13.02.21 Lindauer Bürgerzeitung

achja23

LINDAUER

Bürgerzeitung

mit Amtsblatt der Stadt Lindau (B)

13. Februar 2021 · Ausgabe KW 06/21 · an alle Haushalte

ANSICHTEN

Hans-Jörg

Apfelbacher,

Geschäftsführer

Lindauer

Bürgerzeitung

Liebe BZ-Leserinnen und

BZ-Leser,

seit ein paar Wochen ist die

Lindauer Bürgerzeitung

auch auf Instagram aktiv.

Einige Hundert Nutzer

haben uns dort schon gefunden

und abonniert.

Das freut uns sehr. Dankeschön!

Was wir auf Instagram tun?

Was dort alle machen: Wir

informieren uns, was andere

berichten, hauptsächlich

Geschäftsleute, Gastronomen,

öffentliche Institutionen,

Kulturschaffende,

Politiker, Vereine uvm.

Wir abonnieren deren

Accounts, um schnell informiert

zu sein und keine

Nachricht mehr zu verpassen.

Wir verteilen Doppelklicks,

wenn uns etwas gefällt

und posten selbst Stories.

Das ist manchmal ein

Blick „hinter die Kulissen“

der BZ. Meistens aber sind

es Hinweise, ab wann die

neue Bürgerzeitungsausgabe

online ist. Das ist sie

nämlich neuerdings schon

sehr viel früher, als sie bei

Ihnen im Briefkasten steckt.

Wir geben Tipps zu einigen

Beiträgen, die man in der

neuen Printausgabe der BZ

oder auf unserer Homepage

online lesen kann. An den

Aufrufen und der Anzahl

der Likes können wir ablesen,

welche Themen besonders

interessieren. Wir

werden zeitnah Themen

posten – auch lange vor Erscheinen

der nächsten BZ.

Trotzdem bleiben wir Ihre

gedruckte Lindauer Bürgerzeitung,

auch wenn wir uns

über Abonnenten und Likes

auf Instagram freuen.

lindauer_buergerzeitung

Erscheinungstermine

Ihre nächsten BZ erscheinen

Samstag, 27.02.2021

Samstag, 13.03.2021

Direkt beraten und effizient arbeiten

Bauamtsleiter Kay Koschka führt Bürgerservice Bauen ein: Anlaufstelle für Bauanträge

Kay Koschka ist seit dem vergangenen

Sommer Bauamtsleiter

bei der Stadtverwaltung

Lindau. Der Bürgerservice

Bauen ist eine der ersten Neuerungen

unter seiner Regie.

Über weitere Pläne spricht er

mit Jürgen Widmer vom Presseamt

der Stadtverwaltung.

Widmer: Was waren Ihre ersten

Veränderungen?

Koschka: Zunächst ging es

mir darum, interne Abläufe

besser zu strukturieren, um

die vielfältigen Aufgaben effizienter

bearbeiten zu können.

Dazu haben wir den Bürgerservice

Bauen eingeführt. Er ist

der Abteilung Bauordnung

und Bauverwaltung zugeordnet

und wickelt die Verfahren

zu Bauantrag und Bauvorbescheid

komplett ab. Dahinter

steht die Idee, einen einheitlichen

Ansprechpartner für Bürgerinnen

und Bürger sowie

auch intern klare Zuständigkeiten

zu schaffen. In diesem

Zuge konnte die Abteilung

Stadtplanung, Umwelt und

Vermessung von der Bearbeitung

von Bauanträgen freigestellt

werden. Nun kann sich

dieses Team voll auf die Aufgabenbereiche

Stadtentwicklung

und Bauleitplanung konzentrieren.

Da gibt es in den nächsten

Jahren genug zu tun. Ziel

ist also, die internen Abläufe

durch die Entzerrung von Bauantragsverfahren

und Stadtentwicklung/Bauleitplanung

zu beschleunigen.

Widmer: Was beinhaltet der

Bürgerservice Bauen und wie

wird er angenommen?

Koschka: Der Bürgerservice

Bauen wurde am 1. August 2020

eingeführt. Er ist zentrale Anlaufstelle

für den Bauwerber

und dessen Entwurfsverfasser,

also für Architekten und Fachplaner.

Der Bürgerservice Bauen

bietet immer mittwochs eine

direkte Beratung für den

Bauwerber und seinen Planer

an - mit oder ohne Termin. Von

Seiten der Stadt sind dann die

Kolleginnen und Kollegen der

Bereiche Bauverwaltung, Bauordnung,

Denkmalschutz und

Kay Koschka, neuer Bauamtsleiter in Lindau, arbeitet mit seinem

Team an einer Checkliste für Bauanträge. Sie soll künftig kürzere

Bearbeitungszeiten ermöglichen.

BZ-Foto: Sylvia Ailinger

Bauplanungsrecht anwesend.

So sind hier schon zu Beginn

die wesentlichen Aufgabenbereiche

abgedeckt. Das stellt eine

zielgerichtete Beratung sicher.

Zu Beginn sollen insbesondere

erste und grundsätzliche Aufgaben

geklärt und wo nötig auch

Hilfestellung gegeben werden.

Noch ein wichtiger Punkt ist

die erste gemeinsame Prüfung

der einzureichenden Unterlagen.

Auch das kann im Bürgerservice

Bauen gemacht werden.

Wir erhoffen uns davon, weniger

fehlende Unterlagen nachfordern

zu müssen und die Bearbeitungszeiten

verkürzen zu

können. Um dies zu unterstützen,

arbeiten wir gerade an einer

Checkliste, auf der übersichtlich

aufgeführt ist, welche

Unterlagen eingereicht werden

müssen. Leider hat uns die Corona-Pandemie

wie so vielen

anderen einen Strich durch die

Rechnung gemacht: Wir mussten

die Präsenztermine absagen

und auf digitale Kommunikation

umstellen. Bis dahin war die

Rückmeldung zum Bürgerservice

Bauen aber überwiegend

gut.

Widmer: Wie hat sich die Zahl

der Bauanträge in den vergangenen

Jahren entwickelt?

Koschka: Die Zahl der Bauanträge

liegt seit vier Jahren

konstant hoch – bei rund 250

bis 300 Anträgen. Allein von

2017 auf 2018 haben sich die

Anträge für Wohnungen etwa

verdoppelt. Ich freue mich natürlich

über die rege Bautätigkeit

in Lindau und sehe das als

eine gute Nachricht an.

Widmer: Was sind häufige

Probleme bei Bauanträgen?

Koschka: Problematisch ist,

dass Bauanträge meist unvollständig

sind. Das heißt, dass

wir zunächst Unterlagen nachfordern

müssen und mit der

Bearbeitung des Antrags erst

beginnen können, wenn dieser

vollständig ist.

Wenn sich bei der eigentlichen

Prüfung der Unterlagen

dann herausstellt, dass diese

auch noch fehlerhaft sind, bedeutet

dies eine weitere Verzögerung.

Ich kann daher nur

jedem empfehlen, das Angebot

des Bürgerservices Bauen

anzunehmen und die Unterlagen

vor dem Einreichen nochmals

gemeinsam zu besprechen

und auf Vollständigkeit

zu überprüfen. Was immer

wieder fehlt, sind Unterschriften

von den Nachbarn. Dazu

hat sich aber aus der jüngsten

Novelle der Bayerischen Bauordnung

eine Änderung ergeben:

Künftig liegt die Nachbarbeteiligung

vollständig in der

Hand des Bauwerbers und seines

Entwurfsverfassers und

nicht mehr bei der Genehmigungsbehörde.

Im Bauantrag

muss nun angegeben werden,

ob die Nachbarn zugestimmt

haben. Haben nicht alle zugestimmt,

bekommen diese –

wie bisher auch – einen Abdruck

der Baugenehmigung.

Widmer: Wie viele Bauanträge

gehen den vollständig ein?

Koschka: Etwa zehn bis 15

Prozent der Bauanträge dürften

vollständig sein. Es gibt

auch eine Umfrage unter den

Großen Kreisstädten in Bayern,

bei der sich dieser Prozentsatz

herauskristallisiert hat. Das

deckt sich mit unseren eigenen

Erfahrungen.

Widmer: Wie wirkt sich die

neue Bayerische Bauordnung

auf die Genehmigungspraxis aus?

Koschka: Das ist nicht leicht

zu beantworten. Zum einen

gibt es seit dem 1. Februar 2021

ein neues Abstandsflächenrecht.

Es begrenzt die Abstandsflächen

in Wohn-, Dorf- und

Mischgebieten auf den einheitlichen

Wert von 0,4 H der

Wandhöhe, in Gewerbegebieten

auf 0,2 H.

Damit folgt Bayern im

Grunde den anderen Bundesländern

wie Baden-Württemberg,

die diese Regelungen schon

seit Jahrzehnten in der Landesbauordnung

haben. Das

fördert eine weitere Nachverdichtung

und entspricht auch

dem Grundsatzbeschluss Innen

vor Außen, den die Stadt

im Jahre 2018 auf Grundlage

eines Förderprogramms der

Staatsregierung beschlossen

hat. Daher sehen wir diese

neue Regelung als positiv an.

Allerdings ist uns auch bewusst,

dass der Freiraum hier

weiter unter Druck geraten

kann. Aus diesem Grund bereiten

wir gerade eine Änderung

der Freiflächengestaltungssatzung

vor.

Fortsetzung auf Seite 2

▶ Viel Zeit für die Patienten

Dr. Nikolas Stade setzt in seiner neu eröffneten

Privatpraxis für Orthopädie und Sportorthopädie

auf der Lindauer Insel sein ganz eigenes Konzept

professioneller Patientenversorgung um S. 11

▶ Rosenkavalier und Herzdame

Am 14. Februar ist Valentinstag. Woher der

Brauch kommt und wo man bedient wird,

wenn man blumige Botschaften verschenken

möchte, erfährt man in dieser Ausgabe. S. 9


2 13. Februar 2021 • BZ Ausgabe KW 06/20

AMTSBLATT DER STADT LINDAU (B)

Fortsetzung von Seite 1

Sie soll die Qualität der Freiräume

weiterhin sichern. Im

Hinblick auf die Genehmigungsverfahren

spielt sicherlich

die neue Genehmigungsfiktion

eine große Rolle. Zum

1. Mai 2021 wird sie Anwendung

finden. Sie besagt, dass

Bauanträge für Wohnungsbau,

die nicht innerhalb von

drei Monaten nach Vollständigkeit

genehmigt wurden,

automatisch als genehmigt

gelten. Es tritt also eine Genehmigungsfiktion

ein. Dies

wird dazu führen, dass wir unseren

Umstrukturierungsprozess,

den wir im Rahmen der

Einrichtung des Bürgerservice

Bauen begonnen haben, auch

daran ausrichten werden Ich

habe keine Sorge, dass wir die

Fristen einhalten, sobald die

Unterlagen vollständig und

beurteilungsfähig sind. Die eigentliche

Herausforderung

liegt für die Genehmigungsbehörde

darin, die Vollständigkeit

der Unterlagen innerhalb

von drei Wochen zu prüfen

und anzufordern.

Für den Bauherrn gilt es, dafür

zu sorgen, dass seine Unterlagen

vollständig und richtig

sind. Künftig können wir

Unterlagen nicht mehr so lange

nachfordern, bis diese in

Ordnung sind.

Wenn die geforderten Unterlagen

nicht fristgerecht eingehen,

sind wir gehalten, den

Antrag zurückzugeben. Hier

entsteht also Druck auf beiden

Seiten. Zudem bestehen noch

erhebliche Fragen zur Haftung,

die sich aber durch die

Rechtsprechung im Laufe der

Zeit klären werden.

Welche zentralen Aufgaben

hat das Bauamt?

Im Bauamt arbeiten etwas

über 30 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter in den Bereichen

Stadtentwicklung und

Stadtplanung, Kommunaler

Umweltschutz, Vermessung,

Klimaschutz, Bauordnung,

Bauverwaltung, Denkmalschutz,

Sondernutzungen,

Wohnungswesen und Hochbau.

Wir sind auch Untere

Bauaufsichtsbehörde, also

beispielsweise für Baugenehmigungen

zuständig und

ebenfalls Untere Denkmalschutzbehörde.

Es gibt also

immer was zu tun.


Jürgen Widmer

Präsenztermine und Online-Angebote

Projektschmiede Lindau ist für das kommende Jahr mit vielen Möglichkeiten zur Beteiligung gut aufgestellt

Die Projektschmiede ist in

Lindau für das kommende Jahr

trotz Corona gut aufgestellt.

So sind ab Mai sechs Präsenztermine

geplant. Drei davon

finden in der Inselhalle statt

und jeweils einer in Zech,

Reutin und Aeschach. Zusätzlich

gibt es voraussichtlich in

der zweiten Märzwoche ein

Online-Angebot.

Auch für interne Schmieden

wird es im kommenden

Jahr ein bis zwei Termine geben.

Dieses Angebot richtet

sich an Abteilungen, die

stärker in die Bürgerbeteiligung

einsteigen und auf der

Plattform beteiligung.stadtlindau

aktiv werden wollen.

Damit kommt die Projektschmiede

auch dem internen

Auftrag nach, mehr Themen

von Stadtverwaltung

und Stadtrat zu begleiten.

Konkret finden aktuell Vorgespräche

mit Akteurinnen

und Akteuren zu den Themen

Klima und Verkehr

statt. Die Teilnehmerinnen

und Teilnehmer kommen sowohl

aus der Verwaltung als

auch aus der Zivilgesellschaft.

Sylvia Ailinger

Neu ist, dass von der Vorarlberger

Landesregierung organisierte

Online-Angebote

in das Lindauer Programm

aufgenommen werden. So

entsteht auch für Themen

und Menschen aus Lindau

ohne Mehraufwand ein erweitertes

Angebot im grenznahen

Raum. Zum Team für

Lindau gehören ohnehin

Menschen, die ihren Wohnort

von Bregenz bis Ravensburg

haben. Viele aus dem

Team sind an verschiedenen

Orten aktiv.

bei

Bedarf

2. Märzwoche

06.

Mai

Inselhalle

Karsten

Grimberg

Treffpunkt

Zech

Christian

Bandte

Robert

Pakleppa

Anja Ulrich

Gerd

Alfons

Flo

Oberforcher

Alexandra

Abbrederis

17.

Juni 04.

Aug.

Projektschmiede Lindau: Über das Jahr verteilt gibt es Präsenztermine, Online-Angebote und Termine für interne Schmieden.


Grafik: Robert Pakleppa

Moe Kempf

Inselhalle

Sarina Gisa

Maite

Ulazia

Simon

Neitzel

21.

Sept.

Friedensräume

Bad Schachen

28.

Okt.

kiez

Aeschach

14.

Dez.

Inselhalle

Leiter der Partizipation: Modell erklärt Beteiligungsarten

Prozess Karl-Bever-Platz: Bürgerinnen und Bürger entwickeln mit Politik und Interessensgruppen Empfehlungen

Seit Ende des vergangenen

Jahres gibt es bei der Stadt

Lindau erstmals innerhalb der

Verwaltung eine Projektstelle,

die sich ausschließlich um die

Bürgerbeteiligung kümmert.

Neben dem Prozess Karl-Bever-Platz

gibt es viele kleine

und größere Entscheidungsprozesse,

in die Bürgerinnen

und Bürger eingebunden sind

Was bedeutet Beteiligung eigentlich?

Unter Partizipation,

wie der Fachbegriff heißt, versteht

man die Teilhabe von Personen

oder Gruppen in Entscheidungsprozessen.

So weit,

so klar. Doch in Gesprächen

und Diskussionen wird schnell

deutlich, dass Menschen sehr

unterschiedliche Vorstellungen

davon haben, was Beteiligung

bedeutet. Was sind gute

Rahmenbedingungen? Wie

kommt man zu guten Ergebnissen?

Ist Beteiligung ein Recht

oder eine Pflicht? Wer darf sich

beteiligen?

Um diese Fragen zu beantworten,

wurden verschiedene

Erklärungsmodelle entwickelt.

Eines der bedeutendsten Modelle

veröffentlichte die Amerikanerin

Sherry Arnstein bereits

in den 60er Jahren des vergangenen

Jahrhunderts. In ihrem

Leiter der Partizipation genannten

Modell beschreibt sie

acht Stufen der Beteiligung. Sie

reichen von Quasi-Beteiligung

bis zur aktiven Gestaltung

durch Bürgerinnen und Bürger.

Von einer Alibi-Beteiligung

spricht man, wenn Menschen

nur als Dekoration einbezogen

werden, weil die Entscheidungsträgerinnen

und Entscheidungsträger

kein wirkliches

Interesse an einem Austausch

haben. Auch bei reinen

Anweisungen kann man noch

nicht von Beteiligung sprechen.

Sherry Arnstein definiert

die Qualität der Teilhabe durch

die Aufteilung von Entscheidungsmacht.

Wenn Bürgerinnen

und Bürger eine beratende

Funktion haben und ihre Meinungen

und Interessen auch

tatsächlich berücksichtig werden,

dann befinden wir uns auf

den Stufen 5 und 6. Mit dem

Beteiligungsprozess Karl-Bever-Platz

bewegen wir uns

Richtung Stufe 7: Bürgerinnen

und Bürger entwickeln auf Augenhöhe

mit Politik und Interessensgruppen

eine Empfehlung

für den Stadtrat.

Selbstorganisation ist die

oberste Stufe von Beteiligung.

Hier setzen Menschen Projekte

eigenständig um. Das Jugendbuget,

das für dieses Jahr geplant

ist - ein Projekt, in dem

Jugendliche ihre eigenen Ideen

entwickeln und ihr Projekt-

Budget selbst verwalten können

- wäre dafür ein Beispiel.

Die Leiter der Partizipation

ist ein Erklärungsmodell. Im

Alltag ist sie eingebettet in unsere

gesellschaftlichen Rahmenbedingungen,

unsere demokratischen

Spielregeln. Wichtig für

eine gelingende Beteiligung ist

der offene Austausch über Rahmenbedingungen

der Teilhabe.

Mit der Projektstelle und einer

neuen Online-Beteiligungsplattform,

die im April vorgestellt

wird, macht die Stadt Lindau

einen weiteren, wichtigen

Schritt in diese Richtung.


Alexandra Abbrederis


AMTSBLATT DER STADT LINDAU (B) 13. Februar 2021 • BZ Ausgabe KW 06/21

3

Lindau fördert Radfahren

Stadt bekommt Auszeichnung als fahrradfreundliche Kommune

Die Stadt Lindau gehört zu den

zwölf AGFK-Mitgliedskommunen,

die sich bis 2027 offiziell

„Fahrradfreundliche Kommune

in Bayern“ nennen dürfen.

Lindaus Oberbürgermeisterin

Claudia Alfons hat die Urkunde

jetzt in einer Videokonferenz

präsentieren dürfen. Die Auszeichnung

ist eine Anerkennung

für das bisher Erreichte

bei der Radverkehrsförderung,

erfordert nach sieben Jahren

jedoch eine Rezertifizierung,

bei der weitere Fortschritte

erkennbar sein müssen.

Grundschulen bekommen iPads

Lindau arbeitet am Konzept der Digitalen Schule

Die Stadt Lindau arbeitet weiter

an der „Digitalen Schule“.

Aktuell erarbeitet die Stadt

zusammen mit einem externen

Beratungsunternehmen

ein Konzept. Bereits jetzt hat

Lindau wichtige erste Schritte

unternommen.

Mammutbaum, Ahorn, Kirsche,

Hainbuche und Tulpenbaum:

Für diese Bäume bietet die

Gartenschau Lindau Baumpatenschaften

an. Auch für Parkbänke

können Patenschaften

übernommen werden. Einige

Paten haben sich bereits gefunden.

„Für uns ist die Auszeichnung

zunächst einmal eine wunderbare

Bestätigung für die Arbeit

der vergangenen Jahre“, so Alfons.

„Es ist aber auch eine Verpflichtung,

weiterhin für stete

Verbesserungen zu sorgen. Dabei

verlieren wir keine Verkehrsart

aus den Augen, bekennen

uns aber auch zur dringend

notwendigen Verkehrswende“,

so Alfons weiter.

In der Arbeitsgemeinschaft

fahrradfreundliche Kommunen

in Bayern e.V. (AGFK Bayern)

haben sich 83 bayerische

iPads für die städtischen Grundschulen in Lindau: Über die Geräte

freuen sich nicht nur die Kinder, sondern auch Ute Müller, Schulleiterin

der Grundschule Lindau Reutin-Zech (rechts) und Maria

Paredes vom Amt für Kinder, Jugend, Sport bei der Stadtverwaltung

Lindau.

Foto: Beate Zanker

Nachdem sie bereits 30 Laptops

für Mittelschüler zur Verfügung

gestellt hat, wurden jetzt 90

iPads an die Grundschulen ausgeliefert.

Diese Leihgeräte sind

für Schülerinnen und Schüler

gedacht, die kein eigenes Endgerät

zur Verfügung haben. Diese

können direkt in den Schulen

ausgeliehen werden.

Die Geräte waren bereits im

August bestellt worden, doch

gab es wegen der hohen Nachfrage

aus Schulen, Behörden

und Firmen Lieferengpässe. So

kamen die Laptops erst im Oktober

an, die IPads erst vergangene

Woche. Gefördert werden

die Geräte durch „Zuwendungen

aus dem Förderprogramm

des Bayerischen Staatsministeriums

für Unterricht und Kultus

- Sonderbudget Leihgeräte

(SoLe)“.

Kommunen mit insgesamt

knapp sechs Millionen Einwohnern

mit dem Ziel zusammengeschlossen,

gemeinsam

den Radverkehr zu fördern, Erfahrungen

auszutauschen und

Synergieeffekte zu nutzen.


Jürgen Widmer

Die Lindauer Oberbürgermeisterin Dr. Claudia Alfons: „Die Auszeichnung

ist eine wunderbare Bestätigung“.

Foto: Screenshot

Auf dem Gartenschau-Gelände

auf der Hinteren Insel stehen

zahlreiche Baumschätze, die

entweder schon seit Jahrzehnten

dort wachsen oder wegen

der Gartenschau neu gepflanzt

wurden. Auch neues Sitzmobiliar

gehört ab diesem Sommer

zum Bild von Schützinger Promenade

und Luitpoldpark. Für

Bäume und Bänke sucht die Natur

in Lindau gGmbH nach Patinnen

und Paten.

„Eine Patenschaft für einen

Baum oder eine Bank in dieser

Lage zu übernehmen ist etwas

Einzigartiges“, sagt Gartenschau-Geschäftsführer

Meinrad

Gfall. „Man tut etwas für

die Natur und sorgt für den

Baumerhalt der Insel. Und auf

einer schönen Bank mit seinem

Namen am See zu sitzen,

das hat etwas Besonderes.“

Bei einem Rundgang über

das Gelände mit Geschäftsführer

Gfall dürfen sich Interessierte

ihren Wunschbaum oder

Die Stadt Lindau hat die entsprechenden

Fördermittel in

Höhe von 78.411,76 Euro vollkommen

ausgeschöpft. Dies

entspricht einer Förderquote

von 100 Prozent auf die Hardware.

Jürgen Widmer

ihre Wunschbank aussuchen.

Die Namen der Paten werden

auf Wunsch auf einem Schild

zu lesen sein.

Die Patenschaft für einen

Baum kostet 1.100 Euro, für eine

Bank 1.500 Euro.

Eine Patenschaft übernehmen

können Privatpersonen,

Vereine oder Firmen. Sie eignet

sich aber auch als Geschenk zu

einem besonderen Anlass wie

zum Beispiel Hochzeit oder

runder Geburtstag. Wer sich

für eine Baum- oder Bankpatenschaft

interessiert, kann

gerne eine Mail an natalie.

schneider@lindau2021.de

schicken. Natalie Schneider

GRÜSSE AUS DER TOSKANA

Liebe Lindauerinnen und liebe

Lindauer,

von vielen besorgten, teils

auch empörten Mitbürgerinnen

und Mitbürgern bin ich

auf eine Veranstaltung angesprochen

worden, die am 15.

Februar 2021 in der Inselhalle

stattfinden wird: Es werden

45 Personen zu einer AfD-Versammlung

zusammenkommen.

Es wurde der Wunsch an mich

herangetragen, diese Veranstaltung

zu untersagen. Ich

möchte Ihnen erläutern, warum

dies rechtlich nicht möglich

ist:

Nach der Aussage des Landratsamts

darf diese Veranstaltung

unter Einhaltung aller

geltenden Hygienemaßnahmen

stattfinden.

Die Stadt selbst hat rechtlich

keine Möglichkeit, diese Veranstaltung

zu untersagen. Da

sie auch anderen politischen

Gruppierungen Platz in der

Inselhalle einräumt, muss sie

dies aufgrund des verfassungsrechtlich

garantierten

Gleichbehandlungsgrundsatzes

auch bei der AfD tun. Daran

ändert auch eine Beobachtung

durch den Verfassungsschutz

von Teilgruppierungen

oder einzelnen Personen einer

Partei nichts, solange die

Partei nicht verboten ist. Die

Entscheidung über ein Parteienverbot

steht nach unserem

Grundgesetz hingegen nur

dem Bundesverfassungsgericht

zu. Bis dahin ist die Stadt

an das staatliche Neutralitätsund

Sachlichkeitsgebot gebunden,

wonach Staatsorgane weder

zugunsten noch zu Lasten bestimmter

erlaubter Parteien agieren

und kommunizieren dürfen.

Die Pflicht, die AfD in unserer

Inselhalle zuzulassen, ergibt

sich folglich direkt aus in unserem

Grundgesetz verankerten

demokratischen Regeln.

Es ist mir an dieser Stelle ein Herzensanliegen

folgendes festzuhalten:

Die Stadt Lindau steht

für Weltoffenheit sowie die

Wahrung humanitärer Werte.

Wir wenden uns gegen Rassismus

und jede andere Art der Diskriminierung.

Und wir stehen

fest auf dem Boden unserer freiheitlich-demokratischen

Rechtsordnung.

Diese Rechtsordnung ist ein hohes

Gut, das wir schätzen und

verteidigen. Dies bedeutet, auch

denjenigen Strömungen Versammlungen

ermöglichen zu

müssen, die teilweise unter dem

Verdacht stehen, dass sie Gegner

dieser Rechtsordnung sind – ohne,

dass dies bereits höchstgerichtlich

festgestellt ist. Nur so

kann unserer freiheitlich-demokratischen

Grundordnung

Rechnung getragen werden.

Deshalb kann die AfD in der Inselhalle

tagen. Das Team der Inselhalle

wird die Veranstaltung

professionell abwickeln. Dabei

müssen alle Sicherheits- und Hygienevorgaben

eingehalten werden.

Sollten Sie, lieber Lindauerinnen

und Lindauer, Ihrerseits von Ihrem

verfassungsrechtlich verbürgten

Demonstrationsrecht

Gebrauch machen wollen, wie es

mir gegenüber schon von einigen

angekündigt wurde, bitte

ich Sie v.a. um eines: Halten Sie

ebenfalls alle geltenden Corona-

Regeln sowie etwaige Versammlungsauflagen

ein. Unser Lindau

steht für Rechtsstaatlichkeit und

Demokratie!

Ihre Oberbürgermeisterin für

Lindau Dr. Claudia Alfons

Gartenschau Lindau sucht Paten für Bäume und Bänke

Paten sorgen für Erhalt der Bäume auf der Insel oder sitzen auf einer Parkbank mit dem eigenen Namen

Sabine Zürn und ihr Mann Adi Hiller-Zürn haben bereits die Patenschaft

für einen Mammutbaum übernommen. Bildquelle: Natur in Lindau


4 13. Februar 2021 • BZ Ausgabe KW 06/20

AMTSBLATT DER STADT LINDAU (B)

Viele neue Ideen für Vernetzung und Förderung

Musikschule Lindau: Regina Kuhn ist seit 1. Februar neue Schulleiterin und möchte die Schule mit Leben füllen

Lindau (B) – Regina Kuhn ist

die neue Schulleiterin der

Musikschule Lindau. Nachdem

sie die Musikschule zunächst

kommissarisch bis Oktober

2021 leiten sollte, übertrug

ihr nun der Verwaltungsrat

bereits zum 1. Februar die

offizielle Leitung. Mit dieser

Entscheidung sehen die Mitglieder

des Verwaltungsrates

langfristig die Weichen für

eine gute Entwicklung der Musikschule

gestellt. Dazu beigetragen

hatte auch das positive

Echo aus dem Kollegium.

Regina Kuhn ist seit 2000 an

der Musikschule Lindau tätig.

Viele Lindauerinnen und Lindauer

kennen sie von Auftritten

ihrer Gesangsklasse und

dem Kinderchor als Energiebündel.

Ihren Tatendrang

möchte sich die neue Schulleiterin

auch nach ihrem Karrieresprung

bewahren.

Kuhn hat viele Ideen, um

das Schloss Holdereggen mit

Leben zu füllen. So möchte sie

den Elementarbereich, in dem

Kinder ihre ersten Begegnungen

mit dem Musizieren machen,

weiter ausbauen. Auch

plant sie, die Musikschule mit

den Lindauer Kindergärten, Kitas,

Kinderhorten und Schulen

noch stärker vernetzen.

Die partnerschaftliche, musikpädagogische

Zusammenarbeit

mit anderen Institutionen

ist für Kuhn eine wichtige Voraussetzung

für die Zukunft.

Dazu zählen neben Einrichtungen

für jüngere Kinder

auch weiterführende Schulen,

Musikvereine, Chöre oder Seniorenheime.

Außerdem

möchte Kuhn das Thema Inklusion

weiterentwickeln.

Auch populäre Musikstile in

allen Fachbereichen möchte

sie fördern, ebenso das klassische

Ensemble- und Orchestermusizieren.

Wenn es darum geht, Begeisterung

für die Musik zu wecken,

kann sie auf ein motiviertes

Lehrerteam setzen. Glücklich

ist Kuhn darüber, dass sie

in Vanessa Warmbrunn-Looß

eine engagierte Gesangslehrerin

für die großen und kleinen

Sängerinnen und Sänger an

der Musikschule Lindau gefunden

hat.

Zu einer Mission bekennt sie

sich besonders: „Musik ist die

Nahrung der Seele und diese

Nahrung darf keinem Menschen

vorenthalten werden.“

Und: „Garant einer lebenslangen

Freude am Musizieren ist

eine fundierte musikalische

Ausbildung und dafür steht die

Musikschule Lindau“, so Regina

Kuhn.


Stefan Heitz

Musik ist die Nahrung der Seele: Mit Tatendrang und Engagement

möchte möchte Regina Kuhn, neue Schulleiterin der Musikschule

Lindau, ihre Ideen umsetzen und das Schloss Holdereggen mit

Leben füllen.

Foto: Stefan Heitz

Stadt Lindau

(Bodensee)

Die Große Kreisstadt Lindau (B) liegt attraktiv im Dreiländereck Deutschland,

Österreich und der Schweiz. Unsere Tourismus- und Tagungsstadt

besitzt einen hohen Freizeitwert und verfügt über ein sehr gut gegliedertes

Schul- und Bildungsangebot.

Für die Garten- und Tiefbaubetriebe Lindau (GTL) suchen wir zum nächstmöglichen

Zeitpunkt einen

Sachgebietsleiter Rechnungswesen (m/w/d)

Die ausführliche Stellenanzeige finden Sie auf unserer Homepage

www.stadtlindau.de.

Ende der Bewerbungsfrist ist der 05.03.2021

Stadt Lindau (B), Personalabteilung,

Bregenzer Str. 6, 88131 Lindau (B), Tel. 0 83 82/9 18-1 08

Stadt Lindau

(Bodensee)

Die Große Kreisstadt Lindau (B) liegt attraktiv im Dreiländereck Deutschland,

Österreich und der Schweiz. Unsere Tourismus- und Tagungsstadt

besitzt einen hohen Freizeitwert und verfügt über ein sehr gut gegliedertes

Schul- und Bildungsangebot.

Sie möchten Teil unseres Teams werden, dann bewerben Sie sich als

Stadtplaner (m/w/d)

(Diplom-Ingenieur/in (TU,FH) bzw. Master der Fachrichtung Stadtplanung

oder Architektur/Städtebau

Die ausführliche Stellenanzeige finden Sie auf unserer Homepage

www.stadtlindau.de.

Ende der Bewerbungsfrist ist der 28.02.2021

Stadt Lindau (B), Personalabteilung,

Bregenzer Str. 6, 88131 Lindau (B), Tel. 0 83 82/9 18-1 08

Projektstelle:

Projektmanager

gesucht

Zur Umsetzung eines „Natürlich

Bayern“-Projekts sucht der Landschaftspflegeverband

Lindau-

Westallgäu e. V. in Lindau vorbehaltlich

einer Förderzusage ab

April 2021 einen Projektmanager

(w/m/d) in Teilzeit (16h/Woche,

befristet auf 2 Jahre).

Bei der Umsetzung des Projekts

geht es unter anderem um eine

kommunale Biodiversitätsberatung,

beispielsweise für Ausgleichs-

oder Ökokontoflächen,

die in Zusammenarbeit mit den

Kommunen aufgebaut werden

soll.

Stadt Lindau

(Bodensee)

Die Große Kreisstadt Lindau (B) liegt attraktiv im Dreiländereck Deutschland,

Österreich und der Schweiz. Unsere Tourismus- und Tagungsstadt

besitzt einen hohen Freizeitwert und verfügt über ein sehr gut gegliedertes

Schul- und Bildungsangebot.

Für die Garten- und Tiefbaubetriebe Lindau (GTL) suchen wir zum

01.08.2021 einen

Bauingenieur (m/w/d)

Die ausführliche Stellenanzeige finden Sie auf unserer Homepage

www.stadtlindau.de.

Ende der Bewerbungsfrist ist der 19.03.2021.

Stadt Lindau (B), Personalabteilung,

Bregenzer Str. 6, 88131 Lindau (B), Tel. 0 83 82/9 18-1 08

www.stadtlindau.de

Klick dich rein und du weißt mehr!

Stadt Lindau

(Bodensee)

Die Große Kreisstadt Lindau (B) liegt attraktiv im Dreiländereck Deutschland,

Österreich und der Schweiz. Unsere Tourismus- und Tagungsstadt

besitzt einen hohen Freizeitwert und verfügt über ein sehr gut gegliedertes

Schul- und Bildungsangebot.

Sie möchten Teil unseres Teams werden, dann bewerben Sie sich als

Mitarbeiter für das Kulturamt (m/w/d)

(Abteilung Citymarketing und Eventmanagement)

Die ausführliche Stellenanzeige finden Sie auf unserer Homepage

www.stadtlindau.de.

Ende der Bewerbungsfrist ist der 07.03.2021.

Stadt Lindau (B), Personalabteilung,

Bregenzer Str. 6, 88131 Lindau (B), Tel. 0 83 82/9 18-1 08

Die ausführliche Stellenbeschreibung

sowie Informationen zum

Landschaftspflegeverband Lindau-Westallgäu

e. V. finden Sie

unter www.landkreis-lindau.de.

Die Bewerbungsfirst endet am

7. März.

Stiftsplatz 4

88131 Lindau

Vollsperrung Dreierstraße

verlängert

Die Vollsperrung in der Dreierstraße

bei der Einmündung Hintere

Insel wird bis zum 31. März

verlängert.

Die Umleitung führt über den

Uferweg sowie die Graf-Lennart-

Bernadotte-Straße. Die Baustelle

kann eingeschränkt passiert werden.

Fußgänger können den Gehweg

gegenüber benutzen.


AMTSBLATT DER STADT LINDAU (B) 13. Februar 2021 • BZ Ausgabe KW 06/21

5

1939-1945: Zur Arbeit in der Fremde gezwungen

Gedenk- und Informationssäule erinnert an Zwangsarbeit im Stadtgebiet Lindau während der NS-Zeit

An ein dunkles Kapitel der

Lindauer Geschichte erinnert

eine Gedenksäule, die jetzt

an der Eichwaldstraße eingeweiht

wurde. Der Lindauer

Lokalhistoriker Karl Schweizer

hat in jahrelanger Recherche

Bilder und Texte zum Thema

Zwangsarbeit im nationalsozialistischen

Lindau gesammelt.

In Kooperation mit dem

Kulturamt der Stadt Lindau ist

nun eine Gedenk- und Informationssäule

entstanden. Diese

gibt den Frauen und Männern

ein Gesicht, die von 1939 bis

1945 in Lindau und in ganz

Deutschland zur Arbeit in der

Fremde gezwungen wurden. So

mussten allein im Stadtgebiet

Lindau von September 1939

bis zum Kriegsende rund 770

Menschen Zwangsarbeit verrichten.

Wie wichtig es ist, nicht müde

zu werden, an diese Zeit zu erinnern,

erklärte die Lindauer

Oberbürgermeisterin Dr. Claudia

Alfons bei der Einweihung

der Gedenkstätte, die coronabedingt

nur im allerkleinsten

Kreis stattfand. „Gedenken

und Erinnern ist wichtig, denn

nur, wer sich seiner Vergangenheit

stellt, hat ein Fundament

für die Zukunft“, so die Lindauer

Oberbürgermeisterin. Sie

dankte dem Lokalhistoriker

Karl Schweizer für seine unermüdliche

und hartnäckige Recherche.

Dass die Gedenkstätte am

27. Januar eingeweiht wurde,

ist kein Zufall: Dieser Tag wurde

zum Tag der Opfer des Nationalsozialismus

proklamiert

und die Vereinten Nationen

haben ihn zum internationalen

Holocaust-Gedenktag erklärt.

Es ist der Tag, an dem

sich die Befreiung des Vernichtungslagers

Auschwitz jährt.

Auch der Ort, an dem die

Gedenksäule errichtet wurde,

ist nicht zufällig gewählt. Denn

östlich der Kamelbuckelbrücke

befand sich das flächenmäßig

größte Barackenlager für

Zwangsarbeiterinnen und

Zwangsarbeiter in Lindau. Die

dort eingesperrten Menschen

arbeiteten unter anderem für

die Reichsbahn, aber auch für

verschiedene Lindauer Firmen.

„Es ist gut, dass genau an dieser

Stelle an das Schicksal der

Menschen erinnert wird. Es ist

wichtig, dass wir die Erinnerung

wach halten, damit sich

die Geschichte nicht wiederholt“,

sagte Oberbürgermeisterin

Alfons bei der Einweihung.

„Dass an eben diesem Ort in

wenigen Monaten die Lindauer

Therme eröffnet wird, zeigt,

wie sehr sich unsere Welt verändert

hat - Gott sei Dank. Niemand

aber soll auf den Gedanken

kommen, dass deswegen

Gras über die Geschichte gewachsen

wäre“, gab die Oberbürgermeisterin

zu bedenken.

Sie dankte allen, die daran beteiligt

waren, „diese Art von

Stolperstein auf diesem Areal

zu errichten.“

Wenn die Bauarbeiten für die

Therme abgeschlossen sind,

zieht die Säule noch einmal um

und steht dann an einem Platz

auf dem Gelände, „an dem sie

hoffentlich von vielen Menschen

beachtet wird. Wir wünschen

uns auch, dass Schulklassen

an diesen Ort kommen, um

sich anhand der Fotos und Dokumente

mit unserer Geschichte

auseinanderzusetzen“, so die

Oberbürgermeisterin. Karl

Schweizer bedankte sich bei der

Lindauer Oberbürgermeisterin

dafür, „dass Sie meinen Impuls

aufgenommen haben“. Sein

Dank ging aber auch an alle, die

zur Realisierung des Projektes

beigetragen haben.

Bereits seit den 80er Jahren

beschäftigt sich der Historiker

mit dem Thema Zwangsarbeit

in Lindau. Zum Hintergrund

seines Engagements erklärt er:

„Es ist der Versuch, über dieses

öffentliche Gedenken einen

wenn auch winzigen Beitrag

zur Wiederherstellung der

Würde dieser meist verschleppten

und gedemütigten Menschen

zu ermöglichen.“ Denn

diesen Menschen habe der NS-

Faschismus ihre Freiheit genommen,

ihre Menschenrechte,

ihre Gesundheit, oft ihre

Lebensfreude, Jahre ihres Lebens

und teilweise sogar ihr

Leben, so Schweizer. Der Historiker

hat nicht nur in zahlreichen

Archiven recherchiert,

sondern auch immer wieder

mit Zeitzeugen gesprochen.

Kulturamtsleiter Alexander

Warmbrunn nannte es „ein

großes Glück“, dass Lindau mit

dem Lokalhistoriker einen

„unermüdlichen Mahner hat,

der oft auch unbequem ist“.

Und er kündigte an, dass die

Geschichte der Zwangsarbeiter

auch im neu konzipierten

Stadtmuseum im Cavazzen

weitererzählt werde.

Stefanie Bernhard-Lentz

Amtsblatt Stadt Lindau

(Bodensee)

Vollzug des Bayerischen Straßenund

Wegegesetz (BayStrWG)

Bekanntmachung von gewidmeten Straßen.

Der städtische Bau- und Umweltausschuss beschließt die Verkehrsfläche

„Bahnübergang Laubeggengase“ Fl.Nr. 58/36, 58/12, 58/15 als Teilbereich

der Gemarkung Aeschach, gemäß Art. 7 Abs. 1 Satz 1 i.V. m. Art. 46 Nr. 2

BayStrWG abzustufen.

Straße:

Bezeichnung:

beschränkt-öffentlicher Weg BÖW-302

Bahnübergang Laubeggengasse

Fl.Nr.: 58/36, 58/12, 58/15, Gemarkung Aeschach

zwischen dem Flurstück 58/15,

Gemarkung Aeschach und dem Flurstück 30/2,

Gemarkung Aeschach bis zu den Absperrpfosten

Länge: 0,020 km

Straßenbaulastträger: DB Netz AG

Widmungsbeschränkung: Nur für Fußgänger und Radfahrer sowie Rettungsfahrzeuge

Die neue Gedenksäule vor der Lindauer Eissporthalle erinnert an die Menschen, die in Lindau während

des 2. Weltkrieges zur Arbeit in der Fremde gezwungen wurden. Bei der Einweihung der Säule bedankten

sich die Lindauer Oberbürgermeisterin Dr. Claudia Alfons (Mitte) und Kulturamtsleiter Alexander

Warmbrunn (rechts) beim Lindauer Karl Schweizer (links). Er hatte die Gedenksäule initiiert und konzipiert.


Bild: Kulturamt Lindau

Anzeigen in Broschüre: Stadt Lindau warnt vor Trittbrettfahrern

Die Stadt Lindau warnt vor vermeintlichen

Betrügern, die derzeit ihr

Unwesen treiben. Sie schreiben Gewerbetreibende

an und behaupten,

diese hätten in einer Informationsbroschüre

eine Anzeige geschaltet

und stellen eine Rechnung. Dabei erwecken

sie den Eindruck, es handle

sich um eine städtische Broschüre.

Nur im Kleingedruckten steht, dass

dies nicht so ist.

Außerdem versuchen die Täter, mit

Anrufen die Gewerbetreibenden unter

Druck zu setzen und sie dazu zu

bringen, die angeblichen Anzeigen

zu bezahlen. Dabei agieren sie von

einer Telefonnummer aus, die nicht

existiert. Die Stadt Lindau warnt vor

den Betrügern und stellt klar, dass

derzeit keine städtische Informationsbroschüre

geplant ist.



Jürgen Widmer

Rechtsbehelfsbelehrung

Gegen diese Verfügung kann innerhalb eines Monats nach ihrer Bekanntgabe

Klage bei dem Bayerischen Verwaltungsgericht in Augsburg, Postanschrift:

Postfach 11 23 43, 86048 Augsburg, schriftlich oder zur Niederschrift des

Urkundsbeamten der Geschäftsstelle dieses Gerichts erhoben werden. Die

Klage muss den Kläger, die Beklagte (Stadt Lindau) und den Gegenstand des

Klagebegehrens bezeichnen und soll einen bestimmten Antrag enthalten.

Die zur Begründung dienenden Tatsachen und Beweismittel sollen angegeben,

der angefochtene Bescheid soll in Urschrift oder in Abschrift beigefügt

werden. Der Klage und allen Schriftsätzen sollen Abschriften für die übrigen

Beteiligten beigefügt werden.

Hinweise zur Rechtsbehelfsbelehrung

Durch das Gesetz zur Änderung des Gesetzes zur Ausführung der Verwaltungsgerichtsordnung

vom 22. Juni 2007 (GVBI S. 390) wurde das Widerspruchsverfahren

im Bereich des Straßen –und Wegerechts abgeschafft. Es

besteht keine Möglichkeit, gegen diesen Bescheid Widerspruch einzulegen.

Die Klageerhebung in elektronischer Form (z. B. durch E-Mail) ist unzulässig.

Kraft Bundesrechts ist in Prozessverfahren vor den Verwaltungsgerichten

seit 1. Juli 2004 grundsätzlich ein Gebührenvorschuss zu entrichten.

Lindau (B), den 03.02.2021

STADT LINDAU (BODENSEE)

gez. Dr. Claudia Alfons

Oberbürgermeisterin

Ausgefertigt:

Lindau, den 03.02.2021

Alexandra Everding

Straßen- und Wegerecht


6 13. Februar 2021 • BZ Ausgabe KW 06/20

AMTSBLATT DER STADT LINDAU (B)

Mobilität: Klimafreundlich und emissionsfrei

Initiative H2connect informiert Bürger und vernetzt Verantwortliche aus Wirtschaft und Verwaltung

In Lindau gibt es aus Sicht

der Initiative H2conncet ein

öffentliches Interesse an einer

Wasserstofftankstelle. Zu

diesem Schluss kommen die

beiden Initiatoren von H2connect,

die sich seit anderthalb

Jahren um das Thema Wasserstoff

und Mobilität in der

Region kümmern.

Winfried Hamann tankt an der

Wasserstoff-Tankstelle in Ulm

und unterstützt damit aktiv die

Energie- und Mobilitätswende.


Foto: Werner Tillmetz

Rückblick: Im Oktober 2019 organisierte

Initiator Winfried

Hamann eine Veranstaltung

zum Thema Wasserstoff in der

Spielbank Lindau. Bereits zwei

Wochen vor diesem Termin

waren alle 120 Plätze vergeben.

Interessierte aus Lindau, dem

Landkreis und der Region wollten

dabei sein. Angemeldet

hatten sich Stadträte, der damalige

Oberbürgermeister von

Lindau Dr. Gerhard Ecker sowie

die Bewerberinnen und Bewerber

um seine Nachfolge.

Alle waren neugierig darauf,

was die Experten, die allesamt

mit Brennstoffzellen-PKWs aus

Köln, München oder Berlin angereist

waren, zur Veranstaltung

beitragen konnten.

Experte: Werner Tillmetz

Einer dieser Experten ist der

Lindauer Professor Werner

Tillmetz, der die Runde mit

einem Impulsvortrag eröffnete.

Es wurde ein gelungener

Auftakt, den die Schauspielerin

Sabine Lorenz moderierte.

Pläne für Wasserstoff?

Bereits damals wollten mehrere

Teilnehmer das Thema konkret

weiterverfolgen und erkundigten

sich nach entsprechenden

Plänen. Deutlich

wurde jedenfalls, dass eine Erwartungshaltung

in Sachen

Wasserstofftechnik gegenüber

Tillmetz und Hamann entstanden

war. Genau zu dieser

Zeit stand eine Entscheidung

im Stadtrat an: Sollten die neuen

Stadtbusse mit Batterie

oder Wasserstoff fahren?

Fakt und Hintergrund

In der entsprechenden Stadtratssitzung

zeigte Tillmetz

Fakten und Hintergründe

zum Thema auf. Die Mehrheit

der Stadträte folgte allerdings

dem Vorschlag der

Stadtwerke und entschied

sich für Batteriebusse. Eine

Machbarkeitsstudie überzeugte

die Räte, auch wenn

diese Studie von vielen aus

der lokalen H2-Szene als einseitig

empfunden wurde.

Mobilität ohne Emission

Dennoch tauschten sich Tillmetz

und Hamann immer

häufiger in Sachen emissionsfreie

Mobilität aus. Bei

mehreren Vorträgen von Tillmetz

wurde klar: Bei vielen

Akteuren fehlt es an Wissen

über die aktuellen, weltweiten

Entwicklungen in Sachen

Elektromobilität mit Batterien

und Wasserstoff. Parallel

dazu entstanden in der

Region verschiedene Aktivitäten,

deren Initiatoren jedoch

wenig voneinander

wussten oder sich gar miteinander

vernetzten.

Information und Vernetzung

Daher entschlossen sich die

Initiatoren, interessierte Bürgerinnen

und Bürger über eine

Homepage und eine Facebook-Seite

zu informieren

und auf dem Laufenden zu

halten. Vor allem aber sollten

Verantwortliche in Wirtschaft

und Verwaltung miteinander

vernetzt werden,

und das in der gesamten

Region Bodensee.

Website: H2connect.eco

Kunst-Kurator und Gartengestalter ist 80

Roland Doschka hat mit Kunstausstellungen rund 700.000 Besucher nach Lindau gebracht

Roland Doschka hat seinen 80.

Geburtstag gefeiert. Im Laufe

der letzten vier Jahrzehnte hat

der Kunst-Kurator und Gartengestalter

über zwei Millionen

Menschen mit der Kunst der

klassischen Moderne in Berührung

gebracht – mit Ausstellungen

zu Künstlern wie Picasso,

Chagall, Miró oder Klee.

Der promovierte Romanist hat

auch als erster eine Monet-

Ausstellung in Deutschland

realisiert.

Seit 2011 engagiert sich der

rührige Ausstellungsmacher

für die Stadt Lindau am Bodensee

auf Vermittlung des Kulturamtsleiters

Alexander

Warmbrunn. Mit ihm gemeinsam

ist er seit rund zehn Jahren

Die Initiatoren Werner Tillmetz (links im Bild) und Winfried Hamann von H2connect aus Lindau kümmern

sich seit anderthalb Jahren um das Thema Wasserstoff und Mobilität in der Region. Zusammen mit

der Schauspielerin Sabine Lorenz (rechts im Bild) hat sich H2connect jetzt für ein Leader-Förderprojekt

beworben.

Archivbild: Winfried Hamann

Deshalb erstellte ein junges,

dreiköpfiges Experten-Team

aus Freiburg die Website

h2connect.eco. Dort sind inzwischen

mehr als 50 Beiträge

eingestellt. Die Zahl der

Netzwerkteilnehmer liegt

mittlerweile bei nahezu 20.

Jeden Freitag werden die

Blogs der vorangegangenen

sieben Tage an viele Abonnenten

der Website verschickt.

Zudem können sich

Interessenten auch aktiv mit

Informationen beteiligen.

Diskussion: intensiv, emotional

Anstelle von Elektrobussen

beschloss der Stadtrat kurz

vor Weihnachten die Beschaffung

von Diesel-Hybrid-Bussen.

Die Diskussionen, die

darauf folgten, waren nicht

zuletzt aufgrund der dünnen

Faktenlage intensiv und emotional.

Die Ausführungen dazu

aus Sicht von H2connect

sind im Blog der Homepage

unter Unsere Pressemitteilung

zur Stadtratsentscheidung

veröffentlicht.

für die großen Sonderausstellungen

im Kunstmuseum verantwortlich

und hat damit

rund 700.000 Besucherinnen

und Besucher ins Museum gelockt.

Zum siebzigsten Jubiläum

der Nobelpreisträgertagung,

zur Gartenschau in Lindau

und zu seinem 80. Geburtstag

hat er sich selbst und Lindau

ein großes Geschenk gemacht:

Er wird vom 1. Mai bis

zum 31. Oktober 2021 im

Kunstmuseum Lindau die

Ausstellung Marc Chagall -

Paradiesische Gärten präsentieren

und auf dem Gartenschaugelände

einen Chagall-

Garten anlegen.


Kulturamt Lindau

H2connect-Unterstützung

Sowohl Firmen als auch Einzelpersonen

unterstützen

die ehrenamtliche Arbeit

der beiden Initiatoren. Nahezu

wöchentlich finden

Video- oder Audiokonferenzen

mit unterschiedlichen

Teilnehmern statt, etwa der

IHK Schwaben, den Stadtwerken

Friedrichshafen

oder MdB Dr. Stefan Kaufmann,

dem Innovationsbeauftragten

der Bundesregierung

zum Thema Wasserstoff.

Kommt Leader-Förderprojekt?

Zusammen mit Sabine Lorenz

hat sich H2connect jetzt

für ein Leader-Förderprojekt

beworben. Geplant sind etwa

zehn Videoprojekte, in denen

Nutzer und Anwender von

Elektromobilität - sei es mit

Wasserstoff oder Batterie -

von ihren Erfahrungen erzählen.

Dazu sind Vorbereitungen

nötig: Storyboard,

Teilnehmer und natürlich

auch die finanzielle Unterstützung

seitens der Wirtschaft.

Wandel aktiv mitgestalten

Viele Gesetze zur Energieund

Mobilitätswende sind

bereits in Kraft und beschleunigen

den Weg zur

klima- und emissionsfreundlichen

Mobilität. Deshalb

sind sich Hamann und Tillmetz

einig: „Wichtig ist,

dass wir in Lindau diesen

Wandel aktiv mitgestalten

und uns mit den Akteuren

aus der Region vernetzen, um

gemeinsam unseren fantastischen

Lebensraum zu erhalten“.


Winfried Hamann

Der Ausstellungsmacher Roland Doschka präsentiert in Lindau ab

Mai die Ausstellung Marc Chagall sowie einen Chagall-Garten auf

dem Gelände der Gartenschau.

Foto: Christian Flemming


AMTSBLATT DER STADT LINDAU (B) 13. Februar 2021 • BZ Ausgabe KW 06/21

7

Feuerwehr Lindau: Schulung zur Bahnerdung

Feuerwehrleute lernen bei Unterweisung am Inselbahnhof effizienten und schnellen Einsatz des Gerätes

Ihre zweite Unterweisung in

Sachen Handhabung des Bahnerdungssatzes

bekam jetzt

die Lindauer Wehr. Acht Feuerwehrleute

machten bei der

Schulung mit.

Erdungsmaßnahmen sind

nötig, um bei Schadensfällen

im Gleisbereich gefahrlos arbeiten

zu können. Eine Bahnerdung

kann nun durch eigene

Lindauer Feuerwehrkräfte

vorgenommen werden, nachdem

die 15.000-Volt-Oberleitung

freigeschaltet und die

Gleissperrung im Bereich von

elektrisch betriebenen Gleisen

vorgenommen wurde.

Im Oktober des vergangenen

Jahres fand die erste dieser

Schulungen für 15 ehrenamtliche

Feuerwehrleute der Lindauer

Feuerwehr statt.

Die fachliche Unterweisung

setzte sich aus einem rund einstündigen

theoretischen Teil

und einem Praxisteil zusammen.

Dieser praktische Teil fand

in einem gut gesperrten Gleisbereich

des Inselbahnhofs statt.

Die Deutsche Bahn überließ

der Lindauer Feuerwehr

den Erdungssatz kostenfrei

und ermöglichte so beide Unterweisungen

der Feuerwehrleute.

Für den Erfolg des Einsatzes

ist es wesentlich, dass möglichst

viele Feuerwehrleute in

diesem Thema ausgebildet

sind. Nur dann kann das Gerät

effizient und schnell eingesetzt

werden.


Sylvia Ailinger

Schulung in der Handhabung des Bahnerdungssatzes: Acht Feuerwehrleute

der Lindauer Feuerwehr wurden Anfang Februar auf dem Gelände

des Lindauer Inselbahnhofs unterwiesen. Bildquelle: Feuerwehr Lindau

Amtsblatt Stadt Lindau

(Bodensee)

Vollzug des

Bayerischen Straßenund

Wegegesetz (BayStrWG)

Bekanntmachung

von gewidmeten Straßen.

Der städtische Bau- und Umweltausschuss beschließt die Verkehrsfläche

„Bahnhofplatz“ Fl.Nr. 519 und 514 als Teilbereich der

Gemarkung Lindau, gemäß Art. 7 Abs. 1 Satz 1 i.V.m. Art. 46 Nr. 2

BayStrWG abzustufen.

Straße:

Bezeichnung:

Straßenbaulastträger:

beschränkt-öffentlicher Weg BÖW-303

Bahnhofplatz

Fl.Nr.: 519, 514, Gemarkung Lindau

zwischen Bahnhof Flurstück 514,

Gemarkung Lindau und dem Hotel

Bayerischer Hof Flurstück 549,

Gemarkung Lindau,

zur Wendeplatte

Flurnummer 519/1,

Gemarkung Lindau

Stadt Lindau (B)

Widmungsbeschränkung: Zufahrt Taxi, Stellplätze DB und Bayer.

Hof frei

Rechtsbehelfsbelehrung

Gegen diese Verfügung kann innerhalb eines Monats nach ihrer

Bekanntgabe Klage bei dem Bayerischen Verwaltungsgericht in

Augsburg, Postanschrift: Postfach 11 23 43, 86048 Augsburg,

schriftlich oder zur Niederschrift des Urkundsbeamten der Geschäftsstelle

dieses Gerichts erhoben werden. Die Klage muss

den Kläger, die Beklagte (Stadt Lindau) und den Gegenstand des

Klagebegehrens bezeichnen und soll einen bestimmten Antrag

enthalten. Die zur Begründung dienenden Tatsachen und Beweismittel

sollen angegeben, der angefochtene Bescheid soll in

Urschrift oder in Abschrift beigefügt werden. Der Klage und allen

Schriftsätzen sollen Abschriften für die übrigen Beteiligten beigefügt

werden.

Hinweise zur Rechtsbehelfsbelehrung

Durch das Gesetz zur Änderung des Gesetzes zur Ausführung der

Verwaltungsgerichtsordnung vom 22. Juni 2007 (GVBI S. 390)

wurde das Widerspruchsverfahren im Bereich des Straßen –und

Wegerechts abgeschafft. Es besteht keine Möglichkeit, gegen diesen

Bescheid Widerspruch einzulegen. Die Klageerhebung in elektronischer

Form (z. B. durch E-Mail) ist unzulässig. Kraft Bundesrechts

ist in Prozessverfahren vor den Verwaltungsgerichten seit

1. Juli 2004 grundsätzlich ein Gebührenvorschuss zu entrichten.

Lindau (B), den 03.02.2021

STADT LINDAU (BODENSEE)

gez. Dr. Claudia Alfons

Oberbürgermeisterin

Ausgefertigt:

Lindau, den 03.02.2021

Alexandra Everding

Straßen- und Wegerecht

Vollzug des

Bayerischen Straßenund

Wegegesetz (BayStrWG)

Bekanntmachung

von gewidmeten Straßen.

Der städtische Bau- und Umweltausschuss beschließt

die Verkehrsfläche „Adelheid-Donderer-Straße“ Fl.Nr.

1834/2, Gemarkung Reutin, gemäß Art. 6 Abs 1 i.V.m.

Art. 53 Nr. 2 BayStrWG wie folgt zu öffentlichen Straße zu

widmen.

Straße:

beschränkt-öffentlicher Weg BÖW-301

Bezeichnung:

Adelheid-Donderer-Straße

Fl.Nr. 1834/2, 1834/21, Gemarkung

Reutin

Anfangspunkt:

Teil 1: Adelheid-Donderer-Straße,

Teil 2: Adelheid-Donderer-Straße

Endpunkt:

Teil 1: Fl.Nr. 1833/1, Gemarkung

Reutin,

Teil 2: 1840/11, Gemarkung Reutin

Länge:

Teil 1: 0,033 km, Teil 2: 0,026 km

Straßenbaulastträger: Stadt Lindau (B)

Widmungsbeschränkung: Geh- und Radweg

Amtsblatt Stadt Lindau

(Bodensee)

Rechtsbehelfsbelehrung

Gegen diese Verfügung kann innerhalb eines Monats nach ihrer

Bekanntgabe Klage bei dem Bayerischen Verwaltungsgericht in

Augsburg, Postanschrift: Postfach 11 23 43, 86048 Augsburg,

schriftlich oder zur Niederschrift des Urkundsbeamten der Geschäftsstelle

dieses Gerichts erhoben werden. Die Klage muss

den Kläger, die Beklagte (Stadt Lindau) und den Gegenstand des

Klagebegehrens bezeichnen und soll einen bestimmten Antrag

enthalten. Die zur Begründung dienenden Tatsachen und Beweismittel

sollen angegeben, der angefochtene Bescheid soll in

Urschrift oder in Abschrift beigefügt werden. Der Klage und allen

Schriftsätzen sollen Abschriften für die übrigen Beteiligten beigefügt

werden.

Hinweise zur Rechtsbehelfsbelehrung

Durch das Gesetz zur Änderung des Gesetzes zur Ausführung der

Verwaltungsgerichtsordnung vom 22. Juni 2007 (GVBI S. 390)

wurde das Widerspruchsverfahren im Bereich des Straßen –und

Wegerechts abgeschafft. Es besteht keine Möglichkeit, gegen diesen

Bescheid Widerspruch einzulegen. Die Klageerhebung in elektronischer

Form (z. B. durch E-Mail) ist unzulässig. Kraft Bundesrechts

ist in Prozessverfahren vor den Verwaltungsgerichten seit

1. Juli 2004 grundsätzlich ein Gebührenvorschuss zu entrichten.

Lindau (B), den 09.12.2020

STADT LINDAU (BODENSEE)

gez. Dr. Claudia Alfons

Oberbürgermeisterin

Ausgefertigt:

Lindau, den 09.12.2020

Alexandra Everding

Straßen- und Wegerecht


8 13. Februar 2021 • BZ Ausgabe KW 06/20

AMTSBLATT DER STADT LINDAU (B)

Amtsblatt Stadt Lindau


(Bodensee)

Bekanntmachung

Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 62

„Oberes Rennerle“, 3. Änderung „myos“–

Aufstellungsbeschluss und erneute öffentliche

Auslegung nach § 4a (3) BauGB –

Der Stadtrat der Stadt Lindau (B) hat in öffentlicher Sitzung am

30.09.2020 die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans

Nr. 62 „Oberes Rennerle“, 3. Änderung „myos“ beschlossen. Gleichzeitig

wurde der Entwurf, mit Stand vom 30.09.2020, gebilligt und

die öffentliche Auslegung gemäß § 3 (2) BauGB und die Beteiligung

der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 (2)

BauGB beschlossen. Die öffentliche Auslegung und Beteiligung fand

vom 26.10.2020 bis einschließlich 27.11.2020 statt. Aufgrund der vorgebrachten

Stellungnahmen ist eine Änderungen des Bebauungsplanentwurfs

und eine erneute öffentliche Auslegung des überarbeiteten

Entwurfs erforderlich.

In der öffentlichen Sitzung am 09.02.2021 wurde vom Stadtrat Lindau

(B) der überarbeiteten Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplans

Nr. 62 „Oberes Rennerle“, 3. Änderung „myos“, mit Stand vom

09.02.2021, gebilligt. Zugleich wurde vom Stadtrat der Stadt Lindau

(B) die erneute Öffentlichkeitsbeteiligung und die erneute Beteiligung

der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß § 4a

Abs. 3 Baugesetzbuch (BauGB) beschlossen.

Ziel und Zweck der Planung

Die Fa. bpm gesellschaft für bauprojektmanagement mbh hat das

Grundstück des Plangebietes erworben und plant eine Bebauung mit

einem Geschäfts-, Büro- und Wohngebäude. Sie ist Vorhabenträgerin

der Planung.

Zur Neugestaltung des Areals wurde im September 2018 ein hochbaulicher

Realisierungswettbewerb durchgeführt. Aufgabe war es,

ein städtebauliches und architektonisches Konzept, auf Grundlage

der vom Vorhabenträger und der Stadt Lindau gestellten Rahmenbedingungen,

zu erarbeiten, das sich durch eine besondere Gestaltung

entsprechend der exponierten Lage auszeichnet.

Es soll eine verdichtete Bebauung mit einer deutlichen Höhenentwicklung

entstehen. Das Gebäude ist als mischgenutztes Haus mit den Nutzungen

Einzelhandel, Büro, Gastronomie und Wohnen geplant.

Die Stadt Lindau hat sich mit Beschluss des Stadtrates im Juni 2018

selbst daran gebunden, vorrangig Flächen der Innenentwicklung für

neue Bebauung in Anspruch zu nehmen. Mit der geplanten Entwicklung

des Vorhabens kann dem Leitgedanken des Gesetzgebers, entsprechend

§ 1a Abs. 2 BauGB mit Grund und Boden schonend und

flächensparend umzugehen, entsprochen werden.

Der Geltungsbereich liegt innerhalb des Bebauungsplans Nr. 62 „Oberes

Rennerle“ mit Rechtskraft vom 11.07.1964. Die Festsetzungen

umfassen die Art der baulichen Nutzung als allgemeines Wohngebiet,

die Anzahl der Vollgeschosse, welche auf nur ein Geschoss beschränkt

wurden, sowie die Festsetzung eines Baufensters.

Das Vorhaben entspricht nicht den Festsetzungen des rechtskräftigen

Bebauungsplans. Daher ist zur planungsrechtlichen Sicherung eine

Änderung des Bebauungsplans Nr. 62 „Oberes Rennerle“ erforderlich.

Der Bebauungsplan wird gemäß § 13a BauGB als Bebauungsplan der

Innenentwicklung aufgestellt.

Der Flächennutzungsplan stellt die Fläche als Wohnbaufläche dar. Die

Darstellung im Flächennutzungsplan wird gemäß §13a Abs. 2 Nr. 2

BauGB im Wege der Berichtigung angepasst.

Räumliche Abgrenzung des Plangebietes

Das Plangebiet umfasst die Flurstücke bzw. Teilflurstücke* Nr. 867/7,

867/54*, 868*, 917*, der Gemarkung Aeschach und weist eine Größe

von ca. 2.965 m² auf.

Angabe verfügbarer Arten umweltbezogener Informationen

Es werden zusätzlich folgende bisher verfügbaren umweltbezogenen

Informationen mit ausgelegt:

Informelle Umweltprüfung mit Untersuchungen zu

- dem Schutzgut Boden mit Aussagen zum Bodengefüge, zu Altlasten

und Altlastensanierung

- dem Schutzgut Wasser Aussagen zum Grundwasserspiegel, zu den

Altlasten und Altlastensanierung

- dem Schutzgut Klima/Luft mit Darstellung und Aussagen zum Kleinklima.

- den Schutzgütern Biotope/Pflanzen/Tiere mit Darstellung und Aussagen

der Habitatstrukturen und Vermeidungsmaßnahmen

- dem Schutzgut Landschaftsbild mit Lagedarstellung des Vorhabens

im Landschaftsraum sowie Erhalt des Baumbestandes und zur Einund

Durchgrünung des Vorhabenstandortes

- dem Schutzgut Mensch und die Auswirkungen der verkehrlichen und

lärmbedingten Auswirkungen der umliegenden Straßenverkehrsflächen

sowie der geplanten Nutzung und deren Auswirkungen auf das

bauliche Umfeld.

- den Kultur- und Sachgütern im Hinblick auf Denkmale

Schalltechnischer Untersuchungsbericht Nr. 0410-19 (Stand

31.08.2020)

- zu den künftig vorhandenen Schallquellen sowie den schalltechnischen

Auswirkungen des Vorhabens auf die umliegende Bebauung

Schalltechnische Zusatzinformation zum Gutachten vom 31.08.2020,

mit Stand vom 30.11.2020

Artenschutzrechtliche Einschätzung des Büros Umweltkonzept, Dipl.

Biologin Tanja Irg (Stand 17.06.2020) mit Aussagen zu

- artenschutzrechtlichen Verbotstatbeständen und Vermeidungsmaßnahmen

Verkehrsgutachten des Büros Besch und Partner mit Stand April 2020

(ergänzt Januar 2021) mit Aussagen

- zur möglichen Anbindung des Vorhabens an die öffentlichen Straßenverkehrsflächen.

Mögliche Befahrbarkeit und Zufahrt der Tiefgarage.

Ergänzung zum verkehrstechnischen Gutachten myos – Geschäftshaus

am Kreisel, mit Stand vom Mai 2020

Bodengutachten ZIM IN GEO Consult (Stand 08.05.2019) mit Aussagen

- zu den Untergrundverhältnissen

Auskunft Landratsamt Lindau Fachbereich Bodenschutz (Stand

08.07.2019) mit Aussagen

- zu den Altlasten.

CIMA Einzelhandelsgutachten (Stand 08.06.2020) mit Aussagen

- zur Verträglichkeit der Nahversorgungsentwicklung

Baumschutzstellungnahmen Baumpflege Hummler (Stand 17.09.2020)

mit Aussagen

- zum Erhalt der Bestandsbäume innerhalb und außerhalb des Vorhabenstandortes

Umweltinformationen aus verfügbaren Stellungnahmen der Behörden

und der sonstigen Träger öffentlicher Belange mit Informationen

- zum Immissionsschutz im Hinblick auf den Umgang mit den zu erwartenden

Schallimmissionen

- zu den Bestandsbäumen innerhalb des Vorhabenstandortes und zum

möglichen Erhalt dieser Bestandsbäume

- zu Altlasten und zum Bodenschutz

- zur Niederschlagswasserbeseitigung

Die diesen Informationen zugrunde liegenden Unterlagen liegen ebenfalls

aus.

Erneute Öffentliche Auslegung nach § 4a (3) BauGB

Der geänderte Bebauungsplanentwurf in der Fassung vom 09.02.2021

liegt mit seiner Begründung in der Zeit von

Montag, den 22.02.2021 bis einschließlich Montag, den 08.03.2021

im Foyer des Stadtbauamtes der Stadt Lindau (B), Bregenzer Straße 8,

während der Öffnungszeiten öffentlich aus. Die Öffnungszeiten sind

von Montag bis Freitag von 7.30 Uhr bis 12.30 Uhr und zusätzlich am

Mittwoch von 14.00 Uhr bis 17.30 Uhr sowie nach Vereinbarung. Auf

Wunsch wird die Planung erläutert. Stellungnahmen können während

dieser Frist schriftlich oder während der Dienststunden zur Niederschrift

abgegeben werden. Die Planunterlagen können auch im Internet,

auf der Homepage der Stadt Lindau (B) (unter Bürger, Politik &

Verwaltung – Planen & Bauen – Öffentliche Auslegungen) eingesehen

werden.

Gemäß § 13a Abs. 2 Nr. 1 BauGB wird von einer Umweltprüfung gem.

§ 2 Abs. 4 BauGB und einem Umweltbericht gem. § 2a Nr. 2 BauGB sowie

von einer zusammenfassenden Erklärung nach § 10a Abs. 1 BauGB

abgesehen.

Eine Umweltverträglichkeits-Prüfung im Sinne des Gesetzes zur Umweltverträglichkeitsprüfung

(UVPG) ist nicht erforderlich.

Die einschlägigen DIN-Normen, auf denen in den Festsetzungen verwiesen

wird, stehen beim Stadtbauamt, Bregenzer Straße 8, 88131

Lindau (B), im Rahmen der förmlichen Bürgerbeteiligung nach § 3 Abs.

2 BauGB zur Einsicht zur Verfügung.

Da es sich um eine erneute Auslegung des Entwurfs handelt, wird

gem. § 4 Abs. 3 BauGB bestimmt, dass Stellungnahmen nur zu den

geänderten oder ergänzten Teilen - dies betrifft vor allem die immissionsschutzrechtichen

Festsetzungen sowie die Konkretisierung der

Festsetzung der bestimmten Einzelhandelsbetriebe und der maximal

zulässigen Verkaufsflächengröße - abgegeben werden können.

Die Öffentlichkeit kann sich innerhalb der Auslegungsfrist zu den geänderten

oder ergänzten Teilen der Planung äußern.

Stellungnahmen, die nicht rechtzeitig abgegeben worden sind, können

bei der Beschlussfassung über den vorhabenbezogenen Bebauungsplan

Nr. 62 “Oberes Rennerle”, 3. Änderung „myos“ unberücksichtigt

bleiben, sofern die Stadt Lindau deren Inhalt nicht kannte und nicht

hätte kennen müssen und deren Inhalt für die Rechtmäßigkeit des Bebauungsplans

nicht von Bedeutung ist (§ 3 Abs. 2 Satz 2 BauGB, § 4a

Abs. 6 BauGB).

Ihre Stellungnahmen im Rahmen dieser erneuten öffentlichen Auslegung

werden vom Stadtbauamt überprüft und anschließend dem

Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt. Der Stadtrat entschließt hierbei,

ob die Stellungnahmen zu einer Änderung oder Ergänzung des Bebauungsplans

führt.

Für Fragen zum Inhalt des Entwurfs des Bebauungsplans können Sie

sich an das Stadtbauamt Lindau, Stadtplanung, Anja Köhler, unter der

Telefonnummer 08382 / 918 623 oder an stadtplanung@lindau.de

wenden.

Ihre Stellungnahme können Sie per Post an folgende Adresse senden:

Stadtbauamt Lindau (B)

Abt. Stadtplanung und Bauordnung

Bregenzer Straße 8

88131 Lindau (B)

oder per E-Mail an:

stadtplanung@lindau.de

Datenschutz

Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt auf der Grundlage

der Art. 6 Abs. 1 Buchstabe e (DSGVO) i. V. mit § 3 BauGB und dem

BayDSG. Sofern Sie Ihre Stellungnahme ohne Absenderangaben abgeben,

erhalten Sie keine Mitteilung über das Ergebnis der Prüfung.

Weite-re Informationen entnehmen Sie bitte dem Formblatt “Datenschutzrechtliche

Informationspflich-ten im Bauleitplanverfahren” das

ebenfalls öffentlich ausliegt.

Geltungsbereich zum Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 62 „Oberes Rennerle“, 3. Änderung

„myos“ und verkleinerte Darstellung des Entwurfes, unmaßstäblich

Lindau (B), den 04.02.2021

STADT LINDAU (BODENSEE)

gez. Dr. Claudia Alfons

Oberbürgermeisterin


WISSENSWERTES 13. Februar 2021 · BZ Ausgabe KW 06/21

Herzdame, Rosenkavalier oder Romantik-Muffel?

Valentinstag Blumige Botschaften für einen lieben Menschen – Floristen bieten Bestell- und Abholservice an

Hin und wieder hört man ja, der

Valentinstag sei eine Erfindung

der Floristen, um im Frühjahr das

Geschäft anzukurbeln. Diese Behauptung

wird aber wahrscheinlich

vor allem von Romantik-Muffeln

vorgebracht. Auch stimmt

es nicht, dass dieses Datum der

Liebenden eine uramerikanische

Tradition sei, die erst durch Spielfilme

und TV-Serien bei uns bekannt

wurde. Zwar wird der Valentinstag

vor allem in den USA

mit sehr aufwändig gestalteten

Grußkarten und kleinen Geschenken

ausgiebig zelebriert, dennoch

liegen seine Wurzeln in Europa.

Über den tatsächlichen Ursprung

gibt es allerdings verschiedene

Thesen. Als Namensgeber

wird zumeist Valentin

von Rom genannt, der Schutzpatron

der Liebenden. Im dritten

Jahrhundert soll der Priester

– entgegen der Anordnung

des römischen Kaisers – Liebespaare

nach christlichem

Ritus getraut und ihnen Blumen

aus seinem Garten übergeben

haben. Dafür soll er auf

Befehl des Kaisers am 14. Februar

269 enthauptet worden

sein.

Ab dem 15. Jahrhundert

wurden in England sogenannte

„Valentinspaare“ gebildet. Sie

schickten sich gegenseitig kleine

Geschenke oder Gedichte. Englische

Auswanderer sollen den

Valentinsbrauch mit in die Vereinigten

Staaten genommen

haben. Es heißt, US-Soldaten

hätten ihn nach dem Zweiten

Weltkrieg in den westlichen

Teil Deutschlands gebracht.

1950 veranstaltete man in

Nürnberg den ersten „Valentinsball“.

Allgemein bekannt wurde

der „Valentinstag“ in den Wirtschaftswunderjahren

der Bundesrepublik

durch die verstärkt

eingesetzte Werbung der

Blumenbranche, die den 14. Februar

schließlich zum „Tag der

offenen Herzen“ erklärte.

Blumen sind auch heute

noch eine schöne Geste, um

einem geliebten Menschen zu

zeigen: „Ich denke an dich“ und

„Du bist mir wichtig“.

Doch Blumen sind nicht

nur hübsch anzuschauen, blühen

in herrlichen Farben und

manche verströmen auch einen

betörenden Duft. Jeder

Sorte wird auch eine bestimmte

Botschaft nachgesagt: So

drückt man mit roten Rosen

blumig aus: „Ich liebe Dich über

Ob man es „rote Rosen regnen“ lässt, mit einem bunten Tulpenstrauß einem lieben Menschen den Frühling

ins Haus bringt oder ihm ganz gezielt nur ein Exemplar seiner Lieblingsblume überreicht, Blumen

sind immer eine schöne Geste und zeigen: „Du bist mir wichtig“.

BZ-Fotos: TulpenZeit/ibulb.

alles“. Auch rote Nelken sprechen

von „heißer Liebe“, wobei

Narzissen die Botschaft vermitteln:

„Du bist eitel“. Prinzipiell

aber schadet es sicher

nicht, die Lieblingsblume oder

die Lieblingsfarbe seines Herzensmenschens

zu kennen und

sich daran zu orientieren.

Dass Floristen und Blumenläden

rund um den Valentinstag

vielleicht etwas mehr Umsatz

machen, sollte man ihnen

besonders in diesem Jahr gönnen.

Denn auch sie hat die

Corona-Krise stark getroffen.

Sie müssen während des Lockdowns

geschlossen bleiben.

9

Auf einen schönen Valentinsstrauß

muss man dennoch

nicht verzichten, denn viele

Floristen in Lindau und Umgebung

bieten telefonische Beratung

oder die Möglichkeit der

Onlinebestellung und einen

sicheren Liefer- und/oder Abholservice

an.

BZ

Landesnaturschutzpreis

Der Bund Naturschutz Lindau

kann die Früchte einer vierjährigen

Arbeit ernten: Die Lindauer

Naturschützer erhielten den

Landesnaturschutzpreis 2020 des

Landes Baden-Württemberg.

2019 endete das Interreg-Projekt

„Kleingewässer für die Bodenseeregion

– Netzwerk für Artenvielfalt

und Umweltbildung “.

Zehn Partner aus Umweltverbänden

und Kommunen rund um den

Bodensee legten Kleingewässer

an, pflegten sie und vermittelten

deren hohe Bedeutung durch Führungen

und Aktionen. „Erstmals

haben wir bei einem Interreg-

Projekt auch die Umweltbildung

in den Mittelpunkt gerückt“, so

Für

unsere

Liebsten!

Öffnungszeiten nach telefonischer an Vorbestellung, Muttertag

Abholung Samstag 8-12.30 8 bis Uhr, 14 So Uhr 8-12 Uhr

Wir Sonntag bieten auch 8 bis Lieferservice 12 Uhr

Projektleiterin Claudia Grießer.

Der im Rahmen des Projekts

erstellte Film wurde in Lindau

gedreht: „Hier kam unsere extra

entwickelte Gewässerrallye zum

Einsatz.“

Der Film kann auf angesehen

werden unter: https://lindau.

bund-naturschutz.de/projekte/

interreg-projekt.html

Die Vertreter des Interregbüros,

die während der Laufzeit die

Verwendung und Auszahlung

der EU-Gelder überwachten,

waren begeistert von der Fülle

an umgesetzten Naturschutz- und

Umweltbildungsmaßnahmen.







BZ

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Wir freuen uns auf Sie!

Anrufen --> Abholung

oder Lieferung

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10 13. Februar 2021 · BZ Ausgabe KW 06/21

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Joes Textilpflege

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Wir reinigen, waschen,

desinfizieren, bügeln und

mangeln für Sie.

Von-Behring-Straße 6 – 8

88131 Lindau (B)

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Ausbildungen berufsbegleitend

Heilpraktiker

Lerncoach-Kinesiologie

Schnupperangebot:

Online im Unterricht ein

paar Stunden dabei sein.

Anfragen an:

lindau@lerninsel.net

www.heilpraktikerschule-lindau.de

Baustellen -

anmeldung

für Bahnhof

Lindau-Insel +

Lindau-Reutin

vom 1. März 2021

bis voraussichtlich

Ende Dezember 2021

durch die Firma

SPL Powerlines

Germany GmbH

Online-Beratung und Werkstattservice

„Unser Ziel sind glückliche Kunden“,

sagt Magnus Heidegger von

der Radstation in Lindau (Kemptener

Str. 16 neben der OMV Tankstelle).

Um die Zufriedenheit der

Kunden zu gewährleisten, wurde

im vergangenen Jahr die Homepage

umfangreich überarbeitet.

Sie bietet jetzt während des Lockdowns,

wo nur die Werkstatt geöffnet

hat, aber das Ladengeschäft

geschlossen bleiben muss, u.a.

die Möglichkeit, einen Termin für

eine Onlineberatung per Video

(inkl. Bodyscan) oder Telefon zu

vereinbaren. Hier wird der Kunde/die

Kundin im 1:1-Gespräch beraten

– fast wie im Laden – um

das beste Fahrrad für ihn oder

sie zu finden. Ist das Fahrrad

kaputt oder ein Service nötig,

kann auf der Homepage auch ein

Den 1. Platz holte sich Johanna

Hörger aus der 7b.

Rund-um-Betreuung

und Pflege zuhause

Werkstatt-Termin gebucht werden.

Dann bringt man das Fahrrad zum

vereinbarten Termin vorbei. Eine

kontaktlose Reparaturannahme

wird sichergestellt. „Wir erwarten

dieses Jahr einen sehr großen Run

auf Zweiräder und gleichzeitig

kommt es aufgrund der Pandemie

zu Lieferengpässen“, blickt

Magnus auf die kommende Saison

voraus. Um die Kapazitäten der

Werkstatt bestmöglich auszulasten,

empfiehlt die Radstation, Reparaturen

und Inspektionen nicht

lange aufzuschieben, damit dem

Start in die Fahrradsaison nichts

im Wege steht. Die Radstation

Lindau ist erreichbar per

Tel.: 0 83 82/2 12 61. Terminbuchung

für Onlineberatung oder

Werkstatt auf: www.radstationlindau.de

BZ-Foto: Radstation

Cooler Wettbewerb

Sportunterricht gibt es ja momentan

nicht, also wurde nach dem starken

Schneefall im Januar ein kleiner

Wettbewerb im Bodenseegymnasium

ausgeschrieben: Wer baut den originellsten

Schneemann oder eine

Skulptur aus Schnee? Nach Einsendeschluss

der Beweisfotos fiel die Wahl

sehr schwer. Schließlich konnte sich

Johanna Hörger mit ihrer sehr sportlichen

Schneefamilie über den ersten

Preis in Form eines Buchgutscheines

freuen.

BZ-Fotos: Privat

Nachwuchs für die Kanzlei

Die Rechtsanwalts- und Steuerkanzlei

Wanner & Scheich aus

Lindau freut sich über zwei

erfolgreiche Absolventen der

Dualen Hochschule Baden-Württemberg

in ihren Reihen: Niklas

Wanner und Quirin Wartelsteiner

haben jeweils den Studiengang

„Rechnungswesen, Steuern und

Wirtschaftsrecht“ in der Fachrichtung

„Steuern und Prüfungswesen“

abgeschlossen. Damit tragen

der 28-jährige Wartelsteiner und

sein 23-jähriger Kollege Wanner

den Titel „Bachelor of Arts“.

„Wir freuen uns sehr, mit dieser

Qualifikation zukunftssicheres

Know-how für unsere Mandanten

zur Verfügung stellen zu können“,

betont Kanzleigründer Karl

Wanner. Der Fachanwalt weist darauf

hin, dass die Kanzlei Wanner

Der 2. Platz ging an Lena Göhlert

aus der 6b für ihre Schneeschafe.

& Scheich als Ausbildungsbetrieb

großen Wert auf die Qualifizierung

der eigenen Mitarbeiter

lege. „Trotz der widrigen Umstände

der Corona-Zeit halten wir an

diesem Prinzip fest und bieten

auch im Sommer 2021 wieder

einen Ausbildungsplatz zum oder

zur Steuer- und Rechtsanwaltsfachangestellten

an.“ Bewerbungen

sind ab sofort möglich.

Quirin Wartelsteiner führte sein

Werdegang von der Fachoberschule

Lindau über seine Ausbildung

zum Steuerfachangestellten

in der Kanzlei Wanner & Scheich

schließlich zum dualen Hochschulstudium.

Niklas Wanner legte am

Wirtschaftsgymnasium in Wangen

sein Abitur ab, bevor er direkt im

Anschluss das duale BA-Studium

aufnahm.

BZ-Foto: Wanner

Ihre Schneezwerge verhalfen

Mira Juhre aus der 6a zu Platz 3.

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Unser Unternehmen

wurde von der DB Netz

AG beauftragt; die

Oberleitungsanlage in

den beiden Bahnhöfen

zu errichten.

Hierfür sind unter

Umständen in den

Nachtstunden und an

Sonn- und Feiertagen

Gründungs- und Oberleitungsarbeiten

notwendig,

welche gegebenenfalls

sehr geräuschintensiv


Die Firma SPL bemüht

sich, dies auf das

Minimum zu reduzieren.

Baubeginn. geplant ist

der 1. März 2021.

Ihr Ansprechpartner vor Ort:

Karlheinz Roth

PROMEDICA PLUS Friedrichshafen-Lindau

Wackerstraße 40B | 88131 Lindau

Tel. +49 (0) 8382 - 943 2957

friedrichshafen-lindau@promedicaplus.de

www.promedicaplus.de/friedrichshafen-lindau


GESUND LEBEN 13. Februar 2021 · BZ Ausgabe KW 06/21

Keine Wartezeiten, aber viel Zeit für die Patienten

Neueröffnung Privatpraxis für Orthopädie und Sportorthopädie setzt auf konservative Therapie und viel Service

Dr. Niko Stade hat in der Zwanzigerstraße

16 auf der Lindauer Insel

eine Privatpraxis für Orthopädie

und Sportorthopädie eröffnet. Hier

bietet er ein breites medizinisches

Spektrum an und setzt bei der professionellen

Versorgung seiner

Patienten sein ganz eigenes Konzept

um.

Nikolas (Niko) Stade ist Lindauer.

Nach 20 Jahren medizinischer

Ausbildung und hochqualifizierter

Patientenversorgung

im Universitätsklinikum

der Technischen Universität

München (Klinikum rechts der

Isar) und in der Orthopädischen

Chirurgie München (OCM)

kehrt er in seine Heimat zurück.

Eine Entscheidung, die er

für seine junge Familie getroffen

hat, mit der er jetzt in Wasserburg

lebt. Und es war die

Entscheidung für eine eigene

Praxis. Auf der Lindauer Insel

hat er den richtigen Platz dafür

gefunden. Hier setzt er nun

um, was er unter einer professionellen

Patientenversorgung

mit konservativer Therapie

versteht.

Sein Konzept basiert darauf,

dass er sich viel Zeit für seine

Patienten nimmt, um mit

einer ausführlichen orthopädischen

Diagnostik den ganz

individuellen Beschwerden auf

den Grund zu gehen. Dazu gehört

neben der Anamnese eine

gründliche körperliche Untersuchung

des gesamten Bewegungsapparates,

kombiniert mit

modernster digitaler Röntgentechnik

und hochauflösendem

Ultraschall. „Ich finde es faszinierend,

dass ich Menschen

mit anatomischem und biomechanischem

Wissen, handwerklichem

Geschick und modernen

Verfahren helfen kann.

Durch meine Weiterbildungen

in Manueller Medizin und in

Akupunktur wurde mein Interesse

an einer ganzheitlichen

orthopädischen Patientenbehandlung

bestärkt“, erzählt der

Mediziner und kann noch auf

viele weitere Zusatzqualifikationen

verweisen.

Seine Praxis hat er von

Grund auf neu eingrichtet, so

dass sie dem Team professionelles

Arbeiten und den Patienten

einen angenehmen Aufenthalt

ermöglicht. Sie ist mit

moderner Medizintechnik ausgestattet.

Hier kann zum Beispiel

eine C-Bogen gesteuerte

Schmerztherapie (per Röntgenkontrolle

wird das Medikament

mit feinen Nadeln millimetergenau

an die schmerzenden

Strukturen wie Wirbelgelenke

oder Nervenwurzeln gespritzt)

vorgenommen werden.

Kälte- und Stoßwellentherapien

sind möglich. Die Plasmatherapie

(ACP) aus eigenem Blut

erfolgt direkt in der Praxis. Akupunktur

und Manuelle Therapie

ergänzen weitere Behandlungsmethoden

bei Schmerzen

am Bewegungsapparat.

„Wir sind zwar eine Privatpraxis.

Das heißt aber nicht,

dass wir nur Privatpatienten behandeln.

Auch gesetzlich Krankenversicherte

nehmen gern

unsere Angebote, deren Preise

sich nach der Gebührenordnung

für Ärzte richten, in Anspruch und

dürfen es nicht nur in Coronazeiten

genießen, dass es in

unserer Praxis keine Wartezeiten

gibt“, so Dr. Stade. HGF

11

Die Patienten werden von Dr. Nikolas Stade, Facharzt für Orthopädie und

Unfallchirurgie, und Susanne Firsching, Medizinische Fachangestellte,

nicht nur im medizinischen Bereich umfangreich und äußerst kompetent

betreut, sondern auch sehr menschlich und herzlich umsorgt.

Dr. med. Nikolas Stade

Facharzt für

Orthopädie und Unfallchirurgie

Manuelle Medizin | Chirotherapie

Akupunktur | Notfallmedizin

Röntgendiagnostik - Skelett

Privatpraxis für Orthopädie und

Sportorthopädie

Zwanzigerstraße 16, Lindau-Insel

Terminvbg.: 0 83 82/2 79 20 00

E-Mail: praxis@dr-niko-stade.de

@ www.dr-niko-stade.de

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Die moderne Praxis bietet Patienten einen angenehmen Aufenthalt. Lange Wartezeiten gibt es hier nicht.

BZ-Fotos: Ludwig Maier

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∙ Kompressions Versorgung

∙ Schuh Reparaturen

∙ Bequemschuhe

Wir gratulieren zur

Eröffnung





LENA JOST

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...gesund bleiben!

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12 13. Februar 2021 · BZ Ausgabe KW 06/21

WISSENSWERTES

Vereinsführerschein

Seminarreihe für Vereinsvorstände

25 Vereinsvorstände haben

sich von September 2020 bis

Dezember 2020 in der sechsteiligen

Seminarreihe „Vereinsführerschein“

weitergebildet.

Die Resonanz der Teilnehmer

war durchweg sehr positiv. Die

ersten zwei Termine fanden

noch als Präsenzveranstaltung

statt, anschließend ging es

digital weiter. Es hatten sich

so viele interessierte Vereinsvorstände

zu der Seminarreihe

angemeldet, dass diese 2021

zum zweiten Mal durchgeführt

wird, informiert das Landratsamt

Lindau.

Die Teilnehmer kommen aus

den unterschiedlichsten Bereichen:

So nehmen Vorstände

der Freiwilligen Feuerwehren,

verschiedener Sportvereine,

Trachten- und Musikvereine,

Heimat- und Museumsvereine,

Helferkreise, Gartenbau-

und Zuchtvereine und

viele mehr an der Weiterbildung

„Vereinsführerschein“

teil.

„Es ist uns bewusst, dass

das Vereinsleben besonders

unter den Einschränkungen

durch die Corona-Pandemie

leidet. Umso mehr freue ich

mich, dass wir die Vereine

mit dem Vereinsführerschein

bei ihrer Arbeit unterstützen

können“, betont Landrat Elmar

Stegmann. „Wir schätzen unsere

Vereine. Sie übernehmen

eine Vielzahl sozialer, kultureller,

sportlicher und gesellschaftlicher

Aufgaben und halten

unsere Gesellschaft zusammen.“

Seine Bitte an alle Bürgerinnen

und Bürger ist,

weiter durchzuhalten und

ihren Vereinen in dieser Zeit

treu zu bleiben.

Vereine sind heute aber

auch ohne Pandemie vor

große Herausforderungen

gestellt. Immer mehr Vorschriften

und bürokratische

Hürden einerseits sowie die

steigenden Erwartungen in

der Öffentlichkeitsarbeit erschweren

die tägliche Arbeit.

So haben einzelne Vereine

bereits Schwierigkeiten,

Führungspositionen neu zu

besetzen. Teilweise wissen

potentielle Kandidaten für

ein Vorstandsamt nicht, was

auf sie zukommt und was sie

beachten müssen. Vor diesem

Hintergrund hat der

Landkreis Lindau im vergangenen

Jahr erstmals erfolgreich

den „Vereinsführerschein“

angeboten. Der erfahrene

Vereinsberater Karl Bosch

führt die Teilnehmer durch

rechtliche Themen, wie Haftungs-

und Versicherungsfragen,

Vereinssteuerrecht und

Mitgliederversammlung,

Jugendschutz, Motivation

von Mitgliedern oder auch

Sprechen vor Menschen und

Konfliktlösung. Die sechsteilige

Seminarreihe ist für

Vereine im Landkreis Lindau

kostenlos.

BZ

Ein Herzensprojekt

Spende Gärtnerei Meßmer aus Lindau unterstützt Kinderhospiz

Eine Spende von 5.050 Euro

konnten Melanie und Klaus Meßmer

von der Gärtnerei Meßmer in

Lindau an das Kinderhospiz St. Nikolaus

übergeben. Brigitte Waltl

vom Förderverein Kinderhospiz

im Allgäu e.V. freute sich über die

großartige Unterstützung und bedankte

sich im Namen des gesamten

Teams, besonders auch für die

jahrelange Hilfe.

Melanie und Klaus Meßmer übergeben die stolze Spende für das Kinderhospiz

an Brigitte Waltl (re.) vom Förderverein. BZ-Foto: FV Kinderhospiz

Die Jahre zuvor stellte die

Gärtnerei Meßmer in Bad

Schachen in ihren Adventsausstellungen

immer ein

Spendenhaus für das Kinderhospiz

in Bad Grönenbach

auf. 2020 fiel die Ausstellung

wegen Corona aus. Doch

Melanie und Klaus Meßmer

überlegten, wie sie trotzdem

die Einrichtung im Allgäu weiter

unterstützen könnten.

Klaus Meßmer freut sich:

„Allein schon, wenn ich laut

darüber bei Freunden nachdachte

und vom Kinderhospiz

erzählte, kamen die ersten

Spenden.“ Seine Frau ergänzt:

„Ja, irgendwie kam bei allen

Freunden und Verwandten der

Geist der Weihnacht auf“: Eine

Tante organisierte im Gewächshaus

einen Flohmarkt. Freund

Christian Pietsch von der Zimmerei

P.O.S. in Hergensweiler

baute nach Feierabend mit seinem

Team Adventsbretter, die

reißenden Absatz fanden. Auch

der Erlös der Christbäume

unter dem Motto „Unser Grün

schafft Hoffnung“ aus der

Christbaumplantage der Gärtnerei

steigerte die Spendensumme.

Alle Einnahmen gingen

1:1 ans Kinderhospiz.

Das Ehepaar Meßmer war

von der Dynamik der Spendenaktion

überwältigt: „Aus der

befürchteten Nullrunde auf

Grund von Corona entwickelte

sich eine stolze Summe für

unser Herzensprojekt. So etwas

geht eben nur, wenn man

Freundschaften pflegt und die

Familie zusammenhält.“

Das Kinderhospiz, das einzige

stationäre in Bayern, begleitet

Familien mit einem unheilbar

und lebensverkürzend erkrankten

Kind während der

gesamten Krankheits-, Sterbeund

Trauerphase. Die erkrankten

Kinder werden in Absprache

mit den Eltern betreut.

Eltern und Geschwister können

sich Zeit für ihre eigenen Bedürfnisse

und die ihrer Familie

nehmen – Zeit zum Ausruhen,

zum Schlafen und Zeit für sich

selbst und die anderen. Durch

die Entlastung und die Auszeit

vom Alltag können neue Kräfte

aktiviert werden. Der Austausch

mit anderen betroffenen Familien

im geschützten Rahmen lässt

Freundschaften wachsen und

hilft häufig, die eigene Situation

besser zu reflektieren. Es gibt

derzeit in Deutschland keine

kostendeckende Finanzierung

für Kinderhospize. Der Förderverein

„Kinderhospiz im Allgäu

e.V.“ und seine „Süddeutsche

Kinderhospiz-Stiftung“ sind die

finanzielle Basis und daher auf

Spenden und Zustiftungen angewiesen.

BZ

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WISSENSWERTES 13. Februar 2021 · BZ Ausgabe KW 06/21

Virtuelle Rundgänge

Lindauer Dornier informiert digital über Ausbildungsberufe

Mittels virtueller Rundgänge

durch die Lehrwerkstatt möchte

einer der größten Ausbildungsbetriebe

in der Region ab Mitte

Februar Nachwuchskräfte auch

während Corona bei ihrer Berufswahl

unterstützen.

Nicht nur der digitale Schulalltag

stellt viele Jugendliche vor

große Herausforderungen, auch

die Zeit der Berufsorientierung

und der vielen Betriebspraktika

trotz Pandemie lösen bei vielen

Nachwuchskräften Verunsicherung

aus – kein Wunder bei

über 300 Ausbildungsberufen

und 20.000 Studiengängen.

Viele Unternehmen, wie der

Maschinen- und Anlagenbauer

Dornier, setzen aufgrund

ihrer Ausbildungsvielfalt auf

praxisorientierte, abwechslungsreiche

und spannende Facetten

in den Schülerpraktika. Die

bekannten Einschränkungen

machen diesem Ziel aktuell

einen Strich durch die Rechnung.

Dennoch ermöglicht es

das Familienunternehmen seinen

interessierten und potenziellen

Praktikanten, sich für

die Zeit nach der Pandemie

anzumelden. „Wir wollen möglichst

allen Bewerbern einen

Praktikumsplatz anbieten, sobald

es die Situation wieder

zulässt“, betont Martin Kaeß,

Leitung technische Ausbildung

bei Dornier. Mittels virtueller

Rundgänge durch die Lehrwerkstatt

möchte Dornier ab

Mitte Februar Nachwuchskräfte

auch während Corona bei

ihrer Berufswahl unterstützen.

„Wir wollen Schulklassen sowie

einzelnen Schülern/-innen

vielseitige Ausbildungsmöglichkeiten

bei uns im Haus näherbringen“,

so Kaeß. Registrierung

möglich unter:

https://www.lindauerdornier.

com/de/kontakt/virtuellerrundgang-ausbildung/

BZ

BZ-Foto: Dornier

Narrenbaum am Grünen Klassenzimmer

Faschingsfeiern wie in den

vergangenen Jahren können auch

im Verein Grünes Klassenzimmer

dieses Jahr nicht stattfinden.

Deshalb wird aus dem

„Karneval im Wald“ nun „Fasnet

für die Tiere“: Die Kinder bekleben

und bemalen Milchtüten,

in die eine Öffnung geschnitten

wird und die anschließend mit

Leckereien gefüllt werden.

Diese bunten Naschtüten werden

coronakonform von verkleideten

Narrensamen im Wald

aufgehängt. Außerdem hat das

Aktionsteam einen Narrenbaum

direkt am Parkplatz des Grünen

Klassenzimmers aufgestellt und

mit bunten, wetterfesten Clowns

geschmückt. „Wir hoffen, damit

Joggern, Spaziergängern, Radlern

usw. ein Lächeln ins Gesicht zu

zaubern, wenn sie bei uns vorbei

kommen. Denn Fasnet ist eine

13

lustige Angelegenheit und etwas

Freude soll gerade in dieser Zeit

jeder für sich bewahren können.

Wer dem Verein helfen möchte,

darf sich gern einen bunten Clown

gegen eine Spende vom Narrenbaum

‚plücken‘“, so Rosi Müller

vom Grünen Klassenzimmer und

sie wünscht: „Allen ein lautes

Hoppla-Ho!“

BZ-Foto: R. Müller

Bogy gewinnt Zeitungswettbewerb

Der Wahlkurs „Querbeet“ im

Bodenseegymnasium Lindau

hatte es sich im letzten Schuljahr

zum Ziel gesetzt, eine Zeitungsseite

in der örtlichen

Presse zu gestalten, die sich mit

Gesundheit und Nachhaltigkeit

beschäftigt. Das deutschlandweite

Zeitungsprojekt „Gesund

und sicher“ der deutschen Unvallversicherung

und des IZOP-

Instituts hatte den Schülerinnen

und Schülern des Wahlkurses

Anlass für diese Initiative

gegeben. Schwerpunkte des

Projekts waren der Besuch von

Marco Haring von der Kommunalen

Unfallversicherung Bayern

(KUVB) sowie die journalistische

Begleitung der „Woche

der Nachhaltigkeit“, die das

Greenteam der Schule organisiert

hatte. Der Geschäftsführer

des IZOP-Instituts lobte das

Projekt. Aus 31 zugesandten

Ergebnissen aus ganz Deutschland

erhielt der neunköpfige

Bogy-Schreibkurs (zusammen

mit vier anderen Teilnehmern)

den ersten Preis. BZ-Foto: Bogy

Busverkehr im bodo-

Verkehrsverbund

In der Woche von Montag,

15. Februar, bis einschließlich

Freitag, 19. Februar,

verkehren die Busse in den

bodo-Verbundgebieten

Bodenseekreis und LandkreisRavensburg

nach dem

sogenannten Ferienfahrplan.

Es entfallen die für die

Schülerbeförderung verstärkenden

Kurse morgens und

mittags. In den Stadtverkehren

kann es ggf. zu abweichenden

Regelungen kommen.

Anders verhält es sich

im bayerischen Verbundgebiet:

Hier fahren die Busse

entsprechend einer Abstimmung

mit der bayerischen

Landesregierung auch in der

Fasnetswoche und bis auf

Weiteres nach dem

Schulfahrplan. Auch für

Schülermonatskarten im

bayerischen Verbundgebiet,

welche komplett von den

Schulwegekostenträgern

übernommen werden, besteht

keine Notwendigkeit der

Rückgabe. Mehr Infos unter:

www.bodo.de

BZ

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14 13. Februar 20201 · BZ Ausgabe KW 06/21

GESUND LEBEN

OP und Reha gut – alles gut

In allen Waldburg-Zeil Kliniken läuft Reha nach bewährtem Sicherheitskonzept weiter

Bernd Stöckler erhielt während

der Corona-Pandemie ein neues

Schultergelenk und absolvierte

danach eine dreiwöchige Reha

in der Rehabilitationsklinik Saulgau.

Bernd Stöckler schaut zuversichtlich

in die Zukunft. „Die

Reha hat mir rundum gut getan“,

sagt er und strahlt Optimismus

und Zufriedenheit aus.

Der 46-jährige Mischmeister

arbeitet auf einer Betonanlage

und hatte schon längere Zeit

Probleme mit der linken Schulter.

Stechende Schmerzen plagten

ihn im Alltag. Auch nachts

fand er kaum noch Ruhe. Konservative

Therapien und Cortison-Behandlungen

brachten

nur kurzzeitige Erleichterung.

„Bei mir wurde Arthrose im linken

Schultergelenk festgestellt

– Schäden, die in rund 30 Jahren

körperlicher Belastung in

meinem Beruf entstanden

sind“, berichtet er. Die Ärzte

rieten ihm zu einer Schultergelenkersatz-OP.

Bernd Stöckler wurde während

der Corona-Pandemie

operiert. Nach fünf Tagen im

Krankenhaus ging es für rund

sechs Wochen zur Ausheilung

nach Hause. Zwei bei der OP

durchtrennte Sehnen mussten

wieder zusammenwachsen.

Da-nach trat Bernd Stöckler

eine dreiwöchige Reha in der

Rehabilitationsklinik Saulgau

der Waldburg-Zeil Kliniken an.

Die Begeisterung, mit der er

von seinem Therapieplan mit

Physiotherapie, Bewegungsbädern,

Massagen und anderen

Alle Therapeutinnen und Therapeuten achten auf Abstand, Sicherheit und darauf, dass es den Patienten

schnell wieder besser geht.

Warum eine Reha bei den

Waldburg-Zeil Kliniken sicher ist

‣ Jeder Reha-Patient hat in

der Regel ein Einzelzimmer.

‣ Alle Waldburg-Zeil Kliniken

haben ihre Abläufe so organisiert,

dass der Mindestabstand

von 1,5 Metern sowie

weitere Empfehlungen der

Deutschen Rentenversicherung,

des Robert-Koch-Institutes

und der Gesundheitsämter

sowie der Gesetzgeber

eingehalten werden können.

‣ Jeder Patient erhält zweimal

täglich einen neuen Mund-

Nasen-Schutz.

‣ Bei den Patienten wird jeden

Tag die Temperatur gemessen,

um sicherzugehen,

dass sie gesund sind.

‣ In allen Waldburg-Zeil Kliniken

gibt es Handdesinfektionsspender.

‣ In allen Kliniken ist ein zusätzlicher

kompletter Desinfektions-Turnus

pro Tag

eingerichtet.

‣ Therapeuten arbeiten in

festen Kleingruppen, um das

Ansteckungsrisiko gering zu

halten.

‣ Für Mitarbeiter gibt es ein

detailliertes Hygienekonzept.

‣ Die Waldburg-Zeil Kliniken

haben ein durchdachtes

Besuchskonzept.

‣ Die geltenden Regeln in den

Waldburg-Zeil Kliniken entspringen

der Verantwortung

für Patienten, die oftmals ein

angegriffenes Immunsystem

haben. Die Patienten werden

gebeten, diese zu ihrer eigenen

Sicherheit und zum Schutz

der anderen einzuhalten.

Mobiles Team impft Klinik-Mitarbeiter

Das mobile Impfteam hat bei

24 Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern der Fachkliniken

Wangen die Erstimpfung vorgenommen.

Für die Fachkliniken Wangen,

die als Spezialversorger auch

Coronapatienten behandeln,

hat der Schutz von Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern

höchste Priorität.

„Wir freuen uns sehr, dass

das Impfteam des Zentralen

Impfzentrums Ulm direkt zu uns

in die Klinik gekommen ist.

Gerade Mitarbeiter, die mit

schwerstkranken Menschen eng

zusammenarbeiten, müssen die

Möglichkeit zur Impfung vor Ort

erhalten“, so Dr. Quirin Schlott,

der alle Hebel in Bewegung

gesetzt hatte, damit Impfen in

der Klinik möglich ist.

„Wir sind sehr froh, dass die

Impfbereitschaft unserer Mitarbeiter

sehr hoch ist.“ Jetzt

im Februar wird das mobile

Impfteam zur Zweitimpfung in

die Klinik kommen.

BZ-Fotos: WZK

Anwendungen erzählt, klingt

ehrlich: „Ich komme mir fast

vor wie im Urlaub“, sagt er und

schwärmt von seinem Zimmer,

der Verpflegung, den Ärzten,

den Pflegekräften und dem Miteinander

der Patienten – selbst

in Corona-Zeiten. Alles laufe

sehr gut. Abstands- und Hygienevorschriften

würden streng

eingehalten, frische Mund-Nasen-Masken

zweimal täglich von

der Rehaklinik ausgegeben.

„Für mich als Bad Saulgauer

wäre sowieso keine andere Rehaklinik

in Frage gekommen“,

lacht Stöckler. Schließlich habe

er vor 30 Jahren als Ferienarbeiter

beim Bau des Reha-Gebäudes

mitgewirkt und seine

Schwester arbeite aktuell im

Service der Klinik.

Die Reha habe die schmerzfreie

Beweglichkeit seiner Schulter

gefördert und ihn motiviert,

gestärkt und für den Alltag

fit gemacht, betont er. „Ich

musste mich um nichts kümmern,

alles wurde optimal für

mich vorbereitet und organisiert.“

In den Waldburg-Zeil Kliniken

gibt es ein detailliertes Betriebs-

und Hygienekonzept

für Mitarbeiter, Patienten und

Besucher und einen täglichen

Desinfektionsturnus, die eine

sichere Reha garantieren. Die

Patienten werden schon vor

ihrem Reha-Antritt schriftlich

über die Sicherheitsbestimmungen

und -auflagen informiert.

Alle Klinikabläufe sind

so organisiert, dass der Mindestabstand

von 1,5 Metern

eingehalten werden kann. Um

das Ansteckungsrisiko so gering

wie möglich zu halten,

arbeiten die Therapeuten in

festen Kleingruppen. Veranstaltungen

werden aktuell nicht

durchgeführt, da die Sicherheit

aller Beteiligten oberste

Priorität hat. Aber sowohl der

Begrüßungsvortrag als auch

interessante medizinische Vorträge

werden regelmäßig digital

angeboten.

BZ

Reha bei den

Waldburg-Zeil Kliniken

Argentalklinik

Telefon: 0 75 62/71 16 04

E-Mail: info@argentalklinik.de

Rehabilitationsklinik Bad Wurzach

Telefon: 0 75 64/30 10

E-Mail: info@rehabilitationsklinikbad-wurzach.de

Klinik im Hofgarten

Telefon: 0 75 24/70 70

E-Mail: info@klinik-im-hofgarten.de

Rehabilitationsklinik Saulgau

Telefon: 0 75 85/50 00

E-Mail: info@rehabilitationskliniksaulgau.de

@ www.wz-kliniken.de

Bus entdecken

Foto einschicken Überraschung gewinnen

Auch der Waldburg-Zeil Bus

braucht mal eine Pause... Hier

wurde er an der Tankstelle in

Leutkirch gesichtet und abgelichtet.

Denn wer den Waldburg-Zeil

Bus oder den Lungenbus entdeckt,

ein Foto macht und das

per E-Mail einschickt an:

marketing@wz-kliniken.de

erhält als Belohnung eine Überraschung

aus dem Marketing.

Aber auch ohne Foto vom

Bus freuen sich die Waldburg-

Zeil Kliniken über Ihr Interesse.

Denn 3.000 Kolleginnen

und Kollegen suchen Verstärkung

für ihre Teams.

Weitere Informationen gibt

es unter:

@ www.wz-kliniken.de/jobs


SERVICE 13. Februar 2021 • BZ Ausgabe KW 06/21

15

Bestattungsvorsorge

Manfred & Manuel Breyer GbR

Bregenzer Straße 23, D-88131 Lindau

Telefon 0 83 82 / 94 70 64

www.bestattungen-breyer.de

Auflassung von Grabstätten auf dem Friedhof in Reutin

Die Nutzungsfrist für die rechts aufgeführten

Grabstätten auf dem Ev. Friedhof in

Lindau-Reutin ist abgelaufen.

Nachdem die Adressrecherche erfolglos

blieb, werden die Angehörigen gebeten,

sich bis spätestens 30. April 2021 bei der

Friedhofsverwalterin Anne Knütter

zu melden.

Telefon: 01 72/4 89 84 87

E-Mail: anne.knuetter@elkb.de

oder im Pfarrbüro in der Steigstraße 36 in

Lindau.

Nach Verstreichen der Widerspruchsfrist

werden die Gräber aufgelassen und eingeebnet.

Der Grabstein und die Einfassung

werden entfernt und gehen gemäß Friedhofssatzung

in das Eigentum des Friedhofs

über.

BZ-Foto u. Tabelle: Knütter

Terminreservierung

Zulassungsstelle Digitales Tool installiert

Unter www.landkreis-lindau.de

können Bürgerinnen und Bürger

nun leichter und schneller

online einen Termin bei der

Kfz-Zulassung buchen. Mit einem

neuen Reservierungstool

managt das Team der Zulassungsstelle

eine detaillierte Terminvergabe

und kann so die Wartezeiten

für die Kunden deutlich

verkürzen.

Das neue Programm empfängt

die Bürgerinnen und Bürger

mit einer kundenfreundlichen

Darstellung. Im Programm

können diese zwischen elf

verschiedenen Dienstleistungen,

wie beispielsweise die

Neuzulassung oder die Abmeldung

eines Fahrzeugs

wählen und anschließend

selbst einen passenden Termin

reservieren.

„Das neue Tool ermöglicht

deutlich mehr Termineingaben

als zuvor, da jede Dienstleistung

mit einem realen

Zeitfenster hinterlegt ist“,

heißt es weiter in der Pressemitteilung

des Landratsamtes

Lindau.

Nach der Terminvereinbarung

erhält der Kunde eine Bestätigungsmail,

in der die Zulassungsstelle

darüber informiert,

welche Unterlagen mitgebracht

werden müssen und

wie der Termin wieder storniert

werden kann.

Das neue online Reservierungstool

kann über die Seite

des Landratsamts Lindau

www.landkreis-lindau.de aufgerufen

werden. Es ist direkt

unter dem Button Online-

Dienste zu finden.

In Einzelfällen sei aber

nach wie vor auch eine telefonische

Terminvereinbarung

möglich.


Anzeigen

GRABMALE

Heribert Lau

Steinmetzmeister

Hundweilerstraße 16

88131 Lindau (B)

Telefon (08382) 6894

Telefax (08382) 26870

lau.martin@web.de

AUSSTELLUNG

beim Friedhof

Lindau-Aeschach

Rennerle 14

Beratung und Verkauf

Mittwoch und Freitag

von 14 bis 18 Uhr

und nach Vereinbarung

BZ

FAMILIENNACHRICHTEN

GEBURTEN

29.12.2020: Judi Hesso,

Roshen Fatysiny und

Lazgin Hesso, Lindau (B)

02.01.2021: Leopold Philipp

Rücker, Alexa Jelena Grässer

und Stephan Philipp Rücker,

Lindau (B)

12.01.2021: Chiara Rosa,

Maria Zangaro und Sandro Rosa,

Lindau (B)

12.01.2021: Oliver Gróf,

Klaudia Gróf-Nagy geb. Nagy

und Attila Gróf, Lindau (B)

12.01.2021: Mia Sophie Grote,

Susanne Katrin Grote und

Sebastian Grote geb. Moser,

Wangen i. A.

16.01.2021: Eduards Gudermanis,

Diana ̄ Gudermane geb. Miloša

und Dairis Gudermanis, Lindau (B)

17.01.2021: Eliana Summer Bühler,

Kathrin Bühler geb. Bruderhofer

und Benjamin Paul Bühler, Lindau (B)

STERBEFÄLLE

16.01.2021: Manfred Heinrich

Kern, Lindau (B)

19.01.2021: Anna Spandl,

Lindau (B)

20.01.2021: Waltraud Helga

Schollian, Lindau (B)

18.1. – 31.1.2021

20.01.2021: Monika Haase,

geb. Timmermann, Lindau (B)

28.01.2021: Ida Katharina Nuber,

geb. Schäfler, Lindau (B)

Impressum

LINDAUER

Bürgerzeitung

Verlag: Lindauer Bürgerzeitung

Verlags-GmbH & Co. KG

Herbergsweg 4, 88131 Lindau (B)

www.bz-lindau.de

Geschäftsführung (V.i.S.d.P.):

Hans-Jörg Apfelbacher (APF)

Oliver Eschbaumer (OE)

E-Mail: : verlag@bz-lindau.de

Telefon: 0 83 82/5 04 10-41

Telefax: 0 83 82 /5 04 10-49

Verantwortlich für die Seiten 1 und

Amtsblatt der Stadt Lindau (B):

Presseamt Stadt Lindau (B)

Jürgen Widmer (JW),

Patricia Herpich (PAT), Birgit Russ (BR),

ausgenommen „Ansichten“ u. Inhaltsverz.

Anzeigen:

Hermann J. Kreitmeir

E-Mail: kreitmeir.lindau@t-online.de

Telefon: 0 83 82 / 2 33-30, Fax: -14

Mobil: 01 71-5 46 04 58

Gisela Hentrich

E-Mail: giselahentrich@gmx.de

Telefon: 0 83 82 / 7 50 90-37, Fax: -38

Mobil: 01 62-2 39 52 37

18.01.2021: Theo Braun,

Tanja Sandra Braun geb. Marioli

und Julian Tobias Braun,

Lindenberg i.A.

18.01.2021: Sophie Ehrlich,

Juliane Dinauer geb. Dinfelder

und Swen Ehrlich, Wasserburg (B)

19.01.2021: Tobias Kitzelmann,

Linda Kitzelmann und Michael

Heinrich Knitz, Röthenbach (A.)

20.01.2021: Emanuel Rupprecht

Binzler, Karin Martina Binzler

und Armin Rutschke, Nonnenhorn

22.01.2021: Philina Sarah

Kalkbrenner,

Sarina Carolin Kalkbrenner,

geb. Oppitz und Markus Sebastian

Kalkbrenner, Nonnenhorn

22.01.2021: Magdalena

Kinzelmann, Juliane Kinzelmann

geb. Weber und

Andreas Kinzelmann, Scheidegg

Anzeigenservice:

E-Mail: anzeigen@bz-lindau.de

Telefax: 0 83 82 /5 04 10-49

Redaktion:

Heike Grützmann-Förste (HGF)

E-Mail: redaktion@bz-lindau.de

Telefon: 0 83 82/5 04 10-42

Telefax: 0 83 82 /5 04 10-49

Hans-Jörg Apfelbacher (APF)

Herstellung: Druckhaus Ulm Oberschwaben

Siemensstraße 10, 89079 Ulm

Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 23

vom 01.01.2021. Es gelten die allgemeinen

Geschäfts bedingungen des Verlages.

Auflage: 16.500 Exemplare

Erscheinungsweise: 14-täglich samstags

Bezug in Lindau/B:

Kostenlos an alle Haushalte

Bezug in PLZ-Region 88:

Abonnement 29,90 e/Jahr

Bezug deutschlandweit:

Abonnement 50,– e/Jahr

APOTHEKEN

Vorwahl Lindau: 0 83 82/...

Sa., 13. Februar 2021:

Möven-Apotheke,

Hemigkofener Str. 10,

Kressbronn, Tel.: 07543 8641

So., 14. Februar 2021:

Insel-Apotheke, Zeppelinstr. 1,

Li.-Insel, Tel.: 08382 4441

Mo., 15. Februar 2021:

Apotheke im Alten Bahnhof,

Bodenseestr. 30, Oberreitnau,

Tel.: 08382 275312

Di., 16. Februar 2021:

Löwen-Apotheke, Friedrichshafener

Str. 1,

Li.-Aeschach, Tel.: 08382 5951

Mi., 17. Februar 2021:

Montfort-Apotheke,

Marktplatz 12, Langenargen,

Tel.: 07543 2357

Do., 18. Februar 2021:

Jakobus-Apotheke, Seehalde 5,

Nonnenhorn, Tel.: 08382 8451

Fr., 19. Februar 2021:

Steig-Apotheke, Schulstr. 34,

Li.-Reutin, Tel.: 08382 73962

Sa., 20. Februar 2021:

See-Apotheke, Untere Steig 2,

Bodolz-Enzisweiler im Einkaufszentrum,

Tel.: 08382 26866

So., 21. Februar 2021:

St.-Georgs-Apotheke,

Bahnhofstr. 7, Wasserburg,

Tel.: 08382 887650

Mo., 22. Februar 2021:

Christophorus-Apotheke,

Hauptstr. 9, Sigmarszell,

Tel.: 0 83 89 98112

Di., 23. Februar 2021:

Rosen-Apotheke, Friedrichshafener

Str. 2A,

Li.-Aeschach, Tel.: 08382 22121

Mi., 24. Februar 2021:

Sonnen-Apotheke, Hauptstr. 48,

Kressbronn, Tel.: 07543 54983

Do., 25. Februar 2021:

Bahnhof-Apotheke, Bregenzer

Str. 51, Lindau, Tel. 08382 5821

Fr., 26. Februar 2021:

Möven-Apotheke,

Hemigkofener Str. 10,

Kressbronn, Tel.: 07543 8641

IM NOTFALL

Rettungsdienst112

Notaufnahme

KASSENÄRZTL.

BEREITSCHAFT

Kassenärztl. Bereitschaftspraxis

Friedrichshafener Str. 80A (Li)

Auskunft unter Tel.: 116 117

Mi., Fr.: 16-21 Uhr,

Sa., So., Feiertage: 9-21 Uhr

ZAHNÄRZTL.

BEREITSCHAFT

An Wochenenden und

Feiertagen im unteren Kreis

Lindau: 01 80/5 05 99 91

Sie werden automatisch mit dem

diensthabenden Zahnarzt verbunden.

(Gesprächsgebühren 14 Cent aus dem

Festnetz, aus Mobilfunk netzen können abweichende

Kosten entstehen.)

Praxiszeiten: 10-12/18-19 Uhr.

Liste im Internet:

www.zahnaerzte-lindau.de


16 13. Februar 2021 · BZ Ausgabe KW 06/21

WISSENSWERTES

Gemeinsame Plattform

LTK und IHK unterstützen Einzelhandel und Gastronomie

Seit Beginn der Corona-Krise

und der Einführung von Click &

Collect hat sich das Verhalten

der Konsumenten erheblich verändert.

„Die Kunden nutzen das

Internet, um nach Anbietern

und Produkten auch in der Region

zu suchen“, stellt Markus

Anselment, stellvertretender

Hauptgeschäftsführer der IHK

Schwaben, fest. Mit einem gemeinsamen

Projekt machen die

Lindau Tourismus & Kongress

GmbH (LTK) und die IHK Schwaben

deshalb die Lindauer Unternehmen

im Internet besser

sichtbar.


Im Rahmen eines gemeinsamen Projekts von LTK und IHK können

sich Lindauer Händler und Gastronomen mit Bildern von Fotograf

Joern Lorenz auf www.lindau.de präsentieren. BZ-Foto: Kainz Werbeagentur

Mit der Internetseite lindau.de

steht dem Einzelhandel und

der Gastronomie zukünftig eine

gemeinsame Plattform zur

Verfügung. Knapp 70 Lindauer

Einzelhändler und Gastronomen

nahmen bereits das Angebot

an und meldeten ihre Kontaktdaten

und Dienstleistungen.

„Sie werden nun in den Datenpool

der LTK aufgenommen

und erhalten einen kostenfreien

Eintrag auf der hochfrequentierten

Webseite. Auch Events

und übergeordnete Aktionen,

wie verkaufsoffene Sonntage,

können über diesen Kanal

noch besser beworben werden“,

heißt es in einer Pressemitteilung

der IHK Schwaben.

Angesichts des hohen Interesses

ziehen die Partner IHK

und LTK ein positives Zwischenfazit

des Projektes. Anselment:

„Durch die enge Abstimmung

mit der Interessengemeinschaft

Zukunft Insel und weiteren Lindauer

Akteuren konnten wir

ein wirksames Maßnahmenpaket

entwickeln. Unsere Unternehmen

haben nun eine einfache

und günstige Möglichkeit,

sich online zu präsentieren.“

Einen weiteren Mehrwert

für die Aktionsteilnehmer stellen

kostenfreie Aufnahmen dar.

Fotograf Joern Lorenz unterstützt

das Projekt und setzt die

Lindauer Einzelhandels- oder

Gastronomiebetriebe im Laufe

des Frühjahrs in Szene. Die

professionellen Fotos können

die Unternehmen auch unabhängig

vom Projekt nutzen.

„Lindau verfügt über eine attraktive

Geschäftswelt und ein

vielfältiges gastronomisches Angebot.

Wir unterstützen die

Lindauer Unternehmen, dies

zu kommunizieren – im Internet

ebenso wie mit professionellen

Fotos“, so LTK-Geschäftsführer

Carsten Holz.

Auch weiterhin können

sich interessierte Händler und

Gastronomen an die LTK wenden,

um sich auf www.lindau.de

eintragen zu lassen. Hierfür

habe man ein preiswertes Folgeangebot

für die Lindauer

Unternehmen ausgebarbeitet.

Mehr Know-How fürs Internet

Für den stationären Einzelhandel

habe die IHK Schwaben

ein praxisgerechtes Unterstützungsangebot

zusammengestellt.

In der monatlichen

Webinar-Reihe „Digitaler Donnerstag

Einzelhandel“ stellt die

IHK nach Ladenschluss jeweils

einen Aspekt der Digitalisierung

vor.

„Darüber hinaus haben wir

exklusiv für den Lindauer Einzelhandel

Veranstaltungen zu

den Schwerpunkten Kundenbindung

und Einkaufserlebnis

geplant. Unser Ziel ist es, die

Händler mit schnell umsetzbaren

Impulsen durch die Krise

zu begleiten“, so Anselment

abschließend.

BZ

Berufsinfomesse

„fitforJOB!“ findet im März digital statt

Die „fitforJOB!“ ist Schwabens

größte Messe rund um die

duale Berufsausbildung. Am

Samstag, 20. März 2021, findet

die Messe von 9 bis 15 Uhr

erstmals digital statt. Schülerinnen

und Schüler sowie Eltern

und Lehrer können sich

im virtuellen Messezentrum

über Berufe und Firmenprofile,

über aktuelle Stellenangebote

und Aus- und Weiterbildungsprogramme

informieren.

Bis zu 10.000 Interessierte

waren in den vergangenen

Jahren zur „fitforJOB!“ ins

Augsburger Messezentrum

gekommen. Wegen der Corona-Krise

gibt es die Berufsinfomesse,

die von der Handwerkskammer

für Schwaben

(HWK) und der Industrieund

Handelskammer Schwaben

(IHK) gemeinsam organisiert

wird, diesmal in einem

digitalen Format.

Über die Webseite fitforjobaugsburg.de

können sich

Schülerinnen und Schüler,

Eltern und Lehrer bereits

jetzt kostenlos für die Teilnahme

anmelden.

Nach der Registrierung

erhalten die Interessierten

den Link, mit dem sie am

20. März ins virtuelle Messezentrum

gelangen. Dort ist

alles wie bei einer realen

Messe: Es gibt ein Foyer mit

jeder Menge Informationen

zur Orientierung, ein Vortragsforum

sowie große Hallen,

in denen sich die Aussteller

präsentieren.

Per integriertem Chat

können die Besucher am

Messetag von 9 bis 15 Uhr

live mit den Unternehmensvertretern

am Stand kommunizieren,

Fragen zur Ausbildung

stellen und erste

Kontakte knüpfen.

Zudem gibt es umfassende

Informationen zu den

Unternehmen und ihren

Stellenangeboten. Und das

alles bequem von zu Hause

aus per PC, Tablet oder

Smartphone.

Im Vortragsforum können

die Besucher während

der Messe zahlreiche Expertenvorträge

rund um das

Thema Ausbildung und Karriere

verfolgen.

Das komplette Vortragsprogramm

sowie die Informationen

der Unternehmen

sind nach Ende der Messe

„fitforJOB!#digital“ für eine

weitere Woche im Netz verfügbar.

BZ/BZ-Foto: ffj

@ Nähere Informationen zum

Programm und zur

Anmeldung gibt es unter:

www.fitforjob-augsburg.de

Anzeigen

Lindau

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www.unterberger.cc

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Wir kaufen Wohnmobile

+ Wohnwagen

Tel.: 03944-36160

www.wm-aw.de Fa.

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www.bz-lindau.de

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