Quartier-Anzeiger Archiv - Quartier-Anzeiger für Witikon und ...

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Von Panaschierkönigen und Plakatwandprinzen

Die Analyse der Gemeinderats-

Wahlresultate zeigt oft Kurioses.

Wer kam mit welchen Stimmen ins

Stadtparlament und wer nicht.

Nach der Wahl kräht meist kein Hahn

mehr nach dem Resultat, und doch: Im

Wahlkreis 7 und 8 hat der Witiker Urs

Rechsteiner, der einzige CVP-Gemeinderat,

die Dominanz der Grünen gebrochen.

Er erhielt 42,9 Prozent Fremdstimmen,

das heisst, sein Name stand

auf 588 Wahlzetteln für eine andere Partei.

Der bisher unangefochtene Panaschierkönig

Balthasar Glättli von den

Grünen war mit 42,2 Prozent knapp geschlagen.

Rechsteiners reformiertes

Pendant, der Witiker EVP-Vertreter

Martin Mächler, kam auf sehr gute 41,6

Prozent. Auf den nächsten Plätzen folgen

Chrigi Hug (Grüne, 32,4), Martin

Luchsinger (GLP, 21,0) und Urs Egger

(FDP, 14,9).

Analysiert man die Herkunft der Fremdstimmen

des Spitzenduos, kommt man

zu interessanten Resultaten: SP-Wähler

Die historische Witiker Feuerwehrspritze

an der «Grand Festival Parade»

Attraktiv, bunt und begeisternd – so präsentiert

sich das «10th International Zurich

Police Musikfestival» vom 1. bis 4.

September 2010 zum Jubiläum als internationaler

Grossanlass. An drei «Grand

Festival Shows» im Hallenstadion zünden

Top-Bands aus aller Welt zusammen

mit der Gastgeberin, der Polizeimusik

Zürich-Stadt, ein Feuerwerk an

Blas- und Unterhaltungsmusik vom

Feinsten. Wegen des erwarteten Publikumandrangs

hat der Billettvorverkauf

bereits begonnen.

An der «Grand Festival Parade» auf der

favorisierten Glättli im Verhältnis von

fast 5 zu 1, Freisinnige dagegen Rechsteiner

nur 2 zu 1. Bei den Grünliberalen

war es gerade umgekehrt zu Gunsten

des rein Grünen, und von der Partei

für Zürich gab es für ihn gleich

nochmals vier Stimmen, für den CVPler

nichts.

Sympathie im Promillebereich

Dass SP und SVP sich auch an der Urne

mögen wie Hund und Katz ist bekannt.

Die 15 SVP-Stimmen für André Odermatt

und die 18 SP-Stimmen für Monika

Erfigen bedeuten eine Wertschätzung

von immerhin 7 Promille der SP-

Wähler für die SVP-Spitzenkandidatin,

aber von nur 3 Promille der SVP-Anhänger

für den neuen Stadtrat.

Auf der Verliererseite ist vor allem der

Vergleich zwischen Startnummer und

Zieleinlauf aufschlussreich. In der SVP

siegte im Gerangel der beiden Kreisparteipräsidenten

um den zweiten Listenplatz

zwar Patric Egger vor Urs Fehr,

doch am Wahlabend hatte der Kreis 7

Bahnhofstrasse am Samstag wird die

Strasse zur Bühne. Als besonderer Farbtupfer

wird im Gefolge der grossen

«NSW Fire Brigades Band and Marching

Team» aus dem australischen

Sydney und von «Schutz und Rettung

Zürich» auch der kleine Feuerwehrverein

Witikon mit seiner historischen

Spritze mitmarschieren. Die alte, aber

perfekt restaurierte Witikerin kommt so

nach dem Jubiläumsdorfmarkt 2009 zu

ihrem nächsten grossen Auftritt.

Feuerwehrverein Zürich-Witikon

Heinz Weyermann

Meinrad Imbach bei der Marschprobe 2009 durchs Quartier. (Foto zvg)

die Nase vorn, während der Kreis 8 von

einem berühmten Namen noch um sieben

Stimmen vom aussichtsreichen ersten

Ersatzhocker gekippt wurde.

Ihren Vordermann auf der GLP-Liste

überholt und sich herzhaft darüber gefreut

hat sich auch Denise Wahlen. Dass

sie als Stadtratskandidatin zwar den

Karren ziehen, aber doch nur als Fünfte

ins Rennen gehen durfte, nimmt die Witikerin

ihrer Partei nicht übel.

Gekaufter Ersatzplatz

Weniger ums Lachen war es einer anderen

Gemeinderatskandidatin aus dem

Quartier. Beatrice Bänninger, so das

Kalkül der FDP-Wahlstrategen, sollte

den bisherigen fünften Sitz verteidigen,

der dann doch verloren ging, und

gleichzeitig in Witikon wieder Präsenz

markieren. Doch mit viel Werbegeld

und einer teuren Plakatkampagne

schnappte ihr Marc Bourgois den ersten

Ersatzplatz um 14 Stimmen vor der

Nase weg. Aus Witikon stammen diese

bestimmt nicht. (ee)

Amtsmühlen I

Die Zwangspause bei den Verhandlungen

über den Verkauf des Zentrums Witikon

dauert an. Das Grundbuchamt hat die erbrechtlich

nötigen Änderungen noch nicht

abgeschlossen. Vorher kann nicht unterschrieben

werden. Nachher geht der Notar

ans Werk.

Amtsmühlen II

Der illegal gebaute Unterstand von Adrian

Kuratli im Trichtisal steht noch bis mindestens

diesen Sommer. Nachdem die Verhandlungen

mit der Stadt gescheitert sind,

erhält er Ende April einen letzten Abbruchbefehl.

Erhebt er dagegen Rekurs, dauert es

länger.

Keine Niederflurbusse

Die VBZ haben 18 neue Trolleybusse mit

tiefliegendem Einstieg und 43 alte mit hohen

Stufen. Sie wollen aber keinen der vier

Wagen auf der Linie Nr. 34 aus dem modernen

Fuhrpark nehmen. Wegen der grösseren

Kapazität bleiben diese Trolleybusse vor allem

für die Linien 32 und 33 reserviert. Zudem

eignen sie sich besonders für Strecken

mit vielen Baustellen, weil der Chauffeur

schneller abbügeln und ausweichen kann.

Tramhaltestelle Hottingerplatz

Die VBZ planen aus Sicherheitsgründen

den Umbau der Haltestelle des 3er und 8er

am Hottingerplatz zu einer Kaphaltestelle.

Die Trottoirs werden verbreitert und für einen

bequemen Einstieg erhöht. Die Autos

müssen auf den Geleisen hinter dem Tram

warten.

Feuerwehralarm im GZ

Dienstagabend, 6. April: Dichter, dunkler

Rauch aus dem GZ verqualmt die ganze

Umgebung der Strassenkreuzung. Nicht

schon wieder! Doch es war nur feuchtes

Holz im Brotbackofen. (ee)

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