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Gazette Zehlendorf April 2016

Gazette für Zehlendorf, Nikolassee, Schlachtensee, Dahlem und Wannsee

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18 | Gazette Zehlendorf | April 2016 GESUNDHEIT Nahrungsergänzungsmittel Wer sie braucht, was sie bringen und wann sie sogar schaden 970 Millionen Euro geben die Deutschen pro Jahr für Nahrungsergänzungsmittel wie Fischölkapseln, Vitamintabletten oder Ginsengextrakt aus. Dabei leiden die wenigsten Menschen an Nährstoffmangel. Die Pillen sind daher nur in bestimmten Fällen sinnvoll. Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung, klärt über Nutzen und Risiken der Präparate auf. Einer von drei Menschen in Deutschland fürchtet, nicht genügend Vitamine zu sich zu nehmen. Ist diese Sorge berechtigt – und können Nahrungsergänzungsmittel einem Mangel vorbeugen? Die meisten Experten sind sich einig: Deutschland ist kein Vitaminmangelland. Zwar hält sich hartnäckig der Mythos, dass unsere Böden an Nährstoffen verarmt seien und Lebensmittel daher nicht mehr so viele Vitamine wie früher beinhalten. Tatsächlich ist aber das Gegenteil der Fall: Weil in der Landwirtschaft so viel Dünger zum Einsatz kommt, ist der Nährstoffwert in den Lebensmitteln sogar noch angestiegen. Vitaminmangel und dadurch bedingte Krankheiten kommen hierzulange folglich nur selten vor. Das bedeutet: In den meisten Fällen sind Ergänzungsprodukte schlicht überflüssig. Andersherum gilt: Eine einseitige Ernährung lässt sich auch durch die Einnahme von Tabletten oder Dragees nicht ausgleichen. Und wer meint, mit dem Verzehr synthetischer Vitamine nichts falsch machen zu können, irrt: Die oft zu hoch dosierten Mittel können durchaus Gesundheitsprobleme verursachen. Bei Überdosierung drohen Vergiftungserscheinungen. Zu viel Vitamin A führt zu Hautveränderungen, Kopfschmerzen und Leberschäden; wer zu viel Vitamin D schluckt, riskiert eine Verkalkung von Herz, Niere und Lunge. Dennoch ist eine riesige Auswahl verschiedener Nahrungsergänzungsmittel im Handel erhältlich, die glänzende Haare, mehr Konzentrationsfähigkeit oder starke Abwehrkräfte versprechen. Was ist davon zu halten? Es empfiehlt sich, bei solchen Versprechen skeptisch zu bleiben. Nahrungsergänzungsmittel sind keine Arzneien. Sie bedürfen keiner Zulassung, da sie unter das Lebensmittelgesetz fallen. Es ist auch kein Nachweis für ihre Wirksamkeit erforderlich. Das Coenzym Q10 zum Beispiel ist ein Bestseller unter den Präparaten: Es soll die Haut straffer, das Herz gesünder und die Nerven stärker machen. Einen Beleg dafür gibt es aber nicht – zudem kommt Q10 reichlich in der Nahrung vor, etwa in Geflügel, Soja, Pflanzenölen. Nach wie vor ist ein abwechslungsreicher Speiseplan mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten der beste Weg, den Körper mit Vitaminen und Mineralien zu versorgen. Synthe- Foto: ERGO Dr. med. Simone Casteleyn Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe INFEKTIOLOGIE & LUNGEN- HEILKUNDE UNTER EINEM DACH Fachgebiete · Infektiologie Alle · Reisemedizin Kassen · Thoraxchirurgie & privat · Lungenheilkunde · Innere Medizin · Hausärztliche Versorgung Dr. med. Ralf Otto-Knapp · Dr. med. Michael Knappik · Prof. Dr. med. Dirk Kaiser Clayallee 225A · 14195 Berlin · T 030 679 699 430 · www.pneumocare.de Praxisgemeinschaft Berliner Straße 3 Ecke Clayallee 14169 Berlin (Zehlendorf) Dr. med. Ulrich J. Koch Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Tel.: 030-811 30 07 und 811 30 16 Fax: 030-811 14 48 e-mail: dr.simone.casteleyn@geb-gyn.de e-mail: dr.ulrich.j.koch@geb-gyn.de Alle Kassen & privat MASTER Zertifizierte Spezialpraxis für Parodontologie und Implantattherapie Dr. med. dent. Nicole Dlabka Master of Science in Periodontology Master of Science in Parodontologie, Implantattherapie Tel. (030) 80 90 91 800 www.zahnarzt-zehlendorf-paro.de Sundgauer Straße 87 | 14169 Berlin barrierefrei | kostenfreie Parkplätze Mo 9 – 15.30 Uhr, Di 9 – 20 Uhr, Mi 9 – 12 Uhr, Do 9 – 18 Uhr, Fr 9 – 14 Uhr, Sa nach Vereinbarung

GESUNDHEIT Gazette Zehlendorf | April 2016 | 19 tische Vitamine können nicht dieselben positiven Effekte erzielen wie Vitamine als Bestandteil der natürlichen Ernährung – ihnen fehlt das Zusammenspiel mit anderen Vitalstoffen. Als Faustregel gilt: Mindestens drei Portionen Gemüse oder Salat sollten am Tag auf den Tisch kommen. Allerdings gehen die Vitamine in der Frischkost nach und nach verloren; zudem vertragen sie Hitze, Sauerstoff und Wasser nicht gut. Es empfiehlt sich daher, Karotte und Co. kühl und dunkel zu lagern und möglichst schnell zu verbrauchen. Bei welchen Personengruppen ist die Gefahr eines Nährstoffmangels besonders groß? Und wann kann eine Einnahme zusätzlicher Vitamine und Spurenelemente erforderlich sein? Bei Frauen im ersten Schwangerschaftsdrittel ist die Sache völlig klar: Sie sollten unbedingt Folsäure einnehmen – diese senkt das Risiko, dass das Baby mit Spina bifida, dem sogenannten offenen Rücken, zur Welt kommt. Am besten ist, bereits ab Kinderwunsch ein Zusatzpräparat einzunehmen. Auch ältere Menschen sollten auf die Vitaminversorgung achten. Vitamin D zum Beispiel, das für gesunde Knochen wichtig ist, kann der Körper zwar selbst herstellen – aber nur unter Einfluss von Sonnenlicht. Wer nicht mehr so fit ist und sich selten im Freien aufhält, bildet daher möglicherweise zu wenig Vitamin D. Zudem verspüren über 65-Jährige oft weniger Appetit als junge Menschen. Weniger Nahrung birgt aber die Gefahr, dass wichtige Nährstoffe wie Proteine, Mineralstoffe und Vitamine nicht mehr in genügender Menge aufgenommen werden, obwohl Senioren diese in gleicher Menge benötigen wie Jüngere. Auch wer viel Sport treibt, braucht mehr Vitamine – vor allem bei den Vitaminen B1, B2 und B6 steigt der Bedarf. Allerdings können Sportler auch mehr essen und so Mängel vermeiden – Fisch, Milchprodukte oder Weizenkeime liefern auf natürlichem Weg genug B-Vitamine. Prinzipiell ist es nicht ratsam, nur auf Verdacht Tabletten zu schlucken. Wer unsicher ist, sollte vom Arzt anhand seiner Blutwerte prüfen lassen, ob er tatsächlich an einem Mangel leidet. Wenn ja, kann der Mediziner den Patienten beraten, ob er mit der Ernährung Abhilfe schaffen kann – oder ob die Einnahme eines Ergänzungsprodukts sinnvoll ist. Dr. med. Sophia Seidel Fachärztin für Physikalische und Rehabilitative Medizin, Osteologin DVO, Manuelle Medizin, Naturheilverfahren Tätigkeitsschwerpunkte: Akupunktur / TCM, Schmerztherapie alle Kassen und Privat Ambulantes Osteologisches Schwerpunkt- und Studienzentrum Osteoporose, Knochenerkrankungen, Knochenschmerzen Röntgen, DXA-Messung, Ultraschall Fischerhüttenstraße 111 · 14163 Berlin Telefon: 322 90 28-70 / -85 Dr. med. Michael Seidel Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Osteologe DVO, Spezielle Schmerztherapie, Manuelle Medizin, Akupunktur Sportmedizin, Physikalische Therapie Privatpraxis TIFFANY-Lampen ...zu SUPER-Preisen ...Riesenauswahl ...alles am Lager www.stil-exclusiv.de · 10717 Berlin Hohenzollerndamm 17 · Ecke Uhlandstr. NUR freitags 12-17 Uhr · ☎ 211 82 60 Anzeige Z AHNÄRZ T I N Impressum Gazette Zehlendorf April Nr. 4/2016 · 41. Jahrgang Das Gazette Verbrauchermagazin erscheint monatlich in Zehlendorf, Steglitz, Wilmersdorf, Charlottenburg sowie Schöneberg & Friedenau. Verlag Gazette Verbrauchermagazin GmbH Badensche Str. 44 · 10715 Berlin ☎ (030) 844 933-0 · www.gazette-berlin.de Redaktion Karl-Heinz Christ · redaktion@gazette-berlin.de Anzeigen Daniel Gottschalk ☎ (030) 323 38 54 · anzeigen@gazette-berlin.de Druck WirMachenDruck GmbH · 71522 Backnang Nächste Ausgabe Mai Nr. 5/2016 Anzeigen-/Redaktionsschluss 22.04.2016 Erscheinung 12.05.2016 Implantologie (DGI) Ästhetische Zahnheilkunde Akupunktur (DÄGfA) Zahnärztliche Hypnose (DGZH) Raucherentwöhnung Digitales Röntgen PRAXIS FÜR ÄSTHETISCHE UND GANZHEITLICHE ZAHNHEILKUNDE Zinsweilerweg 7 Krumme Lanke 14163 Berlin-Zehlendorf Tel.: 030-813 81 06 info@zahnangstfrei.de www.zahnangstfrei.de

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