2015 CUMINAIVEL #13

cuminaivel

Nr. 13 | Montag, 26. Januar 2015

///CUMINAIVEL

Informationsmagazin für alle eingesetzten Sicherheitskräfte am WEF 2015

/// www.cuminaivel.ch /// Hotline: 081 632 16 75 /// Mail: info@kapo.gr.ch

WEF-Fazit

Das WEF 2015 ist beendet. Auch

unter erhöhter Bedrohungslage konnte

die Sicherheit stets gewährleistet

werden. Gesamteinsatzleiter Walter

Schlegel lobt die Einsatzkräfte und

zieht Bilanz. Seite 2

Nichts bleibt unerkannt

Was geschieht, wenn der eingeschränkte

Luftraum verletzt wird

Das beantwortet Oberleutnant Alex

Robbiani, Chef einer Feuereinheit

der Fliegerabwehr, stationiert in der

Gegend von Samedan. Seite 4

Securitas am WEF

Was genau macht die Securitas am

WEF Ihr obliegt die Kontrolle zum

Kongresszentrum – wo die hohen

Tiere ein- und ausgehen. Neben einer

rigorosen Kontrolle ist vor allem

Freundlichkeit gefragt. Seite 6

Il Malinois

Anche nelle forze di sicurezza si trova

posto per il miglior amico dell'uomo,

il cane. Dalla difesa al soccorso, il

pastore belga Malinois risponde a

tutte le esigenze. Pagina 7

Meteo

Davos Chur

Min / Max

Montag -6° / 2°

Dienstag -1° / 3°

Montag -14° / -6°

Dienstag -7° / -4°

GUTE

BILANZ

Bild: rm.


2 /// MONTAG, 26. JANUAR 2015 CUMINAIVEL

Zufriedenheit nach

anfänglicher Nervosität

Rundum zufriedene Gesichter bei den Vertretern der Bündner Behörden, die

traditionellerweise am Samstagabend nach dem WEF vor die Medien traten.

Anstelle der erwarteten Terrorangst war die Gastfreundlichkeit der Davoser

Bevölkerung das Thema.

Zufrieden mit dem WEF: Regierungsrat Christian Rathgeb (l.) und Gesamteinsatzleiter Walter Schlegel.

Bild: rm.

dok. Im Vorfeld des diesjährigen WEF

war die Frage in aller Munde, ob denn

die Ereignisse von Paris die Sicherheitsvorkehrungen

beeinflussen würden.

Im Nachhinein ist festzustellen: Auch

unter erhöhter Bedrohungslage hat sich

das Dispositiv der vergangenen Jahre

bewährt. «Wir haben mehr Kontrollen

durchgeführt und die Bewachungen

wurden verstärkt», so Gesamteinsatzleiter

Oberst Walter Schlegel. Als besondere

Herausforderung stellte sich aber die

Rekordbeteiligung von ausländischen

VIP dar, welche nach völkerrechtlichen

Abkommen einen Anspruch auf besonderen

Schutz haben.

Ein grosses Dankeschön

«Unsere Leute haben einen hervorragenden

Dienst geleistet und diese Herausforderung

gemeistert», so Schlegel. Die

anfängliche Nervosität ist einer grossen

allgemeinen Zufriedenheit auf allen Seiten

gewichen. «Uneingeschränkt positiv»

wertet auch Regierungsrat Christian

Rathgeb das zu Ende gegangene WEF

am Samstagabend. «Der Sicherheitsverbund

Schweiz ist ein Erfolgsmodell»,

betont er. Neben den Einsatzkräften

gebührt auch den Verantwortlichen, die

auf Bundesebene und für alle anderen

Kantone die entsprechenden Einsätze

bewilligen, ein grosses Dankeschön.

WEF soll langfristig in Davos bleiben

«Davoserinnen und Davoser wollen

das WEF», davon ist Landammann

Tarzisius Caviezel überzeugt. Dafür

sprechen das positive Abstimmungsresultat

und die grosse Toleranz

an den Tagen mit massiv erhöhter

Verkehrsbelastung im Tal. Und die

Freundlichkeit der Bevölkerung sowie

der Sicherheitskräfte, die dieses

Jahr auch den WEF-Verantwortlichen

aufgefallen sei: WEF-Direktor Alois

Zwinggi habe sich ausdrücklich für

die Freundlichkeit der Sicherheitskräfte

und die Gastfreundschaft der

«Unseren

Einsatzkräften

gebührt ein grosses

Dankeschön.»

Walter Schlegel

Davoser Bevölkerung bedankt. Das

freut auch Regierungsrat Christian

Rathgeb: Es gebe sowohl von Seite des

Bundes als auch vom WEF her positive

Signale, dass das WEF und sein

Jahreskongress auch langfristig in der

Schweiz, in Graubünden und in Davos

bleibe. Das sei auch volkswirtschaftlich

von grosser Bedeutung.


CUMINAIVEL MONTAG, 26. JANUAR 2015

/// 3

Ein Blick

zurück …

WEF-Geschichten von Daniel Zinsli

Die Sicherheit am World Economic Forum (WEF) musste

permanent ausgebaut werden. Notwendig wurde dies insbesondere

um die Jahrtausendwende, als die Globalisierungsgegner

begannen, äusserst militant aufzutreten. Grossdemonstrationen

fanden nicht nur in Davos, sondern auch

in Städten wie Zürich, Genf oder Chur statt. Es entstanden

Sachschäden von mehreren hunderttausend Franken. Schaufenster

wurden eingeschlagen, Polizisten mit Pflastersteinen

beworfen und vieles mehr. Die Polizei musste sich davor

wappnen, was bedeutete, dass allerorts permanente Pikettstellungen

eingerichtet werden mussten.

Der damalige Polizeikommandant reiste zu Vorbereitungszwecken

an eine Grossdemonstration nach Berlin. Er wollte

sich ein Bild davon machen, wie die Berliner Polizei eine

solche Kundgebung bewältigt. Als die Demonstration begann,

stand er an vorderster Front bei den Polizisten. Und

prompt wurde er von einem dahergeflogenen Pflasterstein

am Kopf getroffen und erheblich verletzt. Er war äusserst

erstaunt und nicht weniger erbost darüber, wie gewaltbereit

diese Demonstranten in Erscheinung traten.

Die Lagebeurteilung für das damalige WEF fiel dann entsprechend

negativ aus. Es war auch die Zeit, als erstmals

die Schweizer Armee im Rahmen eines subsidiären Einsatzes

für die Sicherheit am WEF zu Hilfe geholt wurde. In

den letzten Jahren hat der Bundesrat 5’000 Armeeangehörige

für den WEF-Einsatz bewilligt. Während bei der ersten

Austragung im Januar 1971 zwei Polizisten für den Anlass

genügten, um das WEF sicherheitsmässig abzudecken, sind

es heute etwas mehr. Wie viele Polizistinnen und Polizisten

tatsächlich zugunsten des Jahrestreffens im Einsatz stehen,

ist Bestandteil des Sicherheitsdispositives und wurde deshalb

seit 1971 nie mehr kommuniziert. Letztlich ist das auch

nicht wichtig. Wichtig ist nur, dass die Sicherheit gewährleistet

werden kann – und das wird sie.

WEF-Geschichten

Daniel Zinsli ist bei der Kantonspolizei

Graubünden in der Dienststelle

Kommunikation tätig. Der 52-Jährige

blickt mittlerweile auf 31 Dienstjahre

zurück. Zwanzig Mal war er selbst

am WEF in Davos in verschiedensten

Funktionen im Einsatz. Die WEF-Geschichten

erscheinen alternierend zur

«WEF-Stafette» in jeder zweiten «Cuminaivel»-Ausgabe.

Mit offenen Worten

und etwas Humor blickt Zinsli dabei

bis ins Jahr 1971 zurück. In jenem

Jahr fand das Jahrestreffen des WEF

in Davos erstmals statt.


4 /// MONTAG, 26. JANUAR 2015 CUMINAIVEL

Rechts abbiegen

verboten

Die Schweizer Luftwaffe kontrolliert mit diversen Mitteln den gesamten Luftraum

über Davos. Das Oberengadin wird von einem Feuerleitgerät der mittleren Fliegerabwehr

überwacht. Der Flugplatz in Samedan darf von zivilen Fliegern angeflogen

werden, aber nur wenige Meter Luftlinie daneben ist der Luftraum eingeschränkt.

Ein Radarist der mittleren Fliegerabwehr beobachtet mit dem Sucher den Luftraum im Oberengadin.

Bild: mw.

su. Über dem Oberengadin ist gut sichtbar

ein rotes Kleinflugzeug zu sehen.

Schnurgerade zieht es am Himmel seine

Linie in westlicher Richtung. Minuten

bevor der Pilot das Engadin aus seiner

Kanzel überhaupt erblicken kann, ist

sein Flugzeug bereits ein blinkender

kleiner Fleck auf dem Radarbildschirm

der Abteilung 32 der mittleren Fliegerabwehr

(M Flab Abt 32). Hoch oben über

der Talebene hat eine Batterie Stellung

bezogen. «Unser Einsatzbereich umfasst

die Gegend zur österreichischen Grenze

hin und die Talebene in Richtung

Flugplatz Samedan», erläutert Oberleutnant

Alex Robbiani. «Andere Standorte

überwachen wir mit weiteren Batterien

unserer Abteilung.» Der Tessiner kommandiert

als Chef dieser Feuereinheit

eine Gruppe aus Tessinern und Deutschschweizern.

«Die Kameradschaft hier

oben ist trotz eisiger Kälte gut und die

meisten freuen sich darüber, dass dieser

WK eine Aufgabe umfasst, die mit einem

realen Einsatz zu tun hat. Die Leute

sind nochmals eine Spur motivierter.

Das sieht und spürt man», spricht es und

zeigt dabei auf einige seiner Kollegen,

die gerade um einen Materialstand herumwieseln,

um dessen Tarnschutz zu

perfektionieren.

Verkehrsregeln für Businessjets

Der Radarschirm über dem Feuerleitgerät

dreht sich unentwegt. «Unsere Feuereinheiten

sind 24 Stunden in Betrieb»,

erklärt Oberst Meier. «Diese Stellung

hier ist aus ökologischen Gründen und

um keine Lärmemissionen zu verursachen

elektrifiziert. Wir können im

Ernstfall aber jederzeit auch auf Aggregatbetrieb

umstellen.» Diese Batterie

ist für die Luftraumüberwachung eingesetzt.

Weitere Batterien dienen dem

Objektschutz. Der Oberst blickt hinüber

auf die andere Talseite. «Etwa entlang

dieser Bergkuppen verläuft die Grenze

zwischen freiem und eingeschränktem

Luftraum.» Der Flugplatz in Samedan

dürfe auch während des WEF von zivilen

Geschäftsreiseflugzeugen angeflogen

werden. Nicht selten aber, so Meier,

würden die Piloten solcher Businessjets

beim Abflug nicht wie vorgeschrieben

nach links Richtung Italien fliegen, sondern

aus Bequemlichkeit einfach nach

rechts abdrehen. «Das ist verboten»,

erklärt der Oberst. «Wenn wir einen

solchen Verstoss erkennen, greift sofort

der Luftpolizeidienst ein, der jederzeit

bereit ist, den Eindringling wieder aus

dem eingeschränkten Luftraum hinauszubegleiten.»


CUMINAIVEL MONTAG, 26. JANUAR 2015

/// 5

Les spécialistes du Corps

des gardes-frontière

A Davos, les collaborateurs du Corps des gardes-frontière (Cgfr) sont aussi engagés.

Quelles sont les tâches de la plus grande organisation de sécurité civile

de Suisse au WEF et comment les Cgfr sont-ils organisés lors de grands événements

Cuminaivel leur a posé la question.

as. / da. Poste de contrôle de Güenbödeli.

Un policier demande aux chauffeurs

d’un petit bus avec six passagers

de se rendre sur la place d’évitement :

« Bonjour, votre permis de conduire,

s’il vous plaît ! ». Sous leurs bagages se

trouve du matériel de manifestation :

des banderoles et des tringles. « Contrôlez

ces deux valises », demande un

policier Peter Piller du Cgfr. C’est là

que l’appareil à rayon mobile entre en

jeu. Comme à l’aéroport, les valises

sont examinées. Daniela Looser cherche

dans les valises les objets suspects

sur son écran. La garde-frontière a un

œil averti pour cela. Rapidement, elle

découvre un objet allongé qui ressemble

à un bâton. Entre les sous-vêtements

et les chaussures apparaît alors

un élément de prolongement pour une

caméra. Fin de l’alerte.

Stupéfiants et explosifs

Pendant que la valise est passée au

rayon à Grüenbödeli, les collaborateurs

du Cgfr inspectent les personnes

et les objets à la maison des Congrès,

pour voir si ils ont des traces de

drogues et d’explosifs. Avec l’appareil

Ion-Trap-Mobility-Spectroscopy

(ITMS), les explosifs peuvent être

repérés et analysés en quelques secondes.

Pour cela, les gardes-frontières

prennent un échantillon en utilisant

une méthode spécifique pour contrôler

la surface. Les experts sont disponibles

à Davos pour des missions à

court terme – comme c’est le cas pour

leur collègue et leur chien détecteurs

d’explosifs. Si ces derniers ne sont

pas appelés pour une valise suspecte

abandonnée, ils parcourent leur tour

standard.

Il faut contrôler le matériel de manifestation dans cette valise.

Photo: as.

Plus de personnel au front

A Davos, les gardes-frontières sont au

service de la police cantonale des Grisons.

L’occupation des postes-frontières

est toutefois de leur ressort.

« Cette année à cause des attentats

en France, nous avons pris différentes

mesures afin de déployer plus de

personnel au front », explique Andrea

Schmid, porte-parole du commandement

du Cgfr Région III. Son supérieur

à Berne, Roland Bratschi, est

aussi présent à Davos au WEF. Bratschi

est membre de l'Etat-major de

coordination intercantonal (EMCI).

«Nous gardons d’autres événements

en dehors du WEF et coordonnons les

réserves », ajoute-t-il. A Davos, il profite

aussi de l’occasion pour discuter

avec les collaborateurs du Cgfr.


6 /// MONTAG, 26. JANUAR 2015 CUMINAIVEL

Personalintensiver

Einsatz für die Securitas

Seit den Anfängen der WEF-Jahrestreffen Anfang der Siebzigerjahre ist die private

Sicherheitsfirma Securitas AG ein fester Bestandteil des Sicherheitsdispositives

am WEF. Auftragnehmer für den Einsatz ist Thomas Schneider, Regionaldirektor

St. Gallen. Auch Graubünden gehört zu dieser Region.

dz. «Für die Securitas ist der Einsatz zu

Gunsten der Sicherheit am WEF jedes

Jahr eine spannende Herausforderung.

Der Einsatz ist sehr personalintensiv»,

erklärt Schneider, ohne jedoch genaue

Zahlen nennen zu wollen. Weil das

WEF jeweils Ende Januar stattfinde,

könne der Auftrag sehr gut bewältigt

werden. «Ende Januar ist eine Zeit,

während der in der Regel keine anderen

Grossanlässe stattfinden, welche uns

zusätzliches Personal kosten.» Deshalb

würden alle anderen Aufgaben, welche

die Securitas ausserhalb des WEF

zu erledigen hat, nicht beeinträchtigt.

«Es ist die ideale Zeit, um diesen anspruchsvollen

Anlass durchzuführen»,

so Schneider weiter.

Zutrittskontrollen als Hauptaufgabe

«Die Zutrittskontrollen, insbesondere

diejenigen beim Kongresshaus selbst,

gehören zu den Hauptaufgaben der Securitas»,

erläutert Schneider. Es könne

aber auch vorkommen, dass sie Aufträge

für Kontrollen an Aussenveranstaltungen

erhalten. «Herausfordernd

gestaltet sich im Aussenbereich der

Verkehrsdienst, welcher sich bei jeder

Witterung charmant und konsequent

«Es war immer sehr

spannend, die Prominenz

einmal aus nächster

Nähe zu erleben.»

Thomas Schneider

Ein Securitas-Mitarbeiter bei der Zutrittskontrolle.

durchsetzen muss. Bei den Zutrittskontrollen

wird überprüft, ob der Badge

auch tatsächlich zu der Person gehört,

die ihn trägt», erklärt Schneider. Zudem

würden auch die mitgetragenen

Effekten und Gepäckstücke kontrolliert.

Die Zusammenarbeit mit der Polizei

sei intensiv und von gegenseitiger

Wertschätzung geprägt. «Ohne dies

könnte der professionelle Einsatz für

die hochkarätigen Besucher leiden»,

glaubt Schneider. Auch bei einer intensiven

Sicherheitskontrolle müssten die

Gastfreundschaft und der freundliche

Empfang der Besucher an erster Stelle

stehen. Schneider war in früheren

Jahren auch selbst im operativen Einsatz

am WEF tätig. «Es war natürlich

immer sehr spannend, die Prominenz

einmal aus nächster Nähe erleben zu

können», erinnert sich Schneider gerne

an diese Zeit. Heute ist seine Aufgabe,

mit seinem langjährigen Führungsteam

Bild: zvg.

dafür zu sorgen, dass der Einsatz reibungslos

abläuft und die Dispositive zu

hundert Prozent eingehalten werden.

Positiver Rückblick

Mittlerweile ist das WEF bereits wieder

zu Ende. Schneider blickt dabei

auf einen positiven Einsatz der Securitas

zurück. «Auch in diesem Jahr sind

wir glücklicherweise von grösseren

Zwischenfällen oder Störaktionen verschont

geblieben», freut sich Schneider.

«Wir können daher auf einen gelungenen

WEF-Einsatz zurückblicken, bei

welchem sich die Zusammenarbeit mit

allen Sicherheitsakteuren einmal mehr

bewährt hat.»


CUMINAIVEL MONTAG, 26. JANUAR 2015

/// 7

Fianco a fianco

Il pastore belga (Malinois) è un cane rapido e agile. Impara e lavora volentieri,

questo fa di lui il cane perfetto per i conduttori di cani ambiziosi. Come si pianifica

la vita civile e militare Abbiamo fatto un omaggio ai Malinois.

Foto: rmo.

La sdt Franziska Brotzer con il cane Forman.

Brigitte Blumenthal con la sua cagna Yunis.

sig. / dr. Non c'è nessuna differenza per

un giornalista del Cuminaivel a scrivere

un articolo tra un cane da guardia

dell'esercito, un cane da valanga o un

cane da soccorso. In tutti questi casi si

ricade inevitabilmente sulla «charme»

del pastore belga. Il Malinois guarda

chi ha di fronte direttamente negli occhi,

esaminando l'ambiente circostante

con sguardo vigile, attento e curioso.

Rappresenta una varietà di pastori belga

che si distingue per il pelo corto e color

carbone. All'inizio era utilizzato come

cane da guardia o da caccia, ai nostri

giorni, spesso, anche come cane da difesa;

non sorprende quindi che questa

razza sia predominante nell'Esercito

svizzero. Il Malinois è anche conosciuto

per il suo coraggio, la sua intelligenza e

la sua salute. La sua corporatura atletica

e la sua leggerezza lo rendono un cane

molto abile e rapido. «Un compagno

ideale» ci riferisce la soldato Franziska

Brotzer, conduttrice di cani in impiego

al WEF. Il maschio Forman di 4 anni

gli è stato assegnato durante la scuola

reclute. Ogni anno servono un mese per

la Patria e passano il resto del loro tempo,

come qualsiasi militare di milizia, in

civile. La sdt Brotzer e il suo compagno

a quattro zampe lavorano per la Securitas

di Coira. A Flums si preparano per i

test attitudinali per i cani di servizio. Ci

si può quindi domandare come il cane

possa distinguere due mondi completamente

differenti. «Il servizio può essere

talvolta abbastanza stressante per i cani.

È vero che lavoriamo molto con loro,

ma i contatti diretti sono nettamente

meno frequenti. Forman e gli altri cani

passano molto tempi nei loro rispettivi

box, c'è quindi poco spazio per gli affetti»

ci racconta la sdt Brotzer. Inoltre

tra maschi, che tendono ad avere più

forza e personalità, questa situazione

può talvolta degenerare. Solo con lunghi

e intensi allenamenti si inculca nell'animale

l'obbedienza. Ci trasferiamo ora

nel villaggio di Cazis, dove incontriamo

Brigitte Blumenthal padrona di Yunis:

«Chi pensa che i Malinois possano essere

trattati come un normale cagnolino

si sbaglia. Mi alleno con Yunis in media

ogni due giorni e a allo stesso tempo ci

prepariamo come sportivi professionisti

per diversi esami attitudinali per

cani» spiega la Signora Blumenthal. Gli

allenamenti intesivi vengono ripagati

dai risultati degli esami di attitudine:

da quando ha preso la cagna a tre anni

dal canile di Kistenstein, si è qualificata

ogni anno per i campionati svizzeri

e rientra nei 25 migliori cani del paese.

L'anno scorso per esempio si sono classificati

terzi ai campionati svizzeri di

cani da valanga. Sia Forman che Yunis

passano molto tempo all'esterno delle

abitazioni e il pensiero di entrambe

le conduttrici di cani collima: «È vero

che il cane si affatica molto più velocemente,

ma il pelo più spesso li protegge

molto meglio dal freddo invernale». I

due Malinois sono cani molto esigenti:

hanno bisogno di movimento, giocano

volentieri e devono poter seguire completamente

il loro istinto da caccia; poco

importa se ci si trova nella vita civile

o militare. Piccoli vizi simbolizzano il

loro legame: come quando Yunis ha il

permesso di sgranocchiare i biscotti militari

datigli dalla sua padrona.


8 /// MONTAG, 26. JANUAR 2015 CUMINAIVEL

Vietato virare

a destra

Le Forze aeree svizzere sorvegliano con diversi mezzi tutto lo spazio aereo sopra

Davos. L'alta Engadina è sorvegliata dall'apparecchio di direzione del fuoco della

difesa contraerea. I velivoli civili hanno il permesso di dirigersi verso l'aeroporto

di Samedan ma devono seguire delle traiettorie ben definite.

su. / dr. Sopra i cieli dell'alta Engadina

appare un velivolo piccolo e rosso.

La sua rotta prosegue in linea retta in

direzione ovest. Il pilota del velivolo è

ignaro che il suo aereo è già una piccola

macchia luminosa sullo schermo

del radar del gruppo di difesa contraerea

media 32 (gr DCA m 32). Più in

alto, sopra la vallata, troviamo una postazione:

«Il nostro primo compito è la

zona di impiego in direzione del confine

austriaco, il secondo è coprire la

vallata in direzione dell'aeroporto di

Samedan», ci spiega il primo tenente

Alex Robbiani e continua «Altre aree

vengono coperte da altre batterie del

nostro gruppo». Il ticinese comanda

questa unita di fuoco composta da ticinesi

e svizzeri tedeschi. «Malgrado il

freddo gelido, il cameratismo quassù è

buono e la maggior parte dei militari

sono contenti che il compito di questo

corso di ripetizione sia un impiego reale.

Le persone sono motiviate e questo

lo si percepisce» e mentre ci dice questo

indica un suo collega che sta perfezionando

la protezione mimetica di una

tenda magazzino.

Regole di traffico aereo per i jet privati

Il radar sopra il veicolo di puntamento

gira in continuazione «Le nostre unità

di fuoco sono in servizio 24 ore su 24»

ci spiega il colonnello Meier «Queste

postazioni, anche per motivi ecologici,

sono del tutto elettriche, così da non

causare nessuna emissione di rumore.

In caso di necessità siamo comunque

sempre pronti a passare ai generatori».

Questa batteria ha come scopo il controllo

dello spazio aereo, altre batterie

vengono utilizzate per la protezione

dei manufatti sensibili. Il colonnello

Lo schermo radar dell'apparecchio di direzione di fuoco ruota in continuazione.

guarda dall'altra parte della valle e ci

dice «All'incirca lungo questa linea

di colline, si delinea il confine tra lo

spazio aereo libero e quello limitato».

Infatti anche durante il WEF l'aeroporto

di Samedan permette l'atterraggio

di aerei civili. Non di rado però, ci

racconta Meier, dopo il decollo i piloti

Foto: mw.

dei jet privati, invece di virare verso

sinistra in direzione dell'Italia, virano

a destra nella zona vietata. «Quando

si ravvisa un errore come questo, interviene

subito la polizia aerea, sempre

pronta aentrare in azione, così da

portare l'intruso al di fuori della zona

limitata».


CUMINAIVEL MONTAG, 26. JANUAR 2015

/// 9

«Greener Davos»

in Dübendorf

Am diesjährigen World Economic Forum nahm der Flugplatz Dübendorf eine noch

zentralere Rolle im Gesamtdispositiv als bisher ein. Erstmals konnten private Businessjets

den Militärflugplatz Dübendorf direkt anfliegen. Von da aus verschoben

sie dann per privaten Helikoptern oder per Auto weiter zum Kongress nach Davos.

zvg. Dank der diesjährigen Premiere

konnten aufwendige Überführungsflüge

(Ferry Flights) zwischen dem

Flughafen Zürich und Dübendorf reduziert

werden. Dies bedeutete nicht

nur eine Flugverkehrsentlastung für

Skyguide und den Flughafen Zürich,

sondern trägt insbesondere auch zum

ökologischen Gedanken von «Greener

Davos» bei. Dabei geht es um

die Reduktion der CO 2 -Emissionen

und um die Kompensation derselben

– je weniger CO 2 ausgestossen wird,

desto besser und desto weniger muss

kompensiert werden. Insgesamt bietet

Dübendorf 36 Abstellplätze für

Privatjets verschiedenster Typen aus

Russland, den Golfstaaten, USA und

vielen anderen Staaten. Keine Bewilligung

für Direktanflüge gab es

nur für Flugzeuge herkommend aus

Ebola-Gebieten. Ebenso gab es keine

Landeerlaubnis, wenn völkerrechtlich

zu schützende Personen an Bord der

Maschinen waren. Jene Flugzeuge

mussten auch dieses Jahr nach Zürich

ausweichen.

Wissensaufbau zum Nulltarif

Kurzfristig wurde durch das Staatssekretariat

für Migration die Schengen-Aussengrenze

nach Dübendorf

verlegt. Während der WEF-Woche

kontrollierte hier die Kantonspolizei

Zürich in Zusammenarbeit mit der

Zollverwaltung bei Ein- und Ausreise

sämtliche Waren, Passagiere und

Crews der Privatjets. Diese Aufgabe

stellt sich während des WEF oftmals

komplexer dar, als eine herkömmliche

Abfertigung. Inzwischen werden

nämlich auch die VIP aus der Wirtschaft

von bewaffneten Bodyguards

begleitet. Die Kantonspolizei muss

demnach sicherstellen, dass die entsprechenden

Waffentragscheine vorhanden

sind.

Generalprobe für 2016

Heute sind es Persönlichkeiten aus der

Wirtschaft, morgen eventuell völkerrechtlich

geschützte Polit-Grössen aus

aller Welt. Bisher mussten diese nämlich

via Flughafen Zürich-Kloten anreisen

und dann terrestrisch oder per Helikopter

der Schweizer Luftwaffe weiter nach

Davos. Schon nächstes Jahr aber könnten

solche Personen auf dem Militärflugplatz

Dübendorf landen. Dann würde das jetzt

schon sehr umfangreiche Sicherheitsdispositiv

der Luftwaffe und Polizei

nochmals erheblich ausgeweitet und um

ein Vielfaches komplexer. Sollte es tatsächlich

so kommen, kann der Einsatz

am WEF 2015 für alle Beteiligte als perfekte

Generalprobe betrachtet werden.

Landung einer Gulfstream G550 per Instrumentenanflug auf Piste 29 in Dübendorf.

Foto: zvg.


10 /// MONTAG, 26. JANUAR 2015 CUMINAIVEL

Profitiert das Outlet

Landquart vom WEF

Über 160 Designer-Marken präsentieren sich im Designer Outlet Landquart auf

engstem Raum – das Paradies für Shopping-Freaks. Legen auch WEF-Gäste einen

Halt im Village-Center ein, welches einem Bündner Dorf im Chalet-Stil nachempfunden

ist Cuminaivel erkundigt sich auf einem Rundgang.

as. Rot-weisse Bänder sperren einen

grossen Teil des Besucherparkplatzes

ab. «Besucher Designer Outlet Südparkplatz

benutzen» heisst es auf einem

Wegweiser. Während der abgesperrte

Teil des Nordparkplatzes von der Polizei

und von Konvois genutzt wird, flanieren

Outlet-Besucher von Süden her durch

das Village-Center. Shop-Mitarbeiterinnen

und Manager erzählen, was das

WEF für ihr Geschäft bedeutet.

Gordana Ellmers, Jet Set

«Ich arbeite seit sieben Monaten hier in

Landquart und war vorher 20 Jahre lang

in Davos tätig. In Davos war der Januar

immer der stärkste Monat, nicht nur wegen

des WEF, sondern auch weil viele

Russen da waren. Einmal betraten zwei

Bodyguards den Laden und schauten

sich um, dann ist eine Limousine mit einem

prominenten Asiaten vorgefahren.

Der Herr hat sich Skibekleidung gekauft

und mir zum Abschied die Hand geschüttelt.

Am Abend hab ich ihn dann

im Fernsehen gesehen. So etwas erlebt

man hier in Landquart nicht.»

das Village-Center patrouilliert. Wenn

Weltcup-Skirennen in Graubünden

durchgeführt werden, läuft bei uns auch

werktags sehr viel. Sonst sind eher die

Wochenenden stark. Aber das WEF hat

für uns keine Bedeutung.»

Erika Domenig, Braun Büffel

«Meine Chefin und ich haben darüber

diskutiert, wie wir den Diplomaten in

Sachen Mehrwertsteuer entgegenkommen

können. Wir haben beschlossen,

ihnen einen Rabatt von zehn Prozent

zu gewähren. Natürlich müssen sich die

Diplomaten ausweisen. Gekommen ist

aber bis jetzt keiner.»

Zeljka Baltic, Navyboot

«Wir haben das ganze Jahr über immer

wieder Diebstähle zu melden. Es sind

organisierte Banden, die unser Geschäft

heimsuchen. Diese fallen jetzt dank der

hohen Polizeipräsenz weg. Im letzten

Sommer besuchte uns ein prominenter

Kunde mit Personenschützern, aber

während des WEF war noch keiner

hier.»

Elke Kaiser (Mutter) und Daniel

Kaiser (Sohn), Trachten Outlet

«Vom Südparkplatz her sind wir das erste

Geschäft. So ist die momentane Parkplatzsituation

ein Vorteil für uns. Vom

medialen Rummel rund ums WEF profitiert

letztendlich die ganze Region. Sie

ist in aller Munde. Es ist schön, ein Teil

davon zu sein. Wie wir von der Medienpräsenz

der Region profitieren, zeigt

sich erst im Nachhinein.»

Bilder: as.

Denise Walser und Lisbeth Gwerder,

Sunglasses

«Wir hören immer wieder Helikopter

über uns fliegen. An einem Nachmittag

sind etwa ein Dutzend Polizisten durch

Katja Cvoko, Maya Maya

«Ab Februar werde ich hier als Managerin

von Maya Maya tätig sein. Ich habe

die Umsatzzahlen des letzten Jahres studiert.

Die waren im Januar viel höher als

dieses Jahr. Wir spüren gar nichts vom

WEF und ich glaube, die Leute geben

allgemein einfach weniger Geld aus.»


CUMINAIVEL MONTAG, 26. JANUAR 2015

/// 11

Interdiction de

tourner à droite

Les Forces aériennes contrôlent l’espace aérien au-dessus de Davos à l’aide de différents

moyens. En Engadine, la surveillance est assurée par un appareil de conduite de

tir de la défense contre avions. Les avions civils peuvent s’envoler depuis l’aérodrome

de Samedan mais à quelques mètres de là, ils se retrouvent dans la zone restreinte.

L’écran radar des appareils de conduite de tir tourne continuellement.

Photo: mw.

su. / da. On aperçoit un petit avion rouge,

au-dessus de la Haute Engadine.

Des lignes droites en direction de l’Ouest

sont visibles dans le ciel. Quelques

minutes avant que le pilote n’arrivent à

apercevoir l’Engadine depuis son cockpit,

son avion est déjà représenté par

une tache clignotante sur l’écran radar

du groupe de défense contre avions moyenne

32 (gr DCA m 32). En haut dans

la vallée, une batterie a pris position :

« notre premier secteur d’engagement est

en direction de la frontière autrichienne,

le second est dans la vallée en direction

de la place aérienne de Samedan »,

explique le premier-lieutenant Alex Robbiani,

« les autres emplacements sont

surveillés par d’autres batteries de notre

division ». Le tessinois, chef de cette

unité de feu, dirige un groupe de tessinois

et de suisse-allemands. « La camaraderie

est chaleureuse ici malgré le

froid glacial et la plupart se réjouissent

de ce CR dont la mission se base sur un

engagement réel. Les gens sont d’autant

plus motivés et ça se voit », ajoute-t-il en

désignant quelques-uns de ses collègues

qui s’affrètent à améliorer le camouflage

du stand de matériel.

Règles de circulation

L’écran radar tourne continuellement

autour de l’appareil de conduite de tir.

« Notre appareil de conduite de tir fonctionne

24h/24 », commente le colonel

Meier. «Cet emplacement est alimenté

en électricité pour des raisons écologiques

et pour limiter les émissions

sonores mais en cas de besoin, nous

pouvons à tout moment passer en mode

diesel ». Cette batterie est déployée pour

la surveillance de l’espace aérien. Les

autres batteries se chargent de la protection

des sites. Le colonel regarde de

l’autre côté de la vallée. «La frontière

entre la zone aérienne interdite et libre

longe le sommet de cette montagne. »

Pendant le WEF, l’aérodrome à Samedan

peut être utilisé pour des vols d’affaire.

Meier explique qu’il peut arriver

que lors de leur décollage, les pilotes

de ce type de jets ne s’envolent pas à

gauche comme exigé en direction de

l’Italie, mais tournent à droite pour des

questions de confort. « C’est pourtant

interdit », réplique le colonel. « Si nous

détectons une telle violation, la police

aérienne intervient immédiatement afin

d’amener l’intrus en dehors de la zone

restreinte. »


CUMINAIVEL MONTAG, 26. JANUAR 2015

/// 12

Bild des Tages

Bild: rmo.

I macha au

as Selfie!

Davos, 24.01.2015, 10:06

Kopf des Tages: Sdt Raphael Hans Sigrist

Illustration: han.

Bild: rmo.

cb. Sdt Raphael Hans Sigrist ist ein

Urgestein der Cuminaivel-Redaktion

und sowohl für Text wie auch Layout

verantwortlich. Die WK sind für ihn

eine willkommene Auszeit, in der er

jeweils völlig aufgeht. Im Gespräch

über seinen Knüllertext zur Hunderasse

Malinois kommt er ins Schwärmen:

«Das falbfarbene Fell des Hundes,

seine Wendigkeit und Bisskraft

– wahrhaftig ein Prachtstier!» Für

das Redaktionsteam hat er nur ähnlich

lobende Worte übrig. Das WK-

Leben bringt seinen Chemiehaushalt

jeweils kräftig durcheinander. Im zivilen

Leben Chemielehrer und Vater

zweier Kinder, hat er nämlich unter

dem Jahr kaum Zeit für Ausgang und

Muse. Deshalb haben ihm seine Kinder

beim Einrücken gar «Viel Spass

im Chindsgi» gewünscht, worauf er

mit «Gleichfalls» antworten konnte.

In Zukunft werden sein Witz und

Charme in der Redaktion fehlen, denn

es ist sein letzter WK. Nachdenklich

meint er: «Ab jetzt wird ein solches

Time-Out nicht mehr möglich sein.»

Etwas gesehen – etwas gehört

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081 632 16 75

Impressum

Herausgeber: Gemeinschaftsproduktion der

Kantonspolizei Graubünden und der Schweizer Armee

Redaktion: Kapo GR, EVB, EVL, FUB, LBA

Hotline Cuminaivel: 081 632 16 75

E-Mail: info@kapo.gr.ch

Verantwortliche:

Thomas Hobi, C Kommunikation Kapo GR

Oberst Marco La Bella, C Komm WEF Ter Reg 3

Ausgaben: Erscheint vom 14. 01. – 27. 01. 2015

News im Web täglich auf:

www.cuminaivel.ch

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