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E_1935_Zeitung_Nr.041

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2 AUTOMOBTL'-RWüE

2 AUTOMOBTL'-RWüE 1935 _ jgu %J ' Autobestand In Europa. In einem gewissen Umfang kann der Absätz von Motorfahrzeugen als Gradmesser der konjunkturellen Entwicklung eines bestimmten Landes angesehen werden. Schon aus dieserh Grunde dürfte eine vergleichende Betrachtung des Absatzes von Automobilen in den hauptsächlichsten Ländern Europas von Interesse sein. Aus den folgenden Zusammenstellungen geht aber auch mit aller Deutlichkeit hervor, dass die fiskalische Belastung, für den Motorisierungsgrad eines Landes eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt, wie dies typisch aus der schweizerischen Bestandesentwicklung ersichtlich ist, zählt doch unser Land zur Kategorie derjenigen Staaten, und es sind nur deren 5, die eine rückläufige Bestandesentwicklung aufzuweisen haben. Umgekehrt treten in letzter Zeit in verschiedenen Ländern verkehrsfördernde Massnahmen ebenfalls in Erscheinung. Die Bestandesentwicklung in den europäischen Hauptproduktionsstaaten (inklusive Schweiz) geht aus folgender Tabelle hervor: < 1932 1933 1934 Grossbritannien 1.493.474 1.701.076 1.880.889 Frankreich 1.710.955 1.881.885 2.036.653 Deutschland 659.532 682.376 776.194 Italien 301.533 331.967 370.896 Russland 60.324 105.000 180.000 Schweiz 90.100 98.100 87.920 Auf alle europäischen Staaten aufgeteilt, ergibt sich für 1934, nach den verschiedenen Motorfahrzeugkategorien zusammengestellt, folgendes statistisches Bild: EUROPA T. , ; Total der h t m Automobile Albanien 900 Oesterreich 39.171 Azoren 819 Belgien 155.000 Bulgarien ... • 2.081 Tschechoslowakei 111.918 Danzig 2.775 Dänemark 125.553 - Estland , . . . . 3.283 Färöer-Inseln 100 Finnland 30.600 Frankreich - 2.036.653 Deutschland , 776.194 Gibraltar . 850 Grossbritannien 1.880.889 Griechenland 15.700 Holland 144.250 Ungarn. 14.950 Island 1.550 , Irischer Freistaat . . . 48.375 ... Italien 370.896 . Lettland- , " 3;819 ;. Litauen. » . .*;„ ., . ...... , , . , ....... . '.... „ 1,770 Luxemburg-. , . . ., ..; . . . . . . ... . ,v; -,1 5.'Q8Q'.,,, Mal^a " ', 3.276 ' Monaco . . . . . . . . . . . . . . . .'"." ' • 1.607' Nordirland . .' . .\. : . . .'. .'.'. .', . V ' ;' 33.130 Norwegen. . . . . . . . . . . . . . . . . ' 58.535 Polen . . . . . 25.712 Portugal .33.200 Rumänien. 33.450 Saargebiet . .'. 10.100 Spanien 167.700 Schweden 141.000 Schweiz 87.920 U. d. R. S. S. (Russland) , 180.000 Jugoslawien . . . . . . . . . . . .'. . . 10.945 Total 1934 6.559.751 Total 1933 6.052.758 Nach wie vor steht unter den 5 Kontinenten Europa an 2. Stelle. Als Land mit grösstem Autobestand spielt Frankreich stets noch eine dominierende Rolle, gefolgt von Grossbritannien. Die deutsche Statistik weist für 1934 einen Motorfahrzeugbestand von 866.000 Einheiten auf, war der Wirklichkeit eher entsprechen dürfte als die in obiger, auf amerikanische Schätzungen hissende Tabelle enthaltenen 776.000 Wagen. Während! fliehen konnte. In die sie still, ohne das bleiche Unbeteiligtsein, weinen konnte. Die Wahl der Geschworenen, man nannte es Auslosen, war ein Vorgang, den Orchid mit einem armseligen Schimmer von Interesse an den Dingen, in einer losgelösten, unpersönlichen Weise beobachtete. Die Geschworenen sassen hinter einer Balustrade. Einer sah wie eine Tomate aus: wie eine breite überreife dicke kleine Tomate. Und der lange Hagere war Bleigiesser und hiess Slatt. Wenn nur-das Knattern der Apparate und ; das Recken der Hälse und das Kommen und Gehen ihr, so stumpf sie auch war, nicht plötzlich zu Bewusstsein gebracht hätte, dass die Auswahl der Geschworenen die Auswahl jener Männer sei, die alles zu entscheiden hätten. Oh, -das musste es sein, warum Martins Gesicht draussen in dem Meer zu jeder Mi-, nute jedes Tages voll kleiner Falten war, als ob seine Angst über sein Gesicht krieche. Als ob etwas daran läge. Lieber Martin, da draussen., An mir liegt nicht genug, dass, auch nur eine einzige Falte in dein Gesicht; gezogen wird. In dein liebes weit entferntes; Gesicht. .' , , ., ,. Geschworene. Da stand einer, der, Anderson hiess, vor dem.Richter, und er nahm ge" gen etwas Stellung. Gegen die Todesstrafe. Nein, er könnte, kein Geschworener, sein. Man schickte ihn fort und er schien.doch ein, gütiger Mann zu sein. Dann kam ein anderer.; Der Obniahn hatte einen langen hängenden. im Jahre 1932nur noch Italien, Belgien, Dänemark, Holland, Spanien und Schweden über die lOO.OOOef-Grenze überschreitende Bestände aufzuweisen hatten, kommen im letzten Jahr zu dieser Grössenklasse die Tschechoslowakei und Russland hinzu. Abnahmen im Vergleich zu 1933 haben aufzuweisen: Die Schweiz (—10.180 Wagen), Ungarn, Irland, Littauen und Rumänien. a Versuche mit künstlichen Reifen len wellenförmig ausgebildet Der darüber Stiassen wurden kürzlich durch die J. G. Farbenindustrie auf dem Nürburgring vorgenommen. charakteristische Schwingungen, die den Au- fahrende Wagen gerät dadurch in leichte tofahrer mit Sicherheit warnen and fast Die Strassen im Wallis. Der Staatsrat des Kantons Wallis hat diejenigen Strassen festgelegt, wel- zwangsläufig zur Verringerung der Geschwin- Heber das Ergebnis ist noch nichts bekannt. che dem Motorlastwagen-Verkehr geöffnet sind. Der vielseitige Plymouth-Mötör. digkeit zwingen. Dabei klassiert er die' Strassen in: Der Kalifornier Fred Luther hat ein Motorrad mit einem Sechszylinder-Plymouth- len die günstigsten «Wellenformen» dieser Durch die zur Zeit laufenden Versuche soU A) Grosse Durchgangstrassen mit Vortrittsrecht; B) Hauptstrassen mit Vortrittsrecht; Motor ausgerüstet und will damit einen neuenWarnungssignale ermittelt and die Brauchbarkeit des neuen Vorschlages praktisch er~ G) Nebenstrassen, wobei diese Nebenstrassen. in 3 Unterabteilungen- zerfallen. Weltrekord von mehr als 480 kmlSt. aufstellen. Das Monstrum von einem Motorrad macht probt werden. In die Kategorie der grossen Durchgangsstrassen mit Vortrittsrecht gehören die Straseenstrecken: hinsichtlich seiner technischen Durchbildung St. Gingolph—Brig, Brig—Gondo, Porte du Soex—€hessel. Auf diesen' Strassen dürfen Lastwagen bis .11 Tonnen Gewicht, Breite 2,2 m, Gesellschaftswagen bis, 2,4 m, mit 30 Sitzplätzen, verkehren. Zu den Hauptstrassen mit Vortrittsrecht gehören folgende Strassenzüge, auf welchen Gesellschaftswagen mit folgenden Dimensionen verkehren dürfen -5 Gletsch—Furka, Gletsch—Grimsel: 30 Plätze, 11 t Gewicht. Gewicht, 2.20 2,20 m Breite. Gletsch—Brig, Siders—Montana: Gewicht, 2,10 m Breite. Tonrenwagen 300 21.811 700 97.500 1.102 79.137 1.920 88.289 1.820 52 18.700 1.686.653 595.844 700 1.363.704 9.000 92.130 10.780 600 39.304 265.847 2.010 . k • 1-.200 :,-.2.944 , 2.325 . 1.327 25.320 34.595 19.917 24.500 23.950 6.336 122.500 98.200 67.500 33.500 7.361 4.749.378 4.328.933 Antobnsie 450 15.184 80 57.500 617 28.933 800 35.987 1.286 48 10.500 450.000 168.712 150 427.920 5.000 48.460 3.600 950 8.254 05.500 . 1.569 300 2.068 386 180 7.100 21.440 • 3.132 6.900 6.500 3.648 45.200 39.200 19.000 146.500 1.665.938 1.446.998 18 Plätze, 7,5 t Last. wagen 150 2.176 362 3.848 '55 1.277 177 1.400 11.638 89.265 1.700 3.660 570 817 0.549 240 270 *..- 68 s 565 100 710 2.500 2.663 1.800 3.000 116 3.600 1.420 2.884 700 144.435 134.526 Martinach—Gr. St. Bernhard: 24 Plätze, 9 ,t Gewicht, 2,20 m Breite. Martin ach—Forclaz—Chatelard.Monthey—Mörgins— Grenze: 18 Plätze, 7,5 t Gewicht, 2,10 m Breite. Auf den Nebenstrassen wird eine 1. Kategorie ausgeschieden, auf -welchen Gesellschaftswagen mit 30 Plätzen, 11 t Gewicht und 2,2 m Breite verkehren dürfen. Dazu gehören z. B. die Strassen voll: Siders—Chippis, Sitten—Saviese; Sembrancher— Chable, etc. Eine weitere Kategorie Nebenstrassen erlaubt einen recht guten Eindruck* Ob die angestrebte Geschwindigkeit trotz der 82 PS des Plymouth - Motors zustande kommen wird, ist jedoch mehr als zweifelhaft, da der Luftwiderstand der gänzlich unverschalten Maschine,und des Fahrers annähernd gleich gross ausfällt, wie bei einem Automobil. Uebrigens hätte der Fahrer wohl einige Mühe, sich auf der Maschine zu halten, würde doch bei der vorgesehenen Geschwindigkeit ein Druck von ungefähr 80 kg allein auf seinem Kopf lasten. Das Gewicht der fahrbereiten Maschine beträgt zirka 600Jtg. Plymouth-Sechszylindermotoren sind auch für das Volksflugzeug vorgesehen, das die amerikanische Handelskammer ins Leben gerufen hat. Eines dieser Flugzeuge wurde schon fertiggestellt und soll sehr befriedigt haben. Andererseits bringt der bekannte amerikanische Rekordflieger Wiley Post ein billiges Flugzeug mit einem Ford-Motor auf den Markt. Die reibe Gefahr im Autoban. Gefühlte Warnungssignale für Autofahrer. Dauernd hörte man von den Japanischen In England wird zur Zeit ein neues Warnungssignal für Motorfahrzeuglenker erprobt, auf den Weltmarkt kommen sollten. Dieser Automobilen, die zu einem spottbilligen Preis das in seiner Eigenart und EindringlichkeitTage ist nun das erste japanische Auto nach Hnzig dastehen dürfte: An gefährlichen Kreuzungen, vor unübersichtlichen Kurven und Enttäuschung wurde. Das japanische Indien eingeführt worden, das eine grosse Wun- Eisenbahnübergängen sollen die bisher übli-derautchen Warnungssignale durch *Schüttelsi- überall nicht besser und nicht schlechter in ist ein normaler Kleinwagen, wie er gnale» ersetzt werden. Durch charakteristische Unebenheiten der Strasse, die sich aufkostet nicht, wie angekündigt, etwa 600 Fr., der Welt erzeugt wird. Und dieser Wagen den Wagen übertragen und so die Aufmerksamkeit des Fahrers auf sich lenken. dem auch andere europäische bzw. amerika- sondern 2400 Fr-, er hat also einen Preis, zu Hachdem neuen englischen Vorschlag wer-. nische Kleinwagen auf dem indischen Markt den die Strassendecken vor gefährlichen Stel-verkauft werden. den Verkehr den Geeellschaftswagen mit 18 Platzen. 7,5 t Gewicht und 2,10 m Breite. Zu diesen Strassen gehören z. B.: Visp—Stalden—St. Nikiaus, Saastalstrasse, soweit sie ausgebaut ist, Visp—Baltschieder, Susten—Leuk—Leukerbad, Siders—Muraz, Sitten—Ayent, Martinach—Salvan, Oreieres—Val de Ferret, Troistorrents—Champe'ry, etc. Eine 3. Kategorie umfasst diejenigen Nebenstrassen, die mit Gesellschaftswagen bis 12 Sitzplätzen, 3,5 t Gewicht und 1,8 m Breite befahren werden dürfen. Dazu gehören z. B. folgende Strassenzüge: Montana-Dorf—Blusch—Randogne,. St. ermain-Chandolin, Chamoilk—St. Bernhardstrasse, etc. Auf Grund einer besonderen, vom Justia- und Polizeidepartement erteilten Ermächtigung können ausnahmsweise und für eine beschränkte Dauer auch mit grösseren, als in den Vorschriften angegebenen Wagen die Nebenstrassen befahren werden. Die fStrassenbenützer sind aller verpflichtet, sich der :Strassen, Brücken und Verkehrssignalisation genau anzupassen. Ebenso kann der Staatsrat des Kantons Wallis auf Antrag des Justiz- und Polizeidepartementea für bestimmte Strassen den Verkehr auch nur in einer Richtung festsetzen. Schnurrbart, der ihn wie ein Wallross ausgehen Hess. Sein Name war Fudge. Hermann Fudge. Man lachte im Gerichtsisaal. Oh, Fudge. Oh, Fudge. Wie traurig sie doch lachen konnte, werm sie es sich mit dem Gerichtssaal wiederholte. Oh, Fugde. Hammer. Hammer. Oh, Fudge, lieber (Martin, ich bin die kriechenden Falten in deinem Gesicht gar nioht wert. Oh, Fudge, liebe Frau da draussen mit den zwei Leuchtfeuern von Augen, zu denken, dass dir etwas daran liegt! Und zu denken, dass mir so viel daran liegt, dass es dir etwas ausmacht, da doch wirklich — wirklich — nichts daran liegt. Den ganzen Tag sassen die Geschworenen hinter ihrem Gestell und sahen aus, als hätten sie keine Beine. Ihrer zwölf von der Hüfte aufwärts. Jeden Tag gegen halb zwölf Uhr wurde dem Walross ein Glas Milch hereingebracht, in die er zwei Tabletten warf; und wenn er getrunken hatte, sog er an den Enden seines Schnurrbartes und trocknete ihn, indem er mit seinem Taschentuch nach rechts und linlks fuhr, dann strich er sich noch über die Augenbrauen, als wären auch sie feucht von Milch. Das Walross hatte ein Füllfedergeschäft und zum Ende der Verhandlung überreichte er jedem seiner Mitgeschworenen eine Füllfeder in einer Schachtel mit der Füllspritze und allem. Dann gab es einen runden, rothaarigen Geschworenen, namens Becker, der seinem Namen zum Trotz Schlächter war. Er war die Tomate. Ein anderer, namens Duvonnie, war Bauunternehmer. Dana gab es einen Sewell, einen Mix und einen Longini. Orchid konnte sie alle hersagen bis zum zwölften, der Gwirt hiess. Er hatte zwar ein Kinn, schien aber keines zu haben. Es war ein Teil ihrer Traumphantasien, dass sie hier sitzen konnte und imstande war, die Geschworenen zu zählen. Ihre Namen herzusagen. Ihnen Spitznamen zu geben. Das bewahrte sie davor, verrückt zu toerderu Oh, dieser schreckliche Staatsanwalt. Dieser schreckliche Mensch. Jetzt arglistig mit zusammengekniffenen Augen. Jetzt finster blickend. Jetzt donnernd. Jetzt nachäffend. Jetzt schreiend. Jetzt brüllend. Jetzt zischend, wispernd. Werm ich zum Zeugenstuhl werde gehen müssen, lass ihn mich nicht anbrüllen, lieber Gott, bitte, lieber Gott. Das Brüllen. Die Ränke. Die überaus arge Schrecklichkeit dieses Staatsanwaltes. Seine Anspielungen! Sein« Anspielungen auf eine Szene, die wie mit Feuer in ihr Gedächtnis gebrannt war. Warum, oh Gott, oh Gott, warum hast du mich das tun lassen? Wenn ich nur sein Gesicht nicht nach oben gedreht hätte. Deshalb glauben sie ja, dass ich es getan habe. Das erweckt den Anschein, dass der Dolch hineingestössen wurde. Mutwilliger grausamer Mord.' Der Staatsanwalt sagt es unausgesetzt und sagt es und sagt es immer wieder. Das Klirren der Schlüssel ertönte im gleichen Tempo in ihrem Gehirn, mit dem der Staatsanwalt das jetzt immer wieder betonte. Aber ich sage Ihnen, dass er damals ii istisch er General Motors In BieL In der Gemeindeabstimmnng vom letzten Samstag und Sonntag wurden 5088 Stimmen für und 151 gegen die Einführung einer neuen Industrie abgegeben. Damit ist der Kredit im Betrage von 2 Mill. Fr. zur Erstellung einer Fabrikanlage für die kürzlich gegründete General Motors Suisse A.-G. sowie die Ueberlassung eines der Gemeinde gehörenden Bauterrains bewilligt. Beträchtliche Alt-Oel-Aufarbeltung in Deutschland. Zar Zeit bestehen in Deutschland 86 Betriebe, welche sich mit der Regeneration von gebrauchtem Motorenöl belassen. Letztes Jahr wurden aus rund 12 000 Tonnen Altöl an die 8000 Tonnen regeneriertes Oel gewonnen und damit der Import entsprechend vermindert. I Schweizerische Rundschau Den Benzinzollertrag pro 1934 haben wir in runden Zahlen bereits früher bekanntgegeben. An Hand der von der Zollverwaltung ausgewiesenen offiziellen Zahlen ergibt sich auf Heller und Pfennig genau eine Einnahme von Fr. 47923 530.37. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahre eine Zunahme von 5,2 Millionen Franken. Gemessen an den Gesamteinnahmen des Bundes an Zollerträgnissen macht der Benzinzoll allein rund ein Fünftel aus. Ist es da nicht gescheiter, sich mit den — übrigens nicht unbeträchtlichen — Mehreinnahmen bei normaler Weiterentwicklung des Strassenverkehrs und des Autotourismus zufrieden zu geben, als durch unvernünftiges Anziehen der Steuerschraube die Quelle zwar momentan vielleicht etwas besser abzapfen zu können, dabei aber das Risiko beträchtlicher Mindererträgnisse auf lange Dauer in Kauf nehmen zu müssen? Wenn der Staat'so sparsam wäre, wie er sich als Fiskus anspruchsvoll gebärdet, dann würden wir mit den Einnahmen aus Steuern und Zöllen auch wesentlich weiterkommen, als es heute der Fall ist! gefallen ist. Ich sage Ihnen, dass er nach vorne daraufgefallen ist. Das Schreien in ihrem Gehirn. Das stumme Schreien durch all diese Tage; und dann der merkwürdige ungereimte Widerstand gegen Martin. Da draussen. Teil des Systems. Gott, willst du nicht helfen, dass sie einsehen, dass Mr. Terry mit dem Gesicht vornüber daraufgefallen ist Das war sein Name. Zu denken, dass je« mand, der gerade Mr. Terry hiess, dies alles verursacht haben soll. Gott, willst du nicht helfen, damit sde verstehen, dass er daraufgefallen ist? Was wird geschehen, wenn ich ganz in kleine Stücke zerfiele, wenn der Staats-, anwalt anfängt zu mir zu reden, mich anzuschreien und Klauen aus seinen Fingern gegen mich zu machen. Lass ihn das nicht tun, Gott. Lass ihn mich nicht anschreien und mein Gehirn in Stücke zerfallen machen. Der Zinnsoldat Deneen mit der bauchigen Aktentasche war gut. Wenn er doch einem nicht etwas einpauken wollte. Wie und wann man etwas zu sagen hatte. Wie eine Probe für ein Stück. Eine Tragödie oder war es eine Komödie? Als ob hier etwas anderes zu. sagen wäre, als alles einfach zu erzählen, wie es geschah. Wenn nur die Schande nicht wäre. Oh, die Schande dieser Fahrt in die Stadt. Wie soll man das erzählen? Orchid, mit ihrem armen stumpfen Gehirn, konnte es nicht mehr über sich bringen. (Fortsetzung im *Autler-Feierdbettd»J>

N» 41 - 1935 AUTOMOBfL-REVUE Sportnachrichten Nuvolarl gewinnt das Rundstrecken-Rennen von Bergamo. Das am letzten Sonntag ausgetragene Rundstreckenrennen von Bergamo war von herrlichem Wetter begleitet und konnte bei glänzender Organisation ohne jeglichen Unfall durchgeführt werden. Auf der ganzen Strecke verfolgten eine grosse Menge Zuschauer die interessanten und spannenden Phasen und feuerten die Fahrer mit Zurufen ganz nach südländischer Art an. Wie wir schon in der letzten Nummer mel-, deten, wurden für dieses schwierige Rennen nur zwölf Fahrer zugelassen, und zwar diejenigen, die beim Training die besten Zeiten erzielten. Es waren dies Nuvolari (Alfa Romeo), Comotti (Alfa Romeo), Minozzi (Alfa Romeo), Cornaggia (Alfa Romeo), Clerici (Maserati), Farina (Maserati), Soffietti (Maserati), Siena (Maserati), Romano (Bugatti), Pintacuda (Alfa Romeo), Dusio (Maserati), und Barbieri (Maserati). Die Maschinen von Pintacuda, Nuvolari und Comotti waren die einzigen, die über drei Liter Inhalt verfügten. Die übrigen Wagen wiesen einen Zylinderinhalt zwischen 1500 ccm und 2500 ccm auf. Punkt 15 Uhr 30 donnerten die Maschinen davon. Nuvolari hatte sogleich die Spitze übernommen und erledigte die erste Runde in 2 Min. 8 Sek., dicht gefolgt von Farina Nuvolari, der Sieger vom ersten Circuit von Bergamo. und Comotti. Die andern vermochten das von den drei Spitzenfahrern eingeschlagene Tempo nicht zu halten. In der zweiten Runde hatte Nuvolari die Rundenzeit bereits auf 2 Min. 3 Sek. hinuntergedrückt, eine phantastische Zeit, für eine 2,9 km lange Piste, die aus lauter Kurven, Steigungen und jefällen besteht. In der vierten Runde ging Barbieri nach einem kurzen Duell an Siena vorbei. Beide steuerten einen 1500 ccm 4-Zylinder Maserati und lieferten sich gegen Mitte des Rennens nochmals einen heissen •Kampf, bis beide zur Aufgabe gezwungen wurden. Farina, der schon in Tripolis sein grosses Können an den Tag legte, bestätigte es in Bergamo von neuem. Trotzdem er nur eine 2500-ccm-Maschine fuhr, folgte er Nuvolari dicht auf den Fersen und hatte in der fünften Runde gegenüber dem Mantuaner nur einen Rückstand von 2 Sekunden zu verzeichnen. In der sechsten Runde versuchte Nuvolari seinen Verfolger abzuschütteln und stellte mit 2 Min. l 1/5 Sek. einen neuen Rundenrekord auf (Mittel 86,732 km/St.). Doch Farina war auf der Hut und vermochte seinen Abstand hinter dem Spitzenfahrer zu halten, so dass Nuvolari nach der zehnten Runde gegenüber Farina nur knapp 3 Sekunden gewonnen hatte, während Comotti 10 Sekunden hinter dem Zweiten lag, und Soffietti sogar eine ganze Minute. Von besonderen Zwischenfällen abgesehen, konnte man jetzt schon den Ausgang des Rennens erraten. Nuvolari musste siegen und Farina würde bestimmt den zweiten Platz behalten. Die Maschine des letztern war gegenüber demjenigen von Nuvolari nicht stark genug; um so mehr ist aber die Leistung von Farina zu bewundern. Stand nach 10 Runden: I. Nuvolari, 20' 42,4"; 2. Farina, 20* 45,6"; 3. Comotti, 20' 55"; 4. Soffietti, 21' 45". Nuvolari versuchte nun mit allen Mitteln, den Abstand zwischen ihm und Farina zu vergrössern. Bei dieser Gelegenheit verbesserte er seinen eigenen Rekord mit einer Runde in 2 Min. % Sek., was einer mittleren Geschwindigkeit von 87,019 km/St, entspricht In der dreizehnten Runde überflügelte der Sieger der Mille Migüa. Pintacuda, Barbieri und verwies diesen auf den sechsten Platz. Comotti musste wegen Kühlerdefekts zirka drei Runden anhalten und Soffietti rückte somit nach vorn hinter Marina und Nuvolari. Nach 20 Runden: I. Nuvolari, 41' 11,6"; 2. Farina, 41' 24,6"; 3. Soffietti, 43' 06"; 4. Barbieri, 43' 34". Kurz nach der zwanzigsten Runde musste Minozzi, der bis dahin an 5. Stelle gelegen hatte, wegen Achsbruch aufgeben. Das Rennen blieb nun ohne grosse Aenderungen in der Reihenfolge.. Comotti hatte wieder in den Kampf eingegriffen und versuchte die verlorene Zeit aufzuholen. Pintacuda machte einen Angriff auf Soffietti und gab ihm das Nachsehen. Auch Barbieri und Siena machten sich gegenseitig viel zu schaffen. Nach der Halbzeit (35 Runden): 1. Nuvolari, 1 Std. 11' 49,4"; 2. Farina 1 Std. 12' 25,4"; 3. Pintacuda, 1 Std. 14' 57"; 4. Soffietti, 1 Std. 14' 59". Nuvolaris Vorsprung wurde nun immer grösser. Aber auch Farina lag in sicherer zweiter Position, denn Pintacuda, der Dritte, lag über zwei Minuten hinter ihm. Das Duell zwischen Barbieri und Siena daueite an, bis letzterer wegen Kerzenstörungen ausschied, während Barbieri in einer Kurve das Opfer eines Unfalls wurde, der aber glücklicherweise nur Sachschaden zur Folge hatte.. Bis zur 50. Runde waren die Spitzenfahrer noch weiter auseinander geraten. Nuvolari führte nun mit 25 Sek. vor Farina, und dieser mit über drei Minuten vor Pintacuda und Soffietti. Nach 50 Rundem 1. Nuvolari, 1 Std. 42' 42,4"; 2. Farina, 1 Std. 43' 07"; 3. Pintacuda, 1 Std. 46' 14,6"; 4. Soffietti, 1 Std. 47' 10.6". Unter den fünf ersten Piloten gab es nun keine Verschiebungen mehr, während Dusio noch Cornaggia hinter sich bringen und das Rennen als Sechster beenden konnte. Unter riesigem Applaus durchraste Nuvolari das Ziel mit mehr wie 2 Minuten Vorsprung vor Farina. Der Mantuaner hat die 204 km mit einem Durchschnitt von 85,382 zurückgelegt, was bei einer Piste, wie es diejenige von Bergamo ist, eine ganz hervorragende Leistung bedeutet Aber auch Farina hat ein schönes Rennen gefahren, und man kann sich fragen, wie das Rennen zu Ende gegangen wäre, wenn Nuvolari und Farina ihre Maschinen ausgewechselt hätten. Das Endklassement. 1. Nuvolari auf Alfa Romeo (3200 ccm), 70 Runden, 2 Sfd. 23' 28,2" (Durchschnitt 85,362 km/St.). 2. Farina auf Maserati (2500 ccm), 2 Std. 25' 38" (Durchschnitt 84,211 km/St.). 3. Pintacuda' auf Alfa Romeo (3200 ccm), 2 Std. 23' 53", 68 Runden. 4. Soffietti auf Maserati (3000 ccm), 2 Std. 24' 43", 67 Runden. 5. Comotti auf Alfa Romeo (3200 ccm), 2 Std. 25' 09,8", 67 Runden. 6. Dusio auf Maserati (3000 ccm), 2 Std. 24' 42,2", 66 Runden. 7. Cornaggia auf Alfa Romeo (2300 ccm), 2 Std. 25' 20", 60 Runden. 8. Romano auf Bugatti (2300 ccm), 2 Std. 24' 56", 56 Runden. Schnellste Runde: Nuvolari (Alfa Romeo) in 2" 0,2" (Durchschnitt 87,308 km/St). Das Avus-Rennen. Am nächsten Sonntag gelangt auf der schnellsten Piste der Welt das Avus-Rennen zur Durchführung, das mit 21 Fahrern eine ganz erstklassige Besetzung aufweist und Spitzengeschwindigkeiten erwarten lässt Das Avus-Rennen ist eines der wenigen, das nicht nach der Grand Prix-Formel ausgetragen wird und somit Fahrzeuge mit unbeschränktem Gewicht zulässt Aus diesem Grunde werden auch nochmals die beiden zweimotorigen Alfa Romeo, geführt von Nuvolari und Ghiron, ins Rennen gehen. Ferner können die der Grand Prix-Formel entsprechenden Maschinen mit ausgesprochener Stromlinienkarosserie versehen werden, auch auf die Gefahr hin, dass der Wagen die 750- kg-Grenze überschreitet. Bekanntlich wird in diesem Jahr das Avus- Rennen erstmals in zwei Vorläufen und einem Endlauf ausgefahren. Die beiden Vorläufe gehen je über fünf Runden, also 98,696 km, und werden vielleicht sogar spannender und schneller wie der Endlauf. Denn es ist anzunehmen, dass ein und dieselbe Reifengarnitur diese unter 100 km liegende Strecke durchhalten kann und daher keine Zeit für Pneuwechsel verloren geht Der Ausgang der Vorlaufe wird also weniger von der Qualität der Reifen wie von der Geschwindigkeit der Fahrzeuge und deren Zuverlässigkeit abhängig sein. Anders im Endlauf, der über zehn Runden oder 196,561 km führt Da werden vielleicht die Reifen der älteren Wagen die Distanz durchhalten, aber sicher nicht diejenigen der schnellsten und schwersten Maschinen der favorisierten Marken Mercedes-Benz, Auto-Union oder Alfa Romeo. Denn schon in Tripolis hat es sich gezeigt, dass keines von diesen Fahrzeugen bei einem 1 Mittel von zirka 198 km/St mit der nämlichen Pneugarnitur über 150 km Distanz hinaus kommt Und das Avus-Rennen ist noch schneller! Schon im letzten Jahr fuhr der inzwischen tödlich verunglückte Moll einen Durchschnitt von 205 km/St heraus. Die Piste. Die Piste vom Avus-Rennen, die in der Umgebung von Berlin im Grunewald angelegt ist, steht in ihrer Art einzigartig da. Es sind zwei parallel verlaufende Strassen, die an ihren beiden Enden leicht konvergieren und dann in die Kurven übergehen, die die beiden Geraden miteinander verbinden. Die längste vorkommende gerade Strecke geht über rund 9 km und erlaubt somit ganz hohe Geschwindigkeiten. Die Kurven, die die beiden Geraden miteinander verbinden, sind nicht gleich. Die Nordschleife hat einen Radius von zirka 130 m, während die Südschleife nur einen solchen von ungefähr 50 m besitzt und mit ziemlich reduzierter haben sich den Weltmarkt erobert 62% aller in Amerika verkauften Zündkerzen sind A-C. - Der Verkauf von A-C Kerzen allein ist somit grösser als derjenige aller andern Marken zusammen. - Die bekanntesten Automobile, wie Cadillac, Chevrolet, Chrysler, Dodge, Nash, Packard, Plymouth etc. haben als Original- Ausrüstung A-C Zündkerzen. In der Schweiz ist die amerikanische Ausführung der A-C Zündkerze im Handel, die sich dank ihrer fünf technischen Vorteile den ersten Platz in der Welt gesichert hat. Es gibt eine passende A-C Kerze für jeden Motor, europäischen oder überseeischen Fabrikates. - Verlangen Sie nur diese Marke bei Ihrem Garagisten. Generalvertretung der A-C Zündkerzen, A-C Oelfilter und A-C Benzinpumpen für die deutsche Schweiz und den Tessin: WEWERKA Spezialhaus für Auto-Ersatzteile ZÜRICH - Seehofstrasse 3 - Telefon 41.626 BASEL - Steinentorstrasse 11 - Telefon 47.977 BERN - Effingerstrasse 33 - Telefon 26.126 Geschwindigkeit befahren werden muss. Die Bahn eignet sich sehr gut für Rekordfahrten, und es ist gar nicht ausgeschlossen, dass am nächsten Sonntat die Rekordzeiten über 50 km oder 100 km fallen werden, denn noch nie sind sich auf dieser Piste so viele Maschinen mit Spitzengeschwindigkeiten von über 300 km/St gegenübergestanden. Die Wagen. Die 21 gemeldeten Fahrzeuge rekrutieren sich aus folgenden Marken: 4 Mercedes-Benz, 4 Auto- Union, 8 Maserati, 4 Alfa Romeo und einem Bugatti, alles bekannte Maschinen, bis auf eine, nämlich der Maserati von Etancelin. Man hatte das Debüt dieser Neukonstruktion eigentlich schon für Tripolis vorgesehen, doch die Zeit reichte nicht aus, und so wird diese interessante Neukonstruktion in einem fremden Lande erstmals an den Start gehen. Der Motor dieses neuesten Modelles verfügt über 4,8 Liter und soll eine Leistung von 390 PS entwickeln, also mehr wie Mercedes-Benz oder Auto- Union. Dass diese Maschine gleich im ersten Rennen über alle andern Fahrzeuge triumphieren wird, ist allerdings kaum anzunehmen; aber man wird aus dem Abschneiden bei ihrem ersten Start einiges schliessen können, und man wird auch bald ersehen, ob die Maschine fähig ist, das deutsche Primat zu brechen. Wenn sie auch nur zwei oder drei Runden das Tempo von Mercedes-Benz oder Auto- Union halten kann, so ist das immerhin ein gutes Omen, denn auch die deutschen Erzeugnisse hatten zu Beginn der letzten Saison ihre überlegene Geschwindigkeit nicht lange durchgehalten, und heute sind sie bereits die zuverlässigsten Rennwagen. Sehr gespannt ist man natürlich auch auf den erneuten Start der zweimotorigen Alfa Romeo. Diese haben sich in Tripolis als sehr ausdauernd erwiesen, waren aber zu wenig schnelL Wie werden sie auf der Avus abschneiden? Man sollte doch glauben, dass man mit 540 PS höhere Geschwindigkeiten erreichen, kann wie mit nur 380 PS, über die z. B. Auto-Union verfügt. Der Alfa Romeo wiegt allerdings zirka 250 kg mehr wie Auto-Union oder Mercedes-Benz, aber seine spezifische Leistung pro kg Wagengewicht ist doch noch etwa um 10°/« grösser wie diejenige der beiden deutschen Fabrikate. Jedenfalls wird Alfa Romeo in Berlin weniger mit Reifenschwierigkeiten zu kämpfen haben wie in Tripolis, da ja die Distanzen bedeutend kürzer sind; die Maschinen können somit voll ausgefahren werden, und man wird auf der Avus bestimmt zu wissen bekommen, wer der schnellere ist: Alfa Romeo, Auto-Union oder Mercedes-Benz. Wie wir schon oben erwähnten, gehen von den beiden deutschen Firmen je vier Fahrzeuge ins Treffen. Ob einige davon mit ausgesprochener Stromlinienverkleidung mit geschlossenem Führersitz fahren werden, ist noch nicht bekannt. Immerhin werden auf der Avus Spitzengeschwindigkeiten erreicht, bei denen eine zweckmässige Stromlinienform den Luftwiderstand ganz gewaltig zu reduzieren vermag. Ob jedoch der Führer in einem geschlossenen Rennwagen 100 und noch mehr Kilometer durchhalten kann, ist eine andere Frage. Die Fahrer. Die Scuderia Ferrari lässt sich durch Nuvölan, Chiron und Dreyfus vertreten. Die beiden erstem werden «dieselben -Wagen wie in Tripolis führen, während Dreyfus der bekannte 3,2-Liter-Monoposto zur Verfügung steht: In Tripolis zeigten sich alle drei ziemlich gleichwertig, und man erwartet aui der Avus dochT einen deutlicheren" Unterschied zwischen der Maschine von Dreyfus und derjenigen von Nuvolari und Chiron feststellen zu können, andernfalls hätte sich Alfa Romeo mit seiner Neukonstruktion gehörig verrechnet. Da Auto-Union und Mercedes-Benz mit je vier Fahrzeugen in das schwere Rennen gehen, treffen wir bei beiden Marken Nachwuchsfahrer, die zugleich auf der Avus ihr Debüt liefern werden. Es sind dies Rosemeyer für Auto-Union und Geier für Mercedes-Benz. Man darf gespannt sein, wie sich die beiden unter einer so grossen Schar von Elite- Fahrern zurechtfinden werden. Etancelin, Zehender und Siena fahren für die Scuderia Subalpina. Wie wir schon erwähnten, wird der erste eine neue Maschine in den Kampf führen, von der man entsprechend ihrer Leistung auf dem Probierstand allerhand erwarten darf. Neben den 14 Mannschaftsfahrern werden sich 7 Einzelfahrer mehr oder weniger ein eigenes Rennen liefern. Wir wollen damit nicht etwa behaupten, dass sie nicht über das notwendige Können verfügen, nein, da fehlt es nicht; aber ihnen fehlen Maschinen, die schnell genug sind, um mit den Mannschaftsfahrern wirksam den Kampf aufnehmen zu können. Und doch werden sie letztern den Erfolg nicht allzu leicht machen. Da wird besonders Farina mit seinem 3-Liter-Maserati dafür sorgen, der schon in Tripolis seine Klasse bewiesen und am letzten Sonntag auch im Rundstreckenrennen von Bergamo erneut gezeigt hat, dass er zu den Spitzenfahrern zu zählen ist Ruesch, Hartmann, Balestrero, Barbieri, Ghersi und Dudley Froy, ein auf dem Kontinent weniger bekannter Engländer, werden sich bestimmt scharfe Kämpfe um die Plätze liefern. Die Nennungen. Stuck (Auto-Union) Balestrero (Maserati) Varzi (Auto-Union) Barbieri (Alfa Romeo) Prinz Leiningen (Auto- Etancelin (Maserati) Union) Rosemeyer (Auto-Union) Zehender (Maserati) Caracciola (Merc-Benz) Siena (Maserati) Brauchitsch (Merc-Benz)Nuvolari (Alfa Romeo) Fagioli (Mercedes-Benz) Chiron (Alfa Romeo) Geier (Mercedes-Benz) Dreyfus (Alfa Romeo) Ruesch (Maserati) Farina (Maserati) Hartmann (Maserati) Ghersi (Maserati) Dudley Froy (Bugatlf) Kohlrausch schlägt vier Rekorde. Dem Deutschen Kohlrausch, der in Gyon (Ungarn.) mit einem 750 ccm M.Q. Versuchsfahrten unternahm, gelang es vier Rekorde zu verbessern. Er erledigte den fliegenden Kilometer mit einem Mittel von 210,649 km/St (alter Rekord 206 km/St.) und die fliegende Meile mit 210,066 km/St Ferner stellte er auch über den Kilometer und über die Meile mit stehendem Start neue Bestzeiten auf. Den Kilometer meisterte er mit einem Durchschnitt von 138,482 km/St, (alter Rekord 124 km/St) und die Meile mit 150,327 km/St (alter Rekord 138 km/St). Kohlrausch hat somit die bestehenden Rekorde ganz gewaltig unterboten und M.Q. hat damit erneut bewiesen, dass sie im Bau von kleinen Rennwagen immer noch an der Spitze steht (Sport siehe auch StHt 5.)