Download Ausgabe September - November 2007 - Spix eV

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Download Ausgabe September - November 2007 - Spix eV

Die Vereinszeitung der

Sozialpsychiatrischen Initiative Xanten

2. Jahrgang - Ausgabe 7 vom 01. September 2007 - Geschäftsstelle Wesel - Tel. 0281/16333-0

Spix Spix Spix Spix auf auf auf auf Ihrem Ihrem Ihrem Ihrem Weg Weg Weg Weg

Am 26.09.07 ist es endlich soweit…

…in der Marsstraße 70 in Xanten

wird Spix das neue SPZ ( Sozialpsychiatrisches

Zentrum ) eröffnen.

Mit dem Umzug unseres bisherigen

SPZ aus der Marsstraße 40 - 42 in

die neuen Räumlichkeiten wird das

Angebot für Menschen mit seelischen

Problemen sowie für deren

Angehörige und Freunde deutlich

vergrößert.

Die offizielle Eröffnung findet am

27.09.2007 im Rahmen einer öffentlichen

Veranstaltung statt.

Lesen Sie in dieser „Spix-Info“:

Eröffnung SPZ Xanten S. 1-2

Tagesstruktur im

Haus Vivaldi S. 2

FF SPZ S. 4-5

FF Alia S. 6

Angebote / Termine

Adressen / Telefonliste S. 8-10

Arbeit der PSAG S. 11

Krankheitsbild der Sucht S. 12-13

Neues aus der

Angehörigengruppe S. 14

„Stolze Eltern…“ S. 16

Was verbirgt sich hinter einem

SozialPsychiatrischem Zentrum?

Nun als erstes ist es eine Anlaufstelle

für alle, die mit seelischen

Problemen zu kämpfen haben, die

unter Ängsten leiden, die im Zuge

ihrer seelischen Beeinträchtigung

einen Wohnplatz oder gegebenenfalls

einen speziellen Arbeitsplatz

benötigen.

Auch Angehörige und Freunde, die

Informationen brauchen oder

Gruppenangebote suchen, haben

hier eine Anlaufstelle. Hier finden

alle ein offenes und professionell

geschultes Ohr, erst einmal ganz

anonym. Wer nicht möchte, braucht

seinen Namen nicht zu sagen. Später,

wenn eine Vertrauensbasis aufgebaut

ist, folgen konkrete Hilfsangebote.

Alles ist immer individuell

auf den Einzelnen zugeschnitten.

In erster Linie werden Hilfen angeboten,

die ein möglich eigenverantwortliches

und selbstbestimmtes

Leben in der Gemeinde Xanten ermöglichen.

Geöffnet hat das SPZ von Montag

bis Freitag mit den verschiedensten

Angeboten. Genaueres entnehmen

Sie unserer Broschüre, den Tageszeitungen

oder unserer Homepage

www.spix-ev.de.

Natürlich sind auch diejenigen Mitbürgerinnen

und Mitbürger eingeladen,

die sich über seelische Krankheiten

informieren möchten. Im Umkehrschluss

suchen wir auch Bürgerhelferinnen

und –helfer, die uns

bei unserer Arbeit unterstützen wollen,

die z.B. unter unserer Anleitung

eigene Freizeit und Sportangebote

für unsere Klienten anbieten wollen.

Geöffnet für Klienten, Besucher und

Angehörige sind die neuen Räumlichkeiten

ab dem 01.10.2007.

Der Eingang ist ebenerdig und somit

absolut niederschwellig, eben

für jeden erreichbar. Die Front liegt

an der Marsstraße, ist für alle Bürger

gut erkennbar und somit integrativer

Bestandteil der Angebote

für die Xantener Bürgerinnen und

Bürger.

Kostenlose Informationsschrift für Klienten und Mitarbeiter sowie Interessierte am unteren Niederrhein

einzusehen auch unter www.Spix-ev.de


01. September Internes Spix-Info - Seite 2

Fortsetzung „Spix auf Ihrem Weg“

Trotzdem ist die Anonymität des Einzelnen gewahrt; Aufgrund der aufgebrachten Fensterfolie können die Nutzer und

Besucher rausschauen, von außen ist es aber nicht einsehbar. Wer das Haus gänzlich anonym betreten möchte, kann

über den Hof/Garten (Mühlenbergstraße) ins SPZ kommen. Hier gibt es auch Parkmöglichkeiten für Spixbesucher.

Das Haus selbst ist Eigentum von Spix und wurde in den oberen Stockwerken mit drei Mietwohnungen ausgebaut.

Zwei der Wohnungen sind mit etwas über 40 qm für Einzelpersonen geeignet. Jeweils eine Wohnküche, ein Schlafraum,

Dusche und WC sind neu, schön und hell umgebaut worden. Eine Wohnung hat zudem noch eine große Terrasse.

Unter dem Dach wurde eine wunderschöne 62 qm große Wohnung mit zwei Zimmern (Wohnküche und Dusche/

WC) eingebaut. Die Wohnungen werden ab dem 01.10.2007 den neuen, schon vorhandenen Mietern übergeben. Das

betreute Wohnen Xanten wird ebenfalls in den SPZ - Räumen seinen Hauptsitz haben.

Im Innenhof des SPZ ist ein kleiner Garten mit einer Sitzecke angelegt worden. Da auch in den Räumen SPZ Xanten

zukünftig nicht geraucht werden darf, wird die Sitzecke als Raucherecke überdacht. Wie gesagt, das SPZ wird in 5 Tagen

in der Woche mit den verschiedensten Angeboten geöffnet sein. Die freundlichen und hellen Räume sollen den

Nutzern, deren Angehörigen und allen anderen Interessierten eine offene Tür für Ihre Bedürfnisse bieten. Mit „Spix auf

Ihrem“ Weg können wir ihnen in Xanten die Hilfen anbieten, die sie sich wünschen und die sie brauchen, die sie ein

Stück entlasten, die ihnen helfen Ihre Zukunft positiver zu gestalten.

Michaela Jöhren-Bauer

In Erinnerung an

Werner Dankert

* 15.10.1979 05.08.2007

Ein Blatt im Wind

Hinauf getragen

in die Welt der Menschen Scharen

Viele hören

und ihr seht,

wie schnell ein Blatt im Wind vergeht

- ohne Baum

Hinweg von Ast und Zweig gerissen

Gedanken über Bord geschmissen

auf dass der Sommer wiederkommtdie

Kälte erscheint viel zu prompt!

Drum nutzt mit uns den guten

Tag,

Ich hoff`, es schmeckt,

wie ich die Musik mag.

Die Sommerzeit nicht ganz vorbei,

heut ist nicht alle Tage.

Er kommt wieder, keine Frage.

Werner Dankert

Impressum

SPIX-INFO

Herausgeber & Geschäftsstelle:

Spix e.V.

Kaiserring 16, 46483 Wesel

Tel.: 0281/16333-0

Fax: 0281/16333-29

E-mail: redaktion@spix-ev.de

Verantwortliche Leitung:

Herbert Lenninger

Thomas Pirsig

Redaktionsteam:

Verantwortlich:

Michaela Jöhren-Bauer

Alexandra Hönnekes-Bathel

David Kalberg, Julia Stephan,

Uwe Ehringfeld

Mitarbeit an dieser Ausgabe:

Margret Hilbert,

M. Burghardt, W. Kuhmann, M.

Runge, Hr. Bischof, Fr. Kugler,

Martin van Staa, Enomiya

Ebbinghaus, Nadine Lexa, Fr.

Ehret, Hr. Tebbe, Ursula Gebbing,

Renee Löhr-Sanders,

Carolin Buß

Layout & Gestaltung:

Spix e.V.

Kaiserring 16, 46483 Wesel

Tel.: 0281/16333-0

Fax: 0281/16333-29

E-mail: redaktion@spix-ev.de

Druck:

WfbM Spix e.V.

Bocholter Str. 8, 46487 Wesel

Tel.: 0281/963360

Fax: 0281/963362

Verteilte Auflage:

500 Exemplare - erscheint vier

Mal/Jahr.


01. September Grußwort / Internes Spix-Info - Seite 3

Liebe Spix-Freunde,

in den Sommermonaten hat sich wieder ziemlich

viel bei Spix bewegt.

Einige Bauprojekte (Neubau WfbM /SPZ- Xanten)

stehen kurz vor ihrer Vollendung.

Die meisten Spixler haben ihre Ferienreise hinter

sich und alle Beteiligten sind gesund und munter

wiedergekommen.

Das SPZ hat ein schönes Sommerfest veranstaltet,

Haus Vivaldi hat einige Events ausgerichtet,

der Tag der Begegnung, die PPP-Tage und vieles

mehr machten die Sommermonate trotz durchwachsenem

Wetter kurzweilig.

In den nächsten Monaten wird es, wie Ihr aus den

folgenden Artikeln und den Veranstaltungskalendern

sehen werdet, auch nicht weniger spannend.

Da wir in den nächsten Wochen einige Umzugskartons

zu packen haben, wird es auch für die

Mitarbeiter turbulent werden.

Wir hoffen, dass Ihr Verständnis habt und es uns

nachseht, wenn wir im Übergang einiges umorganisieren

müssen.

Bis bald

die Geschäftsführer

Herbert Lenninger und Thomas Pirsig

Für die Bewohner des Hauses ist der Bereich Arbeit ein wichtiger

Lebensmittelpunkt, der wesentlich zum Selbstwert beiträgt. Besonders

für diejenigen, die den Übergang in eine eigene Wohnung oder

in die Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) planen, sind zahlreiche

Fähigkeiten und Fertigkeiten über einen längeren Zeitraum

hinaus einzuüben. Arbeit und Beschäftigung ist ein immens wichtiger

und strukturierender Faktor. Im Haus Vivaldi findet diese Förderung

statt. Die personelle Begleitung und Anleitung erfolgt durch zwei Ergotherapeuten

und eine Kunsttherapeutin. Ziel ist die Befähigung,

mittelfristig für die Arbeit in einer Werkstatt für behinderte Menschen

gerüstet zu sein. Dieser Förderungsaspekt in Bezug auf Arbeit bleibt

bei einem Auszug erhalten. Betreutes Wohnen begleitet den Übergang.

Eine Ausweitung des Angebotes im Haus Vivaldi ist begonnen.

Auch Menschen, die sich im Betreuten Wohnen befinden, werden

hier auf den Start WfbM vorbereitet. Über die Hilfeplankonferenz ist

es möglich, Zeit- und Stundenkontingente der gewährten Hilfe passgenau

kurz- und mittelfristig zu planen.

Die Vernetzung innerhalb von Spix e.V. gewährleistet kurze Wege

des Austausches. Formale und informelle Strukturen sichern Durchlässigkeit.

Beispielhaft zu nennen sind hier das Netzwerk Kliententeam

als Gremium des Austausches der Mitarbeiter, die regelmäßigen

Nutzertreffen sowie gemeinsame Veranstaltungen.

Margret Hilbert

LESEN Sie in der nächsten Spix-Info:

Die Ausgestaltung der Angebote im

Arbeits—und Kreativbereich Haus Vivaldi


01. Juni Internes / Ferienfreizeiten Spix-Info - Seite 4

Bürotechnik

Inh. Heinz-Georg Kubasch

46485 Wesel Rudolf-Diesel-Str.54 ���� 0281 / 21503

46446 Emmerich Ossenbruch 1 ���� 02822 / 97007

www.dammann-buerotechnik.de

Maandag 18.06.07

Erster Tag in Renesse.

Auf der Fahrt nach Holland, waren wir knapp 3 Stunden unterwegs, aber

wir machten öfter mal eine Pause. Am späten Nachmittag erreichten wir

``De Soeten Heat``. Da wir noch etwas Zeit hatten bis wir unsere Häuser

beziehen konnten, machten wir eine kurze Kaffeepause im Ferienpark.

Nachdem wir uns eingelebt hatten, ging es zum Supermarkt einkaufen.

Herr van Staa und seine Mitbewohner kochten für uns alle(Nudeln mit

Bolognese). Anschließend gingen wir alle gemeinsam am Strand spazieren.

(M. Burghardt)

Dinsdag 19.06.2007

Nach ruhiger Nacht und ausgiebigem Frühstück gingen wir alle zum Strand.

Es war wie auch an den folgenden Tagen ein herrliches Sonnenwetter. Einige

relaxten, d.h. sie bräunten sich. Andere waren etwas aktiver und übten sich

beim Volleyballspiel, wieder andere kurbelten die Wirtschaft an, sie nahmen im

Strandcafe einen Drink zu sich.

Die ganz Mutigen erfrischten sich in der Nordsee, 17Grad brrrr.

Am späten Nachmittag wurde noch ein Stadtbummel abgehalten.

Abends nahmen wir ein köstliches Essen zu uns, es gab Wraps mit verschiedenen

Beilagen.

(W. Kuhmann und M. Runge)


01. September Ferienfreizeiten Spix-Info - Seite 5

Woensdag 20.06.07

Tagesausflug von `` De Soeten Heat

`` nach Zierikzee

Nach dem Frühstück und kurzer Besprechung

ging es um halb elf los.

Wir planten eine Radtour nach Zierikzee.

Wir (6 Personen) holten die

Fahrräder an der Rezeption ab und

schon ging es los. Wir fuhren durch

Renesse und von dort aus immer

dem Radweg entlang. Unterwegs

schossen wir noch ein paar Bilder

von einer Mühle. 2Stunden später

erreichten wir endlich unser Ziel; mit

einer eiskalten Cola erfrischten wir

uns erstmal und genossen das schöne

Wetter. Nach einem ausgelassenem

Stadtbummel, radelten wir wieder

zurück nach ``De Soeten Heat``.

(Hr. Bischof)

Drei Mitfahrer fuhren mit Hr. Pirsig

nach Middelburg, andere mit Hr. van

Staa ins Museum „Neeltje Jans“.

Dort konnten wir viel über den Bau

des Osterscheldedamms erfahren,

die Flutwehre besichtigen und einer

Fütterung von Robben zuschauen.

Der Eintrittspreis von 17,50€ war

aber für die Ausstellung zu teuer.

Abends gab es von der Kochgruppe

um Herrn Pirsig ein leckeres Fischgericht

mit Reis und Salat.

Danach gemütliches Beisammensein

mit Singen aus Liederbüchern

und dem Spiel „Aktivity“.

Ein Urlauber verbrachte den Abend

von 11.00 Uhr bis 3.30 Uhr in der

Disco. Die Strecke von 2 km bis zur

Diskomeile in Renesse bewältigte er

mit dem Fahrrad.

Donderdag 21.06.07

Morgens ca. 10:15 Uhr

Nach einem langen und kräftigen

Frühstück ging es für die Hausbewohner

Nr.75 (Fr.Schmitz, Fr. Dahlhuis

und Fr. Ebbinghaus) zur Tagesplanung

über. Herr Pirsig bot sich

an, eine Stadttour durch Middelburg

zu machen. Herr van Bebber war

sofort mit von der Partie , da er hoffte,

seinen verloren gegangen Tabak

wieder zu finden. Frau Schmitz, Frau

Ebbinghaus, Herr Boersma , Frau

Kugler, Herr Runge sowie Frau

Dahlhuis fuhren ebenfalls mit. Die

restlichen Urlauber begaben sich mit

Herr van Staa zum Strand.

Mittags ca. 11:30 Uhr

Abfahrt. Ein kurzer Stopp beim

Neeltje Jans und Delta Expo und

weiter ging es nach Middelburg.

Kaum waren wir angekommen,

strebte Hr.van Bebber auf das Café

zu, wo er seinen Tabak verloren hatte

und siehe da... ohne, dass ein

Krümel fehlt, konnte er seine Tabakdose

wieder in seine Arme schließen.

Zwei Stunden ging es durch die

Stadt. Von H&M bis zum Trödelmarkt

war alles vorhanden, was das

Touristenherz höher schlagen ließ.

Kurz mit Kipcorn und Kaffee gestärkt

wurden Raritäten wie ein 18 Jahre

alter Käse für die Lieben daheim

eingekauft. Wir hatten noch keine

Blasen an den Füßen und so beschlossen

wir, unsere Stadttour auf

Vlissingen auszudehnen. Ein kleines

nettes Städtchen mit einem romantischen

Ausblick auf den Hafen; ohne

Kaffeepause wurde tapfer weiter

geshoppt.

Abends ca.19:00Uhr

Es folgte ein Restaurantbesuch, um

die einheimische Küche besser kennen

zu lernen. Von der edlen Fischsuppe

bis zu Hähnchen mit Pommes

wurden keine kulinarischen Wünsche

offen gelassen. Nachdem die

Salatfrage (meiner oder deiner?!?)

geklärt war, konnte man einfach nur

noch genießen(voraus gesetzt man

bekam sein Essen). Tatsächlich wurde

das Gericht von der Person (Fr.

Ebbinghaus), die sich die meiste Zeit

darüber beklagte ,wie groß ihr Hunger

ist, vergessen .So musste sie

sich am längsten gedulden. Aber ich

sag nur:“ Fisch gut, alles gut.“ Zum

Abschluss sollte noch ein langer

Abendspaziergang am Strand entlang

den Abend krönen; doch leider

wurden wir vom Regen überrascht.

So beschränkte sich der Trupp auf

Hn. Bischof, Hn. van Staa , Hn. Pirsig,

Fr. Ebbinghaus und Fr. Schmitz,

die zum letzten Mal die Strandbar

beehrten. In gemütlicher Runde ließen

wir den Tag ausklingen.

Frijdag 22.06.07

Heute ist Rückreise angesagt. Nach

einem gemütlichen Frühstück starten

wir gegen 10:20Uhr. Wie das so ist

auf langen Fahrten, muss man mal

aufs ``Örtchen``. Deshalb hielten wir

an einer Tankstelle an. Willi konnte

sich aber nicht entschließen, diese

aufzusuchen, stattdessen verkroch

er sich hinter einem Busch und

rutschte in einem kleinen Bach.

Schnell halfen Hr. van Staa und andere

ihm heraus. Völlig durchnässt

kam Willi wieder zum Vorschein.

Er zog sich etwas Trockenes an und

wir konnten weiterfahren. Jetzt ging

es Richtung Nimwegen.

Dort nahmen wir einen kleinen Imbiss

zu uns. Danach fuhren wir aber

endlich Richtung Deutschland. Gegen

17:00Uhr hat uns Fr.Schmitz an

unserer Haustür abgesetzt.

Etwas übermüdet waren wir froh

wieder zu Hause zu sein.

(Fr. Kugler)

Fazit:

Unterkunft und Essen: „echt lekker“

(sehr gut). Wetter:

„prettig“ (angenehm). Programm:

nogal vat (ziemlich viel) (Für einen

der 11 Mitfahrer war außer Disko

und Stadtfahrt wohl nichts dabei).

Tot ziens Renesse und de Soeten

Haert!

P.S.: Der Einsatz eines Walky-Talky

bei gemeinsamer Fahrt mit zwei

Pkws hat sich wieder sehr bewährt:

Bei kurzfristigen Routenänderungen

wg. Stau oder Sperrungen kann man

direkt mit einander sprechen oder

auch auf kurze Distanz in Städten,

wenn zwei Gruppen getrennt von

einander gehen. Die Geräte können

im KBZ Wesel ausgeliehen werden.

Nichtgekennzeichneter Text:

Enomiya Ebbinghaus, Martin van Staa


01. September Ferienfreizeiten Spix-Info - Seite 6

Urlaub an der Müritz in Röbel

Unsere diesjährige Ferienfreizeit ging

an die Müritz, wo es sehr schön war.

Das Wetter spielte auch gut mit, so

dass es wirklich keinen Grund zum

Klagen gab. Die Mitreisenden vom

Haus Alia waren Georg Heidemeyer,

Sebastian Lenninger, Sebastian

Pasch, Frank Fischer, Thomas Wilbertz

und meine Wenigkeit. Auch an

unserem Ferienhaus gab es nichts zu

beanstanden, im Gegenteil, es war

wunderschön.

Für das leibliche Wohl wurde auch

gesorgt; wir haben oft gegrillt und

auch ich durfte meine Kochkünste

entfalten.

Mit ein wenig Sportsgeist und meinem

Fahrrad hab ich das schöne

Röbel erkundet.

Wir haben viel unternommen, z.B.

waren wir auf einem Scheunentrödelmarkt

in der größten Feldbrandstein-

Der größte Binnensee Deutschlands, die Müritz, bildet verbunden mit über 1000

anderen kleinen und großen Seen die mecklenburgische Seenplatte.

Für Naturfreunde gibt es im Müritz Nationalpark viel zu erleben:

Den jährlich statt findenden Kranichzug, die Fisch und Seeadler, die auch per

webcam beim Nisten zu bestaunen sind und natürlich kilometerlange Rad- und

Wanderwege.

Wir Alianer haben uns unser Hauptquartier in Röbel gesucht. 1261 bekam Röbel

das Schweriner Stadtrecht verliehen, aber schon viel früher siedelten sich Deutsche

und Slawen dort an ...

... erst seit dem 21. April 2007 und auch nur eine Woche da, hat Nadine Lexa doch

auch schon eine Menge zu erzählen.

scheune der Welt, auf dem es viel

schönes zu erstehen gab.

Ein anderes Mal ging es nach Waren,

eine schöne Stadt zum Bummeln und

Shoppen.

Was mir persönlich am meisten Spaß

gemacht hat war das Sommerrodeln

im Affenwald.

Affen gab es natürlich auch im Affenwald,

Berberaffen! Die durfte man

aber leider nicht anfassen, weil sie

das als Bedrohung sehen würden

und angreifen, aber süß waren sie

schon.

Alles in allem war es eine super Ferienfreizeit,

die ich jederzeit wieder

mit machen würde.

Ich kann die Müritz als Urlaubsziel

jedem nur wärmstens empfehlen.

Wer nicht hinfährt, ist selber schuld,

der weiß nicht, was er verpasst.

Nadine Lexa


01. September Gruppenangebote Spix e.V. Spix-Info - Seite 7

Montags: Angehörigengruppe

1. im Monat 19.00 – 20.30 Uhr

Wir sind 365 Tage im Jahr für Sie da!

Gruppenangebote in Wesel

(Teilnahme nach Vorgespräch)

Infos unter: 0281 / 1633316

Martin van Staa

Mittwoch: Gesprächsgruppe

17.00 – 18.30 Uhr 1. im Monat 19.00 – 20.30 Uhr

Infos unter: 0281 / 1633316

Andrea Sanders

Sportgruppen in Wesel

Dienstags: 20.00 - 21.30 Uhr Frau Riehl

Mittwochs: 16.30 - 17.30 Uhr Frau Reitz

Kontaktadresse Spix e.V KBZ 0281/1633316

Selbsthilfegruppen

Montags: Selbsthilfegruppe Spielsucht

Alle 14 Tage ab 19.00 Uhr in Xanten,

Kontakt über Selbsthilfekontaktstelle Moers, Telefon: 02841 / 9000-16

Dienstags: Selbsthilfegruppe „Hoffnungsschimmer“ (psychosomatische Beschwerden)

19.30 – 21.30 Uhr in Wesel

Infos unter: 02857/ 411876 oder 0281 / 23708

Internet: www.selbsthilfegruppe-wesel.de

Mittwochs: Selbsthilfegruppe „Finsterlicht“ (Ängste / Depressionen)

19.30 – 21.30 Uhr in Wesel

Infos unter: 0281 / 3191126 oder 0176 / 27140419

Internet: www.shg-finsterlicht-info.de.vu

Donnerstags: Selbsthilfegruppe „Das Ohr“ (Ängste / Depressionen)

19.00 – 21. 00 Uhr in Wesel

Infos unter: 0281 / 2065833 Frau Czarkowski


KBZ Wesel

Kaiserring 16

46483 Wesel

0281/1633316

Montags :

01. September Angebote Spix e.V. Spix-Info - Seite 8

11.00-12.00 Uhr Sprechstunde

15.00–19.00 Uhr Treff

Dienstags:

11.00-12.00 Uhr Sprechstunde

15.00–19.00 Uhr Treff

Donnerstags:

11.00-12.00 Uhr Sprechstunde

15.00–19.00 Uhr Treff

Freitags:

11.00-12.00 Uhr Sprechstunde

Samstags:

10.00-12.00 Uhr Präsenzdienst

Bewo Kaiserring 10

0281/1549070

11.00-15.00 Uhr Treff

Sonntags:

10.00-12.00 Uhr Präsenzdienst

Bewo Kaiserring 10

0281/1549070

11.00-15.00 Uhr Treff

Wir sind 365 Tage im Jahr für Sie da!

Angebote und Öffnungszeiten

KBZ Xanten

Marstraße 40-42

46509 Xanten

02801/6611

Montags:

11.00-12.00 Uhr Sprechstunde

12.00–15.00 Uhr Treff

Dienstags:

11.00-12.00 Uhr Sprechstunde

12.00–15.00 Uhr Treff

Mittwochs:

10.00-12.00 Uhr Treff

Freitags:

14.00-18.00 Uhr Treff

www.spix-ev.de

KBZ Schermbeck

Weseler Str. 5a

46514 Schermbeck

02853/912353

Dienstags:

10.00-13.00 Uhr Sprechstunde

Donnerstag:

16.00-19.00 Uhr Sprechstunde


01. September Veranstaltungen Spix-Info - Seite 9

Veranstaltungen

Datum Uhrzeit Veranstaltungen

06. Sep. 09.00-13.00 Uhr PSAG - Plenum (Info siehe Seite 11)

20. Sep. Tagesveranstaltung

SPZ Tagung beim LVR in Köln

24. Sep. 18.00-20.00 Uhr Psychoseseminar in Wesel

„Aktiv für mich! Behandlungsvereinbarung“

Ansprechpartner Andrea Sanders 0281/1633316

27. Sep. ab 10.00 Uhr Eröffnung SPZ Spix e.V. in Xanten Marstrasse 40-42

19.-21.

Okt.

Mehrtagesveranstaltung

Jahrestagung Bundesverband Psychiatrieerfahrener in Kassel

„Selbstbestimmt leben“ (Info siehe Seite)

29. Okt. 18.00-20.00 Uhr Psychoseseminar in Dinslaken

„Immer nur Medikamente! Gibt es Alternativen?“

Ansprechpartner Andrea Sanders 0281/1633316

31. Okt. Redaktionsschluss der Spix-Info

Haben Sie Interesse Leserbriefe zu schreiben? Wir würden uns

freuen.

Kontakt: redaktion@spix-ev.de

14. Nov. 18.00-20.00 Uhr Disso-Seminar Kaiserring 16 Wesel

Ansprechpartner Julia Stephan 0281/1633316

26. Nov. 18.00-20.00 Uhr Psychoseseminar in Wesel

„Themensammlung 2008“

Ansprechpartner Andrea Sanders 0281/1633316

1./2. Dez Tagesveranstaltung

Adventsmarkt in der Stadt Wesel

08.09.2007 Jugendfestival Wesel...alles, was zählt!

16:00 Uhr im Heubergpark in Wesel

EINTRITT FREI

09.09.2007 Trödelmarkt Fußgängerzone

20.09.2007 Weltkindertag

14 Uhr am Rathaus Wesel

23.09.2007 Trödelmarkt

REAL Parkplatz

21.10.2007 Trödelmarkt

Am Schornacker

04.11.2007 Trödelmarkt

Niederrheinhalle Wesel


01. September Adressen—Telefonliste Spix-Info - Seite 10

Sozialpsychiatrische Initiative Xanten (Spix) e.V.

Kaiserring 16, 46483 Wesel

Zentrale/Verwaltung 0281/16333-0

Fax 0281/16333-29

Geschäftsleitung:

Herbert Lenninger 0281/16333-0

Thomas Pirsig 0281/16333-0

Verwaltung:

Renee Löhr-Sanders (Personal) 0281/16333-40

Irina Santroch (Buchhaltung) 0281/16333-41

Sozialpsychiatrisches Zentrum (SPZ) Wesel

Kaiserring 16, 46483 Wesel

Bereichsleitung:

Michaela Jöhren-Bauer

Telefon 0281/163333-15

Kontakt– und Beratungszentrum:

Tagesstätte:

0281/16333-16

0281/16333-13

Sozialpsychiatrisches Zentrum (SPZ) Xanten

Marsstr. 40-42, 46509 Xanten

Telefon 02801/6611

Betreutes Wohnen (Bewo)

Kaiserring 10, 46483 Wesel

Zentrale/Verwaltung: 0281/154907-0

Fax 0281/154907-22

Bereichsleitung:

Viktor Graff 0281/154907-13

Wohnheim „Haus Vivaldi“

Friedenstr. 46, 46483 Wesel

Zentrale/Verwaltung: 0281/82513

Fax 0281/89427

Leitung:

Margret Hilbert 0281/82513

Bereichsleitung:

Elke an de Meulen 0281/9599172

Alexandra Hönnekes-Bathel 0281/9599172

Christine Hitz 0281/9599172

Arbeits– und Beschäftigungsbereich 0281/9599188

(LT 24 / LT 23)

Wohnheim „Haus Alia“

Salzwedeler Str. 23-25, 46485 Wesel

Telefon 0281/1633806

Fax 0281/1633807

Leitung:

Franz Niederstrasser 0281/1633806

PS Y C H OS O Z I A L E

AR B E I T S-

GE M E I N S C H A F T

I M K R E I S WE S E L

Persönliches Budget -

Erfahrungen aus den Modellregionen -

wie wirken sich diese auf den Kreis Wesel aus ?

E i n l a d u n g

zur Plenumsveranstaltung am

6. September 2007

9:00—13:00 Uhr

im Kreishaus Wesel

Reeser Landstr. 31, 46483 Wesel

RAUM 008 (großer Sitzungssaal)

Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM)

Bocholter Str. 8, 46487 Wesel

Zentrale/Verwaltung: 0281/963360

Fax 0281/963362

Leitung:

Ralf Hahn 0281/963360

Sozialer Dienst: 0281/963361

Integrationsfachdienst (IFD) Wesel

Augustastr. 12, 46483 Wesel

Zentrale/Verwaltung: 0281/16468-0

Fax 0281/16468-14

Bereichsleitung:

Sandra Tinnefeld 0281/16468-16

Institut

Marsstr. 40-42, 46509 Xanten

Kontakt: 02801/3106 o. 02804/8582

Fax: 02801/705124

Wichtige Rufnummern für den

Bereich der Stadt Wesel

Polizei 110

Feuerwehr 112

Evangelisches Krankenhaus

Wesel GmbH

0281/106-0

Marien-Hospital 0281/104-0

Stadtverwaltung (Rathaus)

Stadtwerke Wesel GmbH

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01. September Soziales Spix-Info - Seite 11

Was macht die

PS Y C H OS O Z I A L E

AR B E I T SGE M E I N S C H A F T

I M K R E I S WE S E L ?

Themen des Plenums 06.09.2007

Die Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft (PSAG) im Kreis Wesel besteht aus thematisch verschiedenen

Untergruppen. Zur Zeit treffen sich drei Gruppen vier- bis fünfmal im Jahr:

Geistig behinderte Menschen

Kontakt , Beratung, Wohnen

Alte Menschen

Teilnehmer sind Mitarbeiter aus Einrichtungen, Institutionen und selbstständig in diesem Bereich

Tätige. Die Gruppe Planung und Koordination, an der auch Betroffenenvertreterteilnehmen, existiert

leider nicht mehr. Die Treffen dienen dem Austausch von Veränderungen in der psychosozialen

Versorgung von Erwachsnen, Information über neue Verfahren und dem Kennenlernen der Mitarbeiter

und Angebote für diesen Bereich. Durch diese Vernetzung wird die Versorgungsqualität erhöht.

Jeder dieser Gruppen wählt Sprecher und stellvertretende Sprecher, die sich im Sprechergremium

treffen.

Dort sollen neue Entwicklungen und Erkenntnisse aufgegriffen werden.

Persönliches Budget

Ab dem 01.01.08 wird das Persönliche Budget für alle Schwerbehinderte bundesweit

in Anspruch genommen werden können.

Bis jetzt wurde es fast nur in Modellregionen für ca. 450 schwerbehinderte Menschen

gewährt. Frau Fritz wird als Mitarbeiterin des Kompetenzzentrum Persönliches Budget

des DPWV über die aktuellen Erkenntnisse aus den Modellregionen informieren.

Danach werden Vertreter verschiedener Organisationen die absehbaren Auswirkungen

auf die Betroffenen, die Einrichtungen sowie die Versorgung Kreis Wesel diskutieren.

Dazu werden mit Frau Fritz der Vertreter des LVR´s, Dr. Kunstein, Her Walter,

Geschäftsführer des VdK Niederrhein als Betroffenenverband, des gemeindpsychiatrischen

Verbundes, Herr Schapfeld als Vertreter der Arbeitsagentur, der Krankenkassen

und der Kreisverwaltung in einer Podiumsdiskussion ihre Einschätzungen

abgeben, wie das Persönliche Budget vor Ort umgesetzt werden kann.

Moderiert wird die Diskussion von Herrn Jörg Knorr vom Bürgerfunk Wesel.

Die PSAG Kreis Wesel will mit der o. g. Veranstaltung über das Thema informieren

und bei den Betroffenen, Angehörigen, betroffenen Kostenträger und Massnahmeträgern

im Kreis Wesel eine fruchtbare Diskussion in Gang setzen.

Da an dieser Stelle schon mehrfach über das persönliche Budget nach § 17 SGB IX

berichtet wurde, verweise ich Interessenten mit dem Wunsch nach differenzierten

Informationen auf folgende Adressen:

Unter www.budget.paritaet.org sowie der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation

(BAR) können weitere Infos abgerufen werden.

Gerne kann man sich aber auch persönlich unter 0281/16333-17 bei Martin van Staa

informieren.


01. September Gesundheit / Soziales Spix-Info - Seite 12

1. 1. 1. 1. Teil Teil Teil Teil

Definition

Definition

Entwicklung Entwicklung & & Symptome

Symptome

Einteilung

Einteilung

DEFINITION

Unter Sucht versteht man das unbeherrschbare Verlangen eines Menschen sich regelmäßig eine bestimmte Substanz

zuzuführen oder eine bestimmte Tätigkeit immer wieder auszuführen obwohl er sich selbst oder anderen

dadurch schadet.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, den Begriff durch Abhängigkeit zu ersetzen, den sie in der

Internationalen Klassifikation für Krankheiten folgendermaßen definiert:

⇒ Ein starker Wunsch oder Zwang, psychotrope (die Psyche anregende oder dämpfende) Substanzen zu

konsumieren

⇒ Verminderte Kontrollfähigkeit bezüglich des Beginns, der Beendigung und der Menge des Substanzkonsums

⇒ Ein körperliches Entzugssyndrom bei Beendigung oder Verringerung des Konsums.

⇒ Nachweis einer Toleranz. Um die ursprüngliche Wirkung (…) hervorzurufen, sind zunehmend höhere Dosen

erforderlich

⇒ Fortschreitende Vernachlässigung anderer Vergnügungen oder Interessen zugunsten des Substanzkonsums;

erhöhter Zeitbedarf, um die Substanz zu beschaffen, zu konsumieren oder sich von den Folgen zu

erholen.

⇒ Anhaltender Substanzkonsum trotz Nachweises eindeutiger schädlicher Folgen körperlicher, psychischer

oder sozialer Art.

ENTWICKLUNG & SYMPTOME

Eine Sucht entwickelt sich typischerweise

über mehrere Stadien.

Missbrauch wird definiert als übermäßiger

Konsum einer Substanz, so dass es

zu körperlichen und/oder psychischen

Schäden kommt.

Im Stadium der Gewöhnung stellen sich

Psyche und Körper auf den Umgang mit

der schädlichen Substanz ein:

Der Konsum (…) wird zur psychischen

Gewohnheit.

Als Folge der körperlichen Gewöhnung

muss die Dosis gesteigert werden, um die

gleiche Wirkung zu erzielen.

Die Gewöhnung kann zu psychischer und

körperlicher Abhängigkeit führen, der

Betreffende ist süchtig geworden.

Bei psychischer Abhängigkeit verliert

der Süchtige das Interesse an seiner Umwelt.

Er hält Kontakte nicht mehr aufrecht

und zieht sich zurück.

Später kommt es oft zu Verwahrlosung

und Apathie. Das Verlangen nach der

Droge ist unbeherrschbar. (…)

Körperliche Abhängigkeit zeigt sich in

erster Linie durch Entzugserscheinungen

beim Wegfall der Droge. Diese Entzugssymptome

sind substanzspezifisch und

können sich in verschiedenen körperlichen

Symptomen wie z.B. Schwitzen,

Zittern, Darmkrämpfen und epileptischen

Anfällen äußern. Außerdem kann es beim

´Drogenkonsum zu körperlichen Begleiterscheinungen

kommen, die je nach Droge

unterschiedlich sind. Häufig sind:

◊ Organschäden, z.B. an Leber, Herz

◊ Venenentzündungen und Hautkrankheiten

◊ Erhöhte Infektanfälligkeit

◊ Zahnschäden

◊ Nervenschäden (z.B. Taubheit und

Kribbeln an Händen oder Füßen).


01. September Gesundheit / Soziales Spix-Info - Seite 12

Da Drogen auch auf das zentrale

Nervensystem wirken, können sie zu

so genannten Psychosen führen. (…)

Die sozialen Folgen einer Abhängigkeit

sind ebenfalls nicht zu unterschätzen,

z.B. kann der Süchtige seinen

Arbeitsplatz verlieren oder Partnerschaften

und Freundschaften können

in die Brüche gehen. Die Abhängigkeit

führt nicht selten in die Kriminalität,

v.a. Drogenhandel und Prostitution.

EINTEILUNG

Es wird heute grob zwischen stoffgebundenen

und nichtstoffgebundenen

Abhängigkeitserkrankungen unterschieden.

• Stoffgebundene Süchte—

Beziehen sich auf die Einnahme

(durch den Mund, durch Rauchen,

geschnupft, gespritzt) von natürlichen

oder synthetischen Substanzen.

• Nichtstoffgebundene

Süchte (auch Tätigkeits-

süchte) -

Fast jede Tätigkeit bzw. fast jedes

Verhalten kann zur Sucht werden.

Am häufigsten sind die Ess-

Brechsucht (Bulimie), Spielsucht und

dranghaftes Stehlen (Kleptomanie).

Aber auch Arbeiten oder Sporttreiben

können süchtig machen.

Häufig werden auch die Begriffe körperliche

und psychische Abhängigkeit

benutzt, obwohl es hier nicht

immer eine eindeutige Trennung

gibt:

♦ Körperliche Abhängigkeit

bedeutet, dass sich der Stoffwechsel

des Süchtigen so

sehr an die regelmäßige Zufuhr

der Droge gewöhnt hat,

dass sich folgende zwei Phänomene

beobachten lassen:

- Entzugssyndrom bei Reduktion

bzw. Nichteinnahme

- Toleranzwirkung, d.h. nach länger-

em Konsum ist eine Dosissteiger-

ung (…) notwendig, um die gleiche

Wirkung wie am Anfang zu er-

♦ Psychische Abhängigkeit

heißt, dass der Patient ein

starkes, unwiderstehliches

Verlangen nach der Droge

hat, um den Drogeneffekt

(z.B. angstlösend, lustbringend)

zu wiederholen und mit

dem Konsum fortzufahren.

Die Entwicklung körperlicher und

psychischer Abhängigkeit ist u.a.

auch abhängig von der Droge und

deren Suchtpotential.

Suchtpotential ist die Fähigkeit einer

Substanz, Abhängigkeit zu erzeugen.

Substanzen mit hohem Abhängigkeitsgrad,

z.B. Morphium, machen

sehr schnell abhängig, während

die Entwicklung einer Abhängigkeit

von Substanzen mit niedrigem

Abhängigkeitspotential, z.B.

Alkohol, mitunter bis zu Jahren dauern

kann.

Es gibt legale (z.B. Alkohol, Nikotin)

und illegale Drogen (z.B. Heroin,

Kokain, LSD).

Verschreibungspflichtige Medikamente

nehmen hier eine Mittelstellung

ein, da die medizinische Anwendung

erlaubt ist, der unkontrollierte

Handel jedoch bestraft wird.

Drogen werden nach ihren Wirkungen

auf die Psyche eingeteilt in bewusstseinsaktivierende,bewusstseinsverengende

und bewusstseinsverändernde

Drogen.

Zu den bewusstseinsaktivierenden

(anregenden) Drogen gehören:

- Legale Drogen wie Koffein, Nikotin

und Alkohol in kleinen Mengen

- Aufputschmittel wie Amphetamine,

Kokain, und Designer-Drogen

- Schnüffelstoffe wie Äther, Kleb

Stoffe und Chloroform

Bewusstseinsverengende

(beruhigende) Drogen sind:

- Beruhigungsmittel, in erster Linie

BENZODIAZEPINE

- Schlafmittel

- Alkohol in größeren Mengen

- Opiate wie Morphium oder Heroin

Zu den bewusstseinsverändernden

(halluzinogenen) Drogen zählen:

- Cannabis (indischer Hanf), wobei

Haschisch aus dem Harz und

Marihuana aus den Blüten und

Blättern der Pflanze hergestellt

wird

- LSD (kurz für Lysergsäure—

diethylamid), eine Halluzinationen

und psychische Veränderungen

hervorrufende Substanz..

Politoxikomanie bezeichnet eine

Abhängigkeit von mehreren Suchtmitteln.

Häufig sind die Kombination von

Alkohol und Zigaretten oder von

Opiaten und Kokain.

Quelle über Psychiatrie-aktuell.de

Alexandra Hönnekes-Bathel

Thema

der nächsten SPIX-Info:

FORMEN DER SUCHT


01. September Internes Spix-Info - Seite 14

Fachärztliche Versorgung im Nordkreis

Beschäftigte der WfbM Spix e.V., die vom Fachbereich Soziales der

Stadt Wesel Leistungen nach dem Grundsicherungsgesetz erhalten

und am Mittagessen in der WfbM teilnehmen, sind sehr verärgert.

Sie können nicht verstehen, weshalb immer noch zwischen 25,00 und

45,00 Euro von der mtl. Grundsicherung abgezogen werden. Dabei

liegen bereits mehrere Urteile von verschiedenen Gerichten im Bundesgebiet

vor, die solch ein Verfahren untersagen.

Auf NRW bezogen bleibt festzustellen, dass das Oberverwaltungsgericht

Münster (OVG) als Berufungsinstanz diese Rechtsauffassung

bestätigt und zudem eine Revision nicht zugelassen hat. Dagegen ist

Beschwerde möglich, über die das Bundesverwaltungsgericht entscheidet.

Wir vom Werkstattrat der WfbM Spix e.V. solidarisieren uns mit den

betroffenen Beschäftigten und sind der Meinung, dass hier „am falschen

Ende“ und zudem zu Lasten der wirtschaftlich Schwächsten gespart

wird.

Claudia Ehret

Reiner Tebbe

Willi Kuhmann

Wie in 2006 schon an dieser Stelle berichtet hat sich die

Angehörigengruppe in den letzten Jahren für eine Verbesserung

der ärztlichen Versorgung im Nordkreis Wesel eingesetzt.

Die Angehörigen hatten zur Verbesserung der Situation

folgende Vorschläge gemacht:

1. Es sollte drei zusätzliche Fachärzte im Nordkreis

Wesel geben, um die Wartezeiten zu verkürzen.

2. Für Notdienste sollte ein Psychiater zur Verfügung

stehen, der dann auch schnell ins Haus kommt.

In Krisenzeiten seien die kranken Angehörigen

häufig nicht willlens, zum niedergelassenen Arzt

oder in die Klinik zu fahren.

Trotz Bemühungen auch des Kreises Wesel ist jetzt klar:

Auf absehbare Zeit wird es hier keine Veränderung geben.

Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein hat die Vorschläge

geprüft und festgestellt, dass es im Kreis Wesel

eine Versorgung mit 17 Nervenärzten = 112 % gibt. Somit

gibt es hier eine Überversorgung und eine Sperre für Neuzulassungen

von Nervenärzten. Ein fachärztlicher Notdienst

kann nur in den städtischen Gebieten vorgehalten

werden. In den eher ländlichen Gebieten wie im Norden

des Kreises Wesel müsste eine kreisübergreifende Lösung

für einen nervenärztlichen Notdienst gesucht werden.

Eine solche Lösung ist aus Sicht der Kassenärztlichen

Vereinigung und der Ärztekammer Nordrhein aber

nicht praktikabel.

Raum 4070

Zum Thema „Psychosen verstehen“ sahen sich die Angehörigen

im Juli den Dokumentarfilm Film „Raum 4070“ an.

Die Regisseure Jana Kalms und Torsten Striegnitz haben

1 ½ Jahre lang auf Initiative von Prof. Dr. Stolz das Potsdamer

Psychoseseminar filmisch begleitet. Viele in der

Angehörigengruppe fanden sich in den dokumentierten

Beschreibungen des Verlaufs von Psychosen und den

Auswirkungen auf die Familie wieder. Deutlich wurde: jede

Psychose ist wie jeder Mensch anders. Das Erleben in der

Psychose ist für die anderen Menschen nur schwer oder

gar nicht zu verstehen. Beziehungen helfen dem Menschen

in der Psychose, Anknüpfungspunkte an die

„Normalität“ zu halten.

Der Film ist als DVD zusammen mit dem Lehrfilm

„Psychosen verstehen“ zu beziehen beim Psychiatrie Verlag,

Thomas-Mann-Str. 49 a, 53111 Bonn

(www.psychiatrie-verlag.de).

Martin van Staa


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01. September Internes / Leserbrief

Spix-Info - Seite 15

GESPRÄCHE GESPRÄCHE GESPRÄCHE GESPRÄCHE WICHTIGER WICHTIGER WICHTIGER WICHTIGER ALS ALS ALS ALS PSYCHOPHARMAKA

PSYCHOPHARMAKA

PSYCHOPHARMAKA

PSYCHOPHARMAKA

Ich heiße Ursula Gebbing und bin seit Januar 2007 in der Tagesstätte Spix e.V. eingebunden.

Ich bin glücklich, dass es so eine Einrichtung für Menschen gibt. In der Vergangenheit

war ich oft im St. Vinzenz Hospital auf einer geschlossenen Station, wo die Patienten zu bestimmten

Zeiten am Dienstzimmer erscheinen sollten, damit sie durch die Medis angeblich

ruhig gestellt werden sollten. Ich persönlich glaube nicht an die Wirkung solcher Wunderpillen,

die nur meine Gefühle unterdrücken. Was mir gefehlt hat, war eine Beschäftigung am

Tag, ein wenig unter Menschen sein und ab und zu Gespräche führen über die Natur der

Psyche. Die Seele eines Menschen schreit nach Aufmerksamkeit und das natürliche Verlangen

danach, bin ich der Meinung, kann man unmöglich mit Chemie unterdrücken.

Meine Diagnose lautet manisch-depressiv, himmelhochjauchzend-zu Tode betrübt.

Das bedeutet, ich kann sehr gut lachen und weinen. Das sind auch Charaktermerkmale eines

Babys, um seiner Umwelt mitzuteilen:“ Hey das macht mir Spaß oder Mama ich weine. Ich

kann aber noch nicht sprechen, um dir zu sagen was mir fehlt.“ Ich liebe persönlich das Lachen,

weil es ansteckend sein kann, aber auch meine Tränen, weil es mich befreit. Mein Ziel

ist es, die Medis im Laufe der Zeit mit Absprache des Arztes abzusetzen und über Gefühle zu

sprechen. Ich weiß nicht, ob die Herausgeber der Spix-Info meinen Leserbrief veröffentlichen,

wenn ja, möchte ich Menschen bitten, uns vielleicht in der nächsten Ausgabe eine

Rückmeldung darüber zu geben, wie sie zu den Psychopharmaka, die ja alle Nebenwirkungen

haben können, stehen.

Ursula Gebbing

Personelles bei Spix e.V.

Gabriele Klaus – BeWo – stellv. Bereichsleitung -

ab 01.06.2007

Ute Bestle - WfbM – hauswirtschaftl. Helferin -

ab 01.06.2007

Kim Barlag – Vivaldi – Heilerziehungspflegerin im Anerkennungsjahr

– ab 01.08.2007

Elisabeth Verhülsdonk – TS – Praktikantin –

ab 01.09.2007

Ausgeschiedene MitarbeiterInnen

Frauke Beckmann-Wiechers – BeWo – zum 31.05.2007

Elke Wiejack – TS – zum 31.05.2007

Der Bereich „Betreutes Wohnen“ hat zum

01.09.2007 neue Räumlichkeiten angemietet.

Auf Grund einer ständigen Vergrößerung

des Teams platzten die alten Räumlichkeiten

langsam aus allen Nähten. Nach

einer langen Suche wird das Team des

Betreuten Wohnens in Zukunft in der

Augustastraße 12 anzutreffen sein. Im Vorfeld

müssen noch einige Renovierungsarbeiten

durchgeführt werden. Der Umzug

wird aber voraussichtlich vom 19.09.—

21.09.07 stattfinden können, so dass ihnen

das BeWo-Team ab 24.09.07 in den neuen

Räumlichkeiten unter gleicher Telefonnummer

wieder zur Verfügung wird stehen können.

David Kalberg

BEWO

BEWO

IN

NEUEN

NEUEN

RÄUMLICHKEITEN

RÄUMLICHKEITEN


01. September Internes Spix-Info - Seite 16

Wir hatten uns entschieden zwei süße Schlappohr-Kaninchen

bei uns in der Tagesstätte aufzunehmen.

Kurze Zeit später kamen auch noch

zwei Löwenkopfkaninchen hinzu.

Wir dachten es wäre schön, wenn alle vier zusammen

draußen in unserem neuen selbstgebauten

Außengehege hoppeln würden. So passierte

es….

Nach einem erholsamen Pfingstwochenende gingen

wir morgens durch den Garten und begrüßten

unsere Kaninchen. Was war dass -es raschelte

im Stroh- Ronja unser graues Löwenkopf Kaninchen

hatte Nachwuchs bekommen. Vorsichtig

schauten wir ins Nest, es waren vier kleine

„Hoppler“ zu erkennen.

Voller Stolz wurde jedem Besucher unser Nachwuchs

präsentiert. Die Eltern „Nick“ -das

Schlappohrkaninchen und „Ronja“ -das Löwenkopfkaninchen

sorgten sich rührselig um ihren

Nachwuchs.

Dann kam das nächste lange

Wochenende...

was kann danach wohl passiert sein.

Ja genau -richtig geraten.

Unsere zweite Löwenkopfdame „Mia“ hatte auch

Nachwuchs bekommen. Mia

hatte zwei kleine Kaninchen zur Welt gebracht.

So wurden aus anfänglich zwei

Kaninchen zehn...

...da wir nicht nach jedem langen Wochenende

eine neue Überraschung erleben wollten entschlossen

wir uns, Nick kastrieren zu lassen,

denn es stellte sich raus, dass er der männliche

„Übeltäter“ der Vier war.

Aber es hatte auch was Gutes. Wir hatten sehr

viel Freude an den süßen Rackern und konnten

auch noch kleine Kinder, denen wir den Nachwuchs

schenkten, glücklich machen.

Zum guten Schluss haben wir nun zwei Zöglinge

behalten.

Carolin Buß

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