_flip_joker_2018-09

ArtMediaVerlag2013

September 2018

29. Jahrgang

Den Menschen im Mittelpunkt

Im Gespräch: Die Wirtschaftswissenschaftler Heiner Flassbeck und Paul Steinhardt

INHALT

THEATER_____________________ 3

Davos-Festival: „Heute Ruhetag“

TANZ________________________ 7

Zentrum für Flamencokunst La Soleà

VISION 2025________________ 16

Kunstvereine im Gespräch: Bad Krozingen

KUNST_____________________ 11

Korbinian Aigner im Museum Würth

KULTOUR___________________ 18

„Die Erfindung von Paris“ in Marbach

FREIZEIT____________________ 21

„Originale“ im Forum Merzhausen

NACHHALTIG________________ 23

Schüler-Solar-Genossenschaft

GESUNDHEIT________________ 29

3. Gesundheitstag „Freiburg Health Race“

MUSIK______________________ 27

Freiburger Jazzfestival

VERANSTALTUNGEN_________ 38

Jürgen Grässlin im Gespräch

Auf Einladung des

frischgegründeten

Vereins Freiburger

Diskurse kommen die

deutschen Wirtschaftswissenschaftler

Heiner

Flassbeck und Paul

Steinhardt am 13. September,

19 Uhr in den

Hörsaal 2006 der Universität

Freiburg. Dort

stellen sie Ihr Buch

Gescheiterte Globalisierung.

Ungleichheit, Geld

und die Renaissance des

Staates vor. Eine kritische

Perspektive auf

die Werte des Wirtschaftsliberalismus

und

ein Plädoyer für einen

stärkeren Staat. Fabian

Lutz hat mit den beiden

Autoren über ihr Buch,

die deutschen Medien

und den Nonkonformismus

gesprochen.

Kultur Joker: Ihre These liegt klar:

Heiner Flassbeck (li), Paul Steinhardt

Die Globalisierung ist gescheitert.

Ist die Kooperation freiheitlicher

politischer Gemeinschaften aber

nicht der einzig sinnvolle Weg, um

die von Ihnen angesprochenen Probleme

wie etwa das der Klimaveränderung

erfolgreich anzugehen?

Paul Steinhardt: In der Tat. Es

geht darum, eine internationale

Wirtschaftsordnung aufzubauen,

die auf Kooperation zielt und nicht

den gegenwärtigen Standortwettbewerb

noch weiter forciert. Was

gescheitert ist, ist ein Wirtschaftsmodell,

dessen Grundannahme ist,

dass Wirtschaftspolitik in erster Linie

dafür zu sorgen hat, alle Hürden

zu beseitigen, die dem Wirken des

effizienten Marktmechanismus im

Wege stehen.

Heiner Flassbeck: Was wir zeigen,

ist, dass es gesamtwirtschaftliche

Zusammenhänge gibt, die

zwingend das Eingreifen und die

Steuerung durch den Staat verlangen.

Kultur Joker: Sie schreiben, dass

der Untergang des Liberalismus

„von vorneherein unvermeidlich“

war. Wie kann das sein?

Paul Steinhardt: Die These besagt,

dass eine politische Gemeinschaft,

die sich ausschließlich am

Wert der Selbstbestimmung orientiert

und dem Staat nur Handlungen

erlaubt, denen ein jeder auf

Basis seiner Präferenzen und seines

Wissens zustimmen könnte, nicht

funktionsfähig ist. Der Staat muss

zum Beispiel ganz unabhängig

Foto: Makroskop

davon, was seine Bürger glauben,

seine Ausgaben immer dann erhöhen,

wenn keine Vollbeschäftigung

herrscht.

Heiner Flassbeck: Der Staat muss

aber zum Beispiel auch für eine

Rentenversicherung sorgen, die

zukunftsfähig ist. Das können Private

aus logischen Gründen nicht

leisten, weil sie keine Einsicht in

die relevanten Zusammenhänge

von Sparen und Investieren haben.

Die Riester-Rente einzuführen,

war einfach ein Stück Dummheit,

weil man nicht verstanden hat, dass

mehr privates Sparen die Probleme

der zukünftigen Generationen vergrößert

und nicht verkleinert.

Kultur Joker: Inwiefern ist die

„Renaissance des Staates“ eine

zeitgemäße Antwort auf die von Ihnen

herausgearbeiteten Probleme?

Heiner Flassbeck: Weil, wie gerade

am Beispiel der Rente erklärt, es

eine gesamtwirtschaftliche Dimension

bei der Lösung einer Großzahl

von wirtschaftlichen Problemen

gibt, für die der Markt aus logischen

Gründen nicht zu Verfügung steht.

Das gilt auch für den ganzen Bereich

der ökologischen Vorsorge.

Wer deren Behandlung nicht für

„zeitgemäß“ hält, hat leider nichts

von dieser Welt verstanden.

Paul Steinhardt: Es ist ja auch

nicht so, dass der Staat an Macht

verloren hätte. Er setzt seine Macht

nur sehr einseitig zur Durchsetzung

von kurzfristigen Interessen

von Unternehmen und vor allem

von Finanzinvestoren ein.

Dagegen fordern wir, dass

der Staat seine Machtmittel

wieder verstärkt am Gemeinwohlinteresse

orientiert.

So zum Beispiel dafür sorgt,

dass bei Produktivitätsfortschritten

alle entsprechende

Lohnerhöhungen erhalten

oder die öffentliche Daseinsvorsorge

so organisiert wird,

dass wieder die Bedürfnisse

der Menschen im Mittelpunkt

stehen.

Kultur Joker: Ihre kritische

Perspektive auf die Globali-

Fortsetzung des Interviews:

sierung schließt auch einen

kritischen Blick auf Zuwanderung

mit ein. Zu Zeiten

einer stark ideologisierten

Debatte ein gern vermiedenes

Thema. Sie schreiben,

dass Deutschland einen

„ungebremsten Strom von Zuwanderern“

nicht verkraften kann und

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Schätze aus Natur & Werkstatt

6.- 7. Oktober

Messe VS-Schwenningen

auch nicht darf. Können Sie dies

erläutern?

Heiner Flassbeck: Ein „ungebremster

Strom“ von Zuwanderern

würde bedeuten, dass in sehr vielen

Ländern der Welt aus ökonomischen

Gründen alle Dämme bre-

Fortsetzung des

Interviews auf

Seite 32

2018

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Kultur Joker

Tel.: 0761 / 72 0 72

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Die Schönen

Musiktheater im E-Werk

SEPTEMBER

FREIBURG

Theater Freiburg, Großes Haus +49.(0)761.2012853

21.09. - 22.12.2018

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„Coraline“ / Oper: 23./30. - 18 Uhr.

„Eugen Onegin“ / Musiktheater: 28. - 19.30 Uhr PREMIERE!

„Gravity“ / Ballett: 27. - 19.30 Uhr PREMIERE!

Theater Freiburg, Kleines Haus +49.(0)761.2012853

„Wir sind die Guten“ / Schauspiel: 29. - 20 Uhr PREMIERE!

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BASEL

Theater Basel, Große Bühne +41.(0)61.2951133

„König Artur“ / Semi-Oper: 13. - 19.30 Uhr PREMIERE! 15./23./27./29.

- 19.30 Uhr.

„Pelléas et Mélisande“ / Oper: 28. - 19.30 Uhr PREMIERE! 30. - 18.30

Uhr.

Theater Basel, Schauspielhaus +41.(0)61.2951133

„Tartuffe oder das Schwein der Weisen“ / Komödie: 14. - 19.30 Uhr

PREMIERE! 18./28. - 19.30 Uhr.

„Romulus der Große“ / Schauspiel: 30. - 18.30 Uhr

STRASSBURG

Opéra national du Rhin +33.(0)825.841484

„Il barbiere di Siviglia“ / Oper: 18. - 20 Uhr PREMIERE! 20./22./24./26./

28. - 20 Uhr

„Singing Garden“ / Oper: 25. - 20 Uhr PREMIERE! 27. - 20 Uhr.

FREILICHTTHEATER

Theater der Immoralisten Freiburg +49.(0)761.3181212

„Unterm Birnbaum“ / Schauspiel: 1./6./7./8. - 20.30 Uhr.

Wallgraben Theater Rathaushofspiele Freiburg +49.

(0)761.2012853

„The Black Rider“ / Musical: 1./2. - 20.30 Uhr

Festspiele Breisach +49.(0)1805-700733 (Reservix)

„Dracula“ / Schauspiel: 1./2./8. - 20 Uhr.

„Aladin und die Wunderlampe“ / Kinderstück: 2./9. - 15 Uhr

15.-23.SEP.2018

Jazz

FESTIVAL FREIBURG

E-WERK &

JAZZHAUS

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THEATER KULTUR JOKER 3

Die Kabine der Schatzalp-

Bahn ist um 20 Uhr schon voll,

doch ein Kontrabassist samt

Instrument müssen noch mit.

Das Festivalpublikum rückt

also noch dichter zusammen,

um dem jungen Musiker, der

gemeinsam mit 80 Kolleginnen

und Kollegen das zweiwöchige

Davos Festival (Young Artists

in Concert) belebt, die Fahrt

zum bekannten Berghotel zu

ermöglichen. Dem ehemaligen

Tuberkulose-Sanatorium auf

1861 Meter Höhe hat Thomas

Mann in seinem Roman „Der

Zauberberg“ ein Denkmal gesetzt.

An diesem Abend ist

der prachtvolle Jugendstilbau

Kulisse für ein vierteiliges

Konzert unter der Überschrift

„Gute Abend, gut‘ Nacht“. Ein

junges Bläserensemble samt

Kontrabassistin spielt zunächst

im Freien Wolfgang Amadeus

Mozarts c-Moll-Serenade. Die

Zuhörer verfolgen die Interpretation

im Sitzen, Liegen oder

Stehen – oder lauschen den Tönen

spazierengehend mit einem

Blick auf die atemberaubende

Berglandschaft.

Das diesjährige Kammermusikfestival

ist das letzte von

Intendant Reto Bieri. Fünf Festivalausgaben

hat der 43-jährige

Klarinettist und Kammermusikprofessor

verantwortet.

Für sein Konzertprogramm

hat er Mottos aus dem Alltag

gefunden wie „Kreisverkehr“

oder „Familienzone“, anhand

derer er auf spielerische, auch

humorvolle Weise grundsätzliche

Fragen stellt. Es geht dem

Schweizer um das Schärfen der

Wahrnehmung – und durchaus

auch um gesellschaftliche Veränderungen

durch Musik. Zum

diesjährigen Thema „Heute Ruhetag“

räsoniert der Querdenker:

„Auf der einen Seite gibt

Goethegedicht und Gamsgeweih

Intendant Reto Bieri begibt sich bei seinem letzten Davos-Festival auf die Suche nach der Ruhe

es in Möbelhäusern große Bettenlandschaften

zu bestaunen,

auf der anderen Seite wird der

Schlaf gar nicht kultiviert. Ruhe

wird ja häufig mit Müdigkeit

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möbel

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79100 Freiburg

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art

und Schwäche in Verbindung

gebracht. Das sind in unserer

Gesellschaft unpopuläre Begriffe,

die sofort dem Kranksein

zugeordnet werden“, bemerkt

Bieri im persönlichen Gespräch.

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Im vierteiligen Konzert auf der

Schatzalp erfährt der Zuhörer

im wohnzimmerähnlichen Saal

des Hotels, was es mit dem

Vers „Mit Näglein besteckt“

in Johannes Brahms‘ Lied

„Gute Abend, gut‘ Nacht“ auf

sich hat. Drei im Dirndl gekleidete

Damen des Festivalchores

verteilen Gewürznelken an

die Zuhörer und singen danach

dreistimmig Alexander

Baumanns Mundart-Lied „‘S

is anderscht“, mit dem Bertha

Porubsky einst dem verliebten

Komponisten einen Korb gab.

Dass der Enttäuschte viele Jahre

später diese Melodie in der

Klavierbegleitung seines Wiegenliedes

versteckt hat und es

sogar der inzwischen mit dem

Industriellen Arthur Faber

verheirateten Dame widmete,

ist eine geheime Botschaft der

besonderen Art.

Weiterhin auf Weltempfang

Am 27. September beginnt die zweite Spielzeit von Peter Carp am Theater Freiburg

Noch ist es für eine Zwischenbilanz

zu früh, doch

Schwerpunkte zeichnen sich

ab. Auch in seiner zweiten

Spielzeit prägt Intendant Peter

Carp das Bild des Theaters als

Weltempfänger. Unter den internationalen

Regisseurinnen

und Regisseuren, die 2018/19

am Theater Freiburg arbeiten

werden, sind mit Ewelina

Marciniak und Amir Reza Koohestani

auch zwei darunter,

deren Handschrift man bereits

kennen lernen konnte. Marciniaks

viel gelobter „Sommernachtstraum“

wird nicht

nur wiederaufgenommen,

Davos Festival Kammerchor unter der Leitung von Marco Amherd

sie wird im Januar auch „Die

Bartholomäusnacht“ nach

Alexandre Dumas inszenieren.

Koohestani hingegen, der

die vergangene Saison mit einer

Adaption von Tschechows

„Der Kirschgarten“ eröffnete,

wird in Arnold Weskers Stück

„Die Küche“ das Kleine Haus

in eine solche verwandeln und

zu einem Ort kapitalistischer

Ausbeutung, aber auch einer

multikulturellen Gesellschaft

machen. An Tschechow knüpft

dann Peter Carp persönlich mit

einer Inszenierung von „Onkel

Wanja“ im Frühjahr an.

Ansonsten steckt viel britische

Dramatik im Spielplan.

Neben Stücken von Dennis

Kelly und Mark Ravenhill

wird die deutschsprachige

Erstaufführung von Enda

Walshs „Ballyturk“zu sehen

sein. Daneben gibt es Ausblicke

auf die USA. So wurde

der belgische Theatermann

Stef Lernous eingeladen, um

die Geschichte der Rockband

„Velvet Underground“ und

Andy Warhols Factory zu beleuchten

und der New Yorker

Film- und Theaterregisseur

Daniel Fish wird Don DeLillos

Roman „Weißes Rauschen“

auf die Bühne bringen. Sehr

Reto Bieri hat Spaß an diesen

musikalischen Verwicklungen.

Mit gutem Gespür für Stimmungen

und Querverbindungen

komponiert er seine Konzertprogramme,

in denen wie auf der

Schatzalp die fragile Musik von

Salvatore Sciarrino („Vagabonde

blu“ für Akkordeon) von der an

Chopin erinnernden Nocturne

für Klavier von Dobrinka Tabakova,

Composer in Residence,

weich gebettet wird. Aber auch

Irritation ist Teil seiner Dramaturgie,

wenn Fabian Ziegler kurz

vor Mitternacht im engen Raum

der Talstation in einem langen

Crescendo auf einem Gong

wirbelt oder Tom Tafel von der

Kanzel der Kirche St. Johann

Ernst Eggimanns „Fluechfuge“

rezitiert. Nicht immer ist die Ausführung

so brillant wie die Idee.

Das von Bieri selbst moderierte

Gespräch mit der herzchirurgischen

Anästhesistin Ruth Gattiker

(Jahrgang 1923) in der Pauluskirche

verheddert sich in Anekdoten.

Die Uraufführung von

Leo Dicks Kammeroper „Aus

dem Leben einer Matratze bester

Machart“ nach einem Text von

Tim Krohn im Hotel Morosani

Schweizerhof hinterlässt keinen

nachhaltigen Eindruck. Der Mut

zum Experiment, den man beim

Davos Festival immer wieder

spürt, ist jedoch bemerkenswert.

Aber auch rein musikalisch gibt

es echte Höhepunkte, wenn etwa

das Quartet Berlin Tokyo das Publikum

mit einer lichten, perfekt

ausbalancierten Interpretation

von Haydns Streichquartett in

Es-Dur op. 76,6 verzückt oder die

Pianistin Claire Huangci Morton

Feldmans rund einstündige Komposition

„For Bunita Marcus“

mit Sorgfalt und Sensibilität zu

einer berührenden Hörerfahrung

macht. „Ruhe ist etwas ganz

anderes als Stille. Die meisten

Leute werden ja sehr unruhig,

wenn es still wird. Kinder kann

man gerade durch Bewegung

beruhigen, indem man sie in den

Schlaf wiegt. Über die Bewegung

kommt der Mensch zur Ruhe“,

erklärt Bieri das Festivalmotto.

Die Festivalwanderung nimmt

es wörtlich und lässt Goethes

Gedicht „Über allen Wipfeln ist

Ruh‘“ mit Kuhglocken, dem Bläserquintett

Ensemble Ouranos,

Volksliedern, Älpler Makkaroni

auf der Clavadeler Alp und guten

Gesprächen zusammentreffen.

Bei Klaus Hubers „Winter Seeds“

für Akkordeon (Stefanie Mirwald)

fängt in der gedrungenen

Holzhütte zwischen Ziegenfellen

und Gamsgeweihen der Begleithund

an zu bellen, ehe er sich von

der Musik besänftigen lässt und

friedlich in der Ecke liegt. „Heute

Ruhetag!“

Georg Rudiger


4 KULTUR JOKER Theater

Fortsetzung von Seite 3

Herausgeber:

Helmut Schlieper (V.i.S.d.P.)

Verlag:

Art Media Verlagsgesellschaft mbH

Auerstr.2•79108Freiburg

Redaktionsleitung:

Christel Jockers

Redaktion:

Cornelia Frenkel

Peter Frömmig

Annette Hoffmann

Marion Klötzer

Manuel Kreitmeier

Nike Luber

Fabian Lutz

Georg Rudiger

Claus Weissbarth

Friederike Zimmermann

Terminredaktion:

Valentin Heneka

deutsch wird es hingegen mit

dem „Nibelungenlied“, das

der Slowene Jernej Lorenci inszenieren

wird. Es wird nicht

beim edlen Streit der Recken

bleiben, Lorenci bezieht auch

die Rezeption des Epos in seine

Arbeit ein. Gleich zwei Inszenierungen

befassen sich im

Nachklapp mit 1968: sowohl

die methusalems als auch das

norwegische Performancekollektiv

by Proxy.

Eröffnet wird die neue Spielzeit

jedoch durch den Tanz

am 27. September im Großen

Haus mit Angelin Preljocajs

„Gravity“. Wenn das kein

Bekenntnis ist, überhaupt war

ja der Tanz bislang die Sparte

mit der avanciertersten zeitgenössischen

Handschrift. Das

Theater Freiburg baut weiterhin

das System der Koproduktionen

und Gastspiele aus

und wird in diesem Jahr vier

Künstler zu Residenzen nach

Freiburg einladen. Es ist gleichermaßen

geografisch wie

künstlerisch naheliegend nach

Frankreich zu schauen. Nicht

nur das Eingangsstück auch

„Le mouvement de l’air“ sowie

Sarah Baltzingers „Fury“

kommen von dort wie auch

die Hommage von Radhouane

El Meddeb „À mon père“ und

Noé Souliers „From within“.

Weitere internationale Gastspiele

stammen wie „Bacantes

– Prelùdio para uma purga“

aus Portugal, aus Griechenland

„Fades“ und aus Schweden

„Debris“.

Der Spielplan des Musiktheaters

zeichnet sich durch

Klassiker aus. In der Oper

setzt Peter Carp seine Auseinandersetzung

mit der russischen

Literatur fort und wird

„Eugen Onegin“ inszenieren.

Peter Tschaikowskys Oper basiert

auf dem Versroman von

Alexander Puschkin. Neben

einem „Don Giovanni“, inszeniert

von Katazyna Borkowska

wird Claude Debussys „Pelléas

et Mélisande“ zu hören

sein wie auch Johann Strauss‘

Operette „Die Fledermaus“.

Geschrieben wurde „Hulda“

zwar bereits 1885, doch erst

jetzt wird César Francks Oper

in Deutschland erstaufgeführt.

Das Thema ist archaisch, nachdem

Hulda von einem anderen

Stamm verschleppt wird, sinnt

sie auf Rache. Auch in der Uraufführung

„Schau mich an“

steht eine Frau im Zentrum.

Es ist die Zauberin Alcina, die

ihre ehemaligen Liebhaber in

Pflanzen und Tiere verwandelt.

Studierende der Hochschule

für Musik Freiburg werden die

Musik Händels auf ihre Zeitgemäßheit

untersuchen.

Annette Hoffmann

Layout :

Christian Oehms

Telefon: 0761/72072

Fax: 0761/74972

e-mail: grafik@kulturjoker.de

redaktion@kulturjoker.de

Anzeigen:

Tel.:0761/72072

Druck:

Rheinpfalz Verlag und Druckerei

GmbH & Co. KG, Ludwigshafen

Das Copyright für vom Verlag gestaltete

Anzeigen und Artikel liegt beim Verlag.

Nachdruck, auch nur auszugsweise, nur mit

schriftlicher Genehmigung des Verlages.

Für unverlangt eingesandte Manuskripte,

Fotos, Vorlagen und für Programmhinweise

kann keine Garantie übernommen werden,

sie sind aber herzlich willkommen.

Ambitioniertes Zwischenjahr

Das letzte Jahr der Intendanz von Andreas Beck am Theater Basel

Ab 2020 wird Benedikt von Peter die Leitung des

Theater Basel übernehmen

Foto: David Roethlisberger

Für Freunde des Schauspiels

ist und bleibt es ein schwerer

Schlag, dass sich der Intendant

des Theater Basel Andreas

Beck nach dem vierten

Jahr vorzeitig verabschieden

wird. In der Kritikerumfrage

der Deutschen Bühne landete

das Dreispartenhaus in der

Gesamtleistung auf Platz 2 und

Ulrich Rasche führt nicht zuletzt

wegen seiner Basler Woyzeck-Inszenierung

die Sparte

Schauspiel an. Viele Gründe

also, diese letzte Spielzeit noch

einmal ausgiebig zu nutzen. Ab

2020 wird dann Benedikt von

Peter die Leitung des Theater

Basel übernehmen. Der Deutsche

wurde 1977 geboren und

kommt vom Musiktheater, derzeit

ist er Intendant beim Luzerner

Theater. In Basel hat er

bereits zwei Opern inszeniert.

Eröffnet wird die neue Saison

am 13. September mit einem

Gesamtkunstwerk, an dem

Oper, Ballett und Schauspiel

beteiligt sind. Henry Purcells

Oper „König Arthur“ führt in

historisch-mythische Zeiten

zurück, in der reale Kriege

geführt werden und Luft- und

Erdgeister die Landschaft beleben.

Ewald Palmetshofer hat

den Text John Drydens bearbeitet,

Stephan Kimmig wird

Regie führen. Weiter geht es

noch im gleichen Monat mit

einem Auftragswerk von Peter

Licht, der Molières „Tartuffe“

für das Theater Basel bearbeitet

hat. Überhaupt gibt man

sich im Schauspiel sehr traditionsbewusst.

Auch Nuran

David Calis‘ Othello-Inszenierung

ist ein Auftragswerk und

mit Schillers „Die Räuber“

steht ein Werk des Sturm und

Drang auf dem Spielplan, das

von Shakespeare geprägt ist.

Die Inszenierung des Isländers

Thorleifur Örn Arnarsson

wird am 28. März Premiere

haben. Ein Schwerpunkt bildet

Schweizer Literatur. So richtet

Thom Luz, bekannt für seine

extremen Verlangsamungen,

Max Frischs Erzählung „Der

Mensch erscheint im Holozän“

ein, während Nora Schlocker

Friedrich Dürrenmatts Roman

„Das Versprechen“ im Schauspielhaus

zeigen wird. Ebenfalls

Prosa ist Robert Walsers

„Der Gehülfe“, der von Julia

Hölscher für die Bühne adaptiert

wird. Zu den Klassikern

zählen mittlerweile auch

Arthur Millers „Hexenjagd“

und „Yerma“ von Federico García

Lorca, inszeniert von Mateja

Koleznik. Nach der Premiere

am Wiener Burgtheater wird

Simon Stones Inszenierung von

„Hotel Strindberg“ ab dem 16.

Januar auch in Basel zu sehen

sein. Man braucht ein bisschen

Sitzfleisch, die Vorstellung,

u.a. mit Caroline Peters und

Martin Wuttke, dauert vier

Stunden, 45 Minuten.

Im Ballett Basel wird in der

Spielzeit 2019/20 eine ganze

Bandbreite auf die Bühne gebracht.

Nachdem Richard Wherlock

2010 „Carmen“ inszenierte,

überlässt er in diesem Jahr seinem

schwedischen Kollegen

Johan Inger das Feld. Dieser

bringt seine Uraufführung aus

dem Jahr 2015, die in Madrid

stattfand, nach Basel mit. Und

mit Choreografien von Thomas

Noone und Jiri Pokorný werden

ab dem 14. Februar noch weitere

Handschriften zu sehen sein.

Wherlock selbst wird in dieser

Saison mit „Don’t tell the Kids“

einen Familienabend mit Musik

von Velvet Underground für die

Kleine Bühne choreografieren.

Seine Fans werden mit „The Comedy

of Error (Z)“ jedoch nicht

auf eine Produktion für das

Große Haus verzichten müssen.

Auch das Musiktheater kann

mit einem Auftragswerk aufwarten.

So greifen Michael

Wertmüller und Dea Loher in

„Diodati. Unendlich“ die Zusammenkunft

von sechs Briten

in der Schweiz im Jahr ohne

Sommer 1818 auf, bei der unter

anderem Mary Shelleys „Frankenstein“

entstand. Ansonsten

gibt es viele klassische Stoffe.

Olivier Py wird Gaetano Donizettis

Oper „Lucia di Lammermoor“

inszenieren, für die Sir

Walter Scott den Stoff lieferte.

Nicht weniger dramatisch ist

Giacomo Puccinis Oper „Madame

Butterfly“, die von den

Hoffnungen und Verletzungen

der Geisha Cio-Cio-San erzählt,

interpretiert von Vasily Barkhatov.

In die Antike führt hingegen

„Didone Abbandonata“ von

Niccolò Jommelli. Die niederländische

Regisseurin Lotte de

Beer inszeniert die Geschichte

über den Widerstreit von

Vernunft und Gefühl, in dem

Äneas sich gegen Dido und für

Rom entscheidet. Ein Heimspiel

ist die Inszenierung von „Pelléas

et Mélisande“ von Barbora

Horáková Joly, die in Basel ihre

Karriere startete und 2017 Finalistin

beim Regiewettbewerb

Ring Award in Graz war. Eine

besondere Geschichte hat Viktor

Ullmanns Kammeroper „Der

Kaiser von Atlantis oder die

Todverweigerung“, die 1943/44

im KZ Theresienstadt entstand

und als Parabel über die NS-

Diktatur und den Holocaust

gelesen werden kann. Ullmann

selbst wurde 1944 in Auschwitz

ermordet. Leichte Kost ist

hingegen Jerry Hermans und

Harvey Fiersteins Musical „Ein

Käfig voller Narren“, das am 14.

Dezember auf der Großen Bühne

Premiere haben wird.

www.theater-basel.ch

Annette Hoffmann


6 KULTUR JOKER THEATER | TANZ

Nachdem die „Schönen“ in der

vergangenen Saison ihr 40. Bühnenjubiläum

mit einem „Best-of“

gefeiert haben, wollen sie nun mit

der musikalischen Komödie Der

Schauspieldirektor mit Musik

von Mozart einen neuen künstlerischen

Glanzpunkt setzen. Die

Neufassung von Mozarts Komödie

Im September und Oktober

geben wir zwei Seminare für

krebsbetroffene Mütter mit

ihren jugendlichen Töchtern.

Anmeldungen und Inos unter:

tanztherapie-nach-krebs.de/

seminare.html

Tanztherapie nach Krebs e.V.

Georg-Elser-Str. 3 . 79100 Freiburg

Tel. 0761 4575495 . Fax 0761 1390046

info@tanztherapie-nach-krebs.de

tanzetagetapella

ist eine wunderbar turbulente Revue,

die sich auf humorvolle Weise

mit dem Theater, seinen verschiedenen

Stilen und der Konkurrenz

unter Künstlern beschäftigt.

Mit Witz und Ironie lassen die

„Schönen“ das Publikum einen

unterhaltsamen Blick hinter die

Kulissen der Theaterwelt werfen.

Mit dabei sind einige der

schönsten Mozart-Arien. Dargeboten

werden diese anspruchsvollen

Partien von einem jungen

internationalen Ensemble.

Die neue Textfassung wurde

von Stephan Benson nach dem

Originallibretto verfasst und

neue kurse ab 10.09.2018!

schwarzwaldstr. 42/44 (über shell-tankstelle), 79117 freiburg, fon 0761 7075454

Hinter den Kulissen der Theaterwelt

Mozart-Premiere bei den Schönen im Musiktheater im E-Werk

Als Salsafan Romano Anfang

der 90er-Jahre den puertorikanischen

und den New Yorker

Salsastil kennenlernte, war die

Tanzform in Europa noch beinahe

unbekannt. Doch das sollte

sich ändern und mittlerweile ist

sein Salsa Studio Romano, das

er 1994 gründete, eine der profiliertesten

Tanzschulen Freiburgs.

Damals war das Studio

einer der ersten Orte in Europa,

an denen systematisch puertorikanischer

Salsa und New York

Style sowie Mambo unterrichtet

wurden. Das Studio brachte

mit den „Los Romamberos“ die

erste authentische Mamboformation

in Mitteleuropa hervor.

Mit Aanyo kam 2000 ein Tänzer

ins Salsa Studio, der sich

voll für Mambo begeisterte. Das

bedeutete nicht nur viele neue

Kursideen, sondern auch echten

Eine Krebsdiagnose betrifft oft

nicht nur die Person, die erkrankt.

Meist steht eine ganze Familie vor

der erschreckenden Botschaft. Und

auch wenn die Krebserkrankung

schließlich geheilt ist, bleiben überall

Narben aus einer schwierigen Zeit.

Der Verein Tanztherapie nach

2015 in Zürich uraufgeführt.

Premiere ist am 21. September,

20 Uhr. Weitere Vorstellungen:

bis 22. Dezember, jeden Freitag

Authentisches Salsafeeling

Das Studio Romano ist der Treffpunkt für Salsafans

Ruhm, denn Aanyos Showgruppe

„Mamborico Dance Company“

avancierte zu einer der führenden

Mamboformationen innerhalb

der europäischen Salsaszene.

Das Engagement beider Tanzlehrer

wirkt noch erstaunlicher,

wenn man bedenkt, dass beide

berufstätig sind. Um ihr Studio

also weiterhin mit der selben

Tanzend den Lebensmut stärken

Tanztherapie hilft Betroffenen nach einer Krebserkrankung

Krebs e.V. bietet Betroffenen über

eine Tanztherapie die Möglichkeit,

dem Körper angesichts einer Erkrankung

wieder nahe zu kommen.

Achtsame Bewegungen helfen

Körper und Seele zu einem Gleichgewicht

zu finden. Neben den Tanz

treten bei der Therapie Gespräche

mit eigens für die Onkologie qualifizierten

Tanztherapeuten. Ziel ist eine

Verarbeitung der Krankheit und die

Erlangung neuer Perspektiven auf ein

Leben mit oder nach dem Krebs. Als

künstlerisch und wissenschaftlich

fundiertes Therapieverfahren ist die

Tanztherapie als psychoonkologische

Intervention in der S3-Leitlinie für

die Brustkrebsnachsorge anerkannt.

Über Seminare versucht der Verein

Betroffenen und ihren Familien zu

helfen. aber auch die Tanztherapie in

der Onkologie bekannter zu machen.

Die Tanzlehrer des Salsa Studio Romano

Vom 19. bis 21. Oktober in

der Nähe von Trier und vom 26.

bis 28. Oktober in der Nähe von

Hanau bietet der Verein nun für

Mütter und ihre jugendlichen

Töchter die Möglichkeit an einem

und Samstag, 20 Uhr im Musiktheater

im E-Werk in Freiburg.

Leidenschaft zu führen, wurden

weitere TanzlehrerInnen

übernommen. Jeder von ihnen

hat, basierend auf einem systematischen

Lehrplan, freie Gestaltungsmöglichkeiten

für den

Unterricht. So ist jede Unterrichtsstunde

eine entspannt persönliche,

spaßige Begegnung.

Ebenso vielfältig wird auch Salsa

gelehrt, denn es gibt viele Stile,

die man auch gekonnt kombinieren

kann.

Mit Kenza aus Mulhouse und

dem Freiburger Salsa-Urgestein

Flavio Alborino hat das Salsastudio

nicht nur weitere charismatische

Tanzlehrer, sondern auch

einen erfolgreichen Eventorganisatoren

gewonnen. Die Salsa

Gala im Dezember 2017 in Bad

Krozingen mit einer der weltweit

führenden Dance Company

„Tropical Jam“ ist ein Beispiel.

Wochenende über die schwierige

Erfahrung während der Krebserkrankung

zu reflektieren, körperlich

und seelisch. Ein Austausch

mit Gleichbetroffenen findet statt.

Teilnehmerinnen aus den Seminaren

der Vorjahre berichten von

einer neu gefestigten Beziehung

zwischen sich und ihrem Kind

und einem gestärkten Selbstvertrauen.

Elana Mannheim und

Brigitte Kotzke begleiten das

Seminar als qualifizierte Tanztherapeutinnen

mit langjähriger

Erfahrung in der Onkologie.

In Freiburg werden eine kostenfreie

Schnupperstunde am 4.

Oktober, 17.30-20.30 Uhr und ein

kostenfreies Tagesseminar am 10.

November, 11-17 Uhr angeboten.

Weitere Infos: www. tanztherapie-nach-krebs.de


THEATER | TANZ KULTUR JOKER 7

Flamenco für alle

Kurse, Workshops und Einzelunterricht bietet das Zentrum für Flamencokunst La Soleá

Noche flamenca

In Spanien bei zahlreichen

Meistern des Flamencos

ausgebildet, gründeten die

Tänzerin Sybille Märklin

und der Gitarrist, Sänger

und Tänzer Jörg Hofmann

2001 in Freiburg das mehrfach

preisgekrönte Ensemble

madrugá flamenca und das

Zentrum für Flamencokunst

La Soleá, das zu den größten

Flamencoakademien

Deutschlands zählt.

Die beiden durch traditionelle

oder Crossover Bühnenproduktionen

- u.a. mit

prominenten Gästen der

spanischen Flamencoszene

- sowie durch CD- und

Buchveröffentlichungen weit

über die Landesgrenzen bekannt

gewordenen Künstler

sind der Meinung, dass Flamenco

für alle Menschen

mit Freude an Musik, Tanz

und Rhythmus eine Offenbarung

darstellt. Seit 2003

bieten sie gemeinsam mit

der Flamencotänzerin Michaela

Wenzlaff in La Soleá

laufende Kurse, Workshops

und Einzelunterricht für Anfänger

bis Profis in den Bereichen

Tanz, Gitarre, Gesang

und Rhythmus an. Bei jährlichen

Veranstaltungen wie

der „Noche flamenca“ oder

dem „Tablao“ zeigen KursteilnehmerInnen

jeglichen

Alters und aller Sparten, wie

vielseitig, faszinierend und

offen Flamenco sein kann.

„Gerade das innige Verwobensein

von Musik und Tanz

und die große Bandbreite an

Gefühlen, die man mit Körper

und Seele ausdrücken

kann, macht wahnsinnig Spaß

und ist einfach beglückend“,

so Jörg Hofmann. „Für den

Anfang“, ergänzt Sybille

Märklin, „braucht es unabhängig

von Alter, Figur oder

Nationalität nur ein bisschen

Lust, sich auf etwas Neues

einzulassen. Alle, die mal unverbindlich

in den Flamenco

hineinschnuppern möchten,

sind bei uns herzlich willkommen.“

Auch langjährige KursteilnehmerInnen

schwärmen

davon, in La Soleá Teil einer

großen Flamenco-Familie zu

sein. Zu den laufenden Klassen

kommen KursteilnehmerInnen

selbst aus Bern, Basel,

Colmar, Straßburg, Villingen,

Offenburg oder Lörrach. Zu

Workshops oder Einzelstunden

reisen Teilnehmerinnen

durchaus auch mal aus London,

München oder sogar der

Ukraine an. Flamenco für alle,

der in Freiburg leidenschaftlich

gelehrt und gelebt wird.


8 KULTUR JOKER THEATER

Im letzten Jahr eröffnete noch

Teodor Currentzis‘ Ensemble

MusicAeterna mit Mozarts „La

Clemenza di Tito“ die Salzburger

Festspiele. Die „Zauberflöte“ vertraut

Intendant Markus Hinterhäuser

nun wieder den Wiener Philharmonikern

an. Der traditionsreiche

Klangkörper sitzt 2018 noch

bei „Salome“, „Pique Dame“ und

Hans Werner Henzes Oper „Die

Bassariden“ im Orchestergraben

und ist in Salzburg in insgesamt

fünf Konzerten zu hören. Mahlers

2. Symphonie zu Beginn der Festspiele

wird im Detail unter Andris

Nelsons ein wenig schlampig, im

Großen dagegen hoch- emotional

und am Ende auch überwältigend

musiziert. In der „Zauberflöte“

klingen die Wiener Philharmoniker

unter Constantinos Carydis

fast so sprechend wie ein Alte-

Musik-Ensemble, ohne dabei an

klanglichen Qualitäten einzubüßen.

Zur federnd gespielten Ouvertüre

lässt Regisseurin Lydia

Steier die „Zauberflöte“ mit einer

Rahmenhandlung schon beginnen.

Der Tisch ist gedeckt, das Dienstpersonal

wäre bereit. Endlich tauchen

auch die drei Söhne auf, so

dass serviert werden kann. Nach

dem Essen liest der Großvater den

Jungs im Kinderzimmer noch eine

Gute-Nacht-Geschichte vor, die

mit einem Feuerstoß durchs Fenster

spektakulär beginnt. Die drei

Damen, die sich eben noch um die

Herrschaften gekümmert hatten,

tragen jetzt zur Drachenabwehr

Gewehre und sind Teil der Operngeschichte.

Die Jungs werden zu

den drei Knaben, der Metzger

mit der blutigen Schürze ist nun

Papageno. Aus kindlichen Fantasie-

und Traumwelten entsteht

die Operngeschichte mit einem

Märchenonkel (der für Bruno

Ganz eingesprungene, charmant

Hochemotionaler Start der Festspiele

„Die Zauberflöte“ und „Salome“ bei den Salzburger Festspielen

rezitierende Klaus Maria Brandauer)

als Erzähler. Theoretisch

klingt Steiers Ansatz schlüssig:

die kindliche Perspektive als Leitfaden,

der die unterschiedlichen

Ebenen zusammenhält. Zusätzlich

verortet die Regisseurin die

Rahmenhandlung im Jahr 1913

– kurz vor Ausbruch des Ersten

Weltkriegs und dem Zerfall des

Habsburgerreiches. Leider erweist

sich das Konzept im Laufe

des Abends als zu konstruiert. Bei

den vielen Geschichten, die Steier

erzählen möchte, geht die große

Linie verloren. Die drei Wiener

Sängerknaben (Jeong-min

Lee, Matthew Helms, Philipp

Rumberg) gehören mit ihren glockenhellen,

perfekt intonierenden

Sopranstimmen zu den Highlights

an diesem vom Publikum zurückhaltend

aufgenommenen Abend.

Christiane Karg (Pamina) und

Albina Shagimuratova (Königin

der Nacht) überzeugen in Salzburg

mit ihren schlanken, beweglichen

Stimmen und der guten Linienführung.

Mauro Peters Tamino ist ganz

lyrisch verortet. Adam Plachetka

gibt den Vogelmetzger Papageno

mit natürlichen Phrasierungen, aber

Die Wiener Sängerchorknaben und Klaus Maria Brandauer

in „Die Zauberflöte“

Foto: Ruth Walz

fehlender Präsenz. Glatt fehlbesetzt

ist allerdings Matthias Goerne als

Sarastro ohne jede Tiefe.

Mit der „Salome“ dagegen gelingt

den Salzburger Festspielen

ein echter Wurf. Romeo Castellucci

(Regie, Bühnenbild, Kostüme,

Licht) entdeckt die Langsamkeit.

Die von Cindy van Acker

choreographierten Bewegungen

der Figuren erhalten gerade in

der Stilisierung eine Dringlichkeit,

die das auf die Katastrophe

zusteuernde Musikdrama unter

Spannung setzt. Der blanke, goldene

Boden kündet vom Reichtum

Herodes‘, die nackte Felswand der

Felsenreitschule von der Archaik

der Geschichte. Bis auf Salome

und Jochanaan haben die Figuren

bis zur Nase rot geschminkte

Gesichter. Eine verschworene

Gemeinschaft, deren Gewaltpotential

sich auf den wie mit Blut

bemalten Köpfen widerspiegelt.

Die Wiener Philharmoniker können

ihre Muskeln spannen und

zuschlagen, ohne dabei die Sänger

zu erdrücken. Als Jochanaan (mit

nie nachlassender, im Lyrischen

verwurzelter Dramatik: der ungarische

Bassbariton Gábor Bretz)

mit schwarzem Fell umhängt und

Federn geschmückt, wie ein Tier

in sein Verlies zurückkriecht und

Salome verflucht, zelebrieren die

Wiener Philharmoniker die Dissonanzen

mit extremer Schärfe. Die

Orchesterwucht spiegelt sich in der

Unruhe des Pferdes, das aus dem

runden Kerker hochgefahren wird.

Dazu windet sich Salome am Boden

und spreizt ihre Beine. Beim

„Tanz der sieben Schleier“ ist alle

Bewegung im Orchester. Salome

kniet dazu - nackt und gefesselt -

auf einem goldenen Quader. Theaterbilder,

die sich einbrennen! Asmik

Grigorian ist in ihrem hochgeschlossenen

weißen Kleid eine

Salome, die nicht dem Klischee

einer männermordenden Femme

fatale entspricht. Ihr Werben um

den asketischen Propheten gibt die

Litauerin ihrem perfekt geführten

Sopran nach und nach mehr Substanz

und Härte, ehe sie am Ende

kehlig brüllt: „Gib mir den Kopf

des Jochanaan“! John Daszak ist

ein schön schmieriger, höhensicherer

Herodes, Anna Maria Chiuri

eine kühle Herodias mit schneidender

Tiefe. Am Ende fallen die

Blicke des Publikums auf einen

abgetrennten Pferdekopf und den

enthaupteten Körper von Jochanaan,

an den sich die mehr und mehr

entrückte Salome schmiegt. Ein

letztes Mal schwingt sich Asmik

Grigorian zu leuchtenden Spitzen

auf, ehe Herodes‘ Ruf „Man töte

dieses Weib“ die perverse Idylle

zerstört und die Wiener Philharmoniker

mit einem letzten schroffen

Ausbruch das Drama beenden.

Georg Rudiger

Geboren und aufgewachsen in

Hamburg, Studium (Literatur- &

Musikwissenschaft) an der Albert-

Ludwigs-Universität Freiburg i.

Br., erster promovierter Souffleur

& Regie-Assistent am Freiburger

Theater, dann Dramaturg & Regisseur

am Wallgraben Theater:

zehn frauen, norway.today, Goethes

Clavigo, Das Maß der Dinge

Kreative Köpfe Dirk Schröter, Regisseur, Dramaturg, Dozent, Autor

und Romeo & Julia waren wichtige

Inszenierungen in dieser Zeit.

Danach habe ich zehn Jahre lang

für die Konzertdirektion Landgraf

in Titisee-Neustadt gearbeitet,

habe dort das Künstlerische

Betriebsbüro geleitet, und als

Dramaturg und Projektleiter Tourneetheater-Produktionen

betreut.

In dieser Zeit habe ich auch Das

Fussball-Wunder von Bern geschrieben

und inszeniert.

Seit 2017 bin ich als freier Dozent

an der Freiburger Schauspielschule

im E-Werk tätig. Zusammen mit

der Schauspielerin Natalia Herrera

gestalte ich das Literatur-Café am

Wallgraben Theater. Gemeinsam

haben wir auch das Literatur- &

Schauspiel-Ensemble Bremer

Stadtmusikanten gegründet.

Daneben lektoriere ich Theatertexte,

schreibe Bühnenbearbeitungen

(zuletzt Er ist wieder

da von Timur Vermes für das

Wallgraben Theater), aber auch

Gedichte und Prosa-Texte.

Ich bin: leidenschaftlich, einfühlsam,

diszipliniert, eloquent

& resolut.

Mich inspiriert: gutes Essen,

der Austausch mit Menschen sowie

die Auseinandersetzung mit

Kunst, Musik & Literatur.

Meine Themen-Schwerpunkte:

der Mensch in seiner Unvollkommenheit

und in seinem Verhältnis

zu sich selbst.

Aktuelle Produktionen & Projekte:

Die Literatur-Café-Reihe

am Wallgraben Theater beschäftigt

sich in der Spielzeit 18/19 mit

der deutschen Revolution Anfang

des 20. Jahrhunderts und ihren

Folgen bis in die Nachkriegszeit –

Heinrich Heine, Rosa Luxemburg,

Ernst Toller aber auch Hanna

Arendt stehen dann auf dem Programm

– daneben entsteht unter

unserem Label Bremer Stadtmusikanten

ein Hör-Schau-Spiel, das

im Oktober 2018 im K.I.O.S.K. im

Rieselfeld, im Forum Merzhausen

und auch im Wallgraben Theater

zu hören sein wird: Utøya. Ein

Text von Edoardo Erba für sechs

Stimmen über das Attentat von

Anders Breivik (2011), bei dem

auf der Insel Utøya 77 Jugendliche

erschossen worden sind. Dieser

Text liegt uns sehr am Herzen,

weil er unsere Verletzbarkeit aber

auch unsere grundsätzliche Verantwortung

anderen Menschen

gegenüber beschreibt.

Für meine Arbeit brauche ich:

gedankliche Freiräume, Bewegung

in der freien Natur und vor

allem genügend Zeit, um der eigenen

Muße zu begegnen.

Visionen/Zukunftsprojekt:

Nachdem ich mit Schülern und

Absolventen Schillers Maria Stuart

als eine Art Traumspiel an der

Freiburger Schauspielschule im

E-Werk erarbeitet habe, möchte

ich dort eine Reihe mit deutschen

Klassiker-Inszenierungen etablieren,

die ich 2019 zunächst mit

Lessings Minna von Barnhelm

weiterführen werde…

Weitere Infos: www.bremer-stadtmusikanten.jimdo.com;

www.

dirkschroeter.jimdo.com


Das besondere Bier

aus dem Schwarzwald.

Blick vom Belchen ins Kleine Wiesental

LAY_Anz_Kulturjoker_Image_2_230x320.indd 1 21.06.18 12:27


10 KULTUR JOKER KUNST

Zerbrechliche Kunstwerke

„Von Pulverdampf und Schlachtidyll. Weißes Gold aus der Frankenthaler Manufaktur“ – Ausstellung in Mannheim

Es ist ein Hauen und Stechen

zwischen den berittenen Soldaten,

mit Säbeln und Pistolen führen

sie einen erbitterten Kampf.

Darüber hat der Künstler, der im

18. Jahrhundert die Teekanne

mit dieser Schlachtszene bemalte,

mit dem Pinsel zarte Blüten

gestreut. „Von Pulverdampf und

Schlachtidyll“ heißt die Porzellan-Ausstellung

der Reiss-Engelhorn-Museen

in Mannheim.

Im Mittelpunkt steht eine Rarität:

ein mit 43 Teilen unglaublich

gut erhaltenes Prunkservice, das

Kurfürst Carl Theodor von der

Pfalz höchstselbst bei der Frankenthaler

Porzellanmanufaktur in

Auftrag gegeben hatte. „Weißes

Gold“ wurde Porzellan damals

genannt, weil es so wertvoll war.

Die Ausstellung im Zeughaus

präsentiert nicht nur das erst

kürzlich im Handel aufgetauchte

Service, es rückt die Kanne, Tassen

und Teller durch weitere historische

Kostbarkeiten aus Porzellan

und Prunkmobiliar aus

dieser Zeit in einen spannenden

Kontext. Was man heute billig

als Massenware erstehen kann

und nach dem Motto „Scherben

bringen Glück“ bei Polterabenden

zerschlägt, war im 18.

Jahrhundert den Reichen und

Mächtigen vorbehalten. Kaum

wurde die Herstellung von Porzellan,

eher zufällig, in Sachsen

entdeckt, beeilten sich deutsche

Fürstenhäuser, auf dem eigenen

Territorium eine Porzellanmanufaktur

einzurichten.

Jan Abrahamszoon Beerstraten: Seeschlacht bei Ter Heide 10. August 1653 Foto: Jean Christen

Bis dahin hatte man die teuren

importierten Luxusgetränke

Tee, Kaffee und Schokolade aus

ebenso teurem Porzellan aus

China geschlürft. Nun konnte

man die hauchzarten, zierlichen

Tassen und Untertassen, Kannen

und Teller selbst produzieren

lassen. Meister feinster

Miniaturmalerei verzierten die

guten Stücke, die gern an andere

Fürsten oder hoch verdiente

Staatsbeamte verschenkt wurden.

Florale Motive waren beliebt,

aber keineswegs alles, was

auf Porzellan gepinselt wurde.

Auf den in Mannheim gezeigten

Kaffee- und Teeservices

finden sich die Türkenkriege,

die im 17. und 18. Jahrhundert

immer wieder in Mitteleuropa

aufflammten. Tote Soldaten und

sterbende Pferde, in feinster Ästhetik

und Pinselführung dargestellt,

für’s Kaffeekränzchen?

Was uns heute befremdet, war

im 18. Jahrhundert ganz normal.

Krieg galt als Mittel der Politik,

die überzähligen Söhne des

Adels sollten als Offiziere Karriere

machen, die überzähligen

Söhne der Armen dienten als einfache

Soldaten. Und die Söhne

der Herrscherhäuser spielten mit

Porzellan-Soldaten, die ebenfalls

in der Ausstellung zu sehen sind.

Die Kunstfertigkeit, die der

Herstellung dieser Services

zugrunde liegt, ist atemberaubend.

Ganze Pavillons im

chinesischen Stil dienten als

Tischdekoration. Genreszenen

in Porzellan spiegeln die Vergnügungen

der High Society im

18. Jahrhundert, hier ein erlegter

Hirsch, dort spielt ein elegantes

junges Paar Karten und flirtet

dabei. Man staunt angesichts der

perfekt modellierten Miniaturgesichter

und -hände. Zarte Pastelltöne

überziehen das „weiße

Gold“. Welche Farbpaletten die

Manufakturen im Angebot hatten,

ist im Zeughaus genauso zu

sehen wie ein Teil eines künstlichen

Gebisses aus Porzellan.

Kurfürst Carl Theodor, der

kunstsinnige Frauenliebhaber

auf dem Pfälzer Thron, ließ

nicht nur Geschirr für Speis

und Trank in Frankenthal anfertigen.

Für das Badehaus im

Schwetzinger Schlosspark wurde

ein grandioser Kronleuchter

aus Porzellan hergestellt. Das

Original fiel einer übereifrigen

Schlossverwalterin zum Opfer,

aber die Nachbildung hängt in

der Ausstellung und bezaubert

durch die fantasievolle Gestaltung

mit Putten, allegorischen

Figuren, die die Jahreszeiten

darstellen, Blüten und Girlanden.

Ein echtes Kunstwerk.

Wer sich, außer dem Herrscher,

damals Luxus aus Porzellan

leisten konnte, das verraten

die Porträts. Eine Sängerin der

Hofoper, zum Beispiel. Oder

Abbé Vogler, der ungeachtet

seines geistlichen Titels an Fürstenhöfen

verkehrte und viel

über Musik schrieb. Bis zum 2.

Dezember kann man im Museum

Zeughaus die Faszination

erleben, die von den zerbrechlichen

Kunstwerken aus Frankenthal

ausgeht.

„Von Pulverdampf und

Schlachtidyll. Weißes Gold aus

der Frankenthaler Manufaktur“,

Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim,

Museum Zeughaus, C5.

Di-So 11-18 Uhr. Bis 2.12.2018

Nike Luber

Eine bunte Budenstadt

Emmendinger Künstlermarkt und Rhythmus unter freiem Himmel

Vom 15. - 16. September findet

zum 45. Mal der Emmendinger

Künstlermarkt statt. Über 180

Aussteller aus der Bundesrepublik

und den benachbarten Staaten

geben sich ein Stelldichein

und verwandeln Straßen, Gassen

und Winkel rund um das

Markgrafenschloss in eine bunte

Budenstadt. Bilder, Skulpturen,

Tuch und Ton, skurrile Metallfiguren

und vieles mehr können

Kunstfreunde bewundern und

erstehen. Kreative Mitmachangebote

für Kinder, wie z. B.

Märchen-Improtheater werden

im Schlosskeller angeboten und

an einigen Ständen können Kinder

aus verschiedenen Materialien

kleine Kunstwerke herstellen

oder sich schminken lassen.

Am Samstag und Sonntag, ab 11

Uhr werden Straßenmusiker in

den Straßencafés rund um den

Künstlermarkt aufspielen. Zum

11. Rhythmus unter freiem Himmel

werden 10 Einzelmusiker

und Gruppen unterschiedlicher

Genres um die Gunst des Publikums

werben. Musiker aus Italien

und Frankreich bereichern

das künstlerische Colorid mit eigenwilligen

Arrangements. Die

Straßenmusiker erzeugen ein

dynamisches Hörnetzwerk rund

um den Künstlermarkt und freuen

sich über reichlich Hutgeld

der Zuhörer. Auf der Schlosswiese

am Stand von Berührtsein

TV werden bei „Musik+Talk“

stündlich Straßenmusiker vorgestellt.

Am Sonntag, ab 16 Uhr findet

im Schlosskeller die Abschlussrevue

mit Verleihung des Publikumspreises

„Emmendinger

Flöte“ statt, moderiert von Rolf

Künstlermarkt rund um‘s Markgrafenschloss

Duijkers. Jeder Besucher kann

beim Publikumspreis mitentscheiden.

Emmendinger Künstlermarkt.

15. September, 10 - 18 Uhr und

16. September 11 - 18 Uhr.

Rhythmus unter freiem Himmel:

16. September 11 - 17 Uhr und 17.

September 11 - 15 Uhr, 16 Uhr

Verleihung Publikums- preis Emmendinger

Flöte im Schlosskeller.

Info: unter www.spielspirale.de


KUNST KULTUR JOKER 11

Ein wacher Zeitgenosse mit subtilem Humor

„Korbinian Aigner – Äpfel und Birnen und anderes Gemüse“ – Ausstellung im Museum Würth Künzelsau

Fernando Botero: „Adam und Eva“, 1998

Der Duft und das Aussehen

von Äpfeln und Birnen kann

hinreißend sein, ebenso ihre poetischen

Namen, etwa Orleansreinette,

Schöner von Schönlind,

Bellefleur, Clapps Liebling;

diesen galt die Leidenschaft

des Pfarrers und Obstkundlers

Korbinian Aigner (1885-1966)

aus Oberbayern, detailgetreu

hat er über Jahrzehnte in rund

900 postkartengroßen Aquarellen

ihr unterschiedliches Vorkommen

festgehalten. Posthum

wurden seine Bilder plötzlich

bekannt und lösten, ausgestellt

auf der dOCUMENTA (13),

Diskussionen über Kunstbegriffe

aus. Korbinian Aigner

ist zweifelsohne einmalig, nicht

zuletzt als wacher Zeitgenosse,

der seine regimekritischen Äußerungen

mit KZ-Haft bezahlte;

ein „krummer Hund“ wollte er

nicht sein und behielt dabei einen

subtilen Humor. Aus Kernen

gelang es ihm in Dachau

vier neue Apfelsorten heranzuziehen,

von ihm als KZ1-KZ4

bezeichnet; die Sorte KZ-3

wurde 1985 in „Korbiniansapfel“

umbenannt.

Aigner vermachte seinen

Nachlass dem Lehrstuhl für

Obstbau an der TU München,

eine Ausstellung im Museum

Würth Künzelsau zeigt nun über

600 Bilder aus diesem Bestand

und stellt ihnen einige künstlerische

Werke zur Seite, die

sich auf naturalistische oder abstrakte

Weise mit Obst und Gemüse

befassen, z.B. Fotografien

von Karl Blossfeld sowie Gemälde

von Liebermann, Braque,

Hofer und Jan Peter Tripp. Zudem

geht die Schau Assoziationen

zum Motiv des Apfels in

der Kunst nach, schließlich gilt

der schmackhafte Rundling als

Auslöser für die Vertreibung

aus dem Paradies; des Weiteren

kann er mühelos Assoziationen

zu menschlichen Körperformen

auslösen, was z.B. ein Gemälde

von Botero mit Witz erfasst.

Korbinian Aigners Aquarelle

faszinieren durch ihren unprätentiös

dokumentarischen Ansatz,

sie bilden jeweils zwei bis

drei Früchte ab, wobei immer

der Stilansatz auf der Oberseite

sowie der Kelch mit Blütenresten

an der Unterseite gut

sichtbar sind. Der Gattung des

Stilllebens, das mit kunstvoll arrangierten

und üppig gedeckten

Tischen stets das „Memento

mori“ in den Raum stellt, wird

hier nicht nachgeeifert. Bei Korbinian

Aigner scheint das Staunen

vor den natürlichen Phänomenen

und deren ästhetische Erfahrung

treibendes Moment, unwillkürlich

kommen einem die

Insekten- und Blumenbilder von

Maria Sybilla Merian (17. Jh.) in

den Sinn. Serielles Arbeiten und

wissenschaftliches Beobachten

gehören zur Kunst und gewinnen

im 20. Jahrhundert zunehmend

an Bedeutung; Korbinian

Aigner hielt die Nuancen von

Apfel- und Birnensorten aber

insbesondere zu Lehrzwecken

fest, weshalb ein Vorgesetzter

schon früh bemerkte, er sei

„mehr Pomologe als Theologe“.

In den Ausstellungsräumen wird

auch die Film-Dokumentation

„Korbinian Aigner. Ein bayerischer

Dorfpfarrer zwischen

Obstbau und Hochverrat“ gezeigt.

Unbedingt sehenswert!

Publikationen: Peter J. Brenner.

„Korbinian Aigner. Ein bayerischer

Pfarrer zwischen Kirche,

Stillleben von Korbinian Aigner: „Äpfel“ und „Birnen“

Obstgarten und Konzentrationslager“

(TU München 2017) sowie

„Äpfel und Birnen und anderes Gemüse.

Die Obstbilder von Korbinian

Aigner im Dialog mit der Sammlung

Würth“ (Swiridoff 2018).

Museum Würth Künzelsau. www.

kunst.wuerth.com. Tägl. 11-18 Uhr.

24. u. 31.12. geschlossen, 25. u. 26.

12. sowie Neujahr von 12 – 17 Uhr.

Bis 6. Januar 2019

Cornelia Frenkel

Das Dasein im weitesten Sinne

„Bilder zum Menschsein von Renate Gehrcke im Karl Rahner Haus und in der Katholischen Akademie in Freiburg

Lebenserfahrungen, biographische

Einschnitte, Spuren des

Lebendigen – all das, was sich in

Gesichter, bewegte Körper oder

Renate Gehrke: Landschaft mit Hummer

auch in unsere Welt einschreibt

und im Gegenüber begegnet,

interessiert und beschäftigt die

Künstlerin Renate Gehrcke. Dabei

hat die Enkelin von Rudolf

von Laban, dem Mitbegründer

des modernen Ausdrucktanzes,

eine besondere Affinität zum

Tanz, was in vielen ihrer dynamischen

Werke zum Ausdruck

kommt. In einer Doppelausstellung

in Freiburg werden verschiedene

Themenkreise ihres

Schaffens, die sich mit dem Dasein

im weitesten Sinne befassen,

in der Katholischen Akademie

sowie im Karl Rahner Haus

zu sehen und zu erleben sein.

Gehrckes Arbeiten laden dazu

ein, über das Leben nachzudenken

und den vielen Facetten des

Menschseins auf die Spur zu

kommen. Menschliches Leben

ist fragil, menschliche Existenz

verändert sich im Laufe eines Lebens

– und die ambivalenten Lebenserfahrungen

schreiben sich

jeder Person auf je eigene Weise

ein. Diesen Aspekt des Menschseins

thematisiert die Bildende

Künstlerin in ihrer Ausstellung.

In Wort und Musik werden auf

einer nochmals anderen künstlerischen

Ebene die positiven

Dynamiken des Lebens wie auch

die schmerzlichen Seiten des sich

wandelnden Daseins zur Sprache

und zum Klingen kommen.

Die Finissage der Ausstellung

findet als Lesung mit dem

Titel „Lob der Fragilität“ am

19. November, 20 Uhr in der

Katholischen Akademie statt.

Es rezitieren Katharina Nast

und Sabine Scharberth, musikalisch

begleitet von Ekkehard

Weber auf der Viola da Gamba.

Renate Gehrcke, Karl Rahner

Haus (Habsburgerstraße

107), Mo - Do 9 bis 12.30 Uhr

und 13.30 bis 16.30 Uhr; Fr 9

bis 12.30 Uhr. Katholische Akademie,

Mo - Fr, 8.30 bis 18.15

Uhr und während der Veranstaltungen.

17.09. bis 19.11.18.


12 KULTUR JOKER KUNST

Hier spielt die Kunst!

20 Jahre Kunst auf der Liegewiese des Faulerbads und in der Faulerstraße

Ausstellungsansicht; Arbeit von Jörg Siegele (o.), Arbeit von Sabine Felder (re.)

Kaum ein Bildhauer, der

nicht von einem (eigenen)

Skulpturenpark träumt. Auch

den Freiburger Künstler Jörg

Siegele, der von seinem Atelier

aus an der Faulerstraße auf

das Hallenbad und seine einladende

sowie mehrere Monate

im Jahr brachliegende Liegewiese

blicken kann, hat dieser

Wunsch umgetrieben: Welch

eine Spielwiese im herrlichsten

Sinne!

Im Jahr 1999 war es dann

soweit. Zwischen Kronenbrücke,

dem Autobahnzubringer,

der Faulerstraße und der

Schwimmhalle entstand ein

Off-Space-Skulpturenpark, in

dem neben eigenen Werken

auch solche der Künstlerkollegen

Manfred Dörner und

Peter Zimmermann Platz fanden.

Über die Jahre wuchs und

veränderte sich das Projekt.

Heute, knapp 20 Jahre später,

wurde dieser Ort längst zum

festen Begriff in der regionalen

Kunstszene sowie ein attraktives

Touristenziel.

Mittlerweile zeigen hier jährlich

mehr als zwanzig Künstler/

innen zeitgenössische Skulptur,

Installation, Hörskulpturen

oder Landart-Projekte. Immer

wieder greifen sie auch in die

Räume und Strukturen des

gesamten Schwimmbades ein.

Manche ihrer Arbeiten blieben

dauerhaft installiert. Seit

einigen Jahren greift die Ausstellung

über den Park hinaus

auch in die Faulerstraße über.

Kurzum, kein abgeschlossenes

Freilichtmuseum sollte es sein,

sondern eine changierende

Oase im Herzen der Stadt und

zugleich inmitten der Natur.

Gerade dies macht ja ihren

besonderen Charme aus: Die

wechselnden Jahreszeiten, die

die ausgestellten Arbeiten mit

ihren alternierenden Farben,

Oberflächen, Materialien in

ein immer neues Licht tauchen

– einem ständigen Wandel unterworfen

und niemals eintönig.

2005 wurde ein Förderverein

ins Leben gerufen, dessen Vorstand

mit dem Vorsitzenden

Wolfgang Daun durch großes

Engagement für die Finanzierung

durch Spenden und die

Stadt Freiburg sorgt und ohne

den die Fortführung dieses

großartigen Projektes längst

nicht mehr möglich wäre. „Vor

allem aber hat die besondere

Atmosphäre dieses Ortes mit

der speziellen Art seines Kurators

zu tun“, erklärt die Grafikerin

Sonja Schäfer begeistert,

die das Projekt ebenfalls

tatkräftig unterstützt. Kein

Kunstmarketing-Mainstream

werde hier bedient. Über die

Jahre hinweg habe Jörg Siegele

eine ganz eigene Form entwickelt,

die – vom Personal des

Bads wohlwollend mitgetragen

– irgendwie alles möglich

machte. Und sie fügt hinzu:

„Hey, wir haben hier einen

geilen Skulpturenpark!“

Am 16. September wird die

neue Saison mit Werken von

Jörg Bollin, Ronald Dörfler,

Sabine Felder, Katja Gehrung,

Bernd Goering, Andreas Hagelüken,

Zora Kreuzer, Jikkemien

Ligteringen, Thomas

Matt, Ursula Bohren-Magoni

und Claudio Magoni, Vera Peter,

Léonie von Roten, Hartmut

W. Schmidt, Sandra Simone

Schmidt, Alexander Schönfeld,

Jörg Siegele, Minka Strickstrock,

Josette Taramarcaz,

Heinz Treiber, Konrad Wallmeier,

Ralf Weber und Peter

Zimmermann und einem Konzert

von Mike Schweizer und

Les Saxofous feierlich eröffnet.

Die Kunsthistorikerin Christine

Moskopf führt durch den

Parcour. Bei freiem Eintritt erhält

man das ganze Jahr über

Einlass über das Poolcafe. Mit

ein bisschen Glück begegnet

man dann dem Kurator Jörg

Siegele, der sich hier häufig mit

„seinen“ Künstler/innen trifft.

„20 Jahre Kunst auf der Liegewiese

des Faulerbads und

in der Faulerstraße“, Freiburg.

Vernissage 16.9., 17 Uhr,

Ausstellung bis 25.5.2019. Tgl.

außer Do, 12-20 Uhr, Eingang

Pool Café, Eintritt frei.

Friederike Zimmermann

Kunst-Open-Air in historischen Gemäuern

27. Sulzburg-Laufener Ateliertage‘‘ am 6. und 7. Oktober

Ein Kunstspaziergang der

besonderen Art und mit besonders

viel Flair zeichnet die

Sulzburg-Laufener Ateliertage

seit jeher aus und machen

das malerische Städtchen und

den Weinort für zwei Tage

zum Mekka für Kunstliebhaber.

Am ersten Oktoberwochenende

(6./ 7. Oktober, jew.

VERANSTALTUNGSPROGAMM September 2018

7.-9.9.: Tanzen ohne Partner: Standardtänze und lateinamerikanische Tänze (mit Jacqueline Huyras)

14.-16.9.: 25 Jahre Internationale Folkloretänze mit „Suvalka“ (Linda und Klaus Tsardakas-Grimm)

17.-21.9.: Tanz des Führens und Folgens (Bildungsurlaub mit Dr. Kuno Jungkind; Kooperation LIW)

19.9.: Notgeld in schwerer Zeit (Vortrag von Dirk Schindelbeck)

18.-25.9.: Studienreise nach Linz und Wien (in Kooperation mit Janzen-Reisen, Tel. 0761/500293)

22.9.: Edmund Husserl – Leben und Werk (Vortrag von Prof. Dr. Hans-Helmuth Gander)

25.9.: Schönheit – Segen oder Fluch? (Vorträge von Dr. Dr. Melanie Obraz mit Diskussion)

27.-30.9.: Mixed Media: Acryl und Collage (Malkurs mit Brigitte Waldschmidt)

2./3.10.: Die Wutachschlucht (Vortrag und GEO-Exkursion mit Dr. Bernd Maul)

3.10.: Balkantänze – für Kenner und Könner (mit Linda und Klaus Tsardakas-Grimm)

Im Waldhof 16

79117 Freiburg-Littenweiler

Info und Anmeldung:

www.waldhof-freiburg.de

11 bis 18 Uhr) werden wieder

unzählige Kunstinteressierte

durch die beiden Orte flanieren,

um neueste Arbeiten von

über 50 Künstlerinnen und

Künstlern zu sehen.

Ratsam ist es, sich zu Beginn

einen Überblick zu verschaffen.

Flyer mit Smartphone-tauglichem

QR-Code

informieren über Künstler,

Art und Genre. Noch augenscheinlicher

geschieht dies im

alten Kuhstall in der Weinstraße

22 in Laufen. Dort befindet

sich die ,,ARTen-Vielfalt‘‘,

wo jeweils ein Kunstwerk

von jedem Aussteller zu

sehen sein wird.

Es wird viel zu entdecken

geben – angefangen von handgefertigt

Konventionellem bis

hin zu außergewöhnlich Innovativem,

Filigranes findet sich

neben Gewaltigem. Malerei

in verschiedensten Techniken

und Skulpturen sind am stärksten

vertreten, aber auch

Freunde schöner Alltagsgegenstände

finden beim Schlendern

und Stöbern ihr persönliches

Lieblingsstück aus dem facettenreichen

Angebotsspektrum.

Sulzburg-Laufener Ateliertage

Zum Konzept der Ateliertage

gehören auch die ungewöhnlichen

Ausstellungsorte in Hinterhöfen,

ehemaligen Weinkellern,

Werkstätten und Ateliers. So

hoffen denn Ellen Baumbusch

und Markus Burgert – die beiden

Hauptorganisatoren – auf Fortune

mit dem Wetter und damit

verbunden auf wieder viele Besucher,

nette Gespräche und natürlich

auch auf gute Verkaufserfolge

der teilnehmenden Künstler.

Infos: „27. Sulzburg-Laufener-Ateliertage“

6. / 7. Oktober

2018, jew. 11-18 Uhr;

www.ateliertage.com


KUNST KULTUR JOKER 13

Frühe Grafiken, Guckkästen und Skulpturen

Ausstellung zum 85. Geburtstag des Künstlers Jürgen Brodwolf in der artplosivGalerie in Ebringen

Im Schauraum der Galerie

und im Historischen Weinkeller

zeigt artplosiv in Ebringen frühe

Grafiken (1966 -1074) und

Bronzen sowie Eisenplastiken

aus dem letzten Jahrzehnt samt

einer begleitenden neuen Grafikmappe

von Jürgen Brodwolf.

Die Werkpräsentation in diesen

Räumen anlässlich des 85.

Geburtstags des Schweizer

Künstlers hebt sich von allen

anderen Brodwolf-Ausstellungen

durch Besonderheiten

ab.

Für den fast tausend Jahre

alten gewölbten Weinkeller im

Kulturdenkmal Bollingerhaus

hat Jürgen Brodwolf eine spezielle

Installation entworfen:

Sechs Bronze- bzw. Eisenplastiken

zum Thema „Flut“,

stehen auf Stelen gesetzt auf

gewachsenenem Lehmboden.

In diesen Skulpturen hat der

Künstler seine Figurenplastiken

in reliefierte Gebilde

eingebettet. Brodwolf reagiert

Blick in die Ausstellung Jürgen Brodwolf

mit diesen Gebilden auf Strukturen,

wie sie im weitesten

Sinne durch die Kraft des

Wassers in Gesteinsschichten,

Flüssen und auf Meeresböden

entstanden sind und sich ähnlich

in der Netzstruktur des

Lehmbodens im Ausstellungsraum

wiederfinden. Auch die

für den Künstler unkonventionelle

Herstellung der Gussmodelle,

deren Ausformung

mit Graupapier, Büttenpapier

und Wasser und ihre Härtung

Foto: Arwed Guderian

mit Wachs setzten das Thema

„Flut“ adäquat um.

Ein besonderer Aspekt der

Ausstellung liegt in der Verbindung

der Kellerinstallation

mit den sehr frühen Grafiken

im oberen Schauraum: Sie bilden

Vorstufen zu den späteren

Tubenfigurinen Brodwolfs und

bereiten das Thema „Guckkasten“

vor. Diese befassen sich

mit existenziellen Themen,

die in die Bildsymbolik von

Mensch und Tier, Mensch und

Käfig, Mensch und Technik

einfließen. Die eigens für diese

Ausstellung von Brodwolf

geschaffenen Bühnenkästen

dokumentieren die andauernde

Entwicklung der Brodwolfschen

Figurine und reagieren

auch persönlich auf Berufe von

Mitgliedern der Familie des

Galeristen.

Die Ausstellung spannt einen

weiten Bogen von der manchmal

nur angedeuteten, unausgeformten

Figur der frühen

Jahre bis hin zu den heutigen

Skulpturen.

Jürgen Brodwolf, artplosiv-

Galerie, Ebringen, Talhauserstraße

15. Geöffnet Sa 15 - 17

Uhr, So 11 - 13 Uhr. Bis 16.

September

Vom zeitlosen Gefäß bis zum Unikat

27. Internationale Keramikwochen Hüfingen 2018

Künstler der „Kasseler Schule“ zeigen in zwei

Ausstellungen ihre Arbeiten.

Die 27. Internationalen

Keramikwochen Hüfingen

finden vom 8. bis zum 23.

September statt. 50 ausgesuchte

Keramiker und Keramikerinnen

aus dem ganzen

Bundesgebiet, Frankreich,

Holland und Belgien zeigen

auf dem beliebten Töpfermarkt

am 8./9. September auf

dem Sennhofplatz, was Könner

und Könnerinnen aus dem

plastischen Material machen,

vom Geschirr über das Unikatgefäß

bis hin zum keramischen

Schmuck.

Die diesjährigen Sonderausstellungen

zeigen Gefäße und

Plastiken von Keramiker/innen,

die ihre Ausbildung einst an der

Kunsthochschule in Kassel absolvierten.

Heidi Kippenberg

(*1941) studierte noch bei Walter

Popp, der in den 1960er Jahren

die deutsche Keramik revolutionierte

und durch seine langjährige

Lehrtätigkeit die „Kasseler

Schule“ begründete. Zu Beginn

noch deutlich in der Nachfolge

Popps stehend, wenngleich

formal strenger, wandelten sich

Kippenbergs Gefäße nach Aufenthalten

auf Jamaika und in

Japan. Guido Sengle (*1956)

gehört schon der zweiten Generation

der „Kasseler Schule“

an. Als ausgesprochener Glasurund

Formkeramiker verfolgt er

ohne Rücksicht auf keramische

Moden geduldig die Idee des

Form und Glasur zur edlen Einheit

verschmelzenden, zeitlosen

Gefäßes. Auch Bernd Fischer

(*1956) studierte in Kassel Anfang

der 1980er Jahre. War er

anfän- glich dem gedrehten, delikat

glasierten Gefäß verpflichtet,

gelangte er über aus Platten

gebaute und informell bemalte

Porzellangefäße schließlich zu

den heutigen, fein gedrehten

Doppelgefäßen aus Bisquit-

Porzellan und den mit farbigen

Tuschen getränkten Faltungen,

freiplastische Wandobjekte

aus Paper-Clay. Lutz Könecke

(*1973) schließlich war einer

der letzten keramischen Absolventen

der Kasseler Hochschule.

Mit seinen großen aus

Drehteilen streng montierten

Gefäßen verbindet er einerseits

die Errungenschaften der Kasseler

Schule und andererseits

die große Tradition der Bauhaus-Keramik.

Sein Ur-Großvater

war der Bauhaustöpfer

und spätere Hamburger Lehrer

Otto Lindig.

„Töpfermarkt am Sennhofplatz“,

Sa 8. Sept. 10 - 18 Uhr, So

9. Sept. 11 - 18 Uhr. Ausstellung

„Der gedeckte Tisch“; Stadthgalle,

Sa 8. Sept. 10 - 18 Uhr, So

9. Sept. 11 - 18 Uhr; Preisverleihung:

So, 17 Uhr am Burgplatz.

Sonderausstellungen: Gefäße und

Plastiken von Bernd Fischer und

Lutz Könecke, Stadtmuseum. Gefäße

von Heidi Kippenberg und

Guido Sengle, Rathausgalerie.

Geöffnet: Töpfermarktwochenende:

8. Sept. 10 - 18 Uhr, 9. Sept.

11 - 18 Uhr, danach bis 23. September

Sonntags 14 bis 17 Uhr u.

n. V. – Stadt Hüfingen/Info- und

Kulturamt: 0771-6009-19.

45. Emmendinger Künstler Markt

am Markgrafenschloss

Sa. 15. September 10 - 18 Uhr

So. 16. September 11 - 18 Uhr

Eindrucksvoll, vielseitig

und kreativ!

2018

Info:

www.spielspirale.de

07641 55615

11. Rhythmus unter freiem Himmel mit Verleihung der Emmendinger Flöte

Sa. + So. dynamisches Hörnetzwerk auf dem Künstlermarkt, Sa. 20 Uhr Saturdaynight-Session

So. 15 Uhr Verleihung Publikumspreis EM-Flöte im Schlosskeller


14 KULTUR JOKER KUNST

Von der Hinfälligkeit

„Corpus Baselitz“ – Ausstellung im Musée Unterlinden in Colmar

Nur keine schönen Bilder

malen, das wollte er von

Anfang an nicht und dabei

bleibt es auch im Alter – es

darf zudem gerne ein wenig

obszön sein. Mit erstmals

gezeigten Arbeiten aus den

Jahren 2014–2017 widmet das

Musée Unterlinden dem Maler,

Grafiker und Bildhauer

Georg Baselitz (*1938) aus

Anlass seines 80. Geburtstags

die Ausstellung „Corpus

Baselitz“, sie spitzt zu, was

kürzlich eine Retrospektive

mit Schlüsselwerken aus den

letzten sechs Jahrzehnten in

Riehen präsentierte. Nun sind

in Colmar rund 70 Malereien,

Zeichnungen und Skulpturen

aus den letzten Jahren zu sehen,

sie befassen sich mit dem

Altern, indem der Künstler

den eigenen Körper in Form

von Bildern befragt; mitunter

ist ihm eine weibliche Figur

beigesellt. Gleichzeitig

rekurriert Baselitz auf seine

Lehrmeister, darunter Dubuffet,

Michaux, Duchamp und

Picabia, aber auch auf Grünewald

und Baldung Grien –

sie alle malten „hässlich“ (wie

er); aber Baselitz hat sie nicht

nachgeahmt, sondern in neue

Kompositionen überführt und

dabei eine ganz eigene figurative

Bildsprache entwickelt.

Denn er sah sich gezwungen,

„alles in Frage zu stellen“,

nämlich hineingeboren „in

Wer sich bei der diesjährigen

Nocturne auf die Ausstellungen

beschränkt, die

am 14. September auch Vernissage

feiern, wird schnell

durch sein. Viele der Freiburger

Galerien und Institutionen

eröffnen nicht eigens eine

Ausstellung, um den Beginn

der neuen Kunstsaison zu feiern.

Sei’s drum, schließlich

ist die Nocturne auch immer

ein guter Anlass gewesen, im

Frühherbst noch einmal den

Sommer zu feiern und sich ein

bisschen treiben zu lassen. Gut

zehn Kunsträume sind dabei,

neben Freiburger Galerien wie

Artkelch, wo eine Schau mit

Aborigines-Kunst aus dem

West Arnhem Land zu sehen

ist, bis zum T66 – dort gehen

die Objekte von Jens Reichert

einen Dialog mit Zeichnungen

und Papierarbeiten von Reinhard

Wiedemer ein, sind auch

der Kunstverein Freiburg sowie

der Kunstraum Alexander

eine zerstörte Gesellschaft

(…), in eine zerstörte Landschaft,

in ein zerstörtes Volk

(…).“

Für Georg Baselitz ist die

taktile Qualität des Kunstwerks

wesentlich, teils scheint

er sie durch seine Technik des

„Ach Rosa, ach rosa“

Georg Baselitz Foto: Littkemann

Farbauftrags zu erreichen; so

wirken die im Musée Unterlinden

gezeigten Körpergestalten

fast greifbar zerfasert,

transparent, in Auflösung begriffen.

Der Betrachter hinterfragt

sein eigenes Sehen,

nicht zuletzt weil Baselitz‘

Bilder bekanntlich immer auf

dem Kopf stehen, was mitunter

komische Effekte erzeugt,

etwa in der mit Tuschfeder

und Aquarell gezeichneten

Serie „Bitte kommen Sie nach

vorn“ (2014), „Zweimal Treppe

runter“ und „Abgang mit

Marcel“ (2016). Derzeit hat

Bürkle und das Kunsthaus L6

mit dabei. Frisch aus der Sommerpause

melden sich Gudrun

Selz mit Arbeiten von Barbara

Armbruster und das Centre

Culturel Français Freiburg zurück,

wo Architekturfotos zu

entdecken sind.

Während im Kunsthaus

L6 die Freiburger Künstlerin

Annette Voit Farbwelten

schafft, geht es bei Amy Lien

und Enzo Camacho im Kunstverein

Freiburg hybrider zu.

Baselitz erklärtermaßen eine

Vorliebe für schwarze Bilder,

wofür „Schnell die zehnte

Nacht abwärts“ ein Beispiel

ist sowie die pechschwarzen

Skulpturen „Zero Mobil“ und

„Zero Dom“, trügerisch sehen

sie aus wie verkohltes Holz,

bestehen aber aus Metall.

Der menschliche Körper

ist im letzten Stadium wenig

ansehnlich, er schrumpft,

verbiegt sich und hat eine

morbide Aura, die Baselitz

ungeschönt zu erfassen sucht,

mit seinem extremen Realismus,

der vor dem unerträglich

langsamen Vergehen die Augen

nicht verschließt. Doch

gibt es zweifellos ein Leben

vor dem Tod, worauf er nicht

zuletzt durch das Moment der

Wiederholung und Variation

der Motive hinweist; dieses

ruft uns zudem in Erinnerung,

dass der Lebensprozess nicht

einfach (mechanisch) weitergeht,

sondern Körper und

Geist vor immer neue Herausforderungen

stellt. Zur Ausstellung

ist ein kundiger Katalog

erschienen, doch nichts

kann den Besuch vor Ort ersetzen

– er lässt einen in eine

Atmosphäre eintauchen.

Corpus Baselitz. Musée

Unterlinden, Colmar. Mo, Mi

- So 9 bis 18 Uhr, Do 10-20

Uhr, Di geschlossen. Bis 29.

Oktober 2018.

Cornelia Frenkel

Neustart mit Konstanten

Mit der Nocturne am beginnt die neue Kunstsaison in Freiburg

Ihre Kollaboration bringt

immer wieder Bilder für die

Globalisierung hervor. So befassen

sich die beiden mit chinesischem

E-Commerce oder

dem dortigen Hype ums Baby.

Im E-Werk hingegen setzt sich

die Themenschau „Material

Gesture“ mit den Bedingungen

und Möglichkeiten auseinander,

die Ton oder Plastilin

bieten, sozusagen statt Touchscreens.

Ansonsten wird man

viele alte Bekannte treffen. Bei

der Galerie Baumgarten ist der

Maler Johannes Hüppi zu Gast

mit einer neuen Serie über Museumsbesucher,

der Freiburger

Künstler Piotr Iwicki zeigt in

der Galerie Marek Kralewski

neue Arbeiten, weiterhin offen

sind die Ausstellungen mit

Arbeiten von Ulrike Gerst und

Gisela Reich bei der Galerie

Claeys.

Nocturne, 14. September,

18 bis 22 Uhr. www.kunst-infreiburg.de

MUSEEN / AUSSTELLUNGEN

FREIBURG 0761/

ALTER WIEHREBAHNHOF

- „50 Jahre iz3w - Schaut her: 50

Jahre Unerhörtes” 14.09.-21.10.

Archäologisches Museum

Colombischlössle

- „Eisen, Macht, Reichtum - Kelten

am südl. Oberrhein” b.a.w.

- „Kultur - Umwelt - Wandel:

Steinzeit und Bronzezeit am südl.

Oberrhein” b.a.w.

- „Arman Vahanyan - Visuelle

Formationen” 27.09.-30.06.19

Artkelch

- „Mardayin - Aboriginal Art von

Maningrida Arts” 15.09.-10.10.

Augustinermuseum

- „Japanische Holzschnitte aus der

Sammlung Ernst Grosse” (Haus der

Graphischen Sammlung)

-23.09.

CENTRE CULTUREL FRANÇAIS

- „Archifoto 2017” 15.09.-31.10.

C.G. Jung-Gesellschaft

- „Rosa Andrea Martin - Aus mir

heraus” 29.09.-26.10.

DEUTSCHER ALPENVEREIN

- „Korsika - Gebirge im Meer”

-08.09.

ELISABETH-SCHNEIDER-STIF-

TUNG

- „Amin El Dib: Under Skies of

Blue and Grey” -22.09.

E-WERK

- „Material Gestures - Material

und Materialität in der Gegenwartskunst”

14.09.-22.10.

DEPOT.K

- „Arman Vahanyan - Visuelle

Formationen” 11.09.-14.10.

Galerie Claeys

- „Gisel Reich & Ulrike Gerst -

Sommerzeit” -14.09.

GALERIE MEIER

- „Sommerausstellung” -05.09.

HILDA 5 / KUlturaggregat

- „Mr. Woodland - Beautiful Darkness”

-14.09.

KUNSTRAUM ALEXANDER

BÜRKLE

- „Auf der ganzen Linie! Zur

Expansion der Zeichnung - Werke

von Maria Hafif, Rudolf de Crignnis

u.a.“ -16.09.

KUNSTVEREIN FREIBURG

- „Amy Lien & Enzo Camacho”

14.09.-28.10.

MODO VERLAG

- „Katharina Mayer - Familienbande”

24.09.-26.10.

MOrat Institut

- „Arman Vahanyan - Visuelle

Formationen” -15.09.

- „Stephan Hasslinger - Paisley”

-08.09.

MECKELHALLE

- „Zuflucht - Refuges: Eine Kunstausstellung”-12.09.

Museum Für Neue Kunst

- „Im Raum meiner Imagination

- Julius Bissier und Ostasien”

-23.09.

- „Your North Is My South - In

Kooperation mit La Kunsthalle

Mulhouse” -07.10.

MUSEUM F. STADTGESCHICHTE

- „#freiburgsammelt - Erinnerungen

für morgen” -16.09.

Museum Natur und Mensch

- „Mensch Biene! - Mitmach-Ausstellung”-10.02.19

- „Säule der Vielfalt - Interkulturelles

Künstlerinnen-Projekt”

22.09.-18.11.

Stiftung für Konkrete

KunsT Roland Phlebs

- „Roland Phlebs - Schwünge und

Tänze”-02.10.

Universitätskinderklinik

- „Birgit Staub: Schicht um

Schicht - Malerische Abstraktionen”-22.09.

Waldhaus

- „Wild und Jagd - Grenzgänge

zwischen Kultur und Natur”-22.09.

WEINGUT ANDREAS DILGER

- „25 Jahre Susi” 13.09.-22.09.

aNTIKENMUSEUM

- „Die Griechen und ihre Welt -

Identität und Ideal” (Dauer)

BASEL 0041 61/

Fondation Beyeler

- „Bacon - Giacometti”-02.09.

- „Balthus” 02.09.-13.01.19

- „Sammlung der Klassischen

Moderne”

(Dauer)

HAUS DER ELEKTRONISCHEN

KÜNSTE

- „Eco-Visionairies” -11.11.

KUNSTHALLE BASEL

- „Sanya Kantarovsky - Disease of

the Eyes”-11.11.

- „Zhana Ivanova - Ongoing Retrospective

(Chapter 3)” -16.09.

KUNSTHAUS BASELLAND

- „Beehave - A Summary”-11.11.

- „Vittorio Brodmann - Jahresaussenprojekt

2018” -31.12.

KUNSTMUSEUM BASEL

- „Martha Rosler, Hito Steyerl -

War Games-02.12.

- „Sam Gilliam - The Music of

Color” -30.09.

- „Thaster Gates - The Black

Madonna”-21.10.

Museum Tinguely

- „Gauri Gill - Traces”-01.11.

- „Gerda Steiner & Jörg Lenzlinger

- Too Early To Panic“ -23.09.

SPIELZEUG MUSEUM WELTEN

- „Exquisite Kostüme venezianischer

Karnevalsbälle” -07.10.

ANDERE ORTE

ALBSTADT

Kunstmuseum

- „Im Felsenmeer der Schwäbischen

Alb” -16.09.

- „Katharina Krenkel - Faden,

Stein, Papier” -16.09.

- „Otto mit + ohne Farbe - Otto

Dix, der Pinsel und der Zeichenstift”

-24.02.19

Amsterdam

Foam Fotografiemuseum

- „Samuel Gratacap - Les Invisbles”

-09.09.

- „Thomas Albdorf - Recommended:

Olympus Fellowship” -09.09.

Kahmann Gallery

- „Renato D’Agostin - Metropolis”

-15.09.

Moco Museum

- „Iranian Street Artists Icy

and Sot - A Moment Of Clarity”

-15.01.19

Antwerpen

MAS - Museum aan de Stroom

- „Michaelina - Eine außergewöhnliche

Künstlerin” -02.09.

AUGSBURG

Galerie Noah

- „A. R. Penck” -09.09.

- „Utopie - Zwischen Traum und

Wirklichkeit” -10.01.19

Baden-Baden

Museum LA8

- „Gediegener Spott - Bilder aus

Krähwinkel”-09.09.

- „Wilhelm Busch - Bilder und

Geschichten” 29.09.-03.03.19

Museum Frieder Burda

- „James Turrell - The Substance

of Light“-28.10.

Staatliche Kunsthalle

- „Alina Szapocznikow - Menschliche

Landschaften“ -07.10.

BAD-KRozingen

Mediathek

- „Susanne D. Agostini-Wurow -

Mixed Media” -13.10.

BADENWEILER

Kurhaus

- „Stanislawski-Projekt - Ein

neues Theater braucht das Land”

-02.09.

Barcelona

Museu Nacional d‘Art de Catalunya

- „Gala Salvador Dalí” -14.10.

BERLIN

FinArts

- „7:1 Begegnung Brasilien

Deutschland” -12.09.

Kunstraum Kreuzberg/Bethanien

- „An Atlas of Commoning: Orte

des Gemeinschaffens - ifa in Zusammenarbeit

mit ARCH+“ -16.09.


KUNST KULTUR JOKER 15

Museum für Kommunikation

- „Oh Yeah! - Popmusik in Deutschland“

-16.09.

BERN

Alpines Museum der Schweiz

- „Matterhorn Stories - Eine Ausstellung

über den größten Bücher-

Berg” -28.10.

- „Schöne Berge - Eine Ansichtssache”

-06.01.19

- „Suiza existe - Eine Spurensuche

in Esperanza, Argentinien“

07.09.-28.10.

Kunstmuseum

- „Etel Adnan” -07.10.

Bernau

Hans-Thoma-Kunstmuseum

- „Eva Früh - Linie.Fläche.Raum“

-14.10.

BIETIGHEIM-BISSINGEN

Städtische Galerie

- „Drehmoment - Produktionskunst

made by Nándor Angstenberger,

Joachim Fleischer und Pia

Lanzinger” -14.10.

Bonn

Frauenmuseum

- „Freundinnen - Vom romantischen

Salon zu Netzwerken heute”

-16.09.

LVR-LandesMuseum Bonn

- „Masoud Sadedin - Preisträger

Rheinischer Kunstpreis des

Rhein-Sieg-Kreises” -30.09.

BREGenz

Kunsthaus

- „David Clearbout” -07.10.

- „Lili Reynaud Dewar - Oops, I

think I may have lost my lighter

somewhere on the ground...

Could someone please be so kind

to come and help me find it?”

-21.10.

Kornmarktplatz

- „Die Welt steht Kopf - Camera

Obscura am Kornmarkt” -08.10.

Voralbergmuseum

- „Herbert Meusburger - Zeichensetzungen

in Stein, Form und

Farbe” -16.09.

- „Wacker im Krieg - Erfahrungen

eines Künstlers” -17.01.19

breisach

Museum für Stadtgeschichte

- „Ausstellung zur Geschichte der

Stadt Breisach am Rhein”b.a.w.

BrUCHSAL

Schloss Bruchsal

- „Photo.Raum.Kunst - Vier Elemente:

Archäologie der Zukunft”

-02.09.

Brüssel

Atomium

- „Magritte - Retrospektive” -30.09.

Bottrop

Josef Albers Museum Quadrat Bottrop

- „Bernd und Hilla Becher - Bergwerke“

-16.09.

Buggungen

Galerie Bild Skulptur

- „Malerei trifft Skulptur“

-02.09.

Colmar

Musée Unterlinden

- „Corpus Baselitz“-29.10.

Donaueschingen

Museum Art.Plus

- „Dorothy Fratt: Colorful - Farbenfroh“-20.01.19

- „Ulrich Möckel“ -14.10.

Dresden

Deutsches Hygienemuseum

- „Rassismus - Die Erfindung von

Menschenrassen” -06.01.19

DÜREN

Leopold Hoesch Museum & Papiermuseum

- „Manuel Graf - Mixed Use“ -09.09.

DÜSSELDORF

Museum Kunstpalast

- „Anthony Cragg” 06.09.-10.02.19

- „Giovanni Battista Beinaschi”

-07.10.

- „PS: Ich liebe dich - Sportwagen-

Design der 1950er bis 1970er

Jahre” 27.09.-10.02.19

- „Walter Ophey - Farbe bekennen”

13.09.-13.01.19

DUDELANGE (LU)

CNA Centre national de l‘audioviduel

- „Michel Medinger’s photographic

universes” -16.12.

DURBACH

77770 Sammlung Hurrle/ Museum

für Aktuelle Kunst

- „Profile in der Kunst am Oberrhein

- Guido Kucznierz & Vorè”

-25.11.

- „Das Lied der Dinge - Stillleben

im Wandel der Kunst” -04.10.

EBRINGEN

Winzerhof Ebringen

- „Malerei” -12.09.

- „artplosiv Gallery - Jürgen

Brodwolf” -16.09.

EMMENDINGEN

Galerie im Tor

- „Anna-Katharina Rintelen - Maerei

und Zeichnungen”02.09.-07.10.

Jüdisches Museum

- „Quelle lebendigen Wassers -

Mekor Majim Chajim” -30.11.19

Rathaus-Foyer

- „Markt - Platz - Geschichten”

-16.11.

ENDINGEN

3malART

- „Hubert Lang - Nerano, Capri und

die Amalfiküste” 28.09.-04.11.

Engstingen-Haid

Militärhistorisches Museum

- „Der erste Weltkrieg - Abschiede

und Grenzerfahrungen” -30.10.

Erfurt

Kunsthalle

- „In einem anderen Land - Transformationsprozesse

an Beispielen

zeitgenössischer Fotografie in

Deutschland” -30.09.

ETTENHEIMMÜNSTER

Galerie Linda Treiber

- „Dorothee Rocke und Günter

Walter” -16.09.

FRANKFURT am main

Caricatura Museum

- „Otto - Die Ausstellung” -02.09.

DZ Bank Kunstsammlung

- „Die Zahl als Chiffre in der

Kunst“-20.10.

Museum für Moderne Kunst

- „RAY 2018: Extreme, Nomads

- Cao Fei, Richard Mosse, Paulo

Nazareth”-09.09.

- „Soziale Fassaden - Dialog der

Sammlungen des MMK und der

Deka Bank” (MMK 1) -09.09.

Städel Museum

- „Ursula Schulz-Dornburg - The

Land In-Between” -09.09.

Gengenbach

Museum Haus Löwenberg

- „Infantes - Iwajla Klinke” -04.11.

GRAFENAU

Galerie Schlichtenmaier

- „40 Jahre Gallerie in Schloss

Dätzingen” -22.09.

Hamburg

Barlach Halle 2

- „Lois Renner - Painting of the

21st Century“ 21.09.-28.09.

Deichtorhallen

- „Astrid Klein” (Sammlung Falckenberg)

-02.09.

Haus der Photographie

- „7. Triennale der Photographie”

-07.10.

Museum für Kunst und Gewerbe

- „7. Triennale der Photographie -

Delete” -07.10.

Hannover

Sprengel Museum

- „Kleine Geschichte(n) der Fotografie

#1” -02.09.

HARTHEIM

Galerie für handwerkliche Kunst

- „Hartheimer Kunstausstellung -

Leben in der Stadt” -01.10.

HEILBRONN

Kunstverein Heilbronn

- „Carina Brandes - Mother’s

Tongue” 22.09.-25.11.

Innsbruck

Schloss Ambras

- „Kunst & Macht - Drei Frauen

aus dem Hause Habsburg”

-07.10.

Kandern

Galerie Robert Keller

- „Max Laeuger - Frauen und

Landschaften” -09.09.

Karlsruhe

Bad. Landesmuseum/ Schloss

- „Island Hopping” -30.12.

- „Revolution! - Für Anfänger*innen”

-11.11.

Museum beim Markt

- „Südwestdeutscher Keramikpreis”

-06.01.19

Naturkundemuseum Karlsruhe

- „Flusspferde am Oberrhein -

Wie war die Eiszeit wirklich?”

-27.01.19

Staatliche Kunsthalle

- „Farbe querfeldein (Junge Kunsthalle)-21.10.

- „Sehen Denken Träumen - Französische

Zeichnungen aus der

Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe”

29.09.-13.01.19

Städtische Galerie

- „Blickkontakt - Gesichter einer

Sammlung” -04.11.

- „Mit Karl Weysser unterwegs”

- Frühjahr 2019

- „Umgehängt 2018 - Facetten der

Malerei 1960-2010” - Frühjahr 2019

ZKM

- „Durch den schalldichten

Vorhang - Das Experimentalstudio

des Polnischen Rundfunks”

-06.01.19

- „Dieter Hacker: Alle Macht den

Amateuren - 1971-1984” -16.09.

kassel

Caricatura Galerie für Komische Kunst

- „Beck” -04.11.

KIEL

Kunsthalle zu Kiel

- „Alicja Kwade - Ambo” -16.09.

- „Globalocal - Sammlungspräsentation

mit Gästen” -13.01.19

KÖLN

Museum Ludwig

- „Gabriele Münter - Painting to

the Point” 15.09.-13.01.19

Lahr

Innenstadt

- „Jörg Bach - Neuland” -16.09.

LEIPZIG

Museum für Druckkunst

- „Let‘s Print in Leipzig”

02.09.-11.11.

LÖRRACH

Dreiländermuseum

- „Schweizerreise - Johann Peter

Hebel unterwegs als Aufklärer”

-02.09.

- „Zeitenwende 1918/19” -03.02.19

LondOn

Tate Gallery of Modern Art

- „The EY Exhibition: Picasso 1932

- Love, Fame, Tragedy“ -09.09.

LUDWIGSHAFEN AM RHEIN

Wilhelm-Hack-Museum

- „Bild und Blick - Sehen in der

Moderne” -07.07.19

- „Deltabeben - Regionale 2018

-21.10.

- „Kabinettstücke - Make Love not

War” -18.11.

Mannheim

Kunsthalle Mannheim

- „Jeff Wall - Appearance” -09.09.

Reiss-Engelhorn-Museen

- „Abenteuer Anden und Amazonas

- Wilhelm Reiß’ Südamerika-

Expedtion in historischen Fotografien”

(Museum Zeughaus C5)

02.09.-20.01.19

- „Ägypten - Land der Unsterblichkeit”

(Museum Weltkulturen, D5)


Dauer

- „Einfach tierisch! - Spaß mit

Dino, Panda & Co.” (Museum Weltkulturen,

D5) -10.03.19

- „Jan Banning - Red Utopia:

Kommunismus 100 Jahre nach der

Russischen Revolution” (Zephyr)

30.09.-13.01.

- „Mumien - Geheimnisse des

Lebens” (Museum Zeughaus C5)

16.09.-31.03.19

- „Vom Pulverdampf und Schlachtidyll

- Weißes Gold aus der Frankenthaler

Manufaktur” (Museum

Zeughaus C5) -02.12.

Merzhausen

Forum, Schaufenstergalerie

- „Wechselrahmen #14: Celia

Brown & Susanne Fritz - Wir träumen

uns über uns selbst hinaus”

-31.11.

Mistelbach

Nitsch Museum

- „Hermann Nitsch - Leben und

Werk”-05.05.19

MOSKAU

Lumiere Brothers Center for Photographie

- „Sasha Gusov - Großes Ballet”

-30.09.

- „Wladimir Stepanow - Seele der

Moskauer Straßen” -23.09.

MÜLLHEIM

Markgräfler Museum

- „20 Jahre Jumelage Vervey-

Müllheim” -09.09.

- „Zeitenwende - Die 20er Jahre in

Müllheim” -24.02.19

MÜNCHEN

Haus der Kunst

- „Jörg Immendorff”14.09.-27.01.19

- „Vivian Sundaram - Dijunctures”

-07.10.

Museum Villa Stuck

- „José Antonio Suárez Londono”

-16.09.

Städtisches Atelierhaus am Domakpark

- „Bernhard Springer - Ghosts”

14.09.-20.09.

Pinakothek der Moderne

- „Fotographie heute - Private

Public Relations“ -07.10.

Villa Stuck

- „José Antonio Suárez Londono -

Almanach” -16.09.

- „Limbo Lichtspiele” -16.09.

- „Ricochet #12 - Christian Hartard”

-16.09.

NEUENBÜRG

Schloss Neuenbürg

- „Faszination Drachen”

-11.11.

OFFENBURG

Städtische Galerie

- „Carolin Jörg - Zeichnung”

-07.10.

OOSTENDE (B)

Mu.zee

- „Flouquet, L. Kassák und J. Léonard

- Die Architektur der Bilder

während der Zwischenkriegszeit”

-04.11.

OUDENAARDE (B)

Museum Oudenaarde

- „Adrian Brouwer - Meister der

Emotionen” 15.09.-16.12.

PARIS

Fondation Cartier pour l’Art contemporain

- „Junya Ishigami - Freeing Architecture”

-09.09.

Mémorial de la Shoa

- „August Sander - Verfolgt /

Verfolger: Menschen des 20. Jahrhunderts”

-15.11.

Musée d’art moderne de la Ville de

Paris

- „Zao Wou-Ki - L’espace est

silence” -06.01.19

REUTLINGEN

Kunstmuseum

- „Dieter Mammel - Tiefer Schlaf”

-04.11.

RIEGEL

Galerie Messmer

- „André Evard - Farben der

Natur” -09.09.

ROTTWEIL

Kunst Raum

- „Im Dialog - Römerzeit trifft

Gegenwart” -30.12.

Kunststiftung Erich Hauser

- „Charlotte Mumm - So oft so

soft” 29.09.-28.10.

SALZBURG

Museum der Moderne Rupertinum

- „Resonanz von Exil” -28.10.

Schwetzingen

Schloss Schwetzingen

- „Gefaltete Schönheit - Die Kunst

des Serviettenbrechens” -04.11.

SINGEN

MAC Museum Art & Cars

- „Starke Frauen” -28.10.

SPEyer

Historisches Museum der Pfalz

- „Das Sams und die Helden der

Kinderbücher” -06.01.19

ST. Gallen

Kunstmuseum

- „Nina Canell - Reflexologies”

-25.11.

- „Olaf Nicolai” -11.11.

- „The Humans” 15.09.-24.03.

ST. Peter-Ording

Strandkorbhalle

- „Life Is A Beach - Künstlerische

Vielfalt an der Nordseeküste”

-09.09.

STAUFEN

Haus der Modernen Kunst

- „Kunstsommer“ -16.09.

Keramikmuseum

- „Antje Scharfe - Still leben

Gefäße” -07.10.

- „Magische Kristalle” -30.11.

-STUTTGART

Kunstmuseum

- „Frischzelle_24: Ann-Kathrin

Müller” -07.10.

- „Ekstase - In Kunst, Musik und

Tant” 29.09.-24.02.19

Kunststiftung Baden-Württemberg

- „Wenzel Stählin - Plus Ultra”-15.09..

Trier

Stadtmuseum & Rheinisches Landesmuseum

Trier

- „Karl Marx 1918-1883 - Leben.

Werk. Zeit“ -21.10.

TÜBINGEN

Kunsthalle

- „Almost Alive - Hyperrealistische

Skulptur in der Kunst” -21.10.

WALDENBUCH

Museum der Alltagskultur Schloss

Waldenbuch

- „Mein Name ist Hase - Redewendungen

auf der Spur” -09.09.

WEIL AM RHEIN

Vitra Design Museum

- „Christien Meidertsma - Beyond

the Surface” -20.01.19

- „Night Fever - Design und Clubkultur

1960-heute” -09.09.

- „Ron Arad - Yes to the Uncommon”

-14.10.

Vaduz (LI)

Liechtensteinisches Landesmuseum

- „Eleganz und Genießen - Alltagsleben,

Weisheiten und Kunst

in der chinesischen Kultur” -21.10.

WEILBURG

Rosenhang Museum

- „deutscher alltag - Hans-Hendrik

Grimmling” -24.09.

Wien

Albertina

- „Claude Monet” 21.09.-06.01.2019

Belvedere

- „Polly Apfelbaum”07.09.-10.02.19

Crone

- „From The Outside to the Inside”

-16.09.

Jüdisches Museum

- „Arnstein, Todesco, Zuckerkandl

- Gastgeberinnen und ihre Salons

zwischen Kunst und Politik”-30.09.

Kunsthaus Wien

- „Stillleben in der Fotografie der

Gegenwart” 13.09.-17.02.19

- „Visions of Nature” -13.01.19.

Kunsthistorisches Museum Wien

- „Stairway to Klimt” -02.09.

Leopold Museum

- „Egon Schiele - Die Jubiläumsshow”

-04.11.

- „Machen Sie mich schön, Madame

d‘Ora - Die Fotografin d‘Ora 1907-

1957” -29.10.

WOLFSBURG

Kunstmuseum Wolfsburg

- „Facing India” -07.10.

ZELL am Harmersbach

Arthus Galerie

- „Raphael Rack - Malerische

Farblandschaften“ -20.09.

Museum Villa Haiss

- „Zhang Jie & He Jinwei - The

Sublimity of Wild Grass” -20.09.

ZÜRICH

Kunsthaus

- „Koki Tanaka - Vulnerable Histories

(A Road Movie)” -11.11.

- „Magritte, Dietrich, Vallotton -

Visionäre Sachlichkeit” -02.09.

- „Robert Delauney und Paris”

-18.11.

- „Werkpräsentation in dre Etappen

- Etappe 1” -14.10.

Migros Museum für Gegenwartskunst

- „Collections on Display: Pipilotti

Rist - Show a Leg” -11.11.

- „Koki Tanaka - Vulnerable Histories

(A Road Movie)” -11.11.

- „Imi Knobel & Till Velten” -02.09.

Museum Haus Konstruktiv

- „Till Velten - Wenn die kognitive

Ordnung zerbricht” -02.09.

MUSEUM RIETBERG ZÜRICH

- „Rosetsu - Ferocious Brush”

06.09.-04.11.

Photobastei

- „Zürich - Schwarz auf Weiss”

07.09.-28.10.


16 KULTUR JOKER VISION

Kunstvereine im Gespräch (7):

Jetzt ist auch Bad Krozingen dabei

Kunstvereine spielen eine

wichtige Rolle im Kulturleben

von Städten und Gemeinden

– gerade auch in unserer

Region. Aber wie sieht das

im Einzelnen aus? Die Serie

über die Kunstvereine Südbadens

geht dem nach. Der

siebte Teil widmet sich dem

noch ganz jungen Verein in

Bad Krozingen.

Wie es begann

Mit diesem Kunstverein verhält

es sich anders: „ART Bad

Krozingen e.V.“ wurde erst vor

wenigen Jahren, im Juli 2014,

von Kunstbegeisterten gegründet.

Wer mit der Vorsitzenden

und Initiatorin Sybille

Lorscheid spricht, spürt sofort

ihren Elan und Tatendrang. Die

Hamburgerin lebt seit 1976 in

Bad Krozingen, lernte ihre

zweite Heimat längst kennen

und lieben. Inzwischen engagiert

sie sich ehrenamtlich;

zuerst rief sie die Aktion „Bürgerbus“

ins Leben – dann kam

der Kunstverein. „Uns liegt es

am Herzen die Bevölkerung

Bad Krozingens und der näheren

Regio durch verschiedenste

Kunstevents im öffentlichen

Raum mit künstlerischem Tun

zu erfreuen und zum Mitmachen

anzuregen.“ Kunst, Öffentlichkeit

und Partizipation

sind also die Stichworte. Kein

elitärer Ausstellungsbetrieb

für sowieso schon Eingeweihte

sollte entstehen. Gesagt, getan.

„So starteten wir im Juli

2015 mit unserem 1. Streetart-

Festival in der Bad Krozinger

Innenstadt, das unseren Verein

in der Öffentlichkeit schnell

bekannt machte“, erzählt Lorscheid

stolz. Auch hier bedeutet

das Label (Streetart), dass

das Kunstangebot für Alle offenstand:

„Groß und Klein, Alt

und Jung malten sehr kreative,

aber auch politische Themen.“

Anfängliche Skepsis im Ort

wich mittlerweile: „Wir sind

positiv im kulturellen Leben

der Stadt aufgenommen worden“,

so Lorscheid. Und der

seit Anfang 2014 amtierende

Bürgermeister Volker Kieber

freute sich ohne Zweifel, gleich

zu Beginn seiner ersten Amtszeit

solch forsche Initiative im

Kultursektor als Erfolgsgeschichte

mit vertreten

zu dürfen,

der Verein sei

aus dem kulturellen

Leben vor

Ort „gar nicht

mehr wegzudenken“,

spricht das

Stadtoberhaupt.

Ziele und Vereinsleben

Natürlich ist

der Zweck des

gemeinnützigen

Ve r e i n s d i e

Förderung von

Kunst und Kultur.

Obwohl der

Schwerpunkt

deutlich auf der

Bildenden Kunst

liegt, möchte

man sich „auch als Schnittstelle

zwischen verschiedenen

Kunstformen“ verstehen. Gemeint

ist aber offenbar eher

eine soziale Durchlässigkeit,

das alte sozialdemokratische

Credo der 1970er Jahre „Kunst

für Alle“ kommt in Erinnerung:

‚Kunst von Allen‘ soll

in Gang gesetzt werden –

„Koch, Konditor, Maler, Grafiker,

Fotografen, Film- und

Videokünstler, Digitalkünstler,

Bildhauer,

Mode-Designer,

darstellende

Künstler“, Lorscheid

möchte

zunächst einmal

viele Berufe und

Fähigkeiten zu

ihrer Community

dazu zählen

dürfen.

Stattlich ist die

Mitgliederzahl

des jungen Vereins:

90, Tendenz

steigend,

etwa ein Drittel

sind selbst

k ü n s t l e r i s c h

tätig. Auch Jüngere

seien dabei,

so die Vorsitzende.

Die regelmäßigen

ART-

Treffen, stets am

ersten Mittwoch

des Monats um

19 Uhr im Kurhaus

sind für Interessierte

offen.

Die Homepage

des Vereins informiert

auch

über Aktivitäten

der Künstler-

Mitglieder, etwa

deren Ausstellu

ngen. Zu m

Service des

Vereins gehört

ebenso, dass

diese sich dort

ArtKrozingen2, Kunst Baustelle Rathausplatz

ArtKrozingen2, Kunst an der

Bahnhofsunterführung

in einer Künstlergalerie vorstellen

können.

Der Kunstverein finanziert

sich durch die Mitgliederbeiträge

(Jahresbetrag: 24 Euro),

Sponsoren sowie Spender und

Eintrittsgelder bei den gut besuchten

Veranstaltungen im

Kurhaus; die Stadt gibt „einen

kleinen öffentlichen Zuschuss“.

Aktivitäten

What’s going on? Erstaunlich

viel. Zwei Hauptveranstaltungen

im Kurhaus Bad Krozingen

gibt es jährlich: die „FotoART“

im Frühjahr mit Künstlern

aus der gesamten Regio,

also auch Nicht-Mitgliedern.

Im Herbst folgt die Mitgliederausstellung

unter dem Motto

„Baustelle Kunst“, Bilder

werden an Bauzäunen aufgehängt,

auch ‚Hobbymaler‘ sind

hier ausdrücklich zugelassen.

Im Sommer wird ‚Open-Air‘

angeboten: drei Mal bislang

das „Street-Art-Festival“

in der Fußgängerzone;

sowie 2018

erstmals die „HofART“

in einem historischen

Anwesen eines Vereinsmitglieds

in Bad Krozingen-Schlatt.

Und nahezu

monatlich wird ein

Kunstfilm im gleichfalls

noch jungen „JOKI“

gezeigt, das über einen

schicken Kinosaal im

zweiten Untergeschoss

der städtischen Mediathek

an der Bahnhofstraße

verfügt – hierbei

kooperiert auch das Kulturamt.

Die Reihe der Angebote

des Vereins scheint

fast unermesslich:

Kunstfahrten werden

organisiert, kunsthistorische

Vorträge finden

mehrfach pro Jahr statt.

Besonderes

Man reagiert auch

spontan, das ermöglicht

die flexible Zielsetzung

des Vereins. Während

der Baumaßnahmen

auf dem Kirch- und

Rathausplatz der Stadt

wurden Zäune am Baustellenbereich

mit großformatigen

Collagen von

Bildern der Mitglieder

als Wechselausstellung

bespannt. In der Mediathek

der Gemeinde wird

Vereinsmitgliedern die

Chance eröffnet, in einer „inside-out-gallery“

ihre Arbeiten

zu präsentieren. Und 2017 ergab

sich die Möglichkeit, die Unterführung

vom Kurpark zum

Bahnhofsplatz zu bespielen und

die Wände des Durchgangs zur

Bemalung freizugeben.

Räume und Zukunft

Bad Krozingen befindet sich

im Wandel: es wird auch hier

ohne Ende neugebaut und umgebaut.

Folglich erhofft sich

auch der Kunstverein künftig

einmal eine räumliche Heimat

– auch wenn er seine Kraft bislang

ganz offensichtlich daraus

schöpfte, eben nicht lokalisiert,

sondern gleichsam überall präsent

zu sein.

Unsere abschließende Frage:

„Wie geht’s weiter?“ Antwort

Lorscheid: „Positiv, kreativ,

konstruktiv!“ Viel Glück und

Erfolg, kann man da nur sagen.

Martin Flashar

Info:

ART Bad Krozingen e.V.

http://art-badkrozingen.de/

Kontakt:

Sybille Lorscheid (Vorsitzende)

Email: info@art-bad-krozingen.de

nächste Veranstaltung:

Mitgliederausstellung

„Baustelle Kunst“:

Sa., 10. Nov. 2018, 16 bis 20 Uhr,

So., 11. Nov., 10 bis 17 Uhr,

Kurhaus, Großer Kursaal, Kurhausstraße

1, 79189 Bad Krozingen.

Die Reihe „Kunstvereine

im Gespräch“ wird in den

folgenden Ausgaben fortgesetzt.

Bis zum Jahresende

2018 ist vorgesehen,

u.a. noch die Kunstvereine

Gundelfingen, Waldkirch,

Bahlingen, Mittleres Kinzigtal,

Hochrhein/Bad Säckingen,

Offenburg und

Freiburg vorzustellen.


FILM KULTUR JOKER 17

Liebe, Lust und freies Kino

Das Luststreifen Film Festival bringt Basel ein breites Film- und Festprogramm zu Sex, Gender, Identität und Verlangen

Das Luststreifen Film Festival Foto: Luststreifen

João Pedro Rodrigues „Der Ornithologe“

Vor elf Jahren trat ein kleines

schwules Filmwochenende in

die Kulturlandschaft Basels,

heute ist es eine echte Institution:

Das Luststreifen Film

Festival. Vom 26. bis 30. September

werden Vielfalt und

Offenheit in Kunst, Kino und

der Gesellschaft gefeiert, aber

auch diskutiert. Impulse für

eine liberalere, sozialere und

demokratischere Welt mit

mehr Selbstverantwortung

und Gemeinsinn. Ein abwechslungsreiches

internationales

Filmprogramm, viel Diskussionsraum

und ein lebendiges

Rahmenprogramm bringen

fünf Tage gelebte Freiheit und

Kreativität.

Der Eröffnungsabend am

Mittwoch bringt um 20.30

Uhr den Dokumentarfilm

Bixa Travesty über die brasilianische

transgender Sängerin

Linn da Quebrada (auch 28.09,

21 Uhr), zuvor ein Meet and

Greet beim Apéro. Am Donnerstag,

19 Uhr kommt mit

Fallen Flowers, Thick Leaves

eine Dokumentation über eine

chinesische Sexologin, ihre

Patientinnen und die Erwartungen

einer Gesellschaft zwischen

Tradition und Moderne.

Kurzfilmfreunde kommen bei

den Queer Shorts um 20.30

Uhr auf ihre Kosten, kurze Begegnungen

mit Sex, Liebe und

Alltag in all ihren Unwägbarkeiten

(auch 29.09., 22 Uhr).

Mit Matangi/Maya/M.I.A.

folgt um 21 Uhr das Portrait

der radikalen srilankischen

Künstlerin M.I.A. Radikal

und ein besonderes Highlight

ist Der Ornithologe um 22

Uhr. Wir begleiten einen Vogelforscher

auf sonderbaren

Abwegen. Zwischen Heiligen,

Kastration und weiteren Symbolismen

verschränken sich

hier Abenteuerfilm, Fantastisches

und natürlich Sexuelles

kunstvoll miteinander.

Freitags beginnt das Filmprogramm

bereits um 17 Uhr

mit Aria, der weniger queere

Jugendliche als queere Eltern

zeigt, spannende Konstellationen

garantiert! Um 18 Uhr

heißt es Vibrancy of Silence:

A Discussion with my Sisters.

Thematisiert wird die Exilsituation

von vier Künstlerinnen

aus Kamerun, erzählt wird das

Problem von Identität. Genderbende

um 19.45 Uhr zeigt Menschen

zwischen Frau/Mann-Zuordnungen

und ihrem individuellen

Blick aufs Leben. Spritzig

und nur für Erwachsene gibt es

um 22 Uhr die Porn Shorts -

der Name spricht für sich (auch

29.09., 15 Uhr). Eine Alternative

dazu bieten um 22.15 Uhr

die poetische Dokumentation

Obscuro Baracco über die

brasilianische Transgender-

Ikone Luana Muniz oder der

fantastische Film Thelma über

lesbische Liebe und übernatürliche

Fähigkeiten.

Der prall gefüllte Samstag

beginnt um 13.15 Uhr mit

Lunàdigas und der Welt kinderloser

Frauen in Italien. Von

ihnen gibt es schließlich immer

Nacht und Tag des offenen Denkmals

im Adelhauser Kloster erleben!

Samstag, 8. September: 18 bis 24 Uhr

Sonntag, 9. September: 11 bis 17 Uhr

www.stiftungsverwaltung-freiburg.de

Foto: Cinemathèque suisse

mehr. Zeit, den Trend genauer

zu untersuchen. Auch um 16.45

Uhr geht es um nonkonformistische

Menschen. In He Loves

Me sind es zwei Männer, die

jenseits der Großstadt und am

Rande ihrer Beziehung noch

einmal ihr natürliches Wesen

erkennen wollen. Überraschend

kommt L’Eau Sacrée daher.

Die Dokumentation um 18.15

Uhr zeigt die Suche nach dem

freien weiblichen Orgasmus in

Ruanda. Tinta Bruta um 19.15

Uhr wirft den Blick auf eine

homophobe brasilianische Gesellschaft

und einen schwulen

Mann, der darin zu existieren

versucht. Para Aduma (21.15

Uhr) zeigt die Lage in Israel

auf. Auch hier gibt es das Patriarchat

und auch hier einen

jungen Mann, der mit seiner

Liebe an deren Grenzen stößt.

Zum Abschluss des Tages gibt

es den Dokumentarfilm Shakedown

zu sehen (22.15 Uhr).

Er enführt in eine ungewöhnliche

Underground Stripshow

in Los Angeles, eine von und

für Frauen!

Der Sonntag, letzter Tag des

Festivals, fängt um 12:15 Uhr

die Welt queerer Migranten

ein. Die Queer Migrant Shorts

nehmen sich dem Thema aus

unterschiedlichen Perspektiven

an. The Ugly Doll um 14.45

Uhr präsentiert dagegen den

ungewöhnlichen Rückzugsort

einiger Sexarbeiterinnen aus

Mexiko-City. Eine Suche nach

Geborgenheit und Zusammenhalt.

Körperpolitik bietet My

Body, My Rules (16.15 Uhr)

Olivier Jourdain: „L’Eau Sacrée“

Foto: Wallonie Image Production

über die transformierende Beziehung

von acht Menschen zu

ihrem Körper, über Vielfalt und

Verlangen. Eine echte Ikone der

Gesellschaftsforschung, Donna

Haraway ist schließlich Gegenstand

des letzten Films, Donna

Haraway: Storytelling for

Earthly Survival (17.30 Uhr).

Das Portrait einer unnachgiebigen,

offenen Denkerin entgegen

festgeglaubten Strukturen.

Das Festival schließt mit der

Verleihung der vier „Lust-

Awards“ um 18 Uhr, ein Apéro

mit Musikprogramm von Musikerin

Anna Vogt runden den

Abend ab.

Überhaupt besteht das Luststreifen

Film Festival längst

nicht nur aus Film. Artist

Talks und Fragerunden werden

jeweils nach den Filmvorführungen

abgehalten. Zwei

Ausstellungen diverser Medien

wie Fotografie, Malerei, Grafik

oder Installationen stehen

ebenso auf dem Programm wie

Konzerte, Lesungen, Theateraufführungen

und Workshops.

Ein queer-feministischer Blick

auf Kindergeschichten, wilde

Party-Beats und Pornografie

als Empowerment-Strategie on

stage zeigen den enormen Facettenreichtum

eines Festivals,

das es zu entdecken gilt.

Weitere Infos:

www.luststreifen.ch

Fabian Lutz


18 KULTUR JOKER KULTOUR

Verschlungene Wege durch die Hauptstadt der Moderne

„Die Erfindung von Paris“ in einer Marbacher Ausstellung

Eine Reise in die kleine

schwäbische Stadt Marbach,

Geburtsort Friedrich Schillers

und Sitz des nach ihm benannten

Nationalmuseums, kann

jetzt zu einer Offenbarung von

Großstadt, von Welt werden.

Nach Ulrich Raulff, Direktor

des Deutschen Literaturarchivs,

ist Paris das große Labor

des 20. Jahrhunderts gewesen.

Für deutsche Schriftsteller

und Künstler, Intellektuelle

und Bohémiens war die Stadt

zunächst ein Sehnsuchtsort,

der anziehend wirkte wie kein

anderer. In der Literatur und in

der Fotografie, oft gleichsam

einem Schreiben in Bildern,

schlug es sich nieder. Was in

den Marbacher Beständen

und in anderen Archiven dazu

ausfindig gemacht und zusammengetragen

wurde, ist hier zu

einer einzigartigen Ausstellung

geworden. Sie wird zugleich

begehbar, sichtbar und

lesbar gemacht, lädt ein zum

Flanieren durch Bildgänge und

Textpassagen. Denn schließlich

wurde die literarische Figur

des Flaneurs in Paris geboren.

Die Ausstellung offeriert verschiedene

Gangarten, insgesamt

siebzehn an der Zahl, die

den einzelnen, hier vertretenen

Schriftstellern zugeordnet werden.

Gangarten, die über das

Vorfinden, Entdecken, Erfahren

und Erobern

zum Abweichen,

Ausschwärmen,

Mäandern und gar

zum Verirren führen

können, durch

das sich Überraschendes

auftun

kann.

Und so ist es

auch für den Ausstellungsbesucher

am besten sich

einfach treiben

zu lassen, um,

wie die Protagonisten,

bereichert

und verwandelt zu

seinem Ausgangspunkt

zurückzukehren.

Es lassen

sich auch auf diese

spontane Weise

die Zusammenhänge

von Wahrnehmung,

Denken

und Schreiben

erschließen. Flankiert

werden die

Wege der Dichter von Heinrich

Heine bis Peter Handke

durch Fotografien von Yvon

(Jean Pierre Yves Petit), den

seine Postkarten mit Pariser

Ansichten berühmt machten,

sowie durch Germaine Krull,

Georg Stefan Troller und anderen

Flaneuren mit Kamera, die

den Blick auf die Seine-Me-

Blick in die Ausstellung „Die Erfindung von Paris“

tropole mitprägten. Allesamt

Mitarbeiter am Mythos von

Paris, der bis heute fortwirkt.

Zum Gesamtbild der Stadt

gehören die bekannten Plätze

und Monumente, die viel begangenen

Boulevards, jedoch

nicht weniger die entlegeneren

Viertel mit ihren Bistros und

mmt_18001_anz_kulturjoker_90x135.qxp_Layout 1 31.07.18 09:17 Seite Winkeln. 1 In den Schriften, die

in Paris entstanden und so nur

hier entstehen konnten, spiegelt

sich, gleichsam wie in den

Markgräfler Musikherbst

Schaufenstern der Passagen,

21. September - 6. Oktober 2018

das Leben in der Stadt. Vexierbilder

der Leidenschaften und

Überreizungen, des rauschhaften

Vorübergehens sowie

die erhaschten, bleibenden

Augenblicke des Innehaltens,

Verweilens.

21.9. 20.00 Uhr Sulzburg, St. Cyriak

Sehnsuchtsort und Exil

Singer Pur (A Capella Ensemble aus Regensburg):

Für manche Schriftsteller

„Von Regensburg bis New York“ Gesänge von Orlando di Lasso bis Sting

wurde die Stadt zum Fluchtort

27.9. 19.30 Uhr Blansingen, St. Peter

während der Nazizeit. Unter

Junge Talente-das alcina quartett Streichquartette von Haydn u. Dvorák ˇ den Exilanten war auch Franz

28.9. 19.30 Uhr Grenzach-Wyhlen, Haus der Begegnung Hessel, begleitet von seiner

Karina Cveigoren, Klavier und Slowind Bläserensemble (aus Ljubljana): Frau Helen, die den französischen

Autor Henri-Pierre

Werke von W. A. Mozart, D. Milhaud, N. Šenk, L. v. Beethoven

29.9. 19.30 Uhr Bad Krozingen, Schloss

Roché zu dem Roman „Jules

Hanno Müller-Brachmann, Bass-Bariton; Matthias Alteheld, Fortepiano: und Jim“ anregte, später von

Schubert „Schwanengesang“ D 957, C. M. v. Weber - 6 Lieder

François Truffot verfilmt. Für

5.10. 19.30 Uhr Müllheim, Martinskirche

Franz Hessel war Paris „die

Markgräfler Musikherbst Festival Strings; Piotr Borkowski, Dirigent; Heimat des Fremden, wo man

Jean-Guihen Queyras, Violoncello: Werke von J. Sibelius, C. Nielsen,

J. Haydn, E. Grieg

als Spaziergänger ein Bürgerrecht

erwerben konnte“. Hier

6.10. 20.00 Uhr Weil a. Rh., Evang. Kirche in Alt-Weil

Markgräfler Musikherbst Festival Strings; Piotr Borkowski, Dirigent; begegnete der Berliner Autor

Hanno Müller-Brachmann, Bass-Bariton, Artist in Residence;

dem gleichgesinnten Walter

Anja Tritschler, Solo-Oboe;

Benjamin, einem der großen

Sängerinnen und Sänger des Kammerchors Markgräflerland,

schreibenden Flaneure, mit

Einstudierung: Rainer Marbach: J. S. Bach 3 Kantaten BWV 82, 158 und 56

dem er teilweise an dem epochalen,

Fragment gebliebenen

„Passagen“-Werk arbeitete,

in dem das damalige Paris

vor dem Hintergrund des 19.

Jahrhunderts in seiner Gänze

erfasst werden sollte. Für Benjamin

gab Paris schon

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zuvor

Foto: Jens Tremmel, DLA Marbach

einen Anstoß für seine Textsammlungen

„Einbahnstraße“

und „Berliner Kindheit“. Und

noch früher hatte Rilke in seinem

bahnbrechenden Roman

„Aufzeichnungen des Malte

Laurids Brigge“ Paris von seiner

düsteren, irisierenden Seite

beschrieben und als Autor zur

Moderne aufgeschlossen. Aber

begonnen hatte die Erfindung

von Paris durch den Dichter

Heinrich Heine (1797-1856). Er

war der erste deutsche Exilant,

der nach politischen Konflikten

als Schiffbrüchiger am Seinestrand

sich wiederfand und

nicht mehr von der Stadt lassen

konnte. „Wenn der liebe Gott

sich langweilt“, schrieb Heine,

„dann öffnet er das Fenster und

betrachtet die Boulevards von

Paris.“ Nicht zu vergessen ist,

dass Heinrich Heine als Journalist

die ihm folgenden Vermittler

zwischen den kulturellen

und sprachlichen Grenzen

Deutschlands und Frankreichs

wesentlich beeinflusst hat.

Alle späteren deutschen Exilanten

kamen zwangsläufig auf

Heine zurück. Wie er verfielen

sie der Stadt und fanden hier ein

Arbeitsfeld in inspirierender

Atmosphäre. Sie schrieben

in Cafés, Hotelzimmern oder

während des Unterwegssein in

den Straßen der verschiedenen

Viertel. Die Unmittelbarkeit

von Aufzeichnungen, Notizen,

Briefinhalten und Schriften ist

Ausdruck der Angeregtheit ihrer

Verfasser. Bevor für Kurt

Tucholsky Paris zur „Stadt der

Liebe“ wurde, betrachtete er alles

in gewohnt kritischer Art:

„Gestern mit George Grosz

zusammen. Wir haben uns geeinigt:

noch nie ist soviel über

eine Stadt zusammen gelogen

worden wie von 1918-24. Es

ist alles nicht mehr wahr.“ Bisweilen

ist es keine Liebe auf

den ersten Blick, sondern entwickelt

sich nur zögerlich, um

schließlich nicht weniger heftig

zu entflammen. Tucholsky

entschließt sich 1924, ermüdet

von „deutschen Zuständen“,

als Korrespondent nach Paris

zu gehen. Es dauert nicht lange,

da gesteht er in einem Brief

an Mary, seiner in Berlin verbliebenen

Geliebten, dass er

den Reizen der Stadt restlos

erlegen sei: „Es ist eben ihre

bezaubernde Leichtigkeit, ihre

Nettigkeit, ihre Freundlichkeit

in allen Lebensäußerungen.“

Beim Anbandeln mit der Stadt

trage er sie, die entfernte Geliebte,

wie ein Beuteltier bei

sich.

Schicksal und Bestimmung

Der österreichische Großschriftsteller

Joseph Roth

(„Radetzkymarsch“, „Die Kapuzinergruft“,

„Hiob“) fand in

Paris kein glückliches Ende.

Von einem Café aus sieht er

zu, wie sein Hotel abgerissen

wird und notiert in sein Heft:

„Man verliert eine Heimat nach

der anderen. Hier sitze ich am

Wanderstab.“ „Juden auf Wanderschaft“

lautete einer seiner

Essays. Mittlerweile rückte die

Barbarei näher. In seiner letzten

Erzählung „Die Legende

vom heiligen Trinker“, die er

1939 unter großem Leidensdruck

schrieb, kündigte es sich

an. Darin schlüpfte er in die

Rolle des Clochards Andreas,

ein frommer Tor, der noch an

Wunder glaubt, die Illusion


KULTOUR KULTUR JOKER 19

der Verzweiflung vorzieht. Der

Schlusssatz, nachdem Andreas

die Augen für immer geschlossen

hat, lautet: „Gebe Gott uns

allen, uns Trinkern, einen so

leichten und schönen Tod!“ Das

Buch hat Joseph Roth als sein

Testament bezeichnet. Schon

bald nach dessen Erscheinen

ging er kläglich am Alkohol,

in den er sich geflüchtet hatte,

zugrunde.

Lebens- und Schicksalswege

lässt. Es war Kracauers Nachlass,

der den entscheidenden

Anstoß zu der Ausstellung

„Die Erfindung von Paris“

gab. Ein alleine ihm gewidmeter

Raum bildet die Keimzelle

der großen Marbacher Ausstellung,

wo alle bildlichen und

textlichen Fäden zusammen

laufen. Hier finden sich Ergebnisse

von Siegfried Kracauers

fotografischen Streifzügen, die

er mit seiner Frau Lil unter-

ris-Klischee entgegen. Ulrich

Wickert, der lange schon in

Paris lebt, hat sich als Redner

zur Ausstellungseröffnung am

13. Juni in Marbach Gedanken

darüber gemacht, was die Liebe

und Leidenschaft für Frankreich

und Paris bei deutschen

Dichtern und Intellektuellen

ausmacht. Er sieht den Grund

in der französischen Identität,

die sich sehr von der deutschen

unterscheide. Dazu verwies

Paris 1977

Fülle an Fotos und Schriftdokumenten,

mit ca. 500 Exponaten

versammelt, frei assoziiert und

dicht verflochten wurde, ist etwas

ganz Eigenes, wie es bisher

noch nicht betrachtet wurde.

Es beeindruckt, wie klug

und spannend diese komplexe

Schau angelegt ist, wie sich

alles anschaulich in den verschiedenen

Etappen, die durch

Paris führen, gliedert, darbietet

und hinführt zu einer Gesamtheit.

Geboten werden auch Blicke

dahinter, denn Städte sind

immer auch doppelte Gebilde,

die eine heutige Fotografin wie

Barbara Klemm neben dem

alltäglichen Leben einfängt,

in unterschiedlichen Lichtverhältnissen

und jahreszeitlichen

Stimmungen, in besonderen Atmosphären,

die über den Bildrand

hinaus ausstrahlen. Der

Kreis der Ausstellung schließt

Foto: Barbara Klemm

sich mit Aufnahmen des Fotojournalisten

Mirko Krizanovic,

der 2015 die Demonstrationen

nach den islamistischen Terroranschlägen

in Paris verfolgte.

Für den Besucher liegen

Stadtpläne bereit, die das Netz

der Bilderfolgen, Gedankenwege

und Stationen aufzeigen.

Man kann sich gut danach

orientieren. Aber, wie schon

anfänglich angedeutet, ist

es vielleicht die adäquateste

Vorgehensweise, sich einfach

durch diese wunderbare Schau

treiben und locken zu lassen,

um Überraschendes und Aufschlussreiches

zu entdecken.

Die große Jahresausstellung

„Die Erfindung von Paris“ ist

noch bis zum 31. März 2019 im

„Literaturmuseum der Moderne“

in Marbach zu sehen. Mehr

unter www.dla-marbach.de .

Peter Frömmig

Brief von Kurt Tucholsky an Mary Gerold vom 11. Mai 1924

Foto: DLA Marbach

bilden ein Geflecht aus Bewegungsarten

und Schreibweisen,

die sich in der neueren

deutschen Literatur am besten

bei Peter Handke, Undine Gruenter

und Paul Nizon nachlesen

lassen. Mit der „Erfindung von

Paris“, im Schreiben und Abbilden,

haben sich manche der

Protagonisten auch selbst neu

erfunden. Es sei denn, sie konnten

mit den mentalen Überforderungen

durch die Großstadt

umgehen. Der Kulturphilosoph

Walter Benjamin, der zum

Paris-Archäologen wurde, erklärte

das Sich-Verirren als

eine Form der Kunst, während

der Journalist und Filmhistoriker

Siegfried Kracauer seine

Kamera quasi „panoramieren“

nahm, dazu Stadtpläne, Postkarten,

Skizzen. Und in Zettelkästen

sind vielerlei Notizen

zur Stadt versammelt, die zur

Ausarbeitung von Kracauers

Geschichtspanorama „Jacques

Offenbach und das Paris seiner

Zeit“ dienten.

Anziehungskraft bis heute

Als ein Zentrum europäischer

Kultur übt Paris seit dem 19.

Jahrhundert und bis heute eine

große Anziehungskraft aus, die

sich in ihren Zeugnissen nun

im „Literaturmuseum der Moderne“

aufs Schönste nachvollziehen

lässt. Was hier durch

die Beispiele aus Literatur und

Fotografie in überzeugender

und fesselnder Form aufgezeigt

wird, steht auch manchem Pa-

er auf den berühmten französischen

Historiker Fernand

Braudel, der in seinem Alterswerk

„L’identité de la France“

die solche als eine stark auf

ihre Sprache und Kultur basierende

beschreibt. Kurz zusammengefasst,

so Wickert,

bestehe der entscheidende

Unterschied darin, dass Frankreich

ein katholisches Land sei,

Deutschland dagegen ein vom

Protestantismus geprägtes. Für

die Franzosen sei ihre Kultur

das höchste Gut, während die

Deutschen den Kapitalismus

erfunden hätten und ihre Wirtschaft

über alles stellen würden,

bis heute. Darüber lässt

sich nachdenken.

Was sich in Marbach in einer

Fr. 19 – 22 Uhr, Sa. 10 – 19 Uhr, So. 10 – 17 Uhr

www.originale-freiburg.de




DANKE:


20 KULTUR JOKER FREIZEIT

Neue Sonderschauen und beliebte Themenbereiche

Baden Messe vom 8. bis 16. September auf dem Freiburger Messegelände

Gleich drei neue Sonderschauen

sowie der landwirtschaftliche

Ausstellungsbereich,

der in Kooperation

mit dem BLHV mit Landmaschinen

und Tierzelt

aufzuwarten weiß, sorgen

dafür, dass die Baden Messe

vom 8. bis 16. September

in Freiburg zum gelungenen

Messe-Erlebnis für alle Generationen

wird.

Als erste von drei neuen

Sonderschauen haben die

Veranstalter das Thema

„Gesund Schlafen – Besser

Leben” konzipiert, welches

das Messeprogramm an allen

neun Messetagen bereichert:

Hier gibt es alles rund

um einen gesunden, erholsamen

Schlaf. „Sicherheit in

den eigenen vier Wänden”

ist das Motto einer weiteren

neuen Sonderschau, die

ebenfalls an allen Messetagen

stattfindet. Das dritte

neue Sonderthema ist die

„Lebensfreude Messe” am

zweiten Messewochenende,

die sich neben Angeboten

aus der alternativen Medizin

und Naturheilkunde mit

Yoga oder Ernährungsfragen

befasst.

Für FWTM-Geschäftsführer

Daniel Strowitzki ein

Volltreffer im Programm

der Baden Messe 2018:

Beratung und Verkauf auf dem Boulevard

„Gesundheit und alternative

Medizin sind seit jeher

sehr gefragte Messethemen

in Freiburg”, so Strowitzki.

Partner der Messe Freiburg

bei der Durchführung ist der

Gastveranstalter „Lebensfreude

Messen” aus Lübeck-

Kochstudio Fotos: Baden Messe

Travemünde, der dieses Messekonzept

bundesweit mit

Erfolg etabliert hat.

In den Hallen und auf dem

Freigelände der Messe Freiburg

werden ab 8. September

zudem Ausstellungsbereiche

wie Bauen, Ausbauen und

Renovieren, Mode, Garten

und Gartenbedarf, Gesundheit,

Erholung und Wellness

mit unterschiedlichsten Messe-Neuheiten

zu entdecken

sein.

Ebenfalls im Programm

der Messe ist der im vergangenen

Jahr überaus erfolgreiche

Marmeladenwettbewerb,

die Shopping-Meile

für regionale Produkte

„Natürlich Regional”, der

thematische Dauerbrenner

„Gesund & Vital” die Sonderschau

„Natur und Wald”

sowie Informationen und

Angebote zum Thema „Leben

ohne: Allergien & Unverträglichkeiten”

am 8. / 9.

September.

Dazu gesellt sich an allen

Messetagen ein spannendes

und unterhaltsames Rahmenprogramm.

Nach mehrjähriger

Pause wird auch

eine Ausstellung von expovivo

präsentiert. „Faszination

der tropischen Großinsekten:

6 Beine erobern die Welt.”

Eine Attraktion zum Staunen

nicht nur für die kleinen

Messebesucher.

Weitere Infos: www.badenmesse.de

F A U S T e. V.

STAUFENER ZEITREISE

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Lust auf Schwarzwälder Käse

Naturpark Käsemesse im Klosterhof St. Peter

Käseauswahl regionaler Hofkäsereien

Die ganze Käsevielfalt aus

dem Schwarzwald können

die Besucher der Naturpark-

Käsemesse am 30. September,

von 11 bis 17 Uhr im Klosterhof

in St. Peter erleben. Die

regionalen Hofkäsereien, die

sich zu dem Verein Naturpark-Käseroute

e.V. zusammengeschlossen

haben, laden

ein zu einem ganz besonderen

Fest für den Gaumen.

Rund 50 handwerklich hergestellte

Käsesorten stehen

zur Verkostung bereit, dazu

erlesene Weine, knuspriges

Bauernbrot, ein üppiges Kuchenbuffet

der St. Petermer

Landfrauen und viele weitere

regionale Genüsse des

Bauernmarktes. Bei Vorträgen

kann man einiges über

das Käsemachen und über

Weidewirtschaft im Hochschwarzwald

erfahren. Ein

kulinarischer Rundgang zum

Thema Wein und Käse rundet

das Genuss-Programm

ab. Darüber hinaus erwarten

die kleinen und großen Besucher

spannende und informative

Mitmach-Aktionen unter

dem Motto „riechen, fühlen,

schmecken, selber machen“.

Man kann sich beispielsweise

einen Durchblick im Grasdschungel

verschaffen, sich in

die Kunst des Melkens einarbeiten

oder selbst im großen

Käsekessel rühren und zuschauen

wie aus Molke Käse

wird. Und wer möchte, kann

Foto:Barbara Riess

das neu erworbene Wissen

beim Käse-Quiz unter Beweis

stellen und vielleicht einen

Preis gewinnen...

Die Veranstaltung ist ein

Bekenntnis zur regionalen

Wertschöpfung und will einen

Beitrag zum Erhalt der gewachsenen

Kulturlandschaft

im Schwarzwald leisten.

Infos: www.kaesemessenaturpark.de


Weinland Baden

aktuell

Kultur Joker Spezial

Ausgabe 2018/Herbst

Foto: Littner, Gruppe bei Wein und Vesper im Kaiserstuhl


| 2

Klasse statt Masse

Nicht nur

Prestige

Der

Grauburgunderpreis

gewinnt

immer mehr

an Bedeutung

Qualitätsweinbau

in Baden

In Baden, dem mit rund 15.500 Hektar drittgrößten

Anbaugebiet Deutschlands, wird Weinbau

konsequent qualitätsorientiert betrieben.

Der so genannte Hektarhöchstertrag – die Vermarktungsobergrenze

pro Jahr – wurde auf 90 Liter

je Ar festgelegt. Der durchschnittliche Ertrag

beträgt ca. 77 Liter je Ar und liegt somit sogar

darunter.

Dies wird vor allem durch Selektionsmaßnahmen

erreicht. Dazu zählen der gezielte Rebschnitt im

Frühjahr, das teilweise Entfernen von Trauben

während der Wachstumsphase und die Traubenteilung,

alles effiziente Maßnahmen zugunsten

höherer Qualität.

Die Weinlese ist Können

und Vertrauenssache

Sieger in der Kategorie 2 und vielfach anderweitig ausgezeichnet das Weingut Leopold Schätzle

Sieger in der Kategorie 2 und vielfach anderweitig ausgezeichnet: das Weingut Leopold Schätzle

Das Motto „Klasse statt Masse“ nehmen sich Badens

Winzerinnen und Winzer auch bei der Weinlese

zu Herzen, Vielfach wird von Hand geerntet,

während in geeigneten Rebstücken auch der schonende

Einsatz der Traubenerntemaschine genutzt

wird.

Mitentscheidend für die Qualität des Weines ist

das so genannte Mostgewicht, der natürliche Zuckergehalt

der Traube. Er wird gemessen in „Grad

Oechsle“. Daneben zeigen weitere wertgebende

Mostinhalte, zum Beispiel Mineralienstoffe, die

Qualität badischer Weine an. Partner unserer Winzer

sind die Kellermeister. Sie begleiten das Weinjahr,

bestimmen den optimalen Lesezeitpunkt und

entscheiden über die Art der Gärführung sowie

Ausbaustil und Reifezeit der erlesenen Trauben.

Schließlich gilt es, terroirtypische Charakteristiken

hervorzuheben, um sich auf nationalem und

internationalem Markt zu behaupten und letztendlich

auch den Wünschen der Konsumenten zu

entsprechen.

Oberstes Gebot ist dabei stets die Erhaltung der

Individualität.

Quelle:

Badischer Weinbauverband

Eigentlich waren es „nur“ insgesamt 468 Weine,

die zum Meldeschluss 30. Mai angestellt wurden,

430 aus deutschen Weinanbaugebieten ˗ 278 hiervon

aus Baden ˗ sowie 38 aus Frankreich, Italien

und Österreich.

Die Anerkennung und Beliebtheit der Veranstaltung

und ihre außerordentlichen Qualitätskriterien

drücken sich aber auch durch den neuen Markenauftritt,

gleichzeitig modernfrisch und zeitlos,

aus.

Die Vorauswahl zur Prämierung fand in einer

Qualifizierungsprobe statt, deren 30 Prozent

punktbester Weine dann das Finale erreichten.

Beide Wettbewerbe waren mit einer fachkundigen

Jury, bestehend aus renommierten Weinsachverständigen,

Sommeliers, Kellermeistern und

Fachjournalisten besetzt. Bewertet wurden nach

dem 100-Punkte-System in Blindverkostung Farbe,

Geruch und Geschmack der angestellten Weine.

Diese wurden in vier Kategorien aufgeteilt:

Grauburgunder, trocken und leicht (unter 13 Prozent

Vol. Alkohol) ohne Holzfasslagerung oder

Barrique-Reifung, hierzu gab es 190 Anstellungen.

Sieger wurde das Weingut Fitz-Schneider

aus Edenkoben in der Pfalz die Plätze 2 und 3

wurden beide dem Badischen Winzerkeller zugesprochen.

155 Anstellungen gab es in der Kategorie 2,

ebenfalls Grauburgunder ohne merkbaren Holzeinfluss,

dessen Alkoholgehalt aber mehr als 13

Prozent aufweisen durfte. Das Weingut Leopold

Schätzle wurde hier erster Sieger mit 91,8 Punkten

für seinen Grauburgunder Kabinett 2017er Endinger

Steingrube. 91,5 Punkte erhielt das Weingut

Martin aus Insheim in der Pfalz als zweiter Sieger

und Platz 3 teilten sich gemeinsam die Alde

Gott Winzer aus Sasbachwalden und das Staatsweingut

Meersburg, beide mit 91,3 Punkten. 107

Anstellungen gab es in der Kategorie 3, Grauburgunder

in Premium-Qualitäten, Selektionen oder

betriebliche Spitzenqualitäten trocken bis max.

4g/l Restzucker, auch Holzfass- und Barriquereifung

zugelassen. 5 Sterne und 93,5 Punkte gingen


3

|

Alle Sieger mit Weinkönigin Miriam Kaltenbach und Prinzessin Sinja Hornecker

an das Weingut Heitlinger in Östringen- Tiefenbach für seinen 2015er

Grauburgunder QbA Spiegelberg. Das Weingut Herbert Meßmer aus

Burrweiler in der Pfalz erhielt als Zweiter 93,5 Punkte, dieweil das Gut

Gregor und Thomas Schätzle mit seinem 2015er Schelinger Kirchberg

QbA. den dritten Sieger stellen konnte.

Lediglich 16 Anstellungen verzeichnete, last not least, Kategorie 4 mit

den edelsüßen Ruländern und Dessertweinen.

Winzergenossenschaft

Leiselheim am Kaiserstuhl eG

Winzergenossenschaft

Die mit dem Kaiserstuhl

Leiselheim am Kaiserstuhl eG

Meerweinstr. 12, 79361 Sasbach-Leiselheim

Die mit dem Kaiserstuhl

Öffnungszeiten:

Telefon 076 42/2051 • Fax 92 26 04

Mo. bis Sa. 9.00 - 12.00 Uhr

www.winzergenossenschaft-leiselheim.de Mo. - Fr. 15.00 - 18.00 Uhr

info@winzergenossenschaft-leiselheim.de

Meerweinstr. 12, 79361 Sasbach-Leiselheim April/Mai Öffnungszeiten: und Sept./Okt. 14 - 18 Uhr

Telefon 076 42/2051 • Fax 92 26 04

Mo. bis Sa. 9.00 - 12.00 Uhr

www.winzergenossenschaft-leiselheim.de Mo. - Fr. 15.00 - 18.00 Uhr

info@winzergenossenschaft-leiselheim.de April/Mai und Sept./Okt. 14 - 18 Uhr

Fotos: Weingut (links), Naturgarten Kaiserstuhl (rechts)

Alle drei Platzierungen blieben am Kaiserstuhl, die Winzergenossenschaft

Achkarren auf den Plätzen eins und drei, dazwischen

der Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil auf Platz zwei.

Die Siegerehrung mit der Möglichkeit alle 34 Siegerweine zu verkosten,

gab es dann Mitte Juli auf dem Rheinschiff mit dem schönen und

bezeichnenden Namen Weinland Baden.

Die Pokale an die jeweils drei Erstplatzierten wurden von der Badischen

Weinkönigin Miriam Kaltenbach, der Kaiserstühler Weinprinzessin

Sinja Hornecker sowie den Hauptsponsoren Vollherbst Druck

Weintrans GmbH und Südglas eG überreicht.

Weitere Informationen

zum Grauburgunder-Preis

finden sich unter:

www.internationales-grauburgundersymposium.de

Auskünfte erteilt auch

die Naturgarten Kaiserstuhl GmbH

in Breisach unter:

Telefon 07667/906850

DER

BÖTZINGER

Bötzinger Weine

ein bärenstarker

Weingenuss

...probieren ...erleben ...genießen

Wir freuen uns über Ihren Besuch!

WINZERGENOSSENSCHAFT BÖTZINGEN AM KAISERSTUHL EG

Hauptstr. 13, 79268 Bötzingen, Tel. (07663) 9306-0, Fax (07663) 9306-25, www.wg-boetzingen.de, Info@wg-boetzingen.de


| 4

Einzigartiges

Genuss-Erlebnis

Künstler-Kürbiswelt

auf dem Bohrerhof

Tierisches aus Kürbissen auf dem Bohrerhof

Ab dem 6. September lädt der Bohrerhof in Hartheim

wieder täglich zum besonderen Landerlebnis

für alle Sinne ein. Die farbenfrohe Kürbiswelt

mit vielen künstlerisch gestalteten Tierfiguren wie

Krokodil, Elefant, Pinguin und anderen, allesamt

aus Kürbissen gefertigt, ist über die Grenzen hinaus

als Ausflugsziel bekannt. Natürlich lassen sich

zur Herbstzeit Kürbisgerichte auch im liebevoll eingerichteten

Restaurant genießen, eine fein-deftige

Kürbissuppe, vielleicht in Begleitung eines Feldsalats.

Feine, passende Weine sind hier ebenso zu

haben wie für zuhause im angeschlossenen Landmarkt.

Vom 17. November bis 17. Dezember gibt es,

von Mittwoch und Sonntag auf dem Bohrerhof zum

vierten Mal die Erfolgsshow „Chic‘Oria“. Internationale

Künstler bieten zu einem Vier-Gang-Menue

passende Unterhaltung und Artistik.

Weitere Infos und Reservierungen über:

www.bohrerhof.de oder Telefon 07633/92332-120

Badische Weinhoheiten

on Tour

Königin Miriam Kaltenbach

unterwegs mit den

Die Badische Weinkönigin 2018/2019

Miriam Kaltenbach hat im Juli

ihre Kolleginnen, die Weinprinzessinnen

aus den

badischen Anbaugebieten

zu einer „Weinbereichstour“

durch

den Breisgau eingeladen.

Mit von

der Partie waren

Katharina Kammer

Badische

Weinprinzessin

2017/18, die Ortenauer

Prinzessin

Elena Batzler,

Sinja Hornecker

vom Tuniberg, Katrin

Hartmann von der

Badischen Bergstraße

sowie Ex-Königin Franziska

Aatz, alle gewählt

für die Periode 2017/18.

Hinzu die „aktuellen“

Hoheiten Stephanie

Megerle vom Bodensee,

im letzten Jahr dortige

und nunmehr Badische

Weinprinzessin sowie

Vanessa Baumann, die

2018/19 die Badische

Bergstraße als Prinzessin

vertritt. Miriam

Kaltenbach zeigte den

Weinhoheiten zunächst

das elterliche Weingut

im Gundelfinger Wildtal

und die „Weinerei“

des befreundeten Dr.

Weinprinzessinnen im Breisgau

Feser im Ort. Ein Kellerrundgang führte zur Glottertaler

Winzergenossenschaft, wo die Damen die dortige Hausmarke

„Roter Bur“ genossen und sehr von den Steillagen

des Tales beeindruckt waren.

Die Landesgartenschau in Lahr war die nächste Station,

wo wohl auch das Breisgauer Rebhisli mit Weinausschank

ein interessantes Besichtigungsobjekt offerierte.

Mit Blick auf den See wäre für die Hoheiten bei

brütender Hitze sicherlich ein Sprung ins kühle Nass

nicht unangenehm gewesen. Einem geglückten Fotoshooting

folgte letztlich noch ein Besuch mit Hofbesichtigung

im Münchweier Weingut Isele, ehe hiernach Sinja

Hornecker die weitere Führung durch Kaiserstuhl und Tuniberg

übernahm. Vielleicht eine Anregung, selbst auch einmal

eine kleine Weintour durch den Breisgau zu unternehmen?

Weinhof Karle

Oberer Weiher 10

79112 Freiburg-Munzingen

Tel: 07664/93160

FAX 07664/931615

Weinverkauf Mengen:

Verena Fiand

Fronstr. 22a, Tel: 07664/2700

Martina Sehringer

Hauptstr. 1a, Tel. 07664/2945

Andreas Weis

Weberstr. 27, Tel. 07664/2434

Fotos: Bohrerhof (S. 4 links), Signe Gau (S. 4 rechts), Winzerkeller (S. 5)


5

|

Gutedel Cup 2018

Badens bester Riesling

Die Alde Gott Winzer siegten

bei den „Top Ten Riesling“

Wie jedes Jahr zu Anfang Juli fand im Hotel Dollenberg

in Bad Peterstal-Griesbach die Preisverleihung

der „Top Ten Riesling“ statt. Aus 68 angestellten

Weinen von 22 Betrieben wurde als Gesamtsieger

ein Riesling der Winzergenossenschaft Alde Gott

Winzer eG Schwarzwald ausfindig gemacht. Bei den

trockenen Rieslingen errang ein 2017er „Ortswein“

Riesling QbA trocken vom Weingut Nagelförst in Baden

Baden Platz 1. Die „Top Ten“ werden alljährlich

vom Weinparadies Ortenau organisiert – im Sommer

die Rieslinge und im Herbst die Rotwein Gala.

Kellermeister Philipp und Geschäftsführer Basler des probieren Auggener den Winzerkellers Gutedel des Winzerkellers ...

Auggener Schäf

zum Genießen

Pralinen mit Wein.- und

Edelbrandtrüffel








www.weinhof-weber.de

info@weinhof-weber.de













... probieren den Gutedel vom Winzerkeller Auggener Schäf.

2018

Siegerweine aus Auggen, Pfaffenweiler

und Seefelden

209 Weine wurden Anfang April zum seit Jahren renommierten Gutedel Cup in Badenweiler

angestellt um Ende des Monats dann im feierlichen Rahmen des Kurhauses

die Preisträger auszurufen. Zuvor hatte eine 22-köpfige Jury aus Sommeliers,

Önologen, Kellermeistern, Journalisten, Fachhändlern und Gastronomen die Weine

verkostet und bewertet. Wieder einmal die Nase vorn hatte in der Kategorie QbA

trocken der Badische Winzerkeller. Seine Verbundgenossenschaften Seefelden und

Norsingen belegten die Plätze 1 und 2, gefolgt vom Lindenhof der Ersten Markgräfler

Winzergenossenschaft Schliengen-Müllheim. In der Kategorie Kabinett trocken

war ein Laufener Altenberg des Auggener Winzerkellers erstpreisig vor der Binzener

Sonnhalde des Weinguts Schweigler Platz 3 belegte Franz Herbster aus Kirchhofen

mit seinem Ehrenstetter Ölberg. Der Winzerkeller Auggener Schäf gewann auch die

Kategorie Edelsüße Weine mit einem Eiswein aus dem Barrique. Zweimal Platz 2

wurde belegt von der Gregor Kronen Caveau aus Salgesch in der Schweiz und der

Ersten Winzergenossenschaft Schliengen-Müllheim. Die Trophäen Chasselas International

wurden vergeben auf Platz 1 an das Weinhaus Pfaffenweiler für den dortigen

Chasselas Sancta Clara, auf 2 und 3 folgten eine Edition M vom Weinhof Hügelheim

und ein Chasslas des Wein- und Sektguts Schweigler aus Binzen. Der Veranstalter

zog das Resumée, dass die späten Fröste im April 2017 zwar die Menge, nicht aber

die Qualität der angestellten Gutedelweine beeinflussten.


| 6

Wein, Natur, Kultur,

regionale Genüsse

Am Tuniberg und Kaiserstuhl

ist jeden Tag „etwas los“!

„Schmeckt oder

schmeckt nicht“

Die Qualität eines guten Landweins

Noch bis Ende Oktober erwarten Gäste und Einheimische

beinahe täglich an Kaiserstuhl und Tuniberg

vielfältige Mitmachaktivitäten: Weinwanderungen,

Nachtwächterrundgang, Erlebnis-Weinproben,

Stadtführungen, Kellergeschichten und vieles mehr.

Eine gute Gelegenheit, die Vielfalt der faszinierenden

Landschaft und der lukullischen Genüsse von

Tuniberg und Kaiserstuhl hautnah kennenzulernen.

Auch ihm schmeckt´s. Winzer Karlheinz Ruser beim Studium seiner Weine.

Auch ihm schmeckt‘s: Winzer Karlheinz Ruser beim Studium seiner Weine

Fotos: Littner (links), Weingut (rechts)

Die Angebote finden sich nebst ausführlicher Beschreibung

allesamt im Kalender.

www.naturgarten-kaiserstuhl.de.

Übernachtungsgäste können im Übrigen den Konus-

Gästeservice genießen, den viele der Gemeinden zur

kostenlosen Nutzung des Personennahverkehrs im

Schwarzwald anbieten.

Näheres hierzu unter www.konus-schwarzwald.info

Kaiserlich genießen



Produkte vom Kaiserstuhl-Tuniberg

Karlheinz Ruser, rüriger Weinbauer aus

Lörrach, hat auf seinen Rebparzellen über

Jahrzehnte durchgegorene Qualitätsweine

angebaut. Seit nunmehr einem guten

Jahr ist er auf ebenfalls durchgegorene,

badische Landweine umgestiegen. Dazu

gehört ebensoviel Mut wie Kreativität.

Machen doch noch immer viele Weinfreunde

die Qualität eines Weines davon

abhängig, ob auf der Flasche QbA, Kabinett

oder Spätlese steht. Rusers Weine

sind der Beweis, dass diese Einstellung

nicht stimmen muss und oftmals nur einem

tief sitzenden Vorurteil entspricht.

Der Winzer ist überzeugt davon, dass

handwerklich sauber gekelterte Landweine

keine Prüfnummer brauchen. Nach

seiner ehrlichen Meinung entscheidet der

Weinfreund und Kenner, was schmeckt

und was nicht. Blühende Weinberge mit

Leguminosen (Hülsenfrüchtler) zeugen

von der Nachhaltigkeit des Weinbaus. Im

qualitätsorientierten Anbau garantieren

die Lagen vom Tüllinger Berg, Tüllinger

Sonnenbrunnen und Weiler Schlipf mit

ihren Lehmböden und Süßwasserkalk als

Unterlage Mineralität und Langlebigkeit.

Selektive Handlese und schonender Ausbau

im Keller gehören für Ruser zu den

Selbstverständlichkeiten. Ohne Alkoholanreicherung,

ohne Süßreserve. Wenn die

Maische dann sechs bis zwölf Monate im

Feinhefelager gelegen hat, entstehen jahrgangstypische,

durchgegorene Weine. Die

Naturverbundenheit des Weinbauers lässt

sich auch trefflich mit seinen Worten nachempfinden:

„Ein

wichtiger Faktor

beim An- und

Ausbau ist die

Zeit. Es klärt sich

im wahrsten Sinne

des Wortes

dann Vieles von

allein“.

Für zuhause oder als Mitbringsel.

Verschiedene Verkaufsstellen, z.B. Stehcafé am

Krokodil (Freiburg).

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• Sonntag und an Feiertagen 17.00 Uhr - 22.00 Uhr

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Gesellig-Sein ist Straußenzeit -

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täglich bis 23. Dezember

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ORTENAU


Straussen Pano (WLB 9) Beilage

das Motto uns‘rer Gastlichkeit.

MARKGRÄFLER LAND


| 10

Der Festwein 2018

ist der Nobling

63. Auggener Winzerfest

Vom 13. - 17. September steht Auggen wieder ganz

im Zeichen von erstklassigem Wein, Musik und Unterhaltung,

aber auch von Tradition und Brauchtum.

Erwartet werden in diesem Jahr wieder Tausende von

Besucherinnen und Besucher aus ganz Deutschland,

dem benachbarten Elsass und der Schweiz. Die farbenfrohen

und abwechslungsreichen Veranstaltungen

werden im großen Festzelt vor dem Winzerkeller

ausgerichtet. Den Auftakt bildet am Donnerstagabend

die festliche, musikalische Weinprobe, moderiert

von Mitgliedern der Nachwuchswinzer „Junge

Drübel“, Freitagabend stehen die flotten Rhytmen

der Partyband „Platzhirsche“ sowie eine kernige

Dirndlund Lederhosenparty auf dem Programm.

Auch der Samstag und Sonntag sind natürlich mit

Musik, Wein und Genuss gespickt, Höhepunkt wird

der rund fünfstündige Showauftritt des Auggener

Musikvereins. Am Sonntagnachmittag wird wie gewohnt

der große Trachten- und Brauchtumsumzug

ausgerichtet. Der „Augge-Märt“, ein traditioneller

Jahrmarkt, bildet am Montag im Ortskern des Winzerdorfes

wieder den Abschluss des Festes.

Die besten Bioweine

Baden-Württembergs 2018

Nur 24 von 250 angestellten

Weinen ausgezeichnet

Im friedlichen Wettstreit der Biowinzer aus allen Regionen Baden-

Württembergs hatten in diesem Jahr die Markgräfler Biowinzer die

Nase vorn: 13 der 24 Auszeichnungen gingen in den äußersten Südwesten.

Jeweils drei erhielten das Weingut Rüsch in Buggingen, die

Weingüter Zähringer und Feuerstein, beide in Heitersheim angesiedelt.

Einen der begehrten Preise erhielten das Weingut Schneider-Pfefferle,

ebenfalls Heitersheim, sowie die Weingüter Kaufmann, Efringen-Kirchen,

Köpfer in Grunern und Rieger in Betberg. Die unabhängige Fachjury,

besetzt mit Fachleuten der Weinwirtschaft, Fachhändlern, Gastronomen

und Weinjournalisten, zeigte sich begeistert von dem durchgängig

hohen Niveau der 250 angestellten Bioweine. Eine Inflation der

Preisgekrönten gab es dennoch nicht, nur 24 ganz besondere Tropfen

erhielten die begehrte Auszeichnung. Je 5 Weine aus dem Kaiserstuhl

und 5 aus dem württembergischen Umland zählten ebenfalls zu den

Siegern. Zweimal erfolgreich war das Gut Abril aus Bischoffingen, die

Weingüter Helde Jechtingen, Schaffner Bötzingen und Schmidt Eichstetten

teilten sich die weiteren Preise am Vulkangebirge. Preisträger

im Württembergischen Unterland sind das Weingut Schäfer-Heinrich

(dreimal) in Heilbronn sowie (je einmal) die Weingärtner aus Lauffen

und Zabergäu. Schließlich errang für den Bereich Remstal-Stuttgart

das Weingut Heid in Fellbach eine weitere Urkunde.

Die Siegerweine entstammen alle den Betrieben von ECOVIN, Demeter,

Bioland und Naturland. Bewertet wurden die Weine nach ihrer Eignung

zur Begleitung eines Menus in sieben Kategorien. Vom Sekt als

Aperitif, über leichte Weißweine bis hin zum edelsüßen Dessertwein.

Sonderpreise gab es für „Piwis“. Weine aus

den Reben pilzwiderstandsfähiger Sorten.

Paulin Köpfer, Vorsitzender von ECOVIN

Baden und Initiator des Wettbewerbs, hob

die Top-Qualität der prämierten Weine hervor.

Er verwies auch darauf, dass nur die

„Allerbesten“ die Auszeichnung erhielten

und kritisierte solche Prämierungen, bei denen

bis zu 90 Prozent der angestellten Weine

ausgezeichnet würden.

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11

|

Genuss auf

höchstem Niveau

Auch im Herbst überzeugt das Achertal

mit buntem Veranstaltungsreigen

Neue Wege

im Weintourismus

Die ersten elf Wein Guides

im Weinland Breisgau

Sonnendurchflutete, herbstliche Reben in Kappelrodeck

Reben, Reben, Reben – auch so könnte die

Überschrift zu diesem Artikel lauten.

Kappelrodeck und Waldulm am Eingang

des Achertals zählen nach wie vor zu

den bedeutendsten Weinanbauorten der

Ortenau. Besonders bekannt sind die gehaltvollen

Rotweine, die in den dicht bewachsenen

Weinbergen entstehen. Laut

Aussagen der Kellermeister der beiden

ortsansässigen Winzergenossenschaften

entwickelten sich die Reben 2018 ganz

hervorragend, was erneut auf einen besonders

guten Jahrgang hoffen lässt.

Schauen wir doch einmal auf die Highlights

des Veranstaltungskalenders in

diesem Herbst: Nicht alltäglich ist die

Kulinarische Schnapsbrunnetour, die am

2. September zum 7. Mal die Genuss- und

Wanderfreunde in ihren Bann zieht. Ein

Wochenende später, am 8. und 9. September,

lädt die Winzergenossenschaft

in Waldulm zum Weinfest rund um den

Winzerkeller. 90 Jahre wird sie alt, wenn

das kein besonderer Grund zum Feiern

ist. Beinahe ebenso jung ist die Winzerkirwi

in Kappelrodeck, auf den Tag genau

70 Jahre.

Hierzu geben die Grabenland Buam aus

Österreich ihr Konzert für passende Stimmung

unter freiem Himmel, der Eintritt

ist frei!

Frei sind auch Sie, das Achertal im Herbst

zu genießen, ob zum Veranstaltungsreigen

oder eigenem Vergnügen pur.

Foto: Manuel Glaser

Die Breisgauer Wein GmbH hat in Kooperation mit

den Volkshochschulen Lahr und Nördlicher Breisgau

in einem qualitativ hochwertigen Lehrgang elf

Weinfreunde zu so genannten „Wein-Guides“ ausgebildet.

Mit nunmehr fundierten Kenntnissen um

Weintouristik, Weinbau, Sensorik, Rebsortenkunde,

Kellerwirtschaft, um nur einige der geforderten

Themen zu benennen, dürfen diese nun ab sofort

qualifizierte Weinbergführungen oder professionelle

Weinproben durchführen. Fröhlich gefeiert

wurde das Erreichte auf Burg Landeck, wo den erfolgreichen

Teilnehmern dann auch ihre Zertifikate

überreicht wurden. Weingüter und auch Gemeinden

haben somit die Gelegenheit eine/n fachkundigen

Führer für ihre Publikumsaktionen zu buchen. Der

nächste Lehrgang soll im September 2019 starten.

www.weinlandbreisgau.de

www.kappelrodeck.de

Herbst-

Highlights

2018

2. September

8. - 9. September

14. - 16. September

kappelrodeck | waldulm

Das Rotweindorf zwischen Badischer Weinstraße und Nationalpark Schwarzwald

Kappelrodeck

7. Kulinarische Schnapsbrunnentour

Weinfest der Waldulmer Winzergenossenschaft eG

Traditionelle „Winzerkirwi“ –

mit großem Open-Air Konzert der „Grabenland Buam“

Tourist-Information Kappelrodeck, Tel: +49 (0) 7842 / 802-10, tourist-info@kappelrodeck.de


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Käsespezialitäten und Wein

9. Tuniberger Käsemarkt in Freiburg-Munzingen

Freiunburg Fotos: Salzer-Deckert

Käse, Wein und Feinkost treffen am 18. September

im Schloss Reinach beim neunten „Tuniberger Käsemarkt“

mit rund 25 Ausstellern aus dem In- und

Ausland in einem besonders geschmackvollen Verhältnis

aufeinander: Ausgesuchte Käsemanufakturen

aus Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich,

Holland und der Schweiz kommen für den

Markt nach Freiburg-Munzingen und stellen hier

ihre erstklassigen Produkte vor. Die passenden Begleiter

dazu kommen von Winzern aus dem Markgräflerland,

vom Kaiserstuhl und natürlich von den

Reblagen am Tuniberg. Dazu gesellen sich verschiedene

beliebte Feinkost- und Genuss-Klassiker. „Unser

Markt lebt auch in diesem Jahr wieder von seiner

hohen Qualität bei den Produkten und der breit gefächerten

Auswahl an Genussmomenten, die unsere

Aussteller im Angebot haben“, sagt Hotelier René

Gessler über den seit 2010 regelmäßig in Munzingen

stattfindenden Markt. „Die Balance zwischen den

beliebten Klassikern und einer immer wieder gegebenen

Abwechslung stimmt, und so gibt es auch

für unsere Stammgäste immer wieder Neues zu

entdecken!“ Der Käsemarkt sei eine sehr gute Plattform

für die beteiligten regionalen Winzer, um ihre

Produkte anzubieten und zum Vergleich zu bringen,

so Gessler weiter. Viele führende Lokalmatadore

sind auch in diesem Jahr wieder vertreten.

Tuniberger Käsemarkt

16. September, 11 bis 18 Uhr

Hotel Schloss Reinach

Eintritt frei

VDP – Weine am Markt

Die neuen Grands Crus

ab September im Handel

Mehr als 400 „Große Gewächse“ von 80 Winzerpersönlichkeiten kommen

ab diesem Frühherbst mit ihrem Jahrgang 2017 unter dem Qualitätssymbol

des Traubenadlers auf den Markt.

Die Weinfreunde erwarten klassische Rieslinge, große Burgunderweine,

aromatische Sauvignon Blancs und vieles mehr. In Premiere und

Vinissage werden die edlen Tropfen am 1. und 2. September in Berlin

angeboten. Die VDP Weine „Große Lage“ wollen es mit den besten

Weinen der Welt aufnehmen und können es wohl auch. Deutschlandweit

werden die edlen Tropfen ab Januar 2019 vorgestellt.

Termine und Verkostungsmöglichkeiten finden Sie unter

www.vdp.de oder bei facebook.


13

|

Foto: Stadt Breisach

Badischer Weinfestkalender

ausgesucht von Sahar F. Kratz

2018

Eines Eines der der größten größten Weinfeste Feste im Lande – ˗ das Bezirksweinfest Kaiserstuhl-Tuniberg

Kaisertuhl-Tuniberg

Badische

Bergstraße

Weinheim, 13.10.

Weinmeile

Bodensee

Hagnau, 14.9.

Jazz und Wein

Hagnau, 29.9.

Hagnauer Herbst

mit Suser & Wein

Hagnau, 23.11.

Schokolade & Wein

Breisgau

Münchweier, 2./3.9.

Tag des Weines

Rust, 1.9.

Kaiserbergweintag

im Europapark

Kippenheim, 8./9.9.

Weinfest

Friesenheim, 14. – 16.9.

Weinfest

Gundelfingen, 14. – 16.9.

Gundelfinger Weinzauber

Buchholz, 3.10.

Weinwanderung in den

Weinbergen

Ettenheim, 3.10.

Kaiserbergfest

Oberschiofheim, 4. – 7.10.

Winzerfest

Freiburg, 5.10.

Wein & Musik

im Staatsweingut

Freiburg, 1.12.

Lange Nacht der VDP-Weingüter

Münchweier, 8.12.

Weihnachtsmarkt der WG

Buchholz, 16.12.

Weinglühen im

WG Moosmann

Redaktion:

Sahar F. Kratz . Freier Journalist

Freiburg . Tel. 0761/2922131

kratz-pressebuero@web.de

Herausgeber: Helmut Schlieper (V.i.S.d.P.)

Verlag: Art Media Verlagsgesellschaft mbH . Auerstraße 2

79108 Freiburg . Tel. 0761/72072

Layout & Anzeigengestaltung: Juliane Güttsches

Druck: Rheinpfalz Verlag und Druckerei GmbH & Co. KG,

Ludwigshafen

Alle Termine sind sorgfältig recherchiert

aber ohne Gewähr von Durchführung oder Terminänderung!

Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Über redaktionelle Anregungen und Tipps freuen wir uns.

Das Copyright für vom Verlag gestaltete Anzeigen liegt beim Verlag.

Nachdruck, auch nur auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung

des Verlages.


|

14

Nächtlicher Genuss auf dem großen Ortenauer Weinfest

Kaiserstuhl

Markgräflerland

25 Bands und

Musikkapellen

Sonntag, 30. September von 13 bis 18 Uhr

Bauernmarkt in der Innenstadt

Programmhöhepunkte 2018

Ortenauer Weinfest in Offenburg

28. September - 1. Oktober 2018

Auggener Winzerfest

13. bis 17. September 2018

im Festzelt beim Winzerkeller

Do. 13. Sept. 19.30 Uhr Große Festliche Weinprobe

Moderation: Die „Jungen Drübel“

aus Auggen und Laufen

Fr. 14. Sept. 18.30 Uhr Auggener Weinforum „Nobling“

20.00 Uhr Auggener Schäf-Party Pur mit der

Stimmungs- & Partyband:

„Platzhirsche“

- 100% Gaudi garantiert - aus dem Allgäu

7. Dirndl- & Lederhosen Wettbewerb

Sa. 15. Sept. ab 11.00 Uhr Tag des Auggener Weins - Offener Winzerkeller

Kellerführungen, Ausstellungen, Musikunterhaltung

im Festzelt

20.00 Uhr Musik, Stimmung, Show & Wein mit

dem Auggener Musikverein

So. 16. Sept. 10.15 Uhr Festgottesdienst im Festzelt • Frühschoppenkonzert

14.00 Uhr Großer Trachten- und Brauchtums-Umzug

18.30 Uhr Stimmung & Festausklang mit

„Volxsmusik4“

Mo. 17. Sept. ab 09.00 Uhr „Augge-Märt“ - Traditioneller Jahr- & Krämermarkt im Ortskern

ab 11.00 Uhr Handwerkeressen im Winzerkeller - Metzgerei Hug, Steinen

Samstag und Sonntag SüMa - Flohmarkt beim Winzerkeller

Winzerkeller Auggener Schäf eG | An der B3 | 79424 Auggen im Markgräflerland

Tel. 0 76 31 / 36 80-0 | Fax 0 76 31 / 36 80-80 | www.auggener-wein.de

Breisach, 31.8. – 3.9.

Bezirksweinfest

Kaiserstuhl-Tuniberg

Kiechlingsbergen, 7. – 9.9.

Kiechlingsberger Weintage

Burkheim, 7. – 10.9.

Burkheimer Weintage

Achkarren, 8.9.

Trottifest

Oberbergen, 8./9.9.

Kürbis-Weinfest

Wasenweiler, 8./9.9.

Töpfermarkt der

WG Wasenweiler

Oberrotweil, 8./9.9.

Herbstfest des

Winzervereins

Leiselheim, 9.9.

Zwiebelkuchenfest

Bötzingen, 14. – 17.9.

Dorf- und Weinfest

Bischoffingen, 21. – 23.9.

Herbstweinfest

Kiechlingsbergen, 23.9.

Zwiebelkuchenfest

Bickensohl, 23.9. und 30.9.

Zwiebelkuchenfest

Oberbergen, 3.10.

Herbst- & Bergteufelhock

der WG

Ihringen, 3.10.

Trottifest

Achkarren, 5. – 7.10.

Weinwochenende

Amoltern, 7.10.

Kilwi

Ihringen, 20./21.10.

Herbstwein- & Erntedankfest

Königschaffhausen, 20./21.10.

Herbstweinfest

Jechtingen, 27./28.10.

Herbstweinfest

Achkarren, 9.11.

Fackel-Weinwanderung

Pfaffenweiler, 1. – 3.9.

Schneckefeschd

Eimeldingen, 2. – 3.9.

Dorffest

Badenweiler, 8. – 9.9.

Musik- und Weinfest

Ballrechten-Dottingen, 9.9.

Weingenuss am Castellberg

Auggen, 13. – 17.9.

63. Auggener Winzerfest

Efringen-Kirchen, 28. – 30.9.

69. Winzerfest

Bad Bellingen, 6./7.10.

Chilbifest

Schallstadt, 7.10.

Hoffest im Weingut Stork

Schliengen, 8.12.

Advent im Weingut Harteneck

08.–09.09.2018

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Kraichgau

Kürnbach, 27. – 29.10.

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Östringen-Tiefenbach, 31.10.

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Kellerführung

Samstag und Sonntag stündlich

von 14:00 bis 16:00 Uhr

Weinverkauf geöffnet

Samstag von 8:30 bis 18:00 Uhr und

Sonntag von 11:00 bis 18:00 Uhr

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FREIZEIT KULTUR JOKER 21

Original und handgemacht

Die Kunsthandwerksmesse Originale im Forum Merzhausen

Handwerkliches bekommt in

unserer digitalen, schnelllebigen

Zeit einen ganz besonderen Stellenwert.

Ganz entgegen vieler

Vorurteile sind eben nicht nur

flotte Wegwerfprodukte gefragt,

sondern auch Langlebiges, Qualitätsvolles.

Die Messe Originale,

veranstaltet vom BdK Forum

Freiburg und der Handwerkskammer

Freiburg, bringt vom 5. bis 7.

Oktober individuelle Werkarbeit

ins Forum Merzhausen, seien

es Kunsthandwerk, Design und

Handwerkskunst aller Art.

Dabei soll zwischen den verschiedenen

Bereichen gar nicht

so streng getrennt werden. Gerade

wenn es um Individualität

geht, kommen verschiedene Elemente

zur Geltung: etwas Eigenes,

Authentisches entsteht. Um

dabei für die nötige Qualität zu

bürgen, prüft eine strenge Auswahlkommission

alle Bewerber

für einen Standplatz auf der Originale.

Dabei sind sowohl Idee als

auch Umsetzung von Bedeutung.

Das muss auch sein, denn der Andrang

an Bewerbern ist groß.

Die Messe Originale bringt

44 Aussteller aus Deutschland,

Hausschwein der Manufaktur Barleben Foto: Barleben Tobias Dingler: Collier Mokume

aus Gold und Silber (re.) Foto: TD Matthias Scherzinger: Vase Nun (o.) Foto: Wehrle

Österreich und der Schweiz

zusammen. Die Künstler und

Händler verkaufen nicht nur ihre

Produkte, sondern erklären diese

auch. Eine gute Gelegenheit, um

interessante Gespräche zu führen

und neue Menschen kennenzulernen.

Gerade auch, weil immer

wieder neue Gesichter auf der

Messe zu sehen sind. Etwa Annekatrin

Döll vom Label Rothöll.

Die Bildhauerin aus Leipzig fertigt

aus isländischem Fischleder

Handtaschen und Geldbörsen.

Matthias Scherzinger entwirft in

seiner Glottertäler Manufaktur

federleichte Möbel, die Origami-

Figuren ähneln.

Prominent dabei ist auch Maria

Barleben, die aus Mohair und Alpaka

ausdrucksstarke Handspiel-

Tierfiguren fertigt. Im Frühjahr

2018 erhielt die Manufaktur

Barleben dafür den bayrischen

Staatspreis für Gestaltung. Es gibt

also viel zu sehen, ob es nun Unikate

oder Serien, ob es Schmuck,

Keramik, Glas, Textilien, Papier,

Stein, Leder oder Holz sind.

Auf einer Sonderfläche wird

dieses Mal der beliebte und

vielfältige Werkstoff Holz

im Mittelpunkt stehen. Fünf

Vertreter der Holzbildhauer-

Innung Baden-Württemberg

stellen ihre Arbeit, die Ausbildung

und ihre Werke vor.

Für den Magen sind schließlich

echte Genusshandwerker vor Ort,

mit Wein, Bier, Kaffee, Teegebäck

oder gar badischem Dörrfleisch.

Die Messe Originale findet am

5. Oktober von 19 bis 22 Uhr, am

6. Oktober von 10 bis 19 Uhr und

am 7. Oktober von 10 bis 17 Uhr

statt. Weitere Infos: www.originale-freiburg.de

Menschen und Musik aus 1248 Jahren

Staufen geht zum 15. Mal mit den STAdtGESchichten auf Zeitreise

Anna Wildinsteining, Hexe zu Staufen Foto: Philipp von Ditfurth

Vom 21 bis 23. September

begibt sich die Fauststadt Staufen

im Breisgau wieder auf

spannende Zeitreise. Die historische

Altstadt präsentiert sich

als eine große Freilichtbühne,

auf der die jahrhundertealte

Geschichte der Stadt in den

vergangenen 1248 Jahren dargestellt

wird.

Über 800 Mitwirkende verzaubern

in einer einzigartigen

Atmosphäre die Besucher. Kanonendonner,

Trommeln, Fackeln,

mittelalterliche Musik,

Bettler, Gaukler, Biedermeier,

Ritterkämpfe, Revolutionäre,

Lagerleben, ein historischer

Markt, ein Bauernhof von

anno dazumal und vieles mehr

begleiten die staunenden Besucher

auf einer außergewöhnlichen

Reise durch die verschiedenen

Jahrhunderte.

Die Staufener Bürger, unterstützt

durch viele Gastgruppen

aus ganz Baden-Württemberg

und Musikanten aus ganz

Deutschland, setzen hier ihre

eigene Stadtgeschichte, stilvoll

gewandet in die passenden Kostüme

der jeweiligen Epoche,

erlebbar in Szene.

Der zeitliche Bogen durch

die Jahrhunderte, der dabei

gespannt wird, unterscheidet

die Staufener Zeitreise von

anderen Mittelalter-Festen.

Die STAdtGESchichten 2018

starten am Freitag, den 21.09.

um 18 Uhr mit einem bunten

Abendprogramm „Menschen

und Musik aus 1248 Jahren“.

Eine Nacht-Aufführung von

„Faustens Tod“ um 22 Uhr

am Stadtschloss eröffnet den

Geschichten-Reigen.

Nach dem beliebten gemeinsamen

Städtle-Frühstück für

jedermann, dem „Z’Nüni um

Zehni“ am Samstag starten

die STAdtGESchichten ab 13

Uhr. Als einen abendlichen

Höhepunkt am Samstag um

18.30 Uhr gibt es wieder den

mittelalterlichen Wettstreit

der Barden und Spielleyt „um

das goldene Huhn“, bevor um

20.30 Uhr der historische Zug

im Fackelschein durch die Altstadt

startet.

In diesem Jubiläumsjahr

stehen neben neuen STAdt-

GESchichten und Aktionen

für die kleinen Besucher fünf

hochkarätige Musikgruppen

auf dem Programm, die während

dem Wochenende und

den Abenden die Besucher

unterhalten werden. Mit einem

bunten Festzug feiert der Veranstalter

FAUST e.V. am Sonntag,

den 23.09. um 14 Uhr mit

allen Mitwirkenden.

Mehr Infos: www.stadtgeschichten-staufen.de

Weihnachtserlebnis Kirchzarten

30.11 bis 02.12.2018

Der Weihnachtsmarkt in Kirchzarten an der Talvogtei

Sie möchten Ihre weihnachtlichen

Artikel, Kunsthandwerkliches

und Selbstgebasteltes verkaufen?

Dann freuen wir uns auf Sie!

Senden Sie Ihre Bewerbung

bis zum 30. September 2018 an:

jumediaprint GmbH

Gaby Junginger

Höfener Straße 10, 79199 Kirchzarten

Tel. 0 76 61 / 98 83 30, info@jumediaprint.de

Das Bewerbungsformular finden Sie auch unter:

www.echt-kirchzarten.de


22 KULTUR JOKER NACHHALTIG

„Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft“

Potential für ein Wiederaufleben der dezentralen Energiewende

In der Zusammenarbeit von

Wohnprojekten und Wohnungsgenossenschaften

mit

Energiegenossenschaften liegt

viel Potential für ein Wiederaufleben

der dezentralen Energiewende.

In Freiburg zeigen

das Wohnprojekt schwereLos

aus dem Verbund des

Mietshäuser Syndikats und

die Solar-Bürger-Genossenschaft

in einem Pilotprojekt,

wie sich dies zum Nutzen beider

Organisationen gestalten

lässt.

Die Solar-Bürger-Genossenschaft

mit Sitz in Freiburg wurde

2006 gegründet. Sie gehört zu

den drei ersten neuen Energieproduktionsgenossenschaften.

Trotz des frühen Starts lässt sie

sich mit rund 190 Mitgliedern –

Stand Anfang 2017 – eher den

kleinen bis mittelgroßen Energiegenossenschaften

zuordnen.

Die Genossenschaft betreibt sieben

Solarstromanlagen und ein

Blockheizkraftwerk mit einer

installierten Leistung von 693

kW und einem Jahresertrag von

ca. 710 MWh. Ziel der Genossenschaft

ist es, die dezentrale

Energiewende in Bürgerhand

aktiv durch soziale und technische

Innovationen voranzutreiben.

Montage der Photovoltaikanlage im Gutleutmatten Wohnbaugebiet

Aktiv bei Mieterstromprojekten

Das erste Mieterstromprojekt

der Solar-Bürger-Genossenschaft

ist ein BHKW-Projekt.

Strom und Wärme werden in

einem Mehrfamilienhaus mit 46

Wohneinheiten in Gundelfingen

erzeugt und dort an die Bewohner

geliefert. Die Inbetriebnahme

des 16-kW-Blockheizkraftwerkes

mit Installationskosten

von ca. 70.000 Euro erfolgte

Ende 2013. Der selbst erzeugte

Strom wird für die mitmachenden

Wohnungseigentümer

oder ihre Mieter preiswerter als

vom lokalen, sehr kooperativ

agierenden Energieversorger

angeboten.

Ende November 2017 wurde

die Photovoltaikanlage für ein

Mieterstromprojekt mit Solarstrom

installiert. Es wird unter

den Bedingungen des neuen

Mieterstromgesetzes abgewickelt.

Partner ist das Wohnprojekt

schwereLos GmbH, ein

Projekt im Verbund des Mietshäuser

Syndikats.

Die sozialpolitische Ausrichtung

von schwereLos beeindruckt.

Ein großer Teil des

Wohnraums wird für Gruppen

bereitgestellt, die auf dem freien

Wohnungsmarkt mit erheblichen

Vorurteilen zu kämpfen

haben: Es gibt eine große Wohnung

für eine Flüchtlingsfamilie

und zwei kleinere für Menschen,

die von der „Freiburger

Hilfsgemeinschaft e.V.“ und

von „FreiRaum – Hilfen für

Frauen in Wohnungsnot“ betreut

werden. Insgesamt handelt

es sich um 19 Wohnungen auf

rund 1.700 m², 13 davon nach

dem Landeswohnraumförderprogramm.

Anfang 2018 haben

hier etwa 60 Menschen einen

Platz gefunden.

Foto: Tobias Moser

Ausrichtung an den Eigenverbrauch

Das sinnvolle Konzept einer

Energieversorgung mit einem

BHKW konnte in dem neuen

Wohnbaugebiet Gutleutmatten

nicht umgesetzt werden, da mit

der Baugenehmigung der Anschluss

an ein Fernwärmenetz

verbunden war. Deshalb erfolgt

ein Teil der Ökostromversorgung

nun über Photovoltaik,

installiert auf dem Dach des

Wohnprojekts, einem Flachdach

mit Extensivbegrünung.

Selbstverständlich kann jeder

Bewohner, wie vom Mieterstromgesetz

vorgesehen, seinen

Energieversorger selbst wählen.

Das Wohnprojekt von schwere-

Los hat genossenschaftlichen

Charakter, wenn auch nicht in

der Rechtsform der eG umgesetzt.

Deshalb gehört es zum

Selbstverständnis auf dezentrale,

umweltverantwortliche

Lösungen zurückzugreifen.

Entsprechend wurde von allen

zukünftigen Bewohnern, besprochen

in der gemeinsamen

Bauplanungsgruppe, eine gemeinsame

Lösung gewählt:

Ökostromversorgung durch die

Solar-Bürger-Genossenschaft.

Die Solar-Bürger-Genossenschaft

tritt als Gesamtversorger

auf. Sie bezieht den Reststrom

über ihren Kooperationspartner

die Bürgerwerke eG, eine

Sekundärgenossenschaft von

über 70 dezentral agierenden

Energiegenossenschaften. Aus

Sicht des Vorstands der Solar-

Bürger-Genossenschaft ist die

Zusammenarbeit mit schwere-

Los „der Beginn einer wunderbaren

Freundschaft“, die sich in

vielen weiteren Kooperationen

mit Immobilienunternehmen,

Wohnprojekten und Wohnungsgenossenschaften

fortsetzen

könnte und sollte.

Burghard Flieger

Neuste Veröffentlichung des

Autors: Prosumentenkooperation.

Geschichte, Struktur

und Entwicklungschancen

gemeinschaftsorientierten

Wirtschaftens in der Ernährungswirtschaft

am Beispiel

der Erzeuger-Verbraucher-

Genossenschaften, Theorie der

Unternehmung Bd. 63, Marburg

2016 (Metropolis-Verlag),

26,80 Euro, 232 Seiten.

„Storytelling“

Europäischer Tag der jüdischen Kultur – Veranstaltungen in Baden-Württemberg und im Elsass

Jährlich findet am ersten

Sonntag im September der

„Europäische Tag der jüdischen

Kultur – Journée européenne

de la culture juive“ statt, an

dem rund dreißig Länder mitwirken

– diesmal fällt er auf

den 2. September. Er hat zum

Ziel, auf die Geschichte und

Aktualität des Judentums aufmerksam

zu machen. In ganz

Europa öffnen sich dann die

Tore und Türen von Synagogen,

Friedhöfen, Gedenkstätten und

Museen. Auch über den Rhein

hinweg werden an diesem Tag

zahlreiche Brücken geschlagen;

in Baden-Württemberg

und im Elsass finden Ausstellungen,

Vorträge, Führungen,

Gespräche, Feste, Konzerte und

Filmvorführungen statt: vom

Bodensee bis zum Nordelsass,

von Konstanz über Kippenheim

Auf jüdischen Spuren in Sulzburg

bis Straßburg beteiligen sich

Städte und Dörfer mit Veranstaltungen.

Unter dem Leitthema

„Storytelling“ weisen sie

auf die jahrhundertealten Verflechtungen

jüdischer Gemeinden

hin, die sich über Grenzen

und Länder erstrecken. Das

Erzählen von Geschichten ist

ein wichtiger Bestandteil des

kollektiven jüdischen Selbstverständnisses;

es spielt eine

wesentliche Rolle beim Übermitteln

von Traditionen und

verleiht dem Alltäglichen Sinn.

In allen gesellschaftlichen

Schichten, nicht zuletzt in den

Werkstätten jüdischer Handwerker,

erzählte man sich Geschichten

und diskutierte über

philosophische Themen.

Zahlreiche ansprechende

Programmpunkte werden

diesmal in Emmendingen geboten;

sie finden im Jüdischen

Museum – Musée Juif, im Simon-Veit-Haus,

in der Synagoge

und im Alten Rathaus statt

und reichen von Vorträgen über

Gespräche bis zu Führungen

und Konzerten; auch für das

leibliche Wohl ist gesorgt, mit

koscherem Wein, Sekt, Kaffee

und Kuchen. In Freiburg und

Umgebung finden viele weitere

Veranstaltungen statt, etwa in

der ehemaligen Synagoge von

Sulzburg.

Eine detaillierte Programmbroschüre

ist erhältlich unter

der Nummer 0761/20773-0; die

pdf-Version steht auf dem Gedenkstättenportal

der Landeszentrale

für politische Bildung

zur Verfügung: www.gedenkstaetten-bw.de.

Siehe auch:

www.jewisheritage.org.

Cornelia Frenkel


NACHHALTIG KULTUR JOKER 23

Solartechnik von junger Hand

SchülerInnen des Montessori Zentrums Angell Freiburg haben eine Schüler-Solar-Genossenschaft gegründet

Am 2. Juli gab es den verdienten

Lohn. SchülerInnen der

Schüler-Solar-Genossenschaft

des Freiburger Montessori-

Zentrums Angell wurden in

Stuttgart mit einem Zertifikat

ausgezeichnet. Hintergrund war

die Preisverleihung des bundesweiten

Projekts „Juniorenfirmen

auf dem Weg zum nachhaltigen

Wirtschaften / Umweltprofis

von morgen“. Zwei

Monate zuvor, am 8. Mai luden

SchülerInnen der 11. Klasse am

Gymnasium des Montessori-

Zentrums zur Gründungsversammlung

der SolA(r)ngell, der

ersten Schüler-Solar-Genossenschaft

überhaupt in Deutschland.

Hier sollten SchülerInnen

eine eigene Photovoltaik-Anlage

planen und umsetzen.

Ein Semester lang war ein regelrechtes

Studium vonnöten.

Die Jugendlichen lernten wirtschaftliche,

rechtliche, aber

auch Anwendungsaspekte ihres

Unternehmens kennen. Parallel

dazu nahmen sie Kontakt mit

Gewerbebetrieben auf, stets

auf der Suche nach Dächern

für ihre Anlagen. Schließlich

war alles Know-How erlernt

und der Businessplan konnte

zusammengestellt werden. Ein

Moment voller Stolz für die

Die SchülerInnen der Schüler-Solar-Genossenschaft steigen aufs Dach

motivierten Jugendlichen, die

fortan selbst im Bereich der

umweltfreundlichen Energiegewinnung

mitmischen.

Gegründet wurde das Projekt

im Herbst 2017 von der

fesa e.V. und der Solar-Bürger-

Genossenschaft eG gemeinsam

mit dem Montessori-Zentrum.

Eine passende Kombination,

schließlich gehören Umweltund

Klimaschutz sowie Energiewende

hier schon lange zum

Schulalltag. Interessierte SchülerInnen

können über Projekte,

Aktionen und Unterrichtseinheiten

zu Klimawandel und

Energiesparen viele Einblicke

in den großen Themenkomplex

erhalten.

Die daraus gewachsene Kooperation

mit der Solar-Bürger-

Genossenschaft eG entlastet

auch die jungen Gründer der

Schüler-Solar-Genossenschaft.

So sind diese von Haftungsrisiken

befreit, der Betrieb der

Solaranlagen ist für längere Zeit

gesichert. Ein Anlagenpachtvertrag

überträgt der Schülergenossenschaft

die Rechte

zur Verwaltung sowie zum

Betrieb. Die Erträge erhalten

sie ebenfalls. Über Mitgliedschaften

sammeln die SchülerInnen

Eigenkapital und geben

der Partnergenossenschaft ein

Darlehen, um die PV-Anlage zu

kaufen. So sind sowohl die Partnergenossenschft

als auch die

Jugendlichen rechtlich abgesichert.

Genossenschaftliche Organisation

und Entscheidungshoheit

verbleiben nicht zuletzt

aber bei den SchülerInnen. Sie

kümmern sich eigenverantwortlich

um das Monitoring und die

Instandhaltung der Anlage.

Regelmäßige Treffen mit allen

Beteiligten sichern Kommunikation

und Transparenz.

Idealerweise werden die nächsten

Schülergenerationen das

Projekt übernehmen und eine

dauerhafte Schülergenossenschaft

und starke Kooperationen

etablieren. Die Suche nach

Nachahmern läuft bereits. Ziel

ist gar eine europaweite Heranführung

der Schüler an ein

verantwortungsbewusstes Projektdenken.

Fesa e.V. und die

Solar-Bürger-Genossenschaft

eG haben zu diesem Zweck

einen Projektantrag beim EU-

Förderprogramm Horizonte

2020 eingereicht.

Wer selbst Ideen für Dachangebote

hat oder das Konzept

für weitere Schulen nutzen

möchte, kann sich an die

Schülergenossenschaft über

solar-angell@gmx.de oder an

den fesa e.V. wenden:

hollerbach@fesa.de

NS-Zeit in Freiburg und der Region

Neue und wichtige Publikationen

Über siebzig Jahre nach Kriegsende

wurde im Freiburger Augustinermuseum

die lokale Geschichte

des Nationalsozialismus

mit einer großen Ausstellung beleuchtet,

auch wurde ein Katalog

ediert. Parallel zur Ausstellung

hatte zudem das Studium Generale

der Universität eine Vortragsreihe

veranstaltet, die einzelne Aspekte

der Thematik vertiefte, etwa die

politische Haltung von Erzbischof

Groeber, die damalige Bau- und

Ausstellungspolitik der Stadt

sowie Vorgänge im Bereich der

Universitätsmedizin; Thema war

auch die Verdrängung jüdischer

Bürger aus der Zivilgesellschaft

und den Fastnachtsvereinen. Diese

aufschlussreichen Vorträge sind

nun in einem Sammelband nachzulesen,

herausgegeben von Peter

Kalchthaler und Tilmann von

Stockhausen.

Zu einem weiteren Aspekt der

NS-Zeit, nämlich zum Schicksal

badischer und saarpfälzischer Juden,

am 22. Oktober 1940 nach

Frankreich abgeschoben, sind

biographische Erinnerungen von

Kurt Salomon Maier in einer erweiterten

Neuauflage erschienen.

Er wurde 1930 in Kippenheim geboren

und ihm gelang, zusammen

mit anderen Familienmitgliedern,

das Verlassen des Internierungslagers

Gurs und 1941 die Emigration

in die USA; ihre Einwanderungspapiere

besaßen die Maiers

seit 1938, also bereits vor ihrer

Deportation aus Kippenheim.

Von seinem Leben und dem Dorf

seiner Herkunft hat Kurt Maier oft

mündlich berichtet, vor allem in

Schulen, nicht zuletzt in Freiburg.

Auch wenn der Buchtitel „Unerwünscht“

vielleicht anderes vermuten

lässt, Kurt Maier klagt nicht

an, sondern erinnert und klärt auf.

Die von ihm erzählten Episoden

machen an konkreten Vorgängen

deutlich, wie sich die Lage von

Juden auf dem Land ab 1933 nach

und nach verschlechtert hat.

Peter Kalchthaler/Tilmann von

Stockhausen (Hg.): Freiburg im

Nationalsozialismus. Schriftenreihe

der Badischen Heimat. Rombach

Verlag, 192 S.. Freiburg 2017

Kurt Salomon Maier. Unerwünscht.

Kindheits- und Jugenderinnerungen

eines jüdischen Kippenheimers.

Eine jüdische Jugend

im Dritten Reich. Verlag Regionalkultur

2018

Cornelia Frenkel

Montessori Zentrum ANGELL Freiburg

Mattenstraße 1, 79100 Freiburg

0761 703 29-0 • www.angell-montessori.de

Mit Freude

Lernen.

Grundschule

Realschule

Gymnasium (G9)

Tag der offenen Tür

Sa, 13.10.2018, 10–14 Uhr

Infotermine Grundschule

Infoabende

Di, 06.11.2018, 20 Uhr • Mi, 16.01.2019, 20 Uhr

Hausführung: Sa, 01.12.2018, 10 Uhr

Gläsernes Klassenzimmer: Sa, 09.02.2019, 10 Uhr

Infotermine Realschule / Gymnasium

Infoabende

Mi, 14.11.2018, 19:30 Uhr • Di, 15.01.2019, 19:30 Uhr

Speed-Dating & Hausführung

Sa, 01.12.2018, 10 Uhr • Sa, 09.02.2019, 10 Uhr


24 KULTUR JOKER Nachhaltig

Der Geist von Trumps Milliardären

im Schwarzwald

Er ist dumm, laut, unberechenbar, selbstgefällig und verlogen. Alle wissen

es. Und trotzdem ist jeder Schwachsinn, den er von sich gibt, ein neuer Aufreger,

nicht zuletzt, weil es vielen Menschen das gute Gefühl gibt, diesem

Kleinkind, gefangen im orangefarbenen Körper eines alten Mannes, in seinen

geistigen Fähigkeiten meilenweit voraus zu sein. Eine krude Mischung

aus Entsetzen und Faszination lösen seine rhetorischen „Fähigkeiten“ aus

„… es ist saubere Kohle und

wir haben die modernsten Verfahren,

aber es ist eine ungeheure

Energie, im Sinne dass, … militärisch.

Ich denke, dass Kohle

unzerstörbar ist. Sie können eine

Pipeline in die Luft jagen, Sie

können die Windräder in die Luft

jagen. Wissen Sie, die Windräder

…“ Er zieht eine Grimasse und

kreist mit dem Finger in der Luft.

„Bom - Bom - Bom – Bom …“

Dann zielt er mit einem imaginären

Gewehr: „BING!! Das ist

das Ende des Windrads! Wenn

die Vögel es nicht vorher töten.

Die Vögel können es zuerst töten“.

Ohne Atempause werden

in der nächsten Volldrehung die

Opfer- und Täter-Rollen ins Gegenteil

verkehrt. Die Vögel, die

gerade noch mit Leichtigkeit die

Windräder gekillt haben, sind

nun selbst Opfer – und zwar

massenhaft: “Sie bringen so viele

Vögel um. Wenn Sie unter diese

Windräder schauen. Es ist wie

ein Schlachtfeld. Diese Vögel.

…“ In der sich anschließenden

Salve von unfertigen Halbsätzen

und abstrusen Assoziationsketten

arbeitet Trump die üblichen,

mehrfach widerlegten Vorurteile

zur Windenergie ab, wie man sie

auch immer wieder von den Gegnern

der Windkraft im Schwarzwald

hört. Nur eines muss man

zumindest einigen der hiesigen

Windkraftkritiker zu Gute halten:

sie äußern sich oft nicht in

Ansätzen so stupide, wie es der

amerikanische Präsident tut. Für

so jemanden schämen sich selbst

die eigenen Parteigenossen. Mit

so einem möchte man nicht zusammen

gesehen werden.

Was hat Trump mit der Windkraft

im Schwarzwald zu tun?

Und doch, es gibt Zusammenhänge

zwischen den von Trump

wiedergekäuten Phrasen und

dem organisierten Energiewende-Widerstand

in Deutschland.

AboOnline:

Per Klick zur

RegioKarte

Jederzeit bequem Zugriff aufs Abo unter

vag-freiburg.de/aboonline

Die Strippen verlaufen von den

amerikanischen Öl-, Gas, Kohle-

und Chemie-Milliardären

über das Heartland-Institute (das

Spenden der Industrie einwirbt,

um damit die Verbreitung von

Zweifeln am Klimawandel zu

finanzieren) und CFACT (Commitee

for a constructive tomorrow,

u. a. von Chrysler, Exxon

Mobil (Esso), Chevron und den

berüchtigten, rechts-libertären

Koch Brothers finanziert). Über

seinen Ableger in Jena, CFACT

Europe, und dessen Ausgründung

EIKE e.V., die Speerspitze

der deutschen Klimaleugner-

Lobby, verlaufen die transatlantischen

Verbindungslinien.

Die Abkürzung EIKE steht für

„Europäisches Institut für Klima

und Energie“. Der Begriff „Institut“

ist nicht geschützt, jede

Pommesbude dürfte sich auch

„Institut für thermisch behandelte

Feldfrüchte“ nennen. Unter

der Adresse Unstrutweg 2 in

Jena gibt es kein Büro, sondern

nur ein Klingelschild mit der

Aufschrift EIKE e.V., darunter

ein Aufkleber zum TvR-Verlag.

EIKE-Präsident, Holger Thuß,

verdient mit dem TvR (= Thuß

van Riess) -Verlag am Vertrieb

von verschwörungstheoretischen

Klimaleugner-Büchern. Seine

Position in er CDU bezeichnet

Thuß als „Karteileiche“. Das Jenaer

Postfach 11 01 11 bietet ausreichend

Platz für die Post an den

TvR-Verlag, an CFACT-Europe

und an das EIKE-e.V.-„Institut“.

Zur den fossil-nuklearen

Schriften des TvR-Verlags zählt

u.a. das Buch „Strom ist nicht

gleich Strom“, in dem EIKE-

Vizepräsident Michael Limburg

niederschrieb „Warum die Energiewende

nicht gelingen kann“.

Der 78-jährige ist gleichzeitig als

Vize im Bundesfachausschuss

Energie der AfD Mitgestalter

der Energie- und Klimapolitik

der Partei. Den Rechtspopulisten

gelingt immer wieder die Kunst,

sich einerseits gegen die Klimawissenschaft

zu positionieren,

um so die fossilen Energien

schön zu reden und andererseits

die Anhänger der Atomkraft

lauthals zu unterstützen, die wiederum

ihre Lieblingstechnik als

Klimaschützer bewerben.

Der größte Feind der alten fossil-nuklearen

Energiewirtschaft

ist schnell ausgemacht: Es ist die

Windkraft, die als Zugpferd der

Erneuerbaren Energien sehr bald

nach Einführung des Erneuerbaren

Energien Gesetzes, EEG,

derart hohe Stromproduktionsraten

lieferte, dass es die alten

Energien empfindlich zu spüren

bekamen. So ist es nur folgerichtig,

dass die Windkraft zuvorderst

bekämpft wird und die Klimaleugner

von EIKE eine ganze

Litanei von sogenannten „Fakten

und Quellen zu Windkraft“ veröffentlichen.

Das Netz der

Energiewende-Gegner ist weit

verzweigt und knüpft sich immer

dichter

Von hier führen die Spuren zu

den bundesweiten Anti-Wind-

Organisationen „Windwahn“,

„Gegenwind“ und dem Netzwerk

„Vernunftkraft“, das u.a.

Anleitungen zu Leserbriefen

und Buchempfehlungen gibt –

z.B. AfD-Lektüre aus dem TvR-

Verlag. Unter dem Stichwort

„erste Hilfe“ bekommen Anti-

Windkraft-Gruppen und Einzelpersonen

Leitlinien zur Verhinderung

von Windrädern an die

Hand. Vernunftkraft vermittelt

Referenten, hat für jedes Bundesland

einen eigenen Koordinator

und vernetzt über eine interaktive

Karte mehrere Hundert Anti-

Windkraft-Gruppen in Deutschland,

die vom Glaubwürdigkeits-

Bonus von Bürgerinitiativen,

BI’s, profitieren, aus der Zeit,

als BI’s noch von unten, aus der

Mitte der Bevölkerung entstanden

sind. Ein Punkt im äußersten

Südwesten der Karte verlinkt zur

„Bürgerinitiative zum Schutz

des Hochschwarzwaldes e.V.“ -

klingt nach Landschaftsschutz,

ist aber (gemäß Satzung) ausschließlich

Windkraft-Verhinderung

mit integriertem Kanal für

steuerlich absetzbare Spenden.

Aus Vereinsdokumenten wird

ersichtlich, dass man nach dem

Schlüssel suche, wie Windräder

zu verhindern sind „… dann wären

wir am Ziel und könnten die

Auflösung des Vereins beschließen“.

Vom Hauptquartier in St.

Märgen werden 16 Untergruppen

zentral koordiniert, im Prinzip

so, wie es der Windkraftgegner

und Tunnelbohr-Gigant Martin

Herrenknecht gedanklich organisiert

hat: “ … mit einer schlagkräftigen

Bürgerbewegung über

die Energiewende generell diskutieren

und etwas gegen diesen

[Windkraft-] Wahnsinn erreichen

...“. Sehr rational gedacht,

so kann jede neue BI die immer

gleichen Referenten für ihre

Zwecke aufs Podium stellen, dieselben

Argumentationsleitfäden

nutzen, denselben Landschaftsarchitekten

für erschreckende

Fotomontagen beauftragen,

denselben Infraschall-Betroffenen

als Überraschungsgast auf

immer andere Bühnen bitten.

Es ist kaum zu vermuten, dass

die braven Bürger im Ländle wissen,

vor wessen Karren sie sich

spannen lassen, in dem Moment,

da sie sich erschrecken lassen von

all den gruseligen Mythen, die

sich um die Windkraft ranken.

Wenn der Puls erst mal steigt,

bei der Vorstellung, ein Windrad

sei gefährlicher als Autoabgase,

Pestizide, Mobilfunk oder eine

radioaktive Wolke, verliert man

die großen Zusammenhänge unter

Umständen aus dem Blick. Es

springt einem ja auch nicht direkt

ins Auge, dass es neben den einheimischen

Partikularinteressen

auch die milliardenschwere amerikanische

Öl-, Gas-, Kohle- und

Atom-Industrie gibt, die nach

Fukushima mit schreckgeweiteten

Augen auf eine florierende

Erneuerbare-Energie-Wirtschaft

mit beneidenswerter Akzeptanz

in Energiewende-Deutschland

starrte. Nun also finden sich

selbst ehemalige Anti-Wyhl-

Demonstranten und ehemalige

Befürworter der Energiewende

in den Reihen immer neuer Anti-

Windkraftgruppen wieder; Zur

Freude derer, die das Potenzial

für bürgerschaftliches Engagement

gegen die schmutzige, fossil-nukleare

Energiewirtschaft

gerne geschwächt sehen: wer

sich um Windkraft kümmert hat

keine Kapazitäten mehr für Fessenheim

oder die Klimakrisen-

Region Oberrhein frei.

Energiewende-Germany - der

perfekte Albtraum

Für die US-Lobby und ihre

Merchants of Doubt muss es der

perfekte Albtraum gewesen sein,

was sich zu EEG-Boom-Zeiten in

Germany tat: ein Industrieland

verabschiedet sich von der Atomkraft,

ohne dafür mehr Kohlestrom

zu brauchen. Die Erneuerbaren

Energien entwickeln sich

zu einem Jobmotor, die Preise für

Solarmodule und Windkraftanlagen

rauschen in den Keller. Über

100 Länder führten eine Einspeisevergütung

nach deutschem

EEG-Vorbild ein. Internationale

Fernsehteams traten sich an den

Vorzeigeorten der Energiewende

gegenseitig auf die Füße. Delegationen

aus aller Herren Länder

pilgerten nach Energy-Germany

und klopfen den Energiewende-

Aktiven auf die Schultern: “Hey

you guys in Germany do a really

great job!“ Das war für einige ein

ganz neues Gefühl, mal kollektiv

als „Ihr Deutschen“ Zuspruch

aus der ganzen Welt zu erfahren.

Für Strategen, die seit Jahren

im Dienste der fossilen Lobby

einen ganzen Kontinent auf

Kurs halten, die den Menschen

dort mit milliardenschweren

Desinformations-Kampagnen

einbläuen, dass die gesamte Elite

der Klimawissenschaftler Unsinn

verzapfe und es einen Klimawandel

nicht gäbe (obgleich

ihre eigenen Forscher diesen

bereits seit den 1950-Jahren untersuchen,

u.a. um die Verankerung

von Ölpipelines im mehr

oder weniger gefrorenen Boden

berechnen und die Wahrscheinlichkeit

einer Nordmeerpassage

ausloten zu können), müssen sich

die Entwicklungen in Germany

wie ein hochinfektiöser Virus

angefühlt haben, den es mit allen

Mitteln zu unterdrücken gilt.

Wenn Germany einknickt, ist die

schlimmste Gefahr durch die Energiewende

gebannt.

Dr. Eva Stegen ist Energiereferentin

der «Elektrizitätswerke

Schönau» und bekennende Lobbyistin

für die Energiewende


MUSIK KULTUR JOKER 25

Händelmania

Das Ensemble Urban Baroque in Niederrotweil

In der St. Michaelskirche

in Niederrotweil findet am 9.

September, 19 Uhr ein Konzert

mit Musik des Barock

statt. Sie gelten als Gipfelpunkte

der barocken Kammermusik:

die Solosonaten

und Triosonaten des Großmeisters

Georg Friedrich

Händel. Gefragt sind da Virtuosität

und Gestaltungswille,

aber auch sensibles und klangsinnliches

Zusammenspiel. Die

Mitglieder des Ensembles Urban

Baroque bringen das reichlich mit:

Brigitte Täubl (Barockvioline)

und Lena Hanisch (Traversflöte),

begleitet von Christian

Zimmermann (Laute), Annekatrin

Beller (Barockcello) und

Kirsten Galm (Orgel), allesamt

keine Unbekannten bei Freiburger

Freunden der Barockmusik.

Abgerundet wird das Programm

durch Orgelstücke auf

der historischen Pottier-Orgel

von 1759, natürlich ebenfalls aus

der Feder Händels.

Unvergessliche Musikerlebnisse

Der Markgräfler Musikherbst im 17. Jahr

Von Kloster zu Kloster

6. Konzert der Reihe „Konzerte St. Trudpert“

Das Wanderkonzert von St.

Ulrich nach Münstertal beginnt

am 16. September um 10.30

Uhr mit einem Konzert in der

Pfarrkirche St. Peter und Paul

in St. Ulrich. Es erklingt „Gesang

der Vögel“ für Flöten und

Orgel mit verschiedenen Werken

barocker Komponisten.

Kunstexperte Arno Herbener

bringt den Zuhörern die beiden

von Peter Thumb erbauten

Mittlerweile eine echte

Hausnummer: Die „Sweet

Soul Music Revue“ entführt

in die Hochzeiten des amerikanischen

Soul. Am 7.

September, 20 Uhr bringen

Klaus Gassmann und seine

Band echte Soul Classics in

den historischen Innenhof des

Schloss Reinach in Freiburg-

Munzingen. Ray Charles,

James Brown, Aretha Franklin,

The Temptations oder

Stevie Wonder erklingen in

aller Frische und bringen das

Publikum zum Tanzen. Die

Großartige Musik präsentiert

die diesjährige Konzertreihe des

Markgräfler Musikherbstes vom

21. September bis 6. Oktober im

Markgräflerland. In schönen historischen

Räumen lässt die Liste

der Künstler niveauvolle und mitreißende

Konzerte erwarten: Hanno

Müller-Brachmann im Schloss

Bad Krozingen (29.09., 19.30 Uhr)

und Weil am Rhein (6.10., 20 Uhr,

ev. Kirche) in der Martinskirche

Müllheim Jean-Guihen Queyras

als Solist mit den Markgräfler

Musikherbst Festival Strings

(5.10., 19.30 Uhr) dem neugegründeten

Festival Kammerorchester,

die Singer Pur in Sulzburg in St.

Cyriak und am 5.10., 19.30 Uhr

das Slowind Bläserensemble aus

Ljubljana mit der Pianistin Karina

Cveigoren in Grenzach-Wyhlen

am 28.09., 19.30 Uhr im Haus der

Begegnung.Als neuer Konzertort

konnte Blansingen mit seiner

wunderschönen evangelischen

Kirche St. Peter hinzugewonnen

werden. Hier wird dem langgehegten

Wunsch der Veranstalter

Rechnung getragen, jungen Nachwuchsmusikern

und -ensembles

eine Bühne zu geben, um ihr oft

ehemaligen Klosterkirchen in

St. Ulrich und Münstertal näher.

Thomas Coch führt die

anschließende Wanderung

über den Kohlerhof nach St.

Trudpert in Münstertal. Dort

findet um 16.30 Uhr das zweite

Konzert „Vögel und Schmetterlinge“

für Flöten und Orgel

mit Werken moderner und

romantischer Komponisten

statt. Aufführende sind Sonja

Groove in voller Frische

Soul Music im Schloss Reinach

mittlerweile elfte „Sweet Soul

Music Revue“ mit dem Titel

„Soulfinger - the Best of Soul

Classics“ ist ein echtes Sommerhighlight.

Eine Zeitreise

zu der Golden Era des Motown-

und Stax-Sounds. „Die

Sweet Soul Music Revue hat

bei uns Kultstatus und ist

für jeden hier im Haus ein

Höhepunkt des Sommers“,

freut sich Hotelier René Gessler

schon im Vorfeld auf den

Abend.

Infos/Karten:

www.schlossreinach.de

schon erstaunliches Können zum

Besten zu geben (27.09., 19.30

Uhr).

Singer Pur in St. Cyriak

Kanno-Landoll, Flöte, Ulrike

Wettach-Weidemaier, Blockflöten,

Jürgen Mauri, Orgel.

Die etwa zehn Kilometer

lange, dreieinhalbstündige

Wanderung erfordert Kondition

und festes Schuhwerk und

ist für geübte Wanderer gut zu

bewältigen. Der Rücktransfer

nach St. Ulrich erfolgt mit dem

Bus und ist im Preis inbegriffen.

Foto: Stefanie Salzer-Deckert

Beethoven und Kodály

Ostertag-Streichtrio spielt in Waldkirch

Am 23. September, 11 Uhr

beginnt im schönen Saal der Gemeinschaft

“Am Bruckwald” die

neue Kammerkonzertreihe. In

der ersten Matinee dieser Spielzeit

sind die drei Mitglieder einer

berühmten Freiburger Musikerfamilie

zu Gast: Christian Ostertag

(Violine), Katrin Melcher (Viola)

und Martin Ostertag (Violoncello).

In ihrem Programm umrahmen

sie das Intermezzo des ungarischen

Komponisten Zoltán

Percussion Night

Non Tacet im bolando

Die jungen Musiker des Percussion-Quartetts

Non Tacet aus

Bollschweil und St. Ulrich teilen

eine große Leidenschaft: das

Schlagzeug. Mit ihren außergewöhnlichen

und unterhaltsamen

Stücken – gespielt auf unterschiedlichen

Schlaginstrumenten

oder auch mal ganz ohne, ob im

Quartett, Duo, Trio oder solistisch

– werden sie das Publikum am 29.

September, 20 Uhr im bolando

English Songs

Liederabend von Musica Humana

Mittwoch „Reason in madness“

19. September Lieder von Schubert, Schumann,

20.15 Uhr Brahms, Wolf, Duparc und Koechlin

Carolyn Samson, Sopran

Joseph Middleton, Klavier

Mittwoch

„...into the deepest sea!“

26. September Lieder von Brahms, Schubert, Sibelius,

20.15 Uhr Bridge, Strauss u.a.

Sarah Wegener, Sopran

Götz Payer, Klavier

Montag Suomalaisia lauluja“

1. Oktober Lieder aus Finnland von Jan Sibelius,

20.15 Uhr Yrjö Kilpinen und Ralf Gothoni

Arttu Kataja, Bassbariton

Pauliina Tukiainen, Klavier

Kodály mit den Streichtrios op. 3

und op. 8 von Beethoven, die sie

in diesem Sommer, zusammen

mit anderen Beethoven-Werken

in dieser Besetzung, für eine

Doppel-CD eingespielt haben.

Dorfgasthaus in Bollschweil mit

einer unvergesslichen Reise in die

Welt der Percussion begeistern.

Im Dominikanerkloster St.

Albert in Freiburg findet am 23.

September, 17 Uhr das siebte Liederkonzert

von Musica Humana

Freiburg statt. Zu hören sind die

englischen Lieder von Klaus Miehling

aus den Jahren 2008 und 2010

nach Texten von Henry W. Longfellow,

Sara Teasdale und Christina

Rossetti, sowie Lieder und Klavierstücke

von Edward MacDowell

(1860 – 1908). Die Interpreten sind

Marie-Luise Reinhard (Alt/Mezzosopran),

Klaus Miehling (Bariton

und Klavier) und Bowon Kang

(Klavier).Eintritt frei (Kollekte).

Donnerstag „Times stands still““

4. Oktober Lieder von John Dowland u. Benjamin Britten

20.15 Uhr Hans Jörg Mammel, Tenor

Michale Freimuth, Gitarre u. Laute

Das Konzert am 1. Oktober 2018 findet im Humboldtsaal im Freiburger Hof,

Humboldtstrasse 2, in Freiburg statt. Die Liederabende am 19. u. 26. Sept.

und am 4. Oktober 2018 finden wie gewohnt im Kaisersaal des

Historischen Kaufhauses am Münsterplatz in Freiburg statt.

Karten zu 20 € und 25 €, ermäßigt 10 € und 15 € bei reservix, beim

BZ-Kartenservice und an der Abendkasse.


26 KULTUR JOKER MUSIK

Barockmusik im Kloster

Benefizkonzert für Nothilfe e.V.

Im imposanten Barocksaal

des Offenburger Klosters Unserer

Lieben Frau (Lange Straße

9), der öffentlich ansonsten

nicht zugänglich ist, erklingen

am 9. September, 17 Uhr,

Werke von Telemann, Händel,

Mozart, Bach und Vivaldi. Es

konzertieren mit Annette Dorothée

Weismann (Violine)

und Bernhard Fackelmann

(Cembalo) zwei herausragende

Künstler unter Schirmherrschaft

des Landtagsabgeordneten

Thomas Marwein

(Grüne). Der Erlös fließt dem

gemeinnützigen NOTHilfe e.V.

zu, der ihn für seine Sozialarbeit

und karitativen Projekte

verwendet.

Karten: info@nothilfe-verein.de

Klassik in Weingarten

Konzert mit dem Bissier Trio

Das Klaviertrio mit Antonio

Pellegrini (Violine), Tobias Moster

(Violoncello) und Monika

Sundermeyer (Klavier) hat sich

nun unter dem Namen Bissier

Trio formiert. Das Trio ist am 29.

September, 19.30 Uhr im Mehrgenerationenhaus

EBW in Freiburg

Weingarten zu Gast. Auf dem

Programm stehen: Robert Schumann,

Klaviertrio F-Dur op.80

und das Klaviertrio op.67 von Dimitri

Schostakowitsch. Der Eintritt

frei, Spenden willkommen.

Orgelunterricht

Mirko Rechnitzer in Herbolzheim

Informativ und leidenschaftlich:

Am 22. September, 19

Uhr findet in der Evangelischen

Bergkirche Herbolzheim ein

Gesprächskonzert statt. Mirko

Rechnitzer zeigt die Bedeutung

der Orgel im christlichen Gottesdienst

auf und spielt das Instrument

gleich auch dazu. Zuhörer-

Innen erwartet ein Gang durch

die Geschichte choralbezogener

Orgelkompositionen und ihrer

Kontexte. Betrachtet und gespielt

werden Werke von Sweelinck,

Scheidemann, Bach, Brahms,

Drischner und einigen anderen.

Vielfalt und Besonderheit der

Orgel werden bei dieser musikalisch

wie historisch facettenreichen

Reise greif- und erlebbar.

Weltoffen und doch intim,

mit voller Wucht, aber zart

besaitet führen die Sängerin

Birte Schöler und der

Gitarrist Ingmar Winkler

durch ihre musikalische

Welt. Birte Schöler besticht

mit warmer Stimme genauso

wie mit rauer Bluesröhre,

ihre Stimmfärbung und ihr

breites Dynamikspektrum

Tiny Ballroom Orchestra

Matinée in Badenweiler

lassen Gänsehaut-Feeling

aufkommen. Ingmar Winkler

schafft es, Bass, Begleitung

und Solo gleichzeitig in

einem Song zu spielen und

zaubert aus der Gitarre ein

kleines Orchester. Als Tiny

Ballroom Orchestra gastieren

die beiden am 16. September,

11 Uhr im Kurhaus

Badenweiler

Flötenquartette

Kaufhaus-Serenade mi der Camerata Instrumentale

In der 250. Serenade seit Gründung

der Kaufhaus-Serenadenreihe

der Camerata Instrumentale

im Jahre 1970 erklingen im

Historischen Kaufhaus in Freiburg

am 15. September, 20.15

Uhr ausschließlich Quartette

für Flöte und Streichtrio: Von

Giovanni Battista Viotti das um

1800 veröffentlichte und trotz

seiner Schönheit leider viel zu

selten aufgeführte Quartett in

B-Dur op. 22 Nr.1 und Mozarts

Flötenquartett A-Dur KV 298

In der 251. Serenade der

Camerata Instrumentale im

Historischen Kaufhaus in

Freiburg am 29. September,

20.15 Uhr stehen in erster

Linie Werke der Romantik

auf dem Programm. Der 1.

Teil beginnt mit Dvořáks

„Amerikanischer” Suite

op. 98 in der Bearbeitung

für Flöte und Klavier von

Frank Michael. Dvořák hat

wunderbare Solostellen in

seinen Orchesterwerken

der Flöte anvertraut, aber leider

nie ein Kammermusikwerk für

Flöte komponiert. So lag es nahe,

diese melodienselige Suite für

Flöte zu bearbeiten. Nach der

Pause folgt dann das „Poem” von

1916 des Komponisten Charles

mit einem wundervollen Variationssatz

zu Beginn und einem

entzückenden Rondo grazioso

zum Schluss. Zwischen diesen

beiden Quartetten von Johann

Christian Schulz „Eine kleine

Schwarzwaldmusik” op. 69, dessen

3. Satz an Sign. Puccinis Besuch

im Schwarzwald erinnert.

Nach der Pause folgt von Frank

Michael das 7. Flötenquartett op.

111a mit dem Untertitel „Desiderata”

und den Sätzen Adagio

espressivo/Allegro - Fantasia e

Virtuoses

Serenade für Flöte, Klavier und Trommeln

Canon - Sereno. Das ausdrucksstarke

Flötenquartett C-Dur op.

145 Nr. 1 mit seinem brillanten

spanischen Schlusssatz von Ferdinand

Ries, einem zu Recht wiederentdeckten

klassisch/ romantischen

Komponisten, bildet den

krönenden Abschluss dieses Jubiläumskonzerts.

Die Camerata

Instrumentale Freiburg musiziert

in der Besetzung Frank Michael

(Flöte), Miriam Rudolph (Violine),

Ulrike Rüttgardt(Viola) und

Ute Hüffmann (Violoncello).

Tomlinson Griffes, der mit Sicherheit

zumindest die amerikanischen

Werke Dvořáks gekannt

haben muss. Dem hochvirtuosen

Rondo capriccioso op. 14 von

Mendelsohn-Bartholdy folgt als

Schlusshöhepunkt die Fantasie

von Paul-Agricole

Génin über Verdis „La

Traviata”. Das einzige

nicht direkt der Romantik

verhaftete Werk des

Abends bildet „Shunga”

op. 130 für Flöte, Klavier

und Trommeln von

Frank Michael. Shunga

sind erotische „Frühlingsbilder”,

Farbholzschnitte

berühmter japanischer

Meister aus der Zeit des

19. Jahrhunderts. Dieses

Werk entstand 2015 als Auftragswerk

für ein japanisches Ensemble.

Die Camerata Instrumentale

musiziert in der Besetzung Frank

Michael (Flöte, Piccolo), Martin

Klingler (Klavier), Franco Coali

(Trommeln).

Kammermusik aus dem Barock

St. Michaelskirche in Niederrotweil

Am 30. September, 19 Uhr

findet ein Konzert mit Kammermusik

aus dem Barock in der St.

Michaelskirche in Niederrotweil

statt. Das Arcadia Ensemble

mit Annette Winker und Anna

Zimmermann (Barockfagott)

sowie Christian Zimmermann

(Barocklaute & Barockgitarre)

spielt Sonaten für Fagott und

Laute von Vivaldi, Josep Bodin

Boismortier, Michelle Corette,

Etienne Ozi und Frédéric Berr.

Annette Winker, ist u. a. Fagottistin

der Holst-Sinfonietta

und Mitgründerin des Pocket

Orchestra Freiburg. Christian

Zimmermann, ist bekannt für

sein lebendiges und ausdruckreiches

Spiel. Von ihm ist eine

beachtliche Reihe interessanter

CDs erschienen.


MUSIK KULTUR JOKER 27

Der Jazz kommt nach Freiburg

Das Freiburger Jazzfestival 2018 im September

Vom 15. bis 23. September

treffen im Rahmen

des Freiburger Jazzfestivals,

veranstaltet von

E-Werk und Jazzhaus,

sowohl Größen als auch

Newcomer der internationalen

Jazzszene aufeinander.

Nach einem jazzigen

Marching Act um 12 Uhr

in der Innenstadt erwartet

die ZuhörerInnen am

15. September ab 20 Uhr

zur Eröffnung eine musikalische

Reise durch die

Lokalitäten im Stühlinger

und Sedanviertel. Ein großer

Anlass folgt am 16. September,

20 Uhr im Jazzhaus Da feiert die

spielfreudige Heidelberger Gruppe

DePhazz ihr 20. Jubiläum. Am 17.

September beginnt dann der Internationale

Pianowettbewerb ̶ in

Memorian Waldi Heidepriem mit

der Vorauswahl der Kandidaten

im E-Werk, der am 19. September

im Jazzhaus mit den Konzerten

der Finalisten seinen Höhepunkt

feiert. Ein richtiger Jazzkongress

kommt mit dem Hendrika Entzian

Quartett am 17. September, 20

Uhr ins Gasthaus Schützen. Zwischen

Song und Improvisation löst

sich das Kölner Quartett von allen

Three Fall & Melane kommen ins

Forum Merzhausen

Foto: Mirko Polo

Denkkategorien ab und zelebriert

schlicht die Musik. Die Mammal

Hands kommen am 18. September,

20 Uhr ins Jazzhaus und vermengen

spirituellen Jazz, Folk und

klassische Musik. Im josfritzcafé

findet am selben Tag, 20.30 Uhr

die „Hammond Jazz Night“ statt.

Ein ganz neues, monatliches Format

startet am 19. September, 21

Uhr im E-Werk mit dem „Klangformator“.

Eine Bühne für die

kreativsten Freiburger Bands, die

hier mit einem Gast kooperieren

dürfen, angefangen mit Beatdenker,

und der Berliner Künstlerin

kid be kid. Sanfter Bass- und Cellowohlklang

gibt‘s mit dem Lars

Danielsson Quartett

am 20. September, 20

Uhr im Jazzhaus. Danach

um 22 Uhr wird

froh gejammt. Im Forum

Merzhausen geht

es am gleichen Abend,

20 Uhr mit Three Fall

& Melane ungewöhnlich

zu: Zwei Bläser +

Schlagzeug machen

neugierig auf mehr.

Lyrischen Jazz bieten

Mare Nostrum am 21.

September, 20 Uhr im

E-Werk. Das spielwütige

Michael Wollny Trio (ausverkauft!)

bringt am 22. September

deutschen Jazz ins E-Werk, abgerundet

durch eine DJ-Nacht ab

23 Uhr. „Jazz‘n‘Green“ sorgt am

23. September noch einmal von

14-17 Uhr für jazzy Feelings im

Stadtgarten, mit einer Einführung

in den Lindy Hop ab 13 Uhr. Shalosh

spielen dann um 20 Uhr das

Abschlusskonzert im Jazzhaus,

mit Piano, Bass und Schlagzeug.

Auch ein Beweis, dass Kammerbis

Orchestermusik und Pop harmonieren,

wenn man es nur kann.

Und viel Talent gibt es beim Festival

gewiss.

www.jazzfestival-freiburg.de

Ein heller Musiker erklingt

Felix Mendelssohn Bartholdy in Bad Krozingen

Die Bad Krozinger Schlosskonzerte,

bei denen Originalinstrumente

immer wieder frisch zum

Klang kommen, sind nicht nur

für Klassikliebhaber alljährlich

ein beliebtes Spektakel. Am 14.

September, 19.30 Uhr und am 16.

September, 17 Uhr finden in deren

Rahmen nun wieder die Festlichen

Tage alter Musik statt. Dieses Mal

mit einem der „hellsten“ Komponisten,

Felix Mendelssohn Bartholdy,

gespielt vom Trio Phaeton.

Zu hören sind eine Auswahl aus

„Lieder ohne Worte“, das Klaviertrio

d-Moll, „Variations concertantes“

für Violoncello und Klavier

sowie das Klavierquartett h-Moll.

Spielfertigkeit, Leidenschaft, aber

auch Beliebtheit des großen Bartholdy

lassen sich anhand dieser

kleinen Kunstwerke leicht ersehen.

Interessierte erwartet im Vorfeld

des Konzertes am 14. September,

18.30 Uhr übrigens ein Vortrag

von Dr. Rüdiger Nolte über „Kultur

Das Trio Phaeton

Foto: Guido Werner

und Talente“ der Familie Bartholdy.

Vortrag und Konzerte finden im

Schloss Bad Krozingen statt.

Mehrklang - Gesellschaft für neue Musik

3. Klangparcours am Waldsee

Wenn Posaunisten sich am

Ufer gruppieren, Musiker auf

Booten fahren und Kinder aus

Ästen, Steinen und Blättern

Kompositionen improvisieren,

dann ist wieder Klangparcours

am Waldsee. Am 7. und 9. September

lädt die Mehrklang-

Gesellschaft für Neue Musik

Freiburg e.V. wieder zu diesem

sinnlichen Hörerlebnis ein.

Verschiedene Musikstücke an

zahlreichen Klangstationen ergeben

zusammen einen ganzen

Klangkosmos. Bläser werden

zu hören sein, träumerische

Klaviermusik, Kuckucksuhren

im Wald und vieles mehr. An

der bewährten Aufteilung, dass

der Freitag der Nacht gehört (19

- 23 Uhr), der Sonntag Kindern

und Familien (11 - 15 Uhr), hat

Mehrklang festgehalten. Ansonsten

ist vieles neu, da sich

der Klangparcours gegenüber

den anderen Künsten geöffnet

hat. Der Autor Ulrich Land,

z. B. wird Texte von und über

Friedrich Hölderlin lesen. Und

mit Erwin Stache ist ein Künstler

eingeladen, dessen Installationen

sich auf der Schnittstelle

zu Soundarbeiten befinden. An

beiden Veranstaltungstagen sind

drei Durchgänge geplant, so

dass man von Station zu Station

flanieren kann, spontan einen

Waldspaziergang unternehmen

oder sich zum Essen und Trinken

in der Gaststätte niederlassen

und dann später weiter hören

kann. Die Natur ist Mitspielerin,

sei es durch eine sternklare

Nacht oder das Gezwitscher der

Vögel.

Eintritt frei, Spenden erwünscht.

Die Veranstaltung findet

bei jedem Wetter statt

Erprobter Liedermacher

Philipp Poisel und Band in Freiburg

Vom melancholischen Gitarrenzupfer

ist Philipp Poisel

längst zum echten Bühnen-

Act geworden. Nach einem

Bestseller-Album und einer

großen Open-Air-Tour ist

nun die Zeit gekommen, sein

10-jähriges Jubiläum in kleinerem

Rahmen, eben nur mit

der Musik zu feiern und zwar

in den Clubs der Republik.

Die Tour orientiert sich weitgehend

an den Spielorten aus

dem Jahr 2008 und wird bis

zum Februar 2019 mit weiteren

Konzerten in Deutschland,

Österreich und der Schweiz

fortgesetzt. Nach Freiburg,

ins Haus der Jugend kommen

Philipp Poisel und Band am 22.

September, 20 Uhr. Eine gute

Möglichkeit, sich die Intensität

des erprobten Bandsounds vor

Ohren zu führen.

Engagierter Liedermacher

Rainhard Fendrich in Freiburg und Basel

Rainhard Fendrich ist ein

engagierter Liedermacher. Als

er von einer Kampagne der

österreichischen Volkshilfe

gegen die Armut vieler Kinder

erfuhr, wurde sein kommendes

Album erst einmal aufgeschoben.

Stattdessen tourte

Fendrich mit den vielen Songs

seiner Karriere, auch unbekannten,

und ließ die Erlöse an

die Volkshilfe gehen. Mitsamt

der Veröffentlichung des zugehörigen

Livealbums Für immer

a Wiener bleibt Fendrich

auf Tournee. So kommt er am

22. September, 20 Uhr auch

ins Konzerthaus Freiburg, am

9. Oktober, 20 Uhr ins Musical

Theater Basel.

Zeiten – Dialoge

1. Saisonkonzert des Ensemble Aventure

Im Zentrum des 1. Saisonkonzerts

des Ensemble Aventure am

28. September, 20 Uhr in der Elisabeth

Schneider Stiftung in Freiburg,

steht der österreichische Komponist

und Musikologe Gösta Neuwirth,

der seit 2000 in Freiburg lebt. Zu

hören sein werden seine 22 Miniaturen

für Klavier und Sprecher

mit dem Grimm‘schen Titel Piss-

Pott oder Pot of Pieces (1973–1981

/ 2017), in denen eine ganze Welt

von künstlerischen Anspielungen,

Erinnerungen, Huldigungen wie

in einer Nussschale erscheint und

allerlei Geister, literarische Götter

und Freunde des Komponisten

sich tummeln, darunter Proust,

Doderer, Webern, Cage und Kurtág,

„ohne den es nicht geworden

wäre“. Und natürlich Franz Schreker,

zu dessen Wiederentdeckung

Neuwirth maßgeblich beigetragen

hat; eine Bearbeitung des berühmten

Nachtstücks aus der Oper

Der Ferne Klang für drei Bläser

und Klavier erfährt ihre Uraufführung.

Kurz und voller Gehalt sind

auch Weberns expressionistische

Sonate für Cello und Klavier von

1914 und Kurtágs Klavierstücke

aus Játékok (Spiele, 1973 ff.), dessen

All’ongherese eine Hommage

à Gösta Neuwirth 60 darstellt.

Verwandt mit Neuwirths mikroskopischem

„Wolkentontheater” ist

Zimmermanns Werk, Sonate für

Cello solo (1960) in der sich Zeiten

und Räume öffnen. Zum Schluss

dann Sándor Veress` zündende

Sonatina für Oboe, Klarinette und

Fagott. Persönlich bereichert wird

das Programm durch ein Konzertgespräch

mit Gösta Neuwirth,

der auch als Sprecher mitwirkt

zusammen mit Akiko Okabe (Klavier),

Alexander Ott (Oboe), Walter

Ifrim (Klarinette), Wolfgang Rüdiger

(Fagott) und Beverley Ellis

(Violoncello).


28 KULTUR JOKER MUSIK

Slowind-Bläserquintett & Klavier

Konzert im Tuniberghaus

„200 Motels - The Suite“

Frank Zappa zur Eröffnung des Festival Musica

Am 29. September, 20 Uhr

beginnt der Kulturverein Tiengen

im Tuniberghaus die neue

Saison mit dem slowenischen

Bläserquintett Slowind und der

Pianistin Karina Cveigoren. Die

Mitglieder von Slowind spielen

nicht nur nahezu alle Werke des

Standard-Bläserquintetts, sondern

haben sich weltweit einen

Ruf als kompromisslose Interpreten

der zeitgenössischen Musik

erworben, von den Klassikern

der Avantgarde bis hin zu Werken

der jüngsten Komponisten.

Die in Freiburg lebende Pianistin

Karina Cveigoren ist Preisträgerin

mehrerer internationaler

Klavierwettbewerbe und ist zum

wiederholten Mal beim Kulturverein

Tiengen zu Gast. Auf

dem Konzertprogramm stehen

Werke von: Mozart, D. Milhaud,

N. Šenk und Beethoven.

Am 21. September lädt das Festival

Musica Liebhaber des Pop-

Rock der 70er Jahre und Fans des

unvergleichlichen Frank Zappa

zu einem Konzert-Event, bei

dem 150 Musiker die Bühne des

Zénith in Straßburg bevölkern.

Die 36. Ausgabe des Festivals

(19. Sept. - 6. Okt.) bietet mehrere

Konzert-Hommagen an Musikerinnen

und Musiker, die in den

60er und 70er Jahren ganz groß

waren, wie Frank Zappa, eine

Ikone der Rock-Welt. 1971 komponiert

und verfilmte Zappa 200

Motels, eine harrsche Kritik an

trivialen Formen der Unterhaltung,

der Konsumgesellschaft

und ihrer Invasion durch die

Medien. Vor fünf Jahren schuf

Esa-Pekka Salonen in Los Angeles

eine neue Ausgabe des Pop-

Rock-Oratioriums: 200 Motels -

The Suites.Léo Warynski führt

das Philharmonische Orchester

Straßburg, den Chor Les Métaboles,

das Percussion-Ensemble

Les Percussions de Strasbourg,

die Rockband The HeadShakers

und acht Gesangsolisten durch

Zappas großes Fresko – ein Werk

an der Schnittstelle zwischen Pop

und symphonisch-vokalem Experiment.

Regie Antoine Gindt.

Weitere Infos zum Festival und

Karten: www.festivalmusica.org

„Tierisch - musikalisch“

Konzert in der Ev. Kirche Emmendingen

„Tierisch - musikalisch“ titelt

ein Konzert am 15. September,

19 Uhr, in der Ev. Stadtkirche

Emmendingen. Sonja Kanno-

Landoll (Blockflöte, Querflöte,

Piccoloflöte), Ulrike Wettach-

Weidemaier (Blockflöte, Querflöte,

Piccoloflöte) und Jörn Bartels

(Truhen-Orgel, große Vier-

Orgel) musizieren in den unterschiedlichsten

Kombinationen

„KlangBild - Extra“

Ein Konzert der IFK im E-Werk

Die Interessengemeinschaft Freiburger

Komponisten (IFK e.V.)

veranstaltet am 12. September, ab

20 Uhr im E-Werk in Freiburg ein

Konzert unter dem Titel KlangBild

– Extra. Das Konzert ist eine Kooperation

der IFK mit dem Kommunalen

Kino und dessen Reihe

‚KlangBild‘ sowie dem E-Werk. Es

werden Werke zu hören und zu sehen

sein, die das Verhältnis von Musik

und Klang einerseits und Bild

und Visuellem andererseits auf ihre

jeweils ganz eigene Weise thematisieren.

Im Vordergrund steht die

Verbindung von Musik mit Video.

Die Palette reicht aber darüber hinaus

von kinematographischen Projekten

über Tanz und Choreografie

bis hin zu bildloser, quasi ‚reiner‘

Musik. Zur Aufführung kommen

Werke von Martin Bergande, Roland

Breitenfeld, Andreas Fervers,

Hermann Gottschewski, Frank

Michael, Wolfgang Motz, Mia Schmidt

und Thomas Wenk. Die Interpreten

sind Anette Winker und

Anna Zimmermann (Fagott), Frank

Michael (Flöte), Theresa Fervers

(Tanz), Telemach Wiesinger (Filmprojektion

und Drehorgel), Thomas

Wenk (Multikasettenrekorder),

Kathrin Deusch und Chris Popovic

(Videoprojektion).

Klangwelt der Spätromantik

A-cappella-Konzert des caedmon ensembles

Unter dem Titel „Komm Trost der

Welt“ präsentiert das caedmon ensemble

in der St.-Michaels-Kapelle

auf dem alten Friedhof in Freiburg-

Herdern am 29. September, 20 Uhr

ein anspruchsvolles Programm, das

A-cappella-Werke vor und nach der

Jahrhundertwende

unter verschiedenen

Gesichtspunkten

zusammenführt.

Kommt

der Aspekt des

Tröstens in den

namensgebenden

Stücken von Lahusen

und Wolf

und aus verschiedenen Epochen

Werke von Honegger, Rimsky-

Korsakov, Dorwarth, Willscher,

Vivaldi u.a., rund um das Thema

„Tiere“. Ob Seepferdchen, Distelfink,

Kartoffelkäfer, Schmetterlinge,

Ziege oder Hornisse - die

Komponisten haben sich inspirieren

lassen zu spritzig-virtuose

Figurationen und eingängige

Kantilenen.

direkt zum Tragen, findet er sich

ebenso in den Chorsätzen des späten

Brahms oder in Regers Abendlied op.

39. Einen weiteren Rahmen bilden

Kompositionen, die sich – typisch

für die Romantik – mit der Nacht

beschäftigen. Wanderers Nachtlied

von Goethe durchzieht

in verschiedensten Vertonungen

das Programm

und auch Chorwerke von

Hans Sommer, Schumann

oder dem gerade erst wieder

entdeckten Brahmsfreund

Hans Koessler,

kommen zu Gehör. Eintritt

frei, Spenden erbeten.

Barockensemble der Musikhochschule

Evangelische Kirche Gundelfingen

Stücke für verschiedene Instrumentalbesetzungen

und Vokalwerke

führt ein Barockensemble

der Musikhochschule Freiburg

auf im Rahmen einer einwöchigen

Deutschlandtournee. Die evangelische

Kirche in Gundelfingen

L´Octuor de Cuivres d´Alsace

Blech für einen guten Zweck

Am 23.September, 17 Uhr in der

Katholischen Kirche St. Barbara in

Freiburg wird das erfrischend vielseitige

elsässische Brass-Ensemble

L´Octuor de Cuivres d´Alsace zu

hören sein. Unter dem französischen

Trompeter Marc Ullrich

musizieren Trompeter und Posaunisten

aus dem Elsass, alle sind

Die Macher von Nature One

und Mayday drehen am 29.

September, ab 20 Uhr den

Bass auf und ganz Mannheim

vibriert. Mit BassRepublic

entsteht ein völlig neues Event

für Bass Music, Drum’n’Bass,

Trap, Dubstep und Future

Bass. Ein eigenes Festival für

Musikrichtungen, die sonst

eher als „Beiwerk“ großer Veranstaltungen

dienen. Was mit

bietet einen stimmungsvollen

Rahmen für dieses besondere

Konzert am 9. September, 18 Uhr,

das die Studierenden im vergangenen

Semester ausgearbeitet haben.

Zu hören sind Kammermusikwerke

sowie Chorstücke u.a. von

Solisten verschiedener Sinfonieorchester.

Es erklingen europäische

Ganz Mannheim vibriert

BassRepublic in der Maimarkthalle

Jungle und Drum’n’Bass in

den 90ern begann, splittet sich

heute in vielfältige Subgenres.

Mannheim war schon damals

eine Hochburg der Breakbeats.

Hier entstand das Milk! – der

erste Club in Deutschland, der

sich auf Drum’n’Bass spezialisierte.

Resident war ein gewisser

Bassface Sascha – Pionier

der Szene in Deutschland.

Heute pushen junge und

Vielfältiges Liedgut

Die „Liederaben.de“ in Freiburg

Verzaubernde und berührende

Liederabende versprechen die

Konzerte der Reihe „Liederaben.de“,

immer um 20.15 Uhr.

Los geht es am 19. September

mit der englischen Sopranistin

Carolyn Sampson, bei den Liederabenden

längst Stammgast.

Dieses Mal intoniert sie den

Wahnsinn in der Klassik mit

Schubert, Strauss oder Brahms,

begleitet von Joseph Middelton,

dem gefeierten Liedpianist

aus England. Am 26. September

geht es mit der Sopranistin

Sarah Wegener und dem Pianisten

Götz Payer in die Tiefen

des Meeres. Brahms, Sibelius

oder Bridge zeigen das Meer

als Schrecken und Sehnsuchtsort.

Am 1. Oktober ist Finnland

in Fokus. Toivo Kuula, Sibelius

oder Yrjö Kilpinen gesungen

vom finnischen Bassbariton

Schütz, Telemann, Händel und

J.S. Bach. Es musizieren Nura Natour

(Blockflöte), Mona Grosam

(Blockflöte), Florian Clasen (Fagott)

Tabea Kind (Kontrabass) und

Jonathan Förster (Cembalo/Orgel).

Der Eintritt ist frei.

Werke der Renaissance bis zur

Gegenwart, unter ihnen die Komponisten

Gabrieli, Purcell, Locke,

Grieg, Scheidt, Beethoven, Bach

sowie Delerue. Geboten wir ein

europäischer Blumenstrauß an Melodien!

Der Zonta Club Freiburg

unterstützt mit diesem Konzert das

Projekt Altersarmut in Freiburg.

frische Künstler wie Ghastly

die Genre-Grenzen, lassen

moderne Abwandlungen wie

Trap entstehen. Doch nicht

nur im Underground existiert

die Szene: Acts wie Chase &

Status sind Superstars, die auf

Festivals wie Coachella, Lollapalooza

oder Rock am Ring

spielen.

Infos Tickets: www.bassrepublic.de

Arttu Kataja und begleitet von

der finnichen Pianistin Pauliina

Tukiainen. Zuletzt, am 4. Oktober

ist es dann Great Britain mit

Hans Jörg Mammel und Michael

Freimuth an der Gitarre und

Laute. Die Lieder sind von John

Dowland und Benjamin Britten.

Das Konzert am 1. Oktober findet

im Humboltsaal im Freiburger

Hof statt, alle anderen im Historischen

Kaufhaus Freiburg.


GESUNDHEIT KULTUR JOKER 29

„Gesundheit macht Spaß. Mach mit!“

3. Gesundheitstag „Freiburg Health Race“ am 15. September 2018

um das Mitmachen und den

gemeinsamen Spaß an der Bewegung.

Auch für das leibliche

Wohl der Besucher und Kinderbetreuung

ist gesorgt.

„Sport und Bewegung schützen

gegen Erkrankungen

- beides unterstützt die Heilung

und beugt Wiedererkrankungen

vor“, erläutert Professor

Dr. Christoph Bielitz,

Ärztlicher Direktor der psychiatrischen

Fachklinik Sigma-Zentrum

Bad Säckingen.

Umfangreiche Studien belegen

dies sehr eindrucksvoll – nicht

haben - egal ob geübter Jogger,

Nordic Walker oder ruhiger

Läufer: Die Teilnehmer haben

die Wahl ob sie - je nach

den persönlichen Fähigkeiten

- eine Strecke von 1,5 km, 3,0

Veranstaltet wird der 3.

Freiburg Health Race in Kooperation

mit dem ArztForum

Freiburg.

Das Zentrum für Strahlentherapie

ist Initiator des

Heike Drechsler und Anke Faller Foto: Freiburg Health Race nur für Herz- und Gelenkerkrankungen,

Prof. Dr. Christoph Bielitz Dr. Christian Weißenberger

sondern auch für

Foto: Sigma-Zentrum Foto: Zentrum für Strahlentherapie

Nach dem großen Erfolg der die richtige Motivation sorgen. Krebserkrankungen. Dabei ist

letzten Jahre findet am Samstag,

15. September 2018 von

Die kostenlose Anmeldung den meisten die Bedeutung

zum Gesundheitslauf unter von körperlicher Bewegung

km oder 4,5 km laufen oder

spazieren möchten. Zum Gesundheitstag

„Freiburg Health Race“ und

gehört zusammen mit Praxen

9 bis 16 Uhr auf dem Gelände

des Diakoniekrankenhauses

www.freiburg-health-race.de

oder Telefon (0761) 151864-05

sehr wohl bewusst - nur wird

das Verhalten oft nicht geändert.

»Freiburg Health

Race« sind alle, die Spaß an

aus dem Bereich Onkologie

und Orthopädie, Kranken-

der Gesundheitstag „Freiburg wird aufgrund der begrenzten

Zu groß sind die inneren Sport & Bewegung haben, häusern, anderen Gesund-

Health Race“ bereits zum dritten

Mal statt. Praxen, Kliniken

sowie Unternehmen aus allen

Bereichen der Gesundheitsversorgung

veranschaulichen, wie

wichtig Sport und Bewegung

nicht nur zur Prävention sondern

auch für den Heilungsprozess

sind. Mit dabei sind Olympiasiegerin

Heike Drechsler

und Nordic-Walking-Pionierin

Anke Faller, die gemeinsam

als Bewegungsexpertinnen für

Kapazität nach Eingangsdatum

berücksichtigt.

Auf zwei Bühnen und an

zahlreichen Informationsständen

gibt es neben einem

umfangreichen Vortragsprogramm

und Experteninformationen

an Gesundheitsinseln

Unterhaltung für Jung und Alt;

und wer gleich aktiv werden

möchte, kann am Gesundheitslauf

teilnehmen. Dabei geht es

nicht um Bestzeiten, sondern

Widerstände. Ein Hindernis

ist dabei auch, dass die meisten

Lauf- und Sportveranstaltungen

für Untrainierte,

besonders aber für Erkrankte,

zu anspruchsvoll sind. Daher

entstand bereits im Jahr 2016

die Idee, den Gesundheitstag

„Freiburg Health Race“ ins

Leben zu rufen. Auch in der 3.

Auflage des Gesundheitstages

sind alle angesprochen, die

Spaß an Sport und Bewegung

herzlich eingeladen. „Während

Sportveranstaltungen für

Untrainierte zu anspruchsvoll

sind, geht es beim Gesundheitslauf

nicht um Bestzeiten,

sondern ums Mitmachen und

darum gemeinsam Spaß an

Bewegung zu haben“, betont

Initiator PD Dr. Christian

Weissenberger, Leiter des Zentrums

für Strahlentherapie und

ergänzt: „Gesundheit macht

Spaß. Mach mit!“

heitseinrichtungen sowie

Krankenkassen und Sportvereinen

zu den Organisatoren.

Der Erlös der Veranstaltung

kommt dem Freiburger Verein

Jung und Krebs und der Stiftung

Sol y Vida zugute, die

sich um krebskranke Kinder

in Ecuador kümmert. Weiterführende

Informationen und

Impressionen unter

www.freiburg-health-race.de

Hilfe bei psychosomatischen Erkrankungen

Somatopsychisches Modell im Sigma-Zentrum Bad Säckingen

Kunsttherapie kann helfen

Foto: Sigma Zentrum

Die Zahl der psychischen

Erkrankungen in Deutschland

ist aufgrund gesellschaftlicher

und beruflicher

Veränderungen seit Jahren

angestiegen. Man kann davon

ausgehen, dass fast jeder

Dritte einmal in seinem Leben

an psychischen und/oder

psychosomatischen Störungen

erkrankt. Davon sind etwa 11

Prozent psychosomatische

Störungen. Diese können sich

in einer Vielzahl von Symptomen

äußern. Zur Behandlung

setzt das Sigma-Zentrum

Bad Säckingen auf ein multimodales

und multiprofessionelles

Therapiekonzept.

Die häufigsten und in der

Bevölkerung am meisten verbreiteten

psychosomatischen

Krankheitsbilder sind die

schmerzhaften Erkrankungen

des Muskel-, Bindegewebsund

Skelettapparates, speziell

der Wirbelsäule, häufig assoziiert

mit sogenannten Verspannungen

und Spannungskopfschmerzen.

Die hiermit

verbundenen, zum Teil großflächig

auf den ganzen Rücken

projizierten Schmerzen können

im Zusammenhang mit

psychischen Belastungen oder

Erkrankungen dann zum Teil

schwere Ausmaße annehmen.

Psychische oder psychosoziale

Faktoren sind in unterschiedlichem

Ausmaß an der

Auslösung oder Verschlimmerung

solcher Erkrankungen

bzw. ihrer Beschwerden beteiligt.

Beim multimodal-multiprofessionellen

Therapiekonzept

ist es wichtig, neben einer

guten Ausstattung im Bereich

der Psychotherapie u. a. ein

umfangreiches allgemeinmedizinisch-diagnostisches

und

körperlich-therapeutisches

Angebot vorzuhalten. Im Sigma-Zentrum

stehen erfahrene

Allgemeinmediziner und Internisten

zur Verfügung, die

im Bedarfsfall z. B. mit den

benachbarten Radiologen und

dem benachbarten spezialisierten

Schmerzzentrum intensiv

zusammenarbeiten.

Das spezielle interdisziplinäre,

multimodale Konzept

des Sigma-Zentrums stellt für

unsere Patientinnen und Patienten

ein breit gefächertes, von

unterschiedlichsten Fachleuten

gemeinsam erarbeitetes, therapeutisches

Angebot sicher,

etwa sowohl aus dem Bereich

der Schmerztherapie wie der

Schmerzpsychotherapie bis

hin zur spezialisierten Körpertherapie,

Bewegungstherapie

und zum Biofeedback, das

unbewusst ablaufende körperliche

Vorgänge erlebbar und

verstehbar macht. „So können

Yogalehrausbildung 2019 / 20

YVS 500 UE (2 J.) - Krankenkassen anerkannt - ab 16. März 2019

Yogatherapieausbildung 2019 / 20

YVS 300 UE - ab 21. September 2019

Infoabende:

Fr. 12. Oktober 2018 und Fr. 07. Dezember 2018 um 20.00 Uhr

und Fr. 04. Januar 2019 um 18.30 Uhr im Yoga Zentrum Waldkirch.

Madhuha Brünjes und Astrid Fischer

Gesundheitszentrum, Fabrik Sonntag 5 A

D - 79183 Waldkirch

Tel. Büro +49(0)7681 - 49 268 97

info@yoga-zentrum-waldkirch.de

www.yoga-zentrum-waldkirch.de

Das Sigma-Zentrum in

Bad Säckingen ist eines der

deutschlandweit führenden

privaten Fach-Krankenhäuser

für interdisziplinäre Psychiatrie,

Psychotherapie und

Psychosomatische Medizin.

Weiterführende Informationen:

www.sigma-zentrum.de

in diesen Fällen neben schulmedizinischen

Verfahren auch

komplementärmedizinische

Ansätze verfolgt werden“, betont

Prof. Dr. Christoph Bielitz,

Ärztlicher Direktor im Sigma-

Zentrum Bad Säckingen.


30 KULTUR JOKER GESUNDHEIT

Heiliggeistspitalstiftung investiert in stationäre Pflege

Feierliche Eröffnung des Haus Heiliggeist

v.l.n.r.: Sitftungsdirektorin Marianne Haardt, Projektleiter

Peter Mölbert, Hausleiterin Marika Oßwald,

Oberbürgermeister Martin Horn.

Foto: Margrit Müller

Das neue Pflegehaus an der

Johanniterstraße ist nach rund

zweijähriger Bauphase bezugsfertig

und wurde am 4. Juli 2018 im

Beisein des Freiburger Oberbürgermeisters

Martin Horn feierlich

eröffnet. Die Heiliggeistspitalstiftung

investierte rund 17,3 Millionen

Euro in den Neubau und setzt

damit ein klares Zeichen für die

stationäre Pflege. Das neue Haus

Heiliggeist bietet insgesamt 71

attraktive Pflegezimmer in fünf

Wohngruppen sowie acht Wohnungen

mit Betreuung für Seniorinnen

und Senioren.

„Freiburg kann stolz sein, eine

der ältesten Stiftungen Deutschlands

in der Stadt zu haben. Die

Heiliggeistspitalstiftung ist eine

verlässliche Trägerin der Altenhilfe,

die sich kontinuierlich und seit

langer Zeit dem Wohl alter Menschen

widmet“, so der Oberbürgermeister

und Stiftungsratsvorsitzende

Martin Horn im Rahmen

der Eröffnungsveranstaltung. Stiftungsdirektorin

Marianne Haardt

wies auf den zunehmenden Bedarf

an Pflegeplätzen hin: „Wir als Stiftung

bekennen uns mit dem neuen

Haus Heiliggeist auch weiterhin

zur stationären Pflege, die trotz

der gestiegenen ambulanten Versorgungsmöglichkeiten

weiterhin

dringend gebraucht wird“.

Die Konzeption des Haus Heiliggeist

sieht eine starke Verankerung

im Stadtteil vor. „Das Pflegehaus

ist ein offenes Haus, das sich

in den Stadtteil Neuburg integrieren

möchte. Wir verstärken unsere

sozialraumorientierte Ausrichtung

und werden zukünftig viele Angebote

entwickeln, die auch für

die Bürgerinnen und Bürger des

Stadtteils nutzbar sein werden“,

so Marianne Haardt. „Uns ist es

wichtig, dass pflegbedürftige

Menschen sowie die Seniorinnen

und Senioren im Betreuten Wohnen

soziale Kontakte mit den Menschen

des Stadtteils aufbauen und

pflegen können“. Das barrierefreie

Haus öffnet sich mit Foyer, Veranstaltungsraum

und Außensitzflächen

zur Johanniterstraße. In der

Kombination mit den Wohnanlagen

der Heiliggeistspitalstiftung

in der Johanniterstraße und in der

Habsburger Straße ist hier nun ein

großes Areal entstanden, auf dem

unterschiedliche Angebote und

Dienstleistungen für ältere Menschen

gebündelt werden.

„Wir freuen uns auch“, so die

Stiftungsdirektorin, „dass wir

trotz des Fachkräftemangels rechtzeitig

zur Eröffnung des Hauses

neue Kolleginnen und Kollegen

gewinnen konnten, die zukünftig

die Pflege, Betreuung und Versorgung

der Bewohnerinnen und

Bewohner gewährleisten werden“.

Die Heiliggeistspitalstiftung hatte

in den vergangenen Monaten intensiv

um neue Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter geworben. Nach

wie vor sind weitere Stellen in den

Bereichen Pflege und Hauswirtschaft

zu besetzen.

26. Bad Krozinger Gesundheitsmesse

Outdoor-Aktivprogramm für die ganze Familie im Kurpark am Sonntag

Am 29. und 30. September findet

von 11 bis 18 Uhr die 26. Bad

Krozinger Gesundheitsmesse im

Kurhaus statt. Das Interesse am

Thema Gesundheit ist ungebrochen

hoch, so informieren in diesem Jahr

wieder über 80 Aussteller in und

um das Veranstaltungszentrum

Kurhaus. Die Messe bietet eine breit

gefächerte Palette an Expertenwissen

und eine Fülle an Tipps und

Anregungen bis hin zum „Markt

der Möglichkeiten“ mit Angeboten

aus den Bereichen Wellness, Fitness

und Gesundheit.Als Gesundheitsstandort

legt Bad Krozingen großen

Wert auf die Prävention. So können

die Messebesucher von verschiedenen

kostenlosen Gesundheitstests

wie Cholesterin-, Blutdruck- und

Blutzuckermessungen profitieren.

Als Aussteller präsentieren sich

im Kurhaus das hochspezialisierte

Akut-Krankenhaus Universitäts-

Herzzentrum Freiburg · Bad Krozingen,

Reha-Kliniken aus Bad

Outdoor-Aktivitäten im Kurpark

Krozingen, die Klinik für Biokinematik,

Selbsthilfegruppen sowie

Gesundheitseinzelhändler mit entsprechenden

Produkten und Angeboten

wie Brillen, Hörgeräte, Möbel

u.v.a.m. Im Mittelpunkt der Gesundheitsmesse

steht das umfangreiche

Vortragsprogramm mit Chefärzten,

Fachärzten, Therapeuten und weiteren

Referenten im Großen Saal.

Am Sonntag findet von 11 bis

18 Uhr parallel ein Outdoor-Aktiv-

Tag für die ganze Familie im Kurpark

statt, der zum Ausprobieren

und Mitmachen einlädt. Zu den

Erlebnisstationen gehören z. B. ein

Segway-Parcours, ein Turn- und Erlebnis-Parcours,

eine DISC GOLF

Putt-Station, eine Fahrradwerkstatt

inkl. Sicherheitscheck, Bogenschießen

(13 bis 15 Uhr), die Übungsgolf-

Anlage am See und ein Stand zum

Nordic Walking-Wanderstöcke-Test.

Die kidsMANIA Smiley-Tour

macht ebenfalls an diesem Tag

wieder Halt in Bad Krozingen, verspricht

jede Menge Spaß und einen

unvergesslichen Tag.

Zu festen Zeiten werden auf bzw.

an der Musikpavillon-Bühne im

Kurpark Vorführungen zu sehen

sein, die auch zum Mitmachen

einladen wie Linedance, Gesundheitswandern,

Nordic Walking,

gesundheitsorientiertes Karate und

Minidisco für Kinder.

Weitere Infos:

www.bad-krozingen.info

100ProReanimation

Aktionswoche in der Blutspendezentrale des Universitätsklinikums

Anlässlich der bundesweiten

„Woche der Wiederbelebung“

vom 17. bis 22. September, bietet

die Blutspendezentrale des

Universitätsklinikums einen besonderen

Service an: Alle Blutspenderinnen

und Blutspender

können während ihrer Wartezeit

kostenfrei an einem Reanimationstraining

mit Zertifikat teilnehmen.

„Die Herzdruckmassage

ist – wie das Blutspenden

– für die Helfer einfach und

für die Patienten oft lebensrettend“,

erklärt Prof. Dr. Hartmut

Bürkle, Ärztlicher Direktor der

Klinik Anästhesiologie und Intensivtherapie

und Schirmherr

der Aktionswoche in der Blutspendezentrale

am Universitätsklinikum.

Wir sind damit Teil

der bundesweiten Aktion „Ein

Leben retten. 100 Pro Reanimation“.

Als Dank stehen für alle

Hilfswilligen in dieser Woche

kostenfreie Getränke und kleine

Süßigkeiten bereit.

Männer können alle acht Wochen,

Frauen alle zwölf Wochen

Blut spenden. Der Körper bildet

die entnommene Blutmenge

rasch nach. Jede Vollblutspende

wird in drei Blutprodukte aufgeteilt,

so dass mit einer Spende

drei Menschen geholfen werden

kann. Da Blut nicht künstlich

herstellbar ist, sind Blutspender

häufig Lebensretter.

Weitere Infos: www.blutspende-uniklinik.de


GESUNDHEIT | VERANSTALTUNGEN KULTUR JOKER 31

Die Zukunft der Altersmedizin

Gesundheitsforum am 15. Oktober im Bürgerhaus Seepark in Freiburg

Dr. Klaus Nowak

Foto: RKK Klinikum

Um Patienten auch in einer

immer älter werdenden Gesellschaft

eine optimale Versorgung

anbieten zu können

hat das RKK Klinikum einen

Schwerpunkt für Altersmedizin

aufgebaut. Die im

St. Josefskrankenhaus und

Loretto-Krankenhaus hierfür

eingerichteten Stationen IDA

(Interdisziplinäre Altersmedizin)

sind die einzigen

Einrichtungen dieser Art

im Großraum Freiburg und

bündeln die Kompetenzen

zur Versorgung geriatrischer

Patienten unterschiedlicher

Fachrichtungen. Im Rahmen

des Gesundheitsforums „Die

Zukunft der Altersmedizin“

am 15. Oktober um 19 Uhr im

Dr. Mike Oberle

Foto: RKK Klinikum

Freiburger Bürgerhaus Seepark

(Gerhart-Hauptmann-

Straße 1) wird aufgezeigt,

wie eine moderne Altersmedizin

den medizinischen und

pflegerischen Bedürfnissen

älterer Patienten optimal gerecht

werden kann. Aufgrund

der begrenzten Kapazität ist

eine Anmeldung erforderlich

(Telefon: 0761 / 2711-5229,

E-Mail: Sekretariat.Neurologie@rkk-klinikum.de

Akute Erkrankungen bedeuten

häufig, vor allem für

ältere Menschen, einen tiefen

Einschnitt in der weiteren

Lebensführung. Die Bewältigung

des Alltags, die Beweglichkeit

und die aktive Teilnahme

am Leben kann durch

Dr. Bernd Köster

Foto: RKK Klinikum

eine neu auftretende Krankheit

oder eine Verletzung

plötzlich bedroht oder unmöglich

gemacht werden. „Bereits

eine wenige Tage dauernde

Inaktivität kann die zuvor

bestehende Selbständigkeit

gefährden“, betont Dr. Klaus

Nowack. Der Oberarzt hat die

Klinik für Unfallchirurgie,

Orthopädie und Kindertraumatologie

um die Alterstraumatologie

ergänzt und erläutert

beim Gesundheitsforum

die operative Versorgung von

Hüftfrakturen in Verbindung

mit der Geriatrisch frührehabilitativen

Komplexbehandlung

(GFK) und zeigt auf vor

welchen Herausforderungen

die Unfallchirurgie bei der

Dr. Philipp Ziefer

Foto: RKK Klinikum

Versorgung älterer Menschen

steht und wie sich die Klinik

darauf vorbereitet. „In vielen

Fällen kann durch die GFK

eine Pflegebedürftigkeit vermieden

und können Patienten

mobiler, selbstständiger und

stabiler nach Hause entlassen

werden“, erläutert Dr. Mike

Oberle, Leitender Arzt der

Arthroskopischen Chirurgie

im St. Josefskrankenhaus.

Akute Erkrankungen, Knochenbrüche

und Operationen

führen bei älteren, oft mehrfach

erkrankten Menschen

häufig zu einer begleitenden

Verschlechterung mehrerer

körperlicher und geistiger

Funktionen. „So kann es

plötzlich zu Verwirrtheit und

Verhaltensauffälligkeiten,

allgemeiner Schwäche, Problemen

beim Gehen etc. kommen;

die Patienten benötigen

mehr Zeit und Unterstützung

bei der Genesung“, weiß Dr.

Bernd Köster zu berichten.

Der Ärztliche Leiter des

Fachbereichs Neurologie,

Psychiatrie und Geriatrie

zeigt beim Gesundheitsforum

auf, warum Betroffene

einer medizinischen Behandlung

auf chirurgischem,

internistischem oder neurologischem

Fachgebiet bedürfen

und welche Rolle eine

ganzheitliche Versorgung

in Form aktivierender und

trainierender Maßnahmen

sowie sozialer Begleitung,

Beratung und Unterstützung

für die Wiedererlangung der

Selbständigkeit und Mobilität

spielen. „Ziel ist es, die

persönlichen Ressourcen des

Patienten so zu fördern, dass

er ein größtmögliches Maß an

Selbstständigkeit zurückgewinnt,

um möglichst in seine

gewohnte Umgebung zurückkehren

zu können“, ergänzt

Oberarzt Dr. Philipp Ziefer,

der diese Zusammenhänge

beim Gesundheitsforum ausführen

wird und gemeinsam

mit Dr. Bernd Köster immer

dann von Kollegen anderer

Fachrichtungen hinzugezogen

wird, wenn bei deren

Patienten neurologische, psychiatrische

oder geriatrische

Erkrankungen vorliegen oder

vermutet werden.

Ackerbau gegen Wohnraum

Premiere des Films „Abseits von Green City. Die Bauern von Dietenbach und das Wohnen“ im Kommunalen Kino Freiburg

Weitläufige Wiesen und

Äcker, Störche und Greifvögel

vor einem blauen Himmel,

mittendrin ein naturgeschützter

Bach mit Auwald: So sieht

es in der Dietenbachniederung

im Westen Freiburgs

aus. In wenigen Jahren soll

hier ein neuer Stadtteil mit

6000 Wohnungen für rund

14.000 Menschen entstehen.

Notwendigerweise – denn der

Wohnungsmarkt in der Stadt

ist seit Jahren hart umkämpft,

mehr und mehr Normalverdienende

können sich das Leben

in der Stadt nicht mehr leisten

oder finden schlichtweg keine

Wohnung.

Gleichzeitig tritt ein klassischer

Konflikt deutscher

Stadtentwicklung zu Tage:

Ackerbau und Kulturlandschaft

gegen dringend benötigten

Wohnraum.

Im Dokumentarfilm „Im

Abseits von Green City. Die

Bauern vom Dietenbach und

das Wohnen“ widmen sich der

Freiburger Filmemacher Bodo

Kaiser und Ko-Autor Georg

Löser der Perspektive der betroffenen

Landwirte. Durch

den geplanten, 240 Fußballfelder

großen Stadtteil würden

sie Ackerland und Weideflächen

verlieren.

Die Situation einzelner

Landwirte, ihre Höfe,

Existenzsorgen wird im Film

ebenso dargestellt wie der Protest

gegen die Bauvorhaben.

Zusammen mit Umweltschutzvereinen

riefen die

Landwirte die Bürgerinitiative

Pro Landwirtschaft und Wald

ins Leben, gemeinsam machen

sie mit Demonstrationen

und Pressekonferenzen gegen

den neuen Stadtteil mobil. Sie

verlangen nach ökosozialen

Alternativen zum Bauen auf

der grünen Wiese und zeigen

diese auf. Aber ob diese den

Bedarf an tausenden schnell

verfügbaren sowie bezahlbaren

Wohnungen decken

können?

Im Film kommen unterschiedliche

Akteure zu Wort,

darunter der Mieterverein, die

Kolpingjugend und die Leitung

des nahegelegenen Tierparks

Mundenhof. Als Gegenpol

werden Ausschnitte einer

öffentlichen Projektpräsentation

der Stadt gezeigt.

Im Anschluss an die Premiere

des Films am 20. September,

19.30 Uhr, im Kommunalen

Kino Freiburg, findet

ein moderiertes Filmgespräch

mit den Autoren statt.

Hausnotruf – Sommerangebot

Testen Sie unser Ferien-Sicherheitspaket! *

Kostenlos – vier Wochen lang.

Tel.: 0761 29622-0

www.hausnotrufdienst.de

Das Paket beinhaltet das einmalige Anschlussentgelt,

die Gerätebereitstellung, die Notrufbearbeitung rund um

die Uhr, eine Schlüsselhinterlegung in der Notrufzentrale

und selbstverständlich eine 24-Stunden einsatzbereite

Rufbereitschaft. Dieses Angebot ist bis

16.09.2018 gültig.

Eisenbahnstr. 52 • 79098 Freiburg

Weitere Aufführungen in Anwesenheit

der Filmemacher:

21./22. September, 17.30 Uhr,

24. September, 19.30 Uhr.

vom 16.07.

bis

16.09.2018


32 KULTUR JOKER INTERVIew

chen. Das kann niemand verkraften,

weil dann auch unser System

ins Wanken käme und in einem

solchen Fall werden sich alle Länder

dagegen wehren, unbeschränkte

Zuwanderung zuzulassen. Umgekehrt

ist es richtig: Wenn wir in

der Lage wären, überall auf der

Welt eine vernünftige Wirtschaftspolitik

zu machen, dann könnten

wir auch die Grenzen offen halten,

weil Menschen, die zu Hause eine

positive wirtschaftliche Perspektive

haben, nicht auswandern wollen.

Paul Steinhardt: An der gegenwärtigen

aufgeheizten Zuwanderungsdiskussion

beteiligen wir uns

allerdings nicht in unserem Buch.

Aber es ist doch ganz offensichtlich,

dass man die Probleme der

Menschen in vielen Ländern dieser

Welt nicht dadurch lösen kann,

dass man sie alle nach Deutschland

bringt. Es geht uns darum,

dass diesen Ländern zum Beispiel

Schutz zum Aufbau eigener Produktionskapazitäten

eingeräumt

wird, anstatt sie mit sogenannten

„Partnerschaftsvereinbarungen“

zu ewiger Armut zu verdammen.

Kultur Joker: Sie beide geben das

wirtschaftspolitische Magazin Makroskop

heraus, auch schreiben Sie

in Ihrem Buch, dass eine „korrekte

ökonomische Analyse“ eine „Makrofundierung“

benötigt. Also der

Blick aufs Große oder wie kann

man das verstehen?

Paul Steinhardt: Die Mehrzahl

der Ökonomen verlangt eine sogenannte

Mikrofundierung. Das

heißt, man will ökonomische

Phänomene, wie zum Beispiel

Handelsungleichgewichte, auf

die Entscheidungen einzelner

Wirtschaftskräfte zurückführen.

Wir dagegen argumentieren zum

Beispiel, dass die Ursachen solcher

Ungleichgewichte in einer

verfehlten Lohnpolitik von Gesetzgeber

und Gewerkschaften zu

suchen sind.

Heiner Flassbeck: Was ich vorher

schon gesagt habe: Makrofundierung

heißt, die Probleme ohne

ideologische Scheuklappen zu

analysieren und herauszufinden,

ob es eine Marktlösung oder unternehmerische

Mikrolösung geben

kann oder nicht. Gibt es keine,

wie etwa bei dem oben erwähnten

Problem der Umwandlung von Ersparnissen

in Investitionen oder bei

der Lohnfindung, muss zwingend

der Staat eingreifen, um überhaupt

eine rationale Lösung zu ermöglichen.

Kultur Joker: Ihr Magazin Makroskop

möchte sich politisch nicht

positionieren, sondern seinen LeserInnen

„die Mittel an die Hand

zu geben, um selbst beurteilen zu

können, welche Politik mit ihren

Wertvorstellungen am besten zu

vereinbaren ist“, eine Mitwirkung

am „demokratischen Willensbildungsprozess“.

Für Sie bedeutet

das Magazin den Versuch, die

„verkrustete deutsche Medienlandschaft

aufzubrechen“. Stehen

die deutschen Medien diesem demokratischen

Willensbildungsprozess

denn entgegen?

Paul Steinhardt: Um es klar und

deutlich zu sagen. Die Medien sind

Lautsprecher, der in ihrer Mehrzahl

wirtschaftsliberal argumentierender

Ökonomen. Diese Theorie

aber ist nicht konsistent zu formulieren

und empirisch vielfach

widerlegt. Nach meiner Meinung

ist sie Mittel um kurzsichtige Einzelinteressen

zu bedienen und eine

an solche Interessen orientierte

Politik als dem Allgemeininteresse

dienlich darzustellen.

Heiner Flassbeck: Die deutschen

Medien verschweigen seit Jahren

zentrale Fragen wie die fatale deutsche

Rolle beim Entstehen der Eurokrise,

weil sie einerseits staatstragend

sein wollen und deswegen

den Mainstream glauben verteidigen

zu müssen und andererseits,

weil sie schlicht Unternehmerinteressen

vertreten, denn die Besitzer

dieser Medien sind, man höre

und staune, Unternehmer! Was sie

nur leider nicht verstehen, ist die

einfache Tatsache, dass die meisten

der sogenannten „Unternehmerinteressen“

nur vermeintliche

Interessen sind, denn weil die Unternehmen

die gesamtwirtschaftlichen

Zusammenhänge nicht kennen,

können sie auch nicht wissen,

was in ihrem eigenen Interesse ist

und was nicht. Vernünftig steigende

Löhne sind im Interesse aller

Unternehmer, wenig steigende

Löhne bedienen nur das Interesse

einzelner Unternehmer. Leider gibt

es im deutschen Unternehmerlager

nur sehr wenige Personen, die die

intellektuelle Kapazität besitzen,

um das zu verstehen.

Kultur Joker: Sie beide waren in

Leitungspositionen staatlicher Organe

und innerhalb der Wirtschaft

tätig. Wie ließ sich das mit ihrem

kritischen, durchaus ja nonkonformen

Blick auf die Weltwirtschaft

vereinen? Oder gelangten Sie erst

mit der Zeit zu Ihrer jetzigen Perspektive

und sind quasi geläutert?

Paul Steinhardt: Ich habe viele

meiner Meinungen über die letzten

Jahre verändert. Aber deswegen

hätte ich meine Arbeit im Finanzbereich

auch nicht anders gemacht.

Wenn ich ein Flugzeug finanziert

habe, dann stellen sich mir keine

makroökonomischen Fragen. Solche

Fragen stellen sich denjenigen,

die die Verantwortung haben, ihre

unternehmerischen Möglichkeiten

zur Förderung des Gemeinwohls

einzusetzen.

Heiner Flassbeck: Mir stellten

sich immer gesamtwirtschaftliche

Fragen, weswegen ich auch oft

angeeckt bin. Ich habe aber lange

Zeit im angelsächsischen Einflussbereich

gearbeitet, wo man nicht

wie ein Idiot angesehen wird, wenn

man sagt, dass die Dinge eine gesamtwirtschaftliche

Dimension

haben. Wer von einer „fallacy of

composition“ spricht, erntet im

angelsächsischen Sprachbereich

meist Anerkennung für eine logische

Leistung, nämlich nicht der

primitiven Mikrosicht der schwäbischen

Hausfrau auf den Leim gegangen

zu sein. In Deutschland ist

man bei so einer Aussage sofort in

Gefahr, als Linksradikaler verunglimpft

zu werden. John Maynard

Keynes war nun mal Engländer

und das können die Deutschen ihm

wirklich nicht verzeihen.

Kultur Joker: Haben Sie vielen

Dank für das Gespräch!

Vortrag in Freiburg

Der Markt wird es nicht richten – Wirtschaftsexperten halten Wirtschaftsliberalismus

und mit ihm die Globalisierung für gescheitert

Am 13. September stellen Heiner

Flassbeck und Paul Steinhardt

ab 19 Uhr die zentralen Thesen

ihres Buches Gescheiterte Globalisierung

– Ungleichheit, Geld und

Renaissance des Staates in der

Universität Freiburg vor. Die beiden

Wirtschaftsexperten kommen

auf Einladung des neu gegründeten

Vereins Freiburger Diskurse.

Heiner Flassbeck war von 1998

bis 1999 Staatssekretär im Bundesministerium

der Finanzen und

von Januar 2003 bis Ende 2012

Chef-Volkswirt bei der UNO-

Organisation für Welthandel und

Entwicklung (UNCTAD) in Genf.

Zusammen mit dem promovierten

Wirtschaftswissenschaftler Paul

BADEN

MESSE

8. – 16. September

Messe Freiburg

Steinhardt gibt er das Online-Magazin

Makroskop heraus, das seit

2016 kritische Analysen zu Politik

und Wirtschaft veröffentlicht.

Im Rahmen ihres Vortrags im

Hörsaal 2006 des Kollegiengebäudes

II werden Flassbeck und

Steinhardt aufzeigen, warum der

ökonomische Liberalismus aus ihrer

Sicht gescheitert ist und es der

Markt alleine nicht richten wird.

Ihrer Analyse liegt unter anderem

die Feststellung zugrunde, dass

der Staat seit den 1970er Jahren

weltweit auf dem Rückzug ist,

weil man der Überzeugung war

und ist, dass staatliche Eingriffe

in die Wirtschaft kontraproduktiv

seien. Vielmehr würden die Staaten

glauben, dass sie den Märkten

ein attraktiver Partner – aber nicht

mehr – sein müssten – und sich so

selbst demontieren.

Flassbeck und Steinhardt plädieren

dafür, dass die Staaten erkennen,

dass sie „Märkten“ nicht

einfach gehorchen müssen, sondern

dass sie sie gestalten können.

„Es ist ja nicht so, dass der Staat

an Macht verloren hätte. Er setzt

seine Macht nur sehr einseitig zur

Durchsetzung von kurzfristigen

Interessen von Unternehmen und

vor allem von Finanzinvestoren

ein“, betont Steinhardt. Stattdessen

müsse im Rahmen der

Globalisierung immer das Gemeinwohl

der einzelnen Staaten

• NEU SICHERHEIT

IN DEN EIGENEN

VIER WÄNDEN

• NEU GESUND

SCHLAFEN

8. + 9. 9.

• NEU LEBEN OHNE

ALLERGIEN UND

UNVERTRÄGLICH-

KEITEN

14. – 16. 9.

• NEU LEBENSFREUDE

MESSE FREIBURG

Täglich: 10 bis 18 Uhr | Freitag bis 20 Uhr

www.baden-messe.de

Freiburger Diskurse e. V.

Der Verein „Freiburger Diskurse“ wurde Mitte 2018 mit dem

Ziel gegründet, auf vielfältige Weise eine fundierte politische

Meinungsbildung zu ermöglichen. Dies soll in einer Atmosphäre

kritischen und produktiven Dialogs geschehen, bei dem lieb gewonnene

Glaubenssätze in Frage gestellt werden. Denn allzu oft

verbergen sich dahinter bloße Interessen einzelner Gruppen, die

sich als Sachzwänge tarnen – und in hysterischen Debatten als

scheinbar alternativlos dargestellt werden. Zentrale Motivation

der Gründungsmitglieder ist es deshalb, gegensätzliche Positionen

wieder ins Gespräch zu bringen und so Perspektiven für

eine bessere demokratische Gesellschaft zu entwickeln. Dazu

werden verschiedene Veranstaltungsformen genutzt. Neben bekannten

Formaten wie Vorträge, Seminare oder Podiumsdiskussionen

soll auch Neues ausprobiert werden.

im Auge behalten werden. Dass

hierbei der Markt nicht unbedingt

hilfreich ist, liegt für Flassbeck

auf der Hand. Dabei wollen die

beiden Autoren nicht das Rad der

Geschichte zurückdrehen und

die Globalisierung rückgängig

machen. Aber Staaten, die sich

ihrer Möglichkeiten gegenüber

den „Märkten“ bewusst werden,

können internationale Organisationen

so umgestalten, dass ein

für alle interessensgerechter internationaler

Handel möglich ist.

„Der demokratische Nationalstaat

braucht eine globale Ordnung,

und die globale Ordnung braucht

handlungsfähige Nationalstaaten“,

so die Überzeugung der beiden

Autoren.

Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Eine Anmeldung ist nicht

erforderlich. Weitere Infos: www.

freiburger-diskurse.de


Veranstaltungen KULTUR JOKER 33

Lesung mit Orgel

Am 15. September, 19 Uhr, findet

in der St. Michaelskirche

eine Lesung mit Orgelmusik

mit dem Büchnerpreisträger

Arnold Stadler und Christa

Wetter (Orgel) statt. Im Anschluss

daran gibt es einen

Schöner Denken

Wer um den Hintersinn von Sprache

weiß und es mag mit ihr zu

spielen, wird am 14. September,

20 Uhr im Vorderhaus seine wahre

Freude haben: Mit seinem neuen

Programm „Schöner Denken“

wird Marcus Jeroch, begleitet von

dem Bassisten Wolfgang Fernow

Eine Ausstellung zur SUSI

Die SUSI ist eine feste Institution

im Vauban. Nun feiert die

Selbstorganisierte Unabhängige

Siedlungs-Initiative ihr 25-jähriges

Bestehen. Im Rahmen des

Jubiläumsprogramms findet vom

13. bis 22. September im Weingut

Andreas Dilger die Fotoausstellung

„25 Jahre SUSI“ statt. Auf

„Poesie, Musik und Du“

Das Bühnenduo „Einfach so“

(Cäcilia Bosch und Ansgar Hufnagel)

spielt am 13. September,

20 Uhr, im Kulturaggregat um

sein Programm „Poesie, Musik

und Du“.

In einem spannenden Mix aus

Poetry Slam, Kabarett und Musik

bringen die beiden die Zuschauer

zum Lachen, Weinen

und Abtauchen. Der Spagat zwischen

Alltagsabsurditäten und

schwergewichtigeren Themen

gelingt dabei mit erfrischender

Spielfreude, Unbekümmertheit,

Witz und Tiefgang.

Das Merdinger Kunstforum

eröffnet am 16. September, 11

Uhr im Haus am Stockbrunnen

seine 3. Ausstellung der Reihe

„Digital“ mit Arbeiten Piotr Iwickis.

Wie harmlose und weniger

harmlose Menschenansammlungen

zu Massen multipliziert

werden können, das demonstriert

Iwicki mit seinen digital

bearbeiteten Fotos. Da schlagen

„Einfach so“

Niederrotweil

kleinen Umtrunk mit Wein

und Zwiebelkuchen und die

Gelegenheit Arnold Stadler zu

begegnen. Veranstalter ist die

Seelsorgeeinheit Vogtsburg in

Verbindung mit dem Kath. Dekanant

Breisach-Neuenburg.

Freiburg

Jerochs neues Programm „Schöner Denken mit WoWo“

und einer prächtigen Auswahl

von Texten des bekennenden

Wowoeten Friedhelm Kändler,

seine Zuschauer begeistern.

Mit Worten und mit Bällen tobt er

über die Bühne – ein Vergnügen

für Herz und Hirn, die Vernunft

darf sich eine Auszeit nehmen.

Freiburg

einer Zeitspanne von 25 Jahren

zeigen die Fotos bauliche Veränderungen

und das kulturelle,

soziale und politische Leben in

der SUSI. Im Mittelpunkt steht

die Darstellung aller wesentlichen

Aspekte des gemeinschaftlichen

Wohnens. Die Vernissage ist am

13. September, 18 Uhr.

Freiburg

„Imaginay Pix“ Freiburg

vertraute Bilder in schockierende

Inszenierungen um, während in

der Spannung zwischen Chaos

und Ordnung sich immer auch

Zeichen sowohl latenter, als auch

offener Gewalt manifestieren.

Bis 14. Oktober, jew. samstags

16-18 Uhr und sonntags 12-18

Uhr. Am 30. 9. steht der Künstler

von 16-18 Uhr für Gespräche zur

Verfügung.

Sa 1. September

Freiburg

Kunst

10 h: Kunst in Freiburgs Oberer Altstadt – Freilicht-

Kunsterlebnis. Freiburg-Oberlinden

Musik

11:30 h: Orgelmusik zur Marktzeit – Mit Helene

von Rechenberg. Freiburger Münster

14 h: 12 Geiger des Bolschoi Theaters –

Spätsommernachtstraum. Werke von Grieg,

Brahms, Liszt u.a. Herz-Jesu-Kirche

Theater & Tanz

20 h: Der perfekte Mann – Schauspiel von Morten

Feldmann. Cala Theater

20:30 h: The Black Rider – Musical von William

S. Burroughs, Tom Waits und Robert Wilson.

Wallgraben Theater, Rathausinnenhof

20:30 h: Unterm Birnbaum – Schauspiel von

Theodor Fontane. Open-Air. Theater der

Immoralisten

Partys

23 h: 90er Dance Party – Rap, Rock, Eurodance.

Harmonie Gewölbekeller

23 h: Inthemix – Die 2000er Party. Jazzhaus

Freiburg

23 h: Rabbit Klubnacht – DJs: Renata, June As.

Techno, Experimental. White Rabbit

Film

20:30 h: Unerwartete Begegnungen: Das

Labyrinth der Wörter – Spielfilm. Augustinum

Seniorenresidenz Freiburg, Seeterrasse

Basel

Theater & Tanz

18 h: Theaterfestival Basel 2018: Begüm Erciyas

– Voicing Pieces. Kaserne Basel, Rossstall 1

19 h: Campo Minado / Minefield – Lola Arias.

Dokumentartheater. Theater Basel, Kleine Bühne

19 h: Somewhere at the Beginning – Tanztheater

von Germaine Acogny, Mikaël Serre. Theater

Basel, Schauspielhaus

andere Orte

Bad Krozingen

09 h: Französischer Markt – Kulinarische

Köstlichkeiten aus dem Land der Gourmets.

Innenstadt Bad Krozingen

Baden-Baden

12 h: Kurpark-Meeting – Party- und

Gourmetmeile. Eintritt frei. Kurhaus Baden-

Baden, Kurgarten

19 h: Grand Prix Ball Baden-Baden – Gastgeberin:

Judith Rakers. Kurhaus Baden-Baden,

Bénazetsaal

Badenweiler

20:15 h: Frieder Berlin Trio – Jazz, Bossa Nova,

Boogie, Swing. Kurhaus Badenweiler

Breisach

20 h: Dracula – Schauspiel nach Bram Stoker.

Festspiele Breisach

Hüfingen

11 h: Römerfest Hüfingen – Zeitreise in die antike

Welt der Römer und Alamannen. Römische

Badruine Hüfingen

Sulzburg

20 h: 8. Orientalische Musik-Sommerakademie

– Ensemble Albaycin. Al Andalus Musik aus

Algerien. Klosterkirche St. Cyriak

Titisee-Neustadt

13 h: Eventnacht: Fiesta del Sol – Mit Flecha

Negra. Badeparadies Schwarzwald

So 2. September

Freiburg

Musik

20 h: Sudden Infant – Punk, Experimental, Free

Jazz, Dada. Slow Club

Theater & Tanz

20:30 h: The Black Rider – Musical von William

S. Burroughs, Tom Waits und Robert Wilson.

Wallgraben Theater, Rathausinnenhof

Film

20:30 h: Unerwartete Begegnungen: Die

Band von nebenan – Spielfilm. Augustinum

Seniorenresidenz Freiburg, Seeterrasse

Basel

Kunst

14:30 + 15:30 h: Dieter Roth – Selbstturm; Löwenturm.

Werkbesichtigung. Anm.: schaulager.org. Schaulager

Literatur

11 h: Martina Kuoni – Literarischer Spaziergang:

Literarischer Tatort. Ort wird bei Anm. bekannt

gegeben: literaturhaus-basel.ch

Musik

17 h: Bläsersolisten Aargau & Tomas Dratva

(Klavier) – Swiss Made. Werke von Huber,

Darbellay, Honegger u.a. Schmiedenhof

Theater & Tanz

11 h: König Arthur – Matinée. Theater Basel, Foyer

18 h: Somewhere at the Beginning – Tanztheater

von Germaine Acogny, Mikaël Serre. Theater

Basel, Schauspielhaus

18 h: Theaterfestival Basel 2018: Begüm Erciyas

– Voicing Pieces. Kaserne Basel, Rossstall 1

19:30 h: Requiem pour L. – Musiktheater von Alain

Platel und Fabrizio Cassol. Theater Basel, Gr. Bühne

andere Orte

Baden-Baden

12 h: Kurpark-Meeting – Party- und Gourmetmeile.

Eintritt frei. Kurhaus Baden-Baden, Kurgarten

Breisach

20 h: Dracula – Schauspiel nach Bram Stoker.

Festspiele Breisach

Emmendingen

11 h: Hochburgfest – Mit historischem Feldlager.

Eintritt frei. Burg- und Festungsruine Hochburg

Hüfingen

10 h: Römerfest – Zeitreise in die antike Welt der

Römer und Alamannen. Römische Badruine Hüfingen

St. Peter

17 h: Internationale Orgelkonzerte St. Peter 2018

Wladimir Matesic (Orgel) & Serena Arnò (Gesang).

Werke von Dupré, Wolf, Bossi u.a. Barockkirche

Europäischer Tag der jüdischen Kultur

2. September 2018

www.gedenkstaetten-bw.de

Mo 3. September

Freiburg

Musik

20 h: Ensemble Recherche & Freiburger

Barockorchester – Freiburg Ensemble-Akademie

Eröffnungskonzert. Werke von Grisey, Ingolfsson,

Hoffmann u.a. Ensemblehaus Freiburg

Partys

22 h: Tageins – Wechselnde DJs. Eintritt frei. Waldsee

Film

20:30 h: Unerwartete Begegnungen: Birnenkuchen

mit Lavendel – Spielfilm. Augustinum

Seniorenresidenz Freiburg, Seeterrasse

Basel

Theater & Tanz

18 h: Theaterfestival Basel 2018: Begüm Erciyas

– Voicing Pieces. Kaserne Basel, Rossstall 1

andere Orte

Sulzburg

20 h: 8. Orientalische Musik-Sommerakademie

– Angelika Moths trifft Imène Sahir. Arabische

Musik auf dem Chembalo. Klosterkirche St. Cyriak

Di 4. September

Freiburg

Allgemein

18:30 h: Veggie-Treffen – Vegetarierbund

Deutschland. Restaurant Adelhaus

Musik

11 h: Kinder-Sing-Woche – Für Kids zwischen 7

und 12 Jahren. Hochschule für Musik Freiburg

20 h: Uassyn – Jazz ohne Stress. Eintritt frei.

Waldsee Gaststätte

20:15 h: Internationale Orgelkonzerte – Mit Janette

Fishell. Werke von Sweelinck, Bach, Mendelssohn

u.a. Freiburger Münster

Film

20:30 h: Unerwartete Begegnungen: Die

unheimliche Begegnung der dritten Art – Science

Fiction. Augustinum Seniorenresidenz Freiburg,

Seeterrasse

Messen & Märkte

10 h: Flohmarkt – Bücher, Zeitschriften, Noten,

Hörbücher, Musik etc. Stadtbibliothek Freiburg,

Hauptstelle Münsterplatz, Bücherbusgarage,

Rückseite

Basel

Literatur

19 h: Éric Vuillard: Die Tagesordnung – Lesung.

Literaturhaus Basel

Theater & Tanz

17 h: Theaterfestival Basel 2018: Mamaza –

Garden State. Kaserne Basel

18 h: Theaterfestival Basel 2018: Begüm Erciyas

– Voicing Pieces. Kaserne Basel, Rossstall 1

20:30 h: Theaterfestival Basel 2018: Kornél

Mundruczó & Proton Theatre – Imitation of Life.

Kaserne Basel

andere Orte

Lörrach

18 h: Bildvortrag: Zeitenwende auf Schienen – Mit

Verkehrsjournalist Rolf Reißmann. Dreiländermuseum

Mi 5. September

Freiburg

Literatur

19:30 h: Den allerschönsten Apfel brach ich –

Ein literarisch-musikalisches Apfel-Programm.

Augustinum Seniorenresidenz Freiburg, Theater

Musik

20 h: Jonathan Bree – Elektro-Pop, New Wave.

Slow Club

Partys

22 h: Move To Groove – Wechselnde DJs. Eintritt

frei. Waldsee Gaststätte

Film

19:30 h: Terra Preta: Das Schwarze Gold des

Amazonas – Filmabend. Eintritt frei, Spenden

erbeten. Lernort Kunzenhof, Werkstatt beim Stall

Basel

Literatur

19 h: Lasha Bugadze: Writer in Residence –

Lesung mit Lukas Kubik. Literaturhaus Basel

Theater & Tanz

10 h: Theaterfestival Basel 2018: Mamaza –

Garden State. Kaserne Basel

21 h: Theaterfestival Basel 2018: Kornél Mundruczó

& Proton Theatre – Imitation of Life. Kaserne Basel

Historix Tours Freiburg

Historische Stadtführungen

365 Tage im Jahr, bei jedem Wetter

www.historix-tours.de

Do 6. September

Freiburg

Theater & Tanz

20:30 h: Unterm Birnbaum – Schauspiel von Theodor

Fontane. Open-Air. Theater der Immoralisten

Film

20:30 h: Unerwartete Begegnungen: The

Other Final – Dokumentation. Augustinum

Seniorenresidenz Freiburg, Seeterrasse

Basel

Musik

20 h: Noise Gate – Kara-Lis Coverdale & Marcel

Zaes. Experimental. Haus der elektronischen

Künste Basel

Theater & Tanz

10 h: Theaterfestival Basel 2018: Mamaza –

Garden State. Kaserne Basel


34 KULTUR JOKER VERANSTALTUNGEN

andere Orte

Lörrach

18 h: Bildvortrag: Wissenschaft wird Weltkultur –

Mit Dr. Hilmar Peter. Dreiländermuseum

Weil am Rhein

20:15 h: Guete Geister – Mundartkomödie des

Tam-Teams. TAM Theater am Mühlenrain

Fr 7. September

Freiburg

Musik

11 h: Das Klangbad – Percussive Meditation.

Anm.: info@petergraef.com. Marienkapelle auf

dem Lorettoberg

11 h: Kinder-Sing-Woche – Für Kids zwischen 7

und 12 Jahren. Hochschule für Musik Freiburg

19 h: Mehrklang – 3. Klangparcours am Waldsee.

Eintritt frei, Spenden erwünscht. Waldsee

Gaststätte

20 h: Soulfinger – Sweet Soul Music Revue. Hotel

Schloss Reinach

Theater & Tanz

20 h: Die Wunderübung – Komödie von Daniel

Glattauer. Cala Theater

20:30 h: Unterm Birnbaum – Schauspiel von

Theodor Fontane. Open-Air. Theater der

Immoralisten

Partys

23 h: I Love 80s – New Wave, Disco, Rock. Jazzhaus

Film

20:30 h: Unerwartete Begegnungen: Victoria und

Abdul – Spielfilm. Augustinum Seniorenresidenz

Freiburg, Seeterrasse

Basel

Musik

19:30 h: Collegium Musicum Basel – 1.

Abokonzert. Wiener Trio. Werke von Haydn,

Mozart, Beethoven. Musical Theater Basel

Theater & Tanz

10 h: Theaterfestival Basel 2018: Mamaza –

Garden State. Kaserne Basel

andere Orte

Bad Krozingen

19 h: Der Charmeur von Bad Krozingen –

Erlebnistour. Anm.: T.07633 4008163. Vita

Classica

Badenweiler

20:15 h: Der Mann, der Bäume pflanzte und

Die Botschaft der Baumfrau – Lesung. Das

LiteraTheater. Lustschlösschen Belvedere

Glottertal

19 h: Kastelruther Spatzen – Volksmusik.

Eichbergstadion

Kandern

13 h: Reitturnier, Budenfest und Rossmärt – In

Kandern. Kandern, Innenstadt und In der Au

Kirchzarten

16 h: Rock am Bach 2018 – Birth of Joy + Mama

Magnet + The Skaletons + Die Haiducken +

Cosmic Mints. Engenwaldgelände

Weil am Rhein

20:15 h: Guete Geister – Mundartkomödie des

Tam-Teams. TAM Theater am Mühlenrain

Sa 8. September

Freiburg

Allgemein

13 h: Reitturnier, Budenfest und Rossmärt – In

Kandern. Kandern, Innenstadt und In der Au

Musik

11:30 h: Orgelmusik zur Marktzeit – Mit Florian

Naab. Freiburger Münster

21 h: Wayne Graham – Alternative Rock, County.

Swamp

Theater & Tanz

20 h: Die Wunderübung – Komödie von Daniel

Glattauer. Cala Theater

20:30 h: Unterm Birnbaum – Schauspiel von

Theodor Fontane. Open-Air. Theater der

Immoralisten

Führungen

18 h: Nacht des Offenen Denkmals – Der

Bärenkeller. Vistatour. Zum Roten Bären

18 h: Tag des offenen Denkmals – Mit

Klosterführung, Weinverkostung und Musik.

Eintritt frei. Adelhauser Kloster

Partys

23 h: Connected: Die 90er Party – Rock, Pop,

Eurodance. Jazzhaus Freiburg

23 h: Schlager-Party – Schlager, Deutschrock,

Partyhits. Harmonie Gewölbekeller

Film

20 h: Unerwartete Begegnungen: Ein Herz

und eine Krone – Spielfilm. Augustinum

Seniorenresidenz Freiburg, Seeterrasse

Messen & Märkte

10 h: Baden Messe 2018 – Die größte

Publikumsmesse in Südbaden. Messe

Freiburg

Basel

Theater & Tanz

10 h: Theaterfestival Basel 2018: Mamaza –

Garden State. Kaserne Basel

16 + 17 + 18 h: Theaterfestival Basel 2018: Post

Uit Hessdalen – Pakman. Kaserne Basel

21 h: Theaterfestival Basel 2018: (La) Horde – To

Da Bone. Kaserne Basel

Partys

17 h: Sun.Set – DJs: Tini + Gianni Callipari.

Fondation Beyeler, Berower Park

andere Orte

Breisach

20 h: Dracula – Schauspiel nach Bram Stoker.

Festspiele Breisach

Hüfingen

10 h: Internationaler Töpfermarkt – Im Rahmen

der Internationalen Keramikwochen. Hüfingen,

Ortsmitte

„50 Jahre und immer noch frisch“

Jubiläum des iz3w mit einem Programm von September bis November

Das Informationszentrum

3. welt, kurz iz3w, übt bereits

seit 50 Jahren fundamentale

Kritik an einer Weltordnung,

die nur für einen kleinen Teil

der Weltbevölkerung komfortabel

ist. Der Blick nach vorne

richtet sich dabei auf die Möglichkeiten

internationaler Solidarität,

gerade auch zum 50.

Jubiläum. Vom 13. September

bis 30. November reflektieren

über 20 Veranstaltungen die

Geschichte des iz3w, aber auch

seine Inhalte. Eine Kooperation

zwischen dem iz3w und dem

Kommunalen Kino mit dem Titel

„50 Jahre und immer noch

bissig“.

Die Eröffnung macht die

Vernissage der Ausstellung

„50 Jahre Unerhörtes“ (14.09.

bis 21.10.) am 13. September,

20 Uhr mit Sekt, Musik und

vielen Gesprächen. In der Galerie

des Alten Wiehrebahnhofs

wird die Geschichte des iz3w

noch einmal richtig greifbar,

über Plakate, Heftcover, aber

auch Stimmen aus dem Off.

Am 19. September, 19.30 Uhr

startet das allwöchentliche,

politische Mittwochskino, das

parallel zur Veranstaltungsreihe

im Kommunalen Kino

laufen wird. Den Auftakt bildet

der Film Revenir über den

Geflüchteten Kumut Imesh,

Kirchzarten

16 h: Rock am Bach 2018 – Rasga Rasga +

Götz Widmann + Gigolo Reinhardt-Jazztett

+ Harvey Rushmore and the Octopus u.a.

Engenwaldgelände

Lenzkirch

11 h: Familienfest Lenzkirch – Mit Spielmobil,

Mitmachaktionen für Kinder und mehr. Brauerei

Rogg

Weil am Rhein

20:15 h: Guete Geister – Mundartkomödie des

Tam-Teams. TAM Theater am Mühlenrain

So 9. September

Freiburg

Musik

11 h: Die Klangmatinee – Oberton & Heilgesang.

Marienkapelle auf dem Lorettoberg

11 h: Konzerte im Freien – Freiburger

Blasorchester. Musikpavillon im Stadtgarten

11 h: Mehrklang – 3. Klangparcours am Waldsee.

Eintritt frei, Spenden erwünscht. Waldsee

Gaststätte

11 h: Tag des offenen Denkmals – Mit

Orgelmatinée und Kinderprogramm. Eintritt frei.

Adelhauser Kloster

15 h: Konzerte im Freien – Freiburger

Blasorchester. Seebühne im Seepark

20 h: Laith Al-Deen – Pop. Jazzhaus Freiburg

Messen & Märkte

10 h: Baden Messe 2018 – Die größte

Publikumsmesse in Südbaden. Messe Freiburg

Internationale Keramikwochen

Hüfingem

8. – 23. September 2018

www.huefingen.de/keramik

der seine damalige Fluchtroute

nach Afrika zurückverfolgt. Er

und der Regisseur David Fedele

sind bei der Vorführung anwesend.

Beim nächsten Mittwochskino

am 26. September,

19.30 Uhr ist es dann Sink, der

die schwierige Beziehung einer

Schwarzen zu einem weißen

Doğan Akhanlı

Foto: privat

Paar schildert, eine Erzählung

über ökonomische Zwänge und

persönliche Abneigung. Am 27.

September, 20 Uhr findet im E-

Werk eine Lesung und Diskussion

mit Doğan Akhanlı statt,

Thema: „Verhaftung in Granada

– Meinungsfreiheit in Gefahr“.

Akhanlı hatte als Autor

Basel

Literatur

19 h: Sofalesung – Mit Judith Keller. Ort wird bei

Anm. bekannt gegeben: sofalesungen.ch. Basel

(verschiedene Orte)

Theater & Tanz

16 + 17 + 18 h: Theaterfestival Basel 2018: Post

Uit Hessdalen – Pakman. Kaserne Basel

19 h: Theaterfestival Basel 2018: (La) Horde – To

Da Bone. Kaserne Basel

andere Orte

Badenweiler

16 h: Seine Majestät Großherzog Friedrich I. lässt

bitten – Historisch-schauspielerische Führung.

Kurhaus Badenweiler

Breisach

18 h: Jour fixe musical 1: Fluchtpunkt Palästina

– Mit Chihiro Ishii (Violine). Werke von Ben-Haim

und Wolpe. Blaues Haus Breisach

Gundelfingen

18 h: Barockensemble der Musikhochschule

Gundelfingen – Werke von Schütz,

Telemann, Händel u.a. Eintritt frei. Ev. Kirche

Gundelfingen

Gutach (Schwarzwaldbahn)

11 h: Unterm Apfelbaum – Thementag.

Schwarzwälder Freilichtmuseum

Vogtsbauernhof

Hüfingen

11 h: Internationaler Töpfermarkt – Im Rahmen

der Internationalen Keramikwochen. Hüfingen,

Ortsmitte

Offenburg

17 h: Barockmusik im Kloster – Werke von

Telemann, Händel, Mozart u.a. Benefizkonzert für

Nothilfe. Kloster Unserer Lieben Frau Offenburg,

Barocksaal

Vogtsburg

19 h: Ensemble Urban Baroque – Händelmania.

Werke von Händel. Kirche St. Michael

Niederrotweil

viel mit den türkischen Behörden

zu kämpfen. Hier reflektiert

er kritisch, aber auch humorvoll

seinen Lebensweg.

Am 3. Oktober, 19.30 Uhr

folgt zum Tag der deutschen

Vielfalt eine kleine Werkschau

des Regisseurs Hans A.

Guttners, der sich dem Leben

der sogenannten „GastarbeiterInnen“

widmete. Seine Filme

Alamanya Alamanya – Germania

Germania (Kurzfilm)

und Familie Villano kehrt nicht

zurück gehen differenziert auf

Lebensschicksale ein, die bis

in die 1990er Jahre nur selten

filmisch aufgearbeitet wurden.

Weitere Veranstaltungen im

Oktober und November sind

u.a. die Buchvorstellung und

Diskussion „Feministisch streiten“

(11. Oktober, 20 Uhr, jos

fritz Buchhandlung), der Vortrag

„‚Freiwillige‘ Rückkehr

statt Abschiebung?“ (18. Oktober,

20 Uhr, Passage 46), Aya

Cissokos Lesung ihres Romans

Ma (7. November, 19 Uhr, Kommunales

Kino), ein geschichtskritischer

Stadtrundgang durch

Freiburg (9. November, 17 Uhr,

Platz der alten Synagoge) und

ein Gespräch zu „Agrobusiness

und Ernährungssicherheit“ (30.

November, 20 Uhr, Weingut

Andreas Dilger, Urachstr. 3).

Weitere Infos: www.iz3w.org

Mo 10. September

Freiburg

Musik

20 h: NoBunny – Garage, Punk, Trash.

Großartige Live-Show!! Zusammengelegt mit

The Roves – Rock, Beat. Beides im Cafe Atlantik

Partys

22 h: Tageins – Wechselnde DJs. Eintritt frei.

Waldsee Gaststätte

Messen & Märkte

10 h: Baden Messe 2018 – Die größte

Publikumsmesse in Südbaden. Messe Freiburg

andere Orte

Kandern

13 h: Reitturnier, Budenfest und Rossmärt – In

Kandern. Kandern, Innenstadt und In der Au

Di 11. September

Freiburg

Kunst

12:30 h: Mittelalterliche Kirchenfresken im

Markgräflerland – Halbtagesexkursion. Veranstalter:

Waldhof Freiburg. Abfahrt: Konzerthaus Freiburg

Musik

20 h: Jazzflicker – Jazz ohne Stress. Eintritt frei.

Waldsee Gaststätte

20:15 h: Internationale Orgelkonzerte – Mit Eric

Lebrun. Werke von Bach, de Grigny, Guilmant u.a.

Freiburger Münster

Führungen

18 h: Vom Paradies zur Insel – Digi-Tour.

Vistatour. Treffpunkt: Theater Freiburg

Messen & Märkte

10 h: Baden Messe 2018 – Die größte

Publikumsmesse in Südbaden. Messe Freiburg

andere Orte

Badenweiler

19:30 h: Vortrag mit Musik – Literarisch–

musikalisches Programm. Werke von Pachelbel,

Buxtehude, Bach u.a. Eintritt frei, Spenden

erbeten. Ev. Pauluskirche Badenweiler

St. Blasien

20:15 h: Giulia Biagetti – Werke von Bach, Becker, Yon

u.a. Internationale Domkonzerte 2018. Dom St. Blasien

Mi 12. September

Freiburg

Musik

20 h: Interessengemeinschaft Freiburger

Komponisten – KlangBild: Extra. E-Werk Freiburg

Partys

22 h: Move To Groove – Wechselnde DJs. Eintritt

frei. Waldsee Gaststätte

Messen & Märkte

10 h: Baden Messe 2018 – Die größte

Publikumsmesse in Südbaden. Messe Freiburg

andere Orte

Kandern

20:30 h: Rob Mo & Willie J Laws – Blues. ChaBah

Lörrach

19:30 h: Sinfonieorchester Basel: Ivor lädt ein –

Werke von Fauré, Falla, Beethoven. Burghof Lörrach

Do 13. September

Freiburg

Literatur

19 h: Indien von Innen: Intensiv – Ein Abend mit

Rainer Thielmann. Augustinum Seniorenresidenz

Freiburg, Theater

20 h: Einfach so – Poesie, Musik und Du.

Hilda 5 (Kulturaggregat)


VERANSTALTUNGEN KULTUR JOKER 35

Musik

20 h: Detachments – Post-Punk, Wave. Slow Club

Vorträge & Gespräche

19 h: Heiner Flassbeck und Paul Steinhardt:

Gescheiterte Globalisierung – Vortrag. Freiburger

Diskurse e.V. Universität Freiburg, KG II, Hörsaal

2006

Messen & Märkte

10 h: Baden Messe 2018 – Die größte

Publikumsmesse in Südbaden. Messe Freiburg

Basel

Literatur

19 h: Jennifer Clement: Gun Love – Lesung mit

Claudia Jahn. Lesung auf Deutsch, Gespräch auf

Englisch. Literaturhaus Basel

Musik

19:30 h: Kammerorchester Basel – Thank You,

Lenny. Martinskirche Basel

Theater & Tanz

19:30 h: PREMIERE: König Arthur – Semi-Oper

von Henry Purcell und John Dryden. Theater

Basel, Große Bühne

andere Orte

Weil am Rhein

20:15 h: Die 2 und der mit der Tuba – Folklore,

Jazz, Country. TAM Theater am Mühlenrain

Fr 14. September

Freiburg

Kunst

18 h: Nocturne – Rundgang durch Freiburger

Kunsträume. Freiburg (verschiedene Orte)

Literatur

18:30 h: Haslacher Freitext #8 – Lesung am Feuer

zum Thema Beziehungen. Hinterhof, Uffhauser Str. 4

Musik

20 h: Das Vereinsheim – Pop. E-Werk Freiburg, Saal

Theater & Tanz

18 h: Easy Street – Straßentheaterfestival. Lederleplatz

20 h: Gut gegen Nordwind – Liebeskomödie von

Daniel Glattauer. Cala Theater

20:30 h: Bernd Lafrenz: Die Lustigen Weiber

von Windsor – Frei-komisch nach Shakespeare.

E-Werk Freiburg

Kabarett & Comedy

20 h: Marcus Jeroch – Schöner denken.

Literarieté. Vorderhaus

Partys

20 h: Elektro Beat Party – DJs: Funkenschleuder,

DJ Lars. Slow Club

Film

19:30 h: Cinema Augustinum: Palmyra – Essayfilm.

Augustinum Seniorenresidenz Freiburg, Theater

Messen & Märkte

10 h: Baden Messe 2018 – Die größte

Publikumsmesse in Südbaden. Messe Freiburg

Basel

Musik

07 h: Looping Journey 3 – Improvisationen am

frühen Morgen. Basel (verschiedene Orte),

Treffpunkt: Kiosk Wettsteinplatz

Theater & Tanz

19:30 h: PREMIERE: Tartuffe oder das Schwein

der Weisen – Komödie von PeterLicht nach

Molière. Theater Basel, Schauspielhaus

andere Orte

Bad Krozingen

18:30 h: Schlosskonzerte: Festliche Tage

Alter Musik – Der hellste Musiker. Werke von

Mendelssohn. Mit Vortrag von Dr. Rüdiger Nolte.

Schloss Bad Krozingen

Breitnau

20 h: Colla Voce und Gareth Reaks Combo – Jazz,

Pop. 10. Hochschwarzwälder Kleinkunst Festival.

Alter Pfarrhof Breitnau

Müllheim

20 h: Jochen Malmsheimer – Dogensuppe

Herzogin: Ein Austopf mit Einlage. Martinskirche

Müllheim

Weil am Rhein

20:15 h: Guete Geister – Mundartkomödie des

Tam-Teams. TAM Theater am Mühlenrain

Sa 15. September

Freiburg

Allgemein

09 h: Freiburg Health Race – Gesundheitstag.

Anm. zum Lauf: www.freiburg-health-race.de.

Diakoniekrankenhaus Freiburg

Musik

11:30 h: Orgelmusik zur Marktzeit – Mit Martina

van Lengerich. Freiburger Münster

20 h: Gladbeck City Bombing – Elektro-Punk,

Performance. Slow Club

20 h: Jazzfestival Freiburg 2018

Eröffnungsabend: Minigipfel. Jazzhaus Freiburg

20:15 h: 250. Kaufhaus-Serenade: Flötenquartette

– Camerata Instrumentale Freiburg. Werke von

Schulz, Michael und Ries. Historisches Kaufhaus

Freiburg, Kaisersaal

20:30 h: Toxoplasma – Punkrock. Walfisch

Theater & Tanz

16 h: Easy Street – Straßentheaterfestival.

Kommunales Kino Freiburg

20 h: Gut gegen Nordwind – Liebeskomödie von

Daniel Glattauer. Cala Theater

Kabarett & Comedy

20 h: Sulaiman Masomi – Keine Angst, ich kann

Deutsch. Vorderhaus

Partys

22 h: SchwuLesDance – Gay-Lesbian Party der

Rosa Hilfe Freiburg. Waldsee Gaststätte

23 h: 90er Dance Party – Rap, Rock, Eurodance.

Harmonie Gewölbekeller

23 h: Inthemix: Die 2000er Party – Elektro-Pop,

Indierock, Charts. Jazzhaus Freiburg

Messen & Märkte

10 h: Baden Messe 2018 – Die größte

Publikumsmesse in Südbaden. Messe Freiburg

Basel

Theater & Tanz

19:30 h: König Arthur – Semi-Oper von Henry Purcell

und John Dryden. Theater Basel, Große Bühne

andere Orte

Bad Krozingen

19:30 h: Tanzparty – The Beat Goes On. Kurhaus

Bad Krozingen

Badenweiler

20:15 h: Michael Herl – Wer kocht, schießt nicht.

Satire. Kurhaus Badenweiler

Breitnau

20 h: Olga B. – Tango, Poesie. 10.

Hochschwarzwälder Kleinkunst Festival. Alter

Pfarrhof Breitnau

Emmendingen

19 h: Tierisch-Musikalisch – Konzert für 2 Blockflöten

und Orgel. Werke von Honegger, Rimsky-Korsakov,

Dorwarth u.a. Ev. Stadtkirche Emmendingen

Endingen

20:30 h: Sag, wem gehört die schöne Stadt –

Bürgerbühne Stadt Erlebnis Endingen. Deutsche

Kammerschauspiele. Müllers Scheune

Hartheim

20 h: Bernd Lafrenz – Liebe, Lust und Leidenschaft.

Salmen Hartheim, Theatersaal

St. Blasien

20:15 h: Ensemble Capella della Torre – Werke

von Landini, Petrucci, Desprez u.a. Internationale

Domkonzerte 2018. Dom St. Blasien

Vogtsburg

19 h: Arnold Stadler und Christa Wetter (Orgel) – Lesung

mit Orgelmusik. Kirche St. Michael Niederrotweil

Weil am Rhein

20:15 h: Guete Geister – Mundartkomödie des

Tam-Teams. TAM Theater am Mühlenrain

So 16. September

Freiburg

Musik

11 h: Konzerte im Freien – Musikverein Ebnet.

Waldsee Gaststätte

11 h: Welcome-Konzert – Philharmonisches

Orchester Freiburg. Werke von Mozart,

Tschaikowsky u.a. Theater Freiburg, Großes Haus

15 h: Konzerte im Freien – Akkordeon-Orchester

Freiburg. Musikpavillon im Stadtgarten

15 h: Konzerte im Freien – Skyline Big Band

Musikverein Landwasser. Seebühne im Seepark

20 h: Jazzfestival Freiburg 2018: De-Phazz –

Downbeat, Jazz. Jazzhaus Freiburg

20 h: Partnerstädte-Konzert – 6 Städte, 6

Stimmen. Theater Freiburg, Großes Haus

Theater & Tanz

15 h: Easy Street – Straßentheaterfestival.

Tennenbacherplatz

Messen & Märkte

10 h: Baden Messe 2018 – Die größte

Publikumsmesse in Südbaden. Messe Freiburg

11 h: Tuniberger Käsemarkt – Mit regionalen und

internationalen Käsespezialitäten. Eintritt frei.

Hotel Schloss Reinach

Basel

Musik

21 h: Basel Sinfonietta – Crumb tanzt mit Beat. Werke

von Crumb, Furrer und Birtwistle. Musical Theater Basel

andere Orte

Bad Krozingen

17 h: Schlosskonzerte: Festliche Tage Alter Musik

– Der hellste Musiker. Werke von Mendelssohn.

Schloss Bad Krozingen

Badenweiler

11 h: Tiny Ballroom Orchestra – Jazz, Rock, Blues,

Funk. Kurhaus Badenweiler, Annette-Kolb-Saal


36 KULTUR JOKER VERANSTALTUNGEN

Hesse, Brecht, Buddha

Hermann Hesse und Bertold

Brecht nennt man selten im

selben Atemzug. Eine Verbindung

ist aber nicht zu übersehen

und zentral für beider Künstler

Schaffen: die Orientierung

an der geistigen Welt Indiens,

Chinas und Japans. Buddha und

Laotse sowie der Zen haben das

Freiburg

Werk der Dichter maßgeblich

bestimmt. Mit einer begleitenden

Lesung einiger Textbeispiele

spricht Prof. Dr. Karl-Josef Kuschel

über die Dichter und ihren

Bezug zu den fernen Denkweisen.

Der Vortrag findet am 25.

September, 19 Uhr in der katholischen

Akademie Freiburg statt.

50 Jahr, graues Haar Oberrimsingen

Foto: Marco Ricciardo

Müllheim nach 1918

Dieses Jahr jähren sich die Jubiläen

zu Marksteinen der Demokratiegeschichte:

1818, 1848,

1918, 1938, 1968. Nur welche

Auswirkungen hatten diese

Ereignisse auf Müllheim und

das Markgräflerland? In einer

Veranstaltungsreihe geht das

Junges Theater

Wachstumsparty

Klimawandel, Schuldenkrisen

und Verknappung der Ressourcen

zeigen, dass die Wachstumsparty

vorbei ist. Folglich

sind die Möglichkeiten einer

Postwachstumsökonomie auszuloten.

Welcher Wandel, welche

Institutionen, welche Konsumund

Produktionsmuster damit

einhergingen und welche Wege

in eine Wirtschaftsordnung führen,

die auch ohne permanentes

Uli Böttcher nimmt sich mit

seinem Soloprogramm dem

Silberücken an, dem Mann in

den 50ern. Da geht es um die

Freuden eines reifen Lebens,

aber auch um unverhoffte Unwägbarkeiten

wie die plötzlich

seltsamen Eltern, junge Frauen

und natürlich die Anstrengung,

die so manche eigentlich erfrischende

sportliche Bewegung

doch bringen sollte.

Uli Böttcher tritt mit seinem

Programm „Ü 50 - Silberrücken

im Nebel“ am 21. September, 20

Uhr auf der Kleinkunstbühne

im Schloss Rimsingen auf.

Müllheim

Markgräfler Museum Müllheim

dieser Frage ausführlich nach.

Was nach 1918 im beschaulichen

Markgräflerland geschah, zeigt

der Historiker Markus Eisen am

26. September, 18 Uhr innerhalb

der Sonderausstellung „Zeitwende.

1920er Jahre in Müllheim.“

Freiburg

Im Südufer gibt es ein neues

Format: tanzwuchs|freiburg.

Am 22. und 23. September, 20

Uhr findet ein Performanceabend

mit sechs verschiedenen

Tanzstücken statt. Dahinter

stecken NachwuchschoreografInnen

und NachwuchstänzerInnen.

Im Anschluss an die

Aufführungen treten KünstlerInnen

und Publikum ins

Gespräch. Neben den Performances

gibt es eine Ausstellung

mit Skizzen, Fotografien und

vielem mehr, das den Entstehungsprozess

der Stücke transparent

macht. Geöffnet hat die

Ausstellung an den Veranstaltungstagen

von 16 bis 20 Uhr.

Foto: Fidel Gómez-Sánchez

Freiburg

Wachstum für soziale Stabilität

sorgen könnte, sind Fragen,

denen Prof. Dr. Niko Paech,

Wirtschaftswissenschaftliche

Fakultät der Universität Siegen in

einem Vortrag nachgehen wird.

Paech kommt auf Einladung

des BUND-Regionalverbandes,

BUND Freiburg, Schönberg

und Staufen/Sulzburg am 27.

September, 19.30 Uhr im Hörsaal

1098 der Universität.

Breitnau

18 h: Rhinwald Sounds – Mundart. 10. Hochschwarzwälder

Kleinkunst Festival. Alter Pfarrhof Breitnau

Endingen

20:30 h: Sag, wem gehört die schöne Stadt –

Bürgerbühne Stadt Erlebnis Endingen. Deutsche

Kammerschauspiele. Müllers Scheune

St. Ulrich

10:30 h: Konzerte St. Trudpert – Wanderkonzert

von Kloster zu Kloster. Start: Kirche St. Peter und

Paul St. Ulrich

Staufen

18 h: Alexander Vassiliev (Gesang) & Karina Cveigoren

(Klavier) – Liederabend. Stubenhaus Staufen

Weil am Rhein

19:15 h: Die Waffeln der Frau – Duo Duelle. TAM

Theater am Mühlenrain

Mo 17. September

Freiburg

Musik

14:30 h: Jazzfestival Freiburg 2018 – 6.

Internationaler Piano-Wettbewerb. E-Werk Freiburg

20:30 h: Jazzfestival Freiburg 2018: Hendrika

Entzian Quartet – Jazz. Gasthaus Schützen

Partys

22 h: Tageins – Wechselnde DJs. Eintritt frei.

Waldsee Gaststätte

Film

19:30 h: Ma Loute – Ciné-club. Kommunales

Kino Freiburg

Vorträge & Gespräche

19 h: Geld ist mehr als nur Tausch- und

Zahlungsmittel – Expertengespräch mit Dr.

Christina Alff und Wilfried Münch. Augustinum

Seniorenresidenz Freiburg, Theater

Sommernachts-Kino

Im Schwarzen Kloster Freiburg

27. Juli – 2. September 2018

www.sommernachts-kino.de

Di 18. September

Freiburg

Musik

19:30 h: Jazzfestival Freiburg 2018 – 6.

Internationaler Piano-Wettbewerb. E-Werk

Freiburg

20 h: Jazzfestival Freiburg 2018: Mammal Hands

– Jazz, Folk, Klassik. Jazzhaus Freiburg

20 h: Sika Trio – Jazz ohne Stress. Eintritt frei.

Waldsee Gaststätte

20:15 h: Internationale Orgelkonzerte – Mit

Konstantin Reymaier. Werke von Mozart,

Bruckner und Farrington. Freiburger Münster

20:30 h: Jazzfestival Freiburg 2018: Nösig/Kuhn/

Bauser/Pape – Hammond Jazz Night Special.

Jos Fritz Café

Führungen

18 h: Vom Kloster zum College – Die Kartaus

damals und heute. Vistatour. Treffpunkt:

Haupteingang UWC Robert Bosch College

Basel

Theater & Tanz

19:30 h: Grease – Musical. Musical Theater Basel

19:30 h: Tartuffe oder das Schwein der Weisen

– Komödie von PeterLicht nach Molière. Theater

Basel, Schauspielhaus

andere Orte

Breitnau

19:30 h: Sagenwanderung – Mit der Breitnauer

Bauernbühne. 10. Hochschwarzwälder Kleinkunst

Festival. Treffpunkt: Alter Pfarrhof Breitnau

St. Blasien

20:15 h: Letizia Romiti – Werke von Bach, Boely,

Schumann u.a. Internationale Domkonzerte 2018.

Dom St. Blasien

Straßburg

20 h: Il barbiere di Siviglia – Opera Buffa von

Gioacchino Rossini. Opéra national du Rhin

Mi 19. September

Freiburg

Musik

20 h: Jazzfestival Freiburg 2018 – 6.

Internationaler Piano-Wettbewerb: Endrunde.

Jazzhaus Freiburg

20:15 h: Liederaben.de – Carolyn Sampson

(Sopran) & Joseph Middelton (Piano). Werke von

Strauss, Brahms, Saint-Saens u.a. Historisches

Kaufhaus Freiburg

20:30 h: Jazzfestival Freiburg 2018: Klangformator

– Beatdenker + Kid Be Kid. E-Werk Freiburg

Partys

22 h: Move To Groove – Wechselnde DJs. Eintritt

frei. Waldsee Gaststätte

Vorträge & Gespräche

18 h: Notgeld in schwerer Zeit – Vortrag von

Dirk Schindelbeck. Waldhof Akademie für

Weiterbildung

Basel

Literatur

19 h: Sinfonie en route – Mit Eva Menasse und

Silke Gäng. Literaturhaus Basel

Theater & Tanz

18 h: Grease – Musical. Musical Theater Basel

andere Orte

Breitnau

20 h: Offene Bühne – Mit Laien und Profis. 10.

Hochschwarzwälder Kleinkunst Festival. Alter

Pfarrhof Breitnau

Kandern

20:30 h: Ryan McGarvey – Bluesrock. ChaBah

Pratteln

19 h: Haggard – Metal, Klassik. Konzertfabrik Z7

Titisee-Neustadt

20 h: Dinner für Spinner – Von Francis Veber.

Kurhaus Titisee

Do 20. September

Freiburg

Musik

20 h: Jazzfestival Freiburg 2018: Lars Danielsson

Quartett – Jazz. Jazzhaus Freiburg

22 h: Jazzfestival Freiburg 2018 – Jam-Night.

Jazzhaus Freiburg

Kabarett & Comedy

20 h: Jason Bartsch – Heiterkeit als Recht auf

Freizeit. Cala Theater

Partys

22 h: 2 Years Down by the Lake – DJs: Move

D, Julius Steinhoff. Deep House. Waldsee

Gaststätte

Basel

Literatur

19 h: Angelika Overath: Ein Winter in Istanbul:

Lesung. Literaturhaus Basel

Theater & Tanz

19:30 h: Grease – Musical. Musical Theater Basel

20 h: PREMIERE: Don‘t tell the kids – Tanzabend

von Richard Wherlock. Mit Musik von The Velvet

Underground. Theater Basel, Kleine Bühne

andere Orte

Baden-Baden

20 h: Vocal Recall – Musikkabarett. Kurhaus

Baden-Baden

Bollschweil

20 h: Non Tacet – Percussion Night. Bolando

Dorfgasthaus

Kirchzarten

20 h: Viva la libertà – Italienischer Abend mit

Reinhold Joppich und Mario Di Leo. Buchladen

in der Rainhof Scheune

Merzhausen

20 h: Jazzfestival Freiburg 2018: Three Fall &

Melane – Jazz, HipHop, Afrobeat, Reggae. Forum

Merzhausen

Straßburg

20 h: Il barbiere di Siviglia – Opera Buffa von

Gioacchino Rossini. Opéra national du Rhin

Fr 21. September

Freiburg

Musik

20 h: Lilly Among Clouds – Indie-Pop. Jazzhaus

Freiburg

20 h: PREMIERE: Die Schönen – Der

Schauspieldirektor. Komödie mit Musik von

Mozart. Musiktheater im E-Werk

Theater & Tanz

20 h: Der perfekte Mann – Schauspiel von Morten

Feldmann. Cala Theater

Kabarett & Comedy

20 h: Jan Philipp Zymny – Kinder der Weirdness.

Stand-up Komik. Vorderhaus

Führungen

16 h: Von der Schule zum Bildungshaus –

Erweiterung der Adolf-Reichwein-Schule.

Architekturforum Freiburg. Treffpunkt: Adolf-

Reichwein-Schule, Bugginger Str. 83

Vorträge & Gespräche

15:30 h: Welche Veränderung bringt fairer

Handel? – Mit Stefanie Osten vom Weltladen-

Herdern. Augustinum Seniorenresidenz Freiburg,

Theater

Basel

Musik

21 h: Kammerorchester Basel – Nachtklang

Experimental I. Druckereihalle im Ackermannshof

Theater & Tanz

19:30 h: Grease – Musical. Musical Theater Basel

20 h: Esther. Eine Geschichte vom Bruderholz –

Schauspiel nach einem Roman von Lore Berger.

Theater Basel, Nachtcafé/Box

andere Orte

Badenweiler

20:15 h: Stufen – Hermann Hesse. Portrait aus

Gedichten, Texten und Musik von und mit Martin

Lunz, das Literatheater. Kurhaus Badenweiler

Breisach

20 h: Uli Böttcher – Ü50: Silberrücken im Nebel.

Kleinkunstbühne Schloss Rimsingen

Breitnau

20 h: Anne Folger – Selbstläufer. Musikkabarett.

10. Hochschwarzwälder Kleinkunst Festival. Alter

Pfarrhof Breitnau

Freiburg

20 h: Jazzfestival Freiburg 2018: Mare Nostrum

– Jazz. E-Werk Freiburg

Staufen

10 h: Staufener Zeitreise – STAdtGESchichten

2018. Staufen (verschiedene Orte)

Sulzburg

20 h: Markgräfler Musikherbst 2018: Singer Pur

– Von Regensburg nach New York. Werke von

Hayden, Dvorak. Klosterkirche St. Cyriak

Waldkirch

20 h: Einfach so – Poesie, Musik und Du. Theater

am Kastelberg

Weil am Rhein

20:15 h: Guete Geister – Mundartkomödie des

Tam-Teams. TAM Theater am Mühlenrain

Sa 22. September

Freiburg

Literatur

20:15 h: Schall&Rausch – Die ultimative

Freiburger Late Night Show. Theater Freiburg,

Kleines Haus

Musik

11:30 h: Orgelmusik zur Marktzeit – Mit Christina

Yeo. Freiburger Münster

17 h: Ensemble Convivium – Es taget vor

dem Walde. Chormusik aus Renaissance und

Frühbarock. Kirche St. Ursula/Altkatholische

Kirche

19:30 h: Weltklassik am Klavier: Susanna

Kadzhoyan – Werke von Schubert, Liszt und

Chopin. Augustinum Seniorenresidenz Freiburg,

Theater

20 h: Die Schönen – Der Schauspieldirektor.

Komödie mit Musik von Mozart. Musiktheater

im E-Werk

20 h: Philipp Poisel – Pop. Haus der Jugend

20 h: Rea Garvey – Rock. Sick-Arena


VERANSTALTUNGEN KULTUR JOKER 37

21 h: Cub & Wolf – Indie-Rock, County. Swamp

23 h: Inthemix: Die 2000er Party – Elektro-Pop,

Indierock, Charts. Jazzhaus Freiburg

Theater & Tanz

20 h: Impro Krimi – Theater L.U.S.T. Cala Theater

20 h: Tanzwuchs – Performanceabend. Südufer

Kabarett & Comedy

20 h: Marc Hofmann – Der Klassenfeind: Best

of & Neuer Irrsinn. Kabarett, Lesung, Musik.

Vorderhaus

Partys

23 h: Rap Attack – Mit DJ Mad. Hip-Hop, Rap,

Trap. Freizeichen (Artik in ehem. Schmitz Katze)

Vorträge & Gespräche

17 h: Edmund Husserl: Leben und Werk –

Einführung von Prof. Dr. Hans-Helmuth Gander.

Waldhof Akademie für Weiterbildung

Basel

Kunst

16 h: Oslo Night – Kulturfestival. Eintritt frei. Haus

der elektronischen Künste Basel

Theater & Tanz

15 + 19:30 h: Grease – Musical. Musical Theater

Basel

20 h: Medea – Schauspiel nach Euripides. Theater

Basel, Kleine Bühne

andere Orte

Badenweiler

20:15 h: Bach-Zeit: Lobgesang – Chorkonzert.

Werke von Bach. Eintritt frei, Spende erbeten.

Ev. Pauluskirche Badenweiler

Breitnau

20 h: Fidelius Waldvogel und Marlies Blume – Das

BaWü-Menü: zum Fressen gern. Kabarett. 10.

Hochschwarzwälder Kleinkunst Festival. Alter

Pfarrhof Breitnau

Endingen

20:30 h: Sag, wem gehört die schöne Stadt –

Bürgerbühne Stadt Erlebnis Endingen. Deutsche

Kammerschauspiele. Müllers Scheune

Freiburg

20 h: Jazzfestival Freiburg 2018: Michael Wollny

Trio – Jazz. E-Werk Freiburg

23 h: Inthemix: Die 2000er Party – Elektro-Pop,

Indierock, Charts. E-Werk Freiburg

Herbolzheim

19 h: Mirko Rechnitzer – Orgel-Gesprächskonzert

zum Thema Orgelchoral. Ev. Bergkirche

Herbolzheim

Hinterzarten

17 h: Freiburger Senioren-Salonorchester –

Kurkonzert. Kurhaus Hinterzarten

Kandern

10 h: Töpfermarkt Kandern – Mit führenden

KeramikerInnen aus dem gesamten Bundesgebiet.

Blumenplatz Kandern

Staufen

10 h: Staufener Zeitreise – STAdtGESchichten

2018. Staufen (verschiedene Orte)

Straßburg

20 h: Il barbiere di Siviglia – Opera Buffa von

Gioacchino Rossini. Opéra national du Rhin

So 23. September

Freiburg

Musik

11 h: Konzerte im Freien – Musikverein Freiburg-

St. Georgen. Waldsee Gaststätte

11 h: Konzerte im Freien – Musikverein Freiburger

Verkehrs AG e.V. Musikpavillon im Stadtgarten

14 h: Jazzfestival Freiburg 2018 – Jazz ‚n‘ Green.

Musikpavillon im Stadtgarten

17 h: L‘Octuor de Cuivres d´Alsace – Blech für

einen guten Zweck. Werke von Gabrieli, Purcell,

Locke u.a. Kath. Kirche St. Barbara

17 h: Musica Humana Freiburg – English Songs.

Eintritt frei, Spenden erbeten. Dominikanerkloster

St. Albert

19 h: SWR Symphonieorchester –

Orchesterkonzert. Werke von Mahler. Einführung

18 Uhr. Konzerthaus Freiburg

20 h: Jazzfestival Freiburg 2018: Shalosh – Jazz,

Pop, Rock. Jazzhaus Freiburg

Theater & Tanz

20 h: Tanzwuchs – Performanceabend. Südufer

Kabarett & Comedy

19 h: Henning Venske – Summa summarum.

Vorderhaus

Basel

Theater & Tanz

11 h: Pélleas et Mélisande – Matinée. Theater

Basel, Foyer große Bühne

14:30 + 18:30 h: Grease – Musical. Musical

Theater Basel

18:30 h: König Arthur – Semi-Oper von Henry

Purcell und John Dryden. Theater Basel, Große

Bühne

andere Orte

Badenweiler

13:30 h: Bach-Zeit: Orgel-Tasta-Tour – Kultur

und Orgelwanderung mit Musik, Kultur und

Kirchengeschichte. Anm.: tourist@badenweiler.

de. Treffpunkt: Bushaltestelle Ev. Pauluskirche

Endingen

20:30 h: Sag, wem gehört die schöne Stadt –

Bürgerbühne Stadt Erlebnis Endingen. Deutsche

Kammerschauspiele. Müllers Scheune

Kandern

11 h: Töpfermarkt Kandern – Mit führenden

KeramikerInnen aus dem gesamten Bundesgebiet.

Blumenplatz Kandern

Staufen

11 h: Staufener Zeitreise – STAdtGESchichten

2018. Staufen (verschiedene Orte)

Sulzburg

17 h: Weltklassik am Klavier: Susanna Kadzhoyan

– Werke von Schubert, Liszt und Chopin. Gutshof

Güntert

Waldkirch

11 h: Ostertag-Streichtrio – Werke von Beethoven

und Kodály. Konzertsaal „Am Bruckwald“

Weil am Rhein

14 h: 24-Stops: Rehberger-Weg –

Expertenführung. Anm.: www.24stops.info.

Treffpunkt: Vitra Campus

Interkulturelle Woche Emmendingen

21. September – 3. Oktober 2018

www.emmendingen.de

Mo 24. September

Freiburg

Musik

15 h: Litfass-Festival 2018 – The Yes We Can

Week. Litfass

Partys

22 h: Tageins – Wechselnde DJs. Eintritt frei.

Waldsee Gaststätte

Vorträge & Gespräche

18 h: Erbsen zählen für die Umwelt – Vortrag und

Diskussion mit Christian Hiß. Katholische Akademie

andere Orte

Straßburg

20 h: Il barbiere di Siviglia – Opera Buffa von

Gioacchino Rossini. Opéra national du Rhin

Titisee-Neustadt

16 h: Tag der Sauna – Eventnacht mit Musik.

Badeparadies Schwarzwald

Di 25. September

Freiburg

Literatur

16 h: Lesetreff – Mit Ursula Dietrich. Stadtbibliothek

Freiburg, Hauptstelle Münsterplatz, 3. OG

Musik

15 h: Litfass-Festival 2018 – The Yes We Can

Week. Litfass

20 h: Luumu – Jazz ohne Stress. Eintritt frei.

Waldsee Gaststätte

20:15 h: Internationale Orgelkonzerte –

Mit Matthias Maierhofer. Werke von Bach,

Demessieux, von Einem u.a. Freiburger Münster

Vorträge & Gespräche

17 h: Schönheit: Segen oder Fluch? – Vortrag

von Dr. Dr. Melanie Obraz. Waldhof Akademie

für Weiterbildung

19 h: Hermann Hesse und Bertolt Brecht im

Dialog mit Buddha, Laotse und Zen – Vortrag und

Lesung. Anm.: katholische-akademie-freiburg.de.

Katholische Akademie

Basel

Literatur

19 h: Andreas Guski: Dostojewskij – Lesung.

Literaturhaus Basel

Musik

19:30 h: Orchestre Philharmonique de Monte-

Carlo – AMG World Orchestras. Werke von Verdi,

Bruch, Beethoven. Musical Theater Basel

Theater & Tanz

20 h: Die schwarze Spinne – Schauspiel. Theater

Basel, Kleine Bühne

andere Orte

Müllheim

20 h: Fareed Haque & Goran Ivanoviv – Jazz.

Frick-Mühle

Straßburg

20 h: Singing Garden – Szenisches Konzert mit

Ballett. Werke von Hosokawa, Chin, Alvarado u.a.

Opéra national du Rhin

Mi 26. September

Freiburg

Literatur

20 h: Ullo von Peinen (Rezitation) & Ursula

Meyer (Klavier) – Debussy und Rilke: Zwei

Grenzüberschreiter. Kultur im Freiburger Hof.

Humboldtsaal Freiburg

Musik

15 h: Litfass-Festival 2018 – The Yes We Can

Week. Litfass

20 h: Afterwork Big Band Jazz – Kilian Heitzler Big

Band. Eintritt frei, Spenden erbeten. Augustinum

Seniorenresidenz Freiburg, Theater

20:15 h: Liederaben.de – Sarah Wegener (Sopran)

& Götz Payer (Piano). Werke von Brahms, Schubert,

Sibelius u.a. Historisches Kaufhaus Freiburg

Theater & Tanz

20 h: Die Spontanellen improvisieren –

Improtheater. Großer Meyerhof

Partys

22 h: Move To Groove – Wechselnde DJs. Eintritt

frei. Waldsee Gaststätte

Die Stadt als Bühne

Das EasyStreet Festival bringt Straßentheater nach Freiburg

Straßentheater findet im öffentlichen

Raum statt, ist für

jeden etwas, kostenlos und

verändert den Raum, in dem es

spielt. So auch vom 14. bis 16.

September, dann findet nämlich

Freiburgs erstes Straßentheater

Festival statt: „EasyStreet“!

Sechs internationale Künstler

und Künstlerinnen machen

Orte in den Stadtteilen Wiehre,

Beurbarung und Stühlinger zu

Freilichtbühnen.

Dabei erscheinen gewohnte

Orte plötzlich ganz neu. Denn

Theater lässt neue Perspektiven

zu. Jeder Spielort hat ein

einzigartiges Programm. Jeder

Künstler tritt nur an einem Ort

auf. Unterstützt wird EasyStreet

vom Kommunalen Kino, dem

Kultur und der Stadt Freiburg

und Lexware. Veranstalter sind

Shiva Grings und Joß Bracker.

Am 14. September bildet der

Lederleplatz die erste Bühne.

Hier beginnt das Festival um 18

Uhr, ehe „Ernest the Magnifico“

um 18.30 Uhr seine tollkühnen

Stunts und Nummern präsentiert.

Ganz schlecht gelaunt

folgt um 19.30 Uhr Peter Weyel

als „Herr Hundertpfund“, das

aber gar nicht lahm, sondern mit

spektakulären Tricks, die aus

der Straße eine Manege machen.

Am 15. September ist der Alte

Wiehrebahnhof dran, Beginn

16 Uhr. Um 16.30 Uhr ist Steve

Stergiadis der „Devil in Disguise“.

Wahnwitzig seine Jongliernummer,

während er dabei

Fahrrad fährt. 17.30 Uhr heißt

es Trash! Die Show von Shiva

Grings fährt den vollen Facettenreichtum

auf. Das Kommunale

Kino zeigt um 19 Uhr dann

den Film Urban Normads über

die Hintergründe des Straßentheaters.

Der 16. September rückt

schließlich den Tennenbacher

Platz in neues Licht. Nach dem

Beginn um 15 Uhr kommt um

15.30 Uhr der Creeping Carnival

von Anita Bertolami. Mit

kleinen Requisiten verwandelt

sie ihren Körper in viele Figuren.

Um 16 Uhr ist es Madam

Buqu, die Akrobatik und Clownerie

locker miteinander vereinigt.

Der Abschluss um 17 Uhr

ist Transfiguro, wieder von Anita

Bertolami und sicher ebenso

furios wie ihre erste Darbietung.

Weitere Infos: www.easystreetfestival.de

Basel

Musik

20 h: The Beauty Of Gemina – Synth Rock,

Electronica, Dark Wave. Sommercasino

Theater & Tanz

20 h: Don‘t tell the kids – Tanzabend von Richard

Wherlock. Mit Musik von The Velvet Underground.

Theater Basel, Kleine Bühne

Film

20:30 h: Luststreifen – Film Festival Basel 2018.

Programm: luststreifen.ch. Basel (verschiedene

Orte)

andere Orte

Bollschweil

19 h: Bergbau im Hexental – Die Birchiburg

an der oberen Möhlin. Bolando Dorfgasthaus

Straßburg

20 h: Il barbiere di Siviglia – Opera Buffa von

Gioacchino Rossini. Opéra national du Rhin

Do 27. September

Freiburg

Literatur

20 h: Dogan Akhanli – Cordiale: Verhaftung in

Granada. Buchvorstellung. Eintritt frei. E-Werk

Freiburg

20 h: Slam Poetry – Moderation: Marvin Suckut.

Cafe Atlantik

Musik

15 h: Litfass-Festival 2018 – The Yes We Can

Week. Litfass

20 h: Onair – A Cappella. Jazzhaus Freiburg

Theater & Tanz

19:30 h: PREMIERE: Gravity – Choreografie

von Angelin Preljocaj. Theater Freiburg,

Großes Haus

Führungen

19 h: Kulinarische Weinprobe in Freiburg – Mit

fünf Weinen und Vesperteller. Staatsweingut

Freiburg, Sitzungszimmer WBI

Vorträge & Gespräche

19 h: SWR Talk – Mit Rüstungskritiker

Jürgen Grässlin. SWR Studio Freiburg,

Schlossbergsaal

19:30 h: Guillaume Apollinair: De la belle

aube au triste soir – Vortrag. Eintritt frei.

Centre Culturel Français Freiburg,

Ausstellungsraum

19:30 h: Wirtschaftswachstum, Klimaschutz und

Postwachstumsökonomie – Vortrag von Prof.

Dr. Niko Paech. Universität Freiburg

20 h: Lawn To Be Wild – Werkbericht von

Landschaftsarchitekt Gerko Schröder.

Architekturforum Freiburg

20 h: Verhaftung in Granada: Meinungsfreiheit

in Gefahr – Lesung und Diskussion mit Dogan

Akhanli. Veranstalter: iz3w. Eintritt frei. E-Werk

Freiburg, Kammertheater

Basel

Literatur

18 h: Literarischer Spaziergang: Rainer Maria

Rilke zu Gast – Mit Martina Kuoni. Ort wird bei

Anm. bekannt geben: literaturhaus-basel.ch. Basel

(verschiedene Orte)

19 h: Gianna Molinari: Hier ist noch alles möglich

– Lesung. Ort wird bei Anm. bekannt geben:

literaturhaus-basel.ch. Literaturhaus Basel

Musik

19:30 h: Sinfonieorchester Basel – Indiana

Jones und die Jäger des verlorenen Schatzes.

Film mit Live-Musik. Musical Theater Basel

Theater & Tanz

18:45 h: König Arthur – Wise-Heiten. Theater

Basel, Foyer Grosse Bühne

19:30 h: König Arthur – Semi-Oper von Henry

Purcell und John Dryden. Theater Basel,

Grosse Bühne

19:30 h: PREMIERE: Der Mensch erscheint im

Holozän – Schauspiel nach einre Erzählung

von Max Frisch. Theater Basel, Schauspielhaus

Film

19 h: Luststreifen – Film Festival Basel

2018. Programm: luststreifen.ch. Basel

(verschiedene Orte)


38 KULTUR JOKER VERANSTALTUNGEN

Freitext

Schönheit denken

Was ist schön, was ist Schönheit?

Sicher die wesentliche

Frage aller Kunst und ein Thema

über das immer wieder

neu gesprochen werden kann.

Ein Vortrag von Dr. Melanie

Obraz, Kunsthistorikerin und

Philosophin, soll ein mehr

Licht ins große Dunkel bringen.

Am 25. September, 17

Uhr findet dieser im Waldhof

Freiburg statt. Im Anschluss

lädt eine Diskussion dazu ein,

das Gehörte zu reflektieren

und selbst Fragen zu diesem

schwierigen, aber attraktiven

Thema zu stellen.

Mutig und unbequem

Jürgen Grässlin, Deutschlands

bekanntester Kämpfer gegen die

Vocal Recall

Die Boygroup mit Frau ist seit

ihrer Kindheit zu groß für jede

Schublade. Alice Köfer, Dieter

Behrens und Bernhard Leube

eilt der Groove voraus, trotz

erstklassiger musikalischer

Einbildung ein sympathisches

Gesangstrio zu sein. Mit ihrem

multi-tasting-fähigen Pianisten

Ein Portrait René Schickele, der

große deutsch-französische Literat

zwischen Vogesen und Schwarzwald,

charmant, profund und

unterhaltsam gezeichnet von dem

Kulturwissenschaftler und literarischen

Grenzgänger Stefan

Woltersdorff steht zum Saisonausklang

2018 der Herdermer Sommerlesungen

auf dem Programm

Freiburg

Die achte Ausgabe des offenen

Literaturpodiums „Freitext“

der Haslacher Wundertüte am

14. September, 18.30 Uhr findet

in Elkes wildromantischem

Hinterhof in der Uffhauser

Straße 4 statt.

Willkommen sind alle, die

Interesse an neuen Texten haben

und einfach nur zuhören

möchten. Gelesen und gelauscht

wird am Feuer, es gibt

auch Bewirtung.

Schwerpunktthema des

Abends ist „Beziehungen“.

„Freitext“ findet als Offene

Bühne jeweils am zweiten

Freitag alle zwei Monate statt.

Freiburg

Freiburg

Rüstungsindustrie weiß, wovon

er redet, denn er hat gedient. „Die

Bundeswehr hat mich zum Pazifisten

gemacht“, sagt Grässlin.

Inzwischen ist der Friedensaktivist

weltweit vernetzt und auch

Heckler & Koch hört ihm zu

und beantwortet seine Fragen.

Grässlins Weg für Abrüstung

und gegen Waffenexporte ist

noch lange nicht zu Ende, er

fängt gerade erst so richtig an.

Ein Gespräch mit Jürgen Grässlin

und Rainer Suchan, Leiter

des SWR Studios Freiburg, findet

am 29. September, 19 Uhr

im Schlossbergsaal des SWR

Studios statt.

Baden-Baden

Matthias Behrsing springt die

Fast-A-cappella-Band liebevoll

durch die Charts. Bei Vocal Recall

trifft Coldplay auf Hot Chocolate,

Helene Fischer-Dieskau

auf Wolfgang A. Westernhagen

und Stevie Wonder auf Blind

Guardian. Zu erleben am 20.

September, 20 Uhr im Kurhaus.

René Schickele, ein EuropäerFreiburg

am 27. September, 19.30 Uhr auf

dem Herdermer Kirchplatz.

In Anekdoten, Bildern und Textbeispielen

zeigt Woltersdorff die

Bedeutung des vielstimmigen

Erzählers als grenzüberschreitender

Autor und Vermittler zwischen

den Völkern und erläutert

seine zukunftsweisende Vision

für ein vereintes Europa.

andere Orte

Bad Krozingen

19:30 h: Philipp Moehrke – Music Factory Night:

Wie geht Jazz? Litschgi Keller

Baden-Baden

20 h: Wiener Philharmoniker –

Saisoneröffnungskonzert. Werke von Berwald

und Dvorak. Festspielhaus Baden-Baden

Straßburg

20 h: Singing Garden – Szenisches Konzert mit

Ballett. Werke von Hosokawa, Chin, Alvarado u.a.

Opéra national du Rhin

Sulzburg

19:30 h: Markgräfler Musikherbst 2018: Alcina

Quartett – Junge Talente. Werke von Hayden,

Dvorak. Klosterkirche St. Cyriak

Weil am Rhein

20:15 h: Guete Geister – Mundartkomödie des

Tam-Teams. TAM Theater am Mühlenrain

Fr 28. September

Freiburg

Literatur

19:30 h: Wie im richtigen Leben – Abend mit Schriftsteller

Hans Jürgen Sittig und Musikerin Anita Morasch. Eintritt

frei, Spenden erbeten. Augustinum Seniorenresidenz

Musik

15 h: Litfass-Festival 2018 – The Yes We Can Week.

20 h: Arcadia Ensemble – 1. Saisonkonzert: Zeiten

Dialoge. Werke von Neuwirth, Webern, Kurtag u.a.

Elisabeth-Schneider Stiftung

20 h: Die Schönen – Der Schauspieldirektor. Komödie

mit Musik von Mozart. Musiktheater im E-Werk

Theater & Tanz

19:30 h: PREMIERE: Eugen Onegin – Oper von Peter

Iljitsch Tschaikowsky. Theater Freiburg, Großes Haus

20 h: Vier linke Hände – Komödie von Pierre

Chesnot. Cala Theater

20:15 h: PREMIERE: Bitt scheen keini Blueme! –

Komödie. Alemannische Bühne

Kabarett & Comedy

20 h: HG. Butzko – Echt Jetzt. Vorderhaus

Partys

22 h: Root Down – DJs: Ingo Sänger, Rainer Trueby.

House, Disco, Latin, Jazz. Waldsee Gaststätte

23 h: Panda Party – DJs: Freez, Deejay Namean.

Jazzhaus Freiburg

Feste & Hocks

17 h: VI. Ganter Oktoberfest – Oktoberfest in

Freiburg. Brauerei Ganter

Vorträge & Gespräche

17 h: Terre des hommes: Über 50 Jahre Hilfe für Kinder

in Not – Vortrag mit Dr. Heinz Rotter und Claudia Burg.

Augustinum Seniorenresidenz Freiburg, Theater

20 h: Erinnerungen an Karl Rahner – Erfahrungen

& Erlebnisse eines jüngeren Zeitgenossen. Anm.:

katholische-akademie-freiburg.de. Kath. Akademie

Messen & Märkte

14 h: Flohmarkt – Antiquitäten, Möbel, Schmuck,

Second-Hand u.a. Messe Freiburg, Halle 1

Basel

Musik

21 h: Zugezogen Maskulin – HipHop. Sommercasino

Theater & Tanz

19:30 h: PREMIERE: Pelléas et Mélisande – Oper

von Claude Debussy. Theater Basel

19:30 h: Tartuffe oder das Schwein der Weisen

– Komödie von PeterLicht nach Molière. Theater

Basel, Schauspielhaus

Kabarett & Comedy

20 h: Cabaret Duo Divertimento – Sabbatical. Musical Theater

Film

19 h: Luststreifen – Film Festival Basel 2018.

Programm: luststreifen.ch. Basel (verschiedene Orte)

andere Orte

Baden-Baden

20 h: Franui – Musicbanda. Werke von Schubert,

Bartók, Ligeti u.a. Festspielhaus Baden-Baden

Badenweiler

20:15 h: Lachparade – Mit Hansy Vogt & Frau

Wäber. Comedy. Kurhaus Badenweiler

Breisach

20 h: Padam – Chanson, Latin, Swing. Birkenmeier Forum

Grenzach-Wyhlen

19:30 h: Markgräfler Musikherbst 2018: Karina

Cveigoren und Bläserquintett Slowind –

Kammermusikkonzert. Werke von Mozart, Milhaud,

Senk u.a. Haus der Begegnung Grenzach-Wyhlen

Kandern

19 h: 16. Whiskyseminar – Feis Ile 2018. ChaBah

Kirchzarten

20 h: Marc Hofmann: Alive – Manuskriptlesung.

Buchladen in der Rainhof Scheune

Rheinfelden

20 h: Leroy Jones und Uli Wunner’s New Orleans

Finest – Jazz. Schützen Kulturkeller

Straßburg

18:30 h: Europäische Architekturtage 2018 – Eröffnung

mit Vortrag von Odile Decq. Zénith de Strasbourg

20 h: Il barbiere di Siviglia – Opera Buffa von

Gioacchino Rossini. Opéra national du Rhin

Weil am Rhein

20:15 h: Guete Geister – Mundartkomödie des

Tam-Teams. TAM Theater am Mühlenrain

Sa 29. September

Freiburg

Musik

11:30 h: Orgelmusik zur Marktzeit – Mit Jörg Josef

Schwab. Freiburger Münster

15 h: Litfass-Festival 2018 – The Yes We Can Week.

19:30 h: Klassik in Weingarten – Bissier Trio. Werke

von Schumann und Schostakowitsch. Eintritt frei,

Spenden erbeten. Mehrgenerationenhaus EBW

19:30 h: Musikverein Merzhausen – Jahreskonzert.

Forum Merzhausen

20 h: Caedmon Ensemble – Komm Trost der Welt.

A-cappella-Werke von Lahusen, Wolf, Brahms

u.a. Eintritt frei, Spenden erbeten. St.-Michaels-

Kapelle (Alter Friedhof)

20 h: Die Schönen – Der Schauspieldirektor.

Komödie mit Musik von Mozart. Musiktheater

im E-Werk

20 h: Slowind-Bläserquintett & Karina Cveigoren

(Klavier) – Werke von Mozart, Milhaud, Senk u.a.

Tuniberghaus

20 h: SPH Bandcontest – Regionalfinale. Waldsee

Gaststätte

20:15 h: 4. Kaufhaus-Serenade 2018: Virtuoses

– Camerata Instrumentale Freiburg. Werke von

Dvorak, Griffes, Mendelssohn u.a. Historisches

Kaufhaus Freiburg, Kaisersaal

Theater & Tanz

19 h: Die Krone an meiner Wand – Mit Frauen mit

und ohne Krebs. Tanz-/Theaterprojekt. Theater

Freiburg, Werkraum

20 h: PREMIERE: Wir sind die Guten – Schauspiel

von Mark Ravenhill. Theater Freiburg, Kleines

Haus

20 h: Vier linke Hände – Komödie von Pierre

Chesnot. Cala Theater

20:15 h: Bitt scheen keini Blueme! – Komödie.

Alemannische Bühne

Kabarett & Comedy

19:30 h: Hazel Brugger – Hazel Brugger passiert.

Paulussaal

Führungen

10:30 h: Theaterführung – Blick hinter die Kulissen.

Theater Freiburg, Treffpunkt Bühneneingang

Partys

23 h: Connected: Die 90er Party – Rock, Pop,

Eurodance. Jazzhaus Freiburg

Feste & Hocks

17 h: VI. Ganter Oktoberfest – Oktoberfest in

Freiburg. Brauerei Ganter

Vorträge & Gespräche

09:30 h: Internationaler Fachtag – Was uns stark

macht. Empowerment für geflüchtete Frauen

und Mädchen. Anm.: office@amica-ev.org.

Vorderhaus

18 h: Dr. Philipp Blomt – Was auf dem Spiel steht.

Theater Freiburg, Großes Haus

Messen & Märkte

09 h: Flohmarkt – Antiquitäten, Möbel, Schmuck,

Second-Hand u.a. Messe Freiburg, Halle 1

Basel

Theater & Tanz

19:30 h: König Arthur – Semi-Oper von Henry

Purcell und John Dryden. Theater Basel, Große

Bühne

20 h: Don‘t tell the kids – Tanzabend von Richard

Wherlock. Mit Musik von The Velvet Underground.

Theater Basel, Kleine Bühne

Kabarett & Comedy

20 h: Cabaret Duo Divertimento – Sabbatical.

Musical Theater Basel

Führungen

16 h: Soundspaziergang – City Soundscapes.

Eintritt frei. Haus der elektronischen Künste Basel,

Film

19 h: Luststreifen – Film Festival Basel 2018.

Programm: luststreifen.ch. Basel (verschiedene Orte)

andere Orte

Bad Krozingen

19:30 h: Markgräfler Musikherbst 2018: Hanno

Müller-Brachmann und Matthias Alteheld –

Liederabend. Werke von Schubert und von Weber.

Schloss Bad Krozingen

Baden-Baden

18 h: Christina Pluhar & L’Arpeggiata – Barockund

Jazz-Improvisationen über die Musik von

Händel. Festspielhaus Baden-Baden

Breisach

20 h: Liane Carroll – Jazz. Birkenmeier Forum

Emmendingen

20 h: Ingeborg Waldherr und Dimitris Pekas – Das

denkende Herz der Baracke. Lesung mit Musik.

Altes Rathaus Emmendingen

Weil am Rhein

20:15 h: Gänseblümchen – Mit Martina Doering &

Valérie Busson. Kabarett TAM Theater am Mühlenrain

So 30. September

Freiburg

Musik

11 h: Konzerte im Freien – Musikverein Freiburg-

Hochdorf. Musikpavillon im Stadtgarten

11 h: Konzerte im Freien – Musikzug der

Feuerwehr Freiburg. Waldsee Gaststätte

11 h: Mann trifft Beethoven – Mit Bernhard

Bücker und Hartmut Stanke. Theater Freiburg,

Winterer-Foyer

15 h: Litfass-Festival 2018 – The Yes We Can Week.

17 h: Verbeugung vor dem Barock – Hommage

an Claude Debussy, Igor Strawinsky und Cesar

Franck. Augustinum Seniorenresidenz Freiburg,

Theater

20 h: Kaisersaal-Konzerte 2018 – Jugend. Werke

von Caplet, Ravel und Debussy. Historisches

Kaufhaus Freiburg, Kaisersaal

Theater & Tanz

19 h: Die Krone an meiner Wand – Mit Frauen mit

und ohne Krebs. Tanz-/Theaterprojekt. Theater

Freiburg, Werkraum

Kabarett & Comedy

19 h: Matthias Deutschmann – Wie sagen wir‘s

dem Volk. Vorderhaus

Feste & Hocks

17 h: VI. Ganter Oktoberfest – Oktoberfest in

Freiburg. Brauerei Ganter

Basel

Theater & Tanz

18:30 h: Pelléas et Mélisande – Oper von Claude

Debussy. Theater Basel, Große Bühne

18:30 h: Romulus der Grosse – Schauspiel

von Friedrich Dürrenmatt. Theater Basel,

Schauspielhaus

Film

18 h: Luststreifen – Film Festival Basel 2018.

Programm: luststreifen.ch. Basel (verschiedene Orte)

andere Orte

Donaueschingen

19 h: Trio Belli-Fischer-Rimmer – Werke

von Schubert, Weill und Waits. Donauhallen

Donaueschingen, Strawinsky Saal

Lörrach

11 h: SWR Hörspiel – Mutti und ich. Bar Dreikönig

Vogtsburg

19 h: Arcadia Ensemble – Werke von Vivaldi,

Boismortier, Ozi u.a. Kirche St. Michael Niederrotweil

St. Peter

11 h: 3. Naturpark-Käsemesse – Lust auf

Schwarzwälder Käse. Klosterhof St. Peter

19 h: Musicaiuventutis – Musikalische Talente

der Jungenmusikschule Westlicher Kaiserstuhl-

Tuniberg. Kirche St. Michael Niederrotweil

Weil am Rhein

14 h: 24-Stops: Rehberger-Weg – Geführter Spaziergang.

Anm.: www.24stops.info. Treffp. Vitra Campus


VERANSTALTUNGEN KULTUR JOKER 39

So 2. September

Freiburg

15 h: Der Regenbogenfisch und seine Freunde –

In 360°-Fulldome-Projektionstechnik. Für Kids ab

5 Jahren. Planetarium Freiburg

Breisach

15 h: Aladin und die Wunderlampe – Junges

Theater Breisach. Festspiele Breisach

Di 4. September

Freiburg

11 h: Kinder-Sing-Woche – Für Kids zwischen 7

und 12 Jahren. Hochschule für Musik Freiburg

Kleinkindbereich

Mi 5. September

Freiburg

11 h: Kinder-Sing-Woche – Für Kids zwischen

7 und 12 Jahren. Hochschule für Musik

Freiburg

16 h: Vorlesestunde – Mit Felizitas Lacher. Für

Kids zwischen 3 und 5 Jahren. Stadtbibliothek

Freiburg, Hauptstelle Münsterplatz

Do 6. September

Freiburg

11 h: Kinder-Sing-Woche – Für Kids zwischen 7

und 12 Jahren. Hochschule für Musik Freiburg

Fr 7. September

Freiburg

11 h: Kinder-Sing-Woche – Für Kids zwischen 7

und 12 Jahren. Hochschule für Musik Freiburg

15 h: Lilis Reise zum Mond – Für Kids ab 5

Jahren. Planetarium Freiburg

Sa 8. September

Freiburg

16 h: Kasper und die gestohlene Kuckucksuhr –

Freiburger Puppenbühne. Für Kids ab 4 Jahren.

Haus der Jugend

So 9. September

Freiburg

15 h: Der Regenbogenfisch und seine Freunde –

In 360°-Fulldome-Projektionstechnik. Für Kids ab

5 Jahren. Planetarium Freiburg

Basel

15:30 h: Urs Schaub – Geschichten am

Sonntagnachmittag: Witz komm heraus. Für

Kids ab 5 Jahren. Anm.: lesen.bs.ch. Literaturhaus

Basel

Breisach

15 h: Aladin und die Wunderlampe – Junges

Theater Breisach. Festspiele Breisach

Mo 10. September

Freiburg

15:30 h: Ich brauch euch alle! – Bilderbuchkino.

Für Kids ab 4 J. Kinder- & Jugendmediothek

Rieselfeld

Der einzigartige HALLENSPIELPLATZ in Freiburg!

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Basler Landstr. 17 79115 Freiburg Tel. 0761 / 401 408 00 kinder-galaxie.de

Mi 12. September

Freiburg

16:30 h: Der kleine Rabe Socke –

Marionettentheater. Für Kids ab 2 Jahren.

Theaterzelt im Seepark

Do 13. September

Freiburg

15:30 h: In finsterschwarzer Nacht – Bilderbuchkino.

Für Kids ab 3 Jahren. Stadtteilbibliothek Haslach

16:30 h: Pettersson und Findus –

Marionettentheater. Theaterzelt im Seepark

Fr 14. September

Freiburg

16:30 h: Der kleine Indianerjunge –

Marionettentheater. Für Kids ab 2 Jahren.

Theaterzelt im Seepark

Sa 15. September

Freiburg

16 h: Das Geheimnis unter der Erde –

Figurentheater Gregor Schwank. Für Kids ab 4

Jahren. Haus der Jugend

16:30 h: Meister Eder und sein Pumuckl –

Marionettentheater. Für Kids ab 2 Jahren.

Theaterzelt im Seepark

Bad Krozingen

14:30 h: Bello, dein Knochen ist weg! – Freiburger

Puppenbühne. Für Kids ab 4 Jahren. Mediathek

Bad Krozingen

So 16. September

Freiburg

11 + 16:30 h: Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer

– Marionettentheater. Theaterzelt im Seepark

11 + 15 h: Tranquilla Trampeltreu – Cargo Theater.

Für Kids ab 4 Jahren. Alter Wiehrebahnhof

15 h: Lilis Reise zum Mond – Für Kids ab 5 Jahren.

Planetarium Freiburg

Baden-Baden

14 h: Musikalische Spielwiese – Workshop für

Kids zwischen 2 und 4 Jahren . Anm: toccarion.

de. Toccarion Kinder-Musik-Welt

Mo 17. September

Freiburg

16:30 h: Mascha und der Bär – Figurentheater.

Für Kids ab 2 Jahren. Theaterzelt im Seepark

Weil am Rhein

14:30 h: Lieselotte bleibt wach – Bilderbuchkino

nach Alexander Steffensmeier. Für Kids ab 3

Jahren. Eintritt frei, Anm. erforderl.: e.benz@

weil-am-rhein.de. Stadtbibliothek Weil am Rhein

Di 18. September

Freiburg

16:30 h: Meister Eder und sein Pumuckl –

Marionettentheater. Für Kids ab 2 Jahren.

Theaterzelt im Seepark

Mi 19. September

Freiburg

16:30 h: Der kleine Rabe Socke –

Marionettentheater. Für Kids ab 2 Jahren.

Theaterzelt im Seepark

Do 20. September

Freiburg

16:30 h: Meister Eder und sein Pumuckl –

Marionettentheater. Für Kids ab 2 Jahren.

Theaterzelt im Seepark

Fr 21. September

Freiburg

16:30 h: Der kleine Indianerjunge –

Marionettentheater. Für Kids ab 2 Jahren.

Theaterzelt im Seepark

Emmendingen

08 h: Das fliegende Kamel – Lesung. Deutschtürkische

Vorlesezeit für Kids ab 5 Jahren.

Stadtbibliothek Emmendingen

Zauberhaftes Puppenspiel

Freunde des Puppentheaters

dürfen sich auf den 8. September

freuen, wenn die Freiburger

Puppenbühne um 16 Uhr „Kasper

und die gestohlene Kuckucksuhr“

für Kinder ab 4 Jahren

im Haus der Jugend spielen

wird. Für Omas Geburtstag hat

sich Kasper eine ganz besondere

Spannende Abenteuer

Der kleine Regenwurm Paule

und sein Großvater erleben lustige

und spannende Abenteuer

mit der gutmütigen Assel, der

schnupfenden Schnecke und

dem Lügen-Laufkäfer. Gregor

Schwank und sein Figurentheater

bezaubern in „Das Geheimnis

unter der Erde“ mit liebevoll

Sa 22. September

Freiburg

15 h: Der Grüffelo – Marotte Figurentheater. Für

Kids ab 4 Jahren. Vorderhaus

16:30 h: Pettersson und Findus –

Marionettentheater. Theaterzelt im Seepark

Baden-Baden

10 h: Die Odyssee – Schüler machen eine Oper.

Workshop für Kids ab 10 Jahren. Festspielhaus

Baden-Baden

So 23. September

Freiburg

10 h: Der Grüffelo – Marotte Figurentheater. Für

Kids ab 4 Jahren. Vorderhaus

11 h: Geisterjagd durchs Theater – Die

vollkommen verspukte Theaterführung. Für

Kids ab 7 Jahren. Theater Freiburg, Start: Foyer

Großes Haus

11+ 16 h: Pippi Langstrumpf – Marionettentheater.

Für Kids ab 2 Jahren. Theaterzelt im Seepark

14 h: Weltkindertag – Kinder brauchen Freiräume.

Bürgerhaus am Seepark

15 h: Lilis Reise zum Mond – Für Kids ab 5 Jahren.

Planetarium Freiburg

15:30 h: Bakari und der Wind – Cargo-Theater.

Für Kids ab 6 Jahren. E-Werk Freiburg,

Kammertheater

18 h: Coraline – Fantasy-Oper von Mark-Anthony

Turnage. Für Kids ab 12 Jahren. Theater Freiburg,

Großes Haus

Baden-Baden

10 h: Die Odyssee – Schüler machen eine Oper.

Workshop für Kids ab 10 Jahren. Festspielhaus

Baden-Baden

16:30 h: Conni kommt – Wodo Puppenspieltheater.

Für Kids ab 3 Jahren. Kurhaus Baden-Baden

17 h: Die Odyssee – Schüler machen eine Oper.

Aufführung. Festspielhaus Baden-Baden

TOMMI: Elektronische Spiele testen

Für Kids zwischen 6 und 13 Jahren

18. – 28. September 2018

Mediathek Rieselfeld & Stadtteilbibliothek

Haslach

Freiburg

Überraschung ausgedacht: Von

seinem ersparten Taschengeld

hat er ihr eine echte Kuckucksuhr

gekauft! Räuber Rodewald

aber stiehlt in einem günstigen

Moment das teure Geschenk.

Was nun? Durch Mithilfe der

Kinder geht die Geschichte bestimmt

gut aus!

Freiburg

geschnitzten Puppen.

Die aufwändige Inszenierung

vermittelt viel Wissenswertes

über die Lebensweise der kleinen

Bodenbewohner im Naturkreislauf

und ist ein Vergnügen

für die ganze Familie (ab 4 Jahren).

Termin: 15.9., 16 Uhr, im

Haus der Jugend.

Cinderella-Bühne Freiburg

Mit Klassikern der Kinderliteratur

lassen die Marionettenspieler der

Cinderella-Bühne vom 12. bis 23.

September im Theaterzelt im Seeparkgelände

die Augen der Kinder

erstrahlen. Auf dem Programm

stehen die Stücke „Meister Eder

und sein Pumuckl“ (15./18./20.9,

jew. 16.30 Uhr); „Der kleine Rabe

Socke“ (12./19.9, jew. 16.30 Uhr);

„Pettersson und Findus“ 16.30 Uhr

(13./22.9, jew. 16.30 Uhr); „Der

kleine Indianerjunge“ (14./21.9,

jew. 16.30 Uhr); „Jim Knopf und

Lukas der Lokomotivführer“ (16.9,

11 + 16.30 Uhr); „Mascha und

der Bär“ (17.9, 16.30 Uhr); „Pippi

Langstrumpf“ (16.9, 11 + 16 Uhr);

Karten: 30 Min. vor Beginn Info-

Tel.: 0177 – 811 05 27.

Weitere aktuelle Termine finden Sie im

Online-Veranstaltungskalender unter:

www.kulturjoker.de

Mi 26. September

Freiburg

16 h: Vorlesestunde – Mit Felizitas Lacher. Für

Kids zwischen 3 und 5 Jahren. Stadtbibliothek

Freiburg, Hauptstelle Münsterplatz

Do 27. September

Freiburg

15:30 h: Erzähltheater Kamishibai – Pippilothek.

Stadtteilbibliothek Mooswald

Fr 28. September

Basel

19 h: Junges Haus – Ein Abend mit Ende. Theater

Basel, Kleine Bühne

Emmendingen

15 h: Theater en Miniature – Wie Findus

zu Pettersson kam. Für Kids ab 4 Jahren.

Stadtbibliothek Emmendingen

Sa 29. September

Freiburg

10 h: Sportsachen-Flohmarkt – Sportbekleidung,

Sportschuhe, Sportgeräte etc. Haus der Jugend

So 30. September

Freiburg

11 h: Alex und die gelbe Maus – Theater Patati

Patata. Für Kids ab 3 Jahren. Vorderhaus

15 h: Lilis Reise zum Mond – Für Kids ab 5 Jahren.

Planetarium Freiburg

18 h: Coraline – Fantasy-Oper von Mark-Anthony

Turnage. Für Kids ab 12 Jahren. Theater Freiburg,

Großes Haus

Baden-Baden

14 h: Let’s play Ukulele – Workshop für Kids

zwischen 8 und 12 Jahren . Anm: toccarion.de.

Toccarion Kinder-Musik-Welt


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