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Aufwind 01/2020

Die Themen der ersten Ausgabe: Klimakrise und Lungengesundheit: Uns bleibt die Luft weg Epidemie: Das Coronavirus „2019-nCoV“ Grippe & Lungenentzündung: Achtung - dünnes Eis Asthma & COPD: Richtiges Inhalieren will gelernt sein

Die Themen der ersten Ausgabe:
Klimakrise und Lungengesundheit: Uns bleibt die Luft weg
Epidemie: Das Coronavirus „2019-nCoV“
Grippe & Lungenentzündung: Achtung - dünnes Eis
Asthma & COPD: Richtiges Inhalieren will gelernt sein

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Aufwind

Zeitschrift für Menschen mit Atemwegserkrankungen, Hauterkrankungen und Allergien

Nr. 1/2020

LUFT

AUFLEBEN

MEHR

Tag der Lungengesundheit

8. März, Rathaus Wien

● Klimakrise und Lungengesundheit: Uns bleibt die Luft weg

● Epidemie: Das Coronavirus „2019-nCoV“

● Grippe & Lungenentzündung: Achtung - dünnes Eis

● Asthma & COPD: Richtiges Inhalieren will gelernt sein


Inhalt

4 Epidemie: Das Coronavirus „2019-nCoV“

6 Klimakrise: Uns bleibt die Luft weg!

7 Tag der Lungengesundheit: MEHR LUFT AUF LEBEN

Die Österreichische Lungenunion

(ÖLU) ist eine bundesweit aktive

Selbsthilfegruppe für alle Menschen

mit Allergie, Asthma, COPD,

Lungenkrebs und Neurodermitis.

Die ÖLU ist ganzheitlich orientiert,

sie stützt und fördert die Mündigkeit

der Betroffenen. Sie gibt und

vermittelt Anleitung zur Selbsthilfe.

Sie strebt Partnerschaftsbewusstsein

an: der Arzt als Partner im

Leben des Patienten, aber auch

der Patient als Partner der Bemühungen

des Arztes.

Das Ziel ist der informierte Patient

und die informierte Mitwelt. Nutzen

Sie die Angebote der „Österreichischen

Lungenunion“ und helfen

Sie mit, das öffentliche Bewusstsein

in Bezug auf den Stellenwert

von Allergien und Atemwegserkrankungen

zu erhöhen.

Beratungen nach telefonischer

Voranmeldung.

Österreichische Lungenunion

Obere Augartenstraße 26 – 28

1020 Wien

Tel. und Fax: 01/330 42 86

E-Mail: office@lungenunion.at

www.lungenunion.at

Das Magazin Aufwind unterstützt

die Aktivitäten der Österreichischen

Lungenunion.

Aus Gründen der Lesbarkeit wird

auf eine geschlechtsspezifische

Differenzierung verzichtet.

Entsprechende Begriffe gelten

im Sinne der Gleichbehandlung

für beide Geschlechter.

8 Grippe/Lungenentzündung: Achtung - dünnes Eis!

10 Asthma & COPD: Richtiges Inhalieren will gelernt sein!

12 Termine und Veranstaltungen

Impressum

Herausgeber:

Österreichische Lungenunion

Obere Augartenstraße 26 – 28, 1020 Wien

Telefon/Fax: (01) 330 42 86, E-Mail: office@lungenunion.at

www.lungenunion.at

Verlag & Redaktion:

Unlimited Media

Crisafulli & Stodulka Unlimited Media GmbH

Kornhäuselgasse 3/2/39, 1200 Wien

Kontakt:

Thomas Stodulka: 0699/11 08 92 73, stodulka@unlimitedmedia.at

unlimitedmedia.at

Redaktion: Thomas Stodulka, Eliana Crisafulli

Wissenschaftlicher Beirat: Prim. Dr. Vetter (Leitung), Prim. Dr. Aigner,

Univ.-Prof. Dr. Frischer, Doz. Dr. Funk, Univ.-Prof. Dr. Götz, Prim. Dr. Hartl,

OÄ Dr. Homeier, Univ.-Prof. Dr. Horak, Prim. Dr. Jamnig, Univ.-Prof. Dr. Kummer,

Prim. Univ.-Prof. Dr. Pohl, Univ.-Prof. Dr. Riedler, Univ.-Doz. Dr. P. Sator,

Univ.-Prof. Dr. Georg Stingl, Univ.-Prof. Dr. Stögmann, Doz. Dr. Arschang

Valipour, Univ.-Doz. Dr. Wantke, Doz. Mag. Dr. Wöhrl, Prim. Dr. Wurzinger,

OÄ Doz. Dr. Zacharasiewicz

Lektorat: Alexandra Lechner

Art Direktion & Layout und Produktion: Unlimited Media

Fotos: Unlimited Media, Österreichische Lungenunion, Pixabay

Druck: Copydruck KG, Sandleitengasse 9 – 13, 1160 Wien

Partner & Sponsoren

2 Aufwind 1/20


Aktuelles

KH Nord: neues Institut

für Lungen forschung

Im Dezember wurde das neue

Karl-Landsteiner-Institut für

Lungenforschung und Pneumologische

Onkologie im KH Nord

Klinik Floridsdorf eröffnet.

Zentrales Anliegen ist, neue

Medikamente und Therapien für

häufige Lungen erkrankungen

zu erforschen – allen voran für

Lungenkrebs und COPD.

Unter der gemeinsamen Leitung

von Priv.-Doz. Dr. Arschang Valipour,

Vorstand der Abteilung für Innere

Medizin und Pneumologie im KH

Nord, Klinik Floridsdorf, und Priv.-

Doz. Dr. Georg-Christian Funk, Vorstand

der 2. Medizinischen Abteilung

im Wilhelminenspital, werden im

neuen Forschungsinstitut die Auswirkungen

der Erkrankung auf den

gesamten Organismus, den Einsatz

der Inhalationstherapie sowie

Die PULSAR-Initiative, die von der

weltweiten Plattform für Allergieund

Atemwege GAAPP geleitet

wird, hatte das Ziel, Fachleute aus

der Patientengemeinschaft und

dem Gesundheitswesen zusammenzubringen.

Da schweres Asthma

oft nicht erkannt wird oder mit

unkontrolliertem Asthma verwechselt

wird, wurde gemeinsam mit

Patienten eine neue Definition für

auch innovative, minimal-invasive

Verfahren untersucht mit dem Ziel,

Leistungsfähigkeit und Lebensqualität

betroffener Patientinnen und Patienten

zu verbessern. „Es ist unser

erklärtes Ziel, neue Behandlungsmethoden

zu entwickeln und für

betroffene Patientinnen und Patienten

anwendbar zu machen“, so Doz.

Dr. Funk. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt

des Instituts ist die

Behandlung von Lungenkrebs. Gerade

hier waren die Fortschritte der

letzten Jahre enorm. „Unsere Forschungseinrichtung

ermöglicht es

vielen Patienten, von den allerneuesten

Therapieverfahren und Präparaten

teils noch vor Markteinführung

zu profitieren“, erklärt Arschang Valipour.

„Die Teilnahme an den klinischen

Studien bei Lungenkrebs erhöht

erwiesenermaßen nicht nur die

Behandlungsqualität, sondern auch

das Überleben vieler Patientinnen

und Patienten“, so Valipour.

Hilfe bei schwerem Asthma

Die internationale PULSAR-

Initiative möchte mittels einer

globalen patientengesteuerten

Definition erreichen, dass

Betroffene und Ärzte schweres

Asthma besser verstehen und

besser behandeln.

schweres Asthma erarbeitet. Diese

ist zudem so formuliert, dass sie

von Betroffenen leicht zu verstehen

ist, sodass sie sich auch identifizieren

können.

Infos & Checkliste:

www.gaapp.org/

define-your-asthma

www.lungenunion.at/

defineyourasthma

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Kurz notiert

Winter ist Hochsaison

für Milbenallergie

Die Eiweißstoffe aus dem Panzer

abgestorbener Milben und vor allem

die Milbenausscheidungen sind

es, die eine hohe allergische Potenz

besitzen. Die mikroskopisch kleinen

Kotpartikel befinden sich in Matratzen,

Kuscheltieren usw. Durch das

Einschalten der Heizung wird Staub

aufgewirbelt – und eingeatmet. Es

ist wichtig, eine Hausstaubmilbenallergie

zu erkennen - denn sie gilt

weltweit als häufigste Ursache von

Asthma bronchiale. Typische Beschwerden

sind morgendliche Niesanfälle

und Schnupfen, der bis 15

Minuten nach dem Aufstehen auftritt

und wieder abflaut.

Umfangreiche Infos und Tipps bietet

der IGAV-Ratgeber „Allergenvermeidung

bei Milbenallergie“.

Download unter:

www.allergenvermeidung.org

Vorsicht bei Badezusätzen

für Kinder

Badezusätze, die sprudeln, schäumen,

knistern und glitzern, sind

bei Kindern beliebt, aber nicht unbedenklich.

Die Tester des Vereins

für Konsumenteninformation (VKI)

mussten in 10 von 15 Proben feststellen,

dass die Produkte Substanzen,

wie potenziell allergene Duftstoffe,

Azofarbstoffe oder andere

bedenkliche Inhaltsstoffe wie etwa

Polyacrylamid enthalten. „Für Kinder

unter drei Jahren sollten sie ohnehin

tabu sein“, gibt VKI-Chemikerin,

Birgit Schiller, zu bedenken und

rät, unbedingt auf die Liste der Inhaltstoffe

zu achten: „Je kürzer, desto

besser. Aber Achtung: Hinter dem

Begriff ,Lebensmittelfarbe‘ können

sich auch Azofarbstoffe verbergen.“

Infos: Verein für Konsumenteninformation,

www.vki.at

3


Epidemie

Das Coronavirus „2019-nCoV“

Seit Dezember 2019 sorgt ein neuer Stamm von Coronaviren mit der

vorläufigen Bezeichnung „2019-nCoV“ für weltweite Besorgnis. Aufgrund

der raschen Verbreitung des Virus rief das Notfallkomitee der WHO am

30.1.2020 einen Gesundheitsnotstand internationaler Tragweite aus

(Publich Health Event of International Concern). Als Infektionsschutz gelten

dieselben Standardempfehlungen, die bei Grippewellen zur Verhinderung

der Ausbreitung von Infektionen empfohlen werden: regelmäßiges Händewaschen,

das Abdecken von Mund und Nase beim Husten und Niesen, das

Garkochen von Fleisch und Eiern sowie die Vermeidung von Kontakt mit

Personen, die Symptome von Atemwegserkrankungen wie Husten und

Niesen aufweisen. Von Reisen nach China wird aufgrund der Verbreitung

des Virus abgeraten.

Coronaviren (CoV) werden zwischen

Tieren und Menschen übertragen

und können leichte Erkältungen, aber

auch schwere Lungenentzündungen

verursachen – das SARS-Coronavirus

(SARS-CoV) sowie das MERS-Coronavirus

(MERS-CoV) gehören zur

Coronaviren-Familie. Ende 2019 wurde

ein neuartiges Coronavirus entdeckt.

Die Weltgesundheitsorganisation

(WHO) wurde informiert, dass

mehrere Fälle von viraler Lungenentzündung

unbekannter Ursache in

Wuhan/China aufgetreten sind. Es

stellte sich heraus, dass es sich um

einen neuen Stamm des Coronavirus

handelt, der zuvor noch nie bei

einem Menschen identifiziert wurde

und nun die vorläufige Bezeichnung

„2019-nCoV“ erhielt.

Verbreitung Mensch-zu-Mensch

Bis zum Redaktions schluss (Stand

30. Jänner) wurden weltweit insgesamt

7.824 bestätigte 2019-nCoV-

Infektionen bekannt gegeben. Die

große Mehrheit der Fälle (7.734)

trat in China auf, darunter auch

die bisher verzeichneten 170 Todesfälle.

Das Coronovirus ist im

Jänner, abgesehen von China,

auch in Hong Kong, Macau, Taiwan,

Thailand, Japan, Südkorea,

USA, Vietnam, Singapur, Australien,

Malaysia, Kanada, Nepal, Sri

Lanka und Kambod scha aufgetreten.

In Europa waren es bisher

neun bestätigte Fälle – drei davon

in Frankreich, einer in Deutschland

und einer in Finnland. Bis auf zwei

Coronavirus-Infektionen (aus Vietnam

und Deutschland) handelt es

sich immer um importierte Viren,

Aktuelle Informationen und Hotline

weil die Betroffenen einen Reisebezug

zu China hatten. Derzeit

wird aufgrund der nachgewiesenen

Möglichkeit einer Menschzu-Mensch-Übertragung

mit dem

Auftreten von weiteren Fällen in

Europa gerechnet. Jedoch wird

eine Weiterverbreitung innerhalb

der EU bei Einhaltung von krankenhaushygienischen

Maßnahmen und

entsprechender Kontaktpersonennachverfolgung

derzeit als moderat

eingestuft. Das Gesundheitsminis-

Folgende Stellen bieten stets aktualisierte Informationen:

Bundesministerium für

Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumen tenschutz:

www.sozialministerium.at/Themen/Gesundheit/Uebertragbare-

Krankheiten/Infektionskrankheiten-A-Z/Neuartiges-Coronavirus.html

AGES – Österreichische Agentur für

Gesundheit und Ernährungs sicherheit:

www.ages.at/themen/krankheitserreger/coronavirus

Hotline: Informationen zu Übertragung, Symptomen, Vorbeugung

Tel.: 0800 555 621, Mo. bis Fr., 9.00 – 17.00 Uhr

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In Österreich besteht keine große Infektionsgefahr. Jedoch rät das Außenministerium aufgrund der Ausbreitung des

Coronavirus in China, nicht notwendige Reisen zu verschieben, vor allem in die hauptbetroffene Provinz Hubei.

terium ist mit den zuständigen nationalen

und internationalen Behörden

stets in Kontakt. Passagiere am

Flughafen Wien, die entsprechende

Krankheitssymptome aufweisen,

werden sofort vom medizinischen

Personal des Flughafens überprüft.

Chinareisen vermeiden

Das Außenministerium rät zu einer

Verschiebung nicht notwendiger

Reisen. Wenn sich die bevorstehende

Chinareise nicht vermeiden lässt

und während der Reise oder 14 Tage

danach Symptome wie Fieber, Husten

oder Atembeschwerden auftreten,

gelten folgende Empfehlungen:

• Bleiben Sie zu Hause und kontaktieren

Sie einen Arzt.

• Informieren Sie den Arzt über Ihre

Reise nach China und halten Sie

sich an weitere Anweisungen Ihres

Arztes.

• Wenn Sie husten oder niesen, bedecken

Sie Mund und Nase mit

einem Papiertaschentuch bzw.

Ihrer Ellenbeuge (nicht mit den

Händen); entsorgen Sie das Papiertaschentuch

umgehend und

waschen Sie danach Ihre Hände.

Vorsichtsmaßnahmen bei

unvermeidbaren Chinareisen

Sollte sich eine Reise nach China nicht vermeiden lassen,

so gelten folgende Empfehlungen des Gesundheitsministeriums

für die Dauer des Aufenthaltes:

• Waschen Sie Ihre Hände regelmäßig mit alkoholhaltigen

Desinfektionsmitteln bzw. Wasser und Seife.

• Wenn Sie husten oder niesen, bedecken Sie Mund und

Nase mit einem Papiertaschentuch bzw. Ihrer Ellenbeuge

(nicht mit den Händen); entsorgen Sie das Papiertaschentuch

umgehend und waschen Sie danach Ihre Hände.

• Vermeiden Sie den Kontakt zu kranken Menschen, die an

Fieber und Husten leiden.

• Wenn Sie Symptome wie Fieber, Husten oder Atembeschwerden

entwickeln, suchen Sie medizinische Hilfe auf

und beschreiben Sie Ihre Reiseroute.

• Vermeiden Sie Kontakt zu Tieren (lebend oder tot).

• Meiden Sie Märkte mit lebenden Tieren oder tierischen

Produkten.

• Vermeiden Sie den Verzehr von rohen oder nicht gar

gekochten Tierprodukten.

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5


Klimakrise

Uns bleibt die Luft weg

Die Klimakrise und ihre Auswirkungen auf unsere Lungen ist eines der

Themen, die beim Tag der Lunge MEHR LUFT AUF LEBEN im Wiener

Rathaus am 8.3.2020 auf dem Programm stehen. Mediziner und

Umweltexperte Assoz. Prof. Priv.-Doz. Dipl.-Ing. rer. nat. Dr. Hans-Peter

Hutter, MedUni Wien, skizziert im Vorab-Interview, dass die Situation

weitaus ernster ist, als viele Menschen glauben. „Uns bleibt die Luft weg!“

lautet sein Resümee. Rasches Handeln könnte den Klimawandel aber

zumindest etwa auf dem derzeitigen Niveau einfrieren.

Die Bezeichnung Klimawandel ist

nach Meinung von Prof. Hutter

schon zu beschönigend für die derzeitige

Realität. „Klimakrise trifft es

weitaus besser“, erklärt der Experte.

„Wir haben das Problem seit Jahrzehnten,

aber es ist erst jetzt verspätet

in der breiten Gesellschaft

angekommen.“ Die Auswirkungen

des Klimawandels sind schon länger

erkennbar - in Österreich sind es am

Land eher extreme Wettereignisse

wie Starkregen mit Vermurungen

und Hochwasser, in der Stadt sind

es vor allem Hitzewellen.

Belastende Hitze

Hitze ist ein bedeutender Stressor.

Sie verringert die Leistungsfähigkeit

und beeinträchtigt die Lebensqualität

auch bei gesunden Menschen.

Bei einer vorliegenden Atemwegsoder

Herz-Kreislauf-Erkrankung sind

die Auswirkungen umso dramatischer

– bis hin zu vorzeitigen Todesfällen.

Prof. Hutter: „Wir sprechen

da schon von einigen hundert Menschen

in Österreich pro Sommer.“

Das Problem: Viele Auswirkungen

sind noch nicht spürbar. Die Hitze ist

im Sommer zwar da, aber besonders

starke Beschwerden haben vor allem

kranke, ältere Menschen – und die

sterben meist leise. Weiters kommt

es durch die längere Sonnenscheindauer

und der verstärkten UV-

Strahlung an Hitzetagen auch zur

vermehrten Bildung von bodennahem

Ozon. Dieses aggressive Reizgas

Assoz. Prof. Priv.-Doz. Dipl.-Ing. rer. nat.

Dr. Hans-Peter Hutter

führt zu Entzündungsreaktionen in

den tiefen Atemwegen und erhöht

ebenso die Mortalität. Warum der

Klimawandel daran schuld ist? Weil

diese Tage häufiger werden und es

dadurch zu mehr Sommersmog-

Episoden kommt.

Agressivere Pollen

Eine weitere Gefahr sind „aggressive“

Pollen. Durch den Anstieg der

Temperatur und CO 2

-Konzentration

werden gewisse Pflanzen bevorzugt

– wie z.B. der Ragweed –, deren

Pollen als hoch allergen gelten. Es

kommt zu einer weiteren verstärkten

Ausbreitung in Österreich und

auch zu einer längeren Blütezeit.

Dadurch steigt das Risiko, eine Allergie

zu entwickeln, Allergiker leiden

länger und stärker. Zusätzlich sorgen

Foto: Dujmic

andere Phänomene für eine weitere

Verschärfung der Situation: Durch

Luftschadstoffe wie Stickstoffdioxid

werden beispielsweise die ohnehin

aggressiven Ragweed-Pollen noch

allergener. Für Pollenallergiker sind

mehr gesundheitliche Beschwerden

vorprogrammiert.

Lebensstiländerung als Chance

„Die Klimakrise ist ein schleichender

Prozess, der aber immer schneller voranschreitet.

Noch haben wir jetzt die

Chance, diesen Prozess abzufedern

und können das Schlimmste verhindern.

Den Klimawandel gänzlich

stoppen können wir sowieso nicht

mehr“, warnt Prof. Hutter. Beim Klimaschutz

und der Reduktion von

Treibhausgasen stimmen die meisten

Menschen auch zu. Aber die eigentlichen

notwendigen Änderungen

betreffen liebgewordene Gewohnheiten.

Prof. Hutter: „Es geht beim

Klimaschutz vor allem darum, dass

jeder etwas tun kann: etwas weniger

Fleisch essen und sich mehr ohne

Auto bewegen. Das schafft jeder,

denn fest steht: Es muss sich einfach

ändern.“ Prof. Hutter: „Um ein starkes

Zeichen zu setzen, haben wir die Initiative

‚Doctor for Future‘ gegründet.

Damit wollen wir auf Folgen der Klimakrise

für unsere Gesundheit und

unser Gesundheitssystem hinweisen.“

Dabei will die Initiative auch das

breite Engagement der Jugendlichen

im Rahmen von „Fridays for Future“

unterstützen (www.aegu.net).

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8. MÄRZ 2020

Rathaus Wien

VORTRÄGE

LUFT

AUFLEBEN

MEHR

Tag der Lungengesundheit

10:00 Uns bleibt die Luft weg! Klimakrise und Lungengesundheit, Prof. Dr. Hutter

10:45 Allergie & Asthma des Kindes – Früherkennung und Behandlung, Prof. Dr. Szepfalusi

11:25 Nahrungsmittelallergien: Auslöser, Symptome, Behandlung, Doz. Dr. Wöhrl

12:10 Allergischer Schock – Verhalten im Notfall, Prof. Dr. Szepfalusi

12:30 Sauerstofftankstellen in Österreich, Apothekerkammer

13:00 Asthma ist nicht gleich Asthma, Prof. Dr. Pohl

13:45 Problem Hausstaubmilbe, Doz. Dr. Wantke

14:30 Die Lungenfibrose, Prof. Dr. Idzko

15:15 COPD & Begleiterkrankungen, Doz. Dr. Valipour

16:00 Emphysem – neueste Therapiemöglichkeiten, Doz. Dr. Valipour

16:45 Gewinnspiel-Verlosung: 1 Woche für 2 Personen im Nationalpark Hohe Tauern!

Die Referenten stehen nach dem Vortrag für Publikumsfragen

sowie anschließend für persönliche Gespräche zur Verfügung.

Moderation Vera Russwurm

Eine Informationsveranstaltung für Menschen mit

Atemwegserkrankungen, Hauterkrankungen und Allergien

Eintritt frei!

Gratis Vorträge!

Gratis Workshops!

Gewinnspiel!

WORKSHOPS (kostenlos)

Atemtraining

Inhalatorenschulung

Rauchstopp mit Hirn! (PDM-Methode)

SERVICE (kostenlos)

Lungenfunktionsmessung

Allergierisiko-Check

Allergietestung und Beratung

Für die BesucherInnen steht bei Bedarf

Flüssigsauerstoff zur Verfügung.

MEHRLUFTAUFLEBEN, 8. März, im Festsaal Rathaus Wien

Eingang Lichtenfelsgasse 2, 1010 Wien

Eine Veranstaltung der Österreichischen Lungenunion

Informationen unter www.lungenunion.at oder telefonisch unter 01/330 42 86

Mit freundlicher Unterstützung von


Grippe & Lungenentzündung

Achtung - dünnes Eis

Da die Grippe, aber auch Lungenentzündungen zu ernsthaften Folgen führen

können, müssen diese Erkrankungen rasch erkannt und behandelt werden –

beziehungsweise am besten gleich vermieden werden. Dies gilt vor allem für

Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen, da die Auswirkungen sich

potenzieren, wenn eine zusätzliche schwere Infektionserkrankung mit der

Grunderkrankung zusammentrifft. Nach österreichischem Impfplan werden

daher vor allem Asthma- und COPD-Patienten die Pneumokokken- und die

Influenza-Impfung dringend nahegelegt.

Der Unterschied zwischen einer Erkältung

(grippaler Infekt) und einer

Grippe (Influenza) liegt in erster Linie

an den auslösenden Faktoren. Während

die Erkältung viele, aber vor allem

bakterielle Ursachen haben kann,

ist eine „echte Grippe“ hingegen viral

bedingt. In der Medizin werden die

beiden Erkrankungen klar differenziert,

jedoch für Laien ist der Unterschied

meist nicht so eindeutig. Exazerbationen

(Verschlechterung der

Symptomatik mit Atemnot, Husten,

Auswurf) haben oft einen bakteriellen

oder viralen Ursprung. Influenzaviren

sind nach den Rhinoviren sogar die

Vor allem Kinder mit Asthma haben im Vergleich zu gesunden Kindern

das fünffache Risiko, mit einer Influenza ins Spital zu müssen.

Erkältung oder Grippe?

Erkältungen treten häufiger auf,

sind aber harmlos verglichen mit

der „echten Grippe“, die tatsächlich

auch lebensbedrohlich sein

kann. Für Asthma- und COPD-

Patienten ist es essentiell, rasch

zu erkennen, ob es sich um eine

Erkältung oder um eine Grippeinfektion

handelt. Hier einige

Erkennungsmerkmale:

Grippesymptome

• rasche Verschlechterung

• starke, bohrende Kopfschmerzen

• hohes Fieber

• starke Gelenk-/

Muskelschmerzen

• trockener, schmerzhafter

Husten

• starke Halsschmerzen,

Schluck beschwerden

• Kreislaufprobleme

Erkältungssymptome

• Husten, Halsweh und

Schnupfen

• langsame Verschlechterung

• eher leichte, dumpfe

Kopfschmerzen

• niedriges Fieber

• geringe Gliederschmerzen

• Müdigkeit

8 Aufwind 1/20


zweithäufigsten Viren, die mit Exazerbationen

in Verbindung gebracht

werden – und jede Exazerbation erhöht

das Risiko für eine weitere Exazerbation

als auch für eine Infektion

der unteren Atemwege. Eine Lungenentzündung

wird in vielen Fällen

durch Pneumokokken (Bakterien, die

durch Tröpfcheninfektion übertragen

werden) ausgelöst.

Immunschwäche erhöht Risiko

Vor allem immunschwächere Personen

wie Kinder, chronisch kranke

oder betagte Menschen haben

eine erhöhtes Erkrankungsrisiko. In

Österreich sind es eine Million Menschen,

die in diese Risikogruppe fallen.

Da eine Grippe oder eine Pneumokokken-Lungenentzündung

jede

für sich alleine schon eine schwere

Erkrankung darstellt, die im Ernstfall

tödlich verlaufen kann, stellt die

Pneumokokken- und die Grippeimpfung

insbesondere für COPDund

Asthma-Patienten eine wichtige

Schutzmaßnahme dar. „Der

Aufwand ist überschaubar. Nur wenige

Impfungen sind notwendig, damit

COPD- und Asthma-Patienten ihr

Infektionsrisiko für diese zwei folgenschweren

Erkrankungen erheblich

senken könnten“, erklärt Priv.-Doz.

Dr. Georg-Christian Funk, Chef der

Pneumologie im Wiener Wilhelminenspital.

„Gleichzeitig würden sie einer

möglichen Verschlechterung ihrer

Lungenerkrankung entgegenwirken.“

1 +1 = 2

Die Auswirkungen sind besonders

schlimm, wenn eine chronische

Atemwegserkrankung und eine

zusätzliche schwere Infektionserkrankung

zusammentreffen. „Und

das ist leider häufig der Fall, da die

Wahrscheinlichkeit, an einer Lungenentzündung

zu erkranken, für

COPD- und Asthma-Patienten besonders

hoch ist“, so Doz. Dr. Funk.

Bei COPD-Patienten steigt sie sogar

bis auf das 20-Fache. „Je schlimmer

die COPD, desto größer die

Wahrscheinlichkeit, auch eine Lungenentzündung

zu bekommen.“ Sowohl

die Pneumokokken- als auch

die Influenza-Impfung werden im

österreichischen Impfplan und auch

in internationalen Guidelines bis hin

zur Weltgesundheitsorganisation für

Personen mit chronischen Lungenerkrankungen

wie COPD empfohlen.

„Bei beiden Impfungen ist die

Durchimpfungsrate – selbst in dieser

Risikogruppe – jedoch schlecht“, gibt

Doz. Dr. Funk zu bedenken. „Wer

nicht weiß, ob er sich impfen lassen

soll, sollte dringend mit dem Arzt

seines Vertrauens darüber sprechen.

Aufgrund der diversen Zuschüsse

sind auch die Kosten für die Impfwilligen

schon deutlich niedriger geworden.“

Asthmatische Kinder

besonders gefährdet

Beraten lassen sollten sich speziell

Eltern von Kindern unter fünf Jahren,

da einerseits Pneumokokken-

Infektionen und andererseits Influenza

für Kleinkinder risikoreich

sein kann. Vor allem Kinder mit

chronischen Lungenerkrankungen

wie Asthma haben im Vergleich zu

Kindern mit anderen chronischen

Erkrankungen sogar ein doppeltes

Risiko, mit einer Influenza-Erkrankung

ins Krankenhaus zu müssen.

Im Vergleich zu gesunden Kindern

ist das Risiko sogar um das Fünffache

erhöht. „Viele Eltern unterschätzen

das“, betont Doz. Dr. Funk.

„Leider ist die Influenza-Impfung,

im Gegensatz zur Pneumokokken-

Impfung, nicht im Kinder-Impfprogramm.

Daher können wir Ärzte nur

alle Eltern auffordern, hier Verantwortung

zu übernehmen und ihre

Kinder gegen Influenza impfen zu

lassen. Besonders dann, wenn sie

an chronischen Krankheiten wie

Asthma leiden.“

5 Tipps bei Erkältungen

aus der Volksmedizin

Schwitzen

Zudecken mit mehreren

Decken, Tees, Suppen sowie

wohltuende Erkältungsbäder

mit Meersalz oder Salbei. Bei

hohem Fieber sind allerdings

Fußbäder besser.

Inhalationen

Heißes Wasser und ein paar

Tropfen ätherisches Öl (z.B.

Thymian, Eukalyptus oder

Pfefferminze) in einen Behälter

geben und mit einem Handtuch

über dem Kopf ca. zehn

Minuten den Dampf einatmen.

Achtung - nur 100 % ätherische

Öle, besser aus biologischem

Anbau, verwenden.

Warmer Topfenwickel

Ein warmer Brustwickel wirkt

entzündungshemmend und

schleimlösend: Magertopfen im

Wasserbad oder Ofen erwärmen

und in der Mitte einer Stoffunterlage

fingerdick verteilen.

Entweder Seiten einschlagen

oder mit einem anderen Tuch

abdecken und Wickel anlegen.

Kopf hochlagern

Ausreichender und guter Schlaf

wirkt regenerierend. Hochgelagert

mit mehreren Pölstern

fällt das Atmen leichter und der

Schleim kann besser abrinnen.

Salzwasser

Mit Salzwasser gurgeln hilft, um

Entzündungen im Halsbereich

entgegenzuwirken. Das Gurgelwasser

aus zwei bis drei Esslöffel

Koch- oder Meersalz und

einer Tasse lauwarmen Wasser

herstellen. 3 x täglich gurgeln.

Cystische Fibrose verstehen

Je besser Betroffene und Angehörige über CF informiert sind, desto positiver lässt

sich der Krankheitsverlauf und die Lebensqualität beeinflussen. Erfahren Sie auf

www.CFSource.at mehr über die Krankheit, ihre Ursachen und die CF-Forschung.

Vertex baut mit seinen Medikamenten auf aktuelle Forschungsergebnisse. Damit leisten

wir Pionierarbeit bei dem Bestreben, cystische Fibrose eines Tages heilbar zu machen.

Aufwind 1/20

Vertex Pharmaceuticals GmbH · EURO Plaza, Gebäude H · Lehrbachgasse 13, 2. Stock · 1120 Wien

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Asthma & COPD

Richtiges Inhalieren

will gelernt sein

Asthma und COPD sind chronische, aber behandelbare Erkrankungen.

Neben der exakten Diagnose und Verordnung ist eine korrekte Einnahme

der Medikamente durch den Patienten wichtig. Richtiges Inhalieren

sollte aber nicht nur erlernt, sondern auch regelmäßig geübt und kontrolliert

werden. Wir sprachen mit Dr. Beate Krenek, MSc., KH Hietzing

mit Neurologischem Zentrum Rosenhügel, Wien, über die häufigsten

Probleme bei der Inhalation und wie sie sich vermeiden lassen.

Worauf muss man bei der richtigen

Inhalationstechnik achten, welche

Fehler können passieren?

Für die richtige Inhalationstechnik

muss sichergestellt sein, dass der

Patient über genug Einatmungskraft

verfügt, um den Inhalator

korrekt zu bedienen. Er muss außerdem

die korrekte Einatmungsgeschwindigkeit

für die Inhalation

erlernen, was nicht ganz einfach ist.

Zudem benötigt man für die Bedienung

vieler Geräte Feinkoordination

in den Fingern.

Prinzipiell hat der Patient das Problem,

dass die einzelnen Inhalationssysteme

unterschiedliche Inhalationstechniken

erfordern. Bei

einem Dosieraerosol mit Vorschaltkammer

muss man eine langsame,

tiefe Inhalation vornehmen. Bei

den Pulverinhalatoren wäre eine rasche

und tiefe Inhalation gefordert;

jeweils gefolgt von einer Atempause.

Deswegen ist es wichtig, dass

der Patient ein System verwendet,

das er beherrscht. Es sind Geräte

verfügbar, bei denen der Patient

während des Inhalationsmanövers

ein optisches oder akustisches

Feedback erhält. Wichtig ist, dass

der Patient sein Gerät auch in einer

Ausnahmesituation gut beherrscht,

um ausreichend Medikament in die

Lunge zu bringen.

Dr. Beate Krenek, MSc., KH Hietzing

Wie hilfreich ist dabei das Netzwerk

Arzt, Apotheke, Physiotherapie,

Reha-Klinik?

Eine einzelne verbale Anleitung durch

den Arzt ist zu wenig. Wesentlich ist,

dass alle im Netzwerk beteiligten

Partner die gleichen Infos in gleicher

Art an den Patienten weitergeben.

Wichtig ist es auch, dass Patienten

sich regelmäßig im Umgang mit dem

Inhalationsgerät testen und kontrollieren

lassen – und das nicht nur

einmal im Jahr. Im Idealfall wird dies

bei jedem Kontakt überprüft: beim

neuen Rezept in der Arztpraxis, beim

Apotheker oder in der Klinik, falls es

zu einem Spitalsaufenthalt kommt.

Foto: Unlimited Media

Welche sind die Grundprinzipien

der Inhalation?

Die ideale Körperposition ist der

aufrechte Sitz oder Stand. Dadurch

kann das Zwerchfell die meiste

Kraft für die Einatmung aufbieten.

Bei schwachen oder übergewichtigen

Personen spielt das umso

mehr eine Rolle. Wenn der Patient

in den zentralen Atemwegen sehr

verschleimt ist, sollte er vor der Inhalation

den Schleim abhusten.

Andernfalls landet das Medikament

auf dem Schleim und wird mit ausgehustet

– das macht keinen Sinn.

Ein weiterer Tipp ist, das Inhalationsmanöver

regelmäßig zu üben.

Dafür gibt es eigene Trainingsgeräte,

bei denen ein Pfeifton bei einer korrekten

Inhalation ertönt. Denn nur

bei einer richtigen Inhalation ist der

klinische Nutzen gegeben. Leider

gibt es Studien, wonach 50 bis 60

Prozent der Asthma- und COPD-

Patienten keinen klinischen Nutzen

von der Verordnung haben, weil das

Medikament nicht dort ankommt,

wo es gebraucht wird.

Welche Probleme kann es bei den

verschiedenen Gerätetypen geben?

Bei einigen Mehrfachdosis-Inhalatoren

sollten die Patienten auf

jeden Fall darauf achten, dass die

Lufteinlassschlitze bei der Inhalation

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Nr. 5/2019

nicht durch Lippen oder Daumen

abgedeckt werden. Bei den Kapselinhalatoren

hingegen ist es wichtig,

dass der Patient in der Lage ist, beide

Dornen im Gerät mit den Fingern

durchzudrücken. Wird die Kapsel

nur auf einer Seite angestochen, ist

die Medikation zu gering. Zudem

sollten die Kapseln für die Inhalation

immer getrennt von den anderen

Grundprinzipien für richtiges Inhalieren

Medikamenten aufbewahrt werden,

die der Patient schlucken soll, um

Verwechslungen bei der Einnahme

vorzubeugen. Bei manchen Geräten

muss vor dem ersten Gebrauch eine

Patrone in das Gerät eingesetzt werden.

Ist der Patient manuell nicht in

der Lage, dies korrekt zu tun, ist es

vielleicht besser, den Apotheker zu

bitten, dies für ihn zu erledigen.

• Mit aufrechtem Oberkörper – sitzend oder stehend inhalieren.

• Langsam und entspannt ausatmen.

• Inhalation auslösen und einatmen.

• Inhalation je nach Gerät zu Beginn der Einatmungsphase auslösen.

• Je nach Gerät schnell oder langsam, immer jedoch tief einatmen.

• Atem für etwa 5 bis 10 Sekunden anhalten, damit das Medikament

auch in den Bronchien genügend Zeit hat, die Wirkung zu

entfalten.

• Langsam ausatmen.

• Weitere Inhalationen frühestens nach einer Minute durchführen.

Wie funktionieren Pulverinhalatoren

und worauf sollte man achten?

Bei den Pulverinhalatoren saugt der

Patient durch die Kraft bei der Einatmung

Pulver in die Lunge. Durch

die Einatmung gelangen die Wirkstoffe

direkt in die Atemwege in der

Lunge. Generell ist es wichtig, vor

der Medikamenteninhalation maximal

auszuatmen - aber nicht ins

Gerät, denn die feuchte Atemluft

kann das Medikament verkleben.

Der Patient sollte maximal ausatmen,

dann zügig und tief inhalieren,

das Mundstück mit den Lippen fest

umschließen. Anschließend den

Atem für etwa 5 bis 10 Sekunden

anhalten – zumindestens so gut

das für den jeweiligen Patienten

machbar ist.

Webtipp für Videos

zu den einzelnen Inhalatoren:

https://www.atemwegsliga.de/

richtig-inhalieren.html

JA, ICH WILL DIE ÖSTERREICHISCHE LUNGENUNION UNTERSTÜTZEN!

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Aufwind

Zeitschrift für Menschen mit Atemwegserkrankungen, Hauterkrankungen und A lergien

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Ich bin ein sozial engagierter Mensch und möchte in meiner Freizeit helfen.

Informieren Sie mich bitte darüber, wie ich die Österreichische Lungenunion unterstützen kann.

Welt-COPD-Tag:

Vitamin D + Bewegung

helfen im Winter bei COPD

● COPD-Cha lenge: Weltrekord geschafft!

● Kreuza lergien: Po len & Nahrungsmittel

Aufwind

● Prävention: Das Impfdilemma

● Therapie: Hilfe bei seltenen Lungenerkrankungen

Zeitschrift für Menschen mit Atemwegserkrankungen, Hauterkrankungen und A lergien

LUFT

AUFLEBEN

MEHR

AUF

Tag der Lungengesundheit

8. März, Rathaus Wien

Nr. 1/2020

● Klimakrise und Lungengesundheit: Uns bleibt die Luft weg

● Epidemie: Das Coronavirus „2019-nCoV“

● Grippe & Lungenentzündung: Achtung - dünnes Eis

● Asthma & COPD: Richtiges Inhalieren will gelernt sein

Bitte Zutreffendes ankreuzen, ausschneiden und an die:

Österreichische Lungenunion, Obere Augartenstraße 26 – 28, 1020 Wien, senden.

Aufwind 1/20

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Termine & Events

Wien

Nordic Walking im

Schönbrunner Schlosspark

Die Wiener Lungenunion organisiert wöchentlich

ein gemeinsames Nordic Walken in Schönbrunn.

Die Teilnahme ist kostenlos. Stöcke werden bei

Bedarf zum Probieren zur Verfügung gestellt.

Das Programm ist abhängig von der Wetterlage,

eine telefonische Anmeldung ist erforderlich.

Tel.: 01/330 42 86

Wann & wo: dienstags, 9.00 – 10.00 Uhr,

Treffpunkt: Eingang Hietzinger Tor (U4 Hietzing)

LUFT

AUFLEBEN

MEHR

Eine Veranstaltung für Menschen mit Atemwegserkrankungen,

Hauterkrankungen und Allergien

Ob Lebensmittel-, Insekten- oder Pollenallergie,

(Allergisches) Asthma, COPD oder Neuro dermitis

– viele Menschen leiden an diesen chronischen

Erkrankungen und wissen es oft gar nicht. In vielen

Fällen wird eine Erkrankung sehr spät erkannt, was

den Leidensweg verlängert oder sogar auch zum

Tod führen kann.

Am Tag der Lungengesundheit kommen im Sinne

von MEHR LUFT AUF LEBEN Experten, Betroffene

und deren Angehörige zusammen, um sich mit

chronischen Atemwegs- sowie Hauterkrankungen

und Allergien eingehend auseinanderzusetzen.

Spannende Vorträge mit Informationen über

neueste Erkenntnisse, Ansätze und Ent wicklungen

in der Prävention oder Therapie stehen auf dem

Programm. Dabei sind die Auswirkungen des Klimawandels

auf Allergien gleichfalls ein heißes Thema.

Zudem werden im Rahmen der Veranstaltung

gratis Lungenfunktionstests sowie auch Inhalatorenschulungen

und Atemtrainings angeboten.

Moderation: Vera Russwurm

Tag der Lungengesundheit

Der Eintritt sowie auch die Vorträge und

Workshops sind kostenlos!

Wann & wo: Sonntag, 8. März, 10.00 – 17.00 Uhr,

(Programm siehe Seite 7)

Salzburg und Graz

MINI MEDinitiative Herz- und Lungengesundheit

Die Minimed hat es sich zur Aufgabe gemacht,

einer Vortragsreihe rund um Herz- und Lungengesundheit

für Medizinstudenten sowie für Betroffene

zu organisieren.

Die Veranstaltungen sind kostenlos. Es ist keine

Anmeldung erforderlich.

Wann & wo:

26. Februar, Salzburg, Kolpinghaus Salzburg

Adolf-Kolping-Straße 10, 5020 Salzburg

16.00 – 16.45 Uhr: „Was tun, damit mir nicht die Luft

ausgeht? In Bewegung bleiben trotz kranker Lunge“

18.00 – 18.45 Uhr: „Herz und Lunge atmen auf

dank Gelenk-OP: Mehr Lebensqualität durch integrative

Bewegungsmedizin“

19.00 – 19.45 Uhr: „Feinstaub: Ist die Gefahr für

Herz, Lunge und Gefäße überbewertet? Oder sogar

unterschätzt?“

5. März, Graz, Med Campus Graz

Neue Stiftingtalstraße 6, 8010 Graz

17.00 – 17.45 Uhr: „Wenn der Heuschnupfen tiefer

geht! Der Einfluss der Nase auf Lunge und Herz“

18.00 – 18.45 Uhr: „Stille Volkskrankheit COPD:

Ein Update zu Therapiemöglichkeiten“

19.00 – 19.20 Uhr: „Impulsvortrag: Psychologische

Faktoren des Rauchens – Wege aus der Sucht“

Osttirol

COPD Lungensportgruppe

Lungensport verhilft COPD-Patienten nachweislich

zu leichterem Atmen. Ziel ist der langsame Aufbau

von Muskulatur, Kondition und Belastbarkeit. Die

ÖLU/Zweigverein Osttirol organisiert wöchentlich

eine Lungensportgruppe. Um Voranmeldung wird

gebeten: 0676/726 66 27

Wann & wo: mittwochs (Ausnahme Feiertage),

16.00 Uhr, Therapieraum im BKH Lienz

Vorarlberg

Allgemeiner Informationsabend

Rückblick und Vorschau und Präsentation

der Atemtherapie- und Lungensportgruppe

Physio Gaissau

Wann & wo: 18.3., 18.00 Uhr, Raiffeisenbank

Dornbirn (Friedrich Wilhelm-Saal), Rathausplatz 8,

6850 Dornbirn

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