LÜBECKER WEG 206

luebeckerweg

Nachrichtenblatt des Deutschen Alpenvereins Sektion Lübeck e.V.

Deutscher Alpenverein

Sektion Lübeck

Nachrichtenblatt der Sektion

Dezember 2017

Jahrgang 58

Aufstieg zum Aperer Freiger Seite 14


2 Ausgabe 206 - Dezember 2017


Blauer Strahl einer "Hirnbirn"

Titelbild

Editorial 4

Grußwort 1. Vorsitzende 7

Briefkasten 8

Neue Wanderführer 11

Einladung zum Edelweißabend 12

Aufstieg zum Aperer Freiger 14

Pinnwand 21

Rund um Lankower- und Mechower See 22

Freunde der Stettiner Hütte 25

Vortragsprogramm 28

Wanderprogramm 30

Weihnachtsrätsel 32

Termine im Überblick 33

Kontakte 34

Herausgeber:

Deutscher Alpenverein

Sektion Lübeck e. V.

Redaktion:

Schriftleitung: Wilfried Matthies

E-Mail: schriftleiter@davluebeck.de

Druck: Gemeindebriefdruckerei,

29393 Groß Oesingen

Bankverbindung:

IBAN: DE08 2305 0101 0001 0021 79

BIC: NOLADE21SPL

(Sparkasse zu Lübeck)

Auflage: 1.000 Stück - vierteljährlich

Anfang März, Juni, September und Dezember.

Der Bezugspreis ist im Mitgliedsbeitrag enthalten.

Ein Beitrag mit Angabe des Verfassers gibt nicht

unbedingt die Meinung des Vereins wieder und

wird zum Teil in digital erhaltener Formatierung

und Rechtschreibung unverändert übernommen.

Nachdruck nur mit Quellenangabe.

Nächste Ausgabe: Anfang März 2018

Redaktionsschluss: 10. Februar 2018

3


Liebe Leserin und Leser,

heftige Herbststürme

haben bei uns im Norden

bereits unübersehbare Spuren

der Verwüstung hinterlassen.

Ihn konnte selbst die stärkste Böe

nicht einmal ansatzweise beeindrucken.

„Alter Schwede“, so heißt dieser riesige

Findling in Övelgönne am Hamburger Elbstrand,

in dessen grauen Granit ich mein Vorwort

zu unserer Dezember-Ausgabe symbolisch

eingemeißelt habe.

Ob Sommer oder Winter - neben diesem Urgestein,

mit seinem Umfang von 20 Metern und einem Gewicht

von ca. 200 Tonnen, gibt es in Övelgönne einiges zu

entdecken.

Vom Museumshafen vorbei an beschaulichen Kapitänsund

Lotsenhäusern wird es gen Westen mit jedem Schritt

schöner. Probieren Sie es mal aus, es lohnt sich!

Doch zurück in die Lübecker Umgebung und zu den Aktivitäten

unserer Sektion:

Über ähnlich unangenehme Wetterkapriolen - mit letztlich

gutem Ausgang und großartigen Erlebnissen in den Bergen -

können die Alpinisten Camillo, Robert und Patrick ab Seite 14

berichten.

Beachten Sie des Weiteren unbedingt unsere ersten Veranstaltungsangebote

im neuen Jahr. Für eine Anmeldung bleibt noch genügend

Zeit; planen Sie in Ruhe; Referenten und Wanderführer freuen sich

natürlich sehr auf ein breites Interesse.

Ich wünsche Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit

und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Ihr Schriftleiter

Wilfried Matthies

4

Ausgabe 206 - Dezember 2017


5


Die Apotheken für

Gipfelstürmer

Wir packen Ihre Rucksack-Apotheke,

damit Sie immer gesund und sicher

über den Berg kommen.

6 Ausgabe 206 - Dezember 2017


Werte

s

Vereinsmitglieder!

chon wieder geht ein Jahr zu Ende.

Ich hoffe, dass Sie wunderschöne Tage in den Bergen

verbracht haben und unvergessliche Erlebnisse in

Erinnerung behalten.

Wie Sie alle wissen, suchen wir immer noch ehrenamtliche

Vereinsmitglieder, die uns bei der Vereinsarbeit unterstützen.

Aus diesem Grund habe ich an einem Seminar

des Hauptverbandes mit dem Thema: Ehrenamtsmanagement,

Gewinnung und Bindung von Ehrenamtlichen teilgenommen.

Dort habe ich erfahren, dass wohl alle Sektionen

das Problem mit der Gewinnung von Ehrenamtlichen

haben. Ich habe einige Vorschläge mitgenommen,

die ich versuche umzusetzen.

Weiter bin ich zum kleinen Verbandstag des Landesverband

Nord nach Hannover gefahren. Dort wurde die Mitgliederversammlung

des DAV Hauptverbandes vorbereitet.

Der Landesverband hat eine neue Homepage, die viel

Wissenswertes beinhaltet - www.dav-nord.org - .

Unser Edelweißfest begehen wir am 15. März 2018

(siehe Einladung Seite 24). Wir, der Vorstand und insbesondere

ich, freuen uns, wenn Sie zahlreich an diesem

Abend teilnehmen. Wenn viele Vereinsmitglieder unsere

Jubilare feiern und ehren, wird es sicher für alle ein unvergesslicher

Abend.

Ein

herzliches Dankeschön

an alle treuen Sponsoren

und Werbepartner,

die das Erscheinen unseres

Magazins auch in

diesem Jahr mit Ihren

Inseraten unterstützt

haben!

Deutscher Alpenverein

Sektion Lübeck

Nun wünsche ich Ihnen allen von Herzen eine schöne

Adventszeit und unbeschwerte Feiertage im Kreise Ihrer

Lieben.

Ich hoffe, das Jahr 2018 wird für uns alle ein gesundes,

glückliches und zufriedenes neues Jahr.

Seien Sie herzlichst gegrüßt

Angelika Lohr

1.Vorsitzende

7


8 Ausgabe 206 - Dezember 2017


9


10 Ausgabe 206 - Dezember 2017


demnächst in unserer

Bücherei

Das Engadin

Von genussreichen Abfahrten durch

stiebenden Pulverschnee bis hin zu

aussichtsreichen hochalpinen Gletschertouren

– das Engadin ist einfach

ein Traum für Skitourengeher.

Weit und sonnendurchflutet ist das

Gebiet rund um Scuol, Zernez, Samedan,

Pontresina und Sankt Moritz; die

Saison reicht von Dezember bis Juni.

11. Auflage 2017

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57 Wanderkärtchen im Maßstab

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Mit extra Tourenkarte im Maßstab

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EAN 9783763344840

ISBN 978-3-7633-4484-0

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Die Mecklenburgische Seenplatte

ist in Mitteleuropa einzigartig. Keine

andere Region hat so viele Gewässer,

die durch Wasserstraßen und Kanäle

miteinander verbunden sind. Nicht

ohne Stolz nennt sich die Region

»Land der tausend Seen«. Der Rother

Wanderführer »Mecklenburgische

Seenplatte« stellt die 50 schönsten

Touren vor.

Jede Tour verfügt über übersichtliche

Kurzinfos mit allen wichtigen Angaben,

Kartenausschnitte mit eingetragenem

Routenverlauf und aussagekräftige

Streckenprofile. Zu 31 Touren stehen

GPS-Tracks zum Download bereit.

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ISBN 978-3-7633-4356-0

14,90 Euro

11


Der Verein lädt alle Mitglieder

ganz herzlich zum jährlichen

Edelweißabend

am Donnerstag, den 15. März 2018 um

19:00 Uhr

in die Gaststätte „Zum Tucher“

Am Burgfeld 1, 23568 Lübeck

ein.

Wir freuen uns, im Laufe des Abends

in festlichem Rahmen die

Ehrung der Jubilare 2018

vornehmen zu können.

Es wäre schön, wenn viele Mitglieder

teilnehmen würden, um mit den

23(!) Jubilaren zu feiern!

Wir bitten um Ihre telefonische

Anmeldung in der Geschäftsstelle bis

Mittwoch, den 28. Februar

Tel: 0451/73297 Fax: 0451/29170398

oder E-Mail: buero@davluebeck.de

Wir danken allen Jubilaren für Ihre

Treue und gratulieren recht herzlich!

12

Ausgabe 206 - Dezember 2017


Dieter Hanselmann

Sonnhild Bornemann

Günter Kämer

Elke Schmidt

Peter Reimer

Hermann Stamer

Hannelore Stege

Christiane Staabs

Joachim Heitzer

Ursula Mende

Katharina Pauke

Jan Christian Stamer

Maximilian Stamer

Jürgen Böhm

Bernd Sell

Nils Pamperin

Gerd Martens

Ursula Neumann

Diethart Neumann

Klaus Tietjen

Heinz Winkler

Matthias Liebrand

Reinhart Winkler

13


Aufstieg

zum

Aperer

Freiger

14 Ausgabe 206 - Dezember 2017

Fotos: Wilfried Matthies/pixabay


Text: Camillo Dürichen - Fotos: Camillo, Robert, Patrick

Stand: 17.09.2017

ir wollten mal richtig hoch hinauskommen.

Der Weg war weit.

W

Brücken waren weggerissen. Gletscher

zogen sich ins Tal. Eisbrocken in den

Fluten. Ein Gewitter mit heftigem Regen

zog an uns vorbei. Bäche traten über die

Ufer. Am Ende versank alles in den

Wolken. Eine ganz normale Wanderung

halt… dachten wir zumindest am Anfang,

aber es sollte alles ganz anders

kommen.

Robert und Patrick waren bereits am

Abend zuvor im Stubaital eingetroffen

und hatten in der Nacht einen unglaublichen

Sternenhimmel. Nur der Bach und

die Wasserfälle nebenan waren wohl ein

bisschen laut. Ich bin am Samstagmorgen

3:30 Uhr aufgestanden, um über

Innsbruck ins Stubaital zu fahren. Während

der Fahrt zuckten immer wieder

Blitze durch die dunkle Nacht und in

Innsbruck schüttete es heftig. Bei Ankunft

an der Grawa Alm (1530 m) war

der Himmel wieder wolkenlos und die

Wanderung konnte beginnen (6:30 Uhr).

Nach ca. 2 h (vom Parkplatz) haben wir

die Hütte erreicht und machten Brotzeit

bei Sonnenschein mit Blick auf den

Aperer Freiger und den daneben befindlichen

Gletscher.

Wanderung durch "Tibet". Schafe, keine Yaks.

Vom Haltepunkt Sulzenauhütte stiegen

wir von der Straße durch den Wald neben

dem mächtigen Grawa Wasserfall

(85 m breit, 180 m hoch) hinauf. Der

Weg war einfach zu gehen und wir gewannen

schnell an Höhe. Oberhalb des

Wasserfalls begann das breite Tal der

Sulzenautal Alm (1847 m), wo wir zwei

provisorische Brücken über den wilden

Sulzbach passierten. Am Ende des Tals

oberhalb eines weiteren Wasserfalls

befand sich die Sulzenauhütte (2191 m).

Wo ist der richtige Übergang ?

15


Von der Sulzenauhütte folgten wir dem

Weg Richtung Aperer Freiger, standen

aber schon bald vor einer eingestürzten

Betonbrücke über den wilden Sulzbach.

Wie sollten wir da nur drüber kommen?

Oberhalb der ehemaligen Brücke schien

der Bach flacher und breiter zu werden.

In vielen kleinen Wasserläufen schlängelte

sich der Bach fast über die gesamte

Breite des Talbodens. Die ersten Seitenarme

waren schnell übersprungen, bis

wir wieder an einer Stelle nicht weiter

kamen, weil das Wasser einfach zu breit

war. Weiter flussaufwärts hatten wir

dann mehr Glück und konnten den Bach

queren. Doch wie nun weiter, denn hier

gab es keinen Weg? Wir stiegen einen

breiten steilen Geröllhang hinauf und

fanden oberhalb der Blauen Lacke den

Weg zum Aussichtspunkt Hundsheim

wieder.

Vom Aussichtspunkt konnte der Aufstieg

mit den letzten 400 Hm Blockkletterei

beginnen. Der Weg zwischen den

großen Brocken war gut markiert. Der

Kamm war breit, so dass wir bequem

mit Händen und Füßen von Block zu

Block weiterklettern konnten. Bei Nässe

oder Schnee ist diese Kletterei im zweiten

Schwierigkeitsgrad (UIAA-Skala)

allerdings nicht zu empfehlen. Der

Wechsel aus Sonne und Wolken erzeugte

eine unglaubliche farbliche Vielfalt

aus Licht und Schatten an den kargen

Berghängen in Kombination mit den

weiß leuchtenden Gletscherströmen.

Aperer Freiger (3262 m)

Blockkletterei vom Feinsten

16 Ausgabe 206 - Dezember 2017


Gipfelpanorama (v.l.n.r Aperer Freiger (3262 m),

Wilder Freiger (3418 m)

Der Gipfel mit Kreuz ragt aus einem

Meer von Eis heraus. Auf drei Seiten ist

der Aperer Freiger von Gletschern umgeben.

Im Osten befindet sich der Wilder

Freiger (3418 m), im Süden erheben

sich der Wilder Pfaff (3458 m) und das

Zuckerhütl (3507 m) – der höchste Gipfel

im Stubai. Im Nordwesten sahen wir

unseren langen Aufstiegsweg von der

Sulzenauhütte und unseren weiteren

Weg vorbei am Sulzenausee, über das

Peiljoch (2676 m) bis zur Dresdner Hütte

– unserem heutigen Tagesziel. Der

Aufstieg war einfacher als gedacht, aber

wir haben doch ein bisschen die Höhe

zu spüren bekommen.

Vor der Blockkletterei im Abstieg hatte

ich großen Respekt. Langsam wagte ich

mich vor und musste mit der Zeit feststellen,

dass der Abstieg über die großen

Blöcke fast einfacher als der Aufstieg

war. Mit jedem Block verloren wir weitere

Höhenmeter und waren schon bald

Aussichtspunkt Hundsheim

mit Blick auf den Grat hinauf

zum Aperer Freiger

wieder am Aussichtspunkt Hundsheim.

Wir wählten den Weg Richtung Peiljoch

und begannen mit dem Abstieg zum

Sulzenausee.

Obwohl wir den See mit den darauf

schwimmenden Eisbrocken ständig vor

Augen hatten, haben wir gefühlt doch

recht lange gebraucht, bis wir den See

erreicht haben. Vielleicht lag es aber

auch daran, dass sich unser Körper geweigert

hat, auf der anderen Seite den

steilen Aufstieg zum Peiljoch gleich

angehen zu müssen.

Uns drängte sich jedoch eine Frage auf –

je näher wir dem See kamen. Wir folgten

den Wegmarkierungen und standen

plötzlich an einer Kante ca. 5 m über

dem Sulzaubach, der breit und wild aus

dem Gletschersee herausfloss. Auf der

anderen Uferseite waren weitere Wegmarkierungen,

aber von der Brücke war

Der Abstieg zum Sulzenausee beginnt

17


Der Sulzenausee mit Gletscher,

Wasserfällen und jede Menge

Eis, aber ohne Brücke

keine Spur zu sehen. Wie sollen wir

über diesen eiskalten und reißenden

Fluss kommen? Wir konnten den Fluss

an dieser Stelle nicht durchqueren, denn

das Wasser war trüb und wir konnten

nicht einschätzen, wie tief das Wasser

war.

Der Weg über das schlammige Eis

gescheiterter Querungsversuch

Die Hälfte des Sees war mit Eis bedeckt.

Dieses Eis reichte kurz vor dem Abfluss

von unserer Seite fast bis zur anderen

Seeseite und war mit einer Schicht aus

dickem Schlamm überzogen. Das Eis

hielt und der Schlamm war sehr fest. An

der Eiskante trennten uns drei bis vier

Meter vom anderen Ufer. Können wir da

durchlaufen? Patrick war bereit den Test

zu machen. Er zog Schuhe und Hosen

aus und tastete sich mit einem Wanderstock

vor. Das Wasser war eiskalt und

der Wanderstock erreichte erst nach

einem Meter den schlammigen Boden

und sank weiter ein. Keine Chance, bei

18 Ausgabe 206 - Dezember 2017


Über diese Brücke kommt niemand mehr

dem kalten Wasser und der Strömung

die wenigen Meter zu überwinden.

Warum ist jede Brücke über den Sulzaubach

zerstört und warum steht das nirgends?

Was nun? Vielleicht gab es ja weiter

unten eine Stelle, wo wir den Abfluss

aus dem See nochmal queren können?

Schnell mussten wir einsehen, dass

„weiter unten“ sehr weit unten heißt –

mehr oder weniger da, wo wir am Morgen

über den Bach gegangen sind, denn

der Abfluss geht recht bald in einem

hohen Wasserfall über, der in mehreren

Kaskaden in die Tiefe stürzt.

Da es langsam spät wurde und wir schon

lange unterwegs waren, entschieden wir

uns auf dem Sulzenausee-Rundweg hinab

zur Blauen Lacke zu steigen und

dann weiter zur Sulzenauhütte zu laufen.

Während des Abstiegs verschlechterte

sich das Wetter plötzlich. Über dem

Gletscher waren dunkle Wolken aufgezogen

und der Himmel über dem Nachbartal

mit der Dresdner Hütte war fast

schwarz. Donner war zu hören. Blitze

zuckten. Wir beschleunigten unsere

Schritte und erreichten die andere Seite

der weggerissenen Betonbrücke vom

Morgen. Keine Chance, den Bach hier

zu queren. Es begann zu regnen.

Der Regen kommt näher

Wir stiegen schnell weiter ab und fanden

in der Nähe der Sulzenauhütte zwei provisorische

Stege über den Bach. Die

dunklen Wolken vom Nachbartal waren

jetzt direkt über uns. Wir erreichten die

Hütte gerade noch bevor der heftige

Wolkenbruch losbrach.

Die Hütte war warm und voll. In der

Lübecker Stube wärmten wir uns auf

und tranken Almdudler. Der Wirt sicherte

uns zu, dass der Regen wohl in einer

Stunde vorbei sein wird. Er sollte Recht

behalten, denn Punkt 18:00 Uhr hörte

der Regen auf. Wir füllten unsere Wasserflaschen

und begannen mit dem anderthalbstündigen

Abstieg zum Auto.

Der Weg war jetzt deutlich schlammiger.

Der Wasserfall unterhalb der Sulzenauhütte

war jetzt wirklich kraftvoll

und führte sehr viel Wasser. Im Tal der

Sulzenau Alm war der Sulzaubach über

die Ufer getreten und hat den daneben

liegenden Weg geflutet. Wir mussten

auf die daneben liegende Wiese ausweichen,

um das Tal wieder zu verlassen.

Ab dem Gwara Wasserfall konnten wir

sehen, wie immer mehr Wolken in das

Stubaital drängten. Als wir gegen 19:30

Uhr erschöpft das Auto erreichten, waren

die Berge hinter dichten Wolken

verschwunden.

19


Gipfelpanorama vom Großen Trögler über

das Sulzenautal zum Aperer Freiger

Die Wanderung war unglaublich abwechslungsreich

– Wald, Hochland,

Klettern, Wasserfälle, Flüsse, Gletscher,

Regen, Gewitter. Wir waren 13 Stunden

unterwegs (inkl. Pausen), sind 26 km

gelaufen, haben 1918 Hm erklommen

und sind auf 3262 m hoch hinaus gekommen.

Robert und Patrick haben an diesem

Abend wieder im Stubaital übernachtet

und sind am nächsten Tag noch über die

Dresdner Hütte auf den Großen Trögler

(2902 m) gestiegen.

Recherchen haben ergeben, dass es eine

Woche zuvor heftige Regenfälle gegeben

hat, was im Sulzenausee, der als

Trichter zwischen den Bergen liegt, eine

Flutwelle ausgelöst und alle vier Brücken

im Tal zerstört hat. Das Wasser

muss eine unglaubliche Kraft gehabt

haben, um ganze Betonbrücken fast

spurlos wegzureißen. Für uns ärgerlich

war, dass auf den großen Übersichtstafeln

nicht auf die nicht vorhandenen

Brücken hingewiesen wurde, was eventuell

unsere Routenplanung beeinflusst

hätte.

Pension Danler

Heidi Danler

A-6165 Telfes / Plöven 13

Tel.:+43 - 5225 - 62476

Fax: +43 - 5225 - 62476 - 13

E-Mail: heidi@hausdanler.at

Internet: www.pension-danler-stubai.at

Telfes im Stubaital / Tirol

Alle Zimmer (ausgenommen EZ) sind geräumig mit Südbalkon bzw. Südterrasse inkl. Sitzgelegenheit,

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WLAN im gesamten Haus / Parkplätze teilweise mit Überdachung

Im Sommer wie im Winter Ihre Pension !

20 Ausgabe 206 - Dezember 2017


Unsere Geschäftsstelle

Am Hüxterdamm 8

benötigt dringend ehrenamtliche

Unterstützung!

Wer von Ihnen hat Lust und Zeit,

uns einmal im Monat:

mittwochs von 16:30 bis 18:30 Uhr

oder

samstags von 10:00 bis 12:00 Uhr

zu unterstützen?

Nähere Information unter:

Tel.: 0451-73297 / 015154645009

oder

buero@davluebeck.de

21


Bilder von der Wanderung am 08.10.2017

Rund um Lankower- und Mechower See

as Wetter meinte es gut mit uns an diesem Tag und so waren wir mit 18 Personen

unterwegs. Das ist Saisonrekord. Wanderführer Reinhard Falter hat

D

keine Mühe gescheut, mit einem anschwellenden Wasserlauf als kleine Schikane

den Streckenverlauf etwas aufzulockern. Das pioniermäßige Überwinden des Fließgewässers

hat allen reichlich Spaß bereitet.

Joachim Vieth

22 Ausgabe 206 - Dezember 2017


I

n der vorangegangenen Woche hatte sich der Herbst mit mächtigen Stürmen und

sehr viel Regen angekündigt. Das Tief Xavier tobte noch bis Samstag über

Norddeutschland.

In Gedanken ging ich am Samstagabend noch einmal die Tour durch, wie werden

die Wege aussehen (matschig), kommen wir durch (umgestürzte Bäume?), schaffen

wir die Strecke?

Nach diesen Wetterunbilden an den Vortagen hatte Petrus ein Einsehen, der Sonntag

bescherte uns einen wunderschönen Herbsttag, mit viel Sonnenschein, Xavier

hatte sich ausgetobt.

Wir starteten mit 17 Teilnehmern in Mechow. Die ersten Kilometer verliefen problemlos,

da es sich um befestigte Wege handelte. Im Verlauf der Wanderung gab es

aber auch immer wieder einige sehr matschige Wegabschnitte bzw. lagen einige

umgestürzte Bäume auf dem Weg.

Diese Hindernisse wurden von den Teilnehmern mit Bravur gemeistert, einigen insbesondere

unseren jüngeren Teilnehmern machten sie sogar Spaß, war es doch eine

kleine Herausforderung. >>>

23


Kurz bevor wir den Mechower See erreichten, hatte sich ein vorher kleines Rinnsal

in einen „reißenden Bach“ verwandelt. Hier waren Brückenbauer gefragt, um das

Gewässer zu überwinden, es ging aber auch einfach, gemäß Herrn Kneipp, barfuß

durch das kalte Wasser.

Nichts konnte uns an diesem Tag aufhalten, mit Witz, Humor und der richtigen

Einstellung meisterten wir alle Hürden.

Zum Abschluss dieses schönen und erlebnisreichen Tages stärkten wir uns noch bei

einem leckeren Essen in Schattin im Restaurant „Alte Zeiten“.

Reinhard Falter

24 Ausgabe 206 - Dezember 2017


25


26 26 Ausgabe 206 - Dezember 2017


27 27


Februar

8

Donnerstag

SAGENHAFTER RHEIN:

RADWEG – RHEINSTEIG – RAD & SCHIFF

BEATE STEGER

19:00 Uhr

Vereinslokal des Turn- und Sportverein Lübeck, Schlutuper Str.

Deutschlands bekanntester Fluss, der mit unzähligen Sagen und Liedern

besprochen und besungen wurde, fasziniert noch heute. Die Fotografin

und Filmemacherin Beate Steger hat den Fluss auf drei Arten

von der Quelle bis zu Mündung bereist. In ihrer Reisereportage nimmt

sie ihre Zuschauer mit an und auf den Rhein zu Fuß, per Rad und mit

dem Schiff und verknüpft dabei ihren Vortrag immer wieder mit den

vielen Sagen des Rheins.

Der Rhein-Radweg startet in Ander matt, führt zuerst über den

Oberalppass und von dort aus kann man dann eine Wanderung zum

Tomasee bei 2.343 m Höhe, der offiziellen Rheinquelle, unternehmen.

Den gesamten Radweg legte Beate Steger mit mehr als 1.300 km von

der Quelle bis zur Mündung des Rheins in die Nordsee in der Nähe von

Rotterdam zurück.

Der Rheinsteig, mit 320 km einer der schönsten Fernwanderwege

Deutschlands zwischen Wiesbaden und Bonn, besticht durch wundervolle

Ausblicke, schwindelerregende Auf- und Abstiege und gemütliche

Orte und Städte am Mittelrhein, dem schönsten Teilabschnitt des

Rheins.

Mit Rad und Schiff unterwegs zu sein, hat seinen besonderen Reiz,

wird doch das schwimmende Hotelzimmer von Ort zu Ort bewegt und

das lästige Ein- und Auspacken jeden Tag entfällt. Wer pausieren

möchte, lässt sich vom Schiff zur nächsten Etappe bringen und genießt

die vorbeiziehende Landschaft vom Schiff aus. Die Referentin war

zwischen Worms und Koblenz unterwegs und zeigt so die schönsten

Stellen des Rheins von drei Perspektiven aus.

Die Reisereportage in Full HD wird von Beate

Steger live kommentiert und besteht aus Bildern,

Filmen, O-Tönen und Musik.

Weitere Infos unter: www.beate-steger.de.

28 Ausgabe 206 - Dezember 2017


März

8

Donnerstag

GRANDE TRAVERSATA

IRIS KÜRSCHNER UND DIETER HAAS

19:00 Uhr

Vereinslokal des Turn- und Sportverein Lübeck, Schlutuper Str. 37, Lübeck

GTA – Die Grande Traversata delle Alpi

Zu Fuß durch die „vergessenen“ Alpentäler des

Piemont und bis ans Mittelmeer

Die „vergessenen“ Alpentäler des Piemont erleben,

eines der größten Entsiedlungsgebiete der

Alpen. Fast 1000 Kilometer und 65.000 Höhenmeter

haben die Bergjournalisten und Fotografen

Iris Kürschner und Dieter Haas auf der Grande

Traversata delle Alpi zurückgelegt. Mit beeindruckenden

Bildern nehmen sie die Zuschauer mit

auf diese Fußreise, geben mit einfühlsamen Portraits

auch einen Blick hinter die Kulissen.

Sie besuchen ehemalige Auswanderer, decken

eine Goldgräberstadt auf, nehmen an einer historischen

Wallfahrt teil, stöbern durch mystische

Geisterdörfer, folgen den Spuren der Walser und

Waldenser, schwelgen in okzitanischen Spezialitäten,

tauchen ein in die Dolomiten von Cuneo, in

die Seealpen, wo Sie das Heulen der Wölfe frösteln

lässt. Überraschendes wird preis gegeben.

Nicht nur die Landschaft erinnert oft an den Himalaya,

auch die Lebensweise der Menschen.

Wer glaubt, die Alpen zu kennen, wird sich nach

diesem Vortrag nicht mehr so sicher sein.

29


Januar

Grünkohlwanderung

21

Sonntag

vom Volksfestplatz nach Schlutup zum TSV

Streckenlänge: etwa 8 km

Schlusseinkehr im Vereinsheim des TSV Schlutup

Wanderführer: Joachim Vieth

Treffpunkt für Wanderer:

10:18 Uhr / Haltestelle Eichholz der Linie 5

oder: 12:30 Uhr mit PKW / Vereinsgaststätte des TSV Schlutup

Anmeldung in der Geschäftsstelle möglichst bis:

Mi, den 17.01.2018

danach ggf. auch beim Wanderführer: Tel.: 0451-31535

Es stehen zwei Essensvarianten zur Auswahl:

Eine kleine - oder eine vollständige Portion mit allem.

Bitte bei Anmeldung den Essenswunsch angeben.

30 Ausgabe 206 - Dezember 2017


März

18

Sonntag

Ostsee-Traditionswanderung

Strecke:

Neustadt - Timmendorfer Strand - Travemünde / ca. 25 km

Mittagseinkehr in Timmendorfer Strand

Treffpunkt für Bahnfahrt:

08:50 Hbf. Lübeck

Anmeldung in der Geschäftsstelle möglichst bis zum 14.03.2018

danach ggf. beim Wanderführer Horst Geese, Tel.: 0170 8472215.

Bei Bedarf kann die Heimreise bereits ab Timmendorfer Strand

mit Bus oder Bahn angetreten werden.

31


Finde die Fehler im Weihnachtsrätsel!

Im unteren Bild haben sich 6 Fehler eingeschlichen!

32

Ausgabe 206 - Dezember 2017


Termine im Überblick

Januar

21

Sonntag

Februar

8

Donnerstag

März

8

Donnerstag

März

15

Donnerstag

März

18

Samstag

Wanderung

Grünkohlwanderung nach Schlutup

Treffpunkt: 10:18 Uhr

Haltestelle Eichholz der Linie 5 …. oder mit PKW:

12:30 Uhr Vereinsgaststätte des TSV Schlutup

Seite: 30

Vortrag

Sagenhafter Rhein / Beate Steger

19:00 Uhr

Vereinslokal des Turn- und Sportverein Lübeck,

Schlutuper Str. 37

Seite: 28

Vortrag

Grande Traversata / Iris Kürschner und Dieter Haas

19:00 Uhr

Vereinslokal des Turn- und Sportverein Lübeck,

Schlutuper Str. 37

Seite: 29

Edelweißabend

19:00 Uhr

Gaststätte „Zum Tucher““

Am Burgfeld 1,

23568 Lübeck

Seite: 12

Wanderung

Ostsee-Traditionswanderung

Treffpunkt für Bahnfahrt:

08:50 Hbf. Lübeck

Seite: 31

33


Papier aus nachhaltiger Forstwirtschaft für verantwortlichen Umgang der Waldressourcen zum Wohle heutiger und zukünftiger Generationen

Geschäftsstelle: Hüxterdamm 8, 23552 Lübeck

Postanschrift: Postfach 1167, 23501 Lübeck

Telefon: 0451/73297

Telefax: 0451/29170398

E-Mail: buero@davluebeck.de

Homepage: www.davluebeck.de

Winteröffnungszeiten der Geschäftsstelle:





mittwochs: von 15:30 bis 18:30 Uhr

bis Ende Februar 2018 bleibt die Geschäftsstelle an Samstagen geschlossen.

vom 18.12.2017 bis 06.01.2018 bleibt die Geschäftsstelle an allen Tagen geschlossen.

In dringenden Fällen melden Sie sich bitte bei Frau Lohr oder Herrn Bründel.

Vorstand

1. Vorsitzender Angelika Lohr Kaiserallee 47, 23570 Lübeck 0151/54645009 vorstand@davluebeck.de

2. Vorsitzender & Ausbildung Andreas Aurich Hauptstr. 27, 23923 Palingen 0171/2888271 ausbildung@davluebeck.de

Schatzmeister Andreas Bründel Am Schellbruch 40, 23568 Lübeck 0451/4894395 schatzmeister@davluebeck.de

Schriftwart Joachim Vieth Forstmeisterweg 126, 23568 Lübeck 0451/31535 schriftwart@davluebeck.de

Jugendreferent Timm Bußhaus Gr. Gröpelgrube 45, 23552 Lübeck 01793925413 jugend@davluebeck.de

Ehrenvorsitzender Hans-Jürgen Röhl Goerdelerstr. 3, 23566 Lübeck 0451/32630

Beirat

Freunde der Stettiner Hütte Joachim Kreis Wakenitzmauer 5, 23552 Lübeck 0451/73640

freunde-der-stettinerhuette@davluebeck.de

Geschäftsstelle Hale Erkek Büllowstr. 27, 23566 Lübeck 0451/73297 buero@davluebeck.de

Homepage Dieter Otte Gärtnergasse 56, 23562 Lübeck 0451/59 61 37 webmaster@davluebeck.de

Jugendvertreterin

Maybritt Draack

Naturschutzreferent Dietmar Zahn Pommernweg 8, 23858 Reinfeld chrisamu@t-online.de

Redaktion „Lübecker Weg“ Wilfried Matthies Dorfstr. 34 a, 23881 Niendorf / St. 04156/8477993 schriftleiter@davluebeck.de

Sportbeauftragter Klaus-Dieter Rickert Helene-Lange-Straße 4, 23558 Lübeck 0451/8973415 sport@davluebeck.de

Vortragswart nicht besetzt vortraege@davluebeck.de

Wanderwart Horst Geese Hauptstr. 63, 23611 Bad Schwartau 0170/8472215 wandern@davluebeck.de

Ehrenrat

Vorsitzender Georg Bornemann Herderstr. 8, 23564 Lübeck 0451/792854

Waltraud Giese Dreifelderweg 2, 23566 Lübeck 0451/605565

Klaus-Dieter Rickert Helene-Lange-Straße 4, 23558 Lübeck 0451/8973415 sport@davluebeck.de

Ellen Spies Forstmeisterweg 126, 23568 Lübeck 0451/31535

Vertreter des Vorstands Timm Bußhaus Gr. Gröpelgrube 45, 23552 Lübeck 01793925413 jugend@davluebeck.de

34 Ausgabe 206 - Dezember 2017


SK

Garten– und Landschaftsbau

MEISTERBETRIEB

NEUANLAGE ■ PFLEGE ■ PFLASTERARBEITEN

ERDARBEITEN ■ HOLZARBEITEN

Robert Schwartz

Birkenweg 4 Telefon: 04543 / 523

23881 Lankau Mobil: 0152-04246046

robertschwartz@t-online.de Fax: 04543 / 1622

35


Post A 12557 DPAG - Entgelt bezahlt

Deutscher Alpenverein

Sektion Lübeck e. V.

Postfach 11 67, 23501 Lübeck

36 Ausgabe 206 - Dezember 2017

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