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E_1929_Zeitung_Nr.035

E_1929_Zeitung_Nr.035

10. Errichtung von

10. Errichtung von Umgehungsstrassen .in besonders gefährdeten Ortschaften. Der Verfasser verlangt für den Kanton Waadt die sofortige Inangriffnahme eines kantonalen Strassengesetzes, da die eidgenössische Gesetzgebung so lange auf sich warten lasse und das Konkordat veraltet sei. Wir sind mit dem Einsender der Meinung, dass die Geschwindigkeit des Automobils sich durchaus nach den gegebenen Verhältnissen muss und dass man nicht einheitliche Geschwindigkeits-Beschränkungen aufstellen kann. Wir sind mit dem Waadtländer Automobilisten einverstanden, wenn er verlangt, dass nun rasch gehandelt werden soll — nur glauben wir, dass man doch auf eidgenössischem Boden vorgehen sollte, denn wenn die Kantone legiferieren, so haben wir wieder die gerade in der Verkehrsgesetzgebung so unerwünschte Zersplitterung, und zudem wird die eidgenössische Gesetzgebungsmaschine um so langsamer arbeiten, je mehr sich die Kantone der Materie annehmen. Jetzt, wo wir in vier Wochen über die Verkehrsinitiative abzustimmen haben, bietet sich jedem Automobilisten, und jedem Strassenbenützer überhaupt, die Gelegenheit, dem Bundesrat zu zeigen, dass wir rasches Handeln verlangen und dass es nun endlich an der Zeit ist, die langversprochene eidgenössische Regelung der Verkehrsgesetzgebung an die Hand zu nehmen. Es ist Sache der Fachleute, zu bestimmen, inwiefern sich der Bund in die Ausführungsbestimmungen einzumischen hat und wie weit für die Pollzeifunktionen die Kantone zuständig sein sollen. Aber eines sei wiederholt: Der bestehenden Anarchie im Strassenverkehr muss so bald wie möglich ein Ende gemacht' werden. Nicht zuletzt haben die Automobilisten ein Interesse daran, dass die Bevölkerung nicht durch Unfälle, die von gewissenlosen und leichtsinnigen Fahrern verursacht werden, aufgehetzt wird. Gr. Basler Autobusprobleme. Wir haben kürzlich über eine neu zu schaffende Autobuslinie berichtet, welche der Basler Regierungsrat vorschlägt. Es ist diejenige zwischen Wiesenbrücke und Hörnli-Gottesacker. Der Regierungsrat schlug vor, für die sechs anzuschaffenden Autobusse eine Qarage zu bauen. Ein Einsender macht nun in den «Basler Nachrichten> den Vorschlag, mit diesem Garagebau (der mit dem Landerwerb ÄTJTOMOBTL-REVUE 1929 — N° 35 .Motorfahrzeugverkehr am Sonntag. — Circulation des autos et motos le dimanche. Vom 1. Mal bis 30. September — Du 1er mal au 30 septembre Maximaigeschwindigkeit an Sonn- u. Feiertage.. Ata c nnn ,„„ „»itcnriA * Kantone ü. Mai-30. Sept.) pro Stunde ** ^ Z ^ T Bemerkungen n .~— VHesse maxlmum le atmanclu d l'henre . M m,.«« „. CantOM Dnrcb Ortschaften Au« tre.em Feld I- S_^,__3_* Obserooliom | Uam le* tocalitis Bn rase camnanne comme dlmaneneg Aiu-pan - Afoyl« 18 km 30Jsm Auffahrt - Ascension | 4ppenzcll A.-Rh. .. 18 km 30 km Auflatirt, Pfingstmontag ] 4ppen«-ll Rti. E. . . 10 Km °" Km Ascension, lundi de Fentecöte Appenzell I. Rh. .. 1H km :aucb auf Bergstr.) on i_ ; Apnenzell Rti. L .. II bn nuta fo "nntann r tomprisl —— -•»—• 18to 30 fa» JS£E£iJSXg$£§u* I Baii-sm« - Bäi» rtin 18^ km . j „.__ n,.—,« 9fi km it) tm A „froh,* A ».„., Blel-Twann gesperrt Sonntag nachmittags im September u. Oktober. Bem - Bern« .. . 25 km 40 km -Auffahrt - Ascension Bienne-Douanne fennee les dimanches apres midi septembre ei octobre. Frelbnrn - Krlhonro 18_kra 40 km I (Senf - Geoev« 25 km 30 km Auffahrt - Ascension ...„_,, ri«»i. IS km 30 km (Bergstrassen 18) i.taras - falarls „ _ (routre de montagne 18) . itrnntiOndrn - (irtoona 12 km 40 km .„ „„ 7~~ is~km^ -JO t_ Auffahrt. Frululdnism. IM Himmelfahrt tarn'rowW zw.xtieo Ortwn-Wtjjis Vltinan von 14 bis 18 Uhr (1. Mai bis 30. Sept. Ln—rn - Lncfrnf Ascension. Fete Dien. Aasomp. tntenllctign du dlmanin mtr» Cmmai-Wink-Vitam .1e 14 a 18 h der mai au 30 sept.) „.„„„__ „.„..„., IC i, o ft i_ Sonntags redux. Gescnwindigk. von 13 bis 19 Uhr il. Mai bis 30. Sept.) "«""tart - """"•»'» la *"" JU —* Alu-n iHtiie. It rfimandi-mlem-n de 13 a 19 a du ler mal au 30 .rr'. I ....„..,. IUIH«IH 2/i tm Äfi i._ Für Camions und Motorräder Nacntiahrverbo' von 23 bis 5 Uhr. | Vldwalden • IVIdwald Jo gm 6U km Circulation nocturne defendu pour camlon» et motos de 23 a 5 a. r.„.M nhnoi.i 1R km SO km Nachtfahrverbot für Motorrader von ZI bis 4 Unr. 'Hiwaiaen - unwaia lo Km (Engelberüatr 15 km) Circulation nocturne defendue pour motos de 23 a 4 b, I « ..a„,n - St-Oa., 18 km » km As^n^n! lu^deT^cSte is to SBS::sr T£S£&* ,, 20 km (auch auf Ber^tr.) o n T ' Axenstrasse: Von FlUelen bis Sislkon 20 km. 20 m (roaf d mrf^'K i 'cmpris' de Fluelen a Slslkon 20 km. ; lVo.it. Valal< 18 km 40 km ~vöIZü vo.ui lä~tm ofi |__ . ,,.- h _, A..__«•„_ Reduz Geschwindigkeit nur Sonntags v. 1. Mai bis 30. Sept. v.13 bis 19 Uhr Waadt - Vaod IS km ^' km Auffahrt - Ascemlon Allurf reduite le dimanche seulement de 13 a 19 b du ler mai au 30 tept. 18kra ^- • »' »- A^n%ln!ftZtäßXSSk ' .ü,..h - znneh 18 km 30 km A^gtZ?". 1^^«. auf 192,000 Franken zu stehen käme) zuzu-1 hältnis handeln könne, analog den Verhält- Im Jahre 1928 wurden die Strassen der Siadtwarten und die Autobusse in einem beste- nissen in andern Schweizerstädten, wo die gemeinde Willisau, sowie die Einmündungen in die henden Gebäude, z. B. im alten Zeughaus, zu Chauffeure der Autobusse erst nach zwei- ^SXlJLt^S^^^^SSi garagieren. Nach seiner Meinung könnte man. jähriger provisorischer Anstellung definitiv mit Stellsteinen auf Trottoirabschluss versehen. Die die sechs Wagen auch in einer privaten angestellt werden. gr. Durchschnittskosten einer solchen Strasse mit einem ftr

N° 35 - 1929 ÄUTOMOKTT -RFVtTP Wirtschaftliches aus der amerikanischen Automobil-Industrie. Ueber dieses •Thema äusserte sich kürzlie ein kompetenter Betriebswirtschaftler Amerikas in der «Frkf. Ztg.» Die nachfolgenden Ausführungen verdienen wegen ihrer Sach lichkeit allgemeines Interesse: Die amerikanische Automobilindustrie is' nicht nur die populärste Industrie des Landes, sondern auch in Bezug auf investiertes Kapital, Beschäftigung von Arbeitskräften und Einfluss auf die allgemeine Konjunktur einer der drei wichtigsten Wirtschaftszweige. Allein in der eigentlichen Automobilherstellung sind über zwei Milliarden Dollar angelegt, abgesehen von den Werken zur Anfertigung von Nebenbestandteilen, der Bereifungs- und Betriebsstoffindustrie und dem ganzen Apparat zum Vertrieb und Instandhaltung der Wagen. Auch zur Entwicklung des amerikanischen Fertigwaren- Aussenhandels leistet sie den bedeutendsten Beitrag. In der Entwicklung der Automobilindustrie lassen sich folgende drei Perioden waren in der eigentlichen Produktion tätig, aber nur 44 sind davon übriggeblieben und von diesen bestehen nur 11 seit länger als 24 Jahren. Von den 181 waren 28% nicht einmal drei Jahre tätig, 49% nicht einmal sechs. Trotz der rapiden Entwicklung der Industrie, trotz der ausserordentlich hohen Gewinne hat also nur ein geringer Teil der Firmen den Konkurrenzkampf überlebt, ein Zeichen für die frische Luft, die noch im amerikanischen Wirtschaftsleben weht, eine Erklärung für die Leistungsfähigkeit und «efficiency» der heute noch arbeitenden Unternehmungen. Der allgemeinste Grund für den Misserfolg vieler Firmen war die Notwendigkeit, sich ständig in folgender Alternative entscheiden zu müssen: Massenproduktion, d. h. hohe Investierungen in Anlagen und für einen bestimmten Wagentyp konstruierten Werkmaschinen, die nur bei Festhalten an diesem Wagentyp für längere Jahre sich abschreiben liessen, um später hohe Gewinne zu bringen — oder aber häufiger Typenwechsel, um mit dem Geschmack des Publikums und der Leistung der Konkurrenz Schritt halten zu können. Die beiden Ziele der Unternehmungspolitik, Wirtschaftlichkeit und Liquidität, verleiteten die Firmen bald zu dieser bald zu jener Entscheidung und nur zu oft entschied der Markt eben gegen sie. Es ist erstaunlich, in welch hohem Grad trotzdem die schnelle und starke Ausdehnung der amerikanischen Automobilindustrie aus eigenen Gewinnen finanziert wurde. Voran steht natürlich die Ford Motor Co., deren Doll. 700 Mill. Kapital aus laufenden Gewinnen aufgebracht wurde. Aber auch andere Firmen haben die Selbstfinanzierung in ähnlichem Ausmass gehandhabt, wie folgende Zusammenstellung zeigt: In Hill.Dill. Itto «ah Hudson Pattarf SW. Ctg.Mo). Aktiva 27.9 38.5 43.0 46.3 99.2 593.0 aus Gewinnen 27.7 32.2 42.7 45.9 71.8 306.0 C.Schaefei* Elektr. Auto- u. Motorrad-Zubehör Reparatur-Werkstätten ZÜHcH 2 Betpslrasse 24 Lade-Station Gutenbergstrasse 10 Beerdigung von Karl Benz. Dem Sarge, der von Turnern getragen wurde, gab einer der ersten von Benz gebauten Wagen das Trauergeleite. nen aber zurücktreten gegenüber dem Absatzproblem. Reklamewirkung, Verkäuferchulng, vor allem aber Abzahlungsverkauf und «Trade-in-sales» (Inzahlungnahme eines alten Modells) sowie der so ständig anchwellende Markt gebrauchter Automobile, das sind die Fragen, die die Gemüter beschäftigen. Der Verlustprozentsatz für Abzahlungsgeschäfte ist beispielsweise l>eim Abzahlungsinstitut der G. M. Co. (die General Motors Acceptance Corp.) von 0,9 Pro- :ent in 1920 auf 0,035 Prozent in 1926 gefal- Lastwagen-Ausstellung in Genf Stand Nr. 8 15 „North-East „French- Service Station Willard"-Batterien A.E.G.-MEA"- Dienst 99 verlangt das iarbigeHemd Jen. Doch zeigt sich an anderen Stellen deutlich, dass des Guten leicht zu viel getan werden kann. Die üblichen Zahlungskonditionen sind Anzahlung von einem Drittel des Kaufpreises und Abdeckung des Restes in zwölf Monatsraten. Zu diesen Bedingungen hat sich die durchschnittliche Zurücknahme verkaufter Wagen auf 1,75 Prozent beschränkt. In Fällen, in denen statt einem Drittel nur ein Viertel des Preises als Anzahlung verlangt worden war, betrug die Zurücknahme schon 3,8 Prozent. Bei einer Anzahlung von 24 Prozent und darunter stieg sie aber auf über 11 Prozent. Leider sind Angaben nicht vorhanden, in welchem Massstab als «Anzahlung» alte Modelle angese- HERREN- HEMDEN Die Selbstfinanzierung war freilich mehr unterscheiden: 1903 bis 1916, 1916 bis 1923, eine Notwendigkeit als eine Tugend, da der 1923 bis heute. Von 1903 bis 1910 stieg die Kapitalmarkt das Risiko für Kapitalinvestitionen in Automobilfabriken wohl kannte, we- Produktion wie 100:822, von 1910 bis 1916 wie 100:842. Dann verlangsamte sich der Fortschritt bedeutend, von 1916 bis 1922 wie 100:169; von 1923 bis heute endlich ist eine Stabilisierung auf einem Niveau von etwas unter 4y 2 Millionen Personen- und Lastkraftwagen eingetreten. 181 Unternehmungen nigstens bis vor kurzem. Die Ausdehnung der Produktion aus laufenden Gewinnen, die allein für die ruckweise notwendig werdende Kapitalinvestierung bei Typenwechseln oft unzureichend gewesen wäre, wurde durch die Kreditpolitik der Autobestandteilfabriken und der Verkaufsagenten unterstützt. Den eigentlichen Automobilfabriken lag vor allem die Konstruktion des Motors, der Entwurf des Gesamtmodells und die Zusammenetzung des Wagens auf dem laufenden Band ob; sie trugen das Risiko und machten den Hauptgewinn, während die Bestandteilfabriken und die Agenten durch Zusammenarbeit mit mehreren Firmen ihr Risiko einschränkten, sich aber auch mit einer kleineren Gewinnmarge begnügen mussten. Die aktuellen Probleme, die die amerikanische Automobilindustrie 1929 zu lösen hat, sind teils alter, teils neuer Natur. Die alte Grundlage — Anpassung an die Mode oder Ausnutzung der Anlagen — könnte wieder mancher Firma zur Klippe werden. Manche rechnen damit, dass sich wegen solchen Fehlentscheidungen die Zahl der bestehenden 'irmen im kommenden Jahr noch um etwa ein Viertel reduzieren wird, meist durch mehr oder minder freiwillige Zusammenschlüsse. )as Produktionsproblem wird im allgemeisind kleidsam und in Dessins und Farbtönen modern. Dazu die praktische SPAR- MANCHETTE Bezugsquellen- Nachweis durch: Ihr AUTO modern wenn Sie ea Der Vernicklung weit überlegen Metall-Verchromung A.-G. Werk OERLIKON Werk BIEL Tel. L. 84.3S Tel. 23.77 Easche, fachgemässe Bedienung MI ••»«»»•• .Werner Risch, Zürich.