Berg- und Hüttenmännische Zeitung Munscheid & Jeeniche ...

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Berg- und Hüttenmännische Zeitung Munscheid & Jeeniche ...

ittiirgang'. Essen/Ruhr, Mittwoch, 12 Juni 1895.K Gl ü c k a u f * «Berg- und Hüttenmännische Zeitungmit den Beiblättern: „Litterarische M onatssohau“ und „Führer durch den Bergbau“.Geleitet vonKgl. Berginspektor Engel,geschäftsführendem Vorstandsm itglied des Vereins für die bergbaulichen Interessen im O berbergam tsbezirk Dortmund.Dr. H. L e h m a n n , Dr. R. M o h s , Dr. A. S t r e c k e r ,G eschäftsführer des Vereins für die G eschäftsführer des Magdeburger G eschäftsführer des Vereinsberg- und hüttenm ännischen Interessen B raunkohlen-B ergbau-V ereins. für die Interessen der rheinischenim Aachener Bezirk B erg-Ingenieur R i c h a r d C r e m e r in Essen. B raunkohlenindustrie.'' Druck und Verlag von G. D. Baedeker in Essen.Organ nachstehender Vereine:Verein für die bergbaulichen Interessen im Oberbergamtsbezirk Dortmund zu Essen.Verein für die Berg- und Hüttenmännischen Interessen im Aachener Bezirk zu Aachen.Verein für die Interessen der Rheinischen Braunkohlen - Industrie zu Köln.Magdeburger Braunkohlen-Bergbau-Verein zu Harbke.Verein für die bergbaulichen Interessen Niederschlesiens zu Waldenburg.Verein für die bergbaulichen Interessen zu Zwickau.Verein für die bergbaulichen Interessen im Lugau-Oelsnitzer Steinkohlenrevier zu Lugau.D i e s e Z e i t s c h r i f t e r s c h e i n t - w ö c h e n t l i c h z w e i m a l .(Z e itu n g s -P re is lis te N r. 2766.) — A b o n n e m e n t s p r e i s v ie rte ljä h rlic h : a) in d er E x p ed itio n 3 M a rk ; b) d u rch die P o s t bezogen 3,75 M ark .E in z eln u m m e r 0,25 M a rk . — I n s e r a t e : die v ie rm a lg e sp a lte n e N onp.-Zeile oder d eren K au m 25 P fg .Der W iederabdruck aus „G lückauf“ ist nur mit vollständiger Quellenangabe („Essener Glückauf“) gestattet.Alle Sendungen sind an die Redaktion bezw. Geschäftsstelle des „Glückauf“, Essen/R uhr, zu richten.t n i t Zuymesscz (e?at. £1. Síecpet;t &0W altbez Qüzz) conłinuizlichez 6Xnz>eic^ez des je-wciiiyendioM ensäuzeyehaltesin den e&auchyasen,£ u f r p u * o m &t z z (§at . w ie 06211) e&enjaiiscontinuizlicfx, ^IVäixnexnessunyen -iis 1 5 0 0§zad Q. und -fvöfvez.2 m c jxnesse-z s& ytotnetcz H o n i i ^ n c m c fl - m i tf& e^istzxz-tyoziieiitunci vezseUen wezden.(£ w 2 > to 3 Í2 > ,E in e F ö r d e r m a s c h in e 1direct wirkend, mit 200 H. P. effectiv Seiltrommel mit 3 m Durchmesserfür Rundseile, bei einer Schachttiefe von 150 bis 200 m,wird zu kaufen gesucht.4463 LOfferten unter D. 262 an die Geschäftsstelle dieses Bl. erbeten.IINeubau und Reparaturen,Geraderichten, Fugen, Binden etc.oh ne B etrieb sstöru n g. 4240Munscheid & Jeeniche, Dortmund.Zwillings - Förderhaspel,fast neu, 220 Cyl. D., 250 Hub, zu Mk. 1100,00 zu verkaufen.44G6I|HE[E[EiEMIMfEEM(EW w e. Joh . Sch u m ach er,Maschinenfabrik, Köln.Boecker & Comp. io Schalke i. W.fabrizieren und empfehlenDrahtseile für Bergwerke,Schiffstauwerk, Signallitzen undLitzen für Umzäumung.E isenbahn-, □ u. A G rubenscliienennägel, D rahtstifteund Krampen.V erkupferte, verzinkte und blanke D rähtein allen Q ualitäten. 4442


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Glückauf.A3 47. XXXI. Jahrgang. u u u u K a u i . Essen/Ruhr, Mittwoch, 12. Juni 1895.INHALT. Die 52. Generalversammlung des Naturhistorischen Vereins der preufsischen Rheinlande, Westfalens und des Regierungsezirs »nabrück Die Kohlen-Entladungsanlage von Savon Fieres in Marseille. — Vorstandsbericht des oberschlesischenJ rg: , Und, h,Ütter än,‘iSChen 1'^e^e‘n, ®ber die Wirksamkeit des Vereins im Jahre 1894. (Schlufs) — Die Beratung desaa » aushalts der preu&ischen Berg-, Hütten- und Salinenverwaltung lür 1895/96 im Abgeordnetenhause. (Fortsetzung.) —echmsches. Nutzbare Mineralien im französischen Kongogebiet. Die geologische Entstehung Australiens. Ueberltwatersrand. Ausbeute an Erdöl. Ueber „Famaturia“ in Argentinien. Verbesserungen an Berieselungseinrichtungen zumi lederschlagen des Kohlenstaubes. Kochsche Zündvorrichtung für Benzin- und Oelwetterlampen. Neues Dampfrohrisolierungsmittel.Goldartige Legierung. Aluminium als Explosivstoff. — Patent-Bericht. — Marktberichte : Börse zu Düsseldorf. —Statistisches: Förderung der Saargruben. Ueber die Berg- und Hüttenproduktion Spaniens im Jahre 1894. — Vereine undVersammlungen: Generalversammlungen. — Vermischtes: Personalien. Denkmal für Hermann Römer. — Anzeigen.D ie 52. G en era lv ersa m m lu n g d es N a tu rh isto risch enV erein s d er p reu fs. R h e in la n d e , W estfalen s undd es R eg ie ru n g sb e zir k s O snabrück.Zur diesjährigen Geueral-Versammlung, die, w ie wirbereits mitteilten, am 4. und 5. d. M. in Kreuznach a. d.Nahe staufand, halten sich gegen 6 0 Teilnehm er, Gelehrteund Freunde der W issenschaft, unter ihnen eine nichtgeringe Anzahl dem bergmännischen Berufe angehörenderMitglieder des Vereins eingefunden. Von letzteren warennamentlich solche aus Bonn und Saarbrücken stark vertreten.Wir führen u. a. an: Oberberghauptmann a. D. W irkl.Geheimrat E xcelienz Dr. I iu y s s e n - Bonn, den Vorsitzendendes V ereins, ferner Berghauptmann E ile r t -B o n n , Gell.Bergrat H e u sle r -B o n n , Gelt. Bergrat Fo 11 en i u s - Bonn,Oberbergrat P rie tz e -S a a r b r ü c k e n , Oberbergrat Abels-Saarbrücken, Bergrat Lo h m ann-N eunkirchen , BergratL e y b o ld -F isch b a c h . Aus dem niederi heinisch-westfälischenIndustriebezirk war die Versammlung leider nur schwachbesuchtNach zwangloser Vereinigung der Teilnehmer amMontag Abend im Hanauer Hofbräu iu Kreuznach eröffneteam folgenden Tage morgens V2 11 Uhr Exc. Dr. Huyssendie Versammlung im Kurhause. Nach der Begriifsutig seitensder Stadt Kreuznach durch den Bürgermeister Scheibnerwurde in die Tagesordnung eingetreten. Beim ersten Punktderselben „Geschäftliches" wurde auf Vorschlag des Vorsitzendenals nächstjähriger Versammlungsort Bochumgewählt und als Versammlungsort für das Jahr 1897Saarbrücken vorläufig iu Aussicht genommen.Aus dem vom Vizepräsidenten, Professor Ludwig-Bonn, verlesenen Jahresbericht für das Jahr 1 8 9 4 sei erwähnt,dafs die M itgliederzahl am Schlufs des Jahres 7 0 8betrug. Durch Tod verlor der Verein 2 4 M itglieder, u. a.den langjährigen, um den Verein sehr verdienten V izepräsidentendesselben, Geh. Bergrat Fabricius-Bonn,Bergrat v o n d e r B e ck e-D o rtm u n d , Oberbergrat Frey tag-Oeynhausen, Professor H. Hertz-Bonn, Oberbergrat Koch-Cottbus, Bergweiksdirektor H olste-G eorgs-M arienh ütte beiOsnabrück, Geh. Bergrat P fä h le r -W ie sb a d e n , BergwerksbesitzerStöcker-Mülheim, Bergrat v. V e Isen-D ortm und.Der Kassenbestand des Vereins betrug am Schlufs desBerichtsjahres 4 1 5 4 ,1 3Den geschäftlichen Mitteilungen folgten die Vorträge.Als erster Redner sprach Privatdozent Dr. Voigt-Bonn über Eiszeitrelikten in unseren Gebirgsbächen.Die paläontologischen Nachw eise für die V erbreitungder Siifswasserthiere in unseren heimischen Gewässernwährend der letztvergangeneu geologischen Epochensind spärlich und beschränken sich auf eine AnzahlConchylien und die zum T eil schwer bestimmbaren Resteeiniger Fische. Seitdem wir aber, dank den Errungenschaltender Geologie, die beträchtlichen Klimaschwankungenkennen gelernt haben, welche in der Diiuvialzeit eingetretensind, befinden wir uns doch in der Lage, uns ein ziem lichsicheres Bild von der Zusammensetzung unserer einheimischenFauna am Schlüsse der Tertiärzeit und während der Eiszeitzu machen. Einige auffallende Erscheinungen in der jetzigenVerbreitung vieler Thierarten giebt uns nämlich deutlicheFingerzeige, wo sich dieselben in früheren Zeiten aufgehaltenhaben müssen und wrie weit sich das Verbreitungsgebiet frühererstreckte. Am Schlüsse der Tertiärzeit mufs die Faunaunserer mitteleuropäischen Gewässer, nach den UnterlassenenResten der Mollusken zu schlicfsen, mit der gegenwärtigenziemlich genau übereingestimmt haben. Mit demAusbruch derEiszeit starben diejenigen Thiere, welche sich nicht andas kalte Klima gewöhnen konnten, aus (z. B. der Karpfenund von Mollusken Dreissensia polymorpha, Lithoglyphusuaticoides, Paludiua diluviana), dafür drangen Thiere desNordens (z. B. Lota vulgaris und die Salmoniden) in unsereGewässer ein, während gleichzeitig die Thiere der Alpenbäche(z. B. Planaria alpina) genötigt wurden, in dieEbene hinabzuwandern. Ais in der Posiglacialzeit dasKlima Mitteleuropas wieder stieg, gingen die früher ausdem hohen Norden und von den Alpen dorthin gekommenenThiere in den Ebenen gröfstenteils wieder zu gründe,aber Reste von ihnen erhielten sich in den kühleren Gebirgsgegenden.So kommt es, dafs gegenwärtig die Verbreitungeinzelner Thierform en, z. B. die der WasserkäferchenHydroporus septentrionalis und griscostriatus eine eigenartigsporadische ist, indem sie aufser im hohen Norden auch inden Alpen Vorkommen, in dem weiten dazwischen liegendenGebiet aber vollständig fehlen. Der Vortragende hatte sichzur besonderen Aufgabe gestellt, durch eingehende Untersuchungender Strudelwurmfauna unserer Gebirgswässer dieReihenfolge festzustellen, in welcher diese Thiere nach derEiszeit aus den Gewässern der Ebene in die Gebirgsbächevorgedrungen sind und es ist ihm gelungen, durch dieUntersuchungen, w elche er während der letzten Jahre inverschiedenen Gebirgen Mitteldeutschlands, besonders imThüringer W ald, am Meifsner, im Siebengebirge, Hunsrücken,Taunus und in der Hardt vorgenommen hat, festzustelleu,dafs sich zuerst P. alpina in die Gebirgsbächewieder zurückzog, wohin ihr später andere Arten folgten.P. a. war, wie sich aus ihrer jetzigen Verbreitung feststellen1äfst, ursprünglich in den Gewässern der Alpen heimisch undwurde durch die Eiszeit veranlafst, den Rhein hinab in diedeutsche, die Donau hinab in die ungarische Tiefebene unddurch die Zuflüsse des Po in die lombardische Ebene einzuwandern.Sie verbreitete sich in Deutschland während derEiszeit allmählich von einem Flufssystim in das andere, wasdadurch erleichtert wurde, dafs damals W eichsel und Odersich in die Elbe ergossen. D ie Ausbreitung geschah teilsauf aktivem W ege durch langsame Wanderungen, teils aufpassivem Wege, indem die Eicocons der Planarie durchW asservögel von einem Gewässer zum anderen verschleppt


- 818 -wurden. Als es nach der Eiszeit den Thieren in denGewässern der Ebene zu warm wurde, fand eine ganzallmähliche Rückwanderung in die höheren Teile der Flussestatt. Hierbei gelangt aber nur ein Teil der Thiere wie er indie Alpen, die übrigen wurden durch die Verästelungen derFlufssysteme heim Aufwärtswandern in unsere Mitte -gebirge abgelenkt. Der P. alpina folgte bald ein andererStrudelwurm, Polycelis comuta, welcher jene vor sich herdrängte.Zuletzt, erst zu einer Zeit, als sich schon dasnoch in der Postgiacialzeit mit dem Kontinent zusammenhängendeEngland von diesem abgelöst hatte, wurde eindritter Strudelwurm, Planaria gonocephala, wahrscheinlichvom südlichen Rußland aus zu uns verschleppt, weicherdann ebenfalls im Laufe der Jahrhunderte die Bäche langsamhinaufwanderte. So drängt immer eine Thierart die andereweiter nach oben. Der Vortragende belegte seine Ausführungendurch eine Reihe von Kartenskizzen, welche er über dieVerbreitung der drei Strudelwürmer in verschiedenen GegendenMitteleuropas aufgenommen hatte. Er stützte weiterhin seineBehauptungen durch den Hinweis auf entwickelungsgeschichtlicheUntersuchungen, indem er nachwies, dafs man imstandeist, bei gewissen Thierarten aus den Temperaturverhältnissen,unter welchen sie ihre ersten Entwickclungsstadien durchlaufen,einen Rückschlufs auf das Klima zu ziehen, unterwelchen ihre Vorfahren einst gelebt haben müssen. Sostammen z. B. die Winterlaicher unter unseren Fischen ausdem hohen Norden, was für einen Teil derselben auchdurch paläontologische Forschungen, für den anderen durchthiergeographische Untersuchungen bestätigt wird.Bezirksgeologe Dr. A. Leppla-Berlin sprach sodannüber die Störungserscheinungen in der geologischenGeschichte des Saar-Nahe-Gebietes.Die Entstehung der für das Saar-N ahe-G ebiet bezeichnendenAblagerungen ist wahrscheinlich auf jeneDislokationen in der Erdrinde zurückzuführen, welche amSchlufs der Kulmzeit die bis dahin vorhandenen paläozoischenSchichten faltete und hier zwischen dem rheinischenSchiefergebirge und dem Urgebirge der Nord-Vogesen einegrabenförmige Einsenkung schuf. In dieser wurden dieSchicliten der produktiven Steinkohlenformation und desuntern Rotliegenden abgelagert und das Material hierzuvon den Randgebirgen des Grabens genommen. Die Schichtenfolgescheint bis zum Schlufs des untern Rotliegenden einekonkordante zu sein. Hier traten Störungen in den ebengebildetenSchichten ein, welche eine ungleichförmige Auflagerungder zunächst folgenden Ablagerungen der SöternerSchichten und des obern Rotliegenden zur Folge hatten.Mit den Störungen und Zerreifsungen der Schichten stehenhier ausgedehnte Eruptionen von sauren und basischenMagmen teils in Form von Gängen und Stöcken, teils inForm von Lava-Ergüssen in ursächlichem Zusammenhang.Die Dislokationen dauerten im obei n Rotliegenden fort undverstärkten sich gegen das Ende seiner Bildung, also vor derAblagerung des Buntsandsteins zu einer Auffaltung der Schichtendes Saar-Nahe-Gebietes, zur Bildung des Pfälzischen Sattelsund der Nahe-Mulde. Die triassisclien Ablagerungen legensich horizontal an die steil aufgerichteten Schichten derobern Steinkohlenformation und des Rotliegenden an. Währendder ganzen mesozoischen Periode scheint Ruhe in denSchichten geherrscht zu haben. Es ist hier keine Bewegungin der Erdrinde zu verzeichnen. Erst in der Oligocänzeitwurde das Saar-Nahe-Gebiet wieder von jenen Störungserscheinungenberührt, welche mit der Bildung der Alpenin engster Verbindung stehen. Die benachbarten Triasschichtenwurden in sehr flache Sättel und Mulden gelegtund hierbei das anstofsende jüngste Palaeozoicum dure 1quer zum Streichen verlaufende Verwerfungen zerstückelt.Den nächsten Vortrag hielt Sanitätsrat Dr. Heusuer-Kreuznach, welcher unter Benutzung von Plänen, GesteinsundWasserpruben u. s. w. die Salzquellen des unterenNahethaies besprach. Sie existierten nach ihm wohl schonzur Zeit des Mitteltertiärmeeres vor Bildung des jetzigen Flufstlialesund werden in Urkunden schon 1 4 8 7 erwähnt. Siekommen aus dem Porphyr der Thalsohle, teilw eise desFlufsbettes selbst, über 2 0 an der Zahl, zwischen Ebernburgund Kreuznach (nur eine iin Alsenzthale bei Altenbamberg).Nur einige sind nicht nachgebohit, viele aberdurcli Bohrungen überhaupt erst gefunden. Die Bohrlöcherhaben verschiedene Tiefe bis zu 2 0 4 m, die Temperaturdes Wassers der verschiedenen Quellen schwankt zwischen10 und 3 0 ,7 ° C. Der Gehalt an festen Bestandteilen beträgt0 ,8 bis 1,7 pCt. Kochsalz überwiegt darin bei weitem, dannfolgt Chlorcalcium. In geringeren Mengen weisen die Quellenaut: Magnesium-, Eisen-, Baryum-, Strontium- und Lithium-Salze, Brom- und Jodverbindungen, Spuren von Caesium undRubidium u. s. w. Schwefelsäure Salze fehlen durchaus,und dies ist neben dem ansehnlichen Chlorcalciumgehaltcharakteristisch. An Gasen enthalten die Quellen Stickstoff,Kohlensäure und etwas leichten Kohlenwasserstoff. Wasdie Entstehung der Quellen angeht, wird als das wahrscheinlichsteangenommen, dafs sie durch Auslaugung undZersetzung des Melaphyrs, nicht des Porphyrs, w ie auchdie Dürkheimer Quellen entstehen. (Laspeyres, Dunker).Die Quellen werden zur Salzbereitung benutzt und dabeiauch die berühmte Kreuznacher Mutterlauge gewonnen,welche über 3 0 pCt. Chlorcalcium, daneben noch vielChlorcalium, Chlornatrium, Chlorlithium , Chlorstrontium,Chlormagnesium, sowie Jod- und Biom-M agnesium enthält.Als Heilmittel werden die Quellen innerlich und äufserlich(als Vollbad, Lokalbad, Um schlag, Inhalation etc.) angewandtund bei der äufseren Verwendung durch die Mutterlaugeverstärkt. An den Gradierwerken entwickelt sichreichlich Ozon, daher zum T eil die günstige Wirkung derSalinenluft. Das Klima ist im Sommer etwas wärmer,etwas trockener, etwas weniger bewölkt, als das der m ittel-rheinischen Ebene. Unter den vielen mit Glück behandeltenKrankheiten stellt die Skrofulöse in erster Reihe.Professor K o h 1-Kreuznach berichtet sodann über denbei Kreuznach jüngst aufgefundenen Mosaik-Fufsboden, aus der Römerzeit stammend, eines dergröfsten und sehenswertesten römischen Mosaiks Deutschlands.Oberlehrer G e is e n h e y n er-K ieuznacli hält hieraufeinen ausführlichen Vortrag über die Würfelnatterund die Hausratte der Kreuznacher Gegend. Vonbesonderem Interesse ist, dafs ersteres T h ier, ein imallgemeinen in Deutschland selten vorkommendes Reptil,sich in der Nähe Kreuznachs in grofser Anzahl findet, wasRedner auf die durcli die warmen Quellen bedingte höhereBodentemperatur zurückführt. Der Ansicht, dafs das zweiteerwähnte Thier, die Hausratte, durch Verdrängung seitensder Wanderratte, im Aussterben begriffen sei, hält derVortragende auf Grund seiner vielfachen diesbezüglichenForschungenfür die Kreuznacher Gegend nicht für zutreffend.Als letzter Redner sprach Geheimer Bergrat Heusler-Bonn über „Kolilensäurevorkomtnen im Rheinthal“.


- 819 -Auf den speziell über das Kohlensäurevorkommen beiHönningen, wo die Kohlensäure durch zw ei Bohrlöcher insehr beträchtlicher Menge erschlossen worden ist. handelndeninteressanten Vortrag kommen wir in einer unserer nächstenNummern ausführlicher zurück.Der letzte auf der Tagesordnung stehende Vortrag vonProfessor Dr. Holzapfel-Aachen über die Geologiedes Taunus mufste der vorgerückten Stunde wegenausfallen.Der Sitzung schlofs sich um 3 Uhr im grofsen Saaledes Kurhauses das Festmahl an, diesem ein Spaziergangzur Besichtigung des oben erwähnten Mosaiks und einVesperschoppen auf der Kaiserau. Der Abend vereinte dieTeilnehm er im Kurtheater, wo zu Ehren derselben Festvorstellungstattfand, und später im glänzend illuminiertenKurgarten.Der zw eite Tag führte die Teilnehmer nach Obersteinund Idar, den durch ihre Achatindustrie weltberühmten,reizend gelegenen Orten des Nahethaies. Hier fand dieBesichtigung geologischer Aufschlüsse, namentlich der bekanntenAchatvorkommen im Melaphyi mandelslein im Rotliegenden,einzelner Achatschleifereien, der Diamantschleifereiund der Gewerbehalle in Idar statt.Die bereits im 15. Jahrhundert in Blüte stehendeAchat-Industrie hat in den letzten Jahrzehnten bedeutendan Ausdehnung zugenommen. Während im Jahre 1 8 4 0ca. 5 0 Achatschleifen im Idarthale in Betrieb waren, giebtes jetzt dortseihst annähernd 2 0 0 einzelner Schleifen.Allerdings hat die Gewinnung und Verarbeitung der Achatevon Oberstein und Idar seit Einführung der bedeutendgröfseien und billigeren Achate aus Brasilien und Uruguaylängst aufgehört. Von der kunstvollen Bearbeitung dereinzelnen Steine dortselbst, sowohl durch Schleifen als auchdurch Brennen, Färben und Gravieren, zu den mannigfachstenGegenständen legt die Gewerbehalle in Idar beredtesZeugnis ab, in welcher durch Ausstellung der zahlreichenverfertigten Achatwaren und Schmuckgegeustände die besteGelegenheit geboten ist, die eigenartige Industrie in ihremvollen Uufauge w ie im einzelnen kennen zu lernen. Nebender Verarbeitung der Halbedelsteine bürgert sich im Idarthaleauch die eigentliche Edelsteinschleiferei mehr ein. Inden letzten Jahren ist in Idar eine bereits oben erwähnteDiamantschleiferei errichtet worden.Vor dem im Schützenhaus in Idar stattgefundenen gemeinsamenMittagsmahl hielt Real-Gym nasiallehrer Dr. Pund-Oberstein einen Vortrag über die Geologie des Nahethals.Der Abend vereinte die Teilnehm er zum Schlufs in gehobenerStimmung auf dem Schlofsgarten in Oberstein.D ie K o h le n -E n tla d u n g sa n la g e v o n S avon F rèresin M arseille.*)Die Anlage ist derart eingerichtet, dafs mit ihr gleichzeitigdie -Kohle von einem vor Anker liegenden Kohlendampferan das Land und in ein neben dem Dampferliegendes Lichterscluff entladen werden kann. Man bezwecktedamit hauptsächlich, zw ei Z iele zu erreichen, nämlichdem Zerstückeln der Kohle möglichst vorzubeugen, und diezum Entladen eines Kohlenschiffes erforderliche Zeit lierab-*) Vortrag des Ingenieurs J. Buser vor der Société' scientifiqueindustrielle de Marseille nach dem „Colliery Guardian“ ; 17.5. 1895.zumindern. Es wurden mit ihr in einem Tage 1 0 0 0 tKohle von einem Schiffe entladen.In Fig. 1 ist K der Kohlendampfer, g das Lichterschiffund h das am Land aufgestapelte Lager. D ie Kohle wirdmittelst Dampfwinden aus dem Schiffsraum emporgehoben,wobei auf dem Deck errichtete, verstrebte Balken vorübergehendals Krahnständer benutzt werden. Zum Ueberführender Kohle in das Lichterschiff g dient der Behälter c, vondem aus dieselbe auf die von einem Gerüst getragene Plattforma gekippt wird und über die Rutsche b auf das Deckdes Lichters zwischen die aus groben Kohlenstücken gebildetenWände fällt.Zum Entladen an das Land werden die Oberteile derD ecauville-W agen d d in den Schiffsraum hinabgelassen, angefüllt,emporgehoben und wieder auf ihre auf der Plattforma zurückgelassenen Untergestelle gesetzt. Die Plattformliegt beständig in gleicher Höhe mit der nach demLager führenden Oberbahn e. Um die Höhenlage derPlattform und des Geleises der jew eiligen Höhe des Schiffesanpassen zu können, sind in die Gerüstständer in Abständenvon etwa 10 cm Löcher gebohrt, in welche Bolzen eingeführtwerden, auf denen W inkeleiseDstäbe liegen. DasGanze läfst sich demnach in ähnlicher W eise wie eineSchultafel höher oder tiefer stellen.Die Böcke ff der Bahn, welche ebenfalls aus W iukeleisenhergestellt und zerlegbar sind, können von dem sichvergröfsernden Kohlenhaufen bedeckt und dann in einzelnenTeilen aus dem Haufen herausgezogen werden. Die Teileder Böcke sind zu diesem Zwecke durch lose Bolzen verbunden,die nicht von der Kohle bedeckt werden dürfen,sondern zeitig genug entfernt werden müssen. Der Bockwird also, nachdem er völlig bedeckt ist, lediglich durchden Druck der Kohle zusammengehalten, w ie dies aus Fig. 1ersichtlich ist, wo der Bock nur noch mit seiner Spitzeaus dem Kohlenhaufen liervorragt. Ein W inkeleisenstücknach dem anderen wird nun mittelst unter den Bolzenangebrachter Griffe hervorgezogen.Fig. 2 zeigt eine Einrichtung zur Feststellung des ineiner Schiffsladung vorhandenen Kohlenkleins. Der Decauville-Wagen wird auf ein geneigtes, die Rutsche bildendes Sieb bgekippt; c c sind zwei geneigte Eisenplatten zur Aufnahmeder durch das Sieb gehenden Staubkohle, welche in denWagen zur linken Hand fällt, während der rechts stehendeWagen d die groben Stücke aufnimmt. Nachdem die Wagenangefüllt sind, werden sie zur Feststellung der in der Ladungenthaltenen Staubkohle nach der Brückenwage f und dannauf den Haufen gefahren.Fig. 3 zeigt, wie die Kohle von dem Haufen in dasLichterschiff gebracht wird. Um das Verhältnis des Kohlenkleinsund der Staubkohle zu erm itteln, welches infolgedes Transportes auf den Haufen und des W iederverladensentstanden ist, wird die Kohle nochmals gesiebt. In derFigur bedeutet ebenfalls b die Siebrutsche, c c die Platten,welche die Staubkohle dem Wagen e zuführen, d den Wagenfür die Stücke und h eine geneigte Plattform, auf welcherArbeiter die in Säcken gefüllte Kohle auf den Schulternnach dem Sieb bringen. An dem Gerüst j ist ein über eine Rollelaufendes Hanfseil 1 befestigt, um dem Gerüst k die erforderlicheStabilität zu geben, da dasselbe anderenfalls des überhängendenSiebes h mit den Platten c c wegen die Neigung besäfse,nach der W asserseite zu umzukippen. Die auf dem Deckdes Lichters aufgestcllte Wage gab in einem Falle folgendeResultate an: 17 3 6 0 kg Feinkohle und 16 9 3 2 kg Stücke,


- 820 -zusammen 3 4 2 9 2 kg. Es war also 5 0 ,6 2 pCt. Staubkohlevorhanden gewesen, was einer Zunahme von nur 0,11 pCt.gegenüber dem beim vorherigen W iegen ermittelten Resultatentsprach. Die Differenz im Gesamtgewicht zwischen derzuerst an das Land und dann in das Lichterschiff geschafftenKohlenmenge betrug 174 kg, woraus sich ein Abgang von0 ,5 pCt. ergab. Die Erzielung dieses günstigen Verhältnissesm ißt man der Anwendung der Siebrutsche und derDecauville-W agen bei, w eil dadurch die Fallhöhe der Kohleund infolgedessen das Zerstückeln derselben beträchtlichherabgemindert wird.Falls die Kohlendampfer nicht zu kurz nacheinanderT I G 3ankommen, wird viel Arbeit und infolge Bruches entstehenderVerlust erspart, wenn ihr Inhalt sofort auf vier Lichterschiffezugleich verladen wird. Der Dampfer legt in diesem Fallemit dem Heck am Kai an und wird am Bug verankert,sodafs er rechtwinklig zur Kaimauer liegt. Die Lichternehmen dann ihre Plätze zu beiden Seiten des vorderenund des hinteren Schiffsraumes ein. Die Kohle wird mittelstWinden aus den Schiffsräumen in Kästen emporgehoben,auf die von Winkeleisengerüsten getragenen Plattformengekippt, von wo aus sie über Rutschen auf die Decke derLichter gleitet, und nach der in Fig. 1 dargestellten, obenbeschriebenen W eise aufgestapelt wird.So lang in der auf den Lichter verladenen Kohle nichtmehr als 3 0 pCt. Feinkohle enthalten ist, wird seitens derKesselheizer noch keine grofse Klage erhoben; es findetaber eine weitere Zerstückelung beim Ueberführen in dieKohlenräume der Dampfschiffe statt, welches 7 oder 8 pCt.der groben Stücke aasmacht, so dafs der Fall nicht seltenist, in den Bunkern 55 bis 6 0 pCt. Kohlenklein zu haben,während dasselbe auf dem Lichter nur 50 pCt. betrug, gleichvielob derselbe direkt von dem Kohlendampfer oder vondem am Land befindlichen Lager beladen wurde.Durch Erfahrung ist festgestellt worden, dafs Dampfermit 1 5 0 0 bis 1 6 0 0 t Ladungsfähigkeit sich am besten fürKohlentransport eignen, besonders wenn die Räume nichttief sind. Obgleich die Fracht für solche Schiffe etwashöher kommt als bei gröfseren Schiffen, wird doch derUnterschied durch die bessere Beschaffenheit der Kohle beider Ankunft an ihrem Bestimmungshafen reichlich ausgeglichen.Als Beweis hierfür mögen zwei Fälle angeführtwerden. In dem ersten Fall und zwar bei der Inbetriebnahmeder eigens zu diesem Zweck errichteten, in Fig. 2veranschaulichten Anlage, wurde das Verhältnis des Kohlenkleinsin der 2 8 0 0 t wiegenden Ladung eines von Cardiffangekommenen Schiffes zu 5 0 ,3 1 pCt. festgestellt. Nachdemdie aus dem Schiffe zunächst an das Land geschaffte Kohlewieder auf einen Lichter verladen worden war, wurde siemittelst der Einrichtung Fig. 3 nochmals gewogen, umihren, infolge des abermaligen Umladens entstandenenMehrgehalt an Kohlenklein zu ermitteln. Man fand eineZunahme an Kohlenklein von nur 0 ,1 1 pCt. und eine Abnahmedes Gewichtes der Staub- und Grobkohle zusammenvon 0 ,5 pCt. Im zweiten Fall handelt es sich um einSchiff, welches 1468 t Kohle verfrachtet hatte. Die Kohleentstammte derselben Zeche wie diejenige, welche in demvorher erwähnten Schiff mit einer Ladung von 2 8 0 0 t ent­


821 -halten war. Während die schwere Ladung, w ie oben gesagt,5 0 ,3 1 pCt. Feinkohle enthielt, wurde in der leichtenLadung ein Gehalt von kaum 2 5 pCt. Feinkohle festgestellt.Sämtliche Einrichtungen sind durch Patent geschützt.Y o rsta u d sb er ich t d es o b ersck lesiseh en b erg- undh ü tte n m ä n n isc h e n V erein s Uber d ie W irk sa m k eitd es V erein s im Jah re 1894.(Schlafe.)M. H., es wird zugegeben werden müssen, dafs wirohne den milden W inter 1 8 9 3 /9 4 w ohl um den Rückgangunseres Eiseubahnabsatzes herumgekommen w ären; dafs aberaufser diesem milden Winter noch ganz andere Einflüsseden Eisenbahnabsatz unserer Steinkohlen beeinflußt haben,das geht sehr klar und deutlich aus den nachstehendenZahlen hervor. Gegen das Jahr 1 8 9 3 nahm in 1 8 9 4 zu:der Absatz nach Rußland um 4 0 0 pCt.,„ „ „ Russisch-Polen um 3 7 ,9 pCt.,„ „ „ Ungarn und der W allachei um 2 0 ,7 pCt.,„ „ „ Galizien und der Bukowina um 1 9 ,8 pCt.,„ „ „ dem übrigen Oesterreich um 3 ,2 pCt.Dieser günstigen Reihe gegenüber steht nun das Inland mitfolgenden Resultaten.Neuuenswert gesteigert hat sich nur der Absatz nachBreslau, wegen der dort beginnenden Wasserverladung, undzwar trotz des ungünstigen, fast das ganze Jahr hindurchandauernden W asserstandes um 1 2 ,4 pCt , und der nachden ost- und westpreufeischen Häfen, wohin noch eingünstiger aus den Zeiten v o r der Bahn-Verstaatlichungherrührender Ausnahmetarif besteht, um 8 pCt. Eine kleineAbsatzsteigerung hat stattgefunden nach dem RegierungsbezirkOppeln mit 1 ,7 , nach den Provinzen Ost- undWestpreufsen mit 0 ,4 und nach Posen mit 1,3 pCt. Sonsthaben wir nach dem ganzen Inlande Absatzverluste zuverzeichnen, und zwarnach den Regierungsbezirken Breslau und Liegnitz 2,4 pCt.,„ Pommern 3 ,6 pCt.,„ den pommerschen Häfen 4 ,6 pCt.,ebenso nach den mecklenburgischen Häfen 4 ,5 pCt.,nachdem Königreich Sachsen 4 ,9 pCt.,„ der Provinz Brandenburg 1 2 ,2 pCt.,„ Mecklenburg 1 2 ,5 pCt.,„ dem Regierungsbezirk Magdeburg 1 4 ,9 pCt.,„ den Regierungsbezirken Merseburg u. Erfurt 1 3 ,5 pCt.,„ der Stadt Berlin (Bahnversand) 21 pCt.,„ der Provinz Hannover 3 4 ,7 pCt.Nach Böhmen, wohin unsere Kohlen eine größereStrecke auf preußischen Staatsbahnen fahren müssen, erlittenwir ebenfalls einen Rückgang unseres Absatzes um3,9 pCt.M. H., aus dieser Zusammenstellung, welche überall,wohin unsere Kohlen mit kurzen preußischen, aber langenausländischen Strecken fahren, eine günstige Entwicklungunseres Absatzes ergiebt. aber fast überall dahin, wo langepreußische Strecken zu überwinden sind, einen Rückgangnachweist, geht deutlich hervor, worin die Gründe desRückganges liegen. Unsere Kohlen werden fast durchgängigdurch auf dem W asserwege vordringende Kohlenverdrängt, d. i. also durch Kohlen, an welchen die Eisenbahnwenig oder nichts verdient. Die Folgen dieser lediglichdurch das preußische Tarifwesen vcranlafsten Absatzverminderungenfangen denn auch an, sich zu zeigen. EinT eil der Steinkohlengruben hat in diesem Frühjahr mitArbeiterentlassungen vorgehen müssen. Andere werden balddamit folgen müssen.M. H., w ir gehen nun zur Darstellung der W irksamkeitdes Vereins im verflossenen Jahre über. Ichkönnte Ihnen hierbei einen großen Teil des langen Klageliedeswiederholen, welches ich Ihnen bei der Erstattungdes Jahresberichtes pro 1 8 9 3 vorgeführt habe. W ir habenuns abermals ein Jahr vergeblich darum bemüht, für unseroberschlesisches Kohlenrevier ähnliche Tarife nach Stettinherbeizuführen, w ie sie den W estfalen nach Hamburg längstgewährt worden sind. Die eben vorgetragene Statistik redetin dieser Beziehung so deutlich, und die Verluste, welchedie Eisenbahnverwaltung selbst durch ihre unrichtige Tarifpolitikerleidet, sind so große, daß auch weite Kreiseder Eisenbahnverwaltung anerkennen dürften, dafs die Einschlagunganderer W ege im Tarifwesen im eigensten Interesseder Eisenbahnverwaltung liegt.Eine Aenderung des Kohlen - Tarifs nach Stettin lokosoll wieder in der Beratung sein; vielleicht wird die Sachedurch die Neuorganisation der Staatseisenbahnverwaltungbeschleunigt werden. Aehnlich steht es mit der Frage dergegenüber ihrer Aufschrift zu kleinen Eßenbahnwagen,welche Frage ebenfalls in unseren beiden letzten Generalversammlungenausführlich behandelt worden ist. DieBreslauer Eisenbahndireklion behauptete in der vorletztenSitzung des Bezirkseisenbahnrates, daß diese Kalamität sogut w ie vollständig beseitigt sei. Unsere im vorigen Herbstangestellten Ermittelungen über die W agenstellung habendas Gegenteil erwiesen. Dagegen haben wir unbedingteinen Fortschritt in der regelmäßigen Stellung der K ohlenwagenzu konstatieren. Oberschlesien hat im vorigen Herbstso gut w ie garnicht unter W agenmangel zu leiden gehabt.W enn wir diesen Fortschritt auch zum T eil der Verkehrsabnahmein das weiter gelegene Inland zuzuschreibenhaben, so läßt sich doch auch nicht verkennen, daß zeitweiseim vorigen Herbst W agenbestellungs - Ziffern ohneStörung glücklich bewältigt worden sind, w ie gleich hochsie vorher noch nicht dagewesen sind. Dasselbe gilt vonder Bewältigung der Verkehrsschwierigkeiten, w elche durchden starken Schneefall in diesem Februar und März veranlaßtwurden. Abgesehen von kurz vorübergehendenStörungen im österreichischen Verkehr, sind die K ohlenverladungenauch in dieser Zeit durch W agenmangel nichtgestört worden. W ir können an dieser Stelle nur denWunsch aussprechen, daß sich die Eisenbahnverwaltungauf Grund dieser Erfolge, welche, w ie gesagt, doch immerdurch den Verkehrsrückgang nach unseren nördlichen Ferngebietensehr erleichtert wurden, nicht der Ansicht hingebenmöge, der W agenmangel sei jetzt definitiv beseitigt.Man muß eben berücksichtigen, daß der Kohlenabsatz insInland seit über 3 Jahren so gut w ie stagniert. Kommtnach dieser Periode wieder einmal ein Verkehrsaufschwung,der ja entsprechend derinzwischen eingetretenen Bevölkerungszunahmeden Rückstand der verflossenen Jahre nachzuholenpflegt, dann kann es sich leicht wieder um sprungweiseVerkehrs - Steigerungen von 1 0 — 2 0 pCt. handeln, unddann wird es sich wieder fragen, ob zur Bewältigung derselbendie Lampen der Staatseisenbahnverwaltung gehöriggefüllt sein werden. M. H., unsere Sache ist es wohl,zunächst abzuwarten, w ie auch nach dieser Richtung hindie Neuorganisation der Eisenbahnverwaltung sich bewährenwird.


- 822 -M. H., in den östlichen Grenzen unseres Industriereviershat die von Rufsland und Galizien her drohendeCholera nicht nur mancherlei Umstände, sondern aucheinige, allerdings nicht bedeutende, Verluste an Menschenveranlaßt. W ir wollen bei dieser Gelegenheit konstatieren,dafs die verhältnismäßig gute Versorgung des Industriereviers,und namentlich der zunächst bedrohten KreiseBeuthen und Kattowitz, mit Trinkwasser, welches zumgrößten Teile aus den Gruben gehoben wird, der Verbreitungder Cholera unter unserer dicht gedrängt wohnendenArbeiterbevölkerung die sichersten Schranken gesetzt hat.M. H., mit der Erledigung der für Oberschlesien sowichtigen Frage der Verhinderung der ungeregelten Ueberbauungunserer Grubenfelder sind wir auch in diesemJahre keinen Schritt weiter gekommen. Die Bedeutung derSache nicht nur für die Gruben selbst, sondern auch füralle unsere Gemeinwesen ist oft von uns auseinandergesetztworden; bis jetzt ist es uns aber nicht gelungen, die bezüglichenBehörden so weit dafür zu interessieren, daßein wirkungsvoller Schritt zur Bekämpfung der Kalamitätgethan worden wäre, — trotz der vorhandenen sehr bedeutendenSchädigungen des Volksvermögens.M. H., Sie werden von der Eröffnung des KoselerHafens gehört haben. Leider können wir diese Maßregelnicht so mit freudigem Herzen begrüßen, wie wir das seinerzeitbei Beginn der Kanalisierung der oberen Oder gedachthaben. Die kanalisierte obere Oder bleibt bis zur Herstellungdes Grofsschiffahrtsweges durch Breslau nur einTorso. Die Behörden scheinen dasselbe zu denken, dennnoch ist weder die Frage der Tarife nach dem KoselerHafen, noch die Frage der auf der oberen Strecke zuzahlenden Schleusengebühren endgültig geregelt. Bei dieserSachlage ist es natürlich, daß man irgend welche begründeteHoffnungen oder Berechnungen bezüglich des auf der StreckeKosel— Breslau zu erwartenden Verkehrs nicht hegenoder anstellen kann.M. H., die günstigen Folgen, welche der deutschrussischeHandelsvertrag für unsere Eisen- und Kohlenindustriegehabt hat, habe ich Ihnen schon vorhin kurzangegeben. Ich möchte aber gegenüber der ungemessenenAgitation gegen die niedrigen Getreidepreise, die sich, obwohlzum größten Teile unberechtigt, an den russischenHandelsvertrag knüpft, auch diese Seite des Vertrages kurzbehandeln. M. H., die Brotgetreide - Versorgung unseresIndustriereviers ist durch den Handelsvertrag wenig beeinflußtworden. Vor und nach dem Abschluß desselbenhaben die hiesigen Mühlen ihren Getreidebedarf hauptsächlichdurch Ankauf im Inlande gedeckt. Es geht das am bestendaraus hervor, daß sowohl Getreide wie Mehl in Kattowitzteurer ist wie in Breslau, und daß ein T eil unsererKonsumvereine seinen Mehlbedarf durch Ankäufe von denBreslauer Mühlen deckt, während sich doch die Verhältnisseganz anders stellen würden, wenn unsere Getreide-Versorgungs-Quelle, wie das ja in der That noch vor 15 Jahren derFall war, im Osten läge. M. H., es soll trotzdem nichtbestritten werden, dafs der Abschluß des deutsch-russischenHandelsvertrages die Roggenpreise und damit auch dieMehl- und Brotpreise zeitweise herabmindernd beeinflussenkann, wenn auch diese Beeinflussung nicht annähernd sogroß ist, als das von der agrarischen Agitation behauptetwird. Jedenfalls empfiehlt es sich, einen Versuch zu machen,zu ermitteln, wer denn eigentlich in den gegenwärtigenfür die Landwirtschaft „schlechten Zeiten“ von der jedenfallsstattgehabten Einnahme- oder Vermögensverschiebungden Vorteil gehabt hat, und w ie groß sich derselbe stellt.W ie Ihnen bekannt ist, hatte der Bergassessor Kuhnavor zwei Jahren in einersehr verdienstvollen und mühsamenArbeit, welche natürlich, w eil auch das Lesen einer solchenA rbeitM ühe macht, von nahezu unserer ganzen Presse totgeschwiegen worden ist, die Durchschnittskosten der Ernährungeiner oberschlesischen Montanarbeiterfarailie ermittelt. Umdabei auf einen richtigen Durchschnitt zu kommen, hatte HerrKuhna durch Umfragen den Lebensmittelverbrauch von 4 0 tArbeiterfamilien festgestellt und die Marktpreise aller größerenoberschlesischen Ortschaften berücksichtigt. Die so erhaltenenResultate hatte er dann mit den entsprechenden anderweitigbekannt gewordenen Zahlen aus den übrigen Industrierevierenverglichen. Dabei hatte sich schließ lich ergebeu,daß nicht nur die Ernährung unserer oberschlesischenArbeiter eine reichliche und von der Ernährung der Arbeiterder anderen Industriereviere sich nicht wesentlich unterscheidendeist, sondern daß sie auch, was die Auswahl derNährstoffe anbetrifft, eine ganz rationelle ist. Im übrigenhatte aber die Arbeit, welche auf den Preisermittelungcndes Winter 1 8 9 1 /9 2 beruhte, gezeigt, daß in dieser Zeitdoch ein verhältnismäßig großer T eil des Verdienstes unsererArbeiter zu ihrer und ihrer Angehörigen Ernährung verbrauchtwurde. Der Winter 1 8 9 1 /9 2 brachte nämlich imZusammenhänge mit der damaligen russischen Roggen-Exportsperre die höchsten Getreide- und M ehlspeise im letztenJahrzehnt. Seit jener Zeit sind nun die Preise ungemeinheruntergegangen, und Herr Kuhna hat jetzt auf VeranlassungIhres Vorstandes einen gleichzeitig mit diesem Bericht inunserer Zeitschrift zu veröffentlichenden Nachtrag zu jenerArbeit geliefert.In diesem Nachtrage sind die Durchschnittsernährungskostenderselben 4 0 7 Arbeiterfamilien einmal unter Zugrundelegungder Preise des vorigen Sommers und dasandere Mal unter Zugrundelegung der Durchschnittspreisedes letzten Jahrzehntes festgestellt, und ermittelt, in welcherHöhe diese Preisschwankungen auf das Ernährungsbudgeteiner Arbeiterfamilie ausschlagen. Die gefundenen Zahlensind darum wohl von allgem einerem Interesse, w eil diePreise des Winters 1 8 9 1 /9 2 und des Sommers 1 8 9 4 gewissermaßenals Grenzpfähle Für die hiesigen Marktpreise,die ersteren nach oben zu, die letzteren nach unten zu, geltenkönnen, so daß also durch diese Arbeit nicht nur die äußerstenSchwankungen dieser Preise, sondern auch ihr Durchschnittsstandberücksichtigt ist.M. H., Herr Kuhna hat ermittelt, daß gegenüber demLebensmittelpreisstande von 1 8 9 1 /9 2 unsere Arbeiter aufGrund des Preisstandes des vorigen Jahres pro Fam ilie imMonate um 1 6 ,8 2 besser dagestanden haben, und daßsie auch gegen den Durchschnitt der letzten 10 Jahre nochum 6,8 pro Monat besser dastanden. Dabei sind inerster Linie für diese ganze große Differenz die Preise fürRoggenbrot und Hausbackmehl und erst in zweiter Liniedie Kartoffelpreise ausschlaggebend.M. H., nach diesem Rechenexem pel hat nicht nur jedeArbeiterfamilie, sondern aüch jede andere Fam ilie mitähnlicher Ernährung wie unsere Arbeiter, und das ist dochder bei weitem größte T eil unseres V olkes, im verflossenenJahre gegen den Durchschnitt des verflossenen Jahrzehntes7 0 — 8 0 ^C. Minderausgaben für ihre Ernährung gehabt, undgegen das Jahr 1 8 9 1 /9 2 betrug die Differenz sogar gegen2 0 0 JL. Die auf diese Thatsachen aufzubauenden Schlüsse


- 823 -sind einfach genug. Zunächst ergiebt sich hieraus, dafs inden letzten Jahren in allen denjenigen Fällen, in welcheneine Minderung des Arbeitsverdienstes nicht eingetreten ist,sich infolge der verbilligten Lebensmittelpreise die Lage derArbeiter sehr wesentlich gebessert hat. Bei unserer Montanindustriesteht aber die Sache naclr unserer Statistik so,dafs im ganzen in 1 8 9 4 eine kleine Steigerung desGesamtverdienstes unseres Arbeiters stattgefunden hat unddafs, wenn trotzdem hier und da vereinzelt eine Minderungder Jahresverdienste eintrat, dieselbe hauptsächlich in derverminderten Beschäftigung infolge von Feierschichten,d. i. in der verminderten Arbeitsgelegenheit beruht.M. H., hierin, in der verminderten Erwerbsgelegenheit,liegt wohl überhaupt die Kalamität der gegenwärtigen Geschäftslage,und auch diejenigen, welche unter Unterschätzungder anderen das Gedeihen des Völkerwohlstandes bedingendenFaktoren, lediglich die gute Lage des Arbeiterstandes zumMafsstabe für den Stand des Erwerbslebens nehmen, sollteder an so vielen Punkten bei uns hervortretende Mangelan Arbeitsgelegenheit bedenklich und darauf aufmerksammachen, dafs nicht die Einschnürung, sondern die Entwickelungder Industrie dem Arbeiterstande in allererster Reihe zumVorteile gereicht. Die oberschlesische Eisenindustrie ist durchden Abschlufs des deutsch-russischen Handelsvertrages imvorigen Jahre wesentlich gefördert worden. Die natürlicheEntwickelung der oberschlesischen Kohlenindustrie ist aberseit 10 Jahren dadurch sehr beeinträchtigt worden, dafsunsere Eisenbahnverwaltung im Gegensatz gegen das Vorgehender Eisenbahnverwaltungen aller Nachbarländer undzu ihrem eigenen materiellen Schaden mit der Ausbildungihres Tarifsystems denjenigen W eg nicht weiter verfolgt hat,welchen die für Oberschlesien mafsgebenden Bahnen vorihrer Verstaatlichung eingeschlagen hatten. Dem gegenübersind die Flufs- und Seefrachten immer weiter zurückgegangen,und da mufste dann schliefslich das eintreten, was eingetretenist: die oberschlesische Kohle, deren Verfrachtungnach ihren nördlichen Absatzgebieten vermöge der grofsenStreckenlängen die beste Einnahmequelle für die Staatsbahnverwaltungbilden sollte, mufste hier an Absatzgebiet verlieren.Unsere beste Hoffnung auf Aenderung in diesemVerhältnisse beruht übrigens in den Einnahm e-Ausfällen,welche die Eisenbahn in diesem Verkehr erleidet und welchesich in der nächsten Zeit noch viel deutlicher als bisherbemerkbar machen werden."D ie B eratu n g d es S ta a tsh a u sh a lts d er p reu fsisch enB erg-, H ü tten - und S a lin e n v e r w a ltu n g fü r1895/96 im A b g eo rd n eten h a u se.(Fortsetzung.)Abg. v. W a ld o w (fortfahrend):Meine H erren, ich stehe um so mehr auf diesem Standpunkt,als auch alle übrigen Erwerbsstände kein Interesse an dem Beständeder Goldwährung, sondern vielm ehr nur Schädigung von derselbenzu erwarten haben. Ich erinnere beispielsw eise an diejenigenIndustrieen, welche m it ihren A rtikeln auf den Export angewiesensind nach Ländern m it unterw ertiger V aluta. Dieselben befindensich in derselben üblen Lage wie die Landwirtschaft.Das Gold dient lediglich den Zwecken des Kapitals für seineninternationalen V erkehr. Dieses allein hat ein Interesse an demFortbestände der Goldwährung, und wir haben, glaube ich, keinengrofsen Anlafs, dies zu unterstützen. Man soll nur nicht glauben,dafs die Zeiten hohen Geldwertes und niedriger Preise ein Segenseien. Das ist nicht der Fall. Die Thatsachen beweisen das Gegenteil.Wenn wir auf die Zeiten vor der Goldwährung zurückblicken,so sehen wir, dafs wir damals einen niedrigen Stand des G eldwertesund hohe Preise hatten und uns in einer Periode steigendenVolkswohlstandes befanden; heute, nach Einführung der Goldwährung,ist m it dem fortgesetzten Steigen der K aufkraft des Goldesund dem entsprechend dem Fallen der Preise der W ohlstand derNation gesunken. Es mag hiergegen theoretisch gesagt werden,was will, die Thatsache selbst steht unleugbar fest und läfst sichnicht in Abrede stellen.W ir sehen nun in der Rem onetisierung des Silbers, in der H erstellungeines festen und günstigeren W erts Verhältnisses zwischenGold und Silber, als es jetzt besteht, ein wesentliches Mittel,wenn auch nicht das alleinige, zur H ebung des Nationalwohlstandesund besonders zur Erhaltung der Landwirtschaft. Der Landwirtschaftist nur dadurch zu helfen, daß ihr höhere Preise verschafftwerden, uud wir sind der Ansicht, dafs m it der Rem onetisierungdes Silbers sich die Preise w ieder heben w erden. W ir sehen inder Lösung der W ährungsfrage eins der grofsen M ittel, m it welchemder Landwirtschaft geholfen werden kann. Ich sage, wir sehendarin eins dieser M ittel; denn wir erwarten bestim m t, daß außerdemnoch andere M ittel zu gunsten der Landw irtschaft angewandtwerden. Das will ich h ier ausdrücklich hervorgehoben haben;denn wir wissen sehr wohl, daß an Einführung der Doppelwährung,an W iederherstellung des Silberw ertes nicht von heute auf morgenzu denken ist, und daß der V erw irklichung unserer W ünsche sichviele Schw ierigkeiten entgegenstellen. Aber gerade deswegen sindwir der Ansicht, dafs möglichst bald die einleitenden Schritte gethanwerden müssen. Deshalb haben w ir auch m it ganz besondererG enugthuung im Gegensatz zu dem H errn Abgeordneten Bueckdie wohlwollenden E rklärungen des H errn Reichskanzlers uud desH errn Staatssekretärs des Reichsschatzamtes in den Sitzungen desReichstages vom 15. und 16. Februar dieses Jahres, betreffendden A ntrag auf Einladung zu einer M ünzkonferenz behufs internationalerRegelung der W ährungsfrage, em pfunden, und könnendie preußische Regierung nur dringend bitten, daß sie ihrenganzen E influß bei der Reichsregierung dahin geltend m acht, daßden in diesem A ntrag enthaltenen W ünschen, den W ünschen derLandwirtschaft, so bald wie möglich Rechnung getragen w erde; siekann versichert sein, dafs sie sich dam it den Dank der weitestenK reise verdienen wird. (Bravo !)A bgeordneter v. T i e d e m a n n (B om st): Meine H erren, ichwill in der späten Stunde nicht noch ausführlich auf die Erörterungen,die hier eben gepflogen worden sind, eingehen. Ich habe imw esentlichen nur eine kurze Erklärung im Namen und im Aufträgem einer politischen Freunde hier abzugeben.W ir halten den augenblicklichen Z eitpunkt nicht füg geeignet,unsererseits in eine so ausführliche D ebatte über die W ährungsfrageeinzutreten, wie sie eben stattgefunden hat. W enn HerrDr. A rendt — der ja übrigens ausdrücklich hinzugefügt hat, dafser nur persönliche Bemerkungen zu machen habe — die Frageangeschnitten hat, so waren das im w esentlichen nur A usführungenüber die Preisbildung des Silbers und des Goldes zu einander;die W ährungsfrage als solche hat er in der Breite nicht behandelt.(Sehr richtig!) W enn wir also auf diesem Standpunkt stehen, daßin dem Augenblick, wo eben der Reichstag gesprochen und derH err Reichskanzler im Namen der verbündeten Regierungen eineentgegenkom m ende Erklärung abgegeben hat und wo wir allewissen, dafs die ausgiebige B ehandlung dieser Frage durch denS taatsrat in allerkürzester Zeit bevorsteht, d aß wir, sage ich, ineinem solchen Z eitpunkt es ablehnen müssen, unsererseits aufdiese Frage einzugehen, so fühlen wir doch das Bedürfnis, überunsere Stelluug zu diesen Fragen keinen Zweifel zu lassen.Meine H erren, m eine politischen F reunde und ich stehen vollund ganz auf dem Boden der Resolution, die vor kurzem derReichstag angenommen h a t; wir haben Freude über die Erklärungen


empfunden, die der Herr Reichskanzler dieser Resolution gegenüberabgegeben hat, und wir richten die Bitte an die KöniglicheStaatsregierung, in diesem Sinne, in dem Sinne der Erklärungendes Herrn Reichskanzlers im Bundesrate für diese Dinge einzutreten. Wir hoffen, dafs die Ueherzeugung, dafs die rechte Seitedes Hauses hinter der Königlichen Staatsregierung steht, sie auchin der Energie hei diesen Verhandlungen stärken wird. (Bravo!J- 824 —Abgeordneter v. Eynern: Ja, meine Herren, seit Jahren habeich mir das Vergnügen gemacht, hier im Hause, wo die Fragegar nicht hineingehört, überflüssige Reden des Herrn AbgeordnetenDr. Arendt über dem Bimetallismus durch ähnliche Reden zu erwidern.Heute hat Herr Dr. Arendt wieder Veranlassung genommen,in derselben Weise vorzugehen und hat versucht, durch vielfacheErwähnung meines Namens mich aus der Reserve herauszulocken,die ich mir vorgenommen hatte einzugehen, nachdem die deutscheReichsregierung in ihrer hohen Weisheit beschlossen hat, einenneuen Versuch zu machen, durch eine internationale Konferenzeine Lösung dieser Frage herbeizuführen. Früher hatten wir vielleichtdoch genügende Veranlassung dazu, obgleich diese Sache,wie gesagt, uns im Abgeordnetenhause gar nichts angeht, unstheoretisch zu unterhalten. Jetzt haben aber die Dinge eineandere Bedeutung gewonnen, und ich glaube, das starke Hervortretenseiner Meinung, wie sie Herr Abgeordneter Dr. Arendt hierim Vollgefühl seiner Unfehlbarkeit ausgesprochen hat, wird derSache weder dienlich noch nützlich sein, höchstens wird es seineFreunde selbst stutzig machen, dafs-in einer Sache, wo die Reichsregierungselbst noch keine Stellung nimmt, Herr Dr. Arendtwieder hervortritt und keinen anderen Standpunkt gelten lassenwill, als den seinigenNun hat Herr Dr. Arendt in den verschiedenen Auslassungengegen mich etwas angeführt, was ich mehr in den Ton einer persönlichenBemerkung abwehren könnte. Ich will deshalb kurzsein. Es ist ohnedem schon 4 Uhr, und die Herren werden stattRoden über Gold und Silber anzuhören, lieber ihren hungrigenMagen stillen wollen und wünschen, dafs die Debatte bald geschlossenwerde. — Herr Dr. Arendt hat ausgeführt, so weit ichihn verstanden habe, ich hätte früher Rezepte gegeben, die nichtrichtig gewesen seien, und wenn man nach diesen Rezepten gehandelthaben würde, so wäre man sehr unschlau gewesen. Ichmöchte doch darauf hinweisen, dafs ich zweimal Veranlassung genommenhabe, hier gewissermafsen als eine Art von Prophet aufzutreten,und wenn man einmal ein glückliches und erfolgreichesProphetentum gehabt hat, so läfst man sich das nicht gerne wiederabnehmen Ich möchte deshalb doch Herrn Dr. Arendt daran erinnern,dafs mein Standpunkt immer der gewesen und meineProphezeiungen immer dahin gegangen sind, dafs alle BemühungendeT Bimetallisten, den Silberpreis zu heben oder eine feste Relationzwischen Silber und Gold wieder herbeizuführen, durch die Ereignisseüberholt werden würden, und dafs alle Meinungen, die dagegengingen, in ihrem Verfolg höchstens zu grol'sen Verlustenfür den Staat und für den Einzelnen führen müfsten. Ich habeim Jahre 1890, als die amerikanische Regierung die Thorheit beging,den Silberinteressenten soweit nachzugeben, dafs sie beschlofs,monatlich ein enormes Silberquantum aufzukaufen, kurz darauf,am 11. Juni desselben Jahres, hier im Hause die KöniglicheStaatsregierung darauf aufmerksam gemacht und ihr angeraten,die daraus hervorgehende Konjunktur zum Verkauf unseres überflüssigenSilbers benutzen zu wollen. Stolst doch, so riet ich damals,eure überflüssigen Silbermassen, die ihr noch habt, zu denkommenden guten Preisen ab. Die Bill hatte auch die vorhergesagteFolge auf die Preisbewegung des Silbers. Kurz nach demBeschlufs stieg derselbe anf 49, im September des folgenden Jahresauf 543/4 Pence die Unze. Die deutsche Reichsregiernng glaubteaber, der Meinung des Herrn Dr. Arendt mehr, als meinen bescheidenenRatschlägen folgen zu müssen; sie hat ihre Silbervorrätedie sie damals bis über 50 Pence hätte los werden können, behalten,und heute sitzt sie auf denselben zu einem Wert von27 Pence.Meine zweite Meinungsäufserung ging dahin: als der GrafEulenburg als Minister des Innern — ans welcher Veranlassungweifs eigentlich noch niemand — unterm 21. Juli 1893 einReskript erliefs, in welchem er darauf aufmerksam machte, dafsder Silberpreis jetzt ein gefestigter geworden sei — er stand damalsauf 31 Pence per Unze — , habe ich im Januar 1894, sobalddas preufsische Abgeordnetenhaus zusammentrat und ich Gelegenheithatte, meine Ansicht auszusprechen, darauf aufmerksam gemacht,dafs es doch als recht bedenklich angesehen werden müsse,eine derartige Voraussage zu machen und dadurch viele Leute zuveranlassen, auf eine Meinungsäufserung der Königlichen Staatsregierungihre Unternehmungen und ihre Spekulationen zu gründen.Ich habe damals gesagt: nach meiner Ueherzeugung wäre derPreis von 31 Pence noch ein sehr hoher, und er würde noch weitersinken, nach dem Verhältnis der Produktion von Silber zurProduktion von Gold. Das ist nun thatsächlich eingetreten. DerSilberpreis steht heute 27 Pence. Was ich also seinerzeit gesagthabe, ist zugetroffen, und ich weifs nicht, warum Herr Dr. Arendtkeine Veranlassung genommen hat, auf diese Vorkommnisse hinzuweisen.Herr Dr. Arendt hat gemeint, oder ich glaube ihn so verstandenzu haben, dafs, wenn die internationale Konferenz zusammenträte,wahrscheinlich damit eine Steigerung des Silbers wieder eintretenwürde. Ja, das könnte doch nur dann sein, wenn in weitenKreisen der Silber- und Goldinteressenten, überhaupt derjenigenLeute, die mit der ganzen Frage zu thun haben, Vertrauen aufeinen glücklichen Ausgang dieser Konferenz in Bezug auf dieBestrebungen der Silberinteressenten hervortreten könnte. Ich glaubenicht, dafs das der Fall sein wird. Ich bin vielmehr der Ueberzeugung,dafs diese internationale Konferenz, wenn sie Zusammentritt,an den Dingen an dem Gang der Preise von Silber schwerlichetwas ändern wird, und dafs auch hier die Prophezeiung des HerrnDr. Arendt nicht zutreffen dürfte. Der Glaube daran liegt fürmich darin, dafs Herr Dr. Arendt schon einmal eine ähnliche verunglückteProphezeiung ausgesprochen hat. Als nämlich die Regierungdie Kommission behufs „Erörterung von Mafsregeln zurHebung des Silberpreises" zusammen berief, über deren VerlaufHerr Abgeordneter Bueck soeben ausführliche Mitteilungen gemachthat, da wurde ebenso die Meinung verbreitet, und stand in allenSilberblättern zu lesen: schon das einfache Zusammentreten diesertüchtigen Leute zur Beratung der Silberfrage werde günstig aufMarkt und Preis wirken. Genau das Gegenteil trat ein. An demselbenTage, an dem die Konferenz zusammentrat, fiel der Silberpreisauf dem Londoner Markte von 28 auf 27 Pence.Herr Dr. Arendt ist nun der Meinung, dafs eine fortgesetzteAbnahme der Silberproduktion stattgefunden habe nnd dafs dieSilberläger in der Welt schliefslich ausgebeutet sein werden.Derartige Meinungsäufserungen sind mir immer sehr merkwürdigerschienen. Ich kenne die Zeit — es ist noch nicht lange Jahreher —, dafs die allgemeine Befürchtung ausgesprochen und inallen möglichen Angstbroschüren verbreitet wurde, auch in manchenVorlesungen der Professoren an Hochschulen, dafs wir daraufsinnen mülsten, die Kohlenproduktion zu beschränken, denn, hiefses: die Kohlenlager würden sich in England und Deutschlandbald erschöpfen, und schliefslich würde die ganze alte Welt zugründe gehen, wenn sie keine Kohlen mehr habe. Das war nachdem damaligen Stande der Technik vielleicht anzunehmen. Seitder Zeit haben wir aber gelernt, die Läger ganz anders zu bearbeitenund unter anderen aus viel gröfseren Tiefen wie damalsdie Kohlen zu holen. Wenn man heute einen verständigenTechniker fragt, so wird er sagen, dafs Beunruhigungen keinFundament mehr haben könnten, denn die Technik werde fortschreiten,und eine Erschöpfung der Kohlenlager könne wohl kaumin Aussicht stehen. Wie will man nun in bezug anf das Silber


— 825eine solche Prophezeiung machen, «eil vielleicht an einem Orte


- 826 -Kiesgewichtes ausmacht, wird in löslichem Zustande beseitigt, Iauch ein Teil des Eisens wird mit dem Schwefel gelöst und durc |Wasser weggeführt, so verbleiben noch 500 kg Eisenoxyd von derursprünglichen Tonne Kies. Das Gold wird nicht aufgelöst, esverbleibt vollständig an seiner Stelle; dann wird das neue oxydischeErz zweimal so viel Gold enthalten, wie der ursprüngliche Kies,d. h. 10 er in 500 kg Oxyderzen, oder 20 gr in der Tonne anstatt10 gr. Dies beobachtet man überall und das Ausgehende vonGoldlagern ist immer „optimistisch“, wie man sagt.Wenden wir das auf Witwatersrand an. Unzweifelhaft hat manes hier nicht mit in dem Konglomerat verteiltem, goldhaltigemKies zu thun. In den Crown reefs, d. h. im Ausgehenden, giebtes reiche Eisenoxyde, welche freies amalgamierbares Gold enthalten,das nicht mehr mit dem Kies verbunden ist, weil dieser durch dieOxydation zerstört ist. Meiner Ansicht nach war in dieser erstenZone der Goldgehalt am höchsten; das ist die Zone von Ferreira,Robinson etc. mit durchschnittlich 18—20 Penniweight, derenErze sich sehr gut lohnten. Tiefer fand man im Kies kombiniertesGold in kleinen Partieen und man sah die Tailings, die kiesigenKonzentrationen auftreten, für die die Cyanidmethoden ersonnenwurden. Hier nahm der Goldgehalt mit den Sulfüren selbst ab;die Verarbeitung wurde kostspieliger und komplizierter infolgeder Kombinierung des Goldes mit dem Kies. Man hatte wenigeramalgamierbares Gold und der Rest verblieb kombiniert; dasGanze nahm im Mittelgehalt ab. Ich glaube, bei 200 m Tiefebefindet man sich je nach den Umständen vollständig in dieserhalboxydierten Zone. Aber wirkliche Schwierigkeiten wird meinerAnsicht erst die gänzlich kiesige Zone heraufbeschwören, die Zoneder wirklichen Deeps, auf die man heute so zuversichtlich hofft.Da wird man nicht mehr halb so viel Gold haben wie im Ausgehenden,denn der unzerlegte Kies wird seinen ursprünglichenGehalt besitzen, der auf 5—7 Penniw. sinken wird; der Abbauwird sehr tief und teuer und die Cyanürverarbeitung sehr kostspieligwerden. Die Deeps werden durch Gehaltabnahme unbauwürdigwerden. Dies wird übrigens durch Thatsachen bestärkt.Vergleicht man den Mittelgehalt der Erze, die anfangs am Ausgehendenverarbeitet wurden, so findet man, dafs er 20 Penniw.überstieg und jetzt beträgt der Durchschnitt nicht 10— 12 Penniw.,d. h. in ungefähr 200 m Teufe hat er fast um die Hälfte abgenommen.Bei 400 oder 500 m wird der Gehalt 5—6 Penniw.betragen. Werden keine neuen Crown reefs gefunden, dann seheich die Zukunft von Witwatersrand so an. In der ersten Periodewerden die grofsen Reingewinne für Unternehmungen am Ausgehendenplötzlich aufhören, und in der zweiten wird man mitwachsenden Schwierigkeiten in den mittleren Teufen zu kämpfenhaben, mit kleinen Dividenden und mühsamen Geschäften. Dannwerden sich die Kompagnieen verschmelzen, um die allgemeinenUnkosten zu verringern. Die Deeps endlich werden den allgemeinenBankerott herbeiführen. Ein einziger Umstand könntemeine Schlufsfolgerungen entkräften, das wäre die tiefe Oxydationdes Lagers und das Verschwinden der Kiese; aber das ist wenigwahrscheinlich und man meldet ja bereits, dafs die Erze in derTiefe weniger poröse und härter werden, was dafür spricht, daßman auf das ursprüngliche Erz kommt. Als Aktionär würde ichzwei Umstände genau beachten, die jährliche Durchschnitts-Abnahme des Erzgehaltes mit der Tiefe und die Zunahme derTailings oder Sulfüre. Das ist das sicherste Kriterium für dieWahrheit meiner vorstehenden Ansicht.Ausbeute an Erdöl. Nach Colliery Guardian hat die gesamteAusbeute der Welt an Erdöl im Jahre 1893 rund 84 MillionenBarrels ( = 178 Mill. Liter) betragen. Hiervon entfiel mehr alsdie Hälfte, nämlich 48 Mill. Barrels, auf die Vereinigten Staaten,3j3 Mill. auf Rufsland, der Rest von 3 Mill. verteilt sich aufverschiedene Länder, von denen Oesterreich - Ungarn, Kanada undPeru zusammen 2 Mill. lieferten. Der Rest entfällt auf Deutschland,Indien und Japan.Ueber „Famaturia“ in Argentinien. Dieser Distrikt ist ohneZweifel der interessanteste der. Republik wegen der dort befindlichenErze. Man gewinnt daselbst reiche Silbererze mit durchschnittlich12—15 pCt. (?), welche aus gediegenem Metall, Argyrose,Perustit, Argyrithrose, Freiesiebenit, Miargyrite und Stromozerinebestehen; ferner sehr komplizierte gold- und silberhaltige Kupfei-erze, die Eisenkies, Arsenkies, Kupferkies etc. enthalten. DasSilber erscheint hier im Fahlerz und das Gold als Antimomureund Sulfür; gediegen Gold kommt auch in kleinen Körnern,aber nur ganz ausnahmsweise vor. Man kennt auch Erzgange vonnatürlichem Gold und goldhaltige Placeres, die aber sehr wenigbenutzt werden. Zu Nonogasta soll man Silberbarren und Kupfersteinemit 10 kg Ag, 200 g Au und 65—70 pCt. Kupfer darstellen.Verbesserungen an Berieselungseinrichtungen zum Niederschlagendes Kohlenstaubes. Ein vor kurzem in England erfundenerWasserzerstäubungsapparat uesteht aus einem mit fünfDurchbohrungen versehenen beweglichen Mundstück, einem Regulatorund einem durch einen Pfropfen verschlossenen Rohr, welchesmittelst Hindurchblasens gereiirgt werden kann. Die Zerstäubungfindet in ausgedehnter Weise statt, ohne dafs dabei Wasser verlorengeht. Ein im Innern des Apparates angebrachter Bacher dreht sichbeim Durchgang des Wassers, so dafs dasselbe fein zerstäubt ausden Oeffnungen tritt. Ein als Filter funktionierender Schwammhält die im Wasser vorhandenen Unreinigkeiten zurück, und verhütetdas Verstopfen der Austrittsöffnungen, so dafs der Apparat beliebiglange in Tbätigkeit bleiben kann. Bei der Erprobung des Apparatesverunieinigte man das Wasser mit Schlamm und Grus, ohne dadurcheine Beeinträchtigung in der Stärke des Strahles hervorzurufen.(Colliery Guardian 17. 5. 95 )Kochsche Zündvorrichtung für Benzin- und Oel - Wetterlampen.Seit der Verfügung des Oberbergamts zu Dortmundbetreffend die Einführung der Innenzündung an Grubenlampenist eine nicht unbeträchtliche Anzahl von derartigen Zündapparatenkonstruiert worden.Eine recht zweckmäßige neue Zündvorrichtung ist diejenigevon Betriebsführer Koch auf Zeche Karolinenglück bei Bochumerfundene. (D. R. P. Nr. 79 903.)Der Zündstreifen lagert bei dieser Lampe direkt unterhalb desGlascylinders um die Flamme herum, sodafs nur ein dünnerkonzentrischer Metallring, worauf der Glascylinder sitzt, den Lagerraumvon der unteren Kreisfläche des Gla cylinders trennt, lndiesem Raum kann der Zündstreifen je nach der Größe der Lampe3 —5 mal herumgelegt werden, wodurch eine große Länge derselbenund somit eine grofse Anzahl (bis 150 Stück) von Zündpillen erzieltwird. Der Aufbewahrungsraum der Zündstreifen ist in einemmetallenen konzentrischen Ring eingeprefst, welch letzterer mithinkeine Lötstelle hat und die Zündschnur vor Naß- oder Feuchtwerdenschützt. Ein weiterer Vorteil dieser Anordnung der Zündschnurlagerungi t der, dafs die ausstrahlende Wärme der Klammeden Lagerraum an und für sich trocken hält, wodurch die Zündpillenzum Entzünden gut disponiert bleiben.Die Einfachheit des Vorgangs der Zündung beruht auf demUmstand, dafs die Zündschnur mit einer Drahteinlage versehen ist,welche gestattet, dafs man dieselbe auch im brennenden Zustandeauf eine kleine Trommel (Welle) — hier normal gegen d:e Zündschnurlagerungangebracht — aufwickeln kann Während man sodas eine Ende der Zündschnur mittelst dieses Aufwickelns aufdiesen Stift aus dem Lagerraum derselben herauszieht, passierendie Pillen kurz vor dem Austritt der Zündschnur aus ihrem Lagerraumeine Reibvorrichtung, wodurch sich die Pillen und die Zündschnurentzündet. Reserveteile fallen bei der Konstruktion derZündvorrichtung fort.Neues Dampfrohr-Isolierungsmittel. Ein vorzügliches Mittel,um die Wärmeabgabe von Dampfrohren oder ähnlichen Körpern zuverhindern, ist bekanntlich der Filz. Die Isolierung von vor


— 827 -Wärmeausstrahlung zu schützenden Körpern durch Filz wird nocherhöht, wenn der Filz nicht direkt auf den zu isolierenden Gegenstandgelegt wird, sondern wenn ßohrwand und Filz durch eineLuftschicht getrennt wird.Um nun den Filz, der ja bekanntlich schon vielfach Anwendungals Wärmeschutz findet, in dieser am besten wirkendenWeise als Isoliermasse weiter einzuführen, hat die Filzfabrik vonHaibach u. Heller in Weilerswist (Rheinland) sich folgendes Verfahrenzur Anbringung des Filzes um Rohre etc. gesetzlichschützen lassen.Der Filz a wird auf ein Drahtgewebe b gelegt, wodurch derFilz eine gewise Steifigkeit erlangt und sich dennoch den Formender Rohre entsprechend biegen und anschmiegen läfst. Damit nunzwischen dem auf dem Drahtgewebe liegenden Filz und der Rohrwandungein sich stets gleichbleibender Raum für die isolierendeLuftschicht entsteht, sind -in bestim m ten Zwischenräum en, die ichnach der Dicke des Rohres richten, D rahtspiralen c um das Rohrgelegt. D urch diese D rahtspiralen wird die Schutzm asse unterstützt.Sie lassen die L uft hindurchstreichen und ermöglichen,dafs zwischen Rohrwandung und Filz in sich gleichbleibendemAbstande eine Luftschicht gelagert ist, und verhindern ein V erbrennendes Filzes.Der Filz in dieser W eise als W ärm eschutz angebracht, hat vorvielen anderen W ärm eschutzmassen folgende V orteile: Der Filz-W ärmeschutz ist billig, leicht und kann von jedem A rbeiter bequemangebracht werden, auch erm öglicht dieser W ärm eschutz in einfachsterW eise das Isolieren der Flantschen.Goldartige Legierung. Eine Legierung, die als Ersatz desGoldes geeignet sein soll, besteht aus 94 Teilen Kupfer und6 Teilen Antimon. Nachdem das Kupfer in Flufs gebracht ist,setzt man das Antimon zu, dann wiederum nach Eintritt desFlusses ein wenig Magnesium und kohlensauren Kalk. DieLegierung läfst sich strecken, polieren ui d löten wie Gold, undbehält, der Wirkung von Ammoniaksalzen oder salpetrigen Dämpfenausgesetzt, ihre Farbe. Der Preis beträgt 1 Schilling für 1Avoirdupois-Pfd. (Eng. and Min. Journ., 1895 Bd. 59. S. 226.)Aluminium als Explosivstoff. E in Gemisch von A lum inium ­pulver mit doppeltkohlensaurem Natron liefert einen gefährlichenExplosivstoff, welcher schon durch einen Tropfen W asser, ja sogardurch die Feuchtigkeit des Papieres zum Entzünden gebrachtwerden kann. Selbst im freien Zustande spritzt das Gemisch beider Entzündung sofort nach allen R ichtungen Flam m en aus, welchegenügend Kraft besitzen, um organische Gewebe zu zerstören undKupferdraht zum Schmelzen zu bringen.P a ten t-B erich t.Patent-Anmeldungen.Kl. 5. 13. Aug. 1894. B. 16 523. Querbau zum Abbauenvon mächtigen Steinkohlenlagern. François Bague, Lyon,31 Rue de l'Hôtel de Ville; Vertr.: F. C. Glaser u. L. Glaser,Berlin SW ., Lindenstrafse 80.Kl. 13. 27. Dezember 1894 T. 4353. Feuerröhrenkesselmit Wasserrohren - Vorfeuerung. Thämer, Wir elmshaven,Adalbertstr. 3 a.Kl. 24. 7. Nov. 1894. C. 5342. Kohlenstaubfeuerung.Zus. z. Pat. 80 497. Ferd. de Camp, Berlin N., Müllerstr. 170.Kl. 24. 25. Jan. 1895. D. 6721. Misch- und Brennkammerfür die Feuergase bei Bellevilleschen Dampfkesselanlagen.Louis Marie Gabriel Delaunay-Belleville, St. Denis, Seine, Frankreich;Vertr.: Karl Heinrich Knoop, Dresden.Kl. 40. 8. Februar 1895. M. 1 1 515. Widerstandsreglerfür Vorrichtungen zur Ausscheidung des Amalgams aus derTrübe. Franz Mahlstedt, Ewald Fischer und Emil Klein, Breslau.Gebrauchsmuster-Eintragungen.Kl. 5. Nr. 40 993. 9. Mai. 1895 C. 865. Bohrkopf mitzweifachem Spannfutter und in dasselbe diagonal zum Schaftmit Klemmschrauben eingespannten Messern. Alfred J. Cooper,Duryea, V. St. A.; Vertreter: Emil Reichelt, Dresden.Kl. 5. Nr. 41 028. 24. April 1895. F. 1852. Durch Umwicklungder Litzen mit Hanf, Gummi, Draht o. dgl. undUmhüllung der verdickten Seilstelle durch gleiches oderähnliches Material gebildeter Mitnehmerknoten für Förderseile.Felten & Guilleaume, Carlswerk, Mülheim a. R1).Kl. 13. Nr. 41071. 11. Mai. 1895. M. 2889. Kesselsteinbeseitigungsapparatmit entgegengesetzt gerichteten und ineinem durch zwei Treibstangen bethätigten Rahmen gelagertenSchlagdaumen. J C. A. Marekmann, Hamburg, Johannisbollwerk 15.Kl. 24. Nr. 40 788. 3 Mai 1895. M. 2870. GelochteRostplatte, welche seitlich und nach hinten zu ansteigt.Paul Menzel, Lauban i Schl.Kl. 24. Nr. 40 817. 6 Mai 1895. M. 2878. Kasten- oderrohrförmige Schornsteinaufsätze aus Cernent oder dgl., mitZiegelummauerung innerhalb des Daches. Hermann Hüller,Freiberg i. S.Kl. 24. Nr. 41 043. 8. Mai 1895. B. 4404. Doppeltwirkender Zugregulator mit über einanderliegenden undmit der Hebelverbindung in einem verschliefsbaren Gehäuseangeordnelen Zugklappen. Rieh. Bracklow, Halle a. S.Kl. 24. Nr. 41 134. 14. Mai 1895. St. 1227. Zugreglerfür Kesselfeuerungen mit in einem doppelwandigen Gehäuseschwimmender Glocke und Hebel für die Luftzufuhr-Organe.Aug. Stahl, Berlin NW., Luisenstr. 64.Kl. 31. Nr. 40 952. 11. April 1895. B. 4267. Cupolofenmit einer oder mehreren seitlichen Beschickungsthüren ineiner Abdachung des weiteren Unterteiles für Feuerungs- undin dem engeren Oberteil für Schmelz-Material und mehrerenReihen Luftlöchern im Ober- und Unterteil. W. H. Bradley.. Mingo Junktion, Ohio, V. St. A.; Vertr.: EmiPReichelt, Dresden.Deutsche Reichspatente.KI. 24. Nr. 80 601. Wellenrost. Von Wilhelm Niesen inEssen. Vom 29. Mai 1894.Die flachen Feuerungsroste haben den Nachteil, dafs bei derKohlenverbrennung die flüssige Schlackeauf den Rostöffnungen sich lagert undden Zutritt der Luft erschwert. ZurBehebung dieses Uebelstandes wird derRost im Querschnitt wellenförmig ausgeführt.Die beim Verbrennungsprozefssich bildende flüssige Schlacke lagertsich in den Thälem der Wellenrostflächenund wird ebenso wie das Eis


des W ellenrostes durch den Luftzutritt von allen Seiten derWellenrostöffnungen wesentlich abgekühlt und dadurch leicht- 828 -auslösbar.Kl. 4. Nr. 80 428. G ru b en sich e rh eitsla m p e . Von C. Dahlmannin Herne i. W. Vom 23. Mai 1894.Die Lampe zeigt die Anordnungeiner die Verbrennüngsluft zuführendenEil.fallröhre b, die unten und obendurch Drahtkappen f c geschlossen ist,um dadurch bei Explosionen im Innernder Lampe den Rückdruck zu verstärken,der die Flamme zum Erlöschenbringt. Hierbei ist es vorteilhaft, einefeste oder verstellbare Schutzkappe güber der oberen Drahtkappe c anzubringen,um den Rückdruck bei innernExplosionen noch weiter zu vergröfsernund erforderlichenfalls die Luftzuführungregeln oder abschliefsen zukönnen.Kl. 24. Nr. 80 570. Kohlenstaubfeuerung.Von Karl Wegener in Berlin.Vom 31, Ju li 1894; Zusatz zum PatenteNr. 80 277 vom 12. Ju n i 1894.Die durch das H auptpatent geschützteKohlenstaubfeuerung ist dahin abgeändert,dafs dem Luftstrom, der denKohlenstaub nach dem Verbrennungsraumträgt, neben der fortschreitendenauch eine drehende Bewegung gegebenwird, welche der Erhaltung der gleichmäfsigenVerteilung des Staubes in denLuftstrom förderlich ist. Zu diesemZweck ist das Luftrohr m it innerenSchraubenrippen ausgestattet, welche einen centralen Kern freilassenund somit dem Strom der Luft bezw. des Luft- und Staubgemischeseine schraubenförmige Bewegung geben.Kl. 42. Nr. 80706. Nivellier- und Mefsapparat. VonDomingo Aramburn in Mexiko. Vom 26. September 1894.Dieser Apparat dient zur selbstthätigen Aufnahme und wirdhierbei über das betr. Gelände gefahren Er ist auf Rädern Rvon bestimmtem Umfang gelagert, deren Drehung durch Excenter eandere zur Aufnahme der H öhenverhältnisse dienende Scheibe Bauf einer W elle m it Kegelrad E sitzt, dessen D rehung hezw. E instellungvon einer quer zur Fahrrichtung gelagerten W elle abhängt,die, durch Gewichte P belastet, stets die gleiche Stellung beibehält.Kl. 50. Nr. 80 411. Kugelmühle mit sich gegeneinanderverschiebenden, zugleich als Mahlflächen dienenden Gehäusehälften.Von Hermann Löhnert in Bromberg. Vom 13. Januar 1894.Eine oder mehrere Kugeln werden von einem zweiteiligenGehäuse a, b, welches als Mahlfläche dient, eingeschlossen undauf die Weise in quirlende Bewegung versetzt, dafs der eine Teildes Gehäuses sich gegen den anderen feststehenden oder sichebenfalls drehenden Teil in der D rehrichtung verschiebt. AlsAustrittsöffnung für das fert;ge M ahlgut dient der Zwischenraum dzwischen den beiden Gehäusehälften. W ill man die A ustrittsöffnungenvermehren, so schaltet man zwischen den beiden Gehäuseteilenein oder m ehrere Ringe ein, die zwischen sich und denGehäuserändern Spalten freilassen.Kl. 50. Nr. 80 549. Schleuderkugelmühle mit planetenartigerBewegung der Mahlgefäfse. Von A lbert Herzfeldin Halle a. S. Vom 17. Ju n i 1894.Parallel zur Hauptachse A sind Achsen a angeordnet, die obenMahlgefäfse und unten Zahnräder z tragen. D ie letzteren wickelnund andere bekannte Maschinenelemente auf eine zwischen zweiDrehscheiben A und B gelagerte Schraubenspindel T übertragenwird, sodais die zugehörige, mit Schreibstiften versehene Mutterzwischen den Drehscheiben entlang geführt wird, und darauf Linienverzeichnet. Die eine Scheibe A ist mit einer drehbaren VisierplatteD derart gekuppelt, dafs die bei Aenderungen der Fahrrichtungerfolgende Einstellung der Visiere p auch eine entsprechende Einstellungder Scheibe gegen den Schreibstift verursacht, während diesich am festliegenden Zahnrad F ab, wodurch die Mahlgefäfse eineplanetenartige Bewegung erhalten. Oberhalb der Mahlgefäfse kann,wie die Figur zeigt, eine Siebtrommel angebracht werden.Kl. 78. Nr. 80 414. Verfahren zur Herstellung einesrufsfrel brennenden Zündbandes. Von Heinrich Freise inHamme-Bochum. Vom 26. April 1894.c C bUm ein Beschlagen der Grubenlampengläser zu vermeiden undVersager beim Zünden auszuschliefsen, wird ein leicht entzündbares


ohne Rufsflamme brennendes Zündband auf folgende Weise hergestellt.Ein zweckmäßig in gewissen Abständen von einemstärkeren Faden b durchschossenes Gewebe a wird auf der einenSeite (die Figur zeigt das Band, im Schnitt), mit Streifen vonZündmasse c, von Schwefel d, und von Lycopodium und einemBindemittel e überzogen. Die andere Seite erhält einen Ueberzugvon Lycopodium e. Beide Seiten werden schließlich mit Collodium,um das Fortbrennen zu sichern, überzogen.M ark tb erich te.Börse zu Düsseldorf. Amtlicher Preisbericht vom 6. Juni1895. A. Kohlen und Koks. 1. Gas-und Flammkohlen: a. Gaskohlefür Leuchtgasbereitung 10,00—11,00 .-Ä., b. Generatorkohle10,00—11,00 J t., c. Gasflammförderkohle 8,20—9,20 .it. 2. Fettkohlen:a. Förderkohle 7,50—8,50 J i . , b. melierte beste Kohle8,50—9,50 J i., c. Kokskohle 6,50—7,00 J t . 3. Magere Kohlen ,a. Förderkohle 7,00—8,00 .it ., b. melierte Kohle 8,00—10,00 J t .c. Nußkohle Korn II (Anthrazit) 18,00—20,00 J i 4. Koks •a. Gießereikoks 13,00—14,50 J t ., b. Hochofenkoks 11,00 J t .,c. Nufskoks gebrochen 13,75 — 15,50 J t . 5. Briketts 8,50 bis11,00 J i . B. Erze: 1. Rohspat 7,00 .ü ., 2. Spateisenstein 9,50bis 10,50 J i , 3. Somorrostro f.o.b. Rotterdam 0,00 — 0,00 J i.4. Nassauischer Roteisenstein mit etwa 50 pCt. Eisen 8,00 bis8,50 J i., 5. Rasenerze franco 0,00—0,00 J i . C. Roheisen:1. Spiegeleisen Ia. 10 bis 12 pCt. Mangan 51,00 J i., 2. WeißstrahligesQual.-Puddelroheisen: a. Rheinisch-westfälische Marken43—44 J i . * ) , b. Siegerländer Marken 43—44 J i . * ) , 3. Stahleisen43 — 44 J i . * ) , 4. Englisches Bessemereisen ab Verschiffungshafen0,00 J i , 5. Spanisches Bessemereisen, MarkeMudela, cif Rotterdam 0,00—0,00 J i., 6. Deutsches Bessemereisen0,00 J i., 7. Thomaseisen frei Verbrauchsstelle 46,00 J t ., 8. PuddeleisenLuxemburger Qualität 36,50 .ü ., 9. Engl. Roheisen Nr. IIIab Ruhrort 55,00 J i . , 10 Luxemb. Gießereieisen Nr. III abLuxemburg 45,00 .4 t, 11. Deutsches Gießereieisen Nr. I 63,00 J i ,12. Deutsches Gießereieisen Nr. II 00,00 J i., 13. Deutsches Verminderung.Gießereieisen Nr. III 54,00 J i., 14. Deutsches Hämatit 63,00 J i.i15. Span. Hämatit, Marke Mudela, ab Ruhrort 71—72 J t . D. Stabeisen:Gewöhnliches Stabeisen 102—105 .it . E. Bleche: 1. GewöhnlicheBleche aus Flußeisen 110—115 J t ., 2. Kesselbleche ausFlufseisen 120—125 J t ., 3. Kesselbleche aus Schweifseisen 150 bis165 J t., 4. Feinbleche 115— 125 J t . F. Draht: 1. Eisenwalzdraht00,0 J i., 2 Stahlwalzdraht 00,00 J t . — Berechnung in Markfür 1000 kg und, wo nicht anders bemerkt, ab Werk. — Dieregere Nachfrage nach Fertigfabrikaten hält im allgemeinen an; insbesonderewerden größere Abschlüsse in Roheisen gethätigt.Einzelne Bergwerksanteile und Obligationen sind zu höherenPreisen gesucht. — Nächste Börse am 20. Juni 1895.S ta tistisc h e s.Förderung der Saargruben. Saarbrücken, 7. Juni. Diestaatlichen Saargruben haben im Monat M ai mit 26 Arbeitstagen539688 t gefördert, gegen den gleichen Zeitraum des Vorjahresmit 24 Arbeitstagen ein Mehr von 3564 t Abgesetzt wurden559500 t gegen 540524 t im Mai 1894. Auf dem Schienenwegegelangten zum Absatz 338975 t, auf dem Wasserwege 70054 t.Mit der Landfuhre wurden 32145 t entnommen und 77209 twurden an die Kokereien abgegeben. Der durch die wärmereJahreszeit bedingte Rückgang m Absatz wurde zum Teil ausgeglichendurch einen lebhaften Versand zu Wasser, machte jedochimmerhin Jas Verfahren von Feierschichten notwendig. ReichlichesAngebot von Schiffsraum hatte ein fortgesetztes Sinken der Frachtenzur Folge.*) mit Fracht ab Siegen.Ueber die Berg- und Hüttenproduktion Spaniens im Jahre1894 hat R. Oriol in der Revista Minera vom 1. und vom16. Februar 1895 Mitteilungen gemacht, denen, unter Benutzungfranzösischer Vermittelung, folgende wichtigere Daten entnommensind. An S t e i nk o h 1 e n wurden 1894 1 776 000 t gegen 1 561 800in 1893 gewonnen, die Braunkohlenproduktion nahm nur wenig zuund betrug etwa 30 000 t. — Eisenerze wurden 1894 um325 748 t mehr als 1893 gefördert, ausgeführt wurden 4 972 625;die Produktionsvermehrung betrifft nur den Bergbau von Biscaya,während derjenige der Provinz Murcia zurückging. Die Hochöfenlieferten ebenso wie vorher etwa 260 000 t Eisen, von welchem48 538 t (17 308 t mehr als 1893) ausgeführt wurden. DieTendenz der Eisengewinnung geht für 1895 dahin, die Produktionim allgemeinen zu verringern, weil Kammern und Regierung sichgeneigt zeigen, die Privilegien der Hauptkonsumenten, ihrenBedarf aus dem Auslande ohne Bezahlung der zur Zeit gültigenhohen Zölle einzuführen, aufrecht zu erhalten. — Quecksilber.Zu den älteren Grubenwerken, unter denen Almaden 19 728,46 tlieferte, sind einige neue getreten, eine englische Gesellschaft hatdie Lager von Artana (Prov. Castellon) zu bearbeiten begonnen,in derselben Provinz wurde auf der Zeche Sultana Zinnober mitKupfererz in verführerisch reichen Erzen gefunden; die in Parisund Barcelona ausgeführten Analysen der Erze von Mittelgehaltergeben nämlich 36,5 pCt. Zinnober oder 13 pCt. Quecksilber;ferner wurde auch zu Alumbre bei Carthagena Zinnober gefunden.Auf der Zeche St. Barbara hatman aber beobachtet, daß, wenn sich auchdie Menge des Erzes nach der Tiefe zu nicht verringert, dies dochnicht ebenfalls vom Erzgehalte gilt, und ist denn der Erzgehalt imallgemeinen von 0,59 pCt. in 1893 auf 0,40 pCt. gefallen; deshalbbetrug auch die totale Quecksilberausbeute um 1557 Flaschenweniger als 1893, nämlich 47 900 Flaschen. — Obwohl aufBloi-und S i 1 be r-Produktion seit 1892 noch ganz besonders schwereAbgaben lasten, derentwegen viele Werke auflässig sind, hat sichdieselbe dennoch 1894 auf ungefähr derselben Höhe (370 000 t)gehalten wie 1893 und erwartet man erst für 1895 beträchtlicheDie Hütten lieferten 1894 151 000 t Blei (gegen188 000 t in 1893). Die mitgeteilten Daten über Kupfer- undZinkerze erscheinen nicht vollständig. — Die Lage der spanischenBerg- und Hüttenproduktion, in welcher doch eine so große Summevon deutscher Intelligenz, Kraft und Kapital engagiert ist, wirdim allgemeinen als sehr traurig bezeichnet, über die Maßen belastetdurch neue oder erhöhte Abgaben, welche seit 1892 ihr aufgebürdetwurden und um deren Minderung sich jetzt der „Cercle industrielminier“ zu Madrid bemüht. O. L.V erein e u n d V ersam m lu n gen .Generalversammlungen. Wilhelmshütte, Aktiengesellschaftfür Maschinenbau und Eisengießerei.17. Juni er., nachm. 4 Uhr, im Generalversammlungssaale derBörse in Berlin, Eingang Wolfgangstr.Deutsch-Oesterreichische Bergwerksgesellschaft.18. Juni d. J., vorm. 10 Uhr, im Sitzungssaale des Dresdner Bankin Dresden, Wilsdrufferstr. 8.Naumburger Braunkohlen - Aktien - Gesellschaft.21. Juni d. J , nachm. 4 Uhr, im Ratskeller zu Naumburg a. S.Selbecker Bergwerksverein. 21. Juni d. J.. nachm.3Vg Uhr, im Geschäftslokale des Schaaffhausenschen Bankvereinsin Köln.Ilse, B e rgb au - Ak t i e n ges e 1 ls ch aft. 22. Juni d. J.,vom . 10 Uhr, im Lokal der Mitteldeutschen Kreditbank in Berlin,Behrenstr. 2.BochumerBergwerks-Aktien-Gesellschaft. 24. Jnnid. J., vorm. 11 Uhr, in Berlin, Unter den Linden 35.Gühlitz-Vahrnower Braunkohlen-Aktien-Gesellschaft.27. Juni d. J , mittags 12 Uhr, zu Perleberg im Saaledes Hotel „Stadt London“.


- 830 -Hüttengesellschaft Noveant. 27. Juni d. J> vorm.10 Uhr, in den Bureaux der Gesellschaft zu Grofs-Moyenvre.Steinsalzbergwerk Inowrazlaw. 27. Juni 1895, vorm.10 Uhr, auf dem Steinsalzbergwerk.Kattowitzer Aktiengesellschaft für Bergbau undEi se n h ü tte n b e t rieb.29. Juni d. J , vormittags 11 Uhr, inBerlin, Hotel Kaiserhof.W ersehen - We i fs e n f eis e r Braunkohlen- Aktien-Ge sellschaft in Weifsenfels a. S. 4. Juli d. J., nachm.4 Uhr, im Restaurant „Zum Bad“ in Weifsenfels.V erm isch tes.Personalien. Vergehen: Dem Bergwerksdirektor Jahnszu Grube v d. Heydt bei Saarbrücken, dem HüttenwerksdirektorMauritz zu Lerbach, dem Oberber»amtsmarkscbeider Brathuhnzu Clausthal und dem Hülfsarbeiter am Oberbergamt zu Breslau,Gerichtsassessor a. D. Franz der Charakter als Bergrat. DasAllgemeine Ehrenzeichen dem Obersteiger beim SteinkohlenbauvereineBockwa - Hohndorf Vereinigt Feld bei Lichtenstein i. S.Kirbach in Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienstleistung.Dem Oberbergrat Wandesleben in Breslau ist vom 1. Julid. J. ab die Stelle eines technischen Mitgliedes bei dem Oberbergamtein Halle übertragen worden. Von dem gleichen Zeitpunktab ist der Geheime Bergrat Broja von Halle an das Oberbergamtin Breslau versetzt und ihm die Stelle eines technischen Mitgliedes,sowie die Geschäfte eines ständigen Vertreters des Berghauptmanns,in Fällen derBehinderung desselben, übertragen worden.Der Direktor der Weifssteiner kons. Fuchsgrube b. WaldenburgHellich wird zum 1. Juli d. J. wegen andauernder Kränklichkeitin den Ruhestand treten. Zu seinem Nachfolger hat, dem „Wald.Hausfr.“ zufolge, die Gewerkenversammlung am 30. v. Mts. denbisherigen technischen Direktor der Grube, Stolz, gewählt.Die Bergreferendare Ser 1o und Steinhoff vom OberbergamtBreslau, Richter vom Oberbergamt Halle und Treue vom OberbergamtBonn haben am 8. d. M. das Examen als Bergassessorbestanden.In der Zeit vom 10. bis 15. d. Mts. wird durch den OberberghauptmannFreund in Gemeinschaft mit dem VortragendenRate, Geheimen Bergrate F i ekler, dem Berghauptmanne Pinnound den zuständigen Departementsräten die diesjährige Generalbefahrungder fiskalischen Bergwerke Königin Luise, König undFriedri h, sowie der fiskalischen Hüttenwerke in Gleiwitz, Malapaneund Friedrichshütte vorgenommen werden.Professor Intze von der Technischen Hochschule in Aachen,der bekannte Wasserbautechniker, ist von dem Minister für Handelund Gewerbe mit der Untersuchung der Ausnutzung der Wasserkräftein den Gebirgen der Provinz Schlesien beauftragt worden.Gestorben: Der weitbekannte Ingenieur E ck 1ey B. Coxein Drifton, Pennsylv., Eigentümer und Leiter grofser Anthrazit-Kohlengruben in den Verein. Staaten. Coxe war Präsident derVereinigung der amerikanischen Bergingenieure und der amerikanischenGesellschaft der Maschineningenieure. In letzter Zeitwurde sein Name viel durch seine Erfindung einer rauchlosen undautomatischen Kesselfeuerung genannt. Den Amerika besuchendendeutschen Fachgenossen hat er das eingehende Studium des dortigenBergbaus stets in liebenswürdigster Weise erleichtert.Denkmal für Hermann Römer. Das Denkmal für den verstorbenenHermann Römer in Hildesheim ist jetzt fertiggestellt.Die Enthüllung soll am 3. Juli stattfinden.I a . K e r n - I i e d e r - T r e i h r i e i n e nh erg e stellt aus K ern tafeln b ester E i c h e n - G ruben gerbungunter Benutzung aller neueren maschinellen Hilfsmittel, nach bewährten eigenen Methoden und für jede Art der Verwendung besondersGenaueste Vorprüfungeines jeden Riemens,daherv o lle G arantiefür saubere,sacligemUsse Arbeit,absolut geraden Lauf,tadellose Ausstreckung,höchste su erreichendeHaltbarkeit.R e f e r e n z e nüber langjährige Lieferungenans allen Zweigender Grossindustrie.Erste BezugsquellefürWiederverkaufund Export.S p e c ia litä te n :W a s s e rd ic h te , g e w a lz te R iem enDynamo-Riemen,nnr gekittet, ohne Naht,P a t e n t - R i e m e nfü rH a l b k r e u z - vl-W i u l r e l - T x i e 'b ,fürK e g e lsc h e ih e n u n d C e n tritn g e n .Haupt-AntriebundWalzwerks-Riemenfür Uebertragungen biszu 1000 Pferdekr. und2 Meter Breite.Geienk-GIieder-Riemen. L e d e r -B a n dagirung fü r R iem en sch eib en . Näh- u. B in d e-R iem en .P u m p e n - K l a p p e n . R i e m e n - C r o u p o n s . *247G e r b e r e i u n d T r e i b r i e me n - F a b r i kJ o h a n n B i e r t x , V i e r s e n , Rheinpr.


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