»Zwölf Männer und ein Schwein«, dazu selbst gemachte Erdbeerkonfitüre mit Balsamico und

Pfeffer. Das Heuchelheimer »Schlemmerherz« ist mehr als ein Feinkostladen.

»Tu deinem Leib etwas Gutes, damit deine

Seele Lust hat, darin zu wohnen«, philosophierte

Mystikerin Teresa von Ávila vor fast

500 Jahren über das freudvolle Zusammenspiel

von Leib und Seele. Zwei Frauen aus der

Region folgen diesem Credo in ihrem Feinkostladen

in Heuchelheim und bieten dort internationale

Gaumenfreuden wie Antipasti

aus Italien, Limonaden aus Frankreich, Öle

aus Österreich aber genauso auch heimische

Produkte, wie Liköre aus Waldsolms, Destillate

aus Gießen-Allendorf und Honig aus Dorlar

an. Der Kunde findet konventionell hergestellte

Leckereien neben Bioprodukten. Eines

eint all diese Köstlichkeiten. »Sie kommen

ausschließlich aus Manufakturen. Wir wollen

kleine Betriebe unterstützen«, erklärt Saskia

Sonneborn-Stahl. Die Dorlarerin hat Ende vergangenen

Jahres gemeinsam mit Sonja Leidner,

gebürtig aus Rodheim-Bieber, den Feinkostladen

der besonderen Art in der

Rodheimer Straße eröffnet. Weil sich die beiden

mit ihrem Geschäft in einem Industriegebiet

– zwischen Schunk und Rinn – niedergelassen

haben, war ihnen klar, dass eine

20 streifzug 1/2013

normaler Feinkostladen nur wenige Menschen

anziehen würde. »Wir haben uns deswegen

ein Konzept überlegt, das für unterschiedliche

Zielgruppen interessant ist und viele Menschen

neugierig macht«, so die 33-jährige

Leidner und fügt an: »Da wir eine große Küche

haben, bieten wir auch kulinarische

Events an.«

Eines davon heißt »Zwölf Männer und ein

Schwein«. Dort zeigt ein Koch dem starken

Geschlecht im Seminar, wie man das Tier zerlegt,

Wurst herstellt und anschließend verspeist.

Bei »Meereswelten« zaubert ein Koch

mit den Teilnehmern Köstlichkeiten aus dem

Meer auf den Tisch. »Wer möchte, kann bei

uns im Laden sogar seinen Geburtstag, eine

Hochzeit oder einen anderen Anlass feiern«,

erklärt Sonneborn-Stahl. Die Gesellschaft hat

die Wahl, ob sie sich bekochen lassen oder

lieber selbst den Kochlöffel schwingen will.

Angefangen haben die Frauen als Einzelkämpferinnen

im Feinkostsegment. Sonneborn-

Stahl betrieb einen Marmeladenladen in Dorlar,

Leidner war mit einem Feinkostgeschäft

bereits seit 2008 in Heuchelheim präsent. Seit

Fotos: bf

einiger Zeit kooperierten die beiden bei Bestellungen

und dem Aufspüren neuer Produkttrends.

Nach einem Messebesuch beschlossen

sie, gemeinsame Sache zu machen. Seit der

Eröffnung hängt ihr Herz am »Schlemmerherz«.

Noch können die beiden aber nicht vom Laden

allein leben, doch das ist das Ziel. Bis dahin

betreiben sie das »Schlemmerherz« mit

einem Onlineshop allerdings nebenberuflich

– Sonneborn-Stahl arbeitet als Grafikerin,

Leidner als selbstständige Ingenieurin – und

leben mit dem »Schlemmerherz« ihren Traum.

Besonders die Suche nach neuen Artikeln –

mittlerweile sind rund 1000 verschiedene im

Laden erhältlich – macht ihnen großen Spaß.

Sie stöbern, probieren und nehmen die Leckereien

schließlich in ihr Sortiment auf. Einige

Lieferanten haben sie schon besucht, um zu

sehen wie Pasta, Weine, Gewürze oder Schokoladen

liebevoll vor Ort produziert werden.

Stück für Stück ist so im Gießener Land eine

Genusswelt entstanden, die die leckersten

Speisen der ganzen Welt in sich vereint.

Constanze Schleenbecker-Büttner

Foto: ras


Multitalent

Theaterfrau, Poetin – Karina Lotz ist auf vielen

Spielwiesen unterwegs. Dem einen oder

anderen ist die 37-Jährige bekannt vom

Tinko-Theater, wo sie für Kinder auf der Bühne

steht mit Märchen und Clown-Theater-

Aufführungen. Vor Jahresfrist inszenierte sie

mit ihrer Schauspielkollegin und Freundin

Barbara Ibold in Launsbach mit Grundschülern

ein Theaterstück: Das »Waldgeflüster«,

das auf Fragen von Umweltverschmutzung

und Naturschutz eingeht und dabei auf ganz

liebevolle Weise eine Welt von Kobolden

und Elfen lebendig werden lässt. Für »Waldgeflüster«

hat Lotz das gleichnamige Kinderbuch

ihrer Patentante Erika Weimer aus Wißmar

auf wunderbare Weise zu einem Bühnenstück

umgearbeitet. Aktuell liegt ihr erster

Band mit Gedichten vor: »Im-Puls meines

Herzens«. Das liebevoll gestaltete Bändchen

erschien im Juni – mittlerweile ist die zweite

Auflage unterwegs, und die junge Frau wird

eingeladen zum Lesen beim »Winterabendlicht«

in der Alten Kirche in Pohlheim oder

zum »Kaminfeuerkonzert« in der Marburger

Waggonhalle. Jüngste Nachrichten: Die

Frankfurter Bibliothek für zeitgenössische Lyrik

nahm ihr Gedicht »Herbstfroh« in die aktuelle

Anthologie auf. Im Frühjahr werden

Haikus von Lotz in der Reihe »Lyrik und Prosa

unserer Zeit« sowie eine kleine Auswahl

ihrer Gedichte in der Frühjahrsausgabe

»Neue Literatur« erscheinen. Wir haben bei

dem Multitalent nachgefragt:

Schauspielern, Drehbücher erarbeiten,

Gedichte schreiben – Was treibt Sie an?

KL: Ganz einfach: Gedichte schreiben.

»Im-Puls meines Herzens« ist Ihre erste Veröffentlichung

von Gedichten gewesen. Sie

dichten aber seit fast einem Jahrzehnt. Was

hat Sie so lange warten lassen?

KL: Den Impuls zur ersten Veröffentlichung

hatte ich jetzt erst. So kam es auch zum Titel

meines ersten Gedichtbandes »Im-Puls meines

Herzens«. Gute Dinge müssen reifen.

Bei einer Kunden-Rezension zu »Im-Puls«

auf Amazon schreibt eine Dame euphorisch:

»So etwas ist mir noch nicht passiert – dieses

Buch nahm ich in die Hand, begann zu

lesen und legte es erst hin als ich auf der

letzten Seite war. Es kommt durch die Gedichte

sehr viel Gefühl

in meine Seele. Gleichzeitig

sind Gedichte

wegweisend, können

nachdenklich machen,

Mut machen … Dieses

Buch habe ich

nicht nur einmal gelesen

… Ich werde es

immer wieder in die

Hand nehmen…«

Bekommt man da

nicht rote Ohren?

BLICK IN DIE REGION

Die gebürtige Gießenerin Karina Lotz ist ein Multitalent. Sie wirkt als Schauspielerin

oder erarbeitet Drehbücher. Aktuell hat sie ihren ersten Gedichtband herausgegeben.

Im Sternenschein

begegnet Liebe mir

auf leisem Mondenglanz

Zärtlich

haucht sie mir ins Ohr

einen süßen Liedertanz

Damaskuserlebnis

Gefühle sprießen

in duftendem Glück

umspielt vom Sternenchor

In allen Dingen

steigt in der Nacht

langes Sehnen empor

Das Sehnen

schwebt zu den Sternen auf

in des Mondes Schein

Liebe jedoch

wächst aus Erde vertraut

wird zu Blütensein

Karina Lotz

Dem Impuls ihres Herzens gefolgt ist Karina Lotz.

KL: Die Kunden-Rezension hat mich natürlich

sehr gefreut. Solche Worte zu lesen über

Worte, die man selbst geschrieben hat, das

macht einen natürlich sehr glücklich.

Woher kommt Ihr markant rollendes »R«?

Schauspielunterricht? Fremdsprachenerwerb?

Westerwald?

KL: Viel einfacher: In meiner Kindheit war

ich oft bei meiner Patentante zu Besuch, in

deren Familie das »R« gerollt wurde…

Was ist Ihr nächstes Projekt?

KL: Neben weiteren Lesungen könnte ich mir

vorstellen, im Jahr 2013 einen neuen Gedichtband

zu veröffentlichen. Haikus, an

denen mich gerade ihre Kürze und Prägnanz

faszinieren, erarbeite ich für Anthologie-

Beiträge. Meine langjährige Arbeit an Theateraufführungen

für Kinder geht auch in diesem

und im nächsten Jahr weiter.

Rüdiger Soßdorf

Lotz, Karina

Im-Puls meines

Herzens (Berthold),

ISBN: 978-3-939537-19-9

92 Seiten · 14,80 Euro

1/2013 streifzug 21


UNTERWEGS

»Selale«

Neuen Bäue 3 · 35390 Gießen · Telefon 06 41/8 77 80 85 20

Den Döner kennt in Gießen jeder, und die

meisten mögen ihn auch. Nur wenige allerdings

wissen, dass das türkische Fastfood

im Fladenbrot zum Mitnehmen eine erst

40 Jahre alte Erfindung für den deutschen

Markt ist und kein typisches Beispiel der

traditionellen osmanischen Küche. Wer genau

diese traditionellen türkischen Speisen

kennenlernen will, der ist im Restaurant

Selale in den Neuen Bäue bestens aufgehoben.

»Bei uns gibt es richtige türkische Küche

– genau wie in der Türkei«, erklärt Restaurantbetreiber

Mehmet Yilmaz.

2008 wurde das Selale in den marktplatznahen

Räumlichkeiten der ehemaligen

Gaststätte Wienerwald eröffnet, und seitdem

läuft es sehr erfolgreich. So erfolgreich,

dass Yilmaz im Frühjahr 2012 sogar noch

einen Imbiss in Gießen eröffnen konnte,

nämlich in der Marburger Straße.

Zum einen hat das Selale seinen Erfolg

sicherlich dem angenehmen Ambiente zu

22 streifzug 1/2013

Fotos: Schepp

verdanken. So heißt »selale« auf deutsch

»Wasserfall«, diesen Namen trägt das Restaurant

aufgrund seiner Innenausstattung.

Im 80 Sitzplätze umfassenden hinteren

Speiseraum (leider der Raucherraum) ist

neben sehenswerter Wandkunst ein großer

steinerner Brunnen aufgebaut, der dem

Raum Atmos-phäre verleiht. Aber auch der

vordere 60 Sitzplätze umfassende Bereich

kann sich sehen lassen, obwohl es hier keinen

»Wasserfall« gibt. Die großen Räumlichkeiten

kann man übrigens auch für Feiern

anmieten.

Vielmehr noch überzeugt das Restaurant

aber durch seine Speisekarte. Über 100 Gerichte

gibt es im Selale, und die werden

sorgfältig zubereitet. »Wir benutzen nur

einen Holzkohlegrill und einen Holzbackofen

– mit Gas oder Strom kochen wir

nicht«, erklärt der aus dem osttürkischen

Diyarbakir stammende Yilmaz den Grund

für den vollen Geschmack. Er selbst hat

über 20 Jahre Erfahrung als Koch und hilft

neben seinen Geschäftsführertätigkeiten

auch heute noch in der Küche aus, wenn

dort mal jemand ausfällt. Das Zugpferd des

türkischen Restaurants sind die 15 verschiedenen

Grillteller mit den Fleischsorten

Rind, Lamm und Geflügel, aber auch die

zwölf verschiedenen Pide-Variationen

(Teigschiffchen) überzeugen auf ganzer

Linie. Zudem gibt es natürlich Fleisch vom

Drehspieß als Döner. Aber auch Vegetarier

werden auf der großen Speisekarte fündig,

die außer den Hauptgerichten auch türkische

Feinkost oder CigKöfte als Vorspeise,

Desserts wie Baklava oder Künefe (süße

Teigfäden) und Getränke wie Ayran und

Uluda (Limonade) beinhaltet.

Um den Kunden abwechslungsreichen Service

zu bieten, hat das Selale auch viele

Specials in seinem Angebot. So gibt es stets

drei Tagesmenüs. Zudem gibt es an jedem

Tag ein anderes Mittagsangebot für günstige

5,90 Euro wie beispielsweise montags den

Dönerteller mit Getränk und Salat; dienstags

Pide etc. Da das Lokal täglich von

9 Uhr morgens bis in die Nacht geöffnet

hat, darf natürlich auch das klassische türkische

Frühstück nicht fehlen; derzeit läuft

eine Aktion, bei der das Frühstücksmenü

bis Ende März täglich nur 4 Euro kostet.

Außerdem ist samstags Fischbüffet, das

inklusive Getränk und Beilage nur 10 Euro

kostet. Wer keine Zeit hat, sich in das Restaurant

zu setzen, kann die Speisen auch

zum Mitnehmen bestellen. Auch hier gibt

es ein preiswertes Angebot – für Studenten:

Für 5 Euro gibt es einen Döner plus Cola

und Pommes frites.

Alles in allem bieten die zentrale Lage, das

Ambiente, die freundliche Bedienung und

die hochwertigen, aber preiswerten Speisen

gleich mehrere Argumente, die dafür sprechen,

dem Selale einen Besuch abzustatten

und die traditionelle türkische Küche zu

genießen. Jan Sommerlad

Im Überblick

Sitzplätze: 140 (60 im Nichtraucher-

bereich, 80 im Raucherbereich

Küche: Traditionelle türkische Küche

Spezialitäten:

Grillplatten vom Holzkohlegrill

Öffnungszeiten:

So. bis Do.: 9 bis 23 Uhr,

Fr. und Sa.: 9 bis 24 Uhr

Küche ★★✩✩

Ambiente ★★★✩

Service ★★✩✩

Preise U U


… Kunst-Projekt zum Mitmachen auf Facebook zur Ausstellung »Liebe Tod Revolution«

Büchner 2.0

»Damit die Büchner-Feierlichkeiten nicht nur in den kulturellen Zirkeln gefeiert werden, sondern

auch Studentenkneipen erreichen«, schließt eine Facebook-Aktion das studentische Umfeld

mit dem Ausstellungsparkett kurz. Damit man in Gießen nicht ohne die jungen Querköpfe

feiert, die vielleicht auch einmal »irgendwie Büchner« sein werden. Georg Büchner war knapp

20, als sein Lebensweg ihn nach Gießen führte. Ein junger Kerl mit wachem Geist und eigenem

Kopf – inklusive jugendlicher Schwärmerei, Schwermut, Überschwang und Dickköpfigkeit.

Große Pläne in einer kleinen Stadt. Büchner und Gießen waren keine Freunde. Wie würde er

heute Gießen sehen? Wie fühlt man sich, wenn man als junger Mensch neu in Gießen ist? Ist

Gießen gut zu euch? Wut, Träume, Liebe – Alles klar mit euch in Gießen? Zur OKB-Ausstellung

»Liebe, Tod und Revolution – Georg Büchner und kein Ende«, im Rahmen der Büchner-Jahre

2012/2013, bietet der Gießener Künstler Werner Braun eine Facebook-Seite als Kunstprojekt

zum Mitmachen an: »Gießen mit den Augen Büchners«. Neue Gießener sind aufgefordert, Eindrücke

zu posten. Die persönlichen Statements sind über die Dauer der Ausstellung online zu

verfolgen – ausgewählte Beiträge werden als Print in die Ausstellung integriert.

… Badesalz auf DVD

Hessisch Mystery!

… Tablet, Handy, Kamera gewinnen

»Die JLU und Du«

Die Justus-Liebig-Universität sucht über Facebook nach kreativen Köpfen. Beim Wettbewerb »Die

JLU und Du« gibt es ein iPad 4, ein Samsung Galayy S3 und eine Nikon D3100 inklusive Objektiv

zu gewinnen. Außerdem gibt es 50 Karten für Heimspiele der LTi Gießen 46ers abzugreifen. Die

Teilnahmebedingungen sind denkbar einfach: 1. Erstelle ein Foto, Video oder einen Text über dich

und deine Beziehung zur JLU. 2. Lade deinen Beitrag hoch und schaffe es in die Votingrunde.

3. Lass deinen Beitrag von deinen Kommilitonen bewerten. Gesucht werden Fotos, Videos oder

Texte, die zeigen, wie bunt, schön, modern und vielseitig das Leben und Studieren an der

Justus-Liebig-Universität ist. Aufgrund der Feiertage – und um den kreativen Ideen ein wenig

mehr Zeit zu gewähren – hat die JLU die Laufzeit des Wettbewerbs bis zum 19. Januar verlängert.

So lange können Beiträge eingereicht werden, danach beginnt die Votingphase, die Gewinner

werden im März bekannt gegeben. Mehr Informationen gibt es auf www.facebook.com/jlu.

giessen.

UNTERWEGS

Gerd Knebel und Henni Nachtsheim alias Badesalz haben allen Grund zur Freude. Das erfolgreichste

Comedy-Duo Deutschlands kann auf eine nicht weniger erfolgreiche Tournee mit ihrem Programm

»Bindannda!« zurückblicken. Die Hessen schafften es erstmals, Hallen zu füllen, die sie zuvor noch

nicht gefüllt hatten. Noch nie mussten die Hausmeister so häufig das Schild »Ausverkauft« an die Türen

hängen. »Binndannda!« ist Kult geworden. Da die zweijährige Tour durch sämtliche Regionen

Deutschlands vor weit mehr als 100 000 Zuschauern wie geschmiert lief, hätten die zwei beinahe

vergessen, eine DVD davon aufnehmen zu lassen, doch unmittelbar vor der letzten Show fiel es Knebel

und Nachtsheim – gerade noch rechtzeitig – ein. Zum Glück. Seit Ende des vergangenen Jahres ist

das Meisterwerk des Comedytheaters als DVD auf dem Markt. Im Stück trifft Peter Lembach (Henni

Nachtsheim) nach einem verunglückten Paragleitschirmflug auf einen Aussteiger (Gerd Knebel), der

abseits von allem in einer Waldhütte wohnt! Peter kommt so schnell nicht weg. Und das ist nur für die

Zuschauer so richtig super!

1/2013 streifzug 23


AUSLESE

Knallharter Drei-Punkte-Plan

20 Jahre nach der Deutschen Einheit wachsen endlich auch die linke

und rechte A....backe des hessischen Humors wieder zusammen:

Johannes Scherer und Bodo Bach kommen wieder als Die 2 Beiden.

Allen Zweiflern und Kritikern, die vorab bereits lautstark konkrete

Inhalte forderten, antworten Bach und Scherer mit einem knallharten

Drei-Punkte-Plan: »Erster Teil, zweiter Teil, Zugabe. Das muss reichen.

Weiter sind wir auch noch nicht. Der Rest ist Ländersache, das wissen

Sie doch so gut wie wir.« Am Donnerstag, 10. Januar, gastieren die

beiden Comedians in Lich im Bürgerhaus.

Schmerzfrei

Irgendwas fehlt immer! Der Herdentrieb geht weiter. Vom alten Hartz-

IV-Adel bis zum Pleitegeier-Luxusautos fährt jeder! Nach zehn Jahren

auf dem Olymp der Comedy-Götter schaltet Atze Schröder gnadenlos

einen Gang höher. Bequem in Führung liegend knallt der Comedy-

Zeus das Gaspedal auf der

langen Geraden des zweiten

Lebensabschnitts volle Lotte

auf das Bodenblech.

Warum? Weil er es kann. Atze

Schröder ist schmerzfrei.

So heißt auch sein aktuelles

Programm, mit dem er am

18. Januar in die Rittal-Arena

Wetzlar kommt (20 Uhr).

24 streifzug 1/2013

Abenteuerreise

GLANZ-

LICHTER

DES MONATS

Bunter Luftballon

Fünf charmante Frauen nehmen das Publikum mit auf eine

musikalisch-emotionale Reise in die Welt längst vergangener

melodiöser Kostbarkeiten der 30er und 40er Jahre. Unter

dem Motto »Kauf dir einen bunten Luftballon« erinnern die

singenden und musizierenden Frauen an Violoncello, Violine,

Klarinette und Klavier an die Ufa-Filme des vergangenen

Jahrhunderts. Die Dresdner Salon-Damen gastieren am Freitag,

4. Januar, ab 20 Uhr in der Gießener Kongresshalle und

werden diesen Abend zu einem unvergesslichen Ereignis

machen.

Nach drei Jahrzehnten Reisen und Fotografieren zieht Michael Martin in seinem Diavortrag

»30 Jahre Abenteuer« eine faszinierende Zwischenbilanz. Er erzählt mit einzigartigen Dias

und spannenden Geschichten von der ersten Mofatour nach Marokko über Reisen mit dem

Peugeot 504 kreuz und quer durch die Sahara bis hin zu ersten Geländewagentouren durch

Afrika. Ferner berichtet der Abenteurer am Dienstag, 29. Januar, im Kulturzentrum Großen-

Buseck unter dem Motto »Die Wüsten der Erde« auch von seinen neuen Projekten. Beginn

19.30 Uhr.


Ein Prinz

Ein Mann am Klavier… ein Sänger… ja,

eine Legende! Sebastian Krumbiegel ist

einer der berühmtesten deutschen Musiker.

Mit seiner Vokal-Gruppe »Die Prinzen«

füllt er Arenen und Hallen, er ist

Autor und Interpret zahlloser Hits. Eine

beispiellose Karriere. Das Leben Krumbiegels

könnte einem Roman entstammen.

Vom Sakralsänger beim Leipziger Thomanerchor

zum gefeierten Popstar, vom

jugendlichen Musikfan in der DDR zu

einem der bekanntesten Gesichter des

Landes. Doch abseits der großen Bühnen,

gibt es noch einen anderen Sebastian

Krumbiegel: Den Chansonier, den Pianisten,

den sensiblen Solisten. Neben eigenen

bereits veröffentlichten und unveröffentlichten

Solostücken wird Krumbiegel

sein Programm durch Coverversionen von

bekannten (Udo Lindenberg, Rio Reiser)

und nicht so bekannten (Die Art) Künstlern

ergänzen. Er wird aus seinem bewegten

Leben erzählen und interessante

Einblicke, musikalische und nicht musi -

kalische, in eine Künstlerseele gewähren.

Sebastian Krumbiegel gastiert mit seiner

»Live 2013«-Tour am 15. Januar in der

Acoustic Lounge im TTZ Marburg im Softwarecenter

3. P

Traum von Kanada

ort

AUSLESE

Jeder, der vom Leben in der Wildnis träumt, vom Blockhaus am entlegenen See,

von Bären und Adlern und einem Kanu, das die Freiheit bedeutet, wünscht sich

nach Kanada. Mit ihren Söhnen Jan und Tim lebte Deutschlands Outdoorfamilie

Fleck in zwei Sommern diesen Traum. Michael Fleck präsentiert nun das zwischen

British Columbia und Alaska Erlebte am Dienstag, 8. Januar, um 20 Uhr

in einer Panorama-Diashow in der Gießener Kongresshalle.

Beginn 20 Uhr. Tickets im VVK: 13 Euro (erm. 11 Euro), AK: 14 Euro.

Traumwelten

Faszinierende Traumwelten im Schattenreich

– das ist eine spektakuläre Performance

der US-Tanzcompagnie Pilobolus.

Hinter einer beleuchteten Leinwand verschmelzen

Menschenknäuel elegant zu Gegenständen,

Körper fügen sich zu Fantasiegebilden,

zerfallen wieder, werden zu

neuen Figuren. Betrachter tauchen in die

Schattenwelten ein wie in eine Filmszene.

Den Soundtrack schuf der popu läre Musiker,

Produzent und Filmkomponist David

Poe, dessen Kompositionen von Balladen

bis zu treibenden Rocknummern reichen. In

Deutschland sorgte die Gruppe mit einem

Auftritt bei »Wetten, dass...?« für Furore. Am

Sonntag, 13. Januar, sind ist Shadowland in

der Rittal-Arena (20 Uhr) zu Gast. Wir verlosen

2x2 Karten für die Show. Bitte senden

Sie eine Mail mit dem Kennwort Schatten

an streifzug@giessener-allgemeine.de.

London stand schon

als Support-Act für

Silbermond auf der

Bühne der Frankfurter

Fest halle. Nun stellt die junge

Britpop-Forma tion aus Wetzlar,

Gießen und Marburg auf einer

kleinen Clubtour ihr erstes Album

vor und kommt damit am 19. Januar

nach Gießen ins Jokus (Einlass

19 Uhr). Das Besondere an der Band? Sie macht Britpop mit deutschen Texten,

was für die Jungs – Schüler und Studenten – kein Widerspruch, sondern eine

Herausforderung ist. Sie präsentieren atmosphärische Songs von großer Dichte

und durch mehrstimmigen Gesang getragen. Ein spannender Mix aus flächigen

Gitarrensounds und treibendem Beat, der sich mit der Emotionalität von Frontsänger

Jonas Kleist zu einem eigenen Sound verbindet. Support Act: Lavender.

Tickets 6 Euro (erm. 5 Euro).

1/2013 streifzug 25


VERANSTALTUNGEN IM JANUAR

Ihre Veranstaltungen in der

Kongresshalle Gießen

04.01. | Freitag | 20 Uhr

Dresdner Salondamen

Depro-Concert GmbH

08.01. | Dienstag | 20 Uhr

Kanada – Dia Vortrag

www.michael-fleck.de

11.01. | Freitag | 20.11 Uhr

GFV-Inthronisation

www.gfv-helau.de

12.01. | Samstag | 20 Uhr

Faberhaft Guth

13.01. | Sonntag | 10 –16 Uhr

Modellbahnbörse

18.01. | Freitag | 20 Uhr

Musical Highlights

www.star-concerts.de

19.01. | Samstag | 20.11 Uhr

Prinzenball der GFV

www.gfv-helau.de

20.01. | Sonntag | 11 –17 Uhr

19. Puppen- und Bärenmarkt

www.albrecht-kreativ.de

23.-26.01. | Mi.-Sa. | 15 u. 20 Uhr

Neujahrsvarieté

www.ovag.de

27.01. | Sonntag | 11 –18 Uhr

10. Gießener Hochzeitsmesse

www.juwelier-munk.de

29.01. | Dienstag | 16 – 17 Uhr

Puppentheater YAKARI

»Schneeball in Gefahr«

02.02. | Samstag | 20 Uhr

Dave Davis »Live & in Farbe«

www.s-promotion.de

07.02. | Donnerstag | 20 Uhr

Weiberfassenacht der GFV

www.gfv-helau.de

08.02. | Freitag | 20.11 Uhr

Fremdensitzung der GFV

www.gfv-helau.de

09.02. | Samstag | 13.30–16.30 Uhr

Seniorennachmittag mit der GFV

Amt für soziale Angelegenheiten

09.02. | Samstag | 20.11 Uhr

Große Prunksitzung der GFV

www.gfv-helau.de

11. u. 12.02. | Mo. u. Di. | 14 –17 Uhr

Kinderfasching der GFV

www.gfv-helau.de

26 streifzug 1/2013

Veranstaltungen

1 DI

KONZERTE

Gießen

Weihnachtsoratorium

Unterschiedliche

Ensembles spielen Bach

18.00 St. Bonifatius-

Kirche

Neujahrskonzert

Mit dem Philharmonischen

Orchester Gießen

18.00 Stadttheater

Marburg

Neujahrskonzert

Mit dem Studenten-

Sinfonie-Orchester

Marburg

18.15 Stadthalle,

Erwin-Piscator-Haus,

Großer Saal

2 MI

DISCO/PARTY

Gießen

Dei Mudda tanzt zu

meinem Beat bis 5 Uhr

früh!

Dancemusic mit

Monsieur Pappusch

22.00 Scarabée

KONZERTE

Gießen

Sean Og

Irisch-Schottischer Folk

21.00 Irish Pub

SONSTIGES

Gießen

Bastelworkshop

Für Kinder von

8 bis 12 Jahren

14.00 Mathematikum

3 DO

DISCO/PARTY

Gießen

Land unter

Elektronische Tanzmusik

mit DJ Jimmy

22.00 Scarabée

KONZERTE

Gießen

Sean Og

Irisch-Schottischer Folk

21.00 Irish Pub

SONSTIGES

Gießen

Bastelworkshop

Für Kinder von

8 bis 12 Jahren

14.00 Mathematikum

4 FR

BÜHNE

Gießen

Freitag.Vier

Zwei Buchtheaterstücke:

Die Geschichte

vom ängstlichen Ritter,

Prinzessin Mary und

dem Drachen und

Die Bremer Stadtmusikanten

16.00 Stadtbibliothek

Reise ins Glück

Mit den Schmachtigallen

hin und weg

19.30 Stadttheater

Die Verwirrungen des

Zöglings Törless

20.00 TiL

DISCO/PARTY

Gießen

Party Tanzbar

Mixed Partytunes by

DJ Matt – Rock, House,

HipHop, Charts & Party-Classics

21.30 Ulenspiegel

Partyfreitag

22.00 Monkeys

Mixtape

Mit DJs Nice.Cut

und Fresh Nova

22.00 Admiral Music

Lounge

Save the Bats

Postpunk,

DarkWave and more

22.00 Scarabée

Salsa-Party

Ritmo Latino mit

DJ Ramon

22.00 White

Elephant

KONZERTE

Gießen

Dresdner Salondamen

Musikalische Zeitreise

der 20er, 30er und

40er Jahre mit wunderbaren

Musikerinnen

20.00 Kongresshalle

Garden of Delight

Celtic Folk Rock Party

21.00 Irish Pub

5 SA

BÜHNE

Gießen

Der gestiefelte Kater

Mit dem Tinko-

Theater

16.00 Kleine Bühne

Viktoria und ihr Husar

Operette von Paul

Abraham

19.30 Stadttheater

Amerika

Letzte Vorstellung

20.00 TiL

DISCO/PARTY

Gießen

Karaoke

Mit Andy Pfälzer

21.00 Irish Pub

Musik von den Mädchen

von hinter der

Theke

21.30 Ulenspiegel

House at Admiral

Mit DJs Danielo und

Simon Sky

22.00 Admiral

Count Down

to Armageddon

Mit DJ Lecur

22.00 Scarabée

Partysamstag

22.00 Monkeys

Electrified-Party

Deep, Tech, Electro,

Minimal, Dubstep

23.00 MuK

Alsfeld

Beatparty

Hits von Gestern

und Heute

20.00 Hessenhalle

FLOHMÄRKTE

Gießen

Trödelmarkt

6.00 Rodheimer

Straße

Buseck

Flohmarkt

8.00 Sammler- und

Hobbywelt

KONZERTE

Marburg

Musical Highlights

Best of Musical

20.00 Stadthalle

SPORT

Gießen

Basketball-Bundesliga

Hessenderby zwischen

den LTi Gießen 46ers

und den Fraport

Skyliners

20.00 Sporthalle

Gießen-Ost

6 SO

BÜHNE

Gießen

vorgestellt

Die Verfolgung und

Ermordung Jean Paul

Marats – Schauspiel

von Peter Weiss

11.00 Stadttheater

Dornröschen

Tanzstück von Tarek

Assam

15.00 Stadttheater

Der gestiefelte Kater

Tinko-Theater

16.00 Kleine Bühne

Gift

20.00 TiL

Pohlheim

Aschenputtel geht

zum königlichen Ball

Märchentheater mit

dem Wettenberger

Sammelsurium

15.00 Volkshalle

Watzenborn-Steinberg

KONZERTE

Gießen

Weihnachtsoratorium

Unterschiedliche Ensembles

spielen Bach

11.00 Petruskirche

Wettenberg

Festliches

Neujahrskonzert

Johannes Osswald

(Trompete), Peter

Sanders, Gottfried Köll

(Oboe) und Jens Amend

(Orgel) mit Werken von

Bach, Albinoni und Telemann

17.00 Ev. Kirche

Wißmar

MÄRKTE/MESSEN

Gießen

Antik & Trödel

8.00 Hessenhallen

GINA – Gießener

Neuwagenausstellung

9.00 Messeplatz

Buseck

Modellbaubörse

10.00 Sammler- und

Hobbywelt


SONSTIGES

Gießen

Miss Hessen 2013

Offizielle Vorwahl zur

Miss Germany – Brautmodenschau

um 13.30

Uhr

10.00 Galerie Neustädter

Tor

Neujahrsbegrüßung

Verkaufsoffener Sonntag

13.00 Innenstadt

7 MO

DISCO/PARTY

Gießen

Independent Tanzbar

Rock, Alternative, Indie

mit DJ Harry Kane

21.30 Ulenspiegel

SONSTIGES

Gießen

Pub Quiz

21.00 Irish Pub

VORTRÄGE

Gießen

Gießener, die Geschichte

schrieben:

Literaten

Vortrag von Dr. Rolf

Haaser

18.00 Rathaus, Konzertsaal

8 DI

DISCO/PARTY

Gießen

Affenkammer

22.00 Monkeys

SONSTIGES

Gießen

Bastelworkshop

Für Kinder von 8 bis 12

Jahren

14.00 Mathematikum

Whiskey Seminar

21.00 Irish Pub

VORTRÄGE

Gießen

Kanada

Panorama-Dia-Show

von und mit Michael

Fleck

20.00 Kongresshalle

9 MI

DISCO/PARTY

Gießen

Dei Mudda tanzt

zu meinem Beat bis

5 Uhr früh!

HipHop, BigBeat,

Electro, Dancemusik

mit Monsieur Pappusch

22.00 Scarabée

KONZERTE

Gießen

Chicago Five & One

19.00 Restaurant

Lahnterrasse

SONSTIGES

Gießen

Bastelworkshop

Für Kinder von 8 bis 12

Jahren

14.00 Mathematikum

Lars & Robert und sein

Poetisches Wohnzimmer

Musiker, Poeten, Hausaufgaben

20.30 Ulenspiegel

10 DO

AUSSTELLUNGEN

Gießen

Georg Büchner Gedenkjahre

2012/2013

Bestandteil der Vernissage

ist eine Facebook-

Aktion des Künstlers

Werner Braun

18.00 KiZ

BÜHNE

Lich

Johannes Scherer &

Bodo Bach

Die2Beiden – Kabarett

20.00 Bürgerhaus

Wetzlar

Ich weiß, was du

denkst

Gedankenleser Thorsten

Havener

20.00 Neues Kellertheater

DISCO/PARTY

Gießen

Land unter

Indiepassion mit

DJ Jimmy

22.00 Scarabée

KONZERTE

Gießen

Mac Frayman

Amerikanischer Folk

21.00 Irish Pub

SONSTIGES

Gießen

Bastelworkshop

Für Kinder von 8 bis

12 Jahren

14.00 Mathematikum

VORTRÄGE

Gießen

Singapur

Ökonomischer und

sozialer Welterfolg –

Lichtbildervortrag von

Prof. Hans-Rudolf Bork

15.30 Altes Schloss,

Netanya-Saal

11 FR

BÜHNE

Gießen

Reise ins Glück

Mit den Schmachtigallen

hin und weg

19.30 Stadttheater

König Ödipus

Soloabend mit Martin

Gärtner

20.00 TiL

Wetzlar

Dieter Nuhr

20.00 Rittal-Arena

ABBA Mania

20.00 Stadthalle

DISCO/PARTY

Gießen

Turkish-Pop-Night

21.00 White Elephant

Party Tanzbar

Rock, House, HipHop,

Charts & Party-

Classics

21.30 Ulenspiegel

Admiral Black Beatz

Mit DJs Iron und Durak

22.00 Admiral Music

Lounge

Partyfreitag

22.00 Monkeys

Die 90er waren zum

Recyclen da

90s Rock, Trash Pop,

Eurodance mit DJ

Domino

22.00 Scarabée

KONZERTE

Gießen

Mac Frayman

Amerikanischer Folk

21.00 Irish Pub

SONSTIGES

Gießen

Lecker Lachen

Comedy-Dinner

19.00 Hotel

Steinsgarten

Inthronisation des

neuen Gießener

Prinzenpaares

Das scheidende

Prinzenpaar übergibt

die Insignien der

Macht

20.11 Kongresshalle

Buseck

Sturm aufs

Busecker Schloss

Fackelumzug

um 18.30 Uhr

19.11 Schlosshof

12 SA

VERANSTALTUNGEN IM JANUAR

BÜHNE

Gießen

Dornröschen

Tinko-Theater

16.00 Kleine Bühne

Die Verfolgung und

Ermordung Jean Paul

Marats

Premiere

19.30 Stadttheater

Die Wanze

Insektenkrimi von Paul

Shipton

20.00 TiL

DISCO/PARTY

Gießen

Planet Radio Wild

Chicks

Mit Mark Hartmann

und DJ VIM

22.00 Admiral Music

Lounge

Hard to Beat-Party

Indie, Electro, Hardcore,

Metalcore auf

zwei Floors

22.00 MuK

Rock of Ages

Rock, Metal, Classics

mit DJ Cel’ardor

22.00 Scarabée

Partysamstag

22.00 Monkeys

FLOHMÄRKTE

Gießen

Trödelmarkt

6.00 Rodheimer

Straße

Buseck

Flohmarkt

8.00 Sammler- und

Hobbywelt

FÜHRUNGEN

Gießen

Führung durch das

Mathematikum

11.00 Mathematikum

11.01. WETZLAR Rittal Arena

07.02. WETZLAR

Rittal Arena

05.03.

WETZLAR

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1/2013 streifzug 27


VERANSTALTUNGEN IM JANUAR

KONZERTE

Gießen

FaberhaftGuth & Band

Konzertabend des Kabarettistenduos.

Siehe

Interview.

20.00 Kongresshalle

Scotch Cart

Akustik-Duo

21.00 Irish Pub

Lich

Neujahrskonzert

Mit dem Musikzug

Muschenheim

20.00 Sport- und

Kulturhalle Muschenheim

Marburg

The Cavern Beatles

Tribute Band

20.00 Stadthalle

MÄRKTE/MESSEN

Grünberg

Hochzeitsmesse

13.00 Gallushalle

SONSTIGES

Lollar

Prunksitzung

19.33 Bürgerhaus

SPORT

Gießen

Basketball-Bundesliga

LTi Gießen 46ers –

Phoenix Hagen

20.00 Sporthalle

Gießen-Ost

13 SO

BÜHNE

Gießen

Du, Du & Ich

Premiere – von Theo

Fransz

11.00 TiL

Chouchane Siranossian

Solistenportrait der Violinistin

mit Einblicken

in ihre Arbeit an Mozarts

Violinkonzert

11.00 Stadttheater

Dornröschen

Tanzstück Tarek Assam

15.00 Stadttheater

Dornröschen

Tinko-Theater

16.00 Kleine Bühne

I Wanna be Loved by

you (UA)

Musiktheater von Titus

Hoffmann

20.00 TiL

Wetzlar

Shadowland

Performance der amerikanischenTanzcompagnie

Pilobolus

20.00 Rittal-Arena

28 streifzug 1/2013

KONZERTE

Gießen

Mittagskonzert

Mit den Musikern des

Stadttheaters

13.00 Rathaus, Konzertsaal

Alsfeld

Blasmusik-Festival

20.00 Hessenhalle

Pohlheim

Neujahrskonzert

Mit dem Blasorchester

der TSG Steinbach

16.00 Volkshalle

Watzenborn-Steinberg

MÄRKTE/MESSEN

Gießen

Modellbahnbörse

Kauf und Tausch von

Modelleisenbahn-, Modellautos

und Zubehör

fast aller Spuren, RC

Mini Hubschrauber-

Vorführung

10.00 Kongresshalle

Buseck

Antik- und Sammlermarkt

9.00 Sammler- und

Hobbywelt

Grünberg

Hochzeitsmesse

11.00 Gallushalle

SONSTIGES

Gießen

Flamenco für Kinder

mit Alma Gitana

Workshop für 6- bis

10-Jährige (14.00 bis

15.30) und 10- bis

17-Jährige (16.00 bis

17.30). Infos: www.alma-gitana.de/workshops.htm

14.00 MuK

14 MO

DISCO/PARTY

Gießen

Karaoke

Mit Andy Pfälzer

21.00 Irish Pub

Independent Tanzbar

Rock, Alternative, Indie

mit DJ Harry Kane

21.30 Ulenspiegel

VORTRÄGE

Gießen

Fledermäuse und Windenergie

Zwischen Wissenschaft

und Naturschutz – Vortrag

von Dr. Markus

Dietz

19.15 Margarethe-

Bieber-Saal

Literatur – Medien –

Revolution

Von der Idee der Revolution

zur Praxis der Regression

– Vortrag von

Büchner-Preisträger

Reinhard Jirgl

19.15 Uni-Hauptgebäude,

Aula

15 DI

DISCO/PARTY

Gießen

Affenkammer

22.00 Monkeys

KONZERTE

Gießen

5. Sinfoniekonzert

Werke von Mozart,

Schumann und Lutoslawski

mit Chouchane

Siranossian (Violine)

20.00 Stadttheater

Wetzlar

Voca People

Stimmakrobatik aus

Musik, Beatbox und

Comedy

20.00 Rittal-Arena

Giora Feidmann & Gitanes

Blondes

Klezmer und Musik des

Balkan mit Celtic-, Gypsy-

und Latinoklängen

20.00 Stadthalle

VORTRÄGE

Gießen

Humangenetik: Möglichkeiten

und Grenzen

molekularer Diagnostik

Lesung mit Prof. Ulrich

Müller

17.00 Institut für Anatomie

und Zellbiologie,

Großer Hörsaal

Fußbeschwerden

Forum Gesund bleiben

– Gesund werden. Vortrag

von Dr. B. Wehr

18.00 St. Josefs Krankenhaus,

Balserischer

Stift

16 MI

DISCO/PARTY

Gießen

Dei Mudda tanzt zu

meinem Beat bis 5 Uhr

früh!

HipHop, BigBeat, Electro,

Dancemusik mit

Monsieur Pappusch

22.00 Scarabée

KONZERTE

Gießen

Dani & Sahne

Pop Covers

21.00 Irish Pub

SONSTIGES

Gießen

Poetry Slam

20.00 Jokus

VORTRÄGE

Gießen

Medizin & Literatur

Tilman Spengler führt in

den Roman Lenins Hirn

ein

18.00 Institut für Geschichte

der Medizin,

Iheringstraße 6

Expeditionen zu den

Gegenständen des täglichen

Lebens

Sprachliche Bildung für

Kinder von 0 bis 6 Jahren

– öffentlicher Vortrag

von Dr. Anna Winner

18.00 Philosophikum

II, Haus B, 030

Bendamustin

Wiederentdeckung eines

Medikamentes aus

der DDR für die Therapieoptimierung

der

Non-Hodgkin Lymphome

(NHL) – Vortrag

von Prof. Mathias Rummel

18.45 Institut für Biochemie,

Ernst-Leitz-

Hörsaal

Mysterium Mithras

Antiker Geheimkult im

Spiegel der Archäologie

– Vortrag von Dr. Carsten

Amrhein

20.00 Altes Schloss,

Netanya-Saal

17 DO

BÜHNE

Gießen

Kaspar Häuser Meer

Schauspiel von Felicia

Zeller

20.00 TiL

DISCO/PARTY

Gießen

Land unter

Elektronische Tanzmusik

mit DJ Jimmy

22.00 Scarabée

KONZERTE

Gießen

Louis Fitz

Irish Folk

21.00 Irish Pub

SONSTIGES

Gießen

Flimmerkiste: Drive

Action/Krimi/Drama

(USA, 2011)

20.00 Zeughaus

VORTRÄGE

Gießen

Stätten islamischer

Architektur

Von Granada bis Samarkand

– Lichtbildervortrag

von Dr. Reinhard

Kaufmann

15.30 Altes Schloss,

Netanya-Saal

Umweltrechtliches

Praktikerseminar

Raumbedingungen für

die Gestaltung der Energiewende

– Vortrag von

Prof. Dr. Jürgen Schmid

18.15 Seminargebäude

der Rechtswissenschaft

Why Be Happy When

You Could Be Normal

Autobiographische Einflüsse

im Werk von Jeanette

Winterson – Vortrag

von Dr. Nadyne

Stritzke

19.00 Uni-Hauptgebäude,

Biologischer

Hörsaal

18 FR

AUSSTELLUNGEN

Gießen

Georg Büchner Gedenkjahre

2012/2013

Luise Büchner und die

frühe Frauenbewegung

18.00 KiZ

BÜHNE

Gießen

Viktoria und ihr Husar

Operette von Paul

Abraham

19.30 Stadttheater

Die Verwirrungen des

Zöglings Törless

20.00 TiL

Nachtschattengewächs

Trash from Outer Space

– Hommage an den

Kultregisseur Ed Wood

und den letzten Film

mit Bela Lugosi

22.00 TiL

Wetzlar

Atze Schröder

20.00 Rittal-Arena

DISCO/PARTY

Gießen

Party Tanzbar

Rock, House, HipHop,

Charts & Party-Classics

21.30 Ulenspiegel

Partyfreitag

22.00 Monkeys

Mixtape

Mit DJs Kosta Minor

und Ebony

22.00 Admiral Music

Lounge

Ghettoblastin’

Special Guest DJ Illegal

– US-HopHop-

Partyreihe

22.00 MuK

Seek & Destroy

Metal-Party mit DJ

Cel’ardor

22.00 Scarabée

KONZERTE

Gießen

Musical Highlights

20.00 Kongresshalle

Green Stuff

Bluesrock

21.00 Irish Pub

SONSTIGES

Grünberg

Prunksitzung

19.33 Sport- und Kulturhalle

Stangenrod

Lollar

Prunksitzung

19.31 DGH Rutterhausen

VORTRÄGE

Lollar

Totenberg

Lesung mit Thomas

Hettche

20.00 Clemens-Brentano-Europaschule

19 SA

BÜHNE

Gießen

Rotkäppchen

Tinko-Theater

16.00 Kleine Bühne

Der Freischütz

Romantische Oper

19.30 Stadttheater

Hypnotic Poison

Tanzstück

20.00 TiL

DISCO/PARTY

Gießen

We Love!

Mit Sebastian Serrano

und DJ Danielo

22.00 Admiral Music

Lounge

Dancing Devils

in Angels Way

Metal mit DJ Dead

Jes7er

22.00 Scarabée

Partysamstag

22.00 Monkeys

Reggae Night

Reggae, SKA, Dancehall

mit DJ Nico

23.00 Domizil

FLOHMÄRKTE

Gießen

Trödelmarkt

6.00 Rodheimer

Straße


Buseck

Flohmarkt

8.00 Sammler- und

Hobbywelt

KONZERTE

Gießen

Port London

Britpop-Formation aus

Wetzlar

20.00 Jokus

So To Say

Covers

21.00 Irish Pub

Linden

Neujahrskonzert

Mit den drei Gruppen

des Musikcorps der

FFW

19.00 Stadthalle

MÄRKTE/MESSEN

Gießen

17. Gießener

MotoExpo

Motorradmesse mit Top-

Marken, Action &

Shows

10.00 Hessenhallen

Alsfeld

Antik & Trödelmarkt

9.00 Hessenhalle

SONSTIGES

Gießen

Alles, was Recht ist

Rechtsfragen in der Kinder-

und Jugendarbeit –

Anmeldung über www.

jbw-giessen.de

10.00 Jokus

Konfliktmanagement in

Jugendgruppen

Anmeldung über www.

jbw-giessen.de

10.00 Jokus

The Metropolitan Opera

live im Kino

Donizetti Maria Stuarda

in HD

19.00 Kino-Center

2. Gießener Ballnacht

Tanz, Mehrgang-Menü,

Stargäste (Jolanda Lis,

Gala-Tenöre, Sandy

Showband)

20.00 Kongresshalle

Grünberg

Fasching in Queckborn

19.30 Sporthalle

Queckborn

Prunksitzung

19.33 Sport- und Kulturhalle

Stangenrod

Lollar

Prunksitzung

19.31 DGH Ruttershausen

Wettenberg

Pariser Abend 2013

Vortrag von Udo Bullmann

zum 50. Jahrestag

der Unterzeichnung des

Elysee-Vertrages, Fünf-

Gänge-Menü, Musette-

musik der Freddy-Becker-Combo,

Chansons

von Nora Schmidt

18.30 Bürgerhaus

Launsbach

VORTRÄGE

Gießen

Physik in der

Schwerelosigkeit

Vortrag von

Prof. Markus Thoma

10.00 Physikalisches

Institut, Wilhelm-

Hanle-Hörsaal

20 SO

BÜHNE

Gießen

Rotkäppchen

Tinko-Theater

16.00 Kleine Bühne

Orpheus

Musikalische Reise

durch die Sagenwelt

von Andreas Mihan und

Teresa Rinn

18.00 TiL

Ihre Version des Spiels

Schauspiel

von Yasmina Reza

19.30 Stadttheater

KONZERTE

Gießen

2. Kammerkonzert:

Zug um Zug

Mit dem Bayreuther

Backstage Posaunenquartett

11.00 Stadttheater

MÄRKTE/MESSEN

Gießen

17. Gießener

MotoExpo

Motorradmesse mit Top-

Marken, Action &

Shows

10.00 Hessenhallen

19. Puppen- und Bärenmarkt

11.00 Kongresshalle

Alsfeld

Antik & Trödelmarkt

9.00 Hessenhalle

SONSTIGES

Gießen

Konfliktmanagement

in Jugendgruppen

Anmeldung über

www.jbw-giessen.de

10.00 Jokus

Grünberg

Kinderfasching

14.00 Sporthalle

Queckborn

Kinder-Prunksitzung

14.11 Sport- und Kulturhalle

Stangenrod

Wettenberg

Fastnachtssitzung

Kinder für Kinder

14.30 MehrzweckhalleKrofdorf-Gleiberg

21 MO

DISCO/PARTY

Gießen

Independent Tanzbar

Rock, Alternative, Indie

mit DJ Harry Kane

21.30 Ulenspiegel

SONSTIGES

Gießen

Pub Quiz

21.00 Irish Pub

VORTRÄGE

Gießen

Gießener, die Geschichte

schrieben –

Geschichtsdeuter

Vortrag von

Prof. Horst Carl

18.00 Rathaus, Konzertsaal

Wenn Töne sauer

schmecken

Über Synästhesie und

deren neuronale

Grundlagen – Vortrag

von Prof. Lutz Jäncke

18.00 Philosophikum I,

Hörsaal A3

22 DI

BÜHNE

Gießen

Von einem, der auszog,

das Fürchten zu lernen

Premiere – Interaktive

Musiktheaterperformance

10.00 TiL

Wetzlar

Mother Africa-

Produktion

Umlingo – Afrikanische

Artistik, Musik, moderne

Zirkus- und Showelemente

20.00 Stadthalle

DISCO/PARTY

Gießen

Affenkammer

22.00 Monkeys

SONSTIGES

Gießen

Gießen 46ers

Bingo-Night

Glücksspiel im Irish-

Pub mit Preisen, die das

Studentenherz höher

schlagen lassen

21.00 Irish Pub

VERANSTALTUNGEN IM JANUAR

VORTRÄGE

Gießen

Burn-Out –

Mode oder Krankheit?

Medizin-Vorlesung von

Prof. Johannes Kruse

17.00 Institut für Anatomie

und Zellbiologie,

Großer Hörsaal

23 MI

BÜHNE

Gießen

Internationales

Neujahrsvarieté

Mit 35 Artisten

aus 12 Nationen

20.00 Kongresshalle

DISCO/PARTY

Gießen

Dei Mudda tanzt zu

meinem Beat bis 5 Uhr

früh!

HipHop, BigBeat, Electro,

Dancemusik mit

Monsieur Pappusch

22.00 Scarabée

Wünschen Sie Ihre Veranstaltung im

streifzug

Schreiben Sie bis zum 18. Januar per E-Mail

an: streifzug@giessener-allgemeine.de

Die Auswahl obliegt der Redaktion. Für die Richtigkeit

der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

»Ich laufe Schlittschuh.

Weil meine Wohnbau

sich kümmert.«

Die Eisbahn ist für uns ein Muss.

Denn sie bringt Spaß und gute Laune.

In

Gießen

zuhause.

1/2013 streifzug 29


VERANSTALTUNGEN IM JANUAR

SONSTIGES

Gießen

Singer Songwriter

Contest

20.30 Ulenspiegel

24 DO

BÜHNE

Gießen

Die Verfolgung und

Ermordung Jean Paul

Marats

Schauspiel von Peter

Weiss

19.30 Stadttheater

Internationales Neujahrsvarieté

Mit 35 Artisten aus 12

Nationen

20.00 Kongresshalle

I Wanna be Loved by

you (UA)

Musiktheater

20.00 TiL

Improvisationstheater

20.30 Ulenspiegel

Alsfeld

Vogelsberger Gipfel-

Kabarett

Thomas Kreimeyer –

Stegreif-Kabarett

30 streifzug 1/2013

20.00 Albert-

Schweitzer-Schule

DISCO/PARTY

Gießen

Land unter

80s-Specials

mit DJ Jimmy

22.00 Scarabée

KONZERTE

Gießen

Miller and Heath

Rock, Pop, Hessen

Drecks

21.00 Irish Pub

Alsfeld

1. Multi-Kunst-Show

Barbara Clear – Kampfelfenland

– poetische

und gesellschaftskritische

Songs

20.00 Stadthalle

SONSTIGES

Gießen

Flimmerkiste: The

Straight Story

Drama (Frankreich/UK/

USA, 1999)

20.00 Zeughaus

Flimmerkiste: Mulholland

Drive

Drama/Thriller (2001)

22.00 Zeughaus

25 FR

BÜHNE

Gießen

6. Internationales Neujahrsvariete

15.00 und 20.00

Kongresshalle

Step Inside Love

and Stay

Foyer um fünf – Texte

und Lieder mit Anne-

Elise Minetti und Mirjam

Sommer

17.00 Stadttheater

Cabaret

Musical von John Kander

und Fred Ebb

19.30 Stadttheater

Twelfth Night

the Keller Theatre –

englischsprachige Komödie

von Shakespeare

als Gastspiel des White

Horse Theatre

19.30 Kleine Bühne

Gift

20.00 TiL

Marburg

Schwanensee

Mit dem Bolschoi

Staatsballett Belarus

19.30 Stadthalle

DISCO/PARTY

Gießen

Party tanzbar

Rock, House, HipHop,

Charts & Party-Classics

21.30 Ulenspiegel

Chocolate Supreme

Night

Mit DJs Seerious, Crazy

Cutz und MC Dragon

22.00 Admiral Music

Lounge

Electronic Porn No. 64

Live mit Modulate –

EBM, Futurepop, Industrial

mit DJ Andypendent

& more

22.00 MuK

A Tribute to Quentin

Tarantino

Rock’n’Roll, Surf, Soul,

Beat, Mexicana, Desert

Rock mit DJ Jimmy

22.00 Scarabée

Partyfreitag

22.00 Monkeys

KONZERTE

Gießen

Ann-Christine

Singer/Songwriter

21.00 Irish Pub

10 Jahre Lotta (antifaschistische

Zeitschrift)

Vortrag mit Ingo Taler

und die Bands Patsy

O’Hara, M.I.N.U.T.E.S,

Von Drakus, White Crane

21.30 AK44

Alsfeld

2. Multi-Kunst-Show

Barbara Clear – Kampfelfenland

– Folk- und

Rockklassiker

20.00 Stadthalle

Linden

No Label Live Event

Contest

Mit Emotion X, Effekt,

Laura Singer, Emergency,

Dawn – Special

Guest: An Everyday

Apocalypse

19.00 Volkshalle

Leihgestern

26 SA

BÜHNE

Gießen

6. Internationales Neujahrsvariete

15.00 und 20.00 Kongresshalle

Schneewittchen

Tinko-Theater

16.00 Kleine Bühne

Von einem, der auszog,

das Fürchten zu lernen

Interaktive Musiktheaterperformance

18.00 TiL

Ihre Version des Spiels

Im Anschluss

nachgefragt

19.30 Stadttheater

Crazy Broadway 2:

Jetzt wird’s wild

Siehe Reportage.

20.00 Astaire’s

Pohlheim

Hair

Musical mit dem Theater

Traumstern (wer in

Hippie-Kleidung zur

Veranstaltung kommt,

erhält als Dankeschön

einen Verzehrgutschein)

20.00 Sport- und

Kulturhalle Garbenteich

DISCO/PARTY

Gießen

Pure Club: Franky

Rizardo

Topstar der Niederländischen

Houseszene

unterstützt von Oli Roventa

& Le Allen mit einer

Mischung aus

House, Latin und Disco

22.00 Admiral Music

Lounge

Partysamstag

22.00 Monkeys

Dancing Devils in

Angels Way

Metal mit DJ Dead

Jes7er

22.00 Scarabée

FLOHMÄRKTE

Gießen

Trödelmarkt

6.00 Rodheimer

Straße

Buseck

Flohmarkt

8.00 Sammler- und

Hobbywelt

KONZERTE

Gießen

The Screwjetz, Tagtraum

Radio & Blacktop

Cherry

Punk-Rock

19.00 Jokus

Dancing at my Disco

Covers

21.00 Irish Pub

SONSTIGES

Wettenberg

Prunksitzung

19.33 Mehrzweckhalle

Wetzlar

Gala-Prunksitzung

20.11 Stadthalle

VORTRÄGE

Gießen

Physik im Blick

Sternmaterie – Vortrag

von Prof. Horst Lenske

10.00 Physikalisches

Institute, Wilhelm-

Hanle-Hörsaal

Mathematikum

in der Küche

Kindervorlesung

für Kinder von 8 bis

12 Jahren

11.00 Mathematikum

27 SO

BÜHNE

Gießen

vorgestellt: Fosca

Oper von Antonio Carlos

Gomes – Einführungsmatinee

mit dem

Regieteam und Ensemblemitgliedern

11.00 Stadttheater

Von einem, der auszog,

das Fürchten zu lernen

11.00 TiL

Arsen und Spitzenhäubchen

Kriminalkomödie von

Joseph Kesselring

15.00 Stadttheater

Schneewittchen

Tinko-Theater

16.00 Kleine Bühne

Acis und Galatea

Oper

20.00 TiL

FÜHRUNGEN

Gießen

Führung durch das Mathematikum

14.00 Mathematikum

KONZERTE

Gießen

Jesu, meine Freude

Konzert des Kammerchores

der Kath. Hochschulgemeinde

Gießen

17.00 St. Bonifatius-

Kirche

Wettenberger Winterkonzerte

Zemlinsky Quartett mit

Christoph Eß & Timo

Steininger (Horn)

20.00 Rathaus, Konzertsaal

28 MO

BÜHNE

Marburg

Night of the Dance

Traditioneller irischer

Stepptanz mit der

Broadway Dance Company

– Special Guest:

The Princess of Ireland,

Victoria Cawte

20.00 Stadthalle


DISCO/PARTY

Gießen

Karaoke

Mit Andy Pfälzer

21.00 Irish Pub

Independent tanzbar

Rock, Alternative, Independent

21.30 Ulenspiegel

VORTRÄGE

Gießen

Simbabwe: Von der Kalahari

bis zum unteren

Sambesi

Ein Reisebericht von Dr.

Fritz Jantschke

19.15 Margarethe-

Bieber-Saal

Perspektiven des Umbruchs

in der Arabischen

Welt

Zur Rolle von Kunst

und Kultur im Veränderungsprozess

– Vortrag

von Gabriele Becker

19.15 Uni-Hauptgebäude,

Aula

29 DI

BÜHNE

Gießen

Schneeball in Gefahr

Mit dem Puppentheater

Yakari (nur Tageskasse)

16.00 Kongresshalle

DISCO/PARTY

Gießen

Affenkammer

22.00 Monkeys

KONZERTE

Gießen

New York Gospel Stars

Gospelkonzert

20.00 Petruskirche

VORTRÄGE

Buseck

Die Wüsten der Erde

Motorradexpedition –

Dia-Show von Michael

Martin

19.30 Kulturzentrum

Schlosspark

30 MI

DISCO/PARTY

Gießen

Dei Mudda tanzt zu

meinem Beat bis 5 Uhr

früh!

HipHop, BigBeat,

Electro, Dancemusik

mit Monsieur

Pappusch

22.00 Scarabée

KONZERTE

Gießen

Dani & Sahne

Pop Covers

21.00 Irish Pub

SONSTIGES

Gießen

HochschulinformationstageJustus-Liebig-Universität

Social Media Marketing

mit Facebook

Anmeldung über www.

jbw-giessen.de

10.00 Jokus

Poetry-Slam

20.00 Jokus

VORTRÄGE

Gießen

Infoabend:

Leitfaden Facebook

Anmeldung über www.

jbw-giessen.de

19.00 Jokus

Konservierungs- und

Restaurierungsmaßnahmen

auf dem Alten

Friedhof

Bildgestützer Vortrag

von Joachim Rauch

20.00 Altes Schloss,

Netanya-Saal

31 DO

BÜHNE

Gießen

Twelfth Night

The Keller Theatre –

englischsprachige Komödie

von Shakespeare

19.30 Kleine Bühne

KONZERTE

Gießen

Tobi Wessel

Rock Covers

21.00 Irish Pub

Blockflöte des Todes

Mit Matthias Schrei

20.30 Ulenspiegel

SONSTIGES

Gießen

HochschulinformationstageJustus-Liebig-Universität

Flimmerkiste: Ein Fisch

namens Wanda

20.00 Zeughaus

VORTRÄGE

Gießen

Das Schicksal des Freiherrn

von Leisenbohg

Ulrich Holzer liest die

Erzählung von Arthur

Schnitzler

15.30 Netanya-Saal

Neujahrs-Varieté

Zart und grazil, anmutig und ästhetisch

gleich einer Nymphe aus der griechischen

Mythologie bewegt sich Tatjana Kastein bei

ihrer anspruchsvollen Handstand-Akrobatik

und verliert sich dabei spielerisch, fast romantisch

anmutend, in ihr Spiegelbild. Die

Kür der 21-Jährigen ist einer der spektakulärsten

Darbietungen beim 6. Internationalen

Neujahrs-Varieté der OVAG in der Kongresshalle

von Gießen. Aufgrund der

enormen Kartennachfrage gibt es zwischen

23. und 26. Januar nun insgesamt sechs

Shows (siehe Veranstaltungen).

»Spektakulär« muss man als Attribut für die

Darbietung der Tochter von Benno Kastein,

Gründer des Sensations-Zirkus »Flic Flac«,

hinzufügen. Temporeich ist die Nummer

von Helena Poláchova aus Prag. Die

22-Jährige ist die derzeit einzige Artistin,

der es gelingt, gleichzeitig mit fünf Fußbällen

zu jonglieren als handele es sich um

Tennisbälle. Kein Wunder: »Bereits als Jugendliche

habe ich mit dem Fußballspielen

begonnen«, erzählt sie. Irgendwann waren

ihr die Füße nicht genug. Mit ihrer Kunst

hat die Tschechin Bronze beim Internationalen

Festival von Massy gewonnen.

Mit Preisen überhäuft sind die Farellos aus

Berlin. Sie überzeugen seit vielen Jahren

mit einer witzigen und wagemutigen Kür

auf Einrädern – mal getrennt, mal gemeinsam,

mal sie auf seinen Schultern. Dafür erhielten

sie u.a. Bronze beim Weltcircus-Festival

in Paris und den Spezialpreis von

Monte Carlo.

42 Artisten aus zwölf Nationen sind für das

Internationale Neujahrs-Varieté gebucht.

Darunter auch das südafrika nische Verbiege-Wunder

Lunga, die vier kraftstrotzenden

Hand-auf- Hand- Artisten von White Gothic

aus der Ukraine und Wolfgang Lauenburger

(Österreich) mit seiner spritzigen Hunde-

Revue. Eintrittskarten (28 bis 32 Euro) sind

in der Geschäftsstelle der Gießener Allgemeinen

(Marktplatz) und an allen bekannten

Vorverkaufsstellen erhältlich. bf

streifzug

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1/2013 streifzug 31


MEDIATHEK

Resterampe

»Jedes achte Lebensmittel, das wir kaufen, werfen

wir weg. Du kannst das ändern!« Diese pädagogischen

Worte blitzen beim Start von »Zu gut für die

Tonne« auf, einer App, die anhand von Rezepten

zeigt, was man aus Essensresten zaubern kann. Gerade

nach den Feiertagen finden sich meist viele angebrochene

Lebensmittel im Kühlschrank. Man nehme zum Beispiel alte

Gebäckstücke und bereite daraus nach Anleitung eines Sternekochs

»Gebackene Ofenschlupfer«. Oder aus Brokkolistielen

einen Salat, aus Lachsresten Tatar. Die Zutatenliste lässt sich für

mehrere Personen skalieren, die Zutaten selbst können auf einen

digitalen Einkaufszettel übertragen werden. Die App ist leicht zu

bedienen, die Rezepte übersichtlich und die Software bietet als

Bonus »10 Goldene Regeln« des Einkaufens sowie ein Lexikon

mit Tipps zur Lagerung und Haltbarkeit. Insgesamt sind über

50 Rezepte aus der Feder von Spitzenköchen und Prominenten

vorhanden. Als Kochpaten dienen die üblichen Verdächtigen

Schubeck, Lafer, Lichter und Mälzer, aber

auch Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner,

deren Ministerium die App als Maßnahme

gegen Lebensmittelverschwendung

produziert hat. Schauspieler Daniel Brühl

bietet seine Tortilla de Restos an. Die

App ist kostenfrei und läuft auf Android-

und iOS. one

www.immo-in-mittelhessen.de

32 streifzug 1/2013

Alles ist plötzlich ok

Wechselhaft: Mal Wolken. Mal Nebel. Die Winterdepression

winkte mir bereits freudig zu, als Dirk von

Lowtzow sein Einhorn sattelte, seine Musikanten zusammentrommelte

und sich aufmachte, meinen Jahreswechsel

zu retten. Nun, am 25. Januar, ist es soweit: Mit »Wie

wir leben wollen« kommt das neue Album von Tocotronic

in die Läden. Es ist warm. Es ist laut. Es ist melodisch.

Slogans, die an jede Hauswand passen, können sie auch

noch: Die Revolte ist in mir. Warte auf mich auf dem

Grund des Swimmingpools.

Und natürlich das universell einsetzbare:

Abschaffen. Verpackt wird all

das in Melodien, die so schön und

eingängig und tröstend sind wie zuletzt

auf »Kapitulation« vor fünf Jahren.

Alle weiteren Worte – Aufnahme

per analoger Telefunken-T9-Vier-

Spur-Tonbandmaschine aus dem Jahr

1958, Schnick-Schnack auf der

Homepage, Candy Bomber Studios

auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof

– sind verschenkt. Stattdessen: Aufstehen mit Kopfschmerzen?

Es ist okay. Kalter Regen im Gesicht? Es ist okay. Arbeiten von

dunkel bis dunkel? Es ist okay. Denn ich weiß: Dirk von Lowtzow

und seine Musikanten sind wieder da. fd

ist: Wenn unsere Zukunft

ein Zuhause hat.


Vom anderen Stern

Die Voca People sind in Deutschland gelandet. Direkt vom Planeten Voca steuerten sie das

Kehrwieder Theater in der Hamburger Speicherstadt an. Von dort begannen die acht

Musiker, die hierzulande zum ersten Mal bei »Wetten, dass ...« aufgetaucht sind, ihre Tour

durch 24 deutsche Städte. Vom 17. bis 19. Januar sind sie in der Jahrhunderthalle zu Gast.

»Ja, es ist wahr, Voca People sind in der Speicherstadt

gelandet. Ihre Energiereserven waren

verbraucht«, erzählt Michael Duwe, Geschäftsführer

der Stage Entertainment Touring

Productions GmbH, und ergänzt: »Es ist

Wahnsinn, aber um die Ressourcen wieder

aufzuladen, nutzen sie unsere Musik auf eine

ganz besondere Art. Das Preview-Publikum

hat begeistert geklatscht, gelacht und

mitgesungen.«

Beim Showcase in Hamburg haben die acht

Weltklasse-Musiker einen Einblick in ihr

neues Programm gegeben, mit dem sie seit

20. Dezember auf Deutschland-Tour sind

und dabei mit feinster Stimmakrobatik und

erstklassiger Comedy in die nächste Dimension

der Unterhaltung vordringen. Die musikalischen

Superstars aus dem All machen auf

unterhaltsame Art jede Musik hörbar – ganz

ohne Instrumente. Ob Michael Jacksons

»Beat It« oder Beethovens 5. Sinfonie – die

A-cappella- und Beatbox-Künstler performen

allein mit ihren Stimmen und binden die Zuschauer

charmant und mit einem Augenzwinkern

in ihre Vorstellung ein. Kurzum:

Bei dieser Show kommt das Publikum aus

dem Staunen nicht heraus – ein grenzenloser

Spaß aus Musik, Beatbox und Comedy.

»Mit Voca People präsentieren wir dem deutschen

Publikum eine herausragende Show,

die Jung und Alt begeistern wird. Die gelungene

Mischung aus Musik und Comedy ist

einfach einzigartig«, sagt Duwe.

Die Voca People stehen für Musik und Comedy

von einem anderen Stern. »Simply

Great!«, schrieb bereits die New York Times

begeistert über das Phänomen. Über 20 Millionen

Klicks auf youtube.com, mehr als

500 000 Zuschauer weltweit und 110 000

Facebook-Fans bestätigen die Einschätzung.

Unter dem Motto »Musik ist Leben und Leben

ist Musik!« nehmen die acht Künstler

den Zuschauer auf eine unterhaltsame Reise

durch die Musikgeschichte von Mozart, Beethoven

und Rossini über ABBA, Queen und

John Lennon zu Michael Jackson, Madonna

und George Michael mit.

Wer dabei sein möchte hat die Gelegenheit,

die drei Shows in Frankfurt zu verfolgen, am

15. und 16. Januar sind die Voca People aber

auch schon in der Rittal-Arena in Wetzlar zu

Gast. In Wiesbaden (Rhein-Main-Halle) machen

sie am 8. und 9. Januar Station. Am

27. März geht die Tour in der Stuttgarter

Liederhalle zu Ende.

Tickets sind zwischen 30 und 60 Euro unter

01805/4414 oder unter www.voca-people.de

erhältlich. bf

Voca People werben am Times Square für Musik, Beatboxen und Comedy.

Foto: Agentur

1/2013 streifzug 33

Fotos: Sven Stinn


AM MAIN

Chinas Einkaufsberater

Wasim Hussains Vater kommt aus Pakistan, seine Mutter ist Deutsche. Geboren ist der

44-Jährige im Ruhrpott, aber seine Liebe gehört dem Fernen Osten. Mit seinen Chinesischkenntnissen

und seiner interkulturellen Kompetenz ist er wie geschaffen für den Beruf des

Chinese Personal Shoppers. Am Frankfurter Flughafen hilft er Passagieren aus dem Reich der

Mitte beim Einkaufen, aber auch bei großen und kleinen Alltagsproblemen.

Handtaschen! Von Gucci! Die beiden jungen

Chinesinnen sind begeistert. Sie stehen in

einer Luxus-Botique im Flughafen und wollen

shoppen. Nur: Irgendwie verstehen sie nicht

genau, was der junge Verkäufer im dunklen

Anzug auf Englisch erzählt. Das ist einem

Mann aufgefallen: Wasim Hussain, Einkaufsberater

für Chinesen bei Fraport. Er trägt

ein orangefarbenes Jackett, eine schwarze

Hose und eine Tasche mit chinesischen

Schriftzeichen. Darauf steht: Dieser Service

ist kostenlos. Er hat die Situation erfasst, geht

langsam auf die kleine Gruppe zu, bleibt in

gebührendem Abstand stehen, lächelt, drückt

die Arme an den Oberkörper, neigt leicht

den Kopf und sagt »Ni hao« – Hallo. Die

beiden jungen Frauen reißen die Augen auf,

öffnen ihren Mund zu einem »Oh« und fangen

an zu lachen.

Hussain ist der erste Chinese Personal Shopper

am Frankfurter Flughafen. Das Projekt hat

der Flughafenbetreiber Fraport im Sommer

ins Leben gerufen. Warum, erzählt Thomas

Kirner. Er ist Leiter der Abteilung Servicequalität

des Kundenmanagements. Es handele

sich um ein Serviceangebot, um Passagieren

aus Fernost den Aufenthalt vor Ort so angenehm

und einfach wie möglich zu machen.

Warum ausgerechnet Chinesen? Warum keine

Araber oder Afrikaner? Grund seien die

Sprachkenntnisse, sagt Kirner. Chinesen

könnten oftmals kein Englisch sprechen oder

die Schrift lesen. Was er nicht verschweigt:

Das Geschäft mit den Touristen aus China

boomt. Im Moment landen und starten rund

eine Millionen Passagiere am Flughafen –

Tendenz steigend. Und sie lassen viel Geld

da. Reisende, die nicht aus der EU kommen,

haben in der Mainmetropole in den ersten

neun Monaten 2012 rund 1 Milliarde Euro

ausgegeben. Ein Drittel davon waren Chinesen.

Das will sich Fraport zunutze machen,

denn an den Geschäften im Flughafen ist das

Unternehmen beteiligt. Ziel ist es, sagt Kirner,

dass man an jedem Passagier vier Euro verdient;

momentan sind es drei.

Dass immer mehr Chinesen am Flughafen

unterwegs sind, ist Hussain aufgefallen, seitdem

er seit eineinhalb Jahren bei Fraport als

einer von mehreren Personal Shoppers arbeitet.

Aus diesem Team heraus sei die Idee ent-

Veranstaltungen in Frankfurt

Mittwoch, 2. Januar

Die Schöne und das Biest

Disneys Klassiker wird vom Budapester

Operetten- und Musiktheater in Frankfurt

bis einschließlich 6. Januar auf die Bühne

gebracht.

➛ 19.30 Alte Oper

Freitag, 4. Januar

Der Raub der Sabinerinnen

Das Stück ist wahrscheinlich einer der meistgespielten

Schwänke der deutschen Theaterliteratur.

➛ 20.00 Fritz Rémond Theater am Zoo

Dienstag, 8. Januar

Ballet Revolución

Die Tänzer sind nicht erst seit der November-

Ausgabe der Fernsehunterhaltungsshow

»Wetten, dass...« bekannt für ihre spektakuläre

Show.

➛ 20.00 Alte Oper

34 streifzug 1/2013

Freitag, 11. Januar

Maximilian Hecker

Schon weit vorm TV-Noir-Boom hat Maximilan

Hecker seine gefühlvolle Singer/Songwriting-Musik

unter die Leute gebracht.

➛ 20.00 Brotfabrik

Pfui Spinne!

Nichts für Insektenhasser ist diese Abendführung

im Zoo. Oder gerade doch? Denn dan

entpuppen sich die Krabbler als mehr oder

weniger harmlos und vor allem als spannend.

➛ 19.30 Zoo

Samstag, 12. Januar

Erstes Allgemeines Babenhäuser

Pfarrer(!)-Kabarett

Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin?

Hans-Joachim Greifenstein und Claus-

Jochen Herrmann geben in ihrem neunten

Programm wieder keine Antwort auf diese

Fragen.

➛ 20.00 Die Käs

Sonntag, 13. Januar

Der Spieler

Eine Oper in vier Akten nach

dem Roman Igrik (1866) von Fjodor

M. Dostojewski

➛ 18.00 Opernhaus

Dienstag, 15. Januar

The Blues Brothers

»Wir bringen diese Band wieder

zusammen!« Ein Mordseinfall vom Londoner

Westend!

➛ 20.00 Jahrhunderthalle

Mittwoch, 16. Januar

Urban Priol

Der unangefochtene Tabellenführer der

Kabarett-Bundesliga blickt in seiner einzigartigen

Art und Weise auf das Jahr 2012

zurück. Da bleibt niemand verschont.

➛ 20.00 Jahrhunderthalle


standen, einen Berater extra für Chinesen abzustellen.

Der Testlauf überzeugte Fraport so

sehr, dass im kommenden Jahr zwei weitere

eingestellt werden sollen.

Mit Hussain hat das Flughafenunternehmen

den richtigen Mann für diesen Job gefunden.

Der 44-Jährige ist höflich, kann sich komplizierte

Namen merken, stellt die richtigen Fragen

und trägt ein Lächeln auf den Lippen, das

nicht gekünstelt wirkt. Dazu noch der Werdegang:

Schon mit 15 Jahren, sagt Hussain, habe

er sich für China interessiert. Vor allem die

Kampfkunst habe es ihm angetan. Er beschäftigte

sich außerdem mit dem Daoismus, einer

chinesischen Philosophie und Weltanschauung.

Er studierte chinesische Sprachwissenschaften

und Wirtschaftsrecht in Bochum,

Oxford und Taiwan; und er arbeitete mehrere

Jahre lang in der Messebranche – u.a. in

Hongkong.

Wer diesen Hintergrund kennt, versteht, warum

Hussain sich im Duty-Free-Bereich so bewegt,

wie er sich bewegt: Langsam und konzentriert

läuft er durch die Gänge, sein Kopf

bewegt sich wenig, aber dafür suchen seine

Augen nach einem möglichen Einsatzort.

Sieht er zum Beispiel Chinesen, die sich fragend

umsehen, tritt er langsam an sie heran.

Dabei hält er aber immer so weit Abstand,

dass sie sich nie belästigt oder bedrängt fühlen.

Er lächelt, grüßt mit gedämpfter Stimme,

und schon ist er im Gespräch. Das kann dann

schon mal zwei bis drei Stunden dauern –

wie bei einem Chirurgen aus Peking, den er

einmal angesprochen und mit ihm einfach

nur über Gott und die Welt geredet hat. »Das

sind die schönen Momente meines Berufs«,

Donnerstag, 17. Januar

Hennes Bender

Das HB-Männchen zeigt sich mit seinem

neuen Programm erregt – in vielerlei

Hinsicht.

➛ 20.00 Die Käs

Port London

Britpop mit deutschen Texten? Wie bitte?

Immerhin haben sie sich als Vorband für

Silbermond bei einem Wettbewerb gegen

1799 andere Gruppen durchgesetzt.

➛ 20.00 Das Bett

Freitag, 18. Januar

Die Kassierer

Die altehrwürdigen Punker feiern ihr

25-jähriges Bandjubiläum.

➛ 20.00 Batschkapp

Montag, 21. Januar

Get well soon

Der Überflieger und Kritikerliebling aus

dem Indie-Bereich kommt mit seinem neuen

sagt Hussain. Das lange Gespräch ist aber

nicht die Regel. Normalerweise geht es

schneller: Hussain hilft bei der Orientierung

im Terminal, zeigt den Weg zum Flugsteig

oder zur Toilette. Er vermittelt aber auch zwischen

Verkäufern und chinesischen Käufern,

erklärt den Unterschied zwischen Rot-, Weiß-

und Eiswein und sagt, wo die Passagiere ihre

Mehrwertsteuer zurückerstattet bekommen.

Denn für die Fluggäste aus dem kommunistischen

Staat ist Einkaufen am Flughafen beinahe

eine Schnäppchenjagd. Hussain schätzt,

dass es Chinesen zwischen 60 und 350 Prozent

mehr kostet, wenn sie in ihrer Heimat

europäische Markenartikel kaufen. Grund

sind horrende Mehrwert-, Import- und Luxussteuern.

Eine junge Chinesin zum Beispiel,

die Hussain anspricht, zeigt ihm nach einem

Pläuschen exklusive Kosmetik und eine Swarovski-Kette.

»Europa hat in China hohes Ansehen«,

sagt Hussain. Die Waren werden als

Album »The Scarlet Beast O’ Seven Heads«

auf Tour.

➛ 21.00 Mousonturm

Donnerstag, 24. Januar

Mark Eitzel

Der Gründer des legendären American Music

Club gilt als begnadeter Lieddichter, dem der

Durchbruch verwehrt blieb.

➛ 20.00 Brotfabrik

Dienstag, 21. Januar

Alles was ist, endet

Prof. Peter Steinacker ist ausgewiesener

Wagner-Kenner und spricht über die Weltanschauung

des Komponisten im Ring

der Nibelungen.

➛ 19.30 Foyer im Opernhaus

Dienstag, 22. Januar

Nirgendwo war Heimat

Nirgendwo in Afrika? Irgendwo in Deutschland?

Autorin Stefanie Zweig sucht Heimat.

➛ 20.30 Romanfabrik

AM MAIN

qualitativ hochwertig geschätzt, sind keine

Raubkopien. Deshalb heißt es oft: Konsumieren,

konsumieren, konsumieren. Aber nicht

nur für sich selbst. »Es ist in Asien essenziell,

hochwertige Geschenke mitzubringen«, sagt

Hussain und lächelt. Es geht um einen wichtigen

Teil der asiatischen Kultur: ums Gesichtwahren.

Hussein hat diese Philosophie verinnerlicht.

Er versucht, jeden Wunsch zu erfüllen, will

niemanden abweisen, auch nicht das Kamerateam,

das einen Beitrag über ihn drehen

will. Hussains Arbeit ist von Zurückhaltung

und Sensibilität geprägt, und irgendwie passt

die hektische Jagd nach dem perfekten Bild

nicht zu seiner Arbeitsweise. Doch er schafft

es, auch den Fernsehleuten ihre Bilder und

dabei einer Chinesin einen kostenlosen

Cocktail zu verschaffen. All das macht er mit

Ruhe und Gelassenheit. Als ob er aus dem

Land des Lächelns käme. Kays Al-Khanak

Wasim Hussain (r.) hilft chinesischen Passagieren nicht nur beim Shoppen.

Donnerstag, 24. Januar

Foto: khn

Jens Friebe

Auf seinem vierten Album »Abändern«

blickt der Popmusiker lakonisch und launig

auf große und kleine Welten.

➛ 20.00 Das Bett

Donnerstag, 31. Januar

Fettes Schwein

Diese Liebesgeschichte von Neil LaBute spart

weder an Ironie, noch an Kalorien.

➛ 20.00 Fritz Rémond Theater am Zoo

1/2013 streifzug 35


Aus dem Berufsleben

Das Gießener Medizinerkabinett »Elephant Toilet« präsentiert im

Januar sein drittes Bühnenprogramm »Die Rollen sind verteilt«.

Gleich an vier Abenden stehen die Künstler im Konzertsaal des

Rathauses auf der Bühne. Unser Mitarbeiter Nikolai Fritzsche hat

Wenn man an aufeinanderfolgenden Tagen von

Menschen in ihre erste und zweite Heimat eingeladen

wird, könnte man denken, dass diejenigen, die

dort zu Hause sind, es ernst mit einem meinen. Am

Ende des zweiten Abends mit dem Gießener Medizinerkabarett

»Elephant Toilet« komme ich zu dem

Ergebnis, dass das zugleich sehr zutreffend und das

genaue Gegenteil der Fall ist. So viel, wie an beiden

Abenden gelacht wird, kann von Ernst keine Rede

sein. Demgegenüber steht aber die Hingabe an das

Projekt, die Bereitschaft, Zeit und Mühe einzubringen,

die keinen anderen Schluss zulässt als den, dass

dort eine Gruppe junger Leute beisammen ist, der es

sehr wohl ernst mit dem ist, was sie tut.

sie während der Probenphase besucht...

Fotos: nf

Zwischen diesen beiden Polen, der Spielfreude und

der freien Assoziation einerseits und der Ordnung

und Zielorientierung andererseits, bewegt sich der

erste Abend mit »Elephant Toilet«. Das Medizinerkabarett

befindet sich in der heißen Phase der Vorbereitung

auf das dritte Bühnenprogramm. Ein Probenwochenende

steht bevor, bei dem mit der Verwandlung

von Texten in inszenierte Sketche begonnen werden

soll, doch zunächst gilt es, die Auswahl der Texte

abzuschließen.

In ihrer »ersten« Heimat, dem Proberaum in der ehemaligen

Frauenklinik in der Klinikstraße, sitzen die

15 werdenden Mediziner auf Sofas und Sesseln. Bei

einem ersten Treffen Mitte November haben einige


Mitglieder die anderen bereits mit den von

ihnen geschriebenen Sketchentwürfen für

das neue Programm überzeugen können.

Eine der noch bestehenden Lücken könnte

der Sketch füllen, den Oliver Vogelbusch an

diesem Abend vorstellt: Bei den »Deutschen

Burn-Out-Meisterschaften« konkurrieren

zwei Menschen am Rande der Erschöpfung

darum, wer

zuerst über den Rand

fällt und damit den Sieg

an sich reißt. Später

nimmt Hans Voigtmann

den Platz am Keyboard

ein, um den aktuellen

Entwicklungsstand seines

Mini-Musicals zu präsentieren,

das auch zum

Programm gehören wird.

Wie zuvor herrscht auch

während seines Vortrags

konzentrierte Stille, die

lediglich von lautem Lachen

gestört wird. Das

passiert im Viertelminutentakt,

denn was gerade

vorgestellt wird, schürt

die Vorfreude auf die

Auftritte ungemein. Umso

überraschender

kommt der Sturm an Verbesserungsvorschlägen

und Zusatzideen, der im

Anschluss losbricht: Zunächst

wird der Autor

brav gelobt, dann beginnt

eine lebhafte Diskussion,

bei der sich die

Erfahrung aus zwei in

Eigenregie

auf die Beine gestellten

abendfüllenden Programmen

zeigt. Die Kabarettisten

sind zu geschulten

Zuhörern geworden, die

beim Feilen an den Texten

ausgesprochen dramaturgisch

denken: Wie

lässt sich die Struktur verbessern?

Wo kann man

kürzen? Gibt es zu große

Ähnlichkeit zu anderen Sketchen im Programm?

In letzterem Fall könnte sogar ein

Sketch, der allen die Lachtränen in die Augen

treibt, aus dem Programm verbannt

werden. Der hohe Anspruch an die eigene

Qualität ist immer spürbar. Was außerdem

auffällt: Niemand bemängelt etwas, ohne

direkt einen Lösungsvorschlag mitzuliefern.

Leise ist »Elephant Toilet« nur dann, wenn

es unbedingt nötig ist. Die Gruppe lebt von

sprühender Kreativität, dem gegenseitigen

Anstacheln, dem Willen, aus einem guten

Sketch einen sehr guten zu machen und eine

ordentliche Pointe weiter zuzuspitzen.

Die Freude am kreativen Umgang mit Sprache

kommt auch dann zur Geltung, wenn

eine organisatorische Besprechung wie die

Planung des Probenwochenendes ansteht.

Das Projekt ist zwar mit viel Arbeit verbun-

den, aber es bringt vor allen Dingen eine

große Portion Spaß.

Das gilt auch für den folgenden Abend in

der zweiten Heimat der jungen Kabarettisten.

Dank Jakob Olbrich, der in weiser Voraussicht

einen Tisch reserviert hat, findet

sich trotz Bundesliga-Übertragung ein Platz

im »Sowieso«. Dort ist »Elephant Toilet« sogar

auf einem großen Bild verewigt, das

von einem Videodreh in der Traditionskneipe

stammt. Im Gespräch sind die Auftritte

CAMPUS

im Januar das große Thema, für die das Kabarett

wegen der Brandschutzsanierung der

Uni-Aula schweren Herzens den Veranstaltungsort

wechselt und in den Konzertsaal

des Rathauses zieht, in dem immerhin 200

Zuschauer Platz finden. Die Eintrittspreise

bleiben studentenfreundlich, denn das ist

den Kabarettisten wichtig, auch wenn aus

den Studenten im höheren

Semester, die vor rund

zwei Jahren die Idee hatten,

unter dem Namen

des gehassliebten Gießener

Bauwerks ein Medizinerkabarett

aus der Taufe

zu heben, inzwischen

größtenteils Berufsanfänger

geworden sind.

Diese Entwicklung schlägt

sich auch thematisch nieder:

Nachdem das erste

Programm mit Sketchen

über die ZVS und Erasmus

studentisch geprägt

war, wuchsen die Themen

mit ihren Schöpfern, die

sich während des zweiten

Programms größtenteils

im Praktischen Jahr am

Ende des Studiums befanden

und auf ihre dort gemachten

Erfahrungen zurückgreifen

konnten. Mit

dem dritten Programm ist

»Elephant Toilet« thematisch

im Berufsleben angekommen.

Dem inhaltlichen Fortschritt

steht Konstanz in

der Ausrichtung gegenüber:

Wie in den vergangenen

Jahren erwartet die

Zuschauer ein hochklassiges

Kabarettprogramm

mit Livemusik, das um

medizinische Themen

mäandert, bei denen auch

Uni-Klinikumsbetreiber

Rhön AG sein Fett wegbekommen

wird, dank einer

Fülle von Referenzen an

die Medienlandschaft und die Popkultur

aber auch für die zugänglich ist, die mit der

Fachterminologie nicht vertraut sind und

schlimme Diagnosen befürchten, wenn von

einem anaphylaktischen Schock oder einem

Zytokinsturm die Rede ist. Nikolai Fritzsche

* * *

Vorstellungen am 16., 17., 25. und 26. Januar

um 20 Uhr. Eintritt: 5 Euro (erm. 3 Euro).

Vorverkauf bei Lehmann’s, Frankfurter Straße

42. Infos unter: elephant-toilet.com

1/2013 streifzug 37


Die Zeitoptimierer

Kein Plan von Mathe und Statistik, aber in Wirtschaftswissenschaften ein-

geschrieben? Dann gibt es vor der nächsten Prüfung nur eine Lösung:

»SpeedRepeat«. Seit 25 Jahren bietet Bernd Giezek mit seiner Firma in

einem wirtschaftswissenschaftlichen Repetitorium Nachhilfe an und hat

schon so manchem Studierenden zu einem Abschluss verholfen.

Wirtschaftswissenschaften erfreuen sich in Gießen sowohl

an der Universität als auch an der THM großer

Beliebtheit; ein beachtlicher Teil der Gießener Studierenden

ist in diesem Fach zu Hause. Bei Schwierigkeiten

im mathematischen oder statistischen Bereich,

suchen viele die Hilfe von SpeedRepeat. Das wirtschaftswissenschaftliche

Repetitorium von Prof.

Bernd Giezek dürfte jedem Wirtschaftsstudierenden

ein Begriff sein. Giezek ist der Kopf hinter SpeedRepeat.

Im vergangenen November feierte er sein

25-jähriges Nachhilfe-Jubiläum und hat unzähligen

Studenten geholfen, ihre Prüfungen zu bestehen.

»Wir sehen uns nicht nur als klassische Nachhilfe,

sondern wir sind vor allem Zeitoptimierer. Wir erklären,

wie man am effizientesten und zeitsparendsten

lernt«, bringt Giezek den Wert des Repetitoriums auf

Foto: lad

den Punkt, bei dem die Studierenden in kleinen

Gruppen punktgenau und relevant auf die universitären

Klausuren vorbereitet werden. Und das effektiv:

Sie werden so vorbereitet, dass sie in erster Linie die

Klausuren mit dem kleinstmöglichen Aufwand bestehen.

Erst in zweiter Linie wird an der Note geschliffen.

Das alles geschieht im Rahmen von in der Regel

20 Stunden umfassenden Kursen, die in Vier-Stunden-

Blöcke unterteilt sind. Die Palette ist groß und umfasst

rund 20 unterschiedliche Kurse je Semester für Haupt-

und Nebenfachstudierende. Außer Giezek unterrichten

je nach Semester sechs bis zehn Dozenten auf der

Basis der freien Mitarbeit, die alle einen Wirtschaftsabschluss

in Gießen (Diplom, Bachelor oder Master)

erlangt haben und somit bestens von der Materie und

den konkreten Anforderungen der Gießener Klausu-


en Bescheid wissen. Dass die Inhalte topaktuell

sind, versteht sich von selbst.

Zudem gibt es das Paket zu einem überaus

studentenfreundlichen Preis: »Wenn man

bei uns rechtzeitig bucht, bezahlt man weniger

als fünf Euro pro Stunde. Das war unser

Anspruch: Wir wollen, dass sich jeder Student

den Kurs leisten kann«, sagt Giezek.

Insgesamt gibt es drei Tarife, den Normalpreis

(109 Euro), den Frühbuchertarif (89 Euro)

und den Just-in-Time-Preis (99 Euro). Wer

trotz allem durch die

Klausur fällt, kann für

schlappe 20 Euro – also

einen Euro pro Stunde

– den gesamten Repetitoriumskurswiederholen.

Normalerweise

passiert das aber nicht.

Mit einer 25 Jahre

zurückreichenden Geschichte

ist das Wirtschaftsrepetitoriumsogar

eines der ältes -

ten Deutschlands, auch

wenn die Anfänge

durchaus ein wenig

zum Schmunzeln verleiten.

»Aus einer Lerngruppe

heraus hatten

wir die Idee, eine professionelle

Nachhilfe in

Gruppen zu machen –

das war damals neu«,

beschreibt Giezek, wie

er gemeinsam mit

seinem Kommilitonen

Frank Krause Flyer in

der Uni verteilte und

die Interessenten für

eine Gegenleistung von

10 Mark einmal wöchentlich

zu sich nach

Hause einlud. Als

wUnterrichtsraum diente

sein Studentenzimmer in der Liebigstraße,

als Tafel wurde die dunkelfarbige Tür benutzt.

Das war 1987.

Professionell wurde es schließlich nach seinem

Abschluss: »Ich habe nach meinem Examen

entschieden, dass ich das weiterhin

machen möchte. Das ist halt meine Welt«,

erklärt Giezek. Er engagierte drei freie Mitarbeiter,

die die Organisation übernahmen,

und richtete sich ein Büro ein – in der WG

der freien Mitarbeiter in der Frankfurter Straße.

Dozenten suchte er über Studienkollegen.

»Wir haben damals eine Marktlücke

aufgerissen. Es ging sofort von null auf hundert.

Unsere Examensvorbereitungen wurden

gigantisch angenommen«, beschreibt

Giezek den großen Erfolg.

»Wir erklären, wie man

am effizientesten und

zeitsparendsten lernt«

Prof. Bernd Giezek

Vor 15 Jahren erhielt das Repetitorium

schließlich den Namen »SpeedRepeat«.

Fortan wuchs es stetig weiter. Die Zentrale

ist in der Grünberger Straße zu finden, vier

Unterrichtsräume sind in der ganzen Stadt

verteilt.

Als nächstes Projekt ist eine Buchreihe geplant,

die 2013 erscheinen soll. »Sie soll ein

verständlicher Einstieg in unsere Themen

sein. Ich möchte nicht das beste Statistikbuch

schreiben, aber das einfachste«, setzt

Giezek auch da auf den

Faktor Verständlichkeit

und Übersicht. Im Gegensatz

zu den Kursen

wird die Buchreihe aber

nicht konkret auf GießensWirtschaftswissenschaften

fokussiert, sondern

auf das Thema im

Allgemeinen und somit

auch für Laien interessant

sein.

Dass auch dieses Projekt

erfolgreich werden

wird, verspricht ein

Blick in die Vita Giezeks.

Alles, was er

bisher angepackt hat,

führte er dank Ideenreichtum,

Hingabe und

Nähe zum Kunden

zu einem Erfolg. Außer

der Gründung von

»SpeedRepeat« wurde

er zum Mitbegründer

von »ECO NECT«, das

mit Sitz in Frankfurt

eines der führenden

Aus- und Weiterbildungsunternehmen

für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer

und Fachanwälte

ist. Giezek ist

bundesweit unterwegs,

um sein Wissen an den Kunden zu bringen.

Des Weiteren ist er Professor für Quantitative

Methoden an der Frankfurter Privathochschule

ISM.

Außerdem hat er auch seine Leidenschaft,

die Musik, zu einem weiteren Standbein gemacht.

Der Mann mit beinahe 30 Jahren

Band-Erfahrung (Bates Motel) gründete den

Musikverlag Noizmakers Music Publishing,

doziert an der Gießener Musikakademie

RPJAM und hat bereits mit NBA-Basketballer

Shaquille O’Neill einen Song für das damalige

Deutsche Sport Fernsehen (DSF) produziert.

Ob Giezek dem Superstar nebenbei

ein bisschen Mathe und Statistik beigebracht

hat? Wahrscheinlich schon.

Jan Sommerlad

DREI PFLICHTVER-

ANSTALTUNGEN

von der »Gießen-Seite«

www.wasmachicheigentlichhier.de

Literatur. Medien. Revolution.

Die Nachwehen der Vormärz-Bewegung, die

68er-Bewegung, der Niedergang der DDR oder

die digitale Revolution. Umbrüche, Revolutionen

und kulturelle Entwicklungen bilden das Thema

der Ringvorlesung des Präsidenten der JLU »Literatur.

Medien. Revolution«. Jeder der fünf Vorträge

namenhafter Experten widmet sich einem anderen

Blickwinkel auf bewegende Ereignisse. Im

Januar sprechen Schriftsteller Reinhard Jirgl (»Von

der Idee der Revolution zur Praxis der Regression«,

14. 1.) und Gabriele Becker, Leiterin des

Goethe Instituts Kairo (»Perspektiven des Umbruchs

in der Arabischen Welt«, 28. 1.). Beginn

19.15 Uhr im Uni-Hauptgebäude.

Rampenlicht

Die Bühne ist eröffnet für Rampenlichtdebuts,

genauso wie für erprobte Podestliebhaber.

Hauptsache: die Liebe zum Singen und Liedermachen.

Ob mit Gitarre, E-Piano oder anders,

schon bei der ersten Ausgabe des Singer/Songwriter

Contests im Ulenspiegel zeigten Künstlerinnen

und Künstler ohne Schnörkel, pur und

authentisch ihre Liedermacherkunst. Auf Playback

oder elektronische Unterstützung wird

verzichtet. Am Ende wählt die Publikumsjury

den Sieger aus dem Potpourri der Auftritte. Los

geht es unter Federführung von Peter Klaes am

23. Januar im Ulenspiegel.

Popkultur

Konzert. DJ-

Team. Ausstellung.

Lesung. In

diesem Abend steckt einiges. Dabei steht jedes

einzelne Ereignis für sich und ergänzt die Atmosphäre

des Abends. Auftakt bildet die Vorstellung

der 22. Ausgabe der Anthologie »testcard

– Beiträge zur Popgeschichte« mit dem Titel

»Fleisch« von Jonas Engelmann, feste Institution

als Autor bei SPEX, und Hendrik Otremba,

Sänger der Band Messer, die als das neue Ding

2013 gehypt wird und auch zum Programm

gehört. Begleitend steht die Ausstellung Otrembas.

Die Gruppe Antipop hat das wilde Kunstkombo

am 18. Januar in der Ludwigstraße 6

bereitgestellt.

1/2013 streifzug 39


Broadway, 35394 Gießen

Hohe Tanzkunst, buntes Durcheinander, Blödeleien und Veräppelungen bekannter Nummern.

Unter dem Titel »Crazy Broadway 2« bringt die Tanzschule »Astaire’s« derzeit einmal im

Monat ein Spektakel auf die Bühne. Idee, Kostüme und Bühnenbild – alles ist handgemacht!

Unter dem Titel »Crazy Broadway 2« holt

die Tanzschule »Astaire’s« die große Welt

der Musicals nach Gießen. Und es steckt

noch mehr New York in der Produktion als

die Tänze aus weltbekannten Shows, deren

Heimat der weltberühmte Broadway ist –

auch der Stoff für die Kostüme stammt aus

dem Big Apple. Vor knapp einem Jahr, als

die Planung für die Show abgeschlossen

war, galt es, Kostüme und Requisiten aufzutreiben.

Dass wie beim Vorgänger »Crazy

Broadway« vor einigen Jahren wieder viel

Handarbeit gefragt sein würde, stand für

Michael Schardt, der die Tanzschule mit

seinem Kompagnon Martin Pongs leitet,

von vornherein fest, denn: »Wenn wir alles

hätten nähen und bauen lassen, hätten wir

wahrscheinlich eine Million ausgegeben.«

Eine Low-Budget-Produktion ist »Crazy

Broadway 2« trotzdem nicht geworden. Gut

12 000 Dollar haben Schardt und Pongs al-

40 streifzug 1/2013

lein für den Stoff ausgegeben. Eine gesamte

Woche verbrachten sie dafür in der globalen

Theater- und Musicalmetropole New

York, wo es ganze Straßenzüge gibt, in denen

sich ein Stoffgeschäft ans andere reiht

und kein Wunsch offen bleibt.

Als einige Wochen später unzählige Kisten

mit insgesamt rund 800 Metern Stoff das

Ziel ihrer Reise über den großen Teich erreichten

und in Gießen eintrafen, begann

die nächste Herausforderung: jedes Stück

Stoff dem Kostüm zuzuordnen, für das es

eingeplant war.

In unzähligen Arbeitsstunden nähte das

Team des »Astaire’s« daraus über 400 Kostümteile.

Am aufwendigsten ist zweifellos

das Kostüm des Kraken Ursula aus dem

Musical »Die kleine Meerjungfrau« – es besteht

aus 1566 Einzelteilen und wiegt 30

Kilo. Die aufwendigen und detailverliebt

gestalteten Kostüme zieren insgesamt

500 000 Pailletten, die allesamt einzeln von

Hand verklebt wurden, wobei sechs Heißklebepistolen

das Zeitliche segneten.

Auch im Bereich der Technik wurden weder

Kosten noch Mühen gescheut. Für die Show

schafften Schardt und Pongs zwei Laser an,

die ihren großen Auftritt gleich zu Beginn

haben: Sie durchziehen die Dunkelheit des

Saals mit roten, grünen und blauen Ebenen,

die gemeinsam mit der Musik für die erste

Gänsehaut des Abends sorgen. Die zweite

lässt nicht lange auf sich warten: Bei dem

Tango, den Schardt gemeinsam mit Marei

Dziub durch den ganz in schummriges Rot

getauchten Saal tanzt, zeigen beide, die

wie der Großteil der übrigen Beteiligten auf

die Erfahrungen einer Turniertanzkarriere

zurückgreifen können, ihr ganzes Können.

Wie der Vorgänger wartet »Crazy Broadway

2« mit Szenen und Liedern aus einigen der

bekanntesten Broadway-Musicals auf, da-

Foto: nf


unter Klassiker wie »Sister Act« und

»Grease« ebensowie aktuellere Produktionen

wie »Shrek« und »Rent«. Da besonders

die lustigen Szenen sich bei der ersten Ausgabe

großer Beliebtheit erfreuten, wird der

Komik diesmal mehr Raum gegeben. Da

kann es auch einem Broadway-Hit wie

»Mary Poppins« mal an den Kragen gehen,

der – nicht nur dadurch, dass Schardt die

Mary gibt – ordentlich durch den Kakao gezogen

wird.

Wer sich von der Show hohe Tanzkunst

quer durch alle Stile verspricht, wird nicht

enttäuscht – bekommt aber noch deutlich

mehr geboten: Buntes Durcheinander auf

der Bühne, Blödeleien und Veräppelungen

bekannter Nummern mischen sich mit

schönem Tanzen, wie es in den zahlreichen

Kursen der Tanzschule seit zehn Jahren erlernt

wird. Hinzu kommt das, was Schardt

»große Illusion« nennt. Unter Einsatz selbst

gezimmerter Requisiten wie eines sogenannten

De Kolta Chair werden verblüffende

Zaubertricks wie das Zerschneiden oder

Verschwindenlassen von Personen geschickt

in die Szenen integriert und verleihen

dem Programm eine magische Note.

Für die Überleitungen zwischen den Szenen

aus verschiedenen Musicals sorgt die

Moderation von Matthias Szubries, der

durch seine Erklärungen zur Handlung der

jeweiligen Stücke nicht nur das Publikum

mit Informationen versorgt, sondern nebenbei

auch seinen tanzenden Bühnengenos-

sen die notwendige Zeit verschafft, in der

Garderobe hinter der Bühne ein aufwendiges

Kostüm gegen das nächste einzutauschen.

Besonders Schardt ist hierbei auf den

Moderator angewiesen, denn er muss sich

während eines Abends nicht weniger als

23-mal umziehen.

»Crazy Broadway 2« ist nach »Dinner,

Dance & Magic« und »Crazy Broadway«,

die jeweils mehrere Jahre lang erfolgreich

liefen, die dritte selbst entwickelte abendfüllende

Show des »Astaire’s«. »Abendfüllend«

ist dabei durchaus wörtlich zu nehmen,

denn Moderator Szubries meint es

völlig ernst, als er erzählt: »Letztes Mal hatte

eine Dame im Voraus für 1 Uhr ein Taxi

bestellt. Das war optimistisch. Sie hat es

nicht bekommen.«

Aber ein echtes Rundumprogramm passt

eben nicht in zwei Stunden, zumal beim

Kartenkauf auch das Abendessen mitgebucht

werden kann. Eine Stunde vor Showbeginn

beginnt das »fliegende Buffet« –

Mitarbeiter des »Astaire’s« tragen beinahe

im Minutentakt neue Köstlichkeiten auf:

Nicht weniger als 16 Fingerfood-Gänge

werden serviert, darunter Hummercremesuppe,

Satéspieße und als Dessert Tiramisú.

Nikola Fritzsche

Die nächste Aufführungen im Jahr 2013 finden

am 26. Januar, 23. Februar, 23. März,

20. April und 25. Mai im »Astaire’s« in der

Grünberger Straße 140 statt. Kartenreservierung

unter Tel. 0641/4941212.

Michael Schardt bereitet sich in der Maske auf die Show vor.

Foto: nf

KULTUR

Premieren im

Theater

Die Verfolgung und Ermordung

Jean Paul Marats

12. Januar, 19.30 Uhr, Großes Haus

Es ist ein Disput unter Ungleichen: Der

Revolutionär Marat und der Egozentriker

de Sade ereifern sich über Sinn und Unsinn

von Umstürzen und Gewalt und

über die Frage nach einer gerechten

Wirtschafts- und Werteordnung. Mit seinem

Schauspiel landete Peter Weiss vor

rund 50 Jahren einen Welterfolg. Nicht

nur das politische Thema, sondern auch

die ästhetische Form sorgte für Aufsehen.

Was kommt nach dem Sturz der Despoten:

ein geeintes Land, eine neue Staatengemeinschaft,

ein Systemwechsel

oder doch nur das alte Chaos?

Du, Du und Ich

13. Januar, 11 Uhr, Til

»Wir wollen niemals auseinandergehen«,

sang schon Heidi Brühl 1960. Was

aber, wenn die Liebe nicht ewig hält?

Frederikes Eltern wollen sich trennen, sie

sagen, sie haben etwas verloren. Frederike

möchte dieses Verlorene wiederfinden

und träumt sich eine Welt, in der die

Eltern tun müssen, was sie will. Doch als

nicht einmal Zaubersprüche wie »Üttepetüttchen,

Kaninchenpopöchen« helfen,

muss Frederike einsehen: Eltern bleiben

vielleicht nicht für immer zusammen

– aber sie bleiben für immer

Eltern.

Von einem, der auszog,

das Fürchten zu lernen

22. Januar, 10 Uhr, Til

Angst haben, sich fürchten, gruseln –

das sollen Kinder möglichst nicht. Trotzdem

und gerade deshalb erforscht das

Kollektiv SKART in einer so spielerischen

wie anarchischen Version des Grimm-

Märchens »Von einem, der auszog, das

Fürchten zu lernen« kindliche Ängste

und Abwehrmechanismen. Mit ihrem

bewährten Prinzip charmanter Anti-Pädagogik

und einer surrealen und poppigen

Bild- und Soundwelt verwandelt die

junge Künstlergruppe, bestehend

aus ehemaligen Angewandten Theaterwissenschaftlern,

die Bühne in einen

schaurig-komischen Ausnahmezustand.

Weitere Vorstellung: 27. Januar, 11 Uhr

im TiL.

1/2013 streifzug 41


Mach mir den Flieger

Gerade erst ist die Eismaschine durchs Stadion gefahren, die Fläche glänzt wie ein Spiegel.

So einladend das Eis auch aussieht, ich traue mich trotzdem nicht drauf. Ich kriege die Bilder

von Stefan Raab nicht aus dem Kopf, der sich vor ein paar Jahren beim Eiskunstlauf »in Gefahr«

begab. Eine Fußverletzung war die Folge. Darauf möchte ich gerne verzichten. Ebenso

wie auf sein Outfit: ein rosafarbenes Tutu. Hilfe, worauf habe ich mich eingelassen? Heute ist

mein erstes Mal: Die Eiskunstlauf-Stunde im Colonel-Knight-Stadion in Bad Nauheim beginnt!

Ich versuche, meine Festplatte umzuprogrammieren,

denke statt an Raab lieber an Marika

Kilius und Hans-Jürgen Bäumler, das einstige

Traumpaar auf dem Eis. Mein Partner ist deutlich

kleiner als Herr Bäumler. Er geht mir

nicht mal bis zur Hüfte, sorgt aber dafür, dass

ich jetzt doch die ersten Schritte auf dem Eis

wage: Man hat mir einen Pinguin als Lernhilfe

in die Hand oder besser gesagt: vor die Füße

gedrückt. Ich baue trotzdem lieber vor

und frage Trainerin Julia Duchardt vom LSC

Bad Nauheim, worauf ich unbedingt achten

42 streifzug 1/2013

sollte, um nicht sofort auf dem Hintern zu

landen. Ich habe Ratschläge bitter nötig,

denn ich war bisher vielleicht dreimal Schlittschuhlaufen

in meinem Leben, das letzte Mal

vor, ähm, gut 20 Jahren. Inlinern? Rollschuh

fahren? Fehlanzeige! »In die Knie gehen, weit

nach vorne lehnen, und schon mal die Hände

zum Abfangen nach vorne nehmen. Wenn

man sich zu weit nach hinten lehnt, kann es

sein, dass man über die Ferse wegrutscht.

Füße in Pinguin-Stellung: Fersen zusammen,

Fußspitzen auseinander, und jetzt machen

Fotos: Nici Merz

wir erst mal ganz kleine Watschelschritte,

sodass wir sicher vorwärts kommen. Das geht

dann über ins Gleiten.«

Das klappt ganz gut, in geradezu atemberaubender

Geschwindigkeit flitze ich durchs Stadion.

Oder so ähnlich. Die Trainerin bemerkt

auch, wie talentiert ich bin, denn nach nur

zwei Minuten »rechts, links, ganz locker, geradeaus

schauen« darf ich von der Absolute-

Beginners-Gruppe in die nächsthöhere wechseln.

Ich hege die Hoffnung, dass ich mich

am Ende der Stunde bis ins Team der besten


jungen Hobbyläufer vorgeschlittert habe.

Und nächste Woche darf ich vielleicht sogar

schon in die Leistungsgruppe. Olympia, ich

komme!

Dass die Hoffnung zuletzt stirbt, ist gelogen.

Denn nach weiteren zwei Minuten steht felsenfest,

dass ich froh sein kann, wenn ich –

und alle anderen um mich herum – diese

Trainingsstunde ohne größere Blessuren überstehen.

Die Kinder, die mit mir fahren, sind

um die fünf bis acht Jahre alt, und ja, sie stehen

deutlich sicherer auf dem Eis als ich.

Rückwärts fahren steht nun auf dem Programm.

Gute Güte, wie soll das funktionieren?

»Zehenspitzen zusammen«, sagt Julia,

und schon geht’s ab – deutlich schneller, als

mir lieb ist. Als nächstes sollen wir einen

Storch nachahmen und längere Zeit auf einem

Bein gleiten. Hurra, das klingt nach echtem

Eiskunstlauf! Ich muss doch wieder von

Olympia geträumt haben, denn da passiert es

schon: Ich passe eine Millisekunde nicht auf

meine Hände auf und lande auf dem Po. Das

wird zwar das einzige Mal in dieser Stunde

bleiben (ehrlich!), aber unsere Fotografin Nici

Merz schießt gleich mehrere Beweisbilder.

Mit Raus- und Schönreden werde ich nicht

weiterkommen: Elegant sieht anders aus.

Nächstes Problem: Wie komme ich wieder

hoch? »Auf die Knie, mit den Händen abstützen

und hoch«, ruft Julia mir zu. Kein guter

Zeitpunkt, um ihr die nächste Frage zu stellen,

ich mach’s trotzdem: »Wie lange muss

ich eigentlich üben, bis ich richtig gut bin?« –

»Das kann man so nicht sagen. Der eine tut

sich total schwer, der andere stellt sich aufs

Eis und läuft.« Zu welcher Gruppe sie mich

zählt, wird klar, als Julia versucht, mich zu

trösten: »Es ist schwierig, als Erwachsener

einzusteigen. Kinder lernen viel schneller.«

»Meine« Kids des Nachmittags sind übrigens

nicht nur Eisflitzer, sondern auch sozial äußerst

kompetent. Santino (5) und Mia (6) nehmen

mich bei den nächsten Übungen – »Ho-

Von Bad Nauheim

nach Sotchi?

Unsere Redakteurin

Dagmar Bertram übt

den Flieger

cke«, »Eierlaufen« und »Bremsen« – an der

Hand, damit ich nicht wieder das Eis mit

meiner Rückseite küsse.

Und tatsächlich: Mit vereinten Kräften kann

ich zum Ende der Stunde (mehr oder weniger)

problemlos Slalom fahren und mich unter

einer Limbostange durchquetschen. Kritisch

wird’s noch mal beim »Flieger«, bei

dem man auf einem Fuß gleitet und das andere

Bein nach hinten streckt. »Wollen wir

erst mal üben?«, fragt Julia mit Blick auf Fotografin

Nici, die sich diesen Anblick nicht entgehen

lassen will. »Nö«, lautet meine lässige

wie vorschnelle Antwort. Was so leicht aussieht,

ist schwieriger als gedacht. »Wie kriege

ich denn mein Bein hoch?«, frage ich hilflos.

»Zieh die Arme auseinander, um mehr Spannung

in den Körper zu bekommen, so kannst

du besser ausbalancieren«, rät die Expertin.

Ja, es wird. Und zwar so sehr, dass am Ende

nicht ich das Problem bin, sondern Julia, die

fürs Foto parallel zu mir den »Flieger« zeigen

soll: »Ich kann das nicht mehr lange halten«,

ruft sie. Aha! »Das ist mir viel zu langsam.«

Und dann, als mein großer Moment tatsächlich

gekommen ist, als ich endlich, endlich

eine Figur hinbekomme, die nach elegantem

Eiskunstlauf aussieht, schaut die Fotografin

gerade die schon gemachten Bilder durch

und ignoriert mich. Nein, das muss die Nachwelt

doch erfahren! Ich kann eine Pirouette

drehen! Dank der tollen Erklärung von Julia

war das sogar die leichteste Übung: in Tippelschritten

um die eigene Achse drehen, die

erst ausgestreckten Arme langsam zum Körper

ziehen – ich drehe mich!

»Kommst du nächste Woche wieder?« Diese

Frage haben meine Mitfahrer schon zu Beginn

gestellt. Da habe ich noch gesagt: »Nee,

ich bin nur ausnahmsweise da.« Später höre

ich mich sagen: »Mal sehen, es hat viel Spaß

gemacht!« Nur auf das rosafarbene Tutu und

die nächsten Winterspiele – auf die werde ich

verzichten! Dagmar Bertram

SPORTWELT

Eiskunstlauf

Schon seit 5000 Jahren nutzen Menschen

Schlittschuhe, um sich auf vereisten Flächen

fortzubewegen. Die ersten Eislaufschuhe

wurden aus Tierknochen gefertigt,

ein Material, das man teils bis ins 19. Jhd.

verwendete; die Ureinwohner Sibiriens

liefen auf Walrosszähnen, in China benutzte

man Bambusruten. In Nordeuropa

ging man im 14. Jhd. dazu über, hölzerne

Schuhe mit Eisenkufen zu verwenden.

Um vorwärts zu kommen, musste man

sich mit Stöcken abstoßen. Sie wurden

verzichtbar, als die Niederländer um

1500 begannen, Kufen mit zwei Kanten

und einer Nut dazwischen zu benutzen.

Zu dieser Zeit spricht man noch von Eislauf

(mit einer eigenen Schutzpatronin:

der Heiligen Lidwina von Schiedam) –

zur Teilung der Sportart in zwei Disziplinen,

Eiskunstlauf und Eisschnelllauf, kam

es später. Die Entwicklung des Eiskunstlaufens,

bei dem die kunstvolle Ausführung

von Sprüngen, Pirouetten und

Schritten im Mittelpunkt stehen, begann

im 18. Jhd.: Die Kufen erhielten die Form

einer Kurve, was den Läufern Drehungen

und komplizierte Elemente ermöglichte.

Die Sportart wurde vor allem in Großbritannien

vorangetrieben: In Edinburgh

wurde 1742 der erste Eislaufverein gegründet,

in London 1876 die erste Kunsteisbahn

gebaut.

Heute bestehen Kunstlauf-Schlittschuhe

aus steifen Schnürstiefeln, die bis zu den

Waden reichen, und 3 bis 4 mm breiten

Stahlkufen mit gezackten Rändern an der

Spitze. Diese »Zähne« zum besseren Abstoßen

erfand der erste Eiskunstlauf-

Olympiasieger (1908, London): Ulrich

Salchow. Er entwickelte auch einen neuen

Sprung, der nach ihm benannt wurde.

Weitere Sprünge sind Toeloop, Rittberger,

Flip, Lutz und Axel, die mit einfacher,

doppelter, dreifacher und sogar vierfacher

Rotation ausgeführt werden. An Figuren

sind die Biellmann-Pirouette und die Todesspirale

populär. Sechs Disziplinen gibt

es im Eiskunstlauf, darunter Synchroneiskunstlaufen

mit 16 Sportlern und den

Teamwettbewerb, der 2014 in Sotchi erstmals

zum olympischen Programm gehören

wird. Das Kurzprogramm mit Pflichtelementen

ist der erste Teil eines

Wettbewerbs im Einzel. Ihm folgt die Kür.

Wer die Sportart ausprobieren möchte,

kann zum Training des LSC Bad Nauheim

(www.eiskunstlauf-lsc.de) ins Colonel-Knight-Stadion

kommen: immer

dienstags von 16.45 bis 17.45 Uhr. dab

1/2013 streifzug 43


WEIN DES MONATS

Huxeln

statt zaubern

Sind Sie auf der Suche nach einem Stimmungsaufheller?

Nach einem Wein gegen

den Winterblues? Nach einem, der zwar

nicht zaubern, aber immerhin huxeln kann?

Dann sind Sie hier richtig. Heute darf gehuxelt

werden. Gute Laune ist dabei

garantiert.

Das ist das Verdienst vom

alten Fritz, der in den

1950er Jahren einer neuen

Rebsorte, der Züchtung

aus Gutedel und Coutillier

Musque, seinen Namen

lieh: Fritz Huxel baute die

Neuzüchtung als Erster in

Rheinhessen in respektablem

Umfang an. Fortan

hieß die Traube Huxelrebe.

Das seltene Gewächs ist praktisch nur in

Deutschland heimisch. Ein paar Stöcke stehen

in England, dort hat man das richtige

Näschen für Exoten – »Huxel flint dry«

heißt einer. Trockenen Feuerstein gibt es

hierzulande allerdings nicht. Bei uns fir-

Musik

Weinautor

Manfred Merz

zum Zum Süßwein darf es grooven.

Wein

Mit der neuen Scheibe von Nick

Waterhouse: »Times all gone«.

Wenn der Mitzwanziger zum Titelsong

die Gitarre krächzen lässt und seine Stimme erhebt,

ist das roher Rhythmus mit neuem Drive

und kantiger Blues mit guter Laune. Der rheinhessische

Vogelsang zwitschert munter mit. mm

miert die Huxelrebe

als köstliche Variante

für Dessertweine.

Sie garantiert im Idealfall

einen süßen, vollmundigen

und reichhaltigen Nektar. Wie

etwa die Huxelrebe Beerenauslese

aus der Lage Vogelsang vom

rheinhessischen Weingut Meiser.

Wer den Stoff einmal gekostet

hat, will mehr davon.

Im Glas goldgelb; in der Nase

intensiver Duft nach Honig,

Pfirsich und Wiesenblumen; am

Gaumen weich, süß und voller

Schmelz, mit reifer Frucht (Mara-

cuja, Pfirsich) und gut integrierter Säure,

schöner Würze und aromatischen Anklängen

an Honig und Rosinen; das süß-würzige

Finale hat eine gute Länge.

Zum Feigen- und Blauschimmelkäse oder

zu Vanillekipferln ist dieser Süßwein ein

Genuss. Und nebenbei vertreibt er den

Winterblues.

Vinothek Vinothek

Wein

Vinothek

Schreiben Sie an

Manfred Merz:

vinothek@mdv-online.de

des

Monats

Huxelrebe

Beerenauslese Vogelsang

Weingut Meiser, Rheinhessen, 2009,

9,5 Prozent Alkohol, die halbe

Flasche (0,375 Liter) kostet 11,90 Euro,

Bezugsquellen im Internet unter

www.weingut-meiser.de.


Seitdem Sheriff Owens (Arnold Schwarzenegger)

nach einem missglückten Einsatz

seinen Posten beim Los Angeles Police Department

aus Schuldgefühlen aufgegeben

hat, widmet er sein Leben dem beschaulichen

Kampf für Recht und Ordnung im verschlafenen

Grenzstädtchen Sommerton

Junction.

Die Ruhe in der Kleinstadt ist jedoch vorbei

als der berüchtigte Drogenboss Gabriel

Cortez (Eduardo Noriega) aus einem FBI-

Gefängnistransport entkommen kann und

Die Verfolgung läuft.

mit einer Geisel und den Mitgliedern seiner

schwer bewaffneten Gangstergruppe in

Richtung mexikanischer Grenze flieht.

Dabei steuert er geradewegs auf Sommerton

Junction zu …

SPERRSITZ

Kinostart: 31. Januar

Fotos: Fox

Um den gejagten Verbrecher zu stellen,

bevor er über die Grenze nach Mexiko

verschwinden kann, versammelt sich die

gesamte amerikanische Polizeimacht in

Sommerton.

Owens, dessen Kleinstadt-Polizei von den

eintreffenden Truppen für unfähig gehalten

wird, will sich zunächst aus dem Geschehen

heraushalten, stellt sich aber schließlich

seiner Verantwortung und dem unausweichlichen

Duell…

»The Last Stand« entstand unter der Regie

von Kim Jee-Woon und kommt am 31. Januar

in die deutschen Kinos. Der Streifen

ist das lang erwartete Film-Comeback von

Arnold Schwarzenegger. Unterstützt wird

Schwarzenegger dabei von namhaften Stars

wie Zach Gilford, Forest Whitaker, Luis

Guzman, Rodrigo Santoro, Johnny Knoxville

und Eduardo Noriega.

GEWINNSPIEL

Der streifzug verlost mit den Gießener

Kinos 3x 2 Tickets für die erste Vorstellung

des Films »The Last Stand« am

31. Januar. Wer den Film sehen möchte,

sollte bis zum 25. Januar eine Karte mit

dem Kennwort »Kino« an streifzug,

Marburger Straße 20, 35390 Gießen

oder eine Mail an streifzug@giessenerallgemeine.de

senden. Viel Glück!

1/2013 streifzug 45


SPERRSITZ

Neu im Kino

Gießen

Kinocenter Gießen

Bahnhofstraße 34, Telefon 06 41/7 21 08

Heli

Frankfurter Str. 34, Telefon 06 41/7 45 11

Roxy

Ludwigsplatz 4, Telefon 06 41/3 25 47

www.die-giessener-kinos.de

Kommunales Kino JOKUS

Ostanlage 25 a, Telefon 06 41/3 06-24 95 Der Schlussmacher

Grünberg

Bismarckstraße 10, Telefon 0 64 01/68 69

Komödie – Start: 10. Januar

Lich

Kino »Traumstern«

Gießener Straße 15, Telefon

0 64 04/38 10

Weitere Kino-Tipps

finden Sie täglich in der Gießener Allgemeine

Zeitung oder auf unserer Internetseite unter

www.giessener-allgemeine.de/kino.

präsentieren

DieSchlussmacher Hochzeit unserer

dicksten Freundin

Mittwoch, 09.01.2013

Montag, 22.10.2012 zur Abendvorstellung

zur Abendvorstellung

Eintritt Eintrittinklusive inklusive einem Glas Prosecco!

Männer sind herzlich willkommen!

Kinocenter • Bahnhofstraße 34 • 35390 Gießen

Roxy • Ludwigsplatz 4 • 35390 Gießen

Heli • Frankfurterstraße 34 • 35390 Gießen

Mehr Infos im Kino und unter www.die-giessener-kinos.de

46 streifzug 1/2013

Paul (Matthias Schweighöfer) ist Schlussmacher.

Für eine Berliner Trennungsagentur

übermittelt er den Trennungswunsch

seiner Kunden an deren zukünftige Ex-

Partner. Emotionale Ausbrüche aller Art ist

Paul dadurch gewöhnt, aber privat hält er

seine Freundin Natalie (Catherine de

Léan) vorsichtshalber auf Abstand.

Bei einem seiner Aufträge trifft er auf den

sensiblen und anhänglichen Toto (Milan

Peschel), der die von Paul überbrachte

Trennungsnachricht seiner Freundin Kati

(Nadja Uhl) nicht überwinden kann, und

sich an Pauls Fersen heftet, um nicht allein

zu sein. Dessen Dienstreise quer durch

Deutschland nimmt fortan chaotische Ausmaße

an, denn Toto stellt alles auf den

Kopf. Bald drohen Pauls Karrierepläne zu

zerplatzen und auch ein Happy End mit

Natalie rückt in weite Ferne…


Django Unchained

Tarantino-Western – Start: 17. Januar

Angesiedelt in den Südstaaten, zwei Jahre vor dem Bürgerkrieg, erzählt

»Djanogo Unchained« die Geschichte von Django (J. Foxx),

einem Sklaven, dessen brutale Vergangenheit mit seinen Vorbesitzern

dazu führt, dass er dem deutschstämmigen Kopfgeldjäger Dr.

King Schultz (C. Waltz) Auge in Auge gegenübersteht. Schultz verfolgt

die mordenden Brittle-Brüder und nur Django kann ihn ans

Ziel führen. Schultz sichert sich daher Djangos Hilfe, indem er ihm

verspricht, ihn zu befreien, nachdem er die Brittles gefangen hat –

tot oder lebendig. Nach erfolgreicher Tat löst Schultz sein Versprechen

ein und setzt Django auf freien Fuß. Dennoch nehmen die beiden

Männer nun gemeinsam die meistgesuchten Verbrecher des

Südens ins Visier. Django verliert dabei sein größtes Ziel nicht aus

den Augen: Er will seine Frau Broomhilda (K. Washington) retten,

die er einst an einen Sklavenhändler verloren hat. Ihre Suche führt

sie zu Calvin Candie (L. Di Caprio). Bald ist Django und Schultz eine

heimtückische Organisation auf den Fersen. Quentin Tarantino

schrieb das Drehbuch und führte Regie.

Ritter Rost

SPERRSITZ

3-D-Animationsfilm – Start: 10. Januar

Ritter Rost ist das Unglaubliche gelungen: Unerwartet hat er das

große Ritterturnier gewonnen, ausgerechnet im Duell gegen Prinz

Protz, den eigentlich unschlagbaren Favoriten. Der erweist sich als

schlechter Verlierer und beschuldigt Ritter Rost des Diebstahls und

Betrugs. König Bleifuß entzieht Rost daraufhin seine Ritterlizenz

und lässt seine eiserne Burg schließen. Es kommt noch schlimmer:

Sogar Burgfräulein Bö, sonst verlässliche Retterin in der Not, wendet

sich von ihm ab. Nur auf die Freundschaft von Drache Koks

und Pferd Feuerstuhl kann sich Ritter Rost verlassen: Gemeinsam

wollen sie die Ehre des Ritters wiederherstellen und das Herz der

holden Bö zurückerobern. Dabei erleben sie das größte Abenteuer

ihres Lebens. Der erste Ausflug von Ritter Rost auf die große Leinwand

ist ein packender CG-Animationsfilm in 3D geworden, der

unvergessliche Unterhaltung bietet.

House At The End Of The Street

Elissa (Jennifer Lawrence) und ihre frisch

geschiedene Mutter Sarah (Elisabeth

Shue) sind in ein Traumhaus in einer

beschaulichen Kleinstadt gezogen und

freuen sich über den Neuanfang. Doch

schon bald müssen sie feststellen, dass

der Ort ein düsteres Geheimnis birgt.

Jahre zuvor hat im Nachbarhaus ein

Mädchen seine Eltern getötet und

Psychothriller – Start: 24. Januar

verschwand anschließend spurlos.

Zurück blieb nur der Bruder, Ryan (Max

Thieriot). Gegen den Willen Sarahs

beginnt Elissa eine Beziehung zu dem

zurückgezogen lebenden Ryan und je

näher sie sich kommen, desto mehr

mysteriöse Details offenbaren sich.

Tiefer und tiefer geraten alle Beteiligten

in ein abgründiges Geheimnis.

1/2013 streifzug 47


Pizzeria Roma

Empfehlung aus streifzug Oktober 2012

Neu ab 7. Januar auf Wunsch alle

Pizzen mit Vollkornteig!

Über 20 Pasta gerichte z. B.:

Napolitana mit Tomatensauce

Bolognese mit einer frischen Hackfl eischsauce

Gorgonzola mit Gorgonzola-Sahnesauce

Carbonara mit Schinken, Eigelb, Sahnesauce

Arrabbiata mit Schinken, frischen Champignons,

Hackfl eisch, Sahnesauce

Tonno mit Thunfi sch, Zwiebeln, Kapern,

Oliven, Tomatensauce

Scampimit Tomatensauce, Scampi, Knoblauch

alla Chef mit Tomatensahnesauce, Hähnchenbrust-

fi let, frischen Champignons, Knoblauch

Jewe il s als Penn e, Sp aghe tt i

oder Tagliatelle.

Al le Pa s ta ge richte we rde n mit Ruco la,

Parmesan und Tomaten serviert.

Auswahl aus unseren

Spezialitäten z. B.:

Hausgemachte Lasagne,

Tortelloni und Gnocci

Bruschetta alla Roma mit frischen

Tomaten, Knoblauch, Zwiebeln, Mozzarella

Champignonsuppe mit frischen

Champignons, Sahne

Artischocken Vegetale Artischocken mit

frischen Champignons, frischem Paprika, Tomatensauce

und Käse überbacken

Artischocken alla Chef Artischocken mit

Schinken, Peperoniwurst und Käse überbacken

Unser Angebot: Vorspeisen, Salate

über 20 verschiedene Pizzen, reichhaltige

Getränkeauswahl.

Pizzen in 28 cm Ø, 32 cm Ø und als

Partypizza.

Alle Speisen auch zum Mitnehmen.

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Brandplatz 9 · 35390 Gießen · Telefon 06 41/3 75 04 · Kein Ruhetag!

Öffnungszeiten: Mo. bis Fr. von 12 bis 14.30 Uhr und von 17 bis 22 Uhr sowie Sa. und So. von 12 bis 22 Uhr

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