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E_1949_Zeitung_Nr.028

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Bergrennen

Bergrennen Rheineck—Walzenhausen—Lachen In der Amateurgruppe 110 0 cm», wo Leuenberger mit seinem Fiat - Balilla - Mille- Miglia-1935 im Vorjahr mit 5' 57,8" eine neue Amateurklassenbestzeit aufgestellt hatte, setzte es bei den Sportwagen die erste Sensation ab, indem dieser Waadtländer auf dem über den Winter nochmals schneller gewordenen Fahrzeug mit genau 5J4 Minuten gestoppt und damit Rekordhalter wurde. «Herves» MG Magnette hinterliess gleichfalls einen hervorragenden Eindruck, und auch Sauter, ein Novize auf einem liebevoll zurechtgemachten Balilla mit Spezialkarosserie, wartete mit einer flotten Leistung auf. Dasselbe ist von Fehrs Eigenbau zu sagen, dieweil von Voser bessere Zeiten zu erwarten sein dürften, wenn er mit seinem Fiat MM einmal richtig vertraut ist. Bei den Experten machte Schmocker, der im ersten Lauf beim Haslerrank die Kurve verpasste, mit seinem kleinen Fiat-Siata insofern Furore, als er am Nachmittag der grossartigen Zeit Leuenbergers bis auf rund 5" nahe kam und damit den stärkeren und natürlich auch unvergleichlich schwereren Fiat-S von Roos, der seine eigene Vorjahreszeit nicht annähernd erreichte, weit hinter sich wies. In ausgezeichneter Form befand sich bei den Amateuren der Anderthalbliter gruppe Seiler auf MG TC Midget mit Kompressor, der mit 5' 29,2" eine neue Amateurklassenbestzeit schuf. Seine zweite Fahrt ging wejgen eines Gebläseschadens schon im Dorf Walzenhausen zu Ende. Hajek, dessen MG im Vorjahr bei einem Unfall beschädigt und inzwischen wieder instandgestellt und mit einer Stromlinienverkleidung versehen wurde, klassierte sich als sicherer Zweiter, um so mehr als der erst am Vorabend eingetroffene Veritas von Schuler noch nicht sehr überzeugend tönte, wobei es ausserdem auch auf die noch mangelnde Vertrautheit mit diesem Fahrzeug zurückzuführen sein mag, wenn die gefahrene Zeit den Erwartungen nicht entsprach. Mit Sensationen wartete auch die gut besetzte Expertengruppe auf, wo P. Hirts AFM, der ein unerhörtes Anzugsvermögen und eine untadelige Bodenhaftung besitzt, nicht nur die Existenz des bisherigen Klassenrekordes vernichtete, sondern mit 5' 10,4" auch gleich die Kategorienbestzeit Stubers zur Strecke brachte. Dass es sich hier keineswegs um eine zufällige Leistung handelte, bewies der zweite Lauf, wo Hirt mit 5' 11,8" nur um weniges hinter dieser Zeit zurückblieb. Berechtigtes Erstaunen und Bewunderung löste auch die Leistung von Baer auf MG TC Midget mit Gebläse aus, der mit 5'23,4", bzw. 5'23,2" draufgängerisch und doch sehr sauber fahrend auf dem zweiten Platz landete. In Ordnung geht auch der dritte Rang Zollers, der seinen MG recht vehement in seinen Heimatkanton hinauf jagte und einen vorzüglichen Eindruck machte. Leider ereignete sich im Rennen dieser Gruppe ein Zwischenfall, der anfänglich sehr bös aussah, sich aber glücklicherweise als weniger schwerwiegend herausstellte. Mit hohem Tempo flitzte der Lausanner Staubli im Nachmittagslauf auf einem gebläselosen MG der Zielkurve (Rechtskurve) entgegen, die es von jeher «in sich» hatte, kam auf dem durch die Sonneneinwirkung und die Gummi - «Ablagerungen» seifig gewordenen Belag ins Rutschen und geriet ausgangs der Kurve ans linksseitige Strassenbord, wobei das linke Hinterrad an einer leichten Bodenerhöhung «anhängte». Im Bestreben, ein Verhängnis abzuwenden, korrigierte der Fahrer allzustark nach rechts hinüber und schoss, sich mehrmals überschlagend, den Abhang hinunter. Staubli, der sich verzweifelt ans Lenkrad klammerte, wurde erst nach dem zweiten Tonneau auf die Wiese hinausgeschleudert. Während sich die Sanität des Verunfallten annahm — ein erster Befund stellte eine Gehirnerschütterung und Quetschungen fest —, begann ein Teil des Publikums die Piste zu überfluten, völlig uneingedenk der Tatsache, dass sich weitere Fahrer unterwegs befanden und jeden Augenblick ins Blickfeld rücken konnten. Frau Erika Habisreutinger, die bald darauf «anrollte», musste denn auch ihre Fahrt brüsk verlangsamen und erhielt daher von der Rennleitung eine weitere Startgelegenheit eingeräumt. Staubli Wurde ins Krankenhaus Heiden eingeliefert, von wo wir erfahren, dass er schon am Montag nach Hause entlassen werden konnte, nachdem die Röntgenaufnahme lediglich einen keineswegs schlimmen Oberarmbruch zutage gefördert hatte. — Eine Leistung allerersten Ranges vollbrachte Halter bei den Amateuren der Gruppe 2 - L i t e r , der seinen BMW^Veritas am Vormittag in 5' 17,4" nach Lachen hinauf lenkte und diese an sich schon glänzende Zeit am Nachmittag überraschend auf 5' 12,2" reduzierte. Zu den bemerkenswertesten Resultaten des ganzen Rennens gehört jenes von Meister, der zum erstenmal an einer rennsportlichen Veranstaltung teilnahm und den nicht eben leicht zu fahrenden BMW mit Eigenbaükarosserie von Aebli, womit dieser letztes Jah? manchen Erfolg errang, in 5' 30,6", bzw. 5' 23,6" ins Ziel steuerte. Mit Mantel und Filzhut angetan und eine Ruhe ausströmend, die nicht einen Moment lang den Eindruck aufkommen Hess, hier werde ein Rennen ausgetragen, bewältigte Habisreutinger auf BMW den Parcours in 5' 35,0"; seine Gemahlin verbesserte nach eher verhaltener Fahrt am Morgen auf 5' 46,6" im zweiten Lauf. Nach seinem erfolgversprechenden Debüt im Klotener Slalom der ACS-Sektion Zürich kam Franz auf BMW bei den Experten dieser Gruppe auch in Rheineck zu Siegerehren, während J. Kessler, dem am Morgen der Haslerrank einige Beschwerden verursacht hatte, sich mit dem zweiten Platz bescheiden musste. (Forlsetzung von Seile 3) Das «Fieberthermometer» stieg beträchtlich in Erwartung der Sportwagen der Gruppen 2 — 3 Liter und über 3 L i t e r , wo die Entscheidung über die Kategorienbestzeit fallen musste. Durch das Singen des Doppelgebläses von weither «vorangemeldet», erklomm der von Studers Meisterhand gelenkte 2,9-Liter-Alfa- Romeo die Höhe von Lachen in einem Tempo, das jeden Zweifel an der «Güte» des neuen Kategorienrekords beseitigte. 5' 00,2" meldete der Lautsprecher, und angesichts dieser phantastischen Zeit war die Frage auf aller Lippen, ob es Daetwyler gelingen werde, sie zu erreichen oder gar zu unterbieten. Mittlerweile befand sich noch Wehrli auf dem 2,3-Liter-Alfa- Romeo unterwegs, der oben im Wald nach der Schwimmbadkurve die scharfe Linkskehre allzuforsch ansteuerte und mit der Böschung kollidierte. Bereits aber näherte sich, vom Willen zum Sieg besessen, Daetwyler, dem jedoch die Streckenposten infolge der Karambolage Wehrlis schon vom Schwimmbad hinweg-die gelbe Fahne, besagend «Achtung, Gefahr», zeigten. Zwar kam der 4,5-Liter-Alfa heil am havarierten Fahrzeug Wehrlis, der nach vorgenommener Reparatur am Nachmittag immerhin den zweiten Lauf unter die Räder nahm, vorüber, verlor aber zweifellos etwas Zeit, so dass, als für Daetwyler eine Zeit von 5' 01,8" gemeldet wurde, die Doktorfrage durchaus berechtigt schien: Wenn Wehrli nicht zutiefst im Wald einen Zwangshalt eingeschaltet und damit die gelben Fahnen in Aktion gesetzt hätte, wäre dann Daetwyler «der Mann des Tages»? Diese Möglichkeit ist sicher nicht von der Hand zu weisen. Und so sah man mit doppelter Spannung dem 2. Lauf der beiden Alfa-Romeo-Kämpen entgegen. Nochmals setzten sie alles in Bewegung: Studer, um seinen Vorsprung auf Daetwyler weiter zu vergrössern, Daetwyler, um nicht nur das «Manko» vom Vormittag, sondern auch eine allfällig kürzere Zeit Studers am Nachmittag zu kompensieren. Diesesmal fielen die Würfel jedoch eindeutig: beide verbesserten ihre erste Zeit um 0,8", so dass Studer als erster Sportwagenfahrer in Rheineck die Fünfminutenlimite unterschritten hat. Bei den Rennwagen der Gruppe 110 0 cm* waren es Dattner (auf dem Simca-Gordini Prinz Igor Troubetzkoys), de Terra und Joly (auf Cisitalia), denen man im Kampf um den Sieg am meisten Chancen einräumen durfte. Im ersten Lauf erwies sich Dattner, dessen Fahrzeug offensichtlich nicht die geeignete Uebersetzung besass, um 2,4" schneller Fahrer Taruffi als seine beiden Widersacher. Im zweiten Lauf durch die Auflage kleinerer Hinterradreifen wesentlich rascher geworden, ereilte ihn aber in der zweitletzten Kurve (Linkskurve) vor dem Ziel das Schicksal in Gestalt blockierender Bremsen, so dass der Simca über den Hang hinunter geriet, wobei der Fahrer durch den dünnen — noch dazu rostigen— Draht eines Zauns eine Risswunde am Hals erlitt, die im Krankenhaus Heiden, das er noch am Sonntag verlassen konnte, sofort genäht wurde. Auch dieser Zwischenfall lief somit erfreulicherweise ohne schwerere Folgen ab. Der Sieg fiel schliesslich de Terra zu, der sich mit seinem Cisitalia erstaunlich rasch vertraut gemacht hat und im zweiten Lauf nochmals rund 6" weniger benötigte, während Joly die erste Zeit bei weitem nicht mehr erreichte. — In der Anderthalbliter klasse konzentrierte sich das Interesse hauptsächlich auf de Graffenried und Fischer, die sich — wie einleitend bereits ausgeführt — einen grimmigen Strauss um die Tagesbestzeit lieferten. Wir bedauern, dass Branca — wie schon in Erlen — in diesem Kampf kein entscheidendes Wort mitreden konnte, doch versagte der Motor seines 4CL-Maserati, der schon im ersten Lauf nicht völlig rein drehte, bei der zweiten Bergfahrt direkt vor dem Kurhaus Walzenhausen seine weitern Dienste. Christen, dessen neu konzipierter, um mehr als 200 kg leichter gewordener 6-Zylinder-Maserati am Samstag wegen eines Magnetschadens nicht trainieren konnte, erhielt am Sonntag von der Rennleitung die Erlaubnis, den ersten Lauf unter der Bedingung als Trainingsfahrt zu absolvieren, dass er im Tempo eine Sicherheitsmarge beobachtete, die jede Unfallmöglichkeit ausschloss. Unmittelbar vor dem Start zum Nachmittagslauf, der für die Klassierung zählen sollte, konstatierte Christen, dass der Schutz am Auspuffrohr nur lose befestigt war. Um zu vermeiden, dass sich dieser während der Fahrt «abmeldete», riss er ihn weg, berührte jedoch nach einem fulminanten Start auf der Fahrt zum Haslerrank versehentlich das Auspuffrohr, zog sich am Arm eine Brandwunde zu und tätigte als Folge des brüsken Zurücknehmens des Arms einen Schwenker; er legte dabei einen Markierungspfosten um, so dass das Rennen allzufrüh ein Ende fand. Ferner lief Sechehaye auf Maserati, der sich sogar vor dem schnellsten Tourenwagenfahrer des Tages beugen musste. v. König-Fachsenfeld/Meyer Cecchini Der Automobile-Club de l'Ouest in -Le Mans gibt für sein am 25. und 26. Juni auf der 13,492 km langen Sarthe-Rundstrecke stattfindendes 24-Stunden-Rennen folgende Nennliste bekannt: Britische Konkurrenten oder Konstrukteure 1. Rolls-Bentley, 4250 cm3 (H.-S.-F. Hoy). 2. Delahoye, 3557 cm» (R.-R.-C. Walter). 3. Aston-Martin-Lagonda, 2580 cm3 iLagonda Ltd.). 4. Heoley, 2443 cm» (J.-H. Bartlett] 5. Aston-Martin, 2000 cm» (R. Labric). 6. Astön-Martin, 2000 cm» iDudley C. Follondl. 7 Aston-Martin, 1970 cm3 (A.-W. Jones). 8. Aston-Martin, 1970 cm3 IMme R.-P Hichens). 9. Aston-Martin, 1970 cm« (R.-P Monkhouse). 10. Frazer-Nosh, 1971 cm3 (M.-P Tenbosh). 11. Frazer-Nash ou Bristol 1970 cm» (Mrs Traveylan). 12. Riley, 1500 cm» (J.-B. Vernet). 13. Riley, 1500 cm3 (H. Grange). 14. H. R. G., 1496 cms (Peter Clark). 15. H. R. G., 1496 cm» (Peter Clark). 16. H. R. G., 1496 cms (Peter Clark). 17. M. G., 1250 cms (G.-E. Phillips). 18. Singer, 1100 cm» (J. Savoye). 19. X. (Lord Selsdon). teigische Konkurrenten oder Konstrukteure 20. X. (L Eggen). Französische Konkurrenten oder Konstrukteure 21. Talbot, 4500 cm3 (Ecurie France). 22. Talbot, 4482 (A. Chambas). 23. Delettrez-Diesel, 4150 cm3 (Ets Delettrez). 24. Delohaye, 3557 cm» (L Villeneuve). 25. Delahaye, 3557 cm» (E. Mouche). 26. Delahaye, 3557 cms (E. Chaboud). 27. Delohaye, 3557 cm» (C. Pozzi). 28. Delahaye, 3557 cm» (P. Meyrat). 29. Delahaye, 3557 cms (H. Leblanc). 30. Delahaye, 3557 cm» (R. A. Bouchard). 31. Delage, 2983 cms (W.-S. Watney). 32. Delage, 2988 cms (A. Veuillet). 33. Delage, 2988 cms (H. Louveau). 34. Delage, 2988 cm» (M. Versim). 35. D. B., 1500 cms (A. lachaize). 36. D. B., 500 cms (R. Bonner). 37. Simca, 1430 cm» (A. Gordini). 38. Simca, 1430 cm» (A. Gordini); 39. Simca, 1100 cm» (A. Gordini) 40. Simca, 1100 cm» fA. Gordini). 41. Simca, 1100 cm» (J.-E. Vernet). 42. Monopole, 1100 cm* (Monopole Poissy). 43. Monopole, 1100 cm3 (Monopole Poissy). 44. Simca, 1100 cms |R. Tocheport). 45. Simca, 1100 cm» (M. Mahe-Crovetto). 46. Simca, 1100 cm* (A. Guillord). 47. Renault, 760 cm» (t. Delpech). 48. Renault, 760 cm» (Ecurie Canot). 49. Simca, 750 cm» (A. Gordini). 50. Simca, 750 cm» (A. Gordini). 51. Dyna-Panhard, 610 cm» (G. Lachin). 52. X. (l. Rosier). 53. X. {£. Baboin, Eeurle verte). 54. X. (Ch. de Cortonze). - Italienische Konkurrenten oder Konstrukteure 55. lancia-Astura, 3000 ans (J. Gordon). 56. Ferrari, 1995 Im3 (l. Chinetti). 57 Ferrari, 1995 cm. (L Chinetti).' 58. Ferrari, 1995 cm' (J.-A. Plissin). Tschechoslowakische Konkurrenten oder Konstrukteure 59. Aero-Minor, 750 cm' (Let-Aviation). 60. Aero-Minor. 750 cm» U. Poch). AUTOMOBIL REVUE MITTWOCH, 22. JRfT 1919 - Nr. 28 Lorani > Taruffi v. König-Factisenfeld/Meyer (Resultate von Rbeineck—Walzenhaosen—Lachen Seile 5) Stand der wichtigsten internationalen Klassenrekorde* 5 odÄ, Start Daran. Or. 1 km flieg. 26. 11. 48 Brescia 1 Meile > 26. 11. 48 > 5 km > 18. 2. 49 Terracina 5 Meilen > 18. 2. 49 > 10 km > 31. 5. 39 RAB Dessau 10 Meilen » 31. 5. 39 > 1 km steh. 27. 11. 48 Brescia 1 Meile > 26. 11. 48 > 50 km » 23. 5. 38 Monza 50 Meilen » 23. 5. 38 > 100 km > 23. 5. 38 > 100 Meilen » 23. 5. 38 J 200 km > 23. 5. 38 > 200 Meilen > 23. 5. 38 > 500 km > 8. 7. 33 Montlhery 500 Meilen > 4./5. 4. 30 > 1000 km > 4./5. 4. 30 . 1000 Meilen » 4./5. 4. 30 > 2000 km > 4./5. 4. 30 > 1 Stunde > 23. 5. 38 Monza 3 Stunden > 23. 5. 38 > 6 Stunden » 8. 7. 33 Montlhery 12 Stunden > 4./5. 4. 30 > 24 Stunden > 4./5. 4. 30 > Klasse I (351-500 ccm) Fahrzeug Torf 494 cm) Tarf 494 cms Fiat 499 cm3 Standard DKW Standard RAB = Reichsautobahn. * Noch nicht homologiert. •I Siehe AR Nrn. 10, 11, 14, 16 und 18. Die 24 Stunden von Le Mans Cecchitti Nibbio 492 cm« Rot 499 cms DKW Zeit oder Distanz 17"36 28"41 T 26"58 2' 18"79 3' 38"34 5' 57"32 30"77 45"13 22' 00''80 35' 08' '00 43' 30"00 1 h 09' 37"20 1 h 31' 10"60 2 h 26' 23"80 4 h 32' 56"35 1229 km 239 219(5 km 124 km/h 207,373* 203,929* 207,900 208719 164,9 162,1 116,997* 128,376* 136,28 137,42 137,93 138,70 131,61 131,92 109,915 103,916 102,929 100,691 98,304 138,44 133,54 108,951 102,436 91,505 Als Ersatzfahrer für den Fall, dass der eine oder andere der 60 zum Start zugelassenen Konkurrenten Forfait erklärt, wurden vorgemerkt: 1. Renault, 760 cm3 (C. Hardy). 2. Simca, 1100 cm» (B. Michelet). 3. Simca, 1100 cm3 (Viviane Eider). 4. Simca, 1100 cm3 (R. Redge). 5. X. (V. Polledry). 7 h 44' 36"38 9 h 42' 55"37 15 h 58' 58"43 20 h 20' 41 "SÄ 138 km 438 400 km «16 653 km 705 Überraschungen in Spa Rosier (Talbot) gewinnt den G. P. von Belgien vor den drei Ferrari-Fahrern Villoresi, Ascari und Whitehead Auf der 14,5 km langen Rundstrecke von Spa- Francorchamps wurde am vergangenen ^Sonntag über eine Distanz von 35 Runden = 507,5 km der Grosse Preis von Belgien ausgetragen, der lediglich 14 Konkurrenten am Start vereinigte, nämlich in der 1. Reihe: Etancelin (Talbot), Fangio Maserati), Villoresi (Ferrari). 2. Reihe: Whitehead (Ferrari), Farina (Maserati). 3. Reihe: Ascari (Ferrari), Rosier (Talbot), Campos (Maserati). 4. Reihe: Levegh (Talbot), Ashmore (Maserati). 5. Reihe: Parnell (Maserati), Claes (Talbot), Mairesse (Talbot). 6. Reihe: Crossley (Alta). Vom Start weg führte Villoresi in rasantem Tempo, wie ein Schatten gefolgt von Fangio, der — welche Ueberraschung —^chon in der ersten Runde mit einem Kolbenbruch ausschied. In der 2. Runde übernahm Farina die Rolle des Leaders, doch musste er infolge eines kurzen Haltes bald darauf Villoresi und Ascari an sich vorbeiziehen lassen. Der offensichtlich schnellere Farina holte jedoch die beiden Ausreisser rasch wieder ein, indem er vorerst Ascari und in der 7. Runde Villoresi hinter sich wies. In der 8..Runde ereignete sich jedoch insofern ein Zwischenfall, als Farina zwei Kurven nacheinander falsch einschätzte, sich in den Strohballen verkeilte und zur Aufgabe gezwungen sah. Weitere Ueberraschungen lagen förmlich in der Luft, und richtig: in der 10. Runde suchten Villoresi und Ascari die Boxe auf, der eine um einen, der andere um beide Hinterradreifen zu ersetzen. Das gestattete dem rund eine Minute zurückliegenden Etancelin, die Spitze zu übernehmen und während drei Runden zu halten, d. h. so lange, bis er sich der Attacke des neuerdings anrückenden Villoresi beugen musste. Gleich hernach erschien Villoresi abermals auf kurze Zeit am Ersatzteillager, so dass sich sein Vorsprung auf Rosier, der nicht lange zuvor den 7. Platz eingenommen hatte und Fahrer Claes Chiron Mairesse Grosser Preis der Schweiz Sonntag, 3. Juli 1949, 16.00 Uhr Ecurie Beige, Brüssel Talbot 4500 Nationalität des Fahrers Ecurie France, Aubervilliers Talbot 4500 Monaco Talbot 4500 Frankreich ' Scuderia Ambrosiana, Mailand Parnell Maserati 1500 IC England Scuderia Ferrari, Modena Ascari Ferrari 1500 K Italien Bonetto Ferrari 1500 K Italien Villoresi Ferrari 1500 K Italien Whitehead Ferrari 1500 K England Scuderia E. Plate, Mailand «Bira» Maserati 1500 K Siam Sechehaye Maserati 1500 K Schweiz G. Plate, Mailand Biondetti Plate Speciale Italien Horschell Racing Corp., New York Schell Talbot 4500 K USA Etancelin Giraud-Cabantous Grignard Levegh Rosier Sommer Farina Branca Christen Dattner Fischer de Graffenried Fahrer und Domizil Privatfahrer Talbot 4500 Talbot 4500 Talbot 4500 Talbot 4500 Talbot 4500 Ferrari 1500 K Maserati 1500 K Maserati 1500 K Suiza-Maserati 1500 K Simca-Gordini 1100 Simca-Gordini 1430 Maserati 1500 K (Nationales Sportwagenrennen) Sonntag, 3. Juli 1949, 09.45 Uhr DIE NENNUNGEN Besancon M., Chx-de-Fds Daler J., Fribourg Dinichert E., Bern Grobety V., Villeneuve Hajek M., Uitikon a. A. Hammernick F., Birsfelden «Herve» Hirt P., Zollikon Leuenberger A, Grdvaux Patthey H., Neuchätel Leuthold L, Chx-de-Fds Reyfer G., Geneve Roos H., Winterthur Schuler H., Frauenfeld Seiler E., Romanshorn Daetwyler W. P., Zürich Glauser P., Bern Künzi F., Bern Meister F., Strass TG Scherrer A., Riehen Schmid R., Erlenbach ZH Schweizer W., Kerzers Staechelin P. G., Basel Studer J., Bern Waeffler H., Zürich Wehrli W., Luzern DIE NENNUNGEN Marke Preis vom Bremgarten Marke Gruppe bis 1500 cm 3 Gruppe über 1500 cm 3 Frankreich Frankreich Frankreich Frankreich Frankreich Frankreich Italien Schweiz Schwejz Schweiz Schweiz Schweiz MG TC 1250 K MG TC 1250 K MG Magnette K3 1087 K Cisitalia 1089 MGTC 1250 K BMW-Veritas 1490 MG Magnette K3 1087 K AFM 1492 Hat 1089 HRG 1496 HP-Spezial 1288 K MG TC 1250 K Fiat S 1089 Veritas 1498 MGTC 1250 K Alfa Romeo 4495 Alfa Romeo 2905 K Alfa Romeo 2905 K BMW 328 1971 Alfa Romeo 2300 K BMW 3281971 Mercedes SSK 7020 K BMW 328 1957 Alfa Romeo 2905 K BMW 3281971 Alfa Romeo 2300 K dann bis an die zweite Stelle vorgerückt war, bis auf eine Minute verringerte. Dritter war Ascari vor Whitehead und Etancelin, der übrigens in der 18. Runde wegen Getriebedefekts von der Bildfläche verschwand. Da sich Villoresi in der 22. Runde wiederum an seine Boxe begab und sein Aufenthalt daselbst sich stark in die Länge zog, war für Rosier der Moment gekommen, um seine grosse Chance wahrzunehmen. Er gab die Spitze bis ins Ziel nicht mehr ab, um so mehr als Villoresi die Boxe in der Folge noch mehrmals aufsuchte. Resultate 1. Rosier, Frankreich Talbot 4500 2. Villoresi, Italien Ferrari 1500 3. Ascari, Italien Ferrari 1500 4. Whitehead, England Ferrari 1500 K 5. Claes, Belgien Talbot 4500 6. Ashmore, England Maserati 1500 K 7. Crossley, England Alta 1500 K Schnellste Runde: Farina in 5' 19" 163,686 Rennen in Aix-les-Bains Belgien 3 h 15' 17,7" 155,917 km/h 3 h 16' 06,8" 3 h 19' 28,4" 3 h 20' 35,6" 34 Runden 33 Runden 30 Runden km/h. Auf der Uferstrasse rund um den See von Aix-les- Bains kam am Sonntag erstmals ein Automobilrennen zur Austragung. Die Konkurrenz wurde in zwei Vorläufen und einem Final gefahren. Im ersten Aasscheidungslauf war der Genfer Canonien gestartet, aber frühzeitig ausgeschieden; dagegen klassierte sich Bernheim im zweiten Lauf an dritter Stelle und im Endlauf über 100 km auf dem vierten Platz. Schlussklassement • 1. Eugene Martin (Frankreich) auf Simca, i00 km in 1 h 18' 18" {76,174 km/h); 2. Trintignant (Frankreich) auf Simca-Gordini 1 h 18' 20"; 3. Bonnet (Frankreich auf DB 1 h 19' 12", zwei Bunden zurück; 4. Bernheim (Schweiz) auf Cisitalia, 1 h 19' 33", zwei Runden zurück; 5. Robert (Frankreich) auf Simca, I h 19' 19", drei Runden zurück; 6. Shell (USA) auf Cisitalia, 1 h 19' 50", drei Runden zurück. Den Rundenrekord stellte der Italiener Sterzi auf Ferrari mit 1' 19" (78,473 km/h) auf; er wurde später von Trintignant egalisiert. Die Gletscher-Sternfahrt Gletsch mit anschliessendem Slalom auf dem Flugplatz Ulrichen, die als dritter Lauf um die schweizerische Automobilmeisterschaft der Kategorie Tourenwagen zählt, findet am kommenden Samstag und Sonntag statt. Leider sind wir nicht in der Lage, eine Nennliste zu veröffentlichen, da uns eine solche bis Redaktionsschluss am Dienstag mittag nicht zugegangen ist. (Sportnachrichten siehe auch Seite 21)

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