Demenz-Ratgeber_Hannover

kommunikationundwirtschaft

Titel_PDF.qxp_Layout 1 23.06.17 10:58 Seite 1

Welt des Vergessens

Demenz-Ratgeber

für Betroffene und Angehörige

in Hannover und der Region


Leben in Gemeinschaft

Seit der Gründung im Jahr 1978 ist es der gemeinnützigen

Gesellschaft „Friedrich-Rittelmeyer-Haus Hannover gGmbH“ ein

Anliegen, pflegebedürftige Menschen darin zu unterstützen,

ihren letzten Lebensabschnitt so zu gestalten, dass er als

sinnvoll erlebt werden kann. Grundlage hierfür ist für uns

das anthroposophische Menschenbild, Achtsamkeit und Wertschätzung

für jeden einzelnen Menschen, auch über den Tod hinaus,

sind die Grundprinzipien unseres Handelns.

Durch stetigen Ausbau und die Erweiterung unserer Leistungen

bieten wir inzwischen alle Dienstleistungen an, um das Leben im

Alter so zu führen, wie es Ihren Bedürfnissen entspricht:

• Selbstständiges Leben in der Häuslichkeit, begleitet durch die

fürsorgliche, professionelle Pflege und Betreuung unseres

Ambulanten Pflegedienstes in der Lönsstraße 26.

• Betreutes Wohnen im „Michael-Bauer-Haus“ mit eigenen

Serviceleistungen, auch in Kombination mit unserem im Hause

ansässigen Ambulanten Pflegedienst. Unser ehemaliges Pflegeheim

in der Lönsstraße 26 bietet nach dem Umbau seit Ende

2013 in 30 hochwertigen, teils behindertengerechten Appartements

die Sicherheit des Betreuten Wohnens in Selbstständigkeit

und Unabhängigkeit in den eigenen vier Wänden.

• Geborgenheit, Zuwendung und Nähe in unserer Tagespflege

– mit Öffnungszeiten bis in die Abendstunden – richtet

sich dieses Angebot insbesondere an Menschen mit demenziellen

Veränderungen. Das Besondere: Unsere Wochenendöffnung

ermöglicht pflegenden Angehörigen auch mal eine

längere „Auszeit“ zur eigenen Regeneration! – Sie können

wählen, ob Sie Halbtags- oder Ganztagsbetreuung wünschen.

• Leben in der Gemeinschaft unseres Pflegeheims „Friedrich-

Rittelmeyer-Haus“: ein im Herbst 2011 nach modernsten

Gesichtspunkten erstellter Neubau in der Ellernstraße 42 a –

mit einem Pflege- und Betreuungskonzept, das Menschen mit

und ohne Demenz ein ihrer Biografie entsprechendes, würdevolles

Leben ermöglicht.

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, wenn wir Sie bei der

Gestaltung eines altersgemäßen Lebens unterstützen sollen!

Friedrich-Rittelmeyer-HausHannover gGmbH

Ellernstraße 42 a· 30175 Hannover · Tel. 0511 261770· info@pflegeheim-rittelmeyer.de · www.pflegeheim-rittelmeyer.de


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:26 Seite 1

Welt des Vergessens

Demenz-Ratgeber

für Betroffene und Angehörige

in Hannover und der Region


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:26 Seite 2

INHALT

Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort ............. ...................... ............................ ...................... ...............3

2. Wie eine Krankheit das Leben verändert: Marita und Bernd H. (Reportage) ............4

3. Demenz: Was ist das? ................ ............................ ...................... ...............6

4. Welche Symptome und welchen Verlauf hat eine Demenz? ................ ...............16

5. Vergesslichkeit ist nicht gleich Demenz (Interview) .... ...................... ...............18

6. Wie wird die Diagnose gestellt? .. ............................ ...................... ...............22

7. Therapien für Demenzkranke ...... ............................ ...................... ...............25

8. „Farbenfroh“ – Gemeinsam etwas Neues erleben (Reportage) ............. ...............28

9. Der Demenz vorbeugen ............. ............................ ...................... ...............30

10. Menschen mit Demenz im Krankenhaus – eine Herausforderung (Interview) .........31

11. Der Umgang mit Demenzkranken ............................ ...................... ................34

12. Wenn es zu Hause nicht mehr geht: Frau A. lebt in einer Wohngruppe (Reportage) ....38

13. Vielseitige Hilfen für Angehörige und Betroffene ....... ...................... ................44

14. „So kann ich auch anderen noch etwas geben!“ (Reportage) .............. ................52

15. Information und Beratung ......... ............................ ...................... ...............54

16. „Das Beste ist, einmal loslassen zu können!“ (Reportage) ................... ...............58

17. Finanzielle Leistungen für Demenzkranke.................. ...................... ...............60

18. „Es geht um Selbstbestimmung!“ – Patientenverfügung,

Vorsorgevollmacht und Betreuungsrecht (Interview).... ...................... ...............64

19. Rechtliche Fragen .................... ............................ ...................... ...............66

20. Ansprechpartner in Hannover und der Region ............ ...................... ...............68

Copyrights:

Kapitel 2, 5, 8, 10, 12, 14, 16, 18: Ines Goetsch, Hannover

Kapitel 3, 4, 6, 7, 9, 11, 13, 15, 17, 19: Deutsche Alzheimer Gesellschaft e. V. Selbsthilfe Demenz, Berlin / Karen Roske, Hannover

Sonstiges: Verzeichnis der PR-Darstellungen/Anzeigen: Seite 78 // Bildquellen: Seite 79 // Impressum: Seite 80

2


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:26 Seite 3

VORWORT

Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser,

nun liegt er vor Ihnen, der erste

Demenz-Ratgeber für Betroffene und

Angehörige in der Region Hannover.

Häufig hören wir von den Angehörigen

den Ausspruch: „Wir wussten zunächst

gar nicht, wie wir mit der Diagnose umgehen

sollten, wo wir Unterstützung

bekommen und welche Wege wir beschreiten

konnten. Wenn wir doch nur

zu Beginn der Erkrankung schon all die

Informationen gehabt hätten, die wir

heute haben – es wäre einiges einfacher

gewesen!“ Mit diesen Sätzen im Hinterkopf

waren wir gerne bereit, mit Unterstützung

des Oldenburger Verlages

Kommunikation & Wirtschaft GmbH

dieses Thema anzugehen.

Ziel dieses Ratgebers ist es, umfassend

und kompakt über das Thema „Demenz

zu informieren. Er geht u. a. auf Symptome,

Diagnose und Behandlung ein,

informiert über den richtigen Umgang

mit Demenzkranken und stellt ins be -

sondere die in der Region vorhandenen

Möglichkeiten für Hilfe, Beratung und

Unterstützung vor.

Wir wünschen uns in der Gesellschaft

mehr Verständnis für diese immer häufiger

auftretende Krankheit. Vielleicht

können wir mit dieser Broschüre dazu

beitragen. Lesen Sie sie nicht erst, wenn

Sie selbst Fragen zum Thema haben

oder mittendrin stecken, schauen Sie

schon vorher mal rein und informieren

Sie sich über die „Welt des Vergessens“.

So können Sie das Verhalten Ihres älteren

Nachbarn oder der unsicher wirkenden

Dame auf der Straße besser einordnen

und ihnen vielleicht hilfreich zur

Seite stehen. Nur wenn möglichst

viele Menschen informiert sind und

„Bescheid wissen“, können die Erkrankten

und ihre Angehörigen das Verständnis

und die Unterstützung bekommen,

die nötig sind, um möglichst lange

selbstbestimmt in der gewohnten Umgebung

zu leben. So wird „gesellschaftliche

Teilhabe“ konkret ermöglicht und

solidarisch gelebt.

Die Alzheimer Gesellschaft Hannover

berät und unterstützt bei allen Fragen

rund um das Thema „Demenz“. Wir leisten

damit einen Beitrag dazu, das Leben

der Betroffenen in der Region Hannover

so weit wie möglich zu erleichtern

und Angehörige in dieser schwierigen

Lebenssituation zu unterstützen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine

angenehme und aufklärende Lektüre.

Wir bedanken uns bei allen, die an der

Erstellung dieses Ratgebers mitgewirkt

haben, die sich zum Beispiel für Interviews

zur Verfügung gestellt, Artikel

verfasst und/oder Adressen gesammelt

haben. Danke an die Institutionen und

Anbieter, die die Herausgabe dieser

Broschüre unterstützt haben sowie an

den Verlag Kommunikation & Wirtschaft

GmbH, der dieses Projekt mit uns durchgeführt

hat.

Theresia Urbons

Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft

Hannover e. V.

3


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:26 Seite 4

REPORTAGE: Wie eine Krankheit das Leben verändert

Wie eine Krankheit

das Leben verändert:

Marita und Bernd H.

Fröhlich und gut gelaunt machen sie

die Tür zu ihrer geräumigen Altbau -

wohnung in Linden-Mitte auf. Bernd

und Marita H. mögen ihr Zuhause und

ihren Stadtteil und gehen freundlich

und interessiert auf Besucher zu. Hier

haben sie ihre drei Kinder großgezogen,

eine Tochter und einen Sohn brachte

Marita aus erster Ehe mit, Bernd einen

Sohn. Mittlerweile sind sie auch Groß -

eltern. Seit 24 Jahren lebt das Ehepaar

zusammen. Bernd H. hatte einen guten

Job als Angestellter einer Bank, Marita

war als Erzieherin in einer Kindertagesstätte

tätig.

58 Jahre alt war Bernd, als komische

Dinge passierten. „Da wir beide berufstätig

waren, gab es morgens immer

kurze Absprachen darüber, was wer besorgen

sollte“, berichtet Marita, und

immer öfter kam es vor, dass Bernd vergessen

habe, dass er etwa Brot mitbringen

sollte. „Typisch Mann!“, habe sie

dann gedacht und den Vorfällen keine

Bedeutung beigemessen. Auch dass

Bernd zunehmend Probleme mit der

Computertechnik bei der Arbeit hatte,

fiel zunächst nicht besonders auf. „Du

warst nie ein Computerfan“, sagt Marita

zu ihrem Mann. Der nickt.

Immer öfter kam Bernd vollkommen

fertig nach Hause und die Vorfälle häuften

sich: Er vergaß immer wieder sein

Passwort für den PC, brauchte für die

Arbeit zu viel Zeit, fuhr mit der Straßenbahn

an der Haltestelle seines Arbeitsplatzes

vorbei, vergaß die Chipkarte, die

er für den Zutritt an seinem Arbeitsplatz

benötigte. „Er war über sich selbst

verzweifelt“, sagt seine Frau. Auch die

Behindertenbeauftragte der Bank hatte

schon angerufen: „Sie fragte mich, ob

ich wüsste, was mit meinem Mann los

sei.“

Größte Belastung: die zunehmende

Hilf losigkeit

Daraufhin ging das Ehepaar schließlich

zum Neurologen. Zunächst wurde vermutet,

dass Bernd an Depressionen litt,

da er aufgrund einer Epilepsie seit seinem

18. Lebensjahr Medikamente einnehmen

musste, die Depressionen verursachen

können. Eine Computertomografie

des Kopfes brachte dann aber

Klarheit: In einem Teil des Gehirns wurden

die typischen Eiweißablagerungen

gefunden – Diagnose: „Alzheimer-

Demenz“. 14 Tage nach der schockierenden

Diagnose trifft das Paar der nächste

Schicksalsschlag: Bei Marita wird Brustkrebs

entdeckt. Wie sie diese Monate

mit Chemotherapie und anschließender

Reha überstanden hat, in denen beide

krankgeschrieben waren, der Früh -

verrentungsantrag für ihren Mann lief,

der außerdem zunehmend auf ihre Hilfe

angewiesen war, weiß Marita im Nachhinein

auch nicht

mehr so genau. „Mein

Immunsystem war einfach

platt“, sagt die 58-Jährige, die auch

feststellen musste, dass sie ihren Mann

nicht mehr lange alleine lassen konnte.

„Das ist für mich die größte Belastung“,

sagt Marita, „dass Bernd, wenn ich mal

unterwegs bin, so hilflos ist.“ Er bekäme

zum Beispiel Angst, wenn es dann an

der Haustür klingele. Auch alltägliche

Dinge wie einfache Essenszubereitung

oder auch nur das Umschalten auf einen

anderen Fernsehsender sind ihm nicht

mehr möglich. In den letzten Monaten

seien außerdem zunehmend Wort -

findungs störungen aufgetreten, sagt

Marita bekümmert.

„Abenteuerurlaub machen wir nicht

mehr!“

Aber sie halten auch dagegen: Regelmäßig

geht Bernd zu einer Ergotherapeutin,

die ihn dabei unterstützt, seine

Fähigkeiten zu erhalten, manchmal

auch noch etwas wiederzugewinnen.

4


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:26 Seite 5

REPORTAGE: Wie eine Krankheit das Leben verändert

Marita und Bernd H. in ihrem Zuhause

Das Ehepaar holte sich außerdem Beratung

und Unterstützung bei der Alz -

heimer Gesellschaft. Bernd nimmt an

einer Betroffenengruppe teil und sie

schlossen sich einem speziellen Kunstkurs

für Ehepaare an, in dem jeweils ein

Partner an Demenz leidet. Diese neue

Erfahrung möchte Bernd weiter ausbauen:

„Ich möchte in Zukunft noch

mehr malen, auch zu Hause.“ Und das

gemeinsame Reisen funktioniert noch –

wenn Marita sich rechtzeitig um einiges

kümmert: „Ich rufe vorher in den Hotels

an und sorge zum Beispiel dafür, dass

wir bei den Mahlzeiten immer den -

selben Tisch bekommen und dort nur

zu zweit sitzen. Da kann Bernd sogar

lachen: „Ja, Abenteuerurlaub machen

wir nicht mehr!“

Als „sehr nervig“ empfindet Marita oft

den aufwendigen Schriftverkehr mit

Pflegekassen und anderen Behörden, die

häufig sehr formal agieren. Aber sie

weiß auch, dass sie trotz allem „Glück

im Unglück“ haben: Das Paar ist materiell

gut abgesichert. Bernd erhält eine

sehr gute Rente, außerdem konnte

gerade die attraktive Altbauwohnung zu

besten Konditionen verkauft werden.

Das ermöglicht dem Paar, einen schon

vor der Erkrankung Bernds gehegten

Plan zu verwirklichen: einen Umzug

nach Ostfriesland, wo eines ihrer Kinder

und die Enkel leben. Dort lassen sie

ein neues barrierearmes Haus bauen.

„Natürlich wird das eine Herausforderung!“,

sagt Marita mit Blick auf die vor

ihr liegenden Arbeiten, die sie natürlich

alleine bewältigen muss. Aber sie verspricht

sich für sich selbst mehr Freiräume

durch das Zusammenrücken in

der Familie. Bernd freut sich besonders

darauf, seine Enkel dann mehr erleben

zu können, und bekräftigt seine Frau:

„Wir kommen da schon durch!“

5


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:26 Seite 6

DEMENZERKRANKUNGEN: Die Alzheimer-Krankheit und andere Demenzformen

Demenz: Was ist das?

Demenz“ und „Alzheimer“ sind nicht dasselbe: Unter

Demenz versteht man ein Muster von Symptomen, das

viele verschiedene Ursachen haben kann. Die Alzheimer-

Krankheit ist die häufigste dieser Ursachen.

Wie häufig ist Demenz?

Mit zunehmendem Alter steigt die

Wahrscheinlichkeit, an einer Demenz zu

erkranken. Von den 60-Jährigen ist nur

jeder Hundertste betroffen, von den

80-Jährigen dagegen jeder Sechste und

von den 90-Jährigen sogar fast jeder

Zweite. In Deutschland leiden zurzeit

1,5 Millionen Menschen an einer

Demenz. Jedes Jahr erhöht sich die Zahl

um etwa 40 000. Weil die Lebenserwartung

weiter steigt und geburtenstarke

Jahrgänge alt werden, wird sich die Zahl

der Betroffenen bis zum Jahr 2050

mindestens verdoppeln.

Das Hauptmerkmal der Demenz ist, dass Menschen mit Demenz fällt es zunehmend

sich mehrere geistige Fähigkeiten

schwerer, sich neue Informationen

verschlechtern. Es ist keine reine Ge -

dächtnisstörung. Auch Aufmerksamkeit,

Sprache, Auffassungsgabe, Denkver mö -

gen und Orientierungssinn sind davon

be einträchtigt. Das Risiko, an Demenz zu

erkranken, steigt mit dem Lebensalter:

Da immer mehr Menschen sehr alt werden,

wird die Zahl der Erkrankten künftig

weiter ansteigen, wenn kein Heilmittel

gefunden wird. Nur in seltenen Fällen

sind die Betroffenen jünger als 60 Jahre.

einzuprägen, sich auf einen Gedanken

oder Gegenstand zu konzentrieren, sich

sprachlich auszudrücken in Wort und

Schrift, die Mitteilungen anderer zu verstehen,

Situationen zu überblicken, Zusammenhänge

zu erkennen, zu planen

und zu organisieren, sich örtlich oder

zeitlich zurechtzufinden. Ihre Fähig -

keiten sind so weit eingeschränkt, dass

sie gewohnte Alltagstätigkeiten nicht

mehr ausüben können.

Häufigkeit der Demenz nach Altersgruppen in Europa

Neue Zahlen

Trotzdem stimmen neuere Studien auch

zuversichtlich: In den wohlhabenden

Ländern scheint sich unter den alten

Menschen der Anteil derer, die an

Demenz erkranken, zu stabi lisieren

oder sogar zurück zugehen.

Man vermutet, dass das an

einem gesünderen Lebens -

wandel liegt und an besserer

medi zinischer Behandlung,

beispielsweise bei Bluthochdruck

und hohen Cholesterin werten.

6


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:27 Seite 7

DEMENZERKRANKUNGEN: Die Alzheimer-Krankheit und andere Demenzformen

Meist verändern sich daneben auch die

sozialen Verhaltensweisen, die Stimmung

oder der Wirklichkeitsbezug.

Manchmal stehen diese Veränderungen

sogar im Vordergrund. Gefühlszustände

wie Depression, Angst oder Unruhe können

die geistigen Fähigkeiten zusätzlich

herabsetzen.

Von einer reinen Gedächtnisstörung

(Amnesie) unterscheidet sich die

Demenz dadurch, dass neben dem

Gedächtnis auch andere geistige Fähigkeiten

beeinträchtigt sind und dass

die Alltagstätigkeiten eingeschränkt

sind. Im Gegensatz zu einem akuten

Verwirrtheitszustand (Delir) ist bei einer

Demenz das Bewusstsein nicht getrübt,

das heißt die Menschen bleiben wach

und reak tionsfähig.

Die Symptome einer Demenz können

sehr unterschiedlich ausgeprägt sein,

von geringen Veränderungen bis zum

völligen Verlust der Selbstständigkeit.

Demenzen können viele verschiedene

Ursachen haben

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen

primären und sekundären Formen

der Demenz.

Primäre Demenzen sind solche, bei

denen der Krankheitsprozess direkt im

Gehirn beginnt. Sie sind nach heutigem

Kenntnisstand irreversibel, können

also nicht mehr rückgängig gemacht

werden.

Neben der Alzheimer-Krankheit mit

einem Anteil von rund 60 Prozent aller

Fälle gibt es noch andere primäre

Demenzen. Die häufigsten sind gefäßbedingte

Demenzen, auch vaskuläre

Demenzen genannt. Diese entstehen

infolge von Durchblutungsstörungen

im Gehirn, zum Beispiel nach einem

Infarkt, Schlaganfall oder Herzkreislauferkrankungen.

Weitere Formen sind die

Lewy-Körperchen-Demenz und die

Fron totemperalen Demenzen.

Ursachen der Demenzen

INFO

Primäre Demenzen entstehen direkt

im Gehirn. Nach heutigem Wissen

ist diese Krankheit nicht heilbar und

auch nicht aufzuhalten.

Sekundäre Demenzen sind Folge -

erscheinungen von anderen

Erkrankungen. Diese sind zumindest

zum Teil behandelbar und manchmal

bilden sich auch die Demenzsymptome

wieder zurück.

7


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:27 Seite 8

DEMENZERKRANKUNGEN: Die Alzheimer-Krankheit und andere Demenzformen

Bei den sekundären Demenzformen ist

die Demenz die Folge einer anderen

Grunderkrankung, wie zum Beispiel

Stoffwechselerkrankungen, Vergiftungserscheinungen

durch Medikamentenmissbrauch,

Hormon- oder Vitamin -

mangelzustände oder auch Depressionen.

Hirntumore oder -geschwulste oder

eine Abflussstörung des Nervenwassers

im Gehirn (Normaldruckhydrozephalus)

können ebenfalls für demenzielle Symptome

verantwortlich sein. Diese Grunderkrankungen

sind zumindest zum Teil

behandelbar und manchmal ist auch

eine Rückbildung der Demenzsymptome

möglich.

Zu den sekundären Demenzen gehören

auch das Korsakow-Syndrom und die

Demenz bei Morbus Parkinson. Insgesamt

machen sekundäre Demenzen bis zu zehn

Prozent aller Krankheitsfälle aus.

Die Alzheimer-Krankheit

Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste

Ursache einer Demenz. Diese hirnorganische

Krankheit ist benannt nach

dem deutschen Neurologen Alois Alz -

heimer (1864–1915). Er hat sie 1906

erstmals wissenschaftlich beschrieben.

Was geschieht bei einer Demenz im

Gehirn?

Eine Demenz entsteht, wenn Krankheiten

ausgedehnte Abschnitte der Hirnrinde

schädigen, die für geistige Fähigkeiten,

Verhalten oder Persönlichkeit zuständig

sind. Sie entsteht auch, wenn wichtige

Verbindungsbahnen zwischen solchen

Abschnitten unterbrochen sind. Bei

neurodegenerativen Krankheiten gehen

Nervenzellen verloren, weil Eiweiß -

bestandteile im Gehirn fehlerhaft

verarbeitet werden. Sie lagern sich

zusammen und schädigen die

Nervenzellen. Wenn sehr

viele Nervenzellen verloren

gehen, schrumpft das

Hirngewebe in der

betroffenen Region. Bei

Krankheiten der Hirngefäße

werden tief liegende Regionen des

Gehirns schlechter mit Blut versorgt, was

ebenfalls Nervenzellen absterben lässt

und Nervenfasern schädigt.

Im Gehirn von Alzheimer-Kranken sind

typische Eiweißablagerungen festzustellen.

Die Krankheit ist durch einen langsam

fortschreitenden Verlust von Nervenzellen

gekennzeichnet, vor allem im

Schläfenlappen und Scheitellappen des

Gehirns. Diese Abschnitte der Hirnrinde

sind für Gedächtnis, Sprache und Orientierungsfähigkeit

wichtig. Es gibt aber

auch Varianten der Alzheimer-Krankheit,

bei denen Teile des Stirnhirns oder

des Hinterhauptslappens betroffen sind.

Dann kommt es zu Wortfindungs -

stö rungen und verlangsamter Sprache,

Per sönlichkeitsveränderungen und eingeschränktem

Denkvermögen oder Störungen

der optischen Wahrnehmung.

Alle diese Störungen sind bei den

Betroffenen unterschiedlich stark aus -

geprägt und nehmen im Verlauf der

Erkrankung zu. Sie machen die Bewältigung

des normalen Alltagslebens immer

schwieriger. Die Patienten sind zunehmend

auf Hilfe und Unterstützung angewiesen.

Die jeweiligen Anforderungen

an Betreuung, Pflege, Therapie und ärztliche

Behandlung sind dabei sehr unterschiedlich.

Vaskuläre Demenzen: Gefäßkrank -

heiten als Ursache

Demenzformen, bei denen durch Durchblutungsstörungen

des Gehirns Nervenzellen

absterben, werden als vaskuläre

Demenzen bezeichnet. Die häufigste Variante

wird durch eine Wandverdickung

in kleinen Blutgefäßen hervorgerufen,

8


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:27 Seite 9

UNTERNEHMENSPORTRÄT

Premium-Wohnen & Komfortpflege

Stilvoll leben, selbstbestimmt agieren, sich verwöhnen

lassen, guten Service erleben und anspruchsvoll gepflegt

werden – so lautet die Intention der Kursana Villa, die

Premium-Wohnen und Komfortpflege in einem stilvollen

Gründerzeitambiente mit höchstem Wohnkomfort und

familiärem Charakter bietet. Ein professioneller Service

in allen Lebensbereichen sowie die individuelle Betreuung

sorgen für ein Wohlfühlerlebnis.

Die Seniorenresidenz befindet sich im denkmalgeschützten

Gebäude der ehemaligen Oberpostdirektion, die von

2005 bis 2007 behutsam saniert wurde. Neben dem Zoo

lädt auch der „Stadthallengarten“ zu einem Besuch ein.

Viele Sitzgelegenheiten und insbesondere der japanische

Teegarten bieten einen Ort der Entspannung.

Eine maßgeschneiderte Komfortpflege im Appartement,

ein erstklassiger Service sowie ein niveauvolles Kulturund

Aktivitätenprogramm suchen ihresgleichen und

werden gehobenen Ansprüchen gerecht. Außergewöhnlich

viel Personal sorgt für eine umfangreiche und individuelle

Betreuung, um das Leben so angenehm wie möglich

zu gestalten.

Zudem verfügt die Kursana Villa über einen separat geführten

Komfort-Demenz-Wohnbereich. Hier bieten wir

Bewohnern mit eingeschränkten kognitiven Fähigkeiten

ein sicheres und behütetes Zuhause. Von der Ausstattung

und fachlichen Spezialisierung gehört der Bereich zur

Spitzenklasse und bietet mehr Komfort als ein klassisches

Pflegeheim.

Kursana Seniorenvilla GmbH – Kursana Villa Hannover

Zeppelinstraße 24 · 30175 Hannover · Tel. 0511 51944-0

kursana-hannover@dussmann.de · www.kursana.de/hannover

9


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:27 Seite 10

DEMENZERKRANKUNGEN: Die Alzheimer-Krankheit und andere Demenzformen

INFO

Risikofaktoren für vaskuläre

Demenzen sind unter anderem

Bluthochdruck, Herzerkrankungen,

Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus),

Fettstoffwechselstörungen (Über-

maß an Blutfetten wie Cholesterin),

Übergewicht, Bewegungsmangel

und Rauchen.

Wenn Sie diese Risiken abstellen

oder rechtzeitig behandeln lassen,

beugen Sie einer Erkrankung vor.

welche die tiefen Strukturen des Gehirns

mit Blut versorgen. Bluthochdruck ist

der wichtigste Risikofaktor. Die Gefäß -

erkrankung bewirkt kleine Infarkte und

schädigt die Nervenfasern. Dadurch wird

die Informationsweiterleitung im Gehirn

eingeschränkt, was zu herabgesetzter

Aufmerksamkeit führt und den Denk -

prozess verlangsamt.

Die vaskuläre Demenz beginnt oft

schleichend und schreitet ganz allmählich

voran. Deshalb ist sie schwer von

der Alzheimer-Krankheit zu unter -

scheiden. Allerdings sind die Symptome

anders: Im Vordergrund stehen nicht

Gedächtnisstörungen, sondern Verlangsamung,

Denkschwierigkeiten oder

labile Stimmung.

Eine seltenere Form der vaskulären

Demenz ist die Multi-Infarkt-Demenz,

bei der das Gehirn durch viele kleine

Schlaganfälle geschädigt wird. Die

Krankheit beginnt meist plötzlich und

schreitet in der Regel stufenweise fort.

Die Symptome sind denen der Alzheimer-Krankheit

sehr ähnlich, es können

aber körperliche Störungen wie Taubheitsgefühle

oder Lähmungserscheinungen

hinzukommen.

Die Lewy-Körperchen-Demenz

Die Lewy-Körperchen-Demenz ähnelt

der Alzheimer-Krankheit sehr stark. Bei

vielen Patienten sind aber starke

Schwankungen der geistigen Fähig -

keiten im Tagesverlauf festzustellen.

UNTERNEHMENSPORTRÄT

Menschen begleiten.

Das Stift zum Heiligen Geist ist ein ganz besonderes

Haus im Dreiklang von Wärme, Liebe und Geborgenheit.

Die Einrichtung ist über hundert Jahre alt und war

ursprünglich ein Hospital – später erst eine Einrichtung

für alte und pflegebedürftige Menschen. Die Form der

Betreuung wurde immer wieder an die Bedürfnisse und

Erwartungen alter Menschen angepasst.

Demenzkranke Menschen benötigen mehr als nur Pflege.

Sie brauchen eine Umgebung, die Geborgenheit und

Häuslichkeit vermittelt. Wir bieten ihnen betreuende

Bezugspersonen, die sich auf ihre Bedürfnisse einstellen

und geben ihnen eine Tagesgestaltung, in der sie den

Alltag strukturiert leben können.

Stift zum Heiligen Geist

Heiligengeiststraße 20 · 30173 Hannover · Tel. 0511 2886-0

info@stift-zum-heiligen-geist.de · www.stift-zum-heiligen-geist.de

10


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:27 Seite 11

UNTERNEHMENSPORTRÄT

Geborgenheit und Freude

Im Naherholungsgebiet des Höhenzuges Deister liegt die

Stadt Barsinghausen. Das Gebiet grenzt an das Weserbergland.

Zentral in Barsinghausen und der wunder -

schönen Umgebung der Calenberger Lössbörde besteht

unsere neue Seniorenresidenz Kaiserhof.

Die MediCare Seniorenresidenz Kaiserhof bietet unseren

Senioren stationäre Pflege mit 84 Plätzen in verschiedenen

Fachbereichen, wobei es sich ausschließlich um Einzelzimmer

mit eigenem Badezimmer handelt. Zudem sorgt

eine geschmackvolle, moderne und freundliche Ausstattung

für eine Wohlfühlatmosphäre. Zusätzlich gibt es

auch Komfortzimmer. Täglich frisch zubereitete Mahl -

zeiten aus der hauseigenen Küche und eine großzügige

Dachterrasse runden das Angebot ab.

Im Kaiserhof-Café lassen sich gemütliche Stunden verbringen.

In unserer Residenz erwarten Sie zusätzlich eine

großzügige Aufenthaltsfläche, zwei Atrien, ein Friseur -

salon und eine Tiefgarage. Das Gebäude befindet sich

mitten in der Innenstadt. Sie finden eine Apotheke in unmittelbarer

Nachbarschaft und eine Vielzahl an Freizeitund

Therapieangeboten.

Bringen Sie persönliche Erinnerungsstücke mit, die Sie

weiterhin auf Ihrem Lebensweg begleiten sollen. Wir

möchten, dass Sie sich rundum wohl- und geborgen

fühlen.

Gerne beraten wir Sie ausführlich zu den Leistungen und

Angeboten der Seniorenresidenz.

MediCare Pflegereinrichtung GmbH · Seniorenresidenz Kaiserhof

Bahnhofstraße 2 a · 30890 Barsinghausen · Tel. 05105 5841-0

kaiserhof@medicare-pflege.de · www.medicare-pflege.de

11


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:27 Seite 12

DEMENZERKRANKUNGEN: Die Alzheimer-Krankheit und andere Demenzformen

Das Hauptmerkmal der Demenz ist, dass

sich mehrere geistige Fähigkeiten ver -

schlech tern. Es ist keine reine Gedächtnisstörung.

Bei der Lewy-Körperchen-Krankheit

wird der Verlust von Nervenzellen durch

Zusammenballungen eines bestimmten

Proteins im Zellinneren hervorgerufen.

Diese Einschlusskörper tragen den

Namen von Friedrich H. Lewy (1885–

1950), der als junger Arzt im Labor von

Alois Alzheimer tätig war.

Bei den Betroffenen treten häufig früh

zu Krankheitsbeginn Halluzinationen

und/oder Bewegungsstörungen auf.

Kenn zeichnend für eine Lewy-Körperchen-Demenz

sind:

– starke Schwankungen der geistigen

Leistungsfähigkeit und der Aufmerksamkeit

– optische Halluzinationen, die oft sehr

detailreich sind

– leichte Parkinsonsymptome wie unwillkürliches

Zittern der Hände oder

steife Bewegungen

– häufig kommt es zu Stürzen oder kurzen

Bewusstlosigkeiten.

Es müssen allerdings nicht alle Symptome

auftreten. Und es gibt auch Mischformen

von Alzheimer- und Lewy-

Körperchen-Demenz.

Das Korsakow-Syndrom

Das Korsakow-Syndrom ist häufig die

Folge eines jahrelangen, übermäßigen

Alkoholkonsums. Es wird jedoch auch

nach Infektionen wie Enzephalitis und

Traumen wie schweren Kopfverletzungen

beobachtet. Die Betroffenen ver -

lieren die Fähigkeit, neue Informationen

zu speichern, und füllen ihre

Gedächtnis lücken mit frei erfundenen

Geschichten.

Vielen Patienten ist dies jedoch nicht

bewusst, sodass es sich dabei nicht um

bewusstes Täuschen oder gar Lügen

handelt. Vielmehr ist das Korsakow-

Syndrom Ausdruck einer schweren chronischen

Schädigung des Gehirns. Davon

sind vor allem Hirnregionen betroffen,

12


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:27 Seite 13

UNTERNEHMENSPORTRÄT

Demenz – ein Leben in einer anderen Welt!

Sonja Vorwerk-Gerth: „Warum haben die meisten

Menschen Angst, demenziell zu erkranken? Ich denke,

sie haben sich in Unkenntnis der Sachlage noch nie mit

diesem Thema auseinandergesetzt! Demente Menschen

sind meistens fröhlich und lachen gerne! Leben sie unter

Gleichgesinnten in einer Wohngemeinschaft, fühlen sie

sich verstanden und können adäquat kommunizieren. Von

Menschen liebevoll umsorgt und angeleitet, gibt es selten

Probleme. Man muss den Menschen im Rahmen seiner

Fähigkeiten leben lassen, dann stellt sich fast immer Zufriedenheit

ein. Ich arbeite seit 35 Jahren mit meinen

dementen Patienten und habe persönlich immer eines an

ihnen geschätzt: ihre Ehrlichkeit gegenüber ihren Mitmenschen

– verstellen können sie sich nicht mehr!“

Die Dementen-WGs bieten eine hervorragende Möglichkeit,

ein selbstbestimmtes Leben mit betreutem Wohnen

und Geselligkeit zu kombinieren.

Alle Mieter in den WGs bewohnen ein eigenes Zimmer

mit ihren privaten Möbeln. Sie entscheiden selbst, welche

Tätigkeiten sie in gemeinschaftlicher Arbeit erledigen.

Nach dem Prinzip „So viel wie nötig, so wenig wie

möglich“, werden die Mieter auf allen Ebenen des alltäglichen

Lebens von Menschen unterstützt und betreut.

Angehörige leisten einen großen Teil der Betreuung.

Das gesamte Handeln hat ein Credo: „Im Grunde sind es

die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen

Wert geben!“ (Wilhelm von Humboldt)

Sonja Vorwerk-Gerth GmbH

Kastanienallee 6 · 30851 Langenhagen · Tel. 0511 7684675

info@vorwerk-gerth.de · www.vorwerk-gerth.de

13


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:27 Seite 14

DEMENZERKRANKUNGEN: Die Alzheimer-Krankheit und andere Demenzformen

die für die Gedächtnisbildung und die

Regulierung der Emotionen zuständig

sind. Deshalb sind viele Betroffene auch

in ihrer Emotionalität verändert. Sie

können distanzlos oder unangemessen

heiter wirken.

Emotionen und Sozialverhalten kontrolliert.

Die Erkrankung tritt meist schon

zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr

auf oder noch früher. Die Spanne ist

sehr groß und liegt zwischen 20 und 85

Lebensjahren.

Viele Betroffene sind sehr beeinträchtigt

in ihrer Alltags- und Sozialkompetenz,

sodass ihnen eine selbstständige

Lebensführung nicht mehr möglich ist.

Frontotemporale Demenz oder

Pick-Krankheit

Bei der Frontotemporalen Demenz findet

der Abbau von Nervenzellen zunächst im

Stirn- und Schläfenbereich des Gehirns

statt, in den Fronto-Temporal-Lappen.

Von hier aus werden unter anderem

Im Gehirn der Erkrankten findet man

Zusammenballungen von zwei verschiedenen

Proteinen der Nervenzellen. Aus

einem davon entstehen dadurch kugelförmige

Gebilde, die sogenannten Pick-

Körper. Sie sind nach dem Prager Neurologen

Arnold Pick benannt. Deshalb

wurde diese Form der Demenz früher

auch als Pick-Krankheit bezeichnet.

Bei fast allen Patienten fallen zu Beginn

Veränderungen der Persönlichkeit und

UNTERNEHMENSPORTRÄT

Mensch sein und Mensch bleiben dürfen

Mitten im Ortskern von Uetze befindet sich unsere Tagesstätte

und unsere vollstationäre Pflegeeinrichtung. Wir

sind ein familiär geführtes Privatunternehmen und bieten

20 Tages- und 68 vollstationäre Pflegeplätze. Im Mittelpunkt

stehen die Betreuung, Versorgung und Pflege von

Menschen, die keine Ansprache erhalten, die tagsüber

nicht versorgt werden können und/oder die an Alzheimer

bzw. Demenz erkrankt sind. Das beinhaltet auch die Ent -

lastung pflegender Angehöriger von an Demenz erkrank ten

Menschen – zum einen durch Kurzzeitpflege und zum ande -

ren durch den dauerhaften Heimaufenthalt der Betroffenen.

Hier soll jeder Mensch sein und Mensch bleiben dürfen.

Landhaus am Storchennest Tagespflegestätte & Pflegeheim

Nordmannstraße 6 · 31311 Uetze · Tel. 05173 69052-0

info@landhaus-storchennest.de · www.landhaus-storchennest.de

14


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:28 Seite 15

UNTERNEHMENSPORTRÄT

Pflegebedarf?

Über kurz oder lang sind Sie am besten im Pflegebereich

unserer Residenz aufgehoben. Wir bieten auch Kurzzeitaufenthalte

– ideal zum Fitmachen nach einer OP oder

zur Entlastung von pflegenden Angehörigen.

Zum Leistungsspektrum gehören Langzeit- und Kurzzeitpflege

im Einzel- oder Doppelzimmer, Tages- und Nachtpflege

sowie professionelle und respektvolle Betreuung.

Vollpension, individueller Service und ein 24-Stunden-

Notrufsystem runden das Portfolio ab.

Zudem haben wir ein fortschrittliches Konzept für

demenziell erkrankte Menschen entwickelt. Ein anspruchs -

volles Freizeitprogramm bereichert die herzliche Atmos -

phäre und Lebensqualität.

Victor’s Residenz Margarethenhof

Mergenthalerstraße 3 · 30880 Laatzen · Tel. 0511 9828-0

laatzen@victors-residenz.com · www.victors-residenz.com

des zwischenmenschlichen Verhaltens

auf. Dazu zählen insbesondere Aggressivität,

Taktlosigkeit, maßloses Essen oder

auch Teilnahmslosigkeit. Im Verlauf der

Erkrankung entwickeln sich Störungen

der Sprache, die sich in Wortfindungsstörungen,

Verständnisstörungen und

fehlendem Mitteilungsbedürfnis bis zum

völligen Verstummen äußern. Dann

kommt es zur Beeinträchtigung des

Gedächtnisses, die lange Zeit aber nicht

so stark ausgeprägt ist wie bei der

Alz heimer-Krankheit.

Die Diagnostik kann schwierig sein. Weil

zu Beginn Veränderungen der Persönlichkeit

und des Verhaltens im Vordergrund

stehen, kommt es nicht selten

zu Verwechslungen mit psychischen

Störungen wie Depression, Burn-out-

Syndrom, Schizophrenie oder Manie. Die

Betroffenen zeigen in der Regel kaum

Krankheitseinsicht oder Therapiemoti -

vation.

Weil die Vorgänge, die zum Nervenzell -

untergang führen, zum größten Teil

nicht bekannt und nicht beeinflussbar

sind, gibt es bisher auch keine gezielten

Therapiemöglichkeiten. Die medikamentöse

Behandlung zielt derzeit darauf ab,

die Verhaltensauffälligkeiten der Patienten

zu mildern.

15


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:28 Seite 16

MENSCHEN MIT DEMENZ: Symptome

Ist meine Vergesslichkeit noch normal?

Wenn Sie ab und zu Ihren Schlüssel

verlegen, einen Termin vergessen oder

Ihnen der Name eines Bekannten nicht

einfällt, dann ist das kein Grund zur

Beunruhigung. Treten jedoch häufig und

über längere Zeit Störungen des Kurz -

zeitgedächtnisses, der Konzentration

oder der Orientierung auf, dann sollten

Sie zum Arzt gehen. Zum Beispiel, wenn

Sie sich nicht mehr erinnern, einen

Termin überhaupt vereinbart zu haben,

oder wenn Sie sich in einer neuen Um -

gebung wesentlich schlechter zurecht -

finden als früher, oder wenn Ihre

geistigen Fähigkeiten stark schwanken.

Andere Ursachen

Diese Symptome können ganz verschie -

dene Ursachen haben und stehen nicht

unbedingt im Zusammenhang mit einer

Demenz. Sie können beispielsweise durch

Stress hervorgerufen werden, durch

Burn-out, seelische Belastungen,

Depressionen oder auch eine Umstellung

des Hormonhaushalts, wie in den

Wechseljahren. Weitere körperliche

Ursachen sind eine Unterfunktion der

Schilddrüse, ein erhöhter

Hirndruck, wie er im Alter

auftreten kann, oder ein

Tumor. Darüber hinaus

können es Nebenwirkungen

der verschiedensten

Medikamente sein, die Sie zum

Beispiel gegen Schmerzen oder zur

Senkung des Blutdrucks einnehmen.

Welche Symptome und

welchen Verlauf hat eine

Demenz?

Das Muster der Symptome einer Demenz hängt davon ab,

welche Bereiche des Gehirns durch die zugrunde liegende

Krankheit geschädigt werden.

Zwischen dem Ausmaß der Veränderungen

im Hirngewebe und der Stärke der

Symptome besteht in der Regel kein

enger Zusammenhang. Deswegen kann

eine Krankheit über viele Jahre un -

bemerkt bleiben. Meistens geht der

Demenz ein Zustand voraus, in dem die

Betroffenen nur leicht beeinträchtigt

sind. Außerdem werden die Einschränkung

ihrer Leistung und die Änderung

ihres Verhaltens nicht nur durch die

Schädigung des Hirngewebes bestimmt.

Eine Einteilung in Schweregrade gibt es

für die Demenz bei der Alzheimer-

Krankheit. Sie orientiert sich daran, wie

selbstständig die Menschen noch sind

und welche Unterstützung sie schon

brauchen. Man unterscheidet die drei

Abschnitte leichtgradige, mittelschwere

und schwere Demenz. Da die Symptome

meist allmählich fortschreiten, sind die

Übergänge fließend.

Bei der Alzheimer-Krankheit beginnt der

neurodegenerative Prozess viele Jahre

vor dem Auftreten der ersten Symptome.

Diese beginnen in den meisten Fällen

mit leichten, aber messbaren Einschränkungen

der geistigen Fähigkeiten, mit

denen die Erkrankten ihren Alltag noch

gut bewältigen können. Meist ist das

Kurzzeitgedächtnis betroffen. Diesen

Zustand bezeichnet man als „Leichte

Kognitive Beeinträchtigung“. Innerhalb

von fünf Jahren entwickelt die Hälfte

der Betroffenen eine Demenz.

Leichtgradige Demenz

Die Schwelle zur Demenz ist erreicht,

wenn die alltäglichen Tätigkeiten be -

einträchtigt werden. Im Stadium der

leichtgradigen Demenz stehen meist

Gedächtnisstörungen im Vordergrund.

Betroffene haben häufig Wort findungsstörungen,

sind in ihrer Auffassungsgabe

sowie beim Planen und Problem -

lösen eingeschränkt. Sie können sich

zeitlich und räumlich nicht mehr sicher

orientieren. Sie sind aber in der Lage,

gewohnte Alltagstätigkeiten mit gelegentlicher

Hilfe auszuüben. In der Regel

sind sie noch geschäfts- und testier -

fähig. Auch die Fahrtauglichkeit kann

erhalten sein. Bei anspruchsvollen Aufgaben

wie Organisieren des Haushalts,

Führen des Bankkontos oder Durch -

führung von Reisen brauchen sie aber

Unterstützung. Ihren Beruf können sie

meist nicht mehr ausüben. Sie nehmen

16


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:28 Seite 17

MENSCHEN MIT DEMENZ: Symptome

Störungen des Wirklichkeitsbezugs wie

wahnhafte Befürchtungen, Verkennung

von Situationen oder Halluzinationen.

Auch körperliche Symptome wie Krampf -

anfälle (Epilepsie) und Schwierigkeiten

mit der Kontrolle von Blase und Darm

(Inkontinenz) können auftreten. Bestimmte

Fähigkeiten sind aber nach wie

vor erhalten: Zum Beispiel erinnern sich

die Betroffenen gut an Lieder, Musik und

Gedichte. Deshalb können Biografie -

arbeit, Musiktherapie oder auch Krankengymnastik

dazu beitragen, die Symptome

abzumildern und das Wohlbefinden

zu verbessern.

Medizinische Behandlung

Wenn es sich nicht um eine

Demenz handelt, kann eine

medizinische Behandlung

oder eine therapeutische

Unterstützung angezeigt

sein. In manchen Fällen

wird der Arzt feststellen,

dass es sich tatsächlich um eine

Demenz handelt.

INFO

das Nachlassen ihrer Leistungsfähigkeit

selbst wahr. Deshalb reagieren sie häufig

mit depressiven Verstimmungen, verminderter

Aktivität und Rückzug.

Mittelschwere Demenz

Im Stadium der mittelschweren Demenz

sind die geistigen Störungen so stark

ausgeprägt, dass die Betroffenen auch

bei einfachen Verrichtungen des täg -

lichen Lebens Hilfe benötigen. Ihr Alt -

gedächtnis verblasst, die zeitliche und

örtliche Orientierungsfähigkeit geht verloren,

die sprachliche Verständigung

wird zum Problem. Eine selbstständige

Lebensführung ist nicht mehr möglich.

Spätestens jetzt können die Betroffenen

nicht mehr selbst Auto fahren. Zusätzlich

können ausgeprägte Verhaltens -

änderungen auftreten, vor allem Antriebslosigkeit,

Unruhe und Reizbarkeit,

aber auch Aggressivität. Seltener sind

Schwere Demenz

Im Stadium der schweren Demenz sind

die Betroffenen vollständig pflege -

bedürftig, die sprachliche Verständigung

gelingt nicht mehr. Sie sind häufig bettlägerig,

leiden unter versteiften Gliedmaßen

und Ernährungsstörungen. In

diesem Stadium sind Betroffene besonders

anfällig für Infektionen. Die häufigste

Todesursache ist eine Lungenentzündung.

Der Krankheitsverlauf ist von

Fall zu Fall sehr verschieden und lässt

sich nicht vorhersagen.

STADIEN DER DEMENZ

Stadium

selbstständige

Lebensführung

Unterstützungs -

bedarf

leichtgradige

Demenz

geringgradig

eingeschränkt

bei anspruchsvollen

Tätigkeiten

Angehörige und Freunde fürchten

oft, dass Demenzkranke unweigerlich

aggressiv würden. Sie sollten

wissen, dass die Betroffenen meist

nicht von sich aus Aggressionen

gegen andere entwickeln. Sondern

sie reagieren einfach emotionaler

als früher und wehren sich bei -

s piels weise, weil sie sich hilflos

und beschämt fühlen.

mittelschwere

Demenz

hochgradig

eingeschränkt

bei einfachen

Tätigkeiten und

Selbstversorgung

schwere

Demenz

nicht

möglich

bei allen

Tätigkeiten

17


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:28 Seite 18

INTERVIEW: Dr. med. Marc Muschler

Vergesslichkeit ist nicht

gleich Demenz

Gespräch mit Dr. med. Marc Muschler

Wie erkenne ich, dass ich nicht nur ein

bisschen vergesslich bin, sondern an

einer krankhaften Demenz leide?

Die Diagnose einer Demenz sollte immer

von einem Facharzt gestellt werden,

denn Vergesslichkeit kann verschiedene

Ursachen haben. Auch Menschen, die

unter einer Depression leiden, erleben

subjektiv Gedächtnis- und Konzentra -

tionsstörungen. Und es gibt verschiedene

Formen einer Demenzerkrankung,

die unterschiedliche Behandlungen erfordern.

Bitten Sie deshalb Ihren Hausarzt

um eine Überweisung zu einem

Facharzt oder in eine Gedächtnissprechstunde.

Selbstdiagnosen sind

keine gute Basis für Entscheidungen.

Zunehmende Vergesslichkeit, Wort -

findungsstörungen und Orientierungsschwierigkeiten,

die länger als sechs

Monate andauern, können auf eine

beginnende Demenzerkrankung hin -

weisen.

An wen kann ich mich wenden und

welche Untersuchungen gibt es?

Die Diagnostik sollte beim Psychiater

oder Neurologen stattfinden. Im Gespräch

mit dem Patienten wird zunächst

erfragt, welche Symptome er oder sie an

sich bemerkt hat. Oft ist es auch sinnvoll,

dass sich dazu Familienangehörige

oder andere nahestehende Personen

äußern. In der Praxis erlebe ich immer

wieder, dass Betroffene ihre Symptome

eher bagatellisieren. Zur Erstunter -

suchung gehören außerdem standardisierte

Tests. Sollte sich danach der Verdacht

einer Gedächtnisleistungsstörung

ergeben, folgen körperliche und laborchemische

Untersuchungen, weitere

neuropsychologische Tests sowie ein

CT oder MRT des Gehirns, ein EEG, eine

Dopplersonografie der Halsgefäße sowie

gegebenenfalls eine Untersuchung des

Nervenwassers.

Dr. med. Marc Muschler

Dr. med. Marc Muschler ist Facharzt

für Psychiatrie und Psychotherapie am

Zentrum für Seelische Gesundheit der

Medizinischen Hochschule Hannover.

Er erklärt, warum eine fachärztliche

Diagnose wichtig ist, welche Formen

der Erkrankung es gibt und welche

Behandlungsmöglichkeiten für

Betroffene.

Was ist der Unterschied zwischen einer

Demenz und der Alzheimer-Krankheit?

Welche Formen gibt es?

Der Begriff Demenz beschreibt ein erworbenes

Syndrom von fortschreitender

Minderung der kognitiven Leistungs -

fähigkeit. Häufig wird der Begriff

Demenz synonym mit der Demenz bei

Alzheimer-Krankheit verwendet. Die

Demenz bei Alzheimer-Krankheit ist mit

65 Prozent die häufigste Form, gefolgt

von der vaskulären Demenz, also der

Demenz, die aufgrund von Gefäßerkran-

18


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:28 Seite 19

kungen entstehen kann. Außerdem gibt

es die Frontotemporale Demenz (Pick-

Krankheit), die Lewy-Körperchen-Demenz

sowie die Demenz bei Parkinson-Krankheit.

Daneben gibt es eine Reihe von

Demenzformen bei anderen Erkrankungen,

auch Demenzen, welche potenziell

reversibel sind.

Wie verläuft eine Alzheimer-Demenz?

Die Erkrankung ab der Diagnosestellung

zieht sich im Mittel über fünf bis acht

Jahre hin, kann aber auch rascher verlaufen

oder länger andauern. Meist

beginnt sie bei insgesamt körperlich

unveränderter Verfassung mit leichten

Gedächtnis- oder Orientierungsstörungen

sowie ersten Einschränkungen bei

alltäglichen Tätigkeiten. Manche der

Betroffenen geben ihre Hobbys oder

Interessen auf. Oft wird eine Störung

des Geruchssinns empfunden. Aber auch

Depression oder wahnhafte und paranoide

Symptome können auftreten. Viele

Betroffene bagatellisieren in der Frühphase

der Erkrankung ihre Symptome.

Im mittleren Stadium der Erkrankung

geht dies nicht mehr. Die kognitiven

Defizite des Patienten sind nicht

mehr zu übersehen. Es gibt ausgeprägte

Gedächtnisdefizite, Wortfindungs -

störungen sowie apraktische Störungen,

das heißt beispielsweise die Unfähigkeit,

sich die Schuhe zuzubinden oder

Essbesteck benutzen zu können. Das

Führen eines Fahrzeugs ist ab diesem

Stadium definitiv nicht mehr möglich.

Auch Inkontinenz und ein gestörter

Tag-Nacht-Rhythmus können auftreten.

Im späten Stadium kann der Patient

auch einfache Dinge des Alltags nicht

mehr bewältigen, verliert seine Körperfunktionen

und oft vollständig seine

Sprache und ist bis zum Tod auf permanente

Pflege angewiesen.

Bei der vaskulären Demenz beginnt die

Erkrankung oft akut infolge eines oder

mehrerer Schlaganfälle. Die Frontotemporale

Demenz zeigt sich zu Beginn

meist in Form von Verhaltensstörungen

statt durch Gedächtnisverlust. Typisch

sind eine Verhaltensenthemmung,

Apathie oder Passivität, ein Verlust von

Sympathie und Empathie sowie eine

Veränderung der Essgewohnheiten und

die neu auftretende Neigung, sich

häufig Gegenstände in den Mund zu

stecken („Hyperoralität“).

Gibt es Medikamente gegen Alzheimer?

Und ist Demenz heilbar?

Eine Demenz bei Alzheimer-Krankheit,

eine vaskuläre Demenz, eine Fronto -

temporale Demenz, eine Demenz bei

Parkinson oder eine Lewy-Körperchen-

Demenz sind zum aktuellen Zeitpunkt

nicht heilbar. Zur Behandlung der Alzheimer-Demenz

stehen Acetylcholin-

Esterase-Hemmer und Memantine

bereit. Die Medikamente können helfen,

die Alltagsfähigkeiten und die Kognition

vorübergehend zu verbessern. Den

Krankheitsfortschritt aufhalten können

sie nicht.

19


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:28 Seite 20

INTERVIEW: Dr. med. Marc Muschler

Wie sieht es mit anderen Therapie -

formen aus?

Es gibt eine Reihe von nicht-medikamentösen

Therapien, die Betroffene und

Pflegepersonen nutzen können, um

ihren Alltag mit der Krankheit zu verbessern.

Dazu gehören unter anderem

kognitives Training, Ergotherapie,

Kunst- und Musiktherapie. Hier werden

Gedächtnis, Sprache und Sprechfähigkeit,

Alltagskompetenzen und Orientierungsvermögen

angeregt und trainiert.

In der Kunst- oder Musiktherapie

können sich auch Erkrankte noch ausdrücken,

die bereits an Verlusten ihrer

Sprechfähigkeit leiden.

Können Angehörige die Pflege zu

Hause leisten?

Wenn es möglich ist, sollte die oder

der Betroffene so lange wie möglich

in der vertrauten Umgebung bleiben.

Jeder Ortswechsel kann den Zustand

verschlechtern. Allerdings wird mit fort-

Die Diagnostik sollte beim Psychiater oder Neurologen erfolgen.

schreitender Erkrankung die Pflege im

häuslichen Umfeld oft zunehmend

schwierig und ist für viele Angehörige

dann nicht mehr leistbar. Dafür gibt es

auf Demenz spezialisierte Einrichtungen.

Pflegende Angehörige sollten sich

auf jeden Fall über die Erkrankung und

deren Verlauf gut informieren, alle

möglichen Hilfen bei der Pflege nutzen

und an Angeboten teilnehmen, die im

Umgang mit den be sonderen Verhaltenssymptomen

bei Demenz schulen.

Besonders wichtig ist, dass pflegende

An gehörige auf ihre eigene Gesundheit

achten.

Ist die Neigung zur Demenz erblich?

Und kann ich einer Demenz vor -

beugen?

Genetisch bedingt ist nur ein sehr ge -

ringer Prozentsatz der Demenzen. Die

Hauptursache der meisten Demenzerkrankungen

ist die Alzheimer-Krankheit.

Den größten Risikofaktor für die Entwicklung

einer Demenzerkrankung stellt

das Alter dar. Zur Prävention kann eine

Lebensweise dienen, wie sie auch zur

Prävention vieler anderer Erkrankungen

bekannt ist. Dazu gehören die Einstellung

eines Bluthochdrucks, die Behandlung

eines eventuell bestehenden Diabetes

mellitus, Rauchverzicht, maßvoller

Frühzeitig, das heißt, sobald die Erkrankung

Alkoholgenuss sowie eine gesunde

vom Facharzt diagnostiziert und ausgewogene Ernährung. Bedeutsam

wurde, sollte außerdem eine Vorsorgevollmacht

für den pflegenden Angehörigen

oder eine andere Vertrauensperson

eingerichtet werden – bevor der Patient

nicht mehr geschäftsfähig ist.

ist auch körperliche und geistige

Beweglichkeit: Sport, und sei es nur

regelmäßiges Spazierengehen, das Pflegen

von Bekanntschaften und menschlichen

Kontakten sind sehr wichtig.

20


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:29 Seite 21

UNTERNEHMENSPORTRÄT

Tagespflege im Stadtteilhaus Klein-Buchholz

Das Stadtteilhaus Klein-Buchholz bietet für die Tagespflege

ein richtiges Wohlfühlambiente. In den modern

konzipierten Räumlichkeiten der Vorzeigeeinrichtung

wird pflege- und bedarfsgerechte Betreuung angeboten.

Menschen mit unterschiedlichen geriatrischen und neuro -

logischen Erkrankungen werden liebevoll betreut.

Die täglichen Aktivitäten richten sich selbstverständlich

nach den individuellen Bedürfnissen und der Biografie

der Gäste, damit das Gefühl von Sicherheit und Ge -

borgenheit unterstützt wird. „Mit dem Angebot unserer

Tagespflege werden die Fähigkeiten der Gäste stabilisiert,

sodass sie weiterhin, beziehungsweise wieder, ein

eigenständiges Leben in ihrem vertrauten Umfeld führen

können. Außerdem werden dadurch die Angehörigen

entlastet", bestätigt die Pflegedienstleiterin.

Betreut wer den die Gäste von montags bis freitags

zwischen 8 und 16 Uhr. Zu den Leistungen gehören die

Organisation des Fahr dienstes, die Grund- und Behandlungspflege,

die gemein same Zubereitung der Mahl -

zeiten, das Gedächtnis- und Konzentrationstraining

sowie die psychosoziale Betreuung. Weiterhin zählen die

biografisch orientierten Beschäf tigungsangebote, die

Aktivierung und Förderung vorhandener Fähigkeiten, die

Angehörigenberatung und Unterstützung bei Antrags -

ver fahren zum umfangreichen Angebot. Besuchen Sie

uns – wir unterstützen und beraten Sie gerne!

Tagespflege im Stadtteilhaus Klein-Buchholz

Gebrüder-Hartmann-Straße 14 · 30659 Hannover · Tel. 0511 545239-60

sandra.nolte@evangelisches-johannesstift.de · www.altenhilfe-johannesstift.de

21


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:29 Seite 22

MENSCHEN MIT DEMENZ: Diagnose

Wie wird die Diagnose

gestellt?

Warum ist die Diagnose so wichtig?

Die genaue Diagnose erklärt die

verminderte Leistungsfähigkeit und die

Verhaltensänderungen der Betroffenen

und kann dadurch entlastend wirken.

Unter Umständen deckt sie eine andere

behandelbare Krankheit als Ursache der

Symptome auf. Die Diagnose ist die

Voraussetzung für den Behandlungsplan

und erleichtert den Zugang zu Hilfs -

möglichkeiten. Darüber hinaus ist sie

eine Grundlage für die weitere Lebens -

planung.

Wenn erbliche Krankheiten der Demenz

zugrunde liegen, hat die Diagnose auch

eine Bedeutung für die Geschwister und

Kinder der Betroffenen.

Wer kann die Diagnose stellen?

In unkomplizierten Fällen können

Haus ärzte eine Demenzerkrankung

zwar sicher feststellen, aber weil eine

genaue Diagnose so wichtig ist, sollten

Be troffene und Angehörige unbedingt

auch Fachärzte aufsuchen und auf einer

sorgfältigen Untersuchung bestehen.

Dafür stehen Fachärzte für Neurologie

oder Psychiatrie bereit und andere

spezi alisierte Einrichtungen –

in Hannover die Gedächt -

nisambulanzen in der

Medizinischen Hochschule

(MHH), im DIAKOVERE

Henriettenstift und im

Klinikum Wahrendorff.

Zwei Schritte führen zur Diagnose: Zunächst geht es

darum, eine Demenz festzustellen oder auszuschließen.

Gegebenenfalls folgt dann die Klärung der zugrunde

liegenden Ursache.

Der erste Schritt zur Diagnose ist wichtig,

um zu entscheiden, ob eine Demenz

vorliegt oder eine reine Gedächtnisstörung

(Amnesie) oder ein akuter Verwirrtheitszustand

(Delir). Diese haben andere

Ursachen, erfordern andere Behandlungsmaßnahmen

und sind mit einer

anderen Prognose verbunden. Ferner

muss der Schweregrad der Demenz ermittelt

werden, um abzuschätzen, zu

welchen Problemen sie führt, welchen

Unterstützungsbedarf der Betroffene

hat, ob Gefahren für ihn oder seine Bezugspersonen

bestehen und welche Versorgungsmaßnahmen

eingeleitet werden

müssen. Hierfür wird untersucht, ob die

geistigen Fähigkeiten der Erkrankten

vermindert sind und ob sich das negativ

auf ihre Alltagstätigkeiten auswirkt.

Um die geistigen Funktionen zu beurteilen,

gibt es Tests: Der Mini-Mental-

Status-Test (MMST) ist dabei am weitesten

verbreitet. Mit Fragen werden wichtige

geistige Funktionen überprüft, etwa

Erinnerung, Aufmerksamkeit, Orientierung,

Lesen und Rechnen. Im Gespräch

mit Betroffenen und Angehörigen soll

auch herausgefunden werden, ob sich

die Persönlichkeit, das Verhalten, die

Stimmung oder der Antrieb der Erkrankten

verändert haben und ob ihr Wirklichkeitsbezug

gestört ist.

Der zweite Schritt – die Klärung der

Ur sache – ist wichtig, weil einer Demenz

ganz verschiedene Krankheiten zugrunde

liegen können. Daraus ergeben

sich andere Behandlungsmöglichkeiten,

verschiedene Probleme für die Betroffenen

und ihre Angehörigen und unterschiedliche,

zu erwartende Verläufe. Einige

Ursachen sind behebbar und dürfen

daher keinesfalls übersehen werden.

Hinweise auf die Ursache ergeben sich

aus der Vorgeschichte, zum Beispiel

Krankheiten in der Familie, frühere oder

gegenwärtige eigene Krankheiten und

damit verbundene Medikamenteneinnahme,

Verletzungen oder Operationen,

möglicherweise auch Suchtmittelmissbrauch.

Weitere Anhaltspunkte liefern

das Muster der Symptome, die körper -

liche Untersuchung und Laborbefunde.

Bei der körperlichen Untersuchung muss

auch auf Einschränkungen des Seh- und

Hörvermögens geachtet werden, weil

sie viele Tätigkeiten im Alltag zusätzlich

beeinträchtigen können.

Bildgebende Verfahren, Biomarker und

Frühdiagnostik

Zur ersten Diagnostik gehört ein bild -

gebendes Verfahren wie Computer -

tomografie oder Magnetresonanz tomo -

grafie (Kernspintomografie). Mit diesen

22


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:30 Seite 23

MENSCHEN MIT DEMENZ: Diagnose

Tipp

Behebbare Ursachen

ausschließen

Eine besonders wichtige

Aufgabe der Diagnostik ist es,

behebbare Ursachen zu erkennen:

– Depression

– Abflussbehinderung des Nervenwassers

(Normaldruckhydrozephalus)

– Blutungen innerhalb des Schädels

– operable Tumore

– Infektionen des Gehirns (zum Beispiel

Herpes-simplex-Enzephalitis)

– Vitaminmangelzustände

(z. B. B12, Folsäure)

– Hormonmangelzustände

(z. B. Schilddrüsenhormon)

– schädlicher Gebrauch von Medika men ten

wie Beruhigungs- oder Schlaf mitteln

UNTERNEHMENSPORTRÄT

Zentrum für Medizin im Alter

Ältere und alte Menschen benötigen nach einer Behandlung

in der Klinik häufig individuelle Unterstützung und

Betreuung. Als eine der ersten Kliniken in Deutschland

befasst sich im DIAKOVERE Henriettenstift das Zentrum

für Medizin im Alter mit der Behandlung und Rehabilitation

dieser Patientengruppe. Die von Chefarzt Professor

Dr. Klaus Hager geleitete Klinik in Hannover Kirchrode

ist eine internistisch geprägte stationäre Einrichtung

mit einer Akutgeriatrie, einer stationären geriatrischen

Rehabilitation und einer Alterstraumatologie. Außerdem

gehört eine geriatrische Tagesklinik dazu, in der die Rehabilitation

von zu Hause aus durchgeführt werden kann.

Weiterhin bieten wir Ambulanztätigkeiten wie die Sturz -

ambulanz oder die Gedächtnisambulanz Hannover an.

DIAKOVERE Henriettenstift

Schwemannstraße 19 · 30559 Hannover · Tel. 0511 289-3222

info@diakovere.de · www.diakovere.de

23


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:30 Seite 24

MENSCHEN MIT DEMENZ: Diagnose

Wenn erbliche Krankheiten der Demenz

zugrunde liegen, hat die Diagnose auch

eine Bedeutung für die Geschwister und

Kinder der Betroffenen.

Tech niken lässt sich das Gehirn darstellen.

So sind beispielsweise Blutungen und

Tumore zu erkennen, Folgen von Durch -

blutungsstörungen wie Infarkte oder

Schä digungen von Faserbahnen. Zu sehen

ist aber auch, ob bestimmte Abschnitte

des Gehirns durch den Verlust von Nervenzellen

bereits geschrumpft sind.

Mit einer Positronen-Emissions-Tomo -

grafie können der Hirnstoffwechsel

untersucht und Proteinablagerungen im

Gehirn dargestellt werden. Diese Untersuchung

gehört nicht zur Routinediagnostik.

Aber beide Verfahren eignen sich

dazu, den Ort der Nervenzellschädigung

und damit die Art der zugrunde liegenden

Krankheit nachzuweisen.

Nur mit Zustimmung der Betroffenen

Diagnostische Maßnahmen dürfen nur mit dem Einverständnis der Betroffenen

vorgenommen werden. Wenn jemand den Untersuchungen nicht mehr zustimmen

kann, weil er oder sie deren Bedeutung nicht versteht, können Bevollmächtigte

oder rechtliche Betreuer stellvertretend einwilligen. Gegen

den Willen eines Betroffenen darf eine diagnostische Unter suchung

nur durchgeführt werden, wenn für ihn oder für seine Mitmenschen

Gefahr besteht.

Wenn Betroffene es ablehnen, zur Abklärung der Gedächtnisprobleme

einen Arzt aufzusuchen, versuchen Angehörige manchmal erfolgreich, den

Arztbesuch mit einer allgemeinen Vorsorgeguntersuchung zu begründen.

Aufklärung über die Diagnose

Die Betroffenen haben das Recht, ihre Diagnose zu erfahren oder darüber im

Unklaren zu bleiben. Sie können auch entscheiden, ob Angehörige oder andere

Bezugspersonen darüber informiert werden dürfen. Fast immer ist es hilfreich, die

Angehörigen in die Aufklärung einzubeziehen. Bei Erkrankten, die Mitteilungen

über die vorliegende Erkrankung nicht mehr verstehen, sich kein Urteil über die

Therapiemöglichkeiten bilden und nicht mehr danach handeln können, kann die

ärztliche Behandlung nur auf der Grundlage einer Vollmacht oder einer recht -

lichen Betreuung erfolgen.

Biomarker sind Messwerte für biologische

Prozesse. Wenn bei Betroffenen der

Verdacht auf eine entzündliche Erkrankung

besteht, kann das Nervenwasser

des Gehirns (Liquor) untersucht werden.

In einer Probe des Nervenwassers lassen

sich auch die Konzentrationen bestimmter

Proteine erkennen. Die Messwerte

geben Hinweise auf Ablagerungen und

auf einen Verlust von Nervenzellen. Bei

der Alzheimer-Krankheit sind sie in charakteristischer

Weise verändert.

Früherkennung: Wenn es Hinweise auf

eine Alzheimer-Krankheit gibt, können

die Betroffenen rechtzeitig wichtige

Entscheidungen treffen und das eigene

Leben selbstständig gestalten. Andererseits

müssen sie aber mit dem Wissen

leben, dass sie an einer fortschreitenden

Krankheit leiden, für die es zurzeit keine

Heilung gibt. Deshalb ist es wichtig, Bedeutung

und Folgen der Frühdiagnostik

vorher ausführlich zu besprechen.

Kontakte/Adressen: siehe Kapitel 20, Seite 68

24


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:30 Seite 25

MENSCHEN MIT DEMENZ: Therapien

Therapien für Demenzkranke

Demenz ist zwar nicht heilbar, wohl aber behandelbar.

Dafür gibt es medikamentöse und nicht-medikamentöse

Therapiemöglichkeiten.

Die medikamentöse und nicht-medikamentöse

Therapie soll die geistigen und

körperlichen Fähigkeiten der Erkrankten

möglichst lange erhalten, ihre Stimmung

verbessern und ihr Verhalten stabilisieren.

Die Behandlung soll erreichen, dass

– die Krankheitssymptome langsamer

voranschreiten

– die Erkrankten möglichst lange zu

Hause leben können

– sich die Belastungen für die Pflegenden

verringern.

Von Beginn an sollten die Angehörigen

in die Pflege eingebunden werden. Besonders

wenn die Erkrankten ihre Wünsche

und Beschwerden nicht mehr selbst

äußern können, sollten Angehörige Ärzten

und anderen Therapeuten wichtige

Beobachtungen mitteilen. Das betrifft

etwa Wirkungen und Nebenwirkungen

von Medikamenten, Verhaltensweisen,

Vorlieben und Abneigungen der Kranken.

Drei Bereiche können behandelt werden:

1. Die Störungen der geistigen Leistungsfähigkeit

(kognitive Störungen).

Sie betreffen besonders Gedächtnis

und Orientierung, Urteilsfähigkeit und

Sprache. Hier sind therapeutische

Erfolge aber nur begrenzt möglich.

2. Störungen des Verhaltens und psychische

Symptome, zum Beispiel depressive

Stimmung, Apathie, Angst,

Umherwandern, Unruhe, Aggressivität,

Schlafstörungen, Halluzinationen

oder Wahnvorstellungen. Diese Störungen

führen oft zu großen Problemen

im Alltag. Sie sind besser behandelbar

als die geistigen Störungen.

3. Akute und chronische körperliche Erkrankungen,

die unabhängig von der

Demenz auftreten.

Welche medikamentösen Therapien

gibt es für Demenzkranke?

Ärzte behandeln einerseits die Symptome

der Demenz selbst, andererseits

auch andere Krankheiten und Störungen,

die die geistige Leistungsfähigkeit

beeinflussen können.

Antidementiva sind Medikamente, die

den Verlauf der Alzheimer-Krankheit

stabilisieren und das Fortschreiten der

Symptome verzögern können. Als Mittel

im frühen und mittleren Stadium

verschreiben die Ärzte Acetylcholin -

esterase-Hemmer, die unter verschiedenen

Handelsnamen auf dem Markt sind.

Für die mittlere bis späte Phase empfehlen

die medizinischen Fachgesellschaften

den Wirkstoff Memantine.

Die medikamentöse Therapie schlägt

nicht bei allen Patienten an. Es ist bereits

ein Erfolg, wenn sich die geistige

Leistungsfähigkeit für eine Weile nicht

verschlechtert. Einige Patienten leiden

unter Nebenwirkungen wie Übelkeit,

Durchfall oder Schlaflosigkeit.

INFO

Die Aussage „Da kann man nichts

machen“ ist falsch. Die Erkrankten

haben ein Recht auf Behandlung

nach dem Stand des medizinischen

Wissens. Betroffene und Angehörige

sollten daher auf einer genauen

Diagnose und der entsprechenden

Therapie bestehen.

25


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:30 Seite 26

MENSCHEN MIT DEMENZ: Therapien

INFO

Die Angehörigen spielen bei der

medikamentösen Therapie eine

wichtige Rolle: Sie sollten sorgfältig

beobachten, welche Wirkungen

oder unerwünschten

Nebenwirkungen auftreten und

es dem Arzt oder der Ärztin mitteilen.

Vielleicht muss daraufhin

die Dosierung verändert oder das

Medikament abgesetzt werden.

Es gibt verschiedene Wege, die zur

Therapie beitragen können – nicht zur

Heilung, aber zur Behandlung.

Auf die Mischung kommt es an

Bei der Behandlung Demenzkranker geht

es immer darum, für jeden Menschen

den passenden Therapie-Mix

zu finden. Dazu sollten sich

Betroffene, Angehörige,

Ärzte und Therapeuten gut

abstimmen. Denn nicht jede

Therapie taugt für jeden

Patienten. Und für manchen

kann zu viel des Guten auch in

„Therapiestress“ ausarten.

Zur medikamentösen Behandlung von

psychischen Symptomen, Verhaltensstörungen

und körperlichen Erkrankungen

werden verschiedene Mittel eingesetzt:

– Antidepressiva verbessern die Stimmung.

– Neuroleptika helfen bei Unruhe,

Wahnvorstellungen oder Sinnestäuschungen.

– Anxiolytika wirken gegen Angst -

zustände.

– Bei Parkinson- oder Lewy-Körperchen-

Demenz werden auch Medikamente

verordnet, die die Beweglichkeit erleichtern.

Für die Gesundheit und das Wohlbefinden

der Betroffenen ist es wichtig, dass

körperliche Leiden erkannt und behandelt

werden. Dabei ist besonders an

Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes

zu denken, aber auch an akute

Krankheiten und Infektionen, die zu Dehydration

(Austrocknen) führen können.

Nicht-medikamentöse Therapieformen

für Demenzkranke

Therapieformen ohne Medikamente sollen

die Erkrankten aktivieren oder beruhigen,

ihre Stimmung verbessern, Fähigkeiten

fördern und das Selbstbewusstsein

stärken. Sie fließen zum Beispiel als

Biografiearbeit in den Alltag ein und

werden auch in stationären Einrich -

tungen immer wichtiger. Ärztlich verordnet

werden können Krankengym -

nastik (Physiotherapie), Ergotherapie

und Logo pädie. Die Kosten erstatten

in der Regel die Krankenkassen. Nach -

folgend mög liche Therapieformen:

Physiotherapie

Physiotherapie oder Krankengymnastik

umfasst Heilverfahren, die mit Be -

wegung, Wärme oder Licht arbeiten. Sie

kann zum Beispiel bei Bettlägerigen verhindern,

dass ihre Glieder versteifen. Als

Bewegungstherapie kann sie Mobilität,

Kraft und Gleichgewicht stärken, um die

Sturzgefahr zu verringern. Die Übungen

sollen Freude und Bewegung fördern, ob

einzeln oder in der Gruppe. Denn Gymnastik,

Spazierengehen oder Sport sind

gut für Körper und Geist.

Ergotherapie

Die Ergotherapie wurde früher als

Beschäftigungstherapie bezeichnet. Im

Mittelpunkt stehen Übungen zum Erhalt

der Alltagsfähigkeiten, beispielsweise

Körperpflege, Ankleiden und Haushaltstätigkeiten.

Wenn die Demenzkranken

den Übungen nicht mehr folgen können,

konzentrieren sich die Ergotherapeuten

darauf, die Körperwahrnehmung und

Bewegung zu fördern. Ergotherapeuten

helfen dabei, in der Wohnung Gefahrenquellen

für Stürze oder Verbrennungen

zu beseitigen, das Bad zweckmäßig

einzurichten und den Erkrankten die

Orientierung zu erleichtern. Sie beraten

auch über Hilfsmittel bei Mobilitäts -

pro blemen oder Inkontinenz.

Logopädie

Viele Demenzkranke haben Schwierigkeiten

beim Sprechen, Schlucken und

Essen. Logopäden diagnostizieren und

behandeln diese Störungen. Das ist

aber bei Demenzkranken nur im frühen

Stadium sinnvoll.

Körperliches Training

Gute Erfahrungen gibt es mit Kraft- und

Gleichgewichtsübungen. Körperliches

Training verbessert bei Demenzkranken

nicht nur Beweglichkeit und Kraft, son-

26


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:31 Seite 27

MENSCHEN MIT DEMENZ: Therapien

dern auch die geistige Leistungsfähigkeit

und das psychische Befinden. Sie

werden auch aufmerksamer und stürzen

nicht so leicht.

Basale Stimulation

Besonders im fortgeschrittenen Stadium

leiden Demenzkranke häufig unter Reizarmut,

sie nehmen sich und ihre Umwelt

nur sehr eingeschränkt wahr. Die Basale

Stimulation wirkt dem entgegen, indem

sie alle Sinne zum Tasten, Greifen,

Sehen, Schmecken und Riechen aktiviert.

Snoezelen

In den Niederlanden wurde die Methode

des „Snoezelen“ entwickelt (sprich:

snuselen). In heimeligen Räumen werden

den Demenzkranken in entspannter

Atmosphäre Reize zum Sehen, Hören,

Riechen und Tasten angeboten. In

Pflegeheimen gibt es damit gute Er -

fahrungen.

Musiktherapie

Mit Musik können auch Menschen kommunizieren,

die sich sprachlich nicht

mehr gut verständigen können. Sie

spricht die Gefühle an, kann aktivieren

oder beruhigen, freudige oder traurige

Stimmungen ausdrücken. Gemeinsames

Singen macht Spaß, stiftet Kontakte,

weckt Erinnerungen und hebt die Stimmung.

Demenzkranke erinnern sich oft

noch sehr gut an Liedtexte aus ihrer

Kindheit, nicht selten überraschen sie

sich und andere beim Singen mit ungeahnten

Fähigkeiten.

Speziell ausgebildete Musiktherapeuten

singen und musizieren mit Demenz -

kranken und knüpfen dabei an deren

Biografiearbeit kann das Gedächtnis und den Austausch mit anderen anregen.

Vor lieben an. So wecken sie etwa Er -

innerungen an Tanzvergnügen, Gottesdienste

oder Konzertbesuche. Auch

pflegende Angehörige oder Ehrenamt -

liche in Betreuungsgruppen können die

Erkrankten mit Musik und Tanz fördern

und anregen.

Kunsttherapie

Beim Malen, Zeichnen und Gestalten

können sich Demenzkranke ausdrücken

und beschäftigen, auch wenn sie nicht

mehr gut sprechen können. Das kreative

Tun kann die Konzentration fördern,

Stress und depressive Stimmung abbauen.

In der Kunsttherapie können die

Menschen Gefühle oder Stimmungen

ausdrücken und beim Schaffen eigener

Werke ihr Selbstwertgefühl steigern.

Geschulte Kunsttherapeuten beobachten,

welche positiven oder negativen

Reaktionen auftreten und gehen darauf

ein.

Biografiearbeit

Mit Hilfe von Fotos, Gegenständen oder

Geschichten geht es darum, Erinnerungen

an Ereignisse aus der eigenen

Lebensgeschichte wieder zu erwecken.

Das kann das Gedächtnis und den Austausch

mit anderen anregen, die Stimmung

und das Gefühl für die eigene

Identität verbessern.

INFO

„Farbenfroh“: Gruppenangebot für

Betroffene und Angehörige im

Kulturzentrum Pavillon, siehe auch

nächster Artikel, Seite 28/29

27


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:31 Seite 28

REPORTAGE: „Farbenfroh“

„Farbenfroh“ –

Gemeinsam etwas Neues erleben

Ein Montagnachmittag im Frühherbst.

Noch hängen bunte Blätter an den

Bäumen auf dem Andreas-Hermes-

Platz. Auch die Sonne scheint noch

recht kräftig in die Räume des Vereins

„Workshop“. An großen Tischen, die zu

einem langen Rechteck zusammen -

gestellt sind, sitzen sechs Ehepaare.

Auf den Tischen stehen Farbkästen und

Wassergläser, es liegen bunte Zeit -

schriften seiten, Pinsel, Papier und

Klebestifte bereit – auf den ersten Blick

ein ganz normaler Kreativkurs mit Menschen

im jungen Seniorenalter zwischen

etwa 60 und 70 Jahren. Birgit Frische,

eine der beiden künstlerischen Leiterinnen,

gibt das Thema des Nachmittags

bekannt: „Wir wollen heute Collagen

zum Thema Sommer und Herbst ausprobieren“,

erklärt sie der Runde, „benutzt

dazu gerne die Zeitschriftenausschnitte

und malt dazu, was euch einfällt“.

In der Gruppe duzen sich alle. Es

herrscht eine ruhige und fröhliche

Atmosphäre. Die Teilnehmerinnen und

Teilnehmer greifen zu den Zeitschriften,

suchen nach geeigneten Motiven,

schneiden aus und testen erste Anordnungen

auf dem Papier. Erst wenn man

sich einzelnen Ehepaaren nähert, bemerkt

man eine Besonderheit. Zum Beispiel

bei Bodo und Eveline. Bodo ist

schweigsam, sieht sich die Zeitungsausschnitte

an und guckt immer wieder

fragend zu seiner Frau. Die ermuntert

ihn: „Ja, das sind schöne Erntebilder!

Probier’ die doch mal aus.“ Bodo ist, wie

alle anderen männlichen Kursteilnehmer

dieser Gruppe, an Demenz erkrankt.

Einige von ihnen können sich noch gut

mit ihren Ehepartnerinnen unterhalten,

bei anderen besteht die Kommunikation

eher aus Gestik und Mimik und

geschieht „viel mit Raten“, wie

Eveline erklärt. Ihr Mann war früher

Geologe und hat wissenschaftliche Gutachten

erstellt, bevor die Krankheit vor

rund fünf Jahren ausbrach. „Die Worte

sind mittlerweile weg“, konstatiert

Eveline, die ihren Mann alleine zu Hause

betreut. Auch bei Marita und Bernd

geht die Kommunikation eher von der

Ehefrau aus. Aber Bernd kann es noch

formulieren: „Ich habe gerade eine

Blockade“, sagt er, und schaut etwas

hilflos auf das Material vor ihm. Die

Ehefrauen versuchen, sich an eine Regel

zu halten, an die Diplompädagogin

Alexandra Huth, die den Kurs für die

Alzheimer Gesellschaft Hannover koordiniert

und begleitet, zu Beginn erinnert

hat: „Jeder darf seinem Partner helfen,

aber nur, wenn er fragt!“

Huth erläutert das Konzept: „Es gibt

viele Angebote für Betroffene und viele

Angebote für Angehörige, aber so gut

wie nichts für beide gemeinsam.“

Demenzkranke und ihre Partner erlebten

die Krankheit häufig als ein „immer

mehr Verlieren“, viele gerieten in eine

soziale Isolation, auch durch Scham. Vor

drei Jahren sei ihr dann die Idee zu

„Farbenfroh“ gekommen. Birgit Frische

und ihre Kollegin Gundula Manson, die

den Kurs künstlerisch begleiten, machten

dabei auch verblüffende Erfahrungen:

„Die demenzkranken Teilnehmer

sind oft kreativer als ihre gesunden

Partner – die machen einfach ihr eigenes

Ding!“, sagt Birgit Frische. „Dass wir

ein Thema vorgeben, erleichtert eher

den Angehörigen den Zugang zur

Kunst“, ergänzt die Kursleiterin. Die

wenigsten haben Vorerfahrungen im

kreativen Bereich. Viele der aktuellen

Kursteilnehmer sind Akademiker, es sind

frühere Banker, Rechtsanwälte und

Wissenschaftler am Tisch. „Uns ist am

wichtigsten, dass die Paare hier gemeinsam

etwas Neues erleben können“,

betont Alexandra Huth, „unser Angebot

Auf den ersten Blick ein ganz normaler

Kreativkurs ...

28


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:31 Seite 29

ist erlebnisorientiert, nicht das Ergebnis,

sondern das gemeinsame Tun steht im

Mittelpunkt.“

Die künstlerischen Leiterinnen haben

gute Erfahrungen mit Aquarellmal -

farben in dieser Gruppe gemacht: „Die

Aquarellmalerei stellt eine einfache

Möglichkeit für Anfänger dar, weil es

oft ausreicht, ein wenig Farbe auf das

Papier zu bringen, die dann zerfließt

und inspiriert“, erklärt Birgit Frische.

Aber auch mit Temperafarben, Druckoder

Spachteltechniken habe man hier

schon gearbeitet. Im Mittelpunkt steht

das gemeinsame Tun. „Wir verstehen

das Angebot nicht als Kunsttherapie“,

sagt Frische.

Mittlerweile sind die ersten Bilder

fertig. Zwischendurch gab es für alle

Kaffee und Kuchen. Die Gespräche über

den Tisch nehmen zu. „Ich habe hier

sehr nette Menschen kennengelernt“,

meint Eveline. Sie und einige andere

Frauen treffen sich mittlerweile auch

an den Montagen zwischen den

„Farbenfroh“-Terminen zum Café-

Besuch, während ihre Ehemänner an

einem Gedächtnistraining teilnehmen.

Die Frauen erklären auch, warum ihrer

Ansicht nach mehr Frauen mit ihren erkrankten

Männern teilnähmen als umgekehrt.

Die Männer blieben mit ihren

Frauen lieber zu Hause, aus Scham oder

Unsicherheit, vermuten sie.

„Kerngesund durchs Leben“ steht auf

einem der Bilder, die vor Wolfgang und

Ingeborg auf dem Tisch liegen. „So war

das bisher auch in unserem Leben“,

... mit Menschen im jungen Seniorenalter

zwischen etwa 60 und 70 Jahren.

sinniert Ingeborg, die mit ihrem Partner

zum ersten Mal dabei ist, „bisher haben

wir nur das Pflichtprogramm gemacht,

also Arztbesuche und Therapien. Aber

das hier, das ist sozusagen die Kür!“,

freut sie sich. Wolfgang hat Fotos von

Birnen für sein Bild gewählt und diese

mit Aquarellfarbe umrandet. Er bestätigt,

sichtlich zufrieden: „Das macht

großen Spaß hier. Absolut gut!“ Und

Bodo hat seiner Frau vermittelt, dass er

das Bild zu Hause zu Ende malen

möchte. Man verabschiedet sich herzlich:

„Bis zum nächsten Mal“.

INFO

„Farbenfroh“ ist ein Angebot der Alzheimer Gesellschaft und wird als „niedrigschwelliges

Betreuungsangebot“ auch von den Pflegekassen anerkannt. Deshalb können die

Kosten von zehn Euro pro Paar und Teilnahme oft auch erstattet werden. Die

Teilnehmerzahl ist auf maximal sechs Ehepaare begrenzt.

Kontakt: Alzheimer Gesellschaft Hannover, Telefon: 0511 2157465

E-Mail: Alzheimer-Gesellschaft-Han@t-online.de

29


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:31 Seite 30

MENSCHEN MIT DEMENZ: Prävention

Der Demenz vorbeugen

Eine gezielte Prävention durch Medikamente oder eine

bestimmte Lebensweise ist nicht möglich. Aber mit

allgemeiner Vorbeugung kann man Risiken ausschalten

und Demenz begünstigende Krankheiten vermeiden.

Rätsellösen wirkt positiv auf das Gehirn.

Bewegung

Körperliche Aktivität schützt vor Demenz:

Mindestens dreimal wöchentlich

sollte man spazieren gehen, im Garten

arbeiten oder Sport treiben. Studien

haben gezeigt, dass ältere Menschen,

die sich ausgiebig bewegen, um bis zu

50 Prozent seltener an geistigen Einschränkungen

leiden. Fitness ist gut für

die Lebensqualität, verbessert die geistige

Leistungsfähigkeit und trägt zu

einem ausgeglichenen Gemüt bei.

Geistige Fitness

Aktive geistige Tätigkeiten wie Lesen,

Schreiben, Karten- oder Brettspiele,

Gruppengespräche oder Musizieren wirken

offenbar positiv aufs Gehirn. Dass es

mit zunehmendem Alter langsamer wird,

ist normal. Aber Training hilft. Wichtig

ist, dass die Übungen die geistige Leistungsfähigkeit

auch im Alltag verbessern.

Wer beispielsweise häufig Kreuzworträtsel

löst und darin immer besser

wird, kann sich deshalb nicht auch

Namen besser merken. Am besten sind

Aktivitäten, die mehrere Hirnregionen

ansprechen, zum Beispiel eine neue

Sprache lernen oder musizieren. In

Gruppen geht es noch besser, denn die

Kontakte bringen Anregungen, Gefühle

und Herausforderungen mit sich.

Ernährung

Die sogenannte Mittelmeerdiät könnte

das Risiko für eine Demenzerkrankung

verringern: Sie beinhaltet viel Gemüse

und Obst, kalt gepresstes Olivenöl, viel

Fisch und wenig Alkohol. Einige Untersuchungen

haben gezeigt, dass viel Vitamin

C und E das Risiko mindern könnten.

Denksport treiben

„Use it or loose it“: Gebrauche dein Gehirn, sonst verliert es seine Kraft. Neue

Informationen beleben die Hirn regionen, die vom Abbau bedroht sind. Auch wenn

es manchmal unbequem ist, wird sich die Anstrengung lohnen. Je anspruchsvoller

die Aufgabe, desto besser!

Risiken meiden

Vermeiden Sie Risikofaktoren wie Übergewicht, Rauchen, viel Alkohol,

schlechte Cholesterinwerte und Produkte mit gesättigten Fettsäuren sowie die

Arbeit mit Pestiziden.

Bei Typ-2-Diabetes (Altersdiabetes) und schlechten Cholesterinwerten gilt es, die

Ernährungsempfehlungen zu beachten.

Bluthochdruck und Diabetes behandeln

Ältere Menschen haben häufig Durchblutungsstörungen

des Gehirns, deren

Ursache wiederum oft in einem Bluthochdruck

liegt. Diese Erkrankungen zu

behandeln ist wichtig, um gegen Demenz

vorzubeugen. Eine europäische

Studie hat gezeigt, dass die systema -

tische Therapie von Bluthochdruck die

Häufigkeit von Demenz- und Alzheimererkrankungen

um die Hälfte senken

kann. Ebenso wichtig ist eine gute

Diabeteseinstellung.

30


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:31 Seite 31

INTERVIEW: Sigrid Müller-Zenner

Menschen mit Demenz im Krankenhaus –

eine Herausforderung

Gespräch mit Sigrid Müller-Zenner

Ein Mensch, der an Demenz leidet, muss

manchmal auch in ein Akutkrankenhaus.

Ein Sturz, eine schwere Infektion,

eine geplante Operation. Was schon für

nicht demente Patienten eine große Belastung

ist, wirkt sich bei den Demenzkranken

sehr viel stärker aus – und stellt

auch für das Krankenhauspersonal eine

besondere Herausforderung dar. Dieser

Realität, parallel zum Anstieg der demenziellen

Erkrankungen, müssen sich

die Häuser stellen: mit speziellen Aufenthaltsbereichen,

ehrenamtlichen Helfern

und Fortbildungen für das Personal.

Das Vinzenzkrankenhaus Hannover

erhielt 2016 für sein Engagement den

ersten Preis der Alzheimer Gesellschaft

Niedersachsen für „demenz-sensible

Pro jekte“.

Frau Müller-Zenner, wofür genau

hat das Vinzenzkrankenhaus den Preis

erhalten?

Wir haben die Auszeichnung für unser

Gesamtkonzept „Das Vinzenzkran -

kenhaus auf dem Weg zum demenz -

sensiblen Krankenhaus“ bekommen. Um

unser Krankenhaus herum gibt es viele

Altenheime. Die Notwendigkeit, sich mit

dem Thema demenzielle Erkrankung

intensiv auseinanderzusetzen und geeignete

Lösungen zur Betreuung und

Begleitung zu entwickeln, ist damit

greifbar. Der erste Schritt war, dass eine

Kollegin und ich an einer Fortbildung

teilgenommen haben und dem Haus

nun als qualifizierte Demenzbeauftragte

und Beraterinnen zur Verfügung stehen.

Es gibt verschiedene Maßnahmen, die

wir in den nächsten Jahren umsetzen

wollen, zum Beispiel den Umbau

eines Aufenthaltsbereichs zum „Wohn-

zimmer“, Fortbildungen für das Klinikpersonal

und eine Erweiterung unseres

Mahlzeitenangebotes.

Sigrid Müller-Zenner

Demenzbeauftragte im

Vinzenz krankenhaus Hannover

Wie sieht das in der Praxis aus?

Wir stehen bereit, wenn die Stationen

uns brauchen. Die Pflegedienstleitungen

melden uns, wenn sie Menschen mit

kognitiven Einschränkungen aufgenommen

haben. Manchmal ist es schon vor

der Aufnahme bekannt, weil ein Vermerk

in der Patientenakte steht oder

die Angehörigen darauf aufmerksam

machen. In anderen Fällen fällt unserem

Stationspersonal ein ungewöhnliches

Verhalten auf: Der Patient weiß nicht,

wie alt er ist, wirkt verängstigt oder

kann pflegerischen Anweisungen nicht

folgen. Wir sind im besonderen Umgang

mit Demenzkranken geschult und kön-

31


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:31 Seite 32

INTERVIEW: Sigrid Müller-Zenner

nen dann das Personal auf den Stationen

entlasten. Die Demenzerkrankten

benötigen oft sehr viel mehr Ansprache,

als es im Krankenhausalltag seitens des

Pflegepersonals möglich ist.

Können Sie Beispiele nennen?

Viele dieser Patienten sind orientierungslos.

Sie wissen nicht, wo sie sind

und warum und reagieren darauf mit

Unsicherheit und Ängsten. Sie kommen

im Krankenhausalltag nicht zurecht,

wissen etwa nicht, wo sich ihre Kleidung

befindet oder wo die Toilette ist.

Manche möchten auch das Krankenhaus

verlassen, weil sie meinen, dass sie

zur Arbeit müssen oder nach Hause, um

ihre Kinder zu versorgen.

Und wie gehen Sie dann damit um?

Wir gehen auf die Gefühle ein. Vieles

lässt sich regeln, wenn man eine andere

Art der Kommunikation mit den Betroffenen

aufnimmt, die weniger auf der

Verstandesebene abläuft. Das wird auch

als „Validation“ bezeichnet. Wir nehmen

ihre Gefühle ernst und versuchen sie

abzulenken und ihnen Sicherheit zu

geben. Ich gehe mit den Patienten

spazieren, ich lese ihnen vor – oder

singe auch mal mit ihnen. Auch ein

Besuch in unserer hauseigenen Kapelle

hat sich schon bewährt. Und wir haben

Beschäftigungsmaterialien vorrätig, wie

Bilderalben und Sprichwort-Rätsel, die

demenzkranke Menschen erfahrungs -

gemäß ansprechen.

Wie viele Patienten haben demenzielle

Veränderungen? Reichen dafür zwei

Teilzeitstellen?

Unsere Statistiken zeigen, dass fünf bis

zehn Prozent unserer Patientinnen und

Patienten zusätzlich zu ihrer körper -

lichen Erkrankung kognitive Einschränkungen

haben. Bei rund 350 Betten sind

also im Durchschnitt etwa 25 Patienten

bei uns, die besondere Versorgung benötigen.

Deshalb haben wir auch zusätzlich

Ehrenamtliche im Einsatz, die

nach einer entsprechenden Schulung

durch uns die Patienten besuchen. Das

werden wir in den nächsten Jahren auf

jeden Fall noch ausweiten.

UNTERNEHMENSPORTRÄT

Für den Menschen

Haben Sie Interesse als Ehrenamtlicher demenzkranke

Patienten während des Krankenhausaufenthalts zu

begleiten? Bei uns erhalten Sie eine qualifizierte und

umfassende Schulung, die beispielsweise die unterschiedlichen

Formen des Krankheitsbildes, die Umgangsmethoden

sowie Möglichkeiten der Ansprache und Aktivierungsangebote

umfasst. In der Praxis heißt das, dass

Sie dem Patienten helfen, sich u. a. in unserem Krankenhaus

zurechtzufinden und mit ihm spazieren zu gehen.

Wie viel Zeit Sie als Begleiter einbringen können, wird

selbstverständlich mit Ihnen abgestimmt. Und natürlich

können Sie uns jederzeit um Rat fragen.

Vinzenzkrankenhaus Hannover gGmbH

Lange-Feld-Straße 31 · 30559 Hannover · Tel. 0511 950-0

s.mueller-zenner@vinzenz-verbund.de · www.vinzenzkrankenhaus.de

32


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:31 Seite 33

INTERVIEW: Sigrid Müller-Zenner

Sogenannte Beschäftigungsmaterialien regen die geistigen Fähigkeiten von demenzkranken Menschen an.

33


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:32 Seite 34

MENSCHEN MIT DEMENZ: Der Umgang mit Demenzkranken

Der Umgang mit

Demenzkranken

Demenzkranke benötigen sehr viel Aufmerksamkeit und

Hilfe. Für die Kommunikation und den Umgang mit ihnen

gibt es aber hilfreiche Regeln und praktische Tipps.

Wertschätzender Umgang

Für die Art, wie man Demenzkranken

begegnet und mit ihnen kommuniziert,

hat sich das Konzept eines wertschätzenden

Umgangs bewährt, auch

„Validation“ genannt. Der Grundsatz ist:

Man akzeptiert, dass Menschen mit

Demenz in ihrer eigenen Welt leben und

korrigiert sie nicht ständig. Auch schein -

bar verrücktes Verhalten wird ernst

genommen und zu verstehen versucht.

So kann man die Kranken in „ihrer Welt“

erreichen.

Ein Beispiel: Frau M. sagt immer wieder,

sie müsse schnell nach Hause, weil die

Mutter mit dem Essen warten würde.

Die Antwort, dass die Mutter schon

lange tot sei und dass Frau M. auch

gerade ge gessen habe, hilft in einer

solchen Situation oft nicht weiter.

Günstiger ist es, ein Gespräch darüber

anzufangen. Hilfreich könnten

Bemerkungen sein, wie: „Ihre

Mutter kochte wohl sehr

gut. Was schmeckte Ihnen

besonders gut?“ oder: „Ihrer

Mutter war es immer wichtig,

dass am Abend alle rechtzeitig

zu Hause sind? Wie war es, wenn

jemand zu spät kam?“

In den meisten Fällen ist es gut, mit der

Diagnose Demenz offen umzugehen,

denn Angehörige und Erkrankte können

häufig mit Verständnis und Unterstützung

von ihren Mitmenschen rechnen.

Die Betroffenen befürchten häufig, nicht

mehr ernst genommen zu werden. Sie

haben Angst, dass andere sich in ihre

Angelegenheiten einmischen. Einige erleben

sich selbst nicht als krank und lehnen

eine entsprechende Zuschreibung

daher ab. Angehörige sollten darauf

Rücksicht nehmen.

Wenn die Diagnose früh gestellt wird,

können Erkrankte sich oft noch mit ihren

Angehörigen darüber verständigen, was

ihnen wichtig ist. Sie können medizi -

nische und therapeutische Maßnahmen

besprechen. Wie sie später leben, wohnen,

versorgt und behandelt werden

möchten, lässt sich vielleicht ebenfalls

herausfinden.

Wenn sie selbst keine Auskunft mehr

dazu geben können, ist es für andere Betreuungspersonen

hilfreich, Informationen

über ihre Lebensweise und Persönlichkeit

zu erhalten. Das Wissen über

Gewohnheiten in Bezug auf Körperpflege,

Frisur, Kleidung und Ernährungsgewohnheiten

spielen im Umgang mit

Demenzkranken und für ihr Wohlbefinden

eine große Rolle. Das gilt auch für

soziale Kontakte, Lieblingsbeschäftigungen,

frühere berufliche Tätigkeiten, den

Umgang mit Geld sowie Wertvorstellungen

und Überzeugungen.

Um diese Informationen festzuhalten,

gibt es vielfältige Möglichkeiten wie

Biografiebögen, Lebensbücher oder

elek tronische Biografiebücher, in die

sogar Filme eingefügt werden können.

Angehörige können im Alltag viel tun,

um Demenzkranke anzuregen, zu beschäftigen

und zu fördern. Sie können

für Bewegung sorgen, beispielsweise mit

Spazierengehen, Sport, Ballspielen oder

Tanzen. Sie sollten Demenzkranke am

Haushalt beteiligen, beim Kochen und

Backen, Auto waschen oder anderen

vertrauten Tätigkeiten. Es ist wichtig,

gemeinsam Schönes zu erleben: Freunde

einladen oder besuchen, ins Café oder

Restaurant gehen, Ausflüge und Reisen

machen, Konzerte besuchen oder sich

einen kleinen Luxus gönnen. Gespräche

und Gesellschaftsspiele trainieren das

Gedächtnis, ebenso wie Fotoalben an -

sehen, vorlesen oder singen.

Das gemeinsame Tun soll Freude machen,

aus Langeweile, Traurigkeit und

Apathie herausführen. Es kann auch

34


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:32 Seite 35

MENSCHEN MIT DEMENZ: Der Umgang mit Demenzkranken

INFO

Demenzkranke möchten

– verstanden werden

– akzeptiert und respektiert werden

– sozial eingebunden sein

– nützlich sein

– sich sicher fühlen

– in ihrer gewohnten Umgebung

bleiben

– so selbstständig wie möglich

handeln können

– sich frei bewegen dürfen

schwierige Verhaltensweisen wie Unruhe

oder Aggressivität beeinflussen und

den alltäglichen Umgang insgesamt

erleichtern. Auf das Tun kommt es an –

nicht auf das Ergebnis. Humor und

Lachen tun gut!

Empfehlungen für Konfliktsituationen

Schwierige Situationen lassen sich im

Umgang mit Demenzkranken manchmal

nicht vermeiden. Wird eine demenzkranke

Person plötzlich ungehalten und

ärgerlich oder ist sie stark verängstigt,

sollte man zunächst herausfinden, ob es

einen erkennbaren Grund oder eine Erklärung

für dieses Verhalten gibt. Kann

die Situation beruhigt werden, indem

die Rahmenbedingungen verändert

werden? Oder liegt das Verhalten in der

Biografie begründet? Grundsätzlich ist

es wichtig, darauf zu achten, dass die

Situation nicht eskaliert.

Man sollte nicht über richtig oder falsch

diskutieren und nicht versuchen,

Demenzkranke mit Argumenten zu überzeugen.

Aufgrund der veränderten

Wahrnehmung können sie solchen Ausführungen

oft nicht folgen und erleben

eindringliche Worte als Bevormundung.

Im Krankenhaus

Die meisten Krankenhäuser sind bisher

nicht auf Demenzkranke eingestellt. Und

Patienten mit einer Demenz fällt es

schwer, ihre Situation zu überblicken.

Die fremde Umgebung und die Unruhe

um sie herum machen ihnen oftmals

Angst. Manche versuchen wegzulaufen.

Sie haben keine Krankheitseinsicht,

können meist keine Auskunft über sich,

ihre Beschwerden und Wünsche geben.

Sie können bei Diagnose, Behandlung,

Körperpflege nicht mitwirken und haben

Probleme beim Essen und Trinken.

Das Konzept eines wertschätzenden

Umgangs (Validation) hat sich bewährt.

Mobilität ermöglichen

Für viele Menschen ist das

Autofahren ein wichtiger

Ausdruck von Unabhängigkeit

und Kompetenz.

Manchmal erscheint es für

Einkäufe oder Arztbesuche

sogar unverzichtbar. Die Fähig -

keit, sicher Auto zu fahren, geht aber mit

einer Demenz oft schneller verloren, als

die Betroffenen selbst meinen. Deshalb

ist es wichtig, möglichst früh nach

Alternativen zu suchen. Neben öffent -

lichen Verkehrsmitteln können das

Fahrgemeinschaften mit Nachbarn sein,

Lieferdienste der Supermärkte oder

Freunde, die den Fahrdienst für be -

stimmte Wege übernehmen.

35


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:32 Seite 36

MENSCHEN MIT DEMENZ: Der Umgang mit Demenzkranken

Es ist wichtig, gemeinsam Schönes

zu erleben: Freunde einladen oder besuchen,

ins Café oder Restaurant gehen, Ausflüge

sowie Reisen machen und vieles mehr.

10 Regeln helfen Angehörigen

im Umgang mit demenzkranken

Menschen:

1. Informieren Sie sich gründlich über die

Krankheit.

2. Nehmen Sie den Menschen mit seiner

Erkrankung so an, wie er ist.

3. Versuchen Sie, die Gewohnheiten des

Erkrankten beizubehalten.

4. Lenken Sie Ihren Blick auf die noch

vorhandenen Fähigkeiten.

5. Ein überschaubarer und gleichbleibender

Tagesablauf gibt dem Erkrankten

ein Gefühl der Sicherheit.

6. Nehmen Sie dem Erkrankten nicht alle

Aufgaben ab.

7. Versuchen Sie, durch langsames

Sprechen und durch kurze Sätze mit

nur einer Mitteilung Ihre Sprechweise

zu vereinfachen.

8. Reagieren Sie mit Ruhe

und Ge lassen heit auf

Unruhezustände und

Gereiztheit und ver suchen

Sie, den erkrankten

Menschen abzulenken.

9. Liebevolle Zuwendung, Zärtlichkeit

und Körperkontakt werden für die

Beziehung zu dem Erkrankten immer

wichtiger.

10. Vergessen Sie nicht sich selbst!

Angehörige und Fachleute sollten deshalb

prüfen: Ist der stationäre Aufenthalt

wirklich nötig? Wenn ja, wie kann

er so kurz wie möglich gehalten werden?

Wie kann die Umgebung möglichst ruhig

und stressfrei gestaltet werden?

Um demenzkranke Patientinnen und

Patienten nicht zu überfordern, sollten

sie nur die Kleidungsstücke und Hy -

gieneartikel mitnehmen, die sie wirklich

brauchen. Alle notwendigen Hilfsmittel

wie Brille, Rollator, Kalender oder Uhr

sollten vorhanden sein. Vertraute Gegenstände

können hilfreich sein, etwa

ein Foto der Familie, das auch zu Hause

auf dem Nachttisch steht, oder das Lieblingskissen

vom Sofa. Ein Buch zum

(Vor-)Lesen, Musik oder gewohnte Beschäftigungen

lassen die Zeit schneller

vergehen und tragen zur Entspannung

bei.

Zur Aufnahme sollten die Angehörigen

alle Unterlagen vom Hausarzt und von

Fachärzten mitbringen, wie Einweisung,

Befunde, aktueller Medikamentenplan.

Sie sollten das Krankenhauspersonal von

Beginn an darauf hinweisen, dass die

Patientin oder der Patient an einer

Demenz leidet. Auch Zimmernachbarn

sollten wissen, dass es für Demenzkranke

schwierig sein kann, die Situation

zu verstehen und sich angemessen

zu verhalten.

Nahe Angehörige sind häufig auch die

Bevollmächtigten oder rechtlichen Betreuer

der Patienten. Umfasst die Vollmacht

oder Betreuung die Gesundheitssorge,

muss die Behandlung mit ihnen

besprochen werden.

Viele Krankenhäuser arbeiten mit Ehrenamtlichen

zusammen. Am bekanntesten

sind die „Grünen Damen und Herren“ der

evangelischen und katholischen Krankenhaushilfe.

Sie begleiten die Patienten,

leisten ihnen Gesellschaft, erledigen

kleinere Besorgungen oder begleiten sie

zu Untersuchungen.

36


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:32 Seite 37

UNTERNEHMENSPORTRÄT

Geborgenheit durch Zuwendung und Nähe

Die Tabea Tagesbetreuung ist für ältere Menschen kon -

zipiert, die zeitweise oder dauernd nicht orientiert sind

(z. B. durch Demenz- und Alzheimererkrankungen) und

deswegen ständige Zuwendung und Fürsorge benötigen.

Unsere Tageseinrichtung ist eine sinnvolle Ergänzung

und Entlastung der familiären Betreuung. Wir wollen mit

unserem Angebot ein Stück Lebensqualität geben und

das Wohlbefinden des Tagesgastes und seiner Familie

erhalten und stärken. Unsere Gäste bekommen eine feste

Tagesstruktur und somit einen sicheren Rahmen, der

gerade Menschen mit diesem Erkrankungsbild den notwendigen

Halt gibt.

Tabea Tagesbetreuung Demenz-Erkrankte

Podbielskistraße 132 · 30177 Hannover · Tel. 0511 69637-32

Tabea@Evang.Hilfsverein.de · www.Evang.Hilfsverein.de

Informationsbogen

Wenn Ihr demenzkranker Angehöriger ins Krankenhaus muss, nutzen Sie den „Informa-

tionsbogen für Patienten mit einer Demenz bei Aufnahme ins Krankenhaus“, den die

Deutsche Alzheimer Gesellschaft ent wickelt hat! Er ergänzt die Unterlagen von

Ärzten oder „Überleitungsbögen“ von anderen Einrichtungen mit persönlichen

Informationen über die erkrankte Person. Sie können darin Gewohnheiten

und Verhaltensweisen, Vorlieben und Abneigungen eintragen, damit die

Pflegekräfte die Patientin oder den Patienten besser verstehen und betreuen

können.

Besuchen oder bleiben

Für demenzkranke Patienten ist die Gesellschaft vertrauter Personen im Krankenhaus

sehr wichtig. Besuchen Sie sie so oft wie möglich, auch im Wechsel mit anderen

Verwandten. Wenn Sie über Nacht bei der bzw. dem Erkrankten blei ben möchten, fragen

Sie nach der Mög lichkeit des „Rooming-in“. Eine Übernahme der Kosten durch die

Krankenkasse ist möglich.

37


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:32 Seite 38

REPORTAGE: Wenn es zu Hause nicht mehr geht

Wenn es zu Hause nicht

mehr geht: Frau A. lebt in

einer Wohngruppe

Frau A. ist groß, schlank und modisch

gekleidet. Sie trägt einen gepflegten

blonden Pagenschnitt und hat nur wenige

Falten im Gesicht. Sie wirkt auf den

ersten Blick nicht wie eine 80-Jährige,

sondern um einiges jünger. Freundlich

empfängt sie die Besucherin in ihrem

Zimmer in den „Hausgemeinschaften

Eilenriedestift“ in Hannover. Dort leben

Menschen mit Demenzerkrankungen in

kleinen Gruppen von sieben bis neun

Personen. Frau A. lebt hier seit einigen

Monaten. Ob man sich bereits kenne?

Nein? Aber das mache ja nichts. Sie sei

immer an netten Gesprächen interessiert,

meint Frau A. Sie spricht flüssig

Wenn ein Mensch nach und nach die

Orien tierung im Alltag verliert, beginnt

nicht selten eine Odyssee.

und wirkt interessiert und entspannt,

schnell kommt man mit ihr ins Gespräch.

Über ihr Leben – ihr früheres

Leben.

Frau A. erzählt von einem Leben in

guten Verhältnissen, mit einer erfolg -

reichen gemeinsamen Selbstständigkeit

mit dem Ehemann, von einer jahrzehntelangen

stabilen Partnerschaft, mit

schönen Reisen und viel Lebensglück,

auch materiell. Ein Stück weit lebt Frau

A. noch in dieser Zeit, sie ist für sie noch

gegenwärtig. Sicher, sie weiß, dass sie in

einem „Heim“ wohnt. Und ja, sie fühle

sich hier sehr wohl, sagt sie. Ihr Mann

komme sie ja auch jeden Tag besuchen.

Und alle seien so freundlich hier.

„Ich will hier raus!“ – Die Odyssee der

Frau A.

Zwischen dem früheren guten Leben

und dem jetzigen gibt es aber eine Zeit,

die man als Odyssee der Frau A. bezeichnen

kann. Über diese Zeit sagt sie

im Gespräch nicht sehr viel. Irgendwann

begann im guten Leben der Frau A.

jedenfalls die schleichende Erkrankung.

Über einen unbekannten Zeitraum kom-

38


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:32 Seite 39

UNTERNEHMENSPORTRÄT

Gemeinsam wohnen mit Demenz

Nur wenige chronische Krankheiten verändern das Leben

so sehr wie Demenz. Und nur wenige Krankheiten machen

es so schwer zu unterscheiden, wer mehr darunter leidet:

die Betroffenen oder die Angehörigen. Die Verantwortung

für sich können die Erkrankten nicht mehr vollständig

tragen. Dies gilt insbesondere bei Krankheitsverläufen,

die starken Schwankungen unterliegen.

Die Verantwortung allein durch die Angehörigen tragen

zu lassen, stößt oftmals an verständliche, persönliche

Grenzen. Es gibt einen guten Mittelweg: Die Betroffenen

leben in einer Gemeinschaft. Professionelle Begleitung

einerseits und Unterstützung durch Angehörige andererseits

ergänzen sich. Eigene Möbel und die ruhige Atmos -

phäre in der Wohngemeinschaft wirken sich positiv auf

den Verlauf der Erkrankung aus. Aktivitäten und die Organisation

des Haushalts werden gemeinsam mit den

Pflegekräften übernommen. Vorhandene und verloren -

gegangene Ressourcen werden hierbei gefördert und

reaktiviert. Bei Interesse stellt die CarePool Hannover

GmbH für Sie den Kontakt zum Vermieter her, der für Sie

einen Besichtigungs termin abspricht.

Die Kosten in einer Wohngemeinschaft setzen sich zusammen

aus: 1. Wohnkosten, bestehend aus Miete und

Nebenkosten, differenziert nach individuellen und Gemeinschaftsanteilen,

2. für die Pflege und Betreuung ein

nach Pflegegraden gestaffelter Betrag, 3. eine Pauschale

für die Koordination der Wohngemeinschaft. Eine professionelle

Anwesenheit ist rund um die Uhr sichergestellt.

CarePool Hannover GmbH

Rotermundstraße 11 · 30165 Hannover · Tel. 0511 2609060

info@carepool.de · www.carepool.de

39


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:32 Seite 40

UNTERNEHMENSPORTRÄT

Seniorenwohngemeinschaften für Demenzpatienten

Unsere Wohngemeinschaften in Hannover richten sich an

Senioren, die aus den unterschiedlichsten Gründen nicht

mehr allein leben können, zum Beispiel aufgrund einer

demenziellen Erkrankung. Jede Wohngemeinschaft wird

rund um die Uhr durch qualifizierte und engagierte Mit -

arbeiter unseres Pflegedienstes betreut.

Im Unterschied zum Alten- und Pflegeheim findet hier ein

ganz „normales“ Alltagsleben statt, in das sich die Mieter

einbringen können. Die familiäre Atmosphäre der Seni o ren -

wohn gemeinschaft wirkt sich insbesondere positiv auf den

Verlauf einer demenziellen Erkrankung und auf die psy chi -

sche wie auch körperliche Verfassung der Mieter aus.

Interkultureller Sozialdienst GmbH

Ilse-ter-Meer-Weg 7 · 30449 Hannover · Tel. 0511 2101044

iks-hannover@iks-hannover.de · www.iks-hannover.de

Wohnhaus für Menschen mit Demenz

Das Brigittenstift bietet Ihnen Sicherheit, Geborgenheit

und Unterstützung in vertrauter Umgebung. Wir kommen

Ihrem Wunsch nach individuellem Wohnen mit besonderem

Komfort in allen Bereichen nach und bieten

Ihnen die Möglichkeit, sich in Ihren eigenen vier Wänden

pflegen zu lassen. Neben Wohnpflegegruppen und dem

betreuten Wohnen bieten wir in unserem Giebelhaus

Menschen mit Demenz ein überschaubares neues Zuhause.

Das Brigittenstift liegt malerisch in einer ansprechenden

Wohngegend am Stadtrand von Barsinghausen

– mit überschaubarer Größe, freundlicher Atmosphäre

und hilfsbereiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Brigittenstift Altenzentrum

Baltenweg 3 · 30890 Barsinghausen · Tel. 05105 5286-31

altenzentrum@brigittenstift.de · www.brigittenstift.de

40


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:32 Seite 41

REPORTAGE: Wenn es zu Hause nicht mehr geht

Eine Haushaltshilfe kann vorübergehend eine große Unterstützung sein.

pensierte der Ehemann das, was Frau A.

nach und nach verlor: Orientierung im

Alltag, das „Sich-versorgen-können“,

die Zeitvorstellung. Frau A. war häufiger

unterwegs, verirrte sich oder wusste

nicht mehr, wo sie zwischenzeitlich war.

Das bemerkten auch Angehörige und

Freunde. Anfang 2015 brachte der Ehemann

seine Frau erstmals vorüber -

gehend in eine psychiatrische Klinik.

Das Betreuungsgericht bestellte ihn für

sechs Monate zum rechtlichen Betreuer

seiner Frau. Dann wurde sie wieder nach

Hause entlassen.

In der nachfolgenden Zeit muss ihr

Mann begonnen haben, zeitweise das

Haus abzuschließen, um seine Frau zu

schützen. Sie hat „Hinlauftendenzen“,

wie es Fachleute nennen, einen Drang,

einen bestimmten Ort oder bestimmte

Personen erreichen zu wollen – manchmal

auch Personen oder Orte, die es

nicht mehr gibt. Irgendwann hören Passanten

ihre Rufe im Wohnhaus der Eheleute:

„Ich will hier raus!“ und holen die

Polizei. Frau A. kommt erneut in die Psychiatrie,

diesmal für sechs Wochen auf

gerichtlichen Beschluss in eine geschlossene

Abteilung. Aufgrund der

Sachlage entscheidet das Betreuungsgericht,

für Frau A. eine Berufsbetreuerin

einzusetzen, Janika Dierich, eine Diplompädagogin

mit Erfahrungen in der

Altenhilfe. Die Ärzte befürworten, da

Frau A. sich stabilisiert hat und auch

Herr A. darauf drängt, dass sie zunächst

wieder nach Hause entlassen wird.

Janika Dierich kann erwirken, dass ein

ambulanter Pflegedienst zumindest die

regelmäßige Medikamenteneinnahme

sichert. „Ich habe auch vorgeschlagen,

dass sich das Ehepaar von einem Menübringdienst

mit der Mittagsmahlzeit

versorgen lässt, aber das lehnte Herr A.

ab“, berichtet die Berufsbetreuerin, die

fortan regelmäßig Kontakt zu den Eheleuten

und weiteren Angehörigen hat.

Es kommt dann zunehmend zu Unregelmäßigkeiten.

Der Pflegedienst steht vor

verschlossener Tür, Janika Dierich kann

die Eheleute A. auch telefonisch nicht

erreichen. Andererseits meldet sich Herr

41


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:33 Seite 42

REPORTAGE: Wenn es zu Hause nicht mehr geht

A. manchmal von sich aus bei der Betreuerin,

berichtet von Überforderungssituationen

mit seiner Frau. Als Frau

Dierich Frau A. einmal zu einem Hausarztbesuch

begleiten will, findet sie die

Seniorin in einem sehr verwirrten Zustand

zu Hause vor und muss auch feststellen,

dass die mittlerweile inkon -

tinente Frau nicht ausreichend versorgt

ist. Beim anschließenden Hausarzt -

besuch äußert Frau A. auch erstmals zu

der Betreuerin: „Ich möchte in ein Heim.

Zu Hause geht es nicht mehr!“ Aber zunächst

kommt Frau A. ein weiteres Mal

in die Psychiatrie. Aus ärztlicher Sicht

ist eine Medikamentenanpassung nötig.

Herr A. bricht zunächst den Kontakt zur

Betreuerin ab, seine Frau besucht er

regelmäßig.

Nach dem Klinikaufenthalt erfolgt zunächst

eine Kurzzeitpflege für vier Wochen

in einem Seniorenheim. Doch auch

dort geht das Leiden der Frau A. weiter.

„Die Einrichtung bezeichnete Frau A. als

aggressiv und nicht haltbar“, berichtet

Janika Dierich, die ihrerseits keinen

guten Eindruck von dem Heim hat. Sie

macht sich auf die Suche nach einer geeigneten

Unterbringung, möchte auch

den Ehemann dabei einbeziehen, „aber

der lehnte ab“, bedauert Dierich, „er

wollte, obwohl er sichtlich überfordert

war, dass seine Frau wieder nach Hause

kommt.“ Diesmal setzt sich aber die

Betreuerin durch, unterstützt von den

behandelnden Ärzten. „Mittlerweile zeig -

ten sich auch bei Herrn A. Ver haltens -

änderungen, die darauf schließen

Ein verwirrter Zustand sorgt oft für eine

Überforderung bei den Angehörigen.

lassen, dass auch er eine Demenz -

erkrankung entwickelt. Es war nicht

mehr zu verantworten!“, erklärt die Betreuerin.

Im Spätsommer 2016 kann Frau A. in

die „Hausgemeinschaften Eilenriedestift“

ziehen. Hier lebt sie sich schnell

ein und ihre Pflegerinnen erleben sie als

umgänglich und freundlich. Auch die

Medikamentendosis konnte schon

schritt weise herabgesetzt werden.

Die körperlich vitale Frau A. ist weiterhin

gerne unterwegs und führt die Besucherin,

gemeinsam mit einer Pflege-

42


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:33 Seite 43

REPORTAGE: Wenn es zu Hause nicht mehr geht

rin, durch die verschiedenen Räume und

den Garten der Einrichtung. Sie lobt den

„schönen Ausblick“ und die „gelungene

Architektur“. Bei längeren Spaziergängen

wird sie von einer Demenzbetreuerin

begleitet. Und wenn sie sich im Gebäude

der Hausgemeinschaften einmal

alleine verläuft, wird dies schnell bemerkt.

„Unser Haus ist nicht geschlossen.

Aber unsere Mitarbeiter haben die

Bewohner dank der übersichtlichen

Räumlichkeiten und der kleinen Gruppen

gut im Blick“, erklärt Hausleiterin

Veronika Radtke-Limberg. Außerdem

würden die Pflegefachkräfte regelmäßig

im Umgang mit demenzkranken Menschen

fortgebildet. Einige haben eine

gerontopsychiatrische Zusatzausbildung.

Herr A. hat sich damit arrangiert, dass

seine Frau in der Wohngruppe lebt. Er

kommt fast jeden Nachmittag zu Besuch

und nimmt mittlerweile gerne an

den verschiedenen Aktivitäten des Hauses

teil. Er spielt auf dem Klavier der

Einrichtung bekannte Melodien und

seine Frau errät sie. Frau A. sinniert zum

Abschluss des Besuchs: „Vielleicht kann

ich ja später wieder nach Hause, wenn

es mir besser geht“, und verabschiedet

sich zum gemeinsamen Abendessen

in der Wohngruppe. Später begegnen

wir uns noch einmal kurz: „Kennen wir

uns ...?“

UNTERNEHMENSPORTRÄT

Sich in Gemeinschaft

zu Hause fühlen

Die Hausgemeinschaften Waldeseck verwirklichen mit dem

Hausgemeinschaftskonzept einen ganzheitlichen Ansatz

in der Versorgung von pflege- und betreuungsbedürftigen

älte ren Menschen. Wir bieten in 60 großzügigen Einzel -

zimmern optimale pflegerische Versorgung und behag liches

Wohnen an. Die Hausgemeinschaften bestehen aus sechs

Wohngruppen mit je zehn Bewohnerinnen und Bewohnern.

Eine gemütliche Wohnküche, die zum geselligen Bei sam -

men sein einlädt, ist jeweils das Herzstück. Demenziell ver -

än derten Bewohnerinnen und Bewohnern bie ten wir in

einem separaten Wohnbereich ein auf ihre Bedürfnisse hin

entwickeltes Pflege- und Betreuungskonzept an.

Hausgemeinschaften Waldeseck

Burgwedeler Straße 32 · 30657 Hannover · Tel. 0511 90596-0

hg.waldeseck@evlka.de · www.diakonisches-werk-hannover.de/hgw

43


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:33 Seite 44

MENSCHEN MIT DEMENZ: Hilfen für Angehörige und Betroffene

INFO

Vielseitige Hilfen für

Angehörige und Betroffene

Die meisten Demenzkranken werden zu Hause betreut.

Beratung und Gesprächsgruppen, ehrenamtliche und

professionelle Dienste können pflegende Angehörige

entlasten.

Selbsthilfegruppen

Die Kontakt-, Informations- und

Beratungsstelle im Selbsthilfe -

bereich (KIBIS) informiert über alle

Selbsthilfegruppen und hat auch

ein Faltblatt mit den Angeboten

für pflegende Angehörige heraus -

gebracht.

KIBIS

Gartenstraße 18

30161 Hannover

Telefon: 0511 666567

telefonische Sprechzeiten:

Mo, Di, Do 9-12 und 13-16 Uhr,

Mi 16-19 Uhr (persönliche Beratung

nach Vereinbarung)

E-Mail: info@kibis-hannover.de

www.kibis-hannover.de

Zu erfahren, dass man mit einer Demenz

nicht allein ist und dass viele Menschen

mit ähnlichen Schwierigkeiten kämpfen,

kann entlastend wirken. Gesprächs -

gruppen, die von regionalen Alzheimer

Gesellschaften, Beratungsstellen oder

Seniorentreffpunkten angeboten werden,

haben unterschiedliche Schwerpunkte:

Erfahrungen und Informationen

austauschen, Geselligkeit erleben oder

auch eine therapeutische Begleitung.

Die meisten Gruppen werden von Fachkräften

angeleitet (Kontakte/Adressen:

siehe auch Kapitel 20, Seite 68).

Gesprächskreise für pflegende Angehörige

Bei der Versorgung und Betreuung von

demenzerkrankten Menschen kommen

pflegende Angehörige oft an die Grenzen

ihrer Belastbarkeit. In betreuten Angehörigengruppen

können sie sich informieren

und austauschen.

Die Alzheimer Gesellschaft Hannover

bietet sieben Gesprächskreise an für

Ehepartner, Söhne, Töchter und Enkel

von Demenzkranken sowie für Angehörige

von an Frontotemporaler Demenz

erkrankten Personen.

44


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:33 Seite 45

UNTERNEHMENSPORTRÄT

Für Menschen mit Demenz da sein

Die Birkenhof Altenhilfe gGmbH des Unternehmens -

bereiches Bethel im Norden hält mit ihren verschiedenen

Einrichtungen in der Region Hannover ein breites Beratungs-

und Entlastungsangebot für Sie bereit. Von den

Beratungs zentren über das Betreute Wohnen, dem Ambulanten

Pflegedienst und dem Ambulanten Psychiatrischen

Pflege dienst bis hin zu den Tagespflegen und den stationären

Einrichtungen finden Sie diese verschiedensten Angebote

ganz in Ihrer Nähe.

Besonders pflegende Angehörige haben bei der Betreuung

von pflegebedürftigen und an Demenz erkrankten Menschen

im privaten Umfeld eine sehr schwere und verantwortungsvolle

Aufgabe übernommen. Umso wichtiger ist es

für alle Beteiligten, von Anfang an eine umfassende und

qualifizierte Beratung zu den verschiedensten Demenzerkrankungen

zu erhalten. Daher informieren wir pflege -

bedürftige Menschen sowie deren Angehörige, klären über

entsprechende Unterstützungs- und Entlastungsangebote

auf und bieten verschiedenste Vorträge und Kurse an: für

das direkte Wohnumfeld, bei ambulanten Hilfen, bei ambulanten

psychiatrischen Hilfen, in den Bereichen der Tagesund

Kurzzeitpflege, im Betreuten Wohnen sowie schließlich

auch in der stationären Pflege. Im Verbund der v. Bodelschwinghschen

Stiftungen Bethel mit über 18 000 Mitarbeitenden

in acht Bundesländern sind wir mit unseren am -

bulanten und stationären Angeboten für die Menschen da,

die unsere Unterstützung und Begleitung benötigen: Sprechen

Sie mit uns direkt vor Ort in unseren Einrichtungen.

Birkenhof Evangelische Altenhilfe gGmbH · Beratungszentrum für die Region Hannover

Bergfeldstraße 32 · 30457 Hannover · Tel. 0511 26261-323

birkenhof-altenhilfe@bethel.de · www.bethel-im-norden.de/altenhilfe/Beratungangebote

45


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:34 Seite 46

MENSCHEN MIT DEMENZ: Hilfen für Angehörige und Betroffene

Auf sich selber achten

Als pflegende Angehörige sollten Sie

nicht zuletzt auf ihre eigene körperliche

und seelische Gesundheit achten. Dazu

gehören regelmäßige ärztliche

Betreuung, eventuell psychologische

Hilfe, entspannende Tätigkeiten und

Übungen. Bewegen Sie sich ausreichend,

essen Sie gesund, verfolgen Sie

weiter Ihre Interessen und

halten Sie Kontakte zu

Familie, Freunden und

Bekannten aufrecht. Wenn

Sie selbst ausgeglichen sind,

tragen Sie damit auch zum

Wohlbefinden der Erkrankten bei.

Gesprächskreise für Betroffene

In Gruppen für Erkrankte im frühen Stadium

finden Betroffene Unterstützung,

wenn sie ihr Leben noch weitgehend

selbstständig organisieren können. Anhand

von Erlebnissen oder Schwierig -

keiten können sie Strategien für den

Alltag besprechen, eigene Ressourcen

erkennen und fördern. Gedächtnis -

übungen zur geistigen Aktivierung sowie

Unternehmungen zur Stärkung sozialer

Kontakte sollen die Selbsthilfekräfte

unterstützen.

Die Alzheimer Gesellschaft Hannover

bietet zwei Gruppen für Betroffene an,

die von einer Fachkraft und einer Hel -

ferin begleitet werden (Telefon: 0511

2157465).

Strategien für den Alltag entwickeln:

Gedächtnisstützen wie Kalender, Notiz- und

Klebezettel oder sich von einer ver trau ten

Person an Termine erinnern lassen

UNTERNEHMENSPORTRÄT

Hilfen für pflegende Angehörige und Menschen mit Demenz

Die Arbeiterwohlfahrt Region Hannover e. V. bietet zusammen

mit ihren Tochtergesellschaften verschiedene

Angebote für pflegende Angehörige an. Im Vordergrund

steht deren Entlastung, da sie in ihrem Alltag stark gefordert

sind. Ziel ist es, eine Auszeit und Unterstützung

zu erfahren.

Die Arbeiterwohlfahrt Region Hannover e. V. bietet

Reisen für pflegende Angehörige und Demenzkranke,

eine Tagespflege in Langenhagen, Gesprächskreise

für Angehörige in Sehnde und Barsinghausen und

eine Betreuungsgruppe für Menschen mit Demenz in

Hannover-Davenstedt an.

Arbeiterwohlfahrt Jugend- und Sozialdienste gemeinnützige GmbH

Wilhelmstraße 7 · 30171 Hannover · Tel. 0511 8114-200

susann.czerner@awo-hannover.de · www.awo-hannover.de

46


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:34 Seite 47

MENSCHEN MIT DEMENZ: Hilfen für Angehörige und Betroffene

Niedrigschwellige Betreuungsangebote

Betreuungsgruppen für

Menschen mit Demenz

Bundesweit entstehen immer mehr

Betreuungs- und Aktivierungs gruppen

für Menschen mit Demenz. Einbis

zweimal pro Woche werden die

Er krankten in einer kleinen Gruppe für

zwei bis drei Stunden betreut und ihren

Fähigkeiten entsprechend beschäftigt.

Eine Fachkraft wird dabei von ehren -

amtlichen Helfern unterstützt.

Aktivgruppen für Angehörige und

Erkrankte

Sehr sinnvoll können Aktivierungsangebote

sein, die sich an pflegende Angehörige

und Erkrankte gemeinsam richten,

etwa regelmäßige Treffen zur „Erinnerungspflege“

oder gemeinsame Unternehmungen,

die an die Möglichkeiten

der Erkrankten angepasst sind. Hier bekommen

Angehörige Anregungen für

den Tagesablauf zu Hause und pflegen

gleichzeitig soziale Kontakte.

Ambulante Pflegedienste

Wenn die Demenzerkrankung fortschreitet,

kommt es meist früher oder später

zu einer stärkeren körperlichen Pflegebedürftigkeit.

Je zeitiger ein ambulanter

Pflegedienst zur Unterstützung hinzu -

gezogen wird, desto leichter können sich

die Erkrankten an neue Bezugspersonen

gewöhnen. Im Idealfall kommen immer

dieselben Pflegekräfte.

Betreutes Wohnen

Relativ neu ist das Angebot „Betreutes

Wohnen zu Hause“. Gegen eine Kostenpauschale

werden ein Hausnotruf und

Beratung geboten sowie einmal wöchentlich

der Besuch einer ehrenamt -

lichen Helferin oder eines Helfers. Bei

Bedarf werden hauswirtschaftliche und

pflegerische Dienste vermittelt. So können

allein lebende Demenzkranke möglichst

lange im eigenen Haushalt bleiben.

Tagespflege

Eine andere Möglichkeit der Entlastung

bieten Tagespflegeeinrichtungen für

Demenzkranke. Die Erkrankten erleben

in der Gemeinschaft sinnvolle Tätig -

keiten und fühlen sich akzeptiert. Die

Angehörigen werden entlastet und

haben Zeit für sich selbst.

Kurzzeit- und Verhinderungspflege

„Kurzzeitpflege“ in einer stationären

Einrichtung oder „Verhinderungspflege“

zu Hause oder in einer Einrichtung

ermöglichen Angehörigen eine längere

Auszeit von der Pflege. Viele Anbieter

von Kurzzeitpflege gestatten Probetage,

um vorab zu klären, wie die Erkrankten

reagieren. Bei der Auswahl der Einrichtung

sollte man darauf achten, dass sie

auf Demenzkranke eingestellt ist.

Ehrenamtliche Helferkreise

Geschulte ehrenamtliche Helferinnen

und Helfer beschäftigen sich mit den

Erkrankten zu Hause und ermöglichen

den Angehörigen einen gewissen Frei -

raum. Die Mitglieder von anerkannten

Helferkreisen sind versichert und die

Kosten können durch die Pflegekassen

erstattet werden. Es gibt viele regionale

Anbie ter für niedrigschwellige

Betreuung. Eine Liste gibt es bei

der Landesvereinigung für

Gesundheit und Akademie

für Sozialmedizin

Niedersachsen e. V.

Fenskeweg 2

30165 Hannover

Telefon: 0511 3881189-0

E-Mail: info@gesundheit-nds.de

Internet: www.gesundheit-nds.de

Helferkreis der Alzheimer Gesellschaft

Hannover, Telefon: 0511 7261505

Malteser HelferInnen-Gruppen

Demenz“, Hannover und Garbsen,

Claudia Löhrmann: mobil 0151

14783376, Bettina Mohr: mobil

0170 9280544, E-Mail: Besuchs-u.

Demenzdienst.Hannover@malteser.org

47


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:34 Seite 48

UNTERNEHMENSPORTRÄT

Entlastung bei der Pflege

Die DRK-Sozialstationen, DRK-Pflegestützpunkte und

DRK-Tagespflegen bieten umfassende Unterstützung, um

Angehörige zu entlasten. So besteht zum Beispiel die

Möglichkeit, dass Menschen mit Demenz in der häus -

lichen Umgebung individuell betreut werden. An vielen

Standorten gibt es darüber hinaus Gruppenangebote in

unseren Einrichtungen. Und in den DRK-Tagespflegen

werden an Demenz Erkrankte gemeinsam mit anderen

Gästen von montags bis freitags ganztägig betreut und

gefördert. Unsere erfahrenen Pflegekräfte beraten Sie

gern, welche Unterstützungsmöglichkeiten es gibt, und

stehen Ihnen auch bei der Antragstellung zur Kosten -

über nahme durch die Pflegekassen beratend zur Seite.

DRK-Pflegedienste Hannover gGmbH

Karlsruher Straße 2 c · 30519 Hannover · Tel. 0511 3671-186

riechardt@drk-hannover.de · www.drk-pflegedienste.de

Bei uns sind Sie zu

Hause – der Margeritenhof

Im Ortskern von Langenhagen-Kaltenweide, direkt am

Marktplatz, befindet sich der im Februar 2010 eröffnete

Margeritenhof. 83 stationäre Pflegeplätze, überwiegend

Einzelzimmer, und elf komfortable separate Wohnungen

in familiärer Atmosphäre stehen den Bewohnern zur

Verfügung. Der Margeritenhof hat einen besonderen

Wohnkomfort, liegt zentral am Kaltenweider Platz und ist

gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

Die professionelle Pflege und Betreuung von demenziell

erkrankten Menschen liegt uns besonders am Herzen –

Sicherheit und Geborgenheit geben sowie Angehörige

entlasten. Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne.

tegeler Pflege & Gesundheit Margeritenhof GmbH

Kaltenweider Platz 1 · 30855 Langenhagen-Kaltenweide · Tel. 0511 544557-0

info@tegeler-gruppe.de · www.tegeler-gruppe.de

48


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:34 Seite 49

MENSCHEN MIT DEMENZ: Hilfen für Angehörige und Betroffene

Geben Sie einer vertrauten Person einen Zweitschlüssel zu Ihrer Wohnung.

Betreuter Urlaub

Die Betreuung in Wohneinrichtungen

Neben der Alzheimer Gesellschaft Wenn die körperliche Pflegebedürftigkeit

Hannover, die jährlich einen Urlaub in

Boltenhagen an der Ostsee organisiert,

gibt es andere Anbieter von betreuten

Ur lauben. Neben gemeinsamen Aktivitäten

mit den Erkrankten haben die Angehörigen

Zeit zur Entspannung und freien

zunimmt, wenn sich die Pflege über

lange Jahre hinzieht oder sich Konflikte

und Spannungen häufen, ist der Umzug

in ein Pflegeheim oder eine Wohn -

gemeinschaft für Demenzkranke eine

Alternative:

Gestaltung. Fachkräfte und geschulte

Betreuer kümmern sich dann um die Erkrankten.

Einen Überblick vermittelt die

Deutsche Alzheimer Gesellschaft.

Pflegeheime

Wenn vom „Abschieben ins Heim“ gesprochen

wird, ist das ungerecht.

Vielfach ist das Leben im Heim für

Kuren für Demenzkranke

Zwei Kliniken bieten in Deutschland

Menschen mit Demenz wie auch für

ihre Angehörigen die beste Lösung. Bei

spezielle Kuren für demenzkranke einem oft schwer überschaubaren An -

Menschen und deren Angehörige an:

im oberbayerischen Bad Aibling und

im schleswig-holsteinischen Ratzeburg.

Wenn die Ärztin oder der Arzt den

Antrag unterstützt, können Betroffene

und Angehörige eine Kur beantragen.

gebot an Heimen und Pflegezentren gilt

es aber zu überlegen, welches Haus individuell

richtig ist. Dabei hilft beispielsweise

die Broschüre „Mit Demenz im

Pflegeheim“ der Deutschen Alzheimer

Gesellschaft.

Tipps für Alleinlebende mit einer Demenz

– Nutzen Sie Gedächtnisstützen wie

Kalender, Notiz- und Klebezettel oder

lassen Sie sich von einer ver trau ten

Person an Termine erinnern.

– Strukturieren Sie Ihren Alltag mit

Tages- und Wochenplänen.

– Bewahren Sie wichtige

Dinge immer am selben

Platz auf.

– Vereinfachen Sie Ihren

Alltag, beispielsweise mit

Fertiggerichten oder „Essen auf

Rädern“, mit einem Seniorentelefon,

indem Sie unbenutzte Kleidung und

Hausrat aussortieren.

– Sorgen Sie für Sicherheit: Geben

Sie einer vertrauten Person einen

Zweitschlüssel zu Ihrer Wohnung,

schaffen Sie zu Hause gute Beleuchtung

und entfernen Sie Stolperfallen. Hängen

Sie wichtige Kontakte direkt neben das

Telefon. Verabreden Sie regelmäßige

Telefonate oder Notrufzeichen mit

den Nachbarn. Sie können auch einen

Haus-Notruf nutzen.

– Gestalten Sie Ihre Freizeit so aktiv wie

möglich und tun Sie alles, was Ihnen

Spaß macht.

– Verzichten Sie aufs Autofahren, aber

bleiben Sie mobil, zum Beispiel mit

Fahrgemeinschaften, öffentlichen Ver -

kehrsmitteln und gelegentlich per Taxi.

– Machen Sie Urlaub, wenn Sie gern

verreisen. Wenn Sie mehr Unterstüt -

zung brauchen, könnten Sie einen

guten Freund oder eine Freundin bitten

mitzukommen. Es gibt auch betreute

Gruppenreisen für Menschen mit

Demenz.

– Lassen Sie sich von Ergotherapeuten

beraten.

49


Umbruch_Seite_1_bis_50.qxp_Layout 1 23.06.17 10:34 Seite 50

MENSCHEN MIT DEMENZ: Hilfen für Angehörige und Betroffene

sie wollen. Sie bestimmen, wer als neuer

Mieter aufgenommen wird und wie die

Räume ausgestattet werden. Sie beauftragen

einen Pflegedienst, der die Betreuung

rund um die Uhr mit einem ambulanten

Team sicherstellt.

Heute unterstützen technische Hilfsmittel:

Viele moderne Haushaltsgeräte haben eine

Abschalt-Automatik – Herdsicherungen

schalten einen Elektroherd entweder

nach einer voreingestellten Zeit oder bei

Überhitzung der Kochfelder automatisch ab.

INFO

Haus-Notruf

Wenn Sie ein Haus-Notrufsystem

nutzen, tragen Sie einen Sender am

Körper, mit dem Sie per Knopfdruck

jederzeit Hilfe rufen können. Wenn

Sie zum Beispiel gestürzt sind und

nicht mehr allein aufstehen können,

wird darüber eine Sprachverbindung

mit einer Notrufzentrale hergestellt.

Erfahrene Anbieter solcher Haus-

Notrufsysteme sind das Deutsche

Rote Kreuz, der Malteser Hilfsdienst

und die Johanniter-Unfall-Hilfe.

Auch im Pflegeheim können sich Angehörige

um die Erkrankten kümmern.

Immer mehr Einrichtungen berück -

sich tigen die Bedürfnisse von Menschen

mit Demenz, zum Beispiel in speziellen

Wohnbereichen („Hausgemeinschaften“).

Wohngemeinschaften

In einer ambulant betreuten Wohn -

gemeinschaft für Menschen mit Demenz

leben in der Regel sechs bis zwölf Personen

in einer großen Wohnung zusammen.

Sie werden von einem ambulanten

Pflegedienst betreut. Die Erkrankten

(vertreten durch Angehörige oder rechtliche

Betreuer) sind Mieter. Sie zahlen

Miete für ihren individuellen Wohnraum

und anteilig für gemeinsame Räume wie

Wohnzimmer, Küche und Bäder. Sie

haben das Hausrecht, können kommen

und gehen und Besuch empfangen, wie

Ambulant betreute Wohngemeinschaften

sind eine gute Alternative zum

Pflegeheim. Sie stellen allerdings relativ

hohe Anforderungen an die Angehörigen

oder rechtlichen Betreuer. Die Kosten

entsprechen denen eines Pflegeheims.

Wenn Angehörige selbst eine Wohn -

gemeinschaft gründen möchten, sollten

sie sich ausführlich beraten lassen und

kompetente Partner suchen.

Unterstützung für Alleinlebende

Inzwischen gibt es viele technische

Hilfsmittel, die für Demenzkranke hilfreich

sein können: Viele moderne Haushaltsgeräte

haben eine Abschalt-Automatik.

Wird zum Beispiel ein Bügeleisen

längere Zeit nicht bewegt, schaltet es

sich automatisch ab. Herdsicherungen

schalten einen Elektroherd entweder

nach einer voreingestellten Zeit oder bei

Überhitzung der Kochfelder automatisch

ab. Rauchmelder in der Wohnung geben

rechtzeitig Alarm, sollte es doch einmal

zu einer Rauch- oder Brandentwicklung

kommen. Sogenannte Seniorenhandys

haben große Tasten und können wichtige

Rufnummern als Kurzwahlnummern

speichern.

Kontakte/Adressen: siehe Kapitel 20, Seite 68

50


Umbruch_Seite_51_bis_80.qxp_Layout 1 23.06.17 10:40 Seite 51

UNTERNEHMENSPORTRÄT

Das Haus im Grünen

Das Pflegeheim des Altenzentrums St. Aegidien liegt

direkt am Tiergarten, am Rande des Stadtteils Hannover-

Anderten, und verfügt über 98 Plätze, die sich vorwiegend

auf Einzelzimmer-Appartements verteilen. In überschaubaren

Wohnbereichen laden seniorengerechte und

multifunktionale Gemeinschaftsräume zur Gestaltung

des Tagesablaufs ein. Qualifizierte Mitarbeiter gestalten

in familiärer Atmosphäre Gruppenstunden und Einzel -

beglei tungen, um den Alltag für unsere Bewohner an -

genehm und erfrischend zu strukturieren. Schwerstpflege -

bedürftige Bewohner werden in kleinen Gruppen in

unserem „Pflegenest“ liebevoll umsorgt und betreut.

Überzeugen Sie sich selbst bei einem Besichtigungstermin.

Altenzentrum St. Aegidien

Sunderhof 1 · 30559 Hannover · Tel. 0511 95467-0

heimleitung@st-aegidien.de · www.st-aegidien.de

Das Haus im Grünen

Leben und sich wohlfühlen

Ev.-luth. Diakoniewerk St. Aegidien

Ein Platz zum Wohlfühlen

Das Seniorenpflegeheim SOZIALKONZEPT „Katharinenhof“

wurde in ruhiger Wohngegend errichtet und liegt in

grüner Umgebung. Alle Räume sind auf die Anforderungen

abgestimmt, die das Alter mit sich bringt. Das Haus

bietet 219 Bewohnern einen Platz zum Wohlfühlen.

Es gibt 135 helle Einzel- und Doppelzimmer.

Auf Privatsphäre legen wir genauso viel Wert wie auf ein

buntes Programm an Unterhaltung und Aktivitäten. Was

wir im Detail tun, damit sich unsere Bewohner in guten

Händen fühlen, erfahren Sie im Internet oder noch

besser: Wenn Sie uns persönlich besuchen.

SOZIALKONZEPT „Katharinenhof“ Seniorenpflegeheim

Matthäikirchstraße 9 · 30519 Hannover · Tel. 0511 8706-0

kontakt_katharinenhof@sozialkonzept.com · www.sozialkonzept.com/katharinenhof

51


Umbruch_Seite_51_bis_80.qxp_Layout 1 23.06.17 10:40 Seite 52

REPORTAGE: Ehrenamtliche Begleiter

„So kann ich auch anderen

noch etwas geben!“

Ehrenamtliche Begleiter entlasten Angehörige

Rund 80 Prozent der Demenzkranken in

Deutschland werden hauptsächlich von

ihren Angehörigen versorgt. Da sich die

Erkrankung oft über viele Jahre hinzieht,

sind Partner, Kinder, Enkel oder

auch Freunde in einem anstrengenden

Dauereinsatz, der, besonders wenn die

Erkrankung fortgeschritten ist, sehr belasten

kann. Eine Möglichkeit, sich

kleine Freiräume zu schaffen, um auch

einmal etwas für sich selber tun zu

können, ist der Einsatz ehrenamtlicher

Demenzbegleiterinnen und Demenz -

begleiter.

Klaus-Dieter Behringer engagiert sich

seit 2012 als ehrenamtlicher Helfer in

der Alzheimer Gesellschaft Hannover.

Der 63-Jährige war als Dachdecker

tätig, bevor er einen schweren Arbeitsunfall

hatte und lange unter den Folgen

litt. Als er dadurch früher zum Rentner

wurde, suchte er eine sinnvolle Aufgabe.

Zwei bis drei Begleitungen übernimmt

Behringer durchschnittlich. Er besucht

die Betroffenen ein- bis zweimal in der

Woche für ein paar Stunden. „Die meisten

waren Handwerker, wie ich, da

treffe ich den richtigen Ton“, meint

Behringer. Dass die Chemie stimme, sei

sehr wichtig, bestätigt Diplompädagogin

Alexandra Huth, die gemeinsam mit

der Sozialpädagogin Ulrike Moes als

hauptamtliche Mitarbeiterinnen der

Ehrenamtlicher Begleiter Klaus-Dieter Behringer

Alzheimer Gesellschaft Hannover die Baumarkt. „Die Lebensstile und Interessen

der Erkrankten sind genauso viel -

Ehrenamtlichen schult und fachlich begleitet.

Beim Erstgespräch ist immer fältig wie bei anderen Menschen auch.

eine der Fachkräfte dabei. Sie schauen Und auch in unserem Helferkreis sind

vor allem darauf, ob die ehrenamtlichen Menschen mit ganz unterschiedlichen

Helfer zu den Demenzkranken passen. Lebensgeschichten, Berufen und Hobbys

dabei. Dadurch finden wir in den

Spaziergang, Stadtbummel oder Baumarkt

– das Angebot muss passen Helferin oder einen passenden Helfer“,

allermeisten Fällen auch eine passende

Klaus-Dieter Behringer geht mit den erklärt Huth.

Männern meistens spazieren, in die

Stadt, ins Kino – oder auch mal in den

52


Umbruch_Seite_51_bis_80.qxp_Layout 1 23.06.17 10:40 Seite 53

REPORTAGE: Ehrenamtliche Begleiter

Die Ehrenamtlichen sollen einerseits die

Angehörigen entlasten, andererseits die

Demenzkranken dabei unterstützen,

ihre Fähigkeiten zu erhalten und am

gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

„Das kann auch mal bedeuten, dass eine

Helferin oder ein Helfer mit einer Frau,

die ihr Leben lang vor allem als Hausfrau

tätig war, eine Mahlzeit zubereitet“,

sagt Huth. Pflegerische Leistungen

gehören allerdings nicht zum Leistungsumfang

der Ehrenamtlichen, stellt sie

klar.

Fortbildung und Feingefühl sind

Voraussetzungen

Rund 60 Helferinnen und Helfer sind bei

Feingefühl und Ruhe sind gefragt.

der Alzheimer Gesellschaft Hannover im

Einsatz. Neue Interessenten werden von

Ulrike Moes in einem 40 Stunden umfassenden

Kursus fachlich geschult. Sie

werden über die Krankheit informiert,

lernen den rechtlichen Rahmen kennen

und den angemessenen Umgang mit

den Demenzkranken. Die Ehrenamt -

lichen übernehmen ein oder zwei,

manchmal auch bis zu vier Begleitungen

und sprechen die Häufigkeit der Besuche

mit den Familien ab. In der Regel

finden sie ein- bis zweimal wöchentlich

zu festen Terminen statt, das kann aber

variiert werden.

Was für Voraussetzungen muss man als

ehrenamtliche(r) Helfer(in) mitbringen?

„Eine gewisse Ruhe, auf Menschen eingehen

können und viel Feingefühl“,

meint Klaus-Dieter Behringer. Der

Ehrenamtliche engagiert sich außerdem

beim jährlichen gemeinsamen Ostsee-

Urlaub für Kranke und Angehörige. Dort

begleitet er mit weiteren erfahrenen

Helfern das Ausflugsprogramm für die

Angehörigen. Warum er das alles

macht? „Ich bin froh, als Rentner auch

noch anderen etwas geben zu können –

und wer weiß, vielleicht brauche ich

später selber einmal Hilfe und bin froh,

wenn es so was gibt!“

Kontaktadresse: siehe Kapitel 20, Seite 68

53


Umbruch_Seite_51_bis_80.qxp_Layout 1 23.06.17 10:41 Seite 54

MENSCHEN MIT DEMENZ: Information und Beratung

Information und Beratung

Es gibt viele verschiedene Beratungsmöglichkeiten

und -angebote in Hannover und

der Region.

INFO

Wohnberatungsstellen beraten Sie

über mögliche Veränderungen in

Ihrer Wohnung, zum Beispiel den

Einbau einer bodengleichen Dusche,

die Entfernung von Schwellen,

Toilettensitzerhöhungen und

Ähnliches. Auf Antrag kann die

Pflegeversicherung einen Teil der

Kosten übernehmen.

Im persönlichen Beratungsgespräch kann

man auf die individuellen Probleme detailliert

eingehen und auch besprechen,

ob und wie Familienangehörige, Nachbarn,

Freunde und Bekannte zur Unterstützung

einbezogen werden können.

Pflegestützpunkte beraten vertraulich,

neutral und kostenlos rund um das

Thema Pflege: Wie beantrage ich einen

Pflegegrad? Welche Leistungen kann ich

in Anspruch nehmen? Wo finde ich in

meiner Nähe einen Pflegedienst? Kontakte/Adressen:

siehe auch Kapitel 20,

ab Seite 68.

Das städtische Pflegezentrum Heinemanhof

im Stadtteil Kirchrode bündelt

im Kompetenzzentrum Demenz viel -

fältige Erfahrungen in gerontopsychia -

trischer Fachpflege. Die Beratungs- und

Betreuungsangebote des Demenz -

zen trums richten sich besonders an

Demenz kranke, die zu Hause gepflegt

werden, sowie deren Angehörige.

Die Beratungs- und Begegnungsstelle

Lindenbaum vom Caritasverband Han -

no ver e. V. bietet Information und Beratung

für gerontopsychiatrisch Erkrankte

und deren Angehörige. Sie vermittelt

Hausbesuche, Hilfen, Betreuungs -

gruppen, Gesprächskreise und Gruppenangebote.

Dabei kooperiert sie mit ambulanten

Pflegediensten, Ärzten und

psychiatrischen Fachkliniken.

Der Kommunale Seniorenservice Hannover

(KSH) bietet Informationen und

Beratung rund um das Alter, über Freizeitangebote

der Offenen Seniorenarbeit

in Hannover, Treffpunkte und Beratung

54


Umbruch_Seite_51_bis_80.qxp_Layout 1 23.06.17 10:41 Seite 55

UNTERNEHMENSPORTRÄT

Komplettbetreuung

Seit über 20 Jahren ist Bremermann Gesundheitsdienste

Ihr Partner für ambulante Pflegedienstleistungen. Wir

sorgen nicht nur für Ihr körperliches Wohlbefinden, sondern

stehen Ihnen auch bei Ihren alltäglichen Problemen

zur Seite. Das Portfolio reicht von ambulanter Pflege,

ambulanter psychiatrischer Pflege, Assistenz, einem

Nach weis über die Durchführung eines Beratungs ein -

satzes über Pflegeberatung, einen Notruf- und Anrufservice

bis hin zu familienentlastenden Maßnahmen.

Hinzu kommen spezielle Angebote für demenziell erkrankte

Menschen. Sie sind unabhängiger. Kompetentes,

ausgebildetes und speziell geschultes Personal steht

Ihnen jederzeit zur Verfügung.

Das Gesundheitshaus Bremermann GmbH

Hildesheimer Straße 157 · 30880 Laatzen · Tel. 0511 865505

info@bremermann24.de · www.bremermann24.de

DOMICIL – Mitten im Leben

Die DOMICIL-Unternehmensgruppe ist bundesweit mit

ihrem offenen und innovativen Auftreten sehr erfolgreich.

Pflegebedürftige Menschen jeden Alters finden bei

uns ein neues Zuhause, einen Platz zum Wohlfühlen.

Schauen Sie gerne einmal in unseren modernen, hellen

Häusern in der List und im Nikolaiviertel vorbei und

überzeugen Sie sich von der freundlichen Atmosphäre,

dem ansprechenden Ambiente und dem individuellen

Betreuungskonzept. Beide Standorte verfügen über einen

speziellen Wohn bereich für Bewohner mit demenziellen

Veränderungen. Hier kann besonders auf die Bedürfnisse

dieser Bewohner eingegangen werden.

DOMICIL – Seniorenresidenzen List GmbH

Mengendamm 4 · 30177 Hannover · Tel. 0511 67686-0

list@domicil-seniorenresidenzen.de · www.domicil-seniorenresidenzen.de

55


Umbruch_Seite_51_bis_80.qxp_Layout 1 23.06.17 10:41 Seite 56

UNTERNEHMENSPORTRÄT

Der “Sonnenhof“ praktiziert das Böhm’sche Pflegemodell

Ein Seniorenzentrum das auf Demenz spezialisiert ist?

Dann sind Sie im “Sonnenhof“ an der richtigen Adresse!

In eigenen Wohnbereichen werden die Bewohnerinnen

und Bewohner von geschulten Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern nach dem Pflegemodell für Menschen mit

Demenz nach Professor Erwin Böhm betreut.

Dieses psychobiografische Pflegemodell zielt vor allem

auf die Seelenpflege älterer Menschen. Dabei spielt die

Lebensgeschichte eine tragende Rolle. Die Bewohner

sollen so lange wie möglich selbstständig denken und

handeln. So können sie sich frei entfalten und den Tages -

ablauf nach eigenen Wünschen gestalten.

Seniorenzentrum “Sonnenhof“ Lehrte

Dammfeldstraße 11/22 · 31275 Lehrte-Aligse · Tel. 05132 8293-0

info@sonnenhof-lehrte.de · www.sonnenhof-lehrte.de

Glück ist die Summe richtiger Entscheidungen

Erleben Sie mit uns die kleinen und großen Freuden des

Alltags in angenehmer Atmosphäre und genießen Sie alle

Vorzüge einer zuverlässigen und qualifizierten Pflege. In

unserem Haus erwartet Sie eine fürsorgliche Betreuung,

ob in der Kurzzeitpflege oder als Bewohner in vollstationärer

Unterbringung. Wir bieten Ihnen eine komfortable

und sichere Umgebung, in der Sie sich wohlfühlen können.

Um auf Ihre individuellen Bedürfnisse einzugehen,

wird ein individuelles Pflegekonzept erstellt. Dabei

integrieren wir Ihre vorhandenen Fähigkeiten, um Ihre

Selbstständigkeit bestmöglich zu erhalten. Lernen Sie

uns in einem persönlichen Gespräch näher kennen.

Pflegeresidenz Haus der Ruhe GmbH

Leistlinger Straße 10 · 30826 Garbsen · Tel. 05131 706-514

info@hdr.de · www.hdr.de

56


Umbruch_Seite_51_bis_80.qxp_Layout 1 23.06.17 10:42 Seite 57

MENSCHEN MIT DEMENZ: Information und Beratung

in allen Stadtteilen, ehrenamtliche Mit -

arbeit, Pflege- und Wohnberatung,

Hilfsangebote und Mobile Einzelfallhilfe,

Vermittlung zu Beratungsstellen und

Selbsthilfegruppen, Heimaufsicht.

Am Standort Schwarzer Bär in Hannover-Linden

betreibt das Klinikum Wahrendorff

eine Transkulturelle Psychia -

trische Institutsambulanz. Hier finden

Menschen mit Migrationshintergrund

spezialisierte Angebote.

Die Alzheimer Gesellschaft Hannover

e. V.

Das Büro der Alzheimer Gesellschaft

Hannover ist offen für alle Rat- und

Hilfe suchenden, die eine demenzkranke

Person begleiten oder selbst betroffen

sind. Dort gibt es Informationen zu demenziellen

Erkrankungen, Anregungen

für einen hilfreichen Umgang mit dem

betroffenen Menschen, Antworten auf

Fragen zur Pflegeversicherung und über

Vorsorgemöglichkeiten.

Selbsthilfe

Die Kontakt-, Informations- und Beratungsstelle

im Selbsthilfebereich (KIBIS)

informiert über vielfältige Selbsthilfegruppen

in der Region Hannover, auch

zum Thema Demenz.

Wer in seiner Umgebung eine Gruppe für

Angehörige von Demenzkranken sucht,

findet heute meist schnell ein Angebot.

Viele dieser Gruppen sind Selbsthilfegruppen,

die von der Deutschen Alz -

heimer Gesellschaft unterstützt werden.

Leiterinnen und Leiter der Angehörigengruppen

haben oder hatten oft selbst

demenzkranke Familienmitglieder und

möchten ihr Wissen gern weitergeben.

Für sie hat die Deutsche Alzheimer

Gesellschaft Materialien und eine Schulung

entwickelt. Damit können sie

Methoden der Beratung und Begleitung

lernen und ihr Wissen zur Demenz ak -

tuell halten.

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft

hat eine Vielzahl von Broschüren und

Rat gebern veröffentlicht, die im Büro

der Alzheimer Gesellschaft Hannover

zu bekommen sind oder auch bestellt

werden können.

Zudem bieten die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter eigene

Unterstützungsangebote wie Angehö ri -

gengruppen, Betreuungsgruppen und

Helferkreis. Sie helfen bei der Suche

nach weiteren ambulanten oder teil -

stationären Entlastungsmöglichkeiten

oder einer geeigneten stationären

Pflege einrichtung in Hannover und der

Region.

Telefonbereitschaft:

Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr

Telefon: 0511 7261505

persönliche Beratung:

Dienstag 10 bis 12 Uhr,

Donnerstag 16 bis 19 Uhr

und nach Vereinbarung

Osterstraße 27

30159 Hannover

(4. OG., Fahrstuhl, barrierefrei)

Telefon: 0511 2157465

Fax: 0511 2157476

E-Mail: Alzheimer-Gesellschaft-

Han@t-online.de

Kontakte/Adressen: siehe Kapitel 20, ab Seite 68

Das Alzheimer-Telefon

Angehörige, Betroffene, aber auch

professionelle Helfer suchen Antworten

auf ihre Fragen zu Demenz und speziell

zur Alzheimer-Krankheit. Nicht alle

Antworten lassen sich im Internet

finden. Deshalb gibt es das

Alzheimer-Telefon der

Deutschen Alzheimer

Gesellschaft.

Montag bis Donnerstag

von 9 bis 18 Uhr und

Freitag von 9 bis 15 Uhr

Servicenummer: 01803 171017

Festnetznummer: 030 259379514

Hier steht ein professionelles Team

bereit, um über das Krankheitsbild, die

Diagnose, den Umgang mit schwierigen

Verhaltensweisen oder rechtliche Fragen

zu sprechen, aber auch über persönliche

Fragen. Jedes Jahr nehmen zwischen

5000 und 6000 Menschen dieses

Angebot in Anspruch. Das Bundesministerium

für Familie, Senioren, Frauen und

Jugend sichert die Finanzierung des

Alzheimer-Telefons.

57


Umbruch_Seite_51_bis_80.qxp_Layout 1 23.06.17 10:42 Seite 58

REPORTAGE: Selbsthilfegruppe

„Das Beste ist, einmal

loslassen zu können!“

Gespräche mit Teilnehmerinnen einer Selbsthilfegruppe

„Manchmal bin ich schon nach dem

Frühstück völlig fertig!“ Dieses Gefühl,

das Margrit G. beschreibt, kennen alle in

der Gruppe der Alzheimer Gesellschaft

Hannover. Einmal pro Monat treffen

sich die sieben Frauen im Alter zwischen

Anfang 60 und Mitte 80 Jahren,

um sich unter Leitung von Gudrun

Hirsch von der Alzheimer Gesellschaft

Hannover auszutauschen. Begonnen

wird mit einer Frage, die jede in der

Gruppe beantwortet: „Was liegt bei

Ihnen obenauf? Welche Probleme haben

Sie gerade?“ Bei den meisten Teilnehmerinnen

sprudelt es dann gleich heraus:

Sie berichten von schwierigen

Situationen im Umgang mit ihren demenzkranken

Männern, von praktischen

Problemen im Alltag, von Auseinandersetzungen

mit der Pflegekasse, aber vor

allem von der permanenten Belastung

und dem Gefühl, kaum noch Zeit für

sich zu haben.

„Manchmal lachen wir auch!“

Herta Müller (Name geändert) kann seit

eineinhalb Jahren öfter wieder mal

durchatmen. Ihr Mann lebt seit dieser

Zeit in einem Pflegeheim. Sie besucht

ihn regelmäßig dreimal in der Woche

und telefoniert täglich mit ihm. Aber

mittlerweile schaltet sie nachts den

Klingelton ab, denn ihr Mann versucht,

auch dann anzurufen. „Ich habe gelernt,

dass ich das darf. Dass ich auch auf

mich achten muss, dass ich Ruhepausen

brauche“, sagt die 75-Jährige. Das hätte

sie ohne den Besuch in der Selbsthilfegruppe

wohl nicht geschafft, meint sie.

Vorausgegangen waren 15 Jahre, in

denen sie ihren Mann begleitete, betreute

und schließlich pflegte, bis es

nicht mehr ging – von den ersten An -

zeichen einer Demenz („Er wirkte öfter

mal schusselig, aber da hat man sich

erst mal nicht so viel dabei gedacht“)

über mehrere Krankenhaus- und Reha-

Aufenthalte durch zusätzliche schwere

körperliche Erkrankungen bis zur Entscheidung,

ihn in ein Pflegeheim zu

geben. In dieser Zeit habe sich ihr Mann

sehr verändert, er sei zuletzt auch zunehmend

verbal aggressiv gegen sie geworden,

sagt Herta Müller.

Solche und andere Verhaltensänderungen

sind nicht ungewöhnlich für

Demenzkranke, die sich unsicher fühlen

und sich nur noch schlecht ausdrücken

können. Hier, in der Gruppe mit Menschen,

die Ähnliches erleben, können

sich die Angehörigen aussprechen, erfahren

von anderen, wie sie mit schwierigen

Situationen umgehen, geben sich

Tipps. „Bei uns wird geweint, manchmal

auch geflucht, aber auch gelacht“, sagt

Gudrun Hirsch, die mehrere Gesprächsgruppen

leitet. Wichtig sei, dass die

Gruppen klein seien und eine stabile Besetzung

hätten. „Unsere Gruppen haben

maximal acht Teilnehmer, damit alle

auch angemessen zu Wort kommen“,

erklärt die Leiterin. Neben Gruppen

für Ehepartner von Betroffenen gibt es

Gruppen für pflegende Töchter und

Söhne sowie eine Gruppe für Angehörige

von Menschen mit einer Frontotemporalen

Demenz.

„Alles bleibt hier im Raum – so kann

man auch mal loslassen!“

Wichtig ist den Teilnehmerinnen auch

das Schweigegebot. „Damit sich die

Angehörigen öffnen können, muss eine

vertrauensvolle Atmosphäre entstehen.

Dazu gehört auch, dass alles, was hier

gesagt wird, im Raum bleibt und an

niemanden außerhalb weitergetragen

wird“, betont Gudrun Hirsch.

58


Umbruch_Seite_51_bis_80.qxp_Layout 1 23.06.17 10:42 Seite 59

REPORTAGE: Selbsthilfegruppe

Für sie bedeutet die Selbsthilfegruppe

vor allem, sich mit Menschen in der

gleichen Lebenssituation „ausquatschen“

zu können. Durch die Erkran -

kung sei ihr Freundeskreis deutlich

geschrumpft, berichtet Margrit G.

Demenz ist ansteckend, wissen Sie!“,

sagt sie mit einem Augenzwinkern.

Auch sie hat viele Informationen erst in

der Gruppe erhalten. Mittlerweile gönnt

sie sich auch regelmäßige Urlaube, in

dieser Zeit gibt sie ihren Mann in die

Kurzzeitpflege: „Dafür spare ich Betreuungsleistungen

der Pflegekasse an!“

Die Selbsthilfegruppen der Alzheimer

Gesellschaft Hannover sind gut besucht.

„Wir führen eine Warteliste. Deshalb ist

es ratsam, sich frühzeitig bei uns zu

melden“, empfiehlt Gudrun Hirsch. Mit

allen Interessenten findet vorab ein

persönliches Gespräch statt. „Uns ist es

wichtig, dass die Gruppenmitglieder gut

zusammenpassen!“

Herta Müller fand den Weg in die

Gruppe erst, als klar war, dass ihr Mann

nicht mehr nach Hause zurückkehren

würde. Ihr halfen die Erfahrungen der

anderen und die Informationen der

Gruppenleiterin sehr. „Ich habe zum

Beispiel gelernt, dass ich als Angehörige

im Heim auch Rechte habe. Ich gucke

mir jetzt die Pflegedokumentationen an

und frage auch nach, wenn Medikamentendosen

geändert wurden.“ Das

habe sie sich zuerst nicht getraut.

„Der Freundeskreis ist geschrumpft.“

Margrit G. pflegt ihren Mann zu Hause.

Auch bei ihm begann die demenzielle

Erkrankung schleichend, eine deutliche

Verschlimmerung trat infolge einer

schweren Darmoperation ein, der weitere

gesundheitliche Probleme folgten.

Seit zwei Jahren ist er bettlägerig. Die

62-Jährige bewältigt die Pflege ihres

Mannes überwiegend alleine, hat

Pflegekurse bei der Krankenkasse gemacht.

Einmal wöchentlich kommt ein

ambulanter Pflegedienst, um ihren

Mann zu duschen. „Es gibt schon noch

Situationen, in der er ziemlich klar ist,

zum Beispiel, wenn er mit seiner 97-

jährigen Mutter telefoniert“, berichtet

Margrit G., „aber danach kann er sich

zum Beispiel nicht mehr daran erinnern,

dass er mir vorher gesagt hat, was er

essen möchte.“

Kontaktadresse: siehe Kapitel 20, Seite 69

59


Umbruch_Seite_51_bis_80.qxp_Layout 1 23.06.17 10:42 Seite 60

MENSCHEN MIT DEMENZ: Finanzielle Leistungen

Finanzielle Leistungen

für Demenzkranke

Die Pflegeversicherung wurde zum 1. Januar 2017 so

verändert, dass bei der Einschätzung eines Pflegebedarfs

geistig und psychisch bedingte Einschränkungen genauso

wie körperliche Gebrechen berücksichtigt werden.

Das bringt für Menschen mit Demenz eine deutliche

Ver besserung.

Tipp

Angehörige

können den

Gutachter beim

Hausbesuch zusätzlich

um ein Gespräch unter vier Augen ohne

Beisein des Kranken bitten, um offen

über die Defizite des Erkrankten spre -

chen zu können, ohne diesen dadurch

zu kränken.

Zur Vorbereitung ist es sinnvoll, ein

Pflegetagebuch auszufüllen, das die

Deutsche Alzheimer Gesellschaft im

Internet zur Verfügung stellt.

Um Leistungen der Pflegeversicherung

zu erhalten, muss der Betreffende oder

sein rechtlicher Vertreter einen Antrag

bei der Pflegekasse stellen. Diese ist

immer bei der Krankenkasse des Ver -

sicherten angesiedelt. Sie beauftragt

den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung

oder einen unabhängigen

Gutachter, einen Hausbesuch zur Einstufung

des Pflegebedürftigen vorzunehmen.

Der Gutachter kündigt seinen

Besuch schriftlich an.

Zum Hausbesuch sollten ein aktueller

Medikamentenplan, ärztliche Bescheinigungen

oder Krankenhausberichte und

gegebenenfalls die Pflegedokumentation

des Pflegedienstes bereitliegen.

Beim Einstufungsbesuch müssen die

Gutachter auch die pflegenden Angehörigen

befragen. Gerade bei demenzkranken

Menschen ist es unabdingbar, dass

sie die Aussagen von Angehörigen oder

Pflegekräften berücksichtigen, da die

Leistungsfähigkeit des Kranken stark

schwanken kann. Angehörige können zu

ihrer Unterstützung eine Vertrauens -

person hinzuziehen, auch von der Alzheimer

Gesellschaft oder einem ambulanten

Pflegedienst.

Die Pflegebedürftigen erhalten das Gutachten

und den Bescheid über die Einstufung

von der Pflegekasse. Wenn der

Bescheid falsch oder ungünstig erscheint,

kann man dagegen Widerspruch

einlegen. Wird der Widerspruch abgelehnt,

ist eine kostenfreie Klage vor dem

Sozialgericht möglich.

Pflegebedürftig im Sinne des Sozial -

gesetzbuches sind Personen, die „gesundheitlich

bedingte Beeinträchtigungen

der Selbstständigkeit oder der

Fähigkeiten aufweisen und deshalb der

Hilfe durch andere bedürfen. Es muss

sich um Personen handeln, die körper -

liche, kognitive oder psychische Be -

einträchtigungen oder gesundheitlich

bedingte Belastungen oder Anforderungen

nicht selbstständig kompensieren

oder bewältigen können.“

Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen

können folgende sechs „Module“

betreffen:

60


Umbruch_Seite_51_bis_80.qxp_Layout 1 23.06.17 10:43 Seite 61

MENSCHEN MIT DEMENZ: Finanzielle Leistungen

1. Mobilität: Wie selbstständig kann

sich ein Mensch fortbewegen und

seine Körperhaltung ändern?

2. Kognitive und kommunikative Fähigkeiten:

Wie gut findet sich ein

Mensch im Alltag örtlich und zeitlich

zurecht? Kann er für sich selbst Entscheidungen

treffen? Kann er Gespräche

führen und Bedürfnisse mitteilen?

3. Verhaltensweisen und psychische

Problemlagen: Wie häufig benötigt

ein Mensch Hilfe aufgrund von psychischen

Problemen und Verhaltensweisen

wie etwa aggressivem oder

ängstlichem Verhalten?

4. Selbstversorgung: Wie selbstständig

kann sich ein Mensch im Alltag versorgen

bei der Körperpflege, beim Ankleiden,

beim Essen und Trinken?

5. Bewältigung von und selbstständiger

Umgang mit krankheits- oder the -

rapiebedingten Anforderungen und

Belastungen: Welche Unterstützung

benötigt ein Mensch beim Umgang

mit der Krankheit und bei Behandlungen

– zum Beispiel bei Medikamentengabe,

Verbandswechsel, Diät,

Dialyse oder Beatmung?

6. Gestaltung des Alltagslebens und

sozialer Kontakte: Wie selbstständig

kann ein Mensch seinen Tagesablauf

planen oder Kontakte pflegen?

Monatliche Leistungen

Pflegebedürftige ab Pflegegrad 2 erhalten

aus der Pflegeversicherung monat -

liche Leistungen entweder als Pflegegeld,

das zur freien Verfügung steht,

oder als Pflegesachleistungen, die über

ambulante Pflegedienste oder freie

Pflegefachkräfte abgerechnet werden

können. Pflegegeld und -sachleistungen

können auch kombiniert werden.

Zusätzlich stehen Leistungen für teil -

stationäre Tages- oder Nacht-Pflege -

einrichtungen zur Verfügung.

Jeder Pflegebedürftige hat unabhängig

vom Pflegegrad Anspruch auf einen

sogenannten Entlastungsbetrag in Höhe

von 125 Euro pro Monat. Dieser Betrag

ist zweckgebunden und wird nicht bar

Ein Grundbedürfnis: im Alter und bei

Krankheit gut versorgt sein

Der Gutachter schätzt für jede der sechs

Module den Grad der Selbstständigkeit.

Es ergibt sich für jeden Bereich ein Wert

zwischen 0 und 3 Punkten. Die Punktwerte

fließen dann in unterschiedlicher

Gewichtung in die Ermittlung des Pflege -

grades ein.

61


Umbruch_Seite_51_bis_80.qxp_Layout 1 23.06.17 10:43 Seite 62

MENSCHEN MIT DEMENZ: Finanzielle Leistungen

Übergang von Pflegestufen in

Pflegegrade

Wer am 31. Dezember 2016 bereits

eine Pflegestufe hatte, muss wegen der

Änderung keinen neuen Antrag stellen.

Pflegebedürftige mit ambulantem

zusätzlichem Betreuungsbedarf werden

in den übernächsten Pflegegrad über -

geleitet: Aus Pflegestufe 0 wird Pflege -

grad 2, aus Pflegestufe 1 Pflegegrad 3

usw. Dadurch ergeben sich für Demenz -

kranke, die nach dem alten Recht als

„in ihrer Alltags kompetenz erheblich

ein geschränkt“ galten, teils erhebliche

Verbesserungen.

Lassen Sie sich beraten

Die Bestimmungen der

Pflegeversicherung und die

Beantragung von Leis tun gen

sind zum Teil recht kom pli -

ziert. Deshalb sollten Sie sich

ausführlich informieren oder eine

Beratung auf suchen, zum Beispiel bei

Pflegestützpunkten, Pflegekassen oder

der Alzheimer Gesellschaft. Ausführliche

Informationen enthält der von der

Deutschen Alzheimer Gesell schaft

herausgegebene „Leitfaden zur Pflege -

versicherung“. Mit dem Pflegeleistungs-

Helfer des Bundesgesundheitsministe -

riums können Sie sich im Internet die

indi viduellen Leistungsansprüche

zu sammenstellen:

www.bundesgesundheitsministerium.de/

service/pflegeleistungs-helfer.html. Weitere

Informationen zum Pflegestärkungsgesetz

finden Sie unter: www.pflegestaerkungsgesetz.de.

Informationen über das neue

Begutachtungsverfahren geben die

Medizinischen Dienste unter:

www.pflegebegutachtung.de

ausgezahlt. Damit können beispielsweise

Tages- und Nachtpflege finanziert

werden, Einsätze von Pflegediensten

(außer zur Unterstützung bei der

Körperpflege) oder Kurzzeitpflege, aber

auch die Vermittlung von ehrenamt -

lichen Helferinnen und Betreuungs -

gruppen, Unterstützung im Haushalt

und weitere Entlastungshilfen.

Auch für die stationäre Pflege im Heim

werden monatliche Leistungen zur Verfügung

gestellt.

Jährliche Leistungen

Pflegebedürftigen ab Pflegegrad 2 stehen

für einen Kurzzeitpflegeaufenthalt

bis 1612 Euro pro Kalenderjahr zu. Für

die Verhinderungspflege im häuslichen

oder im stationären Bereich wird bei

Verhinderung des pflegenden Angehörigen

oder einer ehrenamtlichen Pflegeperson

die gleiche Leistung gewährt.

Wird eine der Leistungen nur teilweise

in Anspruch genommen, können bis zu

806 Euro der Kurzzeitpflegeleistung für

Verhinderungspflege genutzt werden

oder umgekehrt die gesamte Verhinderungspflegeleistung

von 1612 Euro für

Kurzzeitpflege. Eine Pflegeperson kann

auch stundenweise verhindert sein,

etwa um einzukaufen, private Termine

wahrzunehmen oder sich zu erholen.

Weitere Leistungen

Pflegebedürftige haben Anspruch auf

technische Hilfsmittel. Wenn die Pflegekasse

zum Beispiel den Bedarf für ein

Pflegebett anerkennt, wird es finanziert.

Für Verbesserungen des Wohnumfeldes

können Zuschüsse von bis zu 4000

Euro je Maßnahme gezahlt werden. Bei

Bedarf übernehmen die Pflegekassen

auch die Kosten für Hilfsmittel zum

Verbrauch wie Einmalhandschuhe von

bis zu 40 Euro pro Monat.

Wer ausschließlich Pflegegeld erhält,

muss ab Pflegegrad 2 in bestimmten

Zeitabständen Pflegeberatungsbesuche

von ambulanten Diensten oder neu -

tralen Beratungsstellen in Anspruch

nehmen. Wer Sachleistungen bekommt,

kann die Besuche ebenfalls anfordern,

ist aber nicht dazu verpflichtet. Darüber

hinaus besteht Anspruch auf eine Beratung

durch Pflegeberater bei den Pflegestützpunkten

und bei der Pflegekasse.

62


Umbruch_Seite_51_bis_80.qxp_Layout 1 23.06.17 10:43 Seite 63

MENSCHEN MIT DEMENZ: Finanzielle Leistungen

Das Leben in selbst organisierten am -

bulant betreuten Wohngemeinschaften

wird gesondert unterstützt. Unter bestimmten

Voraussetzungen erhalten

Pflegebedürftige dafür monatlich 214

Euro zusätzlich. Zudem bekommen sie

als Starthilfe zum Aufbau einer WG pro

Person 2500 Euro, insgesamt jedoch

maximal 10000 Euro pro WG.

Die Pflegekassen übernehmen unter

bestimmten Umständen Sozialversicherungsbeiträge

für pflegende Angehörige

und schließen diese in die gesetzliche

INFO

Pflegestufen sind jetzt Pflegegrade:

Pflegestufe 0 Pflegegrad 2

Pflegestufe 1 Pflegegrad 2

Pflegestufe 1 + eingeschränkte Alltagskompetenz Pflegegrad 3

Pflegestufe 2 Pflegegrad 3

Pflegestufe 2 + eingeschränkte Alltagskompetenz Pflegegrad 4

Pflegestufe 3 Pflegegrad 5

Pflegestufe 3 + eingeschränkte Alltagskompetenz Pflegegrad 5

Unfallversicherung ein. Ab Pflegegrad 2 Leistungen bei Pflegegrad 1

und einem zeitlichen Aufwand von mindestens

10 Stunden pro Woche, verteilt Leistungen nur der monatliche Entlas-

Bei Pflegegrad 1 stehen als finanzielle

auf zwei oder mehr Tage, erhalten private

Pflegepersonen, die nicht mehr als Euro für die Verbesserung des Wohnumtungsbetrag

von 125 Euro, bis zu 4000

30 Stunden wöchentlich berufstätig feldes, genehmigte technische Hilfs -

sind, Beiträge zur Rentenversicherung. mittel zur Pflege und die Sonderleistung

Zur besseren Vereinbarkeit von Pflege von 214 Euro monatlich zum Leben in

und Beruf gibt es für Arbeitnehmerinnen einer Pflegewohngemeinschaft zur Verfügung.

Eine Besonderheit ist, dass der

und Arbeitnehmer Möglichkeiten zur

unbezahlten, aber sozialversicherungspflichtigen

Freistellung für bis zu sechs neben auch für Unterstützung bei der

Entlastungsbetrag bei Pflegegrad 1 da-

Monate nach dem Pflegezeitgesetz oder Körperpflege durch einen Pflegedienst

zur Reduzierung der Arbeitszeit für bis sowie für die Kosten stationärer Pflege

zu zwei Jahre nach dem Familienpflegezeitgesetz.

eingesetzt werden kann.

Schwerbehindertenausweis

Einen Schwerbehindertenausweis

bekommen Personen, deren Alltag

zum Beispiel infolge einer chronischen

Erkrankung stark beeinträchtigt ist.

Dazu zählen auch Menschen mit

Demenz. Auf dem Ausweis wird

der Grad der Behinderung von

20 bis 100 angegeben.

Außerdem zeigen Merk -

zeichen besondere Beein -

trächtigungen an, zum Bei -

spiel „G“ für Gehbehinderung.

Je nach Behinderungsgrad und

Merkzeichen berechtigt der Ausweis

zum Beispiel

– zur unentgeltlichen Nutzung

öffentlicher Verkehrsmittel

(bei Bedarf mit einer Begleitperson)

– zur Ermäßigung der Rundfunkgebühr

– zur Gewährung von Steuer -

erleichterungen.

Der Schwerbehindertenausweis wird

zum Beispiel beim Niedersächsischen

(Nds.) Landesamt für Soziales, Jugend

und Familie (ehemals Versorgungsamt

Hannover) beantragt. Hier erhalten Sie

auch weitergehende Informationen und

Beratung.

63


Umbruch_Seite_51_bis_80.qxp_Layout 1 23.06.17 10:43 Seite 64

INTERVIEW: Annette Loer

„Es geht um Selbstbestimmung!“ –

Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht

und Betreuungsrecht

Gespräch mit der Betreuungsrichterin Annette Loer

Es kann jeden und jede treffen. Wir erleben

einen Unfall, werden schwer verletzt

und verlieren das Bewusstsein.

Wenn dann Entscheidungen zu treffen

sind, medizinische, finanzielle oder auch

alltägliche, müssen andere für uns

reden und handeln. Im Falle einer Demenzerkrankung

kommt in aller Regel

ein Zeitpunkt, ab dem die Betroffenen

nicht mehr für sich entscheiden können.

Wer sichergehen will, dass dann ein vertrauter

Angehöriger oder eine Freundin

handeln darf, muss es vorher schriftlich

verfügen. Was wir mit Patientenver -

fügung und Vorsorgevollmacht regeln

können und was das Betreuungsrecht

beinhaltet, erläutert die hannoversche

Betreuungsrichterin Annette Loer.

Was kann in einer Patientenverfügung

geregelt werden?

Eine Patientenverfügung sollten alle

Menschen machen, die bestimmte Vorstellungen

davon haben, wie sie im Falle

einer lebensbedrohlichen Erkrankung

oder am Lebensende medizinisch

versorgt werden wollen und welche

Behandlungen sie wollen oder nicht

wollen. Es ist empfehlenswert, das möglichst

konkret und präzise zu fassen.

„Ich will nicht an Schläuchen hängen“

ist als Formulierung eher ungeeignet.

Denn sicher wollen viele ja nicht darauf

verzichten, wenn sie zum Beispiel nach

einem Unfall vorübergehend ein Be -

atmungsgerät benötigen. Es gibt hier

eine Aussicht auf Gesundung – das ist

also wahrscheinlich nicht gemeint. Es

gibt sehr viel Informationsmaterial zu

diesem Thema. Es lohnt sich, verschiedene

Vordrucke anzugucken und daraus

selber etwas zusammenzustellen. Also

nicht bloß etwas ankreuzen, sondern

selber zu formulieren, was einem wichtig

ist. Zum Beispiel: „Mir ist wichtig,

dass ich noch bewusst wahrnehmen

kann . . .“ oder: „Ich möchte vor allem

keine Schmerzen erleiden.“

Betreuungsrichterin Annette Loer,

Hannover

Was beinhaltet eine Vorsorgevollmacht?

Viele wissen es nicht: Nahe Angehörige,

auch Ehe- und Lebenspartnerinnen und

-partner, sind nicht automatisch berechtigt,

Entscheidungen zu treffen,

wenn wir es selber nicht mehr können.

Dies gilt in unserem Recht nur für Eltern

gegenüber ihren minderjährigen Kindern.

Wer also möchte, dass der Ehepartner,

ein Kind oder eine andere nahestehende

Person berechtigt ist, für uns

zu sprechen, sollte dies schriftlich in

einer Vollmacht festlegen.

64


Umbruch_Seite_51_bis_80.qxp_Layout 1 23.06.17 10:43 Seite 65

Nehmen wir ein Beispiel: Sie werden

nach einem Verkehrsunfall schwer verletzt

und bewusstlos in ein Krankenhaus

eingeliefert. Dort benötigen Chirurgen

und Anästhesisten vor jedem Eingriff

eigentlich Ihr Einverständnis. Natürlich

werden Sie zunächst notfallmedizinisch

behandelt. Aber für alles Weitere, und

das können medizinische Eingriffe von

sehr weitreichender Bedeutung sein,

wie beispielsweise eine Amputation,

brauchen die Ärzte Ihre Einwilligung –

oder die Einwilligung einer für diesen

Fall bevollmächtigten Person. Genauso

verhält es sich mit finanziellen und

behördlichen Angelegenheiten: Sie

müssen schriftlich festhalten, wer über

welche Bereiche Ihres Lebens entscheiden

darf, wenn Sie es nicht mehr können.

Das kann eine, es können aber auch

mehrere Personen sein, die Sie in einzelnen

Bereichen vertreten dürfen.

Müssen Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht

notariell beglaubigt

wer den?

Nein, der Gang zum Notar ist nicht un -

bedingt nötig – außer, es geht um

weit reichende Geschäftsvollmachten wie

etwa für Immobilienverkäufe oder es ist

ein umfangreiches Vermögen vorhanden.

Die Vollmacht sollte aber möglichst

schriftlich angefertigt werden, zumindest

die persönliche Unterschrift mit Datumsangabe

ist zwingend nötig. Und Banken

akzeptieren nur spezielle Vollmachten

auf eigenen Formularen. Sie sollten außerdem

auf jeden Fall mit den Personen,

die Sie bevollmächtigen wollen, sprechen

und ihnen auch mitteilen, wo Sie die

Vollmacht aufbewahren oder hinterlegen.

Ich empfehle außerdem, mindestens alle

zwei Jahre die Unterschrift zu erneuern,

damit im Ernstfall deutlich ist, dass die

Vollmacht auch aktuell gültig ist.

Gibt es spezielle Empfehlungen für

Menschen, die an Demenz erkrankt

sind, und ihre Angehörigen?

Beides, Vorsorgevollmacht wie Patientenverfügung,

müssen verfasst werden,

solange der oder die Betroffene noch

seinen beziehungsweise ihren eigenen

Willen bilden und ausdrücken kann.

Wenn erste Anzeichen einer Demenz da

sind, sollte daran gedacht werden, denn

bei Demenzerkrankungen muss davon

ausgegangen werden, dass schließlich

alle Lebensbereiche betroffen sind.

Was ist eine rechtliche Betreuung

und in welchen Fällen wird sie angeordnet?

Das Betreuungsrecht ist eine besondere

Form staatlicher Fürsorge für Erwachsene,

die nicht in der Lage sind, ihre

Angelegenheiten selbst in die Hand zu

nehmen. Das gilt für Menschen mit

geistigen oder seelischen Behinderungen

oder mit psychischen Erkrankungen,

zu denen auch eine fortgeschrittene

Demenzerkrankung zählt. Das örtliche

Betreuungsgericht stellt den Betroffenen

rechtliche Betreuerinnen oder Betreuer

zur Seite, die sie in einem genau

geregelten Umfang bei zu treffenden

Entscheidungen oder Rechtsgeschäften

vertreten. Es wird in der Regel nur dann

angewendet, wenn keine Vorsorgevollmacht

vorliegt oder wenn der Bevollmächtigte

selbst nicht mehr dazu in

der Lage ist. Die meisten Betreuungen

werden an Personen übertragen, die den

Betroffenen nahestehen, also Ehepartner

oder Angehörige. Bei Demenz -

erkrankten sind über 80 Prozent der

rechtlichen Betreuer Angehörige. Nur

dann, wenn niemand Geeignetes vorhanden

ist, oder wenn die Bevollmächtigten

selber nicht mehr in der Lage

sind, für die Betroffenen tätig zu sein,

werden ehrenamtlich tätige Betreuer -

innen und Betreuer eingesetzt. Kompliziertere

Fälle, in denen schwierige Entscheidungen

oder umfangreiche Rec h t s -

geschäfte erforderlich sind, werden an

Berufsbetreuer übergeben.

Für welche Dinge sind rechtliche

Betreuer zuständig?

Zunächst einmal Folgendes: Eine rechtliche

Betreuung bedeutet nicht, was oft

angenommen wird, dass jemand „entmündigt“

wird, also automatisch geschäftsunfähig

ist. Das eine hat mit dem

anderen nichts zu tun. Solange die

Betroffenen sich selbst nicht schaden,

können sie beispielsweise weiterhin

selbstständig Einkäufe tätigen. Sie dürfen

auch medizinische Maßnahmen ablehnen,

wenn sie die Bedeutung noch

verstehen. Das Betreuungsgericht legt

fest, in welchen Lebensbereichen die

Vertretung erfolgen soll. Typische und

häufig vorkommende Tätigkeiten sind

beispielsweise der Schriftverkehr mit der

Krankenkasse und Behörden, Vertragsabschlüsse

mit Pflegediensten und Heimen

und Entscheidungen über medizinische

Maßnahmen. (siehe auch Seite 66/67)

65


Umbruch_Seite_51_bis_80.qxp_Layout 1 23.06.17 10:44 Seite 66

MENSCHEN MIT DEMENZ: Rechtliches

INFO

Testament

Ein gültiges Testament muss hand -

schriftlich verfasst, mit Datum

versehen und eigenhändig unter -

schrieben sein. Der Verfasser muss

noch voll geschäftsfähig sein und

sich darüber im Klaren sein, was

seine Entscheidungen für die Erben

bedeuten. Wenn die Testierfähigkeit

infrage steht, sollte das Testament

notariell beurkundet werden, um

eine spätere Anfechtung zu ver -

meiden. Zusätzlich kann man die

Testierfähigkeit zum Zeitpunkt der

Unterzeichnung des Testaments

durch ein fachärztliches Gutachten

bestätigen lassen.

Am besten frühzeitig alles in die Wege

leiten und bei Rechtsfragen nichts dem

Schicksal überlassen

Rechtliche Fragen

Spätestens im frühen Stadium einer Demenzerkrankung

ist es an der Zeit, sich um Vorsorgevollmacht, Patienten -

verfügung und Testament zu kümmern. Später stellen sich

zudem Fragen nach dem Betreuungsrecht.

Vorsorgevollmacht

Wer für den Fall vorsorgen will, dass er

sich aus gesundheitlichen Gründen nicht

mehr selbst um seine Angelegenheiten

kümmern kann, kann mit einer Vor -

sorgevollmacht wichtige Entscheidungen

auf eine Person seines Vertrauens

übertragen. Diese Person kann zum Beispiel

bevollmächtigt werden,

– Entscheidungen über medizinische

Behandlungen zu treffen

– die finanziellen Angelegenheiten zu

regeln

– Verträge zu unterschreiben

– zu entscheiden, wo der erkrankte

Mensch leben soll.

Für die finanzielle Vorsorge kann es

sinnvoll sein, gemeinsam zur Bank zu

gehen. Banken verwenden häufig eigene

Formulare für Vollmachten.

Rechtsgültige Vollmachten können nur

voll geschäftsfähige Personen erteilen.

Betroffene müssen sie daher rechtzeitig

ausstellen, spätestens im frühen Stadium

einer Demenz. Im Zweifelsfall kann man

die Vollmacht von einem Notar beglaubigen

lassen. Wenn Immobilien vorhanden

sind, ist zum Verkauf immer eine notariell

beglaubigte Vollmacht erforderlich.

Die Vorsorgevollmacht sollte bei den

wichtigen Unterlagen verwahrt werden.

Der oder die Bevollmächtigte sollte darüber

informiert sein und darauf Zugriff

haben. Eine Vorsorgevollmacht ist an

keine bestimmte Form gebunden, sie

kann handschriftlich oder auf Vor -

drucken verfasst werden.

Rechtliche Betreuung

Wenn jemand wichtige Entscheidungen

nicht mehr selbst treffen kann und keine

(Vorsorge-)Vollmacht ausgestellt hat,

können Angehörige beim zuständigen

Amtsgericht eine „rechtliche Betreuung“

anregen. Wenn eine Vorsorgevollmacht

vorliegt, ist ein gerichtliches Betreuungsverfahren

entbehrlich – aber nur für

die Bereiche, die ausdrücklich durch die

Vollmacht abgedeckt werden. Die An -

regung kann sowohl von Angehörigen

als auch von Ärzten oder anderen Personen

ausgehen, die einen Hilfebedarf erkennen.

Das Gericht bestellt dann eine

Person, die den Betreffenden in allen

notwendigen Bereichen vertreten kann,

zum Beispiel in Vermögens- und Gesundheitsfragen

oder Wohnungsange -

legenheiten. Mit der Einrichtung einer

Betreuung sind Kosten verbunden, die

der Betroffene in der Regel selbst zahlen

muss. Kann er das nicht, übernimmt der

Staat die Kosten. Rechtliche Betreuer

unterstehen der Kontrolle des Gerichts

und müssen regelmäßig Rechenschaft

ablegen, insbesondere über die Finanzen.

66


Umbruch_Seite_51_bis_80.qxp_Layout 1 23.06.17 10:44 Seite 67

MENSCHEN MIT DEMENZ: Rechtliches

Patientenverfügung

Patienten müssen allen ärztlichen Maßnahmen

zustimmen. Für den Fall, dass

sie die Art und den Zweck der ärztlichen

Maßnahmen nicht mehr verstehen, ist

eine Patientenverfügung wichtig. Sie

legt fest, welche medizinischen Maßnahmen

im Fall eines lebensbedroh -

lichen Zustandes ergriffen oder unterlassen

werden sollen – beispielsweise

wird die Flüssigkeitszufuhr erlaubt, aber

die künstliche Ernährung untersagt.

In der Patientenverfügung kann auch

eine Person bestimmt werden, die für die

Erkrankte bzw. den Erkrankten gegebenenfalls

über solche Maßnahmen entscheiden

kann. Vor dem Aufsetzen einer

Patientenverfügung ist eine ausführliche

Beratung empfehlenswert, zum Beispiel

beim Hausarzt.

Patientenverfügungen müssen erstellt

werden, wenn die Betreffenden noch

einwilligungsfähig sind, das heißt solange

sie verstehen, was ihnen erklärt

wird und daraufhin eine Entscheidung

treffen und diese mitteilen können.

Geschäftsfähigkeit

Wer durch eine Demenzerkrankung so

weit in seiner Denk- und Urteilsfähigkeit

beeinträchtig ist, dass er die Bedeutung

und Folgen eines Rechtsgeschäfts – zum

Beispiel eines Kaufvertrags – nicht mehr

verstehen und vernünftig abwägen

kann, gilt im juristischen Sinn als geschäftsunfähig.

Im frühen Stadium einer

Demenz ist die Geschäftsfähigkeit häufig

noch vorhanden. Bei einer mittelschweren

oder schweren Demenz ist sie

meist nicht mehr gegeben.

In der Geschäftsfähigkeit kann es Abstufungen

geben: Jemand ist beispielsweise

nicht mehr in der Lage, einen komplizierten

Pachtvertrag mit vielen Klauseln

zu verstehen, kann aber noch problemlos

einen neuen Staubsauger kaufen.

Wenn die Geschäftsfähigkeit ständig

und in allen Bereichen nicht mehr

besteht, kann ein Arzt die Geschäfts -

un fähigkeit bescheinigen. Damit kann

man auch Käufe und Verträge rück -

gängig machen, die eine an Demenz

erkrankte Person abgeschlossen hat.

Haftung und Versicherung

Wer aufgrund einer Demenz nicht in der

Lage ist, die Folgen seines Handelns zu

überblicken oder die Unrechtmäßigkeit

einzusehen, der gilt vor dem Gesetz als

„nicht schuldfähig“ oder „nicht delikt -

fähig“. Für Schäden, die eine nicht

schuldfähige Person verursacht, kann

in der Regel weder sie selbst noch ihre

Angehörigen verantwortlich gemacht

werden – beispielsweise wenn sie im

Laden etwas mitnimmt, ohne zu be -

zahlen. Nur wenn einem Angehörigen

vom Betreuungsgericht ausdrücklich die

gesamte Personensorge und Beaufsich -

tigung eines Demenzkranken übertragen

wurde, haftet dieser für Schäden.

Allerdings sollten Angehörige grund -

sätzlich versuchen, vorhersehbare Ge -

fahrensituationen zu vermeiden. Wenn

beispielsweise die demenzkranke Ehefrau

schon wiederholt Blumentöpfe vom

Balkon auf den Gehweg geworfen hat,

dann sollte der Ehemann darauf achten,

dass dort keine Blumentöpfe oder

ähnliche Gegenstände mehr

stehen. Sonst kann er unter

Umständen mitverantwortlich

gemacht werden, wenn

etwas passiert.

Die private Haftpflichtversicherung

muss über die Demenz -

erkrankung informiert werden. Sie prüft

im Schadensfall automatisch, ob der

Angehörige überhaupt haftbar gemacht

werden kann. Es gibt auch Haftpflichtversicherungen,

die die Absicherung von

„deliktunfähigen erwachsenen Personen“

mit einschließen. Sie zahlen in einem

gewissen Rahmen auch für Schäden, für

die diese nach dem Gesetz nicht ver -

antwortlich gemacht werden können.

67


Umbruch_Seite_51_bis_80.qxp_Layout 1 23.06.17 10:44 Seite 68

ANSPRECHPARTNER / KONTAKTDATEN

Adressen zu den Artikeln:

Artikel 6 (Diagnose):

Gerontopsychiatrische Ambulanz

der MHH

Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie

und Psychotherapie

Dr. med. Marc Muschler

Carl-Neuberg-Straße 1

30625 Hannover

Telefon: 0511 5323167

Gedächtnissprechstunde

im Henriettenstift

Sekretariat Professor Hager

Telefon: 0511 289-3222 oder -3223

Frau Kenklies

Telefon: 0511 2893804

E-Mail: geriatrie.dkh@diakovere.de

Klinikum Wahrendorff

Psychiatrische Institutsambulanz

Ilten

Rudolf-Wahrendorff-Straße 14

31319 Sehnde-Ilten

Telefon: 05132 902336

Artikel 10 (Menschen

mit Demenz im Kranken -

haus):

Vinzenzkrankenhaus Hannover

gGmbH

Lange-Feld-Straße 31

30559 Hannover

Telefon: 0511 950-0

PR-Darstellung: Seite 32

Artikel 13 (Hilfen

für Angehörige und

Betroffene):

Alzheimer Angehörigen Gruppe

DRK

Lindenstraße 56

31535 Neustadt a. Rbge.

Birgitt Daschner

Telefon: 05137 821463

E-Mail: birgidas@web.de

Gesprächsgruppe für pflegende

Angehörige von demenziell

Erkrankten

(in den Räumen der Tagespflege)

Wilhelm-Maxen-Haus Talkamp 21

30823 Garbsen

Dagmar Röttger

Telefon: 05131 476270

E-Mail: dag.roettger@web.de oder

Kerstin Schulz

Telefon: 05131 5025030

E-Mail: kerstin.schulz@kabelmail.de

Offener Treffpunkt für Angehörige

von demenzerkrankten Menschen

im Café Zeitlos, MOBILE e. V.

Mehrgenerationenhaus Pattensen

Göttinger Straße 25 a

30982 Pattensen

Angela Schulz

Telefon: 05101 109030

E-Mail: info@mobile-pattensen.de

Gesprächskreis für pflegende

Angehörige

DRK-Sozialstation

An der Bleiche 4–6

31832 Springe

Beate Müller-Rospunt

Telefon: 05041 777-75

E-Mail: mueller-rospunt@

drk-hannover.de

Gesprächskreis für pflegende

Angehörige von demenziell

Erkrankten, Arbeiterwohlfahrt

Peiner Straße 13

31315 Sehnde

Gerda Thölke

Telefon: 05138 1474

PR-Darstellung: Seite 46

Gesprächskreis und Selbsthilfe

pflegender Angehöriger von

Demenzkranken

Kursana Domizil

Deisterplatz 3

30890 Barsinghausen

Ingrid Wollenhaupt

Telefon: 05105 63967

E-Mail: Ingridwpt@t-online.de

Pflegende Männer

Freizeitheim Vahrenwald

Vahrenwalder Straße 92

30165 Hannover

H. Kliem, Telefon: 0174 2015060

G. Ehle, Telefon: 0163 8126100

Gesprächskreis für pflegende

Angehörige von Demenzkranken

Bürgerhaus Bissendorf

Am Markt 1

30900 Wedemark

Monika Hoffmeister

Telefon: 05130 5400

E-Mail: monika.hoffmeister@online.de

Gesprächskreis für pflegende

Angehörige von demenziell

Erkrankten

Seniorenheim „Celler Tor“

Vor dem Celler Tor 15

31303 Burgdorf

Theresia Urbons

Telefon: 05136 9769920

E-Mail:

kontakt@alzheimergesellschafthannover.de

Treffpunkt Demenz

Seniorenheim Nikolaistift

Silbernkamp 6

31535 Neustadt a. Rbge.

Irene Siedow

Telefon: 05032 65035

E-Mail: siedow-neustadt@t-online.de

Gesprächsgruppe für Angehörige

Demenzerkrankter

Malteser Treffpunkt

Ebertstraße 2

30926 Seelze/Letter

Heike Müller-Schulz

Telefon: 0511 47376860

E-Mail: h.mueller-schulz@gmx.de

„Farbenfroh“: Malgruppe für

Betroffene und Angehörige im

Kulturzentrum Pavillon

Alzheimer Gesellschaft Hannover

Telefon: 0511 2157465

E-Mail: Alzheimer-Gesellschaft-

Han@t-online.de

Tanz in den Mai und Herbst -

vergnügen: Tanzcafés der

Alzheimer Gesellschaft Hannover

in Zusammenarbeit mit den

Maltesern und der Caritas

Don Bosco Haus

Göttinger Chaussee 147

30459 Hannover

Aktivgruppe: Ehrenamtliche

begleiten Ausflüge, Spaziergänge

und Aktionen

Heinemanhof

Kompetenzzentrum Demenz

Heinemanhof 1–2

30559 Hannover-Kirchrode

Cordula Bolz

Telefon: 0511 168-34018

E-Mail: cordula.bolz@hannoverstadt.de

Anzeige: Seite 80

Demenz-Frühstücksgruppe:

Gemeinsames Frühstück,

Aktivitäten und Spaziergänge

Johanniter-Unfall-Hilfe e. V.

Gartenallee 25

30449 Hannover

Anke Rohlfs

Telefon: 0511 6550570

E-Mail: anke.rohlfs@johanniter.de

Café Malta: Beratung,

Unter stützung und Aktivitäten

Don-Bosco-Haus

Göttinger Chaussee 147

30459 Hannover

Telefon: 0170 9280544

E-Mail: Besuchs-u.Demenzdienst.

Hannover@malteser.org

Artikel 14 (Ehrenamt -

licher Begleiter) und

Artikel 16 (Selbsthilfegruppe):

Alzheimer Gesellschaft Hannover

e. V.

Osterstraße 27

Telefon: 0511 2157465

E-Mail: Alzheimer-Gesellschaft-

Han@t-online.de

68


Umbruch_Seite_51_bis_80.qxp_Layout 1 23.06.17 10:44 Seite 69

ANSPRECHPARTNER / KONTAKTDATEN

Ansprechpartner:

Hilfen für Menschen

mit Demenz

Alzheimer Gesellschaft Hannover

e. V.

Osterstraße 27

30159 Hannover

Telefon: 0511 2157465

telefonische Information:

0511 7261505

E-Mail:

kontakt@alzheimergesellschafthannover.de

www.alzheimergesellschafthannover.de

Deutsche Alzheimer Gesellschaft

e. V. Selbsthilfe Demenz

Friedrichstraße 236

10969 Berlin-Kreuzberg

Telefon: 030 259 37 95-0

E-Mail: info@deutsche-alzheimer.de

www.deutsche-alzheimer.de

Altenbegegnungs- und

Beratungsstelle Lindenbaum

Ungerstraße 4

30451 Hannover

Telefon: 0511 2104372

E-Mail: lindenbaum@caritashannover.de

AGZ Diakoniestationen

Sallstraße 57

30171 Hannover

Telefon: 0511 9092-733

E-Mail: agz@dst-hannover.de

Caritas Forum Demenz

Plathnerstraße 51, Gartenhaus

30175 Hannover

Telefon: 0511 12600-1019

E-Mail: ForumDemenz@caritashannover.de

www.caritasforumdemenz.de

DIA-DEM (GZ Bethel-Birkenhof)

Söseweg 5

30851 Langenhagen

Telefon: 0511 5904252

E-Mail: birgit-kroeger@bethel.de

Kompetenzzentrum Demenz

Heinemanhof

Heinemanhof 1–2

30559 Hannover-Kirchrode

Telefon: 0511 168-34018

E-Mail: cordula.bolz@hannoverstadt.de

Anzeige: Seite 80

Zentrum für Transkulturelle

Psychiatrie und Psychotherapie

Spezialsprechstunde

„Migration und Demenz

Telefon: 0511 1231079-130

Nuran Paparaci

Sozialarbeiterin B.A.

Sozialdienst, Tagesklinik Linden

Schwarzer Bär 8

30449 Hannover

Telefon: 0511 1231079-213

Selbsthilfe

KIBIS

Gartenstraße 18

30161 Hannover

Telefon: 0511 666567

Angehörigen- und Betroffenengruppe

Alzheimer Gesellschaft Hannover

e. V.

Osterstraße 27

30159 Hannover

Telefon: 0511 2157465

telefonische Information:

0511 7261505

E-Mail:

kontakt@alzheimergesellschafthannover.de

www.alzheimergesellschafthannover.de

Pflegestützpunkte

Pflegestützpunkt Burgdorfer Land

Marktstraße 55

31303 Burgdorf

Telefon: 0511 700201-16 und -17

E-Mail: Pflegestuetzpunkt.

BurgdorferLand@region-hannover.de

Pflegestützpunkt Calenberger

Land

Am Rathaus 14 a

30952 Ronnenberg/OT Empelde

Telefon: 0511 700201-18 und -19

E-Mail: Pflegestuetzpunkt.

CalenbergerLand@regionhannover.de

Pflegestützpunkt Unteres Leinetal

MEDICUM Wunstorf

Am Stadtgraben 28 a

30515 Wunstorf

Telefon: 0511 700201-14 und -15

E-Mail: Pflegestuetzpunkt.

HannoverUmland@regionhannover.de

Pflegestützpunkt 1

Senioren Service Zentrum

Ihmepassage 5

30449 Hannover

Telefon: 0511 168-42345

Außenstelle: Stadtbezirksbüro

Ricklingen

Ricklinger Stadtweg 46

30459 Hannover

Telefon: 0511 168-42345

Außenstelle: Begegnungsstätte

Herrenhausen

Herrenhäuser Straße 54

30419 Hannover

Telefon: 0511 168-42345

Pflegestützpunkt 2

Altenwohnanlage

Luise-Blume-Stiftung

Luise-Blume-Straße 1

30659 Hannover

Telefon: 0511 168-42345

Außenstelle: Begegnungsstätte

Misburger Rathaus

Waldstraße 9

30629 Hannover

Telefon: 0511 168-42345

Außenstelle: Stadtbezirksbüro

Bemeroder Rathaus

Bemeroder Rathausplatz 1

30539 Hannover

Telefon: 0511 168-42345

Sozialpsychiatrischer

Dienst

Region Hannover

Sozialpsychiatrischer Dienst –

Leitung

Dr. med. Thorsten Sueße

Peiner Straße 4

30519 Hannover

Telefon: 0511 616-43284

Sozialpsychiatrische Beratungsstelle

Burgdorf

Schillerslager Straße 38

31303 Burgdorf

Telefon: 05136 8871-27

Sozialpsychiatrische Beratungsstelle

Deisterstraße

Deisterstraße 85 a

30449 Hannover

Telefon: 0511 168-44443

Sozialpsychiatrische Beratungsstelle

Freytagstraße

Freytagstraße 12 a

30169 Hannover

Telefon: 0511 168-43837

Sozialpsychiatrische Beratungsstelle

Königstraße

Königstraße 6

30175 Hannover

Telefon: 0511 168-42598

Sozialpsychiatrische Beratungsstelle

Laatzen

Sudewiesenstraße 4

30880 Laatzen

Telefon: 0511 98386-90

Sozialpsychiatrische Beratungsstelle

Langenhagen

Ostpassage 7 a

30853 Langenhagen

Telefon: 0511 590940-0

Sozialpsychiatrische Beratungsstelle

Neustadt

Goethestraße 15 a

31535 Neustadt a. Rbge.

Telefon: 05032 9804-31

Sozialpsychiatrische Beratungsstelle

Ronnenberg-Empelde

Chemnitzer Straße 2

30952 Empelde

Telefon: 0511 61621900

Sozialpsychiatrische Beratungsstelle

Plauener Straße

Plauener Straße 12 a

30179 Hannover

Telefon: 0511 61648405

Sozialpsychiatrische Beratungsstelle

Groß-Buchholz

Rotekreuzstraße 12

30627 Hannover

Telefon: 0511 61623990

Sozialpsychiatrische Beratungsstelle

List

Podbielskistraße 158

30177 Hannover

Telefon: 0511 61623910

Psychosozialer/Psychiatrischer

Krisendienst

Podbielskistraße 168

30177 Hannover

Telefon: 0511 30033470

an Wochenenden einschließlich

freitagnachmittags und an

Feiertagen in der Region Hannover

freitags 15–20 Uhr

samstags, sonntags und

an Feiertagen 12–20 Uhr

69


Umbruch_Seite_51_bis_80.qxp_Layout 1 23.06.17 10:44 Seite 70

ANSPRECHPARTNER / KONTAKTDATEN

Sozialpsychiatrische

Beratungsstelle für

Erwachsene der MHH

Medizinische Hochschule

Hannover, Sozialpsychiatrischer

Dienst auf dem Campus

(in der Psychiatrischen Poliklinik)

Carl-Neuberg-Straße 1

30625 Hannover

Telefon: 0511 532-3167

Sozialverband

Deutschland (SoVD)

Unabhängige Patientenberatung

Deutschland (UPD)

Herschelstraße 31

30159 Hannover

Telefon: 0511 70148-73

Wohlfahrtsverbände

Arbeiter Samariter Bund

Kreisverband Hannover-Land

Siegfried-Lehmann-Straße 5–11

30890 Barsinghausen

Telefon: 0800 2219212

(kostenfreie Rufnummer)

AWO Region Hannover e. V.

Seniorenarbeit

Deisterstraße 85 a

30449 Hannover

Telefon: 0511 21978-123

PR-Darstellung: Seite 46

Interkulturelle Begegnungsstätte

Horst-Fitjer-Weg 5

30167 Hannover

Telefon: 0511 702765

DRK Region Hannover e. V.

Karlsruher Straße 2 c

30519 Hannover

Telefon: 0511 3671-0

PR-Darstellung: Seite 48 o.

Diakonisches Werk

Stadtverband Hannover

Burgstraße 10

30159 Hannover

Telefon: 0511 3687-114

Johanniter Unfall-Hilfe e. V.

Regionalverband Niedersachsen

Mitte

Kabelkamp 5

30179 Hannover

Telefon: 0511 19214

Landesverband der Jüdischen

Gemeinden von Niedersachsen

K.d.ö.R.

Haeckelstraße 10

30173 Hannover

Telefon: 0511 810472

Malteser Hilfsdienst e. V.

Zu den Mergelbrüchen 4

30559 Hannover

Telefon: 0511 95986-46

Paritätische Dienste

Gemeinnützige Gesellschaft für

Paritätische Sozialarbeit Hannover

GmbH

Gartenstraße 18

30161 Hannover

Telefon: 0511 96291-0

Angebote und Dienste

Hannover

Landesbeauftragte für Menschen

mit Behinderungen

Dezernat III

Trammplatz 2

30159 Hannover

Frau Andrea Hammann

Telefon: 0511 168-46940, -46939

Kommunaler Seniorenservice

Fachbereich Senioren der

Landeshauptstadt Hannover

Ihmepassage 5

30449 Hannover

Telefon: 0511 168-42345

www.seniorenberatung-hannover.de

Pflege Info Region Hannover

Telefon: 0511 61623300

Hausnotrufdienst

Arbeiter-Samariter-Bund

Telefon: 0511 358540

AWO Region Hannover e. V.

Telefon: 0511 21978-163

Deutsches Rotes Kreuz

Telefon: 0511 19219

Johanniter-Unfall-Hilfe e. V.

Telefon: 0800 0019214

(kostenfreie Rufnummer)

Malteser Hilfsdienst e. V.

Telefon: 0511 95986-22

Notfunkdienst Niedersachsen e. V.

Telefon: 0511 9617990

Tagespflege Hannover

Stadtbezirk 1: Mitte, Oststadt,

Calenberger Neustadt, Zoo

Friedrich-Rittelmeyer-Haus

Ellernstraße 42 a

30175 Hannover

Telefon: 0511 261770

Anzeige: Umschlagseite 2

Stadtbezirk 2: List, Vahrenwald

ABH Alten- und Behindertenhilfsdienst

GmbH

Drostestraße 41

30161 Hannover

Telefon: 0511 261770

Tabea Tagesbetreuung Demenz-

Erkrankte

Podbielskistraße 132

30177 Hannover

Telefon: 0511 69637-32

PR-Darstellung: Seite 37

Tagespflege Alte Post

Medica ambulante Hauskrankenpflege

GmbH

Bothfelderstraße 38/39

30177 Hannover

Telefon: 0511 3571218

Tagespflege am Kanal

Hinrichsring 12

30177 Hannover

Telefon: 0511 60030899

Stadtbezirk 3: Bothfeld

Koch’s Senioren-Tagespflege

Sutelstraße 73

30659 Hannnover

Telefon: 0511 957580

Tagespflege im Stadtteilhaus

Klein-Buchholz

Gebrüder-Hartmann-Straße 14

30659 Hannover

Telefon: 0511 545239-60

PR-Darstellung: Seite 21

Stadtbezirk 4: Heideviertel/

Groß-Buchholz

Tagespflege Eilenriedestift

Bevenser Weg 10

30625 Hannover

Telefon: 0511 5404-5086

Tagespflege auf dem Osterfeld

Osterfelddamm 12

30627 Hannover

Telefon: 0511 57050

Stadtbezirk 5: Misburg

Christliche Seniorendienste

Hannover gGmbH – Senioren -

zentrum St. Martinshof

Hannoversche Straße 118

30627 Hannover

Telefon: 0511 57030

Stadtbezirk 6: Kirchrode

Tagestreff Henriette

Schwemannstraße 13

30559 Hannover

Telefon: 0511 2893275

Johanniter Tagespflege Hannover-

Kirchrode

Gravensteiner Allee 2 a–2 c

30559 Hannover

Telefon: 0511 56380520

Stadtbezirk 8: Wülfel, Waldhausen

Alloheim Tagespflege Sophien -

residenz

Wiehbergstraße 49

30519 Hannover

Telefon: 0511 99073560

Stadtbezirk 9: Ricklingen,

Mühlenberg, Wettbergen, Bornum

Tagespflege Karl Flor, Birkenhof

Evangelische Altenhilfe gGmbH –

Bethel im Norden

Bergfeldstraße 32

30457 Hannover

Telefon: 0511 26261-363

PR-Darstellung: Seite 45

„Tag am Deichtor“

Tagespflege der GDA Ricklingen

Düsternstraße 3

30459 Hannover

Telefon: 0511 16260100

Stadtbezirk 10: Linden Nord

AWO Tagespflegeeinrichtung

Ottenstraße 10

30451 Hannover

Telefon: 0511 9289-111

Stadtbezirk 12: Burg

Tagespflege Wernigeroder Weg

Wernigeroder Weg 26

30419 Hannover

Telefon: 0511 75009815

Tagespflege Friedrich-Wasmuth-

Haus

Eichsfelder Straße 54 a

30419 Hannover

Telefon: 0511 27118800

Tagespflege Kloster Marienwerder

Quantelholz 62

30419 Hannover

Telefon: 0511 909270

70


Umbruch_Seite_51_bis_80.qxp_Layout 1 23.06.17 10:44 Seite 71

ANSPRECHPARTNER / KONTAKTDATEN

Alten- und Pflegeheime

Stadtbezirk 1: Mitte, Oststadt,

Calenberger Neustadt, Zoo

DIAKOVERE Altenhilfe

Henriettenstift gGmbH

Pflege- und Therapiezentrum

Fischerstraße

Fischerstraße 1

30167 Hannover

Telefon: 0511 289-4401

Pflegeheim Weddigenufer

Königsworther Straße 18

30167 Hannover

Telefon: 0511 13356

Altenpflegeheim Marienhaus

Gellertstraße 51

30175 Hannover

Telefon: 0511 85618-0

Friedrich-Rittelmeyer-Haus

Hannover gGmbH

Ellernstraße 42 a

30175 Hannover

Telefon: 0511 261770

Anzeige: Umschlagseite 2

DANA Seniorenpflegeheim Lister

Meile

Lister Meile 28

30161 Hannover

Telefon: 0511 3480444

DANA Seniorenpflegeheim

Fridastraße

Fridastraße 21/22

30161 Hannover

Telefon: 0511 344421

SOZIALKOMPAKT GmbH

Haus Viktoria Luise

Heinrichstraße 37

30175 Hannover

Telefon: 0511 34919-90

Kursana Seniorenvilla Hannover

GmbH – Kursana Villa Hannover

Zeppelinstraße 24

30175 Hannover

Telefon: 0511 51944-0

PR-Darstellung: Seite 9

DOMICIL Pflegeheim

Nikolaiviertel GmbH

Nordfelder Reihe 12

30159 Hannover

Telefon: 0511 271930

PR-Darstellung: Seite 55 u.

Stadtbezirk 2: List, Vahrenwald

AWO Wohnen und Pflegen gGmbH –

Seniorenzentrum Vahrenwald

Schleswiger Straße 31

30165 Hannover

Telefon: 0511 93560

Seniorenresidenz Vahrenwald

Vahrenwalder Straße 111

30165 Hannover

Telefon: 0511 388100

DRK Listholze

Am Listholze 29

30177 Hannover

Telefon: 0511 6464180

Alten- und Pflegeheim

Clementinenhaus e. V.

Drostestraße 27

30161 Hannover

Telefon: 0511 3394-3286

DANA Seniorenheim Waldstraße

Waldstraße 25

30163 Hannover

Telefon: 0511 624442

DOMICIL – Seniorenresidenzen

List GmbH

Mengendamm 4

30177 Hannover

Telefon: 0511 67686-0

PR-Darstellung: Seite 55 u.

Alloheim Senioren-Residenz-

Rotermundstraße

Rotermundstraße 7

30165 Hannover

Telefon: 0511 8994880

Lister LebensArt

Podbielskistraße 37

30163 Hannover

Telefon: 0511 79090050

Stadtbezirk 3: Bothfeld,

Vahrenheide, Sahlkamp, Lahe,

Isernhagen-Süd

Hausgemeinschaften Waldeseck

Diakonisches Werk Hannover

gGmbH

Burgwedeler Straße 32

30657 Hannover

Telefon: 0511 90596-0

PR-Darstellung: Seite 43

Seniorenzentrum Willy-Platz-Heim

der Landeshauptstadt Hannover

Im Heidkampe 20

30659 Hannover-Bothfeld

Telefon: 0511 168-48416

Anzeige: Seite 80

Pflegeheim für Schwerstpflege

GmbH, Noi Vita

Prinz-Albrecht-Ring 4–6

30657 Hannover

Telefon: 0511 60677630

DANA Senioreneinrichtung GmbH

Pflegeheim am Holderbusch

Am Holderbusch 18

30657 Hannover

Telefon: 0511 650591

Pflegewerk Hannover GmbH

Alten- und Pflegeheim

Vahrenheide

Dunantstraße 1

30179 Hannover

Telefon: 0511 966090-41

Stephansstift Pflege und

Seniorenwohnungen gGmbH

Katharina von Bora Haus

Wittenberger Straße 136

30179 Hannover

Telefon: 0511 56357-601

Klaus-Bahlsen-Haus der

Landeshauptstadt Hannover

Klein-Buchholzer Kirchweg 11

30659 Hannover-Bothfeld

Telefon: 0511 168-35500

Anzeige: Seite 80

Stadtbezirk 4: Groß-Buchholz,

Kleefeld, Heideviertel

Haus am Leuchtturm

DIAKOVERE Altenhilfe

Henriettenstift gGmbH

Henriettenweg 5

30655 Hannover

Telefon: 0511 289-4646

Alten- und Pflegeheim Landhaus

GmbH

Podbielskistraße 374

30659 Hannover

Telefon: 0511 6464360

DRK Seniorenzentrum Warburghof

Gesellschaft für soziale Einrichtungen

des DRK Landesverbandes Nds.

gGmbH

Warburghof 3–5 a

30627 Hannover

Telefon: 0511 56070

GDA Wohnstift Hannover-Kleefeld

GDA Gesellschaft für Dienste im

Alter mbH

Osterfelddamm 12

30627 Hannover

Telefon: 0511 57050

Stephansstift Pflege und

Seniorenwohnen gGmbH

Haus Stephansruh

Kirchröder Straße 44

30625 Hannover

Telefon: 0511 5353-1670

Stephansstift Pflege und

Seniorenwohnen gGmbH –

Freytaghaus

Kirchröder Straße 44

30625 Hannover

Telefon: 0511 5353-1341

Stephansstift Pflege und

Seniorenwohnen gGmbH

Marianne-Werner-Haus

Kirchröder Straße 44

30625 Hannover

Telefon: 0511 5353-1501

Freier Altenpflege-Verein

Hannover e. V.

Kleefelder Seniorenheim

Berckhusenstraße 22

30625 Hannover

Telefon: 0511 538958-0

Wohnanlage Läuferweg

Diakonische Pflegeeinrichtung

Wohnanlage

Läuferweg 20

30655 Hannover

Telefon: 0511 220023-105

Maternus Senioren- und

Pflegezentrum

„Am Steuerndieb“ GmbH

Gehägestraße 24 e

30655 Hannover

Telefon: 0511 626640

Hausgemeinschaften

Eilenriedestift gGmbH

Müdener Weg 48

30625 Hannover

Telefon: 0511 94094-0

Anzeige: Umschlagseite 4

Stadtbezirk 5: Misburg-Süd/-Nord,

Anderten

Christliche Seniorendienste

Hannover gGmbH –

Altenzentrum St. Martinshof

Hannoversche Straße 118

30627 Hannover

Telefon: 0511 57030

MSZ Seniorenheim am

Wasserturm GmbH

Am Seelberg 19

30629 Hannover

Telefon: 0511 580106

Betreuungskette

Am Seelberg GmbH

Denickeweg 5

30629 Hannover

Telefon: 0511 958980

Evangelisch-lutherisches

Diakoniewerk

Altenzentrum St. Aegidien

Sunderhof 1

30559 Hannover

Telefon: 0511 95467-0

PR-Darstellung: Seite 51 o.

Stadtbezirk 6: Kirchrode,

Bemerode, Wülferode

Bethel im Norden – Birkenhof

Altenhilfe gGmbH

Anna-Meyberg-Haus

Bleekstraße 20

30559 Hannover

Telefon: 0511 5109212

PR-Darstellung: Seite 45

71


Umbruch_Seite_51_bis_80.qxp_Layout 1 23.06.17 10:44 Seite 72

ANSPRECHPARTNER / KONTAKTDATEN

Pflegezentrum Heinemanhof der

Landeshauptstadt Hannover

Heinemanhof 1–2

30559 Hannover-Kirchrode

Telefon: 0511 168-34020

Anzeige: Seite 80

DIAKOVERE Altenhilfe Henriettenstift

gGmbH – Altenzentrum

Kirchrode

Emmy-Danckwerts-Straße 4

30559 Hannover

Telefon: 0511 8603616

ProSenis Service gGmbH

Senioren- und Blinden -

einrichtungen – Seniorendomizil

„Am Lönspark“

Kühnsstraße 17

30559 Hannover

Telefon: 0511 5104-510

Seniorenwohn- und Pflegeheim

gGmbH – Am Gutspark

Am Gutspark 1

30539 Hannover

Telefon: 0511 8988050

Stadtbezirk 7: Südstadt, Bult

Stephansstift Pflege und

Seniorenwohnen gGmbH

Lotte-Kestner-Haus

Baumstraße 23–25

30171 Hannover

Telefon: 0511 2704470

Stift zum Heiligen Geist

Alten- und Pflegeheim

Heiligengeiststraße 20

30173 Hannover

Telefon: 0511 2886-0

PR-Darstellung: Seite 10

Gustav-Brandsche-Haus gGmbH

Diakonische Pflegeeinrichtung

Bischofsholer Damm 79

30173 Hannover

Telefon: 0511 284930

Margot-Engelke-Zentrum der

Landeshauptstadt Hannover

Geibelstraße 90

30173 Hannover

Telefon: 0511 168-30274

Anzeige: Seite 80

DRK Seniorenzentrum Südstadt

Gesellschaft für soziale

Einrichtungen des DRK

Landesverbandes Nds. gGmbH –

Altenzentrum

Hilde-Schneider-Allee 6

30173 Hannover

Telefon: 0511 981910

Jüdisches Seniorenheim Lola

Fischel Haus

Haeckelstraße 6

30173 Hannover

Telefon: 0511 288695-3

DIAKOVERE Altenhilfe Henriettenstift

gGmbH – Pflegezentrum für

Seniorinnen Marienstraße

Sallstraße 9–11

30171 Hannover

Telefon: 0511 289-2092

Margot-Engelke-Zentrum der

Landeshauptstadt Hannover /

Hausgemeinschaften Devrientstraße

Devrientstraße 3

30173 Hannover

Telefon: 0511 168-30273

Anzeige: Seite 80

Stadtbezirk 8: Döhren, Wülfel,

Mittelfeld, Waldhausen,

Waldheim, Seelhorst

Ökumenisches Altenzentrum

„Ansgarhaus“

Olbersstraße 6

30519 Hannover

Telefon: 0511 8389175

Bethel im Norden – Birkenhof

Altenhilfe gGmbH

Wichernstift

Grazer Straße 5

30519 Hannover

Telefon: 0511 8425610

PR-Darstellung: Seite 45

SOZIALKONZEPT „Katharinenhof“

Seniorenpflegeheim

Matthäikirchstraße 9

30519 Hannover

Telefon: 0511 8706-0

PR-Darstellung: Seite 51 u.

Seniorenpflegeheim Waldhausen

Dr. Körber GmbH

Waldhausenstraße 35

30519 Hannover

Telefon: 0511 5909140

Seniorenpflegeheim Mittelfeld

GmbH

Am Mittelfelde 100

30519 Hannover

Telefon: 0511 879640

Pflegestation Dr. med. Krüger

GmbH

Karlsruher Straße 2 c

30519 Hannover

Telefon: 0511 860470

Pflegeheim Dr. med.

E. A. Wilkening Pflegeheime GmbH

Wolfstraße 36

30519 Hannover

Telefon: 0511 270464-0

Alloheim Sophienresidenz

Wiehbergstraße 49

30519 Hannover

Telefon: 0511 990730

Stadtbezirk 9: Ricklingen,

Oberricklingen, Mühlenberg,

Wettbergen, Bornum

Bethel im Norden – Birkenhof

Evangelische Altenhilfe gGmbH

Altenzentrum Karl Flor

Bergfeldstraße 32

30457 Hannover

Telefon: 0511 26261-314

PR-Darstellung: Seite 45

GDA Pflegeheim

Hannover-Ricklingen GmbH

Düsternstraße 3

30459 Hannover

Telefon: 0511 16260-0

Johanniter-Stift

Hannover-Ricklingen

Kreipeweg 11

30459 Hannover

Telefon: 0511 123580

Seniorenpension H. Keppler KG

Nordfeldstraße 13/15

30459 Hannover

Telefon: 0511 420760

St. Monika Alten- und Pflegeheim

Vinzenz-Verbund Hildesheim

gGmbH

Hähnesteg 53

30459 Hannover

Telefon: 0511 12355600

Stadtbezirk 10: Linden

(Nord/Süd/Mitte), Limmer

Seniorenzentrum

Ihme-Ufer

AWO Soziale Dienste Bezirk

Hannover gGmbH –

Ottenstraße 10

30451 Hannover

Telefon: 0511 92890

Christliche Seniorendienste

gGmbH – Seniorenzentrum

Godehardistift

Posthornstraße 17

30449 Hannover

Telefon: 0511 4504100

Stadtbezirk 11: Ahlem,

Badenstedt, Davenstedt

AWO Soziale Dienste Bezirk

Hannover gGmbH –

Senioren zentrum Körtingsdorf

Körtingsdorf 1

30455 Hannover

Telefon: 0511 496040

Dietrich Kuhlmann Haus

Diakonisches Werk Hannover

gGmbH – Pflegeheim Badenstedt

Eichenfeldstraße 20

30455 Hannover

Telefon: 0511 49980

DSG Pflegewohnstift Davenstedt

Friedrich-Heller-Straße 7

30455 Hannover

Telefon: 0511 65517-0

Stadtbezirk 12: Herrenhausen,

Stöcken, Leinhausen,

Marienwerder, Ledeburg,

Nordhafen, Burg

Bethel im Norden –

Birkenhof Altenhilfe gGmbH

Friedrich-Wasmuth-Haus

Eichsfelder Straße 54 a

30419 Hannover

Telefon: 0511 271880

PR-Darstellung: Seite 45

Pflegezentrum Herta-Meyer-Haus

der Landeshauptstadt Hannover

Berggartenstraße 2

30419 Hannover-Herrenhausen

Telefon: 0511 168-35304

Anzeige: Seite 80

Seniorenresidenz Heidehaus GmbH

Am Heidehaus 7

30419 Hannover-Stöcken

Telefon: 0511 26095-0

Integra Seniorenpflegezentrum

Hannover-Stöcken

Auf der Klappenburg 8

30419 Hannover-Stöcken

Telefon: 0511 220080

Stadtbezirk 13: Nordstadt,

Hainholz, Brink-Hafen, Vinnhorst

Medizin Mobil – Haus Bodestraße

GmbH & Co. KG

Bodestraße 2–6

30167 Hannover

Telefon: 0511 1318811

Wohngemeinschaften

Ambulanter Fachpflegedienst

Claudia Grimm

Burgwedeler Straße 141 b

30916 Isernhagen

Telefon: 0511 3880432

Anzeige: Umschlagseite 3

BeWo Begleitetes Wohnen

Ostwender Straße 4

30161 Hannover

Telefon: 0511 165818780

CarePool Hannover GmbH

Rotermundstraße 11

30165 Hannover

Telefon: 0511 2609060

PR-Darstellung: Seite 39

Interkultureller Sozialdienst GmbH

Ilse-ter-Meer-Weg 7

30449 Hannover

Telefon: 0511 2101044

PR-Darstellung: Seite 40 o.

72


Umbruch_Seite_51_bis_80.qxp_Layout 1 23.06.17 10:44 Seite 73

ANSPRECHPARTNER / KONTAKTDATEN

Johanniter-Unfall-Hilfe e. V.

Regionalverband Hannover Mitte

Sutelstraße 7 a

30659 Hannover

Telefon: 0800 0019214

Ambulante Krankenpflege

Voßhage

Wallensteinstraße 23 d

30459 Hannover

Telefon: 0511 427565

Senioren WG Hemmingen/Devese

Vorm Dorfe 10

30966 Hemmingen-Devese

Telefon: 0511 2343775 und

05101 586586

Angebote in der Region

Stadt Barsinghausen

Seniorenbüro

Deisterplatz 2, Rathaus II

Telefon: 05105 774-2301

Sprechstunde:

dienstags 14–15:30 Uhr

freitags 10–12 Uhr

Behindertenbeauftragter der Stadt

Barsinghausen

Telefon: 05105 774-2289

Sprechstunden nach Vereinbarung

A. und S. Mobile Krankenpflege

und Sozialdienste GmbH

Schmiedekampstraße 18

30890 Barsinghausen

Telefon: 05105 58090

Häusliche Kranken- und

Seniorenpflege, V. Isen

Osterstraße 18

30890 Barsinghausen

Telefon: 05105 52350

Pflegedienst am Deister

Andreas Schlömer

Im Dorfe 35

30890 Barsinghausen

Telefon: 05105 601006

AEH Barsinghausen

Baltenweg 3

30890 Barsinghausen

Telefon: 05105 625030

Advoco Ambulanter

Krankenpflegedienst

Wilhelm-Heß-Straße 19 a

30890 Barsinghausen

Telefon: 05105 5840944

Der Samariter Pflegedienst

Siegfried-Lehmann-Straße 5–11

30890 Barsinghausen

Telefon: 05105 77000

Diakonie Sozialstation Barsinghausen-Ronnenberg

Kirchstraße 2

30890 Barsinghausen

Telefon: 05105 516767

Tagespflege Marienstift gGmbH

Schillerstraße 1

30890 Barsinghausen

Telefon: 05105 526270

ASB Tagespflege Egestorf

Runde Straße 18–20

30890 Barsinghausen

Telefon: 05105 7787292

Seniorensitz „Am Deister“

Schillerstraße 6

30890 Barsinghausen

Telefon: 05105 1790

Kursana Domizil Barsinghausen

Deisterplatz 3

30890 Barsinghausen

Telefon: 05105 775660

M & M Tagespflege

Marktstraße 44

30890 Barsinghausen

Telefon: 05105 7784488

Alten- und Pflegeheim Marienstift

Schillerstraße 1

30890 Barsinghausen

Telefon: 05105 52620

MediCare Pflegeeinrichtung GmbH

Seniorenresidenz Kaiserhof

Bahnhofstraße 2 a

30890 Barsinghausen

Telefon: 05105 5841-0

PR-Darstellung: Seite 11

ASB Alten- und Pflegeheim

Egestorf

Wennigser Straße 29

30890 Barsinghausen

Telefon: 05105 5870

Ev. Hilfsverein Hannover

Brigittenstift-Altenzentrum

Baltenweg 3

30890 Barsinghausen

Telefon: 05105 5286-0

PR-Darstellung: Seite 40 u.

Hella Kamp

Pflege-Hauswirtschaft-Betreuung

Luisenstraße 6

30890 Barsinghausen

Telefon: 05035 302

Stadt Burgdorf

Büro des Seniorenrates Burgdorf

Marktstraße 55, Rathaus I

31303 Burgdorf

Sprechstunden: dienstags 10–12 Uhr

Telefon: 05136 898305

(Anrufbeantworter)

Ambulante Krankenpflege

Steffi Frost

Immenser Landstraße 3

31303 Burgdorf

Telefon: 05136 894999

Ambulanter Pflegedienst Lippert

Worthstraße 3

31303 Burgdorf

Telefon: 05136 9720225

Ambulante Pflege

Burgdorf GmbH

Im Kreitwinkel 19 a

31303 Burgdorf

Telefon: 05136 3161

Diakonie-Station Burgdorf e. V.

Gartenstraße 28

31303 Burgdorf

Telefon: 05136 2359

DRK Sozialstation Burgdorf

Wilhelmstraße 3 b

31303 Burgdorf

Telefon: 05136 88240

Tagespflege Burgdorf

AR Gesellschaft für

Seniorendienste mbH

Bahnhofstraße 13

31303 Burgdorf

Telefon: 05136 6688

Tagespflege GmbH

Sabine Schmidtke

Wächterstieg 9

31303 Burgdorf

Telefon: 05136 8046499

Tagespflege Seniorenheim

Celler Tor

Vor dem Celler Tor 15

31303 Burgdorf

Telefon: 05136 88050

Seniorenpflegeheim Helenenhof

Schillerslager Straße 41

31303 Burgdorf

Telefon: 05136 89740

Pflegeheim Burgdorf 1980

Schmiedestraße 38

31303 Burgdorf

Telefon: 05136 2020

AR Gesellschaft für

Seniorendienste mbH

Haus Weidengarten

Dierener Straße 35

31303 Burgdorf

Telefon: 05136 892304

Seniorenresidenz Bertram

Salzstraße 18

31303 Burgdorf

Telefon: 05136 800600

Alten- und Pflegeheim

„Kam’s Hof“

Im Dorfe 8

31303 Burgdorf

Telefon: 05136 5770

„Burgdorfer Modell“

(Ostland Wohnungsgenossenschaft

in Kooperation mit der

Diakoniestation Burgdorf)

Heiligenbeiler Straße 6

31303 Burgdorf

Telefon: 05136 8012453

Stadt Burgwedel

Beratungsstelle Pflege Burgwedel

Seniorenbegegnungsstätte der

Stadt Burgwedel

Gartenstraße 10

30938 Burgwedel

Telefon: 05139 894169

Gleichstellungsbeauftragte

der Stadt Burgwedel

Fuhrberger Straße 4

30938 Burgwedel

Telefon: 05139 8973512

Pflegedienst Brandstätter

Von-dem-Bussche-Straße 3

30938 Burgwedel

Telefon: 05139 2804

Ambulante Pflege Janz GmbH

Dammstraße 7

30938 Burgwedel

Telefon: 05139 895816

Seniorenbetreuung im Wohnpark

Ackermann & Hustedt GbR

Fuhrberger Straße 2

30938 Burgwedel

Telefon: 05139 986301

Diakoniestation Burgwedel

für ambulante Kranken- und

Altenpflege e. V.

Im Mitteldorf 3

30938 Burgwedel

Telefon: 05139 27002

Ambulante Pflege Burgwedel

Vor dem Hagen 2

30938 Burgwedel

Telefon: 05139 1475

Altenpflegeheim

„Familie + Geborgenheit“

Immenweg 9

30938 Burgwedel

Telefon: 05139 893230

Pflegeheim „Am Kiefernpfad“

Strubuschweg 5

30938 Burgwedel

Telefon: 05139 8478

Seniorenpflegeheim „Lindenriek“

Brombeerkamp 6

30938 Burgwedel

Telefon: 05139 80740

Tagespflege Schmidtke

Auf dem Amtshof 3

30938 Burgwedel

Telefon: 05139 9519278

73


Umbruch_Seite_51_bis_80.qxp_Layout 1 23.06.17 10:44 Seite 74

ANSPRECHPARTNER / KONTAKTDATEN

Stadt Garbsen

Senioren-, Behinderten- und

Sozialberatung

Rathausplatz 1

30832 Garbsen

Telefon: 05131 707-291

„Wohnwinkel“ der Nachbarschaftstreff

in Altgarbsen

Hannoversche Straße 165 a

30823 Garbsen

Telefon: 05137 9834366

Pflegeteam Hannover Land GmbH

Konrad-Adenauer-Straße 24

30823 Garbsen

Telefon: 05137 87910

Lotos Ambulanter Pflegedienst

Im Bahlbrink 4

30827 Garbsen

Telefon: 05131 7018593

Diakoniestation Garbsen

Planetenring 10

30823 Garbsen

Telefon: 05137 14040

Christliche Seniorendienste

Hannover gGmbH –

Sozialstation im

„Wilhelm-Maxen-Haus“

Talkamp 21

30823 Garbsen

Telefon: 05137 7003210

Alten- und Pflegeheim

im Moorgarten OHG

Im Moorgarten 4

30823 Garbsen

Telefon: 05137 72355

DRK Region Hannover e. V.

Seniorenzentrum Garbsener

Schweiz

Kochslandweg 29

30823 Garbsen

Telefon: 05137 8970

Seniorenhaus Monika Steenfatt

Heinestraße 3

30823 Garbsen

Telefon: 05131 52989

Pflegeresidenz „Haus der Ruhe“

Leistlinger Straße 10

30826 Garbsen

Telefon: 05131 706-0

PR-Darstellung: Seite 56 u.

Seniorenpension Zeug

Hauptstraße 180

30823 Garbsen

Telefon: 05131 70173

Pflegewohnstift Am Eichenpark

Auf der Horst 115

30823 Garbsen

Telefon: 05131 99000

Seniorenpflegeheim

SOZIALKONZEPT „Cäcilienhof“

Bruno-Rappel-Weg 1

30827 Garbsen

Telefon: 05131 4660

Stadt Gehrden

Fachdienst Soziales

Kirchstraße 1–3

30989 Gehrden

Telefon: 05108 6404431

Senioren- und Behinderten -

beauftragter der Stadt Gehrden

Kirchstraße 1–3

30989 Gehrden

Telefon: 05108 6404600

Pflegeberatung

Hornstraße 2

30989 Gehrden

Telefon: 05108 6435-35

Wohnberatung/Wohnraum -

anpassung

Rossiniweg 2

30989 Gehrden

Telefon: 05108 3198

Ambulante Pflegedienste HKG

Häusliche Krankenpflege Gehrden

Fitz & Steffen

Dammstraße 25

30989 Gehrden

Telefon: 05108 927622

Sozialstation Gehrden

Hornstraße 2

30989 Gehrden

Telefon: 05108 6435-35

Senioren- und Pflegezentrum

Hust GmbH „Haus Gehrden“

Schulstraße 16

30989 Gehrden

Telefon: 05108 9280

AWO Gehrden gemeinnützige

GmbH

Thiemorgen 1

30989 Gehrden

Telefon: 05108 879290

Taps Gehrden

Hornstraße 4

30989 Gehrden

Telefon: 05108 912818

Stadt Hemmingen

Seniorenbüro der Stadt

Hemmingen, Frau Giese

Telefon: 0511 4103-286

E-Mail: seniorenbuero@

stadthemmingen.de

Seniorenbeirat der Stadt

Hemmingen

Telefon: 0511 428567

E-Mail: jwiesner-hemmingenwesterfeld@t-online.de

Behindertenbeauftragte der

Stadt Hemmingen

Frau Ursula Petersen

Telefon: 05101 2855

E-Mail: u.petersen@gmx.de

Pflegedienst mobil

Hans-Theismann-Weg 2

30966 Hemmingen

Telefon: 05101 9903959

DRK Sozialstation Hemmingen

Berliner Straße 16

30966 Hemmingen

Telefon: 0511 416442

Benselers Ambulanter

Pflegedienst UG

Wilkenburger Straße 2

30966 Hemmingen

Telefon: 05101 922882

SOZIALKONZEPT

Seniorenzentrum

„Im Rosenpark“ GmbH

Berliner Straße 16

30966 Hemmingen

Telefon: 0511 41080

Seniorenresidenz Arnum

Bürgermeister von dem Hagen Platz 1

30966 Hemmingen

Telefon: 05105 85550

Gemeinde Isernhagen

Informations- und Beratungs ange -

bote Seniorenangelegenheiten

Herr Ralf Henneberg

Telefon: 0511 6153-2515

E-Mail: ralf.henneberg@isernhagen.de

Lebensberatungsstelle für

Burgwedel, Isernhagen und

Wedemark

Am Lohner Hof 7

30916 Isernhagen

Telefon: 05139 892828

Ambulanter Fachpflegedienst

für gerontopsychiatrische Pflege

Claudia Grimm

Burgwedeler Straße 141 b

30916 Isernhagen

Telefon: 0511 3880432

Anzeige: Umschlagseite 3

Pflegezentrum Grote GmbH

Opelstraße 28

30916 Isernhagen/

OT Altwarmbüchen

Telefon: 0511 901180

Senioren-Landhaus Kirchhorst

Steller Straße 32

30916 Isernhagen

Telefon: 05136 84813

DANA Seniorenheim

Haus „Lindenhof“

Am Ortfelde 28

30916 Isernhagen

Telefon: 0511 732071

RENAFAN Serviceleben

Isernhagen

Lüneburger Damm 2

30916 Isernhagen

Telefon: 0511 543670

Stadt Laatzen

Seniorenbüro

Marktplatz 2

30880 Laatzen

Telefon: 0511 820554-04 oder -02

E-Mail: seniorenbuero@laatzen.de

Ambulante Krankenpflege

Das Gesundheitshaus

Bremermann GmbH

Hildesheimer Straße 157

30880 Laatzen

Telefon: 0511 865505

PR-Darstellung: Seite 55 o.

Ambulanter Pflegedienst

Laatzen GmbH

Marktplatz 1

30880 Laatzen

Telefon: 0511 4756549

Medica ambulante

Hauskrankenpflege GmbH

Hildesheimer Straße 355

30880 Laatzen

Telefon: 05102 705030

Diakonie-Sozialstation

Marktstraße 21

30880 Laatzen

Telefon: 0511 982910

Ambulanter Pflegedienst

Jolanta Wolffram

Hildesheimer Straße 85

30880 Laatzen

Telefon: 0511 56960460

Victor's Residenz

Margarethenhof GmbH

Mergenthalerstraße 3

30880 Laatzen

Telefon: 0511 9828-0

PR-Darstellung: Seite 15

Seniorenpflegeheim Leinetal

Rethener Kirchweg 10

30880 Laatzen

Telefon: 0511 82021

Altenpflegeheim Verein für

Erste Hilfe e. V.

Würzburger Straße 8 a

30880 Laatzen

Telefon: 0511 983990

Diakonische Altenhilfe Leine-

Mittelweser – Wohnpark Rethen

Dr.-Alex-Schönberg-Straße 1

30880 Laatzen

Telefon: 05102 673-191

Seniorenzentrum Mozartpark

Schubertweg 9

30880 Laatzen

Telefon: 0511 82077-0

74


Umbruch_Seite_51_bis_80.qxp_Layout 1 23.06.17 10:44 Seite 75

ANSPRECHPARTNER / KONTAKTDATEN

Dr. med. A. Wilkening GmbH

Mergenthaler Straße 18

30880 Laatzen

Telefon: 0511 7002300

Stadt Langenhagen

Seniorenbüro der Stadt

Langenhagen

Schützenstraße 2

30853 Langenhagen

Telefon: 0511 7307-9323

Ambulante Pflege Silke Eichler

Hauptstraße 14

30855 Langenhagen

Telefon: 0511 7860007

ATPS GmbH

Der Langenhagener Pflegedienst

Walsroder Straße 171

30853 Langenhagen

Telefon: 0511 7241101

Sonja Vorwerk-Gerth GmbH

Kastanienallee 6

30851 Langenhagen

Telefon: 0511 7684675

PR-Darstellung: Seite 13

Bethel im Norden – Birkenhof

Ambulante Pflegedienste gGmbH

Söseweg 5

30851 Langenhagen

Telefon: 0511 742822

PR-Darstellung: Seite 45

Servicebüro Pflegedienst

Caspar & Dase

Horner Straße 11

30851 Langenhagen

Telefon: 0511 7635885

NordHannoverscher

PflegeService GmbH

Walsroder Straße 184

30855 Langenhagen

Telefon: 0511 37382260

Ambulanter Pflegedienst

Petra Schmidtke

Sonnenweg 19

30851 Langenhagen

Telefon: 0511 47574727

DRK Sozialstation Langenhagen

mit Tagespflege

Kastanienallee 10

30851 Langenhagen

Telefon: 0511 779013

AWO Jugend- und Sozialdienste

gGmbH –Tagespflege in der City

Park Residenz

Walsroder Straße 113

30853 Langenhagen

Telefon: 0511 59096-0

PR-Darstellung: Seite 46

Bethel im Norden –

Birkenhof Altenhilfe

Anna-Schaumann-Stift

Ilseweg 9–11

30851 Langenhagen

Telefon: 0511 7709-1

PR-Darstellung: Seite 45

Seniorenheim Bachstraße GmbH

Bachstraße 24

30851 Langenhagen-Wiesenau

Telefon: 0511 646417-0

Senioren-Domizil Haus Eichenhof

Bungerns Hof 11

30855 Langenhagen

Telefon: 0511 782918

Anni-Gondro-Pflegezentrum im

Eichenpark der Landeshauptstadt

Hannover

Stadtparkallee 16

30853 Langenhagen

Telefon: 0511 168-37050

Anzeige: Seite 80

tegeler Pflege & Gesundheit

Margeritenhof GmbH

Kaltenweider Platz 1

30855 Langenhagen-Kaltenweide

Telefon: 0511 544557-0

PR-Darstellung: Seite 48 u.

Stadt Lehrte

Gesundheitsforum ambulante

Pflege GmbH

Krummer Kamp 31

31275 Lehrte-Arpke

Telefon: 05175 932510

MSKS Pflegeteam Lehrte UG

Iltener Straße 44

31275 Lehrte

Telefon: 05132 838360

Sozialstation Gesundheitszentrum

& Pflege GmbH

Burgdorfer Straße 30

31275 Lehrte

Telefon: 05132 2071

AWO Wohnen und Pflegen

gGmbH, Tagespflege Gloria Park

Althener Straße 20

31275 Lehrte

Telefon: 05132 831144

Seniorenzentrum "Sonnenhof"

Lehrte GmbH

Dammfeldstraße 11/22

31275 Lehrte-Aligse

Telefon: 05132 8293-0

PR-Darstellung: Seite 56 o.

Rosemarie-Nieschlag-Haus gGmbH

Iltener Straße 21

31275 Lehrte

Telefon: 05132 832-0

Pflegeheim Alte Villa GmbH

Benzstraße 2

31275 Lehrte

Telefon: 05132 8305550

Seniorenresidenz Lindenhof

Hildesheimer Straße 2 d

31275 Lehrte-Hämelerwald

Telefon: 05175 9285400

Seniorenwerk GmbH –

Seniorenpflegeheim

Im Wiesengrund

Am Alten Sportplatz 1

31275 Lehrte

Telefon: 05132 887680

Tagespflege Lehrte Sozialstation

W.P. Tagespflegen GmbH

Burgdorfer Straße 30

31275 Lehrte

Telefon: 05132 862487440

Tagespflege QualiVita

Bauernstraße 36 b

31275 Lehrte

Telefon: 05171 790741

Stadt Neustadt am Rübenberge

Fachdienst Soziales

Theresenstraße 4

31535 Neustadt a. Rbge.

Telefon: 05032 84-241

Ambulanter Pflegedienst

Ingrid Niemeyer

Saarstraße 8

31535 Neustadt a. Rbge.

Telefon: 05032 939024

Mobiler Pflege- und

Gesundheitsservice iSH

Mandelsloher Straße 2

31535 Neustadt a. Rbge.

Telefon: 05072 772192

Diakoniestation Neustadt

a. Rbge. gGmbH

Albert-Schweitzer-Straße 2

31535 Neustadt a. Rbge.

Telefon: 05032 5994

DRK Sozialstation Neustadt

Lindenstraße 56

31535 Neustadt a. Rbge.

Telefon: 05032 981820

Altenzentrum „St. Nicolaistift“

Diakonische Altenhilfe Leine-

Mittelweser

Silbernkamp 6

31535 Neustadt a. Rbge.

Telefon: 05031 898-0

Residenz „Am Rosenkrug“

Nienburger Straße 27

31535 Neustadt a. Rbge.

Telefon: 05032 9600

Seniorenresidenz

„Wölper Ring“ GmbH

Am Wölper Ring 1

31535 Neustadt a. Rbge.

Telefon: 05032 801020

Curata Seniorenzentren

Neustädter Land GmbH

Am Sandhop 2

31535 Neustadt a. Rbge.

Telefon: 05073 9690

Heuberg GmbH

Pflegeheim „Am Eichenbrink“

Heuberg 10/12

31535 Neustadt a. Rbge.

Telefon: 05036 92440

Lebensraum GmbH

Pflegeeinrichtung

Nöpker Straße 17

31535 Neustadt a. Rbge.

Telefon: 05034 8797381

Seniorenresidenz Lindenstraße

Lindenstraße 77

31535 Neustadt a. Rbge.

Telefon: 05032 9579220

Stadt Pattensen

Senioren- und Sozialberatung

Hofstraße 8

30982 Pattensen

Telefon: 05101 1001-334

Seniorenbeauftragte der

Stadt Pattensen

Telefon: 05101 1001-395 + -396

Ambulante Pflegedienste

Pflegedienst Viola Zucker GmbH

Göttinger Straße 30

30982 Pattensen

Telefon: 05101 99170-20

DRK Sozialstation Pattensen

Steinstraße 2

30982 Pattensen

Telefon: 05101 12027

CMS Dienstleistungen GmbH

Pflegewohnstift Pattensen

Koldinger Straße 13 a

30982 Pattensen

Telefon: 05101 853-0

Pflegewohnstift

„An der Schützenallee“

Alte Hiddestorfer Straße 2

30982 Pattensen

Telefon: 05101 5857-0

75


Umbruch_Seite_51_bis_80.qxp_Layout 1 23.06.17 10:44 Seite 76

ANSPRECHPARTNER / KONTAKTDATEN

Stadt Ronnenberg

Beratungsstelle für Senioren

und Behinderte

Dienstgebäude: Stille Straße 8

30952 Ronnenberg

Telefon: 0511 2609386-74

Pflegeteam Bülow KG

Münchhausenstraße 6

30952 Ronnenberg-Weetzen

Telefon: 05109 3313

APA Ambulanter Pflegedienst

Aumann

Hagacker 5 a

30952 Ronnenberg

Telefon: 05109 514080

Diakonie-Sozialstation

Barsinghausen-Ronnenberg

Ronnenberger Straße 18

30952 Ronnenberg-Empelde

Telefon: 0511 3572960

Pflegekonzept Hillmer

mit Tagespflege

Ihmer Tor 1

30952 Ronnenberg

Telefon: 05109 6890705

Altenpflegeheim

„Haus am Hirtenbach“

Kolbergerstraße 12

30952 Ronnenberg

Telefon: 05109 5190-0

ND-Norddeutsche Seniorendienste

gGmbH –

Johanneshaus Empelde

mit Tagespflege

Berliner Straße 27

30952 Ronnenberg-Empelde

Telefon: 0511 46030

INTEGRA Seniorenpflegezentrum

Ronnenberg-Empelde

Nenndorfer Straße 1

30952 Ronnenberg

Telefon: 0511 270890

LIG – Leben in Gemeinschaft

GmbH

Steinstraße 19

30952 Ronnenberg

Telefon: 0511 60099295

Stadt Seelze

Pflegekonzept Häusliche Pflege

Kreuzweg 6

30926 Seelze

Telefon: 05137 9800290

Häuslicher Pflegedienst Wunstorf

Beratungszentrum Seelze

Hannoversche Straße 41 a

30926 Seelze

Telefon: 0511 9834622

Pflegedienst Seelze GmbH

Hannoversche Straße 43

30926 Seelze

Telefon: 05137 981430

DRK Tagespflege Seelze

Weizenkamp 7

30926 Seelze

Telefon: 05137 9949984

AWO Tagespflege

Seniorenzentrum „Alter Krug“

mit Tagespflege

Hannoversche Straße 13

30926 Seelze

Telefon: 05137 826600

Altenpflegeheim Röselhof

Zum Röselhof 1

30926 Seelze-Lathwehren

Telefon: 05137 905760

Altenpflegeheim Harmskamp

Harmskamp 2

30936 Seelze

Telefon: 05137 87480

KerVita Senioren-Zentrum

„An den Grachten“

An den Grachten 5

30926 Seelze

Telefon: 05137 99150

Kursana Domizil Seelze

Brandenburger Straße 1–3

30926 Seelze

Telefon: 0511 7809970

Stadt Sehnde

Pflegepartner Sehnde GmbH

Mittelstraße 5

31319 Sehnde

Telefon: 05138 709415

Pflegeteam Sehnde

Achardstraße 23

31319 Sehnde

Telefon: 05138 615357

DRK Sozialstation Sehnde

Nordstraße 28

31319 Sehnde

Telefon: 05138 616470

Senioren- und Pflegeheim

Klein Lobke

Lobker Straße 9

31319 Sehnde

Telefon: 05138 2500

Altenpflegeheim

Haus am Backhausring

Karl-Backhaus-Ring 14–16

31319 Sehnde

Telefon: 05138 60980

AWO Residenz Sehnde

Achardstraße 1

31319 Sehnde

Telefon: 05138 50340

Wohnpark Ilten GmbH & Co. KG

Zum Kreisel 7

31319 Sehnde-Ilten

Telefon: 05132 902490

Stadt Springe

Wohnberater des

Fachdienstes Soziales

Auf dem Burghof 1

31832 Springe

Telefon: 05041 73234

Levimed GmbH

Zum Oberntor 12

31832 Springe

Telefon: 05041 9435-0

Ihr Pflegeteam

Michael Barrenschee

Süllbergstraße 1

31832 Springe-Bennigsen

Telefon: 05045 962433

DRK Sozialstation Springe

An der Bleiche 4–6

31832 Springe

Telefon: 05041 777-40

mobilitas gmbh –

mobile diakonie springe

Jägerallee 11 a

31832 Springe

Telefon: 05041 778-300

DRK Tagespflege Springe

An der Bleiche 4–6

31832 Springe

Telefon: 05041 777-80

Haus Rosengarten

mit Tagespflege

An der Bleiche 14 a

31832 Springe

Telefon: 05041 7708858

Seniorenpflegeheim

„Alte Molkerei“ der Hannoverania

Seniorenpflege GmbH

Deisterstraße 7

31832 Springe-Altenhagen I

Telefon: 05041 9447-0

Diakoniezentrum Springe-Pflege

GmbH

Jägerallee 1

31832 Springe

Telefon: 05041 778-0

LeviMed – Tagespflege

zum Oberntor

Zum Oberntor 15 a

31832 Springe

Telefon: 05041 7708858

Privates Pflegeheim

Roddau GmbH

Hindenburgstraße 25

31832 Springe

Telefon: 05041 971500

Seniorenheim „Springer Hof“

Bahnhofstraße 50

31832 Springe

Telefon: 05041 4190

Wohnen und Pflegen

„Am Deisterhang“ GmbH

Im Stiege 9

31832 Springe

Telefon: 05041 204250

Wohnpark Beethovenstraße

Beethovenstraße 4

31832 Springe

Telefon: 05041 4190

Gesellschaft für Soziale Einrich -

tungen des DRK Landesverbandes

Niedersachsen gGmbH –

Altenpflegeheim Springe

Eldagsener Straße 36

31832 Springe

Telefon: 05041 94660

Gemeinde Uetze

Pflegedienst Mensch im

Mittelpunkt – Buchold & Eckert

Kaiserstraße 9

31311 Uetze

Telefon: 05173 240150

Krankenpflegedienst

Barbara Kosaminsky

Schmiedestraße 3

31311 Uetze

Telefon: 05173 922270

Sozialstation JWK GmbH

Burgdorfer Straße 13

31311 Uetze

Telefon: 05173 922222

Landhaus am Storchennest GbR

Tagespflegestätte & Pflegeheim

Nordmannstraße 6

31311 Uetze

Telefon: 05173 69052-0

PR-Darstellung: Seite 14

Tagespflege Melanie Strate

Breitenkampstraße 1 a

31311 Uetze-Hänigsen

Telefon: 05147 1064

Seniorenwohnpark

Bambis Garten GmbH

Welle 11

31311 Uetze-Eltze

Telefon: 05173 922621

Altenpflegeheim „Haus Monika“

Peiner Straße 45

31311 Uetze-Eltze

Telefon: 05173 2235

FIPS GmbH

Senioren- und Pflegeheim Uetze

Pestalozzistraße 23

31311 Uetze

Telefon: 05173 6002

76


Umbruch_Seite_51_bis_80.qxp_Layout 1 23.06.17 10:44 Seite 77

ANSPRECHPARTNER / KONTAKTDATEN

DSG Pflegewohnstift

„An der Mühle“

Mühlenweg 20

31311 Uetze-Hänigsen

Telefon: 05147 97500

Gemeinde Wedemark

Pflegedienst Caspar &

Dase GmbH

Industriestraße 40

30900 Wedemark

Telefon: 05130 975800

Sozialstation Gesundheitszentrum

& Pflege GmbH

Wedemarkstraße 55

30900 Wedemark

Telefon: 05130 6999

Tagespflege Wien

Tattenhagen 16 b

30900 Wedemark

Telefon: 05130 377009

Curata Seniorenzentren

Neustädter Land GmbH

„Haus Abbensen“

Auf der Loge 4

30900 Wedemark/OT Abbensen

Telefon: 05072 9801-0

Alten- und Pflegeheim

„Hoffnung“ GmbH

Hohenheider Straße 147

30900 Wedemark/OT Elze

Telefon: 05130 97770

AR Gesellschaft für Seniorendienste

mbH – Seniorenpflegeheim

Waldgarten

Am Schafsteg 2

30900 Wedemark/OT Bissendorf-

Wietze

Telefon: 05130 925099

AR Gesellschaft für Seniorendienste

mbH – Seniorenpflegeheim

Stadtgarten

Tattenhagen 14

30900 Wedemark/OT Bissendorf

Telefon: 05130 376261

Gemeinde Wennigsen

Behindertenbeauftragter

der Gemeinde Wennigsen

Bergmannstraße 34 a

30974 Wennigsen

Telefon: 05103 5032288

Pflegedienst Monika Jansen

GmbH

Wennigser Straße 17

30974 Wennigsen/OT Bredenbeck

Telefon: 05109 6752510

DRK Sozialstation Wennigsen

Hagemannstraße 4

30974 Wennigsen

Telefon: 05103 925375

lUVARE Heimbetriebsgesellschaft

mbH – Alten- und Pflegeheim

„Bredenbeck“

Bräutigamsweg 10

30974 Wennigsen

Telefon: 05109 5699-0

Alten- und Pflegeheim

„Auf dem Lichtenberg“

Egestorfer Straße 2

30974 Wennigsen

Telefon: 05103 7841

ProSenis Service GmbH

Seniorendomizil Deisterblick

Hagemannstraße 1

30974 Wennigsen

Telefon: 05103 70440-400

Stadt Wunstorf

Häuslicher Pflegedienst Wunstorf

mit Tagespflege, Antje Kafke

Mühlenweg 56

31515 Wunstorf

Telefon: 05031 67567

Ambulante Betreuung und Pflege

Ina Prinzhorn & Susanne Schmidt

Sophienstraße 5

31515 Wunstorf

Telefon: 05031 67638

CURADOMI Ambulante

Krankenpflege GbR

A. & A. Liedtke

Wilhelm-Busch-Straße 16 b

31515 Wunstorf

Telefon: 05031 902188

Ullis Pflegeteam GmbH

Hagenburger Straße 32

31515 Wunstorf

Telefon: 05031 6900020

Sozialstation Wunstorf gGmbH

Düendorfer Weg 9

31515 Wunstorf

Telefon: 05031 95030

careconcept – Ambulante

Häusliche Pflege und Beratung

Lange Straße 41

31515 Wunstorf

Telefon: 05031 705990

Tagespflege Wunstorf-Neustadt

Diakonische Altenhilfe Leine-

Mittelweser

Schlesierweg 26

31515 Wunstorf

Telefon: 05033 981449

Tagespflege am Blumenauer

Wäldchen

Hasselhorster Straße 8

31515 Wunstorf

Telefon: 05031 70599-0

Tagespflege Wunstorf des

häuslichen Pflegedienstes

Wunstorf, Antje Kafke

Tagespflege Steinhude

Alter Winkel 18 (Steinhude)

31515 Wunstorf

Telefon: 05033 9807840

„Haus Sonneneck“

Heimbetriebsgesellschaft

Bergstraße 32 + 46/48

31515 Wunstorf-Großenheidorn

Telefon: 05033 9360

Seniorenresidenz

„Am Kirschgarten“

Heidorner Straße 52

31515 Wunstorf-Klein Heidorn

Telefon: 05031 913070

Diakonische Altenhilfe

Leine-Mittelweser

„Haus Johannes“

Albrecht-Dürer-Straße 14

31515 Wunstorf

Telefon: 05031 9640

Diakonische Altenhilfe

Leine-Mittelweser

„Haus am Bürgerpark“

Speckenstraße 24

31515 Wunstorf

Telefon: 05031 95030

Seniorenresidenz Wunstorf

Betriebs GmbH

Hindenburgstraße 2

31515 Wunstorf

Telefon: 05031 95890

Seniorenresidenz Allerhop GmbH

Allerhop 22 a

30900 Wedemark/OT Mellendorf

Telefon: 05130 92805-0

Tagespflege des Alten- und

Pflegeheim „Hoffnung“

Hohenheider Straße 147

30900 Wedemark

Telefon: 05130 97770

Tagespflege Piepers Garten

Walsroder Straße 57

30900 Wedemark

Telefon: 05130 9758050

Anmerkung:

Tagespflege zur Eich

Burgwedeler Straße 10

30900 Wedemark

Telefon: 05130 975600

Sollten Angaben bzw. die Auflistung der Anbieter nicht vollständig oder richtig

sein, bitten wir dies zu entschuldigen. Gerne können Sie uns für eine neue

Ausgabe, die fehlenden oder nicht vollständigen Angaben zukommen lassen:

info@kuw.de – Stichwort: „Demenz-Ratgeber in Hannover und der Region“.

77


Umbruch_Seite_51_bis_80.qxp_Layout 1 23.06.17 10:44 Seite 78

UNTERNEHMENSVERZEICHNIS

Verzeichnis der PR-Darstellungen/Anzeigen

Die nachstehenden Firmen und gemeinnützigen Einrichtungen haben mit ihren Public-Relations-Beiträgen

das Zustandekommen dieser Broschüre in dankenswerter Weise gefördert.

Altenzentrum St. Aegidien, Hannover .... ...............51 o.

Ambulanter Fachpflegedienst für gerontopsychiatrische

Pflege Claudia Grimm, Isernhagen ...........Umschlagseite 3

Arbeiterwohlfahrt Jugend- und Sozialdienste

gemeinnützige GmbH, Hannover .......... ...............46

Birkenhof Evangelische Altenhilfe gGmbH,

Beratungszentrum für die Region Hannover, Hannover ......45

Brigittenstift Altenzentrum, Barsinghausen ..............40 u.

CarePool Hannover GmbH, Hannover .....................39

DIAKOVERE gGmbH, Hannover ..........................23

DOMICIL – Seniorenresidenzen List GmbH, Hannover ...55 u.

DRK-Pflegedienste Hannover gGmbH, Hannover ........48 o.

Evangelisches Johannesstift Pflegen und Wohnen

gGmbH, Stadtteilhaus Klein-Buchholz, Hannover ...........21

Friedrich-Rittelmeyer-Haus Hannover gGmbH,

Hannover .................................Umschlagseite 2

Das Gesundheitshaus Bremermann GmbH, Laatzen .....55 o.

Hausgemeinschaften Eilenriedestift gGmbH,

Hannover..................................Umschlagseite 4

Interkultureller Sozialdienst GmbH, Hannover ............40 o.

Kursana Seniorenvilla GmbH – Kursana Villa Hannover .......9

Landhaus am Storchennest, Tagespflegestätte

& Pflegeheim, Uetze ..................................14

MediCare Pflegeeinrichtung GmbH, Seniorenresidenz

Kaiserhof, Barsinghausen ................................11

Pflegeresidenz Haus der Ruhe GmbH, Garbsen .........56 u.

Seniorenzentrum "Sonnenhof" Lehrte ..................56 o.

SOZIALKONZEPT „Katharinenhof“ Seniorenpflegeheim,

Hannover ............................................51 u.

Städtische Alten- und Pflegezentren, Hannover ............80

Stift zum Heiligen Geist, Seniorenheim, Hannover ..........10

Tabea Tagesbetreuung Demenz-Erkrankte, Hannover .......37

tegeler Pflege & Gesundheit Margeritenhof GmbH,

Langenhagen-Kaltenweide ............................48 u.

Victor’s Residenz Margarethenhof, Laatzen ................15

Vinzenzkrankenhaus Hannover gGmbH, Hannover .........32

Vorwerk-Gerth GmbH, Sonja, Langenhagen ...............13

Hausgemeinschaften Waldeseck, Diakonisches Werk

Hannover gGmbH, Hannover ............................43

78


Umbruch_Seite_51_bis_80.qxp_Layout 1 23.06.17 10:44 Seite 79

BILDQUELLEN

Bildquellen

Deutsche Alzheimer Gesellschaft e. V. Selbsthilfe Demenz, Berlin: S. 6 re., 7 re.

Deutsche Alzheimer Gesellschaft e. V. Selbsthilfe Demenz, Berlin (aus: Hilfe beim Helfen – Schulungsreihe für Angehörige von

Menschen mit Demenz): S. 61 u., 62 re.

Ines Goetsch, Hannover: S. 5, 28, 29, 31, 33, 52, 64.

Archiv (Werkaufnahmen): Umschlagseite 2 o., S. 9, 10, 11, 13, 14, 15, 18, 21, 23, 32, 39, 40 o. li., 40 u., 46, 48 u., 55, 56.

Africa Studio/fotolia.com: S. 57 o.; Birgit Anspach, Interkultureller Sozialdienst GmbH: S. 40 o. re.; auremar/fotolia.com: S. 36; Bacho

Foto/fotolia.com: S. 67 re.; beeboys/fotolia.com: S. 26; BillionPhotos.com/fotolia.com: Buchtitel, S. 1, 58/59; Karin Blüher, Hannover:

S. 43 u.; Peggy Blume/fotolia.com: S. 30; contrastwerkstatt/fotolia.com: S. 54; Chepko Danil/fotolia.com: S. 7 li.; Elnur/fotolia.com:

S. 8 u., 17, 24, 35, 37, 47, 49, 63; eyeQ/fotolia.com: S. 66; Foto-Karos, Burgdorf: S. 3; galina2015/fotolia.com: S. 4/5; Claudia Grimm,

Isernhagen: Umschlagseite 3; Theresa Herzog, Hannover: S. 48 o.; highwaystarz/fotolia.com: S. 49; JSB31/fotolia.com: S. 12;

khalaziy/fotolia.com: S. 18/19; Robert Kneschke/fotolia.com: S. 34; Helge Krückeberg: Umschlagseite 2 u.; Markus Lampe, Haus -

gemeinschaften Eilenriedestift gGmbH: Umschlagseite 4; littlebell/fotolia.com: S. 44; Jacob Lund/fotolia.com: S. 67 li.; Marco2811/

fotolia.com: S. 14; michaelheim/fotolia.com: S. 38, 61 o.; nmann77/fotolia.com: S. 65; Nomad_Soul/fotolia.com: S. 23; Ocskay

Bence/fotolia.com: S. 20, 53; Ocskay Mark/fotolia.com: S. 35; Osterland/fotolia.com: S. 15, 23 o., 43 o., 60; pathdoc/fotolia.com:

S. 25; Picture-Factory/fotolia.com: S. 24, 42, 46/47; Andrey Popov/fotolia.com: S. 57 u.; RAM/fotolia.com: S. 50; Alexander Raths/

fotolia.com: S. 6 li., 16, 22, 26, 30, 34, 36, 46; Birgit Reitz-Hofmann/fotolia.com: S. 8 o.; Gabriele Rohde/fotolia.com: S. 27; Gerrick

Rossel, Hannover: S. 37; Ingolf Semper, Hannover: S. 45; Gerhard Seybert/fotolia.com: S. 41; Sir_Oliver/fotolia.com: S. 60 o.; Konstantin

Sytyagin/fotolia.com: S. 17; Trifonenko Ivan/fotolia.com: S. 59; Frank Weber, Hannover: S. 51 o.; Yvonne Weis/fotolia.com: S. 62 li.;

weyo/fotolia.com: S. 63; Ulrich Wolf, Hannover: S. 51 u.

79


Umbruch_Seite_51_bis_80.qxp_Layout 1 23.06.17 10:44 Seite 80

Pflegezentrum Herta-Meyer-Haus

Berggartenstraße 2,

30419 Hannover-Herrenhausen

Tel. 0511 168-3 5304

www.herta-meyer-haus.de

Heinemanhof

- Pfegezentrum

- Kompetenzzentrum Demenz

Heinemanhof 1-2,

30559 Hannover-Kirchrode

Tel. 0511 168-3 4020

www.heinemanhof.de

STÄDTISCHE

ALTEN- UND PFLEGEZENTREN

• Kompetente Dauerpflege in Wohngruppen

und Hausgemeinschaften

• Kurzzeit- und Urlaubspflege

• Gerontopsychiatrische Betreuung

• Umsorgtes Wohnen

Tel. 0511/168-4 2832 E-Mail: 57.3@hannover-stadt.de

LANDESHAUPTSTADT HANNOVER

Seniorenzentrum Willy-Platz-Heim

Im Heidkampe 20,

30659 Hannover-Bothfeld

Tel. 0511 168-4 8416

www.willy-platz-heim.de

Margot-Engelke-Zentrum

mit Hausgemeinschaften Devrientstraße

Geibelstraße 90,

30173 Hannover-Südstadt

Tel. 0511 168-3 0274

www.margot-engelke-zentrum.de

Anni-Gondro-Pflegezentrum im Eichenpark

Stadtparkallee 16,

30853 Langenhagen

Tel. 0511 168-3 7050

www.anni-gondro-pflegezentrum.de

Hausgemeinschaften

Klaus-Bahlsen-Haus

Klein-Buchholzer-Kirchweg 11,

30659 Hannover-Bothfeld

Tel. 0511 168-3 5500

www.klaus-bahlsen-haus.de

IMPRESSUM

Herausgegeben in Zusammenarbeit mit der

Alzheimer Gesellschaft Hannover e. V.

Redaktion:

Theresia Urbons (1. Vorsitzende), Gabriele Behmann und

Gudrun Hirsch, Alzheimer Gesellschaft Hannover e.V.

Autoren:

Ines Goetsch, Journalistin, Hannover;

Karen Roske, Journalistin, Hannover

Erste Ausgabe 2017

Verlag Kommunikation & Wirtschaft GmbH,

Oldenburg (Oldb)

Bildquellen: Seite 79

Die Publikation erscheint im Verlagsbereich Regionalmedien.

Alle Rechte bei Kommunikation & Wirtschaft GmbH,

Oldenburg (Oldb)

Das Manuskript ist Eigentum des Verlages. Alle Rechte vor -

behalten. Auswahl und Zusammenstellung sind urheberrechtlich

geschützt. Für die Richtigkeit der im Inhaltsverzeichnis

aufgeführten Autorenbeiträge und der PR-Texte übernehmen

Verlag und Redaktion keine Haftung.

Printed in Germany 2017

Bildbearbeitung:

Kommunikation & Wirtschaft GmbH, Oldenburg (Oldb)

Druck:

gutenberg beuys feindruckerei, Langenhagen

80


Senioren-WGs für Menschen mit Demenz

Claudia Grimm

Eine lebenswerte Alternative zum Alten- und Pflegeheim

Die Senioren-WGs für Menschen mit Demenz, die

der Ambulante Fachpflegedienst für gerontopsychiatrische

Pflege aus Isernhagen betreut,

ermöglichen ihren Bewohnern ein hohes Maß an

Lebensqualität, kombiniert mit maßgeschneiderter

und professioneller Pflege. „Uns geht es vor allem

darum, den an Demenz erkrankten Menschen

ganzheitlich zu betrachten und ihn so zu begleiten,

dass sein gewohntes Umfeld und die persönliche

Selbstständigkeit so lang wie möglich erhalten

bleiben und die individuellen Bedürfnisse

berücksichtigt werden können“, erläutert Claudia

Grimm, Gründerin von mittlerweile vier Senioren-

Demenz-WGs.

Isernhagen

Bissendorf

Hannover

Waldstraße

Bissendorf

Demenz verändert das Leben eines Menschen nach

und nach immer mehr. In den Senioren-WGs von

Claudia Grimm geht das gesamte Team auf diese

Veränderungen behutsam und bedacht ein. Für

die Fachpflegekräfte und die Betreuer ist es dabei

vor allem wichtig, dass sich die Bewohner in ihrem

Umfeld wohlfühlen. „Wenn das bedeutet, den Lieblingspullover

noch einen weiteren Tag zu tragen,

obwohl der bereits einen Fleck aufweist, dann ist

das eben so. Erlaubt ist, was dazu beiträgt, dass der

kranke Mensch sich geborgen fühlt“, sagt Claudia

Grimm.

Der Weg in die Demenz-WG

In jeder Senioren-Demenz-WG leben maximal

sechs bis acht Mitbewohner (Frauen und Männer

gemeinsam) zusammen. Jeder hat dabei sein

eigenes geräumiges Zimmer, das mit eigenen

Möbeln ganz individuell eingerichtet werden kann.

Außerdem gibt es einen großen Gemeinschaftsraum

mit offener Küche und seniorengerechte

Badezimmer. Vor dem Einzug werden in einem

ausführlichen Gespräch wichtige biografische

Punkte wie Vorlieben, Gewohnheiten, Lieblingsdinge

aber auch Abneigungen, Erinnerungen

und Erlebnisse aus der Vergangenheit geklärt,

Ob ländlich im Grünen oder zentral gelegen in der Stadt: Die Senioren-WGs für Menschen mit Demenz des

Ambulanten Fachpflegedienstes Grimm bieten für jedes Bedürfnis das passende Wohnumfeld.

um so die optimalen Voraussetzungen zu schaffen,

damit sich der künftige Bewohner zuhause

fühlen kann. Ist ein Platz in einer WG frei,

haben Bewerber und Bewohner gegenseitig die

Gelegenheit, sich vorab in Ruhe kennenzulernen.

Ganz wichtig dabei: „Der Bewerber für unsere

WGs muss in die Gruppe passen“, sagt Claudia

Grimm.

Die Bewohner sind eigenständige Mieter der

Wohnung, der Fachpflegedienst versteht sich als

täglicher Gast, der hilft, wo es nötig ist. Die WG-

Bewohner werden rund um die Uhr von einem

festen Pflegeteam betreut. Es gibt eine Wochenstruktur

mit täglich gemeinsamen Mahlzeiten und

verschiedenen Aktivitäten.

Die Kosten für ein Zimmer in der WG teilen sich

auf in Miete, Haushaltsgeld und Pflege. „Es ist damit

nicht teurer als in einem Pflegeheim“, sagt

Claudia Grimm. Um in eine der Gruppen einziehen

zu können, ist auch keine Pflegestufe erforderlich.

Die Fachfrau empfiehlt jedoch, für die

demenzkranken Menschen den Einzug so früh

wie möglich zu planen. „So eine Ortsveränderung

muss emotional erst einmal verarbeitet werden“,

sagt sie. „Je weiter die Demenz fortgeschritten

ist, desto schwerer fällt das meist.“ Jeder Bewohner

wird bei Bedarf psychiatrisch betreut, um für

ihn die Umstellung so entspannt wie möglich zu

gestalten. Der Ambulante Fachpflegedienst kümmert

sich in der WG um Pflege und Betreuung des

Patienten bis zum Tod.

Ambulanter Fachpflegedienst

für gerontopsychiatrische Pflege

Claudia Grimm

Burgwedeler Straße 141 b

30916 Isernhagen

Telefon 0511 3880432

info@fachpflegedienst-grimm.de

www.fachpflegedienst-grimm.de


Hausgemeinschaft_Eilenriedestift_Layout 1 02.03.17 16:06 Seite 1

Hier

sind Sie

zu Hause

Die Hausgemeinschaften Eilenriedestift

gGmbH ist eine moderne Facheinrichtung

mit einem zukunftsweisenden Konzept

zur Betreuung von Demenzerkrankten.

Die Bewohner des Hauses werden in klei -

nen familiären Gruppen betreut, ge pflegt

und mit Spiel, Spaß, Gesang und viel Be -

wegung beschäftigt. Nahe dem Eilenrie -

de stift gelegen, dessen Tochterunternehmen

die vollstationäre Einrichtung ist, be -

steht eine gute Anbindung an den ÖPNV.

Ein geschützter Garten sowie Balkone er -

gänzen die Einrichtung für mittelgradig

und schwer von Demenz Betroffene.

Die einzelnen Hausgemeinschaften ha -

ben ein Zentrum, in dem sich die Be -

wohner treffen und die Mahlzeiten ge -

meinsam einnehmen. Hier werden Ge -

burtstags- und sonstige Festtage gemein -

sam ge stal tet. Die Zimmer sind um den

zen tra len Gruppenraum herum angeordnet.

Das Prinzip der kurzen Wege zieht

sich durch alle Arbeitsweisen in den Haus -

gemeinschaften. So können Ange hörige

und pri vate Begleitpersonen jeder zeit

nach Wunsch an der Betreuung be teiligt

werden.

Das Leben miteinander ist durch Herz -

lich keit und jederzeit möglicher individueller

Unterstützung geprägt, ob bei der

Kör per pflege, der Bewegung oder haus -

wirtschaftlichen Tätigkeiten wie Kochen

und Backen, die hier im Verlauf des

Ta ges und der Woche eine Rolle spielen.

Veranstaltungen wie Konzerte,

Gottesdienste, „Mu seum aus dem

Koffer“ und offenes Sin gen, zu denen

auch Ange hörige stets einge la den

werden, er gänzen das Leben in den

Kleingruppen.

Die Pflege und die Betreuung werden

von speziell ausgebildeten Fach- und

Betreu ungskräften unter Berücksichtigung

der individuellen Fähigkeiten und

der per sön lichen Vorlieben erbracht. Die

ärztliche Versorgung erfolgt durch Fachund

Allgemeinmediziner, die regelmäßig

in die Hausgemeinschaften kommen.

Hausgemeinschaften Eilenriedestift gGmbH

Müdener Weg 48 · 30625 Hannover

Tel. 0511 94094-516 · info@hg-estift.de

www.hg-estift.de

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine