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Dachau - Schönbrunn

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Beratung, Fort- und Weiterbildung


Kontakt<br />

Akademie <strong>Schönbrunn</strong><br />

Bildungs- und Tagungszentrum<br />

Gut Häusern 1<br />

85229 Markt Indersdorf<br />

Telefax 08139 809-201<br />

www.akademie-schoenbrunn.de<br />

Bildung & Beratung – Ihre Ansprechpartner<br />

Inhalte und Konzeption der Angebote<br />

Johannes Bahl<br />

Diplom-Pädagoge, Kunstpädagoge M.A.<br />

Betriebswirt (IWW)<br />

Leiter Bildung & Beratung<br />

Telefon 08139 809-204<br />

bb@akademie-schoenbrunn.de<br />

Susanne Haug<br />

Diplom-Pädagogin<br />

Referentin für Fort- und Weiterbildung<br />

Telefon 08139 809-206<br />

bb@akademie-schoenbrunn.de<br />

Renate Neckerrmann<br />

Sonderpädagogin<br />

Referentin für Fort- und Weiterbildung<br />

(Elternvertretung für Susanne Haug,<br />

voraussichtlich bis März 2011)<br />

Organisatorische Anliegen<br />

Anmeldung und Kursverwaltung<br />

Telefon 08139 809-210<br />

Telefax 08139 809-201<br />

kursverwaltung@akademie-schoenbrunn.de<br />

Telefonzeiten:<br />

Montag bis Freitag von 8 bis 17 Uhr<br />

Qualität ist für uns selbstverständlich<br />

Dies bescheinigt uns die pCC-Zertifizierung<br />

nach DIN EN ISO 9001:2000.<br />

Außerdem ist die Akademie <strong>Schönbrunn</strong> Mitglied im Netzwerk<br />

Qualität in der Fort- und Weiterbildung des Deutschen<br />

Caritasverbandes.


Mit dem vor Ihnen liegenden Fort- und Weiter-<br />

bildungsprogramm für das Jahr 2011 präsentiert<br />

Ihnen die Akademie <strong>Schönbrunn</strong> bereits zum<br />

zwanzigsten Mal ein umfangreiches Angebot für<br />

die berufliche und persönliche Fort- und Weiter-<br />

bildung.<br />

Dieser Anlass reiht sich gut in die Jubiläen ein,<br />

die wir im Franziskuswerk im Jahr 2011 begehen<br />

dürfen, wenn wir dankbar auf 150 Jahre Bestehen<br />

der Einrichtung <strong>Schönbrunn</strong> und auf 100 Jahre<br />

Bestätigung der Franziskanerinnen in <strong>Schönbrunn</strong><br />

als „Kongregation der Dienerinnen der Göttlichen<br />

Vorsehung“ zurückblicken.<br />

Mit der Gründung der Akademie <strong>Schönbrunn</strong> in<br />

Gut Häusern hat die Kongregation zum Ausdruck<br />

gebracht, welch große Bedeutung der Fort- und<br />

Weiterbildung der Mitarbeiter/innen zukommt. Die<br />

zum Teil rasanten Entwicklungen in der Arbeit für<br />

und mit Menschen mit Behinderung bedeuten stets<br />

auch für die Mitarbeiter/innen eine Herausforderung,<br />

mit der es sich auseinanderszusetzen gilt. In<br />

der Weiterbildung kann es allerdings niemals nur<br />

darum gehen, Entwicklungen ungeprüft zu übernehmen<br />

und umzusetzen. Die persönliche Auseinandersetzung<br />

damit – aktuell zum Beispiel mit der<br />

Forderung nach „Inklusion“ oder der Umsetzung<br />

von „Selbstbestimmung und Teilhabe“ – erfordern<br />

von allen Mitarbeitenden auch eine Bereitschaft zur<br />

persönlichen Weiterentwicklung und eine professionelle<br />

Positionierung.<br />

In nahezu allen Unternehmen, auch in sozial<br />

ausgerichteten, stehen die Strukturen für die<br />

Aus-, Fort- und Weiterbildung in Zeiten finanzieller<br />

Engpässe immer wieder zur Disposition.<br />

Das Franziskuswerk <strong>Schönbrunn</strong> ist aber davon<br />

überzeugt, dass eine Einrichtung für die Weiter-<br />

bildung der eigenen Mitarbeiter/innen unverzichtbar<br />

ist. Zugleich vermag sie einerseits durch ihre<br />

vielen Angebote, die auch für andere Personenkreise<br />

offen sind, das berufliche Umfeld in der<br />

Behindertenarbeit mit zu prägen. Andererseits kann<br />

sie durch den engen Austausch mit anderen Teilnehmenden<br />

und Dozierenden viele Entwicklungen<br />

zeitnah und qualifiziert aufgreifen und in die eigene<br />

Arbeit zum Wohle der hier lebenden Menschen<br />

einbringen.<br />

So bestätigt das Franziskuswerk mit der Arbeit<br />

der Akademie <strong>Schönbrunn</strong> den klugen Satz von<br />

John F. Kennedy:<br />

„Es gibt nur eine Sache auf der Welt,<br />

die teurer ist als Bildung: Keine Bildung!“<br />

Den Verantwortlichen für die Fort- und Weiter-<br />

bildung in der Akademie <strong>Schönbrunn</strong> danken wir<br />

für ihr Engagement und wünschen ihnen zugleich<br />

das, was die Qualität des Programms bestätigt:<br />

einen regen Zuspruch von Teilnehmerinnen und<br />

Teilnehmern.<br />

Dr. Ludwig Summer<br />

Geschäftsführer<br />

Franziskuswerk<br />

<strong>Schönbrunn</strong><br />

Markus Tolksdorf<br />

Geschäftsführer<br />

Franziskuswerk<br />

<strong>Schönbrunn</strong><br />

Grußwort<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

1


Vorwort<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

Für eine erfolgreiche Arbeit mit Menschen mit<br />

Behinderung bilden Wissen und Kompetenz die<br />

Grundlagen. Doch es braucht mehr, um heute mit<br />

den Umbrüchen und Entwicklungen in der sozialen<br />

Arbeit Schritt zu halten. Es braucht Mut und die Bereitschaft,<br />

neue Wege zu gehen. Durch die Angebote<br />

der Akademie <strong>Schönbrunn</strong> werden Sie nicht nur<br />

auf Ihrer Entwicklung zum Experten und zur Expertin<br />

unterstützt. Wir ermutigen Sie auch zum lebendigen<br />

Lernen, damit Sie sich einerseits zwar auf das<br />

verlassen, was Sie schon wissen, andererseits aber<br />

auch Ihre Fähigkeit weiterentwickeln, ihr Arbeitsfeld<br />

offen und neugierig, mit unverstelltem Blick zu betrachten.<br />

Neue Ansätze entstehen dann, wenn Sie<br />

den Mut haben, Altbekanntes über Bord zu werfen,<br />

sich ganz auf Situationen und Menschen einzu-<br />

lassen und neue Wege zu gestalten. Unsere Fort-<br />

2<br />

„Mit jedem Menschen<br />

ist etwas Neues in die Welt gesetzt,<br />

was es noch nicht gegeben hat,<br />

etwas Erstes, Einziges.“<br />

Martin Buber<br />

bildungen laden dazu ein, sich einzumischen, zu<br />

gestalten und Veränderungen anzugehen – zum<br />

Wohl der einzigartigen Menschen, mit denen wir<br />

es in unserer Arbeit zu tun haben.<br />

Johannes Bahl<br />

Leiter Bildung &<br />

Beratung<br />

Gemeinsam für das Leben – diese Losung bedeutet,<br />

Menschen in all ihren Lebensbereichen zu<br />

begleiten und zu fördern, sie zu bilden, in ihrem<br />

Tun zu unterstützen und ihnen eine Teilhabe am<br />

Arbeitsleben zu ermöglichen. „Gemeinsam für das<br />

Leben“ ist auch das Motto des Jubiläumsjahres<br />

2011. Wir feiern 150 Jahre „Franziskuswerk<br />

<strong>Schönbrunn</strong>“ und 100 Jahre „Kongregation der<br />

Dienerinnen der göttlichen Vorsehung“. Und auch<br />

die Akademie <strong>Schönbrunn</strong> feiert einen runden<br />

Geburtstag: Seit 20 Jahren entwickeln wir Aus-<br />

und Fortbildungen für Mitarbeiter/innen aus allen<br />

Bereichen der sozialen Arbeit. Im Rahmen des<br />

Jubiläumsjahres finden zahlreiche Veranstaltungen<br />

in <strong>Schönbrunn</strong> statt, die Sie im Kapitel „Spiritualität“<br />

ab Seite 119 vorgestellt finden.<br />

In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die<br />

Akademie <strong>Schönbrunn</strong> enorm entwickelt. Dank<br />

der großen Nachfrage konnten wir unser Angebot<br />

Jahr für Jahr ausweiten und weitere fachliche<br />

Schwerpunkte setzen. Wie jeder Erfolg, so hat auch<br />

dieser viele Quellen und Urheber. Und deshalb<br />

möchten wir uns bedanken: bei den entsendenden<br />

Einrichtungen für das langjährige Vertrauen und<br />

die Kooperation bei der Entwicklung praxisnaher<br />

Angebote; bei unseren Teilnehmer/innen für<br />

persönliche Begegnungen und Gespräche und die<br />

Offenheit sich auf neue Erfahrungen einzulassen;<br />

bei den Dozenten und Dozentinnen für die Bereitschaft,<br />

Wissen und Fähigkeiten, Herz und Hand zur<br />

Verfügung zu stellen, und schließlich bei allen, die<br />

dazu beigetragen haben, dass sich die Akademie<br />

seit 20 Jahren beständig weiterentwickeln konnte.<br />

Danke!<br />

Susanne Haug<br />

Referentin für Fort-<br />

und Weiterbildung<br />

Renate Neckermann<br />

Referentin für Fort-<br />

und Weiterbildung<br />

(Elternzeitvertretung<br />

für Susanne Haug)


Programmübersicht 4<br />

Ausbildungen 10<br />

Fachweiterbildungen 19<br />

Fortbildungen 40<br />

Pflege – Medizin – Psychiatrie – Hygiene 41<br />

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung 56<br />

Soziales Umfeld – Kommunikation – Kreativität 88<br />

Arbeitsplatz WfbM 94<br />

Zusammenarbeit – Mitarbeiter / innen 99<br />

Organisation – Wirtschaft – Recht – Führung 103<br />

Spiritualität 117<br />

<strong>Schönbrunn</strong> intern 124<br />

Besondere Veranstaltungen 130<br />

<strong>Schönbrunn</strong>er Tagungen 131<br />

Seminarreihe für Angehörige von Menschen<br />

mit Behinderung 132<br />

Tagen & Übernachten 133<br />

Dozent / innen 136<br />

Organisatorisches<br />

Allgemeine Geschäftsbedingungen 139<br />

Anmeldeformulare 141<br />

Inhalt<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

3


Übersicht<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

4<br />

Ausbildungen –<br />

Berufliche Schulen<br />

Seite 11 Fachschule für Heilerziehungspflege<br />

Seite 12 Fachschule für Heilerziehungspflegehilfe<br />

Seite 13 Fachakademie für Heilpädagogik<br />

Seite 14 Berufsfachschule für Altenpflege<br />

Seite 15 Berufsfachschule für Altenpflegehilfe<br />

Seite 16 Berufsfachschule für Sozialpflege<br />

Pflegeintegrationsmodell<br />

Seite 17 Berufsfachschule für Ergotherapie<br />

Seite 18 Zusatzqualifikation für Praxisanleitung und<br />

Mentorentätigkeit in sozialen Berufen<br />

Fachweiterbildungen<br />

Seite 20 Modularisierte Ausbildung zur Fachkraft<br />

für Unterstützungsplanung (POB&A)<br />

1. Durchgang 2011<br />

Modul 1: 02.03. – 04.03.2011<br />

Modul 2: 13.04. – 15.04.2011<br />

2. Durchgang 2011<br />

Modul 1: 26.09. – 28.09.2011<br />

Modul 2: 24.10. – 26.10.2011<br />

Modul 3: 07.12. – 08.12.2011<br />

Seite 21 Jeux Dramatiques – Ausdrucksspiel aus dem Erleben<br />

Aufbaukurs im Rahmen der modularisierten<br />

Ausbildung zur/zum anerkannten Leiter/in für<br />

Ausdrucksspiel – Jeux Dramatiques (Baustein II)<br />

1. Einheit: 11.03. – 12.03.2011<br />

2. Einheit: 15.07. – 16.07.2011<br />

3. Einheit: 30.09. – 01.10.2011<br />

4. Einheit: 18.11. – 19.11.2011<br />

Seite 23 In der Leitungsaufgabe Wirkung erzielen:<br />

Menschen – Aufgaben – Ergebnisse<br />

1. Einheit: 28.03. – 30.03.2011<br />

2. Einheit: 02.05. – 04.05.2011<br />

3. Einheit: 27.06. – 29.06.2011<br />

4. Einheit: 19.09. – 21.09.2011<br />

5. Einheit: 14.11. – 16.11.2011<br />

Seite 24 Menschen mit geistiger Behinderung und<br />

psychischer Krankheit verstehen und begleiten<br />

Modularisierte Fachweiterbildung mit Abschluss-<br />

zertifikat<br />

Beginn: April 2011 – Ende: Juli 2012<br />

Seite 27 Hygienebeauftragte/r<br />

04.07. – 08.07.2011<br />

Kolloquium: 12.12.2011<br />

Seite 28 Menschen mit Autismus verstehen und begleiten<br />

Modularisierte Fachweiterbildung mit Abschluss-<br />

zertifikat<br />

Beginn: Mai 2011 – Ende: Mai 2012<br />

Seite 31 Menschen mit Behinderung verstehen und begleiten<br />

Fachweiterbildung als Einführung für Nichtfachkräfte<br />

1. Einheit: 27.09. – 28.09.2011<br />

2. Einheit: 19.10. – 21.10.2011<br />

3. Einheit: 29.11. – 30.11.2011<br />

Seite 32 Fachberater/in Aggression – Fallberatung von Einzelnen<br />

und Teams in der Begleitung von Menschen mit<br />

geistiger Behinderung und aggressivem Verhalten<br />

1. Einheit: 04.10. – 06.10.2011<br />

2. Einheit: 23.04. – 25.04.2012<br />

3. Einheit: 24.09. – 26.09.2012<br />

4. Einheit: 22.04. – 25.04.2013<br />

Seite 34 Als Abteilungsleitung in einer WfbM Führungsverantwortung<br />

wahrnehmen<br />

1. Einheit: 28.03. – 30.03.2011<br />

in der Stiftung Liebenau<br />

2. Einheit: 11.07. – 13.07.2011<br />

im Dominikus-Ringeisenwerk Ursberg<br />

3. Einheit: 12.10. – 14.10.2011<br />

in der Akademie <strong>Schönbrunn</strong><br />

Seite 35 Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung<br />

in Werkstätten für behinderte Menschen (gFAB) /<br />

Sonderpädagogische Zusatzqualifikation (SPZ)<br />

Ein Einstieg in den laufenden Kurs ist nicht möglich.<br />

Der neue Kurs beginnt im März 2012. Bitte fordern<br />

Sie ab Herbst 2011 die ausführliche Ausschreibung<br />

an oder informieren Sie sich im Internet unter:<br />

www.akademie-schoenbrunn.de<br />

Seite 36 Förderung von Menschen mit Autismus<br />

nach dem TEACCH-Ansatz – in Kooperation<br />

mit Team Autismus GbR<br />

Vorankündigung: Beginn im Herbst 2012<br />

Bitte fordern Sie ab Herbst 2011 die ausführliche<br />

Ausschreibung an oder informieren Sie sich<br />

im Internet unter: www.akademie-schoenbrunn.de


Fortbildungen<br />

Pflege – Psychiatrie – Medizin – Hygiene<br />

Seite 41 Impulse und Zwänge.<br />

Über Tics, Stereotypien, Rituale, Zwänge und<br />

Kleptomanie, Pyromanie, Horten, Vermüllen<br />

Termin 1: 25.01. – 26.01.2011<br />

Termin 2: 30.06. – 01.07.2011<br />

Termin 3: 26.01. – 27.01.2012<br />

Seite 42 Psychische Störungen bei Menschen mit Intelligenzminderung<br />

– Einführungsveranstaltung<br />

06.04. – 07.04.2011<br />

Seite 43 Intertrigoprophylaxe und Soor-/Parotitisprophylaxe<br />

07.04.2011<br />

Seite 43 Kontrakturen- und Obstipationsprophylaxe<br />

08.04.2011<br />

Seite 44 Umgang mit geistiger Behinderung und Demenz<br />

06.05.2011<br />

Seite 44 Dekubitusprophylaxe<br />

12.05.2011<br />

Seite 45 Alternative Pflegemaßnahmen und Hausmittel<br />

13.05.2011<br />

Seite 45 Validation nach Naomi Feil – Basisseminar<br />

23.05. – 24.05.2011<br />

Seite 46 Autismus-Spektrum-Störungen bei Kindern,<br />

Jugendlichen und Erwachsenen<br />

30.05.2011<br />

Seite 46 Schädel-Hirn-Trauma-Patienten – ein Trauma<br />

für alle? Vom Umgang mit hirnverletzten Menschen<br />

06.06. – 07.06.2011<br />

Seite 47 Menschen mit geistiger Behinderung und Borderline-<br />

Störung – Heilpädagogisches Handeln im Kontext<br />

des pädagogischen Alltags<br />

10.06.2011<br />

Seite 47 Alkoholkrankheit bei Menschen mit Intelligenzminderung<br />

– sicherer Umgang mit Suchtkranken<br />

27.06.2011<br />

Seite 48 Pflegegrundkurs für nichtexaminierte Pflegekräfte<br />

14. 07. – 15. 07.2011<br />

Seite 48 Epilepsie<br />

18.07.2011<br />

Seite 49 Grenzerfahrungen in der Pflege<br />

22.09.2011<br />

Seite 50 Autismus und Intelligenzminderung<br />

29.09.2011<br />

Seite 50 Ernährung und Übergewicht<br />

bei Menschen mit geistiger Behinderung<br />

04.10. – 05.10.2011<br />

Seite 52 Autismus und häufige Begleiterkrankungen<br />

06.10.2011<br />

Seite 52 Psychische Störungen und aggressives Verhalten<br />

bei Menschen mit Autismus<br />

11.10. – 12.10.2011<br />

Seite 53 Somatische Erkrankungen und ihre psychische<br />

Symptomatik bei Menschen mit Intelligenzminderung<br />

27.10. – 28.10.2011<br />

Seite 54 Verhaltensauffälligkeiten<br />

bei Menschen mit geistiger Behinderung<br />

14.11.2011<br />

Seite 54 Depression und Angst<br />

bei Menschen mit geistiger Behinderung<br />

16.11.2011<br />

Seite 55 Der richtige Umgang mit Medikamenten, insbesondere<br />

Psychopharmaka<br />

17.11.2011<br />

Seite 55 Schmerztherapie und Symptomkontrolle<br />

am Lebensende<br />

02.12.2011<br />

Seite 56 Aufbautage für Hygienebeauftragte<br />

13.12. – 14.12.2011<br />

Begleitung – Therapie – Förderung –<br />

Selbstbestimmung<br />

Seite 56 Snoezelen – Einführungsveranstaltung<br />

Termin 1: 15.03.2011<br />

Termin 2: 06.10.2011<br />

Seite 57 Grundkurs Basale Stimulation<br />

Konzept nach Prof. Dr. A. Fröhlich<br />

Teil 1: 18.03. – 19.03.2011<br />

Teil 2: 13.05. – 14.05.2011<br />

Seite 58 Kinder psychisch kranker Eltern<br />

24.03.2011<br />

Seite 58 Gewaltprävention im Rahmen<br />

psychomotorischer Angebote<br />

29.03. – 30.03.2011<br />

Seite 59 Praxisreflexion<br />

Fallbesprechungen und Förderplanung<br />

Ausschließlich für Teilnehmer/innen der Fach-<br />

weiterbildung „Menschen mit Autismus verstehen<br />

und begleiten“<br />

Termin 1: 31.03. – 02.04.2011<br />

Termin 2: 29.03. – 31.03.2012<br />

5<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

Seite 59 Selbstsicher werden – sicher auftreten lernen<br />

04.04. – 05.04.2011<br />

Seite 60 Krisen und Krisenintervention<br />

bei Menschen mit geistiger Behinderung<br />

Ausschließlich für Teilnehmer/innen der Fachweiterbildung<br />

„Menschen mit geistiger Behinderung und<br />

psychischer Krankheit verstehen und begleiten“<br />

Termin 1: 08.04.2011<br />

Termin 2: 27.04.2012<br />

Seite 60 Meine Mama und mein Papa sind getrennt<br />

Hilfen für Kinder aus Scheidungsfamilien<br />

13.04. – 14.04.2011<br />

Seite 61 Förderplangespräche<br />

04.05.2011<br />

Seite 61 Sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche<br />

in Einrichtungen der Behindertenhilfe<br />

05.05.2011<br />

Seite 62 Einführung in die ICF (International Classification<br />

of Functioning, Disability and Health)<br />

05.05. – 06.05.2011<br />

Seite 63 Wie begleite ich Menschen mit Behinderung<br />

bei Ihrer Entscheidungsfindung?<br />

09.05. – 10.05.2011<br />

Seite 64 Bewältigungsorientierte Therapie bei Schizophrenien<br />

und schizoaffektiven Störungen – Psychoedukation<br />

13.05. – 14.05.2011<br />

Seite 65 Veränderungsprozesse im Leben<br />

von Menschen mit geistiger Behinderung begleiten<br />

23.05.2011<br />

Seite 66 Fallbesprechungen<br />

Ausschließlich für Teilnehmer/innen der Fachweiterbildung<br />

„Menschen mit geistiger Behinderung und<br />

psychischer Krankheit verstehen und begleiten”<br />

Termin 1: 25.05.2011<br />

Termin 2: 09.05.2012<br />

Seite 67 Schwierige Situationen in der Arbeit mit Menschen<br />

mit Behinderung erkennen und meistern<br />

25.05. – 27.05.2011<br />

Seite 67 Krisen und Krisenintervention<br />

bei Menschen mit Autismus<br />

Ausschließlich für Teilnehmer/innen der Fach-<br />

weiterbildung „Menschen mit Autismus verstehen<br />

und begleiten”<br />

Termin 1: 27.05.2011<br />

Termin 2: 03.05.2012<br />

Seite 68 Umgang mit Provokationen im Betreuungsalltag<br />

31.05.2011<br />

6<br />

Seite 68 Konflikte unter Kindern<br />

07.06. – 08.06.2011<br />

Seite 69 Erwachsen werden und behindert sein<br />

27.06.2011<br />

Seite 69 Erkennen und Verstehen von Mimik und Gefühlen –<br />

ein neues Förderprogramm für autistische Kinder<br />

01.07.2011<br />

Seite 70 Montessori-Pädagogik und Montessori-Therapie<br />

08.07.2011<br />

Seite 70 Strukturierung als Hilfe zum Verstehen und Handeln.<br />

Förderung von Menschen mit Autismus nach dem<br />

Vorbild des TEACCH-Modells<br />

11.07. – 12.07.2011<br />

Seite 71 Diagnostik und Förderung sozialer Fähigkeiten<br />

bei Menschen mit Autismus auf Basis des TEACCH-<br />

Ansatzes<br />

13.07. – 14.07.2011<br />

Seite 71 Ich bin jetzt Mitglied in der Bewohnervertretung:<br />

Was bedeutet das für mich?<br />

14. 07. – 15.07.2011<br />

Seite 72 Paradoxe und unkonventionelle Interventionen<br />

19.07. – 20.07.2011<br />

Seite 72 Shiatsu – Dialog ohne Worte<br />

Grundlagenseminar<br />

21.07. – 22.07.2011<br />

Seite 73 Geistige Behinderung und psychische Krankheit<br />

Eine Herausforderung für die Pädagogik<br />

Ausschließlich für Teilnehmer/innen der Fachweiterbildung<br />

„Menschen mit geistiger Behinderung und<br />

psychischer Krankheit verstehen und begleiten”<br />

Termin 1: 21.07. – 22.07.2011<br />

Termin 2: 19.07. – 20.07.2012<br />

Seite 74 Wohn- und Arbeitsformen<br />

für Menschen mit Autismus<br />

19.09.2011<br />

Seite 75 Einführung in die Unterstützte Kommunikation<br />

Zertifikatskurs nach ISAAC-Standard<br />

07.10. – 08.10.2011<br />

Seite 76 Teilhabe durch Leichte Sprache – Ein Übungsseminar<br />

11.10. – 12.10.2011<br />

Seite 77 Umgang mit Aggression und Gewalt – Aikido als<br />

Handlungsstrategie in akuten Krisensituationen<br />

13.10. – 14.10.2011<br />

Seite 77 Strafe muss sein! Muss Strafe sein?<br />

Grenzen setzen im pädagogischen Alltag<br />

18.10. – 19.10.2011


Seite 78 Förderung der Sprache bei Menschen mit Autismus<br />

20.10.2011<br />

Seite 79 Verhaltenstherapeutisch und visuell orientierte<br />

Förderung von Interaktion, Kommunikation und<br />

Sprache bei Menschen mit Autismus<br />

Teil 1: 21.10.2011<br />

Teil 2: 09.12.2011<br />

Seite 80 Behindert(e) Liebe – selbstbestimmte Sexualität<br />

27.10. – 28.10.2011<br />

Seite 80 Liebe, Sex und Partnerschaft, warum denn nicht?<br />

Eine Fortbildung nur für Menschen mit Lern-<br />

schwierigkeiten<br />

29.10.2011<br />

Seite 81 Einführung in die Methode<br />

der Gestützten Kommunikation (FC)<br />

07.11. – 08.11.2011<br />

Seite 82 Übertragung in der Arbeit<br />

mit Menschen mit geistiger Behinderung<br />

09.11.2011<br />

Seite 82 Freizeit, Freundschaft, Partnerschaft und Sexualität<br />

bei Menschen mit Autismus<br />

14.11. – 15.11.2011<br />

Seite 83 Praxisseminar Biografiearbeit<br />

15.11. – 16.11.2011<br />

Seite 83 Aufmerksamkeitsstörungen mit und ohne<br />

Hyperaktivität (ADS)<br />

Diagnostik, Förderung und Therapie<br />

17.11. – 18.11.2011<br />

Seite 84 Aspekte des Alterns<br />

bei Menschen mit geistiger Behinderung<br />

17.11. – 19.11.2011<br />

Seite 85 Einführung in die Sterbebegleitung<br />

21.11.2011<br />

Seite 86 Vertiefung Sterbebegleitung:<br />

Selbstbestimmung am Lebensende<br />

22.11.2011<br />

Seite 86 Machtungleichgewicht im Betreuungsalltag –<br />

verantwortungsvoller Umgang mit Macht<br />

23.11.2011<br />

Seite 87 Gebärden in der Unterstützten Kommunikation<br />

25.11. – 26.11.2011<br />

Seite 88 Kulturtechniken erlernen, erweitern und erhalten<br />

Ein Praxisseminar anhand der Tätigkeitstheorie<br />

14.12.2011<br />

Soziales Umfeld – Kommunikation –<br />

Kreativität<br />

Seite 88 Gewaltfreie Kommunikation<br />

Kooperation durch Aufrichtigkeit und Verständnis<br />

03.03. – 04.03.2011<br />

Seite 89 Heilpädagogischer Tanz<br />

Grundlagen von Tanz, Bewegungserziehung und<br />

Körperarbeit für heilpädagogische Arbeitsfelder<br />

23.03. – 24.03.2011<br />

Seite 90 Mit Musik geht alles besser! – Wirklich?<br />

Einführung in die Musiktherapie<br />

18.04. – 19.04.2011<br />

Seite 90 Einfühlsam und mutig Eltern- und Angehörigengespräche<br />

führen<br />

03.05. – 04.05.2011<br />

Seite 91 Sicher und kompetent schwierige Gespräche führen<br />

07.07. – 08.07.2011<br />

Seite 91 Praktische Anwendung kunsttherapeutischer<br />

Methoden in der Arbeit mit Menschen<br />

mit besonderen Bedürfnissen<br />

14.07. – 15.07.2011<br />

Seite 92 Eltern- und Angehörigengespräche – Vertiefung<br />

08.11. – 09.11.2011<br />

Seite 92 Umgang mit Angehörigen<br />

von Menschen mit Autismus<br />

16.11.2011<br />

Seite 93 Märchen in heilpädagogischen Arbeitsfeldern<br />

08.12. – 09.12.2011<br />

7<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

8<br />

Arbeitsplatz WfbM<br />

Seite 94 Die Arbeit der Werkstatträte und Vertrauensleute<br />

in WfbM – Erfahrungsaustausch für Werkstatträte<br />

und Vertrauensleute<br />

Aufbauseminar nach 1 ½ Jahren Arbeit als Werk-<br />

stattrat<br />

21.03. – 22.03.2011<br />

Seite 95 Als Abteilungsleitung in einer WfbM<br />

Führungsverantwortung wahrnehmen<br />

1. Einheit: 28.03. – 30.03.2011<br />

in der Stiftung Liebenau<br />

2. Einheit: 11.07. – 13.07.2011<br />

im Dominikus-Ringeisenwerk Ursberg<br />

3. Einheit: 12.10. – 14.10.2011<br />

in der Akademie <strong>Schönbrunn</strong><br />

Seite 96 Wohn- und Arbeitsformen<br />

für Menschen mit Autismus<br />

19.09.2011<br />

Seite 98 Streit schlichten, Konflikte lösen –<br />

Spezialseminar für Werkstatträte<br />

24.10. – 25.10.2011<br />

Zusammenarbeit – Mitarbeiter/innen<br />

Seite 99 Arbeiten unter Druck –<br />

Stressfaktoren am Arbeitsplatz<br />

07.04. – 08.04.2011<br />

Seite 99 Scheitern – und wieder aufstehen<br />

Vom Umgang mit Rückschlägen und Misserfolgen<br />

09.06. – 10.06.2011<br />

Seite 100 „Was beflügelt mein Team?<br />

Was bringt Sand ins Getriebe?“ – Vom konstruktiven<br />

Umgang mit Unterschieden im Team<br />

28.06. – 29.06.2011<br />

Seite 100 Machtspiele und wie man sie vermeidet<br />

28.06. – 29.06.2011<br />

Seite 101 Höflichkeit – wichtiger Teil<br />

der professionellen Kompetenz<br />

06.07.2011<br />

Seite 101 Umgang mit Gewissenskonflikten<br />

in helfenden Berufen<br />

29.09. – 30.09.2011<br />

Seite 102 Selbstbewusst und souverän mit persönlichen<br />

Angriffen und Killerphrasen umgehen<br />

19.10. – 20.10.2011<br />

Organisation – Wirtschaft – Recht – Führung<br />

Seite 103 Zeitmanagement und effektive<br />

Arbeitstechniken im Sekretariat<br />

28.03.2011<br />

Seite 103 Stärkenorientiert führen<br />

Potenziale von Mitarbeiter/innen erkennen<br />

und fördern<br />

04.04. – 05.04.2011<br />

Seite 104 Die Sekretärin als Mittlerin im Spannungsfeld<br />

vielfältiger Erwartungen<br />

11.04.2011<br />

Seite 105 Arbeiten für mehrere Chefs und Mitarbeiter/innen<br />

12.04.2011<br />

Seite 105 Gestern Kollege/in – heute Vorgesetzte/r<br />

13.04. – 14.04.2011<br />

Seite 106 Rhetorik und Präsentation<br />

Schlagartig schlagfertig und dabei stressfrei<br />

zum Redeerfolg!<br />

02.05. – 03.05.2011<br />

Seite 106 Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG)<br />

in der betrieblichen Praxis<br />

02.05.2011<br />

Seite 107 Grundlagen der AVR und AVR neu<br />

05.05.2011<br />

Seite 108 Die stellvertretende Leitung –<br />

ein Balanceakt zwischen Team und Leitung<br />

09.05. – 10.05.2011<br />

Seite 109 Leiten wird leicht schwer –<br />

Umgang mit schwierigem Mitarbeiterverhalten<br />

23.05. – 24.05.2011<br />

Seite 109 Arbeitsrecht und die Rolle der Gruppenleitung<br />

26.05.2011<br />

Seite 110 Dienstplangestaltung und Arbeitszeitgesetz<br />

für Gruppenleiter/innen<br />

27.05.2011<br />

Seite 110 Das Sozialgesetzbuch – Bücher I – XII<br />

Wichtige Regelungen für die Behindertenhilfe<br />

06.06.2011<br />

Seite 111 Rechtliche Verfügungen am Lebensende<br />

08.06.2011<br />

Seite 111 Logistik im Büro<br />

Ablage optimal organisieren,<br />

Informationen gezielt strukturieren<br />

09.06.2011


Seite 112 Qualitätszirkel und Arbeitsgruppen<br />

zielorientiert moderieren<br />

11.07. – 12.07.2011<br />

Seite 112 Kompetenz am Telefon<br />

19.09.2011<br />

Seite 113 Beschwerdemanagement<br />

20.09.2011<br />

Seite 113 Die Führungskraft als Konfliktmanager<br />

21.09. – 22.09.2011<br />

Seite 114 Zeitgemäße und kundenorientierte Korrespondenz<br />

26.09.2011<br />

Seite 114 Wie motiviere ich meine Mitarbeiter/innen?<br />

04.10. – 05.10.2011<br />

Seite 115 Aufsichtspflicht und Fragen der Haftung in<br />

Einrichtungen der Behindertenhilfe<br />

10.10.2011<br />

Seite 115 Protokolle effizient und zeitgemäß verfassen<br />

24.10.2011<br />

Seite 116 Fehlzeitenmanagement<br />

26.10.2011<br />

Seite 116 Freiheitsentziehende Maßnahmen<br />

07.11.2011<br />

Spiritualität<br />

Seite 117 Die Heilkraft der Feste<br />

Religiös-spirituelle Gestaltungsmöglichkeiten<br />

für Feiern in der Frühjahrszeit<br />

08.04. – 09.04.2011<br />

Seite 117 Meditation und Wandern<br />

Unterwegs mit Impulsen aus der Heiligen Schrift<br />

28.06.2011<br />

Seite 118 „Gönn dir Zeit – es ist dein Leben“<br />

Besinnungstage für Auszubildende und<br />

Mitarbeiter/innen in der Behinderten- und Altenhilfe<br />

09.12. – 10.12.2011<br />

Seite 119 Veranstaltungen zum Jubiläumsjahr 2011<br />

Seite 119 – 123<br />

<strong>Schönbrunn</strong> intern<br />

Seite 124 Erste-Hilfe-Grundkurse (Ersthelfer-Ausbildung)<br />

Termin 1: 11.01. – 12.01.2011<br />

Termin 2: 24.03. – 25.03.2011<br />

Termin 3: 27.06. – 28.06.2011<br />

Termin 4: 26.09. – 27.09.2011<br />

Seite 124 Erste-Hilfe-Auffrischungen<br />

Termin 1: 21.01.2011 (offen für alle Bereiche)<br />

Termin 2: 01.02.2011 (reserv. für Bereich Bildung und Erziehung)<br />

Termin 3: 22.02.2011 (reserviert für Bereich Wohnpflege)<br />

Termin 4: 02.03.2011 (reserviert für Bereich Wohnheime)<br />

Termin 5: 13.04.2011 (reserviert für Bereich Wohnheime)<br />

Termin 6: 09.05.2011 (offen für alle Bereiche)<br />

Termin 7: 30.06.2011 (offen für alle Bereiche)<br />

Termin 8: 13.07.2011 (offen für alle Bereiche)<br />

Termin 9: 06.10.2011 (reserv. für Bereich Bildung und Erziehung)<br />

Termin 10: 20.10.2011 (reserviert für Bereich Wohnpflege)<br />

Termin 11: 09.11.2011 (offen für alle Bereiche)<br />

Seite 125 Folgeunterweisungen zum Infektionsschutz<br />

Termin 1: 18.01.2011<br />

Termin 2: 04.03.2011 (für AWA Beschäftigte)<br />

Termin 3: 16.03.2011<br />

Termin 4: 12.04.2011<br />

Termin 5: 06.06.2011<br />

Termin 6: 14.09.2011<br />

Termin 7: 26.10.2011<br />

Termin 8: 07.11.2011<br />

Seite 127 „Kann ich bei Ihnen ein Praktikum machen?“<br />

Wie Anleitung gelingen kann<br />

17.03.2011<br />

Seite 127 Rückenschonendes Heben und Tragen<br />

Passive und aktive Transfers mit Hilfebedürftigen<br />

Termin 1: 23.03.2011<br />

Termin 2: 21.09.2011<br />

Seite 128 Brandschutzübungen<br />

(gemäß § 12 Arbeitsschutzgesetz, Arbeitsstätten-<br />

verordnung, Unfallvorschriften der Berufsgenossenschaft)<br />

Termin 1: 04.04.2011<br />

Termin 2: 05.04.2011<br />

Termin 3: 04.10.2011<br />

Termin 4: 05.10.2011<br />

Seite 129 POB & A-Grundlagenkurs<br />

06.04.2011<br />

Seite 129 Wir in <strong>Schönbrunn</strong> – Einführungstag für<br />

neue und andere interessierte Mitarbeiter/innen<br />

27.09.2011<br />

Besondere<br />

Veranstaltungen<br />

Seite 131 Fachtag „Christliche Hospiz- und Palliativkultur“<br />

07.04.2011<br />

Seite 132 Seminarreihe für Angehörige von Menschen<br />

mit Behinderung<br />

9<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


Ausbildung<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

10<br />

Bei sich beginnen,<br />

aber nicht bei sich enden,<br />

bei sich anfangen,<br />

aber sich nicht selbst<br />

zum Ziel haben.<br />

Martin Buber


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

Fachschule für<br />

Heilerziehungspflegehilfe<br />

In der Ausbildung zum / zur Heilerziehungspflegehelfer / in erwerben<br />

die Fachschüler / innen pflegerische und pädagogische<br />

beziehungsweise heilpädagogische Grundkenntnisse für die<br />

Begleitung von Menschen mit Behinderungen wie auch für die<br />

Begleitung von psychisch kranken Menschen und von Kindern<br />

und Jugendlichen mit einem speziellen Förderbedarf.<br />

Die Ausbildung fördert fachliche wie auch soziale Kompetenzen,<br />

die dazu befähigen, sich den vielfältigen Herausforderungen<br />

aktiv zu stellen. Mit dem Bestehen der Abschlussprüfung erwerben<br />

die Fachschüler / innen den Mittleren Bildungsabschluss und<br />

können sich zu Heilerziehungspfleger / innen weiterqualifizieren.<br />

Aufnahmevoraussetzungen<br />

– Hauptschulabschluss und zwei Jahre Tätigkeit in heilpäda-<br />

gogischen und / oder sozialpflegerischen Arbeitsfeldern<br />

(bei abgeschlossener Berufsausbildung Verkürzung um ein<br />

Jahr; für Sozial- und Kinderpfleger / innen direkter Einstieg<br />

in die Ausbildung möglich)<br />

– Gesundheitliche, psychische und physische Eignung<br />

– Freude am Umgang mit Menschen<br />

– Offenheit für Kommunikation und Kooperation<br />

– Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit der eigenen Person<br />

Ausbildungsorganisation<br />

– Einjährige berufsbegleitende Ausbildungsform: zwei Tage pro<br />

Woche Unterricht an der Fachschule; praktische Ausbildung<br />

an Arbeitsplätzen der Behinderten- und Erziehungshilfe oder<br />

der Sozialpsychiatrie<br />

Abschluss<br />

– Staatlich anerkannte / r Heilerziehungspflegehelfer / in<br />

12<br />

Arbeitsfelder<br />

– Unterschiedliche Wohnformen<br />

für Menschen mit Behinderung<br />

– Persönliche Assistenz<br />

– Heilpädagogische Tagesstätten<br />

– Förder- und Werkstätten<br />

für Menschen mit Behinderung<br />

– Offene Hilfen<br />

– Gemeindeintegrierende Lebenskonzepte<br />

– Einrichtungen der Erziehungshilfe<br />

– Psychiatrische Einrichtungen<br />

Aufstiegsmöglichkeiten<br />

– Heilerziehungspfleger / in<br />

– Sozial-pflegerische Fachkraftausbildung (z. B. Erzieher / in,<br />

Altenpfleger / in, Krankenpfleger / in, Ergotherapeut / in)<br />

Beginn des nächsten Kurses: September 2011<br />

Kontakt<br />

Akademie <strong>Schönbrunn</strong><br />

Berufliche Schulen – Fachschule für Heilerziehungspflegehilfe<br />

Gut Häusern 1, 85229 Markt Indersdorf<br />

Telefon 08139 809 - 100, Fax - 114<br />

schulen @ akademie-schoenbrunn.de<br />

Weitere Informationen zur Ausbildung finden Sie unter:<br />

www.akademie-schoenbrunn.de<br />

Wichtige Steuertipps!<br />

§ Ausbildungskosten, d. h. Aufwendungen für den<br />

§<br />

Erwerb von<br />

§<br />

Fortbildungskosten, d. h. Aufwendungen, die ein Arbeitnehmer<br />

leistet, um seine Kenntnisse und Fähigkeiten im ausgeübten<br />

Beruf zu erhalten oder zu erweitern, sind als Werbungskosten<br />

voll absetzbar.<br />

Kenntnissen, die als Grundlage für einen noch nicht aus-<br />

geübten Beruf notwendig sind, können als Sonderausgaben<br />

im Kalenderjahr abgesetzt werden.


Fachschule für<br />

Heilerziehungspflege<br />

Heilerziehungspfleger / innen sind als Fachkräfte in unterschiedlichen<br />

Arbeitsfeldern der Behindertenhilfe und Erziehungshilfe<br />

tätig. Sie begleiten Menschen mit Behinderung ganzheitlich und<br />

unterstützen sie dabei, ihre Kräfte und Fähigkeiten bestmöglich<br />

zu entfalten. Ziel ist hierbei, diesen Menschen zur größtmöglichen<br />

Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft zu verhelfen.<br />

Charakteristisch für die Ausbildung in der Heilerziehungspflege<br />

ist die enge Verbindung von pädagogischen und pflegerischen<br />

Aufgaben. Mit der breit angelegten Ausbildung erlangen die<br />

Schüler / innen fachliche wie auch soziale Fähigkeiten. Ebenso<br />

ist es für sie unerlässlich, sich mit der eigenen Person sowie mit<br />

berufsethischen Fragen auseinanderzusetzen.<br />

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung umfasst das Aufgabengebiet<br />

der Heilerziehungspfleger / innen die Begleitung,<br />

Beratung, Pflege und Bildung von Erwachsenen, Kindern und<br />

Jugendlichen, die aufgrund körperlicher, geistiger oder auch<br />

psychischer Beeinträchtigungen einen speziellen Förderbedarf<br />

haben.<br />

Aufnahmevoraussetzungen<br />

– Mittlerer Bildungsabschluss und zwei Jahre Tätigkeit in heilpädagogischen<br />

und / oder sozialpflegerischen Arbeitsfeldern<br />

(bei abgeschlossener Berufsausbildung Verkürzung um<br />

ein Jahr; für Sozial- und Kinderpfleger / innen mit mittlerem<br />

Bildungsabschluss und für Heilerziehungspflegehelfer / innen<br />

direkter Einstieg in die Ausbildung möglich)<br />

– Gesundheitliche, psychische und physische Eignung<br />

– Freude am Umgang mit Menschen<br />

– Offenheit für Kommunikation und Kooperation<br />

– Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit der eigenen Person<br />

Ausbildungsorganisation<br />

– Dreijährige berufsbegleitende Ausbildungsform: zwei Tage<br />

pro Woche Unterricht an der Fachschule; praktische Ausbildung<br />

an Arbeitsplätzen der Behinderten- und Erziehungshilfe<br />

oder der Sozialpsychiatrie (Anstellung in Teilzeit)<br />

– Zweijährige Vollzeitform: Kontinuierlicher Wechsel zwischen<br />

Unterricht an der Fachschule und fachpraktischer Ausbildung<br />

am Lernort Praxis<br />

Abschluss<br />

– Staatlich anerkannte / r Heilerziehungspfleger / in<br />

Arbeitsfelder<br />

– unterschiedliche Wohnformen für Menschen mit Behinderung<br />

– persönliche Assistenz<br />

– schulvorbereitende Einrichtungen und Förderschulen<br />

– Integrationskindergärten<br />

– Heilpädagogische Tagesstätten<br />

– Förder- und Werkstätten für Menschen mit Behinderung<br />

– Offene Hilfen<br />

– Ambulante Dienste<br />

– Gemeindeintegrierende Lebenskonzepte<br />

– Einrichtungen der Erziehungshilfe<br />

– Psychiatrische Einrichtungen<br />

Aufstiegsmöglichkeiten<br />

– Fachakademie für Heilpädagogik<br />

– Bei FH-Reife auch FH-Studium Sozialpädagogik und<br />

Pflegepädagogik<br />

Beginn des nächsten Kurses: September 2011<br />

Kontakt<br />

Akademie <strong>Schönbrunn</strong><br />

Berufliche Schulen – Fachschule für Heilerziehungspflege<br />

Gut Häusern 1, 85229 Markt Indersdorf<br />

Telefon 08139 809 - 100, Fax - 114<br />

schulen @ akademie-schoenbrunn.de<br />

Weitere Informationen zur Ausbildung finden Sie unter:<br />

www.akademie-schoenbrunn.de<br />

Wichtige Steuertipps!<br />

§ §<br />

Ausbildungskosten, d. h. Aufwendungen für den Erwerb von<br />

§<br />

Fortbildungskosten, d. h. Aufwendungen, die ein Arbeitnehmer<br />

leistet, um seine Kenntnisse und Fähigkeiten im ausgeübten<br />

Beruf zu erhalten oder zu erweitern, sind als Werbungskosten<br />

voll absetzbar.<br />

Kenntnissen, die als Grundlage für einen noch nicht aus-<br />

geübten Beruf notwendig sind, können als Sonderausgaben<br />

im Kalenderjahr abgesetzt werden.<br />

11<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


Fachakademie für<br />

Heilpädagogik<br />

Heilpädagog/innen arbeiten häufig in leitenden Funktionen der<br />

Behinderten-, Kinder- und Jugendhilfe, in eigenen Praxen oder<br />

in der Aus- und Weiterbildung von Fachkräften. Sie bieten für<br />

Menschen, deren Leben erschwerten Bedingungen unterworfen<br />

ist, Hilfen zur Erziehung, Bildung, Begleitung, Beratung und<br />

Assistenz für ihre personale und soziale Integration an.<br />

Sie möchten<br />

– sich in heilpädagogischen Methoden der Diagnostik<br />

sowie Einzel- und Gruppenförderung qualifizieren?<br />

– einfach mehr wissen und durch spezielle Kenntnisse<br />

über breitere Berufsmöglichkeiten verfügen?<br />

– in der pädagogischen Begleitung von Menschen mit geistigen,<br />

körperlichen oder seelischen Beeinträchtigungen<br />

mehr Verantwortung übernehmen?<br />

Dann wenden Sie sich an uns!<br />

Sie erhalten eine Ausbildung,<br />

– in der die Gestaltung der heilpädagogischen Beziehung<br />

theoretisch wie praktisch zentrales Element ist,<br />

– in der Ihre Kompetenzen für Tätigkeiten der Förderung,<br />

Beratung, Leitung, Bildung und Assistenz gefördert werden,<br />

– in der diagnostische Verfahren und eine Vielzahl<br />

heilpädagogischer Methoden vermittelt werden,<br />

– in der vor allem spieltherapeutische, psychomotorische,<br />

basale und kreative Verfahren sowie heilpädagogische<br />

Erwachsenenbildung vertieft und erlebt werden.<br />

Die Weiterbildung trägt durch die enge Verknüpfung zwischen<br />

Theorie und Praxis zur Vertiefung der Inhalte der bisherigen<br />

Berufsausbildung bei. Dazu dient die Auseinandersetzung mit<br />

wissenschaftlichen Theorien, die erfahrungsbasierte Vermittlung<br />

und Übung von heilpädagogischen Handlungskonzepten und<br />

eine reflexive Fachpraxis in Fördersituationen und Projekten.<br />

Neben der Erweiterung von Sozial-, Fach- und Handlungs-<br />

kompetenzen ist auch die Persönlichkeitsbildung ein zentrales<br />

Ziel der Weiterbildung.<br />

Ausbildungsvoraussetzungen<br />

– Mittlerer Bildungsabschluss<br />

– Abgeschlossene Ausbildung als Heilerziehungspfleger/in,<br />

Erzieher/in oder vergleichbarer Ausbildungsabschluss<br />

– Mindestens ein Jahr einschlägige berufliche Tätigkeit<br />

Ausbildungsorganisation<br />

– Vierjährige Teilzeitausbildung<br />

– 12 Wochenenden und 4 Blockwochen pro Jahr<br />

Abschluss<br />

– Staatlich anerkannte/r Heilpädagoge/in<br />

(Der Abschluss entspricht dem Vordiplom<br />

des Bachelors Heilpädagogik.)<br />

Aufstiegsmöglichkeiten<br />

– Bachelor Heilpädagogik, Sozialpädagogik, Sozialmanagement<br />

u. a.<br />

Beginn des nächsten Kurses: September 2012<br />

Kontakt<br />

Akademie <strong>Schönbrunn</strong><br />

Berufliche Schulen – Fachakademie für Heilpädagogik<br />

Gut Häusern 1, 85229 Markt Indersdorf<br />

Telefon 08139 809 - 100, Fax - 114<br />

schulen @ akademie-schoenbrunn.de<br />

Weitere Informationen zur Ausbildung finden Sie unter:<br />

www.akademie-schoenbrunn.de<br />

13<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

Berufsfachschule für<br />

Altenpflege<br />

Altenpfleger / innen sind Pflegefachkräfte, die alte Menschen<br />

selbstständig und eigenverantwortlich begleiten, beraten, betreuen<br />

und pflegen. Damit unterstützen sie alte Menschen in<br />

ihrer selbstständigen und selbstbestimmten Lebensführung,<br />

um Lebensqualität und Lebensfreude auch bei gesundheitlicher<br />

Beeinträchtigung und Pflegebedürftigkeit zu erhalten. Altenpflege<br />

ist ein Beruf für Frauen und Männer, die nicht nur einen<br />

„Job“ suchen, sondern einen erfüllenden Beruf mit langfristigen<br />

Perspektiven.<br />

Der Beruf beinhaltet medizinisch-pflegerische Aufgaben ebenso<br />

wie therapeutische, musisch-kreative, kooperative und organisatorische<br />

Tätigkeiten.<br />

Aufnahmevoraussetzungen<br />

– Mittlerer Bildungsabschluss, mehrwöchiges Praktikum<br />

empfehlenswert<br />

– Oder abgeschlossene Ausbildung als Pflegehilfskraft<br />

– Oder abgeschlossene, mindestens zweijährige Berufsausbildung<br />

– Fähigkeit zur Beziehungsgestaltung und zu körperlicher<br />

Nähe<br />

– Einfühlungsvermögen<br />

Ausbildungsorganisation<br />

– Dreijährige Vollzeitausbildung (Für Pflegefachhelfer / innen –<br />

aus Altenpflege, Krankenpflege, Sozialpflege – und für Heilerziehungspflegehelfer<br />

/ innen besteht die Möglichkeit, in das<br />

zweite Ausbildungsjahr einzusteigen; für Heilerziehungspfleger<br />

und Gesundheits- und Krankenpfleger ist der Einstieg<br />

in das zweite oder dritte Ausbildungsjahr möglich.)<br />

– Die Schüler / innen besuchen eine Berufsfachschule für Altenpflege<br />

und haben einen Ausbildungsvertrag mit einer Einrichtung<br />

der Alten- oder Behindertenhilfe. Sie erhalten eine<br />

Ausbildungsvergütung. Das Schulgeld zahlt die Regierung.<br />

Abschluss<br />

– Staatlich anerkannte / r Altenpfleger / in<br />

14<br />

Arbeitsfelder<br />

– Ambulante, teilstationäre und stationäre Einrichtungen<br />

der Altenhilfe<br />

– Seniorenbereich der Behindertenhilfe<br />

Aufstiegsmöglichkeiten<br />

– Absolventen/innen ohne mittleren Bildungsabschluss<br />

können den mittleren Bildungsabschluss erwerben.<br />

– Stationsleitung<br />

– Pflegedienstleitung<br />

– Leitung einer Sozialstation<br />

– Fachpfleger / in für Gerontopsychiatrie<br />

– Fachakademie für Heilpädagogik<br />

– Pflegestudiengänge<br />

Beginn des nächsten Kurses: September 2011<br />

Kontakt<br />

Akademie <strong>Schönbrunn</strong><br />

Berufliche Schulen – Berufsfachschule für Altenpflege<br />

Gut Häusern 1, 85229 Markt Indersdorf<br />

Telefon 08139 809 -100, Fax -114<br />

schulen @ akademie-schoenbrunn.de<br />

Weitere Informationen zur Ausbildung finden Sie unter:<br />

www.akademie-schoenbrunn.de<br />

Hinweis<br />

Ab September 2011 werden wir voraussichtlich am Schul-<br />

versuch „Generalistische Pflegeausbildung mit beruflichem<br />

Schwerpunkt“ des bayerischen Kultusministeriums teilnehmen.<br />

Ziel dieses Schulversuchs ist es, die drei deutschen Pflege-<br />

ausbildungen (Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege,<br />

Gesundheits- und Kinderkrankenpflege) zu einer gemeinsamen<br />

Ausbildung zusammenzuführen und so an europäische und<br />

internationale Standards anzuknüpfen. Die in Gut Häusern<br />

ausgebildeten Teilnehmer/innen können den Berufsabschluss<br />

Altenpfleger/in mit generalistischer Ausbildung oder Gesundheits-<br />

und Krankenpfleger/in mit generalistischer Ausbildung<br />

erwerben. Die dreijährige schulische und die praktische Aus-<br />

bildung beinhaltet Elemente aus allen drei Berufsfeldern der<br />

Pflege, so dass sich ein erweitertes Pflegeverständnis entwickelt<br />

und die Absolventen/innen den veränderten Bedingungen im<br />

Krankenhaus und der stationären und ambulanten Altenpflege<br />

gewachsen sind.


Berufsfachschule für<br />

Altenpflegehilfe<br />

Altenpflegehelfer / innen unterstützen Pflegefachkräfte bei einer<br />

ganzheitlichen, qualifizierten Pflege. Die Ausbildung in Altenpflegehilfe<br />

vermittelt die Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten,<br />

die für eine qualifizierte Betreuung und Pflege alter<br />

Menschen erforderlich sind.<br />

Die Akademie <strong>Schönbrunn</strong> bietet die Ausbildung in Teilzeitform<br />

an für:<br />

– angelernte Pflegehilfskräfte, die sich qualifizieren wollen<br />

– Mütter und Väter während einer Familienphase<br />

– Berufstätige, die sich umorientieren wollen.<br />

Aufnahmevoraussetzungen<br />

– Vollendung des 21. Lebensjahres und Hauptschulabschluss<br />

– Oder Vollendung des 17. Lebensjahres und Erfüllung der<br />

Berufsschulpflicht<br />

– Fähigkeit zur Beziehungsgestaltung und zu körperlicher Nähe<br />

– Einfühlungsvermögen<br />

– Gesundheitliche Eignung<br />

Ausbildungsorganisation<br />

– Schulische Ausbildung:<br />

· Zwei Vormittage pro Woche Unterricht in Theorie und<br />

Praxis (außer in den Schulferien)<br />

· Zusätzlich 8 Blockwochen, verteilt über den gesamten<br />

Ausbildungszeitraum<br />

– 700 Stunden Praktikum in einer Einrichtung der Alten- oder<br />

Behindertenhilfe oder im Krankenhaus. Das Praktikum kann<br />

im Rahmen einer bezahlten Tätigkeit als Pflegehilfskraft oder<br />

als unbezahltes Praktikum abgeleistet werden.<br />

Abschluss<br />

Staatlich anerkannte / r Pflegefachhelfer / in (Altenpflege)<br />

Arbeitsfelder<br />

– Alten- und Pflegeheime<br />

– Einrichtungen für Menschen mit Behinderung<br />

– Ambulante Pflegedienste<br />

– Tagespflege<br />

– Geriatrische Kliniken<br />

– Einrichtungen der Gerontopsychiatrie<br />

(Einrichtungen für altersverwirrte Menschen)<br />

– Hospize<br />

Aufstiegsmöglichkeiten<br />

Ausbildung zum / zur<br />

– Altenpfleger / in (bei gutem Abschluss Einstieg in das zweite<br />

Ausbildungsjahr möglich)<br />

– Heilerziehungspflegehelfer / in<br />

Beginn des nächsten Kurses: September 2011<br />

Kontakt<br />

Akademie <strong>Schönbrunn</strong><br />

Berufliche Schulen – Berufsfachschule für Altenpflegehilfe<br />

Gut Häusern 1, 85229 Markt Indersdorf<br />

Telefon 08139 809 - 100, Fax - 114<br />

schulen @ akademie-schoenbrunn.de<br />

Weitere Informationen zur Ausbildung finden Sie unter:<br />

www.akademie-schoenbrunn.de<br />

15<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

Berufsfachschule für<br />

Sozialpflege<br />

Pflegeintegrationsmodell<br />

Sozialbetreuer / innen und Pflegefachhelfer / innen sind pflegerisch<br />

tätig in den Bereichen der Alten-, Kranken und Kinderkrankenpflege<br />

einschließlich der Behindertenhilfe. Die Schüler / innen<br />

können die unterschiedlichen Arbeitsfelder der Pflege kennenlernen,<br />

ohne sich vorher für ein bestimmtes entscheiden zu<br />

müssen.<br />

Die praktische Ausbildung ist eng mit der schulischen Ausbildung<br />

verzahnt und durch Praxisprojekte ergänzt. Die Praxiseinsätze<br />

werden durch ausgewählte Anleiter / innen und Lehrkräfte<br />

der Schule begleitet. Der Unterricht der Berufsfachschule<br />

für Sozialpflege vermittelt die grundlegenden Kenntnisse und<br />

Fertigkeiten, mit denen die Schüler / innen für den beruflichen<br />

Einsatz als Pflegeassistenten in Pflegeeinrichtungen nach dem<br />

erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung qualifiziert sind.<br />

Die Schüler / innen werden während der Ausbildung durch ein<br />

sozial- und heilpädagogisches Projekt der Fachakademie für<br />

Heilpädagogik begleitet, um Lernstörungen und gegebenenfalls<br />

Schwierigkeiten in Theorie und Praxis zu beheben.<br />

Aufnahmevoraussetzungen<br />

– Erfolgreicher Hauptschulabschluss<br />

– Gesundheitliche Eignung für den Pflegeberuf<br />

– Ein mindestens 14-tägiges Praktikum in einer Pflegeeinrichtung<br />

vor Beginn der Ausbildung (Zivildienst oder<br />

ein freiwilliges soziales Jahr werden angerechnet)<br />

– Fähigkeit zum engen Kontakt und zur Zusammenarbeit<br />

mit Menschen<br />

– Einfühlungsvermögen<br />

– Interesse, sich weiterzuentwickeln<br />

– Der Wille, sich theoretisches Wissen und praktisches Können<br />

anzueignen<br />

– Zuverlässigkeit<br />

– Verantwortungsbewusstsein<br />

Ausbildungsorganisation<br />

– Zweijährige Vollzeitausbildung: Schulunterricht und Praxiseinsätze<br />

im Krankenhaus oder in Einrichtungen der Alten-<br />

und Behindertenhilfe im Wechsel<br />

Abschluss<br />

– Sozialbetreuer / in und Pflegefachhelfer / in<br />

16<br />

Arbeitsfelder<br />

– Krankenhäuser<br />

– Einrichtungen der Behindertenhilfe<br />

– ambulante und stationäre Altenpflegeeinrichtungen<br />

Aufstiegsmöglichkeiten<br />

– Fachkraftausbildungen:<br />

· Altenpflege (direkt)<br />

· Ergotherapie (direkt)<br />

· Krankenpflege (direkt)<br />

· Heilerziehungspflege (mit mittlerer Reife)<br />

Zusatzqualifikationen<br />

– Mittlere Reife bei entsprechendem Notendurchschnitt<br />

Beginn des nächsten Kurses: September 2011<br />

Kontakt<br />

Akademie <strong>Schönbrunn</strong><br />

Berufliche Schulen – Berufsfachschule für Sozialpflege<br />

mit Schwerpunkt Pflege<br />

Gut Häusern 1, 85229 Markt Indersdorf<br />

Telefon 08139 809 - 100, Fax - 114<br />

schulen @ akademie-schoenbrunn.de<br />

Weitere Informationen zur Ausbildung finden Sie unter:<br />

www.akademie-schoenbrunn.de


Berufsfachschule für<br />

Ergotherapie<br />

Ergotherapeut / innen fördern alle Funktionen von Körper und<br />

Geist mit dem Ziel, bei kranken und behinderten Menschen verloren<br />

gegangene oder nicht vorhandene Handlungsfähigkeiten<br />

im Alltagsleben herzustellen oder wiederzuerlangen. Handlungsfähig<br />

im Alltagsleben zu sein bedeutet, dass ein Mensch seine<br />

beruflichen, sozialen und häuslichen Bedürfnisse erfüllen und<br />

so am Leben umfassend teilhaben kann.<br />

Ergotherapie gehört zu den medizinischen Heilberufen. Sie<br />

wird eingesetzt bei Menschen jeden Alters mit motorischen,<br />

sensomotorischen, neuropsychologischen oder psychosozialen<br />

Störungen. Ergotherapie ist eine wichtige Heilmaßnahme zur<br />

Rehabilitation bei Verletzungen, Krankheit und Behinderung.<br />

Ergotherapeuten erlernen aktivierende und handlungsorientierte<br />

Verfahren, handwerkliche und gestalterische Techniken und<br />

lebenspraktische Tätigkeiten, um die größtmögliche Selbstständigkeit<br />

der Patientin oder des Patienten zu erreichen.<br />

Aufnahmevoraussetzungen<br />

– Vollendung des 17. Lebensjahres<br />

– Mittlerer Bildungsabschluss<br />

– Oder Hauptschulabschluss und abgeschlossene, zweijährige<br />

einschlägige Berufsausbildung<br />

– Gesundheitliche Eignung<br />

– Mehrwöchiges Praktikum in einer ergotherapeutischen<br />

Einrichtung<br />

– Freude an der Arbeit mit Menschen<br />

Ausbildungsorganisation<br />

– Drei Jahre Vollzeit, davon ein Jahr Praktikum an vier verschiedenen<br />

Praxisstellen (wird von der Schule organisiert)<br />

Abschluss<br />

– Staatlich anerkannte / r Ergotherapeut / in<br />

Bachelor-Studiengang – Duale Ausbildung<br />

– Ab Mitte des zweiten Jahres der Ausbildung: Möglichkeit, in<br />

das Grundstudium für den Bachelor in Ergotherapie einzusteigen.<br />

– Kooperation mit der Döpfer-Akademie in Regensburg<br />

– Unterstützung von der Akademie <strong>Schönbrunn</strong>: Übernahme<br />

der Hälfte der anfallenden Studiengebühren für die Dauer<br />

des Grundstudiums<br />

– Für weitere Informationen fragen Sie bitte gerne bei uns an.<br />

Arbeitsfelder<br />

– Orthopädische, neurologische oder psychiatrische Kliniken<br />

– Unfall- und Kinderkliniken<br />

– Rehabilitationseinrichtungen<br />

– Altersheime<br />

– Sonderschulen und Einrichtungen für Menschen<br />

mit Behinderung<br />

– Therapiezentren<br />

– Ergotherapeutische Praxen<br />

Aufstiegsmöglichkeiten<br />

– Vielfältige Fortbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten<br />

– Eröffnung einer eigenen Praxis<br />

– Studium der Ergotherapie (mit Fachhochschulreife)<br />

Beginn des nächsten Kurses: September 2011<br />

Kontakt<br />

Akademie <strong>Schönbrunn</strong><br />

Berufliche Schulen – Berufsfachschule für Ergotherapie<br />

Gut Häusern 1, 85229 Markt Indersdorf<br />

Telefon 08139 809 - 100, Fax - 114<br />

schulen @ akademie-schoenbrunn.de<br />

Weitere Informationen zur Ausbildung finden Sie unter:<br />

www.akademie-schoenbrunn.de<br />

17<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

Zusatzqualifikation für Praxisanleitung<br />

und Mentoren-<br />

tätigkeit in sozialen Berufen<br />

Im Zusammenhang mit den regulären Mentorentagen bieten<br />

die Beruflichen Schulen der Akademie <strong>Schönbrunn</strong> eine<br />

modularisierte Weiterbildung mit Abschlusszertifikat an.<br />

Struktur und Inhalte<br />

Modul 1: Rollen und Aufgaben in der Praxisanleitung<br />

Überblick über Struktur, Auftrag und Ziel des fachpraktischen<br />

Anteils von Ausbildung in sozialen Berufen, Rollen- und<br />

Aufgabenprofil als Mentor/in<br />

Modul 2: Voraussetzungen für eine gelingende Anleitung<br />

Theorie- und Rechtsbasis des Mentors/der Mentorin für die<br />

Anleitungsaufgabe, Organisationskenntnisse des Praktikanten/<br />

der Praktikantin als Basis für das Praktikum, Einbinden von<br />

Anleitungszeiten und Reflexionszeiten in den Dienstplan, Einplanen<br />

von Kooperationszeiten zwischen Mentor und Schule<br />

Modul 3: Anleitung und Anleitungsgespräche<br />

Erstellung eines Ausbildungsplanes, Stufen der Anleitung in<br />

Erstausbildungen:<br />

1. Demonstration einer Tätigkeit durch Mentor/in<br />

2. praktische Anleitung des Lerners bei der Tätigkeit<br />

3. Durchführung der Tätigkeit durch Lerner unter Beobachtung<br />

4. selbstständige Durchführung durch Lerner mit anschließender<br />

Reflexion<br />

Modul 4: Reflexion in der Praxisanleitung<br />

Elemente und Methoden professioneller Reflexion, Erprobung<br />

kreativer Methoden für eine Ziel-, Prozess- und Ergebnis-<br />

reflexion, Soll-Elemente jedes Reflexionsgespräches:<br />

– Reflexion persönlicher und sozialer Kompetenzen<br />

– Reflexion der Fach- und Handlungskompetenzen<br />

Modul 5: Beratung als Element von Praxisanleitung<br />

Elemente professioneller Beratung als Mentor/in, Unterschied<br />

zwischen Fach- und Prozessberatung, lösungsorientierte Beratung<br />

im Anleitungsgespräch<br />

Modul 6: Konflikt und Konfliktgespräch<br />

Konfliktphasen, Konfliktbearbeitungsschritte<br />

Modul 7: Auswertung und Bewertung in der Praxisanleitung<br />

Lernziel: Einsicht und Selbstbewertung beim Lerner, Lernziel<br />

Feedback-Geben und Feedback-Annehmen, Selbst- und Fremdbilanzierung<br />

des Lern- und Kompetenzfortschrittes sowohl<br />

ausbildungsbegleitend wie auch als Auswertung und Benotung<br />

am Ende der Ausbildung<br />

18<br />

Dozent/innen<br />

Dozent/innen der Beruflichen Schulen<br />

Zeitstruktur<br />

Mentorentage Herbst 2010 Modul 1– 2<br />

Mentorentage Frühjahr 2011 Modul 1– 2<br />

Mentorentage Herbst 2011 Modul 1– 4<br />

Mentorentage Frühjahr 2012 Modul 1– 4<br />

Extratermin im Jahr 2012 Modul 7<br />

Mentorentage Herbst 2012 Modul 1– 6<br />

Mentorentage Frühjahr 2013 Modul 1– 6<br />

Rahmenbedingungen<br />

Die Zusatzqualifizierung erstreckt sich über drei Jahre, umfasst<br />

7 Module à 4 Stunden und schließt mit einem Zertifikat als<br />

qualifizierter Mentor / qualifizierte Mentorin ab.<br />

An den Mentorentagen der Fachschule für Heilerziehungspflege<br />

und Heilerziehungspflegehilfe werden vormittags ausbildungsspezifische<br />

Anleitungsthemen behandelt und nachmittags jeweils<br />

Module der Mentorenqualifizierung angeboten.<br />

Für Mentor/innen der beruflichen Schulen der Akademie <strong>Schönbrunn</strong><br />

übernimmt die jeweilige Schule die Gebühren.<br />

Zielgruppe<br />

Fachkräfte, die Schüler/innen der Beruflichen Schulen<br />

der Akademie <strong>Schönbrunn</strong> am Lernort Praxis anleiten<br />

Veranstaltungsort<br />

Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Lehrgangsleitung<br />

Christian Opl, Heilerziehungspfleger, Heilpädagoge,<br />

Dozent an der Fachschule für Heilerziehungspflege und<br />

Heilerziehungspflegehilfe<br />

Weitergehende Information und Anmeldung<br />

Über das Sekretariat der Beruflichen Schulen<br />

schulen@akademie-schoenbrunn.de<br />

Elisabeth Rauch<br />

Telefon 08139 809 -100<br />

Christian Opl<br />

Stellvertretender Leiter der Fachschule für Heilerziehungspflege<br />

und Heilerziehungspflegehilfe<br />

Telefon 08139 809 -116


Echte Verantwortung<br />

gibt es nur da,<br />

wo es wirklich Antworten gibt.<br />

Martin Buber<br />

Fachweiterbildungen<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

19


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Modularisierte Ausbildung zur<br />

Fachkraft für Unterstützungsplanung<br />

(POB&A)<br />

Auf Basis des Verfahrens zur Planung und Organisation in der<br />

Betreuung und Assistenz (POB&A) von Prof. Dr. Werner Haisch<br />

Grundsätzlich<br />

Inhalte<br />

Modul 1:<br />

Pädagogische Grundlagen und Aufbau des FLB&A<br />

– Pädagogische Grundlagen / Modell der Lebensformen<br />

– Aufbau des Fragebogens zur Lebensform<br />

betreuter Menschen (FLB&A)<br />

– Abstufung der Merkmalsbereiche im FLB&A<br />

– Legende zum FLB&A<br />

– Betreuungsplanung<br />

Nach Abschluss dieses Moduls ist der/die Teilnehmer/in be-<br />

fähigt, anhand des FLB&A das Erscheinungsbild von betreuten<br />

Menschen auf Grundlage der pädagogischen Theorie des<br />

POB&A-Verfahrens zu erheben.<br />

Modul 2:<br />

Konzept der neurotischen Entwicklung / selbstbewertende<br />

Einstellungen, Matrix betreuerischer Maßnahmen, Team-<br />

theorie<br />

– Matrix betreuerischer Maßnahmen (MBM)<br />

– Theorie zur neurotischen Entwicklung<br />

– Theorie zu Arbeitsgruppen in Betreuung und Assistenz<br />

– Betreuungsplanung<br />

Nach Abschluss dieses Moduls ist der/die Teilnehmer/in<br />

befähigt, eine bedarfsgerechte Unterstützungsplanung<br />

eigenverantwortlich zu gestalten.<br />

Modul 3:<br />

Theorie-Praxis-Bezug, bedarfsorientierte Unterstützungs-<br />

planung / FAO Fragebogen zur Arbeitsorganisation (FAO)<br />

Nach Absolvierung aller drei Module erhält der/die Teilnehmer/in<br />

das Zertifikat „Fachkraft für Unterstützungsplanung“.<br />

20<br />

Voraussetzungen<br />

Die Module 1 bis 3 bauen aufeinander auf, können<br />

aber einzeln gebucht werden (z. B. Modul 1 im Jahr 2010,<br />

dann Pause, weiter mit Modul 2 in 2011 später).<br />

Teilnahmevoraussetzung für Module 2+3 ist jeweils die<br />

Bescheinigung über das /die vorangegangene/n Modul/e.<br />

Lehrgangsleitung<br />

Johannes Bahl<br />

Diplom-Pädagoge, Kunstpädagoge M.A.,<br />

Betriebswirt (IWW), Leiter Bildung & Beratung<br />

Teilnehmerzahl<br />

maximal 15 Personen<br />

Im Einzelnen<br />

1. Durchgang 2011<br />

Modul 1:<br />

Termin Mittwoch, 2. März 2011, 9 Uhr bis<br />

Freitag, 4. März 2011, 17 Uhr<br />

Ort Tagungshaus <strong>Dachau</strong><br />

Verbindliche Kosten Kursgebühr E 300,–<br />

(für FWS Mitarbeiter/innen E 250,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,–/Tag<br />

Dozent Günther Hartmann-Templer,<br />

Diplom-Sozialpädagoge (FH), Organisa-<br />

tionsberater POB&A (Haisch), Stiftung Attl<br />

Kursnummer 111011<br />

Anmeldung bis 31. Januar 2011<br />

Modul 2:<br />

Termin Mittwoch, 13. April 2011, 9 Uhr bis<br />

Freitag, 15. April 2011, 17 Uhr<br />

Ort Tagungshaus <strong>Dachau</strong><br />

Verbindliche Kosten Kursgebühr E 300,–<br />

(für FWS Mitarbeiter/innen E 250,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,–/Tag<br />

Dozent Günther Hartmann-Templer<br />

Diplom-Sozialpädagoge (FH), Organisa-<br />

tionsberater POB&A (Haisch), Stiftung Attl<br />

Kursnummer 111012<br />

Anmeldung bis 10. März 2011


2. Durchgang 2011<br />

Modul 1:<br />

Termin Montag, 26. September 2011, 9 Uhr<br />

bis Mittwoch, 28. September 2011, 17 Uhr<br />

Ort Tagungshaus <strong>Dachau</strong><br />

Verbindliche Kosten Kursgebühr E 300,–<br />

(für FWS Mitarbeiter/innen E 250,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,–/Tag<br />

Dozentin Monika Hoffmann<br />

Diplom-Pädagogin, Organisationsberaterin<br />

POB&A (Haisch), Referentin für QM und<br />

POB&A im Franziskuswerk <strong>Schönbrunn</strong><br />

Kursnummer 111021<br />

Anmeldung bis 20. August 2011<br />

Modul 2:<br />

Termin Montag, 24. Oktober 2011, 9 Uhr bis<br />

Mittwoch, 26. Oktober 2011, 17 Uhr<br />

Ort Tagungshaus <strong>Dachau</strong><br />

Verbindliche Kosten Kursgebühr E 300,–<br />

(für FWS Mitarbeiter/innen E 250,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,–/Tag<br />

Dozentin Monika Hoffmann<br />

Diplom-Pädagogin, Organisationsberaterin<br />

POB&A (Haisch), Referentin für QM und<br />

POB&A im Franziskuswerk <strong>Schönbrunn</strong><br />

Kursnummer 111022<br />

Anmeldung bis 20. September 2011<br />

Modul 3:<br />

Termin Mittwoch, 7. Dezember 2011, 9 Uhr bis<br />

Donnerstag, 8. Dezember 2011, 17 Uhr<br />

Ort Tagungshaus <strong>Dachau</strong><br />

Verbindliche Kosten Kursgebühr E 200,–<br />

(für FWS Mitarbeiter/innen E 180,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,–/Tag<br />

Dozentin Monika Hoffmann<br />

Diplom-Pädagogin, Organisationsberaterin<br />

POB&A (Haisch), Referentin für QM und<br />

OB&A im Franziskuswerk <strong>Schönbrunn</strong><br />

Kursnummer 111023<br />

Anmeldung bis 2. November 2011<br />

Jeux Dramatiques – Ausdrucksspiel<br />

aus dem Erleben<br />

Aufbaukurs im Rahmen der modularisierten<br />

Ausbildung zur/zum anerkannten Leiter/in für<br />

Ausdrucksspiel – Jeux Dramatiques (Baustein II)<br />

Jeux Dramatiques, auch „Ausdrucksspiel aus dem Erleben“ genannt,<br />

sind eine einfache nonverbale und kreative Form des darstellenden<br />

Spiels, die im pädagogischen und heilpädagogischen<br />

Kontext entwickelt wurde. Im Unterschied zum Theaterspiel wird<br />

nicht auf eine Aufführung hingearbeitet. Es wird in diesem Zusammenhang<br />

vielmehr bewusst auf Begriffe wie „Darstellung“<br />

und „Aufführung“ verzichtet, da das Spielprinzip lautet: Jede/r<br />

spielt für sich. Zentrales Anliegen von Jeux Dramatiques ist die<br />

Hinführung zum inneren Erleben und die Verarbeitung gemachter<br />

Erfahrungen in einem Nachgespräch. Tücher in unterschiedlichen<br />

Farben, Formen, Größen, Strukturen, Stoffen und Materialien<br />

gehören zur Grundausstattung und sollen dazu dienen,<br />

inneres Erleben, Kreativität, Begeisterung, Spontaneität und<br />

Lebensfreude zum Ausdruck zu bringen. Durch das Hineinschlüpfen<br />

in unterschiedliche Rollen und die Gestaltung der<br />

Spielorte entwickelt sich spontan ein Spiel, das durch die Spielleiterin/den<br />

Spielleiter sprachlich begleitet wird. Dies bietet<br />

Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Möglichkeit, individuelle<br />

schöpferische Fähigkeiten zu entdecken, zu entwickeln<br />

und in sich zu fördern. Auf diesem Hintergrund bilden die Jeux<br />

Dramatiques ein Handlungskonzept für die Entwicklungsför-<br />

derung und Erziehungshilfe, ein bedeutsames Angebot in der<br />

Jugendarbeit, im Rahmen heilpädagogisch gestalteter Erwachsenenbildung<br />

und in der Arbeit mit Familien.<br />

Inhalte der Gesamtausbildung zur /zum anerkannten<br />

Leiter/in für Ausdrucksspiel – Jeux Dramatiques:<br />

– Grundprinzipien und Aufbaustrukturen der Jeux Dramatiques<br />

– Kennenlernen verschiedener Spielarten<br />

über das eigene Erleben, z. B. Einstiegsspiele<br />

– Spiel zu Text (Bilderbücher, Märchen, Gedichte,<br />

Biblische Texte), freies Spiel<br />

– Spiel zu Werken aus der Kunst<br />

(Musik, Bilder, Skulpturen u. a.)<br />

– Nachgespräch über das im Spiel Erlebte und<br />

methodische Reflexion<br />

– Hinführen zu einer vertrauensvollen Atmosphäre<br />

in der Gruppe<br />

– Aufbaustrukturen für die Arbeit mit Kindern<br />

– Entwickeln von Angeboten für die Praxis<br />

– Anwendung der Methode in Gruppen und<br />

Verarbeiten von Erfahrungen aus der Praxis<br />

– Selbstständige Anleitung mit didaktischer und<br />

methodischer Reflexion<br />

– Zielgruppen- und themenorientierte Spezialisierung<br />

(s. Baustein III)<br />

– Stärkung der Leiter/innenkompetenz im Umgang<br />

mit den Spielregeln der Jeux Dramatiques<br />

Fortsetzung nächste Seite �<br />

21<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

Struktur der Gesamtausbildung zur/zum anerkannten<br />

Leiter/in für Ausdrucksspiel – Jeux Dramatiques:<br />

Baustein I: Grundkurs<br />

Inhalte: Vermittlung der theoretischen Grundlagen der<br />

Methode, exemplarisches Kennenlernen verschiedener Spielarten<br />

über das eigene Erleben, Entfalten eigener Spielfreude,<br />

methodische Möglichkeiten und persönliche Fähigkeit zum<br />

Herstellen einer angstfreien Atmosphäre in der Jeux-Dramatiques-Spielgruppe,<br />

Entwickeln von Angeboten für die pädagogische<br />

Praxis, zielgruppenorientierte Aufbaustrukturen,<br />

methodische Reflexion<br />

Umfang: 4 Einheiten à 2 Tage<br />

Abschluss: Teilnahmebestätigung Grundkurs Jeux Dramatiques<br />

Baustein II: Aufbaukurs<br />

Inhalte: Vertiefung der Kursinhalte aus Baustein I, theoretische<br />

Grundlagen der Gruppenpädagogik im Bezug zurJeux-<br />

Dramatiques-Spielgruppe, Anwendung der Methode in Gruppen<br />

und Verarbeitung von Erfahrungen aus der Praxis, selbstständiges<br />

Anleiten mit didaktischer und methodischer Reflexion,<br />

Entwicklung der Leiter/innenkompetenz im Umgang mit<br />

den Spielregeln. Verarbeitung der Erfahrungen aus der Praxis<br />

unter Berücksichtigung von Interessenschwerpunkten<br />

Umfang: 4 Einheiten à 2 Tage<br />

Abschluss: Bestätigung Leiter/in für Jeux Dramatiques in<br />

Ausbildung<br />

22<br />

2011<br />

Baustein III: Spezialisierungskurs<br />

Inhalte: Zielgruppen- und themenorientierte Spezialisierung<br />

Mögliche Themen: Märchenarbeit, Religionspädagogik/<br />

Spiritualität, Sonderpädagogik, Sprachförderung, Gewalt-<br />

prävention, Jeux und Themenzentrierte Interaktion, Jeux und<br />

Dance Alive, Jeux und Meditativer Tanz, Jeux und kreatives<br />

Schreiben, Freizeitpädagogik für Familien und Senior/innen<br />

Abschluss: Zertifikat Leiter/in für Jeux Dramatiques<br />

Nach dem Abschluss als „Leiter/in für Jeux Dramatiques“<br />

haben Sie die Möglichkeit, noch einen Schritt weiter zu gehen<br />

und den Abschluss als „Anerkannte/r Leiter/in für<br />

Jeux Dramatiques der Arbeitsgemeinschaft Ausdrucks-<br />

spiel e.V.“ zu erwerben.<br />

Voraussetzungen hierfür sind:<br />

– Abgeschlossene Berufsausbildung in einem sozialen und /<br />

oder pädagogischen Beruf mit mindestens zwei Jahren<br />

Berufserfahrung oder eine abgeschlossene Weiterbildung<br />

in einer humanpsychologischen Methode<br />

– Nachweis über Teilnahme an den Bausteinen I–III,<br />

d.h. über den Abschluss „Leiter/in Jeux Dramatiques“<br />

– Nachweis von 100 Stunden Praxis mit Jeux Dramatiques<br />

in Gruppen – durchgeführt nach Abschluss von Baustein II<br />

– Dokumentation und Reflexion einer selbstständig durch-<br />

geführten Jeux-Einheit<br />

– Kolloquium<br />

Die Akademie <strong>Schönbrunn</strong> – Bildung & Beratung bietet in<br />

Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Jeux Dramatiques<br />

Deutschland e.V. im Jahr 2011 den Baustein II – Aufbaukurs an.<br />

Termine Baustein II – Aufbaukurs Jeux Dramatiques<br />

1. Einheit: Freitag, 11.03., bis Samstag, 12.03.2011<br />

2. Einheit: Freitag, 15.07., bis Samstag, 16.07.2011<br />

3. Einheit: Freitag, 30.09., bis Samstag, 01.10.2011<br />

4. Einheit: Freitag, 18.11., bis Samstag, 19.11.2011<br />

Kurszeiten jeweils von 9 bis 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 600,–<br />

Kosten (für FWS Mitarbeitern/innen E 500,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,–/Tag<br />

Dozentinnen Sr. Diethild Wicker (1. und 2. Einheit)<br />

Ordensfrau, SSND, Diplom-Sozialpädagogin,<br />

Lehrerin an einer Fachschule für<br />

Sozialpädagogik, Ausbilderin seit 2001,<br />

Ausbildung in Scheiblauer Rhythmik,<br />

Ausbildung in Bibliodrama<br />

Birgit Jung (3. und 4. Einheit)<br />

Sprachheilpädagogin und Förderlehrerin<br />

in einem Sprachheilzentrum, Ausbilderin<br />

der deutschen Arbeitsgemeinschaft<br />

für Jeux Dramatiques, Tätigkeit in der<br />

Hochschul- und Erwachsenenbildung<br />

Monika Lumbe (1. bis 4. Einheit)<br />

Heilpädagogin, Kunst- und Kreativitäts-<br />

therapeutin Fritz-Perls-Institut, langjährige<br />

Dozentin an der Fachakademie für<br />

Heilpädagogik, Jeux-Dramatiques-Leiterin<br />

Lehrgangs- Johannes Bahl<br />

leitung Diplom-Pädagoge, Kunstpädagoge M.A.,<br />

Betriebswirt (IWW), Leiter Bildung & Beratung<br />

Teilnahme- Um den Baustein II – Aufbaukurs mit einem<br />

voraussetzung Zertifikat abschließen zu können, ist die Teilnahme<br />

an Baustein I – Grundkurs zwingend<br />

erforderlich. Wenn in Baustein II kein Zertifikat<br />

angestrebt wird, können Interessierte<br />

mit Grundkenntnissen in Jeux Dramatiques<br />

teilnehmen.<br />

Kursnummer 111030<br />

Anmeldung bis 8. Februar 2011<br />

Die ausführliche Ausschreibung finden Sie im Internet unter<br />

www.akademie-schoenbrunn.de<br />

oder wenden Sie sich direkt an die Akademie <strong>Schönbrunn</strong>.


In der Leitungsaufgabe<br />

Wirkung erzielen<br />

Menschen – Aufgaben – Ergebnisse<br />

1. Einheit: Führen und Persönlichkeit entwickeln<br />

– Auseinandersetzung mit der Rolle als Führungskraft:<br />

Erfahrungen und Erwartungen<br />

– Grundverständnis, Aufgaben und Werkzeuge der<br />

Führungskraft<br />

2. Einheit: Führen und Menschen einbeziehen<br />

– Wahrnehmung und Kommunikation<br />

– Gespräche gestalten<br />

– Führen in schwierigen Situationen und bei Konflikten<br />

– Gruppenprozesse und Projekte steuern<br />

3. Einheit: Führen und Werte leben<br />

– Führung und Ethik<br />

– Philosophie und Leitbild der Organisation<br />

– Werte und Menschenbild der Führungskraft und<br />

der Menschen in der Organisation<br />

4. Einheit: Führen und Aufgaben managen<br />

– Führen mit Zielen<br />

– Organisation und Veränderungen steuern<br />

– Qualitätsmanagement und Verbesserungsprozesse<br />

5. Einheit: Führen und sich selbst steuern<br />

– Selbstmanagement<br />

– Zeitmanagement<br />

Termine 1. Einheit: Montag, 28. März bis<br />

Mittwoch, 30. März 2011<br />

2. Einheit: Montag, 2. Mai bis<br />

Mittwoch, 4. Mai 2011<br />

3. Einheit: Montag, 27. Juni bis<br />

Mittwoch, 29. Juni 2011<br />

4. Einheit: Montag, 19. September bis<br />

Mittwoch, 21. September 2011<br />

5. Einheit: Montag, 14. November bis<br />

Mittwoch 16. November 2011<br />

Beginn am 1. Tag: jeweils 10 Uhr<br />

Ende am 3. Tag: jeweils 16 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 1500,–<br />

Kosten zuzüglich Tagesverpflegung E 24,–/ Tag<br />

Dozent / in Dr. Karl Kreuser<br />

Geschäftsführer von SOKRATeam<br />

Susanne Krumm<br />

Diplom-Soziologin, Betriebswirtin (VWA),<br />

Personal- und Organisationsentwicklerin,<br />

Weiterbildung im Bereich Sozialmanagement,<br />

Transaktionsanalyse für Organisationsberatung<br />

Während der Seminartage stehen Ihnen<br />

die Dozentin und der Dozent auch für<br />

persönliche Beratungen zur Verfügung.<br />

Lehrgangs- Johannes Bahl<br />

leitung Diplom-Pädagoge, Kunstpädagoge M. A.<br />

Betriebswirt (IWW), Leiter Bildung & Beratung<br />

Zielgruppe Führungskräfte in sozialen Organisationen,<br />

die als Bereichs- oder Abteilungsleiter / innen<br />

tätig sind, oder Fachkräfte, die sich auf eine<br />

zukünftige Führungsaufgabe vorbereiten<br />

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen<br />

Kursnummer 111040<br />

Anmeldung bis 24. Februar 2011<br />

Die ausführliche Ausschreibung finden Sie im Internet unter<br />

www.akademie-schoenbrunn.de<br />

oder wenden Sie sich direkt an die Akademie <strong>Schönbrunn</strong>.<br />

23<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

Menschen mit geistiger Behinderung<br />

und psychischer Krankheit<br />

verstehen und begleiten<br />

Modularisierte Fachweiterbildung mit Abschlusszertifikat<br />

. Viele Menschen mit geistiger Behinderung leiden zusätzlich<br />

unter psychischen Störungen. Eine solche Doppeldiagnose ist oft<br />

eine schwere Belastung für die Betroffenen selbst – und eine<br />

enorme Herausforderung für die Fachkräfte in Einrichtungen der<br />

Be hindertenhilfe. Es ist schwierig, die Verhaltensweisen der Betroffenen<br />

zu verstehen und einen angemessenen pädagogischen<br />

Umgang damit zu finden.<br />

Diese modularisierte Fachweiterbildung vermittelt Mitarbeiter<br />

/ innen ein fundiertes Handlungswissen im Umgang mit<br />

Menschen mit der Doppeldiagnose „geistig behindert“ und<br />

„psychisch krank“.<br />

In einer Einführungsveranstaltung wird Ihnen zunächst ein Überblick<br />

über die typischen und häufigsten Probleme, Erklärungsansätze<br />

und die Schwierigkeiten der Diagnostik vermittelt. Die<br />

affektiven Störungen und die Schizophrenie werden hier vertieft<br />

erörtert.<br />

Sie haben darüber hinaus die Möglichkeit, sich mit ausgewählten<br />

Störungsbildern in Einzelseminaren intensiv auseinanderzusetzen<br />

und einen Praxisbezug zu Ihrem Arbeitsbereich<br />

herzustellen. In den beiden Seminaren „Krisenintervention“<br />

und „Fall arbeit / Praxisberatung“ erwerben Sie spezifisches<br />

pädago gisches Handlungswissen für den Umgang mit außergewöhn<br />

lichen Herausforderungen, denen Sie im Arbeitsalltag<br />

mit Menschen mit geistiger Behinderung und psychischer<br />

Krankheit begegnen. Um den Transfer in die Praxis zu gewährleisten,<br />

erbringen die Teilnehmer / innen einen Leistungsnach-<br />

weis in Form einer Hausarbeit oder eines Referates.<br />

Abgerundet wird die Weiterbildung durch eine Hospitation,<br />

die Sie in einer ausgewählten psychiatrischen Spezialabteilung<br />

für Menschen mit geistiger Behinderung durchführen können.<br />

Lehrgangs- Dr. med. Christian Schanze<br />

leitung Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,<br />

Pädagoge, Chefarzt des Krankenhauses<br />

St. Camillus, Ursberg<br />

24<br />

Susanne Haug<br />

Diplom-Pädagogin, Referentin für Fort- und<br />

Weiterbildung, Akademie <strong>Schönbrunn</strong><br />

Die Veranstaltungen im Überblick (s. auch Tabelle S.26)<br />

1. Verbindliche Einführungsveranstaltung<br />

– Psychische Störungen bei Menschen mit Intelligenzminderung<br />

(vgl. S. 42)<br />

Termin: Mittwoch, 6. April bis<br />

Donnerstag, 7. April 2011<br />

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 180,– (für FWS-Mitarbeiter<br />

/ innen E 160,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent: Dr. med Christian Schanze<br />

2. Störungsbilder<br />

Um ein Zertifikat zu erwerben, müssen vier der unten genannten<br />

Fortbildungen belegt werden. Die ausführlichen Seminar-<br />

ausschreibungen können Sie auf den angegebenen Seiten in<br />

diesem Programm einsehen. Veranstaltungen, die zu den<br />

entsprechenden Themen in der Akademie <strong>Schönbrunn</strong> bereits<br />

besucht wurden, können auf Anfrage angerechnet werden.<br />

– Impulse und Zwänge. Über Tics, Stereotypien, Rituale,<br />

Zwänge und Kleptomanie, Pyromanie, Horten, Vermüllen<br />

(vgl. S. 41)<br />

Termin 1: Dienstag, 25. Januar bis Mittwoch, 26. Januar 2011<br />

Termin 2: Donnerstag, 30. Juni bis Freitag, 1. Juli 2011<br />

Termin 3: Donnerstag, 26. Januar bis Freitag, 27. Januar 2012<br />

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 180,– (für FWS-Mitarbeiter<br />

/ innen E 160,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent / in: Dr. med. Svetlana Panfilova, Dr. med. Christian<br />

Schanze<br />

– Umgang mit geistiger Behinderung und Demenz (vgl. S. 44)<br />

Termin: Freitag, 6. Mai 2011<br />

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 90,– (für FWS-Mitarbeiter<br />

/ innen E 80,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent: Dr. med. Christian Schanze<br />

– Menschen mit geistiger Behinderung und<br />

Borderline-Störung. Heilpädagogisches Handeln<br />

im Kontext des pädagogischen Alltags (vgl. S. 47)<br />

Termin: Freitag, 10. Juni 2011<br />

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 90,– (für FWS-Mitarbeiter<br />

/ innen E 80,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent: Patrick Maschkowitz<br />

– Alkoholkrankheit bei Menschen<br />

mit Intelligenzminderung (vgl. S. 47)<br />

Termin: Montag, 27. Juni 2011<br />

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 90,– (für FWS-Mitarbeiter<br />

/ innen E 80,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent: Dr. med. Vitalij Kazin


– Autismus und Intelligenzminderung (vgl. S. 50)<br />

Termin: Donnerstag, 29. September 2011<br />

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 90,– (für FWS-Mitarbeiter<br />

/ innen E 80,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent: Dr. med. Manfred Koniarczyk<br />

– Ernährung und Übergewicht bei Menschen mit<br />

Behinderung (vgl. S. 50)<br />

Termin: Dienstag, 4. Oktober 2011 bis<br />

Mittwoch, 5. Oktober 2011<br />

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 180,– (für FWS-Mitarbeiter<br />

/ innen E 160,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent/innen: Bettina Beggel, Jutta Kirchberger;<br />

Dr. med. Christian Schanze<br />

– Somatische Erkrankungen und ihre psychische<br />

Symptomatik bei Menschen mit Intelligenzminderung<br />

(vgl. S. 53)<br />

Termin: Donnerstag, 27. Oktober 2011 bis<br />

Freitag, 28. Oktober 2011<br />

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 180,– (für FWS-Mitarbeiter<br />

/ innen E 160,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent: Dr. med. Christian Schanze<br />

– Verhaltensauffälligkeiten bei Menschen mit<br />

geistiger Behinderung (vgl. S. 54)<br />

Termin: Donnerstag, 10. November 2011<br />

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 90,– (für FWS-Mitarbeiter<br />

/ innen E 80,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent: Dr. med. Christian Schanze<br />

– Depression und Angst bei Menschen mit<br />

geistiger Behinderung (vgl. S. 54)<br />

Termin: Freitag, 11. November 2011<br />

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 90,– (für FWS-Mitarbeiter<br />

/ innen E 80,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent: Dr. med. Christian Schanze<br />

– Der richtige Umgang mit Medikamenten,<br />

insbesondere Psychopharmaka (vgl. S. 55)<br />

Termin: Donnerstag, 17. November 2011<br />

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 90,– (für FWS-Mitarbeiter<br />

/ innen E 80,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent: Dr. med. Holger Schmidt<br />

3. Pädagogische Vertiefung<br />

Diese Fortbildungen sind zur Erlangung eines Zertifikates alle<br />

verbindlich.<br />

– Krisen und Krisenintervention bei<br />

Menschen mit geistiger Behinderung<br />

Termin: Freitag, 27. April 2012<br />

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 90,– (für FWS-Mitarbeiter<br />

/ innen E 80,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin: Kordula Kraus<br />

– Fallbesprechungen<br />

Termin: Mittwoch, 9. Mai 2012<br />

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 90,– (für FWS-Mitarbeiter<br />

/ innen E 80,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent: Dr. med. Christian Schanze<br />

– Geistige Behinderung – psychische Krankheit,<br />

Eine Herausforderung für die Pädagogik<br />

Termin: Donnerstag, 19. Juli bis Freitag, 20. Juli 2012<br />

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 150,– (für FWS-Mitarbeiter<br />

/ innen E 130,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozenten: Dr. med. Christian Schanze, Alois Grüter<br />

– Hospitation (individuell vereinbar)<br />

3 Tage<br />

Die ausführliche Ausschreibung finden Sie im Internet unter<br />

www.akademie-schoenbrunn.de<br />

oder wenden Sie sich direkt an die Akademie <strong>Schönbrunn</strong>.<br />

Fortsetzung nächste Seite �<br />

25<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

26<br />

Modularisierte Fachweiterbildung<br />

„Menschen mit geistiger Behinderung und<br />

psychischer Krankheit verstehen und begleiten“<br />

1 Pflichtseminar<br />

Die Belegung der Seminare ist frei wählbar.<br />

4 aus 10 Seminaren<br />

3 Pflichtseminare +<br />

Hospitation + Hausarbeit<br />

1. Einführungsveranstaltung (zur Erlangung eines Zertifikates verbindlich!)<br />

Psychische Störungen<br />

bei Menschen mit<br />

Intelligenzminderung<br />

06. – 07.04.2011 [S. 42]<br />

2. Störungsbilder (zur Erlangung eines Zertifikates müssen 4 dieser Seminare belegt werden)<br />

Impulse und Zwänge<br />

Termin 1: 25. – 26.01.2011<br />

Termin 2: 30.06. – 01.07.2011<br />

Termin 3: 26. – 27.01.2012<br />

[S. 41]<br />

Autismus und<br />

Intelligenzminderung<br />

29.09.2011 [S. 50]<br />

Depression und Angst<br />

bei Menschen mit<br />

geistiger Behinderung<br />

16.11.2010 [S. 54]<br />

Umgang mit geistiger<br />

Behinderung und Demenz<br />

06.05.2011 [S. 44]<br />

Ernährung und Übergewicht<br />

bei Menschen mit Behinderung<br />

04. – 05.10.2011 [S. 50]<br />

Der richtige Umgang mit<br />

Medikamenten, insbe-<br />

sondere Psychopharmaka<br />

17.11.2011 [S. 55]<br />

Menschen mit<br />

geistiger Behinderung und<br />

Borderline-Störung<br />

10.06.2011 [S. 47]<br />

Somatische Erkrankungen<br />

und ihre psychische Symptomatik<br />

bei Menschen mit<br />

Intelligenzminderung<br />

27. – 28.10.2011 [S. 53]<br />

3. Pädagogische Vertiefung (zur Erlangung eines Zertifikates alle verbindlich!)<br />

Krisen und Kriseninter-<br />

vention bei Menschen<br />

mit geistiger Behinderung<br />

27.04.2012 [S. 60]<br />

Hospitation, 3 Tage<br />

(individuell vereinbar)<br />

Menschen mit<br />

geistiger Behinderung und<br />

psychischer Krankheit<br />

verstehen und begleiten –<br />

Fallbesprechungen<br />

09.05.2012 [S. 66]<br />

Leistungsnachweis<br />

(Referat oder Hausarbeit)<br />

Geistige Behinderung,<br />

psychische Krankheit –<br />

Eine Herausforderung<br />

für die Pädagogik<br />

19. – 20.07.2012 [S. 73]<br />

!<br />

Alkoholkrankheit<br />

bei Menschen<br />

mit Intelligenzminderung<br />

27.06.2011 [S. 47]<br />

Verhaltensauffälligkeiten<br />

bei Menschen mit<br />

geistiger Behinderung<br />

14.11.2010 [S. 54]


Hygienebeauftragte/r<br />

In den Pflegeeinrichtungen werden die Pflegeleistungen mit<br />

immer knapperen Mitteln erbracht, wobei die zu pflegenden<br />

Personen vor Infektionen geschützt werden müssen. Hierzu ist<br />

einwandfreies hygienisches Arbeiten notwendig. Aufgrund der<br />

Hochaltrigkeit der Bewohner/innen muss auch mit einer höheren<br />

Erkrankungsrate und Anfälligkeit gerechnet werden. Somit<br />

kommt dem Einhalten von Hygienestandards nicht nur im<br />

Sinne der Qualitätssicherung eine große Bedeutung zu, sondern<br />

vor allem im Hinblick auf die Erhaltung der Gesundheit der<br />

anvertrauten Menschen.<br />

In diesem Lehrgang werden die Teilnehmer/innen im Umgang<br />

mit relevanten Themen der stationären Hygiene geschult. Die<br />

Weiterbildung vermittelt Kenntnisse über grundlegende Aspekte<br />

von Hygienestandards in den Pflegeeinrichtungen und orientiert<br />

sich am Bayerischen Rahmenhygieneplan.<br />

Insbesondere soll die Entwicklung eigener Standards gefördert<br />

werden. Hierbei werden Ressourcen und Möglichkeiten ermittelt<br />

und es wird aufgezeigt, wie hygienesichernde Maßnahmen in<br />

den jeweiligen Einrichtungen umgesetzt werden können.<br />

Als Themen werden folgende Teilbereiche aufgearbeitet:<br />

– Grundlagen der Hygiene und Mikrobiologie<br />

– Grundlagen der Hygiene in der stationären, teilstationären<br />

und ambulanten Altenhilfe<br />

– Rechtliche Grundlagen<br />

– Schnittstellen zur Bio- und zur Gefahrstoffverordnung<br />

– Qualitätssicherung im Lebensmittelbereich<br />

– Grundlagen für Heimbegehungen durch die Heimaufsicht<br />

– Umsetzung der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts<br />

(RKI)<br />

– Gezielte Maßnahmen zur Infektionsverhütung in der Pflege<br />

– Vorstellen eines sinnvollen Desinfektionsplans für die<br />

jeweiligen Arbeitsbereiche<br />

– Risikobeurteilung der Medizinprodukte<br />

– Aufbereitung von Medizinprodukten und Instrumenten<br />

– Besprechen einer Stellenbeschreibung<br />

– Vorbereitung auf das Kolloquium einschließlich Zeitmanagement<br />

Der Kurs orientiert sich an Methoden der Erwachsenenbildung<br />

und bearbeitet die Themen in Workshop-Form. Die Teilnehmer/<br />

innen sollen die eigenen Erfahrungen im Umgang mit dem jeweiligen<br />

Arbeitsgebiet einbringen und reflektieren. Durch den<br />

damit einhergehenden Erfahrungsaustausch sollen Potenziale<br />

aufgezeigt werden, die den Teilnehmer/innen neue und/oder<br />

andere Wege in der täglichen Arbeit verdeutlichen.<br />

Die Teilnehmer/innen erhalten nach Abschluss der Weiterbildung<br />

und Erfüllung der notwendigen Aufgabenstellungen ein ausführliches<br />

Zertifikat.<br />

Diese Weiterbildung befähigt die Teilnehmer/innen, in den jeweiligen<br />

Betrieben die Grundlagen für ein Hygienemanagementsystem<br />

zu schaffen. Im Anschluss an diesen Kurs besteht die<br />

Möglichkeit, jedes Jahr an einem Aufbaulehrgang teilzunehmen,<br />

der zur Vertiefung der Sachkenntnisse und zur Sensibilisierung<br />

der Teilnehmer/innen dienen soll.<br />

Termine Montag, 4. Juli bis Freitag, 8. Juli 2011<br />

Kolloquium Montag, 12. Dezember 2011<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 700,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter/innen E 650,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Lehrgangs- Susanne Haug<br />

leitung Diplom-Pädagogin, Referentin für Fort- und<br />

Weiterbildung, Akademie <strong>Schönbrunn</strong><br />

Dozenten Harald Geese<br />

staatlich geprüfter Hygieneinspektor,<br />

Fachreferent, Fachbuchautor,<br />

Leiter Kompetenznetzwerk Hygiene (KNH)<br />

Prof. Dr. Manfred Wolff<br />

Universität Witten/Herdecke<br />

Zielgruppe pflegerische und hauswirtschaftliche<br />

Fachkräfte in stationären Einrichtungen<br />

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen<br />

Kursnummer 111050<br />

Anmeldung bis 1. Juni 2011<br />

Die ausführliche Ausschreibung finden Sie im Internet unter<br />

www.akademie-schoenbrunn.de<br />

oder wenden Sie sich direkt an die Akademie <strong>Schönbrunn</strong>.<br />

27<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

Menschen mit Autismus<br />

verstehen und begleiten<br />

Modularisierte Fachweiterbildung<br />

mit Abschlusszertifikat<br />

Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen haben in den<br />

letzten Jahren immer mehr Aufmerksamkeit erfahren. Nicht<br />

zuletzt durch einige Buchveröffentlichungen betroffener Autisten<br />

und vermehrte Medienberichte über die Besonderheiten der<br />

autistischen Kernsymptomatik besteht mittlerweile ein großes<br />

Interesse an spezieller Fortbildung sowohl innerhalb der Pädagogik<br />

und Psychologie als auch im medizinischen Bereich.<br />

Die modularisierte Fachweiterbildung vermittelt Mitarbeiter / innen<br />

ein fundiertes Sach- und Handlungswissen im Umgang mit<br />

autistischen Menschen sowohl ohne als auch mit Intelligenzminderung.<br />

In einer Einführungsveranstaltung erhalten Sie einen Überblick<br />

über die verschiedenen Erscheinungsformen der sogenannten<br />

tiefgreifenden Entwicklungsstörungen, die diagnostischen Möglichkeiten,<br />

aber auch die Schwierigkeiten sowie die aktuellen<br />

Erklärungsmodelle zur Entstehung von Autismus-Spektrum-<br />

Störungen. Es werden das „Theory of mind“-Modell und die<br />

Bedeutung der Spiegelneuronen erläutert.<br />

Sie haben darüber hinaus die Möglichkeit, sich mit ausgewählten<br />

Themenfeldern zu Therapie und Förderung, Komorbidität<br />

und den Lebenswelten autistischer Menschen zu befassen, und<br />

zwar mit einem entsprechenden Praxisbezug zu ihrem Arbeitsfeld.<br />

In den beiden Seminaren – „Praxisreflexion (Fallbesprechungen<br />

und Förderplanung)“ sowie „Krisen und Kriseninterventionen” –<br />

wird das Gelernte pädagogisch mit dem Ziel vertieft, eine für den<br />

Arbeitsalltag ausreichende Handlungskompetenz im Umgang<br />

mit autistischen Menschen zu erhalten.<br />

Abschluss<br />

Die Fachweiterbildung schließt mit einem Zertifikat ab.<br />

Hierfür müssen folgende Veranstaltungen besucht werden:<br />

– Einführungsveranstaltung<br />

– Aus dem Bereich 2. Therapie und Förderung:<br />

· eine Fortbildung aus dem Bereich TEACCH<br />

· eine Fortbildung aus dem Bereich Kommunikation<br />

– Aus dem Bereich 3. Komorbidität: eine Fortbildung<br />

– Aus dem Bereich 4. Lebenswelten: eine Fortbildung<br />

– Aus dem Bereich 5. Pädagogische Vertiefungen<br />

müssen beide Veranstaltungen besucht werden.<br />

– Außerdem muss ein Leistungsnachweis in Form<br />

eines Referates oder einer Hausarbeit erbracht werden.<br />

Die ausführlichen Seminarausschreibungen können Sie auf den<br />

angegebenen Seiten in diesem Programm einsehen.<br />

Veranstaltungen, die zu den entsprechenden Themen in der<br />

Akademie <strong>Schönbrunn</strong> bereits besucht wurden, können auf<br />

Anfrage angerechnet werden.<br />

28<br />

Lehrgangs- Dr. med. Manfred Koniarczyk<br />

leitung Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,<br />

Stationsarzt der Fachabteilung Psychiatrische<br />

Therapie für Menschen mit Intelligenzminderung<br />

im Isar-Amper-Klinikum, Klinikum München-Ost,<br />

langjährige Erfahrung im Bereich<br />

der Diagnostik und Therapie von Verhaltens-<br />

und psychischen Störungen bei Menschen<br />

mit Intelligenzminderung<br />

Susanne Haug<br />

Diplom-Pädagogin, Referentin für Fort- und<br />

Weiterbildung, Akademie <strong>Schönbrunn</strong><br />

Die Veranstaltungen im Überblick (s. auch Tabelle S. 30)<br />

1. Verbindliche Einführungsveranstaltung<br />

– Autismus-Spektrum-Störungen bei Kindern, Jugendlichen<br />

und Erwachsenen (vgl. S. 46)<br />

Termin: Montag, 30. Mai 2011<br />

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 90,– (für FWS-Mitarbeiter<br />

/ innen E 80,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent: Dr. med. Manfred Koniarczyk<br />

2. Therapie und Förderung<br />

TEACCH (eine Fortbildung muss besucht werden):<br />

– Strukturierung als Hilfe zum Verstehen und Handeln<br />

(vgl. S. 70)<br />

Termin: Montag, 11. Juli 2011 bis Dienstag, 12. Juli 2011<br />

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 180,– (für FWS-Mitarbeiter<br />

/ innen E 160,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin: Antje Tuckermann<br />

– Diagnostik und Förderung sozialer Fähigkeiten<br />

bei Menschen mit Autismus (vgl. S. 71)<br />

Termin: Mittwoch, 13. Juli 2011, bis Donnerstag, 14. Juli 2011<br />

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 180,– (für FWS-Mitarbeiter<br />

/ innen E 160,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin: Antje Tuckermann


Kommunikation (eine Fortbildung muss besucht werden):<br />

– Förderung der Sprache bei Menschen mit Autismus<br />

(vgl. S. 78)<br />

Termin: Donnerstag, 20. Oktober 2011<br />

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 90,– (für FWS-Mitarbeiter<br />

/ innen E 80,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin: Maria Lell<br />

– Verhaltenstherapeutisch und visuell orientierte Förderung<br />

von Interaktion, Kommunikation und Sprache<br />

bei Menschen mit Autismus (vgl. S. 79)<br />

Termine: Teil 1: Freitag, 21. Oktober 2011<br />

Teil 2: Freitag, 9. Dezember 2011<br />

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 180,– (für FWS-Mitarbeiter<br />

/ innen E 160,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin: Maria Lell<br />

– Einführung in die Methode der<br />

Gestützten Kommunikation (FC) (vgl. S. 81)<br />

Termin: Montag, 7. bis Dienstag, 8. November 2011<br />

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 180,– (für FWS-Mitarbeiter<br />

/ innen E 160,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin: Ines Schicht<br />

In Kooperation mit Autismus Oberbayern ist es möglich,<br />

aufbauende Fortbildungen zur „Methode der Gestützten<br />

Kommunikation (FC)“ zu absolvieren. Diese können auf<br />

Wunsch im Zertifikat aufgeführt werden.<br />

3. Komorbidität<br />

(Eine Fortbildung muss besucht werden.)<br />

– Autismus und häufige Begleiterkrankungen (vgl. S. 52)<br />

Termin: Donnerstag, 6. Oktober 2011<br />

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 90,– (für FWS-Mitarbeiter<br />

/ innen E 80,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent: Dr. med. Manfred Koniarczyk<br />

– Psychische Störungen und aggressives Verhalten<br />

bei Menschen mit Autismus (vgl. S. 52)<br />

Termin: Dienstag, 11. Oktober bis Mittwoch, 12. Oktober 2011<br />

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 190,– (für FWS-Mitarbeiter<br />

/ innen E 170,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozenten: Dr. med. Manfred Koniarczyk, Dr. med. Christian<br />

Schanze<br />

4. Lebenswelten<br />

(Eine Fortbildung muss besucht werden.)<br />

– Wohn- und Arbeitsformen für Menschen mit Autismus<br />

(vgl. S. 74)<br />

Termin: Montag, 19. September 2011<br />

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 100,– (für FWS-Mitarbeiter<br />

/ innen E 90,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent innen: Martina Schabert, Petra Hoffmann,<br />

Kati Bernstein<br />

– Freizeit, Freundschaft, Partnerschaft und Sexualität bei<br />

Menschen mit Autismus (vgl. S. 82)<br />

Termin: Montag, 14. November 2011, bis<br />

Dienstag, 15. November 2011<br />

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 180,– (für FWS-Mitarbeiter<br />

/ innen E 160,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent: Stefan Müller-Teusler<br />

– Umgang mit Angehörigen von Menschen mit Autismus<br />

(vgl. S. 93)<br />

Termin: Mittwoch, 16. November 2011<br />

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 90,– (für FWS-Mitarbeiter<br />

/ innen E 80,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent: Stefan Müller-Teusler<br />

5. Pädagogische Vertiefung:<br />

(Beide Fortbildungen sind zur Erlangung des Zertifikates<br />

verbindlich.)<br />

– Praxisreflexion (Fallbesprechungen und Förderplanung)<br />

(vgl. S. 59)<br />

Termin: Donnerstag, 29. März 2012, bis<br />

Samstag, 31. März 2012<br />

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 230,– (für FWS-Mitarbeiter<br />

/ innen E 200,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag,<br />

Dozentin: Antje Tuckermann<br />

– Krisen und Krisenintervention bei Menschen mit Autismus<br />

(vgl. S. 67)<br />

Termin: Donnerstag, 3. Mai 2012<br />

Verbindliche Kosten: Kursgebühr E 90,– (für FWS-Mitarbeiter/<br />

innen E 80,–) zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag,<br />

Dozentin: Kordula Kraus<br />

Die ausführliche Ausschreibung finden Sie im Internet unter<br />

www.akademie-schoenbrunn.de<br />

oder wenden Sie sich direkt an die Akademie <strong>Schönbrunn</strong>.<br />

Fortsetzung nächste Seite �<br />

29<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

30<br />

Modularisierte Fachweiterbildung<br />

„Menschen mit Autismus verstehen und begleiten“<br />

Die Belegung der Seminare können Sie frei wählen! 1 Pflichtseminar<br />

1 aus 2<br />

1 aus 3<br />

1 aus 2<br />

1 aus 3<br />

2 Pflichtseminare +<br />

Leistungsnachweis<br />

1. Einführungsveranstaltung (zur Erlangung eines Zertifikates verbindlich)<br />

Autismus-Spektrum-<br />

Störungen bei Kindern,<br />

Jugendlichen und<br />

Erwachsenen<br />

30.05.2011 [S. 46]<br />

2. Therapie und Förderung<br />

TEACCH (1 Seminar muss belegt werden)*<br />

Strukturierung als Hilfe<br />

zum Verstehen und Handeln<br />

11. – 12.07.2011 [S. 70]<br />

Förderung der Sprache bei<br />

Menschen mit Autismus<br />

22.10.2010 [S. 78]<br />

5. Pädagogische Vertiefung (zur Erlangung eines Zertifikates alle verbindlich)<br />

Praxisreflexion<br />

(Fallbesprechungen &<br />

Förderplanung)<br />

29. – 31.05.2012 [S. 59]<br />

Leistungsnachweis<br />

(Referat oder Hausarbeit)<br />

Diagnostik und Förderung<br />

sozialer Fähigkeiten bei<br />

Menschen mit Autismus<br />

13. – 14.07.2011 [S. 71]<br />

Kommunikation (1 Seminar muss belegt werden)<br />

3. Komorbidität (1 Seminar muss belegt werden)<br />

Autismus und häufige<br />

Begleiterscheinungen<br />

06.10.2011 [S. 52]<br />

Psychische Störungen und<br />

aggressives Verhalten<br />

bei Menschen mit Autismus<br />

11. – 12.10.2011 [S. 52]<br />

4. Lebenswelten (1 Seminar muss belegt werden)<br />

Wohn- und Arbeitsformen<br />

für Menschen mit Autismus<br />

19.09.2011 [S. 74]<br />

Verhaltenstherapeutisch<br />

und visuell orientierte<br />

Förderung von Interaktion,<br />

Kommunikation und<br />

Sprache bei Menschen<br />

mit Autismus<br />

Teil 1: 21.10.2011<br />

Teil 2: 09.12.2011 [S. 79]<br />

Freizeit, Freundschaft,<br />

Partnerschaft, Sexualität<br />

bei Menschen mit Autismus<br />

14. – 15.11.2011 [S. 82]<br />

Krisen und Krisenintervention<br />

bei Menschen<br />

mit Autismus<br />

03.05.2012 [S. 67]<br />

Einführung in die Methode<br />

der Gestützten Kommunikation<br />

(FC)**<br />

07. – 08.11.2011 [S. 81]<br />

Umgang mit Angehörigen<br />

von Menschen mit Autismus<br />

16.11.2011 [S. 93]<br />

* Ab 2012 ist eine eigene TEACCH-Weiterbildung in Kooperation mit Team Autismus GbR geplant (vgl. S. 36)<br />

** Die Belegung weiterführender Veranstaltungen in Kooperation mit „autismus Oberbayern” ist möglich.


Menschen mit Behinderung<br />

verstehen und begleiten<br />

Fachweiterbildung als Einführung für Nicht-<br />

fachkräfte<br />

Mitarbeiter/innen ohne pädagogische Fachausbildung sind eine<br />

unverzichtbare Säule in Einrichtungen der Behindertenhilfe.<br />

In dieser Fachweiterbildung sollen sie eine Einführung in heil-<br />

pädagogische Arbeitsweisen erhalten und Grundprinzipien<br />

heilpädagogischen Arbeitens kennenlernen. Dafür werden<br />

Problemfelder und Handlungskonsequenzen so behandelt, dass<br />

sie Handlungsorientierung und Handlungssicherheit erhalten.<br />

Folgende Themen und Fragestellungen werden bearbeitet:<br />

– Was ist Behinderung und von welchen persönlichen und<br />

sozialen Bedingungen gehen wir bei Personen aus, die als<br />

geistig behindert bezeichnet werden?<br />

– Wie können Kommunikation, Beziehung und Dialog mit<br />

diesem Personenkreis gelingen?<br />

– Welche Haltung setzen wir bei Mitarbeiter/innen dafür<br />

voraus?<br />

– Welche Grundsätze sind in der Arbeit mit behinderten<br />

Menschen generell, welche speziell in der Arbeit mit<br />

Menschen, die als geistig behindert gelten, zu beachten?<br />

Was ist wesentlich für ihre Pflege, Assistenz, Betreuung,<br />

Begleitung und Förderung?<br />

– Was ist zu beachten, wenn besondere psychische oder<br />

Verhaltensprobleme vorliegen?<br />

– Welche rechtlichen Rahmenbedingungen müssen auch<br />

Hilfskräfte beachten?<br />

1. Einheit: Dienstag, 27. September 2011 bis<br />

Mittwoch, 28. September 2011<br />

Menschsein und Behinderung<br />

– Menschenbild, Grundbedürfnisse und Menschenrechte<br />

in der BRD<br />

– Überblick über unterschiedliche Verständnisse und Denk-<br />

modelle von Behinderung bis hin zum heute gültigen<br />

bio-psycho-sozialen Verständnis von Behinderung und<br />

Inklusion als umfassendes Denkmodell mit Recht auf<br />

Selbstbestimmung, Teilhabe, Beteiligung und Assistenz<br />

– Konsequenzen für das Selbstverständnis von Mitarbeiter/innen<br />

und für die Betreuung und Begleitung im Alltag:<br />

Assistenz und Anwaltschaft<br />

Grundlegende Prinzipien in der Arbeit mit Menschen<br />

mit Behinderung<br />

– für eine dialogische Beziehungsgestaltung,<br />

– für Assistenz und Begleitung durch Mitarbeiter/innen als Voraussetzung<br />

für Selbstbestimmung und Eigenverantwortung<br />

des Menschen mit Behinderung<br />

– für die Gestaltung von Lernprozessen<br />

– für die Gestaltung von Kontextbedingungen<br />

– für den Umgang mit Nähe und Distanz<br />

Dozentin: Lilo Nitz<br />

Diplom-Sozialpädagogin, Heilpädagogin,<br />

Diplom-Supervisorin<br />

2. Einheit: Mittwoch, 19. Oktober 2011 bis<br />

Freitag, 21. Oktober 2011<br />

Verstehen und Verstandenwerden von Menschen mit<br />

Behinderung<br />

– Allgemeine Grundlagen von Kommunikation<br />

und Gesprächsführung<br />

– Überblick über Formen unterstützter Kommunikation:<br />

Basale Formen der Kommunikation, FC, Gesten und<br />

Gebärden, Zeichen, Bilder und Piktogramme,<br />

elektronische Kommunikationshilfen usw.<br />

– Wesentliche Fakten für eine gelingende Gesprächsführung<br />

Überblick über Behinderungsarten und besondere Heraus-<br />

forderungen:<br />

– Ursachen und Erscheinungsbilder von Behinderung<br />

im Überblick<br />

– Psychische Erkrankungen neben der Behinderung<br />

als Herausforderung<br />

– Aggressionen und andere Verhaltensauffälligkeiten<br />

als Herausforderung<br />

– Autismus oder autistische Verhaltensweisen<br />

als besondere Herausforderung<br />

– Alter und Demenz als besondere Herausforderung<br />

für Mitarbeiter/innen<br />

Dozentinnen: Lilo Nitz<br />

Diplom-Sozialpädagogin, Heilpädagogin,<br />

Diplom-Supervisorin<br />

Dr. med. Svetlana Panfilova<br />

Ärztin und szenisch-systemische Beraterin<br />

3. Einheit: Dienstag, 29. November 2011 bis<br />

Mittwoch, 30. November 2011<br />

Lernen und Leistung im Leben behinderter Menschen<br />

– Lernen und Bildung als Menschenrecht<br />

– Lern- und Leistungsmotivation als Folge<br />

gelingender Beziehung<br />

– Selbstwirksamkeit als Basis für Sinnerfahrung und<br />

als Voraussetzung für Leistung und Erfolg im Leben<br />

– Grundlegende Prinzipien für Lern- und Förderprozesse<br />

bei Menschen mit Behinderung<br />

Rechte und Pflichten der Mitarbeiter/innen<br />

– Pädagogisches Handeln im Spannungsfeld<br />

von Aufsichtspflicht und Haftung<br />

– Rechtliche Fakten für Arbeitnehmer/innen<br />

Fortsetzung nächste Seite �<br />

31<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

Gesundheit und Wohlbefinden durch Pflege und Beziehung<br />

– Wohnen, Arbeit und Freizeit als Basis für Wohlbefinden<br />

– Regelkreise der Lebensführung und Prinzipien<br />

der Lebensordnung<br />

– Kohärenz und Resilienz als pädagogische Aspekte der Pflege<br />

– Wohn- und Lebensform als Menschenrecht<br />

– Prinzipien gelingender Lebensgestaltung auch<br />

für Menschen mit Behinderung<br />

– Die Bedeutung von Arbeit und Freizeit auch für Menschen<br />

mit Behinderung<br />

Dozentin: Lilo Nitz<br />

Diplom-Sozialpädagogin, Heilpädagogin,<br />

Diplom-Supervisorin<br />

Mitarbeiter/innen, die mit pflegebedürftigen Menschen<br />

arbeiten, wird das Seminar „Pflegegrundkurs für nicht-<br />

examinierte Pflegekräfte“ (S. 48) empfohlen.<br />

Kurszeiten täglich von 9 bis 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 550,–<br />

Kosten (für FWS Mitarbeitern/innen E 500,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,–/Tag<br />

Lehrgangs Lilo Nitz<br />

leitung Diplom-Sozialpädagogin, Heilpädagogin,<br />

Diplom-Supervisorin, langjährige Erfahrung<br />

in Erwachsenenbildung und als Lehrerin für<br />

soziale Berufe<br />

Zielgruppe Nichtfachkräfte in der Behindertenhilfe<br />

Kursnummer 111060<br />

Anmeldung bis 20. August 2011<br />

Die Fachweiterbildung ist nur<br />

als Gesamtmodul buchbar.<br />

Die ausführliche Ausschreibung finden Sie im Internet unter<br />

www.akademie-schoenbrunn.de<br />

oder wenden Sie sich direkt an die Akademie <strong>Schönbrunn</strong>.<br />

32<br />

Fachberater/in Aggression<br />

Fallberatung von Einzelnen und Teams in der Begleitung<br />

von Menschen mit geistiger Behinderung<br />

und aggressivem Verhalten<br />

Ziel der Fachweiterbildung<br />

Gerade in kleineren Wohneinrichtungen oder Werkstätten für<br />

Menschen mit einer geistigen Behinderung werden häufig<br />

keine eigenen Fachdienste vorgehalten. Hier stellen fremd- und<br />

selbstaggressive Verhaltensweisen von Bewohner/innen oder<br />

Beschäftigten die sie begleitenden Mitarbeiter/innen vor große<br />

psychische und physische Probleme, da diesen kurzfristig keine<br />

Hilfe durch Beratung angeboten werden kann.<br />

Diese Fachweiterbildung will pädagogische und psychologische<br />

Fachkräfte in der Behindertenhilfe befähigen, einzelne Mitarbeitende<br />

oder Teams in der Begleitung von Menschen mit einer<br />

geistigen Behinderung und herausfordernden Verhaltensweisen<br />

zu beraten und somit eine nachhaltige Verbesserung der Lebens-<br />

und/oder Arbeitssituation des betroffenen Menschen und<br />

der Betreuungssituation der Mitarbeitenden zu erreichen.<br />

Inhalte der Fachweiterbildung sind u. a.:<br />

Fachkompetenz<br />

– Menschenbild und Haltung, mit denen Menschen mit<br />

geistiger Behinderung begegnet wird<br />

– Grundlagen zum Verständnis von stereotypen,<br />

selbstverletzenden und aggressiven Verhaltensweisen<br />

bei Menschen mit geistigen Behinderungen<br />

– Wahrnehmungsstörungen und die Bedeutung<br />

„isolierender Bedingungen“<br />

– Einführung in Methoden der<br />

„prophylaktischen Deeskalation“<br />

– Arbeit mit Menschen mit autistischen Verhaltensweisen<br />

(u. a. TEACCH-Modell)<br />

– Übersicht über heilpädagogische und (verhaltens)therapeu-<br />

tische Verfahren in der Begleitung von Menschen mit<br />

geistiger Behinderung wie Rehistorisierung, Biografiearbeit,<br />

Reinszenierung, Spiegeln usw.<br />

– Systemische Aspekte der Begleitungsarbeit<br />

– Umgang mit Krisen und Krisenmanagement (Gefährdungsbogen,<br />

Notfallmeldung, „Ampelschema“)<br />

– Hinweise zur körperlichen Deeskalation<br />

– Auseinandersetzung mit den Polen Selbstbestimmung<br />

(Freiheit) und Begrenzung (Sicherheit)<br />

– Abgrenzung therapeutischer Verfahren zur Fallberatung<br />

im pädagogischen Alltag<br />

– Hinweise zu weiterführender Literatur


Beratungskompetenz<br />

– Einführung und Einübung in ein Beratungsgespräch<br />

– Grundregeln der Gesprächsführung<br />

– Aspekte der Transaktionsanalyse und des Dramadreiecks<br />

– Lösungsorientierte versus prozessorientierte Beratung<br />

– Beratung von Einzelnen und Gruppen<br />

– Analyse sozialer Situationen (besonders in Teams)<br />

– Möglichkeiten und Grenzen der Wahrnehmungserweiterung<br />

und -schulung<br />

– Methoden zur Wahrnehmungserweiterung und<br />

in der Fallberatung<br />

– Umgang mit Interessen- und Rollenkonflikten<br />

– Die Haltung des Beraters/der Beraterin<br />

– Abgrenzung der Fallberatung im pädagogischen Alltag<br />

zu Supervision und vergleichbaren Beratungsangeboten<br />

– Hinweise zu weiterführender Literatur<br />

Diese und weitere Inhalte werden in einer engen Theorie-Praxis-<br />

Verbindung vermittelt. Dazu erhält der/die Teilnehmer/in nach<br />

jedem Kursabschnitt eine konkrete Aufgabe für die Praxisphase,<br />

die im jeweilig nachfolgenden Kursabschnitt vorgestellt und<br />

beraten wird.<br />

Aufbau<br />

– Die Fachweiterbildung findet in insgesamt drei jeweils drei-<br />

tägigen und einem viertägigen Seminarabschnitt statt. In den<br />

Praxisphasen zwischen den einzelnen Kursblöcken werden<br />

erlernte Kompetenzen angewandt und durch eine kollegiale<br />

Beratungsgruppe, die sich zwischen den Kursblöcken<br />

jeweils zweimal dreistündig trifft, vertieft.<br />

– Die Fachweiterbildung schließt mit einer Hausarbeit und<br />

einem Colloquium ab.<br />

– Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten die Absolvent/innen<br />

ein Zertifikat.<br />

– Die Durchführung von Fallberatung wird nach erfolgreicher<br />

Teilnahme im Sinne dieser Fachweiterbildung – unter regelmäßiger<br />

Kontrollsupervision – zugelassen.<br />

Termine<br />

1. Einheit: Dienstag, 4. Oktober bis<br />

Donnerstag, 6. Oktober 2011<br />

2. Einheit: Montag, 23. April bis<br />

Mittwoch, 25. April 2012<br />

3. Einheit: Montag, 24. September bis<br />

Mittwoch 26. September 2012<br />

4. Einheit: Montag, 22. April bis<br />

Donnerstag, 25. April 2013<br />

Kurszeiten 1. Tag: 10 –19 Uhr<br />

2. Tag: 9 –19 Uhr<br />

3. Tag: 9 –17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 1400,–<br />

Kosten zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent Heiner Bartelt<br />

Diplom-Pädagoge, Lehramt für Sonder-<br />

schulen, Supervisor, ca. 30 Jahre Arbeit in der<br />

stationären Behindertenhilfe, Bereichsleiter<br />

bei einem diakonischen Träger im Ruhrgebiet<br />

für ambulante und stationäre Hilfen für<br />

Kinder und Jugendliche mit Behinderung,<br />

mehrere Veröffentlichungen zum Thema<br />

Lehrgangs- Johannes Bahl<br />

leitung Diplom-Pädagoge, Kunstpädagoge M.A., Betriebswirt<br />

(IWW), Leiter Bildung & Beratung<br />

Teilnahme- Teilnehmen können Mitarbeiter/innen mit<br />

voraussetzung einer pädagogischen Fachschul- oder (Fach-)<br />

Hochschulausbildung und mindestens dreijähriger<br />

Berufserfahrung in einem Praxisfeld<br />

der Behindertenhilfe<br />

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen<br />

Kursnummer 111070<br />

Anmeldung bis 1. September 2011<br />

33<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

Als Abteilungsleitung in einer<br />

WfbM Führungsverantwortung<br />

wahrnehmen<br />

Als Abteilungsleiter/in in der WfbM übernehmen Sie Führungsverantwortung<br />

auf der mittleren Ebene. Zwischen Gruppen-<br />

und Werkstattleitung sorgen Sie für ein gutes Zusammenwirken<br />

der verschiedenen Funktionen und Betriebsteile sowie einen<br />

möglichst störungsfreien Ablauf in Ihrem Verantwortungsbereich.<br />

Unterschiedliche und sich zum Teil widersprechende Erwartungen<br />

von Mitarbeiter/innen, Klient/innen, Vorgesetzten<br />

und Kund/innen werden an Sie gerichtet, denen Sie auf Ihre<br />

Weise gerecht werden müssen. Dies gelingt dann am besten,<br />

wenn Ihre Funktion und Rolle ausreichend klar definiert sind<br />

und Sie aus einer gefestigten Position heraus agieren können.<br />

Die Fortbildungsreihe bietet Ihnen Zeit und Raum, um im Kreis<br />

von Kolleg/innen der mittleren Führungsebene Ihre Führungs-<br />

rolle und Ihr Leitungshandeln zu reflektieren und weiterzuent-<br />

wickeln.<br />

Inhalte<br />

Leitungsverständnis definieren und gestalten<br />

– Das eigene Selbstverständnis als Führungskraft mit seinen<br />

Auswirkungen auf den Führungsalltag wahrnehmen<br />

– Umgang mit Erwartungen von Mitarbeiter/innen, Beschäftigten,<br />

Vorgesetzten, Kund/innen u. a. und die Gestaltung von<br />

Rollenkonflikten<br />

– Eigene Stärken und persönliche Entwicklungspotenziale<br />

nutzen<br />

– Stellung und Rollenprofil in der Organisation und strukturelle<br />

Verbesserungsmöglichkeiten für die Funktion überprüfen<br />

Mitarbeiter/innen führen und das Team entwickeln<br />

– Mitarbeiter/innen in ihr Aufgabenfeld einarbeiten,<br />

Aufgaben anleiten und delegieren<br />

– Die Mitarbeiter/innen durch wertschätzende und kritische<br />

Rückmeldungen führen und eine Rückmeldekultur in der<br />

Abteilung aufbauen<br />

– Konflikte mit Mitarbeiter/innen und im Team aufgreifen und<br />

angemessen bearbeiten<br />

Teilhabe als zentralen Auftrag der WfbM ermöglichen<br />

– Die persönliche Haltung zur Teilhabe und das entsprechende<br />

Selbstverständnis als konzeptionelle Leitidee<br />

– Für die eigene Abteilung eine Konzeption zur Umsetzung<br />

der Teilhabe als Entwicklungsprozess mit den Mitarbeiter/innen<br />

vorplanen<br />

– Beteiligung der Mitarbeiter/innen<br />

– Gesamtverantwortung für Abteilung und Mitverantwortung<br />

der Mitarbeiter/innen<br />

Arbeitsformen<br />

Einzel- und Gruppenarbeit, Impulsreferat, Seminargespräch,<br />

Fallarbeit, Übungen, Transferaufgaben zwischen den einzelnen<br />

Einheiten<br />

34<br />

Termine und Orte<br />

1. Einheit 28. bis 30. März 2011<br />

in der Stiftung Liebenau<br />

www.fortbilden-entwickeln.de<br />

2. Einheit 11. bis 13. Juli 2011<br />

im Dominikus-Ringeisen-Werk Ursberg<br />

www.dominikus-ringeisen-werk.de<br />

3. Einheit 12. bis 14. Oktober 2011<br />

in der Akademie <strong>Schönbrunn</strong><br />

www.akademie-schoenbrunn.de<br />

Beginn jeweils am 1. Tag um 10 Uhr und<br />

Ende jeweils am 3. Tag um 16.30 Uhr<br />

Verbindliche Kursgebühr E 750,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 700,–)<br />

Zuzüglich Verpflegung und ggf. Unterkunft an<br />

den jeweiligen Veranstaltungsorten<br />

Dozent Markus Flum<br />

Diplom-Pädagoge, Organisationsberater,<br />

Coach<br />

Zielgruppe Abteilungsleiter/innen, Teamleiter/innen<br />

des Arbeits- und des Bildungsbereiches<br />

Teilnehmerzahl maximal 14 Personen<br />

Anmeldung bis 18. Februar 2011<br />

Die Fortbildungsreihe ist nur<br />

als Gesamtmodul buchbar.<br />

Ihre Anmeldung richten Sie bitte an:<br />

Stiftung Liebenau<br />

fortbilden & entwickeln<br />

Siggenweilerstraße 11<br />

88074 Meckenbeuren<br />

Telefon 07542 10-1266 und 1263<br />

fortbilden.entwickeln@stiftung-liebenau.de<br />

Die Fortbildungsreihe ist eine<br />

Kooperationsveranstaltung zwischen:<br />

Stiftung Liebenau<br />

fortbilden & entwickeln<br />

Dominikus-Ringeisen-<br />

Werk Ursberg<br />

Abteilung Fortbildung<br />

Akademie <strong>Schönbrunn</strong><br />

Bildung & Beratung


Geprüfte Fachkraft / SPZ<br />

Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung<br />

in Werkstätten für behinderte<br />

Menschen (gFAB) / Sonderpädagogische<br />

Zusatzqualifikation (SPZ)<br />

Die Integration von Menschen mit Behinderung in das Arbeitsleben<br />

ist eines der Hauptanliegen der WfbM. Durch wirkungsvolle<br />

Förderung und Begleitung soll die Leistungsfähigkeit des<br />

Menschen mit Behinderung entwickelt, erhöht oder wiederhergestellt<br />

werden.<br />

Diese Aufgabe erfordert von den Fachkräften ein Höchstmaß<br />

an fachlicher und persönlicher Kompetenz. Um die berufliche<br />

Qualifikation der Mitarbeiter / innen einer WfbM sicherzustellen<br />

und zu erhalten, bedarf es einer umfassenden und fundierten<br />

Ausbildung. Der Lehrgang „Geprüfte Fachkraft zur Arbeits-<br />

und Berufsförderung (gFAB)“ gewährleistet dies in besonderem<br />

Maße.<br />

Die am 1. Juli 2001 in Kraft getretene Verordnung über die<br />

Prüfung zum anerkannten Abschluss „Geprüfte Fachkraft zur<br />

Arbeits- und Berufsförderung in Werkstätten für behinderte<br />

Menschen“ sieht als Inhalte für den Lehrgang und die Prüfung<br />

folgende fünf Handlungsbereiche vor:<br />

– Planung des Rehabilitationsverlaufs sowie der Förderung<br />

in der Werkstatt für behinderte Menschen<br />

– Berufs- und Persönlichkeitsförderung<br />

– Gestaltung der Arbeit unter rehabilitativen Aspekten<br />

– Kommunikation und Zusammenarbeit mit den Menschen mit<br />

Behinderung und Institutionen ihres Umfelds<br />

– Rechtliche Rahmenbedingungen der Werkstatt für behinderte<br />

Menschen<br />

Die Fachweiterbildung bereitet die Teilnehmer / innen auf<br />

die Prüfung zum anerkannten Abschluss<br />

„Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung<br />

in Werkstätten für behinderte Menschen (gFAB)“<br />

vor. Die Prüfung besteht aus einer schriftlichen Aufsichtsarbeit<br />

(Klausur) sowie einer praxisbezogenen Projektarbeit mit<br />

Präsentation und einem Prüfungsfachgespräch.<br />

In der Akademie <strong>Schönbrunn</strong> besteht darüber hinaus<br />

die Möglichkeit, den Abschluss der<br />

„Sonderpädagogischen Zusatzqualifikation (SPZ)“<br />

zu erwerben. Für Teilnehmer / innen, die diesen Abschluss<br />

anstreben, endet der reguläre Unterricht nach der 10. Kurswoche.<br />

Die Prüfungsvorbereitung erfolgt gemeinsam mit<br />

den gFAB-Teilnehmer / innen in der 14. Kurswoche. Die SPZ-<br />

Abschlussprüfung besteht aus einer schriftlichen Aufsichtsarbeit<br />

(Klausur), die für SPZ- und gFAB-Teilnehmer / innen gleichermaßen<br />

zu bearbeiten ist, sowie aus den eigenständigen<br />

SPZ-Prüfungsteilen Prüfungsfachgespräch und Präsentation<br />

in der 15. und 16. Kurswoche.<br />

Seit einigen Jahren verändern sich die Bevölkerungsgruppen,<br />

die in eine WfbM aufgenommen werden wollen. Um diesen<br />

Herausforderungen begegnen zu können, bietet die Akademie<br />

<strong>Schönbrunn</strong> allen Teilnehmer / innen (gFAB und SPZ) an, sich –<br />

über die vermittelten Grundlagen hinaus – intensiv mit folgenden<br />

Zielgruppen und deren Bedarfen zu befassen:<br />

– „Menschen mit geistiger Behinderung und<br />

Verhaltensauffälligkeit“<br />

– „Menschen mit psychischer Erkrankung“<br />

– „Menschen mit Körperbehinderung“<br />

– „Menschen mit Autismus“<br />

– „Menschen mit Schädel-Hirn-Trauma“<br />

Ab der 11. Lehrgangswoche wird für die Teilnehmer / innen,<br />

die den Abschluss „Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung“<br />

anstreben, die Arbeit in Projekten im Vordergrund<br />

stehen. Schwerpunkte im Unterricht werden sein: Die gFAB als<br />

Führungskraft, Vertiefung Förderplanung, die WfbM vor neuen<br />

Herausforderungen<br />

Der zeitliche Umfang des Lehrgangs „Geprüfte Fachkraft zur<br />

Arbeits- und Berufsförderung (gFAB)“ beträgt 800 Stunden.<br />

Der zeitliche Umfang für den Abschluss der<br />

„Sonderpädago gischen Zusatzqualifikation (SPZ)“<br />

beträgt 580 Stunden und wird im Lehrgang „Geprüfte Fachkraft<br />

zur Arbeits- und Berufsförderung“ absolviert.<br />

Fortsetzung nächste Seite �<br />

35<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

Stundenverteilung „Geprüfte Fachkraft zur Arbeits-<br />

und Berufsförderung (gFAB)“:<br />

14 Kurswochen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 560 Stunden<br />

(inkl. Prüfungsvorbereitung und<br />

Praxiserprobung in WfbM)<br />

Vertiefungsseminare . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84 Stunden<br />

3 Praxisarbeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48 Stunden<br />

1 Referat: Spezialisierung / Zielgruppe . . . . . . . . . . . 8 Stunden<br />

1 Projektarbeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 100 Stunden<br />

Insgesamt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 800 Stunden<br />

Stundenverteilung „Sonderpädagogische<br />

Zusatzqualifikation (SPZ)“:<br />

11 Kurswochen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 440 Stunden<br />

(inkl. Prüfungsvorbereitung)<br />

Vertiefungsseminare . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84 Stunden<br />

3 Praxisarbeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48 Stunden<br />

1 Referat: Spezialisierung / Zielgruppe . . . . . . . . . . . 8 Stunden<br />

Insgesamt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 580 Stunden<br />

Die Akademie <strong>Schönbrunn</strong> sichert für beide Abschlüsse den<br />

Transfer der Wissensinhalte in die Praxis durch Mentorenbegleitung<br />

und Vertiefungsgruppen in den WfbMs der Lehrgangsteilnehmer<br />

/ innen.<br />

Die Akademie <strong>Schönbrunn</strong> erfüllt die Standards für die Qualifizierung<br />

„(Geprüfte) Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung<br />

in Werkstätten für behinderte Menschen“, die im Januar 2005<br />

von der BAG:WfbM und den unterzeichnenden Fachverbänden<br />

der Freien Wohlfahrtspflege verabschiedet wurden.<br />

Anmeldung<br />

Ein Einstieg in den Laufenden Kurs ist nicht möglich.<br />

Der neue Kurs beginnt im Frühjahr 2012.<br />

Bitte fordern Sie ab Herbst 2011 die ausführliche<br />

Ausschreibung an oder informieren Sie sich im Internet unter:<br />

www.akademie-schoenbrunn.de<br />

36<br />

§ §<br />

Wichtige Steuertipps!<br />

§<br />

Fortbildungskosten, d. h. Aufwendungen, die ein Arbeitnehmer<br />

leistet, um seine Kenntnisse und Fähigkeiten im ausgeübten<br />

Beruf zu erhalten oder zu erweitern, sind als Werbungskosten<br />

voll absetzbar.<br />

Ausbildungskosten, d. h. Aufwendungen für den Erwerb von<br />

Kenntnissen, die als Grundlage für einen noch nicht aus-<br />

geübten Beruf notwendig sind, können als Sonderausgaben<br />

im Kalenderjahr abgesetzt werden.<br />

Förderung von Menschen mit<br />

Autismus nach dem TEACCH-<br />

Ansatz – in Kooperation mit<br />

Team Autismus GbR<br />

Vorankündigung<br />

Der TEACCH-Ansatz zur Förderung von Menschen mit Autismus<br />

ist ein pädagogischer Ansatz, der die kognitiven Fähigkeiten<br />

und besonderen Schwierigkeiten in der Informationsverarbeitung<br />

berücksichtigt, die mit Autismus typischerweise einhergehen<br />

und die Einfluss auf das Verhalten und Lernen haben. Ausgehend<br />

von wissenschaftlichen Erkenntnissen über Autismus zum<br />

einen und einer umfassenden Förderdiagnostik zum anderen,<br />

werden Interventionen individuell entwickelt. Diese beinhalten<br />

neben Angeboten zur direkten Entwicklungsförderung auch<br />

die Gestaltung der Umwelt, um die jeweiligen Stärken optimal<br />

zu nutzen und die Auswirkungen der Schwächen zu minimieren.<br />

Ziel ist es, die Welt mit Bedeutung zu füllen, Zusammenhänge<br />

erkennbar zu machen und durch ein Verstehen ein effektives<br />

und selbständiges Handeln zu ermöglichen.<br />

In dieser umfassenden Lehrgangsreihe erhalten die Teilnehmer/<br />

innen die Möglichkeit, die vielfältigen Aspekte des TEACCH-<br />

Ansatzes kennenzulernen und sich mit der Umsetzung in ihrem<br />

eigenen Praxisfeld auseinanderzusetzen. Die Lehrgangsreihe<br />

zeichnet sich besonders durch die Praxisanteile aus, bei denen<br />

mit konkreten Klient/innen gearbeitet wird oder zielgerichtete<br />

direkte Fallarbeit in den Weiterbildungsteilen beinhaltet ist. So<br />

erwerben die Teilnehmer/innen ein fundiertes Fach- und Praxiswissen<br />

zum TEACCH-Ansatz und können ihre Erfahrungen<br />

unmittelbar in ihrem Praxisfeld umsetzen.<br />

Die Fachweiterbildung dauert drei Jahre (Beginn Herbst 2012)<br />

und besteht aus sieben Fortbildungsblöcken zu je drei Tagen.<br />

Das Curriculum umfasst folgende Themenbereiche: Grundlagen,<br />

Structured Teaching, Kommunikation, soziale Kompetenzen,<br />

formelle und informelle Förderdiagnostik sowie Umgang mit<br />

herausforderndem Verhalten.<br />

Das praktische Training und ein Fallseminar sind ebenfalls<br />

Bestandteil der Weiterbildung.


5 Pflichtseminare 1 Pflichtseminar<br />

1 Pflichtseminar<br />

Förderung von Menschen mit Autismus nach dem TEACCH-Ansatz –<br />

in Kooperation mit Team Autismus GbR<br />

1 aus 2<br />

1. Einführung<br />

Strukturierung als Hilfe zum Verstehen und Handeln:<br />

Förderung von Menschen mit Autismus nach<br />

dem Vorbild des TEACCH-Modells<br />

2012<br />

2. Diagnostik und Förderung<br />

Diagnostik und Förderung sozialer Fähigkeiten<br />

bei Menschen mit Autismus<br />

2013<br />

Von der förderdiagnostischen Beobachtung<br />

zu individuellen Angeboten:<br />

Praktisches Training zur Arbeit nach TEACCH<br />

Praktisches Training unter Beteiligung<br />

von Menschen mit Autismus<br />

2013<br />

Diagnostik und Förderung spontaner Kommunikation<br />

bei Menschen mit Autismus:<br />

Das TEACCH Communication Curriculum<br />

2013<br />

Praxisreflexion<br />

2014<br />

Einführung in die diagnostischen Verfahren des<br />

TEACCH-Ansatzes CARS (Autismus-Schätzskala);<br />

PEP-R (Entwicklungs- und Verhaltensprofil für Kinder);<br />

AAPEP (Entwicklungs- und Verhaltensprofil<br />

für Jugendliche und Erwachsene)<br />

2014<br />

3. Besondere Herausforderungen<br />

Reflexions- und Vertiefungstage: Funktionale Verhaltensanalyse<br />

im Umgang mit problematischem Verhalten<br />

2014<br />

Förderung und Unterstützung von Menschen<br />

mit Asperger Syndrom<br />

Strategien des TEACCH-Ansatzes<br />

2013<br />

Fortsetzung nächste Seite �<br />

37<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

Konkrete Inhalte:<br />

Herbst 2012<br />

1. Strukturierung als Hilfe zum Verstehen und Handeln:<br />

Förderung von Menschen mit Autismus nach dem Vorbild<br />

des TEACCH-Modells<br />

Besonderheiten in der Wahrnehmung und Informationsverarbeitung<br />

bei Menschen mit Autismus führen dazu, dass dieser<br />

Personenkreis ganz besonders von strukturierenden und visuellen<br />

Hilfen profitieren kann. Auf dieser Erkenntnis basiert der<br />

TEACCH-Ansatz zur pädagogischen Förderung autistischer<br />

Menschen, der seit über 30 Jahren in den USA erprobt und<br />

weiterentwickelt wird. Structured Teaching, die Strukturierung<br />

in der pädagogischen Förderung und im Alltag, gehört daher<br />

zu den grundlegenden Elementen der Arbeit nach dem TEACCH-<br />

Ansatz. Im Rahmen dieses Seminars werden zunächst die theoretischen<br />

Grundlagen und Konzepte des TEACCH-Ansatzes vorgestellt.<br />

Der Schwerpunkt liegt danach auf der Methode des<br />

Structured Teaching. Die Teilnehmer/innen erhalten Hinweise<br />

und Hilfen zur Entwicklung von Strukturierungsmaßnahmen sowie<br />

zu deren praktischer Anwendung. Anhand vieler Praxisbeispiele<br />

werden Umsetzungsmöglichkeiten aus unterschiedlichen<br />

Bereichen der Betreuung und Förderung dargestellt. Auf dieser<br />

Grundlage erhalten die Teilnehmer/innen Gelegenheit, Anwendungsmöglichkeiten<br />

für ihre eigene Praxis zu diskutieren, Ideen<br />

zu entwickeln und ggf. selbst Materialien zu erstellen. Praktische<br />

Übungen und Gruppenarbeit ergänzen und vertiefen die theoretische<br />

Erarbeitung der Inhalte.<br />

2013<br />

2. Diagnostik und Förderung sozialer Fähigkeiten bei<br />

Menschen mit Autismus<br />

In diesem Seminar beschäftigen wir uns systematisch und<br />

detailliert mit den grundsätzlichen Fähigkeiten und Voraus-<br />

setzungen zur sozialen Interaktion, die insbesondere Menschen<br />

mit Autismus und ähnlichen Entwicklungsbehinderungen oft<br />

fehlen. Mit Hilfe eines Erhebungsbogens für soziale Fähigkeiten<br />

(„Social Skills Assessment“) lassen sich nicht nur grundlegende<br />

Defizite erkennen, sondern auch geeignete Ansatzpunkte für<br />

eine Förderung der sozialen Interaktion identifizieren. Der Erhebungsbogen,<br />

der von einer Mitarbeiterin im TEACCH Programm<br />

entwickelt wurde, kann für Betroffene mit unterschiedlichem<br />

Funktionsniveau und bei jeder Altersgruppe eingesetzt werden.<br />

Die Teilnehmer/innen lernen dieses entwicklungsorientierte<br />

diagnostische Instrument kennen und anwenden. Anhand von<br />

eigenen Fallbeispielen wird der Umgang mit dem Erhebungs-<br />

bogen geübt und eine individuelle Förderplanung erstellt. Die<br />

Seminarteilnehmer/innen werden darin angeleitet, den Schritt<br />

von abstrakten Förderzielen zur konkreten Gestaltung der<br />

38<br />

Fördersituation zu machen. Die Teilnehmer/innen erhalten zudem<br />

einen Einblick in unsere Arbeit mit Gruppen zur Förderung<br />

der sozialen Kompetenz, welche auf dem TEACCH-Ansatz<br />

basiert. Vorgestellt werden sowohl das Konzept unserer „SOKO<br />

Autismus“-Gruppen, als auch konkrete Materialien und Aktivitäten<br />

zur sozialen Förderung von Kindern und Erwachsenen.<br />

3. Von der förderdiagnostischen Beobachtung zu individuellen<br />

Angeboten: Praktisches Training zur Arbeit nach<br />

TEACCH – Praktisches Training unter Beteiligung von Menschen<br />

mit Autismus<br />

Im Training haben die Teilnehmer/innen Gelegenheit, Strategien<br />

des TEACCH-Ansatzes in der praktischen Arbeit anzuwenden.<br />

Unter Anleitung arbeiten alle in Kleingruppen direkt mit Kindern<br />

oder Erwachsenen mit Autismus. In den praktischen Übungs-<br />

einheiten können die Teilnehmer/innen Erfahrungen damit<br />

sammeln, Aufgaben und Anforderungen individuell zu gestalten<br />

und immer besser auf die Person abzustimmen, die sie fördern<br />

wollen. Dabei kommt es genauso auf die Gestaltung der Lern-<br />

situation an wie auf die Inhalte der Förderung. Die praktische<br />

Arbeit bezieht sich auf unterschiedliche Themenbereiche und<br />

umfasst informelle Förderdiagnostik, Entwicklung von Förderzielen<br />

sowie die Gestaltung und Anpassung von individuellen<br />

Materialien.<br />

4.a. Diagnostik und Förderung spontaner Kommunika-<br />

tion bei Menschen mit Autismus:<br />

Das TEACCH Communication Curriculum<br />

Die Erweiterung der kommunikativen Fähigkeiten ist ein<br />

zentrales Thema in der Förderung von Menschen mit Autismus.<br />

Hierbei geht es keineswegs nur um Sprache! Diese Veranstaltung<br />

behandelt Hilfen zur Diagnostik kommunikativer Kompetenzen<br />

und zur Interventionsplanung für Menschen, die nicht<br />

oder nur wenig sprechen. Der TEACCH-Ansatz bietet dazu ein<br />

eigenes Instrument für die individuelle Diagnostik und Förderplanung<br />

sowie eine Reihe von konkreten Anregungen zur Förderung.<br />

Das TEACCH Communication Curriculum (Anleitung zur<br />

gezielten Förderung spontaner Kommunikation) entstand aus<br />

der Arbeit mit Menschen mit Autismus, es eignet sich aber auch<br />

für Personen mit ähnlichen Schwierigkeiten. Zunächst werden<br />

die theoretischen Konzepte erarbeitet, die bei der Anwendung<br />

des TEACCH Communication Curriculums einer Analyse von<br />

Kommunikationsprozessen zugrunde liegen. Die diagnostischen<br />

Instrumente (Beobachtungsschema und strukturiertes Interview)<br />

werden vorgestellt und eingeübt. Die Teilnehmer/innen erhalten<br />

eine Anleitung zur Auswertung der Ergebnisse und zur systematischen<br />

Umsetzung in konkrete Förderplanung. Darauf<br />

aufbauend werden praktische Strategien, wie man die kommunikativen<br />

Kompetenzen der Klienten systematisch und gezielt<br />

fördern kann, diskutiert und für die eigene Praxis nutzbar gemacht.<br />

Im Verlauf des Seminars erarbeiten die Teilnehmer/innen<br />

eine Förderplanung für eigene Fallbeispiele.


4.b. Förderung und Unterstützung von Menschen mit<br />

Asperger Syndrom – Strategien des TEACCH-Ansatzes<br />

Zielgruppe dieses Seminars sind alle Menschen, in deren Fokus<br />

die Unterstützung und Förderung von Klient/innen mit Asperger-<br />

Syndrom steht. Erarbeitet werden soll ein gemeinsames<br />

Verständnis für die Herausforderungen, die diese Klient/innen<br />

erleben, wenn sie den Alltag bewältigen, ob in Kindergarten<br />

oder Schule, am Arbeitsplatz oder im Elternhaus.<br />

Basierend auf den Strategien des TEACCH-Ansatzes werden<br />

konkrete Interventionen und Beispiele aus den Themenfeldern<br />

Lernen und Handlungsorganisation, soziale Förderung sowie<br />

Kommunikation vorgestellt und anhand konkreter Übungen für<br />

die Teilnehmer/innen leicht nachvollziehbar und erfahrbar<br />

vermittelt.<br />

2014<br />

5. Praxisreflexion<br />

Dieser Veranstaltungsblock ist der Reflexion der praktischen<br />

Umsetzung der Teilnehmer/innen in ihren jeweiligen Arbeits-<br />

feldern gewidmet. Jede/r Teilnehmer/in bereitet im Vorfeld<br />

eigenständig die Präsentation eines Falles aus dem Autismus-<br />

Spektrum vor und erhält die Gelegenheit, ihre/seine konkreten<br />

Fragen zu diskutieren. Im Plenum setzen wir uns mit den Problemen<br />

bei der Umsetzung ebenso auseinander wie mit der<br />

Planung weiterer Schritte und deren konkreter Umsetzung.<br />

Neben der Praxisreflexion geht es aber auch um eine vertiefende<br />

Auseinandersetzung mit den bisher erlernten Konzepten.<br />

Insbesondere der Themenschwerpunkt „Formulierung und Umsetzung<br />

von realistischen Förderzielen“ wird im Fokus stehen<br />

und durch weitergehende Hinweise zur praktischen Umsetzung<br />

sowie durch Übungen in der Gruppe ergänzt werden.<br />

6. Einführung in die diagnostischen Verfahren des<br />

TEACCH-Ansatzes<br />

In dieser Veranstaltung werden die drei diagnostischen Verfahren<br />

vorgestellt, die im TEACCH-Programm entwickelt wurden<br />

und dort im Rahmen der üblichen Diagnostik angewendet<br />

werden:<br />

1. die CARS (Autismus-Schätzskala) zur Beurteilung, ob<br />

Autismus vorliegt und wie schwer die Auffälligkeiten im<br />

Verhalten sind;<br />

2. das PEP-R/PEP-3 (Entwicklungs- und Verhaltensprofil für<br />

Kinder) zur Förderdiagnostik und<br />

3. das AAPEP (Entwicklungs- und Verhaltensprofil für Jugend-<br />

liche und Erwachsene), das ebenfalls zur Förderdiagnostik<br />

eingesetzt wird.<br />

Die Teilnehmer/innen lernen die Skalen und Aufgabenstellungen<br />

sowie das verwendete Testmaterial kennen und können sich mit<br />

deren Anwendung vertraut machen.<br />

7. Reflexions- und Vertiefungstage: Funktionale Verhaltensanalyse<br />

im Umgang mit problematischem Verhalten<br />

In diesem Seminar beschäftigen wir uns zum Abschluss der<br />

Weiterbildungsreihe mit Ursachen und Erklärungsansätzen<br />

für problematisches Verhalten bei Menschen mit Autismus<br />

(insbesondere fremd- und selbstverletzendes Verhalten). Die<br />

Teilnehmer/innen lernen das Instrument der Funktionalen<br />

Verhaltensanalyse (Chapel Hill TEACCH Center, John Thomas &<br />

Gladys Williams) kennen und anwenden. Es zielt darauf<br />

ab, die Funktionen zu erkennen, die problematisches Verhalten<br />

erfüllt, oder die Gründe dafür zu verstehen. Dieses Verständnis<br />

wird dann genutzt, um einen individuellen und zielgerichteten<br />

Interventionsplan zu entwickeln. Vor dem Hintergrund dieses<br />

Wissens werden Handlungsstrategien zum Umgang mit pro-<br />

blematischem Verhalten entwickelt. Ansatzpunkt ist dabei zum<br />

einen die gezielte Entwicklungsförderung. Zentrale Aspekte<br />

stellen dabei die Vermittlung angemessener Strategien im Bereich<br />

der Kommunikation und der sozialen Fähigkeiten sowie<br />

der selbstständigen Beschäftigung dar. Neben der Entwicklungsförderung<br />

ist der zweite wichtige Ansatzpunkt die Veränderung<br />

der äußeren Umstände (hierbei nutzen wir insbesondere die<br />

Methode des Structured Teaching). Ferner gilt es, Bedingungen<br />

zu verändern, die das problematische Verhalten aufrechter-<br />

halten. Anhand von Fallbeispielen wird der Umgang mit der<br />

Funktionalen Verhaltensanalyse geübt. Darauf aufbauend werden<br />

praktische Hinweise zum Umgang mit problematischem<br />

Verhalten im Vorfeld und während der kritischen Situation sowie<br />

reaktive Strategien erläutert und erlernt. Im letzten Abschnitt<br />

des Seminars besteht die Möglichkeit, eigene Fallbeispiele einzubringen.<br />

Die Fachweiterbildung wird in Kooperation mit<br />

Team Autismus GbR durchgeführt:<br />

Dr. Anne Häußler<br />

Diplom-Pädagogin, Diplompsychologin (USA)<br />

Antje Tuckermann<br />

Diplom-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin (VT)<br />

Markus Kiwitt<br />

Diplom-Sozialpädagoge<br />

www.team-autismus.de<br />

Für weitergehende Informationen<br />

wenden Sie sich bitte an:<br />

Johannes Bahl<br />

Diplom-Pädagoge, Kunstpädagoge M.A., Betriebswirt (IWW),<br />

Leiter Bildung & Beratung der Akademie <strong>Schönbrunn</strong><br />

Telefon 08139 809-204, bb@akademie-schoenbrunn.de<br />

39<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


Fortbildungen<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

40<br />

In der Liebe versinken<br />

und verlieren sich<br />

alle Widersprüche des Lebens.<br />

Nur in der Liebe<br />

sind Einheit<br />

und Zweiheit<br />

keine Widersprüche.<br />

Rabindranath Tagore


Impulse und Zwänge<br />

Über Tics, Stereotypien, Rituale, Zwänge und<br />

Kleptomanie, Pyromanie, Horten, Vermüllen<br />

Unser Tag läuft nach bestimmten Mustern ab. Wir nennen sie<br />

Rituale oder Strukturen. Sie geben uns Orientierung, Sicherheit<br />

und Halt. Wo aber liegt die Grenze zwischen den hilfreichen<br />

Ritualen des Alltags und einem krankhaften Zwang? Wann geht<br />

andererseits durch Verlust an Ritualen unsere innere Ordnung<br />

so weit verloren, dass Impulse nicht mehr kontrolliert werden<br />

können und so ihre zerstörerische Energie entfalten?<br />

Menschen mit geistiger Behinderung sind in besonderem Maße<br />

diesen konträren Kräften von zu viel und zu wenig innerer<br />

Ordnung ausgesetzt. Um ihr psychisches Gleichgewicht wieder<br />

inden zu können und die Ursachen der verloren gegangenen<br />

Orientierung erkennen zu können, benötigen sie meist fremde<br />

Hilfe. Überwiegend kommt diese vonseiten der Pädagogik,<br />

manchmal sind aber spezialisierte psychotherapeutische Verfahren<br />

erforderlich, und gelegentlich brauchen die Betroffenen<br />

sogar pharmakologische Unterstützung.<br />

Theorie<br />

Impulse und Zwänge als neuropsychologische Symptome oder<br />

als Persönlichkeitsmerkmale bei verschiedenen neuro logischen<br />

und psychiatrischen Krankheiten – multifaktorieller Ursprung,<br />

Entstehung, Arten, Verlauf und Prognose<br />

Praxis<br />

Akzeptieren oder verändern? Ziele und Strategien beim<br />

Umgang mit Impulsen und Zwängen in konkreten Fällen,<br />

die Sie aus Ihrem Arbeitsalltag mitbringen – Videoanalyse<br />

von Tics, Stereotypien, Ritualen und Zwängen<br />

Zielsetzung<br />

– Den Sinn von Ritualen erkennen und von Zwängen<br />

ab grenzen können<br />

– Neuropsychologische Ursachen von Tics und Stereotypien<br />

und ihren Einfluss auf die Handlungsplanung verstehen<br />

– Stereotypien und Rituale als therapeutische Strategien<br />

ein setzen lernen<br />

– Impulskontrollstörungen verstehen und ihre Therapie<br />

kennenlernen<br />

Methoden<br />

Vortrag, Power-Point-Präsentation, Videoanalyse, Kleingruppenarbeit,<br />

Rollenspiele, Fallbesprechungen<br />

Diese Fortbildung kann auch als Baustein der Weiterbildung<br />

„Menschen mit geistiger Behinderung und psychischer<br />

Krankheit verstehen und begleiten“ (S. 24) genutzt werden.<br />

Dieses Seminar wird dreimal mit identischen Inhalten<br />

zu folgenden Terminen angeboten:<br />

n Termin 1 Dienstag, 25. Januar 2011, 10 Uhr bis<br />

Mittwoch, 26. Januar 2011, 17 Uhr<br />

Kursnummer 112101<br />

Anmeldung bis 13. Dezember 2010<br />

n Termin 2 Donnerstag, 30. Juni 2011, 10 Uhr bis<br />

Freitag, 1. Juli 2011, 17 Uhr<br />

Kursnummer 112113<br />

Anmeldung bis 27. Mai 2011<br />

n Termin 3 Donnerstag, 26. Januar 2012, 10 Uhr bis<br />

Freitag, 27. Januar 2012, 17 Uhr<br />

Kursnummer 122101<br />

Anmeldung bis 16. Dezember 2011<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 180,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent/in Dr. med. Svetlana Panfilova<br />

Ärztin und szenisch-systemische Beraterin<br />

Dr. med. Christian Schanze<br />

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,<br />

Pädagoge, Chefarzt des Krankenhauses<br />

St. Camillus, Ursberg<br />

Zielgruppe Mitarbeiter/innen der Behindertenhilfe und<br />

andere Interessierte<br />

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen<br />

41<br />

Pflege – Medizin – Psychiatrie – Hygiene<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

Pflege – Medizin – Psychiatrie – Hygiene<br />

Psychische Störungen<br />

bei Menschen mit<br />

Intelligenzminderung<br />

Einführungsveranstaltung<br />

Menschen mit geistiger Behinderung zeigen in ihrem Leben drei<br />

bis viermal häufiger psychische Auffälligkeiten und klassische<br />

psychiatrische Störungsbilder als die Normalbevölkerung.<br />

Diese Aussage der Welt-Gesundheitsorganisation WHO ist durch<br />

das höhere Maß an Verletzbarkeit dieser Personengruppe zu<br />

erklären. So spielen biologisch-genetische Einflüsse ebenso<br />

eine Rolle wie die Einflüsse des psycho-sozialen Umfelds. Um<br />

die Besonderheiten im Erkennen und Behandeln psychischer<br />

Auffälligkeiten bei Menschen mit geistiger Behinderung<br />

verstehen zu können, muss man sich mit den Grundlagen der<br />

psychiatrischen Theorie und Praxis auseinandersetzen.<br />

Im Rahmen dieser Einführungsveranstaltung werden zum einen<br />

Grundaspekte der geistigen Behinderung genauer betrachtet,<br />

also der Fragen, wie man Verhaltens auffälligkeiten von<br />

klassischen psychischen Störungen unterscheidet und warum<br />

Menschen mit geistiger Behinderung eigentlich psychisch so<br />

verletzbar sind. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der<br />

Besprechung und Erprobung von praxistauglichen Hilfsmitteln,<br />

die es Mitarbeitern der Behindertenhilfe leichter machen, die<br />

Diagnosefindung durch einen Facharzt durch gut nachvollziehbare<br />

und systematische Beobachtungen zu unterstützen.<br />

(Einzel- und Gruppenarbeit)<br />

Außerdem wird am Beispiel der Psychosen aus dem schizophrenen<br />

Formenkreis intensiv erörtert, wie psychische Störungen<br />

sich bei Menschen mit geistiger Behinderung in verändertem<br />

Erscheinungsbild manifestieren können und wie wichtig für die<br />

Diagnostik eine multiprofessionelle Zusammenarbeit ist. Die<br />

Vorstellung von pharmakologischen und nichtpharmakologischen<br />

Therapieverfahren komplettiert die Besprechung dieses<br />

Störungsbildes. Wichtig ist dabei auch das Kennenlernen spezieller<br />

Nebenwirkungsprofile der in der Behandlung zum Einsatz<br />

kommenden Medikamente.<br />

Schwerpunkte<br />

Besonderheiten der psychischen Störungen bei geistig behinderten<br />

Menschen, der tägliche Umgang mit Auf fälligkeiten.<br />

Methoden<br />

Vortrag, Power-Point-Präsentation, Filmausschnitte mit<br />

Diskussion, Kleingruppenarbeit, Fallbeispiele<br />

42<br />

Diese Fortbildung ist die verbindliche Einführungsveranstaltung<br />

der Fachweiterbildung „Menschen mit geistiger Behinderung<br />

und psychischer Krankheit verstehen und begleiten“<br />

(S. 24).<br />

Termin Mittwoch, 6. April 2011, 10 Uhr bis<br />

Donnerstag, 7. April 2011, 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 180,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent Dr. med. Christian Schanze<br />

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,<br />

Pädagoge, Chefarzt des Krankenhauses<br />

St. Camillus, Ursberg<br />

Zielgruppe Mitarbeiter/innen in Einrichtungen für<br />

psychisch und / oder geistig behinderte<br />

Menschen und andere Interessierte<br />

Teilnehmerzahl maximal 30 Personen<br />

Kursnummer 112102<br />

Anmeldung bis 1. März 2011


Intertrigoprophylaxe und<br />

Soor-/Parotitisprophylaxe<br />

Intertrigoprophylaxe<br />

Das sogenannte Wundreiben (juckende, nässende Hautdefekte)<br />

bedeutet für pflegebedürftige Menschen eine zusätzliche<br />

Belastung und Verschlechterung des Allgemeinbefindens und<br />

bildet häufig die Basis für Infektionen. Eine gute Grund- und<br />

Hautpflege beinhaltet vorbeugende Maßnahmen, um pflege-<br />

bedürftige Menschen vor diesen Komplikationen zu bewahren.<br />

Inhalte<br />

– Definition<br />

– Risikogruppen<br />

– gefährdete Körperstellen<br />

– Maßnahmen<br />

Soor-/Parotitisprophylaxe<br />

Der Mund spielt in der Wahrnehmung eine besondere Rolle, da<br />

sowohl der Geschmacks- als auch der Tastsinn dort angelegt<br />

sind. Veränderungen der Mundschleimhaut und der Ohrspeicheldrüse<br />

schränken die Nahrungsaufnahme und die Kommunika-<br />

tionsfähigkeit ein. Das prophylaktische Vorgehen stellt deshalb<br />

eine große Bedeutung dar und setzt umfangreiche Kenntnisse<br />

der Pflegenden voraus.<br />

Inhalte<br />

– Definition<br />

– Begünstigende Faktoren<br />

– Symptombeobachtung<br />

– Weitere häufig auftretende Erkrankungen des Mundraums<br />

– Maßnahmen<br />

Termin Donnerstag, 7. April 2011, 9.30 bis 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 90,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin Angelika Kufner<br />

Lehrerin für Pflegeberufe, Altenpflegerin,<br />

Stationsleitung, Praxisanleitung<br />

Zielgruppe Mitarbeiter/innen in der Pflege<br />

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen<br />

Kursnummer 112103<br />

Anmeldung bis 4. März 2011<br />

Kontrakturen- und<br />

Obstipationsprophylaxe<br />

Kontrakturenprophylaxe<br />

Immobilität kann für einen alten Menschen gravierende Folgen<br />

haben, die letztlich zu einer stark verminderten Lebensqualität<br />

führen, vor allem bei Kontrakturen. Pflegekräfte können<br />

dem im Sinne einer aktivierenden und präventiven Pflege mit<br />

gezielten Prophylaxe-Maßnahmen entgegenwirken.<br />

Inhalte<br />

– Auswirkungen von Immobilität allgemein<br />

– Welche Faktoren müssen bei der Bewegungsförderung<br />

berücksichtigt werden?<br />

– Arten von Kontrakturen<br />

– Risikofaktoren<br />

– Prinzipien der Kontrakturenprophylaxe<br />

– Praktische Übungen<br />

Obstipationsprophylaxe<br />

In den westlichen Industrieländern zählt die chronische Verstopfung<br />

(Obstipation) mittlerweile zu den häufigsten Zivilisationskrankheiten.<br />

Am häufigsten sind Menschen über 65 Jahren<br />

betroffen. 75 Prozent der älteren Menschen, die sich im Krankenhaus<br />

oder in einem Seniorenheim befinden, nehmen regelmäßig<br />

Abführmittel. Auch hier können Pflegekräfte mit dem gezielten<br />

Einsatz von vorbeugenden Maßnahmen dazu beitragen, Komplikationen<br />

zu vermeiden und das Wohlbefinden der Bewohner/innen<br />

bzw. Patient/innen zu steigern.<br />

Inhalte<br />

– Wann spricht man von Obstipation?<br />

– Ursachen<br />

– Maßnahmen<br />

Termin Freitag, 8. April 2011, 9.30 bis 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 90,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin Angelika Kufner<br />

Lehrerin für Pflegeberufe, Altenpflegerin,<br />

Stationsleitung, Praxisanleitung<br />

Zielgruppe Mitarbeiter/innen in der Pflege<br />

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen<br />

Kursnummer 112104<br />

Anmeldung bis 4. März 2011<br />

43<br />

Pflege – Medizin – Psychiatrie – Hygiene<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


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Pflege – Medizin – Psychiatrie – Hygiene<br />

Umgang mit geistiger<br />

Behinderung und Demenz<br />

Aufgrund der in den letzten Jahrzehnten deutlich verbesserten<br />

medizinischen und psychosozialen Versorgung erreichen Menschen<br />

mit geistiger Behinderung ein deutlich höheres Alter als<br />

früher. In diesem Zusammenhang ist ein Anstieg typischer somatischer<br />

und psychiatrischer Alterserkrankungen bei dieser Personengruppe<br />

festzustellen. Vor allem demenzielle Erkrankungen<br />

werden immer häufiger beobachtet und stellen Familien und / oder<br />

betreuende Einrichtungen vor besondere Herausforderungen. Be-<br />

sonders Menschen mit Down-Syndrom erkranken zum Teil schon<br />

sehr früh an einer Alzheimer-Demenz. Hierbei sind die ersten,<br />

meist unspezifischen Symptome leider nicht immer leicht zu erkennen.<br />

Allerdings lässt sich nur nach einer klaren Diagnosestellung<br />

sowohl die richtige medizinische Behandlung in die Wege<br />

leiten als auch im Wohnumfeld eine an die besonderen Erfordernisse<br />

von Demenzerkrankten angepasste Betreuung einrichten.<br />

Schwerpunkte: In der Veranstaltung wird erläutert, warum vor<br />

allem die Alzheimer-Demenz so häufig bei Menschen mit Down-<br />

Syndrom auftritt und wie man diese bei der bestehenden Intelligenzminderung<br />

diagnostizieren kann. Hiermit wird verglichen,<br />

wie häufig Demenzerkrankungen insgesamt bei Menschen mit<br />

geistiger Behinderung auftreten. Außerdem wird gemeinsam<br />

diskutiert, warum der schicksalhafte Verlauf der Erkrankung die<br />

Betreuungskonzepte der Behindertenhilfe strukturell und inhaltlich<br />

verändert. In diesem Zusammenhang werden auch neue<br />

pharmakologische Therapiemöglichkeiten und eine neu entwickelte<br />

Checkliste für die Diagnostik vorgestellt. Wie wichtig<br />

ein wertschätzender Umgang bei Demenzerkrankten allgemein<br />

ist, wird am Betreuungskonzept der Validation anhand von<br />

Videobeispielen dokumentiert.<br />

44<br />

Diese Fortbildung kann auch als Baustein der Weiterbildung<br />

„Menschen mit geistiger Behinderung und psychischer<br />

Krankheit verstehen und begleiten“ (S. 24) genutzt werden.<br />

Termin Mittwoch, 6. Mai 2011, 9 bis 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 90,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent Dr. med. Christian Schanze<br />

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,<br />

Pädagoge, Chefarzt des Krankenhauses<br />

St. Camillus, Ursberg<br />

Zielgruppe Mitarbeiter/innen der Behindertenhilfe und<br />

andere Interessierte<br />

Teilnehmerzahl maximal 25 Personen<br />

Kursnummer 112105<br />

Anmeldung bis 4. April 2011<br />

Dekubitusprophylaxe<br />

Dekubitusgefährdete Personen sind in allen Einrichtungen des<br />

Gesundheitswesens anzutreffen. Ein Druckgeschwür stellt eine<br />

große Belastung für den Betroffenen dar. Oft dauert eine Dekubitus-Therapie<br />

mehrere Wochen, manchmal sogar Monate und<br />

kann zusätzlich schmerzhafte Unannehmlichkeiten verursachen.<br />

Infolgedessen sollte erst gar kein Druckgeschwür entstehen. Um<br />

gefährdete Personen davor zu bewahren, müssen vorbeugende<br />

Maßnahmen ergriffen werden. Der im Jahr 2000 veröffentliche<br />

nationale Expertenstandard zur Dekubitusprophylaxe dient als<br />

Grundlage für dieses Seminar.<br />

Inhalte<br />

– Dekubitusentstehung<br />

– Risikofaktoren<br />

– Druckentlastende Lagerungen (praktische Übungen) zur Dekubitusprophylaxe<br />

– Hilfsmittel<br />

– Ungeeignete Maßnahmen zur Dekubitusprophylaxe<br />

– Dokumentation<br />

Termin Donnerstag, 12. Mai 2011, 9.30 bis 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 90,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin Angelika Kufner<br />

Lehrerin für Pflegeberufe, Altenpflegerin,<br />

Stationsleitung, Praxisanleitung<br />

Zielgruppe Mitarbeiter/innen in der Pflege<br />

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen<br />

Kursnummer 112106<br />

Anmeldung bis 10. April 2011


Alternative Pflegemaßnahmen<br />

und Hausmittel<br />

Ob Verdauungsprobleme oder Kopfschmerzen, ob Schlafstörungen<br />

oder Erkältungssymptome – viele Beschwerden lassen sich<br />

mit einfachen Mitteln behandeln oder ihnen kann damit vorgebeugt<br />

werden. So manche Anwendung ist vor allem der älteren<br />

Generation noch bekannt und wird von ihr deshalb gerne angenommen.<br />

Pflegende können die Maßnahmen sowohl bei ihren<br />

Pflegeempfänger/innenn als auch bei sich selbst einsetzen.<br />

Die Teilnehmer/innen lernen in diesem Seminar verschiedene<br />

Anwendungsmöglichkeiten kennen und probieren einige an<br />

sich selbst aus.<br />

Inhalte<br />

– Begleitung mit Düften<br />

– Anwendung von Heilpflanzen<br />

– Wasch- und Badezusätze<br />

– Wickel und Auflagen<br />

– Weitere bewährte Hausmittel<br />

für kleinere Alltagsbeschwerden<br />

Termin Freitag, 13. Mai 2011, 9.30 bis 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 90,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin Angelika Kufner<br />

Lehrerin für Pflegeberufe, Altenpflegerin,<br />

Stationsleitung, Praxisanleitung<br />

Zielgruppe Mitarbeiter/innen in der Pflege,<br />

pflegende Angehörige<br />

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen<br />

Kursnummer 112107<br />

Anmeldung bis 10. April 2011<br />

Validation nach Naomi Feil<br />

Basisseminar<br />

In diesem praxisbezogenen Seminar erwerben Sie Grundkenntnisse<br />

zum Thema Validation nach Naomi Feil als Methode zum<br />

Umgang mit desorientierten, sehr alten Menschen. Sie haben<br />

die Gelegenheit, Ihre Rolle in Beziehung zu desorientierten,<br />

sehr alten Menschen zu reflektieren. Sie lernen die Gründe für<br />

Desorientierung und die vier Phasen der Aufarbeitung in sehr<br />

hohem Alter kennen und können sich besser in die Erlebniswelt<br />

von desorientierten, sehr alten Menschen hineinversetzen.<br />

Darüber hinaus erfahren Sie, was es bedeutet, mit Empathie<br />

und auf Basis einer wertschätzenden Grundhaltung mit desorientierten<br />

sehr alten Menschen zu kommunizieren. Sie erhalten<br />

einen Überblick über die Validationstechniken und lernen,<br />

wie sie in der Validation eingesetzt werden.<br />

Als Methoden kommen u. a. zum Einsatz:<br />

Impulsreferat, Video-Präsentation, Rollenspiel, Übungen zur<br />

Selbsterfahrung, Diskussion und Erfahrungsaustausch<br />

Termin Montag, 23. Mai 2011, 9 Uhr bis<br />

Dienstag, 24. Mai 2011, 16.30 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 180,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin Christine Lösel<br />

Krankenschwester, zertifizierte Lehrerin<br />

für Validation nach Naomi Feil<br />

Zielgruppe Interessierte Personen aus Pflege-, Gesundheits-<br />

und Sozialberufen sowie anderen<br />

Berufsgruppen, die im Kontakt zu desorientierten<br />

alten Menschen stehen.<br />

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen<br />

Kursnummer 112108<br />

Anmeldung bis 20. April 2011<br />

45<br />

Pflege – Medizin – Psychiatrie – Hygiene<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

Pflege – Medizin – Psychiatrie – Hygiene<br />

Autismus-Spektrum-Störungen<br />

bei Kindern, Jugendlichen und<br />

Erwachsenen<br />

Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen haben in den<br />

letzten Jahren zunehmende Aufmerksamkeit erfahren, jedoch<br />

bestehen innerhalb der pädagogischen als auch medizinischen<br />

Handlungsfelder noch große Wissenslücken hinsichtlich der<br />

Erscheinungsformen und der Diagnostik dieser Störungen sowie<br />

der therapeutischen Möglichkeiten.<br />

In dieser Fortbildung erhalten Sie einen Überblick über den<br />

Autismus-Begriff, die Klassifikation, die Symptomatik und<br />

klinische Beschreibung der verschiedenen Erscheinungsformen<br />

der sogenannten tiefgreifenden Entwicklungsstörungen, der<br />

diagnostischen Möglichkeiten sowie der aktuellen Erklärungsmodelle<br />

zur Entstehung von Autismus-Spektrum-Störungen.<br />

Dabei werden auch das „Theory of mind”-Modell und die<br />

Bedeutung der Spiegelneuronen erläutert. Außerdem erfolgt<br />

ein kurzer Überblick über die aktuellen Förder- und Therapiemöglichkeiten<br />

autistischer Syndrome.<br />

46<br />

Diese Fortbildung ist die verbindliche Einführungsveranstaltung<br />

der Weiterbildung „Menschen mit Autismus verstehen<br />

und begleiten“ (S. 28).<br />

Termin Montag, 30. Mai 2011, 9 bis 16.30 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 190,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 170,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent Dr. med. Manfred Koniarczyk<br />

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,<br />

Stationsarzt der Fachabteilung Psychiatrische<br />

Therapie für Menschen mit Intelligenzminderung<br />

im Isar-Amper-Klinikum, Klinikum München-Ost,<br />

langjährige Erfahrung im Bereich<br />

der Diagnostik und Therapie von Verhaltens-<br />

und psychischen Störungen bei Menschen<br />

mit Intelligenzminderung<br />

Zielgruppe alle Mitarbeiter/innen, die mit Menschen mit<br />

Autismus arbeiten, und andere Interessierte<br />

Teilnehmerzahl maximal 25 Personen<br />

Kursnummer 112109<br />

Anmeldung bis 26. April 2011<br />

Schädel-Hirn-Trauma-Patienten<br />

– ein Trauma für alle?<br />

Vom Umgang mit hirnverletzten Menschen<br />

Dank einer aufwendigen Akutbehandlung und Frührehabilitation<br />

überleben immer mehr Menschen eine schwere Hirnschädigung,<br />

die durch einen Unfall, einen Hirninfarkt oder eine Hirnblutung<br />

verursacht wurde. Wenn die verbleibenden körperlichen und<br />

geistigen Einschränkungen ein selbstständiges Leben unmöglich<br />

machen, werden gerade jüngere Betroffene nicht mehr in Altenheimen<br />

untergebracht, sondern in Behinderteneinrichtungen<br />

betreut.<br />

Im Seminar vermittelt der Referent zunächst grundlegende medizinische<br />

und anatomische Kenntnisse in den häufigsten neurologischen<br />

Erkrankungen (Schädel-Hirn-Trauma, Schlaganfall,<br />

Hypoxie), die eine bleibende Behinderung verursachen und eine<br />

gezielte Betreuung erforderlich machen. Um die Besonderheiten<br />

beim Umgang mit Menschen mit erworbener Hirnschädigung<br />

deutlich zu machen, werden die neuropsychologischen Defizite<br />

und deren Erscheinungsformen im Denken, Fühlen und Verhalten<br />

der Betroffenen eingehend geschildert. Anschließend werden<br />

Kompensationsstrategien vorgestellt, die den Alltag mit der<br />

Behinderung erleichtern können, sowie verhaltenstherapeutische<br />

Maßnahmen im Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten erläutert.<br />

Der Referent wird des Weiteren auf die Frage eingehen,<br />

in welchem Rahmen die Krankheitsverarbeitung bei Betroffenen<br />

und Angehörigen unterstützt werden kann.<br />

Termin Montag, 6. Juni 2011, 9.30 Uhr bis<br />

Dienstag, 7. Juni 2011, 16.30 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 180,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent Frank Woltmann<br />

Diplom-Psychologe, klinischer Neuropsychologe<br />

(GNP), Neuropsychologischer Supervisor<br />

(GNP), Psychologischer Psychotherapeut,<br />

System. Familientherapeut (MFK),<br />

Anerkennung als Verhaltenstherapeut bei der<br />

KV Bayern, seit über zehn Jahren im Bereich<br />

der Neurologie als Neuropsychologe und<br />

Reha-Manager tätig<br />

Zielgruppe Mitarbeiter / innen in stationären<br />

Einrichtungen<br />

Teilnehmerzahl maximal 18 Personen<br />

Kursnummer 112110<br />

Anmeldung bis 4. Mai 2011


Menschen mit geistiger<br />

Behinderung und Borderline-<br />

Störung<br />

Heilpädagogisches Handeln im Kontext<br />

des pädagogischen Alltags<br />

Die Borderline-Störung stellt für viele Einrichtungen, Gruppen,<br />

Betreute, Betreuer und vor allem Betroffene eine große soziale<br />

und personale Herausforderung dar. Häufig zeigt sich die soziale<br />

Welt der betroffenen Parteien als ein Muster aus Aktionen und<br />

Reaktionen mit dem Ergebnis einer zwischenmenschlichen Krise,<br />

bis hin zur psychiatrischen Intervention. Heilpädagogisches Handeln<br />

hingegen erweist sich als eine Haltung, die sich zielgerichtet<br />

und verstehend den personalen und sozialen Entwicklungsforderungen<br />

zuwendet.<br />

Aus den Erfahrungen des „Home-Treatment-Konzepts“ soll das<br />

Seminar einen Einblick in intra- und interpersonale Positionen<br />

und Phänomene sowie einen Ausblick auf die Möglichkeiten zukünftiger<br />

zwischenmenschlicher Bindungen / Beziehungen<br />

bieten.<br />

Inhalte<br />

– Entstehungsmodelle der Borderline-Störung<br />

– Auswirkungen auf die Entwicklung der Person<br />

– Personale Ausdrucksformen<br />

– Bindung und Beziehungen<br />

– Soziale Phänomene im Gruppenalltag<br />

– Ziele, Mittel und Methoden<br />

– Krisenmanagement<br />

– Fallbeispiele<br />

– Reflexion eigener Erfahrungen<br />

Diese Fortbildung kann auch als Baustein der Weiterbildung<br />

„Menschen mit geistiger Behinderung und psychischer<br />

Krankheit verstehen und begleiten“ (S. 24) genutzt werden.<br />

Termin Freitag, 10. Juni 2011, 9 bis 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 90,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent Patrick Maschkowitz<br />

Heilpädagoge am Medizinisch-Heilpädagogischen<br />

Zentrum (Bezirkskrankenhaus Kaufbeuren)<br />

Zielgruppe Mitarbeiter / innen der Behindertenhilfe und<br />

andere Interessierte<br />

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen<br />

Kursnummer 112111<br />

Anmeldung bis 8. Mai 2011<br />

Alkoholkrankheit bei Menschen<br />

mit Intelligenzminderung<br />

Sicherer Umgang mit Suchtkranken<br />

Dieses Seminar vermittelt Ihnen wichtige Informationen zu<br />

Suchterkrankungen, insbesondere im Bereich der Alkoholabhängigkeit<br />

bei geistig behinderten Menschen.<br />

Inhalte<br />

– Allgemeinpsychiatrische Fakten zu Suchterkrankungen und<br />

deren Diagnostik<br />

– Ätiopathogenese und Komorbidität<br />

– Intoxikationszeichen und Berechnung des Alkoholspiegels<br />

– Folgen der Alkoholkrankheit<br />

– Standardtherapie und medikamentöse Therapie<br />

– Verhaltensauffälligkeit bei intelligenzgeminderten Personen<br />

nach dem Alkoholkonsum<br />

– Hinweise auf ein Suchtproblem in der Werkstatt für<br />

behinderte Menschen<br />

– Besonderheiten der Diagnostik und Therapie bei geistig<br />

Behinderten<br />

– Vorstellung des eigenen Behandlungskonzepts zur Behandlung<br />

der Suchterkrankungen auf der Basis des Medizinisch-<br />

Heilpädagogischen Zentrums am BKH Kaufbeuren<br />

– Umgang mit medikamentösen Interaktionen bei Alkoholmissbrauch<br />

– Beispiel der psychoedukativen Suchtgruppe<br />

– Fallvorstellung<br />

Methoden: Vortrag, Power-Point-Präsentation, Kleingruppenarbeit,<br />

Fallbesprechungen<br />

Diese Fortbildung kann auch als Baustein der Weiterbildung<br />

„Menschen mit geistiger Behinderung und psychischer<br />

Krankheit verstehen und begleiten“ (S. 24) genutzt werden.<br />

Termin Montag, 27. Juni 2011, 9 bis 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 90,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent Dr. med. Vitalij Kazin<br />

Oberarzt am Zentrum für Psychiatrie, Psychotherapie<br />

und Heilpädagogik (ZPH) am BKH<br />

Kaufbeuren, Facharzt für Psychiatrie und<br />

Psychotherapie, Suchtmedizin, Naturheilverfahren,<br />

Landesarzt für den Bezirk Schwaben<br />

Zielgruppe Mitarbeiter / innen aus allen Bereichen<br />

der Behindertenhilfe<br />

Teilnehmerzahl maximal 30 Personen<br />

Kursnummer 112112<br />

Anmeldung bis 20. Mai 2011<br />

47<br />

Pflege – Medizin – Psychiatrie – Hygiene<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

Pflege – Medizin – Psychiatrie – Hygiene<br />

Pflegegrundkurs für<br />

nichtexaminierte Pflegekräfte<br />

Ziel dieser Fortbildung ist, dass es den Teilnehmer/innen gelingt,<br />

die besonderen Aufgaben in der Pflege fachgemäß und bewohnerorientiert<br />

zu meistern. Sie erwerben Grundkenntnisse der<br />

Ganzkörperpflege, lernen rückenschonend und kraftsparend zu<br />

arbeiten, werden in der Krankenbeobachtung geschult und erhalten<br />

wertvolle Tipps über gesunde Ernährung, Maßnahmen<br />

bei Inkontinenz, Verhinderung von Zweiterkrankungen und<br />

vieles mehr.<br />

Eine dem Menschen angepasste Pflege stärkt nicht nur die<br />

Persönlichkeit der zu Pflegenden, sondern fördert auch den<br />

Wert und die Qualität unserer Arbeit und somit auch die<br />

Persönlichkeit des / der Pflegenden.<br />

Termin Donnerstag, 14. Juli 2011, 10 Uhr bis<br />

Freitag, 15. Juli 2011, 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 180,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin Angelika Kufner<br />

Lehrerin für Pflegeberufe, Altenpflegerin,<br />

Stationsleitung, Praxisanleitung<br />

Zielgruppe Mitarbeiter / innen in der Pflege ohne<br />

Pflege ausbildung<br />

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen<br />

Kursnummer 112114<br />

Anmeldung bis 15. Juni 2011<br />

Wichtige Steuertipps!<br />

§ Ausbildungskosten, d. h. Aufwendungen für den<br />

§<br />

Erwerb von<br />

48<br />

§<br />

Fortbildungskosten, d. h. Aufwendungen, die ein Arbeitnehmer<br />

leistet, um seine Kenntnisse und Fähigkeiten im ausgeübten<br />

Beruf zu erhalten oder zu erweitern, sind als Werbungskosten<br />

voll absetzbar.<br />

Kenntnissen, die als Grundlage für einen noch nicht aus-<br />

geübten Beruf notwendig sind, können als Sonderausgaben<br />

im Kalenderjahr abgesetzt werden.<br />

Epilepsie<br />

Geistige Behinderung ist sehr oft mit neurologischen und<br />

psychischen Störungen verbunden. Die Häufigkeit, mit der Epilepsien<br />

bei geistiger Behinderung auftreten, ist abhängig von<br />

der Schwere der Intelligenzminderung. So finden sich Epilepsien<br />

in sechs Prozent bei leichter Intelligenzminderung, während<br />

die Häufigkeit bei schwerster geistiger Behinderung mit etwa<br />

50 Prozent angegeben wird. Auch die Schwere der Epilepsien<br />

scheint mit der Ausprägung der Intelligenzminderung zu korrelieren.<br />

Es bestehen nicht nur erhebliche Schwierigkeiten, epi-<br />

leptische Anfälle und Epilepsien bei Menschen mit Intelligenzminderung<br />

umfassend zu diagnostizieren und zum Beispiel von<br />

nichtepileptischen anfallsartigen Störungen zu differenzieren.<br />

In sehr vielen Fällen zeigen die Epilepsien bei Patient/innen mit<br />

zusätzlicher geistiger Behinderung auch einen schwereren<br />

Verlauf und sind entsprechend schwerer zu behandeln.<br />

Inhalte<br />

– Entstehung epileptischer Anfälle im Gehirn<br />

– Häufigkeiten und Ursachen von Epilepsien<br />

– Anfallsarten<br />

– Verhalten bei Anfällen – Notfälle<br />

– Therapieverfahren<br />

– Gefährdung durch Epilepsien<br />

– Psychische / psychiatrische Co-Morbiditäten<br />

– Psychosoziale Belastung durch Epilepsien<br />

– Umfassende Konzepte der Langzeitbehandlung von<br />

therapierefraktären Epilepsien<br />

Die Teilnehmer/innen werden gebeten, ein Praxisbeispiel aus<br />

dem eigenen Erfahrungsbereich vorzubereiten und gegebenenfalls<br />

anonymisiert vorzustellen.<br />

Fortsetzung nächste Seite �


Termin Montag, 18. Juli 2011, 9 bis 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 90,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent Priv.Doz. Dr. med. Gerhard Kluger<br />

Leitender Arzt der Klinik für Neuropädiatrie<br />

und Neurologische Rehabilitation, Epilepsiezentrum<br />

für Kinder und Jugendliche,<br />

BHZ-Vogtareuth; Kinderarzt, Neuropädiatrie/<br />

Epileptologie, Psychotherapie, Homöopathie,<br />

Sportmedizin<br />

Zielgruppe Mitarbeiter/innen, die Menschen mit<br />

Epilepsie begleiten, und andere Interessierte<br />

Teilnehmerzahl maximal 25 Personen<br />

Kursnummer 112115<br />

Anmeldung bis 11. Juni 2011<br />

Grenzerfahrungen<br />

in der Pflege<br />

Bei der Pflege und Betreuung von alten, kranken und behinderten<br />

Menschen sind Pflegekräfte immer wieder belastenden<br />

Situationen ausgesetzt, die sie unterschiedlich erleben und bewerten.<br />

Die Auseinandersetzung mit Nähe und Distanz, Leiden,<br />

Sterben und Tod, aber auch Gefühle wie Scham, Ekel, Aggression,<br />

Gewalt und vieles mehr können den Berufsalltag sehr beschwerlich<br />

machen und die Betroffenen an ihre persönlichen<br />

Grenzen bringen.<br />

Oft gestehen sie sich selbst diese Emotionen nicht zu, was für<br />

eine Tabuisierung solcher Themen sorgt. Das Seminar soll den<br />

Teilnehmer/innen die Möglichkeit geben, sich diesen Tabu-Themen<br />

zu nähern. In einer offenen, aber geschützten Atmosphäre<br />

können individuelle Grenzerfahrungen ausgetauscht und die<br />

persönliche Einstellung reflektiert werden. Gemeinsam werden<br />

Lösungsansätze erarbeitet für einen professionellen Umgang<br />

mit diesen im Pflegealltag ganz normalen Gefühlen.<br />

Inhalte<br />

– Was sind meine persönlichen Grenzerfahrungen<br />

im Pflegealltag?<br />

– Was geht dabei in mir vor?<br />

– Wie reagiert mein (berufliches) Umfeld?<br />

– Lösungsansätze zu einem konstruktivem Umgang<br />

mit belastenden Situationen<br />

Termin Donnerstag, 22. September 2011,<br />

9.30 bis 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 90,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin Angelika Kufner<br />

Lehrerin für Pflegeberufe, Altenpflegerin,<br />

Stationsleitung, Praxisanleitung<br />

Zielgruppe Mitarbeiter/innen in der Pflege<br />

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen<br />

Kursnummer 112116<br />

Anmeldung bis 20. August 2011<br />

49<br />

Pflege – Medizin – Psychiatrie – Hygiene<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

Pflege – Medizin – Psychiatrie – Hygiene<br />

Autismus und<br />

Intelligenzminderung<br />

Viele autistische Menschen weisen eine zusätzliche Intelligenzminderung<br />

auf. Untersuchungen zur Häufigkeit haben ergeben,<br />

dass ca. 40 % der von Autismus betroffenen Menschen eine<br />

schwere geistige Behinderung zeigen und ca. 30 % eine mittelgradige<br />

bis leichte Intelligenzminderung. Unabhängig hiervon<br />

treten autistische Symptome häufig bei Menschen mit einer<br />

geistigen Behinderung auf, ohne dass diese eine tiefgreifende<br />

Entwicklungsstörung im engeren Sinn zeigen. Oft ist es schwierig<br />

hiervon z.B. durch Langzeithospitalisierung oder zusätzliche<br />

komorbide Störungen wie z. B. ein Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom<br />

oder eine Tic-Störung bedingte Verhaltensweisen<br />

abzugrenzen. Im diesem Seminar soll anhand von<br />

Fallbeispielen dargestellt werden, welche Diagnosehilfen es<br />

gibt, welche alltagsrelevanten Probleme auftreten können und<br />

welche Vorgehensweisen hilfreich sind, um diese Menschen<br />

adäquat betreuen und fördern zu können. Außerdem wird über<br />

aktuelle Forschungsergebnisse zum Themenkomplex Autismus<br />

und Intelligenzminderung berichtet und welche Bedeutung<br />

diesen sowohl aus psychiatrischer als auch heilpädagogischer<br />

Sicht zukommt.<br />

50<br />

Diese Fortbildung kann auch als Baustein der Weiterbildung<br />

„Menschen mit geistiger Behinderung und psychischer<br />

Krankheit verstehen und begleiten“ (S. 24) genutzt werden.<br />

Termin Donnerstag, 29. September 2011,<br />

9 bis 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 90,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent Dr. med. Manfred Koniarczyk<br />

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,<br />

Stationsarzt der Fachabteilung Psychiatrische<br />

Therapie für Menschen mit Intelligenzminderung<br />

im Isar-Amper-Klinikum, Klinikum München-Ost,<br />

langjährige Erfahrung im Bereich<br />

der Diagnostik und Therapie von Verhaltens-<br />

und psychischen Störungen bei Menschen<br />

mit Intelligenzminderung<br />

Zielgruppe Mitarbeiter / innen aus allen Bereichen<br />

der Behindertenhilfe, die mit autistischen<br />

Menschen arbeiten, und andere Interessierte<br />

Teilnehmerzahl maximal 25 Personen<br />

Kursnummer 112117<br />

Anmeldung bis 27. August 2011<br />

Ernährung und Übergewicht<br />

bei Menschen mit geistiger<br />

Behinderung<br />

Ähnlich wie in unserer Gesamtbevölkerung zeigen Menschen<br />

mit geistiger Behinderung eine massive Neigung zu Übergewicht<br />

bzw. Adipositas. Hierbei stehen Essverhalten und Bewegungsmangel<br />

in einem direkten Zusammenhang. Kognitive Einschränkungen<br />

im Rahmen der geistigen Behinderung und häufig<br />

zusätzlich bestehende Verhaltensauffälligkeiten verschärfen bei<br />

der Personengruppe der Menschen mit Intelligenzminderung<br />

diese Problematik zusätzlich.<br />

Dieses Seminar geht der Frage nach, welche Ansatzpunkte aus<br />

Sicht der Ernährungswissenschaft und der Psychopharmaka-<br />

therapie und unter heilpädagogisch-integrativem Blickwinkel<br />

geeignet erscheinen, übergewichtige Menschen mit Behinderung<br />

bei der Entscheidung, Planung und Durchführung von<br />

„Abnehmaktivitäten“ zu unterstützen und anzuleiten. Die<br />

Gründe, Wege und Ziele, warum und wofür jemand abnehmen<br />

sollte – ob überhaupt, und wenn ja, wie das gelingen könnte –,<br />

sind zentrale Themen der Fortbildung. Hierbei gilt es, die Brücke<br />

zu schlagen: Wie können behinderte Menschen entsprechend<br />

ihren eigenen Fähigkeiten aktiv werden und wie können Mitarbeiter/innen<br />

und Betreuer/innen mit dem nötigen theoretischen<br />

Know-how aus dem Gesundheitswesen richtige Weichen stellen<br />

und Korrekturen einleiten?<br />

Arbeitsformen<br />

Impulsreferat, Vortrag, Diskussionen, Übungen, Kleingruppen-<br />

arbeit<br />

Diese Fortbildung kann auch als Baustein der Weiterbildung<br />

„Menschen mit geistiger Behinderung und psychischer<br />

Krankheit verstehen und begleiten“ (S. 24) genutzt werden.<br />

Fortsetzung nächste Seite �


Termin Dienstag, 4. Oktober 2011, 10 Uhr bis<br />

Mittwoch, 5. Oktober 2011, 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 180,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentinnen Bettina Beggel<br />

Arzthelferin, Ernährungs- und Diätberaterin<br />

(ärztlich geprüft), Chefarztsekretärin,<br />

stv. Leitung stationäres Adipositasprogramm<br />

am Krankenhaus St. Camillus, Ursberg<br />

Jutta Kirchberger<br />

Diplom-Ökotrophologin (Univ.), Ernährungsberaterin<br />

im Franziskuswerk <strong>Schönbrunn</strong><br />

Dr. med. Christian Schanze<br />

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,<br />

Pädagoge, Chefarzt des Krankenhauses<br />

St. Camillus, Ursberg<br />

Zielgruppe Mitarbeiter/innen der Behindertenhilfe<br />

und andere Interessierte<br />

Teilnehmerzahl maximal 18 Personen<br />

Kursnummer 112118<br />

Anmeldung bis 2. September 2011<br />

Sprechen Sie mit uns.<br />

Das Franziskuswerk <strong>Schönbrunn</strong> bietet fundierte Unter-<br />

stützung und Beratung in allen Fragen, die Sie zu Ihrer<br />

Ernährung haben. Ihre Krankenkasse kann festgelegte<br />

Leistungen bezuschussen.<br />

Wenden Sie sich an:<br />

Jutta Kirchberger<br />

Dipl. Ökotrophologin (Univ.), Ernährungsberaterin VDOE<br />

Telefon 08139 800-8891<br />

kirchberger.jutta@schoenbrunn.de<br />

www.schoenbrunn.de<br />

E r n ä h r u n g s b e r a t u n g / T h e r a p i e<br />

51<br />

Pflege – Medizin – Psychiatrie – Hygiene<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

Pflege – Medizin – Psychiatrie – Hygiene<br />

Autismus und<br />

häufige Begleiterkrankungen<br />

Neben einer häufig zusätzlich bestehenden Intelligenzminderung<br />

treten bei autistischen Syndromen andere neuropsychiatrische<br />

Störungen und medizinische Krankheitsbilder gehäuft auf.<br />

Zu nennen sind hier z. B. affektive Störungen, Angst- und<br />

Zwangsstörungen, Ess- und Schlafstörungen sowie das Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom<br />

(ADHS).<br />

Aber auch schizophrene Psychosen können die Behandlung und<br />

den Verlauf erheblich erschweren. Auch Epilepsien und Zerebralparesen<br />

sind häufige neurologische Begleiterkrankungen sowie<br />

besondere Syndrome wie z. B. die Tuberöse Sklerose.<br />

In diesem Seminar werden auch anhand von Fallbeispielen die<br />

häufig in Zusammenhang mit Autismus auftretenden Störungsbilder<br />

erklärt und die damit verbundenen heilpädagogischen<br />

und medizinischen Anforderungen dargestellt.<br />

52<br />

Diese Fortbildung kann auch als Baustein der Weiterbildung<br />

„Menschen mit Autismus verstehen und begleiten“ /<br />

3. Komorbidität (S. 28) genutzt werden.<br />

Termin Donnerstag, 6. Oktober 2011,<br />

9 bis 16.30 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 90,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent Dr. med. Manfred Koniarczyk<br />

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,<br />

Stationsarzt der Fachabteilung Psychiatrische<br />

Therapie für Menschen mit Intelligenz-<br />

minderung im Isar-Amper-Klinikum, Klinikum<br />

München-Ost, langjährige Erfahrung im<br />

Bereich der Diagnostik und Therapie von<br />

Verhaltens- und psychischen Störungen bei<br />

Menschen mit Intelligenzminderung<br />

Zielgruppe alle Mitarbeiter/innen, die mit Menschen mit<br />

Autismus arbeiten, und andere Interessierte<br />

Teilnehmerzahl maximal 25 Personen<br />

Kursnummer 112119<br />

Anmeldung bis 2. September 2011<br />

Psychische Störungen<br />

und aggressives Verhalten<br />

bei Menschen mit Autismus<br />

Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen zeigen oft vielgestaltige<br />

psychische Auffälligkeiten, die ursächlich auf verschiedene<br />

neuropsychiatrische Erkrankungen zurückzuführen sind.<br />

So treten Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis, Angststörungen,<br />

Zwänge oder Tic-Störungen bei dieser Personengruppe<br />

sehr viel häufiger als in der Normalbevölkerung auf.<br />

Gerade aggressives Verhalten (sach-, fremd- und autoaggressiv)<br />

ist dabei nicht allein als bloße Verhaltensstörung zu interpre-<br />

tieren, sondern kann das primäre Symptom eines klassischen<br />

psychiatrischen Störungsbildes sein.<br />

Das Erkennen dieser komorbid auftretenden psychischen Erkrankungen<br />

kann bei vielen autistischen Menschen zusätzlich<br />

durch die behinderungsspezifischen Interaktions- und Kommunikationsprobleme<br />

erheblich erschwert werden. Insofern ist eine<br />

genaue und vor allem interdisziplinäre Diagnostik erforderlich,<br />

um schließlich aus der korrekten Diagnosestellung die richtigen<br />

Behandlungs- und Betreuungsmaßnahmen für die jeweilige<br />

Person ableiten zu können.<br />

Hierbei geht es nicht allein um eine psychopharmakologische<br />

Behandlung, sondern um die Erstellung eines individuellen,<br />

multidimensionalen Behandlungsplans, der verschiedene Therapieverfahren<br />

miteinander verbindet. Aus diesem Ansatz ergeben<br />

sich wiederum klare Leitlinien für den pädagogischen Betreuungsalltag.<br />

Anhand von Fallbeispielen soll die Vielgestaltigkeit psychischer<br />

Störungsbilder, die bei dieser Personengruppe auftreten können,<br />

dargestellt werden. Hierbei werden Hypothesen dargelegt und<br />

diskutiert, warum gerade bei Menschen mit Autismus aggressives<br />

Verhalten häufig als Leitsymptom der Erkrankung auftritt.<br />

Darüber hinaus werden verschiedene Dokumentationsbögen,<br />

die eine differenzierte Diagnostik und die Beobachtung von<br />

Therapieverläufen erleichtern, vorgestellt und diskutiert. Die<br />

praktische Handhabung der Bögen wird eingeübt.<br />

Diese Fortbildung kann auch als Baustein der Weiterbildung<br />

„Menschen mit Autismus verstehen und begleiten“ /<br />

3. Komorbidität (S. 28) genutzt werden.<br />

Fortsetzung nächste Seite �


Termin Dienstag, 11. Oktober 2011, 10 Uhr bis<br />

Mittwoch, 12. Oktober 2011, 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 190,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 170,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozenten Dr. med. Manfred Koniarczyk<br />

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,<br />

Stationsarzt der Fachabteilung Psychiatrische<br />

Therapie für Menschen mit Intelligenz-<br />

minderung im Isar-Amper-Klinikum, Klinikum<br />

München-Ost, langjährige Erfahrung im<br />

Bereich der Diagnostik und Therapie von<br />

Verhaltens- und psychischen Störungen bei<br />

Menschen mit Intelligenzminderung<br />

Dr. med Christian Schanze<br />

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,<br />

Pädagoge, Chefarzt des Krankenhauses<br />

St. Camillus, Ursberg<br />

Zielgruppe Mitarbeiter / innen der Behindertenhilfe<br />

und andere Interessierte<br />

Teilnehmerzahl maximal 25 Personen<br />

Kursnummer 112120<br />

Anmeldung bis 8. September 2011<br />

Somatische Erkrankungen und<br />

ihre psychische Symptomatik<br />

bei Menschen mit<br />

Intelligenzminderung<br />

Menschen mit Intelligenzminderung leiden häufig an somatischen<br />

Erkrankungen, die entweder unerkannt bleiben oder unzureichend<br />

behandelt sind. In diesen Fällen stehen oft psychische<br />

Auffälligkeiten im Vordergrund der Symptomatik und verschleiern<br />

die eigentliche Problematik. Immer wieder kommen in solchen<br />

Fällen Psychopharmaka zum Einsatz und / oder aufwendige<br />

psychologisch-pädagogische Behandlungs- / Betreuungskonzepte<br />

werden entwickelt und durchgeführt, um die vermeintlichen Verhaltensstörungen<br />

zu bessern. Diese Bemühungen bleiben jedoch<br />

erfolglos, da die eigentlich zugrunde liegende körperliche Erkrankung<br />

nicht erkannt und behandelt wird. Umgekehrt können<br />

durch die Medikation von somatischen Erkrankungen (z. B. Epilepsie)<br />

selbst Verhaltensauffälligkeiten ausgelöst werden. Auch<br />

hier werden häufig fälschlicherweise Psychopharmaka verordnet.<br />

Schwerpunkte: In der Veranstaltung soll ein Überblick über verschiedene<br />

somatische Erkrankungen gegeben werden, an denen<br />

Menschen mit Intelligenzminderung, in Abhängigkeit von ihrem<br />

Alter, häufig leiden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt hierbei<br />

auch auf Menschen mit Epilepsie, die oft zu sätzlich an psychischen<br />

Störungen leiden. Außerdem werden das Down-Syndrom<br />

und andere genetisch bedingte Syndrome (z. B. Prader-Willi-<br />

Syndrom, Fragiles-X-Syndrom) besprochen, die für bestimmte<br />

körperliche Erkrankungen im besonderen Maße prädisponieren.<br />

Auch soll die Frage erläutert werden, inwiefern bei geistig<br />

Behinderten psychosomatische Erkrankungen (somatische<br />

Symptome mit psychischen Ursachen) auftreten können. Viel<br />

Platz aber soll v. a. für Fallvorstellungen und eine ausführ liche<br />

Diskussion der Problematik sein.<br />

Diese Fortbildung kann auch als Baustein der Weiterbildung<br />

„Menschen mit geistiger Behinderung und psychischer<br />

Krankheit verstehen und begleiten“ (S. 24) genutzt werden.<br />

Termin Donnerstag, 27. Oktober 2011, 10 Uhr bis<br />

Freitag, 28. Oktober 2011, 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 180,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent Dr. med. Christian Schanze<br />

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,<br />

Pädagoge, Chefarzt des Krankenhauses<br />

St. Camillus, Ursberg<br />

Zielgruppe Mitarbeiter / innen der Behindertenhilfe<br />

und andere Interessierte<br />

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen<br />

Kursnummer 112121<br />

Anmeldung bis 22. September 2011<br />

53<br />

Pflege – Medizin – Psychiatrie – Hygiene<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

Pflege – Medizin – Psychiatrie – Hygiene<br />

Verhaltensauffälligkeiten<br />

bei Menschen mit geistiger<br />

Behinderung<br />

Mehr als die Hälfte der Menschen mit geistiger Behinderung zeigen<br />

Verhaltensauffälligkeiten unterschiedlicher Ausprägung. In<br />

der Betreuung ist es wichtig, erkennen zu können, ob einerseits<br />

diese Verhaltensauffälligkeiten überhaupt einer genaueren Beobachtung<br />

oder gar einer Behandlung bedürfen. Andererseits ist<br />

es wichtig, abzuklären, ob dieses Verhalten eventuell auch auf<br />

eine somatische oder psychische Erkrankung zurückzuführen ist.<br />

Diagnostik und Behandlung von Verhaltensauffälligkeiten stellen<br />

für das Umfeld eines geistig behinderten Menschen eine große<br />

Herausforderung dar. Es geht hierbei nicht nur um das bloße Erdulden,<br />

sondern um den Aufbau strukturierter und sinnvoller<br />

Behandlungskonzepte. Gerade bei Verhaltensauffälligkeiten sind<br />

pädagogische und psychotherapeutische Verfahren einer pharmakologischen<br />

Behandlung deutlich überlegen. Voraussetzung<br />

hierfür ist jedoch eine genaue Verhaltensanalyse und Verlaufskontrolle<br />

aller therapeutischen Bemühungen.<br />

Schwerpunkte: Der Kurs soll den Teilnehmer / innen im Betreuungsalltag<br />

helfen, Verhaltensauffälligkeiten einer strukturierten<br />

diagnostischen Abklärung zuzuführen. Hierfür ist eine differenzierte<br />

Beobachtung mit speziellen Dokumentationsbögen (ABC-<br />

Bogen, 31-TD) oder eine videogestützte Diagnostik erforderlich.<br />

Anwendung und Auswertung werden in Kleingruppen anhand<br />

verschiedener Fallbeispiele (Videos) eingeübt und vom Kursleiter<br />

supervidiert. Darüber hinaus werden bestimmte psychotherapeutische<br />

und pädagogische Therapieverfahren vorgestellt<br />

und ihre Indikation diskutiert. Das Erstellen eines individuellen<br />

Krisenplans wird ebenfalls in Gruppenarbeit trainiert.<br />

54<br />

Diese Fortbildung kann auch als Baustein der Weiterbildung<br />

„Menschen mit geistiger Behinderung und psychischer<br />

Krankheit verstehen und begleiten“ (S. 24) genutzt werden.<br />

Termin Montag, 14. November 2011,<br />

9 bis 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 90,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent Dr. med.Christian Schanze<br />

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,<br />

Pädagoge, Chefarzt des Krankenhauses<br />

St. Camillus, Ursberg<br />

Zielgruppe Mitarbeiter / innen der Behindertenhilfe<br />

und andere Interessierte<br />

Teilnehmerzahl maximal 28 Personen<br />

Kursnummer 112122<br />

Anmeldung bis 8. Oktober 2011<br />

Depression und Angst<br />

bei Menschen mit geistiger<br />

Behinderung<br />

Menschen mit geistiger Behinderung können an sämtlichen psychischen<br />

Störungen erkranken. Depressionen werden allerdings<br />

häufig sowohl von Betreuern, aber auch von Ärzten übersehen.<br />

Die Symptome unterscheiden sich z. T. erheblich von denen der<br />

„Normalbevölkerung“. Nicht zu Unrecht gilt die Depression<br />

bei Menschen mit geistiger Behinderung als „diagnostisches<br />

Chamäleon“. Häufig wird sie von starker Angst begleitet. Da<br />

Angst jedoch ein sehr verbreitetes, z. T. chronisch auftretendes<br />

Symptom bei Menschen mit Intelligenzminderung darstellt, ist<br />

eine Unterscheidung nicht immer ganz einfach. Auch die Angst<br />

selbst wird häufig nicht ausreichend in ihrer diagnostischen<br />

Relevanz berücksichtigt (Phobie, frei flottierende Angst, Panik).<br />

Dabei ist sie durch eine adäquate Behandlung mit psychotherapeutischen<br />

und pädagogischen Verfahren gut beeinflussbar.<br />

Auch eine pharmakologische Therapie kann hier Symptome<br />

deutlich lindern und dadurch die Lebensqualität der betroffenen<br />

Menschen verbessern.<br />

Schwerpunkte: Der Kurs gibt einen theoretischen Überblick<br />

über die diagnostischen Kriterien der beiden häufig gemeinsam<br />

auftretenden Symptome der Depression und der Angst. Darüber<br />

hinaus werden verschiedene pharmakologische und nicht pharmakologische<br />

therapeutische Ansätze geschildert und spezielle<br />

pädagogische Betreuungskonzepte gemeinsam diskutiert. Diese<br />

Diskussion erfolgt an konkreten Praxisbeispielen (z. T. mit Videos).<br />

Diese Fortbildung kann auch als Baustein der Weiterbildung<br />

„Menschen mit geistiger Behinderung und psychischer<br />

Krankheit verstehen und begleiten“ (S. 24) genutzt werden.<br />

Termin Mittwoch, 16. November 2011, 9 bis 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 90,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent Dr. med. Christian Schanze<br />

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,<br />

Pädagoge, Chefarzt des Krankenhauses<br />

St. Camillus, Ursberg<br />

Zielgruppe Mitarbeiter / innen der Behindertenhilfe<br />

und andere Interessierte<br />

Teilnehmerzahl maximal 28 Personen<br />

Kursnummer 112123<br />

Anmeldung bis 8. Oktober 2011


Der richtige Umgang<br />

mit Medikamenten,<br />

insbesondere Psychopharmaka<br />

Das Seminar vermittelt Ihnen ein Basiswissen und einen<br />

systematischen Überblick über Medikamente und legt seinen<br />

Schwerpunkt auf Psychopharmaka. Vermittelt werden neben allgemeinen<br />

Informationen zu Medikamenten und Dokumentation<br />

auch Einsatzgebiete, Wirkungen, Nebenwirkungen und Risiken<br />

von Psychopharmaka.<br />

Inhalte<br />

– Medikamente (Darreichungsformen, Dokumentation)<br />

– Neuroleptika<br />

– Antidepressiva<br />

– Beruhigungsmittel<br />

– Stimmungsstabilisierer<br />

Arbeitsformen<br />

Vortrag, Diskussion, Videofilm, Übungen<br />

Die Teilnehmer/innen werden dazu aufgerufen, eigene Fragen<br />

und Beispiele jederzeit einzubringen.<br />

Diese Fortbildung kann auch als Baustein der Weiterbildung<br />

„Menschen mit geistiger Behinderung und psychischer<br />

Krankheit verstehen und begleiten“ (S. 24) genutzt werden.<br />

Termin Donnerstag, 17. November 2011,<br />

9.30 bis 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 90,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent Dr. med. Holger Schmidt<br />

Neurologe und Psychiater<br />

Zielgruppe Mitarbeiter / innen in Werkstätten und<br />

Wohneinrichtungen für behinderte Menschen<br />

Teilnehmerzahl maximal 30 Personen<br />

Kursnummer 112124<br />

Anmeldung bis 15. Oktober 2011<br />

Schmerztherapie und<br />

Symptomkontrolle<br />

am Lebensende<br />

Aufgrund vielfältiger Faktoren werden Menschen mit geistiger<br />

Behinderung im Durchscnitt heutzutage wesentlich älter als<br />

früher und erleben das Auftreten unheilbarer Krankheiten wie<br />

Tumorerkrankungen oder organisch bedingter chronischer<br />

Krankheiten wie Herzschwäche, Nierenschwäche oder Lungenkrankheiten.<br />

Deshalb kommen Symptome wie chronische Tumorschmerzen,<br />

Atemnot, Übelkeit oder Angst- und Panikzustände auch bei<br />

Menschen mit geistiger Behinderung immer häufiger vor.<br />

In diesem Seminar werden Grundlagen der Palliativmedizin und<br />

der palliativen Schmerztherapie und Symptomkontrolle ver-<br />

mittelt. Anhand von Fallbeispielen wird das Grundverständnis<br />

der Entstehung unterschiedlicher Schmerzformen entwickelt.<br />

Anschließend werden die dazu passenden unterschiedlichen<br />

Therapiekonzepte erläutert. Außerdem wird erarbeitet, welche<br />

Möglichkeiten es gibt, Atemnot und andere belastende Symptome<br />

am Lebensende zu behandeln.<br />

Schließlich wird die Frage geklärt, wie die Betreuung von<br />

Menschen am Lebensende in einer Einrichtung für Menschen<br />

mit Behinderung gelingen kann? Welche medizinisch-pflegerischen<br />

Voraussetzungen müssen erfüllt sein? Was kann jede/r<br />

einzelne Mitarbeiter/in beitragen?<br />

Inhalte<br />

– Symptombeobachtung und Dokumentation<br />

– Grundlagen der Schmerzentstehung<br />

– Grundlagen der Schmerztherapie<br />

– Palliative Care am Lebensende<br />

Methoden<br />

Vortrag, Arbeit in Kleingruppen, Diskussion<br />

Termin Freitag, 2. Dezember 2011, 9 bis 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 90,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent Josef Hell<br />

Facharzt für Anästhesie und Palliativmedizin,<br />

Oberarzt und Leiter des sektorenübergreifenden<br />

Palliativteams an der Klinik Mühldorf<br />

am Inn<br />

Zielgruppe interessierte Mitarbeiter/innen<br />

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen<br />

Kursnummer 112125<br />

Anmeldung bis 1. November 2011<br />

55<br />

Pflege – Medizin – Psychiatrie – Hygiene<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

Pflege – Medizin – Psychiatrie – Hygiene<br />

Aufbautage für<br />

Hygienebeauftragte<br />

Diese Fortbildung wendet sich an alle Personen, die in ihren<br />

Einrichtungen als Hygienebeauftragte eingesetzt sind oder eingesetzt<br />

werden sollen. Die Inhalte des Seminars beziehen sich<br />

auf die sich ständig verändernden gesetzlichen Regelungen<br />

und den sich daraus konkret in den Einrichtungen ergebenden<br />

Handlungsbedarf sowohl der Institutionen als auch der Hygienebeauftragten.<br />

Dabei ist besonders wichtig die Umsetzung der<br />

Bestimmungen im institutionellen Alltag und in der Arbeit der<br />

für die Einhaltung verantwortlichen Personen. Die Eigen-<br />

verantwortung sowie die Mitwirkungspflicht erhalten hier<br />

einen hohen Stellenwert.<br />

Schwerpunktthemen<br />

– Komplettierung des Handbuch<br />

– Bayerischer Rahmenhygieneplan<br />

– Eigenverantwortung / Mitwirkungspflichten anhand der drei<br />

Säulen (§ 36 IfSG, TRBA 250 / Medizinprodukte-Gesetz, der<br />

Medizinprodukte-Betreiberverordnung).<br />

– Brainstorming zu praktischen Beispielen<br />

– Ausbruchmanagement und strukturiertes Vorgehen bei<br />

gehäuftem Auftreten übertragbarer Krankheiten<br />

Fragestellungen aus dem Kreis der Teilnehmer/innen werden<br />

aufgegriffen und zu zentralen Inhalten des Seminars gemacht.<br />

Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar ist die Absolvierung<br />

eines Lehrgangs mit dem Abschluss „Hygienebeauftragte/r“.<br />

Hierbei ist es unerheblich, bei welchem Fortbildungsanbieter der<br />

Grundlehrgang besucht wurde.<br />

Termin Dienstag, 13. Dezember 2011, 10 Uhr bis<br />

Mittwoch, 14. Dezember 2011, 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 180,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozenten Harald Geese<br />

staatlich geprüfter Hygieneinspektor,<br />

Fachreferent, Fachbuchautor,<br />

Leiter Kompetenznetzwerk Hygiene (KNH)<br />

56<br />

Prof. Dr. Manfred Wolff<br />

Universität Witten/Herdecke<br />

Zielgruppe Mitarbeiter/innen der Alten- und Behindertenhilfe,<br />

die in ihren Einrichtungen als „Hygienebeauftragte“<br />

eingesetzt sind oder eingesetzt<br />

werden sollen<br />

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen<br />

Kursnummer 112126<br />

Anmeldung bis 12. November 2011<br />

Snoezelen –<br />

Einführungsveranstaltung<br />

Einführung in die Methode Snoezelen als Gestaltungsmöglichkeit<br />

für die Freizeit und zur Erholung. Die Teilnehmer/innen<br />

erhalten methodisch-didaktische Hinweise zur Durchführung<br />

von Snoezelen-Einheiten sowie eine technische Unterweisung in<br />

der Handhabung der Geräte. Das Angebot der Selbsterfahrung<br />

ermöglicht ihnen einen Einblick in die Wirkungsweise des<br />

Snoezelen. Für Teilnehmer/innen, die Mitarbeiter/innen im<br />

Franziskuswerk <strong>Schönbrunn</strong> sind, ist diese Einführungsveranstaltung<br />

Voraussetzung zur Nutzung der internen Snoezelen-<br />

Räume im oben genannten Rahmen.<br />

Dieses Seminar wird zweimal mit identischen Inhalten zu<br />

folgenden Terminen angeboten:<br />

n Termin 1 Mittwoch, 15. März 2011,<br />

9 bis 16.30 Uhr<br />

Kursnummer 112201<br />

Anmeldung bis 12. Februar 2011<br />

n Termin 2 Donnerstag, 6. Oktober 2011,<br />

9 bis 16.30 Uhr<br />

Kursnummer 112230<br />

Anmeldung bis 1. September 2011<br />

Ort Franziskuswerk <strong>Schönbrunn</strong>, Treffpunkt<br />

Besprechungsraum St. Christoph, 1. OG<br />

Verbindliche Kursgebühr E 60,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 30,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin Dorothea Wießmeier<br />

Diplom-Heilpädagogin (FH) im Fachdienst<br />

Heilpädagogik im Franziskuswerk <strong>Schönbrunn</strong><br />

Zielgruppe Mitarbeiter/innen in der Betreuung,<br />

die mit Snoezelen noch nicht vertraut sind<br />

Teilnehmerzahl maximal 15 Personen


Grundkurs Basale Stimulation<br />

Konzept nach Prof. Dr. A. Fröhlich<br />

Die Arbeit mit schwer mehrfachbehinderten Menschen stellt<br />

eine besondere Herausforderung dar und bedarf eines ganz<br />

eigenen pädagogischen Ansatzes. Sie erfordert vonseiten der<br />

Mitarbeiter/innen ein starkes Einfühlungsvermögen und die<br />

Kenntnis adäquater Methoden.<br />

Im Kurs werden Grundlagen und Umsetzungsmöglichkeiten der<br />

Basalen Stimulation vermittelt. Durch Eigenerfahrung in den Bereichen<br />

Körpererfahrung und Wahrnehmungsfähigkeit stärken<br />

und erweitern Sie Ihre Eigenwahrnehmung. So können Sie neue<br />

Möglichkeiten finden, sich für ihr Gegenüber zu öffnen und eine<br />

ganzheitliche Förderung aufzubauen.<br />

Die meisten praktischen Übungen werden als Partnerübung<br />

unter Anleitung durchgeführt und erfordern von den Teilnehmer/<br />

innen die Bereitschaft, Körperkontakt zulassen.<br />

Umsetzungsmöglichkeiten für die individuelle Praxis der Teilnehmer/innen<br />

können erarbeitet und diskutiert werden.<br />

Inhaltliche Schwerpunkte<br />

– Einstimmung auf den Personenkreis<br />

– Theoretische Grundlagen der Basalen Stimulation<br />

– Eigenerfahrungen im somatischen, vestibulären und<br />

vibratorischen Wahrnehmungsbereich<br />

– Kollegialer Austausch (Fragen, Anwendungsmöglichkeiten<br />

in der Praxis, Tipps, Hinweise usw.)<br />

Die Fortbildung entspricht den Richtlinien des Internationalen<br />

Fördervereins Basale Stimulation® e. V. und berechtigt zum<br />

Besuch von Aufbaukursen.<br />

Bitte bequeme Kleidung und ein kleines Kissen mitbringen.<br />

Termine Teil 1 Freitag, 18. März 2011,<br />

15.30 bis 19 Uhr<br />

Samstag, 19. März 2011,<br />

9 bis 17Uhr<br />

Teil 2 Freitag, 13. Mai 2011,<br />

15.30 bis 19 Uhr<br />

Samstag, 14. Mai 2011,<br />

9 bis 17 Uhr<br />

Die Fortbildung kann nur als Ganzes gebucht werden.<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 220,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 200,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin Anja Schäfer<br />

Heilpädagogin, Multiplikatorin für<br />

Basale Stimulation<br />

Zielgruppe Mitarbeiter/innen aus Einrichtungen,<br />

die mit sehr schwer beeinträchtigten<br />

Menschen leben und arbeiten<br />

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen<br />

Kursnummer 112202<br />

Anmeldung bis 12. Februar 2011<br />

57<br />

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung<br />

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Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung<br />

Kinder psychisch kranker Eltern<br />

Kinder von psychisch kranken Eltern haben ein stark erhöhtes<br />

Risiko, im Laufe ihres Lebens selbst eine psychische Störung<br />

zu entwickeln. Dies ist zum Teil durch genetische Vererbung<br />

bedingt, zum anderen Teil sind die Eltern häufig nicht in der<br />

Lage, die Erziehung und Begleitung ihrer Kinder ausreichend zu<br />

bewältigen. Solche Familien sind größeren psychosozialen Belastungen<br />

ausgesetzt und es besteht ein erhöhtes Risiko für<br />

Misshandlungen. Präventionsmaßnahmen für Kinder müssen<br />

nach Altersgruppen differenziert sein und die individuelle Situation<br />

berücksichtigen. In der Fortbildung werden kurz die Krankheitsbilder<br />

der Eltern und ihre Auswirkungen auf die Kinder<br />

geschildert. Die Dreiecksbeziehung „Eltern – Kinder – pro-<br />

fessionelle Betreuer/innen“ wird von allen Seiten beleuchtet.<br />

Schwerpunkte<br />

– Sind die Betreuer/innen von Kindern auch die „Therapeut/innen“<br />

für deren Eltern?<br />

– Zuständigkeiten und Grenzen der Einrichtungen versus<br />

Erwartungen und Forderungen der Eltern<br />

– Besondere Begleitungsmaßnahmen für Kinder<br />

Methodik<br />

Vortrag, Power-Point-Präsentation, evtl. Kleingruppenarbeit<br />

und/oder Rollenspiele, Fallbeispiele<br />

Termin Donnerstag, 24. März 2011, 9 bis 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 90,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin Dr. med. Svetlana Panfilova<br />

Ärztin und szenisch-systemische Beraterin<br />

Zielgruppe Mitarbeiter/innen, Beratungsdienste und<br />

Führungskräfte aus Einrichtungen für Kinder<br />

und Jugendliche<br />

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen<br />

Kursnummer 112203<br />

Anmeldung bis 22. Februar 2011<br />

58<br />

Gewaltprävention im Rahmen<br />

psychomotorischer Angebote<br />

Bewegung ist die erste und unmittelbarste Form, um in Beziehung<br />

zu kommen mit mir, mit der Welt und mit anderen.<br />

Psychomotorik als Methode greift diese Gedanken auf und<br />

schafft so Räume für Erleben und Entwicklung. Werte wie<br />

Rücksichtnahme und Einfühlungsvermögen, aber auch Standhaftigkeit<br />

und Durchsetzungskraft werden unmittelbar erlebbar.<br />

Mit dieser Methode können Pädagog/innen einen Beitrag zur<br />

Gewaltprävention leisten. Die dafür nötigen praktischen und<br />

theoretischen Kompetenzen sollen in diesem Seminar vermittelt<br />

und erprobt werden.<br />

Bitte denken Sie an bewegungsfreundliche Kleidung.<br />

Termin Dienstag, 29. März 2011, 9.30 Uhr bis<br />

Mittwoch, 30. März 2011, 16.30 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E180,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin Simone Steiner<br />

Heilpädagogin (BA), stellvertretende Schul-<br />

leitung der Fachakademie für Heilpädagogik<br />

Rummelsberg<br />

Zielgruppe Mitarbeiter/innen in Einrichtungen der<br />

Behindertenhilfe und andere Interessierte<br />

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen<br />

Kursnummer 112204<br />

Anmeldung bis 26. Februar 2011


Praxisreflexion – Fallbesprechungen<br />

und Förderplanung<br />

Dieser Veranstaltungsblock ist der Reflexion der praktischen<br />

Umsetzung der Inhalte durch die Teilnehmer/innen in ihren<br />

jeweiligen Arbeitsfeldern gewidmet.<br />

Jede/r Teilnehmer/in bereitet eigenständig im Vorfeld eine<br />

Fallpräsentation von einer/einem Klient/in aus dem Autismus-<br />

Spektrum vor und erhält die Gelegenheit, konkrete Fragen<br />

zu diskutieren. Im Plenum setzen wir uns mit den Problemen<br />

bei der Umsetzung ebenso auseinander wie mit der Planung<br />

weiterer Schritte und deren konkreter Umsetzung.<br />

Neben der Praxisreflexion geht es aber auch um eine vertiefende<br />

Auseinandersetzung mit den bisher erlernten Konzepten.<br />

Das Thema „Formulierung und Umsetzung von realistischen<br />

Förderzielen“ steht im Fokus. Die praktische Umsetzung wird in<br />

der Gruppe geübt, außerdem werden darüber hinausgehende<br />

Hinweise gegeben.<br />

Das Seminar findet zweimal mit identischen Inhalten zu folgenden<br />

Terminen statt und ist als pädagogische Vertiefung zur<br />

Erlangung des Zertifikats verbindlich am Ende der Fachweiterbildung<br />

zu besuchen.<br />

n Termin 1 Donnerstag, 31. März 2011, 10 Uhr bis<br />

Samstag, 2. April 2011, 17 Uhr<br />

Kursnummer 112205<br />

Anmeldung bis 20. Februar 2011<br />

n Termin 2 Donnerstag, 29. März 2012, 10 Uhr bis<br />

Samstag, 31. März 2012, 17 Uhr<br />

Kursnummer 122201<br />

Anmeldung bis 20. Februar 2012<br />

Verbindliche Kursgebühr E180,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Dozentin Antje Tuckermann<br />

Diplom-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin,<br />

leitende Psychologin in psychiatrischer<br />

Klinik, therapeutische Leitung und<br />

Dozentin Team Autismus GbR<br />

Zielgruppe ausschließlich Teilnehmer/innen der Fachweiterbildung<br />

„Menschen mit Autismus<br />

verstehen und begleiten“<br />

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen<br />

Ausschließlich für Teilnehmer/innen<br />

der Fachweiterbildung „Menschen mit<br />

Autismus verstehen und begleiten“<br />

Selbstsicher werden –<br />

sicher auftreten lernen<br />

Dieses Seminar richtet sich nicht nur an Werkstatträte, sondern<br />

auch an Menschen mit Behinderung, die sich in Gesprächen<br />

deutlicher ausdrücken und mitteilen wollen. Es werden verschiedene<br />

Übungen angeboten, um im Auftreten und Sprechen<br />

sicherer und selbstbewusster zu werden. Sie bekommen von den<br />

anderen Teilnehmer/innen und den Referent/innen Rückmeldungen<br />

und können so Ihren persönlichen Ausdruck und Sprachstil<br />

verbessern. Dabei werden wir auch auf unsere eigene Körpersprache,<br />

Mimik und Gestik und sowie die unseres Gegenübers<br />

achten lernen.<br />

In einer entspannten Atmosphäre mit Wohlwollen für die Verschiedenartigkeit<br />

von jeder und jedem und durch spielerische<br />

Übungen wird dieses Seminar zu Ihrem persönlichen Lern-<br />

erlebnis.<br />

Termin Montag, 4. April 2011, 10 Uhr bis<br />

Dienstag, 5. April 2011, 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 80,–<br />

Kosten zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Die Förderung durch Aktion Mensch ist beantragt.<br />

Dozent/in Mathilde Hüttinger<br />

Diplom-Sozialpädagogin (FH), Mediatorin,<br />

STR Ausbildungsleiterin<br />

Max Hüttinger,<br />

Diplom- Sozialpädagoge (FH), Mediator,<br />

Supervisor<br />

Zielgruppe Menschen mit Behinderung<br />

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen<br />

Kursnummer 112206<br />

Anmeldung bis 18. Februar 2011<br />

59<br />

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung<br />

Krisen und Krisenintervention<br />

bei Menschen mit geistiger<br />

Behinderung<br />

Krisen können jeden Menschen treffen und entwickeln sich<br />

häufig nach Belastungssituationen. Menschen mit geistiger<br />

Behinderung sind vielen Belastungen ausgesetzt und verfügen<br />

über weniger Mittel, diese zu bewältigen. Daher entwickeln<br />

sie häufig und schnell psychische Krisen, die sich zu Krisen für<br />

das ganze umgebende System auswachsen können.<br />

Der Kurstag vermittelt ihnen Grundlagenwissen zu den modernen<br />

Krisentheorien und Kriseninterventionsstrategien und ihre<br />

besondere Anwendung auf Menschen mit geistiger Behinderung.<br />

Der Schwerpunkt liegt dann darauf, wie dieses Wissen in<br />

konkrete und praktizierbare Handlungsmaßnahmen umgesetzt<br />

werden kann. Angestrebt werden ein verstehendes Begreifen<br />

von Krisen, Sicherheit im Umgang mit Krisen und ein „innerer<br />

Plan“. Diese Zielsetzung wird anhand von Fallbeispielen erarbeitet.<br />

Fallbeiträge aus ihrem Arbeitsalltag sind willkommen.<br />

Methoden: Vortrag, Power-Point-Präsentation, Fallvorstellungen<br />

und Fallarbeit, Diskussion<br />

Das Seminar findet zweimal mit identischen Inhalten zu folgenden<br />

Terminen statt und ist als pädagogische Vertiefung zur<br />

Erlangung des Zertifikats verbindlich am Ende der Fachweiter-<br />

bildung zu besuchen.<br />

n Termin 1 Freitag, 8. April 2011, 9.30 bis 17 Uhr<br />

Kursnummer 112207<br />

Anmeldung bis 3. März 2011<br />

n Termin 2 Freitag, 27. April 2012, 9.30 bis 17 Uhr<br />

Kursnummer 122202<br />

Anmeldung bis 23. März 2012<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 90,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin Kordula Kraus<br />

Fachärztin für Psychiatrie und Psycho-<br />

therapie, tätig in der Ambulanz der Abteilung<br />

Psychiatrische Therapie für Menschen mit<br />

geistiger Behinderung des Isar-Amper-Klinikums,<br />

Klinikum München-Ost<br />

Zielgruppe ausschließlich Teilnehmer/innen der Fachweiterbildung<br />

„Menschen mit geistiger<br />

Behinderung und psychischer Krankheit<br />

verstehen und begleiten“<br />

Teilnehmerzahl maximal 30 Personen<br />

60<br />

Ausschließlich für Teilnehmer/innen<br />

der Fachweiterbildung „Menschen mit<br />

geistiger Behinderung und psychischer<br />

Krankheit verstehen und begleiten“<br />

Meine Mama und<br />

mein Papa sind getrennt<br />

Hilfen für Kinder aus Scheidungsfamilien<br />

Immer mehr Kinder sind von einer Trennung und / oder Scheidung<br />

ihrer Eltern betroffen. Oft werden die Mitarbeiter/innen<br />

von Kindergarten oder Hort um Rat für Eltern und vor allem für<br />

die Kinder gefragt. In der Fortbildung fühlen wir uns in die Welt<br />

der Kinder ein, betrachten die Auswirkungen der Trennung auf<br />

sie und üben uns in Methoden, die den Kindern helfen, eine<br />

solche Krise erträglicher zu meistern. Wir richten den Blick vor<br />

allem auf die Bedürfnisse der Kinder und darauf, wie wir sie<br />

kompetent unterstützen können.<br />

Informationen über das aktuelle Scheidungsrecht, über die<br />

Veränderung der Familienformen und gängige Vorurteile der<br />

Wissenschaft ergänzen die Fortbildung.<br />

Termin Mittwoch, 13. April 2011, 10 Uhr bis<br />

Donnerstag, 14. April 2011, 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E180,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin Adelheid Schels<br />

Diplom-Sozialpädagogin (FH), Familien-<br />

therapeutin, Supervisorin und Trainerin<br />

Zielgruppe Mitarbeiter/innen aus Kindertagesstätten<br />

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen<br />

Kursnummer 112208<br />

Anmeldung bis 10. März 2011


Förderplangespräche<br />

In den sogenannten Förderplangesprächen sollen nicht nur<br />

individuelle Förderziele festgelegt werden, es soll auch geklärt<br />

werden, wer welche Aufträge übernimmt. Nur so kann für<br />

alle Beteiligten ein hohes Maß an Verbindlichkeit und Nachvollziehbarkeit<br />

geschaffen werden. Nicht wir planen für unsere Betreuten,<br />

sondern wir denken und planen gemeinsam mit ihnen.<br />

Sie erhalten von uns verständliche Rückmeldungen zu ihrer<br />

Entwicklung und bekommen ausreichend Gelegenheit, ihre<br />

eigenen Wünsche und Vorstellungen mitzuteilen. Selbst- und<br />

Fremdeinschätzung werden gegenübergestellt.<br />

Im Seminar werden Modelle für ein Förderplangespräch vor-<br />

gestellt und die verschiedenen Rollen der Teilnehmer/innen<br />

diskutiert. Zentrale Frage wird sein, welche Formen der Vorbereitung<br />

und Unterstützung die Betroffenen benötigen, um ihre<br />

Lebensentwürfe verwirklichen zu können.<br />

Termin Mittwoch, 4. Mai 2011, 9 bis 16.30 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 90,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent Günther Hartmann-Templer<br />

Diplom-Sozialpädagoge (FH),<br />

Organisationsberater POB (Haisch),<br />

Stiftung Attl<br />

Zielgruppe Mitarbeiter/innen aus allen Bereichen<br />

der Behindertenhilfe<br />

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen<br />

Kursnummer 112209<br />

Anmeldung bis 2. April 2011<br />

Sozial benachteiligte<br />

Kinder und Jugendliche<br />

in Einrichtungen<br />

der Behindertenhilfe<br />

Kinder und Jugendliche, die unter schwierigen sozialen Bedingungen<br />

aufwachsen und deshalb erhebliche Verhaltensauffälligkeiten<br />

aufweisen, waren über lange Jahre das klassische Klientel<br />

der Jugendhilfe. Kommt zu dieser beschriebenen Problematik<br />

eine massive Lern- und Leistungsproblematik hinzu, ist eine<br />

deutliche Trendwende in der Auswahl der Hilfeformen zu spüren.<br />

Immer öfter werden diese Kinder und Jugendlichen in Einrichtungen<br />

der Behindertenhilfe aufgenommen. Dadurch scheint<br />

eine Erosion der traditionellen Zuständigkeiten gegeben.<br />

Die Behindertenhilfe selbst ist häufig nur ungenügend auf diese<br />

neuen Klient/innen, deren Familien sowie ihre Bedürfnisse und<br />

Originalitäten vorbereitet. Diesen Kindern und Jugendlichen haftet<br />

selten das Etikett „pflegeleicht und konform“ an. Die Eltern-<br />

arbeit ebenso wie die Bereiche der schulischen Förderung und<br />

der täglichen Betreuung gestalten sich daher erfahrungsgemäß<br />

häufig schwieriger und konfliktreicher. In diesem Grenzbereich<br />

zwischen Jugendhilfe und Behindertenhilfe muss die pädagogische<br />

Arbeit andere Akzente setzen.<br />

In dieser Fortbildung werden wir uns praxisnah mit den Hintergründen,<br />

Entwicklungen, Ansätzen und eben den geforderten<br />

Akzenten für eine gelingende Betreuung dieser Kinder und<br />

Jugendlichen in der Behindertenhilfe auseinandersetzen.<br />

Inhalte<br />

– Hintergründe und Ursachen<br />

– Auswirkungen sozialer Benachteiligung auf die Entwicklung<br />

– Milieuschädigung und geistige Behinderung<br />

– Gestaltung von Betreuungsrahmen und Beziehungen<br />

– Förderung milieugeschädigter Kinder und Jugendlicher<br />

– Umgang mit schwierigen Eltern und Elterngesprächen<br />

– Vermeidung von Problemen in der Gruppe durch das Zusammenleben<br />

milieugeschädigter und geistig behinderter<br />

Menschen<br />

Fortsetzung nächste Seite �<br />

61<br />

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung<br />

Termin Donnerstag, 5. Mai 2011, 9 bis 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 90,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent/in Markus Kaufmann M. A.<br />

Diplom-Sozialpädagoge (FH),<br />

Lehrbeauftragter an der FH München,<br />

Ausbilder Aikido-Fairness-Training<br />

62<br />

Barbara Lachner<br />

Diplom-Pädagogin, Systemischer Coach ECA,<br />

NLP-Trainerin<br />

Zielgruppe pädagogische Mitarbeiter/innen, Gruppenleiter/innen<br />

und pädagogische Fachdienste<br />

in Einrichtungen der Behindertenhilfe und<br />

der Jugendhilfe sowie andere Interessierte<br />

Teilnehmerzahl maximal 22 Personen<br />

Kursnummer 112210<br />

Anmeldung bis 1. April 2011<br />

Einführung in die ICF<br />

International Classification of Functioning,<br />

Disability and Health<br />

Die Internationale Klassifikation der Fähigkeitsstörung, Behinderung<br />

und Gesundheit (englisch: International Classification of<br />

Functioning, ICF) ist ein modernes Klassifikationssystem, mit<br />

dem die funktionale Gesundheit und Behinderung eines Menschen<br />

erfasst werden kann. In ihrem Grundverständnis geht die<br />

Klassifikation davon aus, dass Erkrankungen Beeinträchtigungen<br />

der Körperfunktionen oder Strukturen (auch der mentalen Funktionen)<br />

auslösen können. Diese Beeinträchtigungen stehen in<br />

Wechselbeziehungen zu den Alltagsaktivitäten, die ein Mensch<br />

mit Gesundheitsproblemen ausführen kann, und beeinflussen<br />

seine Möglichkeiten zur Teilhabe an unterschiedlichen Lebensbereichen.<br />

Das Ausmaß der Beeinträchtigung ist jedoch im Wesentlichen<br />

geprägt durch Umweltfaktoren, zum Beispiel die Verfügbarkeit<br />

von Hilfsmitteln oder sozialen Unterstützungssystemen<br />

und personenbezogenen Faktoren (z. B. Bewältigungsstrategien,<br />

Bildung, Persönlichkeitsaspekte). Eine systematische Erfassung<br />

der Strukturen, Aktivitäten, Teilhabemöglichkeiten und Einflussfaktoren<br />

der Person selbst wie auch ihrer Umwelt gibt wertvolle<br />

Anregungen für die Planung von Hilfs- und Unterstützungsangeboten.<br />

In diesem Seminar wollen wir eine erste Annäherung an diese<br />

Klassifikation vornehmen und Anregungen für deren Einsatz bei<br />

Hilfe- und Förderplanung nutzen.<br />

Zielsetzung<br />

– Verständnis einer neuen Sprachkonvention, die insbesondere<br />

im Umgang mit den Leistungsträgern an Bedeutung gewinnt<br />

– Adaption der Hilfe- und Förderplanung<br />

– Anwendung einer strukturierten Hilfeplansystematik<br />

– Perspektiven für eine bessere Vernetzung an den Schnitt-<br />

stellen zu anderen Maßnahmeträgern<br />

Methoden und Hilfsmittel<br />

Themenzentrierte Gruppenarbeit, Impulsreferate, Plenums-<br />

veranstaltungen, Film, Video, Rollenspiel, Bücher- und Unter-<br />

lagenbörse usw.<br />

Fortsetzung nächste Seite �


Termin Donnerstag, 5. Mai 2011, 9.30 Uhr bis<br />

Freitag, 6. Mai 2011, 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 180,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent Michael Bräuning-Edelmann<br />

Diplom-Sozialpädagoge, Fachbereichsleiter<br />

Menschen mit seelischer Erkrankung<br />

und Menschen mit Suchterkrankung<br />

Herzogsägmühle<br />

Zielgruppe Mitarbeiter/innen aus allen Bereichen<br />

der Behindertenhilfe<br />

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen<br />

Kursnummer 112211<br />

Anmeldung bis 4. April 2011<br />

Wichtige Steuertipps!<br />

§ Ausbildungskosten, d. h. Aufwendungen für den<br />

§<br />

Erwerb von<br />

§<br />

Fortbildungskosten, d. h. Aufwendungen, die ein Arbeitnehmer<br />

leistet, um seine Kenntnisse und Fähigkeiten im ausgeübten<br />

Beruf zu erhalten oder zu erweitern, sind als Werbungskosten<br />

voll absetzbar.<br />

Kenntnissen, die als Grundlage für eine Berufsausübung<br />

notwendig sind, können als Sonderausgaben im Kalenderjahr<br />

abgesetzt werden.<br />

Wie begleite ich Menschen<br />

mit Behinderung bei Ihrer<br />

Entscheidungsfindung?<br />

Häufig bestimmen Fachleute, welche Unterstützung ein Mensch<br />

mit Behinderung bekommt – was für ihn möglich ist und was<br />

nicht. Das ist Fremdbestimmung. Selbstbestimmung dagegen<br />

heißt, dass ich in meinem Leben die wichtigen Dinge selbst<br />

entscheiden kann und verschiedene Wahlmöglichkeiten dabei<br />

habe: Selbstbestimmung heißt Kontrolle über das eigene Leben<br />

zu haben, die auf der Wahl von annehmbaren Möglichkeiten beruht.<br />

Selbstbestimmung setzt größtmögliche Beteiligung voraus.<br />

Selbstbestimmung zu unterstützen und mehr Wahlmöglichkeiten<br />

für Menschen mit einer geistigen Behinderung zu schaffen,<br />

erfordert bei Mitarbeiter/innen der Behindertenhilfe ein neues<br />

Denken, aber auch besondere Methoden.<br />

Inhalte<br />

– Wie kann man selbst bestimmen, wie die berufliche und<br />

persönliche Zukunft aussehen soll?<br />

– Wie können die Wahlmöglichkeiten für Menschen mit<br />

geistiger und mehrfacher Behinderung erweitert werden?<br />

– Wie können sie an Entscheidungen, die sie betreffen,<br />

beteiligt werden?<br />

– Ist Selbstbestimmung immer möglich? Wo liegen die Grenzen<br />

der Selbstbestimmung eines Menschen?<br />

– Die Teilnehmer/innen lernen Methoden und Instrumente kennen,<br />

die bei Entscheidungen hilfreich sein können<br />

(Persönliche Zukunftsplanung, Biografiearbeit usw.).<br />

Methoden<br />

Referate, Diskussionen, Gruppenarbeit, Übungen und<br />

Videobeispiele<br />

Fortsetzung nächste Seite �<br />

63<br />

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung<br />

Termin Montag, 9. Mai 2011, 9.30 Uhr<br />

bis Dienstag, 10. Mai 2011, 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 180,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent/in Gerhard Grüner<br />

Diplom-Sozialpädagoge (FH), Organisationsentwickler<br />

(POB), Moderator für Persönliche<br />

Zukunftsplanung, Leitung der Abteilung<br />

Begleitende Dienste im Bereich Arbeit und<br />

Förderung des Franziskuswerk <strong>Schönbrunn</strong><br />

64<br />

Siglinde Vonier<br />

Diplom-Sozialarbeiterin (FH), Gruppenleiterin<br />

im Franziskuswerk <strong>Schönbrunn</strong><br />

Zielgruppe Mitarbeiter/innen in Einrichtungen<br />

der Behindertenhilfe<br />

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen<br />

Kursnummer 112212<br />

Anmeldung bis 6. April 2011<br />

Bewältigungsorientierte<br />

Therapie bei Schizophrenien<br />

und schizoaffektiven<br />

Störungen – Psychoedukation<br />

Aktuelle Schizophreniekonzepte wie das Vulnerabilitäts-Stress-<br />

Bewältigungsmodell weisen den erkrankten Menschen eine<br />

aktive Rolle im Umgang mit der Erkrankung zu. Aus dieser<br />

Sichtweise heraus haben sich in den letzten 15 Jahren verschiedene<br />

therapeutische Ansätze entwickelt, in denen bewältigungs-<br />

orientierte Strategien stärker akzentuiert werden.<br />

Wesentliche Elemente bewältigungsorientierter Therapie sind:<br />

– Aufklärung über die Krankheit und die Behandlung auf Basis<br />

des Vulnerabilitäts-Stress-Modells<br />

– Stressmanagment und Rückfallprophylaxe<br />

– Gesundheitsverhalten<br />

Ausgehend von diesen drei Elementen bewältigungsorientierter<br />

Therapie werden verschiedene bestehende Konzepte und Manuale<br />

vorgestellt und besprochen. Für die eigene konkrete Arbeitssituation<br />

werden darüber hinaus im Rahmen des Seminars<br />

einzelne Module praxisnah zur direkten Anwendung erarbeitet.<br />

Dies können zum Beispiel sein:<br />

– Erarbeitung eines Störungskonzeptes<br />

– Erarbeitung von Behandlungsgrundlagen<br />

– Identifikation, Selbstbeobachtung und<br />

Umgang mit Frühwarnzeichen<br />

– Bearbeitung individueller Stresssituationen<br />

– Stressmanagement<br />

– Gesundheitsverhalten<br />

Unter Berücksichtigung von Salutogenese und Recovery rücken<br />

Gesundungsprozesse, individuelle Ressourcen und die Lebensqualität<br />

stärker in den Vordergrund. Das Einnehmen einer<br />

empathischen sozialpsychiatrischen Grundhaltung ist maß-<br />

geblich.<br />

Methoden: Impulsreferate, Kleingruppenarbeit, Rollenspiel, Fallarbeit<br />

u. a. m.<br />

Termin Freitag, 13. Mai 2011, 9.30 Uhr bis<br />

Samstag, 14. Mai 2011, 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 180,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent Michael Bräuning-Edelmann<br />

Diplom-Sozialpädagoge, Fachbereichsleiter<br />

Menschen mit seelischer Erkrankung und<br />

Menschen mit Suchterkrankung, Herzogsägmühle<br />

Zielgruppe Mitarbeiter/innen aus Wohn-, Arbeits- und<br />

Beratungsstrukturen, die mit Menschen<br />

mit einer psychischen Erkrankung arbeiten<br />

Teilnehmerzahl maximal 25 Personen<br />

Kursnummer 112213<br />

Anmeldung bis 8. April 2011


Veränderungsprozesse<br />

im Leben von Menschen<br />

mit geistiger Behinderung<br />

begleiten<br />

Jeder Mensch geht unterschiedlich mit einer Veränderung seiner<br />

Lebensumstände um. Menschen mit Behinderung reagieren<br />

darauf häufig sehr sensibel, da sie in ihrem Bedürfnis nach<br />

Orientierung und Sicherheit leicht zu verunsichern sind. Ver-<br />

änderungsprozesse in der täglichen Arbeit zu begleiten, stellt<br />

Mitarbeiter/innen in der Behindertenhilfe vor besondere<br />

Herausforderungen:<br />

– Zwischen Stillstand und Aufbruch: Wer will die Veränderung,<br />

der Betroffene selbst oder sein Umfeld? Welche Rolle spielen<br />

Strukturen? Welche Veränderungen sind gewünscht, herbei-<br />

gesehnt, welche unumgänglich?<br />

– Das rechte Maß: Wie viel Veränderung ist notwendig,<br />

um Kompetenzen und Selbständigkeit zu erweitern und<br />

Zufriedenheit und Erfüllung zu ermöglichen, ohne dabei<br />

zu überfordern und zu verängstigen?<br />

– Wie bereite ich Menschen mit Behinderung auf anstehende<br />

Veränderungen vor? Wie führe ich Neuerungen ein?<br />

– Wie kann Begleitung gelingen? Welche Schritte sind angemessen<br />

und welche Ziele realistisch? Welche Kraftquellen<br />

stehen bereit, welche Rituale können helfen? Und wie gehe<br />

ich ggf. mit einem Scheitern um?<br />

Bis sich die Menschen mit Behinderung in der neuen Situation<br />

sicher fühlen, braucht es einfühlende Assistenz und individuelle<br />

Unterstützungsangebote.<br />

Wir werden dieses Thema unter verschiedenen Gesichtspunkten<br />

betrachten und unterschiedliche Methoden und Handlungs-<br />

ansätze für die praktische Arbeit vorstellen.<br />

Der Tag wird u. a. folgende Inhalte haben:<br />

– Die positiven Aspekte sammeln: Salutogenese als Ent-<br />

wicklungskonzept des Menschen im Sinne von Heilung,<br />

Bewältigung und Sinngebung<br />

– Den Menschen verstehen: Biografiearbeit als Möglichkeit,<br />

ein tieferes Verständnis für die individuelle Persönlichkeit<br />

des Menschen zu entwickeln<br />

– Sich selbst betrachten: Die Bedeutung des eigenen Umgangs<br />

mit Veränderungen in Bezug auf die Unterstützung bei<br />

Veränderungsprozessen<br />

– Wie kann das gehen? Methoden und praktische Handlungsansätze<br />

Termin Montag, 23. Mai 2011, 9 bis 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 90,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentinnen Christine Stadler<br />

Heilpädagogin, Qualitätsbeauftragte,<br />

Assistenz der Bereichsleitung Wohnheim<br />

im Franziskuswerk <strong>Schönbrunn</strong><br />

Siglinde Vonier<br />

Diplom-Sozialarbeiterin (FH), Gruppenleiterin<br />

im Franziskuswerk <strong>Schönbrunn</strong><br />

Zielgruppe Mitarbeiter/innen der Behindertenhilfe<br />

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen<br />

Kursnummer 112214<br />

Anmeldung bis 20. April 2011<br />

65<br />

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung<br />

Fallbesprechungen<br />

66<br />

Ausschließlich für Teilnehmer/innen<br />

der Fachweiterbildung „Menschen mit<br />

geistiger Behinderung und psychischer<br />

Krankheit verstehen und begleiten“<br />

Um adäquat mit Menschen mit geistiger Behinderung und<br />

psychischen Störungen umgehen zu können muss der<br />

diagnostische Blick von Mitarbeiter/innen von Behinderten-<br />

einrichtungen eingehend geschult werden. Theoretische<br />

Kenntnisse allein helfen nicht, die im Vergleich zur Normalbe-<br />

völkerung oft stark abgewandelte Symptomatik psychischer<br />

Störungen bei Menschen mit geistiger oder Lernbehinderung<br />

erkennen zu können. Hier ist vor allem das eingehende Studium<br />

von Fallbeispielen anhand von Videos sehr lehrreich und bietet<br />

die erforderliche Anschaulichkeit.<br />

Schwerpunkte: Es wird einerseits anhand vieler Beispiele das<br />

strategische Vorgehen im Falle eines Verdachts auf das Bestehen<br />

einer psychischen Störung diskutiert. Andererseits werden<br />

Techniken vorgestellt, die das Erkennen und das Verstehen<br />

psychischer Auffälligkeiten bei Menschen mit geistiger Behinderung<br />

erleichtern sollen (Checklisten, Fragebögen, Dokumen-<br />

tationsblätter). Vor allem die Verhaltensanalyse anhand von<br />

Videos wird eingehend besprochen und eingeübt.<br />

Die Teilnehmer/innen werden darüber hinaus gebeten einen<br />

„Fall“ aus dem eigenen Erfahrungsbereich vorzubereiten und<br />

anonymisiert vorzustellen. Im Kurs soll dann in Gruppenarbeit<br />

die Analyse dieser Kasuistiken unter Supervision trainiert<br />

werden.<br />

Das Seminar findet zweimal mit identischen Inhalten zu<br />

folgenden Terminen statt und ist als pädagogische Vertiefung<br />

zur Erlangung des Zertifikats verbindlich am Ende der Fach-<br />

weiterbildung zu besuchen.<br />

n Termin 1 Mittwoch, 25. Mai 2011, 9 bis 17 Uhr<br />

Kursnummer 112215<br />

Anmeldung bis 22. April 2011<br />

n Termin 2 Mittwoch, 9. Mai 2012, 9 bis 17 Uhr<br />

Kursnummer 122204<br />

Anmeldung bis 4. April 2012<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 90,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent Dr. med. Christian Schanze<br />

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,<br />

Pädagoge, Chefarzt des Krankenhauses<br />

St. Camillus, Ursberg<br />

Zielgruppe ausschließlich Teilnehmer/innen der Fachweiterbildung<br />

„Menschen mit geistiger<br />

Behinderung und psychischer Krankheit<br />

verstehen und begleiten“<br />

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen<br />

Wichtige Steuertipps!<br />

§ Ausbildungskosten, d. h. Aufwendungen für den<br />

§<br />

Erwerb von<br />

§<br />

Fortbildungskosten, d. h. Aufwendungen, die ein Arbeitnehmer<br />

leistet, um seine Kenntnisse und Fähigkeiten im ausgeübten<br />

Beruf zu erhalten oder zu erweitern, sind als Werbungskosten<br />

voll absetzbar.<br />

Kenntnissen, die als Grundlage für einen noch nicht aus-<br />

geübten Beruf notwendig sind, können als Sonderausgaben<br />

im Kalenderjahr abgesetzt werden.


Schwierige Situationen<br />

in der Arbeit mit Menschen<br />

mit Behinderung erkennen<br />

und meistern<br />

Die Arbeit mit Menschen mit Behinderung fordert neben Ihrem<br />

fachlichen Können auch Ihre sozialen Fähigkeiten als Anleiter / in<br />

und Betreuer / in. Häufig zeigen die betreuten Menschen Phänomene<br />

wie Aggressivität, Verweigerung oder plötzlichen Rückzug,<br />

mit denen nur schwer angemessen umzugehen ist. Und manchmal<br />

weiß man gar nicht, wie solch eine Situation entstanden ist.<br />

Für diese schwierigen Situationen will Ihnen das Seminar Unterstützung<br />

anbieten. Mit der Arbeit an konkreten Praxisbeispielen<br />

werden Sie die Ursachen und Hintergründe solcher Verhaltensweisen<br />

besser verstehen und einordnen können. Sie entwickeln<br />

dadurch ein Handwerkszeug, mit dem Sie solche Situationen<br />

angemessen gestalten und entschärfen können. Gemeinsam<br />

werden wir verschiedene – auch nonverbale – Methoden zur<br />

Konflikt- und Aggressionsbewältigung ausprobieren. Sie können<br />

sich entlasten und Ihre Erfahrungen mit anderen teilen.<br />

Termin Mittwoch, 25. Mai 2011, 10 Uhr bis<br />

Freitag, 27. Mai 2011, 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 230,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 200,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent Klaus Brosius<br />

Diplom-Pädagoge, Supervisor DGSv,<br />

Trainer DAGG<br />

Zielgruppe Mitarbeiter / innen der Behindertenhilfe in<br />

den Bereichen Wohnen, WfbM, Förderstätte<br />

und andere Interessierte<br />

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen<br />

Kursnummer 112216<br />

Anmeldung bis 22. April 2011<br />

Krisen und Krisenintervention<br />

bei Menschen mit Autismus<br />

Krisen können jeden Menschen treffen und entwickeln sich<br />

häufig nach Belastungssituationen. Menschen mit Autismus sind<br />

vielen Belastungen ausgesetzt und verfügen über weniger Mittel,<br />

diese zu bewältigen. Daher entwickeln sie häufig und schnell<br />

psychische Krisen, die sich zu Krisen für das ganze umgebende<br />

System auswachsen können.<br />

Der Kurstag vermittelt ihnen Grundlagenwissen zu den modernen<br />

Krisentheorien und Kriseninterventionsstrategien und ihre<br />

besondere Anwendung auf Menschen mit geistiger Behinderung.<br />

Der Schwerpunkt liegt dann darauf, wie dieses Wissen in<br />

konkrete und praktizierbare Handlungsmaßnahmen umgesetzt<br />

werden kann. Angestrebt werden ein verstehendes Begreifen<br />

von Krisen, Sicherheit im Umgang mit Krisen und ein „innerer<br />

Plan“. Diese Zielsetzung wird anhand von Fallbeispielen erarbeitet.<br />

Fallbeiträge aus ihrem Arbeitsalltag sind willkommen.<br />

Methoden: Vortrag, Power-Point-Präsentation, Fallvorstellungen<br />

und Fallarbeit, Diskussion<br />

Das Seminar findet zweimal mit identischen Inhalten zu folgenden<br />

Terminen statt und ist als pädagogische Vertiefung zur<br />

Erlangung des Zertifikats verbindlich am Ende der Fachweiter-<br />

bildung zu besuchen.<br />

n Termin 1 Freitag, 27. Mai 2011, 9.30 bis 17 Uhr<br />

Kursnummer 112217<br />

Anmeldung bis 24. April 2011<br />

n Termin 2 Donnerstag, 3. Mai 2012, 9.30 bis 17 Uhr<br />

Kursnummer 122203<br />

Anmeldung bis 1. April 2012<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 90,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin Kordula Kraus,<br />

Fachärztin für Psychiatrie und Psycho-<br />

therapie, tätig in der Ambulanz der Abteilung<br />

Psychiatrische Therapie für Menschen mit<br />

geistiger Behinderung des Isar-Amper-Klinikums,<br />

Klinikum München-Ost<br />

Zielgruppe ausschließlich Teilnehmer/innen der Fachweiterbildung<br />

„Menschen mit Autismus<br />

verstehen und begleiten“<br />

Teilnehmerzahl maximal 30 Personen<br />

Ausschließlich für Teilnehmer/innen<br />

der Fachweiterbildung „Menschen mit<br />

Autismus verstehen und begleiten“<br />

67<br />

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung<br />

Umgang mit Provokationen<br />

im Betreuungsalltag<br />

Wir sehen uns in unserer Arbeit immer wieder direkten und<br />

indirekten Provokationen ausgesetzt. Die Formen reichen von<br />

gezielten kleinen Regelverstößen bis hin zu verbalen oder<br />

gar körperlichen Provokationen. Häufig hinterlassen diese<br />

Situationen ein Gefühl der Unsicherheit oder gar der Kränkung.<br />

Was aber kann man in diesen Situationen tatsächlich tun?<br />

Wir betrachten unterschiedliche provokative Situationen aus<br />

den Arbeitsfeldern der Teilnehmer/innen und richten den Fokus<br />

darauf, wie wir uns provozieren lassen und was wir dagegen unternehmen<br />

können. Im Rahmen praktischer Übungen erlernen<br />

und erproben Sie konkrete Handlungsstrategien, um in provokativen<br />

Situationen selbstsicherer reagieren und handeln zu können.<br />

Seminarziel<br />

Erweiterung der Handlungskompetenzen im Umgang mit<br />

Provokationen im pädagogischen Alltag<br />

Themenschwerpunkte<br />

– Von der Provokation zur (De)Eskalation<br />

– Macht und Status – ein schwieriges Paar<br />

– „Wenn die Lunte brennt …“:<br />

Das eigene Provokationsverhalten im Fokus<br />

– Umgang mit Regelverstößen und Provokationen<br />

– Wenn Sprüche helfen: Kommunikative Deeskalations-<br />

strategien für Pädagog/innen<br />

– Verarbeitung emotional belastender Situationen:<br />

Psychohygiene und Team<br />

Termin Dienstag, 31. Mai 2011, 9 bis 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 90,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent / in Markus Kaufmann M.A.<br />

Diplom-Sozialpädagoge (FH),<br />

Lehrbeauftragter an der FH München,<br />

Ausbilder Aikido-Fairness-Training<br />

68<br />

Barbara Lachner<br />

Diplom-Pädagogin, Systemischer Coach ECA,<br />

NLP-Trainer<br />

Zielgruppe pädagogische Mitarbeiter / innen, Gruppenleiter<br />

/ innen und pädagogische Fachdienste<br />

in Einrichtungen der Behindertenhilfe und<br />

der Jugendhilfe sowie andere Interessierte<br />

Teilnehmerzahl maximal 22 Personen<br />

Kursnummer 112218<br />

Anmeldung bis 26. April 2011<br />

Konflikte unter Kindern<br />

Konflikte und Streitereien gehören zum Alltag. Dabei geht es<br />

meist um unterschiedliche Bedürfnisse und Interessen. Kinder<br />

brauchen Unterstützung und vor allem Bekräftigung von Erwachsenen,<br />

um Probleme und Konflikte konstruktiv lösen zu<br />

lernen. Verbal überzeugen, Verständnis für andere zu entwickeln<br />

und Rücksichtnahme sind wichtige Lernziele. Was brauchen<br />

Kinder, die noch keine Impulskontrolle gelernt haben oder gar<br />

aggressiv reagieren? Der Schwerpunkt der Fortbildung wird<br />

neben theoretischen Erkenntnissen vor allem im Erarbeiten eines<br />

umfassenden praktischen Handwerkszeugs liegen.<br />

Termin Dienstag, 7. Juni 2011, 10 Uhr bis<br />

Mittwoch, 8. Juni 2011, 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 180,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin Adelheid Schels<br />

Diplom-Sozialpädagogin (FH), Familien-<br />

therapeutin, Supervisorin und Trainerin<br />

Zielgruppe Mitarbeiter/innen aus Kindertagesstätten<br />

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen<br />

Kursnummer 112219<br />

Anmeldung bis 6. Mai 2011


Erwachsen werden und<br />

behindert sein<br />

In der Pubertät finden die Auseinandersetzungen mit dem<br />

eigenen Körper, mit neuen Gefühlen, der Geschlechterrolle, den<br />

Eltern und den gesellschaftlichen Regeln statt. „Wer bin ich?“<br />

ist die zentrale Frage aller im Jugendalter. Bei jungen Menschen<br />

mit geistiger Behinderung kommt oft noch die Frage hinzu:<br />

„Bin ich anders?“ Die körperliche und sexuelle Reifung verläuft<br />

bei Menschen mit geistiger Behinderung altersgemäß. Die<br />

kognitive Entwicklung weicht jedoch stark ab. Diese Diskrepanz<br />

kann die Pubertät kompliziert machen. Darüber hinaus be-<br />

einträchtigen lebensgeschichtliche Erfahrungen die Identitätsentwicklung.<br />

Wie können wir als pädagogisch Tätige im Rahmen unserer Einrichtungen<br />

junge Menschen mit geistiger Behinderung in ihrer<br />

Entwicklung zu selbstbestimmten Erwachsenen begleiten?<br />

Termin Montag, 27. Juni 2011, 9 bis 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 90,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin Rosemarie Czarski<br />

Diplom-Sozialpädagogin, Pädagogischer<br />

Fachdienst Tagesstätte HPCA, Coach,<br />

Referentin<br />

Zielgruppe Mitarbeiter/innen in Einrichtungen<br />

der Behindertenhilfe<br />

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen<br />

Kursnummer 112220<br />

Anmeldung bis 22. Mai 2011<br />

Erkennen und Verstehen von<br />

Mimik und Gefühlen<br />

Ein neues Förderprogramm für autistische Kinder<br />

Autistischen Kindern und Jugendlichen fällt das Erkennen von<br />

Mimik sehr schwer. Allerdings erreichen computergestützte<br />

Trainingsprogramme, mit denen allein diese Fähigkeit eingeübt<br />

wird, keinen anhaltenden Effekt. Genauso wichtig ist nämlich<br />

der Inhalt der Mimik: die Gefühle und Gedanken, die einen<br />

bestimmten mimischen Ausdruck auslösen oder erzeugen. Das<br />

Münchner Programm des Erkennens und Verstehens von Mimik<br />

und Gefühlen umfasst mehrere Aspekte der Problematik: soziale<br />

Wahrnehmung, Theory of Mind, System von Gefühlen, soziale<br />

und emotionale Kompetenz. Zahlreiche Materialien, Übungen<br />

und ausgewählte Fachliteratur erleichtern den Zugang und die<br />

Orientierung zu diesem faszinierenden Thema.<br />

Das Programm eignet sich vor allem für sprechende autistische<br />

Menschen.<br />

Termin Freitag, 1. Juli 2011, 9 bis 17 Uhr<br />

Verbindliche Kursgebühr E 90,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin Susanne Maróthy<br />

Diplom-Lehrerin, Montessori-Heilpädagogin,<br />

Montessori-Therapeutin, Psychotherapeutin<br />

(HPG), Autismus-Frühtherapeutin, Entspannungstherapeutin<br />

Zielgruppe Trainer/Innen – Mitarbeiter/innen von Sozialtrainingsgruppen<br />

für autistische Menschen,<br />

Therapeuten, Erzieher/innen, Lehrer/innen,<br />

Eltern<br />

Kursnummer 112221<br />

Anmeldung bis 1. Juni 2011<br />

69<br />

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung<br />

Montessori-Pädagogik<br />

und Montessori-Therapie<br />

Mehr als 100 Jahre nach ihrer Gründungszeit zählt die Montessori-Pädagogik<br />

immer noch zu den alternativ- oder reformpädagogischen<br />

Richtungen. Was fasziniert Eltern und Fachkräfte?<br />

Welche Ideen bewährten sich über so einen großen Zeitraum?<br />

Wie sieht das Menschenbild der Montessori-Pädagogik und<br />

-Therapie aus, was sind ihre Grundprinzipien und warum eignen<br />

sich ihre Methoden so gut für die Förderung behinderter<br />

Kinder? Wie funktioniert ihre Anwendung im häuslichen Bereich?<br />

Als besondere Einsatzmöglichkeit wird die Therapie mit<br />

autistischen Kindern vorgestellt.<br />

Neben der Theorie des Montessori-Modells werden auch die<br />

bekanntesten Montessori Materialien gezeigt und ausprobiert.<br />

Termin Freitag, 8. Juli 2011, 9 bis 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 90,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin Susanne Maróthy<br />

Diplom-Lehrerin, Montessori-Heilpädagogin,<br />

Montessori-Therapeutin, Psychotherapeutin<br />

(HPG), Autismus-Frühtherapeutin,<br />

Entspannungstherapeutin<br />

Zielgruppe Fachleute aus der Frühförderung,<br />

IntegrationspädagogInnen, Erzieher/innen,<br />

Lehrer/innen, Therapeut/innen, Eltern<br />

Kursnummer 112222<br />

Anmeldung bis 4. Juni 2011<br />

70<br />

Strukturierung als Hilfe<br />

zum Verstehen und Handeln<br />

Förderung von Menschen mit Autismus<br />

nach dem Vorbild des TEACCH-Modells<br />

Besonderheiten in der Wahrnehmung und Informationsverarbeitung<br />

bei Menschen mit Autismus führen dazu, dass diese ganz<br />

besonders von strukturierenden und visuellen Hilfen profitieren<br />

können. Auf dieser Erkenntnis basiert der TEACCH-Ansatz zur<br />

pädagogischen Förderung autistischer Menschen, der seit über<br />

dreißig Jahren in den USA erprobt und weiterentwickelt wird.<br />

Structured Teaching, die Strukturierung in der pädagogischen<br />

Förderung und im Alltag, gehört daher zu den grundlegenden<br />

Elementen der Arbeit nach dem TEACCH-Ansatz. Im Rahmen<br />

dieses Seminars werden zunächst die theoretischen Grundlagen<br />

und Konzepte des TEACCH-Ansatzes vorgestellt. Im Anschluss<br />

daran liegt der Schwerpunkt auf der Methode des Structured<br />

Teaching. Die Teilnehmer / innen erhalten Hinweise und Hilfen<br />

zur Entwicklung von Strukturierungsmaßnahmen sowie zu deren<br />

praktischer Anwendung. Anhand vieler Praxisbeispiele werden<br />

Umsetzungsmöglichkeiten aus unterschiedlichen Bereichen der<br />

Betreuung und Förderung dargestellt. Auf dieser Grundlage erhalten<br />

die Teilnehmer / innen Gelegenheit, Anwendungsmöglichkeiten<br />

für ihre eigene Praxis zu diskutieren, Ideen zu entwickeln<br />

und selbst Materialien zu erstellen. Praktische Übungen und<br />

Gruppenarbeit ergänzen und vertiefen die theoretische Erarbeitung.<br />

Diese Fortbildung kann auch als Baustein der Weiterbildung<br />

„Menschen mit Autismus verstehen und begleiten“ /<br />

2. Therapie und Förderung (S. 28) genutzt werden.<br />

Termin Montag, 11. Juli 2011, 10 Uhr bis<br />

Dienstag, 12. Juli 2011, 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 180,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin Antje Tuckermann<br />

Diplom-Psychologin, Psychologische<br />

Psychotherapeutin, leitende Psychologin in<br />

psychiatrischer Klinik, therapeutische Leitung<br />

und Dozentin Team Autismus GbR<br />

Zielgruppe alle Personen, die Menschen mit Autismus<br />

begleiten und fördern<br />

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen<br />

Kursnummer 112223<br />

Anmeldung bis 7. Juni 2011


Diagnostik und Förderung<br />

sozialer Fähigkeiten<br />

bei Menschen mit Autismus<br />

auf Basis des TEACCH-Ansatzes<br />

In diesem Seminar beschäftigen wir uns systematisch und<br />

detailliert mit den grundsätzlichen Fähigkeiten und Voraussetzungen<br />

zur sozialen Interaktion, die insbesondere Menschen<br />

mit Autismus und ähnlichen Entwicklungsbehinderungen oft<br />

fehlen. Mit Hilfe eines Erhebungsbogens für soziale Fähigkeiten<br />

(Social Skills Assessment) lassen sich nicht nur grundlegende<br />

Defizite erkennen, sondern auch geeignete Ansatzpunkte für<br />

eine Förderung der sozialen Interaktion identifizieren. Der Erhebungsbogen,<br />

der von einer Mitarbeiterin im TEACCH-Programm<br />

entwickelt wurde, kann für Betroffene mit unterschiedlichem<br />

Funktionsniveau und bei jeder Altersgruppe eingesetzt werden,<br />

sein Schwerpunkt liegt aber auf den grundlegenden Voraussetzungen<br />

zur sozialen Interaktion.<br />

Die Teilnehmer / innen lernen dieses entwicklungsorientierte<br />

diagnostische Instrument kennen und anwenden. Anhand von<br />

eigenen Fallbeispielen wird der Umgang mit dem Erhebungsbogen<br />

geübt und eine individuelle Förderplanung erstellt. Die<br />

Seminarteilnehmer / innen werden darin angeleitet, den Schritt<br />

von abstrakten Förderzielen zur konkreten Gestaltung der<br />

Fördersituation zu vollziehen.<br />

Die Teilnehmer / innen erhalten zudem einen Einblick in unsere<br />

Arbeit mit Gruppen zur Förderung der sozialen Kompetenz, die<br />

auf dem TEACCH-Ansatz basiert. Vorgestellt werden sowohl<br />

das Konzept der „SOKO Autismus“-Gruppen als auch konkrete<br />

Materialien und Aktivitäten zur sozialen Förderung von Kindern<br />

und Erwachsenen.<br />

Diese Fortbildung kann auch als Baustein der Weiterbildung<br />

„Menschen mit Autismus verstehen und begleiten“ /<br />

2. Therapie und Förderung (S. 28) genutzt werden.<br />

Termin Mittwoch, 13. Juli 2011, 10 Uhr bis<br />

Donnerstag, 14. Juli 2011, 17 Uhr<br />

Verbindliche Kursgebühr E 180,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Dozentin Antje Tuckermann<br />

Diplom-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin,<br />

leitende Psychologin in psychiatrischer<br />

Klinik, therapeutische Leitung und<br />

Dozentin Team Autismus GbR<br />

Zielgrupe Personen, die Menschen mit Autismus<br />

begleiten und fördern<br />

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen<br />

Kursnummer 112224<br />

Anmeldung bis 11. Juni 2011<br />

Ich bin jetzt Mitglied in<br />

der Bewohnervertretung –<br />

was bedeutet das für mich?<br />

Die gewählten Mitglieder von Bewohnervertretungen und<br />

Heimbeiräten haben eine wichtige Rolle in dem Prozess, der zu<br />

mehr Selbstbestimmung und Mitsprache in den Einrichtungen<br />

führen soll. Um diese Aufgabe auch wahrnehmen zu können,<br />

müssen sie zuerst ihre Rechte und Pflichten kennen und verstehen.<br />

In leichter Sprache werden rechtliche Hintergründe erklärt<br />

und Möglichkeiten zur Umsetzung der Aufgaben vermittelt.<br />

In kleinen Rollenspielen werden Regeln und Verhalten in Sprechstunden,<br />

Sitzungen und Bewohnerversammlungen geübt. Weiterhin<br />

werden gemeinsam Ideen und Möglichkeiten entwickelt,<br />

wie man die Werbung und Informationsarbeit hinsichtlich der<br />

Bewohnervertretungen verbessern kann.<br />

Termin Donnerstag, 14. Juli 2011, 10 Uhr bis<br />

Freitag, 15. Juli 2011, 13 Uhr<br />

(Die Veranstaltung endet am zweiten Tag<br />

mit dem Mittagessen.)<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 140,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 120,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 42,– gesamt<br />

Dozent Günther Hartmann-Templer<br />

Diplom-Sozialpädagoge (FH),<br />

Organisationsberater POB (Haisch),<br />

Stiftung Attl<br />

Zielgruppe Mitglieder von Bewohnervertretungen<br />

und Heimbeiräten<br />

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen<br />

Kursnummer 112225<br />

Anmeldung bis 12. Juni 2011<br />

71<br />

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung<br />

Paradoxe und unkonventionelle<br />

Interventionen<br />

Häufig ergeht es uns mit der pädagogischen Arbeit wie mit dem<br />

Fernsehen – die vielen Wiederholungen ermüden. Wir versuchen<br />

schwierige Situationen zu meistern, dem zu betreuenden Menschen<br />

etwas zu vermitteln, sein Verhalten zu verändern, aber<br />

immer wieder stehen wir vor der gleichen Ausgangssituation –<br />

wir drehen uns im Kreis. In diesen Momenten wünschen wir<br />

uns Möglichkeiten, diesen Zyklus der Wieder holungen schnell<br />

und wirksam zu durchbrechen und unkonventionelle Strategien<br />

zu entwickeln. In diesem Seminar werden Ihnen Möglichkeiten<br />

aufgezeigt, eingefahrene Situationen anders zu lösen, als Sie<br />

es bisher gewohnt sind. Die Hintergründe und Funktionsweisen<br />

einer paradoxen und unkonventionellen Intervention werden<br />

aus pädagogischer und psychologischer Sicht erläutert und in<br />

eine alltagsrelevante und anwendbare Form für Ihre Praxisfelder<br />

transformiert. Grundlegendes Ziel ist es, Ihr persönliches Handlungsrepertoire<br />

in anscheinend verfahrenen und schwierigen<br />

Situationen zu erweitern. Sie erhalten hier auch die Möglichkeit,<br />

konkrete Situationen aus Ihrem Arbeitsalltag einzubringen und<br />

neue Lösungswege zu erarbeiten.<br />

Inhalte<br />

– Hintergründe zur paradoxen und unkonventionellen<br />

Intervention<br />

– Differenzierung: Schwierigkeit – Problem<br />

– Entstehung von Problemen<br />

– Veränderungen in Systemen<br />

– Lösungen und Konsequenzen<br />

– Praxisbeispiele und ihre Lösungen<br />

Termin Dienstag, 19. Juli 2011, 9.30 Uhr bis<br />

Mittwoch, 20. Juli 2011, 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 180,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent / in Markus Kaufmann M. A.<br />

Diplom-Sozialpädagoge (FH),<br />

Lehrbeauftragter an der FH München<br />

72<br />

Barbara Lachner<br />

Diplom-Pädagogin, Systemischer Coach ECA,<br />

NLP-Trainerin<br />

Zielgruppe pädagogische Mitarbeiter / innen, Gruppenleiter<br />

/ innen und pädagogische Fachdienste<br />

in Einrichtungen der Behindertenhilfe und<br />

der Jugendhilfe sowie andere Interessierte<br />

Teilnehmerzahl maximal 25 Personen<br />

Kursnummer 112226<br />

Anmeldung bis 12. Juni 2011<br />

Shiatsu – Dialog ohne Worte<br />

Grundlagenseminar<br />

Jedes pädagogische Handeln beinhaltet Kommunikation. Wie<br />

die körperliche Ebene in das Kommunizieren einbezogen werden<br />

kann, ist Inhalt dieses Seminars. Wie nehmen wir uns selbst<br />

körperlich wahr? Wie nehmen wir andere Menschen mit ihren<br />

Bewegungsspielräumen, Anspannungsmustern und Kommunikationsmöglichkeiten<br />

wahr? Angewendet wird Shiatsu, eine<br />

Entspannungs-, Heil- und Regenerationsmethode fernöstlichen<br />

Ursprungs. Shiatsu ist im weitesten Sinne eine Massage,<br />

genauer: ein vertrauensvolles Sich-Anlehnen längs der aus der<br />

Akupunktur bekannten Leitbahnen, die den gesamten Körper<br />

durchziehen. So berührt zu werden, ist äußerst wohltuend.<br />

Muskuläre Verspannungen können sich lösen, ebenso Spannungskopfschmerz<br />

und andere Beschwerden.<br />

Diese Behandlungsweise kann ohne Massageliege flexibel<br />

(ohne Auskleiden) angewendet und auch in die Pflege integriert<br />

werden. Sie kann den ganzen Körper umfassen und damit der/m<br />

Shiatsu-Partner/in ein klareres Körperbild vermitteln.<br />

Ziele<br />

– Diese Art des entspannten Dialogs auf körperlicher Ebene<br />

erfahren und dabei vom Alltag abschalten können<br />

– Die vermittelten Herangehensweisen und Behandlungs-<br />

elemente im beruflichen und privaten Leben aufgreifen<br />

können<br />

Bitte bequeme Kleidung mitbringen.<br />

Termin Donnerstag, 21. Juli 2011, 9.30 Uhr<br />

bis Freitag, 22. Juli 2011, 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 180,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent Dr. rer. hort. Konrad Stolle<br />

Leiter des Instituts für Shiatsu zur<br />

Entwicklungsförderung<br />

Zielgruppe Mitarbeiter/innen der Behindertenhilfe und<br />

andere Interessierte<br />

Teilnehmerzahl maximal 18 Personen<br />

Kursnummer 112227<br />

Anmeldung bis 19. Juni 2011


Geistige Behinderung<br />

und psychische Krankheit<br />

Eine Herausforderung<br />

für die Pädagogik<br />

Ausschließlich für Teilnehmer/innen<br />

der Fachweiterbildung „Menschen mit<br />

geistiger Behinderung und psychischer<br />

Krankheit verstehen und begleiten“<br />

Warum ist die Pädagogik in der Behandlung und Begleitung<br />

von psychisch kranken Menschen mit Intelligenzminderung<br />

eigentlich so wichtig? Ist sie überhaupt Therapie? Sollte sie<br />

die Behandlung psychischer Störungen nicht vielmehr der<br />

Psychiatrie und den Ärzten überlassen? Sollte die Privatsphäre<br />

der Menschen mit Intelligenzminderung nicht eine therapiefreie<br />

Zone bleiben?<br />

Viele Fragen und schwierige Antworten, handeln sie doch von<br />

dem schmalen Grad zwischen Therapie und Normalität, dem<br />

alten Spannungsfeld zwischen Psychiatrie und Pädagogik.<br />

Doch psychische Stabilität wird nur zu einem kleineren Teil<br />

durch Medikamente erreicht. Die Vermittlung von Kompetenzen<br />

und von Bewältigungsstrategien und vor allem die Gestaltung<br />

des sozialen Umfelds sind für die seelische Gesundheit gerade<br />

behinderter Menschen von viel größerer Bedeutung. Genau<br />

an dieser Stelle sind jedoch die pädagogischen Mitarbeiter/innen<br />

der Behindertenhilfe tätig, und so reicht die Pädagogik<br />

immer auch in die psychiatrische Behandlung hinein und um-<br />

gekehrt.<br />

Man muss sich dieser zentralen und verantwortungsvollen<br />

Position bewusst sein und sich selbstkritisch mit dem eigenen<br />

pädagogischen Handeln auseinandersetzen. Nur dann kann es<br />

gelingen, psychischen Störungen vorzubeugen und Erkenntnisse<br />

aus den heilpädagogischen oder psychotherapeutischen Behandlungen<br />

auf adäquate Weise in den Alltag der Betreuung<br />

und Assistenz behinderter Menschen zu übertragen.<br />

Das Seminar bildet eine Art Klammer um die verschiedenen<br />

Kurse der modularisierten Weiterbildung. Es wird versucht, die<br />

zentrale Bedeutung der Pädagogik herauszuarbeiten und anhand<br />

konkreter Übungen zu erproben, wie sich therapeutische<br />

Erkenntnisse sinnvoll in den Betreuungsalltag übertragen lassen.<br />

Dabei spielen Aspekte der Selbsterfahrung und ausführliche Fallbeispiele<br />

eine wichtige Rolle. Außerdem werden verschiedene<br />

(heil)pädagogische Konzepte besprochen, wie die sensorische<br />

Entwicklungsstimulation, SIVUS oder das Wut-Management.<br />

Überschrieben sind die beiden Tage mit dem, was sich hinter<br />

dem Begriff „Empowerment“ verbirgt und – was es gemeinsam<br />

zu entdecken gilt.<br />

Das Seminar findet zweimal mit identischen Inhalten zu<br />

folgenden Terminen statt und ist als pädagogische Vertiefung<br />

zur Erlangung des Zertifikats verbindlich am Ende der Fach-<br />

weiterbildung zu besuchen.<br />

n Termin 1 Donnerstag, 21. Juli 2011, 9.30 Uhr bis<br />

Freitag, 22. Juli 2011, 13 Uhr<br />

Kursnummer 112228<br />

Anmeldung bis 18. Juni 2011<br />

n Termin 2 Donnerstag, 19. Juli 2012, 9.30 Uhr bis<br />

Freitag, 20. Juli 2012, 13 Uhr<br />

Kursnummer 122205<br />

Anmeldung bis 16. Juni 2012<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 150,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 130,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 30,– für die<br />

gesamte Veranstaltung. Auf Wunsch kann am<br />

zweiten Tag ein Mittagessen separat gebucht<br />

werden.<br />

Dozenten Dr. med. Christian Schanze<br />

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,<br />

Pädagoge, Chefarzt des Krankenhauses<br />

St. Camillus, Ursberg<br />

Alois Grüter<br />

Heilpädagoge an der Klinik St. Urban,<br />

Luzern, Schweiz<br />

Zielgruppe ausschließlich Teilnehmer/innen der Fachweiterbildung<br />

„Menschen mit geistiger<br />

Behinderung und psychischer Krankheit<br />

verstehen und begleiten“<br />

Teilnehmerzahl maximal 25 Personen<br />

73<br />

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung<br />

Wohn- und Arbeitsformen<br />

für Menschen mit Autismus<br />

Teil 1: Menschen mit Autismus in Arbeit und Beruf<br />

Menschen mit Autismus wollen (und können) entsprechend<br />

ihren Fähigkeiten und Voraussetzungen am gesellschaftlichen<br />

Leben – so auch am „Gut Arbeit“ – teilhaben. Der Bereich der<br />

Begleitung und Unterstützung erwachsener Menschen mit<br />

Autismus in Arbeit und Beruf steckt noch in den Kinderschuhen.<br />

Je nach Ausprägung und Erscheinungsform der autistischen<br />

Beeinträchtigung sind unterschiedlichste Hilfen erforderlich.<br />

Grundlage dieses Seminars bildet die Betrachtung autismusspezifischer<br />

Besonderheiten, die im Zusammenhang mit<br />

„Arbeit“ stehen. Es wird ein Überblick über die Bandbreite<br />

an Arbeitsmöglichkeiten, vom Förder- und Betreuungsbereich<br />

bis zum IT-Facharbeiter, gegeben. Dabei wird ein Einblick in<br />

institutionelle Unterstützungsmöglichkeiten gewährt. Am<br />

Beispiel einer spezifischen Arbeitsgruppe für Menschen mit<br />

Autismus (im Grenzbereich Förderstätte / Werkstätte) werden<br />

Rahmenbedingungen, methodische Aspekte und Voraussetzungen<br />

von Mitarbeiter / innen aufgezeigt.<br />

Inhalte:<br />

– Überblick über Arbeits- und Berufsmöglichkeiten für<br />

Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung<br />

– Grundlagen:<br />

· Die Bedeutung von Arbeit<br />

· Handlungsfähigkeit als eine Schlüsselkompetenz<br />

für das Arbeiten<br />

· Individuelle Stärken, Interessen und Kompetenzen im<br />

Arbeitsprozess nutzen<br />

– Möglichkeiten der beruflichen Eingliederung:<br />

· Eine Palette an Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten<br />

· Unterstützende Einrichtungen und Institutionen<br />

– Eine Arbeitsgruppe für Menschen mit Autismus:<br />

· Rahmenbedingungen und Methoden<br />

· Umgang und Haltung der Mitarbeiter / innen<br />

74<br />

Teil 2: Wohnformen für Menschen mit Autismus –<br />

wie man ein Dilemma kleiner machen kann<br />

Nur die wenigsten autistischen Menschen können ohne Unterstützung<br />

leben. Außer in ihren Familien leben daher viele von<br />

ihnen in Wohnheimen, meist in „Nischen“ in Wohngruppen mit<br />

geistig behinderten Mitbewohner/innen. Daneben entstehen in<br />

den letzten Jahren zunehmend stationäre Wohngruppen und<br />

Wohngemeinschaften, die sich mit ihrem Konzept ausschließlich<br />

an autistische Bewohner/innen richten. Menschen mit Schwierigkeiten<br />

im sozialen Miteinander leben so notgedrungen mit<br />

einer großen Zahl von Mitbewohner/innen und Betreuer/innen<br />

zusammen.<br />

Ob Nische oder spezielle Wohngruppe – bewährt hat sich die<br />

räumliche, zeitliche und soziale Anpassung des Wohnumfelds an<br />

die spezifischen Erlebens- und Verhaltensweisen der autistischen<br />

Bewohner/innen.<br />

Anhand von Beispielen aus der Casa Rossa, einem Wohnheim<br />

für Menschen mit frühkindlichem Autismus, werden im Seminar<br />

räumliche Anforderungen und Erfahrungen in der Wohnraumgestaltung,<br />

unter anderem mit dem „Würzburger Modell“ für<br />

heilpädagogisches Wohnen, vorgestellt. Des Weiteren behandelt<br />

das Seminar die Umsetzung von zeitlichen Orientierungshilfen<br />

im Wohnalltag und die Auswirkungen der eingeschränkten<br />

so zialen Kompetenzen auf das Miteinanderleben in der Gruppe<br />

und auf die Mitarbeiter/innen.<br />

Das sogenannte Asperger-Syndrom, eine spezifische Behinderung<br />

aus dem Formenkreis Autismus, ist nach wie vor nicht so<br />

bekannt wie der frühkindliche Autismus und seine Bezeichnung<br />

hört sich „nicht so schlimm“ an oder wird oft als „leichte Form“<br />

des Autismus gedeutet. Weil die Betroffenen intelligent sind,<br />

wird häufig von ihnen erwartet, dass sie in der „normalen“ Welt<br />

zurechtkommen können.<br />

Für die betroffenen Menschen kann das Asperger-Syndrom aber<br />

durchaus eine schwere Form des Autismus sein. Bei ihnen wird<br />

diese spezielle Störung nämlich oft zu spät diagnostiziert, weil<br />

die Menschen immer wieder falsch verstanden, ihre Bedürfnisse<br />

meist nicht erkannt und ihre Fähigkeiten regelmäßig falsch eingeschätzt<br />

werden. Menschen mit Asperger-Syndrom sind häufig<br />

isoliert, fallen immer wieder durch ihr Verhalten auf und ecken<br />

an. Sie haben in der Regel große Schwierigkeiten in Schule und<br />

Beruf und sind nicht selten lebenslang auf Hilfe angewiesen.<br />

Für das Asperger-Syndrom existieren (noch) kaum spezifische<br />

Angebote und es gibt (bisher) nur wenige spezielle Einrichtungen.<br />

Welche Asperger-spezifischen Hilfen in einer Wohn gruppe<br />

angeboten werden können und wie sich der Alltag für Menschen<br />

mit Asperger-Syndrom gestaltet, welche Chancen und Möglichkeiten<br />

damit verbunden sind, in unsere leistungsorientierte<br />

Gesellschaft integriert zu werden, wird in einem Erfahrungsbericht<br />

(acht Jahre „Wohnstätte für Menschen mit Autismus“,<br />

WoMaut) verdeutlicht.<br />


Diese Fortbildung kann auch als Baustein der Weiterbildung<br />

„Menschen mit Autismus verstehen und begleiten“ /<br />

4. Lebenswelten (S. 28) genutzt werden.<br />

Termin Montag, 19. September 2011, 9 bis 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 100,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 90,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentinnen Martina Schabert M. A.<br />

Sonderpädagogin, langjährige Erfahrung in<br />

der beruflichen Eingliederung von Menschen<br />

mit Behinderung (u. a. Konzeption einer<br />

Arbeitsgruppe für Menschen mit Autismus<br />

in der Stiftung Attl), aktuell: Promotions-<br />

vorhaben und Forschungsprojekt AUTWERK<br />

zum Themenbereich „Menschen aus dem<br />

autistischen Spektrum mit hohem Assistenzbedarf<br />

in der WfbM“<br />

Petra Hoffmann<br />

Heilerziehungspflegerin, zert. Fachkraft für<br />

Autismus, TEACCH-Trainerin, Hausleitung<br />

der „Casa Rossa“, Stiftung Attl<br />

Kati Bernstein<br />

seit 1996 staatlich anerkannte Heilerzieherin,<br />

seit 2001 Hausleitung der Wohnstätte für<br />

Menschen mit Autismus (WoMAut)<br />

Zielgruppe Mitarbeiter / innen, die Menschen mit<br />

Autismus begleiten, und andere Interessierte<br />

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen<br />

Kursnummer 112229<br />

Anmeldung bis 15. August 2011<br />

Einführung in die<br />

Unterstützte Kommunikation<br />

Zertifikatskurs nach ISAAC-Standard<br />

Kommunikation spielt eine Schlüsselrolle im Leben jedes Menschen.<br />

Wenn sie glückt, vermittelt sie Erfolgserlebnisse, wenn sie<br />

missglückt, schafft sie Stress und blockiert Entwicklungen. Für<br />

Menschen, die sich nicht oder kaum über die Lautsprache mitteilen<br />

können, bietet das Konzept der Unterstützten Kommunikation<br />

individuelle Kommunikationshilfen, die eine effektivere<br />

Verständigung bewirken können.<br />

Ziel des Seminars ist die Vermittlung eines fundierten Überblicks<br />

über aktuelle Kommunikationshilfen. Berücksichtigt werden<br />

sowohl nichtelektronische als auch elektronische Hilfen. Darauf<br />

aufbauend werden die notwendigen Voraussetzungen und<br />

konkrete Handlungsschritte für die praktische Umsetzung im Alltag<br />

aufgezeigt. Praktische Kommunikationsübungen vermitteln<br />

eine besondere Sensibilität für die Bedeutung der inneren<br />

Haltung der Gesprächspartner/innen und lenken den Schwerpunkt<br />

auf die pragmatische Seite von Kommunikation. Dieser<br />

Kurs umfasst 16 Unterrichtsstunden und schließt mit dem<br />

Erwerb des ISAAC-Zertifikats, das zur Teilnahme an ISAAC-Aufbaukursen<br />

berechtigt.<br />

Inhalte<br />

– Unterstützte Kommunikation: Zielgruppe, Entwicklung,<br />

Konzept<br />

– Kommunikationsübungen zur Selbsterfahrung<br />

– Überblick über Kommunikationshilfen<br />

– Entwicklung von Kommunikation<br />

– Dokumentation<br />

– Herstellung bzw. Beschaffung von Kommunikationshilfen<br />

– Diagnostische Gesichtspunkte<br />

– Einsatz von Kommunikationshilfen<br />

– Grundhaltungen pädagogisch-therapeutischen Handelns,<br />

Menschenbild<br />

– Fallbeispiele<br />

Methoden<br />

Referate, Diskussion, Gruppenarbeit, Kommunikations- und<br />

Rollenübungen, Folien und Videobeispiele<br />

Fortsetzung nächste Seite �<br />

75<br />

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung<br />

Termin Freitag, 7. Oktober 2011, 9.30 Uhr bis<br />

Samstag, 8. Oktober 2011, 16.30 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 195,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 175,–)<br />

(inkl. E 15,– für das ISAAC-Zertifikat)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin Rita-Maria Donhauser<br />

Fachlehrerin Förderschule Helfende Hände,<br />

ISAAC-Referentin<br />

Zielgruppe Mitarbeiter/innen in Einrichtungen oder freiberuflich<br />

tätige Fachkräfte, die mit sprech-<br />

beeinträchtigten Menschen arbeiten, sowie<br />

private Bezugspersonen (Eltern, Freunde,<br />

Partner/innen) sprechbeeinträchtigter Menschen<br />

Teilnehmerzahl maximal 25 Personen<br />

Kursnummer 112231<br />

Anmeldung bis 5. September 2011<br />

76<br />

Teilhabe durch Leichte Sprache<br />

Ein Übungsseminar<br />

Barrieren für Teilhabe bestehen sehr häufig aus Sprachbarrieren.<br />

Wie diese Barrieren durch eine sogenannte Leichte Sprache<br />

einfach und ohne größeren Aufwand beseitigt werden können,<br />

werden Sie in diesem Seminar kennenlernen und üben.<br />

Ziele<br />

Prinzipien für Leichte Sprache kennen und einüben<br />

Diese Prinzipien für die eigene alltägliche Begleitung umsetzen,<br />

z. B. als<br />

– Informationstext über Rechte und Pflichten<br />

– Mündliche Anleitung von Tätigkeiten, Fertigkeiten, Abläufen<br />

– Informationsleitsystem in der Einrichtung und anderen<br />

Räumlichkeiten<br />

– Bedienungsanleitung für Maschinen und Geräte<br />

– Wochenplan, Dienstplan, TEACCH-Struktur-Plan, Kochrezept<br />

– Ausschreibung von Freizeit- oder Bildungsmaßnahmen<br />

Termin Dienstag, 11. Oktober 2011, 9.30 Uhr bis<br />

Mittwoch, 12. Oktober 2011, 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 180,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin Lilo Nitz<br />

Diplom-Sozialpädagogin, Heilpädagogin,<br />

Diplom-Supervisorin, langjährige Erfahrung<br />

in Erwachsenenbildung und als Lehrerin für<br />

soziale Berufe<br />

Zielgruppe Professionelle Assistent/innen und<br />

Begleiter/innen von Menschen mit mentaler<br />

Beeinträchtigung<br />

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen<br />

Kursnummer 112232<br />

Anmeldung bis 8. September 2011


Umgang mit Aggression<br />

und Gewalt<br />

Aikido als Handlungsstrategie<br />

in akuten Krisensituationen<br />

Gewalterfahrungen und aggressives Verhalten gehören mittlerweile<br />

zum pädagogischen Alltag. Ebenso zum Alltag gehören<br />

die persönliche Unsicherheit und die Angst vor und in diesen<br />

Situationen. In diesem Seminar vermitteln wir Ihnen anwendbare<br />

und erprobte Handlungsstrategien des Aikido, um in<br />

akuten Krisensituationen situationsadäquat und selbstsicher<br />

reagieren zu können. Aikido ist die Kunst der Selbstverteidigung<br />

bzw. die „hohe Kunst des Verzeihens“. Im Aikido geht es darum,<br />

Kräfte, die zunächst entgegengesetzt sind (Angreifer/in gegen<br />

Verteidiger/in), zusammenzuführen und einen möglichen Konflikt<br />

aufzulösen. Die Kontrolle der Situation steht hierbei im Vordergrund,<br />

nicht der Sieg oder die Verletzung des Gegenübers.<br />

Wir zeigen Ihnen in diesem Seminar, wie Sie Angriffe abwehren<br />

und durch den Einsatz der Aikido-Strategien Konflikte und<br />

Akutsituationen auflösen können.<br />

Inhalte des Seminars: Strategien des Aikido; effektive Selbstverteidigungs-<br />

und Hebeltechniken; Umsetzung der Aikido-<br />

Strategien in die pädagogische Arbeit; eigene Aggression, Gewaltbereitschaft<br />

und Gewaltakzeptanz; Formen der Aggression<br />

und Gewalt; Möglichkeiten der Verhaltensmodifikation<br />

aggres siver und gewalttätiger Klient/innen<br />

Ziele des Seminars: Kennenlernen der Handlungsstrategien des<br />

Aikido; Erlernen verschiedener Selbstverteidigungstechniken;<br />

Entwicklung alternativer Konfliktlösungsstrategien; Handlungssicherheit<br />

in akuten Konfliktsituationen; Selbsterfahrung mit der<br />

eigenen Aggression, Gewaltbereitschaft und Gewaltakzeptanz<br />

Termin Donnerstag, 13. Oktober 2011, 9.30 Uhr<br />

bis Freitag, 14. Oktober 2011, 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 180,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozenten Markus Kaufmann M. A.<br />

Diplom-Sozialpädagoge (FH),<br />

Lehrbeauftragter an der FH München,<br />

Ausbilder Aikido-Fairness-Training<br />

Stefan Koch<br />

Diplom-Psychologe, Therapeut, Aikido-Trainer,<br />

Ausbilder Aikido-Fairness-Training<br />

Zielgruppe Mitarbeiter / innen in Einrichtungen der<br />

Behindertenhilfe und der Jugendhilfe sowie<br />

andere Interessierte<br />

Teilnehmerzahl maximal 22 Personen<br />

Kursnummer 112233<br />

Anmeldung bis 10. September 2011<br />

Strafe muss sein!<br />

Muss Strafe sein?<br />

Grenzen setzen im pädagogischen Alltag<br />

„Wer nicht hören will, muss fühlen!“ – Wer kennt nicht diesen<br />

Satz aus Kindheitstagen? Wenn er ausgesprochen wurde, war<br />

sehr schnell klar, dass auf ein gerade gezeigtes Verhalten eine<br />

Strafe folgte. Wenn wir uns diesbezüglich rückblickend die Frage<br />

stellen, ob die jeweilige Strafe gefruchtet hat – zu welcher Antwort<br />

kommen wir wohl? Wir werden im pädagogischen Alltag<br />

mit Situationen konfrontiert, in denen wir häufig den einzigen<br />

Ausweg in einer Strafe sehen. Welchen Sinn aber macht Strafe?<br />

Womöglich haben wir sie vielfach angedroht oder verhängt, erfahrungsgemäß<br />

aber in den wenigsten Fällen überprüft, ob das<br />

angestrebte Ziel der Strafe erreicht worden ist. Weshalb aber<br />

setzen wir sie ein? Ist Strafe aus pädagogischer Sicht überhaupt<br />

zu rechtfertigen? In diesem Seminar wollen wir uns deshalb mit<br />

zwei wesentlichen Aspekten beschäftigen – der Notwendigkeit<br />

von Strafe und der möglichen Sinnlosigkeit von Strafe im pädagogischen<br />

Kontext. Mithilfe konkreter Praxisbeispiele werden<br />

neue Handlungsmöglichkeiten für die eigene Arbeit entwickelt.<br />

Inhalte: Grundgedanken und Hintergründe von Strafe; Formen<br />

von Strafe im eigenen Arbeitsfeld; Legitimation von Strafe im<br />

pädagogischen Kontext; Macht, Machtgebrauch/- missbrauch;<br />

Hilflosigkeit als Auslöser für Strafen; Gewissen, Moral und<br />

Menschenbild; Sanktion und Intervention<br />

Ziele: Auseinandersetzung über die Sinnhaftigkeit und Wirksamkeit<br />

von Strafe, Reflexion des eigenen Strafspektrums<br />

und Machtverständnisses, Entwicklung einer differenzierten<br />

Sichtweise von Sanktion und Intervention<br />

Termin Dienstag, 18. Oktober 2011, 9.30 Uhr bis<br />

Mittwoch, 19. Oktober 2011, 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 180,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent / in Markus Kaufmann M. A.<br />

Diplom-Sozialpädagoge (FH),<br />

Lehrbeauftragter an der FH München,<br />

Ausbilder Aikido-Fairness-Training<br />

Barbara Lachner<br />

Diplom-Pädagogin, Systemischer Coach ECA,<br />

NLP-Trainerin<br />

Zielgruppe Mitarbeiter / innen in Einrichtungen der<br />

Behindertenhilfe und der Jugendhilfe sowie<br />

andere Interessierte<br />

Teilnehmerzahl maximal 22 Personen<br />

Kursnummer 112234<br />

Anmeldung bis 12. September 2011<br />

77<br />

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung<br />

Förderung der Sprache bei<br />

Menschen mit Autismus<br />

Das wichtigste Medium der zwischenmenschlichen Kommunikation<br />

ist unsere Sprache. Eng verwoben mit körperlichen Ausdrucksformen<br />

und dem Kontext der jeweiligen Situation, spielt<br />

sie eine Schlüsselrolle in der Entwicklung des Individuums und<br />

im sozialen Zusammenleben. Für Personen mit Autismus ist<br />

es schwer, Sprache in allen Facetten zu erlernen und interaktiv<br />

anzuwenden.<br />

Ziel des Seminars ist es zuerst, anhand neuerer Erkenntnisse aus<br />

der Hirnforschung ein Verständnis für die typischen Merkmale<br />

von Sprache und Kommunikation bei Autismus zu vermitteln. Im<br />

Mittelpunkt der theoretischen Überlegungen stehen autismusspezifische<br />

Besonderheiten in der Verarbeitung von Sinnesreizen<br />

und Defizite im System der Spiegelneurone sowie deren jeweilige<br />

Auswirkungen auf Sprache, Kommunikation und die Art und<br />

Weise des Lernens.<br />

Das Seminar widmet sich auch den Möglichkeiten, eine Weiterentwicklung<br />

der sprachlichen und kommunikativen Fähigkeiten<br />

von autistisch geprägten Menschen anzuregen. Es geht um<br />

– spezielle pädagogische und methodische Vorgehensweisen,<br />

wie z. B. Techniken aus der Verhaltenstherapie<br />

– sprachförderliche Strategien der Bezugspersonen<br />

– den Einsatz von Hilfsmitteln aus dem Spektrum<br />

der Unterstützten Kommunikation<br />

– Schlüsselkompetenzen<br />

Dabei sollen die Teilnehmer/innen einen Überblick über bewährte<br />

Methoden, wie beispielsweise PECS, TEACCH, ABA, Visuelle<br />

Varianten-Pläne und FC erhalten. Auf der Basis linguistischer<br />

Erkenntnisse werden auch inhaltliche Aspekte der Sprachförderung<br />

(z. B. Sprachverständnis, Wortschatz, Aussprache und Anwendung<br />

der Sprache) thematisiert.<br />

78<br />

Diese Fortbildung kann auch als Baustein der Weiterbildung<br />

„Menschen mit Autismus verstehen und begleiten“ /<br />

2. Therapie und Förderung (S. 28) genutzt werden.<br />

Termin: Donnerstag, 20. Oktober 2011, 9 bis 17 Uhr<br />

Verbindliche Kursgebühr E 90,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin Maria Lell<br />

selbstständige Logopädin und klinische Lerntherapeutin,<br />

langjährige Erfahrung in der<br />

Therapie von Personen mit Autismus, Mutter<br />

eines autistischen jungen Erwachsenen<br />

Zielgruppe Mitarbeiter/innen aus allen Bereichen der<br />

Behindertenhilfe, denen es ein Anliegen ist,<br />

die sprachliche Interaktion mit autistischen<br />

Kindern oder Erwachsenen zu verbessern<br />

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen<br />

Kursnummer 112235<br />

Anmeldung bis 16. September 2011


Verhaltenstherapeutisch und<br />

visuell orientierte Förderung<br />

von Interaktion, Kommunikation<br />

und Sprache bei Menschen mit<br />

Autismus<br />

Häufig haben autistisch geprägte Menschen fundamentale<br />

Schwierigkeiten im Kontakt und in der Verständigung mit ihren<br />

Mitmenschen: Einige können gar nicht sprechen, andere sind<br />

nicht in der Lage, ihre Sprache zielgerichtet einzusetzen. Häufig<br />

leiden sie auch unter Einschränkungen beim Verstehen von<br />

Sprache. Darüber hinaus können sie nicht auf übliche Weise<br />

lernen, unter anderem weil sie Probleme beim Imitieren und<br />

bei der Handlungsplanung haben.<br />

Dennoch können wir sie darin unterstützen, ihr Spektrum an<br />

kommunikativen Fähigkeiten zu erweitern, und zwar durch eine<br />

Kombination von<br />

– Hilfsmitteln aus dem Bereich der Unterstützten<br />

Kommunikation, z. B. Bildkarten, und<br />

– speziellen Lehrmethoden, wie z. B. Techniken aus der<br />

Verhaltenstherapie, Aufbereitung von Lerninhalten als kleinste<br />

Teilschritte, Führen der Hände und Visualisierung.<br />

Der Workshop will ein Konzept vorstellen und vor allem praktisch<br />

erproben, bei dem das Übergeben von Bildkärtchen als<br />

Medium dient, um gleichzeitig eine eindeutige Verständigung<br />

zu erleichtern sowie Ablauf und Effekt eines kommunikativen<br />

Aktes zu veranschaulichen. In kleinen Schritten lernt der Klient,<br />

Alltagssituationen zu bewältigen, indem er auf seine Bezugspersonen<br />

zugeht und ihnen eigenständig und von sich aus Bildkärtchen<br />

und später sogar daraus erstellte Satzstreifen übergibt.<br />

Ziel ist, dass der Betroffene in der Lage ist, seine Wünsche zu<br />

äußern und sein persönliches Erleben mitzuteilen. Durch den<br />

unmittelbaren Erfolg werden die meisten Personen kommunikativer.<br />

Einige sprechen auch mehr und zielgerichteter, andere<br />

beginnen überhaupt erst zu sprechen.<br />

Das im Workshop vorgestellte Konzept lehnt sich methodisch<br />

an das von Frost und Bondy entwickelte Picture Exchange<br />

Communication System (PECS) an. Über die Vorgaben von PECS<br />

hinausgehend soll gezeigt werden, wie das kommunikative und<br />

sprachliche Angebot inhaltlich noch mehr und ökonomischer<br />

auf den alltäglichen Bedarf abgestimmt werden könnte, beispielsweise<br />

durch Einbeziehung des sogenannten Kernvokabulars<br />

und die Integration weiterer wichtiger Aussagen und kommunikativer<br />

Funktionen. Aus der neuen Kommunikationstechnik<br />

können sich im Kontext pädagogischer und therapeutischer<br />

Aufgabenstellungen Chancen für mehr Eigenständigkeit und<br />

weiterführende Entwicklungen ergeben.<br />

Vorübergehend wird eine zweite Person als Kotrainer/in benötigt,<br />

die manche Teilschritte durch Körperführung vermittelt.<br />

Deshalb wäre es hilfreich, wenn mehrere Bezugspersonen<br />

einer/s Klient/in den Kurs gemeinsam besuchen würden.<br />

Für die individuelle und bedarfsgerechte praktische Anwendung<br />

im täglichen Umgang sollen die Teilnehmer/innen unterstützt<br />

werden durch<br />

– Hilfen beim Ermitteln geeigneter Materialien und Situationen,<br />

– Anregungen und Tipps zum Erstellen des Materials,<br />

– Gelegenheit zu Fallbesprechungen und Erfahrungsaustausch.<br />

Diese Fortbildung kann auch als Baustein der Weiterbildung<br />

„Menschen mit Autismus verstehen und begleiten“ /<br />

2. Therapie und Förderung (S. 28) genutzt werden.<br />

Termine Teil 1: Freitag, 21. Oktober 2011,<br />

9 bis 17 Uhr<br />

Teil 2: Freitag, 9. Dezember 2011,<br />

9 bis 17 Uhr<br />

Verbindliche Kursgebühr E 180,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin Maria Lell<br />

selbständige Logopädin und klinische<br />

Lerntherapeutin, langjährige Erfahrung in der<br />

Therapie von Personen mit Autismus, Mutter<br />

eines autistischen jungen Erwachsenen<br />

Zielgruppe Mitarbeiter/innen aus allen Bereichen der<br />

Behindertenhilfe, denen es ein Anliegen ist,<br />

die sprachliche Interaktion mit autistischen<br />

Kindern oder Erwachsenen zu verbessern<br />

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen<br />

Kursnummer 112236<br />

Anmeldung bis 18. September 2011<br />

79<br />

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung<br />

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| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung<br />

Behindert(e) Liebe –<br />

selbstbestimmte Sexualität<br />

Sexualität ist eine Lebensenergie, die die Menschen von der<br />

Geburt bis zum Tod begleitet. Fast alle Menschen haben<br />

Bedürfnisse nach Geborgenheit, Lust, Beziehung, Partnerschaft<br />

und Sexualität. Das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung ist<br />

für Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung häufig<br />

jedoch nicht ganz leicht umzusetzen. Mitarbeiter/innen aus Einrichtungen<br />

der Behindertenhilfe sind täglich mit diesem Thema<br />

konfrontiert und häufig verunsichert.<br />

Welche Unterstützung und Begleitung wünschen sich Menschen<br />

mit Lernschwierigkeiten? Wie kann offen und einfach über<br />

sexuelle Themen wie Körper, Kennenlernen, Beziehung,<br />

Selbstbefriedigung, Kinderwunsch, Verhütung und vieles mehr<br />

gesprochen werden? Welche Möglichkeiten und Grenzen der<br />

Begleitung sind möglich? Und wie könnte eine „sexualfreund-<br />

liche“ Einrichtung der Behindertenhilfe aussehen?<br />

Im Seminar soll alles rund um das Thema Sexualität besprochen<br />

werden.<br />

Mögliche Inhalte<br />

– Die psychosexuelle Entwicklung von Menschen mit<br />

Lernschwierigkeiten bzw. geistiger Behinderung<br />

– Über Sexualität „reden“: leichte Sprache – Nonverbalität<br />

– Ausdrucksformen „behinderter Sexualität“<br />

– Praxisreflexion anhand von Fallbeispielen<br />

– Sexualität, Beziehung, Intimität<br />

– Körper und Sexualaufklärung<br />

– Sexuelle Selbstbestimmung<br />

– Verhütung<br />

– Kinderwunsch<br />

– Methoden der multisinnlichen Vermittlung<br />

– Medien und Materialien<br />

Termin Donnerstag, 27. Oktober 2011, 9.30 Uhr<br />

bis Freitag, 28. Oktober 2011, 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 180,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin Maria Gies<br />

Diplom-Kunsttherapeutin, Sexualpädagogin,<br />

Institut für Sexualpädagogik (isp)<br />

Zielgruppe Mitarbeiter/innen der Behindertenhilfe<br />

Teilnehmerzahl maximal 18 Personen<br />

Kursnummer 112237<br />

Anmeldung bis 24. September 2011<br />

80<br />

Liebe, Sex und Partnerschaft,<br />

warum denn nicht?<br />

Eine Fortbildung nur für Menschen<br />

mit Lernschwierigkeiten<br />

Liebe und Partnerschaft sind wichtige Themen, Sexualität auch.<br />

Den eigenen Körper als Frau oder Mann kennenzulernen und<br />

zu spüren, ist schön. Verliebt sein ist auch schön. Es kann aber<br />

auch ganz schön schwer sein, eine/n Partner/in zu finden.<br />

Oder jemand zu sagen, dass man ihn ganz gern hat. Auch in<br />

einer Partnerschaft kann es manchmal Probleme geben. Zum<br />

Beispiel Streit oder Eifersucht. In diesem Seminar wollen wir<br />

uns deshalb mit diesen Themen beschäftigen. Spielerisch und<br />

mit Spaß geht es um das Kennenlernen und Flirten, um Eifersucht<br />

und Treue, um Sex und Verhütung. Fragen zum männlichen<br />

und zum weiblichen Körper werden beantwortet. Es wird über<br />

alles geredet, was Sie zum Thema machen möchten.<br />

Das Seminar ist für<br />

Frauen und Männer mit Lernschwierigkeiten<br />

Themen<br />

– Wie fühlt sich Liebe an?<br />

– Wie kann ich jemanden kennenlernen?<br />

– Was will ich in einer Partnerschaft und<br />

was will ich bestimmt nicht?<br />

– Wie gelingt eine Partnerschaft?<br />

– Was mache ich, wenn ich eifersüchtig bin?<br />

– Was ist eigentlich alles Sex und wie geht das genau?<br />

Wichtiger Hinweis<br />

Weil es bei diesem Seminar um persönliche Themen geht,<br />

findet es ohne Begleitung durch Assistent/innen statt!<br />

Termin Samstag, 29. Oktober 2011, 9.30 bis 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 80,–<br />

Kosten zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Die Förderung durch Aktion Mensch ist beantragt.<br />

Dozent/in Maria Gies<br />

Diplom-Kunsttherapeutin, Sexualpädagogin,<br />

Institut für Sexualpädagogik (isp)<br />

Sven Neumann<br />

Diplom-Pädagoge, Sexualpädagoge, Institut<br />

für Sexualpädagogik (isp)<br />

Zielgruppe Menschen mit Lernschwierigkeiten<br />

Teilnehmerzahl maximal 14 Personen<br />

Kursnummer 112238<br />

Anmeldung bis 24. September 2011


Einführung in die Methode der<br />

Gestützten Kommunikation (FC)<br />

Bei der Gestützten Kommunikation (englisch: Facilitated<br />

Communication, FC) handelt es sich um eine Kommunikations-<br />

und Rehabilitationsmethode, die es manchen Menschen mit<br />

schweren Kommunikationsstörungen ermöglicht, sich durch<br />

das gestützte Zeigen auf Objekte, Bilder, Fotos, Symbole, Wörter<br />

und / oder Buchstaben mitzuteilen. Dabei gibt ein/e Kommuni-<br />

ka tionspartner/in (Stützer/in) physische, verbale und emotionale<br />

Hilfestellungen, mit denen neuromotorische Probleme verringert<br />

und funktionale Bewegungsmuster trainiert werden. Das Training<br />

kann bis zum unabhängigen Zeigen, der selbstständigen<br />

Nutzung eines Kommunikationsgerätes und / oder zur Erweiterung<br />

von Handlungskompetenzen führen. Eine individuelle<br />

Einbettung von FC in das Spektrum anderer alternativer Kommunikationsmethoden<br />

ist sinnvoll.<br />

Das zweitägige Einführungsseminar spricht Mitarbeiter/innen<br />

in der Behindertenarbeit und Eltern betroffener Kinder an, die<br />

die Methode der Gestützten Kommunikation in der Praxis anwenden<br />

möchten. Zentrale Inhalte des Seminars sind, neben<br />

wichtigen theoretischen Grundlagen der Methode, praktische<br />

Übungen zum Stützen, die Anbahnung von FC bei Menschen<br />

unterschiedlichen Alters, die Vorstellung von Kommunikationshilfen<br />

und das Reduzieren der physischen Stütze. Zahlreiche<br />

Videobeispiele und Arbeitsmaterialien (z. B. Kommunikations-<br />

tafeln) geben dabei einen Einblick in die konkrete Arbeit mit<br />

FC in der Praxis.<br />

In Kooperation mit dem Verein „autismus Oberbayern“ wird<br />

aufbauend auf diese Fortbildung ein vertiefendes Seminar angeboten,<br />

dessen Besuch für die eigene Anwendung von FC in der<br />

Praxis dringend angeraten wird. Dieses Seminar basiert auf dem<br />

Einführungsseminar und soll das dort erworbene Wissen hinsichtlich<br />

der Methode vertiefen und ergänzen. Schwerpunkte<br />

bilden die Besprechung und Analyse von Videoaufnahmen sowie<br />

von Anregungen für ein mögliches weiteres Vorgehen in der<br />

Praxis.<br />

Kenntnisse der Methoden der Unterstützten Kommunikation<br />

sollten vorhanden sein. Empfohlen wird der Besuch der Fortbildung<br />

„Einführung in die Unterstützte Kommunikation“<br />

(vgl. S. 75).<br />

Diese Fortbildung kann auch als Baustein der Weiterbildung<br />

„Menschen mit Autismus verstehen und begleiten“ /<br />

2. Therapie und Förderung (S. 28) genutzt werden.<br />

Termin Montag, 7. November 2011, 10 Uhr bis<br />

Dienstag, 8. November 2011, 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 180,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin Ines Schicht<br />

Diplom-Sozialpädagogin (FH), Kommuni-<br />

ka tionsberaterin, Seminarleiterin, Mitglied<br />

im FC-Netz Deutschland<br />

Zielgruppe Mitarbeiter/innen in Einrichtungen der<br />

Behindertenhilfe sowie Eltern und andere<br />

Fachleute, die eine Anwendung der Methode<br />

FC in Betracht ziehen oder sich darüber<br />

informieren möchten<br />

Teilnehmerzahl maximal 18 Personen<br />

Kursnummer 112239<br />

Anmeldung bis 5. Oktober 2011<br />

Wichtige Steuertipps!<br />

§ Ausbildungskosten, d. h. Aufwendungen für den<br />

§<br />

Erwerb von<br />

§<br />

Fortbildungskosten, d. h. Aufwendungen, die ein Arbeitnehmer<br />

leistet, um seine Kenntnisse und Fähigkeiten im ausgeübten<br />

Beruf zu erhalten oder zu erweitern, sind als Werbungskosten<br />

voll absetzbar.<br />

Kenntnissen, die als Grundlage für einen noch nicht aus-<br />

geübten Beruf notwendig sind, können als Sonderausgaben<br />

im Kalenderjahr abgesetzt werden.<br />

81<br />

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung<br />

Übertragung in der Arbeit<br />

mit Menschen mit geistiger<br />

Behinderung<br />

Die Übertragung ist ein allgegenwärtiges Phänomen, das bei<br />

der menschlichen Interaktion in Alltagssituationen abläuft.<br />

Die komplexen Beziehungen zwischen Helfer/innen und ihren<br />

Klient/innen sind häufig durch emotionale persönliche Erfahrungen<br />

geprägt: Frühere Beziehungen, tief verankerte Über-<br />

zeugungen, Vorlieben, Wertesysteme, Meinungen, eigene<br />

Vorstellungen und Verhaltensnormen werden in der aktuellen<br />

Beziehung reaktiviert und auf das Gegenüber übertragen. Diese<br />

Prozesse laufen gegenseitig ab und werden daher als „Übertragung“<br />

und „Gegenübertragung“ bezeichnet. Meistens bleiben<br />

sie unerkannt und unkontrolliert und können die Kommunika-<br />

tion empfindlich stören.<br />

Was sich zwischen professionellen Helfer/innen und ihren Klient/<br />

innen weitgehend unbewusst abspielt, sollte aufgedeckt, bewusst<br />

gemacht und berücksichtigt werden. Das Verständnis der<br />

Interaktion zwischen den Betreuer/innen und Betreuten und<br />

ihrer Dynamik ist sehr wichtig und im Alltag nutzbar. Es lässt<br />

verschiedene Konflikte und Belastungen vermeiden, indem man<br />

den Umgang der Menschen untereinander genau beobachtet<br />

und neu gestaltet. In diesem Seminar wird das theoretische<br />

Wissen zu Übertragungen vermittelt und durch praktische<br />

Übungen zur Selbsterfahrung sowie Rollenspiele anhand von<br />

Fallbeispielen ergänzt.<br />

Das Ziel besteht im Erkennen und Bewusstmachen der Über-<br />

tragung und Gegenübertragung und im praktischen Nutzen<br />

dieser Erkenntnisse, um die Frustrationserlebnisse in der all-<br />

täglichen Begegnung mit betreuten Menschen zu minimieren.<br />

Methoden:<br />

Vortrag, Power-Point-Präsentation, Übungen, Rollenspiele,<br />

Filmausschnitte mit Diskussion<br />

Termin Mittwoch, 9. November 2011, 9 bis 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 90,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin Dr. med. Svetlana Panfilova<br />

Ärztin und szenisch-systemische Beraterin<br />

Zielgruppe Mitarbeiter/innen, Beratungsdienste und<br />

Führungskräfte aus Einrichtungen für geistig<br />

behinderte und/oder psychisch kranke<br />

Menschen (Wohn- und Werkstätten)<br />

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen<br />

Kursnummer 112240<br />

Anmeldung bis 6. Oktober 2011<br />

82<br />

Freizeit, Freundschaft,<br />

Partnerschaft und Sexualität<br />

bei Menschen mit Autismus<br />

Autistische Menschen haben meist von Kindheit an Schwierigkeiten<br />

mit den Themen Freizeit und Freundschaft. In der Jugend<br />

und im Erwachsenenalter stellen sich ergänzend Fragen zu den<br />

Bereichen Partnerschaft und Sexualität.<br />

Das Seminar wird mit einer kurzen inhaltlichen Einführung<br />

begonnen. Es folgt eine Erarbeitung von Möglichkeiten zur<br />

Freizeitgestaltung autistischer Menschen. Ergänzend werden<br />

spezielle themenbezogene Probleme autistischer Menschen<br />

aufgezeigt, zum Beispiel die Eigenwahrnehmung, Berührungsängste,<br />

die soziale Interaktion und die Begriffsbildung bei<br />

Themen wie Freundschaft, Liebe oder der Frage: „Was sind<br />

Gefühle?“<br />

Schließlich werden unterstützende Maßnahmen vorgestellt, die<br />

autistischen Menschen bei den Themen Freundschaft, Partnerschaft<br />

und Sexualität hilfreich sein könnten. Eine realistische<br />

Einschätzung der Möglichkeiten und Grenzen von Maßnahmen<br />

beschließt die Materie.<br />

Diese Fortbildung kann auch als Baustein der Weiterbildung<br />

„Menschen mit Autismus verstehen und begleiten“ /<br />

4. Lebenswelten (S. 28) genutzt werden.<br />

Termin Montag, 14. November 2011, 10 Uhr bis<br />

Dienstag, 15. November 2011, 17 Uh<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 180,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent Stefan Müller-Teusler<br />

Diplom-Sozialpädagoge (Univ.), Master of<br />

Business and Administration (MBA), lang-<br />

jähriger Leiter des Weidenhofes (Lebensort<br />

für Menschen mit Autismus), seit 2009<br />

Dozent für „Soziale Arbeit mit behinderten<br />

Menschen“ und „Soziale Dienste“ an der<br />

Staatlichen Studienakademie Breitenbrunn<br />

Zielgruppe Mitarbeiter / innen, die mit Menschen mit<br />

Autismus arbeiten, und andere Interessierte<br />

Teilnehmerzahl maximal 25 Personen<br />

Kursnummer 112241<br />

Anmeldung bis 12. Oktober 2011


Praxisseminar Biografiearbeit<br />

Aus der Kenntnis der Lebensgeschichte eines Menschen werden<br />

dem Begleiter/der Begleiterin Gefühle, Einstellungen und Ver-<br />

haltensweisen dieser Person einfühlbarer und nachvollziehbarer,<br />

Kommunikation und Kooperation gelingen besser, er/sie kann<br />

Assistenz passender gestalten.<br />

Durch Zugang zu seiner Lebensgeschichte kann auch die Person<br />

selbst Zusammenhänge herstellen, Zugehörigkeit erfahren,<br />

eigene Bedürfnisse besser einordnen, vorhandene Ressourcen<br />

entdecken und ausbauen und sich im Leben besser orientieren.<br />

Es wird ihr möglich, alte Geschichten und schwere Erfahrungen<br />

abzuschließen und den Blick in die Zukunft und auf neue Handlungsideen<br />

und -strategien zu richten.<br />

Ziele und Inhalte<br />

– Prinzipien professioneller Biografiearbeit kennen und<br />

anwenden<br />

– Haltung und Verhalten als biografische/r Begleiter/in kennen<br />

und anwenden<br />

– Unterschiedliche Formen und Methoden der Biografiearbeit<br />

ausprobieren, reflektieren und auf der Meta-Ebene für die<br />

eigenen Zielpersonen kontextualisieren<br />

· Formen ressourcengeleiteter Biografiearbeit<br />

mit Erwachsenen<br />

· Formen identitätsstärkender Biografiearbeit<br />

mit Kindern und Jugendlichen<br />

· Formen bilanzierender Biografiearbeit mit alten Menschen<br />

· Formen biografischer Begleitung von Menschen<br />

mit schwerer Behinderung u. a. m.<br />

Termin Dienstag, 15. November 2011, 9.30 Uhr bis<br />

Mittwoch, 16. November 2011, 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 180,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin Lilo Nitz<br />

Diplom-Sozialpädagogin, Heilpädagogin,<br />

Diplom-Supervisorin, langjährige Erfahrung in<br />

Erwachsenenbildung und als Lehrerin<br />

für soziale Berufe<br />

Zielgruppe Fachkräfte der Begleitung und Assistenz<br />

von Menschen mit Behinderungen, Einschränkungen<br />

oder psychischen Erkrankungen<br />

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen<br />

Kursnummer 112242<br />

Anmeldung bis 10. Oktober 2011<br />

Aufmerksamkeitsstörungen mit<br />

und ohne Hyperaktivität (ADS)<br />

Diagnostik, Förderung und Therapie<br />

Schätzungen zufolge treten Aufmerksamkeitsstörungen mit und<br />

ohne Hyperaktivität bei 3 bis 15 Prozent aller Kinder auf. Die<br />

Kernsymptome dieses vielfältigen Störungsbildes umfassen<br />

verschiedenartig eingeschränkte Aufmerksamkeitsleistungen<br />

(v. a. die Daueraufmerksamkeit), die kombiniert sein können mit<br />

übermäßiger motorischer Unruhe (Hyperaktivität) und unbedachtvorschnellem<br />

Handeln (Impulsivität). Immer mehr ins Blickfeld<br />

von Forschung und Betreuung rücken die häufig nicht erkannten<br />

Fälle von Kindern (v. a. Mädchen), deren Störungsschwerpunkt<br />

die beeinträchtigte Aufmerksamkeit und Hypoaktivität darstellt<br />

(„Träumer/innen“).<br />

Des Weiteren treten oft zusätzliche Probleme auf im Lern- und<br />

Leistungsbereich, in der sozialen Interaktion und im emotionalen<br />

Erleben (Stimmungslabilität wie leichte Erregbarkeit, Selbstkonzeptstörungen),<br />

die bis ins Erwachsenenalter persistieren<br />

und sich verschärfen können (Komorbidität).<br />

Im Jugendalter ergeben sich häufig Symptomverschiebungen<br />

wie innere Leere, unstetes Verhalten im beruflichen und Partnerschaftsbereich<br />

mit Beziehungsabbrüchen, Suchtproblematik,<br />

Selbstüberschätzung im Bezug auf Gefahren z. B. im Straßen-<br />

verkehr. Es ist selten, dass sich die Störung mit der Pubertät<br />

„auswächst“, was aber häufig angenommen wird. Aufgrund der<br />

möglichen Symptomkonstellationen und des Schweregrades des<br />

Krankheitsbildes ist die psychosoziale Entwicklung der Kinder<br />

ernsthaft gefährdet, ihre Familien sind massiv belastet. Auch<br />

Fachleute, die sich um diese Kinder in Frühförderstellen, Kinder-<br />

gärten, Schulen sowie Jugend- und Behindertenhilfe-Einrichtungen<br />

kümmern, kommen mit ihren Kräften und Möglichkeiten<br />

schnell an ihre Grenzen.<br />

Das zweitägige Intensivseminar soll einen Überblick geben<br />

über den gegenwärtigen Stand der Diagnostik und Therapie:<br />

Störungsbilder, Störungsverlauf, Abgrenzung zu anderen<br />

symptomatisch ähnlichen, aber ätiologisch zu unterscheidenden<br />

Störungsbildern (auch Unterschiede zum „lebhaften“ Kind, zu<br />

erziehungsschwierigen oder retardierten Kindern), Verbreitung,<br />

Prognose.<br />

Fortsetzung nächste Seite �<br />

83<br />

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung<br />

Im Seminar erfolgt neben der Vermittlung theoretischer Grundlagen<br />

mit praktischen Übungen die Auseinandersetzung mit<br />

folgenden weiteren Themenschwerpunkten hauptsächlich über<br />

Video- und Fallarbeit (Reflexion der täglichen Praxis):<br />

1. Ableitung von Förder- und Therapiemaßnahmen<br />

aus der Diagnostik: multimodale und interdisziplinäre<br />

Therapieansätze<br />

2. Möglichkeiten und Grenzen der Pharmakotherapie<br />

3. Standardisierte Therapie- und Förderprogramme<br />

4. Arbeit mit Eltern und anderen Bezugspersonen:<br />

Erziehungsmaßnahmen bei diesen schwer steuerbaren<br />

Kindern<br />

Hinweis<br />

Videos aus Diagnostik/Förderung/Therapie können gerne<br />

mitgebracht werden.<br />

Termin Donnerstag, 17. November 2011, 10 Uhr bis<br />

Freitag, 18. November 2011, 16.30 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 180,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent Arno Gastinger<br />

Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut,<br />

Supervisor BDP<br />

Zielgruppe Therapeut/innen, Kinderärzt/innen,<br />

Psycholog/innen, Pädagog/innen und<br />

andere Berufsgruppen, die mit Kindern<br />

und Jugendlichen arbeiten<br />

Teilnehmerzahl maximal 25 Personen<br />

Kursnummer 112243<br />

Anmeldung bis 12. Oktober 2011<br />

84<br />

Aspekte des Alterns<br />

bei Menschen mit geistiger<br />

Behinderung<br />

Menschen mit geistiger Behinderung werden heutzutage<br />

deutlich älter als früher. Aber ab wann ist jemand alt? Und was<br />

bedeutet das Älterwerden von Bewohner / innen einer Wohneinrichtung<br />

oder von Beschäftigten in einer Werkstatt für die<br />

Menschen, die sie begleiten? Was ist das Besondere an ihrer<br />

Arbeit mit älter werdenden und alten Menschen mit geistiger<br />

Behinderung?<br />

In diesem Seminar werden Grundlagen zum Alter und zum<br />

Älterwerden vermittelt, zum Beispiel Erkenntnisse über Veränderungen,<br />

die mit dem Älterwerden normalerweise einhergehen.<br />

Es wird aber auch ein Überblick über Erkrankungen gegeben,<br />

die bei älter werdenden Menschen mit geistiger Behinderung<br />

häufiger auftreten können.<br />

Ein weiterer Schwerpunkt des Seminars wird auf dem Übergang<br />

von der Werkstattbeschäftigung in den Ruhestand liegen, wobei<br />

vor allem die Vorbereitung auf den Ruhestand und damit auf<br />

den Lebensabschnitt Alter im Vordergrund stehen wird. Schließlich<br />

wird die Bedeutung von tagesstrukturierenden Angeboten<br />

für Menschen mit geistiger Behinderung im Ruhestand erarbeitet.<br />

Es werden Beispiele für solche Angebote kennengelernt und<br />

erprobt.<br />

Neben der Erarbeitung von theoretischen Kenntnissen wird es<br />

möglich sein, persönliche Erfahrungen aus der Arbeit mit älteren<br />

Menschen mit geistiger Behinderung einzubringen und sich<br />

darüber auszutauschen. Dies soll nicht zuletzt auch die Reflexion<br />

über die eigene Arbeitsweise fördern und zur Umsetzung der<br />

neuen Erkenntnisse in den Arbeitsalltag anregen.<br />

Termin Donnerstag, 17. November 2011, 10 Uhr<br />

bis Samstag, 19. November 2011, 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 230,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 200,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin Dr. phil. Sinikka Gusset-Bährer<br />

Diplom-Gerontologin, M.A. in Erwachsenenbildung,<br />

seit Jahren in der Erwachsenenbildung<br />

als Dozentin für verschiedene Träger<br />

tätig, u. a. zum Thema „Älterwerden mit<br />

Behinderung“<br />

Zielgruppe Mitarbeiter / innen aus allen Bereichen der<br />

Behindertenhilfe und andere Interessierte<br />

Teilnehmerzahl maximal 18 Personen<br />

Kursnummer 112244<br />

Anmeldung bis 14. Oktober 2011


Einführung in die<br />

Sterbebegleitung<br />

Dieses Seminar vermittelt am Vormittag einen Einblick in<br />

die seelischen Phasen und die körperlichen Vorgänge des<br />

Sterbeprozesses und zeigt auf, welche Möglichkeiten es gibt,<br />

Menschen am Ende des Lebens hilfreich zur Seite zu stehen.<br />

Am Nachmittag werden Sie in die Trauerbegleitung im Allge-<br />

meinen sowie deren besondere Aspekte bei Menschen mit<br />

geistiger Behinderung eingeführt. Sie lernen Umgangsformen<br />

und Rituale kennen, die im Franziskuswerk in der Sterbe- und<br />

Trauerbegleitung gepflegt werden.<br />

Die grundlegenden Erkenntnisse aus diesem Tag sind vor allem<br />

praktisch orientiert und lassen sich leicht auf verschiedene<br />

Situationen beruflicher und privater Art übertragen. Dadurch<br />

werden Sie als Mitarbeiter/innen in der Behindertenhilfe oder in<br />

Alten- und Pflegeheimen auf die Begleitung Schwerkranker und<br />

Sterbender vorbereitet.<br />

Im Franziskuswerk <strong>Schönbrunn</strong> sollten alle Mitarbeiter/innen in<br />

Wohngruppen und alle Nachtdienste die Einführung in die Sterbebegleitung<br />

besuchen, weil sie hier eine gemeinsame Basis im<br />

Umgang mit Tod, Sterben und Trauer erhalten. Außerdem lernen<br />

sie die Personen und Fachdienste kennen, an die sie sich im<br />

Ernstfall wenden können.<br />

Termin Montag, 21. November 2011, 9 bis 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 80,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 60,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentinnen Monika Pscheidl<br />

Pastoralreferentin, Psychodrama-Leiterin,<br />

seit 1996 in der Seelsorge im Franziskuswerk<br />

tätig, seitdem u. a. Unterstützung der Gruppen<br />

mit Schwerkranken und sterbenden Bewohner/innen,<br />

Anleitung von Abschiedsritualen,<br />

Schulungen zum Thema Sterbebegleitung<br />

Ursula Stamm<br />

Diplom-Psychologin, Gesprächspsychotherapeutin,<br />

seit 1994 im Franziskuswerk <strong>Schönbrunn</strong><br />

tätig, seitdem u. a. Trauerbegleitung<br />

von Menschen mit geistiger und/oder<br />

körperlicher Behinderung, Unterstützung von<br />

Mitarbeiter/innen, Teams und Angehörigen in<br />

Trauerphasen, Schulungen zum Thema Trauer<br />

Jutta Pannach<br />

Krankenschwester seit 1968, langjährige<br />

Erfahrung u. a. in der Onkologie, seit 2004<br />

im Fachdienst Pflege im Franziskuswerk<br />

<strong>Schönbrunn</strong> für pflegerische Versorgung und<br />

Notfälle, seit 2005 Schulungen zum Thema<br />

„Pflege von Schwerkranken und Sterbenden“<br />

Zielgruppe Mitarbeiter/innen aus Altenhilfe,<br />

Behindertenhilfe und Pflegeeinrichtungen<br />

sowie andere Interessierte<br />

Teilnehmerzahl maximal 25 Personen<br />

Kursnummer 112245<br />

Anmeldungen bis 20. Oktober 2011<br />

85<br />

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung<br />

Vertiefung Sterbebegleitung<br />

Selbstbestimmung am Lebensende<br />

Der mutmaßliche Wille des Sterbenden ist heute ausschlaggebend<br />

für medizinische, pflegerische und soziale Entscheidungen.<br />

Dieses Seminar stellt einen Prozess vor, wie ein alter oder unheilbar<br />

kranker Mensch mit geistiger Behinderung, trotz seiner<br />

Einschränkungen (Sprache, Demenz …) selbstbestimmt seinen<br />

Willen zum Ausdruck bringen kann. Anhand von verschiedenen<br />

Methoden und Materialien der persönlichen Zukunftsplanung<br />

lernen die Teilnehmer/innen beispielhaft Möglichkeiten kennen,<br />

wie ein Abschiedsprozess hilfreich für alle Beteiligten gestaltet<br />

werden und auch die „Trauerheilung“ unterstützen kann.<br />

Termin Dienstag, 22. November 2011, 9 bis 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 80,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 60,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentinnen Monika Pscheidl<br />

Pastoralreferentin, Psychodrama-Leiterin,<br />

seit 1996 in der Seelsorge im Franziskuswerk<br />

tätig, seitdem u. a. Unterstützung der<br />

Gruppen mit Schwerkranken und sterbenden<br />

Bewohner / innen, Anleitung von Abschiedsritualen,<br />

Schulungen zum Thema Sterbe-<br />

begleitung<br />

86<br />

Gerhard Grüner<br />

Diplom-Sozialpädagoge (FH), Organisationsentwickler<br />

(POB), Moderator für Persönliche<br />

Zukunftsplanung, Leitung der Abteilung<br />

Begleitende Dienste im Bereich Arbeit und<br />

Förderung des Franziskuswerk <strong>Schönbrunn</strong><br />

Zielgruppe Mitarbeiter/innen der Behinderten- und<br />

der Altenhilfe<br />

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen<br />

Kursnummer 112246<br />

Anmeldungen bis 20. Oktober 2011<br />

Machtungleichgewicht<br />

im Betreuungsalltag –<br />

verantwortungsvoller Umgang<br />

mit Macht<br />

Wer kennt nicht das Gefühl der Ohnmacht im Betreuungsalltag?<br />

Der/die Klient/in verweigert die Durchführung unserer Anweisungen,<br />

jedwede Intervention verpufft ohne Wirkung. Wir wünschen<br />

uns in diesen Momenten wirkungsvolle Handlungsstrategien,<br />

um den Einfluss auf den Klienten/die Klientin schnellstmöglich<br />

zurückzugewinnen und wieder durchsetzungsstark zu sein.<br />

Ausgehend von der Hypothese, dass Erziehung als wesentliche<br />

strukturelle Voraussetzung einen Machtüberhang zugunsten des<br />

Erziehenden aufweist, folgen wir der Fragestellung, mit welchen<br />

Mitteln wir diesen Überhang herstellen und legitimieren können.<br />

Dies beinhaltet ebenso eine Analyse der Machtquellen (Versorgung,<br />

Zuwendung, körperliche Stärke, Organisationsstrukturen)<br />

im eigenen beruflichen Kontext sowie der jeweiligen Mittel,<br />

diese aufrechtzuerhalten oder wiederherzustellen.<br />

In diesem Seminar werden wir uns praxisnah mit den Hintergründen<br />

von Macht, Machtmissbrauch und Machterhalt ausein-<br />

andersetzen und Strategien für eine beziehungsförderliche<br />

Durchsetzungsfähigkeit im eigenen pädagogischen Handeln<br />

entwickeln.<br />

Inhalte<br />

– Macht und Machtmissbrauch im pädagogischen Kontext –<br />

eine Einführung<br />

– Macht und Machtbalance<br />

– Die Quellen unserer Macht<br />

– Gruppendynamische Aspekte der Machtausübung<br />

– Umgang mit Machtmissbrauch im eigenen Arbeitsfeld<br />

– Ethische und moralische Legitimation von Macht<br />

– Durchsetzungsfähigkeit ohne Angst und Schrecken<br />

Fortsetzung nächste Seite �


Termin Mittwoch, 23. November 2011, 9 bis 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 90,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent/in Markus Kaufmann M. A.<br />

Diplom-Sozialpädagoge (FH),<br />

Lehrbeauftragter an der FH München,<br />

Ausbilder Aikido-Fairness-Training<br />

Barbara Lachner<br />

Diplom-Pädagogin, Systemischer Coach ECA,<br />

NLP-Trainerin<br />

Zielgruppe pädagogische Mitarbeiter/innen, Gruppenleiter/innen<br />

und pädagogische Fachdienste<br />

in Einrichtungen der Behindertenhilfe und<br />

der Jugendhilfe sowie andere Interessierte<br />

Teilnehmerzahl maximal 25 Personen<br />

Kursnummer 112247<br />

Anmeldung bis 20. Oktober 2011<br />

Wichtige Steuertipps!<br />

§ Ausbildungskosten, d. h. Aufwendungen für den<br />

§<br />

Erwerb von<br />

§<br />

Fortbildungskosten, d. h. Aufwendungen, die ein Arbeitnehmer<br />

leistet, um seine Kenntnisse und Fähigkeiten im ausgeübten<br />

Beruf zu erhalten oder zu erweitern, sind als Werbungskosten<br />

voll absetzbar.<br />

Kenntnissen, die als Grundlage für einen noch nicht aus-<br />

geübten Beruf notwendig sind, können als Sonderausgaben<br />

im Kalenderjahr abgesetzt werden.<br />

Gebärden in der<br />

Unterstützten Kommunikation<br />

Für viele Menschen, die sich nicht oder nur wenig über Lautsprache<br />

äußern können, ist die „Sprache der Hände“ ein<br />

wichtiges Kommunikationsmedium. In der Unterstützten<br />

Kommunikation (UK) bedienen wir uns größtenteils aus dem<br />

Wortschatz der Gebärdensprache der Gehörlosen. Lautsprachunterstützende<br />

Gebärden werden parallel zum Sprechen<br />

ausgeführt.<br />

Den nichtsprechenden Menschen wird auf diese Weise eine<br />

Möglichkeit gegeben, ihre kommunikativen Fähigkeiten mit<br />

dieser Form von körpereigener Kommunikation zu erweitern.<br />

In diesem Seminar können auf spielerisch-humorvolle Weise<br />

erste Gebärden selbst erlernt werden. Außerdem werden Situationen<br />

aus dem privaten, institutionellen und therapeutischen<br />

Alltag aufgezeigt, in denen Gebärden angebahnt, erlernt und<br />

eingesetzt werden können.<br />

Inhalte: Die Inhalte sind angelehnt an die Inhalte eines<br />

Aufbaukurses nach ISAAC-Standard:<br />

– Lautsprachbegleitende und lautsprachunterstützende<br />

Gebärdensysteme in der UK<br />

– Erproben verschiedener Gebärdensammlungen und<br />

Erlernen erster Gebärden<br />

– Methodisch-didaktische Anregungen für den Einsatz<br />

von Gebärden und Erstellen von Materialien<br />

– Dokumentation individuell benutzter Gebärden und<br />

Transfer ins alltägliche Umfeld<br />

– Informationen zu Aspekten der Anschaffung von<br />

Gebärdensammlungen, Bezugsquellen, Weiterbildungs-<br />

und Beratungsmöglichkeiten<br />

Teilnahmevoraussetzung: Grundkenntnisse in Unterstützter<br />

Kommunikation<br />

Termin Freitag, 25. November 2011, 9.30 Uhr bis<br />

Samstag, 26. November 2011, 16.30 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 195,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 175,–)<br />

(inkl. E 15,– für das ISAAC-Zertifikat)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin Rita-Maria Donhauser<br />

Fachlehrerin Förderschule Helfende Hände,<br />

ISAAC-Referentin<br />

Zielgruppe Mitarbeiter/innen in Einrichtungen oder<br />

freiberuflich tätige Fachkräfte, die mit sprechbeeinträchtigten<br />

Menschen arbeiten, sowie<br />

private Bezugspersonen (Eltern, Freunde,<br />

Partner) sprechbeeinträchtigter Menschen<br />

Teilnehmerzahl maximal 25 Personen<br />

Kursnummer 112248<br />

Anmeldung bis 20. Oktober 2011<br />

87<br />

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

Begleitung – Förderung – Therapie – Selbstbestimmung<br />

Kulturtechniken erlernen,<br />

erweitern und erhalten<br />

Ein Praxisseminar anhand der Tätigkeitstheorie<br />

Die Lese-, Schreib- und Rechenfähigkeit ist der wesentliche<br />

Schlüssel für Teilhabe. Fertigkeiten in Kulturtechniken eröffnen<br />

den Menschen Zugang zu Informationen über Teilhabemöglichkeiten<br />

und ebnen Zugangswege zu Teilhabeformen.<br />

Mit welchen Mitteln und auf welchen Wegen vorhandene Fähigkeiten<br />

in Lesen, Schreiben und Rechnen im Erwachsenenalter<br />

gut trainiert und erhalten werden können oder wie Erwachsene<br />

diese Fähigkeiten ganz neu erlernen können, sollen Sie in<br />

diesem Seminar kennen lernen.<br />

Ziele<br />

– Mit Schritten der Tätigkeitstheorie ins Buchstabenland treten<br />

und darin gehen lernen<br />

– Diese Schritte auf das Erlernen und Trainieren<br />

von Grundrechenarten übertragen<br />

– Sich mit Buchstabentafel und PC-Tastatur im Schreiben<br />

einfacher Wörter üben<br />

– Prinzipien der Erwachsenenbildung kennen und<br />

anwenden können<br />

– Dialog und Humor als wesentliche Elemente<br />

für Motivation und Lernerfolg einsetzen<br />

Termin Mittwoch, 14. Dezember 2011<br />

9.30 bis 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 90,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin Lilo Nitz<br />

Diplom-Sozialpädagogin, Heilpädagogin,<br />

Diplom-Supervisorin, langjährige Erfahrung<br />

in Erwachsenenbildung und als Lehrerin<br />

für soziale Berufe<br />

Zielgruppe professionelle Assistent/innen und<br />

Begleiter/innen von Erwachsenen<br />

mit Einschränkungen<br />

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen<br />

Kursnummer 112249<br />

Anmeldung bis 10. November 2011<br />

88<br />

Gewaltfreie Kommunikation<br />

Kooperation durch Aufrichtigkeit und Verständnis<br />

Wenn wir mit jemandem Schwierigkeiten haben, ist die Versuchung<br />

groß, die Schuld beim anderen zu suchen. Oder wir<br />

nehmen etwas persönlich und sind tagelang verschnupft. Die<br />

Lösung ist klar: Der andere soll sich ändern, dann gäbe es keine<br />

Probleme – glauben wir. Erfolgreicher ist es allerdings, selbst<br />

dazuzulernen. Gewaltfreie Kommunikation zeigt, wie es gelingt:<br />

– sich aufrichtig mitzuteilen –<br />

ohne Kritik oder Vorwurf<br />

– den anderen zu verstehen –<br />

auch wenn ich nicht einver standen bin<br />

– selbstbewusst klare Bitten auszusprechen –<br />

statt Forderungen zu stellen<br />

– mich für meine Werte stark zu machen –<br />

ohne andere zu verurteilen<br />

– sich für eigene Anliegen einzusetzen –<br />

ohne Recht haben zu müssen<br />

– unerwünschtes Verhalten anzusprechen –<br />

ohne andere zu kränken<br />

– Kritik, Angriffe und Vorwürfe zu hören –<br />

ohne sie persönlich zu nehmen.<br />

In diesem Seminar lernen Sie ein leicht verständliches Modell<br />

kennen, das Ihnen hilft, eine wertschätzende Haltung (sich und<br />

anderen gegenüber) zu leben.<br />

Termin Donnerstag, 3. März 2011, 9 Uhr bis<br />

Freitag, 4. März 2011, 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 180,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent Klaus Karstädt<br />

Diplom-Sozialpädagoge, langjährige<br />

therapeutische Arbeit mit Gruppen,<br />

seit 1989 selbstständig in der Erwachsenenbildung<br />

tätig, Certified Trainer for Nonviolent<br />

Communication (Center for Nonviolent<br />

Communication, Dr. Marshall Rosenberg)<br />

Zielgruppe alle Interessierten<br />

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen<br />

Kursnummer 112301<br />

Anmeldung bis 1. Februar 2011


Heilpädagogischer Tanz<br />

Grundlagen von Tanz, Bewegungserziehung und<br />

Körperarbeit für heilpädagogische Arbeitsfelder<br />

Tanz zählt zu den ältesten und ursprünglichsten Ausdrucks-<br />

formen und Künsten des Menschen. Tanzen heißt beweglich<br />

sein, lebendig sein. Denn wo Bewegungsfunktionen gestört<br />

sind oder das Grundbedürfnis nach Bewegung nicht befriedigt<br />

wird, kommt es zu schwerwiegenden Störungen der Gesamtentwicklung<br />

auf körperlicher und geistiger Ebene.<br />

Durch die Bewegung werden nicht nur die Gelenke, der Muskeltonus<br />

und die Körperstatik stimuliert, auch im Gehirn werden<br />

neue Bewegungs- und Wahrnehmungsaktivitäten aufgebaut.<br />

Tanzen wird somit in der Heilpädagogik zum nützlichen Therapeutikum,<br />

das Primärschädigungen nicht rückgängig macht,<br />

aber Folgeschäden vorbeugt und verhindert, Fehlfunktionen<br />

reguliert und kreatives Wachstum ermöglicht.<br />

Tanzen bringt mich in Kontakt mit mir selbst und der Umwelt<br />

und macht Spaß. Vor allem Menschen mit Behinderungen, mit<br />

kognitiver und körperlicher Einschränkung erleben hier tiefe<br />

Freude und Anregung.<br />

Inhalte<br />

– Körperwahrnehmungsübungen und Atemarbeit als<br />

Vorbereitung und Unterstützung zum Tanz<br />

– Grundrepertoire an Bewegungsspielen, Spielliedern und<br />

Einsatz von anderen kreativen Medien und Inhalten<br />

– Kennenlernen von Tänzen und Liedern aus aller Welt<br />

– Tanzpädagogische Grundlagen<br />

– Tanztherapeutische Grundübungen<br />

– Methodisch-didaktische Analyse, Austausch und Praxis-<br />

reflexion<br />

Alle Inhalte dieser Fortbildung sind praxiserprobt und werden<br />

praxisnah vermittelt. Tänzerische und musikalische Vorkenntnisse<br />

sind nicht notwendig. Erwünscht ist die Bereitschaft, sich<br />

auf den gruppendynamischen Prozess einzulassen. Ausführliche<br />

Lehrgangsunterlagen (Manual und CD) sind bei der Dozentin<br />

zu erwerben.<br />

Termin Mittwoch, 23. März 2011, 10 Uhr bis<br />

Donnerstag, 24. März 2011, 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 180,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin Rahmana Dziubany<br />

Leiterin des „ Internationalen Instituts für<br />

Tanz und Friedenskünste“ und der angegliederten<br />

Bildungswerkstatt Berlin-Brandenburg,<br />

Schulungs- und Lehrbeauftragte für das<br />

internationale Tanznetzwerk PEACEWORKS/<br />

Seattle/USA, seit 1985 in der Heilpädagogik<br />

tätig, freiberufliche Bildungsreferentin in<br />

Zusammenarbeit mit Jugendämtern, Schulen<br />

und heilpädagogischen Bildungsträgern; Entwicklung<br />

der Lehrgangsreihe „Heilpädagogische<br />

Tanz-, Märchen- und Spielschule“<br />

für die Lebenshilfe-Landesverbände Baden-<br />

Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz<br />

Zielgruppe heilpädagogische, pädagogische und<br />

therapeutische Fachkräfte, Betreuer/innen<br />

in Einrichtungen und Diensten<br />

sowie Interessierte<br />

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen<br />

Kursnummer 112302<br />

Anmeldung bis 20. Februar 2011<br />

89<br />

Soziales Umfeld – Kommunikation – Kreativität<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

Soziales Umfeld – Kommunikation – Kreativität<br />

Mit Musik geht alles besser!<br />

Wirklich?<br />

Einführung in die Musiktherapie<br />

Dieses Seminar führt in musiktherapeutische Arbeitsweisen in<br />

Therapie, Pädagogik, Heilpädagogik, Förderung und Pflege ein.<br />

Eigenes Erleben, Kurzvorträge sowie zahlreiche Fallbeispiele<br />

und Videomitschnitte zeigen Methodik und Wirkweise musik-<br />

therapeutischer Interventionen. Zur Implementierung in das je<br />

eigene Praxisfeld hilft die Beantwortung folgender Fragen zum<br />

Einsatz von Musik in Therapie, Förderung und Pädagogik: Warum?<br />

(Indikation) – Wie? (Methodik) – Wodurch? (Wirkmechanismen)<br />

– Worauf hin? (Zielsetzung) – Mit wem? (Indikation) –<br />

Mit wem nicht? (Kontraindikation)<br />

Seminarinhalte<br />

– Definitionen und Grundlagen<br />

– Klinische Improvisation<br />

– Einblick in unterschiedlichste Praxisfelder<br />

– Selbsterfahrung<br />

– Transfer in das je eigene Methodenrepertoire und Praxisfeld<br />

– Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten<br />

Für diesen Einführungskurs sind keine musikalischen<br />

Vorerfahrungen nötig. Bitte bequeme Kleidung mitbringen.<br />

Termin Montag, 18. April 2011, 9.30 Uhr bis<br />

Dienstag, 19. April 2011, 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 180,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent Stefan Flach-Bulwan<br />

Musiktherapeut in einer Förderstätte für<br />

schwer behinderte Menschen, einem<br />

Rehabilitationszentrum für psychisch Kranke<br />

und einer eigenen ambulanten Praxis; Dozent<br />

für Musiktherapie (u. a. Hochschule Hamburg,<br />

Universität Berlin, Bayer. Musikakademie<br />

Marktoberdorf); Fachautor; Psychotherapie<br />

(HPG); Vorsitzender des Berufsverbandes<br />

der Musiktherapeuten, 2003–2008; berufsständischer<br />

Beirat der Deutschen Musiktherapeutischen<br />

Gesellschaft, 2008–2009<br />

Zielgruppe Mitarbeiter/innen aus der Behindertenhilfe<br />

und Altenhilfe, Interessierte<br />

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen<br />

Kursnummer 112303<br />

Anmeldung bis 15. März 2011<br />

90<br />

Einfühlsam und mutig<br />

Eltern- und Angehörigengespräche<br />

führen<br />

Dieses Seminar vermittelt praktisches Handwerkszeug für Eltern-<br />

und Angehörigengespräche. Es wird auch darum gehen, wie<br />

heikle Themen sensibel angesprochen werden können, um die<br />

Zusammenarbeit zwischen Mitarbeiter / innen der Behindertenhilfe<br />

und Eltern / Angehörigen von Menschen mit Behinderung<br />

effektiv zu gestalten.<br />

Inhalte<br />

– Besonderheiten eines Familiensystems mit behinderten<br />

Menschen<br />

– Vom Umgang mit nicht ausgesprochenen Schuld zuweisungen<br />

– Gesprächsmuster<br />

– Leitfaden für ein konstruktives Gespräch<br />

– Wie viel Entgegenkommen und wie viel Abgrenzung ist<br />

hilfreich?<br />

– Hilfreiche Tipps, um sich den Spaß an der Arbeit zu erhalten<br />

Der Schwerpunkt liegt neben theoretischen Kenntnissen vor<br />

allem im praktischen Erfahren und Erleben der Inhalte sowie<br />

im Üben.<br />

Termin Dienstag, 3. Mai 2011, 10 Uhr bis<br />

Mittwoch, 4. Mai 2011, 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 180,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin Adelheid Schels<br />

Diplom-Sozialpädagogin (FH), Familientherapeutin,<br />

Supervisorin und Trainerin<br />

Zielgruppe Fachkräfte in Einrichtungen der Behindertenhilfe<br />

aus den Bereichen Wohnen, WfbM,<br />

Schule, Fachdienste, Offene Behinderten-<br />

arbeit, die sich auf dem Gebiet der<br />

Angehörigenarbeit weiterbilden möchten<br />

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen<br />

Kursnummer 112304<br />

Anmeldung bis 1. April 2011


Sicher und kompetent<br />

schwierige Gespräche führen<br />

Kritik- und Konfliktgespräche gehören zu den schwierigsten<br />

Gesprächssituationen überhaupt. Wohl niemand ist entspannt<br />

und gelassen, wenn es „ans Eingemachte“ geht. Gleichwohl<br />

kann man durch die richtige Vorbereitung, einen angemessenen<br />

Gesprächsstil und die Be achtung einiger einfacher Regeln viel<br />

dafür tun, dass solche Unterhaltungen konstruktiv und erfolgreich<br />

verlaufen.<br />

Dieses Seminar bietet Ihnen Unterstützung bei schwierigen Gesprächen<br />

an. Sie erfahren etwas darüber, was diese so schwer<br />

macht, warum einzelne Menschen so schlecht mit Kritik umgehen<br />

können und wie man auf Retourkutschen, Ausweichmanöver<br />

und Beschwichtigungen richtig reagieren kann. Ein einfacher<br />

Leitfaden und eine Checkliste erleichtern Ihnen die Vorbereitung<br />

auf schwierige Gespräche, die in kleinen Gruppen trainiert werden.<br />

Das Feedback anderer Kursteilnehmer / innen hilft Ihnen<br />

dabei, das eigene Verhalten effektiver zu gestalten. Die Bereitschaft,<br />

sich mit dem eigenen Handeln auseinanderzusetzen, ist<br />

dabei eine wichtige Voraussetzung.<br />

Termin Donnerstag, 7. Juli 2011, 10 Uhr bis<br />

Freitag, 8. Juli 2011, 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 180,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent Klaus Brosius<br />

Diplom-Pädagoge, Supervisor DGSv,<br />

Trainer DAGG<br />

Zielgruppe alle interessierten Mitarbeiter / innen<br />

Teilnehmerzahl maximal 15 Personen<br />

Kursnummer 112305<br />

Anmeldung bis 2. Juni 2011<br />

Praktische Anwendung kunsttherapeutischer<br />

Methoden<br />

in der Arbeit mit Menschen mit<br />

besonderen Bedürfnissen<br />

In der Kunsttherapie geht es in erster Linie um den Prozess<br />

des Gestaltens, der in sich therapeutischen Charakter besitzt.<br />

Künstlerisch tätig zu sein, heißt immer, sich mit der Umwelt und<br />

mit sich selbst zu beschäftigen und auseinanderzusetzen.<br />

Dies geschieht im „Tun“ und nicht wie sonst so häufig im rein<br />

gedanklichen und verbalen Austausch. Kreative Methoden<br />

ermöglichen es uns somit, Erfahrungen mit uns selbst und anderen<br />

zu machen, ohne dass diese unbedingt verbalisiert werden<br />

müssen. Und dennoch gelingt es dadurch, Veränderung, Entwicklung<br />

und Wachstum anzuregen. In der Arbeit mit Menschen<br />

mit besonderen Bedürfnissen ist der Einsatz von Methoden der<br />

Kreativität eine Möglichkeit, Ressourcen zu aktivieren, die<br />

Selbst- und Außenwahrnehmung zu verbessern, Selbstwirksamkeit<br />

und Selbstbewusstsein zu fördern, Ängste zu bewältigen,<br />

Hemmungen und Spannungen abzubauen und den Zugang zu<br />

Emotionen zu erleichtern. Kreative Medien bieten eine non-<br />

verbale Ausdrucksmöglichkeit, die somit gerade Menschen mit<br />

Schwierigkeiten im kommunikativen Bereich sehr entgegenkommt.<br />

Schöpferische Arbeit bringt große innere Befriedigung<br />

und Freude mit sich, die in der Gruppe „ansteckend“ wirkt. Die<br />

Möglichkeit, sich emotional im kreativen Prozess auszudrücken,<br />

baut Blockaden ab und schafft Erleichterung und Befreiung.<br />

Inhalte<br />

– Kennenlernen verschiedener Techniken und Methoden<br />

– Angebote für Gruppen und Einzelpersonen<br />

– Angebote für Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen<br />

– Sich selbst erfahren im schöpferischen Tun<br />

Termin Donnerstag, 14. Juli 2011, 9.30 Uhr bis<br />

Freitag, 15. Juli 2011, 16.30 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 180,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin Manuela Fröhlich<br />

staatlich anerk. Heilpädagogin, Kunsttherapeutin,<br />

Erzieherin, ambulante heilpädagogische<br />

Praxis, heilpädagogischer Fachdienst<br />

Zielgruppe Mitarbeiter/innen aus pädagogischen,<br />

heilpädagogischen und sozialpädagogischen<br />

Tätigkeitsbereichen<br />

Teilnehmerzahl maximal 15 Personen<br />

Kursnummer 112306<br />

Anmeldung bis 10. Juni 2011<br />

91<br />

Soziales Umfeld – Kommunikation – Kreativität<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

Soziales Umfeld – Kommunikation – Kreativität<br />

Eltern- und Angehörigen-<br />

gespräche – Vertiefung<br />

Dieser Kurs ist eine Vertiefung zum Semiar „Einfühlsam und<br />

mutig Eltern- und Angehörigengespräche führen” (S. 90) und<br />

richtet sich an alle, die Erfahrungen in Eltern- und Angehörigengesprächen<br />

gesammelt haben und in der Gruppe ihre Erfolge,<br />

aber vor allem die Stolpersteine bei dieser Arbeit analysieren<br />

und reflektieren möchten. Wir werden die Methoden noch<br />

einmal auffrischen und verfeinern.<br />

Termin Dienstag, 8. November 2011, 10 Uhr bis<br />

Mittwoch, 9. November 2011, 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 180,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin Adelheid Schels<br />

Diplom-Sozialpädagogin (FH), Familien-<br />

therapeutin, Supervisorin und Trainerin<br />

Zielgruppe Fachkräfte in Einrichtungen der Behindertenhilfe<br />

aus den Bereichen Wohnen, WfbM,<br />

Schule, Fachdienste, Offene Behinderten-<br />

arbeit, die sich auf dem Gebiet der Angehörigenarbeit<br />

weiterbilden möchten<br />

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen<br />

Kursnummer 112307<br />

Anmeldung bis 4. Oktober 2011<br />

92<br />

Umgang mit Angehörigen<br />

von Menschen mit Autismus<br />

Eltern und andere Angehörige wollen gerne sicher wissen, dass<br />

es ihrem Familienmitglied mit Autismus gut geht. Dazu bedarf es<br />

eigentlich „nur“ einer Arbeitsteilung zwischen den verschiedenen<br />

Instanzen: den Eltern / Angehörigen, dem Menschen mit Autismus<br />

und den Professionellen. Es geht um ein Leben jenseits<br />

des Elternhauses: mit einer Form von Betreuung durch Professionelle,<br />

die nicht die Elternrolle übernehmen beziehungsweise<br />

fortsetzen können oder wollen.<br />

Für den Menschen mit Autismus geht es darum, einen eigenen<br />

Lebensweg zu finden, selbstständig zu werden, eigene Interessen<br />

zu entdecken und sich als Mensch noch einmal neu zu<br />

entdecken.<br />

Geschwister und andere Angehörige haben auch eine emotionale<br />

Verbundenheit mit dem autistischen Menschen, aber sie<br />

erleben die Situation aus einer anderen Perspektive als die<br />

Eltern. Auch sie wollen die Eltern nicht ersetzen oder ihre Rolle<br />

einnehmen, wenn diese nicht mehr können oder nicht mehr da<br />

sind. Dennoch wollen sie für den Menschen mit Autismus häufig<br />

als Ansprechpartner/in da sein und sich um ihn kümmern.<br />

Eine solche Arbeitsteilung funktioniert aber nicht so einfach: Es<br />

geht um unterschiedliche Rollen, um Sorgen für / um jemanden,<br />

um Emotionen, Irrationalitäten, Kompetenzen, um Loslassen,<br />

Ablösung und vieles mehr.<br />

Schwerpunkte der Veranstaltung werden die verschiedenen<br />

Ebenen / Perspektiven und die sich daraus ergebenden Problematiken<br />

sein. Dabei wollen wir uns diese Perspektiven „erarbeiten“,<br />

indem wir die verschiedenen Rollen und Sichtweisen übernehmen<br />

und ausprobieren. Wo haben wir Blockaden im Umgang<br />

miteinander? Wie lassen sich Lösungsstrategien entwickeln, die<br />

allen Beteiligten das Gefühl geben, dass ihre Anliegen gut aufgehoben<br />

und berücksichtigt sind? Antworten auf diese Fragen<br />

wollen wir als Ergebnisse gemeinsam erarbeiten.<br />

Diese Fortbildung kann auch als Baustein der Weiterbildung<br />

„Menschen mit Autismus verstehen und begleiten“ /<br />

4. Lebenswelten (S. 28) genutzt werden.<br />

Fortsetzung nächste Seite �


Termin Mittwoch, 16. November 2011, 9 bis 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 90,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 80,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent Stefan Müller-Teusler<br />

Diplom-Sozialpädagoge (Univ.), Master of<br />

Business and Administration (MBA), lang-<br />

jähriger Leiter des Weidenhofes (Lebensort<br />

für Menschen mit Autismus), seit 2009<br />

Dozent für „Soziale Arbeit mit behinderten<br />

Menschen“ und „Soziale Dienste“ an der<br />

Staatlichen Studienakademie Breitenbrunn<br />

Zielgruppe Mitarbeiter / innen, die mit Menschen mit<br />

Autismus und deren Angehörigen arbeiten<br />

Teilnehmerzahl maximal 25 Personen<br />

Kursnummer 112308<br />

Anmeldung bis 12. Oktober 2011<br />

Märchen in heilpädagogischen<br />

Arbeitsfeldern<br />

Gar vielerlei Gestalten tummeln sich in der Märchenwelt und sie<br />

erleben vielfältigste Abenteuer, die reich sind an Gefahren,<br />

Emotionen und Lösungen. Dem/der Zuhörer/in bieten sich viele<br />

Möglichkeiten, sich mit einer Person zu identifizieren, mit ihr<br />

die Geschichte zu erleben, zu erleiden, mit ihr zu wachsen und<br />

schließlich mit ihr ein gutes Ende zu finden. Die Märchenwelt<br />

scheint eine fantastische Erscheinung zu sein und hat dennoch<br />

viel mit unserer Realität zu tun. Viele Schwierigkeiten des<br />

menschlichen Lebens werden im Märchen angesprochen und es<br />

zeigt seine Wirkung auf der seelisch-emotionalen Ebene. Märchen<br />

können ermutigen, Rat geben, Freude bringen, Lösungen<br />

aufzeigen und Lebensfreude schüren. Sie bergen alte Weisheiten<br />

geben Kraft und Anregungen. In der Arbeit mit Menschen mit<br />

besonderen Bedürfnissen können Märchen auf vielfältige Art<br />

hilfreich eingesetzt werden. Im Märchen treten Menschen<br />

mit sichtbaren und unsichtbaren Behinderungen in vielfältiger<br />

Form auf. Die Auseinandersetzung mit dem Märchen kann<br />

die Emotionsfähigkeit erweitern, die Auseinandersetzung mit<br />

eigenen Stärken und Schwächen unterstützen und die Zuversicht<br />

in eigene Handlungsmöglichkeiten stärken.<br />

Inhalte<br />

– Auswahlkriterien für Märchen<br />

– Symbolgehalt von Märchen<br />

– Märchen und Behinderung<br />

– Heilpädagogisches Handeln im Märchen<br />

– Kennenlernen und Ausprobieren verschiedener Techniken<br />

und Methoden der Arbeit mit Märchen<br />

(z. B. Tischtheater, Maskenbau, Rollenspiele, Bilder)<br />

Der Schwerpunkt des Seminars wird auf der praktischen Um-<br />

setzung von Märchen liegen.<br />

Termin Donnerstag, 8. Dezember 2011, 9.30 Uhr bis<br />

Freitag, 9. Dezember 2011, 16.30 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 180,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin Manuela Fröhlich<br />

staatlich anerk. Heilpädagogin, Kunsttherapeutin,<br />

Erzieherin, ambulante heilpädagogische<br />

Praxis, heilpädagogischer Fachdienst<br />

Zielgruppe Mitarbeiter/innen aus pädagogischen, heilpädagogischen<br />

und sozialpädagogischen Tätigkeitsbereichen<br />

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen<br />

Kursnummer 112309<br />

Anmeldung bis 2. November 2011<br />

93<br />

Soziales Umfeld – Kommunikation – Kreativität<br />

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Arbeitsplatz WfbM<br />

Die Arbeit der Werkstatträte<br />

und Vertrauensleute in WfbM<br />

Erfahrungsaustausch für Werkstatträte und Vertrauensleute<br />

– Aufbauseminar nach 1 ½ Jahren<br />

Arbeit als Werkstattrat<br />

Die Werkstatträte arbeiten nun schon 1 ½ Jahre zusammen.<br />

Sicher haben sich schon erste Erfolge eingestellt, wahrscheinlich<br />

sind aber auch Fragen zu Aufgaben, Rechten, der Zusammen-<br />

arbeit und anderem aufgetaucht.<br />

Werkstatträte und Vertrauensleute in WfbM erfüllen eine<br />

wichtige Vermittlungsfunktion zwischen den verschiedenen<br />

Ebenen. Ziel der Veranstaltung ist es, den Werkstatträten Unterstützung<br />

und Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch zu<br />

geben. Dabei soll der Förderung von Selbstbestimmung ein hoher<br />

Stellenwert eingeräumt werden. Die eigenen Kompetenzen<br />

und Fähigkeiten sollen erkannt und gestärkt werden.<br />

Vertrauenspersonen in WfbM sollen die Gelegenheit erhalten,<br />

ein Repertoire an Möglichkeiten zur Assistenz für Werkstatträte<br />

zu entwickeln.<br />

Mögliche Inhalte<br />

– Aufgaben der Werkstatträte und Vertrauensleute<br />

– Werkstatträte und Vertrauensleute als Vermittler/innen<br />

– Welche Mitspracherechte sind in der Satzung festgelegt und<br />

wie können diese genutzt werden?<br />

– Informationsfluss nach „oben“ und „unten“<br />

– Rolle der Werkstatträte und Vertrauensleute<br />

– Zusammenarbeit mit Sozialdienst und Vertrauenspersonen<br />

– Kommunikation innerhalb der WfbM<br />

– Konstruktiver Umgang mit Konflikten<br />

– Mögliche Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten<br />

– Aufgaben der Vorsitzenden<br />

– Vorbereiten und Leiten der Sitzungen<br />

– Assistenz bei der Bearbeitung von Konflikten<br />

Die konkreten Inhalte werden wie in allen bisherigen Seminaren<br />

mit den Teilnehmer/innen gemeinsam geplant und festgelegt.<br />

Praktische Übungen erleichtern die Umsetzung in den Alltag.<br />

Konkrete Beispiele der Teilnehmer/innen sichern den Praxis-<br />

bezug.<br />

Methoden<br />

Kurzreferate, Rollenspiele, Plenum und Kleingruppenarbeit,<br />

Spiele zur Auflockerung<br />

94<br />

Termin Montag, 21. März 2011, 10 Uhr bis<br />

Dienstag, 22. März 2011, 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 180,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent Max Hüttinger<br />

Diplom-Sozialpädagoge (FH),<br />

Supervisor, Mediator<br />

Zielgruppe Werkstatträt/innen sowie Vertrauensleute in<br />

Werkstätten für behinderte Menschen<br />

Teilnehmerzahl maximal 25 Personen<br />

Kursnummer 112401<br />

Anmeldung bis 18. Februar 2011


Als Abteilungsleitung in einer<br />

WfbM Führungsverantwortung<br />

wahrnehmen<br />

Als Abteilungsleiter/in in der WfbM übernehmen Sie Führungsverantwortung<br />

auf der mittleren Ebene. Zwischen Gruppen-<br />

und Werkstattleitung sorgen Sie für ein gutes Zusammenwirken<br />

der verschiedenen Funktionen und Betriebsteile sowie einen<br />

möglichst störungsfreien Ablauf in Ihrem Verantwortungsbereich.<br />

Unterschiedliche und sich zum Teil widersprechende Erwartungen<br />

von Mitarbeiter/innen, Klient/innen, Vorgesetzten<br />

und Kund/innen werden an Sie gerichtet, denen Sie auf Ihre<br />

Weise gerecht werden müssen. Dies gelingt dann am besten,<br />

wenn Ihre Funktion und Rolle ausreichend klar definiert sind<br />

und Sie aus einer gefestigten Position heraus agieren können.<br />

Die Fortbildungsreihe bietet Ihnen Zeit und Raum, um im Kreis<br />

von Kolleg/innen der mittleren Führungsebene Ihre Führungs-<br />

rolle und Ihr Leitungshandeln zu reflektieren und weiterzuent-<br />

wickeln.<br />

Inhalte<br />

Leitungsverständnis definieren und gestalten<br />

– Das eigene Selbstverständnis als Führungskraft mit seinen<br />

Auswirkungen auf den Führungsalltag wahrnehmen<br />

– Umgang mit Erwartungen von Mitarbeiter/innen, Beschäftigten,<br />

Vorgesetzten, Kund/innen u. a. und die Gestaltung von<br />

Rollenkonflikten<br />

– Eigene Stärken und persönliche Entwicklungspotenziale<br />

nutzen<br />

– Stellung und Rollenprofil in der Organisation und strukturelle<br />

Verbesserungsmöglichkeiten für die Funktion überprüfen<br />

Mitarbeiter/innen führen und das Team entwickeln<br />

– Mitarbeiter/innen in ihr Aufgabenfeld einarbeiten,<br />

Aufgaben anleiten und delegieren<br />

– Die Mitarbeiter/innen durch wertschätzende und kritische<br />

Rückmeldungen führen und eine Rückmeldekultur in der<br />

Abteilung aufbauen<br />

– Konflikte mit Mitarbeiter/innen und im Team aufgreifen und<br />

angemessen bearbeiten<br />

Teilhabe als zentralen Auftrag der WfbM ermöglichen<br />

– Die persönliche Haltung zur Teilhabe und das entsprechende<br />

Selbstverständnis als konzeptionelle Leitidee<br />

– Für die eigene Abteilung eine Konzeption zur Umsetzung<br />

der Teilhabe als Entwicklungsprozess mit den Mitarbeiter/innen<br />

vorplanen<br />

– Beteiligung der Mitarbeiter/innen<br />

– Gesamtverantwortung für Abteilung und Mitverantwortung<br />

der Mitarbeiter/innen<br />

Arbeitsformen<br />

Einzel- und Gruppenarbeit, Impulsreferat, Seminargespräch,<br />

Fallarbeit, Übungen, Transferaufgaben zwischen den einzelnen<br />

Einheiten<br />

Termine und Orte<br />

1. Einheit 28. bis 30. März 2011<br />

in der Stiftung Liebenau<br />

www.fortbilden-entwickeln.de<br />

2. Einheit 11. bis 13. Juli 2011<br />

im Dominikus-Ringeisen-Werk Ursberg<br />

www.dominikus-ringeisen-werk.de<br />

3. Einheit 12. bis 14. Oktober 2011<br />

in der Akademie <strong>Schönbrunn</strong><br />

www.akademie-schoenbrunn.de<br />

Beginn jeweils am 1. Tag um 10 Uhr und<br />

Ende jeweils am 3. Tag um 16.30 Uhr<br />

Verbindliche Kursgebühr E 750,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 700,–)<br />

Zuzüglich Verpflegung und ggf. Unterkunft<br />

an den jeweiligen Veranstaltungsorten<br />

Dozent Markus Flum<br />

Diplom-Pädagoge, Organisationsberater,<br />

Coach<br />

Zielgruppe Abteilungsleiter/innen, Teamleiter/innen<br />

des Arbeits- und des Bildungsbereiches<br />

Teilnehmerzahl maximal 14 Personen<br />

Anmeldung bis 18. Februar 2011<br />

Die Fortbildungsreihe ist nur<br />

als Gesamtmodul buchbar.<br />

Ihre Anmeldung richten Sie bitte an:<br />

Stiftung Liebenau<br />

fortbilden & entwickeln<br />

Siggenweilerstraße 11<br />

88074 Meckenbeuren<br />

Telefon 07542 10-1266 und 1263<br />

fortbilden.entwickeln@stiftung-liebenau.de<br />

Die Fortbildungsreihe ist eine<br />

Kooperationsveranstaltung zwischen:<br />

Stiftung Liebenau<br />

fortbilden & entwickeln<br />

Dominikus-Ringeisen-<br />

Werk Ursberg<br />

Abteilung Fortbildung<br />

Akademie <strong>Schönbrunn</strong><br />

Bildung & Beratung<br />

95<br />

Arbeitsplatz WfbM<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

Arbeitsplatz WfbM<br />

Wohn- und Arbeitsformen<br />

für Menschen mit Autismus<br />

Teil 1: Menschen mit Autismus in Arbeit und Beruf<br />

Menschen mit Autismus wollen (und können) entsprechend<br />

ihren Fähigkeiten und Voraussetzungen am gesellschaftlichen<br />

Leben – so auch am „Gut Arbeit“ – teilhaben. Der Bereich der<br />

Begleitung und Unterstützung erwachsener Menschen mit<br />

Autismus in Arbeit und Beruf steckt noch in den Kinderschuhen.<br />

Je nach Ausprägung und Erscheinungsform der autistischen<br />

Beeinträchtigung sind unterschiedlichste Hilfen erforderlich.<br />

Grundlage dieses Seminars bildet die Betrachtung autismusspezifischer<br />

Besonderheiten, die im Zusammenhang mit<br />

Arbeit stehen. Es wird ein Überblick über die Bandbreite<br />

an Arbeitsmöglichkeiten, vom Förder- und Betreuungsbereich<br />

bis zum IT-Facharbeiter, gegeben. Dabei wird ein Einblick in<br />

institutionelle Unterstützungsmöglichkeiten gewährt. Am<br />

Beispiel einer spezifischen Arbeitsgruppe für Menschen mit<br />

Autismus (im Grenzbereich Förderstätte / Werkstätte) werden<br />

Rahmenbedingungen, methodische Aspekte und Voraussetzungen<br />

für bzw. von Mitarbeiter / innen aufgezeigt.<br />

Inhalte<br />

– Überblick über Arbeits- und Berufsmöglichkeiten für<br />

Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung<br />

– Grundlagen:<br />

· Die Bedeutung von Arbeit<br />

· Handlungsfähigkeit als eine Schlüsselkompetenz<br />

für das Arbeiten<br />

· Individuelle Stärken, Interessen und Kompetenzen im<br />

Arbeitsprozess nutzen<br />

– Möglichkeiten der beruflichen Eingliederung:<br />

· Eine Palette an Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten<br />

· Unterstützende Einrichtungen und Institutionen<br />

– Eine Arbeitsgruppe für Menschen mit Autismus:<br />

· Rahmenbedingungen und Methoden<br />

· Umgang und Haltung der Mitarbeiter / innen<br />

96<br />

Teil 2: Wohnformen für Menschen mit Autismus –<br />

wie man ein Dilemma kleiner machen kann<br />

Nur die wenigsten autistischen Menschen können ohne Unterstützung<br />

leben. Außer in ihren Familien leben daher viele von<br />

ihnen in Wohnheimen, meist in „Nischen“ in Wohngruppen mit<br />

geistig behinderten Mitbewohner/innen. Daneben entstehen in<br />

den letzten Jahren zunehmend stationäre Wohngruppen und<br />

Wohngemeinschaften, die sich mit ihrem Konzept ausschließlich<br />

an autistische Bewohner/innen richten. Menschen mit Schwierigkeiten<br />

im sozialen Miteinander leben so notgedrungen mit<br />

einer großen Zahl von Mitbewohner/innen und Betreuer/innen<br />

zusammen.<br />

Ob Nische oder spezielle Wohngruppe – bewährt hat sich die<br />

räumliche, zeitliche und soziale Anpassung des Wohnumfelds an<br />

die spezifischen Erlebens- und Verhaltensweisen der autistischen<br />

Bewohner/innen.<br />

Anhand von Beispielen aus der Casa Rossa, einem Wohnheim<br />

für Menschen mit frühkindlichem Autismus, werden im Seminar<br />

räumliche Anforderungen und Erfahrungen in der Wohnraumgestaltung,<br />

unter anderem mit dem „Würzburger Modell“ für<br />

heilpädagogisches Wohnen, vorgestellt. Des Weiteren behandelt<br />

das Seminar die Umsetzung von zeitlichen Orientierungshilfen<br />

im Wohnalltag und die Auswirkungen der eingeschränkten sozialen<br />

Kompetenzen auf das Zusammenleben in der Gruppe und<br />

auf die Mitarbeiter/innen.<br />

Das sogenannte Asperger-Syndrom, eine spezifische Behinderung<br />

aus dem Formenkreis Autismus, ist nach wie vor nicht so<br />

bekannt wie der frühkindliche Autismus, und seine Bezeichnung<br />

hört sich „nicht so schlimm“ an oder wird oft als „leichte Form“<br />

des Autismus gedeutet. Weil die Betroffenen intelligent sind,<br />

wird häufig von ihnen erwartet, dass sie in der „normalen“ Welt<br />

zurechtkommen können.<br />

Für die betroffenen Menschen kann das Asperger-Syndrom aber<br />

durchaus eine schwere Form des Autismus sein. Bei ihnen wird<br />

diese spezielle Störung nämlich oft zu spät diagnostiziert, weil<br />

die Menschen immer wieder falsch verstanden, ihre Bedürfnisse<br />

meist nicht erkannt und ihre Fähigkeiten regelmäßig falsch eingeschätzt<br />

werden. Menschen mit Asperger-Syndrom sind häufig<br />

isoliert, fallen immer wieder durch ihr Verhalten auf und ecken<br />

an. Sie haben in der Regel große Schwierigkeiten in Schule und<br />

Beruf und sind nicht selten lebenslang auf Hilfe angewiesen.<br />

Für das Asperger-Syndrom existieren (noch) kaum spezifische<br />

Angebote und es gibt es (bisher) nur wenige spezielle Einrichtungen.<br />

Welche Asperger-spezifischen Hilfen in einer Wohngruppe<br />

angeboten werden können und wie sich der Alltag für<br />

Menschen mit Asperger-Syndrom gestaltet, welche Chancen<br />

und Möglichkeiten damit verbunden sind, in unsere leistungsorientierte<br />

Gesellschaft integriert zu werden, wird in einem<br />

Erfahrungsbericht (acht Jahre „Wohnstätte für Menschen mit<br />

Autismus“, WoMaut) verdeutlicht.<br />


Diese Fortbildung kann auch als Baustein der Weiterbildung<br />

„Menschen mit Autismus verstehen und begleiten“/<br />

4. Lebenswelten (S. 28) genutzt werden.<br />

Termin 19. September 2011, 9 bis 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 100,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 90,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentinnen Martina Schabert M. A.<br />

Sonderpädagogin, langjährige Erfahrung in<br />

der beruflichen Eingliederung von Menschen<br />

mit Behinderung (u. a. Konzeption einer<br />

Arbeitsgruppe für Menschen mit Autismus<br />

in der Stiftung Attl), aktuell: Promotions-<br />

vorhaben und Forschungsprojekt AUTWERK<br />

zum Themenbereich „Menschen aus dem<br />

autistischen Spektrum mit hohem Assistenzbedarf<br />

in der WfbM“<br />

Petra Hoffmann<br />

Heilerziehungspflegerin, zert. Fachkraft für<br />

Autismus, TEACCH-Trainerin, Hausleitung<br />

der „Casa Rossa“, Stiftung Attl<br />

Kati Bernstein<br />

seit 1996 staatlich anerkannte Heilerzieherin,<br />

seit 2001 Hausleitung der Wohnstätte für<br />

Menschen mit Autismus (WoMAut)<br />

Zielgruppe Mitarbeiter / innen, die Menschen mit<br />

Autismus begleiten, und andere Interessierte<br />

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen<br />

Kursnummer 112229<br />

Anmeldung bis 15. August 2011<br />

97<br />

Arbeitsplatz WfbM<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


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Arbeitsplatz WfbM<br />

Streit schlichten,<br />

Konflikte lösen<br />

Spezialseminar für Werkstatträte<br />

In den Seminaren für Werkstatträte können manche Themen<br />

nur kurz bearbeitet werden, da die Zeit für die Fülle der Fragestellungen<br />

leider nicht immer ausreicht. Aus diesem Grund wird<br />

dieses Jahr ein Spezialseminar angeboten zu Konflikten, Streit<br />

und Streitschlichtung.<br />

Immer wieder müssen sich die Werkstatträte mit Streit, Auseinandersetzungen,<br />

Meinungsverschiedenheiten, Konflikten und<br />

Missverständnissen auseinandersetzen oder werden als eine Art<br />

Schiedsrichter/in angefragt. Dann müssen Sie überlegen, was<br />

Ihre Aufgabe und Rolle ist und ob Sie überhaupt eingreifen<br />

können. Manchmal sind Sie vielleicht auch ein wenig stolz,<br />

wenn Sie angesprochen werden und müssen sich auch abgrenzen<br />

können.<br />

Wir haben zwei Tage Zeit, um uns intensiv mit diesem Themenkreis<br />

auseinanderzusetzen.<br />

Mögliche Inhalte<br />

– Ursachen von Streit und Konflikt<br />

– Wie erlebe ich Streit?<br />

– Wo und wie haben wir streiten und den Umgang<br />

mit Konflikten gelernt?<br />

– Was können wir tun, damit Streit gut beendet wird und es<br />

am Ende nach Möglichkeit keine Verlierer/in gibt?<br />

– Welche Aufgabe und Rolle können Streitschlichter/innen<br />

haben?<br />

– Wie verhalte ich mich als Werkstattrat bei Streit?<br />

– Gewaltfreie Kommunikation nach M. Rosenberg –<br />

Was ist das?<br />

Wie bei den Werkstattrat-Schulungen wird der Referent einen<br />

Sack voller Ideen mitbringen. Die genauen Inhalte des Seminars<br />

werden dann an die Wünsche der Teilnehmer/innen angepasst<br />

und gemeinsam festgelegt. Die Erfahrungen und Erlebnisse, die<br />

die Werkstatträte aus ihrer täglichen Arbeit mitbringen, sollen in<br />

dem Seminar eine wichtige Rolle spielen.<br />

Methoden<br />

Rollenspiele, Kurzreferate, Plenum und Kleingruppen,<br />

Spiele zur Auflockerung<br />

98<br />

Termin Montag, 24. Oktober 2011, 10 Uhr bis<br />

Dienstag, 25. Oktober 2011, 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 180,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent Max Hüttinger<br />

Diplom-Sozialpädagoge (FH),<br />

Supervisor, Mediator<br />

Zielgruppe Werkstatträt/innen und Vertrauensleute<br />

in Werkstätten für behinderte Menschen und<br />

Assistent/innen<br />

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen<br />

Kursnummer 112402<br />

Anmeldung bis 20. September 2011


Arbeiten unter Druck –<br />

Stressfaktoren am Arbeitsplatz<br />

Viele Aufgaben, hohe Anforderungen, enge Zeitfenster, wenig<br />

Personal. So oder ähnlich lauten die Worte vieler Mitarbeiter/innen,<br />

wenn sie die Situation an ihrem Arbeitsplatz beschreiben.<br />

Gerade in dieser Lage es wichtig, die psychischen Belastungsfaktoren,<br />

die zu solchen Situationen beitragen, zu kennen und<br />

sinnvoll damit umgehen zu können.<br />

– Wie und wo grenze ich mein Aufgabenfeld, meine<br />

Leistungsbereitschaft und mich selbst ab?<br />

– Welche Tätigkeiten kann und will ich delegieren –<br />

oder nicht?<br />

– Was treibt mich immer wieder dazu, etwas zu tun,<br />

was ich eigentlich gar nicht tun will?<br />

– Kenne ich Entspannungs- und Entstressungstechniken<br />

und wende ich sie an?<br />

Diese Fragen werden im Seminar angesprochen und durch<br />

theoretische Inputs und mit praktischen Übungen bearbeitet.<br />

Termin Donnerstag, 7. April 2011, 9.30 Uhr bis<br />

Freitag, 8. April 2011, 16.30 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 180,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin Dr. Ingrid Marzelli-Paintner<br />

Diplom-Psychologin, Kursleiterin für Auto-<br />

genes Training, Psychotherapeutin (HPG),<br />

Ausbildung in Transaktionsanalyse und<br />

Kinesiologie<br />

Zielgruppe alle interessierten Mitarbeiter/innen<br />

Teilnehmerzahl maximal 15 Personen<br />

Kursnummer 112501<br />

Anmeldung bis 4. März 2011<br />

Scheitern –<br />

und wieder aufstehen<br />

Vom Umgang mit Rückschlägen und Misserfolgen<br />

Scheitern gehört dazu. Wer mit Menschen mit Behinderung<br />

arbeitet, hat das schon erlebt: Auf einmal kann der Betreute<br />

weniger als gestern, die kleinen Fortschritte aus der Wohn-<br />

gruppe sind nach einer Heimfahrt wie weggewischt, man wird<br />

von Betreuten geschlagen, angegriffen und beschimpft, obwohl<br />

man es nur gut meinte. Scheitern gibt es aber auch im Team, in<br />

der Zusammenarbeit mit anderen Diensten oder Vorgesetzten.<br />

Wie kann man mit diesen Erfahrungen des Scheiterns fertig<br />

werden, wie kann man trotz Rückschlägen und Niederlagen<br />

stolz auf sich selbst und das eigene berufliche Handeln sein?<br />

In diesem Seminar bekommen Sie Hilfe. Anhand konkreter Fallsituationen<br />

lernen Sie, wie Sie nach dem Scheitern wieder aufstehen<br />

können und Ihre Arbeitszufriedenheit wiedergewinnen.<br />

Grundlagen sind das gemeinsame Gespräch in der Gruppe,<br />

Übungen und thematischer Input.<br />

Termin Donnerstag, 9. Juni 2011, 10 Uhr bis<br />

Freitag, 10. Juni 2011, 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 180,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent Klaus Brosius<br />

Diplom-Pädagoge, Supervisor DGSv,<br />

Trainer DAGG<br />

Zielgruppe alle interessierten Mitarbeiter/innen<br />

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen<br />

Kursnummer 112502<br />

Anmeldung bis 6. Mai 2011<br />

99<br />

Zusammenarbeit – Mitarbeiter/innen<br />

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Zusammenarbeit – Mitarbeiter/innen<br />

„Was beflügelt mein Team?<br />

Was bringt Sand ins Getriebe?“<br />

Vom konstruktiven Umgang mit Unterschieden<br />

im Team<br />

Gute Zusammenarbeit im Team kann die Freude an der Arbeit<br />

enorm steigern und zu hervorragenden Ergebnissen führen.<br />

Fehlendes Verständnis, Stress und unterschiedliche Arbeitsstile<br />

stehen dem jedoch zuweilen im Weg und verschlechtern<br />

das Arbeitsklima. Um dem vorbeugen oder entgegenwirken<br />

zu können, lernen Sie in diesem Seminar, sich selbst und Ihre<br />

Teamkolleg/innen genauer einzuschätzen. Sie lernen, mit<br />

Unterschiedlichkeit bewusst umzugehen, neue Teammitglieder<br />

„abzuholen“ und so die Kooperation zu fördern und ergebniswirksam<br />

zu steuern. Sie werden Ihre eigenen Stärken kennenlernen,<br />

sie genießen und „wohl dosiert“ einsetzen können.<br />

Anhand von praxisnahen Übungen und Fallbeispielen werden<br />

Sie die erworbenen Kenntnisse vertiefen.<br />

Inhalte<br />

– Ein kurzer Blick auf die „Teamentwicklungsuhr“ und<br />

ihre Bedeutung<br />

– Der phasengerechte Umgang mit Einzelnen und Teams<br />

– Unterschiedliches Verhalten kennen und verstehen<br />

– Umgang mit Stärken, Schwächen und Potenzialen im Team<br />

– Erstellung eines persönlichen Stärkenprofils<br />

– Von Unterschieden lernen:<br />

· Förderung von konstruktivem Ideen- und<br />

Meinungs austausch<br />

· Störendes Verhalten persönlich ansprechen,<br />

ohne zu verletzen<br />

Termin Dienstag, 28 Juni 2011, 9.30 Uhr bis<br />

Mittwoch, 29. Juni 2011, 16.30 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 180,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin Angelika Härlin<br />

Führungskräftetraining, Coaching,<br />

Mediation, lizensierter LIFO®-Analyst,<br />

TZI-diplomiert durch rci international<br />

Zielgruppe Menschen, die mit und in Teams arbeiten<br />

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen<br />

Kursnummer 112503<br />

Anmeldung bis 24. Mai 2011<br />

100<br />

Machtspiele und<br />

wie man sie vermeidet<br />

Wohl jede/r hat sie schon erlebt. Machtspiele sind in Teams und<br />

Gruppen an der Tagesordnung. Da wird hinter dem eigenen<br />

Rücken getuschelt, eine trägt ihre Kränkung wie eine Anklage<br />

vor sich her oder alle verbünden sich gegen einen.<br />

In diesem Seminar lernen Sie, welche Funktionen solche Machtspiele<br />

in Gruppen haben, warum sie besonders häufig in sozialen<br />

Einrichtungen auftreten, woran Sie Machtspiele erkennen<br />

und wie Sie sie neutralisieren können. Am Ende des Seminars<br />

werden Sie klarer sehen und sich bei Machtauseinandersetzungen<br />

kompetenter positionieren können.<br />

Konkrete, praktische Alltagssituationen dienen als Anschauungsmaterial.<br />

Durch Fallanalysen werden die Machtstrukturen<br />

sichtbar gemacht. In Gesprächsübungen wird der kompetente<br />

Umgang damit trainiert.<br />

Termin Dienstag, 28. Juni 2011, 10 Uhr bis<br />

Mittwoch, 29. Juni 2011, 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 180,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent Klaus Brosius<br />

Diplom-Pädagoge, Supervisor DGSv,<br />

Trainer DAGG<br />

Zielgruppe alle interessierten Mitarbeiter / innen<br />

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen<br />

Kursnummer 112504<br />

Anmeldung bis 24. Mai 2011


Höflichkeit – wichtiger Teil der<br />

professionellen Kompetenz<br />

Oftmals entscheidet der erste Eindruck – unabhängig von der<br />

fachlichen Kompetenz –, ob ein Mensch Ihnen vertraut, ob er<br />

sich Ihnen anvertraut. Beim ersten Kontakt werden die Weichen<br />

für wechselseitige Akzeptanz und Kooperationsbereitschaft<br />

gestellt. Ihre persönliche Ausstrahlung hat eine entscheidende<br />

Bedeutung dabei, wie sich das Miteinander weiter gestaltet.<br />

Zu dieser Ausstrahlung zählen Höflichkeit und angemessene<br />

Umgangsformen. Diese können ein Gespräch, eine Begegnung<br />

mit Kund/innen und/oder Kolleg/innen positiv beeinflussen<br />

und unterstreichen Ihre fachliche Kompetenz.<br />

Inhalte<br />

– Rückblick: von „Knigge“ zu „von Metternich“,<br />

aktuelle Änderungen<br />

– „Do‘s und Tabus“<br />

– Rangfolgen: Wer grüßt zuerst? Wer reicht wem<br />

zuerst die Hand? Der Händedruck<br />

– Anredeform, Vorstellung, Bekanntmachen<br />

– Smalltalk mit Besucher/innen: willkommene und Tabuthemen<br />

– Besucher/innen Wertschätzung entgegenbringen,<br />

zeitgemäß mit Titeln umgehen<br />

– Korrektes Verhalten bei einem Trauerfall,<br />

angemessen kondolieren<br />

– Mit situationsgerechter Körpersprache Respekt signalisieren<br />

– Blickkontakt, Distanzzonen, der erste Eindruck<br />

– Kommunikation mit älteren Gesprächspartner/innen<br />

Methoden<br />

Anschauliche Demonstrationen und Übungen<br />

Termin Mittwoch, 6. Juli 2011, 9 bis 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 100,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 90,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent Karl Hermann Künneth<br />

Management-Trainer und Autor<br />

Zielgruppe Alle Mitarbeiter/innen, die ihre Kenntnisse<br />

über Umgangsformen in sozialen Berufen<br />

aktualisieren wollen<br />

Teilnehmerzahl maximal 14 Personen<br />

Kursnummer 112505<br />

Anmeldung bis 2. Juni 2011<br />

Umgang mit Gewissens-<br />

konflikten in helfenden Berufen<br />

Immer wieder treffen wir in helfenden Berufen Entscheidungen,<br />

die uns zweifeln lassen: „War das jetzt richtig? Hätte ich nicht<br />

doch anders handeln können oder müssen? Durfte ich das überhaupt<br />

mit meiner Ausbildung?“<br />

Solche Fragen entstehen oft in einem Spannungsfeld von unterschiedlichsten<br />

Ansprüchen<br />

– an sich selbst – mit den eigenen Überzeugungen,<br />

Werten und Motivationen<br />

– an die Qualität der eigenen Arbeit.<br />

Betreute und Angehörige haben ihre Vorstellungen davon, was<br />

„geleistet“ werden muss, wie Betreuer/innen zu sein haben.<br />

Dabei gibt der Rahmen Bedingungen vor, die immer auch<br />

Kompromisse erfordern, z. B. entsteht Mehrbelastung durch<br />

knappere Betreuungszeiten und Stellenkürzungen.<br />

Unser Handeln kann dem entsprechen, was wir als unser Wertegerüst<br />

vertreten, dann empfinden wir unser Tun als stimmig.<br />

Wir können aber auch an eine vorgegebene oder selbst gesetzte<br />

Grenze stoßen, sie möglicherweise sogar überschreiten, dann<br />

meldet sich unser schlechtes Gewissen.<br />

Mit dem komplexen und spannenden Phänomen des Gewissenskonflikts<br />

werden wir uns in diesem Seminar beschäftigen.<br />

In der Arbeit an konkreten Beispielen setzen wir uns mit<br />

folgenden Themen auseinander:<br />

– Ansprüche: meine eigenen und die der anderen<br />

– Welche Werte leiten mich?<br />

– Was ist das eigentlich: das Gewissen?<br />

– Erfahrung von Schuld, Übernahme von Verantwortung<br />

– Spannungsfelder in meinem beruflichen Handeln<br />

– Handeln im Kompromiss<br />

– Tun oder Lassen: Entstehung des Konflikts<br />

– Entscheidung und nachträgliche Reflexion<br />

– Ansprechen oder nicht?<br />

– Grenzen wahrnehmen, Grenzen setzen und<br />

nach außen vertreten<br />

– Verantwortung des/der Einzelnen und des Teams<br />

– Modell einer ethischen Fallbesprechung<br />

– Auswirkungen auf die Rahmenbedingungen<br />

Fortsetzung nächste Seite �<br />

101<br />

Zusammenarbeit – Mitarbeiter/innen<br />

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Zusammenarbeit – Mitarbeiter/innen<br />

Termin Donnerstag, 29. September 2011, 9.30 Uhr<br />

bis Freitag, 30. September 2011, 13 Uhr<br />

Die Veranstaltung endet am zweiten Tag<br />

mit dem Mittagessen.<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 140,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 120,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 42,– gesamt<br />

Dozentin Sigrid Kaindl-Pohl<br />

Diplom-Theologin, Supervisorin DGSv,<br />

Krankenhausseelsorgerin<br />

Zielgruppe alle interessierten Mitarbeiter/innen<br />

Teilnehmerzahl maximal 10 Personen<br />

Kursnummer 112506<br />

Anmeldung bis 26. August 2011<br />

Wichtige Steuertipps!<br />

§ Ausbildungskosten, d. h. Aufwendungen für den<br />

§<br />

Erwerb von<br />

102<br />

§<br />

Fortbildungskosten, d. h. Aufwendungen, die ein Arbeitnehmer<br />

leistet, um seine Kenntnisse und Fähigkeiten im ausgeübten<br />

Beruf zu erhalten oder zu erweitern, sind als Werbungskosten<br />

voll absetzbar.<br />

Kenntnissen, die als Grundlage für einen noch nicht aus-<br />

geübten Beruf notwendig sind, können als Sonderausgaben<br />

im Kalenderjahr abgesetzt werden.<br />

Selbstbewusst und souverän<br />

mit persönlichen Angriffen<br />

und Killerphrasen umgehen<br />

Auf jeden dummen Spruch eine kluge Antwort, auf jede ungerechte<br />

Kritik eine schlagfertige Erwiderung – das wäre traumhaft.<br />

Doch nur wenigen Menschen gelingt dies. Meist läuft es<br />

andersherum. Man wird durch eine Bemerkung gekränkt, sagt<br />

nichts und nach Stunden oder Tagen fällt einem ein, was man<br />

hätte erwidern sollen. Doch dann ist es zu spät.<br />

In zwei Tagen ein/e Meister/in der Schlagfertigkeit werden, das<br />

klappt nicht. Aber kompetenter und selbstbewusst mit persön-<br />

lichen Angriffen umgehen, das kann man lernen. Das Seminar<br />

ermöglicht Ihnen, Killerphrasen präzise zu erkennen und schnell<br />

zu neutralisieren, die eigene Meinung auf den Punkt zu bringen<br />

und dazu zu stehen.<br />

Mit Hilfe von Gruppen- und Einzelarbeit können Sie Ihre kommunikativen<br />

Fähigkeiten erweitern und sind damit fremden<br />

Angriffen weniger hilflos ausgeliefert. Sie treten selbstbewusster<br />

und offener auf, haben mehr Kontakt und können sich sicherer<br />

in sozialen Situationen bewegen.<br />

Termin Mittwoch, 19. Oktober 2011, 10 Uhr bis<br />

Donnerstag, 20. Oktober 2011, 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 180,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 160,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent Klaus Brosius<br />

Diplom-Pädagoge, Supervisor DGSv,<br />

Trainer DAGG<br />

Zielgruppe alle interessierten Mitarbeiter / innen<br />

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen<br />

Kursnummer 112507<br />

Anmeldung bis 16. September 2011


Zeitmanagement und<br />

effektive Arbeitstechniken<br />

im Sekretariat<br />

Das Sekretariat ist eine wichtige Schaltzentrale in jeder Einrichtung.<br />

Im Spannungsfeld zwischen Vorgesetzten, Kolleg/innen,<br />

Patient/innen und Besucher/innen werden unterschiedlichste<br />

Anforderungen an die Mitarbeiter/innen im Sekretariat gestellt.<br />

Es gehört zum Arbeitsalltag, mehrere Aufträge gleichzeitig zu erledigen:<br />

Das Telefon klingelt, der/die Chef/in verlangt nach einer<br />

Unterlage, eine Besprechung muss vorbereitet werden, ein/e<br />

Mitarbeiter/in hat eine dringende Bitte und ein/e Besucher/in<br />

steht mitten im Büro … – eine Situation, die wohl jede Sekretärin<br />

kennt.<br />

Das Seminar vermittelt sowohl verschiedene effektive Methoden<br />

des Zeitmanagements als auch Techniken, mit denen sich die<br />

vielfältigen Anforderungen an ein modernes Sekretariat noch<br />

besser bewältigen lassen. Die Teilnehmer/innen lernen zeitsparende<br />

Arbeitstechniken kennen und anwenden. Sie reflektieren<br />

ihren persönlichen Arbeitsstil und entwickeln ggf. Handlungs-<br />

alternativen.<br />

Ziel ist es, sich über die eigenen Grenzen Klarheit zu verschaffen<br />

und sie in angemessener Weise gegenüber anderen zu vertreten.<br />

Durch Organisation und Orientierung auf das Wesentliche<br />

sollen die Teilnehmerinnen lernen, den Arbeitsalltag realistisch<br />

und zufriedenstellend planen und gestalten zu können.<br />

Inhalte<br />

– ABC-Methode<br />

– Pareto-Prinzip<br />

– Analyse der individuellen Arbeitssituation<br />

– Organisation des Arbeitsumfeldes<br />

– Störfaktoren und Zeitdiebe<br />

– Nein sagen<br />

– Gedanken zum Thema Stress<br />

– Persönliche Handlungsstrategien entwickeln<br />

– Zeitbewusst arbeiten: Ziele und Prioritäten setzen<br />

– Techniken der Chefentlastung und Entscheidungs-<br />

vorbereitung<br />

Termin Montag, 28. März 2011, 9 bis 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 100,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 90,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin Barbara Bruns<br />

Bankkauffrau, Geschäftsführungsassistentin,<br />

Trainerausbildung, lizenzierte Trainerin für Umgangsformen,<br />

ausgebildete Imageberaterin<br />

Zielgruppe Sekretärinnen, Verwaltungsmitarbeiter/innen<br />

Teilnehmerzahl maximal 12 Personen<br />

Kursnummer 112601<br />

Anmeldung bis 20. Februar 2011<br />

Stärkenorientiert führen<br />

Potenziale von Mitarbeiter/innen erkennen<br />

und fördern<br />

Freude an der Arbeit und gute Ergebnisse hängen in hohem<br />

Maß davon ab, dass Menschen sich mit ihrer Aufgabe identifizieren<br />

und am richtigen Platz fühlen. Für Führungskräfte ist es<br />

deshalb wichtig, die Stärken ihrer Mitarbeiter/innen bewusst<br />

wahrzunehmen, richtig einzuschätzen und sie ihren Möglich-<br />

keiten und Zielen entsprechend einzusetzen.<br />

Folgende Fragen werden uns beschäftigen<br />

– Wie erkenne und beschreibe ich die Stärken<br />

meiner Mitarbeiter/innen?<br />

– Welche Methoden der Potenzialanalyse sind hilfreich?<br />

– Wie führe ich Gespräche stärken- und<br />

entwicklungs- statt defizitorientiert?<br />

– Wie motiviere ich Mitarbeiter/innen, die hinter<br />

ihren Möglichkeiten zurück bleiben?<br />

– Wie fördere ich Mitarbeiter/innen ihren Fähigkeiten<br />

und Wertvorstellungen entsprechend?<br />

– Wie schaffe ich Erfolgserlebnisse?<br />

Ziel ist es, Ihren Blick auf die Mitarbeiter/innen zu schärfen, Potenziale<br />

(neu) zu erkennen, zu fördern und beste Resultate zu<br />

erzielen.<br />

Methoden<br />

Impulsreferate, Einzel- und Gruppenarbeit, Übungen, Diskussion<br />

Termin Montag, 4. April 2011, 9.30 Uhr bis<br />

Dienstag, 5. April 2011, 16.30 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 200,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 180,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin Angelika Härlin<br />

Führungskräftetraining, Coaching, Mediation,<br />

lizensierter LIFO®-Analyst, TZI-diplomiert<br />

durch rci international<br />

Zielgruppe Führungskräfte<br />

Teilnehmerzahl maximal 14 Personen<br />

Kursnummer 112602<br />

Anmeldung bis 2. März 2011<br />

103<br />

Organisation – Wirtschaft – Recht – Führung<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

Organisation – Wirtschaft – Recht – Führung<br />

Die Sekretärin als Mittlerin<br />

im Spannungsfeld vielfältiger<br />

Erwartungen<br />

Das Sekretariat ist eine wichtige Schalt- und Kommunikationszentrale<br />

in jeder Einrichtung. Im Spannungsfeld zwischen Vorgesetzten,<br />

Kolleg/innen, zu betreuenden Personen und Besucher/<br />

innen werden an die Mitarbeiterinnen im Sekretariat unterschiedliche<br />

Anforderungen gestellt. Es gehört zum Arbeitsalltag,<br />

mehrere Aufträge gleichzeitig zu erledigen.<br />

Eine der anspruchvollsten Aufgaben im Sekretariat stellt wohl<br />

die Funktion als Mittlerin zwischen Mitarbeiter/innen, Kolleg/innen<br />

und Vorgesetzten dar. Oft erzählen Mitarbeiter/innen der<br />

Sekretärin Wünsche, Vorstellungen und Beschwerden, die diese<br />

„auf keinen Fall“ weitererzählen dürfe und „schon gar nicht<br />

dem Chef“. Gleichzeitig wird aber erwartet, dass die Sekretärin<br />

es schon irgendwie schafft, diese Informationen entsprechend<br />

„abzusetzen“, ohne dass der/die Mitarbeiter/in involviert wird<br />

oder in einem schlechten Licht erscheint.<br />

Ebenso erwarten viele Vorgesetzte, dass ihre Sekretärin es ihnen<br />

sicherlich erzählt, wenn es irgendwo brennt. Eine fast unlösbare<br />

Aufgabe, denn die Frage der Loyalität ist dabei nur ein Aspekt.<br />

Es geht auch um Vertrauen, Verschwiegenheit, Hilfsbereitschaft<br />

und darum, das Wohl der Einrichtung zu bedenken.<br />

Das Seminar bietet Anregungen, wie ein überzeugender<br />

Eindruck in Gesprächen erzielt wird und eine kooperative<br />

Atmosphäre im Sekretariat geschaffen werden kann.<br />

Die Teilnehmerinnen reflektieren Situationen und erhalten<br />

die Chance, ihr individuelles Gesprächs- und Teamverhalten<br />

zu optimieren.<br />

Inhalte<br />

– Grundlagen der Kommunikation<br />

– Offene und verdeckte Kommunikation<br />

– Grundsätze der Überzeugung<br />

– Selbstbild – Fremdbild<br />

– Feedback geben<br />

– Reflexion der eigenen Stellung<br />

– Rolle und Verhalten im Team<br />

104<br />

Termin Montag, 11. April 2011, 9 bis 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 100,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 90,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin Barbara Bruns<br />

Bankkauffrau, Geschäftsführungsassistentin,<br />

Trainerausbildung, lizenzierte Trainerin für Umgangsformen,<br />

ausgebildete Imageberaterin<br />

Zielgruppe Sekretärinnen<br />

Teilnehmerzahl maximal 12 Personen<br />

Kursnummer 112603<br />

Anmeldung bis 8. März 2011


Arbeiten für mehrere Chefs<br />

und Mitarbeiter/innen<br />

Für mehrere Vorgesetzte und/oder Mitarbeiter/innen zu arbeiten,<br />

stellt eine große Herausforderung dar. Man muss Multitaskingfähig<br />

sein. Der Arbeitsalltag ist geprägt von genauester Zeit-<br />

planung, parallel laufenden Projekten, mehreren Arbeitsbühnen<br />

und vor allem dem Umgang mit den unterschiedlichsten Persönlichkeiten.<br />

Meist wollen alle gleichzeitig etwas – hier ist Menschenkenntnis<br />

und Fingerspitzengefühl genauso gefragt wie die fachliche Kompetenz<br />

und ein souveränes Zeit- und Prioritätenmanagement.<br />

Im Seminar arbeiten wir u. a. an folgenden Fragen:<br />

– Wie lässt sich professionell mit den unterschiedlichen Denk-<br />

und Arbeitsweisen anderer umgehen?<br />

– Wie kann man Durchsetzungs- mit Einfühlungsvermögen<br />

kombinieren?<br />

– Wer informiert wen über was?<br />

– Wie kann man im Team klare Aufgaben definieren und<br />

wie funktioniert wertschätzendes Feedback?<br />

Inhalte<br />

– Effektive Planungsinstrumente<br />

– Prioritätensetzung<br />

– Unterschiedliche Cheftypen und Führungsstile<br />

– Voraussetzungen für funktionierende Teamarbeit<br />

– Grundlagen gelingender Kommunikation<br />

Termin Dienstag, 12. April 2011, 9 bis 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 100,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 90,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin Barbara Bruns<br />

Bankkauffrau, Geschäftsführungsassistentin,<br />

Trainerausbildung, lizenzierte Trainerin für Umgangsformen,<br />

ausgebildete Imageberaterin<br />

Zielgruppe Sekretärinnen<br />

Teilnehmerzahl maximal 12 Personen<br />

Kursnummer 112604<br />

Anmeldung bis 9. März 2011<br />

Gestern Kolleg / in –<br />

heute Vorgesetzte / r<br />

Wenn Sie aus dem Kreis der Kolleg / innen in die Rolle der / des<br />

Vorgesetzten aufsteigen, dann geschieht dies auf der Basis<br />

bereits existierender Arbeitsbeziehungen. In der neuen Rolle<br />

werden Sie nun mit den Erwartungen und Wünschen derjenigen<br />

konfrontiert, die eben noch Ihre Kolleg / innen waren. Um diesen<br />

Rollenwechsel gut zu bewältigen, benötigen Sie ein fundiertes<br />

Verständnis für die damit verbundenen Herausforderungen.<br />

Ihr Nutzen<br />

In der Fortbildung<br />

– reflektieren Sie Ihren Standort zwischen Kollegialität und<br />

Loyalität, zwischen Nähe und Distanz,<br />

– erhalten Sie Hilfestellung, um Ihre neue Rolle und die damit<br />

verbundenen Arbeitsbeziehungen zu Mitarbeiter / innen,<br />

Kolleg / innen und der / dem eigenen Vorgesetzten bewusst<br />

zu gestalten,<br />

– lernen Sie verschiedene Ebenen der Zusammenarbeit und<br />

Steuerungsmodelle dieser Zusammenarbeit kennen,<br />

– werden Sie sensibilisiert für Fallstricke und Beziehungsfallen<br />

und trainieren den Umgang damit.<br />

Methoden<br />

Fallbearbeitung, Erfahrungsaustausch, Referat, Kleingruppen-<br />

und Einzelarbeit, praktische Übungen<br />

Termin Mittwoch, 13. April 2011, 9.30 Uhr bis<br />

Donnerstag, 14. April 2011, 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 200,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 180,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent Ludwig Mürbeth<br />

Diplom-Pädagoge, Supervisor (DGSv),<br />

Organisationsberater,<br />

Trainer bei Führungskräfteseminaren,<br />

Paar- und Familientherapeut (DGSF)<br />

Zielgruppe alle, die an ihrer bisherigen Arbeitsstelle<br />

Leitungskraft werden wollen oder bereits seit<br />

kurzem sind, die sicherer werden wollen in<br />

der Gestaltung ihrer Leitungsrolle und der Erfüllung<br />

ihrer Aufgaben, die ihre persönlichen<br />

Leitungskompetenzen reflektieren, trainieren<br />

und erweitern möchten<br />

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen<br />

Kursnummer 112605<br />

Anmeldung bis 10. März 2011<br />

105<br />

Organisation – Wirtschaft – Recht – Führung<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

Organisation – Wirtschaft – Recht – Führung<br />

Rhetorik und Präsentation<br />

Schlagartig schlagfertig und dabei stressfrei<br />

zum Redeerfolg<br />

Wir beschäftigen uns intensiv mit den Fragen: Wie kann ich andere<br />

Menschen überzeugen? Wie finde ich Spaß am Reden und<br />

Freude an einer schlüssigen Argumentation? – Der sprachliche<br />

Ausdruck, die stimmliche und gestische Ausführung, die persönliche<br />

Präsenz und die Interaktion mit dem Publikum sind neben<br />

dem Inhalt die entscheidenden rhetorischen Fähigkeiten, um die<br />

eigene Überzeugung zu vermitteln. Kommunikative Kompetenz,<br />

Einfühlungsvermögen und eine natürliche Autorität sichern die<br />

gesteigerte Aufmerksamkeit beim Publikum und den gekonnten<br />

Auftritt. Wichtig sind die methodischen Feinheiten, wie die<br />

Bedeutung und Wirkung von Spannungspausen, der Einsatz von<br />

„key words“ zur Vermittlung der Botschaften und der bewusste<br />

Umgang mit der Stimme. Die Übereinstimmung zwischen Körpersprache<br />

und verbaler Sprache ergänzt den überzeugenden<br />

Auftritt. Eine zuhörerorientierte Präsentation wird unterstützt<br />

vom gekonnten Einsatz der Visualisierungstechniken.<br />

Das Seminarziel ist ein selbstsicheres, eloquentes öffentliches<br />

Auftreten ohne Lampenfieber.<br />

Seminarinhalte<br />

– Grundlagen der Redetechniken, Aufbau und Gestaltung<br />

eines Vortrags, Aufbau eines Manuskripts<br />

– Einsatz von Argumentationstechniken und<br />

rhetorischen Mitteln – mit Übungen<br />

– Sprechanalyse: Atemtechnik, Wortstrukturen, Pausentechnik,<br />

Sprechtempo, Aussprache – mit Übungen<br />

– Analyse der Körpersprache: Informationsvorlauf, Mimik, Blickkontakt,<br />

Gestik, Körperhaltung, Störfaktoren – mit Übungen<br />

– Präsentation: Aufbau, Vorbereitung, Visualisierung<br />

– Moderation von Gruppendiskussionen<br />

– Schlussrede mit Analyse und Tipps<br />

Termin Montag, 2. Mai 2011, 9.30 Uhr bis<br />

Dienstag, 3. Mai 2011, 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 200,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 180,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin Gabriele Reichold<br />

Diplom-Soziologin, Kommunikationstrainerin,<br />

Lehrbeauftragte an der FH München und<br />

Weihenstephan für Rhetorik, Präsentation<br />

und Konfliktmanagement<br />

Zielgruppe alle interessierten Mitarbeiter/innen<br />

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen<br />

Kursnummer 112606<br />

Anmeldung bis 1. April 2011<br />

106<br />

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz<br />

(AGG)<br />

in der betrieblichen Praxis<br />

Das auf europäischen Richtlinien beruhende Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz<br />

(AGG) ist nunmehr seit vier Jahren in Kraft.<br />

Der Arbeitgeber hat danach die Pflicht, Benachteiligungen aus<br />

Gründen der „Rasse“, der ethnischen Herkunft, des Geschlechts,<br />

der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des<br />

Alters oder der sexuellen Identität durch geeignete Maßnahmen<br />

zu verhindern oder zu beseitigen. So soll der Arbeitgeber u. a.<br />

in geeigneter Art und Weise auf die Unzulässigkeit solcher<br />

Benachteiligungen hinweisen und darauf hinwirken, dass diese<br />

unterbleiben. Der Hinweis soll insbesondere im Rahmen der beruflichen<br />

Aus- und Fortbildung erfolgen. Das Benachteiligungsverbot<br />

wirkt sich auf nahezu alle Bereiche der Personalarbeit<br />

aus. Wie kann eine Stellenanzeige „diskriminierungsfrei“ formuliert<br />

werden? Welche Fragen sind im Bewerbungsgespräch<br />

zulässig? Welche Auswahlkriterien müssen bei innerbetrieb-<br />

lichen Beförderungs-, Versetzungs- und Trennungsentscheidungen<br />

zugrunde gelegt werden, wenn sie gerichtlichen Über-<br />

prüfungen standhalten sollen?<br />

Die vorgesehene Veranstaltung zielt darauf, Mitarbeiter/innen<br />

mit den rechtlichen Rahmenbedingungen vertraut zu machen.<br />

Anhand von praxisnahen Beispielen und ersten Urteilen aus der<br />

Rechtsprechung wird der Umgang mit schwierigen betrieblichen<br />

Situationen dargestellt und erläutert.<br />

Inhalte<br />

– Der Anwendungsbereich des AGG<br />

– Die geschützten Personengruppen<br />

– Das gesetzliche Verbot diskriminierenden Verhaltens<br />

nach dem AGG<br />

– Was ist eine Diskriminierung? Unmittelbare und mittelbare<br />

Diskriminierung, Belästigung, sexuelle Belästigung<br />

– Diskriminierungsmerkmale und ihre Definition:<br />

„Rasse“, ethnische Herkunft, Geschlecht, Religion,<br />

Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexuelle Identität<br />

– Wann ist eine Ungleichbehandlung dennoch zulässig?<br />

– Rechtsfolgen bei Verstößen gegen das Benachteiligungs-<br />

verbot<br />

– Zur Haftung des Arbeitgebers:<br />

Schmerzensgeld und Schadensersatz<br />

– Das Recht der Leistungsverweigerung<br />

– Die betriebliche Beschwerdestelle<br />

– Entschädigungsklagen von Betroffenen<br />

– Handlungsmöglichkeiten für die Personalvertretungen<br />

und für Verbände<br />

Fortsetzung nächste Seite �


Ihr Nutzen<br />

– Sie erhalten einen systematischen Überblick über den Inhalt<br />

und die Konsequenzen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes.<br />

– Anhand konkreter Praxisfälle erhalten Sie Handlungs-<br />

anleitungen zur Vermeidung von diskriminierungsrechtlichen<br />

Risiken.<br />

– Sie können individuelle Fragen direkt mit der Referentin klären.<br />

Methoden<br />

Vortrag, Besprechung und Diskussion von Fallbeispielen aus<br />

der Praxis, Beantwortung von Einzelfragen und Beratung bei<br />

Zweifelsfällen<br />

Termin Montag, 2. Mai 2011, 10 bis 12 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 60,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 50,–)<br />

zuzüglich Pausenverpflegung E 6,– / Tag<br />

Zielgruppe Arbeitnehmer/innen aus allen Unternehmensbereichen<br />

Dozentin Astrid Wellhöner, LL.M.Eur.,<br />

Rechtsanwältin und Fachanwältin für Arbeitsrecht,<br />

Partnerin RP RICHTER & PARTNER,<br />

Tätigkeitsschwerpunkte: Beratung von<br />

in- und ausländischen Unternehmen bei allen<br />

Fragen des individuellen und kollektiven Arbeitsrechts,<br />

Vertretung von Führungskräften<br />

bei Abschluss, Sicherung und Beendigung<br />

ihrer Dienstverhältnisse sowie die bundesweite<br />

Prozessvertretung in arbeitsgericht-<br />

lichen Verfahren in allen Instanzen<br />

Teilnehmerzahl maximal 25 Personen<br />

Kursnummer 112607<br />

Anmeldung bis 1. April 2011<br />

Grundlagen der AVR und<br />

AVR neu<br />

Die Richtlinien für Arbeitsverträge in den Einrichtungen des<br />

Deutschen Caritasverbands (AVR) sind Handlungs- und Vergütungsgrundlage<br />

für mehr als 500 000 Mitarbeitende der Caritas<br />

in Deutschland. Der Dozent vermittelt Ihnen praxisnah und alltagstauglich<br />

wesentliche AVR-spezifische Grundlagen, Rechte<br />

und Pflichten sowie die besonderen Rahmenbedingungen kirchlich<br />

geprägter Arbeitsverhältnisse.<br />

Inhalte<br />

Das Arbeitsverhältnis<br />

Beginn; Begründung; Befristung (Teilzeit- und Befristungsgesetz);<br />

Probezeit (Beurteilung); Rechte und Pflichten; Umsetzung<br />

und Versetzung; Beendigung: ordentliche und außerordentliche<br />

Kündigung, Aufhebungsvertrag, sonstige Beendigungstatbestände<br />

Die Vergütung – wofür werde ich bezahlt?<br />

Grundsätze zu Eingruppierung auf der Grundlage von Tätigkeitsmerkmalen;<br />

Umgruppierung, Bewährungsaufstieg, Tätigkeitsaufstieg;<br />

Regelvergütung, Kinderzulage, Überleitungs- und Besitzstandsregelungen,<br />

Konkurrenzregelungen; Festlegung der Regel-<br />

vergütungsstufen bei Neueinstellungen von Berufsanfänger/in-<br />

nen und berufserfahrenen Mitarbeiter/innen; Mitbestimmungs-<br />

regelungen bei der Vergütung, insbesondere bei der Erstfest-<br />

setzung der Regelvergütungsstufen mit Blick auf die aktuelle<br />

Rechtsprechung; Vergütung der geringfügig Beschäftigten;<br />

Leistungsvergütung, Stellenzulagen; Wechselschicht- und<br />

Schichtzulagen; Zeitzuschläge; Überstunden- und Mehrarbeitsvergütung;<br />

Weihnachtszuwendung und Urlaubsgeld; Bezüge bei<br />

Arbeitsunfähigkeit und Urlaub; Krankenlohn- und Urlaubslohnaufschlag;<br />

Sachbezüge; Vergütung bei Teilzeitbeschäftigung;<br />

übertarifliche Vergütung<br />

Die Arbeitszeit<br />

wöchentliche regelmäßige durchschnittliche Arbeitszeit; Regelungen<br />

bei Teilzeitbeschäftigung; Mehrarbeit und Überstunden;<br />

Formen des Bereitschaftsdienstes; Direktionsrecht und Mit-<br />

bestimmung; Arbeitszeitschutz; Erholungsurlaub und Arbeits-<br />

unfähigkeit<br />

Sie erhalten praxisgerechte Informationen und Hilfestellungen,<br />

die Sie als Mitarbeitende/r mit oder ohne Führungsverant-<br />

wortung alltagstauglich einsetzen und nutzen können.<br />

Fortsetzung nächste Seite �<br />

107<br />

Organisation – Wirtschaft – Recht – Führung<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


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Organisation – Wirtschaft – Recht – Führung<br />

Termin Donnerstag, 5. Mai 2011, 9 bis 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 100,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 90,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent Michael Schellenberger<br />

Jurist und Personalleiter des Caritasverbands<br />

der Erzdiözese München u. Freising e.V. ,<br />

verantwortet dort für mehr als 7000 Mitarbeitende<br />

die Umsetzung dieser Rechtsmaterie<br />

Zielgruppe alle interessierten Mitarbeiter/innen<br />

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen<br />

Kursnummer 112608<br />

Anmeldung bis 2. April 2011<br />

108<br />

Die stellvertretende Leitung –<br />

ein Balanceakt zwischen Team<br />

und Leitung<br />

Als stellvertretende Leitung ist man nicht mehr „nur Mitarbeiter/<br />

in“, hat aber auch den Status der „Nichtleitung“. So sitzt man<br />

schnell zwischen allen Stühlen. Es stellen sich eine Reihe von<br />

Fragen, die bearbeitet und beantwortet werden wollen:<br />

– Was sind meine Aufgaben?<br />

– Wie verändern sich die Beziehungen zu den Kolleg/innen<br />

und zur Leitung mit dem Rollenwechsel und wie gehe ich<br />

damit um?<br />

– Worin könnten Fallstricke bestehen und wie meide ich sie?<br />

– Wie finde ich meine Rolle als stellvertretende Leitung?<br />

Ziele<br />

– Rollenwechsel, Rollenkonflikte, Rollensicherheit –<br />

mehr Klarheit darüber, wie weit Sie gehen können<br />

– Den eigenen Weg zwischen Kollegialität und Autorität finden<br />

– Entscheidungen treffen, mittragen und nachvollziehbar<br />

vermitteln<br />

Methoden<br />

Praxisorientierter Trainer-Input, Einzel- und Kleingruppenarbeit,<br />

Übungen, Bearbeitungen von Praxisfällen aus dem Seminar<br />

Termin Montag, 9. Mai 2011, 9.30 Uhr bis<br />

Dienstag, 10. Mai 2011, 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 200,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 180,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent Ludwig Mürbeth<br />

Diplom-Pädagoge, Supervisor (DGSv),<br />

Organisationsberater,<br />

Trainer von Führungskräfteseminaren<br />

Paar- und Familientherapeut (DGSF)<br />

Zielgruppe Stellvertretende Leitungen aus allen Bereichen,<br />

Mitarbeiter/innen, die sich auf die Rolle<br />

der stellvertretenden Leitung vorbereiten<br />

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen<br />

Kursnummer 112609<br />

Anmeldung bis 4. April 2011


Leiten wird leicht schwer –<br />

Umgang mit schwierigem<br />

Mitarbeiterverhalten<br />

Die größte Herausforderung für Leitungskräfte stellt die Auseinandersetzung<br />

mit einem schwierigen Verhalten von Mitarbeiter/<br />

innen dar:<br />

– wenn die Leistung einer sehr guten Mitarbeiterin/eines sehr<br />

guten Mitarbeiters im letzten halben Jahr spürbar nachgelassen<br />

hat,<br />

– wenn die Kompetenzen der Mitarbeiterin/des Mitarbeiters<br />

nicht ausreichen oder er/sie mit seinem Potential an seine<br />

Grenzen stößt,<br />

– wenn es an der Motivation hapert oder der/die Mitarbeiter/in<br />

„im Widerstand“ ist<br />

Hier ist schnelles und überlegtes Handeln von Seiten der<br />

Leitungskraft gefragt.<br />

Ziele<br />

– Die individuelle Handlungssicherheit im Umgang<br />

mit schwierigem Mitarbeiterverhalten erweitern<br />

– Sicherheit im Erkennen von möglichen Ursachen des<br />

Leistungsabfalls einer Mitarbeiterin/eines Mitarbeiters<br />

erlangen<br />

– Geeignete Führungsinstrumente anwenden lernen<br />

– Mehr Sicherheit in der Leitungsrolle gewinnen<br />

Methoden<br />

Praxisorientierter Trainer-Input, Einzel- und Kleingruppenarbeit,<br />

Fallbearbeitungen von Praxisfällen aus dem Seminar<br />

Termin Montag, 23. Mai 2011, 9.30 Uhr bis<br />

Dienstag, 24. April 2011, 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 200,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 180,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent Ludwig Mürbeth<br />

Diplom-Pädagoge, Supervisor (DGSv),<br />

Organisationsberater,<br />

Trainer von Führungskräfteseminaren,<br />

Paar- und Familientherapeut (DGSF)<br />

Zielgruppe Leitungskräfte mit Personalverantwortung,<br />

die ihre Handlungssicherheit im Umgang mit<br />

schwierigem Mitarbeiterverhalten erhöhen<br />

möchten<br />

Teilnehmerzahl maximal 16 Personen<br />

Kursnummer 112610<br />

Anmeldung bis 20. April 2011<br />

Arbeitsrecht und<br />

die Rolle der Gruppenleitung<br />

Darf ich als Gruppenleiter / in eine / n Mitarbeiter / in am dienstplanfreien<br />

Tag zum Dienst holen? Was tun, wenn sich zwei<br />

Kolleg/innen nicht über die Urlaubsplanung einigen können?<br />

„Jetzt reicht’s, die Leitung soll für X eine Abmahnung schreiben!“<br />

Und …?<br />

Wie sage ich es der / dem Mitarbeitenden? In welcher Rolle oder<br />

in welcher Zwickmühle stecke ich als Vorgesetzte / r und / oder<br />

Kolleg / in und wie gehe ich damit um?<br />

In dieser Veranstaltung erhalten Sie Handlungsempfehlungen<br />

zu schwierigen Fragen in der Praxis direkter Mitarbeiterführung.<br />

Nach einer Einführung in aktuelle Arbeitsrechtsfragen werden<br />

konkrete arbeitsrechtliche Fälle und Fragen bearbeitet und<br />

die Rollenkonflikte von Gruppenleiter / innen in den jeweiligen<br />

Situationen geklärt. Wie findet das Kommunizieren schwieriger<br />

Nachrichten an Mitarbeiter / innen statt und wie sollte es<br />

ab laufen?<br />

Ausgangsthemen<br />

– Arbeitsrecht aktuell<br />

– Rollen einer Führungskraft<br />

– Wie sage ich’s dem / der schwierigen Kolleg / in und<br />

dem Team?<br />

– Fair und konsequent: arbeitsrechtliche Schritte im Alltag und<br />

in der Ausnahmesituation<br />

Termin Donnerstag, 26. Mai 2011, 9 bis 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 100,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 90,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent Wolfgang Spitzauer<br />

Diplom-Soziologe, Personal- und<br />

Organisationsentwickler, Personalleiter<br />

des Diakonischen Werkes Traunstein<br />

Zielgruppe Mitarbeiter / innen mit direkter Führungsverantwortung,<br />

Gruppenleiter / innen<br />

Teilnehmerzahl maximal 18 Personen<br />

Kursnummer 112611<br />

Anmeldung bis 22. April 2011<br />

109<br />

Organisation – Wirtschaft – Recht – Führung<br />

| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |


| Organisatorisches | Dozent/innen | Tagen & Übernachten | Besondere Veranstaltungen | Fortbildungen | Fachweiterbildungen | Ausbildungen | Übersicht | Inhalt |<br />

Organisation – Wirtschaft – Recht – Führung<br />

Dienstplangestaltung<br />

und Arbeitszeitgesetz<br />

für Gruppenleiter / innen<br />

Dienstpläne werden in Absprache mit den Mitarbeiter / innen<br />

geschrieben. Oft / meist ist dies sinnvoll und geschieht zu Recht,<br />

doch dabei kommt es auch häufig zu Konflikten. Zwei Kolleg / innen<br />

können sich nicht über die Urlaubsplanung einigen – was<br />

tun? Darf ein / e Mitarbeiter / in eingesetzt werden, der / die eigentlich<br />

frei hätte? Welche Dienste werden ab wann, wie lang,<br />

mit welchen Abständen und durch wen festgesetzt? Wird eine<br />

Person allein für eine Aufgabe vorgesehen oder nur mit …? –<br />

Wo sind die Grenzen der Planbarkeit? Welche Spielräume gibt<br />

es? Was ist absolut verboten?<br />

Diese und weitere Fragen aus der Praxis der Dienstplan-<br />

gestaltung werden bearbeitet und dabei mit dem Arbeitszeitgesetz<br />

abgeglichen.<br />

Ausgangsthemen<br />

– Das Arbeitszeitgesetz<br />

– Dienstpläne – Schichten – Bereitschaften<br />

– Ausnahmen – Spielräume – Kontrollen<br />

– Was heißt denn Flexibilität?<br />

– Aktuelles – Veränderungen – Zukunftsentwicklungen:<br />

Worauf sollte man sich einstellen?<br />

Termin Freitag, 27. Mai 2011, 9 bis 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 100,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 90,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent / in Wolfgang Spitzauer<br />

Diplom-Soziologe, Personal- und<br />

Organisationsentwickler, Personalleiter<br />

des Diakonischen Werkes Traunstein<br />

110<br />

Silvia Kanamüller<br />

Betriebswirtin, Referentin für Arbeitszeit und<br />

Arbeitsrecht im Franziskuswerk <strong>Schönbrunn</strong><br />

Zielgruppe Mitarbeiter / innen mit direkter Führungsverantwortung,<br />

Gruppenleiter / innen<br />

Teilnehmerzahl maximal 20 Personen<br />

Kursnummer 112612<br />

Anmeldung bis 23. April 2011<br />

Das Sozialgesetzbuch –<br />

Bücher I – XII<br />

Wichtige Regelungen für die Behindertenhilfe<br />

Alle Bücher des Sozialgesetzbuches enthalten Vorschriften, die<br />

für Menschen mit Behinderung von großer Bedeutung sind. Anhand<br />

aktueller Rechtsprechung wird ein Überblick über die für<br />

die Praxis in der Behindertenhilfe wichtigsten Bestimmungen in<br />

den zwölf Büchern des Sozialgesetzbuchs gegeben.<br />

Folgende Inhalte sind u. a. Thema der Fortbildung<br />

– Aufbau und Systematik des Sozialgesetzbuchs und<br />

ergänzender Rechtsverordnungen<br />

– Leistungen der Krankenversicherung (SGB V)<br />

– Leistungen der Rentenversicherung (SGB VI)<br />

– Rehabilitations- und Teilhabeleistungen (SGB IX)<br />

– Leistungen der Pflegeversicherung (SGB XI)<br />

– Hilfe zum Lebensunterhalt nach SGB II und SGB XII<br />

– Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung (SGB XII)<br />

– Eingliederungshilfe (SGB XII und Eingliederungshilfe-<br />

verordnung)<br />

– Einsatz von Einkommen und Vermögen des Leistungsberechtigten<br />

und unter Umständen von unterhaltsverpflichteten<br />

Angehörigen<br />

Methode<br />

Vortrag, Kleingruppenarbeit<br />

Termin Montag, 6. Juni 2011, 9 bis 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 100,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 90,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozentin Konstanze Riedmüller<br />

Rechtsanwältin, Vorstand „Landesverband<br />

für körper- und mehrfachbehinderte<br />

Menschen e.V.“<br />

Zielgruppe Mitarbeiter/innen aus allen Bereichen<br />

der Behindertenhilfe<br />

Teilnehmerzahl maximal 25 Personen<br />

Kursnummer 112613<br />

Anmeldung bis 4. Mai 2011


Rechtliche Verfügungen<br />

am Lebensende<br />

Seit dem 1. September 2009 gibt es in Deutschland ein Gesetz<br />

zur Patientenverfügung. Damit wurde lediglich bestätigt, was<br />

ohnehin bereits gängige Praxis war.<br />

Liegt keine Patientenverfügung vor, ist die/der rechtliche Ver-<br />

treter/in (Betreuer/in oder Bevollmächtigte/r) verpflichtet, den<br />

mutmaßlichen Willen der/des Betroffenen zu eruieren. Mit<br />

der/dem behandelnden Ärztin/Arzt muss die/der rechtliche Vertreter/in<br />

besprechen, ob indizierte Therapiemaßnahmen dem<br />

(mutmaßlichen) Willen der/des Patient/in entsprechen.<br />

Solche Stellvertreterentscheidungen sind oft schwierig herbei-<br />

zuführen und stellen eine Herausforderung für ein multi-<br />

professionelles Betreuungsteam dar. Denn schließlich geht es<br />

auch darum, einem Menschen am Lebensende unnötige Klinikaufenthalte<br />

zu ersparen und ihm ein Sterben in Würde zu<br />

ermöglichen.<br />

Inhalte<br />

– Patientenverfügung<br />

– Behandlungsentscheidung bei<br />

einwilligungsunfähigen Menschen<br />

– Notfallplanung<br />

– Flüssigkeitszufuhr und Ernährung am Lebensende<br />

Termin Mittwoch, 8. Juni 2011, 9 bis 17 Uhr<br />

Ort Akademie <strong>Schönbrunn</strong>, Gut Häusern<br />

Verbindliche Kursgebühr E 100,–<br />

Kosten (für FWS-Mitarbeiter / innen E 90,–)<br />

zuzüglich Tagesverpflegung E 24,– / Tag<br />

Dozent Hans Steil<br />

Gesundheits- und Krankenpfleger, Palliativfachkraft,<br />

Ambulanter Hospiz- und Palliativberatungsdienst,<br />

Palliativ-Geriatrischer Dienst<br />

Christophorus Hospiz Verein e.V.<br />