Pfarrbrief Nr. 101 - Pfingsten 2008 - St. Michael Weingarten

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Pfarrbrief Nr. 101 - Pfingsten 2008 - St. Michael Weingarten

Pfarrbrief

St. Michael

Weingarten

Nr. 101 31. Jahrgang Pfingsten 2008


Pfarrbrief Nr. 101 Seite 2

Auf ein Wort

Die Plagen des Ungeistes

Liebe Leserin, lieber Leser,

dieses Jahr erscheint der Pfarrbrief etwas

ungewohnt, erst zu Pfingsten. Das

hat organisatorische Gründe. Aber ich

bin sogar froh darüber, denn Pfingsten ist

bekanntlich das dritte kirchliche Großereignis

und das kommt immer sehr stiefmütterlich

weg. Diesmal ergibt sich die

Gelegenheit, es einmal ein bisschen unters

Brennglas zu nehmen.

Immerhin ist Pfingsten ja das Gründungsfest

der Kirche und vor allem das

Fest des Hl. Geistes. Und der Geist Gottes

ist, als die unsichtbare dritte göttliche

Person, eben nur schwer greifbar. Und

gerade darum lohnt es sich, einmal etwas

näher auf diese Unsichtbarkeit zu

schauen. In alter Tradition betet die Kirche

ja jährlich die Pfingstnovene, das

neuntägige Vorbereitungsgebet, eingedenk

des Gebetes, das die Jünger Jesu

an ihrem heimlichen Versammlungsort in

den Tagen zwischen der Himmelfahrt

Jesu und eben diesem Pfingstereignis in

Jerusalem gebetet haben. Übrigens im

Beisein der Mutter Jesu, das wird extra

herausgestellt. Sie beten um den „Paraklet“,

um den „Bestärker“, der ihnen

Kraft geben soll, die Zeit nach dem Fortgang

Jesu im Glauben zu bestehen. Aus

diesem Gebet hat sich in der Kirche ein

Gebet um die sieben (wie sollte es auch

anders sein) Gaben des Geistes entwickelt.

Und diese sieben Gaben sind: Die

Gabe der Weisheit, der Einsicht, des

Rates, der Stärke, der Erkenntnis, der

Frömmigkeit und der Gottesfurcht. Alles

nicht gerade sehr fassbare konkrete

Qualifizierungen, aus heutiger Sicht. Und

darum dachte ich mir, ich drehe diese

Gaben einmal um und stelle sie den entsprechenden

Plagen des

Ungeistes gegenüber, also

den Plagen der Information,

der Ansicht,

der Wechselnden Mehrheit,

der Pluralität, der

Political Correctness,

des Durchsetzungsvermögens

und der Autonomie.

Information gilt heute als

das halbe Leben, wenn

nicht noch mehr. Dabei

sind viele Informationen

nicht mehr oder nur


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schwer auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu

überprüfen. Und die Möglichkeit, sie

sinnvoll zu verwerten, sinkt angesichts

der Überfülle an Information fast auf Null.

Eine Information ist aber nur dann sinnvoll,

wenn ich sie auch verarbeiten und

bewerten kann. Deswegen kann Information

heute zum Gegenpol der Weisheit

werden.

Ansicht ist das krasse Gegenteil von

Einsicht. Eine Ansicht kann man haben,

vor allem dann, wenn ein Sachverhalt,

egal wie kompliziert er sein mag, in drei

Sätzen erklärt wird (eine beliebte Marotte

heutiger Medienarbeit). Nur, aufgrund

einer Ansicht jedoch lebenswichtige Entscheidungen

zu fällen, das muss über

kurz oder lang kräftig schief gehen.

Wechselnde Mehrheiten, von Demokratiegläubigen

als „Wert an sich“ gepriesen,

mag in manchen Fällen sogar heilsam

sein. Wenn sie aber zum System

werden oder gar zum Mittel der Unzufriedenen,

Politik abzustrafen, dann zerstören

sie echte Demokratie. Mit dem Geist

des Rates haben sie dann nichts mehr

zu tun, sie dienen nur noch dem Schlagabtausch.

Dasselbe gilt für die Pluralität. Soweit

sie lebensbedingt ist, bedeutet sie Vielfalt

und damit Reichtum, wenn sie aber systematisch

als Waffe gegen Einigkeit und

Gemeinsinn eingesetzt wird, dann dient

sie nur noch dem Zwist und dem puren

Egoismus. Dann schadet sie der Gemeinschaft.

Die Political Correctness schließlich,

die Kammerzofe der Ideologie, ist die

neueste Häresie in der Politik, weil sie

gegen die Zehn Gebote ausgetauscht

wurde. Wenn die Menschheit überleben

Pfarrbrief Nr. 101

will, muss dieser Irrlehre der Boden entzogen

werden. Sie verhindert jede wahre

Erkenntnis.

Das Durchsetzungsvermögen, heute

schon Teil der Erziehung, ist das Grundvitamin

für die eigene Karrierearbeit. Sie

stärkt die Ellbogenregion des Körpers

und versorgt das menschliche Gewissen

mit einer hohen Immunität. Selbstredend

bewahrt sie vor Frömmigkeit und Unterordnung

unter Gottes Willen.

Die Autonomie schließlich ist heute die

Errungenschaft moderner Menschen

schlechthin Sie taucht leider meistens

nur als Fata Morgana auf. Wie lange

schon strebt der Mensch nach Autonomie

und wie sehr fällt er nach wie vor von

einer Abhängigkeit in die nächste. Wann

endlich wird er erkennen, wie viel echte

Autonomie die Gottesfurcht vermitteln

könnte, weil nur sie die Angst vor den

Menschen nimmt.

So weit diese Gegenüberstellung von

Gaben und Plagen, von Geist und Ungeist.

Und nun einfach noch ein paar „Früchte“,

damit das Ganze griffiger wird:

Die so genannte freie Wirtschaft: Dort

erleben wir zunehmend keinen freien

Markt mehr sondern nur noch einen

Wettlauf der Manager zur eigenen Gewinnmaximierung.

Der Mitarbeiter, der

Mensch in der Arbeit aber bleibt auf der

Strecke. Ihm geht in diesen Geldproduktionsanlagen

der Sinn seiner Tätigkeit

völlig abhanden. Parallel dazu spielt sich

derzeit eine atemberaubende Geldvernichtung

ab.

Mensch und Arbeit: In der Realität gilt

längst das Umgekehrte, Arbeit und

Mensch. Der Mensch wird endgültig der


Pfarrbrief Nr. 101 Seite 4

Arbeit unterstellt, untergeordnet. Flexible

Öffnungszeiten, als Kundenfreundlichkeit

verkleidet, nehmen keine Rücksicht mehr

auf Sonn- und Feiertage, auf Wochenenden,

auf die Freizeitgestaltung der Familien.

Rentabilität geht vor Lebensqualität.

Ein weiterer Punkt - das Kind: Genauer:

die „Lufthoheit über die Kinderbetten“

und Laufställe. Kinder dürfen den Arbeitsprozess

ihrer nicht behindern. Deswegen

braucht es Kinderkrippen, um

Kinderaufzucht und Erziehung benutzerdefiniert

zu regulieren. Hand in Hand

wird auf diese Weise die Entmündigung

der Eltern in die Wege geleitet.

Und schließlich: Der moderne Staat definiert

den Menschen neu. Er ist nicht

mehr Gärtner, sondern nur noch Verbraucher.

Unterm Strich heißt das: Die

Arbeit wird zum Selbstzweck. Die Wertschöpfung

durch Produktion und Dienstleistung

wird zum obersten Wertprinzip.

Ihm ist alles andere unterzuordnen, auch

das Humankapital.

Ein Beispiel für diesen Ungeist ist der

Trend zu Brennstoffen aus Biomasse.

Allein schon die Sprachregelung ist ein

Skandal. Mit dem Etikett „BIO“ wird hier

die Vernichtung von Lebensmitteln als

Verwirklichung von Ökologie angepriesen.

Das ist ungefähr so widersinnig, wie

wenn die selben Leute sich gleichzeitig

für die Rettung von Seehundbabys und

für die Freigabe der Abtreibung stark machen.

De facto werden in dieser neuen

Technologie ungeheure Lebensmittelund

Wasservorräte zur Herstellung von

Energie verbraucht. Dies könnte in der

Langzeitperspektive ähnliche katastrophale

Folgen haben wie die Atomenergie.

Denn der sich längst anbahnende

Klimawandel ist ja unter anderem die

Folge der Waldvernichtung zugunsten

von großflächigem Anbau beispielsweise

von Zuckerrohr und Soja. Wenn man bedenkt,

welchem Zweck diese Nahrungsmittel

tatsächlich dienen, dann schließt

sich hier der Teufelskreis. Man bedenke,

angesichts eines beträchtlichen Teils unserer

Menschheit, dem neben Grundnahrungsmitteln

noch andere elementare

Lebensgrundlagen fehlen, entdeckt man

jetzt plötzlich Wege, Methoden und Mittel,

Lebensmittel für eine ganz andere

„Zielgruppe“ herzustellen und macht so

für Motoren und Maschinen bzw. für eine

maßlose Fleischproduktion möglich, was

für Menschen so bisher nicht möglich

war. Ein wirklich zum Himmel schreiender

Skandal! Und ich bin sicher, diese

neue Todsünde der reichen Weltbevölkerung

wird in eine Sprache eingekleidet,

dass viele gerührt an die Endlösung aller

Armut glauben werden. Vielleicht wird es

für viele tatsächlich zu einer Endlösung

führen, ich befürchte allerdings, dass wir

solche Endlösungen schon hatten, und

glaubten, sie für immer überwunden zu

haben.

„Löscht den Geist nicht aus“, heißt das

Pfingstgebet, auf eine Kurzformel gebracht.

Ja, löschen wir den Geist nicht

aus, in dem wir dem Ungeist Raum geben

für seine tödlichen Spiele.

Im Gegenteil:

- Lassen wir uns vom Geist erfassen, bewegen,

beflügeln, entflammen, so sehr,

dass uns die Umkehr, jene Uraufgabe der

Christen endlich - und in womöglich letzter

Minute - gelingt!

- Lasst uns vom Geist ergriffen sein, um auf

solche Weise in der richtigen Ausrichtung


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endlich wieder vom Menschen und seinem

Schicksal ergriffen zu sein.

- Lasst uns zurückfinden zur Gottesfurcht,

damit wir uns nicht mehr vor Menschen

zu fürchten brauchen und nicht

mehr vor dem Ungeist, den wir Zauberlehrlinge

selbst herbeigerufen haben.

- Lassen wir uns von Gottes Geist ergreifen,

dann werden wir gut beraten sein,

die Einigkeit unter den Menschen guten

Willens zu suchen und so zu der Stärke

zurückfinden, die uns alle Probleme lösen,

alle Schwierigkeiten überwinden

lässt. Dann wird die richtige Einsicht unser

Handeln bestimmen und am Ende

die Weisheit siegen. Und der Anfang der

Weisheit liegt ja bekanntlich in der Furcht

Pfarrbrief Nr. 101

des Herrn. So schließt sich der Kreis und

alles wird gut.

Ich wünsche Ihnen diesen Geist Gottes

in solch reichem Maße, dass sie buchstäblich

darin ersaufen. Keine Angst, das

hat - wie das Bad der Taufe auch - keine

lebensbedrohlichen Folgen, vielmehr das

komplette Gegenteil, Leben in Fülle.

... bewegst du die Welt,

hören wir ganz neue Töne,

kommt ein frischer Wind.

In deinem Wort, Herr,

schenkst du uns deinen Geist.


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Der PGR informiert

1. Pfarrversammlung

Am 22.Februar fand im Anschluss an das

vom Perukreis organisierte Fastenessen

die Pfarrversammlung statt. Neben dem

Aktivitätsbericht des letzten Jahres gab

es auch Gelegenheit zur Diskussion in

kleineren Gruppen über die Themenbereiche:

Auftrag - Aufbruch - Abschied.

Ein großer Teil der Aktivitäten des PGR

waren schon Bestandteil der Informationen

im letzten Pfarrbrief und bleiben daher

hier unerwähnt. Der vollständige Aktivitätsbericht

des PGR ist auf der Homepage

der Pfarrgemeinde einsehbar.

Ausgangspunkt der Diskussion war die

Frage nach den Schätzen in unserer

Gemeinde. Viele haben sofort und spontan

auf die vielen aktiven Gruppen verwiesen,

die Heimat und Identifikation

schaffen, die Raum für Begegnungen,

Beziehungen und Gespräche bieten. Wir

sind reich an diesen kostbaren Schätzen

in unserer Pfarrgemeinde.

Wo sollten wir uns engagieren - das war

die Ausgangsfrage für die nächste Diskussionsrunde,

die folgende unbewertete

Anfragen erbrachte: ein Forum bieten für

Neuzugezogene, mehr Feste in der

Seelsorgeeinheit durchführen, um Anknüpfungspunkte

zu finden, mehr Transparenz

über die Arbeit der einzelnen

Ausschüsse, eine stärkere Öffentlichkeitsarbeit

durch den PGR, Ausbau der

Ministrantenarbeit oder Sorge tragen um

sozial Benachteiligte.

Bei der abschließenden Fragestellung,

welches Ziel wir überprüfen müssen, fiel

es allen schwer, Dinge zu benennen, von

denen man Abschied nehmen sollte.

Solange das Engagement einer Gruppe

oder eines Einzelnen für ein bestimmtes

Thema besteht, wird kein Abschied eingefordert

werden. Wenn allerdings ein

Projekt/Engagement zu Ende geht, sollte

in der Regel geprüft werden, ob sich eine

Fortführung oder ein Neubeginn lohnt

oder ob wir in Zukunft davon Abschied

nehmen.

Im PGR werden nun in den nächsten Sitzungen

vor allem die Schwerpunkte unseres

Engagements weiter diskutiert

werden.

2. Kirch(turm)renovation

Die Renovierung der Kirche wird zunächst

mit der Sanierung des Kirchturmes

beginnen. Leider ergab die Begutachtung

der Turmhaube eine so starke

Schädigung, dass der gesamte Schiefer

erneut eingedeckt werden muss. Die erste

Kostenschätzung der gesamten Maßnahme

liegt bereits vor und wird nach

Genehmigung und Freigabe durch die

Gemeinde und Freiburg wohl bis zum

Sommer umgesetzt.

3. Seelsorgeeinheit

In unserer Seelsorgeeinheit werden in

diesem Jahr zwei gemeinsame Gottesdienste

gefeiert. Der erste fand bereits im

Februar in Wössingen statt und war gut

besucht. Verbesserungswürdig war die

Organisation eines Fahrdienstes für diejenigen,

die keine eigene Fahrmöglichkeit

besitzen. Der zweite gemeinsame

Gottesdienst wird am 26. Oktober in


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Weingarten sein. An diesen Sonntagen

ist dies der einzige Gottesdienst in der

Seelsorgeeinheit. Während im letzten

Jahr die gemeinsame Gottesdienstfeier

am Samstagabend unter Beibehaltung

der zeitgleichen Gottesdienste in den

Einzelpfarreien nicht gerade gut besucht

war, ließ sich der letzte Gottesdienst mit

der Einbeziehung der Kommunionkinder

gut an. Es wird sicherlich noch vieler

gemeinsamer Aktionen bedürfen, um ein

Miteinander beider Pfarreien zu bewirken.

Vor allem bei konkreten Aufgaben

oder durch Aktionen, der in beiden Gemeinden

aktiven Gruppierungen wird

sich dieses Miteinander weiterentwickeln.

Beide Pfarrgemeinderäte werden am 6.

Juli einen Ausflug nach Ötigheim zu dem

Freilichtfestspiel „Franz von Assisi“ unternehmen.

4. Ökumene

Am 11. April fand die erste gemeinsame

ökumenische Sitzung statt mit den neu

gewählten Mitgliedern des evangelischen

Kirchengemeinderates (KGR) so wie den

Mitgliedern des evangelisch-methodistischen

Gemeindevorstandes.

Themenschwerpunkte waren neben der

Abstimmung und Planung des gemeinsamen

Pfingstmontags-Gottesdienstes

auch der Rückblick auf den Bibeltag.

Leider hat sich unsere Erwartung auf

mehr TeilnehmerInnen durch Konzentrierung

von ehemals vier Abenden auf einen

Bibeltag nicht erfüllt. Trotzdem wollen

wir im nächsten Jahr noch einmal

dieses Konzept – ein Bibelabend so wie

Pfarrbrief Nr. 101

ein gemeinsamer Gottesdienst – anbieten,

bevor wir uns eventuell von diesem

Angebot verabschieden müssen.

In den nächsten Monaten wird Frau Pfarrerin

Huth durch Frau Pfarrerin Lingenberg

vertreten. Wir wünschen Frau Pfarrerin

Huth von Herzen, dass es ihr bald

wieder besser geht und genügend Kraft

auf dem Weg Ihrer Genesung. Auch in

der evangelisch-methodistischen Gemeinde

gibt es mit Herrn Pastor Lacher ein

neues Gesicht. Wir wünschen allen einen

guten Start in ihrer Gemeinde so wie uns

allen ein gewinnbringendes Miteinander

in der Ökumene.

5. Ausblick

In diesem Jahr wurde der Termin der

Wallfahrt zum Michaelsberg neu festgelegt.

Diesmal wollen wir noch vor den Ferien,

nämlich am 8. Juni nach Untergrombach

auf den Michaelsberg pilgern.

Bitte beachten Sie in Zukunft die neu

gestaltete Seite im Aushang vor der Kirche,

die wir nutzen wollen, um aktuelle

Informationen aus dem PGR an Sie weiterzugeben.

Hierzu zählt auch die detaillierte

Ankündigung unserer Themen der

öffentlichen Sitzungen. Die Termine

selbst und die des Stiftungsrates sind auf

der Homepage unserer Pfarrgemeinde

für 2008 veröffentlicht. Bitte nutzen Sie

die Gelegenheit, Ihr Anliegen rechtzeitig

vorher einem Mitglied mitzuteilen oder/

und kommen Sie bei den Sitzungen

selbst vorbei.

N. Strieder, PGR-Vorsitzender


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Sakristeigeflüster

Pssst. Habt Ihr's schon gehört?

Ein Jubiläum hat stattgefunden.

Sogar ich sollte davon wohl nichts

wissen. Hab es erst zwei Tage

vorher erfahren. Unsere Krankenschwester

Sr. Anna Xaver hat

den 40. Jahrestag ihrer Ordensprofess,

ihrer feierlichen Ordensgelübde,

gefeiert. Auf einer

wunderbaren Bühne hat sie das

getan, nämlich am Bodensee und

danach noch ein bisschen bei

uns, abends im GZ. Ein paar liebe

Menschen haben ihr einen kleinen

Empfang bereitet. Am Sonntag

danach hat es noch einen offiziellen

Empfang in der Kirche gegeben.

Und so wurde dieses Jubiläum

doch noch ein bisschen öffentlich.

Ist ja auch normal.

Schwestern sind ja sehr bescheiden.

Sie wollen etwas für die Menschen

tun, sie wollen bei den

Menschen sein und sie wollen a-

ber auch den Blick der Menschen

von aller Ablenkung weg auf das

einzig Wichtige richten, auf... nun,

was meinen Sie? Auf Gott, natürlich,

was denn sonst. Nun, was

sonst noch? Zum Beispiel auf

Dein Leben, auf Deine Zeit, auf

Dein Glück, das nicht aus dem

Roulette, nicht aus dem Showgeschäft,

nicht aus der Berufskarriere

auf Dich zukommen soll, sondern

aus der Kunst, Dein Leben,

so, wie es ist, glücklich einzurichten.

Das erfordert sehr viel Wirklichkeitssinn

und sehr viel Mut und

sehr gute Augen und Ohren. Es

erfordert vor allem den Blick für

andere Menschen - nicht, um sich

mit ihnen zu vergleichen, sondern

um deren Leben ein bisschen mitzutragen,

wenn es zu schwer geworden

ist. Genau das tun die

Schwestern bei uns. Und dafür

sind wir dankbar, sehr dankbar,

auch Gott sehr dankbar. Und das

soll man ab und zu feiern, beispielsweise

wenn in einer Schatztruhe

an Gottes Herzen 40 Jahre

voll geworden sind.

Dies meint


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Der Kommentar

Getreide gehört auf den Teller, nicht in den Tank

Pfarrbrief Nr. 101

Die steigenden Energiepreise und die

schwindenden Ölreserven stellen die Industrieländer

vor die Existenzfrage. Da

meinen kurzsichtige Politiker, auch verlockt

von wirtschaftlichen Vorteilen für einige

Lobbies, dass der Anbau von Agro - Treibstoffen

(Gutgläubige benennen es mit einem

ökologischen Mäntelchen Bio- Treibstoffe)

eine goldene und sogar klimafreundliche

Lösung sei. Dies ist keineswegs so!

Darüber konnten sich jene, die nicht vor

den kritischen und brisanten Fragen unserer

Zeit in die Pflege der persönlichen Gemütlichkeit

flüchten, ein Bild und einen Eindruck

machen. Kürzlich hat, organisiert von

der Kolpingsfamilie, der Landvolkpfarrer Dr.

Thomas Dietrich in einem Vortrag die Frage

gestellt: „Dürfen wir Nahrungsmittel zur

Energieerzeugung verbrauchen?“.

Die Fakten, für deren differenzierte Erörterung

(insbesondere auch der Rolle von

Agrobrennstoffen „zweiter Art“: Holz, Stroh,

Gülle usw.) in einem Kommentar des Memorans

kaum ein geeigneter Platz ist, sind

kurz etwa folgende:

1. Mächtige Industriekonzerne, ermuntert

und gefördert von den Regierungen westlicher

Länder (neuerdings auch in China)

bauen große Destillier-Anlagen (ähnlich

Ölraffinerien) auf, um aus Grundnahrungsmittel

Getreide, Mais, Reis, Rapsöl

usw. Ethanol herzustellen, das dem normalen

Treibstoff beigemischt wird, um damit

den Erdölverbrauch zu verringern. Neben

dem Verbrauch von Lebensmittel wird

dabei die Abholzung der tropischen Wälder

gefördert, um etwa in Brasilien Land

für den Anbau von Soja und Zuckerrohr zu

gewinnen. Das Getreide, das umgewandelt

in Ethanol für eine einzige Tankfüllung

eines Oberklassewagens notwendig ist,

könnte einen Menschen ein ganzes Jahr

ernähren.

2. Die Lebensmittelreserven, speziell die

Getreidereserven - ein Maß für die Ernährungssicherheit

bei Dürren oder Ernteausfällen

– sind weltweit auf einem historischen

Tiefstand gesunken. Die Getreidelager

der EU sind erschöpft. Dass alles

teurer wird bekommen wir täglich zu spüren.

Die Getreidepreise haben sich in kurzer

Zeit verdoppelt und sie steigen weiter

an, wie auch die Preise für andere Grundnahrungsmittel.

3. Was wir als unangenehme Teuerung

wahrnehmen, ist eine Katastrophe für die

ärmeren Länder. Die Menschen in den

Entwicklungsländern erleben, wie die

Früchte der Ernten auf ihren Feldern nach

Europa und in die USA exportiert werden.

Auf Grund der gestiegenen Lebensmittelpreise

müssen sie einen Großteil ihres

Einkommens für Grundnahrungsmittel

Maisgrieß und Getreide ausgeben. Auch

die Arbeit der Hilfswerke leidet unter dem

Boom der Agro-Treibstoffe, wie der größte

Lebensmittelverteiler, das „World Food

Programme“, beklagt und belegt. Spürbar

sind die Auswirkungen nicht nur in Afrika,

sondern auch in Mittelamerika. Mais ist

dort ein gesundes Nahrungsmittel. Ende

2006 explodierten die Tortillapreise, weil

die USA für die staatlich bezuschusste

Ethanolproduktion die Maisernte aufgekauft

hatte. Der sogenannte Tortilla-Aufstand

im Januar 2007 in Mexiko-Stadt


Pfarrbrief Nr. 101 Seite 10

trieb einige zehntausend Demonstranten

auf die Straße.

Neben den Auswirkungen auf die globale

Nahrungsmittelkrise sollte man sich aber

auch deutlich machen, dass die Verwendung

von Agrosprit ein klimapolitischer

Unfug ist und eher den Klimawandel beschleunigt,

im Gegensatz zu den öffentlichen

Behauptungen und Veröffentlichungen

derer, die ein Geschäft wittern.

Die voraussehbaren, ja schon jetzt eintretenden

ökologischen Auswirkungen führen

zu Abholzungen von Waldgebieten,

welche die Artenvielfalt weiter verkleinern

und den Klimawandel weiter verstärken.

Kahl geschlagene und von nachwachsenden

Rohstoffen ausgelaugte Böden erodieren

viel schneller, Überschwemmungen

und andere Naturkatastrophen sind die

Folge. Die Nothilfeorganisationen rechnen

mit einem Anstieg von Katastrophenopfern

in den Ländern des Südens. Der beim Anbau

notwendige Einsatz von Maschinen,

Pestiziden und Düngemittel ist energieaufwendig

und führt zu weiteren Emissionen

von klimaschädlichen Gasen. Es ist

z.B. wissenschaftlich seriös nachgewiesen,

dass der Treibhauseffekt von einem

Liter Rapsdiesel 1,7 Mal höher ist als der

von herkömmlichen Diesel, dass Ethanol

aus Mais um 50 % schlechter abschneidet

als normales Benzin. Das hängt in erster

Linie mit den Stickstoffdüngern zusammen,

die für die Produktion benötigt werden.

Es ist belegbar, dass die Produktion

von Agrosprit den Klimawandel in den

meisten Fällen beschleunigt. Durch Brandrodungen,

d.h. Umwandlung von Land für

Agrosprit, durch Anpflanzen von Mais,

Raps oder der Herstellung von Palmöl

entstehen in der Regel mehr Treibhausgase

als durch das Einsparen dadurch gewonnener

Treibstoffe. So ist die als Werbung

verbreitete Behauptung, Agro- Treibstoffe

seien umweltfreundlicher als Benzin,

recht zweifelhaft und trügerisch. Es wird

angeführt, dass dadurch bis zu 60% weniger

Kohlendioxid emittiert wird, aber es

wird verschwiegen, dass bei der Verbrennung

auch bedeutende Mengen an Giftstoffen

wie Formaldehyd und Acetaldehydin

in die Atmosphäre transportiert werden.

Wenn man von wenigen lokal begrenzten

Sonderfällen absieht, so ist es entweder

eine bewusste Täuschung oder schlichtweg

Unkenntnis und Naivität, unter der

Flagge des Umweltschutzes für die Produktion

von Agro-Treibstoffen zu werben.

Dieser Befund begleitet die Probleme,

wenn Grundnahrungsmittel zur Erzeugung

technischer Energie im großen Stil verheizt

und ärmere Völker der Hungersnot

ausgeliefert werden. Am 16.Oktober 2007

begingen wir den Welternährungstag unter

dem Motto: „Recht auf Nahrung“. Der Gipfel

der G-8 Staaten proklamierte vollmundig

das Ziel, den Welthunger zu halbieren.

Welch eine Farce, wenn dieselben Staaten,

darunter auch Deutschland und die

EU, mit dazu beitragen, dass die landwirtschaftliche

Nutzfläche durch den Energiepflanzenanbau

immer mehr verringert wird,

indem sie auf dem Wege von unsinnigen

Verordnungen den Bau von Agrosprit-

Anlagen immer mehr fördern.

Es mag wohl sein, dass das vorschnell

von unserer Politik beschlossene „Biokraftstoffquotengesetz“

zunächst nicht

wirksam werden wird. Auch bei den Unbedarften

hat es sich nämlich herum gesprochen,

dass die Motoren unserer Autos

schlecht geeignet sind für den Gebrauch

von korrosiven Ethanol mit niedrigem

Brennwert. Und diejenigen, die unter ei-


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nem grünen Hut mit solchen Initiativen

politisch vorgeprescht waren, wollen es

nun nicht mehr gewesen sein, aus Angst

vor der Wählergunst, leider aber kaum

aus einer tieferen Einsicht in den globalen

Aspekt. Die unbequeme Wahrheit lautet:

Mit unserem westlichen Lebensstil

stoßen wir kollektiv an Grenzen, über jene

Grenzen hinaus, die schon in den siebziger

Jahren der „Club of Rome“ formuliert

hat, vielfach unbeachtet oder mit Augenwischerei

heruntergeredet. Was unseren

Treibstoffverbrauch betrifft, kurz oder lang

wird es notwendig sein, über sozial verträgliche

und gerechte Einschränkungen

des Individualverkehrs (Aufschrei bei der

Autoindustrie!) und über die Begrenzung

des Massen-Tourismus (Aufschrei bei der

staatlich mit Steuererleichterungen geförderten

Tourismus-Industrie!) zu reden, dass

Energiesparmaßnahmen und der Ausbau

erneuerbarer Energiequellen auch dort

sinnvoll sind, wo die Wirtschaft nur ein kleines

Geschäft wittert, dass man industrielle

Projekte, große wissenschaftlich-technische

Vorhaben und auch den kirchlichen

Betrieb nicht mehr unbegrenzt auf der Mobilität

der Beteiligten mit Auto und Flugzeug

aufbauen kann und vieles mehr. Allerdings

erfordert dies unbequeme Einsichten zur

persönlichen Selbstbeschränkung.

Es ist natürlich unbestritten, dass eine ständig

wachsende Menschheit (ca. 70 Mill.

Menschen im Jahr) sowohl zunehmend

Energie wie auch Nahrungsmittel braucht.

Das ist das Weltdilemma ersten Ranges,

und es liegt in unserer Schöpfungsverantwortung,

Energie und Nahrung zu gewinnen

für alle in einer fair verteilten Weise, ohne

mit der technischen Energiegewinnung unseren

Erdball unbewohnbar zu machen.

Pfarrbrief Nr. 101

Wenn man sich den gewaltigen und berechtigten

Nachholbedarf der Entwicklungsländer

vor Augen führt und die Schwierigkeiten

sieht, die reichen Länder und uns

persönlich zum Maßhalten zu bewegen

(wie eingeengt das Denken um die eigenen

und lokalen Versorgungsängste kreist, hat

die Diskussion beim Vortrag von Dr. Dietrich

deutlich gemacht), mag ich kaum glauben,

dass selbst mit strengen erzwungenen

Einsparungen und allein mit der Entwicklung

regenerativer Energiequellen es in der

noch zur Verfügung stehenden Zeit gelingen

wird, dies ins Gleichgewicht zu bringen.

So kommt es auch nicht von ungefähr,

dass weltweit über den Tageshorizont hinausblickende

Verantwortliche wieder über

die zur Zeit einzig mögliche Option, die

Kernenergie, nachdenken, was auch der

„Club of Rome“ („Ein faustischer Pakt“) und

die „Pugwash Conference on Science and

World Affairs“ für unausweichlich erachten.

Nur in Deutschland wird in ideologischer

Fixierung und mit gezielter Desinformation

„Kernenergie“ zum Unwort gemacht, ja deren

weitere Entwicklung zum sicheren E-

nergieträger direkt behindert. Die propagierte

Idee vom Agrosprit ist dagegen ein Beispiel,

wie 800 Millionen von in relativem Luxus

lebenden Menschen, die ein Auto haben

und täglich satt werden, in unverantworlicher

Weise mehr als einer Milliarde von

Hungernden den Rest ihrer Nahrungsmittel

wegzunehmen versuchen.

Das war kurzgefasst mein Fazit der lebhaften

Vortrags-und Diskussionveranstaltung

„Unser täglich Strom (Brot) gib uns heute!“,

ob nun der Treibstoff E10 schon 2009

oder erst 2012 eingeführt wird.

In der Osterzeit 2008

Ihr Memorans


Pfarrbrief Nr. 101 Seite 12

Neues aus der Nachbarschaft

Wir laden herzlich ein zum Vortrag am

Mittwoch, 11. Juni 2008 um 20:00 Uhr

im kath. Gemeindehaus (Martinussaal) Jöhlingen

Thema: „Selbstbestimmung am Lebensende –

Wie wirksam sind Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten?

Referent: Klaus Holland, Int. Gesellschaft für Sterbebegleitung

und Lebensbeistand e.V. (IGSL)

Im Herbst dieses Jahres bieten wir wieder an einen

Orientierungskurs zu den Themen „Sterben, Tod und Trauer“

Der Orientierungskurs führt an die nachfolgenden Themen heran:

Sterbende begleiten – was können wir tun

Eigene Erfahrungen zum Thema Sterben, Tod und Trauer

Sterbephasen – nach Kübler-Ross u.a.

Trauerphasen – nach Verena Kast u.a.

Wünsche, Bedürfnisse der Sterbenden, Angehörigen und Trauernden

Kommunikation mit Sterbenden

Aktiv zuhören und schweigen können

Ziele der Hospizbewegung

Die Hospizgruppe Walzbachtal/Weingarten ist unter 0170/6692478 rund

um die Uhr erreichbar:

Kontaktperson: Claudia Rommel, Tel.-Nr. 07203/922577 (kath. Pfarramt

Jöhlingen) oder Tel.-Nr. 07203/7255 (priv.)


Seite 13

Wussten Sie schon, . . .

Pfarrbrief Nr. 101

... dass Erzbischof Dr. Robert Zollitsch mit Urkunde vom 18. Dezember

2007 unseren Pfarrer Jürgen Olf zum „Geistlichen Rat ad honorem“ ernannt

hat? So zu lesen im Amtsblatt der Erzdiözese Freiburg vom 4. Januar

dieses Jahres. Wir gratulieren unserem Pfarrer recht herzlich zu

dieser Ernennung.

*******************************************

Heiliger Geist,

du wohnst in jedem Menschen,

du kommst und legst in uns,

was im Evangelium so wesentlich ist:

Herzensgüte und Verzeihen.

Lieben und es durch

unser Leben sagen,

lieben mit der Güte

des Herzens und verzeihen:

darin lässt du uns eine Quelle

des Friedens und der Freude finden.

(Roger Schutz)

Gesegnete Pfingstgrüße sendet Ihnen

Ihre Pfarrbrief-Redaktion

IMPRESSUM

St. Michael Weingarten

Herausgeber: Katholische Pfarrgemeinde, 76356 Weingarten, Kirchstraße 1, Tel. 2229

Redaktionsteam: Stefan Birk, Hubert Daul, Jürgen Olf, Heinigerd Rebel,

An diesem Pfarrbrief arbeiteten mit: M. Lichter, C. Rommel, N. Strieder,

G. Zeh, I. Schrimpf

Druck: Ulrich Laub

Titelbild: Hubert Daul


Pfarrbrief Nr. 101 Seite 14

Quo vadis, Pfarrgemeinde

Im vergangenen Jahr haben wir, das

heißt: Frau Grimm, Frau Lopp, Frau Steiner

und Frau Zeh, an einem Pastoralkurs

teilgenommen. Im Verlauf dieses Kurses

wurde gesprochen über Beziehungen in

einer Gruppe, Entwicklungen und Prozesse;

über die Vielfalt der Gruppen in Gesellschaft

und Kirche (Milieustudie), den

Umgang mit Konflikten, den Sendungsauftrag

der Kirche in und für die Welt (die drei

Grunddienste), über das seelsorgliche Gespräch

und Kooperation als Arbeitsteilung

und Austausch.

Im Rahmen dieses Kurses sollte auch eine

Gemeindeanalyse erstellt werden. Zu diesem

Zweck wurden die oben angesprochenen

Daten erhoben und auch Befragungen

in den Gruppierungen der Gemeinde

gemacht.

Am 28./29. April des vergangenen Jahres

verteilten wir am Samstags- und Sonntagsgottesdienst

einen Fragebogen an die

Gottesdienstbesucher. Das Ergebnis unserer

Befragung war in vielerlei Hinsicht

interessant. Es hing schon bald im Schaukasten

aus und wurde auch viel gelesen.

Erwartet hoch die Anzahl der über 60-

jährigen, die an diesem Sonntag den Gottesdienst

besuchten, doch überraschenderweise

fast gleich hoch die Teilnehmerzahl

der 41-50-jährigen Gottesdienstbesucher.

75% der Befragten gehen regelmäßig jede

Woche zum Gottesdienst.

Überraschend erfreulich ist auch die Zahl

der 7-14-jährigen, die zur Messe gehen.

Viele von ihnen stehen im Chorraum und

verrichten dort ihren Ministrantendienst.

Daher werden sie oft nicht bewusst als

Gottesdienstbesucher wahrgenommen. Wir

möchten diesen Jugendlichen an dieser

Stelle für ihren Dienst herzlich danken.

Auch bei der Befragung der Gruppen ü-

berraschte die Vielfalt der Angebote in unserer

Gemeinde. Defizite sahen wir hier

vor allem im Bereich junge Erwachsene

und junge Familien und die Einbindung

der Kinder in unser Gemeindeleben.

Jede von uns hat eine Analyse erstellt, die

im ersten Teil identisch ist, doch im weiteren

Teil vier verschiedene Meinungen zur

Situation unserer Pfarrgemeinde erkennen

lassen.

Neugierig geworden?

Alle Analysen liegen im Pfarrbüro zur Einsichtnahme

bereit.

Gabi Zeh

Wohnort der Gottesdienstbesucher:

Weingarten Walzbachtal sonstiges

Samstag 83 2 6

Sonntag 175 3 13

Familienstand der Gottesdienstbesucher:

Single in Partnersch. in Fam. mit 1 Kind mit 2 Kinder mit 3 Kinder

Samstag 24 4 48 7 9 9

Sonntag 24 13 119 14 32 34


Seite 15

Häufigkeit des Gottesdienstbesuches:

Pfarrbrief Nr. 101

jeden Sonntag oft einige Male

Samstag 61 17 11

Sonntag 141 43 5

Gottesdienstbesucher nach Alter gegliedert:

unter 7 J. 7– 14 J. 15 –20 J. 21 – 30 J. 31 – 40 J.

Samstag 1 9 2 1 2

Sonntag 6 32 7 6 19

41 - 51 J. 51 - 60 J. 61-70 J. 71 – 80 J. über 80 J.

Samstag 9 12 22 24 9

Sonntag 33 13 33 32 11

Bergbau in Peru: Reichtum geht - Armut bleibt

Mancher von uns wird sich vielleicht

noch daran erinnern, wie

Padre Pedro vor zwei Jahren über

die Zustände in den Minen berichtete,

die alles andere als wohlgeordnete

Orte der Rohstoffgewinnung

sind. Der Bergbausektor in

Peru hat sehr große Schwächen,

schafft er doch nur wenige Arbeitsplätze

und hinterlässt - bedingt

durch den Tagebau - enorme

Umweltschäden, die eine gesunde

Landwirtschaft in der Nähe von Minen

praktisch unmöglich machen.

Den großen Reibach machen die

Minenunternehmer, die nur 3%

Gewerbesteuer bezahlen. Zahlreiche

Konflikte entstehen vor diesem

Hintergrund zwischen der Regierung

und den Minenunternehmern

auf der einen Seite und der betroffenen

Landbevölkerung auf der

anderen Seite.

Unter dem oben genannten Motto

veranstaltet der Perukreis im Oktober

dieses Jahres einen Vortragsabend.

Frau Elena Muguruza,

Juristin und Peruanerin, die seit 12

Jahren in Deutschland lebt, konnte

als Referentin gewonnen werden.

Der Vortrag wird von eindrucksvollen

Bildern unterstützt.

Der Perukreis lädt dazu bereits

jetzt recht herzlich ein.

Der genaue Termin wird rechtzeitig

im Pfarrblatt und der TBR bekannt

gegeben.

M.Lichter


Pfarrbrief Nr. 101 Seite 16

Liebe Pfarrangehörige von St. Michael

Mit viel Engagement hat unser Chor die Missa in G-Dur von Max Filke für

den Ostergottesdienst 2008 erarbeitet und gesungen. Wir hoffen, dass Ihnen,

liebe Gottesdienstbesucher, diese Aufführung genau so viel Freude

gemacht hat wie uns.

Neben der Mitwirkung in verschiedenen Gottesdiensten, Andachten und

sonstigen kirchlichen Veranstaltungen hat der Chor es sich zur Aufgabe

gemacht, in unregelmäßigen Abständen Kirchenkonzerte zur Aufführung

zu bringen. Anlässlich des 110-jährigen Jubiläums im Jahre 2010 ist deshalb

die Aufführung der Passion von Carl Loewe geplant.

Dies wäre doch ein geeigneter Anlass, unseren Chor jetzt mit Ihrer Stimme

zu bereichern. Mit den Proben hierzu beginnen wir im Herbst 2008.

Haben wir Sie neugierig gemacht und

für den Chorgesang interessiert?

Wir freuen uns über jede neue Stimme, ob jung oder jung geblieben.

Kommen Sie doch einfach mal zum „Reinschnuppern“ vorbei.

Wo: Kath. Gemeindezentrum in der Schillerstraße 4

Wann: Jeden Mittwoch von 19.45 bis 21.15 Uhr

Keiner muss vorsingen – also keine Angst, nur Mut!

Für Fragen stehen jederzeit gerne zur Verfügung:

Monika Schindele (Chorleiterin) Tel 07221/9715412

Gertrud Zülch (Vorsitzende) Tel 07244/2565

Irene Schrimpf (Schriftführerin) Tel 07244/2192


Seite 17

Pfarrbrief Nr. 101

Freud und Leid

in unserer Pfarrgemeinde in der Zeit

vom 1. Dezember 2007 – 15. April 2008

Durch das Sakrament der Taufe wurden

in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen:

Elina Maria Nikolaus, Kirchstr. 15

Jan Niklas Schmitz, Paulusstr. 6

Tobias Kienzle, Bahnhofstr. 132

Kilian Maisch, Marie-Curie-Str. 4

Das Sakrament der Ehe spendeten sich:

Keine kirchlichen Trauungen im oben genannten Zeitraum

Das Goldene Ehejubiläum feierten:

Josef und Maria Pangerl, Lärchenweg 35

Rudolf und Elfriede Kühn, Durlacher Str. 7

Aus unserer Mitte wurden vom Herrn abberufen:

Manfred Hill, Nelkenweg 17, 70 J.

Kevin Schei, Lärchenweg 5, 18 J.

Richard Hajok, Burgstraße 102, 53 J.

Josefine Daruschy geb. Heinermann, Schillerstr. 56, 78 J.

Hedwig Schwaiger geb. Braun, Ringstraße 29, 94 J.

Gottfried Tallafuss, Jöhlinger Str. 114, 84 J.

Hildegard Haas geb. Paulu, Jöhlinger Str. 114, 89 J.

Anna Kreutz geb. Axtmann, Wiesenstraße 23, 92 J.

Berta Scheib geb. Kaiser, Wilzerstraße 13, 88 J.

Katharina Lung geb. Müller, Beethovenstraße 5, 94 J.

Theresia Kopp geb. Rothengaß, Bahnhofstraße 15, 96 J.

Rosina Konrad geb. Seidl, Lärchenweg 33, 75 J.

Waltraud Dörr geb. Schmitt, Wiesenstraße 31, 77 J.

Agnes Winkler, früher: Burgstraße 1, 90 J.

Gerhard Josef Stegili, Bahnhofstraße 129, 56 J.

Hans-Jürgen Adam, Höhefeldstraße 9, 41 J.


Pfarrbrief Nr. 101 Seite 18

Informationen - Adressen

Pfarramt

Kirchstr. 1, Tel.: 2229, Fax: 4985

Pfarrer: Jürgen Olf;

Sprechzeiten nach den Gottesdiensten

und nach Vereinbarung

Pastoralreferentin: Gabriele Beck

Sprechzeiten nach den Gottesdiensten

und nach Vereinbarung

Pfarrbüro: Anna-Maria Beha

Sprechzeiten: Dienstag, Mittwoch und

Freitag: jeweils 08.00 bis 12.00 Uhr

Dienstag: 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Montag und Donnerstag: geschlossen

e-mail: pfarrbuero@st-michael-weingarten.de

Konto Nr.: 30208005 (BLZ 66061724);

Volksbank Weingarten-Walzbachtal

Pfarrgemeinderat:

Vorsitzender: Norbert Strieder,

Ricarda-Huch-Str. 12, Tel. 55247

Förderverein zur Erhaltung der

Pfarrkirche St. Michael e.V. :

Vorsitzende: Ursula Seiderer,

Im Herrschaftsbruch 33, Tel.: 2260

Mesner/Hausmeister: Konrad Spohrer,

Jöhlinger Str. 96, Tel. 1347

Oberministranten-Team:

Johannes Grimm, Tel. 4735; Felix Laub,

Tel. 1587; Ruben Spohrer, Tel. 1347

www.ministranten-weingarten.de

e-mail: Minis-Weingarten@web.de

Schwesternhaus/Sozialstation:

Schillerstraße 4, Tel. 2236

kath. Gemeindezentrum (GZ):

Schillerstraße 4, Tel. 2909

Kindergärten

St. Elisabeth: Schillerstraße 4,

Leiterin: Birgit Campanella, Tel. 3376

St. Franziskus: Kanalstraße 65,

Leiterin: Irene Fuchsen, Tel. 5377

St. Michael: Wiesenstraße 43,

Leiterin: Bettina Schlimm, Tel. 2644

Jugend (KJG)

Kontaktadressen:

A. Wagner, Gartenstr.27, Tel. 609650

P. Sebold, Pfr.-Nikolaus-Str 34, Tel.609377

L. Hamsen, Bahnhofstr.155A, Tel. 609699

www.kjg-weingarten.de

e-mail:leiter@kjg-weingarten.de

Religiöse Kinderstunde

Jeden Sonntag parallel zum Gottesdienst

in der Kirche für Kinder von

3 bis 8 Jahren im GZ, Schilllerstr.4

Kontaktadresse: Renate Grimm,

Im Brügel 11, Tel. 4735

Altenwerk

Altennachmittage, jeden 2. Mittwoch

im Monat, 14.30 Uhr

Jeweils am 1. und 3. Mittwoch im Monat

Seniorengymnastik im GZ

Jeweils am 4. Mittwoch im Monat:

9.00 Uhr Altengottesdienst

Kontaktadresse: Heinz Thome,

Burgstraße 45, Tel. 8572

Charisma

Kontaktadresse: Franz Nikolaus,

Elsterweg 3, Tel. 8901

Wohnviertel-

Besuchsdienst

Kontaktadresse: (im Moment offen)


Seite 19

Bibelkreis

Kontaktadresse: Sieglinde Hugle

Schillerstraße 10, Tel. 706663

Kolpingfamilie

www.kolping.de/kf/kolpingsfamilie_weingarten

e-mail: kolping-weingarten@web.de

Kontaktadresse: Harald Wagner,

Gartenstraße 27, Tel. 5015

Frauengemeinschaft

Jeden Dienstag um 19.00 Uhr

Gymnastik im GZ.

Jeden letzten Mittwoch im Monat

um 14.30 Uhr Frauenkreis im GZ

Kontaktadresse: Sonja Weiß,

Eulenweg 2, Tel. 706523

Elisabethenverein e.V.

Kontaktadresse: Konrad Breindl,

Tulpenstraße 4, Tel. 8803

Bücherei

KöB = Katholische öffentliche Bücherei

Ausleihe im GZ, Schillerstr.4:

Sonntag: 11.00 bis 11.45 Uhr

Dienstag: 15.30 bis 17.00 Uhr

Donnerstag:18.00 bis 19.30 Uhr

Die Bücherei ist in den Pfingstferien

geöffnet, außer Fronleichnam, 22.5.08

Öffnungszeiten in den Sommerferien

s. Pfarrblatt und Turmberg-Rundschau

Kontaktadresse: Barbara Leifeld,

Kantstraße 4, Tel. 8177

Pfarrbrief Nr. 101

Wilzerstraße 18, Tel. 3409

Selbsthilfegruppe

für Frauen nach einer Krebserkrankung

Zwei Mal im Monat jeweils um

19.30 Uhr im GZ, Schillerstr.4

Kontaktadresse: Sieglinde Keller,

Tel. 8081

Kirchenchor

Chorproben jeden Mittwoch um

19.45 Uhr im GZ, Schillerstr. 4

Kontaktadresse: Gertrud Zülch,

Silvanerweg 10, Tel. 2565

Ausschüsse des PGR

Stiftungsrat

Kontaktadresse: Pfr. Jürgen Olf

Kirchstraße 1, Tel. 2229

Liturgie-Ausschuss

Kontaktadresse: Gabriele Zeh,

Bahnhofstraße 155, Tel. 3186

Ausschuss für Ökumene

Kontaktadresse: Marga Hollweck-

Flinspach, Durlacher Str.1, Tel. 5327

Ausschuss für Katechese

Kontaktadresse: Heidrun Strieder,

Ricarda-Huch-Str. 12, Tel. 55247

Informationsausschuss

Kontaktadresse: Hubert Daul,

Bahnhofstraße 127, Tel. 2776

Caritas-Ausschuss

Kontaktadresse: (im Moment offen)

Peru-Kreis

Kontaktadresse: Markus Lichter,


Pfarrbrief Nr. 101 Seite 20

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