29.06.2020 Aufrufe

tassilo - das Magazin rund um Weilheim und die Seen - Ausgabe Juli/August 2020

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Ausgabe 31

Juli / August 2020

®

Das Magazin rund um Weilheim und die Seen

Eine Produktion von

Titelbild: mauritius images, Martin Moxter

Kloster Wessobrunn

mit Veranstaltungskalender für zwei Monate

Gemeinsames Backen

Das Brotbackhaus in Kampberg

Auf der Roten Couch

Landrat Anton Speer im Gespräch


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Auf einen erholsamen Sommer

Der Biss einer Schlange hat ihn

fast das Leben gekostet. Wenige

Jahre darauf wird er zum Landrat

gewählt. Er meistert den G7-

Gifpel, die Flüchtlingskrise, telefoniert

mit einem Klapphandy,

fährt nach wie vor nahezu

alle Termine ohne Chauffeur

an und wird Mitte März mit

überragender Mehrheit wiedergewählt.

Warum Anton Speer

so beliebt ist bei den Bürgern

im Landkreis Garmisch-Partenkirchen?

Wie die persönlichen

Gespräche mit Angela Merkel

und Barack Obama für ihn verlaufen sind? Warum

er trotz 70-Stunden-Woche zusätzlich täglich in den

Stall geht? Und wie es ihm gelungen ist, Russlands

Präsidenten Wladimir Putin von Schloss Elmau fernzuhalten?

Im großen Interview auf der Roten Couch

gibt der waschechte Unterammergauer interessante

Einblicke in sein privates und berufliches Leben zwischen

Lederhose und Kanzleramt.

Fester Bestandteil hiesiger Tradition ist auch das

Murnau-Werdenfelser Rind. Eigentlich. Denn seit

geraumer Zeit schon sind die Braungrauen vom Aussterben

bedroht. Wir haben ein engagiertes Ehepaar

in Weilheim-Lichtenau besucht, das Gutes tut für den

Erhalt dieser besonderen Rasse.

Noch ausgefallener an dieser Stelle: Das Hobby

von Dominik Willberger. Der Peißenberger zählt zu

den erfolgreichsten Vogelzüchtern Deutschlands.

Im Garten seiner Eltern hält er Exoten wie Stieglitz

Major, Magellanzeisig und Himalayakreuzschnabel.

Einzigartig sind auch die handgemachten Elektroboote

von Marian Hanke und Philipp Dorsch. Beide

brennen seit jeher für den Wassersport, sind heute

Inhaber und Gründer von „My Electroboat“ mit Sitz

in Raisting. Wofür ihre umweltschonenden Unikate

ideal geeignet sind? Und welcher berühmte Tatort-

Kommissar regelrecht schwärmt von ihren Booten?

Wir liefern die passenden Antworten dazu. Gleiches

gilt für das bereite Einsatzspektrum der Wasserwachten

rund um den Starnberger See. Die wohl größte

ist die Tutzinger, die wir uns genauer angesehen und

festgestellt haben: Mit Baywatch-Klischees können

die professionellen Ehrenamtler gar nichts anfangen.

Um professionellen Sport geht es dem SC Huglfing

nicht. Der Verein lebt seit jeher von einer spartenübergreifenden

Gemeinschaft, die passend zum

100-Jährigen wieder verstärkt zum Leben erweckt

werden soll. Letzteres ist auch der Wunsch von

Künstler Bernd Zimmer, der mit seinem weltweit

einzigartigen Projekt namens „STOA169“ für viel Unruhe

in Polling und Umgebung sorgt. Ab Ende September

sollen die ersten 81 Säulen, deren Hüllen von

Protagonisten aus aller Welt gestaltet wurden, frei

und für jedermann zugänglich sein im Süd-Westen

des beschaulichen Klosterdorfes.

Ob dann immer noch Masken getragen und Abstände

eingehalten werden müssen, ist Stand jetzt nicht absehbar.

Fakt ist: Die Auswirkungen der Corona-Pandemie

bestimmen nach wie vor den privaten wie beruflichen

Alltag – und die Urlaubsplanungen unserer

Leser. Wer sich für „Urlaub Dahoam“ entschieden

hat, wird dank Ferienpass, Wanderführer, Badesee-

Übersicht und leckeren Snack-Rezepten zum Selbermachen

keine Langeweile haben. Einen erholsamen

Sommer wünscht an dieser Stelle,

Ihr Johannes Schelle

> > > Aus dem Inhalt

Seite 4

Einzigartig in Süddeutschland:

Der Knoblauch von

Gut Geratshof

Seite 6

Geräuschlos über den

Binnensee — hochwertige

Elektroboote aus Raisting

Seite 9

Landrat Anton Speer

im großen Interview

auf der Roten Couch

Seite 14

Gemeinschaftserlebnis am

Brotbackofen — das Backhaus

von Tutzing-Kampberg

Seite 16

Dominik Willberger aus

Peißenberg — ein Champion

der Vogelzucht

Seite 22

Snacken, Sammeln und

Beraten — Allerlei im

Tassiloland

Seite 24

Saisonal-regional:

Snacken ist wieder

voll im Trend

Seite 28

Vom Rasen vor die Konsole:

Penzberger Fußballer

zocken jetzt virtuell

Seite 32

Ehrenamtlich, aber

professionell: Die

Wasserwacht im Tassiloland

Seite 34

Umstritten, aber einzigartig:

Die Säulenhalle

internationaler Kunst

Seite 36

Schutzmasken im Corona-Test:

Lieber Abstand halten und

Hände waschen

Seite 39

Das neue „tassilo“-

Heimaträtsel: Wo steht die

„kleinere Schwester?“

Seite 40

193 Gutscheine für 156

Institutionen: Der neue

Ferienpass ist da!

Seite 43

Trotz Corona — unsere

Veranstaltungstipps

für Juli und August

juli / august 2020 | 3


Einzigartig in ganz Süddeutschland

Der Knoblauch

von Gut Geratshof

Unterdießen | Weltweit werden

rund 30 Millionen Tonnen Knoblauch

pro Jahr angebaut. Unangefochtener

Marktführer mit mehr

als 22 Millionen pro Jahr: China.

Gefolgt von Indien, Bangladesch,

Südkorea, Spanien, USA, Usbekistan,

Russland und Myanmar.

Deutschsprachige Länder sind

weit entfernt von dieser Top-Ten-

Liste der weltweit größten Knoblauch-Anbau-Gebiete.

Vereinzelt

aber gibt es Bauern in Deutschland,

Österreich und der Schweiz,

die sich dieser aus Asien stammenden

Heil- und Gewürzpflanze

in größerem Stil angenommen

haben. Einer der bundesweit ganz

wenigen ist Ludwig Holzapfel, 39,

studierter Landwirt und Inhaber

des Gutes Geratshof, nur einen

Kilometer nördlich von Unterdießen

entfernt. Holzapfel betreibt

das Agrar-Gut in dritter Generation

und ist seit jeher fasziniert von

Sonderkulturen. „Ich war schon

immer auf der Suche nach Pflanzen,

Getreide und Gemüse, das

sich vom Massenmarkt abhebt.“

Er recherchierte über viele Jahre

hinweg, um herauszufinden, was

in und auf den Böden des Voralpenlandes

am besten wächst und

gedeiht. Neben den Standardgetreidesorten

wie Weizen, Raps

und Mais versuchte er sein Glück

zunächst mit Süßkartoffeln. „Womit

wir ehrlicherweise keine guten

Erfahrungen gemacht haben.“

Umso erfreulicher, dass sich der

zweite Versuch in Sachen „Anbau

von Sonderkulturen“ als Volltreffer

entpuppte: Das Setzen von

Knoblauch-Zehen. Erstmals ausprobiert

hat Familie Holzapfel den

Anbau von Knoblauch auf einer

Fläche von 800 Quadratmetern im

Jahr 2013. „Als wir jede einzelne

Zehe noch von Hand eingesetzt

haben.“ Die schweißtreibende

Handarbeit auf den Feldern zwischen

Landsberg und Denklingen

wurde jedoch auf Anhieb belohnt.

„Die Ware unserer Versuchs-

Plantage war qualitativ und optisch

erstaunlich gut.“ Damit war

der Startschuss für die einzige

Knoblauchplantage in ganz Süddeutschland

gefallen. Im Jahr

2014 wurde noch ein bescheidenes

Hektar angebaut. 2015 waren

es bereits drei Hektar, 2016 zehn,

2017 und 2018 elf, vergangenes

Jahr 14 und heuer 16. Mittelfristig

plant Ludwig Holzapfel sogar mit

30 Hektar Knoblauch.

Saisonarbeiter aus

Ostrumänien

Seit 2014 erfolgt die Aussaat nicht

mehr von Hand, sondern mit einer

vom Schlepper gezogenen

Pflanzmaschine. Mit ihr werden

die Knoblauchzehen im gleichmäßigen

Abstand von zehn bis

zwölf Zentimetern rund vier bis

fünf Zentimeter tief in den Boden

gelegt. Die erste Aussaat erfolgt

im September oder Oktober, die

zweite im Januar oder Februar.

Dabei stets gefragt: Geduld und

reichlich Überstunden. Die Aussaatgeschwindigkeit

mit dem

Schlepper muss nämlich äußert

gering gewählt werden, beträgt

gerade mal eineinhalb bis drei

Stundenkilometer. So schafft Ludwig

Holzapfel – oder einer seiner

beiden festangestellten Mitarbeiter

– zwei bis drei Hektar pro Tag.

Während der Wachstumsphase

ist regelmäßiger Regen wichtig.

Während der Ernte, die im Juni

beginnt und bis Mitte August andauert,

sollte es dagegen weitestgehend

trocken sein.

Tatkräftige Unterstützung zur Erntezeit

bekommt Ludwig Holzpafel

aus Ostrumänien. Sechs Mitarbeiter

zählen mittlerweile zum

saisonalen Stammpersonal, das

heuer aufgrund der Corona-Krise

eingeflogen werden muss. „Ein

Bürokratie-Wahnsinn“, sagt Holzapfel,

der an dieser Stelle noch

etwas in Sachen Mindestlohn loswerden

möchte. „Unsere Saisonarbeiter

verdienen in ihrer Heimat

nur zwei, drei Euro die Stunde –

in drei Monaten hier bekommen

Ludwig Holzapfel hat es gewagt.

Seit 2013 baut er Knoblauch an.

sie so viel, wie zuhause in einem

kompletten Jahr.“ Und das sei alles

andere als ungerecht. Ohnehin

arbeiten die fleißigen Männer und

Frauen aus Ostrumänien gerne für

Ludwig Holzapfel. Auch deshalb,

weil sie auf dem Hof kostenlos

wohnen dürfen und jederzeit ein

Auto für beispielsweise private

Einkäufe zur Verfügung gestellt

bekommen. Ihre Hauptaufgabe

aber besteht darin, an einer Sortiermaschine

zu sitzen und den

frischgeernteten Knoblauch von

Hand zu putzen, zu sortieren und

schließlich in Zwei-Kilo-Kisten zu

packen. Ein Großteil dieser frischgeernteten

Ware gelangt oft am

Mit dieser Maschine werden die Knoblauch-Setzlinge gesteckt.

4 | tassilo


gleichen Tag an die Hauptfilialen

namhafter Supermärkte wie

Rewe, V-Markt, Edeka und Feneberg.

Der Rest wird auf dem Hof

von Ludwig Holzapfel im Rahmen

eines aufwändigen Verfahrens

eingelagert und haltbar gemacht.

Und zwar in ein sogenanntes

„ULO“- Lager. ULO steht für „ultra-low-oxygen“

und heißt zu

Deutsch: „Sehr wenig Sauerstoff“.

Neben einer niedrigen Temperatur

wird der „normalen“ Luft Sauerstoff

entzogen, um so ein frühzeitiges

„altern“ des Knoblauchs

zu verhindern. Dank ULO bleibt

der Knoblauch über Wochen und

Monate hinweg frisch und kann

auch im Spätherbst noch ohne

Weiteres in Supermärkten verkauft

werden. Ludwig Holzapfel möchte

auch hier die Kapazitäten weiter

ausbauen, um künftig bis zu 150

Tonnen Knoblauch auf seinem

eigenen Hof haltbar und frisch lagern

zu können.

Knoblauchduft beim

Autofahren

Wofür er noch eine optimale Lösung

sucht: Ausschussware effektiv

verwerten. „Der Kunde kauft

immer nach dem ersten, äußeren

Eindruck ein“, sagt Ludwig Holzapfel.

Heißt: Der Knoblauch, der

aus den hiesigen Feldern letztlich

in den offenen, grünen Supermarkt-Kisten

mit Wochenmarkt-

Charakter landet und zu kaufen

ist, steht nicht nur für hohe

Qualität, sondern sieht auch optisch

aus wie aus dem Bilderbuch –

komplett weiß und frei von jeglichen

Makeln. Sobald ein kleiner

Teil einer Knoblauchknolle jedoch

einen beispielsweise braunen

Fleck aufweist, „kann ich sie

nicht mehr verkaufen, obwohl sie

keinesfalls schlecht ist“. Deshalb

sucht Ludwig Holzapfel nach einem

Partner, der seine einwandfreie

Ausschussware weiterverarbeitet.

Beispielsweise zu Knoblauchgewürz

oder Knoblauchöl. Bis

So sehen die Knoblauchfelder um Gut Geratshof im Frühjahr aus.

er diesen Partner gefunden hat,

schreddert er seine Ausschussware

weiterhin und streut sie dann

als Dünger auf sein Feld direkt

neben der B 17. „Dort ist der Boden

deutlich kiesiger und deshalb

nicht geeignet für den Anbau von

Knoblauch.“ Dass der eine oder

andere Autofahrer sich beim Entlangfahren

dieses Feldes schon

mal gewundert hat über einen

durchaus deutlichen Duft nach

Knoblauch, ist auch bei Ludwig

Holzapfel längst angekommen.

Es gab sogar einen regelrechten

Panik-Anruf im Landsberger Landratsamt,

dass es in der Gegend

wohl einen Chemieunfall gegeben

habe. Holzapfel nimmt die Sache

mit Humor, kann die Bevölkerung

ebenso beruhigen wie die

damals aufgebrachte Dame. Es

war kein Chemieunfall in einem

naheliegenden Industriebetrieb,

der bekannt ist für Leichtbau aus

Carbon – es war und ist lediglich

der eigentlich noch gute Abfall des

Knoblauchs, der seit 2013 auf den

Feldern zwischen Denklingen und

Landsberg gedeiht. Ein einzigartiges

Projekt in ganz Süddeutschland.

js

Viel Handarbeit ist im Rahmen der Knoblauchernte gefragt.

juli / august 2020 | 5


Hochwertige Elektroboote aus Raistinger Gewerbepark

Geräuschlos über den

Binnensee

Sieht edel aus, ist umweltfreundlich

und schleicht nahezu

geräuschlos über die Oberfläche

von Binnenseegewässern — ein Elektroboot

von Marian Hanke und Philipp Dorsch.

Raisting | Kein Handy, keine Meetings.

Stattdessen Natur pur und

eine schier unbeschreibliche

Ruhe. Fast so, als würde die Zeit

stillstehen. „Das Fahren mit einem

Elektroboot fühlt sich an, als

wäre man auf einer kleinen Insel.“

Marian Hanke und Philipp Dorsch

wissen, von welcher Begeisterung

sie sprechen. Der eine, geboren

in Starnberg, nimmt seit seinem

zwölften Lebensjahr an Segelregatten

teil, bringt über Jahre hinweg

Jugendlichen das Segeln bei,

lernt in der renommierten Werft

von Markus Glas in Pöcking-Possenhofen

das Bootsbauerhandwerk

von der Pike auf, entwickelt

und erfindet diverse Ausstattungsgegenstände

für den Bootssport

und ist obendrein Sachverständiger

für Sportboote. Der andere,

geboren in Augsburg, wird von

seinen Eltern bereits im Kindesalter

auf abenteuerliche Segeltörns

mitgenommen, wird später Bayerischer

Segelmeister im „Teeny“,

arbeitet ebenfalls als Jugendtrainer

im örtlichen Segelverein, kümmert

sich dort auch um die Wartung,

Reparatur und Optimierung

der Vereins-Bootsflotte, lernt Elektromechaniker

im Maschinenbau,

setzt den Techniker obendrauf,

sammelt erst jede Menge Erfahrung

in der Industrie und später

als selbstständiger Bootstechniker.

Kurzum: Mit Marian Hanke und

Philipp Dorsch haben sich zwei

gefunden, die privat wie beruflich

für den Bootssport brennen. 2015

gründen sie gemeinsam die Firma

„My Electroboat GmbH“ mit Sitz

in Raisting. „Weil es im mittleren

Preissegment nichts gegeben

hat auf dem Markt, das unseren

Ansprüchen gerecht wurde.“ Auf

einem Firmenareal von 2 300 Quadratmetern

mit Außenstellplatz,

Lagerhalle, Produktionshalle, Sattlerei,

Polsterei und Persennigmacherei

(wasserdichte Abdeckungen

und Schutzbezüge) planen und

produzieren sie seither Elektroboote,

die je nach Kundenwunsch

zwischen 11 000 und 280 000 Euro

kosten.

Tatort-Kommissar

als Kunde

Das Team von „My Electroboat“

umfasst mittlerweile 16 Mitarbeiter,

darunter Bootsbaumeister, Bootsbauer,

Elektrotechniker, Mechatroniker,

Schlosser, Schreinermeister,

Polsterer und Hilfsarbeiter. Neben

dem Bau von kompletten Elektrobooten

ist die Firma von Marian

Hanke und Philipp Dorsch auch

auf den Bau von selbstfahrenden

Trailern spezialisiert – das sind

Jedes Boot ein schmuckes Unikat: Im Ausstellungsraum von „My Electroboat“

wird dem Kunden die Produktvielfalt präsentiert.

Anhänger für den Bootstransport,

die mittels Fernbedienung so tief

ins Wasser gesteuert werden können,

bis das darauf liegende Boot

aufschwimmt. Darüber hinaus

zählen zum Produktportfolio der

Service und Einbau von Hochvoltsystemen

sowie die Umrüstung

von Bootsmotoren – von Verbrenner

auf Elektro. Geräuscharm,

emissionsarm, wartungsarm, zulassungs-

und führerscheinfrei,

geringe laufende Kosten sowie

kein Betanken mit flüssigen, umweltgefährdenden

Betriebsstoffen

sind die vielen Vorteile eines

Elektromotors an Booten. Einzige

Nachteile im Vergleich zum Verbrenner:

Der Anschaffungspreis

ist etwas höher. Und das Aufladen

6 | tassilo


Getestet werden die Elektro-Boote von Marian Hanke und Philipp

Dorsch auf dem fünf Kilometer entfernten Ammersee.

der Batterien dauert länger als

das Nachtanken mit Benzin. Das

schreckt die Kunden von „My Electroboat“

aber nicht ab, zum Teil

viel Geld für die aus nachhaltigem

Material hergestellten Elektroboote

von Marian Hanke und Philipp

Dorsch zu investieren. Sie kommen

aus Deutschland, Österreich, der

Schweiz, Frankreich und Italien.

Und sind zum Teil bundesweit berühmt.

Bestes Beispiel für einen

bekannten Kunden ist sicherlich

Schauspieler Axel Milberg, der

unter anderem in seiner Rolle als

Tatort-Kommissar Klaus Borowski

brilliert. Er hat sich für das schmale,

elegante, knapp sechs Meter

lange Elektroboot „Junior“ entschieden.

Die Batterielaufzeit des

1 800-Watt-Motors reicht „im Mix“

für einen ganzen Tag auf dem

Wasser – man sollte halt nicht

permanent die maximalen 6,5

Knoten (zwölf Stundenkilometer)

fahren. Der Bootskörper besteht

aus Glasfaserkunststoff, die Innenwände

aus lackiertem Mahagoni,

die umlaufende Leiste aus Teakholz.

Ein Boot, das edel aussieht,

pflegeleicht ist und den Preis eines

Kleinwagens nicht übersteigt.

Kundentermine, Probefahrten,

Präsentationen auf Messen – alles

abgesagt. Insbesondere Projekte

für ausländische Kunden sind

ins Stocken geraten. „Das Virus

fordert von unserer heutigen Gesellschaft

Dinge, die sich bis dato

niemand auch nur annähernd

vorstellen konnte“, sind sich die

beiden einig. Trotzdem sind die

Macher von „My Electroboat“ zuversichtlich,

alle Mitarbeiter und

Kundenaufträge halten zu können.

Schließlich kann die Krise nicht

auf ewig andauern. Warum sich

die beiden Pioniere ausgerechnet

im Raistinger Gewerbegebiet 4

niedergelassen haben? „Weil der

Hightech-Standort hier in Bayern

ideal ist für Produkte unserer Art.

Sowohl die Zuliefererstruktur als

auch ein ausgezeichnetes Team

sind der Schlüssel zu höchster

Qualität, Kundenzufriedenheit

und Entwicklung auf höchstem

Niveau.“ Gleiches gilt für den

Absatzmarkt von Elektrobooten,

die perfekt geeignet sind für Binnenseegewässer.

Und davon gibt

es in Norditalien, der Schweiz,

Österreich und Bayern zuhauf.

Gardasee, Genfersee, Attersee,

Bodensee und Chiemsee sind nur

wenige Beispiele, auf denen künftig

immer mehr Elektroboote sanft

und lautlos über die Wasseroberfläche

gleiten werden. Für Tests

und Probefahrten eines „My Electroboats“

müssen Marian Hanke

und Philipp Dorsch keine fünf Autominuten

auf sich nehmen. Das

Westufer des Ammersees liegt gerade

mal vier Kilometer von ihrer

Firma entfernt.

kp

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hamburgsneuland

Raisting ist

idealer Standort

Natürlich trifft die Corona-Krise

auch das Unternehmen von Marian

Hanke und Philipp Dorsch.

Mitten im Aufbau eines neuen Bootes: Dieses Bild gewährt einen Einblick

in die Werkstätte der Firma „My Electroboat“.

juli / august 2020 | 7


Ideale Bedingungen für „Urlaub Dahoam“

Badeseen mit bester

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Tassiloland | Die Wasserqualität

der größten und beliebtesten

Badeseen in der Region

wird regelmäßig von Fachkräften

aus dem Gesundheitsamt

der jeweiligen Landratsämter

untersucht. Im Detail betrachtet

wird die Menge der im

Wasser enthaltenen Bakterien

„Escherichia Coli“ und „Enterokokken“

gemessen. Allein im

Landkreis Weilheim-Schongau

wurden hierfür 30 sogenannte

EU-Badegewässer unter die

Lupe genommen. Das erfreuliche

Ergebnis: Alle Gewässer sind in

einem hervorragenden Zustand,

weisen – auf beide Bakterien bezogen

– einen Belastungswert von

weniger als 10 auf. Zum besseren

Verständnis: Erst ab einem bakteriellen

Wert von 1 800 gilt es die Seen

für uns Menschen zu sperren, weil

dann die Gefahr von beispielsweise

Wundinfektionen und Durchfallerkrankung

steigt. In der Regel sind

alle EU-Badegewässer mit den

jeweils aktuellsten Untersuchungsergebnissen

auf den jeweiligen

Internetseiten der Landratsämter –

weilheim-schongau.de, lra-gap.de,

lk-starnberg.de – aufgelistet. Am

einfachsten zu finden sind die Listen,

in dem Sie, liebe Leser, auf der

Startseite der jeweiligen Internetseiten

der Landratsämter Begriffe

wie „Badeseen“, „Wasserqualität

Badeseen“ oder „EU-Badeseen“

eintippen und auf „Enter“ drücken.

Die Liste beliebter Badeseen im

Tassiloland ist lang. Bei Murnau

befinden sich Riegsee und Staffelsee.

Bei Iffeldorf die Osterseen.

Nordöstlich von Weilheim der

Dietlhofer See. Dann die bayernweit

zweit- und drittgrößten Seen

Starnberger See und Ammersee.

Aber auch kleinere Gewässer wie

der Koppenbergweiher bei Habach,

der Oberhausener Badesee,

der Eckenbüchelsee bei Obersöchering,

der Eizenberger- und Huberweiher

bei Penzberg, der Raistinger

Weiher, der Ettinger Weiher

bei Polling, der Weilbergweiher bei

Sindelsdorf sowie Mitterlache und

Haarsee bei Weilheim sind beliebte

Erfrischungsquellen bei Alt und

Jung.

Badevergnügen

mit Abstand

Da aufgrund Corona viele ihren

Sommerurlaub zuhause verbringen

möchten, dürfte der Andrang

auf die hiesigen Badegewässer

deutlich stärker ausfallen als die

Jahre zuvor. Umso wichtiger ist es

den Verantwortlichen der Landratsämter,

dass sich die Menschen

trotzdem an die aufgrund Corona

empfohlenen Abstandsregeln

von eineinhalb bis zwei Metern

– so lange sie noch gelten

– halten. „Badeseen – mit Abstand

das beste Vergnügen!“

betitelt passend dazu das

Landratsamt Weilheim-Schongau

eine Pressemitteilung mit

den jüngsten Testergebnissen

der Badegewässer-Qualität in

der Region.

Sollte es doch mal zu eng werden:

In Summe gibt es im Tassiloland

und darüber hinaus –

noch viel mehr Erfrischungsmöglichkeiten

als die oben genannten

Gewässer. Zum Beispiel in den

Flüssen Ammer und Lech. Oder

im Schwaigsee bei Wildsteig, im

Bismarckweiher bei Steingaden,

im Kaltenbrunner See bei Prem,

im Lugenauer See bei Böbing, im

Stiefelweiher von Hohenpeißenberg,

im Erbenschwanger Weiher

bei Ingenried, im Haslacher See

bei Bernbeuren oder am Lido in

Schongau. Und nicht zu vergessen

sind die Schwimmbäder, die unter

Einhaltung gewisser Maßnahmen

sicherlich auch wieder öffnen werden.

Insofern können Kinder, Eltern

und Großeltern auch im Sommer

2020 ausgiebig schwimmen, tauchen

und zum Trocknen in der Sonne

liegen. Aber aufgepasst: An den

meisten Badeseen und Flüssen gilt

Baden auf eigene Gefahr – es gibt

weder Bademeister noch Wasserwacht.

Schon gar nicht in unmittelbarer

Nähe. Unsichere Schwimmer

sowie Nichtschwimmer sollten sich

deshalb fernhalten von ihnen unbekannten,

tieferen Badestellen. js

8 | tassilo


Auf der Roten Couch

Ein Tausendsassa

in Krachlederner

Landrat Anton Speer wie er leibt und lebt: Für das Fotoshooting

haben wir ihn und die Rote Couch vor das

Murnauer Moos mit Blick in Richtung Wettersteingebirge

platziert. Als Amtskleidung wählte der waschechte Unterammergauer

erwartungsgemäß eine originale Tracht.

Foto: Felix Baab

juli / august 2020 | 9


Murnau | Kein zweiter Politiker

verkörpert bayerisches Brauchtum

so sehr wie Landrat Anton Speer.

Mitte März haben die Bürger des

Landkreises Garmisch-Partenkirchen

den 62-jährigen Unterammergauer

(Freie Wähler) mit

überragender Mehrheit wiedergewählt.

Im großen Interview auf der

Roten Couch spricht der gelernte

Zimmerer über seine Zeit als

Hochzeitslader, 600 Fußballspiele

für den WSV, seine bundesweit

bekannten Auftritte in Volltracht

und den friedlichsten G7-Gipfel

aller Zeiten. Außerdem verrät der

leidenschaftliche Nebenerwerbslandwirt,

wie gut sein Draht zur

Bundeskanzlerin ist, wo im Landkreis

Garmisch-Partenkirchen die

größten Probleme liegen, warum

er nach einem Höllenotterbiss beinahe

verstorben wäre und was er

sich in Zeiten der Corona-Krise „für

uns alle“ wünscht.

Herr Speer, ist es wahr, dass Sie

als einziger Landrat Bayerns ohne

Chauffeur unterwegs sind, alle Termine

selbst anfahren?

Bis vor kurzem bin ich alle Termine

selbst angefahren. An Tagen, an

denen ich sehr viele Termine mit

weiteren Strecken, zum Beispiel

nach München, wahrzunehmen

habe, fährt mich mittlerweile unser

Hausmeister vom Landratsamt.

Außergewöhnlich. Ihre Amtskollegen

nutzen die Anfahrtszeiten oft

zum Arbeiten, sitzen mit Laptop

oder Tablet auf der Rückbank.

Es ist in der Tat außergewöhnlich.

Aber ich fahre sehr gerne selbst,

war früher auch Lkw-Fahrer, und

telefonieren kann ich dank Freisprechanlage

ja jederzeit.

Noch außergewöhnlicher ist die

Prozentzahl 78,74. Wie überwältigt

waren Sie, als am späten Abend

des 15. März 2020 endgültig klar

war: Dieses grandiose Wahlergebnis

ist keine in die Irre führende

Falschmeldung?

Damit habe ich überhaupt nicht

gerechnet. Allein deshalb nicht,

weil wir ja insgesamt drei Kandidaten

waren. Mein Ziel war eigentlich,

im ersten Wahlgang über

die 50 Prozent-Marke zu kommen.

Als die ersten Zwischenergebnisse

reingekommen sind, habe ich mir

mehrmals verwundert die Augen

reiben müssen. Letztlich war es

das beste Landratswahl-Ergebnis

in Oberbayern sowie das zweitbeste

in ganz Bayern. Nur mein Kollege

aus Lindau hatte mehr Stimmen

erreicht – allerdings trat er gegen

einen AfD-Kandidaten an.

Was macht Anton Speer so beliebt

bei den Bürgern im Landkreis Garmisch-Partenkirchen?

Ich versuche jeden mitzunehmen,

so nah wie möglich am Menschen

zu sein und mich um die Sorgen

und Nöte aller unserer Bürger zu

kümmern, auch wenn das persönlich

– trotz 70-Stunden-Woche –

nicht immer möglich ist.

Leider wurde Ihr bärenstarker

Wahlerfolg aufgrund der Corona-

Pandemie stark getrübt. Wie hat

sich Ihr Leben durch das Virus verändert?

Diese Krise zu meistern ist privat

wie beruflich eine sehr große

Herausforderung. Wobei ich seit

Beginn meiner Landrats-Zeit im

Jahr 2014 immer wieder mit zusätzlichen,

großen Herausforderungen

konfrontiert wurde. Gleich

zu Beginn meiner ersten Amtszeit

war bei uns der G7-Gipfel. Wir waren

für viele Aufgaben zuständig,

unter anderem für das Demonstrations-

und Versammlungsrecht,

für das Demonstrationscamp und

die daran teilnehmenden Nationen.

Dann kam die Flüchtlingskrise,

die unseren Landkreis besonders

getroffen hat aufgrund der

Grenze zu Österreich und unserer

Erstaufnahmestation in Garmisch-

Partenkirchen – eine von vier in

ganz Oberbayern. Täglich war

ich persönlich dort draußen, um

Konflikte zu lösen. Inzwischen

kümmert sich die Regierung von

Oberbayern darum.

Und nach der Flüchtlingskrise?

Kam erst die Bayerische Landesausstellung

„Wald, Gebirg und

Königstraum – Mythos Bayern“ in

Ettal, dann im Winter 2018/2019

die Schnee-Katastrophe, als wir

mit vereinten Kräften nicht nur die

Straßen freigemacht und Lawinenhänge

gesichert, sondern auch

vom Einsturz bedrohte Dächer von

den Schneelasten befreit haben.

Und jetzt haben wir die Corona-

Krise, die wir natürlich auch so gut

es geht meistern müssen.

Wie aufregend war der G7-Gipfel

für Sie?

Absolutes Highlight war sicherlich,

mit dem damaligen US-Präsidenten

Barack Obama, aber auch mit

allen anderen am Gipfel teilnehmenden

Präsidenten, an einem

Tisch zu sitzen. Dann natürlich der

Arbeitet mit Klapp-Handy: Landrat Anton Speer (re.) undtassilo“-Redakteur

Johannes Schelle in der Biologischen Station Murnau.

„heimliche“ Eintrag ins Goldene

Buch, wofür ich Barack Obama in

der Tiefgarage abgefangen habe –

fünf Minuten haben wir uns über

meine Aufgaben als Landrat und

über die Berge unterhalten.

Nicht weniger bedeutend war und

ist Ihr Draht zu Bundeskanzlerin

Angela Merkel.

Ein großer deutscher Industrieller

wollte damals am Hubschrauber-

Landeplatz in Elmau seinen Geburtstag

feiern, hatte dort über

Nacht eine Weltraumstation aufgebaut,

was im dortigen Naturschutzgebiet

gar nicht erlaubt ist.

Zusätzlich habe ich eine Information

bekommen, dass Putin zu

dessen Geburtstagsfeier kommen

soll. Daraufhin habe ich mich

gleich ans Bundeskanzleramt gewandt

und mit Angela Merkel persönlich

darüber gesprochen. Sie

sagte klipp und klar, dass wir die

Feier unterbinden müssen, weil

Russland nicht Teil des G7-Gipfels

ist und Putin nicht eingeladen war.

Daraufhin haben wir die Geburtstagsfeier

unterbunden und in eine

Reithalle verlagert, wo letztlich

mit 400 statt der ursprünglich geplanten

2000 Gästen gefeiert wurde.

Ohne Putin.

Als wir vor wenigen Monaten

mal wieder in Berlin waren, hat

Angela Merkel gleich gefragt, ob

Speer aus Garmisch auch da ist.

Offensichtlich hat der G7-Gipfel

Eindruck hinterlassen bei unserer

Kanzlerin.

Letztlich haben Sie alles richtig gemacht

– es war der friedlichste G7-

Gipfel aller Zeiten.

Er war eine riesen Herausforderung.

Aber auch ein Segen in vielerlei

Hinsicht. Einerseits haben

wir 40 Millionen Euro an Infrastruktur-Maßnahmen

bekommen.

Zum Beispiel für den Hochwasserschutz

zwischen Eschenlohe

und Murnau. Andererseits die

zwischenmenschlichen Erlebnisse:

Der „Schwarze Block“ aus Italien

hat von uns täglich Brotzeit bekommen

mit dem Hinweis: „Ihr

kriagt’s von uns was zum Essen,

aber kaputt machts nix!“ Das hat

super funktioniert, weil die Demonstranten

eine solche Hilfsbereitschaft

und Gastfreundschaft

nicht kannten, regelrecht überwältigt

waren. Anwohner haben Vermummte

sogar in ihr Haus auf die

Toilette gelassen.

Wie wirkt sich die Corona-Krise auf

den Landkreis Garmisch-Partenkirchen

aus?

Unser Tourismus ist extrem stark

betroffen. Wir haben normalerweise

5,3 Millionen Übernachtungen

pro Jahr. Alle unsere Hoteliers

und Gaststätten stehen vor enormen

Herausforderungen.

10 | tassilo


Sind viele Arbeitgeber und Arbeitnehmer

existenziell bedroht?

Auf der Straße steht noch niemand.

Aber die Lage ist ernst. Ich

bin in direktem Kontakt mit dem

Bayerischen Wirtschaftsminister

Hubert Aiwanger, damit die bereits

beantragten Soforthilfen so

schnell wie möglich bei den Betrieben

ankommen.

Wie motivieren Sie sich selbst, um

in dieser schwierigen Phase den

Kopf nicht hängen zu lassen?

Natürlich sind das Landratsamt

und meine Person sehr gefragt in

dieser Krisenzeit. Ich eile von einer

Krisenstabs-Sitzung zur nächsten.

Vom Klinikum ins Gesundheitsamt

ins Landratsamt mit der

Führungsgruppe Katastrophen-

Schutz. Wir haben zu Beginn der

Krise das große Glück gehabt,

dass wir die Corona-Tests über

das Klinikum Innsbruck abwickeln

lassen konnten. Von denen haben

wir in nur 24 Stunden die Ergebnisse

bekommen, während wir

aus München oft vier, fünf Tage

warten mussten. Letztlich konnten

wir so schneller die entsprechenden

Maßnahmen einleiten, unter

anderem die Angehörigen sowie

andere Kontaktpersonen von Infizierten

in häusliche Quarantäne

schicken und eine schnellere Ausbreitung

des Virus verhindern.

Systemrelevante Berufe, meist

schlecht bezahlt, stehen aufgrund

Corona plötzlich im Rampenlicht.

Ein positiver Nebeneffekt dieser

Krise?

Bei uns sind Pflegekräfte immer

schon im Mittelpunkt gestanden,

da wir mit dem Unfallklinikum

in Murnau, dem Kreisklinikum in

Garmisch-Partenkirchen, der Rehaklinik

in Oberammergau und

vielen weiteren Einrichtungen

und Praxen einer der stärksten

Gesundheitsstandorte Bayerns

sind. Es ist wirklich enorm, was

Mediziner und Pflegekräfte in

dieser Zeit leisten. Davor habe

ich allergrößten Respekt. Um sie

zu entlasten, brauchen wir noch

mehr Pflegekräfte. Die wiederum

bekommen wir aber nur mit bezahlbarem

Wohnraum. Und dafür

haben wir große Wohngebäude

am Garmischer Bahnhof errichtet

sowie ein Hotel in Ohlstadt gekauft.

Weil die Miet-, Immobilien- und

Grundstückspreise in Garmisch-

Partenkirchen schier unmenschlich

hoch geworden sind?

Einerseits ist es die Schönheit unserer

landschaftlich einzigartigen

Gegend, andererseits die beengte

Tallage und darüber hinaus die

Tatsache, dass bei uns sehr viele

Flächen unter Naturschutz stehen.

All das macht die wenigen freien,

bebaubaren Fleckerl in unserem

Landkreis extrem teuer.

Vor Ihrer Zeit als Landrat waren

Sie Vertriebsleiter der Schaukäserei

im Kloster Ettal. Und Landwirt im

Nebenerwerb. Vermissen Sie die

Landwirtschaft?

Meine Familie und ich betreiben

zuhause in Unterammergau nach

wie vor eine Landwirtschaft im

Nebenerwerb mit derzeit 15 Stück

Vieh. In der Früh gehe ich selbst

in den Stall, am Abend machen

das meine Frau und mein Sohn.

Darüber hinaus bewirtschaften

wir viele Bergwiesen – die sind

prägend für unsere Region, stehen

für unsere kleinstrukturierte

Landwirtschaft, die unbedingt erhalten

bleiben muss, weil sie sehr

wichtig für uns als Tourismusund

Gesundheitsregion ist.

Dazu gehört auch eine regionale

Vermarktung.

Mein Herz hängt in der Tat an

der Regionalvermarktung. Damals

habe ich die Schaukäserei

im Kloster Ettal mit aufgebaut.

Wobei Regionalvermarktung bei

mir bereits in den Schulen Murnaus

anfängt. Dort betreiben wir

eine Hackschnitzelheizung, die

ausschließlich mit Holz hiesiger

Waldbauern betrieben wird – eine

bäuerliche Liefergemeinschaft mit

27 Landwirten aus der Region,

für die wir auch eine große Solartrocknung

errichtet haben –

gefördert über das LEADER-Programm

der EU.

Viele Bürger aus der Region kannten

Anton Speer schon lange vor

seiner Wahl zum Landrat im Jahr

2014. Nicht als Nebenerwerbs-

Landwirt. Auch nicht als Vertriebsleiter

der Schaukäserei. Sondern als

Hochzeitslader. Wie oft waren Sie

als solcher im Einsatz?

Mehrere hundert Hochzeiten in

näherer und weiterer Region.

Von Garmisch über Weilheim-

Schongau bis hoch nach Norddeutschland.

Und es war immer

etwas Besonderes, den schönsten

Tag eines Paares begleiten zu

dürfen.

juli / august 2020 | 11


Das kurioseste Hochzeitserlebnis?

Ich war mal in Emden an der

Nordsee als Hochzeitslader,

was sprachlich betrachtet etwas

schwierig war – die haben meinen

Unterammergauer Dialekt einfach

nicht verstanden. Kurzfristig habe

ich mein Programm umstrukturiert

und Spiele mit den Gästen gemacht,

bei denen jeder mitmachen

konnte.

Wie sehr kommt Ihnen das damalige

„Unterhalten einer Hochzeitsgesellschaft“

heute als Politiker zu Gute?

Es bringt sicherlich was. Auch als

Landrat muss man viel organisieren,

kompromissbereit sein und

versuchen, alle miteinzubinden.

Mir ist grundsätzlich wichtig, dass

es um die Sache geht. Parteiübergreifend.

Nur gemeinsam kann

man einen Landkreis nach vorne

bringen. Dafür war und ist das frühere

Hochzeitslader-Dasein sicherlich

von Vorteil, um mit den unterschiedlichsten

Charakteren richtig

umgehen zu können.

Wo liegen – von der Corona-Krise

abgesehen – die größten Baustellen

im Landkreis Garmisch-Partenkirchen?

Unsere Verkehrsprojekte mit einem

Volumen von einer dreiviertel

Milliarde Euro. Umfahrung

Oberau, Kramertunnel, Auerbergtunnel.

Darüber hinaus muss der

Wanktunnel in Angriff genommen

werden. Nicht zu vergessen ist eine

weitere Hochwasserfreilegung,

diesmal zwischen Murnau und

Schwaiganger.

Von Verkehrsprojekten abgesehen?

Wir stecken sehr viel Geld in unsere

Schulen. Zum Beispiel in den

Bau der Berufsschule und in den

Neubau der Zugspitz-Realschule

in Garmisch-Partenkirchen. Eine

neue Realschule in Murnau haben

wir bereits gebaut. Schülerinnen

und Schüler sind unsere Zukunft.

Die brauchen optimale Voraussetzungen

zum Lernen.

Und nicht zu vergessen ist natürlich

das große Ziel, ins UNESCO-

Weltkulturerbe aufgenommen zu

werden.

Das würde den Status unserer Region,

den Tourismus, die Landwirtschaft,

die Almwirtschaft, die kleinstrukturierten

Betriebe, enorm

nach vorne bringen. Wir sind

mittlerweile im siebten Jahr der

Bewerbung. Läuft alles nach Plan,

könnten wir im Jahr 2023 aufgenommen

werden.

Sie haben immer wieder Murnau

erwähnt. Welche Bedeutung hat der

zweitgrößte Ort ihres Landkreises,

der zugleich fester Bestandteil des

tassilo“-Verteilgebiets ist?

Neben seiner Größe und dem bundesweit

bekannten Unfallklinikum

hat Murnau sehr viel im künstlerischen

und kulturellen Bereich

zu bieten. Und nicht zu vergessen

ist natürlich das Murnauer Moos –

die größte zusammenhängende

Moorlandschaft Mitteleuropas, die

ich ohne Übertreibung als wahres

Juwel bezeichnen würde. Leider

können wir aufgrund Corona unsere

neu errichtete Biologische

Station noch nicht so nutzen wie

geplant. Nach der Krise zeigen wir

den Schülern die Vielfalt des Mooses

dafür umso intensiver.

Welche Bedeutung hat Bad Bayersoien

für den Garmisch-Partenkirchener

Landkreis – der Ort, der auch

im Verteilgebiet unseres Schwestermagazins

„altlandkreis“ liegt?

Bad Bayersoien hat gemeinsam

mit Bad Kohlgrub eine große Bedeutung

im Bereich der Moorkur-

Betriebe. Und es ist schon was

Besonderes, die Bad Bayersoier

Dorfstraße entlang zu gehen. In

einem Ort mit einem so idyllischen

See kann man sich sowohl als Einheimischer

als auch Urlauber sehr

wohl fühlen.

Wie wichtig ist Ihnen die Zusammenarbeit

mit dem Nachbarlandkreis

Weilheim-Schongau?

Äußerst wichtig. Die Arbeit darf

nie an der Landkreis-Grenze Halt

machen. Ein Paradebeispiel für

grenzübergreifende Zusammenarbeit

ist der Rettungszweckverband.

Aber auch das Projekt „Region 17“,

über das wir mit den Landkreisen

Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach

und Weilheim-Schongau ein

Struktur-Gutachten gemeinsam

auf den Weg gebracht haben.

Tauschen Sie sich regelmäßig mit

Landrätin Andrea Jochner-Weiß

aus?

Sehr oft. Da wir oft die gleichen

Probleme haben, versuchen wir

sie gemeinsam zu lösen.

Speer in Lederhose, Jochner-Weiß

im Dirndl?

(grinst) Da schauen die anderen

Politiker immer, wenn wir beide in

Tracht auftreten.

Wie wichtig ist Ihnen das Verkörpern

von Tradition und Brauchtum?

Ich bin ein eingeborener Unterammergauer,

was schon Einiges heißt –

die halten was aus. Letztlich muss

man sich dort, wo man lebt, wohlfühlen.

Und dafür sind Dinge wie

Heimat, Tradition und Brauchtum

sehr wichtig.

Dazu gehört auch der Dialekt.

Grundsätzlich finde ich es sehr

schön, dass Dialekte im Detail betrachtet

sehr unterschiedlich sind.

Wir in Unterammergau sprechen

einen etwas anderen Dialekt als

die umliegenden Gemeinden. Es ist

eine Mischung aus oberbayerisch,

allgäuerisch und schwäbisch, was

mit unserer Wetzsteingeschichte

zu tun hat – über die haben wir

enge Kontakte in die umliegenden

Gebiete gehabt, zum Beispiel nach

Trauchgau. Wichtig ist letztlich,

dass Dialekte weiter gepflegt werden,

weil sie wichtig sind für die

Identität unserer Gemeinden.

Sind Sie auch (aktives) Mitglied in

Vereinen?

In rund 25. Darunter nach wie vor

Vorsitzender des Leonhardi- und

Veteranenvereins in Unterammergau.

Ich habe auch 600 Spiele für

die Unterammergauer Fußballer

bestritten. Jetzt spielt mein Sohn

in der ersten Mannschaft. Ich habe

enge Beziehungen zum Trachtenverein.

Und im Winter mache ich

für Urlauber – seit mittlerweile

30 Jahren – geführte Fackelwanderungen

mit Schlittenfahrten,

Feuerwerk und Glühwein durch

die Schleifmühlklamm und hinauf

zum Pürschling.

Welche Tracht ziehen Sie zu welchen

Anlässen an?

Volltracht mit Hut und Gamsbart

bei Jubiläen, Festen und Einweihungen.

Die Lederhose an sich

trage ich aber auch im „normalen“

Arbeitsalltag sehr häufig. Insbesondere

im Sommer.

Warum?

Für mich gehört die Tracht zum

Garmisch-Partenkirchener Landrat

schlichtweg dazu. Sie ist genauso

Teil unserer Heimat wie unsere

Sprache und unsere Berge.

Besitzen Sie überhaupt einen „modernen“

Anzug?

(lacht) Ja. Einen. Um die Leute ab

und an zu überraschen. Den trage

ich manchmal zu Kreistagssitzungen.

„Wia schaugstn du heid

aus!?“ lautet meistens die Reaktion

der Kreistagskollegen.

Wie reagieren denn Unternehmer

und höherrangige Politiker, wenn

Sie zu bestimmten Terminen als einziger

in Volltracht erscheinen?

Viele verraten mir mit ihrem Blick:

Was will jetzt der do!? Auch dazu

gibt es eine nette Anekdote: Wir

haben mit den Stadtwerken München

Verhandlungen geführt bezüglich

der Wassergewinnung

aus dem Loisachtal. Die Chefs der

Stadtwerke waren alle feingeschniegelt,

trugen alle Anzug mit

Krawatte und schwarze Akten-

12 | tassilo


„Es war eine gefährliche Tour“: Landrat Anton Speer (re.) zeigt auf die

Hohe Kiste, von der er schon mal mit Skiern abgefahren ist.

koffer. Ich war in meiner Tracht

im Konferenzsaal gesessen. Was

war? Die Stadtwerke-Chefs haben

gemeint, dass mein neben mir

sitzender Jurist, ebenfalls in Anzug

und Krawatte gekleidet, der

Garmisch-Partenkirchener Landrat

ist. Das habe ich natürlich sofort

richtiggestellt.

Als Landrat ist Ihr Terminkalender

nahezu immer prall gefüllt. Wie sieht

ein klassischer Tag in Ihrem Berufsleben

aus?

Ich stehe in der Früh um halb sieben

auf, gehe bei mir zuhause in

den Stall, danach gibt’s Frühstück

und dann geht’s auch schon los

mit den ersten Terminen. Das zieht

sich dann oft bis in die späten

Abendstunden hinein. Ich hatte

mal sechs Termine in Folge, und

immer, wenn das Essen gekommen

wäre, musste ich weiter zum

nächsten …

Sie sind auch Mitglied im Bezirkstag,

was für einen Landrat außergewöhnlich

ist.

Bayernweit ist neben mir nur mein

Kollege aus Miesbach als Landrat

im Bezirk des Bezirks Oberbayern.

Mir liegt dieses Amt besonders am

Herzen, weil sich der Bezirk um

die Unterstützung sozial schwacher

Menschen und Menschen mit

Behinderung kümmert.

Wie halten Sie diese andauernde

Belastung aus?

Stress macht mir nichts aus. Aber

man muss viel Selbstdisziplin

aufbringen, darf sich nie gehen

lassen, muss sich auf jeden Termin

gut vorbereiten und extrem

flexibel sein, weil die Themen der

Termine oft unterschiedlicher nicht

sein könnten. Erst zum Jubiläum

der Schwangerschaftsberatungsstelle,

dann zur UNESCO-Weltkulturerbe-Sitzung

mit unseren

Bauern und Grundbesitzern, und

nur eine Stunde später zur Asylbesprechung.

Sich sofort auf neue

Situationen einstellen können und

schnell die richtigen Entscheidungen

treffen, ist ganz wichtig in meiner

Position.

Worauf könnten Sie verzichten?

Was tatsächlich belastend ist, sind

zum Teil unverschämte Bürger, die

ihre persönlichen Anliegen mit aller

Gewalt und ohne Rücksicht auf

Verluste durchdrücken wollen.

Was macht Anton Speer in seiner

wenigen Freizeit?

Neben der Landwirtschaft fahre ich

gern Radl, Ski und gehe Skitouren.

Lieblingsplatzerl?

Direkt am Wiesmahdweg zwischen

Oberammergau und Bad Kohlgrub

habe ich ein Feld. Von dort

sieht man die komplette Bergkulisse

– vom Teufelsstättkopf in den

Ammergauer Alpen übers Wettersteingebirge

bis ins Karwendel.

2010, bei Heuarbeiten auf einer Ihrer

Bergwiesen, wurden Sie von einer

Höllenotter (schwarze Kreuzotter)

gebissen – und wären daran beinahe

gestorben.

Ich habe schon viele Höhen und

Tiefen miterlebt. Das war sicherlich

mein tiefster Punkt. Größtes

Problem damals: Ich habe zwar gemerkt,

dass mich etwas gestochen

oder gebissen hat, die Schlange

aber nicht gesehen. Meine Frau

meinte letztlich, dass es ein Schlangenbiss

gewesen sein könnte. Drei,

vier Tage später jedenfalls, im

Rahmen einer Führung durch die

Schaukäserei in Ettal, ist plötzlich

mein rechtes Bein extrem angeschwollen,

war doppelt so dick als

normal. Obwohl die Schlange mich

ins linke Bein gebissen hatte! Laut

Ärzten suchen sich die Bakterien in

Kombination mit dem Schlangengift

immer die schwächste Stelle im

Körper, was bei mir der Schleimbeutel

im rechten Knie war. Es

folgte eine schwere Notoperation

und ein längerer Aufenthalt auf der

Intensivstation. Ein Tag später, so

der Arzt, und ich wäre an der Folge

dieser Blutvergiftung verstorben.

Wie lautet ihr größter Wunsch in

Zeiten dieser schwer greifbaren

Krise?

In Sachen Corona-Krise sind wir

gut unterwegs, haben in beiden

Kliniken sehr viele Isolierbetten.

Aber: Man sieht am Beispiel „Seniorenheim

in Murnau“, wie schnell

es gehen kann. Insofern ist mein

größter Wunsch, dass wir alle gesund

bleiben.

js

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Das Kampberger Backhaus

Gemeinschaftserlebnis

am Brotbackofen

Stein für Stein Gemeinschaftsleistung - das Backhaus nimmt Formen an.

Tutzing-Kampberg | Brotbacken

ist im kleinen Tutzinger Ortsteil

Kampberg seit einigen Jahren

ein Gemeinschaftserlebnis. Genauer

gesagt, seit der Brotbackofen

neben dem ehemaligen

Bahnhofsgebäude existiert. Ein

kleines Brotbackhaus, von einem

Team handwerklich fitter Freiwilliger

um Sepp Deimel gebaut.

Brotbackhaus? Wie kommt man

denn auf so eine ausgefallene

Idee? Sepp Deimel lacht: „Davon

hab‘ ich geträumt! Verführt

von selbst gebackenem Brot, das

eine Bekannte zu unserem Bürgerstammtisch

im April 2013 mitgebracht

hat.“ Der Geschmack

hat alle begeistert – und Sepp

Deimel inspiriert: „Gemeinsames

Brotbacken – das passt!“ Schon

2009, nach seiner Pensionierung,

hatte er sich zusammen mit seiner

Frau überlegt, wie die Dorfgemeinschaft

belebt werden könnte.

Seither gibt es einen monatlichen

„Bürgerstammtisch“ in den Clubräumen

des „Motorrad- und Veteranenclub

Tutzing“ (MVC), im

ehemaligen Kampberger Bahnhofsgebäude.

Auch seine Backhaus-Idee kam

gut an. Schnell lag die Genehmigung

vor, an das ehemalige Petroleumhäuschen

der Bahn einen

Backofen anzubauen. Mehrere

baufachlich versierte Ruheständler

unter den Stammtischlern

waren auch gleich bereit, mit

anzupacken. Ein Backhaus hatte

aber noch niemand gebaut. Altes

Handwerkswissen lieferten Besuche

im Freilichtmuseum Glentleiten

und im Wasmeier-Museum

Schliersee, außerdem Bücher und

Internet.

Steineklopfen

und Tüfteln

Dann folgte eine wenige Monate

dauernde Bauphase. Wie einfach

das doch klingt, wohinter sich

verbirgt, dass sieben Freiwillige

bei schönstem Sommerwetter regelrecht

schufteten und ein maßgeschneidertes

Backhaus bauten.

Denn am Maßschneidern ging

kein Weg vorbei. Schritt für Schritt

musste überlegt werden, wie der

Backofen innen ausschauen und

vor allem funktionieren sollte. Zuund

Abluft zum Beispiel. Das abgeschaute

Wissen musste auf die

Kampberger Verhältnisse übertragen

werden. Ein kleiner, aber anspruchsvoller

und ausgetüftelter

Funktionsbau entstand. Ein Bau,

für den kein Lastzug einfach ein

paar Paletten moderner Mauerziegel

anlieferte. Alte Vollziegel

im „Reichsformat“ brauchte der

Backofen. Material aus Hausabbrüchen,

zum großen Teil aus Deponien

zusammengesucht. Bevor

diese Ziegel vermauert werden

konnten, musste zuerst einmal der

anhaftende Mörtel mit dem Hammer

beseitigt werden. Tagelange

Geduldsarbeit. Und das nicht nur

einmal. „Es ist kaum zu glauben,

wie ungeheuer viele Ziegel für so

einen Backofen benötigt werden“,

erinnert sich Sepp Deimel. „Bei

jedem Haufen habe ich geglaubt,

dass sie jetzt reichen werden. Und

mehrfach mussten wir Nachschub

besorgen.“

Zwölf Paletten voll handbearbeiteter

Ziegel hat er am Schluss gezählt,

aus 25 Kubikmeter Schutt.

14 | tassilo


„Wie ein Almhütterl“ - Das Kampberger Brot-Backhaus.

Und auch sonst genau Buch geführt

über das verbrauchte Material

und rund 1 200 Arbeitsstunden

des Teams. Den Bauablauf hat

der ehemalige Polizist akribisch

dokumentiert, mit Fotos und Erläuterungen.

„Tatort Brotbackhaus

Kampberg“, möchte man die

beiden dicken Alben überschreiben.

Eine liebevoll erstellte Dokumentation,

die Einblick gibt in

Abläufe, bauliche Details und das

„Heizer-Erfahrung“ – Sepp Deimel

sorgt dafür, dass der Backofen

die ideale Temperatur erhält.

Innenleben des Brotbackhauses.

Wertvoll als Zeitdokument und

geeignet als Nachschlagwerk für

spätere Nutzer – oder Menschen,

die sich am Kampberger Vorbild

orientieren und auch so etwas auf

die Beine stellen wollen. Wobei es

dem Kampberger Backofen vorbehalten

bleiben dürfte, über eine

alte gusseiserne Tür mit Pferde-

Ornament zu verfügen, die von einem

Gutshof auf Sylt stammt! Auf

Ebay ersteigert, restauriert und

integriert.

Brotbacken mit

„Heizer-Erfahrung“

So ist ein gefälliges kleines Gebäude

entstanden. „Sieht aus wie ein

Almhütterl“, stellt Sepp Deimel

zufrieden fest. Seine Dokumentation

macht auch deutlich, mit

wie viel Elan, Herzblut, Gemeinschaftssinn

schon das Bauprojekt

angepackt und erfolgreich bewältigt

wurde. Wie viele Impulse für

das Gemeinschaftsleben schon

mit dem Bau verbunden waren.

Für das engagierte Bauteam genauso

wie für die, die für Brotzeit,

Kaffee und Kuchen sorgten.

Dann kam die erhoffte Belohnung

für alle Mühen: Ja, der Backofen

funktioniert von Anfang an hervorragend.

Genauer gesagt: Er

zieht gut, in ihm angezündetes

Holz brennt hervorragend.

Wie backt man aber am besten

Brot in einem in alter Handwerkstradition

aus Vollziegeln

gebauten Backofen? Ohne Temperaturregelung,

Zeitschaltuhr

und sonstige Finessen? „Dazu

braucht man Heizer-Erfahrung“,

sagt ein grinsender Sepp Deimel,

der den Kampberger Backofen bis

ins Detail kennt und die Abläufe

im Innern systematisch erforscht

– sogar mit Laser die Temperaturen

an den Innenraum-Flächen

gemessen und Backergebnisse

getestet hat.

Gemeinschaft

am Backhaus

Inzwischen läuft an einem Backtag

alles routiniert ab: Um 9 Uhr

Feuer im Innenraum des Backofens

entzünden, jede Stunde

drei bis vier der 15 bereitgelegten

Meter-Scheite Brennholz nachlegen,

um 13:30 Uhr Glut und Asche

entfernen und den Innenraum

mit Wasser reinigen. „Vorher war

der Backofen auf etwa 280 Grad

aufgeheizt. Zum Brotbacken um

14 Uhr hat er dann ideale 250

Grad“, erläutert Deimel. Wann

weiß er eigentlich, dass ein Brot

durchgebacken ist? „Nach etwa

einer Stunde rausholen, umdrehen,

hinten drauf klopfen. Wenn

es hohl klingt, ist es durch.“

Kurz und prägnant beschrieben.

Der Kampberger Backofen bietet

Platz für bis zu 40 Kilolaibe Brot.

Dadurch hat sich eine Gemeinschaft

von begeisterten Brotbackenden

bilden können. Ein paar

Tage vor dem Backtag werden

alle informiert und gebeten mitzuteilen,

wie viele Brotlaibe sie

backen möchten. Gut koordiniert,

wird der Backofen ausgelastet,

gleichzeitig jeder berücksichtigt.

Um Verwechslungen zu vermeiden,

werden die von allen selbst

hergestellten Teiglinge mit Nummern

gekennzeichnet. Die Backzeit

verbringt die Gemeinschaft

bei Kaffee und Kuchen auf einem

neben dem Backhaus geschaffenen

Freisitz. Zeit zum gemütlichen

Beisammensein – und zum

Fachsimpeln über Backrezepte.

„Deshalb laden wir zum Brotbacken

nur bei absehbar schönem

Wetter ein“, so Deimel. Dann aber

bietet der Backofen mehrfach

Freude. Nach dem Brotbacken hat

er nämlich immer noch etwa 180

Grad Hitze. „Ideal, um in drei bis

vier Stunden auch noch Fleisch zu

garen“, bemerkt Sepp Deimel augenzwinkernd.

Das verlockt zum

Sitzenbleiben. Wenn sich Träume

so erfüllen, kann man wirklich zufrieden

sein.

kp

Jedes Brot ein Unikat, selbstgemacht nach eigenem Geschmack.

juli / august 2020 | 15


Dominik Willberger aus Peißenberg

Ein Champion der

Vogelzucht

Peißenberg | Schon mal von einem

Stieglitz Major gehört? Sein

schwarz-roter Kopf bildet einen

starken Kontrast zu seinem reinweißen

und hellbraunen Körper.

Seine Flügel wiederum stechen

aufgrund einer schwarz-gelben

Farbkombination ins Auge. „Er

ist wirklich ein sehr schöner Vogel“,

sagt Dominik Willberger

und grinst. Der 33-jährige Peißenberger

züchtet seit seinem

17. Lebensjahr äußerst seltene

Vogelarten. Das erste Pärchen:

Zwei Zebrafinken, die er im Rahmen

einer Geflügelausstellung

geschenkt bekommen hat. „Die

waren aus Züchtersicht nicht besonders

interessant“, sagt er heute.

Aber sie waren sicherlich der

Hauptgrund für die Infizierung

mit dem Vogelzüchter-Virus. Denn

seit diesem Tag betreibt Dominik

Willberger sein Hobby von Jahr zu

Jahr intensiver. Aktuell besitzt er

20 hochkarätige Zuchtpaare – fünf

Paare Stieglitz Major, fünf Paare

Himalayakreuzschnabel, vier

Paare Zwergwachteln, ein Paar

Erlenzeisig sowie fünf Paare Magellanzeisig.

Sie alle gehören zur

Gattung der sogenannten Cardueliden.

Zu Deutsch: Singende Waldvögel.

Wobei dieser Begriff ein

wenig in die Irre führt. Anzutreffen

sind diese bunten, quickfidelen

und fröhlich vor sich hinsingenden

Vögel nämlich ausschließlich

im Garten der Eltern von Dominik

Willberger, die quasi nur einen

Katzensprung von seinem eigenen

Grundstück entfernt wohnen.

„Obwohl meine Vögel optisch den

heimischen Singvögeln gleichsehen,

würden sie in freier Natur

höchstwahrscheinlich nicht mal

einen Tag überleben, da sie sich

schon seit vielen Generationen in

Züchterhand befinden.“ Zu viele

natürliche Feinde wie Greifvögel,

Katzen und Marder, hinzu

kommen starke Wetterkapriolen

und die Tage, an denen die Vögel

wenig bis gar keine geeignete

Die Voliere schützt vor Feinden und ist versehen mit frischem Geäst.

Nahrung

finden

würden.

Selbst

in exotischen

Ländern,

wo einige der

von Willberger

gezüchteten Arten

ursprünglich zuhause

sind, gibt es nur noch

wenige wildlebende.

Wer harmoniert

mit wem?

Dominik Willberger hält seine

Vögel in einer Holzhütte samt

angebauter Voliere. Fünf Meter

breit, sechs Meter lang und

zwischen zwei bis drei Meter

hoch. Intern ist die Hütten-

Voliere-Kombi nochmals unterteilt

in sieben voneinander

getrennte Gehege. „Ich

darf nie zwei oder mehrere

Pärchen von der gleichen

Art im gleichen Gehege

halten“, sagt Dominik

Willberger, der damit

auch schon das erste

spannende Thema anschneidet:

Die Partnersuche,

auch Balz

16 | tassilo


„Wir haben

Hunger!" Dominik

Willberger

hält diese

zuckersüßen

Vogelküken in

die Kamera.

Oben sitzt

ein „großer“

Stieglitz Major.

genannt, in der es musikalisch so

richtig wild zugeht – die Männchen

singen, was das Zeug hält,

um den Weibchen zu imponieren.

Jedenfalls macht Willberger für

die alljährliche Partnersuche eine

große Ausnahme, in dem er für

wenige Wochen bewusst mehrere

Vögel der gleichen Art im gleichen

Gehege hält. Oft mehrere Stunden

am Tag beobachtet er, welches

Weibchen mit welchem Männchen

harmoniert – und wer sich so gar

nicht leiden kann. „Ein Paar, das

nicht harmoniert, ist für die Zucht

absolut ungeeignet.“ Ähnlich wie

beim Menschen, würde es zu folgendem

Szenario kommen: Erst

ist das Männchen regelrecht wild

darauf, das Weibchen zu befruchten.

Sobald der „Liebesakt“ jedoch

vollzogen ist, macht er sich aus

dem Staub und lässt das Weibchen

mit ihren Jungen alleine zurück,

schaut sich stattdessen schon wieder

nach der nächsten Dame um.

Haben sich jedoch die für einander

bestimmten Vögel gefunden, kommen

sie wieder – gemeinsam mit

anderen Arten – in ihr eigenes

Gehege. Das Männchen ist

nun für die Suche nach

einem geeigneten Nistplatz

zuständig – es

sucht so lan-

ge, bis das

Weib-

chen

dem

Platz zustimmt. Das Nest an sich

baut die Dame dann selbst, legt

zwischen drei und sieben Eier hinein

und fängt an zu brüten. Nach

rund 14 Tagen schlüpfen dann die

Küken, die rund 28 Tage von den

Eltern versorgt werden.

Käufer aus dem

deutschsprachigen Raum

Besuch von anderen Vogelzüchtern

bekommt Dominik Willberger

inzwischen aus dem kompletten

deutschsprachigen Raum. Sie

kaufen die Jungvögel des Peißenbergers

und hoffen inständig, in

Zukunft ähnliche Erfolge im Rahmen

einer Ausstellung erzielen

zu können. Zwar nimmt Dominik

Willberger an der Deutschen

Meisterschaft nur noch passiv als

interessierter Besucher teil. „Die

findet meistens im weit entfernten

Bad Salzuflen, Nordrhein-Westfalen

statt, wofür ich aus zeitlichen

Gründen meine Vögel bereits einige

Tage im Voraus per Spedition

zur Ausstellung schicken müsste

– eine Sache, die ich aus Tierwohlgründen

nicht mache.“ Dafür ist er

seit drei Jahren unangefochtener

Bayerischer Meister, darüber hinaus

sogar zweifacher Bayerischer

Champion und auch Sieger der

jüngsten Internationalen Kreuzschnabelschau.

Grundsätzlich wird

auf einer landes- oder bundesweiten

Vogelausstellung Geflügel

aus verschiedensten Kategorien

präsentiert. Bayerischer Meister

wurde Willberger, weil er

im Freistaat die schönsten

Vögel einer bestimmten

Art züchtet. Bayerischer

Champion wurde er, weil

einer seiner Vögel darüber

hinaus die beste Bewertung

(94 Punkte) aller ausgestellten

Tiere bekommen hat. Und das

ist nun wahrlich der Ritterschlag

schlechthin gewesen für den Peißenberger.

Gewonnen hat er den

Champions-Titel übrigens nicht mit

einem seiner prachtvollen Stieglitz

Hat gut lachen: Dominik Willberger am Nest mit Stieglitz-Major-Küken.

Major, sondern einmal mit einem

Magellanzeisig, und einmal mit

einem Himalayakreuzschnabel.

Die Magellanzeisige bestechen

durch einen schwarzen Kopf, einem

leuchtend gelben Körper und

schwarz-gelben Flügeln. Die dagegen

sehr schlicht gefärbten Himalayakreuzschnäbel

punkten mit

einer zutraulichen, papageienähnlichen

Art.

Wertvolles Eiweiß aus

Löwenzahn-Kopf

Warum die Vögel von Dominik

Willberger so viel wertvoller –

Kaufpreise bleiben an dieser Stelle

geheim – sind als von anderen

Züchtern, hat mehrere Gründe.

Zum einen legt der Peißenberger

größten Wert auf eine möglichst

naturnahe Zucht. Bestes Futter

für die Aufzucht sei beispielsweise

der Löwenzahn in einem ganz

bestimmten Zustand. „Nachdem

er bereits gelb aufgeblüht ist, zieht

sich der Kopf wieder zu einer Knospe

zusammen – der Zustand, kurz

bevor er zur Pusteblume wird.“

Und in dieser leicht nach oben

geöffneten Knospe befinden sich

zahlreiche, stark eiweißhaltige

Körner, die ideal sind als Vogelfutter.

Neben täglich frischem Wasser

legt Willberger außerdem großen

Wert auf die perfekte Gestaltung

der einzelnen Gehege. Viele große,

im Raum stehende Äste von

Nadel- und Laubbäumen, eine

dünne Schicht Streu aus Holzspänen

am Boden sowie jede Menge

Sträucher, Kräuter und andere

Gewächse bieten den Vögeln zusätzliche

Nahrungsquellen, aber

auch ideale Möglichkeiten zum

Spielen, Verstecken und Nisten.

Durchschnittlich verbringt Dominik

Willberger eine Stunde pro Tag bei

seinen Vögeln. „Das geht natürlich

nur, wenn Freundin und Familie

voll und ganz dahinterstehen.“ Das

ist bei Dominik Willberger glücklicherweise

der Fall. Und trotzdem

ist er ein wenig traurig darüber,

dass es nur noch ganz wenige

Züchter seiner Zunft gibt. Willberger

ist mit seinen 33 Jahren der mit

Abstand Jüngste weit und breit. Im

Weilheimer Kleintierzucht-Verein

besteht die Untersparte „Vogel“

nur noch aus drei Aktiven. „Die anderen

beiden sind bereits über 70.“

Und auch im bayernweit wohl renommiertesten

Vogelzuchtverein,

dem Gröbenzeller, dem Dominik

Willberger ebenfalls angehört, ist

er auch das jüngste Mitglied. „Es

wäre schon schön, wenn sich in

naher Zukunft wieder mehr Menschen

für die Vogelzucht interessieren.“

Denn die Arbeit mit diesen

maximal Tennisball-großen,

zum Teil kunterbunten Vögel ist

nicht nur beruhigend, sondern in

Sachen Paarung, Gehege-Aufbau,

Pflege, Fütterung und Ausstellung

eine echte Wissenschaft für sich.

Das macht das Hobby für Dominik

Willberger nicht weniger spannend

als ein packendes Fußballspiel.

js

juli / august 2020 | 17


Schuhe, Hoodies und Shorts von „Guggen Mountain“

Lässiges Modelabel

aus Wessobrunn

Wessobrunn | Thomas

Forster und Alexander

Leis sind zwei freiheitsliebende

Menschen.

Gemeinsame Bergtouren

in der Zugspitz-Region

haben die Sandkastenfreunde

schon zigfach unternommen.

Aber auch das Verreisen ans

sprichwörtliche andere Ende Welt

zählt zu den großen Leidenschaften

der Wessobrunner. Allen voran

nach Südafrika, wo Alexander

Leis sogar eine eigene Wohnung

besitzt. Das Besondere dort: Die

Landschaft, die vielseitiger nicht

sein könnte. Es gibt wilde, unberührte

Natur mit Wäldern,

Sträuchern, Wiesen und Dünen,

es gibt hohe Berge, aber auch

steil abfallende Küsten, Strände

mit feinstem Sand und Meerwasser

so weit das Auge reicht. Wer

auf die Internetseite von „Guggen

Mountain“ (www.guggenmountain.com)

klickt, bekommt

einen ersten Eindruck von Südafrika.

Vor allem aber bekommt

der Besucher dieser Webseite

einen Eindruck, wofür das Modelabel

von Thomas Forster und

Alexander Leis steht: Für qualitativ

hochwertige Schuhe und Kleidung,

die wie gemacht sind für

Menschen, die sich regelmäßig

draußen in der Natur aufhalten.

Das Schuhsegment deckt vom

hohen, robusten Bergschuh über

einen dickgefütterten Winterwanderschuh

für Damen bis hin

zum flachen Wanderschuh eine

breite Zielgruppe ab. „Vom Gelegenheitsspaziergänger

bis hin

zum aktiven Wanderer, der täglich

mehrere Kilometer zu Fuß zurücklegt“,

sagt Thomas Forster. Vor

allem für Hundebesitzer, die täglich

bei jedem Wetter rausgehen

mit ihrem Vierbeiner, seien die

Schuhe von „Guggen Mountain“

prädestiniert. Es gibt aber noch

einige andere Produkte von der in

Wessobrunn geborenen Marke zu

entdecken: Zum Beispiel lässige

Kapuzenpullis in grau, schwarz,

olive und blau, die zum Chillen

auf der Couch ein ebenso stylisches

Bild abgeben wie im Büro

oder beim Besuch von Freunden.

Passend dazu verschiedene

Mützen: Die einen eher dünner,

einfarbiger und somit schlicht –

geeignet für die Übergangs-Zeiten

Herbst und Frühjahr. Die anderen

dicker, bunter, knalliger – ideal

zum Wandern im Winter. Darüber

hinaus Funktions-T-Shirts, Zipper

und jede Menge Badehosen.

Badehosen-Design aus

regionaler Hand

Gegründet wurde „Guggen Mountain“

im Jahr 2013. „In erster Linie,

weil wir einfach unser eigenes

Ding machen wollten“, so Thomas

Forster über die Motivation,

sich mit Kumpel Alexander Leis

selbstständig zu machen. Dass

sie sich ausgerechnet auf die Bekleidungs-

und Schuh-Schiene

begeben haben, ist beim Blick in

den Lebenslauf der beiden umso

interessanter. Thomas Forster hat

ursprünglich Maschinenbau-Mechaniker

bei der Firma Schröder in

Forst gelernt, war später für vier

Jahre bei den Gebirgsjägern in

Mittenwald und führte anschlie-

Machen gemeinsame Sache: Thomas Forster und Alexander Leis (hinten)

haben das Modelabel „Guggen Mountain“ gegründet.

18 | tassilo


Das professionelle Produkt-Shooting von „Guggen Mountain“ fand an

der beeindruckenden Küste Südafrikas statt.

ßend eine mit einem anderen

Freund aus Wessobrunn gegründete

Agentur, die sich auf Gestaltung

und Suchmaschinenoptimierung

von Webseiten spezialisierte.

Auch Alexander Leis kommt nicht

aus der Modebranche, hat Fachinformatiker

gelernt, anschließend

Wirtschaftsingenieurswesen

studiert und arbeitet nach wie

vor mehrere Tage die Woche bei

BMW in München. Die Idee, eine

eigene Mode-Linie auf den Markt

zu bringen, entfachte sich letztlich

im Rahmen eines Messebesuchs

in Düsseldorf. Dort lernten die

beiden einen Hersteller von Outdoor-Schuhen

kennen und wussten

sofort: „Das könnte unser Ding

werden.“ Nach Gründung des

Marken-Labels „Guggen Mountain“

kamen neben verschiedenen

Schuhmodellen die Hoodies,

T-Shirts, Mützen und Badehosen

dazu. Beim Thema Badehosen

kommt Thomas Forster regelrecht

ins Schwärmen. Der Grund sind

die direkt in der Region entstandenen

Designs. Sie stammen aus

der Feder von Sinja Paul aus Rott,

gelernte Kommunikationsdesignerin

für Mode sowie Modellmacherin

im Bereich Entwurf.

Im Rahmen eines Praktikums bei

Guggen Mountain durfte sie ihrer

kreativen Ader freien Lauf lassen.

Großes Warenlager

in Peißenberg

Kreativ waren Thomas Forster

und Alexander Leis auch bei der

Namensfindung ihrer Marke.

„Als wir angefangen hatten, war

der Lagerplatz im Erdgeschoss

meiner Eltern zu klein“, sagt

Thomas Forster. Deshalb wurden

die ersten Kollektionen bei

den Schwiegereltern von Alexander

Leis eingelagert. Und weil

die am Guggenberg wohnen,

„sind wir auch auf den Namen

‚Guggen Mountain‘ gekommen“.

Mittlerweile werden die Schuhe

> > > Kapuzenpullis zu gewinnen

und Klamotten der Wessobrunner

komplett im ehemaligen Zementerhaus

in Peißenberg, Hauptstraße

16, in der Nähe des Normas,

gelagert und kommissioniert.

Heißt: Erhältlich ist die Ware

aktuell überwiegend online.

„Über Amazon, eBay und unsere

eigene Internetseite“, sagt

Thomas Forster. Darüber hinaus

werden die Badehosen von Guggen-Mountain

in den Thermal-

Bädern von WONNEMAR (unter

anderem in Sonthofen) verkauft.

Letztlich haben sich Thomas

Forster und Alexander Leis den

Weg zur Selbstständigkeit komplett

eigeständig erarbeitet und

angeeignet. „Das war ein harter

Weg, vor allem, was die Bürokratie

betrifft.“ Ziel der beiden ist

nun, die Marke noch bekannter zu

machen, sich auf dem Markt zu

etablieren und nach und nach in

immer mehr namhafte regionale

und überregionale Sportgeschäfte

hineinzustoßen. „Wobei wir

erstmal versuchen müssen, die

für uns alle überraschende Krise

zu bewältigen“, sagt Thomas

Forster, der die wirtschaftlichen

Auswirkungen des Corona-Virus –

wie nahezu alle Arbeitgeber und

Arbeitnehmer – stark zu spüren

bekommt. Der ursprünglich für

Ostern geplante Lagerverkauf

in Peißenberg findet nun im

Sommer statt.

Ab jetzt. js

Ihr Regionalmagazin „tassilo“ verlost drei Mal

einen schwarzen Kapuzenpulli des aus Wessobrunn stammenden

Modelabels „Guggen Mountain“. Es handelt sich um Herrenmodelle,

die allerdings auch bei Damen beliebt sind als locker-lässig

sitzender Hoody zum Chillen auf der Couch. Schicken Sie uns bis

15. Mai eine Postkarte mit dem Stichwort „Guggenberg“ sowie der

Angabe ihrer Pullover-Größe an „tassilo“, Birkland 40, in 86971

Peiting. Oder eine E-Mail an info@tassilo.de. Das Los entscheidet,

der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Viel Erfolg!

juli / august 2020 | 19


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Zu Lande, zu Wasser und in Bäumen

Michelle und Martin auf der

Suche nach einem „Cache“

(Versteck) am Seeufer.


Foto: Hoffmann/Healy

Weilheimer verstecken Geocaches

Weilheim | Die weltweite Schatzsuche

„Geocaching“ feiert in diesem

Jahr ihren 20. Geburtstag.

Überall auf dem Globus sind sogenannte

„Caches“ (dt.: Versteck,

geheimes Lager) versteckt, die

gefunden werden wollen. Mittels

einer App kann die ungefähre

Position eines Caches auf der

Landkarte gesehen werden. Durch

GPS-Koordinaten und Hinweise

lässt es sich schließlich finden.

Die Schwierigkeit und Größe eines

Caches variieren. Es gibt Tupperdosen,

die im Wurzelwerk liegen.

Leichte Beute. Aber es gibt auch

Caches auf Bäumen oder unter

Wasser – der Kreativität sind

kaum Grenzen gesetzt. Doch wer

sind die Menschen, die für andere

Spieler Caches verstecken? Die

Eheleute Michelle Healy (47) und

Martin Hoffmann (50) haben seit

März 2014 rund 170 Caches in und

um Weilheim versteckt, die bei

den Spielern sehr beliebt sind,

denn sie wurden mit viel Einfallsreichtum

und Herzblut gestaltet.

Ein altes Pumpwerk

verändert ihr Leben

Michelle stammt aus dem Städtchen

Cork, auf der grünen Insel

Irlands, und lernte Martin 1999

während eines Urlaubs in Tutzing

kennen. Es passte, da hatten sich

zwei gefunden. Zum Geocaching

kamen die Eheleute Ende 2013

20 | tassilo

eher durch Zufall. „Wir haben im

Internet eine Industrieruine bei

Penzberg gesehen. Und da wir uns

für verlassene Orte interessieren,

haben wir uns die angeschaut.

Wir wollten mehr darüber wissen.

Es handelt sich um ein altes

Pumpwerk und bei Google fiel in

diesem Zusammenhang immer

wieder der Begriff „Geocaching“.

Wir hatten gar keine Ahnung, was

das ist, aber nachdem wir uns

ein bisschen schlau gemacht hatten,

stellten wir fest, dass direkt

hinter unserem Haus ein Cache

versteckt ist. Den haben wir eine

Woche später gefunden. Damit

fing alles an“, erzählt Martin, der

in Weilheim einen Bau- und Renovierungsservice

betreibt. Er und

Michelle, Lehrerin an der Munich

International School in Starnberg,

waren infiziert. Fortan zogen sie in

ihrer Freizeit los und suchten die

Umgebung nach Caches ab. Dabei

steigerten sie ihre Aktivitäten

immer mehr. Sie machten einen

Kletterkurs, um Caches auf Bäumen

zu finden, sie kauften sich ein

Paddelboot und suchten Schätze

auf Gewässern in Bayern. „Man

entdeckt tolle Orte an der frischen

Luft, die man ansonsten niemals

sehen würde und erlebt echte

Abenteuer“, schwärmt Michelle

von der Faszination des Hobbys.

Der nächste Schritt

Nachdem sie rund 180 verschiedene

Caches gefunden hatten, reifte

die Idee, selbst aktiv zu werden

und Schätze zu verstecken. Die

ersten Caches fielen noch nicht

aus dem Rahmen, aber da Martin

handwerklich ausgesprochen

Hier muss geklettert werden: Ein Cache in rund sechs Metern Höhe.

geschickt ist und über eine eigene

Werkstatt verfügt, wurden die Installationen

zusehends anspruchsvoller.

Sie erschufen Verstecke auf

Seen undumen. Bastelten anspruchsvolle

Rätsel, die erst einmal

gelöst werden wollen, bevor

die Spieler überhaupt die Koordinaten

bekommen. Nach und nach

erarbeiteten sie sich einen gewissen

Ruf und ihre Caches ziehen bis

heute Spieler von nah und fern an.

Seit Januar 2017 gibt es den Cache

mit dem kryptischen Namen

„Geocaching@STAWM / TB-Hotel“

an einem Ort in Weilheim, den

wir hier natürlich nicht verraten

wollen. „STAWM“ steht für „Stadtwerke

Weilheimund ein „Hotel“

bedeutet für die Spieler, dass dort

kleine Gegenstände, sogenannte

„Travelbugs“ (TB), abgelegt und

aufgenommen werden können,

die dann rund um die Welt wandern.

Dieser Cache ist groß. Sehr

groß. Wie kam es zu dieser aufwändigen

Geschichte?

Ein Cache entsteht

„Ein Freund aus Hamburg hat

uns Fotos von einem ähnlichen

Cache gezeigt und die haben uns

inspiriert“, erzählt Martin. „Es ist

einfach eine tolle Idee, weil es

eigentlich gar kein Versteck ist.

Es ist aus weiter Entfernung zu

sehen, schon von der Landstraße

aus, aber es gibt noch etwas,


HOLZBRIKETTS

vom 20.07.

bis 04.09.2020

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In jedem Cache befindet sich ein Logbuch, in das sich die Spieler eintragen

müssen — erst dann gilt der Cache auch als gefunden.

Holzbriketts verpackt

1t auf Palette 180.- €

ab 3t auf Palette je 170.- €

Preise verstehen sich inkl. MwSt, zzgl. Palettenpfand od. Tauschpalette

das im Inneren versteckt ist.“

Es handelt sich um einen großen

Schaukasten, wie man ihn von

Wanderparkplätzen oder Stadtkarten

kennt. Martin und Michelle

gingen ans Werk und entwickelten

die Grundidee weiter. Außen sollte

sich für jeden zugänglich eine Erklärung

finden, was Geocaching

überhaupt ist. Dazu eine offizielle

Karte vom Landesvermessungsamt,

auf der die Eheleute, mit viel

Akribie, alle Caches in und um

Weilheim markieren wollten. Im

Inneren würde auf die Finder eine

weitere Überraschung warten,

denn der Kasten sollte aufklappbar

sein. Als Standort wählten sie ein

Gelände der Stadtwerke, denn das

errichtete schien ihnen passend.

Ein Vertrag mit

den Stadtwerken

„Ich bin zu den Stadtwerken gefahren,

denn der persönliche

Kontakt ist immer am besten“,

schildert Martin die weitere Vorgehensweise.

„Ich habe mich bei

der Dame am Empfang vorgestellt

und gesagt, ich würde gerne einen

Geocache auf ihrem Gelände verstecken.

Die gute Frau war ratlos,

aber da hörte ich eine Stimme aus

dem Hintergrund, die rief ‚Davon

habe ich schon mal gehört!‘. Das

war der Chef und der war schon

einmal mit dem Thema in Kontakt

gekommen.“

Man besprach die Einzelheiten

und wurde sich einig. Wenige

Tage später war ein dreiseitiger

Vertrag in der Post, der alle möglichen

und unmöglichen Details regelte.

Vom Rückbau bis zur Pflege.

Nachdem diese Hürde genommen

war, gingen Michelle und Martin

in ihre Werkstatt. Alles wurde in

Handarbeit gefertigt: Schaukasten,

Stahlträger, Versiegelung,

Kupferdach, Gasdruckdämpfer

und schließlich wurde im Inneren

noch eine Weltkarte angebracht,

auf der die Spieler mit Fähnchen

markieren dürfen, wo sie einen

Cache gefunden haben.

Einige Tage später machten sie

mit einem Minibagger den Aushub,

mehrere Eimer Beton kamen

zum Einsatz und schon stand das

300-Kilogramm-Ungetüm. Sie

erhielten die Freigabe und der

Cache war erreichbar. Weit mehr

als 400 Besuche konnte er bisher

verzeichnen und die Bewertungen,

die hinterlassen werden,

reichen von fasziniert bis überschwänglich.

Michelle fügt noch

an: „Wir freuen uns über jeden,

der unsere Caches findet. Doch

alle sollen bitte das Coronavirus

und die Beschränkungen beachten.

Unsere Caches laufen nicht

weg.“

edl

Schwerblmühle 4 · 86984 Prem · Tel. 0 88 62-71 15 · www.gebr-heisserer.de

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happy!

juli / august 2020 | 21


Allerlei im TASSILOland

Snacken, Sammeln

und Beraten

Snacks & Fingerfood aus dem Online-Kochbuch

Sauber

g’spart!

Tassiloland | Die drei Damen der Hauswirtschafterei

haben erstmals ein Kochbuch als E-Book auf

den Markt gebracht. Es heißt „Snacks, Fingerfood &

Co“ und ist der erste Teil einer neuen Kochbuchserie

aus der „kleinen Hauswirtschafterei“. In jedem

dieser Bücher verstecken sich künftig mehr

als 30 Rezepte rund ums Thema „Food“. Wer

schon jetzt Lust auf süße, pikante und vegetarische

Häppchen hat, kann das erste E-Book über

stolze 75 Seiten ab sofort auf der Internetseite

der Hauswirtschafterei (diehauswirtschafterei.de)

für 6,99 Euro downloaden. Die Online-Version ist

letztlich auf allen Tablets, Smartphones und PC-

Bildschirmen abrufbar.

Althandy-Sammlung für guten Zweck

>>> E-Book zu gewinnen.

tassilo“, ihr Regionalmagazin,

verlost drei Mal

ein E-Book der Hauswirtschafterei

zum Thema

Snacks, Fingerfood & Co.

Schicken Sie uns bis 15.

Juli eine E-Mail mit dem

Stichwort „Snack it!“ an

info@tassilo.de.

Bitte auch Name, Adresse und Telefonnummer

angeben. Das Los entscheidet, der

Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Wir wünschen viel Erfolg!

js

Erdgas und Ökostrom

von Energie Südbayern.

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ausgezeichnetem Service.

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Tassiloland | In Zeiten von Corona hatten viele

Menschen ungewohnt viel Zeit, zuhause auszumisten.

Dabei entdeckt wurden zahlreiche

alte Handys und Tablets. Laut Schätzungen der

Deutschen Telekom schlummern in deutschen

Haushalten rund 128 Millionen (!) Altgeräte, die

wertvolle Materialien wie beispielsweise Gold,

Silber und Platin beinhalten – alles Rohstoffe, die

in Entwicklungsländern und in vielen Fällen unter

unmenschlichen Bedingungen mit mühevoller

Handarbeit abgebaut werden.

Aus diesem Grund initiierte ÖDP-Politiker Andi

Reichel aus Oberhausen eine Handy-Sammelaktion,

an der sich inzwischen mehrere Männer und

Frauen aus dem kompletten Weilheim-Schongauer

Landkreis beteiligen. Sie sammeln die Mobilgeräte

von allen interessierten Bürgern ein und

reichen sie dem Telekom-Partner „teqcycle“ für

fachgerechtes Handy-Recycling weiter. Der Erlös

daraus kommt wiederum Bildungsprojekten der

Mission „EineWelt“ in Liberia, El Salvador und

Bayern zugute.

Nähre Infos zum Projekt sowie zu allen Abgabestellen

in der Region hält Andreas Reichel

unter der Nummer 08802 / 8756 sowie

die Internetseite www.handyaktion-bayern.de

bereit.

js

22 | tassilo


Kostenlose Beratung zum

Thema „Existenzgründung“

Weilheim | Ein Unternehmen zu gründen und dauerhaft

erfolgreich zu führen, ist eine anspruchsvolle

Aufgabe, die viel Fachwissen, Mut und einen hohen

Arbeitseinsatz erfordert. Sowohl das Landratsamt

Weilheim-Schongau als auch die IHK für München

und Oberbayern unterstützt den Sprung in die

Selbstständigkeit, bietet regelmäßig kostenlose Beratungen

zum Thema Existenzgründung, aber auch

zu Themen wie Existenzerhaltung, Vertrieb, Marketing

und weitere Unternehmer-relevante Punkte

an. In Sachen Terminvereinbarung werden alle Interessenten

gebeten, sich entweder bei Harald Hof,

betriebswirtschaftlicher Berater der IHK, zu melden.

Er ist telefonisch erreichbar unter 0881 / 92547428

oder per E-Mail unter harald.hof@muenchen.ihk.

de. Die richtigen Ansprechpartner für die kostenlose

Existenzgründer-Beratung im Landratsamt

Weilheim-Schongau, die immer donnerstags von 10

bis 13 Uhr stattfindet, sitzen in der Stabsstelle Wirtschaftsförderung.

Sie sind erreichbar unter

0881 / 681-1520 oder wirtschaftsfoerderung@lra-wm.bayern.de.


js

Blütenduft und Farbenpracht

Dießen | Endlich wieder eine frei zugängliche

Kunstausstellung: Unter dem Titel

„Florales“ zeigt die Dießener Künsterlin

Annunciata Foresti ihre jüngsten bildnerisch

gestalteten Blumenbetrachtungen.

Es sind Bilder von Eindrücken aus dem

Garten und der Wildnis rund um ihr Atelier.

Die Ausstellung hat bereits am Freitag,

26. Juni, um 19.30 Uhr mit einer feierlichen

Eröffnung durch den Landsberger

Landrat Thomas Eichinger begonnen.

Und dauert nun an bis einschließlich 5.

Juli. Geöffnet ist die Ausstellung in diesen

zwei Wochen

jedoch nur

an den Samsund

Sonntagen

zwischen

14 und 18 Uhr.


js

Wir sind für Sieda!

Ergotherapie

Peißenberg

DetlevGrzenia

(Neurologie, Pädiatrie, Orthopädie, Geriatrie)

Sonnenstraße 48 ·82380 Peißenberg

Tel. 08803/9009793·Handy0177/3988487

ergotherapie-peissenberg@web.de

www.ergotherapie-peissenberg.de

Lektüre regionaler Genüsse:

die Gewinner unserer Mai / Juni-Ausgabe

Tassiloland | Saisonal und regional ist voll im Trend. Passend

dazu hat Ihr Regionalmagazin „tassilo“ in der Mai / Juni-Ausgabe

drei Exemplare des kulinarischen Hofladenführers der Tutzinger

Autorin Dr. Eva-Maria Schröder verlost. Die 96 Seiten dicke und

mit 300 messerscharfen Fotos versehene Lektüre haben Andrea

Hofer aus Penzberg, Gerda Lukas aus Murnau und Isabell Barke

aus Weilheim gewonnen. Die zweite Verlosung – Konzertkarten

für das „Corazón-Quartett“, das im Rahmen der 18. Kulturwoche

in Murnau aufgetreten wäre – ist leider den Corona-Maßnahmen

zum Opfer gefallen. Allerdings nur temporär. Die Tickets, gewonnen

von Dieter Müller aus Murnau-Hechendorf, Gisela Treiber aus

Weilheim sowie Iris Girgner aus Penzberg, behalten ihre Gültigkeit.

Der Nachholtermin wird rechtzeitig

unter www.murnau.de bekanntgegeben.

Unabhängig davon bedankt sich das

Team „tassilo“ für die rege Teilnahme

an unseren Gewinnspielen und

möchte an dieser Stelle auf Heimaträtsel,

E-Book-Snacks und

Wanderführer hinweisen.

Viel Erfolg!

js

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juli / august 2020 | 23


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Saisonal und regional – Rezepte der Hauswirtschafterei

Snacks sind wieder

voll im Trend

ROBERT SCHWINGHAMMER, KLAVIERBAUER

Tassiloland | Vor rund 15 Jahren

waren fünf Mahlzeiten am Tag die

Regel. Neben ausgiebigeren Speisen

zum Frühstück, Mittag- und

Abendessen standen gesunde

Kleinigkeiten für Zwischendurch,

zum Beispiel Obst, Gemüse oder

Studentenfutter, für den Vor- und

Nachmittag auf dem Speiseplan

von Alt und Jung. Das Problem:

Rasch entwickelte sich aus dem

snacken gesunder Zwischenmahlzeiten

ein ebenfalls deftiger Akt

des Speisens, indem beispielsweise

Wurst- und Fleischsemmeln

sowie pappsüße Gebäcke oder

Kuchen in Massen verschlungen

wurden. Dass fünf deftige Mahlzeiten

am Tag logischerweise viel

zu ungesund und nicht wirklich

Strandfigur-fördernd sind, muss

nicht erst der Hausarzt im Rahmen

der nächsten Routineuntersuchung

diagnostizieren. Insofern

flachte der „Fünf Mahlzeiten

am Tag“-Trend wieder ab, hin

zu „lieber drei Mal gescheit, dafür

zwischendurch nix“. Im Laufe

der vergangenen Jahre aber hat

sich der Alltag der meisten Bürger

stark gewandelt. Im digitalen

Zeitalter des ständigen Höher,

Schneller und Weiter ist das tägliche,

warme, gesunde und ergiebige

Mittagessen, handgekocht

von Mama oder Oma, nur noch

in wenigen Haushalten existent.

Vor allem in größeren Ortschaften

und Städten gewinnen deshalb

Snacks wieder zunehmend an Bedeutung,

werden in bestimmten

Vierteln schon jetzt an jeder Ecke

angeboten. Auffallend sind neben

altbekannten Klassikern wie Leberkässemmeln,

Sandwiches oder

Döner die zahlreichen gesunden

Bio-Snacks, die es auch im Tassiloland

in ausgewählten Läden zu

kaufen gibt. Das brachte letztlich

auch die drei Damen der Hauswirtschafterei

auf die Idee, das

Thema „Snack“ intensiver aufzugreifen.

„Wir sind zwar mehr der

Fan von Brotzeiten in der Gemeinschaft“,

sagt Silvia Schlögel. Doch

angenommen, jeder der beruflich

stark eingespannten Kollegen kreiert

am Vorabend einen leckeren

Snack in größerer Menge, nimmt

ihn am nächsten Morgen mit in

die Arbeit und tauscht ihn gegen

einen anderen aus? „Dann hätten

wir das Ziel einer gemeinschaftlichen

Brotzeit mit einer großen

Auswahl an gesunden Leckereien

auch erreicht.“ Ob für zwischendurch,

oder gleich als Ersatz eines

Hauptgerichtes zu Mittag?

Jedem selbst überlassen. Im Folgenden

werden mit „Wiener im

bayerischen Schlafrock“, „Rettich-Carpaccio

mit geräucherter

Forelle“ und „Erbsen-Wrap“ drei

sündhaft-leckere Snack-Rezepte

der Hauswirtschafterei genauer

vorgestellt:

Wiener im

bayerischen Schlafrock

ZUTATEN HEFETEIG:

500 g Mehl

1 EL Salz

1 EL Honig

30 g weiche Butter

20 g Hefe

Wiener im

bayerischen Schlafrock

FÜLLUNG:

4 – 5 Wiener

ZUM TAUCHEN:

1 Packung Natron (à 50 g)

ZUM BESTREUEN:

2 – 3 EL grobes Salz

ZUBEREITUNG: Für den Hefeteig

das Mehl mit Salz, Honig und Butter

in eine Schüssel geben. Die

Hefe mit 280 ml warmem Wasser

verrühren und mit dem Knethaken

unterkneten. Zugedeckt an einem

warmen Ort eine Stunde gehen lassen.

Den Teig nochmals durchkneten

und zu einem schmalen Rechteck

ausrollen. Die Breite sollte der

Länge der Wiener entsprechen.

Eine Wiener auf eine Seite des

Teiges legen, einrollen und den

Teig abschneiden. Am Rand festdrücken.

Die restlichen Wiener auf

24 | tassilo


Kräutersalz, Pfeffer

1 rote Paprikaschote

100 g Feta- oder Bergkäse

Rettich-Carpaccio mit Räucherforelle

diese Weise ebenfalls in den Teig

rollen. Jede Teigrolle in fünf bis

sechs Stücke schneiden.

Zum Tauchen 2 l Wasser aufkochen

und das Natron langsam einrieseln

lassen. Jeweils drei bis vier

Teigstücke gleichzeitig in die leicht

siedende Lauge geben und ca. 30

Sek. ziehen lassen. Zwischendurch

vorsichtig umdrehen. Mit einem

Schaumlöffel entnehmen. Abtropfen

lassen und in eine gefettete

Auflaufform setzen. Mit dem Salz

bestreuen und backen.

Backzeit: ca. 30 Minuten bei 200 °C

(180 °C)

Rettich-Carpaccio

mit geräucherter Forelle

ZUTATEN:

1 Rettich

Salz

2 rote Äpfel

1 EL Zitronensaft

125 g geräuchertes Forellenfilet

30 g Löwenzahnblätter o. Rucola

Die Forellenfilets in Streifen

schneiden. Löwenzahnblätter (Rucola)

waschen, putzen und trocken

schleudern.

Rettich- und Apfelscheiben fächerartig

auf vier Tellern anrichten. Die

Forellenfilets und den Löwenzahn

(Rucola) darüber verteilen.

Die Zutaten für das Dressing miteinander

verrühren und über das

Carpaccio geben.

Erbsen-Wrap

ZUTATEN PFANNKUCHEN:

250 g Mehl

2 – 3 Eier

350 ml Milch

Salz

Butterschmalz zum Ausbacken

FÜLLUNG:

400 g Tiefkühl-Erbsen

200 ml Gemüsebrühe

1 Knoblauchzehe

120 g Schmand

80 g Butter

ZUBEREITUNG: Für die Pfannkuchen

die Zutaten miteinander

verrühren und in heißem Butterschmalz

vier große Pfannkuchen

ausbacken. Auskühlen lassen.

Für die Füllung die Erbsen in der

Gemüsebrühe ca. 5 Minuten kochen.

Abgießen und abkühlen

lassen. Die Knoblauchzehe schälen

und vierteln. Mit dem Schmand

und der Butter zu den Erbsen geben

und mit einem Stabmixer pürieren.

Pikant würzen.

Die Paprikaschote waschen, putzen

und fein würfeln. Den Fetakäse

grob zerbröseln, wird Bergkäse

verwendet, diesen reiben.

Die Erbsencreme auf den Pfannkuchen

verstreichen. Paprikawürfel

und Käse darüberstreuen. Die

Pfannkuchen aufrollen und 2 Stunden

kühl stellen.

Ihr Team „tassilo“ wünscht Ihnen,

liebe Leserinnen und Leser,

gemeinsam mit den drei Damen

der Hauswirtschafterei viel Spaß

und Erfolg beim Ausprobieren der

leckeren Snacks. Und für alle, die

beim Ausprobieren dieser Rezepte

auf den Geschmack gekommen

sind: Auf Seite 22 stellen wir Ihnen

das neue Kochbuch der Hauswirtschafterei

vor. Es geht um Snacks.

Und erscheint, auch aufgrund der

Corona-Krise, diesmal als ePaper.js

DRESSING:

3 EL Weißweinessig

4 EL Rapsöl

1 EL Kräutersenf

Salz, Pfeffer, Zucker

Schnittlauch

ZUBEREITUNG: Den Rettich schälen,

evtl. längs halbieren und in

Scheiben hobeln. Salzen, 10 Minuten

ziehen lassen und abgießen.

Die Äpfel waschen, halbieren und

entkernen. In Scheiben schneiden

und sofort mit dem Zitronensaft

beträufeln.

Erbsen-Wrap

juli / august 2020 | 25


SC Huglfing verschiebt 100-Jahr-Feier

Gerhard Polt kommt trotzdem

Huglfing | Weibliche Rollen durften

im Theater des Katholischen

Burschenvereins Huglfing nicht

von Frauen besetzt werden. Das

fanden die meisten der damaligen,

aktiven Mitglieder derart

daneben, dass sie demonstrativ

ausgetreten sind und einen neuen

Verein gründen wollten. Einen

Verein, der für Gleichberechtigung

zwischen Mann und Frau steht.

So entstand im Jahre 1920 der

Radfahrer-Club Huglfing. „Es war

damals die einzige Sportart, über

die man viele Mitglieder gewinnen

konnte“, sagt Bernhard Kössler,

heutiger Vorsitzender des SC Huglfing,

über die Sparten-Spezialisierung

„Rad“. Als jedoch im Jahre

1932 die Sparte Fußball dazukam,

passte das mit dem Vereinsnamen

nicht mehr. Die logische Folge im

Jahre 1934: Der Verein wird umbenannt

– aus dem Radfahrer-Club

wird der Sportclub Huglfing, der

nun beliebig viele Abteilungen

unter einem Dach einen kann.

Zwar lagen die Aktivitäten des SC

während des Zweiten Weltkriegs

(1939 bis 1945) auf Eis. 1946 aber

haben die Fußballer den Club wiederbelebt.

Und seither ging es in

WERK OBERLAND

Sachen Vereinsentwicklung nahezu

ungebrochen bergauf. 1964

zählte der Verein bereits 120 Mitglieder.

Es kamen die Abteilungen

Kegeln, Tischtennis und Damen-

Gymnastik hinzu. Gefolgt von Ski,

Tennis, Leichtathletik, Taekwondo

und – ganz neu seit Anfang 2020

dabei – eine Line-Dance-Gruppe.

Damit bietet der SC Huglfing ein

facettenreiches Breitensportangebot

für alle Altersklassen, welches

auch von der Bevölkerung gut angenommen

wird. Denn heute zählt

der Verein mehr als 1 200 Mitglieder

– angefangen bei den jüngsten

mit fünf, aufgehört bei den ältesten

mit weit über 80 Jahren.

Feiern Trachtler und

Sportler gemeinsam?

Den Auftakt der SC-Geschichte machten die Radelfahrer.

Links zu sehen: Das Gründungsbild aus dem Jahre 1920.

Zum 100-jährigen Jubiläum haben

die aktiven Mitglieder um Vorsitzenden

Bernhard Kößler ein tolles

Festwochenende auf die Beine gestellt.

Highlight wäre der Auftritt

des Bayerischen Kult-Kabarettisten

Gerhard Polt gewesen – die Huglfinger

haben ihn bekommen, obwohl

er heuer auf Abschiedstournee

gehen wollte, allein deshalb

noch stärker gefragt gewesen war

bei den Veranstaltern als ohnehin

schon. Insofern wäre es eine

riesengroße Ehre gewesen für

das 2 800 Einwohner starke Dorf.

Und jetzt? „Natürlich ist es extrem

schade, dass wir unser 100-Jähriges

aufgrund Corona nicht im Jubiläumsjahr

feiern können“, sagt

Bernhard Kößler, der gemeinsam

mit einem Festausschuss dieses

Festwochenende vom 23. bis 26.

Juli bereits vor gut zwei Jahren

angefangen hatte zu planen. Komplett

darauf verzichten kommt für

den SC Huglfing aber nicht in Frage.

„Deshalb haben wir uns dazu

entschlossen, die Feier 2021 nachzuholen.“

Und zwar so, dass auch

das Rahmenprogramm größtenteils

gleichbleiben soll. Will heißen:

Gerhard Polt, dieser einzigartige

Ausnahmekönner, der seine

Abschiedstournee natürlich auch

verschieben musste, kommt nun

im nächsten Jahr nach Huglfing.

Genaugenommen am Samstagabend,

24. Juli. Wichtig zu wissen

26 | tassilo


Ein riesiger Erfolg war der Kreisliga-Aufstieg im Jahre 1999.

ist nur: Alle Polt-Fans, die bereits

für 2020 eine Karte ergattern

konnten, müssen ihr Glück höchstwahrscheinlich

erneut versuchen –

ihre 2020er Karten verlieren die

Gültigkeit, das Geld wird rückerstattet.

Wann genau der neuerliche

Kartenvorverkauf für den Kabarett-

Abend mit Gerhard Polt startet,

gibt der Verein rechtzeitig auf seiner

Internetseite www.sc-huglfing.

de bekannt. Der Polt-Termin steht

also. Eventuell sogar im Zentrum

einer einzigartigen Festkonstellation.

Hintergrund: 2021 feiert auch

der Huglfinger Trachtenverein seinen

100. Geburtstag. Erste Stimmen

aus der Bevölkerung wurden

bereits laut, doch eine gemeinsame

Feier auf die Beine zu stellen.

Fußballer freuen sich

auf Kunstrasenplatz

Trachtler und Sportler an einem

Tisch? „Ich persönlich könnte

mir das sehr gut vorstellen“, sagt

Bernhard Kößler. Erstens gebe es

in Huglfing ohnehin einige Vereinsmitglieder,

die sowohl im

Sportclub als auch bei den Trachtlern

oder in der Musikkapelle aktiv

sind. Darüber hinaus sei eine regelmäßige,

Vereins-übergreifende

Zusammenarbeit das große Ziel

des Vereinsvorsitzenden. „Es hat

mal eine Zeit gegeben, wo man die

Leute aus einem anderen Verein

oder einer anderen Sparte des SC

gar nicht gekannt hat.“ Das sei –

insbesondere für einen kleineren

Ort wie Huglfing – in Kößlers

Augen ein No-Go. „Ich wünsche

mir, dass unsere Mitglieder über

den Tellerrand ihrer Sportart hinausschauen.“

An dieser Stelle

erinnert er an die erfolgreichsten

Zeiten des SC zurück. Das war zum

einen der Bayernliga-Aufstieg der

Tischtennis-Mannschaft im Jahr

1990. Und zum anderen der Kreisliga-Aufstieg

der Fußballer im Jahr

1999. „Als wir die Meisterschaft mit

einem feierlichen Zug durchs Dorf

gefeiert haben – musikalisch umrahmt

von der Blaskapelle.“ Auch

da waren Trikot und Lederhose

erfolgreich vereint. Apropos Trikot:

Die Fußballer dürfen sich auf einen

neuen Kunstrasenplatz ohne Mikroplastik

sowie auf einen neuen

Naturrasenplatz freuen. Läuft alles

nach Plan, kann bereits im Frühjahr

2021 darauf gespielt werden.

Und auch die Tennisabteilung wird

momentan wiederbelebt. „Zu Zeiten

von Steffi Graf und Boris Becker

erlebte unsere Tennisabteilung

einen Boom, der die vergangenen

Jahre jedoch stark abgeflacht ist.“

Das ändert sich derzeit wieder

zum Positiven, was ganz nach dem

Geschmack der damaligen Gründungsmitglieder

sein dürfte. Noch

erfreulicher für sie: Seit einigen

Jahren wird in Huglfing erfolgreicher

Mädchen- und Frauenfußball

gespielt. Mehr Emanzipation im

Sport – und damit auch Gleichberechtigung

– geht nicht.

js

juli / august 2020 | 27


Penzberger Fußballer zocken jetzt virtuell

Vom Rasen

vor die Konsole

Marlon Markart (oben)

und Mirko Buric.

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Penzberg | Als Mitte März die

Nachricht kam, dass der Bayerische

Fußball-Verband e.V. (BFV)

im Zuge der Corona-Krise den

Spielbetrieb für alle Ligen aussetzen

würde, waren auch Marlon

Markart und Mirko Buric betroffen.

Die beiden 16-Jährigen kicken

gemeinsam in der A-Jugend des

ESV Penzberg: Marlon im Mittelfeld,

Mirko als rechter Verteidiger.

Als dann auch noch ihre Realschule

in Penzberg die Tore schloss,

hatten die beiden vor allen Dingen

eines: viel Zeit. Doch es gab eine

Alternative zum echten Fußballspiel

auf dem grünen Rasen. Mirko

erzählt: „Wir haben auf vielen

Internetseiten die Nachrichten gesehen,

dass der BFV E-Sport-Turniere

veranstaltet. Ich habe dann

Marlon und mich direkt für einige

Wettbewerbe angemeldet und es

lief immer besser.“

E-Sport erfreut sich seit Jahren

großer Beliebtheit und hat eine

ganz eigene Industrie hervorgebracht.

Profis spielen um hohe

Preisgelder, reisen weltweit zu

Turnieren, wo sie sich vor tausenden

Zuschauern in den Stadien,

und Millionen an den heimischen

Bildschirmen, untereinander

messen. Auch die Fußballsimulation

FIFA gehört zu den Computerspielen,

bei denen um Ruhm,

Geld und Ehre gezockt wird.

Viele Bundesligamannschaften,

wie beispielsweise der FC Augsburg,

führen eigenen E-Sport-

Teams, die den Verein in einer

virtuellen Bundesliga vertreten.

Der BFV veranstaltete die erste

„eClub Championship“ im Jahre

2019. 250 Teams mit je zwei Spielern

gingen an den Start. Die Finalrunde

wurde im Juni in einer

Location in Landshut ausgespielt.

Sieger wurden die Brüder Philipp

'phlip1989' und Yannic 'yannic0109'

Bederke. Eigentlich spielen

sie eben für jenes Profiteam

des FC Augsburg, sind aber auch

noch Mitglieder bei ihrem Heimatverein

TSV Oettingen. Denn das

ist eine der Bedingungen für die

Teilnahme: Die Spieler der Teams

müssen Mitglieder eines Vereins

sein, der zum BFV gehört.

BFV gründet

E-Sport-Sparte

Johannes Kanz ist beim BFV Projektleiter

für den Bereich E-Sport.

Der 26-Jährige ist mit dieser Aufgabe

mittlerweile Vollzeit ausgelastet.

Er schildert die Entwicklung

des E-Sports beim BFV: „Im Mai

2018 wurde auf dem Verbandstag

beschlossen, E-Sport mit in die

Satzung aufzunehmen. Seitdem ist

ziemlich viel passiert und wir haben

einige Turniere durchgeführt.“

Die „EClub Championship“ wird

zunächst in den Bezirken ausgespielt:

Oberbayern, Niederbayern,

Unter-, Mittel- und Oberfranken,

Schwaben, Operpfalz und Pfalz.

Pro Verein dürfen sich drei Zweierteams

anmelden. Die Sieger in

jedem Bezirk bestreiten schließlich

das große Finalturnier. Es geht um

Preisgelder für die Mannschaftskassen

der Vereine. Die Leistung

der E-Sportler ist also eng mit

den echten Clubs verknüpft. Das

ist durchaus Absicht, wie Kanz

erläutert: „Natürlich freuen sich

die Vereine, wenn ihre E-Sportler

erfolgreich sind. Und wir fördern

auch die Identifikation der jungen

Leute mit ihrem Heimatverein. Der

Wettbewerb mit lokalen Konkurrenten

wird auf diese Weise interessanter.“

Training, Strategie

und Taktik

Mirko „Fifagoat19“ Buric und Marlon

„Marlon__3107“ Markart vertreten

seit einigen Wochen den ESV

28 | tassilo


Penzberg in

den virtuellen

Turnieren.

Und

das durchaus

erfolgreich.

Die

Bilanz von

Marlon liest

sich gut: 1.

Platz beim

„Oberland

eCup“ (35 Teilnehmer), 5. Platz

beim „SC Armin FIFA-Cup“ (65),

9. Platz beim „Büchsenberger E-

sports Cup 2020“ (56) und 17. Platz

beim „FCN x HIVE Cup #P2“ (155).

Mirkos größte Erfolge waren ein 5.

Platz bei der „Rhön-Challenge #1“

(67) und der 17. Platz beim „FIFA

#StayAtHome Cup #3“ (113). Die

Spielzeit beträgt zweimal sechs

Minuten. Gespielt wird im sogenannten

85er-Modus, was bedeutet,

dass alle Spieler dieselbe virtuelle

Spielstärke haben – egal, ob

man Bayern München, 1860 oder

den FC Augsburg wählt. Chancengleichheit

ist somit garantiert. Bisher

spielten die beiden einsam vor

dem heimischen Bildschirm, aber

bei der „eClub Championship“

müssen sie zum ersten Mal als

Team antreten. Corona war dafür

verantwortlich, dass der Start des

Wettbewerbs aufgrund Kontakbeschränkungen

immer wieder verschoben

werden musste. Da diese

Ende Mai 2020 aber gelockert

wurden, konnte der erste Spieltag

für den 02. Juni angesetzt werden.

Marlon und Mirko freuen sich auf

den Wettbewerb und trainieren

bis zu drei Stunden am Tag gegen

befreundete Teams. In Sachen

Strategie und Taktik müssen Kompromisse

gemacht und Absprachen

getroffen werden. Marlon

favorisiert das 4-2-2-2 Spielsystem,

Mirko das 4-2-3-1. In der Regel

richten sie sich aber nach den

Gegnern und während einer Partie

wird häufig umgestellt. Mirko gibt

dazu einen Einblick: „Wenn ich

in Führung gehe, stelle ich nicht

viel um, denn anscheinend passt

es ja. Aber wenn ich hinten liege,

verstärke ich die Offensive. Entweder

verliere ich dann hoch oder

schaffe es noch einmal zurückzukommen.“

Sie sind sich einig, dass

es durchaus hilfreich sei, wenn

man von Fußball generell etwas

Ahnung hat. Pressing, Steilpässe,

hohe oder tiefe Verteidigung,

Standardsituation – auf die Feinheiten

kommt es an und nur viel

Training führt zu Automatismen.

Spielen Nervosität und Druck eine

Rolle? „Bei den ersten drei Turnieren

bin ich jeweils in frühen Runden

rausgeflogen. Da spielt die

Nervosität noch keine große Rolle.

Wenn man dann aber im Halbfinale

ist und es um Preisgeld geht,

wird man umso nervöser“, sagt

Marlon. Direkten Kontakt zu den

Gegnern hat man während des

Spiels nicht, aber natürlich spielt

die Beobachtung der kommenden

Konkurrenten eine Rolle. Ungefähr

eine Stunde vor dem Anpfiff

wissen sie, gegen wen es geht.

Dann wird schnell nachgeschaut,

welche Platzierungen die anderen

schon erreicht haben oder ob

sie gar Profis sind. Aber auch vor

den Berufskickern ist Marlon nicht

bange: „Es ist nicht so, dass man

da völlig chancenlos ist. Man wird

nicht abgeschlachtet und verliert

haushoch.“

Das Hobby

zum Beruf machen?

Die beiden Schüler sind in jedem

Falle begeistert bei der Sache und

wollen sich auch für die „eFootball

League“ des BFV anmelden, sobald

diese neu startet. Sie denken

sogar darüber nach, ob sie eine

Karriere als E-Sport-Profi anstreben

sollen. Mirko plant aber nach

dem Schulabschluss erst einmal

den Besuch der FOS in Bad Tölz

und eventuell ein anschließendes

Studium. Marlon wird eine Ausbildung

zum Chemikant beginnen.

„Wir müssen einfach öfters mal

gegen Profis spielen. Wenn die

merken, dass wir dagegenhalten

können, werden sie auf uns aufmerksam

und die Dinge können

sich entwickeln. Es wird schon irgendwie

klappen“, zeigen sie sich

optimistisch.

Der erste Spieltag beim „BFV

eClub Championship 2020“ endete

für die Jungs am 2. Juni jedoch

tragisch: Die erste Runde war zwar

locker, denn sie hatten ein Freilos

bekommen. In der zweiten flogen

sie allerdings wegen technischer

Probleme aus der Partie gegen SC

Grüne H.Ismaning III raus – und

das Spiel wurde gegen sie gewertet.

Natürlich saß der Frust tief,

aber das nächste Turnier kommt

bestimmt.

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juli / august 2020 | 29


Murnau-Werdenfelser aus der Lichtenau

Rinderzucht

zum Rasseerhalt

Weilheim-Lichtenau | Die Geschichte

der Murnau-Werdenfelser-Rinder

ist lang und bewegt.

Auch wenn die Herkunft nicht eindeutig

geklärt ist, handelt es sich

doch um die einzige autochthone,

also eingeborene Rasse in Bayern.

Im Jahre 1896 wurden rund 62 000

Murnau-Werdenfelser im Freistaat

gezählt. Waren es 1950 noch 200

landwirtschaftliche Betriebe, die

diese Rinder hielten, sank die Zahl

bis 1980 auf dramatische zwei. Der

Staat griff ein, förderte den Erhalt

der Rasse und legte eine Genreserve

mit 25 Tieren an. Aber selbst

im Jahr 2005 gab es gerade mal 113

Kühe und sechs Bullen mit drei unterschiedlichen

Blutlinien.

Die Milchleistung und der Fleischertrag

sind geringer als bei den

neuen hochgezüchteten Rassen,

und Traktoren ersetzten die Ochsen

in der Landwirtschaft. Seit

1986 findet sich das, im Vergleich

eher kleinere, aber sehr kräftige

Rind, auf der Roten Liste der bedrohten

Nutztierrassen wieder.

Kategorie 1: Extrem gefährdet.

Die Situation rund um die Murnau-

Werdenfelser hat sich in den letzten

Jahren wieder etwas entspannt,

man geht von rund 3 000 Tieren in

Bayern aus. Einige Züchter haben

das Rind neu entdeckt und arbeiten

wirtschaftlich mit den Tieren.

Die geringere Milchleistung wird

durch die höhere Lebenserwartung

der Kühe ausgeglichen. Das

Fleisch erfreut sich mittlerweile

großer Beliebtheit und wird auch

von etablierten Warenhäusern

im Programm geführt. Das Amt

30 | tassilo

für Landwirtschaft in Weilheim-

Schongau unterstützt die Züchter

mit 100 Euro pro Tier im Jahr. Im

Landkreis Garmisch-Partenkirchen

wird etwas mehr bezahlt.

Eine kleine Herde

entsteht

Die Eheleute Ursula und Michael

Riedle hatten von der Situation

rund um die Murnau-Werdenfelser

gelesen. Eigentlich sind sie mit

ihrem erfolgreichen Bauunternehmen

stark ausgelastet. Ursula

Riedle ist allerdings auf einem

landwirtschaftlichen Betrieb in

Hohenfurch aufgewachsen und

betrachtet ihre eigene „Ranch“ in

Weilheim-Lichtenau als Ausgleich

zu stressigen Tagen im Büro. 2015

begannen sie mit dem Bau des

Stalls, der für 15 Tiere ausgelegt

ist. Ehemann Michael schildert die

Motivation: „Wir wollten keine konventionellen

Rinder aus wirtschaftlichen

Gründen halten. Es geht uns

gar nicht um einen kommerziellen

Ansatz, wir wollen dazu beitragen,

diese Rasse zu erhalten. Wenn auch

nur in kleinem Rahmen. Wir sind

Michael Riedle hat ein Herz

für Murnau-Werdenfelser.

keine Züchter, sondern

Förderer der

Murnau-Werdenfelser-Rinder.“

Von einem befreundeten

Jäger, der selbst eine kleine

Zucht aufgebaut hatte, kauften die

Riedles, für rund 5 000 Euro, je

zwei junge Kühe und Ochsen. Die

Tiere waren ein halbes Jahr alt und

gemeinsam aufgewachsen, was

die Eingewöhnung am neuen Ort

erleichterte. Unterstützt werden sie

dabei von einem Zuchtwart, der sie

regelmäßig besucht, beratend zur

Seite steht und vor allen Dingen

über den Stammbaum der kleinen

Herde Bescheid weiß. Denn Inzucht

muss um jeden Preis vermieden

werden. Ursula Riedle betont, dass

die Herde gesund und langsam

wachsen solle, bis der Stall vielleicht

irgendwann einmal voll ist.

Angesichts des relativ kleinen Genpools

der Murnau-Werdenfelser

wird über die Blutlinien genauestens

Buch geführt. Darum kümmert

sich das Landeskuratorium der

Erzeugerringe für tierische Veredelung

in Bayern e.V. (LKV). Die

Eheleute Riedle wissen nun also,


wer die Eltern und Großeltern ihrer

Rinder sind. Die Besamungsstation

Greifenberg (BSG) veröffentlicht

regelmäßig einen Katalog mit den

zur Verfügung stehenden Stieren.

Die kommen dann allerdings

nicht persönlich

vorbei, sondern

das Sperma wird

tiefgefroren vom

Tierarzt gekauft.

Es gibt mittlerweile

wieder mehrere

Züchter zwischen

Garmisch und Peiting,

die sich auch kommerziell

um die Erhaltung

der Rasse kümmern. 2019 gab

es einen „Weltkongress“ rund um

die Murnau-Werdenfelser in Greifenberg,

wo sich über 250 Züchter

und Förderer trafen. Ein Team

von Akademikern kümmert sich

aktiv um die „genomunterstützte

Inzuchtvermeidung und Selektion

neuer Bullenlinien“. Im Katalog

finden sich derzeit 15 Bullen zur

Auswahl, drei neue sind alleine

dieses Jahr schon dazu gekommen.

Der Erhalt der Rasse scheint

für den Moment gesichert. Einen

eigenen Stier gibt es auf der

schmucken Farm bei Weilheim

noch nicht. Ursula Riedle erklärt

warum: „Wir haben nun auch ein

kleines Rind. Die Bärbl ist gerade

mal fünf Monate alt. Das ist dem

Stier aber egal, der springt auf alles

drauf, was er sieht. Außerdem

kann man einen Stier nur für eine

Saison behalten, denn sonst hat

man schnell wieder das Problem

mit der Inzucht. Im Moment wäre

uns ein Stier noch zu stressig.“

Nachwuchs und

Schlachtung

Ein Nachbar der Riedles hatte sich

ebenfalls eine Kuh der Murnau-

Werdenfelser angeschafft, aber

schon bald festgestellt, dass das

Tier für die normale Milchwirtschaft

nicht geeignet war. Also

kauften die Riedles die Kuh kurzerhand

dazu, sodass ihre kleine

Herde auf fünf Tiere anwuchs –

eine fruchtbare Idee, denn die

neue Kuh gebar schon bald zwei

Kälber. Eines davon ist eben jene

Bärbl, die heute munter über die

Wiese springt. Michael Riedle erinnert

sich an die Geburt: „Das ist

einfach ein tolles Erlebnis. Wir waren

auf der Arbeit in Hohenfurch,

als der Anruf kam, dass es losgeht.

Dann wurde sozusagen das Blaulicht

aufs Auto gesetzt und wir sind

zum Stall gerast.“

Die zwei Kühe, die 2015 den Grundstock

bildeten, sind heute noch da.

Die beiden Ochsen wurden geschlachtet.

Dieser Vorgang läuft

auf dem Naturlandbetrieb relativ

stressfrei ab, wie Michael Riedle

erklärt: „Den ersten Ochsen habe

ich selbst mit dem Bolzenschussgerät

auf der Wiese geschossen.

Bei uns wird kein Tier verladen

und weggekarrt, wir machen alles

auf dem Hof. Denn wenn man nur

die Familie und Verwandte ersten

Grades mit dem Fleisch versorgt,

darf man das Tier selbst zerlegen.“

Da Teile des zweiten Ochsen verkauft

werden sollten, musste ein

Metzger vor Ort sein, der das ausgeblutete

tote Tier schließlich mit

in einen zugelassenen Schlachthof

nimmt. „Wir füttern nur mit Gras

und Heu. Das schmeckt man hinterher

auch. Die Fleischqualität ist

hervorragend und bei uns werden

nahezu 100 Prozent des Tieres verwertet“,

versichert Michael Riedle.

Sieht man den Tieren auf der

Weide zu, machen sie einen gesunden

und glücklichen Eindruck.

„Ein Tierarzt musste noch nie

gerufen werden“, erzählt Ursula

Riedle und lacht. Dann möchte

sie aber noch etwas loswerden:

„Wir möchten uns ganz besonders

bei unserem Nachbarn bedanken,

ohne den das hier alles gar nicht

möglich wäre. Wir sind ja auch

noch berufstätig. Er unterstützt uns

bei allen technischen und organisatorischen

Fragen.“

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juli / august 2020 | 31


Die Wasserwacht im Tassiloland

Ehrenamtlich – aber professionell

Tutzing | Seen und Flüsse im Tassiloland

lassen kaum Wünsche

offen, was Erholung, Naturgenuss

oder auch Freizeitvergnügen am

und im Wasser angeht. Erst recht

bei sommerlichen Temperaturen.

Und wenn dabei doch einmal etwas

passieren sollte, man Hilfe

braucht? Dann kommt die Wasserwacht.

In der Nähe einiger

Strandbäder oder Yachthäfen sieht

man deren Erkennungszeichen,

einen stilisierten Rettungsring.

Was eine Wasserwacht macht,

scheint klar zu sein: Am Wasser

wachen. Strandaufsicht. Aufpassen,

dass nichts passiert. Da gab

es mal diese amerikanische Fernsehserie

namens „Baywatch –

Die Rettungsschwimmer von

Malibu“. Die saßen am vielbesuchten

Badestrand unter einem

Sonnenschirm oder auf einem

Wachturm. Suchten ab und zu mit

dem Fernglas bedeutungsvoll das

Wasser ab. Stürzten sich gekonnt

in die Fluten, wenn jemand Hilfe

brauchte. Spannende Einsätze

und romantische Abenteuer am

laufenden Band. Schöne Bilder.

Sieht so auch das Wasserwacht-

Leben im Tassiloland aus? Einer,

der es wissen muss, ist Robert

Lettenbauer von der Wasserwacht

Tutzing. Seit bald 30 Jahren engagiert

sich der heute 43-Jährige in

der Wasserwacht. Ein Praktiker,

der inzwischen als Technischer

Leiter und Einsatzleiter des Wasserrettungsdiensts

der Wasserwacht

Tutzing tätig ist. Also in der

Wasserrettungsorganisation des

Deutschen Roten Kreuzes.

„Eine Strandaufsicht

sind wir nicht“

Beim Vergleich mit „Baywatch“

schmunzelt Robert Lettenbauer

und sagt: „Naja, wohlwollend

könnte man sagen: Es gibt ein

paar Gemeinsamkeiten. Aber

Strandaufsicht oder Bademeister

sind wir schon mal nicht!“

Romantisch könne der Starnberger

See natürlich auch sein. Und

Wasserwachtler seien selbstverständlich

ausgebildete Rettungsschwimmer

und noch viel

mehr. Die Ausbildung umfasse

nach Erste-Hilfe-Kurs, Rettungsschwimmabzeichen

in Silber sowie

Schnorchelabzeichen einen

zu absolvierenden Lehrgang als

„Rettungsschwimmer im Wasserrettungsdienst“.

Und dann noch

eine Weiterqualifizierung zu umfassend

ausgebildeten „Wasserrettern“.

Damit sei man auch

für Sanitäteraufgaben zu Wasser

und zu Lande qualifiziert und im

Rettungsdienst vielseitig einsetzbar.

„Unsere Ausbildung ist also anspruchsvoll

und auch sehr praxisbezogen“,

erläutert Lettenbauer.

Professionelles Zusammenwirken

im Team sei das A und O. Denn:

„Wasserrettung ist eine Teamaufgabe.“

Da müsse jeder Handgriff

sitzen, die Rollenverteilung klar

und das Miteinander eingespielt

sein. „Im Mittelpunkt stehen immer

die zu Rettenden, auf die wir

uns konzentrieren müssen.“ Aus

gutem Grund habe daher die kontinuierliche

Aus- und Fortbildung

in der Wasserwacht-Ortsgruppe

Tutzing einen hohen Stellenwert.

„Wir verfügen inzwischen über

mehrere, erfahrene Ausbilder, die

sogar über Tutzing hinaus in der

Wasserwacht-Ausbildung engagiert

sind.“

Das Einsatzspektrum, das die

Wasserwacht mit Kompetenz und

spezialisierter Technik abdeckt

und für das man sich fit halten

müsse, ist breit, erläutert Lettenbauer.

Vereinfacht ausgedrückt:

alles, was nötig ist, um Menschen

am, auf und im Wasser zu retten.

Vor allem, vor dem Ertrinken zu

bewahren. „Mit Sicherheit am

Wasser“, lautet deshalb das Motto

der Wasserwacht.

Mobil zu Wasser

und zu Lande

Jedes Jahr leisten die Tutzinger

Wasserwachtler tausende Stunden

Wachdienst an ihrer Station am

Südbad. Vor allem an Wochenenden

und Feiertagen im Sommer.

Ihr leistungsstarkes Motor-Rettungsboot

ist ausgelegt, bei jedem

Wellengang auf dem Starnberger

See fahren zu können. Damit

kommen sie in Not geratenen

Schwimmern, Seglern,

Surfern, Kitern,

Tauchern und

Motorbootbesatzungen zu Hilfe.

„Gerade Segler unterschätzen immer

wieder, wie heftig ein Wetterumschwung

am Starnberger See

sein kann. Dann müssen wir ausrücken,

um mindestens technische

Hilfe zu leisten“, so Lettenbauer.

Die Tutzinger Wasserwachtler suchen

außerdem vermisste Personen

und verlorene Gegenstände,

helfen bei Tauchunfällen, bergen

gesunkene Boote und unterstützen

bei Arbeiten am, im und unter

Wasser. Ihr Heimrevier ist da, wo

der Starnberger See mit 4,7 Kilometern

am breitesten ist. Es reicht

von der Roseninsel im Norden bis

über Bernried im Süden hinaus.

Neben dem Rettungsboot verfügt

die Ortsgruppe über ein speziell

für Wasserrettung ausgestattetes

Fahrzeug, mit Schlauchboot und

Zusatzmaterial im Anhänger. Eine

mobile Einheit für Notlagen im

Landkreis und überregional. Damit

ist sie flexibel und kann sowohl ihr

Personal wie auch Material in die

Nähe von Einsatzorten bringen,

die auch an anderen Seen oder

Flüssen liegen können.

Die 1952 gegründete Tutzinger

Wasserwacht hat also sowohl eine

32 | tassilo


Fester Bestandteil der Wasserwacht

am Starnberger See sind

die Rettungs- und Bergetaucher.

stationäre Komponente in Form

der Wachstation am Südbad, als

auch eine mobile Komponente zu

Wasser und zu Lande. Sie wird

überall da eingesetzt, wo Spezialwissen

und spezielle Ausstattung

für die Wasserrettung benötigt

wird. Dass die Tutzinger auch über

Rettungs- und Bergetaucher verfügen,

erweitert die Einsatzmöglichkeiten.

Ihre Schnelleinsatzgruppe (SEG)

kann rund um die Uhr über Funkmelder

alarmiert werden. Denn

die Wasserwacht ist eingebunden

in das Gesamtgefüge der Rettungsorganisationen.

Auch bei

Großschadenslagen an Land ist

sie als Unterstützungseinheit in

den Alarmplänen berücksichtigt.

Dies alles erfordere, so Robert Lettenbauer,

dass sich Wasserwachtler

immer neu auf die jeweilige

Situation einstellen, auf die betroffenen

Menschen eingehen, die

richtigen Entscheidungen treffen

und passende Lösungen finden. Zu

jeder Zeit und bei jeder Witterung

könnten Menschen diese professionelle

Hilfe benötigen. Manchmal

sei dies auch mit Gefahr für Leib

und Leben der Wasserwachtler

verbunden. Umso wichtiger sei es,

bestmöglich ausgebildet, motiviert

und ein starkes Team zu sein. Was

übrigens nicht selbstverständlich

sei. „Wasserwachtler sind nämlich

ehrenamtlich und in ihrer Freizeit

tätig. Da gehört schon einiges

dazu, sich so zu engagieren.“

Besondere Freude bereite dabei,

wenn man erlebt, mit wie viel Eifer

schon Kinder und Jugendliche

an diese Aufgabe herangehen.

Wie sie Schritt für Schritt in der

Jugendgruppe das nötige Handwerkszeug

erlernen. Sich der Wasserrettung

widmen. Für Motorboot

und Technik begeistern. In die Gemeinschaft

hineinwachsen.

Nach allem, was Robert Lettenbauer

so authentisch berichtet hat,

überrascht sein abschließender

Satz: „Als gemeinnützige Organisation

finanzieren wir uns weitgehend

über Spenden.“ Die sind

bei der örtlichen Wasserwacht

sicher besser angelegt als bei

„Baywatch“.

kp

juli / august 2020 | 33


STOA169 – umstritten, aber einzigartig

Säulenhalle

internationaler Kunst

Polling | Künstler Bernd Zimmer

lebt seit 1984 in Polling. Ähnlich

lange schwärmt der heute 71-Jährige

von einem weltweit einzigartigen

Kunstprojekt – von einer nach

allen vier Seiten offenen Halle,

deren Dach getragen wird von mit

Kunst versehenen Säulen. Auf diese

außergewöhnliche Idee gekommen

ist er im Winter 1989 / 90, als er

erstmals Südindien bereiste. Dort

faszinierten ihn nicht nur die Tempelanlagen

und Heiligtümer der

Hinduisten. Auch das Drumherum

und Davor begeisterte ihn: Hallen

und Gänge, in denen die Gläubigen

vor und nach Besuchen der

eigentlichen Heiligtümer verweilen

konnten. Zimmers Gedanke: Eine

ähnliche „Wartehalle“ in Deutschland

errichten, wobei jede einzelne

Säule individuell von einem anderen

Künstler gestaltet werden soll.

30 Jahre später wird seine Idee

Wirklichkeit. Auf einem naturbelassenen

Grundstück süd-westlich

von Polling, unweit der Roßlaichbrücke

an der B472, entsteht gerade

diese Säulenhalle. Getauft

wurde das Projekt mit dem Namen

STOA169. Der Begriff „STOA“ geht

auf eines der wirkungsmächtigsten

philosophischen Lehrgebäude

in der abendländischen Geschichte

zurück – eine Säulenhalle auf dem

Marktplatz von Athen. Die Zahl

„169“ steht für 169 Säulen. Letztere

Angabe stimmt inzwischen nicht

mehr. „Aus konzeptionellen Gründen

sind es weniger Säulen geworden

als ursprünglich geplant“,

sagt Bernd Zimmer. 121 anstatt 169

Säulen, die mit 3,90 Meter allesamt

gleich hoch sind, jedoch mit

27 bis 91 Zentimetern Durchmesser

unterschiedlich dick. Ursprünglich

sollte jede einzelne Säule separat

im Boden verankert werden. Aufgrund

des dort lehmigen, feuchten

Bernd Zimmer (vorne) lebt seit 1984 in Polling.

Er hat das STOA169-Projekt initiiert.

Bodens, wäre dies allerdings –

wenn überhaupt – technisch nur

sehr aufwändig und teuer umsetzbar

gewesen. Nun stehen diese

121 Säulen auf einem 1 400 Quadratmeter

großen Betonfundament

inmitten der Natur.

Künstler

aus aller Welt

Gebaut wird das Projekt auf einem

insgesamt 35 000 Quadratmeter

großen Areal, das Bernd Zimmer

von einem Landwirt gekauft –

und schließlich seiner eigens

gegründeten Treuhandstiftung

„STOA169“ übergeben hatte. Die

Gesamtkosten des Projekts, inklusive

Grundstückskauf, belaufen

sich auf rund 6,5 Millionen Euro.

Ein Viertel der Kosten wird vom

Bayerischen Kulturfonds getragen,

der Rest von der STOA169-Stiftung,

darüber hinaus von der Sparkassenstiftung

sowie von der Art Mentor

Foundation mit Sitz in Luzern.

Im Kern sind die Säulen allesamt

34 | tassilo


Die ersten kunstvoll gestalteten Hüllen sind montiert.

aus Stahlbeton aufgebaut. Die

künstlerische Gestaltung erfolgt

letztlich in Form von großen Hüllen,

die seit Beginn des Jahres mit

Hilfe eines Autokrans übergestülpt

werden. Bernd Zimmer ist es gelungen,

dass jede einzelne Säule

von einem anderen, zum Teil namhaften

Künstler designt wurde.

Einige kommen aus Deutschland,

Österreich, Italien und der Schweiz.

Andere aus Israel, dem Iran, der

Türkei oder Syrien. Wieder andere

aus China, Japan, Taiwan. Oder aus

Australien, den USA, Mexiko sowie

Indien. Insgesamt stammen die am

Projekt beteiligten Protagonisten

aus fünf Kontinenten.

Über Sinn, Schönheit und Wertigkeit

einzelner Hüllen lässt sich

sicherlich streiten. Die wohl günstigste

Säulenverkleidung ist eine

klassische Schuttrutsche aus dem

Baugewerbe. Die schwerste eine

Aufstapelung von zahlreichen

Metallplatten mit einem Gesamtgewicht

von neun Tonnen. Die

edelste eine aus Holz geschnitzte

Knoten-Hülle, komplett überzogen

mit echtem Gold. Und im Zentrum

der Halle? Dort steht nicht die von

Bernd Zimmer gestaltete Säulenhülle,

sondern eine rundherum

verspiegelte, in der sich alle anderen

„Werke“ zeigen.

Freier und

kostenloser Zugang

Aus logistischen Gründen wurde

das Vorhaben in zwei Bauabschnitte

unterteilt. Die ersten 81 Säulen

werden bis Ende September mit

Hüllen bestückt. Die restlichen 40

bis zum Frühsommer 2021. Final

wird schließlich das Dach aus Fertigbeton-Elementen

– integrierte

Aussparungen sorgen für natürlichen

Lichteinfall von oben – auf

diese 121 Säulen montiert. Kurzum:

Läuft alles nach Plan, ist die Säulenhalle

im Sommer 2021 komplett

fertig. Und dann für Mensch und

Wildtier Tag und Nacht frei und

kostenlos zugänglich.

Es soll ein Ort zum Innehalten, Abschalten

und Bestaunen werden.

Und ein Ort, der ein Zeichen setzt

in Sachen „globales Miteinander“.

Wie intensiv das Projekt von der

regionalen, nationalen und internationalen

Bevölkerung letztlich

an- und wahrgenommen wird,

könne Bernd Zimmer „im Vorfeld

überhaupt nicht einschätzen“. Fakt

ist: Dieses Projekt polarisiert. Pollings

ehemalige Bürgermeisterin

Felicitas Betz wurde diesbezüglich

mangelnde Transparenz vorgeworfen.

Vereinzelte Bürger aus Polling

und Umgebung sind schlichtweg

entsetzt über die Genehmigung

eines solchen Millionen-schweren

Projekts – Größenwahn und unnötiger

Flächenfraß in Zeiten offensichtlicher

Naturschutz- und

Klimawandelprobleme sind deren

Argumente.

Neubürgermeister Martin Pape

blickt nun zuversichtlich in die Zukunft

und möchte mit mehr Transparenz

und Kommunikation das

Positive des Projekts in den Mittelpunkt

rücken. Schließlich kann

ein weltweit einzigartiges Kunstprojekt

den touristischen Wert von

Polling und Umgebung immens

steigern.

js

juli / august 2020 | 35


Schutzmasken im Corona-Test

Lieber Abstand halten

und Hände waschen

Hohenpeißenberg | Welche ist die

richtige? Wie muss ich sie tragen?

Ist im Vorfeld eine medizinische

Untersuchung notwendig? Herbert

Fischer hat seit Ausbruch von Corona

hunderte E-Mails und Anrufe

von Unternehmern, Angestellten

und Privatleuten aus ganz Deutschland

bekommen. Viele davon wollten

wissen, welche Maske wirklich

hilft, um die Ansteckungsgefahr

mit dem Virus zu verringern. Dass

sich gefühlt das ganze Land ausgerechnet

bei ihm erkundigt, hat

einen guten Grund: Er arbeitet

seit 26 Jahren als Prüfingenieur

für die Berufsgenossenschaft Rohstoffe

und chemische Industrie,

kurz BG RCI. Genaugenommen in

der Zweigstelle des bundesweit

tätigen gesetzlichen Unfallversicherungsträgers

mit Hauptsitz in

Heidelberg, die sich seit 1955 in

Hohenpeißenberg, Unterbau 71,

befindet. Dort ist man spezialisiert

auf Notfallprävention für Mitgliedsbetriebe,

ist zuständig für das Grubenrettungswesen

in Bayern und

Baden-Württemberg, bildet im Bereich

Atemschutz aus und betreibt

eine Prüfstelle für Atemschutz- und

Tauchgeräte. Im Fachbereich „Persönliche

Schutzausrüstungen“ der

Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung

(DGUV), dem Spitzenverband

der Berufsgenossenschaften

und Unfallkassen, leitet Herbert

Fischer obendrein das Sachgebiet

„Atemschutz“, ist damit auch für

das berufsgenossenschaftliche Regelwerk

zum Thema Atemschutz

verantwortlich. Kurzum: Er kennt

sich bestens damit aus, welche

Prüfingenieur Bernd Fischer im Testlabor für Atemschutz.

Maske aus welchem Material gegen

welche äußeren Einwirkungen

schützen kann – oder eben nicht.

Weil seit Ausbruch des Corona-Virus

die vergangenen Wochen und

Monate verschiedenste Personen

Aussagen in diversen Medien zum

Thema Schutzmasken getroffen

haben, die schlichtweg nicht stimmen,

möchte Herbert Fischer die

Eigenschaften unterschiedlicher

Schutzmasken nun aus fachlicher

Sicht genauer vorstellen. Konkret

gemeint sind drei verschiedene

Masken, die momentan überwiegend

getragen werden: Partikelfiltrierende

Halbmasken, auch als

„FFP-Masken“ bezeichnet, die es

in den Klassen FFP1, FFP2 und FFP3

gibt – sie werden normalerweise

europaweit im Handwerk, der

Industrie oder im medizinischen

Umfeld eingesetzt. Der Mund-

Nasen-Schutz, den zum Beispiel

Chirurgen während einer Operation

tragen. Und die Selbstgenähten,

auch „Community-Masken“

oder „Munde-Nase-Bedeckungen“

genannt, die von den meisten Privatpersonen

getragen werden.

Modische Hingucker

ohne Schutz?

Die partikelfiltrierenden Halbmasken

mit Kopfhaltebändern werden

auch als „persönliche Schutzausrüstung“

bezeichnet, weil sie den

jeweiligen Träger der Maske vor

äußeren Einwirkungen wie zum

Beispiel Staub, festen und flüssigen

Partikeln sowie biologischen

Stoffen schützt, jedoch aufgrund

eines Ausatemventils – sofern eines

eingebaut ist – nicht die direkt

gegenüberstehende Person. Um

gegen Corona geschützt zu sein,

wird beispielsweise im medizinischen

Bereich mindestens mit

einer FFP2-Maske (ohne Ausa-

36 | tassilo


temventil), bei intensivem Kontakt

mit infizierten Personen mit einer

FFP3-Maske (ebenfalls ohne

Ausatemventil) gearbeitet. Und

zwar korrekt: Die FFP-Maske hilft

nämlich nur dann, wenn sie stark

enganliegend und ideal an die

Gesichtsform angepasst getragen

wird. Man mit ihr möglichst wenig

spricht, weil sie dadurch bewegt

wird und nicht mehr optimal abdichtet.

Und, auf Männer bezogen,

immer frisch rasiert ist – selbst

kurze Bartstoppeln verhindern bereits

ein ausreichendes Abdichten

der Maske. Unabhängig davon ist

das korrekte Tragen dieser Masken,

sofern sie wirklich richtig

dicht sitzen, belastend. „Darum

gibt es im beruflichen Bereich für

die Nutzung von FFP-Masken eine

Tragezeitbegrenzung von maximal

zwei Stunden am Stück, auf die

eine 30-minütige Maskenpause

folgen muss“, sagt Herbert Fischer.

Darüber hinaus muss den Trägern

dieser Masken in regelmäßigen

Abständen eine arbeitsmedizinische

Vorsorge angeboten werden,

um arbeitsbedingte Erkrankungen

frühzeitig zu erkennen und zu verhüten.

Die Community-Maske. Die medizinische Maske. Die partikelfiltrierende Maske.

Die „OP-Masken“ dagegen, deren

Gummibänder lediglich bis hinter

die Ohren gezogen werden,

wirken im Grunde genau anders

herum: Sie schützen Andere vor

dem, was der Maskenträger ausatmet

oder ausspuckt. „Natürlich

hält auch diese Maske einiges,

wie beispielsweise Blutspritzer,

vom Maskenträger selbst ab“, sagt

Herbert Fischer. Allerdings ist die

Schutzwirkung einer medizinischen

Maske gegen kleinste Partikel

wie Viren deutlich geringer, da

sie schlichtweg nicht vollständig

abdichtet. Andererseits ist sie gerade

deshalb wiederum weniger

belastend für den Träger – eine

Tragezeitregelung gibt es für medizinischen

Schutzmasken nicht.

Und die selbstgenähte Community-Maske?

Für sie gibt es keine

„Bauvorschriften“. Entsprechend

breit gefächert ist das Spektrum

der dafür verwendeten Stoffe. Im

Vergleich zum Material und Aufbau

von FFP- und medizinischen

Masken sind sie auch nicht dahingehend

optimiert, bei möglichst

hoher Filterleistung einen möglichst

niedrigen Atemwiderstand

zu erreichen.

Schutz, aber auch

Belastung

Fischers Fazit: „Die medizinische

Schutzmaske stellt für den privaten

Bereich den besten Kompromiss

aus Schutz und Belastung dar.“

Hundertprozentigen Schutz gegen

das Corona-Virus kann jedoch keine

der oben genannten Masken

gewähren. Lediglich die Anzahl

der Viren kann – je nach Maske

und Trageweise – eingegrenzt

werden, wenn beispielsweise eine

infizierte Person zu einer anderen

Person spricht, und die dabei

ausgestoßenen Tröpfchen eben

nicht direkt an Mund und Nase

der gegenüberliegenden Person

gelangen, sondern an der Außenseite

der Maske hängen bleiben.

„Wichtig ist daher auch, dass die

Masken regelmäßig gewechselt

beziehungsweise gewaschen werden

und beim Auf- und Absetzen

die Hygieneregeln ebenfalls eingehalten

werden“, betont Herbert

Fischer. Will heißen: So lange die

Maskenpflicht gilt, müssen die

Masken dort, wo es vorgeschrieben

oder empfohlen wird, natürlich

und auch „richtig“ getragen

werden. Zum Beispiel in Supermärkten.

Ansonsten, insbesondere

im Freien, ist das einfachere Mittel

gegen eine COVID-19-Ansteckung

die Vermeidung von Menschenansammlungen,

die Abstandhaltung

zu anderen Personen von eineinhalb

bis zwei Metern sowie regelmäßiges

Händewaschen. js

vrsta.de/spende

25.000 Euro

für Sportvereine

in der Region!

You‘ll never walk alone!

Das Leben hat sich durch die Corona-Pandemie immens verändert,

auch Sportvereine mussten ihre Trainingseinheiten und Aktionen

einstellen. Gerade in diesen schweren Zeiten möchte die VR Bank für

die regionalen Sportvereine da sein und spendet deshalb 500 Euro an

die Mehrspartensportvereine im Geschäftsgebiet.

VR Bank

juli / august 2020 | 37

Starnberg-Herrsching-Landsberg eG


Kulturwanderungen durchs Tassiloland

Auf den Spuren des Blauen Reiters

Tassiloland | Kennen Sie, liebe Leser,

nicht auch den einen Freund

oder die eine Freundin, die privat

wie beruflich bereits die ganze

Welt bereist und auch gesehen haben,

sich vor der eigenen Haustüre

jedoch wenig bis gar nicht auskennen?

Ob es nun am mangelnden

Heimatinteresse, am nicht wirklich

ausgeprägten Orientierungssinn

oder schlichtweg anderen Interessen

liegt, sei an dieser Stelle mal

dahingestellt. Fakt ist: Aufgrund

der Corona-Pandemie verbringen

dieses Jahr viele Weltenbummler

erstmals seit langer Zeit ihren

wohlverdienten Sommerurlaub zuhause.

Und sie werden mit großem

Erstaunen feststellen, wie Vielfältig

Landschaft, Tiere, Kultur und Menschen

im Oberland sind. Möglicherweise

ist die schier grenzenlose

Vielfalt sogar überfordernd.

Lieber Radeln, Wandern, Bergsteigen,

Baden, Segeln, SUPn? Lieber

Sehenswürdigkeiten, Kinos oder

Museen besuchen? Lieber zum

Kaffeeklatsch an einen Dorfplatz,

zum Eisessen um die Ecke oder

zum Lieblingsitaliener? Sicherlich

erleichtert das jeweilige Wetter die

Entscheidungsfindung in Sachen

„Was packen wir morgen an – eher

draußen oder drinnen, eher kultiviert

oder sportlich?“ Unabhängig

davon wäre natürlich ein Buch,

eine App oder eine Karte mit Tipps,

Ideen und Anregungen von Vorteil,

um dem Sommerurlaub Dahoam

etwas mehr Struktur zu verleihen.

Eine geeignete Literatur für Urlaub

im Tassiloland und Umgebung

ist sicherlich der Wanderführer

„Blaues Land“. Er beinhaltet 25

Halbtages- und Tageswanderungen

sowie fünf lohnenswerte

Ausflugsziele, die allesamt auf die

2 000 Jahre alte Kulturgeschichte

im bayerischen Voralpenland hinweisen.

Geschrieben hat ihn ein

Mann, der sich sowohl in der Welt

als auch Dahoam bestens auskennt.

Christian Rauch, wohnhaft

in Eglfing, gelernter Diplom-Ingenieur

in der Elektrotechnik, jedoch

seit rund zehn Jahren als freier Autor

und Journalist aktiv. Er schreibt

für Magazine, Zeitungen und Fachbücher.

Am liebsten über Schönes,

Kreatives und Spannendes. Etwas

mit Reisezielen, an denen man

Orte mit interessanten Geschichten

entdecken kann. Kein Wunder, dass

seine Wanderbücher überwiegend

von Bergen, Landschaften und Wegen

handeln, die Genuss mit Sport,

Ausblick und besonderen kulturellen

Entdeckungen verbinden. Und

in diese Kategorie passt auch sein

Wanderführer „Blaues Land“ ganz

hervorragend. Es geht um Wanderungen

als Lebensgefühl, als Quelle

der Entspannung und Entdeckung

um die Suche nach Spuren

des Blauen Reiters. Oder einfacher

ausgedrückt: Um Wanderungen,

die jeder schafft, und die jedem

gefallen.

Das Format passt

in jeden Rucksack

144 Seiten, 110 Fotos, GPS-Daten

zum Download und 25 Wander-

kärtchen in drei unterschiedlichen

Maßstäben sowie eine Übersichtskarte

umfasst das Kulturwander-

Werk „Blaues Land“. Angefangen

mit einem Künstlerspaziergang

durch Murnau. Aufgehört mit

Wanderungen zwischen Steingaden

und der Wieskirche. Dazwischen

greift er Touren und Sehenswürdigkeiten

um zahlreiche

Seen, Moorlandschaften, die Ammergauer

Alpen, das Wettersteingebirge,

Klosterbauten, Schlösser,

Wetzsteinmühlen und vieles mehr

auf. Das in Farbe gedruckte Buch

ist 20 Zentimeter hoch und 12,5

Zentimeter breit. Es passt also in

jeden Wanderrucksack. Erhältlich

ist das Werk in allen hiesigen

Buchhandlungen zum Preis von

16,90 Euro. js

> > > Wanderführer gewinnen

Ihr Regionalmagazin

tassilo“ verlost drei

Exemplare des Wanderführers

„Blaues Land“.

Schicken Sie uns bis 15.

Juli eine Postkarte mit

dem Stichwort „Kulturwanderungen“

an „tassilo“,

Birkland 40, in 86971

Peiting. Oder eine E-Mail

an info@tassilo.de. Das Los

entscheidet, der Rechtsweg

ist ausgeschlossen.

38 | tassilo


DAS TASSILO-Heimaträtsel

Die kleinere Schwester

Tassiloland | Über die Tassilolinde

von Wessobrunn haben wir bereits

mehrfach berichtet. Sie gilt

als drittgrößte Linde Bayerns, steht

unter Naturdenkmalschutz und ist

benannt nach dem gleichnamigen

Herzog, Tassilo III., der unter

dieser Linde den Traum vom Bau

des Klosters Wessobrunn hatte –

und sich diesen auch verwirklichen

konnte. Bis heute steht die

Linde auch nur wenige Meter von

der Wessobrunner Klostermauer

entfernt. Interessanterweise aber

gibt es im Tassiloland noch weitere,

naturgeschützte Linden, wovon

eine ebenfalls nach dem früheren

„Baiernherzog“ benannt ist. Sie ist

deutlich kleiner, steht auch nicht

in der Nähe einer Klostermauer

und wird anders betitelt. Auf einer

neben ihr angebrachten Infotafel

steht nämlich geschrieben: „Die

alte Thassilo-Linde“, die einem

kleinen Weiler in der Region zuzuordnen

ist. Allzu weit entfernt steht

sie zur berühmteren Linde am Wessobrunner

Kloster allerdings nicht.

> > > des letzten rätsels Lösung

Wo sich das Denkmal mit der Aufschrift „Golgotha-Kapelle“ befindet, wollten wir

von Ihnen in unserer Corona-bedingten Notausgabe wissen. Die richtige Lösung:

Am Prälatenweg südlich von Weilheim. Unter zahlreichen richtigen Einsendungen

das notwendige Losglück hatte diesmal Ute Schmid aus Raisting, die sich auf einen

Fresskorb der Schönegger Käse-Alm mit leckeren Bärlauch-Sorten freuen durfte.

Luftlinien-betrachtet dürften es nur

wenige Kilometer sein. Darüber hinaus

ist diese „kleinere Schwester“

Teil eines öffentlichen Radwegenetzes

aus dem Landsberger Raum,

das an insgesamt 100 besonderen

umen und dazu passenden Geschichten

vorbeiführt. Wir möchten

nun von Ihnen, liebe Leser, wissen:

In welchem Weiler steht die mit

„h“ geschriebene Thassilo-Linde?

Schicken Sie uns bis 15. August

eine Postkarte mit dem Stichwort

„Heimaträtsel“ und der richtigen

Lösung an „tassilo“, Birkland 40, in

86971 Peiting. Alternativ können sie

auch per E-Mail an info@tassilo.de

teilnehmen. Zu gewinnen gibt es

wieder einen leckeren, der Jahreszeit

angepassten „Biergartenkorb“

der Schönegger Käse-Alm. Wir

wünschen viel Erfolg!

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Bauspenglerei • Dachdeckerarbeiten

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> > > Impressum

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Telefon: 08869 / 91 22-26

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Mail: info@tassilo.de

Stand bei Drucklegung im Juni 2020 – Auflage: 64000 Exemplare

Änderungen und Fehler vorbehalten.

Geplanter Erscheinungstermin der nächsten Ausgabe Sept. / Oktober 2020:

Freitag, 28. August 2020 (Anzeigenschluss: 10. August 2020) –

Für eingesandte Manuskripte wird keine Haftung sowie keine

Erscheinungsgewähr übernommen.

Die aktuellen Anzeigenpreise, Mediadaten sowie Erscheinungstermine

und weitere technische Angaben finden Sie auf www.tassilo.de

Herausgeber: Peter Ostenrieder

Redaktion: Johannes Schelle, Peter Ostenrieder (V.i.S.d.P.)

Mitarbeiter dieser Ausgabe: Klaus Papenfuß, Ernst-Dietrich Limper

Anzeigenverkauf: Wolfgang Stuhler

Druck: Gebr. Geiselberger GmbH, M.-Moser-Straße 23, 84503 Altötting

Verteilservice: KBV Vertriebs GmbH, Am Weidenbach 8, 82362 Weilheim

Satz, Layout & Anzeigengestaltung: Peter Ostenrieder, Kurt Zarbock,

Irmgard Gruber, Jeannine Echtler, Christian Lechner

Erscheinungsweise: zweimonatig, kostenlose Verteilung an alle Haushalte

rund um Weilheim und die Seen — Zahlreiche Auslegestellen im Verteilgebiet.

Fotos: mauritius images, Felix Baab, Johannes Schelle, Ludwig Holzapfel/Gut Geratshof, my-electroboat.com, Adobe Stock, Sepp Deimel, Klaus Papenfuß,

Guggen Mountain, Hoffmann/Healy, Ernst-Dietrich Limper, Bettina Eder, Kurt Zarbock, Annunciata Foresti, Archiv Gemeinde Huglfing, Bernhard Maier, SC

Huglfing, Marlon Markart, Mirko Buric, Wasserwacht Tutzing, Fabian Huber, Edi Carda, Thomas Zick, Fabien Baldino, Felix Pitscheneder/STOA169 Stiftung,

Christian Rauch, Schönegger Käse-Alm, Landratsamt Weilheim-Schongau

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des Sommers, begleitet von beeindruckendem Getöse und

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juli / august 2020 | 39


Der neue Ferienpass ist da!

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Tassiloland | Das Thema „Urlaub

Dahoam“ ist dieses Jahr präsent

wie selten zuvor. Zwar stehen

die Chancen gut, dass bis zum

Beginn der Sommerferien am 27.

Juli alle innereuropäischen Grenzen

wieder geöffnet haben und

Reiseverkehr durchwegs erlaubt,

ja sogar erwünscht ist – schließlich

gilt es die Tourismus-Branche

national wie international wieder

anzukurbeln. Trotzdem schwingt

stets dieses ungute Gefühl mit,

dass Corona doch schlimmer sein

könnte, als es die – Stand jetzt

– geringen Infektionszahlen

in Bayern

und Deutschland

darstellen. Vereinzelte

Krankheitsverläufe,

auch bei jüngeren

Männern und Frauen

ohne nennenswerte

Vorerkrankungen,

haben auch in der

Region gezeigt, dass

mit COVID-19 wahrlich

nicht zu spaßen

ist. Insofern haben

sich aus gutem

Grund viele Bürger

des Tassilolandes

fest dazu entschlossen:

„Wir verbringen

den Sommerurlaub

dieses Jahr daheim.“

Denn sollte sich das

Virus widererwarten

doch wieder verstärkt

ausbreiten, fühlt man

sich in heimischem

Gefilde mit einem

grundsoliden Gesundheitssystem

schlichtweg

besser aufgehoben als in einem

fremden Land mit nicht bekannten

Gesundheitsstandards und

Sprachbarrieren. Abgesehen davon

bietet das bayerische Oberland

– ob mit oder ohne von der

Regierung auferlegten Schutzmaßnahmen

– derart viele Möglichkeiten

der Freizeitgestaltung,

dass in Sachen Genuss und Action

niemand zu kurz kommen wird.

Weder die Rentner, noch die Singles,

noch die Jugendlichen und

jungen Familien. Das wissen auch

die Tourismusverantwortlichen

des Landkreises Weilheim-Schongau,

die trotz Corona wieder einen

kunterbunten Ferienpass für

alle Schüler und Jugendlichen

bis zum 18. Lebensjahr herausgebracht

haben.

Kraxeln, Schlendern

und Schwimmen

Der „Pfaffenwinkel Ferien-

(s)pass“, so der offizielle Name, ist

ein Gutscheinheft mit 193 kostenlosen

oder vergünstigten Angeboten

in ganz Bayern und

darüber hinaus. Zoobesuche,

Ponyreiten, Wanderungen

mit Eseln, ein

Rundgang durchs Reptilienhaus

sowie Spiel,

Spaß und Abenteuer

im Schongauer und

Wolfratshausener Märchenwald.

Spaghettieis

schlecken, Kaffee

schlürfen und Schnitzel

mit Pommes essen.

Höhlenbesuche, Wanderungen

durch atemberaubende

Schluchten,

Kraxeleien in Klettergärten

und Boulderhallen.

Minigolf spielen,

Modelleisenbahnen bestaunen

und Kegel beim

Bowlen abräumen. Familieninterne

Wettrennen

im Gokart starten,

Bestzeiten auf diversen

Sommerrodelbahnen

anvisieren, Hüpfen in

Trampolinparks und In-

40 | tassilo


doorsporthallen, aber auch jede

Menge Action in Freizeitparks.

Eine Stadtreise durch die Bayerische

Landeshauptstadt München.

Aussichtsreiche Fahrten mit

Bergbahnen, Schiffen und Bussen.

Besuche in historischen und

künstlerisch wertvollen Museen,

Schlössern, Theatern und Kinos.

Und nicht zu vergessen: Kostenlose

oder vergünstigte Eintritte in

mehr als 20 (!) Hallen-, Frei- und

Seebädern, die sich alle in näherer

oder etwas weiterer

Region befinden.

Kurzum: Die Liste

der Ferienpass-Attraktionen

ist ohne Übertreibung

verdammt lang und bietet wirklich

alles, was das Herz von Kindern,

Jugendlichen und Eltern begehrt.

Zwei Euro günstiger

als im Vorjahr

Besonders hervorzuheben: Im

Vergleich zum Vorjahr kostet der

„Pfaffenwinkel Ferien(s)pass“

heuer zwei Euro weniger – also

vier statt sechs Euro. Erhältlich

ist er ab Anfang Juli in allen Gemeinde-

und Stadtverwaltungen,

in allen Geschäftsstellen der

Weilheim-Schongauer Raiffeisenbanken

und Sparkassen, in der

Geschäftsstelle des Kreisjugendrings

in Weilheim, in

sämtlichen Jugendzentren,

im Amt für Jugend und Familie

in Weilheim, im Amt für

Jugend und Familie in Schongau

sowie in zahlreichen Schulen.

Und zwar auch für nichteinheimische

Kinder und Schüler unter

18 Jahren. Darüber hinaus gilt

das Gutscheinheft in Kombination

mit dem Oberländer-Busschülerticket,

mit dem die Kinder

und Jugendlichen (Schüler und

Berufsschüler) alle Ferienpassattraktionen

im bayerischen Oberland

kostenlos via Bus erreichen

können. Will heißen: Eltern, Kinder

und Jugendliche sparen sich

mit dem Pfaffenwinkel Ferien-

(s)pass, der einen Gesamtwert von

450 Euro aufweist, jede Menge

Geld. Außerdem dient er als ideales

Leitbuch in Sachen „Was kann

ich im Rahmen der Sommerferien

Dahoam alles unternehmen?“

Sofern es die Corona-

Situation erlaubt

Herausgeber des Pfaffenwinkel

Ferien(s)passes ist das Amt für

Jugend und Familie des Landkreises

Weilheim-Schongau.

Aufgrund Corona weisen die

Verantwortlichen ausdrücklich

darauf hin, dass einige Attraktionen

aufgrund angeordneter

Schutzmaßnehmen möglicherweise

nicht wie gewohnt genutzt

werden können. „Die Pandemie

hat uns bei der Erstellung des

Passes natürlich schwer beschäftigt“,

sagt Wolfgang Herz vom

Weilheim-Schongauer Amt für

kommunale Jugendarbeit. Umso

mehr wünscht er den Kindern,

Jugendlichen und Familien, „weitestgehend

normale Sommerferien

verbringen zu können, um sich

nach dieser turbulenten und sehr

anstrengenden Zeit etwas erholen

zu können“. Herz und Kollegen

war gerade wegen der Corona-

Pandemie wichtig, den Ferienpass

auch für 2020 in gewohntem

Umfang auf die Beine zu stellen.

Er soll die zahlreichen Familien

zur kreativen Gestaltung der Sommerferien

animieren und für eine

willkommene Abwechslung zum

phasenweise verstörenden Alltag

sorgen. Gleichzeitig macht der

Pass natürlich auf die zahlreichen

Freizeitangebote in der Region

aufmerksam, was wiederum den

Tourismus ankurbeln sollte. Insofern

ist der Ferienpass im Jahr

2020 mehr denn je eine klassische

Win-Win-Situation für Privatleute

und Gewerbetreibende.

Vorausgesetzt, die Situation rund

um Corona lässt das Einlösen des

Gutscheinheftes weitestgehend

uneingeschränkt zu.

js

juli / august 2020 | 41


juli/


Veranstaltungskalender

1. Juli bis 31. August 2020

mi 01.07.

Diessen

8.00 bis 14.00 Uhr

Viktualienmarkt in der

Von-Eichendorff-Straße 1

penzberg

10.00 bis 17.00 Uhr

Ausstellung „Rasenglück. Die

Erfindung des Elfmeterschießens“

im Museum. Kosten: 7 €. Bis 4.10.

murnau

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Forsteranger

Parkplatz

18.00 bis 19.30 Uhr

Ortsführung durch Murnau.

Treffpunkt am Rathaus. Kosten:

8 €. Online-Anmeldung erforderlich

unter www.murnau.de/de/erlebnisse.html

bernried

10.00 bis 18.00 Uhr

Ausstellung „Unzertrennlich!“

Rahmen und Bilder der Brücke-

Künstler im Buchheim Museum.

Bis 05.07., Eintritt: 10 €

do 02.07.

weilheim

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

peiSSenberg

7.30 bis 13.00 Uhr

august 2020

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

Starnberg

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

murnau

9.30 bis 14.30 Uhr

Moosführung „Von Bulten,

Drischen und Köcheln“. Mit Dipl.

Biologe Dr. Helmut Hermann.

Kosten: 12 €. Online-Anmeldung

erforderlich unter www.murnau.de/

de/erlebnisse.html

fr 03.07.

weilheim

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

andechs

20.00 bis 24.00 Uhr

Sommer-Freitag mit Bowling,

guter Musik, Lichteffekten, gutem

Essen auf der Terrasse und leckeren

Cocktails im Bowling Islands.

Uhrzeiten können abweichen. Um

Anmeldung wird gebeten. Weitere

Infos unter www.bowling-islands.de

feldafing

8.00 bis 12.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

Rottenbuch

11.00 bis 15.00 Uhr

Kässpatzenessen auf der Schönegger

Käse-Alm. Auf Vorbestellung

sa 04.07.

Diessen

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz

Starnberg

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

andechs

20.00 bis 24.00 Uhr

Party Bowling mit DJ und Animation

im Bowling Islands. Uhrzeiten

können abweichen. Um Anmeldung

wird gebeten. Weitere Infos unter

www.bowling-islands.de

Rottenbuch

11.00 bis 15.00 Uhr

Weißwurst- und Käswurstessen

auf der Schönegger Käse-Alm.

Auf Vorbestellung unter 08867 / 489

murnau

so 05.07.

11.30 bis 13.00 Uhr

Themenführung durch die Barockkirche

St. Nikolaus. Treffpunkt

in der Kirche. Keine Anmeldung

erforderlich

andechs

10.00 bis 13.00 Uhr

Sonntagsfrühstück im Bowling

Islands. Um Anmeldung wird

gebeten. Weitere Infos unter www.

bowling-islands.de

schongau

14.00 und 16.00 Uhr

Erlebnis Lechflößerei — mit dem

historischen Fernhandelsfloß auf

Fahrt. Treffpunkt am Bootshaus.

Siehe Anzeige Seite 40

peiSSenberg

mo 06.07.

19.00 bis 21.30 Uhr

Tauschabend der Sammlerfreunde

Peiting und Umgebung e.V. in

der Bücherei

di 07.07.

weilheim

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

murnau

mi 08.07.

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Forsteranger

Parkplatz

18.00 bis 19.30 Uhr

Ortsführung durch Murnau.

Treffpunkt am Rathaus. Kosten:

8 €. Online-Anmeldung erforderlich

unter www.murnau.de/de/erlebnisse.html

polling

19.30 Uhr

Dämmerschoppen im Weinkeller

des Rathauses

peiSSenberg

do 09.07.

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

Starnberg

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

penzberg

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Stadtplatz

murnau

9.30 bis 12.00 Uhr

Moosführung „Geschichte und

Geschichten vom Murnauer

Moos“. Mit Traudl oder Stefan

Bergmeister. Kosten: 10 €. Online-

Anmeldung erforderlich unter

www.murnau.de/de/erlebnisse.

html

fr 10.07.

weilheim

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

21.00 Uhr

Serenade mit 3 000 bunten Kerzenlichtern

und Bläserensemble

in der Au

andechs

20.00 bis 24.00 Uhr

Sommer-Freitag mit Bowling,

guter Musik, Lichteffekten, gutem

Essen auf der Terrasse und leckeren

Cocktails im Bowling Islands.

Uhrzeiten können abweichen. Um

Anmeldung wird gebeten. Weitere

Infos unter www.bowling-islands.de

söcking

8.00 bis 13.00 Uhr

Biowochenmarkt an der Kirche

St. Ulrich

> > > Blutspendetermine vom roten kreuz

Do, 2. Juli 16.00 bis 20.00 Uhr Weilheim, BRK-Haus

Fr, 3. Juli 16.00 bis 20.00 Uhr Weilheim, BRK-Haus

Do, 16. Juli 16.00 bis 20.00 Uhr Peißenberg, Mittelschule

Mo, 3. August 16.00 bis 20.00 Uhr Murnau, Kultur- u. Tagungsz.

juli / august 2020 | 43


Rottenbuch

11.00 bis 15.00 Uhr

Kässpatzenessen auf der Schönegger

Käse-Alm. Auf Vorbestellung

unter 08867 / 489

sa 11.07.

weilheim

16.00 Uhr

Rosenfest am Rosengarten

18.00 Uhr

9. KunstBändiger Sommernacht

mit der Band Rowa Ash, Grill,

Liegewiese, Kunstausstellung und

Theater bei Bistro Hänsel's

Diessen

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz

andechs

20.00 bis 24.00 Uhr

Party Bowling mit DJ und Animation

im Bowling Islands. Uhrzeiten

können abweichen. Um Anmeldung

wird gebeten. Weitere Infos unter

www.bowling-islands.de

tutzing

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Rathausplatz

Rottenbuch

11.00 bis 15.00 Uhr

Weißwurst- und Käswurstessen

auf der Schönegger Käse-Alm.

Auf Vorbestellung unter 08867 / 489

so 12.07.

eberfing

11.00 Uhr

Führung in der Sternwarte. Thema:

Sonne und ihre Flecken. Ein

Maß für ihre Aktivität.

Nur bei klarem Himmel

andechs

10.00 bis 13.00 Uhr

Sonntagsfrühstück im Bowling

Islands. Um Anmeldung wird

gebeten. Weitere Infos unter

www.bowling-islands.de

schongau

14.00 und 16.00 Uhr

Erlebnis Lechflößerei — mit dem

historischen Fernhandelsfloß auf

Fahrt. Treffpunkt am Bootshaus.

Siehe Anzeige Seite 40

murnau

mo 13.07.

9.30 Uhr bis 13.00 Uhr

Leichte Mooswanderung mit

Reinhard Klein. Treffpunkt: Wanderparkplatz

am Ähndl. Kosten:

12 €. Online-Anmeldung erforderlich

unter www.murnau.de/de/

erlebnisse.html

di 14.07.

weilheim

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

mi 15.07.

Diessen

8.00 bis 14.00 Uhr

Viktualienmarkt in der

Von-Eichendorff-Straße 1

peiSSenberg

do 16.07.

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden in der Mittelschule

Diessen

16.00 Uhr

8. Kultur am See an den Seeanlagen

bis 18.07.

murnau

9.30 bis 14.30 Uhr

Moosführung „Von Bulten,

Drischen und Köcheln“. Mit Dipl.

Biologe Dr. Helmut Hermann.

Kosten: 12 €. Online-Anmeldung

erforderlich unter www.murnau.de/

de/erlebnisse.html

feldafing

fr 17.07.

8.00 bis 12.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

söcking

8.00 bis 13.00 Uhr

Biowochenmarkt an der Kirche

St. Ulrich

Rottenbuch

11.00 bis 15.00 Uhr

Kässpatzenessen auf der Schönegger

Käse-Alm. Auf Vorbestellung

sa 18.07.

andechs

20.00 bis 24.00 Uhr

Party Bowling mit DJ und Animation

im Bowling Islands. Uhrzeiten

können abweichen. Um Anmeldung

wird gebeten. Weitere Infos unter

www.bowling-islands.de

tutzing

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Rathausplatz

14.00 bis 16.00 Uhr

Bewegung. Entspannung, Tanz im

Tanzstudio, Bräuhausstraße 1a.

Infos und Anmeldung unter www.

kreativitaet-in-bewegung.de oder

0160 / 90151168

Rottenbuch

11.00 bis 15.00 Uhr

Weißwurst- und Käswurstessen

auf der Schönegger Käse-Alm.

Auf Vorbestellung unter 08867 / 489

Murnau

so 19.07.

11.30 bis 13.00 Uhr

Themenführung durch die Barockkirche

St. Nikolaus. Treffpunkt

in der Kirche. Keine Anmeldung

erforderlich

polling

16.00 Uhr

Premiere „Don Giovanni im

Taschenformat“. Die Fortführung

von Mozarts „Zauberflöte im

Taschenformat“ im Bibliotheksaal

schongau

14.00 und 16.00 Uhr

Erlebnis Lechflößerei — mit dem

historischen Fernhandelsfloß auf

Fahrt. Treffpunkt am Bootshaus.

Siehe Anzeige Seite 40

di 21.07.

weilheim

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

mi 22.07.

Diessen

8.00 bis 14.00 Uhr

Viktualienmarkt in der Von-

Eichendorff-Straße 1

murnau

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Forsteranger

Parkplatz

18.00 bis 19.30 Uhr

Ortsführung durch Murnau.

Treffpunkt am Rathaus.

Kosten: 8 €. Online-Anmeldung

erforderlich unter www.murnau.de/

de/erlebnisse.html

peiSSenberg

do 23.07.

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

murnau

9.30 bis 12.00 Uhr

Moosführung „Geschichte und

Geschichten vom Murnauer

Moos“. Mit Traudl oder Stefan

Bergmeister. Kosten: 10 €. Online-

Anmeldung erforderlich unter

www.murnau.de/de/erlebnisse.

html

14.30 bis 16.00 Uhr

Themenführung „Auf den Spuren

von Gabriele Münter“. Treffpunkt

vor dem Rathaus. Kosten: 8 €.

Online-Anmeldung erforderlich

unter www.murnau.de/de/erlebnisse.html

fr 24.07.

weilheim

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

feldafing

8.00 bis 12.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

söcking

8.00 bis 13.00 Uhr

Biowochenmarkt an der Kirche

St. Ulrich

Rottenbuch

juli/

11.00 bis 15.00 Uhr

Kässpatzenessen auf der Schönegger

Käse-Alm. Auf Vorbestellung

unter 08867 / 489

44 | tassilo


sa 25.07.

weilheim

8.00 bis 13.30 Uhr

Ausstellung „Zwischen Himmel

und Erde“ von Sybille Thebe

im Stadtmuseum. Bis 6.9. Siehe

Anzeige Seite 14

Diessen

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz

20.00 Uhr

Serenade am See am Dampfersteg.

Ausweichtermin: 26. Juli

polling

19.00 Uhr

Jakobus-Fest an der Jakobi-

Kapelle

andechs

20.00 bis 24.00 Uhr

Party Bowling mit DJ und Animation

im Bowling Islands. Uhrzeiten

können abweichen. Um Anmeldung

wird gebeten. Weitere Infos unter

www.bowling-islands.de

Rottenbuch

11.00 bis 15.00 Uhr

Weißwurst- und Käswurstessen

auf der Schönegger Käse-Alm.

Auf Vorbestellung unter 08867 / 489

eberfing

so 26.07.

11.00 Uhr

Führung in der Sternwarte. Thema:

Sonne und ihre Eruptionen.

Beobachtet mit speziellen Filtern

im H-alpha Licht. Nur bei klarem

Himmel

august 2020

schongau

14.00 und 16.00 Uhr

Erlebnis Lechflößerei — mit dem

historischen Fernhandelsfloß auf

Fahrt. Treffpunkt am Bootshaus.

Siehe Anzeige Seite 40

di 28.07.

weilheim

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

mi 29.07.

Diessen

8.00 bis 14.00 Uhr

Viktualienmarkt in der Von-

Eichendorff-Straße 1

murnau

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Forsteranger

Parkplatz

murnau

do 30.07.

9.30 bis 14.30 Uhr

Moosführung „Von Bulten,

Drischen und Köcheln“. Mit Dipl.

Biologe Dr. Helmut Hermann.

Kosten: 12 €. Online-Anmeldung

erforderlich unter www.murnau.de/

de/erlebnisse.html

fr 31.07.

weilheim

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

andechs

20.00 bis 24.00 Uhr

Sommer-Freitag mit Bowling,

guter Musik, Lichteffekten, gutem

Essen auf der Terrasse und leckeren

Cocktails im Bowling Islands.

Uhrzeiten können abweichen. Um

Anmeldung wird gebeten. Weitere

Infos unter www.bowling-islands.de

feldafing

8.00 bis 12.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

söcking

8.00 bis 13.00 Uhr

Biowochenmarkt an der Kirche

St. Ulrich

Rottenbuch

11.00 bis 15.00 Uhr

Kässpatzenessen auf der Schönegger

Käse-Alm. Auf Vorbestellung

unter 08867 / 489

Starnberg

sa 01.08.

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

polling

9.00 bis 12.00 Uhr

Bauernmarkt auf dem Kirchplatz

so 02.08.

weilheim

14.00 bis 15.00 Uhr

Lachtreff „Ammer-Lachen mit

Heiner“, Treffpunkt am runden

Pavillon südlich der kleinen Ammerbrücke.

Kostenlos

Murnau

11.30 bis 13.00 Uhr

Themenführung durch die Barockkirche

St. Nikolaus. Treffpunkt

in der Kirche. Keine Anmeldung

erforderlich

polling

10.30 Uhr

Straßenfest mit Jahresmesse am

Trachtenheim

schongau

14.00 und 16.00 Uhr

Erlebnis Lechflößerei — mit dem

historischen Fernhandelsfloß auf

Fahrt. Treffpunkt am Bootshaus.

Siehe Anzeige Seite 40

mo 03.08.

andechs

20.00 bis 24.00 Uhr

weilheim

Party Bowling mit DJ und Animation

im Bowling Islands. Uhrzeiten

16.00 bis 16.45 Uhr

Lesezeit! Die LeseRatten lesen vor

können abweichen. Um Anmeldung

in der Stadtbücherei. Für Kinder

wird gebeten. Weitere Infos unter

von 4 bis 9 Jahre. Eintritt frei

www.bowling-islands.de

peiSSenberg

Rottenbuch

19.00 bis 21.30 Uhr

11.00 bis 15.00 Uhr

Tauschabend der Sammlerfreunde

Peiting und Umgebung e.V. in

Weißwurst- und Käswurstessen

auf der Schönegger Käse-Alm.

der Bücherei

Auf Vorbestellung unter 08867 / 489

murnau

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im Kultur- und

Tagungszentrum

di 04.08.

weilheim

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

mi 05.08.

weilheim

16.00 bis 16.45 Uhr

Tom's Zauberkoffer in der Stadtbücherei.

Für Kinder ab 5 Jahren.

Eintritt 3 €

Diessen

andechs

10.00 bis 13.00 Uhr

murnau

Sonntagsfrühstück im Bowling

Islands. Bitte Anmelden. Infos unter

www.bowling-islands.de

8.00 bis 14.00 Uhr

Viktualienmarkt in der

Von-Eichendorff-Straße 1

18.00 bis 19.30 Uhr

Ortsführung durch Murnau.

Treffpunkt am Rathaus. Kosten:

8 €. Online-Anmeldung erforderlich

unter www.murnau.de/de/erlebnisse.html

peiSSenberg

do 06.08.

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

Starnberg

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

murnau

9.30 bis 12.00 Uhr

Moosführung „Geschichte und

Geschichten vom Murnauer

Moos“. Mit Traudl oder Stefan

Bergmeister. Kosten: 10 €. Online-

Anmeldung erforderlich unter

www.murnau.de/de/erlebnisse.

html

14.30 bis 16.00 Uhr

Themenführung „Auf den Spuren

von Gabriele Münter“. Treffpunkt

vor dem Rathaus. Kosten: 8 €.

Online-Anmeldung erforderlich

unter www.murnau.de/de/erlebnisse.html

juli / august 2020 | 45


feldafing

fr 07.08.

8.00 bis 12.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

Rottenbuch

11.00 bis 15.00 Uhr

Kässpatzenessen auf der Schönegger

Käse-Alm. Auf Vorbestellung

unter 08867 / 489

sa 08.08.

Diessen

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz

andechs

20.00 bis 24.00 Uhr

Party Bowling mit DJ und Animation

im Bowling Islands. Uhrzeiten

können abweichen. Um Anmeldung

wird gebeten. Weitere Infos unter

www.bowling-islands.de

Rottenbuch

11.00 bis 15.00 Uhr

Weißwurst- und Käswurstessen

auf der Schönegger Käse-Alm.

Auf Vorbestellung unter 08867 / 489

murnau

so 09.08.

11.30 bis 13.00 Uhr

Themenführung durch die Barockkirche

St. Nikolaus. Treffpunkt

in der Kirche. Keine Anmeldung

erforderlich

eberfing

11.00 Uhr

Führung in der Sternwarte.

Thema: Sonne und ihre Materieauswürfe.

Auswirkungen auf die

Erde. Nur bei klarem Himmel

andechs

10.00 bis 13.00 Uhr

Sonntagsfrühstück im Bowling

Islands. Um Anmeldung wird

gebeten. Weitere Infos unter www.

bowling-islands.de

schongau

14.00 und 16.00 Uhr

Erlebnis Lechflößerei — mit dem

historischen Fernhandelsfloß auf

Fahrt. Treffpunkt am Bootshaus.

Siehe Anzeige Seite 40

murnau

mo 10.08.

15.30 bis 17.00 Uhr

Themenführung „Murnau und

Emanuel von Seidl“. Treffpunkt:

Rathaus. Kosten: 10 €. Online-Anmeldung

erforderlich unter www.

murnau.de/de/erlebnisse.html

di 11.08.

weilheim

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

murnau

mi 12.08.

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Forsteranger

Parkplatz

18.00 bis 19.30 Uhr

Ortsführung durch Murnau.

Treffpunkt am Rathaus. Kosten:

8 €. Online-Anmeldung erforderlich

unter www.murnau.de/de/erlebnisse.html

polling

19.30 Uhr

Dämmerschoppen im Weinkeller

des Rathauses

do 13.08.

peissenberg

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

murnau

9.30 bis 14.30 Uhr

Moosführung „Von Bulten,

Drischen und Köcheln“. Mit Dipl.

Biologe Dr. Helmut Hermann.

Kosten: 12 €. Online-Anmeldung

erforderlich unter www.murnau.de/

de/erlebnisse.html

fr 14.08.

weilheim

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

18.00 bis 19.30 Uhr

Kräuterbuschen binden mit

Kräuterpädagogin Andrea Buchhauer

im Mehrgenerationenhaus.

Anmeldung bis 10.08. unter der

0881 / 9095900

feldafing

8.00 bis 12.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

söcking

8.00 bis 13.00 Uhr

Biowochenmarkt an der Kirche

St. Ulrich

Rottenbuch

11.00 bis 15.00 Uhr

Kässpatzenessen auf der Schönegger

Käse-Alm. Auf Vorbestellung

unter 08867 / 489

sa 15.08.

Mariä Himmelfahrt

andechs

20.00 bis 24.00 Uhr

Party Bowling mit DJ und Animation

im Bowling Islands. Uhrzeiten

können abweichen. Um Anmeldung

wird gebeten. Weitere Infos unter

www.bowling-islands.de

Rottenbuch

11.00 bis 15.00 Uhr

Weißwurst- und Käswurstessen

auf der Schönegger Käse-Alm.

Auf Vorbestellung unter 08867 / 489

so 16.08.

andechs

10.00 bis 13.00 Uhr

Sonntagsfrühstück im Bowling

Islands. Um Anmeldung wird

gebeten. Weitere Infos unter www.

bowling-islands.de

schongau

14.00 und 16.00 Uhr

Erlebnis Lechflößerei — mit dem

historischen Fernhandelsfloß auf

Fahrt. Treffpunkt am Bootshaus.

Siehe Anzeige Seite 40

mo 17.08.

weilheim

16.00 bis 16.45 Uhr

Lesezeit! Die LeseRatten lesen vor

in der Stadtbücherei. Für Kinder

von 4 bis 9 Jahre. Eintritt frei

murnau

17.00 bis 18.30 Uhr

Themenführung „Kunsthistorischer

Spaziergang“. Treffpunkt

vor dem Rathaus. Kosten: 8 €.

Online-Anmeldung erforderlich

unter www.murnau.de/de/erlebnisse.html

weilheim

di 18.08.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

mi 19.08.

Diessen

8.00 bis 14.00 Uhr

Viktualienmarkt in der Von-

Eichendorff-Straße 1

murnau

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Forsteranger

Parkplatz

18.00 bis 19.30 Uhr

Ortsführung durch Murnau.

Treffpunkt am Rathaus. Kosten:

8 €. Online-Anmeldung erforderlich

unter www.murnau.de/de/erlebnisse.html

Starnberg

do 20.08.

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

murnau

9.30 bis 12.00 Uhr

Moosführung „Geschichte und

Geschichten vom Murnauer

Moos“. Mit Traudl oder Stefan

Bergmeister. Kosten: 10 €. Online-

Anmeldung erforderlich unter

www.murnau.de/de/erlebnisse.

html

andechs

fr 21.08.

20.00 bis 24.00 Uhr

Sommer-Freitag mit Bowling,

guter Musik, Lichteffekten, gutem

Essen auf der Terrasse und leckeren

Cocktails im Bowling Islands.

Uhrzeiten können abweichen. Um

Anmeldung wird gebeten. Weitere

Infos unter www.bowling-islands.de

juli/

feldafing

8.00 bis 12.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

46 | tassilo


Rottenbuch

11.00 bis 15.00 Uhr

Kässpatzenessen auf der Schönegger

Käse-Alm. Auf Vorbestellung

unter 08867 / 489

tutzing

sa 22.08.

14.00 bis 16.00 Uhr

Bewegung. Entspannung, Tanz

im Tanzstudio, Bräuhausstr. 1a.

Infos und Anmeldung unter www.

kreativitaet-in-bewegung.de oder

0160 / 90151168

Rottenbuch

11.00 bis 15.00 Uhr

Weißwurst- und Käswurstessen

auf der Schönegger Käse-Alm.

Auf Vorbestellung unter 08867 / 489

so 23.08.

eberfing

11.00 Uhr

Führung in der Sternwarte.

Thema: Sonne und ihre unruhige

Oberfläche. Beobachtet mit speziellen

Filtern im H-alpha Licht. Nur

bei klarem Himmel

andechs

10.00 bis 13.00 Uhr

Sonntagsfrühstück im Bowling

Islands. Um Anmeldung wird

gebeten. Weitere Infos unter www.

bowling-islands.de

di 25.08.

weilheim

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

mi 26.08.

Diessen

8.00 bis 14.00 Uhr

Viktualienmarkt in der Von-

Eichendorff-Straße 1

murnau

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Forsteranger

Parkplatz

Starnberg

do 27.08.

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

fr 28.08.

Heute erscheint

der neue Tassilo

weilheim

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

Rottenbuch

11.00 bis 15.00 Uhr

Kässpatzenessen auf der Schönegger

Käse-Alm. Auf Vorbestellung

unter 08867 / 489

tutzing

sa 29.08.

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Rathausplatz

Rottenbuch

11.00 bis 15.00 Uhr

Weißwurst- und Käswurstessen

auf der Schönegger Käse-Alm.

Auf Vorbestellung unter 08867 / 489

schongau

so 30.08.

14.00 und 16.00 Uhr

Erlebnis Lechflößerei — mit dem

historischen Fernhandelsfloß auf

Fahrt. Treffpunkt am Bootshaus.

Siehe Anzeige Seite 40

Änderungen und Fehler

vorbehalten

schongau

14.00 und 16.00 Uhr

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> > > So erreichen Sie uns

Anschrift

tassilo

Birkland 40

86971 Peiting

Email

Redaktion: redaktion@tassilo.de

Termine: veranstaltungen@tassilo.de

Anzeigen: anzeigen@tassilo.de

Anregungen / Kritik: info@tassilo.de

august 2020

Das Impressum finden Sie auf Seite 39.

Tel.: 08869 / 91 22-26

Fax: 08869 / 91 22-20

www.tassilo.de

juli / august 2020 | 47


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Für ein besseres Leben.

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Tag der offenen Tür

Wann: Samstag, 10. Oktober 2020

Beginn: 09:30 Uhr, Ende: 13:30 Uhr

Wo: Nonnenwald 2, Penzberg, Gebäude 371

Wer: für Schüler*innen ab 13 Jahren, Eltern,

Lehrende, Interessenten

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Der Erfolg von Roche beruht auf Innovationskraft, Neugier und Vielfalt – und

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