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E_1929_Zeitung_Nr.055

E_1929_Zeitung_Nr.055

Steigende Einnahmen bei

Steigende Einnahmen bei den Bundesbahnen. iEine halbe Million Mehreinnahmen im Mai 1929. Wie wir kürzlich mitteilten, war im April die Einnahmeziffer aus dem Reisendenverkehr etwas unter die vorjährige Ziffer gefallen. Es mögen dies noch Auswirkungen des ausserordentlich kalten Winters und Frühjahrs gewesen sein. Im Mai ist das Betriebsergebnis jedoch bedeutend gestiegen. Die vorjährige Zahl der Reisenden ist um 333,000 überboten. Gleichzeitig sind die Einnahmen gestiegen und betragen 13,5 Millionen Franken gegen 12,7 Millionen im April vorigen Jahres. Die Anzahl der beförderten Personen im Monat Mai beträgt 10,083,000 gegenüber 9,652,000 im April 1929 und 9,750,000 im Mai des letzten Jahres. Im Gepäck-, Tier- und Güterverkehr wurden 1,610,000 Tonnen befördert gegen 1,648,000 Tonnen im April 1929 und 1,586,564 Tonnen im Mai 1928.. Die gesamten Transporteinnahmen belaufen sich für den Monat Mal 1929 auf 33,062,000 Franken gegenüber 32,990,000 im April 1929 und 32,142,000 Franken im Mai 1928. Die gesamten Betriebseinnahmen belaufen sich für den Monat Mai 1929 auf 35,204,000 Franken gegenüber 35,854,000 im April 1929 und 34,352,600 Franken im Mai des letzten Jahres. Die Betriebsausgaben betrugen im Mai 1929 21,298,000 gegen 20,896,000 Franken im Mai 1928. Somit ergibt sich ein Betriebsliberschuss von 13,906,000 Franken für den Monat Mai 1929 gegen 13,457,000 Franken im Mai 1928. Der Betriebsüberschuss in den ersten fünf Monaten des Jahres 1929 beträgt 54,597,166 Franken oder 850,036 Franken mehr als in der gleichen Zeit des letzten Jahres. ms. Der Tod am Bahnübergang. Die Bahnübergänge fordern immer wieder ihre Opfer. Kaum ein Tag geht vorüber, wo nicht ein Unglücksfall gemeldet wird. Einer Nachlässigkeit seitens der Bahnverwaltung ist es zuzuschreiben, dass am letzten Dienstagvormittag beim Bahnübergang bei Schönbühl das einzige Kind einer Familie sein Leben auf tragische Art lassen musste. Mit einem Leiterwagen kamen drei Kinder vom «Sand» her, als ein Schnellzug den Bahnübergang passierte. Bei diesem Uebergang besteht die Gewohnheit — wie übrigens auch anderswo — dass Erwachsene unter der geschlossenen Barriere durchschlüpfen. So machten auch diese Kinder die Methode der Grossen nach, als von der entgegengesetzten Richtung ein Personenzug nahte, welcher ein zweijähriges Büblein erfasste, ein Stück weit vor sich hinstiess, bis das Kind an den Verletzungen starb. Die an der Barriere angebrachten Gitterstangen hatte man an diesem Tage zur Reparatur entfernt. Es ist anzunehmen, dass die Kinder kaum durchzuschlüpfen versucht hätten, wenn diese Stangen an ihrem Platze gewesen wären! Unter diesem Umstand wäre es aber Pflicht der Bahnverwaltung gewesen, hier an diesem Tag wenigstens einen Barrierenwärter zu stellen, dies um so mehr, als es sich um eine stark befahrene Linie handelt! Immer mehr zeigen sich die grossen Gefahren, welche diese Bahnübergänge bilden und es dürfte erwartet werden, dass man endlich einmal ernstlich an die Lösung dieser verkehrswichtigen Frage herantreten und die Bahnübergänge nach und nach durch Ueber- oder Unterführungen ersetzen würde. Aber statt zu handeln, bleibt man müssig und lässt den Tod weiter an den Barrieren seine vielen Opfer holen. Quousque tandem?._. R. Zum Kapitel «Schulreisen». Vom Sekretariat des Verbandes der zentral- und westsßhweizerischen Gesellschaftswagenbesitzer wird uns geschrieben : Jedes Jahr, wenn die Schulreisen vor der Türe stehen, ist mit der amtlichen Verfügung der Schuldirektionen zu rechnen, die den AUTOMOBIL-REVUE 1929 - N» 55 Schulbehörden und der Lehrerschaft nahelegt, AutomobiMahrten nach Möglichkeit zu meiden und in allererster Linie die Bahnen zu berücksichtigen. Der Standpunkt ist nicht neu. Wir begreifen, dass der Staat, .der an den Bahnunternehmunigen finanziell mitinteressiert ist, einseitig Stellung nimmt. Die Begründung aber, weshalb das Automobil nur da zu verwenden sei, wo besondere Umstände ein Abweichen von der Regel rechtfertigen, ist recht fadenscheinig. Als besondere Nachteile der Autofahrten werden Staubplage, Erschütterungen, Erkältungen bei unerwartetem Witterungsumschlag und ander© Gefahren genannt. Es darf schon füglich behauptet werden, dass die Gefahren des Eisenbahnfahrens ebenso gross sind wie diejenigen der Autofahrten. Stellen die Bahnen, wie dies meistenteils immer noch ilbli'ch ist, den Schulklassen ausrangiertes Wagenmaterial zur Verfügung, so ist mit Erschütterungen und mit Erkältungen jedenfalls weit Geldbusse bedingt! Es ist unverständlich und eher zu rechnen als bei einer Automobilfahrt, und unvereinbar, bei fahrlässigen Körperver- Auch das Gefahrmoment dürfte nicht kleiner letzungen durch Automobilisten, selbst wenn sein. Beispiele könnten mit Leichtigkeit an- den Verletzten ein ganz erhebliches Mitvergeführt werden. Sicherlich geniesst d"er schulden trifft, regelmässig über Fr. 50.—• Schüler in einem der heutigen modernen Busse zu beantragen, bei vorsätzlichen Ver- Autöbusse die Natur In viel reicherem Masse gehen durch Fuhrleute dagegen mildere und als in einem Bahnwagen, in dem sich ge- nur bedingte Bestrafung. Das Bezirksgericht wohnlich mehrere Schüler an das Fenster fand denn auch, dass sich die Einstellung des drängen müssen. Wir sind nun auch nicht «harmlosen» Fuhrmanns nicht mit denPflich-j der Ansieht, dass alle Schulreisen nur noch ten im Verkehr auch für Fuhrleute vereinba- 1 per Automobil auszuführen wären; aber ren lasse und verurteilte ihn unbedingt zu 80, zweifellos gestattet das Benutzen der Auto- Franken Geldtousse, sämtlichen Kosten undi mobile dem Lehrer das Zusammenstellen von einer angemessenen Entschädigung für deni weitaus abwechslungsreicheren, ausgiebige- erlittenen Verdienstausfall und Schmerzensren und genussreicheren Touren, als wenn er geld. So geringfügig die Folgen und der Fall nur auf die Eisenbahn angewiesen ist. Auch an sich erscheinen mögen, so ist er doch ein wenn so und so viele Klassen das Auto in Beweis, dass die Ansicht noch lange nicht den Dienst ihrer Reisen stellen, so hoffen durchgedrungen ist, dass der moderne Verwir, dass trotzdem die Bahnen lebensfähig kehr von allen Strassenbenützern und nicht bleiben und sie vor Niedergang und verhäng- nur von den Automobilisten eine gleiche und nisvollen Rückwirkungen verschont bleiben, strenge Disziplin verlangt und ein allgemei- _. . »i » • m, ne s Verkehrsgesetz eine dringende Notwen- Moderne Verkehrsauffassung, digkeit ist. Dr. Meyer-wiid. Wegen zugegebenermassen unrichtigen Fahrens kollidierte in Zürich ein Pferdefuhrwerk mit einem Automobil, das leicht beschädigt r tT ^* £ mHHHHmHHMnHBHHHHHMRH9H) den" e 7nsamn^nftn^in 'nirM S buchtet ^atie AUTO-SEKTION TESSIN DES T.C.S. Ceneralaen /cusammenstoss nicnt neacmet flaue, versajnmlung Ira Hotel , Lcma , in u ovag g io ver . aber er fand es aUCÜ nicht für nötig, anzuhal- einigten sich am 16. Jimi mehr als 100 Mitglieder ten und seine Personalien anzugeben, als der der Sektion. Ausser den statutarischen Traktanden Automobilist ausgestiegen und ihm nachgeeilt behandelte die Versammlung nach einem gut bem r p r spfy+p, vrVlm^lir spine Falirf fnrt suchten Bankatt die grosse Ausfahrt. Sie wird war. er setzte vielmehr seine ranrt fort, nun auf Ende August fes( gese(i:tj da im Laufe und als der Automobilist Anstrengungen des Juli die Sektion bei der Entgegennahme der machte, den Wagen durch Anziehen der eidg. Fahne bei Anlass das Eids. Schützenfestes Bremse zum Stehen zu bringen, drehte er zu segen sein wird. Die grosse Ausfahrt hat folseine Peitsche um und setzte dem Automobi- .g£ "ÄÄdTV^Äd^BälST; listen zwei wuchtige Schläge über den Kopf, Lugano. lt. die eine teilweise Arbeitsunfähigkeit von acht — • _ • • / - _•_ «L« Tagen zur Folge hatten. ^MtoCTObalwigtgcMii—1« In der Untersuchung versuchte der Fuhr- •••••••••^•••••••••iMBM mann zunächst, seine Handlungsweise damit FlrmenSnderiing: zu rechtfertigen, dass er vom Automobilisten S. Lienhardt-Haug, Frutigen. Diese neue Firmabeschimpft worden sei. Als er dann vom Be- Bezeichnung ersetzt dio bisherige: Fritz Gaensli, 1 zirksanwalt darauf aufmerksam gemacht Auto s«age in Feigen. wurde, dass er doch hätte anhalten und die Sache untersuchen sollen, erklärte 1 er, «er Aubert Salzmann: Das Auto. Seine Geschichte habe die Sache durch die beiden Schläge als tfnd technische Entwicklung. Reich illustriert. IM erledigt betrachtet,. Also: von einem Auto- SS^SSf£^ Verta wutaft Tyr

N« 55 - 1929 AUTOMOBiL-REVUE. A.C.S., SEKTION ZÜRICH. Der siebente Tag der Rhein- und Moselfahrt der Sektion Zürich des A. G. S. führte die 50 Teilnehmer in den 16 Wagen von Bad Eins aus das Lahntal abwärts zurück nach Coblenz. Dann bog man westwärts in das malerieche Moseltal ein, das nun bis Berncastel durchfahren wurde. Ueber Brodenbach, Müden erreichte man, vorbei an zahlreichen trutzigen Schlössern rund Burgruinen, vor Mittag den Ort Cochem. Die Wachmittagsetappe war eine überaus genussreiche, führte sie doch mitten durch das ausgedehnte Mosel-Rebgelände. Von einem Besuch der Burg Eltz wurde abgesehen, sondern man fuhr von Cochem über Alf, Traben-Trarbach direkt nach Berncastel, wo man gegen Abend, begrüsst von der gehissten Schweizerflagge, Einzug hielt. So verlebte man denn da einen sehr gemütlichen Abend in der berühmten « Doktor-Weinstube», wo die Zürcher Automobilisten vom Bürgermeister namens der Berncasteler Behörden willkommen geheissen wurden. Mit dieser Tagesetappe, welche 153 km umfasste, nahm das tägliche Fahrpensum wieder zu. So hatte man am 15. Juni, der die Fahrer hinein nach Frankreich bringen sollte, eine Strecke von 195 km zu bewältigen. Man fuhr hinüber nach dem schojion Trier, wo man kurz die verschiedenen Sehenswürdigkeiten und alten römischen Bauten besichtigte. Uebor Saarburg wurde die französische Grenze erreicht und nach Passieren von Thionville in fler alten Festung Metz Mlttagsrast gemacht. Nach einer kurzen Nachmittagsetappe hielt man gagen Abend in Nancy Einzug, wo gerade Messezeit war und reges Leben herrschte. Im Hotel «Excelsior» hatte man gute Unterkunft gefunden. Der letzte Reisetag sollte nun die Teilnehmer in einer 805 km langen Etappe nach Zürich zurückbringen. So fuhr man morgens das Moseltal aufwärts und über Epinal und Col de Bussang hinüber nach Moosch, wo man sich letztmals zum gemeinsamen Mittagessen in dem als kulinarische Stätte besonders berühmten «Hotel de France» zum Mittagessen fand. Die Heimfahrt führte das Gros der Teilnehmer direkt via Thann, Mülhausen, Basel, BÖtzberg, Baden nach Zürich, während es sich ein anderer Teil nicht nehmen Hess, trotz der grossen Tagesetappe voll Mülhausen aus nochmals aufs linke Rheinufer hinüber zu wechseln und dem badischen Kurort Badenweiler einen Besuch abzustatten. Auf prächtiger Schwarawaldstrasae ging es dann über Rändern, Bötzberg der Zürcher Metrorpole zu. Die Rhein- und Moselfahrt der Sektion Zürich Lot den Teilnehmern nicht nur viel Schönes und Angenehmes, sondern sie gab auch Anlasa, die guten Beziehungen mit dem Wiesbadener Automobil- Club und der Sektion Baden-Badou des Badischen Automobil-Clubs noch enger und freundschaftlicher zu gestalten. Die Fahrt, die über eine Totalstrecke von ca. 1500 km ging, konnte ohne jedes unliebsame Vorkommnis absolviert werden und haben sich auch während der ganzen Fahrt keine nennenswerten Wagenpannen ereignet. Ausserdem verband eine prächtige Harmonie und Stimmung alle neun Tage durch die Fahrtteilnehmer miteinander, die in Herrn Töndury einen bewährten Fahrtleiter besassen und letzten Sonntag höchst befriedigt von all dem Erlebten und Gesehenen nach Hause zurückgekehrt sind. Bei dieser Gelegenheit sei auch noch des überaus gastfreundlichen Empfanges gedacht, der den Zürcher Automobilisten auf ihrer ganzen Fahrt durch Deutschland und Frankreich und speziell in Baden-Baden und Wiesbaden bereitet worden ist. s. A.C.S. SEKTION LIECHTENSTEIN. In der Vorstandssitzung vom 19. Juni a. c. wurde an Stelle des infolge Wohnsitzverlegüng ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedes Herrn Johann Wanger, in Schaan, Herr Jakob Hitz, in Sevelen, Oberstlieutenant des Eidg. Motorwagendienstes, für die Amtsperiode 1929/31 einstimmig durch Akklamation kooptiert. Der Vorstand erscheint dadurch, wie bisher, völlig international zusammengesetzt und besteht aus 4 Liechtensteinern' (worunter 1 Gründer), 2 Schweizerbür^ern (worunter 1 Gründer), 1 Oesterreicher und 1 Deutschen (Gründer). 3 Mitglieder des gegenwärtigen Vorstandes gehörten dem A. G. S. schon jahrelang vor Gründung der, Sektion Liechtenstein an (2 Schweizerbürger und 1 Deutscher). Unter den 59 Mitgliedern der Sektion befinden sich nicht weniger als 25 Ausländer (worunter 4 Gründer), sowie 5 doppelstaatlicho Bürger. Ausserdem sind 2 Gründer (1 Schwoizerbürgor und 1 Deutscher) durch Tod bezw. Wegzug in früherer Zeit ausgeschieden. (Zu der gemeldeten Zuwahl des Herrn Jakob Hitz, Sevelen, darf man die Sektion mit Recht beglückwünschen, gewinnt ihr Vorstand doch hiedurch die Mitarbeit eines prominenten Vertreters des schweizerischen Militär- und Zivilautomoibilisinus. Ausserdem berührt es angenehm, feststellen au können, dass sich der Vorstand nicht durch neuerlich im Sektionsbereich bemerkbare Verselbetändigun^stendenzen auf einem durchaus internationalen Interessen dienenden Gebiet hat beirren lassen, sondern offenbar in der seit Sektionsgründung traditionellen Gesinnung sich die Festigung der Beziehungen zur Clubzentrale und den Schwestersektionen — und somit mittelbar zur Schweiz — angelegen sein lässt.) AkUS «I« A.C. •chwifldigkeit des vorfahrenden Personenwagens Was bei manchen Fahrerinnen — und Fahrern immer noch nicht selbstverständlich ist! Es wird uns geschrieben: Fuhr da auf der grossen Landstrasse von Basel gegen Muttenz zu ein Camion mit einem Zisternenwagen im Anhang und dicht dahinter ein Personenwagen. r gesteuert von einer Dame. Der Lastwagen fuhr in seinem Tempo und der darauf folgende Wagen nicht schneller. Aber wer begreift nicht den Wunsch der Fahrerin, diesem langsamen Elefanten der Landstrasse endlich vorzukommen, und darum ist es an und für sich nicht zu verwundern, dass die Fahrerin vorfahren wollte. Nun kommt aber das Unverständliche, dass die Fahrerin just in dem Momente vorfuhr, als eich die Strasse über eine Brücke verengte Und weiter in dem Momente, als von der anderen Seite her ein Motorrad gefahren kam! — Für den auf der Landstrasse seit Jahren versierten Automobilisten ist alles weitere klaT, denn dies alles musste ja so kommen. Links vorfahren, ganz richtig; da kommt aber das Unvorhergesehene entgegen, .also rasch diesem, neuen Hindernis ausweichen in 'die rechte Fahrbahn, der hintere Kotflügel hängt sie», an die Radnabe des Vorderrades des Lastauto- .mobils an, der Führer-wird durch die grössere Geaus der Fahrbahn gezogen, abgedreht, und das Lastauto stürzt im rechten Winkel zur Strasse, unter Mitnahme des halben Brückengeländers, in den glücklicherweise nicht allzu tiefen Bach, die Böschung hinunter. Der überholende Fahrer kann nie vorsichtig genug sein und sollte nur an ganz übersichtlichen Stellen das immer gefährliche Vorfahren vornehmen. Dass die Bahn dabei frei »ein «oll, und zwar nicht nur auf die nächsten 10 Meter, ist auch nötig. Das wichtigste aber: Fahre richli« und formgerecht vor, denke daran, dass der andere Wagen eich auch noch fortbewegt und schwenke nicht schon in die Rechtsbahn ein, wenn du kaum die Vorderachse des zu überholenden Wagens passiert hast! Solche Mahnungen müssen sich aufdrängen, denn es ist nichts unangenehmer, wenn man selbst sich die Mühe nimmt, korrekt zu fahren, and eben diese korrekten Fahrer dann von unvorsichtigen Elementen über ein Strassenbord geworfen werden. Der Verkehr auf unseren Strassen ist heute schon derart, dass es nur noch ein korrektes Fahren gibt; wer sich dazu nicht verstehen kann öder die Gaben zu diesen primitiven Kenntnissen nicht hat, gehört nicht auf die Strasse! W C. in B. Ein Sonderbaris Virlanflen. Das Zürcher «Volksrecht» hat in Verkehrsfragen schon allerhand Wandlungen durchmachen müssen. Es sei nur an die Zeit erinnert, da das Polizeigesetz über die einheitliche Regelung des Strassenverkehrs vom Volke verworfen wurde, und das Volksrecht als ursprünglicher Befürworter der bundesrätlichen Vorlage plötzlich bemerken musste, dass die Arbeiterrad- und Motorradfahrer gar nicht seiner Ansicht waren. Es veigiest, dass in seinen Reihen eine «rosse Zahl von Taxichauffeuren stehen, was dazu führt, dass sich vorkehrsfrcundliche Artikel des V. H. T. A. oft kreuzen mit der Rubrik «Der Tod auf der Straase» und mit dem prägnanten Elaborat in No 132 «Kampf den Strassenpiraten». Alle auiamobiliatiacben Verbände arbeiten darauf hin, untaugliche Elemente vom Straßenverkehr auszuschalten, übet nie sind auch bemüht, zu verhindern, dass Unberufene sich in die Verkehrsregelung einmischen und aus Unverständnis oder Gehässigkeit Anzeigen erstatten, die für die Betroffenen zumindest Zeitverlust verursachen. Es ist deshalb im Veikehrainteresse geboten, rechtzeitig Zumutungen, wie sie der erwähnte Artikel «Kampf den Stras*enpiraten bringt, energisch zurückzuweisen. Es heisst da unter anderem «Das Publikum Ist viel zu gutmütig», «Da muss das Publikum eingreifen», und dann folgt der gute Rat: «Man versichere sich einiger Zeugen, notiere sich dio Nummer des Fahrzeuges und zeige unverzüglich an!» N"ur frisch drauflosdenunziert! Los auf die Automobilisten! Nein, Herr Velofahrerl So einfach ist die Sache nicht erledigt. Wenn Sie schon behaupten, dass sich oft zwei bis drei Fahrzeuge gleichzeitig vorfahren — waa gewiss aolten vorkommt — und dass Kurven geschnitten werden, dann sehen Sie erst bei Ihren Kollegen nach, •wie diese die Kurven nehmen und trotz Verbotes In Reihen von 3 und 4 Mann die Strasse für sich beanspruchen, oder trotz aller Signale links am Strassenrande bleiben und den Automobilisten vor den Entscheid stellen, unstatthafterweise rechts vorzufahren oder viele Kilometer hinter dem Fehlbaren faeTZubummeln etc. Eine solche Hetze könnte auch auf den Hetzer zurückfallen: Publikum und Automobilisten könnten auch den Nummern fehlfoarer Velofahrer eine vermehrte Aufmerksamkeit schenken, ein Denunziantentum _könnte in die Blüte sehfessen. Der anständige Automobilist kämpft selbst für eine Unterdrückung der unzuverlässigen Elemente im Strassenverkt-hr.. Aber er sträubt sich dagegen, dass seine Fahrweise von unverantwortlichen Laien, beurteilt und er auf Denunziationen hin verurteilt •werde, CH. Wie es getrieben wird. Wir erhalten folgende Zuschrift: Mit Strafverfügunjt vom 10; Mal dieses Jahres wurde ich vom Bezirksgericht des Distrikts Moutier aus folgenden wörtlich abgeschriebenen Gründen bestraft: «Que le juge sousslgne ä e"te säist d'tme plainte penale du 27 avril 1929, attendu que le vendredi 26 avril 1929, ä 17 hetiroi, il oirculait sur la route cantonale Court-Moutier avec l'automobile de luxe, portant lag plaques de contrple No. 4302 K. II n'a ipas fatt usage de son signal avartisseur au tournant brusque du haut des gorges de Court» Und zwar wurde ich mit einer Busse von Fr. 20.— zuzüglich der Staatskosten (vorgedruckt) von Fx. 5.— bedacht. Ganz abgesehen davon, dass diese Busse zum begangenen Delikt in keinem Verhältnis steht, lege ich entschieden und energisch Verwahrung gegen die Art und Weise, wie diese Kontrolle ausgeübt wurde, ein. Ich fuhr am 26. April 1929, gegen 5 Uhr abends durch Court; hinter Court biegt die Strasse nach links ab. Hinter dieser Kurve lagen zwei Polizisten am Abhang und als sie mich erblickten, standen sie auf und winkten. Ich hielt meinen Wagen an, zeigte meine Ausweispapiere, welche in Ordnung befunden wurden, setzte meinen Wairen wieder in Bewegung und fuhr heimwärts. Wie gross war mein Erstaunen, als ich acht Tage später ein Protokoll obigen Inhalts erhielt. Hätten die beiden Herren mir nicht schon damals sagen können, ich hätte kein Signal gegeben? — Wie kann ich heute noch wissen, wo ich Signal gegeben habe und wo nicht? — Eine Verteidigung muss gegenüber zwei Beeideten sowieso als aussichtslos betrachtet werden. Sehr geehrter Herr Polizeidirektor, Sie sind seinerzeit im Grossen Rät interpelliert worden wegen der Kontrollen. Sie haben damals laut den Fachzeitschriften die Zusicherung gegeben, dass Kontrollen auf offener Strecke möglichst vermieden werden und diese sich nur auf Ortschaften erstrekken sollen. Ferner dementierten Sie energisch die aus automobilistischen Kreisen angefochtene Bussenpraxis und erklärten, dass Bestrafungen nur in besonders krassen Fällen aulgesprochen würden. Der oben geschilderte Vorfall beweist gerade das Gegenteil! Eine einfache Verwarnung hätte dieses Vorkommnis wahrscheinlich besser geregelt als eine unverhältnismäßig hohe Busse, wobei ich noch nicht einmal weiss. ob ich an jener Stelle wirklich kein Signal gegeben habe. "Wenn meine Zeit wirklich nicht zu kostbar wäre, würde ich für die Fr. 25.— Arrest absitzen, vielleicht finde ich doch noch zwei Tage, wo ich diese Fr. 25.— als Arrestant verdienen kann. Es wäre wohl allen Automobilisten sehr angenehm, wenn die Berner Polizei in Zukunft im Interesse der allgemeinen Verkehrssicherheit auch ein wachsames Auge auf die nicht signalgebenden Vorfahrer, nicht abblendenden Renner und nicht beleuchteten oder nur ungenügend beleuchteten Fuhrwerke, sowie auf die ohne Licht fahrenden Velos haben würde, deren es im Kanton Bern eine ganze Menge gibt, „ '_..:_..,. O*.R. in B, - Heute noch ein baufälliger Kasten, in weniger» Monaten ein modernes Riesen- Geschäftshaus. Das ist das neue Bautempo, dem sich notgedrungen auch das Material-Transportwesen anpassen musste. Und das war nur durch die Motor-Traktion zu erreichen. Sie allein ermöglicht, den Abtransport des Aushub- und Abbruchmaterials so rasch zu bewerkstelligen, dass die Maschinen der Baustelle stets voll ausgenützt sind. Nur die grössen Vorteile der neuen Beförderungsart ver- • halfen ihr in so kurzer Zeit zur Selbstverständlichkeit. Wie sicher, wie schnell, wie mühelos zieht der „INTERNATI ONALV'-Traktor den Zweirad-Kippanhänger mit grossen Lasten und ohne Anstrengung des Führers in Sonne, Regen und Schnee ebensogut auf Steigungen und in schlechtem Bau-Terrain, wie im Strassenverkehrsgewühl der Großstadt. INTERNATIONAL HARVESTER COMPANY A.-G., ZÜRICH „a Der INTERNATIONAL-Traktor ist mit + GF + Simsj* ^,ef> plexrädern ausgerüstet. Motor-Drelseitenklppvorrichms ' ^f«* 5 " «#• tung vom Traktorsitz aus durch einen einzigen Hebel un** f * ei» n zu betäti E en - Durch Ihn kann die Brücke gekippt, in »tn« 1 |hn Jeder beliebigen Lage angehalten und weiter gesenkt werden, und zwar auch während der Fahrt. Kippzeit ca. 30—40 Sekunden. Kippwinkel rückwärts ca. 45°, seitwärts bis 57°. LeconfortdelaConduiteinteneure, les avantages du Torpedo dans une meine voiture sont actueilement reunis par une voiture ä TOIT OUVRABLE. Simple et rapide. Etancheiteabsolue. Ligne. Teiles eont les qualites qu'apporte le*«TOIT OUVRABLE,. 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