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E_1929_Zeitung_Nr.025

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gaste gesorgt. Selbst

gaste gesorgt. Selbst ein Mensen von «TJeberlebensgrösse» hat in einer Citroen- Karosserie nach allen Richtungen hin genügend Bewegungsfreiheit. Die Vordersitze lassen sich bequem nach der Beinlänge einstellen. Tiefabgefederte, unter dem Bezug wattierte Sitz- und Rückenpolster nehmen die letzten kleinen Erschütterungen auf, die selbst eine so vorzügliche, wie die neue Halbelliptik-Achsabfederung von Citroen nicht ganz beseitigen kann. Wie das Erstklassabteil ausländischer Luxus- Eisenbahnwagen weist die Citroen-Karosserie unter dem Bodenbelag eine Filzdecke auf, die alle mechanischen Geräusche absorbiert und zugleich die Füsse der Fahrgäste warmhält. Citroen kann es sich leisten, das Publikum so offen in alle Einzelheiten eines Chassis und besonders der Karosserie hineinblicken zu lassen. In der Linienführung zeigen die neuen Karosserien ruhige, unaufdringliche Eleganz bei aller Berücksichtigung der praktischen Erfordernisse. Nach vorn kommt durch die lange Motorhaube und den hohen schmalen Kühler die denkbar beste ästhetische Wirkung zustande. An Karosserie- Modellen und -Farben steht dem Käufer eine grosse Auswahl zur Verfügung. Wanderer. Neben der numerisch überaus starken Vertretung der deutschen Automobilfabriken überrascht am Salon auch die gebotene Qualität und der hohe Stand der Technik, den diese Branche trotz aller mit der Kriegs- und Nachkriegszeit zusammenhängenden Schwierigkeiten in erstaunlich kurzer Zeit erreicht hat. Diese vollständige Anpassung an die heutigen Bedürfnisse und massgebenden Konstruktionstendenzen tritt besonders eindringlich auch bei den Wandererwagen zutage. Wer zieht nicht bei der Betrachtung der gezeigten Modelle im Geiste einen Vergleich mit dem Wandererwagen von ehedem, der zwar heute noch in vielen Exemplaren an allen Ecken des Kontinents seinen Dienst versieht und Zeugnis von der fast unbegrenzten Lebensdauer dieser Wagenmarke ablegt, der aber, insbesondere was seine Form anbetrifft, nur noch ein entschuldigendes Lächeln erregen kann. Bei einer solchen Gegenüberstellung wird es erst verständlich, welch ungeheures Mass an Arbeit, Forschung und Ingenieurkunst notwendig war, um in so kurzer Zeit den Platz auf dem internationalen ! Markt wieder so erfolgreich behaupten zu können. Das Interesse „konzentriert sich vor allem auf den neuen 2,5-Liter-Sechszylinderwagen, der an der Herbstausstellung in Berlin unter günstigen Auspizien sein Debüt machte und nun, karossiert als Limousine, Cabriolet, Roadster sowie als prächtiges Demonstrationschassis, in Genf vertreten ist. Dieses letztere steht im Mittelpunkt des Interesses und wird ausnahmslos in anerkanntester Weise kommentiert. Der Motor, welcher bei 12 mm Bohrung und 104 mm Hub ein Zylindervolumen von 2,45 Liter erreicht, macht in seiner kompakten Geschlossenheit einen vorzüglichen Eindruck. Charakteristisch sind die hängenden Ventile, abnehmbarer Zylinderkopf, die siebenmal gelagerte Kurbelwelle so wie die Verwendung der Magnetzündung. Der Vergaser verfügt über verstellbare Luftvorwärmung, Starterklappe und Luftfilter. Neben dem normalen dreigängigen Getriebe, kommt bei Wanderer noch ein Schnellganggetriebe zur Verwendung, das auf Wunsch der Interessenten eingebaut werden kann. Dieses Zusatzgetriebe verleiht dem Wagen eine erstaunliche Beschleunigungsfähigkeit,- wobei der Motor zufolge der verminderten Tourenzahl noch in erhöhtem Masse geschont wird. Dank dieses sogenannten Schongetriebes können die Mehrzahl der Steigungen in der Direkten bewältigt werden. Hydraulische Vierradbremsen mit automatischer Nachstellung ergeben dauernd eine hohe Bremskraft. Die Karosserien in geräumiger und vornehmer Ausführung kennzeichnen sich durch die flüssige Linie. Der Oberbau wird entweder in Ganzstahl oder nach halbstarrem System geliefert und ist in beiden Ausführungen äusserst solid und vor allem auch geräuschfrei. Der Wagen wird in seiner Klasse grösste Beachtung finden. Ford. Wie man es nicht anders erwartet hat, zieht der neue Ford Interessenten in Menge an. Ausgestellt sind dabei die beiden Typen mit 11 bzw. 18 Steuer-PS., die sich bekanntlich im mechanischen Teil nur durch die Zylinderbohrung unterscheiden, die das eine Mal 77 mm und das andere Mal 98 mm misst. Der beiden Typen gemeinsame Hub beträgt 107 mm. Die Ingenieure von Ford haben hier einen Motor geschaffen, wie man ihn sich früher als Vierzylinder rtie vorgeträumt hätte, vor allem aber nicht im Zusammenhang mit einer so extrem niedrigen Preislage. An Geräuschlosigkeit lässt den AUTOMUUU -KfcVUE 1929 — N° 25 neue Ford-Motor nicht das geringste zu wünschen übrig. Seine Eschütterungsfreiheti kommt nahe an die eines Sechszylinders heran. Dabei verblüfft der ganze Aufbau durch eine geradezu unglaubliche Einfachheit und Zweckmässigkeit. Man beachte z. B. den Antrieb der Lichtmaschine, die Vorrichtung, die zum Nachstellen des Ventilatorriemens dient, die Anordnung des Verteilers, die Art und Weise, wie die sonst bei jedem Wagen angewandten, aber nie ganz zuverlässigen Zündkerzenkabel vermieden wurden, die mit einem grossen Sicherheitskoeffizienten arbeitende Schmierung usw. Nach einer auch nur einigermassen eingehenden Betrachtung dieser unzähligen sinnreichen Neuerungen versteht man vollkommen, weshalb der Herstellung der neuen Typen jahrelanges Studium vorausging. Hochinteressant ist eine auf dem Stand aufgestellte Karosserie im Rohbau. Den Fachmann interessieren daran vor allem die sauberen, präzisen elektrischen Schweissverbindungen. Beim neuen Ford findet die elektrische Schweissung überhaupt ausgedehnte Anwendung. Da die Arbeiten dabei fast immer automatisch vor sich gehen, ergibt sich eine Genauigkeit, wie sie bei Handarbeit niemals mit derselben Gleichmässigkeit zu erzielen ist. Das Chassis des alten Ford wurde für die neue Type A von Grund auf umkonstruiert. An Stelle der Holzräder sind Drahtspeichenräder mit Ballonbereifung getreten, anstatt des Planetengetriebes kommt ein dreigängiges Schubradgetriebe zur Anwendung. Die Aussenbandbremsen wurden durch Vierrad- Innenbremsen ersetzt, deren Nachstellung nur einige Sekunden erfordert. Die neue Lenkung ist im Gegensatz zur früheren selbsthemmend. Nur die Querfederung behielt Ford bei, verbesserte aber ihre Wirkung durch die Anwendung hydraulischer Stossdämpfer. Ein Versuch lehrt, dass die Strassenhaltung des Wagens jetzt auch bei den höchsten Geschwindigkeiten und bei schlechten Strassen durchaus einwandfrei ist. Die ausgestellten Karosiseriemodelle gefallen ausnahmslos auch anspruchsvollen Automobilisten und machen keineswegs den Eindruck billiger Fabrikate. Eine Besonderheit, die wohl bald ihren Einfluss beim Kleintaxigewerbe geltend machen wird, ist der als Taxi karossierte Wagen, dessen Oberbau ebenfalls serienmässig hergestellt wird. Der als Conduite interieure gebaut« etwa auf bereits gepflückten Lorbeeren zur sagiere und einen solchen für den Wagenführer unierteilt. Neben dem links ange j ordneten Führersitz ist genügend freier Raum für Gepäck, und das Abteil für Fahrgäste bietet bequem für 2 bis 3 Personen Platz. Der vorteilhafte Anschaffungspreis sowie die geringen Betriebskosten dürften in preissenkendem Sinne und damit zur vermehrten Benützung der Taxameter das ihrige beitragen. Chandler. Auch die Chandler-Werke haben sich nicht etwa auf bereits gepflückten Lorbeeren zur Ruhe gesetzt, sondern haben im vergangenen Jahre ebenfalls mit allem Eifer an der letzten Perfektion ihrer Wagen gearbeitet, die heute zwar noch die gleiche typische Kühlerfront präsentieren, sonst aber schon rein äusserlich der tonangebenden Richtung bezüglich der Karossierung gefolgt sind. In je zwei Serien baut Chandler Sechs- und Achtzylinderwagen, welche wiederum in mindestens je vier Modellen geliefert werden können. Der Motor weist alle Kennzeichen einer vorbildlichen Konstruktion auf und repräsentiert das berühmte Pikes Peak Hochdruckkraftsystem. Die Kurbelwelle ist ein Gesenkschmiedestück sorgfältigster Herstellung und ist statisch und dynamisch vollständig ausbalanciert. Die Schmierung des Motors erfolgt unter Druck durch Getriebepumpe, die dafür sorgt, dass ständig alle arbeitenden Teile mit einer Oelschicht überzogen sind. Automatische Zentralschmierung führt das Oel nach allen Teilen des Chassis, die einer Schmierung bedürfen. In die Wagen der Serie «65», die zufolge ihrer bescheidenen Preislage in der Ausrüstung natürlich etwas einfacher, aber in ihrem Rahmen ebenso leistungsfähig gehalten sind, kann dieses Chassisschmierungssystem ebenfalls leicht eingebaut werden. Das nämliche gilt auch von der Westinghouse-Bremse, mit der alle übrigen Modelle ohne weiteres ausgerüstet sind. Diese Bremsart, von grösster Wirkung und Zuverlässigkeit, benötigt keine besondere Empfehlung, weiss doch ledes Kind, dass diese Bremsen gerade wegen ihrer Leistungsfähigkeit bei den schnellsten Eisenbahnen zum Einbau gelangen. Was alles zur Annehmlichkeit der Insassen beitragen kann, ist bei der Innenausrüstung des Wagens ebenfalls berücksichtigt worden und deckt sich die gediegene Einrichtung mit dem geschmackvollen Aeussern. 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