zur Konzeption des Hortes an der Grundschule ... - Wernigerode

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zur Konzeption des Hortes an der Grundschule ... - Wernigerode

Konzeption

Ich mag dich so,

wie du bist.

Ich vertraue auf deine Fähigkeiten.

Wenn du mich brauchst, bin ich da.

Versuche es zunächst einmal selbst!

(Verfasser unbekannt)

Stadt Wernigerode

Hort Harzblick

Heidebreite 10

38855 Wernigerode

Tel. 03943/601027

hortharzblick@stadt-wernigerode.de


Gliederung

1. Rahmenbedingungen 2

1.1. Träger der Einrichtung 2

1.2. Grundlagen 2

1.2.1. Gesetzliche Grundlagen 2

1.2.2. Weitere Grundlagen 2

1.2.3. Aussagen zur Betriebserlaubnis 2

1.3. Territoriales und soziales Umfeld 3

1.4. Räume und Außengelände 4

1.5. Tagesablauf und Schließzeiten 5

1.6. Gruppenstruktur 6

1.7. Mitarbeiterinnen 7

2. Leitgedanken / Zielstellung 8

3. Aufgaben 9

3.1. Weiterentwicklung von persönlichen, sozialen, Sach - und

lernmethodischen Kompetenzen 9

3.2. Beobachtung und Dokumentation 10

3.3. Umsetzung / Schaffen von Erfahrungsmöglichkeiten 11

3.3.1. Soziale Grunderfahrungen 11

3.3.2. Kommunikation, Sprache, und Schriftkultur 13

3.3.3. Körper, Bewegung und Gesundheit 13

3.3.4. Ästhetik und Kreativität 14

3.3.5. Mathematische Grunderfahrungen 14

3.3.6. Welterkundung und naturwissenschaftliche Grunderfahrungen 15

4. Formen der Zusammenarbeit 16

4.1. Zusammenarbeit im Team 16

4.2. Zusammenarbeit mit anderen Horten 17

4.3. Zusammenarbeit mit Eltern 17

4.4. Zusammenarbeit mit der Grundschule Harzblick 18

4.5. Zusammenarbeit mit der Freien Grundschule / Hort 18

4.6. Zusammenarbeit mit der Kindertagesstätte Harzblick 19

4.7. Zusammenarbeit mit weiteren Kindereinrichtungen 20

4.8. Zusammenarbeit mit dem Jugendtreff Harzblick 20

5. Öffentlichkeitsarbeit 21

6. Selbstverpflichtung 21


1. Rahmenbedingungen

1.1.Träger der Einrichtung

Die Stadt Wernigerode ist Träger der Einrichtung.

Zuständiges Amt:

Amt für Jugend, Gesundheit und Soziales

38855 Wernigerode

Schlachthofstraße 6

1.2. Grundlagen

1.2.1. Gesetzliche Grundlagen

→ SGB VIII Sozialgesetzbuch – Kinder- und Jugendhilfe

→ Gesetz zur Förderung und Betreuung von Kindern in Tageseinrichtungen und in

Tagespflege des Landes Sachsen- Anhalt (KiFöG) *

1.2.2. Weitere Grundlagen

→ Bildungsprogramm für Kindereinrichtungen in Sachsen – Anhalt,

Bildung: elementar – Bildung von Anfang an*

→ Situationsansatz , Jürgen Zimmer

→ Satzung über die Benutzung der Kindertageseinrichtungen der Stadt Wernigerode /

Kindertageseinrichtungsbenutzungssatzung*

→ Satzung über die Erhebung von Gebühren für die Kindertageseinrichtungen in der

Stadt Wernigerode / Kindertageseinrichtungsgebührensatzung *

1.2.3. Aussagen zur Betriebserlaubnis

Der Hort hat eine Aufnahmekapazität von 110 Kindern im Alter von 6 – 14 Jahren

Grundlage für die Aufnahme ist ein abgeschlossener Betreuungsvertrag.


* in seiner jeweils gültigen Fassung

1.3.Territoriales und soziales Umfeld

Territoriales Umfeld

Das Gebäude befindet sich im Wohngebiet Harzblick in Wernigerode, Heidebreite 10.

Das Gebäude, Erstbezug im September 1989, beherbergt drei voneinander unabhängige

Institutionen.

Grundschule Harzblick

→ Hort Harzblick

→ Freie Grundschule / Hort

Das Wohngebiet Harzblick ist eine Plattenbausiedlung, die vor 1989 errichtet wurde und zum

Teil saniert ist.

Angrenzend entstand in den neunziger Jahren die Wohnsiedlung Charlottenlust.

Der Harzblick sowie die Charlottenlust sind an öffentlichen Verkehrmitteln angebunden.

Wichtige Institutionen wie Geschäfte für den täglichen Bedarf, Apotheke sowie Ärzte sind im

Wohngebiet angesiedelt.

In Nachbarschaft unserer Einrichtung befinden sich die Kindertagesstätte Harzblick, der

integrative Kindergarten Quasselstrippe, der Jugendclub Harzblick und die

Behindertenwerkstatt der Lebenshilfe.

Das Wohngebiet Harzblick grenzt an die Teichanlagen und an das Wald- und Wiesengebiet

der Charlottenlust.

Im Zuge der Landesgartenschau wurde das Areal um die Teichanlagen zum Bürgerpark

umgestaltet. Der Park bietet allen Einwohnern der Stadt und insbesondere unseren

Hortkindern vielfältige Möglichkeiten zur aktiven Erholung, welche wir für unsere

pädagogische Arbeit rege nutzen.

Soziales Umfeld

In beiden Teilen des Wohngebietes zeigten sich unterschiedliche Tendenzen.

So überwiegt in der Plattenbausiedlung der Anteil an alleinerziehenden Eltern und

Mehrkindfamilien, dagegen in der Wohnsiedlung Charlottenlust der Anteil der Ein-Kind-

Familien.

Das gemeinsame Spielen der Kinder beider Wohngebiete findet hauptsächlich in unserer

Einrichtung statt.

Die unterschiedlichen materiellen und familiären Gegebenheiten spiegeln sich im Verhalten

der Kinder zunehmend wider und sind Handlungsfeld für unsere pädagogische Arbeit.


1.4.Räume und Außengelände

Die genannten Horträume sowie das Außengelände sind für alle Kinder zugänglich und

ermöglichen somit das selbständige aktive Tätigsein.

HORTRÄUME

3 Horträume (ca. 180m²) /abgeschlossene Einheit mit Sanitäranlagen /1. Etage

1 Hortraum – Kreativraum (ca. 63m²) / Erdgeschoss

→ S.14 Ästhetik und Kreativität

1 Hortraum – Bewegungsraum (ca. 50m²) / Erdgeschoss

→ S.13 Körper, Bewegung und Gesundheit

1 Hortraum –Lese- und Computerecke (ca. 63m²)/ Erdgeschoss

→ S.13 Kommunikation, Sprache und Schriftkultur

1 Hortraum – Musik- und Forscherecke (ca. 63m²) / Erdgeschoss

→ S.14 Ästhetik und Kreativität

→ S. 15 Welterkundung und naturwissenschaftliche Grunderfahrungen

1 Hortraum - Kinderküche (ca.25m²) /Erdgeschoss / gemeinsame Nutzung mit GS

→ S. 13 Körper, Bewegung und Gesundheit

WIRTSCHAFTSRÄUME

Lagerraum für Materialien / Erdgeschoss

Lagerraum für den Brennofen / 1.Etage

Trockenraum / Lagerung von Wäsche / Erdgeschoss

AUßENGELÄNDE

Schulhof der Grundschule 1506 m²

Hortspielplatz, 1660 m²

Schulgarten und angrenzende Wiese 1650 m²

Turnhalle 540 m²

Sportplatz 7680 m²


1.5. Tagesablauf und Schließzeiten

Tagesablauf

Der Hort ist, außerhalb der Schließzeiten, montags bis freitags von 6.00Uhr bis 7.20Uhr und

von 12.55Uhr bis 18.00Uhr geöffnet.

In der Ferienzeit hat der Hort durchgehend geöffnet.


Tagesablauf im Allgemeinen/ Schulzeit

Hortgruppe1* Hortgruppe 2* Hortgruppe 3* Hortgruppe 4*

6 – 7.20Uhr Frühhort Frühhort Frühhort Frühhort

ab 12.55Uhr Vesper

Freispiel

Hausaufgaben –

anfertigung*

ab 13.45Uhr Freispiel

Angebote

Vesper

Freispiel

Angebote

Hausaufgaben –

anfertigung*

Vesper

Freispiel

Angebote

Hausaufgaben –

anfertigung*

Vesper

Freispiel

Angebote

*Hausaufgabenzeit

Klasse 2 = 30min Hausaufgabenzeit * Hortgruppe → entspricht der jeweiligen Klassenstufe

Klasse 3/4 = 60min Hausaufgabenzeit

( laut Runderlass vom 14.03.2005 )

Mittwochs und freitags haben alle Hortkinder um 12.55Uhr Schulschluss.

Beide Tage sind hausaufgabenfrei.

→ Mittwochsangebote


Tagesablauf in der Ferienzeit*

6.00 – 8.30Uhr Frühhort

8.30 – 9.00Uhr gemeinsame Frühstückszeit

9.00 – 12.00/12.30Uhr Aktivitäten/ Angebote

12.30 – 13.00Uhr gemeinsame Mittagszeit

ab 13.00Uhr

Freispiel /Angebote /Vesper

* Änderungen laut aktuellem Ferienplan bei Tagestouren und Ferienfahrten

Schließzeiten

Sommerschließzeit:

2Wochen, Notfallbetreuung in einem Hort der Stadt

bewegliche(r) Ferientag(e): lt. Gesamtkonferenz der Grundschule

Notfallbetreuung in einem Hort der Stadt

Weihnachtsferien:

lt. Ferientermine,

Betreuung Notgruppe im Kinderland Pusteblume


1.6. Gruppenstruktur

Homogene (altersreine) Gruppe, nur die Hortgruppe 1 zum Hortjahresbeginn

• Zeitpunkt zur Gruppenöffnung ist gruppenspezifisch, durch die enge Zusammenarbeit

mit der Kita Harzblick, d.h. schnelle Integration der Kinder

→ S.18 Zusammenarbeit mit der Kindertagesstätte Harzblick

• einzelne Kinder aus anderen Kitas lernen sich untereinander so besser kennen

• entscheiden ab dem ersten Horttag mit über Tagesablauf, Angebote und Ferienplanung

• wählen im Oktober aus ihrer Gruppe einen Vertreter für die Hortkids und Beteiligung

an der Umfrage zu den Mittwochsangeboten

Heterogene (altersgemischte) Gruppe – offene Hortarbeit

• keine festen Hortgruppen, d. h. keine festen Horträume, sondern Funktionsräume, über

deren Nutzung die Kinder eigenständig entscheiden können

• Auswahl der Räume interessengeleitet → hohe Akzeptanz, ungestörtes Spielen,

sammeln von Erfahrungen

• mehr Raum und Zeit für eigene Betätigung und soziales Miteinander, spielen mit

Geschwisterkindern sowie Freunden

• „auffälliges“ Kind wird eher akzeptiert, ohne den „Stempel des Andersseins“,

ermöglicht die Integration von benachteiligten und ausländischen Kindern


1.7. Mitarbeiterinnen

Pädagogisches Personal

Alle Horterzieherinnen sind staatlich anerkannte Erzieherinnen.

Hortleiterin

Frau Buch

zusätzliche Qualifikationen

- Leitungskompetenz in Kindertagesstätten,

- Kinderschutzfachkraft

Gefährdungseinschätzung und Hilfen bei Misshandlung und

Vernachlässigung/ Frühwarnsystem in Kindertagesstätten

Horterzieherin /

Abwesenheitsbeauftragte

Horterzieherin

Horterzieherin

Frau Ahrend

Frau Hauk

Frau Reulecke

Technisches Personal - Grundschule/ Hort

Hausmeister

Hallenwärtin

Reinigung

Herr Häusler

Frau Klapproth

Firma Wilke


2. Leitgedanken / Zielstellung

Ich mag dich so,

wie du bist.

Ich vertraue auf deine Fähigkeiten.

Wenn du mich brauchst, bin ich da.

Versuche es zunächst einmal selbst!

(Verfasser unbekannt)

In unserer Einrichtung hat die Partizipation /Mitbestimmung aller Hortkinder eine zentrale

Stellung, denn Selbst – Bildung ohne Beteiligt- sein ist überhaupt nicht denkbar.

Unser Hortleben sichert und ermöglicht ein gleichberechtigtes, offenes und vertrauensvolles

Miteinander.

Ziel unseres pädagogischen Tuns ist es, die Selbst- Bildung durch die Förderung der

Selbstständigkeit der Kinder anzuregen, das Selbstvertrauen zu festigen, und die Ausprägung

von Eigenverantwortung weiterzuentwickeln.

Jedem einzelnem Kind die Gelegenheit zu geben, dass für sie oder ihn Bedeutsame

→ Neigungen / Interessen einbringen zu können, es mit anderen Interessierten

auszutauschen und Möglichkeiten zu finden, den Handlungsraum mit den Kindern nach ihren

Vorstellungen zu gestalten.

So werden Selbstbildungspotentiale durch Impulse ganzheitlich gefördert und unterstützt.

Die Kinder erwerben in solchen Schlüsselsituationen Ich-, Sozial- und Sachkompetenz,

welche das Fundament für die Ausprägung fachspezifischer Kompetenzen im weiteren

Bildungsverlauf sind.

„ Es geht nicht um Bildung für etwas (auch nicht für das Leben), sondern es geht um Bildung

an sich. Ein Kind bildet sich nicht, damit es später im Leben irgendwann irgendwo Einfluss

hat, wenn es die Bestätigung erfährt, dass sein Denken und Handeln jetzt etwas bewirken,

dass es hier und heute wichtig ist. Bildung ist das Streben, die eigene Initiative, in tätiger

Auseinandersetzung mit den Dingen und dem Geschehen in der Welt und im gemeinsamen

Tun mit anderen eine Position, einen Standpunkt zu bedeutsamen Fragen zu entwickeln –

bedeutsam für mich, bedeutsam für andere und bedeutsam für das Geschehen in der Welt.“

(Christa Preissing „ Bildung im Situationsansatz – Bildung nach Pisa)


3. Aufgaben

3.1.Weiterentwicklung von persönlichen, sozialen und lernmethodischen

Kompetenzen

• Persönliche Kompetenzen

- Entwicklung eines positiven Selbstbildes

- Autonomie erleben

- Selbstwirksamkeit spüren und bewusst einsetzen

- Selbstregulation von Gefühlen erlernen

- Denkfähigkeit erweitern

- Differenzierte Wahrnehmung entwickeln

- Kreativität entfalten

- Bewältigungsstrategien in Krisen erlernen

• Soziale Kompetenzen

- Kommunikationsfähigkeit lernen

- Frustrationstoleranz aufbauen

- Konfliktfähigkeit üben

- Regeln einhalten und als sinnvoll erleben

- Verantwortung innerhalb der Gruppe übernehmen

Sach – und lernmethodische Kompetenzen

- Lernstrategien entwickeln

- Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten haben

- Motivation aufbauen

- Interessen erkennen

- Medienkompetenz erlernen


3.2. Beobachtung und Dokumentation

Beobachten ist gezieltes Beachten des Kindes.

Kinder sollen diese Beachtung spüren.

Dokumentieren ist Wertschätzen der kindlichen Tätigkeiten.

Dokumentationen sind keine Datensammlungen über Kinder,

sondern Grundlage für einen intensiven Dialog.

(Auszug aus dem Zitat von Christa Preissing)


Dokumentation – Alltag und Höhepunkte im Hort

- wöchentliche Eintragungen in den Angebotsheften

- Bilder

- Auswertung der Kinderbefragungen / Ferienabstimmungen


Dokumentation – Dokumentationsmappen

- jedes Hortkind hat eine Dokumentationsmappe

- gemeinsame Erarbeitung des Beobachtungsbogens

→ zweimal im Laufe der Hortzeit/ zum Ende des ersten Jahres und zum

Beginn des dritten Jahres


3.3. Umsetzung / Schaffen von Erfahrungsmöglichkeiten

3.3.1 Soziale Grunderfahrungen

Kleine Kinder nimmt man an die Hand, große beim Wort.

(F. C. Schiermeyer)

Unser Hort soll den Ansprüchen des Kindes auf Kommunikation und Geselligkeit erfüllen. Er

soll es dem Kind ermöglichen Beziehungen zu gestalten und Sozialverhalten in der Gruppe zu

entwickeln.

Primäre Aufgabe unseres Hortes ist es, "leben zu lernen". Ängste, Freude, Erlebnisse,

Schmerz, Entdeckungen, Erfahrungen müssen verarbeitet, verwertet und Freundschaften

gepflegt werden. Sie erfahren, dass jeder einzigartig ist und nehmen dabei die Unterschiede

wie z. B. Geschlecht, Alter, Behinderung, andere Sprachen, Kulturen und Traditionen wahr.

Der Hort schafft Bedingungen, damit Kinder kollektive Selbstorganisation und

Eigenverantwortung wahrnehmen können. Hier spielen freie Meinungsvertretung,

Mehrheitsentscheidungen zu respektieren und Partizipation eine wichtige Rolle.

Kinder lernen so für sich und andere Verantwortung zu übernehmen, die Interessen anderer zu

akzeptieren sowie die Notwendigkeit gegenseitiger Kritik und Anerkennung.

Sie treffen Entscheidungen und müssen nach ihren und anderen Interessen abwägen.

Die Kinder entwickeln eigene Standpunkte und lernen diese zu vertreten.

Sie erkennen, dass Zusammenleben Regeln erfordert, die entwickelt, akzeptiert und

eingehalten werden müssen. Unser Hort gibt Halt und setzt Grenzen.



Arbeit mit dem Kinderrat (Hortkids) /Mitbestimmung aller Hortkinder

Kinderrat (Hortkids)

- bildet sich aus gewählten Vertretern einer Hortgruppe

- bespricht wöchentlich die Ideen und Anfragen der Kinder, bereitet die

Montagsbesprechung vor

- stellt gemeinsam Regeln auf, wertet Fehlverhalten aus, sucht gemeinsam

nach Lösungen

- unterstützt die Umsetzung der täglichen Dienste

Montagsbesprechung / Umsetzung der Mittwochsangebote / Feriengestaltung

- Einteilung in die Mittwochsangebote* nach Kinderwunsch

- Besprechung von aktuellen Themen/ Vorkommnissen / lösen von

Konflikten

- Belehrung über spezifische Inhalte des Hortlebens

- Ferienwünsche werden geäußert, Abstimmung per Strichliste, alle

Ferientage werden im Vorfeld mit den Kindern geplant

→ Ausnahme: für die Sommerferien wird pro Woche ein Höhepunkt

geplant, die Vorhaben für die restlichen Tage werden durch die jeweils

anwesenden Kinder in der Ferienwoche festgelegt

*Wünsche für Mittwochsangebote werden zweimal jährlich durch den Kinderfragebogen erfasst


Gemeinschaftsprojekt* Ausbildung von Streitschlichtern

Das Ziel der Streitschlichtung ist:

Wir Streitschlichter wollen eine Brücke zwischen den Streitenden bauen, auf der die

Streitenden sich entgegenkommen, wenn der Konflikt zu einem Graben geworden ist,

den die Streitenden allein nicht überwinden können.Die Streitenden bauen eine Brücke.

Die Streitschlichter helfen dabei.

Um den alltäglich beobachteten Konflikten (Streitigkeiten, Mobbing) zu begegnen und

präventiv schlimmere Auseinandersetzungen zu vermeiden, sollen den Kindern folgende

Kompetenzen zur Streitschlichtung vermittelt werden:

- Selbstdisziplinierung der Streitschlichter, das heißt Selbstregulation und Abschätzen

der Konsequenzen des eigenen Handelns, negative Emotionen zu kontrollieren sowie

impulsive Handlungen zu vermeiden.

- Qualifikation der Streitschlichter kleine Konflikte allein zu schlichten bzw.

gegebenenfalls sich Unterstützung zu holen. Damit entwickelt sich eine

Perspektivübernahme, um das Verhalten anderer zu verstehen und mehr als eine

Sichtweise zu einem Problem zu entwickeln. Die Streitschlichter müssen spontane

Sympathie oder Antipathie zurückstellen.

Die Gesamtheit des Projektes wirkt sich auf alle Kinder der Grundschule aus, da Regeln und

Normen verdeutlicht und etabliert werden, welche im engen Zusammenhang mit

Wertevermittlung, Akzeptanz sowie Ablehnung von Gewalt stehen.


Feste und Traditionen im Hortleben

Die Kindergemeinschaft erlebt gemeinsam Höhepunkte, die Spaß machen und ein Gefühl von

Gemeinsamkeit vermitteln.

Feste und Traditionen prägen unser eigenes Gesicht und geben dem Hort ein Profil, z. B.

- monatliche Geburtstagsrunde

- Feste, entsprechend dem Jahreskreis

- Tag der offenen Tür – Begrüßung der zukünftigen Schulanfänger

- Hortfest – Verabschiedung der „Großen“

- Ferienauftakt mit gemeinsamer Übernachtung

- Ferienfahrt

weitere Beispiele:

→ S. 13 Körper, Bewegung und Gesundheit

→ S. 17 Zusammenarbeit mit Eltern

→ S. 19 Zusammenarbeit mit der Kindestagesstätte Harzblick

* Grundschule, Stadtjugendpflege und Hort


3.3.2. Kommunikation, Sprache und Schriftkultur

Wer lesen und schreiben kann, hat vier Augen.

(Verfasser unbekannt)





Sprachkompetenz durch spontanes Sprechen fördern

(differenziert Wortschatz, fördert Sprachkompetenz und Sprachfähigkeit, regt Bildung

von logischen Gedankenketten an)

→ kindliches Spiel

Gefühle mittels Sprache, Mimik sowie Gestik ausdrücken

→ Rollenspiele, Schattenspiele, Handpuppenspiele integriert in den

Mittwochsangeboten

Nutzung der Bibliothek / Nutzung von Nachschlagewerken / Leselust wecken

→ regelmäßiges Angebot Leseecke, Lesepartnerschaft - Vorlesen für die zukünftigen

Schulanfänger

Aneignung der Kompetenz im Umgang mit Medien

Das Mitbringen von Computerspielen ist in unserer Einrichtung generell

untersagt.

→ Zielstellung/ Gemeinschaftseinrichtung

3.3.3 Körper, Bewegung und Gesundheit

Bewegung und Wahrnehmung sind der Motor der Entwicklung und gleichzeitig die Basis des

Lernens.

(Renate Zimmer)







Wechsel von Anspannung und Entspannung gerecht werden

→ täglicher Aufenthalt im Freien, durch das Spielen können Kinder ihre Kräfte

ausprobieren und aufbauen

zunehmender Bewegungsmangel entgegen wirken

→ wöchentlicher Hortsport, nicht nur für talentierte, sportbegeisterte Kinder, sondern

für den Spaß/ Freude an Bewegung in der Gemeinschaft

→ Gesellschaftsspiele mal sportlich z.B. Memory, Scrabbel

sportliche Gemeinschaftserlebnisse schaffen

→ regelmäßige Fußballturniere mit dem Hort der Freien Grundschule

kleine Mutproben bestehen – Anerkennung für sonst benachteiligte Kinder

→ z. B. Ferienaktivitäten: Fahrradtouren, Wanderungen ,Kegeln

gesunde Lebensweise und Ernährung näher bringen, Lösungen aufzeigen

→ „Schlemmertage – aber gesund“ = z.B. Wunschrezepte in der Kinderküche

ausprobieren, geschmackliche Verfeinerung durch Kräuter sowie Kräuter

kennenlernen mit eingeschlossen, Dekoration mit Tischschmuck, Lernen von

Tischsitten

rhythmische Bewegung fördern sowie Freiräume und Erfolgserlebnisse in der

Verbindung von Musik und Bewegung schaffen

→ übergreifende Musikangebote mit Tanz und Einsatz von verschiedenen

Instrumenten


3.2.4.Ästhetik und Kreativität

Kinder hinterlassen Spuren.

( Verfasser unbekannt)







erworbene Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten aus dem Fach Gestalten finden

Anwendung

→ vielfältige Materialien stehen täglich in offenen Regalen zur Verfügung

in Angeboten neue Techniken ausproben, fördert Kreativität und Phantasie

→ Serviettentechnik, Encaustik, selbsthergestellte Knete

schulen der Feinmotorik und der inneren Ruhe

→ Töpfern

Stärkung des Selbstbewusstseins, Erfolgserlebnisse schaffen, Wertevermittlung

→ kontinuierliche Auswertung der Kinderarbeiten mit den Kindern

Kunstverständnis wecken

→ Besuch von Ausstellungen

in Angeboten der rhythmischen Erziehung erfahren, dass man seine Gefühle,

Gedanken, Ideen mit Musikinstrumenten auf ganz unterschiedliche Weise ausdrücken

kann

→ z. B. Angebote zum Bau von eigenen Instrumenten und dem Ausprobieren derer

sowie ihrer Wirkung

3.2.5. Mathematische Grunderfahrungen

Den größten Fehler, den man im Leben machen kann, ist, immer Angst zu haben, einen

Fehler zu machen.

(Verfasser unbekannt)




erworbene Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit Mengen, Zahlen, Formen und

Rechenoperationen sowie die vielfältige Darstellung von Längen, Größen, Flächen

und Rauminhalten anwenden und festigen (zum Teil unbewusst)

→ täglicher Hortalltag

→ Spielen im Freien, Huckekasten

→ allerlei Gesellschafts – und Tischspiele

die täglichen Erfahrungen mit Maßen, Zeit, Symbolen, Karten und Geld in realen

Alltagssituationen umsetzen

→ z. B. Einkauf zum Schlemmertag

logische Denken und das Erfassen von Zusammenhängen schulen

→ rätseln und knobeln, Sudoko, Brettspiele


3.2.6. Welterkundung und naturwissenschaftliche Grunderfahrungen

Die Neugierde der Kinder ist der Wissensdurst nach Erkenntnis, darum sollte man diese in

ihnen fördern und ermutigen.

(John Locke)





Wissen über Natur, Naturerscheinungen, Umweltschutz und über unseren Heimatort

erlebbar machen

→ regelmäßige Natur- und Wetterbeobachtungen, Umwelttage, Waldtage auf der

Charlottenlust, im Bürgerpark

Forscherfreude und Neugierde wecken, Erfahrungen sammeln, den Dingen auf den

Grund gehen, selbständiges Ausprobieren

→ Angebote zum Forschen

→ Arbeit mit verschiedenen Materialien , Naturmaterial, Ton, Holz

→ Budenbau auf der Charlottenlust, Sandburgenbau

Verantwortung für unsere kleine „Umwelt“ übernehmen

→ Gestaltung und Pflege des Aquariums, Gestaltung und Pflege Schulhof/

Hortspielplatz

Gespräche über aktuell- politisches und naturwissenschaftliches Weltgeschehen im

„Kleinen“ wie im „Großen“

→ mit den Kindern im Gespräch sein, Situationen und Gegebenheiten aufgreifen und

gemeinsam im Gespräch kindgerecht und verständlicher erklären


4. Formen der Zusammenarbeit

4.1. Zusammenarbeit im Team

Jede Erzieherin ist Begleiter und Berater für alle Kinder, sowie Ansprechpartnerin für eine

Hortgruppe und deren Eltern.

Sie bringt sich mit ihren Neigungen und Stärken in die pädagogische Arbeit ein, dass heißt sie

übernimmt Arbeitsgebiete/ -bereiche für die sie eigenverantwortlich tätig ist.

Im Hortteam findet wöchentlich eine Teamberatung statt, in der die Auswertung, Planung und

Schlussfolgerungen von Mittwochsangeboten sowie der täglichen Aktivitäten im Vordergrund

stehen.

Die monatlichen pädagogischen Beratungen dienen der Reflexion der pädagogischen Arbeit,

das heißt der Auswertung von Beobachtungen*, der Durchführung von Fallbesprechungen

und der Umsetzung bzw. Schaffung von Erfahrungsmöglichkeiten für die Kinder.

Jede Erzieherin hat die Pflicht sich weiterzubilden und ihr Wissen an Teams weiterzugeben.

Die Themen der Fortbildung werden im Vorfeld mit den Schwerpunkten unserer Arbeit

abgeglichen.

*S. 10 Beobachtung und Dokumentation


4.2. Zusammenarbeit mit anderen Horten

In vierteljährlichen Abständen werden pädagogische Themen in enger Zusammenarbeit mit

dem Hort Diesterweg sowie dem Hort Francke aufgearbeitet und eine gemeinsame

Arbeitsgrundlage geschaffen.

Ein weiterer Erfahrungsaustausch findet beim Treffen mit allen Horten der Stadt Wernigerode

statt.

4.3. Zusammenarbeit mit den Eltern

Elternarbeit ist die Grundlage für eine konstruktive, partnerschaftliche Erziehung der Kinder.

Ziel unserer Elternarbeit ist es, einen gemeinsamen, umfassenden Informationsstand über die

Arbeit der Einrichtung zu erreichen.









Bildung / Wahl des Elternkuratoriums und deren Arbeit

- Beratung im Rahmen der pädagogischen Arbeit

- Verbindung zwischen Eltern – Einrichtung , Vorsitz zum Träger

- Unterstützung bei der Vielfalt der Angebote, Projekte, Feste

- Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit

Aufnahmegespräch

Tür- und Angelgespräche

geplante Einzelgespräche

→ monatliche Elternsprechtage

erster Elternabend

→ Vorstellung der Einrichtung

→ Tag der offenen Tür für die Schulanfänger

Transparenz unserer pädagogischen Arbeit

→ monatliches Hort – Infoblatt

gemeinsame Erlebnisse schaffen

→ jährlicher Eltern – und Großeltern – Tag

→ jährlicher Arbeitseinsatz

→ jährliche Familienwanderung

Interessen der Eltern einholen

→ Elternumfrage ( alle 4 Jahre)


4.4. Zusammenarbeit mit der Grundschule Harzblick

Hort und Schule tragen Verantwortung für eine altersspezifische Förderung, Entwicklung

und Unterstützung der Selbstbildung der Kinder.

Eine enge Zusammenarbeit mit den Klassen- und Fachlehrern ist unerlässlich für die

individuelle Betreuung, um den Bedürfnissen unserer Hortkinder gerecht zu werden.

regelmäßige Absprachen mit der Rektorin Grundschule

→ Planung vorzunehmen, Problemlösungen besprechen

gemeinsame Planung und Umsetzung unseres Gemeinschaftsprojektes

Ausbildung von Streitschlichtern

regelmäßiger Austausch zwischen Erzieherinnen und Lehrkräften

→ Aktivitäten der Klasse, Hausaufgaben- und Betreuungszeiten

→ Fallbesprechungen, gegebenenfalls mit Klassenleiterin und Fördererlehrerin

gelegentliche Teilnahme an Elternabenden, Festen, Schulfahrten oder anderen

Aktivitäten

4.5. Zusammenarbeit mit der Freien Grundschule/ Hort

Durch die gemeinsamen Interessen der Hortkinder sowie die räumliche Nähe beider

Einrichtungen gibt es Berührungspunkte in unserem Hortalltag.



Planung vorzunehmen, evt. Problemlösungen besprechen

→ regelmäßige Absprachen mit der Hortleiterin sowie der Schulleitung der Freien

Grundschule

Tradition pflegen

→ gemeinsame Fußballturniere der Horte


4.6. Zusammenarbeit mit der Kindestagesstätte Harzblick

Um den Übergang vom Kindergarten zur Grundschule/Hort moderat gestalten zu können und

jedes Kind dort „abzuholen“, wo es steht, wird die Zusammenarbeit mit der ältesten

Kindergartengruppe zeitlich vorzuverlegen, ins letzte Kindergartenjahr.

Wir begleiten Übergänge sowie Übergangssituationen, bekommen Einblicke in die Sichtweise

der Kinder, welche wir erfahren und ernst nehmen.

Um dieses sehr kompakte Aufgabenfeld konsequent umsetzen zu können, bedarf es

tragfähiger Kooperationsbedingungen, welche inhaltlich und strukturell ständig qualitativ

überprüft sowie systematisch weitergeführt werden müssen.


Umsetzung in der Kindertagesstätte

→ Kinder lernen Horterzieherinnen in ihrer gewohnten Umgebung kennen und

knüpfen sehr behutsam erste Kontakte

→ Kinder fühlen sich sicher, freuen sich der Horterzieherin „ihre Welt“ zu zeigen


Begleiten und Beobachten der ältesten Kindergartengruppe

→ Kinder, der ältesten Gruppe, lernen mit „neuer“ Erzieherin den Hortbereich kennen

→ Horterzieherinnen gestalten offenes Angebot für alle Kinder in der Kita sowie im Hort

für die älteste Kindergartengruppe


Umsetzung im Hort

→ Reflexion der eigenen pädagogischen Arbeit, wie meistern die Kinder den Übergang /

Einsatz der Erzieherin vorzugsweise in Hortgruppe 1und 2

→ Begleiten / Durchführung eines Angebotes im Rahmen der Mittwochsangebote

→ Einblick in die pädagogischen Arbeit der Altersstufe 6 bis 10Jahre


Weitere Formen der Zusammenarbeit

→ Lesepartnerschaft, Hortkinder gestalten Lesevormittage in den Ferien sowie andere

Angebote

→ Tag der offenen Tür, Schulanfänger werden gemeinsam mit ihren Eltern eingeladen

→ Hortfest, Schulanfänger sowie Eltern werden traditionell begrüßt

→ Horterzieherin besucht den Elternabend in der Gruppe der Schulanfänger


4.7. Zusammenarbeit mit weiteren Kindereinrichtungen

Die Zusammenarbeit mit dem integrativen Kindergarten „Quasselstrippe“ sowie mit anderen

Kindertagesstätten der Stadt Wernigerode (→ bedingt durch die Erweiterung der

Schuleinzugsgebiete) beschränkt sich auf einen Informationsfluss.

Auch wenn nur wenige Kinder aus diesen Einrichtungen unseren Hort besuchen, streben wir

eine intensivere, qualitativere Zusammenarbeit an.

4.8. Zusammenarbeit mit dem Jugendtreff Harzblick

Die Zusammenarbeit mit dem Jugendclub ist wichtig, um den Kindern eine Perspektive für

ihre Freizeitgestaltung nach der Grundschulzeit aufzuzeigen.

Des Weiteren unterstützen wir uns gegenseitig bei der Vorbereitung und Durchführung von

Höhepunkten.

→ Gemeinschaftsprojekt – Streitschlichter

→ Gestalten von Mittwochsangeboten

→ wöchentlicher „Besuch“ der ältesten Hortkinder im Jugendtreff

→ jahreszeitliche Aktivitäten

→ Hortfest

→ Aktivitäten im Rahmen vom Ferienpass


5. Öffentlichkeitsarbeit






Präsentation der pädagogischen Arbeit

→ in Form von Aushängen, Infotafeln, Flyer sowie Hort - Infoblättern

über den Elternsprecher unserer Elternschaft

→ Mitarbeit im Stadtelternrat

Veröffentlichung von Artikeln über unsere pädagogische Arbeit

→ Amtsblatt, Volksstimme, Offener Kanal, Regional –Fernsehen- Harz

Repräsentation auf Veranstaltungen

→ Kindertagsfeier, Familientag

Besuch von Institutionen unserer Heimatstadt und deren Umgebung

→ Aktionen vom Ferienpass / Sommerferien z. B. Besuch beim offenen Kanal

→ Ferienaktivitäten

6. Selbstverpflichtung

In regelmäßigen Abständen (jährlich) erfolgt eine Reflexion unserer pädagogischen Arbeit

und daraus resultiert bei Bedarf eine Überarbeitung und Anpassung des bestehenden

Konzeptes.

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Vorsitzende Hortkuratorium

Hortleiterin

Wernigerode, 2011-05-05