Ostbayern-Kurier_Juli-2018_NORD

ostbayernkurier

Die Monatszeitung für Stadt und Landkreis Schwandorf

Rettet den Ortskern!

Bodenwöhr. Denkmalschutz

ist heute keine

Bestandsgarantie mehr.

JULI 2018

In Bodenwöhr steht einem

Investoren-Duo der jüngst

in die Liste aufgenommene

Gasthof Schiessl im

Weg. Supermarkt versus

Identität im Kommentar

des Monats. (S. 23)

Stadt und Kreis Schwandorf - DIE MONATSZEITUNG

Wallfahrt mit dem Rad

Jürgen Schossig (65) aus Amberg fuhr 2734 km nach Santiago

Amberg. Ein verbogenes

Rad, ein rasantes

Verdauungs-Intermezzo,

viel Herzlichkeit und zwei

Gepäcktaschen voller

Abenteuer: Das sind nur

ein paar der Erlebnisse,

die der Amberger Jürgen

Schossig von seiner

Spanien-Tour mit nach

Hause nahm.

Wer sagt, dass es im

Süden immer sonnig ist?

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Der begeisterte Fahrrad-

Europareisende hat im Mai

andere Erfahrungen gemacht.

Uns hat er exklusive

Einblicke in sein amüsantes

Touren-Tagebuch gewährt.

Die Rad-Geschichte in

Kurzform finden Sie auf

den Seiten 14 / 15, das gesamte

Tagebuch unter der

Rubrik „Reportage“ auf

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Jürgen Schossig auf steinigem Pilgerpfad.

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Schwandorf. Sherwan

Omer stammt aus Syrien

und absolviert in der

Großen Kreisstadt eine

Ausbildunng zum Frisör.

Daneben ist er als Helfer

beim THW aktiv. Als solcher

leistete er jüngst in

Heidelberg wertvolle Hilfe

bei der Weiterbildung des

jordanischen Zivilschutzes.

(S. 4)

Gespenster!

Wiesau. Raphael Bauer

hat Freunde, vor denen

sich manche gruseln: Er

züchtet Phasmiden, zu

deutsch Gespenstschrecken

& Co. (S. 22)

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2 Stadt Schwandorf

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Festwochenende: Schwandorf feiert Bayern

Buntes Programm am Blasturm zum bayerischen Jubiläumsjahr – Feierlichkeiten vom 3. bis 5. August

Schwandorf. Einen

geschichtsträchtigeren

Platz zum Feiern als den

Blasturm hätte sich die

Stadt Schwandorf gar

nicht ausdenken können:

Vom 3. bis 5. August feiern

die Schwandorfer hier

im Rahmen der Konrad-

Max-Kunsz-Tage anlässlich

des bayerischen

Jubiläumsjahrs.

Der Blasturm, die Geburtsstätte

des Komponisten der

Bayern-Hymne Konrad Max

Kunz, wurde renoviert, so

dass er nun in neuem Glanz

als Kulisse für das Festwochenende

unter dem Motto

„Wir feiern Bayern“ fungieren

kann. Vom 3. bis 5. August

herrscht hier Festbetrieb,

garniert mit besonderen

Schmankerln.

„Ziemliche Hallodris“

Eines davon sind die täglichen

Aufführungen des

Theaterstücks „Kunz &

Konsorten“ aus der Feder

von Christina Fink-Rester.

Es beschreibt in fünf Szenen

das Leben der Türmerfamilie

Kunz und stellt dabei

insbesondere nicht nur auf

den Tonsetzer Konrad Max,

sondern auch auf dessen

Vater Michael und den Bruder

Christian ab.

„Das waren allesamt ziemliche

Hallodris“, sagte Autorin

und Regisseurin Fink-Rester

bei der Vorstellung des

Programms ch. So

habe sich Vater Kunz

vor den damals üblichen

Schardiensten – die

Bevölkerung musste beispielsweise

auf Anweisung

Schwandorf feiert Bayern: Dieses Logo weist auf das

bunte Programm vom 3. bis 5 August hin.

Die Verantwortlichen mit OB Andreas Feller (2.v.l.): Vorfreude

der Obrigkeit den Marktplatz

säubern – gedrückt und darauf

hingewiesen, dass er als

Türmer jederzeit für die Arbeitenden

Trompete spielen

könnte. Instrumentendiebstähle

und Vandalismus von

Christian Kunz schmücken

das Theaterstück weiter aus.

Laiendarsteller spielen

Fink-Rester hat das Stück

in Kooperation mit Stadtarchivar

Josef Fischer

geschrieben, der viele

bislang unbekannte Anekdoten

über Kunz beisteuern

konnte. Fischer wird selbst

Teil des Ensembles sein.

„Es sind Schauspieler aus

allen vier Theatergruppen

Schwandorfs mit dabei“,

hieß es. Des Weiteren bietet

die Stadt Schwandorf eine

eigens konzipierte Stadtführung

an.

Damit die Geselligkeit nicht

zu kurz kommt, organisiert

der Oberpfälzer Waldverein

(OWV) auf den Grünflächen

und der Aussichtsplattform

der Blasturmanlage die

Verköstigung der Besucher.

Der OWV hat das Türmerhaus

in den letzten Jahren

Jahren aufwändig saniert

und bereits bei verschiedenen

Festen leibliche

Genüsse aufgetragen. „Es

gibt gutes Bier und natürlich

Sau am Spieß“, machte

OWV-Vorstand Erwin Mayer

den Anwesenden Appetit.

Außerdem bereitet der OWV

an allen drei Tagen frisch

geräucherte Forellen zu.

Mit viel Musik

Ostbayern-Kurier-Moderator

Fabian Borkner wird

durch das Programm führen,

das am Freitagabend mit

den Fronberger Kirwamusikanten,

am Samstag mit der

Akustik-Gitarrenformation

„Das ist die perfekte Verbindung

zwischen Kultur

und gesellschaftlichem

Zusammenkommen“, sagte „Musicproject“ ausklingen

Susanne Lehnfeld, die wird. Sonntags spielen zum

Leiterin des Kulturamts, Mittagessen die Kreuzbergmusikanten,

das das Fest ausrichtet.

nachmittags

und abends treten der

Harmonie-Solist und

Zwiefacher-Experte Christian

Rathey sowie Bayrisch

Böhmisch Blech auf.

Die Schwandorfer können

im Vorfeld zum Festwochenende

Hinweise darauf

erspähen: Zum ersten Mal

lässt das Kulturamt Bodenaufkleber

auf den Bürgersteigen

anbringen, welche

den rechten Weg zum Fest

weisen sollen.

Freistaat und Verfassung

Hintergrund der Feierlichkeiten

ist das Inkrafttreten

der bayerischen Verfassung

vor 200 Jahren sowie die

Proklamation des Freistaates

Bayern vor 100 Jahren.

Oberpfälzer können sogar

noch ein weiteres Jubiläum

für sich verbuchen: im Jahre

1838 erhielt der Regierungsbezirk

Oberpfalz per Verordnung

von König Ludwig

I. seine heutige Gestalt und

Bezeichnung. Damit blicken

Regensburg und die Oberpfalz

auf eine 180-jährige

Historie zurück. fb


4 Stadt Schwandorf

www.ostbayern-kurier.de

Schwandorfer Know-how

für Zivilschutz in Jordanien

Sherwan Omer konnte seine THW- und Sprachkenntnisse wirkungsvoll einsetzen

Schwandorf. Im Auftrag

des Auswärtigen Amtes

hat das THW Heidelberg

jordanische Hilfskräfte

ausgebildet, damit diese

einen eigenen Zivilschutz

aufbauen können. Dabei

haben sie durch den

Schwandorfer THW-Helfer

Sherwan Omer wertvolle

Unterstützung erfahren.

Das Know-how des Technischen

Hilfswerks (THW)

ist international gefragt.

Aufgrund ihres umfangreichen

Wissens wird die

Hilfsorganisation nicht nur

regelmäßig von ausländischen

Staaten angefordert,

um den dortigen Kräften bei

der Bewältigung von Naturkatastrophen

beizustehen.

Hilfskräfte für den

jordanischen Zivilschutz

Auch bei der Ausbildung

ist die Expertise des THW

geschätzt und anerkannt:

In Heidelberg bekamen die

deutschen Experten im April

die Aufgabe zugewiesen,

Hilfskräfte des jordanischen

Zivilschutzes JCD auszubilden.

Finanziert durch das

Auswärtige Amt sollte die

Mission einen Beitrag dazu

leisten, die ausländischen

Gäste beim Aufbau eines

eigenen ehrenamtlichen Zivilschutzes

zu unterstützen.

Als besonders wertvoll

erwies sich hierbei die Hilfe

von Sherwan Omer, seines

Zeichens THW-Helfer aus

dem Ortsverband Schwandorf.

Der junge Syrier vereinte

gleich zwei Eigenschaften,

die ihn für die Aufgabe

prädestinierten: Er hat seine

Grundausbildung bereits

erfolgreich abgeschlossen,

verfügte also über das nötige

technische Wissen, um

mit der umfassenden Arbeit

des THW umzugehen. Und

er spricht perfekt Arabisch.

Eine ideale Kombination,

die die Kommunikation

zwischen den Ausbildern

Sherwan Omer am THW-Fahrzeug.

und Gästen wesentlich

erleichterte.

In Heidelberg durchliefen die

Jordanier in zwei Wochen

die gesamte THW-Grundausbildung,

abgehalten wurde

sie in englischer Sprache.

Zurück in Jordanien können

sie dann als Multiplikatoren

fungieren, so der Plan, um

das erlernte Wissen an andere

Helfer weiterzugeben.

Eine Woche von der Lehre

freigestellt

Omer selbst war für eine

Woche von seiner Arbeit als

Friseurlehrling freigestellt,

um die Kräfte zu unterstützen.

Seine Hauptaufgabe

war vor allem das Vermitteln

zwischen den drei verwendeten

Sprachen Deutsch,

Englisch und Arabisch –

etwa wenn Unklarheiten auftraten.

Das war nicht immer

leicht, wie er im Gespräch

mit dem Ostbayern-Kurier

erzählt: „Manche Wörter

ch

einfach direkt übersetzen,

weil es die in der Form in der

anderen Sprache nicht gibt“,

sagt Omer. Da war ein gewisses

Improvisationstalent

gefragt.

Zwischen den jordanischen

und deutschen Kräften

stellte Omer zwar einige Unterschiede

fest. So ist die Zivilschutzarbeit

in Jordanien

überwiegend hauptamtlich

organisiert, die Delegation

kam zum Beispiel aus den

Reihen des Militärs. „Die

konnten am Anfang gar

nicht glauben, dass das in

Deutschland alles freiwillig

gemacht wird“, erzählt

der Schwandorfer Helfer.

Doch für Probleme sorgten

ch

„Wir haben richtig als Team

gearbeitet und die waren alle

sehr motiviert, vom THW zu

lernen.“

Im Schwandorfer THW gut

integriert

Das Engagement in Heidelberg,

sagt der THWler,

war für ihn eine Selbstverständlichkeit.

„Es hat sehr

viel Spaß gemacht, und ich

mache so etwas immer gern,

wenn ich anderen helfen

kann.“ Dabei hat der syrische

Flüchtling, der sogar in

einer Ehrenamtskampagne

für das THW wirbt, seine

eigene Grundausbildung

erst 2017 abgeschlossen.

Inzwischen gehört er der 2.

Bergungsgruppe an und ist

ein geschätztes Mitglied,

das den Respekt seiner

Kameraden genießt.

Vom Einsatz seines Helfers

ist der Ortsbeauftragte Martin

Liebl denn auch sichtlich

beeindruckt. „Natürlich sind

wir immer sehr stolz, wenn

die eigenen Leute, die bei

uns ausgebildet wurden und

aktiv sind, dann bei so was

mithelfen.“

Und beim Schwandorfer

Ortsverband ist er damit ohnehin

in bester Gesellschaft:

Dessen Helfer engagieren

sich nämlich seit vielen

Jahren immer wieder bei

internationalen

Johannes Hartl

Missionen.


www.ostbayern-kurier.de Ostbayern

5


6

Der Ostbayern-Kurier Veranstaltungskalender

www.ostbayern-kurier.de

07/18

Fr., 13.7. - So., 15.7. Sand-

Spirit 2018 Monte Kaolino

Hirschau

Mo., 16.7. „HIRAMENKI

WOLKENKINO“ - Perg &

Hu Rudi Hurzlmeier & Günter

Mayer, Luftmuseum

Do., 19.7. / 20.00 Uhr Raith-

Schwestern „Wissts Wou

Mei Hoamat Is“, Burg Dagestein

Vilseck

Fr., 20.7. - So., 22.7. 30. Amberger

Handballfestival,

TV 1861 Sportanlage

Sa., 21.7. Auftakt St. Anna

– Wallfahrtsfest, Annaberg

Sulzbach-Rosenberg

Sa., 21.7. / 14.00 Uhr Jakobi-Kirchweih

in Ensdorf,

Festplatz

Sa., 28.7. / 18.00 Uhr „Lange-Kunst_Nacht“,

ACC

So., 5.8. / 11.00 Uhr HUN-

DERTWASSER – MAGI-

SCHE FARBEN, ACC

Sa., 14.7. / 19.00 Uhr Sommerkonzert

des Singkreises,

Schule

So., 29.7. / 8.00 Uhr

150-jähriges Gründungsfest

FF-Brennberg

Sa., 14.7. - So., 15.7. Bürgerfest

in Bodenwöhr

Sa., 21.7. Fischerfest Angelsportverein

Bodenwöhr

Sa., 11.8. Hammerseefest

Sa./So. 11./12.8. Weissbierfest

und Hammerseelauf

(So.), Jacob-Garten

Sa., 29.7 / 14 Uhr – So., 28.7.

40. Bürgerfest, Marktplatz

Ostbayern-Termine

Termine selbst eintragen:

www.ostbayern-kurier.de

AM und AS Burglengenfeld

Bernhardswald

Bodenwöhr

Bruck

Sa., 14.7. / 19.00 Uhr 23.

Südstaatenmusikfest,

Flussbad/Irl

Sa., 14.7. / 20.00 Uhr Konzert

im Jugendzentrum

Sa., 21.7. - So., 22.7. / 16.00

Uhr Fischerfest an der

Naab, Flussbad/Irl

Sa., 21.7. und So., 22.7. /

19.00 Uhr Open Air-Konzert

Steinbruch-Arena des

Zementwerks Burglengenfeld

Programm und Infos:

Homepage der Stadt

Kallmünz

So., 15.7., 14 Uhr Turmführung

So., 5.8., 14 Uhr Marktführung,

Gebühr 4 Euro,


Marktplatz 1, Voranmeldung:

09473/7179999

Lappersdorf

Sa., 14.7. / 17.00 Uhr Sommernachtsfest

der Feuerwehr

Hainsacker, Feuerwehrhaus

So., 15.7. / 8.00 Uhr TSV Familienfest,

Sportzentrum

Sa., 21.7. / 19.00 Uhr Sommerfest,

Burschenverein

Hainsacker, Gasthof Prößl

Maxhütte-H.

Fr., 19. - So., 22.7. 130-jähriges

Gründungsfest, Burschenverein

Pirkensee

Sa., 21.7 – So., 22.7. / 9.00

Uhr 10. Sparkassencup

des SV Leonberg

Sa., 4.8. Dorffest, Dorfgemeinschaft

Katzheim,

Dorfhaus

Nabburg

Sa., 14.7. - So., 15.7. Mittelalterlicher

Markt, Altstadt

So., 22.7. / 13.00 Uhr

Schnittarnt: Getreideernte

mit Brotfest - Kindertag

- Schönwerth-Tag - Szenische

Führung ‚“Moosweibl,

Drud und Bilmesschneider“,

Großer Kindertag mit Schönwerthmärchen,

Oberpfälzer

Freilandmuseum

Sa., 28.7. / 19.00 Uhr Hallenfest

der FF-Nabburg im

FF-Gerätehaus

Neunburg v. W.

Sa., 14.7. / 20.00 Uhr TC

Special Weekend im Burghof:

Queen Night

Sa., 21.7./ 19.30 Uhr und

So., 22.7. / 20.00 Uhr Museumskirchweih,

Bäuerliches

Heimatmuseum, Seebarn

Sa., 21.7. / 19.00 Uhr – So.,

22.7 50-Jähriges Gründungsfest

der Bergschützen

Kemnath

Fr., 20.7. / 20.45 Uhr Burgfestspiele

„VOM HUSSEN-

KRIEG“ Weitere Termine

:21.7. 27.7. 3.8. 4.8.

Sa., 28.7. und So., 29.7. / 11

Uhr Mittelaltermarkt mit

Hussitenlager, Stadtpark

Sa., 28.7. / 20.00 Uhr Sommerfest

der FFW Penting,

Garten des Pfarrheims

Nittenau

Fr.15.7. - Sa., 16.7. / 17 Uhr

Fischerfest, Volksfestplatz

Sa., 14.7. / 18.15 Uhr Festspiel

„Geisterwanderung

zu Nittenau“

Sa., 14.7. / 20.00 Uhr „ duett

komplett“ aus Regensburg

im Stadtcafe

Fr., 10.8. / 20 Uhr D‘Raith-

Schwestern & Da Blaimer

on Tour, Burg Hof

So., 12.8. / 8.30 Uhr ADAC

Automobilslalom des AC

Nittenau, Flugplatz

Oberviechtach

So., 15.7. / 10.00 Uhr „Tag

des Pferdes“ in der Oberpfalz,

Reitsportanlage

So., 15.7. / 10.00 Uhr 4. Fischerfest

des Fischereivereins

Marktweiheranlage, mit

Musik

Fr., 27.7. - So., 29.7. Handballfest,

Turnier und Festprogramm,

Jahnstadion

Sa., 4.8. „Ohne Freibier wär

das nie passiert...“ Helmut

A. Binser, Haus Murach

So., 5.8. / 9.00 Uhr Großes

Burgfest auf „Haus Murach“

Pfreimd

Fr, 20.7. Sommerfest VDK

Sa., 11.8. Weinfest der

Stadtkapelle im Klosterhof

Regensburg

Sa., 14.07. / 21.00 Uhr Probebühne

„In die Verlängerung

mit Hermann und Manow“.

(WM-Studio), 7,50 €

Di., 17.07. / 20.30 Uhr Leerer

Beutel „Uni Jazz Orchester

feat. Bob Mintzer“

(mit Yellowjacket), 35,00 €

Mi., 18.07. / 13.00 Uhr Ostdeutsche

Galerie „Mittagspause“

(Freie Kurzführung)

6,00 €

Do., 19.07. / 19.30 Uhr Neuhaussaal

„Sommerkonzert“

(Albertus-Magnus-

Gymnasiums) Eintritt frei!

Fr., 20.07. / 17.30 Uhr Kohlenmarkt

„Fishes Bew“

(Postbob) Eintritt frei!

Sa., 21.07. / 11.00 Uhr HfKM

„offene Matinee“ (Studierendenkonzert)

Eintritt frei!

Mo., 23.07. / 19.30 Uhr

Theater an der Universität

„Von morgens bis mitternachts“

(Musiktheater nach

Georg Kaiser) 7,00 €

Fr., 27.07. / 20.00 Uhr Terasse

im Herzogspark “Oje!

Ein Rendezvous!” (mit Rolf

Stemmle) 10,00 €

Sa., 28.07. / 19.30 Uhr Piazza

im Gewerbepark „Italienische

Nacht“ (Open Air)

31,10 €

Mo., 30.07. / 10.00 Uhr

Stadtbücherei „Schon

ausverkauft! Film-Workshop

für Jugendliche“ (drei

Tage) Teilnahme frei!

Fr., 03.08. / 15.00 Uhr

Stadtteilbücherei Süd

„Specksteinschnitzen für

Kinder“ 1,00 €

So., 05.08. / 10.00 Uhr Matting

Fähre „Oldtimertreffen“

Eintritt frei!

Do., 09.08. / 20.00 Uhr

STATT-Theater „Über die

Verhältnisse“ (Frank Lüdecke)

17,00 €

Regenstauf

Mi., 18.7. / 19.00 Uhr LBV-

Vortragsabend: Eine Autobahn

verschwindet, Umweltstation

Sa., 28.7. / 18.00 Uhr - So.,

29.7. 28. Dorffest in Hirschling

Fr., 3.8. - Sa., 4.8. Tag der

Reservisten / Militärfahrzeugausstellung,

Obere

Zell

Fr., 10.8. / 14.00 Uhr 125

Jahre Bergverein Regenstauf

1893 e.V. - Der Schloßberg

ruft!, am Turmplatz

Roding

So., 15.7. / 10.00 Uhr 150

Jahre KF Roding e.V.- Familientag

mit Gottesdienst,

Musik u.v.m., Haus

der Pfarrgemeinde

Fr., 20.7. - Mo., 23.7. 90-jähriges

Gründungsfest der

KLJB Trasching, Festplatz

Sa., 4.8. / 17.00 Uhr Sommernachts-Bürgerfest,

Paradeplatz

Sa., 4.8. / 18.00 Uhr 3. Weiße

Nacht am Neubäuer

See mit Pianist Uwe Hafner

Schwandorf

Sa., 14.7. / 19 Uhr KMK-Tage:

TANZ OPEN AIR,

hofplatz unter den Platanen

So., 15.7. / 16.30 Uhr Der

Berg ruft - Kirchenführung


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Der Ostbayern-Kurier Veranstaltungskalender

7

mit Skapulierfest am Kreuzberg

Do., 19.6. / 19 Uhr KMK-Tage:

Mord in der Bibliothek

- lange Kriminacht, Lesegarten

der Stadtbibliothek

Fr., 20.7 – So., 22.7. Wendelinfest,

Wendelinplatz

Fr., 26.7. - 11.8. Filmnächte

an der Naab - Open Air Kino

im Stadtpark

Fr., 3.8. - So., 5.8. KMK-

Tage: „Kunz & Konsorten“,

Am Blasturm

Sa., 18.8. - So., 19.8 Flugplatzfest

FLC Schwandorf,

Flugplatz Charlottenhof

Schwarzenfeld

Sa., 14.7. - So., 15.7. Fischerfest,

Schlosspark

Sa., 21.7. / 19 Uhr Sommerserenade

der Musikkapelle,

Platz vor dem Rathaus

So., 22.7. / 10.00 Uhr Ökumenisches

Backofenfest,

Martin-Luther-Platz

Sa., 11.8. / 17.00 Uhr Zoiglbierfest

am Feuerwehrhaus

Frotzersricht

Teublitz

Sa., 21.7. / 17 Uhr Dorffest

des Kulturvereins Premberg

Sa., 28.7.- So., 29.7. Burschenkirwa

des Burschenvereins

Edelweiß Katzdorf,

Sportgelände Katzdorf

Wackersdorf

- Steinberg

Sa., 14.7. / 13 Uhr Sommer-

Regatta, Steinb. Yachtclub

Sa. 21.7. / 18.00 Uhr Kubanische

Nacht am Steinberger

See

Do., 26.7. 7 19.00 Uhr Old

Folk‘s Live, Gasthaus Seeblick

in Oder

Fr., 27.7. / 20.00 Uhr Musikverein

Wackersdorf-Steinberg

– Sommerserenade,

Grund-und Mittelschule

So., 29.7. / 11 Uhr Fischereiverein:

Sautrogrennen,

Rauberweierhaus

Wald

Sa., 14.7. / 17.00 Uhr - So.,

15.7. 50-jähriges Patenschaftsjubiläum

Gemeinde

Wald, RKK Roßbach-Wald

und Bundeswehr. Gemeindehalle

Sa.,, 21.7. / 11.00 Uhr Fischerfest

mit Fischerstechen

der Angel- und Naturfreunde

Roßbach/Wald,

Wolferszwinger Weiher

So., 29.7. / 11.00 Uhr 70

Jahre SSV Roßbach-Wald,

Sportzentrum

Walderbach

Sa., 21.7. / 20.00 Uhr Stodlfest

zum 25-jährigen Bestehen

der SG Regental,

Bäckerstad`l

Wenzenbach

Fr., 13.7 – Sa., 14.7. Gründungsfest

40 Jahre Stock-

Car-Club Grünthal, Dorfplatz

Irlbach

Sa., 21.7. / 14.00 Uhr Weiherfeier

Wenzenbach,

Dorfweiher

Sa., 21.07.18, 15 Uhr Sommerfest

FFW Hauzenstein,

Gerätehaus in Fußenberg

Wörth

Sa., 14.7. / 19.30 Uhr Salome

- Tanztheater nach der

Tragödie von Oscar Wilde,

Bürgerhaus

So., 22.7. / 19.30 Uhr Sommerkonzert

des Sängervereins

- 125 Jahre

Sängerverein Wörth, Bürgerhaus

Sa., 4.8. Oldtimertreffen

der Eicher- und Oldiefreunde

Hofdorf auf der

Festwiese Anwesen Soller

Zeitlarn

Sa., 21.7. / 15.00 Uhr Benefizkonzert

„Rock am

Hennerwiesl“ - SPD + BV

Regendorf

Zell

Sa., 28.7. / 18.00 Uhr Sommernachtsfest

des OGV

Zell, Feuerwehrhaus

Sa., 28.7. / 19.00 Uhr Sommernachtsfest

der Oldtimerfreunde

Losenhof

Mittelalter

in Nabburg

Nabburg. Am 14. und 15.

Juli können tausende von

Besuchern in der Altstadt in

die Welt der Ritter und Burgfräuleineintauchen

- ohne

Pest und Inquisition. Beim

mittelalterlichen Markt gibt´s

Handel, alte Musik, Schabernack,

Zauberei, Schauspiel

und natürlich spezielle Köstlichkeiten.

Eröffnung ist am

Samstag um 11 Uhr.

Heimat-Nachrichten,

Videos und Service:

ostbayern-kurier.de

Zell


8 Sibyllenbad Neualbenreuth

www.ostbayern-kurier.de

Damit auch das „Drumherum“ stimmt

Zweckverband Sibyllenbad investierte in Kurpark, Parkplatz und Gestaltung der Kurpromenade

Neualbenreuth. Nach der

Modernisierung des Sibyllenbads

hat dessen Träger, der

Zweckverband Sibyllenbad,

noch einmal Geld in die

Hand genommen. Für rund

1,6 Millionen Euro ließ er

den Kurpark sanieren, einen

neuen Parkplatz anlegen und

die Kurpromenade erneuern.

Nun, nach Abschluss der

Arbeiten, lud Bezirkstagspräsident

Franz Löffler in seiner

Eigenschaft als Vorsitzender

des Zweckverbands zur offiziellen

Einweihung. Nachdem

von 2012 bis 2014 das Sibyllenbad

selbst für rund neun

Millionen Euro modernisiert

worden war, folgte nun die

Erneuerung der Außenanlagen.

Denn, so Löffler, auch das

„Drumherum“ müsse für die

Gäste stimmen.

Für rund 1,6 Millionen Euro

Der Zweckverband investierte

nun noch einmal rund 1,6

Millionen Euro in die Außenanlagen:

Er ließ den acht

Hektar großen Kurpark sanieren,

einen neuen Parkplatz

mit barrierefreiem Zugang

Der Kräutergarten mit Pergola im Kurpark lädt zum Verweilen ein.

Bezirkstagspräsident und Zweckverbands-Vorsitzender Franz Löffler hatte zur Einweihung

geladen: Bezirksrat Richard Gaßner aus Kümmersbruck, Sibyllenbad-Leiter Gerhard Geiger,

Franz Löffler, der ehemalige Kreisrat Gerhard Schöner aus Neualbenreuth, Tirschenreuths

zweiter Bürgermeister Peter Gold, Bezirksrat Toni Dutz aus Wiesau, der Tirschenreuther Landrat

Wolfgang Lippert, der Neualbenreuther Bürgermeister Klaus Meyer, der zweiter Bürgermeister

von Waldsassen Karlheinz Hoyer sowie Landschaftsarchitektin Gisela Fanck-Reiter aus Tirschenreuth

eröffneten die neue Kurpromenade.

Sommertickets 2018

Genießen Sie einen kleinen Kurzurlaub

zwischendurch vom 1. Juli bis 31. August

im Sibyllenbad:

Den regulären Einzel-Eintritt von

2,5 Stunden Badelandschaft oder

3 Stunden mit Wellness zahlen, den

ganzen Tag bleiben.

Die Aktion ist nicht mit anderen

Rabatten oder Vergünstigungen

kombinierbar. Gäste mit ermäßigten

oder vergünstigten Eintritten erhalten

während dieser Zeit kostenfrei eine

Stunde Badezeitverlängerung.

Sibyllenbad

– tut einfach gut!

Sibyllenbad

KURMITTELHAUS SIBYLLENBAD · Eigenbetrieb des Zweckverbandes Sibyllenbad

Kurallee 1 · 95698 Neualbenreuth · Tel. 09638 933-0

Fax: 09638 933-190 · info@sibyllenbad.de

www.sibyllenbad.de

zum Kurmittelhaus schaffen

und die Kurpromenade auf

der Südseite des Bades neu

anlegen.

Nach Inbetriebnahme des

Kurhotels Pyramide mit

Bademantelgang und dem

Anschluss des bestehenden

Appartementhotels an das

Sibyllenbad frequentierten

mehr Gäste den Bereich an

der Südseite. Landschaftsarchitektin

Gisela Fanck-Reiter

griff daher eine Idee der Innenarchitektin

Christiane

Koller aus Burglengenfeld auf,

die bei der Renovierung des

Bademantelganges entstand,

und setzte sie um.

Neuen Garten angelegt

Entstanden ist ein Garten, in

dem die Gäste Natur und Pflanzen

erleben können, so die

Landschaftsarchitektin Fanck-

Reiter in ihrer Ansprache.

Dank der fachlichen Kompetenz

des Sibyllenbad-Gärtners

Patrick Schön, der auch bei

der Auswahl der Bepflanzung

half, seien die Gartenanlagen

in guten Händen.


www.ostbayern-kurier.de Stadt und Kreis Schwandorf

9

Auch im Alter das Trinken nicht vergessen

Vor allem Senioren trinken oft zu wenig – die Johanniter geben Tipps gegen Flüssigkeitsmangel

Schwandorf. Wasser ist

ein wahres Lebenselixier:

Ohne ausreichend Flüssigkeitszufuhr

kann der

menschliche Organismus

nicht überleben. Kein Problem

– signalisiert doch in

der Regel das Durstgefühl

eindeutig, wenn Flüssigkeit

zugeführt werden

muss.

Mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit

am Tag außerhalb

der Mahlzeiten sollte jeder

Mensch in Form von nichtalkoholischen

Getränken zu

sich nehmen.

An besonders warmen Sommertagen

oder bei Anstrengung

sollte es noch mehr

sein eehl die eusche

wasserhaltiges Obst, kalte

Suppen und Gemüse wie

Gurken halten den Flüssigkeitshaushalt

in Balance.

Angehörige sollten die älteren

Menschen regelmäßig

zum Trinken ermuntern und

feste Rituale einführen – zum

Beispiel ein Glas Tee nach

dem Essen.

Feste Trink-Rituale

flegeedürfige eniren

benötigen auch bei der Auch ein Trinkplan kann

Flüssigkeitszufuhr die Unterstützung

der betreuenden Übersichtsplan täglich

helfen: Dabei wird in einen

Personen und ihrer Familie: die getrunkene Menge

eingetragen und abends

zusammengezählt.

Demenziell Erkrankte

greifen gerne zu farbigen

Getränken wie Saftschorlen

oder Früchtetee. Es kann

auch helfen, ihnen Getränke

gut erkennbar anzubieten,

zum Beispiel in farbigen

Bechern.

Vor allem für Senioren und Pflegebedürftige ist es wichtig,

ausreichend zu trinken. Bild: Christina Bleier/Johanniter

Schwieriger wird es, wenn

der Durst ausbleibt, wie es

ei äleren enschen häug

der Fall ist. Zugleich ist es für

Senioren besonders wichtig,

ausreichend zu trinken.

„Mit zunehmendem Alter

verlieren die Nieren die Fähigkeit,

den Harn zu konzentrieren,

sodass mehr Wasser

ausgeschieden wird“,

sagt Dr. Johann Sommer,

Standortarzt der Johanniter

in Ostbayern. „Lässt das

ursenden nach ergessen

ältere Menschen das

rinen edch häug

Gefährliche Folgen

Somit droht nicht nur im

Sommer bei schweißtreibender

Hitze Dehydrierung,

die gefährliche gesundheitliche

Folgen haben kann:

von Unruhe, Müdigkeit und

Schwindel bis hin zu Desorientierung,

Thrombosen

oder im schlimmsten Fall

Kreislaufversagen. „Auch

die Wirkung von Medikamenten

kann durch zu wenig

Flüssigkeit im Körper beeinträchtigt

werden“, warnt Dr.

Sommer.

Gesellschaft für Ernährung.

ch ie schaff an das

auch ohne starkes Durstgefühl?

Ein paar Tipps und

Maßnahmen machen die

Flüssigkeitszufuhr leichter.

Abwechslung im Glas

Zunächst ist es hilfreich, die

tägliche Trinkration schon

morgens in Sichtweite bereitzustellen.

Ein leeres Glas

sollte man gleich wieder auffüllen.

Damit der Geschmack

nicht zu eintönig wird, emp-

ehl sich Aechslung ei

der Getränkeauswahl.

Wasser, ungesüßter Tee

und Saftschorlen mit hohem

Wasseranteil eignen sich

gut, während Säfte oder

Softgetränke sehr kalorienreich

und oft gezuckert sind.

Das macht sie – vor allem

in größeren Mengen – als

Flüssigkeitslieferant

ungeeignet.

eher

Wasser aromatisieren

Wem Mineralwasser pur zu

langweilig ist, der kann es

durch einen Spritzer Zitrone,

Minz- oder Zitronenmelisseblätter

aromatisieren. Auch


10 Ostbayern

www.ostbayern-kurier.de

Messetrubel und bayerische Gemütlichkeit

Gäubodenvolksfest 2018 vom 10. bis 20. August: „Trumm vom Paradies“ mit über einer Million Besuchern

Straubing. Die Straubinger

selbst nennen es ein „Trumm

vom Paradies“, ihr Gäubodenvolksfest.

Bayerns zweitgrößtes

Volksfest wird die Besucher

vom 10. bis 20. August mit

einem 100.000 Quadratmeter

großen Vergnügungspark,

sieben Festzelten und mehr als

100 Kapellen begeistern.

Die Organisatoren rechnen mit

rund 1,4 Millionen Besuchern.

Seinem bayerisch-gemütlichen

Charakter ist das Gäubodenfest

in seiner mehr als 200-jährigen

Geschichte treu geblieben.

eue argesce

Schneller, höher, atemberaubender,

aufregender: 130

Attraktionen warten auf die

Besucher, darunter zahlreiche

Neuheiten wie die L-Schaukel

Innity. Immer beliebter bei

den Volksfest-Fans: die einzigartige

Erlebnis-Zeitreise in die

Volksfest-Geschichte im historischen

Bereich. Dort können

die Besucher hautnah erleben,

Das Gäubodenvolksfest ein Mi aus Tradition und Moderne.

was einst die Großeltern beim

Volksfestbesuch begeisterte –

etwa die Fahrt ins Paradies

in einer liebevoll restaurierten

Berg- und Talbahn von 1939.

Kleine „Weltausstellung”

Parallel öffnet vom 11. bis 1.

August die Verbraucherausstellung

stbayernschau. Mit

60.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche

und 0 Ausstellern

wird Straubing zum wohl

größten Shopping-Center im

Freistaat. Die „niederbayerische

eltausstellung ist mit

über 400.000 erwarteten Gästen

eine der besucherstärksten

Verbrauchermessen Deutschlands.

Der Eintritt ist frei.

Das Spektrum reicht weit vom

edlen Kaschmirschal bis zu ferngesteuerten

Drohnen, vom supermodernen

Haushaltsroboter

bis hin zum Mega-Traktor. Nach

dem Erfolg bei der Premiere

201 wird sich eine eigene Halle

den hemen Nachhaltigkeit und

Energie widmen. Dort stehen

E-Mobilität, Energiesparen,

Energieeffizienz beim Hausbau

und die Energieversorgung der

Zukunft im Mittelpunkt.

5.000 Parkplätze nah am Fest

Was die Fans des Gäubodenvolksfestes

ebenfalls schätzen:

die 000 festplatznahen Parkplätze.

er einen Besuch plant,

kann sich via Volksfest-App

über Verkehrslage und freie

Parkplätze informieren. Eine

Hier parke ich-Funktion hilft,

das Auto nach dem Besuch

wiederzunden. Pfeile auf den

Straßen weisen Gästen den

schnellsten Weg zum Bahnhof.

Alle Informationen rund um das

Gäubodenvolksfest 2018 gibt

es online unter den Adressen

www.gäubodenvolksfest.de

und www.ostbayernschau.de.

Die „Ostbayernschau” erwartet vom 11. bis 19. August insgesamt

rund 400.000 Besucher.

Bilder: Foto Bernhard

Eintritt frei!

„ a t r umm vom par ad ie s “18

straubing, 10. - 20. august

10.08. Traditioneller Auszug zur Fest wiese

13.08. Lampionfahrt mit Nieder feuerwerk

14. und 20.08. Kinder- und Familien nachmittage mit

halben Fahrpreisen und kostenlosem Kinderprogramm

20.08. Prachtfeuerwerk

Gfoid ma! Werde Fan auf Facebook:

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Größte Verbraucherausstellung in der

Region · über 750 Aus steller

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Auswahl an Produkten und Dienstleistungen

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Stellenmarkt für Ostbayern 11

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12 Ostbayern

www.ostbayern-kurier.de

Mitgift entschied

Das Brautgeschenk der Josefine Haas

Ostbayern. Sicher bringen

Frauen auch heute noch

Hausrat und Geld mit in die

Ehe. Doch früher entschied

die Aussteuer darüber, ob und

wen man heiraten konnte.

Bis in die 1960er Jahre hielt

sich der „Kammerwagen“.

Damit wurde der Hausrat

zum Bräutigam gefahren –

und natürlich vom ganzen

Ort begutachtet. Von einer

Bauernhochzeit im Jahr

1893 ist eine komplette

Mitgiftliste überliefert. So

machte der Drechsler zum

Beispiel ein Spinnrad mit

Haspel, zwei Salzbichsel

und einen Erdaepfelstesser,

der Binder lieferte Brotzuber,

Eimer, Waschbottich.

Der Schreiner machte die

Bettstatt, Sulzer, Butterfass,

Backtrog und einen

Nudelwalger. Sechs Pfund

Bettfedern à 2,80 Mark und

Weingläser zu 15 Mark –

damals viel Geld – wurden

angeschaff Auerde

kamen zwei Näherinnen für

sieben Tage ins Haus und

nähten die Wäsche.

Wer ärmer war, musste dies

selbst tun. Aber auch in

einem wohlsituierten Hausstand

war es üblich, dass

die Braut alles mit Initialen

bestickte. Die Kleider-Aussteuer

einer gutsituierten

Braut im Oberpfälzer Land

bestand zumindest aus

Gewand für hohe Festtage

wie Kirchweih, Weihnachten

und ngsen für snsige

Feiertage, für Werktage

sowie Trauerkleidung.

Die Braut bestickte die

Aussteuer mit Initialen.

Lieb esGeschichten

von Petra Sippel

Ein Mädchen, das aus Armut

kaum etwas „mitbrachte“,

war oft dazu verdammt,

eine alte Jungfer zu werden.

In Burglengenfeld gibt es

bis heute eine Aussteuerstiftung

für heiratswillige

Mädchen, die geeigneten

Bewerberinnen 800 Euro

schen iferin sene

Haas, 1783 in Burglengenfeld

geboren, wurde mit

zwölf Jahren zur Vollwaise

und war gezwungen, ihren

Lebensunterhalt in reichen

Häusern zu verdienen. Dabei

lernte sie wohl einen Grafen

von Lerchenfeld zu Köfering

kennen, einen Gesandten in

Wien, dem sie dorthin folgte.

ine sandesgeäe he

war nicht möglich, aber immerhin

ging der Graf mit ihr

eine „morganatische Ehe“

ein. Das war eine nicht vollwertige

Ehe, zum Beispiel

hatten die Kinder keinen

Anspruch auf den Titel und

sene einen geselichen

Erbanspruch. Doch der Graf

bedachte sie im Testament

und machte sie 1844 zu

einer reichen Frau.

Das einzige Kind der beiden,

eine Tochter namens Louisa,

war bereits verstorben.

eshal lle sene i

ihrem Geld etwas Gutes tun.

Sie dachte an ihre eigene

Jugend und machte noch

1844 bei dem „königlich bairischen

Landgerichte Burglengenfeld

eine Heirathsausstattungs-Stiftung

für

12 junge Mädchen aus der

Pfalz.“ Im Jahr darauf wurde

sie vom bayerischen König

dafür geadelt.

Weiere ifungen senes

in Österreich gingen durch

den Ersten Weltkrieg verloren.

Das Brautgeschenk in Burglengenfeld

aber überdauerte

Welriege nflain und

Währungsreformen. Josepha

Haas von Längenfeld-Pfalzheim

starb 1846 bei Wien.

Bonjour Kultour • Petra Sippel

Liebesgeschichten on Tour, Kindergeburtstage

Franz-Liszt-Str. 8 • 93128 Regenstauf

Tel. 0 94 02 /500 696

rsten ewoner begrt

euer onbereic im PniSeniorenzentrum

Teublitz. Lange wurde er geplant,

nun feierte er Eröffnung

Der teilbeschützte Wohnbereich

im Erdgeschoss des Phönix-Seniorenzentrums

begrüßte

seinen ersten Bewohner.

Mit der Eröffnung des

Wohnbereiches schließt sich

für Teublitz und Umgebung

eine Versorgungslücke in der

Betreuung demenzkranker

Menschen, die im fortgeschrittenen

Stadium der Erkrankung

eglauftendenzen haben. Der

teilbeschützte Wohnbereich

bietet ausreichend Sicherheit,

vernachlässigt aber auch nicht

den Bewegungsdrang der

Betroffenen. So steht ihnen

ein weitläuger Garten zur

Verfügung, der zum Verweilen

Einrichtungsleiterin Carolina Welzel (rechts) und Wohnbereichsleiterin

Katharina Walczak begrüßten Manfred Gießler, den ersten

Bewohner des teilbeschützten Wohnbereiches, sowie die neue

Pegedienstleiterin Elwira nger.

aeaido Pünktlich

zum Sommerfest halfen

die Bewohner des Phönix-

Senorenzentrums „Evergreen“

in Mahütte-Haidhof fleißig

mit, den Garten in Schwung zu

bringen.

Sie bepflanzten gemeinsam

mit dem Betreuungsteam

Hochbeete, enernten nkraut

auf den Wegen, gestalteten

das Rondell im Garten neu und

bestückten es mit Blumenzwiebeln.

Den Feinschliff bildete die

Bepflanzung der Blumenkübel

vor dem Eingang. Auch Regen

konnte die Senioren nicht von

der Gartenarbeit abhalten.

Am meisten freuen sich die Bewohner

des Seniorenzentrums

schon auf das nächste Gartenproekt

die errassenbepflanzung.

Hierfür haben sich schon

viele Helfer angeboten. Denn

Gartenarbeit macht nicht nur

Spaß, sondern erinnert viele

auch an früher, als sie noch

ihren Garten zu Hause pflegten.

einlädt. Das Konzept lässt auch

zu, dass Bewohner, die sich

noch gut orientieren können,

am Alltagsgeschehen im

Haus teilnehmen und davon

protieren.

Die Station Naabtal bietet

Platz für 16 Bewohner. Speziell

ausgebildete Fach- und Betreuungskräfte

versorgen und betreuen

die Demenzpatienten.

Zeitgleich nahm die neue

Pflegedienstleiterin Frau

Elwira Unger ihren Dienst im

Teublitzer Seniorenheim auf.

Die gelernte Gesundheits- und

Krankenpflegerin war bisher

als Leiterin in einer Einrichtung

der Eingliederungshilfe tätig

und freut sich, ihren großen

Erfahrungsschatz zum Wohle

der Bewohner und Mitarbeiter

einzusetzen.

„Ich freue mich auf eine gute

und kompetente Zusammenarbeit

mit allen Berufsgruppen

und auf die neue berufliche

Herausforderung“, sagte sie bei

der Begrüßung durch Einrichtungsleiterin

Carolina Welzel.

Gartenpege zum est

PniSeniorenzentrum bsct den Garten au

Die Senioren waren mit Begeisterung bei der Gartenarbeit. Den

Feinschliff bildete die Bepanzung der Blumenkübel am Eingang.


www.ostbayern-kurier.de Stellenmarkt Ostbayern für Ostbayern 13

Erinnerung an einen alten Freund

OK-Reporter Franz Niebauer schnuppert bei der Deutschen Tourenwagen-Masters am Norisring Benzinduft

Auf dem nur 2,3 Kilometer kurzen Stadtkurs des Norisrings gaben die DTM-Rennfahrer alles.

Bilder: Franz Niebauer

Nürnberg. Vor nicht allzu

langer Zeit bekam ich

einen Newsletter. Ausgeschrieben

war eine Verlosung

von Eintrittskarten

zum Autorenn-Event der

Deutschen Tourenwagen-

Masters (DTM) auf dem

Norisring in Nürnberg. Der

in Deutschland einzige

Stadtkurs ist bekannt,

berühmt und berüchtigt.

Ich wollte hin.

Nur einen Tag nach meiner

Teilnahme an der Verlosung

bekam ich eine freudige

Nachricht: Antenne Bayern

lud mich zur DTM mit einer

„Gold-Karte“ ein. Mit der

ausgedruckten Mail, meiner

Akkreditierung, machte ich

mich auf dem Weg zum

Veranstalter.

Gedanken an Freund Franz

Nach anstrengender

Parkplatzsuche und einem

kurzen Marsch durch ein

Wäldchen hörte man schon

das Röhren und Dröhnen

leistungsstarker Motoren

der Rennboliden. Es war

wieder einmal so weit: DTM-

Zeit am Norisring.

Meine Gedanken, als ich zuschaute,

waren jedoch völlig

andere. Ich dachte an meinen

Nachbarn, langjährigen

Freund und Namensvetter

Franz. Leider viel zu früh

verstorben, hätte er sich

jetzt über einen Besuch auf

dem Norisring unglaublich

gefreut. Er war ein Rennsport-Begeisterter

wie ich,

wir besaßen damals sogar

ein gemeinsames Rennkart.

Mehrere gemeinsame

Besuche auf Rennveranstaltungen

unterstrichen unsere

Begeisterung für den Rennsport.

Unter anderem waren

wir auch öfter in Nürnberg

am Norisring. In Erinnerung

an Franz schreibe ich nun

diese kleine Geschichte.

Als ich an den Pavillons namhafter

Autohersteller vorbeiging,

erinnerte ich mich an

die Zeit vor fast 40 Jahren,

als Franz und ich durch das

ffene ahrerlager schlenderten.

Wir standen damals

noch auf den Steinstufen.

Diese wurden schon vor

langer Zeit ersetzt, und so

beobachtete ich heuer das

Renngeschehen von einem

blauen Plastik-Schalensitz auf

der Schöller-Tribüne aus –

gegenüber eine Leinwand.

Im Wandel der Zeit

Die Rennautos von damals

waren noch zart, fast zerbrechlich.

Heute sind es Boliden

n furcheinflender

Größe und ihre PS-Stärke

hört man schon von Weitem

am Klang der Motoren. Franz

und ich waren damals unbedarft:

ohne Gehörschutz,

aber voller Erwartung,

gespannt auf das erste

Fahrzeug. Schließlich zeigte

uns keine überdimensionale

Fernsehwand den Start der

Rennfahrzeuge an. Das Geschehen

hielt sich in einem

überschaubaren Rahmen.

Die Faszination blieb

Heute, ja heute wird mit

Strategie und Reifenpoker

um den Sieg „gefeilscht“.

Natürlich haben sich die Zeiten

geändert – aber die Faszination

blieb dieselbe. Ich

denke, Franz hat an diesem

Tag von oben zugesehen,

denn das Wetter blieb trotz

starker Wolkenbildung stabil,

zeitweise lachte die Sonne.

Auf dem Riesen-Monitor

gegenüber war die Startaufstellung

zu sehen. Nach

der Einführungsrunde standen

die Rennautos der DTM

bereit zum Start. Ihre Fahrer

ließen nervös die Motoren

aufheulen. Die Startampel

sprang auf Rot… und ihr

plötzliches Erlöschen war

das Startsignal für die 24

Fahrzeuge, die alle gleichzeitig

losfuhren. Ein unruhiges

Hantieren in den hinteren

Reihen deutete auf ein Überholmanöver

hin. Ich glaubte,

leichte Berührungen der

Fahrzeuge zu erkennen – da

waren die ersten Fahrzeuge

schon in der Kurve.

Der Stadtkurs ist nur 2,3

Kilometer kurz und hat viele

zum Teil sehr enge Kurven

wie die Grundig-Kehre.

Auf der Gegengeraden

konnte man die Rennwägen

halb verdeckt durch die

Leitplanke vorbeihuschen

sehen, ehe sie mit lautem

Gedröhne und einer Menge

Zahlreiche Zuschauer verfolgten das Autorennen.

Schaltgeräuschen an der

Tribüne vorbeizogen. Einst

musste man noch kuppeln

und das Bremspedal saß

in der Mitte. Das ist längst

Geschichte, heute fährt

man mit Gas, Bremse und

Schaltwippen.

Sieg für Lokalmatador

Die Freude am Ende des

Rennens war groß, gewann

doch der fränkische Lokalmatador,

der aus Fürth stammende

Marco Wittmann, mit

seinem BMW. Knapp hinter

ihm kamen die Mercedes-

Fahrer Eduardo Mortara und

Daniel Juncadella ins Ziel.

Enttäuscht war hingegen

affe der i ualifing

auf Rang 1 gelegen hatte.

Er hatte sich beim Rennen

wohl ein zu heftiges Duell

mit Timo Glock geliefert.

Die Gedanken wanderten

beim abschließenden Besuch

des Fahrerlagers zu

meinem Freund Franz. Er

hätte sich sicher als erstes

die Pneus angesehen,

war er doch ein halbes

Leben bei einer namhaften

eifenra die auch nch

heute Rennreifen herstellt,

beschäftigt. Gewiss hätten

wir bei einem Bierchen auf

der heimischen Terrasse

noch weiter gefachsimpelt

und diskutiert. Schade…

Franz Niebauer


14 Reportage

www.ostbayern-kurier.de

2734 Kilometer Pilgerfahrt

Jürgen Schossig (65) radelt ohne Fremdsprachenkenntnisse nach Santiago de Compostela

Amberg. Wie viele hört

man sagen „Den Jakobsweg

bis Santiago de

Compostela, den würde

ich auch mal gerne gehen,

aber....“ Der Rentner Jürgen

Schossig (65 Jahre)

aus Amberg machte aus

dem „würde“ ein „werde“!

War er in den vergangenen

Jahren bereits mit seinem

Schwager per Velo - mit

reiner Muskelkraft und

nicht etwa mit einem E-Bike

auf - Tour nach Paris, Rom

und Amsterdam gegangen

(wir berichteten), so machte

er sich in diesem Jahr bewusst

allein auf diese ganz

besondere Reise. Und das

ohne jegliche Kenntnisse

der französischen und spanischen

Sprache. Mit nur ein

paar Wörtern Englisch, dafür

aber mit umso mehr Mut und

Vertrauen im Gepäck machte

sich der Radl-Rentner auf

die Pilgerreise. Er hat dem

Ostbayern-Kurier von seinen

Erlebnissen und Erkenntnissen

auf dem Jakobsweg von

Amberg nach Santiago de

Compostela erzählt.

Wir veröffentlichen

hier Auszüge aus dem

Tour-Tagebuch des Radl-

Rentners. Die Erfahrungen

den kompletten, 33

Tage dauernden Reise

lesen Sie online auf www.

ostbayern-kurier.de unter

der Rubrik „Reportage“.

Tag 1 / Montag, 14.05.

Abfahrt um 8.30 Uhr in Amberg

mit dem Trekking-Rad,

beladen mit 30 kg Gepäck.

Tag 4 / Donnerstag, 17.05.

ch

Augen und denke mir, als ich

so an der Zeltwand hochschaue,

seltsam, was hat

das Zelt nur für komische

braune Flecken? Als ich

aus dem Zelt krabble sehe

ich die Bescherung – das

Zelt ist übersät mit Nacktschnecken,

30-40 an der

Zahl! Würg... Handschuhe

an und die ekligen Besucher

entfernen. Nach dieser

„Kammerjäger-Tätigkeit“

fahre ich ohne Frühstück los

(verständlich, oder?).

Am Ziel: Mit seiner freundlichen, offenen Art ist Jürgen Schossig auch ohne Spanischoder

Französischkenntnisse in Santiago angelangt.

Tag 7 / Sonntag, 20.05.

Der ständige Regen macht

ch mürbt.

Hilft ja alles nichts,

ich breche auf Richtung

Besancon. Inzwischen ist

das Wetter besser und auch

meine Stimmung hellt sich

auf. Hier grüßen sich die

meisten Radfahrer. Werde

gerade überholt: „Bonjour,

sprechen sie deutsch“,

werde ich gefragt. „Nix

anderes“, ist meine Antwort!

Der Angesprochene kippt

vor Freude fast vom Rad. Er

ist Rentner aus Österreich

und mit einem Kollegen

unterwegs. Sie fragen nach

meinem Ziel. Als ich es ihnen

sage, sind sie erst mal

sprachlos... da wollen sie

auch hin! Ein paar Kilometer

fahren wir gemeinsam bei

netter Unterhaltung, dann

trennen sich unsere Wege

wieder. Habe die beiden Österreicher

noch zweimal auf


gab immer ein großes HAL-

LO, obwohl ich sehr gerne

allein unterwegs bin und

meine Gedanken ungestört

schweifen lassen kann.

Tag 8 / Montag, 21.05.

Nun bin ich schon eine

Woche unterwegs. Ich spüre

schon jetzt die Anstrengung,

kann mich aber trotz des

vielen Regens immer wieder

motivieren, möchte unbedingt

mein Ziel erreichen.

Tags darauf ging es nun

laufend bergauf-bergab, bin

ganz schön gefordert, aber

das wird in den kommenden

Tagen bestimmt noch

schlimmer.

Tag 10 / Mittwoch, 23.05.

Das Wetter wird schlechter,

Gewitterwolken ziehen auf.

Bin plötzlich mit meinen

Kräften total am Ende, kann

mich kaum noch auf dem

Rad halten – bergauf-bergab!

Als ich am Campingplatz

ch

Schlag! Das ist eine durch

den Regen aufgeweichte

Wiese mit WC und Duschkabine.

Kein Mensch vor Ort

und es regnet weiter in Strömen,

Zeltaufbauen unmöglich!

Nach 1,5 Stunden mit

abwarten immer noch keine

Wetterbesserung. Was tun?

Ich nehme mein Gepäck und

begebe mich in die Duschkabine,

die ist sauber und

trocken. Luftmatratze und

Schlafsack dazu und fertig

ist mein Nachtlager.

Tag 11 / Donnerstag, 24.05.

Wie immer in den Städten

Fast so toll wie die Hochzeit

zu Kanaan: Der Brunnen, der

Wein und Wasser von sich

gibt.

ist mein Navi überfordert,

schaltet sich ab oder schickt

mich mal nach rechts, mal

nach links. Ich navigiere

mich mit dem Kompass

aus der Stadt. Weiter geht’s

- aber nicht lange. Straße

gesperrt, Baustelle! Egal,

Absperrung umfahren und

weiter geht’s - habe ich in

Deutschland auch schon

so gemacht. Aber pssssst,

nicht weitersagen! Es geht

bergab, wunderbar.... bis

zur nächsten Absperrung!

Brücke abgerissen, kein

Durchkommen! Also wieder

zurück, so eine Sch....!

Tag 14 / Sonntag 27.05.

Heute sehe ich die erste

Fußpilgerin, eine ca. 60

h

ihren Weg geht. Ich dagegen

fühle mich heute sowas von

schlapp ...

Tag 15, Montag 28.05.

Es ist eine herrliche

Ruhe, manchmal sehe

ich 45 Minuten lang keine

Menschenseele.

Viele unbekannte Vogelstimmen

begleiten mich

durch meine Gedanken, ich

durchlebe meine Kindheit,

Jugendzeit, mein ganzes

Leben noch einmal, spüre

Schmerz und Freude beim

ch eignisse

aus der Vergangenheit,

male mir die Zukunft

aus, was wird das Leben

wohl noch an Freude, aber

auch Leid für mich bereit

halten?

Dabei kommt mir immer wieder

der Song von Haindling

in den Sinn, dessen Text sowohl

das Leben als auch die

Streckenführung auf meiner

Pilgerreise beschreibt:„Es

geht runter und es geht wieder

rauf. Wieder nach unten

und nochmal geht’s auf.

Es fängt von vorn an und

es hört wieder auf. Es geht

wieder runter, doch dann

wieder rauf“. (...)

Nach einigen Regenschauern

erreiche ich Perigueux,

eine Partnerstadt von

Amberg.

Kurz überlege ich, ob ich

im Rathaus dort den Bürgermeister

besuche und

mich von diesem zu einem

Abendessen einladen lasse.

Aber in meiner Radlerklamotte

will ich ihm das dann

doch nicht zumuten. Er

kann die Einladung aber

gerne aussprechen, wenn er

einmal wieder zu Besuch in

Amberg ist ... *grinssssssss

Tag 16 / Dienstag, 29.05.

Nach einer Mittagspause

geht es auf einem Radweg

weiter - kilometerlang hohe

Büsche links und rechts. Da

kann man schon mal etwas

von seiner Aufmerksamkeit

verlieren und mit den

Gedanken ganz wo anders


www.ostbayern-kurier.de Reportage

15

sein als auf der Strecke...

sollte man(n) aber nicht!

Ich bemerke nicht, dass ich

auf eine kleine Kreuzung

zufahre. Da ist es auch

schon passiert: Ein Auto von

rechts, ich kann nicht mehr

bremsen, die Fahrerin des

Wagens, eine ältere Dame

auch nicht! Es kracht und

ich liege leicht benommen

auf der Straße. Vorsichtig

probiere ich ob ich mich

bewegen kann, es scheint

alles in Ordnung zu sein.

Ich stehe auf und sehe mein

Fahrrad – das war´s dann

wohl!! Das Vorderrad ist total

verbogen und unbrauchbar,

eine Satteltaschenhalterung

abgerissen. Am Auto eine

fausttiefe, große Delle. Ich

stehe mitten im Nirgendwo

und eine Verständigung mit

der Fahrerin ist aufgrund der

fehlenden Sprachkenntnisse

auf beiden Seiten nicht

möglich...

Die ältere Dame, geschätzt

so um die 80 Jahre, telefoniert

aufgeregt und nach

einer Weile kommt eine

jüngere Frau, wohl deren

Tochter, angefahren. Sie

spricht wie ich etwas Englisch

und bietet mir an, mein

Vorderrad und Gepäck in ihr

Auto zu laden und mit mir zu

einem Veloservice zu fahren,

während die ältere Dame mit

dem „Rest“ meines Fahrrades

mit dem verunfallten

Auto heimfährt.

Beim Veloservice angekommen

wartet schon das

nächste Problem auf mich:

Es gibt dort keine passende

Felge für mein Rad, ich

könnte diese im etwa 100

km entfernten Bordeaux

bekommen, aber wie bitte

soll ich dahin kommen.

Der Mitarbeiter ist sehr

freundlich und durchsucht


gebrauchte passende Felge,

ich lasse Schlauch und Reifen

montieren bezahle. Noch

einen 14er Schlüssel im

Baumarkt kaufen und dann

20 km zurück zu meinem

Fahrrad. Und bevor jetzt

ein ganz Schlauer denkt,

wie kann man denn ohne

passendes Werkzeug auf so

eine Reise gehen... ich hatte

Werkzeug dabei, aber eben

keinen 14er Schlüssel, da

meine Originalfelgen einen

Schnellspanner haben.

Ich montiere das Vorderrad,

lade mein Gepäck wieder

auf und bin gespannt, wie es

Das Wetter war desöfteren gelinde gesagt... wechselhaft...

nun mit dem Schaden am

Auto weitergeht. Da kommen

auch schon die beiden

Frauen aus dem Haus. Ich

bedanke mich zunächst für

die Fahrt zum Veloservice...

„no problem“ erhalte ich zur

Antwort und werde mit den

besten Wünschen für meine

weitere Fahrt verabschiedet.

Kein Wort zum Autoschaden...

mir soll´s recht sein!

Tag 19 / Freitag, 01.06.

Abfahrt 8.00 Uhr auf Radwegen

die Küste entlang. Den

Atlantik kann ich kaum sehen.

Aus Langeweile jage ich

Hasen, die auf dem Radweg

sitzen. Scheinbar haben die

Tiere auch Spaß an dieser

chch

etwa nach rechts oder links,

sondern hoppeln immer am

Radweg entlang, also bitte

keine Bemerkungen über

Tierquälerei!

Völlig erschöpft erreiche ich

an diesem Tag noch den

Campingplatz. In Brühe

koche ich mir auf dem zu

meiner „Ausrüstung“ gehörenden

Kocher Nudeln,

schneide mir zu diesen noch

einen kleinen Rest Wurst aus

meinen Vorräten mit hinein

und auch noch zur weiteren

„Verfeinerung“ einen Camenbert

dazu, auch wenn

dieser schon verdächtig

riecht...Lafer würde sich bei

dem Anblick das Leben nehmen,

mir schmeckte es! Der

Stuhlgang danach war allerdings

etwas „Flitzekacke“!

Tag 20 / Samstag, 02.06.

Heute soll es nach der gestrigen

Anstrengung ein ruhiger

Tag werden. Aufstehen,

ch

Zu meinem heutigen Ziel

Saint Jean Piet de Port sind

es nur etwa 3 Stunden Fahrzeit.

Für ca. 12 % der Pilger

die in Santiago ankommen,

ist hier der Ausgangsort

ihrer Pilgerreise. Ich habe

bis dahin bereits 1.796 Radlkilometer

in den Beinen!!

Bei meiner Ankunft muss ich

noch 2 Stunden warten, bis

h

Ein Schlafsaal mit 16 Betten.

Ich wasche meine Wäsche

h

nächsten Tag trocken. Stelle

fest, das Pilgerherbergen

nicht wirklich meine Welt

sind. Mir ist es dort zu hektisch,

zu laut.

Tag 21 / Sonntag, 03.06.

Heute geht es über die Pyrenäen

nach Spanien. Das

hatte ich mir anstrengender

vorgestellt, aber ich konnte

tatsächlich die 1.700 Höhenmeter

zu 80 % fahrend

überwinden.

Tag 22 / Montag, 04.06.

Meine Etappe verläuft heute

auch auf Fußpilgerwegen.

Mir fallen sofort die vielen

Asiaten auf, die den Jakobsweg

gehen, das erstaunt

mich. Ein Zwischenziel am

heutigen Tag ist Irache. In

einem Weingut dort soll es

einen Brunnen geben, aus

welchem aus einem Zapfhahn

Wasser (das ist ja noch

nicht ungewöhnlich, oder)

und aus einem weiteren

hh

Und tatsächlich, aus einem

der Zapfhähne kommt Rotwein!

Zunächst trinke ich ein

paar Schlucke, der Wein ist

gar nicht schlecht! Ich fülle

ch

ein wenig Wein und fülle mit

Wasser auf, 1a-Weinschorle

als Getränk für den Rest

meiner Tagesetappe.

Tag 25 / Donnerstag 07.06.

Trotz des schönen warmen

Vorabends war die Nacht

wieder mal regnerisch und

kühl!

Sie können das schon nicht

mehr hören? Aber hallo,

ich musste es erleben! Die

Pilger könnten unterschiedlicher

nicht sein. Viele Pilger

sind allein unterwegs, vom

Mädchen mit etwa 20 Jahren

bis zu älteren Herren.

Gerüchten zu folge sollen

sich hier ja auch 65-jährige

Greise mit dem Fahrrad auf


Ein junger Pilger mit Hund an

der Leine schleppt ein großes

Skateboard mit. Ich frag

mich, wann er dies benutzen

will? Ich befürchte, er kann

lang auf eine Gelegenheit

zum Boarden warten. Einige,

meist weibliche Pilger haben

ihr zulässiges Gesamtgewicht

um mindestens 100 %

überschritten, sind aber mit

ch

ich verbeuge mich mit größtem

Respekt!

Tag 28 / Sonntag, 10.06.

Am Cruz de Ferro steht auf

dem höchsten Punkt des

spanischen Jakobwegs in

1.500 m Höhe ein auf einem

Baumstamm montiertes

Eisenkreuz. Jeder Pilger

legt dort einen von zuhause

mitgebrachten Stein ab,

manche auch persönliche

Gegenstände oder Briefe.

Mir ist hier zu viel Trubel, ich

halte mich nicht lange dort

auf und fahre bald wieder

los.

Tag 31 / Mittwoch 13.06.

Um ca. 11 Uhr erreiche ich

Santiago. Meine Gefühle, als

ich hier am Ortschild stehe,

kann ich nicht beschreiben.

Stolz und Freude es

ch h

bisschen Wehmut, daß ich

meine Freude genau in diesem

Moment nicht persönlich

mit meiner Frau, meiner

Familie teilen kann. Schicke

aber gleich eine Nachricht

mit Foto „Nach 2.734 km

Ziel erreicht“, damit diese

sich - wenn schon nicht

persönlich, dann wenigstens

zeitnah - mit mir freuen kann.

Ich fahre weiter zur Kathedrale

und setze mich auf

den Vorplatz – ein genauso

erhebender Moment voller

Glücksgefühle, was ich noch

eine Weile genießen will.

Aber ich habe noch etwas

Wichtiges vor heute! Ich frage

einen Niederländer nach

dem Weg zum Pilgerbüro,

dort will ich mir die „Compostela“

ausstellen lassen.

Dazu muss zum Beweis der

Pilgerreise der Pilgerpass

vorgelegt werden. Da bin ich

aber nicht der Einzige, eine

Menschenschlange von ca.

50 Metern steht vor mir. Nach

einer knappen Stunde halte

ich das begehrte Dokument

in den Händen. Nun kann ich

mir lächelnd Gedanken zu

meiner Rückreise machen.

Sigrid Karcher

Nach 2734 Kilometern mit Sack und Pack endlich an der

Kathedrale angekommen.


16 Kreis Regensburg

www.ostbayern-kurier.de

Schlösser, Bäder und Wackelsteine

Ostbayern-Kurier präsentiert Markt Regenstauf in neuem Video – 87 Ortsteile mit wunderbarem Flair

Blick auf Schloss Ramspau.

Regenstauf. Es sind

die kleinen und oftmals

versteckten Schmankerl,

die das Entdecken der

ostbayerischen Städte,

Märkte und Gemeinden zu

einem beeindruckenden

Erlebnis machen. So ging

es auch dem Film-Team

des Ostbayern-Kuriers,

das während der Drehar-

eiten zu eine agefil

den Markt Regenstauf aus

der Nähe erkundete.

Der Markt ist die größte

Gemeinde im Landkreis

Regensburg. Dass 87

Ortsteile zu Regenstauf

gehören, wissen wohl die

wenigsten. Diese Ortsteile

bieten besonderes Flair und

eine Mischung aus prachtvoller

Natur, historischen

Bauwerken und jeder Menge

Möglichkeiten, die Freizeit

aktiv zu gestalten.

Urlaub zu Hause

Dazu zählt das Gebiet entlang

des Regens, wo sich

in den warmen Monaten

die Radler, die Wanderer

und die sfahrer reffen

Für den Urlaub zu Hause

in Deutschland gibt es ein

großes Angebot an Zimmern

und Ferienwohnungen in

jeder Kategorie. Badegäste

haben Gelegenheit, sich im

Regen abzukühlen, sei es im

Valentinsbad, am Badeplatz

in Hirschling oder im malerischen

Ramspau.

Hier, im so genannten Golddrf

nde an neen der

Pfarrkirche St. Laurentius

i de chlss der gräflichen

Familie Ledebur auch

Bilder: fb

eine der schönsten Schlossanlagen

der Oberpfalz.

Überhaupt hat Regenstauf

mit sechs Schlössern und

weiteren Burganlagen viel

zu bieten, wenn man sich für

Geschichte und Brauchtum

interessiert.

Brauchtum wird auch im

Ortsteil Diesenbach großgeschrieben:

Der alljährliche

Faschingszug, organisiert

von der Faschingsgesellschaft

Lari-Fari, gehört zu

den schönsten und größten

in Ostbayern und lockt Tausende

Besucher an.

Blick über das Regental

Ein majestätischer Anblick

bietet sich schließlich auf

dem Regenstaufer Schlossberg.

Von der Johanniswiese

oder der Gaststätte auf dem

Schlossberg reicht der Blick

weit über das Regental. In

diesem Ambiente lässt es

sich auch beim Bergfest Anfang

Juli ausgelassen feiern.

Für Kinder ist der Schlossberg

ein tolles Abenteuer-

Areal, von den Spielplätzen

über den Schlossturm bis

hin zum modernen Info-

Center. Dieses wurde von

der Regenstauferin Claudia

Kleber konzipiert und zeigt

viele Exponate der heimischen

Tierwelt, beleuchtet

die örtliche Historie und ermöglicht

Kindern, interaktiv

viel Wissenswertes über Regenstauf

und die Umgebung

zu erfahren.

Am Fuße des Schlossbergs

nahe des egens ende

sich die überregional

bedeutende Vogel- und

Umweltstation des Landesbundes

für Vogelschutz

(LBV). Dort kümmert man

sich u flege eilung und

Auswilderung heimischer

Wildvögel.

Film im Internet zu sehen

Ob es die Seebühne in

Karlstein ist, die Wackelsteine

in Heilinghausen oder die

gemütliche Einkehr in Funkes

Alter Hofmark in Steinsberg

mit Chance auf eine

Bandprobe des ortsansässigen

„Froschhax’n-Express“

– in und um Regenstauf

fanden sich viele Motive für

unsere Dreharbeiten. Diese

Eindrücke sind in unserem

Video zusammengefasst.

Den Film gibt es online auf

www. ostbayern-kurier.de zu

sehen.

fb

Ostbayern-Kurier-Moderator Fabian Borkner auf der

Terrasse der Schlossberggaststätte.

Pfarrkirche St. Laurentius.

Badegäste im Valentinsbad am Regen.


www.ostbayern-kurier.de Aus dem Nähkästchen

17

Der feuchte Fred und Frau Professor

Ostbayern-Kurier-Reporter Franz Niebauer plaudert aus seinem Alltag als Streifenpolizist in Nürnberg

Nürnberg. Die Sonne blinzelte

durch einen kleinen

Spalt in den zugezogenen

Vorhängen. Heute war

Sonntag, aber unsere

Dienstgruppe hatte Vormittagsdienst.

Es war zu

erwarten, dass die samstäglichen

Alkohol leichen

sich bereits in ihre Kojen

zurückgezogen hatten.

Der Sonntagvormittag gehörte

den Kirchgängern,

Joggern und Mountainbikern.

Halt! Und noch

jemandem. Das waren wir,

die Polizei.

So schön es auch war, jetzt

musste ich mich langsam

aus meinem Bett wälzen.

Ab in die Dusche, kurz noch

einen affee und dann a

aufs Polizeirevier. Ich war

gespannt, wie es Fred ging.

Der war ja wieder mal unterwegs

gewesen – zumindest

hatte er das am Vortag

angekündigt.

Patschnasser Fred

Vereinbart war mit allen

Dienstgruppen, dass wir

immer eine Viertelstunde

früher ablösten. Das war

ein Entgegenkommen für

die „Heimgeher“ – gerade

Impressum

Der Ostbayern-Kurier: Zeitung der

Elsa-Brandström-Str. 6

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Geschäftsführer Hubert Süß

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in den Kreisen R, SAD, CHA

und AS sowie Stadt Regensburg

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Service-Redaktion Sigrid Karcher

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sonntags, wo es in der Regel

sehr ruhig war. War es heute

wohl anders? Mal sehen!

Also verließ ich meine

Wohnung und folgte den

Sonnenstrahlen.

Ich war gerade dabei, die

Steinstufen zum Eingang

der Dienstelle zu betreten,

da schallte es mir laut entgegen…

Fred war schon da.

Äh, Fred? Schon da? War

er wohl überhaupt nicht zu

Hause gewesen?

Ledertasche „geangelt“

Nein! Er stand patschnass

im Flur der Dienststelle

und man sah, dass es ihn

fröstelte. Ich fragte meinen

Streifenpartner fürsorglich,

was denn geschehen sei.

Zitternd und bibbernd

deutete er auf eine lederne

Aktentasche, die – so schien

es – wohl im Wasser gelegen

war. Nur, warum war Fred so

nass?

Der Grund war, dass Fred

dachte, als er wie immer

Richtung Dienst über die

Wöhrder Wiese ging, es sei

dort jemand ins Wasser gesprungen.

Passanten halfen

dem armen Fred aus dem

Teich… und die Ledertasche

schen sie ih auch nch

heraus.

Die Tasche gehörte Fred

nich ch als dienseflissener

bayerischer Gendarm

hatte er sie mitgenommen.

Nun, da stand der arme

„Tropf“ nun im wahrsten

Sinne des Wortes.

Notenhefte und Metronom

„Fred“, wies ich ihn an, „zieh

dich um, zieh etwas Trockenes

an“. Wenn man aber Fred

nicht kennt, dann weiß man

auch nicht, dass er natürlich

nichts zum Umziehen mehr

auf der Dienststelle hatte.

Er ging daher erst einmal in

die Dusche – und ich ließ mir

seinen Wohnungsschlüssel

geben, um ihm trockene

Sachen zu holen. Es war ja

Sonntag, da war es ja ruhig.

Außerdem war auch kein

Chef vor Ort.

Kurze Zeit später hatte Fred

eine trockene Uniform an und

ar auch ieder uieschdel“.

Er hatte bereits den Inhalt

der nassen Ledertasche

otenhefte eines bekannten usikrofessors schte red mit ilfe on Passanten an der

hrder iese aus dem asser.

Bild: Birgit / ielio.de

ausgebreitet und über die

Stuhllehnen gehängt. Eine

Vielzahl von Notenheften

waren das und ein hölzernes

Metronom gehörte ebenfalls

zum Inhalt der Ledertasche.

Offensichlich gehren die

Sachen einem Musikanten.

Bekannter Komponist

Musikanten? Naja, schon

eher einem Musikprofessor.

Dies stand zumindest leicht

verwaschen, aber noch

erkennbar an der Innenseite

der Ledertasche.

Es war nur der Name, der

dort stand, keine Adresse

und keine Telefonnummer.

Aber es war ein bekannter

Name – und wie könnte es

auch anders sein, dieser

Name gehörte einem

bekannten Komponisten.

Ein weiterer Kollege suchte

sogleich dessen Telefonnummer

heraus, und schon

hing Fred an der Strippe.

Eigenartig war es schon,

dass gerade er, der mit

Musik nichts am Hut hatte,

sich so engagierte. Wir

sollten eines Besseren

belehrt werden – das aber

ein andermal. Fred erreichte

den „Musikus“ und teilte ihm

detailliert den Sachverhalt

mit. Wie man dann später

erfuhr, hatte der Professor

mit seinem Fahrrad die Kurve

zu schnell genommen

und die hinten in einem Korb

liegende Tasche war weg…

Er selbst hatte den Verlust

der Tasche erst später zu

Hause bemerkt.

Inzwischen ging es den Mittagsstunden

entgegen und

wir hatten noch eine Stunde

bis zum Feierabend. Alle

waren froh, noch ein wenig

vom Sonntag zu haben – nur

Fred nicht. Er begann, die

teilweise noch feuchten

Notenhefte sorgsam zu

durchblättern, damit sie ja

nicht zusammenklebten.

„Fred“, hörte man da aus der

Wache den Kollegen rufen,

„der Herr Professor ist da!“

Fred sprang auf, bewegte

sich schnellen Schrittes zum

Tresen der Wache und man

hre ie hflich er den

Professor und dessen Frau

begrüßte.

Noten über Stuhllehnen

Frau Professor war eine nicht

allzu große, leicht korpulente,

nette Dame mit viel Oberweite.

Fred führte die beiden

Gäste ins Vernehmungszimmer,

wo er die Notenhefte

zum Teil noch über die

Stuhllehnen platziert hatte.

Mit beiden Händen ziemlich

heftig gestikulierend,

erklärte er die Sachlage.

Er vergaß dabei aber auch

nicht, seinen „nassen“

Einsatz zu erwähnen. „Alles

war im Wasser“, erklärte er

den beiden. „Ich habe es

zum Trocknen hier über die

Stuhllehnen gelegt“, fuhr er

weiter fort, stark mit seinen

Händen gestikulierend.

Erotisierte Dame

Fred kam der Frau Professor

bedenklich nahe. Es

konnte, das sah man, nicht

gut gehen... Und dann war

das Unvermeidbare schon

geschehen: Fred hatte aus

Versehen, eine Absicht

hätte ich ihm nie unterstellt,

beim Erklären mit den

Handrücken über den Busen

der unmittelbar vor ihm

stehenden Professorenfrau

gefahren.

Sogleich kam von ihm ein

„Entschuldigung“, mit – und

das ist wiederum bezeichnend

für ihn – gleichzeitigem,

vollem Einsatz seiner beiden

Hände… sozusagen ein

„Wegwischen“ dieser ersten

Tat. So erotisiert hatte Frau

Professor wohl noch nie eine

Polizeidienststelle verlassen.

Fred, Fred…

Franz Niebauer


18 Ostbayern

www.ostbayern-kurier.de

„Bienenliebe“ auf Burg Falkenstein

Ausstellung im Museum Jagd und Wild auf Burg Falkenstein bis 3. Oktober – buntes Rahmenprogramm

Falkenstein. Im Museum

Jagd und Wild auf Burg

Falkenstein kann man im

Moment Bienen sehr nahe

kommen, ohne Gefahr zu

laufen, gestochen zu werden.

„Bienenliebe“ heißt

die Sonderausstellung, die

sich einer in der Natur und

für die Menschen unentbehrlichen

Tierart widmet:

der Biene.

Die Ausstellung ist in zwei

Bereiche aufgeteilt. Zum

einen sind großformatige

Gewinnermotive eines Fotowettbewerbs

des Deutschen

Bienen-Journals zu sehen.

Mit der Wanderausstellung

will die Redaktion des

Fachmagazins für Imkerei

auf die Schönheit und

Vielfalt der Bienen und auf

die Bedeutung der Imkerei

aufmerksam machen.

Im Mittelpunkt stehen

Bienen in der Natur, das

Leben im Bienenvolk und

die Imkerei. Auch Hummeln,

andere Wildbienenarten und

chefliegen leisen ichtige

Bestäubungsarbeit,

weshalb sie nicht fehlen dürfen.

Außerdem gibt es einen

Rötz. Wer ist noch keinem

Flurkreuz auf einem

Spaziergang oder einer

Wanderung begegnet?

Flurkreuze laden die Vorbeigehenden

zum Gebet

und zur Besinnung ein.

Das kommt gelegentlich

auch durch eine entsprechende

Aufschrift zum

Ausdruck.

au eniin seh ein

Flur- oder Wegekreuz an

einer Kreuzung, einem

Weg oder einer Straße, am

Feldrand oder im Wald. Es

kann aus Holz, Stein oder

Metall gefertigt sein. Oft

sind es ruie i einer

Darstellung des gekreuzigten

Christus – Zeichen

christlichen Glaubens.

Gründe für das Aufstellen eines

Flurkreuzes gibt es viele.

So erinnern zum Beispiel

regionalgeschichtlichen

Bereich.

Der Bienenzuchtverein

Falkenstein und Umgebung

steuerte anschauliche Exponate

zur Ausstellung bei. Sie

verweisen auf die 120-jährige

Vereinsarbeit und auf die

Imkerei in Falkenstein. Zu

sehen sind Gerätschaften,

Werkzeuge und Bienenprodukte,

historische Zeitschriften,

Bücher und Fotos.

Eine „Fotobeute“ ermöglicht

Besuchern einen ganz ungefährlichen

Blick in einen

Bienenstock und präsentiert

eine interessante Momentaufnahme

des Lebens im

Bienenkasten. Kulturgeschichtliche

Kostbarkeiten

aus Museen im Landkreis

Cham wie Wachsstöckl,

Wachs-Votive oder Kerzen

ergänzen die Sonderschau.

Galt vor hundert Jahren

das Interesse der Imker

hauptsächlich der Gewinnung

von Honig, Wachs

und Propolis, so engagieren

sich die Imker heute für das

Überleben der Biene und

halten sie am Leben. Imker

Gedenkkreuze an verstorbene

Personen, Unfälle oder

Gewalttaten. Es gibt auch

Florianskreuze, die zu Ehren

des Schutzpatrons der Feuerwehr

aufgestellt wurden

und an eine Brandkatastrophe

oder an verunglückte

Feuerwehrleuten erinnern.

tragen wesentlich dazu bei,

den hohen Stellenwert der

Bienen im Ökosystem zu

sichern. Darauf zielt ein

mehrfach ausgezeichnetes,

langjähriges Schulprojekt

ab: die Schulimkerei am Robert-Schuman-Gymnasium

Cham. Auch sie wird in der

Ausstellung vorgestellt.

Zur Sonderausstellung, die

bis 3. Oktober zu sehen

ist, gibt es ein breites

Im Laufe der letzten Jahre

hat Karl Heinz Hofmann

zahlreiche Flurkreuze im

Stadtgebiet Rötz fotogra-

sch duenier ine

Auswahl seiner Aufnahmen

ist jetzt großformartig in

der Ausstellung „Flurkreuze

in Rötz“ im Oberpfälzer

Rahmenprogramm. Am 17.

Juli präsentiert „Fräulein

Brehms Tierleben“, das

einzige Theater der Welt für

heimische und bedrohte

Tierarten, das Stück „Hymenoptera

– Die wilden

Bienen“. Am 22. Juli feiert

der Bienenzuchtvereins

Falkenstein und Umgebung

sein 120-jähriges Bestehen.

Das Museum beteiligt sich

an der Landkreis-Aktion „Mit

den Großeltern unterwegs

Handwerksmuseum in Rötz-

Hillstett zu sehen.

1988 erfassten Schüler der

Volksschule Rötz im Rahmen

eines Projekts unter Leitung

von Dietmar Görgner in

den Gemeinden Rötz und

Schönthal 225 Flurkreuze.

Görgner war zu dieser Zeit

reisheiafleger und

Vorsitzender des „Freundeskreises

für das Oberpfälzer

Handwersmuseum e.V.“.

Die Schüler fertigten

textliche Beschreibungen,

graen sie echnische

Zeichnungen und

erarbeiteten Typologien der

Steinsäulen und Kreuzaufsätze.

Die über 200 Seiten

umfassende Dokumentation

wurde 1989 herausgegeben.

Es wäre doch interessant,

einmal nachzuprüfen, was

im Museum“ am 5. September

von 14 Uhr bis 17 Uhr;

am 19. Oktober um 19 Uhr

ist in der Burggaststätte eine

Diashow „Leben am Tümpel“

mit Heinz Glashauser

zu sehen.

Das Museum ist täglich

n is hr geffne

weitere Informationen gibt

es beim Tourismusbüro

Falkenstein.

Karin Hirschberger

Faszinierende Zeugnisse der Kultur

Karl Heinz Hofann hat die Flurkreuze in Rtz fotografisch dokuentiert is Septeer ausgestellt

Flurkreuz bei Dörfering.

Ein Foto von Harald Lüerßen, das in der Ausstellung zu sehen ist.

Bild: Karl Heinz Hofmann

aus den einzelnen Kreuzen

geworden ist, ob heute noch

alle vorhanden sind, ob welche

fehlen oder restaurierungsbedürftig

sind, dachte

sich Karl Heinz Hofmann aus

Rötz.

Einige Kreuze wurden

bereits hergerichtet, neue

kamen hinzu. Die Fotos von

Karl Heinz Hofmann sind abwechslungsreich

und stimmungsvoll

und zeigen die

Einbindung der Flurkreuze

in die Landschaft sowie die

verschiedenen Jahreszeiten.

Auch interessante Details

sind zu sehen.

Die Ausstellung „Flurkreuze

in Rötz“ im Oberpfälzer

Handwerksmuseum ist bis

Ende September freitags bis

sonntags von 14 Uhr bis 17

hr geffne

Karin Hirschberger


G

www.ostbayern-kurier.de Bauen und Wohnen in Ostbayern 19

Selber machen!

Raum und Freiheit für kreative Lösungen

Neben dem selbstbestimmten

Leben in den

eigenen vier Wänden hat

die erste eigene Wohnung

einen weiteren großen

Vorteil: Sie ist meist ziemlich

leer. Und das ist gut

so, denn das bedeutet,

dass man sie sehr frei

gestalten kann.

Anders soll sie sein. Lässig

und cool, aber doch gemütlich,

romantisch und ein

wenig shabby - aber selbstverständlich

auch modern.

Dass man fast alle Möbel,

Geräte und Dekorationen

ch h

jedoch einen Nachteil: Das

Vergnügen kostet meist

mehr Geld, als die frisch

gebackenen Wohnungsbesitzer

haben.

DIY - kreativ und freundlich

zum Geldbeutel

Die Lösung ist einfach: Do

it yourself. Mit ein wenig

Geschick lassen sich viele

Möbel eigenhändig herstellen.

Besonders einfach wird

das dann noch mit einem

Bausatz, in dem sich das

gesamte Material und die

Anleitung für den Bau eines

chch

Damit entfallen die Planung

Oft sind es die kleinen selbstgemachten Dinge, die

den Charme der ersten Wohnung ausmachen.

Foto: djd/vorwerk-twercs.de

und die mitunter aufwendige

Materialsuche, trotzdem

bleiben die Freude am

Selbermachen und die Gestaltungsfreiheit

am Möbel

erhalten.

Gutes Werkzeug spielt

auch eine große Rolle

Beim Auszug aus dem

Haushalt der Eltern hat

kaum jemand das passende

Werkzeug, um alle

Arbeiten im künftigen Heim

souverän zu erledigen.


Inhalt ist also ein gutes

Willkommensgeschenk, mit

dem Eltern oder Großeltern


Nachwuchs beim Einzug in

die erste eigene Wohnung

unterstützen können. (djd)

Ihr Garten: Nach außen verlagerter Wohnraum

Es ist bestimmt nicht egal, wie Ihr Garten aussieht.

Schließlich wollen Sie dort leben und Freizeit genießen können.

Dafür muss alles stimmen.

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20

Bauen und Wohnen in Ostbayern

www.ostbayern-kurier.de

Chic und Up-to-Date

Barrierefreie Badezimmer können Menschen in allen Lebenssituationen nützen

Die Altersstruktur in

Deutschland ändert sich

zunehmend: 2030 wird bereits

jeder zweite Bundesbürger

sein 50. Lebensjahr

vollendet haben. Der demografische

Wandel stellt

die Gesellschaft vor neuen

Herausforderungen, insbesondere

beim Bedarf

nach altersgerechten

Wohnungen.

Vor allem die Nachfrage nach

barrierefreien Badlösungen

ist in den letzten Jahren

sprunghaft gestiegen.

Schließlich nimmt das

Badezimmer für ein selbstständiges

Wohnen im

Alter eine Schlüsselrolle ein.

Barrierefreies Bauen richtet

sich aber keineswegs nur an

Menschen mit Behinderun-


Personen - sondern grundsätzlich

an alle Menschen in

allen Lebenssituationen.

Ein barrierefreies Bad kann

schließlich richtig chic

aussehen und technisch auf

dem neuesten Stand sein.

Frühzeitig und umfassend

planen

Barrierefreiheit kann sich

auf viele Bereiche im Bad

beziehen: auf die Türen, auf

Boden- und Wandbeläge,

auf den Waschtisch, die

Dusche, die Badewanne und

den WC-Bereich. „Wer eine

entsprechende Modernisierung

plant, sollte vorher

einen Fachhandwerker mit

der Prüfung beauftragen,

der Experte kann dann ein

schlüssiges Gesamtkonzept

erstellen“, rät Matthias Thiel

vom Zentralverband Sanitär

Heizung Klima (ZVSHK).

Besonders geschulte Hand-


beispielsweise unter www.

wasserwaermeluft.de im

Bereich Sanitär/barrierefreies

Bad.

Hier gibt es auch zehn praktische

Tipps zum Thema.

Um die Tür mit Hilfsgeräten

sicher passieren zu können,

darf es beispielsweise keine

Schwelle geben. Die Tür

sollte mindestens 90 Zentimeter

breit sein und sich

ch

Beim Thema Helligkeit etwa

wird eine starke Beleuchtung

empfohlen: Licht aus

mehreren Quellen wirft

keine Schlagschatten. Und

vor allem bei der Dusche

sollte man auf Ebenerdigkeit

achten.

Checkliste

Bäder“

„Barrierefreie

Bei den Planungen für ein

barrierefreies Badezimmer

müssen stets die individuellen

Anforderungen der

Nutzer berücksichtigt

werden. Zudem sollte

es zukunftstauglich und

individuell anpassbar sein,

schließlich können sich

Bedürfnisse ändern.

In ihrer „Checkliste Barrierefreie

Bäder“ hat die

„Aktion Barrierefreies

Bad“ beispielsweise neben

allgemeinen Informationen

und Empfehlungen auch

die wichtigsten Anforderungen

für Sanitärräume von

Wohnungen laut der entsprechenden

aktuellen DIN-

Norm zusammengetragen.

Sie kann dem privaten Bauherrn

Anhaltspunkte und

Orientierungen für den Bau

oder Umbau von barrierefreien

Bädern liefern.

KfW-Zuschüsse

sind möglich

Ob es für den Umbau zum

barrierefreien Bad Geld

vom Staat gibt, erfährt man

wiederum auf www.aktionbarrierefreies-bad.de.

Hier sind alle Informationen

zum KfW-Zuschussprogramm

455 „Altersgerecht

umbauen“ erhältlich. (djd)

Bgm. -Berger-Str. 2

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el. 9 3 3 32

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www.ostbayern-kurier.de Stadt und Kreis Schwandorf

21

Sparkasse:

„Sehr gut“ bei

anonymem Test

Schwandorf. Der Mitarbeiter

des „Internationalen Instituts

für Bankentests“ sprach

anonym bei der Immobilienabteilung

der Sparkasse vor

und wünschte ein Beratungsgespräch

für eine Baufinanzierung.

Dem Experten der

Sparkasse bescheinigte er

anschließend hohe Kompetenz

und gab ihm die Note 1,3.

Jetzt meldete sich auch noch

Institutsdirektor und Jury-

Vorsitzender Detlef Effert zu

Wort und überreichte eine

Urkunde. Er hatte im Landkreis

Schwandorf mehrere Banken

von Fachleuten testen lassen,

doch nur die Sparkasse erfüllte

die Anforderungen für das

Qualitätssiegel.

Vorstandsvorsitzender Werner

Heß wertete die Auszeichnung

als Beweis für die „Seriosität

der Beratung“ und stellte fest:

„Der Kunde bekommt bei der

Sparkasse eine hochwertige

Dienstleistung“. Seine Mitarbeiter

seien bestrebt, den

Kunden bei der Anlage- und

Finanzierungsentscheidung zu

begleiten.

Das Test-Beratungsgespräch

dauert 90 Minuten. Der Tester

gibt sich als Kunde aus, vereinbart

einen Beratungstermin

oder wünscht eine Beratung.

In diesem Fall war er auf der

Suche nach einer Immobilie in

Schwandorf und ließ sich nicht

nur die Angebote, sondern

auch gleich die Finanzierungsmöglichkeiten

erläutern.

Das Institut für Bankentests ist

ein unabhängiges, nach privatwirtschaftlichen

Grundsätzen

geführtes Unternehmen. „Die

Tests nehmen Spezialisten vor,

die über langjährige Erfahrung

verfügen“, erklärt Detlef Effert.

Lizenzgeber sei der Axel-Springer-Verlag.

Rudolf Hirsch

Institutsdirektor und Jury-Vorsitzender Detlef Effert (Zweiter von rechts) überreichte das Qualitätssiegel

an den Vorstandsvorsitzenden Werner Heß (Zweiter von links) und die Kundenberater der

Sparkasse, Markus Feuerer (links) und Hans Helgert (rechts).

Neue Eltern-Kind-Gruppe

Nittenau. Am Mittwoch, 12.09.2018, startet in Nittenau

eine neue Eltern-Kind Gruppe unter der Leitung von Petra

Höfler. Angesprochen sind Mütter mit Ihren Kindern im

Alter von ca. 6 Monaten bis ca. 1 ¼ Jahren.

In einem kindgerechten Raum Kontakt aufnehmen mit

Gleichgesinnten, mit Müttern die auch Ihr erstes Kind

bekommen haben, sowie Müttern mit Erfahrung, die mehr

als ein Kind haben. Raum und Zeit für Fragen rund ums

Kind, Bewegungs-, Finger- und Kreisspiele sowie Bastelanregungen

uvm. stehen auf dem Plan

Das Gruppentreffen findet dann einmal in der Woche,

jeden Mittwoch von 8:45 Uhr bis 10:45 Uhr, in der Fischbacher

Str.45, in Nittenau, statt.

Ab sofort Anmeldung möglich, um sich einen Platz zu

sichern.

Auf Wunsch und genügend Teilnehmerinnen wäre auch

eine Nachmittagsgruppe, die sich dann jeden Dienstag

von 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr trifft, möglich.

Eine Schnupperstunde kann man telefonisch vereinbaren,

um sich selbst ein Bild von der Eltern-Kind-Gruppe

zu machen und den Ablauf einer Gruppenstunde mitzuerleben!

Für Anmeldungen und mehr Infos steht Gruppenleiterin

Petra Höfler Tel. 09436/3346, zur Verfügung.


22


www.ostbayern-kurier.de Meinung

23

Rettet den Ortskern!

Neubau-Pläne zweier Investoren könnten Bodenwöhr radikal umformen

Bodenwöhr. Wer am

20. Juni in einem Bodenwöhrer

Biergarten

Mäuschen spielte, konnte

einer angeregten Debatte

entnehmen, dass es für

den Ortskern große und

einschneidende Pläne

gibt. Wenn es nach dem

Investoren-Duo Michael

Kraus und Michael Erhardt

geht, wird aus dem Zentrum

Bodenwöhrs ein gutes

Geschäft für ihre neu

gegründete MiKe GmbH.

Bei dieser Variante bliebe

einseitig kein Stein auf

dem anderen - auch nicht

beim Denkmal geschützten

Gasthof Schiessl.

Allerdings stehen nicht alle

Gemeinderäte einer solchen

hochriskanten kompletten

Umformung positiv gegenüber.

Die Gegen-Idee ist

eine nachhaltige Belebung,

die den geschützten Gasthof

Schiessl als einen zentralen

hch

und Urlaubsgäste erhält

bzw. reaktiviert.

Viele Bürger glauben, dass

der Gasthof Schiessl gerettet

sei, seit er vom Landes-


Schutz gestellt wurde (siehe

www.ostbayern-kurier.de

unter Bodenwöhr). „Der

Fachmann vom Landesamt

weist dem Gasthaus eine

„zentrale ortsgeschichtliche

Bedeutung“ zu, seine Erhch

bzw. allgemeinem Interesse

erforderlich.“, heißt es in

dem Artikel. Alles gut soweit?

Leider nein.

Die oben genannten Investoren

haben das Gasthaus

wohl erworben und wollen

es abreißen. An seiner Stelle

möchten sie – trotz zahlreicher

sinnvoller Standort-

Alternativen – einen Rathaus-Neubau

hochziehen,

den ihnen die Gemeinde

anschließend abkaufen soll.

Ob der Denkmalschutz das

Gasthaus, dessen Wurzeln

bis in die Hüttenwerks-Ära

des 17. Jahrhunderts zurück

reichen, das verhindern

kann, liegt in den Händen

von Landrat Thomas Ebeling.

Entscheidet er, dass

ch

an einem neuen Rathaus

ausgerechnet an dieser

Stelle größer sei als das am

Erhalt der Traditionsgaststätte,

dann kann er den

Denkmalschutz aufheben.

Der Landrat wird dazu den

Gemeinderat hören.

Warum aber sollte der

Zustimmung signalisieren,

wenn der Gasthof den

h chlich

sehr am Herzen liegt,

wie auch die zahlreichen

Facebook-Reaktionen auf

den OK-Artikel zeigen?

Weil Kraus & Co. einmal

mehr mit dem Bau eines

neuen Supermarktes locken,

der nun plötzlich neben dem

Standort des Gasthauses

entstehen soll. Ähnlich hat

das Michael Kraus erst vor

wenigen Monaten getan und

so die Gemeinderäte mit

dem Versprechen auf einen

Discounter dazu veranlasst,

den Wald in der Verlängerung

der Weihersiedlung

Richtung Blechhammer aus

dem Landschaftsschutzgebiet

herauszunehmen.

Die Aussicht auf einen

Markt scheint bei manchem

Ratsmitglied die Fähigkeit

zur kritischen Skepsis und

Nachfrage auszuschalten.

Dabei gibt es wesentlich

mehr Gründe für Zweifel

als für Euphorie, was das

toren

haben nach Kenntnis

unserer Redaktion bislang

wohl keinerlei Machbarkeitsstudien,

Business-Pläne,

Kalkulationen etc. vorgelegt,

wie das andernorts bei

solchen Großprojekten

selbstverständlich ist. Stattdessen

versucht Michael

Kraus, der als ehemaliger

CSU-Fraktionschef Menschen

und Mechanismen

im Rathaus bestens kennt,

scheinbar alleine über sei-

ch

das Vertrauen des Gemeinderates

herzustellen.

Anderenorts würde eine

ch

radikale Umformung des

lich,

mit solider Datenbasis

diskutiert, behandelt und

entschieden werden. Etliche

Argumente sprechen gegen

die MiKe-Pläne:

Es gibt mit dem bisherigen

Standort Schwandorfer

Straße (von der CSU bisher

favorisierte Variante mit

Erweiterungsbau), mit dem

Standort Altes Rathaus

am Rathausplatz (gerne

in einer dreistöckigen

Variante, die hier absolut

ins Ensemble passen

würde), der Ludwigsheide

(Forstmaschinenbetrieb)

und der alten Hauptschule

genügend Alternativen, die

teilweise der Gemeinde

schon gehören und die teils

dringend auf eine Sanierung

bzw. Neu-Nutzung warten.

ch ch

Bauherr etwas von einem

Privaten bauen lässt, um

es anschließend zu kaufen

oder zu mieten, fährt er am

Schluss meist schlechter,

als wenn er die Sache selbst

in die Hand nimmt. Immerhin

will der Investor ja verdienen.

Fazit: Man würde ein

Gasthaus, das für den Ort,

das Ortsbild, die soziale

Gemeinschaft und den Tourismus

wichtig ist, opfern,

um teuer ein Rathaus zu

kaufen – wesentlich teurer

als etliche Varianten, die

bisher im Gespräch waren.

Dafür würde die Gemeinde

das Alte Rathaus und den

jetzt genutzten Bau an der

Schwandorfer Straße behalten

und damit auch sanieren

sowie einer neuen Nutzung

zuführen müssen.

Ein Supermarkt, wie die

MiKe GmbH ihn angeblich

plant, passt meiner Meinung

nach an den favorisierten

Standort überhaupt nicht.

Erstens wäre er zu nahe

am bestehenden Edeka,

was eine kannibalistische

Konkurrenz auslösen

würde. Zweitens ist die

gängige Praxis heutiger

Supermarkt-Ansiedlungen,

dass der Laden von weithin

sichtbar sein und ebenerdige

Parkplätze VOR der Tür

aufweisen muss. Tiefgarage

und Stellplätze hinterm Haus

sind nutzlos. Die Morgen-/

Abend-Einkäufer auf dem

Weg zur bzw. von der Arbeit

oder Baustelle wollen kurz

halten, eine Brotzeit kaufen

und vielleicht noch schnell

den Tagesbedarf abdecken.

Die Tages-Einkäufer wollen

ihre schweren Einkäufe

mit dem Wagen nicht weit

zum Auto fahren müssen.

Der erste Supermarkt von

Michael Kraus in der Nähe

schloss vor Jahren.

Dass ein solcher Supermarkt

ungut für einen lebendigen

Ortskern sein kann, zeigt

das Beispiel der Ladenzeile

in Schwarzenfeld. Hier freut

sich zwar der Investor über

schöne Mieteinnahmen, jenseits

der Einkäufer herrscht

hier aber – vor allem also

außerhalb der Laden-Zeiten

– Totenstille. Trotz eines

kleinen Cafés, das dort angesiedelt

ist. Deprimierend

zu betrachten ist auch das

Liliencenter am Rand des

Stadtkerns von Sulzbach-

Rosenberg, wo die Platzierung

der Tiefgarage und der

unattraktive Bau des Ladenzentrums

Leerstand um

Leerstand produziert haben.

Ein weiteres Beispiel für eine

schlechte Kombination aus

unbequemem Parken und

Einkaufen ist das ehemalige

ch

Wer trägt das Risiko? Das

wirtschaftliche Risiko trägt

bei einem solchen Projekt

zunächst der Investor –

möchte man meinen. Wer

genauer analysiert, sieht

aber: Eigentlich trägt die Allgemeinheit

das viel höhere

Risiko. Wäre der Gasthof

Schiessl erst abgerissen

und hätte die Gemeinde ein

sehr hochpreisiges Rathaus

gekauft – wie ginge es dann

weiter?

Eine GmbH wie die MiKe verfügt

in der Regel nur über ein

sehr kleines Stammkapital.

Wird die GmbH zahlungsunfähig,

geht sie in die Insolvenz

und die Gesellschafter

verlieren in der Regel nicht

mehr als diese Summe. Das

ist in der Geschichte des

Betonwerks Hemmerlein,

das heute Michael Erhardt

mit seinem Bruder leitet,

s c h o n zwei Mal

der Fall gewe- sen. Das

ist kein Vorwurf – so etwas

kann immer passieren – es

ist einfach eine Tatsache.

Tritt ein solcher Fall ein und

ist der Gewinn aus dem

Rathaus-Verkauf bereits

an die Gesellschafter ausbezahlt,

bleibt Bodenwöhr

unter Umständen auf einer

wüsten Leerstand-Situation,

angefangener Supermarkt-

Baustelle o.ä. sitzen.

Auch wenn es zu keiner

Pleite käme: Würden die

Verträge mit der MiKe

GmbH von Seiten des Gemeinderats

zu euphorisch

abgeschlossen, bliebe die

Gefahr, dass Kraus & Co.

auch dieses Supermarkt-

Vorhaben so schnell ad acta

legen würden wie das letzte

in der Weihersiedlung. Nicht

unwahrscheinlich angesichts

der meiner Ansicht

nach fehlenden Aussicht auf

wirtschaftlichen Betrieb. Der

Gasthof wäre verloren, das

teure Rathaus gebaut und

abgekauft, und der Gemeinderat

müsste Michael Kraus,

dem inzwischen weite Teile

des Ortskerns gehören, zu

praktisch jedem anderen

Vorhaben die Zustimmung

erteilen, um Brachen und

Leerstände im Ortskern zu

vermeiden.

Die Gemeinde hat viele

Anstrengungen in Sachen

Ortskern unternommen,

damit Bürger, Vereine und

Urlauber vom einzigartigen

Flair des Rathausplatzes

und des Vorplatzes vom

h ch

können. Den Gasthof zu opfern,

der viele Generationen

von Bodenwöhrern von der

Wiege bis zur Bahre begleitet

hat und auch weiter

begleiten kann, und dafür

eine sehr lange Supermarktfassade

an der Hauptstraße

ch schaftlichen

Gründen nach

den ersten paar Jahren evtl.

zur Lagerhalle degradiert

wird (so geschehen im

Discounter-Leerstand in

Schwarzenfeld), kann nicht

Ziel einer zukunftsgerichteten

Ortsentwicklung sein.

Hubert Süß


MUSTERHAUS SEEGARTEN

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