7. Jahrgang Dezember 2012 - Spix eV

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7. Jahrgang Dezember 2012 - Spix eV

Inklusion im Kreis Wesel - alter

Wein in neuen Schläuchen?

• Rechtzeitige Berücksichtigung bei öffentlichen

und unternehmerischen Planungen

hilft den gehandicapten Menschen

und den Finanzen

• Inklusion ist Leben

Unter diesem Titel hatte die Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft

im Kreis Wesel am 26.09.12

ca. 120 Fachleute, Betroffene der psychosozialen

Versorgung, Vertreter der Politik und Verwaltung,

der Wohnungswirtschaft, aus Sportverbänden

und den Volkshochschulen eingeladen.

Kreisdirektor Berensmeier begrüßte die Anwesenden

im Sitzungssaal des Kreishauses und

wies auf die Bedeutung der Umsetzung der UN

-Behindertenrechtskonvention im Kreis Wesel

hin. Dr. Becker als Sprecher der Träger der Sozialpsychiatrischen

Zentren erläuterte in seiner

Begrüßung den Unterschied zwischen Inklusion

und Integration.

Dann erklärte Dr. Harry Fuchs in seinem gut

einstündigen Vortrag inhaltliche und rechtliche

Aspekte der UN-Behindertenrechtskonvention,

abgekürzt BRK. Bei der Erstellung dieser Konvention

auf UN-Ebene habe das deutsche Sozialgesetzbuch

an vielen Stellen Pate gestanden.

Viel von den Standards, die in Deutschland gelten,

sei in diese internationale Verpflichtung ein-

7. Jahrgang Dezember 2012

Inklusion im Kreis Wesel 1

So kann auch Inklusion gedacht werden 3

Ausflüge mit dem Reha-Zentrum 4

Initiative Inklusion 5

Selbsthilfegruppe für Spieler 6

Haus Alia on Tour/Freizeitpauschale 8

Angehörigengruppe 11

Sommerfest Haus Vivaldi 12

Ehrenamtbörse Kreis Wesel 13

Mein Name ist Fridolin von Perrich 14

GEZ, WDR und 3 Versprecher 15

10 Jahre WfbM/Abschied Hildegard Falk 16

Ich bin 26 Jahre 17

An der Tafel/Reisebericht Schottland 18

14. Hammer Trialog-Forum/Öffnungszeiten 20

Kostenlose Informationsschrift für Klient/innen und ihre Angehörigen, Mitarbeiter/innen und Freunde von Spix

Erscheint viermal im Jahr. Alle Ausgaben auch unter www.spix-ev.de


geflossen. Nichtsdestotrotz müsste auch in

Deutschland die Situation behinderter Menschen

weiter verbessert werden. So gelte weiterhin

für die Mehrheit der dauerhaft gehandicapten

Menschen:

„Behindert = Hartz IV“

Die BRK ist unmittelbar geltendes Recht für Behinderte

aller Altersgruppen. Das Recht auf Inklusion

gilt für alle öffentlichen wie auch zum

Teil in privaten Bereichen, bei Unternehmen.

Für Unternehmen ist es, so Dr. Fuchs, einfacher

und preiswerter, bei der Entwicklung neuer Projekte

und Produktionsanlagen die Vorschriften

für behindertengerechte Arbeitsplätze umzusetzen,

als nachher sich aus der BRK zwingend

ergebende Vorschriften nachzubessern. Unternehmen

könnten damit auch ihr Image in der

Öffentlichkeit deutlich verbessern. Dies gelte

gerade auch im öffentlichen Raum.

Dr. Fuchs erläuterte die Vorteile einer frühzeitigen

Berücksichtigung an Kultureinrichtungen

wie Opern- oder Theaterhäusern: Einige große

Städte u.a. auch in NRW hatten beim Bau vergessen,

behindertengerechte Einrichtungen für

geh- u. hörbehinderte Menschen zu schaffen.

Dies musste dann für viel Geld nachgebessert

werden. Der finanzielle Aufwand dazu überstieg

die Kosten eines sofortigen Einbaus behindertengerechter

Anlagen.

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Als zentrale Aufgabe, die sich unmittelbar aus

der BRK ergibt, sieht Dr. Fuchs die Veränderung

des öffentlichen Bewusstseins. Dies werde

langfristig auch zu einer regelmäßigen Berücksichtigung

der Belange Behinderter im persönlichen

Umgang wie aber auch bei der Entwicklung

neuer Bauten, Verkehrswege und Abläufen

führen. Die frühzeitige Einbeziehung von Betroffenen

sei dazu unerlässlich. Er ermunterte

alle behinderten Menschen im Kreis Wesel dazu,

häufiger den Rechtsweg zu beschreiten und

durchzuhalten. Die Rechtsprechung habe die

Auslegung der UN-BRK noch zu wenig gestaltet.

Auch in der Gesetzgebung werde die BRK Veränderungen

bewirken müssen, da es dort noch

widersprechende Vorschriften gebe: Die Wahl

eines medizinischen Sachverständigen z.B. sei

in weiten Teilen in Verordnungen für Krankenkassen

und Rentenversicherungen nicht präsent.

Der behinderte Mensch habe einen Anspruch

darauf ebenso wie auch auf einen Gutachter,

der im Benehmen mit dem Betroffenen

eine Entscheidung fällt. Dieses Einvernehmen

mit dem Antragsteller sei keine gängige Praxis.

Dabei hängt der gesetzliche Status des behinderten

Menschen gerade von medizinischen

Sachverständigen ab!

Dr. Fuchs schlägt eine Enquetekommission des

Bundestages für die nächste Legislaturperiode

vor, ähnlich der Enquetekommission für die

Psychiatrische Versorgung, die auch eine deutliche

Verbesserung der psychiatrischen Versorgung

bewirkt habe.

Frau Julitta Münch führte dann als Moderatorin

durch den weiteren Tag und bat zunächst um

Fragen und Beiträge zum Vortrag von Dr.

Fuchs. Diskutiert wurden dabei auch die Kriterien

der Kostenträger bei der Prüfung von Anträgen.

Anschließend wurde in Arbeitsgruppen mit den

Themen „Arbeit, Wohnen, Freizeit/Kultur und

Inklusiver Sozialraum“ das Thema vertieft. Die

Teilnehmer diskutierten dann unter folgenden

Fragstellungen: Was gibt schon an inklusiven

Projekten / Veränderungen im Kreis Wesel?

Was fehlt noch im Kreis Wesel? Wie unterscheiden

sich neue Projekte von alten?

Dabei wurden viele Erfahrungen, Gedanken

und Anregungen zusammengetragen und in der

anschließenden Podiumsdiskussion beleuchtet.

Hier einige Splitter aus den Diskussionen:


• Inklusion ist Leben

• Kommunale Satzungen in behindertengerechter

Sprache

• Politessen im Bereich Inklusion

• Wohnungswirtschaft sollte Behinderte

noch mehr berücksichtigen

• Filter im Kopf bauen Barrieren auf oder ab

• kommunale Netzwerke schaffen Inklusion

z.B. bei der Absprache über Zeitpunkt für

Feiern von sozialen Einrichtungen, an denen

auch Arbeitende teilnehmen können

• Behinderte beanspruchen auch in ihren

„Räumen zu bleiben“, sie wollen auch mal

unter sich sein.

In der Podiumsdiskussion schilderte Herr

Dürschmidt als Betroffenenvertreter eindrücklich

die Nachteile durch seine Behinderung bei der

Arbeitsplatzsuche. Zum Schluss motivierte Frau

Einfach so, ein Ziel habe ich nicht: Bald ist es

wieder so weit, dann ist nämlich Weihnachten.

An ein Weihnachten erinnere ich mich besonders:

Ich gehe am frühen Abend durch die Straßen.

Einfach so, ein Ziel habe ich nicht. Kein

Mensch zu sehen. Es ist kalt und es schneit so

leise vor sich hin. Ich schaue mir die vielen beleuchteten

und geschmückten Fenster und Vorgärten

an. „All die Menschen hinter den Fenstern

haben ein Zuhause“, denke ich. „Nur ich

nicht!“.

Was war passiert? Kurzum, meine Entscheidung

mein bisheriges soziales Gefüge zu verändern

und mein Leben anders gestalten zu

wollen stieß nicht gerade auf rege Zustimmung.

Und das war nicht ohne Konsequenzen. Ich

hatte Folgendes für mich festgestellt: “Ich kann

mich für mein bisheriges Leben entscheiden

oder für meine Gesundheit. Beides geht nicht.“

Und das war meine Entscheidung: “Ich entscheide

mich für mich und meine Gesundheit

(damit meine ich, in sich selbst Zuhause zu

sein).“ Das Problem war: Eigentlich hatte beinahe

jeder um mich herum sich so eine Art Inklusionskonzept

für mich erdacht und versuchte auf

mich einzuwirken. Mal ganz abgesehen von

dem Durcheinander, das dadurch auf mich einströmte,

war das Ziel der meisten Konzepte

mich dorthin zurückzuführen, wo ich vorher gestanden

hatte. Alles sollte so sein wie immer.

Eine ganze Zeit lang hatte ich mir das selbst

gewünscht. Nur ging der Weg zurück auch immer

wieder damit einher, dass es mir sehr

schlecht ging. Ich persönlich verstehe psychische

Krisen aufgrund meiner Erfahrungen als

gesunde Reaktion des Körpers und als Lösungsversuch

der Seele, eine nicht mehr trag-

Münch die Teilnehmer zu konkreten nächsten

Schritten in ihren Arbeits- und Lebensbereichen

im Kreis Wesel:

• runde Tische zwischen VHS Wesel und

psychosozialen Dienstleistern

• offene Türen für behinderte Menschen bei

der Wohnbau Dinslaken

• regelmäßiger Tagesordnungspunkt

„Inklusion“ bei den Treffen der PSAG

• in der Nachbarschaft auf Inklusion achten

und dafür werben

• im Bereich Sportvereine mehr Augenmerk

auf das Thema richten

• mehr Öffentlichkeitsarbeit.

Martin van Staa

Sprecher PSAG im Kreis Wesel

bare Lebenssituation drastisch zu verändern.

Letztlich wird der Mensch, in welcher Form

auch immer, dabei „entgleist“ und so dem sozialen

Gefüge entzogen. Das macht auch Sinn,

denn die Chance, dass sich das gesamte System

verändert, wird deutlich höher, wenn - mit

dem Ziel der Neuordnung – kräftig an diesem

gerüttelt wird. Was mir nicht erspart geblieben

ist, ist mühsam meinen eigenen Weg zu finden.

Inklusion bedeutet für jeden sicherlich etwas

anderes. Ich finde den Begriff inhaltlich schwer

fassbar. Für mich ist Inklusion mit einer Offenheit

verbunden, die aus dem Herzen kommt:

Die Offenheit dafür, jeden Menschen seinen

eigenen Weg gehen zu lassen. Menschen, die

mich begleitet haben, haben mich offen begleitet

und absichtslos. Es gab kein vorgefasstes

Ziel. Meist ist Inklusion dort zu finden, wo nicht

viel darüber gesprochen wird. Sie wird dann

einfach gelebt. Echte zwischenmenschliche Begegnungen

sind spürbar. Was Inklusion für

mich nicht bedeutet: Eine Kuh zurückzutreiben

in den brennenden Stall. Die wird ja „irre“! Und

das ist doch auch normal.

Aber noch einmal zurück zum Anfang, denn …

bald ist es wieder so weit, dann ist nämlich

Weihnachten. Dann gehe ich am frühen Abend

durch die Straßen. Einfach so, ein Ziel habe ich

nicht. “Das ist ja schön und gut, aber was tun

Sie denn beruflich?“ “Nun, ich bin EX-IN Genesungsbegleiterin,

„einfach so“ und ein Ziel… Na,

ja Sie wissen schon… und ich hoffe Sie verstehen,

was ich damit ausdrücken möchte.“

(Text einer Erfahrenen im Umgang mit seelischen

Krisen)

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In diesem Jahr hab ich 2 Ausflüge mit gemacht.

Einmal zum „Terra-Zoo“ nach Rheinberg und nach

Venlo in die Stadt. Im Terra-Zoo gab es viele Tiere

zu bewundern, eben Echsen, Schlangen, Spinnen,

Schnecken usw.... Am meisten haben mich die

großen Spinnen beeindruckt, gut, dass die hinter

Glas waren! Dort gab es auch noch 3 große

Schildkröten, die saßen in einer Ecke und haben

sich kaum bewegt.

Da war ein Tierpfleger, der hatte eine kleinere

Schlange dabei, die hab ich gestreichelt und sogar

auf meinem Arm gehabt, dann hatte er noch eine

Bartagame, die hab ich auch gestreichelt und auf

meiner Hand gehabt...war eine schöne Erfahrung.

Und gegen Mittag sind wir dann essen gegangen,

zum mongolischen Restaurant am Rhein, da gab

es ein riesiges Buffet, mit allerhand leckeren Speisen...

Es gab z. B. Tintenfischringe, man konnte

sich auch rohes Fleisch bzw. rohe Garnelen frisch

vor Ort braten lassen... Hab mich ordentlich satt

gegessen, war echt lecker! Nach dem Essen sind

wir wieder zurück gefahren, war ein schöner Ausflug!

Nach Venlo sind wir mit 3 Bullis gefahren, 2 große

und 1 kleinerer, es waren ca. 25 Personen mit....

Als wir nach etwa 1 Stunde Autofahrt da waren,

haben wir uns aufgeteilt in kleinere Gruppen. Ich

bin mit einem Klienten zu zweit losgezogen durch

die Einkaufsstraße, dort gab es viel zu sehen, es

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waren viele Geschäfte dort. Beim Bäcker hab ich

mir noch was zu essen gekauft und noch 1 „Coffee

-to-go“. In einem Supermarkt hab ich mir noch etwas

zu trinken gekauft....

Gegen 13 Uhr sollten wir uns alle an einem bestimmten

Punkt in der Einkaufsstrasse wieder treffen,

der Klient und ich waren auch pünktlich dort...

Danach sind wir mit „alle Mann“ zu einer Pommesbude

gegangen und haben draußen leckeres Essen

bekommen und ein Getränk dazu. Ich hatte

eine Frikandel „spezial“ und Pommes mit Mayo.

Gegen 15.30 Uhr waren wir wieder zurück.......war

ein schöner Ausflug, fand ich!

Petra D.


Mein Name ist Birgit Hoffjahn und ich möchte mich

und meine Arbeit allen Mitarbeitern bei Spix kurz

vorstellen. Der ein oder andere kennt mich bereits

von der Hospitation. Seit dem 01.07.2012 arbeite

ich beim IFD (Integrationsfachdienst) als Beauftragte

für die Initiative Inklusion. Das Wort

„Inklusion“ ist ja mittlerweile bekannt (es gab´ auch

in der Spix Zeitung dazu einen Artikel) und wird in

den verschiedensten Bereichen als Schlagwort

genannt. Ihr fragt euch sicher, was ich jetzt genau

mache? Also, hier eine kurze Erläuterung…

Für junge Menschen mit Behinderung ist es auch

bzw. gerade wichtig, auf Dauer einer sinnvollen

beruflichen Beschäftigung nachzugehen. Dies ist

oft eine entscheidende Voraussetzung für eine soziale

Anerkennung und ein selbstbestimmtes Leben.

Für viele sind die Anforderungen einer Regelausbildung

zu hoch, aber eine Fachpraktikerausbildung

(theoriereduziert) oder eine Beschäftigung

auf dem ersten Arbeitsmarkt mit bestimmter

Unterstützung kann möglich sein.

Die Initiative Inklusion ist ein Bundesprogramm mit

dem Ziel, SchülerInnen mit sonderpädagogischem

Förderbedarf aus den Bereichen geistige Entwicklung

und körperlich-motorische Entwicklung im

Rahmen eines Berufsorientierungsverfahrens umfassend

über ihre beruflichen Möglichkeiten zu informieren,

zu beraten und ihren Übergang von der

Schule ins Arbeitsleben auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt

zu unterstützen. Finanziert wird dieses

Programm u.a. durch den Landschaftsverband

Rheinland.

Der Integrationsfachdienst Wesel bietet SchülerInnen

2 - 3 Jahre vor Schulentlassung in den Förderschulen/Kompetenzzentren

und den integrativen

Lerngruppen der weiterführenden Schulen eine

gezielte Berufsorientierung an. Der Weg in die

Termine für Psychoseseminar

Werkstatt für behinderte Menschen muss nicht

“automatisch“ erfolgen.

Das Programm ist modular und wird in Gruppenform

angeboten. Als Fachkraft und Beauftragte der

Initiative Inklusion biete ich in den Schulen folgende

Module an:

• Potentialanalyse (IDA/MELBA), Arbeitsproben

zur Feststellung von Fähigkeiten, Fertigkeiten

und Entwicklungsmöglichkeiten

• Berufsorientierungsseminar

• Betriebserkundungen

• Berufsfelderkundungen

• Mobilitätstraining

• Praktika auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt

• Training der Arbeitsfähigkeiten

• Unterstützung bei Bewerbung und Vorstellungsgesprächen

• Begleitung ins Arbeitsleben

Zur Zeit bin ich an der Alpener Bönninghardtschule

tätig. Nach einer einwöchigen Hospitation, Informationsgesprächen

und Lehrerschulung, beginne ich

Anfang November mit den Potentialanalysen. Weitere

Schulen sind in Planung. Hier muss noch einiges

an Pionierarbeit geleistet werden.

Für das Jahr 2013 suche ich ab sofort Betriebe und

Firmen, die Praktikumsplätze, Ausbildungs- oder

Arbeitsplätze für junge Menschen mit Behinderung

zur Verfügung stellen. Solltet Ihr den einen oder

anderen Betrieb kennen, der jungen Menschen ein

Chance geben möchte, ruft mich an oder gebt mir

per Mail eine Rückmeldung. Ich freue mich über

Anregungen oder Kommentare von Euch.

28.01.13 Psychoseseminar 18.00 bis 20.00 Uhr, Sozialpsychiatrisches Zentrum Dinslaken

Thema stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.

25.02.13 Psychoseseminar 18.00 bis 20.00 Uhr, Sozialpsychiatrisches Zentrum Wesel

Thema stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.

Wesel: Spix, Kaiserring 16, 46483 Wesel

Dinslaken: Caritasverband, Duisburgerstr.98, 46535 Dinslaken

Birgit Hoffjan

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Selbsthilfegruppe für Spieler

Im Oktober 2008 hatten wir unsere erste Gruppe. Unsere Gruppe bestand aus Bodo

und Andreas. Die Andrea kam auch schnell zu unserer Unterstützung. Sie hatte vorher

eine Gruppe erst in Xanten und später in Alpen.

Wir haben uns auf die Fahne geschrieben, Betroffenen und Angehörigen die Möglichkeit

zu geben sich Rat zu holen und sich mit anderen Menschen mit derselben

Problematik auszutauschen.

Sucht ist eine Krankheit

Wichtige Punkte in der Selbsthilfegruppe sind:

• Hilfe zur Selbsthilfe

• Erfahrungsaustausch

• Gegenmaßnahmen

• Aussprache

Es wird in der Gruppe über das Leben und die daraus resultierenden Problematiken

gesprochen und nicht über das Spielen.

Es wird bei Rückfällen über die Auslöser, deren Folgen und Gegenmaßnahmen (um

zukünftige Rückfälle zu vermeiden) gesprochen.

Als Süchtiger ist ein funktionierendes Sicherungssystem das Ein und Alles.

Info:

Wir treffen uns am 2./3./4. und gegebenenfalls 5. Montag im Monat um 19:00 Uhr.

Wo? Ansprechpartner:

In den Räumen von Spix Bodo: 0160/93757418

Kaiserring 16 Andreas: 0162/3497488

46483 Wesel E-Mail: shg-wesel@gmx.de


Geschäftsführer:

Dr. Jo Becker 0281/16333-11

j.becker@spix-ev.de

Verwaltungsleiterin:

Silke Erlemann 0281/16333-12

S.erlemann@spix-ev.de

Verwaltung:

Karin Weis (Sekretariat) 0281/16333-0

k.weis@spix-ev.de

Renee Löhr-Sanders (Personal) 0281/16333-40

r.loehr-sanders@spix-ev.de

Irina Santroch (Buchhaltung) 0281/16333-41

i.santroch@spix-ev.de

Brigitte Thibault 0281/16333-15

b.thibault@spix-ev.de

Fachbereich Arbeit

Fachbereichsleiter:

Ralf Hahn

r.hahn@spix-ev.de

Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM)

Bocholter Str. 8, 46487 Wesel

Zentrale/Verwaltung: 0281/31928510

Werkstattleiter:

Ralf Hahn 0281/31928512

Leiterin Sozialer Dienst:

Gertraud Heyermann 0281/31928511

g.heyermann@spix-ev.de

Brötchentheke

Dinslakener Landstraße 5 0281/47364388

Gleis 31 Fahrrad-Station

Franz-Etzel-Platz 11, 46483 Wesel

gleis31@spix-ev.de 0281/47362670

Integrationsfachdienst (IFD) Wesel

Augustastr. 12, 46483 Wesel

Teamleitung:

Ute van Suntum 0281/16468-0

ute.vansuntum@ifdwesel.de

Praxis für Ergotherapie

Viktoriastr. 10 46483 Wesel

Leitung:

Achim Rosen 0281/47367855

ergo@spix-ev.de

Institut für systemische Forschung

und Therapie

Marsstr. 70, 46509 Xanten

Sekretariat:

Sabine Diessenbacher 02804/219465

institut@spix-ev.de

Gemeindepsychiatrische Dienste

Fachbereichsleiterin:

Michaela Jöhren-Bauer 0281/154907-79

m.joehren@spix-ev.de

Sozialpsychiatrisches Zentrum

Kaiserring 16, 46483 Wesel

Ansprechpartner:

Martin van Staa 0281/16333-17

m.vanstaa@spix-ev.de

Tagesstätte

Kaiserring 16, 46483 Wesel

Ansprechpartner:

Andrea Wagmann 0281/16333-13

a.wagmann@spix-ev.de

Betreutes Wohnen (BeWo)

Augustastr. 12, 46483 Wesel

Teamleiterinnen:

Carolin Hadder 0281/154907-0

c.hadder@spix-ev.de

Kathrin Lemmen 0281/154907-0

k.lemmen@spix-ev.de

Betreutes Wohnen in Familien (BWF)

Kaiserring 10, 46483 Wesel

Ansprechpartner:

Petra Pilath 0281/47369320

p.pilath@spix-ev.de

Wohnheime/BeWo plus und Reha-

Zentrum

Fachbereichsleiterin:

Brigitte Langwald 0281/9599171

b.langwald@spix-ev.de

Wohnheim „Haus Vivaldi“

Friedenstr. 46, 46485 Wesel

Zentrale/Verwaltung: 0281/9599170

Wohnheim „Haus Alia“

Salzwedeler Str. 23-25, 46485 Wesel

Leitung:

Franz Niederstrasser 0281/1633806

f.niederstrasser@spix-ev.de

Betreutes Wohnen plus (BeWo plus)

Leitung:

Franz Niederstrasser 0281/1633806

f.niederstrasser@spix-ev.de

Reha-Zentrum

Leitung:

Alexandra Hönnekes-Bathel 0281/9599188

a.hoennekes@spix-ev.de

Betriebsrat

Vorsitzender:

Ralf Gerpheide 0173/2930150

r.gerpheide@spix-ev.de

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Am Freitag, 31.08.2012, geht es nach kurzfristiger

Planung mit einem voll Lebensmittel beladenem

Bus – immerhin sind wir zu Viert gefahren -

von Wesel aus nach Texel. Als Erstes hielten

wir in Callantsoog und machten ein wenig Pause,

tranken lecker Kakao oder Kaffee. Dann sind

wir noch durch Callantsoog gelaufen. Ich war für

das Wetter viel zu dünn angezogen; immerhin

hatten die da Windstärke 6 (siehe: stylische Frisuren),

also habe ich günstig eine Fleecejacke

gekauft. Nach dem Stadtbummel ging es dann

munter und voll Vorfreude weiter in das 20 km

entfernte den Helder, wo die Fähre fuhr. Die

Überfahrt war leider sehr kurz, nur knapp zwanzig

Minuten.

Als wir auf Texel angekommen sind, sind wir

nach de Koog gefahren, was so als Hauptort zu

sehen ist. Wir gingen direkt in ein Strandlokal

und bestellten uns Apfelkuchen und warme Getränke

für Alle. Als alles gegessen und getrunken

war, sind wir runter zum Strand und alle krempelten

sich die Hosenbeine hoch um wenigstens die

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) unterstützt

seit 2011 pro Jahr mit 1000 € / Jahr Freizeitaktivitäten

im Bereich der Sozialpsychiatrischen

Zentren (SPZ). Das Geld soll der Verbesserung

der Inklusion im Freizeitbereich dienen – also den

Nutzern die Möglichkeit geben, Freizeit- und Bildungsangebote

ohne Begleitung von Profis wahrzunehmen.

Pro Nutzer kann pro Jahr eine Aktivität

bis zu 30 € bezuschusst werden. Folgende Aktivitäten

wurden beispielsweise bei Spix in Anspruch

genommen: Kurse an der VHS, in der Familienbildungsstätte

der AWO oder bei Pro Homine, dem

Gesundheitszentrum des Marienhospitales Wesel;

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Beine ins Meer halten zu können. Da hatten wir

echt Spaß bei – wie die lustigen Selbstportraits

belegen - und jede Welle wurde quasi mit Spannung

erwartet. Nach dem Badevergnügen sind

wir noch ein bisschen um die Insel gefahren, in

der Hoffnung noch was Spannendes zu sehen

oder zu erleben. Aber außer dem Leuchtturm

war nicht viel zu sehen. Also fuhren wir gut gelaunt

wieder Richtung Fähre, die uns wieder

aufs Festland brachte.

Von den Helder ging es dann weiter mit dem

Bus in Richtung Alkmaar (was „Käsestadt“ bedeutet).

In Alkmaar angekommen entschlossen

wir uns, etwas zu Abend zu essen, da es mittlerweile

schon sieben Uhr war. Wir entschieden

uns für ein Indonesisches Restaurant. Das Essen

war lecker und die Atmosphäre auch. Nach

dem Essen fuhren wir dann erst mal Richtung

Amsterdam und dann in Richtung Oberhausen

nach Wesel. Müde aber zufrieden kamen wir um

22.45 im Haus Alia an.

Melanie Jacobi

Kinobesuche; Mitgliedschaft in einem Verein;

Besuch eines Museums, Konzertbesuche von

den Kastellruther Spatzen bis Red Hot Chilli

Pipers oder den Wise Guys; Besuch des

Schwimmbades, Selbstverteidigung für Frauen

und vieles mehr.

Für Fragen und die Erstattung sind Frau Sanders

jeden Dienstag zwischen 15-19 Uhr und Hr.

van Staa jeden Donnerstag zwischen 15-19 Uhr

am Kaiserring 16 in Wesel ansprechbar, telefonisch

unter 0281/16333-16 oder -17.

Martin van Staa


SPZ - Sozialpsychiatrisches Zentrum

Kaiserring 16

46483 Wesel

Tel: 0281/1633316

(Teilnahme nach Vorgespräch)

Angehörigengruppe

i.d.R. jeden 1. Montag und 4. Donnerstag im Monat 19.00 - 20.30 Uhr

Infos unter: 0151/51414073 Hr. Nobis (Sprecher der Angehörigengruppe)

Beratung unter : 0281/1633317 Martin van Staa

Gesprächsgruppe

Montags: 17:00 - 18:30 Uhr 1. und 3. Montag im Monat

Die Gruppe ist für neue Teilnehmer offen!

Infos unter: 0281 / 1633316 Andrea Sanders

Sportgruppen in Wesel

Dienstags: 19:00 - 20:00 Uhr Frau Riehl

Selbsthilfegruppen in Wesel

(Kaiserring 16, 46483 Wesel)

Selbsthilfegruppe „Spieler“

Montags: 19:00 - 21:00 Uhr jeden 2., 3., und 4. Montag im Monat

Kontakt/Infos unter 0162/3497488 Andreas oder 0160/93757418 Bodo

Selbsthilfegruppe „Hoffnungsschimmer“ (psychosomatische Beschwerden)

Dienstags: 19:30 - 21:30 Uhr in Wesel

FÜR NEUEINSTEIGER: JEDER 1. DIENSTAG IM MONAT

Infos unter: 0281/29397 oder 0281/63805

Internet: www.shg-hoffnungsschimmer.de.tl

Mail: info-selbsthilfe-wesel@t-online.de

Selbsthilfegruppe „Seelenanker“ (Ängste / Depressionen)

Mittwochs: 19:00 - 21:00 Uhr in Wesel

Infos unter: 0281 / 6841152 Andrea

Internet: www.shg-seelenanker.de.tl

Mail: shg-seelenanker@gmx.de

Selbsthilfegruppe „Das Ohr“ (Ängste / Depressionen)

Donnerstags: 19:00 - 21:00 Uhr in Wesel

Infos unter: 0174/3200021 Frau Czarkowski

Sh.das-ohr@web.de

Selbsthilfegruppe „Tinnitus“

Freitags: 19:00 - 21:00 jeder 3. Freitag im Monat

Infos unter: 0174/3200021 Frau Czarkowski

Selbsthilfegruppen in Xanten

(Marsstr. 70, 46509 Xanten, Tel: 02801/6611)

Selbsthilfegruppe „Adipositas“

Dienstags: 19:30 - 21:00 Uhr jeden 2. Dienstag im Monat

Infos unter: 02802/9469719 Frau Ritter o. 02837/7604 Frau Hemmers

Angehörigengruppe für Ehe- und Lebenspartner

Montags: 19:00 - 20:30 Uhr jeden 2. Montag im Monat

Infos unter: 02801/6611 o. 0281/1633317 Martin van Staa

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SPZ Wesel

Kaiserring 16

46483 Wesel

Tel: 0281/1633316

dienstags, mittwochs & donnerstags

11.00 - 12.00 Uhr offene Sprechstunde

montags, dienstags & donnerstags

15.00 - 19.00 Uhr Treff

samstags, sonntags & Feiertage

11.00 - 15.00 Uhr Treff

samstags, sonntags & Feiertage

10.00 - 12.00 Uhr Präsenzdienst

(BeWo Augustastraße 12, 0281/1549070)

nur für BeWo-Nutzer von Spix e.V.

SPZ Xanten

Marsstraße 70

46509 Xanten

Tel: 02801/6611

montags & dienstags

11.00 - 15.00 Uhr Treff

mittwochs

10.00 - 12.00 Treff

freitags

14.00 - 18.00 Uhr Treff

Ansonsten Sprechzeiten

nach Vereinbarung

SPZ Schermbeck

(ev. Gemeindezentrum)

Kempkes Stege 2

46514 Schermbeck

Tel: 02853/912353

dienstags

10.00 - 13.00 Sprechstunde

Ansonsten Sprechzeiten

nach Vereinbarung


Betreutes Wohnen: Carola Bleckmann Jeden 1. Mittwoch im Monat 8.00 - 9.00 Uhr

Vanessa Krauß Nutzersprecherfrühstück

Rebekka Eichelberg

Tagesstätte: Peter Heppner Täglich in der Tagesstätte erreichbar

Gerd Ostkamp

Kontakt– und

Beratungszentrum: Anneliese Langel zu den Treffzeiten erreichbar

Klaus Dürrschmid

Werkstatt: Claudia Ehret Sprechstunde mittwochs in der

Reiner Tebbe WfbM 11.40 - 12.30 Uhr sonst

Willi Kuhmann in der Radstation oder werkstattrat@spix-ev.de

Bewohnerbeirat: Oliver Kools Täglich im Haus Vivaldi erreichbar

Luise Kaysers �

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Impressum

Herausgeber

Spix e.V.

Kaiserring 16

46483 Wesel

Verantwortlich

Dr. Jo Becker

Redaktionsteam

Kathrin Grimm

Thorsten Kaufmann

Martin van Staa

Antje Brahmst-Kamocai

Layout & Gestaltung

David Kalberg

Druck

Wittfeld – Wohnverbund Moers

Auflage & Erscheinungsweise

500 Exemplare - erscheint

vier Mal im Jahr.

In der Regel an jedem vierten Donnerstag im Monat

von 19.00 Uhr bis 20.30 Uhr lädt Diplom-

Sozialarbeiter Herr van Staa ein zum Treffen

der Angehörigen psychisch kranker Menschen

im Spix e.V. Kontakt- und Beratungszentrum

Wesel, Kaiserring 16 (Nähe Bahnhof Wesel).

Die nächsten Termine für 2013 sind:

24.01.13

28.02.13

21.03.13

25.04.13

Angehörige sind der Erkrankung häufig ganz nah

ausgesetzt und können sich den damit verbundenen

Stresssituationen nicht entziehen.

Im Rahmen dieser Gruppe besteht die Möglichkeit,

sich über ihre Erfahrungen auszutauschen, Informationen

über psychische Erkrankungen, deren

Auswirkungen und Verhaltensmöglichkeiten zu

erhalten und so auch Abstand zu gewinnen.

Eine anonyme Teilnahme ist möglich. Alle Interessentinnen

und Interessenten sollten vorher bei Hr.

van Staa unter der Nummer 0281/16333-17 klären,

ob eine Gruppenberatung oder zunächst eine

Einzelberatung sinnvoll ist. Anfragen sind auch per

Mail m.vanstaa@spix-ev.de möglich.

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Am 24.08. 2012 fand wieder einmal unser diesjähriges

Sommerfest statt. Bewohnerinnen und Bewohner

aus dem Haus Vivaldi, Haus Alia, Bewo plus

und den Außenwohngruppen feierten mit Angehörigen,

Betreuern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Tage vorher hatte das Reha-Zentrum den Garten

dekorativ geschmückt. Wie immer haben fleißige

Helfer und Helferinnen Kuchen gebacken, Kaffee

gekocht und leckere Salate gemacht. Die Grille

qualmten, Grillmeister Mike hatte alles im Griff.

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Für kühle Getränke sorgte Zapfmeister Peter. Leider

stand er für ein Foto nicht zur Verfügung, aber

er ist in eingeweihtem Kreis bekannt.

Insgesamt waren Bewohner und ihre Gäste begeistert,

hier einige Stimmen:

Luise K. : „Ich fand das Fest schön, die Leute waren

nett, meine Mutter und meine Schwester kamen.

Das Wetter war schön, es hat nicht so geregnet

wie im letzten Jahr. Da mussten wir in die Garage

flüchten. Es gab leckere Salate und Grillfleisch.

Dazu haben wir Bier getrunken.“

Ralf K.: „Mein Bruder war mit Neffe und Nichte da.

Es hat mir auch gut gefallen, ich habe Bratwurst

und Steaks gegessen. Vorher habe ich noch ein

Stück Käsekuchen gegessen. Das hat mir geschmeckt.“

Antje Brahmst-Kamocai


Im Juni 2011 ging der Seniorenbeirat der

Stadt Wesel offiziell mit einem neuen Internetportal

– dem Ehrenamtsportal – an den

Start.

Unter www.ehrenamtsboerse-wesel.de werden

Angebot und Nachfrage nach ehrenamtlicher

Tätigkeit zusammengeführt und vernetzt.

Diese Plattform kann von Institutionen, Vereinen

und Einrichtungen, die ehrenamtliche

Helfer suchen und von Menschen, die sich

ehrenamtlich engagieren möchten, genutzt

werden. Hier können Interessierte

„passgenau“ nach einem Ehrenamt Ausschau

halten. Die Seite richtet sich an Menschen

jeden Alters, die helfen wollen oder Hilfe

brauchen. Klaus Dörner hat es einmal treffend

auf den Punkt gebracht: Es gibt einen

Hilfebedarf und einen Helfensbedarf.

Die Ehrenamtsbörse hat zum Ziel, die zusammenzubringen,

die Freiwilligenarbeit leisten

oder in Anspruch nehmen wollen. In diesem

virtuellen Raum können sich Anbieter und

Suchende zunächst zwanglos begegnen.

Einrichtungen unterschiedlichster Art erhalten

die Gelegenheit, ihr Angebot aktuell und zeitnah

zu präsentieren. Ehrenamtsinteressierte

können in aller Ruhe und völlig unverbindlich

auf den Seiten „stöbern“, ohne sich gleich

festlegen zu müssen. Alle Angebote und Gesuche

werden in Form von Inseraten veröffentlich

und sind für den Nutzer erst einmal

ohne besondere Zugangsvoraussetzungen

zugänglich. Erst wenn es darum geht, miteinander

in Kontakt zu treten, ist es erforderlich,

sich mit einem Nutzernamen und eigenem

Passwort einzuloggen und die Nutzungsbedingungen

zu akzeptieren. Wer keinen eigenen

Internetzugang hat, kann das Internetcafé in

der Senioren-Begegnungsstätte Pastor-

Janßen-Straße 7 in Wesel nutzen.

Sollten Sie also daran interessiert sein, sich

ehrenamtlich einzubringen, finden Sie mit dieser

Plattform eine Möglichkeit, sich virtuell einen

Überblick über zahlreiche Angebote zu

verschaffen und gleichzeitig ein eigenes Inserat

aufgeben zu können.

Andrea Sanders

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Guten Tag. Mein Name ist Fridolin von Perrich.

Seit September 2012 bin ich als ehrenamtlicher

Reporter für Spix tätig.

• Pseudonym: „Rudi Ratte“

• Gewicht: 0,120 Kg

• Fellfarbe: grau –fleischfarben

• Augenfarbe: Braun

• Größe: 35 cm, von der Nasenspitze bis zur

Schwanzspitze

Wie ich zu Spix gekommen bin, erzähle ich ihnen

irgendwann mal, dazu bleibt jetzt keine Zeit, is ne

Geschichte für sich.

Bis vor kurzem habe ich mich auch noch immer

“zu Pfoten“ auf den Weg gemacht, aber dann habe

ich das Angebot bekommen, in einen Dienstwagen

von Spix einzuziehen. Dieses Angebot habe

ich dankbar angenommen. Ich hatte zwar von

Anfang an das Gefühl, dass dieses Angebot nicht

uneigennützig war, aber ich war ja froh, nach meinem

Weggang aus Perrich irgendwo unter zu

kommen. Tja und dann kam der Deal. Gemütliches

Büro, was zu fressen und einen Schlafplatz

im Dienstwagen. Gegen Berichterstattung für die

Spix-Info, Schwerpunkt BWF. Da habe ich natürlich

zugeschlagen. Es hat nicht lange gebraucht,

bis ich kapiert habe, dass die Abkürzung BWF

nicht unbedingt für „Brot, Wurst, Fleisch“ steht.

„Aber wat tut man nich alles fürn Dach übern`n

Kopp und jeden Tach wat zu fressen.“

Für die Fortsetzung der Berichterstattung vom

BWF - wat natürlich „Betreutes Wohnen in Familien“-

heißt, bin also ab sofort ich verantwortlich.

Positive Rückmeldungen jederzeit an die

Postadresse des BWF-Büros…oder per Mail an

Frau Pilath. Mein Können ist noch nicht so weit

bekannt, dass ich über eine eigene E-Mail-

Adresse verfügen dürfte…Negative Kritik…Sie

haben doch bestimmt einen Abfalleimer zu Hause….

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Nun aber zu meinem ersten Bericht.

„Wat get denn da so ab in dat Büro vom BWF

mit dat Personal“?

Küche, Bad, Gesprächsraum, Büro. Computer, Aktenschränke,

Bücher, Kopierer, Bürostühle, ab und

zu nasse Wände, Frau Pilath und Frau Schüller. Ich

hab´s geahnt… reine Frauwirtschaft. Na das kann

ja spannend werden. Erst mal passierte aber nix

zwischen den Beiden, bis auf den Tag als Frau Pilath

schon einige Zeit in ruhiger Computerarbeit (so

unter uns, sie würde es Schreibkram nennen) saß

und dann Frau Schüller auftauchte, die ja nicht immer

da ist, wenn auch Frau Pilath da ist.

„Na jetzt geht’s aber rund“, dachte ich. Von Natur

aus auf Krawall gebürstet, war ich gespannt was

passieren würde. Was haben die Beiden gemacht?

Och nee, sie haben sich in aller Ruhe zusammengesetzt

und miteinander besprochen, was so anliegt.

Was war in der zurückliegenden Woche passiert?

Sind neue Klienten und/oder Gastfamilien

dazu gekommen? Welche Gespräche müssen geführt

werden? Gibt es Abmeldungen? Worauf muss

besonders geachtet werden? Was läuft gut, was

muss sich ändern? Etwas enttäuscht, dass es nicht

krawallig wurde, aber doch neugierig geworden,

setzte ich mich auf die Fensterbank und spitzte die

Ohren.

Uijuijui, dass war ja nicht wenig, was die Beiden da

zu erledigen hatten. Gespräche mit den Klienten.

Die Klienten zu Ärzten und Ämtern begleiten. Ein

tröstendes Wort haben, wenn´s mal nicht so läuft,

wie es laufen soll. Gespräche mit den Gasteltern

führen, die manchmal nicht verstehen, warum die

Dinge so sind wie sie sind. Dafür aber sehr oft rein

intuitiv das Richtige tun, weil sie über eine bewundernswerte

Lebenserfahrung verfügen. Dann die

Entscheidung treffen, welcher Klient, welche Klientin

passt zu welcher Gastfamilie. Viele Dinge überlegen

und besprechen, damit es den Klienten in

den Gastfamilien auch wirklich gut geht und umgekehrt.

Kennenlern-Besuche für Familien und Klienten

begleiten und reflektieren. Ich dachte nur: „Die

denken da en bisken anders als ich. Is nich nur mit

Dach übern Kopp und regelmäßig wat zu essen.

Gehört wohl doch en bisken mehr dazu.“ Dann

müssen „Sozialrechtliche Angelegenheiten“ für die

Klienten geregelt werden. „Mein Gott wat Kompliziert“,

dachte ich. „ wat issn daran so schwer, son

Betreutes Wohnen in Familien hinzukriegen? Is

doch ganz einfach: da is einer der Plan davon hat,

welche Hilfe er vonne Gastfamilie und von Spix und

von all die andern Hilfeanbietenden braucht (woher


sollte wohl ansonsten dat Wort Hilfeplan kommen,

das ich ma aufgeschnappt habe), die BWF-

Frauen gucken wo et passt, mein tierischer Genosse

der Amtsschimmel wird ins Boot geholt

und um Unterstützung gebeten; die Kohle für die

Hilfe wird locker gemacht, Klient und Familie ziehen

zusammen, die BWF-Frauen passen auf, dat

alles gut klappt und fettich! Is aber anscheinend

nich so. Hab ich gemerkt als die Beiden sich über

einen „Hilfeplan“ unterhalten haben. Da war et

Weil Vollprofi Bernd Stellter sie einfach stehen

lässt und welche in der Postproduktion

(Nachbearbeitung) bis auf die 1/1000tel Sekunde

gelöscht wird. Tolle Fernsehtechnik eben, die Weselergruppe

am 4.September in Köln zu mindestens

im Aufzeichnungsstudio miterleben durfte.

Gespannt warten sie und weitere Besucher aus

NRW auf den dann exakt vorbereiten Ablauf der

beliebten Sendung, NRW-Duell mit Bernd Stellter.

Der Sänger/Komponist/Texter und Moderator der

Sendung Bernd Stellter erfüllte dann auch alle

Erwartungen. Gekonnt leitete er die Show, sprach

vorher aufgelockert und freundlich mit dem anwesende

Publikum, die den bildlichen Rahmen stellte.

Obgleich niemand sich als Staffage fühlte. Es

machte Spaß dabei zu sein, man konnte insgeheim

mit raten und Applaus geben wenn man

wollte und wenn der dann mal etwas länger dauern

sollte, gab der Assistent ein Zeichen mit einer

aufgerollten Papierunterlage.

Ingo Appelt (45) seines Zeichen Comedian aus

Essen, schlug sich gekonnt humorvoll und intelligent,

aber auch die blonde kleine Bayerische

Schauspielerin (Name ist mir leider entfallen, war

auch eigentlich nicht beruflich anwesend) war

sehr gut dabei. Mehr will ich auch nicht verraten,

dann mit meine Neugierde vorbei. Darüber musste

ich erst ma mit mein Kumpel Bruno reden...

Schönen Gruß von Bruno übrigens an alle Insider….

Euer „Rudi Ratte“

denn diese Sendung wird am 1. Mittwoch im Dezember

2012 ausgestrahlt und ein bisschen

Spannung soll ja erhalten bleiben.

Im Anschluss ging es in die Kulissenstadt der Lindenstraße.

Das was im Fernsehen so echt aussieht

ist in der Realität nur Kulisse, aus Pappe

oder Stein gebaut, für manchen ein wenig desillusionierend,

egal schön und interessant war`s

trotzdem. Freuen können sich auch die Besucher,

die sich am Eintrittstor mit Name und Anschrift

eintragen mussten, denn die GEZ überrascht

dann gerne mit einem netten Schreiben. WDR

und GEZ ergänzen sich da großartig. Auf dem

Rückweg waren die Männer dann schön ruhig,

während die Damen lustvoll miteinander plauschten.

Spix hat uns wirklich einen tollen Nachmittag

geschenkt, vielen Dank dafür und ich warte schon

gespannt, welche spannende Angebote ich noch

erleben darf.

Hardy Juan

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Spix feierte am 13. September 2012 das 10jährige

Jubiläum der Werkstatt. Die Bürgermeisterin Ulrike

Westkamp, Herr Dr. Ansgar Müller Landrat Kreis

Wesel sowie Herr Langenbucher, Vertreter des LVR,

hielten ihre Reden in den Räumlichkeiten unserer

Werkstatt. Alle Klienten, deren Angehörige und alle

Mitarbeiter wurden mit einem alkoholfreien Sekt

empfangen.

Am 14.08.2012 haben wir unsere langjährige Verwaltungsfachkraft

Hildegard Falk, im Rahmen einer

kleinen Feierstunde, in den wohlverdienten Ruhestand

verabschiedet. Frau Falk war seit dem Jahre

2002 bei Spix beschäftigt. Zunächst wurde sie für

kurze Zeit in der Verwaltung am Kaiserring eingesetzt,

bevor sie dann in die Verwaltung des BeWo

wechselte. Im Jahr 2006 wechselte Frau Falk dann

in die Verwaltung der Werkstatt für behinderte Menschen

(WfbM), an die Bocholter Straße.

In der WfbM war Frau Falk in den Anfängen mit daran

beteiligt, in der noch recht jungen WfbM, Verwaltungsabläufe

zu entwickeln und zu strukturieren.

Sie trug wesentlich dazu bei, dass sich die stetig

wachsende WfbM auch verwaltungstechnisch mit-

und weiterentwickelte. Letztendlich war Frau Falk

auch immer die „gute Seele“ der WfbM, die immer

ein Ohr für die Menschen mit Handicap hatte.

Wir wünschen ihr und ihrem Mann nun eine schöne

Zeit, mit vielen Unternehmungen und vielen Reisen

und sagen für das geleistete: „Liebe Hildegard,

herzlichen Dank für die angenehme Zusammenarbeit“.

Ralf Hahn

Fachbereichsleiter

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Der Chor der Werkstatt sang Lieder wie z.B. von DJ

Ötzi „Ein Stern“ und der Chor dichtete zusammen

mit der Chorleiterin Claudia Ehret das Lied `Die Vogel-Hochzeit´

um zu `Die 10-Jahresfeier´ , in dem

die pädagogische Leiterin Fr. Heyermann sowie der

Werkstattleiter Hr. Hahn erwähnt wurden. Die Firma

Voß sorgte mit liebevoll hergerichteten Tischen und

einem leckeren Buffet für das leibliche Wohl. Als

Überraschung stand zum Nachtisch ein Eiswagen

vor der Werkstatt bereit.

Die Klienten, die von Anfang an dabei sind, erhielten

eine kleine Aufmerksamkeit von Hr. Hahn und Fr.

Heyermann. Doch auch die Klienten, die noch keine

10 Jahre bei Spix beschäftigt sind, gingen nicht leer

aus. Das Werkstattteam organisierte eine Tombola

mit vielen kleinen Geschenken und einem Hollandrad

als Hauptpreis, das von der Fahrradwerkstatt

`Gleis 31´ zur Verfügung gestellt wurde. Gegen

17:00 Uhr endete die Veranstaltung. Alle Klienten,

Mitarbeiter und Gäste gingen sehr zufrieden und mit

Vorfreude auf das 20 jährige Jubiläum nach Hause.

Jasmin Sele, Kirsten Schild, Carola Bleckmann�


Schau mich an…und du siehst wie ich leide…schau

in meine Seele…und du siehst die

Narben die mich für immer begleiten!

"Melanie?" Ich schau mich um, aber da ist niemand.

"Melanie?". Irgendwas stimmt hier nicht.

Werde ich jetzt verrückt? Ich höre Stimmen, das

kann aber nicht sein...Ich bin mir sicher, dass

jemand nach mir gefragt hat. "Melanie, ich heiße

Tom und bin 17 Jahre alt, ich lebe in dir!" Ich

beschließe es zu ignorieren, was aber nicht

geht, denn schon sagt Tom: "Du kannst uns

nicht ignorieren, wir gehören zu dir." Wer ist wir?

Ich bin verwirrt. "Wir sind ich und die anderen."

Welche anderen denn? "Das musst du schon

selbst rausfinden."

Damals war ich vierzehn Jahre alt und ich verstand

die Welt nicht mehr. Deshalb entschloss

ich zu versuchen, mir das Leben zu nehmen. Ich

nahm aus dem Arztschrank im Badezimmer ein

Päckchen Paracetamol und schluckte alle dreißig

Stück...aber es passierte überhaupt nichts.

Einige Tage später wachte ich auf und hatte den

ganzen Arm voll Schnitte und mitten darin standen

die Wort Tom, Alex und Rebecca. Es kamen

ab da noch weitere Stimmen hinzu, die von Alex

(14 Jahre) und Rebecca (12 Jahre). Ich versuchte

alles das zu verdrängen und vor allem die

Schnitte zu verheimlichen, die immer häufiger

auftauchten.

Bis ich einundzwanzig war, kamen ein großer

Teil der anderen sechsundzwanzig Persönlichkeiten

hinzu. Die letzte Persönlichkeit kenne ich

erst wenige Wochen. Sie heißt Lisa und ist erst

drei Monate alt. Sie wird auch nie älter, alle Persönlichkeiten

behalten ihr Alter - und ihre Verhaltensweisen

leider auch. In der Zeit des Kennenlernens

meiner "Mitbewohner" tauchten auch

häufig Dinge wie Schnuller, Babyflasche, Bilder,

Texte, Spielsachen auf, wo ich nicht wusste, wo

die Sachen herkamen. 2004 kam ich dann nach

langen Warten in ein Krankenhaus mit Trauma-

Station. Dort waren die ersten Andeutungen,

dass ich multipel sein könnte. Nach der Traumatherapie

ging ich in eine psychosomatische

Reha. Dort wurde dann ganz sicher die multiple

Persönlichkeit diagnostiziert. Das war erstmal

ein Schock. Ich hatte Angst, war verzweifelt und

hoffnungslos. Aber ich hatte gute Therapeuten

und gutes Pflegepersonal, die mir so langsam

die Angst nahm.

Ich nahm an Einzel- und Gruppentherapie teil,

was teilweise sehr hart war, weil die einzelnen

Persönlichkeiten die Kontrolle übernahmen und

mich ziemlich wegschoben.

Nach der Reha ging ich wieder in meine Wohnung.

Dort büffelte ich für mein Examen in Altenpflege.

2005 begann dann nicht so besonders,

da Tom, Alex und Rebecca versuchten, uns das

Leben zu nehmen. Das hätte auch geklappt,

wenn nicht Jolanda (10 Jahre) bei meinen Eltern

angerufen hätte. Der Notarzt kam und belebte

mich wieder durch Elektroschocks. Danach lag

ich erst mal 4 Tage auf der Intensivstation. Daran

kann ich mich aber nicht mehr erinnern. Als

ich wieder stabiler war, wurde ich nach Dinslaken

in die Psychiatrie gebracht und musste ca. 2

Monate da bleiben. Während der Zeit auf der

Geschlossenen ließ ich mich auf die Warteliste

für die Therapiestation schreiben und schon kurz

nach meiner Entlassung bekam ich einen Platz.

Vielen der Persönlichkeiten passte das gar nicht,

und ich hab ihnen versucht klarzumachen, dass

das mein Leben und mein Körper ist und ich bestimme

was gemacht wird.

Bis im September 2009 verlief mein Leben so:

Ich switchte zwischen den Persönlichkeiten, ich

dissoziierte, ich war depressiv und ängstlich,

weil ich die anderen Persönlichkeiten nicht unter

Kontrolle bekam. Auf Empfehlung meiner Therapeutin

und Hausärztin ging ich im September in

die Klinik bis Mitte Dezember. Was besonders

schwer war in dieser Zeit war, dass der Oberarzt

ständig meinte, ich würde mir das alles ausdenken:

Die Flashbacks, die Dissoziationen, das

Switchen. In seinen Augen gab es keine multiplen

Persönlichkeiten. Eine Woche später fuhr ich

erneut in Reha und fühlte mich seit Jahren endlich

wieder verstanden. Leider musste ich kurz

nach der Reha wieder in die Klinik und dieses

Mal war es der reinste Horror. Ich war fast anderthalb

Jahre auf der Geschlossenen. In der

Zeit hat meine Betreuerin sich mit mir Wohnheime

für psychisch Kranke angeschaut. Im Dezember

2010 haben wir uns das Haus Alia angeschaut

und eine Woche später erhielt ich dann

endlich die Zusage, dass ich am 01.01. 2011 in

das Haus Alia einziehen könnte. Mann, war das

für UNS alle eine Erleichterung.

Ich fing wieder mit meiner Therapie an (großen

Dank an meine Therapeutin für die Zeit und Geduld,

die sie mir ja immer noch schenkt). Langsam

lernte ich die Mitbewohner kennen und die

Mitbewohner und Betreuer mich. Heute kann

ich oder "wir" so leben, wie es woanders nie

möglich war.

Melanie J.

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Wir, die wir nun schon ein paar Jahre auf dem Buckel

haben, erinnern uns gerne an die 1. Tafel

Schokolade, später an die erste Tafel im Schulranzen

und auch die große Tafel, an der wir erst später

zu schreiben lernten, da wir vorher noch zu kurz

waren.

Unser Spix beschäftigt sich wie wir alle wissen mit

der Weseler Tafel. Eine Einrichtung, die ich schon

lange kenne und hier und da auch mit in Berührung

kam, allerdings nicht als Nutzer. Nun am heutigen

Donnerstag durfte ich mitkommen, musste es aber

auch, weil mein Portmonaie außer einigen Centstücken

gähnend leer war. So schämte ich mich auch

nicht diese helfende Hand anzunehmen. Aber was

ich dann erlebte, raubte mir fast den Atem. Im positiven

Sinn, denn was dort ablief war so gut durchor-

17.08. - 26.08.2012

Zwischen Bergen, Tälern und Seen erinnern

unzählige Burgen, historische Schlösser und prähistorische

Steinkreise an die Geschichten und Mythen

Schottlands. Diese wurden uns näher gebracht von

unserem niederländischen Reisebegleiter Andre,

der mit einer Schottin verheiratet ist und in Edinburgh

lebt. Er hat Geschichte studiert und konnte

sich somit gut in die Vergangenheit und Gegenwart

dieses Landes hineinfinden. Die jeweiligen Besichtigungsstätten

bzw. Orte hat er in anschaulicher

und unterhaltsamer Weise, untermalt von amüsanten

Geschichten, kommentiert. Unser Busfahrer Julien

vom Reiseveranstalter Job Tours aus Essen

imponierte durch seinen rasanten und ortskundigen

Fahrstil. Insbesondere bei der Fahrt durch die

schottischen “Highlands” stockte uns zeitweilig der

Atem und wir hatten das Gefühl, als befänden wir

uns auf einer Sprungschanze.

1. Tag: Fahrt ab Oberhausen nach Newcastle/

England

Ab 8.30 Uhr erfolgte die Fahrt im modernen Reisebus

nach Amsterdam mit dortigem kurzzeitigem

Aufenthalt. Anschließend die Weiterfahrt nach

Ijmuiden zum Fährschiff von DFDS Seaways. Am

späten Nachmittag gingen wir an Bord der Nachtfähre,

um 18.00 Uhr hieß es “Leinen los”. Es

bestand die Gelegenheit zum Abendbuffet, was

vorzüglich war. Ein buntes Bordprogramm wurde

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ganisiert, wie man es sich in der Privatwirtschaft

manchmal wünscht.

Da haben sich einige klar denkende Menschen

wirklich ein Konzept einfallen lassen und es auch

noch so perfekt in die Praxis umgesetzt, dass man

nur staunen kann. Innerhalb von höchsten 5 Minuten

war ich mit den von mir benötigten Lebensmittel

versorgt und das auch noch mit Höflich- und

Freundlichkeit, Kompetenz und einem Lächeln.

Selbst wenn sich das nun dick aufgetragen anhört,

will ich hier sagen, dass ich es so erlebt und gefühlt

habe.

Dankeschön Spix und Weseler Tafel, Glück auf

und bitte weiter so.

Hardy Juan

geboten, bevor wir in unseren 2 Bett-Innen/Außen-

Kabinen mit Dusche und WC übernachteten. Bei

ruhigem Seegang hatten wir eine angenehme und

erholsame Nachtruhe.

2. Tag: Newcastle - Loch Lomond - Loch Awe -

Oban

Nach dem Frühstücksbuffet an Bord verließen wir

Newcastle. Gegen Mittag erreichten wir Glasgow, wo

auch unser Reisebegleiter Andre zustieg. Auf einer

kurzen Stadtrundfahrt wurden uns die Höhepunkte

dieser sympathischen Stadt nähergebracht. Die

Weiterfahrt erfolgte dann entlang des reizvollen Loch

Lomond und später am Loch Awe nach Oban. Dort


nahmen wir unser Abendessen ein und übernachteten.

3. Tag: Oban - Isle of Skye

Nach dem typisch “englischen Frühstück - Ham and

Eggs - Schinken, Wurst und Ei” ging es entlang der

Küste nach Fort William und weiter über die Road to

the Isles nach Mallaig. Dort legte die Fähre zur Isle

of Sky ab. Auf der Insel erwartete uns Natur pur mit

blauen Bergen, grünen Tälern und herrlichen

Küstenabschnitten. Der Tag endete mit Abendessen

und Übernachtung in einem landestypischen Hotel

der Mittelklasse.

4. Tag: Skye - Ullapool

Über die Skye Brücke verließen wir die Insel und

fuhren weiter in nördlicher Richtung. Entlang des

Loch Maree, einem der schönsten Seen Schottlands,

erreichten wir Inverewe Gardens. Der botanische

Garten überraschte durch seine Pflanzenvielfalt.

Nach einem Spaziergang fuhren wir zur Übernachtung

nach Ullapool.

5. Tag: Ullapool - Thurso

Nördlich von Ullapool liegt der Loch Assynt. Die

traumhafte Bergkulisse beeindruckte. Am See liegt

die Ruine des Ardvreck Castles. Weiter ging es

durch die einsamen Weiten des Hochlandes. Die

nächste Station war Durness. Unterhalb der Klippen

liegt die Höhle Smoo Cave. Die Übernachtung hatten

wir in Wick/Thurso.

6. Tag: Tagesausflug - Orkney Inseln

Von John O` Groats ging es mit der Fähre nach Burwick.

Wir erkundeten die Orkney Islands mit einem

örtlichen Reisebus. Dabei führte uns die Route u.a.

an die Bucht Scapa Flow, das Steinzeitdorf Skara

Brae und den Monolithen-Steinkreis Ring of

Brodgar. In Kirkwall konnten wir den Bischofspalast

und die St. Magnus Kathedrale

besichtigen. Abends erfolgte die Rückkehr nach

Wick/Thurso. Für mich war es der beeindruckenste

Tag der Rundreise durch Schottland.

7. Tag: Thurso - Dunrobin Castel - Inverness -

Loch Ness - Grantown

Die Fahrt ging weiter entlang der Ostküste. Wir hatten

einen Stopp am Dunrobin Castle mit seinem

kunstvollen Garten direkt am Meer. Hier kamen wir

in den Genuss der Künste eines Falkners mit seinen

Raubvögeln (Steinadler, Eule). Über die

aufstrebende Stadt Inverness führte die Reise zum

mystischen Loch Ness. “Nessie” selbst haben wir

nicht gesehen. Den Abend bzw. die Nacht verbrachten

wir im Raum Grantown.

8. Tag: Grantown - Edinburgh

An diesem Tag stand auf dem Programm die Besichtigung

einer Whisky-Brennerei mit Kostprobe.

Durch die Urlaubsregion der Königsfamilie “Royal

Deeside” ging die Fahrt weiter in den Süden. Wir

passierten Perth und kamen nach Edinburgh.

9. Tag: Edinburgh - Newcastle

Am Vormittag lernten wir die schottische

Hauptstadt bei einer Stadtrundfahrt kennen. Das

imposante Schloss thront über der Stadt. Anschließend

kam es zu einem Bummel entlang der Royal

Mile. Leider mussten wir uns hier von unserem

sympathischen Reisebegleiter Andre verabschieden.

Am Mittag ging die Fahrt weiter zum Hafen nach

Newcastle. Am frühen Abend legte die Nachtfähre

ab. Es bestand wieder die Möglichkeit zum Genuss

des Abendbuffet. Die Überfahrt war wieder sehr

ruhig, so dass wir einen angenehmen Schlaf hatten.

10. Tag: Newcastle - Heimreise

Nach dem Frühstücksbuffet und der Ankunft im

Amsterdam verließen wir die Fähre und traten die

Heimreise an. Die Heimatorte erreichten wir am

frühen Nachmittag.

Die Rundreise hat bei mir und ich denke auch bei

allen 18 Mitreisenden einen bleibenden Eindruck

von Schottland hinterlassen. Nochmals einen Dank

an unseren Reisebegleiter Andre und unseren

Fahrer Julien. Sie haben einen vorzüglichen “Job”

gemacht. Abschließend möchte ich sagen, dass wir

eine gute Gruppengemeinschaft hatten und betonen:

“Schottland hat sich gelohnt”.

Willi Kuhmann

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Weggeschlossen sein ist nicht sexy - aber

notwendig?

Wird ein Mensch in Deutschland akut und

schwer psychisch krank, dann kommt er in aller

Regel auf eine sogenannte geschlossene Aufnahmestation.

Bei weit über 80 % dieser Aufnahmestationen

ist die Eingangstür zu. Neuerdings

ist von „geschützten Stationen“ die Rede,

wenn kaschiert werden soll, dass die Türen

verschlossen sind und Besucher ebenso wie

Patienten ein- und ausgeschlossen werden.

Gesetzlich vorgeschrieben sind die geschlossenen

Stationen nicht. Im Gegenteil: Mit seinen

jüngsten Urteilen hat das Bundesverfassungsgericht

die Grenzen für freiheitsentziehende

Maßnahmen deutlich enger gezogen.

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Notwendig sind die geschlossenen Stationen

wegen der Weglaufgefahr und dem erhöhten

Selbstmordrisiko - so sagen die Befürworter.

Trifft diese Befürchtung tatsächlich zu? Lässt

sich durch eine geschlossene Stationstür die

Entweichungs- und Selbstmordrate tatsächlich

senken – oder ist nicht die verschlossene Eingangstür

eher ein Grund für die „Flucht“ ?

Dies war der Ausgangspunkt einer für Betroffene,

Angehörige und medizinisches Personal

spannenden und kontroversen Diskussion, die

sicher auch unter unseren Lesern aus eigenen

Erfahrungen sehr unterschiedlich bewertet werden

wird.

Eine Betroffene schilderte ihre eigenen –

durchaus zwiespältigen – Erfahrungen mit der

geschlossenen Unterbringung. Dazu kamen mit

einer anderen Sicht der Dinge eine Angehörige

wie eine zu dieser Frage forschende Medizinerin

zu Wort, die in eigenen Stationen erfolgreich

ohne geschlossene Abteilungen auskam.

Für die anwesenden Teilnehmer aus der Angehörigengruppe

von Spix gab es also reichlich

neue Informationen und Meinungen, die erst

einmal verarbeitet und bewertet werden müssen.

Klar ist auf jeden Fall: es hat sich gelohnt

dabei zu sein.

Martin van Staa

SPZ Öffnungszeiten / Angebote vor und zwischen den Feiertagen

Mi. 21.12. SPZ, TS, BeWo Weihnachtsfeier „Im Bogen“

(siehe dazu gesonderten Aushang)

Do. 22.12. offener Treff 15 Uhr - 19 Uhr

Fr. 23.12. 10 Uhr -12 Uhr Frühstück

Sa. 24.12. - Mo. 26.12. 11 Uhr - 15 Uhr Treff Ehrenamtliche

Di. 27.12. - Fr. 30.12. 10 Uhr - 15 Uhr Angebot für Tagesstätten– und Treff-

besucher

Di. 27.12. 15 Uhr - 19 Uhr offener Treff Ehrenamtliche

Sa. 31.12. 18 Uhr - 0.00 Uhr Silvesterparty Ehrenamtliche

So. 01.01.2013 11.00 Uhr – 15.00 Uhr „Offener Treff“ Ehrenamtliche

Mo.02.01.2012 wieder reguläre Tagesstätten- und Trefföffnungszeiten

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