Pfarrbrief Nr. 97 - St. Michael Weingarten

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Pfarrbrief Nr. 97 - St. Michael Weingarten

Pfarrbrief

St. Michael

Weingarten

Nr. 97 29. Jahrgang Dezember 2006


Pfarrbrief Nr. 97 Seite 2

Auf ein Wort

Weil in der Herberge Platz für sie war

Nein, meine Lieben, mir ist da kein

Schreibfehler passiert. Und Sie dürfen

jetzt erst einmal versuchen, sich einen

Reim darauf zu machen. Schließlich

feiert die Christenheit nun lange genug

den Advent und damit auch die Herbergssuche,

begleitet diese zwei sichtbaren

Türklopfer, samt dem noch Unsichtbaren

und den Esel an ihrer Seite

als einzigen treuen Gefährten; hört sich

immer wieder die immer gleichen

Kommentare an, wenn an einer Tür geklopft

wird und einer von innen kommt,

um die von außen fortzuschicken. Das

Haus ist voll, das Boot ist voll, es ist

kein Platz mehr da.

Vom vollen Boot kennen wir Heutigen

übrigens eine andere Variante: meist

sind die Boote zu klein für das stürmische

Meer und zu klein auch für die

Vielen, die versuchen, darauf unterzukommen.

Zudem sind sie ziemlich untauglich

für Überfahrten über ein stürmisches

Meer. Wenn sie und ihre Insassen

dann endlich in Empfang genommen

werden von den Polizeipatrouillen,

dann haben sie oft auch Tote

und Sterbende dabei. Ich meine die

Boote der vielen Flüchtlinge auf den

Weltmeeren und damit die Welt der so

genannten „Boat-People.“ Sie alle lassen

uns spüren: es ist fürchterlich wenig

Platz auf der Welt.

Aber, bevor Sie auf die falsche Fährte

geraten, verrate ich Ihnen gleich, dass

es mir darum nicht geht, denn das

Thema haben Sie längst auswendig gelernt.

Nein, es geht mir um Orte, an denen

mittlerweile viel Platz ist, wenn

nicht sogar gähnende Leere. Manchmal,

manchmal allerdings finden sich

auch dort Asylanten ein – und meist

werden die dort sogar sehr gut behandelt.

Ich will Sie nicht länger auf die Folter

spannen, (sie gehören schließlich nicht

zu den „Boat-People“).

Nun, ich meine mit diesen Orten unsere

Kirchen. In ihnen ist inzwischen viel, viel

Platz und nicht nur tagsüber, wenn keine

Gottesdienste sind, nein, auch während

der Gottesdienste. Die Welt ist ü-

bersichtlich geworden in den Kirchen.

Das Leben tummelt sich an anderen

Plätzen. Und die, die sich hier noch her

wagen, fragen sich immer mehr: Warum?

Und sie schließen in dieses Warum

natürlich auch die Frage mit ein,

warum die anderen nicht mehr kommen.

Fragt man dann wirklich einmal,

dann gibt es verlegene Antworten. Und

meistens stellt sich als Grund nicht irgendein

Problem heraus, das sie mit

der Kirche haben, sondern der eher

missliche Umstand, dass halt da eine

andere Veranstaltung wichtiger war. Es

ist halt so viel los an den Sonntagen.

Und wenn man da fehlt, dann sind die

Mitgliedschaft in einem Verein, das

Hobby oder auch die Kontakte mit


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Freunden nichts Halbes und nichts

Ganzes mehr.

Wie wahr! Und genau dasselbe geschieht

auch mit der Kirche. Wer sie nur

als Lückenbüßerin aufsucht, wenn

sonst gerade nichts los ist, der darf sich

nicht wundern, wie schnell sie ihm

fremd geworden ist. Man verliert den

Anschluss. Und dann, ja dann macht es

einfach keinen Spaß mehr.

Halt! Haben Sie gerade „Spaß“ gesagt?

Das stimmt ja wohl schon gar nicht.

Oder glauben Sie im Ernst, dass die

Gedächtnisfeier des Leidens und Sterbens

Jesu Christi Spaß macht? Dass

die Erkenntnis und das Bekenntnis der

eigenen Schuld Spaß macht? Aber vielleicht

schauen Sie in ihrem Schrank

einmal nach, unter welcher Rubrik Sie

Kirche eingeordnet haben, und, sollte

sie unter der Rubrik Spaß und „fun“

stehen, nun, dann stellen Sie sie

schleunigst in ein anderes Regal, am

besten unter den Bereich Medizin oder

– noch besser - ins Apothekenschränkchen.

Kirche, richtig angewandt, hat mit

Heilung zu tun. Aha, dämmert es langsam?

Wer trinkt schon gerne bittere

Tees oder schluckt eben solche Pillen?

Aber wie komme ich jetzt auf die Medizin?

Wir hatten es doch von Weihnachten

und, ach ja, von der Herbergssuche.

Das war auch so eine bittere Pille. Alles

schon voll, alles ausgebucht. Ja, und so

sind wir auf die Kirchen gekommen. Alle

fast leer, es sei denn, es gibt irgend ein

Event, eine Hochzeit, eine Einschulung

oder ein Volksfest oder - natürlich - ein

Konzert. Aber Ostern, Weihnachten, um

Gottes Willen, da ist doch Urlaubszeit.

Pfarrbrief Nr. 97

Wie kann die Kirche ausgerechnet da

Hochfeste hinlegen. Da merkt man wieder

einmal, wie weltfremd diese Leute

sind. Nun, ich kann mich ja, beim Landeselternbeirat

beispielsweise, dafür

entschuldigen, dass Christus an Ostern

hingerichtet wurde, oder dass man sein

Geburtsfest ausgerechnet mitten in die

Skisaison gelegt hat.

Warum fällt mir eigentlich ausgerechnet

jetzt das Wort Jesu ein: „Wo dein

Schatz ist, da ist auch dein Herz“ ? Und

dazu die wahrlich weise Sentenz: „Keine

Zeit haben heißt: Sich für etwas anderes

entschieden haben.“

O ja, in unserer Welt haben wir wirklich

manches auf den Kopf gestellt. Auch

die Herbergssuche. Denn plötzlich ist in

der Herberge, die das Weihnachtskind

uns anbietet, sehr viel Platz. Und wenn

Feste sind, fangen die Leute an, wegzufahren.

Und wenn Gäste angesagt sind,

Täuflinge oder kleinere Kinder, haben

viele auf einmal auswärts zu tun. Oder

ein anderes Beispiel: Bei Musikaufführungen

toben die Leute wie wild, damit

es eine Zugabe gibt. Wenn im Gottesdienst

Zugaben drohen, bleiben die

Leute weg. Merkwürdig. Es steht wirklich

vieles auf dem Kopf. Ein König wird

im Stall geboren, auf einem Esel bejubelt

und am Kreuz gestorben. Und bis

heute wird an ihm herumgezweifelt, dabei

müssten die Menschen doch tatsächlich

Zweifel an ihren Zweifeln bekommen,

wenn sie bedenken, wie lange

Jesus jetzt schon angezweifelt wird,

immerhin 2000 Jahre lang. Nun, ich

würde sagen, wenn Sie von sich sagen

können, dass man 2000 Jahre lang an


Pfarrbrief Nr. 97 Seite 4

ihnen gezweifelt hat, dann haben Sie es

eigentlich geschafft, unsterblich zu sein.

Wie wäre es, wenn wir manche Dinge

wieder vom Kopf auf die Füße stellen

würden, also in der Ausrichtung, wie

Gott sie geschaffen hat, den Anfang am

Anfang und das Ende am Ende,

das Oben oben und das Unten

unten, das Ja als Ja und das

Nein als Nein, das Kind zur

Mutter gehörig und die Mutter

zum Kind, den Mann zu der

Frau und die Frau zum Mann

und die Arbeit als das, was sie

ursprünglich war, nämlich eine

Bestrafung des Menschen, die

sein eigentliches Leben durchkreuzt

und nicht als die wichtigste

Sache der Welt, der sich

alles, sogar Familie und Kinder

unterzuordnen haben. Ich weiß,

das klingt anachronistisch, aber

versuchen Sie einmal, das Geld

zu entthronen und Sie werden

staunen. Sie werden dann

plötzlich wieder arbeiten, um zu

essen, und nicht essen, um zu arbeiten.

Ja, meine Lieben, sehen Sie mich ruhig

als Ver-Rückten an, das ist auch so eine

Nebenwirkung, wenn man Jesus

Christus ernst nimmt. Er gibt einem

neue Standorte, verändert die Perspektive,

wertet die Werte um und entwertet

all das, was in dieser Welt Beschäftigungszwang

ausübt. Ich bin überzeugt,

wenn Gott mit der Welt so viel Zeitaufwand

und Ärger hätte wie Sie mit Ihrem

Computer, dann hätte er die Welt nie

erschaffen. Aber nein, er brauchte gerade

mal 6 Tage und ansonsten lebt er

schon, übrigens ohne dass es die gleich

lautende Reklame schon gab.

In der Herberge aber war damals kein

Platz für die Mutter und das Kind. In unseren

Herbergen heute, in den Familien

heute scheint auch kein Platz mehr zu

sein für das Kind, aber keine Angst, Vater

Staat macht das schon und erzieht

seine Bürger zu braven Dauerbeschäftigten,

zu Geldverdienern und Verbrauchern.

Das wirkliche Leben aber

bleibt den Menschen immer mehr vorenthalten

– ab und zu ein Event zur Ablenkung,

dann darf er wieder feste treten,

das Rad der Zeit in der Mühle der

Zeit.

Ob sich das Gotteskind deswegen damals

einen Stall gesucht hat, ein Quartier

bei den Hirten, Ochs und Esel als

Gastgeber und die Sterne als ewiges

Licht? Ob dieses Kind deswegen schon


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seinen ersten Standort ver-rückt hat,

um wenigstens ab und zu dem Treiben

dieser Welt ent-rückt zu sein? Ob es

damals schon einem Lebensstil den

Vorrang gegeben hat, der heute unter

Reichen wieder sehr „trendy“ ist: zu

wohnen in der Reduktion auf das Wesentliche

(siehe Stall), aber zu leben

und zu planen in ganz großer Perspektive

(siehe Sternenhimmel)? Ob es

ganz bewusst diese ganz andere Welt

gesucht hat, schon wissend, wie sehr

uns, wenigstens einmal im Jahr, nämlich

an Weihnachten, diese einfache

Welt immer noch fasziniert? Denn, wie

gesagt, auch den High-Tech-Menschen

unserer Tage zieht es immer noch zur

Hütte, zum Stall. Und auch der modernen

Mobilität kommt die Geschichte in

Bethlehem schon entgegen. Nicht lange

bleibt das Kind im Stall, nein, sehr bald

ist dieser Stall wieder leer und das

Menschenleben geht so ver-rückt weiter,

wie seit Generationen gewohnt.

Aber, aber dann wäre das ja so ähnlich

wie mit den Kirchen. Ab und zu werden

sie voll und dann bringen die Menschen

viel Sehnsucht mit. Doch dann sind sie

wieder leer wie Bethlehems Stall danach.

Und Christus ist schon lange wieder

unterwegs, suchend, dass er Herberge

finde - und der Mensch desgleichen

auch. Wie so oft ist er wieder einmal

unbehaust - halt immer noch ist er

nur Gast auf Erden.

Und weil das so ist, ist es auch wichtig,

ungeheuer wichtig, dass es weiterhin

Herbergen gibt oder Kirchen oder beides,

damit den Unbehausten, wenn sie

Heimat suchen, immer wenigstens eine

Pfarrbrief Nr. 97

Türe offen steht. Vielleicht macht gerade

das Weihnachten aus, dass es immer

noch der Ort ist, wohin sich Gefühle

flüchten können, die, womöglich ganz

versteckt, mit Religion zu tun haben.

Aber wenn das so sein sollte, könnte es

dann nicht sein, dass gerade in den Kirchen

die Erinnerung an Weihnachten

das ganze Jahr über wachgehalten

wird?

Und deswegen: Herzliche Einladung an

Sie, wenigstens ab und zu eine Kirche

aufzusuchen. Und natürlich, Ihnen allen

Gesegnete Weihnachten! Und kommen

Sie gut an, an Weihnachten!


Pfarrbrief Nr. 97 Seite 6

Neues aus San Miguel in Phara

Über ein halbes Jahr ist seit dem

Besuch der peruanischen Delegation

vergangen. Mehrere Emails haben

inzwischen den Atlantik gekreuzt.

Themen waren unter anderem

die neuen Projekte, die nun auf

Anregung von Padre Pedro mit unserer

Unterstützung in Phara anlaufen

sollen. Da

wäre zum einen

die Forellenzucht,

für

die man bereits

die Teiche

ausgräbt.

Mehrere Familien

in Phara

wollen sich

daran beteiligen.

Wir hoffen,

dass das

neue Projekt

eine verlässliche

und dauerhafte

Einnahmequelle

für die Menschen

in unserer

Partnergemeinde wird. Leider

fehlt es momentan am Geld.

Wenn sich jemand aus der Gemeinde

gerufen fühlt, für das Projekt zu

spenden, der kann dies jederzeit auf

dem Konto unserer Pfarrgemeinde

mit dem Vermerk „Perukreis“

tun. Wir freuen uns über jeden Beitrag.

Konto der Pfarrgemeinde:

Nr.: 30208005 (BLZ: 66061724)

Volksbank Weingarten-Walzbachtal

Demnächst werden wir einen größeren

Betrag nach Peru überweisen.

Leider hatten die letzten Emails auch

einen sehr bedenklichen Inhalt. Schon

im April hatte

uns Padre Pedro

von der Ankunft

des neuen Bischofs

geschrieben,

dessen Amtsübernahme

nichts

Gutes verhieß.

Die folgenden

Briefauszüge sprechen

für sich:

„Der Bischof hat

mit uns gesprochen,

als ob er

Kindern eine erste

Glaubensunterweisung

gibt.“

„...aber eigentlich

behandelt er uns nur wie arme,

unwissende Sünder. Er sagt, dass alles

was wir bisher gemacht haben nur

Soziologie(Sozialarbeit)gewesen sei.“

„Wir haben an einem Einkehrtag

für alle Religionslehrer der Diözese

teilgenommen. Dort mussten alle

beichten und danach sagte man uns,


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dass die multikulturelle Gesellschaft

unmenschlich sei, das heißt Quechua,

Aymara oder andin zu sein ist

unmenschlich und gegen das Evangelium

....“

„Es gibt keinerlei Kommunikation

mit dem Bischof, wir müssen immer

einige Tage vorher um eine Audienz

bitten. Wenn er Zeit hat, empfängt

er uns und wenn nicht, müssen wir

an einem anderen Tag wiederkommen.

Stellt euch nur vor, was es

heißt, von Phara nach Ayaviri und

zurück zu fahren, das kostet uns fast

100 Dollar und wir haben somit

weniger Geld für die Pastoralarbeit.“

„In Peru gibt es im Moment circa

neun Bischöfe vom Opus Dei und

anderen Kongregationen, die nichts

davon wissen wollen, was früher

passiert ist. Es scheint so, als ob es

schlimmer wird als zur Zeit der Eroberung

unter den Spaniern. Sie suchen

die Schmuckstücke aus den

Kirchen, die aus Gold oder Silber

sind, setzen Personal an unbedeutende

Ort, um sich selbst in den

Hauptstädten der Provinzen zu positionieren.“

„...so dass wir das Gefühl bekamen

eigentlich nichts zu sein als Diener

oder Sklaven, die zu gehorchen haben,

wenn wir wirklich hier bleiben

wollen. Sonst müssen wir uns eine

andere Stelle suchen wie Padre Luis

Humberto Bejar, der gekündigt hat,

Pfarrbrief Nr. 97

weil er die Dinge, die man ihm auferlegt

hat, nicht mehr ausgehalten

hatte.“

„Wir müssen uns nicht ändern, wir

haben nur die Hoffnung eines Tages

der Armut zu entfliehen und müssen

lernen aufrecht zu gehen und nicht

auf Knien zu rutschen. Man hat uns

gelehrt, dass alle, die auf dem Weg

der Kirche unterwegs sind, die brüderliche

Gemeinschaft leben sollen.

Die Kirche predigt einen Gott der

Liebe, einen Gott als Vater und keinen

Unterdrücker ...“

Ein verzweifelter Priester, der mit

seinem Glaubens- und Priesterverständnis

hadert, spricht aus diesen

Zeilen.

Das alles ist schon schlimm genug,

aber in Peru kommt noch eine andere

Dimension hinzu: der grassierende

Rassismus, der die spanischen

Nachfahren von der Küste in Umkehrung

der geografischen Verhältnisse

auf die Indios aus den Bergen

herabblicken lässt. Nicht umsonst

wird das Benehmen des Bischofs

mit dem der spanischen Eroberer

verglichen.

Wir werden von Deutschland aus

nur wenig tun können. Was uns

bleibt ist das Gebet für Padre Pedro

und die Kirche Perus.

Besuchen Sie im Internet auch die

Homepage des Perukreises:

www.perukreis-weingarten.de

M. Lichter


Pfarrbrief Nr. 97 Seite 8

Pfarrversammlung 2006

Am 24.11. lud der Pfarrgemeinderat zur Gemeindeversammlung im Anschluss

an die Vorabendmesse ein. Etwa 80 Gemeindemitglieder blieben,

um neben dem Rechenschaftsbericht des PGR, dem Vortrag von Herrn

Crowell, ausführender Architekt der ersten Sanierungsphase unserer Pfarrkirche,

zuzuhören. Im Anschluss gab es Gelegenheit im kleineren Kreis an

Thementischen, Fragen an den PGR zu stellen.

Die Gemeinde lebt vom Engagement ihrer Mitglieder. Es ist schön zu erleben,

wie viele Menschen sich immer wieder am Gemeindeleben beteiligen

und dieses stützen. Dafür gilt allen ein herzliches Danke.

Der PGR, aufgenommen beim Planungswochenende Sommer 2006:

es fehlen: Frau Hellmann, Frau Balduf, Herr Scheuermann

Herr Crowell trug die Ergebnisse der erfolgreichen Fundamentertüchtigung

vor. Seit etwa einem halben Jahr sind die Bodenverhältnisse stabil.

Im Vorfeld wurden etwa 10 Fragen an den PGR herangetragen. Während

die Fragen zur Renovation direkt nach dem Vortrag von Herrn Crowell vor

allem informativer Art waren, blieb der erwünschte Diskurs über weitere

Themen im kleinen Kreis hinter den Erwartungen zurück. Der PGR stand

bereit, um folgende Fragen mit der Gemeinde zu diskutieren:

• Was Ihnen am Herzen liegt

• Was Sie schon immer sagen wollten

• (Außen-) Renovation Pfarrkirche

• „Innenrenovation“ der Gemeinde


Seite 9

Pfarrbrief Nr. 97

Die Schwerpunkte unserer Arbeit im Pfarrgemeinderat lagen in der ersten

Auseinandersetzung mit den pastoralen Leitlinien, der Gründung der Seelsorgeeinheit

und der Fortführung tradierter Aufgaben. Für Ausschüsse und

Gruppierungen in unserer Pfarrgemeinde wurden direkte Ansprechpaten

benannt, um den Kontakt mit dem PGR zu erleichtern.

Frau

Elisabeth Eberspächer

Kirchenchor / KJG

Schwester Anna – Xaver

Wohnviertelbesuchsdienst / KFD

Frau Margareta

Hollweck-Flinspach

Ökumene

Herr Joachim Rodich

andere Muttersprachen

Frau Ilona Balduf

KJG / Caritas

Herr Stefan Birk

Familienkreis / Kolping

Pfarrer

Jürgen Olf

Pastoralreferentin

Gabriele Beck

Frau Gabriele Zeh

Liturgie / Rel.-Kinderstunde

Herr Norbert Strieder

Perukreis / Katechese

Herr Konrad Breindl

Kolping / Elisabethenverein

Frau Jasmin Hellmann

Kommunionvorbereitung

Herr Rainer Scheuermann

Charisma / Stiftungsrat

Frau Lioba Hoffmann

Altenwerk / Stiftunsrat

Herr Bruno Grünwedel

Baubeauftragter

Herr Michael Grimm

Stiftungsrat

Frau Madlen Birk

Kindergartenbeauftragte

Sprechen Sie die Mitglieder des PGR an, wenn Ihnen Vorstellungen und

Wünsche auf dem Herzen liegen. Auf unserer Homepage im Internet finden

Sie neben dem PGR-Vortrag auch einen kurzen Bericht mit Antworten

auf Ihre Fragen an den PGR.

N. Strieder

(Vorsitzender des PGR)


Pfarrbrief Nr. 97 Seite 10

Wir laden herzlich ein ...

zur Teilnahme an unseren

Gottesdiensten in der

Weihnachtszeit

SONNTAG

24. DEZEMBER

HEILIGER ABEND

10.00 Hauptgottesdienst

16.00 Krippenfeier

22.00 Christmette

MONTAG

25. DEZEMBER

WEIHNACHTEN

10.00 Festgottesdienst (mit Kirchenchor)

19.00 Feierliche Weihnachtsvesper

DIENSTAG

2. WEIHNACHTSTAG

10.00 Hauptgottesdienst

SONNTAG

SILVESTER

26. DEZEMBER

31. DEZEMBER

10.00 Laudes

18.00 Jahresschlussgottesdienst

MONTAG

NEUJAHR

1. JANUAR

10.00 Hochamt zum Jahresbeginn

19.00 Feierliche Marienvesper

SAMSTAG

6. JANUAR

ERSCHEINUNG DES HERRN

(EPIPHANIE)

10.00 Hochamt mit Aussendung

der Sternsinger

Der Menschheit Mittelpunkt

Weihnachten ist nur ein winziges Detail

in der Jahrtausende alten Menschheitsgeschichte.

Und doch ist es ihr Zentrum.


Seite 11

Der Kommentar

Vorkonziliare Strukturen – neu aufgewärmt?

Pfarrbrief Nr. 97

„Wenn aber in der Liturgie nicht mehr die Gemeinschaft des Glaubens, die

weltweite Einheit der Kirche und ihrer Geschichte, das Mysteriums des lebendigen

Gottes Christus erscheint, wo erscheint Kirche in ihrem Wesen noch?“

Joseph Ratzinger

( zitiert von Freddy Derwahl in „Der mit dem Fahrrad und der mit dem Alfa kam“)

Im Vatikan scheint es Presseberichten

zufolge offenbar Überlegungen

zu geben, den vorkonziliaren „Tridentinischen

Ritus“ der Eucharistiefeier

großzügiger zuzulassen, über

die früheren Zugeständnisse („Indult“)

von Johannes Paul II. in den

Jahren 1984 und 1988 hinaus (siehe

Konradsblatt Nr. 45, 2006, S.5).

Entsprechende Meldungen italienischer

Zeitungen wurden vom Vatikan

bestätigt, wenn auch bis jetzt

nicht zu erkennen ist, inwieweit die

Erarbeitung eines entsprechenden

Dokumentes gediehen ist. Dennoch

jubeln bereits jene traditionalistischen

Kreise, die das II. Vatikanische

Konzil ablehnen (und verbreiten,

es sei von „Freimaurern“ gesteuert

worden) über die baldige

weltweite und unbeschränkte Freigabe

„der einzigen gottgewollten

Liturgie, dem Erkennungszeichen

guter Priester und Gläubiger......“.

Was ist der Hintergrund? Als „Tridentinische

Messe“ wird innerhalb

und außerhalb der Römisch-Katholischen

Kirche die Feier der Messe

im Römischen Ritus des Messbuches

von 1570 mit und ohne die

späteren Anpassungen (bis 1962)

bezeichnet. Die Bezeichnung leitet

sich vom Konzil von Trient (Concilium

Tridentinum) ab, wo diese

Form der Messfeier im „Missale

Romanum“ verbindlich für die ganze

Kirche festgelegt wurde. Ziel der

Vereinheitlichung und der verschiedenen

Festlegungen der Liturgie

war es, den Einfluss des Protestantismus

fernzuhalten und gegen ein

neues Kirchenverständnis abzugrenzen.

Die Älteren von uns sind aus

ihrer Jugendzeit mit der „alten Messe“

vertraut, mit jenem Ritus vor

der Liturgiereform des II. Vatikanischen

Konzils: der Priester feierte

die Messe abgewandt vom Volk,

ohne dass das Volk aktiv einbezogen

wurde (es „hört die Messe“);

die Sprache war lateinisch, die Landessprache

für das Hochgebet ausgeschlossen

.

Hinter der Liturgiereform des II.

Vatikanums steht das Bild der Kirche

als Volk Gottes: „Kirche als

Gemeinschaft von Glaubenden mit

gleicher Würde und Verantwortung“

(Konstitution Lumen Gentium).

Diese Sicht begründet die


Pfarrbrief Nr. 97 Seite 12

Aufgabe der ordinierten ministri als

Dienst am ganzen Leib und zielt

darauf ab, die Sendung der Gläubigen,

ihre „prophetische, königliche

und priesterliche“ Aufgabe zu ermöglichen.

Ein solches Verständnis

von der Kirche führt wieder zurück

zu den Ursprüngen der Gemeinde

Jesu und setzt sich ab von einem

Entwurf als „geistlicher Herrschafts

verband“ („Communio von oben“),

den der damalige Präfekt des „Heiligen

Offiziums“, Kardinal Ottaviani

in das Konzil eingebracht hatte.

Von namhaften Konzilsvätern wurde

dieser Entwurf mit „Autonomisierung

der Kleriker und ihrer Abhebung

von der Ecclesia, der Versammlung

des Volkes“ charakterisiert

und mehrheitlich abgelehnt.

Folgerichtig hat daher das Konzil in

der Konstitution über die heilige Liturgie

mit einer Reform der Eucharistiefeier

den Akzent der Mitwirkung

des Gottesvolkes betont, „deutlicher

zum Ausdruck zu bringen ...

dass das christliche Volk in voller,

tätiger und gemeinschaftlicher Teilnahme

mitfeiern kann“ (Liturgiekonstitution:

Die Erneuerung der

heiligen Liturgie, 21).

Dennoch, mit dem Konzilsbeschluss

waren natürlich jene Kräfte nicht

verstummt, die aus verschiedenen

Gründen und Ängsten ein anderes

Kirchenbild pflegen und dies auch

mit der Forderung nach der „Tridentinischen

Messe“ akzentuieren

bzw. in schismatischer Gesinnung

praktizieren.

Vor einigen Jahren bin ich in Krakau

in einen solchen Gottesdienst

geraten: Die Feier ziemlich isoliert

vom Volk (a-versus populum) und

ohne den mitwirkenden Dienst eines

Nichtklerikers. Dass die lateinische

Sprache benutzt wurde, hat mich

gewiss kaum gestört (ich erfreue

mich an lateinischen Messen, und

sie können auch nach der Liturgiereform

wohl in gläubiger lateinischer

Tradition gefeiert werden),

nur kann ich nicht behaupten, dass

die Texte, mit polnischem Akzent

gebetet, die Universalität der Kirche

deutlicher aufleuchten ließen als

wenn gleich die Landessprache verwendet

worden wäre. Mein naiver

Versuch an der Kommunionbank,

die geöffnete Hand zum Empfang

des Brotes hinzuhalten, endete mit

einem vorwurfsvollen Blick des

Priesters und einem leichten Schlag

mit der Patene an mein Kinn, um so

den Reflex des „Mundöffnens“ zu

erzeugen. Eine etwas deutsch sprechende

Dame in meiner Bank erklärte

mir demonstrativ, dass „die

Liturgiereform von Paul VI. eine

schwere Sünde“ gewesen sei. Dabei

wird dieser Liturgiereform vorgeworfen,

dass durch die weiteren Gestaltungsmöglichkeiten

sich bei lokalen

Ausprägungen mancher in der

Tat bedauerlicher Wildwuchs entwickelt

hat, doch wohl ignorierend,

dass auch die Praxis der alten Eucharistie-Form

manchen abergläubischen

Schnörkel der Volksfrömmigkeit

toleriert hat.


Seite 13

Pfarrbrief Nr. 97

Was ich mit solchen Erfahrungen

verdeutlichen wollte ist der Befund:

es handelt sich hierbei keineswegs

nur um einen lächerlichen Formund

Ritenstreit, sondern es geht um

die Frage, ob das, was die Kirche

von der Rolle des Gottesvolkes –

„mit gleicher Würde und Verantwortung“

- verkündet, ernst zu

nehmen bleibt. Und dabei geht es

um einen zentralen Punkt: die Eucharistiefeier,

deren Träger die Gemeinde

ist. Sie ist eine der Grundaufgaben

der Gemeinde! Die Gemeinde

ist dabei nicht lediglich

Staffage wie in früheren Zeiten

durch einen sichtbaren Lettner vom

Geschehen auf dem eucharistischen

Altar abgetrennt. Was an dieser

Stelle Memorans schon öfters betont

hat, hat kürzlich der Trierer Bischof

Reinhard Marx prägnant in

einem Interview zum Ausdruck gebracht:“

....die Eucharistiefeier konstituiert

die Kirche. Vom österlichen

Geheimnis aus werden alle anderen

Aktivitäten und Initiativen geprägt

und ausgerichtet. Die Eucharistiefeier

ist der zentrale Ort des katholischen

Lebens und deshalb der

zentrale Lernort des Glaubens...“

Daher ist es gewiss traurig, wenn

dieses Bewusstsein mehr und mehr

verloren geht, wie die offensichtliche

Ausdünnung unserer Eucharistiefeiern

aufzeigt. Die Initiative

„Aufbruch im Umbruch“ wird sich

letztlich daran messen lassen müssen,

inwieweit die Mahlfeier dadurch

belebt wird oder wegen anderer

Vordringlichkeiten und Präferenzen

immer mehr an Seltenheitswert

gewinnt. Wenn dazu noch ein

uneinheitliches Verständnis der

Rolle des Gottesvolkes kommt, wo

bleibt da die Einheit in der katholischen

Kirche? Ja, es geht um mehr

als nur um einen kleinlichen Disput

um verschiedene Formen, die man

beide dulden könnte. Es geht auch

kaum darum, dass man die Form

der Eucharistiefeier nur einer anderen

Spiritualität öffnen will. „Es

geht hier nicht um Toleranz, sondern

um die Wahrheit der Eucharistiefeier“,

sagt Pierre Raffin, Bischof

von Metz. Im ökumenischen Gespräch

bleibt ja der Vatikan viel

strikter. Die Ankündigung der Freigabe

erscheint mir auffällig, wenn

auch nicht so völlig überraschend

bei den Tendenzen vergangener

Jahre, das Rad zurückzudrehen. Sobald

etwas nur andeutungsweise das

Verständnis des geistlichen Amtes

und der Befugnisse der Kleriker berührt

und dabei Missverständnisse

über die hierarchische Struktur aufkommen

könnten, wird Rom sehr

hellhörig und reagiert mit rigorosen

Klarstellungen und abgrenzenden

„Instructio“-Verlautbarungen von

höchster Stelle. Wo es sich jedoch

um die Rolle des Gottesvolkes und

dessen Stellung in der Kirche handelt,

da darf jedoch das Verständnis

zwielichtig und zwiespältig bleiben.

Bei allem Respekt vor Papst Benedikt

XVI. und bei aller Loyalität

(auch dem Geist des II. Vaticanums


Pfarrbrief Nr. 97 Seite 14

gegenüber), es ist der Einheit der

Kirche kaum förderlich, Unerledigtes

vom Schreibtisch des Kardinals

Ratzinger noch aufzuarbeiten.

Die deutschen Bischöfe halten das

Thema bei uns in Deutschland zwar

für irrelevant, wenn sie auch eindeutig

die Koexistenz zweier Riten

unterschiedlichen Geistes ablehnen.

Das Thema des Umgangs mit der

Tridentinischen Messe beunruhigt

vor allem die Kirche Frankreichs,

wo offensichtlich den Nachfolgern

der Bewegung des schismatischen

Bischofs Lefèbvre und der Priesterbruderschaft

St. Pius X. Zugeständnisse

gemacht werden sollen. Im

Erzbistum Bordeaux ist darüber Unruhe

entstanden. Erzbischof Jean-

Pierre Richard, Vorsitzender der

Französischen Bischofskonferenz,

sieht sich in diesem Prozess im Wesentlichen

vor vollendete Tatsachen

gestellt. War nicht auch die Kollegialität

im Bischofsamt einer der

verdeutlichten Akzente des Konzils?

So könnte die Ausweitung des

Gebrauchs der vorkonziliaren Messe

verstanden werden als ein erster

Schritt einer entsprechenden Reform

der Reform der Liturgie.

Auf den ersten Blick erscheint dieser

Kommentar nicht gerade als eine

erbauliche Weihnachtsbotschaft.

Doch als Gott in seinen Sohn unter

uns erschien, kam er nicht in die

heile und friedliche Welt, wie sie

uns vielleicht eine seichte Weihnachtsromantik

immer wieder vorgaukelt.

Er kommt in eine Welt, wo

Streben nach Macht und Einfluss

den „Frieden auf Erden“ unter den

Menschen zerstört, - heute wie damals

- wo Unwahrheit und Intrigen

regieren, wo Menschen über die

Absichten der Herrschenden getäuscht

und manipuliert werden und

wo leider auch das gut Gemeinte

nicht immer das Richtige ist. Und

auch Seine Kirche ist kein Idyll und

Hort der Redlichkeit geworden, wo

Verkündigung und praktisches Tun

oft nicht zwiespältig auseinander

klaffen und nicht Ängste um den

Status den klaren Blick trüben. Und

doch, der unendliche Gott, der über

allen Dimensionen steht, kommt in

diese Welt als Epiphanie seiner

Liebe zu uns Menschen, er entäußert

sich und erscheint in menschlichem

Antlitz, um als unser Repräsentant,

uns - und speziell die Gemeinschaft

aller auf Seinen Namen

Getauften - an der Heilung der Welt

zu beteiligen. Ist dies eigentlich

nicht unfassbar und ungeheuerlich?

Mit diesen Gedanken wünsche ich

Ihnen eine frohe und gesegnete

Weihnacht.

Ihr Memorans

am Fest des hl. Albertus Magnus


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Sakristeigeflüster

Pfarrbrief Nr. 97

Der Blick in die Sakristei gehört schon

eine Weile zum Pfarrbrief und für manche

Mitglieder unserer Pfarrgemeinde

wird er auch zum kleinen Ritual ab und

zu: für einen Kommunionhelfer, der

nach seinem Einsatzplan fragt, für Lektoren,

die vor dem Gottesdienst ihren

Dienst abklären und natürlich für die

Organisten in gleicher Intention; und

immer wieder auch für „ganz normale“

Leute, die eine Frage haben, nach einer

Brille suchen oder mit dem Pfarrer Kontakt

suchen. Und sie alle werden in der

Sakristei einen Eindruck bekommen,

der vor allem Menschen, die im Gottesdienst

beheimatet sind, überrascht. Ich

meine den Altersquerschnitt. In der

Sakristei dominiert das junge Publikum.

Da tummeln sich immer eine ganze

Menge junge Leute. „Natürlich“, werden

Sie sagen, „die Ministranten, das weiß

man ja“. Ja, man weiß es, und doch

möchte ich einmal darauf hinweisen.

Denn erstens ist das nicht selbstverständlich

und zweitens wird auch das

seltener werden. Aber bisher gehört es

noch zum gewohnten Bild: junge Menschen

im Kirchenraum. Das ist übrigens

katholisches Eigengut, bedingt durch

die liturgische Tradition. Man braucht

diese Mädchen und Jungen zum liturgischen

Dienst. Und diese Tradition geht

auch im „Kirchenvolk“ weiter. Auch in

der „Kirche“, womit volkstümlich immer

noch der Gottesdienst bezeichnet wird,

tauchen Kinder auf – kleine Kinder, die

von ihren Eltern in die Kirche mitgebracht

werden, Kinder, die sich auf die

Erstkommunion vorbereiten oder Firmanden,

die wieder einmal zaghaft

Sonntagskultur ausprobieren.

Das kennt man so weder im Judentum

noch im Islam. In beiden genannten Religionen

muss man erst religionsmündig

sein, also 12 bzw. 13 Jahre alt. Dann

gilt man als Erwachsener und verhält

sich auch so. Und damit gibt es in allen

anderen Gottesdiensttraditionen eines

nicht, nämlich Unruhe und Störungen

während eines Gottesdienstes und damit

auch keine Teilnehmer, die schon

im Vorfeld versuchen, sich solche Störungen

zu ersparen und gar nicht erst

kommen, wenn sie erfahren, dass ihnen

solches „blüht“.

Dieses Verhalten, so verständlich es

sein mag, ist bedauerlich. Es zerstört

nämlich das Gemeindebild. Es verhindert,

dass die Gemeinde in ihrem ganzen

Querschnitt sich trifft. Das sollten

die bedenken, die sich gestört fühlen.

Früher, in der Zeit vor dem Konzil, gab

es die Tradition der festen Einteilung.

Männer rechts, Frauen links, Buben und

Mädchen dem entsprechend in den vordersten

Bänken. Besondere Gruppen,

Stiftungsräte und Jungfrauenkongregation

beispielsweise nahmen Platz in reservierten

Bänken, schließlich die Chorsänger

auf der Empore, ein absolutes

Sonderrecht, praktisch für den ungestörten

Plausch und die Übersicht, wer alles


Pfarrbrief Nr. 97 Seite 16

da ist. Im hinteren Bereich der Kirche

das Wachpersonal für die Weihwasserbecken.

Ein beliebter Ort für die (männlichen)

Raucher, man konnte während

der Predigt nämlich rausgehen und eine

rauchen. Das ist lange her und Gott sei

Dank vorbei. Deswegen sollten wir aber

jetzt nicht in die umgekehrte Sitte verfallen

und Gottesdienstgemeinde wieder

einteilen wollen in sogenannte Kategorialgottesdienste,

in Kinder-, Jugend-,

Familien- oder Frauen gerechte Gottesdienste

usw. also jede Gruppe in liturgische

Einzelhaft verbannen. Ganz im

Gegenteil, all diese Anliegen und Gottesdienstgestaltungen

sollten der ganzen

Gemeinde „zugänglich“ gemacht

werden. Die Kirche, ich meine jetzt das

Gebäude, soll ja der Raum für alle sein,

und nicht eine Veranstaltungshalle für

Kuschelgruppen. Für die und für stille

Beter bleibt übrigens noch genug Platz,

zeitlich wie räumlich, die Kirche für ihre

Anliegen zu nutzen.

Und darum, und dazu meine herzliche

Einladung! Erleben Sie den Raum der

Kirche

- als Raum der Gemeinschaft, die

„eschatologisch“, also mit dem Blick auf

das Wiederkommen des Christus, gemeinsam

betet und gemeinsam feiert,

- als Raum der Andacht und der stillen

Anwesenheit Gottes, der immer auf Sie

wartet,

- als einen Raum, der - bei aller Größe -

die Geborgenheit des noch viel größeren

Gottes schenken kann, in dem er

zur Hülle eines jeden Menschen werden

kann, wenn der diese Geborgenheit

sucht.

Ein Augenblick

der Ewigkeit

Die Zeit hat unendlich viele Augenblicke.

Der eine Augenblick der Christgeburt

jedoch hat unendlich viel Zeit.

Denn noch immer wird Gott Mensch

für uns in uns.

Ein gesegnetes und

besinnliches Weihnachtsfest

Ihre Pfarrbrief-Redaktion


Seite 17

Pfarrbrief Nr. 97

Sternsingeraktion 2007

Tianay ny Haritanan’Atra – Kinder sagen ja zur Schöpfung

Festlich gekleidet und mit einem Stern

vorneweg sind die Sternsinger unserer

Pfarrgemeinde am 6.Januar 2007 wieder

in den Straßen Weingartens unterwegs.

Mit dem Kreidezeichen „20*C+M+B+07“

bringen sie als die Heiligen Drei Könige

den Segen „Christus segne dieses Haus“

zu den Menschen und sammeln für Not

leidende Kinder in aller Welt.

Bundesweit machen die Sternsinger dieses

Mal mit dem Leitwort „Kinder sagen ja

zur Schöpfung! – Tianay ny Haritanan’

Atra!“ deutlich, dass Kindern überall auf

der Welt der Schutz von Natur und Umwelt

wichtig ist. Beispielland der diesjährigen

Aktion ist Madagaskar, aus dessen Landessprache

auch die Übersetzung des

Leitworts stammt. In vielen der ärmeren

Länder behindern die Abholzung des Waldes

– was für Madagaskar ganz besonders

gilt –, der Klimawandel und die Umweltverschmutzung

einen wirtschaftlichen

und sozialen Fortschritt. Gemeinsam mit

ihren Begleitern wollen auch unsere

Sternsinger ihren Blick auf die Gefährdung

der Umwelt im Beispielland richten und

damit zeigen, dass sie die Sorgen der

Kinder dort teilen. Die Sternsinger setzen

sich dafür ein, dass in Madagaskar und in

allen anderen Teilen der Welt konkrete

Maßnahmen zur Verbesserung und für

den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen

von Kindern ergriffen werden. Mit den

Erlösen aus der Aktion Dreikönigssingen

können auch Bildungs- und Ausbildungsprojekte

unterstützt werden, in denen Kinder

und Jugendliche einen sorgsamen Umgang

mit der Natur lernen. Gesundheits- und Ernährungsprojekte

können darüber hinaus

die akuten Folgen von Umweltzerstörung

und Klimawandel lindern.

Die Aktion Dreikönigssingen ist die weltweit

größte Solidaritätsaktion, bei der sich

Kinder für Kinder in Not engagieren. Sie

wird getragen vom Kindermissionswerk

„Die Sternsinger“ und vom BDKJ. Jährlich

können mit den Mitteln aus der Aktion

rund 3.000 Projekte für Not leidende Kinder

in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien

und Osteuropa unterstützt werden.

Wenn Sie einen Besuch der Sternsinger

wünschen, so können Sie sich in den Listen

eintragen, die ab dem 22.Dezember in

der Kirche hinten ausliegen.

R. Grimm


Pfarrbrief Nr. 97 Seite 18

Jetzt handelt Gott

„Geht nicht weg von Jerusalem,

sondern wartet auf den Heiligen

Geist!“ Mit diesem Auftrag hat Jesus

seine Jünger zurückgelassen.

Sie haben diesem Wort vertraut

und sind zusammengeblieben; sie

haben gemeinsam gebetet und

sich fünfzig Tage lang auf das

Pfingstfest vorbereitet. Was Jesus

ihnen zum Abschied gesagt hat,

ging in Erfüllung. Am Pfingstfest

wurde ihr Leben verwandelt.

Was ist an Pfingsten geschehen?

Aus ängstlichen Menschen sind

Apostel, sind Zeugen seiner Botschaft

geworden. Die Jünger, die

am Ölberg davongelaufen waren,

die Angst hatten, sich unter dem

Kreuz zu Jesus zu bekennen, werden

Boten Christi.

Angefangen hat dieser Weg in der

Lebensgemeinschaft mit dem irdischen

Jesus. Pfingsten ist ein

neuer Schritt. Der Heilige Geist

macht die Jüngergemeinschaft erwachsen

und lässt sie als Kirche

Jesu Christi sichtbar und wirksam

werden. Die Kirche nimmt nun ihren

Weg durch die Zeit.

Was an Pfingsten geschehen ist,

geschieht auch im Sakrament der

Firmung. Die Zeichen und Worte

der Firmspendung bringen zum

Ausdruck: Jetzt handelt Gott. Er

schenkt seinen Heiligen Geist. Er

gibt ihn allen, die darauf warten

und sich danach sehnen.

Im Sakrament der Firmung will

Gott den jungen Menschen für ein

Leben aus dem Glauben begeistern.

Gottes Geist will ihm den

Sinn seines Lebens aufschließen,

will ihn stärken, damit ihm das Leben

glückt - in guten und in schweren

Tagen. Er will ihm Glaubensfreude

schenken und zum guten

Miteinander mit anderen helfen.

Die Bereitschaft soll wachsen, mitzuarbeiten

an der Erneuerung der

Menschen, der Kirche, der Erde, an

einer Erneuerung im Geiste Gottes.

Der Heilige Geist will den jungen

Menschen auf seinem Lebensweg

hin zum Ziel führen - in die ewige

Lebensgemeinschaft mit Gott.

Die Firmanden haben in der Zeit

der Vorbereitung erfahren, dass

der Heilige Geist ihnen Helfer und

Beistand ist und bleibt, wenn sie

dankbar und mit großem Vertrauen

dieses Geschenk annehmen und

in ihrem Leben offen bleiben für

das Wirken des Heiligen Geistes:

- Er gibt Mut, sich vor anderen

zu Christus zu bekennen.

- Er gibt Schwung, sich in der

Pfarrgemeinde aktiv für die gute

Sache Christi einzusetzen.

- Er hilft, die eigenen Fähigkeiten

zu entdecken und zu entwickeln.

- Er steht in wichtigen Entscheidungen

des Lebens bei.

- Er hilft, ein eigenständiger

Mensch zu sein.

- Er hilft in der Auseinandersetzung

mit dem Bösen.


Seite 19

Während der Firmfeier breitet der

Bischof die Hände aus und ruft

den Heiligen Geist auf die Firmlinge

herab. Er zeichnet das Kreuz

Pfarrbrief Nr. 97

auf die Stirn des Firmlings, salbt

ihn mit Chrisam und spricht die

Worte: „Sei besiegelt durch die

Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“

Denn der Firmling gehört

zu dem Volk, von dem

der erste Petrusbrief sagt:

„Ihr seid ein auserwähltes

Geschlecht, eine königliche

Priesterschaft, ein

heiliger Stamm, ein Volk,

das sein besonderes Eigentum

wurde, damit ihr

die großen Taten dessen

verkündet, der euch aus

der Finsternis in sein

wunderbares Licht gerufen

hat.“ (1 Petr 2,9)

Folgende Jugendliche aus

unserer Pfarrgemeinde

wurden am 20. Oktober

2006 von Bischof Bernd

Uhl gefirmt und haben so

den Auftrag erhalten, mit

dem Volk Gottes zu leben

und für Christus Zeugnis

zu geben:

Firmbegleiter: Clemens Beha und Stephanie Waldenmeier:

Stephanie Grimm, Jacqueline Herold, Ina Laub, Johanna Lichter,

Alicia Nagel, Linda Waldenmeier, Meike Weis

Firmbegleiter: Madlen Birk und Heidrun Strieder:

Lisa Birk, Giuseppina Bugiada, Katharina Busch,

Tatjana DeGiorgio, Matthias Görnert, Doris Jurlina, Ruben Spohrer

Firmbegleiter: Claudia Busch und Inge Steimer:

Felix Bergmann, Anja Bohmüller, Markus Gion, Theresa Görner,

Julia Kärcher, Natalie Link, Simon Mößner, Carolin Richter,

Alexander Spitz

Firmbegleiter: Claus-Dieter Essig und Renate Grimm:

Marvin Elter, Juliane Essig, Manuel Friebel, Anne Görner,

David Kohl, Marvin Lackus


Pfarrbrief Nr. 97 Seite 20

Firmbegleiter: Sabine Kärcher und Silvia Spohrer:

Christian Bohmüller, Marion Kaiser, Kevin Leclerc, Patrick Link,

Jaqueline Mast, Mona Ruppert, Tobias Schulze, Tamara Tetz

Firmbegleiter: Pascal Sebold, Stephanie Wöstmann, Jutta und Marietheres

Wagner:

Lara Bagotai, Patrick Bento, Yanina Dämmer, Giovannino Tilocca,

Yannik Warga

Die Pfarrgemeinde gratuliert den Jugendlichen zu diesem Festtag und

bedankt sich herzlich bei den Firmbegleitern für ihre Unterstützung.

J. Wagner

Weihbischof Bernd Uhl im Gespräch mit Firmlingen

vor dem Gottesdienst im Gemeindezentrum


Seite 21

Neues aus der Nachbarschaft

Pfarrbrief Nr. 97

Die Ökumenische Hospizgruppe will:

• Dazu beitragen, dass Sterbende und Trauernde und deren Angehörige

sich nicht allein gelassen fühlen.

• Dass die Menschen in ihren letzten Lebenstagen würdevoll, möglichst in

vertrauter Umgebung bleiben können mit liebevoller Betreuung.

• Hilfe zur Entlastung bei Alltagsproblemen für Angehörige anbieten.

• Über formale Dinge wie z.B. Patientenverfügung und Betreuungsvollmacht

usw. informieren.

• Öffentliche Vorträge zum gesamten Thema anbieten.

• Seminare zur persönlichen Auseinandersetzung mit den Themen Abschied,

Sterben und Trauer anbieten.

Kontaktperson: Claudia Rommel, Tel.-Nr. 07203/922577 (kath. Pfarramt

Jöhlingen) oder Tel.-Nr. 07203/7255 (priv.)

Wir laden zu folgendem öffentlichen Vortrag und Gespräch herzlich ein:

„Leben bis zum Ende –

Vorstellung der palliativmedizinischen Station in Bretten“

Mittwoch, den 14. März 2007 um 20:00 Uhr

im kath. Gemeindehaus Jöhlingen (Martinussaal)

Referent: Prof. Dr. Martin Winkelmann,

ärztl. Direktor der Rechbergklinik Bretten

IMPRESSUM

St. Michael Weingarten

Herausgeber: Katholische Pfarrgemeinde, 76356 Weingarten, Kirchstraße 1, Tel. 2229

Redaktionsteam: Stefan Birk, Hubert Daul, Jürgen Olf, Heinigerd Rebel,

An diesem Pfarrbrief arbeiteten mit: R. Grimm, R. Hill, M. Lichter, C. Rommel,

N. Strieder, J. Wagner, Frau Wolf

Druck: Ulrich Laub

Titelbild: Hubert Daul


Pfarrbrief Nr. 97 Seite 22

bw

Das Bildungswerk

der Pfarrei St. Martin informiert

Der Mensch – frei?

Freitag,

19.Januar 2007

Die Antwort der großen

Religionen zur Frage von

Freiheit, Verantwortlichkeit

und Rechtfertigung

Prof. Dr. Dr.

Bernhard Uhde,

Freiburg

Martinussaal

Jöhlingen

Donnerstag,

1. Februar 2007

Das christliche

Menschenbild

Festvortrag anlässlich der

Feier zum 10jährigen Bestehen

des Bildungswerks

St. Martin

Weihbischof

Dr. Paul Wehrle

Martinussaal

Jöhlingen

Freitag,

9. März 2007

Sterben und Tod

im Mittelalter

Dr. Norbert Ohler,

Freiburg

Martinussaal

Jöhlingen

Freitag,

30. März 2007

Die apokryphen

Evangelien

Prof.Dr. Oberlinner

Freiburg

Martinussaal

Jöhlingen

Das Bildungswerk-Team freut sich auf Ihren Besuch

Weihnachtsecke für die Kinder


Seite 23

Freud und Leid

in unserer Pfarrgemeinde in der Zeit

vom 1. Juli bis 30. November 2006

Pfarrbrief Nr. 97

Durch das Sakrament der Taufe wurden

in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen:

Sarah Reinholz, Berliner Str. 4

Celina Aloisi, Stutensee-Spöck

Jakob Bessanova, Bruchsaler Str.22

Robin Bogner, Höhefeldstr.21

Aaron König, Eulenweg 2

Max Carlos Sebold, Schillerstr. 14

Benita Weiß, Am alten Friedhof 3 a

Das Sakrament der Ehe spendeten sich:

Andreas Altvater und Christina Teixeira, Stuttgart

Frank Sebold und Birgit Neifeind, Karlsruhe

Marc Füssler und Stephanie Morlock, Elsterweg 1

Tomas Nikolaus und Monika Darscht, Kirchstr. 15

Aus unserer Mitte wurden vom Herrn abberufen:

Johann Mathias Ortinau, Kantstr. 1, 78 J.

Ernestine Piller geb. Stargl, Rieslingweg 10, 94 J.

Siegfried Josef Müller, Westheim/Pfalz, 90 J.

Konrad Trautwein, Jöhlinger Str. 72, 56 J.

Anna Leibersberger geb. Rothengaß, Baden-Baden, 83 J.

Maria Hermentin geb. Katzlirsch. Eulenweg 17, 79 J.

Anna Gruber, Lindenweg 14, 73 J.

Walter Specht, Kanalstr. 34, 69 J.

Paul Gunz, Bahnhofstr. 83, 86 J.

Helmut Brutzer, Stettiner Str. 26, 70 J.

Ida Höllmüller geb. Reichert, Schubertstr. 11, 94 J.

Rosa Lurk geb. Herbst, früher: Bahnhofstr. 13, 97 J.

Sophie Dietz geb. Lautenschläger, Schillerstr. 32, 87 J.

Rosina Hoffmann geb. Merkowitsch, Kiefernweg 16, 74 J.

Anna Fanz geb. Gerger, Fichtenweg 20, 78 J.

Antonia Hummel geb. Frank, Georgstr. 9, 70 J.


Pfarrbrief Nr. 97 Seite 24

... vor 110 Jahren

Zahlen und Fakten aus dem Jahre 1896

zum Bau unserer Pfarrkirche St. Michael

Wussten Sie schon, . . .

... dass Zachäus Baur, von 1884 - 1920 Pfarrer von St. Michael, am 7.Mai

die Vollmacht zur Benediktion (Weihe) des Grundsteins unseres

Gotteshauses erhielt?

... dass am 31. Mai, dem Dreifaltigkeitssonntag, die feierliche Grundsteinlegung

zum Kirchenneubau erfolgte und das Erzbischöfliche

Bauamt Karlsruhe die Kosten des Baus - ohne Glocken, Uhr und

Orgel - auf 122.000 Mark veranschlagte?

... dass unser Pfarrangehöriger und Neupriester Josef Albert Nikolaus seine

Primiz am 5. Juli nicht in der Notkirche in der Keltergasse, sondern

bereits in der im Bau befindlichen neuen Kirche unter freiem

Himmel feierte? Die Gerüststangen dienten gleichzeitig als Fahnenstangen

und über dem aufgerichteten Altar war als Vorsichtsmaßnahme

gegen schlechtes Wetter ein großes Segeltuch aufgespannt

worden. Solche Befürchtungen bestätigten sich an diesem

Festtag nicht, im Gegenteil, es wurde ein herrlicher Sommertag.

... dass Pfarrer Zachäus Baur am gleichen Tag sein 25jähriges Priesterjubiläum

feiern konnte?

... dass die Maurer- und Steinhauerarbeiten des Meisterbetriebs Ludwig

Heim, Östringen, zwischen Juni und Oktober zügig vorangingen,

so dass am 18. Oktober den Gläubigen verkündet wurde: “Nächste

Woche wird die neue Kirche (das Langhaus) aufgeschlagen. Eine

hl. Messe, dass kein Unglück sich ereigne, wird gehalten.“

Diese Messfeier fand in der Notkirche in der Keltergasse statt.

...dass am 4. November das Erzbischöfliche Bauamt Karlsruhe vorschlug,

den gotischen Flügel- und Hochaltar von Östringen für unsere Pfarrkirche

zu kaufen. Die Kosten beliefen sich auf 1.400 Mark zuzüglich

500 Mark für Transport und Aufstellung in der Kirche.

Robert Hill


Seite 25

Pfarrbrief Nr. 97


Pfarrbrief Nr. 97 Seite 26

Informationen - Adressen

Pfarramt

Kirchstr. 1, Tel.: 2229, Fax: 4985

Pfarrer: Jürgen Olf;

Sprechzeiten nach den Gottesdiensten

und nach Vereinbarung

Pastoralreferentin: Gabriele Beck

Sprechzeiten nach den Gottesdiensten

und nach Vereinbarung

Pfarrbüro: Anna-Maria Beha

Sprechzeiten: Dienstag, Mittwoch und

Freitag: jeweils 08.00 bis 12.00 Uhr

Dienstag: 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Montag und Donnerstag: geschlossen

e-mail: pfarrbuero@st-michael-weingarten.de

Konto Nr.: 30208005 (BLZ 66061724);

Volksbank Weingarten-Walzbachtal

Pfarrgemeinderat:

Vorsitzender: Norbert Strieder,

Ricarda-Huch-Str. 12, Tel. 55247

Förderverein zur Erhaltung der

Pfarrkirche St. Michael e.V. :

Vorsitzende: Ursula Seiderer,

Im Herrschaftsbruch 33, Tel.: 2260

Mesner/Hausmeister: Konrad Spohrer,

Jöhlinger Str. 96, Tel. 1347

Oberministranten-Team:

Johannes Grimm, Tel. 4735; Felix Laub,

Tel. 1587; Ruben Spohrer, Tel. 1347

www.ministranten-weingarten.de

e-mail: Minis-Weingarten@web.de

Schwesternhaus/Sozialstation:

Schillerstraße 4, Tel. 2236

kath. Gemeindezentrum (GZ):

Schillerstraße 4, Tel. 2909

Charisma

Kontaktadresse: Franz Nikolaus,

Elsterweg 3, Tel. 8901

Kindergärten

St. Elisabeth: Schillerstraße 4,

Leiterin: Birgit Campanella, Tel. 3376

St. Franziskus: Kanalstraße 65,

Leiterin: Irene Fuchsen, Tel. 5377

St. Michael: Wiesenstraße 43,

Leiterin: Bettina Schlimm, Tel. 2644

Jugend (KJG)

Kontaktadressen:

Ph. Kiefer, Karlstraße 1, Tel. 6088903

S. Hardock, Kanalstraße 34 Tel. 1364

P . Sebold, Pfr.-Nikolaus-Str 34, Tel.609377

www.kjg-weingarten.de

e-mail:leiter@kjg-weingarten.de

Religiöse Kinderstunde

Jeden Sonntag parallel zum Gottesdienst

in der Kirche für Kinder von

3 bis 8 Jahren im GZ, Schilllerstr.4

Kontaktadresse: Renate Grimm,

Im Brügel 11, Tel. 4735

Altenwerk

Altennachmittage, jeden 2. Mittwoch

im Monat, 14.30 Uhr

Jeweils am 1. und 3. Mittwoch im Monat

Seniorengymnastik im GZ

Jeweils am 4. Mittwoch im Monat:

9.00 Uhr Altengottesdienst

Kontaktadresse: Heinz Thome,

Burgstraße 45, Tel. 8572

Wohnviertel-

Besuchsdienst

Kontaktadresse: Rita Reineck,

Goethestraße 57, Tel. 5299


Seite 27

Bibelkreis

Kontaktadresse: Sieglinde Hugle

Schillerstraße 10, Tel. 706663

Kolpingfamilie

www.kolping.de/kf/kolpingsfamilie_weingarten

e-mail: kolping-weingarten@web.de

Kontaktadresse: Harald Wagner,

Gartenstraße 27, Tel. 5015

Frauengemeinschaft

Jeden Dienstag um 19.30 Uhr

Gymnastik im GZ.

Jeden 3. Mittwoch im Monat

9.00 Eucharistiefeier der Frauen

Die Termine für die Altenheimbesuche, sowie

Beginn oder evtl. Änderungen entnehmen

Sie bitte dem Pfarrblatt oder der Turmberg-Rundschau.

Kontaktadresse: Sonja Weiß,

Eulenweg 2, Tel. 706523

Elisabethenverein e.V.

Kontaktadresse: Konrad Breindl,

Tulpenstraße 4, Tel. 8803

Bücherei

KöB = Katholische öffentliche Bücherei

Ausleihe: sonntags nach dem Gottesdienst

bis 11.45 Uhr

dienstags von 15.30 - 17.00

donnerstags von 18.00 - 19.30 im GZ

Die Bücherei macht Weihnachtsferien

in der Zeit vom 22.12. 06 – 06.01.07

Kontaktadresse: Barbara Leifeld,

Kantstraße 4, Tel. 8177

Peru-Kreis

Kontaktadresse: Markus Lichter,

Wilzerstraße 18, Tel. 3409

Kolping

Familienkreis

Pfarrbrief Nr. 97

Kontaktadresse: Martina Lopp,

Burgstraße 13, Tel. 3635

Selbsthilfegruppe

für Frauen nach einer Krebserkrankung

Zwei Mal im Monat jeweils um

19.30 Uhr im GZ, Schillerstr.4

Kontaktadresse: Sieglinde Keller,

Tel. 8081

Kirchenchor

Chorproben jeden Mittwoch um

19.45 Uhr im GZ, Schillerstr. 4

Kontaktadresse: Gertrud Zülch,

Silvanerweg 10, Tel. 2565

Ausschüsse des PGR

Stiftungsrat

Kontaktadresse: Pfr. Jürgen Olf

Kirchstraße 1, Tel. 2229

Liturgie-Ausschuss

Kontaktadresse: Gabriele Zeh,

Bahnhofstraße 155, Tel. 3186

Ausschuss für Ökumene

Kontaktadresse: Marga Hollweck-

Flinspach, Durlacher Str.1, Tel. 5327

Ausschuss für Katechese

Kontaktadresse: Heidrun Strieder,

Ricarda-Huch-Str. 12, Tel. 55247

Informationsausschuss

Kontaktadresse: Hubert Daul,

Bahnhofstraße 127, Tel. 2776

Caritas-Ausschuss

Kontaktadresse: (im Moment offen)


ADVENIAT-Kollekte Weihnachten 2006

dem Süden abzuschotten. Beim Versuch,

das „Gelobte Land“ zu erreichen,

spielen sich in Mexiko und

entlang der US-Grenze dramatische

Szenen ab.

Das Problem der Migration ist auch

das Schicksal der Zurückgebliebenen.

So droht Mexiko durch die

Flucht vieler junger Männer und

Frauen auszubluten. Zurück bleiben

Alte und Kinder.

Die Bischöfliche Aktion ADVENIAT, das

Lateinamerika-Hilfswerk der Katholiken in

Deutschland, bittet auch in diesem Jahr am

Heiligabend und am 1. Weihnachtsfeiertag

um Ihre Spende. Bei der diesjährigen Aktion

geht es um das Thema Migration. Beispielland

ist Mexiko. Viele Menschen sind

hier auf der Flucht. Allein im vergangenen

Jahr versuchten mehr als eine Million Menschen

den Schritt über die Grenze; nur

rund 400.000 haben es „geschafft“. Mehr

als 400 Mexikaner sind bei dem Versuch

gestorben, ohne Papiere in die USA zu gelangen.

Seit 1990 haben 10% der Bevölkerung

Mexiko in Richtung USA verlassen.

Mittel-und Südamerika haben die höchste

Auswanderungsrate der Welt. Mit dem Bau

einer Mauer und verschärften Einreisebestimmungen

versuchen die USA, sich von

den Migranten aus

Die Adveniatkollekte findet am ersten Weihnachtstag statt. Allen, die helfen,

sagt ADVENIAT im Namen ganz Lateinamerikas: „Muchas gracias“.

Wenn Sie Ihre Spende bargeldlos überweisen wollen,

verwenden Sie bitte eines der folgenden Konten:

Kath. Pfarrgemeinde Weingarten

Nr. 30208005 (BLZ 660 617 24)

Volksbank Weingarten-Walzbachtal

oder

direkt

bei

ADVENIAT

Bank im Bistum Essen

Kto-Nr. 345 BLZ: 360 602 95

Die Pfarramt ist gern bereit, auf Wunsch eine Spendenquittung auszustellen.

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