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Gazette Zehlendorf April 2016

Gazette für Zehlendorf, Nikolassee, Schlachtensee, Dahlem und Wannsee

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10 | Gazette Zehlendorf | April 2016 Menschen im Bezirk: Helga Gogolin 50 Jahre resolute Kiezmutter mit ganz viel Herz In Zehlendorf Süd kennt sie fast jeder: Helga Gogolin, die freundliche, zierliche Frau mit den kurzen grauen Haaren aus der Hilfswerk-Siedlung, die vor Temperament sprüht und nur selten ein Blatt vor den Mund nimmt, wenn es darum geht, Missstände anzusprechen und zu beseitigen. Mit einem Standbein fest mit dem Nachbarschaftstreff des freien Trägers Zephir e. V. verbunden, gelang der gelenkigen Zehlendorferin bis vor kurzem noch der Spagat bis nach Wedding, wo sie als ehrenamtliche Lesepatin 15 Jahre lang bis zur Umstrukturierung die Wilhelm-Hauff-Grundschule unterstützte. Stets Kiez-bereit Anzeige Gewinnermittlung private Veräußerungsgeschäfte Der Bundesfinanzhof (BFH) hat entschieden: Wird eine Immobilie nach Ablauf der vor der Gesetzesänderung geltenden Spekulationsfrist von zwei Jahren und vor Ablauf der neuen Spekulationsfrist von zehn Jahren steuerbar veräußert, sind Sonderabschreibungen und AfA-Beträge, die in der Zeit bis zur Verkündung des Steuerentlastungsgesetzes 1999/2000/2002 zum 1. April 1999 in Anspruch genommen worden sind, dem Helga Gogolin: Lächelnd, wie ihr Kiez sie liebt. nicht steuerbaren Zeitraum zuzuordnen. Die von der Finanzverwaltung vorgesehene Vereinfachungsregel, wonach bei der Ermittlung des Gewinns aus privaten Veräußerungsgeschäften der Umfang des steuerbaren Wertzuwachses entsprechend dem Verhältnis der Besitzzeit nach dem 31. März 1999 im Vergleich zur Gesamtbesitzzeit linear (monatsweise) zu ermitteln ist, entspricht insoweit nicht der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgericht (BVerfG), als dadurch Wertsteigerungen, die im Fall einer Veräußerung vor dem 1. April 1999 nicht steuerverhaftet waren, nachträglich in die Besteuerung einbezogen werden. Veräußerungskosten sind bei der Ermittlung der Einkünfte aus Veräußerungsgeschäften nicht aufzuteilen, sondern als Werbungskosten in vollem Umfang vom steuerbaren Veräußerungsgewinn abzuziehen. Viele im Kiez von Zehlendorf Süd duzen inzwischen ihre Helga, die das gerne mag, weil es eine Vertrauensbasis schafft – sowohl bei Senioren als auch bei Kindern. In der Bezirksverordnetenversammlung ist sie häufiger Gast, und zu Zeiten des Bürgertreffs sah man sie dort regelmäßig. Und auch in den Senioren- und Mehrgenerationenhäusern geht Kiezmutter Helga ein und aus. Bei keinem Runden Tisch fehlt die inzwischen pensionierte Kindergärtnerin seit 2011 im Zehlendorfer Süden, und neben Zephir-Geschäftsführer Dr. Winfried Glück achtet sie peinlichst darauf, dass prägnante Themen auf den Tisch kommen, anstatt darunter gekehrt zu werden. Als beispielsweise ein Bushäuschen in der Sachtlebenstraße fehlte, und die in der Gegend zahlreich ansässigen Senioren in Wind und Regen auf den Bus warten mussten, war Helga es, die AUSGEZEICHNET TOP Dr. Michael Kirchhoff Rechtsanwalt – Steuerberater Fachanwalt für Steuerrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht Hohenzollerndamm 201, 10717 Berlin Telefon: 030 / 864 98 30 www.michael-kirchhoff.com Steuerberater FOCUS-MONEY TEST 2008

Gazette Zehlendorf | April 2016 | 11 Budapester Str. 22 10787 Berlin Tempelhofer Damm 177 12099 Berlin Martin-Luther Str. 97 10825 Berlin Kurfürstendamm 74a 10709 Berlin In den 60er-Jahren: Helga und „ihre“ Kinder aus dem Kindergarten. BVG und Presse mobilisierte und so durchsetzte, dass rechtzeitig zur ungemütlichen Jahreszeit der Unterstand installiert war. Und wenn sie heute am Wartehäuschen wegen des Wetters griesgrämige Gesichter sieht, sagt sie nur lachend: „Ein Glück, dass der liebe Gott euch nicht ernst nimmt“, und schon erhellen sich die Gesichter. Helga ist es auch, die alljährlich am Martinstag zu Zephir´s Laternenumzug die Kinder zusammenruft, die organisiert und vorbereitet („Ich liebe Kinder!“). Im letzten Jahr konnte sie rund 300 Teilnehmer aktivieren, die lauthals „Laterne, Laterne“ singend, von alten Musikinstrumenten begleitet durch den Kiez zogen, bevor sie an der Feuerschale auf den Sportplatz in Zehlendorf Süd dann bis in den späten Abend heiser, aber zufrieden beisammen sitzen konnten. Die Freude, die sie damit gleichermaßen den kleinen Leuten gemacht hat wie den betagten, die vom Rollstuhl aus auf der Rasenfläche des Theodor-Wenzel-Wohnanlage dem Spektakel folgen konnten, lässt sich kaum beschreiben. Wenn es im Kiez mal etwas lauter wird, ist sie es auch, die mit den Beteiligten „von Mensch zu Mensch“ redet, und die es meist schafft, sie zur Einsicht zu bringen. „Ich gehe einfach mit offenen Augen und Ohren durch die Gegend“, verrät Helga, wenn man sie nach ihrem Erfolgsrezept fragt, Missstände zu erkennen und geschickt anzupacken. Dabei hilft ihr die über Jahre gewachsene Beziehung zum Kiez, in dem sie nun bereits seit 50 Jahren lebt, und in dem sie „gleich um die Ecke“ im Kindergarten am Breitensteinweg gearbeitet hat. Sie sah „ihre“ Kinder, für deren Wohl sie sich einsetzte, ab dem Krippenalter heranwachsen, und sie sah deren Eltern alt werden. Noch heute besucht sie den Kindergarten und die jungen Kollegen von Zeit zu Zeit: „Aber nur im Vorderbereich. In den Kinderbereich nach hinten gehe ich nicht, weil ich mich sonst nur einmische. Und das wäre nicht gut“, bekennt die pensionierte Kindergärtnerin mit selbstkritischem Augenzwinkern. Wanderjahre Warum sie immer so fröhlich und optimistisch ist? „Weil es ganz und gar nicht selbstverständlich ist, dass ich bis jetzt ein so langes zufriedenes Leben führen konnte.“ Das verdanke sie zu einem Großteil ihrem Bruder Burkhard, betont sie und erzählt: 2 1/2 Jahre ist die kleine Helga alt, als ihre Mutter mit ihr, der Schwester und dem vierjährigen Bruder 1945 aus Kolberg flüchten muss. Der Vater ist in französischer Kriegsgefangenschaft. Monate lang ist die kleine Familie unterwegs, bis sie bei den Großeltern in Torgelow in Vorpommern eintrifft. Der Bruder zieht die ganze weite Strecke die kleine Schwester im Bollerwagen hinter sich her. Helga dazu: „Meine Mutter trug unser letztes Hab und Gut, mich konnte sie nicht auch noch tragen. Hätte ich laufen müssen, wäre ich heute wohl kaum noch am Leben“, ist sie sich sicher. Grausame Bilder von der Flucht hat sie noch manchmal vor Augen. Obwohl sie damals so klein war, sind die haften geblieben. Seit 1996 für Sie vor Ort! www.ulis-musikschule.de ... denn Musikunterricht soll Spaß machen Leihinstrumente, kostenlose Probestunde Wir unterrichten alle Instrumente ulis musikschule Machnower Straße 12 · Nähe S-Bhf · Tel.: 815 88 02 Unsere Musikschulband „Spumante-Music“ bei der „Arbeit“ Fachbetrieb für Garten-, Landschaftsbau & Baumpflege ▪ Gartenpflege ▪ Baumfällungen ▪ Entästungs- und Totholzschnitt ▪ Unfall- und Sturmschädenbeseitigung F.MEISEL Teltower Straße 34 · 14513 Teltow-Ruhlsdorf Tel./Fax 03328-30 96 07 und 0172-3 11 00 10 · E-Mail: jofrasi1@t-online.de Veckenstedt GmbH Gärtnereibetriebe Eine neue Form der Trauerkultur! Memoriam-Garten in der Onkel-Tom-Straße • gartenähnliche Atmosphäre • Urnen- und Sargbeisetzung • 20 Jahre garantierte Grabbetreuung • Festpreise inkl. Grabmal Friedhofsgärtnerei Veckenstedt · Onkel-Tom-Str. 29 · 14169 Berlin www.gaertnerei-veckenstedt.de · ☎ 030 / 801 84 21

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