06.02.2020 Aufrufe

Umwelt Journal 2020-1

UMWELT JOURNAL 1/2020 (veröffentlicht: 31.01.2020) Themen: Kreislaufwirtschaft, IFAT 2020, Energiesparmesse Wels, Bauen & Energie Wien, E-world Essen, Regierungsprogramm Österreich - Umwelt, Living Standards Award 2020, Abfallentsorgung, Gasturbinen, Bibliothek, Personalia, Seminare.

UMWELT JOURNAL 1/2020
(veröffentlicht: 31.01.2020)
Themen: Kreislaufwirtschaft, IFAT 2020, Energiesparmesse Wels, Bauen & Energie Wien, E-world Essen, Regierungsprogramm Österreich - Umwelt, Living Standards Award 2020, Abfallentsorgung, Gasturbinen, Bibliothek, Personalia, Seminare.

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Sie wollen auch ein ePaper? Erhöhen Sie die Reichweite Ihrer Titel.

YUMPU macht aus Druck-PDFs automatisch weboptimierte ePaper, die Google liebt.

ABS.: UMWELT JOURNAL | HAMEAU STRASSE 44 | 1190 WIEN | AUSTRIA

Heft 1/2020

Gestalten Sie die

Zukunft mit!

IFAT 2020r

E-Mobilitätr

Kreislaufwirtschaftr

Energiesparmesse Welsr

E-world energy & waterr


UMWELTjournal 1/2020 | S2

2020 MESSEN EVENTS ORT INTERNET

31.01. – 02. Februar TIROLER HAUSBAU & ENERGIE MESSE Innsbruck www.tiroler-hausbaumesse.at

11. – 13.Februar E-WORLD ENERGY & WATER Essen www.e-world-essen.com

20. – 23. Februar BAUEN & ENERGIE WIEN Wien www.bauen-energie.at

06. – 08. März ENERGIESPARMESSE WELS Wels www.energiesparmesse.at

08. – 13. März LIGHT+BUILDING Frankfurt www.light-building.messefrankfurt.com

31. März – 01. April POWER & ELECTRICITY AFRICA Johannesburg www.handelsverband.at

04. – 08. Mai IFAT München www.ifat.de

12. – 14. Mai SMART AUTOMATION AUSTRIA Wien www.terrapinn.com

13. – 14. Mai RENEXPO BELGRAD Belgrad www.renexpo-belgrade.com

17. – 19. Juni INTERSOLAR EUROPE München www.intersolar.de

01. – 03. Juli PCIM ASIA Schanghai pcimasia-expo.cn

14. – 17. September INTERLIGHT RUSSIA Moskau interlight-building.ru

25. – 26. September OÖ UMWELTTAGE Ried www.ooe-umwelttage.at

29.09. – 01. Oktober BATTERY EXPERTS FORUM Frankfurt www.battery-experts-forum.com

28. – 31. Oktober ECO EXPO ASIA Hongkong ecoexpoasia.hktdc.com

03. – 06. November ECOMONDO Rimini en.ecomondo.com

04. – 05. November ACQUA ALTA Essen www.acqua-alta.de

18. – 20. November RECY & DEPO TECH Leoben www.recydepotech.at

26. – 27. November RENEXPO INTERHYDRO Salzburg www.renexpo-hydro.eu

01. – 04. Dezember POLLUTEC Lyon www.pollutec.com

Erscheinungstermine

31. Jänner 2020

15. April 2020

27. Mai 2020

1. Juli 2020

2. September 2020

21. Oktober 2020

UMWELT JOURNAL

Ausgabe 1/2020

Ausgabe 2/2020

Ausgabe 3/2020

Ausgabe 4/2020

Ausgabe 5/2020

Ausgabe 6/2020


EDITORIAL / IMPRESSUM

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

Werte Kunden!

Im 25. Jahr seines Bestehens erlebt

das Umwelt Journal eine Reihe von

bedeutenden Änderungen. Sie werden

das Fachmagazin für den Aufbruch in neue

Zeiten rüsten und eine weiterhin glanzvolle

Zukunft garantieren. Seit Jahresbeginn

gehört das Umwelt Journal zur HJS Media

World Group in Wien. Diese vereint mehrere

Fachmagazine unter einem Dach.

Das Umwelt Journal hat mit Peter Nestler

eine neue verlegerische und mit Christian

Vavra eine neue redaktionelle Führung.

Beide bürgen auch künftig für eine kompetente,

fachlich korrekte und umfassende

Berichterstattung zu Umweltthemen im

weitesteten Sinn. Wir legen das Augenmerk

noch mehr auf die Unternehmen der Branche

mit einem starken Fokus auf Messen

und ergänzen die Berichterstattung um die

Rahmenbedingungen seitens Politik, Standards

und Gesetzen und Services.

Journals. Zum einen wird das Journal nur

noch eine gedruckte variable Rumpfauflage

haben. Via Print-on-Demand Service können

Sie das Fachmagazin aber weiterhin

ausgedruckt beziehen.

Und zum anderen erscheint das Umwelt

Journal nicht mehr in einem großen Zeitungsformat,

sondern im handlichen Format

220 x 280 mm und damit etwas größer als

A4. Das nun gewählte US-Format ist der

besseren Verbreitbarkeit im angelsächsischen

Raum geschuldet. Selbstverständlich

wurden Seitenumfang, Satzspiegel sowie

Inseratenformate und -preise den neuen

Gegebenheiten angepasst.

Darüber hinaus gibt es durch die Einbindung

in das Medienportal der HJS MediaWorld

Group sehr attraktive Abo-Angebote für den

Gesamtzugang zu allen Fachmagazinen der

Gruppe via App.

Zwei sehr wichtige Änderungen betreffen

Erscheinungsform und Optik des Umwelt

Weiterhin spannendes Lesevergnügen wünscht

Christian Vavra

INHALT 1/2020

02 Termine & Events

03 Editorial, Impressum, Inhalt

04 Aktuelles

06 Gastbeitrag: Axel Dick

08 IFAT 2020 München

12 Regierungsprogramm

16 Energiesparmesse Wels

18 Bauen & Energie Wien

20 E-world energy & water

22 E-Mobilität

24 Müllrecycling

26 Gas statt Kohle

28 Living Standards Award

31 Green Tech Cluster

32 Seminare, Anbieter

33 Menschen in Bewegung

34 Bibliothek

35 Ausblick

IMPRESSUM

Medieninhaber: Markus Jaklitsch

Herausgeber: Peter Nestler

Redaktion: Christian Vavra

Grafik: Margenta

Hameaustraße 44, 1190 Wien, Austria

E-Mail: redaktion@umwelt-journal.at

https://umwelt-journal.at


UMWELTjournal 1/2020 | S4

Kreislaufwirtschaft gemeinsam

Für die Altstoff Recycling

Austria (ARA) sind die großen

Herausforderungen

der Kreislaufwirtschaft nur

gemeinsam lösbar. Sie

begrüßt daher die Dialogbereitschaft

von Bundesministerin

Gewessler und zeigt

sich über die Einladung von

Stakeholdern zu einem runden

Tisch erfreut.

Als heimischer Marktführer

der Sammel- und Verwertungssyteme

und mit Expertise

aus über 25 Jahren

Geschäftstätigkeit im Sinne

von Umwelt und Wirtschaft

warnt die ARA in dem Bereich

vor allzu schnellen

Schlussfolgerungen. Wichtig

sei eine faktenbasierte

Diskussion unter genauer

Prüfung aller der aktuellen

Pfandstudie zugrunde

liegenden Prämissen.

„Die Beschäftigung mit Einzelthemen

darf nicht den

Blick auf das Gesamtbild

Kreislaufwirtschaft verstellen.

Wir sind auf der Suche

nach 350.000 Tonnen Steigerung

im Recycling. Die

PET-Flaschen bringen 2 Prozent

davon. Alle Beteiligten

müssen nun gemeinsam die

besten Lösungen im Sinne

von Umwelt und Wirtschaft

erarbeiten“, so ARA-Vorstand

Christoph Scharff.

Bereits heute belegt Österreich

laufend Top-Rankings

im Bereich Abfallwirtschaft

und Recycling. „Und wir sind

zuversichtlich, dass wir diese

Spitzenergebnisse weiter

ausbauen und die großen

zukünftigen Herausforderungen

meistern werden“,

so Scharff abschließend.

Seit 25 Jahren agiert die

ARA als eine treibende Kraft

der österreichischen Abfallwirtschaft.

Ursprünglich ein

Sammel- und Verwertungssystem,

hat sie sich kontinuierlich

zum Recyclingexperten,

zum Innovationstreiber

im Ressourcenmanagement

und zum bevorzugten

Servicepartner für maßgeschneiderte

Entsorgungslösungen

und Kreislaufwirtschaft

weiterentwickelt. Die

österreichische Organisation

gilt damit heute als internationales

Vorbild.

ÖPG Pfandsystemgesellschaft

Im Jänner 2020 wurde die

ÖPG Pfandsystemgesellschaft

m.b.H. mit dem Ziel

gegründet, internationale

Erfahrungen in die Diskussion

um die Gestaltung, die

Umsetzung und den Betrieb

eines zukünftigen österreichischen

Pfandsystems einfließen

zu lassen. Ihre Gründer

kommen aus dem Umfeld

von europaweit agierenden

Rücknahmesystemen im Bereich

der Kreislaufwirtschaft.

„Viele Unternehmen sind

verunsichert und wollen

Klarheit zum Thema Pfand.

Wir bieten eine Plattform

für all jene Unternehmen,

die auf nachhaltiges Verpackungsmanagement

setzen.

Wir werden in den kommenden

Monaten intensiv

daran arbeiten, betroffene

Unternehmen zu informieren

und einzuladen, sich an

der ÖPG zu beteiligen“ sagt

Christian Abl, Geschäftsführer

der ÖPG Pfandsystemgesellschaft

m.b.H.

Maßnahmen zur CO ²

-Reduktion

Unter dem Titel „Vermeiden

– Verringern – Verbessern

– Wie der Straßengüterverkehr

zur CO ²

-Reduktion und

Klimazielen beitragen kann“

haben die österreichischen

Transporteure ihre Vorschläge

präsentiert. Dabei wurde der

Fokus nicht nur auf den nationalen

Straßengüterverkehr

gelegt, sondern der Bogen

über verschiedene Verkehrsträger

und dies hin zur europäischen

und internationalen

Ebene gespannt. Außerdem

wurden die notwendigen Beiträge

von Wissenschaft und

Technik diskutiert.

„Mit der Veranstaltung haben

wir ein klares Bekenntnis zum

Klimaschutz abgegeben. Wir

verstehen dies als Signal, um

Treibhausgas-Bilanz Österreichs

mit uns in einen konstruktiven

Dialog zur Optimierung von

Rahmenbedingungen und

zur Erreichung von CO ²

-Reduktionszielen

zu treten“, so

Günther Reder, Fachverbandsobmann

Güterbeförderungsgewerbe

in der WKÖ.

„Gleichzeitig brauchen wir

finanzielle Fördermaßnahmen

für die Umstellung auf

CO ²

-neutrale Antriebe im

Straßengüterverkehr. Solche

sind ein wichtiger Impuls zur

rascheren Marktdurchdringung.

Dabei muss aber die

im Regierungsprogramm

angekündigte, weitere ökologische

Lkw-Mautspreizung

mit einer mehrjährigen ‚Fahrzeug-Investitionssicherheit‘

einhergehen,“ ergänzt Reder.

Die Treibhausgas-Emissionen

in Österreich sind von

2017 auf 2018 um rund 3,7

% gesunken und liegen bei

79 Mio. Tonnen CO ²

-Äquivalent,

so die Treibhausgas-Bilanz

des Umweltbundesamtes

für das Jahr 2018.

Das bedeutet um rund 3,1

Mio. Tonnen weniger Emissionen

als 2017. Ausschlaggebende

Faktoren sind der

geringere Einsatz fossiler

Energieträger in der Eisen

und Stahlindustrie und in der

Stromproduktion wie auch

weniger Heizenergieeinsatz

aufgrund überdurchschnittlich

hoher Temperaturen.

Für die Bereiche Verkehr,

Gebäude, Abfallwirtschaft

und Landwirtschaft – das

sind die Bereiche, die nicht

im Emissionshandel geregelt

sind – zeigt die Treibhausgas-Bilanz

des Umweltbundesamtes

ein unterschiedliches

Bild: Während die

Emissionen aus dem Verkehr

geringfügig um 0,7 % steigen,

gehen die Emissionen

aus dem Gebäudesektor

um minus 8,3 %, in der Abfallwirtschaft

um minus 4,7

% und in der Landwirtschaft

um minus 1,2 % zurück. Insgesamt

ergibt sich eine

Emissionsreduktion von rund

0,9 Mio. Tonnen.

Für die Energie- und Industrieunternehmen,

die dem

Emissionshandel zugeordnet

sind, zeigt die Treibhausgas-Bilanz

einen Rückgang

um etwa 2,2 Mio. Tonnen

(rund 7 %). Die Reduktionsziele

für den Emissionshandelsbereich

werden auf europäischer

Ebene geregelt

und sind in den nationalen

Klimazielen der einzelnen

Länder nicht enthalten.


Kunststoffverpackungsmüll:

Runder Tisch wird einberufen

Die Single-Use-Plastic-Richtlinie

der EU sieht vor, dass Getränkeflaschen

aus Kunststoff

(derzeit werden in Österreich

rund 1,6 Milliarden jährlich in

Verkehr gesetzt) bis zum Jahr

2025 zu zumindest 77 Prozent

und bis zum Jahr 2029

zu zumindest 90 Prozent getrennt

gesammelt und recycelt

werden müssen. Aktuell

beträgt die Sammelquote

nämlich 70 Prozent.

Studie zu Optionen

In einer vom Ministerium im

Vorjahr beauftragten und

am Mittwoch im zuständigen

Beirat präsentierten Studie,

durchgeführt von einem

Konsortium des Technischen

Büros Hauer, der Universität

für Bodenkultur und der

Montanuniversität Leoben,

wurden Handlungsoptionen

zur Erreichung der Sammelquoten

erhoben und die

dafür erforderlichen Aufwendungen

berechnet.

Demnach ist eine Steigerung

der getrennten Sammlung

von Kunststoffverpackungen

im erforderlichen Ausmaß

nicht zu erwarten, sodass jedenfalls

zusätzliche Massen

aus dem Restmüll aussortiert

werden müssten. Bei einer

deutlichen Erhöhung der

getrennten Sammlung von

Kunststoffen und einer massiven

Verbesserung der Sortierung

müssten zusätzlich rund

75 Prozent oder bis zu eine

Million Tonnen des gesamten

österreichischen Siedlungsabfalls

zusätzlich sortiert werden.

Die Studie zeigt weitere

Handlungsoptionen auf, die

zur Erreichung der EU-rechtlichen

Vorgaben beitragen

könnten. Vergleiche mit internationalen

Erfahrungen

zeigen, dass ein Pfand auf

Einweg-Kunststoff-Getränkeflaschen

die kostengünstigere

Maßnahme darstellt,

getrennte Sammelquoten

von 90 Prozent zu erreichen.

Zudem kann damit auch

dem achtlosen Wegwerfen

(Littering) wirkungsvoll entgegenwirkt

werden.

Runder Tisch

Die zuständige Bundeministerin

Leonore Gewessler und

Staatssekretär Magnus Brunner

werden angesichts der

Ergebnisse der Studie einen

Runden Tisch mit den VertreterInnen

der Wirtschaft, der

Interessenvertretungen und

weiteren AkteurInnen einberufen.

Handlungsoptionen

Die Handlungsoptionen zur

Erreichung der Sammelquoten,

zu denen Österreich

verpflichtet ist, müssen auf

Basis der wissenschaftlichen

Ergebnisse mit allen Stakeholdern

analysiert werden.

Wie im österreichischen

Regierungsprogramm vorgesehen,

wird der Ausbau

von Mehrwegsystemen als

ökologisch vorteilhafteste

Variante für Getränkeverpackungen

jedenfalls eine Rolle

dabei spielen.

Link-Tipp: Studie Getränkegebinde hier abrufbar

bezahlte Anzeige

| WT12-02G |

Windenergieanlagen

noch effizienter steuern

Mit offener PC- und EtherCAT-basierter

Steuerungstechnik

Referenz

Xinjiang Goldwind Science &

Technology Co., Ltd.

China

www.beckhoff.at/wind

Die PC- und EtherCAT-basierte Steuerungstechnik von Beckhoff

ist weltweit auf über 40.000 Windenergieanlagen bis zu einer

Größe von 5 MW im Einsatz – sowohl On- als auch Offshore.

Der hohe Integrationsgrad sowie die Nutzung von IT- und

Automatisierungsstandards machen die PC-basierte Steuerungstechnik

zu einer leistungsstarken und effizienten Lösung, die alle

Funktionen auf einer einheitlichen Hard- und Softwareplattform

vereint: Betriebsführung, Pitchregelung, Umrichter-, Getriebeund

Bremsenansteuerung, Visualisierung bis zur Parkvernetzung.

Die offene Steuerungstechnologie ermöglicht es, weitere Funktionen,

wie Sicherheitstechnik oder Condition Monitoring, direkt in

die Standardsteuerung zu integrieren – unser effizienter Beitrag

zur Energiewende.

Skalierbare

Steuerungstechnik

Modulare I/O-

Busklemmen

Modulare Software-

Bibliotheken


UMWELTjournal 1/2020 | S6

Was bedeutet Kreislaufwirtschaft?

Wo setzt man an?

Aus Abfall wird eine Ressource, so wie in der Natur. So wie im Urwald, wo alles in

Kaskaden und Netzen genutzt wird, alle Stoffe zwischen der belebten und unbelebten

Materie im Kreislauf wandern. So einfach könnte der Lösungsansatz sein.

Text: AXEL DICK

©Anna Rauchenberger

AXEL DICK

BUSINESS DEVELOPMENT

UMWELT, ENERGIE, CS

QUALITY AUSTRIA

Wir haben Herausforderungen:

Unser Wirtschaftssystem ist

großteils noch geprägt von

der take-make-use-waste-

Philosphie, das heißt aus der Umwelt entnehmen,

produzieren, gebrauchen und

am Ende entsorgen. Die Materialströme

haben global Dimensionen angenommen,

wo Geowissenschaftler schon vom Anthropozän

sprechen. Einige Rohstoffe werden in

der EU als kritisch eingestuft, aber wir haben

noch sehr geringe Sekundärrohstoffquoten.

Die Umwelt ist mit Schadstoffen weltweit belastet

und lassen sich in den entlegensten

Ecken der Erde, ob in der Antarktis, auf den

Gletschern oder auch am Meeresgrund

nachweisen, letztes Beispiel Mikroplastik.

Am Ende landen diese über die Nahrungskette

(Bioakkumulation) dann wieder beim

Menschen. Die Abfallmengen steigen, auch

jene der gefährlichen Abfälle. In Deutschland

wird Deponieraum zum Beispiel für Bauaushub

und -schutt schon knapp und damit

auch teurer. Zukunftsorientierte Strategien

wurden beim 6. qualityaustria Umweltforum

in Kooperation mit dem Nachhaltigkeitsministerium

und EPEA Switzerland diskutiert

und konkrete Beispiele auch vorgestellt.

Produktdesign entscheidend

Daher ist die Idee, dass Produkte so designt

werden könnten, sollten, müssten, damit sie

wieder entweder in den biologischen Kreislauf

und/oder in einen technologischen

Kreislauf rückgeführt können. Dies setzt

natürlich eine Materialgesundheit voraus,

damit allfällige giftige, kanzerogene, mutagene

oder teratogene Stoffe nicht den

biologischen Kreislauf belasten und am

Ende wieder in der Nahrungskette landen.

Materialgesundheit steigert natürlich auch

die Qualität von Sekundärrohstoffen im

technischen Kreislauf. Der zentrale Hebel

ist hierbei die Planung der Produkte und/

oder Dienstleistungen, um mögliche Umweltauswirkungen

während der Nutzung,

beim Reuse, beim Remanufacturing oder

beim Recycling signifikant zu reduzieren. Die

ISO 14001:2015 setzt mit der Anforderung

der Lebenswegbetrachtung hier bereits an.

Strategischer Schwerpunkt der EU

Kreislaufwirtschaft rangiert ganz weit vorne

auf der europäischen Agenda und die

EU-Kommission beschleunigt das Thema

weiter. Wolfgang Holzer, Leiter der Sektion

V – Abfallwirtschaft, Chemiepolitik und Umwelttechnologie

im Bundesministerium für

Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) skizzierte

die weiteren Vorhaben in diesem Bereich.

„Das Kreislaufwirtschaftspaket der EU

war ein erster entscheidender Schritt, dem

definitiv noch weitere folgen müssen. Während

die Mitgliedstaaten mit der nationalen

Umsetzung befasst sind, wird auf EU-Ebene

bereits die Kreislaufwirtschaftsstrategie 2.0

vorbereitet.“

Die Umweltfreundlichkeit von Unternehmen,

die durch einschlägige Standards und Zertifizierungen

dokumentiert wird, werde bei

der Vergabe von öffentlichen Aufträgen

unweigerlich eine zunehmende Rolle spielen

war auch beim jüngsten qualityaustria

Umweltforum zu hören.

Cradle to Cradle-Design als Innovationsansatz

Cradle to Cradle-Design (von der Wiege

bis zur Wiege) definiert und entwickelt kreislauffähige

Produkte. Als Differenzierung zum

Recycling bleibt die Qualität der Rohstoffe


Das Europäische Parlament fordert einen Paradigmenwechsel zur Kreislaufwirtschaft

über mehrere Produktlebenszyklen erhalten

und es werden ausschließlich als sicher bewertete

Chemikalien eingesetzt.“ Die Politik

gehe mit riesigen Schritten beim Thema

„Circular Economy“ bzw. Kreislaufwirtschaft

voran, weshalb die Gefahr für die Industrie

bestehe, dass sie überfordert werde und

in der Transformation nicht mithalten könne.

Plastikverbote würden nichts bringen

– vielmehr bestehe der Bedarf nach neuen,

zukunftsfähigen Kunststoffen. Die Textilindustrie

würde dies beweisen. Wolford ist

weltweit das erste Unternehmen, das für

den biologischen und technischen Kreislauf

nach ‚Cradle to Cradle CertifiedTM Gold‘

zertifiziert ist.

Neuer Standard ISO 14009

Die internationale Umweltmanagementnorm

ISO 14001 fordert die Lebenswegbetrachtung

und die ISO 45001 fordert das STOP-Prinzip.

Der Leitfaden IEC 62430:2019 zum umweltbewussten

Design ist in Überarbeitung. Neu ist

der Leitfaden ISO CD 14009:2019 „Environmental

management systems Guidelines for

incorporating material circulation in design

and development“.

Kreislauffähigkeit zertifizierbar

Am Institut für Integrierte Qualitätsgestaltung

an der JKU wird zur Kreislaufwirtschaft

geforscht. In der ISO-Normung arbeitet man

bereits an Standards wie ISO 14009. EPEA

Switzerland hat hier schon über 20 Jahre

praktische Erfahrung. EPEA Switzerland und

Quality Austria werden in Zukunft kooperien,

im Training und in der Auditierung der komplexen

Lieferketten. Quality Austria bietet

das erste Cradle to Cradle Training in Wien

am 28. und 29. Mai 2020 an. Mit Cradle

to Cradle wird am Ende Kreislauffähigkeit

sogar zertifizierbar.

Link-Tipp: Cradle to Cradle® und ISO-Konzepte zur Förderung der Kreislaufwirtschaft


UMWELTjournal 1/2020 | S8

IFAT 2020: Abfall, Abwasser und die

Kreislaufwirtschaft als zentrale Themen

Mit einer neuen Rekordfläche geht die IFAT 2020 - die weltgrößte Leitmesse für

Umwelttechnologien - in München vom 4. bis zum 8. Mai an den Start. Zentrale

Themen dieser Messeausgabe sind: Abfallwirtschaft, Abwassertechnologien und

die Kreislaufwirtschaft sowie E-Mobilität. Ganz unter dem Motto: Zeitgemäße

Lösungen für mehr Nachhaltigkeit - eine Leistungsschau der Industrie.

alle Fotos (5) ©IFAT, Messe München

STEFAN RUMMEL

GESCHÄFTSFÜHRER,

MESSE MÜNCHEN

Die Anmeldungen seitens Ausstellern

wollten schier nicht enden.

Also reagierte die Messe München

prompt und erweiterte die

Flächenfür die IFAT 2020 kurzerhand gleich

um 10.000 Quadratmeter. Damit erreicht die

Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfallund

Rohstoffwirtschaft vom 4. bis zum 8. Mai

2020 in München eine neue Rekordfläche

von 270.000 Quadratmetern.

Messegeschäftsführer Stefan Rummel kann

zufrieden sein: „Die große Nachfrage auf

der Ausstellerseite hat uns darin bestärkt,

die Präsentationsfläche der IFAT 2020 zu

vergrößern. Mit zusätzlichen 10.000 Quadratmetern

im Freigelände wollen wir der

Bedeutung von Umwelttechnologien für die

Entwicklung unserer Wirtschaft und Gesellschaft

Rechnung tragen.“

Rohstoffkreisläufe schließen

Dabei werden die IFAT-Macher die neue Rekordfläche

mehr denn je nutzen, um Innovationen

zu fördern und konkrete Anwendungsbeispiele

für geschlossene Rohstoffkreisläufe

aufzuzeigen. Rummel präzisiert: „Wir werden

zum ersten Mal die Ausstellungsegmente

Schadstoffmanagement, Abbruch, Aufbereitung

sowie Straßenbau bündeln. Auf diese

Weise demonstrieren wir, wie wir den Kreislauf

bei Bau- und Abbruchabfällen schließen

können und erweitern unser Angebot für die

kommunalen Besucher.“


Die neue Sonderfläche ist insbesondere für

Aussteller aus dem Hoch- und Tiefbau interessant

und legt einen Schwerpunkt auf den

nachhaltigen Straßenbau.

Auch eine große Anzahl von Start-ups und

Forschungseinrichtungen wird sich auf der

Sonderfläche experience.science.future.

präsentieren. Die Zukunftsplattform für die

Vordenker und Nachwuchstalente der Branche

hat sich gleich bei der Premiere 2018

erfolgreich als zentraler Ideenpool im Messegeschehen

erwiesen und wird daher auch in

diesem Jahr fortgesetzt.

„Mit experience.science.future. bieten wir

gerade jungen Unternehmen und Think

Tanks die Chance, sich in diesem zukunfts-

bezahlte Anzeige


UMWELTjournal 1/2020 | S10

trächtigen Markt zu etablieren und sich mit

potenziellen Partnern und Investoren zu vernetzen.

So sorgen wir auch 2020 für neue

Impulse in der Branche“, sagt Rummel.

Digitalisierug treibt Kreislaufwirtschaft an

Der Kreislaufwirtschaft verleiht die IFAT 2020

mit ihren Ausstellern besondere Bedeutung.

Ganz im Trend der Zeit spielt dabei die Digitalisierung

eine wichtige Rolle. „Die Digitalisierung

wird die heutige Kreislaufwirtschaft

deutlich verändern“, ist sich Naemi Denz

sicher. Laut der Geschäftsführerin des VD-

MA-Fachverbands Abfall- und Recyclingtechnik

werden zum Beispiel digital weitergegebene

Informationen dafür sorgen,

dass Sekundärrohstoffe noch passgenauer

designt werden können.

„Die Zusammensetzung des Inputmaterials

wird in Zukunft in Echtzeit analysiert und

der Aufbereitungsprozess über den Output

gesteuert werden. Für den Maschinen- und

Anlagenbau heißt das, dass der Trend weggeht

von der rein mechanischen Aufbereitung.

Mess- und Analysegeräte kommen

dagegen verstärkt zum Einsatz, ebenso

Automatisierungskomponenten“, prognostiziert

die Expertin.

Kreislaufwirtschatf 4.0

Was bedeutet Kreislaufwirtschaft 4.0 für die

etablierten Entsorgungs- und Recyclingunternehmen?

„In erster Linie Investitionen auf

allen Ebenen. Schließlich müssen die Firmen

ihre Digitalisierung noch schneller und nachdrücklicher

vorantreiben als bisher und sich

mit neuen Mitbewerbern am Markt auseinandersetzen“,

schildert Naemi Denz.

Peter Kurth, Präsident des Bundesverbands

der Deutschen Entsorgungs-, Wasser-

und Rohstoffwirtschaft (BDE) ergänzt:

„Reibungslose digitale Abläufe bieten den

Unternehmen der Entsorgungswirtschaft die

Chance zu einer noch effizienteren Zusammenarbeit.

Dazu ist es allerdings auch

wichtig, dass die Unternehmen in digitalen

Abläufen zukünftig eine gemeinsame

Sprache sprechen.“

Standards in der Kommunikation

Gefragt sind nach Einschätzung des BDE einheitliche

Standards in der digitalen Kommunikation

der Unternehmen mit ihren Kunden

und hierbei vor allem aufeinander abgestimmte

Schnittstellen. In diesem Zusammenhang

arbeitet der Verband an der Definition

einheitlicher Datenfelder zum Austausch


auftragsbezogener Leistungsdaten (AvaL) unter

Berücksichtigung der aktuell vorhandenen

Kommunikationswege. „Gerade für den Mittelstand

ist unser AvaL-Projekt essenziell. Wir

laden alle Unternehmen der Branche ein,

diese Schnittstelle gemeinsam weiterzuentwickeln“,

sagt Kurth.

Der Green Deal und seine Auswirkungen

Der „Green Deal“ ist ein zentrales Element

der legislativen Agenda der EU-Kommission

für die nächsten fünf Jahre. Kommt alles so,

wie es die EU-Präsidentin Ursula von der Leyen

plant, soll das europäische Wirtschaftssystem

so umgestaltet werden, sodass Treibhausgase

eingespart werden können, um die globale

Erderwärmung einzudämmen.

„Die Kreislaufwirtschaft spielt hier eine Schlüsselrolle“,

weiß Kurth. Er erwartet vom Green

Deal unter anderem einen noch stärkeren

und vor allem den verpflichtenden Einsatz

von Recyclingmaterialien in der Produktion.

„Zusätzlich zu den bisherigen Erfolgen kann

die Kreislaufwirtschaft noch erhebliche weitere

Klimaschutzpotenziale realisieren“, ist

sich Dr. Jochen Hoffmeister sicher. Möglich

ist dies laut dem Experten des Wirtschaftsforschungs-

und Beratungsunternehmen

Prognos durch technologische Verbesserungen

in der gesamten Wertschöpfungskette –

von der Sammlung über die Sortierung bis zur

Verwertung.

Thermische Abfallbehandlung und Deponien

Um die aufgestellten EU-Ziele für den Umgang

mit Siedlungs-, Gewerbe- und Industrieabfällen

zu erfüllen, wird – neben den

Recyclingpfaden – bis zum Jahr 2035 eine

Restabfallbehandlungskapazität von 142

Millionen Tonnen benötigt. Dies errechnete

der europäische Dachverband der Müllverbrennungsanlagen-Betreiber

CEWEP. Nach

seinen Angaben haben die Müllheizkraftwerke

und Ersatzbrennstoffanlagen in Europa

zusammen derzeit eine Kapazität von 101

Millionen Tonnen.

Wasser umfassend behandelt

Nicht zuletzt gehören auf der IFAT 2020 moderne

Wasser- und Abwassertechnologien

zu den Ausstellungsinhalten. Neben den

traditionellen Leistungen der Aufbereitung,

Verteilung und Reinigung gibt es weitere

Herausforderungen – etwa Trockenperioden,

Spurenstoffe und Bedrohungen der IT-Infrastruktur

–, für die Lösungen gesucht werden.


UMWELTjournal 1/2020 | S12

Regierungsprogramm zu Klima und Energie:

Aus für fossile Heizungen, Klimacheck für

Gesetze, aber kein CO ²

-Preis

Die (neue) Regierung will Österreich bis 2040 klimaneutral haben. Auch der

Klimaplan soll nachgebessert werden. TEXT: CHRISTIAN VAVRA

Die Gespräche zum Thema

Klimaschutz sollen wenig flüssig

gewesen sein in den Koalitionsverhandlungen,

war

zumindest über Wochen aus den Verhandlerkreisen

von ÖVP und Grünen zu

hören. Letztlich dürften sich die Grünen

in ihrem größten Ministerium aber wohl

doch in einigen Punkten durchgesetzt

haben: Im Regierungsprogramm ist die

Rede von einem Phase-out aus Öl und

Kohle in der Raumwärme und von Klimaneutralität

bis 2040. Auf eine sofort

wirksame CO ²

-Bepreisung konnten sich

die Verhandler jedoch nicht einigen.

Nun soll jedoch "unverzüglich" eine Taskforce

im Umwelt- und Verkehrsministerium

sowie Finanzressort eingerichtet

werden, um festzulegen, wie viel das

Emittieren einer Tonne CO ²

-Äquivalent

ab 2022 (die Grüne hoffen auf 2021)

kosten soll. Im Rahmen der „ökosozialen

Steuerreform“ sollen dann "aufkommensneutral

klimaschädliche Emissionen

wirksam bepreist und Unternehmen

sowie Private sektoral entlastet werden",

heißt es dazu im Programm. Dabei gibt

es zwei Optionen: Entweder soll eine Art

nationaler Emissionshandel oder eine

Bepreisung über bestehende Abgaben

eingeführt werden. Dazu soll eine "Kostenwahrheit"

bei CO ²

-Emissionen in Sektoren

außerhalb des Emissionshandels

ermittelt werden.

Frühes Nettonull

Österreich soll "bis spätestens 2040"

klimaneutral werden – also um zehn Jahre

früher als von der EU geplant. Insgesamt

bekennt sich die Regierung dazu,

die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu

erfüllen. Dazu zählt auch eine unmittelbare

Nachbesserung des umstrittenen

nationalen Energie- und Klimaplans.

Offenbar soll dieser detaillierter ausgearbeitet

werden – sowohl was Maßnahmen,

aber auch was Verantwortlichkeiten

und die Finanzierung anbelangt.

Neues Klimaschutzgesetz

Zudem soll ein neues Klimaschutzgesetz

– das derzeitige läuft 2020 aus – dafür

sorgen, dass die Republik ihr CO ²

-Budget

künftig nicht übersteigt. Dort sollen verbindliche

Reduktionspfade bis 2040 und

Zwischenziele bis 2030 festgehalten werden.

Zuletzt hat Österreich das nationale

Ziel laut Klimaschutzgesetz ja verfehlt.

Neue, aber auch bestehende Gesetze

und Verordnungen sollen künftig einem

„Klimacheck“ unterzogen werden.

Mehr Ökostrom

Um die Klimaziele zu erreichen, will die

Regierung den Ausbau erneuerbarer

Energien vorantreiben. Den Rahmen

dafür wird das Erneuerbaren-Ausbau-

Gesetz liefern, das bis 2030 eine hundertprozentige

Versorgung mit Ökostrom

(national-bilanziell) sichern soll. Ein Energieeffizienzgesetz

soll außerdem dazu

beitragen, dass die Republik – "unter

Bedachtnahme auf die wirtschaftliche

Entwicklung" – bis Mitte des Jahrhunderts

mit einem "deutlich" geringeren

Energieverbrauch auskommt.

Um den Weg zur Klimaneutralität zu

erleichtern, soll der Staat mit gutem

Beispiel vorangehen: Ab 2022 muss die

Anschaffung von Autos mit Verbren-


© Michael Bührke / pixelio.de

nungsmotoren im öffentlichen Fuhrpark

begründet werden. Ab 2027 sollen dann

– mit wenigen Ausnahmen wie etwa für

Einsatzfahrzeuge – keine Pkws mit Verbrennungsmotoren

in der öffentlichen

Beschaffung neu zugelassen werden.

E-Auto-Ladestation bei Neubauten

Bei Vergabeverfahren dürfte sich einiges

ändern: Das Bestbieterprinzip soll

um ökologische Kriterien erweitert

werden. Und auch im Bereich der Energieraumplanung

soll es eine gesetzliche

Neuregelung geben, die Sanierungsrate

bundesweit auf drei Prozent

erhöht werden. Ein "sozial verträgliches

Sanierungsgebot" und entsprechende

Förderprogramme sollen den Prozess

beschleunigen. Zusammen mit den

Bundesländern sollen zudem Standards

bei Bauvorschriften ökologisiert

werden. Unter anderem müssen bei

Neubauten künftig Lademöglichkeiten

für E-Autos eingeplant werden.

Vage Angaben zur Finanzierung

Pläne gibt es also ausreichend, wie

diese finanziert werden sollen, bleibt

hingegen vage. Im Finanzierungskapitel

ist größtenteils die Rede von der Mobilisierung

von Privatkapital. Die Regierung

erwägt etwa eine "Bürgerstiftung

Klimaschutz", über die Privatpersonen

in Klimaschutzmaßnahmen investieren

können. Ökologische und ethische Investitionen

sollen außerdem von der

Kapitalertragssteuer befreit werden

– Details dazu sind nicht bekannt. Insgesamt

will Türkis-Grün jedenfalls

eine "ausreichende" Klimafinanzierung

bereitstellen. Wie hoch diese sein soll,

lässt sich aus dem Programm allerdings

nicht herauslesen.

Viel Nebel zwischen den Leitplanken

Die Leitplanken beim Umbau des

Energiesystems weg von fossilen

Brennstoffen hin zu erneuerbaren wie

Wind, Sonne oder Biomasse sind im


UMWELTjournal 1/2020 | S14

Regierungsprogramm von Türkis-Grün

deutlich erkennbar, etliche Abschnitte

auf dem Weg zur angepeilten Klimaneutralität

Österreichs 2040 liegen dennoch

im Nebel. "100 Prozent Strom aus

Erneuerbaren bedeutet einen Zubau

von rund 27 TWh (eine Terawattstunde

entspricht einer Milliarde Kilowattstunden)",

steht in dem Programm. Und

weiter: "Zielsetzung ist, bis 2030 eine

Photovoltaik-Erzeugungskapazität von

elf TWh zuzubauen, bei Wind beträgt

das Ausbauziel zehn TWh, bei Wasserkraft

fünf TWh (wobei eine am ökologischen

Potenzial orientierte Aufteilung

zwischen Kleinwasserkraft und Großwasserkraft

vorzunehmen ist) und bei

Biomasse bei einer TWh."

© Thomas Max Müller / pixelio.de

Was sich auf dem Papier sehr flüssig

und schlüssig liest, kommt in der Realität

aber kantig an, zumal der Zeitdruck

sehr groß ist. Am Beispiel der Photovoltaik:

Um das Ausbauziel bei Sonnenenergie

zu schaffen, müsste ab nun alle

drei bis vier Minuten eine Solaranlage

in Österreich neu ans Netz, und das

im Zeitraum bis Ende 2030. Die Realität

sieht so aus, dass

in Österreich zuletzt

10.000 bis 12.000 Photovoltaik-Anlagen

installiert

wurden – pro Jahr.

Da war alles dabei,

von ganz kleinen Anlagen

bis zu größeren

mit einer Leistung bis

zu 200 Kilowatt (kW),

die über die Oemag

(Abwicklungsstelle für

Ökostrom) unterstützt

werden, und solchen

bis zu 500 kW, die Investitionsförderungen

erhalten.

Das entspricht

einem Zwölftel dessen,

was notwendig wäre.

Wie das ehrgeizige

Ziel dennoch erreicht

werden soll, lässt das

Regierungsprogramm

unbeantwortet.


Ökostrom-Ausbau

Der Ausbau soll jedenfalls "unter

Beachtung strenger Kriterien in Bezug

auf Ökologie und Naturverträglichkeit

erfolgen". Das ist zwar

löblich, wird den Zubau etwa bei

Windrädern und Wasserkraftanlagen

aber auch nicht einfacher

gestalten, wenn man an den zunehmenden

Unmut in Kreisen betroffener

Bevölkerungsgruppen denkt.

Anders als bisher soll es beim Ausbau

der erneuerbaren Energien, einem

der Eckpfeiler zur Vermeidung

klimaschädlicher CO ²

-Emissionen,

kein Stop-and-go aufgrund jährlich

festgelegter Kontingente geben,

sondern einen kontinuierlichen Ausbau

auf einem Zehnjahrespfad.

Davon ausgenommen ist aber die

Förderung von Speichern im Zusammenhang

mit PV-Anlagen. Dabei

soll auch mehr Geld fließen, Geld im

Übrigen, das nicht aus dem Budget

kommt, sondern von den Österreicherinnen

und Österreichern über

den Ökostromzuschlag in der Stromrechnung

bezahlt wird.

Wörtlich heißt es im Regierungsprogramm:

"Im dreijährigen Mittel darf

dabei ein Jahresmaximum von

einer Milliarde Euro nicht überschritten

werden." Zuletzt ist das Unterstützungsvolumen

auf 570 Millionen

Euro pro Jahr gesunken, was dem

höheren Strompreis im Großhandel

geschuldet war. Es gab aber auch

Zeiten, in denen das Unterstützungsvolumen

deutlich über 800 Millionen

Euro pro Jahr hinausgeschossen ist.

Erneuerbare Energie

Für das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz,

in dem sich die Vorgaben materialisieren

sollen, sind die Vorgaben

eindeutig: "Die Unterstützung

erfolgt mit einem Fokus auf einen

Mix aus Investitionsförderungen

und gleitenden Marktprämien." Das

heißt, je höher der Preis für Strom

an der Börse ist, desto geringer fällt

die Prämie aus, je niedriger der Marktpreis,

desto höher die Prämie. Und: Die

Laufzeiten für die Gewährung der Marktprämien

werden generell auf 20 Jahre

ausgedehnt. Zur Erinnerung: Die derzeit

geltenden Einspeisetarife werden im

Durchschnitt 13 Jahre lang ausbezahlt,

in Deutschland sind es sogar 20 Jahre.

EEffG wird nachgeschärft

Um den zusätzlichen Strombedarf beim

Umbau auf erneuerbare Energien trotz

Ausbaus der E-Mobilität zu minimieren,

soll auch das Energieeffizienzgesetz

nachgeschärft

werden. Dabei will

man aber bei der

zuletzt stark kritisierten

Verpflichtung

der Lieferanten

bleiben, Maßnahmen

zur Steigerung

der Energieeffizienz

zu setzen. Die Einsparverpflichtung

soll um die Möglichkeit

einer Ersatzzahlungsleistung

in

einen Fonds ergänzt

werden.

UNSERE TOP-SPEAKER (Auszug)

LOGBUCH 2030

Öl und Kohle

Bei Öl und Kohle

soll es in der Raumwärme

zu einem

gestaffelten Phaseout

kommen. Dieses

gilt laut Regierungsprogramm

ab

2020 in Neubauten

und ab 2021 bei

Heizungswechsel.

Kessel, die älter als

25 Jahre sind, müssen

ab 2025 ausgetauscht

werden. Ab

2035 sollen sämtliche

Kessel der Vergangenheit

angehören.

Im Neubau

sollen zudem ab

2025 keine Gaskeswww.qualityaustria.com/forum2020

Jetzt anmelden!

sel mehr zulässig sein. Allerdings sollen

Härtefälle abgefedert werden.

Kein "Ausverkauf" von Wasser

Ein wichtiges Thema – gerade in Österreich

– ist die Ressource Wasser. Dieses

wird von der neuen Regierung offenbar

ebenfalls ernst genommen. Dem

Wasser wird im jetzt vorliegenden Regierungsprogramm

nämlich gleich ein

ganzes Unterkapitel gewidmet. Dieses

beginnt mit dem Vorhaben: "Kein Ausverkauf

der Ressource Wasser."

26. qualityaustria Forum

18. März 2020 | Salzburg

v.l.n.r.: Thomas Maurer | Laura Winterling | Leo Martin

Vertrauen stiften –

Veränderung gestalten

bezahlte Anzeige

Umweltjournal_90x180_Forum2020.indd 1 21.01.2020 18:10:50


UMWELTjournal 1/2020 | S16

Energiesparmesse Wels als Vorreiter

für die Energie- und Klimawende

Neue, zukunftsweisende Ausrichtung der Energiesparmesse ab 2020. Die WE-

BUILD soll in Zukunft die führende Plattform für die Herausforderungen der

Energie- und Klimawende sein.

Der 14. Jänner 2020 ist ein wichtiger

Tag für die Energiewende Europas,

EU-Ratspräsidentin Ursula von der

Leyen hat das Ziel ausgegeben,

die EU bis 2050 klimaneutral zu machen. Auch

die Messe Wels will dazu ihren Beitrag leisten

und hat zugleich eine Neuausrichtung ihrer

Energiesparmesse vorgestellt. Das diesjährige

Motto „Unsere Zukunft baust du“ unterstreicht

die Rolle der führenden Bau- und SHK-Messe

Österreichs.

„Wir haben das Konzept der Energiesparmesse

neu gedacht und uns damit auf einen

spannenden und innovativen Weg in die Zukunft

gemacht - die WEBUILD soll in Zukunft

die führende Plattform für die Herausforderungen

der Energie- und Klimawende sein“,

sagt Messedirektor Mag. Robert Schneider

über das neue Konzept der WEBUILD Energiesparmesse

Wels.

„Die Energiesparmesse ist seit 35 Jahren die

Messe für Visionäre, Um- und Querdenker,

© Messe Wels / Roland Pelzl

für erneuerbare Energien, Energie-Effizienz

und für nachhaltiges und innovatives Bauen.

Aber Energie zu sparen reicht heute nicht

mehr. Heute bauen wir unsere Zukunft neu.

Und die WEBUILD Energiesparmesse Wels

wird Dreh- und Angelpunkt dieser Bewegung,

dieses Umdenkens sein. Denn auch in

einer digitalen Zukunft gibt es Dinge, deren

Wert man erst erkennt, wenn man sie real erlebt“,

so Schneider.

Manifest für die Werte der Messe

Verbunden mit dem neuen Auftritt der Energiesparmesse

als „WEBUILD Energiesparmesse

Wels“ wurde ein Manifest verfasst, das als

klare Botschaft an Aussteller, Fachbesucher

und Häuslbauer gerichtet ist. Es fasst die Werte,

Ideen und Ideale, für die die Energiesparmesse

bereits seit Jahrzehnten steht, zusammen

und passt sie an die Herausforderungen

und Trends der Zukunft an.

Mit der neuen Positionierung als WEBUILD Energiesparmesse

Wels sollen kommende Generationen

und die Fachbesucher von morgen

zusätzlich angesprochen werden. Sie ist ausgerichtet

auf eine reflektierende Gesellschaft,

für die ein digitales Umfeld State of the Art ist

und der zukünftige Entwicklungen ebenso

wichtig sind wie nachhaltige Konzepte.

Die Energiesparmesse Wels ist seit jeher Vorreiter

für Innovationen und neue Technologien

weit über die Grenzen Österreichs hinaus.

Diese Vorreiterrolle und internationale Geltung

werden auch in den kommenden Jahren

von größter Bedeutung sein.

Die bewährten und geschätzten Konzepte

der Messe – Beratung, Überblick und neueste

Innovationen der Aussteller – sind nach wie

vor der Kern der Marke und werden zukünftig

mit neuen Aspekten wie Start-Up-Ideen,

Zukunftstalks und dem Thema Klimawandel

ergänzt und erweitert.


© Messe Wels / Roland Pelzl

Die WEBUILD Energiesparmesse Wels wird im

digitalen Zeitalter eine exklusive und wichtige

Plattform darstellen, auf der Menschen über

das Produkt hinaus die Marken der Aussteller

fühlen und sie emotional erleben können –

persönlich, haptisch und multisensorisch. Die

neue Positionierung fokussiert sich besonders

auf diese aktuellen Entwicklung am Messemarkt

sowie darauf, den Ausstellern eine zukunftsorientierte

Möglichkeit zu geben sich

zu präsentieren, und bietet in einem digitalisierten

Umfeld eine exklusive Möglichkeit, einfach

eine emotionale Bindung zum jeweiligen

Unternehmen entstehen zu lassen.

Fokus auf Hausbau und -sanierung

Im Mittelpunkt der WEBUILD Energiesparmesse

Wels stehen die Anforderungen, Innovationen

und Fragen, die rund um das Generationenthema

Hausbau und Haussanierung

anfallen. Die Messe bietet allen Besuchern

– ob Fachbesucher oder privater Häuslbauer

– die Möglichkeit, eine zukunftssichere Entscheidung

zu treffen, die eine innovative wie

auch nachhaltige Zukunft des Bauens und

Wohnens sicherstellt. Sie ist eine Einladung an

alle Menschen, die unsere Umwelt reflektiert

wahrnehmen, etwas verändern, beitragen

und aktiv mitgestalten wollen. Denn, was

immer du baust, wird eines Tages dein Vermächtnis

sein.

(red)

Programmhighlights von 6. – 8. März

Themenschwerpunkte:

Sanierung, BauArena, innovative

Dämmstoffe, erneuerbare Energie,

zukunftssichere Technologien,

kreative Badlösungen, AdieuÖl

Sonderschauen:

"Biomasse-Innovationen aus OÖ",

E-Auto & Smart Home, Dämmstoffe-

Schau: Welcher Dämmstoff wo?

Preisgekrönte Innovationen:

Energie Genie Award – innovative

Entwicklungen in Bau und Energie

erhalten diese Auszeichnung.

Blue Innovation Award – Design

Trends und innovative Technik im

Bad Sektor werden ausgezeichnet.

WEBUILD Energiesparmesse Wels 2020

UNSERE ZUKUNFT BAUST DU

Beratung & Vorträge:

OÖ Energiesparverband

Halle 20, täglich ab 10 Uhr – beste

Beratungen und Impulsvorträge

Fachvorträge

Halle 20, 2. OG, TGZ, täglich ab

10:30 Uhr – innovative Vorträge

rund um Trendthemen zu Hausbau

und Renovierung.

Zukunftsforum Energie

Halle 19, täglich ab 10 Uhr:

Trends und Innovationen aus

der Energiebranche.

BauArena

Halle 1, täglich ab 10 Uhr: praktische

Tipps und wichtige Infos für

das persönliche Traumhaus.

Publikumstage: Freitag, 6. März bis Sonntag, 8. März 2020

SHK-Fachtag: Mittwoch, 4. März 2020

Bau- und SHK-Fachtag: Donnerstag, 5. März 2020

Öffnungszeiten: täglich 9 – 17 Uhr

Messe Wels

www.energiesparmesse.at


UMWELTjournal 1/2020 | S18

Bauen & Energie Wien 2020

Hand in Hand mit der Technik im Alltag

Der Begriff „Smart Home“ schwirrt immer wieder durch die Köpfe der Gesellschaft.

Doch was genau dahintersteckt und warum Nutzer, auch im hohen

Alter, sowie die Umwelt davon profitieren, erfahren Besucher auf der diesjährigen

Messe Bauen & Energie Wien. Diese findet vom 20. bis 23. Februar in der

Messe Wien statt.

Lebensräume sowie -umfelder sollen

so gestaltet und organisiert werden,

dass sich auch ältere oder gebrechliche

Menschen im eigenen Heim

wohlfühlen können. Ein wichtiger Zweig von

Smart Home ist das Ambient Assisted Living.

So sollen auch nicht Technik-affine Menschen

leicht und bequem Unterstützung im Alltag

bekommen, insbesonders wenn sie unter

einer körperlichen Beeinträchtigung leiden.

Kaum zu sehen, aber doch da - lautet hier

das Motto. Sturzmeldesysteme, die mittels

Sensoren den Unfall wahrnehmen und einen

Alarm auslösen, werden besonders gerne im

Bade- sowie Schlafzimmer installiert. So kann

das System auch gleich mit einem Notruf,

Pflegedienst oder Angehörigem gekoppelt

werden. Ein weiterer Aspekt ist die Sicherheit,

sei es ein Einbruchsmelder oder auch die

Überwachung des Haushalts – offene Fenster,

aufgedrehte Herdplatten usw. Wie die

Technik den Alltag bereichern und erleichtern

kann, zeigen die Experten von Siblik in

der Sonderausstellung DAS G'SCHEITE HAUS

auf der Bauen & Energie Wien.

Branchen-Profis zeigen, wie´s geht

Natürlich dürfen Profis wie Bausachverständiger

Günther Nussbaum und der amtierende

Österreichische Staatsmeister in Elektro- und

Installationstechnik wie auch einige andere

mehr bei Ostösterreichs größer Baumesse

nicht fehlen. Sie und rund 500 Aussteller zum

Thema Bauen, Sanieren und Renovieren sind

bei der Bauen & Energie Wien vom 20. bis 23.

Februar in der Messe Wien zu finden.

TV-Bausachverständiger

Ein echter Profi der Bauszene hat seinen

Besuch bei der Bauen & Energie Wien bereits

angekündigt. Günther Nussbaum, der

bekannte Bausachverständige der Fernsehsendung

„(K)ein Pfusch am Bau“, hält am Freitag

(21.2.) einen Vortrag zum Thema Energiesparen,

und am Samstag (22.2.) gibt er seine

persönlichen Tipps und Tricks beim Hausbau

an die Besucher weiter. Im Anschluss nimmt er

sich Zeit für die Fragen der Häuslbauer.

Österreichs Elite

Zuerst holte sich Elektrotechniker Stefan Prader

bei den AustrianSkills der WKO den Titel des

Österreichischen Staatsmeisters in Elektround

Installationstechnik, verfehlte bei den

Weltmeisterschaften in Russland knapp den

Stockerlplatz und trainiert jetzt eifrig für die

Europameisterschaften kommenden Herbst

in Graz. Für dieses Ziel nutzt er gemeinsam mit

seinem Trainer, Thomas Benkö, die Bauen &

Energie Wien als Probe für den großen Showdown.

„Das Training in der Öffentlichkeit hat

große Auswirkungen auf den weiteren Verlauf

des Trainings bis hin zur Europameisterschaft –

auch der Ansporn die Aufgabe bestmöglich

zu absolvieren ist höher. ‚Ohne Fleiß kein Preis‘

lautet daher mein Motto für das Training bis

zur Europameisterschaft“, erzählt Stefan Prader.

Trainiert wird in einer Wettkampfsimulation,

die am vierten Tag (23.2.) im Finale und der

Projekt-Fertigstellung gipfelt. Messebesucher

haben die einmalige Chance, einem exzellenten

Profi über die Schulter zu schauen.

Ökoticket bei der Bauen & Energie Wien

So einfach war eine gute Tat an die Umwelt

noch nie! Besucher der Bauen & Energie

Wien 2020 können mit dem neuen Ökoticket

die Messe besuchen (20.-23. Februar 2020)

und gleichzeitig einen Baum in den österreichischen

Wäldern pflanzen. Fachwissen und


© Christian Husar

körperliche Tätigkeiten sind nicht notwendig,

das übernimmt das BAUMBUDDY TEAM.

Baumpatenschaften für weniger CO ²

„Der grüne Pfad“ ist ein neues Highlight der

Bauen & Energie Wien 2020 und holt nicht

nur ökologische und nachhaltige Aussteller

sowie deren Produkte vor den Vorhang, er

bringt auch eine neue, innovative Ticketkategorie

mit sich. Das Ökoticket kann ausschließlich

online auf der Messe-Website um

12,90 Euro erworben werden. Dies beinhaltet

den Messebesuch sowie die Pflanzung eines

Baumes in den heimischen Wäldern. Um den

geringen Mehrpreis von rund 4 Euro pro Ticket

pflanzt das BAUMBUDDY TEAM ein auf Boden

und Umgebung abgestimmtes Bäumchen,

welches durch Schutz und Pflege schnell zu einem

prächtigen Baum und Sauerstoffspender

heranwächst. Das BAUMBUDDY TEAM ist

mit einem Stand auf der Bauen & Energie

Wien vertreten, wo sich Ökoticket-Käufer ihr

Zertifikat zur Baumpflanzung abholen können.

Durch dieses Projekt wird das Brachliegen von

Waldflächen verhindert und die Entstehung

neuer wichtiger Mischwälder gefördert.

Das Ökoticket gibt es zur Bauen + Wohnen

Salzburg, der Bauen & Energie Wien sowie der

Wohnen & Interieur Wien.

(red)

Highlights von 20. – 23. Februar

Themenschwerpunkte:

"Der grüne Pfad" auf der Bauen

& Energie Wien 2020 zeigt den

umweltbewussten Weg.

Das g'scheite Haus: intelligente

Haussteuerungen, Energiekosten

minimieren und vieles mehr.

Halle B, Stand B0345

BAUEN & ENERGIE Bühne:

Vorträge zum Thema modernes

Bauen. Halle B, Stand B0849.

Baurettungsgasse: Hier bekommen

Besucher Antworten zu den

aktuellen Themen energieeffizientes,

nachhaltiges und ökologisches

Bauen und Heizen.

Halle A, Stand A0236.

Bauen & Energie Wien 2020

Architekten Speed-Dating:

Die Chance für den Erstkontakt

und Beratung durch Architekten.

Stellen Sie verschiedenen Architekten

Ihre Fragen zum Hausplanen,

Sanieren und zu Wohnungsumbauten.

Platzreservierungen bis

14. Februar 2020 via E-Mail an:

messe@ig-architektur.at.

Speeddating für Bauherren und

Smarthome Spezialisten:

Gira hat eine Plattform für Bauherren

und Installateure geschaffen.

Halle B, Stand B0344.

BauZ!-Kongress: das Gespräch

über zukunftsfähiges Weiterbauen

und Renovieren im Bestand.

BauZ! ist das Vernetzungstreffen

mit Investoren, PlanerInnen,

Fachplanern, Herstellern und den

Ausführenden.

Publikumstage: Donnerstag, 20. Februar bis Sonntag, 23. Februar 2020

Öffnungszeiten: täglich 9 – 18 Uhr

Messe Wien

www.bauen-energie.at


UMWELTjournal 1/2020 | S20

E-world energy & water

Konzepte für mehr Nachhaltigkeit

Als Leitveranstaltung der Energiewirtschaft spiegelt die E-world energy & water

aktuelle Themen der Branche wider. Daher nimmt Nachhaltigkeit einen großen

Raum auf der Fachmesse ein, die vom 11. bis 13. Februar in der Messe Essen

stattfindet. Weitere Themen sind Cybersicherheit, Netzinfrastruktur und Recruiting,

Und es gibt eine neue Online-Jobbörse.

©Alexandra Roth

STEFANIE HAMM

GESCHÄFTSFÜHRERIN,

MESSE ESSEN

Zwei Programmpunkte sind bei der

diesjähirgen Leitmesse der Energiewirtschaft

Mitte Februar in Essen besonders

hervorzuheben: Am ersten

Messetag verraten gleich drei CEOs ihre

Strategien für grüne Energieversorgung. Um

die Einsatzmöglichkeiten von Wasserstoff als

Lösungsansatz für die Energiewende geht es

dann am Messemittwoch.

Zunächst erwartet die Fachbesucher am

Dienstag, 11. Februar, ein hochkarätig besetztes

Podium. Unter dem Motto „Green

Energy Supply for the Future“ sprechen

Dr. Johannes Teyssen, CEO, E.ON SE; Magnus

Hall, CEO, Vattenfall AB; Ursula Morgenstern,

CEO, Atos Information Technology GmbH

und Dr. Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbandes

Erneuerbare Energie.

In der Veranstaltung, die von con|energy-

Vorstand Dr. Roman Dudenhausen moderiert

wird, geht es um die Herausforderungen, ein

grüner Energielieferant zu werden. Was bedeutet

eine Energieversorgung ohne fossile

Brennstoffe und wie kann die digitale Transformation

der Energiewirtschaft helfen, nachhaltiger

zu werden? Das sind einige der Punkte,

die die Experten analysieren werden. Die

Podiumsdiskussion findet in englischer Sprache

von 14 bis 15.30 Uhr auf dem Smart Tech

Forum in der Messehalle 5 statt.

Einsatzmöglichkeiten von Wasserstoff

Ein Weg, um die Energiewende bewältigen

zu können, ist die verstärkte Nutzung von

Wasserstoff. Lösungsansätze präsentiert das

Forum Wasserstoff, das am 12. Februar von

15.30 bis 18 Uhr im Saal Berlin (Congress Center

West, Messe Essen) stattfindet. Vertreter

von Netzbetreibern, Energieversorgern und

des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft

beleuchten den aktuellen Stand

der Technik, die Möglichkeiten im Bereich

Sektorenkopplung und der Speicherung von

Strom aus Erneuerbaren Energien sowie die

politischen Rahmenbedingungen.

Kongressprogramm mit 17 Fachthemen

Darüber hinaus geben Experten auf zahlreichen

weiteren Veranstaltungen während

der E-world ihr Wissen weiter und laden zum

Informationsaustausch ein. Allein das messebegleitende

Kongressprogramm umfasst 17

Vorträge, darunter „Cyberangriffe auf Energieversorger“,

das „Glasfaserforum“ oder

„Energiemarkt-Megatrends“. Zudem gibt es

themenspezifische Foren zu den Bereichen

„Smart Tech“, „Innovation“, „Energy Transition“

und „Trading & Finance“, auf denen

die Fachbesucher ebenfalls ein ganztägiges

Vortragsprogramm erwartet.

Weitere Informationen sowie das Kongress-

und Foren-Programm gibt es unter:

www.e-world-essen.com.

Tag der Konsulate

Die E-world ist für Fachbesucher aus dem Ausland

eine gefragte Informations- und Kontaktplattform.

Rege Beteiligung wird 2020 erneut

am Tag der Konsulate erwartet. Hier erhalten

die ausländischen Delegationen Insights

zu Projekten der Energiewirtschaft und können

sich in exklusiven Messerundgängen bei

Ausstellern zu den Themen Wasserstoff-Technologien

und Smart Cities informieren.

Zudem besteht die Möglichkeit, in Foren als

Sprecher aufzutreten und eigene Events auf

der Messe zu veranstalten. Einige Länder nutzen

die Messe zudem, um ihre Innovationen

auf einem Gemeinschaftsstand dem Fachpublikum

vorzustellen.


© Messe Essen

Neue Online-Jobbörse

Die E-world energy & water hat ihre Jobbörse

neu aufgesetzt und unterstützt damit die

Energiebranche bei der Mitarbeitergewinnung.

Ab sofort können alle Unternehmen

des Energiesektors Stellenanzeigen auf der

E-world Website veröffentlichen. Das Online-

Tool ermöglicht es Arbeitgebern gezielt und

ohne Streuverluste ihre relevante Bewerbergruppe

anzusprechen und dabei von der

hohen Reichweite der Messe-Homepage

zu profitieren. Das Angebot des Stellenmarktes

richtet sich an junge High-Potentials

und Absolventen ebenso wie an erfahrene

Branchenexperten. Zum Relaunch der Jobbörse

haben bereits Unternehmen wie Thüga,

DB Energie, Thyssengas oder Trianel ihre

Stellenangebote veröffentlicht.

„Recruiting ist ein wichtiges Thema in der

Energiewirtschaft. Für Unternehmen wird es

zunehmend zu einer Herausforderung, die

richtigen Mitarbeiter zu finden“, so Stefanie

Hamm, Geschäftsführerin der E-world. „Wir

möchten die Plattform der E-world nutzen

und hierbei unterstützen.“

Über das Online-Jobportal - prominent platziert

auf der E-world Website - können Firmen

einfach und direkt Experten oder Young Professionals

erreichen, die an einer neuen beruflichen

Herausforderung interessiert sind. (red)

Highlights von 11. – 13. Februar

Kongress

Im Rahmen eines dreitägigen

Fachkongresses mit Konferenzen,

Seminaren und Workshops diskutieren

Experten aktuelle Themen

der Energiewirtschaft.

Smart Tech Forum

Das Smart Tech Forum konzentriert

sich auf technische Fragestellungen,

wie zum Beispiel innovative

Netztechnologien, Smart Meter

und Energiemanagement.

Energy Transition Forum

Das politisch geprägte Energy

Transition Forum legt diesmal

den Schwerpunkt auf zukünftige

Entwicklungen im Energiemarkt,

aktuelle Trends und nachhaltige

Technologien.

E-world energy & water 2020

Innovation Forum

Das Forum bietet ein vielfältiges

Programm zu den Themen Gründung

und Innovation. Branchenexperten

und Start-ups zeigen

neue Geschäftsmodelle und

Konzepte für die Energiezukunft.

Trading & Finance

Auf dem Trading & Finance Forum

werden aktuelle Herausforderungen

und Chancen des Energiehandels

sowie der Finanzierung

erörtert und Lösungen präsentiert.

Karriereforum

Das Karriereforum der E-world

energy & water bringt Studenten

und Absolventen mit Unternehmen

der Energiewirtschaft

zusammen. So können Kontakte

geknüpft und konkrete Stellen

besetzt werden.

Publikumstage: Donnerstag, 20. Februar bis Sonntag, 23. Februar 2020

Öffnungszeiten: 11.+12. Februar von 9.00 - 18.00 Uhr, 13. Februar bis 17 Uhr

Messe Essen

www.e-world-essen.com


UMWELTjournal 1/2020 | S22

Volle Ladung

Autos mit Elektromotor als Antrieb sind nicht nur in aller Munde, sie wurden zuletzt

auch häufiger gekauft. In der Ladeinfrastruktur gibt es in Österreich allerdings

weiteren Handlungsbedarf. Text: CHRISTIAN VAVRA

Es tut sich etwas bei der Elektro-Mobilität

in Österreich, keine Frage.

Auf der Automobilmesse "Vienna

Autoshow" im Jänner etwa zog

sich das Thema wie ein roter Faden durch

die gesamte Ausstellung, und das, obwohl

einige namhafte Hersteller beziehungsweise

Marken gar nicht vertreten waren.

Nach Angaben des „Bundesverbandes

ElektromobilitätÖsterreich“ (BEÖ) sind

im Jahr 2019 genau 9242 vollelektrische

E-Autos (E-Motor und Batteriebetrieb) neu zum

Verkehr zugelassen worden. Das war eine

Steigerung um ein gutes Viertel gegenüber

dem Jahr davor. Der Bestand an E-Autos hat

sich in Österreich auf fast 30.000 Stück erhöht.

Zum Vergleich: 2019 wurden in Österreich

laut Statista.com 16.505 Hybridautos neu

zugelassen.

5500 Ladestellen in Österreich

Da es in Österreich bei weiter steigenden

Zahlen aktuell rund 5500 öffentlich zugängliche

Ladepunkte quer über das gesamte

Land verteilt gibt, teilen sich rechnerisch

knapp sechs E-Autos eine Ladesäule. Dieser

Wert ist deutlich besser als eine EU-Empfehlung,

die von zehn Autos je Ladepunkt

spricht. Private Ladepunkte sind in dem Wert

aus Österreich nicht berücksichtigt.

In diesem Bereich indes sieht der Verband

weiteren Handlungsbedarf, um die Verbreitung

von E-Autos zu unterstützen. „Zu 80

Prozent wird zu Hause oder am Arbeitsplatz

geladen, wobei in privaten Wohnanlagen

und bei Firmenparklätzen noch Aufholbedarf

besteht“, so Verbandssprecher Roland

Ziegler. „Daher müssen jetzt im Wohnrecht

rasch die rechtlichen Hürden beseitigt werden“.

Konkret geht es um die Installation von

Wall-Boxen (E-Ladestationen) in Mehrparteienhäusern.

E-Mobilitäts-Förderpaket

Der Bundesverband Elektromobilität Österreich

(BEÖ) begrüßte zwar das kürzlich vorgestellte

neue E-Mobilitäts-Förderpaket der

Bunderegierung für die Jahre 2019/2020,

empfiehlt jedoch zusätzliche steuerliche

Anreize, wie etwa den Wegfall der Umsatzsteuer

bei Neukauf eines E-Fahrzeuges

(NoVA fällt jetzt schon nicht mehr an).

„Diese Maßnahme hat vor allem in Norwegen

dazu geführt, dass bereits jeder zweite

neu zugelassene Pkw ein E-Fahrzeug ist“,

so Roland Ziegler. Dabei ist aber natürlich

auch eine andere Enegieversorgungssituation

zu berücksichtigen.

Ist E-Mobilität also die große Zukunft?

Unter bestimmten Umständen (Lademöglichkeiten)

und in bestimmten Einsatzfällen

(bis ca. 300 km) eindeutig ja. Bis zu einem

neuen technolgischen Sprung in der

Batterietechnik müssen halt noch einige Einschränkungen

hingenommen werden. Das

betrifft die Reichweite ebenso wie das bisher

– mangels Stückzahl - nur in sehr geringem

Umfang durchgeführte Recycling der


Batterie. Dafür wird sie aber häufig nach

ihrem „Autoleben“ als Stromspeicher an

anderen Orten eingesetzt.

Ein paar Unsinnigkeiten wird, so ist zumindest

zu hoffen, der Markt regeln. Während

namentlich bei SUV in der Oberklasse

die Neupreise bereits annähernd auf das

Niveau von vergleichbaren Modellen mit Verbrennungsmotor

gesunken sind, gilt das für

die Leergewichte keineswegs. Es ist einfach

ziemlich sinnlos, ein E-SUV mit mehr als 400 PS

Leistung und satten 2,6 Tonnen Leergewicht

auf die Straße zu stellen. Abrüstung sollte das

wieder in vernünftigere Bahnen lenken.

Preise noch immer hoch

Das gilt, bei wachsenden Stückzahlen, auch

für Preise in kleineren Auto-Segmenten, wo

Käufer nach wie vor deutlich mehr Geld

auf den Tisch legen müssen als die Benzinbrüder.

Und eine weitere Unart, die bei Verbrennungsmotoren

mit neuen Prüfverfahren

hinsichtlich Verbrauch zumindest gestutzt

wurde, sollten die E-Auto-Anbieter nicht mit

Gewalt wiederholen. Die Rede ist von den

unverfrorenen Märchen im Prospekt, was

Reichweiten und Ladestärken oder –zeiten

betrifft. Vor allem bei den Reichweiten liegen

fast alle daneben, wie aktuelle Tests (z.B.

Auto Bild, ÖAMTC) zeigen.

Vielleicht würde es ja schon genügen, die

Laborbedingungen an die Realität anzupassen?

Wer fährt denn wirklich ständig ohne

Klimatisierung, ohne jede Ventilation und

ohne Autoradio?

Dagegen ist eine häufig geäußerte Befürchtung,

steigende E-Auto-Zulassungen könnten

den Strombedarf im Land explodieren lassen,

nachweislich Unfug. Strom ist zu bestimmten

Tageszeiten und in bestimmten Konstellationen

in der EU sogar ein Überschussmarkt.


UMWELTjournal 1/2020 | S24

Viel Lärm um eher wenig

103 Züge haben Ende 2019 Abfall aus der süditalienischen Stadt Neapel nach

Niederösterreich gebracht. Das hat recht viel Lärm in den Medien verursacht. Zu

Unrecht, wie sich nach näherer Betrachtung herausstellt.

TEXT: CHRISTIAN VAVRA

Die Stadt Neapel, seit Jahren mit

Problemen bei der Müllentsorgung

konfrontiert, bekommt Hilfe

aus Niederösterreich. Müll aus der

Vesuvstadt sollten in der Abfallverwertungsanlage

in Zwentendorf und Dürnrohr entsorgt

werden.

Insgesamt 103 Züge sollen laufend den Unrat

aus der süditalienischen Metropole nach Niederösterreich

führen. Für den Transport des

Mülls war die italienische Bahngesellschaft

Trenitalia, für die Entsorgung die Gesellschaft

Nestambiente aus Padua zuständig.

Österreich ist das Land, in dem der größte

Anteil des von Italien exportierten Mülls

landet, der Anteil ist aber rückläufig. Rund

71.000 Tonnen Müll pro Jahr wurden bisher

durchschnittlich nach Österreich gebracht.

Das waren 23 Prozent der gesamten 311.000

Tonnen Unrat, die Italien im Ausland jährlich

entsorgt, wie aus einem kürzlich vorgestellten

Bericht des italienischen Forschungszentrums

Ispra hervorging. Zuletzt betrug Österreichs

Anteil nur noch 18,3 Prozent.

Probleme mit Müllrecycling

Italien hat nach wie vor Probleme mit Müllrecycling.

40 Prozent des von den Haushalten

produzierten Mülls landen in Deponien,

was einer Menge von zwölf Millionen Tonnen

entspricht. In Italien gab es zuletzt mehr 180

Mülldeponien für nicht gefährlichen Abfall.

Seit 2003 wurden 288 Halden geschlossen, 80

Prozent davon befanden sich in Süditalien.

70.000 Tonnen Abfall hatte die Stadt Rom

2017 in der Müllverbrennungsanlage in Dürnrohr

bei Zwentendorf (Bezirk Tulln) entsorgt.

Daraus wurde Strom für 170.000 Haushalte

in der Region und Fernwärme für St. Pölten

erzeugt.

Zöchling erhielt Auftrag

Zum Transport von maximal 7.000 Tonnen

Hausmüll aus Süditalien zur Zöchling Abfallverwertung

GmbH in St. Pölten teilte Geschäftsführer

Johann Zöchling Im Dezember

2019 mit, es handle es sich um „laufend

eingehenden Hausmüll" aus einer Aufbereitungsanlage,

wo der „Abfall bereits einer

Vorbehandlung unterzogen wurde". Die Lieferungen

würden zu mehr als 90 Prozent auf

der Schiene erfolgen.

Verwertung in St. Pölten

In der niederösterreichischen Landeshauptstadt

werde das Material dann einem Recycling

unterzogen. Die wiedergewonnen Metalle

würden dem Schrotthandel zugeführt,

die vorhandenen Kunststoffe als Ersatzbrennstoff

eingesetzt, wurde auf Anfrage mitgeteilt.

Der Rest werde einem Rotteverfahren

unterzogen und in der Deponie „Am Ziegelofen"

zu Müllkompost verarbeitet. Übrig

bleiben würden lediglich „kleine Mengen im

Umfang von wenigen Massenprozent", die

abgelagert würden. Ende 2020 werden die

Transporte nach St. Pölten „vertragsgemäß

abgeschlossen sein", wurde schriftlich übermittelt.

Italien fehlen Kapazitäten

Grund für die Lieferungen sei, dass in Italien

nicht die nötigen Kapazitäten zur Wiederverwertung

vorhanden seien und als Alternative

lediglich die "illegale Entsorgung" möglich

sei. Die Schädigung der Umwelt werde damit

in Kauf genommen, betonte die Zöchling

GmbH. Zudem sei der Transport nach Niederösterreich

kürzer als etwa nach Deutschland

oder in die Niederlande.

Die Stadt St. Pölten war laut einer Aussendung

nicht offiziell informiert, dass 7.000


© Zöchling

Tonnen Müll aus Italien an die Traisen transportiert

"und hier behandelt werden". Das

Vorhaben werde auch in keiner Weise unterstützt,

teilte das Rathaus mit. Diverse andere

teils harsche politische Stellungnahmen sorgten

für einigen Lärm und Aufregung.

Normales Kerngeschäft

Da wird man sich freilich fragen dürfen, wozu

der viele Lärm gut sein soll, bei dem auch

Ausdrücke wie „Unsinn“, „mangelnde Transparenz“

und ähnliches auftauchten. Zwar

hat niemand gerne eine Müllverwertung in

seiner Nachbarschaft – aber das niederösterreichische

Modell ist immerhin bewährt

und es funktioniert. Und was sonst sollte eine

Müllbehandlungs- und Entsorgungsfirma, die

alle erforderlichen Genehmigungen hat,

anderes tun, als ihrem Kerngeschäft nachzugehen?

Zudem sticht das Argument, dass

angesichts fehlender Kapazitäten in Italien

die fachgerechte Behandlung in Österreich

allemal sinnvoller ist als ein paar fragwürdige

Alternativen.

nicht um bereits jahrelang auf einer Deponie

gelagerte Abfälle handelt. Das Material

stamme vielmehr "aus der laufenden

Sammlung und Behandlung von Hausmüll",

teilte das Unternehmen mit.

ISO 14001 kommt zur Anwendung

Die Zöchling Abfallverwertung GmbH hat

an den Deponiestandorten Sollenau, Mistelbach,

Kettlasbrunn und Czaak Markgrafneusiedl

ein auf der internationalen Norm EN ISO

14001:2015 basierendes Umweltmanagementsystem

aufgebaut. Dessen Geltungsbereiche

sind: Abfallverwertung, Recycling

und Deponierung. Für Interessierte kann das

dazugehörige Umweltmanagement-Handbuch

freigeschalten werden.

Keine Deponiereste

Die Zöchling Abfallverwertung GmbH hat

inzwischen klargestellt, dass es sich bei dem

Müll, der aus Italien importiert werden soll,


UMWELTjournal 1/2020 | S26

Jenbacher stattet Kohlekraftwerk

mit 20 flexiblen Gasmotoren aus

Knowhow aus Österreich für Deutschland: Jenbacher wickelt Auftrag über die Lieferung

von 20 Gasmotoren logistisch einwandfrei ab. Damit konnten die Stadtwerke

Kiel ein bisheriges Kohlekraftwerk umrüsten und zum Vorzeigeobjekt gestalten.

TEXT: CHRISTIAN VAVRA

Herausforderung. Fahren konnten die Transporter

aufgrund der Vorgaben nur während

der Nacht, immer eskortiert von Polizei, Straßensperren

inklusive. Sieben Wochen hat die

Überstellung der Gasmotoren gedauert, jeder

so groß wie ein einstöckiges Einfamilienhaus

und rund 4,5 Millionen Euro teuer.

© Stadtwerke Kiel AG

Seit knapp zwei Monaten produzieren sie

nun Strom und Wärme für die Stadt, die etwas

kleiner ist als Graz. Wegen des flexiblen

und innovativen Ansatzes könnte sich das

Küstenkraftwerk zu einer Art Pilgerstätte für

die Energiebranche entwickeln wird. Abordnungen

von anderen Stadtwerken seien bereits

da gewesen, heißt es in Kiel.

Es war nicht nur technisch, sondern

auch logistisch etwas mehr als nur

Anspruchvolles, das die Mitarbeiter

von Jenbacher in der wechselvollen

Geschichte des Unternehmens zu stemmen

hatten. Ein Großauftrag aus dem hohen Norden

Deutschlands stand ins Haus. Genauer

gesagt, wollten die Stadtwerke in Kiel in einem

ehemaligen Kohlekraftwerk 20 Gasmotoren

der neuesten Generation und äußerst

flexibel einsetzbar, geliefert haben. Die Motoren

können mit Erdgas und alternativ auch

mit Biomethan betrieben werden.

Logistische Herausforderung

Gut 1.000 Kilometer Entfernung liegen zwischen

dem Tiroler Ort Jenbach bis in die

Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins. Die

Schwertransporter, die in Summe fast 4000

Tonnen an die Kieler Förde zu überstellen

hatten, machten aufgrund zahlreicher notwendiger

Umwege etliche Kilometer mehr.

Naturgemäß war auch die Logistik eune

„Dieser Bau war die größte Investition in der

Geschichte der Stadtwerke Kiel. Es hat uns

alle gefordert und viel Kraft, Zeit und Energie

gekostet. Jetzt ist die Zukunft der Energieversorgung

in Kiel Realität und wir blicken voller

Stolz auf unser Küstenkraftwerk“, freut sich

Frank Meier, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke

Kiel AG (im Bild 2. v. li.).

70 Prozent CO ²

eingespart

Die deutsche Bundesregierung hat einen umfassenden

Plan zur Reduktion der CO ²

-Emissionen

des gesamten Energiesektors auf den

Weg gebracht. Zwei wesentliche Säulen des

Plans der Regierung für einen saubereren

Energiesektor sind die verstärkte Nutzung erneuerbarer

Energie und die Schließung von

Kohlekraftwerken. Durch die umweltschonenden

Eigenschaften des Energieträgers Erdgas

wird die neue Anlage über 70 Prozent weniger

Kohlendioxid ausstoßen als das einstige,

kohlebasierte Gemeinschaftskraftwerk. „Das

Küstenkraftwerk spart gegenüber dem Vor-


© Stadtwerke Kiel AG

Das Küstenkraftwerk der Stadtwerke Kiel

gängerkraftwerk jährlich rund 1.000.000 Tonnen

CO ²

ein. Das bedeutet den Kohlendioxid-Ausstoß

von umgerechnet 500.000 Autos.

Ein erheblicher Beitrag für das Klima in Kiel“,

rechnet Meier vor.

Grundlage für die Wirtschaftlichkeit des

Kraftwerks ist die Kraft-Wärme-Kopplung. Sie

trägt zu einem hohen Wirkungsgrad bei: 45

Prozent thermisch und 45 Prozent elektrisch,

sowie einer effizienten Primärenergienutzung

von mehr als 92 Prozent.

gekostet hat, nämlich statt mit Gas auch mit

Überschussstrom betrieben werden.

Dafür wurde eigens ein Elektrodenkessel, vergleichbar

einem Heizstab im Wasser, in den

Fernwärmekreislauf integriert. Steht an der

Börse besonders günstiger Solar- oder Windstrom

zur Verfügung, wird das Wasser über

den Elektrodenkessel erhitzt. Sollte hingegen

besonders günstiges Gas zur Verfügung stehen,

wird das Wasser über die Abwärme der

Gasmotoren aufgewärmt.

Für die Stromerzeugung treiben die 20 Gasmotoren

Generatoren an, mit deren heißen

Abgasen gleichzeitig Wasser für das Fernwärmenetz

von Kiel erhitzt wird. Jeder Gasmotor

verfügt über eine Leistung von knapp

zehn Megawatt (MW), das entspricht fast

13.000 PS. Wiewohl im Betrieb laut wie ein

Düsenjet beim Starten, sind die Motoren zu

jeweils fünft in einem Maschinenraum untergebracht,

aber natürlich sehr gut abgeschirmt

damit außerhalb der Kraftwerksmauern

kaum zu hören.

Darüber hinaus bietet das Kraftwerk weitere

Vorteile, etwa dann, wenn die vielen Windräder

und Solaranlagen in Deutschlands nördlichstem

Bundesland mehr Strom erzeugten

als benötigt. Dann kann das Kraftwerk, das

in der Errichtung knapp 290 Millionen Euro

Über mangelnde Aufträge kann der Gasmotorenspezialist

mit Sitz in Jenbach momentan

nicht klagen. Das Unternehmen, das ursprünglich

Jenbacher Werke hieß, nach der Übernahme

durch General Electric zu GE Jenbacher

mutierte und mit Übernahme durch den

Investmentfonds Advent 2018 den Namen Innio

erhielt, sucht nach wie vor Mitarbeiter, sagte

Unternehmenschef Carlos Lange.

Seit dem vierten Quartal 2019 sei ein deutlicher

Anstieg der Nachfrage zu beobachten.

Dabei dürfte der paktierte Ausstieg aus

Kernkraft und Kohle in Deutschland eine

nicht unwesentliche Rolle spielen. Aus dem

gleichen Grund fanden auch protestierende

Umweltaktivisten gegen das Gaskraftwerk

wenig Widerhall – hieße die Alternative

doch, weiter Kohle einzusetzen.

©INNIO

CARLOS LANGE

PRESIDENT

INNIO


UMWELTjournal 1/2020 | S28

Living Standards Award 2020:

Lösungen, Ideen und Zukunftstechnologien

Auszeichnungen in fünf Kategorien zeigen die Wichtigkeit und den Nutzen von

Standards in allen Bereichen des täglichen Lebens: von innovativer Ladetechnologie

für das smarte Leben über sauberes Grundwasser für den Klimaschutz bis

hin zum Kampf gegen den Elektroschrott.

© A.S. T. M. Laimgruber

ELISABETH STAMPFL-BLAHA

DIREKTORIN,

AUSTRIAN STANDARDS

Der "Living Standards Award" ist der

bedeutendste österreichische Preis

für Standardisierung und Innovation

und wurde heuer bereits zum

sechsten Mal vergeben. Er zeichnet Erfolgsgeschichten

rund um innovative Lösungen,

exportfähige Ideen und Zukunftstechnologien

aus. Die diesjährigen Preisträger sind:

Easelink GmbH, R.U.S.Z GmbH, LOGICDATA

Electronic & Software Entwicklungs GmbH

und FH Technikum Wien sowie eine Arbeitsgemeinschaft

aus Universität für Bodenkultur

Wien, Bundesministerium für Nachhaltigkeit

und Tourismus sowie die Mall GmbH. Im Rahmen

des Neujahrsempfangs am 23. Jänner

2020 wurden sie für die vorbildliche Anwendung

und Entwicklung von Standards ausgezeichnet.

Die Preisverleihung bildete gleichzeitig

den Auftakt zum 100-Jahr-Jubiläum

von Austrian Standards.

"Die Beispiele unserer Preisträger zeigen den

hohen Nutzen, den Standards für unser modernes

Leben haben. Standards werden im

Dialog zwischen Herstellern, Anwendern,

Behörden und Forschern erarbeitet und laufend

weiterentwickelt. Sie spiegeln wider,

was Produkte oder Dienstleistungen sicher

und fortschrittlich funktionieren lässt", freut

sich Stampfl-Blaha, Direktorin von Austrian

Standards.

Fünf verschiedene Award-Kategorien

"Der in Standards enthaltene Wissensschatz

liefert Unternehmen einen entscheidenden

Vorsprung für den wirtschaftlichen Erfolg ihrer

Produkte und Dienstleistungen. Zusätzlich wird

damit ermöglicht, dass Österreich bei globalen

Herausforderungen wie Klimaschutz,

Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz gut

Schritt halten kann", sagte Elisabeth Stampfl-

Blaha, Direktorin von Austrian Standards. In

insgesamt fünf Award-Kategorien wurden

Best-Practice-Beispiele ausgezeichnet, welche

die vielfältigen Anwendungsgebiete von

Standards erkennen lassen:

Enabling Solutions: Standards helfen dabei,

die Qualität von Produkten bzw. Dienstleistungen

zu verbessern, wichtige Schnittstellen

zu erzeugen und Produktions- bzw. Arbeitsabläufe

sicherer sowie Prüfungsmethoden &

Messverfahren effizienter zu gestalten.

Reaching International Markets: Standards

helfen dabei, österreichische Produkte oder

Dienstleistungen auf neuen Märkten auszurollen,

und stellen gleichzeitig deren Kompatibilität

für internationale Märkte sicher. Auch die

Zusammenarbeit mit internationalen Lieferanten

vor Ort wird verbessert.

Developing Future Technologies: Standards

sind Motor für Innovationen und Brücke zum

Markt. Mit ihrer Hilfe werden Entwicklungszeiten

verkürzt und Forschungsergebnisse schneller

in innovative Produkte umgesetzt sowie Forschungs-

und Innovationsprozesse gefördert.

IEEE-Standards: IEEE (Institute of Electrical and

Electronics Engineers IEEE) als weltweit größte

technische Berufsorganisation von Ingenieuren

und Wissenschaftlern in der Elektrotechnik und

Elektronik ist heuer erstmals Partner des „Living

Standards Award“ und vergibt einen Preis für die

innovative Anwendung eines IEEE-Standards.

GS1-Standards: Zum zweiten Mal vergibt GS1

Austria in Kooperation mit Austrian Standards

einen Preis für ein Unternehmen, das Supply

Chains schneller, sicherer und effizienter macht.

Sauberes Grundwasser für den Klimaschutz

Gummiabrieb, Mineralöl, Schwermetalle und

weitere Problemstoffe landen auf Österreichs

Straßen und versickern bis ins Grundwasser. Ein


© Philipp Lipiarski

Gemeinschaftsprojekt des Bundesministeriums

für Nachhaltigkeit und Tourismus

(BMNT), der Universität für Bodenkultur

(Department für Wasser, Atmosphäre

und Umwelt) und der Mall GmbH untersuchte

in einer Studie, welches Filtermaterial

sich zum Schutz des Grundwassers

eignet und definierte Grenzwerte. Die

Ergebnisse aus dem Projekt flossen in die

ÖNORM B 2506-3 ein, die Anforderungen

und Prüfmethoden zur Reinigungsleistung

von Filtermaterialien in Wasserentsorgungsanlagen

festlegt. Indem

sichergestellt wird, dass ablaufendes Regenwasser

beim Eindringen in den Untergrund

gereinigt wird, leistet die ÖNORM

B 2506-3 einen wertvollen Beitrag zur Erreichung

von UN-Nachhaltigkeitszielen.

Das Gemeinschaftsprojekt zeigt, wie

durch Standardisierung Forschungsergebnisse

rasch und zum Vorteil von Wirtschaft,

Gesellschaft und Umwelt in der

Praxis genutzt werden können.

Kampf dem Elektroschrott

Ein wichtiger Aspekt von Nachhaltigkeit

und Kreislaufwirtschaft ist, die Lebensdauer

von Produkten zu verlängern. Das

Reparatur- und Servicezentrum R.U.S.Z im

14. Bezirk in Wien ist die größte unabhängige

Reparaturwerkstätte für Elektro- und

Elektronikgeräte in Österreich. Techniker

des R.U.S.Z haben ihre jahrzehntelange

Erfahrung und ihr technisches Knowhow

in die Entwicklung einer Richtlinie

für langlebige und reparaturfreundlich

konstruierte Geräte eingebracht, die

ONR 192102: 2014 ("Gütezeichen für

langlebige, reparaturfreundliche Elektro-

und Elektronikgeräte"). Diese wurde

im Komitee JTC 10 von CEN/CENELEC

als Grundlage für die Europäische Norm

EN 45554 ("Energieverbrauchsrelevante

Produkte - Materialeffizienzaspekte für

Ökodesign") herangezogen. Derzeit ist

das R.U.S.Z Teil eines Konsortiums, das

im Rahmen des Horizon-2020-Projekts

"PROMPT" Testmethoden entwickelt, um

die Lebensdauer von Elektro- und Elektronikgeräten

bereits vor dem Markteintritt

einheitlich bewerten zu können.

Das soll helfen, vorzeitige Überalterung

von Geräten zu verhindern. Die Ergebnisse

werden in die Ökodesign-Richtlinie

einfließen, die ab 2025 sicherstellt, dass

kurzlebige Elektrogeräte in der EU nicht

mehr angeboten werden dürfen.

Smarte Ladetechnologien

2019 wurden in Österreich mehr als

9.000 Elektro-PKW neu zugelassen, Tendenz

steigend. Das Grazer Unternehmen

Easelink hat mit Matrix Charging®

eine innovative Ladestation für E-Autos

entwickelt, die aus zwei Teilen besteht:

Sobald ein Auto über einem sogenannten

Ladepad geparkt wird, wird dieses

mit dem im Unterboden des Fahrzeugs

installierten Matrix-Ladeanschluss verbunden.

Nachdem Ladepads bündig in

die Fahrbahn integriert werden können,

eignet sich die Technologie für den Einsatz

auf öffentlichen Parkplätzen genauso

wie für die eigene Garage zu Hause.

Um die Funktionalität und Sicherheit zu

gewährleisten, waren Standards wie

der weltweit gültige Sicherheitsstandard

ISO 26262 ("Funktionale Sicherheit elektrischer/elektronischer

Systeme in Straßenfahrzeugen")

eine wichtige Grundlage

im Entwicklungsprozess. Damit diese

innovative Ladetechnologie in Zukunft

herstellerübergreifend und überall eingesetzt

werden kann, braucht es standardisierte

Schnittstellen. Easelink wird

einen solchen Standard auf internationaler

Ebene maßgeblich mitgestalten.

Smart Living Lab

Die Fachhochschule Technikum Wien

beschäftigt sich seit zehn Jahren mit

Smart Homes und unterstützenden Technologien,

die sowohl älteren Menschen

als auch Menschen mit besonderen

Bedürfnissen ein hohes Maß an Autonomie

im Alltag ermöglichen. Seit Mai


UMWELTjournal 1/2020 | S30

2019 bietet das neue Smart Living Lab der FH

Technikum Wien auf mehr als 250 Quadratmetern

Nutzfläche eine vollständige Wohnung

samt Smart-Home-Technologien für Beleuchtung,

Heizung und Klimatisierung. So kann

etwa mit einem Eye Tracker oder einem Tablet

das Licht ein- und ausgeschaltet oder die

Tür geöffnet werden. Auch Serviceroboter

und E-Health-Technologien wurden integriert.

In F&E-Projekten können die Mitarbeiter der

Abteilung Benutzertests in einem typischen

Zuhause durchführen. Darüber hinaus können

neue offene Standards und Technologien zur

Bewertung in die häusliche Umgebung integriert

werden.

Codes verhelfen zum Durchblick

Die LOGICDATA Electronic & Software Entwicklungs

GmbH mit Sitz in Deutschlandsberg in der

Steiermark entwickelt intelligente Systemlösungen

für elektronisch verstellbare Wohn- und

Büromöbel. Als international tätiges Unternehmen

mit einem Netzwerk von weltweit über

200 Lieferanten und sechs Produktionsstandorten

setzt LOGICDATA im Logistikbereich auf

GS1-Standards. Auf Außenverpackungen

werden mit der GS1 DataMatrix alle wichtigen

Informationen verschlüsselt angebracht.

Darüber hinaus sind die Endprodukte des Unternehmens

mit einer unverwechselbaren

Identifikationsnummer (GTIN) sowie einem

standardisierten Strichcode gekennzeichnet.

Da alle Partner in der Wertschöpfungskette die

gleiche Art der Identifikation und Datenstruktur

verwenden, sind eine hundertprozentige Rückverfolgbarkeit

der Produkte, Prozessverbesserungen

und -Stabilität sowie eine reproduzierbare

Qualität der Leistungen und logistischen

Abläufe möglich.

100 Jahre Austrian Standards

Die Verleihung des "Living Standards Award"

bildete gleichzeitig die Auftaktveranstaltung

zum 100-Jahr-Jubiläum von Austrian Standards.

"Vertrauen, Sicherheit, Innovation und Diversität

- das sind als zeitlose Werte unsere Erfolgsfaktoren",

sagte Walter Barfuß, Präsident von

Austrian Standards. Vor allem Diversität, so

Barfuß, sei ein zentraler Faktor, wenn es darum

geht, neue und komplexe Probleme zu lösen:

"Die vielfältigen wirtschaftlichen, technologischen

und gesellschaftlichen Entwicklungen

sowie unterschiedliche Betrachtungsweisen

finden bei Austrian Standards zusammen: Mehr

als 4.200 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft,

Behörden, Forschung und NGOs arbeiten

im internationalen Netzwerk gemeinsam

an innovativen Lösungen."

Im Anschluss an die Preisverleihung konnten

die Gäste des diesjährigen "Living Standards

Award" im Rahmen einer Vorpremiere einen

Blick auf erste Exponate der Jubiläumsausstellung

werfen. Diese wurde in Kooperation mit

Ars Electronica konzipiert und soll Standards

einer breiten Öffentlichkeit auf innovative und

zukunftsweisende Art näherbringen und "erlebbar"

machen. Die komplette Ausstellung wird

ab April 2020 bei Austrian Standards in der Heinestraße

im zweiten Bezirk zu sehen sein. (red)

© Philipp Lipiarski


Gemeinsam wächst grüne Zukunft

Wir stellen vor: Das Green Tech Valley, globales Zentrum für innovative Energieund

Umwelttechnik. Es liegt in der Steiermark, im Herzen Österreichs. 220 Unternehmen

und Forschungseinrichtungen entwickeln hier gemeinsam die grünen

Technologien für eine nachhaltige Zukunft.

Der Green Tech Cluster in der Steiermark

wurde im Jahr 2005 gegründet.

Das Bundesland ist ein exzellenter

Nährboden für Forschung und

Entwicklung. Mit einer F&E-Quote von 5,16

% hat sie europaweit eine Spitzenposition als

Top-3-Region inne. Die Unternehmen sind seit

Clusterbestehen 2005 mit 14 % pro Jahr nahezu

doppelt so schnell gewachsen wie die

globalen Märkte mit rund 8 % pro Jahr und

schaffen über 1.200 Arbeitsplätze pro Jahr.

Aktuell werden 91 % der Umsätze auf den globalen

Märkten erzielt.

Weltweit große Wirkung

Auch wenn dieses Green Tech Valley rund

um Graz nur 1,2 Mio. Einwohner hat, die hier

produzierten Technologien haben auch im

globalen Maßstab eine große Wirkung: 550

Mio. Tonnen CO2 haben steirische Lösungen

2017 weltweit eingespart. Das sind 40 mal

mehr als die Region emittiert bzw. so viel wie

Kanada ausstößt. Allen voran haben 20 % des

globalen grünen Stroms ein steirisches Herz:

Wasserkaft-, Bio- masse- und Solaranlagen

aus dem Green Tech Valley. Die so erzeugten

1.220 TWh entsprechen dem Jahres-Stromverbrauch

ganz Indiens mit 1,3 Mrd. Einwohnern.

Im Jahr 2017 haben Biomasse- und Solaranlagen

aus diesem Technologie-Hotspot weltweit

100 TWh grüner Wärme und Kälte erzeugt. Das

entspricht in etwa dem gesamten Fernwärmebedarf

Deutschlands. Im Bereich der Mobilität

wurden 2017 rund 960 Mio. Liter Biotreibstoff

in steirischen Anlagen erzeugt, ausreichend

für 107 Strecken von der Erde zur Sonne. Und

die 116.000 Akku-Packs aus der Steiermark treiben

4 % aller in Betrieb befindlichen globalen

Elektro- und Hybrid-Autos an. Doch auch das

Recycling trägt zur Senkung der Klima-Emissionen

z.B. in der Glasindustrie bei: 26 Mio. Tonnen

Glas werden weltweit mit

steirischen Sortieranlagen

recycliert, das ist doppelt

so viel wie in der EU gesammelt

werden.

Klimaschutz bringt Wachstum

Die steirischen Green Tech

Branche zeigt eindrucksvoll,

dass Klimaschutz und

wirtschaftliches Wachstum

kein Widerspruch

sind. Rekordzahlen gibt es

bei der Beschäftigung mit

erstmals über 25.000 Personen

(+7,48 %) und beim

Umsatz, der erstmals über

5 Mrd. Euro (+3,66 %) kletterte.

Damit sind die umsatzstärksten

Umwelttechnikunternehmen

im Green

Tech Cluster vereint. Die

grünen Technologien sind

auch ein wahrer Exportschlager:

Mehr als 96 % der

Maschinen und Produkte

werden außerhalb Österreichs

verkauft.

© Green Tech Cluster

5-Jahres-Plan

Die Strategie 2015-2020

rückte Innovation, aktive

Projektentwicklung und

Wachstum in den Bereichen

„Green Energy“, „Green

Building“ und „Green

Resources“ in den Fokus.

Mit Formaten wie dem

Green Tech Innovators

Club schafft der Cluster

(Frei-)Raum für neue Ideen

und zeigt im Green Tech

Radar neue Trends und

Chancen in der Umwelttechnik

auf.

(red)


UMWELTjournal 1/2020 | S32

Seminare, Prüfungen & Ausbildungen

2020 TITEL ORT INTERNET

10.02. – 12.02. Umweltmanagementsysteme Wien qualityaustria

24.02. – 26.02. Umweltmanagementsysteme Linz qualityaustria

02.03. – 05.03.

Umweltbeauftragter und geprüfter Interner Umwelt-Auditor

gemäß EMAS, ISO 14001 und ISO 19011

Bad Sankt Leonhard

KEC Kanzian

12.03. – 13.03.

Überwachung, Messung, Analyse und Bewertung von

Umweltleistungen gemäß ISO 14031, EMAS und ISO 14001 (Teil 1)

Bad Sankt Leonhard

KEC Kanzian

11.05. – 13.05. Umweltmanagement in der Praxis Wien qualityaustria

20.05. Prüfung Systembeauftragter Umwelt Wien qualityaustria

25.05.

Grundlagen eines Nachhaltigkeitsberichtes

gemäß GRI bzw. NaDiVeG

Bad Sankt Leonhard

KEC Kanzian

26.05. Einführung in CSR-Managementsysteme Bad Sankt Leonhard KEC Kanzian

28.05. – 29.05.

Cradle to Cradle und ISO-Konzepte

zur Förderung der Kreislaufwirtschaft

Wien

qualityaustria

08.10. – 09.10.

Überwachung, Messung, Analyse und Bewertung von

Umweltleistungen gemäß ISO 14031, EMAS und ISO 14001 (Teil 2)

Bad Sankt Leonhard

KEC Kanzian

Anbieterverzeichnis

Ausbildung

Das Umwelt Journal bietet

Ihnen den idealen Ort, um

auf Ihr Unternehmen, Ihre

Organisation aufmerksam

zu machen. Im Anbieterverzeichnis

können Sie Ihr Logo

präsentieren. Dazu wird das

Logo mit einer Wunsch-URL

Ihrer Wahl verlinkt.

Sie wollen Ihren Auftritt noch

verstärken? Dann fragen Sie

nach unserem Online-Anbieterverzeichnis.

Dieses finden

Sie hier (klicken). Gehören

auch Sie künftig zu den Topanbietern

im Umwelt Journal,

als verlässlicher Partner in

der Umweltbranche. Sie erhalten

dazu eine persönlich

gestaltete Microsite im Rahmen

der Website des Fachmagazins

Umwelt Journal.

Als Package Print + E-Paper

+ Online ist Ihre Präsenz übrigens

nicht nur am höchsten,

sondern besonders günstig!

Fragen Sie uns einfach:

p.nestler@umwelt-journal.at.

UMWELT JOURNAL Partnermedien


Menschen in Bewegung

© BMVIT, BMK

LEONORE GEWESSLER

BUNDESMINISTERIN FÜR

KLIMASCHUTZ, UMWELT,

ENERGIE UND

TECHNOLOGIE

Seit 7. Jänner 2020 ist Leonore Gewessler Österreichs

Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt,

Energie, Mobilität, Innovation und Technologie.

Im Jahr 2008 wurde sie Leiterin der Green European

Foundation in Brüssel. Ab 2014 arbeitete sie

als politische Geschäftsführerin von Global 2000

– Friends of the Earth Austria wieder in Österreich.

© Uwe Nölke

SARAH BRÜCKNER

GESCHÄFTSFÜHRERIN

VDMA FACHVERBAND

ABFALL- UND

RECYCLINGTECHNIK

Seit Jahresbeginn ist Dr. Sarah Brückner neue Geschäftsführerin

des VDMA Fachverbands Abfallund

Recyclingtechnik. Davor war Brückner beim

VDMA Fachverband Armaturen tätig und leitete

EUnited Valves (europäischer Herstellerverband

der Armaturenindustrie) und davor im forschungsnahen

Umfeld im Bereich Energietechnik.

© privat

MARISKA ZANDVLIET-

BOER

PRÄSIDENTIN

EURIC-TEXTILSPARTE

Nachdem am 29. September 2019 das Auftakttreffen

der EuRIC Textilsparte (European Recycling

Industries' Confederation) stattfand, wurde

im Dezember die Führungsspitze gebildet. Mariska

Zandvliet-Boer (VHT, Niederlande) wurde dabei

von den Delegierten als Präsidentin der neuen

europäischen Textilrecyclinginitiative gewählt.

© BVSE

MARTIN WITTMANN

VIZEPRÄSIDENT

EURIC-TEXTILSPARTE

Martin Wittmann von der Lorenz Wittmann GmbH

wurde zum Vizepräsidenten der EuRIC-Textilsparte

ernannt. Der bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe

und Entsorgung e.V. ist Mitinitiator von

EuRIC Textiles Branch und zugleich ihr Gründungsmitglied

und und vertritt die Interessen seiner

nationalen Mitgliedsunternehmen in Brüssel.

© Steinert Gruppe

MARKUS REINHOLD

CTO

STEINERT-GRUPPE

Seit Januar 2020 ist Dr. Markus Reinhold (47) technischer

Geschäftsführer (CTO) bei der Steinert-

Gruppe. Er löst Dr. Uwe Habich ab, der künftig im

Bereich strategische Geschäftsfeldentwicklung

weiter für Steinert tätig sein wird. Reinhold verfügt

über 20 Jahre Berufserfahrung im internationalen

Umfeld des Maschinen- und Anlagenbaus.

© ICM

SURENDRA BORAD

PATAWARI

GESCHÄFTSFÜHRER

GEMINI CORPORATION

BELGIUM

Surendra Borad Patawari, Gründer und Geschäftsführer

der Gemini Corporation Belgium wurde in

Salzburg mit dem "IERC Honorary Award" (International

Electronics Recycling Congress) ausgezeichnet.

Der Preis wird jährlich an Personen vergeben,

die sich besonders um die Recyclingindustrie und

den Umweltschutz verdient gemacht haben.


UMWELTjournal 1/2020 | S34

Klimawandel

Fakten gegen Fake & Fiction

Das im März erscheinende Buch des

ORF-Wetterexperten Marcus Wadsak

ist laut Verlag eine „unschlagbar kompakte

Informationsquelle auf dem

aktuellsten Stand der Wissenschaft

mit Antworten auf die brennendsten

Fragen zum Thema Klimawandel. Denn

wir sind die erste Generation, die die

Folgen spürt, und die letzte, die etwas

dagegen tun kann“.

Wer denkt beim Stichwort Klimawandel

noch an verzweifelte Eisbären auf dahinschmelzenden

Eisschollen? Wir sind

längst selbst davon betroffen. Hitzesommer,

Dürren und sommerliche Tage im

Spätherbst lassen keinen Zweifel mehr

zu: Es wird immer heißer. Niemand hat

diese Veränderungen unserer Umwelt

genauer im Blick als der Wetterexperte.

Was passiert gerade mit unserem

Planeten? Und vor allem: Was können

wir tun, damit auch unsere Kinder und

Enkel noch hier leben können?

Klimawandel - Fakten gegen Fake &

Fiction, Marcus Wadsak

gebundene Ausgabe, 128 S.

Braumüller Verlag, Preis: 18,- €

ISBN 978-3-99100-303-8

Klimawandel neu gedacht – eine

ganzheitliche Perspektive

Der vorherrschende Konsens über unser

Klima lässt wenig Raum für andere ökologische

Anliegen. Taktiken und Ziele

des Klimaschutzaktivismus folgen immer

noch dem gleichen Muster, das überhaupt

erst zu Klimawandel und Umweltzerstörung

geführt hat: Probleme wie

Genmanipulation, riesige Biosprit-Plantagen

oder die Anlage von Staudämmen

werden ignoriert oder sogar als

Lösung angeboten, was zu einer weiteren

Verschärfung der Entwicklungs- und

Globalisierungsproblematik führt.

In seinem neuen Buch Klima plädiert

Charles Eisenstein dafür, dass wir uns

wieder dem Wasser, dem Boden, den

Wäldern, der regenerativen Landwirtschaft

und dem Naturschutz zuwenden.

Eisenstein kommt zu dem Schluss, dass

es nicht ausreicht, lediglich neue Formen

der Energiegewinnung oder des

Konsums einzuführen, um eine »nachhaltige

Entwicklung« zu ermöglichen.

Klima - Eine neue Perspektive

Charles Eisenstein

gebunden mit Schutzumschlag, 400 S.

Europaverlag, Preis: 22,70 € (A)

ISBN 978-3-95890-260-2

Kosteneffiziente und nachhaltige

Automobile

Für Fahrzeugmodelle mit unterschiedlichen

Antriebskonzepten sind die

Gesamtkosten bezogen auf deren

Klimabelastung in diesem Buch vorgestellt.

Die Autoren betrachten fossile

und erneuerbare Energieträger. Auf

Basis systemtheoretischer Grundlagen

wird die Vorgehensweise entwickelt

und es kommen folgende Methoden

zum Einsatz: Lebenszyklusanalysen,

Total-Cost-of-Ownership und modellierte

Verbrauchswerte, die Realverbräuche

besser widerspiegeln als die Normverbrauchswerte.

Anhand realer Fahrzeugmessungen

im WLTP-Zyklus leiten sich für

verschiedene Antriebskonzepte Verbrauchsfunktionen

ab. So werden reale

TTW-Energieverbräuche in Funktion der

Antriebsleistung berechnet und Fahrprofile

sowie gemischte Anteile verglichen.

Kosteneffiziente und nachhaltige Automobile

- Autoren: Martin Zapf, Hermann

Pengg, Thomas Bütler, Christian

Bach, Christian Weindl; Springer Verlag

1. Auflage, 2019, 440 Seiten

eBook ISBN 978-3-658-24060-8 (42,99 €)

Buch ISBN 978-3-658-24059-2

Softcover + eBook (54,98 €)


Ausblick: UMWELT JOURNAL 2/2020

erscheint am Mittwoch, 15. April

IFAT 2020

Die diesjährige Weltleitmesse für

Umwelttechnologien in München:

Aussteller, Events, Rahmenprogramm.

Hier erfahren Sie alle Details.

© IFAT

Light + Building

Die Weltleitmesse für Licht und Gebäudetechnik

erstmals im Umwelt

Journal. Wir berichten über die Trends

in der intelligenten Gebäudetechnik.

© Messe Frankfurt / Petra Welzel

Ausbildung

Welche Anbieter gibt es für umweltrelevante

Ausbildungen? Wir geben

einen Überblick und holen interessante

Module vor den Vorhang.

© tommy pixel / Pixabay

HJS MEDIA WORLD APP

Ihr exklusiver Zugriff auf die ganze Welt der Logistik: UMWELT

JOURNAL, BUSINESS+LOGISTIC, LOGISTIK EXPRESS, ÖSTERR.

VERKEHRSZEITUNG bzw. blogistic.net, logistik-express.com,

umwelt-journal.at, oevz.com & Partner. Mit dieser App entsteht

das größte zusammenhängende Informationsportal

rund um die Logistik.

Zeit ist kostbar! Daher beziehen Sie über die jetzt in den

App-Stores von Android und Apple erhältliche LOGISTIK

NEWS | HJS MEDIA WORLD APP täglich News.

Holen Sie sich die Magazine mit einem einfachen Klick auf

Ihr Smartphone oder Ihr Tablet und schmökern Sie in den

aktuellsten Ausgaben und/oder in unserem für Sie bereit

gestellten Magazin-Archiv. Und bei Bedarf können Sie die

Magazine on Demand im Hochglanzformat drucken und

zusenden lassen.

Hier warten mehr als 100.000 News, Artikel, Interviews,

Round Tables, Filme etc. rund um die Themen Logistik &

Umwelt. Rund 800.000 Unique User aus der DACH-Region

nutzten in 2019 die Leistungen und Services der HJS MEDIA

WORLD & Partner. Gehören auch Sie dazu!


60 Jahre Kompetenz

in Sachen Medien, Wirtschaft und Logistik

journalismus.at

(ab November)

_06_2019_P33_AD.indd 33 13.10.2019 14:50:02

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!