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Winter Edition IV2020

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affaire&investissement Winter-Edition IV/2020 Personal branding... is a journey, not a destination Stefan Scheidt über die passende Positionierung von Führungskräften Branding von Unternehmen, Produkten und Dienstleistungen ist uns allen bekannt. Im wirtschaftlichen Kontext versteht man dabei die Etablierung und Entwicklung einer Marke. Dabei werden ein Logo mit dem Produkt und der Marke verknüpft. Ein wichtiger Grund für Aktivitäten im Branding liegt im Wettbewerb, wenn vor allem das Angebot höher ist als die Nachfrage. Wie Branding bei Führungskräften funktioniert und welche Vorteile es mit sich bringt, erklärt Management-Coach Stefan Scheidt, einer der international führenden Forscher im Bereich Personal Branding. Viele sprechen von Branding, aber jeder versteht etwas anderes darunter. Was ist für Sie das Besondere am Personal Branding? Personal Branding wird der Tatsache gerecht, dass Menschen, wie auch Produkte oder Unternehmen, sich ebenfalls zueinander im Wettbewerb befinden. Beispielsweise wenn es um interessante oder gut dotierte Jobs geht oder auch im Streben um größtmögliche Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit in verschiedenen Medien. Das Besondere am Personal Branding ist sicherlich, dass der Mensch mit seiner Persönlichkeit bereits zahlreiche Werte mitbringt, um ihn in seinem Wettbewerbsumfeld passend zu positionieren. Foto © Horst Ruland 70 | SaarLorLux ...c›est savoir vivre PR-Anzeigen

Winter-Edition IV/2020 affaire&investissement Welchen Mehrwert bzw. welche Vorteile erfährt eine Führungskraft durch Personal Branding? Führungskräfte, die Personal Branding umfassend und differenziert angehen, profitieren bezogen auf ihre Funktion in entscheidenden Aspekten: Ihre Sichtbarkeit steigt innerhalb und außerhalb des Unternehmens. Dabei ist mir wichtig, dass die Führungskraft immer authentisch bleibt und sehr gezielt ihre Stärken nutzt. Wer in der grauen Masse verbleibt, fällt eben nicht auf und wer nicht authentisch agiert, verliert an Glaubwürdigkeit. Durch Personal Branding investiert die Führungskraft in die eigene Karriere, den eigenen Erfolg und letztendlich in die eigene Zufriedenheit ein. Davon profitiert natürlich auch immer das Unternehmen, für das die Führungskraft steht. Wie grenzen Sie Personal Branding im Vergleich zum „herkömmlichen Business Coaching“ ab? Coaching galt lange Zeit als Domäne von Psychologen und befasste sich aus heutiger Sicht einseitig mit der Persönlichkeit. Als Sportwissenschaftler und mit der Erfahrung aus dem kommerziellen Hochleistungssport gilt für mich im Coaching, keine Entwicklung ohne Analyse und Ziel. In Verbindung mit meiner Management-Erfahrung decke ich die drei wesentlichen Bereiche im Business Coaching ab: den Menschen, seine Funktion und sein unternehmerisches Umfeld. Im Personal Branding gehen wir aber noch viel weiter. Die Analyse der Persönlichkeit, also was bringt die Führungskraft mit, erfolgt weitaus differenzierter und tiefgründiger, als es im herkömmlichen Coaching durchgeführt wird. Während Coaching sich häufig auf sehr spezifische Situationen und Wirkungen der Führungskraft fokussiert, entwickeln wir im Personal Branding gemeinsam eine grundlegende Positionierung der Führungskraft mit den dazu gehörigen Kommunikationsinstrumenten. Was sind die ersten Schritte im Personal Branding bei Ihnen? Zu Beginn steht natürlich die Analyse, ohne die jegliche Entwicklung ein Schuss ins Blaue wäre. Was bringt die Führungskraft mit? Welche Stärken und Schwächen sind vorhanden, welche Fähigkeiten, Expertisen und Neigungen? Vor allem analysieren wir die Persönlichkeit, also Werte und Einstellungen. Das bildet die Basis für die Entwicklung des unverwechselbaren Markenkerns der Führungskraft. In einem nächsten Schritt gehe ich mit der Führungskraft in eine differenzierte und tiefgründige Reflexion zu seiner Persönlichkeit. Wir nutzen die vorherige Analyse, zeichnen ein Gesamtbild und bauen das Bewusstsein zu sich selbst und damit die Selbststeuerung auf. Die Führungskraft steuert ihren Personal Brand und nicht umgekehrt. Sie haben eine sogenannte „Wertschöpfungsspirale“ im Personal Branding entwickelt. Was ist Ihnen bei der Positionierung und Kommunikation für eine Führungskraft wichtig? Bei der Positionierung der Führungskraft im Unternehmen gehen wir individuell, realistisch und zielgerichtet vor: Einerseits ist es wichtig, die Authentizität zu wahren, andererseits beachten wir, welche Zielgruppen die Führungskraft auf welche Weise wahrnehmen soll. Durch dieses Matching entsteht eine individuelle Differenzierung zu anderen Managern. Mit Blick auf die Kommunikation unterscheidet sich meine Wertschöpfungsspirale wohl am wesentlichsten von den zahllosen Beratungsangeboten im Personal Branding. 90% oder mehr dieser Beratungen limitieren Personal Branding auf reine Kommunikationsaktivitäten. Ich erstelle passend zum Persönlichkeitsprofil ein individuelles Kommunikationskonzept mit einem authentischen Storytelling, das wir auch immer wieder aktuellen Herausforderungen anpassen – gemäß meinem Motto: Personal Branding is a journey – not a destination. Welche Erfahrungswerte haben Sie bisher mit Ihrer „Wertschöpfungsspirale“ im Management gesammelt? Zahlreiche Manager haben sich selbst noch gar nicht so umfassend, strukturiert und differenziert als Personal Brand betrachtet, wie es meine Wertschöpfungsspirale ermöglicht. Ich erlebe eine sehr große Offenheit bis hin zur Dankbarkeit, dass dem nicht direkt greifbaren Thema Personal Branding eine nachvollziehbare Struktur gegeben wird. Die meisten Manager lassen sich gerne darauf ein, da sie auch durchweg wissen, dass ihre individuelle Persönlichkeit im Mittelpunkt steht. Meine Wertschöpfungsspirale beinhaltet weder Checklisten, die abgearbeitet werden, noch standardisierte Instrumente, in die die Manager schablonenhaft hineingebogen werden. Authentizität ist entscheidend! Davon profitieren bereits zahlreiche Manager in ihren Unternehmen und in der Öffentlichkeit. Nennen werde ich natürlich keinen, denn auch Vertraulichkeit ist Trumpf. Personal Branding - Développer sa marque personnelle Chacun porte en lui une marque distinctive qui le rend unique. Une marque est caractérisée par ses talents, son parcours, ses expériences, ses croyances…Tout le problème est de prendre conscience de cette marque, de la faire connaître et reconnaître par les autres. Prioritaires sont, entre autres, les politiciens, mais surtout les dirigeants, qui veulent occuper des fonctions de plus en plus importantes dans des entreprises de plus en plus prestigieuses. Étant donné que les places de dirigeants sont peu nombreuses, la compétition est donc très forte. PR-Anzeigen SaarLorLux ...c›est savoir vivre | 71