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Schlechte Business- Software? Selber schuld!

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Es gibt keine schlechte Business-Software, sondern nur schlecht entwickelte Informationssysteme. Meist sind ungenügende Sorgfalt und fehlende Kompetenz bei Auswahl und Implementierung der Business-Software der Grund.

Schlechte Business- Software? Selber

54 Wirtschaftsinformatik Schweiz Mehr als nur Technik Schlechte Business- Software? Selber schuld! Es gibt keine schlechte Business-Software, sondern nur schlecht entwickelte Informationssysteme. Meist sind ungenügende Sorgfalt und fehlende Kompetenz bei Auswahl und Implementierung der Business-Software der Grund. VON RETO DE MARTIN DER AUTOR Reto De Martin ist Inhaber der Firma Force4project und als Geschäftsleiter von VIW zugleich Präsident der Interessengemeinschaft Berufsbildung Wirtschaftsinformatik IG-BWI. www.igbwi.ch Ein Informationssystem ist ein System, das für die Zwecke eines Unternehmens entwickelt und implementiert beziehungsweise in diesem Betrieb eingesetzt wird. Ein Informationssystem kombiniert die für seinen Zweck notwendigen Elemente aus Organisation, Management sowie Technik und ist in optimale Struk turen eingebunden. Die Business-Software stellt dabei die Elemente aus dem Segment Technik bereit. Die Aufgabe, technische Elemente mit sozialen zu kombinieren und eine harmonische, funktionale und zielführende Ganzheit zu schaffen, kommt dabei dem Menschen zu. Zeigt er sich unwillig oder unfähig, wird die Schuld gern auf die schlechte Software geschoben. Am Beispiel des revidierten Rahmenlehrplans der Höheren Fachschule für Wirtschaftsinformatik (HFWI) werden die Kompetenzen aufgezeigt, die für eine erfolgreiche Implementierung erforderlich sind. Es sind genau die Kompetenzen, die diplomierte Fachkräfte der Wirtschaftsinformatik einbringen, um den Prozess der erfolgreichen Nutzung von Business-Software zu formen. Der Rahmenlehrplan der HFWI ist nach dem in der Praxis bewährten Kompetenzmodell «Plan-Build-Run- Enable-Manage» aufgebaut. Entlang dieses Modells müssen in der realen Wirtschaftswelt ganzheitliche Informationssysteme unter Nutzung neuer Business-Software konstruiert und betrieben werden. BUSINESS CASE ZEIGT NUTZEN AUF Die Planung von Systemen zur unternehmerischen Nutzung der Informationstechnologie markiert die unverzichtbare Analyse und die gedankliche Vorwegnahme der Zukunft und des Umsetzungsweges. Zur Analyse gehört das Verständnis der Unternehmensstrategie und die Ableitung griffiger ICT-Strategien. Welchen Beitrag soll die Business-Software zur Bündelung der Kräfte im Unternehmen und im Markt leisten? Ein Business Case zeigt auf, ob das Vorhaben eine positive Wirkung entfalten und sich wirtschaftlich lohnen wird. Unter Berücksichtigung von Anforderungen und Regeln der Anspruchsgruppen werden kreative Lösungen sowie neue Ideen und Konzepte entworfen. Als Folge wird ein Projekt zur Nutzung der Potenziale initialisiert und geplant. Nun gilt es, die Konzepte umzusetzen, das Informationssystem unter Berücksichtigung der Kundenbedürfnisse zu spezifizieren. Mit Kunden sind dabei alle Anspruchsgruppen gemeint. Entsprechend gilt es, alle wesentlichen Stakeholder in die Projektorganisation einzubinden. Welche Verbindungen sind erforderlich, um die verschiedenen Komponenten zu einem Gesamtsystem zusammenzuführen, welche systematischen Prüfverfahren für Kundenanforderungen und ICT-Systeme sollen ent wickelt und welche Testverfahren durchgeführt werden? Wirtschaftsinformatikerinnen und Wirtschaftsinformatiker erarbeiten die betriebsspezifischen Antworten und sorgen für deren Umsetzung und Dokumentation. Damit sind die Voraussetzungen gegeben, um neue Business-Software auf dem Markt im Einklang mit formalen und rechtlichen Vorgaben zu evaluieren. SOFTWARE-ROLLOUT IST VERÄNDERUNG Je innovativer das neu zu schaffende Informationssystem sich präsentiert, je umfangreicher und bei den Betroffenen unbekannter die Funktionen der neuen Business-Software sind, desto ausgeprägter muss bei der Abwicklung von Projekten auf den Faktor Mensch geachtet und die Veränderungen als Folge der neuen Lösungen mitgestaltet werden. Wirtschaftsinformatikerinnen und Wirtschaftsinformatiker schaffen es, als Leader im Unternehmen Menschen zu verbinden und zu motivieren, Teams zu führen und Konflikte aufzulösen. Sie schaffen die Voraus-

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