GENUSS- BOTSCHAFTER - Berglandmilch

berglandmilch.at

GENUSS- BOTSCHAFTER - Berglandmilch

Der

Schärdinger

DIE BERGLANDMILCH-INFORMATION

FÜR MITGLIEDER

Frühjahr 2013

GENUSS-

BOTSCHAFTER

Schlagerstar Hansi Hinterseer

wirbt neuerdings in Deutschland

für Käse der Tirol Milch.

Seite 12

INTERVIEW

Berglandmilch-Obmann Johann Schneeberger über

Ziele und Kritik am neuen Liefermodell ab 2014.

Seite 4

REPORTAGE

Milchwirtschaft in Rumänien im Übergang.

Vor allem die Tausenden Kleinbauern haben

mit der Marktwirtschaft zu kämpfen.

Seite 9

www.hansi-hinterseer.at

Mit Schärdinger lässt sich's leben.


VORWORT

Geschätzte Bäuerinnen und Bauern,

liebe Berglandmilch-Jugend!

Höchst unterschiedliche Anfragen, Vorschläge oder gar Befürchtungen

begleiteten die jüngsten Mitgliederinformationsveranstaltungen

im vergangenen Winter. Einflüsse, oft von außen in die Diskussionen

hereingetragen, lösen derzeit Unzufriedenheit und Verunsicherung in

einzelnen Gebieten aus. Mit allen möglichen und unmöglichen Argumenten

wird versucht, auf „Milchbauernfang“ zu gehen. Ich bin überzeugt,

dass unsere Mitglieder solche Versuche – auch mit kurzfristigen

„politischen“ Preisen – durchschauen und den sicheren Hafen der

Berglandmilch nicht verlassen werden. Denn gleichzeitig spürt man

auch das große Vertrauen der besonders an ihrem Unternehmen interessierten

Mitglieder.

Hauptthemen bei den Versammlungen waren aber die steigenden

Milchmengen, unser Zukunftsmodell, das unerfreuliche Bußgeld an

die Kartellbehörde sowie unsere Pläne und Strategien. Nochmals bedanken

möchte ich mich bei allen für ihr Interesse an der Berglandmilch.

Ein besonderer Dank gilt zudem allen Mitgliedern, welche sich

als Werbeträger für unsere Arbeit und Produkte in vielfältigster Weise

engagieren, verbunden mit der Bitte, dies auch weiterhin zu tun.

2015 geht mit dem Ende der Milchquoten nach vielen Jahrzehnten ein

System der Gebietsregelungen, Marktordnungen und Richtmengen zu

Ende. Welche Auswirkungen das auf das Rohstoffaufkommen hat, darüber

sind die Einschätzungen regional höchst unterschiedlich, oder

besser: Der Standort bestimmt meist den Standpunkt. Eine rechtzeitige,

klare Aussage unserer Genossenschaft war erforderlich, um teure

Spekulationen einiger „für eine bessere Ausgangsposition“ zu verhindern.

Angesichts von Saisonal-, Gesamtmengen- oder betriebsspezifischen

Regelungen ist unser Ziel ein einfaches, faires Modell, welches

den Milchbauern und dem Unternehmen Chancen bietet, sich gesund

zu entwickeln. Die breite Zustimmung macht uns zuversichtlich.

Rund um die leider negativen Schlagzeilen nach den Beanstandungen

des Kartellgerichts möchte ich klar festhalten: Ein bewährtes Prinzip

der Berglandmilch, unsere Konsumenten nicht zu (ent)täuschen, galt

und gilt auch weiterhin auf allen Ebenen. Neben der Klärung von

„Grauzonen“ im Milchhandel geht es allerdings um deutlich mehr –

nämlich um die hochpolitische Frage: Wollen bzw. können wir in

Österreich weiterhin Lebensmittel produzieren oder importieren wir

künftig Billigprodukte von irgendwoher

Zu Sicherung unserer strategischen Planungen gilt weiterhin der Appell

an alle Lieferanten, unverbindlich ihre geplante Milchproduktion

für 2013 (eventuell auch als korrigierte Menge) bekannt zu geben sowie

eine Vorausmeldung für 2014 zu machen. Je mehr sich beteiligen,

desto genauer ist dieses wichtige Kalkulationsinstrument. Andere exportieren

Milch als billigen Rohstoff, unsere Molkereigenossenschaft

erwirtschaftet mit ihren veredelten Produkten Wertschöpfung. Diese

Wertschöpfungstiefe noch weiter zu erhöhen ist ein Gebot der Stunde.

Umso wichtiger sind auch Investitionen in Produktentwicklungen und

Marketing.

Nur eine Spitzenmolkerei, die ausschließlich den Milchbauern gehört,

kann als Vollsortimenter mit betriebsinternem Risikoausgleich den

Mitgliedern die größtmögliche Sicherheit bieten. Längerfristige

(Preis-)Vergleiche bestätigen, was internationale Fachleute längst

festgestellt haben: dass vagabundierende Milch letztlich in die Sackgasse

führt.

Euer Johann Schneeberger, Obmann

Mit Schärdinger lässt sich's leben.


VORWORT

Sehr geehrte Milchbäuerinnen,

sehr geehrte Milchbauern!

Die Milchmärkte bereiten sich auf die Zeit nach der Quote vor. Viele

Marktteilnehmer erwarten steigende Rohmilchmengen und erhöhen

daher ihre Verarbeitungskapazitäten. Auch die Berglandmilch investiert

heuer und in den kommenden Jahren in Erweiterungen ihrer

Verarbeitungskapazitäten. Dies betrifft heuer unsere Werksstandorte

Feldkirchen, Wörgl, Geinberg und Aschbach. Wir sind nach wie vor

überzeugt, dass wir mit einer hundertprozentigen Veredelung der von

unseren Milchbauern angelieferten Rohmilch die beste Wertschöpfung

erzielen können. Und wir sind ebenso sicher, dass mit einer breiten

Produktpalette zukünftig noch mehr zu erwartenden Preisvolatilitäten

am besten entgegengewirkt werden kann.

Gleichzeitig steigt jetzt aber auch spürbar die Nervosität einiger

Milchmarktteilnehmer. Ein Obmann und ein Geschäftsführer einer

Milchliefervereinigung glauben noch immer, sich dafür rechtfertigen

zu müssen, dass sie vor mehr als zehn Jahren die Berglandmilch verlassen

haben. Gleichzeitig machen sie sich jetzt um unser Zukunftsmodell

viel mehr Sorgen als unsere eigenen Mitglieder selbst. Ich

möchte deren aktuelle Äußerungen zur Berglandmilch nicht weiter

kommentieren. Milchpreisvergleiche werden von derartigen Gruppierungen

immer nur für jene Perioden angestellt, für die die eigene Entscheidung

in einem guten Licht erscheint. Wenn einmal der eigene

Milchpreis nicht passt, geht man auf Tauchstation, veröffentlicht

plötzlich keine Milchpreisvergleiche mehr und hofft, dass dann die

anderen nicht so agieren, wie man selbst agiert hat!

Die Berglandmilch ist für ihre Milchbauern da. Wir werden unsere

Information und die Kommunikation mit unseren Milchbauern noch

weiter ausbauen und verbessern. Diese Mehrinformation wird zukünftig

verstärkt auch unseren Bauernmilchpreis und den Vergleich

mit Mitbewerbern betreffen.

Die außergerichtliche Einigung der Berglandmilch mit der Bundeswettbewerbsbehörde

hat medial Staub aufgewirbelt. Ich habe in vielen

Mitgliederversammlungen im Februar und März persönlich versucht,

die Hintergründe zu erklären. Ich hatte immer das Gefühl, dass

man dabei vieles aufklären konnte, besonders konnte ich immer wieder

den Unterschied zwischen den wirklichen Vorkommnissen einerseits

und den veröffentlichten Informationen andererseits aufzeigen.

Das Berglandmilch-Zukunftsmodell ist eine Begleitmaßnahme für die

Zukunft. Wir werden nicht müde, zu betonen, dass es keine Quotennachfolgeregelung

ist. Es handelt sich maximal um eine flankierende

Maßnahme. Der Vermarktungsbeitrag wird mit Sicherheit vom Vorstand

mit großem Augenmaß festgelegt werden.

Der internationale Milchmarkt zeigt sich noch immer stabiler als zum

Beispiel vor einem Jahr. Es gilt zu hoffen, dass in der milchstarken

Zeit, die jetzt vor uns liegt, die internationalen Marktteilnehmer Nerven

bewahren und dass einfach die Märkte Milch und Molkereiprodukte

weiterhin gut nachfragen.

Ihr DI Josef Braunshofer,

Geschäftsführer

Mit Schärdinger lässt sich's leben.


MILCHGELD

Neue Lieferregeln ab 2014

BERGLANDMILCH-OBMANN JOHANN SCHNEEBERGER IM GESPRÄCH

Fotos: Berglandmilch, Hüttmannsberger

Als Antwort auf die EU-weite Abschaffung der Milchquoten will

der wichtigste Milchverarbeiter in der Alpenrepublik künftig mit

einzel lbetrieblichen Basismengen im Milchgeschäft punkten.

Kritiker nimmt man ernst und will ihnen mit noch mehr

Information begegnen.

Als Österreichs größter Milchverarbeiter

kündigte die Berglandmilch-Gruppe vor gut

drei Monaten als Erste ihr neues „Zukunftsmodell“

für Lieferanten an.

Für Milchanlieferungen über die Basismenge

kann künftig ein vom Vorstand vorab

jeweils spätestens im November eines Jahres

festgesetzter „Vermarktungsbeitrag“

zum Abzug gebracht werden. Bei guter Absatzlage

kann dieser jedoch auch „Null“

sein. Weiters soll knapp ein Drittel (30 %)

der Mehr-Milch im Folgejahr die Vermarktungsbasis

erhöhen. Keinen Anreiz sieht das

Modell für Unterlieferungen der neuen Ba-

DAS BERGLANDMILCH-ZUKUNFTSMODELL IM WORTLAUT

Nachfolgend die Elemente und die Funktionsweise

des Marktführermodells:

BASISMENGE Das Modell geht von

einer einzelbetrieblichen Basismenge aus.

Diese berechnet sich aus dem besten Anlieferungsjahr

der Milchwirtschaftsjahre

2009/10 oder 2010/11 oder 2011/12. Sollte

die dabei ermittelte Basismenge unter der

einzelbetrieblichen Richtmenge per

31. März 2012 liegen, so gilt diese Richtmenge

per gleichem Datum zuzüglich

zwei Prozent als Basismenge. Verleaste

Quoten werden dabei dem Leasinggeber

zugerechnet. Die Basismengen wurden

mit der November-Milchgeldabrechnung

2012 mitgeteilt. Die Basismenge ist nicht

handelbar. Aktuelle Quotenzukäufe oder

aktuelle zusätzliche Anlieferungsmengen

beeinflussen somit nicht mehr die einzelbetrieblichen

Basismenge.

VERMARKTUNGSBEITRAG Sollte die

einzelbetriebliche Anlieferung im Kalenderjahr

– beginnend ab 2014 – über der Basismenge

liegen, wird für diese Mehrmenge ein

Vermarktungsbeitrag einbehalten. Der Vorstand

der Berglandmilch entscheidet jährlich

im Vorhinein über die Höhe und gibt diesen

dann jeweils im Dezember für das folgende

Kalenderjahr bekannt.

ERHÖHUNG DER BASISMENGE Sollte

ein Mitglied die Basismenge in einem Kalenderjahr

überliefern, wird für das folgende Kalenderjahr

die einzelbetriebliche Basismenge

um 30 Prozent dieser Mehrmenge automatisch

erhöht.

SONDERREGELUNG FÜR RICHT-

MENGENZUKÄUFE Der Vorstand der

Berglandmilch hat weiters beschlossen, Zukäufe

von im Wirtschaftsjahr 2012/13 liefer-

barer Richtmenge, die von 1. April bis 31.

Dezember 2012 erfolgt sind, zu 75 Prozent

bei der Basismengenberechnung zu berücksichtigen.

Alle übrigen Bestimmungen

der Basismengenberechnung bleiben aufrecht.

Sollte sich durch die Neuberechnung

der Basismenge diese erhöhen, wird den

Lieferanten ihre neue Basismenge mitgeteilt.

Dies kann allerdings erst nach offizieller

Bekanntgabe der Richtmengenzukäufe

durch die AMA durchgeführt

werden. Start des Berglandmilch-

Zukunftsmodells ist am 1. Jänner 2014.

Dabei handelt es sich weder um ein Mengensteuerungsmodell

noch ein Quotennachfolgemodell.

Klares Ziel ist es, mit

diesem Modell sowohl für die Mitglieder

als auch für die Berglandmilch in Zukunft

ein gemeinsames Wachstum zu ermöglichen.

Internet: www.berglandmilch.at

4 Mit Schärdinger lässt sich's leben.


sismenge vor. Auch einen Handel von Liefermengen

unter den Lieferanten wird es

nicht geben. DER SCHÄRDINGER befragte

dazu Obmann Johann Schneeberger.

DER SCHÄRDINGER: Herr Obmann, Kritik

von Milchbauern in Internet-Foren, aber

auch bei der einen oder anderen Versammlung

gibt es vor allem an dem geplanten

Vermarktungsbeitrag. Zu Recht

Schneeberger: Wir stellen fest, dass die

Kritik eher von Außenstehenden kommt,

gleichzeitig wissen wir aber auch, dass wir

noch viel an Informationsbedarf haben. Für

eine derart umfassende Neuregelung wird es

daher noch zusätzliche Rundschreiben

geben. Bei Sprengel- und Mitgliederversammlungen

in diesen Tagen und Wochen

haben wir aber festgestellt, dass alles erklärbar

ist. Es wird sich zeigen, dass es ein einfaches

und gerechtes Modell ist, für das wir

viel Verständnis bekommen werden.

Geschäftsführer Josef Braunshofer hat

mehrmals erklärt, jeder Milchbetrieb habe

in Zukunft einen Grundstock und für diesen

gibt es den vollen Preis. Wer mehr produzieren

will, könne dies auch. Kein faires Angebot

Das ist ein faires Angebot. Wir wollen ein

gemeinsames Wachsen ermöglichen. Würde

nämlich der Fall eintreten, dass die Milchmenge

schneller wächst als die Verarbeitungskapazitäten

unserer Werke, dann hätten

wir alle miteinander ein Problem.

Gleichzeitig wollen wir vor allem jungen

Milchbauern alle Entwicklungsmöglichkeiten

einräumen. Würde man gar nichts machen,

dann bestimmt in Zukunft der Milchpreis

alleine. Und es geht um Gerechtigkeit

für alle. Unser Modell erfordert auch viel

Psychologie. Es ist keine Ersatz-Agrarpolitik,

kein Quoten-Nachfolgemodell und

keine Geldbeschaffungs-Maschine, sondern

ein durchdachtes Konzept, um weiterhin

auch flexibel am Markt agieren zu können.

Wer frühzeitig agiert, braucht später nicht

zu re agieren. Berglandmilch hat in der Vergangenheit

viel geschaffen, Marken und

Absatzmärkte, die wir nicht gefährden wollen.

Wo warten auf die Molkerei nach 2014

die größten Hürden

Nachdem es stets Marktordnungen gegeben

hat, weiß niemand genau, wie sich die Rohmilchmengen

verändern werden. Wir gehen

davon aus, dass wir mehr Milch bekommen.

Schon seit 1995 beobachten wir eine deutliche

Verlagerung der Milchproduktion in intensive

Gunstlagen, wo die Quoten massiv

aufgestockt wurden. Und weil sich nicht

wenige Milchbauern schon vor 2015 positionieren,

steigt die Mehranlieferung an die

Berglandmilch schon jetzt, allein im ersten

Halbjahr 2012, um mehr als sieben Prozent.

Wenn dann die Werke rund um die Uhr auf

Volllast laufen, gibt es nur ein Ventil: den

billigen Spotmarkt. Das will keiner. Daher

müssen wir unsere Milchanlieferung rechtzeitig

planen, etwa über unser eMilk-Infosystem,

um nicht überrascht zu werden und

die Milch billig verschleudern zu müssen.

Welche Schritte werden in den kommenden

Monaten folgen müssen, um das Zukunftsmodell

„auf Schiene zu bringen“

Es braucht noch mehr Infos, wo notwendig

und gefordert.

Was sagen Sie zur Kritik, die Berglandmilch

informiere nicht schnell und umfassend

genug Stimmt das

Bei unseren Mitgliedern ist das Bedürfnis

aufgrund der Größe des Unternehmens

sowie der Entfernungen wohl besonders

groß. Dazu kommt der immer schnellere Informationsfluss

etwa über das Internet. Und

ähnlich wie bei der Feuerwehr oder anderen

Organistionen ist der Dienstweg einzuhalten:

also Beschluss vom Vorstand und Meldung

an den Aufsichtsrat, dann Information

unserer Delegierten, später das Rundschreiben

an die Mitglieder und erst dann auch an

Politik und Medien. Das erste von vier

Herbstgesprächen für unsere Delegierten

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Mit Schärdinger lässt sich's leben.

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zum Thema Zukunftsmodell in der Steiermark

war mehr als zwei Wochen vor jenem

in Tirol angesetzt. Schon am ersten Tag

wurde unser Modell abends online diskutiert.

Was muss man daraus lernen

Der Informationsfluss muss schneller werden,

Funktionärsversammlungen müssen in

einem noch engeren Zeitfenster stattfinden.

Sie haben bei vielen Veranstaltungen Kontakt

mit Berufskollegen aus den verschiedensten

Milchregionen.

Wo ist die Zustimmung groß, wo weniger

Grundsätzlich ist sie sehr groß. Zwar melden

sich verständlicherweise primär jene,

die glau ben, dass das Modell für sie nicht

passt, aber wir haben mit wenigen Ausnahmen

sehr hohe Zustimmungswerte. Nur im

grenznahen Gebiet zu Bayern sind bayrische

Molkereien auf Rohstoffsuche, da wird heftiger

diskutiert.

Wie werden Sie persönlich auf Ihrem Hof

weitermachen

Mein Betrieb hat 30 Kühe und eine Quote

von 225.000 kg und wir haben den bestmöglichen

Wachstumsschritt bereits vor 15

Jahren gemacht und wir werden in der

Milch bleiben.

In die Schlagzeilen gekommen ist die

Berglandmilch Ende Jänner wegen Preisabsprachen

mit dem Lebensmittelhandel. Hat

sich die Molkerei da wirklich ein „Körberlgeld“

auf Kosten der Konsumenten und

auch der Bauern gemacht Und wie groß

ist der Schaden über das Bußgeld von

1,125 Mio. Euro hinaus für die Molkerei

Österreichs Molkereien haben in den ver -

gangenen Jahren gerade mal Gewinne von

0,1 Prozent ihrer Betriebsleistung gemacht.

Wie man sich damit ein Körberlgeld auf Kos -

ten anderer machen soll, ist mir schleierhaft.

Wenn aber die Arbeiterkammer nun angeblich

die viel zu hohen Preise im Milch bereich

kritisiert, verweise ich nur auf den jüngsten

Pferdefleischskandal, bei dem die ganze Diskussion

sofort diametral geführt wird und zu

niedrige Lebensmittelpreise als Hauptursache

dafür genannt werden.

Die IG-Milch hat personelle Konsequenzen

bei der Berglandmilch gefordert. Wird man

dem nachkommen

Das Ganze ist absolut unerfreulich und wir

haben sofort alle nötigen Konsequenzen gezogen.

Für ein Köpferollen sehe ich keine

Veranlassung.

„MANCHE WOLLEN SICH DIE ROSINEN HERAUSPICKEN“

Johann Hüttmannsberger, vulgo „Großhaslinger“,

aus Königswiesen hat in den vergangenen

15 Jahren seinen Milchbetrieb

sukzessive erweitert. Das Kontingent

wurde durch Quotenzukauf von einst

40.000 auf heute 310.000 kg aufgestockt.

Nach dem Neubau eines Laufstalls vor

genau zehn Jahren melken Johann und

seine Frau Gerlinde heute 40 Milchkühe

und versorgen zudem 35 Stück Jungvieh.

Mit 9.500 kg Stalldurchschnitt kann sich

die Milchleistung des 40 Hektar großen

Hofes in Bergbauerzone 3 (178 Berghöfe-

Katasterpunkte), davon zehn Hektar Wald,

sehen lassen.

Mit dem geplanten Liefermodell der Berglandmilch

ist der 45-jährige Schärdinger-

Lieferant einverstanden: „Irgendein Modell

muss es ja geben, sonst macht das ja

alles keinen Sinn. Die Vorschläge sind

nicht so schlecht.“ Selbst heuer noch

wachsenden Betrieben würde noch ein

Gutteil ihrer zugekauften Quoten angerechnet.

Der kritisierte Vermarktungsbeitrag

– für Hüttmannsberger kein Problem:

„Ich finde, das passt und es ist gerecht.

Jeder soll einen Beitrag leisten.“ Manche

Kritiker würden sich „nur die Rosinen herauspicken

wollen, wie es vielleicht am

Zukunftsperspektiven auch für

junge Hofübernehmer wie Markus.

besten für ihre Betriebe passt, aber nicht für

alle“. Im Endeffekt handle es aber um eine

Genossenschaft „und da wir müssen alle gemeinsam

an einem Strang ziehen“, meint der

Mühlviertler. „Wer erst jetzt einen neuen

Stall gebaut hat, seine Herde aufstocken und

nun voll auf Milch setzen möchte, wird das

vielleicht anders sehen. Aber jene, die schon

vor längerem ihren Stall erweitert haben,

haben ja auch Quoten zukaufen müssen,

wenn sie nicht überliefert haben.“

Hemmt das Modell nun jene, die intensiver

in die Milchproduktion einsteigen und wachsen

wollen „Für solche ist es vielleicht härter,

aber die müssen halt auch langsam mit-

wachsen.“ Gerade im Mühlviertel gebe es

zur Milchproduktion keine Alternative,

dem rasanten Betriebswachstum seien vielerorts

natürliche Grenzen gesetzt. „Bei

uns gibt es trotzdem keinen Unmut. Alle

sind sich einig, dass es ab 2014 eine neue

Regelung geben muss, kleine wie größere

Betriebe.“ Informationen dazu habe es

„sicher genug gegeben – über das Rundschreiben

oder auch über die Homepage.

Außerdem kann man sich ja auch an die

Hofberater wenden, wenn man Fragen

hat“, meint der vierfache Familienvater.

Sohn Markus, 15, besucht gerade die LFS

Freistadt. Ob er den Hof einmal weiterführen

wird Der Vater „Das kommt auf die

Entwicklung am Milchmarkt an und das

kann wohl derzeit kaum jemand abschätzten.“

Hüttmannsberger: „Nachdenken kann

man schon darüber, aber was soll das bringen

Ich würde in Zeiten wie diesen unserer

Genossenschaft nicht leichtfertig den

Rücken kehren.“ Der aktuelle Milchpreis

sei jedenfalls kein Grund dafür: „Es kann

immer noch etwas mehr sein, aber Angebot

und Nachfrage am Markt regeln halt

den Preis.“ Ob er schon einmal darüber

nachgedacht habe, einen anderen Abnehmer

für seine Milch zu suchen

6 Mit Schärdinger lässt sich's leben.


AUF EINEN BLICK

Unsere bäuerlichen

Funktionäre

Der gewählte Vorstand der Berglandmilch eGen hat wieder einige neue Gesichter.

Nachfolgend alle Funktionäre und ihre Kontaktdaten:

DER VORSTAND

Obmann Johann Schneeberger,

Daglesbach 3, 4134 Putzleinsdorf – LFR

Tel.: 07286/81 39

johann.schneeberger@berglandmilch.at

Obmann-Stellvertreter Karl Pippan,

Kreuzbichl 3, 9020 Klagenfurt – BMU

Tel.: 0664/839 36 46

pippan.kreuzbichl@aon.at

Obmann-Stellvertreter

Martin Stockenreiter,

Moosgraben 30, 4443 Maria Neustift – MUAV

Tel.: 07250/433

martin.stockenreiter@kt-net.at

Obmann-Stellvertreterin

Margit Mayr-Steffeldemel,

Asing 1, 4784 Schardenberg – SLM

Tel.: 0664/839 36 19

mayrst@aon.at

Obmann-Stellvertreter Stefan Lindner,

Penzingweg 17, 6372 Oberndorf – TM

Tel.: 05352/629 05

stefan.lindner@tirolmilch.at

Vorstand Ök.-Rat Johann Pretterhofer,

Rettenegg 41, 8674 Rettenegg – StM

Tel.: 0664/152 15 98

j.pretterhofer@landring.at

Vorstand Johann Engl,

Hoisberg 4, D-84385 Egglham – RM

Tel.: 0049/8565/533

engl.johann@t-online.de

Vorstand August Hackl,

Weberberg 7, 4283 Bad Zell – LIM

Tel.: 07263/73 08

hackl.gust@aon.at

Vorstand Johann Schoder,

Schubertplatz 4, 3361 Aschbach – MIM

Tel.: 07476/773 25

schoder.johann@gmx.at

Vorstand Johann Loibner,

Hasreith 21, 8522 Groß St. Florian – StM

Tel.: 0664/461 19 05

loibnerkeg@aon.at

DER AUFSICHTSRATSVORSITZ

Aufsichtsratsvorsitzender

Ök.-Rat Josef Pomper,

Herrengasse 7, 7551 Bocksdorf – StM

Tel.: 0664/453 83 52

pomper-josef@aon.at

Aufsichtsratsvorsitzender-Stv.

BBK-Obmann Ök.-Rat Josef Mühlbachler,

Eibenberg 2, 4252 Liebenau – MUAV

Tel.: 07953/324

josef.muehlbachler@aon.at

Aufsichtsratsvorsitzender-Stv.

Siegfried Enthammer,

Irnstötten 3, 5233 Pischelsdorf – SLM

Tel.: 0664/221 25 60

s.enthammer@aon.at

Die Primärgenossenschaften:

LFR: Landfrisch, BMU – Bäuerliche Milchunion Kärnten,

MUAV – Milchunion Alpenvorland, SLM – Schärdinger

Landmolkerei, TM – Tirol Milch, RM – Rottaler Milchwerk,

LIM – Linzer Molkerei, MIM – Molkerei im Mostviertel,

StM – Steirermilch

Mit Schärdinger lässt sich's leben.

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MILCHPREIS 2012: 33,95 CENT NETTO

ten. Betrachtet man dabei nur den Auszahlungspreis

für konventionelle Milch, so

kommt man auf einen Schnitt von 33,04

Cent, während für Biomilch 39,48 Cent netto

gezahlt wurden.

Im Laufe des Vorjahres haben die heimischen

Erzeugerpreise für Rohmilch spürbar nachgegeben:

Im Jänner lagen sie netto bei 36,77

Cent, im Februar sanken sie auf 36,51 Cent

und im März auf 36,50 Cent. Der Abwärts-

In Österreich lag der Erzeugermilchpreis

2012 im Schnitt bei 33,95 Cent netto beziehungsweise

38,02 Cent brutto (ab Hof,

bezogen auf 4,2 % Fett und 3,4 % Eiweiß).

Im Vergleich zu 2011 bedeutet dies ein

Minus von vier Prozent oder 1,5 Cent

netto. Dies geht aus der Milchpreisstatistik

der Agrarmarkt Austria hervor. Der ermittelte

durchschnittliche Erzeugerpreis bezieht

sich auf den Mittelwert aller Qualitätrend,

der vor allem auf die hohe Anlieferung

im In- und Ausland zurückgeführt

wurde, setzte sich bis August fort, wo nur

mehr 31,66 Cent gezahlt wurden. Im September

wurde dann mit 32,02 Cent endlich

die erwartete Aufwärtsbewegung eingeleitet,

die sich dann bis zum Jahresende fortsetzte.

Im Dezember wurden netto 34,12

Cent je kg erlöst, um 0,8 Cent mehr als im

November.

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MILCHWIRTSCHAFT INTERNATIONAL

Kooperative

statt Konkurrenz

MILCHBAUERN IN RUMÄNIEN IM ÜBERGANG ZUM MARKTWIRTSCHAFT

Fotos: Thomsen

Während die kleinen Milcherzeuger in Rumänien darum kämpfen,

ihre Milch verkaufen zu dürfen, mischen die größeren Unternehmen

auch international mit. Ein Ende der Milchquotenregelung mag sich

hier keiner vorstellen. Ein Report von Astrid Thomsen.

Rumänien im Herbst 2012. Wie sonst im

Hochsommer ziehen bei 36 °C Mittagstemperatur

Staubwirbel über braune Weiden. Seit

fünf Monaten hat es nicht mehr geregnet. Die

Dürre macht den Landwirten zu schaffen,

aber Calin Fargaciu, 42, hat noch andere Sorgen.

Der Milchbauer ist auch Präsident eines

Verbandes für Rinderzüchter mit 500 Mitgliedern

rund um Cluj-Napoca, das frühere

Klausenburg, mitten in Siebenbürgen. Fargaciu

besitzt zwar 30 Milchkühe und seine

Tochter hat Lust, den Betrieb des Vaters zu

übernehmen, aber er ärgert sich über die aktuelle

Situation in der Landwirtschaft und besonders

über seine Berufskollegen. „Wir

haben schon 20 Jahre verloren, in denen

nichts passiert ist“, sagt er. „Was gewinnen

wir“, laute stets deren erste Frage, für sie

zähle nur der eigene Profit. „Dabei ist doch

die Perspektive wichtig“, meint der Agrarfuntionär.

„Die Mentalität muss sich ändern!“

1989 endete die kommunistische Diktatur

unter Nikolae Ceausescu. Seit 2007 ist Rumänien

EU-Mitglied. Der Weg aus der früheren

Misswirtschaft ist lang und beschwerlich.

Fargaciu will einen besseren Zusammenhalt

unter den Bauern, um Druck auszuüben auf

die Politik und auf die Molkereien. Er kritisiert,

dass EU-Förderungen verwendet werden,

um das bloße Überleben vieler Kleinbauern

zu sichern. Seiner Meinung nach

sollte das Geld aber nicht als Sozialschutz

dienen, sondern nur jenen Landwirten zur

Verfügung stehen, die investieren und ihren

Betrieb auch kommerziell führen. Und das ist

in Rumänien ein sehr kleiner Anteil der insgesamt

rund 946.000 Milchbauern.

Calin Fargaciu verkauft seine Milch über die

Kooperative Somes-Aries, die insgesamt 36

Mitglieder zählt. Sie haben einen Tankwagen

gemietet, der jeden Tag ihre Milch einsammelt.

Die Menge schwankt je nach Jahreszeit

zwischen 8.000 und 24.000 Litern. Auf diese

Weise können sie der Molkerei Friesland-

Campina ein große Menge bieten und haben

damit den Milchpreis um etwa 20 Prozent erhöht.

FrieslandCampina hat vor einigen Jahren

den wichtigsten rumänischen Milchverarbeiter

Napolact in Siebenbürgen übernommen.

Die Kooperative Somes-Aries plant

jetzt den Bau einer Kühlstation mit zwei

Tanks von jeweils 10 t Fassungsvermögen,

um mehr Abnehmer beliefern zu können.

Damit verringern sie ihre Abhängigkeit von

FrieslandCampina. Mit seinem eigenen Betrieb

im Dorf Sandulesti ist Fargaciu zufrieden,

obwohl oder gerade weil er die Zahl seiner

Kühe stark reduziert hat. Vor 22 Jahren

begann er die Landwirtschaft mit gerade mal

vier Kühen und stockte dann mithilfe von

Krediten auf 120 Tiere auf. Die Zinsen fraßen

den Gewinn, er verkaufte die Rinder

wieder und zahlte die Kredite zurück. Heute

hat er 30 Kühe und zehn Stück Jungvieh aus

der Nachzucht, mit, wie er sagt, „wesentlich

besserer Genetik“. 50 Hektar Land reichen

für den Futterbau. Stroh und Biermaische

kauft er zu. Sein Mitarbeiter Vasile ist für die

Versorgung der Kühe zuständig. Er bekommt

im Monat umgerechnet rund 300 Euro Lohn

sowie freie Unterkunft. Die Kühe werden mit

einer Eimermelkanlage gemolken. Sie können

zwischen Stall und Auslauf wählen und

bleiben meist für zehn Laktationen auf dem

Betrieb. Die Kälber werden nach fünf Tagen

verkauft.

Es ist heute immer noch so, dass die Einnahmen

des Hofes so gerade eben die Kosten

decken, ohne Berücksichtigung des eigenen

Arbeitslohns. Alle Landmaschinen sind

gebraucht gekauft. Aber Fargaciu sagt:

„Heute lebe ich gut!“ Wie er das macht, ist

nicht ganz klar, aber es ist zu sehen, dass er

investiert. Seine Frau hat eine Arbeitsstelle

außerhalb der Landwirtschaft und trägt damit

zum Familieneinkommen bei.

Auf das voraussichtliche Ende der Milchquotenregelung

angesprochen, reagiert Milchbauer

Fargaciu wie viele seiner Kollegen:

„Ich hoffe nicht, dass das kommt. Das gibt

Krieg, dann explodiert Europa.“ Stelian

Podar, 49, sieht das ähnlich. Er ist Direktor

der Milchfarm SC. Agronova SRL in

Mit Schärdinger lässt sich's leben.

9


MILCHWIRTSCHAFT IN RUMÄNIEN

In Rumänien spielt die Landwirtschaft bis

heute eine große Rolle. Von den 21,4 Millionen

Einwohnern arbeiten 33 Prozent in

diesem Bereich. Die Zahl der Bauern ist

zwar rückläufig, aber es gibt immer noch

knapp eine Million Rinderhalter. Mehr als

80 Prozent haben aber gerade mal ein bis

drei Kühe für die Eigenversorgung.

Die Milchleistung pro Kuh und Jahr ist in

den vergangenen Jahren auf 3529 Liter gestiegen.

Indes sinkt insgesamt in Rumänien

die Milchmenge seit dem EU-Beitritt

kontinuierlich. Zudem wurden während

der Finanzkrise 2009/2010 knapp 300.000

Kühe geschlachtet. Das konnten die Betriebe

bis heute nicht ausgleichen.

Seit 2007 haben 250.000 Bauern ihren Hof

aufgegeben. Die Umstellung auf die neuen

Hygienevorschriften und die neue Bürokratie

haben viele überfordert, es mangelte

an Information für die Landwirte. Viele

haben im Ausland Arbeit gefunden. Auch

große Betriebe gingen in die Knie, häufig

aus Mangel an Kapital und Know-how.

Um jungen Bauern den Start zu erleichtern,

gibt es finanzielle Hilfen bis zu

40.000 Euro für eine Betriebsgründung.

Außerdem versucht die Regierung in Bukarest,

kleine Bauern davon zu überzeugen,

auf Bio und auf die Fleischrinderhaltung

umzusteigen, sagt Prof. Grigore Ona-

ciu von der Agraruniversität Cluj-Napoca.

Die Erzeugermilchpreise liegen bei 15 bis 20

Cent/Liter für sehr kleine Betriebe und 35

Cent/Liter für große Lieferanten. Im Supermarkt

zahlen die Konsumenten für einen

Liter Frischmilch umgerechnet zwischen

78 Cent und 1,22 Euro, je nach Fettgehalt

und Art der Verpackung. Rumänien hat eine

Milchquote von 3,3 Millionen Tonnen. Diese

Menge wird im Land als viel zu gering und

auch „ungerecht“ eingeschätzt. Zum Vergleich:

Rumänien liegt damit hinter Polen

(10 Mio. t) und vor Tschechien (2,9 Mio. t).

Deutschland hat die höchste Quote in der EU

mit 30 Millionen Tonnen, Österreich 2,85

Millionen Tonnen. Die Profi-Molkereien in

Rumänien erhalten aktuell nur etwa 20 Prozent

der produzierten Milchenge von 4,38

Millionen Tonnen/Jahr (2006: 5,9 Mio. t).

Der größte Teil der erzeugten Menge ist

für Eigenbedarf, Futter und Direktvermarktung.

Neben den Kühen werden auch

Schafe, Ziegen und Büffel für die Milchproduktion

gehalten. 2005 gab es noch 522

Molkereien in Rumänien, heute sind es

233 Firmen, 94 davon produzieren nach

EU-Standard. Mehrere ausländische Molkereien,

allen voran Hochland, Friesland-

Campina, Danone, Lactalis und LaDorna,

haben in Rumänien investiert. Viele Molkereien

importieren Milch aus anderen

EU-Staaten, auch aus Ungarn. Besonders

im Winter gibt es nicht genügend Rohstoff.

Außerdem soll die Importmilch eine bessere

Qualität haben. Ende 2011 verlängerte

die EU-Kommission die Ausnahmeregelung,

nach der kleine Milcherzeuger ihre

Milch im Inland verkaufen dürfen, auch

wenn sie nicht den EU-Hygiene-Richtlinien

entspricht.

Als Strohfeuer erwiesen hat sich ein Projekt

der israelischen Investorengruppe

Tnuva. Sie baute nahe Bukarest eine Molkerei

mit einem Stall für 1000 firmeneigene

Milchkühe. 2012 wurde jedoch nach

schweren Managementfehlern der Konkurs

angemeldet. Nahe Brasov, früher

Kronstadt, errichten derzeit griechische Investoren

eine Milchfabrik, laut Zeitungsberichten

die modernste im Land. A. T.

10 Mit Schärdinger lässt sich's leben.


Campia-Turzii, einer Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Er meint: „Dann werden

wir wohl verkaufen, der Kampf ist zu ungleich.

Denn mit den Holländern können wir

nicht konkurrieren. Wir bekommen an Direktzahlungen

nur 130 Euro/Hektar aus Brüssel.

Und an billige Kredite kommen wir nicht

heran.“ Wirklich deprimiert wirkt Podar dennoch

nicht. Seine Milchfarm ist auf Wachstum

ausgerichtet. Zwei moderne Laufställe

und einige Nebengebäude liegen etwa 20

Kilometer von Cluj entfernt auf einem

Hügel. Die Milch der 410 Kühe wird ebenfalls

über die Kooperative Somes-Aries an

FrieslandCampina geliefert. Die Quote des

Betriebs von zwei Millionen Kilogramm/Jahr

ist gerade um 700.000 kg erhöht worden. Der

Milchpreis liegt seit zwei Jahren bei 32 Cent

pro Liter ab Hof. Tendenz: leicht steigend.

Beide Seiten haben eine Kündigungsfrist für

den Lieferkontrakt von 30 Tagen.

Im Büro neben dem Melkraum räumt der

Tierarzt gerade seinen Platz am Schreibtisch

und geht wieder an die Arbeit in den Stall. Er

ist fest angestellt und die wichtigste Person

auf dem Betrieb. Einen wirklich guten Tierarzt

zu finden sei das Schwerste beim Aufbau

gewesen, erzählt Podar. Die Farm wurde

2007 mithilfe von SAPARD-Mitteln aufgebaut.

Stelian Podar ist Direktor und Mitbesitzer,

zusammen mit zwei weiteren Teilhabern.

Sie haben insgesamt 2,5 Millionen Euro investiert,

eine Million Euro kam aus dem EU-

Programm. Podar besitzt außerdem noch

einen Landmaschinenhandel.

Eine tschechische Firma baute damals zwei

Laufställe und einen 2-x-15er-Side-by-Side-

Melkstand. Danach wurden 380 Rinder aus

Tschechien und 66 aus Deutschland importiert.

Nach weiteren Importen standen 550

Kühe im Stall. Es kam zu hohen Tierverlusten,

außerdem war es schwer, geeignete Arbeiter

zu finden. Heute setzt der Betrieb auf

junge Leute, die teilweise im Ausland und

teilweise selbst ausgebildet werden. „Jetzt

haben wir 25 Mitarbeiter und keinen alten

Trott mehr“, betont Podar. Hohe Tierverluste

bei Importrindern gibt es aber bis heute. „Die

haben Anpassungsprobleme“, sagt Podar und

zählt auf: „Sie kommen gesund an und infizieren

hier sich mit Viren, zum Beispiel IBR

und BVD. Sie vertragen das Futter nicht und

haben Klauenprobleme.“ Und im Sommer

hat es bis zu 40° Celsius im Stall. Zuletzt

sind von 17 importierten Rindern neun gestorben.

„Außerdem“, meint er, „wer verkauft

schon seine besten Tiere“ Im Moment

sind es 720 Rinder einschließlich Nachzucht

und Trockenstehern. Es sollen noch 80 Kühe

mehr werden. Dafür zieht der Betrieb jetzt

seine eigenen Kälber auf. 60 Jungtiere stehen

schon im Stall. Die Herde besteht aus Fleckvieh

und einigen Holstein. Kühe, die für die

Milcherzeugung nicht mehr geeignet sind,

gehen in eine Mutterkuhherde. Der Betrieb

hat 500 Hektar Land von 400 Personen gepachtet.

Diese werden in Naturalien bezahlt.

Fast das gesamte Futter wird selbst erzeugt:

Maismehl, Sonnenblumenschrot, Luzerne,

Heu und Stroh.

Beim Rundgang durch die Ställe und Nebengebäude

wimmeln viele Hunde unterschiedlicher

Rassen um den Farmbesitzer herum.

„Hunde sind meine Leidenschaft“, erzählt er.

„Es hat sich herumgesprochen, dass wir sie

füttern und nicht wegjagen. Die Leute bringen

sie her und fahren schnell weg.“ In den

beiden Ställen aus einer sehr hohen Holzkonstruktion

mit vielen Fenstern, Öffnungen und

Ventilatoren ist die Luft kühl und frisch.

Nicht so aber im Hochsommer, „dann geben

die Kühe zehn Prozent weniger Milch“. Ein

Stall ist für die Kühe, die gemolken werden,

der andere für die Nachzucht und die Trockensteher.

Und wie sieht die Zukunft aus Gerade

waren Ankäufer aus Italien da. Sie wollen

rumänische Milch für die Mozzarella -

produktion kaufen.

Astrid Thomsen ist freie Agrarjournalistin

und lebt in Deutschland.

Mit Schärdinger lässt sich's leben.

11


ECHT BÄRIG!

„Hansi“ macht Deutschen

Gusto auf Käse

BERGLANDMILCH/TIROL MILCH GELANG EIN BESONDERER COUP

Fotos: Künstleragentur König, Tirol Milch/Joensson

Am heiß umkämpften deutschen Käsemarkt wirbt neuerdings der

beliebte Volksmusik-Star, Schauspieler, Moderator und ehemalige

Skirennläufer Hansi Hinterseer für Käse aus seiner Tiroler Heimat.

Hansi Hinterseer, der gebürtige Kitzbüheler,

gehört wohl zu den beliebtesten Österreichern

bei unseren deutschen Nachbarn. Seine

Fangemeinde reicht von Bayern bis weit

hinauf nach Niedersachsen, Schleswig-

Holstein an die Küsten von Nord- und

Ostsee. Auch in den östlichen Bundesländern

Deutschlands, wo jedes Jahr zahlreiche

Volks musik-Shows und Sendungen aufgezeichnet

und später im Fernsehen ausgestrahlt

werden, zählt der Schlagerstar zu den

gefragtesten Vertretern seiner Branche, seine

Auftritte werden von Millionen TV-Zusehern

verfolgt. Seine Konzerte füllen die großen

Hallen.

Seine Tiroler Heimat gehört da natürlich stets

mit ins Gepäck – egal ob in den Liedertexten,

zum trachtigen Outfit und künftig wohl auch

verstärkt bei der Verpflegung in Form von

Tirol-Milch-Käse. Denn der Berglandmilch-

Marke ist es gelungen, Hinterseer als Werbeträger

für ihre Erzeugnisse der gelben Palette

zu überzeugen. „Das Beste aus meiner Tiroler

Heimat im Kühlregal – produziert aus

gentechnikfreier Tiroler Alpenmilch!“ So

präsentiert Hansi Hinterseer den Käse aus

seiner Heimat: „Weil’s wahr ist.“

Und das ist „echt bärig“ von dem Multitalent,

das 1969 ins Nationalteam des ÖSV aufgenommen

wurde. 1971 gab Hansi sein Debüt

im Weltcup und erkämpfte insgesamt bis

1978 sechs Weltcup-Goldmedaillen im Slalom

und Riesenslalom sowie einmal WM-

Silber (Riesenslalom) 1974 in St. Moritz.

Nach seinem Karriereende als Profi-Skifahrer

begleitete Hinterseer als erfahrener

Co-Kommentator die Ski-Liveübertragungen

des ORF.

1994 startete seine in Sachen Gold-Auszeichnungen

noch weit erfolgreichere Karriere als

Star im Bereich der volkstümlichen Schlagermusik.

Ähnlich wie die Berglandmilch

„Goldene Käsekaiser“-Statuen für ihre

Produkte, sammelt Hansi seither eine Edelmetall-Auszeichnung

nach der anderen. Auf

seinen ersten Nummer-1-Hit „Du hast mich

heute noch nicht geküsst“ folgten bis dato

28 CDs. Mit seinen Alben feierte er auch internationale

Erfolge in Dänemark und Belgien.

Besonders gefragt: seine Weihnachts-

CDs und natürlich die „Best of“-Alben.

Als Showmaster im Volksmusik-Genre

gewann er 1998 die „Goldene Romy“, als

Musiker wurden ihm dreimal der Amadeus-

Award und stolze sechsmal die „Krone der

Volksmusik“ verliehen. 2004 erhielt er in

Deutschland den „Echo-Preis“. Weiters

spielte er seit 1996 in bislang elf Heimatfilmen

die Hauptrolle. Seit dem 28. Juni 2006

ist Hansi Hinterseer übrigens selbst eine

Marke – eingetragen im deutschen Markenregister.

„Als Bub wollte ich Bergbauer werden wie

mein Großvater, bei dem ich auf der Alm in

der Natur und mit den Hoftieren aufgewachsen

bin. Doch dann bin ich im Sport und mit

der Musik groß geworden“, erzählt der heute

59-jährige Vater zweier Töchter. Auf der

Seidlalm mit der Hausmusik und den traditionellen

Kitzbüheler Liedern aufgewachsen,

erinnert sich der stolze Tiroler, übrigens ein

gelernter Einzelhandelskaufmann, gerne an

seine Kindheit. Geprägt haben ihn vor allem

„die Berge, die Natur, die Familie, die Traditionen

und das Brauchtum. Das allein zählt

und bedeutet für mich Heimat. All diese

12 Mit Schärdinger lässt sich's leben.


Werte haben mich stark und zu dem gemacht,

der ich bin.“ Gerne kehrt er auch heute noch

bei einer Wanderung in der idyllischen Tiroler

Berglandschaft bei den Milchbauern ein:

„Eine gute Jause mit Tiroler Milch und Käse,

da schmeckt man die Almwiesen!“

„Wir sind stolz darauf, dass wir Hansi

Hinterseer für unsere Produkte gewinnen

konnten. Er steht als Person und mit seiner

Musik zu 100 Prozent für seine Tiroler

Heimat. Die Tiroler Berge, jahrhundertelange

bäuerliche Tradition und beste Alpenmilch,

das ist auch das Geheimnis der Qualität von

Tirol Milch“, betont Josef Braunshofer,

Geschäftsführer der Berglandmilch.

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DIE BESTEN HITS

AUF TIROL-MILCH-CD

Ausgewählte Tirol-Milch-Kunden im

deutschen Käsehandel erhalten eine

eigene „Mein Tirol/Das Beste“-CD

von Hansi Hinterseer mit folgenden

Liedern des Volksmusik-Stars:

1. In den schönen Tiroler Bergen

2. Es grüßt der Wilde Kaiser

3. Viele Grüße aus Tirol

4. Kitzbühel-Lied

5. Ich fühl mich wohl in Tirol

6. Da wo die Berge sind

7. Tirol gibt’s nur oamal

8. Bin a Tiroler Bua

9. Wir kommen von den Bergen

10. Viva Tirol

11. Tiroler Berge

12. Karwendel

13. Die Tiroler Polonäse

14. Das Kufsteiner Lied

15. Komm nach Tirol, Senorita

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Mit Schärdinger lässt sich's leben.

13


MILCHSTUDIE

Geistesnahrung

HOHER MILCHKONSUM KORRELIERT

MIT ZAHL DER NOBELPREISTRÄGER

Fotos: Archiv

Länder, in denen viel Milch und Milchprodukte konsumiert werden,

können sich überproportional vieler Nobelpreisträger rühmen.

Dies schreiben britische Neurologen in einem Artikel im Fachblatt

„Practical Neurology“.

Anlass für ihre Studie war ein Fachartikel in

einer renommierten Medizinzeitschrift, dem

„New England Journal of Medicine“, der

einen Zusammenhang des Schokoladekonsums

eines Landes mit der Anzahl von Nobelpreisen

fand. Der US-Mediziner Franz

Messerli spekulierte darin, dass der hohe Gehalt

an Flavonoiden in Schokolade die geistigen

Fähigkeiten steigern könnte.

Dies wollten Sarah Linthwaite und

Geraint Fuller vom Gloucester Royal

Hospital in Großbritannien nicht unerwidert

lassen. Denn häufig werde Schokolade

zusammen mit Milch oder als Milchschokolade

konsumiert. Könnte sie nicht das magische

Elixier sein Also analysierten sie die

Daten der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation

der Vereinten Nationen, FAO,

zum Pro-Kopf-Milchverbrauch von

22 Ländern.

Schweden hat mit 33 den höchsten Anteil

von Nobelpreisträgern, gemessen an der Bevölkerung.

Es beherbergt zwar das Nobelpreiskomitee,

die Schweden konsumieren

aber auch am meisten Milch und Milchprodukte

aller Länder, nämlich 340 Kilogramm

pro Kopf und Jahr. Auch die Schweiz mit

300 Kilogramm Milch hat eine ähnlich hohe

Nobelpreisausbeute von 32 Preisen. Schlusslicht

ist China, das die wenigsten Nobelpreisträger

auf die Bevölkerung gerechnet aufweist.

Das Land konsumiert aber auch am

wenigsten Milch: gerade mal 25 Kilogramm

pro Person und Jahr.

Ab einem Pro-Kopf-Verbrauch von 350 Kilogramm

ist indes Schluss mit dem Nobelpreisträger-Zuwachs,

wie auch das Beispiel Norwegen

(12 Preise) zu belegen scheint. „Reflektiert

der Milchkonsum ein starkes Bil -

dungssystem, oder feiern Nobelpreisträger

ihren Gewinn mit einem Milch-Drink“,

frotzeln die Autoren. Und liefern ihrerseits

eine plausible biologische Erklärung: Milch

enthalte viel Vitamin D, das die geistige

Leistung verbessern könnte.






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14 Mit Schärdinger lässt sich's leben.


AUSBILDUNG

Gefragte Lehrlinge

KARRIERESTART IN ÖSTERREICHS MOLKEREI NR. 1

Zwei Top-Lehrlinge: Rainer Emathinger

(großes Bild) und Manuel Lehner

Fotos: Berglandmilch

Die Berglandmilch sucht laufend Lehrlinge, allen voran für den

Beruf „Molkereifachmann/-frau“. Auf zwei besonders engagierte

junge Mitarbeiter ist man derzeit besonders stolz.

Egal ob Molkereifachmann, Labortechniker,

Lagerlogistiker oder Bürokaufmann, die

Berglandmilch benötigt laufend bestens ausgebildete

Menschen in ihren Werken in halb

Österreich. Neben einer Ausbildung in einem

innovativen und zukunftssicheren Beruf bietet

man gerade auch den jüngsten Beschäftigten

Perspektiven für eine weitere Karriere im

eigenen Haus. „Zahlreiche Führungskräfte

der Unternehmensgruppe rekrutieren sich aus

den Reihen unserer ehemaligen Lehrlinge“,

betonen die Personalmanager Karl Waldhoer

und Hans Neuwirth.

Manuel Lehner, 20, aus Viehdorf bei Amstetten

ist seit genau drei Jahren in Aschbach

und schließt dieser Tage seine IT-Lehre ab. Er

hat schon früh gewusst, dass seine Profession

einmal im Computerbereich liegen soll. Die

HTL hat er zugunsten der Praxis in der Großmolkerei

geschmissen. Dass ihm die Software-

und Systemadministration der Molkereitechnik

eher lag, beweisen seine Zeugnisse

in der Berufs- schule in Pöchlarn – mit einem

beeindruckenden Notendurchschnitt von 1,0.

Das kommt dort gerade mal alle paar Jahre

vor. „Streber bin ich keiner“, lacht Lehner,

„aber mir macht mein Fachbereich einfach

viel Spaß.“ Und was man gerne macht, macht

man gut, heißt ja auch ein Leitspruch von

Schärdinger. Besonders taugt ihm, dass er mit

seinen Kollegen in allen Molkereien der

Gruppe herumkommt und dabei gefordert,

aber auch gefördert wird. Sein Lehrgeld – zu

Beginn etwa 500 Euro netto – fließt überwiegend

ins eigene Auto, in die Freizeit und dann

und wann in Urlaubsreisen. Bei der Berglandmilch

will Lehner bleiben, als großes Unternehmen

sei diese weit interessanter als etwa

ein kleines EDV-Büro. Und er denkt bereits

über weitere Zusatzqualifikationen nach der

Lehre nach, etwa Zertifizierungen im IT-Bereich.

Sehr zufrieden mit seiner Lehrstelle ist auch

Rainer Emathinger, 18, derzeit im 3. Lehrjahr

als Molkereifachmann im Werk Wels. Gebürtig

aus Bachmanning, suchte der Sohn eines

Lagerhaus-Verwalters gezielt einen Agrarberuf.

Während der LFS Lambach wechselte er

nach einer Berufsinfomesse und kurzer

„Schnupperlehre“ in die Molkerei. Dort beginnt

die Arbeit für ihn schon um 6 Uhr früh.

Die tägliche Veredelung von Milch zu „hochwertigen

Produkte, die man sehen und

schmecken kann“ bereite ihm große Freu de.

Weniger angenehm sei manchmal nur das

Säubern und Putzen der Anlagen am En de

der Schicht. „Im Juli endet mein Lehre, dann

steht das Bundesheer auf dem Programm.

Später will ich weiter im Betrieb bleiben und

meinen Meister machen“, sagt Emathinger,

der in seiner Freizeit Fitness und Bogenschießen

betreibt und von seinem Lohn von 900

Euro netto so viel wie möglich aufs Sparbuch

legt. Sehr zufrieden mit Rainers Leis tung ist

auch Werksleiter Josef Kirchweger.

Interessenten an einer Ausbildung bei der

Berglandmilch eGen senden ihre Bewerbung

mit Lebenslauf und Zeugnissen an die Personalabteilung,

(bevorzugt) per E-Mail: bewerbung@berglandmilch.at,

oder per Post an

Berglandmilch eGen, c/o Personalwesen,

Schubertstraße 30, 4600 Wels.

Die perfekte Balance aus Job und Hof.

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Bei unseren Zuerwerbsangeboten sind Ihnen flexible Zeiteinteilung, sichere Entlohnung

und sozialversicherungsrechlticher Schutz garantiert. Und das Beste:

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Job und

Hof unter

einem Hut!


NEU IM KÜHLREGAL

Beständig innovativ

KÖSTLICHE SPEZIALITÄTEN AUCH VON DER ZIEGE

Foto: Weber-Grill

Auch im Frühjahr 2013 erweitert die Berglandmilch ihr Angebot

wieder um viele neue Produkte. Erstmals in der Geschichte des

Unternehmens gibt es auch Eigenerzeugnisse aus feinster Tiroler

Bergziegenmilch.

Frischkäse Er ist der erste Frischkäse hergestellt

aus 100 Prozent bester österreichischer

Milch. Hierzulande ist Frischkäse neben Butter

in vielen Kühlschränken zu finden. Der

Schärdinger Frischkäse ist cremig und leicht

zu streichen im praktischen, mit Deckel wieder

verschließbaren Becher in den Sorten

Natur, Kräuter und als süße Geschmacksvariante

Schoko erhältlich.

Schärdinger Grillbutter Pünktlich zum Saisonstart

im April wird die Berglandmilch

heuer ihr Grillbuttersortiment forcieren.

Neben den beliebten Geschmacksrichtungen

Kräuter und Knoblauch kommt zudem eine

rein gesalzene Variante ins Sortiment, die besonders

Grillpuristen ansprechen soll. Mit

dieser

kommt der

Fleischgeschmack

besonders unverfälscht zum Ausdruck.

Die drei Sorten werden in der bewährten

100-g-Rollenform und neuer Optik angeboten

und zeichnen sich durch einen

besonders natürlichen Geschmack (aus 100

Prozent österreichischer Butter mit AMA-

Gütesiegel) aus.

Bio Bärenhunger Vanille Der Schärdinger

Bärenhunger ist Österreichs einziges Fruchtjoghurt

für Kinder in Bio-

Qualität. Speziell für

die Kleinen entwickelt,

wird der

Bio Bärenhunger

aus bester

heimischer

Milch mit fei-

NEUES VON TIROL MILCH

Nach dem langen Winter freuen sich nun

alle auf den Frühling und die

Sonne. Das ist auch die richtige

Zeit für das „Tiroler Sonnenparadies

Joghurt“ von Tirol Milch in

den erfrischenden Sorten Zitrone,

Mango/ Orange und Himbeer/Vanille.

Alle Joghurts sind aus bester

Alpenmilch hergestellt und seit

März im Handel erhältlich. Bei den

Tirol-Milch-Joghurts wird die Sorte

„Banane“ über den Sommer durch die

neue Sorte „Haselnuss“ abgetauscht.

Timi Joghurt ist eine süße Belohnung für

die Kleinen, mit Schoko-Sterne-Mix im

Deckel. Kinder haben Spaß, selbst ihr

Joghurt mit der Beigabe zu mixen. Timi

Joghurts gibt es in den Sorten Timi natur

gesüßt und Timi Vanille mit leckeren

Knusper-Schoko-Sternen im Deckel. Seit

Ende Februar im Handel.

16 Mit Schärdinger lässt sich's leben.


nem Fruchtpüree ohne Fruchtstückchen aus

kontrolliert biologischen Zutaten hergestellt

und ist damit frei von künstlichen Farbstoffen

und Konservierungsmitteln. Jetzt auch

mit neuer Rezeptur und in neuer Sorte Vanille.

Durch kindgerechte Einzelportionen

lässt sich der kleine Hunger schnell und bärig

vertreiben. Erhältlich in der praktischen 4er-

Packung (2 Sorten à 120 g Erdbeere und Vanille)

sowie mit coolem Tattoo gratis auf

jeder Packung von März bis Mai.

Jogurella mit Knisterzucker Kinder lieben

Süßes, Eltern lieben Gesundes für ihren

Nachwuchs.

Das neue

Jogurella

Mixi Joghurt

im

125-g-Becher

ist das

einzige österreichische

Markenjo -

ghurt, Natur

gesüßt, mit explodierendem

Knisterzucker

im Deckel. Diese innovative Produktidee

steht unter dem Markendach der beliebten

Fruchtjoghurtmarke „Jogurella“, das Design

ist voll und ganz an die kleinen Konsumenten

angepasst: Der kurze und gut einprägsame

Subbrand-Name Mixi kommuniziert

die Anwendung, eben das „Vermixen“ mit

Joghurt Natur gesüßt und Knisterzucker oder

Fruchtjoghurt mit Schokolinsen. Einfach den

Stülpdeckel öffnen, ins Joghurt geben, verrühren

und genießen.

Joghurt Topfennockerl Ab Ende März

gibt’s im Kühlregal die beliebten Schärdinger

Joghurt Topfennockerl luftig-locker mit extra

flaumiger Konsistenz. Als Dessert schnell zubereitet

oder als kleine fruchtige Köstlichkeit

zwischendurch – Hauptsache leicht – verzaubert

auch die neue Sorte „Vanille“. Einfach

nur mit einem Löffel oder Portionierer direkt

aus dem Becher auf den Teller mit der fruchtige

Schärdinger Dessert-Sauce Erdbeer aus

dem 125-g-Becher anrichten und genießen.

Sommerträume Wie immer rechtzeitig zu

Beginn der schönsten Jahreszeit garantieren

die Schärdinger Sommerträume ein sommerliches

Trinkvergnügen. Sorteninnovationen

spielen hier eine große Rolle, für genussvolle

Momente mit den Sorten Piña Colada, Heiße

Liebe und Eiskaffee.

Schärdinger Ziegen-Camembert Für Gourmets

ist dieser Weichkäse, klassisch mit milder

Ziegennote oder würzig-kräftig mit Rotkultur

gereift,

ein cremiger

Premium-

Genuss. Beide

Sorten werden

aus pasteurisierter

Ziegenmilch mit

natürlichem Fettgehalt hergestellt

und sind laktosefrei. Ab April in

der 125-g- Rundschachtel erhältlich.

Schnittkäse von der Ziege Würzig-kräftig

im Geschmack, mit Rotkultur gereift und

zudem laktosefrei – für jeden Gourmet ist der

neue, halbfeste Ziegenschnittkäse von Schärdinger

ein ausgezeichnetes Geschmackserlebnis

mit milder Ziegennote. Erhältlich als

Viertellaib (ca. 1 kg) sowie als 200-g-Stück.

Rollino mit Ziegenmilch Ein besonders cremiger

Premium-Genuss ist

auch der Schärdinger

Rollino mit Ziegenmilch

und Kräutern.

Hergestellt

aus

feinster

Tiroler

Bergziegenmilch,

zergeht er

auf der Zunge.

Mit Schärdinger lässt sich's leben.

17


WERKSBESUCH

Kugeln rollen von

Russland bis Mexiko

SCHNITTKÄSE AUS GARSTEN IST IN ALLER WELT GEFRAGT

Fotos: Katrin Wieser

75 Mitarbeiter zählt die Berglandmilch-Molkerei Garsten bei Steyr.

Sie verarbeiten jahrein, jahraus im Drei-Schicht-Betrieb zwischen

50 und 60 Millionen Kilogramm Milch vor allem zu Schnittkäse.

Besonders gefragt: der hier erzeugte „Geheimratskäse“.

Vier Käsereimeister, acht Gesellen (darunter

zwei junge mit gerade mal 20 Lenzen) sowie

viele vor allem weibliche Mitarbeiter sorgen

an sechs Tagen die Woche von Sonntag

Abend bis Samstag Abend für eine Jahresproduktion

von bis zu 6000 Tonnen Käse.

Dazu kommen sechs Werkstatt-Angestellte

für den technischen Service und vielleicht im

kommenden Sommer wieder ein bis zwei

Lehrlinge. Geleitet wird das Werk seit 2010

von Michael Steininger. Der 33-Jährige ist

als Absolvent des „Francisco Josephinum“ in

Wieselburg gelernter Milch- und Lebensmitteltechnologe.

Er hat zudem eine praktische

Ausbildung an der Bundesanstalt für Milchwirtschaft

in Wolfpassing durchlaufen und ist

seit 2001 bei der Berglandmilch. Das Werk

Garsten kennt er aus eigener Erfahrung bis

ins letzte Eck, nach seinem Beginn als Käser

war er auch Schichtführer für die Verpackung

und Abteilungsleiter.

Milchprodukte und Käse hergestellt werden

in Garsten bereits seit dem Jahr 1935, als im

Meierhof des ehemaligen Klosters eine

Milchgenossenschaft gegründet wurde. 1962

übersiedelte man in das bis heute genützte

Molkereigebäude in der Klosterstraße. Die

Milch kommt damals wie heute von den

Bauernhöfen der Umgebung, im Umkreis

von rund 60 Kilometern. Alle zwei Tage werden

die derzeit knapp 780 Milchlieferanten

von den Sammeltankwagen angesteuert.

Garsten ist die Spezialitäten-Käserei für

Schnittkäse in der Berglandmilch-Gruppe.

Steininger: „Unsere Spezialität ist die Produktion

von mit einer Wachsschicht umhüllten

Käsekugeln.“ Neben Edamer wird hier

vor allem der von vielen Österreichern besonders

geschätzte „Geheimratskäse“ erzeugt.

60 Prozent der Gesamtproduktion

gehen ins Ausland.

Daneben reifen in Garsten Butterkäse, Joghurtkäse

und Jausenkäse vor allem für den

Heimmarkt sowie Tausende Edamer Kugeln

in verschiedenen Gewichtsklassen für den

Export. Mengenmäßig der wichtigste Käse

ist laut Steiniger „die Edamer-Kugel mit

zwei Kilogramm“. 2000 Tonnen wurden

davon 2012 produziert, doppelt so viel wie

Geheimratskäse. Kleiner, aber ebenso fein:

der Jausenkäse mit rund 22 Tonnen. Der

überschüssige Rahm geht ins nahe Aschbach

in die Butterei.

Gibt es spezielle Anforderungen an Milch für

Schnittkäse Macht es in der Milchverarbeitung

zu Käse einen Unterschied, ob gerade

Winter oder Sommer ist Dazu Michael Steininger:

„Die Qualität der angelieferten Rohmilch

spielt natürlich eine wichtige Rolle.

Nur mit einem guten Rohstoff können wir

unsere ausgezeichnete Qualität erreichen.

Unsere Anforderungen sind allen Lieferanten

bekannt.“ Auch die Eiweißschwankungen

zwischen den Jahreszeiten seien erkennbar.

„In den Sommermonaten ist das Eiweiß

niedriger als im Winter. Unsere gut geschulten

Fachleute in der Käserei richten sich natürlich

mit ihrem Fachwissen nach den

momentanen Gegebenheiten.“

Geschützt werden die Garstener Käse nahezu

alle durch ihre Wachshülle. Das Paraffin

dafür stammt aus Holland; es braucht dazu

eine Mindestmenge an Paraffinauftrag auf

dem Käse, je nach dessen Oberfläche. „Das

steuern wir mit der Temperatur“, erzählt der

Fachmann. 20 Tonnen Paraffin werden dazu

jeden Monat benötigt. Überwiegend in Rot,

für Geheimratskäse-Kunden in der Ukraine

auch mit gelbem Wachs. Die großen Edamer-

Kugeln werden auch in Viertel- oder Achtel-

Segmente geschnitten und vakuumverpackt.

„Unsere Kugeln rollen von Garsten in die

ganze Welt. Momentan haben wir gerade

einen Auftrag über 300 Tonnen nach Venezuela.

Aber auch aus Mexiko, Algerien,

Libyen, Russland, Zypern, Schweden oder

Holland haben wir immer wieder größere

Aufträge.“

Auch so mancher Spezialauftrag für ausländische

Abnehmer ist da immer wieder mal

dabei: „Wir sind sehr flexibel und versuchen,

auf alle Wünsche einzugehen, um neue Kun-

18 Mit Schärdinger lässt sich's leben.


den zu gewinnen“, erzählt Produktmanager

Reinhard Rosenauer.

Vergangenes Jahr auf Urlaub in Teneriffa hat

Steininger am Käsebuffet des Hotel-Restaurants

auch eine Garstener Käsekugel vorgefunden.

„Das musste ist gleich per Foto festhalten,

weil ich mir dachte, das glaubt mir

sonst daheim keiner.“ Bei der Frage nach seinem

beliebtesten Schärdinger-Käse ist der

Käsemacher aus dem Ennstal diplomatisch:

„Eine Schärdinger-Käseplatte, bunt gemischt.

Aber ein Geheimrat muss schon darunter

sein.“ Übrigens: Zwar ist im Reich vom Geheimratskäse

nicht alles geheim, besuchen

kann man das Werk dennoch nicht. Führungen

durch Berglandmilch-Betriebe müssen

generell von der Geschäftsführung bewilligt

werden – was allerdings primär an den

immer strengeren Hygieneauflagen liegt.

STANDORT GARSTEN

Spezialitätenkäserei u. a. für

paraffinierte Käse

Wichtigste Produkte: Geheimratskäse,

Butterkäse, Edamer-Kugeln

Klosterstraße 1–7, 4451 Garsten

Tel.: +43/(0)7252/533 35-0

Fax: +43/(0)7252/475 31

Werksleiter: Michael Steininger

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Erhöht die Milchproduktion

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Verbessert die Milchqualität

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Elisabethgasse 70 - A-3400 Klosterneuburg

T: +43 (0)2243 26172 - F: +43 (0)2243 26173


TIERGESUNDHEIT

Kranke Kühe

erkennen

PROBLEMTIERE IN NUR DREI

MINUTEN AUSMACHEN

Mit nur drei Minuten Kontrollarbeit je Kuh und Tag können bei den

frisch abgekalbten Kühen Gesundheitsprobleme schnell erkannt

werden. So wird frühzeitiges Eingreifen möglich.

Nur ein Bruchteil der Krankheitsfälle im

Kuhstall geht auf externe Einflüsse wie Tierseuchen

zurück, der Großteil der Erkrankungen

ist schlechten Haltungsbedingungen und

nicht angepasstem Management geschuldet.

Überbelegung, fehlender Kuhkomfort, nicht

wiederkäuergerechte Fütterung und Stress

schwächen das Immunsystem und machen

die Kühe empfänglich für Fruchtbarkeitsstörungen,

Klauen- und Eutererkrankungen.

Fünf Parameter Eine gute Tierkontrolle

hilft, Probleme schnell zu erkennen und frühzeitig

einzugreifen, um schlimmer werdende

Erkrankungen zu vermeiden. Dabei reicht

eine systematische Kurzuntersuchung der

nachfolgend aufgeführten fünf Parameter

aus. Die Kontrolle kostet gerade einmal drei

Minuten pro Tag.

1. Haltung:

Folgende Fragen gilt es abzuklären: Legen

sich die Kühe innerhalb von 30 Sekunden

hin, nachdem sie die Liegebox betreten

haben Ist die Einstreu weich und trocken,

sind die Laufgänge abgeschoben und sauber

Sind genügend Fressplätze vorhanden

2. Temperatur:

In den ersten sieben bis zehn Tagen nach der

Geburt täglich Fieber messen ist kostengünstig

und extrem effektiv, um Veränderungen

im Gesundheitszustand frühzeitig zu

bemerken.

3. Pansenfüllung:

Hat die Kuh gefressen Wie viel hat sie

gefressen und wie lang ist das her Eine so

hohe Futteraufnahme wie möglich muss

angestrebt werden, um das Energiedefizit

gering zu halten und dem Immunsystem

schnell wieder auf die Sprünge zu helfen.

4. Vaginaler Ausfluss:

Ausfluss ist normal. Sobald sich dieser aber

verfärbt und schlecht riecht, sollte unbedingt

ein Tierarzt nach dem Rechten sehen.

5. Eutersekret:

Die Milch wird während des Melkvorgangs

ohnehin überprüft. Im Vorgemelk fallen Flocken

oder Blutbeimengungen auf, ein heißes

und schmerzempfindliches Euter deutet auf

eine beginnende Euterentzündung hin.

In Verbindung mit den übrigen Parametern

lässt sich so ein recht umfassendes Bild

davon entwickeln, wie das Tier die Geburt

überstanden hat.

Quelle: IMH/Elite Magazin

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BUCHTIPP

Kuh-Trip

nach Indien

MIT PHILOSOPHIERENDEN KÜHEN AUF REISEN

Mit den Augen einer verliebt-enttäuschten Kuh führt der Autor

David Safier seinen Lesern durchaus amüsant die Absurditäten

unserer Gesellschaft vor Augen. Obwohl etwas durchgeknallt,

ein durchwegs humorvoller Lesespaß.

Der erste Satz eines Romans kann alles entscheiden.

Er gibt den Ton an und weckt –

wenn es gut läuft – das Interesse des Lesers.

David Safiers neuestes Buch beginnt mit

ei nem „Muh!“ – einem Laut, der so vieles

ausdrücken kann: Panik, Trauer, Zufriedenheit,

Wut. Zumindest, wenn man eine Kuh ist

wie Lolle, die Hauptfigur in Safiers fünftem

Roman.

Die Kuh lebt zufrieden auf einem Bauernhof

in Norddeutschland, genauer in Ostfriesland.

Der Bauer ist allerdings wenig tierfreundlich

und trinkt zu viel Alkohol. Ansonsten ist

Lolle aber eine ganz normale, glückliche

Kuh. Bis zu jenem Tag, an dem sie die Liebe

ihres Lebens, den stattlichen Stier Champion,

mit ihrer besten Freundin Susi erwischt.

Derweilen geht auch noch der Bauernhof

pleite, alle Rinder sollen geschlachtet

werden. Und dann stellt Lolle noch fest, dass

sie trächtig ist.

Der liebeskranken Kuh und ihren Freunden

bleibt auf Anraten eines weitgereisten Katers

nur die Flucht – natürlich nach Indien, in ein

Paradies, wo Menschen Rinder verehren und

Kühe noch heilig sind. Noch in der gleichen

Nacht macht sich Lolle mit ihren beiden besten

Freundinnen auf den Weg. Bis sie aber

das gelobte Land erreicht, muss die tierische

Romanheldin nicht nur zahlreiche Abenteuer

bestehen – auf dem Weg dorthin plagen Lolle

auch äußerst menschliche Sorgen und Probleme.

Die Suche nach Glück, Liebe und dem Sinn

des Lebens sind typische Motive in David

Safiers Romanen (er schrieb auch „Mieses

Karma“ oder „Happy Holiday“). Gewohnt

locker, mit einem fast schon comicartigen

Humor lässt er Lolle über diese großen Fragen

sinnieren. Eine tiefgründige Antwort

sollte der Leser von „Muh!“ jedoch nicht erwarten.

„Ich möchte meine Leser unterhalten“,

sagt der Bestseller-Autor. „Wenn die

Leute sagen, dass sie sich gut amüsiert

haben, habe ich meine Arbeit richtig gemacht.“

Trotzdem enthält Safiers laut Eigendefinition

„moderne Fabel“ auch eine ernste

Ebene, behandelt Themen wie Agrarsubventionen

oder den steigenden Fleischkonsum.

„Muh!“,

von David Safier,

Kindler Verlag,

320 Seiten,

17,50 Euro,

ISBN

978-3463406039

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Vielfalt

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21


NEU AN BORD:

MARIA KITZLER

KLIMA:AKTIV – BERGLANDMILCH-BETRIEBE

VORREITER BEI KLIMASCHUTZ

Neuzugang im Chefbüro von Österreichs

größter Molkerei: Berglandmilch-

Generaldirektor Josef Braunshofer hat

sich die frühere NÖM-Managerin Maria

Kitzler als Assistentin

der Geschäftsführung

in sein Team geholt.

Kitzler, bis September

vergangenen

Jahres Vorstandsassistentin

sowie Pressesprecherin

von

Österreichs zweitgrößtem

Molkereiunternehmen

NÖM AG, ist seit Jahresbeginn

2013 in der Berglandmilch eGen

u.a. für die Pressearbeit tätig. In ihrer

mehr als zwölf Jahre dauernden Tätigkeit

für die NÖM AG war Kitzler auch

Leiterin der Exportabteilung, des Bestellbüros

und der Konsumenten-Hotline

und betreute weiters die Handelsmedien

sowie Medienkooperationen. Maria

Kitzler gilt in der rotweißroten Molkereibranche

als besonders versierte Expertin

und Netzwerkerin mit besten

Kontakten im Medienbereich wie auch

im internationalen Lebensmittelhandel.

Im Rahmen von klima:aktiv, der Klimaschutzinitiative

des Landwirtschafts- und

Umweltministeriums, wurden auch zwei

Projekte der Berglandmilch ausgezeichnet.

Für eine Molkerei wie die Berglandmilch

ist eine ressourcenschonende Verwendung

von Energie und Rohstoffen ein wichtiges

Anliegen. Neben betriebswirtschaftlichen

Aspekten gehört der sorgsame und sparsame

Umgang aller Energieträger zur

Unternehmenskultur. Berglandmilch setzt

seit vielen Jahre laufend Maßnahmen und

Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz

um. Im Rahmen von klima:aktiv

wurden zwei eingereichte Projekte der

Berglandmilch durch Bundesminister

Nikolaus Berlakovich ausgezeichnet: der

Betrieb Feldkirchen für seine Wärmeschaukel

für Prozesswasser und das Werk

Klagenfurt für seine Energieeffizienzverbesserung

in der Dampfkesselanlage.

In Feldkirchen beträgt die Energieeinsparung

durch die einmalige Investition in

einen Wärmetauscher von 105.000 Euro

stolze 400.000 kWh/Jahr, die Amortisationszeit

(Kosteneinsparung 43.500 €/Jahr)

beträgt 2,4 Jahre. Das Klima profitiert von

rund 100 Tonnen weniger CO 2

-Belastung.

Foto: BMLFUW

In Klagenfurt beträgt die Energieeinsparung

durch technische Verbesserungen der

Dampfkesselanlage rund 1,4 Mio. kWh

pro Jahr in Form von Gas. Das sind 343

Tonnen weniger CO 2

.

Die Modernisierung hat sich die Berglandmilch

175.000 Euro kosten lassen, spart

damit aber auch 62.500 Euro pro Jahr.

Der Minister: „Besonders Unternehmen

wie die Berglandmilch leisten in Österreich

durch die Steigerung ihrer betrieblichen

Energieeffizienz einen zentralen

Beitrag zum Klimaschutz. Nicht nur die

Umwelt profitiert davon, auch die Unternehmen

selbst machen sich fit für den

Wettbewerb, schaffen wertvolle ‚green

jobs‘ für den heimischen Arbeitsmarkt

und setzen wichtige Schritte auf Österreichs

Weg in Richtung Energieautarkie.“

GEWINNSPIEL RUND UM SCHÄRDINGER-WEICHKÄSE

Schärdinger produziert exquisite Weichkäsespezialitäten

für jeden Geschmack, nämlich

insgesamt zehn Sorten von mild-fein

bis würzig-kräftig: Rahm-Camembert,

Rahm-Brie, Joghurt Camembert, Kaisertaler,

Weinkäse, Raffinesse, St. Severin,

Dolce Bianca, Österkron, Austria Blu.

Dazu kommen aus der Käse-Manufaktur

in Lienz die exquisiten Sirius-Sorten Sirius

Camembert, Sirius Stangerl in zwei Geschmacksrichtungen

und der neue Sirius

Brie. Im Rahmen einer großen Bewerbung

all dieser Produkte wurden bei einem Kassabon-Gewinnspiel

500 hochwertige Käsemesser-Sets,

20 Thermenurlaube in Bad

Zell sowie als Hauptpreis ein Auto – der

neue „Opel Mokka“ – verlost. Glücklicher

Gewinner dieses Kompakt-SUV ist Rudolf

Romankiewicz aus Seewalchen.

Alle Gewinner finden man auch auf

www.schaerdinger.at/weichkaese/promo.

Überreicht wurde der Autoschlüssel an den

Gewinner durch den Geschäftsführer der

Ennstalmilch, Harald Steinlechner, und

Foto: Berglandmilch

Schärdinger-Produktmanager Michael

Forster sowie Franz Geistberger von

Auto Günther in Wels und den Marketing-

Direktor von General Motors Österreich,

Marcus Ihlenfeld.

22 Mit Schärdinger lässt sich's leben.


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höhere aerobe Stabilität, geringere

Clostridienkeimzahl und minimierten

Proteinabbau auszeichnen. Die verbesserte

Verdaulichkeit der Rohfaser führt zu einer

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Hotline: 0043/316/821636-164

Impressum: Medieninhaber und Herausgeber: Berglandmilch eGen, Schubertstraße 30, 4600 Wels, www.schaerdinger.at

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