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NK 02_2018

26 TRAINING VIELLEICHT

26 TRAINING VIELLEICHT IST IHRE CHANCE DIREKT VOR IHRER NASE Aufstehen, duschen, anziehen und dann ab in den Alltagstrott? Am Abend dann die umgekehrte Reihenfolge: essen, fernsehen, schlafen. Kommt Ihnen das bekannt vor? Die ganz Verwegenen bauen vielleicht noch eine kleine Sporteinheit in die tägliche Monotonie ein. Kreativ ist definitiv was anderes. Jetzt mal ehrlich: Kommt da bei Ihnen Freude auf? Oder schleppen Sie sich schon Dienstag nur noch zum nächsten Termin, das rettende Wochenende vor Augen? So geht es leider vielen. Der Haken an der Sache: Das geiste- rungsloser macht niemanden glücklich © YakobchukOlena/Fotolia – weder Sie noch Ihre Vertriebspartner und erst recht nicht Ihre Kunden, denen Sie mit leiernder, be- Stimme Ihre Sortimentsneuheiten vorstellen. Wofür kämpfen Sie sich ab – mehr Geld, ein neues Auto? Herzlichen Glückwunsch. Für diese vermeintlichen Träume müht sich die große Mehrheit nissen umge- auf der Karriereleiter ab, ohne hen. Was zu bemerken, dass sie in Wirklichkeit ein Hamsterrad ist. Es ist höchste Zeit, endlich ins Handeln zu kommen und die eigene Begeisterung wiederzuentdecken! tun Sie, wenn Sie auf dem Weg zum Erfolg auf eine riesige Mauer aus Hindernissteinen stoßen? Zucken Sie mit den Schultern und sagen Sie sich BUCHTIPP: Martin Klapheck: Lebe deinen Beat Scheitern ist keine Schande: Sind Sie Biene oder Wespe? Was unterscheidet erfolgreiche Menschen von denen, die über chronischen Misserfolg „Ups, ein Hindernis. Hier ist Endstation für mich. Dann eben nicht.“ Oder sind Sie aus einem anderen Holz geschnitzt? Hauen Sie gegen die Mauer, straffen die Schultern und machen sich dann auf die Suche nach einer Leiter? Ich denke, Sie ahnen, welches Verhalten Sie auf Dauer im Es ist eine inspirierende Anstiftung stöhnen – Talent Leben weiterbringt. zur kreativen Verrücktheit, die keinen und Fleiß? Zu einem gewissen Grad rantieren, dass Sie immer die retten- Natürlich kann Ihnen niemand ga- Lebensbereich auslässt. Verlag: Goldegg Verlag ja. Doch entscheidend ist vor allem die die Mauer herum finden. Doch desde Leiter oder einen Weg außen um 240 Seiten · 19,95 Euro ISBN-10: 3903090468 Art, wie sie mit Hinderwegen gar nichts unternehmen? Fakt ist, Sie werden nicht erfolgreicher, wenn Sie weiter nach Schema F vorgehen und versuchen, mit der immer gleichen Masche neue Vertriebspartner zu gewinnen. Sicher haben Sie auch schon bei sich beobachtet, dass Sie meist einen bestimmten Typ Mensch bevorzugen, oder? Hier liegt die Crux: Wenn Sie VITA nicht über Ihren Schatten springen und auch mal andere Wege probieren, werden Sie bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag Martin Klapheck Martin Klapheck war entsetzt: „War das schon alles?“, fragte er sich mit Blick auf sein äußerlich erfolgreiches, aber innerlich recht gewöhnliches Dasein in einem Universalbank-Konzern. Und so wagte er, was sich die wenigsten trauen: etwas komplett Neues, Erfüllendes, kreativ Verrücktes. Als „Piano-Referent“ reißt er sein Publikum zu Beifallsstürmen hin. Der Top-100-Speaker nutzt Musik, um zum Ausbruch anzustiften – raus aus Routine, Leere und Schwere, rein in Leichtigkeit, Kreativität und Veränderung. Sein Credo: Das pralle Leben ist ganz einfach – man muss sich nur trauen. Sein neues Buch „Lebe deinen Beat!“ ist gerade im Goldegg Verlag erschienen. www.lebedeinenbeat.de auf Ihrer kleinen Pro- vision rumdümpeln und sich ärgern. Um nach vorne zu kommen, müssen Sie den Schritt aus der eigenen Komfortzone wagen. Auch wenn das bedeutet, dass Sie scheitern können. Scheitern – ganz böses Wort. Allerdings handelt es sich dabei um eine lebensnotwendige Erfahrung! Entscheidend ist, dass Sie sich wieder aufrappeln und das Beste daraus machen. Schließlich ist es auch die Summe unserer Fehler, die unseren Erfolg mitbestimmt. Hier können wir uns aus der Tierwelt etwas abschau- 02.2018 © Sergey Nivens/Fotolia en: Haben Sie schon mal eine Biene beobachtet, die versucht, in Ihr Haus oder ins Auto zu kommen? Sie fliegt immer wieder gegen die gleiche Stelle der Scheibe, bis sie irgendwann entkräftet zu Boden fällt. Eine Wespe hingegen beginnt, die Scheibe mit ihren Fühlern Stück für Stück abzutasten – im Idealfall, bis sie ein gekipptes Fenster oder einen Spalt entdeckt hat. Bienenfleiß allein ist nicht der Schlüssel zum Erfolg. Worauf es wirklich ankommt, ist die Bereitschaft zum Scheitern und die Fähigkeit, daraus zu lernen und neue Strategien zu entwickeln. Das eigene Potenzial aufspüren und ins Handeln kommen Haben Sie schon mal von Lizzie Bravo und Gayleen Pease gehört? Die beiden damals völlig unbekannten Teenager standen am 4. Februar 1968 vor dem Tonstudio in der Londoner Abbey Road. Klingelt es? Und plötzlich kam ein gewisser Paul McCartney vor die Tür, auf der Suche nach zwei Mädchen, die singen und einen hohen Ton halten konnten. Während der Rest der Groupies lediglich in schwärmerisches Kreischen ausbrach, bewahrten die beiden Mädels einen kühlen Kopf und sagten zu. Der Rest ist Geschichte – oder besser gesagt der weltberühmte Refrain von „Across the Universe“. Was ich Ihnen damit sagen will: Vielleicht ist Ihre Chance direkt vor Ihrer Nase. Entscheidend ist, dass Sie nicht zaudern, sondern zugreifen. Viel zu viele Menschen sind lediglich Zu- schauer in ihrem Leben und verpassen die großen Chancen. Dabei ist es nur ein einziger Schritt auf die Bühne, der Sie zum Hauptdarsteller macht und Ihnen die Chance gibt, sich auszudrücken und die Richtung zu bestimmen. Klar kann das schiefgehen, doch das wissen Sie erst, wenn Sie Blut geleckt und es probiert haben. Und bitte: Damit meine ich jetzt nicht, dass Sie zwangsläufig Ihren Job hinschmeißen und auf Hawaii eine Surfschule eröffnen sollen. Schauen Sie sich stattdessen erst einmal um, was Sie an Ihrem bisherigen Alltag verändern können. Wieso sind Sie im Direktvertrieb tätig? Weil Sie kontaktfreudig sind, gerne neue Leute kennen lernen oder einen abwechslungsreichen Job mit immer neuen Herausforderungen wollten? Herzlichen Glückwunsch – wenn mindestens einer dieser Punkte zutrifft, sind Sie doch richtig am Platz! Wahrscheinlich erkennen Sie es nur nicht, weil Sie im dichten Spinnennetz der alltäglichen Routinen gefangen sind. Es liegt an Ihnen, wieder Schwung in die Bude zu bringen: Wenn Sie sich ein Herz nehmen und beispielsweise gute Kunden einfach mal frei heraus anrufen, um sie als Vertriebspartner zu gewinnen, kann die Welt schnell ganz anders aussehen. Oder Sie wollten immer schon die Produkte eines bestimmten Unternehmens an den Mann oder die Frau bringen? Vielleicht ist es Zeit für einen Wechsel. Warten Sie nicht darauf, dass Ihnen das Glück in den Schoß fällt. Geben Sie Ihrer kreativen Verrücktheit Raum und leben Sie endlich den Beat Ihres Lebens!

TRAINING 27 ERWARTUNGEN FÜR 2030: DEUTSCHLAND BLEIBT DAS LAND DER PESSIMISTEN. © Andrii IURLOV/Fotolia © zinkevych/Fotolia Das Jahr 2018 ist bereits wenige Wochen alt und viele Bundesbürger blicken mit Spannung auf dieses kommende Jahr. Was ändert sich mit der neuen Bundesregierung? Bleibt die Wirtschaft stabil? Wer gewinnt die Fußball-Weltmeisterschaft? Wie ent wickelt sich die Flüchtlingssituation? Und wie entwickelt sich die La ge in Nordkorea und den USA? All diese Fragen werden zweifellos das kommende Jahr begleiten. Was aber erwarten die Bundesbürger von der entfernteren Zukunft? Und wie stellen sie sich das Leben im Jahr 2030 vor? Diese Fragen standen im Fokus der neuesten Untersuchung der BAT- Stiftung für Zukunftsfragen. Sie befragte hierfür über 2.000 Bundesbürger ab 14 Jahren in persönlichen Interviews zu ihren Erwartungen für das Jahr 2030. Ein Kernergebnis lautet: Deutschland ist und bleibt in vielerlei Hinsicht das Land der Skeptiker und Pessimisten. So erwarten beispielsweise 84 Prozent der Befragten eine starke Zunahme der Kriminalität im Internet. 2008 waren es „nur“ 67 Prozent. Die Angst vor Verbrechen sieht der Wissenschaftliche Leiter der Stiftung, Professor Dr. Ulrich Reinhardt, jedoch nicht nur online: „Ob Angst vor Terroranschlägen oder Überfremdung, Einbrüchen oder dem Klimawandel – viele Bundesbürger haben das Gefühl, in unsicheren Zeiten zu leben. Parallel verlieren sie zunehmend das Vertrauen in Politik, Unternehmen und Medien. All diese Institutionen sind daher gefordert, mehr Sicherheit, Beständigkeit und Optimismus zu vermitteln sowie langfristige Lösungswege einzuschlagen.“ Als eine durchaus realistische Sicherheitsmaßnahme schätzen die Bürger hierbei u. a. eine flächendeckende Videoüberwachung ein. 71 Prozent glauben, dass sie 2030 Realität sein wird. Vor allem die jüngeren Bundesbürger können sich eine Zukunft vorstellen, in der die Sicherheit wichtiger ist als die Privatsphäre. Auch in anderen Bereichen äußern die Bundesbürger Bedenken. Weder glauben sie an eine Lösung globaler Herausforderungen wie den Klimawandel (26 Prozent), noch zeigen sie sich zuversichtlich bei lokalen Problemen wie der Verbesserung der Wohnraumsituation. So erwartet nicht nur mehr als jeder Zweite (53 Prozent), dass die Warmmiete zukünftig doppelt so hoch sein wird wie die Kaltmiete. Auch gehen zwei Drittel aller Bundesbürger (66 Prozent) von einer zunehmenden räumlichen Spaltung der Gesellschaft aus. Vor allem Besserverdienende können sich vorstellen, 2030 in abgeschotteten Wohnanlagen nur mit ihresgleichen zu leben, während wiederum andere Stadtteile hauptsächlich von Einkommensschwachen bewohnt werden. Letzteres erwarteten 2008 noch deutlich weniger Bundesbürger (53 Prozent). Hoffnungsvoller als in der Vergangenheit begegnen die Bundesbürger dem Klimawandel. Konnte sich 2008 lediglich jeder Achte (12 Prozent) vorstellen, dass der Klimawandel dank technischer Entwicklungen gelöst wird, ist es aktuell immerhin jeder Vierte (26 Prozent). Optimistisch beurteilen zudem fast drei Viertel die Entwicklung der Solarund Windenergie (2017: 71 Prozent; 2008: 52 Prozent) und erwarten zukünftig, die Hälfte des gesamten Energiebedarfs hiermit abzudecken. So folgerte Reinhardt: „Berichterstattungen und öffentliche Debatten in Kombination mit staatlichen Fördermaßnahmen haben zu einem Bewusstseinswandel geführt. Der dauerhafte Erhalt der Umwelt liegt immer mehr Bürgern am Herzen, wodurch auch die Bereitschaft, tatsächlich selber etwas für den Erhalt der Natur zu tun, steigt.“ Deutlich verändert hat sich der Blick auf die Zukunft der Bildung. Statt klassischer formaler Bildungsinhalte in Schulen und Universitäten erwartet 2030 fast jeder zweite Bürger (44 Prozent) eine Fokussierung auf informelle Bildungsinhalte (z. B. Persönlichkeitsbildung und soziales Lernen). Die Zustimmung zu diesem Statement hat sich seit 2008 verdoppelt (2008: 22 Prozent). In Hinblick auf das Thema Service und Beratung geht fast jeder zweite Bundesbürger (45 Prozent) von einer zunehmenden Bedeutung dessen aus. Die Verdreifachung des Wertes im Vergleich zur Vergangenheit (2008: 15 Prozent) deutet auf ein Ende des gegenwärtigen „Möglichst-günstig-Trends“ hin. Laut Reinhardt offenbart diese Antwort auch einen starken Wunsch der Befragten: „Zunehmend mehr Bürger sind es leid, permanent nur nach dem besten Preis zu suchen und trotzdem ständig das Gefühl zu haben, diesen nicht zu finden. Gerade in einer gesättigten Gesellschaft geht es daher immer öfter nicht nur um den Erwerb von Produkten, sondern auch um das Erlebnis des Einkaufens. Man möchte mit allen Sinnen konsumieren, eine gute Beratung vorfinden und sich als Kunde wie der wie ein König füh len – hierfür ist man dann auch bereit, einen fairen Preis zu bezahlen.“ Reinhardt ist sich deshalb sicher: „Zukünftig werden sich nicht nur Anbieter mit den billigsten Angeboten durchsetzen, sondern zunehmend diejenigen mit dem besten Service.“ Sehr positiv stehen die Bundesbürger auch dem Thema Familie gegenüber. Die große Mehrheit (91 Prozent) stimmt der Aussage zu: „Familie ist 2030 das Wichtigste im Leben.“ Gerade in unruhigen Zeiten beweist sie sich als eine Konstante im Leben und erlebt in jeglicher Hinsicht eine Renaissance. Ebenso zeichnet sich auch ein Anstieg der Mehrgenerationenhaushalte ab, die einerseits finanziell notwendig und anderseits – gerade von der jungen Generation – auch gesucht, geschätzt und gewünscht werden. Ein abschließendes Fazit von Reinhardt lautet: „Das Leben im Jahr 2030 wird in vielen Bereichen anders sein als heute. Die Ängste und Sorgen der Bevölkerung vor diesen Veränderungen müssen ernst genommen werden. Statt nur Antworten auf die Frage ‚Wie werden wir in Zukunft leben?‘ zu suchen, sollte sich zunächst darauf konzentriert werden, wie wir in Zukunft leben wollen. Denn ganz gleich, welche Möglichkeiten wir zukünftig haben, der Mensch mit all seinen Bedürfnissen muss stets im Mittelpunkt aller Veränderungen stehen, sodass das Leben auch in Zukunft lebenswert bleibt.“ www.stiftungfuerzukunftsfragen.de © highwaystarz/Fotolia