Dachau - Schönbrunn

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Beratung, Fort- und Weiterbildung


Kontakt

Akademie Schönbrunn

Bildungs- und Tagungszentrum

Gut Häusern 1

85229 Markt Indersdorf

Telefax 08139 809-201

www.akademie-schoenbrunn.de

Bildung & Beratung – Ihre Ansprechpartner

Inhalte und Konzeption der Angebote

Johannes Bahl

Diplom-Pädagoge, Kunstpädagoge M.A.

Betriebswirt (IWW)

Leiter Bildung & Beratung

Telefon 08139 809-204

bb@akademie-schoenbrunn.de

Susanne Haug

Diplom-Pädagogin

Referentin für Fort- und Weiterbildung

Telefon 08139 809-206

bb@akademie-schoenbrunn.de

Renate Neckerrmann

Sonderpädagogin

Referentin für Fort- und Weiterbildung

(Elternvertretung für Susanne Haug,

voraussichtlich bis März 2011)

Organisatorische Anliegen

Anmeldung und Kursverwaltung

Telefon 08139 809-210

Telefax 08139 809-201

kursverwaltung@akademie-schoenbrunn.de

Telefonzeiten:

Montag bis Freitag von 8 bis 17 Uhr

Qualität ist für uns selbstverständlich

Dies bescheinigt uns die pCC-Zertifizierung

nach DIN EN ISO 9001:2000.

Außerdem ist die Akademie Schönbrunn Mitglied im Netzwerk

Qualität in der Fort- und Weiterbildung des Deutschen

Caritasverbandes.


Mit dem vor Ihnen liegenden Fort- und Weiter-

bildungsprogramm für das Jahr 2011 präsentiert

Ihnen die Akademie Schönbrunn bereits zum

zwanzigsten Mal ein umfangreiches Angebot für

die berufliche und persönliche Fort- und Weiter-

bildung.

Dieser Anlass reiht sich gut in die Jubiläen ein,

die wir im Franziskuswerk im Jahr 2011 begehen

dürfen, wenn wir dankbar auf 150 Jahre Bestehen

der Einrichtung Schönbrunn und auf 100 Jahre

Bestätigung der Franziskanerinnen in Schönbrunn

als „Kongregation der Dienerinnen der Göttlichen

Vorsehung“ zurückblicken.

Mit der Gründung der Akademie Schönbrunn in

Gut Häusern hat die Kongregation zum Ausdruck

gebracht, welch große Bedeutung der Fort- und

Weiterbildung der Mitarbeiter/innen zukommt. Die

zum Teil rasanten Entwicklungen in der Arbeit für

und mit Menschen mit Behinderung bedeuten stets

auch für die Mitarbeiter/innen eine Herausforderung,

mit der es sich auseinanderszusetzen gilt. In

der Weiterbildung kann es allerdings niemals nur

darum gehen, Entwicklungen ungeprüft zu übernehmen

und umzusetzen. Die persönliche Auseinandersetzung

damit – aktuell zum Beispiel mit der

Forderung nach „Inklusion“ oder der Umsetzung

von „Selbstbestimmung und Teilhabe“ – erfordern

von allen Mitarbeitenden auch eine Bereitschaft zur

persönlichen Weiterentwicklung und eine professionelle

Positionierung.

In nahezu allen Unternehmen, auch in sozial

ausgerichteten, stehen die Strukturen für die

Aus-, Fort- und Weiterbildung in Zeiten finanzieller

Engpässe immer wieder zur Disposition.

Das Franziskuswerk Schönbrunn ist aber davon

überzeugt, dass eine Einrichtung für die Weiter-

bildung der eigenen Mitarbeiter/innen unverzichtbar

ist. Zugleich vermag sie einerseits durch ihre

vielen Angebote, die auch für andere Personenkreise

offen sind, das berufliche Umfeld in der

Behindertenarbeit mit zu prägen. Andererseits kann

sie durch den engen Austausch mit anderen Teilnehmenden

und Dozierenden viele Entwicklungen

zeitnah und qualifiziert aufgreifen und in die eigene

Arbeit zum Wohle der hier lebenden Menschen

einbringen.

So bestätigt das Franziskuswerk mit der Arbeit

der Akademie Schönbrunn den klugen Satz von

John F. Kennedy:

„Es gibt nur eine Sache auf der Welt,

die teurer ist als Bildung: Keine Bildung!“

Den Verantwortlichen für die Fort- und Weiter-

bildung in der Akademie Schönbrunn danken wir

für ihr Engagement und wünschen ihnen zugleich

das, was die Qualität des Programms bestätigt:

einen regen Zuspruch von Teilnehmerinnen und

Teilnehmern.

Dr. Ludwig Summer

Geschäftsführer

Franziskuswerk

Schönbrunn

Markus Tolksdorf

Geschäftsführer

Franziskuswerk

Schönbrunn

Grußwort

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |

1


Vorwort

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |

Für eine erfolgreiche Arbeit mit Menschen mit

Behinderung bilden Wissen und Kompetenz die

Grundlagen. Doch es braucht mehr, um heute mit

den Umbrüchen und Entwicklungen in der sozialen

Arbeit Schritt zu halten. Es braucht Mut und die Bereitschaft,

neue Wege zu gehen. Durch die Angebote

der Akademie Schönbrunn werden Sie nicht nur

auf Ihrer Entwicklung zum Experten und zur Expertin

unterstützt. Wir ermutigen Sie auch zum lebendigen

Lernen, damit Sie sich einerseits zwar auf das

verlassen, was Sie schon wissen, andererseits aber

auch Ihre Fähigkeit weiterentwickeln, ihr Arbeitsfeld

offen und neugierig, mit unverstelltem Blick zu betrachten.

Neue Ansätze entstehen dann, wenn Sie

den Mut haben, Altbekanntes über Bord zu werfen,

sich ganz auf Situationen und Menschen einzu-

lassen und neue Wege zu gestalten. Unsere Fort-

2

„Mit jedem Menschen

ist etwas Neues in die Welt gesetzt,

was es noch nicht gegeben hat,

etwas Erstes, Einziges.“

Martin Buber

bildungen laden dazu ein, sich einzumischen, zu

gestalten und Veränderungen anzugehen – zum

Wohl der einzigartigen Menschen, mit denen wir

es in unserer Arbeit zu tun haben.

Johannes Bahl

Leiter Bildung &

Beratung

Gemeinsam für das Leben – diese Losung bedeutet,

Menschen in all ihren Lebensbereichen zu

begleiten und zu fördern, sie zu bilden, in ihrem

Tun zu unterstützen und ihnen eine Teilhabe am

Arbeitsleben zu ermöglichen. „Gemeinsam für das

Leben“ ist auch das Motto des Jubiläumsjahres

2011. Wir feiern 150 Jahre „Franziskuswerk

Schönbrunn“ und 100 Jahre „Kongregation der

Dienerinnen der göttlichen Vorsehung“. Und auch

die Akademie Schönbrunn feiert einen runden

Geburtstag: Seit 20 Jahren entwickeln wir Aus-

und Fortbildungen für Mitarbeiter/innen aus allen

Bereichen der sozialen Arbeit. Im Rahmen des

Jubiläumsjahres finden zahlreiche Veranstaltungen

in Schönbrunn statt, die Sie im Kapitel „Spiritualität“

ab Seite 119 vorgestellt finden.

In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die

Akademie Schönbrunn enorm entwickelt. Dank

der großen Nachfrage konnten wir unser Angebot

Jahr für Jahr ausweiten und weitere fachliche

Schwerpunkte setzen. Wie jeder Erfolg, so hat auch

dieser viele Quellen und Urheber. Und deshalb

möchten wir uns bedanken: bei den entsendenden

Einrichtungen für das langjährige Vertrauen und

die Kooperation bei der Entwicklung praxisnaher

Angebote; bei unseren Teilnehmer/innen für

persönliche Begegnungen und Gespräche und die

Offenheit sich auf neue Erfahrungen einzulassen;

bei den Dozenten und Dozentinnen für die Bereitschaft,

Wissen und Fähigkeiten, Herz und Hand zur

Verfügung zu stellen, und schließlich bei allen, die

dazu beigetragen haben, dass sich die Akademie

seit 20 Jahren beständig weiterentwickeln konnte.

Danke!

Susanne Haug

Referentin für Fort-

und Weiterbildung

Renate Neckermann

Referentin für Fort-

und Weiterbildung

(Elternzeitvertretung

für Susanne Haug)


Programmübersicht 4

Ausbildungen 10

Fachweiterbildungen 19

Fortbildungen 40

Pflege – Medizin – Psychiatrie – Hygiene 41

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung 56

Soziales Umfeld – Kommunikation – Kreativität 88

Arbeitsplatz WfbM 94

Zusammenarbeit – Mitarbeiter / innen 99

Organisation – Wirtschaft – Recht – Führung 103

Spiritualität 117

Schönbrunn intern 124

Besondere Veranstaltungen 130

Schönbrunner Tagungen 131

Seminarreihe für Angehörige von Menschen

mit Behinderung 132

Tagen & Übernachten 133

Dozent / innen 136

Organisatorisches

Allgemeine Geschäftsbedingungen 139

Anmeldeformulare 141

Inhalt

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |

3


Übersicht

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |

4

Ausbildungen –

Berufliche Schulen

Seite 11 Fachschule für Heilerziehungspflege

Seite 12 Fachschule für Heilerziehungspflegehilfe

Seite 13 Fachakademie für Heilpädagogik

Seite 14 Berufsfachschule für Altenpflege

Seite 15 Berufsfachschule für Altenpflegehilfe

Seite 16 Berufsfachschule für Sozialpflege

Pflegeintegrationsmodell

Seite 17 Berufsfachschule für Ergotherapie

Seite 18 Zusatzqualifikation für Praxisanleitung und

Mentorentätigkeit in sozialen Berufen

Fachweiterbildungen

Seite 20 Modularisierte Ausbildung zur Fachkraft

für Unterstützungsplanung (POB&A)

1. Durchgang 2011

Modul 1: 02.03. – 04.03.2011

Modul 2: 13.04. – 15.04.2011

2. Durchgang 2011

Modul 1: 26.09. – 28.09.2011

Modul 2: 24.10. – 26.10.2011

Modul 3: 07.12. – 08.12.2011

Seite 21 Jeux Dramatiques – Ausdrucksspiel aus dem Erleben

Aufbaukurs im Rahmen der modularisierten

Ausbildung zur/zum anerkannten Leiter/in für

Ausdrucksspiel – Jeux Dramatiques (Baustein II)

1. Einheit: 11.03. – 12.03.2011

2. Einheit: 15.07. – 16.07.2011

3. Einheit: 30.09. – 01.10.2011

4. Einheit: 18.11. – 19.11.2011

Seite 23 In der Leitungsaufgabe Wirkung erzielen:

Menschen – Aufgaben – Ergebnisse

1. Einheit: 28.03. – 30.03.2011

2. Einheit: 02.05. – 04.05.2011

3. Einheit: 27.06. – 29.06.2011

4. Einheit: 19.09. – 21.09.2011

5. Einheit: 14.11. – 16.11.2011

Seite 24 Menschen mit geistiger Behinderung und

psychischer Krankheit verstehen und begleiten

Modularisierte Fachweiterbildung mit Abschluss-

zertifikat

Beginn: April 2011 – Ende: Juli 2012

Seite 27 Hygienebeauftragte/r

04.07. – 08.07.2011

Kolloquium: 12.12.2011

Seite 28 Menschen mit Autismus verstehen und begleiten

Modularisierte Fachweiterbildung mit Abschluss-

zertifikat

Beginn: Mai 2011 – Ende: Mai 2012

Seite 31 Menschen mit Behinderung verstehen und begleiten

Fachweiterbildung als Einführung für Nichtfachkräfte

1. Einheit: 27.09. – 28.09.2011

2. Einheit: 19.10. – 21.10.2011

3. Einheit: 29.11. – 30.11.2011

Seite 32 Fachberater/in Aggression – Fallberatung von Einzelnen

und Teams in der Begleitung von Menschen mit

geistiger Behinderung und aggressivem Verhalten

1. Einheit: 04.10. – 06.10.2011

2. Einheit: 23.04. – 25.04.2012

3. Einheit: 24.09. – 26.09.2012

4. Einheit: 22.04. – 25.04.2013

Seite 34 Als Abteilungsleitung in einer WfbM Führungsverantwortung

wahrnehmen

1. Einheit: 28.03. – 30.03.2011

in der Stiftung Liebenau

2. Einheit: 11.07. – 13.07.2011

im Dominikus-Ringeisenwerk Ursberg

3. Einheit: 12.10. – 14.10.2011

in der Akademie Schönbrunn

Seite 35 Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung

in Werkstätten für behinderte Menschen (gFAB) /

Sonderpädagogische Zusatzqualifikation (SPZ)

Ein Einstieg in den laufenden Kurs ist nicht möglich.

Der neue Kurs beginnt im März 2012. Bitte fordern

Sie ab Herbst 2011 die ausführliche Ausschreibung

an oder informieren Sie sich im Internet unter:

www.akademie-schoenbrunn.de

Seite 36 Förderung von Menschen mit Autismus

nach dem TEACCH-Ansatz – in Kooperation

mit Team Autismus GbR

Vorankündigung: Beginn im Herbst 2012

Bitte fordern Sie ab Herbst 2011 die ausführliche

Ausschreibung an oder informieren Sie sich

im Internet unter: www.akademie-schoenbrunn.de


Fortbildungen

Pflege – Psychiatrie – Medizin – Hygiene

Seite 41 Impulse und Zwänge.

Über Tics, Stereotypien, Rituale, Zwänge und

Kleptomanie, Pyromanie, Horten, Vermüllen

Termin 1: 25.01. – 26.01.2011

Termin 2: 30.06. – 01.07.2011

Termin 3: 26.01. – 27.01.2012

Seite 42 Psychische Störungen bei Menschen mit Intelligenzminderung

– Einführungsveranstaltung

06.04. – 07.04.2011

Seite 43 Intertrigoprophylaxe und Soor-/Parotitisprophylaxe

07.04.2011

Seite 43 Kontrakturen- und Obstipationsprophylaxe

08.04.2011

Seite 44 Umgang mit geistiger Behinderung und Demenz

06.05.2011

Seite 44 Dekubitusprophylaxe

12.05.2011

Seite 45 Alternative Pflegemaßnahmen und Hausmittel

13.05.2011

Seite 45 Validation nach Naomi Feil – Basisseminar

23.05. – 24.05.2011

Seite 46 Autismus-Spektrum-Störungen bei Kindern,

Jugendlichen und Erwachsenen

30.05.2011

Seite 46 Schädel-Hirn-Trauma-Patienten – ein Trauma

für alle? Vom Umgang mit hirnverletzten Menschen

06.06. – 07.06.2011

Seite 47 Menschen mit geistiger Behinderung und Borderline-

Störung – Heilpädagogisches Handeln im Kontext

des pädagogischen Alltags

10.06.2011

Seite 47 Alkoholkrankheit bei Menschen mit Intelligenzminderung

– sicherer Umgang mit Suchtkranken

27.06.2011

Seite 48 Pflegegrundkurs für nichtexaminierte Pflegekräfte

14. 07. – 15. 07.2011

Seite 48 Epilepsie

18.07.2011

Seite 49 Grenzerfahrungen in der Pflege

22.09.2011

Seite 50 Autismus und Intelligenzminderung

29.09.2011

Seite 50 Ernährung und Übergewicht

bei Menschen mit geistiger Behinderung

04.10. – 05.10.2011

Seite 52 Autismus und häufige Begleiterkrankungen

06.10.2011

Seite 52 Psychische Störungen und aggressives Verhalten

bei Menschen mit Autismus

11.10. – 12.10.2011

Seite 53 Somatische Erkrankungen und ihre psychische

Symptomatik bei Menschen mit Intelligenzminderung

27.10. – 28.10.2011

Seite 54 Verhaltensauffälligkeiten

bei Menschen mit geistiger Behinderung

14.11.2011

Seite 54 Depression und Angst

bei Menschen mit geistiger Behinderung

16.11.2011

Seite 55 Der richtige Umgang mit Medikamenten, insbesondere

Psychopharmaka

17.11.2011

Seite 55 Schmerztherapie und Symptomkontrolle

am Lebensende

02.12.2011

Seite 56 Aufbautage für Hygienebeauftragte

13.12. – 14.12.2011

Begleitung – Therapie – Förderung –

Selbstbestimmung

Seite 56 Snoezelen – Einführungsveranstaltung

Termin 1: 15.03.2011

Termin 2: 06.10.2011

Seite 57 Grundkurs Basale Stimulation

Konzept nach Prof. Dr. A. Fröhlich

Teil 1: 18.03. – 19.03.2011

Teil 2: 13.05. – 14.05.2011

Seite 58 Kinder psychisch kranker Eltern

24.03.2011

Seite 58 Gewaltprävention im Rahmen

psychomotorischer Angebote

29.03. – 30.03.2011

Seite 59 Praxisreflexion

Fallbesprechungen und Förderplanung

Ausschließlich für Teilnehmer/innen der Fach-

weiterbildung „Menschen mit Autismus verstehen

und begleiten“

Termin 1: 31.03. – 02.04.2011

Termin 2: 29.03. – 31.03.2012

5

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |

Seite 59 Selbstsicher werden – sicher auftreten lernen

04.04. – 05.04.2011

Seite 60 Krisen und Krisenintervention

bei Menschen mit geistiger Behinderung

Ausschließlich für Teilnehmer/innen der Fachweiterbildung

„Menschen mit geistiger Behinderung und

psychischer Krankheit verstehen und begleiten“

Termin 1: 08.04.2011

Termin 2: 27.04.2012

Seite 60 Meine Mama und mein Papa sind getrennt

Hilfen für Kinder aus Scheidungsfamilien

13.04. – 14.04.2011

Seite 61 Förderplangespräche

04.05.2011

Seite 61 Sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche

in Einrichtungen der Behindertenhilfe

05.05.2011

Seite 62 Einführung in die ICF (International Classification

of Functioning, Disability and Health)

05.05. – 06.05.2011

Seite 63 Wie begleite ich Menschen mit Behinderung

bei Ihrer Entscheidungsfindung?

09.05. – 10.05.2011

Seite 64 Bewältigungsorientierte Therapie bei Schizophrenien

und schizoaffektiven Störungen – Psychoedukation

13.05. – 14.05.2011

Seite 65 Veränderungsprozesse im Leben

von Menschen mit geistiger Behinderung begleiten

23.05.2011

Seite 66 Fallbesprechungen

Ausschließlich für Teilnehmer/innen der Fachweiterbildung

„Menschen mit geistiger Behinderung und

psychischer Krankheit verstehen und begleiten”

Termin 1: 25.05.2011

Termin 2: 09.05.2012

Seite 67 Schwierige Situationen in der Arbeit mit Menschen

mit Behinderung erkennen und meistern

25.05. – 27.05.2011

Seite 67 Krisen und Krisenintervention

bei Menschen mit Autismus

Ausschließlich für Teilnehmer/innen der Fach-

weiterbildung „Menschen mit Autismus verstehen

und begleiten”

Termin 1: 27.05.2011

Termin 2: 03.05.2012

Seite 68 Umgang mit Provokationen im Betreuungsalltag

31.05.2011

6

Seite 68 Konflikte unter Kindern

07.06. – 08.06.2011

Seite 69 Erwachsen werden und behindert sein

27.06.2011

Seite 69 Erkennen und Verstehen von Mimik und Gefühlen –

ein neues Förderprogramm für autistische Kinder

01.07.2011

Seite 70 Montessori-Pädagogik und Montessori-Therapie

08.07.2011

Seite 70 Strukturierung als Hilfe zum Verstehen und Handeln.

Förderung von Menschen mit Autismus nach dem

Vorbild des TEACCH-Modells

11.07. – 12.07.2011

Seite 71 Diagnostik und Förderung sozialer Fähigkeiten

bei Menschen mit Autismus auf Basis des TEACCH-

Ansatzes

13.07. – 14.07.2011

Seite 71 Ich bin jetzt Mitglied in der Bewohnervertretung:

Was bedeutet das für mich?

14. 07. – 15.07.2011

Seite 72 Paradoxe und unkonventionelle Interventionen

19.07. – 20.07.2011

Seite 72 Shiatsu – Dialog ohne Worte

Grundlagenseminar

21.07. – 22.07.2011

Seite 73 Geistige Behinderung und psychische Krankheit

Eine Herausforderung für die Pädagogik

Ausschließlich für Teilnehmer/innen der Fachweiterbildung

„Menschen mit geistiger Behinderung und

psychischer Krankheit verstehen und begleiten”

Termin 1: 21.07. – 22.07.2011

Termin 2: 19.07. – 20.07.2012

Seite 74 Wohn- und Arbeitsformen

für Menschen mit Autismus

19.09.2011

Seite 75 Einführung in die Unterstützte Kommunikation

Zertifikatskurs nach ISAAC-Standard

07.10. – 08.10.2011

Seite 76 Teilhabe durch Leichte Sprache – Ein Übungsseminar

11.10. – 12.10.2011

Seite 77 Umgang mit Aggression und Gewalt – Aikido als

Handlungsstrategie in akuten Krisensituationen

13.10. – 14.10.2011

Seite 77 Strafe muss sein! Muss Strafe sein?

Grenzen setzen im pädagogischen Alltag

18.10. – 19.10.2011


Seite 78 Förderung der Sprache bei Menschen mit Autismus

20.10.2011

Seite 79 Verhaltenstherapeutisch und visuell orientierte

Förderung von Interaktion, Kommunikation und

Sprache bei Menschen mit Autismus

Teil 1: 21.10.2011

Teil 2: 09.12.2011

Seite 80 Behindert(e) Liebe – selbstbestimmte Sexualität

27.10. – 28.10.2011

Seite 80 Liebe, Sex und Partnerschaft, warum denn nicht?

Eine Fortbildung nur für Menschen mit Lern-

schwierigkeiten

29.10.2011

Seite 81 Einführung in die Methode

der Gestützten Kommunikation (FC)

07.11. – 08.11.2011

Seite 82 Übertragung in der Arbeit

mit Menschen mit geistiger Behinderung

09.11.2011

Seite 82 Freizeit, Freundschaft, Partnerschaft und Sexualität

bei Menschen mit Autismus

14.11. – 15.11.2011

Seite 83 Praxisseminar Biografiearbeit

15.11. – 16.11.2011

Seite 83 Aufmerksamkeitsstörungen mit und ohne

Hyperaktivität (ADS)

Diagnostik, Förderung und Therapie

17.11. – 18.11.2011

Seite 84 Aspekte des Alterns

bei Menschen mit geistiger Behinderung

17.11. – 19.11.2011

Seite 85 Einführung in die Sterbebegleitung

21.11.2011

Seite 86 Vertiefung Sterbebegleitung:

Selbstbestimmung am Lebensende

22.11.2011

Seite 86 Machtungleichgewicht im Betreuungsalltag –

verantwortungsvoller Umgang mit Macht

23.11.2011

Seite 87 Gebärden in der Unterstützten Kommunikation

25.11. – 26.11.2011

Seite 88 Kulturtechniken erlernen, erweitern und erhalten

Ein Praxisseminar anhand der Tätigkeitstheorie

14.12.2011

Soziales Umfeld – Kommunikation –

Kreativität

Seite 88 Gewaltfreie Kommunikation

Kooperation durch Aufrichtigkeit und Verständnis

03.03. – 04.03.2011

Seite 89 Heilpädagogischer Tanz

Grundlagen von Tanz, Bewegungserziehung und

Körperarbeit für heilpädagogische Arbeitsfelder

23.03. – 24.03.2011

Seite 90 Mit Musik geht alles besser! – Wirklich?

Einführung in die Musiktherapie

18.04. – 19.04.2011

Seite 90 Einfühlsam und mutig Eltern- und Angehörigengespräche

führen

03.05. – 04.05.2011

Seite 91 Sicher und kompetent schwierige Gespräche führen

07.07. – 08.07.2011

Seite 91 Praktische Anwendung kunsttherapeutischer

Methoden in der Arbeit mit Menschen

mit besonderen Bedürfnissen

14.07. – 15.07.2011

Seite 92 Eltern- und Angehörigengespräche – Vertiefung

08.11. – 09.11.2011

Seite 92 Umgang mit Angehörigen

von Menschen mit Autismus

16.11.2011

Seite 93 Märchen in heilpädagogischen Arbeitsfeldern

08.12. – 09.12.2011

7

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |

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Arbeitsplatz WfbM

Seite 94 Die Arbeit der Werkstatträte und Vertrauensleute

in WfbM – Erfahrungsaustausch für Werkstatträte

und Vertrauensleute

Aufbauseminar nach 1 ½ Jahren Arbeit als Werk-

stattrat

21.03. – 22.03.2011

Seite 95 Als Abteilungsleitung in einer WfbM

Führungsverantwortung wahrnehmen

1. Einheit: 28.03. – 30.03.2011

in der Stiftung Liebenau

2. Einheit: 11.07. – 13.07.2011

im Dominikus-Ringeisenwerk Ursberg

3. Einheit: 12.10. – 14.10.2011

in der Akademie Schönbrunn

Seite 96 Wohn- und Arbeitsformen

für Menschen mit Autismus

19.09.2011

Seite 98 Streit schlichten, Konflikte lösen –

Spezialseminar für Werkstatträte

24.10. – 25.10.2011

Zusammenarbeit – Mitarbeiter/innen

Seite 99 Arbeiten unter Druck –

Stressfaktoren am Arbeitsplatz

07.04. – 08.04.2011

Seite 99 Scheitern – und wieder aufstehen

Vom Umgang mit Rückschlägen und Misserfolgen

09.06. – 10.06.2011

Seite 100 „Was beflügelt mein Team?

Was bringt Sand ins Getriebe?“ – Vom konstruktiven

Umgang mit Unterschieden im Team

28.06. – 29.06.2011

Seite 100 Machtspiele und wie man sie vermeidet

28.06. – 29.06.2011

Seite 101 Höflichkeit – wichtiger Teil

der professionellen Kompetenz

06.07.2011

Seite 101 Umgang mit Gewissenskonflikten

in helfenden Berufen

29.09. – 30.09.2011

Seite 102 Selbstbewusst und souverän mit persönlichen

Angriffen und Killerphrasen umgehen

19.10. – 20.10.2011

Organisation – Wirtschaft – Recht – Führung

Seite 103 Zeitmanagement und effektive

Arbeitstechniken im Sekretariat

28.03.2011

Seite 103 Stärkenorientiert führen

Potenziale von Mitarbeiter/innen erkennen

und fördern

04.04. – 05.04.2011

Seite 104 Die Sekretärin als Mittlerin im Spannungsfeld

vielfältiger Erwartungen

11.04.2011

Seite 105 Arbeiten für mehrere Chefs und Mitarbeiter/innen

12.04.2011

Seite 105 Gestern Kollege/in – heute Vorgesetzte/r

13.04. – 14.04.2011

Seite 106 Rhetorik und Präsentation

Schlagartig schlagfertig und dabei stressfrei

zum Redeerfolg!

02.05. – 03.05.2011

Seite 106 Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

in der betrieblichen Praxis

02.05.2011

Seite 107 Grundlagen der AVR und AVR neu

05.05.2011

Seite 108 Die stellvertretende Leitung –

ein Balanceakt zwischen Team und Leitung

09.05. – 10.05.2011

Seite 109 Leiten wird leicht schwer –

Umgang mit schwierigem Mitarbeiterverhalten

23.05. – 24.05.2011

Seite 109 Arbeitsrecht und die Rolle der Gruppenleitung

26.05.2011

Seite 110 Dienstplangestaltung und Arbeitszeitgesetz

für Gruppenleiter/innen

27.05.2011

Seite 110 Das Sozialgesetzbuch – Bücher I – XII

Wichtige Regelungen für die Behindertenhilfe

06.06.2011

Seite 111 Rechtliche Verfügungen am Lebensende

08.06.2011

Seite 111 Logistik im Büro

Ablage optimal organisieren,

Informationen gezielt strukturieren

09.06.2011


Seite 112 Qualitätszirkel und Arbeitsgruppen

zielorientiert moderieren

11.07. – 12.07.2011

Seite 112 Kompetenz am Telefon

19.09.2011

Seite 113 Beschwerdemanagement

20.09.2011

Seite 113 Die Führungskraft als Konfliktmanager

21.09. – 22.09.2011

Seite 114 Zeitgemäße und kundenorientierte Korrespondenz

26.09.2011

Seite 114 Wie motiviere ich meine Mitarbeiter/innen?

04.10. – 05.10.2011

Seite 115 Aufsichtspflicht und Fragen der Haftung in

Einrichtungen der Behindertenhilfe

10.10.2011

Seite 115 Protokolle effizient und zeitgemäß verfassen

24.10.2011

Seite 116 Fehlzeitenmanagement

26.10.2011

Seite 116 Freiheitsentziehende Maßnahmen

07.11.2011

Spiritualität

Seite 117 Die Heilkraft der Feste

Religiös-spirituelle Gestaltungsmöglichkeiten

für Feiern in der Frühjahrszeit

08.04. – 09.04.2011

Seite 117 Meditation und Wandern

Unterwegs mit Impulsen aus der Heiligen Schrift

28.06.2011

Seite 118 „Gönn dir Zeit – es ist dein Leben“

Besinnungstage für Auszubildende und

Mitarbeiter/innen in der Behinderten- und Altenhilfe

09.12. – 10.12.2011

Seite 119 Veranstaltungen zum Jubiläumsjahr 2011

Seite 119 – 123

Schönbrunn intern

Seite 124 Erste-Hilfe-Grundkurse (Ersthelfer-Ausbildung)

Termin 1: 11.01. – 12.01.2011

Termin 2: 24.03. – 25.03.2011

Termin 3: 27.06. – 28.06.2011

Termin 4: 26.09. – 27.09.2011

Seite 124 Erste-Hilfe-Auffrischungen

Termin 1: 21.01.2011 (offen für alle Bereiche)

Termin 2: 01.02.2011 (reserv. für Bereich Bildung und Erziehung)

Termin 3: 22.02.2011 (reserviert für Bereich Wohnpflege)

Termin 4: 02.03.2011 (reserviert für Bereich Wohnheime)

Termin 5: 13.04.2011 (reserviert für Bereich Wohnheime)

Termin 6: 09.05.2011 (offen für alle Bereiche)

Termin 7: 30.06.2011 (offen für alle Bereiche)

Termin 8: 13.07.2011 (offen für alle Bereiche)

Termin 9: 06.10.2011 (reserv. für Bereich Bildung und Erziehung)

Termin 10: 20.10.2011 (reserviert für Bereich Wohnpflege)

Termin 11: 09.11.2011 (offen für alle Bereiche)

Seite 125 Folgeunterweisungen zum Infektionsschutz

Termin 1: 18.01.2011

Termin 2: 04.03.2011 (für AWA Beschäftigte)

Termin 3: 16.03.2011

Termin 4: 12.04.2011

Termin 5: 06.06.2011

Termin 6: 14.09.2011

Termin 7: 26.10.2011

Termin 8: 07.11.2011

Seite 127 „Kann ich bei Ihnen ein Praktikum machen?“

Wie Anleitung gelingen kann

17.03.2011

Seite 127 Rückenschonendes Heben und Tragen

Passive und aktive Transfers mit Hilfebedürftigen

Termin 1: 23.03.2011

Termin 2: 21.09.2011

Seite 128 Brandschutzübungen

(gemäß § 12 Arbeitsschutzgesetz, Arbeitsstätten-

verordnung, Unfallvorschriften der Berufsgenossenschaft)

Termin 1: 04.04.2011

Termin 2: 05.04.2011

Termin 3: 04.10.2011

Termin 4: 05.10.2011

Seite 129 POB & A-Grundlagenkurs

06.04.2011

Seite 129 Wir in Schönbrunn – Einführungstag für

neue und andere interessierte Mitarbeiter/innen

27.09.2011

Besondere

Veranstaltungen

Seite 131 Fachtag „Christliche Hospiz- und Palliativkultur“

07.04.2011

Seite 132 Seminarreihe für Angehörige von Menschen

mit Behinderung

9

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


Ausbildung

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |

10

Bei sich beginnen,

aber nicht bei sich enden,

bei sich anfangen,

aber sich nicht selbst

zum Ziel haben.

Martin Buber


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |

Fachschule für

Heilerziehungspflegehilfe

In der Ausbildung zum / zur Heilerziehungspflegehelfer / in erwerben

die Fachschüler / innen pflegerische und pädagogische

beziehungsweise heilpädagogische Grundkenntnisse für die

Begleitung von Menschen mit Behinderungen wie auch für die

Begleitung von psychisch kranken Menschen und von Kindern

und Jugendlichen mit einem speziellen Förderbedarf.

Die Ausbildung fördert fachliche wie auch soziale Kompetenzen,

die dazu befähigen, sich den vielfältigen Herausforderungen

aktiv zu stellen. Mit dem Bestehen der Abschlussprüfung erwerben

die Fachschüler / innen den Mittleren Bildungsabschluss und

können sich zu Heilerziehungspfleger / innen weiterqualifizieren.

Aufnahmevoraussetzungen

– Hauptschulabschluss und zwei Jahre Tätigkeit in heilpäda-

gogischen und / oder sozialpflegerischen Arbeitsfeldern

(bei abgeschlossener Berufsausbildung Verkürzung um ein

Jahr; für Sozial- und Kinderpfleger / innen direkter Einstieg

in die Ausbildung möglich)

– Gesundheitliche, psychische und physische Eignung

– Freude am Umgang mit Menschen

– Offenheit für Kommunikation und Kooperation

– Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit der eigenen Person

Ausbildungsorganisation

– Einjährige berufsbegleitende Ausbildungsform: zwei Tage pro

Woche Unterricht an der Fachschule; praktische Ausbildung

an Arbeitsplätzen der Behinderten- und Erziehungshilfe oder

der Sozialpsychiatrie

Abschluss

– Staatlich anerkannte / r Heilerziehungspflegehelfer / in

12

Arbeitsfelder

– Unterschiedliche Wohnformen

für Menschen mit Behinderung

– Persönliche Assistenz

– Heilpädagogische Tagesstätten

– Förder- und Werkstätten

für Menschen mit Behinderung

– Offene Hilfen

– Gemeindeintegrierende Lebenskonzepte

– Einrichtungen der Erziehungshilfe

– Psychiatrische Einrichtungen

Aufstiegsmöglichkeiten

– Heilerziehungspfleger / in

– Sozial-pflegerische Fachkraftausbildung (z. B. Erzieher / in,

Altenpfleger / in, Krankenpfleger / in, Ergotherapeut / in)

Beginn des nächsten Kurses: September 2011

Kontakt

Akademie Schönbrunn

Berufliche Schulen – Fachschule für Heilerziehungspflegehilfe

Gut Häusern 1, 85229 Markt Indersdorf

Telefon 08139 809 - 100, Fax - 114

schulen @ akademie-schoenbrunn.de

Weitere Informationen zur Ausbildung finden Sie unter:

www.akademie-schoenbrunn.de

Wichtige Steuertipps!

§ Ausbildungskosten, d. h. Aufwendungen für den

§

Erwerb von

§

Fortbildungskosten, d. h. Aufwendungen, die ein Arbeitnehmer

leistet, um seine Kenntnisse und Fähigkeiten im ausgeübten

Beruf zu erhalten oder zu erweitern, sind als Werbungskosten

voll absetzbar.

Kenntnissen, die als Grundlage für einen noch nicht aus-

geübten Beruf notwendig sind, können als Sonderausgaben

im Kalenderjahr abgesetzt werden.


Fachschule für

Heilerziehungspflege

Heilerziehungspfleger / innen sind als Fachkräfte in unterschiedlichen

Arbeitsfeldern der Behindertenhilfe und Erziehungshilfe

tätig. Sie begleiten Menschen mit Behinderung ganzheitlich und

unterstützen sie dabei, ihre Kräfte und Fähigkeiten bestmöglich

zu entfalten. Ziel ist hierbei, diesen Menschen zur größtmöglichen

Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft zu verhelfen.

Charakteristisch für die Ausbildung in der Heilerziehungspflege

ist die enge Verbindung von pädagogischen und pflegerischen

Aufgaben. Mit der breit angelegten Ausbildung erlangen die

Schüler / innen fachliche wie auch soziale Fähigkeiten. Ebenso

ist es für sie unerlässlich, sich mit der eigenen Person sowie mit

berufsethischen Fragen auseinanderzusetzen.

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung umfasst das Aufgabengebiet

der Heilerziehungspfleger / innen die Begleitung,

Beratung, Pflege und Bildung von Erwachsenen, Kindern und

Jugendlichen, die aufgrund körperlicher, geistiger oder auch

psychischer Beeinträchtigungen einen speziellen Förderbedarf

haben.

Aufnahmevoraussetzungen

– Mittlerer Bildungsabschluss und zwei Jahre Tätigkeit in heilpädagogischen

und / oder sozialpflegerischen Arbeitsfeldern

(bei abgeschlossener Berufsausbildung Verkürzung um

ein Jahr; für Sozial- und Kinderpfleger / innen mit mittlerem

Bildungsabschluss und für Heilerziehungspflegehelfer / innen

direkter Einstieg in die Ausbildung möglich)

– Gesundheitliche, psychische und physische Eignung

– Freude am Umgang mit Menschen

– Offenheit für Kommunikation und Kooperation

– Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit der eigenen Person

Ausbildungsorganisation

– Dreijährige berufsbegleitende Ausbildungsform: zwei Tage

pro Woche Unterricht an der Fachschule; praktische Ausbildung

an Arbeitsplätzen der Behinderten- und Erziehungshilfe

oder der Sozialpsychiatrie (Anstellung in Teilzeit)

– Zweijährige Vollzeitform: Kontinuierlicher Wechsel zwischen

Unterricht an der Fachschule und fachpraktischer Ausbildung

am Lernort Praxis

Abschluss

– Staatlich anerkannte / r Heilerziehungspfleger / in

Arbeitsfelder

– unterschiedliche Wohnformen für Menschen mit Behinderung

– persönliche Assistenz

– schulvorbereitende Einrichtungen und Förderschulen

– Integrationskindergärten

– Heilpädagogische Tagesstätten

– Förder- und Werkstätten für Menschen mit Behinderung

– Offene Hilfen

– Ambulante Dienste

– Gemeindeintegrierende Lebenskonzepte

– Einrichtungen der Erziehungshilfe

– Psychiatrische Einrichtungen

Aufstiegsmöglichkeiten

– Fachakademie für Heilpädagogik

– Bei FH-Reife auch FH-Studium Sozialpädagogik und

Pflegepädagogik

Beginn des nächsten Kurses: September 2011

Kontakt

Akademie Schönbrunn

Berufliche Schulen – Fachschule für Heilerziehungspflege

Gut Häusern 1, 85229 Markt Indersdorf

Telefon 08139 809 - 100, Fax - 114

schulen @ akademie-schoenbrunn.de

Weitere Informationen zur Ausbildung finden Sie unter:

www.akademie-schoenbrunn.de

Wichtige Steuertipps!

§ §

Ausbildungskosten, d. h. Aufwendungen für den Erwerb von

§

Fortbildungskosten, d. h. Aufwendungen, die ein Arbeitnehmer

leistet, um seine Kenntnisse und Fähigkeiten im ausgeübten

Beruf zu erhalten oder zu erweitern, sind als Werbungskosten

voll absetzbar.

Kenntnissen, die als Grundlage für einen noch nicht aus-

geübten Beruf notwendig sind, können als Sonderausgaben

im Kalenderjahr abgesetzt werden.

11

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Fachakademie für

Heilpädagogik

Heilpädagog/innen arbeiten häufig in leitenden Funktionen der

Behinderten-, Kinder- und Jugendhilfe, in eigenen Praxen oder

in der Aus- und Weiterbildung von Fachkräften. Sie bieten für

Menschen, deren Leben erschwerten Bedingungen unterworfen

ist, Hilfen zur Erziehung, Bildung, Begleitung, Beratung und

Assistenz für ihre personale und soziale Integration an.

Sie möchten

– sich in heilpädagogischen Methoden der Diagnostik

sowie Einzel- und Gruppenförderung qualifizieren?

– einfach mehr wissen und durch spezielle Kenntnisse

über breitere Berufsmöglichkeiten verfügen?

– in der pädagogischen Begleitung von Menschen mit geistigen,

körperlichen oder seelischen Beeinträchtigungen

mehr Verantwortung übernehmen?

Dann wenden Sie sich an uns!

Sie erhalten eine Ausbildung,

– in der die Gestaltung der heilpädagogischen Beziehung

theoretisch wie praktisch zentrales Element ist,

– in der Ihre Kompetenzen für Tätigkeiten der Förderung,

Beratung, Leitung, Bildung und Assistenz gefördert werden,

– in der diagnostische Verfahren und eine Vielzahl

heilpädagogischer Methoden vermittelt werden,

– in der vor allem spieltherapeutische, psychomotorische,

basale und kreative Verfahren sowie heilpädagogische

Erwachsenenbildung vertieft und erlebt werden.

Die Weiterbildung trägt durch die enge Verknüpfung zwischen

Theorie und Praxis zur Vertiefung der Inhalte der bisherigen

Berufsausbildung bei. Dazu dient die Auseinandersetzung mit

wissenschaftlichen Theorien, die erfahrungsbasierte Vermittlung

und Übung von heilpädagogischen Handlungskonzepten und

eine reflexive Fachpraxis in Fördersituationen und Projekten.

Neben der Erweiterung von Sozial-, Fach- und Handlungs-

kompetenzen ist auch die Persönlichkeitsbildung ein zentrales

Ziel der Weiterbildung.

Ausbildungsvoraussetzungen

– Mittlerer Bildungsabschluss

– Abgeschlossene Ausbildung als Heilerziehungspfleger/in,

Erzieher/in oder vergleichbarer Ausbildungsabschluss

– Mindestens ein Jahr einschlägige berufliche Tätigkeit

Ausbildungsorganisation

– Vierjährige Teilzeitausbildung

– 12 Wochenenden und 4 Blockwochen pro Jahr

Abschluss

– Staatlich anerkannte/r Heilpädagoge/in

(Der Abschluss entspricht dem Vordiplom

des Bachelors Heilpädagogik.)

Aufstiegsmöglichkeiten

– Bachelor Heilpädagogik, Sozialpädagogik, Sozialmanagement

u. a.

Beginn des nächsten Kurses: September 2012

Kontakt

Akademie Schönbrunn

Berufliche Schulen – Fachakademie für Heilpädagogik

Gut Häusern 1, 85229 Markt Indersdorf

Telefon 08139 809 - 100, Fax - 114

schulen @ akademie-schoenbrunn.de

Weitere Informationen zur Ausbildung finden Sie unter:

www.akademie-schoenbrunn.de

13

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Berufsfachschule für

Altenpflege

Altenpfleger / innen sind Pflegefachkräfte, die alte Menschen

selbstständig und eigenverantwortlich begleiten, beraten, betreuen

und pflegen. Damit unterstützen sie alte Menschen in

ihrer selbstständigen und selbstbestimmten Lebensführung,

um Lebensqualität und Lebensfreude auch bei gesundheitlicher

Beeinträchtigung und Pflegebedürftigkeit zu erhalten. Altenpflege

ist ein Beruf für Frauen und Männer, die nicht nur einen

„Job“ suchen, sondern einen erfüllenden Beruf mit langfristigen

Perspektiven.

Der Beruf beinhaltet medizinisch-pflegerische Aufgaben ebenso

wie therapeutische, musisch-kreative, kooperative und organisatorische

Tätigkeiten.

Aufnahmevoraussetzungen

– Mittlerer Bildungsabschluss, mehrwöchiges Praktikum

empfehlenswert

– Oder abgeschlossene Ausbildung als Pflegehilfskraft

– Oder abgeschlossene, mindestens zweijährige Berufsausbildung

– Fähigkeit zur Beziehungsgestaltung und zu körperlicher

Nähe

– Einfühlungsvermögen

Ausbildungsorganisation

– Dreijährige Vollzeitausbildung (Für Pflegefachhelfer / innen –

aus Altenpflege, Krankenpflege, Sozialpflege – und für Heilerziehungspflegehelfer

/ innen besteht die Möglichkeit, in das

zweite Ausbildungsjahr einzusteigen; für Heilerziehungspfleger

und Gesundheits- und Krankenpfleger ist der Einstieg

in das zweite oder dritte Ausbildungsjahr möglich.)

– Die Schüler / innen besuchen eine Berufsfachschule für Altenpflege

und haben einen Ausbildungsvertrag mit einer Einrichtung

der Alten- oder Behindertenhilfe. Sie erhalten eine

Ausbildungsvergütung. Das Schulgeld zahlt die Regierung.

Abschluss

– Staatlich anerkannte / r Altenpfleger / in

14

Arbeitsfelder

– Ambulante, teilstationäre und stationäre Einrichtungen

der Altenhilfe

– Seniorenbereich der Behindertenhilfe

Aufstiegsmöglichkeiten

– Absolventen/innen ohne mittleren Bildungsabschluss

können den mittleren Bildungsabschluss erwerben.

– Stationsleitung

– Pflegedienstleitung

– Leitung einer Sozialstation

– Fachpfleger / in für Gerontopsychiatrie

– Fachakademie für Heilpädagogik

– Pflegestudiengänge

Beginn des nächsten Kurses: September 2011

Kontakt

Akademie Schönbrunn

Berufliche Schulen – Berufsfachschule für Altenpflege

Gut Häusern 1, 85229 Markt Indersdorf

Telefon 08139 809 -100, Fax -114

schulen @ akademie-schoenbrunn.de

Weitere Informationen zur Ausbildung finden Sie unter:

www.akademie-schoenbrunn.de

Hinweis

Ab September 2011 werden wir voraussichtlich am Schul-

versuch „Generalistische Pflegeausbildung mit beruflichem

Schwerpunkt“ des bayerischen Kultusministeriums teilnehmen.

Ziel dieses Schulversuchs ist es, die drei deutschen Pflege-

ausbildungen (Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege,

Gesundheits- und Kinderkrankenpflege) zu einer gemeinsamen

Ausbildung zusammenzuführen und so an europäische und

internationale Standards anzuknüpfen. Die in Gut Häusern

ausgebildeten Teilnehmer/innen können den Berufsabschluss

Altenpfleger/in mit generalistischer Ausbildung oder Gesundheits-

und Krankenpfleger/in mit generalistischer Ausbildung

erwerben. Die dreijährige schulische und die praktische Aus-

bildung beinhaltet Elemente aus allen drei Berufsfeldern der

Pflege, so dass sich ein erweitertes Pflegeverständnis entwickelt

und die Absolventen/innen den veränderten Bedingungen im

Krankenhaus und der stationären und ambulanten Altenpflege

gewachsen sind.


Berufsfachschule für

Altenpflegehilfe

Altenpflegehelfer / innen unterstützen Pflegefachkräfte bei einer

ganzheitlichen, qualifizierten Pflege. Die Ausbildung in Altenpflegehilfe

vermittelt die Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten,

die für eine qualifizierte Betreuung und Pflege alter

Menschen erforderlich sind.

Die Akademie Schönbrunn bietet die Ausbildung in Teilzeitform

an für:

– angelernte Pflegehilfskräfte, die sich qualifizieren wollen

– Mütter und Väter während einer Familienphase

– Berufstätige, die sich umorientieren wollen.

Aufnahmevoraussetzungen

– Vollendung des 21. Lebensjahres und Hauptschulabschluss

– Oder Vollendung des 17. Lebensjahres und Erfüllung der

Berufsschulpflicht

– Fähigkeit zur Beziehungsgestaltung und zu körperlicher Nähe

– Einfühlungsvermögen

– Gesundheitliche Eignung

Ausbildungsorganisation

– Schulische Ausbildung:

· Zwei Vormittage pro Woche Unterricht in Theorie und

Praxis (außer in den Schulferien)

· Zusätzlich 8 Blockwochen, verteilt über den gesamten

Ausbildungszeitraum

– 700 Stunden Praktikum in einer Einrichtung der Alten- oder

Behindertenhilfe oder im Krankenhaus. Das Praktikum kann

im Rahmen einer bezahlten Tätigkeit als Pflegehilfskraft oder

als unbezahltes Praktikum abgeleistet werden.

Abschluss

Staatlich anerkannte / r Pflegefachhelfer / in (Altenpflege)

Arbeitsfelder

– Alten- und Pflegeheime

– Einrichtungen für Menschen mit Behinderung

– Ambulante Pflegedienste

– Tagespflege

– Geriatrische Kliniken

– Einrichtungen der Gerontopsychiatrie

(Einrichtungen für altersverwirrte Menschen)

– Hospize

Aufstiegsmöglichkeiten

Ausbildung zum / zur

– Altenpfleger / in (bei gutem Abschluss Einstieg in das zweite

Ausbildungsjahr möglich)

– Heilerziehungspflegehelfer / in

Beginn des nächsten Kurses: September 2011

Kontakt

Akademie Schönbrunn

Berufliche Schulen – Berufsfachschule für Altenpflegehilfe

Gut Häusern 1, 85229 Markt Indersdorf

Telefon 08139 809 - 100, Fax - 114

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Weitere Informationen zur Ausbildung finden Sie unter:

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Berufsfachschule für

Sozialpflege

Pflegeintegrationsmodell

Sozialbetreuer / innen und Pflegefachhelfer / innen sind pflegerisch

tätig in den Bereichen der Alten-, Kranken und Kinderkrankenpflege

einschließlich der Behindertenhilfe. Die Schüler / innen

können die unterschiedlichen Arbeitsfelder der Pflege kennenlernen,

ohne sich vorher für ein bestimmtes entscheiden zu

müssen.

Die praktische Ausbildung ist eng mit der schulischen Ausbildung

verzahnt und durch Praxisprojekte ergänzt. Die Praxiseinsätze

werden durch ausgewählte Anleiter / innen und Lehrkräfte

der Schule begleitet. Der Unterricht der Berufsfachschule

für Sozialpflege vermittelt die grundlegenden Kenntnisse und

Fertigkeiten, mit denen die Schüler / innen für den beruflichen

Einsatz als Pflegeassistenten in Pflegeeinrichtungen nach dem

erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung qualifiziert sind.

Die Schüler / innen werden während der Ausbildung durch ein

sozial- und heilpädagogisches Projekt der Fachakademie für

Heilpädagogik begleitet, um Lernstörungen und gegebenenfalls

Schwierigkeiten in Theorie und Praxis zu beheben.

Aufnahmevoraussetzungen

– Erfolgreicher Hauptschulabschluss

– Gesundheitliche Eignung für den Pflegeberuf

– Ein mindestens 14-tägiges Praktikum in einer Pflegeeinrichtung

vor Beginn der Ausbildung (Zivildienst oder

ein freiwilliges soziales Jahr werden angerechnet)

– Fähigkeit zum engen Kontakt und zur Zusammenarbeit

mit Menschen

– Einfühlungsvermögen

– Interesse, sich weiterzuentwickeln

– Der Wille, sich theoretisches Wissen und praktisches Können

anzueignen

– Zuverlässigkeit

– Verantwortungsbewusstsein

Ausbildungsorganisation

– Zweijährige Vollzeitausbildung: Schulunterricht und Praxiseinsätze

im Krankenhaus oder in Einrichtungen der Alten-

und Behindertenhilfe im Wechsel

Abschluss

– Sozialbetreuer / in und Pflegefachhelfer / in

16

Arbeitsfelder

– Krankenhäuser

– Einrichtungen der Behindertenhilfe

– ambulante und stationäre Altenpflegeeinrichtungen

Aufstiegsmöglichkeiten

– Fachkraftausbildungen:

· Altenpflege (direkt)

· Ergotherapie (direkt)

· Krankenpflege (direkt)

· Heilerziehungspflege (mit mittlerer Reife)

Zusatzqualifikationen

– Mittlere Reife bei entsprechendem Notendurchschnitt

Beginn des nächsten Kurses: September 2011

Kontakt

Akademie Schönbrunn

Berufliche Schulen – Berufsfachschule für Sozialpflege

mit Schwerpunkt Pflege

Gut Häusern 1, 85229 Markt Indersdorf

Telefon 08139 809 - 100, Fax - 114

schulen @ akademie-schoenbrunn.de

Weitere Informationen zur Ausbildung finden Sie unter:

www.akademie-schoenbrunn.de


Berufsfachschule für

Ergotherapie

Ergotherapeut / innen fördern alle Funktionen von Körper und

Geist mit dem Ziel, bei kranken und behinderten Menschen verloren

gegangene oder nicht vorhandene Handlungsfähigkeiten

im Alltagsleben herzustellen oder wiederzuerlangen. Handlungsfähig

im Alltagsleben zu sein bedeutet, dass ein Mensch seine

beruflichen, sozialen und häuslichen Bedürfnisse erfüllen und

so am Leben umfassend teilhaben kann.

Ergotherapie gehört zu den medizinischen Heilberufen. Sie

wird eingesetzt bei Menschen jeden Alters mit motorischen,

sensomotorischen, neuropsychologischen oder psychosozialen

Störungen. Ergotherapie ist eine wichtige Heilmaßnahme zur

Rehabilitation bei Verletzungen, Krankheit und Behinderung.

Ergotherapeuten erlernen aktivierende und handlungsorientierte

Verfahren, handwerkliche und gestalterische Techniken und

lebenspraktische Tätigkeiten, um die größtmögliche Selbstständigkeit

der Patientin oder des Patienten zu erreichen.

Aufnahmevoraussetzungen

– Vollendung des 17. Lebensjahres

– Mittlerer Bildungsabschluss

– Oder Hauptschulabschluss und abgeschlossene, zweijährige

einschlägige Berufsausbildung

– Gesundheitliche Eignung

– Mehrwöchiges Praktikum in einer ergotherapeutischen

Einrichtung

– Freude an der Arbeit mit Menschen

Ausbildungsorganisation

– Drei Jahre Vollzeit, davon ein Jahr Praktikum an vier verschiedenen

Praxisstellen (wird von der Schule organisiert)

Abschluss

– Staatlich anerkannte / r Ergotherapeut / in

Bachelor-Studiengang – Duale Ausbildung

– Ab Mitte des zweiten Jahres der Ausbildung: Möglichkeit, in

das Grundstudium für den Bachelor in Ergotherapie einzusteigen.

– Kooperation mit der Döpfer-Akademie in Regensburg

– Unterstützung von der Akademie Schönbrunn: Übernahme

der Hälfte der anfallenden Studiengebühren für die Dauer

des Grundstudiums

– Für weitere Informationen fragen Sie bitte gerne bei uns an.

Arbeitsfelder

– Orthopädische, neurologische oder psychiatrische Kliniken

– Unfall- und Kinderkliniken

– Rehabilitationseinrichtungen

– Altersheime

– Sonderschulen und Einrichtungen für Menschen

mit Behinderung

– Therapiezentren

– Ergotherapeutische Praxen

Aufstiegsmöglichkeiten

– Vielfältige Fortbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten

– Eröffnung einer eigenen Praxis

– Studium der Ergotherapie (mit Fachhochschulreife)

Beginn des nächsten Kurses: September 2011

Kontakt

Akademie Schönbrunn

Berufliche Schulen – Berufsfachschule für Ergotherapie

Gut Häusern 1, 85229 Markt Indersdorf

Telefon 08139 809 - 100, Fax - 114

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17

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Zusatzqualifikation für Praxisanleitung

und Mentoren-

tätigkeit in sozialen Berufen

Im Zusammenhang mit den regulären Mentorentagen bieten

die Beruflichen Schulen der Akademie Schönbrunn eine

modularisierte Weiterbildung mit Abschlusszertifikat an.

Struktur und Inhalte

Modul 1: Rollen und Aufgaben in der Praxisanleitung

Überblick über Struktur, Auftrag und Ziel des fachpraktischen

Anteils von Ausbildung in sozialen Berufen, Rollen- und

Aufgabenprofil als Mentor/in

Modul 2: Voraussetzungen für eine gelingende Anleitung

Theorie- und Rechtsbasis des Mentors/der Mentorin für die

Anleitungsaufgabe, Organisationskenntnisse des Praktikanten/

der Praktikantin als Basis für das Praktikum, Einbinden von

Anleitungszeiten und Reflexionszeiten in den Dienstplan, Einplanen

von Kooperationszeiten zwischen Mentor und Schule

Modul 3: Anleitung und Anleitungsgespräche

Erstellung eines Ausbildungsplanes, Stufen der Anleitung in

Erstausbildungen:

1. Demonstration einer Tätigkeit durch Mentor/in

2. praktische Anleitung des Lerners bei der Tätigkeit

3. Durchführung der Tätigkeit durch Lerner unter Beobachtung

4. selbstständige Durchführung durch Lerner mit anschließender

Reflexion

Modul 4: Reflexion in der Praxisanleitung

Elemente und Methoden professioneller Reflexion, Erprobung

kreativer Methoden für eine Ziel-, Prozess- und Ergebnis-

reflexion, Soll-Elemente jedes Reflexionsgespräches:

– Reflexion persönlicher und sozialer Kompetenzen

– Reflexion der Fach- und Handlungskompetenzen

Modul 5: Beratung als Element von Praxisanleitung

Elemente professioneller Beratung als Mentor/in, Unterschied

zwischen Fach- und Prozessberatung, lösungsorientierte Beratung

im Anleitungsgespräch

Modul 6: Konflikt und Konfliktgespräch

Konfliktphasen, Konfliktbearbeitungsschritte

Modul 7: Auswertung und Bewertung in der Praxisanleitung

Lernziel: Einsicht und Selbstbewertung beim Lerner, Lernziel

Feedback-Geben und Feedback-Annehmen, Selbst- und Fremdbilanzierung

des Lern- und Kompetenzfortschrittes sowohl

ausbildungsbegleitend wie auch als Auswertung und Benotung

am Ende der Ausbildung

18

Dozent/innen

Dozent/innen der Beruflichen Schulen

Zeitstruktur

Mentorentage Herbst 2010 Modul 1– 2

Mentorentage Frühjahr 2011 Modul 1– 2

Mentorentage Herbst 2011 Modul 1– 4

Mentorentage Frühjahr 2012 Modul 1– 4

Extratermin im Jahr 2012 Modul 7

Mentorentage Herbst 2012 Modul 1– 6

Mentorentage Frühjahr 2013 Modul 1– 6

Rahmenbedingungen

Die Zusatzqualifizierung erstreckt sich über drei Jahre, umfasst

7 Module à 4 Stunden und schließt mit einem Zertifikat als

qualifizierter Mentor / qualifizierte Mentorin ab.

An den Mentorentagen der Fachschule für Heilerziehungspflege

und Heilerziehungspflegehilfe werden vormittags ausbildungsspezifische

Anleitungsthemen behandelt und nachmittags jeweils

Module der Mentorenqualifizierung angeboten.

Für Mentor/innen der beruflichen Schulen der Akademie Schönbrunn

übernimmt die jeweilige Schule die Gebühren.

Zielgruppe

Fachkräfte, die Schüler/innen der Beruflichen Schulen

der Akademie Schönbrunn am Lernort Praxis anleiten

Veranstaltungsort

Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Lehrgangsleitung

Christian Opl, Heilerziehungspfleger, Heilpädagoge,

Dozent an der Fachschule für Heilerziehungspflege und

Heilerziehungspflegehilfe

Weitergehende Information und Anmeldung

Über das Sekretariat der Beruflichen Schulen

schulen@akademie-schoenbrunn.de

Elisabeth Rauch

Telefon 08139 809 -100

Christian Opl

Stellvertretender Leiter der Fachschule für Heilerziehungspflege

und Heilerziehungspflegehilfe

Telefon 08139 809 -116


Echte Verantwortung

gibt es nur da,

wo es wirklich Antworten gibt.

Martin Buber

Fachweiterbildungen

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Modularisierte Ausbildung zur

Fachkraft für Unterstützungsplanung

(POB&A)

Auf Basis des Verfahrens zur Planung und Organisation in der

Betreuung und Assistenz (POB&A) von Prof. Dr. Werner Haisch

Grundsätzlich

Inhalte

Modul 1:

Pädagogische Grundlagen und Aufbau des FLB&A

– Pädagogische Grundlagen / Modell der Lebensformen

– Aufbau des Fragebogens zur Lebensform

betreuter Menschen (FLB&A)

– Abstufung der Merkmalsbereiche im FLB&A

– Legende zum FLB&A

– Betreuungsplanung

Nach Abschluss dieses Moduls ist der/die Teilnehmer/in be-

fähigt, anhand des FLB&A das Erscheinungsbild von betreuten

Menschen auf Grundlage der pädagogischen Theorie des

POB&A-Verfahrens zu erheben.

Modul 2:

Konzept der neurotischen Entwicklung / selbstbewertende

Einstellungen, Matrix betreuerischer Maßnahmen, Team-

theorie

– Matrix betreuerischer Maßnahmen (MBM)

– Theorie zur neurotischen Entwicklung

– Theorie zu Arbeitsgruppen in Betreuung und Assistenz

– Betreuungsplanung

Nach Abschluss dieses Moduls ist der/die Teilnehmer/in

befähigt, eine bedarfsgerechte Unterstützungsplanung

eigenverantwortlich zu gestalten.

Modul 3:

Theorie-Praxis-Bezug, bedarfsorientierte Unterstützungs-

planung / FAO Fragebogen zur Arbeitsorganisation (FAO)

Nach Absolvierung aller drei Module erhält der/die Teilnehmer/in

das Zertifikat „Fachkraft für Unterstützungsplanung“.

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Voraussetzungen

Die Module 1 bis 3 bauen aufeinander auf, können

aber einzeln gebucht werden (z. B. Modul 1 im Jahr 2010,

dann Pause, weiter mit Modul 2 in 2011 später).

Teilnahmevoraussetzung für Module 2+3 ist jeweils die

Bescheinigung über das /die vorangegangene/n Modul/e.

Lehrgangsleitung

Johannes Bahl

Diplom-Pädagoge, Kunstpädagoge M.A.,

Betriebswirt (IWW), Leiter Bildung & Beratung

Teilnehmerzahl

maximal 15 Personen

Im Einzelnen

1. Durchgang 2011

Modul 1:

Termin Mittwoch, 2. März 2011, 9 Uhr bis

Freitag, 4. März 2011, 17 Uhr

Ort Tagungshaus Dachau

Verbindliche Kosten Kursgebühr E 300,–

(für FWS Mitarbeiter/innen E 250,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,–/Tag

Dozent Günther Hartmann-Templer,

Diplom-Sozialpädagoge (FH), Organisa-

tionsberater POB&A (Haisch), Stiftung Attl

Kursnummer 111011

Anmeldung bis 31. Januar 2011

Modul 2:

Termin Mittwoch, 13. April 2011, 9 Uhr bis

Freitag, 15. April 2011, 17 Uhr

Ort Tagungshaus Dachau

Verbindliche Kosten Kursgebühr E 300,–

(für FWS Mitarbeiter/innen E 250,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,–/Tag

Dozent Günther Hartmann-Templer

Diplom-Sozialpädagoge (FH), Organisa-

tionsberater POB&A (Haisch), Stiftung Attl

Kursnummer 111012

Anmeldung bis 10. März 2011


2. Durchgang 2011

Modul 1:

Termin Montag, 26. September 2011, 9 Uhr

bis Mittwoch, 28. September 2011, 17 Uhr

Ort Tagungshaus Dachau

Verbindliche Kosten Kursgebühr E 300,–

(für FWS Mitarbeiter/innen E 250,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,–/Tag

Dozentin Monika Hoffmann

Diplom-Pädagogin, Organisationsberaterin

POB&A (Haisch), Referentin für QM und

POB&A im Franziskuswerk Schönbrunn

Kursnummer 111021

Anmeldung bis 20. August 2011

Modul 2:

Termin Montag, 24. Oktober 2011, 9 Uhr bis

Mittwoch, 26. Oktober 2011, 17 Uhr

Ort Tagungshaus Dachau

Verbindliche Kosten Kursgebühr E 300,–

(für FWS Mitarbeiter/innen E 250,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,–/Tag

Dozentin Monika Hoffmann

Diplom-Pädagogin, Organisationsberaterin

POB&A (Haisch), Referentin für QM und

POB&A im Franziskuswerk Schönbrunn

Kursnummer 111022

Anmeldung bis 20. September 2011

Modul 3:

Termin Mittwoch, 7. Dezember 2011, 9 Uhr bis

Donnerstag, 8. Dezember 2011, 17 Uhr

Ort Tagungshaus Dachau

Verbindliche Kosten Kursgebühr E 200,–

(für FWS Mitarbeiter/innen E 180,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,–/Tag

Dozentin Monika Hoffmann

Diplom-Pädagogin, Organisationsberaterin

POB&A (Haisch), Referentin für QM und

OB&A im Franziskuswerk Schönbrunn

Kursnummer 111023

Anmeldung bis 2. November 2011

Jeux Dramatiques – Ausdrucksspiel

aus dem Erleben

Aufbaukurs im Rahmen der modularisierten

Ausbildung zur/zum anerkannten Leiter/in für

Ausdrucksspiel – Jeux Dramatiques (Baustein II)

Jeux Dramatiques, auch „Ausdrucksspiel aus dem Erleben“ genannt,

sind eine einfache nonverbale und kreative Form des darstellenden

Spiels, die im pädagogischen und heilpädagogischen

Kontext entwickelt wurde. Im Unterschied zum Theaterspiel wird

nicht auf eine Aufführung hingearbeitet. Es wird in diesem Zusammenhang

vielmehr bewusst auf Begriffe wie „Darstellung“

und „Aufführung“ verzichtet, da das Spielprinzip lautet: Jede/r

spielt für sich. Zentrales Anliegen von Jeux Dramatiques ist die

Hinführung zum inneren Erleben und die Verarbeitung gemachter

Erfahrungen in einem Nachgespräch. Tücher in unterschiedlichen

Farben, Formen, Größen, Strukturen, Stoffen und Materialien

gehören zur Grundausstattung und sollen dazu dienen,

inneres Erleben, Kreativität, Begeisterung, Spontaneität und

Lebensfreude zum Ausdruck zu bringen. Durch das Hineinschlüpfen

in unterschiedliche Rollen und die Gestaltung der

Spielorte entwickelt sich spontan ein Spiel, das durch die Spielleiterin/den

Spielleiter sprachlich begleitet wird. Dies bietet

Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Möglichkeit, individuelle

schöpferische Fähigkeiten zu entdecken, zu entwickeln

und in sich zu fördern. Auf diesem Hintergrund bilden die Jeux

Dramatiques ein Handlungskonzept für die Entwicklungsför-

derung und Erziehungshilfe, ein bedeutsames Angebot in der

Jugendarbeit, im Rahmen heilpädagogisch gestalteter Erwachsenenbildung

und in der Arbeit mit Familien.

Inhalte der Gesamtausbildung zur /zum anerkannten

Leiter/in für Ausdrucksspiel – Jeux Dramatiques:

– Grundprinzipien und Aufbaustrukturen der Jeux Dramatiques

– Kennenlernen verschiedener Spielarten

über das eigene Erleben, z. B. Einstiegsspiele

– Spiel zu Text (Bilderbücher, Märchen, Gedichte,

Biblische Texte), freies Spiel

– Spiel zu Werken aus der Kunst

(Musik, Bilder, Skulpturen u. a.)

– Nachgespräch über das im Spiel Erlebte und

methodische Reflexion

– Hinführen zu einer vertrauensvollen Atmosphäre

in der Gruppe

– Aufbaustrukturen für die Arbeit mit Kindern

– Entwickeln von Angeboten für die Praxis

– Anwendung der Methode in Gruppen und

Verarbeiten von Erfahrungen aus der Praxis

– Selbstständige Anleitung mit didaktischer und

methodischer Reflexion

– Zielgruppen- und themenorientierte Spezialisierung

(s. Baustein III)

– Stärkung der Leiter/innenkompetenz im Umgang

mit den Spielregeln der Jeux Dramatiques

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Struktur der Gesamtausbildung zur/zum anerkannten

Leiter/in für Ausdrucksspiel – Jeux Dramatiques:

Baustein I: Grundkurs

Inhalte: Vermittlung der theoretischen Grundlagen der

Methode, exemplarisches Kennenlernen verschiedener Spielarten

über das eigene Erleben, Entfalten eigener Spielfreude,

methodische Möglichkeiten und persönliche Fähigkeit zum

Herstellen einer angstfreien Atmosphäre in der Jeux-Dramatiques-Spielgruppe,

Entwickeln von Angeboten für die pädagogische

Praxis, zielgruppenorientierte Aufbaustrukturen,

methodische Reflexion

Umfang: 4 Einheiten à 2 Tage

Abschluss: Teilnahmebestätigung Grundkurs Jeux Dramatiques

Baustein II: Aufbaukurs

Inhalte: Vertiefung der Kursinhalte aus Baustein I, theoretische

Grundlagen der Gruppenpädagogik im Bezug zurJeux-

Dramatiques-Spielgruppe, Anwendung der Methode in Gruppen

und Verarbeitung von Erfahrungen aus der Praxis, selbstständiges

Anleiten mit didaktischer und methodischer Reflexion,

Entwicklung der Leiter/innenkompetenz im Umgang mit

den Spielregeln. Verarbeitung der Erfahrungen aus der Praxis

unter Berücksichtigung von Interessenschwerpunkten

Umfang: 4 Einheiten à 2 Tage

Abschluss: Bestätigung Leiter/in für Jeux Dramatiques in

Ausbildung

22

2011

Baustein III: Spezialisierungskurs

Inhalte: Zielgruppen- und themenorientierte Spezialisierung

Mögliche Themen: Märchenarbeit, Religionspädagogik/

Spiritualität, Sonderpädagogik, Sprachförderung, Gewalt-

prävention, Jeux und Themenzentrierte Interaktion, Jeux und

Dance Alive, Jeux und Meditativer Tanz, Jeux und kreatives

Schreiben, Freizeitpädagogik für Familien und Senior/innen

Abschluss: Zertifikat Leiter/in für Jeux Dramatiques

Nach dem Abschluss als „Leiter/in für Jeux Dramatiques“

haben Sie die Möglichkeit, noch einen Schritt weiter zu gehen

und den Abschluss als „Anerkannte/r Leiter/in für

Jeux Dramatiques der Arbeitsgemeinschaft Ausdrucks-

spiel e.V.“ zu erwerben.

Voraussetzungen hierfür sind:

– Abgeschlossene Berufsausbildung in einem sozialen und /

oder pädagogischen Beruf mit mindestens zwei Jahren

Berufserfahrung oder eine abgeschlossene Weiterbildung

in einer humanpsychologischen Methode

– Nachweis über Teilnahme an den Bausteinen I–III,

d.h. über den Abschluss „Leiter/in Jeux Dramatiques“

– Nachweis von 100 Stunden Praxis mit Jeux Dramatiques

in Gruppen – durchgeführt nach Abschluss von Baustein II

– Dokumentation und Reflexion einer selbstständig durch-

geführten Jeux-Einheit

– Kolloquium

Die Akademie Schönbrunn – Bildung & Beratung bietet in

Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Jeux Dramatiques

Deutschland e.V. im Jahr 2011 den Baustein II – Aufbaukurs an.

Termine Baustein II – Aufbaukurs Jeux Dramatiques

1. Einheit: Freitag, 11.03., bis Samstag, 12.03.2011

2. Einheit: Freitag, 15.07., bis Samstag, 16.07.2011

3. Einheit: Freitag, 30.09., bis Samstag, 01.10.2011

4. Einheit: Freitag, 18.11., bis Samstag, 19.11.2011

Kurszeiten jeweils von 9 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 600,–

Kosten (für FWS Mitarbeitern/innen E 500,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,–/Tag

Dozentinnen Sr. Diethild Wicker (1. und 2. Einheit)

Ordensfrau, SSND, Diplom-Sozialpädagogin,

Lehrerin an einer Fachschule für

Sozialpädagogik, Ausbilderin seit 2001,

Ausbildung in Scheiblauer Rhythmik,

Ausbildung in Bibliodrama

Birgit Jung (3. und 4. Einheit)

Sprachheilpädagogin und Förderlehrerin

in einem Sprachheilzentrum, Ausbilderin

der deutschen Arbeitsgemeinschaft

für Jeux Dramatiques, Tätigkeit in der

Hochschul- und Erwachsenenbildung

Monika Lumbe (1. bis 4. Einheit)

Heilpädagogin, Kunst- und Kreativitäts-

therapeutin Fritz-Perls-Institut, langjährige

Dozentin an der Fachakademie für

Heilpädagogik, Jeux-Dramatiques-Leiterin

Lehrgangs- Johannes Bahl

leitung Diplom-Pädagoge, Kunstpädagoge M.A.,

Betriebswirt (IWW), Leiter Bildung & Beratung

Teilnahme- Um den Baustein II – Aufbaukurs mit einem

voraussetzung Zertifikat abschließen zu können, ist die Teilnahme

an Baustein I – Grundkurs zwingend

erforderlich. Wenn in Baustein II kein Zertifikat

angestrebt wird, können Interessierte

mit Grundkenntnissen in Jeux Dramatiques

teilnehmen.

Kursnummer 111030

Anmeldung bis 8. Februar 2011

Die ausführliche Ausschreibung finden Sie im Internet unter

www.akademie-schoenbrunn.de

oder wenden Sie sich direkt an die Akademie Schönbrunn.


In der Leitungsaufgabe

Wirkung erzielen

Menschen – Aufgaben – Ergebnisse

1. Einheit: Führen und Persönlichkeit entwickeln

– Auseinandersetzung mit der Rolle als Führungskraft:

Erfahrungen und Erwartungen

– Grundverständnis, Aufgaben und Werkzeuge der

Führungskraft

2. Einheit: Führen und Menschen einbeziehen

– Wahrnehmung und Kommunikation

– Gespräche gestalten

– Führen in schwierigen Situationen und bei Konflikten

– Gruppenprozesse und Projekte steuern

3. Einheit: Führen und Werte leben

– Führung und Ethik

– Philosophie und Leitbild der Organisation

– Werte und Menschenbild der Führungskraft und

der Menschen in der Organisation

4. Einheit: Führen und Aufgaben managen

– Führen mit Zielen

– Organisation und Veränderungen steuern

– Qualitätsmanagement und Verbesserungsprozesse

5. Einheit: Führen und sich selbst steuern

– Selbstmanagement

– Zeitmanagement

Termine 1. Einheit: Montag, 28. März bis

Mittwoch, 30. März 2011

2. Einheit: Montag, 2. Mai bis

Mittwoch, 4. Mai 2011

3. Einheit: Montag, 27. Juni bis

Mittwoch, 29. Juni 2011

4. Einheit: Montag, 19. September bis

Mittwoch, 21. September 2011

5. Einheit: Montag, 14. November bis

Mittwoch 16. November 2011

Beginn am 1. Tag: jeweils 10 Uhr

Ende am 3. Tag: jeweils 16 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 1500,–

Kosten zuzüglich Tagesverpflegung E 24,–/ Tag

Dozent / in Dr. Karl Kreuser

Geschäftsführer von SOKRATeam

Susanne Krumm

Diplom-Soziologin, Betriebswirtin (VWA),

Personal- und Organisationsentwicklerin,

Weiterbildung im Bereich Sozialmanagement,

Transaktionsanalyse für Organisationsberatung

Während der Seminartage stehen Ihnen

die Dozentin und der Dozent auch für

persönliche Beratungen zur Verfügung.

Lehrgangs- Johannes Bahl

leitung Diplom-Pädagoge, Kunstpädagoge M. A.

Betriebswirt (IWW), Leiter Bildung & Beratung

Zielgruppe Führungskräfte in sozialen Organisationen,

die als Bereichs- oder Abteilungsleiter / innen

tätig sind, oder Fachkräfte, die sich auf eine

zukünftige Führungsaufgabe vorbereiten

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen

Kursnummer 111040

Anmeldung bis 24. Februar 2011

Die ausführliche Ausschreibung finden Sie im Internet unter

www.akademie-schoenbrunn.de

oder wenden Sie sich direkt an die Akademie Schönbrunn.

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Menschen mit geistiger Behinderung

und psychischer Krankheit

verstehen und begleiten

Modularisierte Fachweiterbildung mit Abschlusszertifikat

. Viele Menschen mit geistiger Behinderung leiden zusätzlich

unter psychischen Störungen. Eine solche Doppeldiagnose ist oft

eine schwere Belastung für die Betroffenen selbst – und eine

enorme Herausforderung für die Fachkräfte in Einrichtungen der

Be hindertenhilfe. Es ist schwierig, die Verhaltensweisen der Betroffenen

zu verstehen und einen angemessenen pädagogischen

Umgang damit zu finden.

Diese modularisierte Fachweiterbildung vermittelt Mitarbeiter

/ innen ein fundiertes Handlungswissen im Umgang mit

Menschen mit der Doppeldiagnose „geistig behindert“ und

„psychisch krank“.

In einer Einführungsveranstaltung wird Ihnen zunächst ein Überblick

über die typischen und häufigsten Probleme, Erklärungsansätze

und die Schwierigkeiten der Diagnostik vermittelt. Die

affektiven Störungen und die Schizophrenie werden hier vertieft

erörtert.

Sie haben darüber hinaus die Möglichkeit, sich mit ausgewählten

Störungsbildern in Einzelseminaren intensiv auseinanderzusetzen

und einen Praxisbezug zu Ihrem Arbeitsbereich

herzustellen. In den beiden Seminaren „Krisenintervention“

und „Fall arbeit / Praxisberatung“ erwerben Sie spezifisches

pädago gisches Handlungswissen für den Umgang mit außergewöhn

lichen Herausforderungen, denen Sie im Arbeitsalltag

mit Menschen mit geistiger Behinderung und psychischer

Krankheit begegnen. Um den Transfer in die Praxis zu gewährleisten,

erbringen die Teilnehmer / innen einen Leistungsnach-

weis in Form einer Hausarbeit oder eines Referates.

Abgerundet wird die Weiterbildung durch eine Hospitation,

die Sie in einer ausgewählten psychiatrischen Spezialabteilung

für Menschen mit geistiger Behinderung durchführen können.

Lehrgangs- Dr. med. Christian Schanze

leitung Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,

Pädagoge, Chefarzt des Krankenhauses

St. Camillus, Ursberg

24

Susanne Haug

Diplom-Pädagogin, Referentin für Fort- und

Weiterbildung, Akademie Schönbrunn

Die Veranstaltungen im Überblick (s. auch Tabelle S.26)

1. Verbindliche Einführungsveranstaltung

– Psychische Störungen bei Menschen mit Intelligenzminderung

(vgl. S. 42)

Termin: Mittwoch, 6. April bis

Donnerstag, 7. April 2011

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 180,– (für FWS-Mitarbeiter

/ innen E 160,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent: Dr. med Christian Schanze

2. Störungsbilder

Um ein Zertifikat zu erwerben, müssen vier der unten genannten

Fortbildungen belegt werden. Die ausführlichen Seminar-

ausschreibungen können Sie auf den angegebenen Seiten in

diesem Programm einsehen. Veranstaltungen, die zu den

entsprechenden Themen in der Akademie Schönbrunn bereits

besucht wurden, können auf Anfrage angerechnet werden.

– Impulse und Zwänge. Über Tics, Stereotypien, Rituale,

Zwänge und Kleptomanie, Pyromanie, Horten, Vermüllen

(vgl. S. 41)

Termin 1: Dienstag, 25. Januar bis Mittwoch, 26. Januar 2011

Termin 2: Donnerstag, 30. Juni bis Freitag, 1. Juli 2011

Termin 3: Donnerstag, 26. Januar bis Freitag, 27. Januar 2012

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 180,– (für FWS-Mitarbeiter

/ innen E 160,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent / in: Dr. med. Svetlana Panfilova, Dr. med. Christian

Schanze

– Umgang mit geistiger Behinderung und Demenz (vgl. S. 44)

Termin: Freitag, 6. Mai 2011

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 90,– (für FWS-Mitarbeiter

/ innen E 80,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent: Dr. med. Christian Schanze

– Menschen mit geistiger Behinderung und

Borderline-Störung. Heilpädagogisches Handeln

im Kontext des pädagogischen Alltags (vgl. S. 47)

Termin: Freitag, 10. Juni 2011

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 90,– (für FWS-Mitarbeiter

/ innen E 80,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent: Patrick Maschkowitz

– Alkoholkrankheit bei Menschen

mit Intelligenzminderung (vgl. S. 47)

Termin: Montag, 27. Juni 2011

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 90,– (für FWS-Mitarbeiter

/ innen E 80,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent: Dr. med. Vitalij Kazin


– Autismus und Intelligenzminderung (vgl. S. 50)

Termin: Donnerstag, 29. September 2011

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 90,– (für FWS-Mitarbeiter

/ innen E 80,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent: Dr. med. Manfred Koniarczyk

– Ernährung und Übergewicht bei Menschen mit

Behinderung (vgl. S. 50)

Termin: Dienstag, 4. Oktober 2011 bis

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 180,– (für FWS-Mitarbeiter

/ innen E 160,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent/innen: Bettina Beggel, Jutta Kirchberger;

Dr. med. Christian Schanze

– Somatische Erkrankungen und ihre psychische

Symptomatik bei Menschen mit Intelligenzminderung

(vgl. S. 53)

Termin: Donnerstag, 27. Oktober 2011 bis

Freitag, 28. Oktober 2011

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 180,– (für FWS-Mitarbeiter

/ innen E 160,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent: Dr. med. Christian Schanze

– Verhaltensauffälligkeiten bei Menschen mit

geistiger Behinderung (vgl. S. 54)

Termin: Donnerstag, 10. November 2011

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 90,– (für FWS-Mitarbeiter

/ innen E 80,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent: Dr. med. Christian Schanze

– Depression und Angst bei Menschen mit

geistiger Behinderung (vgl. S. 54)

Termin: Freitag, 11. November 2011

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 90,– (für FWS-Mitarbeiter

/ innen E 80,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent: Dr. med. Christian Schanze

– Der richtige Umgang mit Medikamenten,

insbesondere Psychopharmaka (vgl. S. 55)

Termin: Donnerstag, 17. November 2011

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 90,– (für FWS-Mitarbeiter

/ innen E 80,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent: Dr. med. Holger Schmidt

3. Pädagogische Vertiefung

Diese Fortbildungen sind zur Erlangung eines Zertifikates alle

verbindlich.

– Krisen und Krisenintervention bei

Menschen mit geistiger Behinderung

Termin: Freitag, 27. April 2012

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 90,– (für FWS-Mitarbeiter

/ innen E 80,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin: Kordula Kraus

– Fallbesprechungen

Termin: Mittwoch, 9. Mai 2012

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 90,– (für FWS-Mitarbeiter

/ innen E 80,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent: Dr. med. Christian Schanze

– Geistige Behinderung – psychische Krankheit,

Eine Herausforderung für die Pädagogik

Termin: Donnerstag, 19. Juli bis Freitag, 20. Juli 2012

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 150,– (für FWS-Mitarbeiter

/ innen E 130,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozenten: Dr. med. Christian Schanze, Alois Grüter

– Hospitation (individuell vereinbar)

3 Tage

Die ausführliche Ausschreibung finden Sie im Internet unter

www.akademie-schoenbrunn.de

oder wenden Sie sich direkt an die Akademie Schönbrunn.

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Modularisierte Fachweiterbildung

„Menschen mit geistiger Behinderung und

psychischer Krankheit verstehen und begleiten“

1 Pflichtseminar

Die Belegung der Seminare ist frei wählbar.

4 aus 10 Seminaren

3 Pflichtseminare +

Hospitation + Hausarbeit

1. Einführungsveranstaltung (zur Erlangung eines Zertifikates verbindlich!)

Psychische Störungen

bei Menschen mit

Intelligenzminderung

06. – 07.04.2011 [S. 42]

2. Störungsbilder (zur Erlangung eines Zertifikates müssen 4 dieser Seminare belegt werden)

Impulse und Zwänge

Termin 1: 25. – 26.01.2011

Termin 2: 30.06. – 01.07.2011

Termin 3: 26. – 27.01.2012

[S. 41]

Autismus und

Intelligenzminderung

29.09.2011 [S. 50]

Depression und Angst

bei Menschen mit

geistiger Behinderung

16.11.2010 [S. 54]

Umgang mit geistiger

Behinderung und Demenz

06.05.2011 [S. 44]

Ernährung und Übergewicht

bei Menschen mit Behinderung

04. – 05.10.2011 [S. 50]

Der richtige Umgang mit

Medikamenten, insbe-

sondere Psychopharmaka

17.11.2011 [S. 55]

Menschen mit

geistiger Behinderung und

Borderline-Störung

10.06.2011 [S. 47]

Somatische Erkrankungen

und ihre psychische Symptomatik

bei Menschen mit

Intelligenzminderung

27. – 28.10.2011 [S. 53]

3. Pädagogische Vertiefung (zur Erlangung eines Zertifikates alle verbindlich!)

Krisen und Kriseninter-

vention bei Menschen

mit geistiger Behinderung

27.04.2012 [S. 60]

Hospitation, 3 Tage

(individuell vereinbar)

Menschen mit

geistiger Behinderung und

psychischer Krankheit

verstehen und begleiten –

Fallbesprechungen

09.05.2012 [S. 66]

Leistungsnachweis

(Referat oder Hausarbeit)

Geistige Behinderung,

psychische Krankheit –

Eine Herausforderung

für die Pädagogik

19. – 20.07.2012 [S. 73]

!

Alkoholkrankheit

bei Menschen

mit Intelligenzminderung

27.06.2011 [S. 47]

Verhaltensauffälligkeiten

bei Menschen mit

geistiger Behinderung

14.11.2010 [S. 54]


Hygienebeauftragte/r

In den Pflegeeinrichtungen werden die Pflegeleistungen mit

immer knapperen Mitteln erbracht, wobei die zu pflegenden

Personen vor Infektionen geschützt werden müssen. Hierzu ist

einwandfreies hygienisches Arbeiten notwendig. Aufgrund der

Hochaltrigkeit der Bewohner/innen muss auch mit einer höheren

Erkrankungsrate und Anfälligkeit gerechnet werden. Somit

kommt dem Einhalten von Hygienestandards nicht nur im

Sinne der Qualitätssicherung eine große Bedeutung zu, sondern

vor allem im Hinblick auf die Erhaltung der Gesundheit der

anvertrauten Menschen.

In diesem Lehrgang werden die Teilnehmer/innen im Umgang

mit relevanten Themen der stationären Hygiene geschult. Die

Weiterbildung vermittelt Kenntnisse über grundlegende Aspekte

von Hygienestandards in den Pflegeeinrichtungen und orientiert

sich am Bayerischen Rahmenhygieneplan.

Insbesondere soll die Entwicklung eigener Standards gefördert

werden. Hierbei werden Ressourcen und Möglichkeiten ermittelt

und es wird aufgezeigt, wie hygienesichernde Maßnahmen in

den jeweiligen Einrichtungen umgesetzt werden können.

Als Themen werden folgende Teilbereiche aufgearbeitet:

– Grundlagen der Hygiene und Mikrobiologie

– Grundlagen der Hygiene in der stationären, teilstationären

und ambulanten Altenhilfe

– Rechtliche Grundlagen

– Schnittstellen zur Bio- und zur Gefahrstoffverordnung

– Qualitätssicherung im Lebensmittelbereich

– Grundlagen für Heimbegehungen durch die Heimaufsicht

– Umsetzung der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts

(RKI)

– Gezielte Maßnahmen zur Infektionsverhütung in der Pflege

– Vorstellen eines sinnvollen Desinfektionsplans für die

jeweiligen Arbeitsbereiche

– Risikobeurteilung der Medizinprodukte

– Aufbereitung von Medizinprodukten und Instrumenten

– Besprechen einer Stellenbeschreibung

– Vorbereitung auf das Kolloquium einschließlich Zeitmanagement

Der Kurs orientiert sich an Methoden der Erwachsenenbildung

und bearbeitet die Themen in Workshop-Form. Die Teilnehmer/

innen sollen die eigenen Erfahrungen im Umgang mit dem jeweiligen

Arbeitsgebiet einbringen und reflektieren. Durch den

damit einhergehenden Erfahrungsaustausch sollen Potenziale

aufgezeigt werden, die den Teilnehmer/innen neue und/oder

andere Wege in der täglichen Arbeit verdeutlichen.

Die Teilnehmer/innen erhalten nach Abschluss der Weiterbildung

und Erfüllung der notwendigen Aufgabenstellungen ein ausführliches

Zertifikat.

Diese Weiterbildung befähigt die Teilnehmer/innen, in den jeweiligen

Betrieben die Grundlagen für ein Hygienemanagementsystem

zu schaffen. Im Anschluss an diesen Kurs besteht die

Möglichkeit, jedes Jahr an einem Aufbaulehrgang teilzunehmen,

der zur Vertiefung der Sachkenntnisse und zur Sensibilisierung

der Teilnehmer/innen dienen soll.

Termine Montag, 4. Juli bis Freitag, 8. Juli 2011

Kolloquium Montag, 12. Dezember 2011

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 700,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter/innen E 650,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Lehrgangs- Susanne Haug

leitung Diplom-Pädagogin, Referentin für Fort- und

Weiterbildung, Akademie Schönbrunn

Dozenten Harald Geese

staatlich geprüfter Hygieneinspektor,

Fachreferent, Fachbuchautor,

Leiter Kompetenznetzwerk Hygiene (KNH)

Prof. Dr. Manfred Wolff

Universität Witten/Herdecke

Zielgruppe pflegerische und hauswirtschaftliche

Fachkräfte in stationären Einrichtungen

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen

Kursnummer 111050

Anmeldung bis 1. Juni 2011

Die ausführliche Ausschreibung finden Sie im Internet unter

www.akademie-schoenbrunn.de

oder wenden Sie sich direkt an die Akademie Schönbrunn.

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Menschen mit Autismus

verstehen und begleiten

Modularisierte Fachweiterbildung

mit Abschlusszertifikat

Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen haben in den

letzten Jahren immer mehr Aufmerksamkeit erfahren. Nicht

zuletzt durch einige Buchveröffentlichungen betroffener Autisten

und vermehrte Medienberichte über die Besonderheiten der

autistischen Kernsymptomatik besteht mittlerweile ein großes

Interesse an spezieller Fortbildung sowohl innerhalb der Pädagogik

und Psychologie als auch im medizinischen Bereich.

Die modularisierte Fachweiterbildung vermittelt Mitarbeiter / innen

ein fundiertes Sach- und Handlungswissen im Umgang mit

autistischen Menschen sowohl ohne als auch mit Intelligenzminderung.

In einer Einführungsveranstaltung erhalten Sie einen Überblick

über die verschiedenen Erscheinungsformen der sogenannten

tiefgreifenden Entwicklungsstörungen, die diagnostischen Möglichkeiten,

aber auch die Schwierigkeiten sowie die aktuellen

Erklärungsmodelle zur Entstehung von Autismus-Spektrum-

Störungen. Es werden das „Theory of mind“-Modell und die

Bedeutung der Spiegelneuronen erläutert.

Sie haben darüber hinaus die Möglichkeit, sich mit ausgewählten

Themenfeldern zu Therapie und Förderung, Komorbidität

und den Lebenswelten autistischer Menschen zu befassen, und

zwar mit einem entsprechenden Praxisbezug zu ihrem Arbeitsfeld.

In den beiden Seminaren – „Praxisreflexion (Fallbesprechungen

und Förderplanung)“ sowie „Krisen und Kriseninterventionen” –

wird das Gelernte pädagogisch mit dem Ziel vertieft, eine für den

Arbeitsalltag ausreichende Handlungskompetenz im Umgang

mit autistischen Menschen zu erhalten.

Abschluss

Die Fachweiterbildung schließt mit einem Zertifikat ab.

Hierfür müssen folgende Veranstaltungen besucht werden:

– Einführungsveranstaltung

– Aus dem Bereich 2. Therapie und Förderung:

· eine Fortbildung aus dem Bereich TEACCH

· eine Fortbildung aus dem Bereich Kommunikation

– Aus dem Bereich 3. Komorbidität: eine Fortbildung

– Aus dem Bereich 4. Lebenswelten: eine Fortbildung

– Aus dem Bereich 5. Pädagogische Vertiefungen

müssen beide Veranstaltungen besucht werden.

– Außerdem muss ein Leistungsnachweis in Form

eines Referates oder einer Hausarbeit erbracht werden.

Die ausführlichen Seminarausschreibungen können Sie auf den

angegebenen Seiten in diesem Programm einsehen.

Veranstaltungen, die zu den entsprechenden Themen in der

Akademie Schönbrunn bereits besucht wurden, können auf

Anfrage angerechnet werden.

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Lehrgangs- Dr. med. Manfred Koniarczyk

leitung Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,

Stationsarzt der Fachabteilung Psychiatrische

Therapie für Menschen mit Intelligenzminderung

im Isar-Amper-Klinikum, Klinikum München-Ost,

langjährige Erfahrung im Bereich

der Diagnostik und Therapie von Verhaltens-

und psychischen Störungen bei Menschen

mit Intelligenzminderung

Susanne Haug

Diplom-Pädagogin, Referentin für Fort- und

Weiterbildung, Akademie Schönbrunn

Die Veranstaltungen im Überblick (s. auch Tabelle S. 30)

1. Verbindliche Einführungsveranstaltung

– Autismus-Spektrum-Störungen bei Kindern, Jugendlichen

und Erwachsenen (vgl. S. 46)

Termin: Montag, 30. Mai 2011

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 90,– (für FWS-Mitarbeiter

/ innen E 80,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent: Dr. med. Manfred Koniarczyk

2. Therapie und Förderung

TEACCH (eine Fortbildung muss besucht werden):

– Strukturierung als Hilfe zum Verstehen und Handeln

(vgl. S. 70)

Termin: Montag, 11. Juli 2011 bis Dienstag, 12. Juli 2011

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 180,– (für FWS-Mitarbeiter

/ innen E 160,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin: Antje Tuckermann

– Diagnostik und Förderung sozialer Fähigkeiten

bei Menschen mit Autismus (vgl. S. 71)

Termin: Mittwoch, 13. Juli 2011, bis Donnerstag, 14. Juli 2011

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 180,– (für FWS-Mitarbeiter

/ innen E 160,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin: Antje Tuckermann


Kommunikation (eine Fortbildung muss besucht werden):

– Förderung der Sprache bei Menschen mit Autismus

(vgl. S. 78)

Termin: Donnerstag, 20. Oktober 2011

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 90,– (für FWS-Mitarbeiter

/ innen E 80,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin: Maria Lell

– Verhaltenstherapeutisch und visuell orientierte Förderung

von Interaktion, Kommunikation und Sprache

bei Menschen mit Autismus (vgl. S. 79)

Termine: Teil 1: Freitag, 21. Oktober 2011

Teil 2: Freitag, 9. Dezember 2011

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 180,– (für FWS-Mitarbeiter

/ innen E 160,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin: Maria Lell

– Einführung in die Methode der

Gestützten Kommunikation (FC) (vgl. S. 81)

Termin: Montag, 7. bis Dienstag, 8. November 2011

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 180,– (für FWS-Mitarbeiter

/ innen E 160,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin: Ines Schicht

In Kooperation mit Autismus Oberbayern ist es möglich,

aufbauende Fortbildungen zur „Methode der Gestützten

Kommunikation (FC)“ zu absolvieren. Diese können auf

Wunsch im Zertifikat aufgeführt werden.

3. Komorbidität

(Eine Fortbildung muss besucht werden.)

– Autismus und häufige Begleiterkrankungen (vgl. S. 52)

Termin: Donnerstag, 6. Oktober 2011

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 90,– (für FWS-Mitarbeiter

/ innen E 80,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent: Dr. med. Manfred Koniarczyk

– Psychische Störungen und aggressives Verhalten

bei Menschen mit Autismus (vgl. S. 52)

Termin: Dienstag, 11. Oktober bis Mittwoch, 12. Oktober 2011

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 190,– (für FWS-Mitarbeiter

/ innen E 170,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozenten: Dr. med. Manfred Koniarczyk, Dr. med. Christian

Schanze

4. Lebenswelten

(Eine Fortbildung muss besucht werden.)

– Wohn- und Arbeitsformen für Menschen mit Autismus

(vgl. S. 74)

Termin: Montag, 19. September 2011

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 100,– (für FWS-Mitarbeiter

/ innen E 90,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent innen: Martina Schabert, Petra Hoffmann,

Kati Bernstein

– Freizeit, Freundschaft, Partnerschaft und Sexualität bei

Menschen mit Autismus (vgl. S. 82)

Termin: Montag, 14. November 2011, bis

Dienstag, 15. November 2011

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 180,– (für FWS-Mitarbeiter

/ innen E 160,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent: Stefan Müller-Teusler

– Umgang mit Angehörigen von Menschen mit Autismus

(vgl. S. 93)

Termin: Mittwoch, 16. November 2011

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 90,– (für FWS-Mitarbeiter

/ innen E 80,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent: Stefan Müller-Teusler

5. Pädagogische Vertiefung:

(Beide Fortbildungen sind zur Erlangung des Zertifikates

verbindlich.)

– Praxisreflexion (Fallbesprechungen und Förderplanung)

(vgl. S. 59)

Termin: Donnerstag, 29. März 2012, bis

Samstag, 31. März 2012

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 230,– (für FWS-Mitarbeiter

/ innen E 200,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag,

Dozentin: Antje Tuckermann

– Krisen und Krisenintervention bei Menschen mit Autismus

(vgl. S. 67)

Termin: Donnerstag, 3. Mai 2012

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 90,– (für FWS-Mitarbeiter/

innen E 80,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag,

Dozentin: Kordula Kraus

Die ausführliche Ausschreibung finden Sie im Internet unter

www.akademie-schoenbrunn.de

oder wenden Sie sich direkt an die Akademie Schönbrunn.

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Modularisierte Fachweiterbildung

„Menschen mit Autismus verstehen und begleiten“

Die Belegung der Seminare können Sie frei wählen! 1 Pflichtseminar

1 aus 2

1 aus 3

1 aus 2

1 aus 3

2 Pflichtseminare +

Leistungsnachweis

1. Einführungsveranstaltung (zur Erlangung eines Zertifikates verbindlich)

Autismus-Spektrum-

Störungen bei Kindern,

Jugendlichen und

Erwachsenen

30.05.2011 [S. 46]

2. Therapie und Förderung

TEACCH (1 Seminar muss belegt werden)*

Strukturierung als Hilfe

zum Verstehen und Handeln

11. – 12.07.2011 [S. 70]

Förderung der Sprache bei

Menschen mit Autismus

22.10.2010 [S. 78]

5. Pädagogische Vertiefung (zur Erlangung eines Zertifikates alle verbindlich)

Praxisreflexion

(Fallbesprechungen &

Förderplanung)

29. – 31.05.2012 [S. 59]

Leistungsnachweis

(Referat oder Hausarbeit)

Diagnostik und Förderung

sozialer Fähigkeiten bei

Menschen mit Autismus

13. – 14.07.2011 [S. 71]

Kommunikation (1 Seminar muss belegt werden)

3. Komorbidität (1 Seminar muss belegt werden)

Autismus und häufige

Begleiterscheinungen

06.10.2011 [S. 52]

Psychische Störungen und

aggressives Verhalten

bei Menschen mit Autismus

11. – 12.10.2011 [S. 52]

4. Lebenswelten (1 Seminar muss belegt werden)

Wohn- und Arbeitsformen

für Menschen mit Autismus

19.09.2011 [S. 74]

Verhaltenstherapeutisch

und visuell orientierte

Förderung von Interaktion,

Kommunikation und

Sprache bei Menschen

mit Autismus

Teil 1: 21.10.2011

Teil 2: 09.12.2011 [S. 79]

Freizeit, Freundschaft,

Partnerschaft, Sexualität

bei Menschen mit Autismus

14. – 15.11.2011 [S. 82]

Krisen und Krisenintervention

bei Menschen

mit Autismus

03.05.2012 [S. 67]

Einführung in die Methode

der Gestützten Kommunikation

(FC)**

07. – 08.11.2011 [S. 81]

Umgang mit Angehörigen

von Menschen mit Autismus

16.11.2011 [S. 93]

* Ab 2012 ist eine eigene TEACCH-Weiterbildung in Kooperation mit Team Autismus GbR geplant (vgl. S. 36)

** Die Belegung weiterführender Veranstaltungen in Kooperation mit „autismus Oberbayern” ist möglich.


Menschen mit Behinderung

verstehen und begleiten

Fachweiterbildung als Einführung für Nicht-

fachkräfte

Mitarbeiter/innen ohne pädagogische Fachausbildung sind eine

unverzichtbare Säule in Einrichtungen der Behindertenhilfe.

In dieser Fachweiterbildung sollen sie eine Einführung in heil-

pädagogische Arbeitsweisen erhalten und Grundprinzipien

heilpädagogischen Arbeitens kennenlernen. Dafür werden

Problemfelder und Handlungskonsequenzen so behandelt, dass

sie Handlungsorientierung und Handlungssicherheit erhalten.

Folgende Themen und Fragestellungen werden bearbeitet:

– Was ist Behinderung und von welchen persönlichen und

sozialen Bedingungen gehen wir bei Personen aus, die als

geistig behindert bezeichnet werden?

– Wie können Kommunikation, Beziehung und Dialog mit

diesem Personenkreis gelingen?

– Welche Haltung setzen wir bei Mitarbeiter/innen dafür

voraus?

– Welche Grundsätze sind in der Arbeit mit behinderten

Menschen generell, welche speziell in der Arbeit mit

Menschen, die als geistig behindert gelten, zu beachten?

Was ist wesentlich für ihre Pflege, Assistenz, Betreuung,

Begleitung und Förderung?

– Was ist zu beachten, wenn besondere psychische oder

Verhaltensprobleme vorliegen?

– Welche rechtlichen Rahmenbedingungen müssen auch

Hilfskräfte beachten?

1. Einheit: Dienstag, 27. September 2011 bis

Mittwoch, 28. September 2011

Menschsein und Behinderung

– Menschenbild, Grundbedürfnisse und Menschenrechte

in der BRD

– Überblick über unterschiedliche Verständnisse und Denk-

modelle von Behinderung bis hin zum heute gültigen

bio-psycho-sozialen Verständnis von Behinderung und

Inklusion als umfassendes Denkmodell mit Recht auf

Selbstbestimmung, Teilhabe, Beteiligung und Assistenz

– Konsequenzen für das Selbstverständnis von Mitarbeiter/innen

und für die Betreuung und Begleitung im Alltag:

Assistenz und Anwaltschaft

Grundlegende Prinzipien in der Arbeit mit Menschen

mit Behinderung

– für eine dialogische Beziehungsgestaltung,

– für Assistenz und Begleitung durch Mitarbeiter/innen als Voraussetzung

für Selbstbestimmung und Eigenverantwortung

des Menschen mit Behinderung

– für die Gestaltung von Lernprozessen

– für die Gestaltung von Kontextbedingungen

– für den Umgang mit Nähe und Distanz

Dozentin: Lilo Nitz

Diplom-Sozialpädagogin, Heilpädagogin,

Diplom-Supervisorin

2. Einheit: Mittwoch, 19. Oktober 2011 bis

Freitag, 21. Oktober 2011

Verstehen und Verstandenwerden von Menschen mit

Behinderung

– Allgemeine Grundlagen von Kommunikation

und Gesprächsführung

– Überblick über Formen unterstützter Kommunikation:

Basale Formen der Kommunikation, FC, Gesten und

Gebärden, Zeichen, Bilder und Piktogramme,

elektronische Kommunikationshilfen usw.

– Wesentliche Fakten für eine gelingende Gesprächsführung

Überblick über Behinderungsarten und besondere Heraus-

forderungen:

– Ursachen und Erscheinungsbilder von Behinderung

im Überblick

– Psychische Erkrankungen neben der Behinderung

als Herausforderung

– Aggressionen und andere Verhaltensauffälligkeiten

als Herausforderung

– Autismus oder autistische Verhaltensweisen

als besondere Herausforderung

– Alter und Demenz als besondere Herausforderung

für Mitarbeiter/innen

Dozentinnen: Lilo Nitz

Diplom-Sozialpädagogin, Heilpädagogin,

Diplom-Supervisorin

Dr. med. Svetlana Panfilova

Ärztin und szenisch-systemische Beraterin

3. Einheit: Dienstag, 29. November 2011 bis

Mittwoch, 30. November 2011

Lernen und Leistung im Leben behinderter Menschen

– Lernen und Bildung als Menschenrecht

– Lern- und Leistungsmotivation als Folge

gelingender Beziehung

– Selbstwirksamkeit als Basis für Sinnerfahrung und

als Voraussetzung für Leistung und Erfolg im Leben

– Grundlegende Prinzipien für Lern- und Förderprozesse

bei Menschen mit Behinderung

Rechte und Pflichten der Mitarbeiter/innen

– Pädagogisches Handeln im Spannungsfeld

von Aufsichtspflicht und Haftung

– Rechtliche Fakten für Arbeitnehmer/innen

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Gesundheit und Wohlbefinden durch Pflege und Beziehung

– Wohnen, Arbeit und Freizeit als Basis für Wohlbefinden

– Regelkreise der Lebensführung und Prinzipien

der Lebensordnung

– Kohärenz und Resilienz als pädagogische Aspekte der Pflege

– Wohn- und Lebensform als Menschenrecht

– Prinzipien gelingender Lebensgestaltung auch

für Menschen mit Behinderung

– Die Bedeutung von Arbeit und Freizeit auch für Menschen

mit Behinderung

Dozentin: Lilo Nitz

Diplom-Sozialpädagogin, Heilpädagogin,

Diplom-Supervisorin

Mitarbeiter/innen, die mit pflegebedürftigen Menschen

arbeiten, wird das Seminar „Pflegegrundkurs für nicht-

examinierte Pflegekräfte“ (S. 48) empfohlen.

Kurszeiten täglich von 9 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 550,–

Kosten (für FWS Mitarbeitern/innen E 500,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,–/Tag

Lehrgangs Lilo Nitz

leitung Diplom-Sozialpädagogin, Heilpädagogin,

Diplom-Supervisorin, langjährige Erfahrung

in Erwachsenenbildung und als Lehrerin für

soziale Berufe

Zielgruppe Nichtfachkräfte in der Behindertenhilfe

Kursnummer 111060

Anmeldung bis 20. August 2011

Die Fachweiterbildung ist nur

als Gesamtmodul buchbar.

Die ausführliche Ausschreibung finden Sie im Internet unter

www.akademie-schoenbrunn.de

oder wenden Sie sich direkt an die Akademie Schönbrunn.

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Fachberater/in Aggression

Fallberatung von Einzelnen und Teams in der Begleitung

von Menschen mit geistiger Behinderung

und aggressivem Verhalten

Ziel der Fachweiterbildung

Gerade in kleineren Wohneinrichtungen oder Werkstätten für

Menschen mit einer geistigen Behinderung werden häufig

keine eigenen Fachdienste vorgehalten. Hier stellen fremd- und

selbstaggressive Verhaltensweisen von Bewohner/innen oder

Beschäftigten die sie begleitenden Mitarbeiter/innen vor große

psychische und physische Probleme, da diesen kurzfristig keine

Hilfe durch Beratung angeboten werden kann.

Diese Fachweiterbildung will pädagogische und psychologische

Fachkräfte in der Behindertenhilfe befähigen, einzelne Mitarbeitende

oder Teams in der Begleitung von Menschen mit einer

geistigen Behinderung und herausfordernden Verhaltensweisen

zu beraten und somit eine nachhaltige Verbesserung der Lebens-

und/oder Arbeitssituation des betroffenen Menschen und

der Betreuungssituation der Mitarbeitenden zu erreichen.

Inhalte der Fachweiterbildung sind u. a.:

Fachkompetenz

– Menschenbild und Haltung, mit denen Menschen mit

geistiger Behinderung begegnet wird

– Grundlagen zum Verständnis von stereotypen,

selbstverletzenden und aggressiven Verhaltensweisen

bei Menschen mit geistigen Behinderungen

– Wahrnehmungsstörungen und die Bedeutung

„isolierender Bedingungen“

– Einführung in Methoden der

„prophylaktischen Deeskalation“

– Arbeit mit Menschen mit autistischen Verhaltensweisen

(u. a. TEACCH-Modell)

– Übersicht über heilpädagogische und (verhaltens)therapeu-

tische Verfahren in der Begleitung von Menschen mit

geistiger Behinderung wie Rehistorisierung, Biografiearbeit,

Reinszenierung, Spiegeln usw.

– Systemische Aspekte der Begleitungsarbeit

– Umgang mit Krisen und Krisenmanagement (Gefährdungsbogen,

Notfallmeldung, „Ampelschema“)

– Hinweise zur körperlichen Deeskalation

– Auseinandersetzung mit den Polen Selbstbestimmung

(Freiheit) und Begrenzung (Sicherheit)

– Abgrenzung therapeutischer Verfahren zur Fallberatung

im pädagogischen Alltag

– Hinweise zu weiterführender Literatur


Beratungskompetenz

– Einführung und Einübung in ein Beratungsgespräch

– Grundregeln der Gesprächsführung

– Aspekte der Transaktionsanalyse und des Dramadreiecks

– Lösungsorientierte versus prozessorientierte Beratung

– Beratung von Einzelnen und Gruppen

– Analyse sozialer Situationen (besonders in Teams)

– Möglichkeiten und Grenzen der Wahrnehmungserweiterung

und -schulung

– Methoden zur Wahrnehmungserweiterung und

in der Fallberatung

– Umgang mit Interessen- und Rollenkonflikten

– Die Haltung des Beraters/der Beraterin

– Abgrenzung der Fallberatung im pädagogischen Alltag

zu Supervision und vergleichbaren Beratungsangeboten

– Hinweise zu weiterführender Literatur

Diese und weitere Inhalte werden in einer engen Theorie-Praxis-

Verbindung vermittelt. Dazu erhält der/die Teilnehmer/in nach

jedem Kursabschnitt eine konkrete Aufgabe für die Praxisphase,

die im jeweilig nachfolgenden Kursabschnitt vorgestellt und

beraten wird.

Aufbau

– Die Fachweiterbildung findet in insgesamt drei jeweils drei-

tägigen und einem viertägigen Seminarabschnitt statt. In den

Praxisphasen zwischen den einzelnen Kursblöcken werden

erlernte Kompetenzen angewandt und durch eine kollegiale

Beratungsgruppe, die sich zwischen den Kursblöcken

jeweils zweimal dreistündig trifft, vertieft.

– Die Fachweiterbildung schließt mit einer Hausarbeit und

einem Colloquium ab.

– Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten die Absolvent/innen

ein Zertifikat.

– Die Durchführung von Fallberatung wird nach erfolgreicher

Teilnahme im Sinne dieser Fachweiterbildung – unter regelmäßiger

Kontrollsupervision – zugelassen.

Termine

1. Einheit: Dienstag, 4. Oktober bis

Donnerstag, 6. Oktober 2011

2. Einheit: Montag, 23. April bis

Mittwoch, 25. April 2012

3. Einheit: Montag, 24. September bis

Mittwoch 26. September 2012

4. Einheit: Montag, 22. April bis

Donnerstag, 25. April 2013

Kurszeiten 1. Tag: 10 –19 Uhr

2. Tag: 9 –19 Uhr

3. Tag: 9 –17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 1400,–

Kosten zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent Heiner Bartelt

Diplom-Pädagoge, Lehramt für Sonder-

schulen, Supervisor, ca. 30 Jahre Arbeit in der

stationären Behindertenhilfe, Bereichsleiter

bei einem diakonischen Träger im Ruhrgebiet

für ambulante und stationäre Hilfen für

Kinder und Jugendliche mit Behinderung,

mehrere Veröffentlichungen zum Thema

Lehrgangs- Johannes Bahl

leitung Diplom-Pädagoge, Kunstpädagoge M.A., Betriebswirt

(IWW), Leiter Bildung & Beratung

Teilnahme- Teilnehmen können Mitarbeiter/innen mit

voraussetzung einer pädagogischen Fachschul- oder (Fach-)

Hochschulausbildung und mindestens dreijähriger

Berufserfahrung in einem Praxisfeld

der Behindertenhilfe

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen

Kursnummer 111070

Anmeldung bis 1. September 2011

33

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Als Abteilungsleitung in einer

WfbM Führungsverantwortung

wahrnehmen

Als Abteilungsleiter/in in der WfbM übernehmen Sie Führungsverantwortung

auf der mittleren Ebene. Zwischen Gruppen-

und Werkstattleitung sorgen Sie für ein gutes Zusammenwirken

der verschiedenen Funktionen und Betriebsteile sowie einen

möglichst störungsfreien Ablauf in Ihrem Verantwortungsbereich.

Unterschiedliche und sich zum Teil widersprechende Erwartungen

von Mitarbeiter/innen, Klient/innen, Vorgesetzten

und Kund/innen werden an Sie gerichtet, denen Sie auf Ihre

Weise gerecht werden müssen. Dies gelingt dann am besten,

wenn Ihre Funktion und Rolle ausreichend klar definiert sind

und Sie aus einer gefestigten Position heraus agieren können.

Die Fortbildungsreihe bietet Ihnen Zeit und Raum, um im Kreis

von Kolleg/innen der mittleren Führungsebene Ihre Führungs-

rolle und Ihr Leitungshandeln zu reflektieren und weiterzuent-

wickeln.

Inhalte

Leitungsverständnis definieren und gestalten

– Das eigene Selbstverständnis als Führungskraft mit seinen

Auswirkungen auf den Führungsalltag wahrnehmen

– Umgang mit Erwartungen von Mitarbeiter/innen, Beschäftigten,

Vorgesetzten, Kund/innen u. a. und die Gestaltung von

Rollenkonflikten

– Eigene Stärken und persönliche Entwicklungspotenziale

nutzen

– Stellung und Rollenprofil in der Organisation und strukturelle

Verbesserungsmöglichkeiten für die Funktion überprüfen

Mitarbeiter/innen führen und das Team entwickeln

– Mitarbeiter/innen in ihr Aufgabenfeld einarbeiten,

Aufgaben anleiten und delegieren

– Die Mitarbeiter/innen durch wertschätzende und kritische

Rückmeldungen führen und eine Rückmeldekultur in der

Abteilung aufbauen

– Konflikte mit Mitarbeiter/innen und im Team aufgreifen und

angemessen bearbeiten

Teilhabe als zentralen Auftrag der WfbM ermöglichen

– Die persönliche Haltung zur Teilhabe und das entsprechende

Selbstverständnis als konzeptionelle Leitidee

– Für die eigene Abteilung eine Konzeption zur Umsetzung

der Teilhabe als Entwicklungsprozess mit den Mitarbeiter/innen

vorplanen

– Beteiligung der Mitarbeiter/innen

– Gesamtverantwortung für Abteilung und Mitverantwortung

der Mitarbeiter/innen

Arbeitsformen

Einzel- und Gruppenarbeit, Impulsreferat, Seminargespräch,

Fallarbeit, Übungen, Transferaufgaben zwischen den einzelnen

Einheiten

34

Termine und Orte

1. Einheit 28. bis 30. März 2011

in der Stiftung Liebenau

www.fortbilden-entwickeln.de

2. Einheit 11. bis 13. Juli 2011

im Dominikus-Ringeisen-Werk Ursberg

www.dominikus-ringeisen-werk.de

3. Einheit 12. bis 14. Oktober 2011

in der Akademie Schönbrunn

www.akademie-schoenbrunn.de

Beginn jeweils am 1. Tag um 10 Uhr und

Ende jeweils am 3. Tag um 16.30 Uhr

Verbindliche Kursgebühr E 750,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 700,–)

Zuzüglich Verpflegung und ggf. Unterkunft an

den jeweiligen Veranstaltungsorten

Dozent Markus Flum

Diplom-Pädagoge, Organisationsberater,

Coach

Zielgruppe Abteilungsleiter/innen, Teamleiter/innen

des Arbeits- und des Bildungsbereiches

Teilnehmerzahl maximal 14 Personen

Anmeldung bis 18. Februar 2011

Die Fortbildungsreihe ist nur

als Gesamtmodul buchbar.

Ihre Anmeldung richten Sie bitte an:

Stiftung Liebenau

fortbilden & entwickeln

Siggenweilerstraße 11

88074 Meckenbeuren

Telefon 07542 10-1266 und 1263

fortbilden.entwickeln@stiftung-liebenau.de

Die Fortbildungsreihe ist eine

Kooperationsveranstaltung zwischen:

Stiftung Liebenau

fortbilden & entwickeln

Dominikus-Ringeisen-

Werk Ursberg

Abteilung Fortbildung

Akademie Schönbrunn

Bildung & Beratung


Geprüfte Fachkraft / SPZ

Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung

in Werkstätten für behinderte

Menschen (gFAB) / Sonderpädagogische

Zusatzqualifikation (SPZ)

Die Integration von Menschen mit Behinderung in das Arbeitsleben

ist eines der Hauptanliegen der WfbM. Durch wirkungsvolle

Förderung und Begleitung soll die Leistungsfähigkeit des

Menschen mit Behinderung entwickelt, erhöht oder wiederhergestellt

werden.

Diese Aufgabe erfordert von den Fachkräften ein Höchstmaß

an fachlicher und persönlicher Kompetenz. Um die berufliche

Qualifikation der Mitarbeiter / innen einer WfbM sicherzustellen

und zu erhalten, bedarf es einer umfassenden und fundierten

Ausbildung. Der Lehrgang „Geprüfte Fachkraft zur Arbeits-

und Berufsförderung (gFAB)“ gewährleistet dies in besonderem

Maße.

Die am 1. Juli 2001 in Kraft getretene Verordnung über die

Prüfung zum anerkannten Abschluss „Geprüfte Fachkraft zur

Arbeits- und Berufsförderung in Werkstätten für behinderte

Menschen“ sieht als Inhalte für den Lehrgang und die Prüfung

folgende fünf Handlungsbereiche vor:

– Planung des Rehabilitationsverlaufs sowie der Förderung

in der Werkstatt für behinderte Menschen

– Berufs- und Persönlichkeitsförderung

– Gestaltung der Arbeit unter rehabilitativen Aspekten

– Kommunikation und Zusammenarbeit mit den Menschen mit

Behinderung und Institutionen ihres Umfelds

– Rechtliche Rahmenbedingungen der Werkstatt für behinderte

Menschen

Die Fachweiterbildung bereitet die Teilnehmer / innen auf

die Prüfung zum anerkannten Abschluss

„Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung

in Werkstätten für behinderte Menschen (gFAB)“

vor. Die Prüfung besteht aus einer schriftlichen Aufsichtsarbeit

(Klausur) sowie einer praxisbezogenen Projektarbeit mit

Präsentation und einem Prüfungsfachgespräch.

In der Akademie Schönbrunn besteht darüber hinaus

die Möglichkeit, den Abschluss der

„Sonderpädagogischen Zusatzqualifikation (SPZ)“

zu erwerben. Für Teilnehmer / innen, die diesen Abschluss

anstreben, endet der reguläre Unterricht nach der 10. Kurswoche.

Die Prüfungsvorbereitung erfolgt gemeinsam mit

den gFAB-Teilnehmer / innen in der 14. Kurswoche. Die SPZ-

Abschlussprüfung besteht aus einer schriftlichen Aufsichtsarbeit

(Klausur), die für SPZ- und gFAB-Teilnehmer / innen gleichermaßen

zu bearbeiten ist, sowie aus den eigenständigen

SPZ-Prüfungsteilen Prüfungsfachgespräch und Präsentation

in der 15. und 16. Kurswoche.

Seit einigen Jahren verändern sich die Bevölkerungsgruppen,

die in eine WfbM aufgenommen werden wollen. Um diesen

Herausforderungen begegnen zu können, bietet die Akademie

Schönbrunn allen Teilnehmer / innen (gFAB und SPZ) an, sich –

über die vermittelten Grundlagen hinaus – intensiv mit folgenden

Zielgruppen und deren Bedarfen zu befassen:

– „Menschen mit geistiger Behinderung und

Verhaltensauffälligkeit“

– „Menschen mit psychischer Erkrankung“

– „Menschen mit Körperbehinderung“

– „Menschen mit Autismus“

– „Menschen mit Schädel-Hirn-Trauma“

Ab der 11. Lehrgangswoche wird für die Teilnehmer / innen,

die den Abschluss „Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung“

anstreben, die Arbeit in Projekten im Vordergrund

stehen. Schwerpunkte im Unterricht werden sein: Die gFAB als

Führungskraft, Vertiefung Förderplanung, die WfbM vor neuen

Herausforderungen

Der zeitliche Umfang des Lehrgangs „Geprüfte Fachkraft zur

Arbeits- und Berufsförderung (gFAB)“ beträgt 800 Stunden.

Der zeitliche Umfang für den Abschluss der

„Sonderpädago gischen Zusatzqualifikation (SPZ)“

beträgt 580 Stunden und wird im Lehrgang „Geprüfte Fachkraft

zur Arbeits- und Berufsförderung“ absolviert.

Fortsetzung nächste Seite �

35

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Stundenverteilung „Geprüfte Fachkraft zur Arbeits-

und Berufsförderung (gFAB)“:

14 Kurswochen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 560 Stunden

(inkl. Prüfungsvorbereitung und

Praxiserprobung in WfbM)

Vertiefungsseminare . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84 Stunden

3 Praxisarbeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48 Stunden

1 Referat: Spezialisierung / Zielgruppe . . . . . . . . . . . 8 Stunden

1 Projektarbeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 100 Stunden

Insgesamt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 800 Stunden

Stundenverteilung „Sonderpädagogische

Zusatzqualifikation (SPZ)“:

11 Kurswochen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 440 Stunden

(inkl. Prüfungsvorbereitung)

Vertiefungsseminare . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84 Stunden

3 Praxisarbeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48 Stunden

1 Referat: Spezialisierung / Zielgruppe . . . . . . . . . . . 8 Stunden

Insgesamt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 580 Stunden

Die Akademie Schönbrunn sichert für beide Abschlüsse den

Transfer der Wissensinhalte in die Praxis durch Mentorenbegleitung

und Vertiefungsgruppen in den WfbMs der Lehrgangsteilnehmer

/ innen.

Die Akademie Schönbrunn erfüllt die Standards für die Qualifizierung

„(Geprüfte) Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung

in Werkstätten für behinderte Menschen“, die im Januar 2005

von der BAG:WfbM und den unterzeichnenden Fachverbänden

der Freien Wohlfahrtspflege verabschiedet wurden.

Anmeldung

Ein Einstieg in den Laufenden Kurs ist nicht möglich.

Der neue Kurs beginnt im Frühjahr 2012.

Bitte fordern Sie ab Herbst 2011 die ausführliche

Ausschreibung an oder informieren Sie sich im Internet unter:

www.akademie-schoenbrunn.de

36

§ §

Wichtige Steuertipps!

§

Fortbildungskosten, d. h. Aufwendungen, die ein Arbeitnehmer

leistet, um seine Kenntnisse und Fähigkeiten im ausgeübten

Beruf zu erhalten oder zu erweitern, sind als Werbungskosten

voll absetzbar.

Ausbildungskosten, d. h. Aufwendungen für den Erwerb von

Kenntnissen, die als Grundlage für einen noch nicht aus-

geübten Beruf notwendig sind, können als Sonderausgaben

im Kalenderjahr abgesetzt werden.

Förderung von Menschen mit

Autismus nach dem TEACCH-

Ansatz – in Kooperation mit

Team Autismus GbR

Vorankündigung

Der TEACCH-Ansatz zur Förderung von Menschen mit Autismus

ist ein pädagogischer Ansatz, der die kognitiven Fähigkeiten

und besonderen Schwierigkeiten in der Informationsverarbeitung

berücksichtigt, die mit Autismus typischerweise einhergehen

und die Einfluss auf das Verhalten und Lernen haben. Ausgehend

von wissenschaftlichen Erkenntnissen über Autismus zum

einen und einer umfassenden Förderdiagnostik zum anderen,

werden Interventionen individuell entwickelt. Diese beinhalten

neben Angeboten zur direkten Entwicklungsförderung auch

die Gestaltung der Umwelt, um die jeweiligen Stärken optimal

zu nutzen und die Auswirkungen der Schwächen zu minimieren.

Ziel ist es, die Welt mit Bedeutung zu füllen, Zusammenhänge

erkennbar zu machen und durch ein Verstehen ein effektives

und selbständiges Handeln zu ermöglichen.

In dieser umfassenden Lehrgangsreihe erhalten die Teilnehmer/

innen die Möglichkeit, die vielfältigen Aspekte des TEACCH-

Ansatzes kennenzulernen und sich mit der Umsetzung in ihrem

eigenen Praxisfeld auseinanderzusetzen. Die Lehrgangsreihe

zeichnet sich besonders durch die Praxisanteile aus, bei denen

mit konkreten Klient/innen gearbeitet wird oder zielgerichtete

direkte Fallarbeit in den Weiterbildungsteilen beinhaltet ist. So

erwerben die Teilnehmer/innen ein fundiertes Fach- und Praxiswissen

zum TEACCH-Ansatz und können ihre Erfahrungen

unmittelbar in ihrem Praxisfeld umsetzen.

Die Fachweiterbildung dauert drei Jahre (Beginn Herbst 2012)

und besteht aus sieben Fortbildungsblöcken zu je drei Tagen.

Das Curriculum umfasst folgende Themenbereiche: Grundlagen,

Structured Teaching, Kommunikation, soziale Kompetenzen,

formelle und informelle Förderdiagnostik sowie Umgang mit

herausforderndem Verhalten.

Das praktische Training und ein Fallseminar sind ebenfalls

Bestandteil der Weiterbildung.


5 Pflichtseminare 1 Pflichtseminar

1 Pflichtseminar

Förderung von Menschen mit Autismus nach dem TEACCH-Ansatz –

in Kooperation mit Team Autismus GbR

1 aus 2

1. Einführung

Strukturierung als Hilfe zum Verstehen und Handeln:

Förderung von Menschen mit Autismus nach

dem Vorbild des TEACCH-Modells

2012

2. Diagnostik und Förderung

Diagnostik und Förderung sozialer Fähigkeiten

bei Menschen mit Autismus

2013

Von der förderdiagnostischen Beobachtung

zu individuellen Angeboten:

Praktisches Training zur Arbeit nach TEACCH

Praktisches Training unter Beteiligung

von Menschen mit Autismus

2013

Diagnostik und Förderung spontaner Kommunikation

bei Menschen mit Autismus:

Das TEACCH Communication Curriculum

2013

Praxisreflexion

2014

Einführung in die diagnostischen Verfahren des

TEACCH-Ansatzes CARS (Autismus-Schätzskala);

PEP-R (Entwicklungs- und Verhaltensprofil für Kinder);

AAPEP (Entwicklungs- und Verhaltensprofil

für Jugendliche und Erwachsene)

2014

3. Besondere Herausforderungen

Reflexions- und Vertiefungstage: Funktionale Verhaltensanalyse

im Umgang mit problematischem Verhalten

2014

Förderung und Unterstützung von Menschen

mit Asperger Syndrom

Strategien des TEACCH-Ansatzes

2013

Fortsetzung nächste Seite �

37

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Konkrete Inhalte:

Herbst 2012

1. Strukturierung als Hilfe zum Verstehen und Handeln:

Förderung von Menschen mit Autismus nach dem Vorbild

des TEACCH-Modells

Besonderheiten in der Wahrnehmung und Informationsverarbeitung

bei Menschen mit Autismus führen dazu, dass dieser

Personenkreis ganz besonders von strukturierenden und visuellen

Hilfen profitieren kann. Auf dieser Erkenntnis basiert der

TEACCH-Ansatz zur pädagogischen Förderung autistischer

Menschen, der seit über 30 Jahren in den USA erprobt und

weiterentwickelt wird. Structured Teaching, die Strukturierung

in der pädagogischen Förderung und im Alltag, gehört daher

zu den grundlegenden Elementen der Arbeit nach dem TEACCH-

Ansatz. Im Rahmen dieses Seminars werden zunächst die theoretischen

Grundlagen und Konzepte des TEACCH-Ansatzes vorgestellt.

Der Schwerpunkt liegt danach auf der Methode des

Structured Teaching. Die Teilnehmer/innen erhalten Hinweise

und Hilfen zur Entwicklung von Strukturierungsmaßnahmen sowie

zu deren praktischer Anwendung. Anhand vieler Praxisbeispiele

werden Umsetzungsmöglichkeiten aus unterschiedlichen

Bereichen der Betreuung und Förderung dargestellt. Auf dieser

Grundlage erhalten die Teilnehmer/innen Gelegenheit, Anwendungsmöglichkeiten

für ihre eigene Praxis zu diskutieren, Ideen

zu entwickeln und ggf. selbst Materialien zu erstellen. Praktische

Übungen und Gruppenarbeit ergänzen und vertiefen die theoretische

Erarbeitung der Inhalte.

2013

2. Diagnostik und Förderung sozialer Fähigkeiten bei

Menschen mit Autismus

In diesem Seminar beschäftigen wir uns systematisch und

detailliert mit den grundsätzlichen Fähigkeiten und Voraus-

setzungen zur sozialen Interaktion, die insbesondere Menschen

mit Autismus und ähnlichen Entwicklungsbehinderungen oft

fehlen. Mit Hilfe eines Erhebungsbogens für soziale Fähigkeiten

(„Social Skills Assessment“) lassen sich nicht nur grundlegende

Defizite erkennen, sondern auch geeignete Ansatzpunkte für

eine Förderung der sozialen Interaktion identifizieren. Der Erhebungsbogen,

der von einer Mitarbeiterin im TEACCH Programm

entwickelt wurde, kann für Betroffene mit unterschiedlichem

Funktionsniveau und bei jeder Altersgruppe eingesetzt werden.

Die Teilnehmer/innen lernen dieses entwicklungsorientierte

diagnostische Instrument kennen und anwenden. Anhand von

eigenen Fallbeispielen wird der Umgang mit dem Erhebungs-

bogen geübt und eine individuelle Förderplanung erstellt. Die

Seminarteilnehmer/innen werden darin angeleitet, den Schritt

von abstrakten Förderzielen zur konkreten Gestaltung der

38

Fördersituation zu machen. Die Teilnehmer/innen erhalten zudem

einen Einblick in unsere Arbeit mit Gruppen zur Förderung

der sozialen Kompetenz, welche auf dem TEACCH-Ansatz

basiert. Vorgestellt werden sowohl das Konzept unserer „SOKO

Autismus“-Gruppen, als auch konkrete Materialien und Aktivitäten

zur sozialen Förderung von Kindern und Erwachsenen.

3. Von der förderdiagnostischen Beobachtung zu individuellen

Angeboten: Praktisches Training zur Arbeit nach

TEACCH – Praktisches Training unter Beteiligung von Menschen

mit Autismus

Im Training haben die Teilnehmer/innen Gelegenheit, Strategien

des TEACCH-Ansatzes in der praktischen Arbeit anzuwenden.

Unter Anleitung arbeiten alle in Kleingruppen direkt mit Kindern

oder Erwachsenen mit Autismus. In den praktischen Übungs-

einheiten können die Teilnehmer/innen Erfahrungen damit

sammeln, Aufgaben und Anforderungen individuell zu gestalten

und immer besser auf die Person abzustimmen, die sie fördern

wollen. Dabei kommt es genauso auf die Gestaltung der Lern-

situation an wie auf die Inhalte der Förderung. Die praktische

Arbeit bezieht sich auf unterschiedliche Themenbereiche und

umfasst informelle Förderdiagnostik, Entwicklung von Förderzielen

sowie die Gestaltung und Anpassung von individuellen

Materialien.

4.a. Diagnostik und Förderung spontaner Kommunika-

tion bei Menschen mit Autismus:

Das TEACCH Communication Curriculum

Die Erweiterung der kommunikativen Fähigkeiten ist ein

zentrales Thema in der Förderung von Menschen mit Autismus.

Hierbei geht es keineswegs nur um Sprache! Diese Veranstaltung

behandelt Hilfen zur Diagnostik kommunikativer Kompetenzen

und zur Interventionsplanung für Menschen, die nicht

oder nur wenig sprechen. Der TEACCH-Ansatz bietet dazu ein

eigenes Instrument für die individuelle Diagnostik und Förderplanung

sowie eine Reihe von konkreten Anregungen zur Förderung.

Das TEACCH Communication Curriculum (Anleitung zur

gezielten Förderung spontaner Kommunikation) entstand aus

der Arbeit mit Menschen mit Autismus, es eignet sich aber auch

für Personen mit ähnlichen Schwierigkeiten. Zunächst werden

die theoretischen Konzepte erarbeitet, die bei der Anwendung

des TEACCH Communication Curriculums einer Analyse von

Kommunikationsprozessen zugrunde liegen. Die diagnostischen

Instrumente (Beobachtungsschema und strukturiertes Interview)

werden vorgestellt und eingeübt. Die Teilnehmer/innen erhalten

eine Anleitung zur Auswertung der Ergebnisse und zur systematischen

Umsetzung in konkrete Förderplanung. Darauf

aufbauend werden praktische Strategien, wie man die kommunikativen

Kompetenzen der Klienten systematisch und gezielt

fördern kann, diskutiert und für die eigene Praxis nutzbar gemacht.

Im Verlauf des Seminars erarbeiten die Teilnehmer/innen

eine Förderplanung für eigene Fallbeispiele.


4.b. Förderung und Unterstützung von Menschen mit

Asperger Syndrom – Strategien des TEACCH-Ansatzes

Zielgruppe dieses Seminars sind alle Menschen, in deren Fokus

die Unterstützung und Förderung von Klient/innen mit Asperger-

Syndrom steht. Erarbeitet werden soll ein gemeinsames

Verständnis für die Herausforderungen, die diese Klient/innen

erleben, wenn sie den Alltag bewältigen, ob in Kindergarten

oder Schule, am Arbeitsplatz oder im Elternhaus.

Basierend auf den Strategien des TEACCH-Ansatzes werden

konkrete Interventionen und Beispiele aus den Themenfeldern

Lernen und Handlungsorganisation, soziale Förderung sowie

Kommunikation vorgestellt und anhand konkreter Übungen für

die Teilnehmer/innen leicht nachvollziehbar und erfahrbar

vermittelt.

2014

5. Praxisreflexion

Dieser Veranstaltungsblock ist der Reflexion der praktischen

Umsetzung der Teilnehmer/innen in ihren jeweiligen Arbeits-

feldern gewidmet. Jede/r Teilnehmer/in bereitet im Vorfeld

eigenständig die Präsentation eines Falles aus dem Autismus-

Spektrum vor und erhält die Gelegenheit, ihre/seine konkreten

Fragen zu diskutieren. Im Plenum setzen wir uns mit den Problemen

bei der Umsetzung ebenso auseinander wie mit der

Planung weiterer Schritte und deren konkreter Umsetzung.

Neben der Praxisreflexion geht es aber auch um eine vertiefende

Auseinandersetzung mit den bisher erlernten Konzepten.

Insbesondere der Themenschwerpunkt „Formulierung und Umsetzung

von realistischen Förderzielen“ wird im Fokus stehen

und durch weitergehende Hinweise zur praktischen Umsetzung

sowie durch Übungen in der Gruppe ergänzt werden.

6. Einführung in die diagnostischen Verfahren des

TEACCH-Ansatzes

In dieser Veranstaltung werden die drei diagnostischen Verfahren

vorgestellt, die im TEACCH-Programm entwickelt wurden

und dort im Rahmen der üblichen Diagnostik angewendet

werden:

1. die CARS (Autismus-Schätzskala) zur Beurteilung, ob

Autismus vorliegt und wie schwer die Auffälligkeiten im

Verhalten sind;

2. das PEP-R/PEP-3 (Entwicklungs- und Verhaltensprofil für

Kinder) zur Förderdiagnostik und

3. das AAPEP (Entwicklungs- und Verhaltensprofil für Jugend-

liche und Erwachsene), das ebenfalls zur Förderdiagnostik

eingesetzt wird.

Die Teilnehmer/innen lernen die Skalen und Aufgabenstellungen

sowie das verwendete Testmaterial kennen und können sich mit

deren Anwendung vertraut machen.

7. Reflexions- und Vertiefungstage: Funktionale Verhaltensanalyse

im Umgang mit problematischem Verhalten

In diesem Seminar beschäftigen wir uns zum Abschluss der

Weiterbildungsreihe mit Ursachen und Erklärungsansätzen

für problematisches Verhalten bei Menschen mit Autismus

(insbesondere fremd- und selbstverletzendes Verhalten). Die

Teilnehmer/innen lernen das Instrument der Funktionalen

Verhaltensanalyse (Chapel Hill TEACCH Center, John Thomas &

Gladys Williams) kennen und anwenden. Es zielt darauf

ab, die Funktionen zu erkennen, die problematisches Verhalten

erfüllt, oder die Gründe dafür zu verstehen. Dieses Verständnis

wird dann genutzt, um einen individuellen und zielgerichteten

Interventionsplan zu entwickeln. Vor dem Hintergrund dieses

Wissens werden Handlungsstrategien zum Umgang mit pro-

blematischem Verhalten entwickelt. Ansatzpunkt ist dabei zum

einen die gezielte Entwicklungsförderung. Zentrale Aspekte

stellen dabei die Vermittlung angemessener Strategien im Bereich

der Kommunikation und der sozialen Fähigkeiten sowie

der selbstständigen Beschäftigung dar. Neben der Entwicklungsförderung

ist der zweite wichtige Ansatzpunkt die Veränderung

der äußeren Umstände (hierbei nutzen wir insbesondere die

Methode des Structured Teaching). Ferner gilt es, Bedingungen

zu verändern, die das problematische Verhalten aufrechter-

halten. Anhand von Fallbeispielen wird der Umgang mit der

Funktionalen Verhaltensanalyse geübt. Darauf aufbauend werden

praktische Hinweise zum Umgang mit problematischem

Verhalten im Vorfeld und während der kritischen Situation sowie

reaktive Strategien erläutert und erlernt. Im letzten Abschnitt

des Seminars besteht die Möglichkeit, eigene Fallbeispiele einzubringen.

Die Fachweiterbildung wird in Kooperation mit

Team Autismus GbR durchgeführt:

Dr. Anne Häußler

Diplom-Pädagogin, Diplompsychologin (USA)

Antje Tuckermann

Diplom-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin (VT)

Markus Kiwitt

Diplom-Sozialpädagoge

www.team-autismus.de

Für weitergehende Informationen

wenden Sie sich bitte an:

Johannes Bahl

Diplom-Pädagoge, Kunstpädagoge M.A., Betriebswirt (IWW),

Leiter Bildung & Beratung der Akademie Schönbrunn

Telefon 08139 809-204, bb@akademie-schoenbrunn.de

39

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Fortbildungen

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40

In der Liebe versinken

und verlieren sich

alle Widersprüche des Lebens.

Nur in der Liebe

sind Einheit

und Zweiheit

keine Widersprüche.

Rabindranath Tagore


Impulse und Zwänge

Über Tics, Stereotypien, Rituale, Zwänge und

Kleptomanie, Pyromanie, Horten, Vermüllen

Unser Tag läuft nach bestimmten Mustern ab. Wir nennen sie

Rituale oder Strukturen. Sie geben uns Orientierung, Sicherheit

und Halt. Wo aber liegt die Grenze zwischen den hilfreichen

Ritualen des Alltags und einem krankhaften Zwang? Wann geht

andererseits durch Verlust an Ritualen unsere innere Ordnung

so weit verloren, dass Impulse nicht mehr kontrolliert werden

können und so ihre zerstörerische Energie entfalten?

Menschen mit geistiger Behinderung sind in besonderem Maße

diesen konträren Kräften von zu viel und zu wenig innerer

Ordnung ausgesetzt. Um ihr psychisches Gleichgewicht wieder

inden zu können und die Ursachen der verloren gegangenen

Orientierung erkennen zu können, benötigen sie meist fremde

Hilfe. Überwiegend kommt diese vonseiten der Pädagogik,

manchmal sind aber spezialisierte psychotherapeutische Verfahren

erforderlich, und gelegentlich brauchen die Betroffenen

sogar pharmakologische Unterstützung.

Theorie

Impulse und Zwänge als neuropsychologische Symptome oder

als Persönlichkeitsmerkmale bei verschiedenen neuro logischen

und psychiatrischen Krankheiten – multifaktorieller Ursprung,

Entstehung, Arten, Verlauf und Prognose

Praxis

Akzeptieren oder verändern? Ziele und Strategien beim

Umgang mit Impulsen und Zwängen in konkreten Fällen,

die Sie aus Ihrem Arbeitsalltag mitbringen – Videoanalyse

von Tics, Stereotypien, Ritualen und Zwängen

Zielsetzung

– Den Sinn von Ritualen erkennen und von Zwängen

ab grenzen können

– Neuropsychologische Ursachen von Tics und Stereotypien

und ihren Einfluss auf die Handlungsplanung verstehen

– Stereotypien und Rituale als therapeutische Strategien

ein setzen lernen

– Impulskontrollstörungen verstehen und ihre Therapie

kennenlernen

Methoden

Vortrag, Power-Point-Präsentation, Videoanalyse, Kleingruppenarbeit,

Rollenspiele, Fallbesprechungen

Diese Fortbildung kann auch als Baustein der Weiterbildung

„Menschen mit geistiger Behinderung und psychischer

Krankheit verstehen und begleiten“ (S. 24) genutzt werden.

Dieses Seminar wird dreimal mit identischen Inhalten

zu folgenden Terminen angeboten:

n Termin 1 Dienstag, 25. Januar 2011, 10 Uhr bis

Mittwoch, 26. Januar 2011, 17 Uhr

Kursnummer 112101

Anmeldung bis 13. Dezember 2010

n Termin 2 Donnerstag, 30. Juni 2011, 10 Uhr bis

Freitag, 1. Juli 2011, 17 Uhr

Kursnummer 112113

Anmeldung bis 27. Mai 2011

n Termin 3 Donnerstag, 26. Januar 2012, 10 Uhr bis

Freitag, 27. Januar 2012, 17 Uhr

Kursnummer 122101

Anmeldung bis 16. Dezember 2011

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 180,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent/in Dr. med. Svetlana Panfilova

Ärztin und szenisch-systemische Beraterin

Dr. med. Christian Schanze

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,

Pädagoge, Chefarzt des Krankenhauses

St. Camillus, Ursberg

Zielgruppe Mitarbeiter/innen der Behindertenhilfe und

andere Interessierte

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen

41

Pflege – Medizin – Psychiatrie – Hygiene

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Pflege – Medizin – Psychiatrie – Hygiene

Psychische Störungen

bei Menschen mit

Intelligenzminderung

Einführungsveranstaltung

Menschen mit geistiger Behinderung zeigen in ihrem Leben drei

bis viermal häufiger psychische Auffälligkeiten und klassische

psychiatrische Störungsbilder als die Normalbevölkerung.

Diese Aussage der Welt-Gesundheitsorganisation WHO ist durch

das höhere Maß an Verletzbarkeit dieser Personengruppe zu

erklären. So spielen biologisch-genetische Einflüsse ebenso

eine Rolle wie die Einflüsse des psycho-sozialen Umfelds. Um

die Besonderheiten im Erkennen und Behandeln psychischer

Auffälligkeiten bei Menschen mit geistiger Behinderung

verstehen zu können, muss man sich mit den Grundlagen der

psychiatrischen Theorie und Praxis auseinandersetzen.

Im Rahmen dieser Einführungsveranstaltung werden zum einen

Grundaspekte der geistigen Behinderung genauer betrachtet,

also der Fragen, wie man Verhaltens auffälligkeiten von

klassischen psychischen Störungen unterscheidet und warum

Menschen mit geistiger Behinderung eigentlich psychisch so

verletzbar sind. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der

Besprechung und Erprobung von praxistauglichen Hilfsmitteln,

die es Mitarbeitern der Behindertenhilfe leichter machen, die

Diagnosefindung durch einen Facharzt durch gut nachvollziehbare

und systematische Beobachtungen zu unterstützen.

(Einzel- und Gruppenarbeit)

Außerdem wird am Beispiel der Psychosen aus dem schizophrenen

Formenkreis intensiv erörtert, wie psychische Störungen

sich bei Menschen mit geistiger Behinderung in verändertem

Erscheinungsbild manifestieren können und wie wichtig für die

Diagnostik eine multiprofessionelle Zusammenarbeit ist. Die

Vorstellung von pharmakologischen und nichtpharmakologischen

Therapieverfahren komplettiert die Besprechung dieses

Störungsbildes. Wichtig ist dabei auch das Kennenlernen spezieller

Nebenwirkungsprofile der in der Behandlung zum Einsatz

kommenden Medikamente.

Schwerpunkte

Besonderheiten der psychischen Störungen bei geistig behinderten

Menschen, der tägliche Umgang mit Auf fälligkeiten.

Methoden

Vortrag, Power-Point-Präsentation, Filmausschnitte mit

Diskussion, Kleingruppenarbeit, Fallbeispiele

42

Diese Fortbildung ist die verbindliche Einführungsveranstaltung

der Fachweiterbildung „Menschen mit geistiger Behinderung

und psychischer Krankheit verstehen und begleiten“

(S. 24).

Termin Mittwoch, 6. April 2011, 10 Uhr bis

Donnerstag, 7. April 2011, 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 180,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent Dr. med. Christian Schanze

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,

Pädagoge, Chefarzt des Krankenhauses

St. Camillus, Ursberg

Zielgruppe Mitarbeiter/innen in Einrichtungen für

psychisch und / oder geistig behinderte

Menschen und andere Interessierte

Teilnehmerzahl maximal 30 Personen

Kursnummer 112102

Anmeldung bis 1. März 2011


Intertrigoprophylaxe und

Soor-/Parotitisprophylaxe

Intertrigoprophylaxe

Das sogenannte Wundreiben (juckende, nässende Hautdefekte)

bedeutet für pflegebedürftige Menschen eine zusätzliche

Belastung und Verschlechterung des Allgemeinbefindens und

bildet häufig die Basis für Infektionen. Eine gute Grund- und

Hautpflege beinhaltet vorbeugende Maßnahmen, um pflege-

bedürftige Menschen vor diesen Komplikationen zu bewahren.

Inhalte

– Definition

– Risikogruppen

– gefährdete Körperstellen

– Maßnahmen

Soor-/Parotitisprophylaxe

Der Mund spielt in der Wahrnehmung eine besondere Rolle, da

sowohl der Geschmacks- als auch der Tastsinn dort angelegt

sind. Veränderungen der Mundschleimhaut und der Ohrspeicheldrüse

schränken die Nahrungsaufnahme und die Kommunika-

tionsfähigkeit ein. Das prophylaktische Vorgehen stellt deshalb

eine große Bedeutung dar und setzt umfangreiche Kenntnisse

der Pflegenden voraus.

Inhalte

– Definition

– Begünstigende Faktoren

– Symptombeobachtung

– Weitere häufig auftretende Erkrankungen des Mundraums

– Maßnahmen

Termin Donnerstag, 7. April 2011, 9.30 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 90,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Angelika Kufner

Lehrerin für Pflegeberufe, Altenpflegerin,

Stationsleitung, Praxisanleitung

Zielgruppe Mitarbeiter/innen in der Pflege

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen

Kursnummer 112103

Anmeldung bis 4. März 2011

Kontrakturen- und

Obstipationsprophylaxe

Kontrakturenprophylaxe

Immobilität kann für einen alten Menschen gravierende Folgen

haben, die letztlich zu einer stark verminderten Lebensqualität

führen, vor allem bei Kontrakturen. Pflegekräfte können

dem im Sinne einer aktivierenden und präventiven Pflege mit

gezielten Prophylaxe-Maßnahmen entgegenwirken.

Inhalte

– Auswirkungen von Immobilität allgemein

– Welche Faktoren müssen bei der Bewegungsförderung

berücksichtigt werden?

– Arten von Kontrakturen

– Risikofaktoren

– Prinzipien der Kontrakturenprophylaxe

– Praktische Übungen

Obstipationsprophylaxe

In den westlichen Industrieländern zählt die chronische Verstopfung

(Obstipation) mittlerweile zu den häufigsten Zivilisationskrankheiten.

Am häufigsten sind Menschen über 65 Jahren

betroffen. 75 Prozent der älteren Menschen, die sich im Krankenhaus

oder in einem Seniorenheim befinden, nehmen regelmäßig

Abführmittel. Auch hier können Pflegekräfte mit dem gezielten

Einsatz von vorbeugenden Maßnahmen dazu beitragen, Komplikationen

zu vermeiden und das Wohlbefinden der Bewohner/innen

bzw. Patient/innen zu steigern.

Inhalte

– Wann spricht man von Obstipation?

– Ursachen

– Maßnahmen

Termin Freitag, 8. April 2011, 9.30 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 90,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Angelika Kufner

Lehrerin für Pflegeberufe, Altenpflegerin,

Stationsleitung, Praxisanleitung

Zielgruppe Mitarbeiter/innen in der Pflege

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen

Kursnummer 112104

Anmeldung bis 4. März 2011

43

Pflege – Medizin – Psychiatrie – Hygiene

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Pflege – Medizin – Psychiatrie – Hygiene

Umgang mit geistiger

Behinderung und Demenz

Aufgrund der in den letzten Jahrzehnten deutlich verbesserten

medizinischen und psychosozialen Versorgung erreichen Menschen

mit geistiger Behinderung ein deutlich höheres Alter als

früher. In diesem Zusammenhang ist ein Anstieg typischer somatischer

und psychiatrischer Alterserkrankungen bei dieser Personengruppe

festzustellen. Vor allem demenzielle Erkrankungen

werden immer häufiger beobachtet und stellen Familien und / oder

betreuende Einrichtungen vor besondere Herausforderungen. Be-

sonders Menschen mit Down-Syndrom erkranken zum Teil schon

sehr früh an einer Alzheimer-Demenz. Hierbei sind die ersten,

meist unspezifischen Symptome leider nicht immer leicht zu erkennen.

Allerdings lässt sich nur nach einer klaren Diagnosestellung

sowohl die richtige medizinische Behandlung in die Wege

leiten als auch im Wohnumfeld eine an die besonderen Erfordernisse

von Demenzerkrankten angepasste Betreuung einrichten.

Schwerpunkte: In der Veranstaltung wird erläutert, warum vor

allem die Alzheimer-Demenz so häufig bei Menschen mit Down-

Syndrom auftritt und wie man diese bei der bestehenden Intelligenzminderung

diagnostizieren kann. Hiermit wird verglichen,

wie häufig Demenzerkrankungen insgesamt bei Menschen mit

geistiger Behinderung auftreten. Außerdem wird gemeinsam

diskutiert, warum der schicksalhafte Verlauf der Erkrankung die

Betreuungskonzepte der Behindertenhilfe strukturell und inhaltlich

verändert. In diesem Zusammenhang werden auch neue

pharmakologische Therapiemöglichkeiten und eine neu entwickelte

Checkliste für die Diagnostik vorgestellt. Wie wichtig

ein wertschätzender Umgang bei Demenzerkrankten allgemein

ist, wird am Betreuungskonzept der Validation anhand von

Videobeispielen dokumentiert.

44

Diese Fortbildung kann auch als Baustein der Weiterbildung

„Menschen mit geistiger Behinderung und psychischer

Krankheit verstehen und begleiten“ (S. 24) genutzt werden.

Termin Mittwoch, 6. Mai 2011, 9 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 90,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent Dr. med. Christian Schanze

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,

Pädagoge, Chefarzt des Krankenhauses

St. Camillus, Ursberg

Zielgruppe Mitarbeiter/innen der Behindertenhilfe und

andere Interessierte

Teilnehmerzahl maximal 25 Personen

Kursnummer 112105

Anmeldung bis 4. April 2011

Dekubitusprophylaxe

Dekubitusgefährdete Personen sind in allen Einrichtungen des

Gesundheitswesens anzutreffen. Ein Druckgeschwür stellt eine

große Belastung für den Betroffenen dar. Oft dauert eine Dekubitus-Therapie

mehrere Wochen, manchmal sogar Monate und

kann zusätzlich schmerzhafte Unannehmlichkeiten verursachen.

Infolgedessen sollte erst gar kein Druckgeschwür entstehen. Um

gefährdete Personen davor zu bewahren, müssen vorbeugende

Maßnahmen ergriffen werden. Der im Jahr 2000 veröffentliche

nationale Expertenstandard zur Dekubitusprophylaxe dient als

Grundlage für dieses Seminar.

Inhalte

– Dekubitusentstehung

– Risikofaktoren

– Druckentlastende Lagerungen (praktische Übungen) zur Dekubitusprophylaxe

– Hilfsmittel

– Ungeeignete Maßnahmen zur Dekubitusprophylaxe

– Dokumentation

Termin Donnerstag, 12. Mai 2011, 9.30 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 90,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Angelika Kufner

Lehrerin für Pflegeberufe, Altenpflegerin,

Stationsleitung, Praxisanleitung

Zielgruppe Mitarbeiter/innen in der Pflege

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen

Kursnummer 112106

Anmeldung bis 10. April 2011


Alternative Pflegemaßnahmen

und Hausmittel

Ob Verdauungsprobleme oder Kopfschmerzen, ob Schlafstörungen

oder Erkältungssymptome – viele Beschwerden lassen sich

mit einfachen Mitteln behandeln oder ihnen kann damit vorgebeugt

werden. So manche Anwendung ist vor allem der älteren

Generation noch bekannt und wird von ihr deshalb gerne angenommen.

Pflegende können die Maßnahmen sowohl bei ihren

Pflegeempfänger/innenn als auch bei sich selbst einsetzen.

Die Teilnehmer/innen lernen in diesem Seminar verschiedene

Anwendungsmöglichkeiten kennen und probieren einige an

sich selbst aus.

Inhalte

– Begleitung mit Düften

– Anwendung von Heilpflanzen

– Wasch- und Badezusätze

– Wickel und Auflagen

– Weitere bewährte Hausmittel

für kleinere Alltagsbeschwerden

Termin Freitag, 13. Mai 2011, 9.30 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 90,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Angelika Kufner

Lehrerin für Pflegeberufe, Altenpflegerin,

Stationsleitung, Praxisanleitung

Zielgruppe Mitarbeiter/innen in der Pflege,

pflegende Angehörige

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen

Kursnummer 112107

Anmeldung bis 10. April 2011

Validation nach Naomi Feil

Basisseminar

In diesem praxisbezogenen Seminar erwerben Sie Grundkenntnisse

zum Thema Validation nach Naomi Feil als Methode zum

Umgang mit desorientierten, sehr alten Menschen. Sie haben

die Gelegenheit, Ihre Rolle in Beziehung zu desorientierten,

sehr alten Menschen zu reflektieren. Sie lernen die Gründe für

Desorientierung und die vier Phasen der Aufarbeitung in sehr

hohem Alter kennen und können sich besser in die Erlebniswelt

von desorientierten, sehr alten Menschen hineinversetzen.

Darüber hinaus erfahren Sie, was es bedeutet, mit Empathie

und auf Basis einer wertschätzenden Grundhaltung mit desorientierten

sehr alten Menschen zu kommunizieren. Sie erhalten

einen Überblick über die Validationstechniken und lernen,

wie sie in der Validation eingesetzt werden.

Als Methoden kommen u. a. zum Einsatz:

Impulsreferat, Video-Präsentation, Rollenspiel, Übungen zur

Selbsterfahrung, Diskussion und Erfahrungsaustausch

Termin Montag, 23. Mai 2011, 9 Uhr bis

Dienstag, 24. Mai 2011, 16.30 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 180,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Christine Lösel

Krankenschwester, zertifizierte Lehrerin

für Validation nach Naomi Feil

Zielgruppe Interessierte Personen aus Pflege-, Gesundheits-

und Sozialberufen sowie anderen

Berufsgruppen, die im Kontakt zu desorientierten

alten Menschen stehen.

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen

Kursnummer 112108

Anmeldung bis 20. April 2011

45

Pflege – Medizin – Psychiatrie – Hygiene

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |

Pflege – Medizin – Psychiatrie – Hygiene

Autismus-Spektrum-Störungen

bei Kindern, Jugendlichen und

Erwachsenen

Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen haben in den

letzten Jahren zunehmende Aufmerksamkeit erfahren, jedoch

bestehen innerhalb der pädagogischen als auch medizinischen

Handlungsfelder noch große Wissenslücken hinsichtlich der

Erscheinungsformen und der Diagnostik dieser Störungen sowie

der therapeutischen Möglichkeiten.

In dieser Fortbildung erhalten Sie einen Überblick über den

Autismus-Begriff, die Klassifikation, die Symptomatik und

klinische Beschreibung der verschiedenen Erscheinungsformen

der sogenannten tiefgreifenden Entwicklungsstörungen, der

diagnostischen Möglichkeiten sowie der aktuellen Erklärungsmodelle

zur Entstehung von Autismus-Spektrum-Störungen.

Dabei werden auch das „Theory of mind”-Modell und die

Bedeutung der Spiegelneuronen erläutert. Außerdem erfolgt

ein kurzer Überblick über die aktuellen Förder- und Therapiemöglichkeiten

autistischer Syndrome.

46

Diese Fortbildung ist die verbindliche Einführungsveranstaltung

der Weiterbildung „Menschen mit Autismus verstehen

und begleiten“ (S. 28).

Termin Montag, 30. Mai 2011, 9 bis 16.30 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 190,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 170,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent Dr. med. Manfred Koniarczyk

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,

Stationsarzt der Fachabteilung Psychiatrische

Therapie für Menschen mit Intelligenzminderung

im Isar-Amper-Klinikum, Klinikum München-Ost,

langjährige Erfahrung im Bereich

der Diagnostik und Therapie von Verhaltens-

und psychischen Störungen bei Menschen

mit Intelligenzminderung

Zielgruppe alle Mitarbeiter/innen, die mit Menschen mit

Autismus arbeiten, und andere Interessierte

Teilnehmerzahl maximal 25 Personen

Kursnummer 112109

Anmeldung bis 26. April 2011

Schädel-Hirn-Trauma-Patienten

– ein Trauma für alle?

Vom Umgang mit hirnverletzten Menschen

Dank einer aufwendigen Akutbehandlung und Frührehabilitation

überleben immer mehr Menschen eine schwere Hirnschädigung,

die durch einen Unfall, einen Hirninfarkt oder eine Hirnblutung

verursacht wurde. Wenn die verbleibenden körperlichen und

geistigen Einschränkungen ein selbstständiges Leben unmöglich

machen, werden gerade jüngere Betroffene nicht mehr in Altenheimen

untergebracht, sondern in Behinderteneinrichtungen

betreut.

Im Seminar vermittelt der Referent zunächst grundlegende medizinische

und anatomische Kenntnisse in den häufigsten neurologischen

Erkrankungen (Schädel-Hirn-Trauma, Schlaganfall,

Hypoxie), die eine bleibende Behinderung verursachen und eine

gezielte Betreuung erforderlich machen. Um die Besonderheiten

beim Umgang mit Menschen mit erworbener Hirnschädigung

deutlich zu machen, werden die neuropsychologischen Defizite

und deren Erscheinungsformen im Denken, Fühlen und Verhalten

der Betroffenen eingehend geschildert. Anschließend werden

Kompensationsstrategien vorgestellt, die den Alltag mit der

Behinderung erleichtern können, sowie verhaltenstherapeutische

Maßnahmen im Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten erläutert.

Der Referent wird des Weiteren auf die Frage eingehen,

in welchem Rahmen die Krankheitsverarbeitung bei Betroffenen

und Angehörigen unterstützt werden kann.

Termin Montag, 6. Juni 2011, 9.30 Uhr bis

Dienstag, 7. Juni 2011, 16.30 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 180,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent Frank Woltmann

Diplom-Psychologe, klinischer Neuropsychologe

(GNP), Neuropsychologischer Supervisor

(GNP), Psychologischer Psychotherapeut,

System. Familientherapeut (MFK),

Anerkennung als Verhaltenstherapeut bei der

KV Bayern, seit über zehn Jahren im Bereich

der Neurologie als Neuropsychologe und

Reha-Manager tätig

Zielgruppe Mitarbeiter / innen in stationären

Einrichtungen

Teilnehmerzahl maximal 18 Personen

Kursnummer 112110

Anmeldung bis 4. Mai 2011


Menschen mit geistiger

Behinderung und Borderline-

Störung

Heilpädagogisches Handeln im Kontext

des pädagogischen Alltags

Die Borderline-Störung stellt für viele Einrichtungen, Gruppen,

Betreute, Betreuer und vor allem Betroffene eine große soziale

und personale Herausforderung dar. Häufig zeigt sich die soziale

Welt der betroffenen Parteien als ein Muster aus Aktionen und

Reaktionen mit dem Ergebnis einer zwischenmenschlichen Krise,

bis hin zur psychiatrischen Intervention. Heilpädagogisches Handeln

hingegen erweist sich als eine Haltung, die sich zielgerichtet

und verstehend den personalen und sozialen Entwicklungsforderungen

zuwendet.

Aus den Erfahrungen des „Home-Treatment-Konzepts“ soll das

Seminar einen Einblick in intra- und interpersonale Positionen

und Phänomene sowie einen Ausblick auf die Möglichkeiten zukünftiger

zwischenmenschlicher Bindungen / Beziehungen

bieten.

Inhalte

– Entstehungsmodelle der Borderline-Störung

– Auswirkungen auf die Entwicklung der Person

– Personale Ausdrucksformen

– Bindung und Beziehungen

– Soziale Phänomene im Gruppenalltag

– Ziele, Mittel und Methoden

– Krisenmanagement

– Fallbeispiele

– Reflexion eigener Erfahrungen

Diese Fortbildung kann auch als Baustein der Weiterbildung

„Menschen mit geistiger Behinderung und psychischer

Krankheit verstehen und begleiten“ (S. 24) genutzt werden.

Termin Freitag, 10. Juni 2011, 9 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 90,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent Patrick Maschkowitz

Heilpädagoge am Medizinisch-Heilpädagogischen

Zentrum (Bezirkskrankenhaus Kaufbeuren)

Zielgruppe Mitarbeiter / innen der Behindertenhilfe und

andere Interessierte

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen

Kursnummer 112111

Anmeldung bis 8. Mai 2011

Alkoholkrankheit bei Menschen

mit Intelligenzminderung

Sicherer Umgang mit Suchtkranken

Dieses Seminar vermittelt Ihnen wichtige Informationen zu

Suchterkrankungen, insbesondere im Bereich der Alkoholabhängigkeit

bei geistig behinderten Menschen.

Inhalte

– Allgemeinpsychiatrische Fakten zu Suchterkrankungen und

deren Diagnostik

– Ätiopathogenese und Komorbidität

– Intoxikationszeichen und Berechnung des Alkoholspiegels

– Folgen der Alkoholkrankheit

– Standardtherapie und medikamentöse Therapie

– Verhaltensauffälligkeit bei intelligenzgeminderten Personen

nach dem Alkoholkonsum

– Hinweise auf ein Suchtproblem in der Werkstatt für

behinderte Menschen

– Besonderheiten der Diagnostik und Therapie bei geistig

Behinderten

– Vorstellung des eigenen Behandlungskonzepts zur Behandlung

der Suchterkrankungen auf der Basis des Medizinisch-

Heilpädagogischen Zentrums am BKH Kaufbeuren

– Umgang mit medikamentösen Interaktionen bei Alkoholmissbrauch

– Beispiel der psychoedukativen Suchtgruppe

– Fallvorstellung

Methoden: Vortrag, Power-Point-Präsentation, Kleingruppenarbeit,

Fallbesprechungen

Diese Fortbildung kann auch als Baustein der Weiterbildung

„Menschen mit geistiger Behinderung und psychischer

Krankheit verstehen und begleiten“ (S. 24) genutzt werden.

Termin Montag, 27. Juni 2011, 9 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 90,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent Dr. med. Vitalij Kazin

Oberarzt am Zentrum für Psychiatrie, Psychotherapie

und Heilpädagogik (ZPH) am BKH

Kaufbeuren, Facharzt für Psychiatrie und

Psychotherapie, Suchtmedizin, Naturheilverfahren,

Landesarzt für den Bezirk Schwaben

Zielgruppe Mitarbeiter / innen aus allen Bereichen

der Behindertenhilfe

Teilnehmerzahl maximal 30 Personen

Kursnummer 112112

Anmeldung bis 20. Mai 2011

47

Pflege – Medizin – Psychiatrie – Hygiene

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |

Pflege – Medizin – Psychiatrie – Hygiene

Pflegegrundkurs für

nichtexaminierte Pflegekräfte

Ziel dieser Fortbildung ist, dass es den Teilnehmer/innen gelingt,

die besonderen Aufgaben in der Pflege fachgemäß und bewohnerorientiert

zu meistern. Sie erwerben Grundkenntnisse der

Ganzkörperpflege, lernen rückenschonend und kraftsparend zu

arbeiten, werden in der Krankenbeobachtung geschult und erhalten

wertvolle Tipps über gesunde Ernährung, Maßnahmen

bei Inkontinenz, Verhinderung von Zweiterkrankungen und

vieles mehr.

Eine dem Menschen angepasste Pflege stärkt nicht nur die

Persönlichkeit der zu Pflegenden, sondern fördert auch den

Wert und die Qualität unserer Arbeit und somit auch die

Persönlichkeit des / der Pflegenden.

Termin Donnerstag, 14. Juli 2011, 10 Uhr bis

Freitag, 15. Juli 2011, 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 180,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Angelika Kufner

Lehrerin für Pflegeberufe, Altenpflegerin,

Stationsleitung, Praxisanleitung

Zielgruppe Mitarbeiter / innen in der Pflege ohne

Pflege ausbildung

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen

Kursnummer 112114

Anmeldung bis 15. Juni 2011

Wichtige Steuertipps!

§ Ausbildungskosten, d. h. Aufwendungen für den

§

Erwerb von

48

§

Fortbildungskosten, d. h. Aufwendungen, die ein Arbeitnehmer

leistet, um seine Kenntnisse und Fähigkeiten im ausgeübten

Beruf zu erhalten oder zu erweitern, sind als Werbungskosten

voll absetzbar.

Kenntnissen, die als Grundlage für einen noch nicht aus-

geübten Beruf notwendig sind, können als Sonderausgaben

im Kalenderjahr abgesetzt werden.

Epilepsie

Geistige Behinderung ist sehr oft mit neurologischen und

psychischen Störungen verbunden. Die Häufigkeit, mit der Epilepsien

bei geistiger Behinderung auftreten, ist abhängig von

der Schwere der Intelligenzminderung. So finden sich Epilepsien

in sechs Prozent bei leichter Intelligenzminderung, während

die Häufigkeit bei schwerster geistiger Behinderung mit etwa

50 Prozent angegeben wird. Auch die Schwere der Epilepsien

scheint mit der Ausprägung der Intelligenzminderung zu korrelieren.

Es bestehen nicht nur erhebliche Schwierigkeiten, epi-

leptische Anfälle und Epilepsien bei Menschen mit Intelligenzminderung

umfassend zu diagnostizieren und zum Beispiel von

nichtepileptischen anfallsartigen Störungen zu differenzieren.

In sehr vielen Fällen zeigen die Epilepsien bei Patient/innen mit

zusätzlicher geistiger Behinderung auch einen schwereren

Verlauf und sind entsprechend schwerer zu behandeln.

Inhalte

– Entstehung epileptischer Anfälle im Gehirn

– Häufigkeiten und Ursachen von Epilepsien

– Anfallsarten

– Verhalten bei Anfällen – Notfälle

– Therapieverfahren

– Gefährdung durch Epilepsien

– Psychische / psychiatrische Co-Morbiditäten

– Psychosoziale Belastung durch Epilepsien

– Umfassende Konzepte der Langzeitbehandlung von

therapierefraktären Epilepsien

Die Teilnehmer/innen werden gebeten, ein Praxisbeispiel aus

dem eigenen Erfahrungsbereich vorzubereiten und gegebenenfalls

anonymisiert vorzustellen.

Fortsetzung nächste Seite �


Termin Montag, 18. Juli 2011, 9 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 90,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent Priv.Doz. Dr. med. Gerhard Kluger

Leitender Arzt der Klinik für Neuropädiatrie

und Neurologische Rehabilitation, Epilepsiezentrum

für Kinder und Jugendliche,

BHZ-Vogtareuth; Kinderarzt, Neuropädiatrie/

Epileptologie, Psychotherapie, Homöopathie,

Sportmedizin

Zielgruppe Mitarbeiter/innen, die Menschen mit

Epilepsie begleiten, und andere Interessierte

Teilnehmerzahl maximal 25 Personen

Kursnummer 112115

Anmeldung bis 11. Juni 2011

Grenzerfahrungen

in der Pflege

Bei der Pflege und Betreuung von alten, kranken und behinderten

Menschen sind Pflegekräfte immer wieder belastenden

Situationen ausgesetzt, die sie unterschiedlich erleben und bewerten.

Die Auseinandersetzung mit Nähe und Distanz, Leiden,

Sterben und Tod, aber auch Gefühle wie Scham, Ekel, Aggression,

Gewalt und vieles mehr können den Berufsalltag sehr beschwerlich

machen und die Betroffenen an ihre persönlichen

Grenzen bringen.

Oft gestehen sie sich selbst diese Emotionen nicht zu, was für

eine Tabuisierung solcher Themen sorgt. Das Seminar soll den

Teilnehmer/innen die Möglichkeit geben, sich diesen Tabu-Themen

zu nähern. In einer offenen, aber geschützten Atmosphäre

können individuelle Grenzerfahrungen ausgetauscht und die

persönliche Einstellung reflektiert werden. Gemeinsam werden

Lösungsansätze erarbeitet für einen professionellen Umgang

mit diesen im Pflegealltag ganz normalen Gefühlen.

Inhalte

– Was sind meine persönlichen Grenzerfahrungen

im Pflegealltag?

– Was geht dabei in mir vor?

– Wie reagiert mein (berufliches) Umfeld?

– Lösungsansätze zu einem konstruktivem Umgang

mit belastenden Situationen

Termin Donnerstag, 22. September 2011,

9.30 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 90,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Angelika Kufner

Lehrerin für Pflegeberufe, Altenpflegerin,

Stationsleitung, Praxisanleitung

Zielgruppe Mitarbeiter/innen in der Pflege

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen

Kursnummer 112116

Anmeldung bis 20. August 2011

49

Pflege – Medizin – Psychiatrie – Hygiene

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |

Pflege – Medizin – Psychiatrie – Hygiene

Autismus und

Intelligenzminderung

Viele autistische Menschen weisen eine zusätzliche Intelligenzminderung

auf. Untersuchungen zur Häufigkeit haben ergeben,

dass ca. 40 % der von Autismus betroffenen Menschen eine

schwere geistige Behinderung zeigen und ca. 30 % eine mittelgradige

bis leichte Intelligenzminderung. Unabhängig hiervon

treten autistische Symptome häufig bei Menschen mit einer

geistigen Behinderung auf, ohne dass diese eine tiefgreifende

Entwicklungsstörung im engeren Sinn zeigen. Oft ist es schwierig

hiervon z.B. durch Langzeithospitalisierung oder zusätzliche

komorbide Störungen wie z. B. ein Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom

oder eine Tic-Störung bedingte Verhaltensweisen

abzugrenzen. Im diesem Seminar soll anhand von

Fallbeispielen dargestellt werden, welche Diagnosehilfen es

gibt, welche alltagsrelevanten Probleme auftreten können und

welche Vorgehensweisen hilfreich sind, um diese Menschen

adäquat betreuen und fördern zu können. Außerdem wird über

aktuelle Forschungsergebnisse zum Themenkomplex Autismus

und Intelligenzminderung berichtet und welche Bedeutung

diesen sowohl aus psychiatrischer als auch heilpädagogischer

Sicht zukommt.

50

Diese Fortbildung kann auch als Baustein der Weiterbildung

„Menschen mit geistiger Behinderung und psychischer

Krankheit verstehen und begleiten“ (S. 24) genutzt werden.

Termin Donnerstag, 29. September 2011,

9 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 90,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent Dr. med. Manfred Koniarczyk

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,

Stationsarzt der Fachabteilung Psychiatrische

Therapie für Menschen mit Intelligenzminderung

im Isar-Amper-Klinikum, Klinikum München-Ost,

langjährige Erfahrung im Bereich

der Diagnostik und Therapie von Verhaltens-

und psychischen Störungen bei Menschen

mit Intelligenzminderung

Zielgruppe Mitarbeiter / innen aus allen Bereichen

der Behindertenhilfe, die mit autistischen

Menschen arbeiten, und andere Interessierte

Teilnehmerzahl maximal 25 Personen

Kursnummer 112117

Anmeldung bis 27. August 2011

Ernährung und Übergewicht

bei Menschen mit geistiger

Behinderung

Ähnlich wie in unserer Gesamtbevölkerung zeigen Menschen

mit geistiger Behinderung eine massive Neigung zu Übergewicht

bzw. Adipositas. Hierbei stehen Essverhalten und Bewegungsmangel

in einem direkten Zusammenhang. Kognitive Einschränkungen

im Rahmen der geistigen Behinderung und häufig

zusätzlich bestehende Verhaltensauffälligkeiten verschärfen bei

der Personengruppe der Menschen mit Intelligenzminderung

diese Problematik zusätzlich.

Dieses Seminar geht der Frage nach, welche Ansatzpunkte aus

Sicht der Ernährungswissenschaft und der Psychopharmaka-

therapie und unter heilpädagogisch-integrativem Blickwinkel

geeignet erscheinen, übergewichtige Menschen mit Behinderung

bei der Entscheidung, Planung und Durchführung von

„Abnehmaktivitäten“ zu unterstützen und anzuleiten. Die

Gründe, Wege und Ziele, warum und wofür jemand abnehmen

sollte – ob überhaupt, und wenn ja, wie das gelingen könnte –,

sind zentrale Themen der Fortbildung. Hierbei gilt es, die Brücke

zu schlagen: Wie können behinderte Menschen entsprechend

ihren eigenen Fähigkeiten aktiv werden und wie können Mitarbeiter/innen

und Betreuer/innen mit dem nötigen theoretischen

Know-how aus dem Gesundheitswesen richtige Weichen stellen

und Korrekturen einleiten?

Arbeitsformen

Impulsreferat, Vortrag, Diskussionen, Übungen, Kleingruppen-

arbeit

Diese Fortbildung kann auch als Baustein der Weiterbildung

„Menschen mit geistiger Behinderung und psychischer

Krankheit verstehen und begleiten“ (S. 24) genutzt werden.

Fortsetzung nächste Seite �


Termin Dienstag, 4. Oktober 2011, 10 Uhr bis

Mittwoch, 5. Oktober 2011, 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 180,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentinnen Bettina Beggel

Arzthelferin, Ernährungs- und Diätberaterin

(ärztlich geprüft), Chefarztsekretärin,

stv. Leitung stationäres Adipositasprogramm

am Krankenhaus St. Camillus, Ursberg

Jutta Kirchberger

Diplom-Ökotrophologin (Univ.), Ernährungsberaterin

im Franziskuswerk Schönbrunn

Dr. med. Christian Schanze

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,

Pädagoge, Chefarzt des Krankenhauses

St. Camillus, Ursberg

Zielgruppe Mitarbeiter/innen der Behindertenhilfe

und andere Interessierte

Teilnehmerzahl maximal 18 Personen

Kursnummer 112118

Anmeldung bis 2. September 2011

Sprechen Sie mit uns.

Das Franziskuswerk Schönbrunn bietet fundierte Unter-

stützung und Beratung in allen Fragen, die Sie zu Ihrer

Ernährung haben. Ihre Krankenkasse kann festgelegte

Leistungen bezuschussen.

Wenden Sie sich an:

Jutta Kirchberger

Dipl. Ökotrophologin (Univ.), Ernährungsberaterin VDOE

Telefon 08139 800-8891

kirchberger.jutta@schoenbrunn.de

www.schoenbrunn.de

E r n ä h r u n g s b e r a t u n g / T h e r a p i e

51

Pflege – Medizin – Psychiatrie – Hygiene

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |

Pflege – Medizin – Psychiatrie – Hygiene

Autismus und

häufige Begleiterkrankungen

Neben einer häufig zusätzlich bestehenden Intelligenzminderung

treten bei autistischen Syndromen andere neuropsychiatrische

Störungen und medizinische Krankheitsbilder gehäuft auf.

Zu nennen sind hier z. B. affektive Störungen, Angst- und

Zwangsstörungen, Ess- und Schlafstörungen sowie das Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom

(ADHS).

Aber auch schizophrene Psychosen können die Behandlung und

den Verlauf erheblich erschweren. Auch Epilepsien und Zerebralparesen

sind häufige neurologische Begleiterkrankungen sowie

besondere Syndrome wie z. B. die Tuberöse Sklerose.

In diesem Seminar werden auch anhand von Fallbeispielen die

häufig in Zusammenhang mit Autismus auftretenden Störungsbilder

erklärt und die damit verbundenen heilpädagogischen

und medizinischen Anforderungen dargestellt.

52

Diese Fortbildung kann auch als Baustein der Weiterbildung

„Menschen mit Autismus verstehen und begleiten“ /

3. Komorbidität (S. 28) genutzt werden.

Termin Donnerstag, 6. Oktober 2011,

9 bis 16.30 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 90,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent Dr. med. Manfred Koniarczyk

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,

Stationsarzt der Fachabteilung Psychiatrische

Therapie für Menschen mit Intelligenz-

minderung im Isar-Amper-Klinikum, Klinikum

München-Ost, langjährige Erfahrung im

Bereich der Diagnostik und Therapie von

Verhaltens- und psychischen Störungen bei

Menschen mit Intelligenzminderung

Zielgruppe alle Mitarbeiter/innen, die mit Menschen mit

Autismus arbeiten, und andere Interessierte

Teilnehmerzahl maximal 25 Personen

Kursnummer 112119

Anmeldung bis 2. September 2011

Psychische Störungen

und aggressives Verhalten

bei Menschen mit Autismus

Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen zeigen oft vielgestaltige

psychische Auffälligkeiten, die ursächlich auf verschiedene

neuropsychiatrische Erkrankungen zurückzuführen sind.

So treten Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis, Angststörungen,

Zwänge oder Tic-Störungen bei dieser Personengruppe

sehr viel häufiger als in der Normalbevölkerung auf.

Gerade aggressives Verhalten (sach-, fremd- und autoaggressiv)

ist dabei nicht allein als bloße Verhaltensstörung zu interpre-

tieren, sondern kann das primäre Symptom eines klassischen

psychiatrischen Störungsbildes sein.

Das Erkennen dieser komorbid auftretenden psychischen Erkrankungen

kann bei vielen autistischen Menschen zusätzlich

durch die behinderungsspezifischen Interaktions- und Kommunikationsprobleme

erheblich erschwert werden. Insofern ist eine

genaue und vor allem interdisziplinäre Diagnostik erforderlich,

um schließlich aus der korrekten Diagnosestellung die richtigen

Behandlungs- und Betreuungsmaßnahmen für die jeweilige

Person ableiten zu können.

Hierbei geht es nicht allein um eine psychopharmakologische

Behandlung, sondern um die Erstellung eines individuellen,

multidimensionalen Behandlungsplans, der verschiedene Therapieverfahren

miteinander verbindet. Aus diesem Ansatz ergeben

sich wiederum klare Leitlinien für den pädagogischen Betreuungsalltag.

Anhand von Fallbeispielen soll die Vielgestaltigkeit psychischer

Störungsbilder, die bei dieser Personengruppe auftreten können,

dargestellt werden. Hierbei werden Hypothesen dargelegt und

diskutiert, warum gerade bei Menschen mit Autismus aggressives

Verhalten häufig als Leitsymptom der Erkrankung auftritt.

Darüber hinaus werden verschiedene Dokumentationsbögen,

die eine differenzierte Diagnostik und die Beobachtung von

Therapieverläufen erleichtern, vorgestellt und diskutiert. Die

praktische Handhabung der Bögen wird eingeübt.

Diese Fortbildung kann auch als Baustein der Weiterbildung

„Menschen mit Autismus verstehen und begleiten“ /

3. Komorbidität (S. 28) genutzt werden.

Fortsetzung nächste Seite �


Termin Dienstag, 11. Oktober 2011, 10 Uhr bis

Mittwoch, 12. Oktober 2011, 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 190,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 170,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozenten Dr. med. Manfred Koniarczyk

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,

Stationsarzt der Fachabteilung Psychiatrische

Therapie für Menschen mit Intelligenz-

minderung im Isar-Amper-Klinikum, Klinikum

München-Ost, langjährige Erfahrung im

Bereich der Diagnostik und Therapie von

Verhaltens- und psychischen Störungen bei

Menschen mit Intelligenzminderung

Dr. med Christian Schanze

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,

Pädagoge, Chefarzt des Krankenhauses

St. Camillus, Ursberg

Zielgruppe Mitarbeiter / innen der Behindertenhilfe

und andere Interessierte

Teilnehmerzahl maximal 25 Personen

Kursnummer 112120

Anmeldung bis 8. September 2011

Somatische Erkrankungen und

ihre psychische Symptomatik

bei Menschen mit

Intelligenzminderung

Menschen mit Intelligenzminderung leiden häufig an somatischen

Erkrankungen, die entweder unerkannt bleiben oder unzureichend

behandelt sind. In diesen Fällen stehen oft psychische

Auffälligkeiten im Vordergrund der Symptomatik und verschleiern

die eigentliche Problematik. Immer wieder kommen in solchen

Fällen Psychopharmaka zum Einsatz und / oder aufwendige

psychologisch-pädagogische Behandlungs- / Betreuungskonzepte

werden entwickelt und durchgeführt, um die vermeintlichen Verhaltensstörungen

zu bessern. Diese Bemühungen bleiben jedoch

erfolglos, da die eigentlich zugrunde liegende körperliche Erkrankung

nicht erkannt und behandelt wird. Umgekehrt können

durch die Medikation von somatischen Erkrankungen (z. B. Epilepsie)

selbst Verhaltensauffälligkeiten ausgelöst werden. Auch

hier werden häufig fälschlicherweise Psychopharmaka verordnet.

Schwerpunkte: In der Veranstaltung soll ein Überblick über verschiedene

somatische Erkrankungen gegeben werden, an denen

Menschen mit Intelligenzminderung, in Abhängigkeit von ihrem

Alter, häufig leiden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt hierbei

auch auf Menschen mit Epilepsie, die oft zu sätzlich an psychischen

Störungen leiden. Außerdem werden das Down-Syndrom

und andere genetisch bedingte Syndrome (z. B. Prader-Willi-

Syndrom, Fragiles-X-Syndrom) besprochen, die für bestimmte

körperliche Erkrankungen im besonderen Maße prädisponieren.

Auch soll die Frage erläutert werden, inwiefern bei geistig

Behinderten psychosomatische Erkrankungen (somatische

Symptome mit psychischen Ursachen) auftreten können. Viel

Platz aber soll v. a. für Fallvorstellungen und eine ausführ liche

Diskussion der Problematik sein.

Diese Fortbildung kann auch als Baustein der Weiterbildung

„Menschen mit geistiger Behinderung und psychischer

Krankheit verstehen und begleiten“ (S. 24) genutzt werden.

Termin Donnerstag, 27. Oktober 2011, 10 Uhr bis

Freitag, 28. Oktober 2011, 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 180,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent Dr. med. Christian Schanze

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,

Pädagoge, Chefarzt des Krankenhauses

St. Camillus, Ursberg

Zielgruppe Mitarbeiter / innen der Behindertenhilfe

und andere Interessierte

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen

Kursnummer 112121

Anmeldung bis 22. September 2011

53

Pflege – Medizin – Psychiatrie – Hygiene

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |

Pflege – Medizin – Psychiatrie – Hygiene

Verhaltensauffälligkeiten

bei Menschen mit geistiger

Behinderung

Mehr als die Hälfte der Menschen mit geistiger Behinderung zeigen

Verhaltensauffälligkeiten unterschiedlicher Ausprägung. In

der Betreuung ist es wichtig, erkennen zu können, ob einerseits

diese Verhaltensauffälligkeiten überhaupt einer genaueren Beobachtung

oder gar einer Behandlung bedürfen. Andererseits ist

es wichtig, abzuklären, ob dieses Verhalten eventuell auch auf

eine somatische oder psychische Erkrankung zurückzuführen ist.

Diagnostik und Behandlung von Verhaltensauffälligkeiten stellen

für das Umfeld eines geistig behinderten Menschen eine große

Herausforderung dar. Es geht hierbei nicht nur um das bloße Erdulden,

sondern um den Aufbau strukturierter und sinnvoller

Behandlungskonzepte. Gerade bei Verhaltensauffälligkeiten sind

pädagogische und psychotherapeutische Verfahren einer pharmakologischen

Behandlung deutlich überlegen. Voraussetzung

hierfür ist jedoch eine genaue Verhaltensanalyse und Verlaufskontrolle

aller therapeutischen Bemühungen.

Schwerpunkte: Der Kurs soll den Teilnehmer / innen im Betreuungsalltag

helfen, Verhaltensauffälligkeiten einer strukturierten

diagnostischen Abklärung zuzuführen. Hierfür ist eine differenzierte

Beobachtung mit speziellen Dokumentationsbögen (ABC-

Bogen, 31-TD) oder eine videogestützte Diagnostik erforderlich.

Anwendung und Auswertung werden in Kleingruppen anhand

verschiedener Fallbeispiele (Videos) eingeübt und vom Kursleiter

supervidiert. Darüber hinaus werden bestimmte psychotherapeutische

und pädagogische Therapieverfahren vorgestellt

und ihre Indikation diskutiert. Das Erstellen eines individuellen

Krisenplans wird ebenfalls in Gruppenarbeit trainiert.

54

Diese Fortbildung kann auch als Baustein der Weiterbildung

„Menschen mit geistiger Behinderung und psychischer

Krankheit verstehen und begleiten“ (S. 24) genutzt werden.

Termin Montag, 14. November 2011,

9 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 90,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent Dr. med.Christian Schanze

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,

Pädagoge, Chefarzt des Krankenhauses

St. Camillus, Ursberg

Zielgruppe Mitarbeiter / innen der Behindertenhilfe

und andere Interessierte

Teilnehmerzahl maximal 28 Personen

Kursnummer 112122

Anmeldung bis 8. Oktober 2011

Depression und Angst

bei Menschen mit geistiger

Behinderung

Menschen mit geistiger Behinderung können an sämtlichen psychischen

Störungen erkranken. Depressionen werden allerdings

häufig sowohl von Betreuern, aber auch von Ärzten übersehen.

Die Symptome unterscheiden sich z. T. erheblich von denen der

„Normalbevölkerung“. Nicht zu Unrecht gilt die Depression

bei Menschen mit geistiger Behinderung als „diagnostisches

Chamäleon“. Häufig wird sie von starker Angst begleitet. Da

Angst jedoch ein sehr verbreitetes, z. T. chronisch auftretendes

Symptom bei Menschen mit Intelligenzminderung darstellt, ist

eine Unterscheidung nicht immer ganz einfach. Auch die Angst

selbst wird häufig nicht ausreichend in ihrer diagnostischen

Relevanz berücksichtigt (Phobie, frei flottierende Angst, Panik).

Dabei ist sie durch eine adäquate Behandlung mit psychotherapeutischen

und pädagogischen Verfahren gut beeinflussbar.

Auch eine pharmakologische Therapie kann hier Symptome

deutlich lindern und dadurch die Lebensqualität der betroffenen

Menschen verbessern.

Schwerpunkte: Der Kurs gibt einen theoretischen Überblick

über die diagnostischen Kriterien der beiden häufig gemeinsam

auftretenden Symptome der Depression und der Angst. Darüber

hinaus werden verschiedene pharmakologische und nicht pharmakologische

therapeutische Ansätze geschildert und spezielle

pädagogische Betreuungskonzepte gemeinsam diskutiert. Diese

Diskussion erfolgt an konkreten Praxisbeispielen (z. T. mit Videos).

Diese Fortbildung kann auch als Baustein der Weiterbildung

„Menschen mit geistiger Behinderung und psychischer

Krankheit verstehen und begleiten“ (S. 24) genutzt werden.

Termin Mittwoch, 16. November 2011, 9 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 90,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent Dr. med. Christian Schanze

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,

Pädagoge, Chefarzt des Krankenhauses

St. Camillus, Ursberg

Zielgruppe Mitarbeiter / innen der Behindertenhilfe

und andere Interessierte

Teilnehmerzahl maximal 28 Personen

Kursnummer 112123

Anmeldung bis 8. Oktober 2011


Der richtige Umgang

mit Medikamenten,

insbesondere Psychopharmaka

Das Seminar vermittelt Ihnen ein Basiswissen und einen

systematischen Überblick über Medikamente und legt seinen

Schwerpunkt auf Psychopharmaka. Vermittelt werden neben allgemeinen

Informationen zu Medikamenten und Dokumentation

auch Einsatzgebiete, Wirkungen, Nebenwirkungen und Risiken

von Psychopharmaka.

Inhalte

– Medikamente (Darreichungsformen, Dokumentation)

– Neuroleptika

– Antidepressiva

– Beruhigungsmittel

– Stimmungsstabilisierer

Arbeitsformen

Vortrag, Diskussion, Videofilm, Übungen

Die Teilnehmer/innen werden dazu aufgerufen, eigene Fragen

und Beispiele jederzeit einzubringen.

Diese Fortbildung kann auch als Baustein der Weiterbildung

„Menschen mit geistiger Behinderung und psychischer

Krankheit verstehen und begleiten“ (S. 24) genutzt werden.

Termin Donnerstag, 17. November 2011,

9.30 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 90,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent Dr. med. Holger Schmidt

Neurologe und Psychiater

Zielgruppe Mitarbeiter / innen in Werkstätten und

Wohneinrichtungen für behinderte Menschen

Teilnehmerzahl maximal 30 Personen

Kursnummer 112124

Anmeldung bis 15. Oktober 2011

Schmerztherapie und

Symptomkontrolle

am Lebensende

Aufgrund vielfältiger Faktoren werden Menschen mit geistiger

Behinderung im Durchscnitt heutzutage wesentlich älter als

früher und erleben das Auftreten unheilbarer Krankheiten wie

Tumorerkrankungen oder organisch bedingter chronischer

Krankheiten wie Herzschwäche, Nierenschwäche oder Lungenkrankheiten.

Deshalb kommen Symptome wie chronische Tumorschmerzen,

Atemnot, Übelkeit oder Angst- und Panikzustände auch bei

Menschen mit geistiger Behinderung immer häufiger vor.

In diesem Seminar werden Grundlagen der Palliativmedizin und

der palliativen Schmerztherapie und Symptomkontrolle ver-

mittelt. Anhand von Fallbeispielen wird das Grundverständnis

der Entstehung unterschiedlicher Schmerzformen entwickelt.

Anschließend werden die dazu passenden unterschiedlichen

Therapiekonzepte erläutert. Außerdem wird erarbeitet, welche

Möglichkeiten es gibt, Atemnot und andere belastende Symptome

am Lebensende zu behandeln.

Schließlich wird die Frage geklärt, wie die Betreuung von

Menschen am Lebensende in einer Einrichtung für Menschen

mit Behinderung gelingen kann? Welche medizinisch-pflegerischen

Voraussetzungen müssen erfüllt sein? Was kann jede/r

einzelne Mitarbeiter/in beitragen?

Inhalte

– Symptombeobachtung und Dokumentation

– Grundlagen der Schmerzentstehung

– Grundlagen der Schmerztherapie

– Palliative Care am Lebensende

Methoden

Vortrag, Arbeit in Kleingruppen, Diskussion

Termin Freitag, 2. Dezember 2011, 9 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 90,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent Josef Hell

Facharzt für Anästhesie und Palliativmedizin,

Oberarzt und Leiter des sektorenübergreifenden

Palliativteams an der Klinik Mühldorf

am Inn

Zielgruppe interessierte Mitarbeiter/innen

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen

Kursnummer 112125

Anmeldung bis 1. November 2011

55

Pflege – Medizin – Psychiatrie – Hygiene

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |

Pflege – Medizin – Psychiatrie – Hygiene

Aufbautage für

Hygienebeauftragte

Diese Fortbildung wendet sich an alle Personen, die in ihren

Einrichtungen als Hygienebeauftragte eingesetzt sind oder eingesetzt

werden sollen. Die Inhalte des Seminars beziehen sich

auf die sich ständig verändernden gesetzlichen Regelungen

und den sich daraus konkret in den Einrichtungen ergebenden

Handlungsbedarf sowohl der Institutionen als auch der Hygienebeauftragten.

Dabei ist besonders wichtig die Umsetzung der

Bestimmungen im institutionellen Alltag und in der Arbeit der

für die Einhaltung verantwortlichen Personen. Die Eigen-

verantwortung sowie die Mitwirkungspflicht erhalten hier

einen hohen Stellenwert.

Schwerpunktthemen

– Komplettierung des Handbuch

– Bayerischer Rahmenhygieneplan

– Eigenverantwortung / Mitwirkungspflichten anhand der drei

Säulen (§ 36 IfSG, TRBA 250 / Medizinprodukte-Gesetz, der

Medizinprodukte-Betreiberverordnung).

– Brainstorming zu praktischen Beispielen

– Ausbruchmanagement und strukturiertes Vorgehen bei

gehäuftem Auftreten übertragbarer Krankheiten

Fragestellungen aus dem Kreis der Teilnehmer/innen werden

aufgegriffen und zu zentralen Inhalten des Seminars gemacht.

Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar ist die Absolvierung

eines Lehrgangs mit dem Abschluss „Hygienebeauftragte/r“.

Hierbei ist es unerheblich, bei welchem Fortbildungsanbieter der

Grundlehrgang besucht wurde.

Termin Dienstag, 13. Dezember 2011, 10 Uhr bis

Mittwoch, 14. Dezember 2011, 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 180,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozenten Harald Geese

staatlich geprüfter Hygieneinspektor,

Fachreferent, Fachbuchautor,

Leiter Kompetenznetzwerk Hygiene (KNH)

56

Prof. Dr. Manfred Wolff

Universität Witten/Herdecke

Zielgruppe Mitarbeiter/innen der Alten- und Behindertenhilfe,

die in ihren Einrichtungen als „Hygienebeauftragte“

eingesetzt sind oder eingesetzt

werden sollen

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen

Kursnummer 112126

Anmeldung bis 12. November 2011

Snoezelen –

Einführungsveranstaltung

Einführung in die Methode Snoezelen als Gestaltungsmöglichkeit

für die Freizeit und zur Erholung. Die Teilnehmer/innen

erhalten methodisch-didaktische Hinweise zur Durchführung

von Snoezelen-Einheiten sowie eine technische Unterweisung in

der Handhabung der Geräte. Das Angebot der Selbsterfahrung

ermöglicht ihnen einen Einblick in die Wirkungsweise des

Snoezelen. Für Teilnehmer/innen, die Mitarbeiter/innen im

Franziskuswerk Schönbrunn sind, ist diese Einführungsveranstaltung

Voraussetzung zur Nutzung der internen Snoezelen-

Räume im oben genannten Rahmen.

Dieses Seminar wird zweimal mit identischen Inhalten zu

folgenden Terminen angeboten:

n Termin 1 Mittwoch, 15. März 2011,

9 bis 16.30 Uhr

Kursnummer 112201

Anmeldung bis 12. Februar 2011

n Termin 2 Donnerstag, 6. Oktober 2011,

9 bis 16.30 Uhr

Kursnummer 112230

Anmeldung bis 1. September 2011

Ort Franziskuswerk Schönbrunn, Treffpunkt

Besprechungsraum St. Christoph, 1. OG

Verbindliche Kursgebühr E 60,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 30,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Dorothea Wießmeier

Diplom-Heilpädagogin (FH) im Fachdienst

Heilpädagogik im Franziskuswerk Schönbrunn

Zielgruppe Mitarbeiter/innen in der Betreuung,

die mit Snoezelen noch nicht vertraut sind

Teilnehmerzahl maximal 15 Personen


Grundkurs Basale Stimulation

Konzept nach Prof. Dr. A. Fröhlich

Die Arbeit mit schwer mehrfachbehinderten Menschen stellt

eine besondere Herausforderung dar und bedarf eines ganz

eigenen pädagogischen Ansatzes. Sie erfordert vonseiten der

Mitarbeiter/innen ein starkes Einfühlungsvermögen und die

Kenntnis adäquater Methoden.

Im Kurs werden Grundlagen und Umsetzungsmöglichkeiten der

Basalen Stimulation vermittelt. Durch Eigenerfahrung in den Bereichen

Körpererfahrung und Wahrnehmungsfähigkeit stärken

und erweitern Sie Ihre Eigenwahrnehmung. So können Sie neue

Möglichkeiten finden, sich für ihr Gegenüber zu öffnen und eine

ganzheitliche Förderung aufzubauen.

Die meisten praktischen Übungen werden als Partnerübung

unter Anleitung durchgeführt und erfordern von den Teilnehmer/

innen die Bereitschaft, Körperkontakt zulassen.

Umsetzungsmöglichkeiten für die individuelle Praxis der Teilnehmer/innen

können erarbeitet und diskutiert werden.

Inhaltliche Schwerpunkte

– Einstimmung auf den Personenkreis

– Theoretische Grundlagen der Basalen Stimulation

– Eigenerfahrungen im somatischen, vestibulären und

vibratorischen Wahrnehmungsbereich

– Kollegialer Austausch (Fragen, Anwendungsmöglichkeiten

in der Praxis, Tipps, Hinweise usw.)

Die Fortbildung entspricht den Richtlinien des Internationalen

Fördervereins Basale Stimulation® e. V. und berechtigt zum

Besuch von Aufbaukursen.

Bitte bequeme Kleidung und ein kleines Kissen mitbringen.

Termine Teil 1 Freitag, 18. März 2011,

15.30 bis 19 Uhr

Samstag, 19. März 2011,

9 bis 17Uhr

Teil 2 Freitag, 13. Mai 2011,

15.30 bis 19 Uhr

Samstag, 14. Mai 2011,

9 bis 17 Uhr

Die Fortbildung kann nur als Ganzes gebucht werden.

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 220,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 200,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Anja Schäfer

Heilpädagogin, Multiplikatorin für

Basale Stimulation

Zielgruppe Mitarbeiter/innen aus Einrichtungen,

die mit sehr schwer beeinträchtigten

Menschen leben und arbeiten

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen

Kursnummer 112202

Anmeldung bis 12. Februar 2011

57

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung

Kinder psychisch kranker Eltern

Kinder von psychisch kranken Eltern haben ein stark erhöhtes

Risiko, im Laufe ihres Lebens selbst eine psychische Störung

zu entwickeln. Dies ist zum Teil durch genetische Vererbung

bedingt, zum anderen Teil sind die Eltern häufig nicht in der

Lage, die Erziehung und Begleitung ihrer Kinder ausreichend zu

bewältigen. Solche Familien sind größeren psychosozialen Belastungen

ausgesetzt und es besteht ein erhöhtes Risiko für

Misshandlungen. Präventionsmaßnahmen für Kinder müssen

nach Altersgruppen differenziert sein und die individuelle Situation

berücksichtigen. In der Fortbildung werden kurz die Krankheitsbilder

der Eltern und ihre Auswirkungen auf die Kinder

geschildert. Die Dreiecksbeziehung „Eltern – Kinder – pro-

fessionelle Betreuer/innen“ wird von allen Seiten beleuchtet.

Schwerpunkte

– Sind die Betreuer/innen von Kindern auch die „Therapeut/innen“

für deren Eltern?

– Zuständigkeiten und Grenzen der Einrichtungen versus

Erwartungen und Forderungen der Eltern

– Besondere Begleitungsmaßnahmen für Kinder

Methodik

Vortrag, Power-Point-Präsentation, evtl. Kleingruppenarbeit

und/oder Rollenspiele, Fallbeispiele

Termin Donnerstag, 24. März 2011, 9 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 90,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Dr. med. Svetlana Panfilova

Ärztin und szenisch-systemische Beraterin

Zielgruppe Mitarbeiter/innen, Beratungsdienste und

Führungskräfte aus Einrichtungen für Kinder

und Jugendliche

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen

Kursnummer 112203

Anmeldung bis 22. Februar 2011

58

Gewaltprävention im Rahmen

psychomotorischer Angebote

Bewegung ist die erste und unmittelbarste Form, um in Beziehung

zu kommen mit mir, mit der Welt und mit anderen.

Psychomotorik als Methode greift diese Gedanken auf und

schafft so Räume für Erleben und Entwicklung. Werte wie

Rücksichtnahme und Einfühlungsvermögen, aber auch Standhaftigkeit

und Durchsetzungskraft werden unmittelbar erlebbar.

Mit dieser Methode können Pädagog/innen einen Beitrag zur

Gewaltprävention leisten. Die dafür nötigen praktischen und

theoretischen Kompetenzen sollen in diesem Seminar vermittelt

und erprobt werden.

Bitte denken Sie an bewegungsfreundliche Kleidung.

Termin Dienstag, 29. März 2011, 9.30 Uhr bis

Mittwoch, 30. März 2011, 16.30 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E180,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Simone Steiner

Heilpädagogin (BA), stellvertretende Schul-

leitung der Fachakademie für Heilpädagogik

Rummelsberg

Zielgruppe Mitarbeiter/innen in Einrichtungen der

Behindertenhilfe und andere Interessierte

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen

Kursnummer 112204

Anmeldung bis 26. Februar 2011


Praxisreflexion – Fallbesprechungen

und Förderplanung

Dieser Veranstaltungsblock ist der Reflexion der praktischen

Umsetzung der Inhalte durch die Teilnehmer/innen in ihren

jeweiligen Arbeitsfeldern gewidmet.

Jede/r Teilnehmer/in bereitet eigenständig im Vorfeld eine

Fallpräsentation von einer/einem Klient/in aus dem Autismus-

Spektrum vor und erhält die Gelegenheit, konkrete Fragen

zu diskutieren. Im Plenum setzen wir uns mit den Problemen

bei der Umsetzung ebenso auseinander wie mit der Planung

weiterer Schritte und deren konkreter Umsetzung.

Neben der Praxisreflexion geht es aber auch um eine vertiefende

Auseinandersetzung mit den bisher erlernten Konzepten.

Das Thema „Formulierung und Umsetzung von realistischen

Förderzielen“ steht im Fokus. Die praktische Umsetzung wird in

der Gruppe geübt, außerdem werden darüber hinausgehende

Hinweise gegeben.

Das Seminar findet zweimal mit identischen Inhalten zu folgenden

Terminen statt und ist als pädagogische Vertiefung zur

Erlangung des Zertifikats verbindlich am Ende der Fachweiterbildung

zu besuchen.

n Termin 1 Donnerstag, 31. März 2011, 10 Uhr bis

Samstag, 2. April 2011, 17 Uhr

Kursnummer 112205

Anmeldung bis 20. Februar 2011

n Termin 2 Donnerstag, 29. März 2012, 10 Uhr bis

Samstag, 31. März 2012, 17 Uhr

Kursnummer 122201

Anmeldung bis 20. Februar 2012

Verbindliche Kursgebühr E180,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Dozentin Antje Tuckermann

Diplom-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin,

leitende Psychologin in psychiatrischer

Klinik, therapeutische Leitung und

Dozentin Team Autismus GbR

Zielgruppe ausschließlich Teilnehmer/innen der Fachweiterbildung

„Menschen mit Autismus

verstehen und begleiten“

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen

Ausschließlich für Teilnehmer/innen

der Fachweiterbildung „Menschen mit

Autismus verstehen und begleiten“

Selbstsicher werden –

sicher auftreten lernen

Dieses Seminar richtet sich nicht nur an Werkstatträte, sondern

auch an Menschen mit Behinderung, die sich in Gesprächen

deutlicher ausdrücken und mitteilen wollen. Es werden verschiedene

Übungen angeboten, um im Auftreten und Sprechen

sicherer und selbstbewusster zu werden. Sie bekommen von den

anderen Teilnehmer/innen und den Referent/innen Rückmeldungen

und können so Ihren persönlichen Ausdruck und Sprachstil

verbessern. Dabei werden wir auch auf unsere eigene Körpersprache,

Mimik und Gestik und sowie die unseres Gegenübers

achten lernen.

In einer entspannten Atmosphäre mit Wohlwollen für die Verschiedenartigkeit

von jeder und jedem und durch spielerische

Übungen wird dieses Seminar zu Ihrem persönlichen Lern-

erlebnis.

Termin Montag, 4. April 2011, 10 Uhr bis

Dienstag, 5. April 2011, 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 80,–

Kosten zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Die Förderung durch Aktion Mensch ist beantragt.

Dozent/in Mathilde Hüttinger

Diplom-Sozialpädagogin (FH), Mediatorin,

STR Ausbildungsleiterin

Max Hüttinger,

Diplom- Sozialpädagoge (FH), Mediator,

Supervisor

Zielgruppe Menschen mit Behinderung

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen

Kursnummer 112206

Anmeldung bis 18. Februar 2011

59

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung

Krisen und Krisenintervention

bei Menschen mit geistiger

Behinderung

Krisen können jeden Menschen treffen und entwickeln sich

häufig nach Belastungssituationen. Menschen mit geistiger

Behinderung sind vielen Belastungen ausgesetzt und verfügen

über weniger Mittel, diese zu bewältigen. Daher entwickeln

sie häufig und schnell psychische Krisen, die sich zu Krisen für

das ganze umgebende System auswachsen können.

Der Kurstag vermittelt ihnen Grundlagenwissen zu den modernen

Krisentheorien und Kriseninterventionsstrategien und ihre

besondere Anwendung auf Menschen mit geistiger Behinderung.

Der Schwerpunkt liegt dann darauf, wie dieses Wissen in

konkrete und praktizierbare Handlungsmaßnahmen umgesetzt

werden kann. Angestrebt werden ein verstehendes Begreifen

von Krisen, Sicherheit im Umgang mit Krisen und ein „innerer

Plan“. Diese Zielsetzung wird anhand von Fallbeispielen erarbeitet.

Fallbeiträge aus ihrem Arbeitsalltag sind willkommen.

Methoden: Vortrag, Power-Point-Präsentation, Fallvorstellungen

und Fallarbeit, Diskussion

Das Seminar findet zweimal mit identischen Inhalten zu folgenden

Terminen statt und ist als pädagogische Vertiefung zur

Erlangung des Zertifikats verbindlich am Ende der Fachweiter-

bildung zu besuchen.

n Termin 1 Freitag, 8. April 2011, 9.30 bis 17 Uhr

Kursnummer 112207

Anmeldung bis 3. März 2011

n Termin 2 Freitag, 27. April 2012, 9.30 bis 17 Uhr

Kursnummer 122202

Anmeldung bis 23. März 2012

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 90,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Kordula Kraus

Fachärztin für Psychiatrie und Psycho-

therapie, tätig in der Ambulanz der Abteilung

Psychiatrische Therapie für Menschen mit

geistiger Behinderung des Isar-Amper-Klinikums,

Klinikum München-Ost

Zielgruppe ausschließlich Teilnehmer/innen der Fachweiterbildung

„Menschen mit geistiger

Behinderung und psychischer Krankheit

verstehen und begleiten“

Teilnehmerzahl maximal 30 Personen

60

Ausschließlich für Teilnehmer/innen

der Fachweiterbildung „Menschen mit

geistiger Behinderung und psychischer

Krankheit verstehen und begleiten“

Meine Mama und

mein Papa sind getrennt

Hilfen für Kinder aus Scheidungsfamilien

Immer mehr Kinder sind von einer Trennung und / oder Scheidung

ihrer Eltern betroffen. Oft werden die Mitarbeiter/innen

von Kindergarten oder Hort um Rat für Eltern und vor allem für

die Kinder gefragt. In der Fortbildung fühlen wir uns in die Welt

der Kinder ein, betrachten die Auswirkungen der Trennung auf

sie und üben uns in Methoden, die den Kindern helfen, eine

solche Krise erträglicher zu meistern. Wir richten den Blick vor

allem auf die Bedürfnisse der Kinder und darauf, wie wir sie

kompetent unterstützen können.

Informationen über das aktuelle Scheidungsrecht, über die

Veränderung der Familienformen und gängige Vorurteile der

Wissenschaft ergänzen die Fortbildung.

Termin Mittwoch, 13. April 2011, 10 Uhr bis

Donnerstag, 14. April 2011, 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E180,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Adelheid Schels

Diplom-Sozialpädagogin (FH), Familien-

therapeutin, Supervisorin und Trainerin

Zielgruppe Mitarbeiter/innen aus Kindertagesstätten

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen

Kursnummer 112208

Anmeldung bis 10. März 2011


Förderplangespräche

In den sogenannten Förderplangesprächen sollen nicht nur

individuelle Förderziele festgelegt werden, es soll auch geklärt

werden, wer welche Aufträge übernimmt. Nur so kann für

alle Beteiligten ein hohes Maß an Verbindlichkeit und Nachvollziehbarkeit

geschaffen werden. Nicht wir planen für unsere Betreuten,

sondern wir denken und planen gemeinsam mit ihnen.

Sie erhalten von uns verständliche Rückmeldungen zu ihrer

Entwicklung und bekommen ausreichend Gelegenheit, ihre

eigenen Wünsche und Vorstellungen mitzuteilen. Selbst- und

Fremdeinschätzung werden gegenübergestellt.

Im Seminar werden Modelle für ein Förderplangespräch vor-

gestellt und die verschiedenen Rollen der Teilnehmer/innen

diskutiert. Zentrale Frage wird sein, welche Formen der Vorbereitung

und Unterstützung die Betroffenen benötigen, um ihre

Lebensentwürfe verwirklichen zu können.

Termin Mittwoch, 4. Mai 2011, 9 bis 16.30 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 90,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent Günther Hartmann-Templer

Diplom-Sozialpädagoge (FH),

Organisationsberater POB (Haisch),

Stiftung Attl

Zielgruppe Mitarbeiter/innen aus allen Bereichen

der Behindertenhilfe

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen

Kursnummer 112209

Anmeldung bis 2. April 2011

Sozial benachteiligte

Kinder und Jugendliche

in Einrichtungen

der Behindertenhilfe

Kinder und Jugendliche, die unter schwierigen sozialen Bedingungen

aufwachsen und deshalb erhebliche Verhaltensauffälligkeiten

aufweisen, waren über lange Jahre das klassische Klientel

der Jugendhilfe. Kommt zu dieser beschriebenen Problematik

eine massive Lern- und Leistungsproblematik hinzu, ist eine

deutliche Trendwende in der Auswahl der Hilfeformen zu spüren.

Immer öfter werden diese Kinder und Jugendlichen in Einrichtungen

der Behindertenhilfe aufgenommen. Dadurch scheint

eine Erosion der traditionellen Zuständigkeiten gegeben.

Die Behindertenhilfe selbst ist häufig nur ungenügend auf diese

neuen Klient/innen, deren Familien sowie ihre Bedürfnisse und

Originalitäten vorbereitet. Diesen Kindern und Jugendlichen haftet

selten das Etikett „pflegeleicht und konform“ an. Die Eltern-

arbeit ebenso wie die Bereiche der schulischen Förderung und

der täglichen Betreuung gestalten sich daher erfahrungsgemäß

häufig schwieriger und konfliktreicher. In diesem Grenzbereich

zwischen Jugendhilfe und Behindertenhilfe muss die pädagogische

Arbeit andere Akzente setzen.

In dieser Fortbildung werden wir uns praxisnah mit den Hintergründen,

Entwicklungen, Ansätzen und eben den geforderten

Akzenten für eine gelingende Betreuung dieser Kinder und

Jugendlichen in der Behindertenhilfe auseinandersetzen.

Inhalte

– Hintergründe und Ursachen

– Auswirkungen sozialer Benachteiligung auf die Entwicklung

– Milieuschädigung und geistige Behinderung

– Gestaltung von Betreuungsrahmen und Beziehungen

– Förderung milieugeschädigter Kinder und Jugendlicher

– Umgang mit schwierigen Eltern und Elterngesprächen

– Vermeidung von Problemen in der Gruppe durch das Zusammenleben

milieugeschädigter und geistig behinderter

Menschen

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61

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung

Termin Donnerstag, 5. Mai 2011, 9 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 90,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent/in Markus Kaufmann M. A.

Diplom-Sozialpädagoge (FH),

Lehrbeauftragter an der FH München,

Ausbilder Aikido-Fairness-Training

62

Barbara Lachner

Diplom-Pädagogin, Systemischer Coach ECA,

NLP-Trainerin

Zielgruppe pädagogische Mitarbeiter/innen, Gruppenleiter/innen

und pädagogische Fachdienste

in Einrichtungen der Behindertenhilfe und

der Jugendhilfe sowie andere Interessierte

Teilnehmerzahl maximal 22 Personen

Kursnummer 112210

Anmeldung bis 1. April 2011

Einführung in die ICF

International Classification of Functioning,

Disability and Health

Die Internationale Klassifikation der Fähigkeitsstörung, Behinderung

und Gesundheit (englisch: International Classification of

Functioning, ICF) ist ein modernes Klassifikationssystem, mit

dem die funktionale Gesundheit und Behinderung eines Menschen

erfasst werden kann. In ihrem Grundverständnis geht die

Klassifikation davon aus, dass Erkrankungen Beeinträchtigungen

der Körperfunktionen oder Strukturen (auch der mentalen Funktionen)

auslösen können. Diese Beeinträchtigungen stehen in

Wechselbeziehungen zu den Alltagsaktivitäten, die ein Mensch

mit Gesundheitsproblemen ausführen kann, und beeinflussen

seine Möglichkeiten zur Teilhabe an unterschiedlichen Lebensbereichen.

Das Ausmaß der Beeinträchtigung ist jedoch im Wesentlichen

geprägt durch Umweltfaktoren, zum Beispiel die Verfügbarkeit

von Hilfsmitteln oder sozialen Unterstützungssystemen

und personenbezogenen Faktoren (z. B. Bewältigungsstrategien,

Bildung, Persönlichkeitsaspekte). Eine systematische Erfassung

der Strukturen, Aktivitäten, Teilhabemöglichkeiten und Einflussfaktoren

der Person selbst wie auch ihrer Umwelt gibt wertvolle

Anregungen für die Planung von Hilfs- und Unterstützungsangeboten.

In diesem Seminar wollen wir eine erste Annäherung an diese

Klassifikation vornehmen und Anregungen für deren Einsatz bei

Hilfe- und Förderplanung nutzen.

Zielsetzung

– Verständnis einer neuen Sprachkonvention, die insbesondere

im Umgang mit den Leistungsträgern an Bedeutung gewinnt

– Adaption der Hilfe- und Förderplanung

– Anwendung einer strukturierten Hilfeplansystematik

– Perspektiven für eine bessere Vernetzung an den Schnitt-

stellen zu anderen Maßnahmeträgern

Methoden und Hilfsmittel

Themenzentrierte Gruppenarbeit, Impulsreferate, Plenums-

veranstaltungen, Film, Video, Rollenspiel, Bücher- und Unter-

lagenbörse usw.

Fortsetzung nächste Seite �


Termin Donnerstag, 5. Mai 2011, 9.30 Uhr bis

Freitag, 6. Mai 2011, 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 180,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent Michael Bräuning-Edelmann

Diplom-Sozialpädagoge, Fachbereichsleiter

Menschen mit seelischer Erkrankung

und Menschen mit Suchterkrankung

Herzogsägmühle

Zielgruppe Mitarbeiter/innen aus allen Bereichen

der Behindertenhilfe

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen

Kursnummer 112211

Anmeldung bis 4. April 2011

Wichtige Steuertipps!

§ Ausbildungskosten, d. h. Aufwendungen für den

§

Erwerb von

§

Fortbildungskosten, d. h. Aufwendungen, die ein Arbeitnehmer

leistet, um seine Kenntnisse und Fähigkeiten im ausgeübten

Beruf zu erhalten oder zu erweitern, sind als Werbungskosten

voll absetzbar.

Kenntnissen, die als Grundlage für eine Berufsausübung

notwendig sind, können als Sonderausgaben im Kalenderjahr

abgesetzt werden.

Wie begleite ich Menschen

mit Behinderung bei Ihrer

Entscheidungsfindung?

Häufig bestimmen Fachleute, welche Unterstützung ein Mensch

mit Behinderung bekommt – was für ihn möglich ist und was

nicht. Das ist Fremdbestimmung. Selbstbestimmung dagegen

heißt, dass ich in meinem Leben die wichtigen Dinge selbst

entscheiden kann und verschiedene Wahlmöglichkeiten dabei

habe: Selbstbestimmung heißt Kontrolle über das eigene Leben

zu haben, die auf der Wahl von annehmbaren Möglichkeiten beruht.

Selbstbestimmung setzt größtmögliche Beteiligung voraus.

Selbstbestimmung zu unterstützen und mehr Wahlmöglichkeiten

für Menschen mit einer geistigen Behinderung zu schaffen,

erfordert bei Mitarbeiter/innen der Behindertenhilfe ein neues

Denken, aber auch besondere Methoden.

Inhalte

– Wie kann man selbst bestimmen, wie die berufliche und

persönliche Zukunft aussehen soll?

– Wie können die Wahlmöglichkeiten für Menschen mit

geistiger und mehrfacher Behinderung erweitert werden?

– Wie können sie an Entscheidungen, die sie betreffen,

beteiligt werden?

– Ist Selbstbestimmung immer möglich? Wo liegen die Grenzen

der Selbstbestimmung eines Menschen?

– Die Teilnehmer/innen lernen Methoden und Instrumente kennen,

die bei Entscheidungen hilfreich sein können

(Persönliche Zukunftsplanung, Biografiearbeit usw.).

Methoden

Referate, Diskussionen, Gruppenarbeit, Übungen und

Videobeispiele

Fortsetzung nächste Seite �

63

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung

Termin Montag, 9. Mai 2011, 9.30 Uhr

bis Dienstag, 10. Mai 2011, 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 180,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent/in Gerhard Grüner

Diplom-Sozialpädagoge (FH), Organisationsentwickler

(POB), Moderator für Persönliche

Zukunftsplanung, Leitung der Abteilung

Begleitende Dienste im Bereich Arbeit und

Förderung des Franziskuswerk Schönbrunn

64

Siglinde Vonier

Diplom-Sozialarbeiterin (FH), Gruppenleiterin

im Franziskuswerk Schönbrunn

Zielgruppe Mitarbeiter/innen in Einrichtungen

der Behindertenhilfe

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen

Kursnummer 112212

Anmeldung bis 6. April 2011

Bewältigungsorientierte

Therapie bei Schizophrenien

und schizoaffektiven

Störungen – Psychoedukation

Aktuelle Schizophreniekonzepte wie das Vulnerabilitäts-Stress-

Bewältigungsmodell weisen den erkrankten Menschen eine

aktive Rolle im Umgang mit der Erkrankung zu. Aus dieser

Sichtweise heraus haben sich in den letzten 15 Jahren verschiedene

therapeutische Ansätze entwickelt, in denen bewältigungs-

orientierte Strategien stärker akzentuiert werden.

Wesentliche Elemente bewältigungsorientierter Therapie sind:

– Aufklärung über die Krankheit und die Behandlung auf Basis

des Vulnerabilitäts-Stress-Modells

– Stressmanagment und Rückfallprophylaxe

– Gesundheitsverhalten

Ausgehend von diesen drei Elementen bewältigungsorientierter

Therapie werden verschiedene bestehende Konzepte und Manuale

vorgestellt und besprochen. Für die eigene konkrete Arbeitssituation

werden darüber hinaus im Rahmen des Seminars

einzelne Module praxisnah zur direkten Anwendung erarbeitet.

Dies können zum Beispiel sein:

– Erarbeitung eines Störungskonzeptes

– Erarbeitung von Behandlungsgrundlagen

– Identifikation, Selbstbeobachtung und

Umgang mit Frühwarnzeichen

– Bearbeitung individueller Stresssituationen

– Stressmanagement

– Gesundheitsverhalten

Unter Berücksichtigung von Salutogenese und Recovery rücken

Gesundungsprozesse, individuelle Ressourcen und die Lebensqualität

stärker in den Vordergrund. Das Einnehmen einer

empathischen sozialpsychiatrischen Grundhaltung ist maß-

geblich.

Methoden: Impulsreferate, Kleingruppenarbeit, Rollenspiel, Fallarbeit

u. a. m.

Termin Freitag, 13. Mai 2011, 9.30 Uhr bis

Samstag, 14. Mai 2011, 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 180,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent Michael Bräuning-Edelmann

Diplom-Sozialpädagoge, Fachbereichsleiter

Menschen mit seelischer Erkrankung und

Menschen mit Suchterkrankung, Herzogsägmühle

Zielgruppe Mitarbeiter/innen aus Wohn-, Arbeits- und

Beratungsstrukturen, die mit Menschen

mit einer psychischen Erkrankung arbeiten

Teilnehmerzahl maximal 25 Personen

Kursnummer 112213

Anmeldung bis 8. April 2011


Veränderungsprozesse

im Leben von Menschen

mit geistiger Behinderung

begleiten

Jeder Mensch geht unterschiedlich mit einer Veränderung seiner

Lebensumstände um. Menschen mit Behinderung reagieren

darauf häufig sehr sensibel, da sie in ihrem Bedürfnis nach

Orientierung und Sicherheit leicht zu verunsichern sind. Ver-

änderungsprozesse in der täglichen Arbeit zu begleiten, stellt

Mitarbeiter/innen in der Behindertenhilfe vor besondere

Herausforderungen:

– Zwischen Stillstand und Aufbruch: Wer will die Veränderung,

der Betroffene selbst oder sein Umfeld? Welche Rolle spielen

Strukturen? Welche Veränderungen sind gewünscht, herbei-

gesehnt, welche unumgänglich?

– Das rechte Maß: Wie viel Veränderung ist notwendig,

um Kompetenzen und Selbständigkeit zu erweitern und

Zufriedenheit und Erfüllung zu ermöglichen, ohne dabei

zu überfordern und zu verängstigen?

– Wie bereite ich Menschen mit Behinderung auf anstehende

Veränderungen vor? Wie führe ich Neuerungen ein?

– Wie kann Begleitung gelingen? Welche Schritte sind angemessen

und welche Ziele realistisch? Welche Kraftquellen

stehen bereit, welche Rituale können helfen? Und wie gehe

ich ggf. mit einem Scheitern um?

Bis sich die Menschen mit Behinderung in der neuen Situation

sicher fühlen, braucht es einfühlende Assistenz und individuelle

Unterstützungsangebote.

Wir werden dieses Thema unter verschiedenen Gesichtspunkten

betrachten und unterschiedliche Methoden und Handlungs-

ansätze für die praktische Arbeit vorstellen.

Der Tag wird u. a. folgende Inhalte haben:

– Die positiven Aspekte sammeln: Salutogenese als Ent-

wicklungskonzept des Menschen im Sinne von Heilung,

Bewältigung und Sinngebung

– Den Menschen verstehen: Biografiearbeit als Möglichkeit,

ein tieferes Verständnis für die individuelle Persönlichkeit

des Menschen zu entwickeln

– Sich selbst betrachten: Die Bedeutung des eigenen Umgangs

mit Veränderungen in Bezug auf die Unterstützung bei

Veränderungsprozessen

– Wie kann das gehen? Methoden und praktische Handlungsansätze

Termin Montag, 23. Mai 2011, 9 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 90,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentinnen Christine Stadler

Heilpädagogin, Qualitätsbeauftragte,

Assistenz der Bereichsleitung Wohnheim

im Franziskuswerk Schönbrunn

Siglinde Vonier

Diplom-Sozialarbeiterin (FH), Gruppenleiterin

im Franziskuswerk Schönbrunn

Zielgruppe Mitarbeiter/innen der Behindertenhilfe

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen

Kursnummer 112214

Anmeldung bis 20. April 2011

65

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung

Fallbesprechungen

66

Ausschließlich für Teilnehmer/innen

der Fachweiterbildung „Menschen mit

geistiger Behinderung und psychischer

Krankheit verstehen und begleiten“

Um adäquat mit Menschen mit geistiger Behinderung und

psychischen Störungen umgehen zu können muss der

diagnostische Blick von Mitarbeiter/innen von Behinderten-

einrichtungen eingehend geschult werden. Theoretische

Kenntnisse allein helfen nicht, die im Vergleich zur Normalbe-

völkerung oft stark abgewandelte Symptomatik psychischer

Störungen bei Menschen mit geistiger oder Lernbehinderung

erkennen zu können. Hier ist vor allem das eingehende Studium

von Fallbeispielen anhand von Videos sehr lehrreich und bietet

die erforderliche Anschaulichkeit.

Schwerpunkte: Es wird einerseits anhand vieler Beispiele das

strategische Vorgehen im Falle eines Verdachts auf das Bestehen

einer psychischen Störung diskutiert. Andererseits werden

Techniken vorgestellt, die das Erkennen und das Verstehen

psychischer Auffälligkeiten bei Menschen mit geistiger Behinderung

erleichtern sollen (Checklisten, Fragebögen, Dokumen-

tationsblätter). Vor allem die Verhaltensanalyse anhand von

Videos wird eingehend besprochen und eingeübt.

Die Teilnehmer/innen werden darüber hinaus gebeten einen

„Fall“ aus dem eigenen Erfahrungsbereich vorzubereiten und

anonymisiert vorzustellen. Im Kurs soll dann in Gruppenarbeit

die Analyse dieser Kasuistiken unter Supervision trainiert

werden.

Das Seminar findet zweimal mit identischen Inhalten zu

folgenden Terminen statt und ist als pädagogische Vertiefung

zur Erlangung des Zertifikats verbindlich am Ende der Fach-

weiterbildung zu besuchen.

n Termin 1 Mittwoch, 25. Mai 2011, 9 bis 17 Uhr

Kursnummer 112215

Anmeldung bis 22. April 2011

n Termin 2 Mittwoch, 9. Mai 2012, 9 bis 17 Uhr

Kursnummer 122204

Anmeldung bis 4. April 2012

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 90,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent Dr. med. Christian Schanze

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,

Pädagoge, Chefarzt des Krankenhauses

St. Camillus, Ursberg

Zielgruppe ausschließlich Teilnehmer/innen der Fachweiterbildung

„Menschen mit geistiger

Behinderung und psychischer Krankheit

verstehen und begleiten“

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen

Wichtige Steuertipps!

§ Ausbildungskosten, d. h. Aufwendungen für den

§

Erwerb von

§

Fortbildungskosten, d. h. Aufwendungen, die ein Arbeitnehmer

leistet, um seine Kenntnisse und Fähigkeiten im ausgeübten

Beruf zu erhalten oder zu erweitern, sind als Werbungskosten

voll absetzbar.

Kenntnissen, die als Grundlage für einen noch nicht aus-

geübten Beruf notwendig sind, können als Sonderausgaben

im Kalenderjahr abgesetzt werden.


Schwierige Situationen

in der Arbeit mit Menschen

mit Behinderung erkennen

und meistern

Die Arbeit mit Menschen mit Behinderung fordert neben Ihrem

fachlichen Können auch Ihre sozialen Fähigkeiten als Anleiter / in

und Betreuer / in. Häufig zeigen die betreuten Menschen Phänomene

wie Aggressivität, Verweigerung oder plötzlichen Rückzug,

mit denen nur schwer angemessen umzugehen ist. Und manchmal

weiß man gar nicht, wie solch eine Situation entstanden ist.

Für diese schwierigen Situationen will Ihnen das Seminar Unterstützung

anbieten. Mit der Arbeit an konkreten Praxisbeispielen

werden Sie die Ursachen und Hintergründe solcher Verhaltensweisen

besser verstehen und einordnen können. Sie entwickeln

dadurch ein Handwerkszeug, mit dem Sie solche Situationen

angemessen gestalten und entschärfen können. Gemeinsam

werden wir verschiedene – auch nonverbale – Methoden zur

Konflikt- und Aggressionsbewältigung ausprobieren. Sie können

sich entlasten und Ihre Erfahrungen mit anderen teilen.

Termin Mittwoch, 25. Mai 2011, 10 Uhr bis

Freitag, 27. Mai 2011, 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 230,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 200,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent Klaus Brosius

Diplom-Pädagoge, Supervisor DGSv,

Trainer DAGG

Zielgruppe Mitarbeiter / innen der Behindertenhilfe in

den Bereichen Wohnen, WfbM, Förderstätte

und andere Interessierte

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen

Kursnummer 112216

Anmeldung bis 22. April 2011

Krisen und Krisenintervention

bei Menschen mit Autismus

Krisen können jeden Menschen treffen und entwickeln sich

häufig nach Belastungssituationen. Menschen mit Autismus sind

vielen Belastungen ausgesetzt und verfügen über weniger Mittel,

diese zu bewältigen. Daher entwickeln sie häufig und schnell

psychische Krisen, die sich zu Krisen für das ganze umgebende

System auswachsen können.

Der Kurstag vermittelt ihnen Grundlagenwissen zu den modernen

Krisentheorien und Kriseninterventionsstrategien und ihre

besondere Anwendung auf Menschen mit geistiger Behinderung.

Der Schwerpunkt liegt dann darauf, wie dieses Wissen in

konkrete und praktizierbare Handlungsmaßnahmen umgesetzt

werden kann. Angestrebt werden ein verstehendes Begreifen

von Krisen, Sicherheit im Umgang mit Krisen und ein „innerer

Plan“. Diese Zielsetzung wird anhand von Fallbeispielen erarbeitet.

Fallbeiträge aus ihrem Arbeitsalltag sind willkommen.

Methoden: Vortrag, Power-Point-Präsentation, Fallvorstellungen

und Fallarbeit, Diskussion

Das Seminar findet zweimal mit identischen Inhalten zu folgenden

Terminen statt und ist als pädagogische Vertiefung zur

Erlangung des Zertifikats verbindlich am Ende der Fachweiter-

bildung zu besuchen.

n Termin 1 Freitag, 27. Mai 2011, 9.30 bis 17 Uhr

Kursnummer 112217

Anmeldung bis 24. April 2011

n Termin 2 Donnerstag, 3. Mai 2012, 9.30 bis 17 Uhr

Kursnummer 122203

Anmeldung bis 1. April 2012

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 90,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Kordula Kraus,

Fachärztin für Psychiatrie und Psycho-

therapie, tätig in der Ambulanz der Abteilung

Psychiatrische Therapie für Menschen mit

geistiger Behinderung des Isar-Amper-Klinikums,

Klinikum München-Ost

Zielgruppe ausschließlich Teilnehmer/innen der Fachweiterbildung

„Menschen mit Autismus

verstehen und begleiten“

Teilnehmerzahl maximal 30 Personen

Ausschließlich für Teilnehmer/innen

der Fachweiterbildung „Menschen mit

Autismus verstehen und begleiten“

67

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung

Umgang mit Provokationen

im Betreuungsalltag

Wir sehen uns in unserer Arbeit immer wieder direkten und

indirekten Provokationen ausgesetzt. Die Formen reichen von

gezielten kleinen Regelverstößen bis hin zu verbalen oder

gar körperlichen Provokationen. Häufig hinterlassen diese

Situationen ein Gefühl der Unsicherheit oder gar der Kränkung.

Was aber kann man in diesen Situationen tatsächlich tun?

Wir betrachten unterschiedliche provokative Situationen aus

den Arbeitsfeldern der Teilnehmer/innen und richten den Fokus

darauf, wie wir uns provozieren lassen und was wir dagegen unternehmen

können. Im Rahmen praktischer Übungen erlernen

und erproben Sie konkrete Handlungsstrategien, um in provokativen

Situationen selbstsicherer reagieren und handeln zu können.

Seminarziel

Erweiterung der Handlungskompetenzen im Umgang mit

Provokationen im pädagogischen Alltag

Themenschwerpunkte

– Von der Provokation zur (De)Eskalation

– Macht und Status – ein schwieriges Paar

– „Wenn die Lunte brennt …“:

Das eigene Provokationsverhalten im Fokus

– Umgang mit Regelverstößen und Provokationen

– Wenn Sprüche helfen: Kommunikative Deeskalations-

strategien für Pädagog/innen

– Verarbeitung emotional belastender Situationen:

Psychohygiene und Team

Termin Dienstag, 31. Mai 2011, 9 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 90,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent / in Markus Kaufmann M.A.

Diplom-Sozialpädagoge (FH),

Lehrbeauftragter an der FH München,

Ausbilder Aikido-Fairness-Training

68

Barbara Lachner

Diplom-Pädagogin, Systemischer Coach ECA,

NLP-Trainer

Zielgruppe pädagogische Mitarbeiter / innen, Gruppenleiter

/ innen und pädagogische Fachdienste

in Einrichtungen der Behindertenhilfe und

der Jugendhilfe sowie andere Interessierte

Teilnehmerzahl maximal 22 Personen

Kursnummer 112218

Anmeldung bis 26. April 2011

Konflikte unter Kindern

Konflikte und Streitereien gehören zum Alltag. Dabei geht es

meist um unterschiedliche Bedürfnisse und Interessen. Kinder

brauchen Unterstützung und vor allem Bekräftigung von Erwachsenen,

um Probleme und Konflikte konstruktiv lösen zu

lernen. Verbal überzeugen, Verständnis für andere zu entwickeln

und Rücksichtnahme sind wichtige Lernziele. Was brauchen

Kinder, die noch keine Impulskontrolle gelernt haben oder gar

aggressiv reagieren? Der Schwerpunkt der Fortbildung wird

neben theoretischen Erkenntnissen vor allem im Erarbeiten eines

umfassenden praktischen Handwerkszeugs liegen.

Termin Dienstag, 7. Juni 2011, 10 Uhr bis

Mittwoch, 8. Juni 2011, 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 180,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Adelheid Schels

Diplom-Sozialpädagogin (FH), Familien-

therapeutin, Supervisorin und Trainerin

Zielgruppe Mitarbeiter/innen aus Kindertagesstätten

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen

Kursnummer 112219

Anmeldung bis 6. Mai 2011


Erwachsen werden und

behindert sein

In der Pubertät finden die Auseinandersetzungen mit dem

eigenen Körper, mit neuen Gefühlen, der Geschlechterrolle, den

Eltern und den gesellschaftlichen Regeln statt. „Wer bin ich?“

ist die zentrale Frage aller im Jugendalter. Bei jungen Menschen

mit geistiger Behinderung kommt oft noch die Frage hinzu:

„Bin ich anders?“ Die körperliche und sexuelle Reifung verläuft

bei Menschen mit geistiger Behinderung altersgemäß. Die

kognitive Entwicklung weicht jedoch stark ab. Diese Diskrepanz

kann die Pubertät kompliziert machen. Darüber hinaus be-

einträchtigen lebensgeschichtliche Erfahrungen die Identitätsentwicklung.

Wie können wir als pädagogisch Tätige im Rahmen unserer Einrichtungen

junge Menschen mit geistiger Behinderung in ihrer

Entwicklung zu selbstbestimmten Erwachsenen begleiten?

Termin Montag, 27. Juni 2011, 9 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 90,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Rosemarie Czarski

Diplom-Sozialpädagogin, Pädagogischer

Fachdienst Tagesstätte HPCA, Coach,

Referentin

Zielgruppe Mitarbeiter/innen in Einrichtungen

der Behindertenhilfe

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen

Kursnummer 112220

Anmeldung bis 22. Mai 2011

Erkennen und Verstehen von

Mimik und Gefühlen

Ein neues Förderprogramm für autistische Kinder

Autistischen Kindern und Jugendlichen fällt das Erkennen von

Mimik sehr schwer. Allerdings erreichen computergestützte

Trainingsprogramme, mit denen allein diese Fähigkeit eingeübt

wird, keinen anhaltenden Effekt. Genauso wichtig ist nämlich

der Inhalt der Mimik: die Gefühle und Gedanken, die einen

bestimmten mimischen Ausdruck auslösen oder erzeugen. Das

Münchner Programm des Erkennens und Verstehens von Mimik

und Gefühlen umfasst mehrere Aspekte der Problematik: soziale

Wahrnehmung, Theory of Mind, System von Gefühlen, soziale

und emotionale Kompetenz. Zahlreiche Materialien, Übungen

und ausgewählte Fachliteratur erleichtern den Zugang und die

Orientierung zu diesem faszinierenden Thema.

Das Programm eignet sich vor allem für sprechende autistische

Menschen.

Termin Freitag, 1. Juli 2011, 9 bis 17 Uhr

Verbindliche Kursgebühr E 90,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Susanne Maróthy

Diplom-Lehrerin, Montessori-Heilpädagogin,

Montessori-Therapeutin, Psychotherapeutin

(HPG), Autismus-Frühtherapeutin, Entspannungstherapeutin

Zielgruppe Trainer/Innen – Mitarbeiter/innen von Sozialtrainingsgruppen

für autistische Menschen,

Therapeuten, Erzieher/innen, Lehrer/innen,

Eltern

Kursnummer 112221

Anmeldung bis 1. Juni 2011

69

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung

Montessori-Pädagogik

und Montessori-Therapie

Mehr als 100 Jahre nach ihrer Gründungszeit zählt die Montessori-Pädagogik

immer noch zu den alternativ- oder reformpädagogischen

Richtungen. Was fasziniert Eltern und Fachkräfte?

Welche Ideen bewährten sich über so einen großen Zeitraum?

Wie sieht das Menschenbild der Montessori-Pädagogik und

-Therapie aus, was sind ihre Grundprinzipien und warum eignen

sich ihre Methoden so gut für die Förderung behinderter

Kinder? Wie funktioniert ihre Anwendung im häuslichen Bereich?

Als besondere Einsatzmöglichkeit wird die Therapie mit

autistischen Kindern vorgestellt.

Neben der Theorie des Montessori-Modells werden auch die

bekanntesten Montessori Materialien gezeigt und ausprobiert.

Termin Freitag, 8. Juli 2011, 9 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 90,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Susanne Maróthy

Diplom-Lehrerin, Montessori-Heilpädagogin,

Montessori-Therapeutin, Psychotherapeutin

(HPG), Autismus-Frühtherapeutin,

Entspannungstherapeutin

Zielgruppe Fachleute aus der Frühförderung,

IntegrationspädagogInnen, Erzieher/innen,

Lehrer/innen, Therapeut/innen, Eltern

Kursnummer 112222

Anmeldung bis 4. Juni 2011

70

Strukturierung als Hilfe

zum Verstehen und Handeln

Förderung von Menschen mit Autismus

nach dem Vorbild des TEACCH-Modells

Besonderheiten in der Wahrnehmung und Informationsverarbeitung

bei Menschen mit Autismus führen dazu, dass diese ganz

besonders von strukturierenden und visuellen Hilfen profitieren

können. Auf dieser Erkenntnis basiert der TEACCH-Ansatz zur

pädagogischen Förderung autistischer Menschen, der seit über

dreißig Jahren in den USA erprobt und weiterentwickelt wird.

Structured Teaching, die Strukturierung in der pädagogischen

Förderung und im Alltag, gehört daher zu den grundlegenden

Elementen der Arbeit nach dem TEACCH-Ansatz. Im Rahmen

dieses Seminars werden zunächst die theoretischen Grundlagen

und Konzepte des TEACCH-Ansatzes vorgestellt. Im Anschluss

daran liegt der Schwerpunkt auf der Methode des Structured

Teaching. Die Teilnehmer / innen erhalten Hinweise und Hilfen

zur Entwicklung von Strukturierungsmaßnahmen sowie zu deren

praktischer Anwendung. Anhand vieler Praxisbeispiele werden

Umsetzungsmöglichkeiten aus unterschiedlichen Bereichen der

Betreuung und Förderung dargestellt. Auf dieser Grundlage erhalten

die Teilnehmer / innen Gelegenheit, Anwendungsmöglichkeiten

für ihre eigene Praxis zu diskutieren, Ideen zu entwickeln

und selbst Materialien zu erstellen. Praktische Übungen und

Gruppenarbeit ergänzen und vertiefen die theoretische Erarbeitung.

Diese Fortbildung kann auch als Baustein der Weiterbildung

„Menschen mit Autismus verstehen und begleiten“ /

2. Therapie und Förderung (S. 28) genutzt werden.

Termin Montag, 11. Juli 2011, 10 Uhr bis

Dienstag, 12. Juli 2011, 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 180,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Antje Tuckermann

Diplom-Psychologin, Psychologische

Psychotherapeutin, leitende Psychologin in

psychiatrischer Klinik, therapeutische Leitung

und Dozentin Team Autismus GbR

Zielgruppe alle Personen, die Menschen mit Autismus

begleiten und fördern

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen

Kursnummer 112223

Anmeldung bis 7. Juni 2011


Diagnostik und Förderung

sozialer Fähigkeiten

bei Menschen mit Autismus

auf Basis des TEACCH-Ansatzes

In diesem Seminar beschäftigen wir uns systematisch und

detailliert mit den grundsätzlichen Fähigkeiten und Voraussetzungen

zur sozialen Interaktion, die insbesondere Menschen

mit Autismus und ähnlichen Entwicklungsbehinderungen oft

fehlen. Mit Hilfe eines Erhebungsbogens für soziale Fähigkeiten

(Social Skills Assessment) lassen sich nicht nur grundlegende

Defizite erkennen, sondern auch geeignete Ansatzpunkte für

eine Förderung der sozialen Interaktion identifizieren. Der Erhebungsbogen,

der von einer Mitarbeiterin im TEACCH-Programm

entwickelt wurde, kann für Betroffene mit unterschiedlichem

Funktionsniveau und bei jeder Altersgruppe eingesetzt werden,

sein Schwerpunkt liegt aber auf den grundlegenden Voraussetzungen

zur sozialen Interaktion.

Die Teilnehmer / innen lernen dieses entwicklungsorientierte

diagnostische Instrument kennen und anwenden. Anhand von

eigenen Fallbeispielen wird der Umgang mit dem Erhebungsbogen

geübt und eine individuelle Förderplanung erstellt. Die

Seminarteilnehmer / innen werden darin angeleitet, den Schritt

von abstrakten Förderzielen zur konkreten Gestaltung der

Fördersituation zu vollziehen.

Die Teilnehmer / innen erhalten zudem einen Einblick in unsere

Arbeit mit Gruppen zur Förderung der sozialen Kompetenz, die

auf dem TEACCH-Ansatz basiert. Vorgestellt werden sowohl

das Konzept der „SOKO Autismus“-Gruppen als auch konkrete

Materialien und Aktivitäten zur sozialen Förderung von Kindern

und Erwachsenen.

Diese Fortbildung kann auch als Baustein der Weiterbildung

„Menschen mit Autismus verstehen und begleiten“ /

2. Therapie und Förderung (S. 28) genutzt werden.

Termin Mittwoch, 13. Juli 2011, 10 Uhr bis

Donnerstag, 14. Juli 2011, 17 Uhr

Verbindliche Kursgebühr E 180,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Dozentin Antje Tuckermann

Diplom-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin,

leitende Psychologin in psychiatrischer

Klinik, therapeutische Leitung und

Dozentin Team Autismus GbR

Zielgrupe Personen, die Menschen mit Autismus

begleiten und fördern

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen

Kursnummer 112224

Anmeldung bis 11. Juni 2011

Ich bin jetzt Mitglied in

der Bewohnervertretung –

was bedeutet das für mich?

Die gewählten Mitglieder von Bewohnervertretungen und

Heimbeiräten haben eine wichtige Rolle in dem Prozess, der zu

mehr Selbstbestimmung und Mitsprache in den Einrichtungen

führen soll. Um diese Aufgabe auch wahrnehmen zu können,

müssen sie zuerst ihre Rechte und Pflichten kennen und verstehen.

In leichter Sprache werden rechtliche Hintergründe erklärt

und Möglichkeiten zur Umsetzung der Aufgaben vermittelt.

In kleinen Rollenspielen werden Regeln und Verhalten in Sprechstunden,

Sitzungen und Bewohnerversammlungen geübt. Weiterhin

werden gemeinsam Ideen und Möglichkeiten entwickelt,

wie man die Werbung und Informationsarbeit hinsichtlich der

Bewohnervertretungen verbessern kann.

Termin Donnerstag, 14. Juli 2011, 10 Uhr bis

Freitag, 15. Juli 2011, 13 Uhr

(Die Veranstaltung endet am zweiten Tag

mit dem Mittagessen.)

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 140,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 120,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 42,– gesamt

Dozent Günther Hartmann-Templer

Diplom-Sozialpädagoge (FH),

Organisationsberater POB (Haisch),

Stiftung Attl

Zielgruppe Mitglieder von Bewohnervertretungen

und Heimbeiräten

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen

Kursnummer 112225

Anmeldung bis 12. Juni 2011

71

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


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Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung

Paradoxe und unkonventionelle

Interventionen

Häufig ergeht es uns mit der pädagogischen Arbeit wie mit dem

Fernsehen – die vielen Wiederholungen ermüden. Wir versuchen

schwierige Situationen zu meistern, dem zu betreuenden Menschen

etwas zu vermitteln, sein Verhalten zu verändern, aber

immer wieder stehen wir vor der gleichen Ausgangssituation –

wir drehen uns im Kreis. In diesen Momenten wünschen wir

uns Möglichkeiten, diesen Zyklus der Wieder holungen schnell

und wirksam zu durchbrechen und unkonventionelle Strategien

zu entwickeln. In diesem Seminar werden Ihnen Möglichkeiten

aufgezeigt, eingefahrene Situationen anders zu lösen, als Sie

es bisher gewohnt sind. Die Hintergründe und Funktionsweisen

einer paradoxen und unkonventionellen Intervention werden

aus pädagogischer und psychologischer Sicht erläutert und in

eine alltagsrelevante und anwendbare Form für Ihre Praxisfelder

transformiert. Grundlegendes Ziel ist es, Ihr persönliches Handlungsrepertoire

in anscheinend verfahrenen und schwierigen

Situationen zu erweitern. Sie erhalten hier auch die Möglichkeit,

konkrete Situationen aus Ihrem Arbeitsalltag einzubringen und

neue Lösungswege zu erarbeiten.

Inhalte

– Hintergründe zur paradoxen und unkonventionellen

Intervention

– Differenzierung: Schwierigkeit – Problem

– Entstehung von Problemen

– Veränderungen in Systemen

– Lösungen und Konsequenzen

– Praxisbeispiele und ihre Lösungen

Termin Dienstag, 19. Juli 2011, 9.30 Uhr bis

Mittwoch, 20. Juli 2011, 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 180,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent / in Markus Kaufmann M. A.

Diplom-Sozialpädagoge (FH),

Lehrbeauftragter an der FH München

72

Barbara Lachner

Diplom-Pädagogin, Systemischer Coach ECA,

NLP-Trainerin

Zielgruppe pädagogische Mitarbeiter / innen, Gruppenleiter

/ innen und pädagogische Fachdienste

in Einrichtungen der Behindertenhilfe und

der Jugendhilfe sowie andere Interessierte

Teilnehmerzahl maximal 25 Personen

Kursnummer 112226

Anmeldung bis 12. Juni 2011

Shiatsu – Dialog ohne Worte

Grundlagenseminar

Jedes pädagogische Handeln beinhaltet Kommunikation. Wie

die körperliche Ebene in das Kommunizieren einbezogen werden

kann, ist Inhalt dieses Seminars. Wie nehmen wir uns selbst

körperlich wahr? Wie nehmen wir andere Menschen mit ihren

Bewegungsspielräumen, Anspannungsmustern und Kommunikationsmöglichkeiten

wahr? Angewendet wird Shiatsu, eine

Entspannungs-, Heil- und Regenerationsmethode fernöstlichen

Ursprungs. Shiatsu ist im weitesten Sinne eine Massage,

genauer: ein vertrauensvolles Sich-Anlehnen längs der aus der

Akupunktur bekannten Leitbahnen, die den gesamten Körper

durchziehen. So berührt zu werden, ist äußerst wohltuend.

Muskuläre Verspannungen können sich lösen, ebenso Spannungskopfschmerz

und andere Beschwerden.

Diese Behandlungsweise kann ohne Massageliege flexibel

(ohne Auskleiden) angewendet und auch in die Pflege integriert

werden. Sie kann den ganzen Körper umfassen und damit der/m

Shiatsu-Partner/in ein klareres Körperbild vermitteln.

Ziele

– Diese Art des entspannten Dialogs auf körperlicher Ebene

erfahren und dabei vom Alltag abschalten können

– Die vermittelten Herangehensweisen und Behandlungs-

elemente im beruflichen und privaten Leben aufgreifen

können

Bitte bequeme Kleidung mitbringen.

Termin Donnerstag, 21. Juli 2011, 9.30 Uhr

bis Freitag, 22. Juli 2011, 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 180,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent Dr. rer. hort. Konrad Stolle

Leiter des Instituts für Shiatsu zur

Entwicklungsförderung

Zielgruppe Mitarbeiter/innen der Behindertenhilfe und

andere Interessierte

Teilnehmerzahl maximal 18 Personen

Kursnummer 112227

Anmeldung bis 19. Juni 2011


Geistige Behinderung

und psychische Krankheit

Eine Herausforderung

für die Pädagogik

Ausschließlich für Teilnehmer/innen

der Fachweiterbildung „Menschen mit

geistiger Behinderung und psychischer

Krankheit verstehen und begleiten“

Warum ist die Pädagogik in der Behandlung und Begleitung

von psychisch kranken Menschen mit Intelligenzminderung

eigentlich so wichtig? Ist sie überhaupt Therapie? Sollte sie

die Behandlung psychischer Störungen nicht vielmehr der

Psychiatrie und den Ärzten überlassen? Sollte die Privatsphäre

der Menschen mit Intelligenzminderung nicht eine therapiefreie

Zone bleiben?

Viele Fragen und schwierige Antworten, handeln sie doch von

dem schmalen Grad zwischen Therapie und Normalität, dem

alten Spannungsfeld zwischen Psychiatrie und Pädagogik.

Doch psychische Stabilität wird nur zu einem kleineren Teil

durch Medikamente erreicht. Die Vermittlung von Kompetenzen

und von Bewältigungsstrategien und vor allem die Gestaltung

des sozialen Umfelds sind für die seelische Gesundheit gerade

behinderter Menschen von viel größerer Bedeutung. Genau

an dieser Stelle sind jedoch die pädagogischen Mitarbeiter/innen

der Behindertenhilfe tätig, und so reicht die Pädagogik

immer auch in die psychiatrische Behandlung hinein und um-

gekehrt.

Man muss sich dieser zentralen und verantwortungsvollen

Position bewusst sein und sich selbstkritisch mit dem eigenen

pädagogischen Handeln auseinandersetzen. Nur dann kann es

gelingen, psychischen Störungen vorzubeugen und Erkenntnisse

aus den heilpädagogischen oder psychotherapeutischen Behandlungen

auf adäquate Weise in den Alltag der Betreuung

und Assistenz behinderter Menschen zu übertragen.

Das Seminar bildet eine Art Klammer um die verschiedenen

Kurse der modularisierten Weiterbildung. Es wird versucht, die

zentrale Bedeutung der Pädagogik herauszuarbeiten und anhand

konkreter Übungen zu erproben, wie sich therapeutische

Erkenntnisse sinnvoll in den Betreuungsalltag übertragen lassen.

Dabei spielen Aspekte der Selbsterfahrung und ausführliche Fallbeispiele

eine wichtige Rolle. Außerdem werden verschiedene

(heil)pädagogische Konzepte besprochen, wie die sensorische

Entwicklungsstimulation, SIVUS oder das Wut-Management.

Überschrieben sind die beiden Tage mit dem, was sich hinter

dem Begriff „Empowerment“ verbirgt und – was es gemeinsam

zu entdecken gilt.

Das Seminar findet zweimal mit identischen Inhalten zu

folgenden Terminen statt und ist als pädagogische Vertiefung

zur Erlangung des Zertifikats verbindlich am Ende der Fach-

weiterbildung zu besuchen.

n Termin 1 Donnerstag, 21. Juli 2011, 9.30 Uhr bis

Freitag, 22. Juli 2011, 13 Uhr

Kursnummer 112228

Anmeldung bis 18. Juni 2011

n Termin 2 Donnerstag, 19. Juli 2012, 9.30 Uhr bis

Freitag, 20. Juli 2012, 13 Uhr

Kursnummer 122205

Anmeldung bis 16. Juni 2012

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 150,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 130,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 30,– für die

gesamte Veranstaltung. Auf Wunsch kann am

zweiten Tag ein Mittagessen separat gebucht

werden.

Dozenten Dr. med. Christian Schanze

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,

Pädagoge, Chefarzt des Krankenhauses

St. Camillus, Ursberg

Alois Grüter

Heilpädagoge an der Klinik St. Urban,

Luzern, Schweiz

Zielgruppe ausschließlich Teilnehmer/innen der Fachweiterbildung

„Menschen mit geistiger

Behinderung und psychischer Krankheit

verstehen und begleiten“

Teilnehmerzahl maximal 25 Personen

73

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung

Wohn- und Arbeitsformen

für Menschen mit Autismus

Teil 1: Menschen mit Autismus in Arbeit und Beruf

Menschen mit Autismus wollen (und können) entsprechend

ihren Fähigkeiten und Voraussetzungen am gesellschaftlichen

Leben – so auch am „Gut Arbeit“ – teilhaben. Der Bereich der

Begleitung und Unterstützung erwachsener Menschen mit

Autismus in Arbeit und Beruf steckt noch in den Kinderschuhen.

Je nach Ausprägung und Erscheinungsform der autistischen

Beeinträchtigung sind unterschiedlichste Hilfen erforderlich.

Grundlage dieses Seminars bildet die Betrachtung autismusspezifischer

Besonderheiten, die im Zusammenhang mit

„Arbeit“ stehen. Es wird ein Überblick über die Bandbreite

an Arbeitsmöglichkeiten, vom Förder- und Betreuungsbereich

bis zum IT-Facharbeiter, gegeben. Dabei wird ein Einblick in

institutionelle Unterstützungsmöglichkeiten gewährt. Am

Beispiel einer spezifischen Arbeitsgruppe für Menschen mit

Autismus (im Grenzbereich Förderstätte / Werkstätte) werden

Rahmenbedingungen, methodische Aspekte und Voraussetzungen

von Mitarbeiter / innen aufgezeigt.

Inhalte:

– Überblick über Arbeits- und Berufsmöglichkeiten für

Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung

– Grundlagen:

· Die Bedeutung von Arbeit

· Handlungsfähigkeit als eine Schlüsselkompetenz

für das Arbeiten

· Individuelle Stärken, Interessen und Kompetenzen im

Arbeitsprozess nutzen

– Möglichkeiten der beruflichen Eingliederung:

· Eine Palette an Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten

· Unterstützende Einrichtungen und Institutionen

– Eine Arbeitsgruppe für Menschen mit Autismus:

· Rahmenbedingungen und Methoden

· Umgang und Haltung der Mitarbeiter / innen

74

Teil 2: Wohnformen für Menschen mit Autismus –

wie man ein Dilemma kleiner machen kann

Nur die wenigsten autistischen Menschen können ohne Unterstützung

leben. Außer in ihren Familien leben daher viele von

ihnen in Wohnheimen, meist in „Nischen“ in Wohngruppen mit

geistig behinderten Mitbewohner/innen. Daneben entstehen in

den letzten Jahren zunehmend stationäre Wohngruppen und

Wohngemeinschaften, die sich mit ihrem Konzept ausschließlich

an autistische Bewohner/innen richten. Menschen mit Schwierigkeiten

im sozialen Miteinander leben so notgedrungen mit

einer großen Zahl von Mitbewohner/innen und Betreuer/innen

zusammen.

Ob Nische oder spezielle Wohngruppe – bewährt hat sich die

räumliche, zeitliche und soziale Anpassung des Wohnumfelds an

die spezifischen Erlebens- und Verhaltensweisen der autistischen

Bewohner/innen.

Anhand von Beispielen aus der Casa Rossa, einem Wohnheim

für Menschen mit frühkindlichem Autismus, werden im Seminar

räumliche Anforderungen und Erfahrungen in der Wohnraumgestaltung,

unter anderem mit dem „Würzburger Modell“ für

heilpädagogisches Wohnen, vorgestellt. Des Weiteren behandelt

das Seminar die Umsetzung von zeitlichen Orientierungshilfen

im Wohnalltag und die Auswirkungen der eingeschränkten

so zialen Kompetenzen auf das Miteinanderleben in der Gruppe

und auf die Mitarbeiter/innen.

Das sogenannte Asperger-Syndrom, eine spezifische Behinderung

aus dem Formenkreis Autismus, ist nach wie vor nicht so

bekannt wie der frühkindliche Autismus und seine Bezeichnung

hört sich „nicht so schlimm“ an oder wird oft als „leichte Form“

des Autismus gedeutet. Weil die Betroffenen intelligent sind,

wird häufig von ihnen erwartet, dass sie in der „normalen“ Welt

zurechtkommen können.

Für die betroffenen Menschen kann das Asperger-Syndrom aber

durchaus eine schwere Form des Autismus sein. Bei ihnen wird

diese spezielle Störung nämlich oft zu spät diagnostiziert, weil

die Menschen immer wieder falsch verstanden, ihre Bedürfnisse

meist nicht erkannt und ihre Fähigkeiten regelmäßig falsch eingeschätzt

werden. Menschen mit Asperger-Syndrom sind häufig

isoliert, fallen immer wieder durch ihr Verhalten auf und ecken

an. Sie haben in der Regel große Schwierigkeiten in Schule und

Beruf und sind nicht selten lebenslang auf Hilfe angewiesen.

Für das Asperger-Syndrom existieren (noch) kaum spezifische

Angebote und es gibt (bisher) nur wenige spezielle Einrichtungen.

Welche Asperger-spezifischen Hilfen in einer Wohn gruppe

angeboten werden können und wie sich der Alltag für Menschen

mit Asperger-Syndrom gestaltet, welche Chancen und Möglichkeiten

damit verbunden sind, in unsere leistungsorientierte

Gesellschaft integriert zu werden, wird in einem Erfahrungsbericht

(acht Jahre „Wohnstätte für Menschen mit Autismus“,

WoMaut) verdeutlicht.


Diese Fortbildung kann auch als Baustein der Weiterbildung

„Menschen mit Autismus verstehen und begleiten“ /

4. Lebenswelten (S. 28) genutzt werden.

Termin Montag, 19. September 2011, 9 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 100,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 90,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentinnen Martina Schabert M. A.

Sonderpädagogin, langjährige Erfahrung in

der beruflichen Eingliederung von Menschen

mit Behinderung (u. a. Konzeption einer

Arbeitsgruppe für Menschen mit Autismus

in der Stiftung Attl), aktuell: Promotions-

vorhaben und Forschungsprojekt AUTWERK

zum Themenbereich „Menschen aus dem

autistischen Spektrum mit hohem Assistenzbedarf

in der WfbM“

Petra Hoffmann

Heilerziehungspflegerin, zert. Fachkraft für

Autismus, TEACCH-Trainerin, Hausleitung

der „Casa Rossa“, Stiftung Attl

Kati Bernstein

seit 1996 staatlich anerkannte Heilerzieherin,

seit 2001 Hausleitung der Wohnstätte für

Menschen mit Autismus (WoMAut)

Zielgruppe Mitarbeiter / innen, die Menschen mit

Autismus begleiten, und andere Interessierte

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen

Kursnummer 112229

Anmeldung bis 15. August 2011

Einführung in die

Unterstützte Kommunikation

Zertifikatskurs nach ISAAC-Standard

Kommunikation spielt eine Schlüsselrolle im Leben jedes Menschen.

Wenn sie glückt, vermittelt sie Erfolgserlebnisse, wenn sie

missglückt, schafft sie Stress und blockiert Entwicklungen. Für

Menschen, die sich nicht oder kaum über die Lautsprache mitteilen

können, bietet das Konzept der Unterstützten Kommunikation

individuelle Kommunikationshilfen, die eine effektivere

Verständigung bewirken können.

Ziel des Seminars ist die Vermittlung eines fundierten Überblicks

über aktuelle Kommunikationshilfen. Berücksichtigt werden

sowohl nichtelektronische als auch elektronische Hilfen. Darauf

aufbauend werden die notwendigen Voraussetzungen und

konkrete Handlungsschritte für die praktische Umsetzung im Alltag

aufgezeigt. Praktische Kommunikationsübungen vermitteln

eine besondere Sensibilität für die Bedeutung der inneren

Haltung der Gesprächspartner/innen und lenken den Schwerpunkt

auf die pragmatische Seite von Kommunikation. Dieser

Kurs umfasst 16 Unterrichtsstunden und schließt mit dem

Erwerb des ISAAC-Zertifikats, das zur Teilnahme an ISAAC-Aufbaukursen

berechtigt.

Inhalte

– Unterstützte Kommunikation: Zielgruppe, Entwicklung,

Konzept

– Kommunikationsübungen zur Selbsterfahrung

– Überblick über Kommunikationshilfen

– Entwicklung von Kommunikation

– Dokumentation

– Herstellung bzw. Beschaffung von Kommunikationshilfen

– Diagnostische Gesichtspunkte

– Einsatz von Kommunikationshilfen

– Grundhaltungen pädagogisch-therapeutischen Handelns,

Menschenbild

– Fallbeispiele

Methoden

Referate, Diskussion, Gruppenarbeit, Kommunikations- und

Rollenübungen, Folien und Videobeispiele

Fortsetzung nächste Seite �

75

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung

Termin Freitag, 7. Oktober 2011, 9.30 Uhr bis

Samstag, 8. Oktober 2011, 16.30 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 195,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 175,–)

(inkl. E 15,– für das ISAAC-Zertifikat)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Rita-Maria Donhauser

Fachlehrerin Förderschule Helfende Hände,

ISAAC-Referentin

Zielgruppe Mitarbeiter/innen in Einrichtungen oder freiberuflich

tätige Fachkräfte, die mit sprech-

beeinträchtigten Menschen arbeiten, sowie

private Bezugspersonen (Eltern, Freunde,

Partner/innen) sprechbeeinträchtigter Menschen

Teilnehmerzahl maximal 25 Personen

Kursnummer 112231

Anmeldung bis 5. September 2011

76

Teilhabe durch Leichte Sprache

Ein Übungsseminar

Barrieren für Teilhabe bestehen sehr häufig aus Sprachbarrieren.

Wie diese Barrieren durch eine sogenannte Leichte Sprache

einfach und ohne größeren Aufwand beseitigt werden können,

werden Sie in diesem Seminar kennenlernen und üben.

Ziele

Prinzipien für Leichte Sprache kennen und einüben

Diese Prinzipien für die eigene alltägliche Begleitung umsetzen,

z. B. als

– Informationstext über Rechte und Pflichten

– Mündliche Anleitung von Tätigkeiten, Fertigkeiten, Abläufen

– Informationsleitsystem in der Einrichtung und anderen

Räumlichkeiten

– Bedienungsanleitung für Maschinen und Geräte

– Wochenplan, Dienstplan, TEACCH-Struktur-Plan, Kochrezept

– Ausschreibung von Freizeit- oder Bildungsmaßnahmen

Termin Dienstag, 11. Oktober 2011, 9.30 Uhr bis

Mittwoch, 12. Oktober 2011, 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 180,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Lilo Nitz

Diplom-Sozialpädagogin, Heilpädagogin,

Diplom-Supervisorin, langjährige Erfahrung

in Erwachsenenbildung und als Lehrerin für

soziale Berufe

Zielgruppe Professionelle Assistent/innen und

Begleiter/innen von Menschen mit mentaler

Beeinträchtigung

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen

Kursnummer 112232

Anmeldung bis 8. September 2011


Umgang mit Aggression

und Gewalt

Aikido als Handlungsstrategie

in akuten Krisensituationen

Gewalterfahrungen und aggressives Verhalten gehören mittlerweile

zum pädagogischen Alltag. Ebenso zum Alltag gehören

die persönliche Unsicherheit und die Angst vor und in diesen

Situationen. In diesem Seminar vermitteln wir Ihnen anwendbare

und erprobte Handlungsstrategien des Aikido, um in

akuten Krisensituationen situationsadäquat und selbstsicher

reagieren zu können. Aikido ist die Kunst der Selbstverteidigung

bzw. die „hohe Kunst des Verzeihens“. Im Aikido geht es darum,

Kräfte, die zunächst entgegengesetzt sind (Angreifer/in gegen

Verteidiger/in), zusammenzuführen und einen möglichen Konflikt

aufzulösen. Die Kontrolle der Situation steht hierbei im Vordergrund,

nicht der Sieg oder die Verletzung des Gegenübers.

Wir zeigen Ihnen in diesem Seminar, wie Sie Angriffe abwehren

und durch den Einsatz der Aikido-Strategien Konflikte und

Akutsituationen auflösen können.

Inhalte des Seminars: Strategien des Aikido; effektive Selbstverteidigungs-

und Hebeltechniken; Umsetzung der Aikido-

Strategien in die pädagogische Arbeit; eigene Aggression, Gewaltbereitschaft

und Gewaltakzeptanz; Formen der Aggression

und Gewalt; Möglichkeiten der Verhaltensmodifikation

aggres siver und gewalttätiger Klient/innen

Ziele des Seminars: Kennenlernen der Handlungsstrategien des

Aikido; Erlernen verschiedener Selbstverteidigungstechniken;

Entwicklung alternativer Konfliktlösungsstrategien; Handlungssicherheit

in akuten Konfliktsituationen; Selbsterfahrung mit der

eigenen Aggression, Gewaltbereitschaft und Gewaltakzeptanz

Termin Donnerstag, 13. Oktober 2011, 9.30 Uhr

bis Freitag, 14. Oktober 2011, 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 180,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozenten Markus Kaufmann M. A.

Diplom-Sozialpädagoge (FH),

Lehrbeauftragter an der FH München,

Ausbilder Aikido-Fairness-Training

Stefan Koch

Diplom-Psychologe, Therapeut, Aikido-Trainer,

Ausbilder Aikido-Fairness-Training

Zielgruppe Mitarbeiter / innen in Einrichtungen der

Behindertenhilfe und der Jugendhilfe sowie

andere Interessierte

Teilnehmerzahl maximal 22 Personen

Kursnummer 112233

Anmeldung bis 10. September 2011

Strafe muss sein!

Muss Strafe sein?

Grenzen setzen im pädagogischen Alltag

„Wer nicht hören will, muss fühlen!“ – Wer kennt nicht diesen

Satz aus Kindheitstagen? Wenn er ausgesprochen wurde, war

sehr schnell klar, dass auf ein gerade gezeigtes Verhalten eine

Strafe folgte. Wenn wir uns diesbezüglich rückblickend die Frage

stellen, ob die jeweilige Strafe gefruchtet hat – zu welcher Antwort

kommen wir wohl? Wir werden im pädagogischen Alltag

mit Situationen konfrontiert, in denen wir häufig den einzigen

Ausweg in einer Strafe sehen. Welchen Sinn aber macht Strafe?

Womöglich haben wir sie vielfach angedroht oder verhängt, erfahrungsgemäß

aber in den wenigsten Fällen überprüft, ob das

angestrebte Ziel der Strafe erreicht worden ist. Weshalb aber

setzen wir sie ein? Ist Strafe aus pädagogischer Sicht überhaupt

zu rechtfertigen? In diesem Seminar wollen wir uns deshalb mit

zwei wesentlichen Aspekten beschäftigen – der Notwendigkeit

von Strafe und der möglichen Sinnlosigkeit von Strafe im pädagogischen

Kontext. Mithilfe konkreter Praxisbeispiele werden

neue Handlungsmöglichkeiten für die eigene Arbeit entwickelt.

Inhalte: Grundgedanken und Hintergründe von Strafe; Formen

von Strafe im eigenen Arbeitsfeld; Legitimation von Strafe im

pädagogischen Kontext; Macht, Machtgebrauch/- missbrauch;

Hilflosigkeit als Auslöser für Strafen; Gewissen, Moral und

Menschenbild; Sanktion und Intervention

Ziele: Auseinandersetzung über die Sinnhaftigkeit und Wirksamkeit

von Strafe, Reflexion des eigenen Strafspektrums

und Machtverständnisses, Entwicklung einer differenzierten

Sichtweise von Sanktion und Intervention

Termin Dienstag, 18. Oktober 2011, 9.30 Uhr bis

Mittwoch, 19. Oktober 2011, 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 180,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent / in Markus Kaufmann M. A.

Diplom-Sozialpädagoge (FH),

Lehrbeauftragter an der FH München,

Ausbilder Aikido-Fairness-Training

Barbara Lachner

Diplom-Pädagogin, Systemischer Coach ECA,

NLP-Trainerin

Zielgruppe Mitarbeiter / innen in Einrichtungen der

Behindertenhilfe und der Jugendhilfe sowie

andere Interessierte

Teilnehmerzahl maximal 22 Personen

Kursnummer 112234

Anmeldung bis 12. September 2011

77

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung

Förderung der Sprache bei

Menschen mit Autismus

Das wichtigste Medium der zwischenmenschlichen Kommunikation

ist unsere Sprache. Eng verwoben mit körperlichen Ausdrucksformen

und dem Kontext der jeweiligen Situation, spielt

sie eine Schlüsselrolle in der Entwicklung des Individuums und

im sozialen Zusammenleben. Für Personen mit Autismus ist

es schwer, Sprache in allen Facetten zu erlernen und interaktiv

anzuwenden.

Ziel des Seminars ist es zuerst, anhand neuerer Erkenntnisse aus

der Hirnforschung ein Verständnis für die typischen Merkmale

von Sprache und Kommunikation bei Autismus zu vermitteln. Im

Mittelpunkt der theoretischen Überlegungen stehen autismusspezifische

Besonderheiten in der Verarbeitung von Sinnesreizen

und Defizite im System der Spiegelneurone sowie deren jeweilige

Auswirkungen auf Sprache, Kommunikation und die Art und

Weise des Lernens.

Das Seminar widmet sich auch den Möglichkeiten, eine Weiterentwicklung

der sprachlichen und kommunikativen Fähigkeiten

von autistisch geprägten Menschen anzuregen. Es geht um

– spezielle pädagogische und methodische Vorgehensweisen,

wie z. B. Techniken aus der Verhaltenstherapie

– sprachförderliche Strategien der Bezugspersonen

– den Einsatz von Hilfsmitteln aus dem Spektrum

der Unterstützten Kommunikation

– Schlüsselkompetenzen

Dabei sollen die Teilnehmer/innen einen Überblick über bewährte

Methoden, wie beispielsweise PECS, TEACCH, ABA, Visuelle

Varianten-Pläne und FC erhalten. Auf der Basis linguistischer

Erkenntnisse werden auch inhaltliche Aspekte der Sprachförderung

(z. B. Sprachverständnis, Wortschatz, Aussprache und Anwendung

der Sprache) thematisiert.

78

Diese Fortbildung kann auch als Baustein der Weiterbildung

„Menschen mit Autismus verstehen und begleiten“ /

2. Therapie und Förderung (S. 28) genutzt werden.

Termin: Donnerstag, 20. Oktober 2011, 9 bis 17 Uhr

Verbindliche Kursgebühr E 90,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Maria Lell

selbstständige Logopädin und klinische Lerntherapeutin,

langjährige Erfahrung in der

Therapie von Personen mit Autismus, Mutter

eines autistischen jungen Erwachsenen

Zielgruppe Mitarbeiter/innen aus allen Bereichen der

Behindertenhilfe, denen es ein Anliegen ist,

die sprachliche Interaktion mit autistischen

Kindern oder Erwachsenen zu verbessern

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen

Kursnummer 112235

Anmeldung bis 16. September 2011


Verhaltenstherapeutisch und

visuell orientierte Förderung

von Interaktion, Kommunikation

und Sprache bei Menschen mit

Autismus

Häufig haben autistisch geprägte Menschen fundamentale

Schwierigkeiten im Kontakt und in der Verständigung mit ihren

Mitmenschen: Einige können gar nicht sprechen, andere sind

nicht in der Lage, ihre Sprache zielgerichtet einzusetzen. Häufig

leiden sie auch unter Einschränkungen beim Verstehen von

Sprache. Darüber hinaus können sie nicht auf übliche Weise

lernen, unter anderem weil sie Probleme beim Imitieren und

bei der Handlungsplanung haben.

Dennoch können wir sie darin unterstützen, ihr Spektrum an

kommunikativen Fähigkeiten zu erweitern, und zwar durch eine

Kombination von

– Hilfsmitteln aus dem Bereich der Unterstützten

Kommunikation, z. B. Bildkarten, und

– speziellen Lehrmethoden, wie z. B. Techniken aus der

Verhaltenstherapie, Aufbereitung von Lerninhalten als kleinste

Teilschritte, Führen der Hände und Visualisierung.

Der Workshop will ein Konzept vorstellen und vor allem praktisch

erproben, bei dem das Übergeben von Bildkärtchen als

Medium dient, um gleichzeitig eine eindeutige Verständigung

zu erleichtern sowie Ablauf und Effekt eines kommunikativen

Aktes zu veranschaulichen. In kleinen Schritten lernt der Klient,

Alltagssituationen zu bewältigen, indem er auf seine Bezugspersonen

zugeht und ihnen eigenständig und von sich aus Bildkärtchen

und später sogar daraus erstellte Satzstreifen übergibt.

Ziel ist, dass der Betroffene in der Lage ist, seine Wünsche zu

äußern und sein persönliches Erleben mitzuteilen. Durch den

unmittelbaren Erfolg werden die meisten Personen kommunikativer.

Einige sprechen auch mehr und zielgerichteter, andere

beginnen überhaupt erst zu sprechen.

Das im Workshop vorgestellte Konzept lehnt sich methodisch

an das von Frost und Bondy entwickelte Picture Exchange

Communication System (PECS) an. Über die Vorgaben von PECS

hinausgehend soll gezeigt werden, wie das kommunikative und

sprachliche Angebot inhaltlich noch mehr und ökonomischer

auf den alltäglichen Bedarf abgestimmt werden könnte, beispielsweise

durch Einbeziehung des sogenannten Kernvokabulars

und die Integration weiterer wichtiger Aussagen und kommunikativer

Funktionen. Aus der neuen Kommunikationstechnik

können sich im Kontext pädagogischer und therapeutischer

Aufgabenstellungen Chancen für mehr Eigenständigkeit und

weiterführende Entwicklungen ergeben.

Vorübergehend wird eine zweite Person als Kotrainer/in benötigt,

die manche Teilschritte durch Körperführung vermittelt.

Deshalb wäre es hilfreich, wenn mehrere Bezugspersonen

einer/s Klient/in den Kurs gemeinsam besuchen würden.

Für die individuelle und bedarfsgerechte praktische Anwendung

im täglichen Umgang sollen die Teilnehmer/innen unterstützt

werden durch

– Hilfen beim Ermitteln geeigneter Materialien und Situationen,

– Anregungen und Tipps zum Erstellen des Materials,

– Gelegenheit zu Fallbesprechungen und Erfahrungsaustausch.

Diese Fortbildung kann auch als Baustein der Weiterbildung

„Menschen mit Autismus verstehen und begleiten“ /

2. Therapie und Förderung (S. 28) genutzt werden.

Termine Teil 1: Freitag, 21. Oktober 2011,

9 bis 17 Uhr

Teil 2: Freitag, 9. Dezember 2011,

9 bis 17 Uhr

Verbindliche Kursgebühr E 180,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Maria Lell

selbständige Logopädin und klinische

Lerntherapeutin, langjährige Erfahrung in der

Therapie von Personen mit Autismus, Mutter

eines autistischen jungen Erwachsenen

Zielgruppe Mitarbeiter/innen aus allen Bereichen der

Behindertenhilfe, denen es ein Anliegen ist,

die sprachliche Interaktion mit autistischen

Kindern oder Erwachsenen zu verbessern

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen

Kursnummer 112236

Anmeldung bis 18. September 2011

79

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung

Behindert(e) Liebe –

selbstbestimmte Sexualität

Sexualität ist eine Lebensenergie, die die Menschen von der

Geburt bis zum Tod begleitet. Fast alle Menschen haben

Bedürfnisse nach Geborgenheit, Lust, Beziehung, Partnerschaft

und Sexualität. Das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung ist

für Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung häufig

jedoch nicht ganz leicht umzusetzen. Mitarbeiter/innen aus Einrichtungen

der Behindertenhilfe sind täglich mit diesem Thema

konfrontiert und häufig verunsichert.

Welche Unterstützung und Begleitung wünschen sich Menschen

mit Lernschwierigkeiten? Wie kann offen und einfach über

sexuelle Themen wie Körper, Kennenlernen, Beziehung,

Selbstbefriedigung, Kinderwunsch, Verhütung und vieles mehr

gesprochen werden? Welche Möglichkeiten und Grenzen der

Begleitung sind möglich? Und wie könnte eine „sexualfreund-

liche“ Einrichtung der Behindertenhilfe aussehen?

Im Seminar soll alles rund um das Thema Sexualität besprochen

werden.

Mögliche Inhalte

– Die psychosexuelle Entwicklung von Menschen mit

Lernschwierigkeiten bzw. geistiger Behinderung

– Über Sexualität „reden“: leichte Sprache – Nonverbalität

– Ausdrucksformen „behinderter Sexualität“

– Praxisreflexion anhand von Fallbeispielen

– Sexualität, Beziehung, Intimität

– Körper und Sexualaufklärung

– Sexuelle Selbstbestimmung

– Verhütung

– Kinderwunsch

– Methoden der multisinnlichen Vermittlung

– Medien und Materialien

Termin Donnerstag, 27. Oktober 2011, 9.30 Uhr

bis Freitag, 28. Oktober 2011, 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 180,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Maria Gies

Diplom-Kunsttherapeutin, Sexualpädagogin,

Institut für Sexualpädagogik (isp)

Zielgruppe Mitarbeiter/innen der Behindertenhilfe

Teilnehmerzahl maximal 18 Personen

Kursnummer 112237

Anmeldung bis 24. September 2011

80

Liebe, Sex und Partnerschaft,

warum denn nicht?

Eine Fortbildung nur für Menschen

mit Lernschwierigkeiten

Liebe und Partnerschaft sind wichtige Themen, Sexualität auch.

Den eigenen Körper als Frau oder Mann kennenzulernen und

zu spüren, ist schön. Verliebt sein ist auch schön. Es kann aber

auch ganz schön schwer sein, eine/n Partner/in zu finden.

Oder jemand zu sagen, dass man ihn ganz gern hat. Auch in

einer Partnerschaft kann es manchmal Probleme geben. Zum

Beispiel Streit oder Eifersucht. In diesem Seminar wollen wir

uns deshalb mit diesen Themen beschäftigen. Spielerisch und

mit Spaß geht es um das Kennenlernen und Flirten, um Eifersucht

und Treue, um Sex und Verhütung. Fragen zum männlichen

und zum weiblichen Körper werden beantwortet. Es wird über

alles geredet, was Sie zum Thema machen möchten.

Das Seminar ist für

Frauen und Männer mit Lernschwierigkeiten

Themen

– Wie fühlt sich Liebe an?

– Wie kann ich jemanden kennenlernen?

– Was will ich in einer Partnerschaft und

was will ich bestimmt nicht?

– Wie gelingt eine Partnerschaft?

– Was mache ich, wenn ich eifersüchtig bin?

– Was ist eigentlich alles Sex und wie geht das genau?

Wichtiger Hinweis

Weil es bei diesem Seminar um persönliche Themen geht,

findet es ohne Begleitung durch Assistent/innen statt!

Termin Samstag, 29. Oktober 2011, 9.30 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 80,–

Kosten zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Die Förderung durch Aktion Mensch ist beantragt.

Dozent/in Maria Gies

Diplom-Kunsttherapeutin, Sexualpädagogin,

Institut für Sexualpädagogik (isp)

Sven Neumann

Diplom-Pädagoge, Sexualpädagoge, Institut

für Sexualpädagogik (isp)

Zielgruppe Menschen mit Lernschwierigkeiten

Teilnehmerzahl maximal 14 Personen

Kursnummer 112238

Anmeldung bis 24. September 2011


Einführung in die Methode der

Gestützten Kommunikation (FC)

Bei der Gestützten Kommunikation (englisch: Facilitated

Communication, FC) handelt es sich um eine Kommunikations-

und Rehabilitationsmethode, die es manchen Menschen mit

schweren Kommunikationsstörungen ermöglicht, sich durch

das gestützte Zeigen auf Objekte, Bilder, Fotos, Symbole, Wörter

und / oder Buchstaben mitzuteilen. Dabei gibt ein/e Kommuni-

ka tionspartner/in (Stützer/in) physische, verbale und emotionale

Hilfestellungen, mit denen neuromotorische Probleme verringert

und funktionale Bewegungsmuster trainiert werden. Das Training

kann bis zum unabhängigen Zeigen, der selbstständigen

Nutzung eines Kommunikationsgerätes und / oder zur Erweiterung

von Handlungskompetenzen führen. Eine individuelle

Einbettung von FC in das Spektrum anderer alternativer Kommunikationsmethoden

ist sinnvoll.

Das zweitägige Einführungsseminar spricht Mitarbeiter/innen

in der Behindertenarbeit und Eltern betroffener Kinder an, die

die Methode der Gestützten Kommunikation in der Praxis anwenden

möchten. Zentrale Inhalte des Seminars sind, neben

wichtigen theoretischen Grundlagen der Methode, praktische

Übungen zum Stützen, die Anbahnung von FC bei Menschen

unterschiedlichen Alters, die Vorstellung von Kommunikationshilfen

und das Reduzieren der physischen Stütze. Zahlreiche

Videobeispiele und Arbeitsmaterialien (z. B. Kommunikations-

tafeln) geben dabei einen Einblick in die konkrete Arbeit mit

FC in der Praxis.

In Kooperation mit dem Verein „autismus Oberbayern“ wird

aufbauend auf diese Fortbildung ein vertiefendes Seminar angeboten,

dessen Besuch für die eigene Anwendung von FC in der

Praxis dringend angeraten wird. Dieses Seminar basiert auf dem

Einführungsseminar und soll das dort erworbene Wissen hinsichtlich

der Methode vertiefen und ergänzen. Schwerpunkte

bilden die Besprechung und Analyse von Videoaufnahmen sowie

von Anregungen für ein mögliches weiteres Vorgehen in der

Praxis.

Kenntnisse der Methoden der Unterstützten Kommunikation

sollten vorhanden sein. Empfohlen wird der Besuch der Fortbildung

„Einführung in die Unterstützte Kommunikation“

(vgl. S. 75).

Diese Fortbildung kann auch als Baustein der Weiterbildung

„Menschen mit Autismus verstehen und begleiten“ /

2. Therapie und Förderung (S. 28) genutzt werden.

Termin Montag, 7. November 2011, 10 Uhr bis

Dienstag, 8. November 2011, 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 180,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Ines Schicht

Diplom-Sozialpädagogin (FH), Kommuni-

ka tionsberaterin, Seminarleiterin, Mitglied

im FC-Netz Deutschland

Zielgruppe Mitarbeiter/innen in Einrichtungen der

Behindertenhilfe sowie Eltern und andere

Fachleute, die eine Anwendung der Methode

FC in Betracht ziehen oder sich darüber

informieren möchten

Teilnehmerzahl maximal 18 Personen

Kursnummer 112239

Anmeldung bis 5. Oktober 2011

Wichtige Steuertipps!

§ Ausbildungskosten, d. h. Aufwendungen für den

§

Erwerb von

§

Fortbildungskosten, d. h. Aufwendungen, die ein Arbeitnehmer

leistet, um seine Kenntnisse und Fähigkeiten im ausgeübten

Beruf zu erhalten oder zu erweitern, sind als Werbungskosten

voll absetzbar.

Kenntnissen, die als Grundlage für einen noch nicht aus-

geübten Beruf notwendig sind, können als Sonderausgaben

im Kalenderjahr abgesetzt werden.

81

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung

Übertragung in der Arbeit

mit Menschen mit geistiger

Behinderung

Die Übertragung ist ein allgegenwärtiges Phänomen, das bei

der menschlichen Interaktion in Alltagssituationen abläuft.

Die komplexen Beziehungen zwischen Helfer/innen und ihren

Klient/innen sind häufig durch emotionale persönliche Erfahrungen

geprägt: Frühere Beziehungen, tief verankerte Über-

zeugungen, Vorlieben, Wertesysteme, Meinungen, eigene

Vorstellungen und Verhaltensnormen werden in der aktuellen

Beziehung reaktiviert und auf das Gegenüber übertragen. Diese

Prozesse laufen gegenseitig ab und werden daher als „Übertragung“

und „Gegenübertragung“ bezeichnet. Meistens bleiben

sie unerkannt und unkontrolliert und können die Kommunika-

tion empfindlich stören.

Was sich zwischen professionellen Helfer/innen und ihren Klient/

innen weitgehend unbewusst abspielt, sollte aufgedeckt, bewusst

gemacht und berücksichtigt werden. Das Verständnis der

Interaktion zwischen den Betreuer/innen und Betreuten und

ihrer Dynamik ist sehr wichtig und im Alltag nutzbar. Es lässt

verschiedene Konflikte und Belastungen vermeiden, indem man

den Umgang der Menschen untereinander genau beobachtet

und neu gestaltet. In diesem Seminar wird das theoretische

Wissen zu Übertragungen vermittelt und durch praktische

Übungen zur Selbsterfahrung sowie Rollenspiele anhand von

Fallbeispielen ergänzt.

Das Ziel besteht im Erkennen und Bewusstmachen der Über-

tragung und Gegenübertragung und im praktischen Nutzen

dieser Erkenntnisse, um die Frustrationserlebnisse in der all-

täglichen Begegnung mit betreuten Menschen zu minimieren.

Methoden:

Vortrag, Power-Point-Präsentation, Übungen, Rollenspiele,

Filmausschnitte mit Diskussion

Termin Mittwoch, 9. November 2011, 9 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 90,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Dr. med. Svetlana Panfilova

Ärztin und szenisch-systemische Beraterin

Zielgruppe Mitarbeiter/innen, Beratungsdienste und

Führungskräfte aus Einrichtungen für geistig

behinderte und/oder psychisch kranke

Menschen (Wohn- und Werkstätten)

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen

Kursnummer 112240

Anmeldung bis 6. Oktober 2011

82

Freizeit, Freundschaft,

Partnerschaft und Sexualität

bei Menschen mit Autismus

Autistische Menschen haben meist von Kindheit an Schwierigkeiten

mit den Themen Freizeit und Freundschaft. In der Jugend

und im Erwachsenenalter stellen sich ergänzend Fragen zu den

Bereichen Partnerschaft und Sexualität.

Das Seminar wird mit einer kurzen inhaltlichen Einführung

begonnen. Es folgt eine Erarbeitung von Möglichkeiten zur

Freizeitgestaltung autistischer Menschen. Ergänzend werden

spezielle themenbezogene Probleme autistischer Menschen

aufgezeigt, zum Beispiel die Eigenwahrnehmung, Berührungsängste,

die soziale Interaktion und die Begriffsbildung bei

Themen wie Freundschaft, Liebe oder der Frage: „Was sind

Gefühle?“

Schließlich werden unterstützende Maßnahmen vorgestellt, die

autistischen Menschen bei den Themen Freundschaft, Partnerschaft

und Sexualität hilfreich sein könnten. Eine realistische

Einschätzung der Möglichkeiten und Grenzen von Maßnahmen

beschließt die Materie.

Diese Fortbildung kann auch als Baustein der Weiterbildung

„Menschen mit Autismus verstehen und begleiten“ /

4. Lebenswelten (S. 28) genutzt werden.

Termin Montag, 14. November 2011, 10 Uhr bis

Dienstag, 15. November 2011, 17 Uh

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 180,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent Stefan Müller-Teusler

Diplom-Sozialpädagoge (Univ.), Master of

Business and Administration (MBA), lang-

jähriger Leiter des Weidenhofes (Lebensort

für Menschen mit Autismus), seit 2009

Dozent für „Soziale Arbeit mit behinderten

Menschen“ und „Soziale Dienste“ an der

Staatlichen Studienakademie Breitenbrunn

Zielgruppe Mitarbeiter / innen, die mit Menschen mit

Autismus arbeiten, und andere Interessierte

Teilnehmerzahl maximal 25 Personen

Kursnummer 112241

Anmeldung bis 12. Oktober 2011


Praxisseminar Biografiearbeit

Aus der Kenntnis der Lebensgeschichte eines Menschen werden

dem Begleiter/der Begleiterin Gefühle, Einstellungen und Ver-

haltensweisen dieser Person einfühlbarer und nachvollziehbarer,

Kommunikation und Kooperation gelingen besser, er/sie kann

Assistenz passender gestalten.

Durch Zugang zu seiner Lebensgeschichte kann auch die Person

selbst Zusammenhänge herstellen, Zugehörigkeit erfahren,

eigene Bedürfnisse besser einordnen, vorhandene Ressourcen

entdecken und ausbauen und sich im Leben besser orientieren.

Es wird ihr möglich, alte Geschichten und schwere Erfahrungen

abzuschließen und den Blick in die Zukunft und auf neue Handlungsideen

und -strategien zu richten.

Ziele und Inhalte

– Prinzipien professioneller Biografiearbeit kennen und

anwenden

– Haltung und Verhalten als biografische/r Begleiter/in kennen

und anwenden

– Unterschiedliche Formen und Methoden der Biografiearbeit

ausprobieren, reflektieren und auf der Meta-Ebene für die

eigenen Zielpersonen kontextualisieren

· Formen ressourcengeleiteter Biografiearbeit

mit Erwachsenen

· Formen identitätsstärkender Biografiearbeit

mit Kindern und Jugendlichen

· Formen bilanzierender Biografiearbeit mit alten Menschen

· Formen biografischer Begleitung von Menschen

mit schwerer Behinderung u. a. m.

Termin Dienstag, 15. November 2011, 9.30 Uhr bis

Mittwoch, 16. November 2011, 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 180,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Lilo Nitz

Diplom-Sozialpädagogin, Heilpädagogin,

Diplom-Supervisorin, langjährige Erfahrung in

Erwachsenenbildung und als Lehrerin

für soziale Berufe

Zielgruppe Fachkräfte der Begleitung und Assistenz

von Menschen mit Behinderungen, Einschränkungen

oder psychischen Erkrankungen

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen

Kursnummer 112242

Anmeldung bis 10. Oktober 2011

Aufmerksamkeitsstörungen mit

und ohne Hyperaktivität (ADS)

Diagnostik, Förderung und Therapie

Schätzungen zufolge treten Aufmerksamkeitsstörungen mit und

ohne Hyperaktivität bei 3 bis 15 Prozent aller Kinder auf. Die

Kernsymptome dieses vielfältigen Störungsbildes umfassen

verschiedenartig eingeschränkte Aufmerksamkeitsleistungen

(v. a. die Daueraufmerksamkeit), die kombiniert sein können mit

übermäßiger motorischer Unruhe (Hyperaktivität) und unbedachtvorschnellem

Handeln (Impulsivität). Immer mehr ins Blickfeld

von Forschung und Betreuung rücken die häufig nicht erkannten

Fälle von Kindern (v. a. Mädchen), deren Störungsschwerpunkt

die beeinträchtigte Aufmerksamkeit und Hypoaktivität darstellt

(„Träumer/innen“).

Des Weiteren treten oft zusätzliche Probleme auf im Lern- und

Leistungsbereich, in der sozialen Interaktion und im emotionalen

Erleben (Stimmungslabilität wie leichte Erregbarkeit, Selbstkonzeptstörungen),

die bis ins Erwachsenenalter persistieren

und sich verschärfen können (Komorbidität).

Im Jugendalter ergeben sich häufig Symptomverschiebungen

wie innere Leere, unstetes Verhalten im beruflichen und Partnerschaftsbereich

mit Beziehungsabbrüchen, Suchtproblematik,

Selbstüberschätzung im Bezug auf Gefahren z. B. im Straßen-

verkehr. Es ist selten, dass sich die Störung mit der Pubertät

„auswächst“, was aber häufig angenommen wird. Aufgrund der

möglichen Symptomkonstellationen und des Schweregrades des

Krankheitsbildes ist die psychosoziale Entwicklung der Kinder

ernsthaft gefährdet, ihre Familien sind massiv belastet. Auch

Fachleute, die sich um diese Kinder in Frühförderstellen, Kinder-

gärten, Schulen sowie Jugend- und Behindertenhilfe-Einrichtungen

kümmern, kommen mit ihren Kräften und Möglichkeiten

schnell an ihre Grenzen.

Das zweitägige Intensivseminar soll einen Überblick geben

über den gegenwärtigen Stand der Diagnostik und Therapie:

Störungsbilder, Störungsverlauf, Abgrenzung zu anderen

symptomatisch ähnlichen, aber ätiologisch zu unterscheidenden

Störungsbildern (auch Unterschiede zum „lebhaften“ Kind, zu

erziehungsschwierigen oder retardierten Kindern), Verbreitung,

Prognose.

Fortsetzung nächste Seite �

83

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung

Im Seminar erfolgt neben der Vermittlung theoretischer Grundlagen

mit praktischen Übungen die Auseinandersetzung mit

folgenden weiteren Themenschwerpunkten hauptsächlich über

Video- und Fallarbeit (Reflexion der täglichen Praxis):

1. Ableitung von Förder- und Therapiemaßnahmen

aus der Diagnostik: multimodale und interdisziplinäre

Therapieansätze

2. Möglichkeiten und Grenzen der Pharmakotherapie

3. Standardisierte Therapie- und Förderprogramme

4. Arbeit mit Eltern und anderen Bezugspersonen:

Erziehungsmaßnahmen bei diesen schwer steuerbaren

Kindern

Hinweis

Videos aus Diagnostik/Förderung/Therapie können gerne

mitgebracht werden.

Termin Donnerstag, 17. November 2011, 10 Uhr bis

Freitag, 18. November 2011, 16.30 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 180,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent Arno Gastinger

Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut,

Supervisor BDP

Zielgruppe Therapeut/innen, Kinderärzt/innen,

Psycholog/innen, Pädagog/innen und

andere Berufsgruppen, die mit Kindern

und Jugendlichen arbeiten

Teilnehmerzahl maximal 25 Personen

Kursnummer 112243

Anmeldung bis 12. Oktober 2011

84

Aspekte des Alterns

bei Menschen mit geistiger

Behinderung

Menschen mit geistiger Behinderung werden heutzutage

deutlich älter als früher. Aber ab wann ist jemand alt? Und was

bedeutet das Älterwerden von Bewohner / innen einer Wohneinrichtung

oder von Beschäftigten in einer Werkstatt für die

Menschen, die sie begleiten? Was ist das Besondere an ihrer

Arbeit mit älter werdenden und alten Menschen mit geistiger

Behinderung?

In diesem Seminar werden Grundlagen zum Alter und zum

Älterwerden vermittelt, zum Beispiel Erkenntnisse über Veränderungen,

die mit dem Älterwerden normalerweise einhergehen.

Es wird aber auch ein Überblick über Erkrankungen gegeben,

die bei älter werdenden Menschen mit geistiger Behinderung

häufiger auftreten können.

Ein weiterer Schwerpunkt des Seminars wird auf dem Übergang

von der Werkstattbeschäftigung in den Ruhestand liegen, wobei

vor allem die Vorbereitung auf den Ruhestand und damit auf

den Lebensabschnitt Alter im Vordergrund stehen wird. Schließlich

wird die Bedeutung von tagesstrukturierenden Angeboten

für Menschen mit geistiger Behinderung im Ruhestand erarbeitet.

Es werden Beispiele für solche Angebote kennengelernt und

erprobt.

Neben der Erarbeitung von theoretischen Kenntnissen wird es

möglich sein, persönliche Erfahrungen aus der Arbeit mit älteren

Menschen mit geistiger Behinderung einzubringen und sich

darüber auszutauschen. Dies soll nicht zuletzt auch die Reflexion

über die eigene Arbeitsweise fördern und zur Umsetzung der

neuen Erkenntnisse in den Arbeitsalltag anregen.

Termin Donnerstag, 17. November 2011, 10 Uhr

bis Samstag, 19. November 2011, 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 230,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 200,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Dr. phil. Sinikka Gusset-Bährer

Diplom-Gerontologin, M.A. in Erwachsenenbildung,

seit Jahren in der Erwachsenenbildung

als Dozentin für verschiedene Träger

tätig, u. a. zum Thema „Älterwerden mit

Behinderung“

Zielgruppe Mitarbeiter / innen aus allen Bereichen der

Behindertenhilfe und andere Interessierte

Teilnehmerzahl maximal 18 Personen

Kursnummer 112244

Anmeldung bis 14. Oktober 2011


Einführung in die

Sterbebegleitung

Dieses Seminar vermittelt am Vormittag einen Einblick in

die seelischen Phasen und die körperlichen Vorgänge des

Sterbeprozesses und zeigt auf, welche Möglichkeiten es gibt,

Menschen am Ende des Lebens hilfreich zur Seite zu stehen.

Am Nachmittag werden Sie in die Trauerbegleitung im Allge-

meinen sowie deren besondere Aspekte bei Menschen mit

geistiger Behinderung eingeführt. Sie lernen Umgangsformen

und Rituale kennen, die im Franziskuswerk in der Sterbe- und

Trauerbegleitung gepflegt werden.

Die grundlegenden Erkenntnisse aus diesem Tag sind vor allem

praktisch orientiert und lassen sich leicht auf verschiedene

Situationen beruflicher und privater Art übertragen. Dadurch

werden Sie als Mitarbeiter/innen in der Behindertenhilfe oder in

Alten- und Pflegeheimen auf die Begleitung Schwerkranker und

Sterbender vorbereitet.

Im Franziskuswerk Schönbrunn sollten alle Mitarbeiter/innen in

Wohngruppen und alle Nachtdienste die Einführung in die Sterbebegleitung

besuchen, weil sie hier eine gemeinsame Basis im

Umgang mit Tod, Sterben und Trauer erhalten. Außerdem lernen

sie die Personen und Fachdienste kennen, an die sie sich im

Ernstfall wenden können.

Termin Montag, 21. November 2011, 9 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 80,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 60,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentinnen Monika Pscheidl

Pastoralreferentin, Psychodrama-Leiterin,

seit 1996 in der Seelsorge im Franziskuswerk

tätig, seitdem u. a. Unterstützung der Gruppen

mit Schwerkranken und sterbenden Bewohner/innen,

Anleitung von Abschiedsritualen,

Schulungen zum Thema Sterbebegleitung

Ursula Stamm

Diplom-Psychologin, Gesprächspsychotherapeutin,

seit 1994 im Franziskuswerk Schönbrunn

tätig, seitdem u. a. Trauerbegleitung

von Menschen mit geistiger und/oder

körperlicher Behinderung, Unterstützung von

Mitarbeiter/innen, Teams und Angehörigen in

Trauerphasen, Schulungen zum Thema Trauer

Jutta Pannach

Krankenschwester seit 1968, langjährige

Erfahrung u. a. in der Onkologie, seit 2004

im Fachdienst Pflege im Franziskuswerk

Schönbrunn für pflegerische Versorgung und

Notfälle, seit 2005 Schulungen zum Thema

„Pflege von Schwerkranken und Sterbenden“

Zielgruppe Mitarbeiter/innen aus Altenhilfe,

Behindertenhilfe und Pflegeeinrichtungen

sowie andere Interessierte

Teilnehmerzahl maximal 25 Personen

Kursnummer 112245

Anmeldungen bis 20. Oktober 2011

85

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung

Vertiefung Sterbebegleitung

Selbstbestimmung am Lebensende

Der mutmaßliche Wille des Sterbenden ist heute ausschlaggebend

für medizinische, pflegerische und soziale Entscheidungen.

Dieses Seminar stellt einen Prozess vor, wie ein alter oder unheilbar

kranker Mensch mit geistiger Behinderung, trotz seiner

Einschränkungen (Sprache, Demenz …) selbstbestimmt seinen

Willen zum Ausdruck bringen kann. Anhand von verschiedenen

Methoden und Materialien der persönlichen Zukunftsplanung

lernen die Teilnehmer/innen beispielhaft Möglichkeiten kennen,

wie ein Abschiedsprozess hilfreich für alle Beteiligten gestaltet

werden und auch die „Trauerheilung“ unterstützen kann.

Termin Dienstag, 22. November 2011, 9 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 80,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 60,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentinnen Monika Pscheidl

Pastoralreferentin, Psychodrama-Leiterin,

seit 1996 in der Seelsorge im Franziskuswerk

tätig, seitdem u. a. Unterstützung der

Gruppen mit Schwerkranken und sterbenden

Bewohner / innen, Anleitung von Abschiedsritualen,

Schulungen zum Thema Sterbe-

begleitung

86

Gerhard Grüner

Diplom-Sozialpädagoge (FH), Organisationsentwickler

(POB), Moderator für Persönliche

Zukunftsplanung, Leitung der Abteilung

Begleitende Dienste im Bereich Arbeit und

Förderung des Franziskuswerk Schönbrunn

Zielgruppe Mitarbeiter/innen der Behinderten- und

der Altenhilfe

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen

Kursnummer 112246

Anmeldungen bis 20. Oktober 2011

Machtungleichgewicht

im Betreuungsalltag –

verantwortungsvoller Umgang

mit Macht

Wer kennt nicht das Gefühl der Ohnmacht im Betreuungsalltag?

Der/die Klient/in verweigert die Durchführung unserer Anweisungen,

jedwede Intervention verpufft ohne Wirkung. Wir wünschen

uns in diesen Momenten wirkungsvolle Handlungsstrategien,

um den Einfluss auf den Klienten/die Klientin schnellstmöglich

zurückzugewinnen und wieder durchsetzungsstark zu sein.

Ausgehend von der Hypothese, dass Erziehung als wesentliche

strukturelle Voraussetzung einen Machtüberhang zugunsten des

Erziehenden aufweist, folgen wir der Fragestellung, mit welchen

Mitteln wir diesen Überhang herstellen und legitimieren können.

Dies beinhaltet ebenso eine Analyse der Machtquellen (Versorgung,

Zuwendung, körperliche Stärke, Organisationsstrukturen)

im eigenen beruflichen Kontext sowie der jeweiligen Mittel,

diese aufrechtzuerhalten oder wiederherzustellen.

In diesem Seminar werden wir uns praxisnah mit den Hintergründen

von Macht, Machtmissbrauch und Machterhalt ausein-

andersetzen und Strategien für eine beziehungsförderliche

Durchsetzungsfähigkeit im eigenen pädagogischen Handeln

entwickeln.

Inhalte

– Macht und Machtmissbrauch im pädagogischen Kontext –

eine Einführung

– Macht und Machtbalance

– Die Quellen unserer Macht

– Gruppendynamische Aspekte der Machtausübung

– Umgang mit Machtmissbrauch im eigenen Arbeitsfeld

– Ethische und moralische Legitimation von Macht

– Durchsetzungsfähigkeit ohne Angst und Schrecken

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Termin Mittwoch, 23. November 2011, 9 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 90,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent/in Markus Kaufmann M. A.

Diplom-Sozialpädagoge (FH),

Lehrbeauftragter an der FH München,

Ausbilder Aikido-Fairness-Training

Barbara Lachner

Diplom-Pädagogin, Systemischer Coach ECA,

NLP-Trainerin

Zielgruppe pädagogische Mitarbeiter/innen, Gruppenleiter/innen

und pädagogische Fachdienste

in Einrichtungen der Behindertenhilfe und

der Jugendhilfe sowie andere Interessierte

Teilnehmerzahl maximal 25 Personen

Kursnummer 112247

Anmeldung bis 20. Oktober 2011

Wichtige Steuertipps!

§ Ausbildungskosten, d. h. Aufwendungen für den

§

Erwerb von

§

Fortbildungskosten, d. h. Aufwendungen, die ein Arbeitnehmer

leistet, um seine Kenntnisse und Fähigkeiten im ausgeübten

Beruf zu erhalten oder zu erweitern, sind als Werbungskosten

voll absetzbar.

Kenntnissen, die als Grundlage für einen noch nicht aus-

geübten Beruf notwendig sind, können als Sonderausgaben

im Kalenderjahr abgesetzt werden.

Gebärden in der

Unterstützten Kommunikation

Für viele Menschen, die sich nicht oder nur wenig über Lautsprache

äußern können, ist die „Sprache der Hände“ ein

wichtiges Kommunikationsmedium. In der Unterstützten

Kommunikation (UK) bedienen wir uns größtenteils aus dem

Wortschatz der Gebärdensprache der Gehörlosen. Lautsprachunterstützende

Gebärden werden parallel zum Sprechen

ausgeführt.

Den nichtsprechenden Menschen wird auf diese Weise eine

Möglichkeit gegeben, ihre kommunikativen Fähigkeiten mit

dieser Form von körpereigener Kommunikation zu erweitern.

In diesem Seminar können auf spielerisch-humorvolle Weise

erste Gebärden selbst erlernt werden. Außerdem werden Situationen

aus dem privaten, institutionellen und therapeutischen

Alltag aufgezeigt, in denen Gebärden angebahnt, erlernt und

eingesetzt werden können.

Inhalte: Die Inhalte sind angelehnt an die Inhalte eines

Aufbaukurses nach ISAAC-Standard:

– Lautsprachbegleitende und lautsprachunterstützende

Gebärdensysteme in der UK

– Erproben verschiedener Gebärdensammlungen und

Erlernen erster Gebärden

– Methodisch-didaktische Anregungen für den Einsatz

von Gebärden und Erstellen von Materialien

– Dokumentation individuell benutzter Gebärden und

Transfer ins alltägliche Umfeld

– Informationen zu Aspekten der Anschaffung von

Gebärdensammlungen, Bezugsquellen, Weiterbildungs-

und Beratungsmöglichkeiten

Teilnahmevoraussetzung: Grundkenntnisse in Unterstützter

Kommunikation

Termin Freitag, 25. November 2011, 9.30 Uhr bis

Samstag, 26. November 2011, 16.30 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 195,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 175,–)

(inkl. E 15,– für das ISAAC-Zertifikat)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Rita-Maria Donhauser

Fachlehrerin Förderschule Helfende Hände,

ISAAC-Referentin

Zielgruppe Mitarbeiter/innen in Einrichtungen oder

freiberuflich tätige Fachkräfte, die mit sprechbeeinträchtigten

Menschen arbeiten, sowie

private Bezugspersonen (Eltern, Freunde,

Partner) sprechbeeinträchtigter Menschen

Teilnehmerzahl maximal 25 Personen

Kursnummer 112248

Anmeldung bis 20. Oktober 2011

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Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung

Kulturtechniken erlernen,

erweitern und erhalten

Ein Praxisseminar anhand der Tätigkeitstheorie

Die Lese-, Schreib- und Rechenfähigkeit ist der wesentliche

Schlüssel für Teilhabe. Fertigkeiten in Kulturtechniken eröffnen

den Menschen Zugang zu Informationen über Teilhabemöglichkeiten

und ebnen Zugangswege zu Teilhabeformen.

Mit welchen Mitteln und auf welchen Wegen vorhandene Fähigkeiten

in Lesen, Schreiben und Rechnen im Erwachsenenalter

gut trainiert und erhalten werden können oder wie Erwachsene

diese Fähigkeiten ganz neu erlernen können, sollen Sie in

diesem Seminar kennen lernen.

Ziele

– Mit Schritten der Tätigkeitstheorie ins Buchstabenland treten

und darin gehen lernen

– Diese Schritte auf das Erlernen und Trainieren

von Grundrechenarten übertragen

– Sich mit Buchstabentafel und PC-Tastatur im Schreiben

einfacher Wörter üben

– Prinzipien der Erwachsenenbildung kennen und

anwenden können

– Dialog und Humor als wesentliche Elemente

für Motivation und Lernerfolg einsetzen

Termin Mittwoch, 14. Dezember 2011

9.30 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 90,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Lilo Nitz

Diplom-Sozialpädagogin, Heilpädagogin,

Diplom-Supervisorin, langjährige Erfahrung

in Erwachsenenbildung und als Lehrerin

für soziale Berufe

Zielgruppe professionelle Assistent/innen und

Begleiter/innen von Erwachsenen

mit Einschränkungen

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen

Kursnummer 112249

Anmeldung bis 10. November 2011

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Gewaltfreie Kommunikation

Kooperation durch Aufrichtigkeit und Verständnis

Wenn wir mit jemandem Schwierigkeiten haben, ist die Versuchung

groß, die Schuld beim anderen zu suchen. Oder wir

nehmen etwas persönlich und sind tagelang verschnupft. Die

Lösung ist klar: Der andere soll sich ändern, dann gäbe es keine

Probleme – glauben wir. Erfolgreicher ist es allerdings, selbst

dazuzulernen. Gewaltfreie Kommunikation zeigt, wie es gelingt:

– sich aufrichtig mitzuteilen –

ohne Kritik oder Vorwurf

– den anderen zu verstehen –

auch wenn ich nicht einver standen bin

– selbstbewusst klare Bitten auszusprechen –

statt Forderungen zu stellen

– mich für meine Werte stark zu machen –

ohne andere zu verurteilen

– sich für eigene Anliegen einzusetzen –

ohne Recht haben zu müssen

– unerwünschtes Verhalten anzusprechen –

ohne andere zu kränken

– Kritik, Angriffe und Vorwürfe zu hören –

ohne sie persönlich zu nehmen.

In diesem Seminar lernen Sie ein leicht verständliches Modell

kennen, das Ihnen hilft, eine wertschätzende Haltung (sich und

anderen gegenüber) zu leben.

Termin Donnerstag, 3. März 2011, 9 Uhr bis

Freitag, 4. März 2011, 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 180,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent Klaus Karstädt

Diplom-Sozialpädagoge, langjährige

therapeutische Arbeit mit Gruppen,

seit 1989 selbstständig in der Erwachsenenbildung

tätig, Certified Trainer for Nonviolent

Communication (Center for Nonviolent

Communication, Dr. Marshall Rosenberg)

Zielgruppe alle Interessierten

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen

Kursnummer 112301

Anmeldung bis 1. Februar 2011


Heilpädagogischer Tanz

Grundlagen von Tanz, Bewegungserziehung und

Körperarbeit für heilpädagogische Arbeitsfelder

Tanz zählt zu den ältesten und ursprünglichsten Ausdrucks-

formen und Künsten des Menschen. Tanzen heißt beweglich

sein, lebendig sein. Denn wo Bewegungsfunktionen gestört

sind oder das Grundbedürfnis nach Bewegung nicht befriedigt

wird, kommt es zu schwerwiegenden Störungen der Gesamtentwicklung

auf körperlicher und geistiger Ebene.

Durch die Bewegung werden nicht nur die Gelenke, der Muskeltonus

und die Körperstatik stimuliert, auch im Gehirn werden

neue Bewegungs- und Wahrnehmungsaktivitäten aufgebaut.

Tanzen wird somit in der Heilpädagogik zum nützlichen Therapeutikum,

das Primärschädigungen nicht rückgängig macht,

aber Folgeschäden vorbeugt und verhindert, Fehlfunktionen

reguliert und kreatives Wachstum ermöglicht.

Tanzen bringt mich in Kontakt mit mir selbst und der Umwelt

und macht Spaß. Vor allem Menschen mit Behinderungen, mit

kognitiver und körperlicher Einschränkung erleben hier tiefe

Freude und Anregung.

Inhalte

– Körperwahrnehmungsübungen und Atemarbeit als

Vorbereitung und Unterstützung zum Tanz

– Grundrepertoire an Bewegungsspielen, Spielliedern und

Einsatz von anderen kreativen Medien und Inhalten

– Kennenlernen von Tänzen und Liedern aus aller Welt

– Tanzpädagogische Grundlagen

– Tanztherapeutische Grundübungen

– Methodisch-didaktische Analyse, Austausch und Praxis-

reflexion

Alle Inhalte dieser Fortbildung sind praxiserprobt und werden

praxisnah vermittelt. Tänzerische und musikalische Vorkenntnisse

sind nicht notwendig. Erwünscht ist die Bereitschaft, sich

auf den gruppendynamischen Prozess einzulassen. Ausführliche

Lehrgangsunterlagen (Manual und CD) sind bei der Dozentin

zu erwerben.

Termin Mittwoch, 23. März 2011, 10 Uhr bis

Donnerstag, 24. März 2011, 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 180,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Rahmana Dziubany

Leiterin des „ Internationalen Instituts für

Tanz und Friedenskünste“ und der angegliederten

Bildungswerkstatt Berlin-Brandenburg,

Schulungs- und Lehrbeauftragte für das

internationale Tanznetzwerk PEACEWORKS/

Seattle/USA, seit 1985 in der Heilpädagogik

tätig, freiberufliche Bildungsreferentin in

Zusammenarbeit mit Jugendämtern, Schulen

und heilpädagogischen Bildungsträgern; Entwicklung

der Lehrgangsreihe „Heilpädagogische

Tanz-, Märchen- und Spielschule“

für die Lebenshilfe-Landesverbände Baden-

Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz

Zielgruppe heilpädagogische, pädagogische und

therapeutische Fachkräfte, Betreuer/innen

in Einrichtungen und Diensten

sowie Interessierte

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen

Kursnummer 112302

Anmeldung bis 20. Februar 2011

89

Soziales Umfeld – Kommunikation – Kreativität

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |

Soziales Umfeld – Kommunikation – Kreativität

Mit Musik geht alles besser!

Wirklich?

Einführung in die Musiktherapie

Dieses Seminar führt in musiktherapeutische Arbeitsweisen in

Therapie, Pädagogik, Heilpädagogik, Förderung und Pflege ein.

Eigenes Erleben, Kurzvorträge sowie zahlreiche Fallbeispiele

und Videomitschnitte zeigen Methodik und Wirkweise musik-

therapeutischer Interventionen. Zur Implementierung in das je

eigene Praxisfeld hilft die Beantwortung folgender Fragen zum

Einsatz von Musik in Therapie, Förderung und Pädagogik: Warum?

(Indikation) – Wie? (Methodik) – Wodurch? (Wirkmechanismen)

– Worauf hin? (Zielsetzung) – Mit wem? (Indikation) –

Mit wem nicht? (Kontraindikation)

Seminarinhalte

– Definitionen und Grundlagen

– Klinische Improvisation

– Einblick in unterschiedlichste Praxisfelder

– Selbsterfahrung

– Transfer in das je eigene Methodenrepertoire und Praxisfeld

– Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten

Für diesen Einführungskurs sind keine musikalischen

Vorerfahrungen nötig. Bitte bequeme Kleidung mitbringen.

Termin Montag, 18. April 2011, 9.30 Uhr bis

Dienstag, 19. April 2011, 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 180,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent Stefan Flach-Bulwan

Musiktherapeut in einer Förderstätte für

schwer behinderte Menschen, einem

Rehabilitationszentrum für psychisch Kranke

und einer eigenen ambulanten Praxis; Dozent

für Musiktherapie (u. a. Hochschule Hamburg,

Universität Berlin, Bayer. Musikakademie

Marktoberdorf); Fachautor; Psychotherapie

(HPG); Vorsitzender des Berufsverbandes

der Musiktherapeuten, 2003–2008; berufsständischer

Beirat der Deutschen Musiktherapeutischen

Gesellschaft, 2008–2009

Zielgruppe Mitarbeiter/innen aus der Behindertenhilfe

und Altenhilfe, Interessierte

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen

Kursnummer 112303

Anmeldung bis 15. März 2011

90

Einfühlsam und mutig

Eltern- und Angehörigengespräche

führen

Dieses Seminar vermittelt praktisches Handwerkszeug für Eltern-

und Angehörigengespräche. Es wird auch darum gehen, wie

heikle Themen sensibel angesprochen werden können, um die

Zusammenarbeit zwischen Mitarbeiter / innen der Behindertenhilfe

und Eltern / Angehörigen von Menschen mit Behinderung

effektiv zu gestalten.

Inhalte

– Besonderheiten eines Familiensystems mit behinderten

Menschen

– Vom Umgang mit nicht ausgesprochenen Schuld zuweisungen

– Gesprächsmuster

– Leitfaden für ein konstruktives Gespräch

– Wie viel Entgegenkommen und wie viel Abgrenzung ist

hilfreich?

– Hilfreiche Tipps, um sich den Spaß an der Arbeit zu erhalten

Der Schwerpunkt liegt neben theoretischen Kenntnissen vor

allem im praktischen Erfahren und Erleben der Inhalte sowie

im Üben.

Termin Dienstag, 3. Mai 2011, 10 Uhr bis

Mittwoch, 4. Mai 2011, 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 180,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Adelheid Schels

Diplom-Sozialpädagogin (FH), Familientherapeutin,

Supervisorin und Trainerin

Zielgruppe Fachkräfte in Einrichtungen der Behindertenhilfe

aus den Bereichen Wohnen, WfbM,

Schule, Fachdienste, Offene Behinderten-

arbeit, die sich auf dem Gebiet der

Angehörigenarbeit weiterbilden möchten

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen

Kursnummer 112304

Anmeldung bis 1. April 2011


Sicher und kompetent

schwierige Gespräche führen

Kritik- und Konfliktgespräche gehören zu den schwierigsten

Gesprächssituationen überhaupt. Wohl niemand ist entspannt

und gelassen, wenn es „ans Eingemachte“ geht. Gleichwohl

kann man durch die richtige Vorbereitung, einen angemessenen

Gesprächsstil und die Be achtung einiger einfacher Regeln viel

dafür tun, dass solche Unterhaltungen konstruktiv und erfolgreich

verlaufen.

Dieses Seminar bietet Ihnen Unterstützung bei schwierigen Gesprächen

an. Sie erfahren etwas darüber, was diese so schwer

macht, warum einzelne Menschen so schlecht mit Kritik umgehen

können und wie man auf Retourkutschen, Ausweichmanöver

und Beschwichtigungen richtig reagieren kann. Ein einfacher

Leitfaden und eine Checkliste erleichtern Ihnen die Vorbereitung

auf schwierige Gespräche, die in kleinen Gruppen trainiert werden.

Das Feedback anderer Kursteilnehmer / innen hilft Ihnen

dabei, das eigene Verhalten effektiver zu gestalten. Die Bereitschaft,

sich mit dem eigenen Handeln auseinanderzusetzen, ist

dabei eine wichtige Voraussetzung.

Termin Donnerstag, 7. Juli 2011, 10 Uhr bis

Freitag, 8. Juli 2011, 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 180,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent Klaus Brosius

Diplom-Pädagoge, Supervisor DGSv,

Trainer DAGG

Zielgruppe alle interessierten Mitarbeiter / innen

Teilnehmerzahl maximal 15 Personen

Kursnummer 112305

Anmeldung bis 2. Juni 2011

Praktische Anwendung kunsttherapeutischer

Methoden

in der Arbeit mit Menschen mit

besonderen Bedürfnissen

In der Kunsttherapie geht es in erster Linie um den Prozess

des Gestaltens, der in sich therapeutischen Charakter besitzt.

Künstlerisch tätig zu sein, heißt immer, sich mit der Umwelt und

mit sich selbst zu beschäftigen und auseinanderzusetzen.

Dies geschieht im „Tun“ und nicht wie sonst so häufig im rein

gedanklichen und verbalen Austausch. Kreative Methoden

ermöglichen es uns somit, Erfahrungen mit uns selbst und anderen

zu machen, ohne dass diese unbedingt verbalisiert werden

müssen. Und dennoch gelingt es dadurch, Veränderung, Entwicklung

und Wachstum anzuregen. In der Arbeit mit Menschen

mit besonderen Bedürfnissen ist der Einsatz von Methoden der

Kreativität eine Möglichkeit, Ressourcen zu aktivieren, die

Selbst- und Außenwahrnehmung zu verbessern, Selbstwirksamkeit

und Selbstbewusstsein zu fördern, Ängste zu bewältigen,

Hemmungen und Spannungen abzubauen und den Zugang zu

Emotionen zu erleichtern. Kreative Medien bieten eine non-

verbale Ausdrucksmöglichkeit, die somit gerade Menschen mit

Schwierigkeiten im kommunikativen Bereich sehr entgegenkommt.

Schöpferische Arbeit bringt große innere Befriedigung

und Freude mit sich, die in der Gruppe „ansteckend“ wirkt. Die

Möglichkeit, sich emotional im kreativen Prozess auszudrücken,

baut Blockaden ab und schafft Erleichterung und Befreiung.

Inhalte

– Kennenlernen verschiedener Techniken und Methoden

– Angebote für Gruppen und Einzelpersonen

– Angebote für Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen

– Sich selbst erfahren im schöpferischen Tun

Termin Donnerstag, 14. Juli 2011, 9.30 Uhr bis

Freitag, 15. Juli 2011, 16.30 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 180,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Manuela Fröhlich

staatlich anerk. Heilpädagogin, Kunsttherapeutin,

Erzieherin, ambulante heilpädagogische

Praxis, heilpädagogischer Fachdienst

Zielgruppe Mitarbeiter/innen aus pädagogischen,

heilpädagogischen und sozialpädagogischen

Tätigkeitsbereichen

Teilnehmerzahl maximal 15 Personen

Kursnummer 112306

Anmeldung bis 10. Juni 2011

91

Soziales Umfeld – Kommunikation – Kreativität

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |

Soziales Umfeld – Kommunikation – Kreativität

Eltern- und Angehörigen-

gespräche – Vertiefung

Dieser Kurs ist eine Vertiefung zum Semiar „Einfühlsam und

mutig Eltern- und Angehörigengespräche führen” (S. 90) und

richtet sich an alle, die Erfahrungen in Eltern- und Angehörigengesprächen

gesammelt haben und in der Gruppe ihre Erfolge,

aber vor allem die Stolpersteine bei dieser Arbeit analysieren

und reflektieren möchten. Wir werden die Methoden noch

einmal auffrischen und verfeinern.

Termin Dienstag, 8. November 2011, 10 Uhr bis

Mittwoch, 9. November 2011, 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 180,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Adelheid Schels

Diplom-Sozialpädagogin (FH), Familien-

therapeutin, Supervisorin und Trainerin

Zielgruppe Fachkräfte in Einrichtungen der Behindertenhilfe

aus den Bereichen Wohnen, WfbM,

Schule, Fachdienste, Offene Behinderten-

arbeit, die sich auf dem Gebiet der Angehörigenarbeit

weiterbilden möchten

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen

Kursnummer 112307

Anmeldung bis 4. Oktober 2011

92

Umgang mit Angehörigen

von Menschen mit Autismus

Eltern und andere Angehörige wollen gerne sicher wissen, dass

es ihrem Familienmitglied mit Autismus gut geht. Dazu bedarf es

eigentlich „nur“ einer Arbeitsteilung zwischen den verschiedenen

Instanzen: den Eltern / Angehörigen, dem Menschen mit Autismus

und den Professionellen. Es geht um ein Leben jenseits

des Elternhauses: mit einer Form von Betreuung durch Professionelle,

die nicht die Elternrolle übernehmen beziehungsweise

fortsetzen können oder wollen.

Für den Menschen mit Autismus geht es darum, einen eigenen

Lebensweg zu finden, selbstständig zu werden, eigene Interessen

zu entdecken und sich als Mensch noch einmal neu zu

entdecken.

Geschwister und andere Angehörige haben auch eine emotionale

Verbundenheit mit dem autistischen Menschen, aber sie

erleben die Situation aus einer anderen Perspektive als die

Eltern. Auch sie wollen die Eltern nicht ersetzen oder ihre Rolle

einnehmen, wenn diese nicht mehr können oder nicht mehr da

sind. Dennoch wollen sie für den Menschen mit Autismus häufig

als Ansprechpartner/in da sein und sich um ihn kümmern.

Eine solche Arbeitsteilung funktioniert aber nicht so einfach: Es

geht um unterschiedliche Rollen, um Sorgen für / um jemanden,

um Emotionen, Irrationalitäten, Kompetenzen, um Loslassen,

Ablösung und vieles mehr.

Schwerpunkte der Veranstaltung werden die verschiedenen

Ebenen / Perspektiven und die sich daraus ergebenden Problematiken

sein. Dabei wollen wir uns diese Perspektiven „erarbeiten“,

indem wir die verschiedenen Rollen und Sichtweisen übernehmen

und ausprobieren. Wo haben wir Blockaden im Umgang

miteinander? Wie lassen sich Lösungsstrategien entwickeln, die

allen Beteiligten das Gefühl geben, dass ihre Anliegen gut aufgehoben

und berücksichtigt sind? Antworten auf diese Fragen

wollen wir als Ergebnisse gemeinsam erarbeiten.

Diese Fortbildung kann auch als Baustein der Weiterbildung

„Menschen mit Autismus verstehen und begleiten“ /

4. Lebenswelten (S. 28) genutzt werden.

Fortsetzung nächste Seite �


Termin Mittwoch, 16. November 2011, 9 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 90,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent Stefan Müller-Teusler

Diplom-Sozialpädagoge (Univ.), Master of

Business and Administration (MBA), lang-

jähriger Leiter des Weidenhofes (Lebensort

für Menschen mit Autismus), seit 2009

Dozent für „Soziale Arbeit mit behinderten

Menschen“ und „Soziale Dienste“ an der

Staatlichen Studienakademie Breitenbrunn

Zielgruppe Mitarbeiter / innen, die mit Menschen mit

Autismus und deren Angehörigen arbeiten

Teilnehmerzahl maximal 25 Personen

Kursnummer 112308

Anmeldung bis 12. Oktober 2011

Märchen in heilpädagogischen

Arbeitsfeldern

Gar vielerlei Gestalten tummeln sich in der Märchenwelt und sie

erleben vielfältigste Abenteuer, die reich sind an Gefahren,

Emotionen und Lösungen. Dem/der Zuhörer/in bieten sich viele

Möglichkeiten, sich mit einer Person zu identifizieren, mit ihr

die Geschichte zu erleben, zu erleiden, mit ihr zu wachsen und

schließlich mit ihr ein gutes Ende zu finden. Die Märchenwelt

scheint eine fantastische Erscheinung zu sein und hat dennoch

viel mit unserer Realität zu tun. Viele Schwierigkeiten des

menschlichen Lebens werden im Märchen angesprochen und es

zeigt seine Wirkung auf der seelisch-emotionalen Ebene. Märchen

können ermutigen, Rat geben, Freude bringen, Lösungen

aufzeigen und Lebensfreude schüren. Sie bergen alte Weisheiten

geben Kraft und Anregungen. In der Arbeit mit Menschen mit

besonderen Bedürfnissen können Märchen auf vielfältige Art

hilfreich eingesetzt werden. Im Märchen treten Menschen

mit sichtbaren und unsichtbaren Behinderungen in vielfältiger

Form auf. Die Auseinandersetzung mit dem Märchen kann

die Emotionsfähigkeit erweitern, die Auseinandersetzung mit

eigenen Stärken und Schwächen unterstützen und die Zuversicht

in eigene Handlungsmöglichkeiten stärken.

Inhalte

– Auswahlkriterien für Märchen

– Symbolgehalt von Märchen

– Märchen und Behinderung

– Heilpädagogisches Handeln im Märchen

– Kennenlernen und Ausprobieren verschiedener Techniken

und Methoden der Arbeit mit Märchen

(z. B. Tischtheater, Maskenbau, Rollenspiele, Bilder)

Der Schwerpunkt des Seminars wird auf der praktischen Um-

setzung von Märchen liegen.

Termin Donnerstag, 8. Dezember 2011, 9.30 Uhr bis

Freitag, 9. Dezember 2011, 16.30 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 180,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Manuela Fröhlich

staatlich anerk. Heilpädagogin, Kunsttherapeutin,

Erzieherin, ambulante heilpädagogische

Praxis, heilpädagogischer Fachdienst

Zielgruppe Mitarbeiter/innen aus pädagogischen, heilpädagogischen

und sozialpädagogischen Tätigkeitsbereichen

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen

Kursnummer 112309

Anmeldung bis 2. November 2011

93

Soziales Umfeld – Kommunikation – Kreativität

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |

Arbeitsplatz WfbM

Die Arbeit der Werkstatträte

und Vertrauensleute in WfbM

Erfahrungsaustausch für Werkstatträte und Vertrauensleute

– Aufbauseminar nach 1 ½ Jahren

Arbeit als Werkstattrat

Die Werkstatträte arbeiten nun schon 1 ½ Jahre zusammen.

Sicher haben sich schon erste Erfolge eingestellt, wahrscheinlich

sind aber auch Fragen zu Aufgaben, Rechten, der Zusammen-

arbeit und anderem aufgetaucht.

Werkstatträte und Vertrauensleute in WfbM erfüllen eine

wichtige Vermittlungsfunktion zwischen den verschiedenen

Ebenen. Ziel der Veranstaltung ist es, den Werkstatträten Unterstützung

und Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch zu

geben. Dabei soll der Förderung von Selbstbestimmung ein hoher

Stellenwert eingeräumt werden. Die eigenen Kompetenzen

und Fähigkeiten sollen erkannt und gestärkt werden.

Vertrauenspersonen in WfbM sollen die Gelegenheit erhalten,

ein Repertoire an Möglichkeiten zur Assistenz für Werkstatträte

zu entwickeln.

Mögliche Inhalte

– Aufgaben der Werkstatträte und Vertrauensleute

– Werkstatträte und Vertrauensleute als Vermittler/innen

– Welche Mitspracherechte sind in der Satzung festgelegt und

wie können diese genutzt werden?

– Informationsfluss nach „oben“ und „unten“

– Rolle der Werkstatträte und Vertrauensleute

– Zusammenarbeit mit Sozialdienst und Vertrauenspersonen

– Kommunikation innerhalb der WfbM

– Konstruktiver Umgang mit Konflikten

– Mögliche Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten

– Aufgaben der Vorsitzenden

– Vorbereiten und Leiten der Sitzungen

– Assistenz bei der Bearbeitung von Konflikten

Die konkreten Inhalte werden wie in allen bisherigen Seminaren

mit den Teilnehmer/innen gemeinsam geplant und festgelegt.

Praktische Übungen erleichtern die Umsetzung in den Alltag.

Konkrete Beispiele der Teilnehmer/innen sichern den Praxis-

bezug.

Methoden

Kurzreferate, Rollenspiele, Plenum und Kleingruppenarbeit,

Spiele zur Auflockerung

94

Termin Montag, 21. März 2011, 10 Uhr bis

Dienstag, 22. März 2011, 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 180,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent Max Hüttinger

Diplom-Sozialpädagoge (FH),

Supervisor, Mediator

Zielgruppe Werkstatträt/innen sowie Vertrauensleute in

Werkstätten für behinderte Menschen

Teilnehmerzahl maximal 25 Personen

Kursnummer 112401

Anmeldung bis 18. Februar 2011


Als Abteilungsleitung in einer

WfbM Führungsverantwortung

wahrnehmen

Als Abteilungsleiter/in in der WfbM übernehmen Sie Führungsverantwortung

auf der mittleren Ebene. Zwischen Gruppen-

und Werkstattleitung sorgen Sie für ein gutes Zusammenwirken

der verschiedenen Funktionen und Betriebsteile sowie einen

möglichst störungsfreien Ablauf in Ihrem Verantwortungsbereich.

Unterschiedliche und sich zum Teil widersprechende Erwartungen

von Mitarbeiter/innen, Klient/innen, Vorgesetzten

und Kund/innen werden an Sie gerichtet, denen Sie auf Ihre

Weise gerecht werden müssen. Dies gelingt dann am besten,

wenn Ihre Funktion und Rolle ausreichend klar definiert sind

und Sie aus einer gefestigten Position heraus agieren können.

Die Fortbildungsreihe bietet Ihnen Zeit und Raum, um im Kreis

von Kolleg/innen der mittleren Führungsebene Ihre Führungs-

rolle und Ihr Leitungshandeln zu reflektieren und weiterzuent-

wickeln.

Inhalte

Leitungsverständnis definieren und gestalten

– Das eigene Selbstverständnis als Führungskraft mit seinen

Auswirkungen auf den Führungsalltag wahrnehmen

– Umgang mit Erwartungen von Mitarbeiter/innen, Beschäftigten,

Vorgesetzten, Kund/innen u. a. und die Gestaltung von

Rollenkonflikten

– Eigene Stärken und persönliche Entwicklungspotenziale

nutzen

– Stellung und Rollenprofil in der Organisation und strukturelle

Verbesserungsmöglichkeiten für die Funktion überprüfen

Mitarbeiter/innen führen und das Team entwickeln

– Mitarbeiter/innen in ihr Aufgabenfeld einarbeiten,

Aufgaben anleiten und delegieren

– Die Mitarbeiter/innen durch wertschätzende und kritische

Rückmeldungen führen und eine Rückmeldekultur in der

Abteilung aufbauen

– Konflikte mit Mitarbeiter/innen und im Team aufgreifen und

angemessen bearbeiten

Teilhabe als zentralen Auftrag der WfbM ermöglichen

– Die persönliche Haltung zur Teilhabe und das entsprechende

Selbstverständnis als konzeptionelle Leitidee

– Für die eigene Abteilung eine Konzeption zur Umsetzung

der Teilhabe als Entwicklungsprozess mit den Mitarbeiter/innen

vorplanen

– Beteiligung der Mitarbeiter/innen

– Gesamtverantwortung für Abteilung und Mitverantwortung

der Mitarbeiter/innen

Arbeitsformen

Einzel- und Gruppenarbeit, Impulsreferat, Seminargespräch,

Fallarbeit, Übungen, Transferaufgaben zwischen den einzelnen

Einheiten

Termine und Orte

1. Einheit 28. bis 30. März 2011

in der Stiftung Liebenau

www.fortbilden-entwickeln.de

2. Einheit 11. bis 13. Juli 2011

im Dominikus-Ringeisen-Werk Ursberg

www.dominikus-ringeisen-werk.de

3. Einheit 12. bis 14. Oktober 2011

in der Akademie Schönbrunn

www.akademie-schoenbrunn.de

Beginn jeweils am 1. Tag um 10 Uhr und

Ende jeweils am 3. Tag um 16.30 Uhr

Verbindliche Kursgebühr E 750,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 700,–)

Zuzüglich Verpflegung und ggf. Unterkunft

an den jeweiligen Veranstaltungsorten

Dozent Markus Flum

Diplom-Pädagoge, Organisationsberater,

Coach

Zielgruppe Abteilungsleiter/innen, Teamleiter/innen

des Arbeits- und des Bildungsbereiches

Teilnehmerzahl maximal 14 Personen

Anmeldung bis 18. Februar 2011

Die Fortbildungsreihe ist nur

als Gesamtmodul buchbar.

Ihre Anmeldung richten Sie bitte an:

Stiftung Liebenau

fortbilden & entwickeln

Siggenweilerstraße 11

88074 Meckenbeuren

Telefon 07542 10-1266 und 1263

fortbilden.entwickeln@stiftung-liebenau.de

Die Fortbildungsreihe ist eine

Kooperationsveranstaltung zwischen:

Stiftung Liebenau

fortbilden & entwickeln

Dominikus-Ringeisen-

Werk Ursberg

Abteilung Fortbildung

Akademie Schönbrunn

Bildung & Beratung

95

Arbeitsplatz WfbM

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |

Arbeitsplatz WfbM

Wohn- und Arbeitsformen

für Menschen mit Autismus

Teil 1: Menschen mit Autismus in Arbeit und Beruf

Menschen mit Autismus wollen (und können) entsprechend

ihren Fähigkeiten und Voraussetzungen am gesellschaftlichen

Leben – so auch am „Gut Arbeit“ – teilhaben. Der Bereich der

Begleitung und Unterstützung erwachsener Menschen mit

Autismus in Arbeit und Beruf steckt noch in den Kinderschuhen.

Je nach Ausprägung und Erscheinungsform der autistischen

Beeinträchtigung sind unterschiedlichste Hilfen erforderlich.

Grundlage dieses Seminars bildet die Betrachtung autismusspezifischer

Besonderheiten, die im Zusammenhang mit

Arbeit stehen. Es wird ein Überblick über die Bandbreite

an Arbeitsmöglichkeiten, vom Förder- und Betreuungsbereich

bis zum IT-Facharbeiter, gegeben. Dabei wird ein Einblick in

institutionelle Unterstützungsmöglichkeiten gewährt. Am

Beispiel einer spezifischen Arbeitsgruppe für Menschen mit

Autismus (im Grenzbereich Förderstätte / Werkstätte) werden

Rahmenbedingungen, methodische Aspekte und Voraussetzungen

für bzw. von Mitarbeiter / innen aufgezeigt.

Inhalte

– Überblick über Arbeits- und Berufsmöglichkeiten für

Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung

– Grundlagen:

· Die Bedeutung von Arbeit

· Handlungsfähigkeit als eine Schlüsselkompetenz

für das Arbeiten

· Individuelle Stärken, Interessen und Kompetenzen im

Arbeitsprozess nutzen

– Möglichkeiten der beruflichen Eingliederung:

· Eine Palette an Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten

· Unterstützende Einrichtungen und Institutionen

– Eine Arbeitsgruppe für Menschen mit Autismus:

· Rahmenbedingungen und Methoden

· Umgang und Haltung der Mitarbeiter / innen

96

Teil 2: Wohnformen für Menschen mit Autismus –

wie man ein Dilemma kleiner machen kann

Nur die wenigsten autistischen Menschen können ohne Unterstützung

leben. Außer in ihren Familien leben daher viele von

ihnen in Wohnheimen, meist in „Nischen“ in Wohngruppen mit

geistig behinderten Mitbewohner/innen. Daneben entstehen in

den letzten Jahren zunehmend stationäre Wohngruppen und

Wohngemeinschaften, die sich mit ihrem Konzept ausschließlich

an autistische Bewohner/innen richten. Menschen mit Schwierigkeiten

im sozialen Miteinander leben so notgedrungen mit

einer großen Zahl von Mitbewohner/innen und Betreuer/innen

zusammen.

Ob Nische oder spezielle Wohngruppe – bewährt hat sich die

räumliche, zeitliche und soziale Anpassung des Wohnumfelds an

die spezifischen Erlebens- und Verhaltensweisen der autistischen

Bewohner/innen.

Anhand von Beispielen aus der Casa Rossa, einem Wohnheim

für Menschen mit frühkindlichem Autismus, werden im Seminar

räumliche Anforderungen und Erfahrungen in der Wohnraumgestaltung,

unter anderem mit dem „Würzburger Modell“ für

heilpädagogisches Wohnen, vorgestellt. Des Weiteren behandelt

das Seminar die Umsetzung von zeitlichen Orientierungshilfen

im Wohnalltag und die Auswirkungen der eingeschränkten sozialen

Kompetenzen auf das Zusammenleben in der Gruppe und

auf die Mitarbeiter/innen.

Das sogenannte Asperger-Syndrom, eine spezifische Behinderung

aus dem Formenkreis Autismus, ist nach wie vor nicht so

bekannt wie der frühkindliche Autismus, und seine Bezeichnung

hört sich „nicht so schlimm“ an oder wird oft als „leichte Form“

des Autismus gedeutet. Weil die Betroffenen intelligent sind,

wird häufig von ihnen erwartet, dass sie in der „normalen“ Welt

zurechtkommen können.

Für die betroffenen Menschen kann das Asperger-Syndrom aber

durchaus eine schwere Form des Autismus sein. Bei ihnen wird

diese spezielle Störung nämlich oft zu spät diagnostiziert, weil

die Menschen immer wieder falsch verstanden, ihre Bedürfnisse

meist nicht erkannt und ihre Fähigkeiten regelmäßig falsch eingeschätzt

werden. Menschen mit Asperger-Syndrom sind häufig

isoliert, fallen immer wieder durch ihr Verhalten auf und ecken

an. Sie haben in der Regel große Schwierigkeiten in Schule und

Beruf und sind nicht selten lebenslang auf Hilfe angewiesen.

Für das Asperger-Syndrom existieren (noch) kaum spezifische

Angebote und es gibt es (bisher) nur wenige spezielle Einrichtungen.

Welche Asperger-spezifischen Hilfen in einer Wohngruppe

angeboten werden können und wie sich der Alltag für

Menschen mit Asperger-Syndrom gestaltet, welche Chancen

und Möglichkeiten damit verbunden sind, in unsere leistungsorientierte

Gesellschaft integriert zu werden, wird in einem

Erfahrungsbericht (acht Jahre „Wohnstätte für Menschen mit

Autismus“, WoMaut) verdeutlicht.


Diese Fortbildung kann auch als Baustein der Weiterbildung

„Menschen mit Autismus verstehen und begleiten“/

4. Lebenswelten (S. 28) genutzt werden.

Termin 19. September 2011, 9 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 100,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 90,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentinnen Martina Schabert M. A.

Sonderpädagogin, langjährige Erfahrung in

der beruflichen Eingliederung von Menschen

mit Behinderung (u. a. Konzeption einer

Arbeitsgruppe für Menschen mit Autismus

in der Stiftung Attl), aktuell: Promotions-

vorhaben und Forschungsprojekt AUTWERK

zum Themenbereich „Menschen aus dem

autistischen Spektrum mit hohem Assistenzbedarf

in der WfbM“

Petra Hoffmann

Heilerziehungspflegerin, zert. Fachkraft für

Autismus, TEACCH-Trainerin, Hausleitung

der „Casa Rossa“, Stiftung Attl

Kati Bernstein

seit 1996 staatlich anerkannte Heilerzieherin,

seit 2001 Hausleitung der Wohnstätte für

Menschen mit Autismus (WoMAut)

Zielgruppe Mitarbeiter / innen, die Menschen mit

Autismus begleiten, und andere Interessierte

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen

Kursnummer 112229

Anmeldung bis 15. August 2011

97

Arbeitsplatz WfbM

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |

Arbeitsplatz WfbM

Streit schlichten,

Konflikte lösen

Spezialseminar für Werkstatträte

In den Seminaren für Werkstatträte können manche Themen

nur kurz bearbeitet werden, da die Zeit für die Fülle der Fragestellungen

leider nicht immer ausreicht. Aus diesem Grund wird

dieses Jahr ein Spezialseminar angeboten zu Konflikten, Streit

und Streitschlichtung.

Immer wieder müssen sich die Werkstatträte mit Streit, Auseinandersetzungen,

Meinungsverschiedenheiten, Konflikten und

Missverständnissen auseinandersetzen oder werden als eine Art

Schiedsrichter/in angefragt. Dann müssen Sie überlegen, was

Ihre Aufgabe und Rolle ist und ob Sie überhaupt eingreifen

können. Manchmal sind Sie vielleicht auch ein wenig stolz,

wenn Sie angesprochen werden und müssen sich auch abgrenzen

können.

Wir haben zwei Tage Zeit, um uns intensiv mit diesem Themenkreis

auseinanderzusetzen.

Mögliche Inhalte

– Ursachen von Streit und Konflikt

– Wie erlebe ich Streit?

– Wo und wie haben wir streiten und den Umgang

mit Konflikten gelernt?

– Was können wir tun, damit Streit gut beendet wird und es

am Ende nach Möglichkeit keine Verlierer/in gibt?

– Welche Aufgabe und Rolle können Streitschlichter/innen

haben?

– Wie verhalte ich mich als Werkstattrat bei Streit?

– Gewaltfreie Kommunikation nach M. Rosenberg –

Was ist das?

Wie bei den Werkstattrat-Schulungen wird der Referent einen

Sack voller Ideen mitbringen. Die genauen Inhalte des Seminars

werden dann an die Wünsche der Teilnehmer/innen angepasst

und gemeinsam festgelegt. Die Erfahrungen und Erlebnisse, die

die Werkstatträte aus ihrer täglichen Arbeit mitbringen, sollen in

dem Seminar eine wichtige Rolle spielen.

Methoden

Rollenspiele, Kurzreferate, Plenum und Kleingruppen,

Spiele zur Auflockerung

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Termin Montag, 24. Oktober 2011, 10 Uhr bis

Dienstag, 25. Oktober 2011, 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 180,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent Max Hüttinger

Diplom-Sozialpädagoge (FH),

Supervisor, Mediator

Zielgruppe Werkstatträt/innen und Vertrauensleute

in Werkstätten für behinderte Menschen und

Assistent/innen

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen

Kursnummer 112402

Anmeldung bis 20. September 2011


Arbeiten unter Druck –

Stressfaktoren am Arbeitsplatz

Viele Aufgaben, hohe Anforderungen, enge Zeitfenster, wenig

Personal. So oder ähnlich lauten die Worte vieler Mitarbeiter/innen,

wenn sie die Situation an ihrem Arbeitsplatz beschreiben.

Gerade in dieser Lage es wichtig, die psychischen Belastungsfaktoren,

die zu solchen Situationen beitragen, zu kennen und

sinnvoll damit umgehen zu können.

– Wie und wo grenze ich mein Aufgabenfeld, meine

Leistungsbereitschaft und mich selbst ab?

– Welche Tätigkeiten kann und will ich delegieren –

oder nicht?

– Was treibt mich immer wieder dazu, etwas zu tun,

was ich eigentlich gar nicht tun will?

– Kenne ich Entspannungs- und Entstressungstechniken

und wende ich sie an?

Diese Fragen werden im Seminar angesprochen und durch

theoretische Inputs und mit praktischen Übungen bearbeitet.

Termin Donnerstag, 7. April 2011, 9.30 Uhr bis

Freitag, 8. April 2011, 16.30 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 180,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Dr. Ingrid Marzelli-Paintner

Diplom-Psychologin, Kursleiterin für Auto-

genes Training, Psychotherapeutin (HPG),

Ausbildung in Transaktionsanalyse und

Kinesiologie

Zielgruppe alle interessierten Mitarbeiter/innen

Teilnehmerzahl maximal 15 Personen

Kursnummer 112501

Anmeldung bis 4. März 2011

Scheitern –

und wieder aufstehen

Vom Umgang mit Rückschlägen und Misserfolgen

Scheitern gehört dazu. Wer mit Menschen mit Behinderung

arbeitet, hat das schon erlebt: Auf einmal kann der Betreute

weniger als gestern, die kleinen Fortschritte aus der Wohn-

gruppe sind nach einer Heimfahrt wie weggewischt, man wird

von Betreuten geschlagen, angegriffen und beschimpft, obwohl

man es nur gut meinte. Scheitern gibt es aber auch im Team, in

der Zusammenarbeit mit anderen Diensten oder Vorgesetzten.

Wie kann man mit diesen Erfahrungen des Scheiterns fertig

werden, wie kann man trotz Rückschlägen und Niederlagen

stolz auf sich selbst und das eigene berufliche Handeln sein?

In diesem Seminar bekommen Sie Hilfe. Anhand konkreter Fallsituationen

lernen Sie, wie Sie nach dem Scheitern wieder aufstehen

können und Ihre Arbeitszufriedenheit wiedergewinnen.

Grundlagen sind das gemeinsame Gespräch in der Gruppe,

Übungen und thematischer Input.

Termin Donnerstag, 9. Juni 2011, 10 Uhr bis

Freitag, 10. Juni 2011, 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 180,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent Klaus Brosius

Diplom-Pädagoge, Supervisor DGSv,

Trainer DAGG

Zielgruppe alle interessierten Mitarbeiter/innen

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen

Kursnummer 112502

Anmeldung bis 6. Mai 2011

99

Zusammenarbeit – Mitarbeiter/innen

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |

Zusammenarbeit – Mitarbeiter/innen

„Was beflügelt mein Team?

Was bringt Sand ins Getriebe?“

Vom konstruktiven Umgang mit Unterschieden

im Team

Gute Zusammenarbeit im Team kann die Freude an der Arbeit

enorm steigern und zu hervorragenden Ergebnissen führen.

Fehlendes Verständnis, Stress und unterschiedliche Arbeitsstile

stehen dem jedoch zuweilen im Weg und verschlechtern

das Arbeitsklima. Um dem vorbeugen oder entgegenwirken

zu können, lernen Sie in diesem Seminar, sich selbst und Ihre

Teamkolleg/innen genauer einzuschätzen. Sie lernen, mit

Unterschiedlichkeit bewusst umzugehen, neue Teammitglieder

„abzuholen“ und so die Kooperation zu fördern und ergebniswirksam

zu steuern. Sie werden Ihre eigenen Stärken kennenlernen,

sie genießen und „wohl dosiert“ einsetzen können.

Anhand von praxisnahen Übungen und Fallbeispielen werden

Sie die erworbenen Kenntnisse vertiefen.

Inhalte

– Ein kurzer Blick auf die „Teamentwicklungsuhr“ und

ihre Bedeutung

– Der phasengerechte Umgang mit Einzelnen und Teams

– Unterschiedliches Verhalten kennen und verstehen

– Umgang mit Stärken, Schwächen und Potenzialen im Team

– Erstellung eines persönlichen Stärkenprofils

– Von Unterschieden lernen:

· Förderung von konstruktivem Ideen- und

Meinungs austausch

· Störendes Verhalten persönlich ansprechen,

ohne zu verletzen

Termin Dienstag, 28 Juni 2011, 9.30 Uhr bis

Mittwoch, 29. Juni 2011, 16.30 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 180,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Angelika Härlin

Führungskräftetraining, Coaching,

Mediation, lizensierter LIFO®-Analyst,

TZI-diplomiert durch rci international

Zielgruppe Menschen, die mit und in Teams arbeiten

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen

Kursnummer 112503

Anmeldung bis 24. Mai 2011

100

Machtspiele und

wie man sie vermeidet

Wohl jede/r hat sie schon erlebt. Machtspiele sind in Teams und

Gruppen an der Tagesordnung. Da wird hinter dem eigenen

Rücken getuschelt, eine trägt ihre Kränkung wie eine Anklage

vor sich her oder alle verbünden sich gegen einen.

In diesem Seminar lernen Sie, welche Funktionen solche Machtspiele

in Gruppen haben, warum sie besonders häufig in sozialen

Einrichtungen auftreten, woran Sie Machtspiele erkennen

und wie Sie sie neutralisieren können. Am Ende des Seminars

werden Sie klarer sehen und sich bei Machtauseinandersetzungen

kompetenter positionieren können.

Konkrete, praktische Alltagssituationen dienen als Anschauungsmaterial.

Durch Fallanalysen werden die Machtstrukturen

sichtbar gemacht. In Gesprächsübungen wird der kompetente

Umgang damit trainiert.

Termin Dienstag, 28. Juni 2011, 10 Uhr bis

Mittwoch, 29. Juni 2011, 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 180,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent Klaus Brosius

Diplom-Pädagoge, Supervisor DGSv,

Trainer DAGG

Zielgruppe alle interessierten Mitarbeiter / innen

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen

Kursnummer 112504

Anmeldung bis 24. Mai 2011


Höflichkeit – wichtiger Teil der

professionellen Kompetenz

Oftmals entscheidet der erste Eindruck – unabhängig von der

fachlichen Kompetenz –, ob ein Mensch Ihnen vertraut, ob er

sich Ihnen anvertraut. Beim ersten Kontakt werden die Weichen

für wechselseitige Akzeptanz und Kooperationsbereitschaft

gestellt. Ihre persönliche Ausstrahlung hat eine entscheidende

Bedeutung dabei, wie sich das Miteinander weiter gestaltet.

Zu dieser Ausstrahlung zählen Höflichkeit und angemessene

Umgangsformen. Diese können ein Gespräch, eine Begegnung

mit Kund/innen und/oder Kolleg/innen positiv beeinflussen

und unterstreichen Ihre fachliche Kompetenz.

Inhalte

– Rückblick: von „Knigge“ zu „von Metternich“,

aktuelle Änderungen

– „Do‘s und Tabus“

– Rangfolgen: Wer grüßt zuerst? Wer reicht wem

zuerst die Hand? Der Händedruck

– Anredeform, Vorstellung, Bekanntmachen

– Smalltalk mit Besucher/innen: willkommene und Tabuthemen

– Besucher/innen Wertschätzung entgegenbringen,

zeitgemäß mit Titeln umgehen

– Korrektes Verhalten bei einem Trauerfall,

angemessen kondolieren

– Mit situationsgerechter Körpersprache Respekt signalisieren

– Blickkontakt, Distanzzonen, der erste Eindruck

– Kommunikation mit älteren Gesprächspartner/innen

Methoden

Anschauliche Demonstrationen und Übungen

Termin Mittwoch, 6. Juli 2011, 9 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 100,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 90,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent Karl Hermann Künneth

Management-Trainer und Autor

Zielgruppe Alle Mitarbeiter/innen, die ihre Kenntnisse

über Umgangsformen in sozialen Berufen

aktualisieren wollen

Teilnehmerzahl maximal 14 Personen

Kursnummer 112505

Anmeldung bis 2. Juni 2011

Umgang mit Gewissens-

konflikten in helfenden Berufen

Immer wieder treffen wir in helfenden Berufen Entscheidungen,

die uns zweifeln lassen: „War das jetzt richtig? Hätte ich nicht

doch anders handeln können oder müssen? Durfte ich das überhaupt

mit meiner Ausbildung?“

Solche Fragen entstehen oft in einem Spannungsfeld von unterschiedlichsten

Ansprüchen

– an sich selbst – mit den eigenen Überzeugungen,

Werten und Motivationen

– an die Qualität der eigenen Arbeit.

Betreute und Angehörige haben ihre Vorstellungen davon, was

„geleistet“ werden muss, wie Betreuer/innen zu sein haben.

Dabei gibt der Rahmen Bedingungen vor, die immer auch

Kompromisse erfordern, z. B. entsteht Mehrbelastung durch

knappere Betreuungszeiten und Stellenkürzungen.

Unser Handeln kann dem entsprechen, was wir als unser Wertegerüst

vertreten, dann empfinden wir unser Tun als stimmig.

Wir können aber auch an eine vorgegebene oder selbst gesetzte

Grenze stoßen, sie möglicherweise sogar überschreiten, dann

meldet sich unser schlechtes Gewissen.

Mit dem komplexen und spannenden Phänomen des Gewissenskonflikts

werden wir uns in diesem Seminar beschäftigen.

In der Arbeit an konkreten Beispielen setzen wir uns mit

folgenden Themen auseinander:

– Ansprüche: meine eigenen und die der anderen

– Welche Werte leiten mich?

– Was ist das eigentlich: das Gewissen?

– Erfahrung von Schuld, Übernahme von Verantwortung

– Spannungsfelder in meinem beruflichen Handeln

– Handeln im Kompromiss

– Tun oder Lassen: Entstehung des Konflikts

– Entscheidung und nachträgliche Reflexion

– Ansprechen oder nicht?

– Grenzen wahrnehmen, Grenzen setzen und

nach außen vertreten

– Verantwortung des/der Einzelnen und des Teams

– Modell einer ethischen Fallbesprechung

– Auswirkungen auf die Rahmenbedingungen

Fortsetzung nächste Seite �

101

Zusammenarbeit – Mitarbeiter/innen

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |

Zusammenarbeit – Mitarbeiter/innen

Termin Donnerstag, 29. September 2011, 9.30 Uhr

bis Freitag, 30. September 2011, 13 Uhr

Die Veranstaltung endet am zweiten Tag

mit dem Mittagessen.

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 140,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 120,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 42,– gesamt

Dozentin Sigrid Kaindl-Pohl

Diplom-Theologin, Supervisorin DGSv,

Krankenhausseelsorgerin

Zielgruppe alle interessierten Mitarbeiter/innen

Teilnehmerzahl maximal 10 Personen

Kursnummer 112506

Anmeldung bis 26. August 2011

Wichtige Steuertipps!

§ Ausbildungskosten, d. h. Aufwendungen für den

§

Erwerb von

102

§

Fortbildungskosten, d. h. Aufwendungen, die ein Arbeitnehmer

leistet, um seine Kenntnisse und Fähigkeiten im ausgeübten

Beruf zu erhalten oder zu erweitern, sind als Werbungskosten

voll absetzbar.

Kenntnissen, die als Grundlage für einen noch nicht aus-

geübten Beruf notwendig sind, können als Sonderausgaben

im Kalenderjahr abgesetzt werden.

Selbstbewusst und souverän

mit persönlichen Angriffen

und Killerphrasen umgehen

Auf jeden dummen Spruch eine kluge Antwort, auf jede ungerechte

Kritik eine schlagfertige Erwiderung – das wäre traumhaft.

Doch nur wenigen Menschen gelingt dies. Meist läuft es

andersherum. Man wird durch eine Bemerkung gekränkt, sagt

nichts und nach Stunden oder Tagen fällt einem ein, was man

hätte erwidern sollen. Doch dann ist es zu spät.

In zwei Tagen ein/e Meister/in der Schlagfertigkeit werden, das

klappt nicht. Aber kompetenter und selbstbewusst mit persön-

lichen Angriffen umgehen, das kann man lernen. Das Seminar

ermöglicht Ihnen, Killerphrasen präzise zu erkennen und schnell

zu neutralisieren, die eigene Meinung auf den Punkt zu bringen

und dazu zu stehen.

Mit Hilfe von Gruppen- und Einzelarbeit können Sie Ihre kommunikativen

Fähigkeiten erweitern und sind damit fremden

Angriffen weniger hilflos ausgeliefert. Sie treten selbstbewusster

und offener auf, haben mehr Kontakt und können sich sicherer

in sozialen Situationen bewegen.

Termin Mittwoch, 19. Oktober 2011, 10 Uhr bis

Donnerstag, 20. Oktober 2011, 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 180,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent Klaus Brosius

Diplom-Pädagoge, Supervisor DGSv,

Trainer DAGG

Zielgruppe alle interessierten Mitarbeiter / innen

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen

Kursnummer 112507

Anmeldung bis 16. September 2011


Zeitmanagement und

effektive Arbeitstechniken

im Sekretariat

Das Sekretariat ist eine wichtige Schaltzentrale in jeder Einrichtung.

Im Spannungsfeld zwischen Vorgesetzten, Kolleg/innen,

Patient/innen und Besucher/innen werden unterschiedlichste

Anforderungen an die Mitarbeiter/innen im Sekretariat gestellt.

Es gehört zum Arbeitsalltag, mehrere Aufträge gleichzeitig zu erledigen:

Das Telefon klingelt, der/die Chef/in verlangt nach einer

Unterlage, eine Besprechung muss vorbereitet werden, ein/e

Mitarbeiter/in hat eine dringende Bitte und ein/e Besucher/in

steht mitten im Büro … – eine Situation, die wohl jede Sekretärin

kennt.

Das Seminar vermittelt sowohl verschiedene effektive Methoden

des Zeitmanagements als auch Techniken, mit denen sich die

vielfältigen Anforderungen an ein modernes Sekretariat noch

besser bewältigen lassen. Die Teilnehmer/innen lernen zeitsparende

Arbeitstechniken kennen und anwenden. Sie reflektieren

ihren persönlichen Arbeitsstil und entwickeln ggf. Handlungs-

alternativen.

Ziel ist es, sich über die eigenen Grenzen Klarheit zu verschaffen

und sie in angemessener Weise gegenüber anderen zu vertreten.

Durch Organisation und Orientierung auf das Wesentliche

sollen die Teilnehmerinnen lernen, den Arbeitsalltag realistisch

und zufriedenstellend planen und gestalten zu können.

Inhalte

– ABC-Methode

– Pareto-Prinzip

– Analyse der individuellen Arbeitssituation

– Organisation des Arbeitsumfeldes

– Störfaktoren und Zeitdiebe

– Nein sagen

– Gedanken zum Thema Stress

– Persönliche Handlungsstrategien entwickeln

– Zeitbewusst arbeiten: Ziele und Prioritäten setzen

– Techniken der Chefentlastung und Entscheidungs-

vorbereitung

Termin Montag, 28. März 2011, 9 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 100,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 90,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Barbara Bruns

Bankkauffrau, Geschäftsführungsassistentin,

Trainerausbildung, lizenzierte Trainerin für Umgangsformen,

ausgebildete Imageberaterin

Zielgruppe Sekretärinnen, Verwaltungsmitarbeiter/innen

Teilnehmerzahl maximal 12 Personen

Kursnummer 112601

Anmeldung bis 20. Februar 2011

Stärkenorientiert führen

Potenziale von Mitarbeiter/innen erkennen

und fördern

Freude an der Arbeit und gute Ergebnisse hängen in hohem

Maß davon ab, dass Menschen sich mit ihrer Aufgabe identifizieren

und am richtigen Platz fühlen. Für Führungskräfte ist es

deshalb wichtig, die Stärken ihrer Mitarbeiter/innen bewusst

wahrzunehmen, richtig einzuschätzen und sie ihren Möglich-

keiten und Zielen entsprechend einzusetzen.

Folgende Fragen werden uns beschäftigen

– Wie erkenne und beschreibe ich die Stärken

meiner Mitarbeiter/innen?

– Welche Methoden der Potenzialanalyse sind hilfreich?

– Wie führe ich Gespräche stärken- und

entwicklungs- statt defizitorientiert?

– Wie motiviere ich Mitarbeiter/innen, die hinter

ihren Möglichkeiten zurück bleiben?

– Wie fördere ich Mitarbeiter/innen ihren Fähigkeiten

und Wertvorstellungen entsprechend?

– Wie schaffe ich Erfolgserlebnisse?

Ziel ist es, Ihren Blick auf die Mitarbeiter/innen zu schärfen, Potenziale

(neu) zu erkennen, zu fördern und beste Resultate zu

erzielen.

Methoden

Impulsreferate, Einzel- und Gruppenarbeit, Übungen, Diskussion

Termin Montag, 4. April 2011, 9.30 Uhr bis

Dienstag, 5. April 2011, 16.30 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 200,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 180,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Angelika Härlin

Führungskräftetraining, Coaching, Mediation,

lizensierter LIFO®-Analyst, TZI-diplomiert

durch rci international

Zielgruppe Führungskräfte

Teilnehmerzahl maximal 14 Personen

Kursnummer 112602

Anmeldung bis 2. März 2011

103

Organisation – Wirtschaft – Recht – Führung

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |

Organisation – Wirtschaft – Recht – Führung

Die Sekretärin als Mittlerin

im Spannungsfeld vielfältiger

Erwartungen

Das Sekretariat ist eine wichtige Schalt- und Kommunikationszentrale

in jeder Einrichtung. Im Spannungsfeld zwischen Vorgesetzten,

Kolleg/innen, zu betreuenden Personen und Besucher/

innen werden an die Mitarbeiterinnen im Sekretariat unterschiedliche

Anforderungen gestellt. Es gehört zum Arbeitsalltag,

mehrere Aufträge gleichzeitig zu erledigen.

Eine der anspruchvollsten Aufgaben im Sekretariat stellt wohl

die Funktion als Mittlerin zwischen Mitarbeiter/innen, Kolleg/innen

und Vorgesetzten dar. Oft erzählen Mitarbeiter/innen der

Sekretärin Wünsche, Vorstellungen und Beschwerden, die diese

„auf keinen Fall“ weitererzählen dürfe und „schon gar nicht

dem Chef“. Gleichzeitig wird aber erwartet, dass die Sekretärin

es schon irgendwie schafft, diese Informationen entsprechend

„abzusetzen“, ohne dass der/die Mitarbeiter/in involviert wird

oder in einem schlechten Licht erscheint.

Ebenso erwarten viele Vorgesetzte, dass ihre Sekretärin es ihnen

sicherlich erzählt, wenn es irgendwo brennt. Eine fast unlösbare

Aufgabe, denn die Frage der Loyalität ist dabei nur ein Aspekt.

Es geht auch um Vertrauen, Verschwiegenheit, Hilfsbereitschaft

und darum, das Wohl der Einrichtung zu bedenken.

Das Seminar bietet Anregungen, wie ein überzeugender

Eindruck in Gesprächen erzielt wird und eine kooperative

Atmosphäre im Sekretariat geschaffen werden kann.

Die Teilnehmerinnen reflektieren Situationen und erhalten

die Chance, ihr individuelles Gesprächs- und Teamverhalten

zu optimieren.

Inhalte

– Grundlagen der Kommunikation

– Offene und verdeckte Kommunikation

– Grundsätze der Überzeugung

– Selbstbild – Fremdbild

– Feedback geben

– Reflexion der eigenen Stellung

– Rolle und Verhalten im Team

104

Termin Montag, 11. April 2011, 9 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 100,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 90,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Barbara Bruns

Bankkauffrau, Geschäftsführungsassistentin,

Trainerausbildung, lizenzierte Trainerin für Umgangsformen,

ausgebildete Imageberaterin

Zielgruppe Sekretärinnen

Teilnehmerzahl maximal 12 Personen

Kursnummer 112603

Anmeldung bis 8. März 2011


Arbeiten für mehrere Chefs

und Mitarbeiter/innen

Für mehrere Vorgesetzte und/oder Mitarbeiter/innen zu arbeiten,

stellt eine große Herausforderung dar. Man muss Multitaskingfähig

sein. Der Arbeitsalltag ist geprägt von genauester Zeit-

planung, parallel laufenden Projekten, mehreren Arbeitsbühnen

und vor allem dem Umgang mit den unterschiedlichsten Persönlichkeiten.

Meist wollen alle gleichzeitig etwas – hier ist Menschenkenntnis

und Fingerspitzengefühl genauso gefragt wie die fachliche Kompetenz

und ein souveränes Zeit- und Prioritätenmanagement.

Im Seminar arbeiten wir u. a. an folgenden Fragen:

– Wie lässt sich professionell mit den unterschiedlichen Denk-

und Arbeitsweisen anderer umgehen?

– Wie kann man Durchsetzungs- mit Einfühlungsvermögen

kombinieren?

– Wer informiert wen über was?

– Wie kann man im Team klare Aufgaben definieren und

wie funktioniert wertschätzendes Feedback?

Inhalte

– Effektive Planungsinstrumente

– Prioritätensetzung

– Unterschiedliche Cheftypen und Führungsstile

– Voraussetzungen für funktionierende Teamarbeit

– Grundlagen gelingender Kommunikation

Termin Dienstag, 12. April 2011, 9 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 100,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 90,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Barbara Bruns

Bankkauffrau, Geschäftsführungsassistentin,

Trainerausbildung, lizenzierte Trainerin für Umgangsformen,

ausgebildete Imageberaterin

Zielgruppe Sekretärinnen

Teilnehmerzahl maximal 12 Personen

Kursnummer 112604

Anmeldung bis 9. März 2011

Gestern Kolleg / in –

heute Vorgesetzte / r

Wenn Sie aus dem Kreis der Kolleg / innen in die Rolle der / des

Vorgesetzten aufsteigen, dann geschieht dies auf der Basis

bereits existierender Arbeitsbeziehungen. In der neuen Rolle

werden Sie nun mit den Erwartungen und Wünschen derjenigen

konfrontiert, die eben noch Ihre Kolleg / innen waren. Um diesen

Rollenwechsel gut zu bewältigen, benötigen Sie ein fundiertes

Verständnis für die damit verbundenen Herausforderungen.

Ihr Nutzen

In der Fortbildung

– reflektieren Sie Ihren Standort zwischen Kollegialität und

Loyalität, zwischen Nähe und Distanz,

– erhalten Sie Hilfestellung, um Ihre neue Rolle und die damit

verbundenen Arbeitsbeziehungen zu Mitarbeiter / innen,

Kolleg / innen und der / dem eigenen Vorgesetzten bewusst

zu gestalten,

– lernen Sie verschiedene Ebenen der Zusammenarbeit und

Steuerungsmodelle dieser Zusammenarbeit kennen,

– werden Sie sensibilisiert für Fallstricke und Beziehungsfallen

und trainieren den Umgang damit.

Methoden

Fallbearbeitung, Erfahrungsaustausch, Referat, Kleingruppen-

und Einzelarbeit, praktische Übungen

Termin Mittwoch, 13. April 2011, 9.30 Uhr bis

Donnerstag, 14. April 2011, 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 200,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 180,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent Ludwig Mürbeth

Diplom-Pädagoge, Supervisor (DGSv),

Organisationsberater,

Trainer bei Führungskräfteseminaren,

Paar- und Familientherapeut (DGSF)

Zielgruppe alle, die an ihrer bisherigen Arbeitsstelle

Leitungskraft werden wollen oder bereits seit

kurzem sind, die sicherer werden wollen in

der Gestaltung ihrer Leitungsrolle und der Erfüllung

ihrer Aufgaben, die ihre persönlichen

Leitungskompetenzen reflektieren, trainieren

und erweitern möchten

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen

Kursnummer 112605

Anmeldung bis 10. März 2011

105

Organisation – Wirtschaft – Recht – Führung

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |

Organisation – Wirtschaft – Recht – Führung

Rhetorik und Präsentation

Schlagartig schlagfertig und dabei stressfrei

zum Redeerfolg

Wir beschäftigen uns intensiv mit den Fragen: Wie kann ich andere

Menschen überzeugen? Wie finde ich Spaß am Reden und

Freude an einer schlüssigen Argumentation? – Der sprachliche

Ausdruck, die stimmliche und gestische Ausführung, die persönliche

Präsenz und die Interaktion mit dem Publikum sind neben

dem Inhalt die entscheidenden rhetorischen Fähigkeiten, um die

eigene Überzeugung zu vermitteln. Kommunikative Kompetenz,

Einfühlungsvermögen und eine natürliche Autorität sichern die

gesteigerte Aufmerksamkeit beim Publikum und den gekonnten

Auftritt. Wichtig sind die methodischen Feinheiten, wie die

Bedeutung und Wirkung von Spannungspausen, der Einsatz von

„key words“ zur Vermittlung der Botschaften und der bewusste

Umgang mit der Stimme. Die Übereinstimmung zwischen Körpersprache

und verbaler Sprache ergänzt den überzeugenden

Auftritt. Eine zuhörerorientierte Präsentation wird unterstützt

vom gekonnten Einsatz der Visualisierungstechniken.

Das Seminarziel ist ein selbstsicheres, eloquentes öffentliches

Auftreten ohne Lampenfieber.

Seminarinhalte

– Grundlagen der Redetechniken, Aufbau und Gestaltung

eines Vortrags, Aufbau eines Manuskripts

– Einsatz von Argumentationstechniken und

rhetorischen Mitteln – mit Übungen

– Sprechanalyse: Atemtechnik, Wortstrukturen, Pausentechnik,

Sprechtempo, Aussprache – mit Übungen

– Analyse der Körpersprache: Informationsvorlauf, Mimik, Blickkontakt,

Gestik, Körperhaltung, Störfaktoren – mit Übungen

– Präsentation: Aufbau, Vorbereitung, Visualisierung

– Moderation von Gruppendiskussionen

– Schlussrede mit Analyse und Tipps

Termin Montag, 2. Mai 2011, 9.30 Uhr bis

Dienstag, 3. Mai 2011, 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 200,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 180,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Gabriele Reichold

Diplom-Soziologin, Kommunikationstrainerin,

Lehrbeauftragte an der FH München und

Weihenstephan für Rhetorik, Präsentation

und Konfliktmanagement

Zielgruppe alle interessierten Mitarbeiter/innen

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen

Kursnummer 112606

Anmeldung bis 1. April 2011

106

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz

(AGG)

in der betrieblichen Praxis

Das auf europäischen Richtlinien beruhende Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz

(AGG) ist nunmehr seit vier Jahren in Kraft.

Der Arbeitgeber hat danach die Pflicht, Benachteiligungen aus

Gründen der „Rasse“, der ethnischen Herkunft, des Geschlechts,

der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des

Alters oder der sexuellen Identität durch geeignete Maßnahmen

zu verhindern oder zu beseitigen. So soll der Arbeitgeber u. a.

in geeigneter Art und Weise auf die Unzulässigkeit solcher

Benachteiligungen hinweisen und darauf hinwirken, dass diese

unterbleiben. Der Hinweis soll insbesondere im Rahmen der beruflichen

Aus- und Fortbildung erfolgen. Das Benachteiligungsverbot

wirkt sich auf nahezu alle Bereiche der Personalarbeit

aus. Wie kann eine Stellenanzeige „diskriminierungsfrei“ formuliert

werden? Welche Fragen sind im Bewerbungsgespräch

zulässig? Welche Auswahlkriterien müssen bei innerbetrieb-

lichen Beförderungs-, Versetzungs- und Trennungsentscheidungen

zugrunde gelegt werden, wenn sie gerichtlichen Über-

prüfungen standhalten sollen?

Die vorgesehene Veranstaltung zielt darauf, Mitarbeiter/innen

mit den rechtlichen Rahmenbedingungen vertraut zu machen.

Anhand von praxisnahen Beispielen und ersten Urteilen aus der

Rechtsprechung wird der Umgang mit schwierigen betrieblichen

Situationen dargestellt und erläutert.

Inhalte

– Der Anwendungsbereich des AGG

– Die geschützten Personengruppen

– Das gesetzliche Verbot diskriminierenden Verhaltens

nach dem AGG

– Was ist eine Diskriminierung? Unmittelbare und mittelbare

Diskriminierung, Belästigung, sexuelle Belästigung

– Diskriminierungsmerkmale und ihre Definition:

„Rasse“, ethnische Herkunft, Geschlecht, Religion,

Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexuelle Identität

– Wann ist eine Ungleichbehandlung dennoch zulässig?

– Rechtsfolgen bei Verstößen gegen das Benachteiligungs-

verbot

– Zur Haftung des Arbeitgebers:

Schmerzensgeld und Schadensersatz

– Das Recht der Leistungsverweigerung

– Die betriebliche Beschwerdestelle

– Entschädigungsklagen von Betroffenen

– Handlungsmöglichkeiten für die Personalvertretungen

und für Verbände

Fortsetzung nächste Seite �


Ihr Nutzen

– Sie erhalten einen systematischen Überblick über den Inhalt

und die Konsequenzen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes.

– Anhand konkreter Praxisfälle erhalten Sie Handlungs-

anleitungen zur Vermeidung von diskriminierungsrechtlichen

Risiken.

– Sie können individuelle Fragen direkt mit der Referentin klären.

Methoden

Vortrag, Besprechung und Diskussion von Fallbeispielen aus

der Praxis, Beantwortung von Einzelfragen und Beratung bei

Zweifelsfällen

Termin Montag, 2. Mai 2011, 10 bis 12 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 60,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 50,–)

zuzüglich Pausenverpflegung E 6,– / Tag

Zielgruppe Arbeitnehmer/innen aus allen Unternehmensbereichen

Dozentin Astrid Wellhöner, LL.M.Eur.,

Rechtsanwältin und Fachanwältin für Arbeitsrecht,

Partnerin RP RICHTER & PARTNER,

Tätigkeitsschwerpunkte: Beratung von

in- und ausländischen Unternehmen bei allen

Fragen des individuellen und kollektiven Arbeitsrechts,

Vertretung von Führungskräften

bei Abschluss, Sicherung und Beendigung

ihrer Dienstverhältnisse sowie die bundesweite

Prozessvertretung in arbeitsgericht-

lichen Verfahren in allen Instanzen

Teilnehmerzahl maximal 25 Personen

Kursnummer 112607

Anmeldung bis 1. April 2011

Grundlagen der AVR und

AVR neu

Die Richtlinien für Arbeitsverträge in den Einrichtungen des

Deutschen Caritasverbands (AVR) sind Handlungs- und Vergütungsgrundlage

für mehr als 500 000 Mitarbeitende der Caritas

in Deutschland. Der Dozent vermittelt Ihnen praxisnah und alltagstauglich

wesentliche AVR-spezifische Grundlagen, Rechte

und Pflichten sowie die besonderen Rahmenbedingungen kirchlich

geprägter Arbeitsverhältnisse.

Inhalte

Das Arbeitsverhältnis

Beginn; Begründung; Befristung (Teilzeit- und Befristungsgesetz);

Probezeit (Beurteilung); Rechte und Pflichten; Umsetzung

und Versetzung; Beendigung: ordentliche und außerordentliche

Kündigung, Aufhebungsvertrag, sonstige Beendigungstatbestände

Die Vergütung – wofür werde ich bezahlt?

Grundsätze zu Eingruppierung auf der Grundlage von Tätigkeitsmerkmalen;

Umgruppierung, Bewährungsaufstieg, Tätigkeitsaufstieg;

Regelvergütung, Kinderzulage, Überleitungs- und Besitzstandsregelungen,

Konkurrenzregelungen; Festlegung der Regel-

vergütungsstufen bei Neueinstellungen von Berufsanfänger/in-

nen und berufserfahrenen Mitarbeiter/innen; Mitbestimmungs-

regelungen bei der Vergütung, insbesondere bei der Erstfest-

setzung der Regelvergütungsstufen mit Blick auf die aktuelle

Rechtsprechung; Vergütung der geringfügig Beschäftigten;

Leistungsvergütung, Stellenzulagen; Wechselschicht- und

Schichtzulagen; Zeitzuschläge; Überstunden- und Mehrarbeitsvergütung;

Weihnachtszuwendung und Urlaubsgeld; Bezüge bei

Arbeitsunfähigkeit und Urlaub; Krankenlohn- und Urlaubslohnaufschlag;

Sachbezüge; Vergütung bei Teilzeitbeschäftigung;

übertarifliche Vergütung

Die Arbeitszeit

wöchentliche regelmäßige durchschnittliche Arbeitszeit; Regelungen

bei Teilzeitbeschäftigung; Mehrarbeit und Überstunden;

Formen des Bereitschaftsdienstes; Direktionsrecht und Mit-

bestimmung; Arbeitszeitschutz; Erholungsurlaub und Arbeits-

unfähigkeit

Sie erhalten praxisgerechte Informationen und Hilfestellungen,

die Sie als Mitarbeitende/r mit oder ohne Führungsverant-

wortung alltagstauglich einsetzen und nutzen können.

Fortsetzung nächste Seite �

107

Organisation – Wirtschaft – Recht – Führung

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |

Organisation – Wirtschaft – Recht – Führung

Termin Donnerstag, 5. Mai 2011, 9 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 100,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 90,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent Michael Schellenberger

Jurist und Personalleiter des Caritasverbands

der Erzdiözese München u. Freising e.V. ,

verantwortet dort für mehr als 7000 Mitarbeitende

die Umsetzung dieser Rechtsmaterie

Zielgruppe alle interessierten Mitarbeiter/innen

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen

Kursnummer 112608

Anmeldung bis 2. April 2011

108

Die stellvertretende Leitung –

ein Balanceakt zwischen Team

und Leitung

Als stellvertretende Leitung ist man nicht mehr „nur Mitarbeiter/

in“, hat aber auch den Status der „Nichtleitung“. So sitzt man

schnell zwischen allen Stühlen. Es stellen sich eine Reihe von

Fragen, die bearbeitet und beantwortet werden wollen:

– Was sind meine Aufgaben?

– Wie verändern sich die Beziehungen zu den Kolleg/innen

und zur Leitung mit dem Rollenwechsel und wie gehe ich

damit um?

– Worin könnten Fallstricke bestehen und wie meide ich sie?

– Wie finde ich meine Rolle als stellvertretende Leitung?

Ziele

– Rollenwechsel, Rollenkonflikte, Rollensicherheit –

mehr Klarheit darüber, wie weit Sie gehen können

– Den eigenen Weg zwischen Kollegialität und Autorität finden

– Entscheidungen treffen, mittragen und nachvollziehbar

vermitteln

Methoden

Praxisorientierter Trainer-Input, Einzel- und Kleingruppenarbeit,

Übungen, Bearbeitungen von Praxisfällen aus dem Seminar

Termin Montag, 9. Mai 2011, 9.30 Uhr bis

Dienstag, 10. Mai 2011, 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 200,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 180,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent Ludwig Mürbeth

Diplom-Pädagoge, Supervisor (DGSv),

Organisationsberater,

Trainer von Führungskräfteseminaren

Paar- und Familientherapeut (DGSF)

Zielgruppe Stellvertretende Leitungen aus allen Bereichen,

Mitarbeiter/innen, die sich auf die Rolle

der stellvertretenden Leitung vorbereiten

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen

Kursnummer 112609

Anmeldung bis 4. April 2011


Leiten wird leicht schwer –

Umgang mit schwierigem

Mitarbeiterverhalten

Die größte Herausforderung für Leitungskräfte stellt die Auseinandersetzung

mit einem schwierigen Verhalten von Mitarbeiter/

innen dar:

– wenn die Leistung einer sehr guten Mitarbeiterin/eines sehr

guten Mitarbeiters im letzten halben Jahr spürbar nachgelassen

hat,

– wenn die Kompetenzen der Mitarbeiterin/des Mitarbeiters

nicht ausreichen oder er/sie mit seinem Potential an seine

Grenzen stößt,

– wenn es an der Motivation hapert oder der/die Mitarbeiter/in

„im Widerstand“ ist

Hier ist schnelles und überlegtes Handeln von Seiten der

Leitungskraft gefragt.

Ziele

– Die individuelle Handlungssicherheit im Umgang

mit schwierigem Mitarbeiterverhalten erweitern

– Sicherheit im Erkennen von möglichen Ursachen des

Leistungsabfalls einer Mitarbeiterin/eines Mitarbeiters

erlangen

– Geeignete Führungsinstrumente anwenden lernen

– Mehr Sicherheit in der Leitungsrolle gewinnen

Methoden

Praxisorientierter Trainer-Input, Einzel- und Kleingruppenarbeit,

Fallbearbeitungen von Praxisfällen aus dem Seminar

Termin Montag, 23. Mai 2011, 9.30 Uhr bis

Dienstag, 24. April 2011, 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 200,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 180,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent Ludwig Mürbeth

Diplom-Pädagoge, Supervisor (DGSv),

Organisationsberater,

Trainer von Führungskräfteseminaren,

Paar- und Familientherapeut (DGSF)

Zielgruppe Leitungskräfte mit Personalverantwortung,

die ihre Handlungssicherheit im Umgang mit

schwierigem Mitarbeiterverhalten erhöhen

möchten

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen

Kursnummer 112610

Anmeldung bis 20. April 2011

Arbeitsrecht und

die Rolle der Gruppenleitung

Darf ich als Gruppenleiter / in eine / n Mitarbeiter / in am dienstplanfreien

Tag zum Dienst holen? Was tun, wenn sich zwei

Kolleg/innen nicht über die Urlaubsplanung einigen können?

„Jetzt reicht’s, die Leitung soll für X eine Abmahnung schreiben!“

Und …?

Wie sage ich es der / dem Mitarbeitenden? In welcher Rolle oder

in welcher Zwickmühle stecke ich als Vorgesetzte / r und / oder

Kolleg / in und wie gehe ich damit um?

In dieser Veranstaltung erhalten Sie Handlungsempfehlungen

zu schwierigen Fragen in der Praxis direkter Mitarbeiterführung.

Nach einer Einführung in aktuelle Arbeitsrechtsfragen werden

konkrete arbeitsrechtliche Fälle und Fragen bearbeitet und

die Rollenkonflikte von Gruppenleiter / innen in den jeweiligen

Situationen geklärt. Wie findet das Kommunizieren schwieriger

Nachrichten an Mitarbeiter / innen statt und wie sollte es

ab laufen?

Ausgangsthemen

– Arbeitsrecht aktuell

– Rollen einer Führungskraft

– Wie sage ich’s dem / der schwierigen Kolleg / in und

dem Team?

– Fair und konsequent: arbeitsrechtliche Schritte im Alltag und

in der Ausnahmesituation

Termin Donnerstag, 26. Mai 2011, 9 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 100,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 90,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent Wolfgang Spitzauer

Diplom-Soziologe, Personal- und

Organisationsentwickler, Personalleiter

des Diakonischen Werkes Traunstein

Zielgruppe Mitarbeiter / innen mit direkter Führungsverantwortung,

Gruppenleiter / innen

Teilnehmerzahl maximal 18 Personen

Kursnummer 112611

Anmeldung bis 22. April 2011

109

Organisation – Wirtschaft – Recht – Führung

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Organisation – Wirtschaft – Recht – Führung

Dienstplangestaltung

und Arbeitszeitgesetz

für Gruppenleiter / innen

Dienstpläne werden in Absprache mit den Mitarbeiter / innen

geschrieben. Oft / meist ist dies sinnvoll und geschieht zu Recht,

doch dabei kommt es auch häufig zu Konflikten. Zwei Kolleg / innen

können sich nicht über die Urlaubsplanung einigen – was

tun? Darf ein / e Mitarbeiter / in eingesetzt werden, der / die eigentlich

frei hätte? Welche Dienste werden ab wann, wie lang,

mit welchen Abständen und durch wen festgesetzt? Wird eine

Person allein für eine Aufgabe vorgesehen oder nur mit …? –

Wo sind die Grenzen der Planbarkeit? Welche Spielräume gibt

es? Was ist absolut verboten?

Diese und weitere Fragen aus der Praxis der Dienstplan-

gestaltung werden bearbeitet und dabei mit dem Arbeitszeitgesetz

abgeglichen.

Ausgangsthemen

– Das Arbeitszeitgesetz

– Dienstpläne – Schichten – Bereitschaften

– Ausnahmen – Spielräume – Kontrollen

– Was heißt denn Flexibilität?

– Aktuelles – Veränderungen – Zukunftsentwicklungen:

Worauf sollte man sich einstellen?

Termin Freitag, 27. Mai 2011, 9 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 100,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 90,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent / in Wolfgang Spitzauer

Diplom-Soziologe, Personal- und

Organisationsentwickler, Personalleiter

des Diakonischen Werkes Traunstein

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Silvia Kanamüller

Betriebswirtin, Referentin für Arbeitszeit und

Arbeitsrecht im Franziskuswerk Schönbrunn

Zielgruppe Mitarbeiter / innen mit direkter Führungsverantwortung,

Gruppenleiter / innen

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen

Kursnummer 112612

Anmeldung bis 23. April 2011

Das Sozialgesetzbuch –

Bücher I – XII

Wichtige Regelungen für die Behindertenhilfe

Alle Bücher des Sozialgesetzbuches enthalten Vorschriften, die

für Menschen mit Behinderung von großer Bedeutung sind. Anhand

aktueller Rechtsprechung wird ein Überblick über die für

die Praxis in der Behindertenhilfe wichtigsten Bestimmungen in

den zwölf Büchern des Sozialgesetzbuchs gegeben.

Folgende Inhalte sind u. a. Thema der Fortbildung

– Aufbau und Systematik des Sozialgesetzbuchs und

ergänzender Rechtsverordnungen

– Leistungen der Krankenversicherung (SGB V)

– Leistungen der Rentenversicherung (SGB VI)

– Rehabilitations- und Teilhabeleistungen (SGB IX)

– Leistungen der Pflegeversicherung (SGB XI)

– Hilfe zum Lebensunterhalt nach SGB II und SGB XII

– Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung (SGB XII)

– Eingliederungshilfe (SGB XII und Eingliederungshilfe-

verordnung)

– Einsatz von Einkommen und Vermögen des Leistungsberechtigten

und unter Umständen von unterhaltsverpflichteten

Angehörigen

Methode

Vortrag, Kleingruppenarbeit

Termin Montag, 6. Juni 2011, 9 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 100,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 90,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Konstanze Riedmüller

Rechtsanwältin, Vorstand „Landesverband

für körper- und mehrfachbehinderte

Menschen e.V.“

Zielgruppe Mitarbeiter/innen aus allen Bereichen

der Behindertenhilfe

Teilnehmerzahl maximal 25 Personen

Kursnummer 112613

Anmeldung bis 4. Mai 2011


Rechtliche Verfügungen

am Lebensende

Seit dem 1. September 2009 gibt es in Deutschland ein Gesetz

zur Patientenverfügung. Damit wurde lediglich bestätigt, was

ohnehin bereits gängige Praxis war.

Liegt keine Patientenverfügung vor, ist die/der rechtliche Ver-

treter/in (Betreuer/in oder Bevollmächtigte/r) verpflichtet, den

mutmaßlichen Willen der/des Betroffenen zu eruieren. Mit

der/dem behandelnden Ärztin/Arzt muss die/der rechtliche Vertreter/in

besprechen, ob indizierte Therapiemaßnahmen dem

(mutmaßlichen) Willen der/des Patient/in entsprechen.

Solche Stellvertreterentscheidungen sind oft schwierig herbei-

zuführen und stellen eine Herausforderung für ein multi-

professionelles Betreuungsteam dar. Denn schließlich geht es

auch darum, einem Menschen am Lebensende unnötige Klinikaufenthalte

zu ersparen und ihm ein Sterben in Würde zu

ermöglichen.

Inhalte

– Patientenverfügung

– Behandlungsentscheidung bei

einwilligungsunfähigen Menschen

– Notfallplanung

– Flüssigkeitszufuhr und Ernährung am Lebensende

Termin Mittwoch, 8. Juni 2011, 9 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 100,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 90,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent Hans Steil

Gesundheits- und Krankenpfleger, Palliativfachkraft,

Ambulanter Hospiz- und Palliativberatungsdienst,

Palliativ-Geriatrischer Dienst

Christophorus Hospiz Verein e.V.

Zielgruppe interessierte Mitarbeiter/innen

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen

Kursnummer 112614

Anmeldung bis 4. Mai 2011

Logistik im Büro

Ablage optimal organisieren,

Informationen gezielt strukturieren

Heute ist es mehr denn je notwendig, schnell auf aktuelle

Fragen eingehen zu können und richtige Entscheidungen zu

treffen. Um sofortigen Zugang zu relevanten Daten und Informationen

zu erhalten, bedarf es einer gut und übersichtlich

strukturierten Ablage mit kurzen Zugriffszeiten. Im Seminar

lernen die Teilnehmer/innen unterschiedliche Ablagetechniken

und Ordnungsmethoden kennen, um ein effizientes Ablage-

system für ihren eigenen Arbeitsplatz zu erstellen beziehungsweise

ihr bisheriges Ablagesystem zu optimieren.

Inhalte

– Professioneller Umgang mit der Informations- und Papierflut

– Aktenfluss statt Aktenstau

– Verschiedene Ablagetechniken

– Papier- oder PC-Ablage

– Vor- und Nachteile verschiedener Ordnungsmethoden

– Welche Arbeitspräferenz habe ich – bin ich „Frei-Tischler“

oder „Voll-Tischler“?

Termin Donnerstag, 9. Juni 2011, 9 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 100,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 90,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Barbara Bruns

Bankkauffrau, Geschäftsführungsassistentin,

Trainerausbildung, lizenzierte Trainerin für Umgangsformen,

ausgebildete Imageberaterin

Zielgruppe Mitarbeiter/innen der Verwaltung

Teilnehmerzahl maximal 12 Personen

Kursnummer 112615

Anmeldung bis 2. Mai 2011

111

Organisation – Wirtschaft – Recht – Führung

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Organisation – Wirtschaft – Recht – Führung

Qualitätszirkel und

Arbeitsgruppen

zielorientiert moderieren

Qualitätszirkel (QZ) werden als Instrument zur internen

Qualitätssicherung eingesetzt, in denen verschiedene interne

Expert/innen lösungsorientiert an einem Problem oder einer

Fragestellung arbeiten. Unterstützt durch eine gute Moderation

soll die Gruppe selbständig das Problem angehen und Lösungen

erarbeiten. Eine teilnehmerorientierte, methodisch kompetente

Leitung sichert den Erfolg der Arbeit.

Inhalte

– Ziele und Ablauf eines QZ

– Moderationshaltung und Rolle der Moderatorin/

des Moderators

– Moderationstechniken

– Problemlösungsprozess

– Der Umgang mit schwierigen Moderationssituationen

– Durchführung von Moderationen und

Üben von Moderationstechniken

– Präsentation von Ergebnissen

Termin Montag, 11. Juli 2011, 9 Uhr bis

Dienstag, 12. Juli 2011, 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 200,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 180,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Monika Hoffmann

Diplom-Pädagogin, Referentin für QM und

POB&A im Franziskuswerk Schönbrunn

Zielgruppe Personen, die mit der Leitung / Moderation

von QZ beauftragt sind

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen

Kursnummer 112616

Anmeldung bis 8. Juni 2011

112

Kompetenz am Telefon

Das Verhalten von Mitarbeiter/innen am Telefon prägt in großem

Maße den Eindruck, den Anrufende von einer Einrichtung haben.

An die Mitarbeiter/innen werden hier besondere Anforderungen

gestellt. Denn meist klingelt das Telefon in Augenblicken, in

denen man sowieso schon genug um die Ohren hat. Dabei soll

man dann kompetent, souverän und freundlich Fragen beantworten,

Termine abklären oder sogar Beschwerden entgegennehmen.

Vor allem in Situationen, in denen der Anrufende verärgert

ist und Kritik äußert, ist es oft schwer, die Ruhe zu bewahren

und hilfsbereit zu bleiben.

Neben Übungen zum positiven Formulieren bietet das Seminar

die Möglichkeit, anhand von Praxisbeispielen das eigene

Telefonverhalten zu überprüfen und sich der Außenwirkung am

Telefon bewusst zu werden.

Die Teilnehmer/innen lernen Möglichkeiten kennen, wie sie

selbst in schwierigen Situationen souverän bleiben, statt sich

merklich zu ärgern. Verschiedene Ansätze zum konstruktiven

Umgang mit unterschiedlichsten Gesprächspartner/innen

werden gemeinsam erarbeitet.

Inhalte

– Moderne Verhaltensregeln am Telefon

– Kompetenz am Telefon

– Stimme als persönliches Wirkungsmittel

– Rhetorische Hilfestellungen

Termin Montag, 19. September 2011, 9 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 100,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 90,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Barbara Bruns

Bankkauffrau, Geschäftsführungsassistentin,

Trainerausbildung, lizenzierte Trainerin für Umgangsformen,

ausgebildete Imageberaterin

Zielgruppe Sekretärinnen, Personal am Empfang und in

der Telefonzentrale

Teilnehmerzahl maximal 12 Personen

Kursnummer 112617

Anmeldung bis 14. August 2011


Beschwerdemanagement

Eine Beschwerde bedeutet meist erst einmal ein unangenehmes

Gespräch, doch damit steckt in ihr auch die Chance, etwas zu

verbessern. Es fällt jedoch nicht leicht, souverän, freundlich und

lösungsorientiert zu sein, wenn einem Fehler vorgeworfen

werden oder das Gegenüber laut, verärgert und wütend ist.

Das Seminar zeigt Wege auf, wie man mit einer positiven

Gesprächshaltung gemeinsam Lösungen finden kann, aber

auch Position bezieht und freundlich Grenzen aufzeigt.

Inhalte

– Die Phasen des Beschwerdemanagements

– Aktives Zuhören

– Positives Formulieren

– Bedürfnisse und Erwartungen des Anderen erkennen

– Umgang mit persönlichen Angriffen

– Beschwerden auswerten und nutzen

Termin Dienstag, 20. September 2011, 9 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 100,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 90,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Barbara Bruns

Bankkauffrau, Geschäftsführungsassistentin,

Trainerausbildung, lizenzierte Trainerin für Umgangsformen,

ausgebildete Imageberaterin

Zielgruppe Sekretärinnen, Verwaltungsangestellte,

Mitarbeiter/innen von Empfang und Telefonzentrale

Teilnehmerzahl maximal 12 Personen

Kursnummer 112618

Anmeldung bis 15. August 2011

Wichtige Steuertipps!

§ Ausbildungskosten, d. h. Aufwendungen für den

§

Erwerb von

§

Fortbildungskosten, d. h. Aufwendungen, die ein Arbeitnehmer

leistet, um seine Kenntnisse und Fähigkeiten im ausgeübten

Beruf zu erhalten oder zu erweitern, sind als Werbungskosten

voll absetzbar.

Kenntnissen, die als Grundlage für einen noch nicht aus-

geübten Beruf notwendig sind, können als Sonderausgaben

im Kalenderjahr abgesetzt werden.

Die Führungskraft

als Konfliktmanager

Auseinandersetzungen und Konflikte sind alltägliche Bestandteile

im Zusammenleben und in der Zusammenarbeit mit

anderen Menschen. Dennoch werden Konflikte häufig als überflüssig

und unproduktiv angesehen. In aller Regel sind wir nicht

geübt in der Konfliktbewältigung und sehen oftmals nur das

Problem und nicht die Chance, neue Lösungen zu finden, kreativ

zu werden und Neues anzupacken. Um die darin gebundene

Energie wieder für die Zusammenarbeit nutzbar zu machen und

Konflikte als Gelegenheiten für Verbesserungen zu erkennen, ist

es wichtig, kompetent vermittelnd einzugreifen. Als Führungskraft

sind Sie besonders gefordert, Konflikte rechtzeitig zu erkennen

und konstruktiv zu bearbeiten. Dazu erhalten Sie in dem

Seminar Impulse und lernen praxisorientierte Methoden und

Vorgehensweisen kennen.

Ziele

Die Teilnehmer/innen setzen sich aktiv mit dem Thema Konflikte

auseinander. Sie lernen dabei Methoden und Instrumente

kennen,mit denen Sie Konflikte rechtzeitig erkennen, positiv

gestalten und gewinnbringend auflösen können.

Inhalte

– Wann handelt es sich um einen Konflikt und wann nicht?

– Ursachen von Konflikten

– Konfliktsymptome frühzeitig erkennen und angehen

– Eskalation und Deeskalation von Konflikten

– Reflexion des eigenen Konfliktverhaltens

– Modelle der Konfliktbewältigung kennenlernen und

gezielt einsetzen

– Souveräne Gesprächsführung in Konfliktsituationen

– Stärkung der eigenen Konfliktfähigkeit

Termin Mittwoch, 21. September 2011, 9.30 Uhr bis

Donnerstag, 22. September 2011, 16.30 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 200,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 180,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Ingrid Walter-Kühfuss

Diplom-Sozialpädagogin, Personal- und Organisationsentwicklerin,

Systemische Beraterin

und Coach, Trainerin für Führungspraxis,

Projekt- und Veränderungsmanagement

Zielgruppe alle Führungskräfte, die in ihrem Führungsalltag

Konflikte konstruktiv angehen und

bearbeiten möchten

Teilnehmerzahl maximal 14 Personen

Kursnummer 112619

Anmeldung bis 20. August 2011

113

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Organisation – Wirtschaft – Recht – Führung

Zeitgemäße und kunden-

orientierte Korrespondenz

Briefe zu formulieren, gehört nach wie vor zu den wichtigen

Aufgaben einer Sekretärin. Viele Vorgesetzte und Mitarbeiter/innen

schreiben mittlerweile ihre Briefe aber auch selbst. Kenntnisse

über die aktuellen Schreib- und Gestaltungsregeln für die

Textverarbeitung (DIN 5008) sind dabei genauso wichtig wie

das Wissen um veraltete und neue Formulierungen. Denn ein

Brief ist immer eine Visitenkarte der Einrichtung und Ausdruck

der Professionalität der/des Schreibenden sowie der Wertschätzung

gegenüber der/dem Adressat/in.

Inhalte

– Die DIN 5008

– Die korrekte Anrede

– Verwendung von Titeln und Berufsbezeichnungen

in der Anrede

– Aufbau von Textbausteinen

– Positive, kundenorientierte Formulierungen

Termin Montag, 26. September 2011, 9 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 100,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 90,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Barbara Bruns

Bankkauffrau, Geschäftsführungsassistentin,

Trainerausbildung, lizenzierte Trainerin für Umgangsformen,

ausgebildete Imageberaterin

Zielgruppe alle interessierte Mitarbeiter/innen

Teilnehmerzahl maximal 12 Personen

Kursnummer 112620

Anmeldung bis 24. August 2011

114

Wie motiviere ich

meine Mitarbeiter / innen?

Was motiviert Mitarbeiter / innen, sich einzusetzen und Leistung

zu erbringen? Und wie kann ich als Vorgesetzte / r Motivation

initiieren und erhalten – gerade in Zeiten wachsender Anforderungen

und Arbeitsbelastungen und in Umbruch- und Veränderungsprozessen?

Inhalte

– Was ist Motivation? Unterschiedliche Motivationskonzepte

und Ansätze

– Motivationsfaktoren und Demotivationsfaktoren

– Motivations- und Demotivationszyklus

– Umgang mit Demotivation

– Mitarbeiter / innen fördern und fordern (Ziele setzen, zuhören,

Feedback, Umgang mit Fehlern, Vorgesetzte / r als Coach)

– Motivation – Manipulation

– Führen in schwierigen Veränderungsphasen

– Umgang mit Ambivalenzen und Widerständen

(Elemente der motivierenden Gesprächsführung)

– Reflexion der Eigenmotivation

Methoden

Kurzvorträge, Klein- und Großgruppenarbeit, Übungen,

Rollenspiele, Fallbearbeitungen

Termin Dienstag, 4. Oktober 2011, 9.30 Uhr bis

Mittwoch, 5. Oktober 2011, 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 200,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 180,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent Ludwig Mürbeth

Diplom-Pädagoge, Supervisor (DGSv),

Organisationsberater, Trainer von

Führungskräfteseminaren, Paar- und

Familientherapeut (DGSF)

Zielgruppe Fachkräfte, die Leitungsfunktionen übernehmen

(werden) und Leitungskräfte,

die ihre Art, zu motivieren, überdenken und

sich neu inspirieren lassen möchten

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen

Kursnummer 112621

Anmeldung bis 6. September 2011


Aufsichtspflicht und Fragen

der Haftung in Einrichtungen

der Behindertenhilfe

Anhand aktueller Fälle aus der Rechtsprechung werden Rechtsfragen

aus dem Bereich der Aufsichtspflicht besprochen. Dabei

liegt der Schwerpunkt auf Fragen der Haftung in einer Einrichtung

der Behindertenhilfe. Wichtige Themenbereiche sind hierbei

u. a. das Entstehen, die Mittel und die Delegation der Aufsichtspflicht,

der Haftungsumfang sowie versicherungsrechtliche

Fragen.

Methoden

Vortrag, Kleingruppenarbeit

Termin Montag, 10. Oktober 2011, 9 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 100,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 90,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Konstanze Riedmüller

Rechtsanwältin, Vorstand „Landesverband

für körper- und mehrfachbehinderte Menschen

e.V.“

Zielgruppe Mitarbeiter/innen aus allen Bereichen

der Behindertenhilfe

Teilnehmerzahl maximal 25 Personen

Kursnummer 112622

Anmeldung bis 8. September 2011

Protokolle effizient und

zeitgemäß verfassen

Protokolle schreiben ist für viele eine eher ungeliebte Tätigkeit.

Dabei ist das Herausfiltern von Kernaussagen eines Gesprächs

eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe. Ein Protokoll sollte gut

strukturiert sein, schnell Auskunft über zu erledigende Aufgaben

geben, Vereinbarungen festhalten und/oder eine Informationsquelle

für Kolleg/innen sein, die nicht an der Besprechung teilnehmen

konnten.

Die Teilnehmer/innen lernen in diesem Seminar, Protokolle

ergebnisorientiert zu verfassen, den Inhalt klar zu strukturieren

und präzise zu formulieren.

Inhalte

– Aufbau und Gestaltung eines Protokolls

– Die richtige Auswahl von relevanten Informationen

– Sender-Empfänger-Modell

– Unterschiedliche Ebenen der Kommunikation

– DIN 5008

Termin Montag, 24. Oktober 2011, 9 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 100,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 90,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Barbara Bruns

Bankkauffrau, Geschäftsführungsassistentin,

Trainerausbildung, lizenzierte Trainerin für Umgangsformen,

ausgebildete Imageberaterin

Zielgruppe alle, die Protokolle schreiben müssen/dürfen

Teilnehmerzahl maximal 12 Personen

Kursnummer 112623

Anmeldung bis 20. September 2011

115

Organisation – Wirtschaft – Recht – Führung

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Organisation – Wirtschaft – Recht – Führung

Fehlzeitenmanagement

Häufige Fehlzeiten belasten das Team und die Beziehung zu den

betreuten Menschen, sie belasten die Betroffenen selbst und

wirken sich oft auch auf die wirtschaftlichen Ziele einer Einrichtung

negativ aus.

Fehlzeitenmanagement spannt einen viel weiteren Bogen als

landläufig angenommen und umfasst sowohl Vorsorgemaß-

nahmen wie auch ein effektives Controlling, verbunden mit den

dazugehörigen rechtlichen Konsequenzen. Jede Maßnahme

tritt dabei als Investition in Erscheinung, die sich nachweislich

(sofern auch wirklich durchgeführt) in Euro, Cent und Betriebsatmosphäre

rechnet.

In diesem Seminar erhalten Sie Praxisratschläge u. a. zu folgenden

Fragen: Wie kann man mit realistischen Schritten ein

Fehlzeitenmanagement einführen? Wie sind die Gespräche mit

betroffenen Mitarbeiter/innen zu führen? Welche Gestaltungs-

funktion hat die MAV? Welche gesetzlichen Bestimmungen sind

zu beachten?

Themen

– Arbeitsunfähigkeitsanalyse

– Unternehmenskultur (MA-Befragungen; Altersanalyse,

Rolle des Betriebsarztes; Belastungsfaktoren)

– Kurzfristige Maßnahmen

– Die Altersentwicklung und das betriebliche

Eingliederungsmanagement BEM

– Salutogenetischer Führungsansatz in der Praxis

– Die arbeitsrechtlichen Entscheidungen bei sehr langen

Fehlzeiten

– Führungskräfteschulungen

Termin Mittwoch, 26. Oktober 2011, 9 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 100,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 90,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent Wolfgang Spitzauer

Diplom-Soziologe, Personal- und

Organisationsentwickler, Personalleiter des

Diakonischen Werkes Traunstein

Zielgruppe Geschäftsführer, Personalleiter, Personalentwickler,

Qualitätsmanager, BEM-Beauftragte

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen

Kursnummer 112624

Anmeldung bis 22. September 2011

116

Freiheitsentziehende

Maßnahmen

Von freiheitsentziehenden Maßnahmen spricht man, wenn

die Bewegungsfreiheit eines Menschen gegen seinen Willen

eingeschränkt wird. Derartige Maßnahmen können im Einsatz

mechanischer Vorrichtungen wie Bettgittern, Bauchgurten oder

auch verschlossenen Türen bestehen. Es kann sich aber auch

um die Verabreichung von Medikamenten handeln, die mit dem

Ziel gegeben werden, Betroffene am Verlassen des Bettes oder

des Hauses zu hindern. Freiheitsentziehende Maßnahmen

dürfen nur in Ausnahmefällen ergriffen werden. Es werden die

Voraussetzungen für die Zulässigkeit freiheitsentziehender

Maßnahmen sowie haftungsrechtliche Aspekte bei der Anwendung

beziehungsweise Unterlassung von freiheitsentziehenden

Maßnahmen erörtert. Anhand konkreter Situationen aus dem

Alltag der Teilnehmer/innen und mithilfe eigener Fallbeispiele

schildern die Referenten mögliche (auch alternative) Vorgehensweisen

sowie die fach- und sachgerechte Umsetzung von notwendigen

freiheitsentziehenden Maßnahmen und diskutieren

aus medizinischer, pädagogischer und juristischer Sicht deren

Nutzen und Risiko.

Methoden

Kurze Inputs mit Power-Point-Präsentation, Fallbeispiele

mit Diskussion

Termin Montag, 7. November 2011, 9 bis 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 120,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 110,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent/in Günther Hartmann-Templer

Diplom-Sozialpädagoge (FH), Organisationsberater

POB (Haisch), Stiftung Attl

Konstanze Riedmüller

Rechtsanwältin, Vorstand „Landesverband

für körper- und mehrfachbehinderte Menschen

e. V.“

Zielgruppe Mitarbeiter/innen aus der Behindertenhilfe

Teilnehmerzahl maximal 25 Personen

Kursnummer 112625

Anmeldung bis 5. Oktober 2011


Die Heilkraft der Feste

Religiös-spirituelle Gestaltungsmöglichkeiten für

Feiern in der Frühjahrszeit

In der Feier der Jahreskreisfeste hat die Tradition neben dem

christlichen Gedenken schon immer das Heilende und Heilsame

für den Menschen wahrgenommen.

Nach dem Konzept der Religionspädagogischen Praxis als Weg

der ganzheitlich-religiösen Erziehung und Bildung gibt der Referent

den Teilnehmer/innen Anregungen, damit sie im eigenen

Lebens- und Arbeitsbereich einfache, elementare Einheiten zu

unterschiedlichen kirchlichen Anlässen im Frühjahr durchführen

können.

Dabei soll spürbar werden, dass es beim Begehen unterschiedlicher

Feste und Festinhalte nicht in erster Linie um Aktivität und

äußerliche Gestaltung geht, sondern darum, dass der Mensch in

Berührung kommt mit Themen, die sein Leben bestimmen und

ausmachen.

Der Referent versteht seine Arbeit so, dass seine Anregungen

im Dialog und im Austausch mit den Teilnehmenden weiterentwickelt

und spezifiziert werden können.

Voraussetzungen

Interesse an Lebens- und Glaubensthemen; die Bereitschaft, sich

auf religionspädagogische Gestaltungsmöglichkeiten einzulassen.

Wenn Sie möchten, können Sie gerne Musikinstrumente

mitbringen.

Termin Freitag, 8. April 2011, 10 Uhr bis

Samstag, 9. April 2011, 17 Uhr

Ort Akademie Schönbrunn, Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 70,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 60,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent Klaus Gräske

Religionslehrer im kirchlichen Dienst und

Familientherapeut, arbeitet seit Jahren als

Religionslehrer an Hauptschulen – auch

„Brennpunktschulen“, Mitarbeiter der Fachstelle

„Religionspädagogisches Arbeiten im

Elementarbereich“ (Caritas-Referat des

Erzbischöflichen Ordinariates München),

Kursleiter und Referent der „Sinnorientierten

(Religions)Pädagogik“

Kursbegleitung Georg Blaser

Diplom-Theologe, Pastoralpsychologe

Zielgruppe alle Interessierten

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen

Kursnummer 112701

Anmeldung bis 2. März 2011

Meditation und Wandern

Unterwegs mit Impulsen aus der Heiligen Schrift

Der Rundweg durch die westlichen Amperauen von Dachau

nach Mitterndorf (ca. 10 km), lädt uns ein, zu innerer Ruhe zu

finden und neue Kraft zu schöpfen. Wir lassen uns inspirieren

vom bewussten Erleben der Natur und durch Impulse aus Texten

und Gedanken des heiligen Franziskus.

Termin Dienstag, 28. Juni 2011, 9 bis 16.30 Uhr

Ort Treffpunkt: 9 Uhr Akademie Schönbrunn,

Gut Häusern

Verbindliche Kursgebühr E 35,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 30,–)

(ggf. zuzüglich Fahrtkostenbeteiligung)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozentin Sr. M. Gabriele Konrad

Franziskanerin von Schönbrunn, Erzieherin,

Sozialpädagogin

Zielgruppe Mitarbeiter/innen aller Bereiche und andere

Interessierte

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen

Kursnummer 112702

Anmeldung bis 23. Mai 2011

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Spiritualität

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


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Spiritualität

„Gönn dir Zeit –

es ist dein Leben“

Besinnungstage für Auszubildende

und Mitarbeiter/innen

in der Behinderten- und Altenhilfe

Das Motto der Besinnungstage zitiert den Titel eines Buches, mit

dem der Gesamtverantwortliche des Benediktinerordens, Notker

Wolf, dazu einlädt, das Geschenk des Lebens anzunehmen.

Zur religiös-christlichen Tradition gehört ein ausgewogenes

Verhältnis zwischen Aktivität und Ruhe, Arbeit und freier Zeit,

Anstrengung und Feiern. Im Alltag geht diese Ausgewogenheit

leicht verloren.

In der Adventszeit wollen wir uns daher bewusst Zeit gönnen,

um zu erspüren, was unser eigenes Leben ausmacht und

bestimmt. Wir wollen dem auf die Spur zu kommen, was uns

wirklich gut tut und woraus wir Kraft schöpfen können.

An den beiden Tagen werden uns kreatives Gestalten, das

Wahrnehmen der Natur, die Begegnung mit dem Thema im

Film, einfache Kreistänze, der Austausch in der Gruppe, Texte,

Gebete und Lieder gleichsam auf den Weg bringen.

Voraussetzungen

Interesse an Lebens- und Glaubensthemen;

die Bereitschaft, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen

Material

Schreibutensilien, evtl. Musikinstrumente

Termin Freitag, 9. Dezember 2011, 10 Uhr bis

Samstag, 10. Dezember 2011, 17 Uhr

Ort Erholungs- und Tagungshaus

der Schönbrunner Franziskanerinnen

in Harpfetsham (Nähe Traunreut)

Verbindliche Kursgebühr E 70,–

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 60,–)

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag

Dozent/in Sr. M. Gabriele Konrad

Franziskanerin von Schönbrunn, Erzieherin,

Sozialpädagogin

Zielgruppe alle Interessierten

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Georg Blaser

Diplom-Theologe, Pastoralpsychologe

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen

Kursnummer 112703

Anmeldung bis 5. November 2011

Wir, die Franziskanerinnen

von Schönbrunn

Pace e bene – Frieden und Heil

Wir, die Franziskanerinnen von Schönbrunn, vertrauen darauf,

dass Gott uns auf unserem Lebensweg begleitet und führt.

Der Name unserer Kongregation „Dienerinnen der göttlichen

Vorsehung“, verpflichtet uns, die Nachfolge Christi lebendig

zu leben. Die Frage: „Was will Gott von mir und mit mir?“,

bestimmt unseren Alltag. Wir folgen darin dem Vorbild des

Franziskus von Assisi (*1181, †1224), der sein Leben ganz

in den Dienst Gottes stellte und so mithalf, das Reich Gottes

zu verwirklichen.

Der Auftrag unserer Schwesterngemeinschaft ist es, Menschen

mit Behinderung ein Leben in Würde und zum Heil zu ermöglichen.

Diesen Auftrag erfüllen wir als Trägerorden des Franziskuswerk

Schönbrunn.

Gebet des heiligen Franziskus

vor dem Kreuzbild von San Damiano:

Höchster,

glorreicher Gott,

erleuchte die Finsternis meines Herzens

und schenke mir rechten Glauben,

gefestigte Hoffnung

und vollendete Liebe.

Gib mir, Herr,

das rechte Empfinden und Erkennen,

damit ich deinen heiligen und wahrhaften Auftrag

erfülle.

Amen.

Die Franziskanerinnen von Schönbrunn laden Sie herzlich ein,

an ihren Angeboten teilzuhaben:

– Gottesdienste

– Besinnungswochenenden

– Kloster auf Zeit

– Tage der Stille

Wenn Sie weitergehende Informationen zum Leben und Wirken

der Franziskanerinnen von Schönbrunn möchten, wenden Sie

sich bitte an:

Franziskanerinnen von Schönbrunn

Prälat-Steininger-Str. 1

85244 Röhrmoos

Telefon 08139 9322 - 01

franziskanerinnen@schoenbrunn.de

www.schoenbrunn.de


Veranstaltungen zum

Jubiläumsjahr 2011

„Gemeinsam für das Leben”

„Gemeinsam für das Leben“ – so lautet das Motto für das

Jubiläumsjahr 2011. Wir feiern 150 Jahre „Franziskuswerk

Schönbrunn“ und 100 Jahre „Kongregation der Dienerinnen

der göttlichen Vorsehung“. Hierzu finden eine Reihe von Ver-

anstaltungen in Schönbrunn statt.

Die abgedruckten Termine stellen nur einen Teil des umfang-

reichen Angebotes dar. Ein Programmheft mit allen Veranstaltungen

für Mitarbeiter/innen, Bewohner/innen, Franziskanerinnen

und Gäste können Sie anfordern bei:

Cornelia Rommé

Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

im Franziskuswerk Schönbrunn

Telefon 08139 800-803

presse@schoenbrunn.de

Die Angebote, die sich auch an Menschen mit Behinderungen

richten, werden im jeweiligen Monatswegweiser des Fachdienstes

für Freizeit und kulturelle Bildung veröffentlicht.

Diesen können Sie anfordern bei

Petra Preiss

Telefon 08139 800-3511

preiss.petra@schoenbrunn.de.

„Von Herzen froh“ – Mit Franziskus durchs Leben

Religionspädagogische Fortbildungsreihe

Die einzelnen Einheiten sind nach der Methode der ganz-

heitlichen Religionspädagogischen Praxis (Kett) aufbereitet.

Die Teilnehmer/innen erhalten die entsprechenden Unterlagen

und können so die Einheiten in ihrem jeweiligen Arbeitsfeld

umsetzen.

Sie können sich für Einzeltermine oder die gesamte Fort-

bildungsreihe (auch im Wechsel mit Kolleg/innen) anmelden.

1. Einheit: 26.10.2010 (9 – 11 Uhr)

Den Weg finden: Armut, die befreit:

Was soll ich tun?

Arm und doch reich

2. Einheit: 25.1.2011 (9 – 11 Uhr)

Franz, Bruder aller: Begegnungsgeschichten:

Begegnung mit den Aussätzigen

Begegnung mit den Räubern

3. Einheit: 22.3.2011 (9 – 11 Uhr)

Jesu Leben ist mein Leben:

Wie Jesus leben

Mit Jesus verbunden

4. Einheit: 24.5.2011 (9 – 11 Uhr)

Franz, Freund aller Geschöpfe:

Sonnengesang: Freude finden in der Natur

Auch die Tiere sind unsere Brüder

5. Einheit: 20.9.2011 (9 – 11 Uhr)

Franz, Bruder aller: Begegnungsgeschichten

Geschwisterlich leben, wie Franziskus und seine Brüder

Begegnung mit dem Sultan, einem Fremden

Ort Franziskuswerk Schönbrunn, Theatersaal

Kosten keine

Dozent/innen Monika Pscheidl

Seelsorge Schönbrunn und Missio-

Beauftragte im Franziskuswerk Schönbrunn

Anmeldung Seelsorge Schönbrunn,

Prälat-Steininger-Str. 1

85244 Röhrmoos

pscheidl.monika@schoenbrunn.de

Telefon 08139 800-956

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Spiritualität

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Spiritualität

Revolutionäre Gedanken einer Hochwohlgeborenen

Texte von Viktoria von Butler

„Ich habe durch meine Bedürfnisse die Bedürfnisse der Anderen

kennengelernt und die volle Befriedigung dessen, was ich bedurfte,