Aufrufe
vor 2 Jahren

SaarLorLux... c'est savoir vivre Herbst/Winter Edition 2020

  • Text
  • Menschen
  • Luxemburg
  • Frankreich
  • Saarbruecken
  • Lifestylemagazin
  • Savoirvivre
  • Badezimmer
  • Svolt
  • Branding
  • Foto
  • Unternehmen
  • Werbung
  • Marketing
  • Saarland
  • Saarlorlux
  • Savoir
  • Vivre
Winter Edition IV2020

eauté

eauté wellness&médecine Winter-Edition IV/2020 Covid-19 bahnbrechender Simulator Forscher berechnen mit Covid-19-Simulator Infektionsentwicklung für Lockdown-Szenarien Die Infektionszahlen im gesamten Bundesgebiet steigen rasant. Auch wenn der Teil-Lockdown nun schnell umgesetzt wurde, lässt sich die starke Ausbreitung des Coronavirus nur mit Verzögerung ausbremsen. Wie die Infektionsentwicklung aussehen könnte, haben Forscher der Universität des Saarlandes jetzt in verschiedenen Szenarien durchgerechnet. Sie können zeigen, dass nur mit einer drastisch gesenkten Reproduktionszahl eine Überlastung der Krankenhäuser und Intensivstationen noch zu verhindern ist. Der dafür genutzte Covid-Simulator kann jetzt auch für einzelne Stadt- und Landkreise im ganzen Bundesgebiet die Infektionszahlen vorhersagen: www.covid-simulator.com. „Wir wissen aus der Entwicklung im Frühjahr, dass sich erhöhte Infektionszahlen erst mit mehrwöchiger Verzögerung auf die Belegung der Intensivstationen auswirken. Daher sind auch der trotz anvisiertem Teil-Lockdown die Spitzenbelegungen erst ab Mitte November und Anfang Dezember zu erwarten. Mit unseren Simulationen mussten wir leider feststellen, dass unabhängig davon, wie stark man ab jetzt die weitere Ausbreitung des Coronavirus stoppen kann, im Dezember mindestens doppelt so viele Intensivbetten belegt sein werden wie zu Spitzenzeiten der ersten Welle“, sagt Thorsten Lehr, Professor für Klinische Pharmazie der Universität des Saarlandes. Gemeinsam mit seinem Team und Forscherkollegen hat er das mathematische Modell für den Online-Simulator entwickelt, das auf der Basis umfangreicher Daten präzise Ergebnisse für das gesamte Bundesgebiet liefert. Thorsten Lehr, Professor für Klinische Pharmazie der Universität des Saarlandes, erläutert die Grafiken aus den Berechnungen des Covid19-Online-Simulators. Foto © Pasquale D`Angiolillo 52 | SaarLorLux ...c›est savoir vivre PR-Anzeigen

Winter-Edition IV/2020 Nach Berechnungen der Wissenschaftler liegt derzeit die bundesweite mittlere Reproduktionszahl bei 1,43. Diese sagt aus, wie viele Menschen ein Infi zierter im Durchschnitt ansteckt, derzeit übertragen also zehn Infi zierte das Coronavirus auf etwas mehr als vierzehn Personen. „Wenn es uns gelingen würde, den R-Wert wieder auf das gleiche Niveau wie bei dem ersten Lockdown im Frühjahr, also auf etwa 0,6 zu drücken, würde ein Monat nicht ausreichen, um das Infektionsgeschehen in den Griff zu bekommen. Es gäbe auch dann noch bei über der Hälfte der Stadt- und Landkreise mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner im Schnitt der letzten sieben Tage gerechnet“, warnt Thorsten Lehr. Selbst bei dem sehr niedrigen und derzeit äußerst unrealistischen R-Wert von 0,3 lägen nach einem Monat noch knapp 20 Prozent der Stadt- und Landkreise über dem 7-Tages-Inzidenzwert von 50. Die Saarbrücker Forscher veröffentlichen regelmäßig detaillierte Prognosen für alle Bundesländer, die der Politik und dem Gesundheitswesen als Entscheidungshilfe dienen sollen. Das Besondere des Covid-19-Simulators ist die breite Datenbasis, die für die aufwändigen Berechnungen verwendet wird: Neben den Erhebungen des Robert-Koch-Instituts sowie der Kreis- und Landesgesundheitsämter werden beispielsweise die recherchierten Corona-Fallzahlen der „Berliner Morgenpost“ ergänzt. Zudem werden klinische Daten von über 8000 stationär behandelten Covid-19-Patienten aus über 100 deutschen Kliniken und verschiedene Angaben der Gesundheitsministerien ausgewertet. An dem Covid-19-Simulationsprojekt sind neben dem Team von Professor Thorsten Lehr auch Forscherinnen und Forscher am Universitätsklinikums des Saarlandes beteiligt. Dazu zählen die Teams um Professorin Sigrun Smola und Dr. Jürgen Rissland am Institut für Virologie, und um Professor Thomas Volk und Professor Sascha Kreuer am Institut für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie. COVID 19 - Simulateur révolutionnaire Avec le simulateur Covid 19, des chercheurs calculent le développement du nombre de cas d'infections de corona afin d'adapter des scénarios de confinement. Actuellement, le nombre de cas de corona augmente en Allemagne. Et même avec un semi-confinement, les cas d'infections ne diminuent pas suffisamment. Des chercheurs de l'Université de Sarre ont envisagé plusieurs scénarios, comment réduire la reproduction des cas d'infections pour éviter une surcharge dans les hôpitaux voire les salles de réanimation. Le simulateur peut aussi être utilisé par chaque ville des Länder de toute l'Allemagne, afin d'avoir des chiffres précis d'infections. PR-Anzeigen