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Prädikation und sekundäre Prädikation - Fachbereich 10 ...

Prädikation und sekundäre Prädikation - Fachbereich 10 ...

2 Susanne Hackmack:

2 Susanne Hackmack: Prädikation und sekundäre Prädikation wife refers to someone of whom it is said, in the predicate, that she bought a coat in London. 2. A verb or other unit which takes a set of arguments. Thus, in the same example, 'buy' is a two-place predicate whose arguments are represented by my wife and a coat. (MATTHEWS 1994) Diese Definitionen spiegeln die angesprochene Unsicherheit wider bezüglich der Frage, was in einem Satz mit transitivem Verb das Prädikat ist. Auf den Satz John kicks Bill angewendet, erhielten wir hiernach nämlich genau die Analysen, die auch die Workshoper vorgebracht haben: nach Definition 1 wäre das Prädikat durch 'kick Bill' repräsentiert; nach Definition 2 durch das zweistellige Prädikat 'kick'. Mit dieser Sachlage sind ein paar interessante Fragen verbunden – beispielsweise: haben diese unterschiedlichen Gebrauchsweisen von 'Prädikat' etwas miteinander zu tun, oder sind sie gänzlich unabhängig voneinander? Woher kommen sie? Welche Konsequenzen hat die unterschiedliche Verwendung des Begriffes 'Prädikat' für die Verwendung des Begriffes 'Subjekt'? Und natürlich: inwieweit sind diese Definitionen relevant für 'Prädikation'? Prädikatsbegriff 1 Die erste Definition gibt eine sehr traditionelle und gemeinhin auf Aristoteles zurückgeführte Gebrauchsweise von 'Prädikat' und 'Subjekt' wieder. Danach lassen sich sprachliche Äußerungen wie Sätze grob in zwei Basiskategorien einteilen: Individuenausdrücke einerseits und Eigenschafts- bzw. Klassenausdrücke andererseits. Die Kombination dieser Basiskategorien ergibt die Grundform eines Aussagesatzes: For Aristotle, then, a situation or state of affairs, as represented in an assertive sentence, consists of the fact that some entity has a certain property. And a true assertion corresponds with the situation in that it contains a constituent called predicate, which assigns the property in question to the entity concerned. (SEUREN 1998: 121) "Subjekt ist Prädikat" galt als Strukturschema für einfache Deklarativsätze (z.B. Socrates est albus), zulässige Prädikate waren im wesentlichen Eigenschaften oder Klassennamen. Wiewohl diese Unterteilung auf Aristoteles basiert, ist dabei zu berücksichtigen, dass es diesem nicht primär um eine syntaktische oder semantische Analyse natürlichsprachiger Sätze ging, sondern um die Frage nach der Abbildung der Wirklichkeit in Aussagen oder Urteilen über die Wirklichkeit und deren Wahrheitsbedingungen, also um logischphilosophische Fragestellungen. Die Grundeinteilung des Satzes in Subjekt und Prädikat im oa. Sinn hat allerdings einen großen Einfluss genommen auf die Sprachwissenschaft allgemein und insbesondere auch die traditionelle Grammatik: hier wird property oder 'Eigenschaft' in einem sehr weiten Sinn verstanden dahingehend, dass darunter nicht nur Attribute, sondern auch Aktionen oder Zustände oder Prozesse fallen, die z.T. in komplexen Verbalphrasen ausgedrückt sein können. Auf dieser Basis ist die Zweiteilung von Sätzen in ein Subjekt und ein Prädikat nachzuvollziehen, wie sie bis heute auch in den Beispielsätzen vorgenommen wird: dem Individuenausdruck my wife ist durch das Prädikat die 'Eigenschaft' zugeschrieben, einen Mantel in London gekauft zu haben, dem Indivduenausdruck John die 'Eigenschaft', Bill zu treten.

Bremer Linguistik Workshop 3 In diesem Sinn ist das Prädikat als 'Satzteil' eine Art 'aussagentechnisches' Konstrukt: etwas wird über etwas anders ausgesagt. Es korreliert mit dem traditionellen Begriff 'Satzaussage' und ist neben Eigenschaften und Klassenbezeichnungen (ist groß, ist Studentin) auch durch Prozesse (kauft einen Mantel in London) realisiert, die z.T. in komplexen Verbalphrasen ausgedrückt sein können. Prädikatsbegriff 2 Der Prädikatsbegriff in der zweiten Definition, der in zahlreichen modernen Grammatikformalismen Anwendung findet, kann auf die symbolische Logik bzw. Prädikatenlogik zurückgeführt werden. Danach ist ein ein Prädikat ein Konstrukt bestehend aus einem Prädikatsnamen einerseits und einer Menge von Argumentstellen (die möglicherweise auch leer sein kann) andererseits. Bei der Notation wird der Prädikatsname zur linken einer Klammer geführt, die eine Reihe Argumentstellen enthält: Prädikatsname(Arg1, Arg2,...Argn). Je nach Zahl der Argumentstellen haben Prädikate eine unterschiedliche Stelligkeit – einstellige Prädikate haben eine Argumentstelle, zweistellige Prädikate haben zwei Argumentstellen usw. Häufig wird verkürzend nur der Prädikatsname als 'Prädikat' bezeichnet, doch die Stelligkeit ist eine intrinsische Eigenschaft eines jeden Prädikates. In der modernen Linguistik werden Prädikat-Argument-Strukturen beispielsweise dafür verwendet, die Valenzeigenschaften von Lexemen zu repräsentieren. So ist z.B. in der Prädikat-Argument-Struktur eines Verbs erfasst, mit wievielen und ggf. auch mit welchen Typen von Ergänzungen oder Partizipanten sich dieses verbinden kann. Die Verben run, kick und put hätten jeweils die folgenden Prädikat-Argument-Strukturen: run(x), kick(x,y) und put(x,y,z). Ein Verb wie eat, das zwei verschiedene Gebrauchsweisen hat (John ate vs John ate the cake), könnte auf zwei distinkte Prädikate abgebildet werden: das einstellige eat(x) und das zweistellige eat(x,y). Die in Form von Prädikat-Argument-Strukturen notierten Valenz- oder Subkategorisierungseigenschaften einzelner Lexeme nehmen in vielen zeitgenössischen Grammatikmodellen eine zentrale Position ein: Lexical argument structures play an extremely important role in modern theories of language. Beginnning with Aspects of the Theory of Syntax (Chomsky 1965) and continuing to the present, it has become apparent that many of the facts of grammar are caused by properties of the particular lexical items that go into sentences. Recent theories of grammar specify rich collections of information in lexical entries and relatively impoverished rules or principles in other components of the grammar […]. (PINKER 1989:4) 1 Womit die Argumentstellen, die ein Prädikat eröffnet, gefüllt werden, lässt sich noch genauer klassifizieren beispielsweise mit Bezug auf syntaktische Kategorien, 1 Ich weiß nicht genau, was Pinker mit ...beginning with Chomsky '65... meint – inwieweit die syntaktische Form eines Satzes durch die Valenzeigenschaften seiner Lexeme vorstrukturiert ist, war natürlich schon viel früher Gegenstand sprachwissenschaftlicher Analyse. Gerade die generative Grammatik nach Chomsky hat sich im Vergleich zu anderen Grammatiktypen wie z.B. der Kategorialgrammatik nach meinem Dafürhalten reichlich schwer getan, den hier im Kern angesprochenen Lexikalismus in die Grammatik zu integrieren.

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